Inyova Impact Investing GmbH

Am Raffelnberg 1, 58515 Lüdenscheid, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 124618
Eingetragen
15.7.2020
Branche
Vermittlung von KreditenAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Erbringung von Finanzdienstleistungen in der Form der Anlagevermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG), der Anlageberatung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG) und der Abschlussvermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 KWG) sowie der Finanzportofolioverwaltung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG) unter Ausschluss der Verschaffung von Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden sowie der Erlaubnis, Finanzinstrumente auf eigene Rechnung anzuschaffen oder zu veräußern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Cristian von Angerer
seit 15.3.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Yova AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Yova AG
Switzerland
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Inyova Impact Investing GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar - 31. Dezember 2023

Gliederung

A. Grundlagen der Inyova und der Inyova-Gruppe

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und kapitalmarktbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Vermögen-, Finanz- und Ertragslage

4. Nachtragsbericht

C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

1. Risikobericht

1.1. Risikophilosophie

1.2. Risikoarten

1.2.1. Allgemeines Geschäftsrisiko

1.2.2. Marktpreisrisiko

1.2.3. Ertragsrisiko

1.2.4. Operationelle Risiken

1.2.5. IT-Risiken

1.2.6. Adressenausfallrisiko

1.2.7. Liquiditätsrisiko

1.2.8. Nachhaltigkeitsrisiken

1.3. Risikomanagement

1.4. Gesamteinschätzung der Risiken

2. Chancen- und Prognosebericht

A. Grundlagen der Inyova und der Inyova-Gruppe

Die Inyova Impact Investing GmbH nahm am 21. Mai 2021 die Geschäftstätigkeit als Wertpapierdienstleistungsinstitut in Deutschland auf, nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") die hierfür erforderliche Erlaubnis zum Erbringen von Wertpapierdienstleistungen u. a. in Form der Finanzportfolioverwaltung erteilt hat.

Die Inyova Impact Investing GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ("Inyova" oder "Institut") ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der in der Schweiz angesiedelten Inyova AG, Zürich ("Inyova-AG"). Die Inyova-AG und Inyova bilden zusammen die "Inyova-Gruppe".

Die Inyova-AG ist in der Schweiz als unabhängiger Vermögensverwalter zur Erbringung von Vermögensverwaltungsdienstleistungen zugelassen. Die Inyova-AG ist Mitglied der SRO Polyreg (www.polyreg.ch) und dadurch berechtigt, als Finanzintermediär im Sinne von Artikel 2 Absatz 3 des Schweizer Geldwäschereigesetzes tätig zu sein. Die Inyova-AG hat im November 2022 zudem den Antrag auf Bewilligung der Lizenz an die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA, Bern, Schweiz, ("FINMA") eingereicht. Mit der fristgerechten Einreichung des Gesuchs bei der FINMA darf die Inyova-AG weiterhin die Vermögensverwaltung ausüben. Solange die Bewilligung durch die FINMA noch nicht ausgestellt wurde, ist die Inyova-AG weiterhin Mitglied der SRO Polyreg und muss ihre Pflichten im Zusammenhang mit ihrer Mitgliedschaft in der SRO Polyreg nach wie vor erfüllen. Mit einer Finalisierung des Zulassungsverfahrens wird Anfang des III. Quartals 2024 gerechnet.

Über wesentliche Änderungen der Grundlagen der Geschäftstätigkeit der Inyova gegenüber dem Vorjahr ist nicht zu berichten.

Inyova betreibt eine Online-Plattform, auf welcher sich Anleger*innen mit wenigen Klicks ein Anlageportfolio erstellen können, das unseres Erachtens eine attraktive Ertragserwartung mit Nachhaltigkeitswirkung verbindet. Inyova bietet Kund*innen eine Vermögensverwaltungs-Dienstleistung, bei der in Unternehmen investiert wird, die globale, soziale und ökologische Herausforderungen lösen, beispielsweise durch die Bekämpfung des Klimawandels oder durch die Förderung von Menschenrechten.

Ein digitalisierter Impact Investing Ansatz bildet das Herzstück von Inyova - von der Nachhaltigkeitsanalyse über die Kontoeröffnung bis zum Portfoliomanagement ist alles automatisiert und papierlos.

Anleger*innen können aus 24 verschiedenen Impact-Themen wählen, die sich auf nachhaltige Unternehmensschwerpunkte (Handabdruck) und Präferenz für nachhaltige Geschäftspraxen (Fußabdruck) beziehen sowie Ausschlusskriterien (Blacklist) und Wunschunternehmen (Whitelist) ermöglichen. Auf der Basis der Auswahl erstellt ein Algorithmus innerhalb der Plattform ein vollständig diversifiziertes Portfolio mit 30 bis 40 Aktien.

Die Inyova verlangt eine transparent all-inclusive Gebühr in der Höhe von 0,6 % bis 1,2 %, je nach Höhe des verwalteten Vermögens, wobei keine zusätzlichen Transaktionskosten, Performance- oder Verwaltungsgebühren, Provisionen, oder Entry- und Exit-Gebühren anfallen. Die Vermögensverwaltung wird rein digital angeboten und Inyova Anleger*innen können bereits mit einer Anfangseinlage von nur EUR 2.000,00 starten. Korrespondierend wurde die monatliche Rate für ausschließliche Sparpläne auf EUR 500,00 festgelegt. Mit der Einführung dieser Grenzen im Jahr 2023 haben wir auf brachenimmanente Kostensteigerungen reagiert.

Die Organisation der Inyova ist durch die Auslagerung der IT und Nutzung von Coworking Büros geprägt. Die Geschäfte werden vom Sitz in Frankfurt am Main betrieben, wobei wir als moderner Arbeitgeber unseren Mitarbeitenden ein Höchstmaß an Mobilität ermöglichen.

Die Inyova und die Inyova-AG sind operativ und organisatorisch eng miteinander verbunden. Um Skaleneffekte zu nutzen und Kosten zu sparen, werden deshalb Aufgaben im Bereich Marketing & Sales, Investment Management, Softwareentwicklung und -unterhalt und Compliance durch eine der beiden Gesellschaften (Inyova oder Inyova-AG) erbracht. So erbringt die Inyova für ihre Muttergesellschaft z. B. Leistungen im Rahmen der Vermögensverwaltung.

Inyova verfügt über eine flexible und digitale Organisation mit flachen Hierarchien. Dies ermöglicht schnelle Entscheidungen und ein zielgerichtetes Handeln. Inyova ist u. a. in die Bereiche Customer Success, Impact und Nachhaltigkeit, Investment Management, Marketing, People, Produktentwicklung sowie Compliance gegliedert.

Als Vermögensverwalter unterliegt die Inyova dem Wertpapierinstitutsgesetz. Sie wird durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und die Deutsche Bundesbank im Hinblick auf die Solvenz und das betriebene Wertpapierdienstleistungsgeschäft beaufsichtigt. Diese rechtlichen Rahmenbedingungen schlagen sich in den Anforderungen u. a. an die Organisation, die Prozesse und das Mindestkapital der Inyova nieder. Die laufenden Änderungen im Aufsichtsrecht erfordern daher eine laufende Anpassung und Weiterentwicklung der Organisation und der Prozesse.

