Stammdaten

Register
Amtsgericht Stadthagen HRB 143
Vorher
Hohmeier-Anlagenbau Gesellschaft mit beschränkter HaftungHohmeier Anlagenbau GmbH
Eingetragen
4.2.1969
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Herstellung und Vertrieb von Industrieanlagen aller Art, insbesondere für die Automobil- und verwandte Industrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Noack
seit 24.3.2022
Prokura
Sascha Dr. Falkenberg
seit 11.1.2018
Geschäftsführer
Carl Robert Falch
seit 11.1.2018
Geschäftsführer
Wolfgang Weh
seit 10.12.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
Carl Robert Falch
52.90%
C******** B****** M********
15.70%
R*** M***** F****
15.70%

Gesellschafter
Beta

3 von 4 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Carl Robert Falch
52.90%
C******** B****** M********
15.70%
R*** M***** F****
15.70%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MINDA GmbH

Stadthagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

MINDA GMBH, STADTHAGEN

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Unternehmensstruktur

Unternehmensprofil

Die Gesellschaft ist als Anlagenbaubetrieb in Stadthagen ansässig und betreibt die Herstellung und den Vertrieb von Industrieanlagen aller Art, insbesondere Fördertechnik und Automatisierungslösungen mit den Schwerpunkten in der Automobilindustrie.

Seit 1990 erweitert der 1969 als Hohmeier Anlagenbau GmbH gegründete Standort somit das Produktspektrum der MINDA Gruppe mit Lösungen für Fahrzeugaufbereitung sowie Fördertechnik für die Automobilindustrie.

MINDA GmbH in Stadthagen bietet hierfür die passenden Lösungen in den Bereichen Bodenfördertechnik, Dichtigkeitsprüf- und Fahrzeugaufbereitungsanlagen für die Automobilindustrie, sowie Wasch- und Fördertechnik für Waschanlagen, um nachhaltig ein Höchstmaß an Effizienz, Flexibilität und Ergonomie zu erzielen.

MINDA Stadthagen arbeitet mit 40 % seiner Gesamtleistung MINDA Minden mit dem Fokus auf den Bereich "Massivholz" zu (Engineering, Automatisierungsprogrammierung, Produktion, Montage und Inbetriebnahme sowie Service).

Wichtige Produkte und Dienstleistungen, Absatzmärkte

In unserer heutigen Zeit werden immer differenziertere Anforderungen an die besonderen Bedingungen in der Automobilproduktion gestellt.

Die MINDA GmbH bietet hierfür die passenden Lösungen in den Bereichen Bodenfördertechnik, Dichtigkeitsprüf- und Fahrzeugaufbereitungsanlagen für die Automobilindustrie, sowie Wasch- und Fördertechnik für Waschanlagen, um nachhaltig ein Höchstmaß an Effizienz, Flexibilität und Ergonomie zu erzielen.

Vom Karosseriebau bis zur Endabnahme sorgt MINDA für Bewegung in der Fertigung. Für ergonomischere Arbeitsbedingungen und höhere Produktivität setzen MINDA Werkermitfahrbänder Ihre Mitarbeiter in Bewegung wo taktbegleitend gearbeitet wird. Unsere Schwerlastförderer für den Fahrzeugtransport überzeugen durch geringe Bauhöhe und große Bandbreiten.

Zudem ist MINDA seit 2004 spezialisiert auf innovative Fördertechnik für die Fahrzeugwäsche und -aufbereitung. Unsere Anlagen zeichnen sich durch Langlebigkeit, schonendes Fahrzeughandling sowie rationellen und sicheren Betrieb aus.

Durch konsequent modularen Aufbau ist die Anzahl mechanischer und steuerungstechnischer Komponenten gering. Das vereinfacht die Lagerhaltung von Ersatz- und Verschleißteilen.

Unsere Dienstleistungen und Produkte:

Rohbau und Lackierbereich

Skid-Fördertechnik

Werkermitfahrbänder

Modulare Werkermitfahrbänder

Vertikalheber

Fahrzeug Endmontage

Modulare Werkermitfahrbänder

Werkermitfahrbänder

Vertikalheber

Dichtigkeitsprüfung / Waschtechnik

Dichtigkeitsprüfung

Fahrzeugtransportbänder

Umfangreiches Service-Angebot

Mit jeder verkauften Maschine und Anlage wächst unsere installierte Basis und damit das Potenzial, innerhalb des Lebenszyklus des Produkts zusätzliches Service-Geschäft zu generieren.

Unser Service-Angebot umfasst zum Beispiel die Modernisierung und Optimierung von Anlagen, Audits zu Anlagenproduktivität und Energieeffizienz, Software-Updates sowie Schulung, Wartung, Reparatur und Ersatzteillieferung.

Absatzmärkte & Marksegmente / Ziele & Strategie

Erhöhung der Marktdurchdringung bei modularen Werkermitfahrbändern und Transportbändern für Fahrzeuge

Ausweitung Europa, Amerika und Asien forcieren

Kooperationen / Netzwerk auf- und ausbauen

Fokus Direktvertrieb Automobilhersteller/Große OEMs/Systemintegratoren (AE Industry / Dürr / ROFA)

Erhöhte Marktdurchdringung mit Ein- und Zweispurbändern im Bereich Waschtechnik über OEMs (Partnerschaften in Schlüsselmärkten)

Entwicklung neuer Marktsegmente mit Wachstumspotential (Batterie und Reifen)

Fokussierte Absatzmärkte

Deutschland

Österreich

Frankreich

USA

China

Südkorea

Japan

Indien

SEA

Südafrika

2. Lage der Konjunktur

Weltwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 % etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 % geringer.

In den USA (+2,5 %) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei.

Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 % das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren.

Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 % beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 %).

In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 %.

Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in %

Land/Region 2023 (Schätzung) 2022 2021
Welt 3,1 3,5 6,1
Entwickelte. Volkswirtschaften 1,6 2,6 5,6
Euro-Zone 0,5 3,4 5,6
Deutschland -0,3 1,8 3,2
Frankreich 0,8 2,5 6,4
Italien 0,7 3,7 7,0
Spanien 2,4 5,8 6,4
Vereinigtes Königreich 0,5 4,3 7,6
USA 2,5 1,9 5,9
Japan 1,9 1,0 2,2
Aufstr. Märkte und Entwicklungsländer 4,1 4,1 6,9
ASEAN * 4,2 5,5 4,0
Brasilien 3,1 3,0 5,0
China 5,2 3,0 8,5
Indien ** 6,7 7,2 9,1
Russland 3,0 -1,2 5,6

*) Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Vietnam.

