Hitachi High-Tech Analytical Science GmbH

Wellesweg 31, 47589 Uedem, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 9820
Vorher
Oxford Instruments Analytical GmbH
Eingetragen
6.8.2009
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung, der Vertrieb und die Wartung von Geräten für die analytische Chemie und für die Materialprüfung

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Carsten Stumpf
seit 8.5.2024
Geschäftsführer
Astrid Pfaffenbach
seit 23.11.2020
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hitachi High-Tech Analysis CorporationJPN
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hitachi High-Tech Analysis Corporation
Japan
1.277.777 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hitachi High-Tech Analytical Science GmbH

Uedem

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hitachi High-Tech Analytical Science GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hitachi High-Tech Analytical Science GmbH, Uedem, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hitachi High-Tech Analytical Science GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf den Abschnitt "Allgemeine Angaben und Erläuterungen" im Anhang und die Abschnitte "2.2.4 Going Concern Review", "3.2 Bericht über die wichtigsten Chancen und Risiken" und "4. Prognosebericht" im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass die Gesellschaft aufgrund der bilanziellen Überschuldung sowie der weiterhin noch angespannten Liquiditätssituation auf die finanzielle Unterstützung durch den Konzern angewiesen ist. Zur Unterstützung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft hat die Hitachi High-Tech Corporation, Tokio, Japan, mit Datum vom 27. März 2020 eine Patronatserklärung erteilt. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft ist insofern von der finanziellen Unterstützung der Hitachi High-Tech Corporation abhängig. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 28. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mirzaian, Wirtschaftsprüfer

Huppertz, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.03.2023
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 12.862,00 43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 1.437.038,16 1.436
2. Technische Anlagen und Maschinen 196.734,00 127
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.244.068,00 1.001
2.877.840,16 2.564
2.890.702,16 2.608
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs, und Betriebsstoffe 2.540.728,46 2.264
2. Unfertige Erzeugnisse 1.001.566,18 1.035
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.018.051,15 2.368
4. Geleistete Anzahlungen 58.434,82 4
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -840.344,49 -239
6.778.436,12 5.433
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.744.460,53 6.006
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.428.924,55 3.312
3. Sonstige Vermögensgegenstände 341.227,73 292
9.514.612,81 9.611
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.157.187,86 6.193
20.450.236,79 21.237
C. Rechnungsabgrenzungsposten 135.023,08 109
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.348.276,52 2.611
24.824.238,54 26.565

Passiva

31.03.2023
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.277.777,00 1.278
II. Verlustvortrag -3.888.727,44 -8.676
III. Jahresüberschuss 1.262.673,92 4.788
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.348.276,52 2.611
0,00 0
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 570.935,99 534
2. Sonstige Rückstellungen 1.379.675,94 1.176
1.950.611,93 1.710
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.686.577,46 1.719
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.246.889,34 22.754
3. Sonstige Verbindlichkeiten 255.797,01 150
davon aus Steuern EUR 97.805,45 (Vj. TEUR 102)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 20.198,38 (Vj. TEUR 30)
22.189.263,81 24.623
D. Rechnungsabgrenzungsposten 684.362,80 232
24.824.238,54 26.565

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023/2024

2022/2023
EUR TEUR
1. Rohergebnis 22.633.773,11 25.193
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.412.596,20 -6.951
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.536.107,66 -1.484
davon für Altersversorgung EUR 93.871,86 (Vj. TEUR 106)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -730.409,26 -676
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.325.000,65 -10.657
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -295.623,26 -101
davon an verbundene Unternehmen EUR 261.267,56 (Vj. TEUR 101)
6. Ergebnis vor Steuern 1.334.036,08 5.324
7. Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -56.265,20 -527
8. Ergebnis nach Steuern 1.277.770,88 4.797
9. Sonstige Steuern -15.096,96 -9
10. Jahresüberschuss 1.262.673,92 4.788

Anhang für 2023/2024

Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Der Abschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und teilweise die Davon - Vermerke in diesem Anhang gesondert angegeben.

