BRH ViaBus GmbHLiquidiert

63526 Erlensee, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 98017
Vorher
Arthur Merl, VerwaItungs-GmbHFirstGroup Rhein-Neckar GmbH
Eingetragen
12.1.1978
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenPersonenbeförderung im Linienverkehr auf der StraßePersonenbeförderung im Gelegenheitsverkehr auf der Straße
Gegenstand
Die Errichtung eines Omnibus- und Fuhrunternehmens nebst der Erbringung von Transportdienstleistungen im Öffentlichen Nahverkehr und Gelegenheitsverkehr sowie der Betrieb dieser Verkehre und Transportsleistungen nach erteilter Erlaubnis, insbesondere im Rhein-/Neckargebiet.

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Tiedtke
seit 31.8.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
FirstGroup Deutschland GmbH i. Gr.
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.565 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

BRH ViaBus GmbH

Speyer

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016

der BRH ViaBus GmbH, Speyer

1. Geschäftstätigkeit und Organisation

Die BRH ViaBus GmbH (BRH) ist ein Unternehmen der britischen Movell-Gruppe (vormals DGIW).

Die Gesellschafter und Gründer der Movell-Gruppe haben in 2014 die Anteile an der MET-Gruppe im Rahmen eines Management-Buy-Outs (MBO) von der Marwyn Management Partners plc. (MMP) übernommen. Zum 26. Januar 2015 wurde die ehemalige DGIW Omnibus Company Limited in die Movell - The Bus Company Limited umfirmiert. Im weiteren Verlauf haben und werden die Gesellschafter der BRH die inhaltliche und organisatorische Ausrichtung überprüfen.

Die BRH ViaBus GmbH erbringt im Großraum Speyer-Ludwigshafen sowie in Heidelberg und im Rhein-Main-Gebiet Personenbeförderungsleistungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Die BRH ist sowohl für öffentliche Auftraggeber als auch für private Unternehmen tätig.

Die BRH verfügt über ein Vertragsportfolio mit unterschiedlichen Restlaufzeiten. Wurden in der Vergangenheit Verträge mit einer maximalen Laufzeit von acht Jahren ausgeschrieben, ist heute eine Beauftragung von bis zu 10 Jahren möglich.

Die Buchhaltung der BRH ViaBus GmbH wurde im Geschäftsjahr 2014 bei der Muttergesellschaft MET Deutschland GmbH in Ratingen zentralisiert. Im Zuge der Zentralisierung sowie der Verschmelzung dreier Tochtergesellschaften auf die BRH ist eine grundlegende Neustrukturierung der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten erfolgt.

Im Geschäftsjahr wurde die Gesellschaft von den Herren Lars Kongsbak, David Leeder und Heiko Schütte als Geschäftsführer vertreten. Herr Lars Kongsbak ist im Juni aus der Geschäftsführung ausgetreten. Im Berichtsjahr wurden David Leeder und Heiko Schütte zu Geschäftsführern bestellt. Herrn Fabian Maul wurde Prokura erteilt.

2. Branchenentwicklung

Der Bundesverband deutscher Omnibusunternehmer e.V. (BDO) sah für das Jahr 2016 keine wesentlichen strukturellen Veränderungen. Die Beibehaltung der Ausschreibungspraxis bleibt weiterhin eine Herausforderung für viele Branchenteilnehmer. Darüber hinaus besteht Wettbewerb um eigenwirtschaftliche Verkehre. Im Rahmen der geplanten Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes wird weiterhin der Vorrang der Eigenwirtschaftlichkeit Bestand haben. Direktvergaben an kommunale Betriebe werden auch weiterhin unter wettbewerblichen Kriterien geprüft. Absehbar ist damit die Begrenzung der zuletzt vorkommenden Rekommunalisierung von Verkehren, die damit nicht mehr dem Wettbewerb zur Verfügung stand.

Weiterhin rückläufig sind die Preise für Rohöl, was sich auf die indexierten Vergütungen durch die Aufgabenträger auswirkt. Ungeachtet dessen ist die Beschaffung qualifizierten Fahrpersonals weiterhin als wesentliche Herausforderung zu nennen. Die Beschaffung und Entwicklung qualifizierten Fahrpersonals oder alternativ der Einsatz von Leiharbeitnehmern steht insbesondere bei der Aufnahme neuer Verkehr zusehends im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns. Neben den weiterhin aktiven Rekrutierungsanstrengungen aus dem Inland wurde das Augenmerk auch auf Personalbeschaffungen aus Spanien und Rumänien gerichtet.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen

Die wesentlichen finanziellen Kennzahlen, nach denen das Unternehmen gesteuert wird, sind Umsatz und Jahresergebnis.

Nichtfinanzielle Kennzahlen werden zur Unternehmenssteuerung nicht eingesetzt.

4. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2016 betragen T€ 24.537 gegenüber

T€ 24.045 im Geschäftsjahr 2015. Der für das Geschäftsjahr 2016 prognostizierte Umsatz von EUR 24,4 Mio wurde somit erreicht. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG wurden T€ 252 aus den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse umgegliedert. Wären die Umsatzerlöse des Vorjahres nach BilRUG ermittelt worden, dann wären sie um T€ 90 höher gewesen.

Die BRH ViaBus GmbH hat Mitte 2016 die Zuschläge für die folgenden Linienbünde erhalten:

MKK Hanau Ost / West, Laufzeit 8 Jahre

LGG Flughafen Süd, Laufzeit 8 Jahre

LOF Nord, Laufzeit 5 Jahre

Stadtverkehr Neu Isenburg, Laufzeit 2 Jahre (Verlängerung und Ausweitung des bisherigen Verkehrs)

Weiterhin konnte im Auftrag der Deutschen Bahn am Standort Hanau der Verkehr um 8 zusätzliche Busse bis Ende 2017 vereinbart werden.

Die Ausschreibung LOF Ost konnte nicht verteidigt werden, so dass der Standort Mainhausen/Zellhausen Ende 2016 abgewickelt werden musste. Die dort beschäftigten Mitarbeiter wurden in den neu gewonnenen Leistungen eingesetzt. Die Betriebsaufnahmen und -abwicklungen sind planmäßig zum Fahrplanwechsel 2016 erfolgt.

Im Bereich des Reiseverkehrs wurde ein zusätzlicher Midi-Bus angeschafft und damit die Basis für die weitere Geschäftsentwicklung hergestellt. Während der Sommersaison wurde weiterhin ein zusätzlicher Reisebus angemietet, um die eingegangenen Aufträge zu bedienen.

Die Qualität der erbrachten Dienstleistungen konnte zum Ende des Jahres 2016 weiter verbessert werden. Mit der Beschaffung neuer Fahrzeuge sowie durch Fahrzeugtausche in anderen Bestandsverkehren ist das Durchschnittsalter der Flotte deutlich reduziert worden. Die Unfallstatistik zeigt, dass mit der stetig wachsenden Verkehrsleistung auch die Anzahl an Unfallschäden zugenommen hat. Dennoch hat die Sicherheit von Fahrgästen, Kunden, Mitarbeitern und anderem Personal nach wie vor höchste Priorität. Es kam zu keinerlei schwerwiegenden Personenschäden.

An den Betriebsstandorten Langen und Hanau wurden kleinere Werkstätten eingerichtet, um Leerfahrten zu reduzieren und die Fahrzeugverfügbarkeit insbesondere in den neuen Verkehren zu steigern.

Durch die Einstellung eines Betriebsplaners seit August 2016 konnte die Qualität der Ausschreibungskalkulation verbessert werden.

5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2016 einen Jahresüberschuss von T€ 1.466 (Vorjahr T€ 963) aus. Nach Berücksichtigung des Verlustvortrags von T€ 7.382 (Vorjahr T€ 8.345) wird ein Bilanzverlust von T€ 5.916 (Vorjahr T€ 7.382) ausgewiesen.

Das positive Ergebnis wird im Wesentlichen durch den Forderungsverzicht der verbundenen Unternehmen Movell - The Bus Company Limited ("Movell"), London/UK, und Metropolitan European Transport Limited ("MET Limited"), London/UK, in Höhe von € 2,0 Mio. bestimmt. Ohne diesen Forderungsverzicht hätte die BRH einen Jahresfehlbetrag von TEUR 555 (i. Vj. EUR 1,6 Mio) erzielt. Die für das Geschäftsjahr 2016 prognostizierte leichte Verbesserung des Jahresfehlbetrages (ohne Sondereffekte aus dem Forderungsverzicht) wurde insoweit übertroffen.

Im Berichtsjahr konnten die Verkehrsleistungen von 9.928 auf 10.240 Nutzwagenkilometer (Nwkm) gesteigert werden. Dies ist vornehmlich auf anorganisches Wachstum zurückzuführen. Damit einhergehend erfolgte eine Ausweitung der Fahrzeugflotte.

Die Erhöhungen der Personalkosten konnten in verschiedenen Verträgen aufgrund von Indizierungen zum Teil abgefedert werden, woraus sich zwar leichte Umsatzsteigerungen ergaben, jedoch auch negative Auswirkungen auf das Ergebnis waren nicht zu vermeiden.

Die Bilanz ist auf der Aktivseite durch das Sachanlagevermögen, das rund 80% (31. Dezember 2015: rund 82%) der Bilanzsumme ausmacht, geprägt. Dies ergibt sich hauptsächlich durch die Anschaffung neuer Busse. Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von T€ 5.042 getätigt, welche im Wesentlichen auf die Modernisierung und Erweiterung der Bus-Flotte in Höhe von T€ 4.806 zurückzuführen sind. Die Passivseite ist nach wie vor geprägt durch die Rückstellungen mit T€ 1.147 (5,10%, Vorjahr 7,45%), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit T€ 2.298 (10,22%, Vorjahr 11,82%) sowie sonstigen Verbindlichkeiten mit T€ 14.288 (63,58%, Vorjahr 65,01%). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Darlehen von der MET Deutschland GmbH in Höhe von T€ 1.086 (Vorjahr T€ 1.086) und der Movell UK in Höhe von T€ 187 (Vorjahr T€ 187).

Das Eigenkapital zum 31.12.2016 beläuft sich auf T€ 2.543 (Vorjahr T€ 1.077). Die Finanzlage der Gesellschaft ist als stabil zu bezeichnen. Für alle Neuinvestitionen konnte die BRH langfristige Finanzierungsverträge mit Fremdkapitalgebern abschließen. Die Gesellschaft ist zur Bedienung aller Verkehrsverträge vollständig investiert. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb gesetzter Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Im Geschäftsjahr 2016 haben die verbundenen Unternehmen MET LTD und der Gesellschafter Movell - The Bus Company Limited auf Darlehen in Höhe von T€ 2.043 verzichtet. Daraus ergibt sich ein Ertrag, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen ist.

Die Flüssigen Mittel sind zum 31. Dezember 2016 von T€ 564 um T€ 300 auf T€ 264 gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um T€ 86 auf T€ 411 (Vorjahr T€ 497) zum gleichen Zeitpunkt reduziert worden.

Die für 2016 prognostizierte Umsatzsteigerung durch den Nachtexpress sowie das gestiegene Auftragsvolumen bei BASF und die damit verbundene Steigerung von Personal- und Treibstoffkosten ist wie erwartet eingetreten. Auch bei den übrigen Verkehrsverträgen konnte ein moderater Anstieg verzeichnet werden. Veränderungen sowohl im Umsatz als auch der Kosten erfolgen regelmäßig auf Basis der verkehrsvertraglich fixierten Preisgleitklauseln. Die Abweichung und das Nichterreichen der prognostizierten Verbesserung des Jahresfehlbetrages ist die Folge von Start-Up- und Projektkosten bei der Einführung neuer Linienbündel und Aufträge.

Das Geschäftsjahr stellt sich insgesamt budgetgemäß dar, der wirtschaftliche Erfolg bleibt allerdings hinter den Erwartungen zurück.

6. Risiko- und Chancenbericht

6.1 Risiken

Im Rahmen des Reportings der Movell-Gruppe wird von der Gesellschaft monatlich eine Analyse der Geschäftsentwicklung sowie des Cashflows im Vergleich zum Budget erstellt. Darüber hinaus gibt es wöchentliche Regelbesprechungen zwischen der BRH-Geschäftsführung und den Gesellschaftern. Auf diese Weise werden alle konkreten wie latenten Veränderungen in der Auftragslage, in der Marktentwicklung sowie in der Kostenentwicklung frühzeitig diskutiert. Maßnahmen können, sofern erforderlich, kurzfristig getroffen werden.

6.1.1 Branchenrisiken

Die bestehenden Verkehrsverträge sind mit Ausnahme des Reisegeschäfts langfristig und haben eine Restlaufzeit von bis zu 8 Jahren. Es handelt sich ausschließlich um Bruttoverträge. Die BRH ViaBus GmbH trägt bei diesen Verträgen kein Erlösrisiko.

Die Kunden sind öffentliche Aufgabenträger sowie große Konzernunternehmen. Für den Bereich Charter und das Geschäft mit Einzelkunden besteht ein regelmäßiges Mahnwesen, Zahlungsausfälle sind selten und beschränken sich in diesem Bereich auf Einzelfälle.

Der überwiegende Teil des Auftragsbestandes ist langfristig gesichert, mit Ausnahme des Reisebusgeschäftes, welches jedoch weniger als 5% des Gesamtumsatzes ausmacht. Dieser Bereich entwickelt sich jedoch stetig und zeigt ein solides Wachstum. So baut dieser Bereich bestehende Kundenbeziehungen, insbesondere zu Firmenkunden, stetig aus, um auch hier ein Höchstmaß an Planungssicherheit zu erreichen.

6.1.2 Finanzrisiken

Die wesentlichen Kostenblöcke sind wie in der Vergangenheit Personal-, Treibstoff-, Wartungskosten sowie Auftragnehmerleistungen. In einem großen Teil der bestehenden Verkehrsverträge sind Personal- sowie Treibstoffkosten an Indizes gebunden und werden regelmäßig angepasst. Somit wird auch das Kostenrisiko teilweise begrenzt.

Für verlustbehaftete Verkehrsverträge wurde, wie auch bereits im Vorjahr, im abgelaufenen Geschäftsjahr eine bilanzielle Risikovorsorge in Höhe von T€ 177 (Vorjahr T€ 177) gebildet.

Zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft wurde im Januar 2012 ein langfristiges Darlehen in Höhe von T€ 700 aufgenommen und eine Kontokorrentkreditlinie über T€ 475 mit der Hausbank vereinbart. Das Darlehen valutiert zum Stichtag noch mit T€ 387.

Die verbundenen Unternehmen Movell - The Bus Company Limited ("Movell"), London/UK, und Metropolitan European Transport Limited ("MET Limited"), London/UK, haben im Geschäftsjahr 2016 erneut einen Forderungsverzicht gegen Besserungsschein inkl. aufgelaufener Zinsen ausgesprochen. Der Forderungsverzicht hat im Geschäftsjahr 2016 zu einem um EUR 2,0 Mio höheren Jahresergebnis und einem entsprechend höheren Eigenkapital der BRH zum 31. Dezember 2016 geführt. Bereits im Geschäftsjahr 2015 haben Movell und MET Limited auf Forderungen in Höhe von EUR 2,6 Mio verzichtet. Ohne den im Geschäftsjahr 2016 erfolgten Forderungsverzicht hätte die BRH einen Jahresfehlbetrag von EUR 0,5 Mio und ein Eigenkapital von EUR 0,5 Mio zum Bilanzstichtag ausgewiesen.

Angesichts der kurz- und mittelfristigen Ergebnis- und Liquiditätsplanung der Gesellschaft können die Zins- und Tilgungsleistungen vertragsgemäß erfüllt werden. Nach derzeitigen Erkenntnissen gehen die Geschäftsführer davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft auch künftig sichergestellt ist.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist davon abhängig, dass die der Ergebnis- und Liquiditätsplanung zugrunde liegenden Prämissen eintreten und anderenfalls die oberste Muttergesellschaft Movell - The Bus Company Limited, London/UK, weitere finanzielle Mittel zur Verfügung stellt.

6.1.3 Ergebnisrisiken

Ergebnisrisiken ergeben sich bei einem möglichen Anstieg des durchschnittlichen Krankenstandes des Fahrpersonals. Vertraglich zu erbringende Fahrleistungen können entweder von eigenen Mitarbeitern im Rahmen von Überstunden übernommen werden oder durch den Einsatz von Subunternehmern und Leiharbeitern erbracht werden. Dies führt jedoch zu einer Verteuerung der Produktion der Dienstleistung.

Ein weiteres schwer prognostizierbares Ergebnisrisiko ist in der Wartung und Instandhaltung der Fahrzeugflotte zu sehen. Neben nicht planbaren Unfallschäden ist insbesondere der Ausfall von Großkomponenten, wie z.B. Motor, Getriebe etc., zu nennen. Hier fällt neben den Kosten der Materialbeschaffung ein erheblicher Aufwand für die zu leistenden Arbeitsstunden an.

Die in den Verkehrsverträgen in Hessen eingesetzten Mitarbeiter werden nach dem LHO Tarifvertrag vergütet, dessen Laufzeit Mitte 2016 endete. Ein zwischenzeitliches Ergebnisrisiko besteht wie in früheren Jahren durch den zu erwartenden Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft ver.di.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich diese Risiken nicht verändert.

6.2 Chancen

Wachstumspotenzial liegt in der Beteiligung an ÖPNV-Ausschreibungen, insbesondere im Verkehrsgebiet der BRH. Aufgrund mangelnder Nachfolgeregelungen bietet sich zudem die Möglichkeit der Akquisition privater mittelständischer Unternehmen. Diese Aktivitäten werden durch die Gruppe gesteuert. Nachdem zuletzt Verkehrsleistungen vorwiegend für Übergangszeiträume zur Ausschreibung gelangten, ist für die kommenden Jahre wieder vermehrt mit der Vergabe langjähriger Verkehrsverträge zu rechnen. Die BRH wird neben der Verteidigung des Bestandsgeschäftes sich vornehmlich um Netzarrondierung bemühen.Weiterhin sollen weitere Geschäftsfelder, wie z.B. der Schülerspezialverkehr mit Kleinbussen, qualifiziert und an entsprechenden Ausschreibungen teilgenommen werden.

Im Verlauf des Jahres 2016 wurden weitere Optimierungen der Verwaltungsstrukturen fortgeführt. Wesentliches Element ist die Einführung klarer Führungsstrukturen, Reduzierung der Reporting-Lines und Nutzung von Synergien innerhalb der Firmengruppe.

Durch die stufenweise Einführung einer softwareunterstützten Disposition soll der Aufwand für die monatliche Lohnabrechnung reduziert werden. Weiterhin wurde die Steuerbarkeit der Organisation durch Herstellung gleicher Strukturen an den verschiedenen Standorten verbessert. Das Projekt wird in 2017 weitergeführt.

Die Chancen haben sich gegenüber den Vorjahren verbessert.

7. Ausblick

Für 2017 werden keine wesentlichen Umsatzsteigerungen erwartet. Dies ist insbesondere auf die stagnierende Preisentwicklung und den Ausschreibungskalender, mit dem Start neuer Leistungen im Dezember des Jahres, zurückzuführen. Die Erwartungen für das Geschäftsvolumen der BRH in 2017 liegen bei einem Umsatz von € 24,9 Mio. Maßgeblich für die Steigerung des Umsatzes ist die Gewinnung profitablen Neugeschäftes. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Gesellschaft für alle bestehenden Verkehre vollständig investiert ist und maßgebliche Veränderungen aus gewonnenem Neugeschäft resultieren. Die BRH wird jeden potenziellen Auftrag einer Einzelprüfung unterziehen und genau analysieren, ob und mit welchem Aufwand Verkehrsleistungen wirtschaftlich erbracht werden können.

Die Pflege der bestehenden Kundenbeziehungen, insbesondere mit privaten Auftraggebern und Aufgabenträgern, soll beibehalten werden und eine profitable Ausweitung des Geschäftsvolumens ermöglichen. Dies gilt sowohl für den Linienverkehr als auch für den Bereich Charter. Weiterhin soll durch eine stärkere Arbeit in Verbünden und Verbänden die Marktkenntnis ausgebaut werden.

Für das kommende Geschäftsjahr wird eine konstante Geschäftsentwicklung im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr erwartet. Im Geschäftsjahr 2016 haben verschiedene innerbetriebliche Veränderungen stattgefunden, die organisatorische Neuordnung dauert noch an und sollte in 2017 mit einer weitergehenden Nutzung der Synergien innerhalb der Firmengruppe abgeschlossen sein.

Neue Reporting-Anforderungen sowie die stetig wachsende Anzahl an Mitarbeitern erfordern eine schlanke und effiziente Berichtsstruktur über alle Hierarchieebenen. Die erforderlichen Maßnahmen wurden in 2016 umgesetzt. Für 2017 wird daher eine leichte Reduzierung des Jahresfehlbetrages (ohne Sondereffekte aus dem Forderungsverzicht) im Vergleich zum Vorjahr erwartet.

Die Reduzierung des Jahresfehlbetrages und die nachhaltige Stabilisierung der Vermögens- und Ertragslage sind die beiden elementaren Ziele der Geschäftsführung.

Die BRH wird sich auch künftig an Ausschreibungen und Vergaben um neue Verkehre beteiligen. Ziel ist es, die Gesellschaft zu konsolidieren und gleichzeitig durch weitere profitable, neue Verkehre im Markt zu positionieren.

 

Speyer, den 28. Juli 2017

BRH ViaBus GmbH

David Leeder

Heiko Schütte

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

31.12.2016 31.12.2015
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.624,42 68.305,44
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.543.630,15 2.628.707,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.415.389,61 11.095.863,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 710.748,74 778.858,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.876,03 0,00
  17.695.644,53 14.503.429,68
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 15.000,00 15.000,00
  15.000,00 15.000,00
  17.763.268,95 14.586.735,12
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 295.735,12 309.609,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.101.428,46 599.036,14
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 312.382,00 75.060,42
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.157.546,95 417.258,17
  2.571.357,41 1.091.354,73
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 263.705,25 563.805,19
  3.130.797,78 1.964.769,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.576.819,40 1.195.350,92
  22.470.886,13 17.746.855,59

Passiva

   
  31.12.2016 31.12.2015
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 8.433.836,36 8.433.836,36
III. Bilanzverlust -5.915.996,74 -7.382.160,11
  2.543.404,21 1.077.240,84
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 217.409,00 230.637,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 19.303,89
3. Sonstige Rückstellungen 929.529,30 1.072.587,44
  1.146.938,30 1.322.528,33
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 411.148,14 497.347,60
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 96.000,00; Vorjahr T€ 103)    
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren € 77.000,00; Vorjahr T€ 89)    
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.547.824,80 975.909,57
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.547.824,80; Vorjahr T€ 975)    
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.297.992,88 2.098.208,29
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 2.297.992,88; Vorjahr T€ 2.098)    
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 220.500,73 219.597,67
5. Sonstige Verbindlichkeiten 14.287.712,53 11.537.533,75
(davon aus Steuern € 71.143,39; Vorjahr T€ 257)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00; Vorjahr T€ 23)    
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 3.063.370,91; Vorjahr T€ 1.703)    
(davon mit einer Restlaufzeit von zwei bis fünf Jahren € 8.907.552,03; Vorjahr T€ 1.923)    
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren € 2.316.789,59; Vorjahr T€ 7.912) 18.765.179,08 15.328.596,88
D. Rechnungsabgrenzungsposten 15.364,54 18.489,54
  22.470.886,13 17.746.855,59

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

01.01.-31.12.2016 01.01.-31.12.2015
1. Umsatzerlöse 24.536.552,25 24.045.250,06
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.480.670,26 3.987.298,58
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -3.932.205,35 -4.439.629,66
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.387.284,88 -6.158.633,97
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -9.800.185,19 -9.719.134,19
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.914.374,09 -1.930.039,36
(davon für Altersversorgung € 981,62; Vorjahr T€ 12)    
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.712.985,10 -1.631.633,33
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.360.734,53 -2.652.097,18
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 832,60 4.443,40
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -423.154,30 -518.581,86
(davon an verbundene Unternehmen € 78.330,11; Vorjahr T€ 75)    
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung € 9.249,00; Vorjahr T€ 9)    
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.321,98 -14.816,70
10. Ergebnis nach Steuern 1.484.809,69 972.425,79
11. Sonstige Steuern -18.646,32 -9.668,63
12. Jahresüberschuss 1.466.163,37 962.757,16
13. Verlustvortrag -7.382.160,11 -8.344.917,27
14. Bilanzverlust -5.915.996,74 -7.382.160,11

Anhang zum 31. Dezember 2016

BRH ViaBus GmbH, Speyer

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die BRH ViaBus GmbH, Speyer, ist unter der Nummer HRB 51283 im Handelsregister des Amtsgerichts Ludwigshafen am Rhein eingetragen.

Der Jahresabschluss der BRH ViaBus GmbH, Speyer, für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde auf Grundlage der Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes ("BilRUG") im Geschäftsjahr 2016 ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nicht wesentlich eingeschränkt. Aufgrund der Änderung der Umsatzerlösdefinition wurden TEUR 251 von den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse ungegliedert. Wären die Umsatzerlöse des Vorjahres nach den Vorschriften des BilRUG ermittelt worden, dann wären sie um TEUR 90 höher gewesen; die sonstigen betrieblichen Erträge hätten sich entsprechend reduziert.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die größen-abhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften für den Anhang gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind grundsätzlich in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden in der Bilanz als eigenständiger Posten ausgewiesen.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (3 bis 8 Jahre) abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Dabei wurden für Gebäude 33,3 Jahre, für Außenanlagen, andere Anlagen sowie technische Anlagen (ohne Kraftomnibusse) 8 bis 10 Jahre, für Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 13 Jahre und für Kraftomnibusse 2 bis 15 Jahre Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2015 wurde eine Anpassung der Restnutzungsdauer für 29 Kraftomnibusse von einer ursprünglichen geschätzten Nutzungsdauer von 8 Jahren auf eine Nutzungsdauer von 15 Jahren vorgenommen. Die Anpassung war gerechtfertigt, da die Nutzungsdauer von 15 Jahren dem tatsächlichen wirtschaftlichen Werteverzehr der Busse entspricht.

Die beweglichen abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (geringwertige Wirtschaftsgüter) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand € 150 nicht übersteigen. Für die beweglichen abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens über € 150,00 bis € 1.000,00 werden Sammelposten gebildet, die im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den vier folgenden Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel aufgelöst werden. Es wird ein Abgang nach fünf Wirtschaftsjahren unterstellt.

Unter den Finanzanlagen sind die Beteiligungen mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Anwendung des Bewertungsvereinfachungs-verfahrens Fifo (first in - first out) angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine pauschalierte Einzelwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen (1,61% im Verhältnis; Vorjahr 2,93%) gebildet.

Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage werden zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 4,01% bewertet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 2% zugrunde gelegt. Würde die Pensionsrückstellung nach den bis zum 31. Dezember 2015 geltenden Regelungen mit einem Zinsermittlungszeitraum von sieben Jahren berechnet werden, beträgt der Zinssatz 3,24% und die Rückstellung EUR 229.214. Der Unterschiedsbetrag von EUR 11.805 ist zur Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken berücksichtigt und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abgezinst. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Latente Steuern werden unter Verwendung des unternehmensindividuellen Steuersatzes auf zu versteuernde temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und dem steuerlichen Bilanzansatz eines Vermögensgegenstandes oder einer Schuld angesetzt. Aktivüberhänge werden entsprechend des Wahlrechtes des § 274 HGB nicht aktiviert.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Von dem Posten Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken entfallen € 973.514,39 (Vorjahr T€ 1.014) auf Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten.

In den technischen Anlagen und Maschinen sind Kraftomnibusse in Höhe von € 14.364.830,49 (Vorjahr T€ 11.031) enthalten.

Die Beteiligung betrifft die Südhessen Bus GmbH, Messel (T€ 15, Vorjahr T€ 15).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 312; Vorjahr T€ 75) bestehen im Wesentlichen mit T€ 12 (Vorjahr T€ 25) gegenüber der Andreas Bonifer Spedition und mit T€ 300 (Vorjahr T€ 0) gegenüber der Schwestergesellschaft Axel Tücks GmbH. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Steuererstattungen für Mineralölsteuer (T€ 24; Vorjahr T€ 77) sowie Umsatzsteuer (T€ 819; Vorjahr T€ -193), Forderungen gegen Versicherungen (T€ 98, Vorjahr T€ 62) sowie Forderungen gegen Mitarbeitern (T€ 50; Vorjahr T€ 20). Des Weiteren sind noch Mietkautionen (T€ 6, Vorjahr T€ 12) enthalten, mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt € 25.564,59 und ist vollständig eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen in erster Linie Verpflichtungen aus dem Personalbereich (T€ 241; Vorjahr T€ 261), Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten (T€ 116; Vorjahr T€ 229) sowie Beratungs- und Prüfungskosten (T€ 7; Vorjahr T€ 31). Des Weiteren sind Rückstellungen für Vertragsstrafen (T€ 285; Vorjahr T€ 59) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 2.298, Vorjahr T€ 2.098) betreffen in Höhe von T€ 1.334 (Vorjahr T€ 1.535) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin MET Deutschland GmbH. Davon entfallen auf kurzfristige Darlehen T€ 1.086 (Vorjahr T€ 1.086), auf Zinsen T€ 190 (Vorjahr T€ 145), auf sonstige Leistungen € 0 (Vorjahr T€ 20) sowie auf Management- und Beratungsleistungen T€ 57 (Vorjahr T€ 290). Weitere Verbindlichkeiten bestehen gegenüber der Movell in Höhe von T€ 306 (Vorjahr T€ 246), die sich aus einem Darlehen in Höhe von T€ 187 (Vorjahr T€ 187), Zinsen von T€ 46 (Vorjahr T€ 25) sowie Management- und Beraterleistungen in Höhe von T€ 73 (Vorjahr T€ 34) zusammensetzen. Gegenüber der MET LTD besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von T€ 659 (Vorjahr T€ 310) für Management- und Beraterleistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht,

(T€ 221, Vorjahr T€ 220) betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten gegenüber der Tochtergesellschaft Südhessen Bus GmbH und resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen: € 411.148,14 (Vorjahr T€ 497) Verbindlichkeiten gegenüber der Sparkasse Vorderpfalz, die durch eine Grundschuld ohne Brief gesichert sind.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen (Finance Lease), die entsprechend durch die Busse besichert sind.

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte ergeben sich aus Mobilienleasingverträgen für KOM, Pkw und Geschäftsausstattung. Die Abschlüsse der Leasingverträge erfolgten sowohl aus Gründen der Liquidität und der Bilanzneutralität als auch auf Basis der Konzernpolitik.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen:

Jahresbetrag von € 1.067.443,46 für 2017
Jahresbetrag von € 1.385.749,08 für 2018 bis 2022
Summe € 2.453.192,54

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Posten in Höhe von T€ 2.908 (Vorjahr T€ 3.139) enthalten. Im Wesentlichen bestehen die außergewöhnliche Posten den Forderungsverzichten der Muttergesellschaften MET LTD und Movell LTD in Höhe von T€ 2.043 (inkl. Zinsen). Wesentliche Erträge aus Kursgewinnen sind nicht angefallen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten vor allem Miet- und Leasingaufwendungen (T€ 452; Vorjahr T€ 442), Prüfungs- und Beratungskosten (T€ 817; Vorjahr T€ 775).

Die Zinserträge enthalten Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von € 0. Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 78 (Vorjahr: T€ 75).

Im Zinsaufwand sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 9 (Vorjahr: T€ 9) enthalten.

Als laufende Ertragssteuererträge bzw. Aufwendungen werden Körperschaftsteuer (T€ 1 (Aufwand), Vorjahr: T€ -9) und Gewerbesteuer (T€ 1 (Aufwand), Vorjahr: T€ 6) ausgewiesen.

Sonstige Pflichtangaben

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Lars Kongsbak, kfm. Geschäftsführer, Hamburg (bis 20. Juni 2016)

David Leeder, kfm. Geschäftsführer, London, United Kingdom (seit 28. April 2016)

Heiko Schütte, technisch/operativer Geschäftsführer, Wetschen (seit August 2016)

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht, da nur ein Geschäftsführer eine Vergütung von der Gesellschaft erhält.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis 1 Eigenkapital
Südhessen Bus GmbH / Rädermark 50% 81.886,71 160.611,02

1 Letztes verfügbares Ergebnis von 2015

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2016 2015
Arbeiter 308 302
Angestellte 27 23
Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer 335 325
davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 297 295
davon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 38 30

Konzernzugehörigkeit

Die BRH ViaBus GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der MET Deutschland GmbH, Ratingen. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Movell - The Bus Company Limited, London/Großbritannien, zum 31. Dezember 2016, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzernabschluss kann nach Veröffentlichung unter www.companieshouse.gov.uk eingesehen werden.

Nachtragsbericht

Am 12. Juni 2017 hat ein neuer Gesellschafter GBP 8,3 Mio (rund EUR 9,5 Mio) in die Movell - The Bus Company Limited, London/Großbritannien, eingebracht, davon 50% als Eigenkapital und 50% als Darlehen. Dies dient dazu, das weitere Wachstum der Gruppe zu finanzieren. Wir rechnen damit, dass ein Teil dieser Summe auch für das weitere Wachstum der BRH ViaBus GmbH verwendet wird.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ereignet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.466 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 7.382 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführer

 

Speyer, den 28. Juli 2017

David Leeder Heiko Schütte

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 206.502,95 0,00 2.498,83 204.004,12
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.231.341,08 0,00 17.682,60 3.213.658,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.326.926,72 4.855.971,06 887.068,48 22.295.829,30
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 1.800.680,48 159.682,81 283.520,74 1.676.842,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 25.876,03 0,00 25.876,03
  23.358.948,28 5.041.529,90 1.188.271,82 27.212.206,36
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen 23.125,00 0,00 0,00 23.125,00
  23.588.576,23 5.041.529,90 1.190.770,65 27.439.335,48
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 138.197,51 15.678,02 2.495,83 151.379,70
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 602.633,70 71.080,21 3.685,58 670.028,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.231.062,88 1.413.404,38 764.027,57 7.880.439,69 14.415.389,61
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 1.021.822,02 212.822,49 268.550,70 966.093,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  8.855.518,60 1.697.307,08 1.036.263,85 9.516.561,83 17.695.644,53
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen 8.125,00 0,00 0,00 8.125,00
  9.001.841,11 1.712.985,10 1.038.759,68 9.676.066,53
Buchwerte
31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.624,42 68.305,44
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.543.630,15 2.628.707,38
2. Technische Anlagen und Maschinen   11.095.863,84
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 710.748,74 778.858,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.876,03 0,00
    14.503.429,68
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 15.000,00 15.000,00
  17.763.268,95 14.586.735,12

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BRH ViaBus GmbH, Speyer, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt "6.1.2 Finanzrisiken" ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft davon abhängig ist, dass die der Ergebnis- und Liquiditätsplanung zugrunde liegenden Prämissen eintreten und anderenfalls die oberste Muttergesellschaft Movell - The Bus Company Limited, London/UK, weitere finanzielle Mittel zur Verfügung stellt.

 

Düsseldorf, den 28. Juli 2017

KPMG AG
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