Duravit Aktiengesellschaft
Selbe AdresseHerstellung von sonstigen keramischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Winkle seit 9.8.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Duravit AktiengesellschaftHornbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht und Konzernlagebericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2022gemäß § 289 HGB und § 315 HGB1. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft (§ 289 I HGB bzw. 315 I HGB) 1.1 Geschäft und Rahmenbedingungen Die DURAVIT AG hat eine über 200-jährige Firmengeschichte. Das Unternehmen wurde am 02. Mai 1817 in Hornberg gegründet und die Entwicklung der DURAVIT zeigt, dass hier Beständigkeit und Zielstrebigkeit, Tradition und Innovation ebenso zusammenkommen, wie Erfahrung und Erfindergeist sowie das Streben nach internationaler Expansion unter Einhaltung finanzwirtschaftlicher Solidität. Der Premiumanspruch der Marke und die daraus abgeleiteten Implikationen entlang der Wertschöpfungskette prägen unsere erfolgreiche Marktpositionierung. Als traditionsreiches Unternehmen mit Stammsitz in Hornberg im Schwarzwald hat die DURAVIT AG die Entwicklung der Sanitärbranche maßgeblich mitgeprägt und Design, Innovation, Funktionalität und Qualität im Badbereich wesentlich mitgestaltet. Durch die Zusammenarbeit mit renommierten Designern entwickelte sich das Unternehmen weiterhin international. Bei der Internationalisierung setzt DURAVIT auf eine starke Präsenz sowie kontinuierliches Wachstum. Dabei operiert das Unternehmen mit 33 Beteiligungsgesellschaften und ist insgesamt in 133 Ländern präsent. Die Produktion der DURAVIT-Qualitätsprodukte erfolgt an folgenden nationalen und internationalen Standorten: Hornberg, Schenkenzell, Meißen (Deutschland), Bischwiller (Frankreich), Kairo (Ägypten), Chongqing und Shanghai (China), Bizerte (Tunesien) und in Tarapur (Indien). Die internationalen Standorte werden bei DURAVIT nicht als unabhängige "Satelliten" geführt, sondern in den DURAVIT Konzern integriert. Dieser Grundsatz bedeutet u.a., dass bestimmte zentrale Grundlagen des Unternehmens verbindlich für alle Standorte gelten, z. B. Grundstrategie, das Leitbild, Markenkern, Controlling, IT. Regionale Strategien werden regelmäßig in Abstimmung mit der Zentrale entwickelt, wichtige Aufgaben in Projektform gemeinsam bearbeitet. Das Management vor Ort hat die Aufgabe, hierzu Initiativen zu ergreifen, besonders auch im Hinblick auf lokale Anpassungen und die Zentrale aktiv einzubinden. Die Umsetzung selbst liegt in der unternehmerischen Verantwortung vor Ort. An allen inländischen und ausländischen Beteiligungen, mit Ausnahme der DURAVIT Distribution SARL (Tunesien), hält die DURAVIT AG direkt oder über eine Tochtergesellschaft mindestens 75 %. In zahlreichen Ländern ist DURAVIT mit Vertriebsgesellschaften/-organisationen vertreten. Die Geschäftsprozesse werden weltweit durch standardisierte IT-Anwendungen unterstützt und permanent optimiert. Ein besonderer Schwerpunkt bildet hierbei die Sicherheit der Netze und auch der Daten, insbesondere vor dem Hintergrund der, auf europäischen Vorgaben basierenden DSGVO/Datenschutz-Grundverordnung. Die DURAVIT AG verfügt als Aktiengesellschaft über einen dreiköpfigen Vorstand, der für die Führung und Kontrolle des Unternehmens verantwortlich zeichnet. Dabei wird der Vorstand national wie international von einer qualifizierten Führungsmannschaft unterstützt, deren Aufgaben überwiegend funktional gegliedert sind. Aufgaben mit weitreichender Bedeutung für den Konzern werden im "Führungskreis" besprochen und entschieden. Dem Führungskreis gehören die drei Vorstände sowie ein Kernteam aus Führungskräften an. Der Unternehmensgegenstand der DURAVIT AG ist die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Sanitärerzeugnissen aller Art aus keramischen oder sonstigen Werkstoffen wie Acryl, Mineralguss-Werkstoffen ("DuraSolid") sowie von Ergänzungs- und Nebenprodukten. Das Komplett-Angebot besteht aus:
Wesentliche Absatzmärkte sind Mittel- und Nordeuropa, hier besonders Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien sowie China, Ägypten, Tunesien, der Nahe Osten, Indien, die USA und Südafrika. In diesen Märkten verfügt DURAVIT über eine gute Marktposition, die durch systematische Produktentwicklung und Markenpflege weiter behauptet und ausgebaut wird. Hierbei spielen die rechtlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern, die Entwicklung der Weltwirtschaft, der freie Handel mit offenen Märkten Zugang zu Ressourcen, die kontinuierliche Qualifizierung unserer Belegschaften sowie die Vermeidung von größeren weltweiten oder regionalen politischen und wirtschaftlichen Krisen eine wesentliche Rolle. 1.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 1.2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Weltwirtschaft Die Weltwirtschaft hat sich seit Beginn des Jahres 2022 merklich abgekühlt. Die globalen Wachstumsaussichten haben sich zum Jahresende des Berichtsjahres weiter eingetrübt, die Risiken hingegen nahmen zu, denn die Corona-Krise, sowie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine bestimmen nach wie vor die Weltwirtschaft. Das Wirtschaftswachstum ist in allen Regionen eingedämpft, die Inflation treibt und verstärkt die Knappheiten in den Einzelmärkten. Im Berichtsjahr erzielte die Weltwirtschaft laut IWF (World Economic Outlook Januar 2023) einen realen Zuwachs von 2,9%. Dabei legte die Konjunktur in den Industrieländern um 2,4% zu und in den Schwellen- und Entwicklungsländern um 3,7%. Die deutsche Wirtschaft erholt sich bislang nur langsam im Vergleich zu anderen. Das Wachstum des Welthandels ist rückläufig, dennoch haben sich die globalen Handelssalden im Jahr 2022 ausgeweitet. Im Jahre 2021 lag das Wachstum des Welthandels bei 10,1 %, wohingegen das Wachstum im Jahr 2022 nur noch bei 4,3% lag. Das Wachstum ist dennoch stärker als 2019 und 2020, liegt jedoch weit unter dem historischen Durchschnitt. Die Summe der absoluten Leistungsbilanzüberschüssen- und Defiziten ist im Berichtsjahr angestiegen. Die weltweite Industrieproduktion ist im dritten Quartal 2022 angestiegen und hat dadurch einen Teil des Rückgangs aus dem Vorquartal wieder ausgeglichen. Die Stimmungsindikationen deuten jedoch darauf hin, dass die Folgen der geringer werdenden Nachfragen bald stärker zu spüren sind. Dies gilt ebenfalls für die marktbestimmten Dienstleistungen. Die Stimmung der Verbraucher befindet sich auf einem mehrjährigen Tiefstand. Die Unternehmensinvestitionen haben im Berichtsjahr zu Beginn wieder zugelegt, trotz der Belastung des Russland-Ukraine-Kriegs und den daraus folgenden Lieferengpässen. Im zweiten Quartal 2022 folgte dann eine Stagnation, welche durch den starken Rückgang der gewerblichen Bauinvestitionen verursacht wurde (-2,4%). Im dritten Quartal expandierten die Unternehmensinvestitionen mit 1,4% erneut. Die Wirtschaftsleistung legte im Euroraum im dritten Quartal 2022 nur geringfügig zu, wohingegen sie im ersten Quartal stark expandierte. Aufgrund der Aufhebung der meisten Maßnahmen betreffend der Corona-Pandemie, profitierten die marktbestimmten Dienstleistungen hiervon. Im Sommer hingegen, machten sich die Belastungen durch die starken Preissteigerungen bemerkbar. Das BIP in Deutschland stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,8%, in Spanien sogar um 4,7%. Insgesamt stieg das BIP im Euroraum um 3,4% im Vergleich zum Jahr 2021 und weltweit um 2,8%. Die Risiken für die Weltwirtschaft sind nach wie vor hoch. Im Krieg in der Ukraine gibt es bis dato keine Anzeichen für eine baldige Entspannung. In den osteuropäischen Staaten ist die Trendwachstumsrate über dem Durchschnitt des Euroraums. Die fortgeschrittenen Volkswirtschaften in Zentraleuropa legten im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 % zu. Die Geldpolitik wurde gestrafft. Die ägyptische Wirtschaft verzeichnet, wie auch im Vorjahr, ein Wachstum, das sich 2023 laut Analysten der Economic Intelligence Unit (EIU) noch mehr verstärken wird. Der Regierung von Ägypten ist es weitestgehend gelungen, die Folgen der Coronakrise abzufedern und das Land auf Wachstumskurs zu halten. Dem positiven lokalen Trend wirkt jedoch die zunehmende Abschwächung des ägyptischen Pfundes entgegen, das in den ersten beiden Monaten 2023 36,5% gegenüber seinem durchschnittlichen Wert 2022 verloren hat. Insgesamt wirkt sich die weltweit stark zunehmende Inflation und das ansteigende Zinsumfeld bremsend auf das Geschäft der Duravit Gruppe aus. Das BIP in China wuchs im Berichtsjahr lediglich um 3,4% gegenüber dem Vorjahr. 