Die Hitachi High-Tech Analytical Science GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Von den Befreiungsvorschriften der §§ 276, 286 Abs. 4 bzw. 288 Abs. 2 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss ist unter Berücksichtigung der Patronatserklärung der Hitachi High-Tech Corporation, Tokio, Japan, unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Sinne von § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Bezüglich der bestandsgefährdenden Risiken verweisen wir auf die Abschnitte "Going Concern Review", "Bericht über die wichtigsten Chancen und Risiken" sowie "Prognosebericht" im Lagebericht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist im Handelsregister Kleve unter HRB 9820 eingetragen.

Alleinige Gesellschafterin ist die Hitachi High-Tech Analytical Science Ltd., Abingdon, Großbritannien.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres sind weitgehend unverändert beibehalten worden.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für Gebäude 40 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen einem und vierzehn Jahren und für technische Anlagen und Maschinen zwischen drei und dreizehn Jahren.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit dem gewogenen Durchschnitt oder dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten gehen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialkosten und Fertigungsgemeinkosten, sowie produktionsbezogene Verwaltungskosten ein. Es wurden keine Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten einbezogen. Die Vorräte werden um erhaltene Anzahlungen gekürzt.

Waren werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigen beizulegenden Wert bilanziert.

Den Lagerrisiken im Bereich Vorräte wird durch ausreichend bemessene Abschläge Rechnungen getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem durch Wertberichtigung geminderten Wert angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Fremdwährungskonten (USD, GBP, YEN, SGD, CZK) sind zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet worden.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben aktiviert, die vor dem Abschlussstichtag geleistet wurden und der nachfolgenden Berichtsperiode als Aufwand zuzurechnen sind.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken gebildet. Die Bewertung erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet.

Für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie für steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern ermittelt. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S.2 HGB Gebrauch und verzichtet auf einen Ansatz aktiver latenter Steuern.

Aus dem Mindeststeuergesetz ergab sich kein tatsächlicher Steueraufwand/-ertrag für das Geschäftsjahr 2023/2024.

Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des in der Bilanz ausgewiesenen Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 11% erhöht (von TEUR 2.608 auf TEUR 2.891). Dies ist hauptsächlich dadurch zu begründen, dass TEUR 1.189 Zugängen, hauptsächlich Demogeräte, nur Abgänge mit einem Restbuchwert von TEUR 175 gegenüberstanden. Darüber hinaus sind reguläre Abschreibungen des Geschäftsjahres von TEUR 730 angefallen.

Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um 25% gestiegen. Diese Steigerung resultiert hauptsächlich aus einem Anstieg von TEUR 2.368 auf TEUR 4.018 der fertigen Erzeugnisse und Waren. Dies betraf hauptsächlich Handelswaren, darunter vier TA-Geräte aus Japan mit einem Gesamtwert von TEUR 1.270. Des Weiteren sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 12% gegenüber dem Vorjahr gestiegen, da im Geschäftsjahr die Produktion einer neuen Produktlinie aufgenommen wurde.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich von TEUR 6.006 im Vorjahr um 4% auf TEUR 5.744 zum 31. März 2024 reduziert. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 3.429 (Vj. TEUR 3.312) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Es sind Forderung gegen die Gesellschafterin Hitachi High-Tech Analytical Science Ltd., Abingdon, Großbritannien, von TEUR 177 (Vj. TEUR 339) enthalten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände besitzen im Wesentlichen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Insgesamt haben lediglich sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 40 eine Restlaufzeit von über einem Jahr, diese sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 1.278. Der Bilanzverlust zum 31. März 2024 beträgt TEUR 2.626 (Vj. TEUR 3.889) unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 1.263 (Vj. TEUR 4.788). Trotz des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags in Höhe von TEUR 1.348 (Vj. TEUR 2.611) liegt keine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne vor, da die mittelbare Gesellschafterin Hitachi High-Tech Corporation, Tokio, Japan, eine Patronatserklärung zugunsten der Gesellschaft gegeben hat. Eine Kündigung der Patronatserklärung ist nur unter Einhaltung einer 12-monatigen Kündigungsfrist zum Jahresende möglich. Eine Kündigung wurde bisher nicht ausgesprochen.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantieme und Mitarbeiterboni, rückständigen Urlaub, ausstehende Rechnungen sowie Gewährleistungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind von TEUR 1.719 im Vorjahr um 2% auf TEUR 1.687 zum aktuellen Bilanzstichtag gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 20.247 (Vj. TEUR 22.754) beinhalten mit TEUR 7.265 (Vj. TEUR 7.013) Finanzverbindlichkeiten und mit TEUR 12.982 (Vj. TEUR 15.741) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Hitachi High-Tech Analytical Science Ltd., Abingdon, Großbritannien, von TEUR 1.652 (Vj. TEUR 871).

