PTS Testing Group GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Dr. Schwelberger seit 21.11.2023 | Prokura |
Johannes Schwelberger seit 4.11.2022 | Prokura |
Benjamin Ruof seit 1.7.2015 | Prokura |
Stefan Treutler seit 27.7.2012 | Prokura |
Walter Dr. Schwelberger seit 25.9.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PTS-Prüftechnik GmbHWaldstettenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022LageberichtBranche und Gesamtwirtschaft Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2022 vom Corona-bedingten Einbruch der Vorjahre leicht erholt, wenngleich weniger deutlich als ursprünglich erwartet. In der Bundesrepublik Deutschland wurde im Jahr 2022, trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, ein Wirtschaftswachstum erzielt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich gemäß den Statistiken der Bundesregierung nach einer ersten Berechnung des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um rd. 1,9 % erhöht. Das Wachstum fiel dabei deutlich geringer aus als ursprünglich erwartet. Neben den wirtschaftlichen Unruhen verstärkten auch die politischen Unruhen, die z.B. durch den Brexit und die Konflikte in Osteuropa verursacht wurden, die Unsicherheit der Konsumenten und Hersteller gleichermaßen. Die Lieferengpässe bremsen die industrielle Wertschöpfung. Die Zahl der Erwerbstätigen lag mit 45,6 Mio. im Jahresdurchschnitt rund 0,3 Mio. über dem bisherigen Höchststand des Jahres 2019. Von der Bundesregierung werden steuerliche und wirtschaftspolitische Anreize gesetzt, um das Thema E-Mobilität weiter voranzutreiben. Es ist davon auszugehen, dass die Bedeutung der E-Mobilität zukünftig zunehmen wird. Ebenso fokusieren die Automobilhersteller ihre Entwicklungsprozesse auf die Optimierung der Verbrennermotoren, auf Downsizing der Motoren, auf die Entwicklung alternativer Kraftstoffe sowie auf die Weiterentwicklung der Hybrid-Technologie. Für den deutschen Fahrzeugmarkt war 2022, nach Mitteilungen der Berufsverbände, erneut ein schwieriges Jahr. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Inflation und der Unsicherheit in Bezug auf die richtige Antriebstechnologie haben viele Verbraucher die Kaufentscheidung auf die Zukunft verschoben. Die Zurückhaltung der Kunden führte vor allem bei den Kleinwagen, Kompaktklassewagen und Minis zu deutlichen Rückgängen der Zulassungszahlen. Zudem hemmen die bei deutschen Herstellern deutlich angestiegenen Kaufpreise für Fahrzeuge aller Kategorien die Kaufbereitschaft. Der erhoffte Nachholeffekt aufgrund nicht durchgeführter Investitionen in den Vorjarhen lieb aus. Die Neuzulassungen für Fahrzeuge sind insgesamt um 0,6% rückläufig, wobei sich bei den Neuzulassungen für Personenkraftwagen ein geringer Ansteig von rd. 1,1% gegenüber dem Vorjahr abzeichnete. Die Zahl der Neuzulassungen betrug 2,65 Mio. Fahrzeuge. Während die herkömmlich angetriebenen Fahrzeuge bei den Zulassungszahlen deutliche Rückgänge verzeichneten, konnten sowohl Hybridfahrzeuge als auch rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuge ein deutliches Wachstum verzeichnen. Der Marktanteil von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben konnte auf rd. 50% aller Neuzulassungen gesteigert werden. Die Zulassungszahlen stiegen bei Hybridfahrzeugen um 11,3 und bei reinen elektrisch angetriebenen Fahrzeugen um 32,2%. Richtungsweisend ist der Trend weniger Kohlenstoffdioxid zu emmitieren. Der durchschnittliche Ausstoß (g/km) hat sich um rd. 7,7% auf 109,6 g/km verringert. Geschäftsentwicklung Unsere wichtigsten Kunden konnten im Jahr 2022 einen positiveren Geschäftsverlauf verzeichnen wie in den Vorjahren. Die Firma PTS-Prüftechnik GmbH hat als Systempartner für die Premiumhersteller in der Automobilindustrie erneut ein solides Wirtschaftsjahr erlebt. Die die Eröffnung des neuen Standorts in Remshalden und den Ausbau bestehender Standorte hat sich die Kostenstruktur deutlich belastet. In den wichtigsten Geschäftsbereichen konnten wir den Rohertrag daher nicht steigern. Ebenfalls waren die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Das Ergebnis lag, aufgrund des Anstiegs der Kosten bei gleichzeitigem Rückgang der Umsatzerlöse, deutlich unter dem des Vorjahres. Geschäftsfelder und Investitionen Mit rund 250 Mitarbeitern, dem Hauptsitz in Waldstetten und Geschäftseinrichtungen in Remshalden und Kreut bei Ingolstadt sowie Wolfsburg, sind wir national in den Bereichen E-Mobilität, Fahrzeugentwicklung, Erprobung und Simulation, Engineering und Consulting tätig. Dabei beschränkt sich unsere Tätigkeit nicht auf die konventionellen Antriebstechniken. Unser Leistungsspektrum wird ständig weiterentwickelt und an den neuesten Stand der Technik angepasst. Bei der Entwicklung und der Erprobung von Fahrerassistenzsystemen, von Brennstoffzellen und E-Antrieben, aber auch beim Thermomanagement sowohl für konventionelle Fahrzeuge, als auch für Elektro- und Hybridfahrzeuge bieten wir kompetente Lösungen an. Als mittelständischer Partner der Automobilbranche sind uns die täglichen Herausforderungen der Entwicklungsbereiche von Herstellern und Zulieferern umfassend vertraut. Unser Know-how in der Erprobung von Systemen oder Einzelkomponenten auf Prüfständen findet sich in unseren Produkten wieder und geht auf die Problemstellungen der Entwicklungsbereiche unserer Kunden direkt ein. Deshalb haben wir Lösungen in der Prüfstandstechnik entwickelt, die ein erstklassiges Arbeitsumfeld ermöglichen. Im Geschäftsbereich der E-Mobilität liegt der Fokus auf der Entwicklung und Erprobung zukunftsorientierter Antriebe. Die Entwicklung und Auslegung von Hybridantrieben und vollelektrifizierten Antrieben sowie Lade- und Speichersystemen benötigt angepasste Prüf- und Messverfahren unter reproduzierbaren Bedingungen. Bei PTS-Prüftechnik wird die Mobilität von morgen bereits heute durchdacht und verifiziert. Lebensdauer- und Zuverlässigkeitsprüfungen, Umweltsimulationen und Charakterisierungs- und Performanceprüfungen sind unsere Bausteine für ihren Erfolg. Durch umfassendes Testing übertragen wir neue Speicher- und Antriebskonzepte von der Auslegung und Simulation in die Realität und erfüllen dabei typische Prüfstandards und Anforderungen. Im Geschäftsfeld der Engineeringdienstleistungen sind wir es gewohnt, mit unseren Kunden eng zusammenzuarbeiten und für sie sinnvolle Lösungen und neue Ideen zu finden. Von den ersten Phasen der Fahrzeugentwicklung bis hin zur kundennahen Erprobung ist die PTS-Prüftechnik als Partner für die Entwicklung von Fahrzeugantrieben mit Spezialisten bei seinen Kunden vor Ort. Ob Konstruktion, Simulation, Berechnung, Consulting zu Powertrain oder Projektleitungsunterstützung für die Errichtung von Prüfständen - unsere Mitarbeiter unterstützen mit ihrer Erfahrung bei der erfolgreichen Realisierung von Projekten jeder Größe. Im Geschäftsbereich der Fahrzeugerprobung sehen wir uns mit der Herausforderung konfrontiert, dass die Anzahl von Systemen und technischen Innovationen, die in Fahrzeugen verbaut werden, stetig steigen. Dies erfordert auch die entsprechenden spezifischen Erprobungen. Dadurch entsteht neben der täglichen Erprobung ein neuer Schwerpunkt mit immer stärkerer Gewichtung wie zum Beispiel die zukunftsorientierte Versuchsplanung. Die Mobilität der Zukunft stellt auch die Fahrzeugerprobung vor die Herausforderung sich weiterzuentwickeln. Wir unterstützen unsere Kunden in den laufenden Erprobungen. Hierzu zählen nicht nur Ladestrategien von elektrifizierten Antrieben, die speziell auf den Endkunden und das entsprechende Fahrzeugsegment abgestimmt werden, sondern auch digitale on-board Fehlerassistenzsysteme, die unter der Anwendung von künstlicher Intelligenz (KI), automatisierte Auswertungen erstellen. Die moderne Motoren-, Antriebsstrang- und Fahrzeugentwicklung erfordert umfassende Prüf- und Messverfahren, deren Daten zuverlässig sind und zu reproduzierbaren Ergebnissen führen. Zur Erprobung aller Arten von Antriebskonzepten setzen wir vollautomatisierte, für jede Anforderung individuell konfigurierte Prüfstände ein. Bei sämtlichen Prüfaufgaben erfolgt der Antrieb, je nach Lastenheft, elektrisch oder mit Verbrennungsmotor. Wir führen auf unserem Prüffeld unter anderem Funktionserprobung, Benchmarkuntersuchungen, Missbrauchstests, Erprobungen auf Dauerhaltbarkeit und auf alle relevanten Größen wie z.B. Torsion, Drehmomente, Drehzahl uvm. nach ISO 17025 durch. Unsere Kunden setzen auf unsere jahrelange Expertise im Bereich Powertrain, Entwicklung und Erprobung. Dabei entsprechen alle Standorte den Vorgaben der TISAX Anforderungen. Das Investitionsvolumen in Sachanlagen betrug im Berichtsjahr insgesamt rd. 6,2 Mio. €. Investiert wurde vorwiegend in Prüfstände und technische Anlagen im Bereich der Batterieentwicklung. Beschaffung und Qualitätssicherung Die wichtigsten Lieferanten gehören seit Jahren zum Zulieferstamm. Auf Grund bestehender guter Lieferbeziehungen und der rechtzeitigen Disposition der benötigten Anlagen war die termingerechte Versorgung zu günstigen Preisen gewährleistet und es gab keine Lieferengpässe. Mit der Auditierung wurde unser Qualitätsmanagementsystem nach gültigen ISO 9001:2015 erfolgreich rezertifiziert. Dieser internationale Standard stellt sicher, dass Prozesse, Strukturen und Abläufe sowohl einer ständigen Kontrolle als auch kontinuierlichen Verbesserungsprozessen (KVP) unterliegen. Darüberhinaus wurde dass Umweltmanagementsystem der PTS Prüftechnik nach ISO 14001 sowie die Anforderungen des Standards ISO 17025 erfolgreich zertifiziert. Personal- und Sozialbereich Im Berichtsjahr wurde auch der Personalbestand weiter aufgebaut. Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 250 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr: 220 Arbeitnehmer). Die PTS-Prüftechnik zahlt den Mitarbeitern eine leistungsgerechte Vergütung. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen gehören zum Standard. Neben zahlreichen freiwilligen Sozialleistungen wird den Mitarbeitern auch die betriebliche Altersvorsorge angeboten. Es erfolgen regelmäßige sachbezogene Schulungen. Die Teilnahme an Seminaren und Vorträgen ist selbstverständlich. Wir haben Lösungen in der Prüfstandstechnik entwickelt, die ein erstklassiges Arbeitsumfeld ermöglichen und ein Höchstmaß an Flexibilität sowie sichere Arbeitsplätze für die Mitarbeiter bieten. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die Gesamtleistung der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr um 7,5% auf 38,7 Mio. EUR rückläufig. Die Umsatzerlöse konnten in den wichtigsten Geschäftsfeldern nicht das Niveau des Vorjahres erreichen. Die Aufwendungen haben sich insgesamt im Verhältnis zu dem Rohertrag überproportional erhöht. Insgesamt ist ein gutes Jahresergebnis erzielt worden. Wir haben vor allem in den Ausbau unserer Prüfstände sowie in den Ausbau unserer hochspezialisierten Fachkräfte investiert. Dadurch konnten wir die Kapazität weiter ausgebauen. Ein Großteil der Investitionen sowie die neu eingestelten Mitarbeiter werden am neuen Standort in Remshalden eingesetzt. Deshalb haben die Personalkosten und die Raumkosten den größten Zuwachs bei den Kosten erfahren. Der Betrieb war im Geschäftsjahr voll ausgelastet. Durch die hohe Produktivität konnte in Anbetracht der Kostensteigerungen eine zufriedenstellende Rendite erzielt werden. Finanzlage Durch die positive Geschäftsentwicklung haben sich die liquiden Mittel gegenüber dem Vorjahr, trotz der Investitionen in neue Prüfstände und Messtechnik erhöht. Die Investitionen wurden zu großen Teilen aus eigenen Mitteln finanziert. Wir haben keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sind vollständig durch Eigenkapital und durch Gesellschafterdarlehen finanziert. Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr gut. Die finanziellen Verpflichtungen konnten zu jedem Zeitpunkt erfüllt werden. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich, bedingt durch den stetigen Ausbau unserer Geschäftstätigkeit, gegenüber dem Vorjahr von 38,9 Mio. Euro auf 44,8 Mio. Euro erhöht. Das Sachanlagevermögen ist um 2,2 Mio. Euro auf 11,7 Mio. Euro gesunken und hat jetzt einen Anteil an der Bilanzsumme von rd. 26 %. Die Forderungen haben mit 5,6 Mio. Euro einen Anteil von rd. 13 % und die liquiden Mittel einen Anteil von 33 % an der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 90 % (Vj. 87 %). Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 0,4 Mio. Euro verringert und betragen 2,7 Mio. Euro. Die Lieferantenverbindlichkeiten sind fast unverändert zum Vorjahr und betragen rd. 1,0 Mio. EUR. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben einen Anteil von 1% an der Bilanzsumme. Prognosebericht, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Automobilindustrie befindet sich in einem strukturellen Wandel. Während die konventionell angetriebenen Fahrzeuge im Bereich den Antriebsstrangs nur noch vereinzelt weiterentwickelt werden, liegt der Fokus der OEMs auf der Weiterentwicklung der elektrifizierten Fahrzeuge. Es wird nicht davon ausgegangen, dass im kommenden Jahr ein Wachstum im Bereich der konventionell angetriebenen Fahrzeuge erzielt werden kann. Allerdings wird im Bereich der Elektrifizierung von Fahrzeugen ein deutliches Wachstum erwartet. Durch unsere breit angelegten Geschäftsfelder decken wir einen qualitativ hochwertigen Bereich dieser Industrie ab und sind somit in der Lage den steigenden Anforderungen unserer Kunden in kostenmäßiger und zeitlicher Hinsicht nachzukommen. Wir haben an unserem neuen Standort in Remshalden sowie durch den weiteren Ausbau des Betriebs in Waldstetten und Kreut einen Fokus auf die Erprobung von elektrischen Antrieben gelegt. Auch durch die anstehenden technischen Neuerungen können wir davon ausgehen, dass sich unsere Gesellschaft positiv entwickeln wird. Der Prüfstandard "Worldwide Harmonized Light Duty Test Procedures" (WLTP) stellt die Automobilhersteller unverändert vor große Herausforderungen. Wir haben dieser gesetzlichen Neuerung positiv entgegen gesehen und haben unser Leistungsspektrum frühzeitig erweitert, um die Anforderungen der neuen Standards am Markt bedienen zu können. Wir rechnen auch zukünftig damit, unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigen die solide Struktur unserer Unternehmensfinanzierung. Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten und investieren zu können. Durch die starke Internationalisierung der Automobilbranche sehen wir für unsere Gesellschaft kein großes Risiko. Entwicklung und Erprobung von Fahrzeugen wird auch in absehbarer Zukunft an den Standorten der Kunden in Deutschland durchgeführt werden, so dass wir aktuell keine Ausweitung unserer Standorte in das Ausland konkret geplant haben. Außer den allgemeinen Geschäftsrisiken, sehen wir nur das Risiko der Abhängigkeit von einigen großen Kunden. Die Anzahl der Kunden mit denen 80 % der Umsatzerlöse erwirtschaftet werden, hat sich gegenüber dem Vorjahr etwas verringert. Unsere Strategie bleibt es, neben dem weiteren Ausbau der Marktanteile, eine Verringerung der Kundenabhängigkeit zu erreichen. Preisänderungsrisiken und Ausfallrisiken können generell nicht ausgeschlossen werden. Die wichtigsten Kunden sind namhafte Automobilhersteller. Das Ausfallrisiko ist somit eher gering einzuschätzen. Durch leistungsgerechte Bezahlung und soziale Leistungen ist die Fluktuation bei der PTS-Prüftechnik GmbH gering. Allerdings können wir nicht ausschließen, dass der durch unser weiteres Wachstum bedingte Bedarf an Fachkräften in Zukunft schwieriger zu rekrutieren sein wird. Die Gesellschaft hat sich durch Engagement in Verbänden und an Hochschulen bereits einen guten Ruf auf dem Arbeitsmarkt erarbeitet. Deshalb gehen wir davon aus, dass auch hier keine größeren Engpässe entstehen werden. Im Rahmen der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022/2023 insgesamt gleichbleibend hohe Umsatzerlöse und aufgrund weiterer Kostensteigerungen einen leichten Rückgang des Jahresergebnisses. Dennoch rechnen wir für das kommende Geschäftsjahr nicht mit wesentlichen Risiken, die einen bedeutenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmung haben. Für das kommende Jahr wird mit Investitionen in der Produktion von ca. 4,0 Mio. Euro gerechnet. Wir rechnen damit, einen Großteil dieser Investitionen aus dem Eigenkapital finanzieren zu können. Risikomanagement Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Das Unternehmen verfügt über ein gut organisiertes Rechnungswesen einschließlich von Planungs- und Kontrollinstrumenten. Durch eine Kostenrechnung kann eine detaillierte Ergebnisanalyse durchgeführt werden. In regelmäßigen Abständen werden Controlling - Reporte erstellt und ausgewertet. So ist es uns möglich, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Forschung und Entwicklung Im Rahmen unserer Forschungs & Entwicklungsarbeiten werden die bereits begonnenen Tätigkeiten zur Optimierung des Prüffeldmanagements fortgesetzt und im Zuge der Digitalisierung des Prüffelds im Rahmen von Anwendungen aus dem Bereich Industrie 4.0. Maßnahmen erprobt, die eine weitere Verbesserung des Anlagennutzungsgrades zum Ziel haben. Im Geschäftsfeld Engineering und Thermomanagement wird der Anteil der Simulation zur Vorausberechnung des Systemverhaltens weiter ausgebaut, um den gestiegenen Anforderungen für das Thermomanagement von E-Antriebssystemen in Fahrzeugen Rechnung zu tragen. Im Bereich der Entwicklung von E-Motoren zeichnet sich eine Verschiebung hin zu höheren Betriebsdrehzahlen ab, die auch entsprechende Herausforderungen hinsichtlich NVH mit sich bringen. Zur Weiterentwicklung derartiger Antriebe sollten neue, Hochfrequenzanalysesysteme und Diagnosemesssysteme eingesetzt werden, die derzeit noch in Entwicklung sind. Im Bereich Engineering Applikation sowie im Bereich alternative Antriebstechnologien und Prüffeldoptimierungen werden im Rahmen mehrerer Abschlussarbeiten Lösungen erarbeitet, die für die Anwendung der Erprobungstechnologien wegweisend sind. Im Bereich alternative Antriebe werden neue Prüfstandskonzepte ausgearbeitet, die für die Erprobung von E-Antrieben in Verbindung mit ihren zugehörigen Energiequellen wirtschaftlich und technisch geeignete Prüfbetriebslösungen ermöglichen. Weitere Projekte beinhalten die nachhaltige Entwicklung unserer Tätigkeiten im Hinblick auf die Kohlenstoffdioxid neutrale Erbringung unserer Dienstleistungen. Dazu werden an allen Standorten neben der Erzeugung regenerativer Energien auch alle Maßnahmen zur Vermeidung unnötigen Energieverbrauches analysiert und umgesetzt. Im Bewusstsein unserer Verantwortung gegenüber Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeitern verbessern wir für unsere Dienstleistungen seit jeher den betrieblichen Umweltschutz und die Ressourceneffizienz. Zur Bündelung und Optimierung dieser Aktivitäten wurde 2019 ein umfassendes Umweltmanagementsystem gemäß DIN ISO 14001:2015 implementiert und erfolgreich zertifiziert. Durch die nachhaltige Energieversorgung aus 100% erneuerbarer Energie ("grüner" Strom aus dem Netz), den Einsatz von Speicherbatterien zur Optimierung der Strombedarfsdeckung oder die Nutzung von Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung konnte die PTS-Prüftechnik GmbH beträchtliche Mengen an CO 2 einsparen und so der Vision einer CO 2-neutralen Betriebsführung einen weiteren großen Schritt näher kommen!
Waldstetten, 21. September 2023 PTS-Prüftechnik GmbH Dr. Walter Schwelberger BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 EUR wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet: Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Der Kassenbestand und die Bankguthaben wurden mit dem Nennbetrag bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden unter dem Posten latente Steuern sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 0,00 EUR (Vj. 370.498,65 EUR) für nicht mehr genutzte Prüfstände vorgenommen. Die Entwicklung des Anlagevermögens kann dem beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden.
Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 54.429,51 EUR (Vorjahr: 64.721,04 EUR). Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 37.690,30 EUR (Vorjahr: 21.760,30 EUR). Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalte Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Personalkosten für noch nicht genommenen Urlaub, Überstunden, Tantiemen und anteiliges Weihnachtsgeld in Höhe von 932.000,00 EUR. Außerdem sind Rückstellungen für Gewährleistungen, für Aufbewahrungspflichten und sonstige Abgaben und Kosten in Höhe von 556.000,00 EUR erfasst. Angaben zu den sonstigen Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 1.550.462,81 EUR (Vorjahr: 2.023.134,85 EUR). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Passive latente Steuern Die Veränderung der latenten Steuersalden im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Die Bürgschaften in Höhe von 12,95 Mio. EUR wurden für die der PTS-Asset GmbH für die Finanzierung des Neubaus in Remshalden gewährt. Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus folgenden Gründen nicht bilanziert: Die Gesellschaft, für die eine Bürgschaft übernommen wurde, ist stets ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen und hat ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung um auch in Zukunft diese Verpflichtungen erfüllen zu können. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus: - Mietaufwendungen für Geschäftsräume in Höhe von (auf unbestimmte Zeit) pro Jahr 2.457 TEUR (Vj.: 1.339 TEUR) - Leasingraten mit Laufzeiten zwischen 12 und 60 Monaten (insgesamt) 5.310,4 TEUR (Vj.: 663,2 TEUR) Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Unterschrift der Geschäftsführung
Waldstetten, 21.09.2023 Dr. Walter Schwelberger sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 29.09.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigenAbschlussprüfers An die PTS-Prüftechnik GmbH, Waldstetten Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PTS-Prüftechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30.°September 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.°Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PTS-Prüftechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 25. September 2023 DRS
SCHWÄGERL DUFFNER & BRASCHEL GMBH
gez. P. Duffner, Wirtschaftsprüfer gez. D. Braschel, Wirtschaftsprüfer |
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