Greenyard Fresh Trade International GmbHLiquidiert

28359 Bremen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 26169 HB
Vorher
UNIVEG trade INTERNATIONAL GmbH
Eingetragen
3.3.2010
Branche
Großhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnEinzelhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnGroßhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Gegenstand
Der Handel mit Obst, Früchten und Gemüse aller Art im In- und Ausland sowie die Erbringung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen aller Art, insbesondere für Unternehmen der UNI-VEG-Gruppe.

Historie

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Management

NameRolle
Charles-Henri Deprez
seit 13.1.2020
Geschäftsführer
Prokura
Ursula Linke
seit 27.4.2011
Prokura
Marco Neijhoft
seit 1.10.2010
Prokura
Marta Giacopini
seit 1.10.2010
Prokura
Fernando Villalba
seit 1.10.2010
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

UNIVEG Germany GmbH & Co. KG
Germany
10.010.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Greenyard Fresh Trade International GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2018 bis zum 31.03.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. April 2018 bis zum 31. März 2019

Die Greenyard Fresh Trade International GmbH ist ein Teil des börsennotierten Konzerns Greenyard NV mit Sitz in Sint-Katelijne-Waver, Belgien. Damit gehört die Greenyard Fresh Trade International GmbH zu einem der Weltmarktführer für frisches Obst und Gemüse sowie Blumen und Pflanzen.

Die Geschäftstätigkeit der Greenyard Fresh Trade International GmbH konzentriert sich wie in den Vorjahren im Schwerpunkt auf den Handel und Dienstleistungen rund um Obst und Gemüse aus Spanien und Italien. Der Einkauf erfolgt dabei von Konzerngesellschaften.

Branchenentwicklung

Trotz der stabilen konjunkturellen Lage im Geschäftsjahr 2018/19 in Deutschland konnte die Lebensmittelwirtschaft nur wenig davon profitieren. Rahmenbedingungen wie steigende Kosten, Preisdruck, Arbeitskräftemangel und begrenzte Finanzierungsspielräume sorgen für eine schwierige Ertragslage in der Branche.

2018 war durch das extrem trockene Wetter und andere Wetterkapriolen wie Starkregen geprägt. Trotzdem konnte der Umsatz mit frischem Obst und Gemüse im deutschen Einzelhandel auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Durchschnittspreise bei Frischobst stiegen um 4 %, gleichzeitig sanken die Volumina bei Frischobst um gute 4 % und bei Gemüse um 3 %. Umschichtungen im Sortiment des Einzelhandels zu höherpreisigeren Waren sowie einige echte Preiserhöhungen sorgten dafür, dass das Vorjahresniveau gehalten werden konnte.

Die deutschen Verbraucher geben im europäischen Vergleich nach wie vor nur einen relativ geringen Teil ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Es zeigt sich jedoch eine Zahlungsbereitschaft für höherwertige Produkte bei zunehmender Qualitätsorientierung. Lebensmittel müssen schmecken und das Angebot ist heute hochwertig, sicher, nachhaltig, vielfältig und preiswert. Gesundheit, Convenience und Nachhaltigkeit sind wichtige Trends bei den Verbrauchern. Regionalität, Functional Food, vegetarische und vegane Produkte erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Die Verbrauchsgewohnheiten verschieben sich mit der zunehmenden Alterung der Bevölkerung und der Single-Haushalte, des geänderten Zusammenspiels von Beruf und Familie sowie mit steigendem Gesundheits- und Umweltbewusstsein. Die Nachfrage nach arbeitssparenden fertigen Vor- und Endprodukten (Convenience), gesundheitsfördernder leichter Kost und nach Außer-Haus-Verzehr und Snacks steigt. Hieraus resultiert beispielsweise die Veränderung von Verpackungsgrößen.

Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2018/2019

Das Geschäftsjahr 2018/2019 der deutschen Greenyard Gruppe war geprägt von gesunkenen Umsätzen aufgrund von Dürren, Starkregen und zunehmender Konkurrenz auf den Weltmärkten.

Als weltweit führendes Unternehmen der Obst- und Gemüsebranche arbeiten wir mit einem breiten Netzwerk strategischer Partner und Produzenten zusammen, um ganzjährig für unsere Kunden die richtigen Produkte, in der richtigen Qualität und zum richtigen Zeitpunkt zu beschaffen.

Durch unsere langjährige Erfahrung sichern wir auch in den extremer werdenden Wetterlagen die Versorgung unserer Kunden in Deutschland ab. Mit kundenspezifischen Programmen begleiten unsere Teams in Italien und Spanien vor Ort den gesamten Produktprozess von der Auswahl des Saatgutes bis zur Verladung. Damit sichern wir die langfristigen Beziehungen mit unseren Kunden weiter ab und zwar mit konventionellen, nachhaltigen und biologisch erzeugtem Obst und Gemüse. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Produktion, Verpackung und Weiterentwicklung von Eigenmarken unserer Kunden.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2018/2019 durchschnittlich 3 kaufmännische Mitarbeiter (Vorjahr: 4). Die Personalkosten betrugen in diesem Geschäftsjahr TEUR 262 (Vorjahr: TEUR 441).

Darstellung der Lage

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2018/2019 einen Jahresüberschuss nach Steuern von TEUR 9 erzielt.

Das Jahresergebnis ist wesentlich durch ein Zinsergebnis von TEUR -342 (Vorjahr: TEUR -596) beeinflusst, welches hauptsächlich aus den Factoring-Vereinbarungen sowie aus Zinserträgen und -aufwendungen aus der Cashpooling-Vereinbarung resultiert.

Um diese Faktoren bereinigt hat die Gesellschaft ein positives EBITDA von TEUR 372 (Vorjahr: TEUR 615) erzielt. Den Umsatzerlösen von TEUR 237.217 (Vorjahr: TEUR 232.772) standen Materialaufwendungen zur Erzielung der Umsatzerlöse von TEUR 236.659 (Vorjahr: TEUR 231.998) gegenüber.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum vorhergehenden Stichtag um TEUR 1.220 gestiegen. Dies resultiert überwiegend aus der Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf der Aktivseite und der Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf der Passivseite.

Erstmals zum 31. März 2019 wurden die Rahmen des Factorings offenen Kaufpreisforderungen von EUR 10.676 unter dem Posten "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen' ausgewiesen werden und nicht wie in den Vorjahren als Guthaben bei Kreditinstituten. Eine Anpassung der Vorjahreszahl von insgesamt TEUR 6.306 erfolgte nicht.

Die Eigenkapitalquote (Relation von Eigenkapital zur Bilanzsumme) beträgt am 31. März 2019 20 % und ist im Vergleich zum Vorjahr um 1 %-Punkt gesunken.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres 2018/2019 sichergestellt.

Unsicherheit der Unternehmensfortführung

Die Greenyard Fresh Trade International GmbH ist abhängig von der Finanzierung ihres Geschäftsbetriebes durch die Muttergesellschaft Greenyard NV, Belgien.

Im Geschäftsjahr 2018/19 hat die Greenyard-Gruppe deutliche Profitabilitätseinbußen hinnehmen müssen. Dies resultiert insbesondere aus Wettbewerbsverschärfungen infolge grundlegender Marktveränderungen im Einzelhandelsbereich, die zum Teil einen Übergang von klassischen Handelsgeschäftsmodellen zu Partnerschaften mit ausgewählten Einzelhandelsketten zum Gegenstand haben. Darüber hinaus haben verschiedene Sondereffekte wie beispielsweise die extreme Trockenperiode im Sommer 2018 sowie eine weltweite Rückrufaktion aufgrund von Listerienkontaminierungen in der Produktion einer ungarischen Konzerngesellschaft zu erheblichen Ergebnisbelastungen im Geschäftsjahr 2018/19 geführt. Diese nachteiligen Veränderungen führten zu Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Liquiditätssituation sowie der Einhaltung von Covenant-Regelungen.

Um diesen Unsicherheiten maßgeblich entgegenwirken zu können, wurde die Konzerngeschäftsleitung neu aufgestellt und ein detaillierter Transformations- und Businessplan entwickelt, der insbesondere auf Kosteneinsparungen, Personalanpassungen, Umsatzsteigerungen sowie bestimmte Desinvestitionen ausgerichtet ist

Auf Basis dieser Maßnahmen und zwischenzeitlich erzielter Profitabilitätsverbesserungen haben die Konsortialbanken mit Einverständniserklärung vom 15. November 2019 einen bedingten Verzicht auf die Einhaltung der Covenant-Regelungen bis zum 22. Dezember 2021 ausgeübt.

Bedingung hierfür ist die Einhaltung des Transformations- und Businessplans und eine damit verbundene positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Neben der Einhaltung dieser Bedingungen und der entsprechenden Erzielung des geplanten EBITDA sowie der Cashflow- und Working-Capital-kennzahlen eine wesentliche Herausforderung dar. Darüber hinaus ist die Umsetzung der Bestrebungen zur Veräußerung weiterer nicht-betriebsnotwendiger Vermögenswerte sowie das Ausbleiben nachteiliger Veränderungen der Rahmenbedingungen von entscheidender Bedeutung. Letztere beziehen sich vor allem auf den Verlust von Schlüsselpersonen sowie nachteilige regulatorische bzw. marktbezogene Veränderungen, denen gegebenenfalls kurzfristig durch adäquate Maßnahmen entgegenzuwirken ist, um eine Bestandsgefährdung zu vermeiden.

Im am 15. November 2019 veröffentlichten Halbjahresfinanzbericht des Greenyard Konzerns, haben das Executive Management und Board of Directors der Greenyard NV Belgien die Überzeugung zum Ausdruck gebracht, dass die Greenyard-Gruppe nach aktuellem Kenntnisstand ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen und den vorstehend erläuterten Herausforderungen begegnen kann. Weiterhin wurde damals festgestellt, dass wesentliche nachteilige Veränderungen von Rahmenbedingungen unwahrscheinlich erscheinen bzw. gegebenenfalls adäquate und zeitgerechte Korrekturmaßnahmen ergriffen werden können.

Daher haben das Executive Management und der Board of Directors zusammenfassend festgestellt, dass der konsolidierte Halbjahresabschluss des Greenyard Konzerns zum 30. September 2019 auf der Grundlage der Fortführungsprämisse aufgestellt werden konnte.

Aufgrund der vorstehend erläuterten Abhängigkeit von der Konzernfinanzierung ist die Einschätzung des Executive Managements und des Board of Directors der Greenyard NV zur Unternehmensfortführung auf Gesamtkonzernebene auch für die Fortführungsprämisse auf der Ebene Greenyard Fresh International GmbH, Bremen von maßgeblicher Bedeutung.

Die Geschäftsführung geht weiterhin von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Greenyard Fresh Trade International GmbH sieht sich gut aufgestellt, auch in Zukunft auf die verschiedensten Anforderungen der Kunden reagieren.

Wir können auf fest verbundene Produzenten und eine leistungsfähige Beschaffung zurückgreifen. Dieses können unsere Kunden als deutlichen Mehrwert verbuchen, da wir ihnen so aus einer Hand die Möglichkeit der Direktbeschaffung aus Spanien und Italien anbieten.

Durch die enge Zusammenarbeit mit der Produktion in beiden Ländern können wir unseren Lieferanten den Zugang zu technischen Ressourcen und Betreuung verschaffen, Verbesserungen bei Qualität, Erträgen und Lebensmittelsicherheit erreichen und mehr nachhaltige Lieferkettenkonzepte für unsere Lebensmitteleinzelhandels-Kunden entwickeln.

Trends zur gesunden Ernährung hat der Lebensmitteleinzelhandel aufgegriffen und Greenyard Fresh Trade International GmbH sieht sich hier gut positioniert, die Trends durch innovative Produkte, Konzepte und Verpackungen zu begleiten.

Der allgemeine Trend zur Erhöhung der Eigenbeschaffung des Lebensmittelhandels in Deutschland ist ein Risiko, was zu Verschiebungen im Produktportfolio sorgt.

Eine direkte Verbindung zum Feld, d.h. die konsequente und nachhaltige Steuerung der Prozesse vom Anbau bis in den Lebensmitteleinzelhandel ist unumgänglich. Das Engagement im Anbau, der Produktbegleitung und Qualitätssicherung hat sich als richtig erwiesen.

Das Risiko von Forderungsausfällen kann aufgrund der Kundenstruktur als relativ gering angesehen werden. Dem Risiko von Forderungsverlusten wird zu dem durch ein straffes Forderungsmanagement entgegengewirkt. Zusätzlich wird diese Vorgehensweise durch eine zielorientierte und transparente Berichterstattung unterstützt.

Extreme Wetterkapriolen werden uns auch in Zukunft bei verschiedenen Artikeln Überangebote oder Knappheit bescheren. Dem können wir nur durch langfristige Partnerschaften mit Produzenten und die direkte Verbindung zum Feld entgegenwirken.

Unter Berücksichtigung aller Chancen und Risiken erwartet das Management auf Grundlage des vorläufigen Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2019/2020 aufgrund der guten Zusammenarbeit mit dem Hauptkunden Umsatzerlöse auf einem ähnlichen Niveau wie im Geschäftsjahr 2018/2019 und aufgrund des Unternehmensmodells und der erwarteten Stabilität der Geschäftstätigkeit mit einem vergleichbaren Jahresergebnis. Wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit infolge der in 2020 aufgetretenen Corona-Pandemie sind nicht erkennbar.

 

Bremen, den 4. Mai 2020

Charles-Henri Deprez

Bilanz zum 31. März 2019

Aktiva

31.03.2019 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.436,55 3
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.852.886,36 9.841
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 37.678.245,40 35.156
3. Sonstige Vermögensgegenstände 101.348,58 109
52.632.480,34 45.106
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 6.306
52.632.480,34 51.412
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.994,45 3
52.637.911,34 51.418

Passiva

31.03.2019 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.010.000,00 10.010
II. Kapitalrücklage 19.156,85 19
IV. Gewinnvortrag 608.208,70 616
V. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 9.344,76 -8
10.646.710,31 10.637
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 75.200,00 60
2. Sonstige Rückstellungen 6.754.931,50 6.363
6.830.131,50 6.423
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.737,22 113
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.216.492,01 31.360
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.934.840,30 2.885
35.161.069,53 34.358
52.637.911,34 51.418

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2018 bis 31. März 2019

1.4.2018 - 31.3.2019 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 237.217.317,44 232.772
2. Sonstige betriebliche Erträge 621.605,19 888
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 235.746.644,06 231.160
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 912.223,83 838
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 225.146,28 389
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 37.289,53 52
5. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.278,31 2
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 543.530,86 602
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.674,18 9
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 353.371,88 605
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.366,22 27
10. Ergebnis nach Steuern 9.745,84 -6
11. Sonstige Steuern 401,08 2
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 9.344,76 -8

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. April 2018 bis zum 31. März 2019

Allgemeine Hinweise

Die Greenyard Fresh Trade International GmbH hat ihren Sitz in Bremen und ist beim Amtsgericht Bremen unter HR B 26169 im Handelsregister eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Das Geschäftsjahr beginnt im April und endet im März des folgenden Jahres.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde mit der Ausnahme beachtet, dass erstmalig zum 31. März 2019 im Rahmen des Factorings offenen Kaufpreisforderungen von EUR 10.676 unter dem Posten "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" ausgewiesen werden und nicht wie in den Vorjahren als Guthaben bei Kreditinstituten. Eine Umgliederung der Vorjahreszahl von insgesamt TEUR 6.306 erfolgte nicht.

Die Fristigkeitsvermerke zu den Forderungen und den Verbindlichkeiten (§ 266, 268 Abs. 4 und 5 HGB) wurden zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit in den Anhang aufgenommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren vorrangig aus der Cash-Pooling-Vereinbarung mit Greenyard Fresh Belgium NV, Sint-Katelijne-Waver, Belgien, (TEUR 37.515, Vorjahr: TEUR 34.961).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 10.010.000,00 und ist voll eingezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich überwiegend aus erwarteten Kundenrückvergütungen (TEUR 6.551) zusammen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig und nicht mit Sicherheiten belegt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Verbindlichkeiten gegenüber Greenyard Fresh Spain S.A., Valencia, Spanien, (TEUR 23.699) und gegenüber Greenyard Fresh Italy s.r.l., Trevenzuolo, Italien (TEUR 8.513).

Außerbilanzielle Geschäfte

Factoring

Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 52.158 (Vorjahr: TEUR 56.329) verkauft. Der Vorteil ist, dass die Liquiditätsplanung hierdurch verbessert wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in jährlicher Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 18). Sie entfallen in voller Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 7) auf verbundene Unternehmen und resultieren aus Mietverpflichtungen für Räumlichkeiten.

Haftungsverhältnisse

Greenyard N.V hat Darlehen in einem Gesamtvolumen von EUR 375 Mio. bei der ING Bank aufgenommen. Für diese Darlehen bürgen die Greenyard Fresh Trade International GmbH als auch weitere Konzerngesellschaften. Im Rahmen eines am 22. Oktober 2016 und mit letzter Änderung vom 30. April 2019 abgeschlossenen Globalzessions- und eines Konten- verpfändungsvertrags. Demnach kann Greenyard Fresh Trade International GmbH als Bürge in Anspruch genommen werden. Eine Inanspruchnahme ist zurzeit nicht zu erwarten.

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus dem Fruchthandel im In- und Ausland. Eine Aufgliederung nach § 285 Nr. 4 HGB entfällt, da eine einheitliche Verkaufsorganisation für die Märkte besteht.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus Umlagen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 584 (Vorjahr: TEUR 852).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus den Kosten für fremde Dienstleistungen TEUR 106 (Vorjahr: TEUR 163), Aufwendungen verbundener Unternehmen TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 168) und den Gebühren für Factoring TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 101) zusammen.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Ralf Philipp, Nidda, kaufmännischer Geschäftsführer (bis zum 22. August 2018)

Tim Van Londersele, Belsele/Belgien, kaufmännischer Geschäftsführer (seit dem 22. August 2018 bis 13. Januar 2019)

Charles-Henri Deprez, Wuustwezel/Belgien, kaufmännischer Geschäftsführer (seit 13. Januar 2020)

Ist ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer mit einem Prokuristen vertreten.

Auf die Berichterstattung über die Organbezüge wurde unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Abschlusssprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 15
15

Mitarbeiter

Im Durchschnitt wurden im Geschäftsjahr 3 (Vorjahr: 4) kaufmännische Arbeitnehmer beschäftigt.

Angaben bei Ereignissen, aufgrund derer eine wesentliche Unsicherheit bezüglich der Fortführung der Unternehmenstätigkeit besteht

Wie in Abschnitt "Unsicherheit der Unternehmensführung" des Lageberichtes ausführlich dargestellt, ist die Greenyard Fresh Trade International GmbH abhängig von der Finanzierung ihres Geschäftsbetriebes durch den Greenyard-Konzern. Der Greenyard-Konzern sieht sich anhaltenden operativen Herausforderungen gegenüber, die dazu führen, dass der Konzern möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Aus der in 2020 aufgetretenen Corona-Pandemie haben sich bisher keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit ergeben.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem 31. März 2019 nicht ereignet.

Konzernverhältnisse

Alleinige Gesellschafterin der Greenyard Fresh Trade International GmbH ist die Greenyard Fresh Holding DE GmbH & Co. KG, Bremen. Diese ist eine 100% Tochtergesellschaft Greenyard Fresh Investments NL B.V., Sint-Katelijne-Waver, Belgien, die ist wiederum eine 100% Tochtergesellschaft der Greenyard N.V., Sint-Katelijne-Waver, Belgien. Die Greenyard N.V., Belgien erstellt einen Konzernabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften des IFRS, der unter www.nbb.be offengelegt ist.

Die Greenyard Fresh Trade International GmbH ist in dem Konzernabschluss ihrer Muttergesellschaft Greenyard Fresh Holding DE GmbH & Co. KG enthalten. Dieser Konzernabschluss ist nach HGB aufgestellt und wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bremen, den 4. Mai 2020

Charles-Henri Deprez

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018/2019

Bruttobuchwerte kumulierte Abschreibungen Nettobuchwerte
Stand am 01.04.2018 Zugänge Stand am 31.03.2019 Stand am 01.04.2018 Zugänge Stand am 31.03.2019 Stand am 31.03.2019 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.250,00 0,00 1.250,00 1.145,84 104,16 1.250,00 0,00 0
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.150,66 1.068,20 6.218,86 2.608,16 1.174,15 3.782,31 2.436,55 3
6.400,66 1.068,20 7.468,86 3.754,00 1.278,31 5.032,31 2.436,55 3

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Greenyard Fresh Trade International GmbH, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Greenyard Fresh Trade International GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Greenyard Fresh Trade International GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "Ereignisse, auf Grund derer eine wesentliche Unsicherheit bezüglich der Fortführung der Unternehmenstätigkeit besteht" im Anhang sowie die Angaben in

Abschnitt "Unsicherheit der Unternehmensführung" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft von der Finanzierung durch den Greenyard-Konzern abhängig sind. Der Greenyard-Konzern sieht sich anhaltenden operativen Herausforderungen gegenüber, die sich auf die Finanzpositionen auswirken und zu Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Liquiditätssituation und der Einhaltung der Covenant-Regelungen in Kreditverträgen führen.

Wie in den oben genannten Abschnitten des Anhangs und des Lageberichtes dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 8. Mai 2020

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dieter Tenambergen, Wirtschaftsprüfer

Ute Billerbeck, Wirtschaftsprüferin

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