Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 166887
Eingetragen
17.9.1981
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Der Vertrieb von Industrietechnik aller Art sowie technische Beratung im industriellen Bereich, sowie Konstruktion und Produktion von Vorrichtungen aller Art aus Aluminiumprofiltechnik. Übernahme von Geschäftsführungsfunktionen als persönlich haftende Gesellschafterin einer Kommanditgesellschaft.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefanie Maun
seit 19.12.2024
Geschäftsführer
Wilhelm Maun
seit 2.6.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Wilhelm Maun
85290 Geisenfeld
25.000 DM
50.00%
Thomas Maun
85057 Ingolstadt
25.000 DM
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

item Bayern GmbH

Vohburg a.d. Donau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

item Bayern GmbH, Vohburg

I. Grundlagen des Unternehmens

Die item Bayern GmbH ist ein deutsches Unternehmen, das Kunden aus allen Industriebereichen beliefert. Der genutzte Systembaukasten bietet eine uneingeschränkte Vielfalt beim Bau von Maschinen, Schutzanlagen, Betriebseinrichtungen und individuellen Arbeitsumgebungen.

Für das Vertriebsgebiet Bayern ist die item Bayern GmbH exklusiver Vertragshändler der item Industrietechnik GmbH, dem Pionier auf dem Gebiet der systemischen Entwicklung von Komponenten für industrielle Anwendungen. Seit den 1980er Jahren verfolgt die item Bayern GmbH das Ziel, Systembaukästen aus Aluminiumprofilen in nahezu allen Ausfertigungen anzubieten. Die item Bayern GmbH erweitert kontinuierlich ihren Beratungsumfang gegenüber ihren Kunden hinsichtlich sämtlicher technischer Anwendungsbereiche und bietet branchenspezifische Lösungen auf Basis von item-Technik an.

Die item-Produktwelt umfasst mehr als 4.500 hochwertige Komponenten für folgende Bereiche:

Maschinenbau & Betriebsmittel: MB-Systembaukasten
Industrielle Arbeitsplätze: Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung
Lean Production: Profilrohrsystem D30 für die schlanke Fertigung
Treppen & Podeste: Normgerechte Maschinentreppen, Podeste, Industriegeländer
Maschinenkabinen: XMS-Maschinenbausystem mit integrierten Kanälen
Schutz- & Trennwände: Mitarbeitende schützen und Maschinen wirksam absichern
Automation: Effiziente Prozessautomatisierung mit hochwertigen Komponenten

Vertriebsgebiet der Gesellschaft ist das Bundesland Bayern.

Kunden der item Bayern GmbH sind insbesondere produzierende Unternehmen.

Der Stammsitz der item Bayern GmbH befindet sich Rockolding bei Vohburg a.d.Donau.

Überdies ist die item Bayern GmbH durch eine starke Eigentümerstellung in der Finanzierung sowie auch in der Geschäftsleitung geprägt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Vergleich zum Vorjahr ist das deutsche Brutto-Inlandsprodukt (BIP) in 2023 preisbereinigt um 0,3 Prozent gesunken.1

Dabei war der Rückgang im produzierenden Gewerbe mit 2% besonders deutlich. Das BIP je Erwerbstätigen sank gegenüber dem Referenzwert 2023 um 1%, im Schnitt fehlten Arbeitnehmer an rund 20 Arbeitstagen krankheitsbedingt. Die Inflationsrate war 2023 unverändert hoch und lag im Jahres-Durchschnitt mit 5,9% nur einen Prozentpunkt unter dem Vorjahreswert. In Bayern lag die Industrieproduktion insgesamt im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,4 % geringfügig über dem Vorjahreswert, die energieintensiven Branchen (Chemie, Papier, Glas/Keramik) vermelden hingegen einen deutlichen Produktionsrückgang (-13,6%). 2

Wichtige Ursachen für die stagnierende Konjunkturentwicklung in Deutschland sind die Konsumzurückhaltung privater Haushalte (-0,8%) und die weiterhin hohen Strompreise. Die starke Exportorientierung macht die deutschen Unternehmen anfällig für die geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie geopolitischen Krisen.

Die Preisrückgänge bei Rohstoff-Importen und die in 2023 wieder verbesserten "Terms of Trade" hingegen stabilisierten die Konjunktur.3

Das allgemein schwierige Umfeld hatte im Berichtsjahr keine unmittelbar negativen Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb der item Bayern GmbH wie der nachfolgende Bericht zeigen wird.

Quellen:

1 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung vom 15.01.2024-019/24;

2 vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Vermerk vom 22.03.2024;

3 IfO-Schnelldienst vom 14.02.2024;

2. Geschäftsverlauf

Der jeweils deutlich zweistellige Umsatzzuwachs in 2021 und 2022 gegenüber dem jeweiligen Vorjahr hat sich in 2023 im Vergleich zu 2022 auf rund 2,0 % abgeschwächt.

Die leicht positive Entwicklung der Umsätze hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 zu einem Jahresüberschuss von 1.614 TEUR geführt.

Durch die leicht rückläufigen Aluminiumpreise und damit einhergehend rückläufigen Beschaffungskosten konnte die Materialaufwandsquote um einen halben %-Punkt gesenkt werden. Bei konstant hoher Nachfrage nach unseren Produkten waren preisliche Zugeständnisse als Mittel zur Umsatzbelebung erneut nicht erforderlich.

Insgesamt liegt die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 im Rahmen unserer Erwartungen und war sehr zufriedenstellend.

3. Personalbereich

Im Durchschnitt des Jahres 2023 wurden 35 Mitarbeitende (einschließlich Teilzeitkräften) beschäftigt. Der Mitarbeiterstamm ist dem Umfang nach gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben.

4. Ertrags-, Finanz, und Vermögenslage

Ertragslage

Die Entwicklung der Umsatzerlöse korrespondiert wesentlich mit der Ergebnisentwicklung.

Die Umsatzerlöse haben sich 2023 um rund 2,0 % gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die Materialaufwandsquote verringerte sich bezogen auf die Umsatzerlöse gegenüber der des Vorjahres um rund 0,5 %-Punkte. Damit wurde unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge ein Rohergebnis in Höhe von 5.307 TEUR erwirtschaftet, welches im Vergleich zum Vorjahr um 210 TEUR gestiegen ist.

Die Personalkosten haben sich geringfügig um 26 TEUR oder 1,5 % erhöht, bezogen auf die Umsatzerlöse sind sie um 0,1 %-Punkte gesunken. Eine zeitnahe Lieferfähigkeit zählt die item Bayern GmbH zu ihren wesentlichen Qualitätsmerkmalen.

Die Abschreibungen sind im Geschäftsjahr bei einer Steigerung 2 TEUR nahezu konstant geblieben. Der Schwerpunkt der Investitionen lag wie 2022 im Aufbau einer ERP-Software, die im Geschäftsjahr noch nicht fertiggestellt war und somit nicht abgeschrieben wird.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vorjahresvergleich um 12 TEUR gesunken, was im Wesentlichen darauf zurückzuführen ist, dass im Vorjahr höhere Wertberichtigungen auf Forderungen zu erfassen waren. Dagegen stiegen die Reparaturkosten im Vergleich zum Vorjahr.

Das Jahresergebnis wird hauptsächlich bestimmt durch die Faktoren Umsatz, Materialaufwand und Personalkosten. Das Ergebnis nach Steuern liegt in 2023 mit 1.614 TEUR um 154 TEUR über dem des Vorjahres.

Finanzlage

Die Finanzlage ist mit einem Anteil der flüssigen Mittel von rd. 64 % an der Bilanzsumme sehr gut.

Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme ist mit rund 86 % zum 31.12.2023 ebenso als sehr gut einzuschätzen.

