Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 47288
Vorher
Zweihundertachtunddreißigste Verwaltungsgesellschaft Dammtor mbHCPL Group GmbH
Eingetragen
7.5.2012
Branche
Vermietung von SchienenfahrzeugenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenVermietung von Baumaschinen und -geräten
Gegenstand
Die Vermietung und der Vertrieb von Transportartikeln jeglicher Art, insbesondere von Transport- und Verpackungsrnaterial sowie Paletten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Steding
seit 19.2.2025
Prokura
Carsten Simansky
seit 19.2.2025
Prokura
Roland Magin
seit 26.1.2023
Prokura
Britta Baier
seit 28.12.2022
Prokura
Thomas Grimm
seit 15.10.2020
Geschäftsführer
Martina Six
seit 18.8.2017
Prokura
Serkan Murad Koray
seit 10.2.2016
Geschäftsführer
Thomas Edgar Krausch
seit 20.3.2014
Geschäftsführer
Markus Noll
seit 29.10.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Pool Investment SARLLUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cartonplast Group GmbH

Dietzenbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Grundlegende Informationen über die Gesellschaft

1.1 Hintergrund der Gesellschaft

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Cartonplast Holding GmbH, Dietzenbach.

Über die Cartonplast Holding GmbH ist die Gesellschaft indirekt mehrheitlich im Besitz eines von der Deutschen Beteiligungs AG, Frankfurt am Main, beratenen Investmentfonds. Demzufolge gehört die Gesellschaft zum Konzernverbund der Cartonplast Holding GmbH, welche hierbei als Management-Holdinggesellschaft fungiert.

1.2 Geschäftsmodell

Das Geschäftsjahr der Cartonplast Group GmbH beginnt am 1. Januar eines Jahres und endet am 31. Dezember des gleichen Jahres.

Cartonplast Group GmbH, nachfolgend auch "Cartonplast" oder die "Gesellschaft", ist ein Anbieter von wiederverwendbaren Transportverpackungen (im Wesentlichen Kunststoff-Zwischenlagen) auf Mietbasis, die für den hygienisch sicheren und effizienten Transport von Glas-, Dosen- und PET-Behältern in der Getränke-, Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie eingesetzt werden. Cartonplast betreibt hierzu ein geschlossenes logistisches System, bei dem Kunststoff-Zwischenlagen vermietet, gereinigt und vielfach wiederverwendet werden. Aussortierte Zwischenlagen werden vom Lieferanten recycelt, der Materialwert wird an Cartonplast erstattet. Durch den Einsatz moderner Reinigungstechnologien, effektiver Service- und Logistikprozesse und effizienter Recyclingverfahren weist Cartonplast in ihren Märkten Marktanteile von durchschnittlich 80 % und in wichtigen Kernmärkten wie Deutschland, Spanien und der Türkei über 90 % aus. Weitere Geschäftsbereiche, die allerdings von untergeordneter Bedeutung sind, stellen die Vermietung und die Reparatur von Holzpaletten sowie Waschdienstleistungen für Zwischenlagen dar.

Cartonplast unterhält langjährige Geschäftsbeziehungen zu ihren Kunden. Die Vermietung von Kunststoff-Zwischenlagen an die Hersteller von Behälterglas für die Getränkeindustrie bildet dabei das Kernsegment der Gesellschaft. Dieses wird seit einigen Jahren durch die Vermietung von speziell entwickelten Kunststoff-Paletten ergänzt, von der sich Cartonplast ein signifikantes Wachstumspotential verspricht.

Die Absatzentwicklung und Produktionsabläufe unserer Kunden bestimmen nicht nur die Entwicklung unserer Umsätze, sondern vor allem auch die erforderlichen Investitionen in Kunststoff-Zwischenlagen. Durch eine Produktionsausweitung bei den Behälterglasherstellern erhöht sich in der Regel die Nachfrage nach Kunststoff-Zwischenlagen. Allerdings führen rückläufige Umsätze der Behälterglashersteller nicht unmittelbar zu einer geringeren Nachfrage nach Kunststoff-Zwischenlagen, da die auf den langfristigen Betrieb angelegten Produktionsprozesse in der Behälterglasindustrie nur sehr langsam auf eine nachhaltig geringere Marktnachfrage der Abfüller-Betriebe angepasst werden können und kurzfristige Nachfrageschwankungen durch Erhöhung der Lagerbestände bei den Behälterglasherstellern ausgeglichen werden.

Die Aufträge werden in der Regel wöchentlich im Voraus platziert. Daher erfolgt die Beauftragung von Zwischenlagen-Lieferungen relativ kurzfristig ohne große Vorlaufzeiten. Cartonplast hat mit ihren Großkunden vereinbart, dass diese jährliche und quartalsweise Bedarfsprognosen abgeben, um die Nachfrageentwicklung und den daraus folgenden konkreten Bedarf besser einschätzen zu können.

Aktuell betreibt die Cartonplast Gruppe ein Netzwerk von insgesamt siebzehn Service-Centern, von denen sich zwölf in Europa befinden. Der Hauptmarkt ist Deutschland, wo Cartonplast an vier Standorten vertreten ist. Die Unternehmenszentrale hat ihren Sitz in Dietzenbach.

Die Cartonplast Gruppe finanziert sich, wie bei Private Equity Unternehmensbeteiligungen üblich, zu einem erheblichen Teil durch einen Konsortialkredit sowie durch Gesellschafterdarlehen.

1.3 Entwicklungsaktivitäten

Im vierten Quartal 2019 hat Cartonplast ein mehrjähriges Projekt begonnen, dessen Ziel es ist, die IT-Landschaft zu harmonisieren und zu modernisieren, Schnittstellen zwischen den einzelnen Systemen zu schaffen sowie zahlreiche Geschäftsprozesse unterschiedlicher Abteilungen stärker zu standardisieren und zu digitalisieren. Kernelement des Projekts ist die vollständige Neukonzeptionierung und -programmierung der Software zur Steuerung des Zwischenlagen-Pools (nachfolgend als "Pool-Software" bezeichnet) durch die interne Abteilung für Softwareentwicklung. Weiterhin wurde im Zuge des Projekts ein Dokumentenmanagementsystem eingeführt sowie die Erneuerung und Erweiterung von weiten Teilen der IT-Infrastruktur in Angriff genommen. Die Inbetriebnahme erster Kernfunktionen der Pool-Software ist im zweiten Halbjahr 2024 vorgesehen.

Die Gesellschaft nimmt das Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 S. 1 HGB in Anspruch. Zum 31. Dezember 2023 wurden 361 TEUR (Vorjahr: 339 TEUR) aktiviert, im Wesentlichen in Zusammenhang mit der internen Programmierung der Pool-Software. Der Gesamtbetrag, der im Jahr 2023 angefallenen Entwicklungskosten, beläuft sich auf 410 TEUR, welche vollständig aktiviert wurden.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet Cartonplast insgesamt mit Projektkosten von 468 TEUR (Vorjahr: 498 TEUR), wobei ein Anteil in Höhe von 432 TEUR (Vorjahr: 382 TEUR) auf die neue Pool-Software entfällt. Die Projektkosten sind in ihrer Größenordnung von untergeordneter Bedeutung für die Gesellschaft.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliches und segmentspezifisches Umfeld

2.1.1 Allgemeine Wirtschaftslage

Die Cartonplast Gruppe ist in ihren Märkten nur zu einem geringen Umfang von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung abhängig, weil es sich bei den Produkten der Abfüller, welche von den Behälterglasherstellern - die ihrerseits Kunden von Cartonplast sind - beliefert werden, im Wesentlichen um Getränke und Lebensmittel handelt. Die Nachfrage der Endverbraucher nach Getränken und anderen Gegenständen des täglichen Bedarfs unterliegt naturgemäß nur geringen wirtschaftlichen Schwankungen. Gleichwohl beobachtet Cartonplast die Wirtschaftsentwicklung in den einzelnen Märkten - nicht zuletzt um Rückschlüsse auf andere für den Konzern relevante Parameter wie Zinsen, Wechselkurse, Inflation, etc. ziehen zu können.

Für die Cartonplast Gruppe sind verschiedene EU-Absatzmärkte, insbesondere Deutschland, sowie außerhalb der EU Großbritannien und die Türkei von herausgehobener Bedeutung. In diesen Absatzmärkten werden zusammen ca. 90 % des Umsatzes der Cartonplast Gruppe erwirtschaftet.

Wirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr 2023
Für das Jahr 2023 schätzt der Internationale Währungsfonds (IWF) - in seiner im Januar 2024 veröffentlichten Prognose [1] - das globale Wirtschaftswachstum auf 3,1 % (2022: 3,5 %). Für den Euroraum rechnet der IWF im Jahr 2023 mit einem durchschnittlichen Wachstum der Wirtschaftsleistung von 0,5 % (2022: 3,4 %).

In den meisten europäischen Cartonplast-Kernmärkten geht der IWF für das Jahr 2023 von einem moderaten - wenn auch unterhalb des Niveaus von 2022 liegenden - Wachstum der Wirtschaft aus [2] . Positive Werte werden erwartet für Spanien (+2,4 %), Portugal (+2,3 %) die Niederlande (+0,2 %), Frankreich (+0,8 %) und Polen (+0,6 %).

In Bezug auf Deutschland wird dagegen für das Jahr 2023 ein negatives Wachstum (-0,3 %) geschätzt, während das Wachstum 2022 noch positiv war (+1,8 %). Nach Einschätzung des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland vom November 2023 [3] ging das Wachstum im Jahr 2023 sogar um 0,4 % zurück. Als Ursache hierfür benennt der Sachverständigenrat insbesondere die geschwächte inländische Nachfrage zu Beginn des Jahres 2023.

Außerhalb der EU schätzt der IWF das britische Wirtschaftswachstum für das Jahr 2023 auf +0,5 %.

Die türkische Wirtschaftsleistung ist im Jahr 2023 laut der jüngsten verfügbaren IWF-Prognose [4] um 4,0 % gewachsen (2022: 5,5 %). Die türkische Lira ist freilich in den letzten Jahren von Wertverfall betroffen. Für das Jahr 2023 wird mit einer Inflationsrate in Höhe von 51,2 % gerechnet. Nach einem weiteren Anstieg in 2024 wird schließlich mit einem Absinken der Inflationsrate bis zum Jahr 2028 auf 37,4 % gerechnet. Die türkische Zentralbank bekämpft die Inflation durch Anhebung des Leitzinses [5] .
Wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024
Der IWF [6] prognostiziert das Weltwirtschaftswachstum für das Jahr 2024 auf 3,1 %. Die Wachstumsprognose für den Euroraum beträgt 0,9 %.

Die Erwartungen für die europäischen Cartonplast-Kernmärkte sind durchgängig positiv. Es werden erwartet für Spanien (+1,5 %), Portugal (+1,5 %), die Niederlande (+0,7 %), Frankreich (+1,0 %) und Polen (+2,8 %) [7] .
In Bezug auf Deutschland sind die Erwartungen für das Jahr 2024 - mit einer erheblichen Bandbreite - unterschiedlich. Während im letzten Herbst der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung [8] für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 ein Wachstum von 0,7 % vorhergesagt hatte, geht der IWF in seiner Prognose vom Januar diesen Jahres noch von einem Wachstum von 0,5 % aus. Im Jahreswirtschaftsbericht aus dem Februar senkt die Bundesregierung [9] die Wachstumserwartung auf 0,2 %. Diese Sichtweise wird auch von einem Wirtschaftsforschungsinstitut [10] geteilt. Ein anderes Wirtschaftsforschungsinstitut [11] zeigt sich pessimistischer und geht mittlerweile für 2024 von einem Absinken des Bruttoinlandprodukts um 0,3 % aus.

Das Wachstum im Vereinigten Königreich wird vom IWF für 2024 auf 0,6 % prognostiziert.

Für die Türkei erwartet der IWF für das Jahr 2024 ein Wirtschaftswachstum von 3,1 %.

Die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschaft und der für das Geschäft der Cartonplast Gruppe besonders wichtigen europäischen Volkswirtschaften bleibt auch 2024 unverändert hoch. Potenziell schwerwiegende negative Auswirkungen könnten sich unter anderem durch eine wirtschaftliche Abschwächung in Europa sowie durch eine Eskalation von militärischen Konflikten ergeben.