Wir sehen die Entwicklung in der Branche der Vermögensverwalter insbesondere aus dem Blickwinkel eines FinTech-Unternehmen bzw. Start-Ups durchaus als herausfordernd an. Aus unserer Sicht hat sich der Wettbewerb verschärft. Hinzu kommen laufend neue aufsichtliche Anforderungen, deren Bedeutung für die Inyova analysiert und die dann umgesetzt werden müssen. Hier haben wir insbesondere Vorschriften zu unserer Wertpapierdienstleistung sowie zur Abwehr von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung vor Augen. Bis Januar 2025 haben wir ferner die Regelungen der Verordnung (EU) 2022/2554 über die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor ("DORA") umzusetzen, mit denen die Europäische Union den europäischen Finanzmarkt gegenüber Cyberrisiken und Vorfällen der Informations- und Kommunikationstechnologe stärken will. Die Umsetzungen der aufsichtlichen Anforderungen sind in der Regel mit steigenden laufenden Kosten verbunden.

Als wesentlichen finanziellen Leistungsindikator sehen wir derzeit nach wie vor die Ergebnisgröße an. Sie fasst die zu steuernden Parameter zusammen. Die sonstigen Leistungsindikatoren sehen wir unverändert zum Vorjahr in den Größen, die wir anhand unserer Anwendungen auswerten. So blicken wir auf die Anzahl der Anfragen, Neukund*innen und die entsprechenden Investitionssummen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und kapitalmarktbezogene Rahmenbedingungen

In unserem direkten Markt Deutschland lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 nach einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes aus Januar 2024 und ersten Berechnungen kalenderbereinigt 0,1 % niedriger als im Vorjahr.

Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. (Quelle: www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html)

Für die Kapitalmärkte war im Jahr 2023 wie im Vorjahr die hohe Inflation ein zentrales Thema. Hinzu kam eine nachlassende gesamtwirtschaftliche Dynamik in vielen großen Volkswirtschaften. Neben den negativen Auswirkungen der hohen Teuerung auf die Konsum- und Investitionsbereitschaft von Verbraucher*innen und Unternehmen wirkte sich auch die Geldpolitik dämpfend auf die Konjunktur aus. So wurde in den USA und im Euroraum der Straffungskurs des Vorjahres fortgesetzt. Aufgrund des nachlassenden Inflationsdrucks fielen die Leitzinserhöhungen jedoch moderater aus als im Jahr 2022.

Die Börsen wurden insbesondere durch die Erwartung sinkender Zinsen positiv beeinflusst. Der deutsche Leitindex erhöhte sich um mehr als 20 Prozent. Der EURO STOXX 50® verbuchte ein Plus von 19,2 Prozent. Der S&P 500® legte mit rund 24 Prozent etwas stärker zu. Noch besser entwickelte sich mit einem Anstieg von mehr als 50 Prozent der NASDAQ 100, insbesondere getrieben von Aktien, die von dem Boom um künstliche Intelligenz profitieren konnten. (Quelle: https://www.ing.de/wissen/rueckblick-boersenjahr-2023/) Die Zinsentwicklung in der Euro-Zone wird durch die Entwicklung des Zinssatzes der Europäischen Zentralbank für das Hauptrefinanzierungsgeschäft verdeutlicht. Dieser stieg in mehreren Schritten von 2,5 % Ende Dezember 2022 auf 4,5 % Mitte September 2023. (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/201216/umfrage/ezb-zinssatz-fuer-das-hauptrefinanzierungsgeschaeft-seit-1999/)

2. Geschäftsverlauf

Die unserer Erachtens anhaltende Unsicherheit an den Finanzmärkten sowie die gestiegenen Zinsen wirkten sich auch negativ auf das Kundenwachstum von Inyova aus. Ebenso hatte die zuvor dargestellte Anhebung der Mindestanlagesumme bei Inyova einen dämpfenden Effekt auf die Nachfrage nach unserer Portfolioverwaltung. Das verwaltete Vermögen erhöhte sich Ende 2023 auf EUR 11,1 Mio (Vorjahr: EUR 6,9 Mio). Infolge der neuen Mindestanlagesummen ist die Anzahl der Kunden um gut 15 % gesunken.

Im Vorjahr haben wir für 2023 einen deutlich geringeren Verlust für das abgelaufene Jahre angestrebt. Dieses Ziel haben wir erreicht, auch wenn wir uns einen etwas geringeren Verlust erhofft hatten. Trotz niedrigerer Dienstleistungserlöse aus dem Geschäft mit unserer Muttergesellschaft ist der Verlust in Höhe von TEUR 1.376 geringer als im Vorjahr ausgefallen. Gegenüber dem Vorjahr verringerte er sich um TEUR 459. Unsere Dienstleistungen für unsere Muttergesellschaft waren auch in diesem Jahr die zentrale Ertragsquelle der Inyova.

Insgesamt schätzen wir als Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung der Inyova im Berichtsjahr 2023 unter den vorgenannten Bedingungen, insbesondere der Kapitalmärkte, als verhalten günstig ein.

3. Vermögen-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögenslage der Inyova ist zum Bilanzstichtag insbesondere durch liquide Mittel bei Banken und Zahlungsinstituten (TEUR 1.097) geprägt, die 95,4 % der Bilanzsumme von TEUR 1.150 ausmachen. Die Passivseite ist durch Eigenkapital (TEUR 852) und Rückstellungen (TEUR 216) charakterisiert. Durch die unterjährige Abrechnung des gegenseitigen Leistungsverkehrs innerhalb der Inyova-Gruppe sind die Forderungen an Kunden und sonstige Verbindlichkeiten im laufenden Jahr erheblich gesunken. Im Jahr 2023 haben wir die Vorgaben an die Eigenmittel der Verordnung (EU) 2019/2033 ("IFR") eingehalten. Dies wird auch im Geschäftsjahr 2024 im Hinblick auf die finanzielle Unterstützung der Muttergesellschaft der Fall sein. Die Inyova-AG hat hierfür ein entsprechendes Patronat über EUR 3,2 Mio. im Jahr 2022 abgegeben.

Dieses bis Ende April 2025 laufende Patronat wurde am 8. Juni 2024 bis Ende April 2026 verlängert. Es gewährleistet so aus derzeitiger Sicht die kapitalmäßige und liquiditätsmäßige Ausstattung der Inyova. Vor diesem Hintergrund kann die Inyova auf Bankdarlehen oder ähnliche Finanzierungen verzichten.

In Bezug auf die Finanzlage ist die Verlustsituation prägend. Der Eintritt in einen neuen Markt im Vermögensverwaltungsgeschäft ist naturgemäß mit Investitionskosten verbunden, während die Erträge erst mit einer Verzögerung anfallen und abhängig von dem verwalteten Vermögen sind.