**) Fiskaljahr vom 1.4. bis 31.3.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, für 2021: IMF October 2023 Database.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 %.

Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 %. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 % sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 % zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 %, wobei China (+4,4 %) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 %) überdurchschnittlich zulegten.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023

Globaler Maschinenbau

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und den Umsatz pufferten.

In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 %), das Vereinigte Königreich (+5 %) und China (+2 %) zu nennen.

Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 % rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 %) und Japan (-6 %) ausgefallen.

Quelle: VDMA Originaltext (Nationale Statistikämter), "Maschinenbau Konjunktur International", Dezember 2023

Wachstumsraum EU-27

In der EU-27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds kaum. Der Anstieg wird auf +0,5 % geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022 (+3,4 %). Der private Konsum entwickelte sich angesichts der anhaltend hohen Inflation von +6,4 % im EU-Durchschnitt schwach. Sowohl Exporte als auch die Importe schrumpften. Die Investitionen stiegen in der EU-27 voraussichtlich um +1 %. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich mit +4 % abermals dynamischer, wobei die Niederlande, Frankreich und erneut Italien die Wachstumstreiber waren.

Die Industrieproduktion in der EU wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten gedämpft. Zudem litt die Nachfrage nach Investitionsgütern unter den gestiegenen Finanzierungskosten. Die EU-Maschinenproduktion schrumpfte nach vorläufigen Zahlen preis- und kalenderbereinigt um -1,4 %, nach +5 % Wachstum im Vorjahr. Besser als im EU-Durchschnitt entwickelten sich Frankreich und Polen (jeweils +6 %), Schweden (+5 %) sowie Finnland und Belgien (jeweils +3 %), Österreich (+2 %) und Spanien sowie Italien (0 %).

Deutlich unterdurchschnittlich zeigte sich der Maschinenbau in den Niederlanden (Jan.-Sept.: -16 %). Überdurchschnittlich hoch war der Rückgang auch in Bulgarien, Dänemark und Rumänien. Hier wurden jeweils rund ein Zehntel weniger Maschinen hergestellt als im Vorjahr. (Die Angaben beziehen sich auf den Maschinenbau in der Abgrenzung des Kapitels 28 der NACE rev.2 und sind vorläufig.)

Quelle: IWF, Eurostat, EU-Commission: European Economist Forecast Autumn 2023 und Winter 2024.

Deutsche Konjunktur

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 % zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau.

Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr.

Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,5 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,4 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -2,2 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 %). Im vierten Quartal 2023 wurde dabei mit durchschnittlich 46,2 Millionen Erwerbstätigen ein neuer Höchststand erreicht. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Quelle: VDMA Originaltext (Statistisches Bundesamt)

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 % gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld, geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 %.

Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 % der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 % der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 %) auf Oktober (85,9 %) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus.

Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 % zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut.

In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 % zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA

Absatzmärkte

Automobilindustrie

Gesteigerte Autoproduktion durch hohe Auftragsbestände

Das Wachstum der weltweiten Automobilproduktion fiel 2023 höher aus als zunächst erwartet. Während die Produktion im Jahr zuvor noch von Corona-Lockdowns, dem Chipmangel und Lieferengpässen beeinträchtigt war, entspannte sich die Lieferkettensituation in der Folge wieder spürbar. Dies gab den Automobilherstellern die Gelegenheit, die außerordentlich hohen Auftragsbestände im Jahresverlauf 2023 deutlich abzubauen. Die Automobilanalysten von GlobalData korrigierten ihre Schätzung für die weltweite Produktion von Pkws und leichten Nutzfahrzeugen unterjährig stetig nach oben. Nachdem man zu Jahresbeginn noch von 85,8 Mio. Einheiten für 2023 ausgegangen war, legte die Produktion letztlich um 10,2 % im Vergleich zu 2022 auf 90,7 Mio. Einheiten zu, wobei die Nachfrage nach Neuwagen von anhaltenden Produktionssteigerungen durch die Aufstockung der Lagerbestände im Zuge der Normalisierung der Lieferketten profitiert.

Tabelle: Produktion PKWs und leichte Nutzfahrzeuge

Mio. Einheiten 2023 2022 2021
Welt 90,7 82,3 76,9
Westeuropa 11,3 9,9 9,5
Deutschland 4,4 3,7 3,3
Osteuropa 6,8 5,9 6,5
davon EU-Länder 4,1 3,6 3,4
Nordamerika (inkl. Mexiko) 15,6 14,2 13,0
USA 10,3 9,7 8,9
Südamerika 2,9 2,8 2,6
Brasilien 2,2 2,2 2,1
Asien 51,8 47,2 43,5
China 29,1 26,2 24,5
Japan 8,6 7,4 7,4
Indien 5,4 5,1 4,1
Südkorea 4,1 3,7 3,4

Quelle: GlobalData 02/2024

Europa: Zum Abschluss des Jahres 2023 dürfte die solide west-/mitteleuropäische Marktdynamik 14,7 Millionen Einheiten (+12,8 % im Jahresvergleich) ausliefern, da verbesserte Fahrzeugproduktionsniveaus die Lieferzeiten und die Bestandserholung unterstützen.

Vereinigte Staaten: Prognostiziert 15,5 Millionen Einheiten im Jahr 2023

Festlandchina: Für das Jahresende, die Ausweitung der New Energy Vehicle (NEV)-Anreize um 100 Mrd Globale Mobilität.

Im verarbeitenden Gewerbe wird erwartet, dass die weltweite Leichtfahrzeugproduktion im Jahr 2023 bei 89,8 Millionen Einheiten endet - eine deutliche Verbesserung um 9,0 % gegenüber dem Niveau von 2022, die in mehreren Regionen die Erwartungen übertrifft und auf der impliziten Aufstockung der Lagerbestände aufbaut. Dies stellt weltweit eine willkommene Rückkehr zum Produktionsniveau vor der Pandemie dar, angetrieben durch Zuwächse auf dem chinesischen Festland und in Indien.

