SL-Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Junker seit 27.4.2026 | Prokura |
Bastian Bernhart seit 27.4.2026 | Prokura |
Adrian Mika seit 27.4.2026 | Prokura |
Frank, geb. Lahl Schmidt seit 10.4.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 20.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
SERVOLIFT GMBHEigenbeteiligung | 80.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SERVOLIFT GMBHOffenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023der SERVOLIFT GmbH, OffenburgAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023der SERVOLIFT GmbH, Offenburg
AnhangI. Allgemeine Angaben Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmennamen laut Registergericht: SERVOLIFT GmbH Firmensitz laut Registergericht: 77656 Offenburg Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Amtsgericht Freiburg Register-Nr.: HRB 470523 Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2024 sind keine Sachverhalte eingetreten, die sich auf den Jahresabschluss 2023 ausgewirkt haben. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden linear und degressiv abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellkosten bis EUR 800,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend §6 Abs.2a EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Gleichzeitig wurde im Jahr der Anschaffung ein Abgang unterstellt. Für Werkzeuge ist zulässigerweise ein Festwert gebildet. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Abs. 4 HGB). Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellkosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Für die aktiven latente Steuern wurde von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Eine Aktivierung wurde somit nicht vorgenommen. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Sie werden pauschal mit dem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem beigefügten Anlagespiegel, welcher integraler Bestandteil des Anhangs ist, hervor. Er entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften. Die Gesellschaft hält EUR 11.968,00 (29,92 %) vom Stammkapital in Höhe von EUR 40.000,00 der Pharm-Alliance SARL mit Sitz in Gif sur Yvette (Frankreich). Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023 beträgt EUR 972.021 (im Vorjahr EUR 867.157). Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von EUR 354.864 (im Vorjahr EUR 258.119) erwirtschaftet. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 545.590,22 (im Vorjahr EUR 543.563,05) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§285 Nr. 24 HGB):
Das Planvermögen wurde gem. § 246 Abs. 2 HGB mit der Pensionsrückstellung verrechnet bzw. saldiert. Bei den Rückstellungen für Pensionen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 30.129 (im Vorjahr EUR 156.361). Die sonstigen Rückstellungen betragen
Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Für die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von EUR 7.394.002,29 (im Vorjahr EUR 9.353.673,51) wurden Bankbürgschaften in Höhe von EUR 3.849.089,23 (im Vorjahr EUR 1.352.538,76) ausgegeben. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 842.816,18 (im Vorjahr EUR 840.399,19) bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 120.383,01 (im Vorjahr EUR 112.397,62), Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von EUR 109.471,19 (im Vorjahr EUR 218.956,64) sowie Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von EUR 2.362,39 (im Vorjahr EUR 3.048,71) enthalten. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 276 Abs. 2 HGB) aufgestellt. In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 123.992,26 (in Vorjahr EUR 188.611,72) enthalten. Die Aufwendungen für die Abzinsung von Pensionsrückstellungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf EUR 56.369,00 (im Vorjahr EUR 64.670,00) und wurden mit Aufwendungen aus Vermögensgegenständen in Höhe von EUR 87.450,07 (im Vorjahr EUR 30.553,92) verrechnet. V. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB: Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften EUR 4.087.093,27. Die Inanspruchnahme aufgrund der o.g. Haftungsverhältnisse schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhalten der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB). Zum 31.12.2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanziellen Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):
VI. Sonstige Angaben 1. Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode gem. § 267 Abs. 5 HGB wurden im Berichtsjahr durchschnittlich beschäftigt:
Darüber hinaus wurden 11 Auszubildende (im Vorjahr 10) beschäftigt. 2. Geschäftsführer war bzw. ist: Herr Jürgen Rieber Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen. 3. Ergebnisverwendung Der Bilanzgewinn in Höhe von 4.835.234,02 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Offenburg-Zunsweier, den 17. Juli 2024 Jürgen Rieber Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023der SERVOLIFT GmbH
Lagebericht 2023der SERVOLIFT GmbHGrundlagen der Gesellschaft Die SERVOLIFT GmbH ist seit 1976 erfolgreich auf dem Gebiet der Entwicklung und Fertigung von Handlings-, Misch- und Reinigungstechnologien für die Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie tätig. In den Bereichen Entwicklung und Fertigung von Mischern, Hubsäulen, mobilen Geräten, Containern, Reinigungsanlagen und Sonderlösungen nach kundenspezifischen Anforderungen hat sich die SERVOLIFT GmbH in den vergangenen Jahren zu einem Marktführer in diesem Nischenmarkt entwickelt. Darüber hinaus bietet die SERVOLIFT GmbH ihren Kunden natürlich auch die nachgelagerten Serviceleistungen wie Wartung und Reparatur sowie den Handel mit Ersatz- und Zubehörteilen an. Als mittelständisch inhabergeführtes Unternehmen mit Sitz in Offenburg-Zunsweier legt die Gesellschaft großen Wert auf Unabhängigkeit und Flexibilität. Da die SERVOLIFT GmbH ihre Anlagen weltweit verkauft und weder im Inland noch im Ausland über eigene Niederlassungen und Tochtergesellschaften verfügt, bedient sich die SERVOLIFT GmbH hier einer Vielzahl von Vertretungen im In- und Ausland. Die Entwicklung der Handlings-, Misch- und Reinigungstechnologie findet in enger Zusammenarbeit mit den Kunden statt. Hier werden je nach Anwendung individuell Projekte und Maschinen nach Kundenanforderungen geplant, konstruiert und produziert. Somit ist die SERVOLIFT GmbH auch Komplettanbieter im Engineering-Bereich und realisiert mit ihren Kunden gemeinsam von einzelnen Maschinen bis hin zu Großprojekten. Dabei kann die SERVOLIFT GmbH auf über 45 Jahre Erfahrung und über 10.000 ausgelieferte Maschinen zurückgreifen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft wuchs 2023 mit 2,6 % langsamer als im Vorjahr. Allerdings entwickelte sich die Konjunktur angesichts der anhaltenden hohen Inflation und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet. Das Wachstum in den Industrieländern verlangsamte sich 2023 auf 1,5 %. Schwellenländer hingegen erwiesen sich als relativ widerstandsfähig, und ihr Wachstum beschleunigte sich 2023 leicht auf 4,0 %. Weltweit bleiben die Risiken einer weiteren Eskalation geopolitischer Spannungen, Störungen der Lieferkette, klimabedingter Katastrophen und finanzieller Belastungen angesichts erhöhter Kapitalkosten bestehen. Branchenentwicklung Die hohen Auftragsbestände der deutschen Maschinen- und Anlagebauer zu Jahresbeginn 2023 bescherten der Branche im ersten Halbjahr noch steigende Produktionszahlen. Allerdings sanken die Produktionszahlen im zweiten Halbjahr 2023 erwartungsgemäß. Da der Produktionsrückgang im zweiten Halbjahr 2023 mit jedoch deutlich geringer als der vom Verband Deutscher Maschinen und Anlagebau (VDMA) prognostizierte Produktionsrückgang ausfiel, war der Rückgang der Produktionsleistung in Höhe von 1 % für das Geschäftsjahr 2023 deutlich geringer als der erwartete Produktionsrückgang in Höhe von 2 %. Die Konjunktur der chemischen Industrie und der Pharmaindustrie, welche die größten Absatzmärkte der SERVOLIFT GmbH darstellen, haben ein schwieriges Jahr 2023 durchlebt. Die Hoffnungen auf eine Belebung der Konjunktur haben sich nicht erfüllt. Insgesamt ging die Chemie- und Pharmaproduktion um 8 % zurück. Rechnet man das Pharmageschäft heraus, liegt der Rückgang sogar bei 11 %. Den Unternehmen fehlten zunehmend die Aufträge. Die Kapazitäten der Branche waren mit durchschnittlich 77 % nicht ausgelastet. Damit liegt Produktion bereits seit neun Quartalen unterhalb der wirtschaftlich notwendigen Auslastung von 82 %. Umsatz- und Ertragslage Im Berichtsjahr 2023 konnten die Umsatzerlöse von 26.214 T€ um 4.941 T€ auf 31.155 T€ erhöht werden. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen hat sich die Betriebsleistung jedoch von 28.668 T€ um 1.294 T€ auf 27.374 T€ reduziert. Somit hat sich die Betriebsleistung wesentlich schlechter als erwartet aufgrund des schwierigen Markt- und Branchenumfeldes entwickelt. Der Materialaufwand konnte deutlich reduziert werden. Hierzu haben zum einen die nachlassenden Preise der Vorlieferanten im Zusammenhang mit dem Wegfall der Störung der Lieferketten sowie eine höhere Wertschöpfungskette verbundenen mit deutlich geringeren Subunternehmerleistungen beigetragen. Hierdurch konnte die Materialaufwandsquote von 41,5 % um 14,0 Prozentpunkte auf 27,5 % verbessert werden. Die Personalkosten haben sich im Zusammenhang mit Lohn- und Gehaltsanpassungen erhöht. Unter Berücksichtigung des Rückgangs der Betriebsleistung hat sich die Personalaufwandsquote 42,1 % um 3,3 Prozentpunkte auf 45,4 % erhöht. Die Abschreibungen lagen mit 318 T€ geringfügig über dem Vorjahreswert in Höhe von 292 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insbesondere die IT-Kosten im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Der Auftragseingang 2023 lag mit 26.547 T€ leicht über dem Auftragseingang des Jahres 2022 in Höhe von 25.712 T€. Der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende im Vergleich zum Vorjahr von 25.012 T€ um 4.891 T€ auf 20.121 T€ reduziert. Ebenfalls haben sich die unfertigen Arbeiten und Leistungen, welche im Auftragsbestand enthalten sind, zu Ende des Jahres 2023 deutlich verringert. Im Zusammenhang mit dem Anstieg der Zinsen konnten im Berichtsjahr wieder entsprechende Zinserträge generiert werden, so dass sich das Finanzergebnis entsprechend verbessert hat. Das Jahresergebnis konnte trotz des Rückgangs der Betriebsleistung im Zusammenhang mit der signifikanten Verbesserung der Materialaufwandsquote nahezu verdreifacht werden und lag somit auch über der geplanten Ergebnisverbesserung. Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen blieb in diesem Geschäftsjahr mit 2.285 T€ auf nahezu unverändertem Niveau wie im Vorjahr (2.284 T€). Die Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von 318 TE wurden im Berichtsjahr vollständig reinvestiert. Die Investitionen des Geschäftsjahres betrugen 319 T€. Das Anlagevermögen ist vollständig durch das vorhandene Eigenkapital gedeckt. Das Eigenkapital hat sich trotz des Jahresüberschusses in Höhe von 10.250 T€ um 5.261 T€ auf 4.989 T€ reduziert. Dies steht im Zusammenhang mit dem Erwerb der eigenen Anteile und Verrechnung des Kaufpreises mit dem Eigenkapital sowie einer durchgeführten Gewinnausschüttung. Die Liquidität hat sich trotz eines positiven Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 9.536 T€ um 3.099 T€ auf 6.436 reduziert. Dies steht im Zusammenhang mit dem Erwerb von eigenen Anteilen und der im Berichtsjahr erfolgten Gewinnausschüttung und dem damit verbundenen negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit. Die Verbindlichkeiten konnten von 10.574 T€ um 1.966 T€ auf 8.608 reduziert und sind fast vollständig durch die liquiden Mittel gedeckt. Chancen und Risiken Die Geschäftsprozesse der Gesellschaft sind in verschiedenen Bereichen einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die unmittelbar mit dem unternehmerischen Handeln und der Geschäftstätigkeit verbunden sind und sich trotz aller Fürsorge und Sorgfalt nicht vollständig eliminieren bzw. ausschließen lassen. Branchenspezifische Risiken Die Kunden des Unternehmens kommen überwiegend aus der pharmazeutischen Industrie, der Feinchemie und der Lebensmittelindustrie und sind weltweit aufgestellt. Da es in diesen Industrien permanent zu Produktionserweiterungen, Produktverlagerungen, Stilllegungen und Firmenzu- und -verkäufen kommt, ergeben sich Chancen aber auch Risiken für das Unternehmen. Auf den weltweiten Absatzmärkten