Nissha Metallizing Solutions GmbH
Holzhauser Straße 96, 13509 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Giorgio Angelo Lorenzo Bosso seit 20.11.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
AR Metallizing NV | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Nissha Metallizing Solutions GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für 20231 Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist seit dem 24.02.2022 im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Firma Nissha Metallizing Solutions GmbH (NMS GmbH) mit Sitz in 13509 Berlin, Holzhauser Straße 96-100 eingetragen (Handelsregister-Nr. HRB 140583). Vor diesem Zeitpunkt firmierte das Unternehmen unter AR Metallizing GmbH. Gesellschafterin ist die Nissha Metallizing Solutions NV mit Sitz in 3600 Genk, Belgien. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den Vorschriften des Gesetzes für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) aufgestellt. Die NMS GmbH ist zum Bilanzstichtag 31.12.2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Als Geschäftsjahr ist der Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 festgelegt. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1 Aktiva Entwicklungen werden mit Entwicklungsbeginn nach § 255 Abs. 2a HGB mit ihren Herstellungskosten unter den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten angesetzt. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und der durch den Entwicklungsprozess veranlasste Werteverzehr von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Die Abschreibung erfolgt planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit Anschaffungskosten bilanziert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Eventuell gewährte Investitionszuschüsse werden dabei von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der einzelnen Vermögensgegenstände abgezogen. Gebäude werden linear über 8 bis 33 Jahre abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden linear über 2 bis 33 Jahre abgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit einer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren planmäßig abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Wert bis 800 EUR netto werden in ein Anlagenverzeichnis aufgenommen und im Jahr des Zuganges voll abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet und zum Bilanzstichtag ggf. an einen niedrigeren Marktpreis angepasst. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden auf Basis von monatlich aktualisierten Plankalkulationen mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Materialeinzelkosten die Einzel- und Gemeinkosten der Fertigung. Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie Fremdkapitalzinsen sind in der Bewertung nicht enthalten. Risiken aus längerer Lagerdauer oder beschränkter Verwertbarkeit wird durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. Für Verluste aus vorhandenen Aufträgen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, die einen Aufwand nach dem Stichtag darstellen. Es liegen Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, vor. Diese wurden mit den entsprechenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Der übersteigende Betrag des beizulegenden Zeitwerts dieser Vermögensgegenstände gegenüber den Schulden wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung dargestellt. 2.2 Passiva Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsverfahren (PUC-Methode analog den Vorschriften des IAS 19) ermittelt. Der Rechnungszinssatz wurde den von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV zum Stichtag 31.12.2023 ermittelten und veröffentlichten Zinsinformationen entnommen. Der Zinssatz für die Rückstellungsermittlung wurde dabei auf Basis einer zehnjährigen Durchschnittsbildung bestimmt. Dabei wurde nach Maßgabe der Vereinfachungsregel des § 253 HGB eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren unterstellt. Die jährliche Entgelt- und Rentensteigerung wurde mit jeweils 2,20 % festgelegt. Die Berechnungsgrundlagen für Sterblichkeit und Invalidität beruhen auf den Richttafeln von Klaus Heubeck (RT 2018 G). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 102.720 EUR mit den Rückstellungen verrechnet. Der verrechnete Vermögensgegenstand stellt ein Festgeldkonto dar, dessen Guthaben zum Nennwert angesetzt ist, sodass hieraus aufgrund der Übereinstimmung mit dem Zeitwert keine Ausschüttungssperre resultiert. Das nach Verrechnung der Verpflichtungen übersteigende Deckungsvermögen in Höhe von 44 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) wird auf der Aktivseite unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Die Zinsaufwendungen aus Altersversorgungsverpflichtungen betragen 92 TEUR. Es gab im Jahr 2023 aus diesen Verpflichtungen keine Zinserträge. Langfristige Rückstellungen bestehen für Altersteilzeit und Jubiläumsverpflichtungen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Es wurden jährliche Entgeltsteigerungen von 2,0 % zu Grunde gelegt. Der Rechnungszinssatz wurde den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten Zinsinformationen entnommen. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach dem Blockmodell gebildet. Die Altersteilzeitverpflichtungen werden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und tragen allen erkennbaren Risiken Rechnung. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Soweit vorhanden, sind Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauteten, wurden - soweit die Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt - am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Kursdifferenzen wurden entsprechend als Aufwand oder Ertrag berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mehr als ein Jahr beträgt, erfolgt die Bewertung zum Tageskurs der Einbuchung unter Beachtung der Vorschrift des § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Aufgrund des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde der aktive Überhang latenter Steuern nicht angesetzt. 3 Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel auf Seite 11 dargestellt. 3.2 Vorräte Die Entwicklung der Vorräte ist in der Tabelle 3.2.1 dargestellt.
Tabelle 3.2.1 3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird an eine Factoring- Bank verkauft. Das Ausfallrisiko und das Debitorenmanagement verbleiben bei der NMS GmbH. Daher handelt es sich um ein sogenanntes unechtes Factoring, d.h. die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als solche in der Bilanz der NMS GmbH ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 97 TEUR betreffen vor allem interne Umlagen. Im Vorjahr wurde hier zusätzlich ein gewährtes Darlehen in Höhe von 6,0 Mio. EUR an die Muttergesellschaft gezeigt.
Tabelle 3.3.1 3.4 Rückstellungen Nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und den vergangenen 7 Geschäftsjahren 62 TEUR. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit siebenjährigem Durchschnittszins würden 5.246 TEUR (Vorjahr 5.443 TEUR) betragen. In Höhe von 62 TEUR besteht gem. § 253 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen ggü. verbundenen Unternehmen (514 TEUR), Nachzahlungsverpflichtungen von Einfuhrzoll für Rohstoffe (405 TEUR), Rückstellungen für noch nicht berechnete Lieferungen und Leistungen (326 TEUR), Rückstellungen für Mitarbeiterboni (149 TEUR), Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen (141 TEUR), Rückstellungen für Urlaubsansprüche (131 TEUR), Rückstellungen für Abfindungen (119 TEUR) sowie Rückstellungen für tarifliche Sonderzahlungen (111 TEUR). Der Restbetrag in Höhe von 803 TEUR entfällt auf sonstige Sachverhalte. Hauptgrund für die deutliche Reduktion der sonstigen Rückstellungen ggü. dem Vorjahr sind geringere Rückstellungen für Einfuhrzölle.
Tabelle 3.4.1 3.5 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:
Tabelle 3.5.1 Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus mittel- und langfristigen Darlehen gegenüber der KBC Bank N.V. in Höhe von 3,0 Mio. EUR (Vorjahr 3,6 Mio. EUR) sowie der Japan Bank of International Cooperation in Höhe von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr 1,4 Mio. EUR). Die Verbindlichkeit gegenüber der KBC Bank N.V. sind durch Grundpfandrechte (4,6 Mio. EUR) gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr vor allem interne Umlagen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten zwei Mietkaufverträge gegenüber der Commerz Real Immobilienleasing GmbH in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr 1,1 Mio. EUR). 3.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Erbbaurechtsverträgen resultieren finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 354 TEUR (Vorjahr 360 TEUR) bis Mitte 2032 und aus der Nutzung von sonstigen betrieblichen Gegenständen in Höhe von 184 TEUR (Vorjahr 263 TEUR) bis Ende 2027.
Tabelle 3.6.1 4 Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereich sowie nach geographisch bestimmten Märkten ist in Tabelle 4.1 und Tabelle 4.2 dargestellt. Dementsprechend wird mit 88 % der größte Teil des Umsatzes in Europa realisiert.
Tabelle 4.1
Tabelle 4.2 Erträge aus der Währungsumrechnung bestehen in Höhe von 102 TEUR (Vorjahr 205 TEUR). Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten zudem periodenfremde Erträge in Höhe von 86 TEUR (Vorjahr 53 TEUR). In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 102 TEUR (Vorjahr 1.077 TEUR) enthalten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung bestehen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 98 TEUR (Vorjahr 456 TEUR). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen umfassen vor allem die Kosten für das Factoring in Höhe von 260 TEUR (Vorjahr 170 TEUR), einen Zinsaufwand in Höhe von 94 TEUR (Vorjahr 79 TEUR), der aus der Ab- und Aufzinsung von Rückstellungen resultiert, sowie Zinsaufwendungen für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 240 TEUR (Vorjahr 105 TEUR). Die Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrifft vor allem die in der Berichtsperiode angefallenen Ertragsteuern in Höhe von 1.284 TEUR. Im Geschäftsjahr sind keine wesentlichen Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen. 5 Geschäftsführung Seit dem 04.11.2020 wird die NMS GmbH durch Herrn Giorgio Bosso (CEO der Nissha Metallizing-Gruppe) geführt und vertreten. Entsprechend § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet. Der Geschäftsführer ist befugt, die Gesellschaft allein zu vertreten. 6 Mitarbeiter Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Mitarbeiterzahl des Unternehmens im betrachteten Geschäftsjahr.
Tabelle 6.1 7 Sonstige Angaben Der Jahresabschluss der NMS GmbH wird in den Konzernabschluss der Nissha Metallizing N.V. in Genk (Belgien) einbezogen (kleinster Kreis, Abschluss erhältlich auf der Webseite der belgischen Zentralbank (www.nbb.be)). Dieser wiederum wird in den Konzernabschluss der Nissha Co. Ltd in Kyoto (Japan) einbezogen (größter Kreis, Abschluss ist erhältlich auf der offiziellen Webseite des Unternehmens (www.nissha.com)). 8 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt 65 TEUR. Weitere Leistungen wurden nicht erbracht. 9 Ergebnisverwendung Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von 2.332.064,29 EUR gemeinsam mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 8.234.193,09 EUR - gesamt somit 10.566.257,38 EUR - auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 27. März 2024 Nissha Metallizing GmbH Giorgio Bosso Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht 20231 Überblick Die Nissha Metallizing Solutions GmbH (NMS GmbH) ist ein führender Hersteller von kaschierter, metallisierter, bedruckter und lackierter Folie für die Zigarettenindustrie, dem sogenannten Innerliner. Darüber hinaus werden Folien für die Nahrungsmittel- und Geschenkpapierindustrie hergestellt. In dem Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatz von rund 61 Mio. EUR erwirtschaftet sowie im Geschäftsjahr durchschnittlich 151 Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Geschäftsführer) beschäftigt. 2 Marktsituation und Geschäftsverlauf Das für die NMS GmbH relevante Absatzgebiet umfasst vor allem die Europäische Union sowie die europäischen Nicht-EU-Staaten. In geringerem Umfang werden auch Umsätze in Asien, Amerika und Afrika realisiert. Der weltweite Trend, das Rauchen durch Steuererhöhungen und Verschärfungen des Nichtraucherschutzes weiter einzuschränken, hält unverändert an. In Deutschland hat sich 2023 der Absatz an versteuerten Zigaretten von 65,8 auf 64,0 Mrd. Stück weiter verringert. Dies entspricht einem Rückgang von 2,7 %. Damit hat sich der Zigarettenabsatz ggü. dem Jahr 2003 (133 Mrd. versteuerte Zigaretten) mehr als halbiert. Gleichzeitig hat sich der Preis für eine Packung Zigaretten (20 Stück) im Top-Markenbereich im Jahr 2023 um 5 % weiter erhöht. Der Anteil an nicht in Deutschland versteuerten Zigaretten ist im Vergleich zum Vorjahr weiter angestiegen (von 17,3 % im Jahr 2022 auf 18,7 % im Jahr 2023) und hat inzwischen fast das Vor-Corona-Niveau von 2019 erreicht (Quelle: Deutscher Zigarettenverband). Der weltweite Zigarettenabsatz stieg 2023 ggü. dem Vorjahr um rund 0,5 %. Für die folgenden Jahre wird ein leichter Rückgang von rund 0,3 % pro Jahr prognostiziert. Ausnahmen werden vor allem in einigen asiatischen Ländern wie z.B. Indonesien (Indonesien ist nach den USA der zweitgrößte freie Zigarettenmarkt der Welt) erwartet. Gründe dafür sind relativ geringe gesetzliche Einschränkungen, niedrige Preise und eine relativ stark wachsende Bevölkerung (Quelle Statista GmbH). Dem weltweiten Rückgang des Konsums der klassischen Industriezigarette wird von immer mehr Herstellern versucht, mit Alternativprodukten zu begegnen. Neben der elektronischen Zigarette, in der eine Nikotin-Flüssigkeit verdampft wird, wird vor allem auf sogenannte Sticks gesetzt, in denen der Tabak nicht mehr verbrannt, sondern nur noch erhitzt wird. Dadurch sollen deutlich weniger Schadstoffe freigesetzt und vom Verbraucher eingeatmet werden. Weiterhin hat die Wechselkursentwicklungen EUR/USD einen nennenswerten Einfluss auf das Geschäft. Der EUR hat ggü. dem USD im Vorjahr ein wenig an Wert gewonnen, so dass Einkäufe in USD günstiger, Verkäufe in den USD-Raum allerdings teurer geworden sind. Der Markt des Innerliners für die Zigarettenindustrie ist grundsätzlich unverändert ein Käufermarkt. Die Konsequenz ist ein äußerst hoher Kosten- und Wettbewerbsdruck. Auf der anderen Seite gehört der Zigarettenmarkt nach wie vor zu den wenig volatilen Märkten, die recht unabhängig von gesamtwirtschaftlichen konjunkturellen Schwankungen sind. D.h., gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zeigt sich der Zigarettenabsatz relativ unbeeindruckt und stabil. Nach der COVID-Pandemie wurden mit dem Beginn des Russland/Ukraine-Krieges am 24. Februar 2022 ein weiteres Mal die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen tiefgreifend verändert. Das Jahr 2022 zeichnete sich durch massive, so noch nie da gewesene Kostensteigerungen aus. Zusätzlich gibt es im gesamten Bereich der Lieferkette erhebliche Probleme bei der Logistik und Materialverfügbarkeit. Insbesondere die Energiekosten hatten sich vervielfacht, aber auch nahezu sämtliche Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Transport- und andere Dienstleistungen hatten sich massiv verteuert. Im Laufe des Jahres 2023 haben sich einige Rohstoffkosten, wie z.B. für Papier und Aluminiumfolie, zumindest wieder in Richtung einer Normalisierung entwickelt. Auch die Energiekosten haben sich wieder von den Höchstwerten entfernt, sind aber immer noch deutlich höher als vor Beginn des Russland/Ukraine-Krieges. Auch die Materialverfügbarkeit und die Situation in der Logistik hat sich wieder deutlich normalisiert. Der seit einigen Monaten eskalierende Konflikt im Nahen Osten sorgt allerdings jetzt schon wieder für eine Verlängerung der See-Transportzeiten und ein Anziehen der Seefrachtraten von und nach Asien. Sämtliche Lieferungen nach Russland sind im Einklang mit den EU-Sanktionen seit Mitte des Jahres 2022 nach wie vor komplett eingestellt. Lieferungen in die Ukraine wurden nach einigen Monaten Unterbrechung gegen Vorkasse wieder aufgenommen. Aufgrund des Wegfalls der Russland-Lieferungen hat die EUR/RUB-Entwicklung derzeit keinen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung. Nach wie vor negativ wirken sich die im Jahr 2022 eingeführten Einfuhrzölle für bestimmte Industrieprodukte aus China in die EU auf die Beschaffungssicherheit und die Beschaffungskosten des Unternehmens aus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Absatzmenge gegenüber dem Vorjahreszeitraum recht deutlich verringert. Gründe sind zum einen der bei einigen Kunden durchgeführte Abbau von im Jahr 2022 aufgebauten Sicherheitsbeständen. Zum anderen wurden bei einigen - besonders preissensitiven - Produkten Marktanteile verloren. Die Absatzmenge außerhalb der Zigarettenindustrie hat sich im Jahr 2023 wieder deutlich verringert. Grund sind Verzögerungen bei der Marktdurchdringung von neuen Produkten sowie eine deutlich geringere Unterstützung der inzwischen nicht mehr voll ausgelasteten Schwesterwerke. Diese Entwicklung hat sich in um 12,3 % gesunkenen Umsatzerlösen niedergeschlagen. 3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31.12.2023 auf 28,26 Mio. EUR und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um rund 31 % verringert (31.12.2022: 41,1 Mio. EUR). Hauptgrund sind geringere Forderungen gegen die Gesellschafterin sowie ein geringerer Gewinnvortrag. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Gewinnausschüttung in Höhe von 6 Mio. EUR an die Gesellschafterin, welche von der Gesellschafterin zur vollständigen Rückzahlung eines Darlehens an die NMS GmbH verwendet wurde. Der Wert der durchgeführten Investitionen lag deutlich unter den Abschreibungen. Dementsprechend hat sich das Anlagevermögen gegenüber dem Vorjahr von 8,9 Mio. EUR auf 8,5 Mio. EUR verringert. Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr von 5,3 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR verringert. Die Verringerung resultiert vor allem aus geringeren Papier- und Halbfertigwaren- und Fertigwarenbeständen sowie aus geringeren spezifischen Bestandswerten aufgrund der teilweisen Normalisierung einiger Rohstoffkosten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen sehr deutlich unter dem Vorjahr. Dies liegt vor allem an dem deutlich unter dem Vorjahr liegenden Umsatz Im 4. Quartal 2023. Insgesamt haben sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 10,7 Mio. EUR auf 14,7 Mio. EUR verringert. Das Eigenkapital hat sich trotz des verbesserten Jahresüberschusses aufgrund einer Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin innerhalb des Geschäftsjahres um 3,7 Mio. EUR auf 11,6 Mio. EUR verringert. Das Fremdkapital beträgt zum 31.12.2023 16,7 Mio. EUR und hat sich seit dem 31.12.2022 um 9,2 Mio. EUR verringert. Hauptursachen sind eine geringere Inanspruchnahme des Factorings, geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie geringere Rückstellungen für Einfuhrzölle. Die Umsatzerlöse belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 61,2 Mio. EUR und liegen damit sowohl deutlich unter dem Vorjahreswert (69,8 Mio. EUR) als auch unter den ursprünglichen Erwartungen für 2023. Hauptgrund sind die unter Abschnitt 2 dargestellten geringeren Absatzmengen sowie die Weitergabe von sinkenden Einkaufspreisen an die Kunden. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) liegt bei +4,2 Mio. EUR, der Jahresgewinn bei +2,3 Mio. EUR. Dieses Ergebnis liegt deutlich über dem Vorjahreswert (EBIT: +1,9 Mio. EUR, Jahresgewinn: +1,0 Mio. EUR) und auch deutlich über den ursprünglichen Erwartungen für 2023. Hauptgründe sind die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ggü. 2022, eine positive Produktmixverschiebung (mehr Produkte mit einer höheren Wertschöpfung) sowie die Tatsache, dass mit allen wesentlichen Kunden pragmatische Vereinbarungen bzgl. der Weitergabe von Kostenveränderungen getroffen werden konnten. Für die Bewertung der Rentabilität und der finanziellen Situation werden vor allem die folgenden Kennzahlen verwendet:
Die Umsatzrentabilität liegt bei 6,8 % (Vorjahr: 2,7 %) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr durch die bereits oben genannten Gründe weiter verbessert und liegt damit über den Erwartungen für 2023. Die Eigenkapitalquote hat sich trotz der Gewinnausschüttung aufgrund des guten Ergebnisses und der geringeren Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahreswert von 37,1 % auf 41,0 % erhöht und übertrifft die Erwartungen für 2023. Der operative Cashflow liegt nach Abzug der Investitionen in Höhe von rund 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) bei +4,5 Mio. EUR (Vorjahr: -3,2 Mio. EUR). Dieser positive Wert entsteht vor allem durch den Jahresüberschuss und einen deutlichen Working-Capital-Abbau. Der Working-Capital-Abau wiederum begründet sich vor allem durch deutlich geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund niedriger Umsätze im 4. Quartal 2023 sowie geringere Halb- und Fertigwarenbestände. Insgesamt liegt die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens damit deutlich über dem Vorjahresniveau und auch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt der letzten 5 Jahre. Die NMS GmbH war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Geschäftsführung ist vor dem Hintergrund der herausfordernden wirtschaftlichen Marktsituation sowohl mit dem Geschäftsverlauf als auch der wirtschaftlichen Lage zufrieden. 4 Mitarbeiter Die Nissha Metallizing Solutions GmbH beschäftigte im Durchschnitt des vergangenen Geschäftsjahres inklusive Auszubildenden und der Geschäftsführung 152 Mitarbeiter. Um den Anspruch der Marktführerschaft in den Bereichen Qualität, Service und Operational Excellence gerecht zu werden, ist eine überdurchschnittliche Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter unabdingbar. Erreicht wird dies durch umfangreiche regelmäßige Schulungen aller Mitarbeiter, durch einen sehr hohen Stellenwert des Bereiches Arbeitssicherheit und Umweltschutz sowie durch den Anspruch, alle Arbeitsprozesse und Arbeitsbedingungen kontinuierlich zu verbessern. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsschutzes werden regelmäßig Gesundheitsaktionen angeboten. Die Fluktuationsrate lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 6,0 % (9 Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen) leicht unter dem Niveau des Vorjahres (6,5 %). Nach dem Auslaufen der COVID-19-Pandemie wurden das Hygienekonzept entsprechend angepasst und die besonderen Vorkehrungen wieder nach und nach auf Vor-Pandemie-Niveau reduziert. Eine für das Unternehmen und die Mitarbeiter sinnvolle Nutzung von flexiblen Homeoffice-Möglichkeiten sowie von digitalen Meetings bleibt dagegen unverändert bestehen. 5 Risiko- und Chancenbericht In allen wesentlichen Bestandteilen des Unternehmens erfolgt eine regelmäßige Abschätzung der Chancen und Risiken. Die Hauptrisikofelder können folgendermaßen zusammengefasst werden:
Es bestehen keine wesentlichen Risiken aus möglichen Forderungsausfällen. Ebenso wenig bestehen wesentliche Liquiditätsrisiken. Unterstützt wird das Risikomanagement durch ein entscheidungsorientiertes Controllingsystem, welches alle wesentlichen Entscheidungsträger regelmäßig mit den notwendigen Informationen versorgt sowie einen Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liefert. Als Chance wird zum einen die weitere Positionierung als wichtiger strategischer Partner der Zigarettenindustrie gesehen. Die Fähigkeit, den Innerliner in verschiedensten Ausführungen zu produzieren sowie Kunden bei Neuentwicklungen aktiv zu unterstützen, soll diese Position in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Zum anderen kann mit der Zugehörigkeit zu der NMS-Gruppe die Ausrichtung auf attraktive strategische Geschäftsfelder außerhalb des Zigarettenmarktes wesentlich konsequenter als in der Vergangenheit vollzogen werden. Die Geschäftsführung sieht derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken. 6 Forschung und Entwicklung Die Forschung und Entwicklung (F&E) ist ein wesentliches Standbein des zukünftigen Unternehmenserfolges. Das Unternehmen ist durch eine Pilotanlage, die ausschließlich dem Forschungs- und Entwicklungsbereich zur Verfügung steht, in der Lage, sowohl in Zusammenarbeit mit seinen Kunden als auch eigenständig, zeitnah und effizient neue Produkte oder Optimierungen an bestehenden Produkten zu entwickeln. Der Schwerpunkt liegt dabei zum einen bei der Neu- bzw. Weiterentwicklung von Alternativprodukten zur klassischen Industriezigarette zusammen mit unseren Kunden. Zum anderen gewinnt der Umweltaspekt von Verpackungen zunehmend an Bedeutung. Insbesondere die mögliche Substitution von Aluminium und Kunststoffen sowie die Herstellung von Monomaterial-Verpackungen, die sich einfach wiederverwerten lassen, wird in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen. Durch die Zugehörigkeit zu der NMS-Gruppe können Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch globalen Wissensaustausch und werkübergreifende Zusammenarbeit effizient und schnell bearbeitet sowie in reale Produkte überführt werden. Die auf Unternehmensebene angefallenen Personal- und Sachaufwendungen für Forschung und Entwicklung sind im Geschäftsjahr von untergeordneter Bedeutung. 7 Ausblick Das Unternehmen beliefert derzeit vor allem die Zigarettenindustrie mit Innerlinern aus kaschiertem, metallisiertem, bedrucktem, lackiertem oder geschnittenem Papier. In diesem Marktsegment besteht die Herausforderung, die Marktführerschaft in den Bereichen Qualität, Service und Operational Excellence zu behaupten sowie durch effektive Forschungs- und Entwicklungsarbeit zusammen mit den Kunden neue Produkte und Lösungen zu entwickeln. Dem hohen Preisdruck gilt es, durch eine breite Aufstellung im Beschaffungsmarkt sowie durch kontinuierliche Verbesserung der internen und unternehmensübergreifenden Abläufe entgegenzuwirken. Die durch die Gesundheits- und Steuerpolitik getriebenen, weiter zurückgehenden Absatzmengen in allen wesentlichen Märkten müssen einerseits durch steigende Produktivität bzw. durch den Ausbau von Wettbewerbsvorteilen gegenüber der Konkurrenz ausgeglichen werden. Andererseits müssen alternative Produkte bzw. Märkte entwickelt werden, um das Unternehmen unabhängiger von der Industriezigarette aufzustellen. Die Fähigkeit, sich insbesondere den großen Kunden gegenüber als langfristigen strategischer Partner mit besonderen Fähigkeiten (Stabilität, Service, Flexibilität, Optimierungen der gemeinsamen Supply-Chain-Prozesse) darzustellen und zusammen mit den Kunden bestehende Produkte weiter- und neue Produkte komplett neu zu entwickeln, wird immer wichtiger werden. Durch die Zugehörigkeit zur NMS-Gruppe seit dem Februar 2020 sind die Chancen, die Verkaufsmengen außerhalb des Zigarettenmarktes zu steigern, deutlich gestiegen. Zum einen kann auch die NMS GmbH diverse bestehende Produkte der Gruppe nach entsprechender Qualifikation beim Kunden produzieren. Zum anderen können bestehende Forschungs- und Entwicklungsprojekte der NMS GmbH durch die F&E- Ressourcen der Gruppe deutlich effizienter und schneller zum Abschluss gebracht werden. Zusätzlich wird das Unternehmen auch von neuen, bisher nicht bekannten F&E-Projekten der Gruppe profitieren können. Eine deutliche Steigerung der Absatzmenge außerhalb der Zigarette ist 2024 noch nicht zu sehen. Allerdings gibt es eine Vielzahl an aktiven und vielversprechenden Projekten in den Bereichen neue Produkte und neue Märkte mit dem Ziel, die Absatzmenge außerhalb der Zigarette in den nächsten Jahren deutlich zu steigern. Die Energiekosten haben sich 2023 zwar nach den Höchstwerten von 2022 wieder deutlich nach unten bewegt, sie liegen allerdings noch immer erheblich über dem bis 2021 üblichen Niveau. Sollten sich die Energiekosten in Deutschland mittelfristig nicht wieder auf ein normales und weltweit konkurrenzfähiges Niveau reduzieren, sind erhebliche negative Auswirkungen auf viele Bereiche der deutschen Industrie und damit auch auf die NMS GmbH nicht auszuschließen. Insbesondere im Wettbewerb mit asiatischen und US-amerikanischen Unternehmen besteht hier ein elementarer Wettbewerbsnachteil. Auch im folgenden Geschäftsjahr werden sich die vor 3 Jahren eingeführten Einfuhrzölle für bestimmte Industrieprodukte aus China in die EU negativ auf die Beschaffungssicherheit und die Beschaffungskosten des Unternehmens auswirken. Für 2024 wird mit einer leicht steigenden Absatzmenge gerechnet (höhere metallisierte und lackierte Mengen aufgrund weiterer Produktumstellungen und Lieferantenkonsolidierungen einiger Kunden). Die wesentlichen Herausforderungen werden sein, zum einen weiterhin die Versorgungssicherheit mit Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffen und von Energie und Dienstleistungen zu gewährleisten sowie zum anderen die Konkurrenzfähigkeit trotz der volatilen Kostenentwicklung nicht nur zu halten, sondern wo immer möglich zu verbessern. Die im weltweiten Vergleich viel zu hohen Energiekosten sollen auch durch verstärkte Bemühungen bei der Reduzierung des Energieverbrauches zumindest ein wenig kompensiert werden. Dies ist zum einen zwingend notwendig, um die Kosten im Griff zu behalten, und zum anderen steigt der Druck von Kunden, den CO 2 -Fußabdruck des Unternehmens zum einen bestimmen zu können und zum anderen kontinuierlich zu reduzieren. Das EBIT 2024 wird sich ggü. dem Vorjahr voraussichtlich auf ein Niveau des Jahres 2022 verringern, wobei sich dadurch auch die Umsatzrentabilität 2024 leicht verringern wird. In der Bilanzstruktur werden keine wesentlichen Änderungen erwartet. Dementsprechend wird sich die Eigenkapitalquote voraussichtlich auf Vorjahresniveau bewegen. Es wird mit einem leicht sinkenden operativen Cashflow 2024 im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Im Zigarettenmarkt bleibt das langfristige Ziel für die nächsten Jahre, die Profitabilität trotz des wahrscheinlich weiterhin schrumpfenden Marktes so stabil wie möglich zu halten. Außerhalb des Zigarettenmarktes soll die Verkaufsmenge vor allem durch Entwicklung von neuen Produkten und Kunden weiter deutlich gesteigert werden.
Berlin, 27. März 2024 Nissha Metallizing Solutions GmbH Giorgio Bosso BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Nissha Metallizing Solutions GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Nissha Metallizing Solutions GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nissha Metallizing Solutions GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 27. März 2024 Deloitte
GmbH
Christoph Krause, Wirtschaftsprüfer Carsten Decker, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 14. Mai 2024 festgestellt.
Berlin, den 14.05.2024 Nissha Metallizing Solutions NV Giorgio Bosso, Geschäftsführer |
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