Quelle: S&P Global Mobility - BLOG Dec 14, 2023

Unternehmen

Aufgrund der Entwicklungen in unseren Kern-Absatzmärkten waren wir im Gesamtunternehmen über das Jahr 2023 noch sehr gut ausgelastet. Wesentliche Elemente waren dabei erste Schlüsselprojekte im Bereich Batteriefertigung und Transport von Schwerlast-Lkw.

Die Wirtschaft in Deutschland schrumpft seit vergangenem Jahr. Im deutschen Maschinen und Anlagenbau setzte sich der zu Beginn des Geschäftsjahres eingesetzte Abwärtstrend beim Auftragseingang das ganze Jahr über fort. Die Lieferengpässe verloren zwar weiter an Bedeutung und der nach wie vor hohe Auftragsbestand konnte die wirtschaftliche Entwicklung stützen. Allerdings haben die gestiegenen Finanzierungskosten die Investitionsbereitschaft spürbar abgeschwächt. Dies trifft auch auf die Zielmärkte der MINDA Gruppe zu.

Der Auftragseingang lag im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund des Rückgangs der Nachfrage im Gesamtmarkt unter dem Vorjahr. Bedingt durch den geringeren Auftragseingang sank der Auftragsbestand Ende Dezember 2023 deutlich gegenüber dem Vorjahreswert, liegt aber, gemessen am langjährigen Mittel noch immer auf einem hohen Gesamtniveau.

II. DARSTELLUNG DER LAGE

1. Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft hat sich im Berichtszeitraum von 6.822 TEUR auf 6.107 TEUR vermindert. Dies ist im Wesentlichen auf einen deutlich gesunkenen Forderungsbestand zurückzuführen. Der erhöhte Bestand ergab sich im Vorjahr aufgrund eines kurz vor Jahresende fakturierten Großauftrags ggü. einem verbundenen Unternehmen. Im laufenden Geschäftsjahr sind Geschäfte in dieser Größenordnung mit verbundenen Unternehmen nicht durchgeführt worden.

Durch die unsichere wirtschaftliche Gesamtlage haben wir nur geringe Investitionen in die Effizienz in der Produktion und Investitionen in die IT getätigt, so dass das Anlagevermögen in Summe auf 2.118 TEUR leicht gesunken ist (VJ: 2.372 TEUR).

Korrespondierend haben sich die Verbindlichkeiten und die Rückstellungen vermindert. Aufgrund der genannten Gründe hat sich die Bilanzsumme ebenfalls auf 6.107 TEUR (VJ: 6.822 TEUR) verringert.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund der Thesaurierung des Vorjahresgewinns im Berichtsjahres auf 3.042 TEUR (VJ: 2.538 TEUR) erhöht. Aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme und des gestiegenen Eigenkapitals ist die Eigenkapitalquote auf 49,8 % angewachsen (VJ: 37,2 %). Durch vollständigen Vortrag des Vorjahresergebnisses hat sich der Gewinnvortrag von 1.773 TEUR auf 2.028 TEUR erhöht.

Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir für sehr stabil.

2. Finanzlage

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten hat sich zum Vorjahr primär durch den Abbau der hohen Forderungsbestände deutlich positiv verändert und von 28 TEUR auf 457 TEUR erhöht. Der Kontokorrent-Kredit bei der Kreissparkasse Schaumburg von 1,0 MEUR steht weiterhin zur Verfügung und wird zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen.

Die oben beschriebenen Veränderungen spiegeln sich ebenfalls in einem positiven Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 848 TEUR wider. Der gestiegene Finanzmittelfonds zum Ende des Geschäftsjahres resultiert aus diesem Cashflow.

Nach wie vor werden Rechnungen unter Ausnutzung von Skonti beglichen.

3. Ertragslage

Im Jahr 2023 konnten wir unsere Leistungsziele nicht erreichen und erzielten auch eine schwache Rentabilität im Betriebsergebnis.

Der Markt Automotive hat sich zwar besonders im Bereich der Leichtfahrzeugproduktion in Bezug auf die eigene Produktivität relativ zur gesamtkonjunkturellen Lage recht gut entwickelt, jedoch verhinderten die in den Vorjahren geschaffenen Überkapazitäten in der Fahrzeugproduktion große Investitionsprojekte im Bereich der Produktion bzw. wurden diese in der zweiten Jahreshälfte zumindest pausiert und auf Ende 2024 bzw. Anfang 2025 verschoben.

Im Bereich der Waschbandanlagen konnten wir jedoch durch den steigenden Bedarf an 2-Spurwaschanlagen und durch einige Konsolidierung von Bandherstellern im Bereich der Waschstraßen über unseren Erwartungen zulegen.

In Summe sank die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 24,6 % auf 18.189 TEUR. Der Umsatz stieg um 13,1 % abermals auf ein Rekordhoch i.H.v. 21.359 TEUR, welches allerdings durch die negative Bestandsveränderung abgeschwächt wurde.

Der Materialaufwand sank aufgrund der beschriebenen Sachverhalte um 41,6 % auf 9.005 TEUR. Dabei haben sich die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren von 11.031 TEUR auf 8.754 TEUR vermindert, die Aufwendungen für bezogene Leistungen sanken von 4.399 TEUR auf 251 TEUR. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass wir im Geschäftsjahr nahezu keine Fremdleistungen von anderen MINDA-Gesellschaften in Anspruch genommen haben.

Der Personalaufwand, ohne Mitarbeiter in Arbeitnehmerüberlassung, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 19,4 % auf 6.460 TEUR erhöht. Dies resultiert aus einem Anstieg der Mitarbeiterzahlen, der tariflichen als auch außertariflichen Erhöhung von Löhnen/Gehältern sowie von freiwilligen Zusatzleistungen.

Die Rohertragsquote I ist von 36,01 % auf 50,49 % angestiegen. Diese Veränderung ist vorwiegend auf deutlich gesunkene Einkaufspreise zurückzuführen.

