AAT Alber Antriebstechnik GmbH
Ehestetter Weg 11, 72458 Albstadt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus-Magnus Junginger seit 29.1.2026 | Geschäftsführer |
Marc Rau seit 22.2.2021 | Prokura |
Harald Stotz seit 16.8.2013 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Latour Industries AB | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AAT Alber Antriebstechnik GmbHAlbstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtGliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Bericht über Zweigniederlassungen 3. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung a) Finanzielle Leistungsindikatoren b) Ertragslage c) Finanzlage d) Vermögenslage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die AAT Alber Antriebstechnik GmbH (AAT) ist ein mittelständischer Hersteller von mobilen Treppensteigsystemen in den Bereichen Rehabilitations- und Transporttechnik und Zusatzantrieben für Rollstühle. Die Treppensteiger ermöglichen auf einfache Weise, Lasten problemlos über Treppen zu transportieren. Die Zusatzantriebe im Bereich Rehabilitationstechnik erweitern den Aktionsradius der Rollstuhl-Nutzer und eröffnen mit modernster Technik Mobilität im Alltag und Berufsleben, zuhause oder unterwegs. Die wesentlichen Absatzmärkte befinden sich in Europa. Darüber hinaus ist AAT hauptsächlich in Australien, Japan und Kuwait vertreten. Rechtliche Einflussfaktoren für die AAT Alber Antriebstechnik GmbH sind das Medizinproduktegesetz und das fünfte Sozialgesetzbuch sowie nationale Regelungen in den jeweiligen Export-Ländern. 2. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. 3. Forschung und Entwicklung Der Leitgedanke - Menschen zu helfen - steht im Mittelpunkt und fördert damit die stetige Entwicklung neuer Ideen und Produkte. In der Entwicklungsabteilung sind zum Bilanzstichtag 8 Mitarbeiter beschäftigt. Die Entwicklungsarbeiten erstrecken sich auf Produktneuheiten sowie die Überarbeitung von bereits vorhandenen Produkten. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Marktsituation hat in den letzten Jahren durch Covid stark gelitten. Die Konzentration des Einkaufs unserer Kunden (Sanitätshäuser) sowie die Zunahme von Ausschreibungen in verschiedenen Vertriebsregionen kennzeichnen den Markt. Wir begegnen dieser Entwicklung mit innovativen Produkten, einem hohen Maß an Qualität und Verlässlichkeit sowie dem Ausbau unserer Expertise in Bezug auf regulatorische Anforderungen in den Hauptmärkten. 2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2022 haben wir eine Normalisierung des Geschäfts gesehen, im Vergleich zu den Corona geprägten Vorjahren. Der Bedarf an Mobilitätslösungen hat wieder angezogen, nachdem viele der durch Covid bedingten Einschränkungen aufgehoben worden sind und potenzielle Kunden sich wieder freier bewegen können und wollen. Die Prognose des Vorjahres, nach der für das Geschäftsjahr 2022 ein Umsatz in Höhe von TEUR 15.900 und ein EBIT in Höhe von ca. TEUR -350 geplant waren, wurde geringfügig verfehlt. Im Reha-Bereich gab es im Umsatzverlauf eine Steigerung in Höhe von 4 % gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatzanteil dieses Bereiches entsprach 66 %. Der Umsatz im Cargo-Bereich, mit einem Anteil von 34 %, konnte um 19 % gesteigert werden. Am 31. Dezember 2022 waren einschließlich Geschäftsführer 73 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl hat somit um eine Person zugenommen. Die Beschäftigten sind überwiegend qualifizierte Facharbeiter und in den Führungspositionen Mitarbeiter mit abgeschlossener Hochschulausbildung. Das Rohergebnis hat sich um TEUR 562 erhöht. Der Personalaufwand ist um TEUR 280 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 169 erhöht. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR -15 auf TEUR -18 verändert. 3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung a) Finanzielle Leistungsindikatoren Unser Augenmerk liegt auf der Entwicklung des Umsatzes und des Betriebsergebnisses. Für die Unternehmenssteuerung ziehen wir hauptsächlich die Kennzahlen EBIT und Deckungsbeitrag heran. b) Ertragslage Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 9 % gestiegen, das Rohergebnis um 8 %. (Rohergebnis: Gesamtleistung zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand). Ursächlich für den Umsatzanstieg ist im Wesentlichen ein erhöhtes Absatzvolumen. Der Materialaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 10 % und ist somit gegenüber dem Umsatz überproportional angestiegen, dies hat seine Ursache im Wesentlichen in inflationsbedingten Kostensteigerungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 22 % höher, ursächlich für den Anstieg ist insbesondere eine Versicherungsentschädigung. Der Personalaufwand ist in Folge von Lohn- und Gehaltssteigerungen um 6 % gestiegen. Die Abschreibungen sind in Folge von in diesem und vorhergehenden Geschäftsjahr verringerter Investitionstätigkeit um 5 % gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 6 % erhöht, neben inflationsbedingten Kostensteigerungen ist dieser Anstieg auch durch einen Anstieg von Gewährleistungs- und Entwicklungsaufwendungen verursacht. Das EBIT in Höhe von TEUR -349 hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 122 verbessert. Es hat sich im Vergleich zum Vorjahr ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 372 ergeben (Vj. Jahresfehlbetrag i. H. v. TEUR 484). c) Finanzlage Den kurzfristigen Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen, Guthaben bei Kreditinstituten und der aktiven Rechnungsabgrenzung mit TEUR 2.043 (Vj. TEUR 1.034) standen TEUR 3.478 (Vj. TEUR 1.685) kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden über Eigenkapital finanziert. Der Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten beruht im Wesentlichen auf gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Cash Pooling sowie aus gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen ca. 10 % der Bilanzsumme. Die Liquidität hat sich auf Basis der obigen Analyse gegenüber dem Vorjahr vermindert. d) Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 18 % erhöht. Auf der Aktivseite resultiert die Zunahme der Bilanzsumme im Wesentlichen aus der Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 1.018. Der Buchwert des Anlagevermögens verringerte sich um TEUR 91. Hier wurde vor allem weniger für maschinengebundene Werkzeuge investiert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen um TEUR 644 zu. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 374 erhöht. Zum Bilanzstichtag betragen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 282. Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital in Folge des Jahresfehlbetrages um TEUR 372. Die Eigenkapitalquote beträgt 54 % (Vj. 69%). Die Rückstellungen sind um TEUR 76 geringer. Die Summe der Verbindlichkeiten erhöhte sich um TEUR 1.794. Diese Erhöhung ist auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Lieferungen und Leistungen und Kreditinstituten zurückzuführen. e) Gesamtaussage der Geschäftsführung Unsere wirtschaftliche Lage und der Geschäftsverlauf im Jahr 2022 kann insgesamt als nicht zufriedenstellend bezeichnet werden. III. Prognosebericht Unser Produktportfolio im Bereich Rehatechnik wird maßgeblich durch die Entwicklung im Rollstuhlmarkt beeinflusst. Neben der demographischen Zunahme der alternden Bevölkerung stellt auch immer bessere Inklusion von Rollstuhlnutzern in immer mehr Ländern einen wesentlichen Wachstumstreiber dar. Wir gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung in den Kernmärkten USA und Europa, sowie Emerging Markets wie Asien/Pazifik, in unterschiedlicher Wachstumsausprägung weiter fortsetzen wird. Das Wachstum im Bereich Rehatechnik wird in den nächsten Jahren weiter unterstützt, indem innovative Neuprodukte eingeführt werden. Dies gilt ebenfalls für den Bereich der Lastentreppensteiger, die verstärkt an Großkunden im Logistik-Marktsegment und an Heizungsbauer verkauft werden sollen. Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Unsere Marktposition betrachten wir als gefestigt. In Folge eines hohen Auftragsbestandes per Ende 2022 sind wir zuversichtlich, den Umsatz im Geschäftsjahr 2023 steigern zu können. Für das Geschäftsjahr 2023 planen wir mit einem Umsatz von ca. TEUR 20.400 und einem EBIT in Höhe von ca. TEUR 700. Die hohe Inflationsrate machte sich auch im Geschäftsjahr 2023 durch deutliche Preissteigerungen im Materialaufwand bemerkbar. Die Planung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 sieht einen Umsatz von ca. TEUR 22.000 und ein EBIT in Höhe von ca. TEUR 1.200 vor. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Speziell der Bereich Rehatechnik in Deutschland unterliegt derzeit einem Wandel. Insbesondere die im Mai 2021 in Kraft getretene Neuregulierung des MDR (Medical Device Regulation) stellt viele, gerade kleinere Medizintechnikunternehmen sowie neue Marktakteure vor große regulatorische und administrative Herausforderungen in Bezug auf technische Dokumentation und das Qualitätsmanagement-System. AAT konnte bereits deutlich vor dem offiziellen Start der neuen Gesetze und Richtlinien die wichtigsten Anforderungen erfolgreich umsetzen. Ertragsorientierte Risiken: Wettbewerbsrisiken versuchen wir durch Kosten- und Leistungsvorteile zu begegnen. Bestandsgefährdendes Risiko: Die Gesellschaft befindet sich gegenwärtig, in Folge von mit Zahlungsmittelabflüssen verbundenen Verlusten sowie der Finanzierung von kurzfristigem Umlaufvermögen, in einer angespannten Liquiditätssituation, in der Folge ist die bestehende Kreditlinie des Cashpoolvertrages mit der Nordiska Industri AB, Göteburg, Schweden, weitgehend in Anspruch genommen. Grundsätzlich wird zwar mit verbesserten operativen Jahresergebnissen sowie einem leicht gesteigerten positiven Cashflow gerechnet, allerdings ist die Planung aufgrund der angespannten makroökonomischen Bedingungen weiterhin mit Unsicherheiten behaftet. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist daher von der Aufrechterhaltung und gegebenenfalls von der Erhöhung der bestehenden Kreditlinie des Cashpoolvertrages mit der Nordiska Industri AB, Göteburg, Schweden, abhängig. Für den Fall, dass die Geschäftsentwicklung nicht den erwarteten Verlauf nimmt, ist die Gesellschaft für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit darüber hinaus auf die weitere finanzielle Unterstützung durch die Gesellschafterin REAC AB, Västra Frölunda, Schweden angewiesen. Die Gesellschafterin hat deshalb mit Schreiben vom 16. Oktober 2023 eine betragsmäßig unbeschränkte Patronatserklärung abgegeben. Die Patronatserklärung ist zeitlich bis zum Ablauf des 31. Dezember 2024 befristet. 2. Chancenbericht Um schnell und flexibel auf Kundenwünsche reagieren zu können, legen wir Wert auf die Herkunft unserer Zulieferteile. Daher hat der überwiegende Teil der Lieferanten ihren Sitz in Deutschland, größtenteils sogar in regionaler Umgebung. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen, sowohl direkt bei unseren Lieferanten als auch in unserem Unternehmen durch. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Beratungskompetenz, Produktneuheiten, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Neben dem Einkauf und Marketing haben wir uns im Jahr 2022 schwerpunktmäßig um optimierte Aufstellung im Vertrieb gekümmert. Insbesondere die positiven Entwicklungen des Gesundheitswesens in den internationalen Vertriebsregionen werden durch den gezielten Ausbau der Vertriebsaktivitäten adressiert und bieten zusätzliche Wachstumschancen. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem zunehmend komplexeren Wettbewerbsumfeld, den unplanbaren Auswirkungen der Globalisierung (Zollkriege, Ausbreitung von pandemischen Krankheiten wie zum Beispiel Corona-Virus) auf die Materialbeschaffung und die Leistungsfähigkeit der internationalen Versorgungsketten. Seit Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Auch in Deutschland hat dies zunehmend zu Folgen und deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft geführt. Steigende Preise, insbesondere Energiepreise und Lebensmittelpreise sind die Folgen dieses Krieges. Er führte bereits zu Lieferengpässen bei unseren Lieferanten und somit zu längeren Lieferzeiten. Weitere Auswirkungen können noch nicht verlässlich abgeschätzt werden. Risiken aus der Herstellung und dem Vertrieb unserer Produkte sind über Produkthaftpflicht- und Rückrufkostenversicherungen abgesichert. Insgesamt sehen wir aufgrund der internationalen sozioökonomischen Makro-Trends, die insbesondere das Gesundheitswesen betreffen, positive Wachstumschancen für das Unternehmen. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Unternehmens ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Forderungsmanagement.
Albstadt, den 19. Dezember 2023 Dr. Kordt Griepenkerl, Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Angaben nach § 264 Abs. 1a HGB
II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschuss angewandten Gliederungsvorschriften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Hinsichtlich bestandsgefährdender Risiken wird auf die Ausführungen im Abschnitt "Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" in diesem Anhang verwiesen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 Einzelanschaffungswert werden im Zugangsjahr in voll abgeschrieben. Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert. Fremdkapitalzinsen wurden ebenfalls nicht bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Pauschal- und Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung als notwendig erachtet wird. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. IV. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Rückstellungen Von den sonstigen Rückstellungen mit TEUR 602 entfallen TEUR 251 auf Gewährleistungen, TEUR 174 auf den Personalbereich für Urlaub und Überstunden, Berufsgenossenschaft, sowie Mitarbeiterboni und TEUR 177 auf übrige Posten. Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 114 (Vj. TEUR 26). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 114 (Vj. TEUR 26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 360 handelt es sich im Wesentlichen um Versicherungsentschädigungen und Schadenersatzleistungen (TEUR 165), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 143), sowie um sonstige betriebliche Erträge aus KFZ- und E-Bike-Gestellung (TEUR 52). Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.097 handelt es sich im Wesentlichen um Kosten der Warenabgabe (TEUR 1.046), verschiedene betriebliche Aufwendungen (TEUR 934), Mietaufwendungen einschließlich Nebenkosten (TEUR 433), Werbe- und Reisekosten (TEUR 259), Fahrzeugkosten (TEUR 201) sowie um Reparaturen und Instandhaltungen (TEUR 170). VI. Sonstige Pflichtangaben Außerbilanzielle Geschäfte
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Laufzeitenübersicht über die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen:
Die Gesellschaft hat als Mieter Verträge über die Nutzung von Betriebsgrundstücken abgeschlossen. Zweck der Geschäfte war die Nutzung der betreffenden Vermögensgegenstände bei Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung. Die Vorteile liegen in der größeren finanziellen Flexibilität in Folge geringerer Kapitalbindung. Das Risiko aus diesen Geschäften resultiert aus der Laufzeit der Verträge, die eine Reduzierung oder einen Austausch nicht ohne Weiteres ermöglicht. Geschäftsführung Mitglied der Geschäftsführung war im abgelaufenen Geschäftsjahr: Mauritz Fredrik Sahlin, Västra Frölunde/ Schweden, einzelvertretungsberechtigt (von 24.11.2021 bis 16.03.2022) Dr. Kordt Griepenkerl, Reutlingen, einzelvertretungsberechtigt (seit 17.03.2022) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung unterbleibt unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Abschlussprüferhonorar Das Honorar für den Abschlussprüfer beträgt für das Geschäftsjahr 2022 TEUR 18. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der AAT Alber Antriebstechnik GmbH wird in den Konzernabschluss der Investment AB Latour, Västra Frölunda, Schweden, einbezogen. Ein Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen wird von der Investment AB Latour, Reg.no: 556026-3237, 421 30 Västra Frölunda, Schweden, erstellt. Er ist beim dortigen Registergericht erhältlich. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Die Gesellschaft befindet sich gegenwärtig, in Folge von mit Zahlungsmittelabflüssen verbundenen Verlusten sowie der Finanzierung von kurzfristigem Umlaufvermögen, in einer angespannten Liquiditätssituation, in der Folge ist die bestehende Kreditlinie des Cashpoolvertrages mit der Nordiska Industri AB, Göteburg, Schweden, weitgehend in Anspruch genommen. Grundsätzlich wird zwar mit verbesserten operativen Jahresergebnissen sowie einem leicht gesteigerten positiven Cashflow gerechnet, allerdings ist die Planung aufgrund der angespannten makroökonomischen Bedingungen weiterhin mit Unsicherheiten behaftet. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist daher von der Aufrechterhaltung und gegebenenfalls von der Erhöhung der bestehenden Kreditlinie des Cashpoolvertrages mit der Nordiska Industri AB, Göteburg, Schweden, abhängig. Für den Fall, dass die Geschäftsentwicklung nicht den erwarteten Verlauf nimmt, ist die Gesellschaft für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit darüber hinaus auf die weitere finanzielle Unterstützung durch die Gesellschafterin REAC AB, Västra Frölunda, Schweden angewiesen. Die Gesellschafterin hat deshalb mit Schreiben vom 16. Oktober 2023 eine betragsmäßig unbeschränkte Patronatserklärung abgegeben. Die Patronatserklärung ist zeitlich bis zum Ablauf des 31. Dezember 2024 befristet. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 372 und den Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 5.079 auf neue Rechnung vorzutragen.
Albstadt, den 19. Dezember 2023 gez. Dr. Kordt Griepenkerl, Geschäftsführung sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.01.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AAT Alber Antriebstechnik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AAT Alber Antriebstechnik GmbH, Albstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AAT Alber Antriebstechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen in den Abschnitten "III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und "Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" im Anhang und im Abschnitt "IV. Chancen- und Risikobericht", Abschnitt "1. Risikobericht", Unterabschnitt "Bestandsgefährdendes Risiko", im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass sich die Gesellschaft gegenwärtig, in Folge von mit Zahlungsmittelabflüssen verbundenen Verlusten sowie der Finanzierung von kurzfristigem Umlaufvermögen, in einer angespannten Liquiditätssituation befindet, in der Folge ist die bestehende Kreditlinie des Cashpoolvertrages mit der Nordiska Industri AB, Göteburg, Schweden, weitgehend in Anspruch genommen. Grundsätzlich wird zwar mit verbesserten operativen Jahresergebnissen sowie einem leicht gesteigerten positiven Cashflow gerechnet, allerdings ist die Planung aufgrund der angespannten makroökonomischen Bedingungen weiterhin mit Unsicherheiten behaftet. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist daher von der Aufrechterhaltung und gegebenenfalls von der Erhöhung der bestehenden Kreditlinie des Cashpoolvertrages mit der Nordiska Industri AB, Göteburg, Schweden, abhängig. Für den Fall, dass die Geschäftsentwicklung nicht den erwarteten Verlauf nimmt, ist die Gesellschaft für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit darüber hinaus auf die weitere finanzielle Unterstützung durch die Gesellschafterin REAC AB, Västra Frölunda, Schweden angewiesen. Die Gesellschafterin hat deshalb mit Schreiben vom 16. Oktober 2023 eine betragsmäßig unbeschränkte Patronatserklärung abgegeben. Die Patronatserklärung ist zeitlich bis zum Ablauf des 31. Dezember 2024 befristet. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 20. Dezember 2023 Ernst
& Young GmbH
gez. Fleck, Wirtschaftsprüfer gez. Engel, Wirtschaftsprüfer Hinweis: Der Jahresabschluss wird aufgrund der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. |
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