2021 lag das Wachstum bei 8,6%. Einige Aufhebungen zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19, wirkten sich positiv auf die chinesische Konjunktur aus. Der Normalisierungsprozess wird jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen, dennoch wird das Jahr 2023 von einer spürbar höheren Expansion der Gesamtwirtschaft geprägt sein mit einem BIP von rd. 6%. In der russischen Wirtschaft brach das preis- und saisonbereinigte BIP im zweiten Quartal 2022 um 4,4% gegenüber dem ersten Quartal ein. Seit Kriegsbeginn veröffentlicht Russland keine Auslandsstatistiken mehr. In Veröffentlichungen von Handelspartnern zeigt sich aufgrund der Wirtschaftssanktion ein extremer Rückgang der russischen Importe. Die Exportgewinne hingegen stiegen infolge der steigenden Rohstoffpreisen an. Der Kurs des US-Dollars zum Euro bewegte sich im Jahresverlauf zwischen 0,89 und 0,95. Zum Jahresende hat der US-Dollar rund 6% gegenüber dem Vorjahr aufgewertet. Das ägyptische Pfund wertete per 31.12.2022 massiv um rd. 48% gegenüber dem Vorjahresendwert ab. Das britische Pfund schwächte sich gegenüber dem Euro und im Vergleich zum Vorjahr leicht ab. Branche Im Berichtsjahr hat sich die starke Nachfrage energetischer Sanierungen fortgesetzt, wohin gegen sich der Neubau aufgrund des Zinsanstiegs schwächer entwickelt im Vergleich zum Vorjahr. Lieferengpässe (insbesondere im Bereich Elektronik- und Steuerungskomponenten), sowie die hohe Auslastung im Handwerk führ zur Verzögerung zahlreicher Projekte. Das Bauvolumen im Hochbau ist gegenüber dem Vorjahr nur minimal gestiegen. Der Umsatz im Bereich Heizung/Lüftung/Klima war im Berichtsjahr doppelt so hoch wie im Bereich Sanitär. Die aufgrund der Energiekriese staatlichen Förderungen, wirken sich positiv auf den Bereich Heizung aus. Die erneuerbaren Energien, wie Solarthermie und Wärmepumpen, gewinnen weiterhin an Marktanteil. Im Bereich Sanitär war die Nachfrage aus dem Einfamilienhaus-Neubau recht stabil, jedoch wird im Geschäftsjahr 2023 ein Rückgang erwartet, da private Haushalte aufgrund der gestiegenen Preise und der wirtschaftlichen Unsicherheit auf Sanierungsmaßnahmen im Badezimmer verzichten werden. Die Umsätze ich Bereich Einzelhandel sind im Berichtsjahr rückläufig, Grund hierfür war der DIY-Boom im Jahr 2020/2021 bedingt durch die Coronapandemie. 1.2.2 Geschäftsentwicklung Die produktbezogenen Umsätze der DURAVIT-Gruppe sind im Jahr 2022 gegenüber 2021 um 102,00 Mio. Euro (+ 16,9 %) gestiegen. Die währungsbereinigte Steigerung beträgt 14,1 %. Damit lagen die Umsätze 2022 rd. 2,5 % unter Plan. Der Auftragsbestand lag am 31.12.2022 bei 153,4 Mio. Euro, etwa 3,7 % unter dem Niveau des Vorjahres. Im Durchschnitt des Jahres 2022 übersteigt der Auftragseingang das Vorjahresniveau um rd. 27 %. Der Umsatz der DURAVIT AG beträgt 339,2 Mio. Euro und liegt damit um 5,6 % über dem Vorjahreswert und rd. 5 % unter der Planung. Die höchsten Umsatzzuwächse wurden im Jahr 2022 in Ägypten und (auf Euro Basis) und Deutschland realisiert. Der Wachstumsausblick für 2022 in China bleibt positiv. Die Umsätze konnten um 9,2 % (währungsbereinigt 1,1 %) gesteigert werden. In Deutschland konnte ein deutlicher Umsatzzuwachs in Höhe von 13,7 % erzielt werden. In den Exportmärkten stieg der Umsatz um 17,5 % gegenüber dem Vorjahr. Im Wesentlichen bedingt durch den Umsatzanstieg in Afrika (39,9 %), Asien (13,2 %), Südeuropa (15,5 %) sowie Nordamerika (23,2 %). Die Märkte Indien und Tunesien zeigten im Jahr 2022 auch deutliche Umsatzzuwächse. Rund 37 % (VJ 38 %) des Umsatzes wurde im EURO-Raum erzielt-der internationale Anteil am Umsatz lag im DURAVIT Konzern bei 79,1 % (Vorjahr 78,7 %), der Anteil in Europa bei 51,1 % (Vorjahr 53 %). Die Gruppenumsätze mit keramischen Produkten stiegen in 2022 um 9,6 %, die Sparte Badmöbel verzeichnete einen Rückgang in Höhe von -1,9 % gegenüber dem Vorjahr. Armaturen verzeichneten ein Wachstum von 16,3 %, Badzubehör stieg um 8,9 %. Der Geschäftsbereich SensoWash legte im Geschäftsjahr 2022 mit 26,3 % am stärksten zu. Die Sparte Wannen und Wellness verzeichnete ein Wachstum in Höhe von 22,9 %. 1.2.3 Sortimentspolitik Mit den neuen Produktserien Zencha by Sebastian Herkner, Soleil by Starck von Philippe Starck, Ketho.2 von Christian Werner und Duravit No.1 hat die Duravit in dem Jahr 2022 unterschiedliche zielgruppenorientierte Produktsegmente besetzt. Während sich Zencha im oberen Luxusbereich an die sehr designorientierte Zielgruppe richtet, orientieren sich Soleil by Starck, Ketho.2 und Duravit No.1 an die eher preisbewusstere Käuferschicht. Mit den Serien verfolgt Duravit konsequent den Ansatz des Komplettbadanbieter weiter, da neben Keramik und Badmöbel auch Wannen und Armaturen Bestandteil der Serie sind bzw. Produktkategorien aus anderen Serien zugeordnet werden und somit klare Produktempfehlungen die Auswahl unserem Kunden vereinfachen. Mit Zencha hat Sebastian Herkner, Designer des Jahres 2021, seine erste Badserie zusammen mit der Duravit entwickelt. Die außergewöhnliche Formgebung aller Komponenten ist japanisch-asiatisch inspiriert. Der Kontrast zwischen dem Produktmix aus der weichen Formsprache aus den Segmenten Keramik und Wanne kombiniert mit der sehr markanten Formgebung im Segment Möbel ist außergewöhnlich charismatisch. Die Serien Solei by Starck und Ketho.2 bestechen durch ihre Variabilität in der Kombination mit anderen Duravit Serien in den Produktsegmenten Keramik und Möbel. Die Serie Duravit No.1 besticht durch strukturierte Einfachheit im Programmumfang als auch in der Oberflächenauswahl. Der Trend der Möbel-Set Vermarktung wurde bei dieser Serie konsequent umgesetzt. Ein technisches Highlight 2022 war der Launch einer völlig neuen nachhaltigen Materialität bei der Duschwannenserien Sustano. Eine Duschwanne die Vergleich zu den bisher auf dem Markt befindlichen Produkte durch eine Gewichtsreduktion von 50 % überzeugt und somit die Verarbeitung für den Kunden sehr vereinfacht. Weitere Programmergänzungen gab es in vielen Bereichen des bestehenden Programmes. Unter anderem wurden zusätzliche Waschtischmodelle innerhalb der erfolgreichen Serien "D-Neo" mit den dazugehörigen Waschtisch-Unterbauten eingeführt. Im Möbelbereich wurden zusätzliche Maßvarianten im Spiegel- und Spiegelschrankbereich ins Sortiment aufgenommen, neue L-Cube Konsolenwaschtischunterbauten entwickelt, um der gestiegenen Nachfrage nach größeren Waschtischanlagen gerecht zu werden. Bei den Installations-Elementen DuraSystem wurden technische Verbesserungen integriert, um vorrangig die Montage zu vereinfachen. Kontinuierlich wird auch an unserem Armaturen und Duschprogrammportfolio und Dusch WC Portfolio gearbeitet. 1.2.4 Beschaffung Zu den wichtigsten Aufgaben der Einkaufsabteilung der DURAVIT AG gehört die Suche, Auswahl und Bewertung von Lieferanten, sowie die Entwicklung von Lieferantenbeziehungen. Die geeigneten Geschäftspartner werden selektiert, um mit ihnen nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und somit zum Erfolg der Duravit AG beizutragen. Basierend auf häufig unterbrochene Lieferketten, aufgrund der Covid-19-Pandemie, war das Jahr 2022 ein erneut schwieriges Jahr. Die Rohstoffe waren knapp, doch der Einkauf war immer lieferfähig. Bedingt durch Rahmenverträge, konnte die Ware rechtzeitig und in der geforderten Qualität beschafft werden. Massive Preiserhöhungen der Lieferanten, teilweise mehrere Preiserhöhungen unterjährig, mussten hingenommen werden. Die steigenden, nicht berechenbaren Energiekosten, führten zu einem erheblichen Anstieg der Produktionskosten. Hohe Containerpreise aus Asien, Containerknappheit, geschlossene Häfen aufgrund des Ukrainekrieges, beeinträchtigten die planbare Organisation von Materialien. Das Speditionsgewerbe hatte mit steigenden Energiekosten und einem Fahrermangel zu kämpfen, was ebenfalls zu einer Kostensteigerung führte. Wir, als Empfänger der Ware, spürten dies erheblich und waren zunehmend mit steigenden Kosten konfrontiert. Keramische Rohstoffe: Die keramischen Rohstoffe waren das gesamte Kalenderjahr 2022, trotz aller Krisen, in der erforderlichen Qualität und in ausreichender Menge erhältlich. Die Preise der Rohstoffe verteuerten sich jedoch deutlich, insbesondere die, für deren Herstellung erhebliche Mengen an Energie nötig sind. Frühzeitige Bestellungen halfen, die erwarteten langen Lieferzeiten zu überbrücken. Auch die Farbkörper, die teilweise seltene Erden enthalten, konnten zu akzeptablen Preisen beschafft werden. Insgesamt hat die Duravit AG mehr Farbkörper als in den Vorjahren eingesetzt. Eine Verknappung an lithiumhaltigen Rohstoffen hat bisher nur geringe Auswirkungen. Zirkonsilikat ist zwar in ausreichender Menge und Qualität erhältlich, aber die Preise sind sehr hoch. Derzeit kann ein minimales Sinken der Preise für Zirkonsilikat beobachtet werden. Die Versorgung mit britischen Rohstoffen wurde vom Brexit nicht wesentlich gestört. Hingegen treffen uns die hohen Energiepreise für gebrannten Kaolin aus GB. Dieser lässt sich technisch nur schwer austauschen oder ersetzen. Energie: Die Energieversorgung in Deutschland ist stabil, es sind keine nennenswerten Versorgungsausfälle zu verzeichnen. Die Preise für elektrischen Strom sind 2022 erheblich gestiegen. Wesentlicher Preistreiber war der hohe Erdgaspreis an den Energiebörsen, verursacht durch Befürchtungen in eine Gasmangellage zu geraten. Der Erdgaspreis für die Duravit AG war auf niedrigem Niveau, Duravit hat von einem langfristig abgeschlossenen Versorgungsvertrag profitiert. Die günstigen langfristigen Energielieferverträge sind ausgeschöpft, für 2023 ist die Lieferung gesichert, vorbehaltlich physischer Lieferengpässe bzw. staatlicher Eingriffe. Preislich partizipiert Duravit AG an den sinkenden Börsenpreisen für Energie. Handelsware Im Zukaufsgebiet Spülkästen und Innengarnituren, hat sich die Verknappung der Rohstoffe im Kunststoffbereich wieder verbessert. Dennoch waren die Wiederbeschaffungszeiten weiter auf einem sehr langfristigen Niveau. Ständig musste damit gerechnet werden, dass fehlende Rohstoffe/Zukaufteile, Auswirkungen auf-den bestätigten Liefertermin hatte. Durch den Konflikt in der Ukraine und stetig steigenden Energiekosten, haben unsere Lieferanten ihrerseits die Preise erhöht. Teilweise konnte ein zeitlicher Aufschub verhandelt werden, schlussendlich musste die Erhöhung aber akzeptiert werden. Dort wo wir einen Lieferanten bei besseren Konditionen finden konnten, wurde dieser neu ins Lieferantenportfolio aufgenommen. Zum Jahresende zeichnet sich ab, dass die Preise sich langsam wieder normalisieren. Im Bereich Zukauf Elektronik entwickelte sich die Beschaffungssituation weiter herausfordernd. In den meisten Fällen konnten wir durch Rahmenkontrakte und genauen Bedarfsprognosen die Lieferfähigkeit aufrechterhalten. Die größten Preissteigerungen, im Bereich Handelsware / Zukauf Produktion, der Geschäftsbereiche Keramik und Wellness Technologies zeigen sich im Bereich Kunststoffe und Metalle. Im Bereich Messing MP58II wurde im April 2022 ein Höchststand von über 950€/100kg erreicht. Danach fiel der Preis auf Vorjahresniveau. Der Kunststoffmarkt hat sich im Vergleich zum Jahr 2021 wieder etwas stabilisiert, dennoch besteht weiterhin ein Risiko, das Material in irgendeiner Form verknappt wird oder die bestehende Inflation sich auswirkt. Der Absatz erreichte im ersten Halbjahr, aufgrund des Lageraufbaus beim Großhandel, ein neues Rekordniveau. Im zweiten Halbjahr war der Absatz stark rückläufig, einerseits aufgrund des erwarteten Lagerabbaus beim Großhandel infolge außerordentlicher Preiserhöhungen und andererseits aufgrund des Endes des COVID-19 bedingten Sanierungstrends, aus dem Vorjahr. Grundsätzlich mussten über alle Warengruppen hinweg, aufgrund gestiegener Rohmaterial-, Energie-, Lohn-, und Logistikkosten, mitunter drastische Preiserhöhungen akzeptiert werden. Während sich die für Duravit relevanten Rohmaterialpreise auf hohem Niveau seitwärts entwickelten, stiegen insbesondere die Energiepreise im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal unerwartet stark an. Die anhaltenden geopolitischen Risiken sowie die nach wie vor bestehenden Unsicherheiten in Bezug auf die COVID-19-Pandemie, machen einen Ausblick sehr schwierig. Die makroökonomischen Risiken sind aufgrund der hohen Inflation und höheren Zinsen gestiegen. Zudem ist als Folge der verbesserten Situation in den Lieferketten, von einem weiteren Bestandsabbau beim Großhandel auszugehen. Badmöbel: Ein sehr gutes erstes Halbjahr gleicht ein nachlassendes zweites Halbjahr aus und beschert ein insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis. Zu Jahresbeginn noch deutlich merkbare Probleme in den Lieferketten, gingen deutlich zurück. Gegen Jahresende waren wir nahezu in allen Warenbereichen wieder zurück auf Normalniveau. Mit weitvorausschauenden Planungen und Dispositionen, langläufigen Verträgen sowie flexiblen Logistiklösungen (EDI), konnten ausreichend Waren beschafft und termingerecht bereitgestellt werden. Durch eine Vielzahl von Produktoptimierungen konnten auch 2022 wieder nennenswerte Einsparungen umgesetzt werden, mit denen die uns erreichten Teuerungszuschläge zu großen Teilen ausgeglichen werden konnten. 1.2.5 Investitionen Der Zugang bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen betrug im Jahr 2022 in der AG 8.601 TEUR und im Konzern 49.535 TEUR. In der DURAVIT AG am Standort Hornberg lagen produktionsseitig die Schwerpunkte in dem Bau von Druckgussanlagen, Werkzeuge und Formen. In die Verbesserung von Sicherheit, Umweltschutz und Ergonomie wird kontinuierlich investiert. In der Möbelproduktion in Schenkenzell konzentrierte sich die Investitionstätigkeit auf den weiteren Ausbau des Fertigungsleitsystems. Die größte Einzelinvestition bildete die laufende Einführung der neuen Software zur Abbildung aller Geschäftsprozesse (SAP S/4 HANA) sowie der weitere Ausbau der Fertigungskapazität des neuen Produktionswerkes für Sanitärkeramik in China. 1.2.6 Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben Die Höhe des Kapitalbedarfs richtet sich nach der Höhe der Finanz- und/oder Sachinvestitionen. Saisonale Schwankungen werden durch kurzfristige Termingeldaufnahmen ausgeglichen, kurzfristige Überschüsse werden als Termin- oder Tagesgelder angelegt. Finanzinvestitionen werden i.d.R. durch mittel- bis langfristige Bankkredite, Sachinvestitionen i.d.R. aus Bankkrediten oder dem laufenden Cashflow finanziert. 1.2.7 Personal- und Sozialbereich Die Belegschaft der DURAVIT-Gruppe ist 2022 weltweit um 9,6 % auf 7.152,5 Personen gestiegen. Die Mitarbeiterzahl in Deutschland stieg 2022 um 4,2 %, in den ausländischen Gesellschaften stieg sie um 10,9 %. Der Anteil der Mitarbeiter im Ausland stieg 2022 auf 81,2%. Die Mitarbeiter verteilen sich wie folgt auf die Regionen:
Die Beschäftigtenzahl der DURAVIT AG 2022 ist um 1,0 % gestiegen:
In der DURAVIT AG arbeiten Mitarbeiter*innen mit 33 unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten. Die Zahl der Auszubildenden und DH-Studierenden in der DURAVIT AG ist im Jahr 2022 mit 28 (Vorjahr 37) gesunken. Der Frauenanteil der DURAVIT AG stieg leicht auf 28,2 % (Vorjahr 27,2 %):
Der Frauenanteil in Führungspositionen der DURAVIT AG entspricht weitgehend dem durchschnittlichen Frauenanteil im Unternehmen. Grundsätzlich verfolgt DURAVIT bei der Besetzung von Führungspositionen die Philosophie der bestmöglichen Besetzung unabhängig vom Geschlecht. Daneben ist die Verfügbarkeit von geeigneten Personen am Arbeitsmarkt zu berücksichtigen. Die Zielwerte der DURAVIT AG bezüglich des Frauenanteils in Führungspositionen betragen:
1.2.8 Umweltschutz Die Standorte sind nachfolgenden Normen zertifiziert: DIN EN ISO 9001 - 2015 Qualitätsmanagement: Hornberg, Bischwiller Keramik, Bischwiller W+W, Meißen, Schenkenzell, ZL Achern, DEGY, DSA, DTN, DCN1, DCN2, DIND, DST DIN EN ISO 14001 Umweltmanagement: Hornberg, Bischwiller Keramik, Bischwiller W+W, Meißen, Schenkenzell, ZL Achern, DEGY, DSA, DTN, DCN1, DCN2, DIND, DST DIN EN ISO 50001 Energiemanagement: Hornberg, Bischwiller Keramik, Bischwiller W+W, Meißen, Schenkenzell, ZL Achern, DIND DIN ISO 45001 Arbeits- und Gesundheitsschutz: DEGY, DSA, DST In den Werken werden gemäß DIN EN ISO 9001-2015 Risikoanalysen und Risikobewertungen durchgeführt und entsprechende Maßnahmen technischer und organisatorischer Art durchgeführt und nachgehalten. 1.2.9 Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Die Einführung der ERP Software "SAP 4 Hana" bei der DURAVIT AG und am Standort Achern (DURALog GmbH) wurde verschoben auf den 1. Januar 2023 und zu diesem Zeitpunkt in Betrieb genommen. Die Relevanz Ägyptens für die Duravit Gruppe ist im Jahr 2022 weiter gestiegen. Am Produktionsstandort erfolgten weitere Investitionen für zusätzliche Kapazitäten. Durch eine konsequente an den Kundenbedürfnissen ausgerichtete Vertriebsstrategie konnten weitere Marktanteile auch im höheren Preissegment gewonnen werden. Der im Vorjahr begonnene weitere Ausbau des Werks in China wurde durch diverse Optimierungsmaßnahmen weiter fortgesetzt. Coronabedingt war das Jahr 2022 in China eher volatil. Für die kommenden Jahre wird weiteres Wachstum erwartet. Auch im Jahr 2022 wurden weitere Auslagerungen von Pensionsverpflichtungen vorgenommen. Wir verfolgen das Ziel die erste 100 % CO 2 neutrale Fabrik für Sanitärporzellan zu bauen. Dazu wurde bei Verfügbarkeit von 100 % grünem Strom aus Wasserkraft zu wirtschaftlich günstigem Preis der Bau einer Sanitärfabrik in Kanada, Provinz Quebec beschlossen. Inbetriebnahme ab 2025. Gleichzeitig wird im Vertrieb der Plan verfolgt die Absätze in Nordamerika auf 200 Mio. € auszubauen. Die Fabrik wird das erste Co 2 -neutrale Werk auf dem amerikanischen Kontinent sein, das mittels nachhaltig erzeugten Stroms Keramik produziert. Über die genannten Sachverhalte hinaus liegen keine wesentlichen Ereignisse aus dem Berichtsjahr vor. 1.3 Ertragslage Die Ertragslage war auch im Jahr 2022 stark durch das gute operative Geschäft in China geprägt. Das Finanzergebnis wird unverändert durch die anhaltende Niedrigzinsphase im Rahmen der Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen stark belastet. Teilweise konnten wir diesem Trend durch eine partielle Auslagerung von Pensionsverpflichtungen entgegenwirken. Die Auslastung in den einzelnen Werken war durchweg gut bis sehr gut. Das EBIT (Earnings before Interest and Tax - Ergebnis vor Finanz- und Steuerergebnis) der DURAVIT AG beträgt 5.475 TEUR (Vj. 10.975 TEUR). Hierzu haben alle Geschäftsbereiche beigetragen. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses von 29.452 TEUR (Vj. 19.440 TEUR) sowie des Steuerergebnisses von -3.711 TEUR (Vj. -3.626 TEUR) errechnet sich ein Jahresergebnis der DURAVIT AG von 31.216 TEUR (Vj. 26.789 TEUR) und liegt damit um 4.427 TEUR über dem Vorjahr. Das EBIT in der DURAVIT-Gruppe beträgt 74.923 TEUR (Vj. 68.725 TEUR) und liegt somit 9,0 % über dem Vorjahr. Unter Berücksichtigung des Beteiligungsergebnisses 6 TEUR (Vj. 0), des Finanzergebnisses von -3.332 TEUR (Vj. -3.697 TEUR), des Steuerergebnisses von -20.169 TEUR (Vj -17.768 TEUR) sowie des Anteils fremder Dritter am Jahresergebnis von -68 TEUR (Vj. -140 TEUR), errechnet sich ein Jahresergebnis in der Gruppe, das auf das Mutterunternehmen DURAVIT AG entfällt, von 51.496 TEUR (Vj. 47.400 TEUR). Die Eigenkapitalrentabilität der DURAVIT AG für das Geschäftsjahr 2022 beträgt 13,2 % (Vj. 12,5 %). Die Umsatzrentabilität der DURAVIT AG (vor Steuern) für das Geschäftsjahr 2022 beträgt 10,3 % (Vj. 9,5 %). In der Gruppe beträgt die Eigenkapitalrentabilität für das Geschäftsjahr 2022 24,1 % (Vj. 23,4 %). Die Umsatzrentabilität beträgt in der Gruppe 10,2 % (Vj. 10,8 %). 1.4 Finanzlage Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements sind die Optimierung der Zahlungsströme zur Sicherstellung der betriebsnotwendigen Liquidität sämtlicher Gesellschaften innerhalb der DURAVIT Gruppe. Das Finanzmanagement wird nach einheitlichen Regeln geführt, die auf gesetzlichen, regulatorischen und internen Vorgaben basieren. Der Cashflow nach DVFA/SG der DURAVIT AG belief sich auf 37.013 TEUR und liegt damit 10,1 % über dem Vorjahr. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (DRS 21) betrug -20.154 TEUR. Das Eigenkapital der DURAVIT AG hat sich um 20.500 TEUR auf 264.210 TEUR erhöht. Die Eigenkapitalquote in der DURAVIT AG beläuft sich auf 67,7 % nach 65,7 % im Vorjahr. Der Cashflow nach DVFA/SG in der DURAVIT Gruppe belief sich auf 78.687 TEUR und liegt damit 8,5 % über dem Vorjahr. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (DRS 21) betrug 32.315 TEUR. Das Eigenkapital der DURAVIT Gruppe hat sich um 18.850 TEUR auf 296.923 TEUR erhöht. Die Eigenkapitalquote des DURAVIT Konzerns beläuft sich auf 52,0 % nach 53,0 % im Vorjahr. Die Bankverbindlichkeiten der DURAVIT Gruppe betragen im Berichtsjahr 83.897 TEUR (Vj 67.023 TEUR) und belaufen sich damit auf 14,7 % der Bilanzsumme (Vj. 12,8 %). Die Nettoverschuldung (Bankverbindlichkeiten abzüglich Guthaben bei Kreditinstituten) hat sich von -2.924 TEUR im Vorjahr um -45.485 TEUR auf-48.409 TEUR erhöht. Die Kreditfinanzierung und Darlehensbewertungen in Ägypten und Tunesien sind stark währungsabhängig. Aus Risikomanagementgesichtspunkten ("Natural Hedge") wird die Refinanzierung in Ägypten teilweise in EURO vorgenommen. Die von Banken beurteilte Bonität im Sinne eines externen Ratings blieb auf einem sehr guten Niveau. In der DURAVIT AG, wie auch in den Gesellschaften der Gruppe, wurden Kreditlinien teilweise in Anspruch genommen, teilweise auch zurückgeführt. 1.5 Vermögenslage Die Bilanzsumme der DURAVIT AG hat sich gegenüber dem Vorjahr um 19.463 TEUR (5,2 %) auf 390.449 TEUR erhöht. Der Anlagendeckungsgrad zum 31.12.2022 beträgt 124,1 % (Vj. 117,9 %). Die Anlagenintensität zum 31.12.2022 beträgt 59,3 % (Vj. 62,0 %). Im Konzern hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 46.297 TEUR (8,8 %) auf 570.530 TEUR erhöht. Die Erhöhung betrifft hier vor allem, die Sachanlagen (11.839 TEUR) sowie die Vorräte (41.946 TEUR). Der Anlagendeckungsgrad im Konzern zum 31.12.2022 beträgt 145,2 % (Vj. 145,1 %). Die Anlagenintensität zum 31.12.2022 beträgt 39,1 % (Vj. 40,3 %). 2. Berichterstattung über Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung (§ 289 I S. 4 HGB bzw. § 315 II S. 5 HGB) und Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten (§ 289 II Nr. 2 HGB bzw. § 315 II Nr. 2 HGB)-Risikobericht Unter Risiko verstehen wir die Möglichkeit zukünftiger ungünstiger Entwicklungen, die mit einer erheblichen, wenn auch nicht notwendigerweise überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erwarten sind und somit nachteilig für die wirtschaftliche Lage des Unternehmens sein könnten. Regelmäßige strategische und operative Unternehmensplanungen ermöglichen das rechtzeitige Erkennen von Chancen und Risiken und die evtl. Notwendigkeit, Maßnahmen zur Risikosteuerung zu ergreifen. Führungskreis, Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Gremien, in denen die strategischen Entscheidungen vorbereitet bzw. getroffen werden. Die strategischen Entscheidungen basieren auf einer breiten Zustimmung der Anteilseigner. Intern ist neben einer wirksamen Controlling-Funktion für Entwicklung, Vertrieb und Produktion auch ein funktionierendes Benchmarking zwischen den einzelnen Produktions- und Vertriebsstandorten ein Mittel, um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen. Die Einhaltung der einschlägigen Gesetze und interner Prozesse und Regelungen wird turnusmäßig durch die Interne Revision geprüft. Die Ergebnisse werden dem Vorstand kommuniziert, vereinbarte Maßnahmen zur Risikoreduktion mit dem lokalen Management und Zentralfunktionen vereinbart und nachgehalten. Die Jahresendinventur wird an wechselnden Standorten durch die Interne Revision begleitet und in Stichproben geprüft. Die Schwerpunkte der Prüfungen liegen bei der Funktionsweise der internen Kontrollsysteme sowie der Einhaltung zentral vorgegebener Regelungen und Geschäftsprozesse. Im Jahr 2022 wurden bei den durchgeführten Revisionen keine gravierenden Feststellungen getroffen. Der Revisionsplan 2023 ist bereits durch den Vorstand genehmigt; die einzelnen Revisionsprojekte werden entsprechend der gegebenen Prioritäten aufgesetzt. Währungsrisiken werden durch den geeigneten Einsatz von Sicherungsinstrumenten reduziert. Wegen der mangelnden Konvertibilität bestimmter Währungen können aber nicht alle Wechselkursrisiken ausgeschlossen werden. Strategisch werden Risiken durch gleiche Währungen auf der Einkaufs- und Verkaufsseite durch eine Zusammenfassung der Währungen ("natural Hedge") eliminiert. Die übrigen sicherbaren Währungspositionen werden mittels Devisentermingeschäften abgesichert. Ziel ist, die avisierten Plankurse zu erreichen. Duravit ist, wie andere Unternehmen und Institutionen, verstärkt Betrugs- und Cyberangriffen von außen ausgesetzt. 2022 wurde Duravit Opfer von Angriffen durch Ransomware und "Social Engineering". Durch Vorsorgemaßnahmen konnte der wirtschaftliche Schaden im Rahmen gehalten werden. Nichtsdestotrotz wurden diese von IT- und organisatorischer Seite aus zusätzlich verstärkt, um der immer weiter steigenden Bedrohung Stand halten zu können. 2.1 Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung 2.1.1. Konjunktur- und unternehmensstrategische Chancen und Risiken DURAVIT unterliegt wie jedes Unternehmen den weltweit unverändert hohen allgemeinen und branchenspezifischen konjunkturellen Risiken und auch unverändert politischen Risiken in China, Nordafrika, im Mittleren Osten und aufgrund des Krieges in der Ukraine. Insgesamt sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäftsergebnisse der letzten drei Jahre als moderat einzuordnen, wenn auch die Geschäftstätigkeit 2022 durch lokale Total-Lockdowns in China beeinträchtigt war. Innerbetrieblich war der Aufwand zur Sicherstellung der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs jedoch immens (Umsetzung der Corona-Verordnungen inkl. darüber hinaus gehender Maßnahmen zu Hygiene, Testungen, Homeoffice, Impfaktionen, in China Weiterführung der Produktion trotz Lock-Down etc.). Die geopolitischen Entwicklungen (v.a. Ukraine-Krieg) betreffen Duravit mit Kostensteigerungen aufgrund des weltweit hohen Inflationsdrucks, und insbesondere Deutschland durch die kritische Gasversorgung bzw. stark gestiegene Energiepreise. Außerdem ist mit einer Abkühlung der Weltkonjunktur, speziell in Europa, zu rechnen. Die gestiegenen Kosten werden über Preiserhöhungen in den Produkten versucht weiterzugeben. Die Verlangsamung des Wachstums oder ein etwaiger Rückgang führt möglicherweise zu rückläufigen Durchschnittserlösen aufgrund eines weniger wertigen Produktmixes. Duravit streut gezielt durch Internationalisierung sowohl im Produktions- als auch im Absatzbereich das Risiko auf der Beschaffungs- und Absatzseite. Die fokussierte Spartenorientierung reduziert das Risiko einer zu starken Konzentration auf bestimmte Produkte und Märkte. DURAVIT ist als innovatives Unternehmen in den Bereichen Neu- und Weiterentwicklung von Produkten, Oberflächen und Funktionen tätig. In diesem Zusammenhang gibt es regelmäßig Forschungsprojekte mit wissenschaftlichen Organisationen. DURAVIT ist im Bereich Forschung und Entwicklung permanent bestrebt, einen Schritt voraus zu sein. Das Marktsättigungsrisiko wird durch gezielte Investitionen in diesem Bereich deutlich reduziert. Durch einen systematischen Entwicklungsprozess wird bei bestimmten Neuentwicklungen das Qualitätsrisiko strukturell reduziert. Chancen sehen wir neben der Diversifizierung in Sparten in der weltweiten Vermarktung unseres Produktsortiments und der Multiplikation lokaler Erfolge ("best practices"). Die konsequente Erschließung der relevanten Vertriebskanäle spielt dabei eine wichtige Rolle. Durch den Erwerb der Nextrend GmbH mit ihrem Online-Shop unter der Marke "Bernstein" wurde 2021 ein bedeutender Schritt in die Verbreiterung des Spektrums der Vertriebswege getan. DURAVIT hat damit eine direkte Vertriebslinie zum Endkunden. Der Großhandel hat dem gegenüber teilweise mit Sanktionen reagiert, die es insbesondere in Deutschland weiterhin auszugleichen gilt. Das Personal im Multi-Channel-Vertrieb inkl. E-Commerce und DYI wurde weiter verstärkt. Gesellschaftliche Veränderungen fordern Unternehmen auf, gegenüber den in den Medien diskutierten Megathemen eine Haltung einzunehmen und diese zu kommunizieren; dies birgt Chancen und Risiken in der Ansprache von DURAVITs Zielgruppen. 2.1.2. Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken Leistungswirtschaftliche Risiken könnten bei der Energiebeschaffung, in der Effizienz der Produktionsverfahren sowie in der Akzeptanz auf den Absatzmärkten auftreten. Chancen sehen wir in zunehmend energieeffizienten Verfahren und innovativen Lösungen wie c-bonded und c-shaped mit hoher Wertschöpfung. Die Behauptung im internationalen Umfeld bestätigt unsere Differenzierungsstrategie. DURAVIT wird von vielen Kunden als der Designführer in der Branche bezeichnet und genießt deshalb eine hohe Akzeptanz und Treue bei ihren Kunden. 