2.1.2 Behälterglasmarkt

Der globale Markt für Behälterglas [12] gilt als fragmentiert und dementsprechend wettbewerbsintensiv. Die Wettbewerbsintensität ist dabei zum einen auf eine weltweit starke Präsenz der wichtigsten globalen Hersteller zurückzuführen, zu denen auch einige Kunden von Cartonplast zählen. Zum anderen ist dies aber auch durch die Existenz von Ersatzprodukten (z. B. Kunststoffbehälter und Dosen) bedingt, denn die Produzenten dieser Ersatzprodukte bemühen sich konsequent um die Sicherung ihres Marktanteils. Geschätzt wird der globale Behälterglasmarkt auf ein Volumen von 85,25 Mrd. USD für 2024 mit erwarteten jährlichen durchschnittlichen Wachstumsraten von 3,89 % bis 2029 auf dann 103,17 Mrd. USD. Mit Bezug auf Europa berichtet eine europäische Vereinigung von Behälterglasproduzenten [13] von mehr als 160 europäischen Behälterglasproduktionsstätten mit rund 125.000 Beschäftigten entlang der Wertschöpfungskette.

Die Situation und Entwicklung in Deutschland weichen von den Feststellungen und Prognosen des weltweiten und europäischen Glasbehältermarktes ab.

Einer auf Glasverpackungen ausgerichteten Branchenvereinigung [14] zufolge habe eine allgemein schlechte Situation in der deutschen Wirtschaft zwischenzeitlich den Behälterglasmarkt erreicht und den stetigen Aufwärtstrend der vorangegangenen Jahre unterbrochen. Der Absatz von Behälterglas sei im ersten Halbjahr 2023 um 10,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Als Ursache für diese Entwicklung wurde neben einem Nachfragerückgang aber auch der Abbau von Lagerbeständen als zweite Ursache ausgemacht. Aufgrund des letztgenannten Umstands war die Branchenvereinigung im Herbst 2023 noch optimistisch, dass die Talsohle im ersten Halbjahr 2023 erreicht gewesen sei. Zwischenzeitlich zeichnet sich indes ab, dass eine Erholung im Laufe des Jahres 2023 noch nicht stattgefunden hat. So berichtet ein Branchendienst [15] bezüglich eines Behälterglasproduzenten über einen Umsatzrückgang in Europa von 24 % mit der Folge einer Drosselung der weltweiten Produktion im letzten Quartal 2023 um die Hälfte. Für 2024 wird indes berichtet, dass der Behälterglasproduzent von einer Trendwende bei der Lagerhaltung seiner europäischen Kunden noch im ersten Halbjahr 2024 ausgeht.

In einem zuletzt am 7. März 2024 aktualisierten Bericht gelangt ein Branchendienst [16] zu der Einschätzung, dass die schwächere Nachfrage nachgelagerter Branchen sowie der Abbau von Lagerbeständen sich negativ auf den Branchenumsatz ausgewirkt haben und weiter auswirken. Eine Trendwende sieht der Branchendienst aktuell noch nicht, aber geht im Rahmen seiner Zeitraumbetrachtung 2019 - 2024 bereits für das Gesamtjahr 2023 von einem positiven Wachstum von 0,5 % aus. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf das gestiegene Umweltbewusstsein der Bevölkerung, mehr Geld für umweltfreundliche Verbrauchs- und Gebrauchsgüter auszugeben, wovon auch Glasbehälter profitieren. Beim Ausblick und der Prognose für den Zeitraum 2024 - 2029 sieht der Branchendienst einige Behälterglashersteller ihre Produktion ins Ausland verlagern, um von niedrigeren Arbeits- und Energiekosten zu profitieren. Zugleich wird aber auch auf ein Korrektiv hingewiesen in Gestalt erhöhter Transportkosten beim dann notwendigen Export nach Deutschland.

In Deutschland wird eine hohe Marktkonzentration gesehen. Der Markt für Behälterglas werde von einigen wenigen großen Herstellern dominiert, welche über ausreichend Schmelzwannen und Produktionsstandorte verfügen, um mit ihrem Produktionsvolumen Skaleneffekte zu erzielen. Der inländische Glasmarkt wird als gesättigt bezeichnet, weswegen die nach Ansicht des Branchendienstes dominierenden (und von ihm in der Publikation aufgelisteten) Hersteller ihre jeweiligen Marktanteile mittels Übernahmen und Fusionen ausbauen, was zu einer weiteren Zunahme der Marktkonzentration führe.

2.2 Geschäftsverlauf

Hauptmerkmale
Als in ihren Märkten dominanter Anbieter von Dienstleistungen im Bereich der Vermietung und Reinigung von Kunststoff-Zwischenlagen für die Behälterglasindustrie konzentriert sich die Cartonplast bei ihrer internen Planung und Steuerung hauptsächlich auf das bereinigte EBITDA. Zur Definition und Ermittlung des bereinigten EBITDA zum 31. Dezember 2023 verweisen wir auf Abschnitt 2.4 dieses Lageberichts.

Der Geschäftsverlauf von Cartonplast wurde auch im Jahr 2023 weiterhin in hohem Maße von der Entwicklung der Märkte für Behälterglas in Europa bei bestehenden Kunden beeinflusst. Das bereinigte EBITDA (im Wesentlichen ohne Aufwendungen und Erträge mit Gesellschaften des Konzernverbunds) liegt mit 21,1 Millionen EUR um 0,8 Millionen EUR unter dem für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Wert. Dies ist im Wesentlichen auf deutlich niedrigere Umsatzerlöse mit Dritten zurückzuführen. Dies konnte teilweise durch Einsparungen auf der Kostenseite kompensiert werden.

Die Umsatzerlöse erreichten im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 53,3 Millionen EUR und liegen damit 2,8 Millionen EUR unter dem für 2023 prognostizierten Wert. Der Hauptgrund hierfür liegt in den deutlich gesunkenen Umsatzerlösen mit Dritten (41,4 Millionen EUR, Budget: 45,3 Millionen EUR). Das Kernsegment der Vermietung von Zwischenlagen an fremde Dritte hat ebenfalls nur Erlöse von insgesamt 28,1 Millionen EUR eingebracht, wobei hierfür 30,7 Millionen EUR budgetiert waren. Die rückläufige Entwicklung des Branchenumsatzes in der deutschen Behälterglasindustrie hat sich auf das Kernsegment ausgewirkt. Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkenen Liefermengen (hauptsächlich im vierten Quartal 2023) konnten zwar durch erfolgreiche Preisverhandlungen kompensiert werden, aber die für das Geschäftsjahr 2023 budgetierten Umsatzerlöse konnten jedoch nicht erreicht werden.

Mit einem Restbuchwert von 84,9 Millionen EUR zum 31. Dezember 2023 stellt der Kunststoff-Zwischenlagen-Pool mit insgesamt 46,7 Millionen Einheiten den größten Anteil am Gesamtvermögen dar.

Cartonplast ist für den Einkauf von Kunststoff-Zwischenlagen für die Region Zentraleuropa verantwortlich. Die Investitionen für den Erhalt und den Ausbau des Zwischenlagen-Pools sind ein wichtiger Faktor für das Geschäft. Ausgaben für Zwischenlagen werden teilweise durch die Einkünfte aus dem Abgang von Zwischenlagen ausgeglichen, z. B. aus dem Verkauf von beschädigten Zwischenlagen (Recycling) oder einbehaltenem Pfand für nicht zurückgelieferte Zwischenlagen.

In 2023 wurden Investitionen in Kunststoff-Zwischenlagen in Höhe von insgesamt 23,3 Millionen EUR getätigt (7,3 Millionen Einheiten), wovon 8,2 Millionen EUR (2,6 Millionen Einheiten) der eigenen operativen Bedarfsdeckung von Cartonplast dienten und 15,1 Millionen EUR (4,7 Millionen Einheiten) für den Bedarf der zentraleuropäischen Tochtergesellschaften erworben wurden. Insgesamt fielen die Investitionen um 1,2 Millionen EUR niedriger aus als erwartet. Der Zwischenlagen-Pool erhöhte sich von 43,8 Millionen Einheiten in 2023 auf insgesamt 46,7 Millionen Einheiten zum Jahresende 2023. Von den 46,7 Millionen Zwischenlagen im Bestand entfallen zum Stichtag 23,0 Millionen Einheiten auf den sogenannten operativen Zwischenlagen-Pool der Gesellschaft, der sich damit um 0,8 Millionen Einheiten über Plan befindet. Der operative Zwischenlagen-Pool ist der zur Erzielung der Umsatzerlöse aus der Vermietung von Zwischenlagen erforderliche Bestand an Zwischenlagen und stellt eine der zentralen Kennzahlen der Steuerung des Kerngeschäfts von Cartonplast dar.

Im Geschäftsablauf werden einige Zwischenlagen durch Kunden an Abfüller außerhalb des üblichen Rückgabebereichs (Collection Area) von Cartonplast geliefert. Für diese Zwischenlagen wird den Kunden in der Regel ein Pfand in Rechnung gestellt. Beschädigte Zwischenlagen und Zwischenlagen, welche den üblichen Rückgabebereich von Cartonplast dauerhaft verlassen, führen zu einem kontinuierlichen Abgang von Zwischenlagen, der durch Investitionen in neue Zwischenlagen ausgeglichen werden muss. Man unterscheidet daher bei Investitionen in Instandhaltungsinvestitionen und Wachstumsinvestitionen. Letztere werden benötigt, um eine gesteigerte Nachfrage nach Zwischenlagenvermietungen seitens der Behälterglashersteller zu befriedigen.

Lieferungen und Rotation
Die Lieferungen bezeichnen die Anzahl der Vermietungen von Kunststoff-Zwischenlagen. Die Lieferungen hängen vom Bestellverhalten der Produktionsbereiche der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ab. Die Profitabilität von Cartonplast bestimmt sich vor allem durch das Leistungsverhalten an den eigenen Standorten sowie die effiziente und rechtzeitige Abholung der Zwischenlagen bei den Abfüllern. Demzufolge umfasst eine kontinuierliche Profitabilitätssteigerung (neben der Gewinnung von Neukunden oder der Übernahme von Zwischenlagen-Pools von Kunden oder Mitbewerbern) in der Regel Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, insbesondere die Erhöhung der Rotationsraten bei den Zwischenlagen, was zukünftig einen geringeren Zwischenlagen-Pool und niedrigere Investitionen ermöglicht.

Der Abschluss eines vollständigen Logistikzyklus (Lieferung von Zwischenlagen an Behälterglashersteller - Abholung vom Abfüller - Handling im Cartonplast Service Center) beschreibt die Umschlagshäufigkeit der Zwischenlagen und wird als Rotation bezeichnet. Neben der Betriebsleistung in den Cartonplast Service Centern bestimmt vor allem das Produktionsverhalten der Behälterglashersteller sowie das Nachfrageverhalten der Abfüller die Länge dieses Zyklus und damit die durchschnittliche Umschlagshäufigkeit pro Zwischenlage in einem Jahr. Dieser Effizienzgewinn wird teilweise durch höhere Transportkosten und kürzere Nutzungsdauern der Zwischenlagen kompensiert.

Die durchschnittliche Rotation der Zwischenlagen lag mit 2,5x unter dem Planniveau von 2,7x.