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

Das Rohergebnis beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 22.634 (Vj. TEUR 25.193).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungskursdifferenzen und Kursgewinnen aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 386 (Vj. TEUR 466) sowie TEUR 425 (Vj. TEUR 356) aus dem Verkauf von Anlagen. Weitere periodenfremde Erträge sind nicht angefallen.

Der Personalaufwand hat sich von TEUR 8.435 im vorangegangenen Jahr auf TEUR 8.949 im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht. Der Anstieg ist durch einen Anstieg in der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl sowie Lohnerhöhungen begründet.

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 730 (Vj. TEUR 676) sind leicht um 8% gestiegen und betreffen planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen. Die Erhöhung wurde durch den Zugang von Demogeräten in das Anlagevermögen verursacht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungskurs-differenzen und Kursverlusten aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten von TEUR 518 (Vj. TEUR 975). Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind wie im Vorjahr nicht entstanden.

Sonstige Angaben

Geschäftsführerin der Gesellschaft im Geschäftsjahr war:

Dawn Frances Brooks, Managing Director, Worcester/Großbritannien

Die alleinige Geschäftsführerin übt ihre Tätigkeit hauptberuflich aus Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 285 Nr.9 HGB wird von der Schutzklausel des §286 Abs.4 HGB Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres beschäftigte die Gesellschaft 125 Mitarbeiter (Vj. 117). Davon waren im Durchschnitt 34 Mitarbeiter in der Produktion, 19 Angestellte im Vertrieb/ Marketing und 71 Arbeitnehmer in sonstigen Bereichen. Zum 31. März 2024 waren 130 Mitarbeiter und eine Auszubildende im technischen Bereich beschäftigt.

Sonstige Finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Es existieren sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 115 mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sowie TEUR 85 mit einer Restlaufzeit von zwei bis fünf Jahren. Diese betreffen hauptsächlich Kfz-Leasingverträge sowie IT-Leasingverträge.

Vorschlag der Geschäftsführung über die Verwendung des Ergebnisses

Der Bilanzverlust der Hitachi High-Tech Analytical Science GmbH beträgt unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses im Berichtsjahr von TEUR 1.263 insgesamt TEUR 2.626. Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Das Stammkapital der Gesellschaft wird von der Hitachi High-Tech Analytical Science Ltd, Abingdon, Großbritannien, gehalten, welche eine 100% Tochtergesellschaft der Hitachi High-Tech Corporation, Tokio, Japan, ist.

Die Hitachi High-Tech Corporation, Tokio, Japan, stellt einen Konzernabschluss ("kleinster Kreis") auf, der seinerseits in den Konzernabschluss der Hitachi Ltd., Tokio, Japan, als höchster Konzernspitze ("größter Kreis") einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist unter www.hitachi.com abrufbar.

Nachtragsbericht

Mit Gesellschafterbeschluss vom 31. März 2024 wurde Herr Carsten Stumpf, Wassenberg, mit Wirkung zum 1. April 2024 zum weiteren Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 8. Mai 2024.

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023/2024 haben sich keine Vorgänge ereignet, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer Bedeutung sind.

 

Uedem, 28. Juni 2024

Hitachi High-Tech Analytical Science GmbH

Dawn Frances Brooks, Geschäftsführerin

Carsten Stumpf, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.04.2023 Zugänge Abgänge 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 322.524,88 0,00 5.000,00 317.524,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 2.818.170,48 94.501,30 0,00 2.912.671,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 280.844,89 101.138,97 0,00 381.983,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.254.281,07 993.119,02 471.775,54 2.775.624,55
5.353.296,44 1.188.759,29 471.775,54 6.070.280,19
5.675.821,32 1.188.759,29 476.775,54 6.387.805,07
Kumulierte Abschreibungen
01.04.2023 Zugänge Abgänge 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 279.032,88 25.630,00 0,00 304.662,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 1.382.314,32 93.319,30 0,00 1.475.633,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 153.396,89 31.852,97 0,00 185.249,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.253.466,03 579.606,99 301.516,47 1.531.556,55
2.789.177,24 704.779,26 301.516,47 3.192.440,03
3.068.210,12 730.409,26 301.516,47 3.497.102,91
Buchwerte
31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 12.862,00 43.492,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 1.437.038,16 1.435.856,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 196.734,00 127.448,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.244.068,00 1.000.815,04
2.877.840,16 2.564.119,20
2.890.702,16 2.607.611,20

Lagebericht für 2023/2024

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Hitachi High-Tech Analytical Science GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Hitachi High-Tech Analytical Science Ltd. mit Hauptsitz in Abingdon, Großbritannien. Die Gesellschaft ist Teil der Hitachi High-Tech Corporation Gruppe mit Hauptsitz in Tokio, Japan, und deren mittelbare Tochtergesellschaft.

Das Unternehmen ist verantwortlich für den Verkauf und Service innerhalb der EMEA-Region des Hitachi High-Tech Sortiments von laborbasierten Hochleistungsprüfgeräten, die Material- und Beschichtungsanalysen liefern (sogenannte "HUB" Funktion). Unsere Schlüsselmärkte umfassen Elektronik, Metallproduktion und -veredelung, Petrochemie, Qualitätssicherung / Qualitätskontrolle, PMI-Inspektion, Umweltprüfung und Metallrecycling. Die Produktpalette der eigen hergestellten Geräte umfasst mobile und stationäre OES-Spektrometer und mobile Röntgenfluoreszenzspektrometer.

Das Unternehmen entwickelt und produziert auch eine Reihe von optischen Emissionsspektrometern, die weltweit zum Verkauf angeboten werden.

Die Gesellschaft wurde mit Vertrag vom 26. April 2017 mit Wirkung vom 3. Juli 2017 von der ehemaligen Konzern-Muttergesellschaft Oxford Instruments plc., Abingdon, Großbritannien, an die Hitachi High-Tech Corporation, Tokio, Japan, veräußert. Mit Vertrag vom 29. März 2019 wurden die Anteile der Gesellschaft von der Hitachi High-Tech Corporation, Tokio, Japan, auf die Hitachi High-Tech Analytical Science Ltd., Abingdon, Großbritannien, übertragen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäftsverlauf

Der Gesamtauftragseingang des Unternehmens war um 12 % höher als 2022/2023. Im Vergleich zur Planung lag der Gesamtauftragseingang um 3 % unter den Erwartungen. Im Bereich OES-Spektrometer lag der Auftragseingang um 6 % über dem Vorjahr. Der Auftragseingang aus den HUB-Aktivitäten (Verkauf und Service innerhalb der EMEA-Region des gesamten Hitachi High-Tech-Sortiments) verzeichnete einen Anstieg von 17 %.

Das OES-Geschäft ist durch die Geo-Politische Lage mit der politischen Instabilität in Europa und im Nahen Osten sowie der Zurückhaltung von Investition in China weiterhin angespannt. Trotzdem konnte der Umsatz in diesem Bereich das Niveau vom Vorjahr beibehalten.

2.2 Ertrags- Finanz- und Vermögenslage

2.2.1 Umsatzentwicklung und Ertragslage

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen die Gesellschaft gesteuert wird, sind Umsatz und Ergebnis vor Steuern.

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf der Produkte und Service-Leistungen (OES-Geschäft) sind gegenüber dem Vergleichszeitraum um rund 1 % gesunken.

Die Umsätze im Bereich Auftragsabwicklung (Hub-Funktion inkl. Serviceleistungen) zeigte im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang von 1% und trug 62% zu den Erlösen der Produkte bei.

Das Rohergebnis beträgt TEUR 22.634 und liegt somit 10% unter dem Vorjahreswert von TEUR 25.193.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Kursdifferenzen von TEUR 386 sowie TEUR 425 aus dem Verkauf von Anlagen enthalten.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um acht Mitarbeiter erhöht. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres beschäftigte die Gesellschaft 125 Mitarbeiter (im Vorjahr 117). Zum 31. März 2024 waren 131 Mitarbeiter beschäftigt, davon 38 Mitarbeiter in der Produktion, sowie 21 Angestellte im Vertrieb/Marketing und 71 Arbeitnehmer in sonstigen Bereichen und eine Auszubildende. Der Aufbau der Mitarbeiter zum 31. März 2024 im Vergleich zur durchschnittlichen Mitarbeiterzahl resultiert hauptsächlich aus dem Ausbau der Produktion in Uedem. Der Personalaufwand hat sich insgesamt um 6% von TEUR 8.435 in der Vergleichsperiode auf TEUR 8.949 im aktuellen Geschäftsjahr erhöht. Dieses ist durch die höhere Mitarbeiterzahl und Gehaltsanpassungen bedingt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen für das Geschäftsjahr TEUR 11.325 und liegen somit um 6% höher als im Geschäftsjahr 2022/2023.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt TEUR 1.334 (im Vj. TEUR 5.324). Das positive Ergebnis vor Steuern konnte trotz eines stabilen Auftragsbestands insbesondere im OES-Bereich nicht das Niveau vom Vorjahr erreichen. Gründe waren unter anderem allgemeine Kostensteigerungen, die nicht in gleicher Höhe an die Kunden weiterbelastet werden konnte und somit zu einer niedrigerer Marge geführt haben. Auch konnte das geplant Umsatzwachstum aufgrund der genannten Instabilität im Markt nicht erzielt werden. Wir bewerten das abgelaufene Geschäftsjahr dennoch als insgesamt noch zufriedenstellend.

2.2.2 Vermögenslage

Auf der Aktivseite der Bilanz entfallen 12% (im Vj. 10%) der Bilanzsumme auf das Anlagevermögen, das sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert hat.

Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 25% erhöht. Diese Erhöhung liegt an höheren Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen durch die Aufnahme der neuen XRF-Produktionslinie im April 2023 sowie an deutlich höheren Beständen der Handelswaren (gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.318 erhöht, darunter vier TA- Geräte aus Japan mit einem Gesamtwert von TEUR 1.270).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken um 4 % von TEUR 6.006 im Vorjahr auf TEUR 5.744 zum 31. März 2024. Dieses ist dadurch zu begründen, dass zum einen der Umsatz gesunken ist und zum anderen weiterhin intensives Forderungsmanagement betrieben wurde. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen hingegen sind stichtagsbedingt um 4 % gestiegen.

Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 1.278. Der Bilanzverlust zum 31. März 2024 beträgt unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses TEUR 2.626 (im Vj. TEUR 3.889). Insofern ergibt sich zum 31. März 2024 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fremdbetrag von TEUR 1.348.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 17% auf TEUR 1.380 erhöht und enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantieme und Mitarbeiterboni, rückständigen Urlaub, ausstehende Rechnungen sowie Gewährleistungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von TEUR 1.719 im Vorjahr auf TEUR 1.687 gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 20.247 (im Vj. TEUR 22.754) beinhalten mit TEUR 7.265 (im Vj. TEUR 7.013) Finanzverbindlichkeiten und mit TEUR 12.982 (im Vj. TEUR 15.741) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

2.2.3 Finanzlage

Das wichtigste Ziel des Finanzmanagements bleibt, die permanente Zahlungsbereitschaft aufrecht zu halten bzw. weiter auszubauen, um fällige Verbindlichkeiten jederzeit bedienen zu können.

Im Rahmen der Eingliederung innerhalb der Hitachi High-Tech Corporation, Tokio/Japan, wurde ein Cash-Pooling-System eingerichtet. Hier steht eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 10.000 zur Verfügung, die zum Stichtag mit TEUR 7.265 in Anspruch genommen wurde und kurzfristig kündbar ist. Im Laufe des Geschäftsjahres hat sich die Cash-Pool Verbindlichkeit um TEUR 252 erhöht. Ferner sind die Bankguthaben von TEUR 6.193 auf TEUR 4.157 zurückgegangen.

Die Finanzierung aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergibt sich im Wesentlichen durch die Lieferantenverbindlichkeiten aus dem Geschäft mit verbundenen Unternehmen, dem oben genannten Cash Pool sowie dem operativen Cash-Flow.

2.2.4 Going Concern Review

Im laufenden Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 1.263 (im Vj. TEUR 4.788) erzielt. Die Gesellschaft weist zum 31. März 2024 bei einem gezeichneten Kapital von TEUR 1.278 einen Bilanzverlust von -TEUR 2.626 aus. Zum 31. März 2024 ergibt sich daher ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 1.348.

Zur Vermeidung eventuell drohender insolvenzrechtlicher Konsequenzen aus der bilanziellen Überschuldung sowie zur Unterstützung der Finanzierung und damit der Zahlungsfähigkeit aufgrund der noch angespannten Liquiditätssituation hat die Hitachi High-Tech Corporation, Tokio, Japan, mit Datum vom 27. März 2020 eine Patronatserklärung abgegeben.

Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit sowie folglich die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist daher von der finanziellen Unterstützung durch den Konzern, insbesondere durch die Hitachi High-Tech Corporation, abhängig.

Der Jahresabschluss und Lagebericht wurden unter Berücksichtigung der Patronatserklärung unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1 Internes Kontrollsystem

Der Abschlussprozess des Unternehmens basiert auf den gesetzlichen Bilanzierungsvorschriften und auf wesentlichen Prozessen und Terminen innerhalb der Gruppe. Für die konzerninternen Abstimmungen und übrigen Abschlussarbeiten bestehen verbindliche Anweisungen. Zur Abbildung der buchhalterischen Vorgänge und der Aufstellung des Jahresabschlusses wird eine Standardsoftware eingesetzt.

3.2 Bericht über die wichtigsten Chancen und Risiken

Unsere Chance besteht darin, sicherzustellen, dass das Unternehmen wettbewerbsfähig ist, um den Marktanteil durch Produktinnovation, preisliche Wettbewerbsfähigkeit, Kundenservice und den Weg zum Markt zu halten und auszubauen.

Die Entwicklung neuer Produkte soll es uns ermöglichen, effektiv mit unseren Wettbewerbern zu konkurrieren. Das Produktportfolio ist in Schlüsselmärkten positioniert, um das Wachstum des Unternehmens voranzutreiben. In der Erweiterung der HUB-Funktion sehen wir ebenso Wachstumschancen wie in dem Aufbau der neuen XRF-Produktionslinie.

Risiken können sich durch die allgemeine Wechselkursentwicklung ergeben; da Transaktionen in fremder Währung sowohl mit Kunden als auch Lieferanten stattfinden, gleichen sich diese Risiken teilweise aus.

Hinsichtlich des anhaltenden Konflikts in der Ukraine können sich zukünftig vor allem indirekte negativen Auswirkungen durch gestiegene Energie- und Frachtkosten ergeben.

Bezüglich des Risikos hinsichtlich der Abhängigkeit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft von der finanziellen Unterstützung durch die Hitachi High-Tech Corporation, Tokio, Japan verweisen wir auf Abschnitt 2.2.4 "Going Concern Review" und Abschnitt 4 "Prognosebericht".

4. Prognosebericht

Die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen in China, unter anderem die erwarteten Strafzölle für China auf E-Fahrzeuge und Chinas mögliche Reaktion darauf, sowie die anhaltende politische Instabilität in Europa und im Nahen Osten hatten zuletzt negative Auswirkungen auf unser OES-Geschäft.

Die Investitionszurückhaltung unserer OES-Kunden wird auch im kommenden Monat erwartet.

Aufgrund interner Maßnahmen und der eingeführten Vertriebsstrategien sind wir jedoch zuversichtlich, dass unser OES-Geschäft stabil bleibt und im kommenden Geschäftsjahr die gesetzten Ziele erreicht werden können.

Im XRF-Bereich ist es geplant, durch die Anfang 2023 nach Uedem verlagerte Produktion in Zukunft noch mehr Marktanteile zu gewinnen.

Es laufen auch Gespräche, unsere Markt-Präsenz in USA zu optimieren.

Für das am 31. März 2025 endende Geschäftsjahr rechnen wir mit einem Umsatzwachstum von 20% und planen, das Geschäftsjahr mit einem Jahresgewinn abzuschließen, der leicht über dem aktuellen Jahr liegt.

Die Zukunftsprognosen bleiben aufgrund des aktuellen Umfelds grundsätzlich schwierig. Das Management ist sich daher der Notwendigkeit bewusst, Zukunftsprognosen aufgrund der jüngsten Handelsbedingungen und der finanziellen Abhängigkeit von der Hitachi High-Tech Corporation sorgfältig zu überwachen.

 

Uedem, 28. Juni 2024

Hitachi High-Tech Analytical Science GmbH

Dawn Frances Brooks, Geschäftsführerin

Carsten Stumpf, Geschäftsführer

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2024 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.