2021 wurden eine Reihe neuer Serien herausgebracht, die u.a. neue Zielgruppen ansprechen und bisher unterrepräsentierte Preissegmente stärker abdecken sollen. Die Zusammenarbeit mit renommierten Designern wird weiter betrieben und mit neuen Designern ergänzt. Die Markeninhalte wurden 2022 überarbeitet und kommuniziert. Die durchgängige Zertifizierung nach ISO 9001 in den Bereichen Management, Marketing, Vertrieb, Produktmanagement, Kundenservice, Einkauf, Fertigung, Logistik und Qualitätssicherung trägt ebenfalls dazu bei. Interne Audits in allen Gesellschaften sichern die Einhaltung der festgelegten Richtlinien. An unseren Standorten werden moderne und wirtschaftliche Fertigungstechnologien eingesetzt. Stetige Anpassungen der Brennprozesse wirken steigenden Energiepreisen entgegen und reduzieren den auf KWh/kg bezogenen Mengen verbrauch (siehe auch TZ 1.2.8). Im neuen großen Werk in China wird noch effizienter und flexibler produziert als bisher. Um auch künftigen Anforderungen zum Klimaschutz Genüge leisten zu können, ist im Rahmen der neu definierten Nachhaltigkeitsstrategie die Reduzierung der CO 2 -Emmissionen eines der Schwerpunktthemen. Zum Jahresbeginn 2023 wurde bei der Duravit AG und weiteren Zentralfunktionen ein modernes ERP-System eingeführt, welches Unternehmenssteuerung und Prozesssicherheit verbessern helfen, das Unternehmenswachstum unterstützen und die Digitalisierung voranbringen soll. Auch die Anwendung eines zentralen Produktinformationssystems trägt zur Prozessdigitalisierung bei, vermeidet Redundanzen sowie Fehler und reduziert Bearbeitungszeiten bei der Erstellung der Preislisten für die verschiedenen Märkte. Ein internes Verbesserungsvorschlagswesen wird international eingesetzt und leistet einen wichtigen Beitrag zur ständigen Innovation bei den Geschäftsprozessen. Jährlich wechselnde Schwerpunktthemen verbessern die Effizienz dieses Innovationsinstrumentes. Durch ein flexibles Lohnsystem ist DURAVIT ein Unternehmen, das gezielt eine leistungsorientierte Vergütung einsetzt. Das System "DURAVIT Information Pool" (DIP) und weitere daraus abgeleitete Tools ermöglichen jederzeit und überall eine detaillierte Absatz- oder Umsatzbetrachtung genauso wie eine detaillierte Kosten- und Deckungsbeitragsanalyse über alle Produktgruppen und Märkte, bis auf Kunden- oder Artikelebene. Im Einkaufsbereich wird durch internationale Ausrichtung der Lieferantenstruktur das Risiko einer auf einzelne Märkte konzentrierten Beschaffung gestreut und vermindert. Synergieeffekte werden durch eine zentrale Koordination zunehmend genutzt. Durch gruppenweit gültige Rahmenverträge sind Lieferzeiten und Konditionen gesichert. Die Abhängigkeit von Lieferanten (Single-Sourcing) wird wo sinnvoll durch eine Mehrlieferantenstrategie reduziert. 2.1.3. Personalchancen und -risiken Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland führt zu einem steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Einerseits stehen aufgrund der demografischen Entwicklung weniger junge Menschen vor dem Eintritt ins Berufsleben, während andererseits gleichzeitig die Zahl derjenigen steigt, die altersbedingt ausscheiden. Wir stellen bei der Suche nach Spezialisten fest, dass sich die Mobilität der Bewerber:innen in Richtung Ballungsräume entwickelt. Diesen Herausforderungen begegnen wir dadurch, dass wir DURAVIT für unsere derzeitigen und zukünftigen Mitarbeiter:innen attraktiv machen. Dahingehend wurden Initiativen wie Great Place to Work gestartet und einige Maßnahmen bereits umgesetzt. Zudem investiert DURAVIT in die Ausbildung des Nachwuchses und in Arbeitgebermarketing. 2.1.4. Informationstechnische Chancen und Risiken Aufgrund der weltweiten Präsenz des DURAVIT Konzerns ist die erforderliche Verfügbarkeit des ERP-DIAS Systems ein latentes Risiko. Die Einführung eines Folgesystems für die Gruppe (SAP S/4 HANA) wird derzeit umgesetzt, so für die Standorte Hornberg und Achern (Logistikzentrum) per Ende Dezember 2022, der Standort Meißen wurde vorab bereits umgestellt. Das Thema Datensicherheit und Cyberkriminalität wird für die ganze Gruppe permanent mit den neuesten Technologien sichergestellt und einmal pro Jahr (alternierend für die Bereiche Infrastruktur und Softwareanwendungen) mittels von externen Firmen durchgeführten Penetration (PEN) Tests dokumentiert. Aufgrund einer Cyber Attacke im September 2022 wurde weitergehende Maßnahmen definiert (Software Operation Center, Multifaktorauthentifizierung) die die diesbezügliche Sicherheit der Duravit Systeme weiter erhöhen. Alle Notfallpläne für Systemausfälle sind vorhanden und werden einmal pro Jahr mit einem Notfalltest überprüft. Die Sicherheitsstandards werden gegebenenfalls an die Ergebnisse angepasst. Die Korrektheit der Microsoft Lizenzierung wird ebenfalls jährlich mit einem externen Consultant überprüft und abschließend testiert. Um eventuelle Risiken aus einem Cyber Vorfall finanziell beherrschbar zu machen, wird im Jahr 2023 für die Duravit Gruppe erneut eine Cyber-Versicherung abgeschlossen. 2.1.5. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die geplanten Investitionen des Geschäftsjahres 2022 werden zu großen Teilen aus dem Cash-Flow finanziert. Umsätze in Fremdwährungen werden fallbezogen durch entsprechende Devisensicherungsgeschäfte (v. A. GBP, USD, CHF, CNY) gegen Währungsrisiken abgesichert. In Nicht-OECD-Märkten werden regelmäßige Bonitätsprüfungen von Kunden vorgenommen. In kritischen Fällen liefert DURAVIT nur gegen Vorkasse. In China und der Türkei waren die Zinsschwankungen rückläufig. In jeglichen anderen Ländern ist das Zinsniveau zum Jahresende hin gestiegen. 2.1.6. Sonstige Chancen und Risiken Wie bei allen international tätigen Unternehmen bestehen auch bei DURAVIT AG potenzielle Chancen und Risiken für Auslandsbeteiligungen. Die anhaltenden politischen Risiken in zahlreichen arabischen und afrikanischen Ländern aufgrund der bestehenden innenpolitischen Krisen sind auch weiterhin nicht konkret abschätzbar. Der Geschäfts- und Produktionsverlauf in Ägypten ist, unverändert gut bis sehr gut. Weitere nachfragebedingte Kapazitätserweiterungen wurden realisiert. Generell ist und bleibt unsere Chance: Durch eine ausgefeilte Logistik, einen Verbund von elf Produktionsstandorten und Lagerbestände im Zentrallager in Deutschland, in den Lagern an den Produktionsstandorten wie auch in verschiedenen Vertriebsgesellschaften halten wir unter dem Primat des Risikomanagements unsere Abhängigkeit von einzelnen Standorten in Grenzen und verzichten auch weiterhin bewusst auf eine rein Cashflow-orientierte Minimierung unseres Working Capital. Im Umweltschutzbereich legt DURAVIT Wert darauf, immer mindestens im Einklang mit der deutschen/europäischen bzw. lokalen Gesetzgebung zu sein. Die dafür erforderlichen Investitionen werden gezielt getätigt (siehe auch TZ 1.2.8). Gebäude, Maschinen und Vorräte sind gegen äußere Einwirkungen zu Wiederbeschaffungspreisen versichert. Außerdem existiert eine Betriebsunterbrechungsdeckung. Durch eine Differenzdeckung wird sichergestellt, dass für alle Tochtergesellschaften ein Versicherungsschutz entsprechend dem Konzernstandard besteht. Das Versicherungsmanagement ist zentral bei der DURAVIT AG angesiedelt. Mögliche Risiken aus fehlerhaften Produkten sind über eine Produkthaftpflichtversicherung abgedeckt. In eigenen Testlaboren werden Anwendungstests, Dauertests, chemische Beständigkeit, thermische Beständigkeit und elektrische Sicherheit getestet und überprüft. Im Bereich der Normprüfung für Keramik betreiben wir eine zertifizierte Prüfstelle. Ein Maschinenausfall im keramischen Bereich ist durch Standortsubstitutionsmöglichkeiten gemindert. Ein Restrisiko verbleibt unverändert für das Acrylwerk in Kairo und den Möbelproduktionsstandort Schenkenzell, der aber über eine hochwertige technische Brandschutzinstallation verfügt. In unserem Acrylwerk in Kairo wurde durch die gezielte Unterbringung von Maschinen und Werkzeugen in verschiedenen Gebäuden das Brandrisiko so weit wie möglich reduziert. Hierbei wurden Abläufe optimiert und wirtschaftlicher gestaltet. 2.2 Risikoberichterstattung Finanzinstrumente 2.2.1 Berichterstattung über das Risikomanagement Finanzinstrumente Zu den Finanzinstrumenten zählen originäre und derivative Finanzinstrumente. Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die Finanzanlagen des Anlagevermögens, die Forderungen und die flüssigen Mittel. Auf der Passivseite betreffen die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die Verbindlichkeiten. Die derivativen Finanzinstrumente umfassen zum 31.12.2022 in der DURAVIT AG die Absicherung von Fremdwährungsforderungen durch Devisentermingeschäfte. Ein spekulativer Einsatz erfolgt grundsätzlich nicht. Das Risikomanagement "Finanzinstrumente" ist eingebunden in das bereits vorstehend angeführte Risikomanagementsystem der DURAVIT. 2.2.2 Berichterstattung zu einzelnen Chancen- und Risikokategorien Die einzelnen Kategorien sind wie folgt zu beurteilen: 2.2.2.1 Preisänderungschancen und -risiken Diesbezüglich handelt es sich um die Chance/das Risiko, dass der Wert eines Finanzinstruments aufgrund von Veränderungen des Marktpreises oder preisbeeinflussender Parameter, wie Wechselkurse, Volatilitäten oder Marktzinssätze, schwankt. Zur Minimierung des Währungsrisikos setzen wir bei Bedarf Devisentermingeschäfte ein. Dabei sichern wir einen Teil der Umsatzerlöse mit unseren Tochtergesellschaften in Fremdwährung ab. Diese Kontrakte haben Laufzeiten bis zu 12 Monaten und sind immer durch Warenströme unterlegt. Die Chance liegt in einem umgekehrten Kursverlauf. 2.2.2.2 Ausfallrisiken Diesbezüglich handelt es sich um die potenzielle Gefahr, dass der Vertragspartner bei einem Geschäft über ein Finanzinstrument seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch beim bilanzierenden Unternehmen finanzielle Verluste verursacht werden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden im Auslandsgeschäft häufig über Akkreditive oder Vorauskasse, insbesondere in China und Indien, abgesichert. Ausfallrisiken, die über das branchenübliche Maß hinausgehen, bestehen nach unserer Einschätzung nicht, aber auch keine weitergehenden Chancen. 2.2.2.3 Liquiditätsrisiken Diesbezüglich handelt es sich um mögliche Risiken, dass das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Begleichung der im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen notwendig sind. Liquiditätsrisiken sind derzeit für DURAVIT nicht ersichtlich. Wir erwarten keine Einschränkungen bei Verhandlungen mit Banken über Kreditfinanzierungen. Die vertraglich zugesagten Kreditlinien übersteigen die Investitionspläne für das kommende Jahr deutlich. 2.2.2.4 Chancen und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen Risiken resultieren daraus, dass die zukünftigen, aus einem Finanzinstrument erwarteten Zahlungsströme Schwankungen unterworfen und damit betragsmäßig nicht festgelegt sind. Gelegentliche Darlehen mit variablem Zinssatz oder Währungsrisiken werden i.d.R. durch Forward-Zinsswaps oder Währungsswaps gesichert. Die langfristige Kreditfinanzierung unterliegt einer langfristigen Zinsbindung. Das Risiko aus Zinssatzänderungen hat sich tendenziell erholt. Refinanzierungen, auch im Euro-Raum, werden zunehmend teurer. Chancen sehen wir in einem Zinsrückgang in für uns wichtigen Märkten wie China, Ägypten und Tunesien. 3. Prognoseberichterstattung (§ 289 I S. 4 HGB bzw. § 315 I S. 5 HGB) Zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf heutigen Erwartungen und Annahmen und sind somit mit Unsicherheiten behaftet. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der DURAVIT liegen, können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen wesentlich - sowohl positiv als auch negativ - von heutigen Erwartungen abweichen. Solche Ungewissheiten ergeben sich insbesondere, neben anderen, aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen, politischen und geschäftlichen Lage, Einführung konkurrierender Produkte durch andere Unternehmen sowie fehlende Akzeptanz neuer Produkte. Dies vorausgesetzt, wird die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen in Ergänzung zum Risikobericht für das nächste Geschäftsjahr wie folgt beurteilt: Die vom Vorstand im Zeitraum September bis Dezember 2022 aufgestellte Planung ging für die DURAVIT Gruppe von einem Umsatzwachstum von ca. 15 % gegenüber dem Jahr 2022 aus. Der Vorstand erwartet für den deutschen Markt aufgrund der guten Marken- und Produktpräsenz und der konsequenten Umsetzung einer Multi-Channel-Strategie Wachstum. Unser Geschäft im E-Commerce Kanal soll überproportional dazu beitragen. Inflationsbedingt wird das Wachstum auch durch Preiserhöhungen gestützt. Chancen sehen wir hierbei auch durch die Präsentation unserer Produkte auf der ISH 2023. Produktneueinführungen insbesondere im oberen Preissegment werden uns bei der notwendigen Stabilisierung unserer Marge unterstützen. Substanzielle Wachstumsimpulse werden seit Jahren verstärkt von Eigenmarken (sog. Handelsmarken) der Großhändler absorbiert. Dies erfolgt mit vergleichsweise niedrigen Verkaufspreisen und hohem Vermarktungsdruck. Beratungsintensität und Ausstellungsfläche für hochwertige Produkte von Markenherstellern wie DURAVIT geraten zunehmend in den Hintergrund. Dieser Trend im zentralen nationalen Vertriebskanal wird nach unserer Einschätzung anhalten. Für die DURAVIT AG ging der Vorstand in der Ursprungsplanung Stand September bis Dezember 2022 von einem Umsatzanstieg von ca. 10,3 % gegenüber 2022 aus. Für die Vertriebsregion DACH erwarten wir ein (organisches) Wachstum auf dem Niveau des Durchschnitts der DURAVIT-Gruppe, Wachstumsimpulse erwarten wir verstärkt aus dem Bereich "Baumarkt" und "E-Commerce". Dabei helfen Exklusivserien für diesen Vertriebskanal. Die Entwicklung der Sparten "Wannen& Wellness" (einschließlich SensoWash) und Armaturen werden den Wachstumskurs stützen. Eine ähnliche Entwicklung erwarten wir für den Vertriebsbereich Frankreich, und Westeuropa (UK und Benelux). Für die Region China, Asien Pazifik, Indien erwarten wir eine sehr gute Umsatzentwicklung analog dem Durchschnittswachstum mit dem Ergebnis, dass die Region wiederum einen wesentlichen Anteil am Wachstum der DURAVIT-Gruppe beisteuern wird, stark getrieben durch SensoWash, aber auch durch eine erhöhte Marktpenetration in der Keramik und im Badzubehör. In der Region Nordamerika wollen wir entsprechend unseres Expansionsplans im Jahr 2023 überproportional stark wachsen. Die Entwicklung in Nordafrika und dem Mittleren Osten ist schwer vorherzusagen. Aufgrund der sich bereits jetzt abzeichnenden Abschwächung des ägyptischen Pfundes bei gleichzeitig starkem Anstieg der Inflation gehen wir von einem nur sehr geringem Wachstum in der Region aus. Gleichzeitig sehen wir gute Chancen für weitere wachsend Absätze in der Region. Seit dem Beginn des Jahres 2023 wirkt sich ein sehr abschwächendes ägyptisches Pfund auf Eurobasis negativ auf das gute lokale Wachstum aus. Das ägyptische Pfund hat in den ersten beiden Monaten des Jahres 2023 über 36,5 % seines Wertes gegenüber dem Durchschnitt des Vorjahres verloren. Im Plan für das Jahr 2023 sind für eventuelle strukturelle Optimierungen in der Gruppe sowie für potenzielle Risiken in der Vertriebsplanung entsprechende Aufwände zur Risikovorsorge berücksichtigt. Im Jahr 2023 wurden erhebliche Investitionen, insbesondere für die Erweiterung unserer Produktionsanlagen geplant. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgt teilweise über die DURAVIT AG, teilweise vor Ort durch lokale Finanzierungen. Gegenüber dem Jahr 2022 erwarten wir bei der DURAVIT AG im kommenden Jahr sich verschlechternde Kostenstrukturen. Dies resultiert im Wesentlichen aus den in Deutschland dramatisch anwachsenden Energiepreisen. Erhöhter Inflationsdruck im Bereich des Zukaufs lässt sich nur teilweise in Preiserhöhungen an Kunden in Deutschland weitergeben. Um unsere Marktpositionierung auch perspektivisch abzusichern, werden wir trotz der angespannten Kostensituation auch im Jahr 2023 verstärkte Vermarktungsaktivitäten durchführen. Dadurch werden die Marketing- und Vertriebskosten der DURAVIT AG im Jahr 2023 überproportional steigen. Seit Jahresbeginn 2023 haben sich die Wachstumsaussichten deutlich eingetrübt. Die beschriebenen Wachstumschancen bestehen unverändert, jedoch bringen eine zunehmend geringere Verfügbarkeit von Handwerkern aufgrund des politisch gestützten Wärmpumpengeschäfts in Deutschland Risiken mit sich. Weitere Risiken ergeben sich aus der Diskussion zum Verbot konventioneller Heizungen, die verunsichern, private finanzielle Ressourcen blockieren und zu einer Kaufzurückhaltung im Sanitärbereich führen. Die anhaltend ansteigende Zinsentwicklung und die enorm gestiegenen Baukosten sorgen für eine weitere, deutliche Abkühlung im Bad Renovierungsgeschäft, insbesondere bei Neuausstattungen. Die Anzahl genehmigter Neubauten ist je nach Gebäudeart ist um 25% bis 50% eingebrochen im Vergleich zum Vorjahr. Für die Duravit AG können diese Risiken dazu führen, dass die Umsatzerlöse im Jahr 2023 bis zu 5% unter Vorjahr liegen können. In der Gruppe gehen wir trotz der Risiken in Europa und trotz der Abschwächung des Ägyptischen Pfundes von einem Wachstum von derzeit 7% aus. Durch Dividenden aus Ägypten und aus China wird das gute Jahresergebnis 2022 der DURAVIT AG auch im kommenden Jahr nahezu erreicht werden können. Fehlende Umsatzerlöse werden durch ein konsequentes Einsparprogramm kompensiert. Das prognostizierte Ergebnis sollte nicht mehr als 10% unter dem Vorjahr und damit deutlich über dem Jahr 2021 liegen. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Marktrisiken geht der Vorstand derzeit von einem Ergebnis in der Gruppe aus, das rd. 15% unter dem des Jahres 2022 liegt. Ob der derzeitige Preis- und Inflationsdruck auch im kommenden Geschäftsjahr an die Verbraucher uneingeschränkt weitergegeben werden kann, ist mit Risiken behaftet. Es ist derzeit unklar, wie sich die Preiselastizität der Nachfrage in einem zunehmend rezessiven Umfeld in Europa entwickeln wird. Diese Risiken waren zum Zeitpunkt der Planung (November 2022) in dem gegenwärtigen Ausmaß noch nicht erkennbar. Der Vorstand sieht das oben beschriebene Risiko einer negative Planabweichung aus diesem Umstand. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 sind nicht eingetreten. 4. Compliance Die strikte Einhaltung von Gesetzen, unternehmensinterner Richtlinien und die Umsetzung des DURAVIT-Leitbildes mit unseren eigenverpflichtenden Wertvorstellungen sind ein wesentlicher und unverzichtbarer Bestandteil des unternehmerischen Erfolges. Die Compliance-Organisation geht direkt vom Vorstand der DURAVIT AG aus, wird vom Aufsichtsrat uneingeschränkt unterstützt und vom Führungskreis mitgetragen und gruppenweit umgesetzt. Um ein funktionierendes Berichtswesen für Compliance-relevante Sachverhalte zu ermöglichen, haben diverse aus- und inländischer Tochtergesellschaften Compliance-Beauftragte ernannt, die unmittelbar an den Compliance-Manager der DURAVIT AG berichten. Bereits vor dem voraussichtlichen Inkrafttreten des Hinweisgeberschutzgesetzes im Februar 2023, hat die DURAVIT AG bereits im Jahr 2021 ein Hinweisgebersystem eingerichtet und ihre Mitarbeiter mehrfach sowohl per E-Mail als auch durch physische Aushänge an ihren Betriebsstätten auf dieses aufmerksam gemacht. Dies stets verbunden mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit, etwaige Verstöße möglichst frühzeitig zu melden und dem Hinweis, dass Verstöße auch anonym gemeldet werden können. Compliance im Sinne von Regeltreue im Unternehmen und nach außen ist eine Daueraufgabe, die nicht nur von Aufsichtsrat, Vorstand und Führungskräften allein geleistet werden kann. Sie muss in der ganzen Organisation kommuniziert und von allen Mitarbeitern gelebt werden und damit natürlicher Bestandteil der Unternehmenskultur sein. Ziel ist also auch eine wirksame Eigenverantwortung der Mitarbeiter in den jeweiligen Compliance-Themen. Dazu haben wir die in den vergangenen Jahren begonnenen Aktivitäten zu E-Learn- ing-Programmen weiterhin ausgeweitet. E-Learnings zu den Themen Verhaltenskodex/Code of Conduct, Korruptionsprävention und Datenschutz wurden für die Mitarbeiter der DURAVIT AG bereits im Vorjahr freigeschaltet. Im Jahr 2022 wurde ein weiteres E-Learning zum Thema Informationssicherheit eingerichtet. Die erfolgreiche Teilnahme an den E-Learnings wird stetig verfolgt und säumige Mitarbeiter werden auf die Notwendigkeit der Teilnahme hingewiesen. Darüber hinaus wurden "Verhaltensregelungen zur Vermeidung von Betrugsfällen aufgrund gefälschter Kommunikation und Dokumente an Duravit" in enger Abstimmung mit einem hierauf spezialisierten Rechtsanwalt erstellt und als interne Richtlinie erlassen. Ein Grundpfeiler der Compliance-Organisation ist, dass die Mitglieder des Vorstandes, des Aufsichtsrates und des Führungskreises ausschließlich dem Unternehmensinteresse verpflichtet sind und bei der Ausübung ihrer Pflichten und Tätigkeiten keine persönlichen Interessen verfolgen, die dem Unternehmensinteresse zuwiderlaufen. Daher werden geschäftliche Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen fortlaufend hinterfragt und geprüft. 5. Forschungs- und Entwicklungsbericht (§ 289 II Nr. 3 HGB bzw. § 315 II Nr. 3 HGB) Im Jahr 2022 erfolgten Entwicklungen im Bereich Verbesserungen von Spüleffektivität für US-amerikanische WC's. Dabei wurde die mit "1 gallon per Flush" ausgespülten Feststoffmengen verdoppelt. Bei normalen Wasserverbrauchen von 128 Gallon / Flush wurden die ausgespülten Feststoffmengen erfolgreich erheblich erhöht. Wir arbeiten an einer weiteren Erhöhung der antibakteriellen Wirkung unserer Hygiene-Glaze-Glasuren. Ein entsprechendes Patent ist in der Vorbereitung. Wir forschen und arbeiten an Wärmerückgewinnungssystemen für Duschsysteme. Weiterhin haben wir Farblackierungen für Durocast entwickelt. Des Weiteren haben wir Kunststoffhüllen für keramische WC's neu entwickelt. Das erlaubt neue Gestaltungsmöglichkeiten.
Hornberg, 2. März 2023 Stephan Tahy Thomas Stammel Martin Winkle Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022Duravit Aktiengesellschaft, HornbergAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022Duravit Aktiengesellschaft, Hornberg
Konzernanhang zum 31. Dezember 2022Duravit Aktiengesellschaft, Hornberg1. ALLGEMEINE ANGABEN Die Duravit Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Hornberg und ist eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg (HRB 680291). Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG). Die Duravit AG stellte erstmals zum 31.12.1990 entsprechend den Bestimmungen des Dritten Buchs des Handelsgesetzbuchs einen Konzernabschluss auf. An diese Erstkonsolidierung schließen die nachfolgenden Konzernabschlüsse unter Beachtung der Kontinuität der Rechnungslegung an. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie den §§ 150 bis 158 AktG, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Umsatzkostenverfahren Anwendung findet. Die sich bei der erstmaligen Einbeziehung ergebenden Firmenwerte wurden bis einschließlich 31.12.2009 mit den Gewinnrücklagen verrechnet (§ 309 HGB). Die auf den vorangegangenen Konzernabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. 2. KONSOLIDIERUNGSKREIS Der Konsolidierungskreis umfasst neben dem Mutterunternehmen Duravit AG, Hornberg, folgende Tochterunternehmen:
1) Die Duravit Sanitärporzellan
Meißen GmbH, die DURALOG Duravit Logistik GmbH, die
Nimue GmbH und die NEXTREND GmbH und haben von den
Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch
gemacht.
Alle vorstehend genannten Unternehmen werden als vollkonsolidierte Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Folgende Stichtage wurden für die Verrechnung von Beteiligungsbuchwert und Eigenkapital (§ 301 Abs. 2 HGB) - im Rahmen der Erstkonsolidierung gewählt:
*) = Zeitpunkt des Beteiligungserwerbs
Zudem wurde die im Geschäftsjahr 2022 erworbene Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen MISR Tech Real Estate Company, Heliopolis, Cairo, Ägypten, at equity bilanziert. Der Anteil am Kapital des assoziierten Unternehmens beträgt 23,29 %. Abschlussstichtag des assoziierten Unternehmens ist der 31.12.2022. 3. Konsolidierungsgrundsätze Für die einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt jeweils die Vollkonsolidierung (nach den Grundsätzen der §§ 300 bis 307 HGB). Zwischenergebnisse waren nach § 304 HGB in Höhe von EUR 18.242.000 (Vj. TEUR 14.362) zu eliminieren. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Konzerns wurden eliminiert. Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 51.302) betrifft den Buchwert des sich aus der Vollkonsolidierung der NEXTREND GmbH ergebenden aktiven Unterschiedsbetrags. Da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich ermittelt werden kann, erfolgt die Abschreibung in Anwendung von § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB linear über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren (TEUR 6.156 p. a.). Im Geschäftsjahr 2022 erfolgt die Abschreibung für das gesamte Jahr 2022 (TEUR 6.156) zzgl. der Abschreibung für 8 Monate aus 2021 (TEUR 217) auf die nachträglichen Anschaffungskosten 2022 in Höhe von TEUR 3.253 aufgrund Earn-Out Klausel. Unternehmen, an denen das Mutterunternehmen zu mindestens 20 % mittelbar beteiligt ist und auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (assoziierte Unternehmen), wurden nach der Equity-Methode bewertet. Der Unterschiedsbetrag gem. § 312 Abs. 1 Satz 2 HGB zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens MISR Tech Real Estate Company beträgt im Erwerbszeitpunkt (30.09.2022) EUR 734.514,00 Der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert beträgt im Erwerbszeitpunkt EUR 139.688,39. Zum 31.12.2022 beträgt der Unterschiedsbetrag gem. § 312 Abs. 1 Satz 2 HGB zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens EUR 520.274,01 Der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert beträgt EUR 98.304,05. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden sind grundsätzlich in den jeweils auf den 31.12.2022 aufgestellten und in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüssen einheitlich bewertet. Die in den Bilanzen der ausländischen Tochtergesellschaften ausgewiesenen Firmenwerte wurden zur Herstellung der Einheitlichkeit in der Bewertung bis einschließlich 31.12.2009 gegen die Rücklagen der Tochtergesellschaften verrechnet. Die Währungsumrechnung erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. 4. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten aktiviert und werden auf die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert betrifft in voller Höhe den sich aus der Vollkonsolidierung der NEXTREND GmbH ergebenden aktiven Unterschiedsbetrag. Die Abschreibung erfolgt gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB linear über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. 5. SACHANLAGEN Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen jeweils nach den höchstmöglichen Sätzen, teils linear und teils degressiv. Neuzugänge ab dem Jahr 2010 werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer liegt bei den Gebäuden zwischen 10 und 50 Jahren und bei den beweglichen Sachanlagen meist zwischen 3 und 20 Jahren. Im Konzernanlagenspiegel sind aufgrund der Anwendung der Stichtagskursmethode die Umrechnungsunterschiede aus den Wechselkursänderungen zu berücksichtigen, um eine lückenlose Fortentwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. kumulierten Abschreibungen zu gewährleisten. Die Umrechnungsunterschiede aus Wechselkursänderungen 31.12.2022 zu 31.12.2021 werden daher gesondert als Währungsanpassung ausgewiesen. 6. ANLAGENSPIEGEL
7. VORRÄTE Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. In den Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungsgemeinkosten, nicht jedoch Verwaltungs- und Vertriebskosten, erfasst. Für die Ermittlung angemessener Gemeinkostenzuschläge wurden Leerkosten eliminiert.
8. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Bei der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist das spezielle Kreditrisiko durch Einzelwertberichtigungen, das latente Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Soweit Forderungen in fremder Währung entstehen, erfolgt die Umrechnung mit dem aktuellen Geldkurs. Durch Devisentermingeschäfte abgesicherte Forderungen werden am Abschlussstichtag zum Sicherungskurs bilanziert. Im Übrigen erfolgt die Umrechnung kurzfristiger Forderungen zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nominalwerten, abzüglich wertangemessener Einzelwertberichtigungen, angesetzt. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 756 (Vj. TEUR 853) enthalten. 9. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITISTITUTEN Bank- und Kassenguthaben entsprechen den Nominalwerten. Die Bewertung der Sortenbestände erfolgt zum Sortenbriefkurs. Auf fremde Währung lautende Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. 10. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Die Verteilung des Rechnungsabgrenzungspostens auf spätere Rechnungsperioden erfolgt zeitanteilig. 11. LATENTE STEUERN Ausgewiesen wird der Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern. Aktive latente Steuern beruhen auf Unterschieden zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Bilanzansatz von Pensions- und Jubiläumsrückstellungen. Weiterhin wurden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, soweit die Realisierung der Steuerentlastung innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet werden kann, gebildet. Passive latente Steuern beruhen auf Unterschieden zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Bilanzansatz von Sachanlagen sowie Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten. Die Bewertungsunterschiede zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen berechnet. Der sich im Konzernabschluss ergebende durchschnittliche Steuersatz beträgt 25,6 % (Vj. 25,5 %). In Höhe der bilanzierten aktiven latenten Steuern von EUR 10.482.347,31 besteht eine gesetzliche Ausschüttungssperre. In folgender Tabelle werden die Veränderungen der latenten Steuersalden im Laufe des Geschäftsjahres und die latenten Steuersalden am Ende des Geschäftsjahres dargestellt.
12. GEZEICHNETES KAPITAL Das Grundkapital der Duravit AG beträgt EUR 12.480.000,00. Es ist eingeteilt in 480.000 auf den Inhaber lautende Nennbetragsaktien zu je EUR 26,00. Aktienurkunden sind derzeit noch nicht ausgegeben. 13. GEWINNRÜCKLAGEN Die Gewinnrücklagen im Konzern entwickelten sich in 2022 wie folgt:
Von den Gewinnrücklagen entfallen EUR 1.248.000,00 auf die gesetzliche Rücklage der Duravit AG und der Restbetrag auf andere Gewinnrücklagen. 14. BILANZGEWINN Im Konzernbilanzgewinn ist ein Ergebnisvortrag von EUR -1.388.840,72 enthalten. 15. NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE Der Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter an Duravit Tunisia (5,00 %), Duravit Distribution (51,00 %), Duravit Grundstücksverwaltungsgesellschaft Objekt Achern (6,00 %) sowie GARONA GmbH & Co. KG (100,00 %) ergibt sich wie folgt:
16. PENSIONRÜCKSTELLUNGEN Die Pensionsrückstellungen betreffen die bei Duravit AG und DURALOG GmbH passivierten Verpflichtungen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Erfüllungsbetrag bei Anwendung des Durchschnittszinssatzes der vergangenen sieben Jahre bzw. zehn Jahre ergibt sich wie folgt:
Der Unterschiedsbetrag führt gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB grundsätzlich zu einer Ausschüttungssperre. Diese kommt jedoch nicht zum Tragen, soweit nach der Gewinnausschüttung die verfügbaren freien Rücklagen sowie der Ergebnisvortrag dem Unterschiedsbetrag mindestens entsprechen. Zum 31.12.2022 betragen die freien Rücklagen (andere Gewinnrücklagen) EUR 295.921.489,42. Aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertungsvorschriften für Rückstellungen für Pensionen war zum 01.01.2010 eine Zuführung von EUR 3.382.331,00 erforderlich. Die Gesellschaften haben von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, wie auch im Vorjahr, den Mindestbetrag von einem Fünfzehntel des Unterschiedsbetrags (EUR 225.489,00) zuzuführen (Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB). Am 30.11.2019 wurde ein Teil der Pensionsverpflichtungen für Einzelzusagen in Höhe von EUR 6.495.136,00 auf die Deutsche Pensionsfonds AG übertragen. Aufgrund dessen ist der jährliche Zuführungsbetrag von EUR 225.489,00 auf EUR 157.144,00 gesunken. Im Jahr 2021 wurden weitere Pensionsverpflichtungen für Einzelzusagen in Höhe von TEUR 2.102.450,00 an die Deutsche Pensionsfonds AG übertragen. Aufgrund dessen ist der jährliche Zuführungsbetrag von EUR 157.144,00 auf EUR 138.205,00 gesunken. Auch im Jahr 2022 wurden wieder Pensionsverpflichtungen für Einzelzusagen in Höhe von TEUR 1.969.108,00 an die Deutsche Pensionsfonds AG übertragen. Der jährliche Zuführungsbetrag ist deshalb von EUR 138.205,00 auf EUR 122.598,00 gesunken. Aufgrund der Übertragung von Pensionsrückstellungen auf die Deutsche Pensionsfonds AG besteht grundsätzlich eine Subsidiärhaftung, sofern bestimmte Financial Covenants Größen überschritten werden. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Kapitalausstattung des Pensionsfonds nicht zu rechnen und für die Finanzlage der Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung. Die in der Bilanz nicht ausgewiesenen Rückstellungen betragen zum 31.12.2022 EUR 245.195,00. 17. STEUERRÜCKSTELLUNGEN Die Steuerrückstellungen werden zum Erfüllungsbetrag bewertet und berücksichtigen die voraussichtlich zu erwartenden Steuerbelastungen. 18. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Schulden zu berücksichtigen; dem Vorsichtsprinzip wurde bei der Berechnung der Rückstellungen angemessen Rechnung getragen. Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Heu- beck-Richttafeln 2018 G verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. 19. VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Verbindlichkeitenspiegel
Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt TEUR 27.594 (Vj. TEUR 43.295). Soweit Verbindlichkeiten in fremder Währung entstehen, erfolgt die Umrechnung mit dem aktuellen Briefkurs. Die Umrechnung kurzfristiger Verbindlichkeiten erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 4.772 durch Grundpfandrechte besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Die übrigen Verbindlichkeiten sind unbesichert. 20. UMSATZKOSTENVERFAHREN Hinsichtlich der Anwendung des Umsatzkostenverfahrens werden in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen Vollkosten ausgewiesen. Die Verwaltungskosten werden vollständig in der Position allgemeine Verwaltungskosten ausgewiesen und sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. 21. UMSATZERLÖSE Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
22. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
23. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 123 Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 HGB (Aufstockung der Pensionsrückstellung) bei Duravit AG und DURALOG GmbH. 24. SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge von TEUR 1.002 (Vj. TEUR 1.011) enthalten TEUR 64 aus der Aufzinsung von Forderungen. 25. ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN
26. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen zum überwiegenden Teil das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. 27. AUSSERGEWÖHNLICHE AUFWENDUNGEN Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung aus Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 2.284 (Vj. TEUR 4.746) angefallen. 28. BELEGSCHAFT
Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 190.403 (Vj. TEUR 174.292). 29. BEWERTUNGSEINHEITEN/DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE Zur Absicherung von Wechselkursrisiken aus Fremdwährungsforderungen und zukünftigen, mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Zahlungsmittelzuflüssen in Fremdwährungen wurden bei der Duravit AG im Geschäftsjahr 2022, wie bereits im Vorjahr, Bewertungseinheiten gebildet:
Die Zusammenfassung der Geschäfte in Bewertungseinheiten erfolgt in Form von Mikro-Hedges. Aufgrund identischer Basisrisiken in den Grund- und Sicherungsgeschäften, welche mit dem Wert von 1 negativ korreliert sind, gleichen sich die Marktwertänderungen innerhalb der Bewertungseinheiten vollständig aus. Zur Effektivitätsmessung wird daher die Critical Terms Match-Methode verwendet. Eine bilanzielle Berücksichtigung der negativen Marktwerte einzelner Grund- oder Sicherungsgeschäfte war aufgrund des Ausgleichs innerhalb der bestehenden Bewertungseinheiten nicht erforderlich. Die Bewertungseinheiten zur Besicherung der Wechselkursrisiken laufen in 2023 entsprechend der Forderungstilgung aus. Bei den mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen handelt es sich, ebenso wie bei den abgesicherten Vermögensgegenständen, im Wesentlichen um zukünftige Zahlungsmittelzu- und -abflüsse in Fremdwährungen zwischen Konzernunternehmen der Duravit AG aus routinemäßigen Liefer- und Leistungsbeziehungen. Im Rahmen der Besicherung der oben dargestellten Bewertungseinheiten werden derivative Finanzinstrumente in folgendem Umfang eingesetzt:
Die Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden anhand der von Kreditinstituten bestätigten Marktwerte unter Glattstellungsfiktion ermittelt. Die Bewertung erfolgt in Abhängigkeit von den relevanten Basisinstrumenten anhand aktueller beobachteter Marktdaten und mit anerkannten Bewertungsmodellen, wie beispielsweise der Barwertmethode oder der "Black-Scholes"-Methode sowie proprietären Modellen der jeweiligen Bank. 30. ERGÄNZENDE ANGABEN ZUR KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG Der Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich der jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten".
31. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
32. ABSCHLUSSPRÜFERHONORARE
In den Honoraren für Abschlussprüfungsleistungen sind Aufwendungen für die begleitende Prüfung der Einführung des neuen ERP-Systems von TEUR 38 enthalten. 33. NACHTRAGSBERICHT Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 sind nicht eingetreten. 34. ORGANBEZIEHUNGEN
35. VORSCHLAG FÜR DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS DES MUTTERUNTERNEHMENSDer Jahresabschluss des Mutterunternehmens Duravit AG weist einen Bilanzgewinn von EUR 15.609.400,64 aus. Im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn des Mutterunternehmens eine Ausschüttung von EUR 12.486.356,00 vorzunehmen, EUR 3.123.000,00 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen und EUR 44,64 auf neue Rechnung vorzutragen.
Hornberg, den 28. März 2023 Duravit Aktiengesellschaft Vorstand Stephan Patrick Tahy Thomas Stammel Martin Winkle Kapitalflussrechnung im Konzern vom 01.01. bis 31.12.2022Duravit Aktiengesellschaft, Hornberg
Eigenkapitalspiegel des Konzerns vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
Ergänzende Angaben zum Konzern-Eigenkapital Von den Gewinnrücklagen entfallen EUR 1.248.000,00 auf satzungsmäßige Rücklagen und der Restbetrag auf andere Gewinnrücklagen. Die Veränderungen im Geschäftsjahr betreffen ausschließlich die anderen Gewinnrücklagen. Das Eigenkapital des Mutterunternehmens steht am Bilanzstichtag 31.12.2022 in Höhe von EUR 15.609.400,64 zur Ausschüttung an Gesellschafter zur Verfügung. Es unterliegt mit einem Betrag von EUR 11.730.347,31 einer gesetzlichen Ausschüttungssperre. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Duravit Aktiengesellschaft, Hornberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Duravit AG, Hornberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Duravit AG, Hornberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 29. März 2023 Kesel
& Partner PartGmbB
Michael Kerner, Wirtschaftsprüfer Florentin Kesel, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. ***** Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2022Der Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres die ihm gesetzlich und satzungsgemäß zukommenden Aufgaben wahrgenommen und darüber hinaus bei wichtigen Einzelfragen beratend mitgewirkt. Zu eingehenden Aussprachen in vier Sitzungen des Aufsichtsrates hat sich dieser mit dem Vorstand intensiv mit der Unternehmensplanung, der Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung, den Investitionen und wesentlichen Einzelvorgängen befasst. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer bestellten Kesel & Partner PartGmbB, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft worden. Die Abschlussprüfer haben für beide Abschlüsse den Bestätigungsvermerk in uneingeschränkter Form erteilt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis dieser Prüfung zustimmend an. Außerdem hat er den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht geprüft. Es waren keine Einwendungen zu erheben. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 28.04.2023 teilgenommen und stand den Aufsichtsratsmitgliedern zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt, der Konzernabschluss gebilligt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an und empfiehlt dessen Annahme durch die Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Gesellschaft für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.
Hornberg, 28. April 2023 Gregor Greinert, Aufsichtsratsvorsitzender GewinnverwendungsbeschlussDie ordentliche Hauptversammlung vom 29. Juni 2023 hat beschlossen, den Bilanzgewinn dem Vorschlag entsprechend zu verwenden. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
1 nahegelegene Organisation
Herstellung von sonstigen keramischen Erzeugnissen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen