Cartonplast Group GmbH
Dietzenbach
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
1. Grundlegende Informationen über die
Gesellschaft
1.1 Hintergrund der Gesellschaft
Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft
der Cartonplast Holding GmbH, Dietzenbach.
Über die Cartonplast Holding GmbH ist die
Gesellschaft indirekt mehrheitlich im Besitz eines von der
Deutschen Beteiligungs AG, Frankfurt am Main, beratenen
Investmentfonds. Demzufolge gehört die Gesellschaft
zum Konzernverbund der Cartonplast Holding GmbH, welche
hierbei als Management-Holdinggesellschaft fungiert.
1.2 Geschäftsmodell
Das Geschäftsjahr der Cartonplast Group GmbH
beginnt am 1. Januar eines Jahres und endet am 31. Dezember
des gleichen Jahres.
Cartonplast Group GmbH, nachfolgend auch
"Cartonplast" oder die "Gesellschaft", ist ein Anbieter von
wiederverwendbaren Transportverpackungen (im Wesentlichen
Kunststoff-Zwischenlagen) auf Mietbasis, die für den
hygienisch sicheren und effizienten Transport von Glas-,
Dosen- und PET-Behältern in der Getränke-,
Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie eingesetzt
werden. Cartonplast betreibt hierzu ein geschlossenes
logistisches System, bei dem Kunststoff-Zwischenlagen
vermietet, gereinigt und vielfach wiederverwendet werden.
Aussortierte Zwischenlagen werden vom Lieferanten recycelt,
der Materialwert wird an Cartonplast erstattet. Durch den
Einsatz moderner Reinigungstechnologien, effektiver
Service- und Logistikprozesse und effizienter
Recyclingverfahren weist Cartonplast in ihren Märkten
Marktanteile von durchschnittlich 80 % und in wichtigen
Kernmärkten wie Deutschland, Spanien und der
Türkei über 90 % aus. Weitere
Geschäftsbereiche, die allerdings von untergeordneter
Bedeutung sind, stellen die Vermietung und die Reparatur
von Holzpaletten sowie Waschdienstleistungen für
Zwischenlagen dar.
Cartonplast unterhält langjährige
Geschäftsbeziehungen zu ihren Kunden. Die Vermietung
von Kunststoff-Zwischenlagen an die Hersteller von
Behälterglas für die Getränkeindustrie
bildet dabei das Kernsegment der Gesellschaft. Dieses wird
seit einigen Jahren durch die Vermietung von speziell
entwickelten Kunststoff-Paletten ergänzt, von der sich
Cartonplast ein signifikantes Wachstumspotential
verspricht.
Die Absatzentwicklung und Produktionsabläufe
unserer Kunden bestimmen nicht nur die Entwicklung unserer
Umsätze, sondern vor allem auch die erforderlichen
Investitionen in Kunststoff-Zwischenlagen. Durch eine
Produktionsausweitung bei den Behälterglasherstellern
erhöht sich in der Regel die Nachfrage nach
Kunststoff-Zwischenlagen. Allerdings führen
rückläufige Umsätze der
Behälterglashersteller nicht unmittelbar zu einer
geringeren Nachfrage nach Kunststoff-Zwischenlagen, da die
auf den langfristigen Betrieb angelegten
Produktionsprozesse in der Behälterglasindustrie nur
sehr langsam auf eine nachhaltig geringere Marktnachfrage
der Abfüller-Betriebe angepasst werden können und
kurzfristige Nachfrageschwankungen durch Erhöhung der
Lagerbestände bei den Behälterglasherstellern
ausgeglichen werden.
Die Aufträge werden in der Regel
wöchentlich im Voraus platziert. Daher erfolgt die
Beauftragung von Zwischenlagen-Lieferungen relativ
kurzfristig ohne große Vorlaufzeiten. Cartonplast hat
mit ihren Großkunden vereinbart, dass diese
jährliche und quartalsweise Bedarfsprognosen abgeben,
um die Nachfrageentwicklung und den daraus folgenden
konkreten Bedarf besser einschätzen zu können.
Aktuell betreibt die Cartonplast Gruppe ein Netzwerk
von insgesamt siebzehn Service-Centern, von denen sich
zwölf in Europa befinden. Der Hauptmarkt ist
Deutschland, wo Cartonplast an vier Standorten vertreten
ist. Die Unternehmenszentrale hat ihren Sitz in
Dietzenbach.
Die Cartonplast Gruppe finanziert sich, wie bei
Private Equity Unternehmensbeteiligungen üblich, zu
einem erheblichen Teil durch einen Konsortialkredit sowie
durch Gesellschafterdarlehen.
1.3 Entwicklungsaktivitäten
Im vierten Quartal 2019 hat Cartonplast ein
mehrjähriges Projekt begonnen, dessen Ziel es ist, die
IT-Landschaft zu harmonisieren und zu modernisieren,
Schnittstellen zwischen den einzelnen Systemen zu schaffen
sowie zahlreiche Geschäftsprozesse unterschiedlicher
Abteilungen stärker zu standardisieren und zu
digitalisieren. Kernelement des Projekts ist die
vollständige Neukonzeptionierung und -programmierung
der Software zur Steuerung des Zwischenlagen-Pools
(nachfolgend als "Pool-Software" bezeichnet) durch die
interne Abteilung für Softwareentwicklung. Weiterhin
wurde im Zuge des Projekts ein Dokumentenmanagementsystem
eingeführt sowie die Erneuerung und Erweiterung von
weiten Teilen der IT-Infrastruktur in Angriff genommen. Die
Inbetriebnahme erster Kernfunktionen der Pool-Software ist
im zweiten Halbjahr 2024 vorgesehen.
Die Gesellschaft nimmt das Aktivierungswahlrecht des
§ 248 Abs. 2 S. 1 HGB in Anspruch. Zum 31. Dezember
2023 wurden 361 TEUR (Vorjahr: 339 TEUR) aktiviert, im
Wesentlichen in Zusammenhang mit der internen
Programmierung der Pool-Software. Der Gesamtbetrag, der im
Jahr 2023 angefallenen Entwicklungskosten, beläuft
sich auf 410 TEUR, welche vollständig aktiviert
wurden.
Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet
Cartonplast insgesamt mit Projektkosten von 468 TEUR
(Vorjahr: 498 TEUR), wobei ein Anteil in Höhe von 432
TEUR (Vorjahr: 382 TEUR) auf die neue Pool-Software
entfällt. Die Projektkosten sind in ihrer
Größenordnung von untergeordneter Bedeutung
für die Gesellschaft.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliches und segmentspezifisches
Umfeld
2.1.1 Allgemeine Wirtschaftslage
Die Cartonplast Gruppe ist in ihren Märkten nur
zu einem geringen Umfang von der allgemeinen
Wirtschaftsentwicklung abhängig, weil es sich bei den
Produkten der Abfüller, welche von den
Behälterglasherstellern - die ihrerseits Kunden von
Cartonplast sind - beliefert werden, im Wesentlichen um
Getränke und Lebensmittel handelt. Die Nachfrage der
Endverbraucher nach Getränken und anderen
Gegenständen des täglichen Bedarfs unterliegt
naturgemäß nur geringen wirtschaftlichen
Schwankungen. Gleichwohl beobachtet Cartonplast die
Wirtschaftsentwicklung in den einzelnen Märkten -
nicht zuletzt um Rückschlüsse auf andere für
den Konzern relevante Parameter wie Zinsen, Wechselkurse,
Inflation, etc. ziehen zu können.
Für die Cartonplast Gruppe sind verschiedene
EU-Absatzmärkte, insbesondere Deutschland, sowie
außerhalb der EU Großbritannien und die
Türkei von herausgehobener Bedeutung. In diesen
Absatzmärkten werden zusammen ca. 90 % des Umsatzes
der Cartonplast Gruppe erwirtschaftet.
Wirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr 2023
Für das Jahr 2023 schätzt der
Internationale Währungsfonds (IWF) - in seiner im
Januar 2024 veröffentlichten Prognose
[1]
- das globale Wirtschaftswachstum auf 3,1 % (2022: 3,5
%). Für den Euroraum rechnet der IWF im Jahr 2023 mit
einem durchschnittlichen Wachstum der Wirtschaftsleistung
von 0,5 % (2022: 3,4 %).
In den meisten europäischen
Cartonplast-Kernmärkten geht der IWF für das Jahr
2023 von einem moderaten - wenn auch unterhalb des Niveaus
von 2022 liegenden - Wachstum der Wirtschaft aus
[2]
. Positive Werte werden erwartet für Spanien (+2,4
%), Portugal (+2,3 %) die Niederlande (+0,2 %), Frankreich
(+0,8 %) und Polen (+0,6 %).
In Bezug auf Deutschland wird dagegen für das
Jahr 2023 ein negatives Wachstum (-0,3 %) geschätzt,
während das Wachstum 2022 noch positiv war (+1,8 %).
Nach Einschätzung des Sachverständigenrats zur
Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in
Deutschland vom November 2023
[3]
ging das Wachstum im Jahr 2023 sogar um 0,4 %
zurück. Als Ursache hierfür benennt der
Sachverständigenrat insbesondere die geschwächte
inländische Nachfrage zu Beginn des Jahres 2023.
Außerhalb der EU schätzt der IWF das
britische Wirtschaftswachstum für das Jahr 2023 auf
+0,5 %.
Die türkische Wirtschaftsleistung ist im Jahr
2023 laut der jüngsten verfügbaren IWF-Prognose
[4]
um 4,0 % gewachsen (2022: 5,5 %). Die türkische
Lira ist freilich in den letzten Jahren von Wertverfall
betroffen. Für das Jahr 2023 wird mit einer
Inflationsrate in Höhe von 51,2 % gerechnet. Nach
einem weiteren Anstieg in 2024 wird schließlich mit
einem Absinken der Inflationsrate bis zum Jahr 2028 auf
37,4 % gerechnet. Die türkische Zentralbank
bekämpft die Inflation durch Anhebung des Leitzinses
[5]
.
Wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024
Der IWF
[6]
prognostiziert das Weltwirtschaftswachstum für
das Jahr 2024 auf 3,1 %. Die Wachstumsprognose für den
Euroraum beträgt 0,9 %.
Die Erwartungen für die europäischen
Cartonplast-Kernmärkte sind durchgängig positiv.
Es werden erwartet für Spanien (+1,5 %), Portugal
(+1,5 %), die Niederlande (+0,7 %), Frankreich (+1,0 %) und
Polen (+2,8 %)
[7]
.
In Bezug auf Deutschland sind die Erwartungen
für das Jahr 2024 - mit einer erheblichen Bandbreite -
unterschiedlich. Während im letzten Herbst der
Sachverständigenrat zur Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
[8]
für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 ein
Wachstum von 0,7 % vorhergesagt hatte, geht der IWF in
seiner Prognose vom Januar diesen Jahres noch von einem
Wachstum von 0,5 % aus. Im Jahreswirtschaftsbericht aus dem
Februar senkt die Bundesregierung
[9]
die Wachstumserwartung auf 0,2 %. Diese Sichtweise
wird auch von einem Wirtschaftsforschungsinstitut
[10]
geteilt. Ein anderes Wirtschaftsforschungsinstitut
[11]
zeigt sich pessimistischer und geht mittlerweile
für 2024 von einem Absinken des Bruttoinlandprodukts
um 0,3 % aus.
Das Wachstum im Vereinigten Königreich wird vom
IWF für 2024 auf 0,6 % prognostiziert.
Für die Türkei erwartet der IWF für
das Jahr 2024 ein Wirtschaftswachstum von 3,1 %.
Die Unsicherheit über die zukünftige
Entwicklung der Weltwirtschaft und der für das
Geschäft der Cartonplast Gruppe besonders wichtigen
europäischen Volkswirtschaften bleibt auch 2024
unverändert hoch. Potenziell schwerwiegende negative
Auswirkungen könnten sich unter anderem durch eine
wirtschaftliche Abschwächung in Europa sowie durch
eine Eskalation von militärischen Konflikten ergeben.
2.1.2 Behälterglasmarkt
Der globale Markt für Behälterglas
[12]
gilt als fragmentiert und dementsprechend
wettbewerbsintensiv. Die Wettbewerbsintensität ist
dabei zum einen auf eine weltweit starke Präsenz der
wichtigsten globalen Hersteller zurückzuführen,
zu denen auch einige Kunden von Cartonplast zählen.
Zum anderen ist dies aber auch durch die Existenz von
Ersatzprodukten (z. B. Kunststoffbehälter und Dosen)
bedingt, denn die Produzenten dieser Ersatzprodukte
bemühen sich konsequent um die Sicherung ihres
Marktanteils. Geschätzt wird der globale
Behälterglasmarkt auf ein Volumen von 85,25 Mrd. USD
für 2024 mit erwarteten jährlichen
durchschnittlichen Wachstumsraten von 3,89 % bis 2029 auf
dann 103,17 Mrd. USD. Mit Bezug auf Europa berichtet eine
europäische Vereinigung von
Behälterglasproduzenten
[13]
von mehr als 160 europäischen
Behälterglasproduktionsstätten mit rund 125.000
Beschäftigten entlang der Wertschöpfungskette.
Die Situation und Entwicklung in Deutschland weichen
von den Feststellungen und Prognosen des weltweiten und
europäischen Glasbehältermarktes ab.
Einer auf Glasverpackungen ausgerichteten
Branchenvereinigung
[14]
zufolge habe eine allgemein schlechte Situation in der
deutschen Wirtschaft zwischenzeitlich den
Behälterglasmarkt erreicht und den stetigen
Aufwärtstrend der vorangegangenen Jahre unterbrochen.
Der Absatz von Behälterglas sei im ersten Halbjahr
2023 um 10,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken.
