Freizeitzentrum Xanten GmbH
Am Meerend 2, 46509 Xanten, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rafael Zur seit 16.1.2026 | Geschäftsführer |
Tatjana Maurer seit 12.6.2025 | Geschäftsführer |
Ralf Berensmeier seit 23.9.2015 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Freizeitzentrum Xanten GmbHXantenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. ALLGEMEIN Die Freizeitzentrum Xanten GmbH hat ihren Sitz in Xanten und ist beim Amtsgericht Kleve unter HRB 6533 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des BilRUG sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten gemäß den Vorgaben des Gesellschaftsvertrags die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln maßgebend. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um erhaltene Zuschüsse und planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Abschreibungsmethode berechnet. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs-/Herstellungskosten bis € 410,00 werden seit dem Geschäftsjahr 2013 und seit dem Geschäftsjahr 2018 bis € 800,00 analog zu § 6 Absatz 2 EStG im Jahr der Anschaffung/Herstellung in voller Höhe abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten mit den letzten Einstandspreisen angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit den Nominalwerten angesetzt. Wertberichtigungen wurden nicht gebildet. Die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen die auf spätere Jahre entfallenden Ausgaben. Das gezeichnete Kapital und die Rücklagen sind mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen passiviert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen die auf spätere Jahre entfallenden Einnahmen. III. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Anlagevermögen Die erhaltenen Zuschüsse von dritter Seite wurden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgezogen. Seit 2009 werden Zuschusszahlungen aus öffentlichen Mitteln der Gesellschafter und des Landes Nordrhein-Westfalen für den Bau des Hafens Xanten, für die Infrastruktur des Strandbades und das Projekt Gesundheitstourismus sowie Investitionszuschüsse von privaten Dritten in einem Sonderposten für Investitionszuschüsse ausgewiesen und nicht von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgezogen. Die Sonderposten werden vom Zeitpunkt der Fertigstellung nach Maßgabe der Abschreibungen der damit finanzierten Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst. Die allgemeinen Investitionszuschüsse der Gesellschafter gemäß § 7 des Gesellschaftsvertrags werden als Kapitalrücklage erfasst, der die jährlichen Abschreibungen entnommen werden. Die erhaltenen privaten Zuschüsse sind bei ordnungsgemä- ßer Erfüllung der damit verbundenen Abnahmeverpflichtungen aus Getränkebezugsverträgen nicht rückzahlbar. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachstehenden Anlagenspiegel: Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
2. Vorräte Die Vorräte wurden zum Bilanzstichtag körperlich aufgenommen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten mit den letzten Einstandspreisen unter Berücksichtigung von Abschlägen für Skonti und Rabatte. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 4. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. 5. Kapitalrücklage
Die Zuführung erfolgte entsprechend den Regelungen des Gesellschaftsvertrages in Verbindung mit der Gesellschaftervereinbarung vom 26. Oktober 2022. Die Entnahme aus der Kapitalrücklage erfolgt gem. den Regelungen des neuen Gesellschaftsvertrages vom 8. Dezember 2022 in Verbindung mit der Gesellschaftervereinbarung vom 26. Oktober 2022 in Höhe des Jahresfehlbetrages des laufenden Jahres. 6. Andere Gewinnrücklagen Die Rücklagen dienten der Finanzierung von Baumaßnahmen. 7. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn beträgt € 0,00. 8. Sonderposten für Investitionszuschüsse Im Sonderposten für Investitionszuschüsse werden gewährte Zuschüsse der Gesellschafter Regionalverband Ruhr, der Stadt Xanten und des Kreises Wesel, des Landes Nordrhein-Westfalen und Dritter ausgewiesen. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen wird entsprechend der Abschreibung der mit den Zuschüssen finanzierten Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst. 9. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden gebildet für:
10. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten zeigt folgender Verbindlichkeitenspiegel:
Das Darlehen Nr. 610 001 7489 der Sparkasse am Niederrhein, Moers, ist besichert mit einer Grundschuld zugunsten der Sparkasse über insgesamt € 840.000,00 am Objekt Am Meerend 2, Xanten und Bürgschaften des Kreises Wesel über € 16.300,00, des Regionalverbandes Ruhr über € 32.600,00 und der Stadt Xanten über € 16.300,00. Das Darlehen Nr. 612 001 7471 der Sparkasse am Niederrhein, Moers, ist besichert mit einer Grundschuld zugunsten der Sparkasse über insgesamt € 840.000,00 und Bürgschaften des Kreises Wesel über € 123.700,00, des Regionalverbandes Ruhr über € 247.400,00 und der Stadt Xanten über € 123.700,00. Das Darlehen Nr. 612 201 069 40 der Sparkasse am Niederrhein, Moers, wurde in 2022 vollständig zurückgezahlt und war besichert mit einer Kommunalbürgschaft der Stadt Xanten über € 100.000,00 und € 330.000,00 Grundschulden, eingetragen im Grundbuch von Wardt. Das Darlehen Nr. 612 039 8984 der Sparkasse am Niederrhein, Moers, über € 500.000,00 hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2037 und ist mit jährlich 2,080 von Hundert zu verzinsen. Zur Besicherung des Darlehens dienen erstrangige Grundschulden zugunsten der Sparkasse über insgesamt € 300.000,00 am Objekt der FZX GmbH Am Meerend 2, 46509 Xanten, sowie Bürgschaften des Kreises Wesel und der Stadt Xanten über jeweils 100.000,00. Das Darlehen wurde im Rahmen des Förderprogramms NRW BANK Infrastruktur für die Finanzierung des Projektes "Gesundheitstourismus Xantener Nord- & Südsee" vergeben. Das Darlehen der Volksbank Niederrhein eG, Alpen, ist durch eine Grundschuld über € 580.000,00, eingetragen im Grundbuch von Wardt, besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind unbesichert. 11. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen vorausgezahlte Nutzungsentgelte sowie Sonderzuschüsse der Stadt Xanten und des Kreises Wesel. 12. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse weisen folgende Zusammensetzung auf:
13. Sonstige betriebliche Erträge/übrige betriebliche Erträge Die übrigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Sonderposten aus Investitionszuschüssen (T€ 348) und Zuschüsse Dritter (T€ 6). 14. Materialaufwand
15. Personalaufwand
Im Jahresdurchschnitt waren 53 Stellen mit Angestellten und gewerblichen Mitarbeitern besetzt. Außerdem beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 6 Auszubildende. 16. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
17. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung T€ 8. 18. Sonstige Steuern Der Posten enthält Grundsteuer für die wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe in Höhe von T€ 8 sowie Kfz-Steuer von T€ 1. 19. Bilanzgewinn In Fortführung der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich der Bilanzverlust wie folgt:
20. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft ist Versorgungsverpflichtungen durch die Anmeldung ihrer Arbeitnehmer bei einer öffentlichen Zusatzversorgungskasse eingegangen. Hierfür werden satzungsmäßige Umlagen an die Rheinische Zusatzversorgungskasse (RZVK), Köln, geleistet. Diese betrugen im Geschäftsjahr 2023 T€ 154. 21. Sonstige Angaben Der Geschäftsführung gehörten 2023 folgende Herren an:
Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen für 2023 € 10.080,00 und verteilen sich wie folgt:
Dem Verwaltungsrat gehörten im Berichtsjahr folgende Damen und Herren an:
Als stellvertretende Verwaltungsratsmitglieder sind benannt:
Information über die Zusammensetzung des Verwaltungsrates der Freizeitzentrum Xanten GmbH nach Geschlecht Dem Verwaltungsrat der Freizeitzentrum Xanten GmbH gehören von den insgesamt 12 Mitgliedern 5 Frauen an (Frauenanteil: 41,67 %). Damit wird der im § 12 Absatz 1 Landesgleichstellungsgesetz (LGG) geforderte Mindestanteil von Frauen in Höhe von 40 Prozent erreicht. Vorliegen eines Gleichstellungsplanes nach § 2 Absatz 2 und § 5 LGG Ein Gleichstellungsplan nach § 5 LGG liegt vor. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn 2023 von € 0,00 auf neue Rechnung vorzutragen.