Der im Eigenkapital ausgewiesene Gewinnvortrag samt Jahresüberschuss ist bis auf weiteres nicht für vollumfängliche Ausschüttungen vorgesehen, auch wenn bisher vorgesehene Investitionen, insbesondere eine Erweiterung der Hallenkapazität aktuell zurückgestellt sind.

Der Finanzierungsbedarf für die Investitionen in Höhe von 190 TEUR im Geschäftsjahr 2023 wurde vollständig aus dem operativen Cashflow finanziert. Das Anlagevermögen sowie die Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden in vollem Umfang durch das Eigenkapital gedeckt.

Die Liquiditätslage des Unternehmens war im Berichtsjahr sehr gut. Die liquiden Mittel reichen aus, alle kurzfristigen Verbindlichkeiten zu tilgen.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 150 TEUR. Dabei stehen den Investitionen in Höhe von 190 TEUR Abschreibungen in Höhe von 40 TEUR gegenüber. Das Anlagevermögen hat an der Bilanzsumme einen Anteil von rund 7 %.

Das Vorratsvermögen ist zum Bilanzstichtag um 68 TEUR auf 1.935 TEUR gestiegen. Die hohe Lieferbereitschaft hat sich im Jahr 2023 erneut als Marktvorteil erwiesen. Daher werden die Vorräte weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten. Rund 20 % der Bilanzsumme entfallen auf die Vorräte.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind am Stichtag um 439 TEUR geringer als im Vorjahr. Insgesamt haben die kurzfristigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände zum Ende des Geschäftsjahres einen Anteil von rund 9 % an der Bilanzsumme.

Das Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um den erwirtschafteten Jahresüberschuss von 1.614 TEUR und umfasst 86 % der Bilanzsumme, die sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.020 TEUR erhöhte. Die Rückstellungen verringerten sich auf TEUR 347 und enthalten im Wesentlichen Steuerrückstellungen und Personalkostenrückstellungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuern.

III. Prognosebericht

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung konnte die Entwicklung 2024 bereits weitgehend berücksichtigt werden. Die Umsatzerlöse in 2024 sind gegenüber dem Vorjahr um rund 10 % gesunken. Da die Beschaffungskosten nicht in gleichem Maße rückläufig waren, wird sich der Rohertrag um etwa 15 % reduzieren. Bei lediglich leicht rückläufigen Personalkosten wird das Ergebnis vor Steuern in 2024 im Vergleich zum Vorjahr nach aktueller, noch nicht abgeschlossener Rechnung um rund 1/3 niedriger ausfallen.

Unabhängig vom Marktgeschehen ist das zu erwartende Ergebnis 2024 belastet durch eine Flutung der Betriebsräume infolge eines Hochwassers im Juni. Der Aufwand für an Fremdfirmen vergebene Reparaturarbeiten liegt bei etwa 100 TEUR. Die Produktion war an mehreren Tagen nur eingeschränkt bis gar nicht möglich.

Zudem dämpften - wenn auch moderate - Erhöhungen beim Aufwand für Fremdleistungen im Bereich Montage und Projektierung das Jahresergebnis 2024.

Die Auftragseingänge zu Anfang 2025 lassen eine weiter rückläufige Geschäftstätigkeit erwarten.

Die Probleme des Industriestandorts Deutschland mit u.a. hohen Energiepreisen, Fachkräftemangel, hoher Steuerbelastung und ausufernder Bürokratie sind bekannt.

Überlegungen unserer Kunden zur Verlagerung der Produktion ins Ausland lassen die Bereitschaft, in inländische Betriebsstätten zu investieren schwinden. Eine rückläufige Nachfrage auch nach unseren Produkten ist absehbar.

Wir erwarten daher, dass in 2025 die außergewöhnlich guten Ergebnisse der Jahre 2022 und 2023 nicht wieder erreicht werden können.