Die Inyova benötigt deshalb weiterhin die Unterstützung der Muttergesellschaft und ist in die Finanzierungs- und Liquiditätssteuerung der Inyova-Gruppe eingebunden. Die Finanzlage wird durch die Cash- Flows beschrieben:

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -855 (Vorjahr: TEUR -1.971) und ist durch den Verlust geprägt. Ferner haben sich im Jahr 2023 die rückläufigen Forderungen an Kunden bzw. rückläufigen sonstigen Verbindlichkeiten ausgewirkt. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -1 (Vorjahr: TEUR -14), der aus der Finanzierungstätigkeit TEUR 1.260 (Vorjahr: TEUR 2.600). Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit resultiert jeweils aus der vorgenommenen Erhöhung der Kapitalrücklage.

Der Cash-Flow Berechnung liegt ein Finanzmittelfonds zugrunde, der sich aus Guthaben bei Banken und bei einem Zahlungsinstitut zusammensetzt. Diese kurzfristigen Guthaben dienen primär dazu, den kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die Inyova war im Geschäftsjahr 2023 immer in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen.

Die Inyova-AG hat hat im Mai 2024 in einer neuen Finanzierungsrunde zusätzliches Eigenkapital in Höhe von CHF 1,0 Mio aufgenommen. Eine weitere Erhöhung findet bis Ende Juli 2024 im Wege des Crowdfunding statt. Die Inyova-AG strebt hier eine Aufnahme von CHF 1,5 Mio an. Im Dezember 2024 und Juni 2025 sind zwei weitere Finanzierungsrunden geplant, bei denen insgesamt weitere CHF 2,5 Mio erzielt werden sollen. Durch diese vier Maßnahmen sehen wir die Finanzierung der Inyova-Gruppe bis in das Jahr 2026 hinein als gesichert an. Bei Bedarf kann die Inyova-AG der Inyova Kapital zur Verfügung stellen.

Durch die Auslagerung der IT und die Nutzung von Coworking Büros fallen zukünftige Investitionen im Wesentlichen nur im Rahmen der IT-Ausstattung und damit - auch im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Finanzlage - im untergeordneten Umfang an.

Für die Ertragslage ist wie im Vorjahr die Verlustsituation und die Leistungserbringung an die Muttergesellschaft kennzeichnend. Von den Provisionserträgen in Höhe von TEUR 577 entfallen TEUR 497 auf die Muttergesellschaft in der Schweiz. Im eigentlichen Geschäft der Inyova war das operative Ergebnis infolge von Rückerstattungen von Drittkosten auch im Jahr 2023 negativ. Diese Rückerstattungskosten beinhalten Transaktionskosten und externe Produktkosten sowie Währungsumrechnungsgebühren, die von der Inyova übernommen werden. Darüber hinaus sind bei den Provisionsaufwendungen im Jahr 2023 höhere fixe Aufwendungen für die Leistung der Depotbank der Kunden angefallen.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen beliefen sich im Jahr 2023 auf TEUR 1.836, wovon TEUR 1.351 auf Personalaufwand und TEUR 485 auf andere Verwaltungsaufwendungen entfielen. Bei einer leicht rückläufigen durchschnittlichen Anzahl von Mitarbeitenden im Jahr 2023 sind die Personalaufwendungen leicht zurückgegangen. Zum Bilanzstichtag wurden 17 Mitarbeiter beschäftigt, wobei die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Jahr 2023, wie im Anhang dargestellt, bei 16 Mitarbeitern liegt. Die anderen Verwaltungsaufwendungen verminderten sich aufgrund von gezielten Einsparungen gegenüber dem Vorjahr um 50 %, insbesondere durch einen niedrigeren Werbeaufwand und verringerte Beratungskosten. Insgesamt resultiert für das Jahr 2023 ein Verlust von TEUR 1.376 (Verminderung um 25 % gegenüber Vorjahr).

Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Inyova im Geschäftsjahr 2023 entspricht in Anbetracht der vorherrschenden doch insgesamt positiven Stimmung an den Kapitalmärkten und bei Kundinnen und Kunden unseren Erwartungen, so dass wir trotz des Verlustes zufrieden sind.

4. Nachtragsbericht

Zu der benötigten Unterstützung durch unsere Muttergesellschaft verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Wir haben im Anhang auf die Notwendigkeit von neuen Finanzierungsrunden für die Inyova-Gruppe und die damit verbundene wesentliche Unsicherheit, die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt, hingewiesen. Im Anhang haben wir berichtet, dass nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten sind, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind.

C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

1. Risikobericht

1.1. Risikophilosophie

Die Inyova ist sich der eingegangenen Risiken bewusst und geht mit den Risiken vertrauensvoll um. Vor allem die Einhaltung professioneller Standards soll zur Risikosteuerung beitragen.

Wenngleich das Institut - abgesehen von unwesentlichen Positionen - selbst nur in untergeordnetem Maß Risiko für eigene Rechnung eingeht, kann es durch Beratung von Kund*innen oder die ihm von diesen eingeräumten Vollmachten für Vermögenswerte bei Drittinstituten Risiken für Dritte und indirekt Regressrisiken für sich begründen. Soweit Risiken für Kunden eingegangen werden, verpflichtet sich das Institut, diese Risiken zu kommunizieren und den Kunden den Risikogehalt nahe zu legen. Wenngleich den Kund*innen nicht das Risiko jeder Vermögensdisposition dargelegt werden muss, sorgt das Institut für ein entsprechendes Risikobewusstsein bei den Kund*innen für die übertragenen Mandate.

Die im Folgenden dargestellten Risiken haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Zu der wesentlichen Unsicherheit (bestandsgefährdendes Risiko), die mit den in den Jahren 2024 und 2025 geplanten Finanzierungsrunden verbunden ist, verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Abschnitt C.1.4. "Gesamteinschätzung der Risiken".

1.2. Risikoarten

Als wesentliche Risiken im Sinne der von der BaFin erlassenen Mindestanforderungen an das Risikomanagement ("MaRisk") wurden zum Bilanzstichtag das allgemeine Geschäftsrisiko, einschließlich strategischer Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken, das Adressenausfallrisiko sowie operationelle Risiken identifiziert. Als Unterkategorien der operationellen Risiken wurden operative und personelle sowie Rechtsrisiken und regulatorische Risiken wie auch Risiken aus dem Einsatz von IT-Infrastruktur identifiziert und eingestuft.

Unter Berücksichtigung von Umfang und Komplexität der getätigten Geschäfte werden Marktpreis- sowie Liquiditätsrisiken als nicht wesentlich bewertet. Die für die Inyova relevanten Einzelrisiken werden im Folgenden dargestellt und erläutert:

1.2.1. Allgemeines Geschäftsrisiko

Das allgemeine Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko von möglichen Verlusten, die sich aus Managemententscheidungen zur geschäftspolitischen Positionierung sowie deren Umsetzung im Wettbewerb ergeben.

Die Risiken resultieren des Weiteren aus Veränderungen der Wettbewerbsbedingungen mit negativen Auswirkungen auf Provisionen und Ergebnisentwicklung. Weiterhin werden die Risiken aus den gestiegenen Anforderungen im Hinblick auf stark zunehmende und komplexere regulatorische Vorgaben sowie erforderliche IT- und organisatorische Strukturen maßgeblich beeinflusst. Vor dem Hintergrund der teilweise dynamischen und schnellen Marktentwicklungen stellt das allgemeine Geschäftsrisiko ein Kernrisiko dar und ist als wesentlich einzustufen.

1.2.2. Marktpreisrisiko

Das Marktpreisrisiko bezeichnet mögliche Wertveränderungen der vom Institut gehaltenen Positionen als Folge der Veränderung von Marktpreisen einzelner Anlagen und umfasst das Zinsänderungsrisiko, Aktien- und Wertpapierkursrisiko, sonstige Preisrisiken sowie das Währungsrisiko.

Das Institut hält sehr geringe Marktpositionen. Es ist nicht im Eigenhandel tätig. Es hat sich als Nichthandelsbuchinstitut eingestuft. Bei dem zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von TEUR 25 handelt es sich um technische Bruchstücke, die die Inyova von der Depotbank der Kund*innen übernimmt, um es diesen zu ermöglichen, auch Bruchstücke in Finanzinstrumenten von der Depotbank zu erwerben. Die Inyova ist bestrebt, die eigenen Bruchstücke nur kurzfristig im Eigenbestand zu halten.

Vermögenswerte von Kund*innen nimmt die Inyova nicht entgegen.

Das Institut unterliegt daher keinen wesentlichen direkten Marktpreisrisiken. Aufgrund des noch geringen Volumens an verwaltetem Vermögen ist das Risiko einer Einnahmenreduktion infolge einer negativen Preisentwicklung bei den Aktien- und Rentenmärkten ebenfalls noch sehr gering. In Bezug auf das für die Muttergesellschaft verwaltete Vermögen wirkt sich eine negative Marktentwicklung aufgrund der Abrechnungsmodalität nur relativ gering aus.

1.2.3. Ertragsrisiko

Das Ertragsrisiko bezeichnet das Risiko des Instituts, die auflaufenden Kosten nicht durch Erträge langfristig decken zu können.

Das Institut unterliegt einem Ertragsrisiko. Dieses Risiko kann sich realisieren, indem Kund*innen die Beauftragung des Instituts widerrufen, verwaltetes Vermögen gekündigt wird und das Institut dauerhaft Ertragsquellen verliert. Wir halten das Risiko, das wesentliches betreutes Vermögen abgezogen wird, bezogen auf die Gesamtheit der Kundinnen und Kunden für gering und wenig wahrscheinlich.

Das Ertragsrisiko wird durch striktes Kosten-Controlling gesteuert. Das Institut ermittelt regelmäßig die Basis und Höhe seiner laufenden Kosten. Schon zur Erfüllung seiner aufsichtsrechtlichen Vorgaben zur Eigenmittelunterlegung erfasst das Institut die laufenden Kosten. Die Geschäftsleitung wird die laufenden Kosten kontinuierlich gegenüber den erwarteten Provisionserträgen spiegeln und kurzfristig Gegenmaßnahmen ergreifen, sofern aufgrund der Ertragsrisiken Kostenreduzierungen notwendig sind.

1.2.4. Operationelle Risiken

Das Institut definiert das operationelle Risiko als Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten.

Zur Steuerung der operationellen Risiken ist die Beachtung der Compliance-Vorgaben entscheidend. Eine Compliance-Organisation ergibt sich aus den entsprechenden Beschlüssen und Entscheidungen der Geschäftsleitung. Die Geschäftsleitung hat die Organisations- und Ablaufprozesse in einem Organisationshandbuch definiert.

Die Geschäftsleitung hatte für das Jahr 2023 eine Compliance-Beauftragte benannt. Ihre Aufgabe war es, Schwachstellen der Organisation zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen eine Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu sichern. Im Februar 2024 haben wir uns entschieden, diese Funktion aus Kapazitätsgründen an ein hierauf spezialisiertes Auslagerungsunternehmen zu übertragen.

Folgende Einzelrisiken werden im Rahmen des operationellen Risikos gesondert beleuchtet:

Das Institut ist im Bereich der Privatkundenbetreuung in der Vermögensverwaltung tätig, wobei dies auch für Kund*innen der Muttergesellschaft erfolgt. Es besteht das Risiko, dass das bestehende Geschäftsmodell in der Zukunft nicht mehr marktfähig ist.

Es besteht auch das Risiko, dass die Geschäftsleitung wesentliche Entwicklungen und Trends im Finanzdienstleistungsbereich nicht rechtzeitig erkennt oder falsch einschätzt. Dadurch sind Grundsatzentscheidungen möglich, die eine langfristige Erreichung der Unternehmensziele erschweren oder sogar unmöglich machen.

Die zunehmende Komplexität von Finanzprodukten steht einer verstärkten Nachfrage nach Investitionslösungen, vor allem zu Vorsorgesystemen, gegenüber, insbesondere im Bereich der nachhaltigen Geldanlagen. Die Inyova hält ihr Geschäftsmodell daher für zukunftsfähig. Sie informiert sich durch fortwährende Marktbeobachtung über Veränderungen. Auf Bedrohungen für das Geschäftsmodell und die Produkte und Dienstleistungen werden wir angemessen reagieren und ggf. die erforderlichen Maßnahmen einleiten.

Mindestens einmal im Jahr nimmt die Geschäftsleitung eine kritische Bewertung des Geschäftsmodells vor und erörtert entsprechende Tendenzen sowie bespricht und evaluiert die Notwendigkeit von Änderungen im Geschäftsmodell.

Das Reputationsrisiko wird als eines der größten Risiken für den Geschäftserfolg des Instituts definiert. Das Reputationsrisiko bezeichnet die Möglichkeit, dass in der öffentlichen Wahrnehmung oder der Kundenwahrnehmung die Kompetenz oder Integrität der Inyova durch Fehlverhalten maßgeblich gestört

Die Tätigkeit als Vermögensverwalter setzt das Vertrauen der Kundschaft voraus. Zweifelhaftes Geschäftsgebaren kann zu einer nachhaltigen Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit des Instituts führen. Reputationsrisiken sind nicht messbar und schwer bewertbar.wird.

Das Institut begegnet dem Reputationsrisiko durch eine Verpflichtung der Mitarbeiter zur korrekten Einhaltung der Compliance-Vorgaben. Die Einhaltung von aufsichtsrechtlichen Anforderungen und sonstigen rechtlichen Vorschriften ist die notwendige Voraussetzung, um Reputationsrisiken zu begegnen.

Rechtsrisiken umfassen das Risiko nachteiliger Wirkungen durch neue gesetzliche Regelungen, Unwirksamkeit oder Mangelhaftigkeit vertraglich vereinbarter Bestimmungen, sowie deren mangelnde Durchsetzbarkeit vor Gericht.

Die Steuerung der Rechtsrisiken erfolgt durch Orientierung an Branchenstandards. Die Inyova ist Mitglied im Verband unabhängiger Vermögensverwalter (VuV). Die Verbandskommunikation unterstützt die Inyova bei der Umsetzung von Änderungen des regulatorischen Umfelds. Darüber hinaus wird im Bedarfsfall juristischer Rat von auf das Wertpapiergeschäft spezialisierten Rechtsanwälten eingeholt. So soll rechtzeitig einem Rechtsrisiko vorgebeugt werden.