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.3.1 Ertragslage

Vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 weist Cartonplast Umsatzerlöse in Höhe von 53,3 (Vorjahr: 50,0) Millionen EUR aus. Vom Gesamtumsatz entfallen 38,6 (Vorjahr: 36,9) Millionen EUR (72,5 %, Vorjahr: 73,7 %) auf die Vermietung von Zwischenlagen, 9,5 (Vorjahr: 7,6) Millionen EUR (17,8 %, Vorjahr: 15,3 %) auf den Verkauf von Zwischenlagen aus dem Anlagevermögen (Export, Recycling), 4,0 (Vorjahr: 3,2) Millionen EUR (7,4 %, Vorjahr: 6,3 %) auf die Vermietung und den Verkauf von Holzpaletten, 0,8 (Vorjahr: 1,6) Millionen EUR (1,6 %, Vorjahr: 3,3 %) auf Waschdienstleistungen und 0,4 (Vorjahr: 0,7) Millionen EUR (0,7 %, Vorjahr: 1,4 %) auf sonstige Umsätze.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 1.548 TEUR (Vorjahr: 439 TEUR). Darin enthalten ist ein einmaliger Verschmelzungsgewinn aus der Verschmelzung mit der PLP24 GmbH in Höhe von 751 TEUR. Die weiteren Bestandteile sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 132 (Vorjahr: 101) TEUR und weitere periodenfremde Erträge in Höhe von 48 (Vorjahr: 36) TEUR, sowie Erträge aus weiterbelasteten Kosten an verbundene Unternehmen in Höhe von 94 (Vorjahr: 44) TEUR. Die Erträge aus Währungsumrechnungsdifferenzen betragen 14 (Vorjahr: 15) TEUR.
Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung für das Jahr 2023 beläuft sich auf 11,1 (Vorjahr: 13,5) Millionen EUR.
Der Materialaufwand beinhaltet die Anlagenabgänge der verkauften Zwischenlagen in Höhe von 3,4 (Vorjahr: 2,3) Millionen EUR. Die Materialaufwendungen belaufen sich auf 10,7 (Vorjahr: 11,7) Millionen EUR, wovon 6,8 (Vorjahr: 8,8) Millionen EUR auf Aufwendungen für bezogene Leistungen sowie 3,9 (Vorjahr: 2,9) Millionen EUR auf bezogene Waren entfallen.

Die Personalkosten einschließlich Sozialabgaben betragen 8,5 (Vorjahr: 7,1) Millionen EUR. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 143 (Vorjahr: 136) Mitarbeiter bei Cartonplast beschäftigt.

Die Abschreibungen belaufen sich im Jahr 2023 auf 16,2 (Vorjahr: 16,2) Millionen EUR und enthalten insbesondere die Abschreibung auf Zwischenlagen in Höhe von 13,5 (Vorjahr: 12,5) Millionen EUR. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände betragen 121 (Vorjahr: 57) TEUR. Die Abschreibungen auf Gebäude belaufen sich auf 418 (Vorjahr: 417) TEUR, die Abschreibungen auf Holzpaletten (geringwertige Wirtschaftsgüter) betragen 1.423 (Vorjahr: 2.436) TEUR und auf Anlagen und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 779 (Vorjahr: 774) TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit 6,1 (Vorjahr: 6,3) Millionen EUR beziffert. Darin sind Raumkosten in Höhe von 1,1 (Vorjahr: 1,7) Millionen EUR enthalten. Diese sind hauptsächlich aufgrund deutlich niedrigerer Energiepreise gesunken. Des Weiteren entfallen 0,4 (Vorjahr: 0,3) Millionen EUR auf Aufwendungen für Rechtsberatung, Marktentwicklung und Consulting.

Das Finanzergebnis beträgt -2,2 (Vorjahr: 4,3) Millionen EUR. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Erträge aus Beteiligungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken sind (2,0 Millionen EUR, Vorjahr: 8,0 Millionen EUR). Die Zinsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen, die Zinserträge hingegen gefallen. Dies liegt hauptsächlich am mit der Muttergesellschaft abgeschlossenen Cash-Poolingvertrag.

Im Übrigen verweisen wir auf die Erläuterungen zum Geschäftsverlauf im Abschnitt 2.2.

2.3.2 Finanzlage

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft liegen zum Jahresende bei 64,6 (Vorjahr 59,3) Millionen EUR. Sie betreffen im Wesentlichen gewährte Darlehen (48,5 Millionen EUR, Vorjahr: 45,1 Millionen EUR), die Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung (11,1 Millionen EUR; Vorjahr: 13,5 Millionen EUR) sowie Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling (4,4 Millionen EUR, Vorjahr: Forderungen in Höhe von 0,4 Millionen EUR). Der Zinsaufwand für Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft belief sich im Geschäftsjahr auf 4,1 Millionen EUR (Vorjahr: 3,9 Millionen EUR), wovon 0,0 Millionen (Vorjahr: 2,2 Millionen) EUR gezahlt wurden.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 11,3 (Vorjahr: 10,5) Millionen EUR, wovon 0,9 (Vorjahr: 1,6) Millionen EUR auf Geschäftsvorfälle im Konzernverbund entfallen und daher als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden. Des Weiteren werden Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 7,4 (Vorjahr: 11,1) Millionen EUR ausgewiesen.

Das Eigenkapital beträgt 76,6 (Vorjahr: 76,6) Millionen EUR und stammt insbesondere aus der Kapitalrücklage in Höhe von 76,6 Millionen EUR.
Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 über liquide Mittel in Höhe von 0,2 (Vorjahr: 0,8) Millionen EUR.
Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft Investitionen in Kunststoff-Zwischenlagen von 23,3 (Vorjahr: 20,3) Millionen EUR geleistet. Dies entspricht 7,3 (Vorjahr: 5,1) Millionen Einheiten. Zum 31. Dezember 2023 bestehen Abnahmeverpflichtungen für neue Kunststoff-Zwischenlagen in Höhe von maximal 1.128 TEUR bis zum 30. April 2024.

Die Cartonplast Group GmbH verfügt zum 31. Dezember 2023 über keine nicht gezogenen Kreditlinien. Die nicht gezogenen Kreditlinien liegen vollumfänglich bei der Muttergesellschaft Cartonplast Holding GmbH, welche der Gesellschaft im Bedarfsfall über den Cash-Poolingvertrag jederzeit liquide Mittel zur Verfügung stellen kann.

Cartonplast hat Patronatserklärungen an drei Tochtergesellschaften abgegeben.

Die Geschäftsführung von Cartonplast ist davon überzeugt, dass die Liquidität der Gesellschaft zur Weiterführung des Bestandsgeschäfts jederzeit gesichert ist und dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen aus Gesellschafterdarlehen und aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie ihrem sonstigen kurzfristigen Finanzierungbedarf vollständig nachkommen kann. Im Weiteren wird hierzu auf den Prognosebericht in Abschnitt 3.3 dieses Lageberichts verwiesen.

2.3.3 Vermögenslage

Das Gesamtvermögen von Cartonplast beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 160,5 (Vorjahr: 157,9) Millionen EUR und beinhaltet immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1,6 (Vorjahr: 1,3) Millionen EUR.
Die Sachanlagen belaufen sich auf 95,3 (Vorjahr: 89,3) Millionen EUR und umfassen technische Anlagen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (einschließlich Zwischenlagen) und Anzahlungen in Höhe von 88,7 (Vorjahr: 82,4) Millionen EUR sowie Grundstücke und Bauten in Höhe von 6,6 (Vorjahr: 6,9) Millionen EUR. Der Wert der aktivierten Kunststoff-Zwischenlagen im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 beträgt 84,9 (Vorjahr: 78,4) Millionen EUR.
Die Finanzanlagen belaufen sich auf 55,2 (Vorjahr: 56,3) Millionen EUR. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Anteile an verbundenen Unternehmen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen 7,9 (Vorjahr: 9,9) Millionen EUR, davon 3,4 (Vorjahr: 5,5) Millionen EUR für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Weitere 3,3 (Vorjahr: 2,6) Millionen EUR entfallen auf Geschäftsvorfälle im Konzernverbund. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf 1,2 (Vorjahr: 1,8) Millionen EUR.
Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 47,8 % (Vorjahr: 48,6 %).

Das Geschäftsjahr 2023 verlief trotz der inflationsbedingt stark gestiegenen operativen Kosten (insbesondere Personalkosten), welche nur teilweise bzw. zeitverzögert weitergegeben werden konnten, und der konjunkturbedingten Abschwächung der Nachfrage im zweiten Halbjahr 2023 insgesamt zufriedenstellend.

2.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Umsatzerlöse
Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse mit fremden Dritten und mit Gesellschaften im Konzernverbund (Gesamtumsatzerlöse). Dabei stellen insbesondere die Umsatzerlöse mit fremden Dritten eine wichtige finanzielle Steuerungsgröße der Gesellschaft dar, während die im Konzernverbund erzielten Umsatzerlöse bei der internen Steuerung von untergeordneter Bedeutung sind.

Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Umsatzerlöse von Cartonplast insgesamt 53,3 (Vorjahr: 50,0) Millionen EUR. Davon entfallen 41,4 (Vorjahr: 39,3) Millionen EUR auf Umsätze mit fremden Dritten.
Der überwiegende Teil der Umsatzerlöse mit fremden Dritten wurde im Kernsegment der Vermietung von Zwischenlagen mit einem operativen Zwischenlagen-Pool von durchschnittlich 23,2 Millionen Einheiten erzielt. Die Lieferungen betrugen 56,4 (Vorjahr: 62,2) Millionen Einheiten und führten zu Umsatzerlösen aus der Vermietung von Zwischenlagen mit fremden Dritten in Höhe von 28,1 (Vorjahr: 27,2) Millionen EUR bzw. 67,9 % (Vorjahr: 69,2 %) aller Umsatzerlöse mit fremden Dritten.

Bereinigtes EBITDA
Neben den Umsatzerlösen ist das bereinigte EBITDA bei der finanziellen Steuerung der Cartonplast von zentraler Bedeutung. Neben der Messung der Profitabilität dient es insbesondere der fortlaufenden Überwachung des zulässigen Verschuldungsgrads (Leverage Cover) im Rahmen des Konsortialkreditvertrags der Muttergesellschaft Cartonplast Holding GmbH. Das bereinigte EBITDA wird definiert als das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und nicht betrieblichen und sonstigen Postensowie im Wesentlichen ohne Berücksichtigung von Aufwendungen und Erträgen, die mit Gesellschaften des Konzernverbunds erzielt wurden. Die bereinigte EBITDA-Marge ist definiert als Verhältnis des bereinigten EBITDA zu den Umsatzerlösen mit fremden Dritten.

Im Geschäftsjahr 2023 betrug das bereinigte EBITDA 21,1 (Vorjahr: 17,9) Millionen EUR. Die bereinigte EBITDA Marge liegt bei 51,9 % bezogen auf den Gesamtumsatz mit Dritten (Vorjahr: 47,6 %). Die nicht betrieblichen Posten betreffen vor allem personelle Restrukturierungen, Rechts- und Beratungskosten sowie Kosten zur Erschließung neuer Märkte. Die sonstigen Posten betreffen im Wesentlichen die Anlagenabgänge aus Zwischenlagen, Kursaufwendungen und -erträge sowie periodenfremde Aufwendungen und Erträge.

Investitionen in Zwischenlagen
Im Geschäftsjahr wurden Zwischenlagen im Gesamtwert von 23,3 (Vorjahr: 20,3) Millionen EUR dem Pool zugeführt. Davon entfielen 8,2 Millionen EUR auf den eigenen operativen Bedarf von Cartonplast. Die Zwischenlagen wurden in voller Höhe von Dritten erworben. Diese Ausgaben werden teilweise durch Einnahmen aus dem Abgang von Zwischenlagen ausgeglichen.

Der Bestand an Zwischenlagen hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 3.482 Tausend Einheiten - durch Transaktionen mit fremden Dritten - reduziert (Vorjahr: 3.107 Tausend Einheiten), wovon der Großteil dem Recycling zugeführt wurde (1.677 Tausend Einheiten, Vorjahr: 1.617 Tausend Einheiten).

Im Jahr 2023 lag die Rotation der Zwischenlagen mit durchschnittlich 2,5x Lieferungen pro Zwischenlage unter dem Vorjahresniveau (2,7x).

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

Als Risiko werden Entwicklungen oder Ereignisse verstanden, die sich negativ auf die kurzfristigen operativen Ziele oder langfristigen strategischen Ziele der Gesellschaft auswirken könnten. Die Darstellung der Risiken erfolgt vor Risikobegrenzungsmaßnahmen und in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Marktentwicklung
Die Beurteilung der zukünftigen Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gestaltet sich schwierig und wird als wesentliches Risiko betrachtet. Das Andauern des Russland-Ukraine-Kriegs und mögliche weitere Eskalationen könnten zu weiteren Sanktionen und entsprechenden Gegenmaßnahmen führen. Zusammen mit weiteren geopolitischen Konflikten und dem neu aufgeflammten Konflikt im Nahen Osten resultieren hieraus Risiken für die konjunkturelle Entwicklung. Anhaltende oder verschärfte Lieferengpässe sowie hohe Energie- und Rohstoffpreise wirken sich zusätzlich negativ auf die wirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung aus. Durch die nach wie vor hohen Inflationsraten und Leitzinsen der Notenbanken nimmt darüber hinaus das Risiko einer Abschwächung des Wachstums zu. Die zahlreichen staatlichen Hilfsmaßnahmen, z. B. zur Minderung der Effekte aus den hohen Energiepreisen, sind dazu geeignet Risiken zu mindern, könnten aber vor allem in Europa die Verschuldungsproblematik einzelner Länder verschärfen.

Obwohl die Cartonplast Gruppe in ihrem Kernsegment der Vermietung von Kunststoff-Zwischenlagen an die Behälterglasindustrie nur in einem geringeren Umfang von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung abhängig ist, kann eine Verschlechterung der makroökonomischen Einflussfaktoren sich negativ auf Cartonplast und ihre Kunden auswirken und so zu Planabweichungen führen.

Die Gesellschaft unterhält keine Liefer- oder Leistungsbeziehungen mit Unternehmen in der Ukraine oder im Nahen Osten, so dass es hier keine direkten Auswirkungen auf das Geschäft in Europa gibt. Zudem befinden sich die wichtigsten Lieferanten für Zwischenlagen in Italien und Polen, wo derzeit keine Lieferprobleme für unsere Zwischenlagen-Pools zu erwarten sind. Mit einem weiteren Lieferanten für Zwischenlagen in Brasilien wurde die Zusammenarbeit aufgenommen. Weiterhin arbeitet die Gesellschaft mit fortgeschrittenen Bestellungen und entsprechenden Sicherheitsvorräten für Zwischenlagen.

In Bezug auf den Absatzmarkt in Russland sieht die Geschäftsführung derzeit keine Anzeichen für eine signifikante Abschwächung der Kundennachfrage. Aufgrund der bestehenden Sanktionsmaßnahmen prüft der Konzern derzeit alternative Beschaffungsquellen für Kunststoff-Zwischenlagen für den russischen Markt außerhalb der Europäischen Union, insbesondere in China.

Abhängigkeit von der Geschäftsentwicklung der Kunden
Das Geschäft mit der Vermietung wiederverwendbarer Kunststoff-Zwischenlagen für die Behälterglasindustrie hängt von der Geschäftsentwicklung der Kunden, insbesondere der Hersteller von Behälterglas, ab. Rückläufige Absatzzahlen bei Kunden haben daher, wenn auch zeitverzögert, direkte Auswirkungen auf die Umsatzerlöse der Cartonplast Gruppe. Kunden können im Hinblick auf Art und Umfang jederzeit ihre Nachfrage nach Zwischenlagen verändern. Dies kann für die Gesellschaft außerplanmäßige Investitionen zur Folge haben oder zur Unterauslastung des Zwischenlagen-Pools führen.

Investitionen erfolgen einerseits auf der Grundlage von Annahmen über künftige Entwicklungen und können daher Risiken beinhalten. Auf der anderen Seite spiegeln Investitionen in Zwischenlagen die aktuelle Kundennachfrage wider und lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die künftige Nachfrage zu. Zur Begrenzung dieses Risikos ist die Genehmigung von Investitionen an das Erreichen spezifischer Budgetziele gebunden.

Ein Teil der Wachstumsstrategie von Cartonplast ist die Einführung neuer, wiederverwendbarer Produkte aus Kunststoff auf Mietbasis für die Behälterglasindustrie (z. B. Kunststoff-Paletten). Die allgemeine Unsicherheit über die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. eine Verschlechterung der branchenspezifischen Marktentwicklung für die Behälterglas- und Dosenindustrie könnte dazu führen, dass sich die Umsetzung dieser Projekte kundenseitig verzögert und es infolgedessen zu Planabweichungen und verzögerten Ergebnisbeiträgen kommt. Die erforderlichen, hohen Anfangsinvestitionen zum Aufbau von Poolsystemen für neue Produkte können im Falle einer Verzögerung dieser Projekte zurückgestellt werden, da die Produkte gegebenenfalls kurzfristig beschafft werden können und es keine langfristigen Abnahmeverpflichtungen mit den Herstellern dieser Produkte gibt.

Risiken neuer Wettbewerber
Die hohe Servicequalität der Cartonplast Gruppe und die Fähigkeit, Kunststoff-Zwischenlagen just-in-time zu mehr als 130 Kundenstandorten zu liefern, welche anschließend von dort mit dem palettierten Behälterglas an mehr als 7.500 Abfüller in über 30 Länder versendet werden, stellt eine hohe logistische Markteintrittsbarriere für potenzielle Wettbewerber dar. Die Cartonplast Gruppe ist bestrebt, die Servicequalität stetig zu steigern sowie zu einem wachsenden Kundennutzen beizutragen mit dem Ziel, noch langfristigere Kundenbindungen herzustellen. Dies soll auch durch kontinuierliche Verbesserungen in Prozessen und Routinen, die gemeinsam mit den Kunden erarbeitet werden, erreicht werden. Weiterhin ist die Gesellschaft kontinuierlich bestrebt, das Geschäft durch den Abschluss langfristiger Verträge mit neuen und bereits bestehenden Kunden dauerhaft abzusichern und damit auch den Markteintritt für neue mögliche Wettbewerber deutlich zu erschweren. Das Risiko, Kunden an potenzielle Wettbewerber zu verlieren, reduziert sich hierdurch im Bestandsgeschäft der Gesellschaft deutlich.

In Zusammenhang mit dem geplanten Markteintritt von Kunststoff-Zwischenlagen für die Dosenindustrie und Kunststoff-Paletten für die Behälterglasindustrie sind die Wettbewerbsrisiken deutlich höher, da es für diese Produkte bereits Anbieter am Markt gibt. Die Geschäftsführung geht dennoch davon aus, dass Cartonplast den erfolgreichen Markteintritt aufgrund der langjährigen Erfahrung mit vergleichbaren Pooling-Systemen realisieren kann.

Zinsänderungsrisiken
Die Finanzierung der Cartonplast Gruppe erfolgt im Wesentlichen über einen in Euro abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag mit variablen Zinssätzen. Die hieraus resultierenden Finanzverbindlichkeiten unterliegen grundsätzlich dem Risiko bzw. der Chance einer Änderung des Marktzinses. Die Änderungen können sich auf die Höhe der Zinszahlungen auswirken. Um den Risiken einer Zinsänderung zu begegnen, besteht die Möglichkeit im Rahmen des Finanzmanagements Zinssicherungsgeschäfte abzuschließen.

Aufgrund des bereits eingetretenen Anstiegs bzw. erwarteten weiteren Anstiegs des Zinsniveaus, hat die Muttergesellschaft Cartonplast Holding GmbH im Januar 2023 zwei Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Zinsrisiken in Zusammenhang mit dem Konsortialkreditvertrag abgeschlossen.

Liquiditätsrisiken / Einhaltung von Finanzkennzahlen (Financial Covenants)

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft wird auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer kurzfristigen Liquiditätsplanung (fortlaufender 13-Wochen-Forecast) überwacht und gesteuert. Risiken, die sich aus schwankenden Zahlungsströmen ergeben, werden so rechtzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung erkannt. Benötigte Finanzmittel werden den operativen Konzerngesellschaften weitestgehend zentral zur Verfügung gestellt. Um die Verteilung der Finanzmittel innerhalb der Cartonplast Gruppe zu optimieren, soll das bereits bestehende Cash Pooling künftig weiter ausgebaut werden. Risiken und Ineffizienzen aus dezentralisierten Geldaufnahmen und -anlagen werden so vermieden.

Der Konsortialkreditvertrag der Cartonplast Gruppe enthält Bestimmungen bezüglich des zulässigen Verschuldungsgrads des Konzerns. Hierbei handelt es sich um eine Finanzkennzahl (Financial Covenant), für die bestimmte Werte während der gesamten Laufzeit der Darlehen einzuhalten sind. Eine Verletzung dieser Auflagen könnte im Extremfall dazu führen, dass die Darlehensgeber die Finanzierungen kündigen und die Kredite fällig stellen. Aufgrund der konzerninternen Finanzierung sowie der Stellung von Kreditsicherheiten kann eine Fälligstellung der Kredite eine wesentliche Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zur Folge haben und ein bestandsgefährdendes Risiko bedeuten.

Diese Finanzkennzahl wird kontinuierlich zentral von der Konzernmuttergesellschaft Cartonplast Holding GmbH auf Konzernebene berechnet und überwacht. Die von der Konzernleitung aufgestellte neue Unternehmensplanung zeigt, dass die Finanzkennzahl im Prognosezeitraum der nächsten Jahre voraussichtlich mit ausreichend Sicherheitspuffer (Headroom) eingehalten wird.

Die Geschäftsführung der Cartonplast Gruppe ist davon überzeugt, dass sowohl die Kreditlinien des Konsortialkreditvertrags als auch der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Operating Free Cashflow) und aus sonstigen kurzfristigen Finanzierungsquellen den Liquiditätsbedarf der Cartonplast Gruppe zur Weiterführung des Bestandsgeschäfts in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 jederzeit vollständig abdecken.

Im Weiteren wird hierzu auf die Ausführungen im Prognosebericht im Abschnitt 3.3 des Lageberichts verwiesen.

Risiken im Personalbereich
Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Cartonplast Gruppe. Der demografische Wandel verschärft den Wettbewerb insbesondere um Experten und Fachkräfte, beispielsweise in der Informationstechnologie. Die Attraktivität von Cartonplast als Arbeitgeber zu präsentieren ist daher ein wichtiger Aspekt, um bestehende und künftige Mitarbeiter anzusprechen und langfristige Arbeitsplätze mit fairen Arbeitsbedingungen zu schaffen. Personalpolitische Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Fluktuation niedrig zu halten und die Bindung an das Unternehmen zu erhöhen (z. B. Fahrradleasing, individuelle Trainings- und Coachingangebote). Darüber hinaus bestehen Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben durch flexible Arbeitszeitmodelle, welche die Attraktivität von Cartonplast als Arbeitgeber stärken und die Mitarbeiter langfristig binden sollen.

Insgesamt wird aktuell im Personalbereich eine erhöhte Wahrscheinlichkeit gesehen, dass zumindest einzelne offene Positionen nicht adäquat und dauerhaft besetzt werden können.

Währungsrisiken
Aufgrund ihrer Beteiligungen in der Türkei, Polen, Russland, Brasilien, Südafrika und Großbritannien unterliegt die Gesellschaft verschiedenen Währungsrisiken. Hier haben insbesondere die sich fortsetzende Abwertung der türkischen Lira gegenüber dem Euro und die allgemeine Schwankungsbreite des russischen Rubel einen Einfluss auf den Jahresabschluss. Dieses Risiko reduziert sich dadurch, dass signifikante türkische und russische Umsatzanteile vertraglich in Euro denominiert sind. Weiterhin werden die Preise mit türkischen Kunden aufgrund vertraglich vereinbarter Währungs- und Inflationsanpassungsmechanismen regelmäßig angepasst, wodurch Translationsverluste in Zusammenhang mit der türkischen Lira kompensiert werden können.

Aufgrund der unsicheren geopolitischen Lage in der Türkei und in Russland und damit verbundenen Währungsrisiken erwartet die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 insgesamt höhere Translationsverluste.

Sonstige Risiken
Die Rohstoff- und sonstigen Beschaffungspreise werden aktuell stark durch inflationäre Tendenzen bestimmt, die nur zum Teil oder zeitverzögert an unsere Kunden weitergegeben und daher das Ergebnis entsprechend beeinflussen können.

Schadensrisiken und Haftungsrisiken sowie deren finanzielle Auswirkungen sind weitestgehend durch Versicherungen abgedeckt.

Möglichen IT-Risiken wird durch den Einsatz moderner Hard- und Software sowie dem Einsatz von Antiviren- und Backup-Systemen und Zugriffskontrollen sowie dem teilweisen Outsourcing der Datenhaltung begegnet.

3.2 Chancenbericht

Mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für die Gesellschaft positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können, werden als Chance definiert.

Langfristige Kundenbeziehungen und Wachstumschancen
Als in seinen Märkten dominanter Anbieter von Vermietungs- und Reinigungsdienstleistungen für Kunststoff-Zwischenlagen für die Behälterglasindustrie verfügt die Cartonplast Gruppe über umfangreiche Erfahrungen in dem Geschäft sowie über langfristige Kundenbeziehungen, die durch mittel- und langfristige Kundenverträge abgesichert werden. In Verbindung mit hohen Markteintrittsbarrieren für potenzielle Wettbewerber besitzt die Cartonplast Gruppe damit ein hervorragendes Fundament für ein kontinuierliches moderates Wachstum in ihrem Bestandsgeschäft.