Investitionen sind im kommenden Geschäftsjahr im Bereich des Anlagevermögens nur in Form von Ersatzbeschaffungen geplant, welche allesamt mit Eigenmitteln zu finanzieren sind.

Die Entscheidung über den Bau einer weiteren Fertigungshalle ist aufgrund der aktuell nicht zufriedenstellenden Einschätzung der Umsatz- und Ertragsentwicklung zurückgestellt.

Wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung ist die Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Unternehmens mit den vorhandenen Produktionsfaktoren vollumfänglich gegeben.

Entscheidend für die künftige Entwicklung wird sein, mit welcher Nachhaltigkeit die Kunden von item Bayern GmbH ihre Investitionstätigkeiten vor dem Hintergrund der gegebenen Unsicherheiten vorantreiben und wie sich daraus die Auftragslage entwickeln wird.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Branchenspezifische Risiken werden derzeit nicht gesehen, weil die angebotene Produktpalette keine Ausrichtung auf eine spezielle Branche hat. Dementsprechend ist der Kundenkreis mit einer breiten Streuung aufgestellt.

Ertragsorientierte Risiken

Es besteht wenig Abhängigkeit von einzelnen Kunden, die zu leistungswirtschaftlichen Risiken führen können. Auf eine breite Kundenstreuung wird weiterhin geachtet.

Die Planung geht von weiter sinkenden Umsätzen aus. Inflationsbedingte Preisanpassungen spielen aktuell eine untergeordnete Rolle.

Aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland zeigen in vielen wichtigen Bereichen eine wachstumsarme bis sogar rückläufige Tendenz. Insofern muss angesichts des allenfalls befriedigenden Jahresbeginns für das Gesamtjahr 2025 ein Rückgang der Ertragssituation gegenüber 2024 prognostiziert werden. Diese Fortschreibung unterliegt gleichwohl einer hohen Volatilität, eine genauere Einschätzung ist jedoch nicht möglich.

Für das Geschäftsjahr 2025 ergeben sich zusätzliche Risiken durch die allgemeine weltpolitische Lage mit ihren Auswirkungen auf die internationalen Wirtschaftsbeziehungen, die Schwierigkeiten in der Materialbeschaffung und die Belastung der Lieferketten sowie dem allgemeinen Fachkräftemangel.

Seitens der Unternehmensführung wird auf das sich ständig ändernde Umfeld durch diverse organisatorische, strukturelle und strategische Maßnahmen reagiert, die vor dem Hintergrund der Entwicklungen tagesaktuell bewertet und bei Bedarf angepasst werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Liquiditäts- und Zahlungsstromrisiken werden in absehbarer Zukunft aufgrund der Vermögens- und Kapitalstruktur sowie der vorhandenen liquiden Mittel nicht gesehen.

Weitere Risiken

Risiken aus geopolitischen Konflikten sowie aus zukünftigen Zollbestimmungen wirken sich nicht auf die Geschäftsentwicklung aus.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen neben unseren Bankguthaben im Wesentlichen Forderungen. Gegen die Ausfallrisiken bei den Forderungen sichern wir uns durch die gezielte Überwachung der Zahlungseingänge durch die Geschäftsleitung bei jedem bedeutenden Einzelkunden ab.

Bei erkennbaren Ausfall- und Bonitätsrisiken bei den finanziellen Vermögenswerten werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Über ein effektives Debitorenmanagement werden die Ausfallrisiken minimiert.

Die Verbindlichkeiten sind im Verhältnis zum Eigenkapital von untergeordneter Bedeutung und setzen sich hauptsächlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus kurzfristigen Verbindlichkeiten zusammen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden üblicherweise innerhalb der Skontofristen unter Inanspruchnahme des gewährten Skontoabzugs bezahlt.

Die Absicherung gegen finanzielle Risiken erfolgt mittels einer konservativen Risikopolitik.