ist in der Kundenbranche kein Risiko zu erkennen. Selbst beim Rückgang einzelner Märkte wird dies durch andere Märkte kompensiert. Die SERVOLIFT GmbH ist so aufgestellt, dass wir einzelne Maschinen aber auch Großprojekte mit unserem Produktportfolio realisieren können. Dies eröffnet ein breites Tätigkeitsfeld. Die Verteilung des Umsatzes auf die Produkte der Firma ist in den letzten Jahren nahezu gleich geblieben, so dass man auch für die Zukunft davon ausgehen kann, dass unser Produktportfolio in dieser Ausprägung auf den Märkten benötigt wird. Da das Unternehmen kundenspezifische Lösungen sowohl im Einzelmaschinengeschäft als auch im Gesamtobjektgeschäft mit Kunden erarbeitet, ist die Kundennähe von großer Bedeutung. Die Standardprodukte dienen hierzu als Basis zur kundenspezifische Lösung und können sich den einzelnen Märkten anpassen. Gewährleistungs- und Haftungsrisiken Das Gewährleistungsrisiko ist aufgrund der branchenspezifischen Ausrichtung der Gesellschaft ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements. Dies erfordert eine sehr intensive und sorgfältige Betrachtung der entsprechenden Sachverhalte und Projekte. Durch die Intensivierung der Qualitätssicherungsmaßnahmen, Standardisierungen von Abläufen und intensive Schulungen wird versucht diesen Risikofeldern bereits in der frühen Phase der Entstehung wirksam zu begegnen. Für das allgemeine Gewährleistungsrisiko wurde eine pauschale Gewährleistungsrückstellung in Höhe von rund 0,5% des Jahresumsatzes gebildet. Nennenswerte vorhandene oder drohende Gewährleistungsverpflichtungen sind nicht bekannt. Umweltrisiken Da im Produktionsprozess nur in sehr geringem Umfang Gefahrenstoffe eingesetzt werden und diese in entsprechende Kreisläufe und Sicherheitsvorkehrungen eingebunden sind, kann dieses Risiko als sehr gering und vernachlässigbar betrachtet werden. Personalrisiken Bedingt durch den Fachkräftemangel in Deutschland und der Ortenau wird die Rekrutierung in Zukunft sicherlich erschwert sein. Aufgrund unserer Förderung, Weiterbildung und Ausbildung sowie einem arbeitnehmerfreundlichen und familiären Betriebsklima konnten wir in der Vergangenheit unseren Personalstamm entsprechend den erforderlich Personalkapazitäten, trotz eines regen Wettbewerbs auf dem Arbeitsmarkt, immer zeitnah besetzen. Zahlungsausfallrisiken Neben dem straffen Mahnwesen und Risikomanagement ist das Risiko von Forderungsausfällen auch durch die namhafte und überschaubare Kundenstruktur, minimiert. Durch ein striktes Regelwerk wird das Forderungsausfallrisiko identifiziert. Im Ergebnis sind die Forderungsausfälle in den vergangenen Jahren gering. Für erkennbare Risiken aus dem Forderungsbestand werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Delkredererisiko wurde eine entsprechende buchhalterische Vorsorge durch Bildung von Pauschalwertberichtigungen getroffen. Währungsrisiken Da wir fast ausschließlich in Euro fakturieren und einkaufen ist ein Währungsrisiko für das Unternehmen nicht vorhanden und kann, als zu bewertendes Risiko vernachlässigt werden. Risiken aus dem Beschaffungsmarkt Durch die hohe Anzahl qualifizierter Lieferanten können wird Engpässe abfedern. Um eine gleichbleibende Qualität zu gewähren, sind die wichtigsten Lieferanten auditiert. Allerdings stellen die weltweiten Lieferverkettungen und die derzeitigen Lieferschwierigkeiten aufgrund der geopolitischen Spannungen und die hieraus möglichen Störungen der Lieferketten eine weitere Herausforderung für die Zukunft dar. Ebenso stellen die Preiserhöhungen und die Lieferengpässe auf dem Beschaffungsmarkt zumindest temporäre Risiken dar, weil der Auftragsbestand eine Vorlaufzeit von rund einem halben Jahr hat. Diesem wird versucht durch vorausschauende Preisgestaltung und Preisanpassungsklauseln zu begegnen. EDV und IT-Risiken Da mittlerweile alle Unternehmensteile zentral vernetzt sind und auf einem zentralen Server arbeiten, besteht eine sehr hohe Abhängigkeit bezüglich der Verfügbarkeit der IT-Systeme. Um dieses Risiko zu minimieren werden bereits im Vorfeld von Störungen geeignete Maßnahmen ergriffen, um eine maximale Redundanz zu gewährleisten und deinen Datenverlust zu verhindern. Dies wird im Wesentlichen durch die Auslegung der IT- Serverlandschaft inkl. Storage und Backup als gespiegeltes System in zwei Bandabschnitten, tägliches Backup aller Daten auf einen Immutable Server um das Backup vor Ransomware- Angriffen und sonstigen Veränderungen zu schützen sowie Sensibilisierung der Mitarbeiter mit dem Umgang der möglichen Risiken erreicht. Geopolitische Risiken Als weltweit agierendes Unternehmen, können die geopolitischen Störungen beziehungsweise die veränderten politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu wesentlichen Risiken - insbesondere auf einzelnen Absatzmärkten der SERVOLIFT GmbH - führen. Die weltweit geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, unterliegen der ständigen Beobachtung der SERVOLIFT GmbH, um frühzeitig entsprechende Maßnahmen einleiten zu können, damit der Erfolg des Unternehmens nicht wesentlich gefährdet wird. Gesamtrisikoeinschätzung Unter Berücksichtigung aller Faktoren und nach Bewertung der jeweils getroffenen Einzelmaßnahmen zur Risikovermeidung bzw. -minimierung, kommen wir zu der abschließenden Beurteilung, dass mit derzeitigem Kenntnisstand keine zusätzlichen, wesentlichen und bewertbaren Risiken vorliegen, die zu einer deutlichen und dauerhaften Beeinträchtigung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzsituation der Gesellschaft führen könnte. Chancen In den signifikanten Veränderungen in den Produktionsprozessen der Pharmaindustrie und der chemischen Industrie ergeben sich auch entsprechende Chancen in den Neuentwicklungen und Neuprodukten sowie in den viel diskutierten Produktionsverlagerungen als Zulieferer für diese Neuentwicklungen und Neuprodukte und Produktionsverlagerungen gelistet zu werden. Darüber hinaus sehen wir auch Chancen unser Knowhow in anderen Branchen einzusetzen und dort entsprechende Produkte zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben. Bei den Betriebsgebäuden ergeben sich mittel- bis langfristig Chancen aus dem notwendigen Ausbau der Gebäuderessourcen und einer Optimierung der betriebsinternen Abläufe mit einer Steigerung der Produktivität, weitere Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie weiterer Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber. Prognosebericht Eine detaillierte Prognose für das Geschäftsjahr kann nicht abgegeben werden, da dies im Wesentlichen von der Beauftragung und dem Zeitpunkt der Beauftragung einzelner Großprojekte abhängt. Wir gehen aktuell von einer Betriebsleistung in Höhe von ca. 23.000 T€ sowie einem Betriebsergebnis in Höhe von ca. 1.900 T€ und einem Jahresüberschuss in Höhe von ca. 1.100 T€ aus. Allerdings können Stornierungen von einzelnen Projekten oder kundenseitige Verzögerungen von einzelnen Projekten die Betriebsleistung, das Betriebsergebnis sowie den Jahresüberschuss belasten. Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass der Markt durch gewisse Unsicherheiten sowie einer verhaltenen Stimmung geprägt ist. Hierdurch hat sich der Auftragsbestand sowie die Vorlaufzeiten im Vergleich zu den Vorjahren deutlich reduziert. Planungen und Prognosen sind hierdurch deutlich schwieriger geworden. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich der Markt kurz- bis mittelfristig wieder stabilisiert. Bis dahin ist ein zeitnahes Controlling sowie eventuelle entsprechende Maßnahmen auf die geänderte Lage erforderlich.
Offenburg-Zunsweier, den 17. Juli 2024 Jürgen Rieber Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 11. September 2024 festgestellt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SERVOLIFT GMBH, Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SERVOLIFT GMBH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SERVOLIFT GMBH vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt, sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Offenburg, den 17. Juli 2024 Dehmer
audit & tax Offenburg GmbH
JUDr. Hans Holger Dehmer, Wirtschaftsprüfer Patrick Ludwig, Wirtschaftsprüfer Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir verweisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin. |
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