Die langfristigen Kundenbeziehungen und nachgewiesenes Prozess-Know-How bilden auch eine solide Basis für weiteres Wachstum außerhalb des Bestandsgeschäfts. Die langfristigen Beziehungen zu international operierenden Kunden bieten Wachstumschancen insbesondere aus der Ausweitung des Kerngeschäfts auf neue geografische Märkte sowie der Ausweitung der Produktpalette im Bereich der Vermietung von wiederverwendbaren Transportverpackungen (z. B. Zwischenlagen für die Getränkedosenindustrie und Kunststoff-Paletten).

Auch die Expansion in neue Industriesegmente, insbesondere die Dosenindustrie, steht im Fokus der Geschäftsführung und bildet einen wesentlichen Teil der Wachstumsstrategie der Cartonplast Gruppe. In der Dosenindustrie wird noch überwiegend Kartonage für den Transport eingesetzt. Diese ist zwar auf den ersten Blick kostengünstiger als Zwischenlagen aus Kunststoff, gilt jedoch nicht als besonders nachhaltig. Hieraus ergeben sich Chancen für Cartonplast, ihr in der Behälterglasindustrie langjährig erprobtes Pool-System mit Kunststoff-Zwischenlagen auch auf die Dosenindustrie zu erweitern.

Umwelt und Nachhaltigkeit
Chancen ergeben sich für die Cartonplast Gruppe auch durch das zunehmend in den Fokus rückende Thema Nachhaltigkeit. Der Erhalt der Umwelt hat für Cartonplast Priorität. Aus diesem Grund engagiert sich der Konzern bereits seit seiner Gründung für Nachhaltigkeit. Seit mehr als 30 Jahren unterstützt die Gesellschaft ihre Kunden in der Behälterglasindustrie mit Kunststoff-Zwischenlagen auf Mietbasis. Auf Basis einer bewährten Kreislaufwirtschaft (Pool-System) werden Kunststoff-Zwischenlagen beim Transport in der Behälterglasindustrie vielfach wiederverwendet und am Ende ihrer langjährigen Lebensdauer vollständig recycelt.

Auch seine neuen Produkte, wie Kunststoff-Paletten für die Behälterglasindustrie und Kunststoff-Zwischenlagen für die Dosenindustrie, bietet die Gesellschaft bestehenden sowie neuen Kunden auf Basis seines nachhaltigen Pool-Systems an. Politische Zielsetzungen zugunsten von Kreislaufwirtschaft können die Bemühungen von Cartonplast unterstützen, seine Ziele zur Markteinführung neuer Produkte zu erreichen.

Organisation und operative Verbesserungen
Die zentralisierte Organisation des europäischen Zwischenlagen-Pools ermöglicht es der Cartonplast Gruppe, im Rahmen eines grenzüberschreitenden Poolmanagements die Investitionen in Zwischenlagen zu optimieren und Zwischenlagen effizient einzusetzen. Dies soll auch zukünftig fortgeführt, und im Zuge der geplanten Einführung neuer Produkte, weiter ausgebaut werden. Im Rahmen eines mehrjährigen Projekts zur Harmonisierung und Modernisierung der IT-Landschaft von Cartonplast wird die Software zur Steuerung des Zwischenlagen-Pools vollständig neu konzeptioniert und programmiert, um den Einsatz der Zwischenlagen (einschließlich der neu geplanten Produkte) weiter zu optimieren. Die Inbetriebnahme erster Kernfunktionen der Pool-Software ist im zweiten Halbjahr 2024 vorgesehen.

Trotz zahlreicher Initiativen und Anstrengungen in der Vergangenheit sieht die Geschäftsführung nach wie vor Potential für eine Optimierung der betrieblichen Prozesse. Gestützt durch nachgewiesenes Prozess-Know-How soll der Servicevorsprung, der den Herstellern und Abfüllern angeboten wird, weiter ausgebaut werden. Diese Initiativen, verbunden mit der gezielten Definition von Hygiene-Sicherheitsstandards in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, schaffen für die Zukunft bedeutende Chancen.

Chancen im Personalbereich
Innovation ist ein wesentlicher Bestandteil der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Nicht nur im operativen Bereich treiben wir diese Eigenschaft voran. Die Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität von Cartonplast als Arbeitgeber bieten somit die Chance, dass Mitarbeiter ihre Ideen in der täglichen Arbeit, zielgerichteten Projekten und Workshops, auch fachübergreifend, einbringen können und so einen wesentlichen Beitrag zu Innovation leisten.

3.3 Prognosebericht

Die Geschäftsführung der Cartonplast setzt auf Mehrjahresplanung. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Budget für die Jahre 2024 bis 2028 erstellt und im Dezember 2023 final verabschiedet. Dieses umfasst neben der Gewinn- und Verlustplanung auch die daraus resultierende Bilanzplanung, Investitionsplanung und Liquiditätsplanung.

Cartonplast verfolgt eine klare Strategie, die auf nachhaltiges und profitables Wachstum ausgerichtet ist.

Bei der künftigen Entwicklung des Konzerns legt die Geschäftsführung den Schwerpunkt weiterhin auf die Vermietung und Wiederverwendung von Transportverpackungen aus Kunststoff für die Behälterglasindustrie (insbesondere Kunststoff-Zwischenlagen und -Paletten). Derzeit ist diesbezüglich kein Strategiewechsel geplant. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft gegenüber dem Berichtsjahr eine deutliche Erholung der Branchenumsätze in der deutschen und europäischen Behälterglasindustrie. In seinem Kernsegment, der Vermietung von Kunststoff-Zwischenlagen, rechnet die Gesellschaft daher wieder mit einem Umsatzwachstum. Organische Wachstumschancen ergeben sich hier insbesondere im Segment der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, wo ein kontinuierlich anhaltender, moderater Trend zu verzeichnen ist, Zwischenlagen aus Kartonage durch wiederverwendbare Kunststoff-Zwischenlagen zu ersetzen.

In Hinblick auf die Erweiterung des Geschäfts wird sich Cartonplast im Geschäftsjahr 2024 insbesondere auf den Ausbau des Vermietungsgeschäfts mit Kunststoff-Paletten für die Behälterglasindustrie sowie den Markteintritt in das Vermietungsgeschäft von Zwischenlagen für die Getränkedosenindustrie fokussieren.

In der Türkei beobachtet Cartonplast weiterhin eine stark steigende Nachfrage nach Kunststoffpaletten. Hier soll das bereits bestehende Geschäft mit Kunststoff-Paletten im Prognosejahr weiter ausgebaut werden. Um die steigende Nachfrage bedienen zu können plant Cartonplast im Jahr 2024 die Eröffnung eines zweiten Service Centers in der Türkei sowie den Ausbau der Produktionskapazitäten zur Fertigung von Kunststoff-Paletten für die Behälterglasindustrie in Zusammenarbeit mit einem lokalen Hersteller. In seinen Kernmärkten in Europa rechnet Cartonplast im Geschäftsjahr 2024 vor allem mit der Markteinführung einer speziellen Kunststoff-Palette mit Kunden in Spanien und Portugal. Diese wurde in Zusammenarbeit mit dem nationalen Verband der Hersteller von Behälterglas (ANFEVI) speziell für den iberischen Markt entwickelt und mit interessierten Behälterglasherstellern bereits erfolgreich getestet.

Im Zuge der angestrebten Erweiterung seiner Produktpalette im Bereich wiederverwendbare Transportverpackungen, strebt Cartonplast im Geschäftsjahr 2024 als weiteren Schwerpunkt die Markteinführung von Kunststoff-Zwischenlagen auf Mietbasis für die europäische Getränkedosenindustrie an. Im Januar 2024 konnten die Verhandlungen mit einem namhaften europäischen Getränkedosenhersteller über einen langfristigen Vertrag zur Vermietung von Kunststoffzwischenlagen für den Transport von Getränkedosen erfolgreich abgeschlossen werden. Im vierten Quartal 2023 wurde im Zuge der Vertragsverhandlungen ein neues Service Center in England eröffnet, welches schwerpunktmäßig Full-Service-Dienstleistungen für die Getränkedosenindustrie in Großbritannien erbringen soll. Cartonplast sieht großes Potential in der Gewinnung weiterer Getränkedosenhersteller in Großbritannien, aber auch in Deutschland und Spanien.

In Brasilien, wo Cartonplast bereits seit vielen Jahren Logistikdienstleistungen für die Behälterglasindustrie erbringt, befindet sich Cartonplast in vielversprechenden Gesprächen mit einem namhaften Behälterglashersteller über die Vermietung von Kunststoff-Zwischenlagen. Im Dezember 2023 wurde im Zuge der Gespräche mit dem Aufbau eines ersten Service Centers in der Nähe von Sao Paulo begonnen und im März 2024 hierfür ein weiteres Tochterunternehmen gegründet. Ab dem zweiten Quartal 2024 sollen hier erstmals, zunächst jedoch in kleinerem Umfang, Kunststoff-Zwischenlagen an Behälterglashersteller vermietet und gereinigt werden.

Die sehr zeitaufwendigen Entwicklungsaktivitäten für Top Caps, einem neuen Produkt für die Behälterglasindustrie, wurden in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2023 bis auf Weiteres zurückgestellt, um die vorhandenen Ressourcen insbesondere auf die Markteinführung von Kunststoffzwischenlagen für die Getränkedosenindustrie sowie den Ausbau des Vermietungsgeschäfts für Kunststoffpaletten zu konzentrieren.

Es wird zudem erwartet, dass sich das Kerngeschäft mit Bestandskunden erholen wird und die Absatzmengen von Kunststoffzwischenlagen in Deutschland ungefähr wieder das Niveau des Jahres 2022 erreichen werden.

In seiner Planung für das Geschäftsjahr 2024 erweitert Cartonplast seine in Abschnitt 2.4 dieses Lageberichts beschriebenen finanziellen Leistungsindikatoren. Neben das bereinigte EBITDA und die bereinigte EBITDA-Marge tritt künftig als weitere zentrale Steuerungsgröße für die nachhaltige Profitabilität der Gesellschaft das bereinigte operative EBITDA und die bereinigte operative EBITDA-Marge. In diesem Zusammenhang ist künftig zwischen den Umsatzerlösen mit fremden Dritten und bereinigten Umsatzerlösen mit fremden Dritten zu unterscheiden.

Das bereinigte operative EBITDA ist definiert als das bereinigte EBITDA (siehe hierzu Abschnitt 2.4 dieses Lageberichts) abzüglich der Umsatzerlöse aus dem Verkauf von wiederverwendbaren Transportverpackungen (Returnable Transport Packaging "RTP") aus dem Anlagevermögen (im Wesentlichen Zwischenlagen sowie Kunststoff- und Holzpaletten). Die bereinigte operative EBITDA-Marge ist definiert als Verhältnis von bereinigtem operativen EBITDA zu den Umsatzerlösen mit fremden Dritten abzüglich der Umsatzerlöse aus RTP-Verkäufen aus dem Anlagevermögen mit fremden Dritten (bereinigte Umsatzerlöse mit fremden Dritten).

Die Geschäftsführung erwartet, dass die Umsatzerlöse im kommenden Jahr insgesamt 58,7 Millionen EUR betragen werden, davon 43,9 Millionen EUR mit dritten Kunden und 14,8 Millionen EUR mit Gesellschaften des Konzernverbunds. Von den Gesamtumsatzerlösen mit Dritten sollen 32,2 Millionen EUR mit der Vermietung von wiederverwendbaren Transportverpackungsmaterialen aus Kunststoff (Kunststoffzwischenlagen für die Behälterglasindustrie: 31,3 Millionen EUR, Kunststoffpaletten: 0,3 Millionen EUR und Kunststoffzwischenlagen für die Getränkedosenindustrie: 0,6 Millionen EUR) erzielt werden. Auf die Vermietung und den Verkauf von Holzpaletten sollen 2,9 Millionen EUR, auf Waschdienstleistungen 0,8 Millionen EUR und auf den Verkauf von Zwischenlagen aufgrund von Bruch, Schwund und sonstigen Plattenabgängen 7,7 Millionen EUR entfallen. Sonstige Umsatzerlöse betragen 0,3 Millionen EUR.
Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein bereinigtes EBITDA von 21,5 Millionen EUR mit einer bereinigten EBITDA-Marge von 49,56 % geplant.

Um jederzeit auf die Kundennachfrage reagieren zu können, plant Cartonplast für 2024 Investitionen in Zwischenlagen für die Region Zentraleuropa in Höhe von 18,0 Millionen EUR (nur für die Glasbehälterindustrie). Bei der Deckung des eigenen operativen Bedarfs geht die Cartonplast Group GmbH von Investitionen in Höhe von insgesamt 8,5 Millionen EUR für Zwischenlagen aus.

Für 2024 wird erwartet, dass sich die Rotation in einer Größenordnung von etwa 2,7x Lieferungen pro Zwischenlage bewegen wird. Der operative Bestand an Zwischenlagen wird am Jahresende 2024 voraussichtlich 24,0 Millionen Einheiten bei einem Gesamtbestand an Zwischenlagen im Eigentum der Cartonplast Group GmbH in Höhe von 46,8 Millionen Einheiten betragen.

Weiterhin gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einem Zwischenlagenabfluss durch Schwund und Verkauf von Ausschuss (Recycling) in Höhe von 3,2 Millionen Zwischenlagen aus (diese stellen die Mengen der Zwischenlagenverkäufe von 7,7 Millionen EUR in der Gewinn- und Verlustrechnung dar).

Um das prognostizierte Wachstum in neuen Märkten und Industriesegmenten im Jahr 2024 in vollem Umfang zu realisieren, plant Cartonplast die flexible Aufnahme zusätzlicher Finanzmittel und führt hierzu Gespräche mit den derzeitigen Kreditgebern. Zeitpunkt und Umfang der zusätzlich erforderlichen Finanzmittel hängen stark von den Erfolgsaussichten der geplanten Projekte ab. Kurzfristig stehen Cartonplast, neben eigenen liquiden Mitteln, hierfür auch Mittel aus der derzeit nicht voll ausgenutzte revolvierenden Kreditlinie aus dem Konsortialkreditvertrag zur Verfügung.

Vor diesem Hintergrund wird erwartet, dass die Cartonplast Gruppe im verbleibenden Planungszeitraum 2024 jederzeit über ausreichend Liquidität zur Fortführung und den Ausbau des Geschäftes verfügt. Auch im Hinblick auf die Einhaltung des im Konsortialkreditvertrag vereinbarten zulässigen Verschuldungsgrads des Konzerns beurteilt die Geschäftsführung aus heutiger Sicht das Risiko als gering. Das verabschiedete Budget weist hier im Planungszeitraum in allen Quartalen einen hinreichenden Puffer ("Headroom") aus.

Die Geschäftsführung sieht derzeit die größte Herausforderung in der Entwicklung der wirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen. Bei der Prognose für das Geschäftsjahr 2024 wurde davon ausgegangen, dass sich diese Einflussfaktoren im Vergleich zur Situation bei der Budgeterstellung nicht wesentlich verschlechtern. Grundsätzlich kann aufgrund der beschriebenen Risiken und Chancen die tatsächliche Entwicklung der Cartonplast Gruppe sowohl negativ als auch positiv von den Prognosen abweichen (vgl. hierzu Abschnitt 3.1 und 3.2 dieses Lageberichts). Zusammenfassend beurteilt die Geschäftsführung die weitere Entwicklung der Cartonplast Gruppe trotz der mit Unsicherheit behafteten Entwicklung von makroökonomischen Einflussfaktoren, insbesondere der anhaltend hohen Inflationsraten, optimistisch. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet Cartonplast in seinen Kernmärkten eine spürbar wachsende Marktnachfrage. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts sind der Geschäftsführung der Cartonplast keine Umstände oder Ereignisse bekannt, welche sich wesentlich auf die wichtigsten Leistungsindikatoren der Gesellschaft auswirken werden.

1 Quelle: International Monetary Fund, World Economic Outlook Update, January 2024
2 Quelle: Wie oben in Fn. 1 sowie ergänzend International Monetary Fund, World Economic Outlook, October 2023
3 Quelle: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung; Stand: 08.November 2023 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Gesamtausgabe.pdf
4 Quelle: https://www.imf.org/en/Countries/TUR#whatsnew
5 Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/2023-12/tuerkei-zentralbank-zinsen-erhoehung-erdogan
6 Quelle: International Monetary Fund, World Economic Outlook, January 2024 Update
7 Quelle: Quelle: International Monetary Fund, World Economic Outlook, January 2024 Update
8 Quelle: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung; Stand: 08.November 2023 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Gesamtausgabe.pdf
9 Quelle: Bundesregierung, Stand 22. Februar 2024: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/jahreswirtschafsbericht-2024-2261242
10 Quelle: IFO, Stand 6. März 2024: https://www.ifo.de/prognosen
11 Quelle: Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung, Stand 20. März 2024: https://www.msn.com/de-de/finanzen/other/imk-prognose-prognose-f%C3%BCr-2024-deutsche-wirtschaft-schrumpft-auch-wegen-der-schuldenbremse/ar-BB1kdmlR
12 Quelle: Mordorintelligence; Glass Packaging Market Size & Share Analysis - Growth Trends & Forecasts (2024 - 2029); https://www.mordorintelligence.com/industry-reports/glass-packaging-market
13 Quelle: European Container Glass Federation (FEVE); https://feve.org/glass-industry/
14 Quelle: Pressemitteilung Aktionsforum Glasverpackung vom 20.10.2023; https://www.glasaktuell.de/presse/presseinformation/news/deutscher-behaelterglasmarkt-stark-ruecklaeufig/
15 Quelle: Glass International, Stand 28. Februar 2024: https://www.glass-international.com/news/glass-decline-impacts-ardaghs-results
16 Quelle: IBISWorld; https://www.ibisworld.com/de/branchenreporte/herstellung-behaelterglas/551/

 

Dietzenbach, 29. April 2024

(Serkan Koray)

(Thomas Krausch)

(Thomas Grimm)

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A k t i v a


31.12.2023
31.12.2022

EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte



und ähnliche Rechte und Werte 1.437.857,51
1.038.696,91
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen,



gewerbliche Schutzrechte und ähnliche



Rechte und Werte sowie Lizenzen



an solchen Rechten und Werten 178.413,00 1.616.270,51 267.677,30 1.306.374,21
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte



und Bauten einschließlich der Bauten



auf fremden Grundstücken 6.565.143,35
6.867.535,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.979.910,02
2.351.502,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und



Geschäftsausstattung 85.713.537,47
79.308.802,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.036.325,09 95.294.915,93 812.555,46 89.340.395,99
III. Finanzanlagen



1. Anteile an verbundenen Unternehmen
55.248.557,37
56.321.935,23


152.159.743,81
146.968.705,43
B. Umlaufvermögen



I. Vorräte



1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 122.524,66
138.362,24
2. Waren 6.408,90 128.933,56 15.179,90 153.542,14
II. Forderungen und sonstige Vermögens-



gegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.404.873,31
5.449.701,57
2. Forderungen gegen verbundene



Unternehmen 3.281.960,16
2.593.517,06
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.244.047,09 7.930.880,56 1.831.181,73 9.874.400,36
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kredit-



instituten und Schecks
221.142,86
786.838,63


8.280.956,98
10.814.781,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten
91.960,53
109.810,38


160.532.661,32
157.893.296,94



P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 76.634.576,00 76.634.576,00

76.659.576,00 76.659.576,00
B. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 450,00 114,00
2. Steuerrückstellungen 8.170,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.388.636,19 3.434.961,30

2.397.256,19 3.435.075,30
C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.642,72 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.460.896,66 8.904.812,43
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 66.043.710,57 61.265.118,35
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.969.481,56 7.626.957,93
- davon aus Steuern EUR 382.234,06

(i. Vj. EUR 278.857,06) -

- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

EUR 50,00 (i. Vj. EUR 50,00) -


81.475.731,51 77.796.888,71
D. Rechnungsabgrenzungsposten 97,62 1.756,93

160.532.661,32 157.893.296,94

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023


2023 2022

EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse
53.284.574,73
49.994.750,03
2. Andere aktivierte Eigenleistungen
361.312,60
338.952,06
3. Sonstige betriebliche Erträge
1.547.947,38
438.637,82
4. Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs-



stoffe und für bezogene Waren -3.896.475,67
-2.860.492,71
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.822.157,88 -10.718.633,55 -8.796.396,18 -11.656.888,89
5. Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter -7.116.917,38
-5.949.740,09
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters-



versorgung und für Unterstützung -1.379.753,93 -8.496.671,31 -1.165.724,36 -7.115.464,45
- davon für Altersversorgung EUR -28,00



(i. Vj. EUR 607,00) -



6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-



stände des Anlagevermögens und Sachanlagen
-16.218.870,02
-16.155.810,92
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
-6.134.311,63
-6.302.407,73
8. Erträge aus Beteiligungen
1.958.004,56
8.003.743,13
- davon aus verbundenen Unternehmen



EUR 1.958.004,56 (i. Vj. EUR 8.003.743,13) -



9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
350.008,50
374.839,67
- davon aus verbundenen Unternehmen



EUR 349.552,48 (i. Vj. EUR 374.514,20) -



10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-4.539.529,28
-4.118.438,01
- davon an verbundene Unternehmen



EUR -4.096.388,64 (i. Vj. EUR -3.931.778,78) -



11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
-174.697,37
-273.163,10
12. Ergebnis nach Steuern
11.219.134,61
13.528.749,61
13. Sonstige Steuern
-72.373,89
-49.504,40
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags



abgeführter Gewinn
-11.146.760,72
-13.479.245,21
15. Jahresüberschuss
0,00
0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Cartonplast Group GmbH, Dietzenbach, ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main unter der Nr. HRB 47288 eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) sowie nach den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH-Gesetz) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Vorschriften zu Gliederung und Beschreibung der Positionen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden eingehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Cartonplast Holding GmbH, Dietzenbach.

Über die Cartonplast Holding GmbH ist die Gesellschaft indirekt mehrheitlich im Besitz eines von der Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main, beratenen Investmentfonds. Demzufolge gehört die Gesellschaft zum Konzernverbund der Cartonplast Holding GmbH, welche hierbei als Management-Holdinggesellschaft fungiert.

Mit Vertrag vom 10. November 2020 hat die Gesellschaft einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Cartonplast Holding GmbH geschlossen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 14. Dezember 2020.

Gemäß Verschmelzungsvertrag vom 25. August 2023 hat die 100-prozentige Tochtergesellschaft PLP24 GmbH ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten im Wege der Verschmelzung, unter Ausschluss der Abwicklung, gemäß §§ 2 Abs. 1 Nr. 1, 46 ff. UmwG auf die Cartonplast Group GmbH übertragen (Verschmelzung durch Aufnahme). Die Übertragung des Vermögens der PLP24 GmbH erfolgte handelsrechtlich in Innenverhältnis mit Wirkung zum 01. Januar 2023, 0:00 Uhr (Verschmelzungsstichtag). Die Verschmelzung wurde am 13. September 2023 in das Handelsregister eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen (lineare Methode) bei einer Nutzungsdauer von drei bis zwanzig Jahren bewertet. Hierunter fallen auch selbst geschaffene Patente, welche über eine Nutzungsdauer von zwanzig Jahren abgeschrieben werden. Zu den Herstellungskosten zählen vornehmlich die Personalkosten. Solche Kostenbestandteile, für die gem. § 255 Abs. 2 S. 3 ein Einbeziehungswahlrecht besteht, wurden nicht in den Herstellungskosten aktiviert.

Die Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten erfolgt nicht.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibung erfolgt linear basierend auf den folgenden branchenüblichen wirtschaft­lichen Nutzungsdauern:

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten: 25 Jahre

Technische Anlagen und Maschinen: 3 bis 25 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 1 bis 15 Jahre


Abschreibungen auf Vermögensgegenstände, die während des Geschäftsjahres erworben werden, erfolgen anteilig angefangen vom Monat ihres Zugangs. Holzpaletten werden vollständig im Jahr ihrer Anschaffung abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) als Abgang ausgewiesen.

