Möller Real Estate Bielefeld IV GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Holtkamp seit 7.10.2021 | Geschäftsführer |
Simone Biermann seit 22.10.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MöllerWerke GmbHBielefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023MÖLLERWERKE GMBH, BIELEFELDI. Grundlagen des Unternehmens I.1 Organisatorische Struktur / Standorte Die MöllerWerke GmbH wurde 1949 gegründet und 2007 mit der Nordleder GmbH verschmolzen. Sie hat ihren Sitz in Bielefeld sowie eine Betriebsstätte in Neustadt-Glewe, Mecklenburg-Vorpommern. Die Verwaltung, die Hauptproduktion sowie der Entwicklungsbereich befinden sich in Bielefeld. I.2 Produkte und Dienstleistungen Die Produkte der MöllerWerke GmbH werden in den unterschiedlichsten Branchen eingesetzt und sind für sehr vielfältige Anwendungen geeignet. Die Haupteinsatzgebiete der Erzeugnisse sind die Werkzeugmaschinenindustrie, der Spezial- und Schienenfahrzeugbau, der allgemeine Maschinenbau sowie die Elektrotechnik, Hydraulik, Pneumatik und die Medizintechnik. Die Produktpalette umfasst Faltenbälge, Führungsbahnabdeckungen und diverse Kunststofftauchteile sowie Komplettabdecksysteme zum Schutz von Maschinenkomponenten. Außerdem werden Schläuche zur Luftführung im Motorraum produziert sowie Kompensatoren, Fahrmotorbelüftungsbälge und Luftkanalsysteme für Schienenfahrzeuge. I.3 Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung haben bei den MöllerWerken von jeher einen hohen Stellenwert. Unsere Ingenieure antizipieren Trends, Kundenwünsche und zukünftige Anforderungen in unseren Branchen. Diese werden von der Konstruktion, der Entwicklung und der Produktion konsequent in serienreife Produkte umgesetzt. Im Geschäftsjahr 2023 beliefen sich die Forschungs- und Entwicklungskosten auf 1,1 Mio. Euro. Unser Ziel ist es, unseren Kunden innovative und bedarfsgerechte Produkte zu liefern sowie intelligente technologische Lösungen für effiziente Arbeitsprozesse zu bieten. Die MöllerWerke GmbH übernimmt vom Maschinenhersteller die Auslegung und Konstruktion von Komplettsystemen für Werkzeugmaschinen. Es ist heute gängige Praxis, dass das Know-how der MöllerWerke schon beim Auslegen des Maschinenkonzeptes genutzt wird. Das Abdecksystem wird konstruktiv in das 3-D-Modell der Maschine eingefügt und anschließend dem Maschinenhersteller zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung gestellt. Moderne Werkzeugmaschinen sind aufgrund ihrer hohen Verfahrgeschwindigkeiten und Beschleunigungen sehr leistungsstark und dadurch multifunktional einsetzbar. Da die Aufstellfläche heutzutage sehr begrenzt und teuer ist, müssen die Maschinen kompakter und platzsparender gebaut werden. Daneben verstärkt sich der Trend, die Maschinen multifunktional zu gestalten, beispielsweise durch die Kombination von Fräs- und Laserbearbeitung. MöllerWerke hat sich dieser Herausforderung gestellt und im Vorjahr ein neues Abdecksystem entwickelt. Die Markteinführung dieses neuen Produkts gestaltet sich derzeit positiv und liegt sogar leicht über den Erwartungen. Das kleine Blockmaß dieser Abdeckung in Kombination mit einem optimierten Materialeinsatz wird von einer Vielzahl unserer Kunden positiv angenommen, insbesondere was das Preis-Leistungsgefüge angeht. Die Anforderungen an Motoren von Baumaschinen aller Art nehmen kontinuierlich zu. Zur Steigerung der Effizienz richten Motorenhersteller ein hohes Augenmerk auf geringe Verbrauchswerte und entsprechend hohe Liter-Leistungen. Parallel dazu erhöhen sich die regulatorischen Anforderungen an niedrige Emissionswerte der Motoren. Beide Aspekte führen dazu, dass die Aggregate kompakter werden. Die Beibehaltung oder sogar Steigerung der Leistung führt in der Regel zu hochaufgeladenen Motoren. Bei den Produkten Schläuche und Krümmer besteht nach wie vor die Kernaufgabe, eine Strategie als Antwort auf die kommenden, neuen Antriebstechnologien zu finden. Die kontinuierliche Marktbeobachtung und analyse zeigt bis dato, dass die Elektrifizierung des Antriebsstrangs insbesondere bei großen Maschinen begrenzt zur Anwendung kommt. Insbesondere die Speicherkapazität der notwendigen Akkus ist derzeit nicht ausreichend oder von den Dimensionen hier nicht integrierfähig in bekannten Fahrzeugkonzepten. Ausnahmen bilden derzeit hauptsächlich Randbereiche mit statischen oder limitierten Reichweiten. Auch in diesem Bereich liegt weiterhin ein hohes Augenmerk auf der Akquise und der Gewinnung von neuen Kunden und Projekten. Darüber hinaus haben wir insbesondere in den operativen Bereichen Kapazitäten in die Planung des Neubaus der Fertigungshalle gesteckt, welche voraussichtlich in 2024 bezugsfertig sein wird. Die bestehenden Handlungsfelder der strategischen Kundenakquise, des Ausbaus der Angebotsbreite sowie der Optimierung der Wettbewerbsfähigkeit bleiben bestehen. Projekte wie zum Beispiel "Luftführung Bahntechnik" sind für den zukünftigen Erfolg der MöllerWerke jedoch ebenfalls von zentraler Bedeutung, zumal vor dem Hintergrund des stagnierenden Kerngeschäfts sowie der allgemein zunehmenden Volatilität der Kunden- und Absatzmärkte. II. Wirtschaftsbericht II.1 Konjunkturelle Rahmenbedingungen Die weltweite Konjunktur hat sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds in 2023 von 3,5 % auf 3,1 % abgeschwächt. Dies ist zurückzuführen auf die globale, hohe Inflation, rückläufige finanzielle Unterstützungsaufwände sowie ein insgesamt unterproportionaler Zuwachs der Produktivitätsentwicklung. Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz steht die deutsche Wirtschaft vor signifikanten Umbrüchen und daraus resultierend vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Dies gilt insbesondere für signifikante Änderungen der geopolitischen Lage, den fortschreitenden Effekten der Demografie sowie dem Klimawandel. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank in 2023 um 0,3 %. Die wirtschaftliche Entwicklung hing dabei an der weltweiten, zurückgehenden Konjunktur, den Auswirkungen der Energiekrise sowie der restriktiven Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation. Die deutsche Wirtschaft ist gegenüber anderen großen westlichen Volkswirtschaften aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen gepaart mit einem hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung und der ausgeprägten Außenhandelsorientierung stärker in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Hemmnisse für die wirtschaftliche Entwicklung sind unter anderem übermäßige Bürokratie, Fach- und Arbeitskräftemangel und zu wenige private und öffentliche Investitionen. Mit etwa 46 Millionen Erwerbstätigen ist die Zahl der Erwerbstätigen auf einem historischen Höchststand und der Arbeitsmarkt bisher sehr robust. Nach den starken Verlusten in den Jahren 2022 und auch 2023 führen die derzeit hohen nominalen Lohnzuwächse in Kombination mit der nachlassenden Inflation zu einem Zuwachs der realen Kaufkraft. II.2 Branchenkonjunktur Für die deutschen Maschinenbauer war 2023 "ein schwieriges Jahr mit einem durchwachsenen Ergebnis", so Chefvolkswirt Ralph Wiechers vom Branchenverband VDMA. Aufgrund der weltweit stockenden Nachfrage gab es bei den Auftragseingängen ein Minus von 12 % im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere in den großen Absatzmärkten Europa, den USA und China fehlt es an Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung. Insgesamt seien die Maschinenbauer Konjunkturzyklen mit Aufs und Abs gewohnt. Die weltweit schwache Nachfrage nach Maschinen, höhere Zinsen und steigende Lohnkosten seien ein schwieriges Marktumfeld. Noch zeigen sich die Maschinenbauer jedoch krisenfest. "Der Auftragsrückgang hatte bislang überschaubare Folgen auf Umsatz und Produktion. Viele Firmen arbeiten nach wie vor die älteren Auftragsbestände aus den Vorjahren ab. Das Segment der Werkzeugmaschinen ist jedoch unter Druck. Nach Einschätzung des Branchenverbands VDW ist derzeit keine Trendwende bei der Bestellung von Werkzeugmaschinen in Sicht. Im vierten Quartal 2023 sank der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 %. Dabei fielen die Bestellungen aus dem Inland um 20 %, die Auslandsorder nahmen um 15 % ab. 2023 ging die Nachfrage insgesamt nominal um 11 % zurück. Das Inland verlor 14 %, das Ausland 9 %. Real betrug der Nachfragerückgang für das Gesamtjahr 16 %. Der Umsatz entwickelte sich 2023 gemäß der Verbandsstatistik mit einem nominalen Zuwachs von 10 % aufgrund der gut gefüllten Auftragsbücher noch positiv. Im vierten Quartal fiel das Plus mit 3 % jedoch wesentlich geringer aus als in den Vorquartalen. Am aktuellen Rand im Dezember 2023 drehte es bei nun abnehmenden Auftragsbeständen sogar ins Minus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 ist die Landtechnikindustrie am Produktionsstandort Deutschland erneut gewachsen, so der VDMA Landtechnik. Dank ihrer Exportstärke habe die Branche besonders punkten können. Im Durchschnitt gehen fast vier von fünf der hierzulande produzierten Landmaschinen, Traktoren und Softwaresysteme zu Kunden in aller Welt. Als überdurchschnittlich stark erwies sich die Nachfrage 2023 in europäischen Schlüsselmärkten wie Frankreich und Großbritannien, vor allem aber in den Vereinigten Staaten. Nicht ganz so stark notierte das Landtechnikgeschäft am Standort Deutschland, so der VDMA. "Spätestens seit Jahresmitte machten sich rückläufige Auftragseingänge bemerkbar, da die Händler vielerorts bereits gut bevorratet waren", sagt Dr. Tobias Ehrhard (Geschäftsführer des Branchenverbandes VDMA Landtechnik). Die Marktberuhigung erstreckte sich über nahezu alle Produktsegmente der Außen- und Innenwirtschaft. Zur Antriebsfrage meinte der Branchenverband: "Im Feldeinsatz sind flüssige und gasförmige Energieträger auch künftig nicht ersetzbar. Denn der Leistungsbedarf zur Erzeugung von Ackerpflanzen ist enorm. Elektrische Antriebe sind hier auf lange Sicht keine Alternative. Umso mehr kommt es jetzt darauf an, vom fossilen Diesel zügig Abschied zu nehmen und auf klimafreundliche Kraftstoffe umzustellen", so Dr. Tobias Ehrhard. Technisch gesehen gibt es dem VDMA zufolge keine Hindernisse. Schließlich lassen sich moderne Landmaschinen und Traktoren schon heute mit klimaneutralen Kraftstoffen, etwa aus hydrierten Pflanzenölen, betreiben. "Entscheidend ist, dass dies auch politisch gewollt wird und endlich die richtigen Rahmenbedingungen für die Kraftstoffwende gesetzt werden. Nicht zuletzt hat die erhitzte Agrardieseldebatte deutlich gemacht, dass wir die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte und Lohnunternehmer, gerade im internationalen Maßstab, wieder stärker in den Blick nehmen müssen", resümiert Dr. Tobias Ehrhard. Ähnlich ist die Lage im Segment der Baumaschinen: Zum ersten Mal in der Geschichte hat die Baumaschinenindustrie am Produktionsstandort Deutschland mehr als 15 Milliarden Euro Umsatz generiert, was einem Anstieg von 4 % gegenüber 2022 (preisbereinigt) entspricht. Dabei haben die Exporte erstmals die Marke von zehn Milliarden Euro überschritten. Auch der deutsche Markt hat mit rund 42.000 Einheiten ein neues Allzeithoch erreicht. Seit dem Jahr 2022 gehen jedoch die Auftragseingänge massiv zurück und beginnen jetzt auf die Nachfrage durchzuschlagen. Seit dem dritten und vierten Quartal 2023 wird die schwächelnde Baumaschinenkonjunktur immer sichtbarer. 2023 sei "ein Jahr des Übergangs" gewesen, sagt Sebastian Popp, Konjunkturexperte im Fachverband Baumaschinen und Baustoffanlagen des Industrieverbands VDMA. Das deutliche Wachstum des Branchenumsatzes sei auf den Abbau des massiven Auftragsbestands zurückzuführen, der sich in den ersten Jahren der Corona-Pandemie unter anderem durch Lieferkettenprobleme aufgetürmt hatte. Dieser Bestand sei nun aber weitgehend abgebaut, und die Sorgenfalten in der Baumaschinenindustrie würden immer größer angesichts des stark rückläufigen Auftragseingangs: Das Segment Hochbaumaschinen hat es mit minus 40 % im Zeitraum Januar bis Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum am heftigsten getroffen. Gründe hierfür sind die Lage im Wohnhochbau mit hohen Zinsen und Baupreisen. Bei Erdbewegungs- und Straßenbaumaschinen fällt der Umsatzrückgang deutlich moderater aus: Projekte, zum Beispiel im Breitbandausbau, in der Energie- und Transportinfrastruktur laufen weiter. Unter dem Strich steht am Jahresende 2023 ein Minus von 26 % beim Auftragseingang. Der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V. zieht Bilanz für das Geschäftsjahr 2023: Mit insgesamt 14,4 Milliarden Euro erzielt die Bahnindustrie in Deutschland einen neuen Spitzenumsatz. Das Fahrzeuggeschäft bleibt mit 10,4 Milliarden Euro das stärkste Segment, doch die Infrastruktursparte zieht merkbar an. "Der Infrastrukturbereich ist auf dem Heimatmarkt ein zuverlässiger Indikator dafür, wie weit die Sanierungs- und Modernisierungspläne der Bundesregierung auf der Schiene vorankommen. Und jetzt gibt es Bewegung", sagte VDB-Präsident Andre Rodenbeck. Nachdem das Infrastrukturgeschäft in Deutschland in den vergangenen Jahren stagnierte, wächst der inländische Infrastrukturumsatz 2023 um 17 %. Auch der Auftragseingang wächst im In- wie im Ausland mit einem Gesamtvolumen von 21,5 Milliarden Euro um 57 % auf ein historisches Hoch an. Dabei machen die inländischen Aufträge mit 13 Milliarden Euro rund 60 % aller Eingänge aus. Das Auftragsvolumen im Schienenfahrzeugsegment steigt um 64 % und auch der Infrastrukturbereich steigt um 40 % an. Auf dem Heimatmarkt gehen Infrastrukturaufträge in der Höhe von 3,6 Milliarden Euro ein, was einem Wachstum von 29 % entspricht. "Von den Systemhäusern bis zum Mittelstand entwickelt sich die Auftragslage sehr stark. Für die notwendige Verbesserung des deutschen Schienenverkehrs hat es jetzt oberste