Stage Entertainment Theater GmbH
Selbe AdresseErbringung von Reservierungsdienstleistungen für Theater-, Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stage Entertainment Germany Holding GmbHHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2019 bis zum 31.12.2019Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Stage Entertainment Germany Holding GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Stage Entertainment Germany Holding GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Stage Entertainment Germany Holding GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "VII. 7. Nachtragsbericht" im Anhang und die Angaben in den Abschnitten "4.1 Chancen und Risiken", "4.2 Unternehmensfortführung" und "4.3 Prognose" im Lagebericht. Dort beschreiben die gesetzlichen Vertreter, dass sie ausweislich der Liquiditätsplanung für den Prognosezeitraum infolge der Auswirkung der Corona-Pandemie mit der Entstehung von Liquiditätslücken rechnen. Diese Liquiditätslücken müssen durch die Gesellschafterin der Muttergesellschaft geschlossen werden. Die Liquiditätsausstattung des Konzerns erfolgt im Rahmen des konzernweiten Cash-Managements. Weiterhin hat sich die Gesellschafterin der Muttergesellschaft zur Bereitstellung der erforderlichen Liquidität mittels einer Patronatserklärung verpflichtet, die eine Laufzeit bis zum 31. Juli 2022 aufweist. Zudem wurde eine Rangrücktrittserklärung mit der Gesellschafterin der Muttergesellschaft über alle gegenwärtigen Verpflichtungen geschlossen. Wie in den Angaben im Anhang und Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko i. S. d. § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 10. Juni 2021 KPMG
AG
Hagenmüller, Wirtschaftsprüferin Grothge, Wirtschaftsprüferin Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2019
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr 2019
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr 2019Mutterunternehmen
Konzernanhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2019I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS II. KONSOLIDIERUNGSKREIS III. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE IV. GLIEDERUNG, BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN V. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ VI. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VII. SONSTIGE ANGABEN I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die Stage Entertainment Germany Holding GmbH, Hamburg, hat gemäß §§ 290 ff. HGB zum 31. Dezember 2019 einen Konzernabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Das bisher am 1. August eines Jahres beginnende und am 31. Juli des Folgejahres endende Geschäftsjahr der Gesellschaft und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurde auf ein mit dem Kalenderjahr übereinstimmendes Geschäftsjahr umgestellt. Die Gesellschaft hat daher ein Rumpfwirtschaftsjahr vom 1. August 2019 bis zum 31. Dezember 2019. Die Änderung des Gesellschaftsvertrages und damit die Umstellung des Geschäftsjahres wurden am 12. August 2019 in das Handelsregister eingetragen. Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse umfassen den Zeitraum vom 1. August bis zum 31. Dezember 2019. Die Konzernbilanz wurde entsprechend dem gesetzlichen Schema für große Kapitalgesellschaften gemäß § 266 HGB gegliedert. Besonderheiten der Unterhaltungsindustrie sind in der Bilanz durch Ergänzung einzelner Posten berücksichtigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2019 ist nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Vorjahresvergleichsangaben in der Gewinn- und Verlustrechnung beziehen sich auf einen längeren Vergleichszeitraum (12 Monate vs. 5 Monate im Rumpfgeschäftsjahr). Soweit die erforderlichen Vermerke nicht in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung angegeben wurden, werden sie im Anhang dargestellt. Der Konzernabschluss wird in EURO aufgestellt. Die Zahlenangaben im Anhang sind in Währungseinheiten von Tausend ausgewiesen. Die Stage Entertainment Germany Holding GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der Nummer HRB 134056 eingetragen. Nachfolgend aufgeführte Tochterunternehmen haben die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:
II. Konsolidierungskreis In den Konsolidierungskreis wurden neben der Stage Entertainment Germany Holding GmbH weitere 29 inländische und 1 ausländisches Tochterunternehmen einbezogen, an denen die Stage Entertainment Germany Holding GmbH unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte besitzt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind in der Anlage zum Konzernanhang gesondert aufgeführt. III. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem beizulegenden Wert des Eigenkapitals der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt. Die nach Zuordnung der Zeitwerte auf die erworbenen Vermögensgegenstände verbleibenden aktivischen Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von grundsätzlich zehn Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme hiervon betrifft den Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Erstkonsolidierung der SE Ruhrgebiet Theater GmbH zum 31. Juli 2008 entstanden ist. Dieser wird korrespondierend zu den latenten Steuern, die aus der Aufdeckung von stillen Reserven bei den beiden Theatern Colosseum und Metronom resultieren, über die geschätzte Restnutzungsdauer der beiden Theater abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der aktivierten Vorteile aus Mietverträgen orientiert sich an der Länge des für das jeweilige Theater abgeschlossenen Mietvertrages zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Passivische Unterschiedsbeträge werden, soweit sie nicht nach § 309 Abs. 2 HGB aufgelöst werden dürfen, als solche gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Der passivische Unterschiedsbetrag resultiert ausschließlich aus der Kapitalkonsolidierung bei der Musical Betriebsgesellschaft Operettenhaus GmbH und wurde bis zum 31. Januar 2012 entsprechend dem Vorteil aus dem Mietvertrag seit 1. Mai 2002 über 14 Jahre aufgelöst. Mit Kauf der Immobilie Theater Operettenhaus wurde die Auflösung an die Abschreibung des Gebäudes über insgesamt 33 Jahre ab 1. Februar 2012 anteilig angepasst. Die aktiven und passiven Unterschiedsbeträge werden gemäß der Vorschrift des § 301 Abs. 3 HGB unsaldiert ausgewiesen. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Darlehen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den einbezogenen Unternehmen gemäß § 303 HGB gegeneinander aufgerechnet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung die Innenumsätze und die anderen Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der Empfänger verrechnet. Erfolgswirksame Konsolidierungsdifferenzen werden in die entsprechenden Aufwands- und Ertragsposten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung eingestellt. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen nach § 306 HGB unter Zugrundelegung unternehmensindividueller Steuersätze vorgenommen. Diese Steuerabgrenzungen werden mit den Steuerabgrenzungen aus den Einzelabschlüssen zusammengefasst. IV. Gliederung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Bilanzierungsstandard des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der Konzernabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. Für weitere Erläuterungen, auch in Bezug auf bestandsgefährdende Risiken, wird an dieser Stelle auf den Lagebericht verwiesen. Die Vermögensgegenstände und Schulden werden im Konzernabschluss einheitlich bewertet. Abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in den Jahresabschlüssen der Konzernunternehmen werden angepasst (Handelsbilanz II). Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaf- fungs- oder Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige lineare (pro rata temporis) Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer, ausgewiesen. Aus Unternehmenserwerben sowie aus der Kapitalkonsolidierung resultierende Geschäfts- oder Firmenwerte werden grundsätzlich über zehn Jahre abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als € 150,00 und bis zu € 1.000,00 je Einzelwirtschaftsgut werden in einem Sammelposten zusammengefasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Der Abgang wird im fünften Jahr unterstellt. Der Sammelposten wird im Anlagenspiegel unter den Bilanzpositionen "Immaterielle Vermögensgegenstände" sowie "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" ausgewiesen. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Der Bilanzposten Musicalproduktionen enthält ausschließlich Vermögensgegenstände, die für einzelne Musicalproduktionen angeschafft oder hergestellt worden sind. Der Ansatz erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer und Abschreibungen werden über den jeweils geplanten Aufführungszeitraum eines Musicals bestimmt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, angesetzt und tragen allen zum Stichtag erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe Rechnung. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten sind zum Entstehungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassa-Mittelkurs zum Abschlussstichtag imparitätisch umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden neben den nicht realisierten Verlusten auch die nicht realisierten Gewinne aus der Stichtagskursbewertung berücksichtigt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Zudem werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden teilweise saldiert, sofern die betroffenen Gesellschaften in der ertragsteuerlichen Organschaft einbezogen sind. Für Sachverhalte, die Gesellschaften betreffen, die nicht Teil der ertragsteuerlichen Organschaft sind, erfolgt ein separater Ausweis. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr 2019 verweisen wir auf den beigefügten Anlagenspiegel. Zum 1. August 2016 hat die Stage Entertainment Germany Holding GmbH 90 % der Anteile an der Stage Entertainment GmbH erworben. Durch die Erstkonsolidierung wurden im Geschäftsjahr 2016/2017 stille Reserven bei den Grundstücken von T€ 5.755, bei den Musicalproduktionen von T€ 98.153 aufgedeckt sowie ein Firmenwert von T€ 61.937 und passive latente Steuern von T€ 24.704 bilanziert. Der Firmenwert wird über zehn Jahre linear abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2007/2008 wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung der Musical Theater Sieben GmbH, der Living City GmbH & Co. KG und der Stage Entertainment Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH bei den Theatern Colosseum und Metronom stille Reserven von T€ 18.534, ein Firmenwert von T€ 5.983 und passive latente Steuern von T€ 5.983 aufgedeckt. Der Firmenwert wird über die geschätzte Restnutzungsdauer der beiden Theater abgeschrieben, korrespondierend dazu werden die latenten Steuern aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2009/2010 wurde der Spielbetrieb als Musicaltheater im Theater Colosseum eingestellt, und somit der anteilige Firmenwert sowie die anteiligen latenten Steuern abgeschrieben bzw. vereinnahmt. Zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres beträgt der Firmenwert T€ 1.928 und betrifft das Theater Metronom. Durch den Erwerb des Operettenhauses in Hamburg am 22. Dezember 2011 ist der vorteilhafte Mietvertrag untergegangen. Die Aufgabe des Vorteils wird als Teil der Anschaffungskosten auf Grund und Boden sowie das Gebäude verteilt. Der Restbuchwert des auf das Operettenhaus übertragenen Mietvorteils betrug im Zeitpunkt des Kaufes T€ 3.463, wovon T€ 2.726 auf das Gebäude und T€ 737 auf Grund und Boden entfallen. Die Abschreibung des auf das Gebäude entfallenden Teils erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2011/2012 über die nun geänderte Restnutzungsdauer des Gebäudes, der auf Grund und Boden entfallende Teil wird nicht weiter abgeschrieben. Der Restbuchwert des übertragenen Mietvorteils, der auf das Gebäude entfallt, beträgt zum Stichtag T€ 2.072. Bei den Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken von insgesamt T€ 73.062 (Vj.: T€ 77.425) handelt es sich mit T€ 14.969 (Vj.: T€ 15.099) um das in Hamburg gelegene Theater Operettenhaus, mit T€ 20.999 (Vj.: T€ 23.915) um die sich im Eigentum der Gesellschaft befindlichen Theater in Essen (Colosseum) und Oberhausen (Metronom) sowie bei Bauten auf fremden Grundstücken um das Theater im Hafen in Hamburg mit T€ 4.491 (Vj.: T€ 4.659), das neue Theater an der Elbe mit T€ 24.382 (Vj.: T€ 24.851) sowie mit T€ 2.217 (Vj.: T€ 2.289) um Mietereinbauten im Theater des Westens in Berlin. Der restliche Ausweis betrifft weitere Mietereinbauten in verschiedenen angemieteten Theatern sowie im Verwaltungsgebäude in der Speicherstadt in Hamburg. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf die Theater in Essen (Colosseum) und Oberhausen (Metronom) von T€ 2.514 (Vj.: T€ 0) vorgenommen. Die Musicalproduktionen betreffen insbesondere die bilanzierende Gesellschaft Stage Entertainment Produktionsgesellschaft mbH und im Wesentlichen die folgenden Produktionen:
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Musicalproduktionen wurden in Höhe von T€ 1.613 (Vj.: T€ 731) vorgenommen. 2. Finanzanlagen Die Angaben gemäß § 313 HGB ergeben sich aus der beigefügten Aufstellung des Anteilsbesitzes. Die unter dem Finanzanlagevermögen ausgewiesene Beteiligung betrifft einen Geschäftsanteil im Nominalwert von T€ 3 (9,09 %) an der Spielbudenplatz Betreibergesellschaft mbH, Hamburg. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen mit T€ 189 (Vj.: T€ 225) gegen die Stage Entertainment B.V., Amsterdam. Weiterhin besteht eine Forderung gegen die Stage Entertainment Productions B.V., Amsterdam, mit T€ 31 (Vj.: T€ 306). Sämtliche Forderungen resultieren aus Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren u.a. mit T€ 10.857 (Vj.: T€ 3.983) aus Forderungen aus dem Kartenvorverkauf bei der Stage Entertainment Marketing & Sales GmbH, mit T€ 2.269 (Vj.: T€ 309) aus Ertragsteuerguthaben, mit T€ 1.260 (Vj.: T€ 1.290) aus debitorischen Kreditoren, mit T€ 1.298 (Vj.: T€ 1.513) aus Umsatzsteuerrückzahlungsforderungen inklusive Zinsen für vorherige Geschäftsjahre sowie mit T€ 554 (Vj.: T€ 484) aus Erstattungsansprüchen aus Quellensteuer. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten betreffen mit T€ 236 (Vj.: T€ 236) nicht frei verfügbare Mittel, die zur Sicherung von Avalkrediten hinterlegt sind. 5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Vorauszahlungen für Mieten (im Wesentlichen für Licht- und Tonanlagen), für langfristige Wartungsverträge, für Marketingaufwendungen (im Wesentlichen Anzeigen und Werbeschaltungen), Lizenzen und sonstige Vorauszahlungen. 6. Aktive latente Steuern Die ausgewiesenen latenten Steuern in Höhe von T€ 185 (Vj.: T€ 191) entfallen auf die nicht in der ertragsteuerlichen Organschaft befindliche Theater im Hafen Grundstücksgesellschaft mbH. Hier werden steuerlich höhere Buchwerte des Anlagevermögens aus der Übertragung von KG-Anteilen vor dem Formwechsel 2008 für ertragsteuerliche Zwecke fortgeführt. Die Bewertung der aktiven latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehrung der Differenzen anzuwenden ist. Dabei handelt es sich um die Körperschaftsteuer in Höhe von 15 %, zuzüglich Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer in Höhe von 5,5 %. 7. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt T€ 25 und wird zu 100 % von der Stage Entertainment B.V., Amsterdam, Niederlande, gehalten. Der Ausgleichsposten für Nicht beherrschende Anteile entfällt auf den Gesellschaftsanteil der Stage Entertainment Operettenhaus B.V. an der Stage Entertainment GmbH, Hamburg, den Anteil der Stage Entertainment Hamburg B.V., Amsterdam, an der Theater im Hafen Grundstücksgesellschaft mbH, Hamburg, sowie auf den Anteil der Cirque du Soleil Inc., Montreal/Kanada, an der Paramour Produktionsgesellschaft mbH, Hamburg. 8. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung betrifft ausschließlich die Musical Betriebsgesellschaft Operettenhaus GmbH. Der Unterschiedsbetrag stammt aus dem Erwerb des Theaters Operettenhaus Hamburg in 2011 und wird über die Restnutzungsdauer des Gebäudes aufgelöst. Im Rumpfgeschäftsjahr 2019 betrug die Auflösung T€ 9 (Vj.: T€ 21). 9. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen bestehen im Wesentlichen für die zu zahlenden Körperschaft- und Gewerbesteuern der Gesellschaften, die in der ertragsteuerlichen Organschaft der Stage Entertainment Germany Holding GmbH enthalten sind (T€ 176; Vj.: T€ 299), die Musical Betriebsgesellschaft Operettenhaus GmbH (T€ 1.330; T€ 901) und die Theater im Hafen Grundstücksgesellschaft mbH (T€ 396; Vj.: T€ 876). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Vorsorgen für ausstehende Rechnungen (T€ 9.487; Vj.: T€ 7.626), Rückstellungen aus dem Personalbereich (T€ 5.230; Vj.: T€ 6.158), Restrukturierungskosten/Drohverlustrückstellungen (T€ 10.217; Vj.: T€ 6.320), Lizenzkosten (T€ 1.129; Vj.: T€ 1.061), Rechts- und Beratungskosten (T€ 2.891; Vj.: T€ 2.637) und für Abrissverpflichtungen (T€ 973; Vj.: T€ 928). Im Berichtsjahr wurde ein in den Vorjahren begonnener Restrukturierungsprozess fortgeführt. Zudem werden die Rückstellungen für Altersteilzeit zum Teil mit entsprechendem Rückdeckungsvermögen saldiert. Dieser Sachverhalt betrifft ausschließlich die Theater des Westens Betriebsgesellschaft mbH. Zum 31. Dezember 2019 betrug der beizulegende Zeitwert des Rückdeckungsvermögens T€ 208 (Vj.: T€ 208), während der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden T€ 189 (Vj.: T€ 190) betrug. 10. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind i. H. v. T€ 5.315 (Vj.: T€ 5.561) durch Grundschuldeintragung besichert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen resultieren nahezu ausschließlich aus Kartenvorverkäufen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Gesellschafterin Stage Entertainment B.V., Amsterdam. Sie resultieren mit T€ 143.567 (Vj.: T€ 166.742) aus einer langfristigen Darlehensverbindlichkeit und Zinsen sowie mit T€ 542 (Vj.: T€ 6.665) aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 11.762 (Rumpfgj. 2019: T€ 0) gegenüber der Stage Entertainment Productions B.V., Amsterdam, die aus Leistungen resultierten. 11. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert u.a. in Höhe von T€ 9.000 (Vj.: T€ 9.625) aus der Verlängerung des Ticketing-Dienstleistungsvertrages mit der CTS Eventim AG. Dieser Betrag wird über die Laufzeit des Ticketingvertrages ratierlich aufgelöst. Des Weiteren beinhaltet diese Position mit T€ 1.308 (Vj.: T€ 1.406) Vermieterzuschüsse zu Umbaumaßnahmen in den angemieteten Theatern. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Abschreibung der aktivierten Mieterumbauten, die unter den Bauten auf fremden Grundstücken ausgewiesen sind. 12. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 24.527 (Vj.: T€ 24.501) resultieren im Wesentlichen aus der Aufdeckung von stillen Reserven bei den Grundstücken, der Bilanzierung der Firmenwerte sowie der Passivierung von Rückstellungen für Dauerschuldverhältnisse aus Mietverträgen für Theater. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehrung der Differenzen anzuwenden ist. Dabei handelt es sich, wie im Vorjahr, um den kombinierten Steuersatz aus Körperschaftsteuer in Höhe von 15 %, zuzüglich Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer in Höhe von 5,5 % sowie Gewerbesteuer in Höhe von rd. 16,28 % (Hebesatz durchschnittlich 470 %) von insgesamt 32,10 %. Diejenigen Gesellschaften, die ihr Ergebnis ausschließlich aus der Verwaltung eigenen Grundvermögens erzielen, haben die Möglichkeit, ihren Gewerbeertrag um dieses Ergebnis zu kürzen, sodass in diesen Fällen effektiv ausschließlich der Körperschaftsteuersatz zzgl. Solidaritätszuschlag zur Anwendung kommt. VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:
Die sonstigen Erlöse betreffen im Wesentlichen Erlöse aus Garderobeeinnahmen (T€ 904; Vj.: T€ 1.644), sonstige Vermietungen (T€ 225; Vj.: T€ 564) und Sponsoring (T€ 404; Vj.: T€ 379). Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen im Inland erzielt. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten u.a. mit T€ 1.262 (Vj.: T€ 1.219) periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, mit T€ 475 (Vj.: T€ 1.140) nachträglich erstattungsfähige Umsatzsteuer, Erlöse aus Anlagenverkäufen von T€ 278 (Vj.: T€ 364), übrige periodenfremde Erträge von T€ 9 (Vj.: T€ 557) sowie Erträge aus Weiterbelastungen von T€ 5 (Vj.: T€ 26). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 10 (Vj.: T€ 18) enthalten. 3. Materialaufwand Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten neben dem Materialverbrauch für die Produktion den Wareneinsatz für Getränke und Merchandiseartikel, die im Rahmen der Musicalaufführungen verkauft werden. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen Aufwendungen für Lizenzen und ähnliche Aufwendungen (T€ 12.907; Vj.: T€ 33.426), Aufwendungen aus Profit Share-Vereinbarungen (T€ 4.965; Vj.: T€ 11.487), Fremdleistungen (T€ 5.974; Vj.: T€ 11.546), Theatermieten (T€ 3.585; Vj.: T€ 8.676) sowie Mieten für technische Anlagen (T€ 1.757; Vj.: T€ 4.319). 4. Personalaufwand Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung in Höhe von T€ 1.276 (Vj.: T€ 2.325). 5. Abschreibungen Zu den Abschreibungen wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen u.a. auf Marketingaufwendungen inklusive Agenturhonorare, die nicht den Produktionskosten eines Musicals zuzuordnen sind (T€ 22.580; Vj.: T€ 42.856), auf nicht aktivierungsfähige Aufwendungen aus dem Aufbau von Musicalproduktionen (T€ 4.205; Vj.: T€ 11.147), auf nicht theaterbezogene Mietaufwendungen und sonstige Raumkosten (T€ 7.675; Vj.: T€ 20.198), auf Restrukturierungskosten (T€ 819; Vj.: T€ 3.182), auf fremde Lohnkosten (T€ 2.387; Vj.: T€ 5.384), auf Rechts- und Beratungskosten (T€ 739; Vj.: T€ 2.243), auf Versicherungsbeiträge (T€ 630; Vj.: T€ 1.329), auf Reisekosten (T€ 981; Vj.: T€ 3.278), auf Instandhaltungsaufwendungen (T€ 913; Vj.: T€ 2.288) sowie auf periodenfremde Aufwendungen (T€ 967; Vj.: T€ 185). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 8 (Vj.: T€ 18) enthalten. 7. Zinsergebnis Das Zinsergebnis in Höhe von T€ -3.900 (Vj.: T€ -9.428) setzt sich mit T€ 48 (Vj.: T€ 2.049) aus sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen (davon aus verbundenen Unternehmen: T€ 27; Vj.: T€ 501) und mit T€ -3.948 (Vj.: T€ -11.476) aus Zinsen und ähnlichen Aufwendungen (davon T€ -3.834 (Vj.: T€ -9.936) an verbundene Unternehmen) zusammen. 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen T€ 181 (Vj.: T€ 5.159) und enthalten Körperschaft- und Gewerbesteuer für das laufende Jahr 2019 sowie für Vorjahre in Höhe von insgesamt T€ 149 (Vj.: T€ 6.057). Weiterhin werden in dieser Position Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von T€ 32 (Vj.: Ertrag T€ 898) ausgewiesen. 9. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen die Grundsteuer (T€ 682; Vj.: T€ 401). Im Vorjahr waren in dem Posten Nachzahlungen für Theaterbetriebszulage in Höhe von T€ 1.238 enthalten. VII. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Arbeitnehmer Durchschnittlich waren im Rumpfgeschäftsjahr 1.495 (Vj.: 1.608) Arbeitnehmer beschäftigt. 2. Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Rumpfgeschäftsjahr 2019:
Im Rumpfgeschäftsjahr 2019 betrug die Vergütung der Geschäftsführer T€ 609 (Vj.: T€ 860). 3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die deutsche Stage Entertainment-Gruppe ist über einen zusammen mit der Stage Entertainment B.V. sowie weiteren niederländischen und internationalen Konzerngesellschaften mit zwei niederländischen Großbanken geschlossenen Darlehensvertrag in die Finanzierungsstruktur der internationalen Stage Entertainment-Gruppe einbezogen. Der Darlehensvertrag dient der Finanzierung der Konzernaktivitäten inklusive Deutschlands. Als Anspruchsberechtigte und Darlehensnehmerin unter dem Darlehensvertrag haftet u.a. die Stage Entertainment Germany Holding GmbH zusammen mit der Stage Entertainment B.V. und den anderen mithaftenden Gesellschaften auch für die Verbindlichkeiten der Stage Entertainment B.V. sowie der weiteren internationalen Konzerngesellschaften aus diesem Darlehensvertrag. Zum 31. Dezember 2019 beläuft sich die Inanspruchnahme aus dem Darlehensvertrag auf ein maximales Risiko in Höhe von T€ 415.000. Mit einer Haftungsinanspruchnahme ist zum Stichtag nicht zu rechnen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen mit T€ 40.169 (Vj.: T€ 46.343) aus Verpflichtungen für Theater- und Büromieten sowie Nebenkosten. Des Weiteren betragen die Verpflichtungen für Mieten für Theaterequipment, Kfz-Leasing, Mieten für Büroausstattung und Verpflichtungen aus diversen Dienstleistungsverträgen T€ 1.233 (Vj.: T€ 1.038). Ferner bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Lizenzverträgen, die abhängig vom jeweiligen Umsatz des jeweiligen Jahres sind. Die Lizenzzahlungen für das Rumpfgeschäftsjahr 2019 wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 4. Konzernverhältnisse Ein Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Stage Entertainment B.V., Amsterdam, Niederlande, erstellt. Die Offenlegung erfolgt in der Kamer van Koophandel Amsterdam, Niederlande. Die Stage Entertainment Germany Holding GmbH, Hamburg, erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. 5. Honorar Abschlussprüfer Das Honorar für die Abschlussprüfungsleistung beträgt für den Einzel- und Konzernabschluss der Stage Entertainment Germany Holding GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr 2019 insgesamt T€ 129 (Vj.: T€ 161). 6. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine wesentlichen Geschäfte seitens des Mutterunternehmens und seiner Tochterunternehmen mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. 7. Nachtragsbericht Mit notariellem Vertrag vom 13. Februar 2020 wurde das Colosseum Theater veräußert. Ab Mitte März 2020 haben die Regierungsbehörden in ganz Kontinentaleuropa Beschränkungen eingeführt, um die Ausbreitung von COVID-19 (Coronavirus) zu begrenzen und einzugrenzen. Diese Maßnahmen haben Auswirkungen auf den Theaterbetrieb der deutschen Stage Entertainment-Gruppe, da alle Theater für die Öffentlichkeit vorübergehend geschlossen wurden. Die Schließung unserer Theater wird vorübergehend sein, aber da dies eine beispiellose Situation ist, ist es möglich, dass die auferlegten Beschränkungen über die kommunizierten Zeitvorgaben hinaus ausgedehnt werden könnten. Wir sind in ständigem Kontakt mit den lokalen Behörden der einzelnen Bundesländer, in denen wir Theater bespielen, um die Situation jederzeit neu bewerten und sich den aktuellen Entwicklungen anpassen zu können. Um die negativen Auswirkungen auf das Geschäft zu mildern, wurden zusätzlich zu den bestehenden Bargeldbeständen ein breites Spektrum von Maßnahmen ergriffen, die sich auf die Aufrechterhaltung einer angemessenen Liquidität konzentrieren. Es wurden Maßnahmen zur Senkung der Betriebsausgaben umgesetzt, zum Beispiel bei den Personalkosten durch die Einführung von Kurzarbeit in allen Bereichen, die Senkung der Theaterausgaben und einen Aufschub der Marketingausgaben für die Dauer der Aussetzung. Um die Liquidität zu erhalten, werden Optimierungen zum Working Capital durchgeführt und bestimmte Investitionen verschoben. Für ausgesetzte Aufführungen werden den Kunden problemlose und attraktive Möglichkeiten geboten, auf spätere Termine umzubuchen. Die kurzfristigen Prioritäten für das Unternehmen konzentrieren sich auf das Wohlergehen der Mitarbeiter, das Liquiditätsmanagement und die bestmögliche Unterstützung der Kunden während dieser Zeit der Aussetzung. Bezüglich der wesentlichen Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, verweisen wir auf die Angaben in den Abschnitten "4.1 Chancen und Risiken", "4.2 Unternehmensfortführung" und "4.3 Prognose" im Lagebericht. 8. Erläuterung zur Konzernkapitalflussrechnung In den Finanzmittelfonds wurden mit Ausnahme des unter Punkt V.4. genannten Sachverhalts ausschließlich Zahlungsmittel (liquide Mittel ersten Grades) einbezogen. 9. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Bilanzverlust des Mutterunternehmens in Höhe von T€ -19.281 auf neue Rechnung vorzutragen.
Hamburg, den 9. Juni 2021 Ursula Neuß Ulf Wilko Dewald Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2019
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum Konzernabschluss 31. Dezember 2019 gemäß § 313 HGB
1) Zahlen aus Jahresabschluss zum 31. Dezember
2018
Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 20191 Vorbemerkung Wie in der Gesellschafterversammlung am 1. August 2019 beschlossen, hat die Stage Entertainment Germany Holding GmbH das Geschäftsjahr auf ein dem Kalenderjahr entsprechendes Geschäftsjahr umgestellt und das Rumpfgeschäftsjahr 2019 mit dem Berichtszeitraum 1. August bis 31. Dezember 2019 abgeschlossen, worüber dieser Konzernlagebericht berichtet. Die nachfolgend angegebenen Vorjahresbeträge beziehen sich auf das volle Geschäftsjahr vom 1. August 2018 bis zum 31. Juli 2019. Im vorliegenden Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den 5-Monatszeitraum zum 31. Dezember 2019 ist aus diesem Grund ein Vergleich zum Vorjahr (bei zeitraumbezogenen Aussagen) nur eingeschränkt möglich. Der künftige Berichtszeitraum ist der 1. Januar bis zum 31. Dezember (Kalenderjahr). 2 Grundlagen des Konzerns - Geschäftsmodell Ziel der Stage Entertainment-Gruppe ist es, eine wirtschaftlich gesunde Unternehmensgruppe zu betreiben und begeisternde Sprech-, Tanz- sowie Musiktheater-Produktionen auf die Bühne zu bringen. Darüber hinaus ist Theater für die Stage Entertainment ein Forum für Kunst, Unterhaltung und Begegnung. Zum 31. Dezember 2019 war die Stage Entertainment Germany Holding GmbH unmittelbar und mittelbar an 31 Gesellschaften beteiligt, wovon 30 in den Konsolidierungskreis einbezogen sind. Zum Kerngeschäft der Gruppe gehört die Aufführung von Musicalproduktionen in eigenen bzw. langfristig angemieteten Theatern sowie die Aufführung von Tourproduktionen. Ebenso vermietet die Gruppe die Aufführungsstätten als exklusive Eventlocations. Die Musicalproduktionen werden in der Regel En-Suite gespielt, das heißt über einen längeren Zeitraum ununterbrochen in einem Theater aufgeführt. Mit einem professionellen Vertrieb und innovativem Marketing wird ein breites Interesse für unsere Live Entertainment-Angebote geweckt. 3 Wirtschaftsbericht 3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Rumpfgeschäftsjahr 2019 weiterhin geprägt durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum und die hieraus resultierenden positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt. 1 Seit Dezember 2015 ist die Erwerbstätigkeit in Deutschland konstant angestiegen. Die privaten Konsumausgaben trugen zum binnenwirtschaftlich getriebenen starken Konjunkturanstieg in Deutschland entscheidend bei. 2 Nach einer soliden Entwicklung im Geschäftsjahr 2018/2019 wurde auch für das Rumpfgeschäftsjahr 2019 ein positiver Trend in Bezug auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung erwartet. 3 Die positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt und privaten Konsumausgaben fangen aber inzwischen an zu stagnieren. Es bestehen mögliche Unsicherheitsfaktoren, welche sich negativ auf das aktuelle gesamtwirtschaftliche Klima auswirken könnten. Diese umfassen insbesondere die Unsicherheit in Bezug auf die gesamtwirtlichen Auswirkungen aus dem Austritt Groß-Britanniens aus dem Euroraum. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die deutsche Wirtschaft in eine tiefe Rezession geführt. Mit dem Shutdown im März und April 2020 wurde auch die Wirtschaftsleistung drastisch eingeschränkt. Mit der Lockerung der Kontaktbeschränkungen nimmt die wirtschaftliche Aktivität ab Mai 2020 wieder zu. Die wirtschaftliche Erholungsphase wird aber Zeit benötigen, weil die epidemiologischen Risiken fortbestehen und Bürger und Wirtschaft ihr Verhalten darauf abstellen. Die auch im internationalen Vergleich umfangreichen Maßnahmen der Bundesregierung unterstützen den Erholungsprozess der Wirtschaft. Der Konjunktureinbruch und die pandemiebedingten Einschränkungen haben den Arbeitsmarkt massiv getroffen; die Erwerbstätigkeit hat im zweiten Quartal 2020 stark abgenommen. Dabei wurden durch umfangreiche Nutzung von Kurzarbeit Entlassungen vermieden. 4
1 Quelle:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/01/PD20_018_811
.html
Der Aufholprozess in der deutschen Wirtschaft hält im August 2020 weiter an, hat sich zuletzt aber abgeschwächt. Im weiteren Jahresverlauf dürfte sich die Erholung fortsetzen. Das Vorkrisenniveau von Ende 2019 dürfte allerdings erst zu Anfang des Jahres 2022 wieder erreicht sein. Die Erwerbstätigkeit nahm zu Beginn des Sommerquartals 2020 leicht zu und die Arbeitslosigkeit geht bei verringerter Kurzarbeit etwas zurück. 5 Die Stage Entertainment-Gruppe operiert auf dem Live-Entertainment-Markt in Deutschland. Dieser ist grob aufzuteilen in Musik- und Nicht-Musik-Veranstaltungen, wobei das Kerngeschäft Musicals den Musik-Veranstaltungen zuzuordnen ist. Im Jahr 2017 setzte der Live-Entertainment-Markt mit ca. € 5,0 Mrd. 31,5 % mehr um als im Jahr 2013 (€ 3,8 Mrd.). Der Musik-Veranstaltungsmarkt generierte mit € 3,7 Mrd. (2013: € 2,7 Mrd.) den Großteil des Umsatzes. Treiber der Umsatzerhöhung waren dabei höhere Ticketpreise und eine höhere Besuchshäufigkeit. Die Anzahl der Besucher ging in 2017 im Vergleich zu 2013 (120,6 Mio.) um 7,1 Mio. auf 113,5 Mio. zurück, also ein Rückgang um 6 %. Aktuellere Zahlen werden voraussichtlich 2021 in Folgestudien veröffentlicht. Die Musicalbranche ist in 2017 mit einem Umsatzanteil von 17,9 % (€ 653,6 Mio.; 2013: € 453,0 Mio.) an dritter Stelle innerhalb des Musik-Veranstaltungsmarkts zu finden und weist einen überproportionalen Anstieg (44 %) im Vergleich zu 2013 auf. Der durchschnittliche Ticketpreis lag 2017 bei € 71,85 und ist ursächlich für das erwähnte Umsatzwachstum. Dies ist konsistent mit der steigenden Zahlungsbereitschaft der Verbraucher für Musik.
4 Quelle: BMWi - Die wirtschaftliche Lage in
Deutschland im Juni 2020
Sowohl aus Sicht der Musikwirtschaft als auch des Live-Entertainment-Marktes kann man von einem konstanten Wachstumsmarkt in den letzten Jahren sprechen. 6 In Deutschland wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2019 neben den Musicalproduktionen der Stage Entertainment-Gruppe im Wesentlichen auch in München weitere Musicals En-Suite gespielt sowie andere Tourproduktionen angeboten. Hinzu kommen diverse Produktionen in privaten und staatlichen Theatern, die jedoch in der Regel nur kurzfristige Laufzeiten haben. 3.2 Geschäftsverlauf Die nachfolgende Auflistung zeigt die laufenden Shows, die in den einzelnen Theatern von den Produktionsgesellschaften im Rumpfgeschäftsjahr 2019 gezeigt wurden:
Im Rumpfgeschäftsjahr 2019 hatte die Produktion "Pretty Woman" im Theater an der Elbe Premiere. Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurde ein umfangreiches Wertsteigerungs- und Optimierungsprogramm initiiert, welches auf die langfristige Verbesserung des operativen Ergebnisses ausgerichtet war. Das Programm wurde im Rumpfgeschäftsjahr 2019 weitergeführt. 3.2.1 Umsatz- und Verkaufsentwicklung Die Umsatzerlöse beliefen sich im Rumpfgeschäftsjahr auf € 124,0 Mio. (Vj.: € 296,2 Mio.). Darin enthalten sind Erlöse aus Ticketverkäufen in Höhe von € 99,7 Mio. (Vj.: € 227,0 Mio.) für das laufende Rumpfgeschäftsjahr 2019. Der Ticketverkauf für Shows im Rumpfgeschäftsjahr lag bei insgesamt 1,2 Mio. (Vj.: 3,2 Mio.) verkaufter Tickets. Die aus Vorverkäufen resultierenden erhaltenen Anzahlungen betragen zum 31. Dezember 2019 insgesamt € 54,2 Mio. (Vj.: € 38,8 Mio.). Für die zukünftige Show "Wicked" (Theater Neue Flora), deren Premierentermin ursprünglich im Oktober 2020 liegen sollte, sind Ticketverkäufe aus Vorverkäufen zum Bilanzstichtag in Höhe von insgesamt € 0,4 Mio. in den erhaltenen Anzahlungen enthalten. Für die Darstellung der übrigen Umsatzerlöse verweisen wir auf die Darstellung des Anhangs, Abschnitt VI. Nr. 1. 3.2.2 Produktion Im Rumpfgeschäftsjahr 2019 hatte eine Musicalproduktion Premiere. Für alle im Geschäftsjahr aufgeführten bzw. in Produktion befindlichen Musicals bestehen Lizenzverträge bzw. Vorverträge mit verschiedenen Lizenzgebern, soweit es sich um von externen Lizenzgebern erworbene Produktionen handelt. Diese Verträge räumen den jeweiligen Vertragspartnern innerhalb der deutschen Stage Entertainment-Gruppe das Recht ein, das jeweilige Musical über die jeweilige Vertragslaufzeit in einer vom Lizenzgeber festgelegten Art und Weise an vertraglich vereinbarten Standorten aufzuführen. Die Bühnenaufführungsrechte sind zumeist Exklusivrechte für den deutschsprachigen Raum und beinhalten in der Regel auch das Recht, musicalbezogene Merchandise-Artikel zu verkaufen. Seit einigen Jahren wird neben den Lizenzproduktionen ein verstärkter Fokus auf die Eigenentwicklung von Shows (bspw. "Ich war noch niemals in New York", "Rocky", "TINA - Das Tina Turner Musical" und "Das Wunder von Bern") gelegt. In diesem Fall findet die Entwicklung der Musicals im Wesentlichen durch die weltweite Stage Entertainment-Gruppe (unter Mitwirkung der deutschen Gruppe) statt, die die einzelnen für die Aufführung notwendigen Rechte, z. B. Buch-, Kreativ- und Musikrechte, erwirbt. Die Lizenzverträge bzw. einzelnen Buch-, Kreativ- und Musikrechte beinhalten auch die Verpflichtung zur Zahlung von Lizenzgebühren, die häufig an den Erfolg einer Produktion gekoppelt sind. Die Lizenzgebühren sind somit oft variable Aufwendungen. Neben Lizenzaufwendungen werden die Betriebsergebnisse der jeweiligen Musicalproduktionen wesentlich von den anfallenden Personalaufwendungen, Mieten und Mietnebenkosten für die jeweiligen Theater bzw. das benötigte theaterspezifische Equipment sowie von Marketingaufwendungen, Aufwendungen für Musicalproduktionen und Verwaltungsaufwendungen beeinflusst. 3.2.3 Beschaffung Die Aufführung von Musicalproduktionen setzt voraus, dass die Gruppe die jeweiligen Bühnenaufführungsrechte erhalten kann. Dies wird durch die zentrale Akquisition von Auswertungsrechten an international erfolgreichen bzw. erfolgversprechenden Musicalproduktionen durch zum niederländischen Stage Entertainment-Konzern gehörige Unternehmen gesichert. So besteht seit Anfang 2000 zwischen der Stage Entertainment GmbH, der Stage Entertainment B.V. und der Walt Disney Theatrical Worldwide, Inc. eine enge Zusammenarbeit. Im Rumpfgeschäftsjahr befanden sich drei Theater (Operettenhaus, Colosseum Theater und Metronom Theater) im Eigentum der Gesellschaft, wobei das Colosseum Theater seit dem Geschäftsjahr 2011/2012 nicht mehr für den En-Suite-Theaterbetrieb genutzt wird. Für die übrigen sieben großen Theater der Gruppe (einschließlich des Bluemax-Theaters in Berlin) bestehen langfristige Mietverträge, deren Grundmietzeiten durch einseitige Mietverlängerungsoptionen zu Gunsten der Gruppe jeweils verlängert werden können und die in Teilen bereits gezogen wurden. Das Grundstück, auf dem sich das Theater im Hafen und das Theater an der Elbe befinden, ist langfristig von der Stadt Hamburg gepachtet. Für Rückbauverpflichtungen aus den jeweiligen Mietverträgen wird periodisch in ausreichendem Maße bilanzielle Vorsorge getroffen. 3.2.4 Investitionen In immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen hat die Stage Entertainment-Gruppe im Rumpfgeschäftsjahr 2019 insgesamt € 1,9 Mio. (Vj.: € 5,6 Mio.) investiert, die im Wesentlichen auf die Mietereinbauten, theaterspezifisches Equipment wie Licht- und Tonanlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung entfallen. Darüber hinaus hat die Gruppe im Berichtsjahr Investitionen in Höhe von rund € 3,8 Mio. (Vj.: € 14,1 Mio.) in neue Musicalproduktionen getätigt. Diese Investitionen werden nach Abschreibungen in der Bilanzposition Musicalproduktionen ausgewiesen und beinhalten produktionsspezifische Sachinvestitionen, insbesondere für Bühnenbilder und Kostüme. Produktionsbezogene grundsätzlich nicht aktivierbare Aufwendungen im Zusammenhang mit Neuproduktionen, insbesondere Marketing- und Personalaufwendungen im Probenzeitraum, werden aufwandswirksam erfasst. 3.2.5 Personal- und Sozialbereich Die Stage Entertainment-Gruppe beschäftigte im Rumpfgeschäftsjahr 2019 durchschnittlich 1.495 (Vj.: 1.608) Arbeitnehmer. Die deutsche Stage Entertainment-Gruppe bietet ihren Mitarbeitern aus den Zentralgesellschaften und den tariflich gebundenen Theatern drei Säulen der betrieblichen Altersvorsorge an. Im Rahmen der Entgeltumwandlung kann der Mitarbeiter zwischen einer Pensionskasse, einer Direktversicherung und einer Riester-Rente seine individuelle Altersvorsorge auswählen. Für Mitarbeiter der Theater des Westens Betriebsgesellschaft mbH gilt zunächst unverändert die Mitgliedschaft in der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder fort. 3.3 Lage des Unternehmens 3.3.1 Ertragslage Der erzielte Gesamtumsatz in Höhe von € 124,0 Mio. (Vj.: € 296,2 Mio.) beinhaltet mit € 99,7 Mio. (Vj.: € 227,0 Mio.) Erlöse aus Kartenverkäufen. Ferner konnten Umsatzerlöse in Höhe von € 9,2 Mio. (Vj.: € 21,4 Mio.) aus Theatergastronomie und Eventbereich, dem Tourbereich in Höhe von € 0,3 Mio. (Vj.: € 18,3 Mio.) sowie mit € 1,7 Mio. (Vj.: € 4,2 Mio.) aus dem Verkauf von Merchandiseartikeln erzielt werden. Die Erlöse aus Ticketing und System- und Lizenzgebühren betrugen € 9,7 Mio. (Vj.: € 20,2 Mio.). Sonstige Erlöse wurden in Höhe von € 3,5 Mio. (Vj.: € 5,1 Mio.) erzielt. Der Materialaufwand von insgesamt € 33,2 Mio. (Vj.: € 78,9 Mio.) besteht mit € 29,2 Mio. (Vj.: € 69,5 Mio.) im Wesentlichen aus Aufwendungen für bezogene Leistungen. Diese entfallen größtenteils auf Lizenzaufwendungen (€ 12,9 Mio.; Vj.: € 33,4 Mio.), Mietaufwendungen für Theater und Equipment (€ 3,6 Mio.; Vj.: € 8,7 Mio.), Aufwendungen aus Profit Share-Vereinbarungen (€ 5,0 Mio.; Vj.: € 11,5 Mio.) und aus Aufwendungen aus der Bewirtschaftung der Vorderhäuser in den Theatern (€ 4,5 Mio.; Vj.: € 7,2 Mio.). Im Personalaufwand sind in den Löhnen und Gehältern Abfindungen in Höhe von € 0,4 Mio. (Vj.: € 1,3 Mio.) enthalten. Hinsichtlich der Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen (€ 3,9 Mio.; Vj.: € 11,5 Mio.) sind € 3,8 Mio. (Vj.: € 9,4 Mio.) Zinsaufwand für das von der Stage Entertainment Hamburg B.V., Amsterdam (NL), ausgegebene Darlehen enthalten, das zum Bilanzstichtag mit € 143,6 Mio. (Vj.: € 166,7 Mio.) valutiert. Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag weist die Stage Entertainment-Gruppe für das Rumpfgeschäftsjahr 2019 insgesamt einen Steueraufwand in Höhe von € 0,8 Mio. (Vj.: € 5,2 Mio.) und Erträge aus Vorjahren von € 0,6 Mio. (Vj.: Aufwand € 0,9 Mio.) sowie Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von € 0,0 Mio. (Vj.: Ertrag € 0,9 Mio.) aus. Der Konzernjahresfehlbetrag beträgt, nach Berücksichtigung des nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnenden Verlustes in Höhe von € 3,2 Mio. (Vj.: € 2,4 Mio.), insgesamt € 11,7 Mio. (Vj.: € 16,4 Mio.). 3.3.2 Finanzlage Die Cash Flows der deutschen Stage Entertainment-Gruppe stellen sich wie folgt dar:
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ergibt sich im Wesentlichen aus dem Periodenergebnis (€ -14,8 Mio.; Vj.: € -18,8 Mio.), den Abschreibungen auf das Anlagevermögen (€ 17,1 Mio; Vj.: € 26,2 Mio.) und der Forderungen (€ -8,5 Mio., Vj.: € -2,3 Mio.). Die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (€ 1,9 Mio.; Vj.: € 5,5 Mio.) und in Musicalproduktionen (€ 3,8 Mio.; Vj.: € 14,1 Mio.) haben den Cashflow aus Investitionstätigkeit im Berichtsjahr wesentlich beeinflusst. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergibt sich im Wesentlichen aus der Teilrückzahlung von € 27,0 Mio. des von der Stage Entertainment B.V., Amsterdam, gewährten Darlehens. Die Stage Entertainment-Gruppe finanziert sich im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow, der auch die Erlöse aus dem Kartenvorverkauf beinhaltet. Darüber hinaus bestehen ein Darlehensvertrag zur Finanzierung des im Geschäftsjahr 2011/2012 erworbenen Operettenhauses und mittelfristige Refinanzierungsverträge für Investitionen in Licht-, Ton- und Videoequipment. Die deutsche Stage Entertainment-Gruppe ist über einen zusammen mit der Stage Entertainment B.V. sowie weiteren niederländischen und internationalen Konzerngesellschaften mit zwei niederländischen Großbanken geschlossenen Darlehensvertrag in die Finanzierungsstruktur der internationalen Stage Entertainment-Gruppe einbezogen. Der Darlehensvertrag dient der Finanzierung der Konzernaktivitäten inklusive Deutschlands. Als Anspruchsberechtigte und Darlehensnehmerin unter dem Darlehensvertrag haftet u.a. die Stage Entertainment GmbH auch für die Verbindlichkeiten der Stage Entertainment B.V. sowie der weiteren internationalen Konzerngesellschaften aus diesem Darlehensvertrag. Vor dem Hintergrund der Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 und der oben beschriebenen Finanzierungsmöglichkeiten konnte der Konzern seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen sowie die geplanten Investitionen und laufenden Geschäftstätigkeiten finanzieren. Für die weitere Beurteilung wird auf den Unterabschnitt "4.2 Unternehmensfortführung" verwiesen. Die Kapitalstruktur der deutschen Stage Entertainment-Gruppe stellt sich wie folgt dar:
Die Minderung des Eigenkapitals ergibt sich im Wesentlichen aus dem Jahresfehlbetrag für das Rumpfgeschäftsjahr in Höhe von € 11,7 Mio. Das langfristige Fremdkapital setzt sich aus einem Darlehen von der Stage Entertainment B.V., Amsterdam, in Höhe von € 143,6 Mio. (Vj.: € 166,7 Mio.), den langfristigen Bankverbindlichkeiten (€ 4,8 Mio.; Vj.: € 5,1 Mio.) sowie der Rückstellung für Abrissverpflichtungen (€ 1,0 Mio.; Vj.: € 0,9 Mio.) zusammen. Die Verminderung des langfristigen Fremdkapitals ergibt sich im Wesentlichen durch die Teilrückzahlung des Darlehens von € 27,0 Mio. an die Stage Entertainment B.V., Amsterdam. Von den langfristigen Verbindlichkeiten haben € 2,4 Mio. (Vj.: € 2,3 Mio.) eine Restlaufzeit von über einem bis 5 Jahre und € 146,1 Mio. (Vj.: € 169,5 Mio.) eine Restlaufzeit von über 5 Jahren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich aus dem Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (€ 0,5 Mio.; Vj.: € 0,5 Mio.), den kurzfristigen Rückstellungen (€ 31,5 Mio.; Vj.: € 26,2 Mio.), den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (€ 0,5 Mio.; Vj.: € 0,5 Mio.), den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (€ 54,2 Mio.; Vj.: € 38,8 Mio.), den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (€ 12,4 Mio.; Vj.: € 12,6 Mio.), den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (€ 0,6 Mio.; Vj.: € 18,6 Mio.), den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten (€ 11,4 Mio.; Vj.: € 14,4 Mio.), den passiven Rechnungsabgrenzungsposten (€ 10,5 Mio.; Vj.: € 11,2 Mio.) sowie den passiven latenten Steuern (€ 24,5 Mio.; Vj.: € 24,5 Mio.) zusammen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von € 5,3 Mio. (Vj.: € 5,6 Mio.) durch Grundschuldeintragung besichert. 3.3.3 Vermögenslage Das Anlagevermögen ist im Wesentlichen durch die im Abschnitt Investitionen und Abschreibungen genannten Veränderungen seit Beginn des Rumpfgeschäftsjahres beeinflusst. Es beträgt 76,5 % (Vj.: 73,6 %) der Bilanzsumme. Im Rumpfgeschäftsjahr erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf Musicalproduktionen in Höhe von € 1,6 Mio. (Vj.: € 0,7 Mio.), die in den Abschreibungen enthalten sind. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (€ 1,5 Mio.; Vj.: € 0,7 Mio.) ist im Wesentlichen durch offene Rechnungen für Werbekostenzuschüsse und für Forderungen aus Ticketverkäufen für die Show "The Band" in München begründet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen mit € 0,2 Mio. (Vj.: € 0,2 Mio.) gegen die Stage Entertainment B.V., Amsterdam. Weiterhin besteht eine Forderung gegen die Stage Entertainment Productions B.V., Amsterdam, mit € 0,0 Mio. (Vj.: € 0,3 Mio.). In den sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen Forderungen aus dem Kartenvorverkauf bei der Stage Entertainment Marketing & Sales GmbH (€ 10,9 Mio.; Vj.: € 4,0 Mio.), Ertragsteuerguthaben (€ 2,3 Mio.; Vj.: € 0,3 Mio.), debitorische Kreditoren (€ 1,3 Mio.; Vj.: € 1,3 Mio.), Umsatzsteuerrückzahlungsforderungen inklusive Zinsen für vorige Geschäftsjahre (€ 1,3 Mio.; Vj.: € 1,5 Mio.) sowie Erstattungsansprüche aus Quellensteuer (€ 0,6 Mio.; Vj.: € 0,5 Mio.) enthalten. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (€ 8,5 Mio; Vj.: € 6,5 Mio.) sind im Rumpfgeschäftsjahr 2019 aufgrund der höheren Abgrenzungen für Lizenzaufwendungen (insbesondere für die Show "Der König der Löwen") gestiegen. Die Entwicklung des Eigenkapitals wird im Eigenkapitalspiegel entsprechend dargestellt. Die gestiegenen sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen durch höhere Rückstellungen für Restrukturierung (€ 10,2 Mio.; Vj.: € 6,3 Mio.) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (€ 9,5 Mio.; Vj.: € 7,6 Mio.) begründet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um € 15,3 Mio. gestiegen, da der Kartenvorverkauf, insbesondere für die Shows in Hamburg ("Der König der Löwen", "TINA - Das Tina Turner Musical") und Stuttgart ("Aladdin", Tanz der Vampire"), erfolgreicher war als erwartet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Stage Entertainment B.V., Amsterdam, Niederlande, in Höhe von € 144,1 Mio. (Vj.: € 173,4 Mio.). Diese bestehen mit € 143,6 Mio. (Vj.: € 166,7 Mio.) aus dem im Zuge des Erwerbs der Stage Entertainment GmbH erhaltenen Darlehen, das mit 6 % p.a. verzinst wird. Ein Teilbetrag von € 27,0 Mio. wurde im Berichtsjahr getilgt. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen insgesamt € 11,4 Mio. ( Vj.: € 14,4 Mio.) und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Gutscheinverkäufen, Umsatzsteuer-Verbindlichkeiten und eine Verbindlichkeit aus der Anmietung von Kostümen. Die Eigenkapitalquote beträgt -3,8 % (Vj.: 1,1 %). 3.4 Leistungsindikatoren Wesentliche Indikatoren für die Geschäftsentwicklung der Stage Entertainment sind Erlöse aus Kartenverkäufen (€ 99,7 Mio. (Vj.: € 227,0 Mio.) und die Advance-Entwicklung (erhaltene Anzahlungen auf Kartenverkäufe für Aufführungen in der Zukunft). Erlöse aus Kartenverkäufen beeinflussen in der Regel direkt die Ergebnislage (insb. EBITDA mit € 7,1 Mio.; Vj.: € 23,7 Mio.) des Unternehmens, da es sich bei einem wesentlichen Teil der Kosten des Unternehmens um remanente Fix-kosten handelt und nur ein Teil (im Wesentlichen umsatzabhängige Lizenz-Zahlungen) mit der Steigerung dieser Erlöse ebenfalls steigt. Die Höhe der Advances, bezogen auf eine Show, kann ein deutlicher Indikator für die voraussichtliche weitere Laufzeit dieser Show sein. Über alle Shows ist die Höhe der Advances auch entscheidend für die Liquiditätslage des Unternehmens, da Kartenverkäufe für die Zukunft in der Regel zu einem Liquiditätszufluss deutlich vor der eigentlichen Aufführung führen. Zwischen der Höhe der Erlöse aus Kartenverkäufen für ein Geschäftsjahr kann auch eine Interdependenz zur Höhe der Advances zum Stichtag für zukünftige Shows bestehen; bspw. kann eine aktionsgetriebene Steuerung der Erlöse aus Kartenverkäufen in einem Geschäftsjahr niedrigere Advances zum Ende dieses Geschäftsjahres bedingen. Entscheidend ist also eine gesamtheitliche Steuerung und Wertung beider Indikatoren. Die Advances belaufen sich zum Stichtag auf € 54,2 Mio. (Vj.: € 38,8 Mio.). 3.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Gesellschaft blickt im Kerngeschäft der Produktion auf ein sehr erfolgreiches Rumpfgeschäftsjahr zurück. Der Hamburger Standort konnte die Anzahl der verkauften Tickets aufgrund einer auch im 18. Aufführungsjahr weiterhin sehr erfolgreichen Produktion von "Der König der Löwen", des durchgehenden Bespielens von "TINA - Das Tina Turner Musical" im Operettenhaus und der neuen Show "Pretty Woman" im Theater an der Elbe weiter steigern. Gleiches gilt für den Berliner Standort, der insbesondere vom Erfolg der Shows "Blue Man Group" im Bluemax und "Mamma Mia" im Theater des Westens profitierte. Am Stuttgarter Standort und im Ruhrgebiet ist es dagegen nicht gelungen, das Niveau der verkauften Tickets des Vorjahres zu halten. In Stuttgart liegt dies insbesondere an der hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Umsatzsituation bei "Ghost" im Palladium Theater, die auch nicht durch die erfolgreiche Show "Aladdin" im Apollo Theater kompensiert werden konnte. Im Ruhrgebiet konnte die im Oktober 2019 angelaufene Show "Tanz der Vampire" im Metronom Theater nicht die Ticketverkäufe des Vorjahres (Shows "Tarzan" und "Bat Out of Hell") erreichen. Die Aufwandspositionen sind wesentlich durch die Aufwendungen für bezogene Leistungen, Abschreibungen auf das Anlagevermögen sowie Marketingaufwendungen inklusive Agenturhonorare, die nicht den Produktionskosten eines Musicals zuzuordnen sind, geprägt. Die im Rumpfgeschäftsjahr 2019 aufgrund gestiegener Ticketverkäufe erzielten Umsatzerlöse von € 124,0 Mio. und sonstigen betrieblichen Erträge von € 2,3 Mio. reichten nicht aus, um die Summe aus Materialaufwand (€ 33,2 Mio.), Personalaufwand (€ 43,3 Mio.), Abschreibungen (€ 17,1 Mio.), sonstigen betrieblichen Aufwendungen (€ 42,9 Mio.) und Zinsergebnis (€ -3,9 Mio.) zu kompensieren, was zu einem Ergebnis vor Steuern von € -14,0 Mio. führte. 4 Chancen- und Risikobericht und Prognose 4.1 Chancen und Risiken Nach den handelsrechtlichen Vorschriften sind wir verpflichtet, auf Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung einzugehen. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse können aber von den im vorliegenden Lagebericht enthaltenen, in die Zukunft gerichteten Annahmen und Schätzungen abweichen. Die Risiken, denen die Stage Entertainment-Gruppe ausgesetzt ist, aber auch die möglichen Chancen, werden vom Management regelmäßig identifiziert, analysiert und bei Bedarf durch geeignete Maßnahmen verringert oder ausgenutzt. Wesentliches Instrument zur Chancen- und Risikoidentifikation sind neben den existierenden Controlling- und Berichterstattungssystemen die regelmäßig stattfindenden Managementtreffen und der Austausch des Managements mit den nachgelagerten Führungsebenen. Konjunkturelle Risiken Für die folgenden Geschäftsjahre ist trotz der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt und des soliden Wirtschaftswachstums eine gesteigerte Unsicherheit der Konsumenten bzgl. Sparanstrengungen bzw. Abgaben- und Steuererhöhungen im Hinblick auf die Entwicklung ihrer individuellen Lage nicht auszuschließen. Wir wissen aber aus den zurückliegenden Geschäftsjahren, dass es keine zwingende Korrelation zwischen Konsumneigung und Nachfrage im Live-Entertainment-Markt gibt, weshalb es sich um ein mittleres Risiko handelt. Stand Mai 2021 bleibt abzuwarten, inwieweit sich der Konjunktureinbruch als Folge der Corona-Pandemie auf die Konsumneigung und die Nachfrage im Live-Entertainment auswirken wird. Neben der allgemeinen Konjunktur wird sehr viel schwerer ins Gewicht fallen, in welcher Form und ab wann überhaupt wir unsere Shows wieder anbieten werden dürfen und können. Eine spannende Herausforderung bleibt, das Publikum wie vor der Krise für das Live-Entertainment zu begeistern. Aufgrund von Corona-Beschränkungen wurden alle Theater der deutschen Stage-Gruppe im März 2020 geschlossen und sind bis heute geschlossen. Wesentliche Voraussetzung für eine Wiedereröffnung der Musiktheater bei voller Auslastung ist, dass die derzeit geltenden Corona-Beschränkungen gelockert werden, damit ein wirtschaftlich sinnvoller Betrieb der Musicaltheater möglich ist. Letztere variieren zwischen den Bundesländern, in denen die Theater von Stage betrieben werden. Gegenwärtig gelten die oben erwähnten Corona-Beschränkungen. Wir können nicht vorhersehen, wann signifikante Erleichterungen durch die Regierungen auf staatlicher/lokaler Ebene und/oder die Bundesregierung erfolgen werden. Momentan handelt es sich um ein hohes Risiko, das durch die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gemindert werden kann, so dass wieder ein normaler Spielbetrieb erfolgen kann. Eine wesentliche Maßnahme ist die konsequente Weiterführung der Impfstrategie, gekoppelt an die zur Verfügung stehenden Impfdosen. Nachfragerisiko Von großer Bedeutung für die Finanz- und Ertragslage der Stage Entertainment-Gruppe ist die Auslastung der von ihren Tochtergesellschaften produzierten Theaterstücke. Die Auslastung der Stücke kann einerseits durch Maßnahmen des Marketings und eine gezielte Ausschöpfung verschiedener Vertriebskanäle beeinflusst werden. Andererseits kann die Auslastung im Musicalgeschäft aufgrund einer Vielzahl von Faktoren (insbesondere, aber nicht abschließend: Veränderungen im Verbraucherverhalten, Veränderungen der wirtschaftlichen Lage, Veränderungen im Konkurrenzumfeld, Naturkatastrophen, Terroranschläge, Pandemien, Veränderungen politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen und Sport-Großereignisse) großen Schwankungen in der Publikumsnachfrage unterliegen. Es handelt sich um ein mittleres Risiko. Starke Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage können steigende oder sinkende Besucherzahlen haben, denn gemäß der Kostenstruktur der Musicaltheater wirken sich Umsatzveränderungen unmittelbar und sowohl liquiditäts- als auch ergebniswirksam aus. Dies liegt daran, dass die Kosten der Veranstaltungen (Produktionskosten/Schauspieler/Musiker/Miete für die Theater) im Wesentlichen remanente Fixkosten darstellen, die im hohen Maße unverändert anfallen, wenn die Zuschauerzahlen und damit die Erlöse sinken. Das durch eine verminderte Auslastung der Theater entstehende Risiko eines Umsatzrückgangs kann deutliche Liquiditätseffekte und einen Ergebnisrückgang zur Folge haben, da Kostensenkungsmaßnahmen in der Regel nur verzögert greifen. Auf der anderen Seite führen steigende Besucherzahlen zu erhöhten Umsätzen, die aufgrund dieser Kostenstruktur zu erhöhten Deckungsbeiträgen führen. Aufgrund von Corona sind Stand Mai 2021 alle Theater vorübergehend geschlossen, und es finden keine Aufführungen statt. Um die daraus resultierenden Liquiditätsrisiken zu mindern, bieten wir unseren Kunden für die ausgesetzten Aufführungen die Möglichkeit, auf spätere Termine umzubuchen. Vertriebsrisiko Die Stage Entertainment-Gruppe ist für den erfolgreichen Verkauf der Karten ihrer Veranstaltungen auf reibungslos funktionierende Ticketingsysteme und Ticketingsystemanbieter mit einer großen Marktabdeckung angewiesen und arbeitet daher mit der CTS Eventim AG, dem Ticketinganbieter mit der größtmöglichen Distribution in Deutschland, zusammen. Die Zusammenarbeit mit dem führenden Ticketingdienstleister Deutschlands bietet der Stage Entertainment-Gruppe auf der einen Seite große Chancen, auf der anderen Seite besteht das Risiko einer negativen Auswirkung auf Kartenverkäufe bei Problemen im Ticke- tingsystem oder nicht erwartungsgemäß funktionierender Distributionsstruktur des Ticketingdienstleisters, das wir aber als gering einschätzen. Vermarktungs-, Entwicklungs- und Investitionsrisiko Des Weiteren ist die Entwicklung und Vermarktung neuer Musicals für den zukünftigen Erfolg der Gruppe von entscheidender Bedeutung. Häufig haben Musicals einen Lebenszyklus, der durch hohes Publikumsinteresse zu Beginn der Markteinführung gekennzeichnet ist, welches aber mit zunehmender Laufzeit des Musicals abnehmen kann. Es ist deshalb erforderlich, fortlaufend neue, bis zur Erreichung der Aufführungsreife wichtige Investitionen verursachende Produktionen zu beginnen und sich damit neue Chancen im Markt zu erschließen. Eine optimale Showauswahl bzw. -entwicklung ist entscheidend für die Ergebnislage der Gruppe. Durch die konsequente Umsetzung einer portfolio-optimierten Showauswahlstrategie werden die von Stage als niedrig eingeschätzten Risiken aus einzelnen, nicht optimalen Showauswahlentscheidungen für die Ergebnislage der Gruppe abgemildert. Hinzu kommt, dass einzelne lang laufende Produktionen von Lebenszykluseffekten unbeeinflusst sind (bspw. "Der König der Löwen" und "Blue Man Group"). Die Geschäftsleitung ist bestrebt, die hieraus resultierenden Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft durch umsichtige Planungen und Analysen sowie sorgfältige Auswahl der Musicals, der Künstler und sonstigen Kreativen und unsere Erfahrungen bei der Konzeption von geeigneten Marketingmaßnahmen auf ein vertretbares unternehmerisches Risiko zu begrenzen bzw. die sich bietenden Chancen zu nutzen. Lizenzierungsrisiko Die Stage Entertainment-Gruppe ist für die Aufführung der Musicals darauf angewiesen, sich das Recht zur Aufführung durch Lizenzverträge von Lizenzgebern zu verschaffen (Leistungsschutzrecht, Autorenrechte, Urheberrechte, Darstellerrechte, Markenrechte). Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass sie durch die zentrale Akquisition von Auswertungsrechten durch zum niederländischen Stage Entertainment-Konzern gehörige verbundene Unternehmen auch zukünftig in der Lage sein wird, Lizenzrechte für erfolgreiche Musicals zu marktgerechten Lizenzgebühren erwerben zu können und die Chance zu wahren, optimalen Zugang zu weltweit vermarkteten und erfolgreichen Musicalproduktionen zu erhalten. Seit einigen Jahren wird ein verstärkter Fokus auf die Eigenentwicklung von Shows (bspw. "TINA - Das Tina Turner Musical", "Ich war noch niemals in New York", "Rocky" und "Das Wunder von Bern") gelegt, um das Lizenzierungsrisiko zu begrenzen und weitere wirtschaftliche Chancen zu erschließen. Finanzierungsrisiko Der Geschäftsbetrieb der Stage Entertainment-Gruppe, insbesondere die Produktion neuer Shows sowie das geplante weitere Wachstum, könnte auch in Zukunft eine Vorfinanzierung durch die Stage Entertainment B.V. erforderlich machen. Zur Finanzierung der weltweiten Musicalaktivitäten hat die Stage Entertainment B.V. Darlehensverträge mit Banken abgeschlossen, denen die Stage Entertainment GmbH sowie einige ihrer Beteiligungsgesellschaften beigetreten sind. Ungeachtet dessen legt die Geschäftsleitung der Stage Entertainment-Gruppe durch detaillierte Liquiditätsplanung und -Steuerung sowohl der Zuflüsse aus Vorverkäufen als auch der liquiditätswirksamen Aufwendungen besonderen Wert darauf, auch weiterhin die Finanzierung im Wesentlichen aus dem operativen Cash-Flow sicherzustellen. Grundsätzlich haben sich die beschriebene Finanzierungsstrategie und die dahinter stehende Philosophie nicht geändert. Aufgrund der Länge der behördlichen Maßnahmen als Folge der Corona-Pandemie und damit der Untersagung von Live-Entertainment wird man auf deutscher Ebene die Unterstützung der Muttergesellschaft (Stage Entertainment B.V., Amsterdam, Niederlande) benötigen. Diese soll die mittelfristige Finanzierung unterstützen, um die Dauer bis zur Rückkehr zur gewohnten Ertragslage und Liquiditätslage zu überbrücken. Es wurde eine Rangrücktrittserklärung mit der Gesellschafterin, der Stage Entertainment B.V., Amsterdam, für alle gegenwärtigen Verbindlichkeiten geschlossen. Weiterhin hat sich die Muttergesellschaft zur Bereitstellung der erforderlichen Liquidität mittels einer Patronatserklärung verpflichtet. Mit Erwerb der Anteile an der Stage Entertainment GmbH wurde im Vertrag vom 29. Juli 2016 vereinbart, dass ein Teilbetrag des Kaufpreises in Höhe von € 140,0 Mio. der Gesellschaft als Darlehen gewährt wird. Das endfällige Darlehen hat eine Laufzeit von 10 Jahren und wird mit 6 % p.a. verzinst. 4.2 Unternehmensfortführung Der Konzernabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung erstellt. Der Konzern ist von COVID-19 betroffen. Ab Mitte März 2020 haben Regierungsbehörden in ganz Kontinentaleuropa Beschränkungen erlassen, um die Auswirkungen von COVID-19 (Coronavirus) zu begrenzen. Im Allgemeinen haben die restriktiven Maßnahmen dazu geführt, dass die Theater seit Mitte März 2020 für Vorstellungen geschlossen sind. Um die negativen Auswirkungen auf das Geschäft abzumildern, hat die Geschäftsführung unmittelbar nach Beginn der verpflichtenden Schließung eine breite Palette von Maßnahmen in allen Bereichen des Unternehmens ergriffen, um Kosten zu senken und Barmittel zu sichern. Die Liquiditätsausstattung erfolgt aktuell im Rahmen des konzernweiten Cash Managements. Die Muttergesellschaft (Stage Entertainment B.V., Amsterdam, Niederlande) hat sich am 22. April 2021 zur weiteren Bereitstellung der erforderlichen Liquidität mittels einer Patronatserklärung verpflichtet. Die Patronatserklärung wurde bis zum 31. Juli 2022 erteilt und ist betraglich begrenzt. Außerdem verweisen wir auf die Ausführung zur Patronatserklärung auf den Unterabschnitt "4.3 Prognose". Zudem wurde eine Rangrücktrittserklärung mit der Gesellschafterin, der Stage Entertainment B.V., Amsterdam, geschlossen. Die Stage Entertainment B.V., Amsterdam, ist Ihrerseits von der finanziellen Unterstützung der Advance Publication Inc., New York, abhängig. Diese hat eine zeitlich und betraglich befristete Patronatserklärung gegenüber der Stage Entertainment B.V. erteilt. Mit Beginn des Jahres 2021 haben weltweit die Impfprozesse begonnen. Lokale Regierungen in Europa und den USA haben angedeutet, dass bis zum Ende des Sommers 2021 die Massenimpfungen voraussichtlich soweit fortgeschritten sein werden, dass die wichtigsten Einschränkungen aufgehoben werden können. Angesichts der hohen Unsicherheit bzgl. der weiteren Entwicklung der Corona- Pandemie könnten die auferlegten Beschränkungen jedoch über die kommunizierten Zeitvorgaben der Regierungen und über die verschiedenen Szenarien hinausgehen, die die Geschäftsführung derzeit in Betracht gezogen hat. Infolgedessen besteht eine wesentliche Unsicherheit, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Stage-Unternehmens-Gruppe zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Diese Ungewissheit bezieht sich hauptsächlich auf die Länge der Schließungsperiode und den Zeitraum der Wiederherstellung der normalen Geschäftsentwicklung. Bedingt durch die Schließung der Theater ist die Stage-Unternehmens-Gruppe für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf die finanzielle Unterstützung der Muttergesellschaft und Kurzarbeitergeld angewiesen. Sobald die Theater wieder ohne wesentliche Kapazitätsbeschränkungen öffnen können, wird der Besuch von kulturellen Veranstaltungen wieder eine beliebte Freizeitaktivität sein. Die daraus resultierende verbesserte Ertragslage führt dazu, dass bis dahin aufgelaufene Verpflichtungen aus vereinbarten Stundungen ab diesem Zeitpunkt getilgt werden können. Basierend auf den derzeitigen Informationen und Kenntnissen des Managements, den vorhandenen Liquiditätssalden, den Auswirkungen der fortgesetzten Maßnahmen zur Risikominderung und den zusätzlich Finanzierungsquellen, einschließlich der zugesagten finanziellen Unterstützung der Muttergesellschaft, hat die Geschäftsführung die begründete Erwartung, dass der Konzern über ausreichende Ressourcen verfügen können wird, um seine Geschäftstätigkeit in 2022 und Folgejahren fortzusetzen zu können. 4.3 Prognose Im Winter/Frühjahr 2020 sollten mit "Ghost" im Palladium Theater, "Tanz der Vampire" im Metronom Theater und "Mamma Mia" im Theater des Westens drei Produktionen geschlossen bzw. auf andere Standorte verlagert werden. Als Folgeshows sollten im neuen Geschäftsjahr "Tanz der Vampire" im Palladium Theater und "Ich war noch niemals in New York" im Theater des Westens aufgeführt werden; im Metronom Theater werden keine weiteren Shows mehr gespielt. Ab Mitte März 2020 haben die Regierungsbehörden in ganz Kontinentaleuropa Beschränkungen eingeführt, um die Ausbreitung von COVID-19 (Coronavirus) zu begrenzen und einzugrenzen. Diese Maßnahmen haben Auswirkungen auf den Theaterbetrieb der deutschen Stage Entertainment-Gruppe, da alle Theater für die Öffentlichkeit seit Mitte März 2020 geschlossen sind. Die Schließung unserer Theater wird vorübergehend sein, aber da dieses eine beispiellose Situation ist, ist es möglich, dass die auferlegten Beschränkungen weiter ausgedehnt werden. Wir sind in ständigem Kontakt mit den lokalen Behörden der einzelnen Bundesländer, in denen wir Theater bespielen, um die Situation jederzeit neu bewerten und sich den aktuellen Entwicklungen anpassen zu können. Um die negativen Auswirkungen auf unser Geschäft zu mildern, haben wir Maßnahmen zur Senkung der Betriebsausgaben umgesetzt, zum Beispiel bei den Personalkosten durch die Einführung von Kurzarbeit in allen Bereichen, die Senkung der Theaterausgaben (z.B. Mieten, Reisekosten) und eine Reduzierung der Marketingausgaben für die Dauer der Aussetzung. Um die Liquidität zu erhalten, führen wir Optimierungen zum Working Capital durch und verschieben bzw. verzichten auf bestimmte Investitionen. Für ausgesetzte Aufführungen bieten wir unseren Kunden problemlose und attraktive Möglichkeiten, auf spätere Termine umzubuchen. Die kurzfristigen Prioritäten für das Unternehmen konzentrieren sich auf das Wohlergehen unserer Mitarbeiter, das Liquiditätsmanagement und die bestmögliche Unterstützung unserer Kunden während dieser Zeit der Aussetzung. Gleichzeitig bereiten wir uns darauf vor, dass wir in der Lage sein werden, unsere Theaterproduktionen neu zu starten, um unser Publikum wieder zu begeistern und unvergessliche Theatermomente zu bereiten. In 2020 konnten aufgrund der Schließung der Theater ab Mitte März nur geringe Umsatzerlöse erzielt werden, so dass diese deutlich unter Vorjahresniveau liegen. Trotz massiver Einsparung von Kosten ergibt sich ein negatives EBITDA im zweistelligen Millionenbereich. Die Advances entsprechen nahezu denen des Vorjahres. Auch wenn wir nicht wissen, wann genau wir unsere Theater wieder für das Publikum öffnen können - wir werden darauf vorbereitet sein. Wenn wir wieder öffnen dürfen, werden wir dies mit einem starken und überzeugenden Programm mit einigen der bekanntesten Produktionen und Marken der Musicalbranche (z.B. "Der König der Löwen", "Die Eiskönigin - Das Musical", "Wicked", "Hamilton") tun. Die aktuelle Unternehmensplanung (im Folgenden "Management Case I") geht von der Öffnung der Theater ab Sommer 2021 aus (ab August mit Kapazitätsbeschränkungen und ab Oktober ohne Kapazitätsbeschränkungen). Die Planung wurde weiterhin einer Sensitivitätsanalyse unterzogen, um mögliche negative Entwicklungen in einem weiteren Szenario (im Folgenden "Management Case II") darzustellen. Der hier so genannte Management Case II geht davon aus, dass die Theateröffnungen erst in der Spielzeit 2021/2022 erfolgen, wobei die Kundennachfrage sich allmählich erholt und erst im Sommer 2022 das Vor-Corona Niveau erreicht. Die benötigte Liquidität im Management Case I sowie im Management Case II (€ 86 Mio.) erreicht jeweils im Oktober 2022 den höchsten Stand. Diese Analyse führt zu dem Ergebnis, dass auch für den sensitivierten Case die zugesagte finanzielle Unterstützung durch die Patronatserklärung ausreichend wäre. Nach der gegenwärtigen Planung wird auch nach dem 31. Juli 2022 die fortgesetzte finanzielle Unterstützung der Muttergesellschaft benötigt, für die noch keine rechtlichen Zusagen bestehen. Aufgrund der zweiten Patronatserklärung, die während der Corona-Krise erteilt wurde, der bereits abgerufenen Liquidität sowie des starken Engagements der Muttergesellschaft haben wir keinen Zweifel daran, dass die Patronatserklärung für den benötigten Zeitraum verlängert wird. Weitere finanzielle Sicherung wurde durch die Bewilligung der beantragten sog. "November- und Dezemberhilfe" erlangt. Ebenso ist beabsichtigt, nach dem Aufstellungszeitpunkt des Abschlusses einen Antrag auf die sog. "Überbrückungshilfe III" zu stellen. Bei den jeweiligen Anträgen wurden bzw. werden wir durch sachkundige Dritte unterstützt. Das Potential der beiden Hilfen erstreckt sich auf einen Betrag im zweistelligen Millionenbereich. Wir haben derzeit keine ernsthaften Zweifel, dass die jeweiligen Hilfen der Gesellschaft verwehrt bleiben. In der aktuellen Unternehmensplanung wird für das Geschäftsjahr 2021 mit Umsatzerlösen gerechnet, die über denen vom Geschäftsjahr 2020 liegen. Dabei sind mögliche Szenarien, wann die Theater mit nur geringen / ohne Kapazitätsbeschränkungen bzw. ohne Mindestabstand wieder geöffnet werden können, berücksichtigt. Auf der Aufwandsseite sind Kosteneinsparungen im Personalbereich durch Kurzarbeit und Reorganisation und im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen die Verringerung der Marketingausgaben sowie bereits vereinbarte mögliche Stundungen und Reduzierungen von Theatermieten mit in die Planungen einbezogen worden. Derzeit nicht notwendige Investitionen, insbesondere im Musicalbereich, wurden verschoben. In Folge dessen wird mit einem, im Vergleich zu 2020, stark niedrigeren negativen EBITDA und moderat höheren Advances gerechnet. Sobald die Theater geöffnet werden können, ist unseres Erachtens nach die Krise überwunden. Für 2022 wird, unter Berücksichtigung der bereits genannten Öffnungsszenarien, mit einer Normalisierung der Lage und mit Umsatzerlösen auf Niveau der Zeit vor COVID-19 sowie unter Berücksichtigung der Fortführung der in 2020 begonnenen Kosteneinsparungsmaßnahmen mit einem wieder stark positiven EBITDA, aber stark gesunkenen Advances gerechnet. Weiterhin hat die Geschäftsführung zur Vorsorge weitere Szenarien, abweichend von der aktuellen Unternehmensplanung, berechnet, um auf weitere evtl. Entwicklungen vorbereitet zu sein. Zum derzeitigen Zeitpunkt wird aber von der aktuellen Unternehmensplanung ausgegangen. Zusammenfassend deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Vorliegen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die Zweifel an der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und ein bestandsgefährdendes Risiko darstellen.
Hamburg, 9. Juni 2021 Ursula Neuß Ulf Wilko Dewald |
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Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Einzelhandel mit Spielwaren
Großhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Einzelhandel mit Spielwaren
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen
Einzelhandel mit Spielwaren
Zahnarztpraxen
Zahnarztpraxen
Zahnarztpraxen
Zahnarztpraxen
Zahnarztpraxen
Zahnarztpraxen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Zahntechnische Laboratorien
Verlegen von Zeitungen
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Zahnarztpraxen
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Herstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Großhandel mit Textilien
Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Großhandel mit Textilien
Großhandel mit Textilien
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Grundstoffen, lebenden Tieren, textilen Rohstoffen und Halbwaren
Großhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und Leuchten
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen