Vermittlungstätigkeiten für Erziehung und Unterricht
Nemak Wernigerode GmbH
Gießerweg 10, 38855 Wernigerode, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Valentin Diel seit 3.4.2025 | Geschäftsführer |
Sven Lilienblum seit 16.1.2025 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Nemak Dillingen GmbH | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Nemak Wernigerode GmbHWernigerodeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023A) Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Nemak Wernigerode GmbH gehört zum Nemak-Konzern. Das Geschäftsfeld des Nemak-Konzerns definiert sich über die Produktion von High-Tech-Aluminium- Komponenten für die Automobilindustrie. Die Hauptprodukte sind Zylinderköpfe, Motorblöcke, Getriebegehäuse, Fahrwerksteile, Strukturteile aus Aluminium sowie Teilen für die E-Mobilität, wie Batterie- und E-Motorengehäuse. Die Steuerung des Nemak-Konzerns erfolgt über sogenannte Business Units, die sich im Wesentlichen über die regionale Zuordnung definieren. Die Nemak Wernigerode GmbH gehört zur Business-Unit Europa / Asia (folgend BU Europa / Asia). Die Produktion des Nemak-Konzerns erfolgt in weltweit 38 Werken. Die europäische Organisation steuert und betreut 13 Werke in Deutschland, Polen, der Slowakei, Tschechien, Österreich, Ungarn, Spanien, Russland, China, Indien und der Türkei. In Deutschland werden die Produkte an den Standorten in Dillingen und Wernigerode produziert. Weiterhin gehören zu der BU Europa / Asia ein Fertigungswerk für Strukturbauteile in Deutschland und ein Werk für Batteriegehäuse in Deutschland sowie ein Werk für Batteriegehäuse in Tschechien. Die Nemak Wernigerode GmbH entwickelt und vertreibt im Wesentlichen Zylinderköpfe, Zylinderblöcke und erste Teile für Elektromotoren. Der Vertrieb der Produkte erfolgt vornehmlich an die Original equipment manufacturer (OEM) in Europa (inkl. Deutschland). Die Produkte werden von der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG bezogen, die diese Produkte im Auftrag der Nemak Wernigerode GmbH produziert. Mit der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG bestehen Verträge. Dazu zählen ein Geschäftsbesorgungsvertrag über die Bereitstellung von Dienstleistungen sowie ein Lohnherstellungs- und Liefervertrag über die Herstellung und Lieferung von Fertigteilen als auch ein Mietvertrag über die produktionsnotwendigen Grundstücke und Gebäude. Das Unternehmen befindet sich in einem Gemeinschaftsbetrieb mit der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG. Der Betriebsrat ist für beide Unternehmen tätig. Zwischen den Unternehmen ist eine Führungsvereinbarung abgeschlossen worden. 2. Forschung und Entwicklung (§ 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB) Die Gesellschaft arbeitet an Entwicklungsthemen. Neben eigenen Leistungen kooperiert sie bei Bedarf über entsprechende Verträge mit Forschungsinstituten. Schwerpunkte sind die Verbesserung und Verkürzung der Produktentwicklungszeiten, die Verbesserung des Werkstoffes, der Werkstückeigenschaften und des Gießprozesses. Die Aufwendungen für Entwicklung betragen im Jahr 2023 insgesamt 0,85 % (Vorjahr 0,37 %) bezogen auf den Umsatz mit Gussartikeln. B) Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen a) Allgemeine Entwicklung Die Analysen und Entwicklungen, die im Folgenden zitiert werden, sind mit Datum 21.2.2024 durch den Bundesverband der deutschen Gießerei-Industrie (BDG) veröffentlich wurden. Die Invasion Russland in der Ukraine setzt sich auch im Jahr 2024 fort und lässt eine verlässliche Vorhersage für 2024 nicht zu. Insofern sind die genannten Zahlen und Entwicklungen für 2024 mit erheblichen Unsicherheiten behaftet . Die volkswirtschaftliche Abteilung des Bundesverbandes der deutschen Gießerei- Industrie führt zur allgemeinen Entwicklung folgendes aus: Welt Die Wirkung negativer Schocks flaut ab, doch Unsicherheit bleibt. Im Verlauf des Jahres 2023 sind die Störfaktoren, die im Jahr 2022 die Erholung von der Coronakrise - in vielen Ländern vorzeitig - beendet hatten, weitgehend geschwunden: Die Rohstoffpreise und insbesondere die für Energie sind wieder gesunken, und in der Folge hat sich die Inflation verringert. Die Reallöhne steigen dank nachlassender Inflation und anziehender Vergütungen inzwischen und Lieferengpässe behindern die wirtschaftliche Aktivität nicht mehr ungewöhnlich stark. Gleichzeitig ist die Unsicherheit für Unternehmen und Konsumenten aber hoch geblieben. Sie ist zum Teil geopolitischer Natur und in anhaltenden oder neuen militärischen Auseinandersetzungen (Ukraine, Gaza/Israel) oder wirtschaftlichen Konflikten (Vereinigte Staaten/China) begründet, zum Teil aber auch auf unklare oder inkonsistente Wirtschaftspolitik oder innenpolitische Unsicherheiten zurückzuführen und dürfte die Neigung zu Investitionen und Konsum dämpfen. Bremsend wirkt zunächst auch noch die Geldpolitik; die Wirkung der kräftigen Zinserhöhungen dürfte noch nicht vollständig in der Realwirtschaft angekommen sein. Die Weltwirtschaft expandiert vorerst in moderatem Tempo und gewinnt nur allmählich an Schwung. Im Jahr 2023 stieg die Weltproduktion um 3,1 % an, nach 3,3 % im Jahr 2022. Im Jahr 2024 dürfte der Zuwachs mit 2,9 % etwas schwächer ausfallen. Für 2025 rechnet man mit einer Beschleunigung der Konjunktur auf 3,2 %. Euroraum Nach einer kräftigen Erholung im Gefolge der Pandemie befindet sich die Wirtschaft im Euroraum derzeit in der Flaute. Nachdem die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten den privaten Verbrauch gebremst haben, die Finanzierungsbedingungen im Zuge der raschen geldpolitischen Straffung ungünstiger geworden sind und zuletzt auch das außenwirtschaftliche Umfeld kaum Unterstützung bot, sind die wirtschaftlichen Auftriebskräfte erlahmt. Die seit einem Jahr anhaltende Stagnation der Wirtschaftsleistung dürfte sich in den kommenden Monaten zunächst fortsetzen. Hierfür spricht die insbesondere in der Industrie bis zuletzt schwache Unternehmenszuversicht. Im Verlauf des Jahres 2024 dürfte die europäische Wirtschaft dann nach und nach an Schwung gewinnen. Zum einen steigen die Reallöhne aufgrund kräftigerer Lohndynamik bei sinkendem Preisauftrieb wieder, was eine Belebung des privaten Verbrauchs begünstigt. Zum anderen dürften sich die Finanzierungsbedingungen mit der erwarteten Lockerung der geldpolitischen Zügel wieder verbessern. Schließlich wird voraussichtlich auch das außenwirtschaftliche Umfeld im Prognosezeitraum allmählich wieder mehr Impulse für die wirtschaftliche Aktivität geben. Allerdings wird der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024 mit voraussichtlich 0,8 % nochmals recht schwach ausfallen, nach 0,5 % im Jahr 2023, und sich erst im Jahr 2025 mit 1,5 % auf eine Rate in der Nähe des Potenzialwachstums beschleunigen. Die Teuerung sinkt von 5,4 % im Durchschnitt des Jahres 2023 voraussichtlich auf 2,2 % (2024) sowie 1,9 % (2025) und somit in der Nähe des Inflationsziels der Europäischen Zentralbank. Deutschland Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen haben die Konjunktur gedämpft. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 hat sich somit nicht fortgesetzt. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung ist im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich verlaufen. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe, ohne Baugewerbe, ist insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurückgegangen. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, ist im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus gewesen (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sank die Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die meisten Dienstleistungsbereiche haben ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten können und die Wirtschaft im Jahr 2023 gestützt. Der Anstieg ist aber insgesamt schwächer ausgefallen als in den beiden vorangegangenen Jahren. Der private Konsum nahm angesichts hoher Verbraucherpreise im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Von Rückgängen sind vor allem die Bereiche betroffen gewesen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Demnach sind die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte besonders stark gesunken (-6,2 %). Auch der Staat hat im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben reduziert (-1,7 %). Das hat vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern gelegen. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 wurde von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und somit so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung hat 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zugenommen. Hinzu ist eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung gekommen. Diese positiven Effekte haben die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels überwogen. Der Beschäftigungsaufbau hat 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen stattgefunden. Nach vorläufigen Berechnungen haben die staatlichen Haushalte das Jahr 2023 mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro beendet. Das sind etwa 14 Milliarden Euro weniger als 2022 gewesen (96,9 Milliarden Euro). Vor allem der Bund hat sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern können. b) Fahrzeugbau PKW Deutschland Im Jahr 2023 kam der Inlandsmarkt auf ein Zulassungsniveau von 2,8 Mio. Pkw. Insgesamt sind die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr um rund 7 % gestiegen. Ein relevanter Faktor bei der Beobachtung der Entwicklung auf dem deutschen Pkw- Markt war das Auslaufen des Umweltbonus für gewerbliche Fahrzeuge zum 31. August 2023. Zum Vorkrisenniveau von 2019 fehlen im Jahresverlauf noch rund 20 %. 2023 lag der inländische Auftragseingang 4 % im Minus. Die PKW-Produktion konnte im Jahr 2023 deutlich zulegen. Mit 4,1 Mio. Fahrzeugen wurde 18 % mehr Fahrzeuge in Deutschland gefertigt als im Vorjahr. Gleichwohl sind dies nach wie vor noch merkliche 28 % weniger als Mitte der 2010er Jahre. Treiber des Produktionswachstums im Jahr 2023 war mit 0,93 Mio. gefertigten Fahrzeugen das Battery-electric-vehicle -Segment (BEV). Zum Jahresende beziffert sich das Wachstum hier auf rund 59 %. Die Herstellungszahlen der übrigen Fahrzeugsegmente liegen mit 3,2 Mio. nur 10 % über dem Vorjahr. Betrachtet man die Verbrennerfahrzeuge und Plug-in-hybrid-electric-vehicles (PHEV), so liegt das Produktionsvolumen jedoch nach wie vor noch 30% unter dem Jahr 2019 und 45 % unter den Rekordjahren 2015/16. Die BEV-Produktion hat sich im gleichen Zeitraum hingegen ver-18-facht. Auch im Jahr 2024 wird sich dieser Trend zum Hochlauf der BEV-Produktion in Deutschland fortsetzen, wenngleich in seiner Relation abnehmen. International In Europa (EU, EFTA & UK) setzt sich die Erholung des Marktes fort, und die solide Produktionsentwicklung unterstützt zusätzlich das Wachstum der Neuzulassungen. Die Entwicklung des europäischen Pkw-Marktes lässt sich wie folgt festmachten: +14 % gegenüber 2022. So wurden 12,8 Mio. neue PKW zugelassen. In den USA schloss der Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Trucks) im selben Zeitraum mit rund 15,4 Mio. verkauften Fahrzeugen ebenfalls besser als 2022 ab (12 %). In Brasilien verbuchte der Light-Vehicle-Markt im gleichen Zeitraum ein Plus von 9 % auf 2,1 Mio. Einheiten. China hat erneut ein gutes Jahr hingelegt und mit 25,8 Mio. Einheiten 11 % Wachstum verzeichnet. Der japanische Neuwagenmarkt stieg mit 4,0 Mio. verkauften Pkw um 16 % im Vergleich zum Vorjahr. Der indische Pkw-Markt erholte sich im derweil deutlich. So lagen die Neuzulassungen im Gesamtjahr 6 % über denen des Vorjahres (4,0 Mio. Einheiten). Im Gesamtjahr 2023 lag der deutschen Pkw-Markt bei einem Anstieg der Pkw- Neuzulassungen um 7 %. Auch in den großen europäischen Einzelmärkten verzeichnet man eine positive Entwicklung. Im Vereinigten Königreich beträgt das Plus 17 %, während in Frankreich 16 % und Italien 20% mehr Fahrzeuge neuzugelassen wurden. Der Pkw-Weltmarkt steigt damit im Jahr 2023 auf 79,3 Mio. (11 %). NKW 2023 verzeichneten die internationalen Märkte für schwere Nutzfahrzeuge über 6 Tonnen überwiegend eine positive Entwicklung. Die meisten Märkte verzeichneten einen Anstieg der Absatzzahlen. Insbesondere in China, dem weltweit größten Markt für schwere Nutzfahrzeuge, stiegen die Verkäufe um beeindruckende 30 % (vorläufige Schätzung) im Vergleich zum Vorjahr. Auch in Westeuropa lag der Anstieg bei 18 %, in den USA bei 7 %. Eine Ausnahme bildete Brasilien, wo die Verkäufe um 18 % zurückgingen. Gießereien Die Eisen- und Stahlgießereien haben im Jahr 2023 einen Produktionsrückgang von 2,8 % auf 3,033 Mio. t verzeichnet. Die Nichteisen-Metallgießereien (NE) registrierten einen Anstieg von 2,9 % mit einer Tonnage von 0,834 Mio. t. Die Gießerei-Industrie erwirtschaftete 2023 7,8 Mrd. Euro Umsatz auf der Eisen-Seite (FE) sowie 6,2 Mrd. Euro auf der NE-Metallseite. Insgesamt verbuchten die Gießereien ein Umsatzwachstum von 1,2 %. Die Kapazitätsauslastung lag im Durchschnitt (Wertermittlung Anfang des Quartals) 2023 bei 83 % und damit rein rechnerisch unter dem Durchschnittsniveau des Jahres 2022 von 89 %. (alle Daten vorläufig) NE-Metallguss Die deutschen NE-Metallgießereien produzierten im Jahr 2023 mit 0,834 Mio. t um 2,9 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Fertigung in den Aluminiumgießereien stieg dabei mit 0,731 Mio. t um 3,9 %. Der Abguss von Magnesiumlegierungen lag im selben Zeitraum mit 9.100 t um 31,0 % unter dem Niveau des Vorjahrs. Die Produktion von Komponenten aus Kupfer und Kupferlegierungen fiel mit 66.700 t um 2,5 % höher aus. Der Abguss von Komponenten aus Zinklegierungen sank um 6,2 % auf 27.000 t gegenüber dem Vorjahr. Auftragseingänge Nichteisenmetallguss Im Jahr 2023 verbuchten die NE-Metallgießereien mit 0,813 Mio. t ein um 1,7 % niedrigeres Nachfrageniveau als im Vorjahr. Der Straßenfahrzeugbau fragte mit 0,622 Mio. t um 1,4 % mehr Komponenten nach. Das Bestellinteresse aus dem Maschinenbau, traditionell ein eher geringes Volumen, lag mit 5.600 t um 39,7 % unter dem Vergleichswert von 2022. Die Bestellungen von sonstigen Gusskomponenten sanken mit 0,185 Mio. t um 9,1 % unter das Niveau des Vorjahres. Die direkten Exporte liegen bei 103.100 t rund 2,7 % unter dem Niveau von 2022. Die Orderreserven lagen Ende Dezember 2023 bei 0,178 Mio. t. Ein Rückgang von 1,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt. Ausblick Gießerei-Industrie gesamt Mit dem Fahrzeug- und Maschinenbau sind traditionell über 80% der deutschen Gussproduktion abgedeckt. Während die Auftragslage aus dem Maschinenbau ausgehend von einem sehr soliden Niveau in den Vorjahren 2023 um rund 20% eingebrochen ist, entwickelte sich der Fahrzeugbau etwas weniger schlecht. Auch dies ist jedoch auf einen statistischen Basiseffekt zurückzuführen, da der Fahrzeugbau im Jahr 2022 noch unter Lieferengpässen litt. Die Dynamik der Auftragseingänge zeigt im Jahresverlauf insgesamt nach unten. Lediglich am aktuellen Rand gibt es Anzeichen, dass sich die Nachfrage auf niedrigem Niveau stabilisiert. Die Auftragsbestände der Deutschen Gießereien werden dabei sukzessive abgebaut. Dominierten in den beiden Vorjahren Lieferengpässe die Überlegungen der Einkäufer auf Kundenseite, welche mitunter zu einem hohen Auftragseingang bei den Gießereien führten, wirkt sich die schwache Industrie-Konjunktur nun umso stärker auf die Gießereien aus. Neben der insgesamt abflachenden Nachfrage haben Gussabnehmer in einzelnen Sparten Bestände aufgebaut, aus denen sie nun zunächst ihre Kunden bedienen. Bei sinkenden Rohstoffpreisen und Lieferzeiten verhalten sich die Gussabnehmer zusätzlich abwartend. Die Ausschläge in der sich abkühlenden Nachfrage werden so in der Wertschöpfungskette nach vorne gegeben, wobei sie aus genannten Gründen bei den Gießereien größer ausfallen als bei ihren Kunden. Die geringere Kapazitätsauslastung führt teilweise zu Schiebungen von Produktionsaufträgen in der ersten Jahreshälfte. Der Anteil der Unternehmen, die Kurzarbeit anmelden steigt gegenwärtig deutlich. Für das Jahr 2024 steht in der Gießerei-Industrie eine Produktionsprognose von - 5 %, da entscheidende Impulse aus den Kundenbranchen fehlen. Sowohl für den Maschinenbau (- 4 %) als auch für die gussintensiveren Segmente des Straßenfahrzeugbaus (- 7 %; Internal combustion engine +PHEV) sehen die Prognosen für das Jahr 2024 negativ aus. Die weitere Entwicklung der Gussnachfrage ist aufgrund der geopolitischen Spannungen und der Probleme der chinesischen Wirtschaft nicht klar bestimmbar. Zeigt sich der US-Markt für die Kunden der Gießereien zuletzt stabiler als zunächst erwartet, gehen aus weiten Teilen Asiens nicht die gewünschten Wachstumsimpulse für das Exportland Deutschland aus. Doch auch in den USA nehmen die Unsicherheiten im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen zu. Der Ukrainekrieg belastet den Wirtschaftsstandort Deutschland derweil ungemindert. Zwar gilt eine Gasmangellage Stand heute als wenig wahrscheinlich, tiefere Temperaturen und potenzielle Schäden an der Infrastruktur könnten die Preise für Energie gleichwohl wieder steigen lassen. Die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Terrors in Israel lassen sich nicht vorhersehen. Ein ausgewachsener Konflikt im Nachen-Osten würde sich jedoch erheblich auf den Ölpreis und damit die Weltkonjunktur auswirken können. Bereits durch die Angriffe der Huthi-Rebellen auf die internationalen Seewege am Roten Meer wird die globale Logistik beeinträchtigt, was zu Kostensteigerungen führt. Zudem sind durch die haushaltspolitischen Verwerfungen der Bundesregierung große Unsicherheiten entstanden. Für die Transformation der Industrie wird dies nachhaltig schädlich sein. Investitionen am Wirtschaftsstandort Deutschland sind bereits signifikant rückläufig. Quellen: Für die Lageberichte zur Weltwirtschaft, Europas sowie Deutschlands stützt sich der BDG auf Eurostat, IfW Kiel, ifo München, DIW, DIHK, Statistischen Bundesamt, BMWK, DB Research und die Gemeinschaftsdiagnose sowie die Stellungnahmen des Sachverständigenrats. Die Branchenberichte fußen zusätzlich auf den Einschätzungen der jeweiligen Branchenverbände, VDA, VDMA, HDB, WV Stahl, Worldsteel, dem Statistischen Bundesamt sowie natürlich dem BDG. 2. Geschäftsverlauf a) Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Die Nemak Wernigerode GmbH war konfrontiert mit einem sich ändernden Markt. Die, unter anderem durch den Krieg in der Ukraine gestiegene Inflation im Jahr 2022 flachte sich in 2023 etwas ab. Dies spiegelte sich in geringeren Beschaffungskosten für Energie und Metall im Markt wider. Allerdings war durch die Absicherungsstrategie der Nemak Gruppe der Energiepreis noch höher als im Vorjahr. Bei dem Metalleinkauf konnten wir von den sinkenden Preisen profitieren. Auch die Coronasituation hatte noch Auswirkungen, da allgemein ein höherer Krankenstand die Disposition des Personals erschwerte und zu einer Erhöhung der Kosten führte. Eine Herausforderung ist zunehmend die Verfügbarkeit von Personal. Weiterhin ist zu sagen, dass die Transformation zur Elektromobilität zu einer Verunsicherung des Käuferverhaltens führte. Der Entfall der Förderung von E-Mobilen führte zu einem Nachlassen der Nachfrage in diesem Bereich und stabilisierte die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennermotoren. In den letzten Jahren ist eine zunehmende Volatilität bei den Kundenabrufen zu beobachten, die sich auch im Jahr 2023 fortsetzte. Die Kundenabrufe lagen im 1. Halbjahr über den budgetierten Werten, im 2 Halbjahr erfolgten auch höhere Abrufe als im Budget, aber hier war Hauptpunkt für die höheren Volumen die nicht vonstattengehende Verlagerung eines Auftrages in ein Schwesterwerk ., welche schon länger geplant war. Das erschwerte die Personaldisposition, da der Arbeitsmarkt das notwendige Personal nicht zur Verfügung stellen konnte. Die Firma intensivierte durch Meldungen an das Arbeitsamt, Stellenausschreibungen in vielen Medien und einem Mitarbeiter werben Freunde-Programm die Suche nach Arbeitskräften. Der Rückgang der Inflation führte zu einem Rückgang der Kosten. Im Wesentlichen reduzierten sich die Energie und Metallkosten, aber andere Kosten gingen nicht im notwendigen Umfang zurück. Bei der Energie konnten wir durch unsere Verträge mit den Energieversorgern nicht an der allgemeinen Marktentwicklung partizipieren. Durch intensive Verhandlungen mit den Kunden gelang es der Nemak Gruppe, auch für die Nemak Wernigerode GmbH, Kompensationszahlungen von den Kunden zu erhalten, die die Marktentwicklung zwar nicht ganz kompensierten, aber deutlich abfederten. Des Weiteren verringerten sich die Beschaffungspreise für Legierungen. Die Bezugskosten für Strom und Gas erhöhten sich leider gegenüber dem Markt, da Mengen und Preise im Vorjahr gebunden wurden. Zur Stärkung der Marktposition und zur möglichen Partizipation an neuen Trends wurde auch in 2023 an einer Vergrößerung des Produktportfolios gearbeitet. So wurden die ersten Prototypenteile für Elektromotoren hergestellt, die in 2024 in die Serienproduktion gehen werden. Der Umsatz der Nemak Wernigerode GmbH hat sich gegenüber dem Jahr 2022 von 268 Mio. EUR auf 236 Mio. EUR im Jahr 2023 verringert. Die Verringerung ist auf die gesunkenen Metallpreise und Verkaufsstückzahlen zurückzuführen. Die verbesserte Auslastung gegenüber Budget, verbunden mit Personalbedarf führte dazu, dass die für 2023 geplante Restrukturierung für 2023 ausgesetzt werden konnte. Das EBITDA ist definiert als Earnings before Interests, Tax, Depreciation and Amortization, Beteiligungserträgen und Erträgen aus von Organgesellschaft abgeführten Steuerumlagen sowie vor Ergebnisabführung. Das EBITDA bildet die wesentliche finanzielle Steuerungsgröße für das operative Geschäft der Nemak Wernigerode GmbH. Im Geschäftsjahr verringerte sich das EBITDA um 4,3 Mio. EUR von 6,8 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 2,6 Mio. EUR im Jahr 2023. Das EBITDA ist beeinflusst durch die Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen durch die Verschiebung/Aussetzung des geplanten Sozialplanes. Die durchschnittliche Wertschöpfung inkl. der erreichten Kompensationszahlungen der Kunden pro Teil hat die gestiegenen Aufwendungen für neue Produkte im Portfolio inkl. der höheren Personalaufwendungen und Bezugskosten der Teile tragen können. Des Weiteren verringerten sich die Beschaffungspreise für Legierungen. Die Bezugskosten für Strom und Gas erhöhten sich auf Basis der vorhandenen Verträge. Zur Stärkung der Marktposition und zur möglichen Partizipation an neuen Trends wurde auch im Jahr 2023 an einer Vergrößerung des Produktportfolios gearbeitet. b) Produktion Die Produktion des in der Nemak Wernigerode GmbH verkauften Absatzes an Serienteilen erfolgt zu 100 % in der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG. Die Nemak Wernigerode GmbH entwickelt Werkzeuge für die Herstellung der Gussprodukte in der Serienproduktion. c) Service und Fertigungsdienstleistungen Die Nemak Wernigerode GmbH erbringt Leistungen für die Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG (NWC KG) im Bereich Verwaltung und Instandhaltung für Maschinen und Werkzeuge. Für diese Leistungen wurden in 2023 19,2 Mio. EUR in Rechnung gestellt. Weiterhin wurden 3,2 Mio. EUR für die Miete der Gebäude und Flächen an die NWC KG berechnet. d) Beschaffung Das vergangene Jahr war geprägt von einem dynamischen wirtschaftlichen Umfeld, das durch globale Unsicherheiten, geopolitische Spannungen und den anhaltenden Druck auf die Rohstoffmärkte gekennzeichnet war. Die Verfügbarkeiten von vielen Materialien und die langen Lieferzeiten dieser, machten es auch im Jahr 2023 notwendig, die Bestandspolitik im Unternehmen weiterhin anzupassen, um auf die veränderten Rahmenbedingungen entsprechend reagieren zu können. Trotz aller Herausforderungen in der Lieferkette konnte die Produktion mit allen notwendigen Bedarfen sicher abgedeckt werden. Die Nemak Wernigerode GmbH verkauft das bezogene Aluminium zu 100 % an die Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG weiter. Das wirtschaftliche Risiko der Aluminiumbeschaffung liegt bei der Nemak Wernigerode GmbH. Bei den Kosten für den Metalleinkauf konnte aufgrund der allgemeinen Marktlage/-entwicklung eine Preissenkung verbucht werden. Pro Tonne betrug die Reduzierung über alle Legierungen im Durchschnitt 463 EUR (-15,4 %) gegenüber dem Vorjahr. Der positive Trend leitet sich zum einen aus der Reduzierung des LME Metal Indexes 2023 vs. 2022 von ~19 % ab und der Reduzierung des MB Metal Indexes 2023 vs. 2022 von ~10 %. Im Jahr 2023 hatten die Primärlegierungen in Wernigerode einen Anteil von ~33 % des Totalbedarfes. Die restlichen Mengen fallen in den Bereich der Sekundärlegierungen mit entsprechend ~67 %. Die Preise für Aluminium unterlagen im Laufe des Jahres 2023 einer gewissen Volatilität, die durch Angebot und Nachfrage, geopolitischen Ereignissen, Umweltregulierungen, technologischen Entwicklungen sowie durch Währungsschwankungen und Spekulationen an den Finanzmärkten beeinflusst wurde. Preissenkungen wurden durch verbesserte Logistik und gesunkene Energiekosten begünstigt. Die Instabilität in den Nachfrageanforderungen der OEMs und das geringe Vertrauen in den Markt unterstützten ebenfalls den rückläufigen Trend auf den Märkten. Die geopolitische Lage beeinflusste weiterhin den Energiemarkt, insbesondere in Bezug auf den Handel mit Öl und Gas sowie auf Energieinfrastrukturprojekte. Spannungen zwischen den USA, China, Russland und anderen Ländern hatten Auswirkungen auf die Energiepreise und die Investitionsentscheidungen in der Branche. Insgesamt war 2023 ein Jahr, in dem die Dynamik des globalen Energiemarktes von einem verstärkten Fokus auf Nachhaltigkeit, Technologieinnovationen und geopolitischen Entwicklungen geprägt war. Der allgemeine Trend 2023 führte zu sinkenden Energiepreisen am Markt. Aufgrund der Energiepreisabsicherung der voran-gegangenen Jahre musste jedoch im Gegensatz zur Marktentwicklung ein steigender Arbeitspreis verbucht werden. Der Arbeitspreis für Elektroenergie im Jahr 2023 stieg gegenüber 2022 um ~ 53 % pro kWh. Im Bereich des Gaseinkaufs stieg der Arbeitspreis für Erdgas um ~ 1 % pro MWh gegenüber 2022. In den Bereichen Werkzeug- und Investitionsgütereinkauf, aber auch im Bereich des Energieeinkaufes wird im Wesentlichen auf die Kapazitäten der Nemak Europe GmbH zurückgegriffen, um optimale Einspareffekte durch Skaleneffekte zu erzielen. Weiterhin wird für den Bereich Ersatzteilbeschaffung das Nemak Shared Service Center in Polen genutzt, um in diesem Bereich ebenfalls Synergien zu schaffen und Einsparungen durch Skaleneffekte umzusetzen. Die notwendigen externen Dienstleistungen, wie z. B. Wärmebehandlung oder die mechanische Bearbeitung wurden über entsprechende Verträge gebunden. e) Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 214 TEUR investiert. Davon belaufen sich 3 TEUR auf immaterielle Vermögensgegenstände. Zum Vergleich wurden in 2022 323 TEUR investiert, wovon 14 TEUR auf immaterielle Vermögensgegenstände entfielen. Die Investitionen wurden planmäßig durchgeführt und sind im Wesentlichen für Software zur Entwicklung neuer Produkte, Modifizierung der vorhandenen Technik und den Ausbau des Betriebsgeländes getätigt worden. f) Haftungsfragen und Finanzierung Die Gesellschaften des Nemak Konzerns haben unter anderem folgende Finanzierung abgeschlossen:
Die Nemak Wernigerode GmbH hat für die zuvor genannte Finanzierung Bürgschaften zusammen mit anderen Gesellschaften des Nemak-Konzerns abgegeben. Eine Inanspruchnahme aus den abgegebenen Bürgschaften ist laut der uns vorliegenden Erklärung der Nemak S. A. B. de C.V. für 2024 sowie nach gegenwärtigen Planungen für das Jahr 2025 nicht zu erwarten. Weiterhin ist die Gesellschaft in ein Cashpooling mit der Nemak Exterior S.L.U., Spanien, (Nemak Exterior) und der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG einbezogen und hatte ein Darlehen von der Nemak S. A. B. de C.V. in Höhe von 35 Mio. EUR erhalten. In den Vorjahren erfolgten Teiltilgungen auf das Darlehen. Im Jahr 2023 wurde der restliche offene Betrag von 5 Mio. Euro zurückgezahlt. Am 14. Dezember 2010 hatte das Bundesarbeitsgericht (BAG) der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) die Tariffähigkeit aberkannt. Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit intensiv Leiharbeit genutzt. Bisher ist aber unklar, in welcher Höhe die Gesellschaft durch das Urteil und dessen Wirkungen betroffen sein könnte. Nach unserer Kenntnis ist mindestens eine der genutzten Leiharbeitsfirmen in einem Insolvenzprozess (seit 03/2016). Bei der derzeitigen Gesetzeslage könnte es zu einer Subsidiärhaftung für die Sozialversicherungen kommen. g) Verbundene Unternehmen Die Gesellschaft ist in einem Leistungsaustausch mit der Nemak Europe GmbH, der Nemak S. A. B. de C.V., der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG und anderen Konzerngesellschaften. Der Aluminiumeinkauf wurde im Wesentlichen über die Nemak Exterior abgewickelt. 3. Lage a) Ertragslage Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Verlust von 23 Tausend EUR (Vorjahr Jahresgewinn 3,3 Mio. EUR) abgeschlossen. Der Gesamtumsatz der Nemak Wernigerode GmbH verringerte sich gegenüber dem Jahr 2022 deutlich (von 267,7 Mio. EUR auf 236,2 Mio. EUR in 2023). Der Umsatz mit Gussprodukten betrug 150,1 Mio. EUR (VJ. 162,9 Mio. EUR). Die abgesetzten Stückzahlen haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich nach unten entwickelt (-12 % zum Vorjahr). Bei den Gussprodukten ergaben die, den Zylinderkopf- Umsätzen entsprechenden Stückzahlen ein Minus von 8 % gegenüber dem Vorjahr. Die verkauften Stückzahlen von Zylinderblöcken sind um 16 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Umsatz wurde weiterhin durch mit dem Kunden vertraglich vereinbarte Preisreduzierungen und die volatilen Metallpreise beeinflusst. Der Gesamtumsatz beinhaltet außerdem Werkzeugverkäufe an externe Kunden (4,3 Mio. EUR) und den Aluminiumverkauf an die Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG. (57,9 Mio. EUR). Des Weiteren erfolgt die Berechnung der operativen und administrativen Dienstleistungen (19,2 Mio. EUR) sowie der Mieten für die Produktionsgebäude (3,2 Mio. EUR) an die Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co.KG. Der Materialaufwand betrug 218,2 Mio. EUR (Vorjahr: 243,7 Mio. EUR) und war im Wesentlichen durch geringere Bezugskosten für die Gussprodukte und gesunkene Metallbezugspreise beeinflusst. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen - Materialaufwand) verringerte sich von 22,2 Mio. EUR auf 18,9 Mio. EUR. Hier sind 0,3 Mio. EUR Preisreduzierungen zum Vorjahr enthalten. Die Rohergebnisquote (Rohergebnis / (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen)) verringerte sich leicht von 8,3 % auf 8 %. Im Jahr 2023 stiegen die Energiekosten an und die Kosten des Rohmaterials gingen zurück. Ein Teil der Inflationsbedingten Mehrkosten konnte bei den Kunden geltend gemacht werden. Die daraus bedingten Kompensationszahlungen betrugen 18,6 Mio. Euro (Vorjahr: 8,6 Mio. EUR). Die Sonstigen betrieblichen Erträge haben sich insbesondere aufgrund gestiegener Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um 1,3 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR erhöht. Die Personalaufwendungen haben sich bedingt durch Tarifsteigerungen um 1,3 Mio. EUR auf 12,7 Mio. EUR erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber 2022 um 0,3 Mio. EUR auf 4,8 Mio. EUR. Dieses resultiert im Wesentlichen daraus, dass die Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr mehr Leiharbeiter beschäftigt hat. Das operative Ergebnis vor Zinsbelastungen und Steuern (EBIT) verringerte sich um 4,2 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR. Das EBITDA senkte sich um 4,3 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR. Das Finanzergebnis ist um 0,9 Mio. EUR gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus den im Berichtsjahr erhöhten Zinserträgen von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR). Die Ertragsteuern betragen nahezu unverändert 1,5 Mio. EUR. Aufgrund der Rechtsform der Tochtergesellschaft sowie der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG werden auch die Steuern vom Einkommen und Ertrag der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG unter dieser Position ausgewiesen. b) Finanzlage Der operative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Jahresergebnis + Abschreibungen) betrug in 2023 1,3 Mio. EUR und verringerte sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um 3,3 Mio. EUR. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag in 2023 bei -0,21 Mio. EUR. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich leicht von 94,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 94,9 Mio. Euro im Jahr 2023. Das Eigenkapital verringerte sich entsprechend des Verlustes um 23 Tausend Euro. Die Eigenkapitalquote verringerte sich leicht von 47,2 % auf 46,8 % aufgrund der infolge höherer Vorräte gestiegenen Bilanzsumme. Der Anlagendeckungsgrad ist leicht gestiegen von 107,2 % auf 110 %. Das Anlagevermögen verringerte sich leicht auf 40,4 Mio. EUR nach 41,5 Mio. EUR im Vorjahr. Die Investitionen von 0,2 Mio. EUR lagen deutlich unter der Höhe der Abschreibungen von ca. 1,3 Mio. EUR. Die Gesamtanlagenintensität hat sich gegenüber dem Niveau des Vorjahres von 44 % leicht auf 42,5 % verringert. Das Umlaufvermögen ist um 2,5 Mio. EUR auf 54,3 Mio. EUR angestiegen. Dabei verringerten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 3,2 Mio. EUR auf 31,8 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 2,5 Mio. EUR auf 5,7 Mio. EUR gestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 2,5 Mio. EUR gesunken auf 3,4 Mio. EUR. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen die Forderungen aus dem Cash Pooling gegen die Nemak Exterior in Höhe von 31,8 Mio. EUR. Die Gesamtforderungsintensität (Forderungen/Bilanzsumme) blieb mit 43,1 % (Vorjahr 46,8 %) leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die Vorräte veränderten sich aufgrund leicht erhöhter Bestände an unfertigen und Erzeugnissen und bei deutlich gestiegenen Warenbeständen an Fertigerzeugnissen von 6,6 Mio. EUR auf 13,4 Mio. Euro. Die liquiden Mittel betrugen 1,4 Tausend EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR). Die deutliche Reduzierung resultierte aus, hier im Vorjahr, gebuchten unterwegs befindlichen Zahlung. Die Rückstellungen haben sich insbesondere aufgrund des Anstiegs der Steuerrückstellungen im Berichtsjahr um 1,4 Mio. EUR auf 11,6 Mio. EUR erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Dritten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich leicht von 0,9 Mio. EUR auf 0,7 Mio. EUR. Im Verbundbereich verringerten sich die Verbindlichkeiten um 1,5 Mio. EUR auf 21,1 Mio. EUR. Diese Verbindlichkeiten im Verbundbereich betreffen zum überwiegenden Teil die Verbindlichkeiten aus dem Aluminiumeinkauf von der Nemak Exterior und Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling mit der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG in Höhe von 6,8 Mio. Euro. Ein Teil der Verbindlichkeiten bestand im Jahr 2022 in einem Darlehen mit einem Saldo von 5 Mio. EUR von der Nemak S.A.B. de C.N., welches im Jahr 2023 vollständig getilgt wurde. Die Sonstigen Verbindlichkeiten haben sich insbesondere aufgrund verringerter Factoringverbindlichkeiten um 1,5 Mio. EUR auf 13,6 Mio. EUR vermindert. Im Berichtsjahr werden Passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) ausgewiesen. 4. Personal, Umwelt und Qualitätssicherung a) Personal- und Sozialbereich Das Geschäftsjahr 2023 war für die Nemak Wernigerode GmbH wieder ein Jahr mit vielen Herausforderungen. Der Standort Wernigerode hatte im Geschäftsjahr 2023 auf sehr schwankende Abrufzahlen der Kunden zu reagieren. Schichtmodelle mussten angepasst werden und zusätzliches Personal eingestellt werden, um die Kundenabrufe zu bedienen. Zusätzlich wurden in der Nemak Wernigerode GmbH durchschnittlich 2 Leiharbeitsnehmer beschäftigt. Die Personalzahlen der Nemak Wernigerode GmbH, als wesentliche nicht finanzielle Steuerungsgröße, haben sich daher wie folgt entwickelt:
In der Nemak Wernigerode GmbH waren im Jahr 2023 durchschnittlich 218 Mitarbeiter, zum Jahresende 224 Mitarbeiter, beschäftigt. Der Altersdurchschnitt der Belegschaft lag zum Stichtag 31.Dezmber 2023 bei 41 Jahren. Zu der Altersgruppe der 40- bis 50-Jährigen gehören ca. 18 %, zu der Altersgruppe der 51- bis 60-Jährigen zählen ca. 28 % der Belegschaft. Die bereits im letzten Jahr prognostizierte Entwicklung hat sich, in Hinsicht auf die Altersstruktur und den demographischen Wandel, fortgesetzt. Die Investition in Aus- und Weiterbildung junger Mitarbeiter wurde auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Im Jahr 2023 wurde in 5 Ausbildungsberufen eine Erstausbildung durchgeführt. Dafür wurden im gewerblichen Bereich 8 Auszubildende und im kaufmännischen Bereich 2 Auszubildende eingestellt. Um die Lehrwerkstatt auch bei sinkenden Zahlen an Auszubildenden aufrecht zu erhalten, ist es uns gelungen, eine Kooperationsvereinbarung abzuschließen und weitere 5 Lehrlinge als externer Partner auszubilden. Wesentliche Indikatoren für die Zufriedenheit der Mitarbeiter stellen die Fluktuations- und die Anwesenheitsquote dar. Im Jahr 2023 lag die Fluktuation bei 3,21 % durch arbeitnehmerveranlassten und bei 4,58 % durch arbeitgeberveranlassten Abgang. Die Abwesenheitsquote lag im Jahre 2023 bei 7,61 % inkl. Langzeiterkrankungen. In beiden gemessenen Quoten konnten die budgetierten Werte leicht unterschritten werden. b) Umweltschutz und Arbeitssicherheit Wir unterstützen unsere Kunden bei der Entwicklung und Verbesserung von Leichtmetallkomponenten zur Reduzierung von Abgasemissionen durch Verbrauchssenkung. Die Entwicklungsarbeit sowie die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse beinhalten auch Verfahren zur Emissionssenkung in der Produktion, der Schonung natürlicher Ressourcen und die Reduzierung (Vermeidung) von Abfall. Für das operative Geschäft wird eine nachhaltige Ressourcenschonung angestrebt, die insbesondere die Einsparung von Energie (Elektrizität) betrifft. Das Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ISO 45001 ist implementiert. Die Einhaltung der Normen wird für den Standort in einem Management Review dokumentiert. c) Qualitätssicherung Für die Qualität unserer Produkte bildet die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter einen wesentlichen Faktor, um eine nachhaltige Verbesserung der Prozessstabilität und Qualität zu gewährleisten. Für die effiziente Herstellung von Produkten und zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit stellt die Qualitätssicherung einen wichtigen Bestandteil im Geschäft für die Nemak Wernigerode GmbH dar. C) Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Chancen- und Risikoberichterstattung a) Allgemeine Ausführungen Wesentliche Geschäftsrisiken werden regelmäßig im Rahmen eines implementierten Risiko-Management-Systems identifiziert, bewertet und regelmäßig an die Gesellschafter berichtet. Für alle bekannten Risiken sind unter Berücksichtigung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit in ausreichendem Umfang Rückstellungen gebildet. Unter einem Risiko verstehen wir mögliche und künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für die Nemak Wernigerode GmbH negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Risiken der künftigen Entwicklung wurden im Rahmen eines implementierten Risikomanagementsystems kontrolliert. Der Markt, in dem die Gesellschaft tätig ist, ist sehr wettbewerbsintensiv. Es besteht ein erheblicher Preisdruck. Die Kunden und unsere Wettbewerber nutzen die Möglichkeiten, die die unterschiedlichen Kosten in den Regionen bieten. Bei einem hohen Automatisierungsgrad der Fertigung entscheidet bei gleicher Qualität die Höhe der Personalkosten über den Erfolg im Wettbewerb. Hier haben sowohl zur Gruppe gehörende Gesellschaften als auch Konkurrenten in Ost- und Südosteuropa entsprechende Wettbewerbsvorteile. Eine höhere Kapitalbindung erfolgt zusätzlich durch die Abwälzung von Entwicklungsleistungen der OEMs auf die Zulieferer. Der Zulieferer muss bei zunehmend komplexen Produkten und bei höherer Produktvielfalt das Entwicklungsrisiko und die Kosten tragen. Ein weiteres Risiko sieht die Geschäftsführung im Nichterreichen der Qualitäts- und Produktivitätszielstellungen. Ein schwer einschätzbares Risiko besteht auch hinsichtlich der weiteren Entwicklung der grundsätzlichen Verkaufsfähigkeit von Fahrzeugen mit Dieselmotoren. Die weitere Entwicklung der Elektro-Mobilität und die Geschwindigkeit ihres Markteintritts bzw. ihrer Volumengewinnung kann ein Risiko für die Gesellschaft darstellen. Insbesondere die Situation der Corona-Krise zeigt, dass auch lokale oder globale Gesundheitsrisiken, wie z. B. Pandemien oder auch evtl. klimabedingte längerfristige Störungen des gesellschaftlichen Lebens, ein großes Risiko darstellen können. Auch die Versorgung mit Rohstoffen und Halbleitern stellt ein Risiko dar. Aktuell findet eine Invasion Russlands in der Ukraine statt. Eine seriöse Einschätzung der Folgen dieser Invasion ist nicht möglich. Diese Situation wird, verbunden mit der Inflation, die Entwicklungsmöglichkeiten, mindestens im Jahr 2024, einschränken. b) Chancen der künftigen Entwicklung Unter Chancen verstehen wir mögliche und künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für die Nemak Wernigerode GmbH positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Durch die Entwicklung der Elektro-Mobilität bestehen neue Chancen für die Gesellschaft durch die Möglichkeit der Erschließung neuer Produkte und Technologien. Chancen bestehen auch in der Entwicklung von umweltfreundlichen Kraftstoffen für bestehende oder weiterentwickelte Verbrennungsmotore. Die prognostizierten Volumina, die die Basis der Planzahlen für das Geschäftsjahr 2024 sind, hängen von den Verkaufszahlen an Fahrzeugen der Kunden der Gesellschaft ab. Hinsichtlich dieser Volumina bestehen in der gegenwärtigen weltwirtschaftlichen Situation sowohl Chancen als auch Risiken. Die Entwicklung der Gesellschaft wird außerdem wesentlich von der Produktivität und der Qualitätsleistung der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co.KG beeinflusst, da diese Faktoren Einfluss auf die Kosten des Erwerbs der Teile haben. c) Risiken der künftigen Entwicklung Absatzrisiken Generell ist zu sagen, dass der wirtschaftliche Erfolg der Nemak Wernigerode GmbH vom Erfolg unserer Kunden am Markt abhängig ist. Die Kundenabrufe schwanken entsprechend der Marktsituation. Wesentlich für die Nemak Wernigerode ist der europäische Markt und die Entwicklung des VW-Konzerns mit seinen für Nemak Wernigerode relevanten Marken VW, Audi und Porsche weltweit, da ein Großteil des Absatzvolumens durch diesen Kunden abgenommen wird. Daimler und AMG ergänzen das Kundenportfolio. Weiterhin hängen die Abrufzahlen auch davon ab, ob Motorenprogramme z. B. schneller als geplant auslaufen oder ein spezifischer Motor keinen Erfolg am Markt hat. Im Zeichen steigender Wettbewerbsintensität sind unerwartete Änderungen im Abrufverhalten, Verschiebungen im Produktmix, eine Verschärfung des Wettbewerbs sowie zunehmender Preisdruck möglich. Daraus können Schwankungen von Preisen, Mengen und Margen resultieren. Parallel zu den sich verkürzenden Produktlebenszyklen sind die Fahrzeughersteller einem starken Wettbewerbs-, Innovations- und Kostensenkungsdruck ausgesetzt, den sie an die Zulieferindustrie weitergeben. Die herrschenden Verunsicherungen hinsichtlich Dieselmarkt, Inflation und Handelskonflikten können, wie in den Jahren zuvor, auch in 2024 zu weiteren Absatzrückgängen führen. Ein nicht kalkulierbares Risiko ist in seinen Auswirkungen durch die Invasion Russlands in der Ukraine gegeben, welche erhebliche Auswirkungen auf die Absatzlage haben kann. Da die Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG - basierend auf dem abgeschlossenen Lohnherstellungs- und Liefervertrag - als Produktionsbetrieb für die Nemak Wernigerode GmbH tätig ist, trägt ausschließlich die Nemak Wernigerode GmbH die wirtschaftlichen Risiken des Absatzmarktes. Technologie- und Entwicklungsrisiken Innovationskraft ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Die künftige Ergebnissituation von Nemak hängt auch von der Fähigkeit ab, Technologietrends rechtzeitig zu erkennen und deren Auswirkungen auf das operative Geschäft richtig zu beurteilen. Die zum Teil langen Entwicklungsvorlaufzeiten, die ständig weiterentwickelten Technologien und der intensive Wettbewerb sind Unsicherheitsfaktoren, die den wirtschaftlichen Erfolg der gegenwärtigen oder zukünftig entwickelten Produkte in Frage stellen können. Fehleinschätzungen bei der Entwicklung von Produkten und Produktionsabläufen können sich in einem Rückgang der Nachfrage und in einer Verschlechterung der Wettbewerbspositionen und wirtschaftlichen Lage äußern. Die mit internationalen Vertriebsstrukturen verbundene Marktpräsenz und Kundennähe sowie langjährige Lieferbeziehungen ermöglichen es jedoch, Trends an den Absatzmärkten frühzeitig zu erkennen und die Produktstrategien konsequent auf die jeweiligen neuen Anforderungen auszurichten. Machbarkeitsstudien, Wirtschaftlichkeitsberechnungen, modernes Projektmanagement zur Überprüfung der technischen und wirtschaftlichen Erfolgskriterien, die Einbindung der Kunden in die Definition, Konzeption, Entwicklung und Erprobung neuer Produkte reduzieren mögliche forschungs- und entwicklungsspezifische Risiken wie Fehlentwicklungen und Budgetüberschreitungen. Trotz der Einhaltung der beschriebenen Prozesse und des Einsatzes moderner Projektleitungs-, Projektüberwachungs- und Projektcontrollingmaßnahmen bergen die Produktneuentwicklung und die Markteinführung sowie die Veränderung bestehender Produktportfolios Kostenrisiken. Diese bestehen in der eigentlichen Konzept- und Entwicklungsphase, während die Anlaufkosten höher als erwartet ausfallen oder sich ungeplante Verzögerungen ergeben können. Darüber hinaus können Risiken nach der Markteinführung durch möglichen technischen Nachbesserungsbedarf, der erst im realen Einsatz bzw. im Dauerbetrieb festgestellt werden kann, auftreten. Produktionsrisiken Die Produktionsrisiken betreffen im Wesentlichen die Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG. Da die Nemak Wernigerode GmbH ihre Produkte, die für den Absatzmarkt bestimmt sind, jedoch ausschließlich von der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG bezieht, sind die nachfolgend aufgeführten Risiken auch für die Nemak Wernigerode GmbH von Relevanz. Der Betrieb der Fertigungseinrichtungen und Montageanlagen kann durch unvorhergesehene Ereignisse, unerwartete technische Störungen, Brände, Naturkatastrophen, Unfälle und menschliche Fehler beeinträchtigt werden, auch wenn hohe technische und sicherheitstechnische Standards gelten. Die Verfügbarkeit der Betriebsstätten und Fertigungsanlagen wird durch die vorbeugende Instandhaltung mit laufenden Kontrollen, regelmäßige Prüf- und Wartungsarbeiten, ständige Modernisierungen und zielgerichtete Investitionen sichergestellt. Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz sowie Alarm- und Gefahrenabwehrpläne sollen Unfall- und Gesundheitsrisiken für Mitarbeiter und Dritte auf ein Minimum reduzieren bzw. nach Möglichkeit ganz vermeiden. Probleme bei Partnerunternehmen oder innerhalb der Lieferkette können zudem zu Störungen, z. B. in der Logistik oder in der Energieversorgung und damit zu nachteiligen Folgen oder Verlusten führen. Für mögliche Schäden und damit einhergehende Betriebsstörungen bzw. längere Geschäftsunterbrechungen oder durch fehlende Anlagenverfügbarkeit bedingte Produktionsausfälle sowie für andere denkbare Schadensfälle und Haftungsrisiken sind - soweit verfügbar - im wirtschaftlich sinnvollen und branchenüblichen Rahmen Versicherungsverträge abgeschlossen, die gewährleisten, dass sich finanzielle Konsequenzen von möglicherweise eintretenden Risiken in Grenzen halten bzw. ganz ausgeschlossen werden. Der bestehende Versicherungsschutz wird zwar hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen in bestimmten Abständen überprüft und bei Bedarf angepasst, kann sich allerdings im Einzelfall als unzureichend erweisen. Beschaffungsrisiken Beschaffungsrisiken bestehen darin, dass die zur Herstellung der Produkte, Anwendungen und Systeme benötigten Rohstoffe, Bauteile und Komponenten nicht oder nicht in ausreichendem Maß in der erforderlichen Qualität und Quantität zur Verfügung stehen oder nicht zeitgerecht und reibungslos oder nicht zu marktgerechten Preisen beschafft werden können. Um möglichen Beschaffungsengpässen vorzubeugen und eine hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten, werden die Beschaffungsmärkte laufend beobachtet, damit auf sich abzeichnende Veränderungen kurzfristig reagiert werden kann. Lieferverzögerungen, Fehlmengen oder Qualitätsprobleme können zu Produktionsunterbrechungen und damit Schadenersatzforderungen führen. Generell werden Beschaffungsrisiken durch sorgfältige Lieferantenauswahl, Ermittlung alternativer Lieferquellen, effizientes Vertragsmanagement, kontinuierliche Lieferantenbewertungen, Qualitäts- und Zuverlässigkeitskontrollen bei Zulieferern sowie den Aufbau von angemessenen Sicherheitsbeständen reduziert. Die Auswirkungen der Invasion Russlands in der Ukraine auf den Beschaffungsmarkt lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt schlecht einschätzen, was die Versorgungssicherheit betrifft. Auf die Rohstoff- und Energiepreise sind die Auswirkungen enorm. In Angebotsengpässen oder starken Preisschwankungen für Energie und Rohstoffe bestehen wesentliche Risiken bei den Einsatzfaktoren. Mögliche Insolvenzen von Zulieferern stellen ein weiteres Risiko auf der Beschaffungsseite dar. Diesem Risiko wird durch sorgfältige Auswahl, Streuung der Risiken durch Verteilung des Einkaufsvolumens auf weitere Lieferanten und gegebenenfalls Stützung der Lieferanten in Notsituationen begegnet. Ein weiteres Risiko liegt in der Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise bzw. der Möglichkeit der Weitergabe gestiegener Rohstoffpreise an die Kunden. Einige Kunden versuchen das Rohstoffpreisrisiko auf die Zulieferer abzuwälzen. Die Nachfrage nach Aluminium als Leichtmetallwerkstoff und als Anlageobjekt hat zugenommen. Damit verbunden wird eine weitere Preissteigerung an den Märkten erwartet. Steigende Beschaffungskosten führen zu einer höheren Kapitalbildung bei den Vorräten. Da durch entsprechende Verträge mit der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG geregelt ist, dass das Risiko aus dem Einkauf und Verkauf von Aluminium nicht Preisbestandteil des Gussproduktes ist, verbleibt das wirtschaftliche Risiko aus gestiegenen Beschaffungskosten ausschließlich bei der Nemak Wernigerode GmbH. Einkäufe werden im Wesentlichen in EUR getätigt, so dass keine wesentlichen Währungsrisiken entstehen. Finanzwirtschaftliche Risiken Zu den zentralen Aufgaben der Nemak S.A.B. zählt die sichere Abdeckung des Finanzbedarfs sowohl für das operative Geschäft als auch für Investitionen. Dabei steht neben der Optimierung der Finanzierung auch die Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken im Vordergrund. Die Nemak Wernigerode GmbH wird im Rahmen des Cash Poolings mit der Nemak Exterior mit entsprechenden Finanzmitteln versorgt. Informationstechnische Risiken Informationen und Daten sind verschiedenartigen und zum Teil wachsenden Bedrohungen im Hinblick auf Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität ausgesetzt. Immer größere Datenvolumina, kurze Zugriffszeiten und strukturierte Informationsbereitstellung verlangen für die integrierte Steuerung von Geschäfts- und Produktionsprozessen hoch verfügbare, ausfallsichere und redundant ausgelegte IT- Systeme und IT-Netzwerke sowie modernste Kommunikationsinfrastrukturen. Durch eine Vielzahl von Ursachen können Schäden oder Störungen auftreten, die die Geschäftstätigkeit stark beeinträchtigen und zu schwerwiegenden geschäftlichen Nachteilen führen: Durch Betriebsstörungen oder Betriebsunterbrechungen sind Netzwerke nicht einsatzbereit, Daten können durch Programm- und Bedienfehler, Manipulation oder externe Einflüsse verfälscht oder zerstört werden. Hohe Sicherheitsstandards sowie Verfahrens- und Sicherheitsrichtlinien begrenzen gravierende Störungen bzw. Ausfälle der komplexen Systeme und Netzwerke. Zum Schutz gegen Angriffe von außen setzt die Nemak unter anderem Firewall-Systeme und Virenscanner nach dem neuesten Stand der Technik ein. Durch eine permanente Überprüfung der eingesetzten Software werden Funktionalitäten und Applikationen erweitert, identifizierte Sicherheitslücken geschlossen und aufgetretene Fehler behoben. Damit ist eine sichere und reibungslose Abwicklung der umfangreichen ITgestützten Geschäftsprozesse konstant gewährleistet. Personalrisiken In einem technologieorientierten Unternehmen wie der Nemak werden die Erreichung der anspruchsvollen Unternehmensziele und der nachhaltige wirtschaftliche Erfolg unter anderem von insgesamt überdurchschnittlich qualifizierten Mitarbeitern und vielen Spezialisten unterschiedlichster Fachrichtungen getragen. Durch eine höhere Fluktuation von Führungskräften und Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen kann wichtiges Fachwissen und Kompetenz verloren gehen. Probleme, für offene Stellen keine oder nur verzögert geeignete Führungs-, Fach und Nachwuchskräfte zu finden, die über die gesuchten kaufmännischen, technischen oder branchenspezifischen Fähigkeiten verfügen, können ebenso nachteilige Auswirkungen auf das Unternehmen haben wie unzureichende Qualifikationen oder eine geringe Motivation von Beschäftigten. Diesen Risiken wird mit vielfältigen Maßnahmen für eine markt- und leistungsgerechte Vergütung mit erfolgsabhängigen Anreizsystemen, moderne Personalführung, qualifizierte Personalentwicklung und zielgruppengerechte Personalrekrutierung sowie vorausschauende Nachfolgeplanung begegnet. Stellvertreterregelungen federn den Weggang oder Ausfall von Schlüsselkräften ab. Zudem werden mit Blick auf den demografischen Wandel in regelmäßigen Abständen Altersstrukturanalysen durchgeführt und Berufsgruppen sowie Funktionen identifiziert, in denen es künftig zu Engpässen kommen kann. Ein weiteres Risiko besteht darin, notwendige Personalanpassungsmaßnahmen gar nicht oder nicht schnell genug vornehmen zu können. Rechtliche Risiken Rechtsstreitigkeiten mit Wettbewerbern, Geschäftspartnern, Kunden oder anderen externen Dritten sowie Änderungen rechtlicher und / oder regulatorischer Rahmenbedingungen auf nationaler, europäischer oder internationaler Ebene bergen Risiken. Dazu zählen insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Patentrecht und Steuerrecht. Die Nemak stützt sich bei der Organisation und Administration von Geschäftsprozessen und bei Entscheidungen nicht nur auf eine umfassende Beratung durch eigene Fachleute, sondern zieht fallbezogen auch ausgewiesene Experten und renommierte Spezialisten hinzu. Schadensfälle und Haftungsrisiken aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind entweder durch Versicherungen angemessen abgedeckt oder in der bilanziellen Vorsorge berücksichtigt. Umweltrisiken Nemak betreibt ein aktives Umweltmanagement. Ein Umweltschutzbeauftragter überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Auflagen am Fertigungsstandort. Das Risikopotenzial aus Produktionsabläufen und Umweltschutzrisiken wird durch moderne, sichere Anlagen, die strikte Einhaltung relevanter Gesetze, Auflagen und Verordnungen, umfassende Richtlinien zur Qualitätssicherung sowie stringente Qualitätskontrollen wirkungsvoll verringert. Es ist möglich, dass die zuständigen Behörden Verfügungen erlassen, durch die kostenträchtige Sanierungen gefordert werden können. Verschärfungen von Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltschutzbestimmungen und -standards können zu zusätzlichen Kosten und Haftungsrisiken führen, ohne dass Nemak darauf einen Einfluss hätte. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Darlehen und Cash Pooling Rahmen, die die Gesellschaft aus der Gruppe erhält, sind variabel verzinslich und unterliegen den marktbedingten Zinsänderungsrisiken. Die Nemak Wernigerode GmbH verwendet keine derivativen Finanzinstrumente zum Management von Zinsänderungsrisiken. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko besteht darin, dass Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen und die Gesellschaft dadurch Verluste erleidet. Das Ausfallrisiko der Gesellschaft erstreckt sich im Wesentlichen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auf Grund der Zugehörigkeit aller wesentlichen Kunden zur Automobilindustrie besteht für die Gesellschaft eine branchenabhängige Konzentration der Ausfallrisiken. Entsprechend betrifft diese Konzentration von Ausfallrisiken im Wesentlichen alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Es handelt sich bei den Kunden jedoch um Großkonzerne mit guter individueller Bonität, die dem branchenbezogenen Ausfallrisiko entgegenwirkt. In Abhängigkeit der Bonitätseinschätzung wurden einzelne Forderungen durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Liquiditätsrisiko Die Gesellschaft verfügt über eine kurz- bis mittelfristige Liquiditätsplanung, die sich aus der Unternehmensplanung ableitet. Im Wesentlichen soll der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft zum einen intern durch die Erwirtschaftung positiver Cashflows im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit gedeckt werden. Zum anderen wird er nach Bedarf über den Finanzierungs-Cashflow mittels externer Finanzierung im Konzern gedeckt. Um eine ausreichende Liquidität sicherzustellen, ist die Gesellschaft in den Cash-Pool auf Ebene der Nemak Exterior eingebunden, um flexibel auf etwaige weitere Finanzierungserfordernisse reagieren zu können. Preisänderungsrisiko Das Preisänderungsrisiko besteht darin, dass sich die Beschaffungspreise von wesentlichen Rohstoffen aufgrund der Volatilität der Märkte nachhaltig auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Mit allen wesentlichen Kunden bestehen Preisgleitklauseln bezüglich verwendeter Rohstoffe, die die Gesellschaft zu einer Anpassung der Absatzpreise berechtigen. Da die Preisanpassungen teilweise zeitverzögert und von den jeweiligen Verhandlungsergebnissen mit den Kunden abhängig sind, kann das Preisänderungsrisiko jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Über die zuvor beschriebenen Risiken hinausgehende Risiken sieht die Geschäftsführung nicht. 2. Prognosebericht Unsere Auftragsbestände und die damit verbundenen Lieferabrufe unserer Kunden reichen zum Teil bis über das Jahr 2024 hinaus. Die derzeitige Volumenplanung für das Jahr 2024 ergibt, dass wir die Verkaufszahlen des Jahres 2023 stärker unterschreiten werden (entsprechend gegenwärtigem Kenntnisstand). Auch im Jahr 2024 sind weitere Preissenkungen durch Kunden zu verkraften. Hierdurch werden sich im Jahr 2024 deutliche Umsatzrückgänge ergeben. Die Auswirkungen der Invasion Russlands in der Ukraine inklusive der Folgen auf die Inflation, sind bisher noch nicht abschließend beurteilbar. Inklusive der eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Produktqualität, der Verringerung der Nacharbeit und zur Produktivitätserhöhung rechnen wir in 2024 mit einem ähnlichen Ergebnis wie im Jahr 2023, einem deutlich schlechterem EBITDA sowie einem deutlich niedrigerem Personalbestand gegenüber 2023, da Restrukturierungsmaßnahme durch den Verlust eines Auftrages, die ursprünglich für das 3. Quartal 2023 geplant waren, ausgesetzt wurden und in das Jahr 2024 verschoben wurden. Wichtige Voraussetzung, dass die Umsatz- und EBITDA-Erwartungen eintreffen, ist aber, dass die Marktseite keine weiteren negativen Änderungen zeigt und die Stückzahlnachfragen wie eingeschätzt eintreffen. Insbesondere bleibt abzuwarten, welche weiteren Auswirkungen die, durch die Diesel-Problematik/Transformation zur E-Mobilität und dem Krieg in der Ukraine, verursachten volkswirtschaftlichen negativen Entwicklungen, wie z. B. die Inflation, für die Abrufzahlen der Nemak Wernigerode GmbH haben werden. 3. Beurteilung der Gesamtrisikolage des Unternehmens durch die Geschäftsführung Durch die an Dynamik verlierende Transformation zur E-Mobilität, den Krieg in der Ukraine sowie die Inflation ist derzeit keine qualifizierte Einschätzung der Gesamtrisikolage möglich. Es ist nicht abzusehen, wie lange die Situation anhalten wird. Weiterhin bestehen konjunkturelle Risiken für die Weltwirtschaft durch die weitere Verschärfung der Handelskonflikte. In Europa bestehen Risiken im weiteren Verlauf des Ukrainekrieges und der Inflation. Analysten des IfW Kiel gingen im ersten Quartal 2024 davon aus, dass das Wachstum der Weltproduktion insgesamt von 3,0 % im Jahr 2023 auf 2,8 % in2024 zurückgehen wird. Neben der unsicheren Entwicklung des weltweiten Automobilmarktes bestehen Chancen und Risiken bei der Entwicklung der Beschaffungspreise für die Leichtmetalle. Die sich aus den Einzelrisiken ergebende Gesamtrisikolage hat sich aufgrund der aktuellen Geschäftsentwicklung der Nemak Wernigerode GmbH gegenüber dem Vorjahr damit weiter verändert. Zudem können die weitere Entwicklung der Elektro-Mobilität und die damit verbundene mögliche, umfassende Anpassungsnotwendigkeit von Produktionstechnologien und Kostenstrukturen ein Risiko darstellen. Basierend auf der aktuellen Entwicklung führt das Abschwächen der Dynamik der Transformation der E-Mobilität, der Krieg in der Ukraine, die Zunahme internationaler Handelskonflikte sowie die Inflation zu einer großen Unsicherheit in der weltweiten Wirtschaft und natürlich auch im Nemak-Konzern. Es werden intensive Analysen zur Entwicklung der Liquidität durchgeführt und alle angebotenen Unterstützungsprogramme des Staates in Deutschland und weltweit geprüft. Weiterhin führt die Nemak Gruppe intensive Gespräche mit den Kunden zu einer besseren Abbildung der aktuellen Inflation der Kosten und der Fixkostensituation in den Preisen. Die Überprüfung der Gesamtrisikolage der Nemak Wernigerode GmbH hat zu dem Ergebnis geführt, dass derzeit keine den Fortbestand gefährdenden Risiken für die Gesellschaft bestehen.
Wernigerode, den 13. Mai 2024 Nemak Wernigerode GmbH Lorant Maj F. Lehmann Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Nemak Wernigerode GmbH, Wernigerode, ist beim Registergericht Stendal unter der Handelsregisternummer HRB 7827 gemeldet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Abschluss ist in EURO aufgestellt. Die Gesellschaft erbringt auf Basis des Geschäftsbesorgungsvertrages administrative Dienstleistungen für die Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG und berechnet diese. Sie bezieht von der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG gemäß Lohnherstellungs- und Liefervertrag Fertigprodukte. Die Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG ist daneben Mieterin der Produktionsgebäude, welche sich im Eigentum der Berichtsgesellschaft befinden. Die Rechnungslegungsvorschriften wurden im Berichtsjahr fortgeführt. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die gewöhnliche Nutzungsdauer von regelmäßig 4-5 Jahren linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen für Sachanlagen werden gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (im Wesentlichen Nutzungsdauern zwischen 3 - 15 Jahren) ermittelt. Für die Zugänge des beweglichen Anlagevermögens werden die Abschreibungen ab dem Monat der Aktivierung pro rata temporis berechnet. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen netto 150 und 1.000 Euro werden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt, der gleichmäßig über fünf Jahre aufzulösen ist (Poolabschreibung). Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils beizulegenden niedrigeren Werten am Stichtag bewertet. Die niedrigeren beizulegenden Stichtagswerte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt, aber unter der Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Unfertige Erzeugnisse werden entsprechend ihres Fertigstellungsgrades beurteilt und zu Herstellungskosten bewertet. Diese setzen sich aus den Materialkosten einschließlich angemessener Teile der notwendigen Materialgemeinkosten, den Fertigungskosten, insbesondere den Fertigungslöhnen, einschließlich der notwendigen Fertigungsgemeinkosten, den Sonderkosten der Fertigung und dem Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Herstellung des Vermögensgegenstandes veranlasst ist, zusammen. Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Den Erfordernissen der verlustfreien Bewertung nach den Verhältnissen am Beschaffungsbzw. Absatzmarkt wird in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB werden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Einzelwertberichtigungen bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden im Geschäftsjahr angemessen berücksichtigt, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die nicht kreditversicherten Forderungen gebildet. Forderungen in fremder Währung bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Liquide Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennbetrag angesetzt. Der Sonderposten mit Rücklageanteil enthält steuerliche Sonderabschreibungen gemäß § 254 HGB i.V. m. § 4 Fördergebietsgesetz. Die Auflösung dieses Postens erfolgt entsprechend den Regelungen des § 7 a Abs. 9 EStG. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse beinhaltet erhaltene Investitionszuschüsse auf Sachanlagen. Sie werden über die Nutzungsdauer des betreffenden Vermögensgegenstandes aufgelöst. Um eine mit dem Konzernabschluss gleichlautende Bilanzierung zu erreichen, wird für die Bilanzierung von Investitionsförderungen ab dem Geschäftsjahr 2014/2015 die Nettomethode angewandt, d.h. die Investitionsförderungen werden von den Anschaffungskosten der bezuschussten Vermögensgegenstände abgesetzt. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, um sämtliche zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten aus schwebenden Geschäften abzudecken. Sofern die Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, werden diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten in fremder Währung bestanden zum Bilanzstichtag nicht. III. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist. Unter den Finanzanlagen werden im Wesentlichen die Anschaffungskosten der Anteile an der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG (TEUR 28.537) gezeigt. (2) Vorräte Zum 31.12.2023 werden Handelswaren ausgewiesen, da die Herstellung der Gusserzeugnisse aus Aluminiumlegierungen ausschließlich durch die Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG erfolgt und die Veräußerung dieser Gusserzeugnisse an Dritte durch die Nemak Wernigerode GmbH vorgenommen wird. Die unfertigen Erzeugnisse enthalten im Wesentlichen nicht fertiggestellte Kundenwerkzeuge, die nach Fertigstellung in das Eigentum des Kunden übergehen. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Gesellschaft setzt seit September 2008 Factoring von Forderungen zur Liquiditätssteuerung ein und ist mit Wirkung vom 27.06.2011/28.06.2011, gemeinsam mit einer weiteren Nemak Konzerngesellschaft, einen neuen Vertrag mit einer Factoring Gesellschaft eingegangen. Dieser Finanzfactoring-Rahmenvertrag lässt einen laufenden Kauf von Forderungen zu. Per 31.12.2023 waren für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt Forderungen in Höhe TEUR 997 (inklusive des Sperrbetrages von 5%) an die Factoring Gesellschaft verkauft (Vorjahr: TEUR 6.104). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich per 31.12.2023 auf TEUR 31.816 (Vorjahr: TEUR 34.973) und beinhalten im Wesentlichen die Forderungen aus dem Cash Pooling gegen die Nemak Exterior S.L.U., Spanien (im Folgenden kurz "Nemak Exterior") in Höhe von TEUR 31.813 (Vorjahr: TEUR 30.792) sowie im Vorjahr die Forderung gegen die Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG aus dem Cash Pooling in Höhe von TEUR 4.154. Den übrigen Forderungsbeträgen gegen verbundene Unternehmen liegen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu Grunde. Die Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen unterliegen den marktüblichen Bedingungen. Den Forderungen gegen Gesellschafter, die auch solche gegenüber verbundenen Unternehmen sind, liegen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu Grunde. Die ausgewiesenen Forderungen haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände von insgesamt TEUR 3.409 (Vorjahr: TEUR 5.955) beinhalten im Wesentlichen TEUR 3.254 Erstattungsansprüche gegen das Finanzamt aus Ifd. Steuer (Vorjahr: TEUR 5.030). Die Laufzeiten der sonstigen Vermögensgegenstände sind alle kürzer als ein Jahr. (4) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Von dem Gesamtbetrag von TEUR 219 (Vorjahr: TEUR 998) sind als wesentliche Posten TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 918) für zusätzlich mit den Kunden vereinbarte zukünftige Preisreduzierungen sowie TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 80) Vorauszahlungen von Versicherungsbeiträgen als aktive Rechnungsabgrenzung gebucht. (5) Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt per 31.12.2023 unverändert TEUR 25.100. (6) Sonderposten mit Rücklageanteil und Sonderposten für Investitionszuschüsse Durch die Ergebniseffekte aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 70) und aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 115) ist das Jahresergebnis erhöht worden. (7) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 8.623 (Vorjahr: TEUR 8.691) berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen. Im Wesentlichen bestehen sie aus Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 160 (Vorjahr: TEUR 260), Personalrückstellungen TEUR 2.190 (Vorjahr: TEUR 2.488), Ansprüche aus lfd. Vertragsbeziehungen mit Lieferanten und Kunden TEUR 2.456 (Vorjahr: TEUR 2.165), Gewährleistungsrückstellungen TEUR 3.566 (Vorjahr: TEUR 3.500) sowie aus Rückstellungen für Prüfungs-, Steuerberatungs- und interne Abschlusserstellungskosten TEUR 215 (Vorjahr: TEUR 255). Die Personalrückstellungen betreffen mit TEUR 662 (Vorjahr TEUR 1.531) insbesondere Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Die bestehenden Altersteilzeitverpflichtungen sind gegen eine Insolvenz des Unternehmens zu sichern. Aus diesem Grund ist über eine Versicherungsgesellschaft ein entsprechendes Guthaben in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 61) insolvenzsicher angespart worden. Der Zeitwert von TEUR 76 zum 31. Dezember 2023, der auch den Anschaffungskosten entspricht, wird mit dem Erfüllungsbetrag der Rückstellung aus Altersteilzeit von TEUR 606 (Vorjahr: TEUR 359) saldiert und auf der Passivseite bilanziert. (8) Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeit gegenüber Gesellschafter des Vorjahres resultierte aus Lieferungen und Leistungen. Die gegenüber verbundenen Unternehmen bestehenden Verbindlichkeiten bestehen hauptsächlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 14.336 (Vorjahr: TEUR 17.564), Verbindlichkeiten gegenüber der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG aus dem Cash Pooling in Höhe von TEUR 6.766 (Vorjahr: TEUR 0) sowie im Vorjahr gegenüber Nemak S.A.B. aus einem Darlehensvertrag in Höhe von TEUR 5.000. Sicherheiten sind nicht bestellt wurden. (9) Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der Gesamtbetrag von TEUR 2.767 (Vorjahr: TEUR 0) resultiert aus einer Zahlung von einem Kunden, für die die Leistungen erst in Folgejahren erbracht werden. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Zulieferteilen für die Automobilindustrie, da die Umsätze gegenüber den Kunden weiterhin in der Nemak Wernigerode GmbH realisiert werden, sowie aus dem Verkauf des von der Nemak Exterior bezogenen Aluminiums an die Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG. Die an die Kunden zu verkaufenden Produkte werden als Handelswaren von der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG käuflich erworben. Die regionale Zusammensetzung des Gesamtumsatzes ergibt sich wie folgt.
Die Zusammensetzung des Umsatzerlöses nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich wie folgt:
Im Umsatz Deutschland sind die Umsatzerlöse aus dem Verkauf des Aluminiums an die Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG für das Jahr 2023 in Höhe von TEUR 57.940 (Vorjahr: TEUR 75.814) enthalten. Da die Nemak Wernigerode GmbH das Aluminium von der Nemak Exterior bezieht und dieses an die Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG weiterveräußert, jedoch die von der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG produzierten Gusserzeugnisse wiederum von der Nemak Wernigerode GmbH an Dritte veräußert werden, ist in den Umsatzerlösen ein Doppeleffekt aus dem Aluminiumverkauf enthalten. (2) Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.344 (Vorjahr: TEUR 2.029), Erträge aus Mietabrechnung in Höhe von TEUR 104 (Vorjahren TEUR 103), Erträge aus Wasserabrechnung in Höhe von TEUR 264 (Vorjahr TEUR 247), Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 70), Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 115) und Erträge aus einer Erstattung vom FA für USt. 2015 TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. (3) Materialaufwendungen Die Materialaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Weiterberechnung von außergewöhnlichen Aufwendungen der Nemak Casting GmbH & Co. KG im Rahmen des Lohnherstellungs- und Liefervertrages in Höhe von TEUR 905. Diese sind im Wesentlichen aus Aufwendungen der Nemak Casting GmbH & Co. KG aus der Anpassung der Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen (TEUR 905). Im Vorjahr enthielten die Materialaufwendungen Aufwandsminderungen aus der Verrechnung von außergewöhnlichen Erträgen der Nemak Casting GmbH & Co. KG im Rahmen des Lohnherstellungs- und Liefervertrages in Höhe von TEUR 322. Diese setzen sich aus Aufwendungen der Nemak Casting GmbH & Co. KG aus der Zuführung der Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen (TEUR 1.991) und Zuschreibungen zum Anlagevermögen (TEUR 2.313) zusammen. (4) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.774 (Vorjahr: TEUR 4.462) sind aperiodische Aufwendung in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 178), zum überwiegenden Teil aus Kosten für Umwelt (TEUR 5), Instandhaltungskosten (TEUR 7), Versicherung (TEUR 10), IT (TEUR 15) und Miete/Leasing (TEUR 34) enthalten. (5) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund der Rechtsform der Tochtergesellschaft sowie der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG werden auch die Steuern vom Einkommen und Ertrag der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG unter dieser Position ausgewiesen. V. Sonstige Angaben (1) Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestehen mit Ausnahme der folgend aufgeführten Sachverhalte keine Haftungsverhältnisse. Nemak Canada SA de C.V. hat im September 2021 für 3 Jahre ein Committed Revolving Loan Sweep Facility Agreement mit JP Morgan über US $ 50.000.000 (rd. EUR 45.249.000) abgeschlossen. Für das Darlehen garantieren einzel- und gesamtschuldnerisch Nemak Mexiko S.A., Nemak USA Inc., Nemak of Canada Corporation, Nemak Győr Alumíniumöntöde Korlátolt Felelősségű Társaság, Nemak Slovakia S.R.O., Nemak Poland SP.Zo.o, Nemak Dillingen GmbH, Nemak Dillingen Casting GmbH & Co. KG, Nemak Wernigerode GmbH und Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG. Danach kann Nemak Wernigerode GmbH als Bürge in Anspruch genommen werden. Das Darlehen ist zum 31.12.2023 nicht in Anspruch genommen worden. (2) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden Einkaufsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr in Höhe von insgesamt TEUR 85.153. Davon für Investitionen (TEUR 84), Tooling (TEUR 601), Instandhaltung (TEUR 168), Energie/ Wasser (TEUR 849), Sach- und Personalaufwendungen (TEUR 609), Miete-/Leasing (TEUR 628), Qualitätsaufwendungen (TEUR 254), Entsorgungsaufwand (TEUR 5), Telekommunikation- und IT-Aufwendungen (TEUR 213), Prüf- und Beratungskosten (TEUR 434), Fracht- und Transportkosten (TER 145), Beiträge und Gebühren (TEUR 312), Fremdleistungen und -bearbeitungen (TEUR 472), Zins- und Finanzierungsaufwand (TEUR 382), Leiharbeit (TEUR 29) und sonstige Aufwendungen (TEUR 129). Die genannten Sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 79.839. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Altersversorgung bestehen nicht. (3) Gesamthonorar für den Abschlussprüfer Gem. § 285 Nr. 17 HGB beträgt das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für:
(4) Gesellschafter der Gesellschaft Gesellschafter ist die Nemak Dillingen GmbH mit Sitz in Dillingen. (5) Organe der Gesellschaft Mitglieder der Geschäftsführung sind: Lorant Maj, Budapest, Geschäftsführung technisch Frank Lehmann, Schierke, Geschäftsführung kaufmännisch Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9 a HGB verzichtet. (6) Mitarbeiterzahl Die Berechnung ist nach 267 Abs. 5 HGB erfolgt. Während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich folgende Mitarbeiter:
(7) Beteiligungsverhältnisse Die Nemak Wernigerode GmbH ist als Komplementärin Gesellschafterin der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG mit Sitz in Wernigerode. Kommanditistin (Einlage: 1,00 €) ist die Nemak Europe GmbH. Die Nemak Europe GmbH hält den Anteil treuhänderisch für die Nemak Wernigerode GmbH. Die Beteiligung an der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG wird mit einem Buchwert von Euro 28.536.595,81 ausgewiesen. Die Nemak Wernigerode GmbH hält 100 % der Anteile. Das Eigenkapital der Nemak Wernigerode Casting GmbH & Co. KG beträgt zum 31.12.2023 TEUR 35.656, der bis dahin aufgelaufene Jahresüberschuss beträgt TEUR 2.345. (8) Nachtragsbericht Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft nach dem Schluss des Berichtsjahres ergeben. (9) Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Nemak Wernigerode GmbH wird über den Konzernabschluss der Nemak Exterior S.L.U., Madrid, (Konzernabschluss für den kleinsten Kreis) und in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens Controladora Nemak SAB de CV, San Pedro Garza Garcia, Mexiko (Konzernabschluss für den größten Kreis) einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird durch die mexikanische Wertpapierbörse elektronisch veröffentlicht (https://www.bmv.com). Der Konzernabschluss der Nemak Exterior S.L.U. wird im Bundesanzeiger hinterlegt http://www.bundesanzeiger.de.
Wernigerode, den 13. Mai 2024 Nemak Wernigerode GmbH Lorant Maj Frank Lehmann Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Nemak Wernigerode GmbH, Wernigerode Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Nemak Wernigerode GmbH, Wernigerode, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nemak Wernigerode GmbH, Wernigerode, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Magdeburg, den 13. Mai 2024 Deloitte
GmbH
Michael Bornkampf, Wirtschaftsprüfer Thomas Diedrich, Wirtschaftsprüfer Gesellschafterliste: Die Nemak Dillingen GmbH hält 100 % der Anteile an der Nemak Wernigerode GmbH.
Wernigerode, 17.10.2024 Nemak Wernigerode GmbH F. Lehmann, Geschäftsführer Gewinnverwendung Die Nemak Dillingen GmbH hat als Gesellschafter (100 % der Anteile) der Nemak Wernigerode GmbH beschlossen, dass der Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von 23.200,79 EUR mit dem Gewinnvortrag von 3.294.966,68 EUR zu verrechnen ist.
Wernigerode, 17.10.2024 Nemak Wernigerode GmbH F. Lehmann, Geschäftsführer |
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