Priorität, dieses Momentum zu halten", so Rodenbeck. Der Bereich der Schienenfahrzeuge ging von 2022 kommend jedoch um 1 % auf 10,4 Milliarden Euro zurück. II.3 Marktstellung und Geschäftsverlauf Die hohe Wachstumsdynamik der Jahre 2021 und 2022 hat stark an Momentum verloren. Zum Jahresende haben wir mit einem Umsatz von 44,3 Millionen Euro abgeschlossen und damit 1,8 % unter Vorjahr. Analog zu der konjunkturellen Entwicklung der einzelnen Marktsegmente sind auch bei uns die Auftragseingänge deutlich zurückgegangen. Mit insgesamt 41,7 Millionen Euro liegt der Wert mit 12,8 % unter Vorjahr und mit 10,9 % unter Plan. Diese Entwicklung hatte bereits erste spürbare Auswirkungen auf den Umsatz im vierten Quartal 2023. Das stärkste Wachstum konnte im Bereich der Baumaschinen mit gut 13 % erzielt werden. Der Bereich Agrartechnik lag mit 2 % in etwa auf Vorjahresniveau, ähnlich wie der Bahnbereich (0 %). Im Maschinenbau fiel der weltweite Nachfragerückgang deutlich stärker aus. Der Bereich Werkzeugmaschinen schloss mit 7 % und der Bereich "allgemeiner Maschinen" sogar mit 23 % unter Vorjahresniveau ab. Positiv entwickelt hat sich die Beschaffungssituation von Materialien und Komponenten. Ein wesentlich stärkeres Augenmerk liegt aktuell auf der Verhandlung der Einkaufspreise. Auf Basis der besseren Materialversorgung sowie der rückläufigen Nachfrage konnten wir die Rückstandssituation der beiden Vorjahre deutlich verbessern. Angesichts der insgesamten Entwicklung arbeiten wir auch weiterhin an der Optimierung der Lagerbestände. Daneben wollen wir die derzeitige Abkühlung am Markt nutzen, um unsere bestehende Fertigungstechnologie weiterzuentwickeln. Die Verbesserungen der Abläufe und der Steigerung der Produktivität wird ebenso konsequent fortgeführt, wozu diverse KAIZEN Projekte beigetragen haben. Um weiterhin die Marktattraktivität der MöllerWerke zu gewährleisten, werden auch in den Folgejahren weitere Anstrengungen unternommen, um diesen positiven Trend fortzusetzen. II.4 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 konnten die MöllerWerke ihre prognostizierten Ziele im Hinblick auf den Geschäftsumfang und Ergebnis nicht erreichen. Dabei sank der Umsatz leicht um 0,8 Mio. Euro auf 44,4 Mio. Euro (Vorjahr: 45,2 Mio. Euro). Der Rohertrag in Höhe von 24,8 Mio. Euro (Vorjahr: 23,6 Mio. Euro) hat gegen diesen Trend sogar zugelegt, konnte den Plan allerdings nicht ganz erreichen. Quotal ist die Rohertragsquote entsprechend von 52,1 % auf 55,8 % besser ausgefallen. Das hat im Wesentlichen an der nun ganzjährig wirksamen Weitergabe von gestiegenen Materialaufwendungen an unsere Kunden gelegen, die im Vergleichsvorjahr nur anteilig gewirkt haben. Umgekehrt hat sich die Personalaufwandsquote von 31,0 % auf 37,0 % deutlich verschlechtert. Dies ist auf Lohnsteigerungen und Personalaufbau zurückzuführen, um unsere mittelfristigen Wachstumsziele erreichen zu können. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind ebenfalls im Wesentlichen aufgrund von Gruppendienstleistungen und höheren Logistikkosten um 0,3 Mio. Euro auf 7,1 Mio. Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag mit 2,4 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro) unter dem Vorjahresniveau und um 1,2 Mio. Euro unter unserem Planwert. Bedeutsame Leistungsindikatoren sind der Rohertrag und das Betriebsergebnis (EBIT), da diese Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens genutzt werden. II.5 Finanzlage Im Berichtszeitraum wurde ein positiver operativer Cashflow von 3,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2,8 Mio. Euro) generiert. Es handelt sich hierbei um eine vereinfachte Ermittlung, bei der der Jahresüberschuss um die Abschreibungen und die Veränderungen der Rückstellungen korrigiert wird. II.6 Vermögenslage Das Eigenkapital lag trotz Ausschüttung mit 6,2 Mio. Euro um 0,2 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Die Bilanzsumme war mit 17,9 Mio. Euro geringer als im Vorjahr (19,2 Mio. Euro). Die Gesellschaft konnte Bankverbindlichkeiten auf 4,2 Mio. Euro reduzieren (Vorjahr: 5,0 Mio. Euro). Die Vorräte und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr entsprechend der gedämpften Geschäftsentwicklung mit einer Erhöhung um 0,2 Mio. Euro auf zusammen 7,8 Mio. Euro nahezu unverändert. Die wirtschaftliche Lage der MöllerWerke GmbH ist weiterhin als gut zu bezeichnen. II.7 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Nachhaltigkeit ist seit jeher ein wesentliches Element und das Leitmotiv unternehmerischen Handelns der Familie Möller und des Familienunternehmens Fr. Möller in ihrem fast 300jährigen unternehmerischen Wirken. Diesem Handeln ist auch die MöllerWerke GmbH verpflichtet. Schon frühzeitig wurden Kläranlagen gebaut, um Wasser besonders schonend zu nutzen. Es wurden Verfahren entwickelt, um Produktionsabfälle einer neuen Verwendung zuzuführen. Heute wird durch ständiges Infragestellen von Prozessen, Materialien, Standortbedingungen etc. gemeinsam mit den Mitarbeitern aktiver Umweltschutz täglich gelebt. Ressourcenschonung und wirtschaftlicher Energieeinsatz sind zu Schwerpunkten geworden. Daher haben wir auch das Thema der CO 2 -Neutralität - wie im Pariser Abkommen verankert - seit dem Jahr 2021 in unseren Fokus aufgenommen. Um langfristig klimaneutral zu fertigen, sind deshalb eine Vielzahl von Initiativen und Projekten innerhalb der Unternehmensgruppe initiiert worden. Im Jahr 2021 ist eine Bestandsaufnahme aller Standorte zur Ermittlung des aktuellen CO 2 -Fußabdrucks erfolgt, das Werk am Standort Bielefeld hat daraufhin im ersten Quartal 2021 ein Pilotprojekt mit dem Ziel der vollständig klimaneutralen Produktion gestartet. Darüber hinaus haben wir die Produktion an unserem Standort in Elberton, USA, in 2021 zu 100 % mit Strom aus Wasserkraft betrieben. Die Umstellung weiterer Werke ist in Planung. Am Standort Bielefeld ist zudem die Installation von Photovoltaikanlagen im Jahr 2023 erfolgt. Durch diese und weitere energetische Sanierungen erzielen wir bereits CO 2-Einsparungen. Die Nachhaltigkeit bezieht sich dabei nicht nur auf das Themenspektrum des Umweltschutzes, der Energie und der Klimaneutralität. Langfristigkeit des unternehmerischen Erfolgs wird über kurzfristiges Denken und Handeln gestellt. So werden schon mal Umsatzrückgänge bewusst in Kauf genommen, wenn kurzfristiges Wachstum zu Lasten der langfristigen Ertragskraft ginge. Diese langfristige Ausrichtung wird von Kunden und Mitarbeitern im gleichen Maße durch Vertrauen honoriert. Die Verantwortung für das Gemeinwohl soll über die unternehmerischen Aktivitäten hinaus als ein wichtiges Element der Familiengesellschaft Möller mit der Unternehmensführung und den Mitarbeitern gelebt werden. Diese Verpflichtung findet auch ihren Ausdruck in der Familienstiftung "Möllerstift", die sich vielfältig seit Jahren an dem Gemeinwohl orientiert, engagiert. Über die Stiftung werden Projekte in räumlicher Nähe der Möller-Unternehmungen verwirklicht. So gehören beispielsweise Einrichtungen für ältere Menschen und für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen genauso zu Unterstützungsempfängern wie Kindergärten und Projekte für arbeitslose Jugendliche. Diese nicht finanziellen Leistungsindikatoren werden nicht als gesonderte Kennzahlen verdichtet, werden aber bei wesentlichen Entscheidungen von der Geschäftsführung berücksichtigt. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die Aussichten für die weltwirtschaftliche Entwicklung bleiben gedämpft, jedoch mit einer leicht positiven Tendenz. Nach wie vor belasten die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sowie die hohe Inflation und die damit verbundene restriktive Geldpolitik weltweit die wirtschaftliche Entwicklung. Gegenüber Oktober 2023 hat sich die aktualisierte Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) von Januar diesen Jahres für die Weltwirtschaft jedoch verbessert. Für die USA erwarten die Experten ein Wachstum von 2,1 % - nach 2,5 % im vergangenen Jahr - und für China 4,6 % nach 5,2 %. In beiden Fällen hob der IWF seine Prognose an. Auch für die Weltwirtschaft insgesamt verbesserte sich die IWF-Prognose - von zuvor 2,9 % auf nun 3,1 %. Die Volkswirtschaften mehrerer Industrie- und Schwellenländer hätten sich insgesamt deutlich "widerstandsfähiger" gezeigt als zunächst angenommen, sagte IWF-Chefvolkswirt Pierre-Olivier Gourinchas. Neben den USA nannte er China, Russland, Brasilien und Indien. Mit 3,1 % bleibt das weltweite Wirtschaftswachstum weiterhin deutlich hinter dem Durchschnittswert der vergangenen Jahre von 3,8 % zurück. Dennoch dürfte das Gesamtbild für viele Staaten im Jahr 2024 besser ausfallen als im Jahr 2023: Für alle untersuchten Länder außer Argentinien erwarten die Experten eine positive Entwicklung der Wirtschaftsleistung. Nach Einschätzung der EU-Kommission dürfte sich die konjunkturelle Lage in Europa jedoch schlechter entwickeln als 2023 vorausgesagt. Für 2024 rechnet man nur noch mit einem Wachstum von 0,9 % (statt 1,3 %) in der EU und 0,8 % (statt 1,2 %) im Euro-Raum aus. Derweil dürfte die Inflationsrate in der EU 2024 von 6,3 % im Vorjahr auf 3,0 % sinken. 2025 wird ein weiterer Rückgang auf 2,5 % erwartet. 2023 wurde das Wachstum durch mehrere Faktoren gebremst, da die Kaufkraft der privaten Haushalte niedrig und die Zinsen hoch waren. In diesem Jahr dürfte die Wirtschaftstätigkeit in der EU jedoch allmählich wieder Fahrt aufnehmen. Geht die Inflation weiter zurück, steigen die Reallöhne. Gepaart mit einem krisenfesten Arbeitsmarkt dürfte dies dazu führen, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher wieder mehr Geld ausgeben. Auch der Handel mit ausländischen Partnern dürfte sich nach einer sehr schwachen Entwicklung im vergangenen Jahr wieder normalisieren. Der VDMA hat seine Produktionsprognose für das Jahr 2024 auf real minus 4 % gesenkt. Die anhaltende Flaute der globalen Konjunktur hinterlässt auch im Maschinen- und Anlagenbau zunehmend deutlichere Spuren. Dies hat der VDMA auf seiner Jahrespressekonferenz bekannt gegeben. Zwar lief die Produktion in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres aufgrund hoher Auftragsbestände und weniger Engpässe in den Lieferketten vergleichsweise gut. Sie erreichte bis einschließlich Oktober ein reales Plus von 0,9 %. "Aber nachdem die ersten beiden Quartale noch Wachstumsbeiträge lieferten, verfehlte die Maschinenproduktion im dritten Quartal ihr Vorjahresniveau bereits um 1,6 %. Auch das vierte Quartal wird schwach ausfallen", sagte VDMA-Präsident Karl Haeusgen in Frankfurt. "Die bis zum Sommer gute Produktion sorgt zwar dafür, dass wir unsere Schätzung für 2023 anheben. Wir rechnen nur noch mit einem Produktionsrückgang von real 1 %. Anders als vor einem Jahr kann der sinkende Auftragsbestand die Produktion aber immer weniger stützen. Daher passen wir die Prognose für 2024 nach unten an: Von bisher minus 2 auf nun minus 4 %", erläuterte Haeusgen. Der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) erwartet ebenfalls eine negative Entwicklung für 2024. Bereits seit Anfang des vergangenen Jahres verliert der Auftragseingang an Geschwindigkeit. 2023 ist er nominal um 10 % gesunken. Dies konnte zunächst noch durch einen hohen Auftragsbestand und Monate mit stärkerem Projektgeschäft abgefedert werden, doch mittlerweile wirkt sich der geringere Auftragseingang bereits auf Umsätze und Produktion aus. Aufgrund dessen erwartet der VDW für 2024 einen Produktionsrückgang von knapp 3 % auf 14,8 Milliarden Euro. "Das bisherige Rekordvolumen der Jahre 2018 und 2019 von 17 Milliarden Euro wird abermals deutlich verfehlt", berichtet Franz-Xaver Bernhard, Vorsitzender des VDW, anlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbands. "Der Verlust von fünf Milliarden Euro im Jahr 2020, bedingt durch die Transformation in der Automobilindustrie und die Corona-Krise, kann damit auch nach fünf Jahren nominal noch nicht ausgeglichen werden." Verhaltene Aussichten für 2024 kommen ebenfalls vom Fachverband für Landtechnik. Für das laufende Jahr prognostiziert der VDMA aufgrund von statistischen Basiseffekten eine verhaltene Entwicklung der Landtechnikkonjunktur. Zwar habe sich die Kostensituation bei landwirtschaftlichen Betriebsmitteln zuletzt verbessert und die allgemeine Inflation verringert, jedoch mache das anhaltend hohe Zinsniveau der Branche nach wie vor zu schaffen. "Außerdem hat sich die wirtschaftliche Situation der landwirtschaftlichen Betriebe aufgrund rückläufiger Erzeugerpreise und Margen bereits spürbar eingetrübt. Für die nächsten Monate dürfte hier keine wesentliche Änderung in Sicht sein", sagt Dr. Tobias Ehrhard. Das erste Quartal 2024 verlief für die MöllerWerke vor dem Hintergrund der Marktlage akzeptabel. Der geplante Umsatz wurde nur knapp verfehlt. Allerdings ist die aktuelle Ertragslage vor dem Hintergrund der weiterhin hohen Materialkosten sowie der steigenden Lohnkosten unter Druck. Im Gegensatz zu der geringen Auslastung in den Fertigungsbereichen haben wir ein hohes Maß an Neukundenprojekten in den administrativen Bereichen zu verzeichnen. Dies wird gestützt durch die spezifische Projektakquise von A- und B- sowie strategischen Zielkunden. Darüber hinaus liegt eine Chance in der weiteren Stabilisierung der Fertigungsbereiche hinsichtlich der Produktivitätssteigerung der neueren, direkten Mitarbeiter sowie der Verhandlung von besseren Einkaufskonditionen auf der Beschaffungsseite. Für das Jahr 2024 erwarten wir auf Basis der Kundenforecasts eine leichte Reduzierung gegenüber 2023 von etwa 5 %. Die Auftragseingänge haben sich im ersten Quartal zwar stabilisiert, diese Entwicklung inkludiert allerdings einige Großaufträge, welche über das Jahr hinaus gehen. Insgesamt haben sich die Kunden der besseren Material- und Produktverfügbarkeit angepasst und steuern ihre Bestellungen derzeit wieder kurzfristiger ein. Somit liegt der Fokus derzeit weiterhin auf der internen Konsolidierung der vergangenen Wachstumsphase zur Steigerung der Produktivität und der Anpassung der Kosten- und Preissituation. Darüber hinaus stellen die derzeitigen, geopolitischen Spannungen ein Risiko für die exportorientierten Kundensegmente Maschinenbau, Bahn- und Agrarindustrie dar welche sich direkt auf das Geschäftsvolumen der MöllerWerke auswirken können. Für die wichtigsten Rohstoffe der MöllerWerke GmbH (Kunststoffe, Gewebe, Metalle) konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr rückläufige Materialpreise beobachtet werden. Dies gilt nicht für Dienstleistungen sowie Maschinen und Anlagen wie auch Hard- und Software. Insgesamt sehen wir also eine leichte Entspannung der Preise für diverse Materialgruppen. Diese Potentiale müssen wir im weiteren Jahresverlauf nutzen und neue Abschlüsse zu besseren Konditionen abschließen. Die Volatilität der Materialpreise bleibt nichtsdestotrotz weiterhin ein Risiko, da die Kunden auch weiterhin nur zeitverzögert zum Ausgleich eingetretener Kostenbelastungen bereit sind. Von den zunehmend steigenden Qualitätsstandards der Kunden im Maschinenbaubereich geht ein ständiges Kosten- und Gewährleistungsrisiko aus. Durch ständige Überprüfung der Prozesse und Ergebnisse werden Abweichungen zeitnah erkannt und analysiert, um weitergehende Auswirkungen zu vermeiden. Allerdings sehen insbesondere die MöllerWerke GmbH diese steigenden Qualitätsanforderungen auch als Chance. Nicht jeder Wettbewerber ist in der Lage, diesen Standards zu folgen oder innovative Lösungen zu finden. Daraus können sich neue Geschäftschancen für uns ergeben. Aufgrund der aktuellen Prognosen unserer Kunden und einiger Branchenverbände haben wir die Budgetplanung für 2024 zurückhaltend eingeschätzt. Bei allen gegebenen Unsicherheiten gehen wir aufgrund des rückläufigen Produktionsumsatzes von einem niedrigeren Rohertrag von 28,2 Mio. Euro und von einem reduzierten EBIT + 1,7 Mio. Euro aus. Notfallkonzepte für die IT zur Aufrechterhaltung der wichtigsten Kommunikationssysteme und der kritischen Geschäftsprozesse wurden erstellt. Die Lage des MöllerGroup-Konzerns ist aufgrund der bestehenden Forderungen der MöllerWerke GmbH gegenüber der MöllerGroup GmbH bedeutend für die wirtschaftliche Lage der MöllerWerke GmbH. Ein wesentliches Element zur laufenden Überwachung der wirtschaftlichen Risiken stellt das Berichtswesen dar, mit dem monatlich detaillierte Berichte und Auswertungen erstellt werden. Laufend werden dabei Abweichungen von Budgets, die Erfüllbarkeit von Planungen sowie das Auftreten neuer monetärer und nicht-monetärer Risiken untersucht und nachgehalten. Die operativen und administrativen Verantwortungsbereiche unterstützen und verantworten dieses Berichtswesen. Der regelmäßige Informationsaustausch gewährleistet jederzeit das umgehende Handeln der Geschäftsführung. Die Steuerung eines Unternehmens ist nur mit Hilfe komplexer IT-Systeme möglich. Zudem hängt eine permanente Lieferbereitschaft von der ständigen Verfügbarkeit der IT-Systeme und ihrer Daten ab. Gravierende Störungen, wie Systemausfälle oder Datenverluste, könnten die Lieferbereitschaft der MöllerWerke gefährden, die Produktion bei den Kunden vorübergehend stilllegen und weitreichende Schadensersatzforderungen gegenüber MöllerWerke nach sich ziehen. Diesem Risiko wird mit der redundanten Auslegung von IT-Systemen sowie Berechtigungskonzepten, Notfallplänen und Richtlinien zur IT-Sicherheit, die regelmäßig geprüft und auditiert sowie aktualisiert werden, begegnet. Zudem werden durch die kontinuierliche Einspielung von Updates und Releasewechseln das führende ERP-System und die File- und Backup-Systeme auf einem wartungsrelevanten Stand gehalten. Die Geschäftsführung sorgt auf der Grundlage einer verbindlichen Sicherheitspolitik dafür, dass die IT-Sicherheit einen hohen Stellenwert im Unternehmen hat, die entsprechenden Regelungen und Vorschriften eingehalten und die Sicherungssysteme fortwährend verbessert werden. Hier besteht weiterhin Handlungsbedarf, welcher jedoch identifiziert ist und entsprechende Maßnahmen gemeinsam mit der IT Abteilung initiiert wurden. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Die MöllerWerke befindet sich in einem dynamischen Marktumfeld, das Risiken, wie im Bericht beschrieben, aufweist. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Chancen der Unternehmensentwicklung für die Zukunft deutlich überwiegen.
Bielefeld, den 31. Mai 2024 MöllerWerke GmbH gez. Patrick Holtkamp BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023MÖLLERWERKE GMBH, BIELEFELDAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023MÖLLERWERKE GMBH, BIELEFELDA. Anlagenspiegel
B. Angaben und Erläuteurngen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die MöllerWerke GmbH hat ihren Sitz in Bielefeld und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bielefeld (HRB 39295). Bei der MöllerWerke GmbH handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB in der ab dem 17. April 2024 geltenden Fassung. Das Wahlrecht des Art. 93 Abs. 2 EGHGB zur rückwirkenden Anwendung des § 267 Abs. 1 und 2 HGB in der Neufassung für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2022 begonnen haben, wurde in Anspruch genommen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei Bauten auf fremden Grundstücken wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 15 und 50 Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer für technische Anlagen und Maschinen liegt zwischen 5 und 7 Jahren, die für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 5 Jahren. Die Gesellschaft wendet ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode auf Anlagenzugänge an. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten erfasst und über eine Laufzeit von 5 Jahren linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten einschließlich EUR 250,00 werden direkt als Aufwand erfasst. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern der Grund für die Wertminderung weggefallen ist, werden die historischen Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten aktiviert. Bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen erfolgt die Aktivierung zu Herstellungskosten, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch anteilige Gemeinkosten des Fertigungs- und Materialbereichs und den Werteverzehr des Anlagevermögens umfassen. Fremdkapitalzinsen, allgemeine Verwaltungskosten und Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden grundsätzlich nicht aktiviert. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, sowie Verwertungsrisiken aus der Abschätzung realisierbarer Verkaufspreise werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert oder den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Für zweifelhafte Forderungen werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist für das allgemeine Kreditrisiko eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % abgesetzt worden. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Ansatz erfolgt mit dem Nominalwert. Auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt der Ansatz von aktiven latenten Steuern. Die Pensionsrückstellungen sind nach der Projected Unit Credit-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür erstmals der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % angesetzt (im Vorjahr: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,79 %). Des Weiteren werden Rentensteigerungen von 1,0 % p. a. berücksichtigt, Gehaltssteigerungstrends sind nicht zu berücksichtigen. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von TEUR 15. In Höhe dieses Unterschiedsbetrages sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen und der Zinsaufwand im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins nach bisheriger Ermittlung niedriger angesetzt. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die Jubiläumsrückstellungen sind nach der "Projected Unit Credit-Methode" unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Bewertung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz von 1,74 % verwendet. Der Abzinsungssatz wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rechtsverordnung ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Des Weiteren werden Gehaltssteigerungstrends von 2,0 % p. a. berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden. Der Abzinsungssatz wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rechtsverordnung ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden vor dem Bilanzstichtag erhaltene Zahlungen ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Ansatz erfolgte mit dem Nominalwert. IV. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Bezüglich des Anlagevermögens verweisen wir auf den unter A. aufgeführten Anlagenspiegel. 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Der Posten enthält in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 41) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 8.474 (Vorjahr: TEUR 10.022) sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen mit TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 24) Forderungen gegen Gesellschafter. Die sonstigen Forderungen betreffen mit TEUR 8.474 (Vorjahr: TEUR 10.022) Forderungen gegen Gesellschafter. 3. Eigenkapital Mit Gesellschafterbeschluss vom 11.12.2023 wurden TEUR 1.500 des Gewinnvortrags (TEUR 3.072) ausgeschüttet. Aus der Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von TEUR 275 sowie dem Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB in Höhe von TEUR 15 ist ein Betrag in Höhe von TEUR 290 ausschüttungsgesperrt. 4. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Sowohl die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen als auch die gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten, wie im Vorjahr, jeweils ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in Höhe von TEUR 442 auf Gesellschafter (Vorjahr: TEUR 463). Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern betragen TEUR 239 (Vorjahr: TEUR 293), die im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 21). 5. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Vorteile der Leasingverträge bestehen in der verringerten Kapitalbindung. Wesentliche Risiken bestehen nicht, da beabsichtigt wird, die Anlagen über die Mindestmietdauer vollständig auszulasten. 6. Haftungsverhältnisse Die Muttergesellschaft MöllerGroup GmbH hat zur Sicherstellung seiner Liquidität, auch in der Corona Krise, um die temporäre zur Verfügung Stellung von Sicherheiten gebeten. Im Rahmen der Corona-Finanzierung des MöllerGroup Konzerns in Höhe von EUR 17 Mio hat die MöllerWerke GmbH - wie auch weitere Tochtergesellschaften der Möller Group GmbH - eine Bürgschaft in Höhe von 100 % des jeweils valutierenden Darlehensbetrages abgegeben. Zum Bilanzstichtag valutiert das Darlehen mit EUR 5,8 Mio (Vorjahr: EUR 10,1 Mio). Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit wird als gering eingeschätzt. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Personalaufwand Die Aufwendungen für Altersversorgung gliedern sich wie folgt auf:
2. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen auf Erträge von verbundenen Unternehmen TEUR 562 (Vorjahr: TEUR 289). 3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten einen Zinsaufwand aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 71). C. Ergänzende Angaben 1. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl
2. Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Gesellschaft besteht aus nachstehender Person: Patrick Holtkamp, Kaufmann, Bielefeld 3. Nachtragsbericht Es sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten. 4. Konzernzugehörigkeit Die MöllerWerke GmbH wird in den Konzernabschluss der MöllerGroup GmbH, Bielefeld, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.
Bielefeld, den 31. Mai 2024 MöllerWerke GmbH gez. Patrick Holtkamp Hinweis: Die Gesellschafterversammlung hat am 23. September 2024 folgenden Ergebnisverwendungsbeschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 gefasst: Der Bilanzgewinn beträgt 3.295.558,37 EUR. Der Bilanzgewinn wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. Hinweis: Der Jahresabschluss der MöllerWerke GmbH, Bielefeld, wurde in der Gesellschafterversammlung vom 23. September 2024 festgestellt. Hinweis: Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MöllerWerke GmbH, Bielefeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MöllerWerke GmbH, Bielefeld - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MöllerWerke GmbH, Bielefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, 27. Juni 2024 Dr.
Stückmann und Partner mbB
Kastrup, Wirtschaftsprüfer Teipel, Wirtschaftsprüfer |
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