2. Chancenbericht

Den Kunden wird eine breite Produktpalette angeboten. Durch den engen Kundenkontakt, der permanent gepflegt wird, können Veränderungen am Markt zeitnah erkannt werden. item Bayern GmbH ist durch eine ausgeprägte Lösungsorientiertheit in der Lage, das Leistungsportfolio stetig zu verbessern. Insbesondere die zunehmende Ausrichtung des Unternehmens auf digitale Prozesse sowie die Unterstützung von digitalen Geschäftsabläufen mit Kunden wird die Gesellschaft in die Lage versetzen, schneller auf Kundenbedürfnisse einzugehen und wirtschaftliche Vorteile zu generieren.

Gleichwohl kann auch ein sehr gutes Angebot eine sinkende Nachfrage nicht immer ausgleichen.

Im Hinblick auf die vorsichtige Prognose bei der Entwicklung der Umsätze sowie der Entwicklung der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist mit positiven Abweichungen von der derzeitigen Einschätzung nicht zu rechnen.

3. Gesamtaussage

Aufgrund der Gesamtentwicklung der zurückliegenden Geschäftsjahre und der getroffenen strategischen Entscheidungen sieht die Geschäftsleitung in den vorhandenen Risiken derzeit keine substanzielle Gefährdung des Unternehmens. Zweifelsohne werden die aktuellen Rahmenbedingungen und die Weltwirtschaftslage auch die Umsatz- und Ergebnislage der Gesellschaft beeinflussen. Ein verantwortungsbewusstes Krisenmanagement und eine konsequente Nutzung der Chancen bei unsicheren Marktbedingungen begründen aus Sicht der Geschäftsleitung eine mittel- und langfristige Stabilisierung auf deutlich niedrigerem Niveau.

Unternehmensgefährdende Risiken sehen wir insbesondere aufgrund der bestehenden Vermögens- und Kapitalstruktur nicht. Die Risikolage hat sich im Vergleich zum Vorjahr allerdings negativ entwickelt.

 

Vohburg, den 20.03.2025

gez. Wilhelm Maun, Geschäftsführender Gesellschafter

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 649.788,25 499.179,48
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 249.702,66 133.563,03
II. Sachanlagen 400.008,84 365.546,34
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 258.920,15 267.176,15
2. technische Anlagen und Maschinen 41.638,67 26.124,17
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 99.450,02 72.246,02
III. Finanzanlagen 76,75 70,11
1. Beteiligungen 76,75 70,11
B. Umlaufvermögen 8.937.840,01 8.070.482,58
I. Vorräte 1.934.577,91 1.867.146,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 882.083,55 1.335.510,17
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.121.178,55 4.867.826,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.071,89 24.139,89
Summe Aktiva 9.613.700,15 8.593.801,95

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.292.682,17 6.678.985,58
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 6.653.420,99 5.193.410,31
III. Jahresüberschuss 1.613.696,59 1.460.010,68
B. Rückstellungen 857.623,12 1.204.197,77
C. Verbindlichkeiten 463.394,86 710.618,60
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 463.394,86 710.618,60
Summe Passiva 9.613.700,15 8.593.801,95

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.306.507,55 5.096.260,12
2. Personalaufwand 1.777.859,81 1.722.788,88
a) Löhne und Gehälter 1.482.216,85 1.512.107,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 295.642,96 210.681,88
davon für Altersversorgung 640,16 -76.207,56
3. Abschreibungen 39.617,71 38.225,34
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 39.617,71 38.225,34
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.300.884,00 1.313.333,30
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.067,79 1.883,22
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 292,29 25.683,45
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 590.063,35 529.505,10
8. Ergebnis nach Steuern 1.621.858,18 1.468.607,27
9. sonstige Steuern 8.161,59 8.596,59
10. Jahresüberschuss 1.613.696,59 1.460.010,68

Anhang

I. Allgemeines

Die item Bayern GmbH ist eingetragen im Registergericht des Amtsgerichts Ingolstadt unter HRB 166887. Sitz der Gesellschaft ist Vohburg a. d. Donau.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale des § 267 Abs.2 HGB ("mittelgroße Kapitalgesellschaft").