Das EBIT ist aufgrund der gesunkenen Gesamtleistung und des erhöhten Personalaufwands von 1.307 TEUR auf 168 TEUR gesunken.

Der Jahresüberschuss ist allerdings sowohl relativ als auch absolut stärker als im Vorjahr. Der Jahresüberschuss ist um 98,3 % auf 504 TEUR angestiegen (VJ: 254,4 TEUR), sodass wir eine Gesamtleistungsrendite (Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und Ertrag / Gesamtleistung) von 2,84 % erreicht haben. Dies resultiert aus einem positiven Neutralen Ergebnis, welches im Wesentlichen aufgrund einer Versicherungsentschädigung 616 TEUR beträgt. Der korresponiderende Aufwand fiel im Vorjahr an und führt dort zu einem Neutralen Ergebnis von -877 TEUR.

Das Ergebnis ist weiterhin nicht zufriedenstellend und liegt unter unserer Planung.

III. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG MIT HINWEISEN AUF WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

1. Chancen-/Risikobericht

Aufgrund des internen Berichtswesens und der niedrigen Hierarchiestruktur ist gewährleistet, dass die Geschäftsführung über wesentliche Vorgänge im Unternehmen in Kenntnis gesetzt wird.

Die konjunkturellen Aussichten sind weiterhin gut, so dass wir von einer hohen Nachfrage unserer Produkte ausgehen. Inwieweit sich durch die expansive Geldpolitik gesamtwirtschaftliche Risiken, ggf. sogar Blasen ergeben, lässt sich schwer abschätzen. In jedem Fall schätzen wir dies als niedriges Risiko ein.

Weil unsere Produkte und Dienstleistungen zum einen echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten und zum anderen nachhaltige Märkte bedienen, gehen wir davon aus, dass langfristig unsere leistungswirtschaftlichen Risiken eher gering aber vorhanden sind.

Der Schwerpunkt des Anlagengeschäftes bleibt jedoch bei der Automobilindustrie immer noch sehr an ein stark schwankendes Projektgeschäft geknüpft, was mit einem entsprechenden Risiko verbunden bleibt. Die Aussichten sind jedoch gerade durch den massiven Wandel in den Mobilitäts- und Antriebskonzepten und den damit verbunden Neuinvestitionen der Automobilhersteller in Produktionstechnologie und den Ausbau von Produktionskapazitäten sehr positiv. Zudem ist das Ziel durch eine stärkere Marktdurchdringung in den Märkten Asien und Amerika sowie Aktivitäten in branchenähnlichen Segmenten (z.B. Reifenindustrie, Batterieproduktion) den aktuellen Entwicklungen unserer Kunden zu folgen.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten, die wir 2023 aufgrund der Erfahrungen in 2022 mit den gestörten Lieferketten noch einmal deutlich ausgebaut haben, zurückgreifen. Hier sehen wir ein geringes Risiko durch die gegebenenfalls wieder schwankenden Material-, Energie- und Rohstoffpreise, die wir über Preisgleitklauseln versuchen zu egalisieren. Darüber hinaus bestehen Risiken in Lieferengpässen unserer Lieferanten.

Diese federn wir durch eine transparente Kommunikation zu unseren Kunden und hohe Flexibilität in der Produktion ab.

Wir müssen weiter intensiv unsere Effizienz steigern. Geeignete Maßnahmen sind auch in Verbindung einer überarbeiteten Strategie MINDA 2030 eingeleitet.

Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen und kontinuierliche Prozess- und Produktverbesserungen durch.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir wie bisher durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Dieser Anspruch ist fest in unserer Unternehmensphilosophie und -strategie verankert. Die Erfüllung der Wünsche unserer Kunden ist stets unser oberstes Ziel. Dies gilt für die Entwicklung und Bereitstellung unserer innovativen und individuellen Produkte und Lösungen sowie unsere umfangreichen Dienstleistungen.

In unserem nach DIN EN ISO 9001 zertifizierten Qualitätsmanagement-System sind alle wertschöpfenden Geschäftsprozesse schlank verankert. Wir hinterfragen unsere Qualitätsstandards kontinuierlich und streben nach ständiger Weiterentwicklung. Unser Qualitätsmanagement ist kein Selbstzweck, es bildet die Grundlage für unsere eigene kontinuierliche Verbesserung - und das nachhaltig.

Risiken der zukünftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen, aggressiven Wettbewerbsumfeld sowie merklich in dem Krieg in der Ukraine, der mit Sicherheit weitreichende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben wird. Glücklicherweise sind bzw. waren unsere Geschäfte in Russland und der Ukraine in der letzten Zeit sehr beschränkt, sodass wir nur geringe direkte Auswirkungen und Zahlungsausfälle haben.

Es mehren sich jedoch Anzeichen, dass die Geopolitik (beispielsweise in Bezug auf die wachsenden Spannung USA/China und eine damit wahrscheinliche "Teilung der Welt") wieder stärkeren negativen Einfluss auf die Märkte haben könnte.

Ein Grundsätzliches Risiko für den Produktionsstandort Deutschland ist weiterhin, dass Deutschland nicht mehr zu den Ländern mit den attraktivsten Rahmenbedingungen für hoch qualifizierte Fachkräfte aus dem In- und Ausland gilt. Fehlende Fachkräfte bleiben nicht folgenlos, denn es stehen Wachstumspotenziale und Wettbewerbsfähigkeit auf dem Spiel, wenn Personalknappheiten die an sich mögliche Produktion und das Dienstleistungsangebot beschränken. Fast sechs von zehn Unternehmen (58 %) rechnen mit steigenden Arbeitskosten, um neue Fachkräfte zu gewinnen oder ihr Personal halten zu können. Das sind 5 Prozentpunkte mehr als vor zwei Jahren. In der Industrie erwarten fast zwei Drittel steigende Arbeitskosten. Im EU-Vergleich der Arbeitskosten belegt die deutsche Industrie derzeit Rang vier. Ein Anziehen dieser Kosten als Folge von Personalengpässen kann daher die internationale Wettbewerbsposition deutscher Unternehmen weiter verschlechtern.