Auch durch das Beschwerdemanagement kann das Institut Rechtsrisiken frühzeitig erkennen.

Operationelle Risiken stellen das größte Risiko für die Inyova dar. Die Inyova minimiert dieses Risiko durch die oben beschriebenen Maßnahmen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit halten wir zwar für sehr gering, wobei bei Eintritt eines operationellen Risikos wesentliche Auswirkungen nicht ausgeschlossen werden können.

1.2.5. IT-Risiken

Instabilitäten, Fehlfunktionen und Ausfälle der IT-Systeme und IT-Infrastruktur können die Durchführung von Geschäftsprozessen erheblich beeinträchtigen und zu deutlichen bzw. erheblichen finanziellen Verlusten, Reputationsschäden und zivil- und aufsichtsrechtlichen Konsequenzen führen. Zudem ist allgemein eine Zunahme von Cyber-Angriffen und anderen Formen von Internetkriminalität zu verzeichnen.

Durch die Digitalisierung sämtlicher Geschäftsprozesse sind signifikante IT-Risiken vorhanden. Das Ziel des IT-Risikomanagements der Inyova-Gruppe, in das die Inyova eingebunden ist, ist die Integrität, die Verfügbarkeit, die Authentizität sowie die Vertraulichkeit der Daten innerhalb der IT-Systeme und der zugehörigen IT-Prozesse sicherzustellen und die Risiken aus der Verletzung der genannten Schutzziele zu minimieren. Dafür ist eine angemessene technisch-organisatorische Ausstattung der IT-Systeme sicherzustellen und aufrechtzuerhalten.

Neben einer IT-Strategie und einem IT-Risikomanagement wurden insbesondere Vorkehrungen zum Informationssicherheitsmanagement, einschließlich der Bestellung eines Informationssicherheitsbeauftragten (ISB) getroffen. Im Zentrum des IT-Risikomanagements steht das Informationssicherheitsmanagementsystem und die Teilkomponente Risikomanagement. Hier sind die eingesetzten Verfahren und Methoden zum Management der IT-Risiken dezidiert beschrieben. Insbesondere werden potenzielle Risiken über eine Schutzbedarfs- und Risikoanalyse auf Systemebene identifiziert und anschließend in die Steuerungsprozesse des operationellen Risikos überführt. Auf operativer Risikomanagement-Ebene werden Maßnahmen zur Minimierung von IT-Risiken getroffen. Zur Minimierung der Auswirkungen eines Ausfalls von IT-Systemen werden z. B. in bestimmten Rhythmen Datensicherungen durchgeführt und Ersatzgeräte bereitgehalten.

Zum Schutz vor Cyber-Angriffsrisiken werden seitens des Bereichs IT ebenfalls umfangreiche Maßnahmen getroffen. So wurde im Jahr 2023 ein gruppenweiter Penetrationstest durchgeführt, der regelmäßig wiederholt wird. Ferner schulen wir unsere Mitarbeiter im Hinblick auf das Gefahrenpotential.

Bei den IT-Risiken rechnen wir mit einer sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit, wobei solche Risiken erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit haben könnten.

1.2.6. Adressenausfallrisiko

Als Vermögensverwalter übt Inyova keine Arten von Geschäften aus, die mit klassischen Kreditrisiken (Ausgabe von Krediten) verbunden sind. Adressenausfallrisiken entstehen lediglich aus dem Unterhalten von Guthaben bei Kreditinstituten und Zahlungsinstituten guter Bonität. Externe Ratings werden berücksichtigt, stellen allerdings nicht das primäre Bewertungskriterium dar.

Einlagen sollen ggf. zukünftig auch diversifiziert bei Drittinstituten gehalten werden, um Konzentrationsrisiken vorzubeugen.

Das Risiko von Adressausfällen ist daher sehr gering.

1.2.7. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Möglichkeit, dass ablaufende Verpflichtungen gegenüber der Kundschaft oder Dritten nicht planmäßig refinanziert oder erneuert werden können, z. B. wenn Kundeneinlagen unvorhergesehen abgerufen werden.

Das Liquiditätsrisiko hat für das Institut eine untergeordnete Bedeutung. Es werden keine Barmittel oder Einlagen von Kund*innen entgegengenommen, da das Institut nicht im Bereich des Einlagengeschäfts tätig ist.

1.2.8. Nachhaltigkeitsrisiken

Wir sehen die indirekten Nachhaltigkeitsrisiken ("transitorische Risiken") aufgrund unserer Fokussierung auf Privatkunden als sehr gering an. Potentielle direkte Nachhaltigkeitsrisiken, denen die Inyova ausgesetzt ist, sehen wir insbesondere in Form einer negativen Einwirkung auf operationelle Risiken. Hier sind z. B. Umweltereignisse denkbar, die sich negativ auf den Ablauf der Prozesse auswirken können.

1.3. Risikomanagement

Die Anforderungen an das Risikomanagement sind für Inyova im Wertpapierinstitutsgesetz ("WpIG") sowie den von der BaFin erlassenen MaRisk niedergelegt.

Für den adäquaten Umgang mit Risiken verfügt die Inyova über ein umfassendes Risikomanagementsystem. Die Verantwortung für das Risikomanagement der Inyova trägt die Geschäftsleitung. Das Risikomanagementsystem ist im Organisationshandbuch der Gesellschaft dokumentiert und wird kontinuierlich überprüft und erweitert.

Risikoinventur: Die Inyova führt zur Erkennung und Prävention von Risiken jährlich eine Risikoinventur durch. Das Bestehen von Risiken wird durch die Geschäftsleitung laufend überwacht. Die einzelnen Risiken werden in Risikogruppen eingeteilt, die relevanten Risiken bewertet und in einem Risikobericht als "wesentlich" oder "unwesentlich" dokumentiert.

Die Inyova hat ein Verfahren zum Risikoreporting an die Geschäftsleitung nebst Ermittlung der Risikotragfähigkeit implementiert. Hiernach werden quartalsweise die Risiken auf Basis der aktuellen Geschäftszahlen bewertet und der Risikodeckungsmasse gegenübergestellt. Diese besteht aus dem Eigenkapital der Inyova, dem laufenden Ergebnis sowie dem Abzug der aufsichtlich notwendigen Eigenmittel.

Die Bewertung der Risiken erfolgt mit angemessen Risikosätzen, die in verschiedenen Szenarien gestresst werden. In diesem Zusammenhang werden auch die notwendigen aufsichtlichen Quoten im Sinne der IFR überwacht. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zu der Vermögenslage.

Vor dem Hintergrund der kapitalmäßigen und finanziellen Unterstützung unserer Muttergesellschaft war die Risikotragfähigkeit der Inyova im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben, was auch im Geschäftsjahr 2024 der Fall sein wird.

1.4. Gesamteinschätzung der Risiken

Wir sehen zum Bilanzstichtag und zum Tag der Erstellung des Lageberichts keine wesentlichen Risiken aus dem operativen Geschäft, die zu einer Bestandsgefährdung führen könnten. Die bisherige Unternehmensentwicklung verläuft insgesamt plangemäß. Durch die zuvor dargestellte Patronatserklärung der Muttergesellschaft sind wir auch liquiditätswirksam abgesichert und verfügen über eine ausreichende Eigenkapitalbasis.

Im Verlauf des Jahres 2024 und danach ist die Inyova-Gruppe als Start-Up-Unternehmensgruppe auf weitere externe Finanzierung angewiesen. Die nächsten Finanzierungsrunden der Muttergesellschaft sind für Juli und Dezember 2024 sowie Juni 2025 geplant. Wir verweisen hierzu auf Abschnitt B.3 "Vermögens -, Finanz- und Ertragslage", wo auch dargestellt ist, dass die Inyova weiterhin die Unterstützung ihrer Muttergesellschaft benötigt und in die Finanzierungs- und Liquiditätssteuerung der Inyova-Gruppe eingebunden ist. Da die Ereignisse dieser Finanzierungsrunden jedoch in der Zukunft liegen, besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, nämlich die Sicherung der externen Finanzierungen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Inyova zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit (bestandsgefährdendes Risiko) aufwerfen können und die Inyova daher möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen. In der Vergangenheit konnte die Inyova-AG für die Inyova- Gruppe alle Finanzierungserwartungen vollends erfüllen und im Jahr 2022 sogar stark übertreffen. Die Inyova-AG greift bei ihren Finanzierungsrunden, neben neuen Investoren, auf eine breite Anzahl an langfristig orientierten und finanzstarken, bereits investierten Investoren zurück. Wir gehen davon aus, dass auch diese anstehenden Finanzierungsrunden wieder einen guten Zuspruch finden werden.

2. Chancen- und Prognosebericht

Für das Jahr 2024 führt die ifo Konjunkturprognose im März 2024 aus, dass die deutsche Wirtschaft wie gelähmt ist. Die Stimmung unter Unternehmen und Haushalten ist schlecht und die Unsicherheit hoch. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es nach Auffassung des ifo-Instituts erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr voraussichtlich nur um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zunehmen.

Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein. (vgl. www.ifo.de).

Unser Marktausblick für das Jahr 2024 sieht weiterhin Volatilität auf den globalen Märkten voraus. Wir rechnen mit einer allmählichen Abschwächung der Inflation in Europa und den USA, was den internationalen Notenbanken Spielraum für eine vorsichtige Lockerung der Zinspolitik bietet. Diese Entwicklungen könnten positiv auf die wirtschaftliche Stabilität wirken. Trotzdem bleibt das Risiko einer Rezession, insbesondere in den USA, bestehen, besonders aufgrund geopolitischer Unsicherheiten und Herausforderungen in den Lieferketten. Eine solide Stabilität von Unternehmen hat bislang eine tiefere Rezession in Märkten verhindert. Vor diesem Hintergrund blicken wir mit vorsichtigem Optimismus auf das Jahr 2024.

Inyova füllt unseres Erachtens eine reale Marktlücke und trifft daher drei zentrale Mega-Trends der Gesellschaft: Fokus auf Nachhaltigkeit, Investieren zur Vermögensbildung und Personalisierung bei allen Dienstleistungen.

Konsument*innen und Regulator*innen fordern immer mehr Nachhaltigkeit. Die Inyova ist davon überzeugt, dass sich dies zum Maßstab für das Handeln aller Unternehmen entwickeln wird. Ein Beispiel dafür ist der Green Deal der EU, in dessen Zentrum die Finanzbranche steht. Gleichzeitig hat sich ESG - derzeit der Richtwert beim nachhaltigen Investieren - als unzureichend für einen echten Impact erwiesen. Investor*innen erwarten einen spürbaren Impact auf die reale Wirtschaft. Inyova wurde geschaffen, um dazu beizutragen, diesen Impact zu generieren.

Dank der Digitalisierung wird Investieren immer mehr zum Mainstream. Die Technik macht es einfacher, günstiger und auch interessanter. Besonders bei jüngeren Generationen, wie den Millennials und der Generation Z, wird Investieren immer populärer. Zudem führen makroökonomische Zwänge wie Inflation, Niedrigzinsen bei Sparkonten und erhöhte Risiken von Einkommenslücken nach der Pensionierung zu einer erhöhten Nachfrage nach Investitionslösungen.

Die Digitalisierung in der Finanzindustrie und die niedrigeren Kosten machen den Zugang zu personalisierten Investitionen für alle erreichbar. In den USA ist dieser Trend bereits weit fortgeschritten und wir erwarten eine ähnliche Entwicklung in Europa.

Um von diesen Megatrends zu profitieren, investiert die Inyova-Gruppe in folgende Bereiche:

Produktweiterentwicklung

Produkt-zentriertes Wachstum

Active Ownership Kampagnen (Ausübung der Aktionärsrechte unserer Kund*innen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in den Portfolio-Unternehmen)

In unserer Planung für das Jahr 2024 haben wir die zuvor dargestellte wirtschaftliche Einschätzung insbesondere der volkswirtschaftlichen Lage in Deutschland sowie der Kapitalmärkte reflektiert. Hierbei haben wir angenommen, dass die Konflikte in der Ukraine und Israel in Zukunft keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanzmärkte und die Inyova entwickeln. Wir rechnen auch im Jahr 2024 mit verhaltenem Kundenwachstum. Unser Ziel ist es dennoch, den Kundenbestand und das verwaltete Vermögen im Jahr 2024 weiter zu erhöhen.

In Bezug auf die sonstigen Leistungsfaktoren lässt sich ausführen, dass die Wachstumsrate der Kundenanzahl im Hinblick auf die geänderten Mindestanlagesummen tendenziell rückläufig sein wird. Bei dem Wachstum des betreuten Volumens rechnen wir eher mit gleichbleibenden Werten. Wir haben im Jahr 2023 damit begonnen und werden dies auch im Jahr 2024 fortsetzen, dass wir einen erhöhten Fokus auf die Unit-Profitabilität der einzelnen Kunden legen. Darüber hinaus untersucht die Inyova-AG Möglichkeiten, sich im B2B2C Bereich zu etablieren, um weitere Kundenakquisitionskanäle über Partnerschaften zu erschließen. Hiervon sollte auch die Inyova zumindest über die Auslagerungsvereinbarungen partizipieren können. Ermutigende Ergebnisse konnten im Jahr 2023 erzielt werden, weshalb wir insgesamt die Chancenlage der Inyova im Jahr 2024 als zufriedenstellend bewerten.

Die Inyova rechnet für das Jahr 2024 mit einem deutlich höheren Verlust als im Jahr 2023. Dies beruht insbesondere auf der Zunahme von Personalaufwendungen. Zu berücksichtigen ist, dass das Geschäft der Inyova auf langfristige Kundenbeziehungen ausgelegt ist. Die Kunden, die unsere Dienstleistungen nutzen, setzen mehrheitlich auf Sparpläne, die erst in den kommenden Jahren für die Ertragslage der Inyova zu bedeutsamen Volumina bei dem verwalteten Vermögen und damit bei den Erträgen führen.

