Valuta Factoringgesellschaft mbH

Leonardo-Da-Vinci-Weg 7, 32760 Detmold, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lemgo HRB 5936
Eingetragen
23.9.2002
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
Der Ankauf und Verkauf von Forderungen aus Waren- und Dienstleistungsgeschäften und die Vergabe von Know-how nach dem Franchiseverfahren. Ferner gehört der Erwerb von Investitionsgütern aller Art zum Zwecke des Verleasens oder der Vermietung oder Verpachung an Dritte sowie die Veräußerung dieser Güter, die Durchführung von Miet-Kauf-Geschäften, die Beratung bei Investitionen und Finanzierung sowie die Ausführung aller Geschäfte, die mit dem vorgenannten Zweck in Zusammenhang stehen, zum Geschäftsgegenstand.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Julia Zucker
seit 9.12.2025
Prokura
Carina Stenow-Thiemig
seit 9.12.2025
Prokura
Andrea Stiegmann
seit 13.9.2016
Geschäftsführer
Simone Köhn
seit 22.9.2010
Geschäftsführer
Martina Biere
seit 28.9.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
30.00%
30.00%
Andreas-Horst Thurau
30.00%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Carsten Thurau
Mörsfeld-Waldorf
7.500 €
30.00%
Sven Thurau
Detmold
7.500 €
30.00%
Andreas-Horst Thurau
Horn-Bad Meinberg
7.500 €
30.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Valuta Factoringgesellschaft mbH

Detmold

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Gegenstand des Unternehmens sind der Ankauf und Verkauf von Forderungen aus Waren- und Dienstleistungsgeschäften (Factoring) sowie die Vergabe von Know-how nach dem Franchiseverfahren. Darüber hinaus erwirbt und verleast das Unternehmen fabrikneue und gebrauchte Pkw und vermietet EDV und Büroausstattung. Ferner gehört dazu auch die Beratung bei Investitionen und Finanzierungen sowie die Ausführung aller Geschäfte, die mit dem vorgenannten Zweck in Zusammenhang stehen.

Sowohl im Factoring- als auch im Leasingbereich gehören sämtliche Anschlussfirmen bzw. Leasingnehmer zur gleichen Unternehmensgruppe. Die Anschlussfirmen sind ausschließlich im Bereich Personaldienstleistungen tätig. Die Gesellschaft konzentriert sich auf kleine mittelständische Unternehmen mit einem Umsatz von ca. 100 T€ bis ca. 50 Mio. €.

Gesamtwirtschaft

Die andauernde weltweite kritische Wirtschaftslage haben die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2023 weiterhin stark belastet. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie Energiepreiserhöhungen und dem weiter anhaltenden Fachkräftemangel. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen haben die Konjunktur gedämpft. Dazu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Auf Grund dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 insgesamt standhalten, allerdings mit einem leichten Rückgang. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022.

(Pressemitteilung vom 15.01.2024 Statistisches Bundesamt)

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung ging im Jahr 2023 leicht um insgesamt 0,1 % gegenüber dem Jahr 2022 zurück. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 %. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten.

Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7 % zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

(Pressemeldung vom 15.01.2024 Statistisches Bundesamt)

Factoring

Im 1. Halbjahr konnte ein solides Wachstum erzielt werden. Die Umsätze der Mitglieder des Deutschen Factoring-Verband e. V. stiegen im ersten Halbjahr 2023 von 182,4 Mrd. auf 192,8 Mrd. Euro, ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum (1. Halbjahr 2022). Die Kundenzahl legte ebenfalls deutlich zu, mit einem Plus von knapp 0,3 Prozent auf eine neue Rekordmarke von nun 106.000 Kunden (1. HJ 2022: 105.600). Dieses Wachstum war aber auch durch Veränderungen in der Mitgliedsstruktur des Verbandes begründet.

Obwohl das BIP im 1. Quartal 2023 stagnierte und auch im 2. Quartal davon ausgegangen wird, gelang es der Factoring-Branche ersichtlich mittels der steigenden Relevanz von Factoring auch als Partner in der Transformation, als Bestandteil des Finanzierungsmix von Unternehmen sowie durch die Stabilisator-Funktion in Krisenzeiten als zunehmend nachgefragtes Finanzierungsinstrument überproportional zuzulegen.

(Pressemitteilung Deutscher Factoring Verband e. V. vom 01.08.2023)

Gemäß den Daten des Bundesverbandes Factoring für den Mittelstand (BFM) konnten mittelständische Factoring-Unternehmen ihre Umsätze 2023 im Durchschnitt um 13 Prozent steigern und damit deutlich über der Inflationsrate - das hat eine Umfrage des BFM unter seinen Mitgliedern gezeigt. Da die Branche häufig Antworten auf die nach wie vor angespannte Wirtschaftslage bereithält, wirkt sich diese positiv auf das Wachstum der Factoring-Gesellschaften aus. So führen die aktuellen Herausforderungen am Markt bei vielen mittelständischen Unternehmen zu einem gestiegenen Bedarf an einem schnelleren und konstanten Liquiditätsfluss, wie ihn Factoring bieten kann. Zudem lässt der gegenwärtige Personal- und Fachkräftemangel die Nachfrage nach Dienstleistungen, die im Rahmen des Factorings angeboten werden, steigen. Dazu gehört etwa das Management von Forderungen und Schuldnern oder Leistungen im Rahmen des Mahnwesens. Darüber hinaus sind Factoring-Kunden durch die Warenkreditversicherung des Factors gegen Zahlungsausfälle abgesichert. In Zeiten, in denen Risikomanagement an Relevanz gewinnt, ist auch dies von entscheidendem Interesse. Insgesamt geht die Factoring-Branche daher mit positiven Geschäftserwartungen in das neue Jahr.

Nach der überdurchschnittlich positiven Entwicklung im letzten Jahr erwarten über 70 Prozent der Befragten für 2024 eine Fortsetzung des Geschäftswachstums. Lediglich ein Viertel der Umfrageteilnehmer rechnet stattdessen mit einem gleichbleibenden Umsatz. Ein rückläufiges Geschäft erwarten nur knapp 6 Prozent. Auch beim Neukundengeschäft blicken fast 65 Prozent der Umfrageteilnehmer optimistisch ins neue Jahr.

Verhaltener sieht es dagegen bei den Bestandskunden aus. Hier rechnen über 31 Prozent der Befragten mit einem rückläufigen Geschäft. Grund dafür sind Risiken wie weiter steigende Insolvenzzahlen. Damit werden die Bestandskunden wie schon im vergangenen Jahr kritischer beurteilt.

Dennoch: „Ziel der Factoring-Gesellschaften ist und bleibt es, einen robusten und nachhaltig finanzierten Kundenstamm aufzubauen und diesen kontinuierlich zu unterstützen“, sagt Michael Ritter.

(Pressemitteilung Bundesverband Factoring für den Mittelstand e. V. vom 13.02.2024)

Leasing

Die Leasing-Wirtschaft ist 2023 deutlich gewachsen. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten finanzierte die Branche für mehr als 85 Milliarden Euro in Deutschland Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge, IT-Equipment, Infrastruktur und andere Wirtschaftsgüter. Das Neugeschäftsvolumen, basierend auf einer Hochrechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), entspricht einer Steigerung von 22,6 Prozent gegenüber 2022. Neben einer gestiegenen Nachfrage resultierte der starke Zuwachs aus Nachholeffekten aufgrund von Lieferverzögerungen aus dem Vorjahr sowie aus Preissteigerungen. Treiber des Wachstums der Leasing-Branche im vergangenen Jahr war das Fahrzeugleasing, das fast zwei Drittel des Neugeschäftsvolumens ausmacht. „Im Automarkt war der Auftragsstau durch lange Lieferzeiten besonders stark und konnte 2023 abgebaut werden“, führt BDL-Präsident Ostermann aus. Das Pkw-Neugeschäft stieg um 23 Prozent. Der Marktanteil an den Neuzulassungen wurde ausgebaut: Jeder zweite neu zugelassene Pkw war 2023 ein Leasing-Fahrzeug.

Um 14 Prozent steigerte sich das Neugeschäftsvolumen im zweitstärksten Leasing-Segment Busse, Lkw, Hänger und Transporter. Weiterhin boomt das Neugeschäft mit Fahrrädern und E-Rollern. Es wuchs im vergangenen Jahr um 24 Prozent. „Leasing bringt die Menschen aufs Rad. In den vergangenen zwei Jahren wurden fast 1,5 Millionen Leasing-Räder angeschafft“, erklärt Ostermann.

Die wirtschaftlich herausfordernde Lage spiegelte sich in zwei Leasing-Segmenten wider: Während die Auftragsbilanz des Maschinen- und Anlagenbaus laut Branchenverbandes VDMA 2023 ein Minus von 11 Prozent im Inland verzeichnete, stagnierte das Leasing-Neugeschäft mit Produktionsmaschinen.

Das Neugeschäft mit IT, Software und Cloud-Anwendungen wuchs unterdurchschnittlich (+ 3,6 Prozent). „Hier zeigt sich die konjunkturelle Unsicherheit, denn IT-Investitionen werden in unsicheren Zeiten als erstes zurückgestellt“, erläutert Ostermann. Jedoch sei diese Entwicklung fatal angesichts der notwendigen Investitionen in die Digitalisierung.

(Pressemitteilung Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e. V. vom 14.03.2024)

Gesellschaft

Trotz der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die Gesamtwirtschaft und des anhaltenden Fachkräftemangels hat sich das Geschäftsjahr 2023 erneut positiv entwickelt. Die Zahl der Anschlussfirmen im Factoringbereich erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht von 44 auf 47. Das angekaufte Forderungsvolumen lag bei rd. 277,1 Mio. € (Vorjahr rd. 290,2 Mio. €) und damit um rd. 5 % unter dem Vorjahr. Im Leasingbereich verringerte sich die Zahl der Leasing-Pkw zum Geschäftsjahresende im Vergleich zum Vorjahr weiter von 40 auf 33.

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von 2.128.747,15 € (Vorjahr 2.962 T€) erzielt.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

Im Bereich Leasing (Pkw) verringerten sich die Erlöse erneut von 296 T€ auf 172 T€. Die Minderung beträgt rd. 42 %. Die Zahl der Leasing-Pkw verringerte sich von 40 auf 33 oder um rd. 18 %. Investitionen finden in diesem Bereich nicht mehr statt. Das Leasinggeschäft wurde planmäßig weiter zurückgefahren.

Die Zinserträge betragen rd. 1 T€ und stehen in Zusammenhang mit einer stillen Beteiligung und Mahnverfahren. Die Zinsaufwendungen liegen mit rd. 14 T€ etwas über dem Niveau des Vorjahres.

Die vom Umsatz der angeschlossenen Unternehmen abhängigen Provisions- (Factoring)erlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr von 4.977 T€ um 242 T€ auf 4.735 T€ vermindert. Die Verminderung beträgt rd. 5 % (Vorjahr Erhöhung rd. 6 %). Der Ukraine-Krieg machte sich bei den Factoringerlösen nicht bemerkbar. Während die Zahl der Anschlusskunden leicht zulegte, verminderte sich das angekaufte Forderungsvolumen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten wie in den Vorjahren im Wesentlichen Versicherungserstattungen, Erlöse aus weiteren Dienstleistungen, Erträge aus Kundenüberzahlungen, Erträge aus Anlagenabgängen (i. W. Pkw), Mieterträge und Kostenweiterbelastungen an Leasingnehmer. Während sich die weiterbelasteten Buchführungsleistungen (127 T€; Vorjahr 70 T€) sowie die Versicherungserstattungen (abzüglich der Selbstbeteiligung; Anstieg von 136 T€ auf rd. 162 T€) zum Teil deutlich erhöhten, waren die Erträge aus Kundenüberzahlungen (62 T€; Vorjahr 195 T€), die Erträge aus Anlagenabgängen (32 T€; Vorjahr 107 T€), die Erträge aus der Vermietung von Betriebs- und Geschäftsausstattung (im Wesentlichen EDV-Hard- und Software; Büromöbel; Rückgang von 100 T€ auf 76 T€) und aus Kostenweiterbelastungen an Leasingnehmer (50 T€; Vorjahr 96 T€) deutlich rückläufig. Weitere wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr lagen nicht vor.

Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr (703 T€; Vorjahr 549 T€). Die Mitarbeiterzahl veränderte sich von 21 Arbeitnehmern zu Beginn des Jahres auf 17 Arbeitnehmer zum Ende des Geschäftsjahres.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen verminderten sich von 938 T€ auf 931 T€, u. a. wegen der Bestandsveränderung bei den unfertigen Leistungen (-40 T€), der Fremdarbeiten / des Akquisitionsaufwands für Neugeschäft (-34 T€) und der Kfz-Kosten (-8 T€) bei einer Erhöhung der Rechts- und Beratungskosten (+29 T€), der Versicherungen, Gebühren und Beiträge (+16 T€), der Aufwendungen aus Anlagenabgang (+17 T€) und der Fortbildungskosten (+26 T€).

Bei gegenüber den Vorjahren erhöhten Investitionen in Höhe von rd. 471 T€, hauptsächlich im Bereich der GWG (geringwertige Wirschaftsgüter) und erneuten Desinvestitionen, insbesondere im Bereich Leasingvermögen (Pkw), erhöhten sich die Abschreibungen von 259 T€ auf 438 T€. Von den Investitionen entfielen auf den Bereich Leasingvermögen (Pkw) rd. 0 T€ (Vorjahr 0 T€). Die Abschreibungen betragen in diesem Bereich 105 T€ (Vorjahr 185 T€).

Die unter den Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft ausgewiesenen Aufwendungen sind aufgrund gegenüber dem Vorjahr deutlich höherer Forderungsverluste und Wertberichtigungen insgesamt (+68 T€) erneut deutlich gestiegen.

Die Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft verminderten sich nur leicht (< 1 T€).

Die Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen resultieren aus den Gewinnanteilen aus einer typisch stillen Beteiligung betreffend das Jahr 2022.

Die Aufwendungen aus Verlustübernahme betreffen die nachträgliche Übernahme eines Verlustanteils für das Jahr 2019 im Rahmen der Beendigung einer typisch stillen Beteiligung.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer und liegen aufgrund des gegenüber dem Vorjahr verminderten Ergebnisses unter dem Niveau des Vorjahres.

Insgesamt lag der erzielte Jahresüberschuss von rd. 2.129 T€ um rd. 833 T€ unter dem Vorjahreswert von 2.962 T€.

2. Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist sehr stabil. Die Konten bei Kreditinstituten wurden im Geschäftsjahr überwiegend auf Guthabenbasis geführt. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen durch die Refinanzierung bei den Anschlusskunden, die der gleichen Unternehmensgruppe angehören, im Rahmen von Verrechnungen. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden verminderten sich von 7.325 T€ um 2.597 T€ auf 4.728 T€.

Das Eigenkapital verbesserte sich bei um rd. 8 % gesunkener Bilanzsumme weiter und beträgt 14.083 T€ (Vorjahr 12.354 T€). Die Eigenkapitalquote beträgt 72,3 % gegenüber 58,2 % im Vorjahr.

3. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist wie in den Vorjahren im Wesentlichen durch die Forderungen an Kunden, die Forderungen an Kreditinstitute sowie das Anlagevermögen (einschl. Leasingvermögen) geprägt. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen durch die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, die der gleichen Unternehmensgruppe angehören, und das Eigenkapital.

Die Forderungen an Kunden verminderten sich von 18.287 T€ um 1.727 T€ auf 16.560 T€. Bei den Forderungen an Kunden wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 171 T€ (Vorjahr 132 T€) vorgenommen.

Das Leasingvermögen (Pkw) verminderte sich im Geschäftsjahr bei vorgenommenen Investitionen in Höhe von 0 T€ abzüglich Buchwertabgängen von 49 T€ sowie planmäßiger Abschreibungen von 105 T€ auf insgesamt 106 T€ (Vorjahr 261 T€).

Die immateriellen Anlagewerte betreffen sowohl selbstgenutzte als auch entgeltlich an Dritte überlassene Software.

Die Sachanlagen betreffen im Wesentlichen EDV-Hardware, Pkw sowie Büroausstattung. Diese werden zum Teil selbstgenutzt und zum Teil an Dritte vermietet.

Die Erhöhung bei den sonstigen Vermögensgegenständen von 363 T€ auf 370 T€ resultiert im Wesentlichen aus Steuerforderungen (+236 T€) und Forderungen aus Überzahlungen/Schadenersatz (+62 T€). Demgegenüber stehen geringere debitorische Kreditoren (-186 T€) sowie Forderungen aus typischen stillen Gesellschaften (-103 T€) aufgrund der Schlussabrechnung sowie Rückzahlung von typisch stillen Beteiligungen.

3. Risikobericht

Die Valuta Factoringgesellschaft mbH hat nach Ansicht der Geschäftsführung ein der Unternehmensgröße und dem Geschäftsumfang angemessenes Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssystem eingerichtet. Die letzte Aktualisierung mit einem weiteren Stress-Test-Szenario wurde im November 2023 vorgenommen. Des Weiteren wurde im Dezember 2023 die Gefährdungsanalyse zur Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und strafbaren Handlungen aktualisiert. Die nächste Geldwäscheschulung mit einem externen Anbieter (Creditreform) ist für das 4. Quartal 2024 vorgesehen. Die Geldwäschebeauftragte Sabine Kollwitz hat im Oktober 2023 an einer externen Geldwäscheschulung (Akademie Heidelberg) teilgenommen und im Anschluss alle Mitarbeiter dazu informiert und entsprechend geschult.

Die nächste Überarbeitung der Gefährdungsanalyse ist im 4. Quartal 2024 vorgesehen. Von der Einrichtung einer Risikocontrolling- und Compliance-Funktion wurde die Valuta Factoringgesellschaft mbH lt. Schreiben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vom 12.01.2015 befreit.

Das Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssystem unter Berücksichtigung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) befindet sich damit in einer stetigen Weiterentwicklungsphase.

Die Gesellschaft hat eine Geschäftsstrategie formuliert und darauf aufbauend eine konsistente Risikostrategie für die von ihr betriebenen Geschäfte entwickelt. Das Risikomanagementsystem basiert darauf, dass das Eingehen von Risiken die Folge des Geschäftsbetriebs und der in diesem Zusammenhang getroffenen Entscheidungen ist. Risiken sind nach dem Verständnis der Gesellschaft alle Ereignisse und möglichen Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die sich negativ auf die Erreichung der Unternehmensziele auswirken können. In diesem Zusammenhang wurden im Wesentlichen leistungswirtschaftliche Risiken, Finanzrisiken (i. W. Adressausfallrisiken) sowie operationelle Risiken und damit Schwerpunkte der Risikostrategie erkannt.

Mit der Neufassung der MaRisk in 2023 sind auch die Auswirkungen von ESG-Risiken (Nachhaltigkeitsrisiken; E = Environment, S = Social, G = Governance) angemessen und explizit in das Gesamtrisikoprofil einbezogen worden. Als ESG-Risiken im Sinne der MaRisk sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung zu verstehen, deren Eintreten potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage eines beaufsichtigten Unternehmens haben kann. ESG-Risiken wirken insofern als Risikotreiber und können sich auf wesentliche Risikoarten auswirken.

Sie werden daher als ESG-Risikotreiber im Risiko-Assessment (Risikoinventur) der Valuta geführt. In einem ersten Schritt dient ihre Erhebung dazu, einen Überblick über Relevanz, Zeithorizont und mögliche Steuerungsansätze der ESG-Einflussfaktoren zu gewinnen, um nachfolgend weitere Schritte im Rahmen der Nachhaltigkeitsaktivitäten einleiten zu können.

Folgende ESG-Risikotreiber kommen bei der Valuta zur Anwendung:

•E: Einfluss akuter physischer Risiken (Auftreten von Extremwettereignissen wie bspw. Unwetter oder Überschwemmungen) sowie sich potenziell chronisch entwickelnder physischer Risiken (längerfristige Entwicklungen wie bspw. Klimaveränderungen, Wasserknappheit oder der Anstieg des Meeresspiegels)

•E - transitorisch (E - trans.): (langfristiger) Einfluss von Klimapolitik (Transition der Wirtschaft), verändertes Verbraucherverhalten oder Technologien

•S - Social: Einfluss sozialer Aspekte (Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden, faire und gleichberechtigte Arbeitsbedingungen, Einhaltung von Ethik-Standards, Diversität der Mitarbeitenden)

•G - Governance: Einfluss von Governance-Aspekten in Bezug auf Einhaltung und Transparenz aufsichtsrechtlicher Anforderungen sowie gesetzlicher Regelungen, Good Governance u. Unternehmenskultur.

Die Steuerungsinstrumente umfassen im Wesentlichen die Bonitäts- und Objektüberwachung. Ferner wird durch das Rechnungswesen der Gesellschaft auf Basis der Ergebnisse einer monatlichen Erfolgsrechnung sichergestellt, dass Risiken frühzeitig erkannt, bewertet und gesteuert werden. Die Gesamtverantwortung für das Management und die Steuerung sämtlicher Risiken trägt die Geschäftsführung der Valuta Factoringgesellschaft mbH.

1. Leistungswirtschaftliche Risiken

Hierzu zählen Risiken, die aus der spezifischen Geschäftstätigkeit resultieren, z. B. branchen- und absatzspezifische Risiken (Markt- und Umfeldrisiken) sowie Risiken in Bezug auf Produkte bzw. Leistungen (Produkt- und Vertriebsrisiken).

Konjunkturrisiken resultieren daraus, dass die Umsätze der betreuten Gesellschaften und damit der Valuta Factoringgesellschaft mbH selbst zukünftig rückläufig sind. Zur Steuerung dieses Risikos dienen Monitoring-Maßnahmen im Bereich Factoring (Kostenanalyse, Umsatz- und Ergebnisstatistik, Liquiditätsdispositionsübersicht, Forderungsmanagement) sowie die weitere Diversifikation von betreuten Sektoren innerhalb der Personalberatungsbranche.

Vor dem Hintergrund der aktuell sehr unsicheren Weltlage (Ukraine-Krieg, Energiepreise, Inflation) besteht aus Sicht der Gesellschaft ein relevantes und wesentliches Risiko, dass die Umsätze der betreuten Gesellschaften und damit auch der Valuta Factoringgesellschaft mbH bedingt durch Rechtsprechung (Mindestlohnerhöhung), politische Entscheidungen (Sanktionen, Klimaschutz) sowie - vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs - Rohstoff- und Lieferengpässen bei hohen Preissteigerungen, insbesondere im Bereich der Energiekosten, zukünftig sinken können.

Im Bereich der Produkt- und Vertriebsrisiken kommt das relevante und wesentliche Risiko hinzu, dass Kunden in Zusammenhang mit einer Konjunktureintrübung preissensibler werden und eine kundenindividuellere Preisgestaltung einfordern. Dabei könnte sich auch die Abhängigkeit von den betreuten Gesellschaften und ihrer Entwicklung sowie die eingeschränkte Möglichkeit zur Neukundenakquise negativ auswirken. Zur Steuerung dieses Risikos erfolgen eine Überwachung des Zahlungsverhaltens sowie eine Analyse der Konditionen im Vergleich zum Markt.

Leistungswirtschaftliche Risiken 432.000 €

2. Finanzrisiken

Zu den Finanzrisiken zählen insbesondere die Adressausfallrisiken, Preisrisiken sowie Liquiditäts- und bilanzielle Risiken.

Als Adressausfallrisiko wird das Risiko von Verlusten aufgrund erwarteter und unerwarteter Zahlungsausfälle oder erwarteter und unerwarteter Bonitätsverschlechterungen von Geschäftspartnern bezeichnet. Dieses Risiko wird als relevant und wesentlich bzw. überwachungsrelevant eingestuft.

Vertragspartner im Factoring- sowie im Leasinggeschäft sind ausschließlich Unternehmen, die der gleichen Unternehmensgruppe angehören. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit den Vertragspartnern und der Bekanntheit der dort handelnden Personen sowie einer größtenteils abgestimmten Steuerung ist im Zusammenwirken mit dem Rechnungswesen und Controlling der Gesellschaft das Bonitätsrisiko dieser Vertragspartner jederzeit transparent, beeinflussbar und insoweit überschaubar. Ferner werden im Factoringgeschäft nur warenkreditversicherte Forderungen angekauft. Eine weitere Verlagerung des Adressausfallrisikos auf externe Dritte erfolgt im Leasinggeschäft dadurch, dass die Gesellschaft selbst nur Vollkasko-Verträge für die Pkw abschließt.

Im Übrigen erfolgt zur Risikofrüherkennung eine laufende Überwachung der Zahlungseingänge. Im Rahmen der weiteren Risikovorsorgemaßnahmen werden für die Fälle akuter Ausfallrisiken Wertberichtigungen gebildet sowie frühzeitig ein rechtlicher Beistand eingeholt. Im Factoring-Bereich wird dem Risiko der Bonitätsverschlechterung von Anschlusskunden bzw. angekaufter Debitoren durch erhöhte Monitoring-Maßnahmen sowie einem stringenten Mahnwesen begegnet.

Das Zahlungsverhalten der Debitoren der Factoringkunden ist aktuell weiterhin stabil und zeigt keine Anzeichen von Veränderungen. Hier muss das Risiko von ggfls. steigenden Insolvenzen beobachtet werden. Die Kreditversicherung warnt weiterhin vor einem Anstieg von Insolvenzen.

Ein bestandsgefährdendes Adressausfallrisiko ist zurzeit nicht erkennbar, für die Gesellschaft ist dieses Risiko jedoch insgesamt relevant und wesentlich bzw. überwachungsrelevant.

Das Preisrisiko umfasst im Wesentlichen das Restwert-/Objektrisiko im Leasingbereich (Investitionsrisiko) sowie das Zinsänderungsrisiko. Dieses Risiko wird als relevant und akzeptabel bzw. überwachungsrelevant angesehen.

Das Restwert-/Objektrisiko bezeichnet die potenziellen Verluste bei Vertragsendabwicklung, die dadurch entstehen können, dass Veränderungen des Marktes für Gebrauchtfahrzeuge hinsichtlich für die Gesellschaft negativer Preisentwicklungen eintreten. Hierzu gibt es zurzeit keine Hinweise. Die Gebrauchtwagenpreise sind stabil.

Bei den mobilen Leasingobjekten ist das Restwert-/Objektrisiko bereits aufgrund der Art der Leasingobjekte (hier: Pkw), der kurzen Abschreibungsdauer, der vorsichtigen Kalkulation der berücksichtigten Restwerte sowie des vertraglich vorgesehenen Andienungsrechts seitens der Gesellschaft weiterhin als gering einzustufen. Gleichwohl wurde das Risiko als relevant und überwachungsrelevant für die Gesellschaft eingestuft.

In der bilanziellen Risikovorsorge wird dem oben beschriebenen Restwert-/Objektrisiko gegebenenfalls durch außerplanmäßige Abschreibungen auf die Leasingobjekte oder notwendige Rückstellungsbildung ausreichend Rechnung getragen. Beim Verkauf von einzelnen Pkw kam es im Leasingbereich in 2023 zu Buchgewinnen von 19 T€.

Das Zinsänderungsrisiko bezeichnet das Risiko potenzieller Verluste, die der Gesellschaft auf Grund von Veränderungen von Preisen und Zinsen an den Finanzmärkten entstehen können.

Zinsänderungsrisiken werden aufgrund der Refinanzierung über die Unternehmensgruppe im Wege der Verrechnung fast vollständig vermieden. Das Management der Refinanzierung erfolgt unmittelbar im Rahmen der täglichen Geschäftsdispositionen durch das Rechnungswesen.

Als Liquiditätsrisiko bezeichnet die Gesellschaft das Risiko des nicht fristgerechten Einhaltens der Zahlungsverpflichtungen aufgrund unzureichender Eigenlinien und der nicht ausreichenden Beschaffungsmöglichkeit von Liquidität zu erwarteten Konditionen (Refinanzierungsrisiko).

Das Risiko aufgrund unzureichender Eigenlinien wird als relevant und möglich angesehen und ist für die Gesellschaft auch wesentlich.

Da sich die Gesellschaft im Rahmen der Durchführung von Verrechnungen mit den gruppenangehörigen Unternehmen jederzeit fristenkongruent refinanzieren kann, wird das Refinanzierungsrisiko als akzeptabel angesehen. Fehlende Refinanzierungsmöglichkeiten sind in der Vergangenheit nicht aufgetreten.

Bilanzielle Risiken können bei der Gesellschaft aufgrund von steuerrechtlichen Vorschriften, den bilanzierten Beteiligungen sowie aus Anzeige- und Berichtspflichten resultieren.

Die Risiken werden zwar als relevant, hier aber als akzeptabel (steuerrechtliche Risiken und Risiken aus Anzeige- und Berichtspflichten) oder als wesentlich (Beteiligungen) identifiziert. Die Überwachung erfolgt durch Vertragsanpassungen, Monitoring-Maßnahmen bzw. ein Wiedervorlage- und Terminüberwachungssystem sowie Beobachtung der laufenden Geschäftsentwicklung der Gesellschaften.

Finanzrisiken 325.625 €

3. Operationelle Risiken

Als operationelle Risiken bezeichnet die Gesellschaft Risiken, die aus der Aufrechterhaltung des laufenden Geschäftsbetriebes resultieren. Dazu zählen Risiken, die aufgrund des Versagens oder der Unangemessenheit der internen Infrastruktur und interner Verfahren sowie in Bezug auf Mitarbeiter und externe Einflüsse auftreten können. Hierzu zählen auch Rechtsrisiken. Diese beinhalten insbesondere Verstöße gegen Rechtsnormen und vertragliche Verpflichtungen sowie Risiken aufgrund neuer Rechtsprechung bzw. Gesetzesänderungen, die auch Auswirkungen auf bereits abgeschlossene Geschäfte haben können.

Die relevanten Risiken im Rahmen der internen Infrastruktur betreffen im Wesentlichen die Performance, Funktionalität und Systemsicherheit der IT-Systeme sowie die Sicherheit der gesamten Haustechnik inkl. Zutrittsschutz. Die Bandbreite der Risikoklassen reicht hier von akzeptabel (Haustechnik, Performance und Funktionalität von IT-Systemen) bis wesentlich (Informations- und Systemsicherheit). Maßnahmen zur Risikoreduktion bzw. Risikovermeidung sind u. a. ein Vertrag mit einem IT-Dienstleister, die Verwendung von Standardsystemen, tägliche Datensicherungen, ein Berechtigungskonzept/Zugriffsschutz, die redundante Auslegung der IT-Komponenten, allgemeine Überspannungs- und Feuerschutzeinrichtungen, eine Notstromversorgung sowie physische Zugangskontrollen.

Aufgrund der Pandemie-Situation wurden für alle Mitarbeiter Heim-Arbeitsplätze eingerichtet, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und den Geschäftsbetrieb auch bei einer Quarantäne aufrecht erhalten zu können. Hierfür wurde die interne Infrastruktur ausgebaut. Dieses Risiko wird mit der nächsten Betrachtung der Risiken neu bewertet.

Im Bereich der internen Verfahren bestehen Risiken grundsätzlich aus der Ausgestaltung und Sicherheit der verwendeten Verträge aufgrund unwirksamer Regelungen sowie damit verbundener Nachforderungen bzw. Schadensersatzzahlungen. Dieses Risiko ist für die Gesellschaft auch überwachungsrelevant. Dem Risiko wird durch Verwendung von Standardverträgen unter Anpassung an gesetzliche Änderungen sowie vorheriger Prüfung durch eine Rechtsanwaltskanzlei, aber auch durch eine ggfs. notwendige Rückstellungsbildung begegnet.

Weitere Risiken in diesem Bereich, die akzeptabel bzw. überwachungsrelevant sind, bestehen zum einen hinsichtlich der Ordnungsmäßigkeit der Prozessgestaltung, dem Umfang und der Ausgestaltung des Versicherungsschutzes sowie im Hinblick auf fremdbezogene Leistungen. Zum anderen können solche Risiken in der Compliance der Gesellschaft und der handelnden Personen im Hinblick auf Verstöße gegen Geldwäsche-Vorschriften, Datenschutzvorschriften, aufsichtsrechtlichen Vorgaben, sonstiges geltendes Recht und interne Richtlinien bestehen. Maßnahmen zur Überwachung bzw. Risikoreduktion/-vermeidung sind ein regelmäßiger Versicherungscheck bzw. entsprechende Vertragsgestaltungen und ggfs. ein Ersatz durch Dritte, eine Weiterentwicklung der Dokumentation, insbesondere der Prozesslandschaft, sowie die in 2021 erfolgte Re-Zertifizierung nach der Norm DIN ISO 9001:2015. Ferner gehören dazu die Überwachung der Einhaltung der Arbeitsanweisung Geldwäscheprävention und der Datenschutzvorschriften sowie regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter. Im Jahr 2022 wurden im November eine Schulung zur Geldwäscheprävention und im Dezember eine Basic-Datenschutzschulung durchgeführt.

Im Bereich Mitarbeiter bestehen akzeptable bzw. überwachungsrelevante Risiken in der Personalverfügbarkeit sowie dem Ausfall von Schlüsselpositionen und damit von Know-how, da einerseits vor dem Hintergrund des ansteigenden Geschäftsvolumens und andererseits aufgrund aufsichtsrechtlicher Anforderungen der Personalbestand möglicherweise einer weiteren Aufstockung bedarf. Diesem potenziellen Risiko wird durch Prüfung von Neueinstellungen, Vertretungsregelungen, Mitarbeiter-Schulungen sowie gezieltem Know-how-Aufbau begegnet werden. Bearbeitungsfehlern, strafbaren bzw. unautorisierten Handlungen von Mitarbeitern sowie Verstößen gegen geltende Bestimmungen im Hinblick auf Arbeitsumgebung, -sicherheit und -bedingungen wird durch Anwendung des 4-Augen-Prinzips, manuellen Kontrollen sowie Mitarbeiter-Schulungen begegnet.

Risiken aus externen Einflüssen, die akzeptabel bzw. überwachungsrelevant sind, resultieren aus kriminellen Handlungen (Vandalismus, Einbruch), gesetzlichen Anforderungen bzw. rechtlichen Rahmenbedingungen, z. B. aus EU-Recht oder auch nationalen Rechtsänderungen (z. B. Mindestlohn-Änderungen in der Personaldienstleistungsbranche) und (Natur-) Katastrophen bzw. höherer Gewalt. Die Gesellschaft hat zur Risikoreduktion/-überwälzung einerseits entsprechende Haus-Versicherungen abgeschlossen und steht hinsichtlich gesetzlicher Anforderungen andererseits stets in engem Kontakt zu einer Rechtsanwaltskanzlei bzw. kann auf die Unterstützung durch einen Interessenverband zurückgreifen. Daneben besteht eine Notfall- und Geschäftsfortführungsplanung und durch die Einrichtung von Home-Office-Arbeitsplätzen eine weitere Risikoverteilung.

Turnusgemäß erfolgte im November 2023 eine komplette Überarbeitung aller Risiken.

Operationelle Risiken 447.750 €

4. Prognosebericht

Gesamtwirtschaft

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich etwas aufgehellt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Februar auf 85,5 Punkte gestiegen, nach 85,2 Punkten im Januar. Dies war auf etwas weniger pessimistische Erwartungen zurückzuführen. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage blieben unverändert. Hier gleichen sich positive und negative Antworten gegenwärtig nahezu aus. Die Konjunktur stabilisiert sich auf niedrigem Niveau.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex gefallen. Die aktuelle Lage wurde zuletzt im September 2020 so schlecht eingeschätzt. Die Erwartungen blieben nahezu unverändert pessimistisch. Der Rückgang des Auftragsbestandes hält unvermindert an. Die Unternehmen haben weitere Produktionskürzungen angekündigt.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verbessert. Die Dienstleister waren zufriedener mit den laufenden Geschäften. Die Erwartungen sind weiter pessimistisch, jedoch etwas weniger stark als noch im Januar. Die Auftragsentwicklung ist allerdings schwach.

Im Handel ist der Index erneut gefallen. Die Händler waren merklich weniger zufrieden mit der aktuellen Geschäftslage. Die Erwartungen verbesserten sich hingegen leicht. Dennoch herrscht weiterhin eine große Skepsis mit Blick auf die Entwicklung in den kommenden Monaten.

Im Bauhauptgewerbe hat der Geschäftsklimaindikator auf niedrigem Niveau leicht zugelegt. Grund dafür waren etwas bessere Einschätzungen zur aktuellen Lage. Die Erwartungen sind jedoch gesunken, auf den niedrigsten Wert seit 1991.

(ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirschaftsforschung an der Universität München e. V., Konjunkturumfrage Veröffentlichungen 23.02.2024)

Der kurzfristige Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich gegenüber dem Herbst 2023 leicht verbessert, die Lage bleibt aber angespannt. Die hohe Inflation stellt in diesem Jahr weiterhin eine große Belastung für die Konjunktur dar.

Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin: Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringer Auftragsbestand, hoher Krankenstand, andauernde Streiks.

Der Sachverständigenrat Wirtschaft erwartet im laufenden Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2 Prozent und für das Jahr 2025 ein Wachstum von 0,9 Prozent. Deutschland befindet sich in einer Stagnation.

Die Inflation in Deutschland sinkt im Jahr 2024 auf 2,4 Prozent, im Jahr 2025 auf 2,1 Prozent. Insbesondere die Gas- und Strompreise werden für die Verbraucher günstiger werden. Daher dürfte die Energiekomponente im Prognosezeitraum den Preisauftrieb senken. Die Kerninflationsrate (also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie) wird sich langsamer zurückbilden und in diesem und im kommenden Jahr mit 3,0 % und 2,4 Prozent über der Gesamtinflationsrate liegen. Insbesondere die Teuerung bei den arbeitsintensiven Dienstleistern wird nur langsam zurückgehen, weil steigende Lohnkosten den Preisdruck hochhalten.

(Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Frühjahrsgutachten; ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024)

Factoring

In einer Umfrage des Bundesverbandes Factoring für den Mittelstand (BFM) gehen die befragten Unternehmen davon aus, dass die Geschäftserwartungen 2024 nicht rückläufig sein werden. Die Umfrageteilnehmer rechnen mit einem gleichbleibend guten Neukundengeschäft oder gar einem Wachstum in der Branche. Da die Branche häufig Antworten auf die nach wie vor angespannte Wirtschaftslage bereithält, wirkt sich diese positiv auf das Wachstum der Factoring-Gesellschaften aus. So führen die aktuellen Herausforderungen am Markt bei vielen mittelständischen Unternehmen zu einem gestiegenen Bedarf an einem schnelleren und konstanten Liquiditätsfluss, wie ihn Factoring bieten kann. Zudem lässt der gegenwärtige Personal- und Fachkräftemangel die Nachfrage nach Dienstleistungen, die im Rahmen des Factorings angeboten werden, steigen. Dazu gehört etwa das Management von Forderungen und Schuldnern oder Leistungen im Rahmen des Mahnwesens. Darüber hinaus sind Factoring-Kunden durch die Warenkreditversicherung des Factors gegen Zahlungsausfälle abgesichert. In Zeiten, in denen Risikomanagement an Relevanz gewinnt, ist auch dies von entscheidendem Interesse. Insgesamt geht die Factoring-Branche daher mit positiven Geschäftserwartungen in das neue Jahr.

(Pressemitteilung Bundesverband Factoring für den Mittelstand e. V. vom 13.02.2024)

Leasing

Vor dem Hintergrund des Auslaufens unseres Leasing-Geschäfts wird auf eine Darstellung der Umfrageprognosen verzichtet.

Gesellschaft

Die Valuta Factoringgesellschaft mbH ist ausschließlich für eine Unternehmensgruppe tätig, so dass das Geschäftsvolumen im Wesentlichen von der Nachfrage dieser Unternehmensgruppe nach Leasing- und Factoringleistungen abhängig ist. Chancen können sich für unser Geschäftsmodell aus steigenden Umsätzen der betreuten Gruppenunternehmen mit ihren Kunden sowie einer Steigerung der Anzahl der Gruppenunternehmen selbst ergeben. Die Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind ausschließlich im Personaldienstleistungsbereich tätig.

Aufgrund einer Anpassung in der Branchenverteilung konnte die Valuta in 2023 einem Rückgang in der Umsatzentwicklung grundsätzlich entgegenwirken (Branchenanteile 2023: gewerblich/technisch 53 % (Vorjahr 54 %); kaufmännisch 10 % (Vorjahr 11 %); medizinisch/pädagogisch 37 % (Vorjahr 35 %)).

Trotz Hinzugewinnung von neuen Factoringkunden und geplanter weiterer Neugründungen und Neukundenakquisitionen im Jahresverlauf 2024 sowie weiterhin dem verstärkten Ausbau des Bereiches Personalvermittlung wird von einem leichten Umsatzrückgang ausgegangen.

Einen negativen und wesentlichen Einfluss werden bei den Kunden der Valuta Factoringgesellschaft mbH die gesetzlichen und weltpolitischen Änderungen haben. Hier sind auch für 2024 die weiteren Auswirkungen des Fachkräftemangels, der Ukraine-Krieg und die schwache Konjunktur zu nennen. Besonders die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und die damit einhergehende Abschwächung der Konjunktur führen zu einer deutlichen Unsicherheit. Dies hat Auswirkungen auf die Entwicklung des Geschäfts der betreuten Gruppenunternehmen mit ihren Kunden und damit auch auf unsere Gesellschaft. Rohstoff- und Lieferengpässe sind auch für 2023 und 2024 relevant und werden auch zukünftig, wenn auch abgeschwächter, erwartet. Dies wird die deutsche Wirtschaft somit auch in der Zukunft, insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Lohnforderungen und damit einhergehenden Streiks, die zu einem weiteren Preistreiber werden können, voraussichtlich belasten. Zu einem verstärkten Rückgang bei der Nachfrage nach Zeitarbeitnehmern ist es bisher jedoch aktuell noch nicht gekommen.

Die aktuellen Konjunkturaussichten sehen eine Stagnation der Wirtschaft voraus und auch wenn die Branchenumfragen zum Teil eine geringe Wachstumschance sehen, gehen wir von einem Umsatzrückgang von rd. 10 % in 2024 aus. Durch weitere Neugründungen und damit der Erweiterung des Kundenportfolios sowie der weiteren Stärkung der Personalvermittlung wird die Valuta versuchen, dem angenommenen Rückgang entgegenzuwirken.

Vor diesem Hintergrund gehen wir insgesamt betrachtet davon aus, dass das Jahr 2024 bezüglich der Aufwands- und Ertragssituation insgesamt leicht unter dem Niveau des Jahres 2023 liegen wird. Wir rechnen jedoch ab dem 4. Quartal diesen Jahres mit einer möglichen Aufhellung unseres Geschäfts.

Im vorhergehenden Lagebericht sind wir für das Jahr 2023 von einer Aufwands- und Ertragssituation ausgegangen, die leicht unter dem Niveau des Jahres 2022 prognostiziert war. Unsere Prognose hat sich im Wesentlichen bestätigt.

Größere Investitionen in eigengenutztes Anlagevermögen sind nicht geplant.

Im Pkw-Leasing wurden in 2023 nur noch Altverträge weiterbearbeitet. Der Geschäftsbereich wird nicht weiterverfolgt und daher abgewickelt. Hierbei wird gleichwohl weiterhin auf gesetzliche Änderungen geachtet, um ggfls. schnell und zeitnah handeln zu können.

Über die im Risikobericht genannten und dort beschriebenen Risiken hinausgehende Risiken aus unserer geschäftlichen Tätigkeit, insbesondere beispielsweise zukünftig entstehende Länderrisiken, Währungsrisiken sowie Anteilseignerrisiken, sehen wir derzeit nicht.

 

Detmold, 28. März 2024

gez. Martina Biere

gez. Simone Köhn

gez. Andrea Stiegmann

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Barreserve 1.050,43 919,42
a) Kassenbestand 1.050,43 919,42
2. Forderungen an Kreditinstitute 2.182.400,30 2.158.097,22
a) Täglich fällig 2.182.400,30 2.158.097,22
3. Forderungen an Kunden 16.559.598,89 18.286.981,40
4. Leasingvermögen 106.382,50 260.696,00
5. Immaterielle Anlagewerte 20.744,00 16.342,00
a) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.744,00 16.342,00
6. Sachanlagen 229.680,00 141.478,00
7. Sonstige Vermögensgegenstände 370.257,27 363.060,61
8. Rechnungsabgrenzungsposten 10.621,00 7.760,00
Summe der Aktiva 19.480.734,39 21.235.334,65

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.727.967,92 7.324.877,77
a) Andere Verbindlichkeiten 4.727.967,92 7.324.877,77
aa) Täglich fällig 4.727.967,92 7.324.877,77
2. Sonstige Verbindlichkeiten 599.047,54 1.014.872,10
3. Rechnungsabgrenzungsposten 9.918,00 2.152,00
4. Rückstellungen 55.955,00 536.482,00
a) Steuerrückstellungen 0,00 486.335,00
b) Andere Rückstellungen 55.955,00 50.147,00
5. Sonderposten für Investionszuschüsse zum Anlagevermögen 4.828,00 2.680,00
6. Eigenkapital 14.083.017,93 12.354.270,78
a) Eingefordertes Kapital 25.000,00 25.000,00
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Bilanzgewinn 14.058.017,93 12.329.270,78
Summe der Passiva 19.480.734,39 21.235.334,65

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Leasingerträge 172.486,88 295.553,08
2. Zinserträge 650,99 928,39
a) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 650,99 928,39
3. Zinsaufwendungen 13.926,70 12.000,00
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 6.153,32 214.485,58
5. Provisionserträge 4.734.916,31 4.977.065,59
6. Sonstige betriebliche Erträge 562.020,82 771.780,51
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 1.633.828,35 1.486.672,63
a) Personalaufwand 702.843,30 548.888,77
aa) Löhne und Gehälter 559.800,88 447.021,77
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 143.042,42 101.867,00
darunter: für Altersversorgung 4.520,84 3.408,00
b) andere Verwaltungsaufwendungen 930.985,05 937.783,86
8. Abschreibungen 438.329,96 258.660,71
a) auf Leasingvermögen 105.244,50 184.955,00
b) auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 333.085,46 73.705,71
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 270.126,13 201.911,13
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 2.893,82 3.243,35
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 12.001,88 0,00
12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 3.110.909,12 4.303.812,03
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 977.401,97 1.334.547,47
14. Sonstige Steuern 4.760,00 6.952,00
Ergebnis 13. + 14. 982.161,97 1.341.499,47
15. Jahresüberschuss 2.128.747,15 2.962.312,56
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 11.929.270,78 9.366.958,22
17. Bilanzgewinn 14.058.017,93 12.329.270,78

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Valuta Factoringgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Detmold. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter HR B 5936 eingetragen.

Die Valuta Factoringgesellschaft mbH, Detmold, ist zum Bilanzstichtag eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Da das Factoringgeschäft sowie das Finanzierungsleasing als Finanzdienstleistung unter § 1 Abs. 1a Satz 2 Nrn. 9 und 10 Kreditwesengesetz (KWG) fällt, ist die Gesellschaft verpflichtet, die für Finanzdienstleistungsinstitute bestehenden besonderen Vorschriften zu beachten. Demgemäß wurde der Jahresabschluss nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt und um einen Lagebericht ergänzt (§ 340a Abs. 1 i. V. m. § 340 Abs. 4 HGB).

Über die allgemeinen handelsrechtlichen Vorschriften hinaus wurden die ergänzenden Vorschriften für Unternehmen bestimmter Geschäftszweige (§§ 340 ff. HGB) sowie die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV) bei der Aufstellung beachtet. Ferner wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes, soweit diese einschlägig waren, berücksichtigt.

Um die Transparenz sowie den Informationsgehalt des Jahresabschlusses zu verbessern, wurde von den Erweiterungsmöglichkeiten des § 265 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht und der Jahresabschluss um leasingspezifische Positionen ergänzt. Die Bilanz wurde auf der Aktivseite um die Position „Leasingvermögen“, die Gewinn- und Verlustrechnung um die Positionen „Leasingerträge“ sowie um die Unterposition „Abschreibungen auf Leasingvermögen“ zu den Abschreibungen und Wertberichtigungen ergänzt. Des Weiteren wurde aus demselben Grund die Bilanz auf der Passivseite um den Posten "Sonderposten für Investitionszuschüsse des Anlagevermögens" ergänzt.

II. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Barreserve sowie der Forderungen an Kreditinstitute erfolgt zum Nennwert.

Die Forderungen an Kunden sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzel- und Pauschalwertberichtigungen ausgewiesen.

Die Bewertung des Leasingvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Soweit außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich sind, werden diese vorgenommen. Die Abschreibung erfolgt im Jahr der Anschaffung pro-rata-temporis.

Die Bewertung der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgt zu den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt im Jahr der Anschaffung pro-rata-temporis. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter 800,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Abschreibungen werden entsprechend der festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt vorgenommen:

Anlagenposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
in Jahren
Leasingvermögen linear 4 bis 6
Immaterielle Anlagewerte linear 3 bis 5
Sachanlagen linear 3 bis 13

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert ausgewiesen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Bilanzstichtag für Ertrag nach dem Bilanzstichtag.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wird mit dem erhaltenen Betrag abzüglich Auflösungen ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt planmäßig verteilt auf die jeweilige Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögensgegenstands und damit analog der entsprechenden Abschreibungen.

III. Angaben zur Bilanz

Die Bilanz wurde entsprechend Formblatt 1 der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV) aufgestellt.

Die Forderungen an Kunden resultieren im Wesentlichen aus dem Factoringgeschäft. Sie haben sämtlich eine Restlaufzeit bis 3 Monate.

Das Leasingvermögen beträgt ausweislich der Bilanz 106 T€ (Vorjahr 261 T€).

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Einzelnen ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagespiegel. Die Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen in angemieteten Räumen.

Anschaffungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungskosten 31.12.2023
Leasingvermögen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Kraftfahrzeuge 896.774,97 0,00 146.633,40 0,00 750.141,57
Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
EDV-Software 66.174,18 10.347,12 0,00 0,00 76.521,30
EDV-Software - Miete 6.924,57 0,00 0,00 0,00 6.924,57
73.098,75 10.347,12 0,00 0,00 83.445,87
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Kraftfahrzeuge 0,00 46.571,01 0,00 0,00 46.571,01
Betriebsausstattung 22.296,58 2.631,88 4.884,09 0,00 20.044,37
Geschäftsausstattung 135.947,49 1.588,00 0,00 0,00 137.535,49
Geringwertige Wirtschaftsgüter 29.421,18 0,00 0,00 0,00 29.421,18
Geschäftsausstattung - Miete 169.233,84 34.006,00 60.443,00 0,00 142.796,84
Büroeinrichtung - Miete 123.560,65 90.664,54 85.004,84 0,00 129.220,35
Einbauten - Miete 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter - Miete 99.197,47 285.659,91 31.376,68 0,00 353.480,70
579.657,21 461.121,34 181.708,61 0,00 859.069,94
1.549.530,93 471.468,46 328.342,01 0,00 1.692.657,38
Abschreibungen kumuliert 01.01.2023 Zuführungen Auflösungen Umbuchungen Abschreibungen kumuliert 31.12.2023
Leasingvermögen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Kraftfahrzeuge 636.078,97 105.244,50 97.564,40 0,00 643.759,07
Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
EDV-Software 49.840,68 5.945,12 0,00 0,00 55.785,80
EDV-Software - Miete 6.916,07 0,00 0,00 0,00 6.916,07
56.756,75 5.945,12 0,00 0,00 62.701,87
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Kraftfahrzeuge 0,00 3.235,01 0,00 0,00 3.235,01
Betriebsausstattung 13.246,58 2.735,88 2.240,09 0,00 13.742,37
Geschäftsausstattung 85.606,49 9.130,50 0,00 0,00 94.736,99
Geringwertige Wirtschaftsgüter 29.420,68 0,00 0,00 0,00 29.420,68
Geschäftsausstattung - Miete 154.636,34 13.832,50 53.902,00 0,00 114.566,84
Büroeinrichtung - Miete 56.072,65 12.546,54 48.410,84 0,00 20.208,35
Einbauten - Miete 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter - Miete 99.196,47 285.659,91 31.376,68 0,00 353.479,70
438.179,21 327.140,34 135.929,61 0,00 629.389,94
1.131.014,93 438.329,96 233.494,01 0,00 1.335.850,88
Netto- Buchwerte 31.12.2023 Netto- Buchwerte 31.12.2022
Leasingvermögen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Kraftfahrzeuge 106.382,50 260.696,00
Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
EDV-Software 20.735,50 16.333,50
EDV-Software - Miete 8,50 8,50
20.744,00 16.342,00
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Kraftfahrzeuge 43.336,00 0,00
Betriebsausstattung 6.302,00 9.050,00
Geschäftsausstattung 42.798,50 50.341,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,50 0,50
Geschäftsausstattung - Miete 28.230,00 14.597,50
Büroeinrichtung - Miete 109.012,00 67.488,00
Einbauten - Miete 0,00 0,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter - Miete 1,00 1,00
229.680,00 141.478,00
356.806,50 418.516,00

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen, Überzahlungen bzw. Schadensersatz sowie debitorische Kreditoren.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen drei Leasingsonderzahlungen für Pkw.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden beinhalten Kaufpreisverpflichtungen aus dem Factoringgeschäft, die täglich fällig sind.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten, kreditorische Debitoren sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft abgegrenzte Umweltboni für drei Leasingfahrzeuge.

Im aktuellen Geschäftsjahr lagen Überzahlungen vor, so dass keine Steuerrückstellungen zu bilden waren. Die Vorjahresrückstellung wurde verbraucht.

Die anderen Rückstellungen betreffen Abschluss- und Prüfungskosten (24 T€), Resturlaub (15 T€), Rechts- u. Beratungskosten (T€ 15) sowie Archivierungskosten (2 T€).

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen betrifft Umweltboni für die Anschaffung von E-Autos.

Das Eigenkapital einschließlich des Bilanzgewinns wird am Bilanzstichtag mit 14.083 T€ ausgewiesen.

Entwicklung des Jahresergebnisses:

2023
2022
Jahresüberschuss 2.128.747,15 2.962.312,56
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (vor Ausschüttungen) 9.816.958,22
12.329.270,78
Gewinnausschüttungen -400.000,00 -450.000,00
Bilanzgewinn 14.058.017,93 12.329.270,78

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend Formblatt 3 der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV) in Staffelform aufgestellt.

Leasingerträge, Zinserträge, Provisionserträge sowie sonstige betriebliche Erträge wurden ausschließlich in Deutschland erzielt.

Die Leasingerträge betragen ausweislich der Gewinn- und Verlustrechnung 172 T€ (Vorjahr 296 T€), die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Leasingvermögen 105 T€ (Vorjahr 185 T€).

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Versicherungsentschädigungen unter Abzug der Selbstbeteiligung von 162 T€ (Vorjahr 136 T€), weiterbelastete Buchführungskosten von 127 T€ (Vorjahr 70 T€), Mieterträge von 76 T€ (Vorjahr 100 T€), Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten von 62 T€ (Vorjahr 195 T€), Kostenerstattungen von Leasingnehmern von 55 T€ (Vorjahr 96 T€), Erträge aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens von 32 T€ (Vorjahr 107 T€), Kostenerstattungen im Rahmen der Rechtsverfolgung bei angekauften Forderungen für Vorjahre von 25 T€ (Vorjahr 16 T€), Sachbezüge von 13 T€ (Vorjahr 8 T€) sowie Erstattungen von Krankenkassen 3 T€ (Vorjahr 17 T€).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten von 62 T€ (Vorjahr 195 T€), Erträge aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens von 32 T€ (Vorjahr 107 T€), Kostenerstattungen im Rahmen der Rechtsverfolgung bei angekauften Forderungen für Vorjahre von 25 T€ (Vorjahr 16 T€), Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen von 0 T€ (Vorjahr 1 T€) sowie sonstige Erträge von 1 T€ (Vorjahr 12 T€) enthalten.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen umfassen im Wesentlichen Fremdarbeiten/Akquisitionsaufwand von 484 T€ (Vorjahr 518 T€), Rechts- und Beratungskosten von 99 T€ (Vorjahr 70 T€), Kfz-Kosten von 96 T€ (Vorjahr 104 T€), Versicherungen und Beiträge von 58 T€ (Vorjahr 42 T€), Fortbildungskosten von 34 T€ (Vorjahr 8 T€), Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens von 33 T€ (Vorjahr 16 T€), Raum-/Garagenmieten von 29 T€ (Vorjahr 31 T€), Nebenkosten des Geldverkehrs von 23 T€ (Vorjahr 26 T€), Wartungskosten Hard- und Software von 13 T€ (Vorjahr 11 T€), Reisekosten von 10 T€ (Vorjahr 5 T€), Buchführungskosten von 9 T€ (Vorjahr 16 T€), Aufwendungen für Lizenzen von 8 T€ (Vorjahr 8 T€), Porto, Telefon von 8 T€ (Vorjahr 9 T€), Spenden von 8 T€ (Vorjahr 10 T€), Mietleasing E-Bikes von 4 T€ (Vorjahr 0 T€), Bestandsveränderung unfertige Leistungen von 3 T€ (Vorjahr 44 T€) sowie Bürobedarf von 3 T€ (Vorjahr 6 T€).

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft beinhalten Forderungsverluste von 232 T€ (Vorjahr 189 T€), Einstellungen in die Einzelwertberichtigungen zu Forderungen von 18 T€ (Vorjahr 10 T€) sowie Einstellungen in die Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen von 21 T€ (Vorjahr 3 T€).

Die Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft betreffen Erträge aus abgeschriebenen Forderungen von 3 T€ (Vorjahr 3 T€).

Die Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen betreffen Gewinnanteile aufgrund typisch stiller Beteiligungen von 6 T€ (Vorjahr 214 T€).

Die Aufwendungen aus Verlustübernahme betreffen die nachträgliche Verlustübernahme für ein Vorjahr im Rahmen der Beendigung einer stillen Beteiligung.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit nach Abzug der sonstigen Steuern.

V. Sonstige Angaben

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB und keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden einschließlich der drei Geschäftsführerinnen durchschnittlich 19 (Vorjahr 20,5) Angestellte beschäftigt.

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Martina Biere, Bankkauffrau, Detmold

Simone Köhn, Steuerfachangestellte/Bilanzbuchhalterin, Lage

Andrea Stiegmann, Kauffrau, Detmold

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Vorschüsse und Kredite wurden den Geschäftsführern nicht gewährt. Haftungsverhältnisse zugunsten der Geschäftsführer wurden nicht eingegangen.

Das als Aufwand erfasste Gesamthonorar für den Abschlussprüfer teilt sich im Geschäftsjahr wie folgt auf:

Abschlussprüfungsleistungen: 18 T€
Andere Bestätigungsleistungen: 0 T€
Steuerberatungsleistungen: 14 T€
Sonstige Leistungen: 0 T€

Vorgänge von besonderer Bedeutung i. S. d. § 285 Nr. 33 HGB haben sich nicht ereignet.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 14.058.017,93 € auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Detmold, 28. März 2024

gez. Martina Biere

gez. Simone Köhn

gez. Andrea Stiegmann

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.10.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Valuta Factoringgesellschaft mbH, Detmold

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Valuta Factoringgesellschaft mbH, Detmold - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Valuta Factoringgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Detmold, 31. Mai 2024

gez. Dipl.-Kfm. Torsten Fitzner, Wirtschaftsprüfer

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