multi-com
GmbH & Co. KG
Ahrensburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
1. Grundlagen des Unternehmens
Das Familienunternehmen multi-com GmbH & Co. KG
(im Folgenden kurz: "multi-com" oder "Gesellschaft") ist
ein Anbieter von Verbrauchsmaterialien und
Kleingeräten, die im Bereich der Hygiene und
Desinfektion eingesetzt werden. Schwerpunkt bildet hierbei
die Eigenmarke FAVORIT, unter der hochwertige
vorgetränkte und trockene Desinfektionstücher,
Untersuchungshandschuhe, Mundschutz sowie ein breites
Angebot an Hygiene- und Desinfektionsprodukten angeboten
wird. Weitere Produkte anderer Markenhersteller
ergänzen das Sortiment. Zu den Kunden zählen
Zahnärzte, Seniorenheime und Labore in Deutschland und
Österreich.
Die Gesellschaft ist nach DIN EN ISO13485:2016
zertifiziert. Die Desinfektionsprodukte sind zudem
VAH-gelistet und die Produktpalette sowie die Beratung
durch die Sales Manager folgen den Empfehlungen des RKI.
2. Wirts
chaftsberic
ht
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Die Weltwirtschaft entwickelte sich in 2023 leicht
positiv und wird laut Prognosedaten der OECD um ca. 3 %
wachsen. In Deutschland entwickelte sich die Wirtschaft
insgesamt leicht rückläufig.
Das Jahr 2023 war weiterhin geprägt von dem
Ukraine-Russland-Konflikt und der in dessen Folge hohen
Inflation, die sich aber in der zweiten Jahreshälfte
abschwächte.
Global betrachtet wirkt sich der
Ukraine-Russland-Konflikt in einigen Branchen auf
bestehende Lieferketten aus. In unserer Branche haben sich
die Lieferketten in 2023 stabilisiert. Das preisbereinigte
Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank nach ersten Berechnungen
des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 um ca.
0,3 % zum Vorjahr.
Mit Blick auf unsere Branche: die konjunkturelle
Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 durch eine
Überversorgung mit medizinischen Verbrauchsgütern
und Überkapazitäten an fertiger Ware bei den
Herstellern geprägt.
2.2 Geschäftsverlauf
Umsatzschwerpunkt ist der Vertrieb der Eigenmarke
FAVORIT - u. a. Untersuchungshandschuhe,
Desinfektionsmittel und weitere medizinische
Verbrauchsartikel. Die Rohergebnisentwicklung in 2023 im
Vergleich zu den durch die Corona-Pandemie geprägten
Vorjahren mit entsprechend hoher Nachfrage nach Hygiene-
und Desinfektionsprodukten war erwartungsgemäß
rückläufig - aber sich stabilisierend auf hohem
Niveau.
Im als zufriedenstellend zu bezeichnenden
Geschäftsjahr 2023 hat multi-com mit durchschnittlich
40 Mitarbeitern ein Rohergebnis von TEUR 9.787
erzielt. Insgesamt wurde ein im Vorjahresvergleich um
TEUR 2.325 reduzierter Jahresüberschuss von
TEUR 3.688 realisiert.
2.3 Ertragslage
Das Rohergebnis im Berichtsjahr 2023
i. H. v. TEUR 9.787 liegt unterhalb des
Vorjahresniveaus (TEUR 12.385). Hintergrund ist die
Nachfragenormalisierung auf hohem Niveau aber unterhalb der
durch die Corona-Pandemie geprägten Vorjahre. Das
Rohergebnis liegt aber oberhalb der Prognose des Vorjahres
für das Geschäftsjahr 2023, da die Nachfrage sich
auf höherem Niveau stabilisiert hat als erwartet.
Dem leicht gesunkenen Rohergebnis stehen ebenfalls
gesunkene Personalaufwendungen entgegen. Während die
Personalaufwendungen im Vorjahr TEUR 2.784 betrugen,
waren es in 2023 TEUR 2.519. Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen lagen stabil bei
TEUR 2.590, während die Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag aufgrund eines gesunkenen Ergebnisses vor
Steuern TEUR 578 betragen (- TEUR 342).
Der resultierende Jahresüberschuss liegt mit
TEUR 3.688 unter dem Vorjahresniveau
(2022: TEUR 6.013). Der Jahresüberschuss
liegt unter der Prognose des Vorjahres für das
Geschäftsjahr 2023 (TEUR 4.832). Hintergrund ist
eine Sättigung und Überversorgung der Branche mit
medizinischen Verbrauchsgütern.
2.4 Finanzlage
Die Abdeckung des Finanzmittelbedarfs erfolgt
weitestgehend im Wege der Außenfinanzierung durch
erhaltene Anzahlungen. Der Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 5.578.
Dem gegenüber stehen ein leicht negativer Cashflow aus
der Investitionstätigkeit in Höhe von
TEUR -47 und ein negativer Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit in Höhe von
TEUR -5.550.
Die flüssigen Mittel haben sich von
TEUR 2.122 im Vorjahr um TEUR 19 auf
TEUR 2.103 verringert.
Liquiditätsengpässe sind im abgelaufenen
Geschäftsjahr nicht entstanden und die Gesellschaft
war zu jedem Zeitpunkt im Berichtsjahr in der Lage, ihren
finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Ein Teil der Liquidität wurde in 2021 in ETF's
angelegt.
2.5 Vermögenslage
Die Struktur des Vermögens und der Schulden
stellen sich in ihrer Zusammensetzung im Vergleich zum
Vorjahr wie folgt dar:
Die Aktivseite besteht zu 74,2 % (Vj.: 76,3 %)
aus Umlaufvermögen. Prägend sind die Forderungen
gegenüber Kunden (TEUR 914), die im
Vorratsvermögen ausgewiesenen Waren (TEUR 3.463)
sowie der Bestand an Liquidität (TEUR 2.103). Der
Rückgang des Anteils des Umlaufvermögens an der
Bilanzsumme ist bei einer sinkenden Bilanzsumme auf den
bewusst reduzierten Warenbestand zurückzuführen.
Das Kommanditkapital beträgt wie im Vorjahr TEUR
1 und ist voll eingezahlt. Das bilanzierte Kommanditkapital
entspricht der im Handelsregister eingetragenen
Kommanditeinlage.
Prägend für die Passivseite sind die
erhaltenen Anzahlungen, die 87,8 % der Passiva
ausmachen und die zum Stichtag auf hohem Niveau leicht
gesunken sind.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sind um TEUR 84 auf TEUR 693 im Vergleich zum
Vorjahr leicht gestiegen.
Die Bilanzsumme zum Geschäftsjahresende
beläuft sich auf TEUR 9.913
(2022: TEUR 12.029).
Zusammenfassend wird die wirtschaftliche Lage als
zufriedenstellend beurteilt.
2.6 Finanzielle und nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren
Wesentliche Steuerungsgröße sind das
Rohergebnis sowie das Jahresergebnis. Nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren sind insbesondere die Qualität
unserer Waren sowie die Mitarbeiterzufriedenheit.
Im Berichtsjahr 2023 waren im Durchschnitt
40 Mitarbeiter beschäftigt (2022 im Mittel
44 Mitarbeiter). Zur Absicherung der
Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter werden zahlreiche
Fortbildungsangebote bereitgestellt. Auch die umfassende
Ausbildung junger Menschen hat seit vielen Jahren eine
große Bedeutung.
3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
3.1 Chancen- und Risikobericht
Die Chancen und Risiken der Gesellschaft sind eng mit
der Entwicklung des Gesundheitssektors verbunden.
Chancen sind im wachsenden Gesundheitsbewusstsein der
Bevölkerung zu sehen. Dieses führt zu einer
zusätzlichen Nachfrage insbesondere in den Bereichen
Gesundheit, Pflege und Betreuung im Dienstleistungssektor.
Durch die COVID-19-Pandemie sind in der Vergangenheit
Themen wie Schutzausrüstung und Desinfektion in vielen
Bereichen des Alltags angekommen und gewinnen an Bedeutung.
Risiken erwachsen aus dem demografischen Wandel, so
dass auch der Fachkräftemangel in der
Gesundheitsbranche die Unternehmen vor Herausforderungen
stellt. Eine Abhängigkeit von der wirtschaftlichen
Entwicklung besteht dann, wenn Patienten für
Gesundheitsleistungen selbst aufkommen müssen.
Weitere weltpolitische Ereignisse wie der
Ukraine-Krieg sowie allg. politische Konflikte beeinflussen
das Geschäft und könnten zu Problemen in der
Versorgung in Bezug auf Lieferketten und Einkaufspreisen
führen.
Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung
von Finanzinstrumenten:
In der Gesellschaft zählen insbesondere
Wertpapiere des Anlagevermögens, Forderungen und
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben
bei Kreditinstituten und erhaltene Anzahlungen sowie
Devisentermingeschäfte zu den Finanzinstrumenten.
Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die
Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken
jeglicher Art; es wird daher grundsätzlich eine
konservative Risikopolitik verfolgt. Zur Sicherstellung
eines optimalen Finanzmanagements wird neben einer
jährlichen Liquiditätsplanung auch eine
monatliche Liquiditätsplanung durchgeführt. Diese
Planungen ermöglichen es, kurzfristige
Liquiditätsschwankungen besser zu steuern und zu
managen.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens können
Kursschwankungen unterliegen (Zeitwert 31.12.2023:
TEUR 2.448). In der Zusammensetzung der Wertpapiere
wird auf eine Risikostreuung geachtet. Im Falle von
voraussichtlichen dauerhaften Wertminderungen werden
entsprechende Abschreibungen vorgenommen.
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kann
insbesondere das Zahlungsausfallrisiko zum Tragen kommen.
Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird
stets die Bonität des Kunden eingeschätzt. Zur
Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die
Gesellschaft über ein entsprechendes
Debitorenmanagement und Mahnwesen. Soweit Ausfall- und
Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende
Wertberichtigungen vorgenommen. Ein Teil der Kunden leistet
Zahlungen im Voraus, die unter erhaltene Anzahlungen
abgebildet werden.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen werden die fälligen Zahlungen fristgerecht
geleistet.
Ferner unterliegt der Welthandel Wechselkursrisiken,
da ein Teil der Waren im Drittland beschafft wird, zum
großen Teil in USD. Bei ungünstiger Entwicklung
der Wechselkurse könnte es zu negativen Auswirkungen
auf die Ertrags- und Liquiditätslage kommen
(31.12.2023: stille Reserven von TEUR 3). Diesem
Risiko trägt die Geschäftsführung durch den
Abschluss von Devisentermingeschäften Rechnung, indem
für einen längeren Zeitraum Fremdwährungen
eingekauft werden (31.12.2023: TEUR 1.000). Das
Risikomanagement ist in diesem Zusammenhang eher als
konservativ zu bezeichnen. Die Devisentermingeschäfte
stehen in einer ökonomischen Sicherungsbeziehung zu
den in fremder Währung abgeschlossenen
Grundgeschäften. Dabei sind die
Sicherungsgeschäfte nicht einzelnen
Grundgeschäften zuordenbar. Diese Sicherungs- und
Grundgeschäfte sind im Jahresabschluss nicht als
Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB
bilanziert.
Die Risikolage der Gesellschaft kann insgesamt als
entspannt beurteilt werden. Es gibt keine
außergewöhnlichen oder unkontrollierten
finanzintensiven und sonstigen risikoreichen Vorfälle.
Bestandsgefährdende Risiken, insbesondere mit
Auswirkungen auf die Liquidität der Gesellschaft, sind
für die folgenden 12 Monate nicht erkennbar.
Insgesamt sehen wir keine besonderen Risiken für
die Fortführung, Finanzierung und den weiteren Ausbau
der Gesellschaft.
3.2. Prognosebericht
Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir
einen Anstieg des Rohergebnisses um ca. 10 %. Die
Sättigung und die Überkapazitäten nach der
Pandemie werden voraussichtlich das Jahr 2024 nicht in dem
starken Maße beeinflussen wie das Jahr 2023. Das
Jahresergebnis erwarten wir entsprechend ca. 10 % oberhalb
des Ergebnisses des aktuellen Geschäftsjahres.
Ahrensburg, 2. Februar
2024
gez.
Gunnar Herzbach, Sven Völkerding
multi-com Verwaltungs-GmbH verteten durch Gunnar
Herzbach, Sven Völkerding
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
2.559.423,15 |
2.852.193,15 |
| I.
Sachanlagen |
110.824,00 |
186.894,00 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
110.824,00 |
186.894,00 |
| II.
Finanzanlagen |
2.448.599,15 |
2.665.299,15 |
| B.
Umlaufvermögen |
7.353.647,62 |
9.176.449,96 |
| I.
Vorräte |
3.607.072,32 |
5.397.092,97 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
1.643.702,07 |
1.657.008,87 |
| 1.
Forderungen gegen Gesellschafter |
569.827,60 |
272.302,61 |
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
1.073.874,47 |
1.384.706,26 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
2.102.873,23 |
2.122.348,12 |
| Aktiva |
9.913.070,77 |
12.028.643,11 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
1.000,00 |
1.000,00 |
| I.
Kapitalanteile |
1.000,00 |
1.000,00 |
| 1.
Kapitalanteile Kommanditisten |
1.000,00 |
1.000,00 |
| II.
Bilanzgewinn |
0,00 |
0,00 |
| B.
Rückstellungen |
361.661,35 |
390.500,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
9.550.409,42 |
11.637.143,11 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
|
1.564.563,11 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
|
1.564.563,11 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
9.550.409,42 |
10.072.580,00 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
9.550.409,42 |
10.072.580,00 |
| Passiva |
9.913.070,77 |
12.028.643,11 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
9.786.644,73 |
12.384.958,92 |
| 2.
Personalaufwand |
2.519.317,41 |
2.784.709,23 |
| a)
Löhne und Gehälter |
2.087.738,28 |
2.360.958,98 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
431.579,13 |
423.750,25 |
| davon
für Altersversorgung |
13.460,80 |
11.462,16 |
| 3.
Abschreibungen |
64.422,30 |
117.542,22 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
64.422,30 |
117.542,22 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.589.909,89 |
2.548.900,87 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
2.258,44 |
31.724,61 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
6.481,16 |
991,76 |
| 6.
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens |
216.700,00 |
|
| davon
außerplanmäßige Abschreibungen auf
Finanzanlagen |
216.700,00 |
|
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
577.859,95 |
920.009,16 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
3.824.916,34 |
6.014.789,20 |
| 9.
sonstige Steuern |
136.766,35 |
1.598,00 |
| 10.
Jahresüberschuss |
3.688.149,99 |
6.013.191,20 |
| 11.
Gutschrift auf Kapitalkonten |
3.688.149,99 |
6.013.191,20 |
| 12.
Bilanzgewinn / Bilanzverlust |
0,00 |
0,00 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
1. Allgemeine Angaben
Die multi-com GmbH & Co. KG mit Sitz in
Ahrensburg ist beim Amtsgericht Lübeck unter der
Nummer HRA 6188 eingetragen.
Der Jahresabschluss der multi-com GmbH & Co. KG
wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften
der gültigen Fassung des Handelsgesetzbuchs
aufgestellt.
Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und
Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der
§§ 266 und 275 HGB.
Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in
der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang
ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der
Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung
gewählt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren gewählt.
Die multi-com GmbH & Co. KG ist eine
mittelgroße Gesellschaft (§ 264a Abs. 1 i. V. m.
§ 267 Abs. 2 HGB).
2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens,
die selbständig nutzbar sind und einen Wert von EUR
800,00 nicht überschreiten, wurden im Jahr des Zugangs
sofort abgeschrieben.
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag
vorliegende niedrigere Wert angesetzt.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind mit
ihren Anschaffungskosten angesetzt. Ist von einer dauernden
Wertminderung auszugehen, wurde der am Bilanzstichtag
niedrigere beizulegende Wert angesetzt.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten
zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten bewertet. Zur
Bewertung des Vorratsvermögens wurde gemäß
§ 240 Abs. 4 HGB das Durchschnittswertverfahren
angewandt. Dem Niederstwertprinzip wurde durch
entsprechende Abschläge Rechnung getragen.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die
sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer,
geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren
Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind gegebenenfalls durch
angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.
Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung
angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen;
das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale
Abschläge berücksichtigt.
Auf fremde Währung lautende
Vermögensgegenstände und Schulden werden gem.
§ 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am
Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr wird dabei das Anschaffungs- bzw.
Höchstwertprinzip beachtet.
Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für
alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken
auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung in Höhe des Erfüllungsbetrages
gebildet.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
3. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen
Posten der Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen
des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.
Die fortgeführten Anschaffungskosten der
Wertpapiere des Anlagevermögens betragen zum
31.12.2023 TEUR 2.665. Der Zeitwert beträgt zum
Stichtag TEUR 2.448; die Differenz ergibt sich dabei im
Vergleich zum Kaufkurs sowohl aus niedrigeren
Stichtagskursen (TEUR 286) als auch aus höheren
Stichtagskursen (TEUR 69). Von einer dauerhaften
Wertminderung am Stichtag wurde dabei bei einem Wertpapier
ausgegangen (TEUR 217). Ansonsten wurde aufgrund der
Kursentwicklung im Geschäftsjahr sowie bis zum
Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses nicht von einer
dauerhaften Wertminderung ausgegangen und entsprechend auf
eine Anpassung des Buchwertes an den Zeitwert verzichtet.
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten
|
|
Stand 01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Stand 31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
|
I.
Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Software
|
279.093,36
|
0,00
|
0,00
|
279.093,36
|
|
279.093,36
|
0,00
|
0,00
|
279.093,36
|
II.
Sachanlagen
|
|
|
|
|
Andere Anlagen,
Ausstattung
|
910.807,68
|
53.977,30
|
119.712,54
|
845.072,44
|
|
910.807,68
|
53.977,30
|
119.712,54
|
845.072,44
|
III.
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
Beteiligungen
|
2.665.299,15
|
0,00
|
0,00
|
2.665.299,15
|
|
2.665.299,15
|
0,00
|
0,00
|
2.665.299,15
|
|
3.855.200,19
|
53.977,30
|
119.712,54
|
3.789.464,95
|
|
kumulierte Abschreibungen
|
|
Stand 01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Stand 31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
|
I.
Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Software
|
279.093,36
|
0,00
|
0,00
|
279.093,36
|
|
279.093,36
|
0,00
|
0,00
|
279.093,36
|
II.
Sachanlagen
|
|
|
|
|
Andere Anlagen,
Ausstattung
|
723.913,68
|
64.422,30
|
54.087,54
|
734.248,44
|
|
723.913,68
|
64.422,30
|
54.087,54
|
734.248,44
|
III.
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
Beteiligungen
|
0,00
|
216.700,00
|
0,00
|
216.700,00
|
|
0,00
|
216.700,00
|
0,00
|
216.700,00
|
|
1.003.007,04
|
281.122,30
|
54.087,54
|
1.230.041,80
|
|
Buchwert
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
EUR
|
EUR
|
|
I.
Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
entgeltlich erworbene
Software
|
0,00
|
0,00
|
|
0,00
|
0,00
|
II.
Sachanlagen
|
|
|
Andere Anlagen,
Ausstattung
|
110.824,00
|
186.894,00
|
|
110.824,00
|
186.894,00
|
III.
Finanzanlagen
|
|
|
Beteiligungen
|
2.448.599,15
|
2.665.299,15
|
|
2.448.599,15
|
2.665.299,15
|
|
2.559.423,15
|
2.852.193,15
|
Im Posten sonstige Rückstellungen sind im
Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen (TEUR
173) enthalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten
betreffen im Vorjahr zugleich sonstige Verbindlichkeiten.
Im Berichtsjahr wurde bei den unter Finanzanlagen
ausgewiesenen Wertpapieren des Anlagevermögens eine
außerplanmäßige Abschreibung von EUR
216.700,00 aufgrund einer voraussichtlich dauernden
Wertminderung vorgenommen, die einen Aufwand von
außergewöhnlicher Größenordnung und
außergewöhnlicher Bedeutung darstellt.
4. Sonstige Pflichtangaben
Mitarbeiter
Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten
Arbeitnehmer im Berichtsjahr betrug 40.
davon Angestellte
|
|
36
|
davon Aushilfen
|
|
3
|
davon Auszubildende
|
|
1
|
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen
Verbindlichkeiten bestehen jährlich sonstige
finanzielle Verpflichtungen in Höhe von rund TEUR 118
und resultieren im Wesentlichen aus Miet- und
Leasingverhältnissen.
Derivative Finanzinstrumente
Die Gesellschaft hat zur Absicherung des
EUR/USD-Währungskurses Devisentermingeschäfte in
Höhe von TEUR 1.000 abgeschlossen. Die
beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte
enthalten entsprechend der Kursentwicklung zum 31.12.2023
in Höhe von TEUR 3 stille Reserven. Die
Devisentermingeschäfte stehen in einer
ökonomischen Sicherungsbeziehung zu den in fremder
Währung abgeschlossenen Grundgeschäften. Dabei
sind Sicherungsgeschäfte nicht einzelnen
Grundgeschäften zuordenbar und werden nicht als
Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB bilanziert.
Geschäftsführung
Die Geschäftsführung wird durch die
multi-com Verwaltungs GmbH, Ahrensburg, als persönlich
haftende Gesellschafterin, wahrgenommen.
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
wurde die multi-com Verwaltungs GmbH, Ahrensburg, durch
folgende Geschäftsführer vertreten:
Gunnar Herzbach, Kaufmann
Sven Völkerding, Kaufmann
In Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die
Angaben im Sinne des § 285 Nrn. 9 a) und b) HGB
verzichtet.
Persönlich haftender Gesellschafter
Folgende Gesellschaft ist persönlich haftender
Gesellschafter:
Name
|
multi-com Verwaltungs
GmbH
|
Sitz
|
Ahrensburg
|
Rechtsform
|
GmbH
|
Gezeichnetes Kapital
|
EUR 25.000,00
|
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Stichtag
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem
Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in
der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung
berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Ergebnisverwendung
Das Jahresergebnis wird den Gesellschafterkonten
gutgeschrieben.
Ahrensburg, 2. Februar
2024
gez.
Gunnar Herzbach, Sven Völkerding
multi-com Verwaltungs-GmbH
verteten durch Gunnar Herzbach, Sven
Völkerding
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 02.02.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die multi-com GmbH & Co. KG, Ahrensburg
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der multi-com GmbH
& Co. KG, Ahrensburg, - bestehend aus der
Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber
hinaus haben wir den Lagebericht der multi-com GmbH &
Co. KG, Ahrensburg, für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne
des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 und · vermittelt der
beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen
Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen
Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne
des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir
die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage des Unternehmens.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Hamburg, 2. Februar 2024
ASGB Revisions- und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez.
Müller, Wirtschaftsprüfer
gez.
Blidung, Wirtschaftsprüfer
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