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen wurden bei der Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch genommen.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angewendet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen, erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten oder Herstellungskosten maximal EUR 800,00 betragen (geringwertige Anlagegüter), werden im Zeitpunkt der Anschaffung sofort abgeschrieben. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 Jahren und 50 Jahren.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird daneben durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Der Ansatz der Bank- und Kassenguthaben erfolgte zu Nominalwerten.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung wurde eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Das Deckungsvermögen wird mit der zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Der Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst.

Die Pensionsverpflichtungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr existierten am Bilanzstichtag nicht. Bei Bildung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Alle übrigen Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

item Bayern GmbH Registergericht Ingolstadt HRB 166887, Vohburg

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 242.336,53 116.139,63 108.773,50 249.702,66 133.563,03
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 242.336,53 116.139,63 108.773,50 249.702,66 133.563,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 709.985,59 451.065,44 8.256,00 258.920,15 267.176,15
2. technische Anlagen und Maschinen 392.076,33 29.311,02 379.748,68 13.796,52 41.638,67 26.124,17
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.732.610,67 44.769,19 1.677.929,84 17.565,19 99.450,02 72.246,02
Summe Sachanlagen 2.834.672,59 74.080,21 2.508.743,96 39.617,71 400.008,84 365.546,34
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 70,11 6,64 0,00 76,75 70,11
Summe Finanzanlagen 70,11 6,64 0,00 76,75 70,11
Summe Anlagevermögen 3.077.079,23 190.226,48 2.617.517,46 39.617,71 649.788,25 499.179,48

Das Stammkapital beträgt unverändert 50.000 DM und wurde bisher nicht auf EUR umgestellt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Personalverpflichtungen mit 153 TEUR, Gewährleistungen mit 12 TEUR sowie ausstehende Rechnungen mit 71 TEUR.

Pensionsrückstellung

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach Vorgabe versicherungsmathematischer Gutachten eingestellt.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Bewertung wurde als durchschnittlicher Marktzins der letzten 10 Jahre ein Zinssatz von 1,82 % p.a. für eine Laufzeit von 15 Jahren berücksichtigt, der von der deutschen Bundesbank bekannt gemacht wurde.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, wurden mit diesen Verpflichtungen verrechnet.

Für die Saldierung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen mit verrechenbaren Vermögensgegenständen liegen folgende Werte vor:

Erfüllungsbetrag gem. § 253 (1) S.2 HGB 618.438 Euro
Zeitwert Deckungsvermögen § 246 (2) HGB 223.505 Euro
Aktiver Unterschiedsbetrag nach Saldierung 0 Euro
Pensionsrückstellung nach Saldierung von Deckungsvermögen 394.933 Euro

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 2.247 EUR. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 21 TEUR enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Forderungsverluste und Einstellungen in die Wertberichtigung zu Forderungen von 1 TEUR.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen in Form von Mietverträgen für das Verwaltungs- und Produktionsgebäude sowie eine Lagerhalle. Der Jährliche Aufwand aus diesen Verträgen beträgt ca. 179 TEUR. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen. Davon werden im Folgejahr TEUR 30 fällig.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 35 Arbeitnehmer.

Angaben zur Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern sind bestellt:

Herr Wilhelm Maun, Kaufmann

Herr Thomas Maun, Kaufmann

Frau Stefanie Maun, Kauffrau

Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz und Vermögenslage des Unternehmens haben.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Abstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Vohburg, den 20. März 2025

item Bayern GmbH

Wilhelm Maun, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.04.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die item Bayern GmbH, Vohburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der item Bayern GmbH, Vohburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der item Bayern GmbH, Vohburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ingolstadt, 26. März 2025

KT Kastl & Teschke GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kffr. Tanja Teschke, Wirtschaftsprüferin

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