Amiblu Germany GmbH
Gewerbepark 1, 17039 Trollenhagen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karin Kühne seit 18.2.2022 | Prokura |
Björn Otling seit 18.2.2022 | Prokura |
Christian Kühne seit 15.4.2021 | Prokura |
Josef Sieber seit 22.1.2021 | Geschäftsführer |
Mario Frieben seit 11.10.2019 | Geschäftsführer |
Christine Walter seit 4.11.2014 | Prokura |
Wiese Gunther seit 4.11.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
AMIBLU Holding GmbH | 94.50% |
HOBAS Management GmbH | 2.75% |
Amitech Switzerland AG | 2.75% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Amiblu Germany GmbHTrollenhagenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Amiblu Germany GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Amiblu Germany GmbH, Trollenhagen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Amiblu Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 11. April 2024 EY
GmbH & Co. KG
Hofmann, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang zum Jahresabschluss 2023I. Allgemeine Angaben Die Amiblu Germany GmbH hat ihren Sitz in Trollenhagen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Neubrandenburg unter der Handelsregisternummer HRB 1539 eingetragen. Der Jahresabschluss der Amiblu Germany GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Die Amiblu Germany GmbH gehört zum AMIBLU-Konzern mit Sitz in Klagenfurt/Österreich. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Bei der Bemessung der Herstellungskosten für Sachanlagegüter wurden angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten eingerechnet. Die Abschreibungen wurden im Rahmen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig vorgenommen. Den nach der linearen Methode berechneten Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 1.000 wurden im Jahr des Zuganges über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind nach den Vorschriften des § 253 HGB mit den Anschaffungskosten (gewogene Durchschnittswerte) bewertet worden, soweit nicht ein niedrigerer Wertansatz gemäß § 253 Abs. 3 HGB geboten war. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten im Sinne des § 255 Abs. 2, 3 HGB und berücksichtigt somit insgesamt auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dies durch die Fertigung veranlasst wurden und insoweit sie auf den Zeitraum der Fertigung entfielen. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Handelsware ist zum gleitenden Durchschnittspreis unter Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Wertes bewertet. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, das heißt, es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten (und angemessenen Gewinn) vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die übrigen Posten des Umlaufvermögens sind zu Nominalwerten bewertet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung und eine Debitorenausfallversicherung abgedeckt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet, und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Der Bilanzausweis des Eigenkapitals im Vorjahr richtet sich nach den §§ 268, 272 HGB. Der Sonderposten mit Rücklageanteil (§ 281 Abs. 1 HGB a. F.) enthält Unterschiedsbeträge zwischen handelsrechtlichen Abschreibungen sowie in Vorjahren vorgenommenen steuerlichen Sonderabschreibungen und betrifft Sonderabschreibungen nach Maßgabe des § 4 FördergebietsG. Dieser Sonderposten wird entsprechend Art. 67 Abs. 3 EGHGB fortgeführt und planmäßig aufgelöst. Erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten wird auf Basis einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung durch ausreichende Dotierung von Rückstellungen zum Erfüllungsbetrag, unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen, Rechnung getragen. Sie decken in diesem Rahmen alle erkennbaren Risiken aus zukünftigen Inanspruchnahmen ab. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst. Die Rückstellung für Gewährleistungen basiert auf pauschal ermittelten Risiken, denen typische Schadensverläufe sowie der Gewährleistungsaufwand in den vergangenen Geschäftsjahren zugrunde liegen. Daneben werden für diverse Einzelschäden weitere Rückstellungen gebildet, deren Höhe auf den Forderungen der Kunden bzw. der Einschätzung der Vertriebsabteilung beruht. Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Der Ansatz der Eventualverbindlichkeiten entspricht dem Haftungsumfang. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Verkauf, der Erbringung von Dienstleistungen und der Gewährung von Lizenzen ausgewiesen. Die Erfassung erfolgt entsprechend dem Realisationsprinzip bei Gefahrenübergang bzw. bei Erbringung der Leistung. Erlösschmälerungen werden von den Umsatzerlösen abgezogen. Im Rahmen der Preisfindung werden keine variablen Leistungsvergütungen angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Aufgliederung der Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung sind im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterinnen in Höhe von TEUR 1.270 (Vj. TEUR 85) enthalten. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten zum 31. Dezember 2023 Beträge für Gewährleistungen und übrige Risikovorsorge (ca. 15 %), für Personalaufwendungen (ca. 26 %) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (ca. 59 %). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 7.233) wurden folgende Sicherheiten vereinbart:
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.761 (Vj. TEUR 2.106) und Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1.781). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 105 (Vj. TEUR 1.876) enthalten. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen auf Rohre, Kupplungen, Formteile und sonstige Leistungen. Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Auflösungen von Rückstellungen TEUR 762 (Vj. TEUR 213), aus Erträgen aus Versicherungsentschädigung TEUR 437 (Vj. TEUR 19), aus verrechneten sonstigen Sachbezügen in Höhe von TEUR 202 (Vj. TEUR 193), aus Kursdifferenzen TEUR 78 (Vj. TEUR 88) und der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil von TEUR 80 (Vj. TEUR 73). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind enthalten:
IV. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesenen Verträgen bestehen keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte mit wesentlichem Einfluss auf die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen:
Haftungsverhältnisse Es bestehen Bankavale bzw. Rück- bzw. Erfüllungsgarantien in Höhe von TEUR 731 (Vj. TEUR 5.946). Das Risiko einer Inanspruchnahme, wird als sehr gering eingeschätzt, da von einer ordnungsgemäßen Abwicklung der Projekte ausgegangen wird. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Mit nahe stehenden Unternehmen und Personen werden ausschließlich Geschäfte zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Die Transaktionen resultieren grundsätzlich aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch mit Konzerngesellschaften, die national und grenzüberschreitend tätig werden. Angaben zur Zahl der beschäftigten Mitarbeiter, Mitarbeiterstruktur
Mitglieder der Geschäftsführung
Bezüglich der Angabe zu den Geschäftsführungsbezügen wird von der Regelung gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar für die Prüfung des Jahresabschlusses 2023 beträgt TEUR 75,6. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand der Gesellschafterin schlägt eine Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 2.130 vor. Der verbleibende Betrag des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 1.609 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Mutterunternehmen Muttergesellschaft der Amiblu Germany GmbH ist die AMIBLU Holding GmbH mit Sitz in Klagenfurt/Österreich. Die AMIBLU Holding GmbH stellt zum 31. Dezember 2023 die oberste Konzernmutter der AMIBLU-Gruppe dar, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die AMIBLU Holding GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Wietersdorfer Holding GmbH, Klagenfurt/Österreich, und der Amitech Switzerland AG, Zug/Schweiz. Beide Unternehmen stehen in einem weiteren Konzernverbund. Mutterunternehmen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellen, sind die Wietersdorfer Holding GmbH, Klagenfurt/Österreich, und die Amitech Switzerland AG, Zug/Schweiz. Die Konzernabschlüsse der AMIBLU Holding GmbH und der Wietersdorfer Holding GmbH werden im elektronischen Firmenbuch der Republik Österreich bekannt gegeben, der Konzernabschluss der Amitech Switzerland AG im Firmenbuch des Kantons Zug. Nachtragsbericht Es fanden nach Ablauf des Geschäftsjahres keine Ereignisse mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres statt.
Trollenhagen, 29. März 2024 gez. Mario Frieben, Geschäftsführer gez. Christian Wiedergut, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023UNTERNEHMENSSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT Die Amiblu Germany GmbH ist im Handelsregister unter HR B 1539 am Amtsgericht Neubrandenburg eingetragen. Der Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung von Rohrleitungssystemen und -anlagen, insbesondere aus glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK). Die Amiblu Germany GmbH unterhält in Deutschland zwei Produktionsstandorte. An ihrem Firmensitz in Trollenhagen wird mittels des Hobas Schleuderverfahrens (Centrifugal Casting) und in der Niederlassung Döbeln nach dem Flowtite Endlos-Wickelverfahren (Continuous Filament Winding) produziert. Amiblu Germany GmbH ist Teil des AMIBLU- Konzerns mit Sitz in Klagenfurt/Österreich. Amiblu versteht sich als serviceorientierter Partner für maßgeschneiderte GFK Rohrleitungssysteme in den Bereichen Trinkwasser, Abwasser, Be- und Entwässerung, Wasserkraft sowie in Industrieanwendungen beim Kraftwerksbau. Das Kundenspektrum umfasst öffentliche Versorgungsunternehmen, unabhängige Bauunternehmen und industrielle Kunden; bei Akquisitionen arbeiten wir zudem mit Stellen zusammen, welche die Planung, Beschaffung und Errichtung von Rohrleitungsprojekten für diese Unternehmen ausführen. Die Vertriebsaktivitäten - über zahlreiche regionale und vertikale Märkte hinweg - umfassen sowohl lang - als auch kurzzyklische Geschäfte. Die wichtigsten Zielmärkte sind die DACHNL Regionen Deutschland, Österreich, die Schweiz und die Niederlande. Allerdings gewinnt der weitere europäische Markt und der Export u. a. nach Israel an Bedeutung. ALLGEMEINE GLOBALE WIRTSCHAFTSLAGE Die Weltwirtschaft expandiert aufgrund der spürbaren geldpolitischen Straffungen und gestiegener geopolitischer Risiken und Unsicherheiten weiterhin nur unterdurchschnittlich. Zwar haben sich die globalen Beschaffungskosten für Energie- und Rohstoffe im vergangenen Jahr verringert und die Lieferkettenstörungen im Nachgang der Pandemie entspannt, allerdings dämpfen eine sich abkühlende US-Konjunktur und die strukturelle Abschwächung der Wirtschaft in China die globale Wachstumsentwicklung. Der internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2024 daher auch nur mit einem Wachstum von 3,1 %. (Quelle: BMWI, Jahreswirtschaftsbericht 2024; 20, 321). Konjunktur in Deutschland Die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland war im vergangenen Jahr noch deutlich von den Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs und der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung geprägt. Die geldpolitischen Reaktionen der Zentralbanken auf die hohe Inflation schwächten die wirtschaftliche Entwicklung auch bei wichtigen Handelspartnern, was die außenwirtschaftliche Nachfrage spürbar belastete. Nachdem die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahresverlauf 2023 nahezu stagnierte, war sie zum Jahresende rückläufig. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein Rückgang des preisbereinigten BIP um 0,3 %. Als Konsequenz der beschriebenen Belastungen liegt die Stimmung in der deutschen Wirtschaft zum Jahresbeginn 2024 auf einem niedrigen Niveau. Mit der Abschwächung der Inflationsraten und der daraus folgenden Kaufkraftverluste sowie steigenden Reallöhnen und der robusten Arbeitsmarktentwicklung wird allerdings mit einer binnenwirtschaftlichen Erholung im Jahresverlauf gerechnet. Belastende Faktoren bleiben auch im Jahr 2024 die vielfältigen geopolitischen Spannungen und Krisen und der damit verbundene verhaltene Ausblick für den Außenhandel, der weiterhin spürbare Fachkräfteengpass in vielen Bereichen und das Auslaufen temporärer Entlastungsmaßnahmen z. B. bei den Energiekosten. Für das Gesamtjahr 2024 wird nur ein leichter Zuwachs des preisbereinigten BIP um 0,2 % erwartet. (Quelle: BMWI, Jahreswirtschaftsbericht 2024; 312-315, 321). BRANCHENENTWICKLUNG Die Kunststoffindustrie macht sich weiterhin stark für den Standort Deutschland und bereit zunehmend nachhaltig zu produzieren. Dabei gibt die gesamtwirtschaftliche Situation weiterhin Anlass zur Sorge. Die Herausforderungen für die Industrie im Geschäftsjahr 2022 bestehen auch im Jahr 2023 weiter. Zu nennen sind hier politische Spannungen, hohe Rohstoff-, Logistik- und Energiekosten und eine langsam abnehmende Inflation. (Quelle: AVK Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe, Composites Report 08 2023) Generell bestimmen über alle Anwendungsfelder auch im Geschäftsjahr 2023 pessimistische Erwartungen die Stimmung in der Composites-Industrie. Auffällig ist, dass in der aktuellen Erhebung die Entwicklung in Deutschland kritischer gesehen wird als in Europa und gegenüber der weltweiten Konjunktur. Werkstoffseitig werden weiterhin die wesentlichen Impulse durchweg von GFK, oder materialübergreifend erwartet. (Quelle: Composites Germany, Markterhebung 2023) In den beiden vorjährigen Hauptanwendungsmärkten für GFK, dem Bau-/Infrastrukturbereich sowie dem Transportbereich, zeigen sich deutliche Schwächen. Der Transportbereich umfasst dabei sowohl die PKW-Produktion, aber auch den Bereich Nutzfahrzeuge, die Luftfahrt, ÖPNV u. v. m. Unter den Bereich Bau/Infrastruktur fallen Rohrleitungen, Behälter und Tanks, Profile u. v. m. Wachstum wird in den Bereichen Windenergie und Luftfahrt erwartet. (Quelle: Composites Germany, Markterhebung 2023) Generell lässt sich festhalten, dass die hohe, gesamtwirtschaftliche Bedeutung der beiden oben genannten Haupteinsatzgebiete von GFK ein Grund dafür ist, dass die Herstellungsmenge von GFK in der langfristigen Betrachtung tendenziell der Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes und der gesamten Industrieproduktion folgt. (Quelle: AVK Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe, Der Markt für Glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK) 2021) Die Kunststoffrohrindustrie sieht weiterhin große Chancen in der Gestaltung und Umsetzung der Energie- und Wärmewende. Sie ermöglicht als Lieferant von langlebigen Leitungsinfrastrukturen und Lösungspartner in den Kommunen ein reibungsloses Abwassermanagement auch bei Starkregen und sauberes Trinkwasser auch während Dürreperioden. Darüber hinaus wird der schnelle Um- und Ausbau der Energieinfrastruktur ermöglicht, damit Kommunen klimaresilient werden können. (Quelle: KRV Fachverband der Kunststoffrohr-Industrie, Impulse - Industrielle Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Transformation, 2023) Die Umsatzerlöse der Amiblu Germany GmbH haben sich aufgrund der zuvor skizzierten Herausforderungen im Geschäftsjahr 2023 in diesem Markt- und Branchenumfeld um 13 %, und der Jahresüberschuss von TEUR 4.564 auf TEUR 3.739 verringert. ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Ertragslage Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:
Der Umsatz der Amiblu Germany GmbH im Vergleich zum Vorjahr hat sich bedingt durch die geringere Kapazitätsauslastung auf Grund der schlechteren Auftragslage um 13 % verringert. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz zzgl. Bestandsveränderung) hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit 52,4 % (Vorjahr: 57,3 %) verringert. Die Gründe dafür liegen in stabilen Verkaufspreisen, bei verringerten Beschaffungskosten für Rohstoffe und verbessertem Materialmanagement (u. a. verringerte Ausschussraten). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 762; Vorjahr: TEUR 213), Versicherungsentschädigungen (TEUR 439; Vorjahr: TEUR 19), verrechnete sonstige Sachbezüge (TEUR 202; Vorjahr: TEUR 193), Kursdifferenzen (TEUR 78; Vorjahr: TEUR 88) und Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 73). Der Personalaufwand ist nahezu unverändert, die moderate Erhöhung der Löhne und Gehälter wird durch eine leichte Personalverringerung ausgeglichen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 278 (Vorjahr: 303) verändert. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen in höheren Versicherungsprämien, höheren Aufwendungen für Schadensfälle und Vertriebsdienstleistungen begründet. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 eine Umsatzrendite (definiert als Jahresüberschuss vor Steuern im Verhältnis zu Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderung) in Höhe von 4,8 % (Vorjahr: 4,6 %). Der Auftragsbestand betrug zum 31. Dezember 2023 rd. TEUR 23.315 (Vorjahr: TEUR 33.870). Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Das Anlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude in Höhe von TEUR 6.416 (Vorjahr: TEUR 6.564) sowie technische Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 6.631 (Vorjahr: TEUR 6.456). Die Entwicklung des Anlagevermögens resultiert aus den im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 1.424, aus planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.071 und aus Abgängen in Höhe von TEUR 472. In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 4.656 (Vorjahr: TEUR 5.599), fertige Erzeugnisse in Höhe von TEUR 5.721 (Vorjahr: TEUR 6.477) und Waren in Höhe von TEUR 696 (Vorjahr: TEUR 759) sowie geleistete Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 10) enthalten. Die Reduktion der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist auf einen verringerten Bestand an Glas, Harz und Reparaturmaterialien/Ersatzteilen zurückzuführen, während die Reduktion im Bereich der fertigen Erzeugnisse in einer Verringerung der mengenmäßigen Lagerbestände, daneben in beiden Bereichen in verminderten Rohstoffpreisen, begründet ist. Die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.794 (Vorjahr: TEUR 3.138), Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.558 (Vorjahr: TEUR 9.805) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.088 (Vorjahr: TEUR 1.126). Das Eigenkapital besteht aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von TEUR 10.000, Kapitalrücklagen in Höhe von TEUR 1.437, Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 4.000, einem Gewinnvortrag aus den Vorjahren in Höhe von TEUR 7.803 und aus dem Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 3.739. Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 65,1 % (Vorjahr: 49,9 %). In den Rückstellungen sind Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.270 (Vorjahr: TEUR 736) und sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.674 (Vorjahr: TEUR 3.549) enthalten. Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Gewährleistungen und übrige Risikovorsorge (ca. 15 %, Vorjahr: 28 %), für Personalaufwendungen (ca. 26 %, Vorjahr: 31 %) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (ca. 59 %, Vorjahr: 40 %). In den Verbindlichkeiten sind Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 7.233) aus der Inanspruchnahme der Kontokorrentkreditlinie, die von Kunden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 430 (Vorjahr: TEUR 3.543), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 3.174 (Vorjahr: TEUR 3.228) und gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4.761 (Vorjahr: TEUR 3.887) und sonstige Verbindlichkeiten (hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt und kreditorische Debitoren) in Höhe von TEUR 1.070 (Vorjahr: TEUR 1.014) enthalten. Sämtliche Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind kurzfristig. Finanzlage Der allgemeine Finanzierungsbedarf der Gesellschaft wird aus dem operativen Cashflow und einer Kontokorrentkreditlinie in Höhe von TEUR 9.100, die zum Stichtag in Höhe von TEUR 0 in Anspruch genommen wurde, gedeckt. Zur Ermittlung des Liquiditätsbedarfs nutzt die Gesellschaft eine rollierende Liquiditätsplanung. Die Liquiditätsplanung versetzt die Geschäftsführung in die Lage, Liquiditätsrisiken frühzeitig zu erkennen, in der Gesamtheit zu analysieren und daraus resultierende Maßnahmen abzuleiten. Für die Liquiditätsplanung wird ein gruppenweit einheitliches System eingesetzt. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die nachfolgende Kapitalflussrechnung stellt dar, wie das Unternehmen finanzielle Mittel aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschaftet hat, und welche zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungsmaßnahmen vorgenommen wurden:
Die Erhöhung des positiven Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit ist insbesondere auf den Abbau der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert aus den im Geschäftsjahr vorgenommenen Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1.424 (Vorjahr: TEUR 1.602) abzüglich der Einzahlungen im Zusammenhang mit den Abgängen von Sachanlagen in Höhe von TEUR 472. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Tilgung der Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.233, aus gezahlten Zinsen in Höhe von TEUR 280 (Vorjahr: TEUR 300) und aus der Rückführung einer Darlehensverbindlichkeit gegenüber einem Verbundunternehmen in Höhe von TEUR 1.781. GESAMTAUSSAGE ZUR ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wurde durch eine negative Umsatzentwicklung, verringerte Beschaffungskosten und ein vermindertes EBIT bestimmt. Der Umsatz hat sich, wie im Prognosebericht 2022 genannt, im unteren zweistelligen Bereich verringert, während sich das EBIT mit -10 % nicht so signifikant wie erwartet, verringert hat. Der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 war aus unserer Sicht insgesamt zufriedenstellend. RISIKOBERICHT Risikomanagement Wir bedienen uns einer Reihe von Risikomanagement- und Kontrollsystemen, die uns dabei unterstützen, Entwicklungen, die den Fortbestand unseres Geschäfts gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Die Amiblu Germany GmbH steuert die Geschäftsbereiche mittels Zielvorgaben, Budgets sowie Soll-Ist-Abweichungsanalysen. Das Erreichen dieser Ziele wird durch ein Management-Informationssystem überwacht, in dem die Geschäftsbereiche systematisch und aggregiert in Folgeberichten über die wirtschaftliche Entwicklung Auskunft geben. Die regelmäßige Risikoquantifizierung und die damit verbundene Berichterstattung erfolgen projekt-, bereichs- und unternehmensbezogen und auf Länderebene. Für alle relevanten Risiken werden Verantwortlichkeiten festgelegt, auf denen die Reaktionsstrategien aufbauen. Als Konzern versuchen wir Risiken durch Ressourcenbündelung in einer großen Organisation sowie durch ein ausgewogenes Anwendungs- und Marktportfolio zu minimieren. Das Technologieteam der Schwestergesellschaft in Norwegen kümmert sich darum, dass wir die Produktstandards einhalten und wettbewerbsfähig bleiben. Durch neue Konstruktionen und Produkte versuchen wir unseren Marktanteil zu erhöhen. Bestehende Wettbewerber aus der Türkei und deren neue Vertriebspartner sind eine anhaltende Bedrohung auf dem europäischen Markt für GFK-Rohre, doch Differenzierung, Service und Qualität mindern dieses Risiko. Operative Risiken Das Ziel des chancen- und risikoorientierten Controllings im AMIBLU-Konzern ist es, die Chancen und Risiken in die Unternehmenssteuerung einfließen zu lassen; der regelmäßige Meldeprozess umfasst sowohl die Identifikation von Neurisiken als auch die Folgebewertung bestehender Risiken und schließt rechtliche und wirtschaftliche Risiken ein. Da AMIBLU weltweit tätig ist, müssen eine Vielzahl internationaler und landesspezifischer Rechtsnormen und Anweisungen beachtet werden. Des Weiteren besteht eine konzernweite D&O-Versicherung (Directors and Officers Liability Insurance) für geschäftsführende Organe. Finanzwirtschaftliche Risiken Generelle finanzielle Risiken wie Währungs-, Refinanzierungs- und Kreditrisiken werden von der Group Treasury laufend auf der Grundlage konzerninterner Richtlinien überwacht und minimiert. Die Holding ermittelt, koordiniert und steuert die Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften, beschafft Finanzmittel teilweise zentral und verteilt diese konzernintern oder steuert die Aufnahme von Fremdmitteln durch die Konzerngesellschaften. Im Rahmen des laufenden Risikomanagements steuern wir das Transaktionsrisiko, das sich in schwankenden Rohstoff- und Verrechnungspreisen im Konzern zeigt. Kreditrisiken aus dem operativen Geschäft werden fortlaufend im Rahmen des Forderungsmanagements überwacht. Hinsichtlich der Bonität unserer Geschäftspartner werden strenge Maßstäbe angelegt. Die Realisierung von Großprojekten stellt das Unternehmen fallweise vor erhöhte Finanzierungsanforderungen, zumal die Vorfinanzierung der Projektkosten durch den Abnehmer eher eine Ausnahme ist. Die Einwerbung von Krediten zur Abdeckung des Auftragswertes wird durch langwierige Ausschreibungsprozesse und Abwicklungszeiträume gefährdet, so dass eine Finanzierung zu Lasten der kurzfristigen Kreditlinien ein Finanzrisiko beim Liquiditätsmanagement beinhaltet. Um die Lieferverpflichtungen erfüllen zu können, wird die Versorgung mit Material und Dienstleistungen überwacht, indem durch Preisabsicherungen, wo dies möglich ist und regelmäßige Kontrollen der technologischen Anforderungen Planungssicherheit geschaffen wird. Marktpreisrisiken Die Entwicklung der Märkte wird von den Geschäftsfeldern analysiert und überwacht; gegebenenfalls werden spezifische Marketing- und Vertriebsprogramme aufgesetzt. Für jedes Geschäftsfeld sind dabei Strategien formuliert, um profitables Wachstum und effizientes Vorgehen zu unterstützen. Bei einer angespannten wirtschaftlichen Lage bei Vertriebsorganisationen können Unterstützungsleistungen notwendig werden, um deren Leistungsfähigkeit sicherzustellen. Die Ursache der Risiken liegt in deren jeweiligem Risikoumfeld. Unterstützungsleistungen würden unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage belasten. Daher wird die Wirtschaftlichkeit strategisch relevanter Vertriebsgesellschaften überwacht. Den allgemeinen Marktrisiken in Bezug auf Absatz, Umsatz, Ergebnis, Liquidität und Investitionen, die sich aus den Veränderungen der Märkte ergeben können, versuchen wir weiterhin mit Innovation, strategischer Marktexpansion und einem zusätzlichen Serviceangebot entgegenzuwirken. Da die Wasser- und Abwasserwirtschaft auch von Mittelfreigaben des öffentlichen Sektors abhängig ist, wirkt ein ausgewogenes Verhältnis von Industriekunden und öffentlichen Institutionen risikodiversifizierend. Veränderungen auf den Beschaffungsmärkten Die Rohstoffversorgung inklusive der Preisverhandlungen für unsere wichtigsten Rohstoffe wird zentral im Konzern unter Beachtung der Bonität der Lieferanten gesteuert. Operative Störungen in unserer Wertschöpfungskette, insbesondere in der Steuerung der Versorgung mit Rohstoffen, Bauteilen und Komponenten (Supply Chain Management), Engpässe oder Verzögerungen und Qualitätsprobleme können zu potenziellen Produkt-, Fertigungs- sowie Umweltrisiken in den Fertigungsstandorten führen. Schwankende Rohstoffpreise, insbesondere hohe Preissteigerungen bei Polyesterharzen und Glasfaserprodukten, können bei fehlender Überwälzbarkeit auf die Abnehmer unsere Ertragslage merklich belasten. Qualitätsrisiken und Probleme in unserer Wertschöpfungskette Die Wertschöpfungskette der AMIBLU-Gruppe umfasst alle Stufen im Produktlebenszyklus, von der Forschung und Entwicklung über die Steuerung der Versorgungskette (Supply Chain Management) und der Produktion bis hin zu Marketing, Vertrieb und Dienstleistungen. Operative Störungen in dieser Kette können zu Qualitätsproblemen sowie zu potenziellen Produkt- und Umweltrisiken führen. Entwicklungs-, Produktions- oder Logistikfehler in den eigenen Werken oder bei Zulieferern führen zu Qualitätsrisiken und nachfolgenden Auftrags- und Bestellrisiken, die wiederum zu Verlusten und Schadenersatzforderungen führen können. Es wurden deshalb Verfahrensanweisungen zur Prozesssicherheit, zum Qualitätsmanagement sowie zu Prozess-Audits eingeführt. In dieses Kontrollsystem sind die Abteilungen zur Qualitätssicherung, das zentrale Forschungs- und Entwicklungszentrum der AMIBLU-Gruppe und Qualitätskontrollen bei den Lieferanten eingeschlossen. Um derartige Risiken zu verringern, entwickeln die Geschäftsbereiche die Produktionsverfahren ständig weiter und betreiben eine vorbeugende Material- und Produktkontrolle, ergänzt durch vorsorgliche Instandhaltungsmaßnahmen an den Anlagen. Für etwaige Haftungs- und Schadensfälle haben wir Versicherungen abgeschlossen. Risiken aus Sachschäden und Betriebsunterbrechung Diese Risiken sind durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Die Betriebsrisiken werden systematisch überprüft und klassifiziert, Maßnahmen zur Schadensprävention erarbeitet und Notfallpläne festgelegt. Gesamtaussage zur Risikolage Das Geschäftsjahr 2023 wurde durch einen Nachfrage- und Mengenrückgang und zunehmenden Preisdruck bestimmt. Den Herausforderungen des Marktumfeldes konnte durch einen verstärkten Fokus auf Effizienz und Kostendisziplin sowie rückläufige Inflationsraten und Rohstoffkosten begegnet werden. Der Einfluss geopolitischer Krisen, wie der Ukrainekrieg und der Konflikt in Israel war begrenzt. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung und ihre Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bleiben weiterhin mit Unsicherheiten insbesondere im Handel mit Ländern außerhalb der DACHNL-Regionen verbunden. Die skizzierten Krisen, die weiterhin hohen Finanzierungskosten und die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf Investitionen, sind Risikofaktoren, die auch die Geschäfte der Amiblu Germany GmbH voraussichtlich beeinflussen werden. Die Überwälzbarkeit der gestiegenen Rohmaterialpreise auf die Abnehmer, um profitables Wachstum, stabile Margen und eine gute Auslastung der Produktion zu generieren, stellt eine Herausforderung an die Vertriebsorganisation der AMIBLU Germany GmbH dar. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass künftig Nachfragerückgänge bei externen und internen Kunden sowie Unterbrechungen von Lieferketten auftreten können, die zu Produktionsstopps bzw. -verzögerungen führen. Dies könnte künftig die Entwicklung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft beeinträchtigen und sich negativ auf ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Eine genaue Einschätzung der künftigen Auswirkungen ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Vorbeugend sind jedoch Maßnahmen zur Liquiditätssicherung angelaufen und eine Betriebsvereinbarung für die mögliche Einführung von Kurzarbeit wurde abgeschlossen. Die Gesellschaft hat insgesamt keine Unsicherheiten identifiziert, die einen Zweifel an der Unternehmensfortführung begründen würden. CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG Durch die Reorganisationsmaßnahmen der letzten Jahre und regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen unserer Organisation ist die Gesellschaft aus unserer Sicht in der Lage, eine stabile Profitabilität sicherzustellen. Zum einen ermöglicht uns ein breiteres Produktportfolio eine stärkere Marktdurchdringung. Zum anderen können die aufgrund der vorgenommenen Kapazitätsanpassungen und Kostensenkungsinitiativen erzielten Einsparungen in die Produktentwicklung und das Marketing investiert werden, um dadurch den Marktanteil von GFK zu steigern. PROGNOSEBERICHT Die Amiblu Germany GmbH verfolgt weiterhin stabile Umsatz- und Profitabilitätsziele. Als Lieferant von langlebigen Leitungsinfrastrukturen und Lösungspartner in den Kommunen ermöglichen wir ein reibungsloses Abwassermanagement auch bei Starkregen und sauberes Trinkwasser auch während Dürreperioden. Darüber hinaus wird der schnelle Um- und Ausbau der Energieinfrastruktur ermöglicht, damit Kommunen klimaresilient werden können. Darin sehen wir große Chancen für die Zukunft. Der Fokus der leistungsfähigen Vertriebsorganisation und der systematischen Marktanalyse und -bearbeitung liegt auf einem margenstabilen Produktportfolio, um Marktchancen zu nutzen und sich neuen Herausforderungen zu stellen. Sie wird dabei von leistungsstarken Werken, die sich nach Lean-Prinzipien und unter energieeffizienten und ressourcenschonenden (Green-Energy) Aspekten weiterentwickeln, unterstützt. Die voraussichtliche Entwicklung der Amiblu Germany GmbH hängt u. a. von der Entwicklung des Gesamtkonzerns und dessen Chancen- und Risikolage ab. Wichtige Voraussetzung für die erwartete Entwicklung unserer Kernsteuerungsgrößen (Umsatz und operatives Jahresergebnis) ist die Annahme, dass es zu keiner weiteren Eskalation der geopolitischen Krisen kommt. Trotzdem werden die geopolitischen Krisen und Unsicherheiten, die geldpolitischen Maßnahmen und die damit verbundenen Finanzierungskosten für Investitionsvorhaben das nächste Geschäftsjahr beeinflussen. Wir gehen unter den vorgenannten Bedingungen für das Geschäftsjahr 2024 von einer Umsatzerhöhung im unteren zweistelligen %-Bereich und einem leicht erhöhten EBIT im Vergleich zum Vorjahr aus. In der mittelfristigen Planung über 2024 hinaus erwarten wir eine positive Ertrags- und Finanzlage für die Gesellschaft.
Trollenhagen, 29. März 2024 gez. Mario Frieben gez. Christian Wiedergut |
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