Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 362
Eingetragen
2.7.1974
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Die Herstellung von Maschinen und Stahlkonstruktionen. Die Gesellschaft kann gleichartige oder ähnliche Unternehmungen erwerben, sich an solchen beteiligen oder deren Vertretung übernehmen. Die Einrichtung von Zweigniederlassungen ist zulässig.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Remmert Holding GmbH & Co. KG
Germany
800.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Friedrich Remmert GmbH

Löhne

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

FRIEDRICH REMMERT GMBH, LÖHNE

Inhalt

1. Das Unternehmen

2. Geschäftsverlauf, Ergebnis und Lage des Unternehmens

2.1 Organisation

2.2 Unternehmenssteuerung und finanzielle Kennzahlen

2.3 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Marktposition

2.4 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.5 Investitionsentwicklung

2.6 Qualitätsmanagement

3. Forschung und Entwicklung

4. Entwicklung, Strategie des Unternehmens, Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

4.1 Entwicklung der Zielmärkte

4.2 Strategische Ausrichtung

4.3 Organisatorische Ausrichtung auf Basis der Marktanforderungen

4.4 Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

5. Chancen- und Risikobericht

5.1 Leistungs-, Qualitäts- und Marktrisiken und -chancen

5.2 Beschaffungsrisiken

5.3 Personalrisiken

5.4 Sonstige Risiken

5.5 Beurteilung des Gesamtrisikos

1. Das Unternehmen

Die Friedrich Remmert GmbH entwickelt und vertreibt individuelle produktionslogistische Lösungen für die Bereiche Langgut und Blech. Dabei werden neben der Lager- und Automationstechnik auch die zugehörige Logistiksoftware angeboten. Des Weiteren bietet die Friedrich Remmert GmbH auch die Modernisierung bestehender Lagersysteme an.

2. Geschäftsverlauf, Ergebnis und Lage des Unternehmens

2.1 Organisation

In der Organisation haben sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Es wurden die bestehenden Kapazitäten in der Fertigung und in den entwickelnden Abteilungen und der Ausbau des Dienstleistungsspektrums einhergehend mit einem Personalaufbau erweitert.

Zudem wurde der Fokus weiterhin auf die Verbesserung der Ablauforganisation gelegt und die Ausrichtung der Fertigungsabläufe nach den Prinzipien des "Lean Managements" verstärkt.

2.2 Unternehmenssteuerung und finanzielle Kennzahlen

Die Unternehmenssteuerung erfolgt durch eine Ertrags- und Finanzplanung. Dabei dienen der Umsatz, der Netto-Cash-Flow und das operative Ergebnis vor Zinsen (EBIT) als wesentliche Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung, für die Beurteilung des Geschäftsverlaufs und für die Lage der Gesellschaft.

2.3 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Marktposition

Im Jahr 2023 konnte der deutsche Markt der Fördertechnik und Intralogistik in ähnlichem Maße wie in den vorangegangenen Jahren einen leichten Anstieg des Produktionsvolumens in Höhe von ca. 2-3 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.

Damit ist das Wachstum des Marktsegments durch die Auswirkungen der Krise seit Beginn des Urkraine-Kriegs deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen von 8 % geblieben.

Die anhaltend hohen Materialpreise, die noch immer erhöhten Energiepreise, aber auch ein weiter zunehmender Arbeitskräftemangel stellen große Herausforderungen für die Unternehmen der Branche dar.

Wir sehen die Produkte der Friedrich Remmert GmbH wegen des anhaltenden Trends, durch Automatisierung sowohl Lohnkosten zu senken und dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken, als auch geänderte Konzepte in der Bevorratung und Produktionsversorgung in der Folge von Lieferengpässen und Materialmangel zu implementieren, weiterhin in einem wachsenden Marktumfeld.

Die Produktepalette und geographische Absatzmärkte sind diversifiziert, so dass keine große Abhängigkeit von einzelnen Kunden oder Märkten besteht.

Auf dieser Basis kann sich die Friedrich Remmert GmbH auf den weiteren, nachhaltigen Ausbau und die Optimierung der Produktion sowie des Engineerings konzentrieren.

2.4 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Die Friedrich Remmert GmbH konnte den Umsatz des Vorjahres übertreffen und eine Steigerung um ca. 1,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr erzielen. Dennoch konnte das prognostizierte Umsatzziel trotz eines ausreichenden Auftragsbestandes wegen diverser Lieferverzögerungen von Zukaufteilen z.B. aus dem Bereich der Antriebstechnik und wegen des Personalmangels nicht erreicht werden, so dass einige Anlagen nicht planmäßig fertiggestellt werden konnten.

Auch aufgrund gestiegener Materialpreise lag der Rohertrag im Geschäftsjahr 2023 bei 9,7 Mio. EUR und somit oberhalb des Niveaus im Vorjahr (i. Vj. 8,3 Mio. EUR). Das EBIT betrug 133 TEUR (i. Vj. -459 TEUR). Das verbesserte EBIT ist auf den angestiegenen Umsatz, der gesunkenen Materialquote von 46,7 % (VJ: 49,4 %) sowie der gesunkenen Personalaufwandsquote von 32, % (VJ: 33,3 %) zurückzuführen.

Das Finanzergebnis betrug -42 TEUR (i. Vj. -13 TEUR). Es wurde ein Jahresüberschuss i. H. v. 77 TEUR (i. Vj. Jahresfehlbetrag -291 TEUR) erzielt.

Der Netto-Cashflow hat sich gegenüber 2023 deutlich positiv entwickelt. Im Vorjahr resultierte die Mittelbindung aus erhöhter Durchlaufzeit aufgrund von Lieferengpässen und damit einhergehende Finanzierungserfordernisse der Vorratsbestände.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bewegten sich auf niedrigem Niveau. Hierbei handelt es sich überwiegend um verbundene Unternehmen.

Die Vorräte betrugen 0,9 Mio. EUR (i. Vj. 1,3 Mio. EUR).

Die Rückstellungen betrugen insgesamt 938 TEUR (i. Vj. 704 TEUR), während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sich auf insgesamt 350 TEUR (i. Vj. 505 TEUR) beliefen.

Die Finanzierung ist durch ausreichende Kontokorrentkreditlinien abgesichert. Anlageninvestitionen werden durch Eigen- und langfristige Fremdmittel finanziert.

Zahlungsverpflichtungen konnten zu jedem Zeitpunkt erfüllt werden.

2.5 Investitionsentwicklung

Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug im Jahr 2023 ca. 217 TEUR (i. Vj. 152 TEUR). Es wurde schwerpunktmäßig in Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie IT-Soft- und Hardware investiert, um die Anzahl der Arbeitsplätze auszubauen.

Für 2024 plant die Gesellschaft mit niedrigeren Investitionen als im Vorjahr.

2.6 Qualitätsmanagement

Alle bestehenden Zertifizierungen und Zulassungen konnte die Friedrich Remmert GmbH im Jahr 2023 durch erfolgreich abgeschlossene Audits und Prüfungen erneuern bzw. fortschreiben.

Im Jahr 2023 besaß das Unternehmen folgende Zertifizierungen und Zulassungen:

DIN EN ISO 9001:2015

3. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Friedrich Remmert GmbH orientieren sich grundsätzlich am direkten Nutzen unserer Kunden. So können wir mit einer Kombination aus leistungsfähigem Engineering, hoher Fertigungstiefe und handwerklicher Perfektion die kurzfristige Realisierung komplexer Aufgabenstellungen ermöglichen und unseren Kunden eine kosteneffiziente Umsetzung seiner Anforderungen mit innovativen Technologien bieten.

Darüber hinaus wurde in den letzten Jahren konsequent an technologischen Alleinstellungsmerkmalen in der Software und Steuerungstechnik in Form von Schnittstellen, Web-Applikationen und Dashboards sowie in der Hardware hinsichtlich neuer Modulbausteine des Baukastensystems Flex-Familie und der Wabe gearbeitet.

Der Fokus der Entwicklungstätigkeiten in den Jahren 2021 und 2022 lag auf dem Produktbereich "Fahrerlose Transportsysteme" (FTS).

Im Jahr 2023 wurde das FTS zur Marktreife gebracht. Besonderes Augenmerk ist hier auf die Software-Entwicklung gerichtet, die ein Hauptmerkmal einer offenen Systemlösung für die Kunden der Remmert Gruppe darstellt. Ziel ist es, das FTS als weiteres Produktstandbein in 2024 zu etablieren.

4. Entwicklung, Strategie des Unternehmens, Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

4.1 Entwicklung der Zielmärkte

Blech / Flachgut:

In den vergangenen Jahren lag ein starker Fokus auf dem Ausbau der Intralogistik im Bereich Blech. Hier konnten durch die Entwicklung der Standardprodukte LaserFLEX und SortFLEX ein wesentlicher Beitrag zur Bereitstellung von herstellerunabhängigen Automationslösungen geleistet werden. Gleichzeitig bemerken wir, dass große Laserproduzenten ihr Produktportfolio um Automationslösungen erweitern. Dies hat insbesondere auf dem europäischen Markt Auswirkungen, dahingehend, dass die Endkunden ganze Fertigungsketten "aus einer Hand" kaufen. Hier ist es eine wesentliche Herausforderung den USP der Flexibilität und Herstellerunabhängigkeit der Produkte der FLEX-Familie stärker vertrieblich in den Vordergrund zu stellen.Dem entgegenwirkend merken wir einen grundsätzlichen Anstieg des Marktvolumens für Automationslösungen auch in Ländern mit, vergleichsweise zu Deutschland niedrigeren, Lohnkosten. Diesem Umstand wird durch verstärkte Vertriebspräsenzen in diesen Märkten Rechnung getragen, um auch international stärker wachsen zu können.

Langgut:

Der Produktbereich Langgut ist nach unserer Einschätzung ein Markt mit vergleichsweise überdurchschnittlichem Umsatz- und Erfolgspotential. Dieser wird zukünftig zum einen stärker und zum anderen fokussierter durch Marktanalysen der Zielbranchen in den relevanten Märkten bearbeitet.

Schwerpunkt ist es, hier dem Kunden neben der Lagertechnik auch maßgeschneiderte Automationslösungen anbieten zu können. Mit diesem Fokus wird das bisherige Produktportfolio durch das Remmert FTS für den autonomen, reibungslosen Transport von schweren und sperrigen Gütern ergänzt, um nicht nur einen höheren Automationsgrad, sondern auch eine höhere Flexibilität in der Intralogistik generieren zu können.

Hinsichtlich der regionalen Diversifizierung des Absatz-Mixes wird jedem Land mit individuellen strategischen Maßnahmen zur Markterschließung und -durchdringung begegnet.

4.2 Strategische Ausrichtung

Schwerpunktthemen im Bereich Vertrieb auf Basis der strategischen Ausrichtung:

Die Friedrich Remmert GmbH verfolgt das Ziel, die Produkte als Premium-Anbieter zu vermarkten. Das bedeutet, dass größtmöglicher Wert darauf gelegt wird, dass die Kundenanforderungen hinsichtlich eigener Prozesse unter Verwendung der Remmert Produkte realisiert werden können. Dies beinhaltet insbesondere die Anbindung aller bereits vorhandenen Maschinen an die Remmert Automations- und Lagerlösungen. Auf Grund der modularen Bauweisen der Remmert Produkte im Hard- und Softwarebereich können maßgeschneiderte Lösungen für den Kunden angeboten werden.

Als unabhängiger Experte für Intralogistik und modularer Lager- und Prozessautomatisierung möchte Remmert für seine Kunden, gemäß dem Grundsatz "we make material flow", der wesentliche Partner für dessen Materialflusslösungen sein. Unser Ziel ist es, die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden zu verstehen, um sie partnerschaftlich lösen zu können, ganz unabhängig davon, welche definierten Maschinen angebunden werden sollen.

4.3 Organisatorische Ausrichtung auf Basis der Marktanforderungen

Projektmanagement:

Die vertriebliche Ausrichtung der Gesellschaft hat zur Folge, dass Projekte kurzfristig tendenziell entwicklungsintensiver werden und der Anteil an Software- und Schnittstellenkompetenz in den Projekten ansteigt.

Engineering:

Bestrebungen des Engineerings sind die weitere Ergänzung des vorhandenen Produktportfolios um modulare Automationskomponenten.

4.4 Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

Die Planung der Friedrich Remmert GmbH geht im Geschäftsjahr 2024 von einem deutlichen Anstieg des Umsatzes aus. Das geplante Umsatzwachstum basiert auf bereits gebuchten Aufträgen.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Jahr 2024 ein EBIT, welches durch das Umsatzwachstum und den Entfall von Sondereffekten aus 2023 merklich über dem des Vorjahres liegen wird.

Gleiches gilt für die Erwartung des Netto-Cash-Flows.

5. Chancen- und Risikobericht

Die Friedrich Remmert GmbH verfügt über ein umfassendes Portfolio an Versicherungen und lässt sich in diesem Bereich durch einen Makler umfassend auch über Ergänzungen des Versicherungsschutzes regelmäßig beraten.

Sämtliche Aufträge sind durch einen Warenkreditversicherer überwiegend gegen Zahlungsausfälle abgesichert.

Darüber hinaus stellen regelmäßig stattfindende Gesprächsrunden auf verschiedenen Ebenen der Friedrich Remmert GmbH (Lenkungskreise, Bereichsleitersitzungen, Projekt-Reportings, und Produktionsbesprechungen) einen weitreichenden und bereichsübergreifenden Informationsaustausch sicher, um mögliche Risiken frühzeitig erkennen und ihnen angemessen begegnen zu können.

5.1 Leistungs-, Qualitäts- und Marktrisiken und -chancen

Im Anlagenbau beträgt die Vorlaufzeit zwischen Akquise und Projektrealisierung zwischen 9 und 12 Monate. In dem vergangenen Jahr 2023 konnte die Friedrich Remmert GmbH schon einen wesentlichen Teil des geplanten Umsatzes für 2024 als fest fixierten Auftragsbestand verbuchen.

Der Auftragsmix ist dabei sehr ausgewogen hinsichtlich der Märkte Deutschland, übriges Europa und den USA. Dieses reduziert die Abhängigkeit von individuellen, wirtschaftlichen Entwicklungen auf den jeweiligen geographischen Märkten und den einzelnen Kunden.

Aufgrund des derzeitigen Ukraine-Kriegs, aber auch aufgrund der stark gestiegenen Inflation und des Zinsniveaus kann nicht sicher abgesehen werden, wie sich die Auftragslage aufgrund zögerlichem Investitionsverhalten unserer Kunden in Europa weiter entwickeln wird.

Durch unseren Auftragsvorlauf können wir - trotz jener erhöhten Unsicherheiten hinsichtlich wirtschaftlicher Rahmenbedingungen - den Schwerpunkt auf die Performance, die strukturelle Verbesserung und Weiterentwicklung der Produkte und unseres Geschäfts legen und unsere Wachstumsinitiative weiter fortsetzen.

5.2 Beschaffungsrisiken

Hinsichtlich der grundsätzlichen Verfügbarkeit der Rohstoffe ist das Unternehmen den allgemeinen Risiken am Rohstoffmarkt unterworfen. Corona-bedingte Versorgungsunsicherheiten sind im Vergleich zu den Vorjahren rückläufig, insbesondere ein Versorgungsengpass von Rohstoffen wie z.B. Stahl ist nicht mehr spürbar.

Die Materialverfügbarkeit von Elektrokomponenten hat sich sehr entspannt, so dass es kaum noch zu Verzögerungen in den Lieferungen kommt.

Neben den Materialbeschaffungsrisiken erschweren Produktionsengpässe oder Arbeitskräftemangel den reibungslosen Lieferprozess.

5.3 Personalrisiken

Das technische und qualitative Leistungsangebot der Friedrich Remmert GmbH erfordert entsprechend hoch qualifizierte Mitarbeitende. In einigen (insbesondere technischen) Berufsfeldern ist ein begrenztes Angebot an Fachkräften festzustellen, wodurch wichtige Positionen unter Umständen nicht zeitnah (nach)besetzt werden können. Um das Risiko zu begrenzen, möchten wir mit individuellen Förder- und Weiterbildungsmaßnahmen, aber auch durch leistungsgerechte Entlohnung nicht nur Fachkräfte gewinnen, sondern insbesondere möchten wir unsere Mitarbeitende langfristig an das Unternehmen binden. Als wichtigen Nachhaltigkeitsfaktor sehen wir unsere erfolgreiche Ausbildungstätigkeit an.

In Folge der Inflation sowie auch der Situation eines Unterangebots an Fachkräften sehen wir uns dem Risiko steigender Personalkosten ausgesetzt.

5.4 Sonstige Risiken

Die Deckungssummen der Versicherungen werden regelmäßig überprüft und der Geschäftsentwicklung angepasst. Damit ist eine Absicherung im konkreten Schadensfall gewährleistet.

IT-Risiken nehmen in dem Maße zu, in dem die Geschäftsprozesse immer stärker der Funktionalität der IT-Infrastruktur unterworfen sind. Die Friedrich Remmert GmbH beobachtet und entwickelt die Sicherheit und Stabilität der Systeme sowie Schnittstellen intern und zu Dritten ständig weiter, um diesbezügliche Risiken zu minimieren.

5.5 Beurteilung des Gesamtrisikos

Die Beurteilung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokomponenten beziehungsweise Einzelrisiken. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Umfeld insbesondere durch den Ukraine-Krieg wesentlich verändert, wenn auch Remmert keine direkten Geschäftsbeziehungen in der Ukraine oder Russland pflegt.

Die Konjunkturprognosen zum Wachstum der Wirtschaft in Deutschland und der Welt sind von vielschichtigen Unsicherheiten des weiteren Kriegsverlaufs in der Ukraine und einer nicht auszuschließenden geografischen Ausweitung geprägt und die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs nicht valide prognostizierbar. Dennoch sind zum heutigen Zeitpunkt aus der Analyse der Einzelrisiken keine Anhaltspunkte ersichtlich, die - für sich genommen oder in Kombination mit anderen Risiken - den Fortbestand der Gesellschaft im Berichtszeitraum und darüber hinaus gefährdet haben bzw. gefährden können.

 

Löhne, den 19. April 2024

FRIEDRICH REMMERT GMBH

gez. Dipl.-Ing. Matthias Remmert, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

FRIEDRICH REMMERT GMBH, LÖHNE

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.400.969,00 1.728.062,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 462.425,00 731.379,00
II. Sachanlagen 938.544,00 996.683,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 2.366.448,86 2.492.935,24
I. Vorräte 945.294,16 1.281.674,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 699.799,58 792.865,21
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 82.000,00 (Vorjahr: EUR 106.000,00)
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 300.292,60 (Vorjahr: EUR 130.000,00)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 721.355,12 418.395,15
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 26.530,58 24.067,68
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 48.000,00 0,00
3.841.948,44 4.245.064,92

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 1.847.838,89 1.771.115,86
I. Gezeichnetes Kapital 800.000,00 800.000,00
II. Kapitalrücklage 30.000,00 30.000,00
III. Gewinnvortrag 941.115,86 1.232.587,69
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 76.723,03 -291.471,83
B. SONDERPOSTEN FÜR ZUWENDUNGEN 3.500,00 5.000,00
C. RÜCKSTELLUNGEN 938.303,89 703.589,40
D. VERBINDLICHKEITEN 1.052.305,66 1.633.359,66
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 932.305,66 (Vorjahr: EUR 1.433.359,66)
- davon gegenüber Kreditinstituten: EUR 200.000,00 (Vorjahr: EUR 280.000,00)
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 168.616,49 (Vorjahr: EUR 546.305,78)
- davon aus Steuern: EUR 58.705,10 (Vorjahr: EUR 55.452,10)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 13.631,48 (Vorjahr: EUR 6.050,05)
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 0,00 132.000,00
3.841.948,44 4.245.064,92

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 9.674.851,74 8.316.123,03
2. Personalaufwand -5.820.101,15 -5.441.041,41
a) Löhne und Gehälter -4.654.980,82 -4.229.314,65
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -934.463,19 -874.216,14
- davon für Altersversorgung: EUR 23.471,62 (Vorjahr: EUR 40.064,08)
c) Fremdpersonal -230.657,14 -337.510,62
3. Abschreibungen -545.006,46 -378.963,30
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -545.006,46 -378.963,30
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.176.559,32 -2.955.190,48
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.170,00 1.410,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.170,00 (Vorjahr: EUR 1.410,00)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -44.152,12 -14.449,19
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: EUR 8.555,00 (Vorjahr: EUR 8.497,00)
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 8.968,46 (Vorjahr: EUR 5.952,19)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -13.479,66 180.637,68
8. Ergebnis nach Steuern 76.723,03 -291.473,67
9. Sonstige Steuern 0,00 1,84
10. Jahresfehlbetrag/-überschuss 76.723,03 -291.471,83

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

FRIEDRICH REMMERT GMBH, LÖHNE

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Friedrich Remmert GmbH wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Friedrich Remmert GmbH mit Sitz Brunnenstraße 113, 32584 Löhne, wird beim Amtsgericht Bad Oeynhausen unter dem Registerblatt HRB 362 geführt.

Die Gesellschaft überschreitet die in § 267 Abs. 1 HGB angegebenen Größenklassen. Es gelten die Vorschriften gem. § 267 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Form der Darstellung wurden grundsätzlich beibehalten.

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgte zu Herstellungskosten.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben. Als Nutzungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände werden 3 bis 5 Jahre unterstellt.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände angesetzt.

Die Herstellungskosten berechnen sich grundsätzlich nach § 255 Abs. 2 HGB. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Als Nutzungsdauer für Sachanlagevermögen wird für Außenanlagen 10 bis 20 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 5 bis 15 Jahre sowie für sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre unterstellt.

Geringwertige Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis 250 EUR wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt. Geringwertige Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen 250 EUR und 1.000 EUR wurden gemäß § 6 Abs. 2a EStG im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten (gleitender Durchschnittspreis) bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind mit den nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bilanziert. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Sofern die Werte zum Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) offen von dem Posten Vorräte abgesetzt, soweit den Anzahlungen Vorräte zugeordnet werden konnten.

Die Forderungen wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wurden durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde eine angemessene Pauschalwertberichtigung i.H.v. 1,00 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Rückstellungen für Pensionen sind von der Heubeck AG, Köln ermittelt worden. Die Bewertung erfolgt mit dem versicherungsmathematischen Barwert nach dem Teilwertverfahren. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. In 2023 wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,82 % bei der Bewertung zugrunde gelegt. Rentenanpassungen wurden mit 2,00 % p.a., Lohn- und Gehaltssteigerung mit 0,00 % p.a. berücksichtigt. Aus der Umstellung des Zinsatzes von einem 7-Jahres-Durchschnitt von 1,74 % auf einen 10-Jahres-Durchschnitt (Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB) resultiert ein geringerer Rückstellungsbetrag von 8 TEUR. Dieser ist für Ausschüttungszwecke gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen auf der Grundlage einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage 1 zum Anhang beigefügten Anlagengitter dargestellt.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden gemäß § 266 Abs. 2 HGB separat ausgewiesen. Der Gesamtbetrag der aktivierten Entwicklungskosten betrug 725 TEUR,

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von 194.292,60 EUR (VJ: 0,00 EUR) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 106.000,00 EUR (VJ: 130.000,00 EUR) aus Forderungen gegen Gesellschafter. Letztere entfallen unverändert auf sonstige Forderungen.

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge i.S.d. § 253 Abs. 6 HGB aus der Änderung des Durchschnittszinssatzes zur Pensionsrückstellung und aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände beträgt 454 TEUR (VJ: 765 TEUR).

Zum Abschlusstichtag erfolgte eine Verrechnung der Verpflichtungen aus Altersvorsorgeverträgen mit zugunsten der Versorgungsberechtigten verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Dementsprechend ergibt sich gemäß § 246 Abs. 2 HGB folgender saldierter Ausweis in der Bilanz:

Pensionsverpflichtungen per 31.12.2023 476.465,00 EUR
Aktivwert (=Zeitwert) Rückdeckungsversicherung -315.934,00 EUR
Rückstellung für Pensionen 160.531,00 EUR
Einstellung in die Pensionsrückstellung 2.361,00 EUR
Erhöhung Aktivwert Rückdeckungsversicherung -17.256,00 EUR
Aufwendungen für Altersversorgung -14.895,00 EUR

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von 168.616,49 EUR (VJ: 546.305,78 EUR) sonstige Verbindlichkeiten. Diese enthalten Verbindllichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 138.616,49 EUR (VJ: 365.549,14 EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Sicherungsübereignung der erworbenen Maschine besichert.

IV. Sonstige Angaben

1. Angaben gem. § 285 Nr. 3a HGB

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Mietverpflichtungen für Gebäude Brunnenstraße 113 und Verpflichtungen aus Miet- sowie Leasingvereinbarungen für Maschinen, Geschäftsausstattung und Fahrzeuge.

Der Jahreswert der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 542 TEUR, wovon 321 TEUR auf verbundene Unternehmen entfallen.

Die Position Fremdpersonal / Leiharbeit wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung aus den bezogenen Leistungen in den Personalaufwand umgegliedert, da Leiharbeiter wie eigenes Personal in die innerbetrieblichen Abläufe integriert sind.

2. Angaben gem. § 285 Nr. 7 HGB

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 91 Mitarbeiter (davon 42 angestellte und 49 gewerbliche Mitarbeitende).

3. Angaben gem. § 285 Nr. 10 HGB

Die Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgt durch:

Dipl.-Ing. Matthias Remmert, Löhne, hauptamtlicher Geschäftsführer einer anderen Gesellschaft

Der Beruf der Mitglieder der Geschäftsführung ist mit ihrer Organstellung identisch. Hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

4. Angaben gem. § 285 Nr. 34 HGB

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Löhne, den 19. April 2024

FRIEDRICH REMMERT GMBH

gez. Dipl.-Ing. Matthias Remmert, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 735.289,24 0,00 0,00 735.289,24
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 252.918,69 0,00 0,00 252.918,69
988.207,93 0,00 0,00 988.207,93
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.226,38 0,00 0,00 15.226,38
Technische Anlagen und Maschinen 1.475.538,26 144.278,85 0,00 1.619.817,11
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.053.901,03 73.634,61 1.932,83 1.125.602,81
2.544.665,67 217.913,46 1.932,83 2.760.646,30
3.532.873,60 217.913,46 1.932,83 3.748.854,23
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 44.471,24 245.096,00 0,00 289.567,24
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 212.357,69 23.858,00 0,00 236.215,69
256.828,93 268.954,00 0,00 525.782,93
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.627,38 271,00 0,00 10.898,38
Technische Anlagen und Maschinen 820.691,26 169.120,85 0,00 989.812,11
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 716.664,03 106.660,61 1.932,83 821.391,81
1.547.982,67 276.052,46 1.932,83 1.822.102,30
1.804.811,60 545.006,46 1.932,83 2.347.885,23
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 445.722,00 690.818,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.703,00 40.561,00
462.425,00 731.379,00
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.328,00 4.599,00
Technische Anlagen und Maschinen 630.005,00 654.847,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 304.211,00 337.237,00
938.544,00 996.683,00
1.400.969,00 1.728.062,00

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Friedrich Remmert GmbH, Löhne

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresschluss der Friedrich Remmert GmbH, Löhne, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Friedrich Remmert GmbH, Löhne, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

 

Bad Oeynhausen, 19. April 2024

AUDITAS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Silvia Hagemann, vereidigte Buchprüferin

Dipl.-Kfm. Nils Weinberger, Wirtschaftsprüfer

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Der Jahresabschluss wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 02.05.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

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