Als Ursache für diese Entwicklung wurde neben einem
Nachfragerückgang aber auch der Abbau von
Lagerbeständen als zweite Ursache ausgemacht. Aufgrund
des letztgenannten Umstands war die Branchenvereinigung im
Herbst 2023 noch optimistisch, dass die Talsohle im ersten
Halbjahr 2023 erreicht gewesen sei. Zwischenzeitlich
zeichnet sich indes ab, dass eine Erholung im Laufe des
Jahres 2023 noch nicht stattgefunden hat. So berichtet ein
Branchendienst
[15]
bezüglich eines Behälterglasproduzenten
über einen Umsatzrückgang in Europa von 24 % mit
der Folge einer Drosselung der weltweiten Produktion im
letzten Quartal 2023 um die Hälfte. Für 2024 wird
indes berichtet, dass der Behälterglasproduzent von
einer Trendwende bei der Lagerhaltung seiner
europäischen Kunden noch im ersten Halbjahr 2024
ausgeht.
In einem zuletzt am 7. März 2024 aktualisierten
Bericht gelangt ein Branchendienst
[16]
zu der Einschätzung, dass die schwächere
Nachfrage nachgelagerter Branchen sowie der Abbau von
Lagerbeständen sich negativ auf den Branchenumsatz
ausgewirkt haben und weiter auswirken. Eine Trendwende
sieht der Branchendienst aktuell noch nicht, aber geht im
Rahmen seiner Zeitraumbetrachtung 2019 - 2024 bereits
für das Gesamtjahr 2023 von einem positiven Wachstum
von 0,5 % aus. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf
das gestiegene Umweltbewusstsein der Bevölkerung, mehr
Geld für umweltfreundliche Verbrauchs- und
Gebrauchsgüter auszugeben, wovon auch
Glasbehälter profitieren. Beim Ausblick und der
Prognose für den Zeitraum 2024 - 2029 sieht der
Branchendienst einige Behälterglashersteller ihre
Produktion ins Ausland verlagern, um von niedrigeren
Arbeits- und Energiekosten zu profitieren. Zugleich wird
aber auch auf ein Korrektiv hingewiesen in Gestalt
erhöhter Transportkosten beim dann notwendigen Export
nach Deutschland.
In Deutschland wird eine hohe Marktkonzentration
gesehen. Der Markt für Behälterglas werde von
einigen wenigen großen Herstellern dominiert, welche
über ausreichend Schmelzwannen und
Produktionsstandorte verfügen, um mit ihrem
Produktionsvolumen Skaleneffekte zu erzielen. Der
inländische Glasmarkt wird als gesättigt
bezeichnet, weswegen die nach Ansicht des Branchendienstes
dominierenden (und von ihm in der Publikation
aufgelisteten) Hersteller ihre jeweiligen Marktanteile
mittels Übernahmen und Fusionen ausbauen, was zu einer
weiteren Zunahme der Marktkonzentration führe.
2.2 Geschäftsverlauf
Hauptmerkmale
Als in ihren Märkten dominanter Anbieter von
Dienstleistungen im Bereich der Vermietung und Reinigung
von Kunststoff-Zwischenlagen für die
Behälterglasindustrie konzentriert sich die
Cartonplast bei ihrer internen Planung und Steuerung
hauptsächlich auf das bereinigte EBITDA. Zur
Definition und Ermittlung des bereinigten EBITDA zum 31.
Dezember 2023 verweisen wir auf Abschnitt 2.4 dieses
Lageberichts.
Der Geschäftsverlauf von Cartonplast wurde auch
im Jahr 2023 weiterhin in hohem Maße von der
Entwicklung der Märkte für Behälterglas in
Europa bei bestehenden Kunden beeinflusst. Das bereinigte
EBITDA (im Wesentlichen ohne Aufwendungen und Erträge
mit Gesellschaften des Konzernverbunds) liegt mit 21,1
Millionen EUR um 0,8 Millionen EUR unter dem für das
Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Wert. Dies ist im
Wesentlichen auf deutlich niedrigere Umsatzerlöse mit
Dritten zurückzuführen. Dies konnte teilweise
durch Einsparungen auf der Kostenseite kompensiert werden.
Die Umsatzerlöse erreichten im
Geschäftsjahr 2023 insgesamt 53,3 Millionen EUR und
liegen damit 2,8 Millionen EUR unter dem für 2023
prognostizierten Wert. Der Hauptgrund hierfür liegt in
den deutlich gesunkenen Umsatzerlösen mit Dritten
(41,4 Millionen EUR, Budget: 45,3 Millionen EUR). Das
Kernsegment der Vermietung von Zwischenlagen an fremde
Dritte hat ebenfalls nur Erlöse von insgesamt 28,1
Millionen EUR eingebracht, wobei hierfür 30,7
Millionen EUR budgetiert waren. Die rückläufige
Entwicklung des Branchenumsatzes in der deutschen
Behälterglasindustrie hat sich auf das Kernsegment
ausgewirkt. Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich
gesunkenen Liefermengen (hauptsächlich im vierten
Quartal 2023) konnten zwar durch erfolgreiche
Preisverhandlungen kompensiert werden, aber die für
das Geschäftsjahr 2023 budgetierten Umsatzerlöse
konnten jedoch nicht erreicht werden.
Mit einem Restbuchwert von 84,9 Millionen EUR zum 31.
Dezember 2023 stellt der Kunststoff-Zwischenlagen-Pool mit
insgesamt 46,7 Millionen Einheiten den größten
Anteil am Gesamtvermögen dar.
Cartonplast ist für den Einkauf von
Kunststoff-Zwischenlagen für die Region Zentraleuropa
verantwortlich. Die Investitionen für den Erhalt und
den Ausbau des Zwischenlagen-Pools sind ein wichtiger
Faktor für das Geschäft. Ausgaben für
Zwischenlagen werden teilweise durch die Einkünfte aus
dem Abgang von Zwischenlagen ausgeglichen, z. B. aus dem
Verkauf von beschädigten Zwischenlagen (Recycling)
oder einbehaltenem Pfand für nicht
zurückgelieferte Zwischenlagen.
In 2023 wurden Investitionen in
Kunststoff-Zwischenlagen in Höhe von insgesamt 23,3
Millionen EUR getätigt (7,3 Millionen Einheiten),
wovon 8,2 Millionen EUR (2,6 Millionen Einheiten) der
eigenen operativen Bedarfsdeckung von Cartonplast dienten
und 15,1 Millionen EUR (4,7 Millionen Einheiten) für
den Bedarf der zentraleuropäischen
Tochtergesellschaften erworben wurden. Insgesamt fielen die
Investitionen um 1,2 Millionen EUR niedriger aus als
erwartet. Der Zwischenlagen-Pool erhöhte sich von 43,8
Millionen Einheiten in 2023 auf insgesamt 46,7 Millionen
Einheiten zum Jahresende 2023. Von den 46,7 Millionen
Zwischenlagen im Bestand entfallen zum Stichtag 23,0
Millionen Einheiten auf den sogenannten operativen
Zwischenlagen-Pool der Gesellschaft, der sich damit um 0,8
Millionen Einheiten über Plan befindet. Der operative
Zwischenlagen-Pool ist der zur Erzielung der
Umsatzerlöse aus der Vermietung von Zwischenlagen
erforderliche Bestand an Zwischenlagen und stellt eine der
zentralen Kennzahlen der Steuerung des Kerngeschäfts
von Cartonplast dar.
Im Geschäftsablauf werden einige Zwischenlagen
durch Kunden an Abfüller außerhalb des
üblichen Rückgabebereichs (Collection Area) von
Cartonplast geliefert. Für diese Zwischenlagen wird
den Kunden in der Regel ein Pfand in Rechnung gestellt.
Beschädigte Zwischenlagen und Zwischenlagen, welche
den üblichen Rückgabebereich von Cartonplast
dauerhaft verlassen, führen zu einem kontinuierlichen
Abgang von Zwischenlagen, der durch Investitionen in neue
Zwischenlagen ausgeglichen werden muss. Man unterscheidet
daher bei Investitionen in Instandhaltungsinvestitionen und
Wachstumsinvestitionen. Letztere werden benötigt, um
eine gesteigerte Nachfrage nach Zwischenlagenvermietungen
seitens der Behälterglashersteller zu befriedigen.
Lieferungen und Rotation
Die Lieferungen bezeichnen die Anzahl der
Vermietungen von Kunststoff-Zwischenlagen. Die Lieferungen
hängen vom Bestellverhalten der Produktionsbereiche
der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ab. Die
Profitabilität von Cartonplast bestimmt sich vor allem
durch das Leistungsverhalten an den eigenen Standorten
sowie die effiziente und rechtzeitige Abholung der
Zwischenlagen bei den Abfüllern. Demzufolge umfasst
eine kontinuierliche Profitabilitätssteigerung (neben
der Gewinnung von Neukunden oder der Übernahme von
Zwischenlagen-Pools von Kunden oder Mitbewerbern) in der
Regel Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, insbesondere
die Erhöhung der Rotationsraten bei den Zwischenlagen,
was zukünftig einen geringeren Zwischenlagen-Pool und
niedrigere Investitionen ermöglicht.
Der Abschluss eines vollständigen Logistikzyklus
(Lieferung von Zwischenlagen an Behälterglashersteller
- Abholung vom Abfüller - Handling im Cartonplast
Service Center) beschreibt die Umschlagshäufigkeit der
Zwischenlagen und wird als Rotation bezeichnet. Neben der
Betriebsleistung in den Cartonplast Service Centern
bestimmt vor allem das Produktionsverhalten der
Behälterglashersteller sowie das Nachfrageverhalten
der Abfüller die Länge dieses Zyklus und damit
die durchschnittliche Umschlagshäufigkeit pro
Zwischenlage in einem Jahr. Dieser Effizienzgewinn wird
teilweise durch höhere Transportkosten und
kürzere Nutzungsdauern der Zwischenlagen kompensiert.
Die durchschnittliche Rotation der Zwischenlagen lag
mit 2,5x unter dem Planniveau von 2,7x.
2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2.3.1 Ertragslage
Vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 weist Cartonplast
Umsatzerlöse in Höhe von 53,3 (Vorjahr: 50,0)
Millionen EUR aus. Vom Gesamtumsatz entfallen 38,6
(Vorjahr: 36,9) Millionen EUR (72,5 %, Vorjahr: 73,7 %) auf
die Vermietung von Zwischenlagen, 9,5 (Vorjahr: 7,6)
Millionen EUR (17,8 %, Vorjahr: 15,3 %) auf den Verkauf von
Zwischenlagen aus dem Anlagevermögen (Export,
Recycling), 4,0 (Vorjahr: 3,2) Millionen EUR (7,4 %,
Vorjahr: 6,3 %) auf die Vermietung und den Verkauf von
Holzpaletten, 0,8 (Vorjahr: 1,6) Millionen EUR (1,6 %,
Vorjahr: 3,3 %) auf Waschdienstleistungen und 0,4 (Vorjahr:
0,7) Millionen EUR (0,7 %, Vorjahr: 1,4 %) auf sonstige
Umsätze.
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen
1.548 TEUR (Vorjahr: 439 TEUR). Darin enthalten ist ein
einmaliger Verschmelzungsgewinn aus der Verschmelzung mit
der PLP24 GmbH in Höhe von 751 TEUR. Die weiteren
Bestandteile sind im Wesentlichen Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 132
(Vorjahr: 101) TEUR und weitere periodenfremde Erträge
in Höhe von 48 (Vorjahr: 36) TEUR, sowie Erträge
aus weiterbelasteten Kosten an verbundene Unternehmen in
Höhe von 94 (Vorjahr: 44) TEUR. Die Erträge aus
Währungsumrechnungsdifferenzen betragen 14 (Vorjahr:
15) TEUR.
Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung
für das Jahr 2023 beläuft sich auf 11,1 (Vorjahr:
13,5) Millionen EUR.
Der Materialaufwand beinhaltet die
Anlagenabgänge der verkauften Zwischenlagen in
Höhe von 3,4 (Vorjahr: 2,3) Millionen EUR. Die
Materialaufwendungen belaufen sich auf 10,7 (Vorjahr: 11,7)
Millionen EUR, wovon 6,8 (Vorjahr: 8,8) Millionen EUR auf
Aufwendungen für bezogene Leistungen sowie 3,9
(Vorjahr: 2,9) Millionen EUR auf bezogene Waren entfallen.
Die Personalkosten einschließlich Sozialabgaben
betragen 8,5 (Vorjahr: 7,1) Millionen EUR. Im
Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 143
(Vorjahr: 136) Mitarbeiter bei Cartonplast
beschäftigt.
Die Abschreibungen belaufen sich im Jahr 2023 auf
16,2 (Vorjahr: 16,2) Millionen EUR und enthalten
insbesondere die Abschreibung auf Zwischenlagen in
Höhe von 13,5 (Vorjahr: 12,5) Millionen EUR. Die
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände betragen 121 (Vorjahr: 57)
TEUR. Die Abschreibungen auf Gebäude belaufen sich auf
418 (Vorjahr: 417) TEUR, die Abschreibungen auf
Holzpaletten (geringwertige Wirtschaftsgüter) betragen
1.423 (Vorjahr: 2.436) TEUR und auf Anlagen und sonstige
Betriebs- und Geschäftsausstattung 779 (Vorjahr: 774)
TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit
6,1 (Vorjahr: 6,3) Millionen EUR beziffert. Darin sind
Raumkosten in Höhe von 1,1 (Vorjahr: 1,7) Millionen
EUR enthalten. Diese sind hauptsächlich aufgrund
deutlich niedrigerer Energiepreise gesunken. Des Weiteren
entfallen 0,4 (Vorjahr: 0,3) Millionen EUR auf Aufwendungen
für Rechtsberatung, Marktentwicklung und Consulting.
