Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 7811
Vorher
Zenith Pensionsfonds AG
Eingetragen
17.3.2003
Branche
Pensionskassen und PensionsfondsMit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten a. n. g.Tätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
Gegenstand
Der unmittelbare Betrieb eines Pensionsfonds im Sinne des Versicherungsaufsichtsgesetzes und des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung. Das Unternehmen erbringt als rechtsfähige Versorgungseinrichtung im Wege des Kapitaldeckungsverfahrens nach zugrundeliegenden Pensionsplänen beitragsbezogen oder leistungsbezogen ausschließlich Altersvorsorgungsleistungen für Arbeitgeber zugunsten von Arbeitnehmern. Den Arbeitnehmern oder ihren Hinterbliebenen wird dabei ein eigener Rechtsanspruch gegen den Pensionsfonds auf eine lebenslange Altersrente eingeräumt. Neben Altersversorgungsleistungen können Pensionspläne auch Invaliditäts- oder Hinterbliebenenabsicherung beinhalten. Die Gesellschaft ist berechtigt, Versicherungs- und Bauspargeschäfte und den Erwerb von Investmentfondsanteilen zu vermitteln. Die Gesellschaft ist weiter berechtigt, die Bestände anderer Pensionsfonds-Unternehmen ganz oder teilweise zu übernehmen oder zu verwalten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thorsten Dr. Fischer
seit 4.11.2025
Vorstandsmitglied
Rudolf Dr. Fabeck
seit 15.2.2018
Prokura
Sakip Ziyal
seit 7.6.2006
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALTE LEIPZIGER Pensionsfonds AG

Oberursel (Taunus)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung laufend überwacht und beratend begleitet.

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2023 zu zwei Sitzungen zusammengetreten und hat sich sowohl in- als auch außerhalb der Sitzungen durch schriftliche und mündliche Berichte über den Gang und die Entwicklung der Geschäfte unterrichten lassen.

Arbeit des Aufsichtsrats

In seinen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Geschäftsentwicklung, der Geschäftsstrategie und der Unternehmensplanung befasst. Der Aufsichtsrat erörterte mit dem Vorstand eingehend die Entwicklung der wesentlichen Unternehmenskennzahlen.

Die Beratungen des Aufsichtsrats konzentrierten sich dabei auf die aktuelle Wettbewerbssituation im Pensionsfondsmarkt, die damit verbundene strategische Ausrichtung der Gesellschaft sowie die Kapitalanlagestrategie, die angesichts des Zinsanstiegs gemeinsam mit dem Vorstand erörtert wurde.

Neben den Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten befasste sich der Aufsichtsrat sowohl in als auch außerhalb der Sitzungen insbesondere mit den aktuellen gesetzlichen und regulatorischen Entwicklungen.

Zum Thema Nachhaltigkeit ließ sich der Aufsichtsrat die vom Vorstand in der Nachhaltigkeitsstrategie definierten Ziele vorstellen und erläutern. Im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie der ALH Gruppe sind auch für die Alte Leipziger Pensionsfonds AG die Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte sowie klimaschonendes Handeln wesentliche unternehmerische Vorgaben. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde - wie auch für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 - ein Nachhaltigkeitsziel in der Vorstandsvergütung verankert.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend sowie den gesetzlichen Vorgaben entsprechend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie über die Wahrung der Compliance informiert hat.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand mit dem Vorstand in ständiger enger Verbindung. Er ließ sich regelmäßig über bedeutsame Fragen und Maßnahmen der Geschäftspolitik informieren. Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden über die Ergebnisse laufend unterrichtet.

Das vom Aufsichtsrat beauftragte Mitglied, Herr Martin Rohm, berichtete dem Aufsichtsrat in der Bilanzsitzung am 12. März 2024 über seine vorbereitende Tätigkeit und Prüfungen hinsichtlich der Aufgaben des Aufsichtsrats nach § 107 Absatz 3 Satz 2 AktG.

Der Verantwortliche Aktuar hat die versicherungsmathematische Bestätigung erteilt und dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts in der Bilanzsitzung berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Erläuterungsbericht und die Ausführungen hierzu zustimmend zur Kenntnis genommen.

Jahresabschluss 2023

Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie den Lagebericht des Vorstands unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Abschlussprüfer hat in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer angeschlossen und hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung Einwendungen nicht zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG sowie den hierzu vom Abschlussprüfer gemäß § 313 AktG erstatteten Prüfungsbericht vorgelegt. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers lautet wie folgt:

 

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Aufsichtsrat hat den Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und hat sich dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

 

Oberursel (Taunus), den 12. März 2024

Alte Leipziger Pensionsfonds AG

Der Aufsichtsrat

Bohn, Vorsitzender

Dr. Bierbaum Rohm, stv. Vorsitzender

Bericht des Vorstands

Lagebericht

Gesamtwirtschaftlicher Rahmen 1

Die deutsche Volkswirtschaft ist im Jahr 2023 aufgrund eines krisengeprägten Umfelds und den damit verbundenen Herausforderungen um 0,3 % preisbereinigt zurück-gegangen.

Der private Konsum - als wichtigste Größe des Bruttoinlandsprodukts - ging real um 0,8 % zurück. Insbesondere bei langlebigen Konsumgütern war ein deutlicher Nachfragerückgang zu verzeichnen. Die staatlichen Konsumausgaben gingen mit dem Auslaufen vieler Coronahilfsmaß-nahmen ebenfalls zum ersten Mal seit 20 Jahren real um 1,7 % zurück. Die Bauinvestitionen mussten aufgrund des höheren Zinsniveaus einen Rückgang um 2,1 % verkraften, insbesondere der Wohnungsmarkt bremste hier. Die Ausrüstungsinvestitionen stiegen dagegen real um 3,0 % an. Die Exportindustrie verzeichnete einen realen Rückgang von 1,8 %, während die Importe real um 3,0 % fielen, so dass trotz des insgesamt schwächeren Außenhandels eine positive Veränderung des Außenbeitrags erreicht worden ist.

Das deutsche Staatsdefizit ging nach vorläufigen Berechnungen durch das Auslaufen vieler staatlicher Hilfsmaßnahmen von 96,9 Mrd. € im Jahr 2022 auf 82,7 Mrd. € im Jahr 2023 zurück. Die Defizitquote lag bei 2,0 % und damit unter den Defizitkriterien der EU von 3,0 % des BIP. Die durchschnittliche Inflationsrate im Jahr 2023 lag bei 5,9 %, was insbesondere den relativ hohen Nahrungsmittelpreisen geschuldet war. 2

Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich im Berichtsjahr 2023 um 0,7 % auf 45,9 Millionen Beschäftigte und erreichte einen neuen Allzeit-Höchststand. Der Beschäftigungsaufbau fand nahezu ausschließlich im Dienstleistungs-bereich statt.

Kapitalmärkte

Die Aktienmärkte entwickelten sich im Jahre 2023 trotz diverser Krisen und Kriege positiv. Der DAX-Performance Index stieg vom Jahresanfang mit 13.992 Punkten auf 16.752 Punkte am Jahresende. Der Dax verzeichnete ein prozentuales Plus von 19,7 %. 3 Auch der EuroStoxx 50 entwickelte sich positiv, er startete in das Jahr 2023 mit 3.803 Punkten und beendete das Jahr mit 4.522 Punkten. Dies stellte ein Plus von 18,9 % beim Euro Stoxx 50 dar. 4

Die durchschnittliche Umlaufsrendite von Anleihen der öffentlichen Hand fiel von 2,57 % zu Jahresbeginn auf 2,14 % zum Jahresende. Der Grund lag in der Erwartung der Rentenmärkte auf vermehrte Zinssenkungen der Notenbanken im Jahr 2024. Der Zinsrückgang innerhalb eines Jahres betrug knapp 43 Basispunkte. 5

Entwicklung des Pensionsfondsmarktes

Im sehr volatilen Pensionsfondsmarkt ging der gesamte Neuzugangsbeitrag gemäß vorläufigen Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) um 58,9% auf 849 Mio. € zurück. Die gebuchten Bruttobeiträge haben sich damit um 53,4% auf 1.039 Mio. € reduziert.

Unsere Geschäftsergebnisse im Überblick

Die gebuchten Beiträge sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das Kapitalanlageergebnis der Eigenmittel - ohne Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sowie ohne in Rückdeckung gegebene Versicherungen - ist gesunken.

Die Zahlungen für Versorgungsfälle sind gestiegen.

Die Aufwendungen für den Pensionsfondsbetrieb haben sich trotz Reduzierung der Abschlussprovisionen erhöht.

Das pensionsfondstechnische Ergebnis ist wie im Vorjahr positiv.

Die sonstigen Erträge haben sich im Gegensatz zu den sonstigen Aufwendungen erhöht. Das negative nichtpensionsfondstechnische Ergebnis hat sich verbessert.

1 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024.
2 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 003 vom 4. Januar 2024.
3 Börse Frankfurt: Kurshistorie DAX.
4 Börse Frankfurt: Kurshistorie EuroStoxx 50.
5 Deutsche Bundesbank: Kapitalmarktstatistik [Tägliche Umlaufrenditen festverzinslicher Schuldverschreibungen inländischer Emittenten nach Wertpapieren].

Beim Vergleich der Geschäftsergebnisse 2023 mit der Prognose im Ausblick unseres letztjährigen Geschäftsberichts ist festzustellen, dass die Beitragsentwicklung unsere Erwartungen erfüllt hat. Das Kapitalanlageergebnis der Eigenmittel - ohne Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sowie ohne in Rückdeckung gegebenen Versicherungen - lag unter der Planung. Das Jahresergebnis hat unsere Erwartungen erfüllt.

Einzelheiten zur Liquiditätslage entnehmen Sie bitte der Kapitalflussrechnung im Anhang. Der laufende Liquidi-tätsbedarf ist aus dem Versicherungsgeschäft heraus gewährleistet; die liquiden Mittel der Gesellschaft zum 31.12.2023 betrugen 1,2 Mio. €.

Betriebene Versicherungsarten

Gegenstand des Unternehmens ist der unmittelbare Betrieb eines Pensionsfonds im Sinne des Versicherungsaufsichtsgesetzes und des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung. Damit unterstützt die Alte Leipziger Pensionsfonds AG die Fokussierung ihres Mutterunternehmens, der Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit, auf die betriebliche Altersversorgung.

Das Geschäftsgebiet des Unternehmens, dessen Sitz sich in Oberursel (Taunus) befindet, erstreckt sich auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.

Die Alte Leipziger Pensionsfonds AG ist eine rechtsfähige Versorgungseinrichtung, die Arbeitnehmern einen direkten Rechtsanspruch auf Versorgungsleistungen aus der betrieblichen Altersversorgung gewährt. Hierfür wird zwischen der Alte Leipziger Pensionsfonds AG und dem Arbeitgeber ein individuell gestaltbarer Vertrag geschlossen. Infolgedessen können die bestehenden Versorgungsleistungen vom Arbeitgeber auf den Pensionsfonds - als selbständigen Rechtsträger - ausgelagert werden.

Die Alte Leipziger Pensionsfonds AG bietet leistungsbezogene Pensionspläne ohne versicherungsförmige Garantie an.

Neugeschäft

Im Jahr 2023 wurde Neugeschäft gegen Einmalbeitrag in Höhe von 32.525 Tsd. € (28.493 Tsd. €) 6 abgeschlossen.

Beitragseinnahmen, Versicherungsleistungen und Aufwendungen für den Pensionsfondsbetrieb

Die gebuchten Beiträge haben sich von 30.286 Tsd. € auf 33.054 Tsd. € erhöht. Dies entspricht einem Beitragswachstum von 9,1 %.

Die Zahlungen für Versorgungsfälle haben sich um 7,0 % auf 3.917 Tsd. € erhöht. Dadurch stiegen die Zahlungen für Renten um 29,8 % von 2.329 Tsd. € auf 3.023 Tsd. €, während sich die Rückkäufe um 35,2 % von 1.280 Tsd. € auf 829 Tsd. € reduzierten.

Die Aufwendungen für den Pensionsfondsbetrieb in Höhe von 1.573 Tsd. € (1.538 Tsd. €) setzten sich aus Abschlussaufwendungen von 1.323 Tsd. € (1.337 Tsd. €) und Verwaltungsaufwendungen von 250 Tsd. € (200 Tsd. €) zusammen. Der überwiegende Teil der Abschlussaufwendungen entfällt mit 1.205 Tsd. € nach 1.226 Tsd. € im Vorjahr auf die Abschlussprovisionen. Die Abschlusskostenquote - gemessen als Quotient der gesamten Abschlusskosten und der Beitragssumme des Neugeschäfts - betrug im Geschäftsjahr 4,1 % (4,7 %). Die Verwaltungskostenquote erhöht sich auf 0,8 % nach 0,7 % im Vorjahr.

Kapitalanlagen

Die Kapitalanlagen - ohne Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern - reduzierten sich um 1,0 % von 26.476 Tsd. € im Vorjahr auf 26.207 Tsd. €. Sie setzten sich zusammen aus 5.489 Tsd. € Namensschuldverschreibungen und 20.718 Tsd. € aus Verträgen bei Lebensversicherungsunternehmen.

6 Vorjahreswerte in Klammern.

Das Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern stieg um 38,3 % von 102.592 Tsd. € im Vorjahr auf 141.931 Tsd. €.

Kapitalanlageergebnis

Den Erträgen aus Kapitalanlagen - ohne Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern - in Höhe von 430 Tsd. € (408 Tsd. €) standen Aufwendungen von 71 Tsd. € (44 Tsd. €) gegenüber. Daraus resultierte ein Nettoergebnis in Höhe von 359 Tsd. € (364 Tsd. €). Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen betrug 1,36% (1,38%).

In den Kapitalanlagen sind Netto-Bewertungsreserven in Höhe von -823 Tsd. € (-1.089 Tsd. €) enthalten. Die Gegenüberstellung der Bilanz- und der Zeitwerte ist im Anhang des Geschäftsberichts unter den Erläuterungen zur Bilanz zu finden. Es wurden keine Wertpapiere nach § 341b Abs. 2 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet.

Das Kapitalanlageergebnis für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern beträgt 9.695 Tsd. €

(-10.562 Tsd. €). Dieses resultiert zum einen aus laufenden Erträgen von 1.106 Tsd. € (917 Tsd. €) und Gewinnen aus Abgang von 523 Tsd. € (44 Tsd. €), zum anderen aus Verlusten aus Abgang von 301 Tsd. € (1.571 Tsd. €). Hinzu kommen Aufwendungen für die Verwaltung der Kapitalanlagen von 128 Tsd. € (140 Tsd. €) und der Saldo aus nicht realisierten Kursgewinnen und -verlusten von 8.494 Tsd. € (-9.811 Tsd. €).

Die Entwicklung der Liquidität im Geschäftsjahr 2023 ist aus der im Anhang dargestellten Kapitalflussrechnung ersichtlich.

Pensionsfondstechnisches Ergebnis

Die pensionsfondstechnischen Erträge stiegen um 11.668 Tsd. € auf 43.860 Tsd. €, die Aufwendungen um 11.509 Tsd. € auf 43.214 Tsd. €. Das pensionsfondstechnische Ergebnis hat sich von 487 Tsd. € im Vorjahr auf 646 Tsd. € verbessert.

Nichtpensionsfondstechnisches Ergebnis

Das Ergebnis der nichtpensionsfondstechnischen Rechnung beträgt -111 Tsd. € nach -132 Tsd. € im Vorjahr.

Die Erträge resultieren im Wesentlichen aus Zinserträgen, die Aufwendungen, insbesondere für das Unternehmen als Ganzes, aus der Kostenverteilung auf Funktionsbereiche, im Wesentlichen auf die Erstellung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses.

Ergebnis des Geschäftsjahres

Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem Jahresüberschuss von 373,7 Tsd. € nach 248,3 Tsd. € im Vorjahr. Zusammen mit dem Gewinnvortrag von 81,1 Tsd. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 454,9 Tsd. €

Erklärung über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem dieser Rechtsgeschäfte von dem herrschenden Unternehmen oder den mit diesem verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der vorerwähnten Unternehmen, die die Gesellschaft benachteiligt haben, hat die Alte - Leipziger Pensionsfonds AG im Berichtsjahr nicht getroffen oder unterlassen.

Hinweis auf den Nachhaltigkeitsbericht

Die Alte Leipziger Lebensversicherung erstellt einen für das Mutterunternehmen und den Alte Leipziger Konzern zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht gemäß §§ 341a i. V. m. 289b und 341j i. V. m. 315b HGB unter Verwendung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex als Rahmenwerk. Der Bericht wird vom Aufsichtsrat der Alte Leipziger Lebensversicherung geprüft und im Auftrag des Aufsichtsrats der Alte Leipziger Lebensversicherung von der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungs-gesellschaft, in Übereinstimmung mit dem International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information" zum Zwecke der Erlangung einer begrenzten Prüfungssicherheit (Limited Assurance Engagement) bezüglich der gemäß §§ 341a Abs.1a i. V. m. 289b bis 289e und 341j Abs. 4 i. V. m. 315b, 315c HGB gesetzlich geforderten Angaben geprüft. Der Bericht wird auf der Unternehmensseite veröffentlicht unter www.alteleipziger.de/nachhaltigkeitsbericht_al_leben_2023.pdf.

Angaben zur Offenlegungs- und Taxonomieverordnung

Die Alte Leipziger Pensionsfonds AG berücksichtigt nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen im Rahmen ihrer Investitionsentscheidungen, wobei sie sich auf den Klimawandel als eine der wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen fokussiert. Ferner werden Arbeitnehmerbelange berücksichtigt. Eine Ausnahme hierzu bilden die Sicherungsvermögen der Alte Leipziger Pensionsfonds AG, in denen die Kunden auf eigenes Risiko Investitionsentscheidungen treffen und entsprechend eigener Risikopräferenzen gemäß Pensionspläne Portfolios und/oder Investmentfonds wählen, die von dem unten aufgeführten Investmentprozess abweichen oder abweichen können.

Innerhalb des Investitionsprozesses erfolgt eine Beurteilung von nachteiligen Auswirkungen für Nachhaltigkeitsfaktoren innerhalb der einzelnen Assetklassen. Neben den Maßnahmen zur Beurteilung setzt die Alte Leipziger Pensionsfonds AG auch Maßnahmen ein, die nachteilige Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsfaktoren reduzieren können. Die verwendeten Maßnahmen gehen auf die vom Konzernvorstand beschlossene Nachhaltigkeitsstrategie für die Kapitalanlage zurück. Bei diesem Vorgehen legt die Alte Leipziger Pensionsfonds AG den Fokus auf den Klimawandel als Teilbereich der Umweltbelange sowie auf Arbeitnehmerbelange, welche sie aufgrund der gesellschaftlichen und politischen Relevanz und der Allokation des Kapitalanlageportfolios als die wichtigsten negativen Nachhaltigkeitsauswirkungen einstuft. Eine Quantifizierung von nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen erfolgt gegenwärtig nicht.

Im Bereich aktiv gemanagter Investmentfonds der Alte Leipziger Trust Investment-Gesellschaft mbH nutzt die Alte Leipziger Pensionsfonds AG als Investor über die Alte Leipziger Investment Trust mbH ihren Einfluss, um Unternehmen vor dem Hintergrund der jeweils relevanten Klima- und Nachhaltigkeitsfaktoren zur Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle zu motivieren. Dadurch können diese die mit der notwendigen Transformation der Wirtschaft verbundenen Risiken reduzieren und in diesem Kontext entstehende Chancen realisieren. Um sowohl im direkten Dialog mit den Unternehmen als auch auf den Hauptversammlungen der Unternehmen Defizite und Verbesserungsmöglichkeiten im Umgang mit den klima- und nachhaltigkeitsbezogenen Herausforderungen aktiv anzusprechen, wurde ein externer Dienstleister beauftragt. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt dabei auf den physischen und transitorischen Risiken des Klimawandels.

Weitere Informationen gem. Artikel 4 OffVO finden Sie in den aktuellen Offenlegungen auf unserer Webseite unter:

https://www.alte-leipziger.de/verffentlichung-nach-artikel- 4-off-vo-al-pf-v31-2024-02-14.pdf

Die diesem Finanzprodukt zugrunde liegenden Investitionen berücksichtigen nicht die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten.

Risikoberichterstattung

Ziele des Risikomanagements

Unser Ziel ist es, mit dem eingerichteten Risikomanagementsystem risikorelevante Ursachen frühzeitig zu erkennen und durch entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen den Risikoeintritt zu verhindern oder die Risiken zu minimieren.

Dadurch sollen einerseits existenzbedrohende Risiken ausgeschlossen und andererseits das Chancen-/Risikoprofil des Unternehmens verbessert werden. Dabei stehen die Erreichbarkeit der Unternehmensziele sowie die mittelfristige Unternehmensplanung im Mittelpunkt.

Risikomanagementsystem

Bei dem Alte Leipziger Pensionsfonds, dessen Risikomanagement in enger Zusammenarbeit mit dem Mutterunternehmen Alte Leipziger Lebensversicherung durchgeführt wird, hat das Risikomanagement einen hohen Stellenwert. Den steigenden gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen entsprechen wir mit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und Optimierung des Risikomanagementsystems.

Das Risikomanagementsystem umfasst Strategien, Prozesse und interne Kommunikationsabläufe, die erforderlich sind, um Risiken, denen unser Unternehmen tatsächlich oder möglicherweise ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu bewerten, zu steuern, zu überwachen sowie aussagefähig über diese Risiken zu berichten. Die Betrachtung der Risiken in diesem Bericht erfolgt HGB-basiert und bezogen auf ein Jahr. Das Risikomanagementsystem umfasst unter anderem die Risikostrategie, das Limitsystem, den Risikokontrollprozess sowie Risikoberichterstattung. Es deckt sämtliche für das Unternehmen relevante Risiken ab und sorgt auch für eine frühzeitige Erkennung von Risiken.

Die Elemente des Risikomanagementsystems werden regelmäßig von der internen Revision auf Angemessenheit und Wirksamkeit geprüft. Die Ergebnisse der internen Prüfungen zeigen, dass gegenwärtig das Risikomanagementsystem und das Risikofrüherkennungssystem insgesamt angemessen ausgestaltet und wirksam ist. Zusätzlich zur internen Überprüfung wird das Risikofrüherkennungssystem im Rahmen der HGB-Abschlussprüfung regelmäßig einer Prüfung durch Wirtschaftsprüfer unterzogen.

Unsere Risikostrategie

Die Erfüllung langfristiger Leistungsversprechen gegenüber unseren Kunden, nachhaltige Finanzstärke zur Existenzsicherung sowie Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit sind die wesentlichen Eckpunkte unserer strategischen Ausrichtung.

Die daraus abgeleiteten risikostrategischen Ziele beinhalten unter anderem die Ziele zur Kapitalausstattung und die Grundsätze zum Umgang mit den aus unserer Geschäftstätigkeit abgeleiteten Risiken. Der Umfang der Risikoübernahme wird durch die vorhandene Risikotragfähigkeit und das daraus abgeleitete Limitsystem bestimmt. Dabei begrenzen wir das Ruinrisiko, so dass bei Risiko-Eintritt keine existenziellen Auswirkungen auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen. Maßgeblich für die Risikosteuerung des Alte Leipziger Pensionsfonds ist weiterhin die Solvabilität I. Die Einhaltung der risikostrategischen Ziele wird mindestens halbjährlich im Rahmen des Risikomanagement- Prozesses überprüft.

Risikomanagement-Organisation

Unser Risikomanagement basiert auf Grundsätzen und Verfahren, die einheitlich für alle Gesellschaften der ALH Gruppe gelten.

Die Aufbau- und Ablauforganisation des Unternehmens stellt eine Funktionstrennung zwischen Risikoverantwortung und Risikokontrolle sicher.

Für die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems sowie die Steuerung des Risikomanagement-Prozesses ist die Risikomanagementfunktion zuständig. Ihr obliegt die Koordination der dezentralen Identifikation, Bewertung und Steuerung bestehender und potenzieller Risiken auf Einzelbasis. Sie überwacht das Risikoprofil des Unternehmens und berichtet darüber an den Vorstand. Des Weiteren übernimmt die Risikomanagementfunktion die Koordination des Prozesses zur Eigenen Risikobeurteilung (ERB). Die Risikomanagementfunktion ist im zentralen Risikomanagement angesiedelt und wird durch die zwei weiteren Schlüsselfunktionen Revision und Versicherungsmathematische Funktion unterstützt.

Risikomanagement-Prozess

Die Betrachtung der Risiken in diesem Bericht erfolgt HGB basiert und bezogen auf ein Jahr. Die im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigten Risiken werden im Folgenden dargestellt.

Die Risikoidentifikation erfolgt dezentral im Rahmen der vierteljährlichen Risikoerhebung. Darüber hinaus werden zur Risikoidentifikation weitere Instrumente wie Internes Kontrollsystem, Neue-Produkte-Prozess und Schadenfalldatenbank sowie zahlreiche dezentral implementierte Prozesse, zum Beispiel Compliance-Risikokontrollprozesse oder Informationsrisikomanagementprozesse herangezogen.

Die Risikoanalyse und -bewertung erfolgt aufgrund von Berechnungen bzw. Expertenschätzungen der Fachbereiche.

Zur Risikosteuerung werden durch die Fachbereiche Maßnahmen entwickelt, die geeignet sind, Risiken zu begrenzen bzw. zu vermeiden, um die Ziele unserer Risikostrategie zu erreichen.

Die Risikoüberwachung sowie die Überwachung der Risikobegrenzungsmaßnahmen erfolgt durch das zentrale Risikomanagement. Unter dessen Koordination wird im Risikokomitee die Bewertung der Risiken plausibilisiert und qualitätsgesichert.

Die interne Risikoberichterstattung gibt einen umfassenden Überblick über die Gesamtrisikosituation der Gesellschaft und die Auswirkungen der Einzelrisiken. Die Berichte werden halbjährlich - zum ersten und dritten Quartal eines Jahres - erstellt und sollen die Geschäftsleitung bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

Zusätzlich zum internen Risikobericht wird im vorgegebenen Turnus der ERB-Bericht für die Aufsicht erstellt.

1. Risiken der Kapitalanlage

Das Management der Kapitalanlagen erfolgt im Spannungsfeld aus Sicherheit, Rentabilität und Liquidität. Für den Alte Leipziger Pensionsfonds steht der Sicherheitsaspekt im Vordergrund, da die Sicherheit der Kapitalanlagen die Qualität des Versicherungsschutzes bestimmt. Aus diesem Grund kommt dem Risikomanagement von Kapitalanlagen eine besondere Bedeutung zu. Unser Ziel ist es, mit hoher Sicherheit die erforderlichen Erträge zu erreichen.

Der Pensionsfonds verwaltet für die Vorsorgeverträge zwei Arten von Kapitalanlagen, die abhängig sind von der Vertragsvariante: Ein Teil der Kapitalanlagen dient der Erzielung einer versicherungsförmigen Garantie. Demgemäß steht die Stabilität der Kapitalanlageergebnisse im Vordergrund. Die versicherungsförmige Garantie wurde im Rahmen vertraglicher Vereinbarungen überwiegend an die Alte Leipziger Lebensversicherung in Rückdeckung gegeben, die somit auch die Risiken der Kapitalanlage trägt. Für bei anderen Lebensversicherungsunternehmen in Rückdeckung gegebene Vorsorgeverträge übernimmt der Pensionsfonds lediglich in der Rentenbezugszeit eine versicherungsförmige Garantie für die Altersrentenleistungen.

Ein anderer Teil der Kapitalanlagen erfolgt in den einzelnen nicht-garantieförmigen Sicherungsvermögen für Rechnung und Risiko der Arbeitnehmer und Arbeitgeber nach deren Auswahl. Die resultierenden Risiken werden über Vorgaben bezüglich des Anlageuniversums, einen strikten Investmentprozess und über ein Wertsicherungskonzept gesteuert. Das Management der Kapitalanlagen im nicht-garantieförmigen Sicherungsvermögen B ist über ein Wertsicherungskonzept auf die Alte Leipziger Lebensversicherung übertragen worden. Die Anlage der Eigenmittel erfolgt auf Basis eines Dienstleistungsvertrages mit der Alte Leipziger Lebensversicherung, die auch das Risikocontrolling der Kapitalanlagen übernommen hat.

Um die Chancen an den Kapitalmärkten unter Berücksichtigung der spezifischen Risiken nutzen zu können, orientiert sich die Gesellschaft in ihrer Kapitalanlagepolitik an folgenden Prinzipien:

Unsere Anforderungen an die Sicherheit der Kapitalanlagen spiegeln sich beispielsweise in der Bonität der jeweiligen Emittenten und Kontrahenten wider. Dazu gehört aber auch eine gezielte Diversifikation zur Vermeidung von Konzentrationsrisiken.

Wir tätigen nur Anlagen, die unseren Rentabilitätsanforderungen gerecht werden.

Wichtig ist uns zudem die Liquidität der Kapitalanlagen, um unsere Verpflichtungen aus dem Pensionsfondsgeschäft jederzeit erfüllen zu können.

Die Kapitalanlagestrategie unseres Unternehmens richtet sich an den Erfordernissen der Pensionspläne und Garantiezusagen aus. Es werden sowohl die Vorgaben aus der Versicherungstechnik als auch die jeweiligen aufsichtsrechtlichen Vorschriften sowie bilanzielle und steuerliche Anforderungen berücksichtigt.

Das Asset-Management-Center der Alte Leipziger Lebensversicherung ist mit dem Kapitalanlagemanagement der gesamten ALH Gruppe nach einheitlichen Kriterien beauftragt. Das Mandat wird anhand verschiedener Ertrags- und Risikokennzahlen laufend überwacht. Damit soll das Erreichen der handelsrechtlichen Ertragsziele der einzelnen Gesellschaften sichergestellt und bei Abweichungen gegengesteuert werden.

Portfoliomanagement, Handelsabwicklung und Risikocontrolling sind dabei funktional klar voneinander getrennt.

1.1. Marktrisiko

Hierunter werden potenzielle Verluste aufgrund von nachteiligen Veränderungen der Marktpreise oder preisbeeinflussender Faktoren verstanden. Das Marktrisiko umfasst dabei Zinsänderungsrisiken, Kreditspreadrisiken sowie Währungsrisiken.

Mit Stresstests sowie Sensitivitäts- und Durationsanalysen simulieren wir Marktschwankungen, um die Auswirkungen auf unser Kapitalanlageportfolio quantifizieren und gegebenenfalls reagieren zu können. Die im Folgenden aufgeführten Sensitivitätsanalysen für Marktpreisrisiken dienen dazu, potenzielle Wertveränderungen im Kapitalanlagenbestand mithilfe hypothetischer Marktszenarien zu schätzen. Basis der Betrachtung sind die Bestände unseres Unternehmens zum 31. Dezember 2023, ohne die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern und ohne die Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen.

Zinsänderungsrisiko

Für die festverzinslichen Kapitalanlagen ist vor allem das Zinsänderungsrisiko bedeutsam. Ein Rückgang kann dazu führen, dass durch die geringere Verzinsung der Neuanlage (Wiederanlagerisiko) entsprechende Kapitalanlageerträge im Ergebnis fehlen und dadurch der Jahresüberschuss geringer ausfallen kann. Ein Zinsanstieg hat hingegen sinkende Zeitwerte und damit einhergehend einen Rückgang der Bewertungsreserven oder den Aufbau stiller Lasten zur Folge.

Zum 31. Dezember 2023 betrug der Zeitwert der verzinslichen Wertpapiere 4,67 Mio. €. Die dargestellten Szenarien simulieren Parallelverschiebungen der Zinsstrukturkurve um +1 Prozentpunkt bzw. +2 Prozentpunkte. Die in der Tabelle aufgeführten Werte lassen sich lediglich als grober Hinweis für eventuelle Wertverluste in der Zukunft heranziehen, da gegensteuernde Maßnahmen hier nicht berücksichtigt wurden.

Zinsveränderung Zeitwerte zinssensitiver Kapitalanlagen 1
Rückgang um 2 Prozentpunkte 5,39 Mio. €
Rückgang um 1 Prozentpunkt 5,01 Mio. €
IST zum 31.12.2023 4,67 Mio. €
Anstieg um 1 Prozentpunkt 4,36 Mio. €
Anstieg um 2 Prozentpunkte 4,07 Mio. €

1 Inhaber- und Namensschuldverschreibungen, Schuldscheindarlehen etc.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Vorkäufe oder Vorverkäufe auf bzw. von Rentenpapieren.

Kreditspreadrisiken leiten sich aus veränderten Erwartungen gegenüber der Bonität von Emittenten festverzinslicher Kapitalanlagen ab. Entsprechend sinken die Preise von Rentenanlagen bei möglichen Bonitätsverschlechterungen und bei Ausweitung von Kreditspreads. Unsere Rentendirektanlage besteht ausschließlich aus Emittenten der höchsten Bonitätsstufen. Kreditspreadrisiken gegenüber einzelnen Emittenten werden durch Streuung der Adressen auf Portfolioebene begrenzt. Das Kreditspreadrisiko der Rentendirektanlage wird zusätzlich durch aktive Steuerung und regelmäßige Bonitätskontrolle eingeschränkt.

Währungsrisiken werden nicht eingegangen, da wir den Grundsatz einer kongruenten Währungsbedeckung befolgen.

1.2. Konzentrationsrisiko

Das Konzentrationsrisiko bezeichnet das Risiko, das sich dadurch ergibt, dass das Unternehmen einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingeht, die ein bedeutendes Schaden- oder Ausfallpotenzial haben.

Unsere Kapitalanlagen sind nach Adressen gestreut. Das Konzernlimitsystem für Bonitäts- und Konzentrationsrisiken, mit dem wir die Ausfallrisiken gegenüber einzelnen Emittenten begrenzen, berücksichtigt das individuelle Rating des Emittenten, seine Eigenkapitalausstattung als Haftungsgrundlage, die Qualität der Besicherung sowie unsere intern definierte Risikobereitschaft.

Es wurde überwiegend in Pfandbriefe investiert. Daher sehen wir zum derzeitigen Zeitpunkt keine wesentlichen Konzentrationsrisiken in unseren Kapitalanlagen.

1.3. Liquiditätsrisiko

Bereits bei der Konzeption der Anlagestrategie wird das Liquiditätsrisiko dadurch berücksichtigt, dass eine Abstimmung von künftigen Zins- und Tilgungszahlungen mit den erwarteten versicherungstechnischen Cashflows aus Beitragseinnahmen und Versicherungsleistungen erfolgt.

Eine Liquiditätsplanung stellt sicher, dass wir in der Lage sind, die erforderlichen Auszahlungen jederzeit zu leisten. Sollten unerwartet hohe Liquiditätserfordernisse auftreten, werden diese durch Inanspruchnahme der Rückdeckungsversicherung abgedeckt oder sie können durch die Veräußerung von marktgängigen Wertpapieren aufgefangen werden. Aufgrund der Qualität unserer Rentenanlagen ist ein großer Teil jederzeit veräußerbar. Außerdem erhalten wir durch die Fälligkeitsstruktur einerseits einen kontinuierlichen Liquiditätszufluss, andererseits kann durch den Verkauf von Titeln mit kurzer Restlaufzeit auch bei einem erhöhten Zinsniveau kurzfristig zusätzliche Liquidität generiert werden, ohne deutliche zinsbedingte Kursabschläge hinnehmen zu müssen.

2. Pensionsfondstechnische Risiken

In einem Pensionsfonds sind dies im Wesentlichen das biometrische Risiko und das Zinsgarantierisiko (Mindestleistung). Das biometrische Risiko besteht darin, dass die in den Pensionsplänen verwendeten Rechnungsgrundlagen (zum Beispiel Sterbewahrscheinlichkeiten) nicht ausreichend bemessen sind (zum Beispiel aufgrund stärker als erwartet steigender Lebenserwartung). Die versicherungsförmigen Versorgungen sind vollständig bei der Alte Leipziger Lebensversicherung kongruent rückgedeckt. Damit werden die genannten Risiken vom Lebensversicherer übernommen und fallen nicht beim Alte Leipziger Pensionsfonds an. Das theoretisch beim Pensionsfonds verbleibende Risiko eines Zahlungsausfalls des Lebensversicherers ist als sehr gering einzustufen.

Darüber hinaus besteht das Risiko, dass Kosten nicht durch Einnahmen gedeckt werden können. Um ein langfristig positives Geschäftsergebnis erzielen zu können, ist ein Neugeschäft auf Basis unserer mittelfristigen Unternehmensplanung notwendig.

3. Ausfallrisiken

3.1. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Pensionsfondsgeschäft

Es bestanden Beitragsforderungen aus dem Pensionsfondsgeschäft, die über mehrere Jahre verteilt werden. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

3.2. Bonitätsrisiko

Unter dem Bonitätsrisiko wird zum einen die Gefahr der Insolvenz und des Zahlungsverzugs verstanden, zum anderen aber auch die Gefahr von Bonitätsverschlechterungen eines Schuldners und damit einhergehend höherer Risikoaufschläge.

Der größte Teil der verzinslichen Wertpapiere im Direktbestand bestand zum 31. Dezember 2023 aus Emissionen von Unternehmen höchster Bonität.

Die Verteilung der intern bzw. extern ermittelten Ratingklassen der Renten-Direktanlage stellte sich zu diesem Zeitpunkt wie folgt dar:

Ratingklasse Anteil
Investment Grade (AAA - AA) 100,0%

Im Jahr 2023 befanden sich weder Genussscheine noch Nachrangdarlehen oder andere hybride Kapitalinstrumente im Bestand. Neuinvestitionen in diesem Bereich werden wir nicht vornehmen.

Durch das Asset-Management-Center erfolgt eine laufende Analyse des Kreditrisikos unserer Emittenten. Veränderungen in der Risikoeinschätzung des Marktes werden regelmäßig berichtet und bei der Bewertung verzinslicher Papiere berücksichtigt.

Das Bonitätsrisiko insgesamt wird durch ausgewogene Diversifikation, durch die im Mittel sehr hohe Kreditqualität unserer Emittenten und durch regelmäßiges Controlling eingeschränkt.

4. Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko bezeichnet das Verlustrisiko, das sich aus der Unzulänglichkeit oder dem Versagen von Menschen, internen Prozessen oder Systemen oder durch externe Ereignisse ergibt. Rechtsrisiken sind ebenso wie Betrugsrisiken eingeschlossen. Alle Tätigkeiten für die Alte Leipziger Pensionsfonds AG erfolgen im Wege der Funktionsausgliederung durch unser Mutterunternehmen Alte Leipziger Lebensversicherung. Folglich unterliegt unsere Gesellschaft direkt oder indirekt über das Mutterunternehmen folgenden operationellen Risiken. Die mit der Ausgliederung einhergehenden Risiken werden durch die Prozesse und Vorkehrungen innerhalb des Ausgliederungsprozesses identifiziert, überwacht und gesteuert.

4.1. Prozessrisiken

Prozessrisiken können entstehen soweit Geschäftsabläufe nicht oder nicht ausreichend funktionieren, was unter Umständen Prozessfehler oder Prozessausfälle zur Folge haben kann. Als System zur Optimierung interner Prozesse und Strukturen und somit zur Sicherstellung des ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes ist in der ALH Gruppe ein Internes Kontrollsystem implementiert, das dazu dient, wesentliche Bearbeitungs- und Prozessrisiken zu überwachen und zu begrenzen. Für alle wesentlichen Prozesse ist eine Prozessdokumentation (sog. IKS-Dokumentationen) zu erstellen und diese jährlich auf Aktualität zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Auf Basis der dokumentierten Prozessabläufe erfolgt eine systematische Identifikation erheblicher Prozess- und Bearbeitungsrisiken. Den identifizierten Prozess- und Bearbeitungsrisiken ist durch die Einrichtung von Kontrollen zu begegnen, wobei Schlüsselkontrollen durch jährliche Kontrolltest in ihrer Angemessenheit und Wirksamkeit zu überprüfen sind.

Die wesentlichen Prozesse umfassen auch Rechnungslegungs- und Verwaltungsverfahren, z. B. Prozesse zu Abschlussarbeiten, Finanz- und Anlagenbuchhaltung, Unternehmenssteuern und viele weitere. Die Vorgaben zum Internen Kontrollsystem betreffen ferner auch Prozesse zur Berichtserstattung.

Die Prüfung der Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems ist ein fester Bestandteil jeder Revisionsprüfung. Die Ergebnisse der aktuellen Prüfungen zeigen, dass aktuell das interne Kontrollsystem insgesamt angemessen ausgestaltet und wirksam ist.

4.2. Informationsrisiken

Das Informationsrisiko umfasst die Gefahr von monetären Verlusten durch Beeinträchtigung der Schutzziele (Ver-traulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit sowie Authentizität als Teil der Integrität) von Objekten der Informationssicherheit auf technischer, prozessualer, organisatorischer und personeller Ebene sowohl intern als auch extern, unabhängig von der Form der Information. Die Steuerung der Informationsrisiken wird durch den Informationssicherheits-beauftragten verantwortet. Zur Erledigung der Aufgaben im Informationssicherheitsmanagement besteht aufbauorganisatorisch der Bereich Informationssicherheitsmanagement, welcher vom Informationssicherheitsbeauftragten geführt wird. Gruppenweit wird dabei ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS), welches nach dem internationalem Standard ISO/IEC 27001 ausgerichtet ist, betrieben.

Flankiert werden die technischen und organisatorischen Maßnahmen durch fortlaufende Sensibilisierungsmaßnahmen für alle Mitarbeiter der ALH Gruppe.

Die Bereitstellung der Informationstechnologie für das Unternehmen erfolgt durch unser Mutterunternehmen (Alte Leipziger Lebensversicherung a. G.), dass auch die daraus resultierenden Informationsrisiken identifiziert und für deren Steuerung verantwortlich ist. Die für die Gesellschaft verbleibendenden Risiken aus der Dienstleistungsbeziehung, wie das Risiko eines Ausfalls, oder einer Störung der IT-Dienstleistung werden seitens des Unternehmens im Rahmen der Dienstleistersteuerung fortlaufend überwacht.

Darüber hinaus, aus der Tätigkeit der Gesellschaft originär entstehende Informationsrisken werden nach den Vorgaben des gruppenweiten Informationsrisikomanagements gesteuert.

4.3. Compliance-Risiken

Compliance-Risiken umfassen unter anderem Verstöße gegen gesetzliche und aufsichtsrechtliche Vorschriften, sowie Betrugsrisiken. Verstöße gegen gesetzliche und aufsichtsrechtliche Vorschriften können beispielsweise Bußgelder/Sanktionen zu Folge haben.

Zur Vermeidung von Compliance-Risiken besteht im Unternehmen eine Compliance-Organisation. Für die Identifikation und Analyse von Compliance-Risiken, die Entwicklung von risikobegrenzenden Maßnahmen und die Durchführung von Kontrollverfahren ist der Compliance Officer verantwortlich. Die Compliance-Verantwortlichen unterstützen und beraten den Compliance Officer bei seinen Aufgaben. Die Sicherstellung der Einhaltung von Recht und Gesetz sowie die Beachtung von Richtlinien und Grundsätzen in den Fachbereichen obliegen den Compliance-Verantwortlichen. Sie sind auch für die Wiederherstellung des regelkonformen Zustandes bei bereits eingetretenen Regelverstößen zuständig.

Durch zahlreiche präventiv wirkende Maßnahmen, wie Adhoc-Meldepflichten bei Compliance-Risiken, laufende Überprüfung der Risiken, verbindliche Vollmachtsrahmen mit Zeichnungslimiten für die Mitarbeiter sowie durch Funktionstrennungen und die Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips, wird möglichen Compliance-Risiken vorgebeugt. Darüber hinaus sollen ein für alle Mitarbeiter verbindlicher "Kodex für integre Handlungsweisen" und ein "-Verhaltenskodex für Lieferanten" sicherstellen, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden und ein fairer, ehrlicher und verlässlicher Umgang sowohl miteinander als auch mit den Kunden und Geschäftspartnern erfolgt.

4.4. Personelle Risiken

Alle Tätigkeiten für die Alte Leipziger Pensionsfonds AG erfolgen durch das Personal des Mutterunternehmens.

Mögliche personelle Risiken können sich aus einer unzureichenden Personalausstattung wie insbesondere einem personellen Engpass oder unangemessenen Qualifizierung ergeben. Zur Sicherstellung einer angemessenen Ausübung der Aufgaben und Funktionen in den einzelnen Organisationseinheiten, sowie zur Vermeidung des Risikos personeller Engpässe liefern systematische Personal- und Kapazitätsplanungen unseres Mutterunternehmens die Grundlage.

Möglichen Risiken aufgrund der demografischen Entwicklung und deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt wird durch eine kontinuierliche Personalentwicklung, die Ausbildung von eigenen qualifizierten Nachwuchskräften, die Optimierung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und unsere innerbetrieblichen fachlichen Weiterbildungsangebote vorgebeugt. Dies soll zu einer starken Mitarbeiterbindung beitragen und das vorhandene Know-how sicherstellen.

4.5. Notfall- und Katastrophenrisiken

Durch den Eintritt von Notfall- und Krisensituationen (z.B. Ausfall von Personal, Gebäude, IT) kann es zu Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb kommen. Etwaige Auswirkungen können sich von Geschäftsunterbrechungen bis hin zum kompletten Ausfall kritischer Geschäftsprozesse erstrecken. Mögliche Auslöser können verschiedene Ereignisse wie Naturkatastrophen, Pandemien, Terror oder Cyberattacken sein. Zur Begrenzung dieser Risiken ist die Gesellschaft in das Business Continuity Management (BCM) der ALH Gruppe eingebunden. Die darin festgelegten organisatorischen Maßnahmen stellen sicher, dass nach Eintritt von schwerwiegenden Ereignissen oder Angriffen auf das Unternehmen das Leben und die Gesundheit der Mitarbeiter geschützt werden, die Sofortmaßnahmen zur Schadenbegrenzung eingeleitet werden, die kritischen Geschäftsprozesse soweit wie möglich aufrechterhalten bleiben und der Normalbetrieb so schnell wie möglich wiederhergestellt wird, so dass unserem Unternehmen kein nachhaltiger Schaden entsteht.

Weiterhin ist im Rahmen des Krisenmanagements eine umfassende Stör- und Notfallorganisation zur Sicherheit der Mitarbeiter, der Technik und der Gebäude im Fall von Brand, Explosion und sonstigen Unfällen eingerichtet.

4.6. Risiken aus Änderungen rechtlicher Rahmenbedingungen

Aufgrund veränderter politischer, rechtlicher sowie regulatorischer Rahmenbedingungen können sich Risiken im Hinblick auf unser Geschäftsmodell, die Geschäftsprozesse und die betrieblichen Systeme ergeben.

Zur Begrenzung dieser Risiken erfolgt in den entsprechenden Fachbereichen, insbesondere für rechtliche, aktuarielle und bilanzielle Fragen, eine konsequente und fortlaufende Überwachung sowie Prüfung hinsichtlich der Auswirkungen derartiger Änderungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens. Die Überprüfung und Steuerung erfolgt durch das zentrale Risikomanagement.

4.7. Risiken im vertrieblichen Umfeld

Auf dem Vermittlermarkt sind verstärkt Konzentrationsbewegungen durch Aufkäufe und Zusammenschlüsse von Vermittlern und die Hinwendung zu Pools zu beobachten. Hieraus ergibt sich unter anderem die Gefahr wachsender Abhängigkeiten gegenüber einzelnen Vertriebsorganisationen. Durch eine Erhöhung der Diversifikation der Vertriebswege wirken wir einer weiteren Konzentration entgegen. Für die kommenden Jahre können wesentliche Risiken im vertrieblichen Umfeld durch regulatorische Eingriffe nicht ausgeschlossen werden.

5. Reputationsrisiken

Reputationsrisiken betreffen einen möglichen Ruf- und Imageschaden unseres Unternehmens in der Öffentlichkeit, bei Kunden und Geschäftspartnern im laufenden Geschäftsjahr oder in den Folgejahren. Auslöser können z.B. Ereignisse aus den Bereichen Recht und Compliance, Datenschutz sowie dem Leistungsprozess sein. Diese Risiken werden insbesondere durch die Sicherstellung hoher Servicequalität und Kundenorientierung sowie durch hohe Anforderungen an die Qualifikation und Kompetenz der Mitarbeiter begrenzt. Der Eintritt von Reputationsrisiken kann etwa zur abnehmenden Nachfrage von Versicherungsprodukten des Unternehmens führen.

Weiterhin wird diesem Risiko durch eine koordinierte und qualitätsgesicherte Darstellung unseres Unternehmens in der Presse und Öffentlichkeit, durch die Einhaltung sämtlicher gesetzlicher, aufsichts- und datenschutzrechtlicher Vorgaben, durch die Einhaltung unseres verbindlichen "Kodex für integre Handlungsweisen" sowie durch unsere Compliance-Organisation begegnet.

6. Strategische Risiken

Strategische Risiken beinhalten alle Risiken, die aus strategischen Geschäftsentscheidungen des Managements resultieren und mittel- oder langfristig zur Verfehlung der strategischen Ziele führen und somit die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolgs gefährden können. Potentielle Ursachen bestehen darin, dass strategische Geschäftsentscheidungen nicht oder nicht ausreichend an bestehenden und künftigen Kundenanforderungen, Marktgegebenheiten und -entwicklungen oder am ökonomischen, technologischen, ökologischen, politisch-rechtlichen und gesellschaftlichen Umfeld ausgerichtet werden. Des Weiteren können strategische Risiken entstehen, wenn strategische Geschäftsentscheidungen im Rahmen des Strategieentwicklungsprozesses getroffen werden und zugrunde gelegte Annahmen nicht wie geplant eintreten, in der Organisation im Rahmen der Strategieimplementierung unzureichend umgesetzt oder innerhalb des Strategiecontrollings nicht bedarfsorientiert angepasst werden.

Den strategischen Risiken wird durch eine regelmäßige Überprüfung der Geschäftsstrategie7 begegnet.

Auf Grundlage der aus dem Strategieprozess abgeleiteten Ergebnisse und der mittelfristigen Planung werden jährlich Unternehmensziele definiert, verabschiedet und kontrolliert. Ebenso wird jährlich die Konsistenz von Risiko- und Geschäftsstrategie überprüft.

7. Sonstige Risiken

7.1. Emerging Risks

Unter Emerging Risks werden langfristige Risiken bzw. Ursachen, Ereignisse oder Entwicklungen verstanden, die in Zukunft zu einem Risiko werden oder aus denen sich neue Risiken ergeben können. Sie können z.B. aufgrund sozialer, wirtschaftlicher, politischer, technologischer oder medizinischer Entwicklungen entstehen. Die Überprüfung bestehender sowie ggf. die Identifikation neuer Emerging Risks erfolgt jährlich im Rahmen des Risikomanagement-Prozesses anhand der Analyse externer Quellen und regelmäßig durchgeführter Risikointerviews.

7.2. ESG-Risiken von Kapitalanlagen

ESG-Risiken bilden keine eigene Risikokategorie, sondern materialisieren sich durch bestehende Risikokategorien. Im Rahmen der Überprüfung wurden bei den Marktrisiken keine zusätzlichen ESG-Risiken, die über die bereits bestehenden Risiken hinausgehen, identifiziert. Sollten wesentliche ESG-Risiken identifiziert werden, werden diese in der regulären Risikoerhebung und -berichterstattung bei dem zugehörigen Risiko berücksichtigt.

Chancendarstellung

Im Rahmen unseres Strategieprozesses und der jährlichen strategischen Reviews analysieren wir die aktuellen Rahmenbedingungen in der Versicherungsbranche und an den Kapitalmärkten. Zielsetzung ist, Trends frühzeitig zu erkennen und zu bewerten sowie Potenziale zu identifizieren. Daraus werden Chancen abgeleitet, die in die strategische Planung zur Ausrichtung unseres Produktportfolios und unserer Geschäftsbereiche einfließen.

Marktchancen Pensionsfonds

Chancen sieht der Alte Leipziger Pensionsfonds insbesondere in seinem Kerngeschäftsfeld, der Übertragung von Versorgungsverpflichtungen auf den Pensionsfonds im Rahmen der Regelungen des § 3 Nr. 66 EStG, das wir durch überdurchschnittliche Produkt-, Vertriebs- und Servicequalität weiter ausbauen wollen.

Chancen aus dynamischen Kundenerwartungen

Einfachheit, Transparenz und Geschwindigkeit zum Beispiel in der Kommunikation oder in den Services werden auch in der Versicherungsbranche immer wichtiger. Um den steigenden Erwartungen gerecht zu werden, stellen wir den Kunden in den Fokus und berücksichtigen dessen Bedürfnisse konsequent in Produkt-, Prozess- und Serviceentwicklungen. So fließen Kundenideen aktiv in Produktneuerungen oder -anpassungen ein, indem wir unsere Kunden in Kreativworkshops einbinden und somit eine direkte Verbindung zu ihren Bedürfnissen schaffen Durch die konsequente Kundenzentrierung entlang der Wertschöpfungskette ergeben sich für unser Unternehmen Chancen, die wir gezielt nutzen werden, um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken. Denn mit unseren Produkten, Prozessen und Services nah am Kunden zu sein, ermöglicht uns bestehende Kundenverbindungen weiter zu festigen und auszubauen sowie neue Kunden für uns zu gewinnen.

7 Die Geschäftsstrategie umfasst die Geschäftsfeldstrategie der Sparte und die Querschnittsstrategien.

Chancen aus technologischen Entwicklungen

Durch die voranschreitende Digitalisierung und Nutzbarmachung von neuen Technologien können Prozesse optimiert und effizienter oder Kundeninteraktionen neu gestaltet werden. Von technologischen Fortschritten profitieren Kunden und Partner, aber auch Mitarbeiter und unser Unternehmen selbst. Beispielsweise können durch zukünftige datengetriebene Geschäftsmodelle individualisierte Angebote erstellt werden oder der Einsatz von Künstlicher Intelligenz kann in vielfältigen Bereichen wie Automatisierung, Risikobewertung, Produktentwicklung oder Kundenservice unterstützen. Unser Fokus liegt deshalb darauf, die Chancen der Digitalisierung konsequent nutzbar zu machen und dabei die Risiken verantwortungsvoll im Blick zu behalten. Chancen aus Nachhaltigkeit.

Neue regulatorische Anforderungen, verändertes Nachhaltigkeitsbewusstsein von Geschäftspartnern und Kunden sowie sich verändernde externe Einflüsse erhöhen den Handlungsdruck für Einrichtungen betrieblicher Altersversorgung und begründen gleichzeitig neue Handlungsfelder rund um das Thema Nachhaltigkeit. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, haben wir Nachhaltigkeit organisatorisch und strategisch klar verankert. Neben der Erfüllung regulatorischer Anforderungen wollen wir Geschäftschancen und Wachstumsmärkte im Kontext Nachhaltigkeit erkennen und entwickeln. Hierfür gehen wir ganzheitlich vor. Wir fördern die Transformation der ALH Gruppe, unserer Firmenkunden und Geschäftspartner sich nachhaltig zu entwickeln. Die Entwicklung innovativer Produkte für Kunden mit dem Fokus auf nachhaltige Wirkungen spielt dabei eine wichtige Rolle.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die Alte Leipziger Pensionsfonds erfüllte im Geschäftsjahr 2023 durchgängig die Kapitalanforderungen. Maßgeblich für die Risikosteuerung ist weiterhin die Solvabilität I. Den Solvabilitätsanforderungen in Höhe des Mindestbetrags der Mindestkapitalanforderung von 3,0 Mio. € stehen Eigenmittel von 5,8 Mio. € gegenüber. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Risikolage im Wesentlichen unverändert.

Die versicherungsförmigen Verpflichtungen befinden sich in vollständiger Rückdeckung. Insgesamt stellen wir daher fest, dass sich in Anbetracht der bekannten Risiken gegenwärtig keine Entwicklungen abzeichnen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen oder den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

Prognosebericht

Die betriebliche Altersversorgung in Deutschland wird vor dem Hintergrund der sich aufgrund der demographischen Entwicklung tendenziell vergrößernden Versorgungslücke ein Wachstumsmarkt bleiben. Da das Pensionsfondsgeschäft überwiegend aus Übertragungen von Pensionsverpflichtungen gegen Einmalbeiträge mit teilweise erheblichem Volumen besteht, ist der Geschäftsverlauf grundsätzlich nur schwer prognostizierbar. Gleichwohl wird davon ausgegangen, dass die Pensionsfondsbranche das Beitragsvolumen des Vorjahres zumindest halten kann.

Wir rechnen für 2024 mit leicht höheren Beitragseinnahmen als im Jahr 2023. Das Kapitalanlageergebnis der Eigenmittel 2024 - ohne Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sowie ohne in Rückdeckung gegebene Versicherungen - planen wir auf Vorjahresniveau mit etwa 0,1 Mio. €. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einem leicht positiven Jahresergebnis.

Die dargestellten Erwartungen sind mit Ungewissheiten verbunden. Deshalb können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen von diesen abweichen.

Bewegung des Bestandes an Versorgungsverhältnissen im Geschäftsjahr 2023

Anwärter Invaliden- und Altersrentner
Summe der
Männer Frauen Männer Frauen Jahresrenten
Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Tsd. €
I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 676 143 270 50 2.063
II. Zugang während des Geschäftsjahres
1. Neuzugang an Anwärtern, Zugang an Rentnern 78 21 36 6 774
2. Sonstiger Zugang 0 1 1 0 52
3. Gesamter Zugang 78 22 37 6 826
III. Abgang während des Geschäftsjahres
1. Tod 2 0 11 3 48
2. Beginn der Altersrente 14 2 0 0 0
3. Invalidität 0 0 0 0 0
4. Reaktivierung, Wiederheirat, Ablauf 0 0 0 0 0
5. Beendigung unter Zahlung von Beträgen 0 0 0 0 0
6. Beendigung ohne Zahlung von Beträgen 0 0 0 0 0
7. Sonstiger Abgang 3 0 2 0 41
8. Gesamter Abgang 19 2 13 3 89
IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 735 163 294 53 2.800
davon:
1. nur mit Anwartschaft auf Invaliditätsversorgung 15 3 0 0 0
2. nur mit Anwartschaft auf Hinterbliebenenversorgung 300 49 235 46 1.692
3. mit Anwartschaft auf Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung 239 68 0 0 0
4. beitragsfreie Anwartschaften 0 0 0 0 0
5. in Rückdeckung gegeben 58 15 62 11 491
6. in Rückversicherung gegeben 0 0 0 0 0
7. lebenslange Altersrente 735 163 294 53 2.800
8. Auszahlung mit Restverrentung 0 0 0 0 0
Hinterbliebenenrenten
Witwen Witwer Waisen
Anzahl Anzahl Anzahl
I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 56 3 0
II. Zugang während des Geschäftsjahres
1. Neuzugang an Anwärtern, Zugang an Rentnern 0 0 0
2. Sonstiger Zugang 8 1 0
3. Gesamter Zugang 8 1 0
III. Abgang während des Geschäftsjahres
1. Tod 2 0 0
2. Beginn der Altersrente 0 0 0
3. Invalidität 0 0 0
4. Reaktivierung, Wiederheirat, Ablauf 0 0 0
5. Beendigung unter Zahlung von Beträgen 0 0 0
6. Beendigung ohne Zahlung von Beträgen 0 0 0
7. Sonstiger Abgang
8. Gesamter Abgang 2 0 0
IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 62 4 0
davon:
1. nur mit Anwartschaft auf Invaliditätsversorgung 0 0 0
2. nur mit Anwartschaft auf Hinterbliebenenversorgung 0 0 0
3. mit Anwartschaft auf Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung 0 0 0
4. beitragsfreie Anwartschaften 0 0 0
5. in Rückdeckung gegeben 5 1 0
6. in Rückversicherung gegeben 0 0 0
7. lebenslange Altersrente 62 4 0
8. Auszahlung mit Restverrentung 0 0 0
Hinterbliebenenrenten
Summe der Jahresrenten
Witwen Witwer Waisen
Tsd. € Tsd. € Tsd. €
I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 254 4 0
II. Zugang während des Geschäftsjahres
1. Neuzugang an Anwärtern, Zugang an Rentnern 0 0 0
2. Sonstiger Zugang 15 2 0
3. Gesamter Zugang 15 2 0
III. Abgang während des Geschäftsjahres
1. Tod 8 0 0
2. Beginn der Altersrente 0 0 0
3. Invalidität 0 0 0
4. Reaktivierung, Wiederheirat, Ablauf 0 0 0
5. Beendigung unter Zahlung von Beträgen 0 0 0
6. Beendigung ohne Zahlung von Beträgen 0 0 0
7. Sonstiger Abgang
8. Gesamter Abgang 8 0 0
IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 261 6 0
davon:
1. nur mit Anwartschaft auf Invaliditätsversorgung 0 0 0
2. nur mit Anwartschaft auf Hinterbliebenenversorgung 0 0 0
3. mit Anwartschaft auf Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung 0 0 0
4. beitragsfreie Anwartschaften 0 0 0
5. in Rückdeckung gegeben 12 0 0
6. in Rückversicherung gegeben 0 0 0
7. lebenslange Altersrente 261 6 0
8. Auszahlung mit Restverrentung 0 0 0

Die Beitragssumme des Neuzugangs beträgt 32.525 Tsd. €.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

Vorjahr
A. Kapitalanlagen
I. Sonstige Kapitalanlagen
1. Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen 20.717.748 20.988.171
2. Sonstige Ausleihungen
Namensschuldverschreibungen 5.489.021 5.488.225
26.206.768 26.476.396
B. Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern
I. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern 137.483.692 98.773.313
II. Sonstiges Vermögen 4.447.743 3.818.483
141.931.435 102.591.796
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem Pensionsfondsgeschäft an:
Arbeitgeber und Versorgungsberechtigte 9.803.862 11.930.599
II. Sonstige Forderungen 1.138 2
davon: 9.805.000 11.930.601
gegenüber verbundenen Unternehmen: 0 € (Vj: 0 €)
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 1.225.678 1.120.780
II. Andere Vermögensgegenstände 233.852 359.429
1.459.530 1.480.209
E. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 10.238 10.266
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 0 0
10.238 10.266
Summe der Aktiva 179.412.971 142.489.268

Ich bestätige hiermit entsprechend § 128 Abs. 5 VAG, dass die im Vermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.

 

Oberursel (Taunus), den 14. Februar 2024

Helmut Fritsch, Treuhänder für das Sicherungsvermögen

Passivseite

Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000 3.000.000
II. Kapitalrücklage 2.538.838 2.538.838
III. Gewinnrücklagen 143.444 143.444
IV. Gewinnvortrag 81.147 82.806
V. Jahresüberschuss 373.734 248.341
6.137.162 6.013.428
B. Pensionsfondstechnische Rückstellungen
I. Deckungsrückstellung 20.732.166 21.004.035
II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versorgungsfälle 3.799 3.799
III. Sonstige pensionsfondstechnische Rückstellungen 9.808.551 11.881.515
30.544.516 32.889.349
C. Pensionsfondstechnische Rückstellungen entsprechend dem Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern
Deckungsrückstellung 141.931.435 102.591.796
D. Andere Rückstellungen
I. Steuerrückstellungen 156.145 90.733
II. Sonstige Rückstellungen 357.060 492.474
513.205 583.207
E. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem Pensionsfondsgeschäft gegenüber Arbeitgebern 283.360 118.042
II. Sonstige Verbindlichkeiten 3.293 293.446
davon: 286.654 411.487
gegenüber verbundenen Unternehmen: 83 € (Vj: 292.022 €)
Summe der Passiva 179.412.971 142.489.268

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter den Posten B.I. und C. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung des § 341f HGB sowie unter Beachtung der auf Grund des § 240 Satz 1 Nummer 10 bis 12 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist.

 

Oberursel (Taunus), den 14. Februar 2024

Jörn Ehm, Verantwortlicher Aktuar

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
I. Pensionsfondstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge
Gebuchte Beiträge 33.053.757 30.285.808
2. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 1.536.289 1.325.249
b) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 523.424 44.186
2.059.713 1.369.436
3. Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen 8.722.041 516.897
4. Sonstige pensionsfondstechnische Erträge 24.128 19.315
5. Aufwendungen für Versorgungsfälle
a) Zahlungen für Versorgungsfälle 3.916.995 3.661.246
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versorgungsfälle 0 1.191
3.916.995 3.662.437
6. Veränderung der übrigen pensionsfondstechnischen Rückstellungen
a) Deckungsrückstellung -39.067.769 -8.231.964
b) Sonstige pensionsfondstechnische Rückstellungen 2.072.964 - 5.820.544
- 36.994.805 - 14.052.509
7. Aufwendungen für den Pensionsfondsbetrieb
a) Abschlussaufwendungen 1.322.871 1.337.458
b) Verwaltungsaufwendungen 249.934 200.302
1.572.804 1.537.760
8. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 155.449 157.867
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 16.582 26.768
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 328.289 1.571.251
500.320 1.755.886
9. Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen 228.284 10.328.223
10. Sonstige pensionsfondstechnische Aufwendungen 500 367.407
11. Pensionsfondstechnisches Ergebnis 645.931 487.234
II. Nichtpensionsfondstechnische Rechnung
1. Sonstige Erträge 23.315 8.591
2. Sonstige Aufwendungen 134.011 140.173
- 110.696 -131.582
3. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 535.236 355.651
4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 161.501 107.310
5. Jahresüberschuss 373.734 248.341
6. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 81.147 82.806
7. Bilanzgewinn 454.881 331.147

Anhang zum Jahresabschluss

Angaben gemäß § 264 Abs. 1a HGB

Die Alte Leipziger Pensionsfonds AG, Alte Leipziger Platz 1, 61440 Oberursel (Taunus), ist beim Amtsgericht Bad Homburg v. d. Höhe (HRB Nr. 7811) registriert.

Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes und des Versicherungsaufsichtsgesetzes in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung von Pensionsfonds (§ 341 Abs. 4 HGB i. V. m. § 1 RechPensV) aufgestellt.

Die im amtlichen Formblatt vorgesehenen, aber nicht belegten Posten werden nicht aufgeführt.

Die einzelnen Posten, Zwischen- und Endsummen wurden jeweils kaufmännisch auf- bzw. abgerundet.

Da die Alte Leipziger Pensionsfonds AG kein in Rückdeckung gegebenes Geschäft hat, wurde in der Bilanz auf die Gliederung gemäß Formblatt 1 RechPensV sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung auf die Gliederung gemäß Formblatt 2 RechPensV in Brutto und Anteil der Rückversicherer gemäß § 4 Abs. 3 RechPensV verzichtet.

Aktiva

Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen

sind mit dem Zeitwert bewertet und entsprechen den von der Alte Leipziger Lebensversicherung gemeldeten Aktivwerten aus den zugrunde liegenden Rückdeckungsversicherungen.

Namensschuldverschreibungen

werden gemäß § 341c i. V. m. § 253 HGB mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer Differenz zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern

ist gemäß § 341d HGB mit seinem Zeitwert ausgewiesen.

Forderungen aus dem Pensionsfondsgeschäft, Sonstige Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände sowie abgegrenzte Zinsen

werden zu Nominalwerten bewertet.

Ermittlung der Zeitwerte von Kapitalanlagen

Nach § 36 RechPensV i. V. m. § 54 bis 56 RechVersV ist für Kapitalanlagen jeweils der Zeitwert anzugeben. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Zeitwert der ausgewiesenen Kapitalanlagen 25,4 Mio. € (25,4 Mio. €). Eine detaillierte Darstellung findet sich in der Tabelle »Entwicklung der Aktivposten A«.

Die Ermittlung der Zeitwerte der Investmentanteile erfolgte mit den letzten zum Stichtag verfügbaren Börsenkursen bzw. Rücknahmepreisen. Der Zeitwert nicht notierter Zinsanlagen (Namensschuldverschreibungen) wird anhand der Zinskurve unter Berücksichtigung spezifischer Kreditspreads ermittelt. Die Zeitwerte der Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen entsprechen den vom Versicherer mitgeteilten Aktivwerten.

Passiva

Pensionsfondstechnische Rückstellungen

sind unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften gemäß dem Geschäftsplan bzw. den Grundsätzen, die der BaFin nach § 143 VAG mitgeteilt wurden, ermittelt.

Deckungsrückstellung

Sie wird prospektiv einzelvertraglich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Für beitragsfreie Zeiten wird grundsätzlich eine Verwaltungskostenrückstellung gebildet, ansonsten werden die Kosten implizit berücksichtigt. Die bei der Berechnung verwendeten Rechnungsgrundlagen finden Sie im Anhang unter dem Abschnitt "Angaben zu den Passiva, B.I. Deckungsrückstellung". Für Pensionsfondsverträge mit einer Zinsgarantie oberhalb des Referenzzinses wurde eine Zinszusatzreserve gemäß den Anforderungen der PFAV gebildet.

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versorgungsfälle

wurden für jeden bis zur Bestandsfeststellung regulierten Versorgungsfall individuell in Höhe der zu erbringenden Leistungen gebildet. In der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versorgungsfälle sind Rückstellungen für anteilige Regulierungsaufwendungen enthalten.

Sonstige pensionsfondstechnische Rückstellungen

enthalten die im Rahmen von Finanzierungsplänen in zukünftigen Geschäftsjahren zu zahlenden Teile von vereinnahmten Einmalbeiträgen.

Deckungsrückstellung für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern

Sie entspricht dem korrespondierenden Aktivposten.

Andere Rückstellungen

sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Andere Verbindlichkeiten

sind mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
Tsd. € Tsd. €
Periodenergebnis 374 248
Veränderung der pensionsfondstechnischen Netto-Rückstellungen 36.995 14.054
Veränderung der sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten 2.001 - 5.849
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen - 195 1.527
Ertragssteueraufwand 162 107
Ertragssteuerzahlungen - 115 -39
Veränderung sonstiger Bilanzposten 9 46
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie
Berichtigungen des Periodenergebnisses - 8.860 9.474
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 30.370 19.568
Einzahlungen aus dem Verkauf und der Endfälligkeit von übrigen Kapitalanlagen 865 1.338
Auszahlungen aus dem Erwerb von übrigen Kapitalanlagen -257 -1.135
Einzahlungen aus dem Verkauf von Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von
Arbeitnehmern und Arbeitgebern 85.425 59.982
Auszahlungen aus dem Erwerb von Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von
Arbeitnehmern und Arbeitgebern - 116.048 - 79.402
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -30.015 -19.218
Dividendenzahlungen -250 - 100
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -250 - 100
Veränderung des Finanzmittelfonds 105 250
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.121 870
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.226 1.121

Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß DRS 21 erstellt. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten »Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand«.

Erläuterungen zur Bilanz

Angaben zu den Aktiva

Entwicklung der Aktivposten A im Geschäftsjahr 2023 Zeitwerte Vorjahr Bilanzwerte Vorjahr Zugänge 2 Abgänge
A. Sonstige Kapitalanlagen
1. Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen 1 20.988.171 20.988.171 639.091 892.931
2. Sonstige Ausleihungen
Namensschuldverschreibungen 4.398.991 5.488.225 795
Insgesamt 25.387.162 26.476.396 639.886 892.931
Entwicklung der Aktivposten A im Geschäftsjahr 2023 Zuschreibungen Abschreibungen Bilanzwerte Geschäftsjahr Zeitwerte Geschäftsjahr
A. Sonstige Kapitalanlagen
1. Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen 1 0 16.582 20.717.748 20.717.748
2. Sonstige Ausleihungen
Namensschuldverschreibungen 0 0 5.489.020 4.666.143
Insgesamt 0 16.582 26.206.768 25.383.891

1 davon bei verbundenen Unternehmen: 20.717.748 €
2 davon Zins-Amortisierungen: 382.960 €

Der sich im Geschäftsjahr 2023 ergebende Saldo aus Zeitwert und Buchwert der in die Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen ist negativ, sodass den Versorgungsberechtigten hieraus nichts zuzuteilen war.

Namenschuldverschreibungen im Buchwert von 5.489.020 € werden über ihren beizulegenden Zeitwert von 4.666.143 € ausgewiesen. Aufgrund der Bonität der Schuldner und unserer internen Einschätzung besteht kein Anlass für außerplanmäßige Abschreibungen.

Entwicklung der im Aktivposten B.I. erfassten Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2023 Bilanzwerte Vorjahr Zugänge Abgänge
I. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 77.743.330 65.680.425 38.211.554
2. Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen 19.412.730 4.959.478 2.686.768
3. Einlagen bei Kreditinstituten 1.617.253 40.797.111 40.322.070
Insgesamt 98.773.313 111.437.014 81.220.392
Entwicklung der im Aktivposten B.I. erfassten Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2023 Nicht realisierte Verluste Nicht realisierte Gewinne Bilanzwerte Geschäftsjahr
I. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 224.290 7.868.816 112.856.727
2. Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen 3.994 853.225 22.534.670
3. Einlagen bei Kreditinstituten 0 0 2.092.295
Insgesamt 228.284 8.722.041 137.483.692

Mindeststeuer

Die Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit, Oberursel (Taunus) erfüllt die Voraussetzungen für die Anwendbarkeit des Mindeststeuergesetzes und bildet für Zwecke der globalen Mindestbesteuerung eine Unternehmensgruppe, mit allen im handelsrechtlichen Konzernabschluss konsolidierten Gesellschaften. Aufgrund einer untergeordneten internationalen Tätigkeit der Unternehmensgruppe gemäß § 83 Mindeststeuergesetz ergibt sich eine bis zu fünfjährige Befreiung von der Mindeststeuer. Insoweit wird für den Jahresabschluss der Gesellschaft zunächst keine Auswirkung aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes ab dem Geschäftsjahr 2024 erwartet.

Angaben zu den Passiva

A. Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 3.000.000 € und ist in 300 voll eingezahlte auf den Namen lautende Stückaktien zu je 10.000 € eingeteilt. Weiterhin werden Kapitalrücklagen aus Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von 2.000.000 € und gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von 538.838 € ausgewiesen. Die Gewinnrücklagen zum Bilanzstichtag betragen unverändert 143.444 €, der Bilanzgewinn 454.881 €.

B. B.I. Deckungsrückstellung

Die Deckungsrückstellung beträgt 20.732.166 €. Davon entfallen auf die Produktvarianten GARANT, CHANCE PLUS und STRATEGIE 20.717.748 €. Sie wurde auf Basis der Sterbetafel DAV 2004 R und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten auf Basis der Tafel AL 2011 I bzw. AL 2017 I mit folgenden Rechnungszinsen berechnet: 83.734 € mit 2,75%, 1.998.148 € mit 2,25%, 3.487.279 € mit 1,75%, 6.834.648 € mit 1,25%, 7.276.678 € mit 0,9%, 186.910 € mit 0,5 % und 850.351 € mit 0,25 %.

Auf Nachschusspflichten der Produktvariante CHANCE auf Basis der RichttafelRT2018G der Heubeck-Richttafel GmbH, Köln, entfallen 14.418 € mit 4,25 %.

Es sind Erhöhungen der Deckungsrückstellungen gemäß § 341f HGB in Höhe von 223.798 € enthalten, davon entfallen 216.456 € auf eine Zinszusatzreserve.

C. Pensionsfondstechnische Rückstellungen entsprechend dem Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern

Die Deckungsrückstellung gemäß Pensionsfonds-Aufsichtsverordnung (PFAV) in Höhe von 141.931.435 € entspricht dem Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Die darin enthaltene Deckungsrückstellung für laufende Renten nach Pensionsplänen gemäß § 236 Abs. 2 VAG beträgt 34.352.291 €. Als Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafel RT2018G der Heubeck-Richttafel GmbH, Köln, mit Rechnungszinssätzen in Höhe von 0,9%, 1,0%, 1,25 %, 1,5 %, 2,0 %, 2,5 %, 3,0%, 3,3 % 3,5 %, 4,0% sowie 4,25 % verwendet.

C. D. Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen in Höhe von 513.205 € beinhalten die Aufwendungen für Steuern, für die Erstellung des Jahresabschlusses, für Abschlussprovisionen und für die Beratungsleistung von HSBC Global Asset Management GmbH. Die Laufzeiten der Rückstellungen betragen nicht mehr als ein Jahr.

E. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Pensionsfondstechnische Rechnung

I.1. Verdiente Beiträge

Die gebuchten Beiträge von 33.053.757 € (30.285.808 €) setzten sich sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr ausschließlich aus Einmalbeiträgen zusammen. Die Beiträge resultierten ausschließlich aus Kollektivversicherungen.

Aufteilung der gebuchten Beiträge 2023 2022
1) Versicherungsförmige Verträge (ohne Gewinnbeteiligung)
aus laufenden Beiträgen 0 0
aus Einmalbeiträgen 260.047 643.037
2) Verträge nach § 236 Abs. 2 VAG (ohne Gewinnbeteiligung)
aus laufenden Beiträgen 0 0
aus Einmalbeiträgen 32.793.711 29.642.771
Verträge insgesamt
aus laufenden Beiträgen 0 0
aus Einmalbeiträgen 33.053.757 30.285.808
Summe 33.053.757 30.285.808

Überschussberechtigte Verträge sind nicht vorhanden. Die Verträge unter Punkt 1) erhalten die Überschussanteile der für diese Verträge abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen.

Alle genannten Beträge beziehen sich auf leistungsbezogene Pensionspläne. Die Alte Leipziger Pensionsfonds AG bietet keine beitragsbezogenen Versorgungen an.

I.2. Erträge aus Kapitalanlagen 2023 2022
a) Erträge aus Kapitalanlagen
aa) Erträge aus sonstigen Kapitalanlagen (Aktivposten A) 429.902 408.072
bb) Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern (Aktivposten B) 1.106.387 917.177
b) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen
aa) Erträge aus Kapitalanlagen (Aktivposten A) 0 0
bb) Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern (Aktivposten B) 523.424 44.186
Summe 2.059.713 1.369.436
I.8. Aufwendungen für Kapitalanlagen 2023 2022
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen
aa) Aufwendungen für Kapitalanlagen (Aktivposten A) 27.272 17.557
bb) Aufwendungen für Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und
Arbeitgebern (Aktivposten B) 128.177 140.310
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen
Aufwendungen für Kapitalanlagen (Aktivposten A) 16.582 26.768
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen
aa) Aufwendungen für Kapitalanlagen (Aktivposten A) 27.533 0
bb) Aufwendungen für Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern (Aktivposten B) 300.756 1.571.251
Summe 500.320 1.755.886

Die im amtlichen Formblatt vorgesehenen, aber nicht belegten Posten werden nicht aufgeführt.

2023 2022
II. 1. und 2. Ergebnis Sonstige Erträge und Aufwendungen
1. Sonstige Erträge * 23.315 8.591
2. Sonstige Aufwendungen * 134.011 140.173
Insgesamt - 110.696 -131.582

* darin enthalten: Entgelte für Federführungs- und Einrichtungskosten aus dem Führungsgeschäft. Aufwendungen aus dem Führungsgeschäft und für das Unternehmen als Ganzes wie Aufsichtsratskosten, Erstellung, Prüfung und Veröffentlichung Jahresabschluss, Beiträge an Gesamtverband und BaFin, Rechts- und Steuerberatungskosten.

Sonstige Angaben

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen 2023 2022
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Pensionsfondsgeschäft 1.204.611 1.226.141
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 0 0
3. Löhne und Gehälter 0 0
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 0 0
5. Aufwendungen für Altersversorgung 0 0
Aufwendungen insgesamt 1.204.611 1.226.141

Die Alte Leipziger Pensionsfonds AG hat keine eigenen Beschäftigten. Die verrechneten Personalaufwendungen für die von der Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit entsandten Vorstandsmitglieder und den Aktuar werden als Dienstleistungsaufwendungen ausgewiesen.

Die Alte Leipziger Pensionsfonds AG hat im Geschäftsjahr 92 € (Vorjahr: 899 €) an Beiträgen an den Pensionssicherungsverein gezahlt.

Die Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit, Oberursel (Taunus), besitzt 100% unseres Grundkapitals. Die entsprechende Mitteilung nach § 20 AktG liegt vor.

Die Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit, Oberursel (Taunus), erstellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger eingereicht und dort bekannt gemacht.

Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB erfolgen gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB im Konzernabschluss der Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit, in den das Unternehmen einbezogen ist. Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beinhaltet die gesetzliche Jahresabschlussprüfung. Die anderen Bestätigungsleistungen beziehen sich auf die Prüfung des Nachhaltigkeitsberichts.

Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Zu den nahestehenden Unternehmen zählen die in den Konzernabschluss der Alte Leipziger Lebensversicherung einbezogenen Gesellschaften sowie die Hallesche Krankenversicherung, mit der die Alte Leipziger Lebensversicherung einen Gleichordnungskonzern nach § 18 Abs. 2 AktG bildet.

Zu den nahestehenden Personen gehören die Mitglieder des Aufsichtsrats, des Vorstands und die Schlüsselfunktionsinhaber aus dem Kreis der leitenden Angestellten der ersten Führungsebene unter dem Vorstand sowie die nahen Familienangehörigen des vorgenannten Personenkreises sowohl des eigenen Unternehmens als auch der Alte Leipziger Lebensversicherung.

Zwischen den nahestehenden Unternehmen bestehen diverse Dienstleistungs- und Funktionsausgliederungsverträge zur Hebung von Synergieeffekten, wobei ganz überwiegend die Alte Leipziger Lebensversicherung Dienstleistungen für die Konzernunternehmen und die Hallesche Krankenversicherung erbringt und im geringen Umfang empfängt. Die Dienstleistungen werden überwiegend zu Selbstkosten einschließlich entsprechender Gemeinkostenzuschläge beziehungsweise zu vereinbarten marktgängigen Preisen oder im Wege der sachgerechten Kostenteilung abgerechnet.

Zu nahestehenden Personen bestehen keine Geschäftsbeziehungen.

Zusammenfassend ergibt sich keine Berichterstattungspflicht im Sinne des § 285 Satz 1 Nr. 21 HGB über wesentliche Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige aus der Jahresbilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse, einschließlich der Bestellung von Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten, bestehen nicht.

Organe unserer Gesellschaft

Die Gesamtbezüge der von der Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit entsandten Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr wurden als Dienstleistungsaufwendungen ausgewiesen. Die Gesamtbezüge beliefen sich im Geschäftsjahr auf 9.548 €. Eine Aufsichtsratsvergütung wurde nicht gezahlt.

Angaben gemäß § 285 Nr. 10 HGB

Aufsichtsrat

Christoph Bohn

Vorsitzender der Vorstände

der Alte Leipziger Lebensversicherung/

Hallesche Krankenversicherung/

Alte Leipziger Holding

Vorsitzender

(Mitglied des Aufsichtsrats und

Aufsichtsratsvorsitzender seit 15.03.2018)

Dr. Jürgen Bierbaum

Aktuar (DAV)

stv. Vorsitzender der Vorstände

der Alte Leipziger Lebensversicherung/

Hallesche Krankenversicherung/

Alte Leipziger Holding

stv. Vorsitzender

(Mitglied des Aufsichtsrats seit 01.01.2016)

Martin Rohm

Mitglied der Vorstände

der Alte Leipziger Lebensversicherung/

Hallesche Krankenversicherung/

Alte Leipziger Holding

(Mitglied des Aufsichtsrats seit 06.11.2013)

Vorstand

Michael Reinelt

Vertrieb und Marketing / Produktmanagement /

Versicherungsmathematik / Antrag Leistung und

Korrespondenz / Betriebsorganisation / Datenverarbeitung,

Datenschutz / Interne und externe Kommunikation

Sakip Ziyal

Kapitalanlagemanagement / Risikomanagement / ALM /

Unternehmensplanung (Planung, Controlling, Budgetierung) / Personal und Recht / Compliance / Innenrevision /

Rechnungswesen

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn von 454.880,87 € einen Betrag in Höhe von 300.000,00 Euro auszuschütten und den Rest in Höhe von 154.880,87 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung

Die Hauptversammlung hat am 12. März 2024 beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in der vom Vorstand vorgeschlagenen Weise zu verwenden.

Nachtragsbericht

Im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Überschussbeteiligung der Versorgungsverträge im Jahr 2024

Versicherungsförmige Versorgungen nach Variante I, Variante IV und die versicherungsförmigen Anteile von Versorgungen (Berufsunfähigkeit) nach Variante III werden bei der Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit rückgedeckt. Dies führt dazu, dass beim Pensionsfonds keine Überschüsse entstehen und er daher auch keine eigene Überschussbeteiligung geben kann. Allerdings erhalten diese Versorgungen die Überschussanteile der Rückdeckungsversicherungen.

 

Oberursel (Taunus), den 20. Februar 2024

Der Vorstand

Reinelt

Ziyal

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Alte Leipziger Pensionsfonds AG, Oberursel (Taunus)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Alte Leipziger Pensionsfonds AG, Oberursel (Taunus), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der Alte Leipziger Pensionsfonds AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich Die sonstigen Informationen umfassen alle übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen-, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Dar- über hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 1. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marcel Rehm, Wirtschaftsprüfer

ppa. Maximilian Roestel, Wirtschaftsprüfer

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