Für die Kunststoff-Zwischenlagen wendet die Gesellschaft das zulässige Bewertungsvereinfachungsverfahren (FIFO-Verfahren) gemäß § 256 HGB an. Dabei wird davon ausgegangen, dass die zuerst erworbenen Zwischenlagen auch zuerst verkauft oder entsorgt werden. Die Bilanz enthält daher die chronologisch letzten Anschaffungen, die somit mit aktuellen Preisen bewertet sind.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten zwischen 250 EUR und 1.000 EUR liegen, werden im Jahr ihrer Anschaffung als Sammelposition bilanziert und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Veräußerungen innerhalb dieses Zeitraums werden lediglich zu handelsrechtlichen Zwecken berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten maximal 250 EUR betragen, werden sofort im Jahr ihrer Anschaffung vollständig als Aufwand erfasst.

Neu erworbene Zwischenlagen werden über zehn Jahre abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu ihrem Nennwert bilanziert. Für uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Wertberichtigung in Höhe von 16 TEUR (Vorjahr: 130 TEUR) gebildet.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert bilanziert. Die Umrechnung von kurzfristigen Fremdwährungspositionen erfolgt mit dem Geldkurs zum Abschlussstichtag.

Das gezeichnete Kapital entspricht seinem Nennwert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Pensionsrückstellungen werden auf Basis versicherungsmathematischer Berechnungen pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 1,82 % bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Auf der Basis allgemein anerkannter versicherungsmathematischer Grundsätze erfolgt die Bewertung von Pensionsverpflichtungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode; PUC-Methode). Die Höhe der Rückstellungen basiert unter anderem auf Annahmen im Hinblick auf die künftige Entwicklung leistungsorientierter Verpflichtungen und Pensionen sowie Fluktuationswahrscheinlichkeiten. Für die biometrischen Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck verwendet. Des Weiteren werden ein durchschnittlicher zukünftiger Einkommenstrend und ein Rententrend von 0,0 % unterstellt, da keine Anwartschaften für aktive Mitarbeiter bestehen.

Sonstige Rückstellungen berücksichtigen in hinreichender Weise alle Risiken und unsicheren Verpflichtungen. Die Bewertung basiert auf Erfahrungswerten, fundierten Schätzungen und Berechnungen. Rückstellungen werden mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei werden auch künftige Preis- und Kostensteigerungen bei der Bewertung von Rückstellungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, wie von der Deutschen Bundesbank festgelegt, abzuzinsen.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Für die Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang verwiesen. Das Anlagevermögen beläuft sich auf 152,2 Millionen EUR (Vorjahr: 147,0 Millionen EUR), wovon 84,9 Millionen EUR (Vorjahr: 78,4 Millionen EUR) auf Kunststoff-Zwischenlagen entfallen.

Zum 31. Dezember 2023 umfasst das immaterielle Anlagevermögen Vermögenswerte in Höhe von 1,6 Millionen EUR (Vorjahr: 1,3 Millionen EUR). Darin enthalten sind selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1,4 Millionen EUR (Vorjahr: 1,0 Millionen EUR). Es handelt sich hierbei um originäre Aufwendungen, die in Zusammenhang mit selbst entwickelter bzw. hergestellter Anwendungssoftware sowie selbst entwickelten Patenten entstanden sind und für welche die Gesellschaft das Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB in Anspruch nimmt. Der Betrag, der sich aus dem Ansatz der immateriellen Vermögensgegenstände ergibt, gilt nicht als abführungsgesperrt im Sinne des § 268 Abs. 8 S. 1 HGB, da er durch ausreichend freie Rücklagen gedeckt ist. Der Gesamtbetrag der im Jahr 2023 angefallenen Entwicklungskosten beläuft sich auf 410 TEUR. Die Inbetriebnahme erster Kernfunktionen der Pool-Software ist im zweiten Halbjahr 2024 vorgesehen.

Von den Investitionen entfallen 23,3 Millionen EUR (Vorjahr: 20,3 Millionen EUR) auf den Erwerb von Kunststoff-Zwischenlagen sowie 1.423 TEUR (Vorjahr: 2.436 TEUR) auf den Erwerb von Holz- und Kunststoffpaletten.

2. Finanzanlagen

Die Cartonplast Group GmbH, Dietzenbach, Deutschland, hält direkt oder indirekt Anteile von mehr als 20 % an folgenden Unternehmen:


Anteilsbesitz Eigenkapital Jahresergebnis


[TEUR] [TEUR]
Cartonplast Polska spolka & ograniczona odpowiedzialnosica, Katowice, Polen b) 100,00% 2.319 1.168
CPL Cartonplast Ambalaj Sanay ve Ticaret Anonim Sirketi, Bursa, Türkei b) 100,00% 9.619 1.965
Cartonplast Pallets GmbH, Eimen, Deutschland b) 50,00% 673 386
Cartonplast (UK) Limited, Doncaster, Großbritannien b) 100,00% 2.500 1.895
Cartonplast RU OOO, Moskau, Russland b) c) 99,00% 6.407 1.338
Cartonplast South Africa Pty Ltd., Bellville, Südafrika a) 100,00% 443 78
Afriplast Pty. Ltd., Bellville, Südafrika a) 100,00% 536 329
Cartonplast France SAS, Dagneux, Frankreich b) 100,00% -901 -272
Cartonplast Holding do Brasil LTDA., Rio de Janeiro, Brasilien a) 100,00% 2.916 40
CPL Servicos de Gerenciamento de Cadeia de Suprimento Sustentável S.A., Rio de Janeiro, Brasilien a) 100,00% 198 -12
Cartonplast Ibérica, S.L.U., Madrid, Spanien b) 100,00% 10.425 -145
Poolplaca Portuguesa Plasticos Lda., Figueira da Foz, Portugal b) 100,00% 1.633 9
Cartonplast Corex Australia Pty Ltd., Carlton, Australien 70,00% 0 0
Cartonplast North America Corp., Delaware, USA 100,00% 0 0
Movelog Servicos Logisticos Ltda., Jacarei, Brasilien b) 100,00% 1.600 305
Cartonplast Nederland B.V., Spijk, Niederlande b) 100,00% 826 -14


a) Beträge entsprechen dem lokalen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023; Beträge in Fremdwährung wurden mit dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2023 bzw. dem Jahresdurchschnittskurs 2023 umgerechnet.
b) Beträge entsprechen dem lokalen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022; Beträge in Fremdwährung wurden mit dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2022 bzw. dem Jahresdurchschnittskurs 2022 umgerechnet.
c) Die verbleibenden Anteile werden von der Cartonplast Holding GmbH direkt gehalten.

3. Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tagespreisen bewertet. Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich das Vorratsvermögen auf 129 TEUR (Vorjahr: 154 TEUR), wobei der größte Anteil in Höhe von 123 TEUR (Vorjahr: 138 TEUR) auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe entfällt.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen zum 31. Dezember 2023 bei 3,4 Millionen EUR (Vorjahr: 5,4 Millionen EUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 3,3 Millionen EUR (Vorjahr: 2,6 Millionen EUR) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,5 Millionen EUR (Vorjahr: 1,4 Millionen EUR). Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände beinhalten hauptsächlich Forderungen gegen eine Factoringgesellschaft in Höhe von 744 TEUR (Vorjahr: 1.261 TEUR) sowie Forderungen gegen ausländische Steuerbehörden (428 TEUR, Vorjahr: 518 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 24 TEUR (Vorjahr: 24 TEUR).

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr belaufen sich auf 13 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR).

6. Eigenkapital

Die Cartonplast Group GmbH verfügt über ein gezeichnetes Kapital in Höhe von 25 TEUR und eine Kapitalrücklage in Höhe von 76,6 Millionen EUR.
7. Rückstellungen

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens (Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung) beläuft sich auf 12 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR). Die Pensionsverpflichtung, die gemäß § 246 Abs. 2 Sätze 2-3 HGB mit dem Planvermögen verrechnet wurde, beträgt 13 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR). Der Zinsaufwand im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen wurde mit den Erträgen aus den Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherung saldiert (nach Verrechnung mit den Beiträgen). Der verbleibende Passivüberhang beträgt 0,5 TEUR (Vorjahr: 0,1 TEUR) und ist in der Bilanz unter den "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" ausgewiesen. Die Anschaffungskosten für das Planvermögen beliefen sich auf 6 TEUR. Der Betrag, der sich aus dem Ansatz der Vermögensgegenstände i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB abzüglich der Anschaffungskosten ergibt (6 TEUR; Vorjahr: 6 TEUR) gilt nicht als abführungsgesperrt nach § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB, da er durch ausreichend frei verfügbare Rücklagen gedeckt ist.

Ein Unterschiedsbetrag aufgrund der Anwendung von § 253 Abs. 6 i. V. m. Abs. 2 HGB, welcher sich aus der Abzinsung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre und der vergangenen sieben Jahre ergibt, beträgt 128 EUR.
Zum 31. Dezember 2023 belaufen sich die sonstigen Rückstellungen auf 2.389 TEUR (Vorjahr: 3.435 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für ausstehende Kundengutschriften in Höhe von 1.237 TEUR (Vorjahr: 2.189 TEUR), für Personalaufwand und Vergütungen in Höhe von 554 TEUR (Vorjahr: 654 TEUR), für ausstehende Lieferanten- und Dienstleistungsrechnungen in Höhe von 467 TEUR (Vorjahr: 496 TEUR), sowie für die Prüfung und Erstellung von Jahresabschlüssen in Höhe von 81 TEUR (Vorjahr: 96 TEUR). Die Rückstellung für ausstehende Kundengutschriften ist aufgrund einer Reduzierung der gebildeten Rückstellung für mögliche Rücknahmen verkaufter Holzpaletten (278 TEUR, Vorjahr: 926 TEUR) stark gesunken. Die Aufwendungen aus der Auf- bzw. Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen belaufen sich jeweils auf weniger als 1.000 EUR.
8. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten stellen sich wie folgt dar:

Verbindlichkeiten Gesamt-
wert
davon mit einer Restlaufzeit von
zum 31. Dezember 2023
< 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre

TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2 2 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.461 10.461 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 66.044 17.518 0 48.526
Sonstige Verbindlichkeiten 4.969 4.969 0 0
Summe 81.476 32.950 0 48.526
(zum 31. Dezember 2022)



Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.905 8.905 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 61.265 16.146 0 45.119
Sonstige Verbindlichkeiten 7.627 7.627 0 0
Summe 77.797 32.678 0 45.119


Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 66,0 Millionen EUR (Vorjahr: 61,3 Millionen EUR) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 885 TEUR (Vorjahr: 1.614 TEUR), Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Darlehen in Höhe von 48,5 Millionen EUR (Vorjahr: 45,1 Millionen EUR), Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus einem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von 11,1 Millionen EUR (Vorjahr: 13,5 Millionen EUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Cash-Pooling in Höhe von 4,4 Millionen EUR (Vorjahr: Forderungen in Höhe von 0,4 Millionen EUR).

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich zum Stichtag auf insgesamt 2.054 TEUR.
Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen (Gabelstapler, Fahrzeuge und IT-Ausstattung), von denen 334 TEUR im Geschäftsjahr 2024 und 789 TEUR bis zum Jahr 2028 fällig sind.

Weiterhin bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen aus Mietverträgen, von denen 301 TEUR im Geschäftsjahr 2024 und 630 TEUR bis zum Jahr 2029 fällig sind.

Im Zusammenhang mit dem Aufbau eines Sicherheitsbestandes bei einem Zwischenlagenlieferant hat sich die Gesellschaft zu einer Abnahmeverpflichtung von neuen Zwischenlagen in Höhe von maximal 1.128 TEUR bis zum 30. April 2024 bereit erklärt.

Darüber hinaus gibt es keine weiteren Verpflichtungen.

10. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat Mietgarantien zugunsten eines Vermieters von Lagern und Verwaltungsgebäuden der Cartonplast (UK) Limited, Doncaster, Großbritannien, abgegeben. Die jährliche Miete beläuft sich auf 262 TGBP bzw. 302 TEUR umgerechnet mit dem Durchschnittskurs des Jahres 2023. Der Vertrag wurde am 25. September 2017 abgeschlossen und läuft bis zum 31. Dezember 2027. Die bis dahin laufenden jährlichen kumulierten Mieten in einer Gesamthöhe von 1.050 TGBP ergeben umgerechnet mit dem Durchschnittskurs des Jahres 2023 1.207 TEUR.
Die Gesellschaft hat Garantien zugunsten Cartonplast (UK) Ltd., Großbritannien, abgegeben, finanzielle und operative Unterstützung zu leisten, insbesondere keine Zahlung von Verbindlichkeiten über mögliche Rahmen zu fordern, um den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2023 aufrechtzuerhalten.