Sofern u. a. die geopolitischen Krisen einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Weltwirtschaft und damit die Kapitalmärkte ausüben, schließen wir einen negativen Effekt auf die Neukundengewinnung und einen gewissen Verlust an Bestandskunden in der Inyova-Gruppe nicht aus. Dies würde sich direkt negativ auf die Ertragslage und damit auf das geplante negative Ergebnis der Inyova auswirken.

 

Frankfurt am Main, den 10. Juni 2024

Inyova Impact Investing GmbH

Geschäftsführung

Dr. Tillmann Lang

Cristian von Angerer

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

der Inyova Impact Investing GmbH, Frankfurt am Main

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 1.073.004,87 669.570,29
2. Forderungen an Kunden 9.667,36 630.935,52
- darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute Euro 0,00 (im Vorjahr Euro 0,00) -
- darunter: an Wertpapierinstitute Euro 0,00 (im Vorjahr Euro 0,00) -
3. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 25.327,06 18.200,72
4. Immaterielle Anlagewerte:
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 111,00 555,00
5. Sachanlagen 37,00 2.771,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 41.315,57 88.854,91
7. Rechnungsabgrenzungsposten 760,00 126,44
Summe der Aktiva 1.150.222,86 1.411.013,88

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 6.879,16 29.139,89
- darunter: gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten Euro 0,00 (im Vorjahr Euro 0,00) -
- darunter: gegenüber Wertpapierinstituten Euro 0,00 (im Vorjahr Euro 0,00) -
2. Sonstige Verbindlichkeiten 75.228,06 186.658,88
3. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 215.645,25 227.179,77
4. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
b) Kapitalrücklage 4.860.156,00 3.600.000,00
c) Bilanzverlust (Vorjahr: Bilanzverlust) -4.107.685,61 -2.731.964,66
852.470,39 968.035,34
Summe der Passiva 1.150.222,86 1.411.013,88

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Zinserträge
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 406,50 0,00
2. Zinsaufwendungen 0,00 66,23
406,50 -66,23
3. Provisionserträge 576.743,20 660.836,38
4. Provisionsaufwendungen 175.106,94 115.495,67
401.636,26 545.340,71
5. Sonstige betriebliche Erträge 66.039,65 21.110,53
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.089.914,87 1.143.083,57
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 261.004,45 1.350.919,32 238.760,69
- darunter: für Altersversorgung EUR 22.997,28 (im Vorjahr: EUR 25.231,50)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 485.241,67 973.829,97
1.836.160,99 2.355.674,23
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 3.985,26 30.651,28
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 586,84 1.245,64
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 3.071,29 13.281,67
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -1.375.721,97 -1.834.467,81
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1,02 0,00
12. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) -1.375.720,95 -1.834.467,81
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -2.731.964,66 -897.496,85
14. Bilanzverlust (Vorjahr: Bilanzverlust) -4.107.685,61 -2.731.964,66

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter ihrer Firma Inyova Impact Investing GmbH (Inyova) beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HR B 124 618 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den allgemeinen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für eine große Kapitalgesellschaft, des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie nach der auch für Wertpapierinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV) aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (Going-Concern-Prinzip).

Die Gesellschaft wird gemäß § 340a HGB wie eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB behandelt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses richtet sich nach § 330 Abs. 1 und Abs. 2 HGB. Dabei wird anstelle der Vorschriften über die Gliederung der Bilanz nach § 266 HGB das Formblatt 1 und für die Gewinn- und Verlustrechnung statt der in § 275 HGB enthaltenen Gliederung das Formblatt 3 des § 2 Abs. 1 der RechKredV verwendet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird nach den Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB vorgenommen, sofern nicht die Sondervorschriften der §§ 340e ff. HGB zur Anwendung kommen.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden zum Nominalwert bilanziert. Erkennbaren Risiken wird, soweit erforderlich, durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf ausländische Währung lauten, werden - soweit vorhanden - gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Sofern die entsprechenden Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger haben, werden das Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip nicht angewendet.

Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen (Bruttoprinzip).

Unter dem Posten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere werden börsenfähige und börsennotierte Aktien und Investmentanteile ausgewiesen, die der Liquiditätsreserve zugeordnet sind. Der Ansatz der Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips, wobei der Marktwert (Börsenpreis) zugrunde gelegt wird.

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Immaterielle Anlagewerte werden linear über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bewegliche Sachanlagegüter werden grundsätzlich linear über eine Nutzungsdauer von 3 - 10 Jahren abgeschrieben. IT-Hardware wird nach steuerlichen Grundsätzen über ein Jahr abgeschrieben und der Wert in die Handelsbilanz übernommen, da er handelsrechtlich von untergeordneter Bedeutung ist. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bilanziert.

Dem Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite liegen laufzeitabhängige Ausgaben zugrunde, die künftig zu Aufwand führen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sind jeweils zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die anderen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr werden nicht abgezinst. Die Urlaubsrückstellungen werden insbesondere unter Beachtung der Lohnnebenkosten auf Basis von konservativ geschätzten Tagessätzen angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute bestehen an zwei inländische Kreditinstitute.

Die Forderungen an Kunden (T€ 10, VJ: T€ 631) resultieren aus erbrachten Dienstleistungen und sind innerhalb von drei Monaten fällig. Forderungen an die Gesellschafterin und damit an ein verbundenes Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag nicht (VJ: T€ 625).

Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere (T€ 25, VJ: T€ 18) sind sämtliche börsenfähig und börsennotiert.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen (Anlage zum Anhang).

Das Sachanlagevermögen (T€ < 1, VJ: T€ 3) betrifft ausschließlich die eigengenutzte Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die sonstigen Vermögensgegenstände (T€ 41, VJ: T€ 89) beinhalten in Höhe von T€ 24 (VJ: T€ 24) täglich fällige Forderungen an ein Zahlungsinstitut. Sie beinhalten ferner Umsatzsteuerforderungen (T€ 10, VJ: T€ 58) mit einer Restlaufzeit von jeweils weniger als 3 Monaten. Ferner bestehen Rückzahlungsansprüche aus geleisteten Kautionen für Mietverträge (T€ 6, VJ: T€ 6).

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten vorausbezahlte Gebühren.

Der Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände, die auf Fremdwährung lauten, beträgt T€ 16 (VJ: T€ 14).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (T€ 7, VJ: T€ 29) resultieren aus zu erstattenden Gebühren an Kunden und sind innerhalb von drei Monaten fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 75, VJ: T€ 187) resultieren im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus noch nicht beglichenen Rechnungen (T€ 42, VJ: T€ 38), die erst im neuen Jahr gezahlt wurden. Daneben sind Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer und Sozialversicherung enthalten (T€ 33, VJ: T€ 26). Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin und damit gegenüber einem verbundenen Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag nicht (VJ: T€ 123).

Der Gesamtbetrag der Schulden, die auf Fremdwährung lauten, beträgt T€ 2.

