VR Bank Lahn-Dill eG

Dillenburg

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wetzlar GnR 331
Vorher
VR Bank Biedenkopf-Gladenbach eG
Eingetragen
10.6.1970
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften insbesondere a) Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; b) Gewährung von Krediten aller Art; c) Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie Durchführung von Treuhandgeschäften; d) Durchführung des Zahlungsverkehrs; e) Durchführung des Auslandgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; f) Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; g) Erwerb und Veräußerung sowie Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; h) Vermittlung oder Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen; i) Erwerb, Bebauung, Vermietung und Verpachtung, Verwaltung, Vermittlung und Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Guido Elbrecht
seit 29.4.2024
Prokura
Daniel Beilborn
seit 6.2.2022
Prokura
Timo Heck
seit 7.9.2021
Prokura
Thomas Altberg
seit 7.9.2021
Prokura
Steffen Simmer
seit 14.8.2018
Vorstandsmitglied
Heinz Udo Trier
seit 14.8.2018
Prokura
Klaus Königs
seit 14.8.2018
Vorstandsmitglied
Thorsten Hofmann
seit 14.8.2018
Prokura
Martin Jacobi
seit 14.8.2018
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VR Bank Lahn-Dill eG

Dillenburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

VR Bank Lahn-Dill eG, Dillenburg

Gliederung des Lageberichtes

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Darstellung und Analyse der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren

6 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Als Kreditgenossenschaft leben wir ein Geschäftsmodell, das nach dem genossenschaftlichen Förderauftrag ausgerichtet ist. Unsere genossenschaftliche DNA bietet dafür ein glaubwürdiges und wettbewerbsdifferenzierendes Fundament. Nachhaltigkeit prägt dabei seit jeher unser Handeln (ökonomisch, ökologisch und sozial) und ist für uns Chance und Verpflichtung zugleich.

Als Orientierung dient unsere Vision "Digitale Exzellenz und echte persönliche Beziehungen - wir sind DIE digitale Regionalbank für unsere Region!". Auf dieser Basis wollen wir auch künftig unsere Kundenbeziehungen pflegen, intensivieren und neue Zielgruppen erreichen.

Unser Kerngeschäftsgebiet ist die "Wirtschaftsregion Lahn-Dill" und umfasst den Landkreis Marburg-Biedenkopf und den Lahn-Dill-Kreis. Als erweitertes Geschäftsgebiet definieren wir die angrenzenden Landkreise.

Zu unseren wesentlichen Geschäftsaktivitäten zählen das Kredit- und Einlagengeschäft, das Vermittlungsgeschäft von Finanzdienstleistungen und Immobilien, die Abwicklung des Zahlungsverkehrs sowie das Eigengeschäft. Unsere Kernzielgruppen sind die Privatkunden und die mittelständischen Firmen- und Gewerbekunden unseres Geschäftsgebietes.

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehören wir der BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG-Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig.

Wir sind Mitglied des Genoverband e.V., Neu Isenburg.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

(Quelle: BVR - Übersicht über die Entwicklung der Wirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland sowie an den Finanzmärkten in 2023)

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 Prozent, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (plus 1,8 Prozent).

Die bereits Ende 2022 eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Zu Jahresbeginn dämpften vor allem die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaeinschränkungen die Konjunktur. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann die starken Anhebungen des Leitzinses die wirtschaftliche Entwicklung. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel in Deutschland und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November.

Die privaten Konsumausgaben gingen 2023 preisbereinigt um 0,7 Prozent zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Vor allem in Bereichen, in denen die Preise auf dem hohen Stand des Vorjahres verharrten oder sogar weiter zulegten, kam es zu rückläufigen Ausgaben. Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich mit dem Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben ebenfalls. Der Staatskonsum sank um 1,5 Prozent.

Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen, auch wegen der abnehmenden Lieferengpässe, erneut zu. Andererseits gaben die Bauinvestitionen abermals nach. Sie wurden noch stärker als die Ausrüstungsinvestitionen durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst. Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang, von dem der Wohnungsbau noch stärker als der Gewerbebau betroffen war, belastete die nur langsam nachlassende Baupreisdynamik das Investitionsgeschehen.

Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 2,2 Prozent bzw. 3,4 Prozent. Maßgeblich für den Rückgang des Exportgeschäfts war die im Jahresverlauf schwächer werdende weltwirtschaftliche Entwicklung. Zudem belasteten die hohen inländischen Energiekosten die deutschen Exportunternehmen. Dämpfend auf die Importe wirkte wiederum die schwache inländische Produktions- und Konsumentwicklung.

Die staatlichen Einnahmen expandierten 2023 stärker als die Ausgaben. Befördert wurde das Einnahmenwachstum nicht zuletzt durch steigende Sozialbeiträge. Stärkste Treiber des Ausgabenwachstums waren Anpassungen bei den Renten und Pensionen sowie höhere Zinsaufwendungen. Hinzu kamen umfangreiche Mehrausgaben zur Abmilderung der Energiekrise, wie die Zahlungen für die Gas-, Fernwärme- und Strompreisbremsen der Bundesregierung. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit gab in Relation zum nominal kräftig gestiegenen Bruttoinlandsprodukt leicht von 2,5 Prozent im Vorjahr auf 2,1 Prozent nach.

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 Prozent aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (plus 5,3 Prozent). Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um gut 300.000 auf einen neuen Rekordwert von rund 45,9 Millionen Menschen.

Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 Prozent den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 Prozent, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an.

Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für, schneller als zu Jahresbeginn erwartet, folgende Zinssenkungen im Jahr 2024.

Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4,5 Prozent für die Hauptrefinanzierungsfazilität. Parallel zu ihren Leitzinserhöhungen fuhr die EZB auch ihre Anleihekaufprogramme weiter zurück, um dadurch ihre restriktive Geldpolitik zu verstärken.

Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihemärkte 2023 in Form von hoher Volatilität. Die zehnjährige Bundesanleihe erreichte ihre maximale Rendite von 2,97 Prozent am 28. September 2023. Im vierten Quartal und insbesondere zum Jahresende erholten sich die Kurse der Anleihen jedoch deutlich. Die zehnjährige Bundesanleihe erbrachte zum Jahresende mit 2,03 Prozent ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang.

Der Euro wertete im Verlauf des Jahres 2023 insgesamt leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Dabei profitierte die Gemeinschaftswährung von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen in 2023 stärker als die US-Notenbank Fed anhob.

Die Aktienmärkte verzeichneten insgesamt ein freundliches Jahr. Trotz zwischenzeitlicher Rückgänge aufgrund der Krisen der US-Regionalbanken im März und dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 schloss der DAX nach einem starken Anstieg zum Jahresende bei 16.751,64 Punkten, was einem Plus auf Jahressicht 20,3 Prozent entspricht.

Entwicklung der Kreditgenossenschaften

(Quelle: BVR - Geschäftsentwicklung der Genossenschaftsbanken im Jahr 2023)

In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 697 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken das Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren über 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2023 teilweise leicht ausweiten. Im Vergleich zu den Vorjahren verlor das bilanzielle Kundengeschäft insgesamt jedoch an Dynamik.

Dennoch konnten die deutschen Genossenschaftsbanken in diesem dämpfenden Wirtschaftsumfeld ihre Kreditvergabe leicht steigern. So erhöhten sich die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken im Vorjahresvergleich um 20 Mrd. Euro auf 777 Mrd. Euro (plus 2,6 Prozent). Treiber des Kreditwachstums waren weiterhin die langfristigen Forderungen. Die Zinserhöhungen infolge der Inflationsbekämpfung durch die EZB bremsten insbesondere auf Privatkundenseite das langfristige Immobilienneugeschäftsvolumen deutlich. Angesichts konjunktureller Unsicherheit, hoher Inflation, der gestiegenen Finanzierungskosten und eingetrübter Aussichten auf dem Wohnimmobilienmarkt wurden Wohnungsbaukredite im letzten Jahr nur noch leicht aufgebaut. Höhere Kreditzinsen und sinkender Mittelbedarf für Anlageinvestitionen reduzierten zudem die Kreditnachfrage auf der Firmenkundenseite. So ist der Finanzierungsbedarf für gewerbliche Immobilien zurückgegangen. Leerstände und Preisrückgänge bei Gewerbeimmobilien wirkten hier dämpfend.

Die Entwicklung der Kundeneinlagen blieb weitgehend stabil. Im Ergebnis betrugen die Kundeneinlagen der Genossenschaftsbanken Ende 2023 860 Mrd. Euro (minus 0,2 Prozent). Das gestiegene Zinsniveau eröffnete den Kunden erstmals seit der Negativ- und Nullzinsphase attraktive Anlagemöglichkeiten in klassischen Fest- und Termingeldern oder Sparbriefen. Viele Kunden schichteten ihre während der Coronapandemie gebildeten hohen Sichteinlagenbestände in diese Einlagenformen um, sodass deren kräftiger Zufluss zum Großteil den Nettoabflüssen täglich fälliger Einlagen und kurzfristiger Spareinlagen entsprach. Die höheren Lebenshaltungskosten infolge der Inflation belasteten dagegen die Sparfähigkeit der Kunden.

Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 1.175 Mrd. Euro konstant.

Im Jahr 2023 konnten die Genossenschaften das bilanzielle Eigenkapital um 3,2 Prozent auf 64 Mrd. Euro steigern, Rücklagen um 2,6 Prozent auf 47 Mrd. Euro erhöhen und das gezeichnete Kapital wuchs um 4,8 Prozent auf 17 Mrd. Euro. Der Konsolidierungstrend der Genossenschaftsbanken setzte sich 2023 fort, sodass sich die Anzahl der Institute um 40 Institute auf 697 reduzierte. Auch der rückläufige Trend bei der Anzahl der Filialen im Jahr 2023 im Vergleich zu den Coronajahren hielt an. Neben der Anzahl der Institute und Filialen ist auch die Zahl der Mitglieder rückläufig. Mit 17,8 Mio. Mitgliedern wiesen die Genossenschaftsbanken Ende 2023 rund 160.000 weniger Mitglieder aus als im Vorjahr.

Entwicklung und Ausblick in der Region

(Quelle: IHK Lahn Dill - Wirtschaftlicher Lagebericht zum Jahresbeginn 2024)

In der Konjunkturumfrage der IHK Lahn-Dill zum Jahresanfang 2024 sehen die Unternehmen die aktuelle Lage per Saldo etwas positiver als noch im Herbst 2023, die Geschäftserwartungen bleiben jedoch negativ, wenn auch in abgeschwächter Form. Der Index steht insgesamt bei 88 Punkten, nach 82 Punkten im Vorquartal.

Für eine Verunsicherung, die sich negativ auf die Erwartungen und die Planungen der Unternehmen auswirkt, sorgen insbesondere die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, die Sorge vor einer nachlassenden Inlandsnachfrage, die Energie- und Rohstoffpreise, die Arbeitskosten und der Fachkräftemangel. Hinzu kommen Belastungen durch bürokratische Anforderungen und der Anpassungsdruck auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Geschäftsklima und Wirtschaftslage

Die aktuelle Lage wird im Vergleich zur Herbstumfrage 2023 etwas besser eingeschätzt und liegt leicht im positiven Bereich. Während der Saldo zwischen positiven und negativen Rückmeldungen für Industrie, Dienstleister, Groß- und Einzelhandel ausgeglichen oder leicht positiv ist, hat sich die Einschätzung der Lage für das heimische Baugewerbe weiter verschlechtert. Der Saldo liegt mit minus 33 Prozent deutlich im negativen Bereich.

Erwartungen

Insgesamt verbesserte sich der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen von minus 34 Prozent auf minus 29 Prozent. Die Erwartungen an künftige Geschäfte bleiben damit deutlich im negativen Bereich.

Die negative Erwartung zieht sich durch alle Branchen, wobei auch hier das Baugewerbe mit einem Saldo von minus 42 Prozent sowie die personenbezogenen Dienstleistungen mit minus 53 Prozent negativ herausstechen. Die unternehmensbezogenen Dienstleister haben mit einem nur leicht negativen Saldo von minus 5 Prozent eine wesentlich weniger pessimistische Erwartung.

Export

Zum sechsten Mal in Folge bleiben die Exporterwartungen im negativen Bereich. Verglichen mit der Vorumfrage verbesserte sich der Saldo aus positiven und negativen Antworten geringfügig. Die Erwartungen werden jedoch weiter von hohen Energie- und Rohstoffpreisen sowie den Unsicherheiten in der Weltpolitik und dem Welthandel beeinflusst, so dass das Umfrageergebnis eine weiterhin anhaltende Unsicherheit ausdrückt.

Investition

Aufgrund der aktuell herrschenden Unsicherheiten ist die Investitionsbereitschaft der Unternehmen von Zurückhaltung geprägt. Per Saldo elf Prozent der Unternehmen gehen von geringeren Investitionen in den nächsten zwölf Monaten aus.

Bei den geplanten Investitionen geht es überwiegend um Ersatzinvestitionen und Investitionen zur Rationalisierung.

Beschäftigung

Bei den Beschäftigungsabsichten verbesserte sich der Saldo aus geplantem Stellenauf- bzw. -abbau zum Jahresbeginn von minus 15 Prozent aus der Herbstumfrage auf minus 7 Prozent.

Der heimische Arbeitsmarkt zeigt sich trotz alledem insgesamt weiter robust. Die Arbeitslosenquote im Bezirk der IHK Lahn-Dill liegt im Januar 2024 bei 5,8 Prozent und somit um 0,5 Prozentpunkte über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Im Vergleich zu Deutschland (6,1 Prozent) stellt sich die Situation des heimischen Arbeitsmarktes etwas positiver dar.

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die sich aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen.

Finanzielle Leistungsindikatoren:

Als bedeutsamsten Leistungsindikator für unsere Rentabilität definieren wir die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS"). Diese Kennzahl misst die Ertragskraft in Relation zum Geschäftsvolumen. Sie wird berechnet aus dem Saldo der GuV-Posten 1 bis 12. Für diesen Leistungsindikator wurden je Planjahr eine strategische Mindestzielgröße definiert. Für das Jahr 2024 liegt die Zielgröße bei 0,85 Prozent. Im darauffolgenden Jahr steigt der Zielwert an.

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen und ordentlichen Abschreibungen zum Zins- und Provisionsergebnis einschließlich der laufenden Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren und Beteiligungen und Geschäftsguthaben sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar. Für diesen Leistungsindikator streben wir eine Bandbreite zwischen 60 und 65 Prozent für das Jahr 2024 an. Für das darauffolgende Jahr verringert sich die Zielbandbreite leicht.

Das Wachstum der bilanziellen und außerbilanziellen Kundeneinlagen und Kundenkredite (nachfolgend: "betreutes Kundenvolumen") definieren wir als Indikator zur Sicherung unserer Ertrags- und Marktziele. Strategisch haben wir ein Zielwachstum von 4 bis 6 Prozent pro Jahr festgelegt.

Als Leistungsindikator zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit für ein nachhaltiges Wachstum sowie für das Eingehen angemessener Risiken haben wir eine Zielgröße für das erwirtschaftete versteuerte Eigenkapital bestimmt. Der Indikator wird in Form von Rücklagen, dem Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB und den versteuerten Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB definiert und im Rahmen der strategischen Planung quantifiziert.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgen in den nächsten Abschnitten.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren:

Als bedeutendsten nichtfinanziellen Leistungsindikator betrachten wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die damit verbundene Personalarbeit. Eine ausgewogene Altersstruktur, die Betriebszugehörigkeit, die Investitionen in die Aus- und Fortbildung und die betriebliche Altersversorgung stellen aktuelle Größen in unserer Betrachtung dar. Mittelfristig ergänzen wir diese Betrachtung um Faktoren wie Mitarbeiterzufriedenheit, -bindung und -gewinnung, Gesundheitsschutz sowie eine qualitative Beurteilung unserer Karriere- und Nachfolgeplanung.

Solidarität, Subsidiarität, Offenheit, Mitbestimmung, Kooperation, Partnerschaft, Regionalität und Bodenständigkeit - das sind unsere genossenschaftlichen Werte, die uns von unseren Gründern in die Wiege gelegt wurden. Heute geht es darum, diese Werte mit den sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu verbinden. In diesem Sinne haben wir Nachhaltigkeit als eine Säule unserer Geschäftspolitik und somit als weiteren nichtfinanziellen Leistungsindikator definiert.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Unser Betriebsergebnis vor Bewertung erhöhte sich von 20.545 TEUR auf 24.093 TEUR. Die Relation von BE vor Bewertung/dBS erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 0,91 Prozent auf 1,06 Prozent. Absolut und relativ liegt das Betriebsergebnis vor Bewertung oberhalb der Planwerte. Die positive Planabweichung resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Zinsergebnis infolge des gestiegenen Zinsniveaus.

Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 57,6 Prozent (Vorjahr: 59,7 Prozent). Der Wert hat sich, bedingt durch das höhere Zinsergebnis, gegenüber unseren Erwartungen verbessert.

Der Zuwachs im betreuten Kundenvolumen lag mit 5,0 Prozent am oberen Ende der letztjährigen Planung. Dabei haben sich sowohl die bilanziellen als auch die außerbilanziellen Einlagen und Ausleihungen erhöht. Begünstigt wurde die Entwicklung auch durch die positive Entwicklung der Kurswerte der Wertpapiere und Investmentfonds in den Kundendepots.

Nachdem das erwirtschaftete versteuerte Eigenkapital durch die Verwerfungen im Jahr 2022 nicht im geplanten Umfang gestärkt werden konnte, führte die positive Entwicklung des laufenden Jahres dazu, die entstandene Lücke zu schließen, so dass die aktuellen Planwerte wieder in Einklang mit den langfristigen Planwerten liegen.

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 2.289.275 2.237.592 51.683 2,3
Außerbilanzielle Geschäfte *) 320.726 316.074 4.652 1,5

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Der Anstieg der Bilanzsumme um 51,7 Mio. Euro oder 2,3 Prozent entfällt zum überwiegenden Teil auf den Zuwachs der Kundeneinlagen, aber auch die Refinanzierungen bei Kreditinstituten haben sich erhöht. Auf der Aktivseite zeigte sich der Anstieg bei den Kundenforderungen und Wertpapieranlagen.

Die außerbilanziellen Geschäfte sind insgesamt gestiegen. Dabei kam es bei den unwiderruflichen Kreditzusagen mit 70,3 Mio. Euro bzw. 45,3 Prozent und den Eventualverbindlichkeiten mit 10,1 Mio. Euro bzw. 18,0 Prozent zu deutlichen Rückgängen, während sich die derivativen Geschäfte durch neu abgeschlossene Zinssicherungsgeschäfte erhöht haben und zum Bilanzstichtag in Höhe von 190,0 Mio. Euro (Vorjahr 105,0 Mio. Euro) bestehen.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 1.413.094 1.367.702 45.392 3,3
Wertpapieranlagen 632.747 623.677 9.070 1,5
Forderungen an Kreditinstitute 153.346 152.509 837 0,5

Im Geschäftsjahr konnte das Kundenkreditgeschäft sowohl durch private als auch durch gewerbliche Finanzierungen um insgesamt 45,4 Mio. Euro oder 3,3 Prozent ausgebaut werden.

Der Schwerpunkt lag im Bereich der Privatkunden bei Immobilienfinanzierungen. Die Kreditvergabe an Firmenkunden betraf schwerpunktmäßig gewerbliche Objektfinanzierungen sowie Unternehmensfinanzierungen des regionalen Mittelstands.

Der Anteil der gewerblichen und privaten Finanzierungen (49,6 Prozent bzw. 49,3 Prozent) am Kreditgeschäft (Quelle: Monatliche Bilanzstatistik - Kreditnehmerstatistik) ist etwa gleich. Der verbleibende Anteil entfällt im Wesentlichen auf öffentliche Haushalte.

Mit einem Strukturanteil von 61,7 Prozent (Vorjahr: 61,1 Prozent) der Bilanzsumme stellen die Forderungen an Kunden die bedeutendste Aktivposition dar. Innerhalb der Kundenforderungen ist der Anteil der langfristigen Forderungen (Quelle: Monatliche Bilanzstatistik) mit einer Ursprungslaufzeit von über fünf Jahren mit 91,7 Prozent (Vorjahr: 91,8 Prozent) nahezu konstant geblieben.

Das gesamte bilanzwirksame und -unwirksame Kundenkreditvolumen beträgt 1,72 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,68 Mrd. Euro). Hierin enthalten sind die betreuten Kundenkredite bei unseren Partnern der Genossenschaftlichen FinanzGruppe in Höhe von 204 Mio. Euro (Vorjahr: 200 Mio. Euro).

Sowohl die Direktanlagen in Wertpapiere (7,6 Mio. Euro oder 1,8 Prozent) wie auch die Anteile an unserem Spezialfonds mit (1,5 Mio. Euro oder 0,7 Prozent) haben sich leicht erhöht. Der Anteil der Wertpapieranlagen an der Bilanzsumme hat sich auf 27,6 Prozent (Vorjahr: 27,9 Prozent) leicht vermindert.

Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich im Berichtsjahr geringfügig erhöht. Ihr Anteil an der Bilanzsumme ist nahezu unverändert bei 6,7 Prozent (Vorjahr: 6,8 Prozent).

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 141.120 136.022 5.098 3,7
Spareinlagen 379.659 503.271 -123.613 -24,6
andere Einlagen 1.462.551 1.311.927 150.624 11,5

Der Bestand an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfällt nahezu ausschließlich auf zweckgebundene Refinanzierungsdarlehen.

Die Kundeneinlagen sind die maßgebliche Refinanzierungsquelle der Bank. Ihr Anteil liegt mit 80,5 Prozent der Bilanzsumme leicht unter dem Niveau des Vorjahres (81,1 Prozent).

Die Zinswende ab Mitte 2022 hat zu einer Trendumkehr im Kundenverhalten geführt. Die Sichteinlagen einschließlich der Tagesgelder verzeichneten einen Rückgang um 188 Mio. Euro oder 14,8 Prozent. Im Gegenzug erhöhten sich die befristeten Einlagen um 339 Mio. Euro, so dass sich ihr Volumen mehr als verachtfachte. Insgesamt sind die anderen Einlagen um 151 Mio. oder 11,5 Prozent angestiegen.

Ein weiterer Teil des Anstieges resultiert aus Umschichtungen aus den Spareinlagen, so dass diese sich um 24,6 Prozent auf 380 Mio. Euro verminderten.

Neben den bilanzwirksamen Kundeneinlagen beträgt unser bilanzunwirksames Kundenanlagevolumen 1.369 Mio. Euro (Vorjahr: 1.202 Mio. Euro), was einem Anstieg von 166 Mio. Euro oder 13,8 Prozent entspricht. Hier wirkt sich auch die freundliche Entwicklung an den Aktien- und Anleihemärkten im Jahr 2023 aus. Das vermittelte Anlagevolumen verteilt sich hauptsächlich auf Aktien und festverzinsliche Wertpapiere sowie Fonds, Lebensversicherungen und Bausparverträge bei unseren Partnern der genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Das gesamte bilanzielle und außerbilanzielle Kundenanlagevolumen stieg um 193 Mio. Euro auf 3,21 Mrd. Euro an (Vorjahr: 3,02 Mrd. Euro).

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 5.894 5.412 482 8,9
Vermittlungserträge 3.353 3.469 -116 -3,3
Erträge aus Zahlungsverkehr 8.673 8.514 159 1,9

Unser Wertpapierdienstleistungsgeschäft hat sich aufgrund des Marktumfelds positiv entwickelt.

Die Vermittlungserträge bewegten sich in Summe leicht unter dem Vorjahresniveau. Während die Erträge aus der Vermittlung von Bausparverträgen und Krediten einen Zuwachs erzielten, kam es bei der Vermittlung von Versicherungen zu einem Rückgang. Die drei größten Ertragspositionen entfielen auf die Vermittlung von Versicherungen, Ratenkrediten und Immobilien.

Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr stiegen insgesamt um rd. 1,9 Prozent. Sowohl die Erträge aus der Kontoführung wie auch das Kartengeschäft entwickelten sich positiv.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 38.468 32.826 5.642 17,2
Provisionsüberschuss 2) 18.048 17.381 667 3,8
Verwaltungsaufwendungen 30.678 28.509 2.170 7,6
a) Personalaufwendungen 19.015 17.602 1.413 8,0
b) andere Verwaltungsaufwendungen 11.663 10.907 756 6,9
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 24.093 20.546 3.547 17,3
Bewertungsergebnis 4) 837 -9.015 9.852 -109,3
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 24.930 11.531 13.399 116,2
Steueraufwand 6.654 4.494 2.160 48,1
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 13.000 2.200 10.800 490,9
Jahresüberschuss 5.276 4.837 439 9,1

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Unser Ergebnis hat sich wie folgt entwickelt:

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss als wesentliche Ertragsquelle hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Mio. Euro oder 17,2 Prozent erhöht. Der deutliche Anstieg der Zinsen in den kurzen Laufzeitbereichen hat zu einem Anstieg der Erträge aus geldmarktreferenzierten Krediten und Geldanlagen geführt. Zusätzlich wurde aus unserem Spezialfonds wieder eine Ausschüttung getätigt. Die Zinserträge einschließlich der laufenden Erträge aus dem GuV-Posten 3 sind daher deutlich um 11,2 Mio. Euro oder 31,7 Prozent gestiegen. Die Umschichtungen innerhalb der Kundeneinlagen in höherverzinsliche Produkte haben zu einem starken Anstieg der Zinsaufwendungen geführt. Sie erhöhten sich von 5,6 Mio. Euro auf 8,2 Mio. Euro, was etwa einer Verdreifachung entspricht.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss lag um 667 TEUR oder 3,8 Prozent über dem Vorjahr. Dabei haben sich die Erträge um 556 TEUR bzw. 2,9 Prozent erhöht und die Aufwendungen um 110 TEUR bzw. 6,2 Prozent vermindert.

Die Erträge aus den Bereichen Wertpapiergeschäft sowie Zahlungsverkehr und Kontoführung einschließlich der Auslagenerstattungen stiegen an, korrespondierend damit erhöhten sich auch die Aufwendungen in diesen Bereichen. Rückläufig waren hingegen die Erträge aus dem Versicherungsgeschäft sowie die Aufwendungen für die Kreditvermittlung.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Mio. Euro oder 7,6 Prozent gestiegen. Dabei haben sich die Personalaufwendungen um 1,4 Mio. Euro bzw. 8,0 Prozent erhöht. Ein wesentlicher Faktor ist neben Tariferhöhungen die Zahlung der Inflationsausgleichsprämie an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind um 756 TEUR bzw. 6,9 Prozent gestiegen. Hier wirkte sich der allgemeine Preisanstieg, der zu höheren Aufwendungen für Datenverarbeitung und gestiegene Raumaufwendungen führte, aus. Darüber hinaus fielen im Rahmen unseres Transformationsprojektes erhöhte Beratungsaufwendungen für externe Anbieter an.

Betriebsergebnis und Bewertungsergebnis

Das Betriebsergebnis vor Bewertung erhöhte sich insgesamt um 3,5 Mio. Euro oder 17,3 Prozent. Es liegt sowohl über dem Vorjahresergebnis als auch über dem Planwert.

Im Berichtsjahr ergab sich insgesamt ein positives Bewertungsergebnis. Die Belastung aus dem Kundenkreditgeschäft lag unter den Planwerten. Bei den Wertpapieren führte die positive Entwicklung an den Aktien- und Rentenmärkten zu einer Wertaufholung. Hier kehrten sich die, durch den starken und schnellen Zinsanstieg im vergangenen Jahr, erforderlichen Abschreibungen in Zuschreibungen um.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 haben wir dazu genutzt, den Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB zur Stärkung unserer Eigenkapitalbasis um 13,0 Mio. Euro aufzustocken.

Der Vertreterversammlung wird vorgeschlagen, einen Betrag in Höhe von 4,6 Mio. Euro (inklusive den Vorwegzuweisungen) den Ergebnisrücklagen zuzuführen und eine Dividende von 5,0 Prozent an die Mitglieder unserer VR Bank Lahn-Dill eG auszuschütten.

b) Finanzlage

Investitionen

Investitionen werden unter Beachtung der Kosten-Nutzen-Relation getätigt. Der Schwerpunkt lag auf einer kontinuierlichen Verbesserung der technischen Ausstattung der Filialen und der Arbeitsplätze. Ausgaben für die Instandhaltung von Grundstücken und Gebäuden sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung sind in Höhe von 1,1 Mio. Euro getätigt worden.

Liquidität

Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit stets gegeben. Die Liquiditätskennzahl, Liquidity Coverage Ratio (LCR), haben wir jederzeit mit einem Wert von mindestens 100 Prozent eingehalten. Sie lag zum Bilanzstichtag bei 146,1 Prozent.

Aufgrund unserer Liquiditätslage und -reserven und der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund gehen wir davon aus, dass auch in den kommenden Jahren nicht mit einer Beeinträchtigung der Zahlungsfähigkeit zu rechnen ist.

Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben.

c) Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 282.076 264.635 17.441 6,6
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 280.968 275.143 5.825 2,1
Harte Kernkapitalquote 17,2 % 16,6 %
Kernkapitalquote 17,2 % 16,6 %
Gesamtkapitalquote 18,4 % 17,8 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 10 (Genussrechtskapital), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die Eigenmittel sind eine wichtige Bezugsgröße für Aufsichtsnormen und bilden neben einer ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik.

Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kern- und Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der Capital Requirements Regulation (CRR) zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital.

Die Eigenkapitalvorschriften gemäß CRR, ergänzt um die Eigenmittelanforderungen aus dem Supervisory Review and Evaluation Process (SREP), halten wir mit einem ausreichenden Abstand zu den Mindestgrenzen ein. Dabei berücksichtigen wir die Mindestanforderung gemäß Artikel 92 der CRR, den SREP-Zuschlag, den kombinierten Kapitalpuffer und den antizyklischen Puffer.

Unter Berücksichtigung der beschlossenen Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken (§ 340g HGB) und der Dotierung der Ergebnisrücklagen, die noch der Zustimmung der Vertreterversammlung bedürfen, beträgt unser Kernkapital 281 Mio. Euro, das sind 12,3 Prozent der Bilanzsumme.

Nach den Planungsrechnungen erwarten wir eine weitere Stärkung der Eigenmittel durch die künftige Dotierung der Rücklagen und des Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen der CRR sind - auch unter Berücksichtigung des geplanten Geschäftswachstums - aus heutiger Sicht gewährleistet.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,23 Prozent (Vorjahr 0,22 Prozent).

Kundenforderungen

Die Struktur und der räumliche Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichen uns eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen. Mehr als die Hälfte der Kundenfinanzierungen (50,9 Prozent) liegen in den Größenklassen bis zu 500 TEUR. Den höchsten Anteil erreicht die Branche "Grundstücks- und Wohnungswesen" mit 12,0 Prozent der Kundenkredite.

Die Artikel 387 bis 404 der CRR zu Großkrediten sowie die Kreditgrenze nach § 49 GenG wurden eingehalten. Im Berichtszeitraum ist es zu keinen Verstößen gegen Beschlussfassungspflichten im Sinne von § 13 Abs. 2 KWG gekommen.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2023 wieder mit der gebotenen Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.

Eine ausreichende Liquidität stand uns stets zur Verfügung. Dadurch konnten wir die vertretbaren und berechtigten Kreditwünsche unserer Kunden im Rahmen der bankeigenen und aufsichtsrechtlichen Regelungen erfüllen. Besondere Risiken in der Struktur des Kreditgeschäfts für die künftige Entwicklung sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 359.494 381.010 -21.517 -5,6
Liquiditätsreserve 273.253 242.666 30.587 12,6

Die Wertpapieranlagen unserer Bank betragen zum Bilanzstichtag 27,6 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr: 27,9 Prozent). Davon entfällt ein Anteil von 18,3 Prozent auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) und 9,3 Prozent auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6).

Neuinvestitionen wurden überwiegend in der Liquiditätsreserve getätigt, so dass diese sich erhöht hat, während sich der Bestand der Wertpapiere im Anlagevermögen durch Fälligkeiten vermindert hat.

Festverzinsliche Anleihen, geldmarktabhängige variabel verzinsliche Papiere sowie Anleihen und Schuldverschreibungen mit ein- bzw. mehrfachem Kündigungsrecht bilden den überwiegenden Teil unseres Portfolios ab. Anlagen in Investmentanteilen bestehen ausschließlich in Form eines Spezialfonds, dessen Buchwert zum Bilanzstichtag 213,0 Mio. Euro beträgt.

Die Fälligkeitsstruktur der Eigenanlagen ist breit gestreut und berücksichtigt die Zahlungsströme im sonstigen bilanziellen Kundengeschäft.

5. Darstellung, Analyse der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Der aktive Personalbestand zum 31.12.2023 umfasst 330 Beschäftigte (Vorjahr: 334 Beschäftigte). Der Anteil der weiblichen Beschäftigten liegt bei rund 61 Prozent. Mit einer Teilzeitquote von 41 Prozent und der Option zum mobilen Arbeiten bieten wir vielen Angestellten die Möglichkeit, Beruf und Familie miteinander zu verbinden und bringen damit die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen in den gewünschten Einklang. Weiterhin bieten wir Vorruhestandsmodelle und Möglichkeiten der Altersvorsorge an, um die Unternehmensbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lebensphasenorientiert zu unterstützen.

Die nachstehenden Werte beziehen sich auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bankgeschäft. Wir beschäftigen eine hohe Zahl langjähriger und erfahrener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 68 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine Betriebszugehörigkeit von über 10 Jahren. Zum 31.12.2023 beträgt das Durchschnittsalter unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 44 Jahre. 61 Prozent unserer Beschäftigten sind jünger als 50 Jahre. Im Rahmen der Arbeitgebermarkenpositionierung und Nachwuchskräftesicherung sehen wir die Erfordernis, eine ausreichende Anzahl junger Menschen für die Ausbildung in unserer Bank zu gewinnen. So bieten wir derzeit 20 Nachwuchskräften die Ausbildung in den Berufsbildern Bankkaufmann/-frau, Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement sowie Immobilienkaufmann/-frau an, davon absolvieren vier unserer Auszubildenden ein duales Studium. Ein Studiengang davon hat keinen integrierten Abschluss zum Bankkaufmann/-frau, sondern wird mit dem B.A. Mediendesign absolviert.

Branchentransformation, Fachkräftemangel und veränderte Kundenbedürfnisse stellen neue Anforderungen an die Stelleninhaber. Dies erfordert individuelle Personalentwicklung im Rahmen eines ständigen Aus- und Weiterbildungsprozesses und den Aufbau professioneller Personalentwicklungsangebote. Dazu haben wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, neben einer Vielzahl von internen Schulungen, die Teilnahme an externen Qualifizierungsmaßnahmen sowie nebenberuflichen Studiengängen ermöglicht.

Mit spezifischen Entwicklungsprogrammen bereiten wir junge Nachwuchskräfte sowie erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf künftige Führungs-, Projekt- und Spezialistenfunktionen vor. Damit treffen wir Vorsorge für die anstehenden altersbedingten Abgänge von Mitarbeitern. Wir bauen sukzessive eine interne und externe Führungskräfteentwicklung auf, um der strategischen Bedeutung unserer Führungskräfte Rechnung zu tragen.

Betriebliche Risiken aus dem Personalbereich sind zurzeit nicht erkennbar. Dennoch gilt es die Entwicklung des Fachkräftemangels aufmerksam zu beobachten und die beiden Instrumente Mitarbeitergewinnung und -bindung bestmöglich zu steuern.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit umfasst die Handlungsfelder Strategie, Risikomanagement und Gesamtbanksteuerung, Kerngeschäft, Geschäftsbetrieb, Personal, Kommunikation und gesellschaftliches Engagement sowie Ethik und Kultur. In allen Handlungsfeldern haben wir ein Ambitionsniveau definiert. Wir leiten Maßnahmen ab und setzen diese konsequent um. Dabei orientieren wir uns an anerkannten Rahmenwerken wie etwa den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (SDGs) sowie dem Pariser Klimaabkommen. Wir beziehen die Menschen und Organisationen aus unserer Region ein und leisten gemeinsam einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Region.

6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das abgelaufene Geschäftsjahr war von stark gestiegenen Geldmarktzinsen, einer schwachen Konjunktur und einer hohen Inflationsrate geprägt. Vor diesem Hintergrund beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zur Planung und zu ähnlich großen Kreditgenossenschaften (Bilanzsumme 1,0 Mrd. Euro bis 2,5 Mrd. Euro) als gut. Das Wachstum des wichtigsten Geschäftsbereiches, dem Geschäft mit Kunden aus der Region, setzte sich fort, was sich durch einen über dem Plan liegenden Zuwachs im betreuten Kundenvolumen zeigt.

Unsere Vermögenslage zeichnet sich unverändert durch eine gute Eigenkapitalausstattung aus, die sich durch die Eigenkapitaldotierung des abgelaufenen Geschäftsjahres weiter verbessert hat. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen wurden mit einem ausreichenden Abstand zu den geforderten Mindestquoten erfüllt. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen sind Einzelwertberichtigungen bzw. Einzelrückstellungen sowie Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB in angemessenem Umfang gebildet worden. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen, auf Grundlage der IDW-Stellungnahme zur Bildung von Pauschalwertberichtigungen (IDW RS BFA 7), Rechnung getragen worden.

Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Unsere Ertragslage hat sich sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zur ursprünglichen Planung verbessert.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Unsere Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region.

Mithilfe einer strategischen Eckwert-, Kapital- und Liquiditätsplanung für einen Zeitraum von fünf Jahren steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt. Die Planung ist dabei konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie entwickelt und soll eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellen.

Die vom Vorstand festgelegte Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen eines Strategieprozesses jährlich oder anlassbezogen überprüft und bei Bedarf überarbeitet. Innerhalb dieses Strategieprozesses werden die einzelnen Phasen von der Analyse (externer und interner Einflussfaktoren) über die Planung und Umsetzung bis zur Beurteilung in unserem Hause durchlaufen. Hierbei wird auf die Konsistenz zwischen der Geschäfts- und Risikostrategie sowie auf eine enge Verzahnung zur operativen Planung und Steuerung geachtet.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken. Risiken werden von uns bewusst eingegangen, wenn sie zur Erzielung von Erfolgen notwendig und im Verhältnis zu den Chancen vertretbar sind. Das bedeutet, dass wir Risiken - unabhängig von einem möglichen Ertrag - nur dann eingehen, wenn hierfür freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht.

Bei der Übernahme von Risiken beachten wir die folgenden Grundsätze:

Ein Anreizsystem, welches das Eingehen unverhältnismäßig hoher Risikopositionen begünstigt, ist nicht vorhanden. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit einer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können.

Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtssystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert. Es besteht ein monatlicher Reportingzyklus. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig im Rahmen der turnusmäßigen Sitzungen und bei Bedarf adhoc über die Risikoentwicklung in der Bank unterrichtet.

Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie.

Als Grundlage für die Ausgestaltung unseres Risikomanagements dient die jährlich bzw. anlassbezogen durchgeführte Risikoinventur.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit verwenden wir die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von mindestens drei Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen, wie z.B. Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft, in einem adversen Szenario berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Dabei werden auch außerbilanzielle Größen berücksichtigt.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Die Risikomessung in der ökonomischen Perspektive erfolgt grundsätzlich mithilfe geeigneter Value at Risk (VaR)-Modelle bei denen ein Konfidenzniveau von 99,9 Prozent zugrunde gelegt wird. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 Prozent-Quantil entsprechen soll. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv. Darüber hinaus werden Stresstests erstellt, zu deren Herleitung wir uns an Konzepten orientieren, die durch die genossenschaftliche FinanzGruppe erarbeitet wurden. Die Angemessenheit der Modelle wird dabei mindestens jährlich von den fachlich zuständigen Mitarbeitern geprüft.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR).

Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt.

Der Umfang der Offenlegung der Risikomanagementziele und -politik entspricht den Anforderungen des Artikels 435 CRR und wird in Verbindung mit den Strategien dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert.

Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk.

Risiken

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unser Vorstand, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur, sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko, das Liquiditätsrisiko sowie das Beteiligungsrisiko als wesentliche Risiken bewertet.

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von zwei Jahren zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird. Bestandsgefährdende Risiken liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum nicht vor.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko bezeichnet die Gefahr einer negativen Abweichung des Kreditrisikoprämienbarwerts von einer erwarteten bzw. geplanten Größe, die durch eine Bonitätsverschlechterung einschließlich Ausfall, schwankender Verlustquoten sowie Exposures und/oder durch eine Spreadveränderung (idiosynkratisches und Markt-Spreadrisiko) einer Adresse verursacht wird. Weitere Kreditrisiken spielen keine oder nur eine untergeordnete Rolle.

Das Kreditrisiko stufen wir auf Grundlage der Risikoinventur sowohl im Kundenkredit- als auch im Eigengeschäft als aufsichtsrechtlich wesentlich ein.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im Wesentlichen VR-Rating). In Verbindung mit der Kredithöhe, der Kreditlaufzeit sowie der Besicherung werden Risikokosten berechnet, die als Grundlage zur Risikosteuerung und Preisbildung auf Einzelgeschäftsebene dienen. Mithilfe der Steuerungssoftware VR-Control können wir ungünstige Entwicklungen im Kreditportfolio rechtzeitig identifizieren und frühzeitige Maßnahmen einleiten. Für diesen Zweck haben wir ebenfalls strategische Engagement- und Strukturlimite definiert. Darüber hinaus nehmen speziell ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die intensive Betreuung problembehafteter Engagements sowie die Sicherheitenverwertung und Engagementabwicklung von gekündigten Krediten vor.

Wir ermitteln monatlich mit dem Kreditportfoliomodell für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig einen erwarteten und einen unerwarteten Verlust (Credit Value at Risk), der zur Steuerung des Kreditrisikos auf Gesamtbankebene dient. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen.

Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen ermitteln wir im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption monatlich mithilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG). Die Berechnungen basieren auf verschiedenen Marktpartnersegmenten, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen sowie Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen.

Für die Beurteilung der Bonität der Emittenten verwenden wir überwiegend Ratinginformationen externer Ratingagenturen. Für Schuldscheindarlehen von Unternehmen werden in der Regel VR-Ratings analog zum Kundengeschäft verwendet.

Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen nach Vermögensklassen, Emittenten und Branchen. In der Risikostrategie haben wir zudem eine bis 2027 zu erreichende Mindestquote nachhaltiger Investments sowie Ausschlusskriterien für bestimmte Geschäftsmodelle (u.a. Atomwaffenhersteller und Hersteller geächteter Waffen) definiert.

Marktrisiken

Unter das Marktrisiko fallen insbesondere Zins-, Aktien-, Fremdwährungs- und Rohstoff-Kursrisiken. Das Risiko beschreibt im Wesentlichen die Gefahr, dass durch die Veränderung von Marktpreisen ein Verlust gegenüber dem erwarteten Wert bzw. Planwert einer Position entsteht.

Das Zinsrisiko stufen wir anhand der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich ein. Alle weiteren Unterrisikoarten des Marktrisikos weisen für unser Haus eine unwesentliche Bedeutung auf.

Im Rahmen der barwertigen Risikosteuerung wird das Zinsrisiko monatlich unter Nutzung einer historischen Simulation mit Resampling in VR-Control ZINSMANAGEMENT gemessen. Grundlage der Berechnung sind eigens ermittelte gleitende Durchschnitte für Positionen mit unbestimmter Kapitalbindung. Diese Ermittlung erfolgt zunächst auf Basis der Zins- und Volumenhistorien der verschiedenen Produkte. Dazu werden geeignete Produktbündel beziehungsweise Kollektive gebildet und Produkte mit gleichem Zinsanpassungsverhalten zusammengefasst. Darüber hinaus fließt in die Ermittlung der gleitenden Durchschnitte eine zukunftsorientierte Betrachtung ein und (produkt-)strategische Aspekte werden berücksichtigt.

Die periodische Risikosteuerung erfolgt über die normative Perspektive der Risikotragfähigkeit. Die Berechnung fußt weitgehend sowohl auf eigens ermittelten gleitenden Durchschnitten als auch auf festgelegten Zielmargen sowie einer Geschäftsstruktur gemäß unseren Planannahmen.

Neben der Risikotragfähigkeit wird das Zinsrisiko durch einen Vergleich des Gesamtbank-Cashflows mit einer Benchmark gesteuert. Als strategische Steuerungsgrößen dienen derzeit die Höhe des Baseler Zinskoeffizienten in Verbindung mit den Auswirkungen auf den Kapitalzuschlag im Rahmen des bankaufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozesses (SREP).

Der maximale Barwertverlust bei einem adhoc Zinsschock von plus/minus 200 Basispunkten lag in Relation zu den aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln zum Jahresende bei minus 16,9 Prozent (Vorjahr: minus 17,3 Prozent). Das Risiko besteht in unserem Haus bei steigenden Zinsen.

Darüber hinaus sind weitere Frühwarnindikatoren zu berechnen, wobei die Barwertveränderung in Relation zum Kernkapital gesetzt wird. Unter den sechs von der Aufsicht vorgegebenen Zinsszenarien (Parallelverschiebung aufwärts, Parallelverschiebung abwärts, Versteilung, Verflachung, Kurzfristschock aufwärts, Kurzfristschock abwärts) wird das höchste Risiko bei einer parallelen Aufwärtsbewegung gemessen. Zum 31.12.2023 ergibt sich ein Koeffizient von minus 18,1 Prozent (Vorjahr: minus 18,6 Prozent).

Vierteljährlich wird die Höhe der Netto-Reserven/-Lasten des Zinsbuches (im Rahmen der verlustfreien Bewertung nach IDW RS BFA 3) simuliert und eine Berücksichtigung in der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit bzw. in der Ergebnisvorschaurechnung geprüft. In diesem Zusammenhang werden auch Stressbetrachtungen vorgenommen.

Für die Zinsbuchsteuerung bestehen Festzinszahlerswaps mit einem Nominalvolumen in Höhe von 190,0 Mio. Euro (Vorjahr: 105,0 Mio. Euro).

Für die Steuerung der Fondsrisiken aus unserem Spezialfonds verwenden wir die Risikokennzahlen der Union Investment. In diesem Zusammenhang besteht ein wesentliches Auslagerungsverhältnis. Im Rahmen regelmäßiger Angemessenheitsprüfungen wird sichergestellt, dass die Risikomessung für das Fondsbuch konsistent zur Methodik der Bank erfolgt und die Aggregation der Risiken zu keiner Risikounterschätzung führt. Darüber hinaus werden die gelieferten Reports der Kapitalanlagegesellschaften innerhalb der Risikoinventur und der Stresstests angemessen über eine Volldurchschau gewürdigt.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko umfasst das Risiko, illiquide zu werden bzw. höhere Kosten für Liquidität aufwenden zu müssen. Basierend auf dieser grundlegenden Definition wird die Systematisierung des Liquiditätsrisikos differenziert nach dem Zahlungsunfähigkeitsrisiko und dem Refinanzierungskostenrisiko betrachtet. Unter Zahlungsunfähigkeitsrisiko wird die Gefahr verstanden, dass die Bank nicht in der Lage ist, ihre kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Das Refinanzierungskostenrisiko bezeichnet wiederum die Gefahr einer negativen Abweichung des Barwerts der Refinanzierungskosten von den erwarteten bzw. geplanten Werten aufgrund von Veränderungen der Liquiditätsspreads. Sowohl das Zahlungsunfähigkeitsrisiko als auch das Refinanzierungskostenrisiko sind in unserer Bank von wesentlicher betriebswirtschaftlicher Bedeutung. Das Refinanzierungskostenrisiko kann sinnvoll mit Risikodeckungspotenzial unterlegt werden und wird infolgedessen im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung gemessen und limitiert. Bis zur Fertigstellung eines Risikomodells in der genossenschaftlichen FinanzGruppe wird das Risiko mittels eines individuell hergeleiteten Shifts auf die Refinanzierungskurve berechnet. Der Shift wurde mit Blick auf ein Konfidenzniveau von 99,9 Prozent festgelegt.

Liquiditätsablaufbilanzen dienen als Frühwarnindikator für eine mögliche Zahlungsunfähigkeit und stellen dabei hauptsächlich den Überlebenshorizont dar (strategisches Mindestniveau: 120 Tage). Stresstests führen wir sowohl anhand institutseigener und marktweiter Szenarien als auch in Form kombinierter Szenarien für Liquiditätsrisiken durch. Durch die Anrechnung auf die Liquiditätspuffer wird auf dieser Grundlage der Überlebenshorizont ermittelt, den wir sowohl mit einer Warngrenze als auch mit einem Mindestlimit versehen haben. Das Liquiditätsrisiko wird daneben in unserem Haus insbesondere anhand der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR) überwacht. Unsere Risikotoleranz haben wir über die Festlegung einer Ziel-LCR-Quote von 120 Prozent definiert. Am 31.12.2023 beträgt die Liquiditätskennzahl 146,1 Prozent (Vorjahr: 136,5 Prozent). Auch das Vorliegen eines Liquiditätsengpasses wird über diese Kennzahl festgestellt. Für diesen Fall ist ein Notfallplan festgelegt, in dem geeignete Maßnahmen zur Liquiditätssicherung beschrieben sind. Als weitere aufsichtsrechtliche Liquiditätskennzahl ist die Net Stable Funding Ration (NSFR) mit einer gesetzlichen Grenze von 100 Prozent einzuhalten. Auch hier haben wir eine interne Warngrenze festgelegt, die bei 110 Prozent liegt. Zum Jahresultimo liegt die Quote bei 116,7 Prozent (Vorjahr: 120,3 Prozent). Darüber hinaus besteht eine Warngrenze für die kurzfristig verfügbare Mindestliquidität.

Ferner werden die erhobenen Daten für die Meldung Additional Monitoring Metrics (AMM) nachrichtlich beobachtet. Hinsichtlich der Analyse von Liquiditätskosten verwenden wir ein einfaches Liquiditätskostenverrechnungssystem auf Gesamtbankebene.

Zur Begrenzung von Abrufrisiken sind Strukturlimite für die größten Einleger und die größten offenen Zusagen im Kreditgeschäft implementiert.

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko beinhaltet insbesondere die Risikoklassen Verhaltensrisiko (Schadensrisiko in Folge der unangemessenen Erbringung von Leistungen, einschließlich von Schäden, die durch vorsätzliches oder fahrlässiges Verhalten gegenüber Kunden und Geschäftspartnern verursacht werden), Informations- und Kommunikationstechnologierisiko (Risiko von Verlusten aufgrund der Unzweckmäßigkeit oder des Versagens der Hard- und Software technischer Infrastrukturen, welche die Verfügbarkeit, Integrität, Authentizität sowie Vertraulichkeit von Komponenten des Informationsverbunds beeinträchtigen können, sowie Compliance-Risiko (Vermögensgefährdung des Instituts aufgrund einer Nichterfüllung von gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen Regelungen bzw. internen Regelungen aufgrund von unzureichenden Prozessen, nicht angemessenen Systemen und / oder fahrlässigem Handeln bzw. Fehlinterpretation durch das Institut als Ganzes). Weitere operationelle Risiken sind solche Risiken, die durch externe Einflüsse verursacht werden. Dies können zum Beispiel Naturkatastrophen, Kundenverhalten und Rechtsrisiken ohne Bestandsschutz (Ungültigkeit von Vertragsbedingungen) sein. Zu den weiteren operationellen Risiken zählen das Betrugs-, Prozess-, Drittbezugs-, Personalrisiko, Risiken aus rückwirkenden Rechtssprechungsänderungen, sonstige operationelle Risiken und das Modellrisiko im Sinne des operationellen Risikos.

Wesentliche operationelle Risiken werden mindestens jährlich im Rahmen der Risikoinventur identifiziert und analysiert. Hierzu wird neben einer Schadensfalldatenbank, in die drohende und (beinahe) eingetretene Schäden eingestellt werden, auf ein Self-Assessment zurückgegriffen. Die Schadensfalldatenbank wird auch für die Beurteilung der Angemessenheit des angesetzten Risikobetrags im Rahmen der regelmäßigen Risikotragfähigkeitsberechnung herangezogen.

Das Informations- und Kommunikationstechnologierisiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Die betriebliche Notfallplanung wurde auf die Anforderungen aus den BAIT und den MaRisik abgestimmt.

Operationelle Risiken werden im Gegensatz zu Kredit- oder Marktrisiken nicht zur Ertragserzielung eingegangen. Sie entstehen im Zuge des alltäglichen Geschäftsbetriebes und können dadurch auch in Verbindung mit anderen Risikoarten auftreten. Wir tragen den operationellen Risiken durch angemessene Regelungen Rechnung. Hierzu gehören die Implementierung eines Beschwerdemanagements, die laufende Aktualisierung und Anpassung der organisatorischen Rahmenbedingungen, eine jährliche Versicherungsinventur unter besonderer Berücksichtigung der operationellen Risiken mit Bezug zum Self-Assessment, der Einsatz von rechtlich geprüften Formularen, umfangreiche Regelungen und Prozesse zum Auslagerungsmanagement sowie Regelungen zur unverzüglichen Ursachenanalyse bei wesentlichen Schadensfällen.

Anhand der Risikoinventur stufen wir das operationelle Risiko als aufsichtsrechtlich wesentlich ein.

Für die Risikomessung nutzen wir die Value at Risk-Simulation aus dem agree21-Modul ORM.

Beteiligungsrisiken

Beteiligungsrisiken beinhalten die Gefahr einer negativen Abweichung vom erwarteten Wert bzw. Planwert einer Beteiligung. Diese negative Abweichung setzt sich zusammen aus den Wertänderungen einer Beteiligung an sich, der negativen Abweichung zum erwarteten Ertrag (Ausschüttung) sowie dem Risiko eines Nachschusses. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden unsere Beteiligungsrisiken mit einem Value at Risk-Ansatz berücksichtigt, der durch die genossenschaftliche FinanzGruppe entwickelt wurde. Anhand der Risikoinventur stufen wir das Beteiligungsrisiko in Verbindung mit dem Kreditrisiko im Eigengeschäft als aufsichtsrechtlich wesentlich ein.

Sonstige Risiken

Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei dem Immobilienrisiko, dem Pensionsrisiko sowie dem strategischen Risiko und dem Geschäftsrisiko. Nachhaltigkeits-, Reputations- und Modellrisiken werden als querschnittliche Risiken innerhalb der zuvor genannten Risikoarten beurteilt. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir mindestens jährlich im Rahmen der Risikoinventur. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein. Die Summe dieser Risiken überstieg die interne Wesentlichkeitsgrenze nicht und findet entsprechend in der Ermittlung des Risikodeckungspotenzials keine Berücksichtigung.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Verwendung von Derivaten erfolgt in unserer Bank ausschließlich zu Absicherungszwecken und hier speziell im Rahmen der Zinsbuchsteuerung. Da alle Zinssicherungsgeschäfte mit unserer genossenschaftlichen Zentralbank abgeschlossen wurden, besteht für uns kein aufsichtsrechtlich zu unterlegendes Kontrahententrisiko. Bei dem Vorliegen negativer Markwerte werden Sicherheiten in Form von verpfändeten Wertpapieren gestellt.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in den von uns simulierten Risiko- und Stressszenarien sowohl in der ökonomischen als auch in der normativen Perspektive gegeben.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

Die Gesamtbanksteuerung war im vergangenen Geschäftsjahr geprägt durch die hohe Inflation und die damit einhergehenden Zinssteigerungen. Geldpolitische Maßnahmen der europäischen Zentralbank haben zu einer Inversion der Zinskurve sowie zu einer Verknappung der marktweiten Liquidität geführt, was in einem verstärkten Wettbewerb um Kundeneinlagen mündete. Die Risikotragfähigkeit war im Jahr 2023 zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Das von uns im Rahmen der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit zur Verfügung gestellte Risikodeckungspotenzial beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 220,0 Mio. Euro. Demgegenüber standen aggregierte Gesamtbankrisiken in Höhe von rund 152,7 Mio. Euro (69,4 Prozent des Limits).

Die Anforderungen an eine angemessene Eigenmittelausstattung nach der CRR wurden im Jahr 2023 jederzeit eingehalten. Die im Rahmen der normativen Perspektive durchgeführten Analysen zeigen, dass wir auch im Planungs- und Prognosehorizont aufgrund unserer nachhaltigen Ertragskraft und der Vermögens- sowie Finanzlage sämtliche externen und internen Anforderungen mit Abstand einhalten.

Den zuvor dargestellten Risiken stehen folgende Chancen gegenüber:

Mit einer geordneten Vermögenslage und der gegebenen Risikotragfähigkeit sowie unserer festen Verwurzelung in einer starken Region, gehen wir davon aus, künftige Ertragschancen für die VR Bank Lahn-Dill eG, unsere Mitglieder, Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen zu können. Gute Chancen sehen wir in einem über dem Plan liegenden Wachstum des Kundenkreditgeschäftes, einem deutlichen Ausbau unseres Dienstleistungsgeschäftes sowie einer positiven Entwicklung an den Geld- und Kapitalmärkten. Weitere Perspektiven ergeben sich aus der Umsetzung des angestoßenen Transformationsprozesses zur digitalen Regionalbank. Die Standardisierung und die Automatisierung von Prozessen sowie die Reduzierung von Schnittstellen sehen wir ebenfalls als Chance. Als regionale Genossenschaftsbank werden wir auch in Zeiten der Digitalisierung über die persönlichen Kontakte nah an unseren Firmen- und Privatkunden sein. Online Services und persönliche Nähe sind dabei kein Widerspruch, sondern greifen ineinander. Beides nahtlos miteinander zu verbinden, ermöglicht uns weiter zu wachsen.

D. Prognosebericht

Unser Prognosebericht enthält die Erwartungen und Prognosen für die Jahre 2024 und 2025, die auf Planannahmen und Schätzungen auf Basis der uns zur Verfügung stehenden Informationen beruhen. Sie unterliegen damit immer Unsicherheiten, so dass die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den zurzeit prognostizierten Werten abweichen können. Solche Abweichungen können vor allem aus der Veränderung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der Wettbewerbssituation, der Entwicklung an den Kapitalmärkten und dem möglichen Ausfall von Kreditnehmern resultieren.

Im unserem Planszenario gehen wir von einem moderaten wirtschaftlichen Aufschwung aus. Wir erwarten, dass sich die Inflation allmählich verringert, sich aber weiterhin oberhalb der Marke von 2 Prozent bewegt. Für den anhaltenden Inflationsdruck sorgen die gestiegenen Energie- und Nahrungsmittelpreise sowie hohe Lohnforderungen auch angesichts einer anhaltenden Arbeitskräfteknappheit. Ebenso führen die wirtschaftspolitischen Anstrengungen zur Erreichung der Klimaziele zu anhaltendem Inflationsdruck. Außergewöhnliche Belastungen oder bestandsgefährdende Risiken sehen wir jedoch nicht.

Unsere Eckwertplanung basiert auf folgenden wesentlichen Annahmen:

Der Zinsüberschuss soll unter der Prämisse eines rückläufigen Zinsniveaus, insbesondere durch Leitzinssenkungen und eines steigenden Geschäftsvolumens, bei ansonsten unveränderter Geschäftsstruktur, absolut leicht ausgebaut werden.

Für das bilanzielle Kundenkreditgeschäft erwarten wir ein jährliches Wachstum zwischen 3,9 Prozent und 4,1 Prozent und somit ein höheres Wachstum als im abgelaufenen Jahr. Für den Bestand der außerbilanziellen Kundenkredite prognostizieren wir ein Wachstum von etwa 11 Mio. Euro.

Für die bilanziellen Kundeneinlagen erwarten wir einen Zuwachs zwischen 2,6 und 5,1 Prozent. Den Bestand der betreuten Geld- und Kapitalanlagen in Kundendepots und bei unseren Partnern der genossenschaftlichen FinanzGruppe erwarten wir um 136 Mio. Euro bzw. 10,0 Prozent höher als im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Daneben sehen wir einen absolut leicht steigenden Provisionsüberschuss von 18,7 Mio. Euro im Jahr 2025. Der in der Planung zugrunde gelegte Zuwachs soll insbesondere durch Steigerungen im Wertpapiergeschäft sowie dem Zahlungsverkehr inkl. Kartengeschäft realisiert werden.

Beim Personalaufwand erwarten wir bei nahezu unveränderten Mitarbeiterkapazitäten einen spürbaren Anstieg durch höhere tarifliche Steigerungen der Gehälter. Die Sachaufwendungen werden sich insbesondere durch die Auswirkungen der Inflation ebenfalls deutlich erhöhen. Insgesamt erwarten wir bis zum Ende des Jahres 2025 absolut einen deutlich höheren Verwaltungsaufwand. Im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme verringert sich dieser jedoch auf 1,45 Prozent.

Im Kundenkreditgeschäft erwarten wir einen Anstieg des Bewertungsergebnisses gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Im Eigengeschäft hingegen sehen wir Bewertungsgewinne aus den rein zinsinduzierten Wertkorrekturen aus dem Geschäftsjahr 2022.

Aus der Kapitalplanung für die Jahre bis 2025 ergeben sich für das geplante Wachstum im Kreditgeschäft unter der Prämisse von Rücklagenzuführungen, der Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken und konstanten Geschäftsguthaben derzeit keine Erkenntnisse für einen zusätzlichen Kapitalbedarf. Die aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen können mit einem deutlichen Abstand erfüllt werden.

Zusammenfassend erwarten wir auf Basis unserer Eckwertplanung für unsere finanziellen Leistungsindikatoren die folgenden Entwicklungen:

Für das BE vor Bewertung/dBS erwarten wir einen Wert von rd. 0,90 Prozent, in absoluten Werten zwischen 21,4 Mio. Euro und 22,2 Mio. Euro.

Die CIR prognostizieren wir in einer Bandbreite von 61,7 bis 62,0 Prozent.

Das Wachstum des betreuten Kundenvolumens planen wir in einer Bandbreite zwischen 4,2 und 4,4 Prozent, in absoluten Werten bis 2025 bis auf 5,4 Mrd. Euro.

Das erwirtschaftete versteuerte Eigenkapital (inklusive der vorgesehenen Gewinnzuweisungen) sehen wir Ende 2025 bei 334 Mio. Euro.

 

Dillenburg, 28. März 2024

VR Bank Lahn-Dill eG

Der Vorstand:

Königs

Orth

Simmer

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

VR Bank Lahn-Dill eG, Dillenburg

Genossenschaftsregisternummer 331 beim Amtsgericht Wetzlar

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 14.126.039,64 16.995
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 455.000,00 1.694
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 455.000,00 (1.694)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 14.581.039,64 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 127.631.958,21 93.601
b) andere Forderungen 25.714.046,30 153.346.004,51 58.909
4. Forderungen an Kunden 1.413.093.674,87 1.367.702
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 203.800.202,06 (183.824)
Kommunalkredite 29.879.646,89 (43.738)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 50.598.825,98 52.621
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 50.598.825,98 (52.621)
bb) von anderen Emittenten 369.100.274,17 419.699.100,15 359.511
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 238.289.434,77 (222.144)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 419.699.100,15 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 213.047.910,82 211.544
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 39.748.802,54 39.749
darunter:
an Kreditinstituten 2.874.260,19 (2.874)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.301.700,00 42.050.502,54 2.302
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 2.104.200,00 (2.104)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 2.972.712,20 3.733
darunter: Treuhandkredite 2.972.712,20 (3.733)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.785,00 8
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 4.785,00 0
12. Sachanlagen 26.316.239,59 24.952
13. Sonstige Vermögensgegenstände 3.988.118,20 4.068
14. Rechnungsabgrenzungsposten 175.000,00 203
Summe der Aktiva 2.289.275.087,52 2.237.592

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 141.120.372,48 141.120.372,48 136.022
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 378.656.022,15 501.950
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 1.002.839,05 379.658.861,20 1.321
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 1.083.298.293,15 1.271.417
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 379.252.966,76 1.462.551.259,91 1.842.210.121,11 40.510
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 2.972.712,20 3.733
darunter: Treuhandkredite 2.972.712,20 (3.733)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.321.361,51 1.287
6. Rechnungsabgrenzungsposten 508.790,81 399
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 5.393.684,00 7.025
b) Steuerrückstellungen 3.627.187,00 1.113
c) andere Rückstellungen 9.045.113,44 18.065.984,44 8.180
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 113.000.000,00 100.000
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 13.573.529,28 13.728
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 74.850.000,00 72.750
cb) andere Ergebnisrücklagen 78.350.000,00 153.200.000,00 76.250
d) Bilanzgewinn 2.302.215,69 169.075.744,97 1.906
Summe der Passiva 2.289.275.087,52 2.237.592
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 45.761.704,12 55.817
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 45.761.704,12 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 84.964.559,80 84.964.559,80 155.257
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 39.407.228,96 30.906
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 4.622.399,41 44.029.628,37 3.343
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 0,00 (37)
2. Zinsaufwendungen 8.173.398,90 35.856.229,47 2.586
darunter: erhaltene negative Zinsen 9.095,90 (358)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.493.084,25 0
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.118.612,67 1.163
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 2.611.696,92 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 19.706.714,81 19.150
6. Provisionsaufwendungen 1.658.889,35 18.047.825,46 1.769
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 1.403.283,43 1.419
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 15.563.608,81 14.289
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.451.347,39 19.014.956,20 3.313
darunter: für Altersversorgung 794.999,97 (751)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 11.663.465,72 30.678.421,92 10.907
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.998.538,88 1.963
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.149.020,73 609
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 8.678
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 721.946,37 721.946,37 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 337
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 114.966,13 114.966,13 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 24.929.966,25 11.531
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.588.434,81 4.426
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 65.834,48 6.654.269,29 68
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 13.000.000,00 2.200
25. Jahresüberschuss 5.275.696,96 4.837
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 26.518,73 70
5.302.215,69 4.907
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
5.302.215,69 4.907
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 1.500.000,00 1.500
b) in andere Ergebnisrücklagen 1.500.000,00 3.000.000,00 1.500
29. Bilanzgewinn 2.302.215,69 1.906

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

VR Bank Lahn-Dill eG, Dillenburg

A. Allgemeine Angaben

Die VR Bank Lahn-Dill eG mit Sitz in Dillenburg ist beim Amtsgericht Wetzlar unter der Genossenschaftsregisternummer 331 eingetragen.

Der Jahresabschluss der VR Bank Lahn-Dill eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) werden die (nachstehenden) im Jahresabschluss 2010 angewandten Übergangsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) (hier: Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechte für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze) entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt fortgeführt:

- Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt:

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zinsanteilig und zeitanteilig, aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt.

Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft werden Pauschwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Die Berechnung erfolgt für alle nicht akut ausfallgefährdeten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie die nach §§ 26, 27 RechKredV unter der Bilanz auszuweisenden Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen). Die ermittelten Teilbeträge für die Pauschalwertberichtigung werden von den Aktivposten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden abgesetzt. Die Teilbeträge für das außerbilanzielle Geschäft werden unter den anderen Rückstellungen passiviert und entsprechend von den Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften sowie den unwiderruflichen Kreditzusagen abgesetzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung erfolgt auf Grundlage des im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlustes über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (Bewertungsvereinfachungsverfahren). Der erwartete Verlust wird unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt ermittelt.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Anschaffungskosten über pari wurden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs abgeschrieben.

Wertpapierleihegeschäfte

Es besteht ein Wertpapierleihegeschäft in Höhe von nominal EUR 3.000.000 (Vorjahr EUR 0). Das geliehene Wertpapier wird bei der Ermittlung der Liquiditätskennzahl (LCR) berücksichtigt. Das wirtschaftliche Eigentum verbleibt beim Verleiher, so dass kein bilanzieller Ansatz vorgenommen wurde. Die Wertpapierleiheprovision ist unter den Provisionsaufwendungen in GuV 6 ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente

Zinsderivate werden zur Reduzierung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos aller zinstragenden Positionen des Bankbuches eingesetzt (Aktiv-/Passiv-Steuerung) und sind von einer imparitätischen Einzelbewertung ausgenommen. Zum Bilanzstichtag bestanden in diesem Zusammenhang Zinsswaps in Höhe von nominal 190,0 Mio. EUR.

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bzw. einheitliche Verbindlichkeit nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten bewertet. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden Abschreibungen vorgenommen.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Sofern dauerhafte Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Abschreibungen gemäß § 6b EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt.

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Aktive latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen.

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die im passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen Disagiobeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen sind mit dem Barwert bilanziert.

Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,50 % (Vorjahr 2,50 %) und eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % bzw. 2,50 % (Vorjahr 2,00 % bzw. 2,50 %) zugrunde gelegt.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,82 % (Vorjahr 1,80 %) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis einer Prognose des Zinssatzes per Dezember 2023 festgelegt, dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Die Altersteilzeitrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinssatz von 1,05 % (Vorjahr 0,43 %) bei einer angenommenen Restlaufzeit von zwei Jahren ermittelt.

Den Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Bei der Bewertung wurden die Bewertungsvorgaben des § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB i.d.F. des BilMoG berücksichtigt. Für die entsprechenden Gutachten wurden als Bewertungsverfahren die "Projected Unit Credit Method" zugrunde gelegt. Der gemäß diesem Verfahren ermittelte Wert der Jubiläumsverpflichtungen ist der Barwert der zum Bewertungsstichtag erdienten Ansprüche. Hierbei wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,50 % (im Vorjahr 2,50 %) unterstellt. Diese Rückstellungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,74 % (Vorjahr 1,46 %) abgezinst.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden analog zum Ab-/Aufzinsungseffekt im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Für sämtliche Währungspositionen ist das Kriterium der besonderen Deckung gemäß § 340h HGB definiert worden, sofern sie zur Sicherung der auf Fremdwährung lautenden bilanziellen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten dienen. Als besonders gedeckt werden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den Zinsaufwendungen in Abzug gebracht.

Im Falle von Zinsswaps wurden die Zahlungsströme je Swapvertrag verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen.

Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Zugänge (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des
Geschäftsjahres im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 118.261 118.261
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 32.566.577 2.761.389 (a) 0 (a) 34.770.477
0 (b) 557.489 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.911.924 1.040.683 (a) 0 (a) 8.390.957
0 (b) 561.649 (b)
Summe a 40.596.762 3.802.072 (a) 0 (a) 43.279.695
0 (b) 1.119.138 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
EUR
Zugängen (a) Zuschreibungen (b)
EUR
Umbuchungen (a) Abgängen (b)
EUR
Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Buchwerte Bilanzstichtag (Vorjahr)
EUR
Immaterielle Anlagewerte
(0)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 110.566 2.910 (a) 0 (a) 0 (a) 113.476 4.785
0 (b) 0 (b) 0 (b) (7.695)
(0)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 10.333.649 1.153.152 (a) 0 (a) 0 (a) 11.332.186 23.438.291
0 (b) 0 (b) 154.614 (b) (22.232.929)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.192.944 842.477 (a) 0 (a) 0 (a) 5.513.008 2.877.949
0 (b) 0 (b) 522.413 (b) (2.718.980)
Summe a 15.637.159 1.998.539 (a) 0 (a) 0 (a) 16.958.670 26.321.025
0 (b) 0 (b) 677.027 (b) (24.959.604)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 382.651.358 -24.385.051 358.266.307
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 42.050.503 0 42.050.503
Summe b 424.701.861 -24.385.051 400.316.810
Summe a und b 465.298.623 426.637.835

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 129.682.098 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 29.239.174 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 37.627.490 fällig.

Aufgliederung der in dem Bilanzposten A 5 enthaltenen Wertpapiere

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 419.699.100 400.226.151 19.472.949 340.113.012

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in Form von Wertpapieren des Anlagevermögens.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind und Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten oder andere dauernde Wertminderungen nicht erkennbar sind.

Der Buchwert der betreffenden Wertpapiere beträgt EUR 339.118.518, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf EUR 312.726.761

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen und Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0 0 131.352.326 135.333.522
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 0 0 87.420.669 59.212.670

Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent

Im Bilanzposten "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" (A 6) sind folgende Anteile mit Anteilsquoten von mehr als 10 % enthalten:

Anlageziel Wert der Anteile (Zeitwert)
EUR
Differenz zum Buchwert (Reserve)
EUR
Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr
EUR
1. UIN Fonds Nr. 985 - Deutschland Verstetigung der Ertragslage und Diversifikation der Anlageklassen in den Segmenten Aktien, Renten und Immobilien 218.732.240 5.684.330 1.493.084

Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen nicht. Es besteht ausschließlich eine Beschränkung nach § 98 Abs. 2 Satz 1 KAGB.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:

Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital
%
Jahr TEUR Jahr TEUR
a) DZ 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG, Neu Isenburg 2,57 2022 992.482 2022 24.518
b) DZ Holding GmbH & Co. KG, Neu Isenburg 0,81 2022 988.773 2022 32.129
c) DZ BANK AG, Frankfurt am Main 0,02 2022 10.638.000 2022 380.000
d) Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am Main 0,01 2022 1.693.990 2022 321.427

Für das unter Buchstabe d) aufgeführte Unternehmen besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der DZ BANK AG.

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandforderungen handelt es sich um Forderungen an Kunden (A 4).

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 10.310.203 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 2.877.949 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Forderungen aus Vermittlungsprovisionen und Depotgebühren 2.283.392
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 1.420.636

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist eine Mietvorauszahlung in Höhe von EUR 175.000 mit einer Restlaufzeit von 6 Jahren enthalten.

Nachrangige Vermögensgegenstände

In den folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten/Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
3b) 3.024.905 3.016.091
4 2.095.046 2.341.440
5 16.080.437 15.061.864

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 2.376.725 enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 0 6.000.000 9.000.000 7.500.000
Forderungen an Kunden (A 4) 46.911.313 110.670.266 452.848.318 773.275.783

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 4.911.417 11.586.744 47.911.232 75.457.219
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 106.933 413.655 394.778 87.473
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 119.159.358 174.259.593 58.543.060 26.679.028

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 141.120.372 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1).

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Einbehaltene Abgaben (Steuern und Sozialabgaben) 944.848
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 919.385
Steuerverbindlichkeiten 228.945

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 15.322 (Vorjahr EUR 27.854) enthalten.

Passive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Die passiven Steuerlatenzen beruhen auf Differenzen zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Wertansatz bei Beteiligungen (Aktiva 7) und Sachanlagen (Aktiva 12). Dem stehen aktive latente Steuern aus Differenzen bei Forderungen an Kunden (Aktiva 4), Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Aktiva 5), Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktiva 6) sowie Rückstellungen (Passiva 7) gegenüber. Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 28,8 % zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0 0 141.120.372 136.021.914

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 13.180.511
b) der ausscheidenden Mitglieder 391.219
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 1.800

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2023 72.750.000 76.250.000
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 600.000 600.000
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 1.500.000 1.500.000
Stand 31.12.2023 74.850.000 78.350.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Für die latenten Risiken wurde eine Pauschalwertberichtigung auf Grundlage der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung zur Bildung von Pauschalwertberichtigungen (IDW RS BFA 7) gebildet.

Die unter Posten 1b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 139.866.739

Fremdwährungsposten

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 3.230.372 enthalten.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden Zinsswaps des Nichthandelsbestands über TEUR 190.000, die als Sicherungsinstrument im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv-/ Passiv-Steuerung) abgeschlossen wurden.

Weitere einheitlich bilanzierte strukturierte Produkte bestehen in Form von Festgeldern und Anleihen in den Aktivposten 3 und 5 mit folgenden Nominalwerten (Angaben in TEUR):

Festgelder mit Kündigungsrecht 8.000
Kündigungsrecht des Schuldners 66.000
Zinsbegrenzungsvereinbarung 20.700
AT1 Anleihen 10.100

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Die Fälligkeitsstruktur wird auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden ohne rechnerisch angefallene Zinsen angegeben ("clean prices").

(Angaben in TEUR):

Nominalbetrag beizulegender Zeitwert
Restlaufzeit
<= 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre Summe negativ positiv
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Zins-Swap (gleiche Währung) 0 75.000 115.000 190.000 0 6.970

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme auf den Abschlussstichtag.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Passivgeschäften sind in den Zinsaufwendungen (GuV 2) als Reduktion des Zinsaufwands enthalten.

In den Zinserträgen (GuV 1) sind EUR 0 (Vorjahr EUR 13.230) negative Zinsen aus Einlagen bei der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR 8.145 erhöht, im Vorjahr um EUR 6.770 vermindert.

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für die Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Krediten, von Bausparverträgen und von Versicherungen nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:

Art EUR
Mieterträge 670.789
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 421.753

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 27.505 (Vorjahr EUR 0) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (GuV 12) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:

Art EUR
Aufwendungen im Zusammenhang mit Altersteilzeitvereinbarungen 778.188

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 89.889 (Vorjahr EUR 179.028) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 562.412 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 79.427 enthalten.

Hiervon entfallen auf:

lfd. Posten der GuV - Art Betrag Aufwand
EUR
Betrag Ertrag
EUR
8 - Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0 421.753

Steuerrechtliche Abschreibungen gemäß § 254 HGB a. F., die aus Vorjahren beibehalten wurden, haben das Jahresergebnis nur unwesentlich beeinflusst. Für künftige Jahresabschlüsse ergeben sich hieraus keine wesentlichen Belastungen.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 87.876.

Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen erhielten EUR 2.192.696.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 5.393.684.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 4.242 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 505.818.

Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Mit nahe stehenden Unternehmen und Personen sind keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 36.495, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 5.827.536.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben in Immobilien in Höhe von EUR 1.104.315.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 7 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 167 109
Gewerbliche Mitarbeiter 4 19
178 128

Außerdem wurden durchschnittlich 16 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile
Anfang 2023 46.212 135.142
Zugang 2023 1.665 2.399
Abgang 2023 1.379 4.068
Ende 2023 46.498 133.473
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 155.122
Höhe des Geschäftsanteils EUR 100

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich in folgende Honorare auf:

- Abschlussprüfungsleistungen EUR 264.000
- Andere Bestätigungsleistungen EUR 55.990
- Steuerberatungsleistungen EUR 13.750
- Sonstige Leistungen EUR 747

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genoverband e.V.

Wilhelm-Haas-Platz

63263 Neu-Isenburg

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Klaus Königs, Vorstandsmitglied (Vorstandssprecher)

zuständig für Individualkunden, Marketing und Omnikanalsteuerung

Ralph-Uwe Orth, Vorstandsmitglied

zuständig für Privatkunden und Marktfolge Aktiv

Steffen Simmer, Vorstandsmitglied

zuständig für Finanzen/Unternehmenssteuerung und -organisation, Stabsstellen und Beauftragtenwesen

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Torsten Märte, Steuerberater, Partner in der Steuerkanzlei Jakowetz + Partner PartGmbB

(Vorsitzender)

Lothar Albert, Selbstständiger Steuerberater

(stellvertretender Vorsitzender)

Ralf Immel, Rechtsanwalt, Partner der Partnerschaft Kirschbaum & Partner mbB

(stellvertretender Vorsitzender)

Steffen Bender, Geschäftsführer der Reich Gesellschaft mbH Regel- und Sicherheitstechnik

(ausgeschieden am 31.10.2023)

Sven Bieber, Geschäftsführer der BIEBER + MARBURG GMBH + CO. KG

Matthias Donges, Angestellter Berater / Consultant Executive Board der Roth Industries GmbH & Co. KG

Matthias Eckel, Angestellter bei der R+V Versicherung AG

Horst Herrmann, Selbstständiger Landwirtschaftsmeister

Norbert Mai, Geschäftsführer der JPLH Consult GmbH

Nina Reh, Controllerin bei der AOK - Die Gesundheitskasse in Hessen

Frank Schmidt, Geschäftsführer der Schmidt Tragwerksplanung GmbH

Kornelia Schnautz, Kaufmännische Angestellte im Buchhaltungsbüro Schnautz, Inh. Carsten Schupp

Katrin Storck-Müller, Geschäftsführerin des Rheumazentrums Mittelhessen GmbH & Co. KG

Christian Sturm, Geschäftsführer der Ax Holzbau GmbH

Frank Tirjan, Selbstständiger Kaufmann

Angaben gemäß § 340a Abs. 4 HGB

In den Aufsichtsgremien folgender großer Kapitalgesellschaften nehmen Vorstandsmitglieder oder Mitarbeiter unserer Bank Mandate wahr:

Name und Sitz Anzahl der Mandate
DZ Privatbank S.A., Luxemburg 1

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 5.275.696,96 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 26.518,73 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 3.000.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 2.302.215,69) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 5,00 % 671.916,20
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 800.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 800.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 30.299,49
2.302.215,69

 

Dillenburg, 21. März 2024

VR Bank Lahn-Dill eG

Der Vorstand

Königs

Orth

Simmer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VR Bank Lahn-Dill eG, Dillenburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VR Bank Lahn-Dill eG, Dillenburg (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

a) Sachverhalt und Problemstellung:

Die Genossenschaft ist hauptsächlich im Kundenkreditgeschäft tätig. Eine mögliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit von Kreditnehmern kann Auswirkungen auf die Höhe der zu bildenden Einzelwertberichtigungen bzw. Abschreibungen auf Kundenforderungen haben. Hieraus können sich erhebliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss und insbesondere auf die Ertragslage der Genossenschaft ergeben. Im Rahmen der Rechnungslegung ist zur Bewertung der Forderungen neben der Bonitätsbeurteilung in der Regel die Nutzung geschätzter Werte für gestellte Sicherheiten erforderlich.

Da die hiermit verbundenen Einschätzungen einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Einzelwertberichtigungen und Abschreibungen auf Kundenforderungen haben, und diese insofern mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind, haben wir die Bewertung der Kundenforderungen als einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt eingestuft.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit und Wirksamkeit des relevanten Internen Kontrollsystems der Genossenschaft zur Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse, zur Risikoklassifizierung, zur Sicherheitenbewertung sowie zur Risikovorsorge beurteilt. In dem Zusammenhang haben wir uns von der regelmäßigen Überprüfung der Angemessenheit der Schätzannahmen durch die Genossenschaft überzeugt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Kundenforderungen einschließlich der Sicherheiten auf Basis risikoorientiert ausgewählter Einzelfälle beurteilt und mit den Einschätzungen der Genossenschaft abgeglichen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Zur Bewertung der Forderungen an Kunden verweisen wir auf den Anhang des Jahresabschlusses der Genossenschaft Abschnitt B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Durchführung der Wertpapierdienstleistungs- und Depotprüfung gemäß § 89 Abs. 1 S. 1 und 2 WpHG

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Carsten Hörr.

 

Neu-Isenburg, 25. April 2024

Genoverband e.V.

Jörg Dautermann, Wirtschaftsprüfer

Carsten Hörr, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 23.05.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 5.275.696,96 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 26.518,73 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Bericht des Aufsichtsrates

VR Bank Lahn-Dill eG, Dillenburg

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und Regelungen seitens der Finanzaufsicht obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm laufend seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei den zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die strategische Ausrichtung sowie über besondere Ereignisse. Entsprechend den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) wurde dem Aufsichtsrat vierteljährlich über die Risikolage, inklusive der Indikatoren des IPS-Sanierungsplans, berichtet. Zu weiteren Schwerpunkten der Aufsichtsratsarbeit im abgelaufenen Jahr zählten die Information über die Eigenmittelanforderungen, das Kundenkreditgeschäft, die Mitwirkung bei der Kreditgewährung und die Beschlussfassung zu Investitionsvorhaben. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Das Aufsichtsratsgremium tagte im Jahr 2023 insgesamt achtmal und hat an einer Fortbildung zu den Themen "Beauftragtenwesen, Compliance und Interessenkonflikte" sowie "Cyberrisiken" teilgenommen.

Zur Erfüllung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte einen Kreditausschuss, einen Personalausschuss sowie einen Prüfungsausschuss eingerichtet. Die Ausschüsse haben ihre beratende Funktion wahrgenommen und Entscheidungen vorbereitet. Kredit- und Personalausschuss haben darüber hinaus Beschlüsse gefasst. Der Personalausschuss hat sich zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der VR Bank Lahn-Dill eG frühzeitig intensiv mit der Nachfolgeregelung in der Geschäftsleitung beschäftigt. Aus den Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat berichtet worden. Die Ausschüsse traten zu insgesamt acht Sitzungen zusammen.

Der Aufsichtsrat verfügt aufgrund seiner Kenntnisse und Erfahrung in seiner Gesamtheit über ausreichende Branchen- und Sachkenntnisse sowie über Sachverstand auf den Gebieten der Rechnungslegung und Abschlussprüfung.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Genoverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. In einer gemeinsamen Sitzung des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurde von den Prüfern über das voraussichtliche Ergebnis der Prüfung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Mit der diesjährigen Vertreterversammlung scheiden turnusmäßig gemäß § 24 Abs. 3 der Satzung Frau Kornelia Schnautz und die Herren Lothar Albert, Matthias Donges, Ralf Immel, Christian Sturm und Frank Tirjan aus dem Aufsichtsrat aus. Bis auf Frau Schnautz, die gemäß § 24 Abs. 6 der Satzung wegen Erreichens der Altersgrenze nicht mehr wählbar ist, ist die Wiederwahl der übrigen Aufsichtsratsmitglieder für die nächste Wahlperiode zulässig. Sie stellen sich für eine erneute Kandidatur zur Verfügung. Herr Steffen Bender ist auf eigenen Wunsch zum 31.10.2023 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Wir danken Frau Schnautz und Herrn Bender für Ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der VR Bank Lahn-Dill eG.

Das Geschäftsjahr 2023 hat die VR Bank Lahn-Dill eG mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand gilt der Dank für die geleistete Arbeit und das gezeigte Engagement im abgelaufenen Jahr. Unser Dank richtet sich auch an alle Mitglieder, Kunden und Geschäftsfreunde, die der VR Bank Lahn-Dill eG ihr Vertrauen schenken.

 

Dillenburg, im April 2024

Der Aufsichtsrat

Torsten Märte, Vorsitzender

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")

VR Bank Lahn-Dill eG, Dillenburg

Die VR Bank Lahn-Dill eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der VR Bank Lahn-Dill eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die VR Bank Lahn-Dill eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 57.919.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 246,7.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 24.930.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 6.588 und betreffen laufende Steuern.

Die VR Bank Lahn-Dill eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Nachrichten & Medien

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Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
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