Xanten, 20. April 2024 gez. Geschäftsführung Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 12. Juni 2024. Lagebericht zum 31.12.2023Gliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht. 1. Geschäftsverlauf und Lage a. Umsatzentwicklung b. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage • Vermögenslage • Finanzlage • Ertragslage - Gegenüberstellung der PLAN-Zahlen mit den IST-Zahlen • Erläuterungen 2. Investitionsvorhaben 3. Personal 4. Gesamtaussage III. Bericht über die Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung kommunaler Unternehmen gem. § 108 Abs. 3 GO NW für das Geschäftsjahr 2023 IV. Prognose-/Chancen- und Risikobericht I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Freizeitzentrum Xanten GmbH ist die größte Wassersportdestination am Niederrhein. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Xanten entwickelt sich und ihre Angebote fortwährend weiter, um die Attraktivität und Qualität des Freizeitzentrums zu erhalten und zu steigern. Zweck der Gesellschaft ist die Förderung des Sports, des öffentlichen Gesundheitswesens, der Jugendhilfe und Erziehung, der Landschaftspflege, des Umweltschutzes und der Heimatpflege. Der Satzungszweck wird dadurch verwirklicht, dass die Gesellschaft der Bevölkerung ein Freizeitzentrum mit Einrichtungen zur Sportausübung zur Verfügung stellt. Darüber hinaus stellt sie der Allgemeinheit das Areal der Xantener Nord- und Südsee einschließlich der Uferbereiche (ca. 245 ha) und angrenzenden Grundstücke zur Nutzung zur Verfügung. Die Vermarktung der Angebote erfolgt in Eigenregie und über die Touristikagenturen der Gesellschafter. Die vorhandenen Angebote werden von aktiven und mobilen Gästen insbesondere für die Breitensportarten Wandern, Joggen, Rad fahren, Baden/Schwimmen, Wasserski, Surfen, Tauchen und Segeln genutzt. Im in NRW einzigartigen Naturbad Xantener Südsee besteht die Möglichkeit, zu schwimmen und zu baden. Ein barrierefreier Zugang bzw. eine barrierefreie Nutzung des Naturbades in allen Bereichen ist derzeit nicht gegeben, wird jedoch stetig weiterentwickelt. Damit kann die Kernaufgabe der Gesellschaft, nämlich der Bevölkerung ein Freizeitzentrum mit Einrichtungen zur Sportausübung und zur Erholung zur Verfügung zu stellen, erfüllt werden. Das Freizeitzentrum Xanten liegt räumlich in unmittelbarer Nähe zur Stadt Xanten mit seinem mittelalterlichen Stadtkern. Durch die Anerkennung als Luftkurort gewinnt Xanten zunehmend an Bedeutung für Erholung suchende Gäste. Die von diesen Gästen erwarteten Angebote zur Gesundheitsförderung werden innerhalb der Stadt und am Niederrhein nicht angeboten. Daher war es erforderlich, durch das Großprojekt "Gesundheitstourismus", die vorhandene Infrastruktur im Freizeitzentrum Xanten bedarfsgerecht für diese Nutzergruppen zu erneuern bzw. zu ergänzen. Auch im Naturbad werden nun Gesundheitsangebote und Anwendungen angeboten. 2. Forschung und Entwicklung Wassersportcenter Das Wassersportcenter Beachline wurde nicht in Gänze mit dem Naturbad Xantener Südsee zusammengelegt, da dies weitreichende Aufsichtspflichten mit sich gezogen hätte. Jedoch wurde das Wassersportcenter Beachline vollumfänglich in den Betrieb eingegliedert und die vorhandenen Angebote in die des Freizeitzentrums eingebunden. Die Geschäftsführung hat sich in vergleichbaren Freizeitanlagen über die Verknüpfung verschiedener Wassersport- und Aufenthaltsmöglichkeiten informiert. Das Wassersportcenter wurde im Rahmen eines Förderprojekts umfangreich auf die Nutzungsbedürfnisse der Gäste und künftigen Herausforderungen angepasst. Ebenso wurde das Naturbad und der unmittelbare Außenbereich vor der Wasserskianlage durch u.a. ein Trampolin und einen Bewegungspark aufgewertet. Beide Bereiche profitieren von der höheren Aufenthaltsqualität. Zudem wurde die Zugänglichkeit der zuletzt ergänzten inklusiven Angebote (Toilette für Alle) des Naturbades ermöglicht und damit für neue Nutzergruppen erschlossen. Mit dem Beach-Flair des Naturbades und den attraktiven Wassersportangeboten des Wassersportcenters werden zusätzliche Einnahmemöglichkeiten in der Gastronomie erschlossen. Gesundheitstourismus Das Projekt passt die vorhandenen Angebote und Einrichtungen im Hinblick auf den stattgefundenen bzw. -findenden demografischen Wandel