Die anderen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Provisionen, für Personalkosten, Kosten der Jahresabschlusserstellung sowie für Prüfungskosten und für ausstehende Rechnungen gebildet. Sie haben daher eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag T€ 852 (VJ: T€ 968) und enthält den Bilanzverlust des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von T€ 4.108 (VJ: T€ 2.732). Der Kapitalrücklage wurden im Geschäftsjahr insgesamt T€ 1.260 durch die Gesellschafterin zugeführt. Die Kapitalrücklage beträgt somit zum Bilanzstichtag T€ 4.860.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge resultieren mehrheitlich aus Dienstleistungen (im Wesentlichen Leistungen im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung), die die Inyova für ihre Muttergesellschaft Inyova AG, Zürich, Schweiz, erbringt sowie aus der Vermögensverwaltung für eigene inländische Kunden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Erstattungen nach dem Lohnfortzahlungsgesetz (T€ 33, VJ: T€ 18) sowie aus Erträgen für an die Muttergesellschaft erbrachte Dienstleistungen (T€ 31, VJ: T€ 0). Darüber hinaus ergaben sich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 2, VJ: T€ 2).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Währungsumrechnungen (T€ 1, VJ: T€ 0).

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen der Gesellschaft resultieren aus abgeschlossenen Mietverträgen über die Anmietung von Workspace bzw. Büroräumen sowie aus Verträgen für Dienstleistungen.

Die sich hieraus ergebenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt T€ 101 (VJ: T€ 79) und sind vollständig innerhalb von 12 Monaten fällig.

Die Gesellschaft hat Funktionen der IT, der Internen Revision und des Back Office an verschiedene Dienstleister ausgelagert. Darüber hinaus sind die Funktionen der Gehalts- und Finanzbuchhaltung, des Zahlungsverkehrs sowie die Erstellung der Handels- und Steuerbilanzen im Wesentlichen an eine Steuerberatungsgesellschaft ausgelagert. Die Gesellschaft wendete hierfür im Geschäftsjahr 2023 insgesamt T€ 228 (VJ: T€ 306) auf. Durch die Auslagerungen wurden effiziente und kostenbewusste Prozesse implementiert. Die Verträge verfügen über angemessen kurze Kündigungsfristen. Besondere Risiken für die Finanzlage werden nicht gesehen. Vergleichbares trifft auch auf die Auslagerung der Compliance-Funktion zu, die im Februar 2024 erfolgt.

Die Inyova hat mit Ihrer Muttergesellschaft Inyova-AG, Zürich, verschiedene Dienstleistungsverträge abgeschlossen. So erbringt sie für die Inyova-AG Leistungen im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung (T€ 497, VJ: T€ 625) sowie insbesondere weitere Unterstützungsleistungen (T€ 31, VJ: T€ 0) und bezieht von dieser insbesondere Leistungen im Bereich der Verwaltung (u. a. Interne Revision, IT-Anwendungen, Unterstützungsleistungen) und im Research. Weitere wesentliche Verträge mit der Inyova-AG bestehen nicht.

Die Geschäftsführung bestand im Geschäftsjahr 2023 aus folgenden Personen:

Herr Dr. Tillmann Lang, Zürich, Schweiz

zuständig für u. a. Personal, Compliance und Kundenbetreuung

Präsident des Verwaltungsrates der Inyova-AG, Zürich

Herr Cristian von Angerer, München

zuständig für Investment Management

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 16 (VJ.: 17) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Der Aufwand für das Honorar des Abschlussprüfers beträgt im Geschäftsjahr 2023 T€ 30. Davon entfallen T€ 16 auf die Jahresabschlussprüfung und T€ 14 auf andere Bestätigungsleistungen.

Die Inyova-AG, Zürich, Schweiz, ist die Muttergesellschaft der Berichtsgesellschaft. Ein Konzernabschluss wird durch die Inyova-AG nicht erstellt.

Wir weisen darauf hin, dass Inyova als Start-Up-Unternehmen naturgemäß die Unterstützung der Muttergesellschaft benötigt und daher in die Finanzierungs- und Liquiditätssteuerung der Inyova-Gruppe eingebunden ist. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen im Lagebericht. Die Vermögens- und Finanzlage für die Inyova-Gruppe und damit für die Inyova sehen wir durch die geplanten Finanzierungsrunden der Inyova-AG bis in das Jahr 2026 hinein durch diese als gesichert an. Bei Bedarf kann die Inyova-AG so der Inyova Kapital zur Verfügung stellen. Im Lagebericht stellen wir unter Abschnitt C.1.4 "Gesamteinschätzung der Risiken" dar, dass die nächsten Finanzierungsrunden der Inyova-AG für Juli und Dezember 2024 sowie Juni 2025 geplant sind und diese Ereignisse in der Zukunft liegen und daher eine wesentliche Unsicherheit (bestandsgefährdendes Risiko) besteht. Ferner wird dort ausgeführt, dass die Inyova-AG für die Inyova-Gruppe in der Vergangenheit alle Finanzierungserwartungen vollends erfüllen und im Jahr 2022 sogar stark übertreffen konnte. Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Frankfurt, den 19. Februar 2024

Inyova Impact Investing GmbH

Geschäftsführung

Dr. Tillmann Lang

Cristian von Angerer

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchungen Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.332,97 0,00 0,00 0,00 1.332,97
1.332,97 0,00 0,00 0,00 1.332,97
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.358,26 807,26 0,00 0,00 40.165,52
39.358,26 807,26 0,00 0,00 40.165,52
40.691,23 807,26 0,00 0,00 41.498,49
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro
I. Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 777,97 444,00 0,00 1.221,97
777,97 444,00 0,00 1.221,97
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.587,26 3.541,26 0,00 40.128,52
36.587,26 3.541,26 0,00 40.128,52
37.365,23 3.985,26 0,00 41.350,49
Buchwerte
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
Euro Euro
I. Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 111,00 555,00
111,00 555,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 37,00 2.771,00
37,00 2.771,00
148,00 3.326,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Inyova Impact Investing GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Inyova Impact Investing GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Inyova Impact Investing GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag unter dem Abschnitt V. "Sonstige Angaben" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt C.1.4. "Gesamteinschätzung der Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Inyova Impact Investing GmbH, Frankfurt am Main, als Start-Up-Unternehmen naturgemäß die Unterstützung der Muttergesellschaft benötigt und daher in die Finanzierungs- und Liquiditätssteuerung der Inyova-Gruppe eingebunden ist. Ferner wird dargestellt, dass die für die Jahre 2024 und 2025 geplanten Finanzierungsrunden der Muttergesellschaft ein Ereignis sind, das in der Zukunft liegt. Wie in Abschnitt V. "Sonstige Angaben" im Anhang und unter Abschnitt C.1.4. "Gesamteinschätzung der Risiken" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Inyova Impact Investing GmbH zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmä- ßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Darmstadt, 18. Juni 2024

GPR Gesellschaft für Prüfung und Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Walter, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 und Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung hat am 19. Juli 2024 den geprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Es wurde beschlossen, den Bilanzverlust auf das nächste Geschäftsjahr vorzutragen.

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