Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Bonfiglioli Vectron GmbHLiquidiert
Europark Fichtenhain B 6, 47807 Krefeld, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Weber seit 25.6.2024 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bonfiglioli Vectron GmbHKrefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Entwicklung des Anlagevermögens 2022
AnhangI. Allgemeine Angaben einschließlich der Angaben zum Unternehmen Der Jahresabschluss der Bonfiglioli Vectron GmbH, Krefeld, wurde nach §§ 242 ff. und 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden daher teilweise die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Der Fortbestand der Gesellschaft ist aufgrund der für 2022 erwarteten negativen Entwicklung und der Abhängigkeit von der finanziellen Unterstützung der Bonfiglioli Swiss SA, Luzern (vormals: Lugano), Schweiz, gefährdet. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgrund des mit der Bonfiglioli Deutschland GmbH, Neuss, bestehenden Ergebnisabführungsvertrags sowie der ergänzend abgegebenen zeitlich bis zum 31. Dezember 2024 begrenzten Patronatserklärung der der Bonfiglioli Swiss SA, Luzern (vormals: Lugano), Schweiz. Im Hinblick auf bestandsgefährdende Risiken wird auch auf die Angaben im Abschnitt "Risikobericht" im Lagebericht verwiesen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einschließlich deren Abweichungen sowie Fremdwährungsumrechnung 1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Anlagevermögen Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2a S. 1 HGB i.V.m. § 255 Abs. 2 S. 1 und 2 HGB aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungssätze linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (3-5 Jahre) abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 250; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungssätze bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Finanzanlagen werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten angesetzt und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für die dauernde Wertminderung nicht mehr bestehen. Die planmäßigen Abschreibungen der unten stehenden Anlagegruppen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen:
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2018 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Gütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Anlagegut € 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 250 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Anlagegut vorzeitig aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Umlaufvermögen Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des FIFO Verfahrens. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Ein- bringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kredit-, Zins- und Ausfallrisikos wird eine Wertberichtigung nach verschiedenen Fälligkeitsklassen auf Basis der Altersstruktur auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Forderungen in fremden Währungen lagen zum Stichtag nicht vor. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,79 % (Vorjahr 1,87 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 2,25 % (Vorjahr 1,75 %) zugrunde gelegt sowie eine branchenübliche Fluktuation unterstellt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag T€ 222 (Vorjahr T€ 303). Das Altersversorgungsergebnis setzt sich aus dem Zinsertrag (T€ 76 Zinsaufwand aus Verpflichtung gem. § 253 HGB saldiert mit T€115 Zinsertrag aus der Wertänderung des Deckungsvermögens gem. § 246 Abs. 2 HGB) und dem Dienstzeitergebnis von T€ 621 (Vorjahr T€ 384) zusammen, welches innerhalb des Personalaufwands erfasst ist. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten lagen zum Stichtag nicht vor. Latente Steuern werden nicht angesetzt, da Bonfiglioli Vectron GmbH eine Organgesellschaft ist und eventuelle steuerliche Latenzen auf der Ebene des Organträgers Bonfiglioli Deutschland GmbH entsprechend berücksichtigt werden. III. Erläuterungen zu Bilanzposten Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Bis zum 31.12.2021 wurden selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens für Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von T€ 7.204 aktiviert, welche ab dem 1.1.2022 über 10 Jahre linear abgeschrieben werden. Im Berichtszeitraum wurden entsprechend T€ 720 abgeschrieben. Finanzanlagen Bonfiglioli Renewable Power Conversion India Private Limited in Bangalore, Indien:
(1) Angaben in der jeweiligen Landeswährung
zum 31. Dezember 2022 in Euro umgerechnet.
Die Liquidation der Gesellschaft wurde am 19.11.2021 begonnen. Bonfiglioli Transmission Pvt Limited in Chennai, Indien:
(1) Angaben in der jeweiligen Landeswährung
zum 31. Dezember 2022 in Euro umgerechnet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 4.544 aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und in Höhe von T€ 3.141 aus der Verlustübernahme des Geschäftsjahres. In Höhe von T€ 3.250 (Vorjahr T€ 1.043) bestehen Forderungen gegenüber der Gesellschafterin, die im Wesentlichen aus der Verlustübernahme des Geschäftsjahres resultieren. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt T€ 500 (Vorjahr T€ 500). Im Eigenkapital sind zum 31. Dezember 2022 ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von T€ 9.661 (Vorjahr T€ 10.554) enthalten. Der Betrag betrifft in Höhe von T€ 6.483 (Vorjahr T€ 7.204) den Ausweis der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die grundsätzlich mittelbar ausschüttungsfähigen Rücklagen reduzieren sich in entsprechender Höhe. Ebenfalls ausschüttungsgesperrt sind der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von T€ 222 (Vorjahr T€ 303) sowie das Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 HGB in Höhe von T€ 2.956 (Vorjahr T€ 3.048). Rückstellungen für Pensionen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 4.664 (Vorjahr T€ 4.202). Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von T€ 2.956 (Vorjahr T€ 3.048) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden die zweckexklusiven, verpfändeten und insolvenzgeschützten Rückdeckungsversicherungen klassifiziert. Die Zinserträge aus der Wertänderung des Deckungsvermögens in Höhe von T€ 115 (Vorjahr T€ 170) wurden mit Zinszuführungen T€ 76 (Vorjahr T€ 88) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von T€ 38 (Vorjahr T€ 81) ist im Finanzergebnis unter dem Posten "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" enthalten. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß den Mitteilungen der Versicherer. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus einem Cash-Pooling in Höhe von T€ 14.195 (Vorjahr T€ 7.366). Alle übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.060 (Vorjahr T€ 1.297) resultieren aus Lieferungen und Leistungen mit den Konzerngesellschaften. Darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin in Höhe von T€ 57 (Vorjahr T€ 52). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Gewährleistungsrückstellungen von T€ 2.441 (Vorjahr T€ 1.321). Finanzergebnis Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von T€ 493 (Vorjahr T€ 516) ergeben sich aus einer Dividendenzahlung von der Bonfiglioli Transmission Pvt Limited in Chennai, Indien. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge resultieren in Höhe von T€ 38 (Vorjahr T€ 81) aus Zinserträgen in Bezug auf die Pensionsverpflichtung gem. § 253 HGB. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von T€ 162 (Vorjahr T€ 106) resultieren in Höhe von T€ 165 (Vorjahr T€ 103) aus Zinsbelastungen von verbundenen Unternehmen. V. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt 117 (Vorjahr 118). Davon waren 87 (Vorjahr 86) Angestellte und 30 (Vorjahr 32) gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt. Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:
Der Geschäftsführer erhielt im Geschäftsjahr 2022 keine Bezüge von der Gesellschaft. Pensionsrückstellungen für frühere Organmitglieder Die Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen für frühere Organmitglieder belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf T€ 4.664 (Vorjahr T€ 4.202). Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von T€ 2.956 (Vorjahr T€ 3.048) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Die Pensionszahlungen an ehemalige Geschäftsführer betragen für das Geschäftsjahr T€ 236. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen die Verwaltungs- und Produktionsgebäude in Krefeld und den Fuhrpark. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Haftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2022 bestehen Garantiebürgschaften bei Kreditinstituten auf Mietverpflichtungen in Höhe von T€ 140 (Vorjahr T€ 140). Das Risiko der Inanspruchnahme schätzen wir als gering ein. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die Muttergesellschaft ist unverändert zum Vorjahr die Bonfiglioli Deutschland GmbH mit Sitz in Neuss. Die BON-FI S.r.L., Bologna, Italien, stellt zum 31. Dezember 2022 den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, in den unsere Gesellschaft einbezogen ist, welcher am Sitz der BON-FI S.r.L. erhältlich ist. Die Bonfiglioli S.p.A., Bologna, Italien, stellt zum 31. Dezember 2022 den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den unsere Gesellschaft einbezogen ist, welcher am Sitz der Bonfiglioli S.p.A. und außerdem auf der Homepage im Internet erhältlich ist. Ergebnisverwendung Der Verlust für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Bonfiglioli Deutschland GmbH, Neuss, übertragen. Eine entsprechende Forderung gegen verbundene Unternehmen bzw. Gesellschafter ist erfasst. Nachtragsberichterstattung Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- oder Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Krefeld, den 31. März 2023 Bonfiglioli Vectron GmbH Marco Cani, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell Die Bonfiglioli Vectron GmbH
Die Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft umfasst die Entwicklung, die Herstellung, den Vertrieb und den Service für Produkte der industriellen Antriebstechnik (Geschäftsbereich Motion & Robotics Solutions / Business Unit "M&R") und die zugehörige Grundlagenentwicklung und Projektierung. Unsere Kunden sind tätig im Bereich der Prozessindustrie wie Textilmaschinenbau, Plastikschweißtechnik sowie Förder- und Materialhandhabung. Projektgeschäfte werden im Wesentlichen im Bereich Verpackung und Kunststoffextrusion abgewickelt. Unsere Gesellschaft ist innerhalb der Bonfiglioli-Gruppe dem Geschäftsbereich Motion & Robotics Solutions (Business Unit "M&R") zugeordnet und stellt innerhalb der Bonfiglioli-Gruppe das technische Kompetenzzentrum für den Bereich der Elektronik dar. Unsere Absatzmärkte im industriellen Antriebsgeschäft befinden sich überwiegend in Europa mit europäischen Maschinenbauern, wobei unsere Gesellschaft Ihre Aktivitäten verstärkt auf Asien (China/Indien) ausdehnt, um den Kundenanforderungen des weltweiten Maschinenbaus nachzukommen. Um unseren mittel- und langfristigen Erfolg sowie unsere strategische Ausrichtung zu messen, verwenden wir den Umsatz / EBITDA als zentrale Steuerungsgröße. 2. Forschung und Entwicklung (F&E) Die Weiterentwicklung unserer bestehenden Produkte sowie die Entwicklung neuer Produkte ist im besonderen Fokus unserer Gesellschaft. Wir arbeiten in diesem Bereich eng mit den Business Units der Bonfiglioli Gruppe zusammen. Innerhalb der Bonfiglioli-Gruppe trägt unsere Gesellschaft die Verantwortung für die Weiterentwicklung von Produkten der elektronischen Antriebstechnik für industrielle Anwendungen. Die Aufwendungen für F&E betrugen im Geschäftsjahr T€ 4.282 (Vorjahr T€ 3.713) bei einer durchschnittlichen Personalstärke von 33,8 Mitarbeitern (Vorjahr 33,9 Mitarbeiter) im Bereich der Entwicklung. Im Jahr 2022 wurde im Wesentlichen an Funktions- und Optionserweiterungen der aktuellen Umrichterreihen gearbeitet, sowie mehrere Softwareentwicklungen durchgeführt, um die Bedürfnisse spezifischer Kunden und Anwendungen zu befriedigen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahresdurchschnitt 2022 lag das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,0% höher als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war durch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und den extremen Energiepreiserhöhungen geprägt. Die hohen Energiepreise und die immer noch begrenzte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, welches im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,2% zunahm. Insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2022 hatte das Verarbeitende Gewerbe mit gestörten internationalen Lieferketten zu kämpfen. Darüber hinaus kam es infolge des Kriegs in der Ukraine zu einem massiven Anstieg der Energiepreise. Trotz starker Preisanstiege nahm der Außenhandel im Jahr 2022 zu. Deutschland konnte preisbereinigt 3,2% mehr Waren und Dienstleistungen exportieren als im Vorjahr. Aktualisierte Untersuchungen von Interact Analysis zeigen, dass der Markt für Niederspannungs-Wechselstrommotoren in den letzten Jahren ein positives Wachstum verzeichnet hat, was vor allem auf die gestiegenen Marktpreise zurückzuführen ist. Allein im Jahr 2022 wuchs der Markt auf 17 Milliarden US-Dollar, wobei die Preise in der ersten Jahreshälfte um etwa 35% bis 40% stiegen. Der starke Preisanstieg im Jahr 2022 ermöglichte eine Wachstumsrate von 21,2% für den Markt der Niederspannungs-Wechselstrommotoren. Im Bereich der Antriebstechnik stieg gemäß VDMA der durchschnittliche kumulierte Umsatzindex im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,8 Punkte auf nunmehr 126 Punkte. Im Bereich Motoren und System stieg der Index um 10,1 Punkte auf 117 Punkte. 2. Investitionen Die Investitionen beliefen sich auf T€ 385 (Vorjahr T€ 1.368) bei Abschreibungen von T€ 1.146 (Vorjahr T€ 401). In den Abschreibungen sind erstmalig Abschreibungen für selbstgeschaffene immaterielle Vermögengegenstände in Höhe von T€ 720 enthalten. 3. Geschäftsverlauf und Ertragslage der Gesellschaft Im Geschäftsjahr 2022 erhöhte sich der Umsatz insgesamt auf T€ 29.381 (Vorjahr T€ 27.207) und lag damit leicht unterhalb der Bandbreite der letztjährigen kumulierten Prognose für das Geschäftsjahr 2022. Der Auftragsbestand blieb über das Jahr gesehen über unseren Erwartungen. Die internationale Nachfrage über die Konzernniederlassungen wie auch die Nachfrage über die Direktkunden erlebten einen Anstieg. Der Auftragsbestand konnte aufgrund der mangelnden Materialverfügbarkeit nicht wie marktseitig angefragt ausgeliefert werden. Der Materialaufwand in Höhe von T€ 21.343 (Vorjahr T€ 16.694) erhöhte sich überproportional zum Anstieg der Umsatzerlöse aufgrund gestiegener Abnahmepreisen, sowie des Kunden/Produktmixes. Die Personalaufwendungen stiegen auf T€ 9.473 (Vorjahr T€ 9.236). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich hauptsächlich aus Aufwendung für Altersvorsorge aufgrund der bestehenden Pensionsverpflichtungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf T€ 5.369 (Vorjahr T€ 4.848). Die wesentlichen Positionen hierin sind die Aufwendungen für Miete und Leasing in Höhe von T€ 912 (Vorjahr T€ 889), die Rechts- und Beratungsaufwendungen in Höhe von T€ 427 (Vorjahr T€ 206), die Frachtkosten in Höhe von T€ 592 (Vorjahr T€ 373) sowie weitere Entwicklungsaufwendungen in Höhe von T€ 604 (Vorjahr T€ 765). Das EBITDA-Ergebnis von T€ -2.300 (Vorjahr T€ -1.002) verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahreswert und lag allerdings oberhalb der Planungen für das Geschäftsjahr. Die Abweichung zum Vorjahr ergibt sich vor allem aus den deutlich gestiegenen Materialpreisen für elektronische Bauteile. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entwickelten sich proportional zum Umsatzanstieg. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Auflösung von sonstigen Rückstellungen. Neben den gestiegenen Beschaffungspreisen beeinflussten die gestiegenen Abschreibungen das Ergebnis wesentlich. In den Abschreibungen sind erstmalig Abschreibungen für selbstgeschaffene immaterielle Vermögengegenstände in Höhe von T€ 720 enthalten. Positiv kamen im Geschäftsjahr 2022 Erträge aus Beteiligungen an der Bonfiglioli Bonfiglioli Transmission Pvt Limited in Chennai, Indien, in Höhe von T€ 493 (Vorjahr T€ 516) hinzu. Das Geschäftsjahr schließt aus diesen Gründen mit einem Verlust vor Ergebnisabführung von T€ -3.141 (Vorjahr Verlust vor Ergebnisabführung T€ -976). Die Prognose aus dem Jahr 2021 für das Berichtsjahr 2022 belief sich auf ein Umsatzwachstum von 10-15% und ein negatives EBITDA von zirka T€ - 3,2. Abweichend von der Prognose ergab sich ein Umsatzanstieg von 8% im Vergleich zum Vorjahr und ein negatives EBITDA Ergebnis von T€ 2.300 (Vorjahr negativ T€ 1.002). Das geplante Umsatzwachstum konnte aufgrund der eingeschränkten Materialverfügbarkeit nicht erreicht werden. Das im Vergleich zur Planung verbesserte EBITDA konnte aufgrund von Kosteneinsparungen und der Auflösung von Gewährleistungsrisiken erreicht werden. Aufgrund des schwierigen Geschäftsumfelds ist die Geschäftsführung insgesamt dennoch zufrieden mit der Entwicklung des Geschäftsjahres und der Lage der Gesellschaft. 4. Vermögenslage Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 7.204 wurden erstmalig mit T€ 720 linear abgeschrieben. Die Vorräte liegen zum Bilanzstichtag bei T€ 8.131 (Vorjahr T€ 5.761). Die Erhöhung des Warenbestandes ist zum einen in dem Anstieg der Auftragseingänge und Umsätze während des Geschäftsjahres begründet, sowie der Erhöhung von Sicherheitsbeständen von kritischen Bauteilen. Die Forderungen betragen insgesamt T€ 9.397 (Vorjahr T€ 5.509). Die Erhöhung resultiert hauptsächlich aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum Stichtag in Höhe von T€ 7.685 (Vorjahr T€ 4.253). Hierin enthalten sind wiederum Forderungen aus einem Ergebnisabführungsvertrag mit der Bonfiglioli Deutschland GmbH in Höhe von T€ 3.141 (Vorjahr T€ 976). Die sonstigen Rückstellungen betragen T€ 2.133 (Vorjahr T€ 4.669), gebildet insbesondere aufgrund von möglichen Gewährleistungsansprüchen der Kunden. Die Verringerung steht in Verbindung mit Auflösungen von Gewährleistungsrückstellungen. Die Verbindlichkeiten liegen insgesamt bei T€ 18.192 (Vorjahr T€ 10.454). Darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 15.256 (Vorjahr T€ 8.663). Der Anstieg begründet sich überwiegend aus Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling mit der Konzernmutter in Höhe von T€ 14.195 (Vorjahr T€ 7.366). 5. Finanzlage Die Bonfiglioli Vectron GmbH befindet sich in einer Organschaft mit der Muttergesellschaft Bonfiglioli Deutschland GmbH. Zur Finanzierung bedient sich das Unternehmen überwiegend des Cash-Poolings mit der Konzerngesellschaft Bonfiglioli Swiss SA, Luzern (vormals: Lugano), Schweiz. Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten aus genanntem Cash-Pooling in Höhe von T€ 14.195 (Vorjahr T€ 7.366). Im Übrigen erfolgt die Finanzierung der Gesellschaft aus eigenen Mitteln. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten existieren zum Bilanzstichtag nicht. III. Risiko- Chancen- und Prognosebericht 1. Risikobericht a) Risikomanagementsystem Ziel unseres Risikomanagementsystems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg unserer Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Unser Risikomanagementsystem umfasst dabei zunächst die detaillierte Finanz- und Budgetplanung zu Beginn des Geschäftsjahres. Die Planung wird im Rahmen einer fortlaufenden Planung ("Forecast") an die Änderungen in der Geschäftstätigkeit sowie die Branchenentwicklung und Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes angepasst. Ferner werden im Rahmen der Erstellung unserer Monatsabschlüsse die Soll/Ist-Abweichungen zu den Planzahlen analysiert, um mögliche Risiken in den Geschäftsbereichen frühzeitig zu erkennen. Schließlich werden regelmäßige, bereichsübergreifende Sitzungen der ersten Führungsebene durchgeführt. Grundsätzlich werden Risiken durch Preisänderungen im Vertriebsbereich ständig beobachtet. Bei sinkenden Verkaufserlösen werden Maßnahmen eingeleitet, um dem Einfluss auf die betriebliche Wertschöpfung entgegenzuwirken. Bedeutende Investitionen müssen im Rahmen eines seitens der Geschäftsleitung vorgegebenen Verfahrens beantragt und anschließend genehmigt werden. Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen wird durch regelmäßige Analysen der Altersstruktur der Forderungen zusammen mit einem ausgeprägten Mahnwesen begegnet. Etwaige Liquiditätsrisiken werden im Rahmen der fortlaufenden Finanzplanung frühzeitig erkannt und durch entsprechende Finanzierungsmaßnahmen minimiert. b) Risiken Die Risiken der künftigen Entwicklung sind insbesondere in der weltwirtschaftlichen Entwicklung zu sehen. Neben den bekannten Risiken, wie dem zyklische Geschäftsverlauf im textilen Maschinenbau, in dem der Hauptteil unserer Kunden im Bereich der industriellen Antriebstechnik tätig ist, ist der unverändert starke Wettbewerb mit einhergehendem Preisdruck zu nennen. Vor allem letzterer Punkt führt immer wieder zu einer sprunghaften geografischen Verlagerung der Liefer- und Absatzmärkte und fordert ein hohes Maß an Flexibilität unserer Organisation. Die Bedeutung der nachstehenden Risiken sehen wir entsprechend ihrer Rangfolge. Bestandsgefährdende Risiken Der Fortbestand der Gesellschaft ist insofern gefährdet, als insbesondere die geplanten Umsatzerlöse die geplanten Aufwendungen in naher Zukunft voraussichtlich nicht übersteigen und somit mit Jahresfehlbeträgen zu rechnen ist, die zu einem Abfluss von Liquidität führen. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit hat die Bonfiglioli Swiss SA, Luzern (vormals: Lugano), Schweiz, mit Datum vom 15. Februar 2022 eine bis zum 31. Dezember 2024 befristete und unbegrenzte Patronatserklärung gegenüber der Bonfiglioli Vectron GmbH abgegeben. Der Fortbestand ist von der unveränderten finanziellen Unterstützung der Bonfiglioli Swiss SA, Luzern (vormals: Lugano), Schweiz, abhängig. Darüber hinaus besteht unverändert mit der Bonfiglioli Deutschland GmbH, Neuss, ein Ergebnisabführungsvertrag mit einer Mindestlaufzeit bis zum 31. Dezember 2023. Risiken im Zusammenhang mit den allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen Die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie ihre Aktiva und Passiva stehen unter dem Einfluss einer Reihe von Faktoren, die die makroökonomische Situation der unterschiedlichen Länder prägen, in denen die Gruppe tätig ist: Anstieg oder Verringerung des Bruttoinlandsprodukts, Konsum- und Geschäftsklima, Schwankungen der Wechselkurse und Zins-sätze, Rohstoffkosten und Arbeitslosenquote. Risiken im Zusammenhang mit den von uns bedienten Branchen Die Verknappung auf dem Markt für elektronische Komponenten verursacht lange Lieferzeiten und Kostendruck auf unsere EMS Dienstleister, welche versuchen, diese in ihren Verkaufspreisen weiterzugeben. Dies wiederum beeinflusst unsere Herstellungskosten. Eine Weitergabe an unsere Kunden gestaltet sich zunehmend schwierig. Des Weiteren können wir nicht sicherstellen, dass die neu entwickelten Produkte, für welche in den vergangenen Jahren ein selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstand erstellt wurde, vom Markt gemäß unseren Planungen angenommen werden. Weitere weniger bedeutsame Risiken Bei den folgenden Risiken werden entweder die Eintrittswahrscheinlichkeiten als gering eingeschätzt oder von einer effektiven Absicherung ausgegangen: Die Gesellschaft ist geringfügig Wechselkursrisiken ausgesetzt. Diese ergeben sich aus geringen Umsätzen mit wenigen Kunden. Waren und Dienstleistungen werden in Euro eingekauft. Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen werden durch regelmäßige Analysen der Alters-struktur der Forderungen zusammen mit einem ausgeprägten Mahnwesen begegnet. Investitionen müssen im Rahmen eines vorgegebenen Verfahrens beantragt und anschließend genehmigt werden. Vor Abschluss wesentlicher Verträge sind diese jeweils juristisch überprüfen zu lassen. Die Finanzierung unsere Gesellschaft wird über ein gemeinsames Cash-Pooling mit dem Bonfiglioli Konzern gesteuert. Um die Netto-Finanzposition ständig zu überwachen und die kurzfristige Fähigkeit des Unternehmens zu kontrollieren, seinen Verpflichtungen nachzukommen, wurden kurzfristige und mittelfristige Cashflow-Prognosen erstellt, damit optimal angepasste Entscheidungen getroffen werden können. 2. Chancenbericht Chancen für unser Unternehmen bestehen in der stetigen Weiterentwicklung unserer Produkte hinsichtlich neuer Anwendungsfelder sowie der Erweiterung unseres Angebots als System-anbieter. Dies beinhaltet hauptsächlich eine kundenorientierte Produktentwicklung sowie die Fähigkeit unsere weltweit operierenden Kunden in den unterschiedlichsten geografischen Märkten zu bedienen. Hierzu kann auf das bereits bestehende weltweite Netz von Produktions- und Vertriebsstätten der Bonfiglioli-Gruppe aufgebaut werden. Des Weiteren besteht ein enger Austausch mit den weltweiten Vertretungen bzgl. Logistik, Service, Vertrieb und Produktion. Hier sehen wir in erster Linie weitere Wachstumschancen im Wirtschaftsraum Asien-Pazifik. Die geplanten Produktinnovationen, vor allem die Entwicklung der neuen Motion Control Baureihen, für die Jahre ab 2023 geben unserer Gesellschaft des Weiteren die Möglichkeit, in neuen Geschäftsfeldern zu agieren und das Wachstum nachhaltig und langfristig zu stützen. 3. Prognosebericht Die Planung des Umsatzes für das Geschäftsjahr 2023 beinhaltete ein Wachstum von zirka 5-10 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Umsatzwachstum erwarten wir vornehmlich aufgrund des Endes der Coronapandemie und eines sich erholenden Marktumfeldes, welches mit Bestands- und Neukunden aus verschiedenen Sektoren bedient wird. Einflüsse aufgrund der weiteren Entwicklung des Krieges in der Ukraine und deren Auswirkung auf die Weltwirtschaft sind weiterhin schwer abschätzbar. Der Auftragsbestand ist weiterhin sehr hoch und kann nur schrittweise aufgrund der noch teilweise andauernden Materialknappheit bedient werden. Für 2023 wird ein EBITDA in Höhe von rund - 3,2 Mio. € geplant, wobei etwaige Auswirkungen des Krieges in der Ukraine den Trend jederzeit wieder negativ beeinflussen können. Die Entwicklung und die Prognose werden monatlich auf Basis aktueller Berichte überprüft und ggf. angepasst.
Krefeld, den 31. März 2023 Bonfiglioli Vectron GmbH Marco Cani, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bonfiglioli Vectron GmbH, Krefeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bonfiglioli Vectron GmbH, Krefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bonfiglioli Vectron GmbH, Krefeld, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt "Allgemeine Angaben einschließlich der Angaben zum Unternehmen" des Anhangs und in Abschnitt "Risikobericht" des Lageberichts. Dort ist ausgeführt, dass die Gesellschaft sich insbesondere aufgrund der Tatsache, dass die geplanten Umsatzerlöse die geplanten Aufwendungen in naher Zukunft voraussichtlich nicht übersteigen und somit mit Jahresfehlbeträgen zu rechnen ist, die zu einem Abfluss von Liquidität führen werden, in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Unternehmensfortführung ist die Gesellschaft auf die Unterstützung der Bonfiglioli Swiss SA, Luzern (vormals: Lugano), Schweiz, angewiesen, die mit Schreiben vom 15. Februar 2022 eine Patronatserklärung abgegeben hat, in der sie sich gegenüber der Bonfiglioli Vectron GmbH für einen Zeitraum bis zum 31. Dezember 2024 verpflichtet, die Gesellschaft im Bedarfsfall mit finanziellen Mitteln zu versorgen. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 19. April 2023 dhpg
Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte
Güntgen, Wirtschaftsprüfer Giorgini, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
2 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen