Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 95850
Eingetragen
20.12.2005
Branche
BeteiligungsgesellschaftenEinzelhandel mit TelekommunikationsgerätenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
(1) die Entwicklung und der Vertrieb von Telekommunikations- und Computernetzwerk-Lösungen, sowohl in Bezug auf Hardware als auch Software. (2) Die Gesellschaft ist zur Vornahme aller Geschäfte berechtigt, die den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeignet sind, soweit diese nicht einer gesonderten Erlaubnispflicht unterliegen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Dr. Stölken
seit 30.12.2020
Geschäftsführer
Christian Stölken
seit 20.12.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

66.67% identifiziert33.33% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
66.67%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
33.33%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
IPD Beteiligungs GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IP Dynamics GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

IP Dynamics GmbH, Hamburg

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die 2005 gegründete IP Dynamics GmbH (im Folgenden auch "IP Dynamics" oder "Gesellschaft") ist ein IT-Unternehmen und beschäftigt deutschlandweit mehr als 100 hochqualifizierte Mitarbeiter an insgesamt acht Standorten.

Als Softwarehersteller bietet IP Dynamics ganzheitliche Lösungen für die Steuerung von mitarbeiterbezogenen digitalen Arbeitsprozessen (Arbeitslaststeuerung). Dies umfasst Echtzeitkanäle, beispielsweise Telefonie und Chat, sowie alle Geschäftsvorfälle, die das Unternehmen über asynchrone Kanäle erreichen oder intern generiert werden. Der Fokus liegt auf Prozessen, die sich nicht vollumfänglich automatisieren lassen und deren erfolgreicher Abschluss zwingend die Einbindung eines Mitarbeiters erfordert. Ein wirtschaftlich optimiertes Zusammenspiel zwischen automatisierten Teilprozessen und Mitarbeiterressourcen ist das Ziel der Lösungen. Das grundlegende Konzept für diese neuartige Arbeitslaststeuerung wurde aus zahlreichen erfolgreichen Contact-Center-Projekten der IP Dynamics abgeleitet. Alle Lösungen stützen sich auf neueste Cloud-Technologien, wie Microservices oder InMemory-Datenbanken, sind alternativ jedoch auch On Premises oder Hybrid verfügbar.

IP Dynamics hat sich in den 19 Jahren ihres Bestehens eine exzellente Reputation erarbeitet und zahlreiche Projekte für namhafte Kunden realisiert. Das Angebot umfasst das gesamte Spektrum von der Beratung, Konzeptionierung und Realisierung bis hin zur vollständigen Installation und dem Betrieb der Systeme.

Seit November 2020 unterstützt die Haspa Beteiligungsgesellschaft für den Mittelstand mbH (im Folgenden auch "Haspa BGM") als mittelbarer Minderheitsgesellschafter die unternehmerische Entwicklung der IP Dynamics. Im Rahmen der langfristig ausgerichteten Zusammenarbeit hat die Haspa BGM die Entwicklung von IP Dynamics vom IT-Integrator zum Softwarehersteller gefördert und begleitet das Unternehmen in dessen weiterer Entwicklung.

Seit August 2021 ist die IP Dynamics GmbH erneut nach ISO 9001-2015 zertifiziert. Die Gesellschaft ist zudem nach DIN ISO / IEC 27001:2017 zum Informationssicherheits-Managementsystem zertifiziert.

Der Hauptsitz der Gesellschaft ist an der Billstraße 103 in 20539 Hamburg.

Forschung und Entwicklung (F&E)

Der Bereich Forschung und Entwicklung hat für die IP Dynamics eine besonders hohe Relevanz. Als moderner Softwarehersteller versteht sich IP Dynamics als Innovationstreiber und verfolgt unter anderem das Ziel, die Entwicklung des eigenen Produktportfolios stetig voranzutreiben. Demgemäß hat die IP Dynamics im Geschäftsjahr 2023 rund 20% des Unternehmensumsatzes in den Bereich F&E investiert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus.

(Quelle: Pressemitteilung Nr. 020 vom 15. Januar 2024 des Statistischen Bundesamtes).

Trotz dieser schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage haben sich die Geschäfte der IP Dynamics im Berichtsjahr erneut positiv entwickelt. IP Dynamics beschäftigte zum Jahresende 103 (Vorjahr: 105) Angestellte.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

a. Vermögens- und Finanzlage

Das Gesellschaftsvermögen besteht neben Forderungen im Wesentlichen aus Sachanlagen und Guthaben auf Bankkonten.

Das Anlagevermögen beinhaltet hauptsächlich Pkw (TEUR 1.012; Vorjahr: TEUR 328) und ist durch die Investitionen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 1.625 abzüglich der planmäßigen Abschreibungen von TEUR 483 und den Abgängen gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Investitionen erfolgten im Berichtsjahr vor allem in Elektro-Autos.

In 2017 wurde die unter den Finanzanlagen ausgewiesene 100%-ige Tochtergesellschaft IP Dynamics Swiss AG, Luzern/Schweiz, mit einem Aktienkapital von TCHF 100 (TEUR 88) für Kunden in der Schweiz gegründet. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 erneut profitabel. Die Tochtergesellschaft hat im Berichtsjahr eine Ausschüttung von TCHF 1.170 (TEUR 1.188) vorgenommen, die unter den Erträgen aus Beteiligungen ausgewiesen ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.803; Vorjahr: TEUR 8.021) verringerten sich vor allem durch die Realisierung einer offenen Forderung aus Vorjahren aufgrund eines außergerichtlichen Vergleichs.

Die liquiden Mittel betragen 57% (Vorjahr: 26%) der Bilanzsumme; die Gesellschaft verfügt über ausreichend Liquidität, um ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Bei den Guthaben bei Kreditinstituten handelt es sich dabei im Wesentlichen um Euro Guthaben auf Kontokorrent- und Tagesgeldkonten bei verschiedenen deutschen Kreditinstituten. Hiervon sind TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 134) an zwei Kredititinstitute zur Sicherung von Avalkrediten verpfändet.

Aufgrund des in 2021 mit der Muttergesellschaft abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages werden weder ein Jahresergebnis noch Steuerrückstellungen auf Ebene der Organtochter ausgewiesen, da sowohl das handels- als auch steuerrechtliche Ergebnis der herrschenden Gesellschaft zugewiesen und dort versteuert wird. Das unveränderte Eigenkapital führte bei gleichzeitigem Rückgang der Bilanzsumme zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr von 32% auf 33%.

Sonstige Rückstellungen (TEUR 893; Vorjahr: TEUR 1.569) beinhalten hauptsächlich Personal- und mögliche Gewährleistungsverpflichtungen. Vor allem bedingt durch am Bilanzstichtag geringere Personalverpflichtungen haben sich die sonstigen Rückstellungen um TEUR 677 reduziert.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr das in 2021 aufgenommene Darlehen von ihrer Tochtergesellschaft, der IP Dynamics Swiss AG, welches unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bilanziert war (31.12.2022: TEUR 1.014) vollständig getilgt. Zum Bilanzstichtag werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Wesentlichen die Gewinnabführung der IP Dynamics (TEUR 3.953) an ihre Gesellschafterin zuzüglich Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft und abzüglich anrechenbare Steuern ausgewiesen.

Als Resultat sank die Bilanzsumme um TEUR 160 (-1%) auf TEUR 12.361.

b. Ertragslage

IP Dynamics realisierte im Berichtsjahr 2023 ein Jahresergebnis vor Gewinnabführung von TEUR 3.953 (Vorjahr: TEUR 4.570).

Während die Umsatzerlöse nahezu auf dem Vorjahresniveau lagen, reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Erträge im Berichtsjahr aufgrund des Wegfalls von einmaligen Sondereffekten deutlich. Aufgrund eines umfassenden außergerichtlichen Vergleichs konnte im Vorjahr eine Einzelwertberichtigung von TEUR 1.613 ertragswirksam aufgelöst werden. Darüber hinaus wurden im Vorjahr auch Rückstellungen für Risiken aus einem Arbeitsgerichtsprozess aufgrund eines gerichtlichen Vergleichs ertragswirksam aufgelöst. Entsprechend verringerte sich das Rohergebnis von TEUR 18.721 im Vorjahr um -9% auf TEUR 17.111.

Der Rückgang der Personalaufwendungen im Berichtsjahr von TEUR 8.926 um TEUR 513 bzw. -6% auf TEUR 8.413 war im Wesentlichen bedingt durch höhere Einmalzahlungen an die Mitarbeiter inkl. der Inflationsausgleichsprämie im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 771. Ursächlich hierfür waren neben allgemeinen Preissteigerungen im Wesentlichen höhere Fremdleistungen für die Entwicklung eigener Software-Lösungen.

Das Ergebnis vor Gewinnabführung und Zinsen (EBIT) beträgt TEUR 3.857 (Vorjahr: TEUR 4.589).

Der Cash flow aus der operativen Geschäftstätigkeit war im Berichtsjahr vor allem aufgrund des Jahresüberschusses vor Gewinnabführung und der Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen positiv. Abzüglich des negativen Cash flows aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit führte dies zu einer Erhöhung des Finanzmittelfonds von TEUR 3.199 im Vorjahr auf TEUR 7.043 zum Bilanzstichtag.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren für den Zweck der Überwachung der Unternehmensziele werden vor allem die Umsatzerlöse, das Rohergebnis und die jeweilige Projektmarge im Zeitverlauf betrachtet. Im Berichtsjahr wurde ein Rohergebnis von TEUR 17.111 (Vorjahr: TEUR 18.721) erzielt. Ferner werden die Liquidität sowie das Working Capital zur Steuerung des Unternehmens laufend überwacht. Weitere Leistungsindikatoren sind die Anzahl der Mitarbeiter sowie die Personalkosten.

4. Gesamtaussage

Nach dem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2022 verlief auch das Geschäftsjahr 2023 positiv. Aufgrund des niedrigeren Rohergebnisses und der höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegt das EBIT vor Gewinnabführung mit TEUR 3.857 wie in der Budgetplanung bereits prognostiziert unter dem Vorjahr. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten einschließlich Rückstellungen sind vollständig durch kurzfristig fällige Forderungen und die liquiden Mittel gedeckt. Die Gesellschaft konnte erneut eine nachhaltige stabile wirtschaftliche Entwicklung mit einer ausreichenden Eigenkapital- und Liquiditätsbasis erreichen, was ebenfalls der Prognose aus dem Vorjahr entsprach.

III. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft verfügt neben dem Hauptsitz in Hamburg über die folgenden weiteren inländischen Zweigniederlassungen:

• Hannover Niederlassung, Rotenburger Str. 20, 30659 Hannover

• Dortmund Niederlassung, Mallinckrodtstr. 320, 44147 Dortmund

• Wiesbaden Niederlassung, Otto-von-Guericke-Ring 10a, 65205 Wiesbaden

• Stuttgart Niederlassung, Gutenbergstr. 11 Haus 2, Ebene 7, 70771 Leinfelden-Echterdingen

• München Niederlassung, Lyonel-Feininger Str. 28 Eingang Nord, 80807 München

• Berlin Niederlassung, Friedrichstr. 191, 10117 Berlin

• Nürnberg Niederlassung, Ostendstr. 100, 90482 Nürnberg

Es wurden in diesen Zweigniederlassungen zum 31. Dezember 2023 57 (Vorjahr: 62) Mitarbeiter beschäftigt.

IV. Prognosebericht

1. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach einem gedämpften Wachstum im vergangenen Jahr ist die Wirtschaft der Europäischen Union (EU) schwächer als erwartet in das Jahr 2024 gestartet. In der Winterprognose der Europäischen Kommission wird das Wachstum in der EU für das Jahr 2024 auf 0,9% korrigiert. Für 2025 geht die Kommission weiterhin von Wachstumsraten von 1,7% in der EU aus. Für Deutschland erwartet die Kommission für 2024 ein Wachstum von 0,3%. Die Inflation dürfte sich rascher abschwächen als im Herbst projiziert.

(Quelle: Pressemitteilungen der Europäischen Kommission).

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) rechnete in seiner im Januar 2024 veröffentlichten Prognose für das Jahr 2024 trotz eines schwierigen Umfelds mit einem Wachstum des ITK-Marktes in Deutschland von 4,4%. Der ITK-Sektor würde damit um den Faktor drei bis vier stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt.

2. Voraussichtliche Geschäftsentwicklung (ohne unvorhergesehene Sondereffekte)

Der aktuelle Forecast der Gesellschaft weist für das Jahr 2024 ein weiterhin stabiles und positives Betriebsergebnis (EBIT) aus. Es wird derzeit von höheren Umsatzerlösen und einem höheren Rohertrag bei gleichzeitig höheren Personal- und Sachkosten ausgegangen.

Auf der Grundlage der von der IP Dynamics vorgenommenen Bewertung der aktuellen Situation haben die diversen weltpolitischen Konflikte bisher keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Den gestiegenen gesamtwirtschaftlichen Unwägbarkeiten und ungelösten globalen Krisen trägt die Gesellschaft in Form einer konservativen Ergebnisplanung Rechnung.

Die Gesellschaft geht von einer Umsatzsteigerung i.H.v. ca. 10% aus, welche zu einem Großteil aus vertraglich fixierten und somit bereits realisierten Umsätzen aus Subscriptions-Modellen resultieren. Dem stehen erhöhte Aufwendungen und Investitionen für die Weiterentwicklung der unternehmenseigenen Produkte (sowohl über den Zuwachs des Personalstamms als auch über die verstärkte Einbindung von Dienstleistern) gegenüber. Vor diesem Hintergrund weist die aktuelle Prognose für 2024 ein nahezu unverändertes Betriebsergebnis (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr aus.

IP Dynamics erwartet keinen externen Finanzierungsbedarf. Die Gesellschaft beabsichtigt, die gegenwärtige Marktposition mit den derzeit zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen und auszubauen. Insgesamt, nach Bewertung aller potenziellen Chancen und Risiken, sieht die Geschäftsführung die Unternehmensfortführung (Going-Concern) als nachhaltig und langfristig gesichert an.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Begriffsbestimmung

Wie fast jedes Unternehmen ist IP Dynamics verschiedenen generellen und spezifischen geschäftlichen Risiken ausgesetzt. Ziel ist es, diese Risiken so früh wie möglich zu erkennen und die daraus resultierenden Auswirkungen so gut wie möglich zu begrenzen. Die Risikopolitik der Gesellschaft entspricht dabei dem Bestreben, nachhaltig zu wachsen und den Unternehmenswert zu steigern.

2. Diskussion einzelner Chancen und Risiken

a. Chancen und Risiken in Verbindung mit Preisänderungen

Die Gesellschaft steht grundsätzlich einem Preisänderungsrisiko gegenüber. IP Dynamics ist weiterhin bestrebt, die Preise kontinuierlich an die relevanten Vergleichspreise des Marktes anzupassen, um beispielsweise auch ansteigende Personal- und Sachkosten aufzufangen. Ansteigende Personal- und Sachkosten sind im Wesentlichen durch den engen Personalmarkt sowie inflationäre Entwicklungen bedingt. IP Dynamics pflegt ihre Kundenkontakte intensiv und beobachtet die Märkte genau. Folglich stuft sie dieses Risiko als beherrschbar ein. Wesentliche quantifizierbare Risiken im Sinne der Risikodefinition waren zum Bilanzstichtag nicht bekannt.

b. Risiken aus dem konjunkturellen Umfeld

Ein konjunktureller Abschwung, der stärker ausfällt als prognostiziert, könnte Umsätze und Roherträge negativ beeinflussen.

c. Management und Personal

Die Zusammensetzung des Managements der IP Dynamics kann als äußerst stabil erachtet werden. Die Gesellschaft ist bei der Erreichung der gesteckten Ziele auf qualifizierte Führungskräfte und Mitarbeiter angewiesen und führt verschiedene Personalentwicklungsprogramme durch. Die Gewinnung und Ausbildung von qualifiziertem Personal steht weiterhin im Fokus, um das stabile Geschäft der IP Dynamics langfristig zu gewährleisten.

d. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Debitorenausfallrisiko

Aufgrund der Kundenstruktur ist das Ausfallrisiko von Forderungen gering. Forderungsausfallrisiken begegnet IP Dynamics durch ein optimiertes Debitoren- und Kreditmanagementsystem. Zum Stichtag sind keine wesentlichen quantifizierbaren Risiken aus dem Ausfall von Debitoren im Sinne der Risikodefinition bekannt.

Liquiditätsrisiko

Ein Liquiditätsrisiko besteht dann, wenn die liquiden (flüssigen) Mittel nicht ausreichen, um finanzielle Verpflichtungen in bestimmter Höhe und zu einem bestimmten Zeitpunkt begleichen zu können. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft, indem sie ihren gesamten Liquiditätsbedarf kurzfristig ermittelt und anhand einer Liquiditätsplanung die Mittelzu- und -abflüsse steuert.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind durch Vorhalten eines angemessenen Guthabens auf den Bankkonten minimiert.

Durch das Cash flow-Management bestand im Berichtszeitraum zu keiner Zeit ein quantifizierbares Liquiditätsrisiko im Sinne der Risikodefinition.

Chancen und Risiken in Verbindung mit Währungs- und Zinsänderungen

Wesentliche Währungsrisiken bestehen nicht, da Einzug und Zahlung von Forderungen und Verbindlichkeiten in der Regel in Euro erfolgen.

Es gibt kein wesentliches Zinsrisiko, da die Gesellschaft vornehmlich durch Eigenkapital und nicht zinstragende Schulden finanziert ist.

Es sind derzeit keine Kredite notwendig.

IP Dynamics benötigt auch keine derivativen Finanzinstrumente wie Swaps oder Termingeschäfte.

e. Gesamtbild der Chancen- und Risikolage

Vor dem Hintergrund der komfortablen Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung und der erwarteten zukünftigen Ergebnisentwicklung sieht die IP Dynamics derzeit keine Risiken, die ihre Entwicklung beeinträchtigen oder ihren Bestand gefährden können. Chancen bestehen in neuen Märkten und Kunden.

 

Hamburg, den 14. Mai 2024

gez. Christian Stölken

gez. Dr. Michael Stölken

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.477.903,17 552.091,79
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 267.059,41 13.601,99
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 267.059,41 13.601,99
II. Sachanlagen 1.123.285,75 450.931,79
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.123.285,75 450.931,79
III. Finanzanlagen 87.558,01 87.558,01
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 87.558,01 87.558,01
B. Umlaufvermögen 10.077.300,57 11.440.308,94
I. Vorräte 182.904,77 180.149,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.851.415,36 8.061.005,54
1. sonstige Vermögensgegenstände 2.851.415,36 8.061.005,54
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 34.681,55 18.626,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.042.980,44 3.199.154,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 805.584,00 528.227,47
Bilanzsumme, Summe Aktiva 12.360.787,74 12.520.628,20

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.027.911,02 4.027.911,02
I. gezeichnetes Kapital 25.050,00 25.050,00
II. Gewinnvortrag 4.002.861,02 4.002.861,02
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 892.732,77 1.569.402,52
C. Verbindlichkeiten 7.134.449,16 6.565.385,01
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.427.434,39 5.468.956,61
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.427.434,39 5.468.956,61
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.707.014,77 1.096.428,40
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.707.014,77 1.096.428,40
D. Rechnungsabgrenzungsposten 305.694,79 357.929,65
Bilanzsumme, Summe Passiva 12.360.787,74 12.520.628,20

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 17.110.845,39 18.721.483,04
2. Personalaufwand 8.412.992,27 8.925.861,14
a) Löhne und Gehälter 7.054.170,40 7.565.969,09
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.358.821,87 1.359.892,05
davon für Altersversorgung 34.352,52 38.921,17
3. Abschreibungen 483.369,55 431.046,87
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 483.369,55 431.046,87
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.540.719,81 4.769.356,61
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 189,76 49.352,75
5. Erträge aus Beteiligungen 1.187.632,45 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 1.187.632,45 0,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 116.658,13 29.826,29
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20.704,50 49.077,90
davon an verbundene Unternehmen 20.690,50 48.624,30
8. Ergebnis nach Steuern 3.957.349,84 4.575.966,81
9. sonstige Steuern 4.289,65 5.911,84
10. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 3.953.060,19 4.570.054,97
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

IP Dynamics GmbH, Hamburg

1. Allgemeine Angaben

1.1 Pflichtangaben gemäß § 264 Abs. 1a HGB

Firma und Sitz: IP Dynamics GmbH, Hamburg
Registergericht und Handelsregisternummer: Amtsgericht Hamburg, HRB 95850

1.2 Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der IP Dynamics GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Von den Erleichterungen des § 288 HGB für die Aufstellung des Anhangs wurde Gebrauch gemacht.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren (im Wesentlichen) unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet.

Im Fall einer dauerhaften Wertminderung wird das Anlagevermögen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Waren wurden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Währungsumrechnung:

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Anlagevermögen

Die Aufgliederung und die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

3.2 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten und Gewährleistungsverpflichtungen.

3.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.732 zum Bilanzstichtag.

3.4 Mitzugehörigkeitsvermerk

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr zugleich in voller Höhe sonstige Verbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 5.427 (Vorjahr: TEUR 4.455) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin.

3.5 Erträge aus der Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 49).

4. Sonstige Pflichtangaben

4.1 Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer waren bzw. sind:

• Christian Stölken, ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

• Dr. Michael Stölken, ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

4.2 Angaben zum Anteilsbesitz

Anteil am Kapital
%
Eigenkapital 31. Dezember 2023
TCHF
Ergebnis 2023
TCHF
IP Dynamics Swiss AG, Luzern, Schweiz 100% 763 354

4.3 Anzahl der Arbeitnehmer

Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und Auszubildende): 104.

 

Hamburg, den 14. Mai 2024

gez. Christian Stölken

gez. Dr. Michael Stölken

Mit Gesellschafterbeschluss vom 24.05.2024 wurde beschlossen, den Gewinnvortrag von EUR 4.002.861,02 auf neue Rechnung vorzutragen.

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 240.280,03 305.247,54 0,00 545.527,57
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.522.655,54 1.319.843,57 -879.214,81 2.963.284,30
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 87.558,01 0,00 0,00 87.558,01
2.850.493,58 1.625.091,11 -879.214,81 3.596.369,88
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.298.401,79 483.369,55 -663.304,63 2.118.466,71
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 267.059,41 13.601,99
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.123.285,75 450.931,79
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 87.558,01 87.558,01
1.477.903,17 552.091,79

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die IP Dynamics GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IP Dynamics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IP Dynamics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 15. Mai 2024

ARGENTA GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Katrin Jensen, Wirtschaftsprüfer

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