Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 153690
Eingetragen
26.8.2004
Branche
Herstellung von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitungHerstellung von Papier, Karton und PappeHerstellung von Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und Pappe
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Papier und ähnlichen Produkten.

Historie

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Management

NameRolle
Winfried Schaur
seit 4.3.2016
Geschäftsführer
Christian Thaler
seit 29.1.2016
Prokura
Rainer Häring
seit 8.12.2014
Prokura
Karl-Heinz Riendl
seit 12.7.2012
Prokura
Hans-Ulrich Embacher
seit 22.8.2011
Prokura
Prokura
Markus Rausch
seit 22.8.2011
Prokura
Prokura
Gerhard Müller
seit 30.8.2010
Prokura
Mika Kämpe
seit 27.10.2009
Prokura
Thorsten Werk
seit 10.3.2005
Prokura
Josef Johann Kovacs
seit 14.1.2005
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

MD Papier GmbH

München

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017
und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2017

1. Geschäftstätigkeit

1.1 Gegenstand des Unternehmens

1.2 Rechtliche Struktur

2. Rahmenbedingungen und Grundlagen der Gesellschaft

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2 Europäischer Papiermarkt

2.3 Absatzmarkt, Beschaffungsmarkt und R&D

3. Strategie

3.1 Technologie- und Kostenführerschaft

3.2 Kundenorientierte Produkt- und Prozessinnovation durch Investitionen

3.3 Umweltverträgliche Produktion

3.4 Optimierung der Organisationsstrukturen

3.5 Wertmanagement von UPM und wesentliche finanzielle Steuerungskennzahlen

3.6 Wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren

3.7 Mitarbeiter

4. Lage der Gesellschaft

4.1 Vergleich des prognostizierten und des tatsächlichen Geschäftsverlaufs

4.2 Ertragslage

4.3 Vermögenslage

4.4 Finanzlage

5. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

5.1 Prognosebericht

5.2 Risikobericht

5.2.1 Risikomanagement

5.2.2 Risiken

5.3 Chancen bzw. Erfolgspotentiale

1. Geschäftstätigkeit

1.1 Gegenstand des Unternehmens

Der Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer Papiermaschiene, für holzartige gestrichene Rollenpapiere und Formatpapiere sowie die Vornahme aller damit zusammenhängender Geschäfte.

1.2 Rechtliche Struktur

Die MD Papier GmbH ist zusammen mit der Schwesterfirma Gebr. Lang GmbH Papierfabrik eine Tochtergesellschaft der Myllykoski Corporation GmbH. Diese hält 100 % des Gesellschaftskapitals. Die Gesellschaft hat mit der Myllykoski Corporation GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.

Die Gesellschafterin gehört zum finnischen Konzern UPM-Kymmene, Helsinki, in deren Konzernabschluss die Unternehmen einbezogen sind.

2. Rahmenbedingungen und Grundlagen der Gesellschaft

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nachdem die Weltwirtschaft ihre konjunkturelle Talsohle im Jahr 2016 durchschritten hatte, hat sie im Verlauf des Jahres 2017 weiter an Fahrt gewonnen. Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel geht beim globalen Bruttoinlandsprodukt von einer Steigerung von 3,8 % für das Jahr 2017 aus. Auch für die beiden folgenden Jahre erwartet das Institut Werte von über 3,5%, allerdings mit einem sich abschwächenden Trend in 2019. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften erwartet das Institut eine weiterhin kräftig steigende Produktion für die kommenden zwei Jahre. Dieser Trend wird unterstützt durch eine nur langsame Straffung der Geldpolitik sowie einer kräftig steigenden Nachfrage in den Entwicklungs- und Schwellenländern.

Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel erwartet ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 2,3% für das Jahr 2017 bei Überauslastung der gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten. Die deutsche Wirtschaft habe demnach nur im Zuge von Aufholeffekten nach der Großen Rezession 2006/2007 expandiert. Die Finanzierungsbedingungen sollen weiterhin sehr günstig bleiben, sich jedoch nicht weiter verbessern. Die signifikante Verzögerung einer Regierungsbildung sieht das Institut nicht als ein bedeutsames Konjunkturrisiko, da sich kein fundamentaler Wechsel im wirtschaftspolitischen Kurs abzeichnet. Es wird weiterhin eine Stützung der Konjunktur durch die Binnenwirtschaft sowie durch den privaten Konsum erwartet.

2.2 Europäischer Papiermarkt

Die wesentlichen Erfolgsfaktoren in der Papierindustrie setzen sich zusammen aus der Papiernachfrage, den daraus resultierenden Papierpreisen sowie der Kostenentwicklung für die Rohstoffe Altpapier, Zellstoff, Holz und den Energieaufwendungen.

Die Marktbedingungen blieben für die Unternehmen der Papierindustrie in 2017 herausfordernd, jedoch blieb der Rückgang der Papiernachfrage an graphischen Papieren in Europa mit -2,9% in 2017 doch relativ deutlich hinter dem Rückgang des Vorjahres von -4,7% zurück. Der europäische Papiermarkt ist weiterhin durch strukturelle Überkapazitäten gekennzeichnet, obwohl Kapazitätsreduzierungen diese zeitweise reduzierten. Wieder einmal waren es die Zeitungsdruckpapiere, die die höchsten Nachfragerückgänge zu verzeichnen hatten (-8%), die gestrichenen Papiere verloren "nur" 2-3%.

2.3 Absatzmarkt, Beschaffungsmarkt, R&D

Seit 2012 gilt für die Papierverkäufe unserer Gesellschaft das aktuelle Vertriebsmodell. Alle Aufträge werden seitdem über die UPM Sales Oy, One European Sales Company (OESC), abgerechnet. Die Papierfabriken stellen der UPM Sales Oy das produzierte Papier bereits zum Zeitpunkt der Fertigstellung in Rechnung. Der Transferpreis an die neue Vertriebsgesellschaft berücksichtigt neben den Logistikkosten auch die Marge der OESC, mit der u.a. Kosten für Gewährleistung, Forderungsausfall sowie die Provision für den Vertriebsaufwand abgedeckt sind. Seit dem 1.1.2014 beinhaltet die Marge auch die von der OESC verauslagten Aufwendungen für die globalen Funktionen Finance & Control, IT, HR und Sourcing. Ein Abgleich der tatsächlich am Markt durch die UPM Sales Oy erzielten Erlöse mit dem Verrechnungspreis zum Zeitpunkt der Papierproduktion erfolgt vierteljährlich. Die Produktionsplanung für unsere Maschinen erfolgt zentral für alle europäischen UPM Fabriken im Bereich Supply Chain.

Zu den wesentlichen Beschaffungsmärkten der Gesellschaft gehören die Märkte für Altpapier, Holz und Energie. Die Forschung und Entwicklung unseres Unternehmens basiert im Wesentlichen auf der Zusammenarbeit mit den zentralen F&E Einrichtungen unseres Konzerns. Schwerpunkte der Entwicklungsaktivitäten sind die Sicherstellung einer marktgerechten Papierqualität sowie die Senkung der Produktionskosten. Auf die nachhaltige Verbesserung der Energieeffizienz und der Rohstoffausbeute, die Reduktion unserer umweltrelevanten Emissionen, die Reduzierung unseres spezifischen Wasserverbrauchs und die Vermeidung von Abfällen wird besonderes Augenmerk gelegt.

3. Strategie

Die Geschäftsleitung der UPM Gruppe richtet ihre Unternehmensstrategie auf die nachhaltige Steigerung des Ergebnisses aus. Zu den wesentlichen Elementen der Strategie der UPM Gruppe in Deutschland gehören:

3.1. Technologie- und Kostenführerschaft

Wir sind davon überzeugt, dass sowohl Technologie- und Kostenführerschaft durch permanente Leistungssteigerung, aktives Kostenmanagement, Instandhaltung und Verbesserung der technischen Anlagen als auch innovative neue Produkte die entscheidenden Faktoren für den Erfolg in einem gesättigten Markt sind.

3.2. Kundenorientierte Produkt- und Prozessinnovation durch Investitionen

Bei den Investitionen in innovative Produkte und Prozesse steht der Bedarf des Kunden im Mittelpunkt. Wir sind bestrebt, Produkte mit einem hervorragenden Qualitätsniveau zu produzieren. Die Indikatoren sind positive Kundenrückmeldungen und sehr niedrige Reklamationskosten. Das Qualitätsniveau ist bei allen produzierten Sorten sehr stabil - wesentliche Reklamationen sind in keinem der Produktsegmente aufgetreten.

3.3 Umweltverträgliche Produktion

Die Gesellschaft hält die marktüblichen Kriterien für Qualität, Umwelt, Arbeitsschutz und Energie nach den internationalen Normen ISO 9001, 14001 und 50001, der europäischen EMAS-Verordnung sowie OHSAS 18001 erfolgreich ein. Eine gemeinsame Umwelterklärung der UPM Papierfabriken berichtet detailliert über die Umweltarbeit des Unternehmens und der einzelnen Standorte. Die Umweltleistung des Unternehmens liegt auf dem mit Einsatz von sogenannten "Besten verfügbaren Techniken" (BAT) erreichbaren Niveau und wird nach Maßgabe der Umweltrichtlinien des UPM-Konzerns kontinuierlich weiterentwickelt.

Im Hinblick auf die Verantwortung des Unternehmens bezüglich der vorgelagerten Lieferketten hat die nachhaltige Gestaltung der Rohstoffversorgung einen herausragenden Stellenwert.

Die UPM Standorte Schongau, Augsburg, Plattling und Ettringen, die neben Altpapier auch Frischholz als Faserrohstoff verarbeiten, sowie die für den gemeinsamen Holzeinkauf verantwortliche Funktion "CEWS" verfügen über zertifizierte Chain-of-Custody-Systeme auf Grundlage der PEFC- und FSC-Richtlinien. Damit kann der Nachweis über den Holzfluss von nachhaltig bewirtschafteten Wäldern über die verschiedenen Stufen der vorgelagerten Holzverarbeitung über das im Unternehmen hergestellte Papier bis hin zum Kunden geführt werden. Die produktionsspezifischen Rückstände, die einen praktisch CO 2-neutralen Brennstoff darstellen, werden in den Heizkraftwerken der Werke Schongau und Schwedt zur Energieerzeugung oder für andere Prozesse eingesetzt. Die hierbei anfallende Asche wird nahezu komplett als Rohstoff in der Baustoffindustrie verwertet.

3.4 Optimierung der Organisationsstrukturen

Der Grundgedanke der UPM Unternehmensorganisation in den administrativen Bereichen (z.B.: IT, Finanzen, Sourcing, Recht) ist die weltweite bzw. regionale Zentralisierung von Prozessen. Durch die konsequente Fortführung dieser Maßnahmen werden wir den stetig wachsenden Anforderungen des Kapitalmarkts mit einer schlanken und effizienten Organisation gerecht.

3.5 Wertmanagement von UPM und wesentliche finanzielle Steuerungskennzahl

Wir wollen den Unternehmenswert von UPM weiter steigern. Ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie ist es, ein einheitliches, länder- und divisionsübergreifendes Incentive-System zu etablieren, das gleichzeitig die Motivation der Mitarbeiter erhöht. Daher hat die Konzernzentrale seit 2008 ein auf dem Konzern-EBITDA basierendes Bonus-System eingeführt.

Der EBITDA [1] der Gesellschaft ist die zentrale Ziel- und Steuerungskennzahl und der wesentliche finanzielle Leistungsindikator für unsere Gesellschaft. Als Hilfsindikator werden die Umsatzerlöse herangezogen.

3.6 Wesentlicher nicht finanzieller Leistungsindikator

Als wesentlicher nicht finanzieller Leistungsindikator wird die Sicherheit der Mitarbeiter an unserem Produktionsstandort angesehen. In 2012 wurde das konzernweite Programm "step change in safety" als Arbeitssicherheitsinitiative ins Leben gerufen. Die seitdem eingeführten und umgesetzten Sicherheitsstandards definieren die Mindestanforderungen an die Arbeitssicherheit im Unternehmen. Zuletzt wurde dieses Programm in eine dauerhafte Unternehmenskultur unter dem Titel "Safety 2.0 - From campaign to culture" überführt.