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung der Cartonplast (UK) Ltd., Doncaster, Großbritannien, ist nicht mit Inanspruchnahme aus den Garantiezusagen zu rechnen.

Die Gesellschaft hat Garantien zugunsten Cartonplast France SAS, Dagneux, Frankreich, abgegeben, die notwendigen Finanzmittel bereitzustellen sowie die erforderliche finanzielle und operative Unterstützung zu leisten, um den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft ab dem 11. Mai 2022 bis zum 31. Mai 2024, sowie in einem weiteren Dokument ab dem 28. April 2023 bis zum 31. Dezember 2024, aufrechtzuerhalten.

Aufgrund eines langfristigen Vertrages mit einem französischen Kunden wird mit einer Inanspruchnahme der gegenüber der Cartonplast France SAS abgegebenen Garantie nicht gerechnet.

Die Gesellschaft hat Garantien zugunsten Cartonplast Ibérica S.L.U., Madrid, Spanien, abgegeben, die notwendigen Finanzmittel bereitzustellen sowie die erforderliche finanzielle und operative Unterstützung zu leisten, um den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft für mindestens fünfzehn Monate ab dem 15. Februar 2023 aufrechtzuerhalten.

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung der Cartonplast Ibérica S.L.U., Madrid, Spanien, ist nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Garantiezusagen zu rechnen.

Für Verbindlichkeiten der Muttergesellschaft sind durch Übertragung von Anteilen, beweglichem Anlagevermögen sowie Pfandrechte aus Forderungen und Bankkonten Sicherheiten bestellt worden. Aufgrund der positiven Entwicklung der gesamten Gruppe wird auch hier mit keiner Inanspruchnahme gerechnet.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 belaufen sich auf 53,3 Millionen EUR (Vorjahr: 50,0 Millionen EUR).
Sie gliedern sich wie folgt:

Nach Geschäftsfeldern


2023 2022

TEUR TEUR
Vermietung von Zwischenlagen 38.646 36.843
Verkauf von Zwischenlagen 9.458 7.635
Vermietung und Verkauf von Paletten 3.949 3.166
Waschdienstleistungen 827 1.639
Sonstige Lieferungen und Leistungen 405 712

53.285 49.995


Nach Region


2023 2022

TEUR TEUR
Deutschland 42.761 40.310
Spanien 6.245 5.977
Großbritannien und Nordirland 2.514 2.282
Polen 1.748 1.411
Frankreich 17 15

53.285 49.995


Die Umsatzerlöse enthalten Vorgänge von außergewöhnlicher Bedeutung und Größenordnung in Höhe von 1.300 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR), welche aus einer Sondervereinbarung mit einem Kunden resultieren.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 1.548 TEUR (Vorjahr: 439 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 180 TEUR (Vorjahr: 137 TEUR) periodenfremde Erträge, davon 132 TEUR (Vorjahr: 101 TEUR) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Weitere 94 TEUR (Vorjahr: 44 TEUR) kommen von Erträgen aus an verbundene Unternehmen weiterbelasteten Kosten. Erträge aus Währungsumrechnungsdifferenzen betragen 14 TEUR (Vorjahr: 15 TEUR). Im Jahr 2023 gibt es zudem noch Erträge aus Subventionen in Höhe von 18 TEUR (Vorjahr: 84 TEUR) sowie einen Gewinn aus der Verschmelzung mit der Tochtergesellschaft PLP24 GmbH in Höhe von 751 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).

Der Materialaufwand beinhaltet neben Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 6,8 Millionen EUR (Vorjahr: 8,8 Millionen EUR), die im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme von Transportleistungen durch externe Dienstleister entstehen, auch Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren in Höhe von 3,9 Millionen EUR (Vorjahr: 2,9 Millionen EUR). Die Anlagenabgänge, welche im Zusammenhang mit den Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Zwischenlagen stehen, betragen 3,4 Millionen EUR (Vorjahr: 2,3 Millionen EUR).

Der Personalaufwand beträgt für das Geschäftsjahr 2023 8,5 Millionen EUR (Vorjahr: 7,1 Millionen EUR). Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf allgemeine Lohnsteigerungen zurückzuführen.

Die Abschreibungen für das Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf 16,2 Millionen EUR (Vorjahr: 16,2 Millionen EUR) und beinhalten Abschreibungen auf Zwischenlagen in Höhe von 13,5 Millionen EUR (Vorjahr: 12,5 Millionen EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2023 belaufen sich auf 6,1 Millionen EUR (Vorjahr: 6,3 Millionen EUR). Darin sind Honorare für Rechtsberatung, Marktentwicklung und Consulting enthalten (391 TEUR, Vorjahr: 322 TEUR). Sonstige betriebliche Aufwendungen umfassen darüber hinaus periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 54 TEUR (Vorjahr: 46 TEUR). Des Weiteren sind 94 TEUR (Vorjahr: 44 TEUR) Aufwendungen für weiterbelastete Kosten an verbundene Unternehmen, Aufwendungen aus Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 78 TEUR (Vorjahr: 471 TEUR) sowie 1,5 Millionen EUR (Vorjahr: 1,5 Millionen EUR) erhaltene Dienstleistungen von der Muttergesellschaft enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von 350 TEUR (Vorjahr: 375 TEUR) betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Bestellung von Sicherheiten für Fremddarlehen der Muttergesellschaft Cartonplast Holding GmbH in Höhe von 227 TEUR (Vorjahr: 227 TEUR) sowie Zinserträge aus Cashpooling in Höhe von 75 TEUR (Vorjahr: 148 TEUR).

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen und Finanzierungskosten für finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 4,5 Millionen EUR (Vorjahr: 4,1 Millionen EUR), davon Zinsaufwendungen für Kredite im Unternehmensverbund in Höhe von 4,1 Millionen EUR (Vorjahr: 3,9 Millionen EUR), enthalten.

V. Sonstige Angaben

Konzernzugehörigkeit

Cartonplast Holding GmbH, Dietzenbach, stellt für den kleinsten und zugleich größten Konsolidierungskreis einen Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Die Cartonplast Group GmbH ist gemäß § 291 Abs. 2 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit.

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug:


Summe
Angestellte 37
Arbeiter 106
Summe 143


Geschäftsführer

Serkan Murad Koray, Kaufmann, Frankfurt am Main, CEO Thomas Krausch, Kaufmann, Frankfurt am Main Thomas Grimm, Kaufmann, Seligenstadt
Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer unterbleibt aufgrund der Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Gesellschaft hat Handelsbeziehungen sowie Darlehensverträge und Kostenverrechnungsvereinbarungen mit anderen Konzerngesellschaften, sowie einen Cash-Poolingvertrag und einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft geschlossen.

Prüfungshonorare

Die Honorare für Abschlussprüfungen betrugen im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 113 TEUR. Darüber hinaus betrifft das im Geschäftsjahr an den Abschlussprüfer entrichtete Gesamthonorar von 205 TEUR Steuerberatungsleistungen in Höhe von 92 TEUR.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Zusammenhang mit dem Ausbau ihrer geschäftlichen Aktivitäten auf dem brasilianischen Markt hat die Gesellschaft im März 2024 die Cartonplast do Brasil Ltda. mit Sitz in Sao Jose dos Campos, Brasilien, gegründet. Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der neuen Tochtergesellschaft. Geschäftszweck ist die Vermietung von Transportverpackungsmaterialen, insbesondere Kunststoff-Zwischenlagen, sowie das Erbringen damit zusammenhängender Reinigungs- und Logistikdienstleistungen.

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken oder die Einfluss auf die Darstellung der wirtschaftlichen Lage haben.

 

Dietzenbach, 29. April 2024

(Serkan Koray)

(Thomas Krausch)

(Thomas Grimm)

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023


Anschaffungs- und Herstellungskosten

1.1.2023 Zugänge Zugänge aus
Ver-
schmelzung
Um-
buchungen
Abgänge 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögens-





gegenstände





1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte





und ähnliche Rechte und Werte 1.050.898,24 409.984,13 0,00 0,00 0,00 1.460.882,37
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen,





gewerbliche Schutzrechte und ähnliche





Rechte und Werte sowie Lizenzen





an solchen Rechten und Werten 2.246.091,21 21.015,00 0,00 0,00 -500.000,00 1.767.106,21

3.296.989,45 430.999,13 0,00 0,00 -500.000,00 3.227.988,58
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte





und Bauten einschließlich der Bauten





auf fremden Grundstücken 10.513.000,75 29.320,88 0,00 86.703,26 0,00 10.629.024,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.286.243,14 224.592,65 0,00 70.000,00 -558.255,73 7.022.580,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und





Geschäftsausstattung 133.017.037,82 24.912.554,72 10.208,85 0,00 -12.928.676,83 145.011.124,56
4. Geleistete Anzahlungen und





Anlagen im Bau 812.555,46 722.365,09 0,00 -156.703,26 -341.892,20 1.036.325,09

151.628.837,17 25.888.833,34 10.208,85 0,00 -13.828.824,76 163.699.054,60
III. Finanzanlagen





1. Anteile an verbundenen Unternehmen 56.321.935,23 0,00 839.528,34 0,00 -1.912.906,20 55.248.557,37

56.321.935,23 0,00 839.528,34 0,00 -1.912.906,20 55.248.557,37

211.247.761,85 26.319.832,47 849.737,19 0,00 -16.241.730,96 222.175.600,55

Kumulierte Abschreibungen

1.1.2023 Zugänge aus
Ver-schmelzung
Abschrei-
bungen des
Geschäfts-
jahres
Abgänge 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögens-




gegenstände




1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte




und ähnliche Rechte und Werte 12.201,33 0,00 10.823,53 0,00 23.024,86
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen,




gewerbliche Schutzrechte und ähnliche




Rechte und Werte sowie Lizenzen




an solchen Rechten und Werten 1.978.413,91 0,00 110.278,30 -499.999,00 1.588.693,21

1.990.615,24 0,00 121.101,83 -499.999,00 1.611.718,07
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte




und Bauten einschließlich der Bauten




auf fremden Grundstücken 3.645.465,40 0,00 418.416,14 0,00 4.063.881,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.934.740,32 0,00 555.514,45 -447.584,73 5.042.670,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und




Geschäftsausstattung 53.708.235,46 7.030,85 15.123.837,60 -9.541.516,82 59.297.587,09
4. Geleistete Anzahlungen und




Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

62.288.441,18 7.030,85 16.097.768,19 -9.989.101,55 68.404.138,67
III. Finanzanlagen




1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

64.279.056,42 7.030,85 16.218.870,02 -10.489.100,55 70.015.856,74

Buchwerte

31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
I. Immaterielle Vermögens-

gegenstände

1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte und Werte 1.437.857,51 1.038.696,91
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen,

gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen

an solchen Rechten und Werten 178.413,00 267.677,30

1.616.270,51 1.306.374,21
II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte

und Bauten einschließlich der Bauten

auf fremden Grundstücken 6.565.143,35 6.867.535,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.979.910,02 2.351.502,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung 85.713.537,47 79.308.802,36
4. Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau 1.036.325,09 812.555,46

95.294.915,93 89.340.395,99
III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 55.248.557,37 56.321.935,23

55.248.557,37 56.321.935,23

152.159.743,81 146.968.705,43

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die Cartonplast Group GmbH, Dietzenbach
Prüfungs­ur­teile

Wir haben den Jahresabschluss der Cartonplast Group GmbH, Dietzenbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cartonplast Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsäch­lichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungs­ur­teile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Ab­schluss­prüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Ver­ant­wortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungs­ur­teile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetz­lichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu­treffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungs­ur­teile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Ab­schluss­prüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prü­fungs­ur­teile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesent­liche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungs­ur­teil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Ver­tretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmens­tätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungs­ur­teil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzes­entsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten An­gaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungs­ur­teil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 29. April 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Böhm, Wirtschaftsprüferin

Meyer, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses


Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht der Cartonplast Group GmbH wurde am 14. Juni 2024 festgestellt.

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