e.discom Telekommunikation GmbH

Alfred-Nobel-Straße 1, 16225 Eberswalde, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt/Oder HRB 19738
Eingetragen
25.11.2022
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationWiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die TelekommunikationHerstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
Gegenstand
Das Erbringen von Telekommunikationsdienstleistungen für die Öffentlichkeit einschließlich der Errichtung und des Betreibens von Übertragungswegen sowie die Entwicklung und Vermarktung von Telekommunikationsdienstleistungen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gerhard Roth
seit 25.11.2022
Geschäftsführer
Detlef Katzschmann
seit 25.11.2022
Geschäftsführer
Katrin Scheibner
seit 25.11.2022
Prokura
Kay Fuhrmann
seit 25.11.2022
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

e.discom Telekommunikation GmbH

Eberswalde

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Bilanz der e.discom Telekommunikation GmbH

in € 31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen 377.877.621 265.744.221
Immaterielle Vermögensgegenstände 657.871 980.738
Sachanlagen 377.219.750 264.763.483
Umlaufvermögen 99.619.629 64.802.247
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 99.612.073 64.794.691
Flüssige Mittel 7.556 7.556
Rechnungsabgrenzungsposten 485.189 297.112
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 399.879 -
Aktiva 478.382.318 330.843.580
Eigenkapital 27.017.018 27.017.018
Gezeichnetes Kapital 560.000 560.000
Gewinnrücklagen 5.335.842 5.335.842
Gewinnvortrag 21.121.176 21.121.176
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag - -
Zuschüsse 352.220.975 241.216.141
Rückstellungen 16.682.237 15.569.484
Verbindlichkeiten 77.146.322 42.256.741
Rechnungsabgrenzungsposten 5.315.766 4.784.196
Passiva 478.382.318 330.843.580

Gewinn- und Verlustrechnung der e.discom Telekommunikation GmbH

in € 2023 2022
Umsatzerlöse 44.479.959 38.123.223
Bestandsveränderungen - -
Andere aktivierte Eigenleistungen 3.137.288 3.329.893
Sonstige betriebliche Erträge 3.657.432 941.000
Materialaufwand -13.033.395 -11.155.321
Rohergebnis 38.241.284 31.238.795
Personalaufwand -17.542.013 -14.129.533
Abschreibungen -7.769.739 -4.932.213
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.879.925 -4.383.060
Betriebsergebnis 8.049.607 7.793.989
Finanzergebnis 2.876.478 -1.654.756
Ergebnis vor Steuern 10.926.084 6.139.233
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - -
Ergebnis nach Steuern 10.926.084 6.139.233
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -10.926.084 -6.139.233
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag - -

Anhang für das Geschäftsjahr 2023 der e.discom Telekommunikation GmbH, Eberswalde

Allgemeine Grundlagen

Die e.discom Telekommunikation GmbH mit Sitz in Eberswalde wird beim Amtsgericht Frankfurt (Oder) unter der Nummer HRB 19738 im Handelsregister geführt.

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit dem GmbH-Gesetz (GmbHG) sowie des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG) aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Die e.discom Telekommunikation GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, die Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden einzelne Posten gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die e.discom Telekommunikation GmbH erbringt energiespezifische Dienstleistungen innerhalb einer Gruppe verbundener Elektrizitäts- und Gasunternehmen und fällt damit unter § 6b EnWG.

Als 100-prozentige Tochtergesellschaft ist sie ferner ein verbundenes Unternehmen zur E.DIS AG, Fürstenwalde/Spree, und hat damit die Pflichten zur internen Rechnungslegung gemäß § 6b Abs. 3 EnWG in Verbindung mit § 3 Nr. 38 EnWG zu beachten.

Die E.ON SE, Essen (HRB 28196), ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Die e.discom Telekommunikation GmbH wird in den befreienden Konzernabschluss der E.ON SE, Essen (HRB 28196), einbezogen.

Die E.ON SE stellt den Konzernabschluss entsprechend § 315e HGB nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS) unter Berücksichtigung der ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften des HGB.

Die e.discom Telekommunikation GmbH hat am 13.05.2020 mit der E.DIS AG, Fürstenwalde/Spree (HRB 7488), als herrschende Gesellschafterin einen Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung vom 1. Januar 2020 geschlossen, welcher zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses ungekündigt fortbesteht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Aktiva


Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und bei zeitlich begrenzter Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände 4 bis 10 Jahre
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs‐ und Geschäftsausstattung 5 bis 15 Jahre


Abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als 250 € und bis zu 800 € werden im Jahr des Zuganges in voller Höhe abgeschrieben. Abnutzbare Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten nicht mehr als 250 € übersteigen, werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

Flüssige Mittel und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Fondsanteilenliquiden Mitteln angelegt. Die Fondsanteile werden vom E.ON Pension Trust e.V., Essen, treuhänderisch für die e.discom Telekommunikation GmbH verwaltet.

Die zur Erfüllung der Altersvorsorgeverpflichtungen dienenden Vermögensgegenstände werden nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen zu verrechnen. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Der sich ergebene Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst. Soweit daraus ein Überschuss des Deckungsvermögens über die jeweils maßgebliche Verpflichtung resultiert, erfolgt der bilanzielle Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auf der Aktivseite der Bilanz.

Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Das Deckungsvermögen teilt sich auf in am aktiven Markt gelistetes Vermögen (ca. 85 %) und nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen (ca. 15 %). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird, soweit es sich um am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, durch die beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme von Börsenkursen bewertet. Sofern es sich um nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, werden die Werte mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden, wie zum Beispiel des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens bei Immobilienbewertungen, unter Verwendung branchenspezifischer Annahmen zum Abschlussstichtag abgeleitet. Die jeweilige Verwaltungsgesellschaft respektive die dort beauftragten Gutachter legen die Bewertungsannahmen, wie Zinssätze, fest.

Passiva

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Zuschüsse enthalten den Sonderposten für Investitionszuschüsse.

Erhaltene Investitionszuschüsse sind zu Nennbeträgen bewertet und werden ab dem Fertigstellungszeitpunkt entsprechend der jeweils vorgesehenen Nutzungsdauer der geförderten Anlagengegenstände zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst.

Die Investitionszuschüsse werden angesetzt, sobald angemessene Sicherheit besteht, dass alle Förderbedingungen erfüllt werden und die Förderung in voller Höhe gewährt wird. Sofern noch keine angemessene Sicherheit besteht, wird eine sonstige Verbindlichkeit passiviert.

Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei den sonstigen Rückstellungen sind auch zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen, sofern ausreichend objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer originären Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends und einer Rentendynamik. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen, die Altersversorgungscharakter haben, wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Die Bewertung der vergleichbar langfristig fälligen sonstigen Rückstellungen erfolgt ebenfalls nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends. Zur Diskontierung der Jubiläumsverpflichtungen sowie für Sterbegeldverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Zur Abzinsung der Verpflichtungen aus Vorruhestandsvereinbarungen werden den Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre zugrunde gelegt. Der für diese Durationen maßgebliche Zins wurde mittels linearer Interpolation aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgeleitet.

Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung der Regelungen des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20. April 2007 herangezogen. Für Mitarbeiter mit abgeschlossenen Vorruhestandsvereinbarungen wird das vertraglich vereinbarte Endalter berücksichtigt. Des Weiteren werden branchenübliche Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Der Rückstellungsbewertung liegen folgende Annahmen zugrunde:


31.12.2023 31.12.2022
Gehalts-/Karrieretrend 2,95 % p.a. 2,75 % p.a.
Rentendynamik - gesetzliche Garantieanpassung 1,00 % p.a. 1,00 % p.a.
Rentendynamik - andere Anspruchsberechtigte, die nicht einer vereinbarten Garantieanpassung unterliegen
2,20 % p.a.

2,00 % p.a.
Rechnungszins Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1,83 % p.a. 1,78 % p.a.
Rechnungszins Jubiläums- und Treueurlaubsverpflichtungen sowie Sterbegeldverpflichtungen 1,76 % p.a. 1,44 % p.a.
Rechnungszins Vorruhestandsverpflichtungen bzw. -potential 1,08 % p.a. 0,45 % p.a.


Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,83 % p.a.) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,76 % p.a.) beträgt zum Bilanzstichtag 260 T€ (i.Vj. 1.249 T€). Es stehen der e.discom Telekommunikation GmbH ausreichend frei verfügbare Gewinnrücklagen zur Verfügung. Eine Abführungssperre entsteht für diesen Sachverhalt nicht.

Rückstellungen für noch nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen werden mittels Schätzverfahren zum Bilanzstichtag abgegrenzt.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen


Die in der Bilanz zusammengefasst ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr werden in einer gesonderten Aufstellung - Entwicklung des Anlagevermögens - dargestellt. Sie ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Die Zugänge zu den Sachanlagen betreffen vor allem die Anlagen im Bau durch geleistete Anzahlungen im Zusammenhang mit dem geförderten Breitbandausbau.

Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 323 1.164
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 55.308 38.748
davon gegen die Gesellschafterin 45.900 34.995
davon gegen übrige verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen 9.408 3.753
Sonstige Vermögensgegenstände 43.981 24.883

99.612 64.795


Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 45.899 T€ (Vorjahr 34.993 T€) das konzerninterne Cash-Pooling mit der E.DIS AG.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus abziehbaren Vorsteueransprüchen in Höhe von 20.933 T€ (Vorjahr 19.292 T€) und Investitionszuschüsse in Höhe von 22.720 T€ (Vorjahr 5.425 T€).

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen geleistete Vorauszahlungen auf zukünftige Wartungspauschalen (davon 75 T€ mit einer Restlaufzeit größer 12 Monate).

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Aus der Verrechnung des beizulegenden Zeitwertes des Deckungsvermögens im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen ergibt sich zum 31.12.2023 ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (i. Vj. ein Verpflichtungsüberhang), der sich wie folgt zusammensetzt:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Versorgungsverpflichtungen, die durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind

Erfüllungsbetrag -3.238 -3.218
beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 3.638 3.099
Nettowert 400 -119


Die Anschaffungskosten der Fondanteile betragen 3.655 T€ (Vorjahr 3.536 T€).

Für die Versorgungsleistungen, die bis zum 30. Dezember 2017 von der Versorgungskasse Energie VVaG i.L. (VKE), Hannover, rückgedeckt waren, hat die e.discom Telekommunikation GmbH mit dem E.ON Pension Trust e.V. einen Treuhandvertrag (CTA Past Service) abgeschlossen. Die betriebliche Zusatzsicherung Past Service (vor 2018) hat ihren Hintergrund in der Beendigung der bisherigen (Rückdeckungs-)Versicherungsverhältnisse mit der VKE. Insoweit ergibt sich für die e.discom Telekommunikation GmbH eine strenge Nachdotierungsverpflichtung.

Die Arbeitnehmerzahlungen und die daraus resultierenden Ansprüche sind - soweit diese bis zum 30. Dezember 2017 erdient wurden - durch zweckgebundenes Vermögen abgesichert. Im Berichtsjahr wurden Einzahlungen in Höhe von 145 T€ vorgenommen.

Die nach dem 30. Dezember 2017 erdienten Pensionsverpflichtungen werden zum Abschlussstichtag als Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen passiviert.

Eigenkapital

Das Stammkapital ist voll eingezahlt und wird zu 100 % vollständig von der E.DIS AG gehalten.

Die Gewinnrücklagen entfallen vollständig auf Gewinnverwendungsbeschlüsse vergangener Geschäftsjahre.

Der Gewinnvortrag beträgt unverändert zum Vorjahr 21.121 T€.

Der Gesamtbetrag der gegen Ausschüttung gesperrten Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB umfasst - wie im Vorjahr - 0,00 €. Nach § 253 Abs. 6 HGB sind 260 T€ (i.Vj. 1.249 T€) grundsätzlich ausschüttungsgesperrt.

Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung unterliegt keiner Abführungssperre nach § 301 AktG, da die Gewinnrücklagen der e.discom Telekommunikation GmbH im erforderlichen Umfang frei verfügbar sind.

Sonderposten für Investitionszuschüsse

Als Sonderposten für Investitionszuschüsse werden Zuschüsse passiviert, welche die e.discom Telekommunikation GmbH zur Förderung von Investitionen in Breitband Infrastrukturen von öffentlichen Stellen erhält. Im Geschäftsjahr fanden Auflösungen des Sonderpostens in Höhe von 2.645 T€ (Vorjahr 126 T€) statt, analog zur Abschreibung der fertiggestellten Anlagen im Geschäftsjahr.

Rückstellungen

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen 13.949 12.827
Sonstige Rückstellungen 2.733 2.742
Summe Rückstellungen 16.682 15.569


Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Finanzierung erfolgt teils durch den Arbeitgeber und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen teils durch die Arbeitnehmer. Für Pensionsverpflichtungen nach dem 30. Dezember 2017 besteht kein Treuhandvertrag und kein Deckungsvermögen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen sonstige Personalverpflichtungen in Höhe von 2.008 T€ (Vorjahr 1.615 T€) und Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen in Höhe von 443 T€ (Vorjahr 766 T€).

Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 298 479
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.270 27.268
davon gegenüber aus Lieferungen und Leistungen 6.305 992
davon gegenüber aus sonstigen Leistungen 37 23
davon gegenüber der Gesellschafterin 29.927 26.253
davon aus Ergebnisabführung 10.926 6.139
davon aus Darlehen 19.000 20.000
davon aus Zinsen 1 114
Sonstige Verbindlichkeiten 40.579 14.510
davon aus Steuern 178 201

77.146 42.257


Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber verbundenen Unternehmen mit Ausnahme der Darlehen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind ungesichert.

Die Finanzverbindlichkeiten aus Darlehen bestehen gegenüber der Gesellschafterin. Sicherheiten für das Darlehen wurden nicht gegeben. Die Restlaufzeiten betragen bis zu einem Jahr 4.000 T€ (Vorjahr 1.000 T€), größer einem Jahr 15.000 T€ (Vorjahr 16.000 T€) und größer fünf Jahre 0 T€ (Vorjahr 3.000 T€).

Weiterhin werden in den sonstigen Verbindlichkeiten Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 40.384 T€ (Vorjahr 14.284 T€) für Investitionen in den Breitbandausbau ausgewiesen, für die bis zum Bilanzstichtag noch nicht mit der geförderten Baumaßnahme begonnen wurde.

Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Umsätze aus Vertragsverbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag noch nicht erfüllt waren, ausgewiesen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

in T€ 2023 2022
Übertragungswege 24.462 22.926
davon Umsatz mit Konzernunternehmen 12.915 12.142
Internet und Datennetz sowie übrige Umsätze 12.074 11.536
davon Umsatz mit Konzernunternehmen 6.343 6.226
Umsatzerlöse FttE Breitband 7.944 3.661
davon Umsatz mit Konzernunternehmen 7.912 3.656
Gesamt 44.480 38.123


Die Umsätze werden ausschließlich im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Im Wesentlichen beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge die Auflösung der Investitionszuschüsse im Rahmen des geförderten Breitbandausbaues in Höhe von 2.645 T€ (Vorjahr 126 T€) sowie 751 T€ (Vorjahr 681 T€) periodenfremde Erträge. Die periodenfremden Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 575 T€ (Vorjahr 440 T€).

Materialaufwand

in T€ 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 361 276
Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.672 10.879
Summe Materialaufwand 13.033 11.155


Der Materialaufwand wird überwiegend durch die Pacht- und Dienstleistungsverträge, Entgelte öffentlicher Netzbetreiber sowie Fremdleistungen für Internet und Instandhaltung bestimmt.

Personalaufwand

in T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter 13.521 11.411
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.021 2.719
davon für Altersversorgung 1.329 455
Summe Personalaufwand 17.542 14.130


Durchschnittliche Beschäftigungszahl

in Personen 2023 2022
Vollzeit gesamt 175 167
Teilzeit gesamt 12 7
Gesamt 187 174
männlich 144 136
weiblich 43 38
Gesamt 187 174


Abschreibungen

Die Abschreibungen entfallen ausschließlich auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für konzerninterne Weiterverrechnungen, IT-Aufwendungen, Mieten, Aus- und Fortbildung sowie Fahrzeuge.

Finanzergebnis

in T€ 2023 2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.334 273
davon aus verbundenen Unternehmen 3.048 273
davon Erträge aus Deckungsvermögen 285 0
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 1 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -458 -1.928
davon an verbundene Unternehmen -455 -454
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 0 -590
davon sonstige Zinsen -3 -1
Summe Finanzergebnis 2.876 -1.655


Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten 3.048 T€ Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Cash-Pooling mit der E.DIS AG.

Im Zinsaufwand ist der Nettoaufwand von langfristigen Pensions- und Personalrückstellungen in Höhe von 0,00 € (Vorjahr 590 T€) dargestellt. Im aktuellen Geschäftsjahr weist dieser einen positiven Saldo aufgrund der Zinsentwicklungen am Kapitalmarkt auf.

Der davon-Vermerk zu den Zinsen und ähnlichen Erträgen enthält nicht die betreffenden Aufwendungen und Erträge aus der Saldierung gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB. Diese werden in der nachfolgenden Aufstellung entsprechend § 285 Nr. 25 HGB gesondert angegeben.
Die Vermögenserträge werden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung wie folgt verrechnet:

in T€ 2023
Erträge aus Deckungsvermögen 420
Aufwendungen aus der Aufzinsung (einschließlich Zinssatzänderungen) -135
Nettoertrag nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB 285
Zinserträge von verbundenen Unternehmen 3.048
Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen 1
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.334


Die Erträge aus den verrechneten Aktiva und Passiva übersteigen damit im Gegensatz zum Vorjahr die korrespondierenden Aufwendungen. Im Geschäftsjahr 2022 wurde der Nettoaufwand gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unter der Aufzinsung von Rückstellungen in der Position Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

in T€ 2022
Aufwendungen aus der Aufzinsung (einschließlich Zinssatzänderungen) 589
Erträge aus Deckungsvermögen -33
Aufwendungen aus Deckungsvermögen 916
Nettoaufwand nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB 1.472
Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen 1
Sonstige Zinsen 455
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.928


Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrag werden 10.926 T€ (Vorjahr 6.139 T€) Gewinn an die E.DIS AG abgeführt.

Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen


Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 16.298 T€ (Vorjahr 11.228 T€). Es handelt sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Pachtaufwendungen, Verwaltungsdienstleistungen, öffentliche Übertragungswege, Mieten und Bestellobligo 2024. Im Bestellobligo sind auch Investitionsverpflichtungen enthalten.

Hiervon entfallen 9.031 T€ auf verbundene Unternehmen.

Aus der Überführung des bisherigen Versicherungsvermögens der Versorgungskasse Energie VVaG i.L. (betriebliche Zusatzsicherung bis zum 30. Dezember 2017) in die insolvenzrechtlich gleichwertige Anschlusslösung CTA Past Service über E.ON Pension Trust e.V. resultiert für die e.discom Telekommunikation GmbH eine Nachschussverpflichtung. Demnach sind Deckungsmittel stets in einer Höhe zur Verfügung zu stellen, die es ermöglichen, dass damit Leistungen in Höhe des Verpflichtungsumfanges, der vormals bei der Versorgungskasse entstanden ist, abzüglich der bereits nach dem Auflösungsstichtag geleisteten Rentenzahlungen, laufend finanziert werden können. Fällt das vorhandene Treuhandvermögen hinter diesen Verpflichtungsumfang zurück, trifft die e.discom Telekommunikation GmbH eine Nachdotierungspflicht. Die e.discom Telekommunikation GmbH geht davon aus, dass in diesem Zusammenhang in 2024 keine Nachzahlungsverpflichtungen entstehen werden.

Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen lediglich im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit.

Angaben nach Energiewirtschaftsgesetz

Es bestanden folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen bzw. assoziierten Unternehmen gemäß § 6b Abs. 2 EnWG:

Die e.discom Telekommunikation GmbH ist in das konzerninterne Cash-Pooling mit der E.DIS AG eingegliedert. Zum Bilanzstichtag beläuft sich die Forderung aus dem Cash-Pooling auf 45.899 T€. Die Zinserträge hieraus betragen 3.048 T€. Die entsprechende Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Aufgrund des zwischen der E.DIS AG abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages sind für das Berichtsjahr Gewinne in Höhe von 10.926 T€ abzuführen.

Mit der E.DIS Netz bestehen verschiedene Dienstleistungsverträge - insbesondere über die Bereitstellung von Übertragungswegen und die Erbringung von Kommunikationsdienstleistungen - sowie ein Pachtvertrag über das Telekommunikationsnetz und Übertragungsanlagen. Es wurden von der e.discom Erträge in Höhe von 18.842 T€ vereinnahmt und Aufwendungen in Höhe von 10.357 T€ erbracht.

Die e.discom hat gegenüber der envia TEL GmbH aufgrund des Vertrages über die Bereitstellung und Überlassung von Übertragungswegen Leistungen in Höhe von 2.452 T€ abgerechnet.

Die e.discom hat gegenüber der Westenergie AG aufgrund des Vertrages über kommunikationstechnische Dienstleistungen Leistungen in Höhe von 1.563 T€ abgerechnet.


Die vorgenannten Geschäfte sind zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt worden.

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung


Die Geschäftsführung der e.discom Telekommunikation GmbH setzt sich wie folgt zusammen:

Detlef Katzschmann Diplom Informatiker Geschäftsbereich Netz und Betrieb
Gerhard Roth Diplom Betriebswirt Kaufmännischer Geschäftsbereich
Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers sind in der Gesamtangabe im Konzernabschluss der E.ON SE enthalten.

 

Eberswalde, den 09.04.2024

Geschäftsführung

Detlef Katzschmann

Gerhard Roth

Entwicklung des Anlagevermögens

in € Anschaffungs- und Herstellungskosten

01.01.2023 Zugänge Abgänge Um-buchungen 31.12.2023
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

4.471.114


400.793


3


7.160


4.879.064
Geleistete Anzahlungen 49.825 - - - 49.825
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.520.938 400.793 3 7.160 4.928.888
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
72.079

241.185


123.189

436.453
Technische Anlagen und Maschinen 49.380.834 69.708.002 48 4.821.564 123.910.352
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.936.665 480.230 103.050 - 3.313.845
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 237.631.537 49.072.928 - -4.951.913 281.752.553
Sachanlagen 290.021.116 119.502.345 103.098 -7.160 409.413.203
Anlagevermögen 294.542.054 119.903.138 103.101 - 414.342.091
in € Kumulierte Abschreibungen

01.01.2023 Zugänge Abgänge Um-buchungen 31.12.2023
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

-3.540.199


-730.820


3




-4.271.016
Geleistete Anzahlungen - - - - -
Immaterielle Vermögensgegenstände -3.540.199 -730.820 3 - -4.271.016
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
-25.020

-6.110



-31.130
Technische Anlagen und Maschinen -23.272.717 -6.532.089 48 - -29.804.756
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1.959.895 -500.720 103.050 - -2.357.565
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
Sachanlagen -25.257.633 -7.038.918 103.098 - -32.193.453
Anlagevermögen -28.797.832 -7.769.739 103.101 - -36.464.469
in € Buchwerte

31.12.2023 31.12.2022
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
608.047

930.914
Geleistete Anzahlungen 49.825 49.825
Immaterielle Vermögensgegenstände 657.871 980.738
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
405.323

47.059
Technische Anlagen und Maschinen 94.105.595 26.108.117
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 956.279 976.770
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 281.752.553 237.631.537
Sachanlagen 377.219.750 264.763.483
Anlagevermögen 377.877.621 265.744.221

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftstätigkeit

Die e.discom Telekommunikation GmbH (e.discom) mit Sitz in Eberswalde ist seit 1996 als Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen für Geschäftskunden und Carrier tätig. Grundlage der Geschäftstätigkeit ist ein weitverzweigtes Kommunikationsnetz insbesondere im Raum Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Auswirkungen des Ukraine Krieges, der nun seit zwei Jahren andauert, beeinflussen weiterhin das wirtschaftliche Geschehen in Deutschland. Die Beschaffung von Erdöl und -gas musste von der Bundesregierung grundlegend neu aufgestellt werden was mit deutlichen Preissteigerungen dieser Rohstoffe und deren Folgeprodukte verbunden war. Die in 2022 und 2023 beschlossenen Gesetze zur Abmilderung der Kosten für Strom und Wärme halfen der Bevölkerung, konnten die enormen Preisanstiege aber nicht vollständig ausgleichen. Besonders energieintensive Industriezweige wie Chemie -und Metallindustrie senkten ihre Produktion deutlich. Die Chemieproduktion (ohne Pharma) sank um 11 Prozent gegenüber Vorjahr [Pressemitteilung chemie.de 15. Dezember 2023].

Mit dem Abschalten der letzten Kernenergieanlagen in Deutschland sowie dem von der Bundesregierung beschlossenen Ausstiegspfad für Kohle bis 2030 galt es die drei Punkte Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit von Energie und Wärme zu adressieren. Um den Strombedarf zu decken, wurde beschlossen noch stärker als bisher in den Ausbau der erneuerbaren Energien zu investieren, was mit sehr hohem Kapitalbedarf einhergeht. Die Umwälzungen im Energiesektor und weitere strukturelle Probleme sorgten dafür, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sich verschlechtert hat.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank gegenüber 2022 um 0,3 Prozent gegenüber einem Wachstum im Jahr zuvor von 1,9 Prozent [Pressemitteilung Nr. 19 Statistisches Bundesamt 15. Januar 2024].

Die Preissteigerungen der vergangenen zwei Jahre setzten sich im Jahr 2023 fort. Im Jahresdurchschnitt lagen die Verbraucherpreise in 2023 bei +5,9% gegenüber 2022. Damit ist die Teuerungsrate ähnlich hoch wie im Vorjahr +6,9%. Wie im Vorjahr beeinflussten die Kategorien Energie +5,3% und Lebensmittel +12,4% maßgeblich die Inflation. Aber auch andere Güterbereiche zeigten deutliche Preissteigerungen. Die Jahresteuerungsrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln lag bei +5,1% [Pressemitteilung Nr. 20 Statistisches Bundesamt 16. Januar 2024].

Die Europäische Zentralbank erhöhte in 2022 zur Bekämpfung der Inflation die Leitzinsen erstmals seit mehreren Jahren. So lag der Leitzinssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte ab Februar 2023 bei 3,00 Prozent und stieg weiter bis Ende 2023 auf 4,5 Prozent. Wegen abebbender Inflation zum Jahresende und wachsender Konjunktursorgen hat die EZB den Leitzins nicht weiter angehoben.

Im Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung wird mit einem schwachen Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 0,2 Prozent für das Jahr 2024 gerechnet. Gründe sind unter anderem die Rückgänge von Aufträgen z.B. im Baugewerbe und bei energieintensiven Unternehmen durch die Verteuerung von Krediten und hohen Rohstoffpreisen sowie Personalknappheiten in Engpassberufen.

Der Branchenverband bitkom erwartet für 2024 für den Markt der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik ein Umsatzwachstum vom 4,4 Prozent. Wachstumstreiber ist wie im Vorjahr die Informationstechnik vor allem im Segment Software in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz. Die Prognose für den Bereich Telekommunikation liegt bei 1,0 Prozent. Die Investitionen in kabelgebundene (+7%) und mobile (+6,2%) Zugangsinfrastruktur bleiben hoch. Es herrscht ein intensiver Wettbewerb bei Preisen und Ausbaugebieten. [Pressemitteilung bitkom 10. Januar 2024]. Insgesamt betrachtet liegen die Prognosen dieses Wirtschaftszweiges über denen der Gesamtwirtschaft.

3. Geschäftsverlauf im Jahr 2023

Entwicklung der Gesellschaft

Das Geschäftsjahr wurde - wie bereits im Vorjahr - mit einem Umsatzwachstum abgeschlossen. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 44.480 T€ (Vorjahr 38.123 T€). Die Umsatzerlöse sind insgesamt um 17 Prozent gestiegen. In allen Produktgruppen ist ein Umsatzwachstum zu verzeichnen. So auch bei Übertragungswegen, wo trotz anhaltenden hohen Wettbewerbs ein Anstieg des Auftragseingangsvolumen monatlicher Entgelte in allen Kundengruppen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen ist.

Prägend für die Entwicklung der Gesellschaft ist der weiterhin anhaltende Konkurrenzdruck innerhalb der Telekommunikationsdienstleistungen in Bezug auf Angebotspreise sowie der sich ständig intensivierende Wettbewerb um Ausbaugebiete beim geförderten und eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau. In mittels Ausschreibungsverfahren gewonnenen Ausbaugebieten schreitet der Netzausbau fort, welches sich in den Erlösen jener Produktgruppe widerspiegelt.

In 2023 konnte die Erweiterung des Netzes mit IP/MPLS (Multiprotocol Label Switching) -Technologie fortgesetzt werden. Diese technische Plattform für die Bereitstellung von Diensten im Kernnetz ist im Geschäftsjahr 2018 erstmals in Betrieb gegangen und wird ausgebaut. Im Rahmen des Migrationsprojektes, welches in der Umsetzung bis zum Jahr 2025 vorgesehen ist, wurden bisher die Ablösestrategien aus kaufmännischer und technischer Sicht betrachtet, im Rahmen von repräsentativen Pilotmigrationen geprüft, erste Umsetzungen getätigt und an aktuelle Anforderungen angepasst.

Ein besonderes Augenmerk wurde den Themen der Konzernprojekte N@works und RegWAN (regionalen Wide Area Network) gewidmet. N@works beinhaltet den First Level Support, erbracht durch e.discom im Namen der EDIS Netz GmbH in diesem Modell, hinsichtlich Störungsaufnahme und Entstörungstätigkeiten für Konzerngesellschaften im Rahmen eines gesamtheitlichen Modells eines virtuellen Netzmanagement Centers über vier Konzerngesellschaften. RegWAN ist der Oberbegriff für die Netzwerk-Anbindung der Standorte der gesamten e.dis Gruppe untereinander sowie die Anbindung an den Konzern-Leitungs-Backbone der E.ON und die Bereitstellung von Office-Communication Diensten (Office Communication LAN). Diese Projekte beeinflussen die Geschäftstätigkeit der e.discom im Hinblick auf Ressourcenallokationen nachhaltig.

Fortwährend war das Jahr 2023, durch die planerisch und baulich begonnene Umsetzung der in 2019 gewonnenen Ausschreibungen zum geförderten Breitbandausbau in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg geprägt. Trotz mangelnder Verfügbarkeiten von Tiefbaukapazitäten und Fachkräften in der Bauausführung und -überwachung, sowie Personalengpässen bei den Behörden zur Freigabe von Baugenehmigungen konnten die Bautätigkeiten gegenüber dem Jahr 2022 gesteigert werden. Unabhängig davon wurden weitere Angebote zum Breitbandausbau abgegeben bzw. die Teilnahme an Ausschreibungen vorbereitet. Die hohen Inflationswerte haben sich im Berichtsjahr in den Aufwendungen nicht wesentlich ausgewirkt.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die e.discom wird im Wesentlichen durch finanzielle Leistungsindikatoren nach dem HGB gesteuert. Diese umfassen vor allem die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Gewinnabführung und die Investitionen.

4.1 Vermögens- und Finanzlage

Zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres belief sich die Bilanzsumme auf 478.382 T€. Im Vergleich zum Vorjahr mit 330.844 T€ ergibt sich ein Zuwachs in Höhe von 45 Prozent.

Auf der Aktivseite der Bilanz führten Investitionstätigkeiten zu einer Erhöhung des Anlagevermögens auf 377.878 T€ (Vorjahr 265.744 T€). Seit 2011 werden auf der Grundlage der seinerzeit durch die E.DIS AG und e.discom geschlossenen Vereinbarung Investitionen in die Übertragungstechnik von e.discom durchgeführt. In 2023 wurden im Wesentlichen neue Projekte im Gesamtwert von 6.682 T€ (Vorjahr 7.128 T€) realisiert. Die Schwerpunkte lagen bei der Erweiterung der IP/MPLS-Plattform, der Bereitstellung von Internetanbindungen bei nationalen und internationalen Carriern sowie regionalen Geschäftskunden.

Von den Gesamtinvestitionen in Höhe von 119.903 entfällt der überwiegende Teil von rund 113.405 T€ (Vorjahr 108.728 T€) auf die Errichtung von Breitbandnetzstrukturen im Rahmen des geförderten Breitbandausbaus. Die Investitionen lagen unter dem Budget 2023 und haben sich gegenüber dem Vorjahreswert leicht erhöht. Die Investitionen in Breitbandnetzstrukturen lagen 63.703 T€ unter dem Budget 2023.

Die Gründe für die Abweichungen zu den Planinvestitionen sind unter anderem auf Verzögerungen bei Genehmigungsvergaben der Behörden und Abrechnungsverzögerungen aufgrund getätigter Mängelanzeigen bei den Baudienstleistern und deren Beseitigung zurückzuführen.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Berichtsjahr auf 99.620 T€ (Vorjahr 64.802 T€). Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen durch erhaltene aber noch nicht verwendete Investitionszuschüsse 22.720 T€ (Vorjahr 5.425 T€) und der Erhöhung des Cash Pool Bestandes auf 45.899 T€ (Vorjahr 34.993 T€) zum Bilanzstichtag. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind unverzinst und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Auf der Passivseite erhöhte sich infolge der Investitionen in den Breitbandausbau korrespondierend der Sonderposten aus Investitionszuschüssen auf 352.221 T€ (Vorjahr 241.216 T€).

Die Rückstellungen von insgesamt 16.682 T€ (Vorjahr 15.569 T€) beinhalten neben zinsinduziert gestiegenen Pensionsrückstellungen in Höhe von 13.949 T€ (im Vorjahr 12.827 T€) vor allem kurzfristige Rückstellungen für sonstige Personal- und übrige vertragliche Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 77.146 T€ (Vorjahr 42.257 T€) enthalten im Wesentlichen erhaltene Investitionszuschüsse 40.384 T€ (Vorjahr 14.284 €) und ein Konzerndarlehen in Höhe von 19.000 T€ (Vorjahr 20.000 T€) für die Errichtung von Breitband Infrastrukturen. Sofern das Investitionsvorhaben zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen wurde, der Abruf der Investitionszuschüsse hingegen in Tranchen geschieht, wird der übersteigende Anteil der noch nicht verwendeten Investitionszuschüsse als sonstige Verbindlichkeit passiviert. Aufgrund der vereinbarten Abnahmekonditionen in Subunternehmerverträgen wird die Weiterverrechnung der geförderten Breitbandinfrastrukturen im nächsten Jahr erwartet. Der Baufortschritt gemäß Förderrichtlinien ist gewährleistet und wird bei jedem Tranchenabruf seitens der Fördermittelgeber überprüft und genehmigt. Die Abrechnung der begonnenen Baumaßnahmen durch die Subunternehmer erfolgt erst nach Abnahme und Fertigstellung der Baumaßnahme gegenüber der e.discom.

Der Zinssatz der Darlehenstranchen errechnet sich aus dem am Tag der Ausreichung geltenden Zinssatz des entsprechenden KfW-Programms. Sicherheiten für das Darlehen wurden nicht gegeben. Die Restlaufzeit der Darlehen beträgt größer einem Jahr 15.000 T€ (Vorjahr 16.000 T€) und größer fünf Jahre 0,00 € (Vorjahr 3.000 T€). Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten aus Vertragsverbindlichkeiten werden planmäßig aufgelöst.

Das Anlagevermögen hat an der Bilanzsumme einen Anteil von 79 Prozent (Vorjahr 80 Prozent). Der hohe Anteil dieser Vermögenswerte sichert die Geschäftsgrundlage langfristig. Die Finanzierung der Gesellschaft ist für die nächsten 12 Monate nach dem derzeitigen Stand der Planungen gesichert. Die Gesellschaft erwartet für die nächsten 12 Monate positive operative CashFlows und ist darüber hinaus in das Cashpooling mit der Gesellschafterin eingebunden. Weiterhin hat die Gesellschaft einen bestehenden Darlehensrahmen (60.000 T€) mit der Gesellschafterin, welcher eventuellen zusätzlichen Liquiditätsbedarf absichert, davon ist ein Darlehen zu 100 Prozent und ein weiteres zu 20 Prozent in Anspruch genommen. Die Darlehen sind mit 2,27 Prozent verzinst und haben mittelfristigen Charakter.

4.2 Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 ist gegenüber dem Vorjahr durch gestiegene Umsatzerlöse in Höhe von 44.480 T€ (Vorjahr 38.123 T€) und leicht gesunkene aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 3.137 T€ (Vorjahr 3.330 T€), sowie gestiegene sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 3.657 T€ (Vorjahr 941 T€) gekennzeichnet.

Die Umsatzerhöhung entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent und liegt 944 T€ unter dem Budget 2023. Diese Entwicklung beruht auf gestiegenen Umsätzen in allen Produktkategorien: Übertragungswege, Internet und Breitband. Die Umsätze im Bereich Übertragungswege und Internet sind sowohl gegenüber Dritten als auch im Konzernverbund gewachsen. Aufgrund der hohen Investitionen in den Breitbandausbau konnte der höchste Anstieg der Umsatzerlöse in der Produktgruppe Breitband erzielt werden.

Für das Geschäftsjahr 2023 wurden energiespezifische Dienstleistungen erbracht, woraus Umsatzerlöse für Stromverteilung in Höhe von 23.132 T€ (Vorjahr 17.303 T€), für Gasverteilung in Höhe von 531 T€ (Vorjahr 357 T€) hervorgehen. Sonstige nicht energiespezifische Leistungen in Höhe von 20.817 T€ (Vorjahr 20.463 T€) wurden realisiert.

Die aktivierten Eigenleistungen des Geschäftsjahres betreffen im Wesentlichen Eigenleistungen im Breitbandnetzausbau.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen in Höhe von 2.645 T€ (Vorjahr 126 €) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 751 T€ (Vorjahr 681 T€). Ursache für den deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist die gestiegene Auflösung der Investitionszuschüsse vor dem Hintergrund der gestiegenen Anzahl der Fertigstellung wesentlicher Investitionen im Geschäftsjahr. Die Abschreibungen auf die geförderten Investitionen steigen proportional zur Entwicklung der Auflösung des Sonderpostens.

Die Aufwendungen sind durch gestiegene Material- 13.033 T€ (Vorjahr 11.155 T€) und gestiegene Personalaufwendungen 17.542 T€ (Vorjahr 14.130 T€), höhere Abschreibungen 7.770 T€ (Vorjahr 4.932 T€) sowie höhere sonstige betriebliche Aufwendungen 4.880 T€ (Vorjahr 4.383 T€) gekennzeichnet.

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu Umsatzerlösen) in Höhe von 29 Prozent hat sich nicht gegenüber Vorjahr (29 Prozent) verändert.

Die gestiegenen Materialaufwendungen resultieren aus höheren Pachtaufwendungen für Netzinfrastrukturen und allgemein aus höheren Kosten der Betriebsführung. Die Netzgröße hat sich im Berichtsjahr und im Vorjahr aufgrund der hohen Investitionstätigkeiten vergrößert, wodurch auch die Betriebskosten steigen. Der deutliche Anstieg der Personalaufwendungen ist auf die Neueinstellung von Mitarbeitern sowie höhere Entgeltzahlungen zurückzuführen. Der moderate Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beruht vor allem auf gestiegenen Aufwendungen für Fremdpersonal.

Das Finanzergebnis hat sich im Geschäftsjahr deutlich von - 1.655 T€ auf 2.876 T€ verbessert, im Wesentlichen in Folge der gestiegenen Zinserträge aus dem Cash Pool Guthaben 3.048 T€, (Vorjahr. 273 T€) und geringere Belastungen aus dem Deckungsvermögen 286 T€ (Vorjahr -1.472 T€).

Die e.discom verzeichnete ein Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von 10.926 T€ (Vorjahr 6.139 T€). Der Planwert lag bei 4.562 T€. Maßgeblich für diese positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr waren geringere Kostensteigerungen im Verhältnis zum Wachstum der Erträge und der allgemeinen Zinsentwicklung.

Insgesamt lag das Ergebnis vor Gewinnabführung des Berichtsjahres über den prognostizierten Werten sowie über Budget, sodass die Erwartungen der Geschäftsführung übertroffen wurden.

Es wird ein Gewinn in Höhe von 10.926 T€ an die Gesellschafterin abgeführt. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr beträgt aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages 0,00 € (Vorjahr 0,00 €).
Die Vermögenslage hat sich entsprechend den Erwartungen der Geschäftsführung entwickelt, obgleich sich die Investitionen im Wesentlichen bedingt durch knappe Baukapazitäten verzögert haben. Die Finanzlage war wie erwartet jederzeit gesichert.

4.3 Finanzinstrumente

Der Schwerpunkt der verwendeten Finanzinstrumente liegt wie im Vorjahr auf unverzinslichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 323 T€ (Vorjahr 1.164 T€), Cash Pool Forderungen 45.899 T€ (Vorjahr 34.993 T€), Forderungen aus Fördermitteln 22.720 T€ (Vorjahr 5.425 T€) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 298 T€ (Vorjahr 479 T€) gegenüber Dritten, Verbindlichkeiten aus Fördermittel 40.384 T€ (Vorjahr 14.284 €) sowie verzinslichen Finanzverbindlichkeiten innerhalb des Konzernverbundes 19.000 T€ (Vorjahr 20.000 T€). Die Forderungen aus Fördermitteln sind unverzinst. Für das Unternehmen ergeben sich aus den verwendeten Finanzinstrumenten bisher keine wesentlichen Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken oder Risiken aus Zahlungsstromschwankungen oder Zinsänderungen. Diese Einschätzung beruht vor allem auf den Bonitätsbeurteilungen der Geschäftspartner sowie Erfahrungen vergangener Geschäftsjahre.

4.4 Personal

Zum 31.12.2023 beschäftigte die e.discom ohne Geschäftsführung 189 Mitarbeiter. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug 187 Personen (Vorjahr 174). Der gesteigerte Personalbedarf der vergangenen Jahre hat sich im Berichtsjahr fortgesetzt. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Personalaufbau in Geschäftsbereichen mit hohem Wachstum zurückzuführen. Trotzdem gestaltet sich die Rekrutierung von Fachkräften und Spezialisten zunehmend und deutlich schwieriger als in der Vergangenheit, so dass nicht alle offenen Personalstellen besetzt werden konnten. Für die Fachkräftesicherung investierte die Gesellschaft im Berichtsjahr 336 T€ in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Eigene Auszubildende werden nicht beschäftigt; aber über eine Ausbildungsvereinbarung innerhalb der e.dis Unternehmensgruppe im Unternehmen eingesetzt und ausgebildet.

4.5 Forschung und Entwicklung

Der allgemeine Trend zu Digitalisierung und die Zunahme der zu verarbeitenden Datenströme ergeben neue Herausforderungen und Chancen für Anbieter und Nutzer von Telekommunikationsleistungen. Bereichsübergreifend wird kontinuierlich nach neuen innovativen Kundenlösungen gesucht und an deren Umsetzung gearbeitet. Auf Basis der breiten Produktpalette können moderne und leistungsstarke Angebote auf die Anforderungen der Kunden zielgenau ausgerichtet werden.

5. Chancen und Risiken

Die e.discom ist in das Risikofrüherkennungssystem der Gesellschafterin E.DIS AG integriert und damit auch in das korrespondierende System des E.ON-Konzerns eingebunden. Das Risikomanagement-System (RMS) der E.DIS AG und somit auch der e.discom dient der Identifikation und der aktiven Prävention von Entwicklungen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Darüber hinaus werden die Risiken im System abgebildet, die das Geschäftsergebnis nachhaltig beeinträchtigen können. Das RMS gilt für sämtliche Unternehmensbereiche und bezieht alle Mitarbeiter mit ein. Das System umfasst die Gebiete Risikoerkennung und -analyse, Risikokommunikation sowie die Zuordnung der Verantwortlichkeiten und Aufgaben. Dabei werden auch an Dienstleister ausgelagerte Prozesse weiterhin in die Risikobetrachtung der e.discom einbezogen. Die Einrichtung des RMS bei der E.DIS AG und somit auch der e.discom basiert auf einer Richtlinie für das Risikomanagement im E.ON-Konzern. Hierbei kommt ein mehrstufiger Prozess zur Risiko- und Chancenerfassung, -bewertung, -simulation und -kategorisierung zur Anwendung. Zunächst sind die Risiken und Chancen grundsätzlich auf Basis objektivierter Einschätzungen zu berichten. Wo dies nicht möglich ist, erfolgt die Bewertung auf Basis interner Experteneinschätzungen. Die Bewertung erfolgt im Vergleich zur Ergebnisplanung, wobei Gegensteuerungsmaßnahmen berücksichtigt werden (Netto-Risiko). Im nächsten Schritt werden Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet. Die Regelungen und Prozesse des RMS werden fortlaufend überprüft und soweit erforderlich neuen Gegebenheiten angepasst.

Die Inventur der Risikosituation ergab auch im Jahr 2023 keine den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken. Die e.discom verfügt auf Basis der aktuellen Finanzplanung für das folgende Geschäftsjahr über eine ausreichende Liquidität zur Abwicklung der üblichen Geschäftsaktivitäten. Darüber hinaus besteht mit der Gesellschafterin eine unbefristete Kreditlinienvereinbarung, die zum 31. Dezember 2023 mit etwa 33 Prozent in Anspruch genommen wurde.

Risiken werden im Rahmen der Risikoinventur zunächst brutto identifiziert und systematisch erfasst. Sie fließen nach der Verrechnung der Gegensteuerungsmaßnahmen mit ihrem Nettowert in die nachfolgende Ergebnisübersicht mit den kumulierten Werten für die folgenden 12 Monate ein. Für quantifizierbare Risiken und Chancen erfolgt anschließend eine Bewertung der Schadenshöhe und der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit. Dies gilt, soweit eine Wesentlichkeitsschwelle von 500 TEUR überschritten wird. Die wesentlichen Risiken sind entsprechend ihrer Bedeutung für die Gesellschaft absteigend nachfolgend aufgeführt:

Kumulation aller Risiken über die folgenden 12 Monate (in T€)


31.12.2023
Risiken Risikohöhe Wertklasse*
Gesetzliche Regelung und operative Risiken 4.000 mittel
Risiken aus Betrieb und IT 1.000 niedrig
Finanzrisiken 0 niedrig
Summe 5.000

*Wertklasse in T€

Niedrig < 1.000
Mittel 1.000 - 5.000
Hoch > 5.000


Risiken - gesetzliche Regelungen und operative Risiken

Unter den Risiken aus gesetzlichen Regelungen werden Risiken aus den Investitionstätigkeiten im Rahmen des geförderten Breitbandausbaus erfasst. Die erhaltenen Fördermittel sind Zuschüsse der öffentlichen Hand und unterliegen staatlichen Richtlinien. Diverse Regularien bestimmen den Erhalt und die ordnungsgemäße Verwendung der Fördermittel. e.discom hat in 6 Landkreisen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Ausschreibungen in den geförderten Breitbandausbau gewonnen. Die Verträge beinhalten in der Regel eine Laufzeit von 6 Jahren Bau- und 7 Jahren Betriebszeit. Das Risiko, dass Investitionsverpflichtungen im Förderzeitraum nicht eingehalten werden können, wird als mittel eingestuft.

Mögliche Risiken wie mangelnde Tiefbaukapazitäten, Qualität der Bauleistungen, fehlende Fachkräfte und Verzögerungen von Baugenehmigungen auf die Investitionsprojekte werden fortlaufend analysiert. Zur Vermeidung, dass dieses Risiko eintritt, hat die e.discom ein Projektcontrolling eingerichtet. Weiterhin besteht eine enge Zusammenarbeit mit den behördlichen Fördermittelgebern, dem Projektträger des Bundes - aconium GmbH (ehemals ateneKOM), PricewaterhouseCoopers (PWC) und externen Beratern.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken wird dabei insgesamt mit mittel bewertet. Die Ermittlung der Risikohöhe von insgesamt 4.000 T € basiert auf den betriebswirtschaftlichen Annahmen für die wesentlichen in den nächsten 12 Monaten abzuschließenden Investitionsprojekten. Die prognostizierten Investitionsausgaben stimmen mit den gegenüber den Fördermittelgebern abgegebenen Angeboten überein. Hinsichtlich Kostensteigerungen betrieblicher Aufwendungen des laufenden Geschäftsbetriebes wurden Risikoaufschläge auf die Budgetplanung 2024 angewendet.

Risiken - Betrieb und IT

Die Risiken aus Betrieb und IT beinhalten im Wesentlichen Risiken von Betriebsausfällen aufgrund von Cyberangriffen. Großflächige Netzstörungen und -unterbrechungen über mehrere Tage und Wochen können die Folge sein. Die Versorgung von Kunden aber auch die Sicherung des Betriebes kritischer Infrastruktur müssen gewährleistet sein. Das Unternehmen hat Sicherheitsvorkehrungen getroffen, solche Angriffe abzuwehren. Die bestehende Notfallplanung wird regelmäßig überprüft und geübt. Die Mitarbeiter erhalten fortlaufend Schulungsangebote zu diesem Thema. Trotz entsprechender Schutzmaßnahmen verbleibt ein Restrisiko eines erfolgreichen Cyberangriffes und daraus resultierenden Ergebnisausfällen. Der Ermittlung der Risikohöhe von 1.000 T€ liegen folgende wesentliche Annahmen zu Grunde. Umsatzausfälle im Zeitraum bei Eintritt einer Cyberattacke bis zur Wiederherstellung der operativen Systeme und Abläufe werden getätigten Softwareinvestitionen und Instandhaltungen gegenübergestellt. Personalaufwendungen für im Unternehmen arbeitendes Fachpersonal wird zusätzlich mit einbezogen. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen ergibt sich zurzeit eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit.

Risiken - Finanzen

Das Risikofeld Finanzen bildet zum einen Risiken aus Forderungsausfällen sowie Liquiditätsveränderungen ab. Das Risiko von Insolvenzen und Zahlungsverzögerungen hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht erhöht. Aus der quantitativen Erfassung des Risikos ergab sich ein Nettowert unter der Wesentlichkeitsschwelle. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird mit gering eingeschätzt.

Des Weiteren umfasst diese Risikoposition die Ergebnisveränderungsrisiken infolge von Kursänderungen - bestehen bei kurz- und langfristigen Kapitalanlagen zur Deckung langfristiger Verpflichtungen - insbesondere im Pensionsbereich. Ebenso können sich hieraus auch Chancen ergeben. Daneben besteht auch das Risiko, dass bei sinkenden Zinsen erhöhte Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen zur Deckung der Zusagen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge erforderlich werden, da diese auf Basis abgezinster Erfüllungsbeträge gebildet werden. Aus der quantitativen Erfassung des Risikos ergab sich ein Nettowert unter der Wesentlichkeitsschwelle. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird mit gering eingeschätzt.

Auch unter Berücksichtigung dieser Risiken besteht für die nächsten 12 Monate, mit einbezogen der im Abschnitt 4.1 Vermögens- und Finanzlage beschriebenen Cashpoolingvereinbarung und Rahmendarlehensvertrag, nach dem derzeitigen Stand der Planungen eine ausreichende Liquidität.

Sonstige Risiken

Aktuell werden diese Risiken nicht berichtet, weil sie unterhalb der Wesentlichkeitsgrenze von 500 T€ liegen. Es können sich Risiken aus Rechtsstreitigkeiten in Verbindung mit der operativen Geschäftstätigkeit, eventuellen Gerichtsverfahren, Bußgeldern und Rechtsansprüchen, Governance- und Compliance-Sachverhalten ergeben, die je nach Sachverhalt größeren Einfluss auf die Ergebnis- und damit auch auf die Finanzen und die Liquiditätssituation des Unternehmens in der Zukunft haben können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird mit gering eingeschätzt.

Chancen

Aus der Umsetzung des geförderten Breitbandausbaus wird sich für e.discom der weitere eigenwirtschaftliche Ausbau des Netzes ergeben. Über den weiteren Ausbau der digitalen Infrastruktur in Deutschland durch die entsprechenden Förderprogramme (zum Beispiel DigitalPakt Schule, graue Flecken Förderungen et cetera) geht die e.discom davon aus, auch weiterhin erfolgreich an Ausschreibungsverfahren teilzunehmen.

In Summe ist für dieses Geschäftsfeld in der geplanten Ausprägung von einem ausgewogenen Chancen- und Risikoprofil auszugehen.

Mögliche Auswirkungen der hohen Inflationsraten werden fortlaufend analysiert.

6. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die strategische Ausrichtung der e.discom orientiert sich im Kerngeschäft weiterhin auf die Schwerpunkte Übertragungswege (ÜW) und Internet, hier zukünftig auch in der Form von Vorleistungen als Layer 2 Bitstrom Access (L2/BSA) für andere Provider. Netzplattformen als Kombination aus Übertragungswegen und Ethernet- bzw. IP-Diensten gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Die vertraglich fixierte Nutzung von Prozessen und Ressourcen innerhalb der E.DIS Gruppe hat sich bisher bewährt. Es sind Prozesse etabliert, die den gestiegenen Anforderungen Rechnung tragen und eine Basis für Erweiterungen der e.discom und in die technologische Entwicklung der Übertragungswege bilden. Für das Jahr 2024 ist das Geschäft mit diesen wichtigen Geschäftspartnern gesichert.

Die Gesellschaft wird in den nächsten Jahren weiter verstärkt im Breitbandausbau tätig werden. e.discom wird ganz überwiegend den geförderten Ausbau der Breitbandnetze betreiben, sodass die Investitionen im Rahmen der Förderverträge durch die Fördermittel bis auf den zu tragenden Eigenanteil zu einer hohen Quote gedeckt sind. Zur Sicherung kurzfristiger Liquidität können die bestehenden nicht genutzten Kreditlinien in Anspruch genommen werden.

Die hohen Investitionen in den Breitbandausbau werden unter Nutzung der Prozesse und in enger Zusammenarbeit mit der E.DIS Netz GmbH abgewickelt. Hierfür notwendige Verträge sowie Prozessanpassungen/-weiterentwicklungen sind vollzogen bzw. im Fokus. Wenn die im Abschnitt Risikobericht dargestellten Risikosteuerungsmaßnahmen wie im Vorjahr effizient umgesetzt werden, wird davon ausgegangen, dass der Bau der geförderten Breitbandnetze wie geplant umgesetzt werden kann.

Die e.discom wird sich auch zukünftig am Breitbandausbau in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg beteiligen. Dies schließt neben der Teilnahme an weiteren geförderten Ausschreibungen auch den eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau in Form des geplanten Hausanschlussverdichtungsprogrammes mit ein. In den nächsten Jahren wird aus der Umsetzung der Breitbandprojekte ein stetig wachsender Umsatzanteil erwartet und damit ein dritter wesentlicher Umsatztreiber entstehen. Nach Umsetzung der Projektinvestitionen in etwa zwei bis drei Jahren schließt sich ein Zeitraum von sieben Jahren des Betriebes nach Förderbedingungen an. e.discom rechnet in dieser Zeit mit einem positiven Ergebnis aus dem Breitbandgeschäft.

Die Geschäftsführung geht für das Jahr 2024 aufgrund moderat steigender Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr und vor dem Hintergrund steigender Kosten von einem planmäßig leicht unter dem Vorjahr liegenden Ergebnis vor Gewinnabführung aus. Die Prognose basiert auf den Annahmen, dass durch die fortschreitende Fertigstellung der gebauten Breitbandinfrastrukturen zusätzliche Umsatzerlöse generiert werden können. Demgegenüber stehen allgemeine Preisrisiken sowie Mengensteigerungen für Material und Dienstleistungen als auch erwartete Kostensteigerungen im Personalbereich.

Die Investitionen in 2024 werden leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 erwartet.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass unter Berücksichtigung der aktiv gesteuerten Risiken, der vorhandenen nicht genutzten Kreditlinien, dem bestehenden Cash Pool und den langfristig geschlossenen Baudienstleistungsverträgen sowie den bestehenden Investitionsprogrammen keine wesentlichen Einflüsse auf die Prognose 2024 zu erkennen sind.

 

Eberswalde, den 09.04.2024

Geschäftsführung

Detlef Katzschmann

Gerhard Roth

Tätigkeitsabschlüsse gemäß § 6b Abs. 3 EnWG zum 31. Dezember 2023 e.discom Telekommunikation GmbH, Eberswalde

Allgemeines

Als Erbringer energiespezifischer Dienstleistungen führt die e.discom Telekommunikation GmbH, Eberswalde (nachfolgend "e.discom" genannt), auf Grundlage des § 6b Absatz 3 des EnWG, getrennte Konten in den Tätigkeitsbereichen "Elektrizitätsverteilung" und "Gasverteilung".

Elektrizitätsverteilung

Im Tätigkeitsbereich "Elektrizitätsverteilung" werden Umsätze aus energiespezifischen Dienstleistungen sowie die korrespondierenden Aufwendungen erfasst, welche beim Empfänger der energiespezifischen Dienstleistungen dem Tätigkeitsbereich "Elektrizitätsverteilung" zugeordnet werden.

Gasverteilung

Im Tätigkeitsbereich "Gasverteilung" werden Umsätze aus energiespezifischen Dienstleistungen sowie die korrespondierenden Aufwendungen erfasst, welche beim Empfänger der energiespezifischen Dienstleistungen dem Tätigkeitsbereich "Gasverteilung" zugeordnet werden.

Zuordnungsgrundsätze der Aktiva und Passiva sowie der Aufwendungen und Erträge zu den Tätigkeitsbereichen

Den Tätigkeitsabschlüssen liegt der Jahresabschluss der e.discom zum 31. Dezember 2023 unmittelbar zu Grunde. Die auf Ebene des Gesamtunternehmens angewandten und im Anhang der e.discom erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden kommen deshalb durchgängig auch für die Tätigkeitsabschlüsse zur Anwendung. Die Leistungsbeziehungen zwischen den Tätigkeitsbereichen der Gesellschaft werden auf Grundlage der bestehenden Verträge und angefallenen Kosten abgebildet.

Auf Basis der Kostenrechnung der e.discom wurden wesentliche Aufwendungen und Erträge direkt den Tätigkeitsbereichen zugeordnet. In den Fällen, in denen dies nicht möglich war oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, erfolgte die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel.

In der Bilanz erfolgte ebenfalls vorrangig eine direkte Zuordnung wesentlicher Aktiv- und Passivposten. In den Fällen, in denen dies nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich ist, erfolgte auch hier die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel.

Als sachgerechter Schlüssel kamen die Umsätze gegenüber energiespezifischen Unternehmen und deren Umsatzerlöse aus Strom und Gas soweit vorhanden zur Anwendung.

Der Bilanzausgleichsposten wird innerhalb des Eigenkapitals abgebildet.

Tätigkeitsabschluss Elektrizitätsverteilung
Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva 31.12.2023 31.12.2022

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 316.213 422.520
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 25.911 22.614

342.124 445.134
Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 210.787 21.359
Technische Anlagen und Maschinen 9.871.556 7.941.385
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 497.311 443.333
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.482.431 1.340.097

13.062.085 9.746.174

13.404.209 10.191.308
Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.757.405 20.204.407
Sonstige Vermögensgegenstände 146.802 60.241

21.904.207 20.264.648
Guthaben bei Kreditinstituten 3.929 3.429

21.908.136 20.268.077
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 207.956 0

35.520.302 30.459.385
Passiva 31.12.2023 31.12.2022

Eigenkapital

Andere Gewinnrücklagen 2.774.893 2.421.813
Gewinnvortrag 10.984.020 9.586.405
Kapitalausgleichsposten 5.893.296 6.587.553

19.652.209 18.595.771
Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.254.109 5.821.898
Sonstige Rückstellungen 1.168.558 905.556

8.422.668 6.727.454
Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.776.560 920.724
Sonstige Verbindlichkeiten 94.117 101.316
davon aus Steuern (92.698) (91.349)

2.870.677 1.022.040
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 4.574.748 4.114.120

35.520.302 30.459.385


Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023


2023 2022

Umsatzerlöse 23.131.704 17.303.234
Andere aktivierte Eigenleistungen 463.467 459.384
Sonstige betriebliche Erträge 151.717 160.161
Materialaufwand

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -187.827 -125.476
Aufwendungen für bezogene Leistungen -10.081.206 -8.154.555

-10.269.033 -8.280.031
Personalaufwand

Löhne und Gehälter -7.031.697 -5.179.169
Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung und für Unterstützung -2.090.988 -1.233.894
davon Altersversorgung (-691.087) (-206.702)

-9.122.685 -6.413.062
Abschreibungen

auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.040.635 -2.238.615
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.748.657 -1.240.632
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.734.124 -124.043
davon aus verbundenen Unternehmen (1.585.001) (-124.043)
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen (403) (0)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 668.516
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen (0) (267.689)
Ergebnis nach Steuern 299.999 -794.034
Abgeführter Gewinn aus Ergebnisabführung -299.999 0
Erträge aus aus Verlustübernahme
794.034
Jahresüberschuss 0 0


Sonstige Angaben nach §§ 268, 277 und 285 HGB
Abschreibungsmethoden


Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Zugänge werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die für die technischen Anlagen und Maschinen verwendeten Abschreibungsdauern liegen überwiegend zwischen 3 und 20 Jahren.

Aufgrund untergeordneter Bedeutung werden abnutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € grundsätzlich sofort abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Tätigkeitsbereiches haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthaltenen 12.763 T€ (Vorjahr 15.089 T€) resultieren aus Cashpooling mit der Gesellschafterin. Die übrigen 8.994 T€ (Vorjahr 4.321 T€) resultieren aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin aus Ergebnisabführung belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 0,00€ (Vorjahr 794 T€).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten des Tätigkeitsbereiches haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.477 T€ (Vorjahr 921 T €) und Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus Ergebnisabführung 300T € (Vorjahr 0,00€).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pacht- und Mietaufwendungen in Höhe von 8.828 T€ (Vorjahr 7.321 T€).

Tätigkeitsabschluss Gasverteilung
Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva 31.12.2023 31.12.2022

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.258 8.713
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 595 466

7.853 9.180
Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.838 440
Technische Anlagen und Maschinen 226.574 163.772
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.414 9.143
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 56.977 27.636

299.803 200.992

307.656 210.171
Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen verbundene Unternehmen 499.380 416.668
Sonstige Vermögensgegenstände 3.369 1.242

502.749 417.910
Guthaben bei Kreditinstituten 90 71

502.839 417.981
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 4.773 0

815.268 628.152
Passiva 31.12.2023 31.12.2022

Eigenkapital

Andere Gewinnrücklagen 63.690 49.944
Gewinnvortrag 252.107 197.697
Kapitalausgleichsposten 135.264 135.853

451.061 383.493
Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 166.498 120.063
Sonstige Rückstellungen 26.821 18.675

193.319 138.738
Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 63.728 18.988
Sonstige Verbindlichkeiten 2.160 2.089
davon aus Steuern (2.128) (1.884)

65.888 21.077
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 105.000 84.844

815.268 628.152


Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023


2023 2022

Umsatzerlöse 530.923 356.838
Andere aktivierte Eigenleistungen 10.638 9.474
Sonstige betriebliche Erträge 3.482 3.303
Materialaufwand

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -4.311 -2.588
Aufwendungen für bezogene Leistungen -231.386 -168.168

-235.697 -170.756
Personalaufwand

Löhne und Gehälter -161.393 -106.808
Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung und für Unterstützung -47.993 -25.446
davon Altersversorgung (-15.862) (-4.263)

-209.385 -132.254
Abschreibungen

auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -92.741 -46.166
Sonstige betriebliche Aufwendungen -40.135 -25.585
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.802 -2.558
davon aus verbundenen Unternehmen (36.379) (-2.558)
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen (9)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 13.787
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen (0) (5.520)
Ergebnis nach Steuern 6.886 -16.375
Abgeführter Gewinn aus Ergebnisabführung -6.886 0
Erträge aus Verlustübernahme 0 16.375
Jahresüberschuss 0 0


Sonstige Angaben nach §§ 268, 277 und 285 HGB
Abschreibungsmethoden


Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Zugänge werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die für die technischen Anlagen und Maschinen verwendeten Abschreibungsdauern liegen überwiegend zwischen 3 und 20 Jahren.

Aufgrund untergeordneter Bedeutung werden abnutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € grundsätzlich sofort abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Tätigkeitsbereiches haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthaltenen 293 T€ (Vorjahr 312 T€) resultieren aus Cashpooling mit der Gesellschafterin. Die übrigen 206 T€ (Vorjahr 88 T€) resultieren aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin aus Ergebnisabführung belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 0,00€ (Vorjahr 16 T€).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten des Tätigkeitsbereiches haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten wie im Vorjahr nur Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 57 T€ (Vorjahr 19 T€) und Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus Ergebnisabführung 7 T€ (Vorjahr 0,00€).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pacht- und Mietaufwendungen in Höhe von 366 T€ (Vorjahr 150 T€).

 

Eberswalde, den 09.04.2024

Geschäftsführung

Detlef Katzschmann

Gerhard Roth

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die e.discom Telekommunikation GmbH, Eberswalde
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der e.discom Telekommunikation GmbH, Eberswalde, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der e.discom Telekommunikation GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG


Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.


Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.


Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Leipzig, den 10. April 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Strom, Wirtschaftsprüfer

Unger, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 30. April 2024 festgestellt.

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