Freizeitzentrum Xanten GmbH

Am Meerend 2, 46509 Xanten, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 6533
Vorher
Freizeitzentrum Xanten Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
6.5.1974
Branche
Betrieb von SportanlagenSport- und FreizeitunterrichtErbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Gegenstand
Förderung des Sports, des öffentlichen Gesundheitswesens, der Jugendhilfe und Erziehung, der Landschaftspflege, des Umweltschutzes und der Heimatpflege.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Rafael Zur
seit 16.1.2026
Geschäftsführer
Tatjana Maurer
seit 12.6.2025
Geschäftsführer
Ralf Berensmeier
seit 23.9.2015
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Freizeitzentrum Xanten GmbH

Xanten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 3.506,00 7.236,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.039.818,19 8.363.704,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 162.426,50 127.973,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 362.263,50 335.111,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 88.825,79 20.552,96
8.653.333,98 8.847.341,65
8.656.839,98 8.854.577,65
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 0,00
2. Waren 45.483,07 46.126,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 45.483,07 46.126,39
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.684,74 23.486,06
2. Sonstige Vermögensgegenstände 308.484,02 193.711,87
325.168,76 217.197,93
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 425.065,70 1.136.901,57
795.717,53 1.400.225,89
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 3.912,38
9.452.557,51 10.258.715,92

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 32.000,00 32.000,00
II. Kapitalrücklage 1.471.656,56 1.566.609,84
III. Andere Gewinnrücklagen (Nutzungsgebundenes Kapital) 428.537,44 428.537,44
IV. Bilanzgewinn 0,00 0,00
1.932.194,00 2.027.147,28
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE 4.446.387,94 4.607.293,73
C. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 252.222,26 152.162,19
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.935.935,00 2.045.035,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 251.820,03 264.643,74
3. Sonstige Verbindlichkeiten 533.438,28 486.995,15
- davon aus Steuern: € 24.301,57 (31.12.2022: € 379.451,07)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 13.457,50 (31.12.2022: € 12.643,23)
- davon gegenüber Gesellschaftern: € 0,00 (31.12.2022: € 23.797,22)
2.721.193,31 2.796.673,89
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 100.560,00 675.438,83
9.452.557,51 10.258.715,92

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 6.237.858,36 4.468.456,01
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Zuschüsse der Gesellschafter 0,00 595.278,67
b) Übrige betriebliche Erträge 595.295,34 368.517,47
595.295,34 963.796,14
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.397.594,72 1.114.789,12
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.137.186,30 751.560,27
3.534.781,02 1.866.349,39
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.407.952,85 2.135.012,84
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 621.801,56 560.968,06
- davon für Altersversorgung: € 154.389,78 (2022: € 138.842,35)
3.029.754,41 2.695.980,90
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 706.836,02 738.236,69
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 794.682,85 742.318,70
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 966,00 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42.763,23 46.079,17
9. Ergebnis nach Steuern -1.274.697,83 -656.712,70
10. Sonstige Steuern 8.255,45 8.184,37
11. Jahresfehlbetrag -1.282.953,28 -664.897,07
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0,00
13. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 1.282.953,28 664.897,07
14. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. ALLGEMEIN

Die Freizeitzentrum Xanten GmbH hat ihren Sitz in Xanten und ist beim Amtsgericht Kleve unter HRB 6533 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des BilRUG sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten gemäß den Vorgaben des Gesellschaftsvertrags die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln maßgebend.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um erhaltene Zuschüsse und planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Abschreibungsmethode berechnet.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs-/Herstellungskosten bis € 410,00 werden seit dem Geschäftsjahr 2013 und seit dem Geschäftsjahr 2018 bis € 800,00 analog zu § 6 Absatz 2 EStG im Jahr der Anschaffung/Herstellung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten mit den letzten Einstandspreisen angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit den Nominalwerten angesetzt. Wertberichtigungen wurden nicht gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen die auf spätere Jahre entfallenden Ausgaben.

Das gezeichnete Kapital und die Rücklagen sind mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen passiviert.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen die auf spätere Jahre entfallenden Einnahmen.

III. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Anlagevermögen

Die erhaltenen Zuschüsse von dritter Seite wurden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgezogen. Seit 2009 werden Zuschusszahlungen aus öffentlichen Mitteln der Gesellschafter und des Landes Nordrhein-Westfalen für den Bau des Hafens Xanten, für die Infrastruktur des Strandbades und das Projekt Gesundheitstourismus sowie Investitionszuschüsse von privaten Dritten in einem Sonderposten für Investitionszuschüsse ausgewiesen und nicht von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgezogen. Die Sonderposten werden vom Zeitpunkt der Fertigstellung nach Maßgabe der Abschreibungen der damit finanzierten Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst. Die allgemeinen Investitionszuschüsse der Gesellschafter gemäß § 7 des Gesellschaftsvertrags werden als Kapitalrücklage erfasst, der die jährlichen Abschreibungen entnommen werden. Die erhaltenen privaten Zuschüsse sind bei ordnungsgemä- ßer Erfüllung der damit verbundenen Abnahmeverpflichtungen aus Getränkebezugsverträgen nicht rückzahlbar.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachstehenden Anlagenspiegel:

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 48.217,00 4.986,00 0,00 53.203,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.436.036,07 24.794,89 404.916,69 362.324,87 13.503.422,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.219.211,46 59.500,00 0,00 0,00 1.278.711,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.851.186,32 146.734,94 0,00 111.618,50 1.886.302,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.552,96 529.392,26 -404.916,69 56.202,74 88.825,79
16.526.986,81 760.422,09 0,00 530.146,11 16.757.262,79
16.575.203,81 765.408,09 0,00 530.146,11 16.810.465,79
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 40.981,00 8.716,00 0,00 49.697,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.072.331,88 556.161,58 164.888,87 5.463.604,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.091.237,96 25.047,00 0,00 1.116.284,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.516.075,32 116.911,44 108.947,50 1.524.039,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.679.645,16 698.120,02 273.836,37 8.103.928,81
7.720.626,16 706.836,02 273.836,37 8.153.625,81
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 3.506,00 7.236,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.039.818,19 8.363.704,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 162.426,50 127.973,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 362.263,50 335.111,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 88.825,79 20.552,96
8.653.333,98 8.847.341,65
8.656.839,98 8.854.577,65

2. Vorräte

Die Vorräte wurden zum Bilanzstichtag körperlich aufgenommen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten mit den letzten Einstandspreisen unter Berücksichtigung von Abschlägen für Skonti und Rabatte.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

4. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

5. Kapitalrücklage

Stand am 1.Januar 2023 1.566.609,84
Zuführungen:
- Zuschüsse gemäß Gesellschaftsvertrag bzw. Gesellschafterbeschlüssen Entnahmen: +1.188.000,00
Jahresfehlbetrag 2023 -1.282.953,28
Stand am 31. Dezember 2023 1.471.656,56

Die Zuführung erfolgte entsprechend den Regelungen des Gesellschaftsvertrages in Verbindung mit der Gesellschaftervereinbarung vom 26. Oktober 2022. Die Entnahme aus der Kapitalrücklage erfolgt gem. den Regelungen des neuen Gesellschaftsvertrages vom 8. Dezember 2022 in Verbindung mit der Gesellschaftervereinbarung vom 26. Oktober 2022 in Höhe des Jahresfehlbetrages des laufenden Jahres.

6. Andere Gewinnrücklagen

Die Rücklagen dienten der Finanzierung von Baumaßnahmen.

7. Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn beträgt € 0,00.

8. Sonderposten für Investitionszuschüsse

Im Sonderposten für Investitionszuschüsse werden gewährte Zuschüsse der Gesellschafter Regionalverband Ruhr, der Stadt Xanten und des Kreises Wesel, des Landes Nordrhein-Westfalen und Dritter ausgewiesen. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen wird entsprechend der Abschreibung der mit den Zuschüssen finanzierten Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst.

9. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden gebildet für:

31.12.2023 31.12.2022
Mehrarbeit 125.007,07 121.539,08
Noch nicht genommener Urlaub 25.292,56 13.124,27
Weihnachtsgelder 50.103,45 0,00
Prozesskosten 13.500,00 0,00
unterlassene Instandhaltungen 0,00 9.248,84
Jahresabschlusskosten 7.500,00 8.250,00
Leistungsentgelte 30.819,18 0,00
252.222,26 152.162,19

10. Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten zeigt folgender Verbindlichkeitenspiegel:

davon mit einer Restlaufzeit von
Art der Verbindlichkeit 31.12.2023 < 1 Jahr 1-5 Jahren > 5 Jahren 31.12.2022
T€ T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.936 108 433 1.395 2.045
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 252 252 0 0 265
Sonstige Verbindlichkeiten 533 527 6 0 487
2.721 887 439 1.395 2.797

Das Darlehen Nr. 610 001 7489 der Sparkasse am Niederrhein, Moers, ist besichert mit einer Grundschuld zugunsten der Sparkasse über insgesamt € 840.000,00 am Objekt Am Meerend 2, Xanten und Bürgschaften des Kreises Wesel über € 16.300,00, des Regionalverbandes Ruhr über € 32.600,00 und der Stadt Xanten über € 16.300,00.

Das Darlehen Nr. 612 001 7471 der Sparkasse am Niederrhein, Moers, ist besichert mit einer Grundschuld zugunsten der Sparkasse über insgesamt € 840.000,00 und Bürgschaften des Kreises Wesel über € 123.700,00, des Regionalverbandes Ruhr über € 247.400,00 und der Stadt Xanten über € 123.700,00.

Das Darlehen Nr. 612 201 069 40 der Sparkasse am Niederrhein, Moers, wurde in 2022 vollständig zurückgezahlt und war besichert mit einer Kommunalbürgschaft der Stadt Xanten über € 100.000,00 und € 330.000,00 Grundschulden, eingetragen im Grundbuch von Wardt.

Das Darlehen Nr. 612 039 8984 der Sparkasse am Niederrhein, Moers, über € 500.000,00 hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2037 und ist mit jährlich 2,080 von Hundert zu verzinsen. Zur Besicherung des Darlehens dienen erstrangige Grundschulden zugunsten der Sparkasse über insgesamt € 300.000,00 am Objekt der FZX GmbH Am Meerend 2, 46509 Xanten, sowie Bürgschaften des Kreises Wesel und der Stadt Xanten über jeweils 100.000,00. Das Darlehen wurde im Rahmen des Förderprogramms NRW BANK Infrastruktur für die Finanzierung des Projektes "Gesundheitstourismus Xantener Nord- & Südsee" vergeben.

Das Darlehen der Volksbank Niederrhein eG, Alpen, ist durch eine Grundschuld über € 580.000,00, eingetragen im Grundbuch von Wardt, besichert.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind unbesichert.

11. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen vorausgezahlte Nutzungsentgelte sowie Sonderzuschüsse der Stadt Xanten und des Kreises Wesel.

12. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse weisen folgende Zusammensetzung auf:

2023 2022
T€ T€
Erlöse Gastronomie 4.027 2.656
Veranstaltungserlöse 693 166
Erlöse Badbereich 387 - 461
Bootsverleih 224 269
Erlöse aus Saison- und Tageszulassungen 189 176
Erlöse Wasserski-Seilbahn 166 173
Pachterträge einschließlich Nebenerträge 95 118
Erlöse aus der Wassersportschule 93 104
Adventure-Golf 88 100
Sponsorengelder 60 79
Verleihgebühren 34 41
Sonstige Verpachtungen 33 24
Übrige Umsatzerlöse 149 101
6.238 4.468

13. Sonstige betriebliche Erträge/übrige betriebliche Erträge

Die übrigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Sonderposten aus Investitionszuschüssen (T€ 348) und Zuschüsse Dritter (T€ 6).

14. Materialaufwand

2023 2022
T€ T€
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
Lebensmittel 1.036 777
Energiekosten einschließlich Entwässerung 154 132
Ersatzteile und Kleingeräte 87 89
Gastronomiebedarf 52 42
Benzin, Diesel 15 17
Raumpflege 11 10
Übrige 43 48
1.398 1.115
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
Veranstaltungskosten 1.509 256
Honorare 295 163
Instandhaltung der Gebäude und des Inventars 161 109
Wartungen 70 86
Fremdleistungen Reinigung 65 73
Wasseruntersuchungen 12 12
Übrige 25 52
2.137 751
3.535 1.866

15. Personalaufwand

2023 2022
T€ T€
Löhne und Gehälter 2.408 2.135
Soziale Abgaben 451 412
Zusatzversorgungskasse 155 139
Berufsgenossenschaft 16 10
3.030 2.696

Im Jahresdurchschnitt waren 53 Stellen mit Angestellten und gewerblichen Mitarbeitern besetzt.

Außerdem beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 6 Auszubildende.

16. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

2023 2022
T€ T€
Planmäßige Abschreibung:
Immaterielle Vermögensgegenstände 9 12
Sachanlagen 698 726
707 738

17. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023 2022
T€ T€
Verluste aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 200 44
Werbekosten 133 67
Versicherungen 85 30
Mieten und Pachten 74 55
Gebühren, Beiträge und Versicherungen 62 72
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 47 20
GEMA-Gebühren 36 8
Nebenkosten Geldverkehr 31 26
Porti und Telefongebühren 13 11
Kfz-Kosten 12 13
Personalbeschaffung 6 26
Reise- und Repräsentationskosten 3 6
Nachzahlungen aus steuerlicher Außenprüfung 0 335
Übrige 93 29
795 742

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung T€ 8.

18. Sonstige Steuern

Der Posten enthält Grundsteuer für die wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe in Höhe von T€ 8 sowie Kfz-Steuer von T€ 1.

19. Bilanzgewinn

In Fortführung der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich der Bilanzverlust wie folgt:

Jahresfehlbetrag -1.282.953,28
Entnahme aus der Kapitalrücklage 1.282.953,28
Bilanzgewinn 0,00

20. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft ist Versorgungsverpflichtungen durch die Anmeldung ihrer Arbeitnehmer bei einer öffentlichen Zusatzversorgungskasse eingegangen. Hierfür werden satzungsmäßige Umlagen an die Rheinische Zusatzversorgungskasse (RZVK), Köln, geleistet. Diese betrugen im Geschäftsjahr 2023 T€ 154.

21. Sonstige Angaben

Der Geschäftsführung gehörten 2023 folgende Herren an:

Axel Hoppe Regionalverband Ruhr
Kreisdirektor Ralf Berensmeier Kreis Wesel
Bürgermeister Thomas Görtz Stadt Xanten

Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen für 2023 € 10.080,00 und verteilen sich wie folgt:

Axel Hoppe 3.360,00
Kreisdirektor Ralf Berensmeier 3.360,00
Bürgermeister Thomas Görtz 3.360,00
10.080,00

Dem Verwaltungsrat gehörten im Berichtsjahr folgende Damen und Herren an:

Vom Regionalverband Ruhr: Bezüge
Udo Bovenkerk, Hamminkeln 200,00
Gerd Drüten, Voerde (stellv. Vorsitzender) 275,00
Gabriele Gerber-Weichelt, Moers 275,00
Anika Zimmer, Hünxe 275,00
Dr. Birgit Beisheim, Duisburg 75,00
Markus Schlüter, Essen 200,00
Martina Kalthoff, Essen 75,00
Von der Stadt Xanten: Bezüge
Dirk Görtzen, Xanten 275,00
Sandra Bree, Xanten 275,00
Johannes Wienemann, Xanten 275,00
Vom Kreis Wesel: Bezüge
Karl Borkes, Wesel, (Vorsitzender) 275,00
Jens Hundrieser, Dinslaken 275,00
Dietmar Kisters, Xanten 175,00

Als stellvertretende Verwaltungsratsmitglieder sind benannt:

Von der Stadt Xanten: Bezüge
Ralf Graumann, Xanten 0,00
Thomas Rynders, Xanten 0,00
Peter Hilbig, Xanten 0,00
Vom Kreis Wesel: Bezüge
Helmut Czichy, Wesel 0,00
Michael Nabbefeld, Wesel 100,00
Wilhelm Trippe, Wesel 0,00

Information über die Zusammensetzung des Verwaltungsrates der Freizeitzentrum Xanten GmbH nach Geschlecht

Dem Verwaltungsrat der Freizeitzentrum Xanten GmbH gehören von den insgesamt 12 Mitgliedern 5 Frauen an (Frauenanteil: 41,67 %).

Damit wird der im § 12 Absatz 1 Landesgleichstellungsgesetz (LGG) geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40 Prozent erreicht.

Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG

Ein Gleichstellungsplan nach § 5 LGG liegt vor.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn 2023 von € 0,00 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Xanten, 20. April 2024

gez. Geschäftsführung

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 12. Juni 2024.

Lagebericht zum 31.12.2023

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht.

1. Geschäftsverlauf und Lage a. Umsatzentwicklung

b. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

• Vermögenslage

• Finanzlage

• Ertragslage - Gegenüberstellung der PLAN-Zahlen mit den IST-Zahlen

• Erläuterungen

2. Investitionsvorhaben

3. Personal

4. Gesamtaussage

III. Bericht über die Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung kommunaler

Unternehmen gem. § 108 Abs. 3 GO NW für das Geschäftsjahr 2023

IV. Prognose-/Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Freizeitzentrum Xanten GmbH ist die größte Wassersportdestination am Niederrhein. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Xanten entwickelt sich und ihre Angebote fortwährend weiter, um die Attraktivität und Qualität des Freizeitzentrums zu erhalten und zu steigern.

Zweck der Gesellschaft ist die Förderung des Sports, des öffentlichen Gesundheitswesens, der Jugendhilfe und Erziehung, der Landschaftspflege, des Umweltschutzes und der Heimatpflege. Der Satzungszweck wird dadurch verwirklicht, dass die Gesellschaft der Bevölkerung ein Freizeitzentrum mit Einrichtungen zur Sportausübung zur Verfügung stellt. Darüber hinaus stellt sie der Allgemeinheit das Areal der Xantener Nord- und Südsee einschließlich der Uferbereiche (ca. 245 ha) und angrenzenden Grundstücke zur Nutzung zur Verfügung.

Die Vermarktung der Angebote erfolgt in Eigenregie und über die Touristikagenturen der Gesellschafter.

Die vorhandenen Angebote werden von aktiven und mobilen Gästen insbesondere für die Breitensportarten Wandern, Joggen, Rad fahren, Baden/Schwimmen, Wasserski, Surfen, Tauchen und Segeln genutzt.

Im in NRW einzigartigen Naturbad Xantener Südsee besteht die Möglichkeit, zu schwimmen und zu baden.

Ein barrierefreier Zugang bzw. eine barrierefreie Nutzung des Naturbades in allen Bereichen ist derzeit nicht gegeben, wird jedoch stetig weiterentwickelt. Damit kann die Kernaufgabe der Gesellschaft, nämlich der Bevölkerung ein Freizeitzentrum mit Einrichtungen zur Sportausübung und zur Erholung zur Verfügung zu stellen, erfüllt werden.

Das Freizeitzentrum Xanten liegt räumlich in unmittelbarer Nähe zur Stadt Xanten mit seinem mittelalterlichen Stadtkern. Durch die Anerkennung als Luftkurort gewinnt Xanten zunehmend an Bedeutung für Erholung suchende Gäste. Die von diesen Gästen erwarteten Angebote zur Gesundheitsförderung werden innerhalb der Stadt und am Niederrhein nicht angeboten. Daher war es erforderlich, durch das Großprojekt "Gesundheitstourismus", die vorhandene Infrastruktur im Freizeitzentrum Xanten bedarfsgerecht für diese Nutzergruppen zu erneuern bzw. zu ergänzen. Auch im Naturbad werden nun Gesundheitsangebote und Anwendungen angeboten.

2. Forschung und Entwicklung

Wassersportcenter

Das Wassersportcenter Beachline wurde nicht in Gänze mit dem Naturbad Xantener Südsee zusammengelegt, da dies weitreichende Aufsichtspflichten mit sich gezogen hätte. Jedoch wurde das Wassersportcenter Beachline vollumfänglich in den Betrieb eingegliedert und die vorhandenen Angebote in die des Freizeitzentrums eingebunden.

Die Geschäftsführung hat sich in vergleichbaren Freizeitanlagen über die Verknüpfung verschiedener Wassersport- und Aufenthaltsmöglichkeiten informiert. Das Wassersportcenter wurde im Rahmen eines Förderprojekts umfangreich auf die Nutzungsbedürfnisse der Gäste und künftigen Herausforderungen angepasst. Ebenso wurde das Naturbad und der unmittelbare Außenbereich vor der Wasserskianlage durch u.a. ein Trampolin und einen Bewegungspark aufgewertet. Beide Bereiche profitieren von der höheren Aufenthaltsqualität. Zudem wurde die Zugänglichkeit der zuletzt ergänzten inklusiven Angebote (Toilette für Alle) des Naturbades ermöglicht und damit für neue Nutzergruppen erschlossen. Mit dem Beach-Flair des Naturbades und den attraktiven Wassersportangeboten des Wassersportcenters werden zusätzliche Einnahmemöglichkeiten in der Gastronomie erschlossen.

Gesundheitstourismus

Das Projekt passt die vorhandenen Angebote und Einrichtungen im Hinblick auf den stattgefundenen bzw. -findenden demografischen Wandel der Bevölkerung an. Ein bedarfsgerechter Ausbau der Infrastruktur fördert einen nachhaltigen Gesundheitstourismus im Verbandsgebiet des RVR und des Kreises Wesel.

Für mobilitätseingeschränkte Menschen sind kurze Entfernungen und eine gute Infrastruktur ein wichtiges und teilweise sogar ausschlaggebendes Kriterium für die Nutzung bzw. Auswahl von Freizeit- und Gesundheitsangeboten. Diesem Aspekt tragen die Maßnahmen Rechnung. Neue Angebote ermöglichen es dieser Nutzergruppe, ihre Mobilität dauerhaft zu halten/ verbessern.

In der Gesamtstrategie "Gesundheit und Bewegung" für die Region Niederrhein und dem Kreis Wesel, ist den Freizeit- und Gesundheitsangeboten eine zentrale Bedeutung als Bindeglied verschiedenster Angebote beizumessen.

Angebote werden fortlaufend erarbeitet und verbessert, sodass eine Steigerung und Attraktivierung des Gesundheitstourismus um die Xantener Nord- und Südsee ein laufender und immer stärker angenommener Bereich der Freizeitgestaltung und Gesundheitsförderung wird.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf und Lage

Die Freizeitzentrum Xanten GmbH verzeichnete einen planmäßigen Start in das Geschäftsjahr. Gerade nach der Corona Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen, die bis in das Jahr 2023 gewirkt haben, konnte das Jahr mit dem Saisonstart am 26. März starten. Mit dem Start in die Badesaison am 21. Mai wurde auch das Wetter sommerlich. Der Juni folgte mit größtenteils sehr guter Witterung, sodass die Planzahlen zur Jahreshälfte übertroffen wurden.

Mit Beginn der Sommerferien und anfänglich guter Witterung erfolgte ein Witterungsumschwung, der bis Ende August und über die Sommerferien hinweg sehr regnerisches und bedecktes Wetter brachte. Dementsprechend brachen die Umsatzzahlen und -erwartungen ein.

Ebenfalls im März konnte das Xantener Oktoberfest angekündigt werden. Nach zahlreichen Verschiebungen konnte die Veranstaltungsreihe an die letztmalige Veranstaltung im Jahr 2019 anknüpfen.

Die aufgrund der Corona-Pandemie und des andauernden Russland-Ukraine-Kriegs stark gestiegenen Preise und deren Auswirkungen treffen die Gesellschaft in vielen Bereichen. Bezugspreise für Waren und Dienstleistungen steigend über das gesamte Geschäftsjahr, steigende Lohn- und Gehaltskosten, Energiekosten und der Fachkräftemangel sind externe Einflüsse, mit denen sich die Gesellschaft konfrontiert sieht.

In Xanten war der Sommer durchschnittlich 17,7 °C (Vorjahr: 19,0 °C) warm und mit 354 l/m 2 (120 l/m 2 ) sehr regnerisch. Niedrigwasser war zu Beginn des Sommers ein Problem. In der zweiten Julidekade aber folgten überdurchschnittliche und anhaltende Regenfälle, die zwar zu einer deutlichen Entspannung des Wasserstandes führten, jedoch auch für einen schlechten Badesommer. In den Sommerferien musste das Naturbad witterungsbedingt an mehr als 50% (23 Tage) der Tage geschlossen bleiben. Einen solchen Wert hat es beim Freizeitzentrum noch nicht gegeben. Insgesamt konnten in den Sommerferien nur knapp über 21.000 Gäste verzeichnet werden, auch dieser Wert stellt ein Novum dar.

Entwicklung der Besucherzahlen Naturbad Xantener Südsee

Planzahl Ist-Zahl Differenz zur Planzahl
Saison 2023 2023 2023
Mai bis September 77.000 57.026 -19.974 -25,94%
Ist-Zahl
Saison 2022 Differenz zu 2022
Mai bis September 81.746 -24.720 30,24%

Die Resonanz der Gäste erwies sich, wie auch schon seit der Eröffnung des umgestalteten Naturbades im Juli 2019, als durchweg sehr positiv. Die besonderen Angebote des Xantener Naturbades rund um den WibitAqua-Park, der Sprungturm und das geschützte Schwimmbecken standen bei geeigneter Witterung fast uneingeschränkt zur Verfügung. Aufgrund der unbeständigen Witterung konnte die Gesellschaft in diesem Jahr keine Rekordbesucherzahlen für einzelne Tage feststellen. Die Geschäftsführer beobachten die Situation kritisch und planen aufgrund der Erfahrungen für das folgende Geschäftsjahr konservativer. Diese Planung beinhaltet sowohl die Gästeanzahl an Hochsommer-/Hitzetagen, aber auch die Gesamtgästeerwartung.

a. Umsatzentwicklung

Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 1.770 T€ (= 39,6 %) auf 6.238 T€ (4.468 T€) erhöht werden.

Ursache hierfür war das Oktoberfest. In den Geschäftsbereichen Gastronomie, Wassersport und Naturbad liegen die Umsätze u.a. witterungsbedingt hinten den Erwartungen zurück.

Bei Gesamterlösen in Höhe von 6.833 T€ sowie Geschäfts-, Betriebs- und Unterhaltungskosten einschließlich der Abschreibung in Höhe von 8.116 T€ ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Fehlbetrag in Höhe von -1.283 T€ (Fehlbetrag 2022 = -665 T€).

In den Gesamtkosten und -erlösen sind Abschreibungen in Höhe von 707 T€ und Erträge aus der Auflösung der Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe von 348 T€ enthalten.

b. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

• Vermögenslage

AKTIVA 31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 4 0,0 7 0,1
Sachanlagen 8.653 91,5 8.847 86,1
8.657 91,5 8.854 86,2
Umlaufvermögen
Vorräte 46 0,5 46 0,4
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 325 3,5 217 2,1
Flüssige Mittel 425 4,5 1.137 11,1
796 8,5 1.400 13,6
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 4 0,0
9.453 100,0 10.258 99,8
AKTIVA Veränderung
T€ %
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände -3 -42,9
Sachanlagen -194 -2,2
-197 -2,2
Umlaufvermögen
Vorräte 0 0,0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände +108 +49,8
Flüssige Mittel -712 -62,6
-604 -43,1
Rechnungsabgrenzungsposten -4 -
-805 -7,8
PASSIVA 31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 32 0,3 32 0,5
Kapitalrücklage 1.472 15,5 1.566 28,9
Andere Gewinnrücklagen 429 4,5 429 6,7
Bilanzgewinn 0 0,0 0 -1,5
1.933 20,3 2.027 34,6
Sonderposten für Zuschüsse 4.446 47,1 4.607 28,4
Langfristiges Fremdkapital
Darlehensverbindlichkeiten 1.828 19,3 1.937 11,8
8.207 86,7 8.571 74,8
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 252 2,7 152 3,3
Darlehensverbindlichkeiten 108 1,1 108 0,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 252 2,7 265 3,6
Übrige Verbindlichkeiten 533 5,6 487 1,1
Rechnungsabgrenzungsposten 101 1,1 675 16,4
1.246 13,2 1.687 25,2
9.453 99,9 10.258 100,0
PASSIVA Veränderung
T€ %
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 0 0,0
Kapitalrücklage -94 -6,0
Andere Gewinnrücklagen 0 0,0
Bilanzgewinn 0
-94 -4,6
Sonderposten für Zuschüsse -161 -3,5
Langfristiges Fremdkapital
Darlehensverbindlichkeiten -109 -5,6
-364 -4,2
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen +100 +65,8
Darlehensverbindlichkeiten 0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -13 -4,9
Übrige Verbindlichkeiten +46 +9,4
Rechnungsabgrenzungsposten -574 -85,0
-441 -26,1
-805 -7,8

Kennzahlen zur Vermögens- und Kapitalstruktur:

31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Eigenkapitalquote
Wirtschaftliches Eigenkapital und Sonderposten / Gesamtkapital x 100 = 6.379 / 9.453 = 67,5 10.258 / 6.634 = 64,7
Fremdkapitalquote
Fremdkapital / Gesamtkapital x 100 = 3.074 / 9.453 = 32,5 3.624 / 10.258 = 35,3
Dynamischer Verschuldungsgrad
Cashflow / Fremdkapital × 100 = -924 / 3.074 = -30,1 -256 / 3.624 = - 7,1
Anlagendeckung
Wirtschaftliches Eigenkapital, Sonderposten und langfr. Fremdkapital / Anlagevermögen × 100 = 8.207 / 8.657 = 94,8 8.571 / 8.854 = 96,8

• Finanzlage

Der Finanzmittelbestand hat sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr von 1.137 T€ um 712 T€ auf 425 T€ verringert und betrifft ausschließlich Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Aufgrund des hohen Jahresfehlbetrags 2023 musste die Gesellschaft ein Liquiditätsdarlehen i.H.v. 400 T€ bei der Sozialstiftung Xanten in Anspruch nehmen, weitere 400 T€ können kurzfristig abgerufen werden. Zusätzlich haben die Gesellschafter einen Gesellschafterzuschuss in Höhe von 600 T€ geleistet. Das Liquiditätsdarlehen der Sozialstiftung Xanten ist nach den aktuellen Vereinbarungen Ende 2025 zurückzuzahlen. Ohne diese beiden Sofortmaßnahmen hätten die Zahlungsverpflichtungen nicht aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit bedient werden können.

Statische Liquiditätsbetrachtung:

31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Barliquidität
Flüssige Mittel / Kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Rückstellungen × 100 425 / 1.145 = 37,1 1.137 / 1.012 = 112,4
Kurzfristige Liquidität
Flüssige Mittel + Kurzfristige Forderungen / Kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Rückstellungen × 100 750 / 1.145 = 65.5 1.354 / 1.012 = 133,8
Mittelfristige Liquidität
Flüssige Mittel + Kurzfristige Forderungen + Vorräte / Kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Rückstellungen × 100 796 / 1.145 = 69,5 1.400 / 1.012 = 138,3

· Ertragslage - Gegenüberstellung der PLAN-Zahlen mit den IST-Zahlen

Den Ansätzen des Wirtschafts- und Betriebsplanes für das Geschäftsjahr 2023 stehen folgende IST-Werte gegenüber:

Soll Ist Abweichung
T€ T€ T€
Umsatzerlöse
Erlöse Gastronomie 4.152 4.027 -125
Erlöse Veranstaltungen 670 693 +23
Erlöse Strandbad 445 387 -58
Erlöse Wasserski-Seilbahn 169 166 -3
Mieten und Pachten 121 128 +7
Adventure-Golf 81 88 +7
Erlöse Wassersportschule 50 93 +43
Sonstige Umsatzerlöse 650 656 +6
6.338 6.238 -100
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebskostenzuschüsse der Gesellschafter 35 0 -35
Übrige betriebliche Erträge 345 595 +250
380 595 +215
Summe Erträge 6.718 6.833 +115
Materialaufwand
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.080 1.398 +318
Aufwendungen für bezogene Leistungen 279 2.137 +1.858
1.359 3.535 +2.176
Personalaufwand 2.877 3.030 +153
planmäßige Abschreibungen 761 707 -54
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.424 794 -1.630
Finanzergebnis 54 42 -12
Summe Aufwendungen 7.475 8.108 +633
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -757 -1.275 -518
Außerordentliches Ergebnis 0 0 0
Steuern 6 8 +2
Jahresfehlbetrag -763 -1.283 -520
Einstellung in die Kapitalrücklage 0 0 0
Entnahme aus der Kapitalrücklage 763 -1.283 +520
Gewinnvortrag (Ist-Wert) 0 0 0
Bilanzgewinn/-verlust 0 0 0

• Erläuterungen

Zu Umsatzerlöse

Die Abweichungen in den Erlösen betreffen die Gastronomie, Bootshäfen und das Naturbad gleichermaßen. Die Gründe dafür sind die schlechte Witterungslage in den Sommermonaten Juli und August mit überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen. Darüber hinaus ist die Veranstaltung Oktoberfest hinter den Erwartungen zurückgeblieben, was sich vor allem in den Gastronomieumsätzen widerspiegelt. Eine Durchführung unter gleicher Konzeption wurde für das Jahr 2024 ausgeschlossen.

Zu Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen die Auflösung der Sonderposten i.H.v. 348 T€ und darüber hinaus noch Forderungen aus Versicherungen i.H.v. 240 T€. Diese Forderungen sind maßgeblich für Versicherungsleistungen, die aus dem Brandschaden Hafen Vynen entstanden sind.

Zu Materialaufwand

Der Mehraufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist auf einen zu niedrigen Ansatz der Wirtschaftsplanung zurückzuführen. Zudem sind stark steigende Bezugspreise für Material und Waren nicht in voller Höhe auf die Verkaufspreise umschlagbar. Für das Jahr 2024 wurde die Planung mit der dazugehörigen Preispolitik angepasst.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind mit +1.858 T€ deutlich über dem Ansatz von 279 T€, wo hingegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit -1.630 T€ deutlich unter dem Ansatz liegen. Der Grund für diese Verschiebung ist das Oktoberfest, dass unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen geplant und unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen gebucht ist. Dennoch ist ein Delta von 228 T€ entstanden (*Hinweis: weitere Erklärung unter sonstige betriebliche Aufwendungen). Trotz kurzfristiger Einsparmaßnahmen war das Oktoberfest kein wirtschaftlicher Erfolg, hinzukommen erhöhte Aufwendungen für u.a. Fremdpersonal in der Reinigung. Hinzu kommt auch der Anstieg der Aufwendungen im Bereich der Fremdleistungen durch den Anstieg der Inflation und der Faktoren des russischen Angriffskrieges in der Ukraine.

Zu Personalaufwand

Die Mehraufwendungen sind auf den überdurchschnittlichen Tarifabschluss des TVöD, der in Anlehnung auch auf den FZX-Haustarifvertrag angewendet wurde, zurückzuführen. Im Wirtschaftsplan waren Tarifsteigerungen i.H.v. 3% veranschlagt, der Tarifabschluss ging über 10% hinaus.

Zu planmäßige Abschreibungen

Die Investitionsmaßnahmen wurden später als geplant fertiggestellt und daher auch die Investitionsgüter später aktiviert. Dieser Umstand erklärt die geringeren planmäßigen Abschreibungen.

Zu sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Minderaufwendungen i.H.v. - 1.630 T€ sind bereits in der Erklärung zu den Materialaufwendungen erklärt. Das Delta i.H.v. 228 T€ hängt auch mit dem Anlagenabgang, der in Verbindung mit dem Brandschaden im Hafen Vynen gebucht wurde, zusammen. Den Forderungen aus Versicherungen sind Anlagenabgänge i.H.v. 200 T€ gegenübergestellt.

Zu Finanzergebnis

Trotz der Corona-Pandemie und dem deutlichen Fortschritt der Onlinebuchbarkeit unserer Angebote, haben sich viele unserer Kunden wieder dem traditionellen Weg des Bargeldes angeschlossen, wodurch Kosten im Bereich Nebenkosten des Geldverkehrs eingespart wurden. Dies hat jedoch zur Folge, dass wieder vermehrt Personal eingesetzt werden muss. Die langfristigen Zinsaufwendungen nehmen weiterhin jährlich leicht ab.

Zu Jahresfehlbetrag

Der Jahresfehlbetrag ist mit -1.283 T€ um -520 T€ über dem Planansatz von -763 T€. Eine unterjährige Sonderprüfung hat bereits die Gründe für die Ergebnisverschlechterung festgehalten. Dabei sind folgende Faktoren ermittelt worden:

Mit dem größten Anteil ist die schlechte Sommerwitterung (ca. 45%) für die Ergebnisverschlechterung verantwortlich. Gerade die Mindererlöse in den Bereichen Bootshäfen, Gastronomie und Naturbad bei fortlaufender Aufwandsbelastung konnten nicht aufgefangen werden.

Zudem ist das Oktoberfest (ca. 23%) hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Eine Nichtdurchführung und Absage des Oktoberfestes durch vertragliche Verpflichtungen und Rückzahlung der bereits verkauften Tickets hätte einen weitaus größeren Schaden hinsichtlich der Liquidität bedeutet.

Zusätzlich sind Kriegslasten und Inflation (ca. 20%) maßgeblich für die Ergebnisverschlechterung verantwortlich. Diese externen Faktoren konnten in der Wirtschaftsplanung nicht kalkuliert werden. Die Mehraufwendungen konnten in ihrer Höhe im Ansatz nicht gebildet werden.

Die Planung zu geringer Mengen (ca. 12%) ist ebenfalls ein Faktor, der zur Ergebnisverschlechterung beigetragen hat. Der Wareneinsatz ist zu gering kalkuliert worden und der Anstieg im Bereich Fremdpersonal war nicht vorhersehbar.

Finanzierungsstrategie

Die Freizeitzentrum Xanten GmbH ist als öffentliche Einrichtung nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Soweit die jährlich erzielten Erträge nicht zur Deckung des entstandenen Geschäfts- und Betriebsaufwandes ausreichen, leisten die Gesellschafter Betriebskostenzuschüsse. Darüber hinaus gewähren sie jährlich Investitionszuschüsse.

Die Gesellschafterversammlung der Freizeitzentrum Xanten GmbH hat am 22.12.2021 den Gesellschaftsvertrag und die Gesellschaftervereinbarung geändert und einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von jährlich 588.000 € pro Jahr, in dem ein Investitionszuschuss in Höhe von jährlich 280.000 € enthalten ist, beschlossen. Projekte mit einer Mindestinvestitionssumme von 50.000 € müssen gesondert beantragt werden.

Zur Deckung des zu erwartenden Corona-Schadens in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 wurde im ersten Halbjahr 2020 außerdem ein außerordentlicher Zuschuss der Gesellschafter in Höhe von 850.000 € beschlossen und ausgezahlt. Davon wurden im Jahr 2020 363.092,58 € und im Jahr 2021 390.403,26 € zur Deckung des Fehlbetrages verwendet. Der übersteigende Corona-Zuschuss wird als Verbindlichkeit gegenüber den Gesellschaftern in Höhe von 96.504,16 € (Regionalverband Ruhr 48.252,08 €, Kreis Wesel 24.126,04 € und Stadt Xanten 24.126,04 €) ausgewiesen. Die periodengerechte Abgrenzung aus dem Vorjahr erfolgte über den passivischen Rechnungsabgrenzungsposten. Für das Jahr 2022 wurde ein weiterer Corona- Schaden in Höhe von 260.000 € (Regionalverband Ruhr 130.000,00 €, Kreis Wesel 65.000,00 € und Stadt Xanten 65.000,00 €) angemeldet und auch verbraucht zur Deckung der Overheadkosten und des ideellen Bereichs. Auch für das Jahr 2023 wurde ein zusätzlicher Betriebskostenzuschuss in Höhe von 600.000 € beschlossen und ausgezahlt. Zusätzlich ist ein Überbrückungsdarlehen in Höhe von 400.000 € zur Aufrechterhaltung der Liquidität abgeschlossen worden.

2. Investitionsvorhaben

Die Freizeitzentrum Xanten GmbH ist bestrebt, die Attraktivität der Freizeitanlage durch kontinuierliche Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung zu erhalten und zu steigern.

In 2023 wurden im Rahmen der Erneuerungs- und Ergänzungsausstattung verschiedene Investitionen in den unterschiedlichen Betriebsbereichen durchgeführt. Zudem wurde die Baumaßnahme um das Wassersportcenter und die Attraktivierung des Naturbades und der Wasserski-Anlage über das Förderprojekt Dorferneuerung 2022 abgeschlossen. Investitionsvorhaben i.H.v. 192 T€ wurden mit den durch die Gesellschafter bereitgestellten Investitionsmitteln durchgeführt, dazu zählen u.a. Automaten für die Naturbadversorgung, Naturbadausstattung in Form von Liegen und Beschattungen.

3. Personal

Das Jahr 2023 war in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches Jahr. Die Startvoraussetzungen waren gegenüber den vergangenen Jahren durchaus positiver. Die Jahre 2020 - 2022 waren durch Kurzarbeit und Einschränkungen geprägt, wohingegen das Jahr 2023 ohne Einschränkungen startete.

Im Stellenplan 2023 waren zum ordnungsgemäßen und reibungslosen Betrieb des Freizeitzentrums insgesamt 51,75 Stellen für Angestellte und Arbeiter sowie 9 Ausbildungsstellen ausgewiesen. Aufgrund positiver Erfahrungen mit vergangenen Auszubildenden wurden die Ausbildungsstellen in 2023 von 4 auf 9 erhöht. Weitere Veränderungen gab es nicht.

Im Jahresdurchschnitt waren 53 Stellen mit Angestellten und Arbeitern und 6 Ausbildungsstellen besetzt.

Außerdem waren in den Sommermonaten bis zu 130 Aushilfen beschäftigt. Altersteilzeitverhältnisse bestanden im Geschäftsjahr 2023 nicht.

Durch die Inflation und die "harten" Tarifverhandlungen in allen Gesellschaftsbereichen sind die Lohn- und Gehaltskosten weit über die im Planansatz gebildeten Annahmen hinaus gestiegen.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens- und Ertragslage ist aufgrund der dargestellten Faktoren und anderer Einflüsse belastet. Die externen Faktoren sind nicht beeinflussbar und bei einer Gesellschaft wie der unseren mit einem hohen witterungsbedingten Risiko verbunden. Der Risikofaktor Oktoberfest ist für das Wirtschaftsjahr 2024 ausgeschlossen.

Die Finanzlage und die Liquidität der Gesellschaft war im Jahr 2023 angespannt. Dies setzt sich auch für das Jahr 2024 fort, denn die inflationsbedingt hohe Kostenentwicklung setzt sich fort. Perspektivisch muss das Liquiditätsdarlehen nach den aktuell getroffenen Vereinbarungen Ende 2025 zurückgezahlt werden.

Unsere Umsatzentwicklung hat in 2023 einen vermeintlich positiven Verlauf genommen. Auf den zweiten Blick ist erkennbar, dass das Wachstum aus der Veranstaltung Oktoberfest kommt.

Die Ergebnisentwicklung hat demgegenüber einen negativen Verlauf genommen. Die Gründe dafür sind externe Faktoren wie die schlechte Sommerwitterung und die inflationsbedingt stark gestiegenen Kosten.

Für die Zukunft sind weiterhin Preisanstiege bei den Energiekosten und beim Lebensmittel- und Getränkeeinsatz im Gastronomiebereich zu erwarten. Hier sind Investitionen im Bereich der eigenen erneuerbaren Energien notwendig, um dem entgegenzuwirken.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

III. Bericht über die Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung kommunaler Unternehmen gem. § 108 Abs. 3 GO NW für das Geschäftsjahr 2022

Das Freizeitzentrum Xanten stellt ganzjährig besuchte und attraktive Naherholungslandschaften für das Ruhrgebiet, den Kreis Wesel und den unteren Niederrhein dar. Mehrere 100.000 Menschen besuchen unser Naturbad an der Xantener Südsee zum Schwimmen und Baden und die Xantener Nord- und Südsee werden für Wassersportaktivitäten, wie z.B. Wasserski, Surfen, Bootsverleih, Angeln und zum Segeln besucht. Außerdem kommen viele weitere Gäste und besuchen das Freizeitzentrum Xanten zum Spazieren, Spielen, Erholen oder zu gesellschaftlichen Großveranstaltungen.

Ganz ohne Zweifel kann deshalb festgestellt werden, dass der Zweck der Gesellschaft gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages nachhaltig erfüllt ist.

IV. Prognose-/Chancen- und Risikobericht

Das Oktoberfest kann in seiner aktuellen Konzeption nicht weiter durchgeführt werden. Bereits über die Jahre 2018 und 2019 konnten leichte Besucherzahlenrückgänge festgestellt werden. Im Jahr 2023 sind diese mit knapp 30.000 Gästen auf ein Niveau gesunken, welches die Durchführung unrentabel macht. Daher ist die Durchführung für das Jahr 2024 ausgeschlossen und die Neukonzeptionierung für das Jahr 2025 angedacht worden. Auf die Stammkundenbasis könnte mit einer Konzeption um deutlich kleinere Kapazitäten aufgebaut werden.

Mit barrierefreien Gesundheitsstandorten, attraktiven Freizeitanlagen, Wassersportkompetenz und vielen weiteren, richtungsweisenden Angeboten stellt das Freizeitzentrum Xanten ein qualitatives Projekt mit Leuchtturmcharakter für die Bevölkerung und den Tourismus in unserer Region dar.

In zurückliegenden Dekaden wurde unter maßgeblicher Beteiligung der Gesellschafter an der Xantener Nord- und Südsee vieles erreicht. Die Konversion einer Kiesabbaustätte in einen zeitgemäßen Freizeitstandort mit hoher Anziehungskraft ist einzigartig und wird entsprechend häufig als Referenz genutzt. Die Wassersportangebote erfreuen sich konstanter Nachfrage, auch über die Region hinaus. Mit seinem Konzept: "Sommer, Sonne, Strand und Wassersport" fährt das Freizeitzentrum Xanten in "normalen" Jahren bereits auf der Erfolgsspur.

Damit dies auch in der Zukunft so bleibt, ist es erforderlich, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die weitere Entwicklung innerhalb der bestehenden Konzeption ermöglichen und einen kostendeckenden Betrieb unter den zunehmend einwirkenden externen Faktoren sicherstellen.

Die Entwicklung während der Coronakrise, die aktuelle Entwicklung der Energiepreise sowie weiterer Auswirkungen des Krieges in der Ukraine zwingt die Gesellschaft Kostenstrukturen und Einsparpotentiale noch genauer zu prüfen. Beispiele für die Entwicklung sind die Steigerungen bei Baukosten (rd. 40 % in den vergangenen 4 Jahren), den Personalkosten, den Energiekosten sowie dem allgemeinen Preisniveau. Diese Entwicklungen wirken sich unmittelbar direkt auf Betriebs- und Investitionskosten aus und engen den Handlungsspielraum der Gesellschaft deutlich ein.

Die permanente an der Nachfrage und den Bedürfnissen der Bürger orientierte Entwicklung des Freizeitzentrums führte zu einem Angebotsausbau und einem steigenden Unterhaltungsbedarf. Die Zuschussleistungen seitens der Gesellschafter konnten nunmehr seit 20 Jahren stabil gehalten werden. Eine seitdem erstmalige Erhöhung ist ab 2023 beschlossen. Über die zukünftige Entwicklung befindet sich die Gesellschaft fortlaufend in einem engen Austausch mit den Gesellschaftern.

Die Witterungsabhängigkeit war in 2023 deutlich spürbar. Dabei gibt es nicht viele Angebote, die auch bei mäßiger Witterung gut angenommen werden. Zu diesen Angeboten zählen u.a. Gruppenarrangements und Veranstaltungen im Rahmen des Sommer-Open-Air Programms. Hier wird die Gesellschaft für die kommenden Jahre weitere Potentiale erarbeiten müssen. Entweder durch eine Intensivierung der Anstrengungen für Gruppenangebote und/oder mit der Schaffung neuer Veranstaltungsformate. In beiden Bereichen arbeitet die Verwaltung eng mit der Geschäftsführung an zukunftsorientierten Lösungen.

Eine weitere Möglichkeit, die Gesellschaft zukunftssicher aufzustellen ist die Geschäftsfelderweiterung. Erste Überlegungen gehen in die folgenden Bereiche: Parkraumbewirtschaftung, Übernachtungstourismus und Energiegewinnung. Die Parkraumbewirtschaftung kann auf verschiedenen Flächen der Gesellschaft erfolgen und ist bereits für das Jahr 2024 eingepreist. Der Übernachtungstourismus bindet die Gäste länger an die Freizeit- und Erholungsangebote des Freizeitzentrums und da Übernachtungsreisen i.d.R. geplant erfolgen sind diese witterungsunabhängiger. Die Energiegewinnung wäre nachhaltig und Arbeitsressourcensparend und z.B. über Photovoltaikanlagen umsetzbar. Sie erwirtschaftet Deckungsbeiträge ganz unabhängig vom Kerngeschäft der Gesellschaft.

Aufgrund der strukturell defizitären Geschäftstätigkeit ist der Fortbestand der Gesellschaft von ausreichenden Zuschussleistungen der Gesellschafter abhängig. Neben den regelmäßig benötigten Betriebs- und Investitionszuschüssen müssen auch Lösungen gefunden werden, um das durch den überplanmäßigen Verlust 2023 erforderlich gewordene Überbrückungsdarlehen zurückzuzahlen.

 

Xanten, 20. April 2024

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Freizeitzentrum Xanten GmbH, Xanten:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Freizeitzentrum Xanten GmbH, Xanten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Freizeitzentrum Xanten GmbH, Xanten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 21.Mai 2024

MÄRKISCHE REVISION GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Karl-Heinz Berten, Wirtschaftsprüfer

Hans-Henning Schäfer, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.