Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 229731
Eingetragen
30.11.2016
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von sonstigen anorganischen Grundstoffen und ChemikalienHerstellung von sonstigen chemischen Erzeugnissen a. n. g.
Gegenstand
Herstellung, Weiterverarbeitung und Vertrieb von chemischen Erzeugnissen, insbesondere von organischen und anorganischen Peroxiden und ihrer Vor- und Zwischenstufen, ferner Forschung und Entwicklung sowie Durchführung aller mit dem Gesellschaftszweck in Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Pohl
seit 14.11.2025
Geschäftsführer
Ralf Schuler
seit 17.10.2024
Geschäftsführer
Gerd Harald Müller
seit 19.5.2023
Prokura
Arndt Brambach
seit 19.5.2023
Prokura
Sonya Ahuja
seit 30.11.2016
Prokura
Euduard Hoozemans
seit 30.11.2016
Geschäftsführer
Klaus Detjen
seit 30.11.2016
Prokura
Hans Michael Müller
seit 30.11.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
United Initiators OpCo, LLCUSA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
United Initiators OpCo, LLC
United States
2.500.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

United Initiators Holding GmbH

Pullach

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die United Initiators Holding GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der United Initiators Holding GmbH, Pullach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der United Initiators Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 25. April 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gallowsky, Wirtschaftsprüfer

Räpple, Wirtschaftsprüfer

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.619.762,67 62.397.485,72
2. Geschäfts- oder Firmenwert 72.315.916,89 85.954.132,29
115.935.679,56 148.351.618,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 70.678.275,78 70.481.402,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 99.537.152,53 101.711.208,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.889.621,70 28.749.746,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 46.126.574,82 25.935.681,63
245.231.624,83 226.878.038,85
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 127.900,82 127.900,82
361.295.205,21 375.357.557,68
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 27.927.865,25 22.388.324,48
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.115.750,35 988.142,82
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 25.030.932,27 22.432.786,08
54.074.547,87 45.809.253,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.483.737,80 21.608.897,99
2. Sonstige Vermögensgegenstände 7.644.002,21 5.792.216,39
31.127.740,01 27.401.114,38
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 30.444.197,69 45.194.568,87
115.646.485,57 118.404.936,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.764.369,50 4.210.786,40
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 94.387.525,57 66.146.076,37
574.093.585,85 564.119.357,08

Passiva

31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.334.401,00 10.334.401,00
II. Kapitalrücklage 48.009.599,00 48.009.599,00
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -21.155.495,20 -15.654.710,06
IV. Konzernverlustvortrag -110.422.261,52 -67.736.616,91
V. Auf das Mutterunternehmen entfallender Konzernjahresfehlbetrag -23.114.398,07 -42.685.644,61
VI. Nicht beherrschende Anteile 1.960.629,22 1.586.895,21
davon nicht durch Eigenkapital gedeckt -94.387.525,57 -66.146.076,37
0,00 0,00
B. Negativer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 23.914.947,73 25.496.101,33
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 67.193.017,73 62.138.537,33
2. Steuerrückstellungen 3.022.522,02 6.018.174,27
3. Sonstige Rückstellungen 18.268.177,86 15.620.211,58
88.483.717,61 83.776.923,18
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 271.351.340,35 268.381.714,27
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.812.676,31 21.183.915,51
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 128.401.869,12 118.890.619,56
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 60.287,13 71.614,97
5. Sonstige Verbindlichkeiten 10.003.076 12.158.151,15
davon aus Steuern EUR 2.818.164 (Vj. EUR 6.020.614)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 134.716 (Vj. EUR 127.380)
433.629.248,57 420.686.015,46
E. Rechnungsabgrenzungsposten 239.220,02 11.589,60
F. Passive latente Steuern 27.826.451,92 34.148.727,51
574.093.585,85 564.119.357,08

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

2020
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 348.405.871,49 305.170.248,82
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.035.279,07 -3.013.674,66
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.618.486,43 1.616.979,95
4. Sonstige betriebliche Erträge 11.940.772,29 8.337.958,29
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 5.991.017 (Vj. EUR 1.907.949)
363.000.409,28 312.111.512,40
5. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -163.945.658,67 -148.433.548,65
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -49.077.367,91 -46.909.727,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -11.718.495,37 -9.576.052,52
davon für Altersversorgung EUR 4.634.278 (Vj. EUR 3.141.899)
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -50.252.016,46 -49.740.645,60
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -78.412.432,68 -71.447.360,39
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 2.873.004 (Vj. EUR 2.366.690)
-353.405.971,09 -326.107.334,75
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 201.813,31 123.602,53
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 30.292.539,32 29.883.888,09
-30.090.726,01 -29.760.285,56
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.817.903,94 2.140.783,15
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 5.590.819 (Vj. EUR 5.825.058)
12. Ergebnis nach Steuern -22.314.191,76 -41.615.324,76
13. Sonstige Steuern -540.915,73 -987.070,51
14. Konzernjahresfehlbetrag -22.855.107,49 -42.602.395,27
15. Nicht beherrschende Anteile -259.290,58 -83.249,34
16. Auf das Mutterunternehmen entfallender Konzernjahresfehlbetrag -23.114.398,07 -42.685.644,61

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

2020
EUR EUR
Konzernjahresfehlbetrag (einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) -22.855.107 -42.602.395
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 50.252.016 49.740.646
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -1.220.936 -5.073.992
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -5.246.053 -2.737.513
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -13.192.365 16.554.785
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitionstätigkeit zuzuordnen sind 4.363.351 3.345.058
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 243.292 144.226
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 30.090.726 29.760.286
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 2.289.280 2.140.783
-/+ Ertragsteuerzahlungen -11.488.946 -2.128.792
= Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 33.235.258 49.143.091
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -190.846 -338.222
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -37.899.654 -22.073.801
+ Erhaltene Zinsen 201.813 123.602
+ Einzahlung für Zugänge zum Konsolidierungskreis 292.606 -7.057.628
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -37.596.081 -29.346.049
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 2.969.626 10.679.664
- Gezahlte Zinsen -13.974.105 -14.747.871
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -11.004.478 -4.068.207
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -15.365.301 15.728.835
+/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 614.930 -698.801
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 1.527.055
+ Finanzmittelfonds 31.12.2020 45.194.569 28.637.480
= Finanzmittelfonds 31.12.2021 30.444.198 45.194.569

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2021

Mutterunternehmen
Stammkapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes
Konzerneigenkapital
kumuliertes übriges
Konzernergebnis
Ausgleichsposten aus
der Fremdwährungs-
umrechnung
Eigenkapital
gemäß
Konzernbilanz
EUR EUR EUR EUR EUR
31.12.2019 10.334.401 48.009.599 -67.736.617 -2.798.981 -12.191.598
Konzern-Jahresfehlbetrag 0 0 -42.685.645 0 -42.685.645
Übriges Konzernergebnis 0 0 0 -12.855.728 -12.855.728
Kapitalrückzahlung Minderheiten 0 0 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 -42.685.645 -12.855.728 -55.541.373
31.12.2020 10.334.401 48.009.599 -110.422.262 -15.654.709 -67.732.971
Konzern-Jahresfehlbetrag 0 0 -23.114.398 0 -23.114.398
Übriges Konzernergebnis 0 0 0 -5.500.786 -5.500.786
Kapitalrückzahlung Minderheiten 0 0 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 -23.114.398 -5.500.786 -28.615.184
31.12.2021 10.334.401 48.009.599 -133.536.660 -21.155.495 -96.348.155
Nicht beherrschende Anteile
Minderheitenkapital kumuliertes übriges
Konzernergebnis
Ausgleichsposten
aus der Fremdwährungs-
umrechnung
Eigenkapital nicht durch
Eigenkapital
gedeckter
Fehlbetrag
Konzerneigen-
kapital
EUR EUR EUR EUR EUR
31.12.2019 1.759.615 -70.327 1.689.288 10.502.310 0
Konzern-Jahresfehlbetrag 83.250 0 83.250 42.602.395 -42.602.395
Übriges Konzernergebnis 0 -185.643 -185.643 13.041.371 -13.041.371
Kapitalrückzahlung Minderheiten 0 0 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 83.250 -185.643 -102.393 55.643.766 -55.643.766
31.12.2020 1.842.865 -255.970 1.586.895 66.146.076 0
Konzern-Jahresfehlbetrag 259.291 0 259.291 22.855.107 -22.855.107
Übriges Konzernergebnis 0 114.444 114.444 5.386.342 -5.386.342
Kapitalrückzahlung Minderheiten 0 0 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 259.291 114.444 373.735 28.241.449 -28.241.449
31.12.2021 2.102.156 -141.526 1.960.630 94.387.525 0

Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2021 Veränderung
Konsolidierungskreis
Zugänge Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 124.744.114 0 190.846 145.593
2. Geschäfts- oder Firmenwert 133.948.094 -350.085 0 0
258.692.208 -350.085 190.846 145.593
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 108.031.599 0 -303.086 2.455.345
2. Technische Anlagen und Maschinen 293.972.208 0 4.254.068 6.999.831
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 87.329.574 0 2.185.330 2.522.258
4. Anlagen im Bau 26.311.271 0 31.763.341 -12.123.028
515.644.651 0 37.899.654 -145.593
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 732.893 0 0 0
775.069.752 -350.085 38.090.499 0
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Abgänge Kursdifferenz 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 634.834 -5.917.223 118.528.497
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 133.598.008
634.834 -5.917.223 252.126.505
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 68.712 1.858.951 111.974.097
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.874.881 1.066.936 302.418.162
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.045.329 1.966.719 89.958.552
4. Anlagen im Bau 313.464 488.454 46.126.575
8.302.386 5.381.061 550.477.386
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0 0 732.893
8.937.220 -536.162 803.336.784
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Veränderung
Konsolidierungskreis
Abschreibung
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.346.628 0 15.124.277
2. Geschäfts- oder Firmenwert 47.993.961 -29.218 13.317.349
110.340.590 -29.218 28.441.625
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.550.196 0 3.004.771
2. Technische Anlagen und Maschinen 192.261.000 0 13.647.873
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.579.827 0 5.157.747
4. Anlagen im Bau 375.588 0 0
288.766.612 0 21.810.391
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 604.993 0 0
399.712.195 -29.218 50.252.016
Kumulierte Abschreibungen
Abgänge Kurs- differenz 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 627.184 -1.934.987 74.908.734
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 61.282.091
627.184 -1.934.987 136.190.825
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 68.712 809.566 41.295.822
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.650.385 622.522 202.881.010
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.034.183 1.365.539 61.068.930
4. Anlagen im Bau 313.464 -62.124 0
8.066.744 2.735.503 305.245.762
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0 0 604.993
8.693.928 800.515 442.041.580
Buchwert
31.12.2021 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.619.763 62.397.486
2. Geschäfts- oder Firmenwert 72.315.917 85.954.132
115.935.680 148.351.618
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 70.678.275 70.481.402
2. Technische Anlagen und Maschinen 99.537.152 101.711.208
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.889.622 28.749.747
4. Anlagen im Bau 46.126.575 25.935.682
245.231.625 226.878.039
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 127.900 127.900
361.295.205 375.357.557

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2021

1. Allgemeine Angaben

Die United Initiators Holding GmbH hat ihren Sitz in 82049 Pullach, Dr.-Gustav-Adolph-Straße 3. Die Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter Nummer HRB 227308 erfolgte am 29.07.2016. Das Stammkapital beläuft sich am Bilanzstichtag 31.12.2021 unverändert auf T€ 10.334.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches im Sinne der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die United Initiators Holding GmbH ist gemäß § 325 Abs. 3 HGB verpflichtet, den Konzernabschluss zu veröffentlichen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

2. Konsolidierungskreis und Anteilsbesitz

Die United Initiators Holding GmbH hat als Mutterunternehmen die nachfolgenden Tochterunternehmen, bei denen sie über die mittelbare oder unmittelbare Mehrheit der Stimmrechte verfügt bzw. die wirtschaftliche Beherrschung ausübt, im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Tochtergesellschaften Sitz Beteiligungsquote Eigenkapital zum 31.12.2021 Ergebnis Geschäftsjahr 2021
in % T€ T€
United Initiators Global Services GmbH Pullach 100 143.885 0 *)
United Initiators OpCo LLC Elyria, OH, USA 100 25.027 -10
Bayern Acquisition LLC Elyria, OH, USA 100 3.023 8
United Initiators GmbH Pullach 100 65.819 0 *)
United Initiators Beteiligungs GmbH Pullach 100 55.752 0 *)
United Initiators US Holding Inc. Elyria, OH, USA 100 82.732 5.469
United Initiators Inc. Elyria, OH, USA 100 55.330 4.439
United Initiators Hong Kong Co., Ltd. Hong Kong 100 -7 0
Shanghai United Initiators Trading Co., Ltd. Shanghai, China 100 1.228 -44
Initiators China Holding GmbH Pullach 100 20.941 -10
United Initiators Huaibei Co.Ltd. Huaibei City, China 100 6.271 -539
United Initiators (Shanghai) Co. Ltd. Shanghai, China 100 8.050 1.883
United Initiators Hefei Co. Ltd. Hefei, China 100 6.414 -895
United Initiators Pty. Ltd. Banksmeadow, Australien 100 2.273 789
United Initiators SAS Chalon, Frankreich 100 -315 168
United Initiators Asia Ltd. Hong Kong 100 0 -118
United Initiators VR Pvt. Ltd. Changodar, Indien 50 3.478 578
United Initiators Canada Ltd. Prince George, Kanada 100 20.331 -1.948
Hidrojen Peroksit Sanayi ve Ticaret A.S. Bandirma, Türkei 100 10.804 12.268
United Initiators Wanhua (Yantaii) Yantaii, China 50 0 0

*) nach Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme

Alle Gesellschaften werden voll konsolidiert. Das Joint Venture in China (United Initiators Wanhua (Yantaii) Peroxide Co., Ltd.) und die United Initiators Asia Ltd., Hong Kong, befinden sich in Liquidation. Beide Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2021 aufgrund von Unwesentlichkeit endkonsolidiert. Der Endkonsolidierungserfolg beläuft sich auf T€ -188.

Für die im Geschäftsjahr 2019 erworbenen Anteile an der Gesellschaft Hidrojen Peroksit Sanayi ve Ticaret A.S., Bandirma, Türkei, erfolgte im Geschäftsjahr 2021 eine nachträgliche Kaufpreisanpassung, die zu einer Rückzahlung von T€ 293 führte.

Von den Vereinfachungsvorschriften gemäß § 296 Abs. 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt unter Anwendung der Neubewertungsmethode gemäß

§ 301 Abs. 1 HGB. Die in der Bilanz der Muttergesellschaft erfassten Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den auf diese Anteile entfallenden Beträgen des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaften ist zu diesem Zweck mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der Vermögensgegenstände und Schulden der jeweiligen Tochtergesellschaft zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile entspricht.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung entstehende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über 10 Jahre linear abgeschrieben. Der fortgeführte Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts beträgt zum Stichtag 31.12.2021 T€ 72.316. Der fortgeführte Buchwert des negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung beläuft sich zum Stichtag 31.12.2021 auf T€ 23.915.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden konsolidiert bzw. eliminiert.

Die Umrechnung der Bilanzposten der auf fremde Währung lautenden Abschlüsse von Tochterunternehmen in Euro erfolgte zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bzw. zum historischen Kurs beim Eigenkapital. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

Differenzen aus der Umrechnung der Bilanzen zum Stichtagskurs, der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen sowie der Umrechnung des Jahresergebnisses zum Jahresdurchschnittskurs, werden grundsätzlich erfolgsneutral im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der United Initiators Holding GmbH, Pullach, einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte aus Erstkonsolidierungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über eine Nutzungsdauer von in der Regel 3 bis 5 Jahren. Sie sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden - wo vorhanden - die Kundenbeziehungen, technologisches Know- how und der Markenname zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, die über Nutzungsdauern zwischen fünf und 16 Jahren linear abgeschrieben werden. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über 10 Jahre linear abgeschrieben. Die Stellung des Konzerns im Markt und die gewachsenen Kundenbeziehungen sowie der lange Produktlebenszyklus rechtfertigen eine Zugrundelegung einer geschätzten Nutzungsdauer von 10 Jahren. Eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert wird bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bei geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern zwischen 4 und 50 Jahren. Selbsterstellte Anlagen werden mit den Material- und Lohnkosten zuzüglich eines Gemeinkostenanteils (Kosten der Qualitätskontrolle, Fertigungs- und Materialgemeinkosten und angemessene Teile der Kosten für die allgemeine Verwaltung) angesetzt. Eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert wird bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden - wo vorhanden - die Grundstücke, Gebäude, Technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei das abnutzbare Sachanlagevermögen über Nutzungsdauern zwischen 11 und 27 Jahren linear abgeschrieben wird.

Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bei dauerhaften Wertminderungen werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden mit den fortgeschriebenen Durchschnittseinstandspreisen bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Fertige und unfertige Erzeugnisse und Leistungen werden mit den Herstellungskosten einschließlich direkt zurechenbarer Kosten sowie anteiliger Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen bilanziert. Die Bewertung der Handelswaren erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Für nicht gängige Bestände werden Reichweitenabschläge vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit Nennbeträgen angesetzt. Zuordenbare Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % abgedeckt. Ausgenommen hiervon sind einzelwertberichtigte Forderungen und Forderungen, die im Rahmen eines echten Factoring veräußert wurden.

Alle übrigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder, sofern erforderlich, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Rückdeckungsversicherung für Pensionszusagen wird mit dem versicherungsmathematisch ermittelten Deckungskapital bilanziert. Die korrespondierende Pensionsrückstellung wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, welche Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Latente Steuern werden auf zeitliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen ermittelt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Latente Steuern werden mit dem Steuersatz bewertet, der im Zeitpunkt der Auflösung der zeitlichen Differenzen voraussichtlich gilt. Eine sich hieraus insgesamt ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuern in der Konzernbilanz angesetzt. Ein Ansatz einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung erfolgt in Ausübung des Bilanzierungswahlrechts der §§ 298 i. V. m. 274 HGB hingegen nicht.

Gemäß § 306 HGB werden aktive und passive latente Steuern auf zeitliche Differenzen, die im Rahmen von Konsolidierungsmaßnahmen entstehen, gebildet. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer angesetzt.

Die Kapitalrücklage betrifft Zuzahlungen der Gesellschafter nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Ein im Rahmen der Erstkonsolidierung einer erworbenen Gesellschaft abgeleiteter negativer Unterschiedsbetrag (der aus einem günstigen Gelegenheitskauf resultiert und somit Eigenkapitalcharakter besitzt) wird über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer des Anlagevermögens der erworbenen Gesellschaft aufgelöst. Der Ausweis der jährlichen Auflösung des negativen Unterschiedsbetrags erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Die Pensionsrückstellung wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Heubeck und eines Rechnungszinssatzes von 1,87% (Vorjahr: 2,30%) auf Basis einer zehnjährigen Durchschnittsbildung bewertet. Der Zinssatz auf Basis einer siebenjährigen Durchschnittsbildung beträgt 1,35% (Vorjahr: 1,60%). Effekte aus Zinsänderungen und der Zinsaufwand für das Berichtsjahr werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf T€ 5.761 (Vorjahr: T€ 7.014). Die Einkommensdynamik wurde mit 2,80% p.a. (Vorjahr: 2,80%), die Rentendynamik mit 1,7% p.a. (Vorjahr: 1,5%) berücksichtigt.

Für die Ermittlung der Jubiläumsrückstellungen werden ebenfalls die Richttafeln 2018 G von Heubeck zu Grunde gelegt. Der angewandte Rechnungszins beträgt - auf Basis einer siebenjährigen Durchschnittsbildung ermittelt - 1,35% (Vorjahr: 1,60%).

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden einzeln ermittelt und decken alle ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Fälligkeiten liegen mit Ausnahme der Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen unter einem Jahr. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden am Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Höchstwertprinzips, wonach der Bilanzansatz aus der Erstbewertung nicht unterschritten werden darf, umgerechnet.

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken werden Verträge über derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Zinsswaps (Zinsbegrenzungsvereinbarungen) sichern das Zinsänderungsrisiko der variablen Zinskomponente auf in Euro (3-Monats-Euribor) und USD (3-Monats-USD-Libor) valutierende Bankdarlehen ab. Zum 31.12.2021 belaufen sich die Nominalbeträge der Zinsswaps (Sicherungsgeschäfte) auf Euro 42,8 Mio. (Vorjahr: Euro 46,6 Mio.) und USD 31,6 Mio. (Vorjahr: USD 34,5 Mio.) mit Laufzeiten bis zum 01.07.2022. Die abzusichernden Bankdarlehen (Grundgeschäfte) belaufen sich zum 31.12.2021 auf Euro 108,0 Mio. (Vorjahr: Euro 108,0 Mio.) und USD 80,7 Mio. (Vorjahr: USD 80,7 Mio.) mit Laufzeiten bis zum 30.09.2023. Die Zinsen auf die Bankdarlehen und die Zinsswaps sind vierteljährlich zum Quartalsende fällig.

Die Zinsswaps werden gemäß § 254 HGB mit den abzusichernden Grundgeschäften bei gleichen Basis-Parametern wie Währung, Referenzzins, Laufzeit und Betrag zu Bewertungseinheiten zusammengefasst (Critical Term Match-Methode). Bei Bewertungseinheiten werden sich ausgleichende positive und negative Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (Einfrierungsmethode).

5. Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzpositionen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Der zum 31. Dezember 2021 ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 72.316 (Vorjahr: T€ 85.954) repräsentiert den fortgeschriebenen aktiven Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung der United Initiators Gruppe zum 1. Oktober 2016, der im Geschäftsjahr 2018 erworbenen Gesellschaft UI VR Pvt. Ltd., Indien, (50% der Anteile) sowie der im Geschäftsjahr 2019 erworbenen Gesellschaft Hidrojen Peroksit Sanayi ve Ticaret A.S, Türkei, (100% der Anteile).

Die Beteiligungen beinhalten im Wesentlichen 0,14% der Anteile an der GSB Sonderabfall-Entsorgung Bayern GmbH, Baar-Ebenhausen, mit einem Buchwert von T€ 127 (Vorjahr: T€ 127).

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig und beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen aus geleisteten Steuervorauszahlungen und Vorsteuerüberhänge in Höhe von T€ 5.257 (Vorjahr: T€ 4.259), erworbene CO 2 -Emissionszertifikate in Höhe von T€ 829 (Vorjahr: T€ 39), geleistete Anzahlungen in Höhe von T€ 773 (Vorjahr: T€ 0), debitorische Kreditoren in Höhe von T€ 199 (Vorjahr: T€ 102) und geleistete Deposits in Höhe von T€ 127 (Vorjahr: T€ 278).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 2.764 (Vorjahr: T€ 4.211) enthält mit T€ 2.022 (Vorjahr: T€ 3.150) an Kreditinstitute im Rahmen der aufgenommenen Darlehen geleistete Bearbeitungsgebühren, die über die Laufzeit der Darlehen abgegrenzt sind.

Aktive latente Steuern im Sinne des § 274 HGB in Höhe von T€ 544 (Vorjahr: T€ 505) wurden unter Ausübung des Wahlrechts nicht angesetzt, soweit sich bei den einbezogenen Einzelabschlüssen Aktivüberhänge ergeben haben. Aktive latente Steuern auslösende Differenzen beruhen im Wesentlichen auf Pensionsrückstellungen, Rückstellungen für Umweltrisiken und in passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzte Erträge aus der Vereinnahmung von staatlichen Ausgleichszahlungen.

Als Steuersätze wurden für Deutschland 25% (Vorjahr: 25%), für USA 24% (Vorjahr: 24%), für China 25% (Vorjahr: 25%), für Indien 28% (Vorjahr: 33%), für Australien 30% (Vorjahr: 30%), für die Türkei 25% (Vorjahr: 22%) und für Kanada 27% (Vorjahr: 27%) verwendet.

Das Stammkapital beträgt zum 31.12.2021 im Vergleich zum Vorjahr unverändert T€ 10.334.

Die Kapitalrücklage beträgt zum 31.12.2021 im Vergleich zum Vorjahr unverändert T€ 48.010.

Bei den Pensionsrückstellungen wurde ein Teil der Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von T€ 182 (Vorjahr: T€ 178) mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen in Höhe von T€ 139 (Vorjahr: T€ 138) saldiert. Hierbei handelt es sich um Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung der Schulden dient. Der entstehende Passivüberhang in Höhe von T€ 43 (Vorjahr: T€ 40) wird nach Saldierung in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Die Zinsaufwendungen auf die Verpflichtungen belaufen sich auf T€ 3 (Vorjahr: T€ 4). Die Zinserträge auf den Aktivwert (Rückdeckungsversicherung) belaufen sich auf T€ 2 (Vorjahr: T€ 1). Zinserträge und Zinsaufwendungen wurden nicht verrechnet. Die Ermittlung der Pensionsrückstellung erfolgte ebenfalls durch das Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung der Richttafeln 2018 G und eines Rechnungszinssatzes von 1,87% (Vorjahr: 2,30%).

Die Steuerrückstellungen (T€ 3.023 - Vorjahr: T€ 6.018) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Ertragsteuern für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 in Höhe von T€ 208 (Vorjahr: T€ 420). Darüber hinaus wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation für die im Geschäftsjahr 2019 erworbenen Anteile an der Gesellschaft Hidrojen Peroksit Sanayi ve Ticaret A.S, Bandirma, Türkei, für Steuerrisiken früherer Geschäftsjahre eine Rückstellung gebildet. Zum 31.12.2021 beträgt die fortgeführte Rückstellung aus diesen Steuerrisiken T€ 2.674 (Vorjahr: T€ 5.509).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 18.268 (Vorjahr: T€ 15.620) betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen (Gratifikationen, Urlaub, Gleitzeit etc.) in Höhe von T€ 6.967 (Vorjahr: T€ 5.711), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 4.687 - Vorjahr: T€ 2.661), Rückstellungen für Kundenboni (T€ 1.869 - Vorjahr: T€ 1.929) sowie sonstige Rückstellungen in Höhe von T€ 4.745 (Vorjahr: T€ 5.319) im Wesentlichen für Gewährleistungen, ausstehende Frachtabrechnungen und Provisionen.

Verbindlichkeiten 31.12.2021
in T€ Gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt- gesichert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 271.351 21.705 249.646 0 271.351
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.813 23.813 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 128.402 0 0 128.402 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 60 60 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 10.003 10.003 0 0 0
davon aus Steuern 2.818 2.818 0 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 135 135 0 0 0
Verbindlichkeiten 31.12.2020
in T€ Gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamtgesichert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 268.382 6.745 261.637 0 268.382
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.184 21.184 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 118.891 0 0 118.891 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 72 72 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 12.158 12.158 0 0 0
davon aus Steuern 6.021 6.021 0 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 127 127

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Verpfändung von Vermögenswerten und Grundbuchschulden gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 10.003 (Vorjahr: T€ 12.158) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern (T€ 2.818 - Vorjahr: T€ 6.021), Darlehensverbindlichkeiten gegenüber lokalen Bauträgern (T€ 5.312 - Vorjahr: T€ 4.870), erhaltene Anzahlungen (T€ 989 - Vorjahr: T€ 0) und kreditorische Debitoren (T€ 73 - Vorjahr: T€ 302).

Die passiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen zwischen den im Rahmen der Erstkonsolidierung der United Initiators Gruppe aufgedeckten stillen Reserven und den steuerlichen Buchwerten in immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen.

Zum 31.12.2021 werden aktive latente Steuern mit passiven latenten Steuern wie folgt saldiert:

Aktive latente Steuern:

- Aus Einzelabschlüssen T€ 647
- Aus einer im Konzernabschluss vorgenommenen Wertberichtigung T€ 577
- Aus der Zwischengewinneliminierung T€ 672
Summe aktive latente Steuern T€ 1.896

Passive latente Steuern:

- Aus Einzelabschlüssen T€ - 7.977
- Aus im Konzernabschluss vorgenommenen Bewertungen T€ 4.921
- Aus der Neubewertung im Rahmen der Erstkonsolidierung T€ - 26.666
Summe passive latente Steuern T€ - 29.722
Saldierter Bilanzausweis passive latente Steuern 31.12.2021 T€ - 27.826

Zum 31.12.2020 werden aktive latente Steuern mit passiven latenten Steuern wie folgt saldiert:

Aktive latente Steuern:

- Aus Einzelabschlüssen T€ 584
- Aus einer im Konzernabschluss vorgenommenen Wertberichtigung T€ 532
- Aus der Zwischengewinneliminierung T€ 576
Summe aktive latente Steuern T€ 1.692

Passive latente Steuern:

- Aus Einzelabschlüssen T€ - 6.961
- Aus im Konzernabschluss vorgenommenen Bewertungen T€ 4.012
- Aus der Neubewertung im Rahmen der Erstkonsolidierung T€ - 32.892
Summe passive latente Steuern T€ - 35.841
Saldierter Bilanzausweis passive latente Steuern 31.12.2020 T€ - 34.149

Die Reduzierung des Saldos der bilanzierten passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 6.323 ist auf einen latenten Steuerertrag in Höhe von T€ 5.591, der unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen wird, sowie in Höhe von T€ 732 auf Wechselkurseffekte zurückzuführen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von T€ 20.295 für Zinszahlungen für bis zum 30.09.2023 nicht einseitig kündbare Bankdarlehen. Es bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 268 Abs. 7 HGB.

6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis 31.12.2021

Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 348.406 (Vorjahr: T€ 305.170) wurden in folgenden Regionen erzielt:

T€ 2021 2020
Deutschland 36.060 31.373
Sonstiges Europa 96.878 80.443
Außerhalb Europa 215.468 193.354
Gesamt 348.406 305.170

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt T€ 11.941 (Vorjahr: T€ 8.338) enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.212 (Vorjahr: T€ 3.317) aus der Auflösung von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen (T€ 1.212 - Vorjahr: T€ 2.175). Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen auch Erträge aus der Währungsumrechnung (T€ 5.991 - Vorjahr: T€ 1.908), Erträge aus staatlichen Zuschüssen (T€ 1.561 - Vorjahr: T€ 560), Erträge aus Versicherungsentschädigungen (T€ 559 - Vorjahr: T€ 0) und Erträge aus weiterbelasteten Aufwendungen (T€ 387 - Vorjahr: T€ 887) enthalten. Aus der zeitanteiligen Auflösung des negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen T€ 1.581 (Vorjahr: T€ 1.384) enthalten (entstanden durch die erstmalige Einbeziehung der im Geschäftsjahr 2020 erworbenen Gesellschaft United Initiators Canada Ltd., Prince George, Kanada, in den Konzernabschluss der United Initiators Gruppe). Im Geschäftsjahr 2021 sind ebenso wie im Vorjahr keine außergewöhnlichen Erträge angefallen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt T€ 78.412 (Vorjahr: T€ 71.447) beinhalten im Wesentlichen Vertriebs- und Frachtaufwendungen (T€ 32.528 - Vorjahr: T€ 29.916), Aufwendungen für externe Dienstleistungen und Instandhaltung (T€ 19.848 - Vorjahr: T€ 15.791), Miet-, Pacht- und Leasingverhältnisse (T€ 5.162 - Vorjahr: T€ 3.466), allgemeine Verwaltungskosten (T€ 4.659 - Vorjahr: T€ 4.196), Aufwendungen für Beratungs- und Prüfungskosten (T€ 3.910 - Vorjahr: T€ 8.668), Versicherungsprämien (T€ 3.742 - Vorjahr: T€ 3.515), Aufwendungen für Patente und wissenschaftliche Studien (T€ 2.983 - Vorjahr: T€ 1.880), Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (T€ 2.873 - Vorjahr: T€ 2.367) sowie personalbezogene Aufwendungen (T€ 2.152 - Vorjahr: T€ 1.843). Wie im Vorjahr sind im Berichtsjahr keine periodenfremden und außergewöhnlichen Aufwendungen angefallen.

7. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung waren im Berichtsjahr:

Eduard Hoozemans, Chemie-Ingenieur, Gauting

Andreas Rutsch, Diplom-Volkswirt, München

Auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Es bestehen keine Vorschüsse, Kredite oder Haftungsverhältnisse zu Gunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Honorare des Konzernabschlussprüfers betrugen im Berichtsjahr (T€):

a) Abschlussprüfungsleistungen 225
b) Andere Bestätigungsleistungen 9
c) Steuerberatungsleistungen 108
d) Sonstige Leistungen 0
Gesamthonorar 342

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Es bestehen keine zu nicht marktüblichen Konditionen abgeschlossenen Geschäfte mit nahestehenden Personen.

Konzernverhältnisse

Die United Initiators Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis an Unternehmen auf.

Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften (§ 264 Abs. 3 HGB)

Liste der Unternehmen, für welche die Befreiung gem. § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen wird:

United Initiators Global Services GmbH

United Initiators GmbH

United Initiators Beteiligungs GmbH

Initiators China Holding GmbH

Übrige Angaben

Im Berichtsjahr waren im Durchschnitt 882 (Vorjahr: 882) Mitarbeiter beschäftigt, davon im Inland 324 (Vorjahr: 338) und im Ausland 558 (Vorjahr: 544) Mitarbeiter.

Nachtragsbericht

Am 24.02.2022 startete Russland den Angriff auf die Ukraine. Die kriegerische Auseinandersetzung hat unmittelbar nur geringe Auswirkungen auf die Absatz- und Beschaffungsmärkte der United Initiators Gruppe. In Russland und der Ukraine ansässige Kunden tragen nur in geringem Umfang zu den Umsatzerlösen (2021: ca. Euro 4 Mio.) der United Initiators Gruppe bei. Es werden auch keine Rohstoffe aus den beiden Ländern bezogen. Die Produktion in der Chemiebranche ist jedoch sehr energieintensiv. Auch wenn für die United Initiators GmbH die bisherigen Strom- und Gaspreise aufgrund von langfristigen Liefervereinbarungen für das laufende Geschäftsjahr 2022 gesichert sind, könnten Sanktionen die Energieversorgung des Unternehmens gefährden bzw. verteuern, wenn aufgrund des Ausfalls eines Energieträgers (Gas) auf einen anderen Energieträger (Erdöl) zu Spotpreisen zurückgegriffen werden muss.

Im Februar 2022 ereignete sich eine Explosion in der Produktionsanlage der United Initiators Huaibei Co.Ltd. in China. Es kamen keine Mitarbeiter zu Schaden, jedoch wurde die Produktionsanlage erheblich beschädigt. Die Reparaturarbeiten und der Wiederaufbau werden voraussichtlich einige Monate beanspruchen. Der finanzielle Schaden wird nach derzeitigem Kenntnisstand durch die bestehende Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag der Muttergesellschaft des Konzerns United Initiators Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von T€ 2.752 auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen.

 

Pullach, den 25. April 2022

United Initiators Holding GmbH

gez.: Ed Hoozemans, Geschäftsführer

gez.: Andreas Rutsch, Geschäftsführer

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 01.01.2021 bis 31.12.2021

1. Grundlagen des Konzerns

Die Gründung der Konzernmuttergesellschaft United Initiators Holding GmbH wurde am 29.07.2016 im Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in 82049 Pullach, Dr.-Gustav-Adolph-Straße 3.

1.1. Geschäftsmodell des Konzerns

Der Konzern ist vor allem auf dem Gebiet der organischen Peroxide, Persulfate und Spezialchemikalien sowie der Produktion von Wasserstoffperoxid tätig. Organische Peroxide und Persulfate werden als Initiatoren für Polymerisationsreaktionen verwendet.

Organische Peroxide werden als Radikalquelle in vielen industriellen Prozessen wie der Polymerisation, der chemischen Synthese und der Modifizierung von Polymeren eingesetzt. United Initiators produziert das gesamte Portfolio an organischen Peroxiden, die in vielen Branchen und Anwendungen verwendet werden und mit modernen Produktionstechnologien hergestellt werden. Organische Peroxide finden vor allem Anwendung bei der Herstellung von Kunststoffen wie Polyvinylchlorid, Polystyrol, Polyethylen und Polypropylen, die Bestandteile von Folien, Rohren und Bodenbelägen sind. Weitere Anwendungen sind die Modifikation von Kunststoffeigenschaften, beispielsweise durch Vernetzung (z.B. für Kabelisolationen, Dichtungen, Schläuche) und die Härtung von ungesättigten Polyesterharzen (z.B. für Gehäuse und Karosserieteile). Die von United Initiators hergestellten organischen Peroxide werden u.a. in der opto-elektronischen Industrie, in der Automobil- und Bauindustrie und bei der Herstellung von Windkraftanlagen eingesetzt.

Die anorganischen Persulfate finden neben der Herstellung von Kunststoffen, z.B. bei Polymerdispersionen von synthetischen Latexprodukten, auch Anwendung in der Elektronikindustrie zur Behandlung von Leiterplatten. Weiteren Einsatz finden Persulfate als Zusatzstoffe in Kosmetik- und Drogerieartikeln, in der Medizintechnik, als Flächendesinfektionsmittel und bei der chlorfreien Wasseraufbereitung für Schwimmbäder oder Badeeinrichtungen zur therapeutischen Anwendung.

Wasserstoffperoxid wird als Rohstoff in der Textil-, Zellstoff- und Papierindustrie eingesetzt und unter anderem zur Herstellung von Chemikalien sowie als Desinfektions- und Bleichmittel verwendet.

Von der United Initiators Gruppe hergestellte Spezialchemikalien werden in vielfältigen Anwendungsgebieten eingesetzt, unter anderem zur chemischen Synthese von weiteren Verbindungen in verschiedensten Anwendungsgebieten als chemische Katalysatoren für unterschiedliche Zwecke oder als Flammschutz in Kunststoffen.

Die United Initiators Gruppe bedient mit den chemischen Initiatoren anorganische Persulfate und organische Peroxide mit hohen Marktanteilen weltweit Industriekunden. Die Produkte der United Initiators Gruppe werden ausschließlich an die weiterverarbeitende Industrie vertrieben und in Zukunftstechnologien wie Windkrafträder, Solarzellen und Leichtbau in der Automobilindustrie eingesetzt. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Kunststoff-, Chemie- und Bauindustrie.

Produktionsstandorte befinden sich in Deutschland, USA, Kanada, China, Indien, Australien und der Türkei.

Die Produkte der United Initiators Gruppe werden weltweit vertrieben, mit regionalen Schwerpunkten in Nord- und Südamerika, Europa, Mittlerer Osten und Asien.

Die wirtschaftliche Planung und Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt über drei geographische Regionen mit jeweils eigener Ergebnisverantwortung. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird durch die laufende Überprüfung der Geschäftsentwicklung mit regelmäßig aktualisierten Einschätzungen wesentlicher Steuerungs- und Leistungskennzahlen vervollständigt.

1.2. Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung belaufen sich im Berichtszeitraum auf 2,9 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €). Zum 31.12.2021 waren 42 Mitarbeiter (Vorjahr: 42 Mitarbeiter) im Bereich Forschung, Entwicklung und Qualitätssicherung beschäftigt.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten befassen sich mit der Weiterentwicklung des bereits bestehenden Produktportfolios, der Entwicklung neuer nachhaltiger Produkte und Anwendungen sowie der stetigen Verbesserung der Produktionsabläufe mit der Zielsetzung, die Effizienz bei der Produktion zu erhöhen, die Markteinführungszeiten zu verkürzen und das organische Wachstum (Konzernumsatz und EBITDA) der Unternehmensgruppe zu unterstützen. Darüber hinaus arbeiten die Mitarbeiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung an der kontinuierlichen Reduzierung von Emissionen und dem Recycling von Abwasserströmen für deren Wiedereinsatz in der Produktion im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 1

1 business-worldwide-wirtschaftliche-lage-globale-chemie.pdf (vci.de)

Für den Unternehmenserfolg der United Initiators Gruppe ist die globale gesamtwirtschaftliche Entwicklung von größerer Bedeutung als die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, da nur ca. 10% der Umsatzerlöse direkt in Deutschland erzielt werden.

Die Coronapandemie hat im Jahr 2020 zu einer schweren globalen Rezession geführt. Im Jahr 2021 konnte sich die Weltkonjunktur trotz anhaltender Coronapandemie und weltweiter Engpässe von Lieferketten erholen. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich um 5% (Vorjahr: -3,8%). Auch die Europäische Union konnte im Jahr 2021 ein Wirtschaftswachstum von 5,1% verzeichnen (Vorjahr: -6,1%), während in Deutschland das BIP nur um 2,7% anstieg (Vorjahr: -4,9%). Auch in der für United Initiators wichtigen Absatzregionen USA hat sich die Wirtschaftsleistung erhöht (5,6%; Vorjahr: -3,4%). In China hat die Wirtschaft nach einem kurzen coronabedingten Einbruch schnell wieder Tritt gefasst (7,8%; Vorjahr: 2,2%).

Die Chemieindustrie kam bisher besser durch die Krise als viele andere Industriebranchen. Die weltweite Chemieindustrie verzeichnete im Gesamtjahr 2021 ein Wachstum von 6,4% (Vorjahr: -0,1%). Auch in Deutschland konnte die Chemieindustrie mit 4,5% (Vorjahr: -1,3%) im Vergleich zur Gesamtwirtschaft (2,7%; Vorjahr: -4,9%) ein überproportionales Wachstum erzielen. In der Europäischen Union waren im Jahr 2021 das Wachstum in der Gesamtindustrie (5,1% - Vorjahr: -6,1%) und der Chemieindustrie (5,0% - Vorjahr: -1,9%) in etwa gleich hoch. Lediglich in den USA blieb die Chemieindustrie mit 2,0% (Vorjahr: -3,5%) hinter der Gesamtwirtschaft (5,6%; Vorjahr: -3,4%) zurück. In China wuchs die Chemieindustrie im Jahr 2021 mit 8,0% (Vorjahr: 2,9%) etwas stärker als die Gesamtwirtschaft (+7,8%; Vorjahr: 2,2%).

Die United Initiators Gruppe hat im Geschäftsjahr 2021 ihre Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um ca. 14% gesteigert. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die deutsche und die türkische Tochtergesellschaft zurückzuführen, die erhebliche Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie in die Produktkalkulation einbeziehen und an die Kunden weitergeben konnten.

Das handelsrechtlich ermittelte operative Ergebnis (EBITDA) bezogen auf das Gesamtjahr hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 68% erhöht. Das für das interne Berichtswesen ermittelte EBITDA hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 32% erhöht. Die geringere prozentuale Ergebnisverbesserung im internen Berichtswesen ist auf im Vorjahr normalisierte Ergebniseffekte im Zusammenhang mit der Coronapandemie zurückzuführen. Neben den im Jahresvergleich insgesamt höheren Absatzmengen haben Preiserhöhungen und Währungseffekte die Umsatz- und Ergebnisentwicklung begünstigt. Höhere Rohstoff- und Energiekosten konnten in die Absatzpreise einkalkuliert werden. Das operative Ergebnis (EBITDA) des Geschäftsjahres 2021 vor einmaligen außergewöhnlichen Aufwendungen, das zu internem Management-Reporting genutzt wird, beträgt 65,3 Mio. € (Vorjahr 44,5 Mio. €).

2.2. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2021 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 348,4 Mio. € erzielt (Vorjahr: 305,2 Mio. €):

T€ 2021 2020
Deutschland 36.060 31.373
Sonstiges Europa 96.878 80.443
Außerhalb Europa 215.468 193.354
Gesamt 348.406 305.170

Die für das Jahr 2021 geplanten Umsatzerlöse in Höhe von 326,8 Mio. € wurden im Wesentlichen aufgrund höherer Absatzpreise übertroffen. Die Umsatzerlöse außerhalb Europas wurden hauptsächlich in Nordamerika, Asien und dem Nahen Osten erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 11,9 Mio. € (Vorjahr: 8,3 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 6,0 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) im Wesentlichen in Zusammenhang mit der türkischen Gesellschaft, Erträge aus Weiterbelastungen und der Vereinnahmung von staatlichen Zuschüssen und Ausgleichszahlungen in Höhe von 1,9 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €) sowie einen Ertrag aus der zeitanteiligen Auflösung des negativen Unterschiedsbetrags aus der Erstkonsolidierung der im Februar 2020 erworbenen Tochtergesellschaft United Initiators Canada Ltd. in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €).

Die durchschnittliche Materialeinsatzquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert (47,0%; Vorjahr: 48,6%), da aufgrund der hohen Nachfrage Preiserhöhungen durchgesetzt werden konnten und höhere Bezugskosten für Rohstoffe und Energie in die Absatzpreise einkalkuliert wurden.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Berichtszeitraum auf 60,8 Mio. € (Vorjahr: 56,5 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen auf Tarifsteigerungen bei den Löhnen und Gehältern und auf höhere ergebnisabhängige Vergütungsbestandteile zurückzuführen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 50,3 Mio. € (Vorjahr: 49,7 Mio. €) beinhalten neben den laufenden planmäßigen Abschreibungen auch planmäßige Abschreibungen auf die im Zuge der Neubewertung des Anlagevermögens im Rahmen von Erstkonsolidierungen aufgedeckten stillen Reserven in Höhe von 22,4 Mio. € (Vorjahr: 23,4 Mio. €) sowie die planmäßige Abschreibung auf im Rahmen der Erstkonsolidierungen entstandene aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von 13,3 Mio. € (Vorjahr: 13,4 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 78,4 Mio. € (Vorjahr: 71,4 Mio. €) beinhalten u.a. Vertriebs-, Fracht- und Werbeaufwendungen in Höhe von 32,5 Mio. € (Vorjahr: 29,9 Mio. €), Aufwendungen für externe Dienstleistungen und Instandhaltung in Höhe von 19,8 Mio. € (Vorjahr: 15,8 Mio. €), Aufwendungen für Miet-, Pacht- und Leasingverhältnisse in Höhe von 5,2 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €), Verwaltungskosten in Höhe von 4,7 Mio. € (Vorjahr: 4,2 Mio. €) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2,9 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von 30,3 Mio. € (Vorjahr: 29,9 Mio. €) beinhalten abgegrenzte, jedoch nicht ausbezahlte Zinsen auf das Gesellschafterdarlehen, Zinszahlungen an Kreditinstitute und auf Pensionsrückstellungen berechnete Zinsen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergeben im Saldo einen Steueraufwand in Höhe von 2,3 Mio. € (Vorjahr: Steuerertrag 2,1 Mio. €). Darin enthalten sind aus dem operativen Ergebnis abgeleitete laufende Steueraufwendungen in Höhe von 7,9 Mio. € (Vorjahr: 3,7 Mio. €) sowie latente Steuererträge in Höhe von 5,6 Mio. € (Vorjahr: 5,8 Mio. €). Die latenten Steuererträge sind im Wesentlichen auf die planmäßigen Abschreibungen der im Rahmen von Erstkonsolidierungen aufgedeckten stillen Reserven zurückzuführen.

Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von -22,8 Mio. € (Vorjahr: -41,6 Mio. €) ist belastet durch planmäßige Abschreibungen auf im Rahmen von Erstkonsolidierungen aufgedeckte stille Reserven in Höhe von 16,4 Mio. € inklusive Berücksichtigung latenter Steuern (Vorjahr: 17,0 Mio. €) und die planmäßige Abschreibung der Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 13,3 Mio. € (Vorjahr: 13,4 Mio. €).

Das handelsrechtliche EBITDA des Geschäftsjahres 2021 beträgt 59,8 Mio. € (Vorjahr: 35,7 Mio. €). Das operative Ergebnis (EBITDA) vor einmaligen außergewöhnlichen Aufwendungen, das zum internen Management-Reporting verwendet wird, beläuft sich auf 65,3 Mio. € (Vorjahr: 44,5 Mio. €). Das für das Jahr 2021 budgetierte EBITDA in Höhe von 60,5 Mio. € wurde im Wesentlichen aufgrund höherer Deckungsbeiträge übertroffen.

Die sonstigen Steuern in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €) beinhalten einen Ertrag in Höhe von 0,4 Mio. € infolge einer Steueramnestie in der Türkei.

Aufgrund der oben beschriebenen Abschreibungen auf stille Reserven und Geschäfts- und Firmenwerte und das auf andere Gesellschafter entfallende Konzernergebnis beträgt das auf die Gesellschafter des Konzerns entfallende Konzernergebnis im Berichtsjahr -23,1 Mio. € (Vorjahr: -42,7 Mio. €).

2.3. Finanzlage

Zum 31.12.2021 beträgt der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag -94,4 Mio. € (Vorjahr: -66,1 Mio. €). Aufgrund des negativen Eigenkapitals beträgt die Eigenkapitalquote wie im Vorjahr 0,0%. Der Rückgang des Eigenkapitals ist auf die in der Ertragslage beschriebenen Effekte aus Erstkonsolidierungen und Kaufpreisallokationen zurückzuführen. Darüber hinaus haben Effekte aus der Währungsumrechnung das Eigenkapital negativ beeinflusst. Ohne die Ergebnisbelastungen aus der Kaufpreisallokation und der planmäßigen Abschreibung der Geschäfts- und Firmenwerte würde sich das Eigenkapital auf +38,4 Mio. € (Vorjahr: +39,5 Mio. €) belaufen.

Aufgrund der Nachrangigkeit der Gesellschafterverbindlichkeiten kommt den Ansprüchen der Gesellschafter im Fall der Verwertung der Charakter von Eigenkapital zu.

Im Rahmen des Erwerbs der United Initiators Gruppe haben die Gesellschafter der United Initiators Holding GmbH ein Darlehen zur Verfügung gestellt, das sich zum 31.12.2021 inklusive Zinsabgrenzung auf 128,4 Mio. € (Vorjahr: 118,9 Mio. €) beläuft. Bei einem Bankenkonsortium wurden zudem in Euro und USD valutierende Darlehen aufgenommen, die zum 31.12.2021 mit 261,1 Mio. € (Vorjahr: 258,6 Mio. €) bilanziert sind. Das Gesellschafterdarlehen hat eine Restlaufzeit von über 5 Jahren. Die Bankendarlehen sind endfällig bei einer Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren. Während das nachrangige Gesellschafterdarlehen nicht besichert ist, sind die Bankdarlehen durch die Verpfändung von Vermögenswerten und durch Grundschulden besichert. Das Gesellschafterdarlehen wird mit einem fixen Zinssatz verzinst.

Die Zinsen des Gesellschafterdarlehens werden nicht ausbezahlt, sondern mit dem Nominalwert des Darlehens kapitalisiert. Die Verzinsung des Bankdarlehens setzt sich aus einer fixen und einer variablen Zinskomponente, die sich an den Leitzinssätzen Euribor und Libor orientiert, zusammen. Seit dem 30.06.2017 ist den Kreditgebern über die Relation EBITDA (bereinigt um nicht operative Effekte) zur Nettoverschuldung (Net Debt = Bankverbindlichkeiten abzüglich Guthaben bei Kreditinstituten) zu berichten (Financial Covenant). Die Kreditbedingung (Financial Covenant) ist zum 31.12.2021 vollständig erfüllt.

Zum Bilanzstichtag 31.12.2021 bestehen keine freien Kreditlinien. Die Guthaben bei Kreditinstituten reduzierten sich von 45,2 Mio. € zum 31.12.2020 um 14,8 Mio. € auf 30,4 Mio. € zum 31.12.2021. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf im Vergleich zum Vorjahr um 15,8 Mio. € höhere Investitionen in das Sachanlagevermögen und die vollständige Zahlung der zum 31.12.2020 aufgrund der Coronapandemie gestundeten Gewerbe- und Körperschaftsteuer in Höhe von 3,1 Mio. € zurückzuführen.

Die im Geschäftsjahr 2021 durchgeführten Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 37,9 Mio. € (Vorjahr: 22,1 Mio. €) betrafen im Wesentlichen Investitionen in zusätzliche Produktionskapazitäten an den bestehenden Standorten in Deutschland und in den USA sowie den Aufbau eines neuen Produktionsstandortes in China. Die United Initiators Gruppe hat auf die wirtschaftlichen Risiken, die mit der Coronapandemie verbunden sind, flexibel reagiert und im Jahr 2020 zurückgehaltene Investitionen im Jahr 2021 nachgeholt.

Die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns ist die operative Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften. Ein wesentliches Instrument des Liquiditätsmanagements stellt die Cashflow-Entwicklung des Konzerns dar. Als interne Kennzahl zur Liquiditätsmessung des operativen Geschäfts dient der Operating Cashflow bzw. die Veränderung des Finanzmittelbestandes.

Die Guthaben bei Kreditinstituten reduzierten sich von 45,2 Mio. € zum 31.12.2020 auf 30,4 Mio. € zum 31.12.2021. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (siehe Kapitalflussrechnung) beläuft sich auf 33,2 Mio. €. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt -37,6 Mio. €, im Wesentlichen betrifft dies Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -11,0 Mio. € ist im Wesentlichen auf geleistete Zinszahlungen für Bankkredite zurückzuführen.

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Jahr zu jeder Zeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.4. Vermögenslage

Zum 31.12.2021 beträgt die Bilanzsumme des Konzerns 574,1 Mio. € (Vorjahr: 564,1 Mio. €).

Das Anlagevermögen reduzierte sich von 375,4 Mio. € zum 31.12.2020 um 14,1 Mio. € auf 361,3 Mio. € zum 31.12.2021. Die Abschreibungen in Höhe von 50,3 Mio. € lagen um 12,2 Mio. € über den Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 38,1 Mio. €. In den Abschreibungen sind planmäßige Abschreibungen auf im Rahmen von Erstkonsolidierungen aufgedeckte stille Reserven in Höhe von 22,4 Mio. € und planmäßige Goodwill-Abschreibungen in Höhe von 13,3 Mio. € enthalten. Unter Berücksichtigung dieser konsolidierungsbedingten Effekte belaufen sich die operativen Abschreibungen auf 14,6 Mio. €. Unter operativen Gesichtspunkten hat die Unternehmensgruppe mit 38,1 Mio. € erheblich mehr in Zukunftsprojekte investiert als planmäßig abgeschrieben (14,6 Mio. €).

Das Vorratsvermögen erhöhte sich von 45,8 Mio. € zum 31.12.2020 auf 54,1 Mio. € zum 31.12.2021. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Bezugs- und Herstellkosten der Rohstoffe und Waren bzw. unfertigen und fertigen Erzeugnisse zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund von höheren Absatzpreisen von 21,6 Mio. € zum 31.12.2020 auf 23,5 Mio. € zum 31.12.2021.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich von 5,8 Mio. € zum 31.12.2020 auf 7,6 Mio. € zum 31.12.2021, im Wesentlichen aufgrund von höheren Steuerforderungen und eines höheren Bestands an CO 2 -Emissionszertifikaten.

Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Diskontierungszinssätze von 62,1 Mio. € zum 31.12.2020 auf 67,2 Mio. € zum 31.12.2021.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund höherer Bezugskosten für Rohstoffe von 21,2 Mio. € zum 31.12.2020 auf 23,8 Mio. € zum 31.12.2021. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich infolge der Begleichung von gestundeten Ertragsteuern von 12,2 Mio. € zum 31.12.2020 auf 10,0 Mio. € zum 31.12.2021.

2.5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.5.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die zur Steuerung des Unternehmens herangezogenen finanziellen Leistungsindikatoren waren im Berichtszeitraum das um nicht operative Ergebniseffekte bereinigte EBITDA und das Trade Working Capital (Vorratsvermögen zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) bezogen auf die Umsatzerlöse. Das EBITDA, ermittelt aus dem nach handelsrechtlichen Vorschriften erstellten Konzernabschluss, beläuft sich für das Geschäftsjahr 2021 auf 59,8 Mio. € (Vorjahr: 35,7 Mio. €). Das im Rahmen des Management Reportings für interne Steuerungszwecke ermittelte EBITDA beträgt 65,3 Mio. € (Vorjahr: 44,5 Mio. €). Bei der Ermittlung des EBITDA für interne Steuerungszwecke liegt der Fokus auf dem operativen Geschäft. Sondereinflüsse, wie beispielsweise Aufwendungen für M&A-Aktivitäten, Beratungsaufwendungen für Kostenoptimierungsprojekte oder aufgrund der Coronapandemie entstandene Zusatzkosten, werden nicht berücksichtigt.

Das auf die Umsatzerlöse bezogene Trade Working Capital, berechnet nach dem handelsrechtlichen Konzernabschluss, beträgt im Berichtszeitraum ca. 15% (Vorjahr: ca. 15%). Nach dem internen Berichtswesen beträgt das auf die Umsatzerlöse bezogene Trade Working Capital im Berichtszeitraum ca. 19% (Vorjahr: ca. 22%).

Den Kreditgebern ist vierteljährlich über die Einhaltung der Kreditbedingung (Financial Covenant) zu berichten, die gemessen wird an der Relation EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) und Total Net Debt (Bankverbindlichkeiten abzüglich Guthaben bei Kreditinstituten) - diese beträgt 3.71x zum 31.12.2021 und liegt damit deutlich unter dem maximalen Wert von 5,50x. Zum 31.12.2021 belaufen sich die Net Debt auf 240,9 Mio. € (Vorjahr: 223,2 Mio. €).

2.5.2. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den wichtigsten nicht finanziellen Leistungsindikatoren zählen Sicherheit (u.a. Vermeidung von Arbeitsunfällen), nachhaltiger Ressourcenverbrauch und Kundenzufriedenheit (z.B. durch Senkung der Reklamationsquote; berechnet aus dem Verhältnis der Anzahl der Auftragseingänge und der Anzahl der Reklamationen).

Die Sicherheit unserer Mitarbeiter, der in der lokalen Umgebung der Produktionsstandorte lebenden Menschen und der Schutz der Umwelt stehen an erster Stelle. Anlagensicherheit ist Kernelement einer sicheren, effektiven und somit einer zukunftsfähigen Produktion. Bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb der Anlagen werden konzernweit über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Sicherheitsmaßstäbe angelegt. Die Mitarbeiter werden in Sicherheits- und Gesundheitskursen zu verschiedenen Unfallschwerpunkten (z.B. "Stolpern, Rutschen, Stürzen") in der Risikovermeidung geschult.

Die United Initiators Gruppe hat sich anspruchsvolle Ziele zu Arbeits- und Anlagensicherheit sowie zum Gesundheitsschutz gesetzt, deren Zielerreichung auch erstmals Bestandteil der variablen Vergütung der Führungskräfte ist. In 2021 sind konzernweit acht meldepflichtige Arbeitsunfälle eingetreten (Zielwert für 2021: 0 Arbeitsunfälle).

Die Zufriedenheit der Kunden ist die Grundlage eines langfristigen Geschäftserfolgs. Daher ist Qualitätsmanagement für die United Initiators Unternehmensgruppe von zentraler Bedeutung. Dies spiegelt sich auch in den globalen Richtlinien für Qualitätsmanagement wider. Der Produktionsstandort in Pullach ist ISO 9001 zertifiziert. Zusätzlich werden darüber hinaus gehende branchen- und kundenspezifische Qualitätsstandards erfüllt.

Der Fokus liegt auf der engen Ausrichtung des Geschäfts an den Bedürfnissen der Kunden, die durch Vertriebsmitarbeiter im Dialog mit den Kunden über deren Produktionsprozesse und Geschäftsmodelle eruiert werden. United Initiators hat die interne Organisation nach regionaler Verantwortung ausgerichtet, um effektiver und effizienter arbeiten zu können und den Kundenfokus weiter zu stärken. Kundenanliegen sollen gezielt, gebündelt und mit einer schnellen Reaktionszeit bearbeitet werden. Ein wesentlicher Indikator hierfür ist die Reklamationsquote, die mit 0,8% unter dem langjährigen Durchschnitt und auch unter dem Zielwert für 2021 (0,9%) liegt.

Ein weiterer immer wichtiger werdender nicht finanzieller Leistungsindikator im Hinblick auf den demografischen Wandel sind Arbeitnehmerbelange. Die Gewinnung und Bindung beruflich qualifizierter Mitarbeiter an das Unternehmen ist Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels sind u.a. Aus- und Weiterbildungsangebote, die Beteiligung aller Mitarbeiter am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens, ein arbeitnehmer- und arbeitgeberfinanziertes Altersversorgungsmodell sowie freiwillige Sozialleistungen (z.B. vom Arbeitgeber bezuschusste Kantine). Die Pflegezusatzversicherung Care-Flex Chemie, die vom Bundesarbeitgeberverband Chemie und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) vereinbart wurde, wurde ab Juli 2021 für alle Beschäftigten des deutschen Standorts eingeführt.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmervertretung ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmenskultur. Mitarbeiterbefragungen sind ein Feedback-Instrument, um Mitarbeiter bei der Gestaltung ihres Arbeitsumfelds aktiv einzubeziehen.

2.6. Nachhaltigkeit

Neben der schon erwähnten Arbeits- und Anlagensicherheit liegt ein Schwerpunkt in der stetigen Effizienzsteigerung der energieintensiven chemischen Produktionsverfahren, die durch regelmäßige interne und externe Audits und Zertifizierungen des Energiemanagements- und Umweltmanagementsystems überprüft werden. In der Produktion werden durch Stoffkreisläufe anfallende Nebenprodukte aus einem Produktionsschritt als Ausgangsmaterial für weitere Produkte verwendet. Dadurch wird der Energie- und Ressourcenverbrauch gesenkt, die Nutzung der Rohstoffe nachhaltig verbessert und der Umweltschutz in die Produktionsprozesse integriert. Seit dem 01.01.2022 bezieht der deutsche Produktionsstandort ausschließlich aus erneuerbaren Energien erzeugten Strom.

Im Jahr 2021 hat sich United Initiators einer Analyse durch einen externen Auditor unterzogen, um den aktuellen Reifegrad bezüglich der ESG-Kriterien festzustellen. In vielen Themenbereichen steht die Ampel bereits auf grün, d.h. viele ESG-Anforderungen wurden bereits umgesetzt. Der Produktionsstandort in Pullach wurde deshalb im November 2021 mit einer Gold-Medaille zur Anerkennung des EcoVadis Ratings ausgezeichnet - dem höchstmöglichen Rating.

Darüber hinaus werden kontinuierlich interne Audits zum Energie- und Umweltmanagement durchgeführt.

2.7. Berichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften und Zinsswaps werden bedarfsorientiert ausschließlich als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken abgeschlossen. Das Zinsänderungsrisiko besteht in der variablen Zinskomponente (orientiert sich an Euribor und Libor) der bei einem Bankenkonsortium aufgenommenen Darlehensverträge. Zum Bilanzstichtag 31.12.2021 sind ca. 25% des Zinsänderungsrisikos durch Zinsswaps abgesichert. Das durch Devisentermingeschäfte abgesicherte Wechselkursrisiko bezieht sich auf Fremdwährungsforderungen in USD, die im Jahr 2022 aus dem Verkauf von Chemie-Produkten entstehen werden.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Risikobericht

Das Risikomanagement entspricht den gesetzlichen Anforderungen (z.B. Emissionsschutzgesetz) und ist Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse.

Die United Initiators Gruppe hat als Chemieunternehmen eine besondere Verantwortung für den Betrieb ihrer Anlagen und den Schutz von Mensch und Umwelt. An allen Produktionsstandorten gibt es Mitarbeiter, die für die Themen Anlagen- und Arbeitssicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz verantwortlich sind. Arbeitsschritte sind in Verfahrensanweisungen dokumentiert, deren Einhaltung für alle betroffenen Mitarbeiter verbindlich ist. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, im Intranet in regelmäßigen Abständen an Schulungen rund um die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheit teilzunehmen.

Alle eingesetzten Produktions-, IT- und ERP-Systeme sind durch entsprechende Berechtigungskonzepte, Freigabekonzepte und Zugangsbeschränkungen vor Missbrauch geschützt. Mit regelmäßigen Systemsicherungen und Wartungsmaßnahmen wird das Risiko eines Produktionsausfalls oder eines Datenverlustes minimiert. Sollte es trotz aller Maßnahmen zu einem Produktionsausfall oder Datenverlust kommen, ist der finanzielle Schaden durch die bestehende Betriebsunterbrechungsversicherung (Selbstbehalt 1 Mio. Euro) abgedeckt. Die Cyber-Versicherung deckt finanzielle Schäden ab, die durch externe Hackerattacken auf die IT-Systeme entstehen könnten.

Zur Sicherstellung der Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften und Einhaltung unternehmensintern festgelegter Verhaltensregeln hat das Unternehmen ein Compliance Management und einen Code-of-Conduct installiert. Ein Compliance Officer steht allen Mitarbeitern als Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema Compliance zur Verfügung.

Nach der Rezession im Jahr 2020 aufgrund der Coronapandemie ist die Weltwirtschaft im vergangenen Jahr wieder deutlich gewachsen. Wirtschaftsforscher erwarten, dass sich dieser Trend im Jahr 2022 fortsetzen wird. Es werden aber pandemiebedingt nach wie vor erhebliche Risiken für die Konjunktur gesehen. Hinzu kommen Beeinträchtigungen aus den weltweit bestehenden Engpässen in den Lieferketten und in der Logistik. Zusätzlich könnten die militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen.

Die United Initiators Gruppe beliefert weltweit eine große Anzahl von Kunden aus den unterschiedlichsten Industriebranchen. Mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes wird in außereuropäischen Ländern erwirtschaftet. Ungeachtet dessen können der Ukraine-Konflikt, andauernde Handelskonflikte zwischen den USA und ihren Handelspartnern sowie eine Abschwächung des derzeitigen Aufwärtstrends aufgrund wieder ansteigender (Corona-) Fall-Zahlen auch für die United Initiators Gruppe Absatz- und damit verbunden Ergebnisrisiken zeigen.

Absatzmarktrisiken wird unter anderem durch die Entwicklung neuer Produkte begegnet und durch enge Zusammenarbeit mit den Kunden neue Anwendungen zu erschließen und damit die Kunden langfristig zu binden. Möglich ist dies durch die stabile und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den langjährigen Vertriebsmitarbeitern und den Kunden.

Die United Initiators Gruppe erzielt - bezogen auf den Konzernumsatz - keine wesentlichen Umsätze in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion, so dass der Ukraine-Konflikt nicht mit unmittelbaren Absatzrisiken verbunden ist.

Beschaffungsmarktrisiken aus höheren Rohstoff- und Energiepreisen oder eventuellen Engpässen in der Verfügbarkeit bestimmter Rohstoffe wird durch Gegenmaßnahmen wie mehrjähriger Lieferverträge, höherer Sicherheitsbestände oder einer weltweiten Ausweitung der Lieferantenbasis begegnet. Bei Engpässen in der Verfügbarkeit von Rohstoffen können sich die Lieferzeiten zum Kunden erhöhen. Dem Risiko von Lieferunterbrechungen auf der Beschaffungs- und Absatzseite durch extreme Wetterlagen (zum Beispiel Hoch-/Niedrigwasser von Flüssen, Wirbelstürme) begegnet die United Initiators Gruppe mit dem Wechsel auf nicht betroffene Logistikträger sowie der Möglichkeit, innerhalb des globalen Verbunds auf nicht betroffene Standorte ausweichen zu können. Aus der Verbreiterung der Lieferantenbasis auf asiatische Länder ergeben sich Risiken aus der Beschaffung der für die Produktion erforderlichen Rohstoffe. Diese Beschaffungsrisiken stehen zum Teil immer noch in Zusammenhang mit der Coronapandemie oder aus den sich über lange Handelsrouten ergebenden Transportrisiken.

Bereits im Jahr 2021 sind die Rohstoffpreise und die Preise für Emissionszertifikate deutlich angestiegen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich diese Entwicklung 2022 fortsetzen wird. Aufgrund der hohen Kundennachfrage erwartet die Unternehmensgruppe jedoch, dass auch die Verkaufspreise für die Chemieprodukte entsprechend angehoben werden können.

Die Chemieindustrie ist eine energieintensive Branche mit hohem Strom- und Gasverbrauch. Seit Jahresbeginn 2022 wird für den deutschen Produktionsstandort ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien bezogen. Je nachdem wie sich die militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine weiterentwickeln, könnten mögliche Unterbrechungen in der Energieversorgung (z.B. aufgrund von Sanktionen) negative Auswirkungen auf die Produktion haben. Nach derzeitigem Stand hat sich die Türkei nicht an den Sanktionen gegenüber Russland beteiligt, sodass bei der türkischen Tochtergesellschaft das Risiko eines Energieembargos als gering eingeschätzt wird. Für die Produktionsstandorte in Nordamerika ist nach derzeitigem Stand ebenfalls nicht mit Unterbrechungen in der Gasversorgung zu rechnen. Für den Produktionsstandort Pullach bleibt die weitere Entwicklung der Sanktionspolitik der Europäischen Union gegenüber Russland abzuwarten. Dank langfristiger Verträge mit Energieversorgungsunternehmen sind im Jahr 2022 die Bezugspreise für Strom und Erdgas auf bisherigem Niveau gesichert.

Die United Initiators Gruppe beobachtet das weltweite regulatorische Umfeld. Gemäß der geltenden Gesetzeslage in Deutschland müssen energieintensive Unternehmen oder Unternehmensteile nur einen Teil der EEG-Umlage zahlen. Auch die United Initiators Gruppe profitiert davon bei der Produktion von Persulfaten. Eine Einschränkung der Befreiungsregeln würde die Wettbewerbsfähigkeit dieser Produkte erheblich beeinträchtigen. Generell wird die weitere Strompreisentwicklung (Großhandelspreise, Netzentgelte, Leitungsmarkt) auch künftig stark von der weiteren Ausgestaltung der Energiewende durch die deutsche und europäische Politik abhängen.

Die von der Europäischen Union verhängten Antidumping-Zölle auf die Einfuhr von chinesischen Persulfat-Erzeugnissen wurden im Januar 2020 für weitere 5 Jahre verlängert.

Marktentwicklungsrisiken wie beispielsweise die Fehleinschätzung künftiger Marktentwicklungen oder fehlende Kundenakzeptanz bei neu entwickelten Produkten werden durch langjährige Markterfahrung und Beobachtung der Branchentrends - untermauert durch detaillierte Business Pläne - weitestgehend reduziert. Die Produkte werden laufend weiterentwickelt, um auch in Zukunftsfeldern, wie z.B. erneuerbare Energien, neue Kunden zu gewinnen.

Dem Kreditrisiko eines Zahlungsausfalls durch einen Kunden wird durch eine Bonitätsprüfung des Kunden und das anschließende Setzen von Kreditlimits begegnet, d.h. Aufträge werden nur bis zu einer kundenindividuell festgelegten Höhe ausgeführt. Die United Initiators GmbH und die United Initiators Inc. übergeben einen Teil der Kundenforderungen an ein Factoring-Unternehmen (echtes Factoring).

Risiken aus Zinsschwankungen werden teilweise durch Hedgingmaßnahmen (Zinsswapvereinbarungen mit Banken) reduziert. Währungsrisiken aus Fremdwährungsforderungen werden fallweise durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Zur Begrenzung des Liquiditätsrisikos und der Risiken, die sich aus Verstößen gegen Financial Covenants ergeben könnten, hat United Initiators zu Beginn der Coronapandemie im März 2020 die freie Kreditlinie von 12,5 Mio. € gezogen. Während im Jahr 2020 diese zusätzliche Liquidität zur Absicherung von coronabedingten Liquiditätsengpässen vorgehalten wurde und darüber hinaus von dem staatlichen Angebot der zinslosen Stundung von fälligen Steuerzahlungen Gebrauch gemacht wurde, sind im Jahr 2021 alle fälligen Steuern bezahlt und ein zukunftsorientiertes Investitionsprogramm finanziert worden. Nach derzeitiger Einschätzung verfügt die United Initiators Gruppe im Geschäftsjahr 2022 über ausreichende Liquiditätsreserven zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs und der geplanten Investitionen.

Das Konzernergebnis könnte bei einem weiteren Verfall der türkischen Landeswährung kombiniert mit hoher Inflation belastet werden.

Die Gesellschaften der United Initiators Gruppe sind in mehreren Ländern tätig und unterliegen damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen der Steuergesetze und -regelungen in diesen Jurisdiktionen könnten zu höheren Steueraufwendungen und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem könnten Änderungen der Gesetze und Regelungen auch Einfluss auf Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie auf latente Steuern haben. Zudem könnte die Unsicherheit im steuerlichen Umfeld mancher Regionen die Möglichkeiten einschränken, Rechte durchzusetzen. Als global tätige Unternehmensgruppe wird in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden können, agiert. Künftige Auslegungen beziehungsweise Entwicklungen der Steuersysteme könnten die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der United Initiators Gruppe beeinflussen.

Risiken aus drohenden Rechtsstreitigkeiten werden derzeit nicht gesehen.

3.2 Chancenbericht

Ungeachtet der derzeitigen Unwägbarkeiten infolge des weiteren Verlaufs der Coronapandemie und des Ukraine-Konflikts auf die Entwicklung der Weltkonjunktur im Jahr 2022 sieht die United Initiators Unternehmensgruppe unverändert gute Chancen weiter stärker zu wachsen als die weltweite Chemieproduktion, besonders in jungen Märkten und Absatzregionen. Das stärkste Wachstum wird nach wie vor in Asien und im weltweit größten Chemiemarkt China gesehen. Um diese Chancen wahrnehmen zu können, wird die Präsenz in diesen Märkten gezielt ausgebaut. So wurde in China die Errichtung eines neuen Produktionsstandortes für die Herstellung von Persulfaten abgeschlossen und mit dem Bau eines neuen Produktionsstandorts für die Herstellung von organischen Peroxiden in Huaibei City in der Provinz Anhui begonnen. Mit einem Beginn der Produktion wird für Ende 2022 gerechnet.

Für das Geschäftsjahr 2022 verfolgt die United Initiators Gruppe eine weitere Konsolidierung der bestehenden Geschäftsfelder, d.h. in den nächsten zwei bis drei Jahren wird der Fokus auf organischem Wachstum mit Erweiterungsinvestitionen in bestehende Standorte liegen. Weitere Unternehmenserwerbe könnten erfolgen, sofern sich passgenaue Akquisitionen anbieten.

Branchenspezifische Chancen ergeben sich aus dem breiten Produktportfolio der United Initiators Gruppe, mit dem globale Zukunftsthemen bedient werden können. Dazu zählen die fortschreitende Urbanisierung, der Trend zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und Energie, der weltweit wachsende Mobilitätsbedarf sowie die zunehmende Nachfrage nach Produkten, die die Lebensqualität erhöhen. An der Bedeutung dieser Themen haben auch die Pandemie und die Ukraine-Krise nichts geändert.

Aus politischen Maßnahmen können auch Chancen entstehen. So sieht das Management im weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien sowie in den Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz die Chance auf eine höhere Nachfrage nach den Produkten der United Initiators Gruppe, wie beispielsweise in der Bauindustrie oder für Windkraftanlagen.

Durch Maßnahmen zur Optimierung von Kostenstrukturen und Prozesse bieten sich weitere Chancen die Profitabilität der United Initiators Gruppe zu verbessern. Mit dem Programm "UP - United Prime", das Anfang 2020 gestartet und im Jahr 2021 weitergeführt wurde, konnten Rohstoff- und Fixkosten verringert und die Effizienz der Produktionsabläufe gesteigert werden.

Digitalisierung ist mittlerweile auch in der Chemieindustrie ein wichtiger Hebel, kontinuierlich Produktivitätsfortschritte zu erzielen, die Sicherheit der Prozesse zu erhöhen und den Service für die Kunden zu verbessern. Die Geschäftsführung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 ein Digitalisierungsprojekt angestoßen, mit der Aufgabe Digitalisierungspotentiale zu ermitteln, nach Effizienzgewinn zu priorisieren und einen Fahrplan für deren Umsetzung zu entwickeln.

3.3. Gesamtaussage Risiko-/Chancenbericht

Insgesamt kam es im Verlauf des Jahres 2021 zu keinen maßgeblichen Veränderungen bei den Einzelrisiken. Das Gesamtrisiko ist in der Summe, bis auf die Unsicherheiten durch die Coronapandemie und die geopolitischen Risiken, gegenüber dem Vorjahr nach Einschätzung des Managements in etwa gleichgeblieben.

Für das Management sind zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die die Fortführung des Unternehmens ernsthaft gefährden könnten. Dank des breiten Produktportfolios und der internationalen Aufstellung werden gute Chancen gesehen, nach Überwindung der Coronapandemie die Marktpositionen auszubauen und weiter zu wachsen. Das Management ist zuversichtlich, dass die United Initiators Gruppe strategisch und finanziell so gut aufgestellt ist, dass die Chancen, die sich bieten, auch genutzt werden können.

3.4. Prognosebericht

Die Weltwirtschaft wird sich 2022 weiter erholen. Konjunkturforscher gehen jedoch davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum verlangsamen wird. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) sieht sich aufgrund der Ukraine-Krise außerstande, Prognosen für das Wirtschaftswachstum abzugeben. Dabei belasten die wirtschaftlichen Folgen der Ukraine-Krise und der Pandemie die Länder in unterschiedlichem Maße. Zusätzlich könnten die hohe Inflation und die hohe Schuldenlast vieler Staaten als Folge von Konjunkturprogrammen das Wirtschaftswachstum belasten.

Die United Initiators Gruppe konnte das Geschäftsjahr 2021 mit einem sehr guten Ergebnis abschließen. Grundlage für dieses Ergebnis war, dass die industriellen Kunden der Chemiebranche ihren Erholungskurs fortsetzten. Entsprechend positiv entwickelte sich die globale Nachfrage nach Chemikalien.

Die wirtschaftliche Entwicklung in den bedeutenden Abnehmerbranchen der United Initiators Gruppe wird auch im Jahr 2022 unter dem Einfluss der Coronapandemie und der geopolitischen Risiken stehen. Je nach Verlauf des Infektionsgeschehens und der durch die Ukraine-Krise ausgelösten Sanktionen kann es regional sowie in den unterschiedlichen Marktsegmenten zu uneinheitlichen Entwicklungen kommen. Die United Initiators Gruppe geht jedoch davon aus, dass die für ihr Geschäft bedeutenden Branchen weiter wachsen werden.

Die United Initiators Gruppe erwartet für das Jahr 2022 ein, für interne Steuerungszwecke ermitteltes, operatives EBITDA von 72,2 Mio. € (Vorjahresbudget: 60,5 Mio. €). Das erste Quartal 2022 konnte gemäß Planung abgeschlossen werden. Aufgrund der Unsicherheiten in Bezug auf die weitere Entwicklung der beschriebenen externen Risiken bestehen auch für die United Initiators Gruppe nicht unerhebliche Risiken. Die Stärke des breiten Produktportfolios hat sich aber in der Krise bereits bewährt. Nach derzeitiger Einschätzung kann die Kreditbedingung (Financial Covenant - Relation EBITDA zu Net Debt) der Bankkredite vollständig eingehalten werden.

Gemäß Planung wird für das Jahr 2022 ein auf die Umsatzerlöse bezogenes Trade Working Capital von ca. 20% erwartet (Vorjahresbudget: 22%).

Aufgrund zusätzlicher Produktionskapazitäten und einer Erhöhung der Absatzpreise werden für die United Initiators Gruppe für das Geschäftsjahr 2022 höhere Umsatzerlöse geplant (2022: ca. 401 Mio. €; 2021 Vorjahresbudget: 327 Mio. €).

Im Geschäftsjahr 2022 werden Investitionen in Sachanlagen von ca. 37 Mio. € erwartet. Der Schwerpunkt der Investitionen konzentriert sich auch im Jahr 2022 weiterhin auf den Bau von Produktionsanlagen bzw.- der Erweiterung bestehender Produktionskapazitäten. Die Investitionen können voraussichtlich größtenteils aus dem erwarteten Net Operating Cashflow und der vorhandenen Liquidität finanziert werden. Im Geschäftsjahr 2021 wurden entgegen der Planung (42,0 Mio. €) nur 38,1 Mio. € investiert, da geplante Projekte sich verzögert haben.

Die United Initiators Gruppe geht davon aus, dass die Rohstoffpreise sich im Jahr 2022 sehr volatil entwickeln, aber insgesamt über denen des Vorjahres liegen werden. Die Preisentwicklung auf den Energiemärkten wird im weiteren Jahresverlauf 2022 auch die Preisbildung für andere Rohstoffe beeinflussen.

Die Absatzpreise der United Initiators Gruppe werden sich in 2022 voraussichtlich analog zu den Energie- und Rohstoffpreisen entwickeln. Die Unternehmensgruppe geht davon aus, dass wie auch im Jahr 2021 aufgrund der hohen Kundennachfrage gestiegene Bezugspreise in die Absatzpreise einkalkuliert werden können.

In Bezug auf die nicht finanziellen Leistungsindikatoren wird weiter an der Stabilisierung der Reklamationsrate (Ziel 2022: 0,8%; Vorjahr: 0,9%) und der Vermeidung von Arbeitsunfällen gearbeitet (Ziel 2022: 0; Vorjahr: 0), letzteres unterstützt durch das Sicherheitskonzept "Sicherheitskontakt", wodurch ein intensiver Dialog innerhalb der United Initiators Gruppe zu sicherheitsrelevanten Themen stattfinden soll.

Die tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung der United Initiators Gruppe kann auf Grund der wirtschaftlichen Unsicherheiten positiv wie auch negativ von den Annahmen abweichen. Ungeachtet dessen, sieht das Management aufgrund der hohen Kundennachfrage und des Produktmix der United Initiators Gruppe gute Chancen, im Jahr 2022 erneut im Umsatz zu wachsen und das EBITDA zu verbessern. Bis zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung hat sich ungeachtet der anhaltenden Coronapandemie und des Ukraine-Konflikts an dieser Einschätzung nichts geändert.

Obwohl es zum aktuellen Zeitpunkt angesichts der gegebenen Unsicherheiten dem Management nur eingeschränkt möglich ist, die Auswirkungen der militärischen Auseinandersetzung in der Ukraine auf die Finanzahlen zu quantifizieren, erwarten wir nicht, dass es unsere langfristige Wachstumsziele beeinflussen wird. Kurzfristig wird die Gruppe alles Erdenkliche tun, um etwaigen wirtschaftlichen Schaden zu minimieren sowie die Kunden auch weiterhin so effektiv wie möglich zu bedienen.

 

Pullach, den 25. April 2022

United Initiators Holding GmbH

Ed Hoozemans, Geschäftsführer

Andreas Rutsch, Geschäftsführer

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