der Bevölkerung an. Ein bedarfsgerechter Ausbau der Infrastruktur fördert einen nachhaltigen Gesundheitstourismus im Verbandsgebiet des RVR und des Kreises Wesel. Für mobilitätseingeschränkte Menschen sind kurze Entfernungen und eine gute Infrastruktur ein wichtiges und teilweise sogar ausschlaggebendes Kriterium für die Nutzung bzw. Auswahl von Freizeit- und Gesundheitsangeboten. Diesem Aspekt tragen die Maßnahmen Rechnung. Neue Angebote ermöglichen es dieser Nutzergruppe, ihre Mobilität dauerhaft zu halten/ verbessern. In der Gesamtstrategie "Gesundheit und Bewegung" für die Region Niederrhein und dem Kreis Wesel, ist den Freizeit- und Gesundheitsangeboten eine zentrale Bedeutung als Bindeglied verschiedenster Angebote beizumessen. Angebote werden fortlaufend erarbeitet und verbessert, sodass eine Steigerung und Attraktivierung des Gesundheitstourismus um die Xantener Nord- und Südsee ein laufender und immer stärker angenommener Bereich der Freizeitgestaltung und Gesundheitsförderung wird. II. Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsverlauf und Lage Die Freizeitzentrum Xanten GmbH verzeichnete einen planmäßigen Start in das Geschäftsjahr. Gerade nach der Corona Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen, die bis in das Jahr 2023 gewirkt haben, konnte das Jahr mit dem Saisonstart am 26. März starten. Mit dem Start in die Badesaison am 21. Mai wurde auch das Wetter sommerlich. Der Juni folgte mit größtenteils sehr guter Witterung, sodass die Planzahlen zur Jahreshälfte übertroffen wurden. Mit Beginn der Sommerferien und anfänglich guter Witterung erfolgte ein Witterungsumschwung, der bis Ende August und über die Sommerferien hinweg sehr regnerisches und bedecktes Wetter brachte. Dementsprechend brachen die Umsatzzahlen und -erwartungen ein. Ebenfalls im März konnte das Xantener Oktoberfest angekündigt werden. Nach zahlreichen Verschiebungen konnte die Veranstaltungsreihe an die letztmalige Veranstaltung im Jahr 2019 anknüpfen. Die aufgrund der Corona-Pandemie und des andauernden Russland-Ukraine-Kriegs stark gestiegenen Preise und deren Auswirkungen treffen die Gesellschaft in vielen Bereichen. Bezugspreise für Waren und Dienstleistungen steigend über das gesamte Geschäftsjahr, steigende Lohn- und Gehaltskosten, Energiekosten und der Fachkräftemangel sind externe Einflüsse, mit denen sich die Gesellschaft konfrontiert sieht. In Xanten war der Sommer durchschnittlich 17,7 °C (Vorjahr: 19,0 °C) warm und mit 354 l/m 2 (120 l/m 2 ) sehr regnerisch. Niedrigwasser war zu Beginn des Sommers ein Problem. In der zweiten Julidekade aber folgten überdurchschnittliche und anhaltende Regenfälle, die zwar zu einer deutlichen Entspannung des Wasserstandes führten, jedoch auch für einen schlechten Badesommer. In den Sommerferien musste das Naturbad witterungsbedingt an mehr als 50% (23 Tage) der Tage geschlossen bleiben. Einen solchen Wert hat es beim Freizeitzentrum noch nicht gegeben. Insgesamt konnten in den Sommerferien nur knapp über 21.000 Gäste verzeichnet werden, auch dieser Wert stellt ein Novum dar. Entwicklung der Besucherzahlen Naturbad Xantener Südsee
Die Resonanz der Gäste erwies sich, wie auch schon seit der Eröffnung des umgestalteten Naturbades im Juli 2019, als durchweg sehr positiv. Die besonderen Angebote des Xantener Naturbades rund um den WibitAqua-Park, der Sprungturm und das geschützte Schwimmbecken standen bei geeigneter Witterung fast uneingeschränkt zur Verfügung. Aufgrund der unbeständigen Witterung konnte die Gesellschaft in diesem Jahr keine Rekordbesucherzahlen für einzelne Tage feststellen. Die Geschäftsführer beobachten die Situation kritisch und planen aufgrund der Erfahrungen für das folgende Geschäftsjahr konservativer. Diese Planung beinhaltet sowohl die Gästeanzahl an Hochsommer-/Hitzetagen, aber auch die Gesamtgästeerwartung. a. Umsatzentwicklung Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 1.770 T€ (= 39,6 %) auf 6.238 T€ (4.468 T€) erhöht werden. Ursache hierfür war das Oktoberfest. In den Geschäftsbereichen Gastronomie, Wassersport und Naturbad liegen die Umsätze u.a. witterungsbedingt hinten den Erwartungen zurück. Bei Gesamterlösen in Höhe von 6.833 T€ sowie Geschäfts-, Betriebs- und Unterhaltungskosten einschließlich der Abschreibung in Höhe von 8.116 T€ ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Fehlbetrag in Höhe von -1.283 T€ (Fehlbetrag 2022 = -665 T€). In den Gesamtkosten und -erlösen sind Abschreibungen in Höhe von 707 T€ und Erträge aus der Auflösung der Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe von 348 T€ enthalten. b. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage • Vermögenslage
Kennzahlen zur Vermögens- und Kapitalstruktur:
• Finanzlage Der Finanzmittelbestand hat sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr von 1.137 T€ um 712 T€ auf 425 T€ verringert und betrifft ausschließlich Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Aufgrund des hohen Jahresfehlbetrags 2023 musste die Gesellschaft ein Liquiditätsdarlehen i.H.v. 400 T€ bei der Sozialstiftung Xanten in Anspruch nehmen, weitere 400 T€ können kurzfristig abgerufen werden. Zusätzlich haben die Gesellschafter einen Gesellschafterzuschuss in Höhe von 600 T€ geleistet. Das Liquiditätsdarlehen der Sozialstiftung Xanten ist nach den aktuellen Vereinbarungen Ende 2025 zurückzuzahlen. Ohne diese beiden Sofortmaßnahmen hätten die Zahlungsverpflichtungen nicht aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit bedient werden können. Statische Liquiditätsbetrachtung:
· Ertragslage - Gegenüberstellung der PLAN-Zahlen mit den IST-Zahlen Den Ansätzen des Wirtschafts- und Betriebsplanes für das Geschäftsjahr 2023 stehen folgende IST-Werte gegenüber:
• Erläuterungen Zu Umsatzerlöse Die Abweichungen in den Erlösen betreffen die Gastronomie, Bootshäfen und das Naturbad gleichermaßen. Die Gründe dafür sind die schlechte Witterungslage in den Sommermonaten Juli und August mit überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen. Darüber hinaus ist die Veranstaltung Oktoberfest hinter den Erwartungen zurückgeblieben, was sich vor allem in den Gastronomieumsätzen widerspiegelt. Eine Durchführung unter gleicher Konzeption wurde für das Jahr 2024 ausgeschlossen. Zu Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen die Auflösung der Sonderposten i.H.v. 348 T€ und darüber hinaus noch Forderungen aus Versicherungen i.H.v. 240 T€. Diese Forderungen sind maßgeblich für Versicherungsleistungen, die aus dem Brandschaden Hafen Vynen entstanden sind. Zu Materialaufwand Der Mehraufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist auf einen zu niedrigen Ansatz der Wirtschaftsplanung zurückzuführen. Zudem sind stark steigende Bezugspreise für Material und Waren nicht in voller Höhe auf die Verkaufspreise umschlagbar. Für das Jahr 2024 wurde die Planung mit der dazugehörigen Preispolitik angepasst. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind mit +1.858 T€ deutlich über dem Ansatz von 279 T€, wo hingegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit -1.630 T€ deutlich unter dem Ansatz liegen. Der Grund für diese Verschiebung ist das Oktoberfest, dass unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen geplant und unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen gebucht ist. Dennoch ist ein Delta von 228 T€ entstanden (*Hinweis: weitere Erklärung unter sonstige betriebliche Aufwendungen). Trotz kurzfristiger Einsparmaßnahmen war das Oktoberfest kein wirtschaftlicher Erfolg, hinzukommen erhöhte Aufwendungen für u.a. Fremdpersonal in der Reinigung. Hinzu kommt auch der Anstieg der Aufwendungen im Bereich der Fremdleistungen durch den Anstieg der Inflation und der Faktoren des russischen Angriffskrieges in der Ukraine. Zu Personalaufwand Die Mehraufwendungen sind auf den überdurchschnittlichen Tarifabschluss des TVöD, der in Anlehnung auch auf den FZX-Haustarifvertrag angewendet wurde, zurückzuführen. Im Wirtschaftsplan waren Tarifsteigerungen i.H.v. 3% veranschlagt, der Tarifabschluss ging über 10% hinaus. Zu planmäßige Abschreibungen Die Investitionsmaßnahmen wurden später als geplant fertiggestellt und daher auch die Investitionsgüter später aktiviert. Dieser Umstand erklärt die geringeren planmäßigen Abschreibungen. Zu sonstige betriebliche Aufwendungen Die Minderaufwendungen i.H.v. - 1.630 T€ sind bereits in der Erklärung zu den Materialaufwendungen erklärt. Das Delta i.H.v. 228 T€ hängt auch mit dem Anlagenabgang, der in Verbindung mit dem Brandschaden im Hafen Vynen gebucht wurde, zusammen. Den Forderungen aus Versicherungen sind Anlagenabgänge i.H.v. 200 T€ gegenübergestellt. Zu Finanzergebnis Trotz der Corona-Pandemie und dem deutlichen Fortschritt der Onlinebuchbarkeit unserer Angebote, haben sich viele unserer Kunden wieder dem traditionellen Weg des Bargeldes angeschlossen, wodurch Kosten im Bereich Nebenkosten des Geldverkehrs eingespart wurden. Dies hat jedoch zur Folge, dass wieder vermehrt Personal eingesetzt werden muss. Die langfristigen Zinsaufwendungen nehmen weiterhin jährlich leicht ab. Zu Jahresfehlbetrag Der Jahresfehlbetrag ist mit -1.283 T€ um -520 T€ über dem Planansatz von -763 T€. Eine unterjährige Sonderprüfung hat bereits die Gründe für die Ergebnisverschlechterung festgehalten. Dabei sind folgende Faktoren ermittelt worden: Mit dem größten Anteil ist die schlechte Sommerwitterung (ca. 45%) für die Ergebnisverschlechterung verantwortlich. Gerade die Mindererlöse in den Bereichen Bootshäfen, Gastronomie und Naturbad bei fortlaufender Aufwandsbelastung konnten nicht aufgefangen werden. Zudem ist das Oktoberfest (ca. 23%) hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Eine Nichtdurchführung und Absage des Oktoberfestes durch vertragliche Verpflichtungen und Rückzahlung der bereits verkauften Tickets hätte einen weitaus größeren Schaden hinsichtlich der Liquidität bedeutet. Zusätzlich sind Kriegslasten und Inflation (ca. 20%) maßgeblich für die Ergebnisverschlechterung verantwortlich. Diese externen Faktoren konnten in der Wirtschaftsplanung nicht kalkuliert werden. Die Mehraufwendungen konnten in ihrer Höhe im Ansatz nicht gebildet werden. Die Planung zu geringer Mengen (ca. 12%) ist ebenfalls ein Faktor, der zur Ergebnisverschlechterung beigetragen hat. Der Wareneinsatz ist zu gering kalkuliert worden und der Anstieg im Bereich Fremdpersonal war nicht vorhersehbar. Finanzierungsstrategie Die Freizeitzentrum Xanten GmbH ist als öffentliche Einrichtung nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Soweit die jährlich erzielten Erträge nicht zur Deckung des entstandenen Geschäfts- und Betriebsaufwandes ausreichen, leisten die Gesellschafter Betriebskostenzuschüsse. Darüber hinaus gewähren sie jährlich Investitionszuschüsse. Die Gesellschafterversammlung der Freizeitzentrum Xanten GmbH hat am 22.12.2021 den Gesellschaftsvertrag und die Gesellschaftervereinbarung geändert und einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von jährlich 588.000 € pro Jahr, in dem ein Investitionszuschuss in Höhe von jährlich 280.000 € enthalten ist, beschlossen. Projekte mit einer Mindestinvestitionssumme von 50.000 € müssen gesondert beantragt werden. Zur Deckung des zu erwartenden Corona-Schadens in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 wurde im ersten Halbjahr 2020 außerdem ein außerordentlicher Zuschuss der Gesellschafter in Höhe von 850.000 € beschlossen und ausgezahlt. Davon wurden im Jahr 2020 363.092,58 € und im Jahr 2021 390.403,26 € zur Deckung des Fehlbetrages verwendet. Der übersteigende Corona-Zuschuss wird als Verbindlichkeit gegenüber den Gesellschaftern in Höhe von 96.504,16 € (Regionalverband Ruhr 48.252,08 €, Kreis Wesel 24.126,04 € und Stadt Xanten 24.126,04 €) ausgewiesen. Die periodengerechte Abgrenzung aus dem Vorjahr erfolgte über den passivischen Rechnungsabgrenzungsposten. Für das Jahr 2022 wurde ein weiterer Corona- Schaden in Höhe von 260.000 € (Regionalverband Ruhr 130.000,00 €, Kreis Wesel 65.000,00 € und Stadt Xanten 65.000,00 €) angemeldet und auch verbraucht zur Deckung der Overheadkosten und des ideellen Bereichs. Auch für das Jahr 2023 wurde ein zusätzlicher Betriebskostenzuschuss in Höhe von 600.000 € beschlossen und ausgezahlt. Zusätzlich ist ein Überbrückungsdarlehen in Höhe von 400.000 € zur Aufrechterhaltung der Liquidität abgeschlossen worden. 2. Investitionsvorhaben Die Freizeitzentrum Xanten GmbH ist bestrebt, die Attraktivität der Freizeitanlage durch kontinuierliche Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung zu erhalten und zu steigern. In 2023 wurden im Rahmen der Erneuerungs- und Ergänzungsausstattung verschiedene Investitionen in den unterschiedlichen Betriebsbereichen durchgeführt. Zudem wurde die Baumaßnahme um das Wassersportcenter und die Attraktivierung des Naturbades und der Wasserski-Anlage über das Förderprojekt Dorferneuerung 2022 abgeschlossen. Investitionsvorhaben i.H.v. 192 T€ wurden mit den durch die Gesellschafter bereitgestellten Investitionsmitteln durchgeführt, dazu zählen u.a. Automaten für die Naturbadversorgung, Naturbadausstattung in Form von Liegen und Beschattungen. 3. Personal Das Jahr 2023 war in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches Jahr. Die Startvoraussetzungen waren gegenüber den vergangenen Jahren durchaus positiver. Die Jahre 2020 - 2022 waren durch Kurzarbeit und Einschränkungen geprägt, wohingegen das Jahr 2023 ohne Einschränkungen startete. Im Stellenplan 2023 waren zum ordnungsgemäßen und reibungslosen Betrieb des Freizeitzentrums insgesamt 51,75 Stellen für Angestellte und Arbeiter sowie 9 Ausbildungsstellen ausgewiesen. Aufgrund positiver Erfahrungen mit vergangenen Auszubildenden wurden die Ausbildungsstellen in 2023 von 4 auf 9 erhöht. Weitere Veränderungen gab es nicht. Im Jahresdurchschnitt waren 53 Stellen mit Angestellten und Arbeitern und 6 Ausbildungsstellen besetzt. Außerdem waren in den Sommermonaten bis zu 130 Aushilfen beschäftigt. Altersteilzeitverhältnisse bestanden im Geschäftsjahr 2023 nicht. Durch die Inflation und die "harten" Tarifverhandlungen in allen Gesellschaftsbereichen sind die Lohn- und Gehaltskosten weit über die im Planansatz gebildeten Annahmen hinaus gestiegen. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens- und Ertragslage ist aufgrund der dargestellten Faktoren und anderer Einflüsse belastet. Die externen Faktoren sind nicht beeinflussbar und bei einer Gesellschaft wie der unseren mit einem hohen witterungsbedingten Risiko verbunden. Der Risikofaktor Oktoberfest ist für das Wirtschaftsjahr 2024 ausgeschlossen. Die Finanzlage und die Liquidität der Gesellschaft war im Jahr 2023 angespannt. Dies setzt sich auch für das Jahr 2024 fort, denn die inflationsbedingt hohe Kostenentwicklung setzt sich fort. Perspektivisch muss das Liquiditätsdarlehen nach den aktuell getroffenen Vereinbarungen Ende 2025 zurückgezahlt werden. Unsere Umsatzentwicklung hat in 2023 einen vermeintlich positiven Verlauf genommen. Auf den zweiten Blick ist erkennbar, dass das Wachstum aus der Veranstaltung Oktoberfest kommt. Die Ergebnisentwicklung hat demgegenüber einen negativen Verlauf genommen. Die Gründe dafür sind externe Faktoren wie die schlechte Sommerwitterung und die inflationsbedingt stark gestiegenen Kosten. Für die Zukunft sind weiterhin Preisanstiege bei den Energiekosten und beim Lebensmittel- und Getränkeeinsatz im Gastronomiebereich zu erwarten. Hier sind Investitionen im Bereich der eigenen erneuerbaren Energien notwendig, um dem entgegenzuwirken. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. III. Bericht über die Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung kommunaler Unternehmen gem. § 108 Abs. 3 GO NW für das Geschäftsjahr 2022 Das Freizeitzentrum Xanten stellt ganzjährig besuchte und attraktive Naherholungslandschaften für das Ruhrgebiet, den Kreis Wesel und den unteren Niederrhein dar. Mehrere 100.000 Menschen besuchen unser Naturbad an der Xantener Südsee zum Schwimmen und Baden und die Xantener Nord- und Südsee werden für Wassersportaktivitäten, wie z.B. Wasserski, Surfen, Bootsverleih, Angeln und zum Segeln besucht. Außerdem kommen viele weitere Gäste und besuchen das Freizeitzentrum Xanten zum Spazieren, Spielen, Erholen oder zu gesellschaftlichen Großveranstaltungen. Ganz ohne Zweifel kann deshalb festgestellt werden, dass der Zweck der Gesellschaft gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages nachhaltig erfüllt ist. IV. Prognose-/Chancen- und Risikobericht Das Oktoberfest kann in seiner aktuellen Konzeption nicht weiter durchgeführt werden. Bereits über die Jahre 2018 und 2019 konnten leichte Besucherzahlenrückgänge festgestellt werden. Im Jahr 2023 sind diese mit knapp 30.000 Gästen auf ein Niveau gesunken, welches die Durchführung unrentabel macht. Daher ist die Durchführung für das Jahr 2024 ausgeschlossen und die Neukonzeptionierung für das Jahr 2025 angedacht worden. Auf die Stammkundenbasis könnte mit einer Konzeption um deutlich kleinere Kapazitäten aufgebaut werden. Mit barrierefreien Gesundheitsstandorten, attraktiven Freizeitanlagen, Wassersportkompetenz und vielen weiteren, richtungsweisenden Angeboten stellt das Freizeitzentrum Xanten ein qualitatives Projekt mit Leuchtturmcharakter für die Bevölkerung und den Tourismus in unserer Region dar. In zurückliegenden Dekaden wurde unter maßgeblicher Beteiligung der Gesellschafter an der Xantener Nord- und Südsee vieles erreicht. Die Konversion einer Kiesabbaustätte in einen zeitgemäßen Freizeitstandort mit hoher Anziehungskraft ist einzigartig und wird entsprechend häufig als Referenz genutzt. Die Wassersportangebote erfreuen sich konstanter Nachfrage, auch über die Region hinaus. Mit seinem Konzept: "Sommer, Sonne, Strand und Wassersport" fährt das Freizeitzentrum Xanten in "normalen" Jahren bereits auf der Erfolgsspur. Damit dies auch in der Zukunft so bleibt, ist es erforderlich, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die weitere Entwicklung innerhalb der bestehenden Konzeption ermöglichen und einen kostendeckenden Betrieb unter den zunehmend einwirkenden externen Faktoren sicherstellen. Die Entwicklung während der Coronakrise, die aktuelle Entwicklung der Energiepreise sowie weiterer Auswirkungen des Krieges in der Ukraine zwingt die Gesellschaft Kostenstrukturen und Einsparpotentiale noch genauer zu prüfen. Beispiele für die Entwicklung sind die Steigerungen bei Baukosten (rd. 40 % in den vergangenen 4 Jahren), den Personalkosten, den Energiekosten sowie dem allgemeinen Preisniveau. Diese Entwicklungen wirken sich unmittelbar direkt auf Betriebs- und Investitionskosten aus und engen den Handlungsspielraum der Gesellschaft deutlich ein. Die permanente an der Nachfrage und den Bedürfnissen der Bürger orientierte Entwicklung des Freizeitzentrums führte zu einem Angebotsausbau und einem steigenden Unterhaltungsbedarf. Die Zuschussleistungen seitens der Gesellschafter konnten nunmehr seit 20 Jahren stabil gehalten werden. Eine seitdem erstmalige Erhöhung ist ab 2023 beschlossen. Über die zukünftige Entwicklung befindet sich die Gesellschaft fortlaufend in einem engen Austausch mit den Gesellschaftern. Die Witterungsabhängigkeit war in 2023 deutlich spürbar. Dabei gibt es nicht viele Angebote, die auch bei mäßiger Witterung gut angenommen werden. Zu diesen Angeboten zählen u.a. Gruppenarrangements und Veranstaltungen im Rahmen des Sommer-Open-Air Programms. Hier wird die Gesellschaft für die kommenden Jahre weitere Potentiale erarbeiten müssen. Entweder durch eine Intensivierung der Anstrengungen für Gruppenangebote und/oder mit der Schaffung neuer Veranstaltungsformate. In beiden Bereichen arbeitet die Verwaltung eng mit der Geschäftsführung an zukunftsorientierten Lösungen. Eine weitere Möglichkeit, die Gesellschaft zukunftssicher aufzustellen ist die Geschäftsfelderweiterung. Erste Überlegungen gehen in die folgenden Bereiche: Parkraumbewirtschaftung, Übernachtungstourismus und Energiegewinnung. Die Parkraumbewirtschaftung kann auf verschiedenen Flächen der Gesellschaft erfolgen und ist bereits für das Jahr 2024 eingepreist. Der Übernachtungstourismus bindet die Gäste länger an die Freizeit- und Erholungsangebote des Freizeitzentrums und da Übernachtungsreisen i.d.R. geplant erfolgen sind diese witterungsunabhängiger. Die Energiegewinnung wäre nachhaltig und Arbeitsressourcensparend und z.B. über Photovoltaikanlagen umsetzbar. Sie erwirtschaftet Deckungsbeiträge ganz unabhängig vom Kerngeschäft der Gesellschaft. Aufgrund der strukturell defizitären Geschäftstätigkeit ist der Fortbestand der Gesellschaft von ausreichenden Zuschussleistungen der Gesellschafter abhängig. Neben den regelmäßig benötigten Betriebs- und Investitionszuschüssen müssen auch Lösungen gefunden werden, um das durch den überplanmäßigen Verlust 2023 erforderlich gewordene Überbrückungsdarlehen zurückzuzahlen.
Xanten, 20. April 2024 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Freizeitzentrum Xanten GmbH, Xanten: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Freizeitzentrum Xanten GmbH, Xanten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Freizeitzentrum Xanten GmbH, Xanten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 21.Mai 2024 MÄRKISCHE
REVISION GMBH
Karl-Heinz Berten, Wirtschaftsprüfer Hans-Henning Schäfer, Wirtschaftsprüfer |
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