Für das Jahr 2017 war die Gesellschaft in ihrem Lagebericht zum 31.12.2016 von einem deutlich verbesserten Wert des nicht finanziellen Leistungsindikators ausgegangen. In 2017 konnte der Leistungsindikator des Vorjahres im Bereich der Arbeitssicherheit erneut deutlich verbessert werden. So sank für die MD Papier GmbH die Unfallquote, der wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikator auf 2,6 Unfälle pro 1 Million Arbeitsstunden (Vorjahr: 5,3).

3.7 Mitarbeiter

Der Personalbestand setzte sich im Berichtsjahr im Durchschnitt wie folgt zusammen:

2017
Anzahl
2016
Anzahl
Gewerbliche Arbeitnehmer 353 360
Angestellte 108 102
  461 462
Auszubildende 22 18
  483 480

Zum Stichtag waren 485 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt (Vj.: 480).

4. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

4.1 Vergleich des prognostizierten und des tatsächlichen Geschäftsverlaufs

Für das Jahr 2017 war die Gesellschaft in ihrem Lagebericht zum 31.12.2016 von einem nahezu unveränderten EBITDA ausgegangen. Gestiegene Kosten haben bei leicht rückläufigen Umsatzerlösen das EBITDA in 2017 (12,5 Mio. €) im Vergleich zum Vorjahr (€ 20,7 Mio.) deutlich verschlechtert. Der EBITDA ist somit deutlich niedriger ausgefallen als im Vorjahr prognostiziert.

4.2 Ertragslage

Die Gegenüberstellung der Erfolgsrechnungen für die Geschäftsjahre 2017 und 2016 zeigt folgendes Bild der Ertragslage und ihrer Veränderungen:

2017
T€
2016
T€
Veränderung
T€
Umsatzerlöse 206.222 209.922 -3.700
Bestandsveränderungen -355 -238 -117
Sonstige betriebliche Erträge 377 1.723 -1.346
Materialaufwand -140.962 -139.817 -1.145
Personalaufwand -30.911 -28.044 -2.867
Abschreibungen -7.265 -7.666 401
Sonstige betriebliche Aufwendungen -21.835 -22.855 1.020
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.426 780 646
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -832 -980 148
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 0
Ergebnis nach Steuern 5.865 12.825 -6.960
Sonstige Steuern -99 -120 21
Aufwendungen aus der Gewinnabführung / Erträge aus Verlustübernahme -5.766 -12.705 6.939
Jahresergebnis 0 0 0

Abweichungen sind rundungsbedingt.

Die Produktion der MD Papier GmbH erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9.500 t auf 358.800 t. Aufgrund gesunkener Papierpreise sind die Umsatzerlöse dennoch rückläufig.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen ergibt folgendes Bild:

2017
T€
2016
T€
Umsätze im Inland 121.390 133.131
Umsätze EU 75.974 66.128
Umsätze sonstiges Ausland 8.858 10.663
  206.222 209.922

Die Umsatzverteilung ist aus der Fakturierung der UPM Sales Oy an die Endverbraucher abgeleitet.

Die Bestandsminderung in Höhe von 0,4 Mio. € resultiert aus dem stichtagsbedingten Rückgang der unfertigen Erzeugnisse.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten vor allem Erträge aus Kostenumlagen innerhalb der UPM-Kymmene-Gruppe in Höhe von 0,2 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Erträge um 1,3 Mio. € zurückgegangen, dies resultiert aus der Auflösung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Gaskontrakten im Vorjahr.

Der Materialaufwand ist mit 1,1 Mio € leicht über dem Vorjahresniveau, das auf die erhöhte Produktion der MD Papier GmbH im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen ist.

Die Personalaufwendungen haben sich durch einen Anstieg der Aufwendung für Altersversorgung aus Pensionsrückstellungen im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 1,0 Mio. € zurückgegangen und umfassen insbesondere Instandhaltungen, betriebliche Dienstleistungen, Verwaltungsaufwendungen und sonstige Vertriebsaufwendungen.

Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhaltet im Wesentlichen den Zinsanteil der Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellungen. Die in 2017 gesunkenen Aufwendungen sind insbesondere auf den Rückgang der Zinsaufwendungen aus dem bei der Myllykoski Corporation GmbH geführten Cashpool-Konto zurückzuführen.

Das Jahresergebnis wird entsprechend des Ergebnisabführungsvertrages an die Myllykoski Corporation GmbH abgeführt.

4.3 Vermögenslage

Aus der folgenden Darstellung sind die wesentlichen Veränderungen der Bilanzpositionen der Gesellschaft ersichtlich:

31.12.2017
T€
% 31.12.2016
T€
% Veränderung
T€
Aktiva          
Anlagevermögen 53.386 42,1% 58.675 42,4% -5.289
Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten 73.360 57,9% 79.653 57,6% -6.293
Gesamte Aktiva 126.746 100,0% 138.328 100,0% -11.582
Passiva          
Eigenkapital 66.865 52,3% 66.865 48,3% 0
Fremdkapital 59.881 47,7% 71.463 51,7% -11.582
Gesamte Passiva 127.746 100,0% 138.328 100,0% -11.582

Als wesentliche Veränderungen sind folgende Positionen zu kommentieren:

Anlagevermögen

Der Rückgang des Anlagevermögens ergibt sich im Wesentlichen aus den planmäßigen Abschreibungen der Sachanlagen.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um rd. 6,3 Mio. € gesunken, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Cash-Pooling zurückzuführen ist.

Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Myllykoski Corporation GmbH im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

Fremdkapital

Der Rückgang des Fremdkapitals ergibt sich insbesondere aus dem stichtagsbedingten Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um rd. 2,4 Mio. €, den gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um rd. 8,2 Mio. € sowie aus dem Rückgang der Rückstellungen um rund 1,0 Mio. €.

4.4 Finanzlage

Aus der folgenden Darstellung sind die wesentlichen Veränderungen der Finanzlage unserer Gesellschaft ersichtlich:

2017
T€
2016
T€
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 5.766 12.705
Abschreibungen 7.265 7.666
Jahres-Cashflow 13.031 20.371
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -3.207 25.527
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 51.002 25.475
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 47.795 51.002

Der Finanzmittelfonds besteht zum 31. Dezember 2017 im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber dem Gesellschafter aus dem Cash-Pooling in Höhe von 47,7 Mio. Euro.

Der Jahres-Cashflow ist ergebnisbedingt von 20,4 Mio. € auf 13,0 Mio. € gesunken.

Die Liquidität und die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die Integration in das Cash Pooling des UPM Konzerns jederzeit sichergestellt.

Insgesamt wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, trotz der nicht eingetretenen Erwartungen im Bereich der Ertragslage, als zufriedenstellend eingeschätzt.

5. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

5.1 Prognosebericht

Nach der Prognose des IfW wird die Produktion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften in den kommenden beiden Jahren weiter kräftig steigen, die die Hauptmärkte unseres Unternehmens repräsentieren. Allerdings bremset die derzeitige Unsicherheit des Brexit die Entwicklungen im Vereinigten Königreich. Andererseits sieht das Institut die politischen Unsicherheiten insgesamt als rückläufig an, die Risiken der Normalisierung der Geldpolitik rücken in den Vordergrund.

Es wird erwartet, dass sich der Nachfragerückgang nach graphischen Papieren auch in 2018 fortsetzen wird. Mögliche Maschinenstillegungen oder Umbauten könnten die Situation der hohen Überkapazitäten lediglich kurzfristig entschärfen. Erste Vertragsabschlüsse für das Jahr 2018 deuten auf mögliche Preissteigerungen hin. Weiterhin werden Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur durchgeführt.

Insgesamt gehen wir für 2018 von einem nahezu unveränderten EBITDA der Gesellschaft aus.

Bei der Unfallhäufigkeit erwarten wir für das Jahr 2018 erneut einen deutlich verbesserten Wert.

5.2. Risikobericht

Die MD Papier GmbH betreibt ein ganzheitliches Risikomanagement-System. Dabei stehen wir vor der unternehmerischen Herausforderung, Risiken durch effiziente Verfahren und ein angemessenes Risikobewusstsein so kalkulierbar wie möglich zu machen. Entsprechend den risikopolitischen Grundsätzen geht die MD Papier GmbH Risiken kontrolliert ein - und nur dann, wenn ein entsprechender Mehrwert zu erwarten ist. Das Risikomanagementsystem ist nach Auffassung der Geschäftsführung insgesamt ausreichend, um den wesentlichen Risiken der MD Papier GmbH zu begegnen.

5.2.1 Risikomanagement

Die MD Papier GmbH ist als international tätiges Unternehmen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Diese Risiken sind untrennbar mit unserer Geschäftstätigkeit verbunden, die darauf ausgerichtet ist, Geschäftschancen optimal zu nutzen. Gleichzeitig ist unsere Risikostrategie integraler Bestandteil der umfassenden Konzern-Risikostrategie von UPM.

Um dies sicherzustellen, haben wir die Risikopolitik der MD Papier GmbH formuliert und mit der Festlegung von Organisations- und Verantwortungsstrukturen ein umfassendes Risikomanagementsystem eingerichtet. Das Risikomanagement ist dabei sowohl auf zentraler Ebene als auch dezentral in den Fachabteilungen und Funktionsbereichen angesiedelt. Als Risiken definieren wir alle Beeinträchtigungen, die den Unternehmenserfolg gefährden.

Ziel ist es, sowohl strategische und globale als auch geschäftsspezifische Risiken aufzudecken, zu überwachen und durch geeignete Maßnahmen zu beherrschen. Bei der MD Papier GmbH bestehen umfangreiche und etablierte Planungs-, Genehmigungs-, Berichterstattungs- und Frühwarnsysteme, die in ihrer Gesamtheit das Risikomanagementsystem bilden. Dieses Risikomanagementsystem und seine Funktionsweise sind dokumentiert.

Durch regelmäßige Instandhaltung unserer Anlagen wird Produktions- und Qualitätsrisiken kontinuierlich entgegengewirkt.

5.2.2 Risiken

Mit unserer Geschäftstätigkeit sind folgende Hauptrisiken verbunden:

Risiko Auswirkung auf Grad der Auswirkung Eintrittswahrscheinlichkeit
Beschaffungsmarktrisiko Ertragslage stark ertragsgefährdend mittel (< 75%) *
Absatzmarktrisiko Ertragslage und Beschäftigung stark ertragsgefährdend mittel (< 75%) *
Finanzwirtschaftliche Risiken Liquidität ertragsbelastend sehr niedrig (< 10%) *
Risiken aus regulatorischen Änderungen Ertragslage stark ertragsgefährdend Niedrig (< 25%) *
Sonstige Risiken Ertragslage Fehlfunktion der IT-Systeme ertragsgefährdend sehr niedrig (< 10% *)

Beschaffungsmarktrisiko

Die MD Papier GmbH ist als produzierendes Unternehmen der Papierindustrie dem Risiko der Verfügbarkeit insbesondere von Zellstoff, Füllstoffen sowie Energie für die Herstellung ihrer Produkte ausgesetzt. Diese Rohstoffe unterliegen zudem in besonderem Maße dem Risiko von z.T. erheblichen Preisschwankungen. Um die Preis- und Bezugsrisiken der Beschaffungsmärkte abzusichern, haben wir für wichtige Rohstoffe langfristige Bezugsverträge abgeschlossen und nutzen daneben die Chancen der Spot-Märkte für den Bezug zusätzlicher Rohstoffmengen. Zur Deckung unseres Energiebedarfes nutzen wir neben langfristigen Kontrakten die erweiterten Instrumente des liberalisierten Energiemarktes.

Um Risiken aus den Beschaffungsmärkten für die Geschäftstätigkeit und die Ergebnisentwicklung frühzeitig zu erkennen und auf Veränderungen rechtzeitig reagieren zu können, werden die betroffenen Märkte von den zuständigen Unternehmenseinheiten laufend beobachtet. Auf Grund der sehr transparenten Absatzmärkte für unsere Produkte ist die Weitergabe gestiegener Rohstoffpreise nur sehr begrenzt möglich.

Absatzmarktrisiken

Der Papiermarkt ist durch intensiven Wettbewerb geprägt, der sich insbesondere auf die erzielbaren Verkaufspreise für unsere Produkte auswirkt. Der starke Wettbewerbsdruck resultiert dabei aus noch bestehenden Überkapazitäten und konjunkturellen Nachfrageschwankungen.

In eher zyklisch geprägten Geschäftsbereichen begegnen wir den Marktrisiken durch den konsequenten Ausbau unserer Kostenführerschaft.

Die Produkte unserer Gesellschaft aus der Papierproduktion werden über die europäische Vertriebsgesellschaft unseres Konzerns, die UPM Sales Oy, verkauft, die beim Verkauf die Kundenforderung in ihren Büchern führt. Das Marktrisiko trägt jedoch die MD Papier GmbH grundsätzlich selber. Quartalsweise wird der von der UPM Sales Oy am Markt erzielte Preis mit dem konzerninternen Verrechnungspreis abgeglichen und die Differenz unserer Gesellschaft erstattet bzw. belastet.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die MD Papier GmbH ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen eine Absicherung gegen diese Risiken beabsichtigt wird, werden diese Positionen dem zentralen Treasury der Muttergesellschaft gemeldet und auf Konzernebene abgesichert. Zudem besteht ein Risiko hinsichtlich der Werthaltigkeit von Unternehmensbeteiligungen und Produktionsmaschinen.

Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die Integration in das Cash Pooling des UPM Konzerns jederzeit sichergestellt. Die Myllykoski Corporation GmbH als Muttergesellschaft der MD Papier GmbH übernimmt das Cash Pooling der Gesellschaft. Die Myllykoski Corporation GmbH ist selber wiederum in das Cash Pooling der UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH eingebunden. Mit Datum vom 29. März 2018 hat die oberste Muttergesellschaft, die UPM Kymmene Oyi, einen Letter of Support ausgestellt, in welchem der Gesellschafterin Myllykoski Corporation GmbH die finanzielle Unterstützung bis 30. Juni 2020 soweit notwendig zugesagt wurde.

Durch das Cash Pooling werden die allgemeinen und spezifischen Zahlungsstromschwankungen ausgeglichen. Die diesbezügliche Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Bedingungen. Eine kurzfristige Finanzmittelbeschaffung über die Finanzmärkte ist nicht notwendig, sodass die MD Papier GmbH unmittelbar keinen Finanzierungsrisiken ausgesetzt ist.

Risiken aus regulatorischen Änderungen

Mit dem Inkrafttreten des EEG 2014 am 1. August 2014 und dem Beihilfebeschluss der Europäischen Kommission vom 25. November 2014 haben die energieintensiven Unternehmen in Deutschland Rechtssicherheit hinsichtlich der rechtlichen Grundlagen und des künftigen Umfangs der "Besonderen Ausgleichsregelung" erlangt.

Es besteht diesbezüglich das Risiko, dass das Geschäftsmodell der Gesellschaft grundlegend in Frage gestellt werden könnte, sollte es zu gesetzlichen Änderungen bzw. einer Abschaffung der bestehenden Ausgleichsregelung kommen.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen zum Abschlussstichtag insgesamt nicht.

Sonstige Risiken

Die Gesellschaft bedient sich bei den Prozessen im Produktionsbereich und bei den globalen Funktionen weitestgehend konzerneinheitlicher, globaler IT Systeme. Diese werden durch die IT-Konzernfunktion betreut. Ein konzernweites User Access Management System gewährleistet die abgestimmte Nutzung der Systeme.

Qualitätsrisiken aus der Produktion unserer Produkte wird durch eine kontinuierliche Qualitätssicherung entgegengewirkt. Indikatoren für das vorhandenen stabile Qualitätsniveau sind niedrige Reklamationskosten.

5.3 Chancen bzw. Erfolgspotentiale

Der UPM Konzern beschäftigt sich intensiv mit detaillierten Marktanalysen, Marktszenarien und -projektionen, den relevanten Treibern und kritischen Erfolgsfaktoren und leitet daraus konkrete geschäftsfeld- und marktspezifische Erfolgspotentiale ab.

Für unsere Gesellschaft wird es unter den genannten Rahmenbedingungen darauf ankommen, die eingeleiteten Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung, Kostensenkung und Strukturverbesserung konsequent und in den Konzernverbund eingebettet weiterzuführen. Dabei werden wir weiterhin darauf achten, die Technologie- und Kostenführerschaft in Schlüsselbereichen zu behaupten und die Chance zu wahren, von einer konjunkturellen Belebung unmittelbar zu profitieren.

Chancen und Risiken können sich aus der Entwicklung der Wechselkurse, der Zinsen und der Rohstoffpreise ergeben. Wichtige Ziele sind in Zukunft die Anhebung der Verkaufspreise unserer Produkte sowie die weitergehende Ergebnisverbesserung durch diverse Einsparungen. Damit wollen wir die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft insgesamt verbessern und so die Voraussetzungen für weiteres profitables Wachstum schaffen.

1 EBITDA: Ergebnis nach Steuern + Steuern vom Einkommen und Ertrag + Zinsaufwendungen - Zinserträge + Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

 

München, den 26. April 2018

MD Papier GmbH

Die Geschäftsführung

Winfried Schaur

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

31.12.2017
31.12.2016
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 231.110,19 232.965,47
  231.110,19 232.965,47
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.998.013,10 20.409.500,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.925.618,36 36.955.833,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 722.916,46 838.978,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 508.605,24 237.553,40
  53.155.153,16 58.441.865,63
  53.386.263,35 58.674.831,10
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.062.735,54 14.631.298,20
2. Unfertige Erzeugnisse 993.719,87 1.349.037,86
  14.056.455,41 15.980.336,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.752,28 472.147,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 54.085.988,27 57.226.584,25
(davon gegen Gesellschafter € 47.990.427,44; Vorjahr € 51.227.400,63)    
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.176.613,77 5.955.094,83
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR € 0,00; Vorjahr € 819,54)    
  59.277.354,32 63.653.826,78
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 20.926,10 0,00
  73.354.735,83 79.634.162,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.734,27 19.310,81
  126.745.733,45 138.328.304,75

Passiva

   
  31.12.2017
31.12.2016
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 50.000.000,00 50.000.000,00
II. Kapitalrücklage 1.703.033,85 1.703.033,85
III. Gewinnrücklagen    
Andere Gewinnrücklagen 15.161.898,74 15.161.898,74
  66.864.932,59 66.864.932,59
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 19.401.820,63 19.675.236,62
2. Sonstige Rückstellungen 11.576.293,82 12.326.754,71
  30.978.114,45 32.001.991,33
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.373.489,95 17.818.360,58
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.227.819,51 21.457.299,44
(davon gegenüber Gesellschafter € 5.766.156,08; Vorjahr € 12.705.200,46)    
3. Sonstige Verbindlichkeiten 301.376,95 185.720,81
(davon aus Steuern € 2.109,50; Vorjahr € 0,00)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00; Vorjahr € 0,00)    
  28.902.686,41 39.461.380,83
  126.745.733,45 138.328.304,75

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017

2017
2016
1. Umsatzerlöse 206.222.366,13 209.921.761,91
2. Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen -355.317,99 -238.660,60
3. Sonstige betriebliche Erträge 377.067,10 1.722.973,14
(davon aus Währungsumrechnungen € 60,89; Vorjahr € 2.517,07)    
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -113.269.367,01 -109.769.980,45
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -27.693.717,64 -30.047.095,29
  -140.963.084,65 -139.817.075,74
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -25.352.768,11 -23.738.928,38
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen -5.558.411,03 -4.305.083,56
für Altersversorgung und für Unterstützung    
(davon für Altersversorgung € 1.815.263,00; Vorjahr € 915.156,00)    
  -30.911.179,14 -28.044.011,94
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -7.264.527,04 -7.665.759,91
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -21.834.646,76 -22.854.665,53
(davon aus Währungsumrechnungen € 379.947,28; Vorjahr € 704.357,93)    
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.426.343,64 780.015,03
(davon aus verbundenen Unternehmen € 1.406.955,98; Vorjahr € 780.015,03)    
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -831.670,94 -979.701,35
(davon an verbundene Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 92.740,08)    
(davon aus Aufzinsungen € 812.551,00; Vorjahr € 865.330,00)    
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 20,26 60,02
11. Ergebnis nach Steuern 5.865.370,61 12.824.935,03
12. Sonstige Steuern -99.214,53 -119.734,57
13. Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 5.766.156,08 12.705.200,46
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -5.766.156,08 -12.705.200,46
15. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden hinsichtlich Ansatz, Bewertung und Ausweis die einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB; die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

Aktiva

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (Nutzungsrechte und Software) sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern entsprechen den erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauern und liegen zwischen 3 und 10 Jahren.

Die Sachanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile notwendiger Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren vorgenommen, bei technischen Anlagen und Maschinen sowohl linear als auch degressiv über eine Nutzungsdauer von 4 bis 20 Jahren. Die Papiermaschinen und Streichmaschinen werden planmäßig linear sowie degressiv zum jeweils gültigen Höchstsatz über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden linear über eine Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren abgeschrieben. Entsprechend den steuerlichen Regelungen wurden Zugänge im Geschäftsjahr 2008 nur linear und im Geschäftsjahr 2009 maximal mit dem steuerlich gültigen Höchstsatz von 25 % degressiv abgeschrieben. Seit 2010 werden für Neuzugänge planmäßige Abschreibungen nur auf linearer Basis unter Zugrundelegung der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer durchgeführt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden vorgenommen, soweit eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Zuschreibungen erfolgen falls der Grund für in der Vergangenheit vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr vorliegt.

Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu EUR 150,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet und um 1/5 gewinnmindernd aufgelöst.

Im Anlagevermögen sind unter anderem Wasser- und Energieanlagen ausgewiesen, über die ein Outsourcing-Vertrag mit der Rhein Papier GmbH, Mühldorf am Inn, für die Betriebsstätte in Plattling abgeschlossen wurde. In dem Outsourcing-Vertrag sind verschiedene Verträge enthalten: Kaufvertrag Wasseranlagen, Kaufvertrag Energieanlagen, Abwasservertrag, Brauchwasservertrag, Dampflieferungsvertrag, Stromlieferungsvertrag und Gaslieferungsvertrag. Zudem ist unter bestimmten Voraussetzungen eine Kaufs- bzw. Verkaufsoption vertraglich geregelt worden. Alle Verträge weisen eine unkündbare Grundmietzeit auf. Da die Rhein Papier GmbH als Leasingnehmer durch die Festlegung des Kaufpreises auf den Verkehrswert bei Ausübung der Kauf-/ Verkaufsoptionen nicht von eventuellen stillen Reserven profitiert, sind die beweglichen Leasinggegenstände vollständig der MD Papier GmbH zuzuordnen.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den niedrigeren Wiederbeschaffungs- oder Marktpreisen angesetzt. Die Bewertung von Betriebsmaterial und Ersatzteilen erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit werden durch entsprechende Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt.

Die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und angemessene Teile der Materialgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital wurden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Vom Wahlrecht herstellungsbezogene allgemeine Verwaltungskosten in die Bewertung einzubeziehen, wird kein Gebrauch gemacht. Auf eine verlustfreie Bewertung wurde geachtet.

Unentgeltlich erworbene CO 2-Emissionszertifikate werden gemäß IDW RS HFA 15 zum Erinnerungswert angesetzt. Am Jahresende befanden sich 1.225 entgeltlich erworbene Zertifikate (6,75 € pro Zertifikat) im Bestand.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit den Nominalwerten angesetzt. Kreditrisiken und andere erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die übrigen Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nominalwerten angesetzt. Dem Ausfallrisiko wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen.

Die fondsakzessorischen Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten werden in Höhe der korrespondierenden Wertpapiere angesetzt. Da die Voraussetzungen für saldierungspflichtiges Vermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt sind, werden die Verpflichtungen mit den Vermögenswerten saldiert, sodass es zu keinem Bilanzausweis kommt.

Die Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Ausgaben, die den folgenden Geschäftsjahren zuzurechnen sind, werden abgegrenzt und als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Passiva

Das Stammkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Berechnung erfolgt nach der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit Method) mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz zum 31.12.2017 der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 3,68% bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, einer erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,50% und unter Anwendung der "Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck 2005G". Die Rentendynamik wird mit 1,70% p.a. und eine unternehmensspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeit zwischen 0% und 5,10% angesetzt. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB beträgt T€ 1.404.

Für die Berechnung der Altersteilzeitverpflichtungen (versicherungsmathematische Gutachten) liegen ebenso die Richttafeln 2005 G, ein durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre und einer Restlaufzeit von drei Jahren von 1,44% sowie eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,50% zu Grunde.

Beim Ausweis der Rückstellung werden Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 563 (Vj. TEUR 495), welche zur Insolvenzsicherung für Altersteilzeit auf Depotsperrkonten angelegt sind, verrechnet. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betrugen TEUR 543 (Vj.TEUR 495).

Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände betrug TEUR 563 (Vj. TEUR463), der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden TEUR883 (Vj. TEUR1.142).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen) angesetzt. Naturgemäß treten bei der Bewertung der Rückstellungen Ermessensspielräume auf.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 HGB mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet, soweit deren Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt. Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden am Bilanzstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips zum historischen Kurs oder zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatz gilt in dem Zeitpunkt als realisiert, in dem die Gefahr des zufälligen Untergangs der veräußerten Ware auf den jeweiligen Kunden bzw. auf die ESCO übergegangen ist. Für die Umsätze aus Vermietung und Dienstleistung erfolgt die Realisierung mit Leistungserbringung bzw. Rechnungstellung.

3. Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen im Jahre 2017 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR6.312 (Vj. TEUR6.225), davon an den Gesellschafter mit TEUR 217 (Vj. TEUR 225), sowie ebenfalls an den Gesellschafter aus dem Cashpooling TEUR47.774 (Vj. TEUR51.002).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten vor allem Erstattungsansprüche aus diversen Steuern, ausstehende Forderungen, debitorische Kreditoren sowie Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung. Der Erstattungsanspruch aus der Körperschaftssteuer im Vorjahr in Höhe von TEUR0 (Vj. TEUR1) resultierte aus der Verschmelzung der Plattling Service GmbH.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten besteht im Wesentlichen aus vorausbezahlten Rechnungen zum Energie-Dienstleistungsvertrag.

Passiva

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital hat sich im Laufe des Geschäftsjahres nicht verändert.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert TEUR 1.703.

Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen betreffen unverändert vollständig andere Gewinnrücklagen.

Ergebnisabführung

Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2017 wird gemäß des Ergebnisabführungsvertrages mit der Myllykoski Corporation GmbH vollständig an diese abgeführt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Personalverpflichtungen, öffentlichen Verpflichtungen aus Rekultivierung und Abwasserabgabe, Drohverlustrückstellung aus Gas-Kontrakten, sonstige ausstehende Rechnungen und noch nicht erhaltene Energierechnungen.

Die Rückstellungen für Personalverpflichtungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen sowie aus Bonuszahlungen zusammen.

Die Mitarbeiter nehmen das Altersteilzeitmodell in Anspruch, nach dem in der ersten Hälfte des Altersteilzeitarbeitsverhältnisses die gesamte Arbeitsleistung erbracht wird und in der zweiten Hälfte die Freistellung erfolgt. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens für die zum Stichtag bereits in der Altersteilzeit befindlichen Mitarbeiter mit TEUR883 (Vj. TEUR1.142) gebildet. Für die Ermittlung wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt und die Abzinsung erfolgt mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,44%.

Beim Ausweis der Rückstellung werden Vermögensgegenstände TEUR 563 (Vj. TEUR495), welche zur Insolvenzsicherung für Altersteilzeit auf Depotsperrkonten angelegt sind, verrechnet.

Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände beträgt TEUR 563 (Vj. TEUR463) und der Erfüllungsbetrag der verrechneten SchuldenTEUR 883 (Vj. TEUR 1.142). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betrugen TEUR 563(Vj. TEUR 495).

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR7.462 (Vj. TEUR8.752) aus Lieferungen und Leistungen enthalten, davon bestehen TEUR 0 (Vj. TEUR 225) gegenüber dem Gesellschafter. Die Verbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter aus dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag beträgt TEUR 5.766 (Vj. TEUR 12.705).

davon mit folgenden Restlaufzeiten Gesamt
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
31.12.2017
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.374 0 15.374
  (17.818) (0) (17.818)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.228 0 13.228
  (21.457) (0) (21.457)
Sonstige Verbindlichkeiten 301 0 301
  (186) (0) (186)
  28.903 0 28.903
  (39.461) (0) (39.461)

(Vorjahresangaben in Klammern)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verträge mit Dritten mit unbedingter Zahlungsverpflichtung. Aus diesen Verträgen resultieren folgende finanzielle Verpflichtungen:

bis zu 1 Jahr
TEUR
2. Jahr
TEUR
3. Jahr
TEUR
4. Jahr
TEUR
ab 5. Jahr
TEUR
Leasing und Mieten 281 180 64 11 0
Instandhaltungsvertrag 7.169 7.384 7.606 7.834 0
Energieverträge - Fixkosten 16.381 16.381 16.381 16.381 69.621

Am Standort Plattling wurde im Jahre 2009 ein Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk durch einen externen Vertragspartner errichtet. Die Gesellschaft einerseits und die Rhein Papier GmbH, Betriebsstätte Plattling, andererseits, sind gleichberechtigte Partner und haben jeweils gleichlautende Verträge mit dem Energielieferanten abgeschlossen. Damit werden erhebliche Kostenvorteile gegenüber der bisherigen Situation realisiert.

Durch die langfristige Vertragsbindung, welche auch Fixkostenkomponenten beinhaltet, kommt es neben den nun sehr vorteilhaften verbrauchsabhängigen Kosten auch zu oben dargestellten finanziellen Verpflichtungen. Die Energieverträge gewährleisten jedoch insgesamt eine wirtschaftliche Energieversorgung. Für den Fall, dass die Rhein Papier GmbH ihren Energievertrag mit dem Energielieferanten beendet oder in Insolvenz gehen sollte, ist die Gesellschaft laut dem Vertrag mit dem Energielieferanten verpflichtet, ab diesem Zeitpunkt jährlich zusätzlich einen feststehenden Betrag von TEUR 3.660 ab 2011 bis zum Vertragsende 2025 zu zahlen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde mit der Metso Mill Service Plattling GmbH, Plattling, ein Instandhaltungsvertrag über die Instandhaltung der Produktionsanlagen, zunächst über fünf Jahre vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2021, geschlossen.

