Feldwerke Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Christian Stiepel seit 26.5.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Arnulf Billerbeck | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Spectrum Capital Partners GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 2023A Allgemeine Angaben Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses der Spectrum Capital Partners GmbH, München wurden neben den Regelungen des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes auch die Vorschriften der Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV - für Finanzdienstleistungsinstitute berücksichtigt. Die Pflicht zur Aufstellung des Jahresabschlusses nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften ergibt sich für Institute, die unter §1 Abs.1 a KWG fallen, aus §§340 Abs. 4 i.V.m. 340 a Abs. 1 HGB. Gesetzlich geforderte Angaben zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung werden im Anhang erläutert. B Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Aufgrund einer abgeschlossenen Rangrücktrittsvereinbarung mit dem Hauptgläubiger der Gesellschaft besteht keine tatsächliche Überschuldung. Es ist daher weiterhin von der Bilanzierung nach going-concern (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) auszugehen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten bilanziert. Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken mit den voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen passiviert. C Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterung der Bilanz Anlagenspiegel Zum Anlagenspiegel verweisen wir auf Anlage 3 Blatt 4. In den Forderungen an Kunden sind Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von € 7.500,90 enthalten. Restlaufzeitenspiegel (§ 9 Abs. 1 bis 3 RechKredV i.V. m. § 340 d HGB):
Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme eines Betrages in Höhe von € 2.007,61 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sonstige Verbindlichkeiten Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 5.515,01, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 0,00 und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 101.016,44. Die Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu 3 Monaten. Andere Rückstellungen In den anderen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für variable Vergütungen von Mitarbeitern (T€ 22), Rückstellungen für Beratungs- und Abschlusskosten (T€ 11), Rückstellungen für Prüfungskosten (T€ 7) sowie eine Rückstellung für Sozialabgaben wegen eines laufenden Statusfeststellungsverfahrens (T€ 3) enthalten. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung Provisionserlöse Die Provisionserlöse entfallen auf die Dienstleistungen Vermögensverwaltung, Anlageberatung sowie Anlage- und Abschlussvermittlung. Die Honorare wurden sowohl mit inländischen Kunden (54 %) als auch mit ausländischen Kunden (46 %) erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten neben Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen Erträge aus Reisekostenerstattungen und periodenfremde Erträge. D Sonstige Angaben Sitz, Registergericht Sitz der Gesellschaft ist München. Die Gesellschaft ist im Handelsregister München unter HRB 185907 eingetragen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3 a HGB bestehen aus drei Mietverträgen in Höhe von T€ 1 monatlich. Sämtliche Mietverträge haben eine Laufzeit von unbestimmter Dauer. Abschlussprüferhonorar Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 7 für die Prüfung des Jahresabschlusses 2023. Mitarbeiter In 2023 wurden durchschnittlich 3 Mitarbeiter beschäftigt. ErgebnisverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen, den Bilanzverlust in Höhe von € 187.462,58 auf neue Rechnung vorzutragen. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Geschäftsführer Herr Jens Stiepel, M. A., München. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wurde unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
München, den 28. Februar 2024 Spectrum Capital Partners GmbH Jens Stiepel Anlagenspiegel zum 31.12.2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A) Kapitalmarktumfeld und Geschäftsumfeld der Gesellschaft 1) Konjunkturelles Umfeld Das Jahr 2023 war geprägt durch eine weitere Beschleunigung der Inflation. Der Ukraine-Krieg verschärfte die Situation durch die daraus resultierende Energiekrise. Die Inflationswerte stiegen temporär auf zwischen 8% und 11% an. Die Notenbanken halten nach wie vor an ihrem restriktiven Kurs fest. Dies führte zu Sorgen im Hinblick auf die Konjunktur weltweit. Für das Jahr 2024 werden sinkende Inflationsdaten und mehrere Senkungen der Notenbankzinsen erwartet. Die geopolitischen Konfliktherde (speziell Ukraine-Krieg und Nahost-Konflikt) bergen auch weiterhin die Gefahr von unkalkulierbaren Risiken für die Kapitalmärkte. Die Aktienmärkte erlebten zwischen Mai und Oktober 2023 eine Seitwärtsbewegung, Ab November 2023 verzeichnete der Aktien Weltaktienmarkt einen Anstieg um ca. 10% bis Ende 2023. Die kräftige Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte resultiert in hohem Maße aus der Erwartung einer sich deutlich abschwächenden Inflation. Im Zuge der inflationären Entwicklung haben die Zinsmärkte bereits im Jahr 2023 eine sehr starke Korrektur erfahren. Global Aggregate Indices mussten von Januar bis September 2023 einen weiteren Rückgang um ca. 5% hinnehmen. In den Monaten Oktober und November gab es dann eine Erholung um ca. 4,4%. Die Reduktion der Inflation erfordert mehr Zeit, als die Kapitalmärkte erwartet haben. Nachdem der Euro Ende 2021 zum USD noch mit ca. 1,21 notierte, verlor er bis August 2022 erheblich und notierte mit nur noch ca. 0,98 zum USD. Seit Anfang 2023 sehen wir nun bis März 2024 eine Bandbreite von ca. 1,06 bis ca.1,10 des Währungspaares. Von Januar bis August 2023 bewegte sich Gold seitwärts. Ab September 2023 bis März 2024 stieg das Edelmetall um ca. 26%. Die Ausweitung der internationalen Krisenherde dürfte hierfür ein wesentlicher Aspekt sein. Aktuell liegen wir nun wieder bei ca.2020 USD. 2) Entwicklung der Anlagestrategien Das Jahr 2023 wurde in der total-return Strategie mit einem Ergebnis von +4,84% bei einer Volatilität von 3,53% abgeschlossen (Geschäftsjahr 31.03.2023 bis 31.03.2024). Das Sharpe-Ratio betrug +0,32% Der gemischte Fonds konnte sich gegenüber der Benchmark im Verlauf des Geschäftsjahres nur knapp behaupten. Die getroffenen Sicherungsmaßnahmen im Aktienbereich haben einen Teil der Aktienmarktperformance neutralisiert. Im Rentenblock hingegen konnte das Benchmark Ergebnis übertroffen werden. Der Fonds mit Investitionsschwerpunkt auf Anleihen verzeichnete ein Plus von 4,84%. B) Entwicklung der Gesellschaft Die Gesellschaft hat mit 2023 ihr dreizehntes volles Geschäftsjahr abgeschlossen. In 2023 sind die betreuten Kundenvermögen auf dem Niveau des Vorjahres verharrt. Bedingt durch einen Gesellschafterwechsel und die Einführung neuer Anlagestrategien lag der Schwerpunkt insbesondere der Einführung/Entwicklung der zur Erfüllung der komplexen regulatorischen Vorgaben notwendigen internen Prozesse. Sobald diese abgeschlossen sind kann die Gesellschaft das Augenmerk wieder der Weiterentwicklung der Anlagestrategien und der Gewinnung neuer Kundenbeziehungen widmen 1) Ertragslage Die Gesellschaft hat 2023 mit einem Fehlbetrag von Euro 100.553,16 (Vorjahr: Fehlbetrag von 20.654,28 Euro) abgeschlossen, Ursache für den Fehlbetrag waren die weiterhin zu niedrigen Provisionserlöse bei weiterhin konstanten Kosten, wobei der mit Abstand größte Kostenblock die Personalkosten betrifft. Zusätzlich haben sich erhöhte Rechts- und Beratungskosten, insbesondere für die die Einführung neuer Anlagestrategien, bemerkbar gemacht. Die Provisionserträge haben sich gegenüber dem Vorjahr um rund 6% auf Euro 222.215,80 reduziert. Ursache hierfür waren Mittelabflüsse in dem von der Gesellschaft beratenen Publikumsfonds in 2023. Die Ertragslage hat sich damit geringfügig eingetrübt. Dem konnte die Gesellschaft durch striktes Kostenmanagement begegnen. Das Jahresergebnis stellt die zur Unternehmenssteuerung verwendete Kennzahl dar. 2) Finanzlage Die liquiden Mittel der Gesellschaft wurden so angelegt, dass die kurz- und mittelfristige Liquidität gesichert ist. Die gesamten liquiden Mittel wurden täglich verfügbar bei den zwei Geschäftsbanken der Gesellschaft angelegt. Der Finanzmittelfonds, welcher die sog. flüssigen Mittel umfasst, erhöhte sich im Berichtsjahr um TEUR 10 auf TEUR 86. Insofern war die Entwicklung des cash flow im Berichtsjahr leicht positiv. Die Gesellschaft konnte ihren Verpflichtungen jederzeit nachkommen. 3) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug zum Ende des Geschäftsjahres 158.616,25 Euro. Sie ist damit in 2023 im Vergleich zum Vorjahr (137 TEUR) gestiegen. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum Ende des Geschäftsjahres -20.062,58 EUR (Vorjahr 80.490,58 EUR), die bilanzielle Eigenkapitalquote war somit negativ. Der neue Gesellschafter hat der Gesellschaft zur Erfüllung der regulatorischen Mindestkapitalvorschriften nach CRR unterjährig in 2023 ein Nachrangdarlehen von 100 TEUR zur Verfügung gestellt. Dieses zählt jedoch nach Handelsrecht nicht zum Eigenkapital. Das Nachrangdarlehen wurde Anfang Februar 2024 vollständig zurückgeführt und zeitgleich durch eine Zuführung in die Kapitalrücklage i.H.v. 130 TEUR ersetzt. Insofern verfügte die Gesellschaft vorübergehend (auch zum Bilanzstichtag) über ein negatives bilanzielles Eigenkapital. Die Gesellschaft war jedoch zu jedem Zeitpunkt liquide und konnte ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen. Der Gesellschafter hat am 22.05.2024 zugunsten der Gesellschaft eine harte Patronatserlärung über 100 TEUR abgegeben. Sollte künftig weiterer Kapitalbedarf entstehen wird der Gesellschafter die erforderliche Kapitaldecke gewährleisten. Eine Überschuldung der Gesellschaft ist nicht zu erwarten, da sich die Gesellschaft derzeit und auch künftig ausschließlich über Eigenkapital finanziert. Unsere Unternehmensplanung geht für die nächsten Jahre aufgrund der bereits begonnenen Neuausrichtung des Geschäftsmodells von positiven Ergebnissen bei ansteigendem Eigenkapital aus, sobald die Vorarbeiten für die Einführung der neuen Anlagestrategien abgeschlossen sind und die Gesellschaft wieder Neukunden annehmen kann. C) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter und Kundenbelange Die Belange ihrer Arbeitnehmer sind für die Gesellschaft ein wichtiger Faktor. Insbesondere über Schulungen und Fortbildungen wird eine Steigerung der Qualifizierung unserer Mitarbeiter und damit eine Qualitätsverbesserung in der Dienstleistung für unsere Kunden erreicht. Den Belangen unserer Kunden wird durch eine transparente, offene und nachvollziehbare Geschäftspolitik auf allen Ebenen Rechnung getragen. Nachhaltigkeit Das Thema Nachhaltigkeit erhält in der Gesellschaft, in der Politik und in der Regulierung immer mehr Aufmerksamkeit. Bereits heute berücksichtigt die Spectrum Capital Partners GmbH ESG-Aspekte sowohl im Rahmen von Investitionen in unsere Beratungs- und Verwaltungsmandate als auch im Arbeitsumfeld. Wir sind bemüht, die Umwelt zu schonen, in dem wir den z.B. den Papierverbrauch auf das Nötigste reduzieren und auch auf einen möglichst niedrigen Energieverbrauch achten. D) Risikomanagementsystem Im Folgenden werden die wichtigsten Risiken für die Gesellschaft und deren reibungslosen Geschäftsbetrieb benannt und beurteilt: 1) Adressenausfallrisiko Unter Adressenausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass bestimmte Forderungen und Außenstände bei bestimmten Adressen nicht mehr beizubringen sind, weil diese an Bonität verlieren oder gänzlich als Zahlungsadressat ausfallen. Beurteilung: Ein wesentlicher Teil des liquiden Vermögens der Gesellschaft ist bei zwei deutschen Kreditinstituten täglich verfügbar angelegt. Ein Ausfall dieser Kreditinstitute, der nicht wahrscheinlich, aber dennoch möglich ist, hätte signifikante Konsequenzen für die Gesellschaft. Adressenausfallrisiken könnten grundsätzlich auch darin bestehen, dass gegenüber Kunden und Partnerunternehmen bestehende Provisionsforderungen von diesen nicht bezahlt werden. Die Werthaltigkeit zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung noch offener Forderungen wird laufend von der Geschäftsführung beurteilt. 2) Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Möglichkeit, dass ablaufende Verpflichtungen gegenüber Kunden oder Dritten nicht planmäßig refinanziert oder erneuert werden können. Beurteilung: Das Liquiditätsrisiko hat für das Institut untergeordnete Bedeutung. Die Anlagen der Gesellschaft bei deutschen Kreditinstituten sind täglich fällig. Provisionen aus der Vermögensverwaltung und Anlageberatung werden regelmäßig - i.d.R. quartalsweise - gemäß den getroffenen Vereinbarungen abgerechnet. Insofern wird die Frequenz der Liquiditätszuflüsse durch diese Zahlungstermine dominiert. Maßnahmen zur Steuerung sind das Vorhalten von Liquidität auf den bei den Kreditinstituten geführten Geldkonten dergestalt, dass regelmäßig ausreichend hohe Beträge zur Zahlung der erwarteten laufenden Verwaltungsaufwendungen sicher zur Verfügung stehen. Über die Kontostände und -bewegungen sind die Buchhaltung und insbesondere auch die Geschäftsführung der Gesellschaft jederzeit durch Kontoauszüge aktuell informiert. 3) Marktpreisrisiko Das Marktpreisrisiko bezeichnet mögliche Wertveränderungen der vom Institut gehaltenen Positionen als Folge der Veränderung von Marktpreisen einzelner Anlagen und umfasst das Zinsänderungsrisiko, Aktien- und Wertpapierkursrisiko, sonstige Preisrisiken, sowie das Währungsrisiko. Beurteilung: Die vom Institut gehaltene Liquidität ist keinem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Die täglich verfügbare Liquidität ist weiterhin ausreichend groß. Es bestehen mittelbare Marktpreisrisiken aus den verwalteten Kundenanlagen. Eine Reduzierung der vom Institut betreuten Kundenvermögen durch entsprechende Marktveränderungen hat einen mittelbaren Einfluss auf die Ertragslage des Institutes. 4) Ertragsrisiko Das Ertragsrisiko bezeichnet das Risiko des Instituts, die laufenden Kosten nicht durch Erträge decken zu können. Beurteilung: Das Institut unterliegt einem Ertragsrisiko. Dieses Risiko kann sich realisieren, indem Kunden die Beauftragung des Instituts widerrufen, Assets under Management gekündigt werden und das Institut dauerhaft Ertragsquellen verliert. Steuerung: Das Ertragsrisiko wird durch striktes Kostencontrolling gesteuert. Das Institut ermittelt regelmäßig die Basis und Höhe seiner laufenden Kosten. Schon zur Erfüllung seiner aufsichtsrechtlichen Vorgaben nach CRR überwacht und steuert das Institut die laufenden Kosten. Die Geschäftsleitung spiegelt die laufenden Kosten kontinuierlich gegenüber den erwarteten Erträgen und ergreift kurzfristig Gegenmaßnahmen, sofern aus Ertragsrisiken Kostenreduzierungen notwendig sind. 5) Operationelle Risiken Das Institut definiert das operationelle Risiko als Gefahr von Verlusten, die in Folge von Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Beurteilung: Das Institut definiert die operationellen Risiken als die größten Risiken für das Institut. Steuerung: Zur Steuerung der operationellen Risiken ist die Beachtung der Compliance-Vorgaben entscheidend. Eine Compliance-Organisation ergibt sich aus den entsprechenden Beschlüssen und Entscheidungen der Geschäftsleitung. Die Größe des Unternehmens gestattet es der Geschäftsleitung, die Tätigkeit der Mitarbeiter unmittelbar laufend zu Überwachen. Überwachung und Kommunikation: Aus der Geschäftsleitung ist ein Compliance-Verantwortlicher benannt. Aufgabe des Compliance-Verantwortlichen ist es, Schwachstellen der Organisation zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen eine Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu sichern. 6) Reputationsrisiko: Das Reputationsrisiko begrenzen wir durch ein an veränderte Kapitalmarktbedingungen angepasstes Finanzportfoliomanagement sowie durch interne Kontrollverfahren zur Sicherstellung der Einhaltung aller regulatorischen und gesetzlichen Vorgaben. E) Prognosebericht zur künftigen Entwicklung der Gesellschaft Die Lage an den Finanzmärkten wird Vermögensverwalter auch weiterhin vor große Herausforderungen stellen. Die entsprechenden Risiken für die Gesellschaft sind durch die Diversifikation über unterschiedliche Strategien zu einem gewissen Grad abgefedert. Anfang 2024 sind die von der Gesellschaft betreuten Portfolien unter Berücksichtigung der individuellen Anlagerichtlinien so eingestellt, dass eine einsetzende Rezession spürbare, in Ihrem Ausmaß aber kontrollierbare Auswirkungen haben dürfte. Fallende Aktien- und Rentenmärkte würden zu einem moderaten Rückgang des Vermögens und damit einhergehenden fallenden Umsätzen führen, zugleich aber für attraktive Opportunitäten sorgen. Ein plötzlicher, exogener Schock hätte hingegen signifikant negative Auswirkungen. Die operative Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 lag unter Plan. Durch die Einführung der bereits erwähnten neuen Anlagestrategien soll im laufenden Jahr die Kundenbasis der Gesellschaft erheblich verbreitert werden und die Ertragslage sich ebenfalls signifikant verbessern. Die Gesellschaft musste in 2020 und 2021 durch die Auswirkungen der Corona-Krise signifikante Mittelabflüsse aus bestehenden Kundenbeziehungen verzeichnen die in 2022 und 2023 nicht kompensiert werden konnten. Ab Ende Q2 2024 rechnen wir mit den ersten Mittelzuflüssen insbesondere von vermögenden Privatkunden in unseren neu aufgelegten Strategien. Die durch die Corona-Krise bedingte Reduzierung der Provisionserträge wurde durch ein striktes Kostenmanagement begegnet, das auch weiterhin aufrecht erhalten wird. Der Bereich der individuellen Vermögensverwaltung sollte auch im Jahr 2024 einen wesentlichen Beitrag zu den Nettoprovisionserträgen leisten und weiterhin als wichtigstes Standbein neben der Beratung professioneller Marktteilnehmer fungieren. Es ist davon auszugehen, dass die Bilanzsumme der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr stabil bleibt bzw. ggfs. leicht ansteigt. Unser Ziel ist es, das von der Gesellschaft verwaltete und beratene Vermögen in den kommenden Jahren wieder auf das Niveau vor der Corona-Krise zu bringen. Wir rechnen für 2024 mit einem ausgeglichenen Ergebnis. F) Nachtragsbericht Vorfälle von besonderer Bedeutung, die sich auf den Jahresabschluss zum 31.12.2023 auswirken würden, sind bisher in 2024 nicht eingetreten. G) Bericht über Zweigstellen Die Spectrum Capital Partners GmbH unterhält seit 01. Oktober 2012 eine Zweigstelle in der Bismarckallee 12, 14193 Berlin und seit 01. März 2019 in der Steinsdorfstr. 20, 80538 München.
München, 22.05.2024 Die Geschäftsleitung Jens Stiepel Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Spectrum Capital Partners GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Spectrum Capital Partners GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kaufbeuren, 24. Mai 2024 STG
Schwäbische Treuhandgesellschaft
Marz, Wirtschaftsprüfer |
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