Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 509353
Eingetragen
9.3.2012
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Gegenstand
ist die Herstellung und der Verkauf von Kunststoffkomponenten der Automobilzulieferindustrie und die Fertigung sonstiger Kunststoffelemente. Des Weiteren befasst sich die Gesellschaft mit der Verwaltung von Beteiligungen in der Automobilzulieferindustrie.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Ephraim Koltin
seit 11.5.2022
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Arkal Automotive GmbH

Auengrund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Arkal Automotive GmbH hat Ihren Sitz in Auengrund / OT Crock und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Jena (HRB 509353).

Die Gesellschaft hat als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 (2) HGB ihren Jahresabschluss und Lagebericht unter Beachtung der §§ 242 ff. HGB sowie der sie ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes aufzustellen und gemäß der §§ 325 ff. HGB offenzulegen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung wurde trotz der bestehenden bilanziellen Überschuldung weiterhin unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen.

Ein Überschuldungsstatus wurde bisher nicht aufgestellt. Um eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne zu vermeiden, hat die Gesellschafterin einen Rangrücktritt ihrer Forderungen an die Gesellschaft erklärt.

Eine Überschuldung im Sinne von § 19 InsO ist zum 31. Dezember 2023 somit nicht gegeben.

Aufgrund der planmäßigen Entwicklung besteht eine positive Fortführungsprognose.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich der aufgelaufenen Abschreibungen bewertet.

Die Anschaffungskosten enthalten anteilige Anschaffungsnebenkosten und sind um Anschaffungskostenminderungen gekürzt.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten jeweils 800 Euro nicht überschritten haben, wurden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode gerechnet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzipes zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittswertmethode ermittelt. Für nicht gängige Bestände sind angemessene Wertabschläge vorgenommen worden.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzipes bewertet.

Die Herstellungskosten enthalten nur das Fertigungsmaterial und die direkt zurechenbaren Fertigungslöhne.

Vertriebskosten oder Zinsen wurden nicht berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt.

Flüssige Mittel sind als Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zu Nennwerten bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden für bereits bezahlte Beträge des Folgejahres gebildet (Aktivausweis).

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Sonderposten für erhaltene Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurden in Höhe der erhaltenen öffentlichen Fördermittel gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens entspricht den Abschreibungen der bezuschussten Anlagegüter anteilig in Höhe der geförderten Anschaffungskosten.

Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Bundesbank veröffentlichten, Marktzins abgezinst.

Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 710 (Vj.: T€ 360) ausgewiesen.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 4.724 (Vj.: T€ 4.815) ausgewiesen.

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 124 (Vj.: T€ 218) ausgewiesen.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden gegenüber Gesellschaftern Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 4.724 (Vj.: T€ 4.645) sowie aus Darlehen in Höhe von T€ 13.635 (Vj.: T€ 11.271) ausgewiesen.

1. Anlagevermögen

Die Aufteilung und Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage diesem Anhang beigefügt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind insgesamt kurzfristig fällig.

3. Rückstellungen

Stand 1. Januar 2023 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31. Dezember 2023
Ausstehende Rechnungen 256.570,07 256.570,07 0,00 356.680,32 356.680,32
Personalkosten 246.197,35 246.197,35 0,00 174.343,44 174.343,44
Rechts-, Beratungs-, Prüfungskosten 20.920,00 20.920,00 0,00 24.270,00 24.270,00
Gewährleistung 11.000,00 0,00 11.000,00 0,00 0,00
Archivierung 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
Übrige sonstige Rückstellungen 257.649,99 257.649,99 0,00 156.456,38 156.456,38
793.337,41 781.337,41 11.000,00 711.750,14 712.750,14

4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31.12.2023 30.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.200.000,00 9.200.000,00
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 9.200.000,00 9.200.000,00
davon Restlaufzeit über 1 Jahr 0,00 0,00
davon Restlaufzeit über 5 Jahre 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.494.317,24 2.155.853,48
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 1.494.317,24 2.155.853,48
davon Restlaufzeit über 1 Jahr 0,00 0,00
davon Restlaufzeit über 5 Jahre 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.359.626,98 16.086.261,26
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 8.359.626,98 6.086.261,26
davon Restlaufzeit über 1 Jahr 10.000.000,00 10.000.000,00
davon Restlaufzeit über 5 Jahre 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.214.271,18 1.522.564,91
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 830.528,84 827.969,55
davon Restlaufzeit über 1 Jahr 383.742,34 694.595,36
davon Restlaufzeit über 5 Jahre 0,00 0,00
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 30.268.215,40 28.964.679,65
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 9.023.415,38 18.270.084,29
davon Restlaufzeit über 1 Jahr 10.383.742,34 10.694.595,36
davon Restlaufzeit über 5 Jahre 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch eine Garantierklärung der RAVAL A.C.S. Ltd., Israel sowie der Arkal Automotive C.S. Ltd., Israel besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten am Bilanzstichtag Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 409 (Vj.: T€ 394) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 0 (Vj.: T€ 4).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde entsprechend der Abschreibungen der bezuschussten Wirtschaftsgüter im Berichtsjahr in Höhe von T€ 37 (Vj.: T€ 36) aufgelöst. Die Auflösung des Sonderpostens wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

2. Personalaufwand

Unter der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 1 (Vj.: T€ 6) ausgewiesen.

3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Unter den Zinsen und ähnliche Aufwendungen werden Aufwendungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 90 (Vj.: T€ 184) ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr im Durchschnitt 106 Mitarbeiter.

2. Organe der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2023 war Herr Ephraim Koltin zum Geschäftsführer bestellt.

Auf die Angabe der Organbezüge wird gemäß § 286 (4) HGB verzichtet.

Die Arkal Automotive GmbH gehört zum Konzernkreis der RAVAL A.C.S. Ltd. mit Sitz in Kibbutz Revivim, Israel. Der Konzernabschluss wird in Israel veröffentlicht.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus bestehenden Miet- und Leasingverträgen betragen T€ 425 (Vj.: T€ 169).

4. Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:

a) Abschlussprüfungsleistungen 25.425,00
b) Steuerberatungsleistungen 6.408,75
31.833,75

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von € 1.500.062,90 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von € 11.050.541,39 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Auengrund / OT Crock, 6. November 2024

Arkal Automotive GmbH

Geschäftsführung

gez. Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31. Dezember 2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 52.602,25 1.637,10 0,00 0,00 54.239,35
52.602,25 1.637,10 0,00 0,00 54.239,35
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Grundstücke 225.419,53 0,00 0,00 0,00 225.419,53
Bauten 2.207.742,51 26.464,50 0,00 0,00 2.234.207,01
2.433.162,04 26.464,50 0,00 0,00 2.459.626,54
Technische Anlagen und Maschinen
Maschinen 13.893.521,13 628.734,51 -814.986,36 0,00 13.707.269,28
13.893.521,13 628.734,51 -814.986,36 0,00 13.707.269,28
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Betriebs- und Geschäftsausstattung 523.897,91 42.268,11 -69.240,89 0,00 496.925,13
523.897,91 42.268,11 -69.240,89 0,00 496.925,13
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
geleistete Anzahlungen 161.797,75 172.732,21 0,00 0,00 334.529,96
161.797,75 172.732,21 0,00 0,00 334.529,96
17.012.378,83 870.199,33 -884.227,25 0,00 16.998.350,91
17.064.981,08 871.836,43 -884.227,25 0,00 17.052.590,26
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2023 Zugänge Abgänge Stand 31. Dezember 2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 52.223,07 224,64 0,00 52.447,71
52.223,07 224,64 0,00 52.447,71
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Grundstücke 0,00 0,00 0,00 0,00
Bauten 617.844,33 114.109,32 0,00 731.953,65
617.844,33 114.109,32 0,00 731.953,65
Technische Anlagen und Maschinen
Maschinen 6.250.227,87 1.284.326,02 -313.335,30 7.221.218,59
6.250.227,87 1.284.326,02 -313.335,30 7.221.218,59
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Betriebs- und Geschäftsausstattung 436.418,56 59.802,13 -69.206,47 427.014,22
436.418,56 59.802,13 -69.206,47 427.014,22
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
7.304.490,76 1.458.237,47 -382.541,77 8.380.186,46
7.356.713,83 1.458.462,11 -382.541,77 8.432.634,17
Buchwerte
Stand 31. Dezember 2023 Stand31. Dezember 2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.791,64 379,18
1.791,64 379,18
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Grundstücke 225.419,53 225.419,53
Bauten 1.502.253,36 1.589.898,18
1.727.672,89 1.815.317,71
Technische Anlagen und Maschinen
Maschinen 6.486.050,69 7.643.293,26
6.486.050,69 7.643.293,26
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.910,91 87.479,35
69.910,91 87.479,35
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
geleistete Anzahlungen 334.529,96 161.797,75
334.529,96 161.797,75
8.618.164,45 9.707.888,07
8.619.956,09 9.708.267,25

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.791,64 379,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.727.672,67 1.815.317,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.486.050,76 7.643.293,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.910,99 87.479,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 334.530,03 161.797,75
8.618.164,45 9.707.888,07
8.619.956,09 9.708.267,25
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.780.515,10 1.626.668,75
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 154.230,29 97.156,44
3. Fertige Erzeugnisse 630.008,56 530.167,70
4. Geleistete Anzahlungen 939.799,18 2.008.944,24
3.504.553,13 4.262.937,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.577.661,75 2.957.148,52
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 709.531,45 360.346,22
3. Sonstige Vermögensgegenstände 283.446,77 286.189,35
5.570.639,97 3.603.684,09
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 552.584,88 1.125.475,49
9.627.777,98 8.992.096,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 345.413,73 206.962,30
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 12.525.604,29 11.025.541,39
31.118.752,09 29.932.867,65

PASSIVA

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag -11.050.541,39 -7.597.432,10
III. Jahresfehlbetrag -1.500.062,90 -3.453.109,29
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 12.525.604,29 11.025.541,39
0,00 0,00
B. Sonderposten für Zuwendungen 137.786,55 174.850,59
C. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen 712.750,14 793.337,41
712.750,14 793.337,41
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.200.000,00 9.200.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.494.317,24 2.155.853,48
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.359.626,98 16.086.261,26
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.214.271,18 1.522.564,91
30.268.215,40 28.964.679,65
31.118.752,09 29.932.867,65

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 23.528.810,44 20.595.377,50
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (Vj.:Verminderung) 156.914,71 -57.323,82
3. Sonstige betriebliche Erträge 37.028,43 45.652,04
23.722.753,58 20.583.705,72
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -13.040.335,44 -9.567.238,09
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.591.976,59 -3.201.693,18
-14.632.312,03 -12.768.931,27
9.090.441,55 7.814.774,45
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.519.891,34 -4.659.949,93
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -863.487,54 -935.532,50
-5.383.378,88 -5.595.482,43
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.458.462,11 -1.433.983,13
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.068.111,36 -3.747.397,75
-819.510,80 -2.962.088,86
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -680.552,10 -491.020,43
9. Finanzergebnis -680.552,10 -491.020,43
10. Ergebnis nach Steuern -1.500.062,90 -3.453.109,29
11. Jahresfehlbetrag -1.500.062,90 -3.453.109,29

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Arkal Automotive GmbH, Auengrund / OT Crock

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Arkal Automotive GmbH, Auengrund / OT Crock, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Arkal Automotive GmbH, Auengrund / OT Crock, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Chemnitz, 13. November 2024

TRC Treuarbeit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Ronald Lindstedt, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Arkal Automotive GmbH in Auengrund / Crock ist ein Unternehmen der Arkal - Gruppe. Diese besteht aus Produktionsstandorten in Deutschland, Spanien, Kanada, USA, Mexiko und China und Entwicklungs- und Verwaltungsstandorten in Israel, Deutschland und China.

Arkal ist Lieferant für Kunststoffspritzteile für alle namhaften europäischen Automobilhersteller.

Insofern sind wir von der Konjunktur auf dem Automobilsektor betroffen, die sich in den letzten Jahren seit 2021 abgekühlt hat. Sie ist allerdings weiterhin geeignet, unser Auskommen zu sichern. Wir stehen im Wettbewerb mit anderen Herstellern von Kunststoffspritzteilen.

Unsere Wettbewerbssituation hat sich nicht verändert. Neue Produkte lösen alte ab und wir haben weiterhin einen stabilen Absatz im Rahmen der oben angesprochenen allgemeinen Entwicklung der Automobilbranche. Unsere Produkte haben eine normale Laufzeit von 7 Jahren, adäquat zu Modellreihen der Autohersteller.

Die Umstellung in Richtung Elektroauto bezieht sich kaum auf unsere Komponenten, die sind nicht motorabhängig. Es sind Verkleidungsteile, Batterieträger, Abdeckungen im Nichtsichtbereich und Vergleichbares.

Wie alle Automobilzulieferer haben wir mit schwierigen Rahmenbedingungen zu tun, die insbesondere aus den Bereichen Energiepreise, Krankheitsrisiken, Fachkräftebedarf und Lieferketten kommen.

Für uns bedeutet das eine hohe Flexibilität in Bezug auf eine stabile Lieferfähigkeit und Qualität sowie ständige Arbeit an Kosteneffizienz und Produktverbesserung in gemeinsamer Arbeit mit unseren Kunden. Wir präsentieren uns als zuverlässiger Lieferant und werden aufgrund unserer langjährigen Zusammenarbeit von unseren Kunden bei neuen Produktreihen immer wieder angefragt. Inzwischen sind durch Geschäftsaufgaben unserer Mitbewerber neue Umsatzmöglichkeiten für uns dazugekommen.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 endete mit einem Verlust. Das war aber geplant, unsere Budgetziele bezüglich Umsatz und Ergebnis wurden erreicht.

Verglichen mit 2022 konnte der Umsatz mit Kunststoffteilen bezogen auf das Gesamtjahr auf diesem Niveau stabilisiert werden. Wöhren im ersten Quartal ein erfreulicher Antstieg erfolgte, ging er leider am dem 2. Quartal wieder auf Vorjahresniveau zurück - und im Quartal 4 sogar darunter.

3. Ertragslage

Das Jahresergebnis betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr -1.500 T€ (Vj.: -3.453 T€).

In 2023 betrug der Jahresumsatz insgesamt demnach 23.529 T€ (Vorjahr 20.595 T€). Auf den Verkauf von Kunststoffteilen entfielen 18.570 T€ (Vorjahr 18.765 T€, also ein knappes Minus von 195 T€ oder 1 %).

Arkal hat im Jahre 2023 den geplanten Umsatz mit Werkzeugverkäufen übertroffen. Das ist auf das vorzeitige erfolgreiche Abschließen von Projektarbeiten / Werkzeuginbetriebnahmen zurückzuführen. Dieser Umsatz machte ca. 20 % am Gesamtumsatz aus. Wegen seiner guten Marge (ca. 30 %) wirkte das sich positiv auf das Betriebsergebnis aus.

Die Umsatzrentabilität stieg von -16,8 % in 2022 auf -6,4 % in 2023. Diese Verbesserung konnte vorallem durch Kostenoptimierung im Bereich Personalaufwand erzielt werden. Die Personalintensität ging von 27,2 % in 2022 auf 22,7 % in 2023 zurück.

Der Aufwand für Energie ist ebenfalls spürbar zurückgegangen, im Vergleich mit 2022 um ca. 43 %.

Die Materialquote hat sich von 62,0 % in 2022 auf 61,7 % in 2023 leicht verringert.

4. Finanzlage

4.1. Kapitalstruktur und Liquidität

Für das komplette Volumen der Investitionen wurde die Finanzierung durch liquide Mittel der Arkal - Gruppe sichergestellt. Arkal Automotive GmbH hat dadurch lediglich Verbindlichkeiten aus Finanzierung gegenüber der Muttergesellschaft Arkal Automotive CS Ltd.

Dieses Finanzierungsmodell wurde auch 2023 beibehalten.

4.2. Investitionen

Arkal Automotive GmbH hat im Jahr 2023 ca. 760 T€ in neue Anlagen, Gebäude und Computertechnik investiert.

Die größten Einzelposten sind Assembly-Anlagen für neue Produkte.

Geplant und angezahlt wurde eine große neue Spritzgussmaschine ( 2.400 t ), die zu Beginn 2024 geliefert werden wird.

Daneben wurden auch 2023 in Netzwerk- und Computertechnik investiert sowie in die Infrastruktur des Gebäudes und des Grundstückes. Es wurde begonnen, eine moderne Brandmeldeanlage zu installieren, die dann 2024 aktiviert wird.

4.3. Vermögenslage

Durch die erwartete Umsatzentwicklung in den Folgejahren wurde erneut eine Erweiterung des Sachanlagevermögens nötig, da neue Produkte in unser Portfolio aufgenommen wurden. (siehe Investitionen - 2.400 t Maschine). Die Investitionen wurden und werden aus Eigenmitteln der Arkal-Gruppe finanziert (in der Bilanz als Fremdkapital dargestellt). Die aufgewendeten Mittel waren adäquat zu den Abschreibungen der vorhandenen Sachanlagen.

Der Bestand an Forderungen ist gegenüber 2022 von 3.604 T€ um 45 % auf nun 5.571 T€ in 2023 gestiegen. Das liegt an Werkzeugumsätzen, die erst am Ende des Jahres realisiert wurden und demzufolge noch nicht fällig waren.

Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen sank auch dadurch von 5,7 in 2022 auf 4,2 in 2023.

Die Eigenkapitalquote hat sich von 2022 auf 2023 von -36,8 % auf -40,3 % verschlechtert.

5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

5.1. Prognosebericht

Über das gesamte Jahr 2023 sind die Umsatzzahlen verglichen mit 2022 in etwa gleichbleibend niedrig gewesen und haben sich seitdem nicht wesentlich erholt. Unsere Automobilkunden waren aufgrund sinkender Nachfrage nicht in der Lage, ihrerseits die Anzahl von Fahrzeugen zu produzieren, die unserer Abnahmeprognose zugrunde liegt.

Im Jahr 2023 kamen dann zu den immer noch bestehenden Lieferkettenproblemen neue Krisen dazu, die eine wirtschaftliche Erholung behindern. Während wir nicht unmittelbar Auswirkungen des Krieges in der Ukraine spüren, sind doch mittelbar Folgen im Bereich Transportdauer und Transportkosten vorhanden. Auch durch die Ereignisse im Nahen Osten sind Transporte teurer und langwieriger geworden. Dies und die weiterhin bestehende Zurückhaltung unserer Kunden wird unser Ergebnis auch 2024 negativ beeinflussen.

Die Arkal Automotive GmbH wird sich trotz alledem in den kommenden Jahren weiter am Markt entwickeln. Arkal Automotive GmbH konnte auch im Jahre 2023 ihre Geschäftsbeziehungen mit den bestehenden Kunden weiter ausbauen und wird weitere Automobilkunden gewinnen. Ein Kunde mit erheblichem Umsatzpotential konnte dazugewonnen werden. Die Auswirkungen solcher neuen Projekte werden in 2 Jahren sichtbar, so lange dauert in der Regel die Projektlaufzeit von der Nominierung bis zur Serienproduktion.

Jährliche Umsatzsteigerungen sind wieder ab 2025 geplant. Dies ist im Rahmen der Produktstrategie und der Planung der Arkal-Gruppe bereits zu annähernd 100 % mit konkreten gebuchten Absatzzahlen unterlegt.

Dabei sind der geplante Jahresumsatz 2024 sowie 2025 weitgehend durch Bestellungen abgedeckt. Für die Folgejahre sind bereits Bestellungen vorhanden, die den geplanten Umsatz zum größten Teil (85% für 2026 und 70% für 2027) abbilden.

Vorsichtigerweise kann man diesen Auftragsbestand aber nicht mit einer Abnahmegarantie gleichsetzen. Demnach ist ein Wahrscheinlichkeitsfaktor angebracht, um eine seriöse Umsatzplanung zu gewährleisten. Er beträgt für die nächsten 5 Jahre 90 %. Aus Sicht des Ergebnisses 2023 kann dieser Wert bestätigt werden, da waren es ca. 95 %, im laufenden Jahr 2024 sind es bisher durchschnittlich 84 %.

Es konnte auch weitgehend über das gesamte Jahr 2023 an allen begonnenen Neuprojekten mit unseren Kunden wie geplant weitergearbeitet werden. Das wird uns den Umsatz in den Folgejahren sichern. Die zugehörenden Werkzeuge und Assemblyanlagen wurden bis zur Produktionsreife gebracht und berechnet.

Die Automobilindustrie, mit der die Arkal Automotive GmbH 100 % ihres Umsatzes erzielt, wird die Absatzkrise überwinden. Es wird in den folgenden Jahren einen Aufholeffekt geben, von dem auch Arkal profitieren wird. Wir gehen von einer durchschnittlichen jährlichen Umsatzsteigerung der Branche von 2-5 % aus, dazu kommt der oben genannte Aufholeffekt, den wir nicht seriös beziffern können.

Die langfristige Entwicklung der Automobilwirtschaft in Richtung Elektromobilität betrifft den Absatz unserer Produkte nicht, wir liefern keine Antriebskomponenten. Im Gegenteil: Der Bedarf an weiterer Gewichtsreduzierung durch den Ersatz von metallenen Karosserie und anderen Fahrzeugteilen, wird durch Spritzgussteile eher wahrscheinlicher. Mehrere neu entwickelte Produkte, deren Absatz 2022 begann und im Jahr 2023 fortgesetzt wurde, sind explizit für Elektrofahrzeuge bestimmt.

5.2. Risiko- und Chancenbericht

Risiken - oder besser Herausforderungen - für die Entwicklung der Arkal Automotive GmbH bestehen für die kommenden Jahre im Folgenden

Finanzierung des weiteren Wachstums, insbesondere von Investitionen und Umlaufvermögen während marktbedingter Umsatzschwankungen

Unbestimmte Prognose der Entwicklung der Produktionskrise in der Automobilindustrie

Forschung und Entwicklung in innovative Produkte und Prozesse bei gleichzeitig knappen Ressourcen von qualifizierten Mitarbeitern.

Erhöhte Anforderungen unserer Kunden an Qualität und Flexibilität, insbesondere bei unerwartetem Anstieg des Bedarfs - siehe Umsatzschwankungen.

Erhöhter Aufwand für kurzfristige Kundenforderungen nach Zertifizierungen im Bereich Umwelt - und Energiemanagement, IT Sicherheit, Nachhaltigkeit, "carbon footprint", Arbeitssicherheit, Prozess

Kostenentwicklung im Bereich Material, Energie und Personal

Qualitäts- und/ oder zusätzliche Absatzprobleme der Automobilhersteller

Kapazitäts- und/ oder Qualitätsprobleme bei unseren Zulieferern

Rückrufaktionen von Automobilherstellern

Auch für die Folgejahre sind Investitionen geplant. Das sind im Wesentlichen Assemblymaschinen für die neuen Produkte.

Der im Moment geplante starke Umsatzzuwachs 2025 / 2026 wird in 2025 eine Investition in eine zweite große Spritzgussmaschine erfordern.

Wichtigste Position bei der Beschaffung ist Kunststoffgranulat. Wir bezogen 2023 ca. 2.305 Tonnen Granulat von 11 Herstellern aus aller Welt. Die Preise haben sich seit 2022 nicht wesentlich erhöht.

Die Beschaffung wird grundsätzlich durch den Zentraleinkauf im Mutterunternehmen Arkal Automotive CS Ltd. in Israel vorbereitet. Dort werden auch langfristige Lieferantenverträge ausgehandelt und abgeschlossen. Die Disposition der Materialien wird von Mitarbeitern der Arkal Automotive GmbH auf Basis der Produktionsplanung ausgeführt.

Entsprechend der geplanten Umsatzentwicklung und der Unsicherheit, wann die gegenwärtigen Behinderungen Automobilmarkt überwunden sein werden, haben wir keine aktuellen Planungen für neue Stellen. Wir müssen aber einige im Jahr 2023 ausgeschiedene Mitarbeiter ersetzen.

Die Einstellung weiterer Produktionsmitarbeiter fällt auf Grund der immer weniger zur Verfügung stehenden Fach- und Anlernkräfte auf dem Arbeitsmarkt schwer.

Der Anteil an Leiharbeitern hat sich entgegen unsere Planung nicht weiter verringert. Unser Ziel war es, diesen Anteil auf unter 15% zu senken. Das haben wir 2023 nicht mehr einhalten können, wir sind wieder im Bereich 20 %. Hier hat siche eine erhöhte Krankheitsquote unserer eigenen Mitarbeiter ausgewirkt.

Durch den Einsatz von Leiharbeitern, der weiterhin geplant ist, sichern wir uns aber die im geschäftlichen Umfeld nötige Flexibilität.

Wir werden auch weiterhin den Qualifizierungsgrad unserer Produktionsmitarbeiter verbessern, um die Qualität der Erzeugnisse zu garantieren und weiter an unserer Effizienz zu arbeiten. Dazu wird mit verbesserten Methoden und Prozessen gearbeitet.

6. Sonstige Angaben

6.1 Forschung und Entwicklung

In der Forschung und Entwicklung neuer Produkte und Verfahren waren am Jahresende 2023 insgesamt 3 Mitarbeiter beschäftigt. Sie sind vorwiegend im Bereich Projekt Management tätig.

Arkal Automotive GmbH hat im Jahre 2023 mit 2 neuen Produkten die Serienproduktion aufgenommen. Dadurch konnte das Produktportfolio im Bereich Kunststoffteile erweitert werden und Ausfälle durch Produkte aus auslaufenden Serien ersetzt werden.

In 2023 wurde mit der Entwicklung von weiteren 12 Produkten begonnen, die in Folgejahren den Umsatz weiter steigern werden.

 

06.11.2024

Arkal Automotive GmbH

Geschäftsführung

gez. Geschäftsführung

Der vorliegende Jahresabschluss wurde am 06. Dezember 2024 festgestellt.

Die Gesellschafterversammlung beschließt den Jahresfehlbetrag zum 31.12.2023 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.