In diesem Vertrag verpflichtet sich die MD Papier GmbH, das festgelegte Fixum für mindestens zwölf Monate bei vorzeitiger Vertragskündigung zu übernehmen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Umsatzerlöse

Bei den produzierten Papieren handelte es sich im Wesentlichen um gestrichene Magazinpapiere.

Nach geographischen Gesichtspunkten gliedern sich die Umsatzerlöse aus Papierverkauf wie folgt:

2017 2016
TEUR % TEUR %
Bundesrepublik Deutschland 121.390 58,86 133.131 63,42
Übrige EU 75.974 36,84 66.128 31,50
Übriges Ausland 8.858 4,30 10.663 5,08
  206.222 100,00 209.922 100,00

Die Umsatzverteilung im Berichtsjahr ist wie im Vorjahr aus der Fakturierung der UPM Sales Oy an die Endverbraucher abgeleitet.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten vor allem Erträge aus Kostenumlagen innerhalb der UPM-Kymmene-Gruppe sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR18; Vj. TEUR1.255). Kursgewinne sind in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 2) enthalten.

Abschreibungen

Zur Aufgliederung der Abschreibungen verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Instandhaltungen, betriebliche Dienstleistungen, Verwaltungsaufwendungen und sonstige Vertriebsaufwendungen. Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen umfassen im Wesentlichen mit TEUR 813 (Vj. TEUR 865) die Zinsanteile aus der Veränderung der Pensions-, Altersteilzeit-, Jubiläums- und Sterbegeldrückstellungen, Zinsaufwendungen aus dem bei der Myllykoski Corporation GmbH geführten Cashpool-Konto in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 93), sowie Zinsaufwendungen aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens.

Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Mit der Myllykoski Corporation als herrschende Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2017 wird entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag an die Myllykoski Corporation GmbH abgeführt.

Ausschüttungssperre

Aus dem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB ergibt sich kein Unterschiedsbetrag zwischen beizulegendem Wert und Anschaffungskosten. Eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB besteht somit nicht.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In 2004 wurde mit der Mutter Myllykoski Corporation GmbH, Ettringen, ein Ergebnisabführungsvertrag und eine steuerliche Organschaft begründet. Es wird kein Ertragsteueraufwand ausgewiesen, da dieser beim Organträger anfällt. Latente Steuern werden ebenfalls bei der Organträgerin gebildet. Steuerumlagen werden nicht vorgenommen.

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern enthalten im Wesentlichen Grundsteuern.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

2017
Anzahl
2016
Anzahl
Gewerbliche Arbeitnehmer 353 360
Angestellte 108 102
  461 462
Auszubildende 22 18
  483 480

Angaben zum Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Das Stammkapital der MD Papier GmbH, München, wird zu 100 % durch die Myllykoski Corporation GmbH, Ettringen, gehalten.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht der UPM-Kymmene Oyj, Helsinki, Finnland, zum 31. Dezember 2017 einbezogen, die den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wird im elektronischen Bundesanzeiger in deutscher Sprache bekannt gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17, dritter Teilsatz HGB verzichtet, da diese Angaben im Konzernanhang der UPM-Kymmene Oyj, Helsinki, Finnland, erfolgen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem 31.12.2017

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlusstichtag, die wesentliche Auswirkungen auf den vorliegenden Abschluss haben, liegen nicht vor.

Organe, Geschäftsführung

Der Geschäftsführer der MD Papier GmbH, Herr Winfried Schaur, Schongau, Diplomingenieur (FH), ist zuständig für alle Belange der Gesellschaft.

Die Geschäftsführung erhält von der Gesellschaft keine Bezüge.

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 6.245 (Vj. TEUR 7.543) zurückgestellt; die laufenden Leistungen an diesen Personenkreis betrugen TEUR572 (Vj. TEUR603).

 

München, den 26. April 2018

MD Papier GmbH

Die Geschäftsführung

Winfried Schaur

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2017
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.373.275,58 0,00 0,00 0,00 5.373.275,58
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 150.998.073,77 0,00 0,00 0,00 150.998.073,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 443.870.865,91 1.409.706,80 0,00 186.253,40 445.466.826,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.474.632,06 106.176,45 0,00 2.770,80 8.583.579,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 237.553,40 460.076,04 0,00 -189.024,20 508.605,24
  603.581.125,14 1.975.959,29 0,00 0,00 605.557.084,43
  608.954.400,72 1.975.959,29 0,00 0,00 610.930.360,01
Abschreibungen
01.01.2017
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.140.310,11 1.855,28 0,00 0,00 5.142.165,39
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 130.588.573,18 1.411.487,49 0,00 0,00 132.000.060,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 406.915.032,40 5.626.175,35 0,00 0,00 412.541.207,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.635.653,93 225.008,92 0,00 0,00 7.860.662,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  545.139.259,51 7.262.671,76 0,00 0,00 552.401.931,27
  550.279.569,62 7.264.527,04 0,00 0,00 557.544.096,66
Restbuchwerte
31.12.2017
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 231.110,19 232.965,47
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.998.013,10 20.409.500,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.925.618,36 36.955.833,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 722.916,46 838.978,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 508.605,24 237.553,40
  53.155.153,16 58.441.865,63
  53.386.263,35 58.674.831,10

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MD Papier GmbH, München

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MD Papier GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MD Papier GmbH Papierfabrik für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Wir haben die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, in allen wesentlichen Belangen erfüllt.

Wir haben unsere Prüfung nach § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend sowie im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" weitergehend beschrieben.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach§ 6b Abs. 3 EnWG sowie für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie zur Einhaltung die ser Pflichten als notwendig erachtet haben.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Pflichten zur Rech nungslegung nach§ 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt wurden sowie einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung umfasst die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach§ 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

München, den 26. April 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sylvia Eichler, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 der MD Papier GmbH wurde am 26. Juni 2018 festgestellt.

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