Quelle: Deutsch Industrie- und Handelskammer, Fachkräftemangel - mit gravierenden Folgen

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und Rücklagen, sowie flexiblen Aufstellung sehen wir uns für die Bewältigung der zukünftigen Risiken aber gut gerüstet. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben wir keine Anhaltspunkte für einzelne oder aggregierte Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft im Berichtszeitraum gefährdet haben oder über diesen hinaus gefährden könnten.

Hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren ziehen wir für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Leistung pro Mitarbeiter - ohne Auszubildende - (190 TEUR/MA) und die Leistungsrendite (Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und Ertrag / Gesamtleistung) (2,84%) heran. Diese Kennzahlen befinden sich nicht in der angestrebten Höhe. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als befriedigend bis ausreichend bezeichnet werden.

Ein detailliertes Monitoring unserer Kundenbeziehungen sowie ein aktives Forderungsmanagement wirken Risiken durch Forderungsausfälle entgegen.

2. Prognosebericht

Weltwirtschaft

Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 %. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften.

Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 % prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 % erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 % geschätzt. China (+4,6 %) und Indien (+6,5 %) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 %). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 %) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 %).

Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024

Globaler Maschinenbau

Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien (+5 %) erneut Spitzenreiter sein dürfte. Die Ausgangslage in den anderen drei Ländern ist recht unterschiedlich: So folgt der kleine Zuwachs in Süd-Korea und Japan (jeweils +1 %) auf einen vergleichsweisen hohen Rückgang im Jahr 2023. In China sollte sich das Wachstum mit +2 % fortsetzen, was ein signifikanter Tempoverlust wäre, verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie. Da die Auftragseingänge in der EU-27 als auch in den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich den Vorjahreswert verfehlten, wird für 2024 ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2 % prognostiziert.

Quelle: "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023

Deutsche Konjunktur

Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 % im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 % für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 % der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 % zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen die Reallöhne, wovon die Konjunktur mit einer robuste Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 % leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck.

Dieser aktuellen Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen. Das Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken, etwa durch das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die deutsche Wirtschaft in Aussicht stellt. Durch die Entlastungen soll die Investitionsdynamik verstärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Um Innovationsanreize zu setzen, soll die Forschungszulage erhöht werden. Überbordende Bürokratie - beispielsweise bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland - soll reduziert werden.

Quelle: Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht)

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 %. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind.

Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Insbesondere die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10 % real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate des Jahresendes 2023 an.

Allein für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf eine Bodenbildung intakt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine Bodenbildung bei Teilen der Auslandsnachfrage keinesfalls als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten sowie der von der Politik verursachten Verunsicherung sind weitere negative Einflussfaktoren hinzugekommen.

Das schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder: Viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen.

Quelle: VDMA (Originaltext)

Absatzmärkte

Automobilindustrie

Der weltweite Verkauf von Leichtfahrzeugen wird im Jahr 2024 um 2,8 % wachsen, verglichen mit einem Anstieg von 10,8 % im Jahr 2023.

S&P Global Mobility prognostiziert im nächsten Jahr weltweit 88,3 Millionen Neuwagenverkäufe, da die Erholung voranschreitet. Da die Lieferkette nicht mehr gebremst wird, besteht das Risiko für weiteres Wachstum darin, dass die Nachfragedynamik nachlässt, da die Unsicherheit der Verbraucher die aufgestaute Nachfrage übersteigt.

Laut einer neuen Prognose von S&P Global Mobility werden die weltweiten Neuwagenverkäufe im Jahr 2024 im Jahresvergleich um 2,8 % steigen. Die Erholung der Leichtfahrzeugproduktion befeuert weiterhin die Bemühungen zur Wiederauffüllung der Lagerbestände in vielen Regionen, da sich die Lieferkette und die Nachfrage weiter erholen, unterstützt durch die anhaltende aufgestaute Verbrauchernachfrage. S&P Global Mobility bleibt jedoch hinsichtlich der Erholungsaussichten vorsichtig, da die Verbrauchernachfrage durch erhöhte Fahrzeugpreise sowie schwierige Kredit- und Kreditbedingungen beeinträchtigt wird.

Der prognostizierte Ausblick umfasst stagnierende Zinssätze, verbesserte Lieferketten, den Preisdruck bei der Erschwinglichkeit, hohe Neuwagenpreise, ein uneinheitliches Verbrauchervertrauen, Bedenken hinsichtlich der Energiepreise/-versorgung, Risiken bei der Autokreditvergabe und anhaltende Wachstumsschwierigkeiten bei der Elektrifizierung.

"Es wird erwartet, dass 2024 ein weiteres Jahr der zähen Erholung wird, in dem die Automobilindustrie über klare angebotsseitige Risiken hinaus in ein trüberes makroökonomisches Nachfrageumfeld übergeht", sagte Colin Couchman, Executive Director für globale Light-Vehicle-Prognosen bei S&P Global Mobility. "Eine große Sorge besteht darin, wie sich die 'natürliche' Nachfrage nach Elektrofahrzeugen entwickeln wird, wenn Regierungen erwägen, die interventionistische politische Unterstützung zurückzufahren - insbesondere für Anreize und Subventionen, Industriepolitik und OEM-Planungsziele."

Prognosen für einzelne Märkte

Europa: Für 2024 prognostiziert S&P Global Mobility 15,1 Millionen Einheiten, ein Plus von 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr - was die Gefahr einer wirtschaftlichen Rezession, strengere Kreditbedingungen, nachlassende aufgestaute Nachfrage, immer noch hohe Autopreise und die Reduzierung der Subventionen für Elektrofahrzeuge widerspiegelt.

"Zu den größten Herausforderungen für Europa gehören der dynamische Übergang zur Elektrifizierung sowie abwartende Kunden, lauernde chinesische OEMs, Energieprobleme und bevorstehende EU-Wahlen", sagte Couchman.

Vereinigte Staaten: Die Verkaufsmengen in den USA werden im Jahr 2024 voraussichtlich 15,9 Millionen Einheiten erreichen, was einem geschätzten Anstieg von 2,0 % gegenüber dem prognostizierten Niveau von 15,5 Millionen Einheiten im Jahr 2023 entspricht.

"Gerade als die Automobilindustrie versucht, auf der Angebotsseite zu einem Gefühl der Normalität zurückzukehren, werden US-Verbraucher auf dem Markt für Neufahrzeuge im Jahr 2024 aufgrund hoher Zinssätze, strenger Kreditbedingungen usw. weiterhin mit Erschwinglichkeitsproblemen konfrontiert sein "Die Neuwagenpreise gehen langsam zurück", sagte Chris Hopson, Manager für nordamerikanische Verkaufsprognosen für leichte Fahrzeuge bei S&P Global Mobility. "Ein unsicherer Verbraucher führt zu der Erwartung, dass sich die Autoverkäufe im nächsten Jahr leicht verbessern werden."

"Unter der Annahme, dass das Niveau der Automobilproduktion im Jahr 2024 weiter steigen wird, bietet das Wachstum des Bestands an Neufahrzeugen die Chance für höhere Anreize und Geschäftsabschlüsse - ein potenzielles Ventil für den Druck auf die Fahrzeugpreise im letzten Jahr", fügte Hopson hinzu.

Mit der Einführung mehrerer mit Spannung erwarteter Modelle werden sich die BEV (Battery electric vehicle)-Verkäufe in den USA im neuen Jahr weiter entwickeln. Bis Ende 2024 wird es fast 100 BEV-Modelle geben, doppelt so viele wie im Jahr 2022, was mehrere weitere Segmente abdeckt und Verbrauchern, die sich für ein Elektrofahrzeug interessieren, noch mehr Auswahl bietet.

Festlandchina: Für das Jahr 2024 wird der Markt weiterhin durch eine aufgestaute Nachfrage mit einer allmählichen Verbesserung des Verbrauchervertrauens gestützt, das sich noch nicht vollständig auf das Niveau vor der Pandemie erholt hat. Für 2024 wird eine Nachfrage von 26,4 Millionen Einheiten prognostiziert, was einem weiteren Anstieg um 4,2 % entspricht.

Die Erschwinglichkeit von NEVs (New Energy Vehicles) auf dem chinesischen Festland dürfte sich im Jahr 2024 weiter verbessern, da die lokalen Batteriezellenpreise bis 2023 bereits deutlich sinken werden. In Verbindung mit der NEV-Steuerbefreiung im Zeitraum 2024-2025 wird die NEV-Durchdringung (in % der Personenkraftwagen) voraussichtlich weiter von 36 % in 2023 auf 44 % in 2024 steigen.

Die Produktionsaussichten für 2024 werden auf ein traditionelles nachfrageorientiertes Modell heruntergefahren

S&P Global Mobility sieht weiterhin einen allgemeinen Produktionsausblick, der auf einem traditionelleren nachfrageorientierten Modell beruht. Mit dem Übergang ins Jahr 2024, wenn die Lagerbestände in vielen Märkten ein Gleichgewicht erreichen, wird das weltweite Produktionswachstum voraussichtlich in eine leichte Umkehrung geraten, da die Branche nach mehreren turbulenten Jahren eine Erholung durchläuft. Für 2024 prognostiziert S&P Global Mobility einen Rückgang der Pkw-Produktion um 0,4 % auf 89,4 Millionen Einheiten.

"Die Fahrzeugproduktion nähert sich dem Höhepunkt des aktuellen Zyklus an, wobei die Wiederauffüllung der Lagerbestände schneller als erwartet erfolgt und möglicherweise mit der realen Verbrauchernachfrage kollidiert", sagte Mark Fulthorpe, Executive Director für globale Prognosen für leichte Fahrzeuge bei S&P Global Mobility. "Im Jahr 2023 hat die Fahrzeugproduktion von einem positiven Zyklus verbesserter Lieferketten und hoher Auftragsbestände profitiert. Wenn diese Bedingungen nachlassen, wird die Fertigung weniger Unterstützung erfahren."

Auf dem chinesischen Festland prognostiziert S&P Global Mobility für 2024 ein praktisch stagnierendes Produktionsniveau mit einem Rückgang von 0,1 % auf 28,3 Millionen Einheiten. Da die Lagerbestände weitgehend wieder das Vorkrisenniveau erreicht haben und die Inlandsnachfrage schwach ist, dürften weitere Exportzuwächse den größten positiven Effekt haben.

Europa wird im Jahr 2024 voraussichtlich 17,4 Millionen Einheiten produzieren, ein Rückgang um 1,8 % gegenüber den geschätzten 17,8 Millionen in diesem Jahr. Wie auf dem chinesischen Festland werden die Lagerbestände Schätzungen zufolge wieder in der Nähe des Vorkrisenniveaus liegen und in einem Umfeld, das von abnehmenden Auftragsbeständen und schwächerer eingehender Nachfrage geprägt ist, nur wenig Aufwärtspotenzial bieten. Auch steigende Importe aus China sind zu spüren.

Für die nordamerikanische Region wird erwartet, dass die Gesamtproduktion um 0,5 % auf 15,7 Millionen Einheiten leicht ansteigt - angekurbelt durch ein Wachstum der US-Aktivitäten um 3,9 %. Die Aufstockung der Lagerbestände sorgt weiterhin für Aufwärtspotenzial, ist jedoch nicht einheitlich, da Teile der Detroit-3-Produktpalette überbesetzt sind, während japanische und koreanische Marken noch eine Pipeline zu füllen haben.

Obwohl sich die Bedingungen in der Lieferkette seit 2022 zweifellos verbessert haben, warnt S&P Global Mobility weiterhin vor einem strukturellen Defizit bei der Kapazität für Halbleiter, insbesondere bei älteren, ausgereiften Knotenpunkten. Im Jahr 2023 gab es theoretisch Überkapazitäten, da die Nachfrage aus anderen Branchen nachließ, aber es besteht weiterhin das Risiko, dass die Beschränkungen wiederauftauchen könnten, sobald sich die Nachfrage aus anderen Sektoren erholt.

"Wir rechnen im Jahr 2024 nicht mit Chip-Versorgungsproblemen, da die Zuteilung für die Automobilindustrie robust ist und durch die jüngste Chipbevorratung der Fahrzeughersteller gestützt wird", sagte Jeremie Bouchaud, Leiter der Abteilung Halbleiter, E/E und Autonomie bei S&P Global Mobility. "Aber 2025 könnte ein Engpass werden, wenn die Nachfrage außerhalb des Automobilsektors wieder stark ansteigt."

Trotz der kurzfristigen Unsicherheit in Europa und den USA scheint der Wandel zur Elektrifizierung unaufhaltsam zu sein

In den letzten Jahren haben viele OEMs ihre Elektrifizierungsambitionen für die kommenden fünf bis 15 Jahre bekräftigt. In jüngerer Zeit hat sich das Narrativ geändert, da einige Autohersteller die beiden Herausforderungen des Übergangs zur Elektrifizierung hervorheben: die Skalierung der Produktion verkaufsfähiger BEVs und die Suche nach kaufwilligen Kunden.

Berichte über den Niedergang von Elektrofahrzeugen sind stark übertrieben, S&P Global Mobility geht davon aus, dass der weltweite Absatz von batterieelektrischen Personenkraftwagen im Jahr 2024 auf 13,3 Millionen Einheiten steigen wird - was schätzungsweise 16,2 % des weltweiten Personenkraftwagenabsatzes entspricht. Als Vergleich: Im Jahr 2023 gab es schätzungsweise 9,6 Millionen BEVs, was einem Marktanteil von 12 % entspricht.

Der Großteil dieses Volumens wird voraussichtlich auf die großen Märkte entfallen, kleinere Märkte werden jedoch auch geringfügige Zuwächse verzeichnen. Der prognostizierte BEV-Anteil nach Regionen stellt sich wie folgt dar:

Chart

Über 2024 hinaus bleiben viele Fragen im Bereich der Elektrifizierung bestehen, insbesondere in Bezug auf Ladeinfrastruktur, Netzstrom, Batterielieferketten, globale Beschaffungsmuster, eine Reihe neu eingeführter Elektrofahrzeuge und das angemessene Maß an politischer Unterstützung, um den Übergang von fossilen Brennstoffen zu reibungsloser zu gestalten elektrisch. Derzeit sind Chinas NEV-Politik, Europas "Fit for 55" und die IRA in den USA die wichtigsten Meilensteine für die Visionen der politischen Entscheidungsträger für eine grünere Mobilitätszukunft.

Quelle: S&P Global Mobility - BLOG December 14, 2023

Waschtechnik

Deutschland bzw. Europa sind unverändert die größten Absatzmärkte. Gemäß der Strategie der Gruppe soll mittelund langfristig vor allem Nordamerika einen höheren Anteil an den Gesamtumsatzerlösen der Gruppe haben. Des Weiteren soll insgesamt das AfterSalesGeschäft mit Service durch neue Produkte und eine stärkere Fokussierung darauf zum Wachstum beitragen.

Unternehmen

Zum Berichtzeitpunkt liegt ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzierter Auftragsbestand vor, der vorerst nur in das erste Quartal 2025 reicht. Weitere Kundenprojekte im Bereich Automotive mit vielversprechenden Aussichten sind in Verhandlung.

Das Jahr 2024 wird die MINDA GmbH Stadthagen daher voraussichtlich mit deutlich reduzierten Erlösen abschließen, wir rechnen mit einem Betriebsergebnis auf Höhe von 2023, wobei wir voraussichtlich unser langfristiges Vorsteuer-Renditeziel von 5 % noch verfehlen werden.

Der Auftragsbestand für 2024 sowie die Bewertung der im Hause vorhandenen Vertriebsprojekte bzw. Bedarfsfälle lassen auf ein nicht vollständig ausgelastetes Jahr 2024 schließen.

Produkte

Das komplette Produktportfolio im Bereich Werkermitfahrbänder wurde in Hinblick auf Kostenoptimierung und Marktanforderungen überarbeitet und soll mehrheitlich in 2024 die herkömmliche Konstruktion ablösen

Die Erweiterung des Produktportfolios im Bereich des Schwerlasttransportes für Anwendungen im Batterie- und Lkw-Transport bieten zusätzlich Chancen für Wachstum.

Mittelfristig sehen wir zusammenfassend weiterhin sehr gute Wachstumsmöglichkeiten, jedoch ist eine räumliche Erweiterung auf dem Bestandsgelände nicht möglich. Hier werden wir weiter an der Entwicklung unserer Supply-Chain und unseren Partnernetzwerken arbeiten, um flexibel auf Markteinflüsse reagieren zu können.

 

Stadthagen, den 12. Juli 2024

Carl Robert Falch

Dr. Sascha Falkenberg

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

MINDA GMBH, STADTHAGEN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.118.097,00 2.372.368,80
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.843,00 11.742,00
II. Sachanlagen 2.110.254,00 2.360.626,80
B. UMLAUFVERMÖGEN 3.936.411,56 4.439.921,56
I. Vorräte 3.082.626,55 2.775.347,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 397.274,36 1.636.543,93
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 456.510,65 28.029,81
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 52.461,73 9.317,20
6.106.970,29 6.821.607,56

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 3.042.101,33 2.537.824,74
I. Gezeichnetes Kapital 255.000,00 255.000,00
II. Kapitalrücklage 255.000,00 255.000,00
III. Gewinnvortrag 2.027.824,74 1.773.462,15
IV. Jahresüberschuss 504.276,59 254.362,59
B. RÜCKSTELLUNGEN 610.205,70 946.824,00
C. VERBINDLICHKEITEN 2.454.663,26 3.335.121,32
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 1.837,50
6.106.970,29 6.821.607,56

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 9.963.128,09 9.238.907,13
2. Personalaufwand -6.460.108,35 -5.409.952,98
a) Löhne und Gehälter -5.416.791,08 -4.499.814,14
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.043.317,27 -910.138,84
3. Abschreibungen -381.735,59 -361.803,23
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.323.114,35 -3.022.096,93
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -60.361,09 -68.374,02
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -220.345,81 -108.197,00
7. Ergebnis nach Steuern 517.462,90 268.482,97
8. Sonstige Steuern -13.186,31 -14.120,38
9. Jahresüberschuss 504.276,59 254.362,59

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

MINDA GMBH, STADTHAGEN

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die MINDA GmbH hat ihren Sitz in Stadthagen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stadthagen unter HRB 143 eingetragen.

Die Gesellschaft erfüllt die Merkmale einer mittelgroßen Gesellschaft i.S. des § 267 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich - mit Ausnahme der in den Folgeabsätzen beschriebenen Änderungen - unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff.).

Gemäß § 265 Abs. 5 HGB wurde die Bilanz um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" erweitert.

Im Berichtsjahr haben sich Ausweisänderungen zwischen den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 'sonstige betriebliche Aufwendungen' (§ 275 Absatz 2 Nr. 8 HGB) und 'Personalaufwand' (§ 275 Absatz 2 Nr. 6 HGB), zwischen 'Materialaufwand' (§ 275 Absatz 2 Nr. 5 HGB) und 'sonstige betriebliche Aufwendungen' (§ 275 Absatz 2 Nr. 8 HGB) ergeben, sowie zwischen'Umsatzserlöse' (§ 275 Absatz 2 Nr. 1 HGB) und 'sonstige betriebliche Erträge' (§ 275 Absatz 2 Nr. 4 HGB) ergeben, da die geänderten Ausweise sachgerechter sind. Zum Zwecke der Vergleichbarkeit wurde das Vorjahr entsprechend angepasst.

B. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

B.1 Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Das bewegliche Sachanlagevermögen wird im Zugangsjahr zeitanteilig abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter werden die Abschreibungserleichterungen nach § 6 Abs. 2 und 2a EStG in Anspruch genommen.

B.2 Vorräte

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips aktiviert.

Die unfertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet; diese umfassen die Material- und Lohneinzelkosten zuzüglich Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Zinsen für Fremdkapital sowie die Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung.

B.3 Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen.

B.4 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die liquiden Mittel sind mit ihrem Nennwert angesetzt.

B.5 Rechnungsabgrenzungsposten

Die Bildung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt im handelsrechtlich zulässigen Umfang durch die Abgrenzung im Voraus bezahlter Aufwendungen.

B.6 Rückstellungen

Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, wobei alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in angemessener Höhe berücksichtigt wurden.

B.7 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

C.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage zum Anhang dargestellt.

C.2 Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

C.3 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Gewährleistung, Personal und Restarbeiten zusammen.

C.4 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen 1.089 TEUR (Vorjahr 1.819 TEUR).

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 1.365 TEUR (Vorjahr 1.515 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 0 TEUR (Vorjahr 123 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen 1.411 TEUR (Vorjahr 1.515 TEUR).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 262 TEUR (Vorjahr 118 TEUR).

Innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten befinden sich 186 TEUR Verbindlichkeiten aus Steuern (Vorjahr 9 TEUR) und 9 TEUR im Rahmen der sozialen Sicherheit (Vorjahr 5 TEUR).

C.5 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB in Verbindung mit § 268 Abs. 7 HGB aus Verbindlichkeiten aus Wechselbürgschaften (Avale), für die das Unternehmen gesamtschuldnerisch mithaftet, in Höhe von 153 TEUR (gesamte Linie: 8.000 TEUR). Die eingegangenen Verpflichtungen waren nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten durch die anderen Unternehmen erfüllt werden können.

Es bestehen derzeit sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von jährlich 457 TEUR aus Miet- und Leasingverträgen und aus dem Bestellobligo in Höhe von 2.500 TEUR.

D. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

D.1 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergeben sich periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 50 TEUR aus dem Verkauf von Anlagevermögen.

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge befinden sich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 70 TEUR. Darüber hinaus ergeben sich periodenfremde Erträge in Höhe von 46 TEUR aus dem Verkauf von Anlagevermögen.

E. SONSTIGE ANGABEN

E.1 Anzahl der Arbeitnehmer

Mitarbeiter sind im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB (ohne Auszubildende) durchschnittlich wie folgt beschäftigt worden:

2023
Gewerbliche Arbeitnehmer 66
Kaufmännische Arbeitnehmer 30
96

E.2 Organmitglieder

Geschäftsführer waren im Berichtsjahr bzw. sind:

Herr Dipl.- Ing. Carl Robert Falch, Minden (Geschäftsführer MINDA GmbH)

Herr Dr.- Ing. Sascha Falkenberg, Hannover (Geschäftsführer MINDA GmbH)

Herr Dipl.- Ing. Carl Robert Falch ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

E.3 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von 504.276,59 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

E.4 Nachtragsbericht

Zu den (potenziellen) Entwicklungen mit besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind bzw. eintreten können, verweisen wir auf die Ausführungen der Gesellschaft im Lagebericht. Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine weiteren Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

 

Stadthagen, den 12. Juli 2024

Carl Robert Falch

Dr. Sascha Falkenberg

Der Jahresabschluss wurde am 25. November 2024 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 148.853,21 6.500,00 0,00 71.559,19 83.794,02
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.005.678,71 10.681,56 0,00 19.160,05 997.200,22
Technische Anlagen und Maschinen 2.002.892,93 12.345,00 0,00 0,00 2.015.237,93
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.884.520,91 148.640,23 3.996,80 208.045,45 1.829.112,49
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.996,80 0,00 -3.996,80 0,00 0,00
4.897.089,35 171.666,79 0,00 227.205,50 4.841.550,64
5.045.942,56 178.166,79 0,00 298.764,69 4.925.344,66
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 137.111,21 10.399,00 71.559,19 75.951,02
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 498.052,71 32.306,56 19.160,05 511.199,22
Technische Anlagen und Maschinen 1.034.989,93 174.700,00 0,00 1.209.689,93
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.003.419,91 164.330,03 157.342,45 1.010.407,49
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.536.462,55 371.336,59 176.502,50 2.731.296,64
2.673.573,76 381.735,59 248.061,69 2.807.247,66
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.843,00 11.742,00
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 486.001,00 507.626,00
Technische Anlagen und Maschinen 805.548,00 967.903,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 818.705,00 881.101,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.996,80
2.110.254,00 2.360.626,80
2.118.097,00 2.372.368,80

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MINDA GmbH, Stadthagen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MINDA GmbH, Stadthagen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MINDA GmbH, Stadthagen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungs handlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Anga ben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Minden, 19. Juli 2024

PAER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Meyer, Wirtschaftsprüfer

Markus Pultke, Wirtschaftsprüfer

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