Das Finanzergebnis beträgt -2,2 (Vorjahr: 4,3)
Millionen EUR. Das liegt hauptsächlich daran, dass die
Erträge aus Beteiligungen im Vergleich zum Vorjahr
deutlich gesunken sind (2,0 Millionen EUR, Vorjahr: 8,0
Millionen EUR). Die Zinsaufwendungen sind gegenüber
dem Vorjahr gestiegen, die Zinserträge hingegen
gefallen. Dies liegt hauptsächlich am mit der
Muttergesellschaft abgeschlossenen Cash-Poolingvertrag.
Im Übrigen verweisen wir auf die
Erläuterungen zum Geschäftsverlauf im Abschnitt
2.2.
2.3.2 Finanzlage
Die Verbindlichkeiten gegenüber der
Muttergesellschaft liegen zum Jahresende bei 64,6 (Vorjahr
59,3) Millionen EUR. Sie betreffen im Wesentlichen
gewährte Darlehen (48,5 Millionen EUR, Vorjahr: 45,1
Millionen EUR), die Verbindlichkeit aus der
Ergebnisabführung (11,1 Millionen EUR; Vorjahr: 13,5
Millionen EUR) sowie Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling
(4,4 Millionen EUR, Vorjahr: Forderungen in Höhe von
0,4 Millionen EUR). Der Zinsaufwand für
Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft
belief sich im Geschäftsjahr auf 4,1 Millionen EUR
(Vorjahr: 3,9 Millionen EUR), wovon 0,0 Millionen (Vorjahr:
2,2 Millionen) EUR gezahlt wurden.
Darüber hinaus hat die Gesellschaft
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von 11,3 (Vorjahr: 10,5) Millionen EUR, wovon 0,9
(Vorjahr: 1,6) Millionen EUR auf
Geschäftsvorfälle im Konzernverbund entfallen und
daher als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen ausgewiesen werden. Des Weiteren werden
Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten in
Höhe von 7,4 (Vorjahr: 11,1) Millionen EUR
ausgewiesen.
Das Eigenkapital beträgt 76,6 (Vorjahr: 76,6)
Millionen EUR und stammt insbesondere aus der
Kapitalrücklage in Höhe von 76,6 Millionen EUR.
Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 über liquide Mittel in Höhe von
0,2 (Vorjahr: 0,8) Millionen EUR.
Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft
Investitionen in Kunststoff-Zwischenlagen von 23,3
(Vorjahr: 20,3) Millionen EUR geleistet. Dies entspricht
7,3 (Vorjahr: 5,1) Millionen Einheiten. Zum 31. Dezember
2023 bestehen Abnahmeverpflichtungen für neue
Kunststoff-Zwischenlagen in Höhe von maximal 1.128
TEUR bis zum 30. April 2024.
Die Cartonplast Group GmbH verfügt zum 31.
Dezember 2023 über keine nicht gezogenen Kreditlinien.
Die nicht gezogenen Kreditlinien liegen vollumfänglich
bei der Muttergesellschaft Cartonplast Holding GmbH, welche
der Gesellschaft im Bedarfsfall über den
Cash-Poolingvertrag jederzeit liquide Mittel zur
Verfügung stellen kann.
Cartonplast hat Patronatserklärungen an drei
Tochtergesellschaften abgegeben.
Die Geschäftsführung von Cartonplast ist
davon überzeugt, dass die Liquidität der
Gesellschaft zur Weiterführung des
Bestandsgeschäfts jederzeit gesichert ist und dass die
Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen aus
Gesellschafterdarlehen und aus der laufenden
Geschäftstätigkeit sowie ihrem sonstigen
kurzfristigen Finanzierungbedarf vollständig
nachkommen kann. Im Weiteren wird hierzu auf den
Prognosebericht in Abschnitt 3.3 dieses Lageberichts
verwiesen.
2.3.3 Vermögenslage
Das Gesamtvermögen von Cartonplast beläuft
sich zum 31. Dezember 2023 auf 160,5 (Vorjahr: 157,9)
Millionen EUR und beinhaltet immaterielle
Vermögensgegenstände in Höhe von 1,6
(Vorjahr: 1,3) Millionen EUR.
Die Sachanlagen belaufen sich auf 95,3 (Vorjahr:
89,3) Millionen EUR und umfassen technische Anlagen, andere
Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
(einschließlich Zwischenlagen) und Anzahlungen in
Höhe von 88,7 (Vorjahr: 82,4) Millionen EUR sowie
Grundstücke und Bauten in Höhe von 6,6 (Vorjahr:
6,9) Millionen EUR. Der Wert der aktivierten
Kunststoff-Zwischenlagen im Jahresabschluss zum 31.
Dezember 2023 beträgt 84,9 (Vorjahr: 78,4) Millionen
EUR.
Die Finanzanlagen belaufen sich auf 55,2 (Vorjahr:
56,3) Millionen EUR. Hierbei handelt es sich
ausschließlich um Anteile an verbundenen Unternehmen.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände betragen 7,9 (Vorjahr: 9,9)
Millionen EUR, davon 3,4 (Vorjahr: 5,5) Millionen EUR
für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Weitere 3,3 (Vorjahr: 2,6) Millionen EUR entfallen auf
Geschäftsvorfälle im Konzernverbund. Die
sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf
1,2 (Vorjahr: 1,8) Millionen EUR.
Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember
2023 47,8 % (Vorjahr: 48,6 %).
Das Geschäftsjahr 2023 verlief trotz der
inflationsbedingt stark gestiegenen operativen Kosten
(insbesondere Personalkosten), welche nur teilweise bzw.
zeitverzögert weitergegeben werden konnten, und der
konjunkturbedingten Abschwächung der Nachfrage im
zweiten Halbjahr 2023 insgesamt zufriedenstellend.
2.4 Finanzielle und nicht-finanzielle
Leistungsindikatoren
Umsatzerlöse
Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse mit
fremden Dritten und mit Gesellschaften im Konzernverbund
(Gesamtumsatzerlöse). Dabei stellen insbesondere die
Umsatzerlöse mit fremden Dritten eine wichtige
finanzielle Steuerungsgröße der Gesellschaft
dar, während die im Konzernverbund erzielten
Umsatzerlöse bei der internen Steuerung von
untergeordneter Bedeutung sind.
Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die
Umsatzerlöse von Cartonplast insgesamt 53,3 (Vorjahr:
50,0) Millionen EUR. Davon entfallen 41,4 (Vorjahr: 39,3)
Millionen EUR auf Umsätze mit fremden Dritten.
Der überwiegende Teil der Umsatzerlöse mit
fremden Dritten wurde im Kernsegment der Vermietung von
Zwischenlagen mit einem operativen Zwischenlagen-Pool von
durchschnittlich 23,2 Millionen Einheiten erzielt. Die
Lieferungen betrugen 56,4 (Vorjahr: 62,2) Millionen
Einheiten und führten zu Umsatzerlösen aus der
Vermietung von Zwischenlagen mit fremden Dritten in
Höhe von 28,1 (Vorjahr: 27,2) Millionen EUR bzw. 67,9
% (Vorjahr: 69,2 %) aller Umsatzerlöse mit fremden
Dritten.
Bereinigtes EBITDA
Neben den Umsatzerlösen ist das bereinigte
EBITDA bei der finanziellen Steuerung der Cartonplast von
zentraler Bedeutung. Neben der Messung der
Profitabilität dient es insbesondere der fortlaufenden
Überwachung des zulässigen Verschuldungsgrads
(Leverage Cover) im Rahmen des Konsortialkreditvertrags der
Muttergesellschaft Cartonplast Holding GmbH. Das bereinigte
EBITDA wird definiert als das operative Ergebnis vor
Zinsen, Steuern, Abschreibungen und nicht betrieblichen und
sonstigen Postensowie im Wesentlichen ohne
Berücksichtigung von Aufwendungen und Erträgen,
die mit Gesellschaften des Konzernverbunds erzielt wurden.
Die bereinigte EBITDA-Marge ist definiert als
Verhältnis des bereinigten EBITDA zu den
Umsatzerlösen mit fremden Dritten.
Im Geschäftsjahr 2023 betrug das bereinigte
EBITDA 21,1 (Vorjahr: 17,9) Millionen EUR. Die bereinigte
EBITDA Marge liegt bei 51,9 % bezogen auf den Gesamtumsatz
mit Dritten (Vorjahr: 47,6 %). Die nicht betrieblichen
Posten betreffen vor allem personelle Restrukturierungen,
Rechts- und Beratungskosten sowie Kosten zur
Erschließung neuer Märkte. Die sonstigen Posten
betreffen im Wesentlichen die Anlagenabgänge aus
Zwischenlagen, Kursaufwendungen und -erträge sowie
periodenfremde Aufwendungen und Erträge.
Investitionen in Zwischenlagen
Im Geschäftsjahr wurden Zwischenlagen im
Gesamtwert von 23,3 (Vorjahr: 20,3) Millionen EUR dem Pool
zugeführt. Davon entfielen 8,2 Millionen EUR auf den
eigenen operativen Bedarf von Cartonplast. Die
Zwischenlagen wurden in voller Höhe von Dritten
erworben. Diese Ausgaben werden teilweise durch Einnahmen
aus dem Abgang von Zwischenlagen ausgeglichen.
Der Bestand an Zwischenlagen hat sich im
Geschäftsjahr 2023 um 3.482 Tausend Einheiten - durch
Transaktionen mit fremden Dritten - reduziert (Vorjahr:
3.107 Tausend Einheiten), wovon der Großteil dem
Recycling zugeführt wurde (1.677 Tausend Einheiten,
Vorjahr: 1.617 Tausend Einheiten).
Im Jahr 2023 lag die Rotation der Zwischenlagen mit
durchschnittlich 2,5x Lieferungen pro Zwischenlage unter
dem Vorjahresniveau (2,7x).
3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
3.1 Risikobericht
Als Risiko werden Entwicklungen oder Ereignisse
verstanden, die sich negativ auf die kurzfristigen
operativen Ziele oder langfristigen strategischen Ziele der
Gesellschaft auswirken könnten. Die Darstellung der
Risiken erfolgt vor Risikobegrenzungsmaßnahmen und in
absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die
Gesellschaft.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und
Marktentwicklung
Die Beurteilung der zukünftigen Entwicklung der
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gestaltet sich schwierig
und wird als wesentliches Risiko betrachtet. Das Andauern
des Russland-Ukraine-Kriegs und mögliche weitere
Eskalationen könnten zu weiteren Sanktionen und
entsprechenden Gegenmaßnahmen führen. Zusammen
mit weiteren geopolitischen Konflikten und dem neu
aufgeflammten Konflikt im Nahen Osten resultieren hieraus
Risiken für die konjunkturelle Entwicklung. Anhaltende
oder verschärfte Lieferengpässe sowie hohe
Energie- und Rohstoffpreise wirken sich zusätzlich
negativ auf die wirtschaftliche und branchenspezifische
Entwicklung aus. Durch die nach wie vor hohen
Inflationsraten und Leitzinsen der Notenbanken nimmt
darüber hinaus das Risiko einer Abschwächung des
Wachstums zu. Die zahlreichen staatlichen
Hilfsmaßnahmen, z. B. zur Minderung der Effekte aus
den hohen Energiepreisen, sind dazu geeignet Risiken zu
mindern, könnten aber vor allem in Europa die
Verschuldungsproblematik einzelner Länder
verschärfen.
Obwohl die Cartonplast Gruppe in ihrem Kernsegment
der Vermietung von Kunststoff-Zwischenlagen an die
Behälterglasindustrie nur in einem geringeren Umfang
von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung abhängig
ist, kann eine Verschlechterung der makroökonomischen
Einflussfaktoren sich negativ auf Cartonplast und ihre
Kunden auswirken und so zu Planabweichungen führen.
Die Gesellschaft unterhält keine Liefer- oder
Leistungsbeziehungen mit Unternehmen in der Ukraine oder im
Nahen Osten, so dass es hier keine direkten Auswirkungen
auf das Geschäft in Europa gibt. Zudem befinden sich
die wichtigsten Lieferanten für Zwischenlagen in
Italien und Polen, wo derzeit keine Lieferprobleme für
unsere Zwischenlagen-Pools zu erwarten sind. Mit einem
weiteren Lieferanten für Zwischenlagen in Brasilien
wurde die Zusammenarbeit aufgenommen. Weiterhin arbeitet
die Gesellschaft mit fortgeschrittenen Bestellungen und
entsprechenden Sicherheitsvorräten für
Zwischenlagen.
In Bezug auf den Absatzmarkt in Russland sieht die
Geschäftsführung derzeit keine Anzeichen für
eine signifikante Abschwächung der Kundennachfrage.
Aufgrund der bestehenden Sanktionsmaßnahmen
prüft der Konzern derzeit alternative
Beschaffungsquellen für Kunststoff-Zwischenlagen
für den russischen Markt außerhalb der
Europäischen Union, insbesondere in China.
Abhängigkeit von der Geschäftsentwicklung
der Kunden
Das Geschäft mit der Vermietung
wiederverwendbarer Kunststoff-Zwischenlagen für die
Behälterglasindustrie hängt von der
Geschäftsentwicklung der Kunden, insbesondere der
Hersteller von Behälterglas, ab. Rückläufige
Absatzzahlen bei Kunden haben daher, wenn auch
zeitverzögert, direkte Auswirkungen auf die
Umsatzerlöse der Cartonplast Gruppe. Kunden
können im Hinblick auf Art und Umfang jederzeit ihre
Nachfrage nach Zwischenlagen verändern. Dies kann
für die Gesellschaft außerplanmäßige
Investitionen zur Folge haben oder zur Unterauslastung des
Zwischenlagen-Pools führen.
Investitionen erfolgen einerseits auf der Grundlage
von Annahmen über künftige Entwicklungen und
können daher Risiken beinhalten. Auf der anderen Seite
spiegeln Investitionen in Zwischenlagen die aktuelle
Kundennachfrage wider und lassen nicht notwendigerweise
Rückschlüsse auf die künftige Nachfrage zu.
Zur Begrenzung dieses Risikos ist die Genehmigung von
Investitionen an das Erreichen spezifischer Budgetziele
gebunden.
Ein Teil der Wachstumsstrategie von Cartonplast ist
die Einführung neuer, wiederverwendbarer Produkte aus
Kunststoff auf Mietbasis für die
Behälterglasindustrie (z. B. Kunststoff-Paletten). Die
allgemeine Unsicherheit über die Entwicklung der
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. eine
Verschlechterung der branchenspezifischen Marktentwicklung
für die Behälterglas- und Dosenindustrie
könnte dazu führen, dass sich die Umsetzung
dieser Projekte kundenseitig verzögert und es
infolgedessen zu Planabweichungen und verzögerten
Ergebnisbeiträgen kommt. Die erforderlichen, hohen
Anfangsinvestitionen zum Aufbau von Poolsystemen für
neue Produkte können im Falle einer Verzögerung
dieser Projekte zurückgestellt werden, da die Produkte
gegebenenfalls kurzfristig beschafft werden können und
es keine langfristigen Abnahmeverpflichtungen mit den
Herstellern dieser Produkte gibt.
Risiken neuer Wettbewerber
Die hohe Servicequalität der Cartonplast Gruppe
und die Fähigkeit, Kunststoff-Zwischenlagen
just-in-time zu mehr als 130 Kundenstandorten zu liefern,
welche anschließend von dort mit dem palettierten
Behälterglas an mehr als 7.500 Abfüller in
über 30 Länder versendet werden, stellt eine hohe
logistische Markteintrittsbarriere für potenzielle
Wettbewerber dar. Die Cartonplast Gruppe ist bestrebt, die
Servicequalität stetig zu steigern sowie zu einem
wachsenden Kundennutzen beizutragen mit dem Ziel, noch
langfristigere Kundenbindungen herzustellen. Dies soll auch
durch kontinuierliche Verbesserungen in Prozessen und
Routinen, die gemeinsam mit den Kunden erarbeitet werden,
erreicht werden. Weiterhin ist die Gesellschaft
kontinuierlich bestrebt, das Geschäft durch den
Abschluss langfristiger Verträge mit neuen und bereits
bestehenden Kunden dauerhaft abzusichern und damit auch den
Markteintritt für neue mögliche Wettbewerber
deutlich zu erschweren. Das Risiko, Kunden an potenzielle
Wettbewerber zu verlieren, reduziert sich hierdurch im
Bestandsgeschäft der Gesellschaft deutlich.
In Zusammenhang mit dem geplanten Markteintritt von
Kunststoff-Zwischenlagen für die Dosenindustrie und
Kunststoff-Paletten für die Behälterglasindustrie
sind die Wettbewerbsrisiken deutlich höher, da es
für diese Produkte bereits Anbieter am Markt gibt. Die
Geschäftsführung geht dennoch davon aus, dass
Cartonplast den erfolgreichen Markteintritt aufgrund der
langjährigen Erfahrung mit vergleichbaren
Pooling-Systemen realisieren kann.
Zinsänderungsrisiken
Die Finanzierung der Cartonplast Gruppe erfolgt im
Wesentlichen über einen in Euro abgeschlossenen
Konsortialkreditvertrag mit variablen Zinssätzen. Die
hieraus resultierenden Finanzverbindlichkeiten unterliegen
grundsätzlich dem Risiko bzw. der Chance einer
Änderung des Marktzinses. Die Änderungen
können sich auf die Höhe der Zinszahlungen
auswirken. Um den Risiken einer Zinsänderung zu
begegnen, besteht die Möglichkeit im Rahmen des
Finanzmanagements Zinssicherungsgeschäfte
abzuschließen.
Aufgrund des bereits eingetretenen Anstiegs bzw.
erwarteten weiteren Anstiegs des Zinsniveaus, hat die
Muttergesellschaft Cartonplast Holding GmbH im Januar 2023
zwei Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von
Zinsrisiken in Zusammenhang mit dem Konsortialkreditvertrag
abgeschlossen.
Liquiditätsrisiken / Einhaltung von
Finanzkennzahlen (Financial Covenants)
Die Liquiditätssituation der Gesellschaft wird
auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer
kurzfristigen Liquiditätsplanung (fortlaufender
13-Wochen-Forecast) überwacht und gesteuert. Risiken,
die sich aus schwankenden Zahlungsströmen ergeben,
werden so rechtzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung
erkannt. Benötigte Finanzmittel werden den operativen
Konzerngesellschaften weitestgehend zentral zur
Verfügung gestellt. Um die Verteilung der Finanzmittel
innerhalb der Cartonplast Gruppe zu optimieren, soll das
bereits bestehende Cash Pooling künftig weiter
ausgebaut werden. Risiken und Ineffizienzen aus
dezentralisierten Geldaufnahmen und -anlagen werden so
vermieden.
Der Konsortialkreditvertrag der Cartonplast Gruppe
enthält Bestimmungen bezüglich des
zulässigen Verschuldungsgrads des Konzerns. Hierbei
handelt es sich um eine Finanzkennzahl (Financial
Covenant), für die bestimmte Werte während der
gesamten Laufzeit der Darlehen einzuhalten sind. Eine
Verletzung dieser Auflagen könnte im Extremfall dazu
führen, dass die Darlehensgeber die Finanzierungen
kündigen und die Kredite fällig stellen. Aufgrund
der konzerninternen Finanzierung sowie der Stellung von
Kreditsicherheiten kann eine Fälligstellung der
Kredite eine wesentliche Verschlechterung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zur
Folge haben und ein bestandsgefährdendes Risiko
bedeuten.
Diese Finanzkennzahl wird kontinuierlich zentral von
der Konzernmuttergesellschaft Cartonplast Holding GmbH auf
Konzernebene berechnet und überwacht. Die von der
Konzernleitung aufgestellte neue Unternehmensplanung zeigt,
dass die Finanzkennzahl im Prognosezeitraum der
nächsten Jahre voraussichtlich mit ausreichend
Sicherheitspuffer (Headroom) eingehalten wird.
Die Geschäftsführung der Cartonplast Gruppe
ist davon überzeugt, dass sowohl die Kreditlinien des
Konsortialkreditvertrags als auch der Cashflow aus der
laufenden Geschäftstätigkeit (Operating Free
Cashflow) und aus sonstigen kurzfristigen
Finanzierungsquellen den Liquiditätsbedarf der
Cartonplast Gruppe zur Weiterführung des
Bestandsgeschäfts in den Geschäftsjahren 2024 und
2025 jederzeit vollständig abdecken.
Im Weiteren wird hierzu auf die Ausführungen im
Prognosebericht im Abschnitt 3.3 des Lageberichts
verwiesen.
Risiken im Personalbereich
Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind ein
wichtiger Erfolgsfaktor für die Cartonplast Gruppe.
Der demografische Wandel verschärft den Wettbewerb
insbesondere um Experten und Fachkräfte,
beispielsweise in der Informationstechnologie. Die
Attraktivität von Cartonplast als Arbeitgeber zu
präsentieren ist daher ein wichtiger Aspekt, um
bestehende und künftige Mitarbeiter anzusprechen und
langfristige Arbeitsplätze mit fairen
Arbeitsbedingungen zu schaffen. Personalpolitische
Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Fluktuation
niedrig zu halten und die Bindung an das Unternehmen zu
erhöhen (z. B. Fahrradleasing, individuelle Trainings-
und Coachingangebote). Darüber hinaus bestehen
Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und
Privatleben durch flexible Arbeitszeitmodelle, welche die
Attraktivität von Cartonplast als Arbeitgeber
stärken und die Mitarbeiter langfristig binden sollen.
Insgesamt wird aktuell im Personalbereich eine
erhöhte Wahrscheinlichkeit gesehen, dass zumindest
einzelne offene Positionen nicht adäquat und dauerhaft
besetzt werden können.
Währungsrisiken
Aufgrund ihrer Beteiligungen in der Türkei,
Polen, Russland, Brasilien, Südafrika und
Großbritannien unterliegt die Gesellschaft
verschiedenen Währungsrisiken. Hier haben insbesondere
die sich fortsetzende Abwertung der türkischen Lira
gegenüber dem Euro und die allgemeine
Schwankungsbreite des russischen Rubel einen Einfluss auf
den Jahresabschluss. Dieses Risiko reduziert sich dadurch,
dass signifikante türkische und russische
Umsatzanteile vertraglich in Euro denominiert sind.
Weiterhin werden die Preise mit türkischen Kunden
aufgrund vertraglich vereinbarter Währungs- und
Inflationsanpassungsmechanismen regelmäßig
angepasst, wodurch Translationsverluste in Zusammenhang mit
der türkischen Lira kompensiert werden können.
Aufgrund der unsicheren geopolitischen Lage in der
Türkei und in Russland und damit verbundenen
Währungsrisiken erwartet die Gesellschaft im
Geschäftsjahr 2024 insgesamt höhere
Translationsverluste.
Sonstige Risiken
Die Rohstoff- und sonstigen Beschaffungspreise werden
aktuell stark durch inflationäre Tendenzen bestimmt,
die nur zum Teil oder zeitverzögert an unsere Kunden
weitergegeben und daher das Ergebnis entsprechend
beeinflussen können.
Schadensrisiken und Haftungsrisiken sowie deren
finanzielle Auswirkungen sind weitestgehend durch
Versicherungen abgedeckt.
Möglichen IT-Risiken wird durch den Einsatz
moderner Hard- und Software sowie dem Einsatz von
Antiviren- und Backup-Systemen und Zugriffskontrollen sowie
dem teilweisen Outsourcing der Datenhaltung begegnet.
3.2 Chancenbericht
Mögliche künftige Entwicklungen oder
Ereignisse, die zu einer für die Gesellschaft
positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen
können, werden als Chance definiert.
Langfristige Kundenbeziehungen und Wachstumschancen
Als in seinen Märkten dominanter Anbieter von
Vermietungs- und Reinigungsdienstleistungen für
Kunststoff-Zwischenlagen für die
Behälterglasindustrie verfügt die Cartonplast
Gruppe über umfangreiche Erfahrungen in dem
Geschäft sowie über langfristige
Kundenbeziehungen, die durch mittel- und langfristige
Kundenverträge abgesichert werden. In Verbindung mit
hohen Markteintrittsbarrieren für potenzielle
Wettbewerber besitzt die Cartonplast Gruppe damit ein
hervorragendes Fundament für ein kontinuierliches
moderates Wachstum in ihrem Bestandsgeschäft.
Die langfristigen Kundenbeziehungen und
nachgewiesenes Prozess-Know-How bilden auch eine solide
Basis für weiteres Wachstum außerhalb des
Bestandsgeschäfts. Die langfristigen Beziehungen zu
international operierenden Kunden bieten Wachstumschancen
insbesondere aus der Ausweitung des Kerngeschäfts auf
neue geografische Märkte sowie der Ausweitung der
Produktpalette im Bereich der Vermietung von
wiederverwendbaren Transportverpackungen (z. B.
Zwischenlagen für die Getränkedosenindustrie und
Kunststoff-Paletten).
Auch die Expansion in neue Industriesegmente,
insbesondere die Dosenindustrie, steht im Fokus der
Geschäftsführung und bildet einen wesentlichen
Teil der Wachstumsstrategie der Cartonplast Gruppe. In der
Dosenindustrie wird noch überwiegend Kartonage
für den Transport eingesetzt. Diese ist zwar auf den
ersten Blick kostengünstiger als Zwischenlagen aus
Kunststoff, gilt jedoch nicht als besonders nachhaltig.
Hieraus ergeben sich Chancen für Cartonplast, ihr in
der Behälterglasindustrie langjährig erprobtes
Pool-System mit Kunststoff-Zwischenlagen auch auf die
Dosenindustrie zu erweitern.
Umwelt und Nachhaltigkeit
Chancen ergeben sich für die Cartonplast Gruppe
auch durch das zunehmend in den Fokus rückende Thema
Nachhaltigkeit. Der Erhalt der Umwelt hat für
Cartonplast Priorität. Aus diesem Grund engagiert sich
der Konzern bereits seit seiner Gründung für
Nachhaltigkeit. Seit mehr als 30 Jahren unterstützt
die Gesellschaft ihre Kunden in der
Behälterglasindustrie mit Kunststoff-Zwischenlagen auf
Mietbasis. Auf Basis einer bewährten
Kreislaufwirtschaft (Pool-System) werden
Kunststoff-Zwischenlagen beim Transport in der
Behälterglasindustrie vielfach wiederverwendet und am
Ende ihrer langjährigen Lebensdauer vollständig
recycelt.
Auch seine neuen Produkte, wie Kunststoff-Paletten
für die Behälterglasindustrie und
Kunststoff-Zwischenlagen für die Dosenindustrie,
bietet die Gesellschaft bestehenden sowie neuen Kunden auf
Basis seines nachhaltigen Pool-Systems an. Politische
Zielsetzungen zugunsten von Kreislaufwirtschaft können
die Bemühungen von Cartonplast unterstützen,
seine Ziele zur Markteinführung neuer Produkte zu
erreichen.
Organisation und operative Verbesserungen
Die zentralisierte Organisation des europäischen
Zwischenlagen-Pools ermöglicht es der Cartonplast
Gruppe, im Rahmen eines grenzüberschreitenden
Poolmanagements die Investitionen in Zwischenlagen zu
optimieren und Zwischenlagen effizient einzusetzen. Dies
soll auch zukünftig fortgeführt, und im Zuge der
geplanten Einführung neuer Produkte, weiter ausgebaut
werden. Im Rahmen eines mehrjährigen Projekts zur
Harmonisierung und Modernisierung der IT-Landschaft von
Cartonplast wird die Software zur Steuerung des
Zwischenlagen-Pools vollständig neu konzeptioniert und
programmiert, um den Einsatz der Zwischenlagen
(einschließlich der neu geplanten Produkte) weiter zu
optimieren. Die Inbetriebnahme erster Kernfunktionen der
Pool-Software ist im zweiten Halbjahr 2024 vorgesehen.
Trotz zahlreicher Initiativen und Anstrengungen in
der Vergangenheit sieht die Geschäftsführung nach
wie vor Potential für eine Optimierung der
betrieblichen Prozesse. Gestützt durch nachgewiesenes
Prozess-Know-How soll der Servicevorsprung, der den
Herstellern und Abfüllern angeboten wird, weiter
ausgebaut werden. Diese Initiativen, verbunden mit der
gezielten Definition von Hygiene-Sicherheitsstandards in
der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, schaffen
für die Zukunft bedeutende Chancen.
Chancen im Personalbereich
Innovation ist ein wesentlicher Bestandteil der
Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Nicht nur im
operativen Bereich treiben wir diese Eigenschaft voran. Die
Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität von
Cartonplast als Arbeitgeber bieten somit die Chance, dass
Mitarbeiter ihre Ideen in der täglichen Arbeit,
zielgerichteten Projekten und Workshops, auch
fachübergreifend, einbringen können und so einen
wesentlichen Beitrag zu Innovation leisten.
3.3 Prognosebericht
Die Geschäftsführung der Cartonplast setzt
auf Mehrjahresplanung. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das
Budget für die Jahre 2024 bis 2028 erstellt und im
Dezember 2023 final verabschiedet. Dieses umfasst neben der
Gewinn- und Verlustplanung auch die daraus resultierende
Bilanzplanung, Investitionsplanung und
Liquiditätsplanung.
Cartonplast verfolgt eine klare Strategie, die auf
nachhaltiges und profitables Wachstum ausgerichtet ist.
Bei der künftigen Entwicklung des Konzerns legt
die Geschäftsführung den Schwerpunkt weiterhin
auf die Vermietung und Wiederverwendung von
Transportverpackungen aus Kunststoff für die
Behälterglasindustrie (insbesondere
Kunststoff-Zwischenlagen und -Paletten). Derzeit ist
diesbezüglich kein Strategiewechsel geplant. Für
das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft
gegenüber dem Berichtsjahr eine deutliche Erholung der
Branchenumsätze in der deutschen und europäischen
Behälterglasindustrie. In seinem Kernsegment, der
Vermietung von Kunststoff-Zwischenlagen, rechnet die
Gesellschaft daher wieder mit einem Umsatzwachstum.
Organische Wachstumschancen ergeben sich hier insbesondere
im Segment der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, wo
ein kontinuierlich anhaltender, moderater Trend zu
verzeichnen ist, Zwischenlagen aus Kartonage durch
wiederverwendbare Kunststoff-Zwischenlagen zu ersetzen.
In Hinblick auf die Erweiterung des Geschäfts
wird sich Cartonplast im Geschäftsjahr 2024
insbesondere auf den Ausbau des Vermietungsgeschäfts
mit Kunststoff-Paletten für die
Behälterglasindustrie sowie den Markteintritt in das
Vermietungsgeschäft von Zwischenlagen für die
Getränkedosenindustrie fokussieren.
In der Türkei beobachtet Cartonplast weiterhin
eine stark steigende Nachfrage nach Kunststoffpaletten.
Hier soll das bereits bestehende Geschäft mit
Kunststoff-Paletten im Prognosejahr weiter ausgebaut
werden. Um die steigende Nachfrage bedienen zu können
plant Cartonplast im Jahr 2024 die Eröffnung eines
zweiten Service Centers in der Türkei sowie den Ausbau
der Produktionskapazitäten zur Fertigung von
Kunststoff-Paletten für die Behälterglasindustrie
in Zusammenarbeit mit einem lokalen Hersteller. In seinen
Kernmärkten in Europa rechnet Cartonplast im
Geschäftsjahr 2024 vor allem mit der
Markteinführung einer speziellen Kunststoff-Palette
mit Kunden in Spanien und Portugal. Diese wurde in
Zusammenarbeit mit dem nationalen Verband der Hersteller
von Behälterglas (ANFEVI) speziell für den
iberischen Markt entwickelt und mit interessierten
Behälterglasherstellern bereits erfolgreich getestet.
Im Zuge der angestrebten Erweiterung seiner
Produktpalette im Bereich wiederverwendbare
Transportverpackungen, strebt Cartonplast im
Geschäftsjahr 2024 als weiteren Schwerpunkt die
Markteinführung von Kunststoff-Zwischenlagen auf
Mietbasis für die europäische
Getränkedosenindustrie an. Im Januar 2024 konnten die
Verhandlungen mit einem namhaften europäischen
Getränkedosenhersteller über einen langfristigen
Vertrag zur Vermietung von Kunststoffzwischenlagen für
den Transport von Getränkedosen erfolgreich
abgeschlossen werden. Im vierten Quartal 2023 wurde im Zuge
der Vertragsverhandlungen ein neues Service Center in
England eröffnet, welches schwerpunktmäßig
Full-Service-Dienstleistungen für die
Getränkedosenindustrie in Großbritannien
erbringen soll. Cartonplast sieht großes Potential in
der Gewinnung weiterer Getränkedosenhersteller in
Großbritannien, aber auch in Deutschland und Spanien.
In Brasilien, wo Cartonplast bereits seit vielen
Jahren Logistikdienstleistungen für die
Behälterglasindustrie erbringt, befindet sich
Cartonplast in vielversprechenden Gesprächen mit einem
namhaften Behälterglashersteller über die
Vermietung von Kunststoff-Zwischenlagen. Im Dezember 2023
wurde im Zuge der Gespräche mit dem Aufbau eines
ersten Service Centers in der Nähe von Sao Paulo
begonnen und im März 2024 hierfür ein weiteres
Tochterunternehmen gegründet. Ab dem zweiten Quartal
2024 sollen hier erstmals, zunächst jedoch in
kleinerem Umfang, Kunststoff-Zwischenlagen an
Behälterglashersteller vermietet und gereinigt werden.
Die sehr zeitaufwendigen Entwicklungsaktivitäten
für Top Caps, einem neuen Produkt für die
Behälterglasindustrie, wurden in der zweiten
Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2023 bis auf
Weiteres zurückgestellt, um die vorhandenen Ressourcen
insbesondere auf die Markteinführung von
Kunststoffzwischenlagen für die
Getränkedosenindustrie sowie den Ausbau des
Vermietungsgeschäfts für Kunststoffpaletten zu
konzentrieren.
Es wird zudem erwartet, dass sich das
Kerngeschäft mit Bestandskunden erholen wird und die
Absatzmengen von Kunststoffzwischenlagen in Deutschland
ungefähr wieder das Niveau des Jahres 2022 erreichen
werden.
In seiner Planung für das Geschäftsjahr
2024 erweitert Cartonplast seine in Abschnitt 2.4 dieses
Lageberichts beschriebenen finanziellen
Leistungsindikatoren. Neben das bereinigte EBITDA und die
bereinigte EBITDA-Marge tritt künftig als weitere
zentrale Steuerungsgröße für die
nachhaltige Profitabilität der Gesellschaft das
bereinigte operative EBITDA und die bereinigte operative
EBITDA-Marge. In diesem Zusammenhang ist künftig
zwischen den Umsatzerlösen mit fremden Dritten und
bereinigten Umsatzerlösen mit fremden Dritten zu
unterscheiden.
Das bereinigte operative EBITDA ist definiert als das
bereinigte EBITDA (siehe hierzu Abschnitt 2.4 dieses
Lageberichts) abzüglich der Umsatzerlöse aus dem
Verkauf von wiederverwendbaren Transportverpackungen
(Returnable Transport Packaging "RTP") aus dem
Anlagevermögen (im Wesentlichen Zwischenlagen sowie
Kunststoff- und Holzpaletten). Die bereinigte operative
EBITDA-Marge ist definiert als Verhältnis von
bereinigtem operativen EBITDA zu den Umsatzerlösen mit
fremden Dritten abzüglich der Umsatzerlöse aus
RTP-Verkäufen aus dem Anlagevermögen mit fremden
Dritten (bereinigte Umsatzerlöse mit fremden Dritten).
Die Geschäftsführung erwartet, dass die
Umsatzerlöse im kommenden Jahr insgesamt 58,7
Millionen EUR betragen werden, davon 43,9 Millionen EUR mit
dritten Kunden und 14,8 Millionen EUR mit Gesellschaften
des Konzernverbunds. Von den Gesamtumsatzerlösen mit
Dritten sollen 32,2 Millionen EUR mit der Vermietung von
wiederverwendbaren Transportverpackungsmaterialen aus
Kunststoff (Kunststoffzwischenlagen für die
Behälterglasindustrie: 31,3 Millionen EUR,
Kunststoffpaletten: 0,3 Millionen EUR und
Kunststoffzwischenlagen für die
Getränkedosenindustrie: 0,6 Millionen EUR) erzielt
werden. Auf die Vermietung und den Verkauf von Holzpaletten
sollen 2,9 Millionen EUR, auf Waschdienstleistungen 0,8
Millionen EUR und auf den Verkauf von Zwischenlagen
aufgrund von Bruch, Schwund und sonstigen
Plattenabgängen 7,7 Millionen EUR entfallen. Sonstige
Umsatzerlöse betragen 0,3 Millionen EUR.
Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein
bereinigtes EBITDA von 21,5 Millionen EUR mit einer
bereinigten EBITDA-Marge von 49,56 % geplant.
Um jederzeit auf die Kundennachfrage reagieren zu
können, plant Cartonplast für 2024 Investitionen
in Zwischenlagen für die Region Zentraleuropa in
Höhe von 18,0 Millionen EUR (nur für die
Glasbehälterindustrie). Bei der Deckung des eigenen
operativen Bedarfs geht die Cartonplast Group GmbH von
Investitionen in Höhe von insgesamt 8,5 Millionen EUR
für Zwischenlagen aus.
Für 2024 wird erwartet, dass sich die Rotation
in einer Größenordnung von etwa 2,7x Lieferungen
pro Zwischenlage bewegen wird. Der operative Bestand an
Zwischenlagen wird am Jahresende 2024 voraussichtlich 24,0
Millionen Einheiten bei einem Gesamtbestand an
Zwischenlagen im Eigentum der Cartonplast Group GmbH in
Höhe von 46,8 Millionen Einheiten betragen.
Weiterhin gehen wir für das Geschäftsjahr
2024 von einem Zwischenlagenabfluss durch Schwund und
Verkauf von Ausschuss (Recycling) in Höhe von 3,2
Millionen Zwischenlagen aus (diese stellen die Mengen der
Zwischenlagenverkäufe von 7,7 Millionen EUR in der
Gewinn- und Verlustrechnung dar).
Um das prognostizierte Wachstum in neuen Märkten
und Industriesegmenten im Jahr 2024 in vollem Umfang zu
realisieren, plant Cartonplast die flexible Aufnahme
zusätzlicher Finanzmittel und führt hierzu
Gespräche mit den derzeitigen Kreditgebern. Zeitpunkt
und Umfang der zusätzlich erforderlichen Finanzmittel
hängen stark von den Erfolgsaussichten der geplanten
Projekte ab. Kurzfristig stehen Cartonplast, neben eigenen
liquiden Mitteln, hierfür auch Mittel aus der derzeit
nicht voll ausgenutzte revolvierenden Kreditlinie aus dem
Konsortialkreditvertrag zur Verfügung.
Vor diesem Hintergrund wird erwartet, dass die
Cartonplast Gruppe im verbleibenden Planungszeitraum 2024
jederzeit über ausreichend Liquidität zur
Fortführung und den Ausbau des Geschäftes
verfügt. Auch im Hinblick auf die Einhaltung des im
Konsortialkreditvertrag vereinbarten zulässigen
Verschuldungsgrads des Konzerns beurteilt die
Geschäftsführung aus heutiger Sicht das Risiko
als gering. Das verabschiedete Budget weist hier im
Planungszeitraum in allen Quartalen einen hinreichenden
Puffer ("Headroom") aus.
Die Geschäftsführung sieht derzeit die
größte Herausforderung in der Entwicklung der
wirtschaftlichen und branchenspezifischen
Rahmenbedingungen. Bei der Prognose für das
Geschäftsjahr 2024 wurde davon ausgegangen, dass sich
diese Einflussfaktoren im Vergleich zur Situation bei der
Budgeterstellung nicht wesentlich verschlechtern.
Grundsätzlich kann aufgrund der beschriebenen Risiken
und Chancen die tatsächliche Entwicklung der
Cartonplast Gruppe sowohl negativ als auch positiv von den
Prognosen abweichen (vgl. hierzu Abschnitt 3.1 und 3.2
dieses Lageberichts). Zusammenfassend beurteilt die
Geschäftsführung die weitere Entwicklung der
Cartonplast Gruppe trotz der mit Unsicherheit behafteten
Entwicklung von makroökonomischen Einflussfaktoren,
insbesondere der anhaltend hohen Inflationsraten,
optimistisch. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet
Cartonplast in seinen Kernmärkten eine spürbar
wachsende Marktnachfrage. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung
dieses Lageberichts sind der Geschäftsführung der
Cartonplast keine Umstände oder Ereignisse bekannt,
welche sich wesentlich auf die wichtigsten
Leistungsindikatoren der Gesellschaft auswirken werden.
1 Quelle: International Monetary Fund, World
Economic Outlook Update, January 2024
2 Quelle: Wie oben in Fn. 1 sowie ergänzend
International Monetary Fund, World Economic Outlook,
October 2023
3 Quelle: Sachverständigenrat zur
Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung; Stand:
08.November 2023
https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Gesamtausgabe.pdf
4 Quelle:
https://www.imf.org/en/Countries/TUR#whatsnew
5 Quelle:
https://www.zeit.de/wirtschaft/2023-12/tuerkei-zentralbank-zinsen-erhoehung-erdogan
6 Quelle: International Monetary Fund, World
Economic Outlook, January 2024 Update
7 Quelle: Quelle: International Monetary Fund,
World Economic Outlook, January 2024 Update
8 Quelle: Sachverständigenrat zur
Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung; Stand:
08.November 2023
https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Gesamtausgabe.pdf
9 Quelle: Bundesregierung, Stand 22. Februar
2024:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/jahreswirtschafsbericht-2024-2261242
10 Quelle: IFO, Stand 6. März 2024:
https://www.ifo.de/prognosen
11 Quelle: Institut für Makroökonomie
und Konjunkturforschung, Stand 20. März 2024:
https://www.msn.com/de-de/finanzen/other/imk-prognose-prognose-f%C3%BCr-2024-deutsche-wirtschaft-schrumpft-auch-wegen-der-schuldenbremse/ar-BB1kdmlR
12 Quelle: Mordorintelligence; Glass Packaging
Market Size & Share Analysis - Growth Trends &
Forecasts (2024 - 2029);
https://www.mordorintelligence.com/industry-reports/glass-packaging-market
13 Quelle: European Container Glass Federation
(FEVE); https://feve.org/glass-industry/
14 Quelle: Pressemitteilung Aktionsforum
Glasverpackung vom 20.10.2023;
https://www.glasaktuell.de/presse/presseinformation/news/deutscher-behaelterglasmarkt-stark-ruecklaeufig/
15 Quelle: Glass International, Stand 28.
Februar 2024:
https://www.glass-international.com/news/glass-decline-impacts-ardaghs-results
16 Quelle: IBISWorld;
https://www.ibisworld.com/de/branchenreporte/herstellung-behaelterglas/551/
Dietzenbach, 29. April
2024
(Serkan
Koray)
(Thomas
Krausch)
(Thomas
Grimm)
Bilanz zum 31. Dezember 2023
A k t i v a
|
31.12.2023 |
|
31.12.2022 |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte |
|
|
|
|
| und
ähnliche Rechte und Werte |
1.437.857,51 |
|
1.038.696,91 |
|
| 2.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche |
|
|
|
|
| Rechte
und Werte sowie Lizenzen |
|
|
|
|
| an
solchen Rechten und Werten |
178.413,00 |
1.616.270,51 |
267.677,30 |
1.306.374,21 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte |
|
|
|
|
| und
Bauten einschließlich der Bauten |
|
|
|
|
| auf
fremden Grundstücken |
6.565.143,35 |
|
6.867.535,35 |
|
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
1.979.910,02 |
|
2.351.502,82 |
|
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
85.713.537,47 |
|
79.308.802,36 |
|
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
1.036.325,09 |
95.294.915,93 |
812.555,46 |
89.340.395,99 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
|
55.248.557,37 |
|
56.321.935,23 |
|
|
152.159.743,81 |
|
146.968.705,43 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
|
| I.
Vorräte |
|
|
|
|
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
122.524,66 |
|
138.362,24 |
|
| 2.
Waren |
6.408,90 |
128.933,56 |
15.179,90 |
153.542,14 |
| II.
Forderungen und sonstige Vermögens- |
|
|
|
|
| gegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
3.404.873,31 |
|
5.449.701,57 |
|
| 2.
Forderungen gegen verbundene |
|
|
|
|
| Unternehmen |
3.281.960,16 |
|
2.593.517,06 |
|
| 3.
Sonstige Vermögensgegenstände |
1.244.047,09 |
7.930.880,56 |
1.831.181,73 |
9.874.400,36 |
| III.
Kassenbestand, Guthaben bei Kredit- |
|
|
|
|
| instituten
und Schecks |
|
221.142,86 |
|
786.838,63 |
|
|
8.280.956,98 |
|
10.814.781,13 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
91.960,53 |
|
109.810,38 |
|
|
160.532.661,32 |
|
157.893.296,94 |
P a s s i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
76.634.576,00 |
76.634.576,00 |
|
76.659.576,00 |
76.659.576,00 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
450,00 |
114,00 |
| 2.
Steuerrückstellungen |
8.170,00 |
0,00 |
| 3.
Sonstige Rückstellungen |
2.388.636,19 |
3.434.961,30 |
|
2.397.256,19 |
3.435.075,30 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
1.642,72 |
0,00 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
10.460.896,66 |
8.904.812,43 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
66.043.710,57 |
61.265.118,35 |
| 4.
Sonstige Verbindlichkeiten |
4.969.481,56 |
7.626.957,93 |
| -
davon aus Steuern EUR 382.234,06 |
|
|
| (i.
Vj. EUR 278.857,06) - |
|
|
| -
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
|
|
| EUR
50,00 (i. Vj. EUR 50,00) - |
|
|
|
81.475.731,51 |
77.796.888,71 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
97,62 |
1.756,93 |
|
160.532.661,32 |
157.893.296,94 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
|
53.284.574,73 |
|
49.994.750,03 |
| 2.
Andere aktivierte Eigenleistungen |
|
361.312,60 |
|
338.952,06 |
| 3.
Sonstige betriebliche Erträge |
|
1.547.947,38 |
|
438.637,82 |
| 4.
Materialaufwand |
|
|
|
|
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs- |
|
|
|
|
| stoffe
und für bezogene Waren |
-3.896.475,67 |
|
-2.860.492,71 |
|
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
-6.822.157,88 |
-10.718.633,55 |
-8.796.396,18 |
-11.656.888,89 |
| 5.
Personalaufwand |
|
|
|
|
| a)
Löhne und Gehälter |
-7.116.917,38 |
|
-5.949.740,09 |
|
| b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Alters- |
|
|
|
|
| versorgung
und für Unterstützung |
-1.379.753,93 |
-8.496.671,31 |
-1.165.724,36 |
-7.115.464,45 |
| -
davon für Altersversorgung EUR -28,00 |
|
|
|
|
| (i.
Vj. EUR 607,00) - |
|
|
|
|
| 6.
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegen- |
|
|
|
|
| stände
des Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
-16.218.870,02 |
|
-16.155.810,92 |
| 7.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
|
-6.134.311,63 |
|
-6.302.407,73 |
| 8.
Erträge aus Beteiligungen |
|
1.958.004,56 |
|
8.003.743,13 |
| -
davon aus verbundenen Unternehmen |
|
|
|
|
| EUR
1.958.004,56 (i. Vj. EUR 8.003.743,13) - |
|
|
|
|
| 9.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
|
350.008,50 |
|
374.839,67 |
| -
davon aus verbundenen Unternehmen |
|
|
|
|
| EUR
349.552,48 (i. Vj. EUR 374.514,20) - |
|
|
|
|
| 10.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
|
-4.539.529,28 |
|
-4.118.438,01 |
| -
davon an verbundene Unternehmen |
|
|
|
|
| EUR
-4.096.388,64 (i. Vj. EUR -3.931.778,78) - |
|
|
|
|
| 11.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
|
-174.697,37 |
|
-273.163,10 |
| 12.
Ergebnis nach Steuern |
|
11.219.134,61 |
|
13.528.749,61 |
| 13.
Sonstige Steuern |
|
-72.373,89 |
|
-49.504,40 |
| 14.
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags |
|
|
|
|
| abgeführter
Gewinn |
|
-11.146.760,72 |
|
-13.479.245,21 |
| 15.
Jahresüberschuss |
|
0,00 |
|
0,00 |
Anhang
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
I. Allgemeine Angaben
Cartonplast Group GmbH, Dietzenbach, ist in das
Handelsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main unter
der Nr. HRB 47288 eingetragen.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
Vorschriften (HGB) sowie nach den Vorschriften des Gesetzes
betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung
(GmbH-Gesetz) aufgestellt.
Die Gesellschaft ist eine große
Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.
Die Vorschriften zu Gliederung und Beschreibung der
Positionen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden
eingehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft
der Cartonplast Holding GmbH, Dietzenbach.
Über die Cartonplast Holding GmbH ist die
Gesellschaft indirekt mehrheitlich im Besitz eines von der
Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main, beratenen
Investmentfonds. Demzufolge gehört die Gesellschaft
zum Konzernverbund der Cartonplast Holding GmbH, welche
hierbei als Management-Holdinggesellschaft fungiert.
Mit Vertrag vom 10. November 2020 hat die
Gesellschaft einen Ergebnisabführungsvertrag mit der
Cartonplast Holding GmbH geschlossen. Die Eintragung in das
Handelsregister erfolgte am 14. Dezember 2020.
Gemäß Verschmelzungsvertrag vom 25. August
2023 hat die 100-prozentige Tochtergesellschaft PLP24 GmbH
ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und
Pflichten im Wege der Verschmelzung, unter Ausschluss der
Abwicklung, gemäß §§ 2 Abs. 1 Nr. 1,
46 ff. UmwG auf die Cartonplast Group GmbH übertragen
(Verschmelzung durch Aufnahme). Die Übertragung des
Vermögens der PLP24 GmbH erfolgte handelsrechtlich in
Innenverhältnis mit Wirkung zum 01. Januar 2023, 0:00
Uhr (Verschmelzungsstichtag). Die Verschmelzung wurde am
13. September 2023 in das Handelsregister eingetragen.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Immaterielle Vermögensgegenstände werden
zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich
planmäßiger Abschreibungen (lineare Methode) bei
einer Nutzungsdauer von drei bis zwanzig Jahren bewertet.
Hierunter fallen auch selbst geschaffene Patente, welche
über eine Nutzungsdauer von zwanzig Jahren
abgeschrieben werden. Zu den Herstellungskosten zählen
vornehmlich die Personalkosten. Solche Kostenbestandteile,
für die gem. § 255 Abs. 2 S. 3 ein
Einbeziehungswahlrecht besteht, wurden nicht in den
Herstellungskosten aktiviert.
Die Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen in die
Herstellungskosten erfolgt nicht.
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zu
fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich
planmäßiger Abschreibungen bzw. bei
voraussichtlich dauernder Wertminderung
außerplanmäßiger Abschreibungen,
bilanziert. Die Abschreibung erfolgt linear basierend auf
den folgenden branchenüblichen wirtschaftlichen
Nutzungsdauern:
| ― |
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten: 25
Jahre
|
| ― |
Technische Anlagen und
Maschinen: 3 bis 25 Jahre
|
| ― |
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung: 1 bis 15 Jahre
|
Abschreibungen auf Vermögensgegenstände,
die während des Geschäftsjahres erworben werden,
erfolgen anteilig angefangen vom Monat ihres Zugangs.
Holzpaletten werden vollständig im Jahr ihrer
Anschaffung abgeschrieben und in der Entwicklung des
Anlagevermögens (Anlagenspiegel) als Abgang
ausgewiesen.
Für die Kunststoff-Zwischenlagen wendet die
Gesellschaft das zulässige
Bewertungsvereinfachungsverfahren (FIFO-Verfahren)
gemäß § 256 HGB an. Dabei wird davon
ausgegangen, dass die zuerst erworbenen Zwischenlagen auch
zuerst verkauft oder entsorgt werden. Die Bilanz
enthält daher die chronologisch letzten Anschaffungen,
die somit mit aktuellen Preisen bewertet sind.
Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren
Anschaffungskosten zwischen 250 EUR und 1.000 EUR liegen,
werden im Jahr ihrer Anschaffung als Sammelposition
bilanziert und linear über fünf Jahre
abgeschrieben. Veräußerungen innerhalb dieses
Zeitraums werden lediglich zu handelsrechtlichen Zwecken
berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter,
deren Anschaffungskosten maximal 250 EUR betragen, werden
sofort im Jahr ihrer Anschaffung vollständig als
Aufwand erfasst.
Neu erworbene Zwischenlagen werden über zehn
Jahre abgeschrieben.
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum
niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden
zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden
Zeitwert bewertet.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden zu ihrem Nennwert
bilanziert. Für uneinbringliche Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen wurde eine Wertberichtigung in
Höhe von 16 TEUR (Vorjahr: 130 TEUR) gebildet.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und
Schecks sind zum Nennwert bilanziert. Die Umrechnung
von kurzfristigen Fremdwährungspositionen erfolgt mit
dem Geldkurs zum Abschlussstichtag.
Das
gezeichnete Kapital entspricht seinem Nennwert.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen werden in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet (§ 253
Abs. 1 Satz 2 HGB). Pensionsrückstellungen werden auf
Basis versicherungsmathematischer Berechnungen pauschal mit
dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn
Geschäftsjahre in Höhe von 1,82 % bei einer
Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Auf der Basis
allgemein anerkannter versicherungsmathematischer
Grundsätze erfolgt die Bewertung von
Pensionsverpflichtungen nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit
Credit-Methode; PUC-Methode). Die Höhe der
Rückstellungen basiert unter anderem auf Annahmen im
Hinblick auf die künftige Entwicklung
leistungsorientierter Verpflichtungen und Pensionen sowie
Fluktuationswahrscheinlichkeiten. Für die
biometrischen Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln
2018 G von Prof. Klaus Heubeck verwendet. Des Weiteren
werden ein durchschnittlicher zukünftiger
Einkommenstrend und ein Rententrend von 0,0 % unterstellt,
da keine Anwartschaften für aktive Mitarbeiter
bestehen.
Sonstige Rückstellungen berücksichtigen in
hinreichender Weise alle Risiken und unsicheren
Verpflichtungen. Die Bewertung basiert auf
Erfahrungswerten, fundierten Schätzungen und
Berechnungen. Rückstellungen werden mit ihrem nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei werden
auch künftige Preis- und Kostensteigerungen bei der
Bewertung von Rückstellungen berücksichtigt.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Jahre, wie von der Deutschen Bundesbank festgelegt,
abzuzinsen.
Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten in
Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs
zum Bilanzstichtag umgerechnet. Sämtliche Forderungen
und Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter
einem Jahr.
III. Erläuterungen zur Bilanz
1. Immaterielle Vermögensgegenstände und
Sachanlagen
Für die Entwicklung des Anlagevermögens
wird auf den Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang
verwiesen. Das Anlagevermögen beläuft sich auf
152,2 Millionen EUR (Vorjahr: 147,0 Millionen EUR), wovon
84,9 Millionen EUR (Vorjahr: 78,4 Millionen EUR) auf
Kunststoff-Zwischenlagen entfallen.
Zum 31. Dezember 2023 umfasst das immaterielle
Anlagevermögen Vermögenswerte in Höhe von
1,6 Millionen EUR (Vorjahr: 1,3 Millionen EUR). Darin
enthalten sind selbstgeschaffene immaterielle
Vermögensgegenstände in Höhe von 1,4
Millionen EUR (Vorjahr: 1,0 Millionen EUR). Es handelt sich
hierbei um originäre Aufwendungen, die in Zusammenhang
mit selbst entwickelter bzw. hergestellter
Anwendungssoftware sowie selbst entwickelten Patenten
entstanden sind und für welche die Gesellschaft das
Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB in
Anspruch nimmt. Der Betrag, der sich aus dem Ansatz der
immateriellen Vermögensgegenstände ergibt, gilt
nicht als abführungsgesperrt im Sinne des § 268
Abs. 8 S. 1 HGB, da er durch ausreichend freie
Rücklagen gedeckt ist. Der Gesamtbetrag der im Jahr
2023 angefallenen Entwicklungskosten beläuft sich auf
410 TEUR. Die Inbetriebnahme erster Kernfunktionen der
Pool-Software ist im zweiten Halbjahr 2024 vorgesehen.
Von den Investitionen entfallen 23,3 Millionen EUR
(Vorjahr: 20,3 Millionen EUR) auf den Erwerb von
Kunststoff-Zwischenlagen sowie 1.423 TEUR (Vorjahr: 2.436
TEUR) auf den Erwerb von Holz- und Kunststoffpaletten.
2. Finanzanlagen
Die Cartonplast Group GmbH, Dietzenbach, Deutschland,
hält direkt oder indirekt Anteile von mehr als 20 % an
folgenden Unternehmen:
|
Anteilsbesitz |
Eigenkapital |
Jahresergebnis |
|
|
[TEUR] |
[TEUR] |
| Cartonplast Polska
spolka & ograniczona odpowiedzialnosica,
Katowice, Polen
b) |
100,00% |
2.319 |
1.168 |
| CPL Cartonplast Ambalaj
Sanay ve Ticaret Anonim Sirketi, Bursa, Türkei
b) |
100,00% |
9.619 |
1.965 |
| Cartonplast Pallets
GmbH, Eimen, Deutschland
b) |
50,00% |
673 |
386 |
| Cartonplast (UK)
Limited, Doncaster, Großbritannien
b) |
100,00% |
2.500 |
1.895 |
| Cartonplast RU OOO,
Moskau, Russland
b) c) |
99,00% |
6.407 |
1.338 |
| Cartonplast South Africa
Pty Ltd., Bellville, Südafrika
a) |
100,00% |
443 |
78 |
| Afriplast Pty. Ltd.,
Bellville, Südafrika
a) |
100,00% |
536 |
329 |
| Cartonplast France SAS,
Dagneux, Frankreich
b) |
100,00% |
-901 |
-272 |
| Cartonplast Holding do
Brasil LTDA., Rio de Janeiro, Brasilien
a) |
100,00% |
2.916 |
40 |
| CPL Servicos de
Gerenciamento de Cadeia de Suprimento
Sustentável S.A., Rio de Janeiro, Brasilien
a) |
100,00% |
198 |
-12 |
| Cartonplast
Ibérica, S.L.U., Madrid, Spanien
b) |
100,00% |
10.425 |
-145 |
| Poolplaca Portuguesa
Plasticos Lda., Figueira da Foz, Portugal
b) |
100,00% |
1.633 |
9 |
| Cartonplast Corex
Australia Pty Ltd., Carlton, Australien |
70,00% |
0 |
0 |
| Cartonplast North
America Corp., Delaware, USA |
100,00% |
0 |
0 |
| Movelog Servicos
Logisticos Ltda., Jacarei, Brasilien
b) |
100,00% |
1.600 |
305 |
| Cartonplast Nederland
B.V., Spijk, Niederlande
b) |
100,00% |
826 |
-14 |
a) Beträge entsprechen dem lokalen
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023; Beträge in
Fremdwährung wurden mit dem Stichtagskurs zum 31.
Dezember 2023 bzw. dem Jahresdurchschnittskurs 2023
umgerechnet.
b) Beträge entsprechen dem lokalen
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022; Beträge in
Fremdwährung wurden mit dem Stichtagskurs zum 31.
Dezember 2022 bzw. dem Jahresdurchschnittskurs 2022
umgerechnet.
c) Die verbleibenden Anteile werden von der
Cartonplast Holding GmbH direkt gehalten.
3. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu
Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tagespreisen
bewertet. Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten
bewertet. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.
Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich das
Vorratsvermögen auf 129 TEUR (Vorjahr: 154 TEUR),
wobei der größte Anteil in Höhe von 123
TEUR (Vorjahr: 138 TEUR) auf Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe entfällt.
4. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen
zum 31. Dezember 2023 bei 3,4 Millionen EUR (Vorjahr: 5,4
Millionen EUR). Die Forderungen gegen verbundene
Unternehmen von 3,3 Millionen EUR (Vorjahr: 2,6 Millionen
EUR) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
in Höhe von 2,5 Millionen EUR (Vorjahr: 1,4 Millionen
EUR). Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine
Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Sonstige Vermögensgegenstände beinhalten
hauptsächlich Forderungen gegen eine
Factoringgesellschaft in Höhe von 744 TEUR (Vorjahr:
1.261 TEUR) sowie Forderungen gegen ausländische
Steuerbehörden (428 TEUR, Vorjahr: 518 TEUR). Die
sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten
Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
in Höhe von 24 TEUR (Vorjahr: 24 TEUR).
5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr belaufen sich auf 13
TEUR (Vorjahr: 7 TEUR).
6. Eigenkapital
Die Cartonplast Group GmbH verfügt über ein
gezeichnetes Kapital in Höhe von 25 TEUR und eine
Kapitalrücklage in Höhe von 76,6 Millionen EUR.
7. Rückstellungen
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens
(Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung)
beläuft sich auf 12 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR). Die
Pensionsverpflichtung, die gemäß § 246 Abs.
2 Sätze 2-3 HGB mit dem Planvermögen verrechnet
wurde, beträgt 13 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR). Der
Zinsaufwand im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen
wurde mit den Erträgen aus den Ansprüchen aus
Rückdeckungsversicherung saldiert (nach Verrechnung
mit den Beiträgen). Der verbleibende
Passivüberhang beträgt 0,5 TEUR (Vorjahr: 0,1
TEUR) und ist in der Bilanz unter den "Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen"
ausgewiesen. Die Anschaffungskosten für das
Planvermögen beliefen sich auf 6 TEUR. Der Betrag, der
sich aus dem Ansatz der Vermögensgegenstände i.
S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB abzüglich der
Anschaffungskosten ergibt (6 TEUR; Vorjahr: 6 TEUR) gilt
nicht als abführungsgesperrt nach § 268 Abs. 8
Satz 3 HGB, da er durch ausreichend frei verfügbare
Rücklagen gedeckt ist.
Ein Unterschiedsbetrag aufgrund der Anwendung von
§ 253 Abs. 6 i. V. m. Abs. 2 HGB, welcher sich aus der
Abzinsung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der
vergangenen zehn Jahre und der vergangenen sieben Jahre
ergibt, beträgt 128 EUR.
Zum 31. Dezember 2023 belaufen sich die sonstigen
Rückstellungen auf 2.389 TEUR (Vorjahr: 3.435 TEUR).
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen
Aufwendungen für ausstehende Kundengutschriften in
Höhe von 1.237 TEUR (Vorjahr: 2.189 TEUR), für
Personalaufwand und Vergütungen in Höhe von 554
TEUR (Vorjahr: 654 TEUR), für ausstehende Lieferanten-
und Dienstleistungsrechnungen in Höhe von 467 TEUR
(Vorjahr: 496 TEUR), sowie für die Prüfung und
Erstellung von Jahresabschlüssen in Höhe von 81
TEUR (Vorjahr: 96 TEUR). Die Rückstellung für
ausstehende Kundengutschriften ist aufgrund einer
Reduzierung der gebildeten Rückstellung für
mögliche Rücknahmen verkaufter Holzpaletten (278
TEUR, Vorjahr: 926 TEUR) stark gesunken. Die Aufwendungen
aus der Auf- bzw. Erträge aus der Abzinsung von
Rückstellungen belaufen sich jeweils auf weniger als
1.000 EUR.
8. Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten stellen sich wie folgt dar:
| Verbindlichkeiten |
Gesamt-
wert |
davon mit
einer Restlaufzeit von |
| zum 31. Dezember
2023 |
|
< 1 Jahr |
1 bis 5 Jahre |
> 5 Jahre |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
2 |
2 |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
10.461 |
10.461 |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
66.044 |
17.518 |
0 |
48.526 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
4.969 |
4.969 |
0 |
0 |
| Summe |
81.476 |
32.950 |
0 |
48.526 |
| (zum 31. Dezember
2022) |
|
|
|
|
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
0 |
0 |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
8.905 |
8.905 |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
61.265 |
16.146 |
0 |
45.119 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
7.627 |
7.627 |
0 |
0 |
| Summe |
77.797 |
32.678 |
0 |
45.119 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen in Höhe von 66,0 Millionen EUR (Vorjahr:
61,3 Millionen EUR) beinhalten im Wesentlichen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von 885 TEUR (Vorjahr: 1.614 TEUR),
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus
Darlehen in Höhe von 48,5 Millionen EUR (Vorjahr: 45,1
Millionen EUR), Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern aus einem Ergebnisabführungsvertrag in
Höhe von 11,1 Millionen EUR (Vorjahr: 13,5 Millionen
EUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
aus Cash-Pooling in Höhe von 4,4 Millionen EUR
(Vorjahr: Forderungen in Höhe von 0,4 Millionen EUR).
9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen
sich zum Stichtag auf insgesamt 2.054 TEUR.
Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus
Leasingverträgen (Gabelstapler, Fahrzeuge und
IT-Ausstattung), von denen 334 TEUR im Geschäftsjahr
2024 und 789 TEUR bis zum Jahr 2028 fällig sind.
Weiterhin bestehen finanzielle Verpflichtungen aus
Dauerschuldverhältnissen aus Mietverträgen, von
denen 301 TEUR im Geschäftsjahr 2024 und 630 TEUR bis
zum Jahr 2029 fällig sind.
Im Zusammenhang mit dem Aufbau eines
Sicherheitsbestandes bei einem Zwischenlagenlieferant hat
sich die Gesellschaft zu einer Abnahmeverpflichtung von
neuen Zwischenlagen in Höhe von maximal 1.128 TEUR bis
zum 30. April 2024 bereit erklärt.
Darüber hinaus gibt es keine weiteren
Verpflichtungen.
10. Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft hat Mietgarantien zugunsten eines
Vermieters von Lagern und Verwaltungsgebäuden der
Cartonplast (UK) Limited, Doncaster, Großbritannien,
abgegeben. Die jährliche Miete beläuft sich auf
262 TGBP bzw. 302 TEUR umgerechnet mit dem
Durchschnittskurs des Jahres 2023. Der Vertrag wurde am 25.
September 2017 abgeschlossen und läuft bis zum 31.
Dezember 2027. Die bis dahin laufenden jährlichen
kumulierten Mieten in einer Gesamthöhe von 1.050 TGBP
ergeben umgerechnet mit dem Durchschnittskurs des Jahres
2023 1.207 TEUR.
Die Gesellschaft hat Garantien zugunsten Cartonplast
(UK) Ltd., Großbritannien, abgegeben, finanzielle und
operative Unterstützung zu leisten, insbesondere keine
Zahlung von Verbindlichkeiten über mögliche
Rahmen zu fordern, um den Geschäftsbetrieb der
Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2023 aufrechtzuerhalten.
Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung der
Cartonplast (UK) Ltd., Doncaster, Großbritannien, ist
nicht mit Inanspruchnahme aus den Garantiezusagen zu
rechnen.
Die Gesellschaft hat Garantien zugunsten Cartonplast
France SAS, Dagneux, Frankreich, abgegeben, die notwendigen
Finanzmittel bereitzustellen sowie die erforderliche
finanzielle und operative Unterstützung zu leisten, um
den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft ab dem 11. Mai
2022 bis zum 31. Mai 2024, sowie in einem weiteren Dokument
ab dem 28. April 2023 bis zum 31. Dezember 2024,
aufrechtzuerhalten.
Aufgrund eines langfristigen Vertrages mit einem
französischen Kunden wird mit einer Inanspruchnahme
der gegenüber der Cartonplast France SAS abgegebenen
Garantie nicht gerechnet.
Die Gesellschaft hat Garantien zugunsten Cartonplast
Ibérica S.L.U., Madrid, Spanien, abgegeben, die
notwendigen Finanzmittel bereitzustellen sowie die
erforderliche finanzielle und operative Unterstützung
zu leisten, um den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft
für mindestens fünfzehn Monate ab dem 15. Februar
2023 aufrechtzuerhalten.
Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung der
Cartonplast Ibérica S.L.U., Madrid, Spanien, ist
nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Garantiezusagen zu
rechnen.
Für Verbindlichkeiten der Muttergesellschaft
sind durch Übertragung von Anteilen, beweglichem
Anlagevermögen sowie Pfandrechte aus Forderungen und
Bankkonten Sicherheiten bestellt worden. Aufgrund der
positiven Entwicklung der gesamten Gruppe wird auch hier
mit keiner Inanspruchnahme gerechnet.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Die
Umsatzerlöse für den Zeitraum vom 1.
Januar bis 31. Dezember 2023 belaufen sich auf 53,3
Millionen EUR (Vorjahr: 50,0 Millionen EUR).
Sie gliedern sich wie folgt:
Nach Geschäftsfeldern
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Vermietung von
Zwischenlagen |
38.646 |
36.843 |
| Verkauf von
Zwischenlagen |
9.458 |
7.635 |
| Vermietung und Verkauf
von Paletten |
3.949 |
3.166 |
|
Waschdienstleistungen |
827 |
1.639 |
| Sonstige Lieferungen und
Leistungen |
405 |
712 |
|
53.285 |
49.995 |
Nach Region
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Deutschland |
42.761 |
40.310 |
| Spanien |
6.245 |
5.977 |
| Großbritannien und
Nordirland |
2.514 |
2.282 |
| Polen |
1.748 |
1.411 |
| Frankreich |
17 |
15 |
|
53.285 |
49.995 |
Die Umsatzerlöse enthalten Vorgänge von
außergewöhnlicher Bedeutung und
Größenordnung in Höhe von 1.300 TEUR
(Vorjahr: 0 TEUR), welche aus einer Sondervereinbarung mit
einem Kunden resultieren.
Die
sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich
auf 1.548 TEUR (Vorjahr: 439 TEUR). In den sonstigen
betrieblichen Erträgen sind 180 TEUR (Vorjahr: 137
TEUR) periodenfremde Erträge, davon 132 TEUR (Vorjahr:
101 TEUR) Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen enthalten. Weitere 94 TEUR (Vorjahr: 44
TEUR) kommen von Erträgen aus an verbundene
Unternehmen weiterbelasteten Kosten. Erträge aus
Währungsumrechnungsdifferenzen betragen 14 TEUR
(Vorjahr: 15 TEUR). Im Jahr 2023 gibt es zudem noch
Erträge aus Subventionen in Höhe von 18 TEUR
(Vorjahr: 84 TEUR) sowie einen Gewinn aus der Verschmelzung
mit der Tochtergesellschaft PLP24 GmbH in Höhe von 751
TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).
Der
Materialaufwand beinhaltet neben Aufwendungen
für bezogene Leistungen in Höhe von 6,8 Millionen
EUR (Vorjahr: 8,8 Millionen EUR), die im Wesentlichen aus
der Inanspruchnahme von Transportleistungen durch externe
Dienstleister entstehen, auch Aufwendungen für Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren in Höhe
von 3,9 Millionen EUR (Vorjahr: 2,9 Millionen EUR). Die
Anlagenabgänge, welche im Zusammenhang mit den
Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Zwischenlagen
stehen, betragen 3,4 Millionen EUR (Vorjahr: 2,3 Millionen
EUR).
Der
Personalaufwand beträgt für das
Geschäftsjahr 2023 8,5 Millionen EUR (Vorjahr: 7,1
Millionen EUR). Die Erhöhung gegenüber dem
Vorjahr ist im Wesentlichen auf allgemeine Lohnsteigerungen
zurückzuführen.
Die
Abschreibungen für das Geschäftsjahr 2023
belaufen sich auf 16,2 Millionen EUR (Vorjahr: 16,2
Millionen EUR) und beinhalten Abschreibungen auf
Zwischenlagen in Höhe von 13,5 Millionen EUR (Vorjahr:
12,5 Millionen EUR).
Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen des
Geschäftsjahres 2023 belaufen sich auf 6,1 Millionen
EUR (Vorjahr: 6,3 Millionen EUR). Darin sind Honorare
für Rechtsberatung, Marktentwicklung und Consulting
enthalten (391 TEUR, Vorjahr: 322 TEUR). Sonstige
betriebliche Aufwendungen umfassen darüber hinaus
periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 54 TEUR
(Vorjahr: 46 TEUR). Des Weiteren sind 94 TEUR (Vorjahr: 44
TEUR) Aufwendungen für weiterbelastete Kosten an
verbundene Unternehmen, Aufwendungen aus
Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 78
TEUR (Vorjahr: 471 TEUR) sowie 1,5 Millionen EUR (Vorjahr:
1,5 Millionen EUR) erhaltene Dienstleistungen von der
Muttergesellschaft enthalten.
Die
sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in
Höhe von 350 TEUR (Vorjahr: 375 TEUR) betreffen im
Wesentlichen Erträge aus der Bestellung von
Sicherheiten für Fremddarlehen der Muttergesellschaft
Cartonplast Holding GmbH in Höhe von 227 TEUR
(Vorjahr: 227 TEUR) sowie Zinserträge aus Cashpooling
in Höhe von 75 TEUR (Vorjahr: 148 TEUR).
In den
Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen
und Finanzierungskosten für finanzielle
Verbindlichkeiten in Höhe von 4,5 Millionen EUR
(Vorjahr: 4,1 Millionen EUR), davon Zinsaufwendungen
für Kredite im Unternehmensverbund in Höhe von
4,1 Millionen EUR (Vorjahr: 3,9 Millionen EUR), enthalten.
V. Sonstige Angaben
Konzernzugehörigkeit
Cartonplast Holding GmbH, Dietzenbach, stellt
für den kleinsten und zugleich größten
Konsolidierungskreis einen Konzernabschluss auf. Der
Konzernabschluss wird im Unternehmensregister
veröffentlicht. Die Cartonplast Group GmbH ist
gemäß § 291 Abs. 2 HGB von der
Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und
eines Konzernlageberichts befreit.
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug:
|
Summe |
| Angestellte |
37 |
| Arbeiter |
106 |
| Summe |
143 |
Geschäftsführer
Serkan Murad Koray, Kaufmann, Frankfurt am Main, CEO
Thomas Krausch, Kaufmann, Frankfurt am Main Thomas Grimm,
Kaufmann, Seligenstadt
Die Angabe der Bezüge der
Geschäftsführer unterbleibt aufgrund der
Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß §
286 Abs. 4 HGB.
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und
Personen
Die Gesellschaft hat Handelsbeziehungen sowie
Darlehensverträge und Kostenverrechnungsvereinbarungen
mit anderen Konzerngesellschaften, sowie einen
Cash-Poolingvertrag und einen
Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft
geschlossen.
Prüfungshonorare
Die Honorare für Abschlussprüfungen
betrugen im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023 113 TEUR. Darüber hinaus betrifft das im
Geschäftsjahr an den Abschlussprüfer entrichtete
Gesamthonorar von 205 TEUR Steuerberatungsleistungen in
Höhe von 92 TEUR.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Zusammenhang mit dem Ausbau ihrer
geschäftlichen Aktivitäten auf dem
brasilianischen Markt hat die Gesellschaft im März
2024 die Cartonplast do Brasil Ltda. mit Sitz in Sao Jose
dos Campos, Brasilien, gegründet. Die Gesellschaft
hält 100% der Anteile an der neuen
Tochtergesellschaft. Geschäftszweck ist die Vermietung
von Transportverpackungsmaterialen, insbesondere
Kunststoff-Zwischenlagen, sowie das Erbringen damit
zusammenhängender Reinigungs- und
Logistikdienstleistungen.
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres bis zum
Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses sind keine
weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung
eingetreten, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage auswirken oder die Einfluss auf die Darstellung
der wirtschaftlichen Lage haben.
Dietzenbach, 29. April
2024
(Serkan
Koray)
(Thomas
Krausch)
(Thomas
Grimm)
Entwicklung
des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis 31. Dezember 2023
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
1.1.2023 |
Zugänge |
Zugänge aus
Ver-
schmelzung |
Um-
buchungen |
Abgänge |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögens- |
|
|
|
|
|
|
| gegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1.
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte |
|
|
|
|
|
|
| und
ähnliche Rechte und Werte |
1.050.898,24 |
409.984,13 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
1.460.882,37 |
| 2.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche |
|
|
|
|
|
|
| Rechte
und Werte sowie Lizenzen |
|
|
|
|
|
|
| an
solchen Rechten und Werten |
2.246.091,21 |
21.015,00 |
0,00 |
0,00 |
-500.000,00 |
1.767.106,21 |
|
3.296.989,45 |
430.999,13 |
0,00 |
0,00 |
-500.000,00 |
3.227.988,58 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte |
|
|
|
|
|
|
| und
Bauten einschließlich der Bauten |
|
|
|
|
|
|
| auf
fremden Grundstücken |
10.513.000,75 |
29.320,88 |
0,00 |
86.703,26 |
0,00 |
10.629.024,89 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
7.286.243,14 |
224.592,65 |
0,00 |
70.000,00 |
-558.255,73 |
7.022.580,06 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
133.017.037,82 |
24.912.554,72 |
10.208,85 |
0,00 |
-12.928.676,83 |
145.011.124,56 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
812.555,46 |
722.365,09 |
0,00 |
-156.703,26 |
-341.892,20 |
1.036.325,09 |
|
151.628.837,17 |
25.888.833,34 |
10.208,85 |
0,00 |
-13.828.824,76 |
163.699.054,60 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
56.321.935,23 |
0,00 |
839.528,34 |
0,00 |
-1.912.906,20 |
55.248.557,37 |
|
56.321.935,23 |
0,00 |
839.528,34 |
0,00 |
-1.912.906,20 |
55.248.557,37 |
|
211.247.761,85 |
26.319.832,47 |
849.737,19 |
0,00 |
-16.241.730,96 |
222.175.600,55 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
|
1.1.2023 |
Zugänge aus
Ver-schmelzung |
Abschrei-
bungen des
Geschäfts-
jahres |
Abgänge |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögens- |
|
|
|
|
|
| gegenstände |
|
|
|
|
|
| 1.
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte |
|
|
|
|
|
| und
ähnliche Rechte und Werte |
12.201,33 |
0,00 |
10.823,53 |
0,00 |
23.024,86 |
| 2.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche |
|
|
|
|
|
| Rechte
und Werte sowie Lizenzen |
|
|
|
|
|
| an
solchen Rechten und Werten |
1.978.413,91 |
0,00 |
110.278,30 |
-499.999,00 |
1.588.693,21 |
|
1.990.615,24 |
0,00 |
121.101,83 |
-499.999,00 |
1.611.718,07 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte |
|
|
|
|
|
| und
Bauten einschließlich der Bauten |
|
|
|
|
|
| auf
fremden Grundstücken |
3.645.465,40 |
0,00 |
418.416,14 |
0,00 |
4.063.881,54 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
4.934.740,32 |
0,00 |
555.514,45 |
-447.584,73 |
5.042.670,04 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
53.708.235,46 |
7.030,85 |
15.123.837,60 |
-9.541.516,82 |
59.297.587,09 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
62.288.441,18 |
7.030,85 |
16.097.768,19 |
-9.989.101,55 |
68.404.138,67 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
64.279.056,42 |
7.030,85 |
16.218.870,02 |
-10.489.100,55 |
70.015.856,74 |
|
Buchwerte |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögens- |
|
|
| gegenstände |
|
|
| 1.
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte |
|
|
| und
ähnliche Rechte und Werte |
1.437.857,51 |
1.038.696,91 |
| 2.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, |
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche |
|
|
| Rechte
und Werte sowie Lizenzen |
|
|
| an
solchen Rechten und Werten |
178.413,00 |
267.677,30 |
|
1.616.270,51 |
1.306.374,21 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte |
|
|
| und
Bauten einschließlich der Bauten |
|
|
| auf
fremden Grundstücken |
6.565.143,35 |
6.867.535,35 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
1.979.910,02 |
2.351.502,82 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
| Geschäftsausstattung |
85.713.537,47 |
79.308.802,36 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
| Anlagen
im Bau |
1.036.325,09 |
812.555,46 |
|
95.294.915,93 |
89.340.395,99 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
55.248.557,37 |
56.321.935,23 |
|
55.248.557,37 |
56.321.935,23 |
|
152.159.743,81 |
146.968.705,43 |
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Cartonplast Group GmbH, Dietzenbach
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Cartonplast Group
GmbH, Dietzenbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der
Cartonplast Group GmbH für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und
Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023
sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des
Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir
sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und
die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das
Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht
aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko,
dass aus Irrtümern resultierende wesentliche
falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da
dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
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gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser
Systeme der Gesellschaft abzugeben.
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beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
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| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit sowie, auf der
Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob
eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit
Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die
bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der
Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir
ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage
der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
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beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
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beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte
Bild von der Lage des Unternehmens.
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führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten
Angaben abweichen.
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Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 29.
April 2024
KPMG
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Böhm,
Wirtschaftsprüferin
Meyer,
Wirtschaftsprüferin
Feststellung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und
Lagebericht der Cartonplast Group GmbH wurde am 14. Juni
2024 festgestellt.
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