Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Vivento Customer Services GmbHLiquidiert
Friedrich-Ebert-Allee 71, 53113 Bonn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans-Wolfgang Dr. Werner seit 6.5.2020 | Geschäftsführer |
Ulrich Maria Hartmann seit 6.5.2020 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Deutsche Telekom AGBonnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018ZIELE FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNGUm den globalen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, haben die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen im Jahr 2015 die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Ziel ist es, weltweit wirtschaftlichen Fortschritt und Wohlstand zu ermöglichen - im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und mit Rücksicht auf die ökologischen Grenzen des globalen Wachstums. Die Agenda gilt gleichermaßen für alle Staaten dieser Welt. Den Kern der Agenda 2030 bilden 17 Ziele: die Sustainable Development Goals (SDGs). Es geht u. a. darum, Armut und Hunger zu reduzieren, Gesundheit und Bildung zu fördern, Gleichberechtigung zu ermöglichen, Umwelt und Klima zu schützen sowie den Konsum verantwortungsvoll zu gestalten. Bei der Umsetzung der ehrgeizigen SDGs müssen alle zusammenarbeiten: Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Damit stehen auch Unternehmen in der Pflicht, konkrete Beiträge mit Blick auf ihre Geschäftstätigkeit zu leisten. Dieser Aufgabe stellen wir uns. Bereits heute leisten wir unseren Beitrag durch viele unserer Produkte, Dienste und Aktivitäten. Unsere Beiträge zur Erreichung der SDGs wirken sich zudem positiv auf die gesamte Wertschöpfungskette der Deutschen Telekom aus. Um diese Wertbeiträge zu verdeutlichen, haben wir sie in fünf Bereiche unterteilt: "Finanzen", "Struktur", "Beziehungen", "Mitarbeiter" und "Umwelt". Beispielsweise legen wir als verantwortungsvoller Arbeitgeber großen Wert auf Mitwirkung und ein faires Miteinander, fördern Vielfalt und unterstützen unsere Mitarbeiter auf dem Weg in die digitale Arbeitswelt ("Mitarbeiter"). Damit unterstützen wir auch die Erreichung der SDGs 8 und 5. Mit unserem Breitband-Ausbau bringen wir uns aktiv ein für Aufbau und Ausbau hochwertiger Infrastruktur sowie Förderung von Innovationen (SDG 9) und er stärkt unsere Infrastruktur ("Struktur"). Indem wir unser Netz immer energieeffizienter ausbauen oder unsere Cloud-Angebote zu Energieeffizienz bei unseren Kunden beitragen ("Umwelt"), unterstützen wir die Erreichung des SDG 13. Dank solcher Produkte und Lösungen können Kunden aber auch weitere Ressourcen einsparen und positive Umwelteffekte verstärken (SDGs 12, 14, 15). Unser Breitband-Ausbau ermöglicht zudem vielen Menschen den Zugang zu digitalen Bildungsmedien (SDG 4) und unsere Dienstleistungen im Bereich E-Health verbessern die medizinische Versorgung (SDG 3). Gleichzeitig generieren wir mit solchen Angeboten auch Umsatz ("Finanzen"). Smart City-Lösungen unterstützen eine nachhaltige Lebensweise (SDGs 11, 17) und sind für uns mit neuen Kooperationen verbunden ("Beziehungen"). Um nachvollziehbar darzustellen, welchen Beitrag unsere Produkte, Dienste und Aktivitäten für das einzelne Nachhaltigkeitsziel und unsere Wertschöpfungskette leisten, haben wir auf den folgenden Seiten die entsprechenden Textpassagen mit dem jeweiligen SDG- und Wertbeitrag-Symbol gekennzeichnet. Wertbeiträge der Deutschen Telekom
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHTDIE DEUTSCHE TELEKOM AUF EINEN BLICKKONZERNUMSATZ
Konzernumsatzin Mrd. €
EBITDA BEREINIGT
EBITDA bereinigtin Mrd. €
EBIT
EBITin Mrd. €
KONZERNÜBERSCHUSS
Konzernüberschussin Mrd. €
NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN
Netto-Finanzverbindlichkeitenin Mrd. €
CASH CAPEX
Cash Capexin Mrd. €
FREE CASHFLOW (VOR AUSSCHÜTTUNG UND INVESTITIONEN IN SPEKTRUM)
Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum)in Mrd. €
ROCE
ROCEin %
Weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns". WICHTIGE EREIGNISSE IM GESCHÄFTSJAHR 2018→ Weiterführende Informationen finden Sie online bei unseren Medieninformationen unter www.telekom.com/de/medien/medieninformationen VORSTANDSeit dem 1. Januar 2018 verantwortet Dr. Dirk Wössner als neuer Vorstand das Ressort Deutschland. Ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde Adel Al-Saleh als neuer Vorstand für das Ressort T-Systems bestellt. Seit dem 1. Januar 2019 ist der bisherige Personalvorstand Dr. Christian P. Illek neuer Finanzvorstand. Thomas Dannenfeldt, der dieses Ressort zuvor verantwortete, verließ das Unternehmen nach Auslaufen seines Vertrags Ende 2018 aus privaten Gründen. Birgit Bohle trat zum 1. Januar 2019 die Nachfolge von Herrn Dr. Illek als Vorstandsmitglied für das Ressort Personal an. Thorsten Langheim rückte zum 1. Januar 2019 in den Vorstand der Deutschen Telekom AG auf. Er übernahm das neu geschaffene Vorstandsressort "USA und Unternehmensentwicklung". Mit dem neuen Ressort will der Aufsichtsrat die Bedeutung des USA-Geschäfts für den Konzern besser abbilden. Außerdem soll der Fokus auf die Weiterentwicklung des Portfolios gestärkt werden. Seit Jahresanfang 2019 verfügt die Deutsche Telekom AG somit über neun Vorstandsbereiche. KAPITALMARKTTAG 2018Im Mai 2018 haben wir bei unserem Kapitalmarkttag in Bonn unsere neue mittelfristige Strategie und den finanziellen Ausblick vorgestellt. Unsere Wachstumsprognose bleibt bis 2021 konstant auf dem hohen Niveau, das wir bei unserem Kapitalmarkttag 2015 prognostiziert hatten: Der Umsatz soll jährlich 1 bis 2 %, das bereinigte EBITDA 2 bis 4 % und der Free Cashflow um rund 10 % wachsen. Ab 2019 sollen alle Geschäftseinheiten zum Ergebniswachstum des Konzerns beitragen. Konvergente Produkte und Services für Privat- und Geschäftskunden stehen im Fokus unserer Strategie. Unsere Investitionen sollen auf hohem Niveau bleiben; der Schwerpunkt liegt auf dem weiteren Ausbau der Breitbandnetze sowie auf LTE und 5G. Die Dividende wird ab 2019 die Entwicklung des bereinigten Ergebnisses je Aktie reflektieren. Hier erwarten wir bis 2021 eine Steigerung auf rund 1,20 € pro Aktie. UNTERNEHMENSTRANSAKTIONENIm März 2018 haben wir ein Vorkaufsrecht gegenüber der griechischen Privatisierungsbehörde Hellenic Republic Asset Development Fund (HRADF) für eine 5-prozentige Beteiligung an unserer griechischen Tochtergesellschaft OTE ausgeübt. Die Transaktion wurde durch den Erwerb von weiteren Aktien für 0,3 Mrd. € im Mai 2018 vollzogen. Damit halten wir rund 45% der Anteile an der Gesellschaft. T-Mobile Austria hatte im Dezember 2017 eine Vereinbarung über den Erwerb des führenden Kabelanbieters in Österreich, UPC Austria, geschlossen. Die Transaktion wurde am 31. Juli 2018 vollzogen, nachdem die Zustimmung der EU-Kommission am 9. Juli 2018 erteilt wurde. Der in Form einer Barzahlung geleistete Kaufpreis betrug 1,8 Mrd. €. Seit dem Erwerbszeitpunkt wird die UPC Austria-Gruppe vollkonsolidiert in unseren Konzernabschluss einbezogen. Mit der Übernahme verfolgen wir unsere Strategie, unseren Kunden auf dem europäischen Markt konvergente Produkt-Bündel anzubieten. T-Mobile US und Sprint Corp. haben gemeinsam mit ihren Mehrheitsaktionären Deutsche Telekom AG und Softbank K.K. im April 2018 eine verbindliche Vereinbarung abgeschlossen, um die beiden Gesellschaften zu einem Unternehmen zusammen zu führen. Für die dann größere T-Mobile US werden als Folge des Zusammenschlusses Kosten- und Investitionssynergien im Barwert von rund 43 Mrd. US-$ (nach Integrationskosten) erwartet. Die Integrationskosten werden mit rund 15 Mrd. US-$ geplant. Es wird erwartet, dass der Zusammenschluss nach drei Jahren einen positiven Beitrag zum bereinigten Ergebnis je Aktie des Konzerns Deutsche Telekom liefern wird. Das neue Unternehmen wird rund 127 Millionen Kunden haben. Es ist vorgesehen, dass T-Mobile US alle Sprint-Anteile übernimmt. Nach Abschluss der Transaktion hält die Deutsche Telekom rund 42% der T-Mobile US Aktien, Softbank rund 27% und freie Aktionäre rund 31 %. Aufgrund einer Stimmrechtsvereinbarung mit Softbank und des Umstands, dass die Deutsche Telekom das Recht hat, die Mehrheit der Mitglieder im Board of Directors zu benennen, wird T-Mobile US künftig weiterhin als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt notwendiger behördlicher Genehmigungen sowie weiterer Vollzugsbedingungen. Der Erwerb von Tele2 Netherlands durch T-Mobile Netherlands wurde am 2. Januar 2019 vollzogen, nachdem die Zustimmung der EU-Kommission am 27. November 2018 erteilt wurde. Der Erwerb ist Teil unserer langfristig ausgerichteten Strategie; durch ihn entsteht auf dem niederländischen Markt ein starker und nachhaltig ausgerichteter Anbieter von konvergenten Angeboten aus Festnetz und Mobilfunk. Als Kaufpreis erhält die Tele2 Group eine 25-prozentige Beteiligung an T-Mobile Netherlands sowie eine Barkomponente in Höhe von rund 190 Mio. € unter Berücksichtigung etwaiger nachträglicher Kaufpreisanpassungen. Seit dem Erwerbszeitpunkt wird Tele2 Netherlands vollkonsolidiert in unseren Konzernabschluss einbezogen. EINIGUNG IM SCHIEDSVERFAHREN TOLL COLLECTGemeinsam mit der Daimler Financial Services AG haben wir mit der Bundesrepublik Deutschland im Mai 2018 eine Einigung zur Beendigung der Mautschiedsverfahren erzielt. Damit geht ein langjähriger Rechtsstreit um die Einführung der LKW-Maut in Deutschland zu Ende. In dem vereinbarten Vergleich mit einem Gesamtvolumen von rund 3,2 Mrd. € sind bereits an die Bundesrepublik Deutschland erbrachte Leistungen einbezogen. Von der Daimler Financial Services AG und uns sind abschließende Zahlungen in Höhe von jeweils 550 Mio. € zu leisten. Die Zahlungen werden bis 2020 in drei Tranchen beglichen, wovon die erste bereits 2018 gezahlt wurde. AKTIENRÜCKKAUF-PROGRAMM T-MOBILE USIm April 2018 hat das Board of Directors von T-Mobile US die Aufstockung des Aktienrückkauf-Programms auf insgesamt bis zu 9,0 Mrd. US-$ beschlossen. Es umfasst das bereits ausgeführte Rückkaufvolumen in Höhe von 1,5 M rd. US-$ sowie den Erwerb zusätzlicher Stammaktien der T-Mobile US bis zur Höhe von 7,5 Mrd. US-$ bis Ende 2020. Dieser Beschluss gilt für den Fall, dass der Zusammenschluss zwischen Sprint und T-Mobile US nicht stattfindet. Daneben erwarben wir im Geschäftsjahr 2018 Aktien der T-Mobile US am Kapitalmarkt im Wert von 0,2 Mrd. US-$. Damit halten wir rund 63% der Anteile. ERHÖHUNG DER EXTERNEN KAPITALDECKUNG FÜR DIE BETRIEBSRENTENDie betriebliche Altersversorgung nimmt in unserem Konzern einen hohen Stellenwert ein. → 8 MENSCHENWÜRDIGE ARBEIT UND WIRTSCHAFTSWACHSTUM MITARBEITER Die künftigen Rentenzahlungen sollen stärker durch eigenes Vermögen unterlegt werden. Aus diesem Grund wurde im März 2018 die 12-prozentige Beteiligung an der BT Group an den Deutsche Telekom Trust e.V., die Treuhandeinrichtung des Konzerns, übertragen. Dadurch hat sich die externe Kapitaldeckung etwa verdoppelt. Das Kapital darf ausschließlich für Pensionszahlungen verwendet werden. BT bleibt weiterhin Bestandteil unserer strategischen Ausrichtung. INVESTITIONEN IN NETZE→ 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR STRUKTUR 5G-Netz für Deutschland. Für die schnelle und erfolgreiche Einführung von 5G haben wir im Rahmen unseres Netzetages in Berlin im Oktober 2018 ein Acht-Punkte-Programm vorgelegt. Bis 2025 sollen bundesweit 99 Prozent der Bevölkerung und 90 Prozent der Fläche mit 5G versorgt sein. In den vier Jahren bis 2021 wollen wir weitere 20 Mrd. € in Deutschland investieren. Damit Industrie, Unternehmen und Bürger das leistungsstärkste 5G-Netz bekommen, setzen wir zudem auf Kooperationen. Unser Glasfasernetz, in welchem wir mittlerweile den 500.000sten Kilometer verlegt haben, ist die Grundlage für Hochleistung im Festnetz und im Mobilfunk. Aktuell profitieren davon 26 Millionen Haushalte im Festnetz, die mit bis zu 100 MBit/s oder mehr surfen. Nach dem Marktstart von Supervectoring im August 2018 waren für 6 Millionen Haushalte Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 250 MBit/s verfügbar - Ende 2018 war dies bereits für etwa 14 Millionen Haushalte möglich. Ziel ist es, 2019 für 28 Millionen Haushalte bis zu 250 MBit/s anzubieten. Der Glasfaser-Ausbau geht voran.Lichtgeschwindigkeit für Vorpommern-Rügen, für den Burgenlandkreis, für Bautzen oder Lüneburg und für den Hamburger Hafen - für viele Glasfaser-Großprojekte in der Stadt und auf dem Land erfolgte 2018 der Startschuss. Für Stuttgart und fünf anliegende Landkreise wurde ein umfangreiches Digitalisierungsprojekt beschlossen: Allein in diesem Projekt sollen rund 90 Prozent der 1,38 Millionen Haushalte sowie alle rund 140.000 Unternehmensstandorte und Betriebe mit Gigabit-Anschlüssen versorgt werden. Der deutschlandweite Ausbau von FTTH wird beschleunigt. Unterdessen begann die vierte Welle unseres bundesweiten Glasfaser-Ausbaus für Gewerbegebiete. Fast 45.000 Unternehmen in 106 Gewerbegebieten in über 70 Kommunen profitieren bereits von Bandbreiten bis zu 100 GBit/s. Bis Ende 2022 sollen insgesamt 3.000 Gewerbegebiete in ganz Deutschland mit Glasfaser versorgt werden. Auch in unseren europäischen Landesgesellschaften sind weitere Glasfaser-Großprojekte in Planung oder bereits beschlossen, wie z. B. die FTTH-Versorgung von bis zu einer Million Haushalte und Unternehmen in Griechenland oder ein umfangreiches FTTH-Projekt in der Tschechischen Republik. 1.300 neue Mobilfunk-Standorte für mehr Kapazität und Abdeckung.2018 haben wir 1.300 neue Mobilfunk-Standorte gebaut. Die Gesamtzahl der Standorte beträgt deutschlandweit rund 29.000. In den kommenden Jahren sollen mehr als 2.000 neue Standorte jährlich hinzukommen. Mit unserem schnellen LTE-Netz erreichen wir eine Bevölkerungsabdeckung von 97,8 Prozent. Bis Ende 2019 soll dieser Anteil auf 98 Prozent wachsen. Wir haben das beste Mobilfunknetz in Deutschland: Die drei großen Netztests von "connect", "Chip" und "Computer Bild" haben das bestätigt. Über 80 Prozent unserer Mobilfunk-Standorte sind schon heute mit Glasfaser angeschlossen. Sie sind außerdem mit Single-RAN-Technik ausgestattet und sind damit bereits für den neuen Kommunikationsstandard 5G vorbereitet. European Aviation Network (EAN) fertiggestellt.Gemeinsam mit Inmarsat und unserem Technologiepartner Nokia haben wir zu Beginn des Jahres 2018 das erste europaweit integrierte LTE-Netz mit 300 Basisstationen aufgebaut. Es bietet nahtlose Konnektivität über Land und Wasser; Fluggäste profitieren von der großen Bandbreite: Passagiere sind in der Lage, mit schnellen Übertragungsgeschwindigkeiten soziale Medien zu nutzen, Bilder zu teilen und sogar breitbandige Inhalte zu streamen. Fluglinien, die den Service nutzen, müssen die Netzkapazität nicht mit LTE-Nutzern am Boden teilen. Deutsches Cloud-Rechenzentrum wächst weiter.Im September 2018 wurde die nächste Ausbaustufe unseres Hochleistungsrechenzentrums Biere nahe Magdeburg in Betrieb genommen. Damit stehen in Biere nun 150 Petabyte für das Verarbeiten und Speichern von Cloud-Daten zur Verfügung. Seit der Inbetriebnahme des "High-Tech Fort Knox" Biere im Jahr 2014 ist die weltweite Nachfrage nach Cloud-Diensten weiter stark gewachsen. T-Systems hat sich infolgedessen konsequent zu einem Multi Cloud Provider entwickelt und kooperiert mit den international führenden Anbietern von Cloud-Lösungen. Die Open Telekom Cloud, unser Public Cloud-Angebot, wurde als erste Cloud in Deutschland mit dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Zertifikat "TCDP 1.0" ausgezeichnet. → 16 FRIEDEN, GERECHTIGKEIT UND STARKE INSTITUTIONEN STRUKTUR T-Mobile Polska unterzeichnet Wholesale-FTTH-Vereinbarung mit Orange. Gemäß einer im Juli 2018 unterzeichneten Vereinbarung erhält T-Mobile Polska Zugriff auf die Glasfaser-Infrastruktur von Orange, auf deren Grundlage sie Datendienste in nicht-regulierten Bereichen erbringt. Der Vertrag gewährt T-Mobile Polska Zugang zu 1,7 Millionen Haushalten. In Verbindung mit den Investitionsplänen von Orange im deregulierten Bereich bis Ende 2020 und dem Glasfasernetz in regulierten Bereichen kann die Gesellschaft potenziell mehr als 4 Millionen Haushalte erreichen. Spätestens ab dem ersten Quartal 2019 plant T-Mobile Polska, den ersten Privatkunden sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen eine breite Auswahl an Glasfaser-basierten Festnetz-Diensten anzubieten. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von bis zu 20 Jahren. Ergänzend zu der Vereinbarung mit Orange hat T-Mobile Polska eine weitere Wholesale-FTTH-Vereinbarung mit dem Netzbetreiber Nexera über 450 Tausend weitere Haushalte getroffen, die bis Ende 2020 angeschlossen werden sollen. Internet der Dinge auf den Weg gebracht.Bei der großflächigen technischen Einführung des Internets der Dinge (IoT) sind wir in Deutschland, Europa und Nordamerika einer der führenden Anbieter. Die neue Netztechnologie Narrow-Band-IoT (NB-IoT) ist mittlerweile in über 2.000 Orten in Deutschland verfügbar und mehr als 300 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen nutzen sie bereits. Zudem sind wir mit NB-IoT in acht weiteren europäischen Märkten und in den USA aktiv: Der landesweite Rollout in den Niederlanden, Österreich, der Slowakei und den USA ist abgeschlossen. In Polen, der Tschechischen Republik, Ungarn, Kroatien und Griechenland sind die NB-IoT-Netze bereits in vielen Städten aktiv. Abschluss des ersten europäischen NB-IoT-Roaming-Tests.Im Juni 2018 wurde bekannt gegeben, dass wir und die Vodafone Group den ersten internationalen Roaming-Test in Europa mit NB-IoT-Technologie erfolgreich abgeschlossen haben. Der Dienst soll eine nahtlose Abdeckung und Service-Kontinuität für Millionen von Verbindungen über Low Power Wide Area-Netze gewährleisten. Der Erfolg dieser Tests ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung einer stabilen Roaming-Umgebung für mobile IoT-Netzwerke. INNOVATIONEN5G unter Live-Bedingungen.→ 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR FINANZEN Die ersten 5G-Antennen in Europa, die den zukünftigen Kommunikationsstandard vollständig unterstützen, senden seit Mai 2018 unter realen Bedingungen in unserem Netz in Berlin und seit Dezember 2018 in unserem Netz in Warschau. Im Netz von T-Mobile Austria in Innsbruck zeigt eine Vorversion des finalen 5G-Standards Rekord-Übertragungsraten von 2 Gigabit pro Sekunde und eine Latenz von nur drei Millisekunden. Und auch in Griechenland und Mazedonien wurden die ersten 5G Live-Demonstrationen gezeigt. Im Hamburger Hafen testen wir gemeinsam mit Hamburg Port Authorities und Nokia weltweit zum ersten Mal unter industriellen Live-Bedingungen neue Aspekte des 5G-Standards mit unterschiedlichen Anwendungen. Seit Januar 2018 ist das rund 8.000 Hektar große Areal ein Testgebiet, in dem die Zukunftstechnologie auf ihre industrielle Einsatzfähigkeit überprüft wird. "NOW. NEW. NEXT."Unter diesem Motto präsentierten wir beim Mobile World Congress in Barcelona im Februar 2018 auf Basis des Netzes der Zukunft neue Lösungen und Visionen für die smarte Gesellschaft von heute und morgen. Schwerpunkte waren der neue Kommunikationsstandard 5G, der die Vernetzung von Milliarden von Dingen möglich machen wird, und das Internet der Dinge. Besucher konnten eine urbane Szenerie digitaler Innovationen erleben und dabei in unterschiedlichen Erlebniswelten, z. B. Smart City, Industrie 4.0 sowie Sicherheit und Zukunftstechnologien wie Drohnen, smarte Textilien oder Augmented Reality Sports, interagieren. Durchgängig digital im Gesundheitsbereich.→ 3 GESUNDHEIT UND WOHLERGEHEN FINANZEN Krankenhausbetten, die selbstständig ihren Standort übermitteln, Ultraschallgeräte, die ihre Wartung anfordern, telemedizinische Betreuung von Patienten oder mobile Apps: Die Digitalisierung verändert das Gesundheitswesen radikal und ist eine komplexe Herausforderung für alle Beteiligten. Telekom Healthcare Solutions hilft mit ihren IT-Lösungen, die damit verbundenen Aufgaben zu meistern. Unter dem Motto "Digital auf Zukunft programmiert" zeigte T-Systems im April 2018 auf der conhIT, der weltweit größten Gesundheits-IT-Fachmesse, in Berlin u.a. ein Tracking-System zur Lokalisierung medizinischer Geräte und eine sichere Plattform für die vernetzte Zusammenarbeit. "Shape the digital now".Auf der Hannover Messe im April 2018 zeigten wir digitale Lösungsbausteine für die Industrie. Im Mittelpunkt standen praxisbezogene und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für Produktionsplanung, Fertigung und Logistik. Präsentiert wurden Produkte und Services zu den Themen Cloud, Internet der Dinge, Konnektivität und Sicherheit. Auch ging es in den Erlebniswelten des Messeauftritts um neue Trends wie Digital Twin, Blockchain und Künstliche Intelligenz. Die PLM Cloud, eine Lösung für Product Lifecycle Management (PLM) aus der Cloud, die seit Anfang des Jahres produktiv läuft, wurde ebenfalls vorgestellt. Unternehmen können mit der PLM Cloud ihren wahrscheinlich wichtigsten Prozess, das Entwickeln neuer Produkte vom ersten Design bis zur Testsimulation, ins digitale Zeitalter transformieren und so ihre Innovationsgeschwindigkeit erhöhen. → 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR STRUKTUR "Magenta verbindet".Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) 2018 in Berlin machten wir die gesamte Magenta-Produktwelt für die Besucher erlebbar. Im Fokus standen die Themenbereiche Magenta Entertainment, Im besten Netz, Magenta Connected Life, MagentaEINS und MagentaSERVICE. Einige Highlights: Die Möglichkeiten des Netzes der Zukunft zeigte ein interaktives Multiplayer-Drohnenrennen auf einer 5G-LED-Leinwand. In einer eigenen eSport-Arena luden Profis von SK Gaming zu eSport-Spielen wie League of Legends und FIFA sowie zum Mobile Gaming ein. Im Bereich MagentaSERVICE wurde mit "SprachID" eine Neuheit im Kundenservice vorgestellt: Zukünftig kann sich der Kunde ohne Kundennummer oder Passwort nur durch seine individuelle Stimme beim Anruf identifizieren. → Weitere Informationen zu unseren Innovationen finden Sie im Kapitel "Innovation und Produktentwicklung". KOOPERATIONENKooperationen und Partnerschaften sind wichtig für den Erfolg unseres Konzerns. Auch im Berichtsjahr gingen wir eine Vielzahl von Kooperationen ein bzw. bauten diese aus. Einige möchten wir im Detail vorstellen: Beitritt zum Industrial Internet Consortium (IIC).Unsere Stärke bei IoT-Konnektivität, insbesondere bei NB-IoT und 5G, bringen wir nun in das IIC ein und festigen die Bedeutung Europas im international aufgestellten Konsortium. Die US-amerikanische Organisation steht international an der Spitze der Treiber der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft, indem sie die Entwicklung, Einführung und Verbreitung von IoT- und Industrie 4.0-Lösungen beschleunigt. Im Dialog mit den IIC-Mitgliedern und dessen Partnern wollen wir gemeinsame Perspektiven zur Interoperabilität von Systemen entwickeln. Zudem sollen Bedarfe und Rahmenbedingungen zu Standardisierung und Sicherheitsvorgaben für IoT-Dienste und -Geräte abgesteckt werden. Open Telekom Cloud gewinnt europäische Ausschreibungen.Das europäische Kernforschungszentrum CERN hat T-Systems damit beauftragt, die 2017 entwickelte und erprobte Lösung für die europäische Forschungs-Cloud Helix Nebula als Pilotsystem zu betreiben. T-Systems wird dafür eine High-Performance- und eine Multi-Cloud-Lösung realisieren, die beide auf der Open Telekom Cloud basieren. Forschungseinrichtungen in ganz Europa können auf diese Lösungen zurückgreifen und die Open Telekom Cloud mit ihren eigenen IT-Ressourcen und -Lösungen zu einem Hybrid-Modell kombinieren. Auch im Auftrag der europäischen Raumfahrtagentur ESA hat T-Systems eine Cloud-Plattform entwickelt: Der Copernicus Data and Information Access Services (DIAS) ist seit dem ersten Quartal 2018 verfügbar und stellt Erdbeobachtungsdaten von ESA-Satelliten öffentlich und kostenfrei zur direkten Verarbeitung in der Cloud zur Verfügung. Public Cloud - strategische Partnerschaften.T-Systems und Microsoft gehen eine strategische Partnerschaft ein. Gemeinsam sollen Public Cloud Services auf vier Feldern vorangetrieben werden: SAP-Anwendungen, Managed Services auf Microsoft Azure und Microsoft Office 365, digitale Lösungen mit Künstlicher Intelligenz und Mixed Reality sowie IoT. Daneben hat SAP zur Hannover Messe 2018 die Open Telekom Cloud zertifiziert. So wird die Performance von SAP HANA auf der Public Cloud gewährleistet und die Lösung nahtlos in die SAP-Support-Prozesse integriert. Mit dem zusätzlichen Service in der Public Cloud können Unternehmen ihre IT-Landschaft per Self Service flexibel und einfach um SAP-Anwendungen ergänzen und erhalten bei Bedarf die notwendige Kundenbetreuung. Weltweite Initiative für nachhaltige Städte.→ 11 NACHHALTIGE STÄDTE UND GEMEINDEN BEZIEHUNGEN Im September 2018 haben wir eine weitreichende Zusammenarbeit mit United Smart Cities (USC) angekündigt, um gemeinsam Städte dabei zu unterstützen, intelligenter und nachhaltiger zu werden. Das Programm United Smart Cities ist eine globale Initiative, die von der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) in Zusammenarbeit mit der Organisation für Internationale Wirtschaftsbeziehungen (OiER) ins Leben gerufen und koordiniert wird. Darüber hinaus nehmen wir im Rahmen der Zusammenarbeit eine Beiratsposition im Global Industry Advisory Board (GIAB) der USC ein. Das GIAB besteht aus zwölf Mitgliedern, die alle UN-Organisationen in Fragen der Smart City auf der ganzen Welt strategisch beraten. Daneben präsentierten wir im November 2018 auf dem Smart City Expo World Congress in Barcelona unsere neuesten Lösungen für das Smart City-Ökosystem. Zu Gast auf unserem Stand waren fünf Partnerstädte, mit denen wir erfolgreich verschiedene Smart City-Lösungen umgesetzt haben: Trenčín in der Slowakei, Athen in Griechenland, Kazimierz in Polen, Gijon in Spanien und Krk in Kroatien. 5G für vernetzte Mobilität.Autos, Ampeln und Laternen werden in wenigen Jahren Daten über den Kommunikationsstandard 5G austauschen. Und sie sind nur drei Beispiele für den Verkehr der Zukunft. Dabei sollen die Systeme sicher sein. Gemeinsam mit DEKRA bauen wir deshalb die Test- und Rennstrecke Lausitzring als 5G-Testfeld für intelligente Mobilität aus. Die Szenarien sind vielfältig: Vernetzte Autos und autonome Fahrzeuge sollen in Echtzeit miteinander kommunizieren, ebenso wie mit der Straßen-Infrastruktur oder Fahrradfahrern und Fußgängern. Hierdurch entsteht ein ideales Umfeld für Automobilhersteller und -zulieferer aber auch für Hersteller von Kommunikationskomponenten, um intelligente Mobilität in realer Umgebung zu testen. Initiative "Digitale Städte und Regionen".Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) startete im Juli 2018 gemeinsam mit uns eine neue Initiative: das "Executive Program Digitale Städte und Regionen". Die Partner erarbeiten intelligente, maßgeschneiderte Lösungen mit dem Ziel, die Digitalisierung in den Städten und Gemeinden voranzutreiben. Die Regionen sollen fit für die digitale Zukunft gemacht werden. Die Erfolgsfaktoren sind: gemeinsame Plattformen, eine gute digitale Infrastruktur und Mut zur kulturellen Veränderung. Als digitaler Partner vermitteln wir das nötige Know-how und führen an erste Projekte heran. Seit dem Startschuss beteiligen sich 23 Städte aus ganz Deutschland mit sehr unterschiedlichen Anforderungen an dem Programm. Aufgrund des erfolgreichen Starts und der großen Nachfrage wird das Programm auch 2019 fortgeführt. Strategische Partnerschaft für mehr Sicherheit auf der Straße.Gemeinsam mit dem ADAC starteten wir im August 2018 eine strategische Partnerschaft. Geplant sind Produkte und attraktive Vorteile, von denen unsere Kunden und ADAC Mitglieder profitieren. Zu diesem Zweck sollen die Möglichkeiten der Digitalisierung des Verkehrs genutzt werden. So entwickelten wir z. B. unser Angebot "CarConnect" zusammen mit dem ADAC weiter: Autofahrer können Pannen über die "CarConnect" App mit wenigen Klicks an den ADAC melden. Cyber-Sicherheit für Finanzinstitute.→ 16 FRIEDEN, GERECHTIGKEIT UND STARKE INSTITUTIONEN BEZIEHUNGEN Cyber-Angriffe auf Finanzinstitute nehmen weltweit zu. Die Anforderungen der Regulierungsbehörden an die IT-Sicherheit der Institute steigen. Das haben die Fiducia & GAD IT AG (IT-Dienstleister für alle 900 Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland) und die DZ Bank Gruppe erkannt: Gemeinsam mit Telekom Security arbeiten sie künftig zusammen, um die Cyber-Sicherheit der genossenschaftlichen Finanzgruppe langfristig zu erhöhen. Den ersten konkreten Schritt in dieser Kooperation haben die Partner vollzogen: Rund um die Uhr bearbeitet ein sog. "Security Operation Center" (SOC) bestimmte IT-Sicherheitsvorfälle für die DZ Bank. GROßKUNDENVERTRÄGET-Systems gewinnt Großauftrag der Sparda-Gruppe.Die Gruppe der Sparda-Banken hat einen Outsourcing-Vertrag mit T-Systems geschlossen. Der Siebenjahresvertrag hat ein Volumen im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Wir werden die komplette IT-Infrastruktur der Sparda-Datenverarbeitung eG, dem zentralen IT-Dienstleister der Sparda-Banken, übernehmen und alle Großrechner und Serverlandschaften in hochsichere Rechenzentren von T-Systems migrieren. Brandenburg-Verwaltung bekommt Hochgeschwindigkeitsnetz.Brandenburg vergibt einen Telekommunikationsgroßauftrag im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich an T-Systems. Wir stellen die Infrastruktur und die Komponenten für das Telefonieren und das Weitverkehrsnetz der Landesverwaltung zur Verfügung. Standorte können künftig mit bis zu zehn Gigabit pro Sekunde angebunden werden und nutzen damit bis zu zehnfach höhere Bandbreiten als bisher. Brandenburg will das Netz beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizieren lassen. Campus-Netzwerk für OSRAM.Gemeinsam mit Ericsson bauen wir eine maßgeschneiderte Campus-Lösung für das Hightech-Unternehmen OSRAM. Die Industrie setzt verstärkt auf die Digitalisierung ihrer Prozesse. Der Schlüssel dafür ist eine an den jeweiligen Anwendungsfall angepasste, drahtlose Vernetzung in den Produktionsstätten. Wir bieten den Unternehmen mit unserer Campus-Lösung ein eigenes, exklusives Netz, das mit dem öffentlichen Netz verbunden ist. Unser Partner Ericsson wird die Technologie für die Campus-Netzwerke bereitstellen. Mit OSRAM entwickeln wir auch den Prototypen für eine mobile Roboterlösung. Fahrerlose Transportfahrzeuge werden sich in Zukunft mithilfe des Campusnetzes autonom auf dem Werksgelände bewegen. NEUE PRODUKTE UND TARIFENatürlich haben wir auch im Berichtsjahr neue Dienste, Produkte und Tarife auf den Markt gebracht. Einige davon stellen wir nachfolgend vor. MagentaMobil XL: unbegrenztes Datenvolumen.Im März 2018 stellten wir unseren neuen Mobilfunk-Tarif "MagentaMobil XL" mit Flatrate und unbegrenztem Highspeed-Datenvolumen im besten Mobilfunknetz (Chip 1/2019) für den deutschen Markt vor. Für qualitätsbewusste Kunden mit geringem Datenbedarf kommt der Einstiegstarif "MagentaMobil XS" neu hinzu. Auch für Geschäftskunden erweiterten wir unser Mobilfunk-Portfolio um den neuen Tarif "Business Mobil XL Plus" mit entsprechender Flatrate und unbegrenztem Highspeed-Datenvolumen. Komplettpakete für das Internet der Dinge.Das Internet der Dinge revolutioniert unsere Welt, optimiert Unternehmensprozesse und macht neue Geschäftsmodelle möglich. Dafür braucht es Produkte, die einfach und schnell zu nutzen und sicher in der Anwendung sind sowie Transparenz herstellen. Wir bieten solche Produkte für zahlreiche Einsatzszenarien für nahezu alle Branchen an. Ein wesentliches Prinzip ist unser Ende-zu-Ende-Ansatz: Konnektivität, Konnektivitäts- und Geräte-Management, Lösungen und Services - alles aus einer Hand. Unsere Pakete bieten Lösungen für die Bereiche "Tracking", "Monitoring & Maintenance", "Identity & Access Control", "Connected Mobility" und "Analytics". Auch Hrvatski Telekom hat im Mai 2018 als erster Anbieter in Kroatien NB-IoT-Angebote kommerziell eingeführt. Mit "Combi Protect", einer neuen IoT-Lösung für Privatkunden, lassen sich mit einem GPS-Tracker und dazugehöriger App Haustiere, Handtaschen oder Gepäck auf dem Smartphone orten. Unsere Kunden verfolgen bei Bedarf deren Route in Echtzeit. Zusätzlich können digitale Grenzen definiert werden, bei deren Überschreitung der Besitzer über das Smartphone alarmiert wird. Team of Experts.Im August 2018 startete T-Mobile US eine neue "Un-carrier Next"-Initiative zur Umstrukturierung des Bereichs Kundenservice und zur Lösung von Problemen aus Kundensicht: Vertragskunden werden direkt mit einem persönlichen Mitarbeiter verbunden, wenn sie den Kundenservice anrufen. Dieser Mitarbeiter gehört zu einem Expertenteam, das sich um diesen Kunden und andere Kunden in der jeweiligen Region kümmert. Im September 2018 kündigte T-Mobile US die Umbenennung von MetroPCS in "Metro(tm) by T-Mobile" (Metro) an. Darüber hinaus gibt es neue Flatrate-Tarife von Metro, die Stufen mit zusätzlichen Vorteilen umfassen. Das Metro Angebot beinhaltet Amazon Prime, erweiterten Cloud-Speicher und ein mobiles Back-up mittels Google One sowie die allerneuesten Smartphones. AUSZEICHNUNGENAuch im Berichtsjahr erhielten wir eine Vielzahl von Auszeichnungen - die Wesentlichsten zeigt die nachfolgende Grafik. → Weitere Auszeichnungen für unsere Personalarbeit finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter". Wesentliche Auszeichnungen 2018
KONZERNSTRUKTURGESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND ORGANISATIONGeschäftstätigkeit.Wir gehören mit 178 Millionen Mobilfunk-Kunden, 28 Millionen Festnetz-Anschlüssen und 20 Millionen Breitband-Kunden zu den führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit. Unseren Privatkunden bieten wir Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz/ Breitband, Mobilfunk, Internet und Internet-basiertes Fernsehen sowie ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden. Dabei richten wir uns international aus und sind in über 50 Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr 2018 haben wir mit weltweit rund 215.675 Mitarbeitern (31. Dezember 2018) einen Umsatz von 75,7 Mrd. € erwirtschaftet - rund 68% davon außerhalb Deutschlands. Das Festnetz-Geschäft umfasst alle Bereiche rund um die Sprach- und Datenkommunikation durch Festnetz- bzw. Breitband-Technik; dazu vertreiben wir sowohl Endgeräte und sonstige Hardware als auch Dienste an Wiederverkäufer. Im Mobilfunk-Geschäft bieten wir Privat- und Geschäftskunden mobile Sprach- und Datendienste an; hinzu kommt der Verkauf von Mobilfunk-Geräten und anderer Hardware. Wir vertreiben Mobilfunk-Dienste auch an Wiederverkäufer sowie an Gesellschaften, die Netzleistungen einkaufen und an Dritte vermarkten (Mobile Virtual Network Operator, MVNO). Unsere Großkundensparte T-Systems betreibt mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen die Informations- und Kommunikationstechnik für global aufgestellte Unternehmen und öffentliche Institutionen. Wir glauben, dass wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte miteinander vereinbar sind: Nachhaltigkeit ist Richtschnur unseres Handelns. Verschiedene branchentypische und allgemeine Anforderungen sind entscheidend für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit: Hierzu gehören erstklassige Qualität zu wirtschaftlichen Konditionen - bei Datenschutz und -sicherheit, beim Service, beim Netzausbau und bei der Materialbeschaffung - sowie kompetente Mitarbeiter und gute Arbeitsbedingungen bei uns im Konzern wie auch bei unseren Lieferanten. Außerdem gilt es, mögliche Folgen des Klimawandels für unsere Geschäftstätigkeit zu beachten, z. B. unsere Netzinfrastruktur so aufzubauen, dass sie vor Unwettern, Temperaturveränderungen oder höheren Windgeschwindigkeiten geschützt ist. Mit innovativen Produkten und Diensten helfen wir zudem unseren Kunden, ihren CO 2-Fußabdruck zu reduzieren. Außerdem wollen wir, trotz rasant wachsenden Datenverkehrs und des damit notwendigen Netzausbaus, den Ausstoß von CO 2-Emissionen unseres Konzerns verringern. Auch über unser Kerngeschäft hinaus tun wir alles, um die gesellschaftliche Akzeptanz für unser Handeln sicherzustellen. Das heißt für uns: ethisch und gesetzeskonform zu agieren sowie unsere Stakeholder transparent zu informieren und einzubeziehen. → 12 NACHHALTIGE/R KONSUM UND PRODUKTION FINANZEN Das Fundament für unsere verantwortungsvolle Unternehmensführung und den geschäftlichen Erfolg bilden unsere gemeinsamen Unternehmenswerte und unsere Leitlinien, die wie folgt lauten:
Wir wollen ein nachhaltig wachsendes Unternehmen sein, das seine Kunden begeistert, für seine Anleger Werte schafft und in dem die Mitarbeiter gerne arbeiten. Organisation.Unsere Finanzberichterstattung steht im Einklang mit unserer Konzernstrategie und basiert auf der folgenden Organisationsstruktur: Organisationsstruktur
Unser Konzern ist in fünf operative Segmente sowie das Segment Group Headquarters & Group Services gegliedert, die wir nachfolgend im Detail erläutern. Unser operatives Segment Deutschland umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunk-Geschäfts für Privat- und Geschäftskunden in Deutschland. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Wholesale-Geschäft, in dessen Rahmen Telekommunikationsvorleistungen für Carrier und andere operative Segmente in unserem Konzern erbracht werden. Eigene Vertriebsgesellschaften für Privat- und Geschäftskunden ermöglichen einen kundenzentrierten Vertriebsangang. Mit der Bündelung des Services wird ein weiterer Fokus auf die Kundenzufriedenheit sowie Qualitätssicherung gelegt. Der Netzausbau für Mobilfunk und Festnetz erfolgt durch den Geschäftsbereich Technik innerhalb des operativen Segments Deutschland. Als Wegbereiter der Digitalisierung bietet das operative Segment Deutschland seinen Kunden ein individuelles Service- und Produkt-Portfolio an, das gleichzeitig innovativ, sicher und einfach ist. Unser operatives Segment USA umfasst sämtliche Mobilfunk-Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt. T-Mobile US ist dort der drittgrößte Anbieter und verfügt über das Mobilfunknetz mit den höchsten Übertragungsgeschwindigkeiten bei gleichzeitig hoher Netzabdeckung. Die verschiedenen "Un-carrier"-Initiativen der letzten Jahre begründen den großen Erfolg von T-Mobile US im US-amerikanischen Mobilfunk-Markt. Durch den Erwerb des Online-TV-Anbieters Layer3 TV am 22. Januar 2018 erwartet T-Mobile US eine weitere Stärkung ihrer TV- und Videoangebote. Seit dem Erwerbszeitpunkt wird Layer3 TV als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Am 29. April 2018 hat T-Mobile US bekannt gegeben, dass sie mit Sprint Corp. eine verbindliche Vereinbarung über einen Unternehmenszusammenschluss abgeschlossen haben. Im Falle eines erfolgreichen Zusammenschlusses wird T-Mobile US für den schnellen Ausbau eines landesweiten 5G-Netzes, schnellere Innovationen und einen verstärkten Wettbewerb im US-Mobilfunk-, Video- und Breitband-Geschäft gerüstet sein. Unser operatives Segment Europa umfasst sämtliche Festnetz- und Mobilfunk-Aktivitäten der Landesgesellschaften in Griechenland, Rumänien, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Kroatien, der Slowakei, Österreich, Albanien, Mazedonien und Montenegro. Durch den Erwerb des Kabelbetreibers UPC Austria am 31. Juli 2018 haben wir unsere Landesgesellschaft in Österreich zu einem integrierten Anbieter entwickelt. Seit dem Erwerbszeitpunkt wird UPC Austria als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Neben dem Privatkundengeschäft bieten die meisten Landesgesellschaften auch ICT-Lösungen für Geschäftskunden an. Im Rahmen unseres internationalen Wholesale-Geschäfts vertreiben wir als Deutsche Telekom Global Carrier (TGC), Telekommunikationsvorleistungen sowohl an unsere operativen Segmente als auch an Dritte. Als einer der führenden ICT-Dienstleister bietet unser operatives Segment Systemgeschäft ein integriertes Produkt- und LösungsPortfolio für Geschäftskunden. Mit Angeboten aus den Geschäftsfeldern Festnetz und Mobilfunk, IT-Infrastruktur, Digitalisierung und Sicherheit sowie globalen Partnerschaften begleiten wir unsere Kunden in digitale Geschäftsmodelle. Im Rahmen der Anfang 2018 eingeleiteten Transformation richtet sich unser Systemgeschäft neu nach Portfolio aus. Neben einer integrierten und kundenzentrierten Vertriebseinheit gliedert sich das operative Geschäft in zehn Portfolio-Einheiten mit voller Gewinn- und Verlustverantwortung (TC Services, SAP, digitale Lösungen, Public Cloud, Sicherheit, Internet der Dinge, klassifizierte ICT, Maut-Systeme, Managed Infrastructure Services und Private Cloud, dedizierte SI-Lösungen) sowie in die Emerging Business Unit Health. Zum 1. Januar 2019 stellt sich der Geschäftsbereich entlang dieser Geschäftsfelder in einer neuen Organisationsform auf. Zusätzlich wurde ein umfangreiches Kosteneinsparungsprogramm gestartet. Unser operatives Segment Group Development umfasst die Einheiten T-Mobile Netherlands und Deutsche Funkturm (DFMG) sowie unsere Beteiligung an Ströer SE & Co. KGaA. Die Einheiten bzw. Beteiligungen sollen aktiv gesteuert und wertsteigernd entwickelt werden - mit dem Ziel, ihnen das nötige Maß an unternehmerischer Freiheit einzuräumen und so ihre strategische Weiterentwicklung zu fördern. Dabei stehen die Management-Teams in einem intensiven Dialog mit dem Segment-Management und den jeweiligen Aufsichts- und Beiratsgremien. Ebenso bei Group Development angesiedelt sind die Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP) sowie die Konzernfunktionen Mergers & Acquisitions und Strategisches Portfolio-Management. Unsere Beteiligung an BT wurde im März 2018 zur Unterlegung der künftigen Rentenzahlungen der Deutschen Telekom durch eigenes Vermögen an den Deutsche Telekom Trust e.V., die Treuhandeinrichtung des Konzerns, übertragen. Group Headquarters & Group Services umfasst alle Konzerneinheiten, die nicht direkt einem der operativen Segmente zugeordnet sind. Darüber hinaus berichtet das Segment auch über unseren Vorstandsbereich Technologie und Innovation. Als Richtungs- und Impulsgeber definiert Group Headquarters die strategischen Vorgaben für den Konzern, stellt sicher, dass diese eingehalten werden, und bearbeitet ausgewählte Konzernprojekte. Group Services erbringt seine Leistungen als Dienstleister für den Konzern; dazu zählen neben den typischen Dienstleistungen wie Finanzbuchhaltung, Personal-Service und operativem Einkauf auch Vermittlungsdienstleistungen, die von unserem Personaldienstleister Vivento erbracht werden. Dieser vermittelt zum einen Mitarbeiter, hauptsächlich Beamte, in externe Beschäftigungsverhältnisse, v.a. in den öffentlichen Dienst. Zum anderen vermittelt Vivento auch gezielt intern, um fachliches Know-how in unserem Konzern zu halten und den Einsatz externer Mitarbeiter zu reduzieren. Die Vivento Customer Services GmbH, Anbieter von Call Center-Dienstleistungen, haben wir zum 1. Januar 2018 in unser operatives Segment Deutschland integriert; zuvor war sie unserem Segment Group Headquarters & Group Services zugeordnet. Darüber hinaus gibt es die Bereiche Group Supply Services (GSUS) für unser Immobilien-Management und unseren strategischen Einkauf sowie MobilitySolutions als Komplettanbieter von Fuhrpark-Management und Mobilitätsleistungen. In unserem Vorstandsbereich Technologie und Innovation sind übergreifende Netz-, Innovations- und IT-Aufgaben unserer operativen Segmente Deutschland, Europa und Systemgeschäft zusammengefasst. Hierzu gehören u.a. die Deutsche Telekom IT mit internen nationalen IT-Projekten unseres Konzerns als Schwerpunkt und unsere zentrale Innovationseinheit Product Innovation and Customer Experience (PIC), die mit unseren operativen Segmenten eng zusammenarbeitet, um durch Fokussierung auf das Produkt- und Kundenerlebnis neue Geschäftsfelder zu erschließen und Produkte zu kreieren. Darüber hinaus gibt es die Bereiche Network Infrastructure (NWI), Strategy & Technology Innovation (S&TI) und Pan-Net. NWI führt und betreibt ein weltweites Netzwerk, um Wholesale-Kunden Sprach- und Datenkommunikation anzubieten. S&TI sorgt für die effiziente und kundengerechte Forschung und Bereitstellung von Technologien, Plattformen und Services für Mobilfunk und Festnetz. Pan-Net ist verantwortlich für das gemeinsame paneuropäische Netz und für die Entwicklung und Bereitstellung von Services für unsere europäischen Landesgesellschaften. Der zum 1. Oktober 2018 neu gegründete Innovation Hub (IHUB) bündelt für eine flexible Innovationsentwicklung alle notwendigen Kompetenzen für zukünftige Innovationsprojekte innerhalb des Vorstandsbereichs Technologie und Innovation. LEITUNG UND KONTROLLEDie Geschäftsverteilung des Vorstands sieht zum 31. Dezember 2018 acht Vorstandsbereiche vor. Fünf davon sind die zentralen Führungsbereiche:
und die Vorstandsressorts
Zudem gibt es drei weitere segmentbezogene Vorstandsbereiche:
Veränderungen im Vorstand.Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 hat der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG Herrn Dr. Dirk Wössner als neues Vorstandsmitglied für das Ressort Deutschland und Herrn Adel Al-Saleh als neues Vorstandsmitglied für das Ressort T-Systems bestellt. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG hat in seiner Sitzung am 21. Februar 2018 beschlossen, den Vertrag mit dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Timotheus Höttges um weitere fünf Jahre zu verlängern. Die Wiederbestellung von Herrn Höttges zum Vorstandsvorsitzenden wurde zum 1. Januar 2019 wirksam. Weiterhin hat der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG in seiner Sitzung am 21. Februar 2018 beschlossen, Herrn Dr. Christian P. Illek mit Wirkung zum 1. Januar 2019 zum neuen Vorstandsmitglied für das Ressort Finanzen zu bestellen. Herr Thomas Dannenfeldt, der das Ressort Finanzen zuvor verantwortete, hat die Deutsche Telekom AG nach Auslaufen seines Vertrags Ende 2018 aus privaten Gründen verlassen. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG hat in seiner Sitzung am 13. Juli 2018 beschlossen, Frau Birgit Bohle mit Wirkung zum 1. Januar 2019 zum neuen Vorstandsmitglied für das Ressort Personal und zur Arbeitsdirektorin zu bestellen. Frau Bohle folgt damit auf Herrn Dr. Christian P. Illek. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG hat in seiner Sitzung am 4. September 2018 beschlossen, Herrn Thorsten Langheim mit Wirkung zum 1. Januar 2019 zum Vorstandsmitglied für das neu geschaffene Ressort USA und Unternehmensentwicklung zu bestellen. Seit Jahresanfang 2019 verfügt die Deutsche Telekom AG somit über neun Vorstandsbereiche. Anteilseignervertreter.Herr Dr. Ulrich Schröder hat sein Mandat im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG mit Wirkung zum 6. Februar 2018 niedergelegt. Herr Dr. Günther Bräunig wurde zunächst mit Wirkung zum 21. März 2018 gerichtlich bestellt und durch Beschluss der Hauptversammlung am 17. Mai 2018 in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG gewählt. Frau Margret Suckale wurde mit Wirkung zum 28.September 2017 gerichtlich bestellt und durch Beschluss der Hauptversammlung am 17. Mai 2018 in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG gewählt. Mit Ablauf der Hauptversammlung am 17. Mai 2018 endete die Amtszeit von Frau Sari Baldauf. Herr Harald Krüger wurde von der Hauptversammlung am 17. Mai 2018 in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG gewählt. Herr Prof. Dr. Ulrich Lehner wurde von der Hauptversammlung am 17. Mai 2018 für eine weitere Amtszeit in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG gewählt. Der Aufsichtsrat hat ihn erneut zu seinem Vorsitzenden gewählt. Herr Johannes Geismann hat sein Mandat im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG mit Ablauf der Hauptversammlung am 17. Mai 2018 niedergelegt. Herr Dr. Rolf Bösinger wurde mit Wirkung zum 1. Juni 2018 gerichtlich in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG bestellt. Arbeitnehmervertreter.Herr Hans-Jürgen Kallmeier hat sein Mandat im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG mit Ablauf des 31. Dezember 2017 niedergelegt. Herr Odysseus D. Chatzidis wurde mit Wirkung zum 3. Januar 2018 gerichtlich in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG bestellt. Frau Monika Brandl hat ihr Mandat im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG mit Ablauf des 30. Juni 2018 niedergelegt. Frau Nicole Seelemann-Wandtke wurde mit Wirkung zum 5. Juli 2018 gerichtlich in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG bestellt. In der Delegiertenversammlung am 20. November 2018 wurden die Arbeitnehmervertreter Herr Josef Bednarski, Herr Odysseus D. Chatzidis, Frau Nicole Koch, Frau Petra Steffi Kreusel, Herr Lothar Schröder, Frau Nicole Seelemann-Wandtke, Frau Sibylle Spoo und Frau Karin Topel erneut sowie Herr Constantin Greve und Herr Frank Sauerland erstmals zu Mitgliedern des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2023 gewählt. Herr Klaus-Dieter Hanas und Herr Michael Sommer haben nicht wieder kandidiert und sind am 20. November 2018 aus dem Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG ausgeschieden. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn. Er setzt sich aus 20 Mitgliedern zusammen: Zehn vertreten die Anteilseigner, zehn die Arbeitnehmer. Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgen auf Grundlage der §§ 84, 85 AktG, § 31 MitbestG. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 179, 133 AktG und §§ 18, 21 der Satzung. Dabei ist der Aufsichtsrat gemäß § 21 der Satzung ermächtigt, die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung an neue gesetzliche Vorschriften anzupassen, die für die Gesellschaft verbindlich werden, und Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Zusammensetzung des Vorstands
Das Vergütungssystem unseres Vorstands orientiert sich am langfristigen Erfolg unseres Konzerns. Die Vergütung unseres Aufsichtsrats enthält seit 2013 keine langfristigen Vergütungsbestandteile mehr. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex werden eingehalten. → Die Darstellung des Systems der Vorstandsvergütung und der Vergütung des Aufsichtsrats finden Sie im Kapitel "Sonstige Angaben" im zusammengefassten Lagebericht. KONZERNSTRATEGIE
UNSERE KONZERNSTRATEGIE "LEADING EUROPEAN TELCO"Seit 2014 richten wir unser unternehmerisches Handeln an unserer Strategie "Leading European Telco" aus - mit dem Ziel, der führende Telekommunikationsanbieter in Europa zu sein. Mit dieser Strategie sind wir sehr erfolgreich: Gemessen an der Marktkapitalisierung sind wir das wertvollste Telekommunikationsunternehmen in Europa (Stand: 31. Dezember 2018). Im Berichtsjahr konnten wir Umsatz, bereinigtes EBITDA und Free Cashflow erneut steigern. Gleichzeitig sehen wir uns als Konzern mit neuen Herausforderungen konfrontiert:
Diesen Herausforderungen stellen wir uns! Wir setzen unsere Strategie "Leading European Telco" weiter konsequent um. Wie die nachfolgende Grafik zeigt, erstreckt sich unser Führungsanspruch auf die drei Dimensionen Kundenerlebnis, Technologie und Geschäftskunden-Produktivität. Aus ihnen leiten sich drei spezifische Handlungsfelder ab, mit denen wir die Basis für zukünftiges organisches Wachstum schaffen. Denn nur, wenn wir wachsen, können wir unsere Ertragskraft nachhaltig sichern und den Ansprüchen unserer Kapitalgeber weiter gerecht werden. Unterstützt wird dieses Wachstumsziel durch zwei Handlungsfelder, die den Rahmen für unser internes Handeln bilden. Konzernstrategie "Leading European Telco"
STRATEGISCHE HANDLUNGSFELDERAlles aus einer Hand & tadelloser ServiceWir wollen unseren Kunden ein nahtloses und technologieunabhängiges Telekommunikationserlebnis bieten. Deshalb vermarkten wir Festnetz und Mobilfunk in einem konvergenten Produkt (Fixed Mobile Convergence, FMC). Bis zum Ende des Berichtsjahres haben sich in Deutschland rund 4,3 Mio. Kunden für "MagentaEINS" entschieden; das sind über 0,6 Mio. Kunden mehr als im Vorjahr. Die integrierten Landesgesellschaften unseres operativen Segments Europa konnten 2018 ca. 1,1 Mio. neue Kunden für "MagentaOne" und vergleichbare FMC-Angebote gewinnen. Weil wir diesen Wachstumspfad weiter beschreiten wollen, arbeiten wir unablässig daran, unser konvergentes Angebot zu verbessern und zu erweitern. Zu unserem Angebot gehört auch, attraktive TV-Inhalte auf allen Bildschirmen und unabhängig vom Endgerät bereitzustellen. In Deutschland haben wir im Geschäftsjahr 2018 unser TV-Angebot mit der Marke "MagentaTV" neu ausgerichtet. Wir haben die Benutzeroberfläche überarbeitet und das Angebot umfassender gestaltet. Als Aggregator bieten wir unseren Kunden auf einer Plattform lineares Fernsehen mit umfangreichen Funktionalitäten, Zugriff auf die Inhalte der größten Abrufvideo-Anbieter (Sky, Netflix, Maxdome und Amazon Prime Video) sowie exklusive TV-Serien und ein breites Sportangebot. Kunden können unser TV-Angebot erstmals unabhängig vom Internet-Anschluss buchen. Der Erfolg bestätigt unsere Strategie: Im Berichtsjahr haben wir in Deutschland 0,2 Mio. neue TV-Kunden gewinnen können. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der TV-Kunden bei unseren europäischen Landesgesellschaften organisch um 0,1 Mio. Das Vereinheitlichen unserer technischen Plattformen und die Erweiterung des Angebots auf ausgewählte Märkte stärken unsere Führungsposition. Als Premiumanbieter heben wir uns mit unserem tadellosen Kundenservice vom Wettbewerb ab: In Deutschland haben wir im Berichtsjahr mehrere Initiativen zur Verbesserung des Services vorgestellt. Dazu gehören ein verbessertes Self Service-Angebot, Rückruf-Services, ein Service für die Optimierung des WLANs Zuhause sowie Installationspakete für das Heimnetzwerk. Unsere Spitzenposition im "connect Hotline-Test" (Platz 1 unter den deutschen Breitband-Anbietern 2018) zeigt, dass wir mit unseren Anstrengungen auf dem richtigen Weg sind. Auch 2019 werden wir weiter daran arbeiten, unseren Kunden den besten Service zu bieten und wollen u.a. unsere Erstlösungsquote bei Kundenanfragen nochmals spürbar erhöhen. Auch in den USA liegt T-Mobile US bei zahlreichen Umfragen zur Service-Qualität vor den Mitbewerbern. Mit dem "Team of Experts"-Ansatz betreuen wir unsere Kunden in den USA seit diesem Jahr noch persönlicher und schaffen Frustrationsfaktoren im Kundenservice konsequent ab. Dies ist mit ein Grund dafür, warum wir 2018 4,9 Mio. neue Mobilfunk-Kunden in den USA gewonnen haben. In unseren europäischen Landesgesellschaften liegt unser Augenmerk auf einer stärkeren Digitalisierung der Interaktion mit dem Kunden. Zu diesem Zweck haben wir eine Service-App entwickelt, die nach erfolgreicher Markteinführung in allen Ländern das Kundenerlebnis (z. B. durch Selbstverwaltung von Verträgen) und die Monetarisierung unseres Angebots (z. B. durch kundenspezifische Ansprache) verbessert. Die Kundenzufriedenheit messen wir mit der weltweit anerkannten TRI * M-Methodik. Auf Basis dieser Steuerungsgröße verbessern wir u.a. unsere Prozesse im Kundenkontakt sowie unsere Produkte und Dienstleistungen. Gleichzeitig ermitteln wir die Loyalität unserer Kunden gegenüber unserem Unternehmen. Die Ergebnisse werden in einer Kennzahl dargestellt: dem TRI * M-Index, auf einer Skala von minus 66 bis plus 134 Punkten. Zum Ende des Berichtsjahres lag der Wert bei 67,7 Punkten gegenüber einem angepassten Ausgangswert von 67,2 Punkten - bezogen auf äquivalente Berechnungsgrundlagen beider Werte. Für die kommenden Jahre ist unser Ziel, die Kundenzufriedenheit insgesamt kontinuierlich zu verbessern. Integrierte Gigabit-NetzeKonvergente Produkte benötigen integrierte Netze. → 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR STRUKTUR Deshalb bauen wir unsere Fest- und Mobilfunknetze konsequent aus und verzahnen sie miteinander. So können wir unseren Kunden jederzeit und überall die schnellstmögliche Verbindung in hervorragender Qualität anbieten. Dabei gehen wir auch neue Wege, z. B. mit innovativen Technologien wie Festnetz-Ersatz via Mobilfunk mit Geschwindigkeiten von über 1 GBit/s, der Nutzung von Künstlicher Intelligenz für den bedarfsgerechten Infrastrukturausbau sowie neuen Kooperationen und Joint Ventures. Eine integrierte Steuerung verbessert zudem die Auslastung unserer Infrastruktur und erhöht die Effizienz in Betrieb und Wartung. Glasfaser-basierte Festnetze sind die Grundlage für ein integriertes Netzerlebnis. Mit etwa 500.000 Kilometern Glasfaser-Kabel betreiben wir in Deutschland das größte Glasfasernetz. 2018 kamen etwa 60.000 Kilometer hinzu. Insgesamt investieren wir in Deutschland derzeit jährlich über 5 Mrd. € v. a. in den Aufbau und Betrieb von Netzen - davon entfallen über 4 Mrd. € auf das operative Segment Deutschland. Das ist mehr als jeder unserer Wettbewerber. Im Berichtsjahr haben wir unser Netz mithilfe der Vectoring-Technologie weiter ausgebaut. Aktuell können wir etwa 28 Mio. Haushalte auf Basis dieser Technologie mit schnellem Internet versorgen - davon können wir bereits etwa 14 Mio. Haushalten Bandbreiten bis zu 250 MBit/s anbieten. Gleichzeitig gehen wir den Übergang auf die Glasfaser-Technologie entschlossen an: Wir beabsichtigen bis 2022 etwa 3.000 Gewerbegebiete mit Glasfaser bis ins Büro auszubauen - somit werden dann rund 80 % der Unternehmen in deutschen Gewerbegebieten mit Gigabit-Anschlüssen versorgt. → 8 MENSCHENWÜRDIGE ARBEIT UND WIRTSCHAFTSWACHSTUM FINANZEN Zudem erfolgt die Umstellung von Bestandskunden auf IP-basierte Lösungen schrittweise und im Einvernehmen mit dem Kunden. Für den Massenmarkt werden wir die Migration in Deutschland im Jahr 2019 wie geplant abschließen. Europaweit sind bereits fünf Landesgesellschaften (Ungarn, Kroatien, Slowakei, Mazedonien und Montenegro) vollständig auf IP-basierte Anschlüsse migriert und wir werden 2019 die Umstellung in Griechenland sukzessive weiter vorantreiben. Im Mobilfunk heben wir uns mit unserer herausragenden Netzqualität vom Wettbewerb ab. Regelmäßig schneiden wir bei unabhängigen Netztests als Sieger ab. In Deutschland haben wir 2018 die drei großen Netztests von "connect", "Chip" und "Computer Bild" gewonnen. Zeitgleich zertifizierte uns der TÜV die beste "Qualität vor Kunde" im Mobilfunknetz. In unserem operativen Segment Europa wurden im Berichtsjahr insgesamt sechs Landesgesellschaften mit dem Prädikat "Best-in-Test overall" der Netzwerk-Experten von P3 communications ausgezeichnet - ebenso wie T-Mobile Netherlands. Darüber hinaus ging T-Mobile US bei den OpenSignal-Tests im August 2018 erneut als klarer Sieger hervor. Wir wollen Qualitätsführer bleiben und bauen darum unsere LTE-Netze weiter aus: In Deutschland planen wir, bis Ende 2020 etwa 99% der Bevölkerung mit LTE zu versorgen; in unseren europäischen Landesgesellschaften sollen die Anteile im Durchschnitt bei etwa 98% liegen. Mit dem Kommunikationsstandard der 5. Generation (5G) → INDUSTRIE, INNOVATIONEN UND INFRASTRUKTUR BEZIEHUNGEN schaffen wir ein mobiles Netz mit sehr hoher Zuverlässigkeit, extrem kurzer Reaktionszeit sowie hohen Datendurchsatzraten. Dafür werden die Netzfunktionen vom Zugangsmedium (z. B. Glas, Kupfer oder Luft) entkoppelt. Durch verteilte Rechenleistung im Netz (Mobile Edge Computing) und dedizierte Netzschichten für einzelne Anwendungen (Network Slicing) schafft 5G die Grundlage für Zukunftstechnologien wie virtuelle Realität, autonomes Fahren und das Internet der Dinge. Unser Ziel ist, gemeinsam mit der Politik und Industrie, die leistungsfähigste Digitalinfrastruktur für Deutschland aufzubauen - in den Städten und auf dem Land. Dafür werden wir weiter massiv in Infrastruktur investieren, brauchen aber auch Rahmenbedingungen, die fair und verlässlich gesetzt werden. Sichere ICT-Lösungen & stark im Netz der DingeAuch 2018 konnten wir mit unseren internationalen Netzlösungen bei deutschen Geschäftskunden überzeugen. Die fortschreitende Digitalisierung von kritischen Prozessen innerhalb von Unternehmen und Unternehmensverbänden setzt sichere und zuverlässige globale Konnektivität voraus. Hier bleiben wir verlässlicher Partner der deutschen Industrie mit einem Portfolio an internationalen Kommunikationslösungen, das die Stärken unserer nationalen Netzinfrastruktur mit unseren internationalen Netz-Assets kombiniert. Unser Geschäft mit "klassischen" IT-Outsourcing-Dienstleistungen für internationale Großkunden entwickelt sich bereits seit einigen Jahren rückläufig: Hauptgrund dafür ist die anhaltend hohe Wettbewerbsintensität. Unser operatives Segment Systemgeschäft durchläuft deshalb aktuell eine tiefgreifende Transformation, die im Kern vier Hebel beinhaltet: die portfolioorientierte Steuerung des Geschäfts, die Integration unserer Vertriebsorganisation, die Reduktion von Querschnittskosten durch Verschlankung von Prozessen und Hierarchie-Ebenen sowie eine deutliche Erhöhung des Automatisierungsgrads in der Leistungserbringung mit erhöhtem Off-/Nearshore-Anteil. Im Berichtsjahr haben wir auf diesem Weg bereits große Fortschritte gemacht, sodass wir die neue portfolioorientierte Organisation 2019 wie geplant implementieren können. Darüber hinaus werden wir unsere IT- und Cloud-Angebote in Zukunft noch stärker an den Bedürfnissen unserer mittelständischen Kunden ausrichten. 2018 erwirtschafteten wir in diesem Bereich in unserem operativen Segment Deutschland bereits einen Umsatz von rund 700 Mio. € - gegenüber 2017 erneut ein Wachstum von etwa 20%. Weil wir hier auch für die kommenden Jahre signifikante Wachstumsraten erwarten, erweitern wir unser IT- und Cloud-Ökosystem für den Mittelstand gemeinsam mit marktführenden Technologiepartnern. Den größten Wachstumstreiber im Geschäftskundenumfeld sehen wir im Internet der Dinge. → 12 NACHHALTIGE/R KONSUM UND PRODUKTION FINANZEN Wir rechnen damit, dass in den kommenden Jahren Milliarden neuer Geräte - Produktionsmittel wie Maschinen oder Werkzeuge, Alltagsgegenstände wie Autos oder Kühlschränke, aber auch öffentliche Infrastruktur wie Straßenlaternen oder Parkbänke - mit dem Internet verbunden werden. Mit unseren Narrow-Band-IoT-Netzen (NB-IoT) und mit M2M-Konnektivität schaffen wir die Grundlage für eine kostengünstige und energieeffiziente Vernetzung. Außerdem stellen wir unseren Kunden - z. B. im Automobil- und Gesundheitsbereich sowie im öffentlichen Sektor - die Plattformen zur Verfügung, um diese Geräte zu steuern und die gesammelten Daten für ihr Geschäft zu nutzen. Als einer der führenden Netzbetreiber im NB-IoT-Umfeld stellen wir zudem Netzwerke in zehn Ländern zur Verfügung, davon eine landesweite Abdeckung in den Niederlanden, Österreich, der Slowakei und den USA. Bis heute arbeiten wir mit über 500 Kunden in Europa zusammen und unterstützen diese bei der Vorbereitung und dem Rollout ihrer auf NB-IoT-basierenden Geräte und Applikationen. Zu diesen Kunden zählen u. a. Ista (Smart Submetering), BMW (Paperless Displays), Stadt Hamburg (Smart Parking), Veolia und Geotermia Zakopane in Polen (Smart Metering) sowie Dual Inventive (Railtrack Monitoring). Diese Angebote ergänzen wir durch unser umfangreiches Cyber Security-Portfolio. → 16 FRIEDEN, GERECHTIGKEIT UND STARKE INSTITUTIONEN STRUKTUR Unsere Anfang 2017 gestartete Einheit Telekom Security ist heute der führende Anbieter von Cyber Security-Lösungen in Deutschland. Mittelfristig wollen wir auch eine führende Rolle in Europa erreichen. Aufgrund der zunehmenden Bedrohung für Unternehmen durch Cyber-Angriffe und dem wachsenden Bedürfnis unserer Kunden nach Datenschutz und -sicherheit, rechnen wir für die kommenden Jahre mit anhaltend hohen Wachstumsraten in diesem Geschäftsfeld. UNTERSTÜTZENDE HANDLUNGSFELDERSparen für Investitionen in WachstumKünftiges Wachstum bedarf ausreichender Investitionen. Dafür investieren wir in die eigene Innovationskraft, integrieren aber auch erfolgreich Neues von außen. Dank unserer strengen Kostendisziplin erwirtschaften wir die Mittel, die wir brauchen, um diese Investitionen zu finanzieren und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Unseren Weg der Kostentransformation beschreiten wir deshalb konsequent weiter. Langfristig wollen wir auch in puncto Effizienz der führende Telekommunikationsanbieter in Europa sein. Unser Beteiligungs-Portfolio steuern wir wertorientiert. Geschäftsfelder, die wir in unserem Konzern nicht angemessen weiterentwickeln können, stoßen wir ab. Im Gegenzug unterstützen wir unsere Wachstumsambitionen durch Beteiligungen und Akquisitionen. Seit 2018 können wir auch in Österreich und den Niederlanden konvergente Produkte aus einer Hand anbieten: Die Übernahme des Kabelanbieters UPC Austria durch T-Mobile Austria wurde vollzogen. Die Europäische Kommission hat zudem den Erwerb von Tele2 Netherlands durch T-Mobile Netherlands ohne Auflagen genehmigt. Im US-Mobilfunk-Markt wollen wir unsere Schlagkraft durch den im April 2018 vereinbarten Zusammenschluss von T-Mobile US und Sprint steigern. Durch die geplante Zusammenlegung der Geschäftstätigkeiten unter der neuen, größeren T-Mobile US wollen wir die Strategie zur erfolgreichen Weiterentwicklung unseres USA-Geschäfts konsequent fortsetzen, die kundenorientierte "Un-carrier"-Strategie stärken und wollen die 5G-Technologie in den USA schneller und besser ausrollen. Der Wert des neuen Unternehmens wird nach Umsetzung der geplanten Zusammenlegung rund 150 Mrd. US-$ betragen; die erwarteten Synergien haben einen Barwert von rund 43 Mrd. US-$ (nach Integrationskosten). Vereinfachen, Digitalisieren, BeschleunigenEinfachheit bei den Angeboten und bei der Organisation macht die digitale Transformation unseres Kerngeschäfts leichter. So erhöhen wir unsere Umsetzungsgeschwindigkeit - sowohl bei der Interaktion mit dem Kunden als auch bei der Umsetzung neuer, strategischer Initiativen. Deshalb wollen wir einfacher, digitaler und schlussendlich agiler werden. Einfachheit hat für uns zwei Stoßrichtungen. Zum einen wollen wir unseren Kunden intuitiv bedienbare Produkte und leicht verständliche Tarife bieten: Ein erster Schritt in diese Richtung sind unsere konvergenten Produkte wie "MagentaEINS". In Zukunft wollen wir die Produktkomplexität noch einmal erheblich reduzieren. Zum anderen wollen wir intern möglichst effizient, d. h. zeit- und kostensparend agieren. Deshalb werden wir unsere Organisation, Prozesse und Entscheidungsverfahren auf den Prüfstand stellen und, wo immer möglich, weiter optimieren. Die Digitalisierung unseres Kerngeschäfts hilft uns, das Kundenerlebnis zu verbessern und unsere Effizienz zu steigern. Mit unserer innovativen Service-App haben unsere Kunden in Deutschland und Europa ihre Daten und Verträge jederzeit im Blick und profitieren bestmöglich von unserem umfangreichen Service-Angebot. Der Erfolg gibt uns recht: Unsere Kunden bewerten z. B. die MeinMagenta App für iOS mit 4,4/5 Sternen. Langfristig zielen wir auf eine vollständige digitale Transformation aller Wertschöpfungsstufen ab. Dafür implementieren wir eine agilere IT und bauen unser Know-how in innovativen Technologien wie Künstlicher Intelligenz konsequent aus. Bereits heute können wir durch datenbasierte Analysen unsere Hardware vorausschauender warten, Kundenbedürfnisse besser verstehen und unsere Netze effizienter managen. Innovation, die überzeugt: Nach einer Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der CEBIT im Berichtsjahr erhielt z. B. unser T-Mobile Austria Chatbot "Tinka" die Bestnote unter allen Chatbots der DAX 30- und MDAX-Unternehmen. Einfachheit und Digitalisierung erfordern aber auch neue Organisationsformen, Kompetenzen und kulturellen Wandel. Deshalb haben wir im Berichtsjahr insbesondere in marktnahen Bereichen das Prinzip der Ende-zu-Ende-Kundenverantwortung eingeführt und einen agilen Organisationsaufbau realisiert. Die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter entwickeln wir fokussiert und systematisch für die Anforderungen des digitalen Zeitalters und fördern Vielfalt als Quelle von Wandel, Innovation und Kreativität in unserem gesamten Unternehmen. Mit "Future Work" bieten wir unseren Mitarbeitern dabei moderne und offene Bürowelten, die Flexibilität und neue Arten der Zusammenarbeit bestmöglich fördern. → 8 MENSCHENWÜRDIGE ARBEIT UND WIRTSCHAFTSWACHSTUM MITARBEITER Zusammenfassend drückt sich unsere Strategie "Leading European Telco" in unserem Ziel aus: der führende europäische Telekommunikationsanbieter zu sein.
→ 8 MENSCHENWÜRDIGE ARBEIT UND WIRTSCHAFTSWACHSTUM BEZIEHUNGEN KONZERNSTEUERUNGWir bekennen uns weiterhin zum Konzept der wertorientierten Unternehmensführung. Wir wollen einen Ausgleich der unterschiedlichen Erwartungen unserer Interessengruppen sicherstellen, damit genügend Mittel für eine attraktive Dividendenpolitik, den Schuldenabbau, einen verantwortungsvollen Personalumbau sowie Investitionen für ein positives Kundenerlebnis zur Verfügung stehen.
FINANZSTRATEGIEEnde Mai 2018 haben wir auf unserem Kapitalmarkttag eine aktualisierte Finanzstrategie für die Jahre 2018 bis 2021 vorgestellt. Unsere Wachstumsprognose bleibt bis 2021 konstant auf dem hohen Niveau, das wir bereits bei unserem Kapitalmarkttag 2015 prognostiziert hatten. Zu unserer Finanzstrategie gehören das Erreichen unserer angestrebten Finanzrelationen - relative Verschuldung (Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum bereinigten EBITDA) und Eigenkapitalquote - sowie eine Liquiditätsreserve, die mindestens die Fälligkeiten der nächsten 24 Monate abdeckt. Mit diesen klaren Aussagen wollen wir unser Rating in einem Korridor von A- bis BBB halten und den uneingeschränkten Zugang zum Kapitalmarkt sicherstellen. Für die Aktionäre gibt es - vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen - eine verlässliche Dividendenpolitik. Für das Geschäftsjahr 2018 werden wir eine Dividende von 0,70 € je dividendenberechtigte Aktie vorschlagen, welche als Basis für die zukünftige Dividendenhöhe dienen wird. Die Dividendenhöhe für die Geschäftsjahre ab 2019 soll das relative Wachstum des bereinigten Ergebnisses je Aktie reflektieren, wobei eine Dividende von mindestens 0,50 € je dividendenberechtigte Aktie gezahlt werden soll. Bezüglich des bereinigten Ergebnisses je Aktie bestätigen wir für 2018 die Erwartung aus dem Kapitalmarkttag 2015 von rund 1,00 € pro Aktie und erwarten bis 2021 eine Steigerung auf rund 1,20 € pro Aktie. Unseren Aktionären bieten wir damit eine attraktive Rendite und Planbarkeit. Daneben werden wir Aktienrückkäufe in Betracht ziehen, sowohl von Aktien der Deutschen Telekom AG als auch von Anteilen an der T-Mobile US. Bei Zustandekommen des Zusammenschlusses von T-Mobile US und Sprint werden in den ersten drei Jahren jedoch keine Aktienrückkäufe stattfinden. Auch für die kommenden Jahre sind weiterhin hohe Gesamtinvestitionen geplant. Der Investitionsspielraum soll genutzt werden, um unsere Breitband-Infrastruktur weiter auszubauen und die Transformation des Unternehmens auf ein IP-basiertes Produktionsmodell voranzutreiben. Im Mobilfunk geschieht der Infrastrukturausbau auf Basis des Standards LTE und 5G, im Festnetz mit Glasfaser und Vectoring. Die Finanzstrategie unterstützt die Transformation unseres Konzerns hin zur "Leading European Telco". Um nachhaltig Wertzuwachs zu generieren, wollen wir unsere Kapitalkosten mittelfristig verdienen. Dieses Ziel soll einerseits durch eine Optimierung der Auslastung unseres Anlagevermögens erreicht werden. Andererseits soll unser Ziel, die Kapitalkosten zu verdienen, durch eine strenge Kostendisziplin und verbesserte funktionsübergreifende Zusammenarbeit erreicht werden. Daneben legen wir bei der Steuerung einen Schwerpunkt auf das unbereinigte EBIT. Durch die Berücksichtigung von Investitionskosten liegt das EBIT näher am ROCE-Konzept und unterstützt damit unseren konsequenten Fokus auf eine effiziente Kapitalallokation im Konzern Deutsche Telekom. Unsere Finanzstrategie bis 2021
a Vorbehaltlich der notwendigen
Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher
Voraussetzungen.
STEUERUNGSSYSTEMUm unsere strategischen Ziele besser setzen und erreichen zu können, verfolgen wir ein konzernweites, wertorientiertes Steuerungssystem. Wir verwenden konkrete Leistungsindikatoren, um den Erfolg zuverlässig und nachvollziehbar zu messen. Einen Überblick über unsere bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren geben die folgenden Tabellen und Erläuterungen. Finanzielle Leistungsindikatoren
RENTABILITÄTUm zu unterstreichen, wie wichtig uns eine langfristig erfolgreiche Entwicklung unseres Konzerns ist, haben wir die nachhaltige Konzernwertsteigerung in den mittelfristigen Zielen festgeschrieben und als Kennzahl im gesamten Konzern implementiert. Unsere zentrale Steuerungsgröße ist die Kapitalrendite (Return On Capital Employed, ROCE). Um die Kapitalrendite zu ermitteln, wird das operative Ergebnis nach Abschreibungen und kalkulatorischen Steuern (Net Operating Profit After Taxes, NOPAT) ins Verhältnis zum dafür notwendigen, durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögen (Net Operating Assets, NOA) gesetzt. Mit dem Leistungsindikator ROCE verankern wir unser Ziel der nachhaltigen Konzernwertsteigerung in allen operativen Maßnahmen. Zusätzlicher Wert erwächst dann, wenn die Rendite auf das eingesetzte Vermögen größer ist als die Kapitalkosten. Unser Ziel ist es also, die aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber zu verdienen bzw. zu übertreffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz. Diesen ermitteln wir als gewichteten Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Ermittlung des finanziellen Leistungsindikators ROCEin Mio. €
a Ohne Berücksichtigung der Buchwerte at
equity bilanzierter Unternehmen.
Der NOPAT leitet sich als Ergebnisgröße aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ab. Er ist ohne Berücksichtigung von Kapitalkosten definiert, weshalb ihm die Zinsanteile der nicht bilanzierten Miet- und Leasing-Verpflichtungen hinzugerechnet werden. Die NOA umfassen alle Vermögenswerte, die direkt zur Umsatzerzielung beitragen. Dazu gehören alle Elemente der Aktivseite der Konzern-Bilanz, welche zur Leistungserbringung erforderlich sind. Das operative Working Capital ermittelt sich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen, den Vorräten, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten sowie weiteren, entsprechend der internen Steuerungslogik gewählten, kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden. Ebenfalls werden die NOA ergänzt um bilanziell beim Vermieter bzw. Leasing-Geber erfasste Miet- und operative Leasing-Verpflichtungen, soweit diese für das operative Geschäft notwendig sind. Abgezogen wird der Betrag der sonstigen Rückstellungen, da hierfür kein Verzinsungsanspruch besteht. Wir sind der Meinung, dass der ROCE die Erwartungen unserer oben beschriebenen vier Interessengruppen am besten widerspiegelt. Die Kennzahl misst, wie effizient wir mit dem eingesetzten Kapital wirtschaften. Gerade für eine langfristige Betrachtung ist ROCE eine sehr aussagekräftige Kennzahl, weil sie beides berücksichtigt: das durch unsere kapitalintensive Infrastruktur enorm große gebundene Vermögen und dessen Auslastung. Hieraus wird der entscheidende Vorteil dieser Kennzahl deutlich: Im Fokus steht nicht die absolute Höhe des erzielten Ergebnisses, sondern wie viel Ergebnis das eingesetzte Kapital dabei erbringt. UMSATZ UND ERGEBNISDer Umsatz entspricht dem Wert unserer betrieblichen Tätigkeit. Der absolute Umsatz hängt davon ab, wie gut wir unsere Produkte und Dienstleistungen am Markt absetzen können. Die Entwicklung des Umsatzes ist eine wesentliche Größe, um den Unternehmenserfolg zu messen. Neue Produkte und Dienstleistungen sowie zusätzliche Absatzbemühungen sind erst erfolgreich, wenn sie den Umsatz erhöhen. Das EBITDA entspricht dem EBIT (Betriebsergebnis) vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. EBIT und EBITDA messen die kurzfristige operative Leistungskraft und den Erfolg der einzelnen Geschäftsbereiche. Neben diesen beiden Größen verwenden wir die EBIT- und EBITDA-Margen, um diese Kennzahlen im Verhältnis zum Umsatz zu zeigen. Dies lässt einen Vergleich der Ertragskraft von ergebnisorientierten Bereichen unterschiedlicher Größen zu. Durch die Betrachtung des unbereinigten EBIT/EBITDA werden auch Sondereinflüsse berücksichtigt. Hierdurch fördern wir den ganzheitlichen Blick auf unsere Kosten. Allerdings überlagern Sondereinflüsse die Darstellung der operativen Geschäftstätigkeit und erschweren somit eine Vergleichbarkeit von Ergebnisgrößen mit Vorjahren. Für eine transparente Darstellung bereinigen wir darum unsere Ergebnisgrößen zusätzlich. Ohne diese Bereinigung sind Aussagen über die künftige Entwicklung der Ertragslage nur eingeschränkt möglich. Ausgehend von den unbereinigten Größen ermitteln wir die jeweils bereinigten Werte. → Die Überleitung des EBITDA, des EBIT sowie des Konzernüberschusses/ (-fehlbetrags) auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte zeigt die Tabelle "Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Auswirkungen von Sondereinflüssen". FINANZIERUNGSSPIELRAUMDen Free Cashflow definieren wir als Cashflow aus Geschäftstätigkeit abzüglich Nettozahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen. Diese Kennzahl ist der zentrale Gradmesser für die Fremd- und Eigenkapitalgeber. Sie misst das Potenzial zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens, zur Schaffung von organischem Wachstum und für die Dividendenfähigkeit sowie für die Fähigkeit, Verbindlichkeiten zurückzuzahlen. Unser zentrales Free Cashflow Management ist verantwortlich für Transparenz, Steuerung, Forecast und Performance-Messung des Free Cashflows und insbesondere des Working Capitals. Im Rahmen unserer Maßnahmen zur nachhaltigen Optimierung des Working Capitals lag der Schwerpunkt im Berichtsjahr darin, die Zahlungsziele unserer Verbindlichkeiten in Deutschland und Europa weiter auszudehnen, dort ein Vorräte-Management auszubauen und das Forderungsmanagement in allen unseren operativen Segmenten weiter zu optimieren. Den eingeschlagenen Weg wollen wir auch in den nächsten Jahren durch Fokussierung auf folgende Bereiche weiter beschreiten: Ausweitung der Zahlungsziele im Bereich Verbindlichkeiten sowie Verbesserungen im Bereich des Forderungs- und Vorräte-Managements in den USA, in Deutschland und in Europa. Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) entspricht den Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen, die als Teil des Free Cashflows auszahlungsrelevant dargestellt sind. Ein Rating ist eine Beurteilung oder Klassifizierung der Bonität von Schuldtiteln und deren Emittenten nach einheitlichen Kriterien. Die Beurteilung der Bonität durch Rating-Agenturen hat Einfluss auf die Zinshöhe von Schuldtiteln und somit auch auf unsere Fremdkapitalkosten. Wir haben als Teil unserer Finanzpolitik einen Rating-Korridor definiert. Mit einem Rating im Bereich von A- bis BBB (Standard & Poor's, Fitch) bzw. A3 bis Baa2 (Moody's) sind wir überzeugt, grundsätzlich den notwendigen Kapitalmarktzutritt zu haben, um die erforderlichen Finanzierungsmittel zu generieren. AUSWIRKUNGEN DER VERPFLICHTENDEN ERSTANWENDUNG DES RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS IFRS 16 "LEASES" AUF UNSERE FINANZIELLEN LEISTUNGSINDIKATORENMit der verpflichtenden Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leases" zum 1. Januar 2019 ergeben sich wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Deutschen Telekom. Zahlungsverpflichtungen aus bisherigen Operating Leasing-Verhältnissen werden zukünftig abgezinst und als Leasing-Verbindlichkeit passiviert; als finanzielle Verbindlichkeiten erhöhen sie die Netto-Finanzverbindlichkeiten. Zugleich aktiviert der Leasing-Nehmer ein Nutzungsrecht. Bisher im Zusammenhang mit Operating Leasing-Verhältnissen erfasste operative Aufwendungen werden damit zukünftig in den Abschreibungen für aktivierte Nutzungsrechte bzw. in den Zinsaufwendungen für abgezinste Verpflichtungen aus Operating Leasing-Verhältnissen erfasst. Das EBITDA wird dadurch deutlich verbessert, ohne dass sich wirtschaftliche Bedingungen verändert haben. In der Kapitalflussrechnung reduziert der Tilgungsanteil der Leasing-Zahlungen aus bisherigen Operating Leasing-Verhältnissen künftig den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit und nicht mehr den Cashflow aus Geschäftstätigkeit. Lediglich die Zinszahlungen verbleiben weiterhin im Cashflow aus Geschäftstätigkeit und damit auch im Free Cashflow. → Weitere Informationen zur Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards finden Sie im Kapitel "Grundlagen und Methoden" im Konzern-Anhang. Die Auswirkungen der verpflichtenden Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 werden wir ab dem Geschäftsjahr 2019 bei der Definition unserer finanziellen Leistungsindikatoren berücksichtigen, da die Aufwendungen und Auszahlungen für Leasing-Verhältnisse ein bedeutendes Element unserer Ertrags- und Zahlungskraft sind. Auch wollen wir eine möglichst gute Vergleichbarkeit mit unseren bisher verwendeten Leistungsindikatoren herstellen. Die Messung unserer operativen Leistungskraft erfolgt daher in Zukunft über das "EBITDA after leases" (EBITDA AL) statt bisher über das EBITDA. Bei der Ermittlung des EBITDA AL wird das EBITDA um die Abschreibungen der aktivierten Nutzungsrechte und die Zinsaufwendungen für die passivierten Leasing-Verbindlichkeiten angepasst. Der finanzielle Leistungsindikator Free Cashflow wird durch den "Free Cashflow after leases" (Free Cashflow AL) ersetzt. Der Free Cashflow wird hierfür um die Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten angepasst. Zur besseren Vergleichbarkeit unserer Leistungsindikatoren mit den in den Abschlüssen der T-Mobile US nach US GAAP berichteten EBITDA- und Free Cashflow-Größen - wo auch zukünftig weiterhin Operating- und Finance Leasing-Verhältnisse unterschieden werden - werden Aufwendungen und Tilgungen für Finanzierungs-Leasing-Sachverhalte der T-Mobile US bei der Ermittlung des EBITDA AL und des Free Cashflow AL nicht berücksichtigt. Die Ermittlung des ROCE ist infolge der verpflichtenden Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 zum Beginn des Geschäftsjahres 2019 anzupassen. Innerhalb der Ermittlung der NOA werden zukünftig die aktivierten Nutzungsrechte aus Leasing-Verhältnissen mit berücksichtigt. Im Gegenzug entfallen die bisher einbezogenen Barwerte nicht bilanzierter Miet- und Leasing-Verpflichtungen und auch die Korrektur deren Zinsanteile bei der Ermittlung des NOPAT. Im Zuge dieser Anpassungen wird die Definition des ROCE geschärft und vereinfacht, indem sich das operative Working Capital zukünftig ausschließlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen, den Vorräten sowie den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten ermittelt. Darüber hinaus entfallen sonstige Anpassungen von NOPAT und NOA sowie die sonstigen Vermögenswerte im NOA. Die Auswirkungen der angepassten Ermittlung auf die Höhe des ROCE sind insgesamt gering. Die Auswirkungen der verpflichtenden Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 werden ab Beginn des Geschäftsjahres 2019 für die Ermittlung der Ist-Werte unserer finanziellen Leistungsindikatoren berücksichtigt. Die für unseren zweijährigen Prognosezeitraum getroffenen Aussagen beruhen daher bereits auf den neu eingeführten "after leases"-Kennzahlen. → Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Prognose". NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
a Engagement-Index per zuletzt in den Jahren
2017 und 2015 durchgeführter Mitarbeiterbefragung.
Wir wollen, dass unsere Kunden zufrieden - wenn nicht sogar begeistert - sind, denn zufriedene Kunden sind Multiplikatoren unseres Unternehmenserfolgs. Als serviceorientiertes, verantwortungsvolles Unternehmen liegen uns die Bedürfnisse und Meinungen unserer Kunden am Herzen und wir wollen sie langfristig an unser Unternehmen binden. Daher messen wir die Kundenbindung/-zufriedenheit in unseren Gesellschaften mithilfe der weltweit anerkannten TRI * M-Methodik. Die Ergebnisse systematischer Befragungen werden in einer Kennzahl dargestellt: dem TRI * M-Index. Um die hohe Bedeutung der Kundenbindung/-zufriedenheit für unser operatives Geschäft zu unterstreichen, haben wir diese Kennzahl seit 2010 als einen von vier Parametern in die langfristige variable Vergütung (Variable II) für unsere Vorstände aufgenommen. Ebenfalls fließt die Kennzahl als ein Parameter in den seit 2015 neu aufgelegten Long Term Incentive Plan ein, den unsere Führungskräfte (ohne Vorstandsmitglieder) erhalten. Dabei aggregieren wir die für die operativen Einheiten ermittelten TRI * M-Indizes in Annäherung an die jeweiligen Umsatzanteile der Einheiten zu einem TRI * M-Konzernwert. Über einen Zeitraum von vier Jahren partizipieren die berechtigten Führungskräfte dann an der Entwicklung der konzernweiten Kundenbindung/-zufriedenheit. → Weitere Informationen zur Kundenzufriedenheit finden Sie im Kapitel "Konzernstrategie. Unsere Mitarbeiter möchten sich für die Entwicklung des Unternehmens einsetzen und sich mit ihm identifizieren. Wir wollen einen offenen Dialog und einen produktiven Austausch mit unseren Mitarbeitern etablieren: Dabei helfen uns neue Arbeitsformen und moderne Kommunikationsmöglichkeiten sowie regelmäßige Befragungen. Zu den wichtigsten konzernweiten (ohne T-Mobile US) Feedback-Instrumenten für die Beurteilung der Mitarbeiterzufriedenheit zählen die regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen und die halbjährlich durchgeführte Pulsbefragung. Wir messen den Leistungsindikator Mitarbeiterzufriedenheit in unserem Unternehmen mit dem sog. "Engagement-Index" - abgeleitet aus den Ergebnissen der jeweils letzten Mitarbeiterbefragung sowie aktualisiert um die Ergebnisse der letzten Pulsbefragung. → 8 MENSCHENWÜRDIGE ARBEIT UND WIRTSCHAFTSWACHSTUM MITARBEITER → Weitere Informationen zur Mitarbeiterzufriedenheit finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter". Die hohe Bedeutung der Mitarbeiterzufriedenheit für den Unternehmenserfolg hat dazu geführt, dass eine Steuerung und Incentivierung der Vorstände auch über die langfristige variable Erfolgsvergütung (Variable II) eingeführt wurde. Als einer von vier relevanten Parametern fließt das Mitarbeiter-Feedback seit 2010 in die Variable II sowie in den seit 2015 für unsere Führungskräfte (ohne Vorstandsmitglieder) neu aufgelegten Long Term Incentive Plan ein. Auf diese Weise partizipieren die Vorstände und berechtigten Führungskräfte an der Entwicklung der konzernweiten Mitarbeiterzufriedenheit. Als einer der weltweit führenden Anbieter von Telekommunikation und Informationstechnologie ist die Entwicklung unseres Konzerns - und damit auch unserer finanziellen Leistungsindikatoren - eng verknüpft mit der Entwicklung der Kundenzahlen. Darum sind Kundengewinnung und -bindung unabdingbar für den Erfolg unseres Unternehmens. Wir messen die Entwicklung unserer Kundenzahl entsprechend der Geschäftstätigkeit in unseren operativen Segmenten in unterschiedlichen Ausprägungen: Je nach operativem Segment sind das die Zahl der Mobilfunk-Kunden sowie die Zahl der Breitband-Kunden und Festnetz-Anschlüsse. In unserem operativen Segment Systemgeschäft verwenden wir den Auftragseingang als nichtfinanziellen Leistungsindikator. Dabei definieren und ermitteln wir den Auftragseingang als die Summe aller Beträge der Kundenaufträge, die im Geschäftsjahr eingegangen sind. Der Auftragseingang in Form von langfristig abgeschlossenen Verträgen hat für unseren Konzern eine hohe Bedeutung bei der Abschätzung des Umsatzpotenzials. Damit ergibt sich aus dem Auftragseingang eine recht hohe Planungssicherheit. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGDie Weltwirtschaft ist im Berichtsjahr um 3,7% gewachsen - mehr als in jedem einzelnen Jahr im Zeitraum 2012 bis 2016 - und auf gleichem Niveau wie im Jahr 2017. In unseren Kernmärkten haben sich die Wachstumsraten der Volkswirtschaften 2018 insgesamt positiv entwickelt. Während das Wachstum in den USA im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt hat, hat sich das Wachstum im Euroraum zuletzt abgeschwächt. In Deutschland erhöhte sich das BIP gegenüber dem Vorjahr um 1,5%. Private und staatliche Konsumausgaben sowie Investitionen tragen den Aufschwung. Die Arbeitslosenquote lag 2018 bei 5,2% im Jahresdurchschnitt; die Beschäftigung in Deutschland ist damit auf Rekordniveau. Die US-Wirtschaft wuchs im Berichtsjahr um 2,9%, die Arbeitslosenquote lag mit 3,9% auf einem historisch niedrigen Niveau. Die Länder unseres operativen Segments Europa verzeichneten 2018 durchweg ein robustes Wachstum. Die Volkswirtschaften profitierten weiterhin von einem steigenden Binnenkonsum und einer stabilen Nachfrage. Die Lage an den nationalen Arbeitsmärkten in unserem operativen Segment Europa hat sich dank des positiven Wirtschaftswachstums weiter verbessert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wachstumsraten des BIP und der Arbeitslosenquoten in unseren wichtigsten Märkten. Entwicklung des BIP und der Arbeitslosenquote in unseren Kernmärkten von 2016 bis 2018in %
Quellen: Nationale Behörden, Eurostat, Europäische Kommission, Consensus Forecasts. Stand Januar 2019. TELEKOMMUNIKATIONSMARKTDie Nachfrage nach schnellem Breitband - festnetzgebunden und mobil - ist ungebrochen. Nach Schätzungen von Analysys Mason stieg der Datenverkehr im Festnetz weltweit im Jahr 2018 um 38%. In Deutschland lag nach Schätzungen von Dialog Consult das durchschnittliche Datenvolumen pro Festnetz-Anschluss und Monat im Berichtsjahr bei 90 Gigabyte - mehr als das Vierfache des Datenvolumens vor fünf Jahren. Der mobile Datenverkehr wuchs laut Analysys Mason im Jahr 2018 weltweit um 67% und hat sich damit in fünf Jahren nahezu verfünfzehnfacht. Für die Telekommunikationsbranche stellen sich gleichzeitig die Herausforderung und die Chance, das starke Volumenwachstum zu monetarisieren. Die weltweiten Umsätze im Markt für Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) stiegen im Berichtsjahr um 4,1 % auf 3,26 Billionen €. Der Hightech-Verband Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) und EITO (European Information Technology Observatory) erwarten für das Marktsegment Telekommunikation (Dienste und Equipment) 2018 weltweit einen Anstieg von 3,3% auf 1,82 Billionen € und für das Marktsegment Informationstechnologie (IT) einen Zuwachs um 5,1 %. In der Europäischen Union (EU) stiegen 2018 die Umsätze des Marktsegments Telekommunikation um 1,3%. Während die Umsätze mit Telekommunikationsausrüstung um 3,2% wuchsen, sind die Umsätze mit Telekommunikationsdiensten lediglich um 0,6% gestiegen. In den CEE-Staaten (ohne Russland) sind die Umsätze mit Telekommunikationsausrüstung und -diensten im Berichtsjahr um 3,7% angestiegen. Insgesamt wuchsen die Telekommunikationsumsätze in Europa auch im Jahr 2018 langsamer als in anderen bedeutenden Industrienationen: die USA verzeichneten ein Plus von 2,6% und China ein Plus von 3,1 %. Während in der EU die Telekommunikationspolitik darauf ausgerichtet ist, unablässig über regulatorische Eingriffe den Preiswettbewerb zu forcieren, liegt der Schwerpunkt außerhalb der EU deutlich stärker auf der Förderung von Investitionen. Die Telekommunikationsbranche ist von einer hohen Wettbewerbsintensität geprägt. Verbraucher profitieren von einer breiten Angebotsauswahl. In jedem unserer Märkte operieren drei oder vier Mobilfunk-Betreiber, die über eine eigene Netzinfrastruktur verfügen. Darüber hinaus haben sich in vielen Märkten Mobilfunk-Provider etabliert, die auf die Netzinfrastruktur der Mobilfunknetz-Betreiber zurückgreifen. Auch im Festnetz herrscht intensiver Wettbewerb. Etablierte Telekommunikationsunternehmen stehen im Wettbewerb mit Kabelnetz-Betreibern, Stadtnetz-Betreibern und Wiederverkäufern, die auf überwiegend regulierte Vorleistungsprodukte zurückgreifen. Darüber hinaus üben Internet-Unternehmen mit Over-The-Top (OTT)-Kommunikationsdiensten zunehmenden Wettbewerbsdruck aus. Der rasche technologische Wandel im Telekommunikationssektor erfordert hohe Investitionen, um Netzinfrastrukturen der nächsten Generation auszubauen. Der Ausbau von 5G-Netzen steht bevor und kontinuierlich wird mehr Glasfaser in den Telekommunikationsnetzen ausgebaut. Etablierte Telekommunikationsunternehmen wie die Deutsche Telekom investieren einen substantiellen Anteil ihrer Umsätze in den Ausbau der Netzinfrastruktur und in den Erwerb von Spektrum. Um sicherzustellen, dass diese Anstrengungen aufrechterhalten werden können, ist insbesondere in den europäischen Märkten eine Verbesserung des Marktumfelds erforderlich. In einer kapitalintensiven, innovativen Branche wie der Telekommunikation profitieren Verbraucher in erster Linie von hohen Investitionen der Telekommunikationsnetz-Betreiber. Daher spielen Skalenvorteile sowie faire Bedingungen für private Investitionen und Ausbaukooperationen eine hervorgehobene Rolle. Neben der infrastrukturellen breitbandigen Basisversorgung geht es künftig auch um die Vernetzung von Milliarden von Dingen, Geräten, Maschinen und Sensoren aller Art zu einem "Internet of Things" (IoT). In den kommenden Jahren werden nicht mehr nur Millionen von Smartphones und Computern vernetzt sein, sondern weltweit Milliarden von Geräten untereinander kommunizieren. Die Netzinfrastrukturen der Gigabit-Gesellschaft müssen den Transport der anwachsenden Datenmengen ermöglichen und darüber hinaus intelligente Funktionen und Dienste bereitstellen, um die divergierenden Anforderungen zukünftiger Anwendungen optimal zu unterstützen, z. B. vernetztes und automatisiertes Fahren, IoT, Industrie 4.0, E-Health oder Smart Grids. Diese Anwendungen unterscheiden sich teilweise deutlich in ihren Bedarfen, u.a. bezüglich Echtzeit, Latenz, Verfügbarkeit, Bandbreite, Mobilität, Sicherheit und Energieeffizienz. Aus diesem Grund muss sichergestellt sein, dass auch in Zukunft qualitätsgesicherte Dienste möglich sind. Die Infrastrukturen für die Gigabit-Gesellschaft werden aus einem intelligenten, anwendungsspezifischen Technologiemix auf Ebene der Netze und Funktionen bestehen. DEUTSCHLANDNach Angaben der EITO wuchs der Umsatz mit IT-Produkten und -Diensten, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik in Deutschland im Berichtsjahr um 2,1 % auf etwa 138,2 Mrd. €. Dabei war das Wachstum v. a. auf die Informationstechnologie mit einem Plus von 2,5% zurückzuführen. Der Telekommunikationsumsatz (Telekommunikationsdienste, -geräte und -infrastruktursysteme) stieg um 1,4% auf ca. 58,4 Mrd. €. Die Zahl der Breitband-Anschlüsse in Deutschland legte 2018 um 3,0% zu: Nach Angaben von EITO gab es zum Jahresende rund 34,1 Millionen Breitband-Anschlüsse. Für 2019 wird eine weitere Steigerung um 2,3% auf 34,9 Millionen Breitband-Anschlüsse erwartet. Von diesem Marktwachstum profitierten insbesondere Unternehmen mit eigener Infrastruktur, aber auch Wiederverkäufer und regionale Anbieter. Sowohl im Kabel- als auch im VDSL-/Vectoring-Netz werden immer mehr Anschlüsse mit hohen Bandbreiten vermarktet. Dabei wird das Angebot ergänzt um innovative hybride Anschluss-Technologien. Die Verfügbarkeit von hohen Bandbreiten in Deutschland sowie das große Angebot an HD-Inhalten und Video-on-Demand-Diensten führen zu mehr Kundenwachstum im IPTV-Geschäft. Konvergente Angebote aus Festnetz und Mobilfunk (FMC) bieten den Kunden viele Vorteile und helfen, die Kundenbindung zu erhöhen. Der Trend zu FMC-Angeboten hielt im Berichtsjahr an: Immer mehr Anbieter erweitern ihr Portfolio. Mit "MagentaEINS" hatten wir bereits im Herbst 2014 unser erstes konvergentes Angebot auf den Markt gebracht, das wir nach und nach mit noch mehr Leistung ausstatten - sowohl im Bereich der klassischen Kommunikation als auch bei Zusatzdiensten wie SmartHome, Cloud-Diensten oder Security-Anwendungen. → 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR FINANZEN Vodafone und O 2zogen in puncto konvergente Angebote nach. Im deutschen Mobilfunk-Markt stiegen die Service-Umsätze gegenüber 2017 um 1,4% auf ca. 20,0 Mrd. €. Hauptgrund für das moderate Umsatzwachstum war die weiterhin steigende Datennutzung, welche den bereits genannten Regulierungseffekten sowie dem anhaltenden Preis- und Wettbewerbsdruck entgegenwirkte. Die Nutzung von mobilen Daten wächst exponentiell, der Anteil von Sprach- und Datentarifen nimmt stetig zu. Klassische Sprach- und SMS-Dienste werden mehr und mehr durch kostenfreie IP-Messaging-Dienste wie WhatsApp und soziale Netzwerke wie Facebook ersetzt. Vernetzte Produkte wie Smartphones und Tablets, aber auch vernetzte Uhren, Schuhe, Fahrräder etc. werden immer beliebter. Dies steigert die Nachfrage nach hohen mobilen Breitband-Geschwindigkeiten und großen Datenvolumina in den Tarif-Portfolios. Die Digitalisierung schreitet weiter voran, daher verlangt auch die Industrie nach noch mehr Konnektivität, um Maschinen und Produktionsstätten zu vernetzen und Wertschöpfungsketten effizienter zu gestalten. Dazu braucht es umfassende IT- und Cloud-Lösungen sowie intelligente Ansätze für M2M-Kommunikation (Machine-to-Machine). USADer Mobilfunk-Markt in den USA ist nach wie vor zwischen vier großen landesweiten Anbietern - AT&T, Verizon Wireless, T-Mobile US und Sprint - und verschiedenen regionalen Netzbetreibern aufgeteilt. Des Weiteren gibt es eine Reihe von virtuellen Mobilfunknetz-Betreibern, die sich auf die Netze eines oder mehrerer der vier nationalen Carrier stützen, um ihren Sprach- und Datenverkehr zu übertragen. Die zwei größten nationalen Netzbetreiber sind AT&T und Verizon Wireless, gefolgt von T-Mobile US und Sprint. Der Markt ist nach wie vor von großer Dynamik geprägt. Comcast, Charter, DISH, TracFone und Google sind erfolgreich bzw. stehen kurz davor auf den Mobilfunk-Markt zu gehen und unterstreichen damit die Intensität des aktuellen Wettbewerbs in der Branche. So bieten z. B. die Kabelgesellschaften Comcast und Charter ihren Kunden mittlerweile auch Mobilfunk-Dienste an. Beide Gesellschaften nutzen für ihre Mobilfunk-Dienste ihre jeweils bestehenden WLAN-Netze und greifen in Bereichen ohne eigene WLAN-Abdeckung auf das Netz von Verizon zurück. Beide Anbieter haben mit ihren Angeboten Kunden der klassischen Mobilfunk-Anbieter abgeworben. Dies übt einen neuen und noch nie dagewesenen Konkurrenzdruck aus und verwischt bestehende Marktgrenzen. Seit der Bekanntgabe einer MVNO-Partnerschaft mit Sprint im vergangenen Jahr baut Altice sukzessive einen eigenen Mobilfunk-Bereich in Vorbereitung auf die für 2019 geplante Markteinführung auf. DISH - Lizenzinhaber für ein breites Funkwellenspektrum - gab kurzfristige Pläne für ein NarrowBand-IoT-Netz sowie ein 5G-Netz bekannt (DISH unterliegt Lizenzauflagen, wonach große Teile des gehaltenen Spektrums bis 2020 auszubauen sind). Die Übernahme von Time Warner Inc. durch AT&T für 85,4 Mrd. US-$ ist abgeschlossen. Gerichtsverfahren in diesem Zusammenhang sind aber noch anhängig. AT&T hat eine Kartellrechtsklage des US-amerikanischen Justizministeriums vor Gericht gewonnen, die Entscheidung zur Berufung wird in Kürze erwartet. Es ist davon auszugehen, dass sich mit zunehmender Integration von Mobilfunk und Festnetz sowie der Übernahme von Content-Anbietern durch Mobilfunk-Gesellschaften die Konsolidierungs- und Konvergenztrends auf dem US-amerikanischen Telekommunikationsmarkt weiter fortsetzen. Am 29. April 2018 gaben T-Mobile US und Sprint ihre Fusionsabsichten bekannt. Der Zusammenschluss steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen Voraussetzungen, einschließlich der Zustimmung der Aufsichts-, Kartell- und nationalen Sicherheitsbehörden. In einer öffentlichen Mitteilung bat die FCC Unternehmen der Branche und Analysten um Informationen über die Wettbewerbssituation auf dem Mobilfunk-Markt: Gefragt sind Daten zur Gesamtzahl der Mobilfunk-Anschlüsse, zu Trends in der Datennutzung, zu Eigentumsverhältnissen beim Spektrum, Innovationen und 5G, Netzqualität, Marktabgrenzung usw. Zwar stehen konkrete Kennzahlen in Kürze zur Verfügung, aber Datenverbrauch und Smartphone-Verbreitung nehmen stetig zu. Im Zuge der für das Jahr 2019 geplanten Einführung von 5G-Diensten dürfte der Datenverbrauch noch deutlicher zunehmen. Der Datenverbrauch über Smartphones dürfte im Jahr 2018 z. B. die Nutzung über Breitband im Festnetz übertreffen. Mit über 400 Millionen Mobilfunk-Geräten gibt es in den USA mehr Endgeräte als Menschen - genau genommen entfallen auf jede Person im Land etwa 1,2 Mobilfunk-Geräte. Bei über 68% dieser Geräte handelt es sich um datenintensive Smartphones. Zudem schreitet die Kommerzialisierung von 5G in den USA mit hoher Geschwindigkeit voran. Einer der vier landesweiten Mobilfunk-Anbieter hat Anfang Oktober 2018 erste Angebote für 5G-basierte drahtlose Teilnehmeranschlüsse (Fixed Wireless Access) eingeführt. Ein weiterer hat Pläne bekannt gegeben, bis Ende des Berichtsjahres 5G auf Grundlage des 3GPP-Standards (3rd Generation Partnership Project, ein führendes Standardisierungsgremium im Mobilfunk-Bereich) umzusetzen. Die anderen zwei Anbieter wollen Anfang 2019 mit 5G-Mobilfunk-Angeboten an den Start gehen. Die FCC hat ihrerseits Maßnahmen ergriffen, um Investitionen im Mobilfunk-Bereich voranzutreiben. Um die Anbieter bei der Errichtung der Netze der nächsten Generation zu unterstützen, hat die FCC regulatorische Hürden sowie eine Reihe von Hindernissen auf bundesstaatlicher und kommunaler Ebene beseitigt und so den anstehenden notwendigen Ausbau echter 5G-Netze vereinfacht. Am 14. November 2018 startete die FCC die Versteigerung der Frequenzen im 28 GHz-Band (Auktion 101) - die erste Auktion für den Bereich des hochbandigen 5G-Spektrums. Im Frühjahr 2019 folgt dann eine zweite Spektrumauktion im 24 GHz-Band (Auktion 102), in der insgesamt 1,55 GHz an Spektrum veräußert wird. Für das Jahr 2019 ist außerdem eine weitere Auktion für Frequenzen in den 37 GHz-, 39 GHz- und 47 GHz-Bändern geplant. Hierfür hat die FCC bislang allerdings noch keine weiteren Informationen hinsichtlich der Vergabebedingungen veröffentlicht. EUROPAIm wettbewerbsintensiven Marktumfeld unseres operativen Segments Europa konnten die traditionellen Telekommunikationsmärkte im Geschäftsjahr 2018 das Wachstum des Vorjahres fortsetzen. Das anhaltende Wachstum der Breitband- und TV-Dienste konnte im Festnetz-Geschäft die rückläufigen Umsätze aus der Sprachtelefonie auffangen. Die Zuwachsraten bei der mobilen Datennutzung waren weiterhin hoch, insbesondere durch vielfältige Videodienst-Angebote. So verzeichnete das Mobilfunk-Geschäft insgesamt eine positive Entwicklung und war damit der Treiber für das Wachstum der traditionellen Telekommunikationsmärkte. Negativ wirkten sich im Jahr 2018 die von einigen Ländern weiterhin erhobenen Sonderabgaben auf Telekommunikationsleistungen aus, z.B. in Griechenland und Ungarn. Gemessen an den Vorjahren fielen auch im Jahr 2018 die Belastungen durch Aufwendungen für den Erwerb oder den Erhalt von Spektrumlizenzen moderat aus. Vergabeverfahren gab es v.a. in Ungarn. Im Berichtsjahr konnten in den Ländern unseres operativen Segments Europa einige Fusions- und Übernahmegeschäfte abgeschlossen werden (z. B. T-Mobile Austria und UPC Austria, Digi/Invitel und der Verkauf von Telenor an PPF in Ungarn, und Vodafone/Cyta in Griechenland). Der Trend zu konvergenten Bündelangeboten aus Festnetz und Mobilfunk (FMC) setzt sich weiter fort, wie z. B. "Kombinieren & Sparen" in Österreich, "Love" in Polen und "MagentaOne" bzw. "CosmoteOne" in unseren Beteiligungsgesellschaften mit integrierter Telekommunikationsinfrastruktur. Diese Angebote weisen hohe Wachstumsraten auf und konnten bei einigen Anbietern schon die Mehrzahl der Privatkunden adressieren. Streaming-Videodienste wie Netflix und Amazon Prime Video spielen in den Ländern Süd- und Osteuropas eine immer noch untergeordnete Rolle: Ampere Analysis sieht die Haushaltspenetration im Berichtsjahr bei 6% im Vergleich zu 30% in Westeuropa. Im Geschäftskundensegment führte die fortschreitende Digitalisierung zu einem massiven Wachstum bei M2M/IoT-Anwendungen. Hieran partizipierten wir mit unseren "Smart City-Projekten", z.B. in Ungarn, Rumänien oder Griechenland. → 11 NACHHALTIGE STÄDTE UND GEMEINDEN FINANZEN SYSTEMGESCHÄFTIn der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche in unserem Kernmarkt Westeuropa stieg das Volumen, das wir durch unser Portfolio im Systemgeschäft adressieren können, im Berichtsjahr um 5,3% auf über 185 Mrd. €. In den einzelnen Geschäftsfeldern stellt sich diese Entwicklung jedoch sehr unterschiedlich dar. Im Bereich der Telekommunikation prägten anhaltender Preisverfall bei den Telekommunikationsdienstleistungen sowie intensiver Wettbewerb das Marktumfeld. Im Vordergrund stehen nach wie vor die Substitution von Teilen des Portfolios und die Nachfrage nach stabilen, intelligenten und sicheren Netzlösungen mit immer größeren Bandbreiten. Das Wachstum bei ICT-Sicherheit (Cyber Security), Internet der Dinge, Cloud Computing und Unified Communications führt langfristig dazu, dass sich die Märkte, in denen unser operatives Segment tätig ist, stabilisieren. Die Substitutionseffekte zwischen Festnetz- und Mobilfunk-Kommunikation verstärken sich weiter. Die Migration auf sog. "All IP"-Lösungen setzt sich zunehmend fort, so z. B. die Kombination von Internet Access, Voice over IP, IP-VPN und Unified Communications. Im Bereich der IT-Dienstleistungen ist die Nachfrage nach Cloud Services und Cyber Security Services sowie die Bedeutung der Digitalisierung, der intelligenten Netze, des Internet der Dinge (inklusive Industrie 4.0) und der Kommunikation zwischen Maschinen (M2M) weiter gewachsen. Der Fortschritt in puncto Digitalisierung und der Wandel hin zu Cloud-Lösungen führten auch zu einer Veränderung der Nachfrage im Systemintegrationsgeschäft. Das klassische Projektgeschäft - Anwendungsentwicklung und deren Integration - stagnierte. Dagegen wuchs der Markt für Beratung und Integrationsleistungen für Cloud-Lösungen um knapp 25%. Der Markt für das Outsourcing-Geschäft im Bereich Computing und Desktop Services (CDS) stieg im Berichtsjahr minimal um 0,1 % auf 54 Mrd. €. Dabei wirkten in erster Linie zwei gegenläufige Trends: Auf der einen Seite ging das Geschäft bei den langfristigen, eher klassischen Outsourcing-Verträgen um 4% zurück, auf der anderen Seite legte der Markt für Cloud Computing um 13% zu. Der Wettbewerbs- und Preisdruck hält in allen Teilmärkten unseres operativen Segments Systemgeschäft an. Grund dafür sind zum einen Wettbewerber, wie z. B. BT Global Services und Orange Business Services im Telekommunikationsmarkt und IBM, Atos und Capgemini im IT-Segment. Zum anderen ist v. a. das IT-Segment durch Cloud-Anbieter wie Amazon Web Services, Google und Microsoft unter Preisdruck geraten. Dieser Effekt wird verstärkt durch die Anbieter von primär "offshore" erbrachten Leistungen. Wir positionieren uns in diesem Umfeld als Digitalisierer, als Cloud Transformer und als ICT Operator mit dem Fokus auf Qualität, Datensicherheit und einer Gesamtverantwortung für Transformation, Integration und den Betrieb von ICT-Leistungen (sog. "Ende-zu-Ende-Verantwortung"). Außerdem gehen wir verstärkt strategische Partnerschaften mit unseren Wettbewerbern ein - mit dem Ziel, innovative Lösungen für unsere Kunden anzubieten. → 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR BEZIEHUNGEN GROUP DEVELOPMENTPrägend für das Umfeld unseres operativen Segments Group Development sind in erster Linie die Märkte, in denen unsere Gesellschaften T-Mobile Netherlands und Deutsche Funkturm (DFMG) tätig sind. Schon länger ist der niederländische Mobilfunk-Markt durch einen hohen Preis- und Wettbewerbsdruck gekennzeichnet. Dieser hat sich auch 2018 weiter verstärkt. Ein Trend, der dazu beigetragen hat, ist die zunehmende Bündelung von Festnetz- und Mobilfunk-Produkten in konvergente Angebote (FMC), welcher durch die beiden Unternehmen KPN und VodafoneZiggo dominiert ist. Wie bereits in der Vergangenheit führt der Trend zu gebündelten Angeboten dazu, dass die Preise für Mobilfunk-Produkte unter Druck geraten. Das ausgeprägte Discount-Segment - bestehend aus Zweitmarken von Mobilfunk-Anbietern und MVNOs - hat den Wettbewerb zusätzlich verschärft. Der Erwerb des Telekommunikationsanbieters Tele2 Netherlands durch T-Mobile Netherlands wurde am 2. Januar 2019 vollzogen, nachdem die Zustimmung der EU-Kommission am 27. November 2018 ohne Auflagen erteilt wurde. Die DFMG ist der größte Anbieter von passiver Funkinfrastruktur für den Mobil- und Rundfunk in Deutschland. → 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR STRUKTUR Auch im Geschäftsjahr 2018 verzeichnete der Markt eine gestiegene Nachfrage nach Mobilfunk-Standorten. Gründe dafür sind zum einen, dass die Netzanbieter Abdeckungslücken schließen wollen, zum anderen steigt die Nachfrage nach Mobilfunk-Datendiensten, was zu einer weiteren Verdichtung der Mobilfunknetze führt. WESENTLICHE REGULIERUNGSENTSCHEIDUNGENUnser Geschäft unterliegt in hohem Maße der nationalen und europäischen Regulierung; damit verbunden sind weitreichende Eingriffsbefugnisse in unsere Produkt- und Preisgestaltung. Auch 2018 wurde unser Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft umfassend reguliert. Dabei handelte es sich in erster Linie um die Regulierung von Leistungen für Wholesale-Kunden und den entsprechenden Entgelten sowie um die Vergabe von Mobilfunk-Frequenzen. REGULIERUNGPositives Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) schafft Rechtssicherheit für VDSL-Ausbau im Nahbereich.Wettbewerber hatten gegen den Beschluss der Bundesnetzagentur (BNetzA), der im September 2016 grünes Licht für den Vectoring-Ausbau gegeben hatte, geklagt. Das BVerwG hat im September 2018 höchstrichterlich den Beschluss bestätigt und damit Rechtssicherheit zum VDSL-Ausbau geschaffen. BNetzA-Entscheidung zu "StreamOn".Die BNetzA hat am 15. Dezember 2017 Teile der MagentaMobil Zubuchoption "StreamOn" untersagt. Laut der BNetzA verstoßen zwei Teilaspekte gegen die EU-Verordnungen zur Netzneutralität und Roaming. Die Entscheidung gibt vor, dass wir alle "StreamOn" Datenverkehre mit der maximal verfügbaren Bandbreite transportieren müssen und diese auch im Roaming innerhalb der EU nicht auf das Inklusivvolumen angerechnet werden. Wir sind jedoch der Auffassung, dass unser Angebot mit dem EU-Recht in Einklang steht. Gegen die Entscheidung der Behörde verfolgen wir unseren Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz am Oberverwaltungsgericht Münster weiter. BNetzA-Entscheidungen zu Bitstrom-Entgelten.Wir haben am 8. März 2018 den endgültigen Beschluss der BNetzA zu unserem Entgeltantrag vom 21. September 2017 zugestellt bekommen. Es geht dabei um Entgelte, die wir Wholesale-Kunden für den Zugang zu unseren Breitband-Anschlüssen im Rahmen des sog. "Layer 2 Bitstrom-Zugangs" in Rechnung stellen dürfen. Mit dem Beschluss hat die BNetzA ihre vorläufige Entscheidung vom Dezember 2017 bestätigt und die Entgelte im Wesentlichen auf dem bisherigen Niveau genehmigt. Wir hatten im Rahmen von Kontingentmodellen eine Erhöhung des monatlichen Entgelts beantragt. Diese wurde, wie bereits in der vorläufigen Entscheidung, auch im finalen Beschluss nicht genehmigt. Am 18. September 2018 veröffentlichte die BNetzA zudem einen Konsultationsentwurf zu Bitstrom-Entgelten für Supervectoring, welches Anschluss-Bandbreiten bis zu 250 MBit/s im Download ermöglicht. Die genehmigten Entgelte liegen über den Entgelten für geringere Geschwindigkeiten und wurden unverändert in der finalen Entscheidung vom 18. Dezember 2018 festgelegt. Damit erkennt die BNetzA konsistent Investitionen in höhere Bandbreiten an. Neue Interconnection-Entgelte von BNetzA vorläufig genehmigt. BNetzA hat am 17. Dezember 2018 eine vorläufige Genehmigung für die Interconnection-Entgelte im Festnetz erlassen. Hierbei wurde das Entgelt für Festnetz-Terminierung um 20% von bisher 0,10 Ct./Min. auf 0,08 Ct./Min., für die Zuführungsleistung wurde das Entgelt um rund 43% von bisher 0,23 Ct./Min. auf 0,13 Ct./Min. abgesenkt. Die Entgelte sind laut Beschlussentwurf bis 30. Dezember 2020 genehmigt. Der Entwurf des finalen Entgeltbeschlusses wird nun national und anschließend auf EU-Ebene konsultiert. Die finale Entgeltgenehmigung ist Mitte 2019 zu erwarten. FREQUENZVERGABEIn der zweiten Jahreshälfte 2018 hat sich in Deutschland die Gestaltung der Vergabebedingungen für die kommende Auktion des Spektrums in den Bereichen 2,1 GHz sowie 3,4 bis 3,7 GHz zu einem zentralen Thema in der politischen Diskussion entwickelt. Dabei standen Wünsche nach einem Lückenschluss bei der Versorgung mit mobilen Datendiensten und Internet-Zugang (Beseitigung von sog. "Weißen Flecken") sowie eine möglichst umfassende und schnelle Einführung des neuen Mobilfunk-Standards 5G im Vordergrund. So sollen insbesondere auch die ländlichen Bereiche sowie alle wichtigen Verkehrswege (Straße, Schiene, Wasser) versorgt werden. Hierzu wurden in die finalen Vergabebedingungen hohe Auflagen sowie rechtlich umstrittene Vorgaben für die Zugangsgewährung zwischen den Betreibern von Mobilfunknetzen aufgenommen. Wir sowie mindestens acht weitere Marktteilnehmer haben Klage gegen die finalen Vergabebedingungen eingereicht. Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die wesentlichen Frequenzvergaben wie Auktionen sowie Lizenzverlängerungen in Deutschland und bei unseren internationalen Beteiligungen. Daneben gibt es in verschiedenen Ländern Hinweise auf für 2019 erwartete Frequenzvergaben. → Weitere Informationen zu den Frequenzvergaben finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management". Wesentliche Frequenzvergaben
a Simultane elektronische Mehrrundenauktion mit
aufsteigenden, parallelen Geboten für alle beteiligten
Frequenzbänder.
GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES KONZERNSGESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM JAHR 2018
Bonn, den 12. Februar 2019 Erneut haben wir ein erfolgreiches Jahr mit guten Ergebnissen abgeschlossen. Auch im Jahr 2018 konnten wir unsere wichtigsten Unternehmensziele erreichen und die Weichen für die Zukunft stellen. Unser Konzernumsatz ist um 0,9% auf 75,7 Mrd. € gestiegen - organisch, d. h. vor allem bereinigt um die in diesem Jahr belastenden Effekte aus der Währungsumrechnung, konnten wir sogar ein Wachstum von 3,1 % verzeichnen. Ungebrochen stark entwickelte sich das Geschäft in den USA, aber auch Europa zeigte eine sehr positive Geschäftsentwicklung und auf unseren Heimatmarkt Deutschland können wir uns verlassen. Dies ist Ergebnis des großen Kundenzuspruchs, der sich v.a. im Mobilfunk- und Breitband-Geschäft zeigt - in Deutschland und Europa auch beim Erfolg unserer konvergenten Produktpalette. Diese stehen genau wie Services für Privat- und Geschäftskunden auch weiterhin im Fokus unserer Strategie. Unsere Position in Europa konnten wir durch die Erwerbe von UPC Austria sowie Tele2 Netherlands insbesondere im Hinblick auf das Angebot konvergenter Produkte weiter verbessern. Im US-Geschäft wollen wir unsere gute Position durch den vereinbarten Zusammenschluss von T-Mobile US und Sprint weiterentwickeln. Unser bereinigtes EBITDA stieg um 5,0% auf 23,3 Mrd. €. Hauptgrund dafür ist die gute operative Entwicklung getrieben, durch das Umsatzwachstum sowie eine weiter verbesserte Kosteneffizienz - nicht allein die USA, sondern auch Deutschland und v.a. Europa haben den Ergebnistrend deutlich unterstützt. Unser Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) betrug 6,2 Mrd. €; gegenüber dem Vorjahr erzielten wir ein Wachstum von rund 13,7%. Unser Betriebsergebnis (EBIT) verminderte sich im Berichtsjahr um 1,4 Mrd. € auf 8,0 Mrd. €. Höhere Sondereinflüsse im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen sowie das Vorjahr entlastende positive Sondereinflüsse aus der Wertaufholung der Spektrumlizenzen von T-Mobile US und den Verkäufen der Strato und der Scout24 AG waren der Grund für diese Entwicklung. Auch haben wir im Vergleich zu 2017 höhere planmäßige Abschreibungen infolge unseres hohen Investitionsvolumens für den Auf- und Ausbau von Mobilfunknetzen und Festnetz-Infrastruktur sowie für die zukunftsweisende Umstellung auf das IP-Protokoll im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie erfasst. Der Konzernüberschuss verminderte sich um 1,4 Mrd. € auf 2,1 Mrd. €. Die gute Entwicklung des Finanzergebnisses wurde durch eine im Vorjahresvergleich höhere Steuerbelastung aufgezehrt. Hier war das Vorjahr durch die Absenkung des US-Bundessteuersatzes, die zu einem zahlungsunwirksamen latenten Steuerertrag bei T-Mobile US führte, stark entlastet. Unser ROCE verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der stärkeren Belastung mit Sondereinflüssen im Vergleich zum Vorjahr. Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten stiegen von 50,8 Mrd. € auf 55,4 Mrd. €, insbesondere durch den Erwerb der UPC Austria, durch unsere Aktienrückkauf-Programme sowie die anhaltend hohen Investitionen in den Netzausbau und die Netzmodernisierung in den USA, Deutschland und Europa. Auch hier wirkten Effekte aus der Währungsumrechnung belastend. Auf unserem Kapitalmarkttag im Mai 2018 haben wir unsere überarbeitete Strategie und den finanziellen Ausblick vorgestellt. Unsere Wachstumsprognose bleibt bis 2021 konstant auf dem hohen Niveau, das wir auf unserem Kapitalmarkttag 2015 prognostiziert hatten. Für unsere Aktionäre gibt es - vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen - eine verlässliche Dividendenpolitik. Für das Geschäftsjahr 2018 werden wir eine Dividende von 0,70 € je dividendenberechtigte Aktie vorschlagen, welche als Basis für die zukünftige Dividendenhöhe dienen wird. Die Dividendenhöhe für die Geschäftsjahre ab 2019 soll das relative Wachstum des bereinigten Ergebnisses je Aktie reflektieren, wobei eine Dividende von mindestens 0,50 € je dividendenberechtigte Aktie gezahlt werden soll. Die Rahmenbedingungen, insbesondere auf den europäischen Telekommunikationsmärkten, bleiben herausfordernd: steigender Wettbewerbsdruck, hohe regulatorische Anforderungen -der Markt für Informations- und Kommunikationstechnologien wächst jedoch. Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, investieren wir weiter intensiv in die Basis unseres Erfolgs: unsere Netzinfrastruktur. 2018 haben wir Investitionen (vor Spektrum) in Höhe von 12,2 Mrd. € getätigt. Unser Fokus lag im Festnetz-Bereich auf Investitionen in den Glasfaser-Ausbau, in IPTV sowie in die weitere Umstellung auf ein IP-basiertes Netz. Im Mobilfunk haben wir in LTE investiert, die Netzabdeckung erhöht und die Kapazitäten dem steigenden Bedarf an schnellen Datenübertragungen angepasst. Einschließlich der Ausgaben für Mobilfunk-Spektrum waren es 12,5 Mrd. €. Trotz dieses hohen Investitionsniveaus verfügten wir auch 2018 über ein solides Rating und einen jederzeit ungehinderten Zugang zum Kapitalmarkt. Vor diesem Hintergrund bekräftigen wir unsere strategische Grundausrichtung, führender europäischer Telekommunikationsanbieter sein zu wollen. Mit diesem Ziel vor Augen haben wir auch 2018 konsequent an modernsten Netzen, Produkten und Dienstleitungen gearbeitet, die unseren Kunden einen einfachen und komfortablen Zugang zur digitalen Welt ermöglichen. Damit schaffen wir weiterhin gute Voraussetzungen, in unseren Märkten treibende Kraft für eine moderne und wettbewerbsfähige digitale Zukunft zu sein. SOLL-IST-VERGLEICH DER KONZERNERWARTUNGENIm Geschäftsbericht 2017 haben wir für unsere bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die in unserem Steuerungssystem verankert sind, Erwartungen für das Geschäftsjahr 2018 formuliert. Die nachfolgenden Tabellen geben einen zusammenfassenden Überblick über die Pro-forma-Werte für 2017, die für das aktuelle Berichtsjahr erwarteten Ergebnisse und die tatsächlich erzielten Ergebnisse 2018. Die im Geschäftsbericht 2017 darüber hinaus von uns prognostizierten Leistungsindikatoren und deren Entwicklung werden im Rahmen der jeweiligen Kapitel dargestellt. Soll-Ist-Vergleich der finanziellen Leistungsindikatoren
Soll-Ist-Vergleich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren
a Abweichend von den im zusammengefassten
Lagebericht 2017 (Geschäftsbericht 2017)
veröffentlichten Prognosen haben wir die
Erwartungswerte 2018 unterjährig angepasst
(Konzern-Zwischenbericht zum 31. März 2018;
Konzern-Zwischenbericht zum 30. Juni 2018, und
Konzern-Zwischenbericht zum 30. September 2018).
Wir blicken erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Positive Wachstumsraten im Umsatz und im bereinigten EBITDA kennzeichneten unsere Entwicklung 2018. Beim Umsatz konnten wir mit 75,7 Mrd. € den erwarteten Anstieg verzeichnen - währungs- und konsolidierungskreisbereinigt war der Anstieg noch deutlicher. Auch beim bereinigten EBITDA zeigt sich diese Entwicklung - wir erreichten einen Wert von 23,3 Mrd. € - währungs- und konsolidierungskreisbereinigt lagen wir sogar um 0,2 Mrd. € über unserer Erwartung von 23,6 Mrd. €. Für den Free Cashflow erreichten wir währungs- und konsolidierungskreisbereinigt einen um 0,1 Mrd. € über unserer Erwartung liegenden Wert. Beim Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) lagen wir mit 12,2 Mrd. € unter unserem ausgegebenen Wert. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungskreiseffekte verbleibt eine Abweichung von knapp 0,2 Mrd. €, im Wesentlichen aufgrund geringerer Investitionen in unserem operativen Segment Systemgeschäft. Unsere zentrale Steuerungsgröße Kapitalrendite (ROCE) verschlechterte sich im Berichtsjahr um 1,1 Prozentpunkte auf 4,7%. Ursache für diese negative Entwicklung war ein Rückgang des operativen Ergebnisses (NOPAT) bei gleichzeitig leicht gestiegenem, durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögen (NOA). Der NOPAT wurde 2018 durch negative Sondereinflüsse von insgesamt 2,2 Mrd. € belastet, v.a. durch Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen sowie sachbezogenen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 1,3 Mrd. € sowie Wertminderungen im Wesentlichen auf Goodwill in Höhe von insgesamt 0,7 Mrd. €. Diese Belastungen konnten auch durch ein deutlich verbessertes bereinigtes EBITDA nicht vollständig kompensiert werden. Im Vorjahr wurde der NOPAT nur durch negative Sondereinflüsse in Höhe von 0,4 Mrd. € belastet. Positive Sondereinflüsse wie die Wertaufholung bei Spektrumlizenzen von T-Mobile US (1,7 Mrd. €) oder die Verkäufe der Strato (0,5 Mrd. €) und weiterer Anteile der Scout24 AG (0,2 Mrd. €) wirkten entlastend. Insgesamt belief sich der NOPAT 2018 auf 5,9 Mrd. €, nach 6,8 Mrd. € im Jahr 2017. Das NOA erhöhte sich 2018 von 118,9 Mrd. € auf 124,0 Mrd. €. Dieser Anstieg resultierte sowohl aus Zuwächsen bei den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, als auch aus einem höheren Barwert nicht bilanzierter Miet- und Leasing-Verpflichtungen. Hier spiegelt sich das weiterhin hohe Investitionsvolumen der Deutschen Telekom wider. Auch im Hinblick auf unsere bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren - und dort insbesondere die Entwicklung unserer Kunden im Festnetz und Mobilfunk - liegen wir hervorragend im Plan. Insbesondere im operativen Segment USA erreichten wir wiederholt ungebrochen starke Zuwächse an Mobilfunk-Neukunden und dies sowohl bei den Postpaid- als auch bei den Prepaid-Kunden. Der Anstieg der Kundenzahl in unserem operativen Segment Europa ist v. a. bei den Festnetz-Anschlüssen durch den Erwerb der UPC Austria geprägt. Aber auch ohne diesen Effekt stieg die Anzahl der Festnetz-Anschlüsse um 3,2 %. Die Kundenzufriedenheit lag zum Ende des Berichtsjahres bei 67,7 Punkten gegenüber einem angepassten Ausgangswert von 67,2 Punkten. Aufgrund von Veränderungen der Umsatzanteile der Länder und einer Vereinheitlichung der Erhebungseinheiten in den Ländern wurde für 2018 ein an diese geänderten Strukturen angepasster Ausgangswert berechnet, der somit nicht dem zum 31. Dezember 2017 berichteten Wert von 68,8 entspricht. Die leicht positive Entwicklung ist in einer leichten Steigerung im operativen Segment Europa begründet. Deutschland und Systemgeschäft haben ihre jeweiligen Vorjahreswerte im Wesentlichen bestätigt. Für die kommenden Jahre ist unser Ziel, die Kundenzufriedenheit insgesamt kontinuierlich zu verbessern. Der Auftragseingang unseres operativen Segments Systemgeschäft entwickelte sich im Berichtsjahr deutlich positiv. Dies ist u. a. darauf zurückzuführen, dass wir im klassischen IT-Geschäft dieses Jahr erfolgreich Großverträge abschließen konnten. Auch im Wachstumsgeschäft zeigt der Auftragseingang im Berichtsjahr eine deutlich positive Entwicklung. → Weitere Informationen zu den Entwicklungen unserer bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren finden Sie in diesem Kapitel sowie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente". ERSTMALIGE ANWENDUNG NEUER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS ZUM 1. JANUAR 2018Seit dem 1. Januar 2018 kommen die neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers" und IFRS 9 "Financial Instruments" zur Anwendung. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst. Aufgrund von IFRS 15 kommt ein geändertes Modell für die Erlösermittlung und -erfassung zur Anwendung. Die neuen Regelungen entfalten in unseren operativen Segmenten abhängig von den jeweils zugrunde gelegten Geschäftsmodellen unterschiedliche Wirkung und heben sich überwiegend gegenseitig auf. So zeigt die Fortschreibung der aktivierten Vertragsvermögenswerte in unserem operativen Segment Deutschland, wo der Verkauf subventionierter Endgeräte im Zusammenhang mit dem Abschluss von Service-Verträgen weiterhin üblich ist, eine leicht umsatzmindernde Wirkung. In unserem operativen Segment USA, wo den Kunden v.a. Ratenzahlungs- oder Leasing-Modelle angeboten werden, zeigt sich ein positiver Umsatz- und EBITDA-Effekt, v.a. aus der Aktivierung von Kundengewinnungskosten und deren Verteilung über die durchschnittliche Kundenbindungsdauer. Auf Konzernebene zeigt sich ein unwesentlicher Einfluss auf die Umsatzerlöse und ein positiver Effekt auf das EBITDA. IFRS 15 hat wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns. Die wesentlichen Effekte werden jeweils bei der Beschreibung der Entwicklung der Bilanzposten erläutert. → Eine detailliertere Darstellung der Neubewertungs- und Reklassifizierungseffekte finden Sie im Abschnitt "Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen" im Konzern-Anhang. ERTRAGSLAGE DES KONZERNSUMSATZ2018 erzielten wir einen Konzernumsatz in Höhe von 75,7 Mrd. €, der mit einem Wachstum von 0,7 Mrd. € um 0,9% über dem Niveau des Vorjahres lag. Ohne Berücksichtigung negativer Währungskurseffekte von im Saldo 1,6 Mrd. € sowie leicht positiver Konsolidierungskreiseffekte entwickelte sich der Umsatz mit einem Anstieg von 2,3 Mrd. € bzw. 3,1 % positiv. Zur positiven Umsatzentwicklung trug insbesondere unser operatives Segment USA mit einem Anstieg von 2,2% - bzw. währungskursbereinigt in Höhe von deutlichen 6,8% - bei, was insbesondere auf höhere Service-Umsätze aufgrund des Anstiegs des durchschnittlichen Bestands eigener Kunden, verursacht v. a. durch das anhaltende Wachstum in bestehenden und neu erschlossenen Märkten, den zunehmenden Erfolg in neuen Geschäftsfeldern sowie eine rückläufige Kundenabwanderung, zurückzuführen ist. In unserem Heimatmarkt Deutschland verminderten sich die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 1,1 %. Hier lag der Umsatz ohne die Berücksichtigung von IFRS 15 auf einem zum Vorjahr vergleichbaren Niveau - dabei verzeichneten wir im Mobilfunk-Geschäft einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Beim Umsatz im Festnetz konnten höhere IT- und Breitband-Umsätze geringere Umsätze im Festnetz-Geschäft nahezu kompensieren. In unserem operativen Segment Europa lag der Umsatz mit 2,6 % über dem Vorjahresniveau; währungskursbereinigt sowie ohne Berücksichtigung der Einbeziehung der UPC Austria zum 31. Juli 2018 erhöhte sich der Umsatz um 1,5%. Positiv wirkten sich die Umsätze im Geschäftskundenbereich und im Mobilfunk-Geschäft aus. Auch die Festnetz-Umsätze erhöhten sich leicht gegenüber dem Vorjahr, insbesondere durch den positiven Umsatzeffekt aus dem TV- und Breitband-Geschäft. Teilweise wurden diese Anstiege durch das rückläufige Wholesale-Geschäft aufgezehrt. In unserem operativen Segment Systemgeschäft lag der Umsatz auf Vorjahresniveau. Während sich die Umsätze in unserem Wachstumsgeschäft positiv entwickelten, sind die Umsätze im klassischen IT-Geschäft erwartungsgemäß, insbesondere im internationalen Großkundengeschäft und aufgrund der generell rückläufigen Marktentwicklung im Kernmarkt Westeuropa sowie bewusster Portfolio-Entscheidungen, zurückgegangen. Der Umsatz unseres operativen Segments Group Development reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,4%, was u. a. auf die entfallenen Umsatzbeiträge durch die Entkonsolidierung der Strato zum 31. März 2017 zurückzuführen ist. Positive Umsatzauswirkungen ergaben sich bei T-Mobile Netherlands durch einen hohen Absatz von Mobilfunk-Endgeräten, die jedoch u.a. durch negative regulatorische Effekte überkompensiert wurden. → Weitere Informationen zur Umsatzentwicklung finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente". Beitrag der Segmente zum Konzernumsatzin Mio. €
a Seit dem 1. Januar 2018 wird die Vivento
Customer Services GmbH, Anbieter von Call
Center-Dienstleistungen, unserem operativen Segment
Deutschland zugeordnet; zuvor war sie in unserem Segment
Group Headquarters & Group Services integriert. Die
Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend
rückwirkend angepasst. Weitere Informationen zu
Änderungen in der Organisationsstruktur finden Sie im
Kapitel "Konzernstruktur", sowie in Angabe 35
"Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang.
Beitrag der Segmente zum Konzernumsatzin %→ Weitere Informationen zum Außenumsatz finden Sie in Angabe 35 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang.
Regionale Umsatzverteilungin %
Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives Segment USA mit einem Anteil von 48,3% unverändert den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Anteil am Konzernumsatz, v. a. aufgrund des weiterhin starken Anstiegs an Neukunden, um 0,6 Prozentpunkte. Der Anteil des Auslandsumsatzes nahm von 67,2% auf 67,8% weiter zu. EBITDA, BEREINIGTES EBITDAOhne Berücksichtigung von Sondereinflüssen erwirtschafteten wir 2018 ein gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mrd. € bzw. 5,0% gestiegenes bereinigtes EBITDA in Höhe von 23,3 Mrd. €. Dabei wirkten negative Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, in Höhe von 0,5 Mrd. € belastend. Ohne deren Berücksichtigung stieg das bereinigte EBITDA sogar um 1,6 Mrd. € bzw. 7,2%. Das bereinigte EBITDA unseres operativen Segments USA entwickelte sich dabei deutlich positiv, was insbesondere auf die gestiegenen Umsätze zurückzuführen ist - aus der Berücksichtigung des IFRS 15 resultierte ebenfalls ein positiver Effekt. Auch unsere operativen Segmente Deutschland und Europa entwickelten sich aufgrund geringerer Personalkosten sowie der erfolgreichen Umsetzung unserer Effizienz- und Digitalisierungsmaßnahmen positiv; Europa auch ohne Berücksichtigung des am 31. Juli 2018 vollzogenen Erwerbs der UPC Austria. Das bereinigte EBITDA unseres operativen Segments Systemgeschäft war rückläufig, was v.a. aus höheren Kosten für den Aufbau unseres Wachstumsgeschäfts insbesondere im Bereich Internet der Dinge und Gesundheitsmarkt sowie höheren Belastungen aufgrund der laufenden All-IP-Umstellung resultierte. In unserem operativen Segment Group Development entwickelte sich das bereinigte EBITDA im Vergleich zum Vorjahr stabil. Unser EBITDA verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Mrd. € bzw. 8,9% auf 21,8 Mrd. € aufgrund der um 3,2 Mrd. € verringerten Sondereinflüsse in Höhe von minus 1,5 Mrd. €. Der Rückgang resultierte aus um 0,6 Mrd. € höheren Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen sowie sachbezogenen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 1,3 Mrd. €. Im Vorjahr war eine teilweise Wertaufholung des Buchwerts von Spektrumlizenzen bei T-Mobile US in Höhe von 1,7 Mrd. € enthalten. Ebenfalls positiv wirkten im Jahr 2017 enthaltene Erträge aus der Entkonsolidierung der veräußerten Strato in Höhe von 0,5 Mrd. €, aus der Veräußerung weiterer Anteile an der Scout24 AG in Höhe von 0,2 Mrd. € sowie die Vergleichsvereinbarung mit BT in Höhe von 0,2 Mrd. €. → Weitere Informationen zur Entwicklung von EBITDA/ bereinigtem EBITDA unserer Segmente finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente". Eine Übersicht über die Entwicklung der Sondereinflüsse gibt die Tabelle "Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Auswirkungen von Sondereinflüssen". Beitrag der Segmente zum Konzern-EBITDA bereinigt
a Seit dem 1. Januar 2018 wird die Vivento
Customer Services GmbH, Anbieter von Call
Center-Dienstleistungen, unserem operativen Segment
Deutschland zugeordnet; zuvor war sie in unserem Segment
Group Headquarters & Group Services integriert. Die
Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend
rückwirkend angepasst. Weitere Informationen zu
Änderungen in der Organisationsstruktur finden Sie im
Kapitel "Konzernstruktur", sowie in Angabe 35
"Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang.
EBITDas EBIT des Konzerns lag im Berichtsjahr bei 8,0 Mrd. € und war damit 1,4 Mrd. € bzw. 14,7% niedriger als im Vorjahr. Ursächlich für diese Veränderung sind u. a. die beim EBITDA beschriebenen Effekte. Die Abschreibungen lagen insgesamt bei 13,8 Mrd. € und damit um 0,8 Mrd. € unter Vorjahr. Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - im Wesentlichen auf Goodwill in unserem operativen Segment Europa in den Landesgesellschaften Polen und Rumänien - belasteten das EBIT in Höhe von 0,7 Mrd. €. Im Vorjahr waren Wertminderungen - im Wesentlichen auf Goodwill in den operativen Segmenten Systemgeschäft und Europa - in Höhe von insgesamt 2,2 Mrd. € erfasst. Die planmäßigen Abschreibungen lagen um 0,7 Mrd. € über Vorjahresniveau. → Weitere Informationen hierzu finden Sie in Angabe 26 "Abschreibungen" im Konzern-Anhang. ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERNDas Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich leicht von 5,0 Mrd. € im Vorjahr auf 5,2 Mrd. €. Durch das um 1,5 Mrd. € verbesserte Finanzergebnis in Höhe von minus 2,8 Mrd. € wurde die Verringerung des EBIT kompensiert. Die hohe Belastung des Vorjahres resultierte insbesondere aus den erfolgswirksam erfassten Wertminderungen unseres Anteils an BT in Höhe von 1,5 Mrd. €. Unseren Anteil an BT haben wir im März 2018 als Planvermögen in den Deutsche Telekom Trust e. V. zur Besicherung unserer Pensionsverpflichtungen dotiert. Wertentwicklungen unseres Anteils erfassen wir seit Jahresanfang 2018 nicht mehr erfolgswirksam im Finanzergebnis, sondern erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital. Zukünftige Dividendenerträge aus dem Anteil an BT werden ebenfalls nicht mehr im Finanzergebnis erfasst. Unser Zinsergebnis verbesserte sich um 0,4 Mrd. €. Dazu trugen im Wesentlichen die seit 2017 verstärkt konzerninterne Finanzierung von T-Mobile US sowie anhaltend günstige Refinanzierungskonditionen bei. Gegenläufig entwickelte sich das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen auf minus 0,5 Mrd. €. Dies ist v. a. auf den im Schiedsverfahrenskomplex Toll Collect vereinbarten Vergleich zur Beendigung der Mautschiedsverfahren zurückzuführen, welcher sich in Höhe von 0,6 Mrd. € belastend auswirkte. Positiv wirkte dagegen die Gewinnausschüttung der Toll Collect GmbH, die in Höhe von 0,1 Mrd. € auf die Deutsche Telekom entfällt. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten belastete das Finanzergebnis im Saldo in Höhe von 0,4 Mrd. €. Dies resultierte v. a. aus der Bewertung von Derivaten - insbesondere bei T-Mobile US. Im Vorjahr war das Ergebnis aus Finanzinstrumenten in Höhe von 0,8 Mrd. € belastet. KONZERNÜBERSCHUSS/(-FEHLBETRAG)Der Konzernüberschuss verringerte sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Mrd. € auf 2,2 Mrd. €. Entgegen des im Vorjahr erfassten Steuerertrags in Höhe von 0,6 Mrd. €, der im Wesentlichen auf die Absenkung des US-Bundessteuersatzes von 35% auf 21 % und auf damit verbundene zahlungsunwirksame latente Steuererträge in Höhe von 2,7 Mrd. € zurückzuführen war, ergab sich 2018 ein Steueraufwand in Höhe von 1,8 Mrd. €. → Weitere Informationen hierzu finden Sie in Angabe 30 "Ertragsteuern" im Konzern-Anhang. Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis verringerte sich gegenüber 2017 um 0,9 Mrd. € auf 1,2 Mrd. €. Hierzu trugen insbesondere der erfasste latente Steuerertrag sowie die erfasste teilweise Wertaufholung von Spektrumlizenzen im Vorjahr in unserem operativen Segment USA bei. → Weitere Informationen zur Entwicklung unserer Ertragslage finden Sie in den Angaben im Kapitel "Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung" im KonzernAnhang. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des EBITDA, des EBIT sowie des Konzernüberschusses/(-fehlbetrags) auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Auswirkungen von Sondereinflüssenin Mio. €
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DES KONZERNSKonzern-Bilanz (Kurzfassung)in Mio. €
Konzern-Bilanzstrukturin Mio. €
Unsere Bilanzsumme beträgt 145,4 Mrd. € und erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2017 um 4,0 Mrd. €. Aus der zum 1. Januar 2018 verpflichtenden Anwendung der neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und IFRS 15 resultierten erfolgsneutrale Neubewertungs- und Reklassifizierungseffekte. So erhöhten sich zum 1. Januar 2018 die Aktiva durch die nach IFRS 15 erstmals zu aktivierenden Vertragsvermögenswerte in Höhe von 1,8 Mrd. € sowie zu aktivierende Vertragskosten in Höhe von 1,2 Mrd. €. Gegenläufig wurden Reklassifizierungen und Neubewertungen aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen vorgenommen, die diese im Vergleich zum 31. Dezember 2017 um 0,3 Mrd. € reduzierten. Die Passiva erhöhten sich zum Erstanwendungszeitpunkt ebenfalls durch die erstmalige Passivierung von kurz- und langfristigen Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 2,5 Mrd. €. Gegenläufig reduzierten sich die kurz- und langfristigen übrigen Schulden in vergleichbarer Höhe. → Weitere Informationen zu den Erstanwendungseffekten der neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und 15 finden Sie im Kapitel "Grundlagen und Methoden" im Konzern-Anhang. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mrd. €. → Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Konzern-Kapitalflussrechnung", sowie in Angabe 34 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung". Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen erhöhten sich um 0,3 Mrd. € auf 10,0 Mrd. € v.a. durch den jeweils erhöhten Forderungsbestand in den operativen Segmenten USA und Deutschland. Im operativen Segment USA wirkte das erhöhte Forderungsvolumen für auf Ratenzahlungen verkaufte Endgeräte und die gestiegene Kundenbasis erhöhend. Ebenso trugen Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro zu diesem Anstieg bei. Gegenläufig wirkten v. a. Reklassifizierungs- und Neubewertungseffekte aus der verpflichtenden Erstanwendung der Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und IFRS 15. Die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte entwickelten sich bis zum 31. Dezember 2018 wie folgt: Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich um 0,5 Mrd. € auf 2,8 Mrd. €, was u. a. auf die Stichtags-Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten zurückzuführen ist. Gegenläufig wirkten Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Die Vorräte reduzierten sich um 0,2 Mrd. € auf 1,8 Mrd. €, v. a. aufgrund des Bestandsabbaus von Endgeräten (v.a. höherpreisige Smartphone-Modelle) im operativen Segment USA - gegenläufig wirkten Währungskurseffekte, v.a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Die Ertragsteuerforderungen erhöhten sich um 0,3 Mrd. €. Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 2,1 Mrd. € auf 65,0 Mrd. €, hauptsächlich aufgrund von Zugängen von insgesamt 4,0 Mrd. €. Diese entfallen im Wesentlichen auf Investitionen in den operativen Segmenten USA, Europa und Deutschland sowie dem Segment Group Headquarters & Group Services. Buchwerterhöhend wirkten zudem Währungskurseffekte in Höhe von 1,7 Mrd. €, v.a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro sowie Konsolidierungskreiseffekte in Höhe von 1,5 Mrd. € infolge des Erwerbs des österreichischen Kabelanbieters UPC Austria im operativen Segment Europa sowie des Online-TV-Anbieters Layer3 TV im operativen Segment USA. Planmäßige Abschreibungen in Höhe von 4,3 Mrd. € verminderten den Buchwert, während Wertminderungen in Höhe von 0,7 Mrd. € reduzierend wirkten. Im operativen Segment Europa führte der jährlich durchgeführte Werthaltigkeitstest zu Wertminderungen der Goodwill in unseren Landesgesellschaften in Polen und Rumänien in Höhe von insgesamt 0,6 Mrd. €. Ebenfalls wirkten die Effekte aus der Erstanwendung des IFRS 15 zum 1. Januar 2018 in Höhe von 0,1 Mrd. € buchwertmindernd. Die Sachanlagen erhöhten sich um 3,8 Mrd. € auf 50,6 Mrd. €. Zugänge in Höhe von 11,3 Mrd. €, in erster Linie in den operativen Segmenten USA und Deutschland, erhöhten den Buchwert. Hierin enthalten sind insbesondere Investitionen im Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung der T-Mobile US sowie für den Breitband- und Glasfaser-Ausbau, die IP-Transformation und die Mobilfunk-Infrastruktur im operativen Segment Deutschland. Hierin enthalten sind auch 0,9 Mrd. € aus der Aktivierung höherpreisiger Mobilfunk-Endgeräte im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell "JUMP! On Demand" bei T-Mobile US, bei dem Kunden das Endgerät nicht kaufen, sondern mieten. Konsolidierungskreiseffekte in Höhe von 1,4 Mrd. €, insbesondere aus dem Erwerb der UPC Austria und Layer3 TV erhöhten ebenfalls den Buchwert. Ebenso wirkten Währungskurseffekte in Höhe von 0,6 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro erhöhend. Dagegen wirkten planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von insgesamt 8,8 Mrd. € sowie Abgänge von 0,6 Mrd. € buchwertmindernd. Von den Abgängen entfielen 0,3 Mrd. € auf durch Kunden im Rahmen von "JUMP! On Demand" zurückgegebene Endgeräte. Die übrigen langfristigen Vermögenswerte entwickelten sich bis zum 31. Dezember 2018 wie folgt: Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte verringerten sich um 4,1 Mrd. € auf 1,6 Mrd. €. Zur Besicherung der Pensionsansprüche haben wir am 23. März 2018 unseren 12-prozentigen Anteil an BT zum damaligen Wert von 3,1 Mrd. € als Planvermögen in den Deutsche Telekom Trust e.V., die Treuhandeinrichtung des Konzerns, dotiert. Die seit dem 1. Januar 2018 bis zum Zeitpunkt der Dotierung erfolgsneutral erfasste Wertminderung der börsengehandelten Anteile an BT reduzierten den Buchwert um 0,7 Mrd. €. Daneben reduzierten negative Bewertungseffekte aus der Stichtags-Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten den Buchwert. Unsere kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Mrd. € auf insgesamt 62,3 Mrd. €. Dies ist im Wesentlichen auf die von der Deutsche Telekom International Finance B.V. begebenen Euro-Anleihen im Gesamtvolumen von 3,4 Mrd. €, US-Dollar-Anleihen im Gesamtvolumen von 1,5 Mrd. € (1,75 Mrd. US-$) und GBP-Anleihen im Gesamtvolumen von 0,3 Mrd. € (0,3 Mrd. GBP) sowie auf die von T-Mobile US begebenen Anleihen in Höhe von 2,0 Mrd. € (2,5 Mrd. US-$) zurückzuführen. Des Weiteren wurde von OTE eine Euro-Anleihe mit einem Volumen von 0,4 Mrd. € emittiert. Der im Schiedsverfahrenskomplex Toll Collect vereinbarte Vergleich zur Beendigung der Mautschiedsverfahren erhöhte die finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,6 Mrd. €. Gegenläufig wirkte die im Berichtsjahr geleistete Zahlung der ersten Tranche in Höhe von 0,2 Mrd. €. Vermindernd wirkten die vorzeitige Rückzahlung von Schuldtiteln der T-Mobile US in Höhe von umgerechnet 2,7 Mrd. € (3,4 Mrd. US-$) sowie reguläre Tilgungen im Konzern von Euro-Anleihen in Höhe von 1,1 Mrd. € sowie US-Dollar-Anleihen in Höhe von 0,7 Mrd. € (0,85 Mrd. US-$). Aus der erstmaligen Erfassung und Bewertung von Zinssicherungsgeschäften (Forward-Payer-Swaps) im Gesamtvolumen von 9,6 Mrd. US-$ im operativen Segment USA ergab sich ein erfolgsneutral erfasster Bewertungsverlust in Höhe von 0,4 Mrd. €. → Weitere Informationen zur Entwicklung der finanziellen Verbindlichkeiten finden Sie in Angabe 12 "Finanzielle Verbindlichkeiten" im Konzern-Anhang. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten verringerten sich im Vergleich zum Jahresende 2017 von 11,0 Mrd. € auf 10,7 Mrd. €. Einem geringeren Bestand an Verbindlichkeiten im operativen Segment USA standen leicht höhere Verbindlichkeiten im operativen Segment Deutschland gegenüber. Erhöhend wirkten sich Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro aus. Unsere kurz- und langfristigen Rückstellungen lagen mit 11,9 Mrd. € um 3,0 Mrd. € deutlich unter Vorjahresniveau. Davon entfielen 5,5 Mrd. € (31. Dezember 2017: 8,4 Mrd. €) auf Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Übertragung unserer Anteile an BT und die damit verbundene Saldierung dieser ausgegliederten Vermögenswerte mit dem Barwert der Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen lagen mit 6,4 Mrd. € leicht unter dem Vorjahresniveau. Das Eigenkapital stieg gegenüber dem 31. Dezember 2017 von 42,5 Mrd. € auf 43,4 Mrd. € an. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus dem Überschuss in Höhe von 3,3 Mrd. € sowie aus der Umstellung auf die Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und 15. Hieraus ergab sich zum 1. Januar 2018 ein erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen, unter Einbeziehung der auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Komponenten, zu erfassender erhöhender kumulierter Effekt von insgesamt 1,5 Mrd. €. Ebenfalls wirkten erfolgsneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1,0 Mrd. € sowie Kapitalerhöhungen aus anteilsbasierter Vergütung in Höhe von 0,4 Mrd. € - insbesondere in unserem operativen Segment USA - erhöhend auf das Eigenkapital. Dagegen reduzierten insbesondere die Dividendenausschüttungen an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 3,1 Mrd. € und an Minderheiten in Beteiligungen in Höhe von 0,2 Mrd. € den Buchwert. Daneben verringerten die Transaktionen mit Eigentümern das Eigenkapital in Höhe von insgesamt 1,4 Mrd. €. Hierin enthalten sind die Effekte des Aktienrückkauf-Programms der T-Mobile US in Höhe von 0,9 Mrd. €, des Erwerbs einer weiteren 5-prozentigen Beteiligung an der griechischen Tochtergesellschaft OTE in Höhe von 0,3 Mrd. € sowie den von der Deutschen Telekom im ersten Quartal 2018 erworbenen Aktien an der T-Mobile US in Höhe von 0,2 Mrd. €. Zudem wirkte die erfolgsneutrale Folgebewertung von gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten mit 0,6 Mrd. € buchwertmindernd; hierin enthalten ist die für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 23. März 2018 erfolgsneutral erfasste Wertminderung der börsengehandelten Anteile an BT in Höhe von 0,7 Mrd. €. Herleitung der Netto-Finanzverbindlichkeitenin Mio. €
Veränderung der Netto-Finanzverbindlichkeitenin Mio. €
Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Mrd. € auf 55,4 Mrd. €. Die dafür ursächlichen Effekte haben wir in der vorstehenden Grafik dargestellt. Die sonstigen Effekte in Höhe von 1,3 Mrd. € enthalten u. a. Verbindlichkeiten für den Erwerb von Medienübertragungsrechten sowie Finanzierungsformen, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Einbeziehung von Bankgeschäften später fällig werden. Daneben sind hier erfolgsneutrale Bewertungsverluste aus Zinssicherungsgeschäften (Forward-Payer-Swaps) enthalten. Nicht-bilanziertes Vermögen und sonstige Finanzierungsformen. Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzen wir nicht-bilanzierte Vermögenswerte. Hierbei handelt es sich v. a. um geleaste, gepachtete oder gemietete Gegenstände. → Weitere Informationen hierzu finden Sie in Angabe 37 "Leasing-Verhältnisse", sowie in Angabe 38 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen", im Konzern-Anhang. Als außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente verkaufen wir v.a. Forderungen mittels Factoring. Zum 31. Dezember 2018 betrug das verkaufte Forderungsvolumen 4,7 Mrd. € (31. Dezember 2017: 4,7 Mrd. €). Dies beinhaltet im Wesentlichen Factoring-Vereinbarungen in den operativen Segmenten USA und Deutschland. Die Vereinbarungen werden insbesondere zum aktiven Forderungs-Management genutzt. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr in Höhe von 0,2 Mrd. € (2017: 0,3 Mrd. €) Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden und bei Zahlung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. In der Folge weisen wir diese in der Bilanz unter den finanziellen Verbindlichkeiten aus. 2018 haben wir in Höhe von insgesamt 1,0 Mrd. € (2017: 1,0 Mrd. €), v.a. im operativen Segment USA, Netzwerk-Ausstattung angemietet, die als Finanzierungs-Leasing-Verhältnis abgebildet wird. In der Bilanz weisen wir dies folglich ebenfalls unter den finanziellen Verbindlichkeiten aus, die künftigen Tilgungen der Verbindlichkeiten im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Finanz-Management. Unser Finanz-Management stellt die permanente Zahlungsfähigkeit und damit die Erhaltung des finanziellen Gleichgewichts in unserem Konzern sicher. Die Grundzüge der Finanzpolitik legt der Vorstand jährlich fest, der Aufsichtsrat überwacht sie. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risiko-Management verantwortet die Konzern-Treasury. Rating der Deutschen Telekom AG
Finanzielle Flexibilität
Zur Sicherstellung der finanziellen Flexibilität setzen wir v. a. die Kennzahl Relative Verschuldung ein. Sie ist zentraler Bestandteil unserer Finanzstrategie und gilt als wichtige Kennzahl für Investoren, Analysten und Rating-Agenturen. Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)in Mio. €
Free Cashflow.Der Free Cashflow des Konzerns vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum stieg gegenüber dem Vorjahr von 5,5 Mrd. € auf 6,2 Mrd. €. Dabei erhöhte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 0,8 Mrd. € auf 17,9 Mrd. €. Die positive Geschäftsentwicklung des operativen Segments USA wird durch Effekte aus der Währungsumrechnung belastet. Zudem wirkten im Vergleich zum Vorjahr Factoring-Vereinbarungen, v.a. in den operativen Segmenten Systemgeschäft und Deutschland insgesamt um 0,3 Mrd. € weniger entlastend auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit. Ebenfalls negativ wirkten gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mrd. € höhere Zahlungen für Ertragsteuern. Im Vorjahr waren zudem um 0,1 Mrd. € höhere Dividendenzahlungen der BT in Höhe von insgesamt 0,2 Mrd. € enthalten, denen im Berichtsjahr v.a. die Gewinnausschüttung der Toll Collect GmbH in Höhe von 0,1 Mrd. € gegenüberstand. Im Vorjahresvergleich um 0,8 Mrd. € geringere Netto-Zinszahlungen, im Wesentlichen aufgrund der seit 2017 verstärkt konzerninternen Finanzierung von T-Mobile US sowie anhaltend günstiger Refinanzierungskonditionen, wirkten positiv auf die Entwicklung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit. Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) erhöhte sich gegenüber 2017 um 0,1 Mrd. €. Die Investitionen wurden v. a. in den operativen Segmenten USA, Deutschland und Europa, jeweils im Rahmen des Ausbaus und der Modernisierung unserer Netze, getätigt. Bereinigt um Effekte aus der Währungsumrechnung liegt der Cash Capex insgesamt noch deutlicher über dem Niveau des Vorjahres. → Weitere Informationen zur Kapitalflussrechnung finden Sie in Angabe 34 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung" im Konzern-Anhang. GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER OPERATIVEN SEGMENTE→ Detaillierte Informationen finden Sie online in unserem IR-Backup unter www.telekom.com/de/investor-relations (nicht durch den Abschlussprüfer geprüfte Inhalte). DEUTSCHLAND→ Für Informationen zu Änderungen in der Organisationsstruktur verweisen wir auf die Erläuterungen im Kapitel "Konzernstruktur", sowie Angabe 35 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang. KUNDENENTWICKLUNGin Tsd.
a Aufgrund der Berücksichtigung von neu
eingeführten Produkten im Bereich Geschäftskunden
hat sich der Anfangsbestand zum 1. Januar 2018 erhöht
(plus 62 Tsd.). Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.
GesamtIn Deutschland sind wir weiterhin Marktführer, sowohl bei den Festnetz- als auch bei den Mobilfunk-Umsätzen. Die Basis für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen Netze. → 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR FINANZEN Wir begeistern unsere Kunden mit mehrfach ausgezeichneter Netzqualität - z. B. als Sieger in den Kategorien Festnetz- und Mobilfunk-Anbieter bei der diesjährigen Leserwahl der Fachzeitschrift connect - sowie einem breiten Produkt-Portfolio. Durch die steigende Nachfrage nach unserem konvergenten Produkt "MagentaEINS" konnten wir gegenüber dem Vorjahr 642 Tsd. Neukunden gewinnen und zum Jahresende 2018 insgesamt 4,3 Mio. Kunden verzeichnen. Im Mobilfunk-Bereich gewannen wir 2018 insgesamt 1.077 Tsd. Kunden hinzu. Die Anzahl der eigenen Vertragskunden unter den Marken "Telekom" und "congstar" konnte aufgrund der hohen Nachfrage nach Mobilfunk-Tarifen mit integriertem Datenvolumen gesteigert werden. 2018 beeinflussten Geschäftsschwankungen bei einem unserer Service Provider, u.a. aufgrund von Ausbuchungen inaktiver Karten, die Kundenentwicklung insgesamt negativ. Im Bereich der Prepaid-Kunden konnten wir einen Zuwachs verzeichnen. Zum Jahresende 2018 hatten wir 21,9 Mio. Retail- und Wholesale-Anschlüsse auf IP migriert; dies entspricht insgesamt einer Quote von 86%. Nach wie vor gab es eine starke Nachfrage nach unseren Glasfaser-Produkten: Die Anzahl der Anschlüsse stieg bis Ende 2018 auf insgesamt 12,2 Mio. Im Verlauf des Berichtsjahres haben wir somit in Deutschland weitere 2,6 Mio. Anschlüsse an unser Glasfasernetz angebunden. Mit dem fortschreitenden Glasfaser-Ausbau und der innovativen Vectoring-Technologie haben wir die Vermarktung höherer Bandbreiten erfolgreich vorangetrieben. Mobilfunk2018 gewannen wir bei unserem eigenen Vertragskundengeschäft unter den Marken "Telekom" und "congstar" sowie bei unserer Telekom Deutschland Multibrand GmbH insgesamt 329 Tsd. Kunden. Im Vertragskundengeschäft der Service Provider ist die Anzahl der Mobilfunk-Kunden im Wesentlichen durch die Geschäftsschwankungen - u.a. die Ausbuchung von inaktiven Karten - bei einem unserer Service Provider gesunken. Die Zahl der Prepaid-Kunden stieg um 1.529 Tsd. Kunden. FestnetzWegen der nach wie vor herausfordernden Marktentwicklung im Festnetz - v. a. durch aggressive Preisangebote von Wettbewerbern - gehen wir neue Wege in der Vermarktung. Unser Fokus liegt auf konvergenten Angeboten, z. B. der Markteinführung von MagentaTV im Oktober 2018 mit exklusivem Zugriff auf diverse Zusatzinhalte von ARD und ZDF, sowie TV- und Glasfaser-Anschlüssen. So wuchs die Anzahl unserer Breitband-Anschlüsse 2018 um 299 Tsd. Bei unseren TV-Kunden konnten wir einen Anstieg um 214 Tsd. verzeichnen. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse um 676 Tsd. Mit unseren "MagentaZuhause" Tarifen bieten wir ein umfassendes Produkt-Portfolio für den Festnetz-Bereich auf Basis von IP-Technologie und tarifabhängigen Bandbreiten an. "MagentaZuhause Hybrid" bündelt Festnetz- und Mobilfunk-Technologie in einem Router. Für dieses innovative Produkt konnten wir, vorwiegend im ländlichen Raum, bislang 458 Tsd. Kunden gewinnen. WholesaleZum 31. Dezember 2018 lag der Anteil der Glasfaser-Anschlüsse am Gesamtbestand mit 41,6% um 9,5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Ursache für das verstärkte Wachstum war in erster Linie die hohe Nachfrage nach unserem Kontingentmodell. Die Zahl unserer Teilnehmer-Anschlussleitungen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresende um 902 Tsd. bzw. 14,7%. Gründe dafür sind zum einen die Verlagerung zu höherwertigen Glasfaser-Anschlüssen, zum anderen, dass Endkunden zu Kabelanbietern wechseln. Hinzu kommt, dass Wholesale-Kunden ihre Endkunden auf eigene Glasfaser-Anschlüsse migrieren. Insgesamt wuchs der Anschlussbestand im Bereich Wholesale gegenüber 2017 auf 12,0 Mio. OPERATIVE ENTWICKLUNGin Mio. €
GesamtumsatzDer Gesamtumsatz sank 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 %. Ohne die Berücksichtigung von IFRS 15, dem ab dem 1. Januar 2018 verpflichtend neu anzuwendenden Rechnungslegungsstandard, lag der Gesamtumsatz auf einem zum Vorjahr vergleichbaren Niveau. Im Mobilfunk-Geschäft verzeichneten wir einen Rückgang um 2,0% bzw. ohne die Berücksichtigung von IFRS 15 einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Einen positiven Effekt auf den Umsatz im Festnetz hatten die höheren IT- und Breitband-Umsätze. Diese konnten die gegenüber dem Vorjahr geringeren Umsätze im Festnetz-Geschäft (im Wesentlichen aus Voice-Komponenten) nahezu kompensieren. Im Privatkundenbereich sank der Umsatz, verglichen mit dem Vorjahr, um 2,2% bzw. ohne die Berücksichtigung von IFRS 15 nur leicht. Mengenbedingte Umsatzrückgänge prägten weiterhin das klassische Festnetz-Geschäft. Dagegen stieg der Umsatz im Breitband-Geschäft. Im Geschäftskundenbereich wuchs der Umsatz um 1,1 % bzw. ohne Berücksichtigung von IFRS 15 noch etwas stärker. Gegenüber 2017 legten der Mobilfunk-Bereich um 2,6% und die IT-Umsätze um 22,1 % zu. Im Gegensatz dazu ging im Festnetz die klassische Sprachtelefonie zurück, v.a. weil Kunden vermehrt auf Flatrate-Tarife wechselten. Der Umsatz im Wholesale-Bereich blieb 2018 leicht unter dem Vorjahr. Ohne die Berücksichtigung von IFRS 15 wäre der Umsatz angestiegen. EBITDA, bereinigtes EBITDADas EBITDA belief sich 2018 auf 8,0 Mrd. €, ein Rückgang von 1,1 % gegenüber dem Vorjahr. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf höhere Sondereinflüsse durch die Aufwendungen für unseren Personalumbau. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA betrug im Berichtsjahr 8,6 Mrd. € und stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,4%. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einer niedrigeren Anzahl Mitarbeiter sowie aus der erfolgreichen Umsetzung unserer Effizienz- und Digitalisierungsmaßnahmen. Unsere bereinigte EBITDA-Marge ist im Vergleich zum Vorjahr von 38,4% auf 39,7% gestiegen. EBITDas Betriebsergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr um 7,2% auf 4,0 Mrd. €. Neben den beim EBITDA beschriebenen Effekten erhöhten sich die Abschreibungen infolge der anhaltend hohen Investitionen in unsere Netzinfrastruktur. Cash CapexDer Cash Capex ist verglichen zum Vorjahr um 0,6% gestiegen. Im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie investierten wir weiterhin verstärkt in den Breitband- und Glasfaser-Ausbau, in unsere IP-Transformation und in unsere Mobilfunk-Infrastruktur. USA→ Für Informationen zu Änderungen in der Organisationsstruktur verweisen wir auf das Kapitel "Konzernstruktur". KUNDENENTWICKLUNGin Tsd.
a Im Rahmen bestimmter Akquisitionen durch
T-Mobile US zu Beginn des Jahres 2018 erhöhte sich ab
dem ersten Quartal 2018 die Anzahl eigener Postpaid-Kunden
um 13 Tsd. und die Anzahl eigener Prepaid-Kunden im
gleichen Zeitraum um 9 Tsd.
GesamtZum 31. Dezember 2018 hatte das operative Segment USA (T-Mobile US) 79,7 Mio. Kunden, gegenüber einem Kundenbestand von 72,6 Mio. zum 31. Dezember 2017. Der Nettozuwachs lag im Geschäftsjahr 2018 bei 7,0 Mio. Kunden gegenüber netto 5,7 Mio. im Vorjahr. Die Gründe dafür erläutern wir nachfolgend: Eigene Kunden (unter eigener Marke).Der Anstieg bei den eigenen Postpaid-Kunden betrug zum 31. Dezember 2018 netto 4.459 Tsd. gegenüber netto 3.620 Tsd. zum 31. Dezember 2017. Der Zuwachs bei den eigenen Postpaid-Kunden ist hauptsächlich auf den höheren Bruttozuwachs infolge der höheren Zahl an Wearables (insbesondere Apple Watch), die geringere Abwanderung von Postpaid-Kunden, das anhaltende Wachstum in bestehenden und neu erschlossenen Märkten sowie den zunehmenden Erfolg in neuen Geschäftsfeldern wie "T-Mobile ONE TM Unlimited 55+", "T-Mobile ONE Military" und "T-Mobile for Business" zurückzuführen. Gegenläufig wirkten zum Teil die Effekte aggressiverer Angebote und der Start von "Un-carrier Next - All Unlimited" (einschließlich Steuern und Gebühren) im ersten Quartal 2017. Die Zahl der eigenen Prepaid-Kunden stieg zum Jahresende 2018 um netto 460 Tsd. gegenüber einem Anstieg von netto 855 Tsd. zum Vorjahresende. Dieser rückläufige Kundenzuwachs resultierte im Wesentlichen aus der gestiegenen Wettbewerbsintensität im Markt, die jedoch durch die geringere Abwanderung in eigene Postpaid-Tarife teilweise kompensiert wurde. Wholesale-Kunden.Die Zahl der Wholesale-Kunden erhöhte sich zum Jahresende 2018 um netto 2.125 Tsd. gegenüber einem Anstieg von netto 1.183 Tsd. zum Vorjahresende. Dieser Zuwachs ist im Wesentlichen auf die gesunkene Anzahl an Deaktivierungen infolge der Herausnahme der Kunden aus dem Lifeline-Programm im Jahresverlauf 2017 zurückzuführen. OPERATIVE ENTWICKLUNGin Mio. €
GesamtumsatzDer Gesamtumsatz unseres operativen Segments USA stieg 2018 gegenüber dem Vorjahr von 35,7 Mrd. € um 2,2% auf 36,5 Mrd. €. Auf US-Dollar-Basis wuchs der Gesamtumsatz um 6,8% gegenüber dem Vorjahr. Hauptgrund dafür waren höhere Service-Umsätze, die wiederum zurückzuführen sind auf den Anstieg des durchschnittlichen Bestands eigener Kunden. Verursacht wurde dieser Anstieg durch das anhaltende Wachstum in bestehenden und neu erschlossenen Märkten, den zunehmenden Erfolg in neuen Geschäftsfeldern wie "T-Mobile ONE(tm) Unlimited 55+", "T-Mobile ONE Military" und "T-Mobile for Business", eine rückläufige Kundenabwanderung im Berichtsjahr und eine Zunahme der vernetzten Geräte, was jedoch teilweise durch einen geringeren durchschnittlichen Umsatz je eigenem Postpaid-Kunden (ARPU) kompensiert wurde. Darüber hinaus stiegen die Endgeräteumsätze insbesondere aufgrund eines dem besseren Mix aus High-End-Geräten geschuldeten, höheren durchschnittlichen Umsatzes je verkauftem Gerät sowie der positiven Auswirkung der verpflichtenden Erstanwendung von IFRS 15 zum 1. Januar 2018. Dieser Umsatzbeitrag wurde durch den Rückgang der Anzahl an verkauften Endgeräten sowie der am Ende eines Mietzeitraums von Kunden erworbenen Mietgeräte gemindert. EBITDA, bereinigtes EBITDAAuf Euro-Basis stieg das bereinigte EBITDA um 8,3% von 9,3 Mrd. € im Vorjahr auf 10,1 Mrd. € im Jahr 2018. Die bereinigte EBITDA-Marge erhöhte sich von 26,1 % im Jahr 2017 auf 27,6% im Berichtsjahr. Auf US-Dollar-Basis wuchs das bereinigte EBITDA im gleichen Zeitraum um 13,6%. Positiven Einfluss auf das bereinigte EBITDA hatten neben den vorstehend erläuterten höheren Gesamtumsätzen die positive Auswirkung der im Zusammenhang mit den Hurrikans erfolgten Erstattungen der Versicherungen abzüglich der entsprechenden Kosten in Höhe von netto 247 Mio. US-$ im Jahr 2018 gegenüber durch die Hurrikans verursachte Kosten in Höhe von 294 Mio. US-$ im Vorjahr, sowie positive Effekte aus der Anwendung von IFRS 15 und geringeren Verlusten aus Endgeräteverkäufen. Diesen positiven Einflüssen standen höhere personalbezogene Kosten, Kosten im Zusammenhang mit Managed Services, höhere Mietkosten, höhere Personal-, Reparatur- und Wartungskosten im Zusammenhang mit dem Netzausbau, höhere Provisionen und geringere Erträge aus Spektrumtransaktionen gegenüber. Im EBITDA für 2018 sind Sondereinflüsse in Höhe von minus 0,2 Mrd. € enthalten, während im Vorjahr Sondereinflüsse in Höhe von 1,6 Mrd. € wirksam waren. Die Sondereinflüsse im Jahr 2018 umfassen hauptsächlich Kosten im Zusammenhang mit der geplanten Transaktion mit Sprint. Der Rückgang der Sondereinflüsse ist hauptsächlich auf eine Wertaufholung von zuvor wertgeminderten Spektrumlizenzen zurückzuführen. Insgesamt sank das EBITDA aufgrund der bereits beschriebenen Faktoren, einschließlich der Auswirkungen von Sondereinflüssen, um 9,3% von 10,9 Mrd. € im Vorjahr auf 9,9 Mrd. € im Berichtsjahr. EBITDas EBIT reduzierte sich von 5,9 Mrd. € im Jahr 2017 auf 4,6 Mrd. € im Jahr 2018. Gründe dafür waren das rückläufige EBITDA und höhere Abschreibungen im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau des 4G-LTE-Netzes sowie die Implementierung der ersten Komponente eines neuen Abrechnungssystems bei T-Mobile US. Cash CapexDer Cash Capex sank von 11,9 Mrd. € im Vorjahr auf 4,7 Mrd. € im Berichtsjahr. Auf US-Dollar-Basis ging der Cash Capex auf 5,5 Mrd. US-$ zurück, gegenüber 13,2 Mrd. US-$ im Vorjahr. Ursächlich dafür war hauptsächlich der Erwerb von Spektrumlizenzen im Jahr 2017. Ohne Berücksichtigung der Spektrumerwerbe stieg der Cash Capex im Berichtsjahr leicht gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich hierfür war der Netzausbau und der erweiterte Einsatz des 600 MHz-Spektrums. EUROPA→ Für Informationen zu Änderungen in der Organisationsstruktur verweisen wir auf die Erläuterungen im Kapitel "Konzernstruktur", sowie auf Angabe 35 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang. KUNDENENTWICKLUNGin Tsd.
a Ab dem zweiten Quartal 2018 berichten wir
Breitband-Kunden statt der bisher gezeigten, auf einer
Technologie-Sicht basierenden Breitband-Anschlüsse
Retail. Die Werte der Vorjahre wurden angepasst.
GesamtDie Märkte unseres Segments waren im gesamten Berichtsjahr durch einen intensiven Wettbewerb geprägt. Dieser Herausforderung haben wir uns erfolgreich gestellt: Wir erzielten 2018 einen deutlichen Anstieg von 49,9% bei den FMC-Kunden (Fixed Mobile Convergence), z. B. mit unserem konvergenten Produkt-Portfolio "MagentaOne". Zu unserem Ziel, unser Segment flächendeckend zu einem integrierten Anbieter von Mobil- und Festnetz-Produkten zu entwickeln, trägt insbesondere der am 31. Juli 2018 vollzogene Erwerb der UPC Austria bei. Im Juli dieses Jahres haben wir darüber hinaus mit Orange einen Vertrag abgeschlossen, der es uns erlaubt, zukünftig in Polen - durch Nutzung des Glasfasernetzes von Orange - umfassende konvergente Dienste anzubieten. Ergänzend zu der Vereinbarung mit Orange, hat T-Mobile Polska eine weitere Wholesale-FTTH-Vereinbarung mit dem Netzbetreiber Nexera über 450 Tsd. weitere Haushalte getroffen, welche bis Ende 2020 angeschlossen werden sollen. Unser Breitband- und TV-Geschäft entwickelt sich als Umsatztreiber kontinuierlich weiter, auch dank des umfangreichen Ausbaus unseres Netzes mit modernen Glasfaser-basierten Anschlüssen (FTTH, FTTB und FTTC). Folglich erhöhte sich die Anzahl der IP-Anschlüsse bis zum 31. Dezember 2018 um 29,4% auf 7,4 Mio., v. a. durch Migration klassischer PSTN-Anschlüsse auf IP-Technologie. Unser Mobilfunk-Geschäft wächst insgesamt sowohl bei der Zahl der werthaltigen Vertragskunden als auch bei den Prepaid-Kunden gegenüber dem Vorjahresendwert. MobilfunkZum Ende des Berichtsjahres verzeichneten wir insgesamt 50,5 Mio. Mobilfunk-Kunden; gegenüber dem Jahresendwert 2017 entspricht dies einem Anstieg von 3,5% oder 1,7 Mio. Kunden. Bei den Vertragskunden setzte sich der Wachstumstrend auch im vierten Quartal 2018 fort. So gewannen wir 2018 insgesamt 1,2 Mio. Kunden hinzu, was einem Anstieg von 4,6% entspricht. Darin enthalten ist ab dem dritten Quartal 2018 erstmalig der Kundenbestand der UPC Austria. Insgesamt entwickelte sich der Kundenbestand bei unseren Landesgesellschaften positiv, insbesondere in Polen, Rumänien, Ungarn, Österreich und der Tschechischen Republik. Der Anteil der Vertragskunden am Gesamtkundenbestand lag bei 52,8%. Neben unseren innovativen Diensten/Tarifen profitierten unsere Kunden im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie von einer größeren Netzabdeckung mit einer schnellen, mobilen Breitband-Anbindung. So versorgten wir zum 31. Dezember 2018 in den Ländern unseres operativen Segments bereits 97% der Bevölkerung mit LTE und erreichten damit insgesamt rund 109 Mio. Einwohner. Bedingt durch den massiven Datenverkehr, z. B. durch die Nutzung von Video-Streaming-Diensten, ist die Nachfrage der Kunden nach Datenvolumen stark gestiegen. Im Prepaid-Geschäft erzielten wir ein Plus von 2,2% oder 518 Tsd. Kunden. FestnetzUnser TV- und Entertainment-Angebot zeigte zum 31. Dezember 2018 - im Wesentlichen beeinflusst durch den Erwerb der UPC Austria - ein deutliches Wachstum von 13,9%. Aber auch ohne diesen Effekt läge das Kundenwachstum bei 3,2%. Dabei entfiel ein Großteil dieses Nettozuwachses auf unsere Landesgesellschaften in Ungarn, der Tschechischen Republik und der Slowakei. Der TV-Markt ist in den Ländern unseres Segments hart umkämpft; hier sind es neben den Telekommunikationsunternehmen auch sog. "OTT-Player", die TV-Dienste anbieten. Die Anzahl der Breitband-Kunden stieg zum Ende des Berichtsjahres um 15,8% auf insgesamt 6,4 Mio. Hier resultierte der Großteil des Nettozuwachses aus dem Erwerb der UPC Austria. Ohne diesen Effekt läge das Wachstum bei 5,7%. Insbesondere in unseren Landesgesellschaften in Griechenland, der Tschechischen Republik, Ungarn und der Slowakei erhöhten sich die Kundenbestände auch dank verstärkter Investitionen in zukunftsweisende Glasfaser-basierte Technologien. So konnten wir die Abdeckung der Haushalte mit Glasfaser insgesamt weiter erhöhen: Zum 31. Dezember 2018 lag die Anzahl der Haushalte bei 7,6 Mio. Dass wir auf einem guten Weg sind, zeigt sich auch an dem immer größer werdenden Anteil der IP-basierten Anschlüsse an den gesamten Festnetz-Anschlüssen: Ende Dezember 2018 erzielten wir einen Anteil von 81,8%. Insgesamt erhöhte sich die Anzahl der Festnetz-Anschlüsse infolge des Erwerbs der UPC Austria in unserem operativen Segment Europa auf 9,1 Mio., ein Plus von 7,5%; ohne den Erwerb der UPC Austria hätte die Entwicklung einen stabilen Verlauf gezeigt. FMC - Fixed Mobile ConvergenceUnser konvergentes Produkt-Portfolio "MagentaOne" erfreut sich in all unseren integrierten Landesgesellschaften weiterhin großer Beliebtheit. Im Privatkundenbereich erzielten wir bis zum 31. Dezember 2018 einen Bestand von 3,3 Mio. FMC-Kunden; das entspricht einem deutlichen Nettozuwachs von 49,9 % oder 1,1 Mio. Kunden gegenüber dem Vorjahr. Gestützt wird diese Entwicklung insbesondere durch unsere Landesgesellschaften in Griechenland und Ungarn. Auch im Geschäftskundensegment vertreiben wir das Produkt "MagentaOne Business" mit zunehmendem Erfolg. OPERATIVE ENTWICKLUNGin Mio. €
Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments.
a Seit dem 1. September 2017 wird das
Geschäft der T-Systems Polska Sp. z o.o., das bis
dahin organisatorisch dem operativen Segment
Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment
Europa ausgewiesen. Die Werte aus Vorjahren wurden nicht
angepasst.
GesamtumsatzUnser operatives Segment Europa erzielte im Berichtsjahr einen Gesamtumsatz von 11,9 Mrd. €, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 2,6%. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter Währungskurse sowie korrigiert um die Einbeziehung der UPC Austria zum 31. Juli 2018, erhöhte sich der Umsatz leicht um 1,5%. Die verpflichtende Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 zum 1. Januar 2018 hatte auf die Entwicklung der Umsatzerlöse auf Segmentebene keinen wesentlichen Einfluss. Der größte organische Wachstumstreiber war der Geschäftskundenbereich - im Wesentlichen getrieben durch die gute Entwicklung des ICT-Geschäfts in Ungarn. Auch die Umsätze im Mobilfunk-Geschäft führten zu einem positiven Umsatzbeitrag gegenüber dem Vorjahr. Die meisten Länder unseres operativen Segments trugen zu dieser Entwicklung bei. Auch die Festnetz-Umsätze im Kerngeschäft erhöhten sich auf Segmentebene leicht gegenüber dem Vorjahr, insbesondere durch den positiven Umsatzeffekt aus dem Breitband- und TV-Geschäft, v. a. in Griechenland, Ungarn und in der Slowakei. Diese Anstiege wurden durch das rückläufige Wholesale-Geschäft aufgezehrt. Die hohe Wettbewerbsintensität auf den Telekommunikationsmärkten wirkte sich in einigen Ländern unseres operativen Segments negativ auf unsere Umsätze aus. Im Privatkundenbereich stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 3,4%. Der wesentliche Treiber hierbei war das Mobilfunk-Geschäft. Auch das Festnetz-Geschäft erzielte durch die Entwicklung im TV- und Breitband-Geschäft dank unseres innovativen TV- und Programm-Managements und dem kontinuierlichen Ausbau der Glasfaser-Technologie in den meisten unserer Landesgesellschaften einen positiven Umsatzbeitrag. Zusätzlich wirkte sich neben höheren Endgeräteumsätzen auch ein starker Anstieg bei den FMC-Kunden umsatzsteigernd aus. Somit konnten wir Umsatzrückgänge aus der Sprachtelefonie ausgleichen. Mit unserem Geschäftskundenbereich, insbesondere bei ICT, haben wir 2018 erneut positive Umsatzergebnisse in Höhe von plus 3,7 % im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Das stabile Kerngeschäft mit Festnetz und Mobilfunk ist dabei Ergebnis unserer konvergenten Lösungen für den Mittelstand (MagentaOne Business), die wir in den Märkten vertreiben. Zweistellige Prozentwerte erreichten wir im Vorjahresvergleich mit unseren Großkunden im wichtigen ICT/Cloud-Geschäft sowie im Innovationsgeschäft Smart City/IoT. Im Bereich Digitalisierung haben wir unseren Kunden 2018 u. a. in Ungarn und Kroatien mit Self Service Apps und Portalen neue, einfache und schnelle Wege zur Administration ihrer Verträge mit der Deutschen Telekom aufgezeigt. Die Umsätze im Wholesale-Bereich fielen gegenüber dem Vorjahr geringer aus. Sinkende Minutenvolumen durch die Substitution von Sprachtelefonie durch Messenger-Dienste sowie negative Preiseffekte waren im Wesentlichen ursächlich für diese Entwicklung. Die größten positiven Effekte auf die organische Umsatzentwicklung aus Länderperspektive hatten im Berichtsjahr unsere Landesgesellschaften in Ungarn, Griechenland, der Slowakei und Polen. Dadurch konnten wir die sinkenden Umsätze insbesondere in Rumänien mehr als ausgleichen. In Rumänien ist die rückläufige Entwicklung auf geringere Festnetz-Umsätze - insbesondere bei der Sprachtelefonie - zurückzuführen. Ein Rückgang der Kundenbasis in Verbindung mit geringeren Preisen belastete auch das Breitband- und TV-Geschäft. Einen positiven Umsatzbeitrag erzielte der Geschäftskundenbereich B2B/ICT. Das Mobilfunk-Geschäft bewegte sich stabil auf Vorjahresniveau -der positive Effekt aus höheren Kundenzahlen wurde durch geringere Preise aufgezehrt. EBITDA, bereinigtes EBITDAUnser operatives Segment Europa erzielte im Berichtsjahr ein bereinigtes EBITDA von 3,9 Mrd. €; das entspricht einem Anstieg von 3,5%. Organisch betrachtet, d.h. unter der Annahme konstanter Währungskurse und korrigiert um die Einbeziehung der UPC Austria, stieg das bereinigte EBITDA um 1,8%, somit war die Entwicklung 2018 vier Quartale in Folge jeweils im Vergleich zum Vorjahresquartal positiv. Die positive Entwicklung des bereinigten organischen EBITDA basierte neben dem Umsatzanstieg auch auf Einsparungen bei den indirekten Kosten u.a. in Rumänien, Kroatien, der Tschechischen Republik und - im Wesentlichen bedingt durch geringere Personalkosten - in Griechenland. Im Gegensatz dazu stiegen bei den direkten Kosten die Marktinvestitionen sowie die Kosten für das B2B/ICT-Geschäft. Zudem reduzierten Regulierungseffekte, z. B. die Reduktion der EU-Roaming-Entgelte, das bereinigte EBITDA. Aus Länderperspektive war der Anstieg des bereinigten organischen EBITDA in erster Linie auf die positiven Entwicklungen in unseren Landesgesellschaften in Griechenland, der Tschechischen Republik, Ungarn und Österreich zurückzuführen. Gegenteilige Entwicklungen zeigten v.a. die Landesgesellschaften in Polen und Rumänien. In Rumänien lag das bereinigte EBITDA um 16,9% unter dem Niveau des Vorjahres. Zu dieser Entwicklung führten zum einen der geringere Umsatzbeitrag und zum anderen gestiegene direkte Kosten u.a. bedingt durch höhere Marktinvestitionen sowie regulierungsbedingt höhere Roaming-Kosten. Eine höhere Kosteneffizienz bei den Personalaufwendungen konnte den Rückgang beim bereinigten EBITDA teilweise kompensieren. Unser EBITDA verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 3,8% auf 3,8 Mrd. €. Grund dafür war im Wesentlichen ein höheres bereinigtes EBITDA. Die Sondereinflüsse lagen mit minus 122 Mio. € um 8 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Organisch betrachtet stieg das EBITDA um 2,1 %. Operative Entwicklung in ausgewählten LändernGriechenland.In Griechenland lagen die Umsätze im Berichtsjahr mit 2,9 Mrd. € um 1,5% über dem Niveau des Vorjahres. Hierzu haben neben höheren Umsätzen im Mobilfunk-Geschäft auch die weiterhin hohen Festnetz-Umsätze beigetragen. Insbesondere das Breitband-Geschäft wuchs deutlich aufgrund der Vermarktung von Glasfaser- und Vectoring-Anschlüssen. Der Geschäftskundenbereich B2B/ICT- und das Wholesale-Geschäft blieben weiter auf Wachstumskurs. Aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks reduzierten sich die TV-Umsätze gegenüber dem Vorjahr. Das FMC-Angebot entwickelte sich gut mit steigenden Kundenzahlen und entsprechenden Umsätzen. Im Berichtsjahr lag das bereinigte EBITDA in Griechenland mit 1,2 Mrd. € und damit einem deutlichen Plus von 4,0% über dem Vorjahr. Hierzu hat auch eine höhere Kosteneffizienz, insbesondere bei den Personalkosten, beigetragen. Ungarn.In Ungarn stieg der Umsatz im Berichtsjahr im Vorjahresvergleich deutlich um 4,5% auf 1,9 Mrd. €; organisch nahm er um 7,8% zu. Wachstumstreiber war - neben gestiegenen Service-Umsätzen im Mobilfunk-Geschäft - das Festnetz-Geschäft mit einem weiterhin deutlichen Umsatzplus im Geschäftskundenbereich B2B/ICT. Ebenfalls steuerte das Breitband- und TV-Geschäft einen positiven Umsatzimpuls bei. Unser FMC-Angebot "MagentaOne" ist sowohl bei Privat-als auch Geschäftskunden erfolgreich. Das zeigen steigende Kundenzahlen und entsprechend steigende Umsätze. Dank unseres schnellen Mobilfunknetzes mit seiner hohen Reichweite entwickelten sich auch die Service-Umsätze und das Endgerätegeschäft positiv. Das bereinigte EBITDA lag mit 547 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau. Das organische bereinigte EBITDA stieg um 3,7% an. Österreich.In Österreich erzielten wir im Berichtsjahr einen Umsatz von 1.055 Mio. €; das sind 17,2% mehr als im Vorjahr. Zurückzuführen ist der Anstieg auf die Effekte aus dem Erwerb der UPC Austria. Neben den Breitband-Internet-Diensten auf Mobilfunk-Basis, die wir bereits erfolgreich an unsere Kunden vermarkten, können wir nun auch Festnetz-Technologie anbieten. Organisch betrachtet, d.h. korrigiert um die Einbeziehung der UPC Austria, läge der Umsatz auf Vorjahresniveau. Der Umsatzanstieg schlug sich auch im bereinigten EBITDA nieder, das im Vergleich zum Vorjahr um 29,7% auf 345 Mio. € anwuchs. Korrigiert um den Erwerb der UPC Austria läge das bereinigte EBITDA um 3,3% über dem Niveau des Vorjahres. Polen.In Polen lagen die Umsätze mit 1,5 Mrd. € um 1,1% über dem Vorjahresniveau; organisch betrachtet um 1,2%. Dies resultiert im Wesentlichen aus höheren Umsätzen im B2B/ICT-Geschäft infolge der Integration des Systemgeschäfts im Vorjahr. Das Mobilfunk-Geschäft entwickelte sich auf dem Niveau des Vorjahres: Der positive Effekt aus dem Anstieg der Kundenzahlen wurde durch einen negativen Preiseffekt aufgezehrt. Das Festnetz-Geschäft verzeichnete einen Rückgang bei den Wholesale-Umsätzen. Das bereinigte EBITDA lag mit 390 Mio. € um 6,9% unter Vorjahresniveau. Organisch betrachtet sank das bereinigte EBITDA um 6,7%. Der positive Umsatzbeitrag wurde durch höhere direkte Kosten im Wesentlichen bedingt durch höhere Interconnection- und regulierungsbedingt höhere Roaming-Kosten aufgezehrt. Auch die indirekten Kosten reduzierten das bereinigte EBITDA gegenüber dem Vorjahr leicht infolge höherer Personalkosten durch den Aufbau neuer Shops. Insgesamt führen die Umsatzentwicklung insbesondere im Endgeräteverkauf und Festnetz-Geschäft sowie ein erhöhter Investitionsbedarf aufgrund technologischer Entwicklung und Anforderungen zu reduzierten Umsatz- und Ertragserwartungen in Polen. EBITIn unserem operativen Segment Europa stieg das EBIT im Berichtsjahr deutlich um 61,0% auf 744 Mio. €. Ursächlich hierfür waren neben der positiven EBITDA-Entwicklung um 4,6% geringere Abschreibungen. Aus den planmäßig durchgeführten Werthaltigkeitstests zum Jahresende resultierten Wertminderungen auf Goodwill in Höhe von insgesamt 0,6 Mrd. € in Polen und Rumänien. Im Vorjahr belasteten Wertminderungen auf Goodwill und Sachanlagen das EBIT in Höhe von insgesamt 0,9 Mrd. €. Im Zusammenhang mit dem im Januar 2019 vereinbarten Verkauf der Anteile an der Telekom Albania wurden im Berichtsjahr Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 35 Mio. € erfasst. Cash Capex2018 wies unser operatives Segment Europa einen auf Vorjahresniveau liegenden Cash Capex in Höhe von 1,9 Mrd. € aus. Neben verhaltenen Investitionen in einzelnen Landesgesellschaften, investierten wir v.a. in der Tschechischen Republik und in Österreich im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie in den Ausbau von Breitband- und Glasfaser-Technologie. In geringem Umfang erwarben wir im Berichtsjahr Spektrumlizenzen, im Wesentlichen in Ungarn. SYSTEMGESCHÄFTAUFTRAGSEINGANGin Mio. €
GeschäftsentwicklungWir haben die Strategie unseres operativen Segments Systemgeschäft neu ausgerichtet, um das Geschäft wieder nachhaltig auf Wachstumskurs zu bringen. Mit Investitionen in Wachstums- und Zukunftsthemen (z. B. Public Cloud, Internet der Dinge, All-IP) sowie der Reduzierung risikobehafteter Altverträge in unserem klassischen IT-Geschäft haben wir bereits in der Vergangenheit wichtige Schritte der Transformation begonnen. Darauf aufbauend und in der weiteren Ausrichtung der Segmentstrategie konzentrieren wir uns nun auf den nachhaltigen Übergang des Geschäfts in strategische Wachstumsfelder bei gleichzeitiger Stärkung des Telekommunikationsgeschäfts und erfolgreichem Management des Rückgangs im klassischen IT-Geschäft. Um dies zu erreichen, haben wir ein umfangreiches Transformationsprogramm gestartet. Im Rahmen dessen haben wir unsere Organisation und Abläufe neu ausgerichtet, eine neue Strategie für unser Portfolio entwickelt und drei Angebotscluster geschaffen. Insgesamt zehn Portfolio-Einheiten und eine Emerging Business Unit verantworten zukünftig sowohl unser klassisches IT- und Telekommunikationsgeschäft sowie unsere Wachstumsfelder (SAP, digitale Lösungen, Public Cloud, Sicherheit, Internet der Dinge, klassifizierte ICT, Gesundheitsmarkt und Maut-Systeme). Im Berichtsjahr entwickelte sich der Auftragseingang unseres operativen Segments Systemgeschäft gegenüber dem Vorjahr deutlich positiv und stieg um 29,3% an. Dies ist u. a. darauf zurückzuführen, dass wir im klassischen IT-Geschäft dieses Jahr Großverträge abschließen konnten, die in diesem Umfang im Vorjahr nicht enthalten waren. Auch im Wachstumsgeschäft zeigt der Auftragseingang im Berichtsjahr eine deutlich positive Entwicklung. OPERATIVE ENTWICKLUNG ain Mio. €
GesamtumsatzDer Gesamtumsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft lag im Berichtsjahr mit 6,9 Mrd. € auf Vorjahresniveau. In unserem Wachstumsgeschäft verzeichneten wir eine positive Umsatzentwicklung, v.a. in den Themen Public Cloud, Internet der Dinge, Gesundheitsmarkt und Maut-Systeme. Gegenläufig hierzu verzeichnete das klassische IT-Geschäft im Vorjahresvergleich einen Umsatzrückgang. Diese Entwicklung ist insbesondere auf den Rückgang im internationalen Großkundenbereich und auch auf die generell rückläufige Marktentwicklung in unserem Kernmarkt Westeuropa sowie auf bewusste Portfolio-Entscheidungen (z.B. Beendigung Endanwender-Services) zurückzuführen. EBITDA, bereinigtes EBITDAIm Berichtsjahr ging das bereinigte EBITDA unseres operativen Segments Systemgeschäft um 80 Mio. € auf 429 Mio. € zurück. Die Entwicklung liegt im Rahmen unserer Erwartungen. Hauptgründe für den Rückgang waren v. a. höhere Kosten für den Aufbau unseres Wachstumsgeschäfts insbesondere im Bereich Internet der Dinge und Gesundheitsmarkt sowie höhere Belastungen aufgrund der laufenden All-IP-Umstellung in unserem Telekommunikationsgeschäft. Das EBITDA ging gegenüber dem Vorjahr um 117 Mio. € auf 163 Mio. € zurück, im Wesentlichen aufgrund der beim bereinigten EBITDA beschriebenen Effekte. Die Sondereinflüsse lagen im Wesentlichen aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen um 37 Mio. € über dem Vorjahresniveau. EBIT, bereinigtes EBITDas bereinigte EBIT unseres operativen Segments Systemgeschäft sank gegenüber dem Vorjahr um 89 Mio. € auf 32 Mio. €. Insbesondere die beim bereinigten EBITDA beschriebenen Effekte trugen zu dieser Entwicklung bei. Das EBIT lag aufgrund einer im Vorjahr erfassten Wertminderung des Goodwill in Höhe von 1,2 Mrd. € deutlich über dem Vorjahresniveau bei minus 291 Mio. €. Cash CapexDer Cash Capex des operativen Segments Systemgeschäft lag im Berichtsjahr bei 462 Mio. € verglichen mit 383 Mio. € im Vorjahr. Der Schwerpunkt unserer Investitionen liegt weiterhin bei der Entwicklung unseres Wachstumsgeschäfts, wie z. B. Digitale Lösungen, Internet der Dinge und Maut-Systeme. Gleichzeitig investieren wir in die Weiterentwicklung der eigenen IT-Systeme. GROUP DEVELOPMENTKUNDENENTWICKLUNGin Tsd.
Durch die erfolgreiche Neupositionierung am Markt konnte T-Mobile Netherlands im Geschäftsjahr 2018 im Mobilfunk-Geschäft bei Privat- und Geschäftskunden einen Zuwachs um 4,4% gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Gründe dafür sind das attraktive Tarif-Portfolio, insbesondere mit großen Datenpaketen bis hin zu unbegrenztem Datenvolumen, sowie Kundengewinne im Geschäftskundensegment. Im Privatkunden-Festnetz-Geschäft stieg die Anzahl der Kunden bei intensivem Wettbewerb aufgrund unserer attraktiven Tarifgestaltung um 50 Tsd. OPERATIVE ENTWICKLUNGin Mio. €
GesamtumsatzDer Gesamtumsatz unseres operativen Segments Group Development reduzierte sich im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 3,4%. Negativ wirkte der entfallene Umsatz durch die Veräußerung der Strato zum 31. März 2017. Der Umsatz der DFMG blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Positive Umsatzauswirkungen bei T-Mobile Netherlands durch einen hohen Absatz von Mobilfunk-Endgeräten und dem wachsenden Festnetz-Geschäft wurden durch negative Effekte aus der verpflichtenden Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 zum 1. Januar 2018 sowie aus regulatorischen Effekten, wie z. B. geringere EU-Roaming-Gebühren und nationale Terminierungsentgelte, überkompensiert. EBITDA, bereinigtes EBITDADas EBITDA reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 1,8 Mrd. € auf 0,9 Mrd. €. Im Zuge der kontinuierlichen Überprüfung unseres Beteiligungs-Portfolios haben wir im vergangenen Jahr unsere Beteiligung Strato veräußert sowie unsere restlichen Anteile an der Scout24 AG verkauft. Aus den Veräußerungen ergaben sich als Sondereinflüsse erfasste Erträge in Höhe von rund 0,7 Mrd. €. Weiterhin wurden im Vorjahr positive Sondereinflüsse in Höhe von 0,2 Mrd. € wirksam, welche aus einer im Juli 2017 abgeschlossenen Vergleichsvereinbarung mit BT stammen. Das bereinigte EBITDA unseres operativen Segments Group Development entwickelte sich stabil im Vergleich zum Vorjahr. Entfallene Ergebnisbeiträge durch die Entkonsolidierung der Strato führten zu einem Rückgang. Bei T-Mobile Netherlands stieg das bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr 2018 um 1,0% aufgrund der positiven Kundenentwicklung. Das bereinigte EBITDA der DFMG hat sich im Vorjahresvergleich deutlich um 3,7% erhöht. EBITDas EBIT sank gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Mrd. € auf 0,6 Mrd. €. Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf die beim EBITDA beschriebenen Effekte. Die Abschreibungen lagen über dem Vorjahresniveau, was auf höhere Investitionen in die Netzkapazität und -qualität bei T-Mobile Netherlands zurückzuführen ist. Cash CapexDer Cash Capex unseres operativen Segments Group Development verminderte sich im Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund geringerer Investitionen in den Netzausbau der T-Mobile Netherlands um 6,6%. GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICES→ Für Informationen zu Änderungen in der Organisationsstruktur verweisen wir auf die Erläuterungen im Kapitel "Konzernstruktur", sowie auf Angabe 35 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang. OPERATIVE ENTWICKLUNGin Mio. €
GesamtumsatzDer Gesamtumsatz unseres Segments Group Headquarters & Group Services verringerte sich 2018 gegenüber dem Vorjahr um 6,8%. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass bei Deutsche Telekom IT konzernintern neu beauftragte Entwicklungsleistungen im Inland seit Januar 2016 nicht mehr verrechnet werden. Weitere Gründe für den Umsatzrückgang sind die gesunkenen Umsätze im Bereich Grundstücke und Gebäude, im Wesentlichen aufgrund der weiteren Optimierung von Flächen, und die entfallenen Umsätze der DeTeMedien als Folge des im Juni 2017 vollzogenen Verkaufs. Positiv wirkten sich die höheren konzerninternen Umsätze bei Deutsche Telekom IT aus der Lizenzierung des konzernweiten ERP-Systems auf den Umsatz aus. EBITDA, bereinigtes EBITDAIm Berichtsjahr verbesserte sich das bereinigte EBITDA unseres Segments Group Headquarters & Group Services im Vergleich zum Vorjahr um 146 Mio. €. Diese Entwicklung resultierte hauptsächlich aus den gestiegenen Umsätzen bei Deutsche Telekom IT aus der Lizenzierung des konzernweiten ERP-Systems, die sich nicht konzernextern auf die Ertragslage auswirken. Des Weiteren wirkte sich der reduzierte Personalbestand bei Vivento infolge des fortgesetzten Personalumbaus positiv aus. Gegenläufig belasteten die gesunkenen Umsätze im Bereich Grundstücke und Gebäude das bereinigte EBITDA. Insgesamt wirkten sich im Berichtsjahr im Saldo negative Sondereinflüsse in Höhe von 322 Mio. € auf das EBITDA aus. Dabei standen Aufwendungen für Personalmaßnahmen der positiven Wirkung einer Rückstellungsauflösung für Rechtsrisiken im Zusammenhang mit der Beendigung des Schiedsverfahrenskomplexes Toll Collect gegenüber. Im Vorjahr hatten Aufwendungen für Personalmaßnahmen sowie gegenläufig ein Ertrag aus der Veräußerung der DeTeMedien die insgesamt negativen Sondereinflüsse in Höhe von 119 Mio. € geprägt. EBITDer Rückgang des EBIT um 225 Mio. € gegenüber dem Vorjahr resultierte neben den beim EBITDA beschriebenen Effekten im Wesentlichen aus einem Anstieg der Abschreibungen um 168 Mio. €. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf gestiegene planmäßige Abschreibungen infolge höherer Aktivierungen bei Deutsche Telekom IT, die daraus resultierten, dass konzernintern neu beauftragte Entwicklungsleistungen im Inland nicht mehr verrechnet werden. Teilweise kompensiert wurde diese Entwicklung durch rückläufige Abschreibungen im Bereich Grundstücke und Gebäude infolge der fortgesetzten Optimierung unseres Immobilien-Portfolios. Cash CapexDer Cash Capex erhöhte sich gegenüber 2017 um 73 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund von höheren Investitionen im Bereich Technologie und Innovation, hauptsächlich für Entwicklungsleistungen. Des Weiteren stieg der Cash Capex für Fahrzeuge und Lizenzanschaffungen, teilweise kompensiert durch geringere Investitionen für Bau- und Projektleistungen im Immobilienbereich. GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER DEUTSCHEN TELEKOM AGDie Deutsche Telekom AG stellt ihren Jahresabschluss nach den Grundsätzen des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) auf. Als Konzernzentrale übernehmen wir strategische und segmentübergreifende Steuerungsaufgaben und erbringen Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften. Die Ergebnisse unserer Tochtergesellschaften und die Maßnahmen der Konzernfinanzierung prägen entscheidend unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. In unserem Heimatmarkt lagen die Umsätze auf einem zum Vorjahr vergleichbaren Niveau. Dabei verzeichneten wir im Mobilfunk-Geschäft einen Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Beim Umsatz im Festnetz konnten höhere IT- und Breitband-Umsätze geringere Umsätze im klassischen Festnetz-Geschäft nahezu kompensieren. In unserem operativen Segment Systemgeschäft verzeichneten wir eine positive Umsatzentwicklung in unserem Wachstumsgeschäft (v.a. in den Themen Cloud, Internet der Dinge, Digital Solutions, Maut und SAP), gegenläufig hierzu verzeichnete jedoch das klassische IT-Geschäft im Vorjahresvergleich einen Umsatzrückgang. Die positive Umsatzentwicklung unserer Wachstumsfelder, aber auch geringere Roaming-Regulierungsentgelte sowie die weiterhin hohe Wettbewerbsintensität beeinflussten im Jahr 2018 das operative Segment Europa. Im operativen Segment USA stieg der Umsatz aufgrund höherer Service-Umsätze. Dies war auf den Kundenanstieg zurückzuführen, der durch anhaltendes Wachstum in bestehenden und neu erschlossenen Märkten, den zunehmenden Erfolg in neuen Geschäftsfeldern, eine rückläufige Kundenabwanderung und eine Zunahme der vernetzten Geräte verursacht wurde. Die Deutsche Telekom AG weist für das Geschäftsjahr 2018 einen Jahresüberschuss in Höhe von 4,2 Mrd. € aus. Die Geschäftsentwicklung war im Berichtsjahr neben dem operativen Geschäft von einer Vielzahl weiterer unterschiedlicher Effekte u.a. einer konzerninternen Umstrukturierung in der DFMG-Gruppe, einer Kapitalrückzahlung durch die T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn, an die T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn, unter Zugrundelegung von Zeitwerten sowie der Einigung in den Mautschiedsverfahren Toll Collect geprägt. ERTRAGSLAGE DER DEUTSCHEN TELEKOM AGHGB-Gewinn- und Verlustrechnung Deutsche Telekom AG (Gesamtkostenverfahren)in Mio. €
Das negative Betriebsergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 0,1 Mrd. €. Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus im Vorjahresvergleich um 0,3 Mrd. € gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen und um 0,1 Mrd. € verminderten sonstigen betrieblichen Erträgen. Gegenläufig auf das negative Betriebsergebnis wirkten sich um 0,2 Mrd. € verminderte Personalaufwendungen und um 0,1 Mrd. € geringere Abschreibungen aus. Die Umsatzerlöse lagen im Berichtsjahr nahezu auf Vorjahresniveau. Die im Vorjahresvergleich um insgesamt 0,1 Mrd. € verminderten sonstigen betrieblichen Erträge entfielen im Wesentlichen auf um 0,4 Mrd. € niedrigere Währungskursgewinne und verringerte Erträge aus Derivaten im Zusammenhang mit USD-Kontrakten sowie auf um 0,2 Mrd. € geringere Erträge aus Anlagenabgängen. Gegenläufig wirkten sich im Berichtsjahr insbesondere die Zuschreibungen auf die Deutsche Telekom Europe Holding GmbH, Bonn, mit 0,4 Mrd. € sowie auf die T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn, mit 0,1 Mrd. € positiv auf die sonstigen betrieblichen Erträge aus. Die im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Mrd. € höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultierten im Wesentlichen mit 0,6 Mrd. € aus der Einigung in den Mautschiedsverfahren Toll Collect, mit 0,1 Mrd. € aus höheren Aufwendungen aus Derivaten im Zusammenhang mit USD-Kontrakten und mit 0,1 Mrd. € aus gestiegenen sonstigen personalbezogenen Aufwendungen. Gegenläufig reduzierten sich die Währungskursverluste um 0,6 Mrd. €, die insbesondere aus USD-Kontrakten resultieren. Der Rückgang der Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mrd. € ist im Wesentlichen auf niedrigere Aufwendungen aus dem Vorruhestandsprogramm für Beamte zurückzuführen. Das Finanzergebnis entwickelte sich mit 0,7 Mrd. € auf 6,5 Mrd. € rückläufig. Wesentlichen Einfluss darauf hatte ein um 1,5 Mrd. € vermindertes Beteiligungsergebnis. Gegenläufig wirkten sich im Vorjahresvergleich um 1,0 Mrd. € geringere außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen aus. Das im Vorjahresvergleich um 1,5 Mrd. € niedrigere Beteiligungsergebnis ist im Berichtsjahr insbesondere durch die Ergebnisabführung der Telekom Deutschland GmbH, Bonn, mit 3,7 Mrd. € (2017: 3,9 Mrd. €), der DFMG Holding GmbH, Bonn, mit 2,5 Mrd. € (2017: 3,8 Mrd. €) und der T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn, mit 1,6 Mrd. € (2017: 1,4 Mrd. €) positiv geprägt. Gegenläufig wirkten sich die Verlustübernahmen von der Deutschen Telekom IT GmbH, Bonn, mit 0,7 Mrd. € (2017: 0,5 Mrd. €) und von der T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main, mit 0,3 Mrd. € (2017: 0,3 Mrd. €) aus. Das positive Beteiligungsergebnis resultierte neben dem operativen Geschäft der einbezogenen Tochtergesellschaften aus Effekten im Rahmen von Reorganisationsmaßnahmen sowie einer Kapitalrückzahlung unter Zugrundelegung von Zeitwerten durch die T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn. Gegenläufig wirkte sich der Verlust aus dem konzerninternen Verkauf, auf Basis eines Bewertungsgutachtens, der indirekt gehaltenen Gesellschaftsanteile an der britischen BT Group plc, London auf das Beteiligungsergebnis aus. Das gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mrd. € verminderte negative Zinsergebnis resultierte im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. Das insbesondere durch die vorgenannten Effekte geprägte Ergebnis nach Steuern verringerte sich im Geschäftsjahr 2018 insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Mrd. €. Bei einem sonstigen Steueraufwand von 13 Mio. € ergibt sich unter Einbeziehung der oben beschriebenen Einflüsse im Geschäftsjahr 2018 ein Jahresüberschuss von 4.186 Mio. €. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 2.845 Mio. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 7.031 Mio. €. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DER DEUTSCHEN TELEKOM AGHGB-Bilanz Deutsche Telekom AGin Mio. €
Unsere Vermögenslage ist, neben dem Eigenkapital, im Wesentlichen durch das Anlagevermögen sowie die Forderungen und die Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften bestimmt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Ausleihungen sowie die Forderungen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren überwiegend aus Finanzierungsbeziehungen zwischen der Deutschen Telekom AG und ihren Tochtergesellschaften, wobei die Finanzierung am externen Kapitalmarkt grundsätzlich durch die Deutsche Telekom International Finance B.V., Maastricht, abgewickelt und an die Deutsche Telekom AG weitergereicht wird. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Mrd. € auf 122,2 Mrd. €. Die Entwicklung der Aktivseite war im Wesentlichen durch die Erhöhung des Anlagevermögens um 0,3 Mrd. €, der Forderungen um 0,3 Mrd. € sowie der flüssigen Mittel um 0,5 Mrd. € gekennzeichnet. Gegenläufig verringerten sich die Rechnungsabgrenzungsposten um 0,2 Mrd. €. Die Zunahme der Finanzanlagen im Vorjahresvergleich um 0,6 Mrd. € war im Wesentlichen durch die Kapitalerhöhung bei der Deutschen Telekom Europe Holding GmbH, Bonn, in Höhe von 1,8 Mrd. € und durch Zuschreibungen auf Anteile an Tochterunternehmen in Höhe von 0,5 Mrd. € bedingt. Darüber hinaus erhöhten sich die Finanzanlagen durch den Kauf von Anteilen an der Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE), Athen, in Höhe von 0,3 Mrd. € sowie aufgrund von Ausleihungen an die T-Mobile USA, Inc., Bellevue, und an die Telekom Deutschland GmbH, Bonn, in Höhe von jeweils 0,1 Mrd. €. Gegenläufig wirkte sich in Höhe von 1,3 Mrd. € die Kapitalrückzahlung der CTA Holding GmbH, Bonn, sowie in Höhe von 1,0 Mrd. € der konzerninterne Verkauf von Anteilen an der CTA Holding GmbH, Bonn, aus. Der Rückgang des Sachanlagevermögens um 0,3 Mrd. € war überwiegend durch planmäßige Abschreibungen auf Immobilien bedingt. Wesentlich für den Anstieg der Forderungen um 0,3 Mrd. € war die Erhöhung der Forderungen aus Cash Management um 0,8 Mrd. € sowie der gegenläufige Rückgang der Finanzforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 0,5 Mrd. €. Der Rückgang der Rechnungsabgrenzungsposten war im Wesentlichen durch um 0,1 Mrd. € geringere abgegrenzte Personalaufwendungen bedingt. Die Passivseite war im Wesentlichen durch die Zunahme des Eigenkapitals um 1,1 Mrd. € und der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 0,6 Mrd. € geprägt. Gegenläufig verringerten sich die übrigen Verbindlichkeiten um 1,2 Mrd. €. Wesentlich für die Erhöhung des Eigenkapitals waren der Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres von 4,2 Mrd. € und dessen Auswirkung auf den Bilanzgewinn. Gegenläufig wirkte sich die Gewinnausschüttung für das Vorjahr von 3,1 Mrd. € aus. Der Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist im Wesentlichen mit 0,3 Mrd. € durch einen im Vorjahresvergleich niedrigeren Rechnungszinssatz für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen sowie mit 0,2 Mrd. € durch eine Rückerstattung von Deckungsvermögen bedingt. Die übrigen Verbindlichkeiten verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere durch Darlehensrückzahlungen an die CTA Holding GmbH, Bonn, in Höhe von 5,4 Mrd. €. Gegenläufig wirkte sich die Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber der Deutsche Telekom International Finance B.V., Maastricht, in Höhe von 4,0 Mrd. € aus. HGB-Kapitalflussrechnung Deutsche Telekom AGin Mio. €
Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 1,4 Mrd. € auf 4,4 Mrd. €. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus einem gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Mrd. € niedrigeren Nettoaufbau von Forderungen aus Cash Management sowie einem gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mrd. € geringeren Abbau von Verbindlichkeiten aus dem Vorruhestandsprogramm für Beamte. Gegenläufig wirkte sich die negative Veränderung des Jahresüberschusses aus, die um zahlungsunwirksame außerplanmäßige Abschreibungen und Zuschreibungen auf Finanzanlagen bereinigt wurde. Im Gegensatz zum Vorjahr, in dem der Cashflow aus Investitionstätigkeit insbesondere aus mittel- und langfristigen Anlagen bei Tochtergesellschaften in Höhe von 10,8 Mrd. € resultierte, war der Cashflow aus Investitionstätigkeit im Berichtsjahr maßgeblich durch eine Kapitalrückzahlung der CTA Holding GmbH, Bonn, in Höhe von 1,3 Mrd. €, Einzahlungen aus konzerninternen Veräußerungen von Gesellschaftsanteilen der CTA Holding GmbH, Bonn, in Höhe von 1,0 Mrd. €, sowie die Rückzahlung einer kurzfristigen Anlage der T-Mobile Netherlands B.V., Den Haag, an die Deutsche Telekom AG in Höhe von 0,5 Mrd. €, beeinflusst. Darüber hinaus waren im Cashflow aus Investitionstätigkeit erhaltene Zinsen in Höhe von 0,9 Mrd. € enthalten. Gegenläufig wirkte sich insbesondere eine Kapitalerhöhung bei der Deutsche Telekom Europe Holding GmbH, Bonn, in Höhe von 1,8 Mrd. € im Rahmen der Übernahme sämtlicher Geschäftsanteile der UPC Austria GmbH, Wien, durch die T-Mobile Austria Holding GmbH, Wien, aus. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 15,7 Mrd. € auf minus 5,8 Mrd. €. Im Gegensatz zum Vorjahr, in dem der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit durch Nettoaufnahmen von Verbindlichkeiten in Höhe von 12,5 Mrd. € geprägt war, resultierte er im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Nettotilgungen von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 7,4 Mrd. €, Zinszahlungen in Höhe von 1,1 Mrd. € und aus der Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 3,1 Mrd. €. Gegenläufig wirkte sich die Nettoaufnahme von mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 5,8 Mrd. € aus. Zusammen führte dies im Berichtsjahr zu einem Anstieg an flüssigen Mitteln von 523 Mio. €. RISIKO-MANAGEMENT BEI DER BILANZIERUNG VON SICHERUNGSGESCHÄFTENWir setzen derivative Finanzinstrumente ein, um Zinsänderungs- und Währungsrisiken zu begrenzen; also nur zu Sicherungszwecken und nicht aus spekulativen Gründen. Dabei überprüfen wir regelmäßig die Wirksamkeit des Sicherungszusammenhangs. CORPORATE RESPONSIBILITY UND NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG■ Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.Wir sind mehr als ein Unternehmen, das die Gesellschaft mit Telekommunikationsinfrastruktur versorgt: In einer zunehmend komplexen, digitalen Welt sind wir vertrauenswürdiger Begleiter in allen Lebenslagen. Dabei nehmen wir unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt sehr ernst. Systematisch arbeiten wir daran, mögliche negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit zu minimieren und zudem wirkungsvolle, positive Impulse für einen nachhaltigen Wandel zu setzen. Seit mehr als 20 Jahren berichten wir transparent über unsere Corporate Responsibility (CR)-Aktivitäten. Jedes Jahr informieren wir umfassend in unserem CR-Bericht, im Geschäftsbericht und auf unserer Website über unsere Herausforderungen und Fortschritte als verantwortungsvolles, nachhaltig handelndes Unternehmen. Dabei erläutern wir seit dem Geschäftsjahr 2016 auch, auf welche Weise wir mit unserem Kerngeschäft dazu beitragen, die UN-Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 (Sustainable Development Goals, SDGs) zu erreichen. In diesem Jahr zeigen wir im Lagebericht zudem erstmals auf, welche positiven Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung (Wertbeiträge) durch unsere Aktivitäten entstehen. → Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Ziele für nachhaltige Entwicklung". Seit dem Berichtsjahr 2017 veröffentlichen wir innerhalb unseres Lageberichts eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung (nfE) und kommen damit unserer Berichtspflicht gemäß CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz nach. Bei der Auswahl der Sachverhalte für die vorliegende nfE 2018 haben wir erneut nicht nur die gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt, sondern auch die Ergebnisse unseres Wesentlichkeitsprozesses einbezogen. Diese regelmäßige Wesentlichkeitsanalyse hilft uns dabei, unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten an den Erwartungen unserer Stakeholder auszurichten und die Berichterstattung entsprechend zu strukturieren. → 17 PARTNERSCHAFTEN ZUR ERREICHUNG DER ZIELE BEZIEHUNGEN Die inhaltliche Prüfung der nfE obliegt dem Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG. Das Gremium wurde dabei von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durch eine Prüfung mit begrenzter Sicherheit (Limited Assurance) unterstützt. Grundlage waren die International Standard on Assurance Engagements ISAE 3000 (revised). Alle Angaben in der nfE gelten, soweit nicht kenntlich gemacht, gleichermaßen für den Konzern und das Mutterunternehmen. Um Dopplungen innerhalb des Lageberichts zu vermeiden, verweisen wir an den betreffenden Stellen auf weiterführende Informationen in anderen Kapiteln. Verweise auf Angaben außerhalb des zusammengefassten Lageberichts sind weiterführende Informationen und nicht Bestandteil der nfE, daher nicht geprüft. Mit der Veröffentlichung unseres CR-Berichts 2018 im März 2019 werden wir in bewährter Form den weiteren Transparenzanforderungen unserer Stakeholder entsprechen und uns dabei weiterhin an den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) orientieren. Grundlage für die Beschreibung der Konzepte in dieser nfE ist diese langjährige Berichterstattung in Anlehnung an GRI Standards unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen. Für unsere Nachhaltigkeitsleistung und die damit verbundene Berichterstattung wurden wir 2018 erneut ausgezeichnet: Im "Good Company Ranking", das die Nachhaltigkeitsleistung aller DAX-30-Unternehmen auf Basis testierter Publikationen bewertet, waren wir Spitzenreiter. Zudem wurde unser Geschäftsbericht 2017 im Kapitalmarktwettbewerb "Investors' Darling 2018" Doppelsieger in den Kategorien "Corporate Social Responsibility" und "Strategieberichterstattung". ERLÄUTERUNG DES GESCHÄFTSMODELLSWir gehören zu den führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit. Unseren Privatkunden bieten wir Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz/ Breitband, Mobilfunk, Internet und Internet-basiertes Fernsehen sowie unseren Groß- und Geschäftskunden ICT-Lösungen. → Weitere Informationen zu unserem Geschäftsmodell finden Sie in den Kapiteln "Konzernstruktur" und " Konzernstrategie". STRATEGISCHER UND ORGANISATORISCHER NACHHALTIGKEITSANSATZUnser Selbstverständnis als verantwortungsvolles Unternehmen leitet sich aus unserer Strategie "Leading European Telco" ab: Wir wollen führender Telekommunikationsanbieter in Europa sein. Mit dieser Führungsrolle untrennbar verbunden ist für uns eine gesellschaftliche und ökologische Verantwortung. Unsere Mission lautet "Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen." Wir verpflichten uns zu nachhaltigem Handeln entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette - und dazu, zur Lösung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen beizutragen. Dabei bekennen wir uns ausdrücklich zu den Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen (UN), zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex sowie zum "Leitbild für verantwortliches Handeln in der Deutschen Wirtschaft". Darüber hinaus unterstützen wir die SDGs der UN; insbesondere leisten wir einen Beitrag zu den Zielen Nr. 3 Gesundheit und Wohlergehen, 4 Hochwertige Bildung, 5 Geschlechtergleichheit, 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, 9 Industrie, Innovation und Infrastruktur, 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden sowie 13 Maßnahmen zum Klimaschutz. Unsere CR-Strategie, die sich an unserem Kerngeschäft orientiert, umfasst drei Handlungsfelder: "Vernetztes Leben und Arbeiten - nachhaltige Lebensweise ermöglichen", "Zugang und Teilhabe an der Informations- und Kommunikationsgesellschaft" und "Klimafreundliche Gesellschaft". Ergänzend dazu sind uns folgende Themen unseres Nachhaltigkeitsmanagements besonders wichtig: "Datensicherheit und Datenschutz", "Digitalisierung", "Nachhaltige Lieferkette", "Menschenrechte", "Kreislaufwirtschaft und Ressourcenentkopplung" sowie "Verantwortungsvoller Arbeitgeber". Die CR-Gesamtverantwortung trägt unser Vorstand: Er diskutiert und entscheidet über wichtige CR-Angelegenheiten. Der Bereich Group Corporate Responsibility (GCR) entwickelt konzernweite Richt- und Leitlinien. Zudem verantwortet er die Positionierung und die strategische Ausrichtung der CR und überwacht die gesamten Prozesse. Verantwortlich für die Umsetzung der CR-Strategie sind die CR-Manager der jeweiligen Geschäftseinheiten und Landesgesellschaften. Sie arbeiten im internationalen CR-Manager-Netzwerk eng zusammen. Um stets eine direkte Rückkopplung zwischen CR und unserem Kerngeschäft sicherzustellen, wird GCR zudem vom CR Board beraten, das sich aus den Leitern wesentlicher Konzernbereiche zusammensetzt. Unsere Werte und Grundsätze sind in unseren Leitlinien, dem Code of Conduct sowie im "Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze" und in weiteren, themenspezifischen Richtlinien verankert. Die Eckpfeiler unseres Nachhaltigkeitsmanagements sind in unserer CR-Richtlinie für alle Konzerneinheiten formal und verbindlich festgeschrieben. Im Rahmen unseres CR Controllings erfassen wir "Environmental, Social & Governance" (ESG)-Daten und -Kennzahlen. Diese nutzen wir in erster Linie, um unsere konzernweiten ESG KPIs (Key Performance Indicator) zu berechnen, mit denen wir unsere CR-Leistung messen und steuern. Die Aussagekraft der KPIs überprüfen wir regelmäßig, bei Bedarf überarbeiten wir sie. Teilweise lassen sich die KPIs sowie ergänzende Indikatoren auch den SDGs zuordnen und zeigen unseren Fortschritt bei Themen auf, die ebenfalls im Fokus der SDGs stehen. Mit dem ESG KPI "Nachhaltiges Investment" ermitteln wir, wie die Finanzmärkte unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten wahrnehmen: Die Kennzahl misst den Anteil an T-Aktien, der von Investoren gehalten wird, deren Anlagestrategie nicht nur ökonomische, sondern zumindest auch teilweise ökologische und soziale Aspekte der Unternehmensführung berücksichtigt. Zum Stichtag 30. September 2018 waren rund 18% der T-Aktien im Besitz von solchen SRI-Investoren (Socially Responsible Investment) und 3% wurden von Investoren gehalten, die ihre Fonds vorrangig unter SRI-Gesichtspunkten managen. Zudem war unsere Aktie im Berichtsjahr erneut in wichtigen Nachhaltigkeitsindizes wie den renommierten DJSI World und DJSI Europe von RobecoSAM gelistet. Auch der FTSE4Good Index sowie der UN Global Compact 100 Index führten weiterhin unsere Aktie. → 8 MENSCHENWÜRDIGE ARBEIT UND WIRTSCHAFTSWACHSTUM FINANZEN Listing der T-Aktie in Nachhaltigkeitsindizes bzw. Prädikate
√ erfolgreich gelistet
Unser Ziel ist es, die gesellschaftlichen Auswirkungen unserer Produkte, Lösungen und Maßnahmen stetig zu verbessern. Dazu müssen wir die Beiträge unseres unternehmerischen Handelns zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen messbar machen. 2018 haben wir ein Pilotprojekt zur Wirkungsmessung gestartet. Dazu definieren wir einen einheitlichen Bewertungsprozess für unsere Produkte, Lösungen und Maßnahmen. Das Pilotprojekt soll die Basis dafür schaffen, unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten wirkungsorientiert zu steuern. Ausführliche Informationen dazu werden Sie in unserem CR-Bericht 2018 finden, der im März 2019 veröffentlicht wird. → 12 NACHHALTIGE/R KONSUM UND PRODUKTION FINANZEN PROZESS ZUR ERMITTLUNG WESENTLICHER THEMENUm die für unsere Berichterstattung relevanten Themen zu ermitteln und unsere Nachhaltigkeitsstrategie daran auszurichten, nutzen wir einen umfassenden Wesentlichkeitsprozess, den wir jährlich weiterentwickeln. 2018 haben wir ihn um eine Dokumentenanalyse ergänzt, mit der wir u.a. bestehende Gesetzgebungen ausgewertet sowie den Einfluss der Themen auf die ICT-Branche und auf unsere Wertschöpfungskette ermittelt haben. Ausführliche Informationen zum Vorgehen werden Sie in unserem CR-Bericht 2018 finden. Um mit der vorliegenden nfE 2018 den Anforderungen des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes zu entsprechen, haben wir geprüft, ob und inwieweit das Ergebnis unserer Wesentlichkeitsanalyse Veränderungen am inhaltlichen Konzept der nfE des Vorjahres notwendig macht. Dazu haben wir die wesentlichen Themen betrachtet, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses und der Lage des Unternehmens sowie für das Verständnis der Auswirkungen auf nichtfinanzielle Aspekte erforderlich sind. Daraus hat sich keine Notwendigkeit einer Ausweitung der zu berichtenden Sachverhalte im Vergleich zum Vorjahr ergeben. Allerdings wird das Thema Ressourcenschonung aktuell sowohl in der Öffentlichkeit als auch bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zunehmend diskutiert. Deshalb haben wir es im Berichtsjahr unter dem Aspekt 1 "Umweltbelange" aufgegriffen, obwohl die Auswirkungen des Handelns der Deutschen Telekom als Dienstleistungsunternehmen hier verhältnismäßig gering sind. Im Rahmen unseres umfassenden Risiko- und Chancen-Managements ermitteln wir auch aktuelle sowie potenzielle Risiken und Chancen, die aus ökologischen, ökonomischen oder sozialen Aspekten bzw. aus der Führung unseres Unternehmens resultieren. So bergen die Themen "Klimaschutz", "Lieferanten", "Datenschutz und Datensicherheit" wie auch "Gesundheit und Umwelt" mögliche Risiken, die wir im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management" erläutern. Um die Transparenzanforderungen unserer Stakeholder zu erfüllen, halten wir an dieser Praxis fest, auch wenn diese Themen gemäß der Risikoeinschätzung eine "geringe" Risikobedeutung haben und damit nicht als "sehr wahrscheinlich schwerwiegend" im Sinne des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes einzustufen sind. Die vorliegende nfE thematisiert diese Risiken und Chancen bei den entsprechenden Aspekten. → Weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management". ASPEKT 1: UMWELTBELANGE"Wir übernehmen Verantwortung für eine klimafreundliche Gesellschaft" - so lautet ein Handlungsfeld unserer CR-Strategie. Damit verpflichten wir uns nicht nur, mögliche negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf das Klima zu minimieren, sondern wir wollen darüber hinaus auch die Chancen der Digitalisierung für eine nachhaltige Entwicklung nutzen. → Weitere Informationen hierzu finden Sie in diesem Kapitel bei Aspekt 3 "Sozialbelange" unter "Gesellschaftlich nützliche Anwendungen von ICT-Produkten". Über Umweltthemen, bei denen die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit vergleichsweise gering sind, werden wir in unserem CR-Bericht 2018 berichten. Dazu gehören z. B. der Schutz von Biodiversität und das Thema Wasserverbrauch. Unser ganzheitliches Umwelt-Management-System basiert auf dem internationalen Standard ISO 14001. Darüber hinaus haben wir im Mai 2018 eine neue Umweltrichtlinie veröffentlicht, welche die bestehenden und konzernweit gültigen Selbstverpflichtungen zusammenfasst und ergänzt. Die Richtlinie ist auf unserer Konzern-Website abrufbar. KLIMASCHUTZ UND RESSOURCENSCHONUNG→ 13 MASSNAHMEN ZUM KLIMASCHUTZ UMWELT Die Nachfrage nach schnelleren, flächendeckend verfügbaren Datendiensten steigt rasant. Deshalb bauen wir unsere Infrastruktur weiter aus und erhöhen die Geschwindigkeit der Datenübertragung. Mit unseren Investitionen in den Netzausbau gehören wir zu den größten Investoren der Branche. Der Betrieb unseres Netzes verbraucht Energie. Steigende Energieverbräuche sind nicht nur mit höheren Kosten verbunden, sondern können auch zu einem Anstieg der CO 2-Emissionen führen und so den Klimawandel beschleunigen. Deshalb müssen wir dafür Sorge tragen, dass unser Energieverbrauch in deutlich geringerem Maße wächst als die transportierten Datenmengen - und zugleich die Nutzung erneuerbarer Energien vorantreiben, um den Energieverbrauch von den CO 2-Emissionen zu entkoppeln. Wir sind auch gefordert, die Möglichkeiten der Digitalisierung auszuschöpfen: Richtig eingesetzt kann sie dazu beitragen, Energie zu sparen und damit den Klimawandel zu bremsen. → Weitere Informationen zu den Chancen und Risiken im Bereich Klimaschutz finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management". Unsere integrierte Klimastrategie beinhaltet vier Aspekte des Klimaschutzes: "CO 2-Emissionen", "Erneuerbare Energien", "Energieeffizienz" und "Nachhaltige Produkte". Die konzernweite Klimastrategie wird als Querschnittsthema auf Ebene der Landesgesellschaften dezentral umgesetzt. Bereits 2013 hat unser Vorstand ein Klimaziel beschlossen: Wir wollen den Ausstoß von CO 2-Emissionen unseres Konzerns bis zum Jahr 2020 (gegenüber 2 008, ohne T-Mobile US) um 20% reduzieren. 2018 haben wir die Berechnungsmethodik der CO 2-Emissionen für unser Klimaziel entsprechend der marktbasierten Methode des Greenhouse Gas (GHG)-Protocol angepasst, um den Einsatz von erneuerbaren Energien als Maßnahme zur Emissionssenkung stärker zu berücksichtigen. 40 Geschäftseinheiten in 29 Ländern haben sich zu unserem Klimaziel verpflichtet. Zur Zielerreichung tragen die Landesgesellschaften in unterschiedlichem Maße und Umfang bei, schließlich entwickeln sich die Märkte vor Ort unterschiedlich. In einem Bericht informiert GCR den Vorstand jedes Jahr über den Status quo. An unserem Klimaziel halten wir trotz der Herausforderungen durch den rasant wachsenden Datenverkehr und dem damit verbundenen fortlaufenden Netzausbau fest. Wir konnten den Ausstoß der Emissionen in den vergangenen Jahren leicht reduzieren. Mit dieser Berechnungsmethode bewegen wir uns auf dem für 2018 prognostizierten Niveau. Um unser aktuelles Klimaziel zu erreichen, konzentrieren wir uns auf Bereiche mit besonders hohem Energieverbrauch, v.a. auf unsere Netze und Rechenzentren. So stellen wir z. B. unsere Netzinfrastruktur auf IP-Technologie um; sie ist nicht nur leistungsstärker, sondern verbraucht auch weniger Strom. → Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente". Wir bündeln den Datenverkehr in wenigen, besonders effizienten Rechenzentren. Indikator für die Effizienzsteigerung ist der sog. "PUE-Wert". Wir ermitteln diesen Wert nach der Methode der Green Grid Association. Diese verlangt, dass sämtliche Energieverbräuche der Rechenzentren, und nicht nur die zum Betrieb der Server, in die Wertermittlung einfließen. Der globale PUE-Wert unserer T-Systems Rechenzentren lag 2018 bei 1,63. Zwischen 2008 und 2018 haben wir den durchschnittlichen PUE-Wert deutscher Rechenzentren von T-Systems von 1,85 auf 1,57 gesenkt. In Biere in Sachsen-Anhalt betreiben wir ein sehr effizientes Rechenzentrum. Es hat auch die anerkannte Nachhaltigkeitszertifizierung LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) in Gold erhalten. Unter anderem durch die Verlagerung der Daten von ineffizienten Rechenzentren nach Biere konnten wir bis Ende 2018 bereits einen PUE-Wert von 1,36 erreichen. 2017 haben wir damit begonnen, unsere Klimastrategie zu aktualisieren sowie neue Klimaziele für die Zeit nach 2020 zu erarbeiten. Die neuen Ziele für die Reduktion unserer CO 2-Emissionen (Scope 1, 2 und 3) entwickeln wir entlang aktueller wissenschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen. In den USA und Ungarn haben wir 2018 Ziele gemäß der "Science Based Targets"-Methode erarbeitet und bei der "Science Based Targets"-Initiative eingereicht. Die für die USA gesetzten Ziele wurden von der Initiative bereits positiv geprüft. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Klimastrategie ist es, den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch weiter zu erhöhen. Erneuerbare Energien erwerben wir durch Direktbezug, in Form von Zertifikaten für Strom aus erneuerbaren Energien sowie in geringem Maße auch durch Eigenproduktion. Dazu investieren wir, wo möglich und sinnvoll, in eigene Anlagen z. B. in den Bau von Blockheizkraftwerken oder die Installation von Photovoltaikanlagen. → 7 BEZAHLBARE UND SAUBERE ENERGIE UMWELT Die Wirksamkeit unserer Klimaschutzmaßnahmen messen wir mit verschiedenen Kennzahlen. Die KPI-Werte "Energy Intensity" und "Carbon Intensity" für die Deutsche Telekom sind in den nachfolgenden Grafiken dargestellt. Die beiden KPIs setzen unseren Energieverbrauch bzw. unsere CO 2-Emissionen ins Verhältnis zum transportierten Datenvolumen und beschreiben damit die konkrete Entwicklung der Energie- und Emissionseffizienz unseres Netzes. Das Ergebnis liegt bei 163 für den KPI "Energy Intensity" sowie bei 41 für den KPI "Carbon Intensity". Für den Konzern in Deutschland liegen die Werte bei 110 (KPI "Energy Intensity") sowie bei 26 (KPI "Carbon Intensity"). Der KPI "Erneuerbare Energien" weist den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtstromverbrauch aus; er lag 2018 konzernweit bei 52%. Bei der Berechnung werden Direktbezug, Guarantees of Origin, RECS Zertifikate, Eigenerzeugung sowie auch der Anteil erneuerbarer Energien am Landesmix mit einbezogen. Mit dem ESG KPI "Enablement Factor" berechnen wir die positiven CO 2-Effekte, die auf Kundenseite durch die Nutzung unserer Produkte entstehen. → Weitere Informationen hierzu finden Sie in diesem Kapitel bei Aspekt3 "Sozialbelange" unter "Gesellschaftlich nützliche Anwendungen von ICT-Produkten". ESG KPI "Energy Intensity"Konzern Deutsche Telekom 2018
ESG KPI "Carbon Intensity"Konzern Deutsche Telekom 2018
Unsere CO 2-Emissionen berechnen wir auf Basis des international anerkannten GHG-Protokolls. So können wir auf Unternehmens- und Produktebene Maßnahmen ergreifen, um unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Der Standard unterscheidet drei Kategorien von CO 2-Emissionen (Scope 1, 2 und 3). Diese berichten wir jedes Jahr im Juni im Rahmen des CDP. Die folgende Grafik visualisiert die Emissionen der unterschiedlichen Scopes aus unserer Geschäftstätigkeit, dargestellt in CO 2-Äquivalenten (CO 2e). CO 2e-Emissionen (Scope 1-3)Konzern Deutsche Telekom 2018 in % und kt CO 2e
Uns ist bewusst, dass es - um den Klimawandel wirksam einzudämmen - eine starke Initiative und die Zusammenarbeit aller relevanten Akteure braucht. Deshalb engagieren wir uns in vielen nationalen wie internationalen Zusammenschlüssen und Organisationen; zu nennen ist hier v. a. die "Global e-Sustainability"-Initiative: Als Unternehmensverband folgt sie der Vision, die Gesellschaft mithilfe von ICT-Lösungen klimaschonender und nachhaltiger zu gestalten. Auch in unserer Lieferkette arbeiten wir systematisch und mit Erfolg an Verbesserungen im Klimaschutz. Seit 2016 wird im "Supplier Engagement"-Rating des CDP bewertet, wie gut es Unternehmen gelingt, das Thema Klimaschutz in ihre Lieferkette zu integrieren. 2018 haben wir in diesem Rating ein "A" erreicht und damit die Aufnahme in das "Supplier Engagement Rating Leader Board". Über 70% unseres Einkaufsvolumens sind durch Antworten unserer Lieferanten im "Supply Chain"-Programm 2018 des Rating-Unternehmens CDP abgedeckt. → 17 PARTNERSCHAFTEN ZUR ERREICHUNG DER ZIELE UMWELT Nicht zuletzt spielt bei einem ganzheitlichen Ansatz zum Klimaschutz auch der verantwortungsvolle Umgang mit wertvollen Ressourcen eine wichtige Rolle. Angesichts von Plastikinseln im Meer, wachsenden Müllbergen und den daraus resultierenden Folgen für Mensch und Umwelt rückt das Thema Ressourceneffizienz immer stärker in das Bewusstsein der Menschen. Dies hat auch eine Mitarbeiterumfrage bei der Deutschen Telekom im September 2018 gezeigt. Ein Grund, warum der Vorstandsvorsitzende Tim Höttges 2018 die Initiative "Stop Wasting - Start Caring!" ins Leben gerufen hat. Mit der Initiative wird das langjährige konzernweite Engagement für mehr Ressourceneffizienz unter ein neues Dach gestellt. Ziel ist es, grundsätzlich Ressourcen im Sinne der Kreislaufwirtschaft möglichst effizient einzusetzen und wiederzuverwerten, z. B. indem wir den Einsatz von Plastik, Papier und Verpackungen noch stärker reduzieren und wo immer möglich vermeiden. Der Ansatz zur Erreichung dieses Ziels reicht von der Beschaffung und dem Design unserer Produkte über interne Prozesse bis hin zum Endprodukt und dessen Verwertung. Dabei sind wir Vorreiter in der Rücknahme von gebrauchten Geräten. Darüber hinaus fördern wir die Ressourceneffizienz insbesondere durch die Virtualisierung von Produkten. Zudem ermöglichen wir mit unserem Netz "Sharing Economy"-Angebote, die durch den Verzicht auf gekaufte Waren zur Ressourcenschonung beitragen. Tim Höttges rief im September 2018 alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf, sich in ihrem Arbeitsumfeld kreativ an der Initiative zu beteiligen: "Wir brauchen in allem was wir tun eine nachhaltige Denkweise". Ressourcenschonung wird auch bei unseren Landesgesellschaften mit vielfältigen Projekten umgesetzt. So bietet z. B. die OTE Gruppe als erstes Unternehmen in Griechenland das Recycling von Endgeräten (ADSL-, VDSL-, VoIP-Modems und TV-Decoder) an: 2018 wurden Endgeräte in hohem Umfang zurückgenommen und aufbereitet. → 12 NACHHALTIGE/R KONSUM UND PRODUKTION UMWELT ASPEKT 2: ARBEITNEHMERBELANGEDie Digitalisierung soll das Leben aller verbessern. Deshalb stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt. Besonders gilt dies für unsere rund 216.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie helfen mit ihrem Engagement, ihrer Kompetenz und ihrer Leistungsfähigkeit, den Weg in eine digitale Gesellschaft zu ebnen und tragen so entscheidend zu unserem Geschäftserfolg bei. Grundpfeiler für das Miteinander in unserem Unternehmen bilden fünf Leitlinien, die unsere Werte repräsentieren. Diese Unternehmensleitlinien finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur". Unsere strategischen Prioritäten im Personalbereich beinhalten vier Schwerpunkte, die HR-Prioritäten. → Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter". Wir legen großen Wert auf Mitwirkung und ein auf Fairness ausgerichtetes Miteinander, fördern Vielfalt und betreiben ein systematisches Gesundheitsmanagement. → 8 MENSCHENWÜRDIGE ARBEIT UND WIRTSCHAFTSWACHSTUM MITARBEITER ZUSAMMENARBEIT MIT ARBEITNEHMERVERTRETUNG/ GEWERKSCHAFTEN→ 17 PARTNERSCHAFTEN ZUR ERREICHUNG DER ZIELE MITARBEITER Die Digitalisierung verändert die Art und Weise wie wir zusammenarbeiten von Grund auf. Von Arbeitnehmern wird immer mehr Flexibilität, Sozialkompetenz und Eigenverantwortung erwartet; ebenso, dass sie lebenslang lernen und sich verstärkt selbst steuern. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei diesem Wandel zu begleiten - und sie in die Lage zu versetzen, diese Veränderungen nicht nur zu bewältigen, sondern aktiv mitzugestalten. Mitbestimmungsrechte spielen im Hinblick auf den digitalen Wandel eine zentrale Rolle. Gemeinsam mit Arbeitnehmervertretung und Gewerkschaften wollen wir die Arbeitswelt von morgen schaffen - im Sinne unserer Beschäftigten und für den Erfolg unseres Unternehmens. 2018 haben wir mehr als 150 Vereinbarungen im konstruktiven Dialog mit unseren Betriebsräten erarbeitet und verabschiedet. Zwei wesentliche Transformationsprojekte, die wir 2018 in enger Abstimmung mit den Betriebsräten durchgeführt haben, waren die Organisationsmaßnahmen "Technologie & Innovation 2018" sowie "T-Systems Transformation". Im Zuge dieser Projekte wurden die betroffenen Geschäftsfelder neu ausgerichtet. Mit den neuen Strukturen erfolgt eine Organisations- und Prozessoptimierung, die Etablierung flexibler Organisationsformen sowie die sozialverträgliche Gestaltung des erforderlichen Personalumbaus. 2018 wurden darüber hinaus 85 Tarifverträge mit der Gewerkschaft ver.di abgeschlossen. Neben den Tarifabschlüssen lag der Fokus 2018 darauf, tarifvertragliche Regelungen über eine möglichst weitgehende Harmonisierung der Entgeltsysteme im Konzern zu treffen. Aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher und vertraglicher Grundlagen in den jeweiligen Ländern werden Mitbestimmungsthemen mit Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretern dezentral gesteuert. In wichtigen Fragen ist grundsätzlich die Konzernleitung eingebunden. In unserem Konzern in Deutschland vertreten die Betriebsräte, die Gesamtbetriebsräte und der Konzern-Betriebsrat die Interessen der Beschäftigten. Auf europäischer Ebene ist unser Sozialpartner der europäische Betriebsrat (EBR). Hinzu kommen die Vertretungen der leitenden Angestellten und die Vertretungen der Schwerbehinderten auf Betriebs-, Unternehmens- bzw. Konzernebene. Der EBR mit 32 Mitgliedern hat sich bereits seit Jahren für uns als wichtiger Dialogpartner etabliert und vertritt die Interessen der Konzern-Beschäftigten innerhalb der Länder der Europäischen Union und des europäischen Wirtschaftsraums. Tarifpolitik hat bei uns eine hohe Bedeutung und lange Tradition, was auch der Abdeckungsgrad durch Tarifverträge bestätigt: Zum 31. Dezember 2017 waren 72,76% der Beschäftigten in Deutschland tariflich gebunden. Die Abdeckungsquote betrug konzernweit 52,28%. Die Gewerkschaftsthemen in den USA haben wir 2018 sorgfältig begleitet. Die Verantwortung für nationale Personal-Management-Themen in den USA liegt beim Management der T-Mobile US. Diese Verantwortung wird mit hohem Engagement wahrgenommen und von exzellenten Ergebnissen bei der Kundenzufriedenheit begleitet. Die Deutsche Telekom respektiert weltweit das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen unter Beachtung des jeweiligen nationalen Rechts. Dies gilt selbstverständlich auch in den USA. Jeder Mitarbeiter der T-Mobile US hat das Recht, Gewerkschaften zu bilden bzw. diesen beizutreten. Gleichermaßen haben die Beschäftigten auch die freie Wahl, dies nicht zu tun. T-Mobile US wird hierauf keinen Einfluss nehmen und Beschäftigte wegen einer getroffenen Wahl weder bevorzugen noch benachteiligen. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragungen bei T-Mobile US aus dem Jahr 2018 zeigen, dass 93% der Befragten stolz darauf sind, für das Unternehmen zu arbeiten. 89% würden T-Mobile US als attraktiven Arbeitgeber empfehlen und 84% sind vom Unternehmen so begeistert, dass sie sich über die normalen Arbeitsanforderungen hinaus engagieren. Diese Ergebnisse gehören zu den höchsten im Konzern. T-Mobile US hat in den letzten Jahren zahlreiche Auszeichnungen für seine Arbeitgeber-Attraktivität erhalten. 2018 wurde T-Mobile US als "Best Place to Work" von der unabhängigen Arbeitnehmer-Plattform "Glass-door" ausgezeichnet und belegte außerdem Platz 86 unter den 100 besten Fortune US-Unternehmen in den Kategorien "Great Place to Work for Diversity" und "Great Place to Work for Families". Zehn Jahre in Folge wurde T-Mobile US vom Ethisphere Institute als eines der ethischsten Unternehmen weltweit ausgezeichnet und elf Jahre in Folge als eins der "Nation's Top Military Friendly Employers" der USA. T-Mobile US erhielt auch den perfekten Wert von 100 beim "Human Rights Campaign Corporate Equality Index" zum fünften Mal in Folge, was T-Mobile US zum besten Arbeitsplatz für die Gleichheit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen macht. Basis für die Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern ist unser Bekenntnis zur vertrauensvollen Zusammenarbeit - festgeschrieben in unserer Konzernrichtlinie "Employee Relations Policy": Sie beschreibt anhand von elf Kernelementen, wofür wir als Arbeitgeber weltweit stehen. In der Richtlinie ist auch unser Anspruch zu folgenden Personalthemen formuliert: Mitarbeiterentwicklung, verantwortungsvoller Umgang mit Veränderungen, Gesundheit und Nachhaltigkeit, faire Bezahlung, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Führung, Diversity, Verbot von Diskriminierung, Kommunikation sowie der Umgang mit dem Sozialpartner. Um sicherzustellen, dass die "Employee Relations Policy" konzernweit umgesetzt wird, unterziehen sich jedes Jahr zwei oder drei Landesgesellschaften einem internen Überprüfungsverfahren. Weichen die Ergebnisse von der Norm ab, leiten wir Verbesserungsmaßnahmen ein. Unser "Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze" enthält ebenfalls eine Selbstverpflichtung zur Wahrung der Vereinigungsfreiheit und des Rechts auf Kollektivverhandlungen (unter Beachtung des jeweiligen nationalen Rechts). Als wichtiger Indikator für die Beziehungen zwischen unserem Unternehmen und unseren Beschäftigten dient unsere Mitarbeiterbefragung, die wir alle zwei Jahre durchführen. Sie wird ergänzt durch Pulsbefragungen, mit denen wir zweimal jährlich ein konzernweites Stimmungsbild einholen. In der letzten Mitarbeiterbefragung 2017 (ohne T-Mobile US) lag der "Engagement-Index" mit einem Wert von 4,1 (auf einer Skala von 1,0 bis 5,0) weiterhin auf einem hohen Niveau. Dieses Ergebnis wurde in der Pulsbefragung im November 2018 bestätigt. → Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter". DIVERSITY UND CHANCENGLEICHHEIT→ 10 WENIGER UNGLEICHHEITEN MITARBEITER Gesellschaftliche Trends wie die Globalisierung dürfen ebenso wenig wie demografische Entwicklungen oder unterschiedliche Rollenverständnisse dazu führen, dass einzelne Gruppen am Arbeitsmarkt ausgegrenzt werden. Chancengleichheit ist nicht nur für eine stabile Gesellschaft unverzichtbar, sondern auch für Unternehmen. Die Individualität der Menschen zu achten und ihre Besonderheiten für den gemeinsamen Erfolg zu nutzen, ist für unseren Konzern ebenso wichtig wie die Entwicklung einer gemeinsamen Identität. Für diese Aufgabe wurde im Bereich HR Development ein Culture & Diversity Team etabliert. Bei uns arbeiten Frauen und Männer, Jüngere und Ältere sowie Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und kulturellen Prägungen aus etwa 150 Nationen sehr erfolgreich zusammen. Diese Vielfalt hilft uns, im globalen Wettbewerb mit guten Ideen und besten Produkten wettbewerbsfähig zu bleiben und unsere Position als attraktiver Arbeitgeber auszubauen. Über die Entwicklung des Anteils an Frauen in Führungspositionen und in den Aufsichtsräten wird halbjährlich im Vorstand berichtet und intensiv diskutiert, über die Altersstruktur und Internationalität wird in unserem jährlichen Personalstrukturbericht berichtet. Vielfalt bedeutet für uns darüber hinaus, dass wir unseren Beschäftigten zahlreiche Möglichkeiten bieten, sich beruflich weiterzuentwickeln und individuell zu entfalten - unabhängig von Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung, gesundheitlichen Voraussetzungen, ethnischer Herkunft, Religion und Kultur. Wichtige Grundlagen für unser Bekenntnis zu Vielfalt bilden unsere konzernweite "Diversity Policy", die fünf Unternehmensleitlinien, die "Employee Relations Policy" sowie der "Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze". Wir sind zudem Gründungsmitglied der Unternehmensinitiative "Charta der Vielfalt" und wollen Vielfalt innerhalb und außerhalb des Unternehmens fördern und nutzen. → Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter". Alle 5 Jahre veröffentlichen wir einen Entgeltbericht und erfüllen damit die Anforderungen des Entgelttransparenzgesetzes. Der letzte Bericht wurde im Geschäftsbericht 2017 veröffentlicht. GESUNDHEITSSCHUTZ UND ARBEITSSICHERHEIT→ 3 GESUNDHEIT UND WOHLERGEHEN MITARBEITER Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in Unternehmen helfen nicht nur den einzelnen Mitarbeitern und sichern den langfristigen Geschäftserfolg, sondern sie wirken auch über die Unternehmensgrenzen hinaus positiv auf die Gesellschaft. Mit unserem Gesundheitsmanagement übernehmen wir soziale Verantwortung und machen uns für eine proaktive Gesundheitskultur stark. Unsere Beschäftigten unterstützen wir mit zahlreichen zielgruppenspezifischen Maßnahmen und breit angelegten Präventionsangeboten bei der Erhaltung ihrer Gesundheit und bei der Arbeitssicherheit. Dabei sind gesetzliche Vorgaben für uns die Minimalanforderungen. Über zertifizierte Management-Systeme sowie entsprechende Leit- und Richtlinien ist der betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutz fest in unseren Strukturen verankert. Den konzernweiten Ansatz unterstützen wir mit einem international einheitlichen Health, Safety & Environmental-Management-System: Es basiert auf den internationalen Standards OHSAS 18001 bzw. ISO 45001, ISO 14001 und ISO 9001 für Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz sowie Qualität. Die übergeordnete Verantwortung für Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz trägt der Vorstand. So wird z. B. die Gesundheitsquote vierteljährlich berichtet. Die Akteure, Aufgaben und Maßnahmen des Gesundheits- und Sicherheitsmanagements finden sich in unserem Handbuch "Health & Safety Environment". Es dient dazu, unser Management-System konzernweit zu vereinheitlichen, zu vereinfachen und gezielt auszurichten. Unsere Maßnahmen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bündeln und steuern wir auf Konzernebene; vor Ort sind Health & Safety Manager dafür verantwortlich, sie umzusetzen. Die Wirksamkeit unserer Maßnahmen überprüfen wir systematisch. Dabei greifen wir u.a. auf Ergebnisse unserer Mitarbeiterbefragung, Auswertungen aus den tariflichen Belastungsschutzregelungen, Wettbewerbsanalysen sowie weitere Kennzahlen zurück. Diese Daten analysieren wir und leiten daraus jedes Jahr Maßnahmen ab, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Hohe Priorität haben bei uns Sensibilisierung, Prävention und Eigenverantwortung. Mit konzernweiten Maßnahmen fördern wir das Gesundheitsbewusstsein und die Gesundheitskompetenz aller Beschäftigten: Zum Beispiel erhalten alle Teams in 30 Ländern Handlungsempfehlungen mit Angeboten, die in Abhängigkeit von deren jeweils ermittelten Gesundheitsindex zum Einsatz kommen. Dazu gehören Angebote, die in Abhängigkeit der Teamergebnisse in Bezug auf deren alle zwei Jahre ermittelten Gesundheitsindex in allen Teams in 30 Ländern zum Einsatz kommen können. Die betriebliche Gesundheitsförderung in Deutschland hält für ihre Beschäftigten zahlreiche Angebote bereit, darunter z. B. Stressprävention, Grippeschutzimpfung, Darmkrebsvorsorge, Informationen zu Ernährung, Bewegung und Entspannung sowie ein jährlich angebotener umfassender Gesundheitscheck. Darüber hinaus bieten wir in unserer Mitarbeiter- und Führungskräfteberatung psychosoziale Unterstützung an. Zur Steigerung der Arbeitssicherheit sind in Deutschland Standards festgelegt, die u.a. für die sichere und ergonomische Ausstattung von Gebäuden und Fahrzeugen gelten. Weiterhin bieten wir z. B. Fahrsicherheitstrainings (PKW und Motorrad) für alle Beschäftigten und deren Angehörige an sowie Fahrradaktionen für Mitarbeiter an unterschiedlichen Standorten in Deutschland. Neben Angeboten, die alle Beschäftigten abrufen können, gibt es auch zielgruppenspezifische Maßnahmen, z. B. Fahrsicherheitstrainings für bestimmte Arbeitsbereiche sowie die in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft Verkehr entwickelte Aktion "Tritt sicher" zur Vermeidung von Sturzunfällen. Ziel der Sensibilisierung und Prävention ist neben der Gesundheitsförderung und Motivation der Beschäftigten jeweils auch die Steigerung der Gesundheitsquote und die weitere Verringerung der Unfallquote. Verschiedene Kennzahlen belegen die Wirksamkeit unserer Leistungen im betrieblichen Gesundheitsmanagement: Bei der Telekom in Deutschland beträgt die Gesundheitsquote (mit Berücksichtigung von Langzeitkranken) 2018 93,6% (Vorjahr 93,7%). Die Gesundheitsquote ohne Berücksichtigung der Langzeitkranken beträgt 2018 95,3% (Vorjahr 95,4%). Der Zielwert für 2018 lag bei 95,6%. Die Gesundheitsquote wird zum Ende jedes Quartals an den Vorstand berichtet. Bereits 2017 haben wir ein Projekt gestartet, um die Gesundheitsquote bis 2020 kontinuierlich zu verbessern. Hierbei streben wir für 2020 ein konzernweites Ziel von 95,9% (ohne Berücksichtigung von Langzeitkranken) an. Die Gesamtzahl der Arbeitsunfälle hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr weiter verringert. Die Unfallquote lag in Deutschland mit 8,7 Unfällen (mit mehr als drei Ausfalltagen) pro Tausend Mitarbeiter weiterhin deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Der konzernweite Gesundheitsindex - ermittelt in 30 Ländern im Rahmen der letzten Mitarbeiterbefragung 2017 - stieg um 0,1 auf 3,6 (auf einer Skala von 1,0 bis 5,0). Auch 2018 wurden in Deutschland verschiedene neue Maßnahmen zur Steigerung der Gesundheitsquote umgesetzt, z. B. ein Workshop, bei dem Führungskräfte unterschiedliche kurz-, mittel- und langfristige Strategien zur Gesundheitsförderung kennenlernten. Die konzernweite Implementierung von weiteren gesundheitsfördernden Maßnahmen ist bis 2020 vorgesehen. Der Digitalisierung wird im Kontext Gesundheit zunehmend eine größere Rolle zukommen. Deshalb ermitteln wir potenzielle Belastungen, die durch Auswirkungen der Digitalisierung entstehen können. Unsere Gesundheitsangebote werden schrittweise an die Erfordernisse einer zunehmenden Virtualisierung, Digitalisierung und Internationalisierung angepasst. Bereits heute bieten wir z. B. webbasierte Trainings für Führungskräfte zu Health & Safety, psychischer Gesundheit und betrieblichem Eingliederungsmanagement an. 2018 haben wir zusammen mit der BARMER das im Vorjahr gestartete Projekt "Digitalisierung und Gesundheit" weiter ausgebaut. Unter anderem konnten Mitarbeiter der Deutschen Telekom die Kopfschmerz-App M-sense erproben. Mithilfe dieser App können die individuellen Ursachen für Kopfschmerzen analysiert und ein spezieller Therapieplan erstellt werden. Anhand der Ergebnisse wird entschieden, ob und wie M-sense weiter bei der Deutschen Telekom eingesetzt wird. ASPEKT 3: SOZIALBELANGEIm Zuge der Digitalisierung finden wir auf viele aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen neue Antworten. Weil der digitale Wandel Auswirkungen auf alle Lebensbereiche hat, ist der Zugang zu modernen Informationstechnologien ein wichtiger Schlüssel zur Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft. Als Telekommunikationsunternehmen tragen wir Verantwortung dafür, möglichst vielen Menschen diesen Zugang zu ermöglichen und einen kompetenten Umgang mit ICT zu fördern. Dabei steht die Sicherheit der Daten unserer Kunden an erster Stelle. Richtig eingesetzt kann ICT zudem einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten. GESELLSCHAFTLICH NÜTZLICHE ANWENDUNGEN VON ICT-PRODUKTEN→ 12 NACHHALTIGE/R KONSUM UND PRODUKTION FINANZEN Eine der größten Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen, ist der Klimawandel. Wir wollen dazu beitragen, die globale Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Daher arbeiten wir systematisch an der Reduzierung unseres eigenen CO 2-Fußabdrucks. Einen sehr großen Beitrag können wir mit unseren Produkten und Dienstleistungen leisten: Laut der GeSI-Studie SMARTer2030 haben ICT-Produkte das Potenzial, im Jahr 2030 in anderen Branchen beinahe zehnmal so viel CO 2-Emissionen einzusparen als die ICT-Branche selbst verursacht. → Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management". Mit unseren Produkten, Dienstleistungen und Aktivitäten können wir uns zudem an der Bewältigung vieler weiterer ökologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen beteiligen - dies zeigt ein Abgleich mit den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der Vereinten Nationen. So können ICT-Lösungen u. a. dabei helfen, in der Landwirtschaft den Verbrauch von Ressourcen zu reduzieren und Ernteerträge zu erhöhen, Städte in puncto Nachhaltigkeit fit für die Zukunft zu machen, Stromversorgungsnetze zu stabilisieren oder den Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung zu verbessern. Diese Anwendungsgebiete bergen für uns Marktchancen. → 12 NACHHALTIGE/R KONSUM UND PRODUKTION STRUKTUR FINANZEN Für die Bewertung der in dieser nfE beschriebenen Konzepte ist es wichtig, auch den Blick auf die durch die Digitalisierung ermöglichten Chancen für eine nachhaltige Entwicklung zu richten. Aus diesem Grund greifen wir dieses Thema hier auf, auch wenn es sich dabei nicht um ein vollumfängliches Konzept im Sinne des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes handelt. Die Entwicklung von neuen Produkten und Lösungen liegt in der Verantwortung der einzelnen Landesgesellschaften. Wie groß die Nachhaltigkeitsvorteile ausgewählter Produkte sind, bewerten wir seit 2014. Diese Vorteile liegen z. B. in der Verbesserung der Luftqualität in Städten: In Rumänien setzen wir derzeit drei Smart City-Projekte um, bei denen Messstationen permanent Daten zu Luftfeuchtigkeit und Luftdruck, aber auch zum CO 2-, Ozon- und Schwefeldioxidgehalt auswerten. → 11 NACHHALTIGE STÄDTE UND GEMEINDEN FINANZEN In Griechenland wurde eine integrierte ICT-Lösung zur Brandbekämpfung entwickelt: Das Projekt "Digital Service for Warning & Firefighting" verbessert das Management von Brandereignissen, die Koordination der verfügbaren Brandbekämpfungsmittel sowie die Kommunikation mit den Gemeinden vor Ort. Die Informationen können von den Einsatzkräften jederzeit und über zahlreiche verschiedenen Geräte wie Smartphones, Tablets und PND (Personal Navigation Device) abgerufen werden, um einen schnellen und effektiveren Feuerwehreinsatz zu ermöglichen. Für das Projekt haben sich verschiedene Unternehmen unter der Federführung unserer griechischen Landesgesellschaft zusammengeschlossen. → 15 LEBEN AM LAND FINANZEN ICT kann sogar helfen, Krankheiten besser zu verstehen und ihre Behandlung zu verbessern - wie unser Handyspiel "Sea Hero Quest", das bei der Erforschung von Demenz hilft. → 3 GESUNDHEIT UND WOHLERGEHEN BEZIEHUNGEN Die detaillierte Analyse unserer Produktgruppen auf ihren Nachhaltigkeitsbeitrag haben wir 2018 weiter ausgedehnt. Insgesamt haben wir bereits 29 unserer Produktgruppen untersucht. Mithilfe des ESG KPIs "Anteil Umsatz mit Nachhaltigkeitsbezug" ermitteln wir, wie viel Umsatz (exklusive T-Mobile US) wir mit diesen Produkten erzielen, 2018 belief sich der Anteil auf ca. 42%. Darüber hinaus errechnen wir ebenfalls die positiven CO 2-Effekte, die auf Kundenseite durch die Nutzung unserer Produkte ermöglicht werden. Diese Zahl setzen wir in Bezug zu unseren eigenen CO 2-Emissionen: Mit diesem "Enablement Factor" messen wir unsere Gesamtleistung im Klimaschutz. Demnach lagen 2018 in Deutschland die bei unseren Kunden ermöglichten positiven CO 2-Effekte um 85% höher als unsere eigenen CO 2-Emissionen (Enablement Factor von 1,85 zu 1). ESG KPI "Enablement Factor"Konzern Deutsche Telekom in Deutschland 2018
Auch nachhaltige Produkte sind für uns ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Um unseren Kunden diese Nachhaltigkeitsvorteile zu signalisieren, wollen wir unsere Produkte mit anerkannten Umweltzeichen wie dem Blauen Engel auszeichnen lassen. So ist ein Großteil der Festnetz-Telefone und Media Receiver der Telekom Deutschland mit dem Blauen Engel zertifiziert. Die strengen Anforderungen der Umweltzeichen liefern uns nicht nur Anhaltspunkte für weitere Verbesserungen an unseren Produkten, sondern sind uns auch ein Ansporn. ZUGANG UND TEILHABE AN DER WISSENSGESELLSCHAFTÜberall auf der Welt ist der Zugang zu modernen Informationstechnologien Voraussetzung für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft. Deshalb bauen wir unsere Infrastruktur zügig weiter aus und erhöhen mit neuen, sicheren Technologien die Übertragungsgeschwindigkeiten. Zugleich mindern wir mit unseren gesellschaftlichen Initiativen mögliche Hürden für die ICT-Nutzung. Die Gestaltung der digitalen Verantwortung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Vorstand der Deutschen Telekom AG bringt sich aktiv in diese Diskussion ein. Dazu gehört auch die Frage des verantwortungsvollen Umgangs mit Künstlicher Intelligenz (KI). KI ist in immer mehr ICT-Produkten und -Services oft unbemerkt enthalten. Wir nutzen sie tagtäglich, z. B. bei der Internet-Suche oder in Navigationssystemen. Sie bietet neue Chancen, birgt aber auch neue Herausforderungen. Aus diesem Grund haben wir 2018 unter der Federführung des Bereichs Group Compliance Management Leitlinien für einen ethischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz verabschiedet. Sie dienen uns als Leitplanken, wie wir als Deutsche Telekom verantwortungsvoll mit KI umgehen wollen und wie wir unsere auf KI basierenden Produkte und Services künftig entwickeln. Dabei maßen wir uns nicht an, mit unseren Leitlinien bereits universell gültige Regeln zum verantwortungsvollen Umgang mit KI gefunden zu haben - sondern wir wollen sie im Diskurs mit unseren Mitarbeitern und externen Interessengruppen weiterentwickeln. → 8 MENSCHENWÜRDIGE ARBEIT UND WIRTSCHAFTSWACHSTUM BEZIEHUNGEN Die Nachfrage nach schnelleren, flächendeckend verfügbaren Datendiensten wächst stetig. Der Ausbau breitbandiger Netze umfasst den Großteil des Investitionsvolumens des Konzerns im Inland von derzeit mehr als 5 Mrd. € pro Jahr. Richtschnur für den Ausbau sind die Ziele unserer europaweiten integrierten Netzstrategie: Mit ihr helfen wir, die Netzausbauziele der EU-Kommission sowie die Digitale Agenda und die Breitband-Strategie der Bundesregierung zu erreichen bzw. umzusetzen. Dabei ruht unsere Strategie auf den beiden Säulen Mobilfunk- und Glasfaser-Ausbau: u. a. sieht sie den Ausbau unserer Mobilfunknetze mit der 4G/LTE-Technologie vor, die eine größere Netzabdeckung mit schneller mobiler Breitband-Anbindung ermöglicht. Ende 2018 versorgten wir in Deutschland bereits über 97% der Bevölkerung mit LTE. Darüber hinaus bereiten wir den kommenden 5G-Standard vor und haben z. B. 2018 in Berlin die erste Datenverbindung im Live-Netz Europas gezeigt. Im Festnetz haben wir in Deutschland Ende 2018 28 Millionen Haushalte mit mindestens 50 MBit/s versorgt. Das entspricht 65%. Neben der Vectoring-Technologie setzen wir andere innovative Produkte ein: So kombiniert z. B. unser Hybrid-Router Übertragungsbandbreiten von Festnetz und Mobilfunk und ermöglicht so, v.a. in ländlichen Gebieten, deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. → 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR STRUKTUR → Weitere Informationen zu unseren Ausbauzielen finden Sie im Kapitel "Konzernstrategie". Grundsätzlich gilt, dass wir unsere Netzinfrastruktur und unsere Produkte so effizient, umwelt- und gesundheitsverträglich wie möglich gestalten wollen. Daher haben wir uns zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Mobilfunk und Gesundheit verpflichtet. Eine übergeordnete Rolle spielt seit 2004 unsere konzernweit gültige EMF-Policy (EMF = Elektromagnetische Felder): Sie umfasst einheitliche Anforderungen für den Umgang mit dem Thema Mobilfunk und Gesundheit, die weit über die jeweiligen nationalen, gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. → 3 GESUNDHEIT UND WOHLERGEHEN UMWELT → Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management". Damit Menschen gleichberechtigt an der Informations- und Wissensgesellschaft teilhaben können, ist nicht allein der technische Zugang entscheidend - es ist außerdem wichtig, dass digitale Medien sicher, kompetent und eigenverantwortlich genutzt werden. Dabei hat das Thema zunehmend nicht nur eine private Dimension - nämlich den Schutz persönlicher Daten -, sondern auch eine gesellschaftliche und politische. Falschinformationen und Hassbeiträge wirken sich auf die Meinungsbildung aus und können sogar Wahlen beeinflussen. Wir setzen uns deshalb für mehr Medienkompetenz in breiten Teilen der Gesellschaft ein. Die Koordination des Themas auf Konzernebene liegt bei Group Corporate Responsibility. Die Verantwortung für die Entwicklung und Umsetzung von Projekten zu Medienkompetenz liegt bei den einzelnen Landesgesellschaften. So können auch regionale Rahmenbedingungen besser berücksichtigt werden. Ein Beispiel für das Engagement unserer Landesgesellschaften sind Programmier-Workshops für Kinder und Jugendliche, welche Telekom Romania seit 2011 zusammen mit der gemeinnützigen Organisation CoderDojo anbietet. Im Schuljahr 2018-2019 nahmen bisher insgesamt etwa 450 Kinder und Jugendliche an den kostenlosen Workshops teil. Zudem stellt Telekom Romania Schulen mit "Smart Education" ein Paket aus Internet-Zugang, Online-Lernmaterial und elektronischen Geräten für den Unterricht zur Verfügung. Es ist landesweit bereits in über der Hälfte der Bezirke erhältlich - in Städten sowie in ländlichen Gebieten. → 4 HOCHWERTIGE BILDUNG BEZIEHUNGEN Unsere Unternehmensinitiativen in Deutschland bündeln wir auf der Website "Medien, aber sicher!". → www.medienabersicher.de Mit der mehrfach ausgezeichneten Initiative "Teachtoday" → www.teachtoday.de fördern wir z. B. den sicheren und kompetenten Umgang von Kindern und Jugendlichen mit dem Internet. Aber nicht nur Kinder brauchen Begleitung auf ihrem Weg in die digitale Welt. Deshalb bieten wir Informationen und Material für alle Altersklassen an. So fördern wir etwa gemeinsam mit der "Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO)" Medienkompetenz-Projekte für Senioren. Die Vermittlung von Medienkompetenz ist auch ein zentraler Schwerpunkt unserer Corporate-Volunteering-Programme, bei denen unsere Mitarbeiter sich ehrenamtlich engagieren und ihr Wissen weitergeben. Die Fähigkeit, glaubhafte Informationen von bewusster Irreführung zu unterscheiden, ist ein entscheidender Aspekt von Medienkompetenz. Mit der 2018 gestarteten Initiative "1001 Wahrheit" und der gleichnamigen digitalen Plattform wollen wir den verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit Medien fördern. Aktuelle Themen der digitalen Welt werden modular und leicht verständlich auf der Plattform angeboten: von "Meinungsmache im Netz" über "Digitalen Nachlass" bis hin zu Datenschutz und -sicherheit. Sie eignen sich zum Selbststudium, richten sich aber auch an Multiplikatoren, die mit Lerngruppen arbeiten. Die Module sind auf Deutsch und Englisch verfügbar und werden nach und nach auch in Einfacher Sprache umgesetzt. Datensicherheit ist ein weiterer Schwerpunkt unseres Engagements. In unserem Online-Ratgeber www.sicherdigital.de, der auf Deutsch angeboten wird, und im App-Magazin "We care", das auch auf Englisch zur Verfügung steht, bieten wir praxisnahe Ratschläge zum sicheren Umgang mit digitalen Medien. Als eine der großen Unternehmensstiftungen in Deutschland setzt sich die Deutsche Telekom Stiftung für gute MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) in der digitalen Welt ein. Seit 2018 unterstützt die Deutsche Telekom Stiftung die Initiative "Die Zukunft des MINT-Lernens". Gemeinsam mit fünf Hochschulen werden Konzepte für guten MINT-Unterricht entwickelt, erprobt und in die Aus- und Fortbildung von Pädagogen integriert. Die Deutsche Telekom Stiftung investiert insgesamt 1,6 Mio. € in das Vorhaben. Die Wirkung unseres gesellschaftlichen Engagements messen wir konzernweit mit einem Set aus drei ESG KPIs. Der ESG KPI "Community Investment" bildet dabei unser finanziell, personell und in Sachmitteln geleistetes gesellschaftliches Engagement ab: 2018 war dies eine Summe von 87 Mio. €. Der deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr (57 Mio. €) ergibt sich aus einer Sonderspende der Telekom Deutschland sowie verstärktem Bildungsengagement der T-Mobile US. Der ESG KPI "Beneficiaries" gibt die Anzahl der Engagierten sowie die Zahl der erreichten Menschen an: 2018 waren es 15 Millionen. Der ESG KPI "Medienkompetenz" ermittelt innerhalb unseres gesellschaftlichen Engagements den Anteil der Zielgruppe, den wir mit Medienkompetenz-Maßnahmen erreichen: 2018 lag dieser bei einem Wert von 42% und damit leicht über dem Vorjahreswert von 41 %. Unser Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 einen Wert von 45% zu erreichen. Die ESG KPI-Werte für den Konzern Deutsche Telekom in Deutschland lagen 2018 bei 55 Mio. € (Community Investment), 13 Millionen erreichte Menschen (Beneficiaries) sowie 47% (Medienkompetenz). ESG KPI "Community Investment"in %
Ein weiterer Baustein unseres gesellschaftlichen Engagements ist die Unterstützung von Flüchtlingen bei der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt. Dazu bieten wir u.a. Praktikumsplätze an, die wir über eigens dafür entwickelte Bewerbertage besetzen. 2018 war unser Fokus jedoch eine längerfristige Integration zu fördern: etwa durch den Wechsel aus Praktika in eine Berufsausbildung oder in ein duales Studium. Rund 30% der längerfristigen Angebote konnten wir mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern besetzen, die vorher ein Praktikum absolviert hatten. Unser Programm "Praktikum PLUS Direkteinstieg" ist ebenfalls längerfristig ausgerichtet: An eine drei- bis sechsmonatige Orientierungsphase schließt eine Anstellung für zwei Jahre an. Es richtet sich an geflüchtete Menschen, bei denen Integrationshemmnisse vorliegen, z. B. eine (in Deutschland) fehlende anerkannte berufliche Qualifikation, und für die eine Ausbildung kein geeignetes Instrument ist. Dieses Programm haben wir 2018 weiterentwickelt und neue Stellen in Bereichen geschaffen, in denen besonders großer Personalbedarf besteht, wie z. B. in unserem Kundenservice. 2018 haben wir insgesamt rund 440 Angebote, wovon 250 im Berichtsjahr neu geschaffen wurden, in den verschiedenen Maßnahmen an Flüchtlinge vergeben. → 4 HOCHWERTIGE BILDUNG MITARBEITER DATENSCHUTZ UND DATENSICHERHEIT→ 16 FRIEDEN, GERECHTIGKEIT UND STARKE INSTITUTIONEN STRUKTUR Im Zuge der Digitalisierung entstehen auch neue Bedrohungen, etwa Hacker-Angriffe auf sensible Daten von Privatpersonen oder Unternehmen. Doch nur dann, wenn Menschen Vertrauen in die Sicherheit ihrer persönlichen Daten haben, werden sie neue ICT-Lösungen tatsächlich nutzen - und nur dann können diese Lösungen auch ihr Potenzial für eine nachhaltigere Entwicklung entfalten. Gerade als ICT-Unternehmen ist das Vertrauen unserer Kunden immens wichtig für unseren Geschäftserfolg. Deshalb sind der Schutz und die Sicherheit ihrer Daten für uns von besonders großer Bedeutung. → Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management". Seit 2008 gibt es bei uns ein eigenes Vorstandsressort für Datenschutz, Recht und Compliance sowie den Bereich Konzerndatenschutz (Group Privacy). Der Vorstand wird seit 2009 von einem unabhängigen Datenschutzbeirat beraten, der mit namhaften Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und unabhängigen Organisationen besetzt ist. Zudem beschreibt unser datenschutzbezogenes Compliance Management-System die Maßnahmen, Prozesse und Audits, mit denen wir die Einhaltung von Gesetzen, Regelungen und Selbstverpflichtungen zum Datenschutz im Konzern sicherstellen. Datenschutz und Datensicherheit unterliegen den Konzernrichtlinien "Datenschutz" (Binding Corporate Rules Privacy) und "Sicherheit": Die Konzernrichtlinie "Datenschutz" regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten. Im Mai 2016 ist die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten. Nach einer Übergangsfrist von zwei Jahren gilt sie seit dem 25. Mai 2018 verbindlich. Da Gesetze immer eine Interpretation brauchen, wie sie im Alltag umzusetzen sind, hat der Bereich Group Privacy in einer ersten Phase für den gesamten Konzern einheitliche Regeln erstellt: die sog. "Binding Interpretations" (verbindliche Interpretationen). Sie wurden in Zusammenarbeit mit den Datenschutzexperten in den Landesgesellschaften erstellt. Die Binding Interpretations beinhalten konkrete Empfehlungen und Best-Practice-Beispiele zur Umsetzung der DSGVO. Sie erläutern z. B., wie eine Kundeneinwilligung aussehen muss oder wie Kundendaten auf Wunsch gelöscht werden müssen. Anlässlich der DSGVO haben wir auch unsere Kunden mit umfangreichen Informationen auf unserer Website unterstützt. Die Konzernrichtlinie "Sicherheit" enthält die wesentlichen sicherheitsrelevanten Grundsätze des Konzerns, die sich an der internationalen Norm ISO 27001 orientieren. So gewährleisten wir ein adäquat hohes und konsistentes Sicherheits- und Datenschutzniveau innerhalb unseres gesamten Konzerns. Seit 2014 geben wir einen jährlichen Transparenzbericht für Deutschland heraus, in dem wir Art und Umfang unserer Auskünfte an Sicherheitsbehörden offenlegen. Damit kommen wir unserer gesetzlichen Verpflichtung als Telekommunikationsunternehmen nach. Einen solchen Transparenzbericht veröffentlichen seit 2016 auch unsere Landesgesellschaften. Um für noch mehr Datenschutz und Datensicherheit in unserem Konzern zu sorgen, werden unsere Unternehmensbereiche regelmäßig durch externe und interne Fachleute auditiert und zertifiziert. Hierzu zählen regelmäßige konzernweite interne Security Checks genauso wie die Überprüfung der einzelnen Konzerneinheiten im Rahmen des sog. "Security Maturity Reporting". Es hilft uns, den Status quo der Sicherheit in unserem Konzern auf Basis einer Selbstbewertung zu evaluieren. Mit zwei Umfragen - dem Konzerndatenschutz-Audit (KDSA) und der Online Awareness-Umfrage (OAU) - messen wir jährlich stichprobenartig, wie es um das Datenschutz- und Sicherheitsbewusstsein unserer Mitarbeiter steht. Im KDSA befragen wir 50.000 Beschäftigte der Deutschen Telekom zu den Themen Datenschutz und Datensicherheit. Auf Basis der Ergebnisse wird u.a. die Datenschutz-Award-Kennzahl berechnet, die das Datenschutzniveau in den Einheiten auf einer Skala von 0 bis 100% misst. Sie wird aus den Antworten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ihrem Denken, Handeln und Wissen in Bezug auf Datenschutz berechnet. Die Datenschutz-Award-Kennzahl liegt 2018 bei 76% (exklusive T-Mobile US, Vorjahr 75%). Die OAU, die wir seit 2005 durchführen, befragt rund 42.000 Beschäftigte und liefert Kennzahlen zum Sicherheitsbewusstsein. Mit wissenschaftlicher Begleitung berechnen wir auf Basis der Ergebnisse den Security Awareness-Index (S.A.I.). Er erreichte 2018 78,3 (exklusive T-Mobile US, Vorjahr 78,4) von maximal 100 Punkten (und liegt damit höher als bei allen anderen Unternehmen im Benchmark). Darüber hinaus lassen wir unsere Prozesse, Management-Systeme sowie Produkte und Dienste durch externe unabhängige Stellen wie den TÜV, die DEKRA oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zertifizieren. Dass die IT-Systeme der Telekom Deutschland sicher sind, hat der TÜV Nord zuletzt 2017 mit einem Dreijahres-Zertifikat bescheinigt. Telekommunikationsunternehmen müssen ihre Mitarbeiter zu Beginn des Arbeitsverhältnisses in puncto Datenschutzrecht schulen. Über diese gesetzliche Anforderung gehen wir hinaus: Wir schulen unsere Mitarbeiter in Deutschland alle zwei Jahre und verpflichten sie auf das Daten- und Fernmeldegeheimnis. Für unsere internationalen Gesellschaften haben wir ebenfalls entsprechende Vorgaben implementiert. Wo ein höheres Risiko für Datenmissbrauch besteht - bei Kunden- oder Beschäftigtendaten - führen wir zudem Schulungen durch: Online-Trainings zum Selbststudium, Datenschutzvorträge sowie Präsenzveranstaltungen zu speziellen Themen wie "Datenschutz in Callcentern". So soll sichergestellt werden, dass alle Beschäftigten die Datenschutzbestimmungen verinnerlichen. Die im Januar 2017 gegründete Geschäftseinheit "Telekom Security" verantwortet die Themen der internen Sicherheit und bietet zudem Sicherheitslösungen für Privat- und Geschäftskunden sowie Behörden und staatliche Stellen an. 2018 hat die Geschäftseinheit ihre Cyber Defense- und Threat Intelligence-Kapazitäten weiter ausgebaut und weitere DAX-Unternehmen als Kunden gewonnen. In unserem ebenfalls im Jahr 2017 eröffneten "Cyber Defense und Security Operation Center" konnten wir 2018 zahlreiche Gäste begrüßen, darunter Politiker, Interessensverbände und Kunden. Sie haben sich in dem Abwehrzentrum, das zu den größten und modernsten in Europa zählt, über aktuelle Themen aus dem Bereich IT-Sicherheit informiert. Rund 200 Experten überwachen dort rund um die Uhr unsere Systeme und die unserer Kunden. Wir reagieren auf neu entstehende Bedrohungen und entwickeln fortwährend innovative Verfahren zur Abwehr von Angriffen. Auch 2018 hat Telekom Security diverse neue Sicherheitslösungen für private Endkunden, Unternehmen, Behörden und staatliche Stellen vorgestellt. Unsere Security Management-Systeme lassen wir extern zertifizieren, z. B. anhand der ISO-Norm 27001 für ISMS (Information Security Management System). Als Betreiber einer eigenen kritischen Infrastruktur bietet Telekom Security auch für andere kritische Bereiche Beratungsleistungen an, etwa für Energieversorger oder Betreiber von Kraftwerken. 2018 haben wir bereits zum dritten Mal Partner und Kunden zum Telekom Security-Fachkongress in Bonn eingeladen. Dort wurden aktuelle Entwicklungen diskutiert und neue sicherheitsrelevante Trends und Lösungen vorgestellt. Weltweit arbeiten wir mit Forschungseinrichtungen, Industriepartnern, Initiativen, Standardisierungsgremien, öffentlichen Institutionen und anderen Internet-Dienstleistern zusammen - mit dem Ziel, gemeinsam der Cyber-Kriminalität entgegenzutreten und die Sicherheit im Internet zu erhöhen. So kooperieren wir bundesweit z. B. mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und auf EU-Ebene mit der Europäischen Agentur für Netzwerk- und Informationssicherheit. → 17 PARTNERSCHAFTEN ZUR ERREICHUNG DER ZIELE BEZIEHUNGEN Bereits bei der Entwicklung unserer Produkte und Dienste spielen Datenschutz- und Sicherheitsaspekte eine wichtige Rolle. Unsere Systeme überprüfen wir bei jedem Entwicklungsschritt auf ihre Sicherheit: Dabei nutzen wir das "Privacy and Security Assessment"-Verfahren für neu entwickelte und für bestehende Systeme, die technisch oder in der Art der Datenverarbeitung angepasst werden. Außerdem dokumentieren wir in einem standardisierten Verfahren den Datenschutz- und Datensicherheitsstatus unserer Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus. Auch Jugendschutzkriterien fließen in die Entwicklung unserer Dienste und Produkte ein. In Deutschland konsultieren wir bei jugendschutzrelevanten Angeboten unsere Jugendschutzbeauftragte, die Beschränkungen oder Änderungen vorschlagen kann. Bereits 2014 haben wir in jeder europäischen Landesgesellschaft für jugendschutzrelevante Themen einen Child Safety Officer (CSO) ernannt: Der CSO ist zentraler Ansprechpartner für die jeweiligen gesellschaftlichen Akteure und nimmt intern eine Schlüsselrolle bei der Koordinierung jugendschutzrelevanter Themen ein. Da der Jugendmedienschutz eine branchenübergreifende Herausforderung ist, kooperieren wir mit verschiedenen Jugendschutzorganisationen und beteiligen uns an Allianzen, wie der "Alliance to better protect minors online", die sich zum Ziel gesetzt hat, das Internet zu einem sichereren Ort für Kinder und Jugendliche zu machen. → 3 GESUNDHEIT UND WOHLERGEHEN ASPEKT 4: ACHTUNG VON MENSCHENRECHTENDie Achtung der Menschenrechte hat für uns einen sehr hohen Stellenwert; dies gilt nicht nur unternehmensintern, sondern gleichermaßen für unsere Geschäftspartner und unsere ca. 20.000 Lieferanten in über 80 Ländern. Sie nehmen wir ausdrücklich mit in die Verantwortung. ARBEITSSTANDARDS IN DER LIEFERKETTE UND IM KONZERN→ 10 WENIGER UNGLEICHHEITEN MITARBEITER Die Einhaltung von Menschenrechten ist weltweit immer noch keine Selbstverständlichkeit. Durch unsere globalen Beschaffungstätigkeiten können wir länder- und lieferantenspezifischen Risiken ausgesetzt sein. Dazu zählen z. B. der Einsatz von Kinderarbeit oder mangelhafte Arbeits- und Sicherheitsbedingungen vor Ort. Verstöße fügen den Betroffenen großen Schaden zu und können auch für Unternehmen einen Reputationsverlust bedeuten und negative wirtschaftliche Folgen hervorrufen. → Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management". Als verantwortungsbewusstes Unternehmen bekennen wir uns ausdrücklich zu den vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen 2011 verabschiedeten UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (Ruggie-Principles). Die Verpflichtung zur Achtung der Menschenrechte ist in unseren grundlegenden Regelwerken verankert - in unseren Unternehmensleitlinien sowie in unserem "Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze". Dieser unterstreicht unser Bekenntnis zum Schutz der Menschenrechte und zu den Zielen des "Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte" der Bundesregierung aus dem Jahr 2016. Zugleich bekennen wir uns darin zu den Leitlinien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sowie zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und zum Global Compact der Vereinten Nationen. Auch von unseren Lieferanten fordern wir die Einhaltung aller menschenrechtsbezogenen Leitlinien. Innerhalb unseres Konzerns liegt unser Augenmerk in erster Linie auf der Wahrung des Rechts auf Kollektivvereinbarungen sowie auf der Gewährleistung von Vielfalt und Chancengleichheit. → Weitere Informationen hierzu finden Sie in diesem Kapitel bei Aspekt 2 "Arbeitnehmerbelange" unter "Zusammenarbeit mit Arbeitnehmervertretung/Gewerkschaften" und "Diversity und Chancengleichheit". Die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte verlangen, Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte systematisch zu identifizieren und negative Folgen zu verhindern, abzumildern oder bei Bedarf wiedergutzumachen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, haben wir für unseren gesamten Konzern ein umfassendes Programm zur Implementierung der Leitprinzipien entwickelt und einen fortlaufenden Prozess aus mehreren ineinandergreifenden Maßnahmen und Instrumenten eingeführt. Das Programm umfasst u.a. eine Bewusstseinsförderung, einen Beschwerdemechanismus, eine Risiko- und Auswirkungsanalyse sowie die Berichterstattung. Zur Überprüfung unseres "Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze" nutzen wir v.a. zwei Instrumente: Zum einen erstellen wir jedes Jahr einen zentralen Menschenrechts- und Sozialbericht (Human Rights & Social Performance Report): 2018 erklärten darin alle befragten 120 Gesellschaften, dass sie die Grundsätze und Prinzipien des "Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze" einhalten. Für 2018 verzeichnet der Bericht keinerlei Verstöße. Zum anderen gibt es bei uns eine zentrale Anlaufstelle für Menschenrechte - erreichbar unter der E-Mail-Adresse humanrights@telekom.de sowie über ein anonymes Hinweisgebersystem. Alle Kontaktmöglichkeiten haben wir auf unserem Hinweisgeberportal "Tell me!" zusammengefasst. Wir untersuchen jeden Hinweis und leiten Gegenmaßnahmen ein, sofern sich die Hinweise als plausibel herausstellen. 2018 erhielt die Kontaktstelle 9 Hinweise mit Menschenrechtsbezug, die entweder direkt über die Kontaktstelle oder über das (anonyme) Hinweisgebersystem eingingen. Nicht alle Hinweise wurden als plausibel bewertet. In unseren Landesgesellschaften führen wir bei Bedarf Begutachtungsprozesse zur Einschätzung der Arbeitgeber-Mitarbeiter-Beziehungen durch. Dafür erheben wir fünf menschenrechtsbezogene Kennzahlen wie die Mitarbeiterzufriedenheit und werten diese mit einem Ampelsystem aus. → Weitere Informationen zur Mitarbeiterzufriedenheit finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter". Zusätzlich überprüfen wir jährlich formal die Einhaltung der "Employee Relations Policy". Diskutiert werden die Ergebnisse mit den jeweiligen Regional-Managern der Landesgesellschaften; bei Bedarf vereinbaren wir Maßnahmen wie ein "Human Rights Impact Assessment". Das Human Rights Impact Assessment ist ein Verfahren zur Abschätzung von tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen unternehmerischen Handelns auf die Menschenrechte und der Fähigkeit der Organisation, diese Auswirkungen zu verhindern, zu mildern oder zu beheben. 2018 haben wir ein solches Assessment bei T-Systems Malaysia und T-Systems Singapore sowie ein "Employee Relations Policy"-Review bei Magyar Telekom durchgeführt. Zudem haben wir 2018 ein spezielles Menschenrechtstraining für unsere Beschäftigten konzernweit eingeführt. Die Öffentlichkeit erwartet zunehmend, dass Unternehmen über die gesamte Wertschöpfungskette Verantwortung übernehmen und ihre Möglichkeiten der Einflussnahme ausschöpfen. Wir arbeiten seit vielen Jahren daran, die Nachhaltigkeitsleistung in unserer Lieferkette zu verbessern. Dabei leiten wir unsere Strategie zur Nachhaltigkeit im Einkauf aus unserer CR-Strategie ab; sie ist konzernweit in den Einkaufsprozessen verankert. Die Verantwortung für die Umsetzung von Nachhaltigkeit im Einkauf tragen die Leiter des CR- und des Einkaufsbereichs gemeinsam. Sie berichten an den Vorstand Personal bzw. Finanzen. Ein Eskalationsprozess sieht in gravierenden Fällen Entscheidungen auf Vorstandsebene vor. Die Arbeitsgruppe "Nachhaltiger Einkauf" unterstützt die internationalen Einkaufsbereiche dabei, die Nachhaltigkeitsanforderungen umzusetzen. Fixiert sind unsere Nachhaltigkeitsprinzipien für den Einkauf in der Konzernrichtlinie "Global Procurement Policy", die dazugehörigen "Procurement Practices" liefern konkrete Handlungsanweisungen für den Einkauf in Deutschland und gelten als Empfehlung für unsere Landesgesellschaften. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schulen wir konzernweit über ein E-Learning Tool; zusätzlich gibt seit 2016 ein Einkäuferhandbuch einen Überblick darüber, welche CR-Kriterien an welcher Stelle des Beschaffungsprozesses zu berücksichtigen sind. → 8 MENSCHENWÜRDIGE ARBEIT UND WIRTSCHAFTSWACHSTUM BEZIEHUNGEN In unserem Verhaltenskodex für Lieferanten (Supplier Code of Conduct), der Bestandteil unserer Allgemeinen Einkaufsbedingungen ist und damit von unseren Lieferanten anerkannt werden muss, sind ethische, soziale und ökologische Grundsätze sowie grundsätzliche Menschenrechte festgeschrieben. Nachhaltigkeitsbelange werden im Rahmen der Lieferantenauswahl bei Ausschreibungen mit 10% gewichtet. Wir können nicht garantieren, dass alle unsere Lieferanten die Grundsätze unseres Supplier Code of Conducts einhalten. Um Risiken zu minimieren und Lieferanten weiterzuentwickeln, überprüfen wir diese regelmäßig und arbeiten eng mit ihnen zusammen. Dazu verwenden wir einen vierstufigen Ansatz: Der Verhaltenskodex für Lieferanten ist integraler Bestandteil aller Lieferantenverträge und als solcher bindend für alle unsere Zulieferer (Stufe 1). Strategisch relevante oder risikoreiche Lieferanten rufen wir in der weiteren Geschäftsbeziehung dazu auf, ausführlichere Selbstauskünfte über das Informationssystem EcoVadis zu geben. Bei einigen Zulieferern mit erhöhtem CR-Risiko gehen wir noch einen Schritt weiter und führen Lieferantenprüfungen (Social Audits) vor Ort durch (Stufe 2). Wir konzentrieren uns dabei nicht nur auf unsere direkten Lieferanten, sondern - soweit möglich - auch auf Zulieferer in der nachgelagerten Lieferkette. Die Effektivität der Audits steigern wir außerdem, indem wir mit 16 anderen Unternehmen in der Joint Audit Cooperation (JAC) zusammenarbeiten. 2018 haben wir insgesamt 117 Social Audits durchgeführt - 29 davon bei unseren direkten und 88 bei unseren indirekten Zulieferern. Wie in den Vorjahren konzentrierten wir unsere Audit-Aktivitäten auf Lieferanten in Asien, v.a. in China, und deren benachbarten Ländern wie Indien, Malaysia, Südkorea und Thailand, aber auch in Brasilien, Mexiko und Osteuropa. Zu den auditierten Lieferanten gehörten Produzenten aus den Bereichen IT-Hardware, -Software und -Dienstleistungen sowie Netzwerke und Endgeräte. → 10 WENIGER UNGLEICHHEITEN BEZIEHUNGEN Auf Basis der Selbstauskünfte und Audit-Ergebnisse klassifizieren und bewerten wir Lieferanten - in erster Linie solche, die mehrere Warengruppen anbieten - nach CR-Kriterien (Stufe 3). In unserem mehrfach ausgezeichneten Entwicklungsprogramm für Lieferanten (Stufe 4) haben wir in den letzten Jahren gemeinsam mit unseren Lieferanten Lösungen für Themen wie Umweltschutz, Arbeitszeitregelungen oder Gesundheitsschutz entwickelt. 2018 haben wir unser Lieferantenprogramm als Industrieansatz unter das Dach des ICT-Branchenverbands Global e-Sustainability Initiative (GeSI) gestellt. Dort wird es als "Sustainable Development Programm" (SDP) fortgesetzt. So wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die globalen Lieferketten für ICT-Produkte auch außerhalb unserer eigenen Wertschöpfungskette nachhaltiger zu gestalten. In der zweiten Jahreshälfte 2018 haben wir das GeSI SDP als Pilotprojekt mit vier Lieferanten gestartet. Ab 2019 werden sich weitere ICT-Unternehmen, deren Lieferanten und Unterlieferanten dem Programm anschließen. Wir erwarten, dass sich auch bei diesen Betrieben ähnliche Ergebnisse zeigen werden wie bei den Teilnehmern unseres bisherigen Lieferantenprogramms. Bei ihnen konnten wir nicht nur soziale und ökologische Verbesserungen erzielen, sondern auch ökonomische messbare Vorteile: Bessere Arbeitsbedingungen verringern die Ausfalltage von Beschäftigten, wirken sich positiv auf ihre Motivation aus und steigern die Produktivität. All dies verbessert auch die Qualität der Produkte, was wiederum die Anzahl an Beanstandungen bei unseren Produkten senkt. Zu den ökologischen Verbesserungen zählen Ressourceneinsparungen, etwa beim Wasserverbrauch. → 17 PARTNERSCHAFTEN ZUR ERREICHUNG DER ZIELE UMWELT Unsere Nachhaltigkeitsleistung im Einkauf messen und steuern wir mit dem ESG KPI "Nachhaltiger Einkauf". Er stellt das Einkaufsvolumen bei Lieferanten dar, die unseren Verhaltenskodex für Lieferanten akzeptiert haben und im Rahmen von dezidierten Selbstauskünften, wie EcoVadis oder Social Audits, auf soziale und ökologische Kriterien geprüft wurden. Die Berechnung erfolgt in Bezug zu unserem konzernweiten Einkaufsvolumen (ab 2018 ohne T-Mobile US). Der Anteil des risikogeprüften Einkaufsvolumens lag 2018 bei rund 81 % und damit auf Vorjahres- und Prognoseniveau. Unser Ziel ist es wie bisher, die Abdeckung von mindestens 80 % bis 2020 zu halten. ASPEKT 5: BEKÄMPFUNG VON KORRUPTIONKorruption und unlauteres Geschäftsgebaren verstoßen gegen nationales und internationales Recht. Wir lehnen jede Form von Korruption ab - daher liegt unser Schwerpunkt auf Maßnahmen zu Korruptionsvermeidung. ETHISCHE GESCHÄFTSPRAKTIKEN UND COMPLIANCE→ 16 FRIEDEN, GERECHTIGKEIT UND STARKE INSTITUTIONEN MITARBEITER Besonderen Wert legen wir darauf, dass sich alle Beschäftigten und Organe unseres Konzerns zu jeder Zeit integer wie auch wertekonform verhalten und sich an die Verhaltensgrundsätze sowie geltendes Recht halten. Ziel unserer Compliance-Arbeit ist es, Verstöße sowie nicht-integres Geschäftsverhalten zu verhindern und Compliance frühzeitig und dauerhaft in unsere Geschäftsprozesse zu integrieren. Unsere Kunden müssen sich darauf verlassen können, dass unser Handeln weltweit höchsten Compliance- und Integritätsstandards gerecht wird. Nur dann werden sie in uns einen zuverlässigen Partner sehen. Wir bekennen uns zu ethischen Grundsätzen und geltenden Rechtsnormen. Verankert haben wir dies in unseren Leitlinien und unserem Verhaltenskodex Code of Conduct. Der Verhaltenskodex ist konzernweit gültig und wird in allen Landesgesellschaften eingeführt. Unsere zentrale Compliance-Organisation (Group Compliance Management) versteht sich auch als wesentlicher Mitgestalter einer auf Integrität ausgerichteten Unternehmensführung und Unternehmenskultur. Sie fördert eine Compliance-Kultur in unserem Unternehmen, einen durch Compliance geprägten Wertekanon und sorgt dafür, dass dieser bei Führungskräften und Beschäftigten verinnerlicht wird. Damit geht unser Compliance-Verständnis weit über die reine Rechtmäßigkeit des Unternehmenshandelns - also die Einhaltung von Gesetzen und internen Regelungen - hinaus und zielt auf ein integres Verhalten aller ab. Um konzernweit integres und rechtskonformes Verhalten sicherzustellen, haben wir ein Compliance Management-System implementiert: ein ganzheitlicher Ansatz, um Risiken zu reduzieren und Regeltreue im Unternehmen sicherzustellen. Dabei stehen alle Aktivitäten im Einklang mit den gesetzlichen und rechtlichen Vorschriften sowie mit unseren Richtlinien und internen Regelungen zum Datenschutz. Die Verantwortung für das Compliance Management-System ist im Vorstandsressort Datenschutz, Recht und Compliance angesiedelt. Zudem gibt es in jedem unserer Konzernunternehmen auf Geschäftsführungs- bzw. Vorstandsebene ein Mitglied, das für Compliance verantwortlich ist. Unser Chief Compliance Officer ist zuständig für die konzernweite Ausgestaltung, Weiterentwicklung und Umsetzung des Compliance Management-Systems. Auf der Ebene unserer operativen Segmente und Landesgesellschaften setzen Compliance Officer das Compliance Management-System und unsere Compliance-Ziele vor Ort um. Wir wollen Korruption vorbeugen und bekämpfen, dazu führen wir zahlreiche Maßnahmen durch. Grundlage unseres Compliance Management-Systems ist das Compliance Risk Assessment (CRA), mit dem wir Compliance-Risiken identifizieren und bewerten sowie geeignete Präventionsmaßnahmen einleiten können. Dazu haben wir konzernweit einen jährlich zu durchlaufenden Prozess aufgesetzt: Hier legen wir die Verantwortlichkeiten fest und definieren klare Bewertungskriterien, die nachvollziehbar dokumentiert werden. Die Auswahl der Gesellschaften, die am CRA teilnehmen, erfolgt nach einem reifegradorientierten Modell. Das CRA im Berichtsjahr umfasste 72 Gesellschaften - eine Abdeckungsquote von knapp 98% (nach Mitarbeiterzahl der vollkonsolidierten Gesellschaften mit Stand September 2018). Die jeweiligen Konzerngesellschaften zeichnen verantwortlich für die Durchführung des CRA, dabei unterstützt und berät sie die zentrale Compliance-Organisation. Nachdem die Geschäftsführungen der Landesgesellschaften über die CRA-Ergebnisse informiert wurden, wird auf deren Basis das Compliance-Programm des Folgejahres erstellt: Maßnahmen und Verantwortlichkeiten werden definiert und die Geschäftsführungen beschließen das Programm. Dabei wird eng überwacht, ob die Maßnahmen durchgeführt werden. Wir lassen unser Compliance Management regelmäßig mit dem Schwerpunkt "Antikorruption" zertifizieren. 2016 standen zehn deutsche Gesellschaften auf dem Prüfstand, 2017 und 2018 wurden 15 internationale Gesellschaften zertifiziert, davon drei im Berichtsjahr. Wir führen regelmäßig risikoorientierte und adressatengerechte Compliance- und Anti-Korruptionsschulungen durch. Rund um das Thema Compliance haben wir das Beratungsportal "Ask me!" eingerichtet. Dort erhalten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuverlässige Informationen über Gesetze, interne Richtlinien und Verhaltensgrundsätze, die für ihre tägliche Arbeit relevant sind. Trotz bester Präventionsmaßnahmen können in Unternehmen immer wieder Gesetzesverstöße und Pflichtverletzungen vorkommen. Um Verstöße bzw. Verdacht auf Verstöße gegen Recht, Gesetz und interne Richtlinien und Regelungen zu melden, steht unseren Beschäftigten und Externen das konzernweite Hinweisgeberportal "Tell me!" zur Verfügung. 2018 sind über das "Tell me!"-Portal 137 Compliance-relevante Hinweise eingegangen (im Vorjahr 146 Hinweise). Von diesen haben sich im zurückliegenden Jahr 46 Fälle als Fehlverhalten bestätigt und wurden entsprechend geahndet. Wir gehen allen Hinweisen, auch denjenigen, die uns über andere Kanäle erreichen, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten konsequent nach und sanktionieren tat- und schuldangemessen. Als Steuerungs- und Überwachungsinstrument haben wir einen konzernweiten Reporting-Prozess implementiert. Dieser umfasst im Wesentlichen die Berichterstattung über konzernwesentliche Compliance-Fälle und den Status des Compliance-Programms. In unserem Supplier Code of Conduct verpflichten sich unsere Lieferanten, jede Art von Korruption sowie Handlungen, die als solche ausgelegt werden könnten, zu unterlassen. Wir erwarten und wirken auch darauf hin, dass unsere Lieferanten diese Verpflichtungen, Grundsätze und Werte beachten und alle erforderlichen Maßnahmen treffen, um aktive und passive Korruption zu verhindern und zu ahnden. Seit 2014 bieten wir regelmäßig E-Learning-Schulungen zum Thema Compliance für unsere Lieferanten an und stellen ihnen zudem einen Compliance-Leitfaden zur Verfügung. Geschäftspartner wählen wir Compliance-konform aus und führen risikoorientierte Geschäftspartnerprüfungen (Compliance Business Assessments) durch. → 17 PARTNERSCHAFTEN ZUR ERREICHUNG DER ZIELE BEZIEHUNGEN INNOVATION UND PRODUKTENTWICKLUNG→ 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR FINANZEN UNSER FOKUS FÜR INNOVATION -EXPLORE. DEVELOP. DELIVER.Die Digitalisierung ist der große Wandel unserer Zeit. Und dieser Wandel stellt uns alle vor Herausforderungen: die Nutzer, die Kunden und die Anbieter. Smarte Roboter und Fabriken, selbstfahrende Autos oder Künstliche Intelligenz halten vermehrt Einzug in unseren Alltag; die reale und virtuelle Welt verschmelzen im Internet der Dinge. Die neue Organisation im Vorstandsbereich Technologie und Innovation (VTI) trägt dazu bei, dass die Deutsche Telekom mit mehr Geschwindigkeit und Flexibilität auf diese Veränderungen reagieren kann. Nach der Einrichtung des Vorstandsbereichs Technologie und Innovation im Jahr 2017 wurden zunächst alle relevanten Funktionen unter einer gemeinsamen Leitung zusammengeführt, um eine engere Integration der Bereiche Innovation, Netz und IT zu ermöglichen. Um unsere Produkte schneller zu entwickeln und effizienter zur Verfügung zu stellen, wurden 2018 folgende Kernelemente implementiert: Konzentration der Bereiche auf einen Fokus (Explore. Develop. Deliver.), Reduktion der Hierarchien sowie flexiblere und kompetenzorientiertere Strukturen. Bei VTI arbeiten Menschen an umfassenden Technologien und treiben Innovation langfristig voran. VTI versteht sich als Kundenvertreter, der die Bedürfnisse der Kunden von heute erfüllt und gleichzeitig nach den Anforderungen von morgen Ausschau hält. Ziel ist es, zentraler Produktentwickler für die Märkte und Kunden der Deutschen Telekom zu sein und Innovationen im Bereich Technologie zielgerichtet voranzutreiben. Neuorganisation des Vorstandsbereichs Technologie und Innovation
Um VTI weiter zu stärken und zu optimieren, wurden im Berichtsjahr u. a. die folgenden wesentlichen Schritte eingeleitet:
VTI vereint damit nachhaltig Forschung, Entwicklung und Innovationen mit der Fähigkeit zur Umsetzung. VTI OPERATING MODEL - VON DER IDEE ZUM MARKTFÄHIGEN PRODUKTDas sog. "Operating Model" beschreibt die Verantwortlichkeiten innerhalb der Organisation, Prozesse und Schnittstellen sowie die Zusammenarbeit der VTI Einheiten. Jedem Bereich ist ein Zweck und Fokus entlang der Wertschöpfungskette gegeben (Explore. Develop. Deliver.). Operating Model des Vorstandsbereichs Technologie und Innovation
Das Modell stellt sicher, dass die Zusammenarbeit zwischen den Einheiten reibungslos funktioniert, verdeutlicht die jeweiligen Zuständigkeiten und bildet das Fundament für mehr Flexibilität sowie das schnelle, effektive Aufsetzen von Projekten. Neue Produkte und Services sollen so einfach und effizient wie nie zuvor entwickelt werden. Projektteams können mit den benötigten Spezialisten aus anderen Bereichen zusammenarbeiten. Ändern sich die Anforderungen, lässt sich die Besetzung der Projekte entsprechend leicht anpassen. Innovative Methoden kommen zum Einsatz und Prototypen werden in agilen Projekten entwickelt. Dabei agiert VTI hauptsächlich auf dem Gebiet gemeinsam definierter strategischer Prioritäten wie 5G, Edge, Campus Networks, Home oder Smart City, widmet sich aber auch neuen Themenbereichen. Phase 1: Explore (Erforschen) - vielversprechende Innovationsideen identifizierenInnovation braucht die Erforschung und den Freiraum für Ideen, die sich zu innovativen Produkten und Services entwickeln. Der Ansatz zielt darauf ab, die Bedürfnisse der Kunden in Produkte und Erlebnisse umzusetzen, die für sie wirklich wichtig sind. Ein erster Schritt in Richtung der Entwicklung wertvoller Lösungen ist es, dem Kunden genau zuzuhören. Wir nutzen aber auch Partnerschaften und Start-ups als Kanal für Innovationen und neue Ideen. Die wesentlichen Schritte der Erforschung sind: Ideengenerierung, Filtern der Ideen entlang der Strategie, Identifizierung von Chancen für neue Produkte, die Auswahl der vielversprechendsten Ideen und Beginn der Validierung. → 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR BEZIEHUNGEN Phase 2: Develop (Entwickeln) - Chancen schnell zur Marktreife entwickeln und Marktrelevanz aufzeigenUm Innovationsprojekte zu managen und zu budgetieren, müssen unsere Teams agil und flexibel sein. In dieser Phase arbeiten Innovation Leads (Leiter der Programme zur Umsetzung unserer Innovationsprioritäten) und Entwickler aus unserem Innovation Hub (IHUB) eng zusammen, um ein sog. "Minimal Viable Product" (MVP) zu erstellen. Ein MVP ist das erste minimal funktionsfähige Produkt im Entwicklungsprozess. Es läuft in dieser Entwicklungsphase bereits auf einer Plattform und wird von Kunden getestet. Ein MVP wird nach folgenden Kriterien bewertet:
Werden diese Kriterien nicht erfüllt, gilt das Prinzip "Fail fast. Fail cheap.", d.h. wir treffen lieber "frühzeitig" und damit "ressourcenschonend" eine Entscheidung zum möglichen Stopp von Innovationsprojekten, als es zu lange aufzuschieben. Phase 3: Deliver (Liefern) - profitable Produkte skalierenNach einer Entscheidung in der Develop-Phase, dass ein MVP in die Produktion für mehrere Märkte übergeht, kann der Bereich International Technology & Service Delivery übernehmen und den Betrieb der Plattform sowie die Weiterentwicklung und Skalierung der Produkte vorantreiben. Der Übergang aus der Develop- in die Deliver-Phase erfolgt schrittweise in bereichsübergreifenden Teams und sichert so einen reibungslosen Übergang im Hinblick auf Know-how, Kundenbeziehungen und Prozesse. INNOVATIONSSTEUERUNGDie Innovationszyklen werden immer kürzer. Darum müssen wir unsere Innovationsprojekte agil und flexibel steuern, was Management und Budget-Bereitstellung betrifft. Wir orientieren uns dabei sowohl an Best Practice-Ansätzen innovativer Startups und erfolgreicher Unternehmen als auch an neuesten Erkenntnissen aus Forschung und Lehre. PORTFOLIO UND INNOVATION BOARDUnser "Portfolio & Innovation Board" (PIB) - gegründet 2013 -ist zentraler Bestandteil unserer Innovationssteuerung. Mit diesem Gremium stellen wir sicher, dass wir die richtigen Prioritäten setzen. Hier identifizieren und selektieren wir die Innovationsschwerpunkte für unseren Konzern und entscheiden über die Art der Umsetzung. Dabei orientieren wir uns grundsätzlich an unseren Innovationsprioritäten und schaffen konzernweit Transparenz über unsere Innovationsinvestitionen. CORPORATE INNOVATION FUNDUnser Corporate Innovation Fund (CIF) wird zentral von unserem PIB gesteuert: Mit dem CIF bieten wir - ähnlich einem Venture-Capital-Ansatz - für alle konzerninternen Geschäfts- und Produktideen eine flexible und ergebnisorientierte Form der Budget-Bereitstellung für jeweils eine fest definierte Projektphase. Mit dem zusätzlich bereitgestellten Innovationsbudget können wir z. B. neue Innovationsprojekte kurzfristig und unkompliziert mit Mitteln ausstatten. Dabei erfolgt diese Finanzierung unabhängig vom jährlichen Planungszeitraum, was eine bessere Ausrichtung an die Markt- und Kundenanforderungen ermöglicht. Einzige Vorgabe ist, dass die neuen Geschäfts- und Produktideen in Bezug zu den zentralen Innovationsschwerpunkten stehen. INVESTMENT COMMITTEEDamit Investitionsentscheidungen über unsere Innovationsprioritäten schneller getroffen werden können, haben wir das Investment Committee eingerichtet. Der Anspruch dieses Komitees ist, wie ein (interner) Risikokapitalgeber zu agieren. Unser Investment Committee allokiert die finanziellen Mittel erfolgsabhängig - analog zu dem in der Start-up-Welt und bei Venture Capital-Investoren verbreiteten Ansatz, dass neue Finanzmittel nur bei überzeugender Performance von Kapitalgebern eingeworben werden können. Dies verschafft uns die notwendige Flexibilität bei der Entwicklung unserer Innovationsthemen und rückt die Erfolgsorientierung in den Mittelpunkt. So stellen wir finanzielle Mittel für die nächste Projektphase nur dann bereit, wenn konkrete und für unsere Kunden relevante Ergebnisse erreicht werden. ZUSAMMENARBEIT UND KULTURDie bereichsübergreifende, enge Zusammenarbeit zwischen allen VTI Bereichen und Segmenten im Konzern ist für uns der Schlüssel zum Innovationserfolg. Dabei binden wir die marktverantwortlichen Segmente von Beginn an in den Entwicklungsprozess ein. Durch diesen Schulterschluss mit den Segmenten stellen wir sicher, dass wir nicht am Markt vorbei entwickeln. Mit den Kunden im Blick und ihren Wünschen und Bedürfnissen im Hinterkopf streben wir nach einem schnelleren Innovationsprozess und einer unmittelbareren und zuverlässigeren Umsetzung. Wir stehen für eine neue, ergebnisorientierte Unternehmenskultur, eine "Macher-Kultur", die die Kunden in den Mittelpunkt stellt, auf Agilität und Geschwindigkeit ausgerichtet ist und offen für die Digitalisierung und Vereinfachung der Arbeitsweisen ist. INNOVATIONSPRIORITÄTENWo können Innovationen entstehen? Überall. Daher ist es wichtig, dass unsere Innovationsaktivitäten unternehmensübergreifend und strategisch ausgerichtet sind. Einen ganzheitlichen, konzernweit gültigen Rahmen dafür bilden unsere vier miteinander verbundenen Innovationsfelder: Produkte für Privat- und Geschäftskunden, Netz bzw. Infrastruktur sowie Prozesse/Service. Daneben ist für den Erfolg unserer Innovationsarbeit entscheidend, uns auf wenige, aber eben die richtigen Themen zu konzentrieren. Im Berichtsjahr haben wir unsere Innovationsprioritäten daher in enger Abstimmung mit den operativen Segmenten weiterentwickelt: Innovationsprioritäten 2018
Im Berichtsjahr haben wir im Rahmen unserer Innovationsprioritäten bereits einige vielversprechende Produkt- und Service-Innovationen vorgestellt: Zum Thema Konnektivität haben wir für ein noch besseres Kundenerlebnis auf der IFA 2018 neue Produkte für die Heimvernetzung vorgestellt: Neu erhältlich ist der Speedport Pro, der mit bis zu 1.000 MBit/s im Festnetz und LTE im Mobilfunk die gewünschte Bandbreite bündelt und damit unser neuer Flagship-Router im deutschen Markt ist. Zudem besteht sein Innenleben aus recyceltem Kunststoff und bei der Verpackung wird "PaperFoam" eingesetzt - ein Material, das umweltfreundlich entsorgt werden kann. → 12 NACHHALTIGE/R KONSUM UND PRODUKTION UMWELT Speed Home WiFi ist unsere neue Mesh-WLAN-Lösung mit dem Vorteil, dass im Verbund mit bis zu fünf weiteren Geräten ein flächendeckendes WLAN mit neuester Mesh-Technologie aufgebaut wird. Die Geräte kommunizieren untereinander und verbessern so den WLAN-Empfang zuhause. Die Funkverbindung im Mesh-Netzwerk überträgt selbst Ultra-HD-Filme störungsfrei. Auch den Speedport Smart 3 gibt es jetzt mit Mesh-Update. Als neuen Service bieten wir die überarbeitete DSL Hilfe App an, mit der unsere Kunden selbständig ihr Heimnetz analysieren und verbessern können. Damit stellen wir für unsere Kunden die beste Konnektivität und das beste Kundenerlebnis sicher. Im Berichtsjahr sind außerdem erste Pilotprojekte in unseren Landesgesellschaften zur gleichzeitigen Nutzung von LTE und WiFi-Netz-Technologien ("Bonding") gestartet. Dahinter verbirgt sich die Kombination aus LTE und WiFi, was sehr hohe Bandbreiten und Geschwindigkeiten jenseits von LTE (bis 100 MBit/s) in realen Nutzungsszenarien ermöglicht. Zudem arbeiten wir in einem Pilotprojekt in Deutschland an der "Zero-Touch"-Konnektivität, d.h. an der Aktivierung der Konnektivitätssteuerung direkt mit Inbetriebnahme des Geräts. Damit verbessern wir die Konnektivität für unsere Kunden auch jenseits der "Connect" App für Smartphones, z. B. bei zahlreichen Consumer IoT-Geräten ohne Bildschirm. Um unseren Kundenservice noch kundenfreundlicher und effizienter zu gestalten, werden Sprachsteuerungsfunktionen sowie Chatbots mit Künstlicher Intelligenz innerhalb unseres Innovationsthemas Digitale Prozesse erprobt. Der Einsatz von Chatbots macht den Kundendienst effektiver und effizienter: Sie sind rund um die Uhr erreichbar, erledigen Routinearbeiten ohne Wartezeit für den Kunden und schaffen unseren ServiceBeratern mehr Freiraum für komplexe Anliegen. Bei komplexen Anliegen unserer Kunden können und sollen sie echte Berater nicht ersetzen. Unser Chatbot "Tinka" bei T-M obile Austria erhielt die Bestnote in einer Studie über Chatbots der DAX 30- und MDAX-Unternehmen. Bewertet wurden z. B. das Gesprächsverhalten und die Bedienbarkeit von zwölf Chatbots. Mit einem Erfüllungsgrad von knapp 70% ging "Tinka" als Siegerin hervor. Auch in Deutschland setzen wir auf Chatbots: Der "Digitale Serviceassistent" ist jetzt auf unserer Website und in der "Mein Magenta" App integriert und deckt bereits viele Anwendungsfälle ab - weitere werden folgen. Mit dem Innovationsthema Smart City treibt die Deutsche Telekom die intelligente Gestaltung städtischer Gebiete voran und ermöglicht es Städten, mit intelligenten Beleuchtungskonzepten, effizienter Abfallwirtschaft, Smart Parking-Lösungen und Überwachung der Luftqualität, Energie und Kosten zu sparen und gleichzeitig die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern. Im Berichtsjahr haben wir u. a. mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) gemeinsam eine neue Initiative gestartet: das Executive-Programm "Digitale Städte und Regionen". Die Partner erarbeiten intelligente, maßgeschneiderte Lösungen mit dem Ziel, die Digitalisierung in den Städten und Gemeinden voranzutreiben. → 11 NACHHALTIGE STÄDTE UND GEMEINDEN BEZIEHUNGEN Mit unserem Innovationsthema 5G schaffen wir die Grundlage für die digitale Welt von morgen. Im Berichtsjahr haben wir z. B. die T-Systems Lösung für Wartungsarbeiten mit Erweiterter Realität (Augmented Reality Maintenance) vorgestellt: Wartungsarbeiter erhalten über eine Spezialbrille Informationen, welche Maschine sie vor sich haben und wie sie die Reparatur am besten durchführen können. So kann einem Lagerarbeiter angezeigt werden, in welchem Regal das gesuchte Ersatzteil zu finden ist, oder ein Mechaniker erhält nützliche Informationen über das technische Bauteil, das er reparieren soll. Die ersten Pilotprojekte sind 2018 gestartet und belegen das große Interesse unserer Geschäftskunden. Außerdem haben wir im Berichtsjahr die 5G-Prototyping-Initiative vorangetrieben, die von unserem Tech-Inkubator hub:raum initiiert wurde. Die Zusammenarbeit mit ausgewählten Start-ups ist bereits gestartet. Mit der 5G-Prototyping-Initiative ermöglichen wir Start-ups aus ganz Europa, erste Erfahrungen mit der neuen 5G-Technologie und Infrastruktur der Deutschen Telekom zu sammeln und so die Entwicklung von Ideen und neuen Anwendungen voranzutreiben. → 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR BEZIEHUNGEN INNOVATION ALS DREIKLANGUm noch mehr Innovationskraft entfalten zu können, setzen wir nicht nur auf eigene Entwicklungen, sondern integrieren auch erfolgreich Neues von außen. Differenzierung durch und Wachstum aus Innovationen generieren wir damit auf drei Arten, dem Dreiklang aus:
SO FÜHLT SICH ZUKUNFT AN - UNSERE PRODUKT- UND SERVICE-INNOVATIONENNachfolgend stellen wir Ihnen beispielhafte Entwicklungen aus dem Berichtsjahr vor:
Mit rund 300 Basisstationen in allen 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie in der Schweiz und Norwegen ist die ergänzende Bodenkomponente des EAN das erste europaweit integrierte LTE-Netz. Mit unserem zentralen Forschungsbereich, den Telekom Innovation Laboratories (T-Labs), verfügen wir über eigene Forschungs- und Entwicklungsstätten an den Standorten Berlin, Budapest, Wien und Beer Sheva in Israel. Basierend auf den strategischen Konzernvorgaben entwickeln über 300 internationale Experten und Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen - eng verzahnt mit unserem Vorstandsbereich Technologie und Innovation und unseren operativen Segmenten - Minimum Viable Products für Partner in der Deutschen Telekom. An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Entrepreneurship forschen und entwickeln die T-Labs zusammen mit industriellen Partnern, internationalen Universitäten, Forschungsinstitutionen und Start-ups, um konkrete Kundenprobleme zu lösen, die Innovationskraft der Deutschen Telekom maßgeblich zu stärken sowie neue zukünftige Themen zu erschließen. An ihrem Hauptstandort Berlin sind die T-Labs seit 2004 mit der Technischen Universität Berlin als "An-Institut" eng verbunden. Im Berichtsjahr standen bei den T-Labs folgende Themen im Fokus:
INNOVATIONEN AUS DER ZUSAMMENARBEIT MIT PARTNERNUm die digitale Transformation erfolgreich umsetzen zu können, greifen wir auch auf Kompetenzen und Fähigkeiten unserer Partner zurück. Dabei setzen wir u. a. auf die große Innovationskraft aus dem Silicon Valley, aus Israel, Deutschland und anderen Innovations-Hotspots weltweit. Einige Beispiele für erfolgreiche Partnerschaften stellen wir im Folgenden vor:
START-UP-FÖRDERUNG→ 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR BEZIEHUNGEN Als das führende Start-up-Programm der Deutschen Telekom verbindet der Tech Inkubator hub:raum externe Start-ups mit relevanten Geschäftseinheiten in unserem Konzern, um gemeinsam innovative Produkte für unsere Privat- und Geschäftskunden anzubieten. Dazu bietet hub:raum den Start-ups Frühphasenfinanzierung aus einem eigenen Investment Fund und gezielte Innovationsprogramme mit Blick auf die strategischen Wachstumsfelder und Technologien der Deutschen Telekom. Seit der Gründung von hub:raum 2012 haben wir ein strategisches Investment-Portfolio von über 25 Unternehmen aufgebaut und mit weiteren ca. 300 Start-ups aus Europa und Israel in Bereichen wie Realtime Gigabit Society (z. B. 5G und Edge Cloud), Smart Data Economy (z. B. AI und Process Automation) und dem Internet der Dinge (z. B. NB-IoT und Industrie 4.0) intensiv zusammengearbeitet. Der hub:raum Campus am Standort Berlin wurde u.a. mit einem der ersten 5G-Netze in Europa und Edge Cloud-Infrastruktur ausgebaut. Neben Co-Working Büroflächen und Mentoring können Start-ups nun auch exklusiven Zugang zu Netzen, Produktplattformen und Testdaten unseres Konzerns zur Beschleunigung ihres Geschäftsaufbaus erhalten. Als erstes Ergebnis wurden 2018 auf der neuen Infrastruktur bereits 30 Projekte in den hub:raum Edge- und 5G-Prototyping-Programmen umgesetzt, die auch 2019 fortgeführt werden. Zudem entstanden in den IoT-Innovationsprogrammen über 36 Umsetzungsprojekte mit Lösungen für NB-IoT- bzw. LTE-M-Netze sowie das Industrial IoT-Portfolio unseres Konzerns. Einige dieser Start-ups stellen wir im Folgenden vor:
DEUTSCHE TELEKOM CAPITAL PARTNERSUnsere Anfang 2015 gegründete Investment Management Gruppe Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP) entwickelt sich weiterhin stark. DTCP verwaltet ca. 1,6 Mrd. US-Dollar und berät über 60 Portfolio-Unternehmen im Auftrag der Deutschen Telekom und anderer institutioneller Investoren. DTCP investiert in Venture, Growth Equity sowie Special Situations in den USA, Europa und Israel und berät in der Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche. Die Investments der DTCP sind in erster Linie finanziell motiviert - DTCP soll Anteile an Unternehmen kaufen, diese wachsen sehen und die Anteile mit Gewinn wiederverkaufen. Durch den Fokus auf finanzielle Rendite hat DTCP die Möglichkeit, sich an sehr erfolgreichen Unternehmen zu beteiligen, die den Konzern auch strategisch voranbringen. DTCP hat 2018 bereits ihren zweiten Venture und Growth Equity Fonds geöffnet und hierfür neben der Deutschen Telekom internationale Finanzinvestoren gewinnen können. Die Einbindung externen Kapitals stellt einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung von DTCP dar - die 2018 getätigten Investitionen des Fonds in Fastly, Dynamic Signal und Pipedrive stehen exemplarisch für die Qualität der realisierten Transaktionen. Für Investments mit einer vornehmlich strategischen Motivation wurde das strategische Beteiligungsvehikel Telekom Innovation Pool (TIP) weiterentwickelt. Durch DTCP beraten, realisiert die Deutsche Telekom hier Investitionen und Unternehmensgründungen, welche einen strategischen Fokus haben und eine klare Zusammenarbeit mit den Geschäftsverantwortlichen des Konzerns aufweisen. Insbesondere in den Feldern Blockchain und Künstliche Intelligenz werden hier aktiv langfristige Innovationen für den Konzern verfolgt. Aus dem ebenfalls durch DTCP betreuten Portfolio Deutsche Telekom Venture Funds (DTVF) wurde ein Großteil der aktiven (nicht strategischen) Beteiligungen veräußert, um so Liquidität für den Konzern zu schaffen. PATENT-PORTFOLIODie Bedeutung von Patenten in der Telekommunikationsbranche wächst beständig. Akteure und Aktionsfelder ändern sich und beeinflussen unsere Patent-Strategie. Dabei gilt es einerseits, die Handlungsfreiheit unseres Konzerns zu erhalten. Andererseits wollen wir neben eigener Forschung und Entwicklung durch Kooperationen und Partnerschaften den Weg zu Open Innovation öffnen. → 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR BEZIEHUNGEN Dafür sind Patentschutzrechte - national wie international - außerordentlich bedeutend. Wir widmen uns intensiv der Erzeugung und Aufrechterhaltung eigener Patente. Im Berichtsjahr verfügt die Deutsche Telekom über einen Gesamtbestand von rund 7.800 Patentschutzrechten. Unser Patent-Portfolio entwickeln wir intensiv weiter und bereinigen es auch. Dies sichert die Werthaltigkeit des Bestands sowie den strategischen Fit mit den Stoßrichtungen unseres Konzerns. Ergänzend dazu trägt die professionelle Handhabung von patentjuristischen Aufgaben zur Stabilität unserer IPR-Assets bei. AUFWAND UND INVESTITIONEN IN FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGZu unseren Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E) zählen produktvorbereitende Forschung und Entwicklung, wie z. B. die Suche nach alternativen Produkten, Verfahren, Systemen oder Dienstleistungen. Nicht als Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfassen wir im Gegensatz dazu die Aufwendungen zur Entwicklung von System- und Anwender-Software, die zum Ziel hat, die Produktivität zu steigern und unsere Geschäftsprozesse effektiver zu gestalten. 2018 lag der F&E-Aufwand für den Konzern bei 57,7 Mio. €. Die Deutsche Telekom AG trägt als Konzernmutter einen Teil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Konzern. Hier liegt der Aufwand bei 33 Mio. € (2017: 27 Mio. €). Diese Kennzahl darf jedoch nicht losgelöst betrachtet werden von unserem oben genannten Innovationsdreiklang aus Eigenentwicklungen, Partnerschaften und Start-up-Förderung. Die Investitionen unseres Konzerns in zu aktivierende selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte lagen 2018 bei 284,2 Mio. € und damit über dem Vorjahreswert von 235,7 Mio. €. Schwerpunktmäßig betreffen diese Investitionen selbst erstellte Software, wobei der überwiegende Anteil auf das Segment Group Headquarters & Group Services sowie auf unser operatives Segment Systemgeschäft entfällt. 2018 arbeiteten rund 3.100 Mitarbeiter (2017: rund 3.000) in F&E-Bereichen unseres Konzerns. Aufwand und Investitionen in Forschung und Entwicklungin Mio. €
MITARBEITER→ 8 MENSCHENWÜRDIGE ARBEIT UND WIRTSCHAFTSWACHSTUM MITARBEITER CHANCEN UND HERAUSFORDERUNGEN DER DIGITALISIERUNGDie Digitalisierung wird unser Leben und somit auch unsere Arbeit völlig neu gestalten. Schon jetzt sehen wir neue Formen der Zusammenarbeit, noch nicht da gewesene Geschäftsmodelle und ein erhöhtes Maß an Automatisierung von Tätigkeiten. Es ist daher unerlässlich, unsere Führungskräfte und Mitarbeiter mit digitalen Kompetenzen auszustatten. Schließlich sind die Menschen der Grundpfeiler für unseren Erfolg - heute und auch in Zukunft. Daher müssen wir auch dafür sorgen, dass wir für Talente als Arbeitgeber attraktiv sind. Wir müssen Arbeitsumgebungen schaffen und Technologien nutzen, die uns die Vernetzung untereinander erlauben. Auch die Führung wird sich ändern: Sie wird partizipativer und virtueller; Entscheidungen gilt es zukünftig noch schneller zu treffen. Insgesamt bietet die Digitalisierung großartige Chancen und Möglichkeiten, die wir so gut wie möglich nutzen wollen. Die genannten Themen sind Richtschnur für unsere strategischen Prioritäten im Personalbereich. Auch 2018 haben wir an den folgenden Schwerpunkten gearbeitet: UNSERE HR-PRIORITÄTEN1. Talentstrategie und Planung 2. Leistungsorientierung und Führung 3. Arbeiten im digitalen Zeitalter 4. Kompetenz-Management und innovative Qualifizierungsangebote Im Folgenden erläutern wir beispielhaft Projekte und Maßnahmen zu diesen Prioritäten. UNSERE PERSONALARBEIT ENTLANG DER HR-PRIORITÄTEN1. TALENTSTRATEGIE UND PLANUNGUnsere Belegschaft spielt bei der Transformation unseres Konzerns eine entscheidende Rolle; daher ist es für uns wichtig, die richtigen Mitarbeiter an den richtigen Stellen zu haben und diese gezielt weiterzuentwickeln. Recruiting. Wir wollen der Magnet für digitale Talente weltweit sein. 2018 konnten wir alleine in Deutschland über 2.000 neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, v.a. im ICT-Umfeld, gewinnen. Hierfür sind ein schneller, digitaler Recruiting-Prozess mit einer positiven "Candidate Journey" der Schlüssel zum Erfolg. Wir bieten eine weltweite Karriere-Website als Plattform zur Jobsuche. Ein weiteres Beispiel für die Digitalisierung im Recruiting-Prozess sind Game-Based-Assessments - eine neue Generation von psychometrischen Tests im Rahmen von Online-Spielen, die derzeit in unserem Einstellungsprozess für das Trainee-Programm Start up! als Pilot getestet werden. Darüber hinaus nutzen wir digitale Tools, die algorhythmenbasiert universitäre Abschlussnoten einordnen und somit fair vergleichen. Ein weiterer Bestandteil unserer Recruiting-Strategie ist es, mit zielgruppenspezifischen Ansprachen verstärkt weibliche Talente für unser Unternehmen zu gewinnen. Damit unterstützen wir die Diversity-Kultur der Deutschen Telekom. Für unseren Frauen-MINT-Award können sich seit 2017 MINT-Studentinnen aus ganz Europa bewerben. Darüber hinaus engagieren wir uns bei Femtec, einem Karriereprogramm für MINT-Studentinnen, sowie dem Frauen-Netzwerk Global Digital Women. → 5 GESCHLECHTERGLEICHHEIT MITARBEITER Arbeitgebermarke.Mit unserem globalen Arbeitgeberversprechen wollen wir unsere Arbeitgebermarke auch in den wachsenden Jobmärkten weiter stärken und die Deutsche Telekom zum "Employer of Choice for IT Talents" machen. Auch hier setzen wir konsequent auf digitale Berührungspunkte, aber auch personalisierte Wege, um uns besonders mit den IT-Talenten zu vernetzen und dadurch mehr Nähe und persönliche Ansprache zu unserer Zielgruppe zu schaffen. Unsere bisher größte, europaweite LinkedIn Recruiting-Kampagne konnte eines unserer größten Recruiting-Projekte im IoT-Geschäft erfolgreich unterstützen. Mit unserer "Global Online Challenge Platform" erreichen wir weltweit IT-Studenten und -Absolventen, die Spaß an virtuellen Planspielen haben, um sie für uns als Talentzielgruppe zu gewinnen. Bei unserem Projekt "CMD+O" haben wir 2018 in München und Köln einen offenen Workspace für Studierende und Young Professionals geschaffen und sind unkompliziert mit unserer Zielgruppe in Kontakt gekommen. Nachfolge- und Talent-Management.Gute Mitarbeiter kommen nicht nur von außen in unser Unternehmen. Auch innerhalb unseres Konzerns arbeiten Menschen mit vielen wichtigen Skills und großem Potenzial. Um strukturiert vorgehen zu können, wird das Thema Nachfolgeplanung global angegangen. Mit einem digitalen Prozess sind wir in der Lage, kontinuierlich zu planen, weiterzuentwickeln und haben eine Übersicht über die möglichen Nachfolger für leitende Positionen. Außerdem besteht mit dem "Global Talent Pool" eine Plattform und Datenbasis, die Transparenz über unsere globalen Talente mit ihren jeweiligen Profilen herstellt. In unserem eigenen sozialen Netzwerk YAM können die Talente in der Global Talent Gruppe den nächsten Karriereschritt planen, strategische Projekteinsätze und interessante Job-Angebote finden. Darüber hinaus bieten wir exklusiv ein Portfolio an digitalen Entwicklungsmaßnahmen, z. B. CV Consulting, Karrieregespräche, E-Trainings aber auch Mentoring an, um unsere globalen Talente auf neue Positionen vorzubereiten. Dies vereinfacht die Besetzung von Stellen, erhöht die Sichtbarkeit unserer Talente und fördert die Rotation. Die internationale Vernetzung haben wir zudem erneut mit unserer Konferenz "Talent Summit" vorangetrieben, bei der sich ca. 350 Talente zum Austausch und Netzwerken mit leitenden Angestellten trafen. 2. LEISTUNGSORIENTIERUNG UND FÜHRUNGLead to Win.Die Arbeitsumgebung wird immer dynamischer, agiler und innovativer. Um dem Rechnung zu tragen, haben wir unser Performance Management "Lead to Win" weiterentwickelt. Kernpunkte der Weiterentwicklung sind die Entkopplung von der Vergütung, der intensivierte und kontinuierliche Austausch zu Leistung und Entwicklung sowie mehr Feedback-Komponenten. Auch erhält der Mitarbeiter mehr Eigenverantwortung bei der Nutzung optionaler Komponenten und unterstützende Instrumente zur Selbstreflektion. levelUP!Führungskräfte benötigen im Zeitalter der Digitalisierung andere Kompetenzen und Methoden als in der analogen Welt. Darum unterstützen wir unsere leitenden Angestellten mit levelUP!, einem innovativen, digitalen Fortbildungsangebot, beim erfolgreichen Führen in der digitalen Ära. levelUP! besteht aus Bausteinen, die flexibel zu kombinieren sind. Primär werden interaktive Lernformate vermittelt. 2017 und 2018 haben insgesamt mehr als 1.400 Executives der Deutschen Telekom an diesem erfolgreichen Programm teilgenommen. Vielfalt leben.Seit über einem Jahrzehnt leben und fördern wir Vielfältigkeit in unserem Konzern - nachhaltig und ganzheitlich. 2015 starteten wir unsere Kampagne zu unbewussten Denkmustern; sie läuft international. Schließlich wollen wir unsere Mitarbeiter für dieses Thema sensibilisieren und neue Akzente für mehr Diversität im Unternehmen setzen. Am Deutschen Diversity-Tag haben wir in diesem Jahr direkt mit mehreren Aktionen teilgenommen. Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist nach wie vor ein besonderes Anliegen für uns: Bereits seit 2010 verfolgt die Deutsche Telekom das selbstgesetzte Ziel, konzernweit eine Quote von 30% Frauen in Führungspositionen zu erreichen. Bis 2020 wollen wir dieses Ziel umgesetzt haben. Weltweit liegt der Frauenanteil im mittleren und oberen Management zum Jahresende 2018 bei 25,4%. Mit dem "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" haben wir den Anwendungsbereich auf die Ebenen Vorstand, die beiden Ebenen unter Vorstand sowie auf unsere internen Aufsichtsräte in Deutschland ausgeweitet. Seit 2015 haben wir fast 60 Frauen durch ihre Teilnahme an unserem "Supervisory Board Readiness Program" für die Übernahme nationaler und internationaler Aufsichtsratsmandate qualifiziert. Mit einem jährlichen "Keep the Readiness Program" erhalten die Absolventinnen außerdem die Möglichkeit, sich zu neuen Themen und Anforderungen bezüglich Corporate Governance weiterzubilden. In unseren deutschen Gesellschaften lag der Frauenanteil in den Aufsichtsräten im Dezember 2018 bei 40%. In unseren europäischen vollkonsolidierten Auslandsgesellschaften lag der Frauenanteil bei 26%. Durch unser Engagement in der Initiative "Chefsache" und unsere Mitgliedschaften u.a. in der Charta der Vielfalt und dem Kompetenzzentrum Technik, Diversity und Gleichstellung arbeiten wir dauerhaft und stetig an dem Thema Chancengleichheit. → 5 GESCHLECHTERGLEICHHEIT MITARBEITER Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.Neben den klassischen Unterstützungsangeboten zur Kinderbetreuung und Pflege richten wir unser Augenmerk auf eine lebensphasenorientierte Personalpolitik, die mit flexiblen Arbeitsbedingungen Gestaltungsspielräume eröffnet und dabei die Chancen der Digitalisierung nutzt. Nach dem Abschluss des Verbandstarifvertrags mit ver.di 2017 haben wir "mobile working" als neue Arbeitsform in unserem Konzern eingeführt, die es unseren Beschäftigten ermöglicht, ihre Arbeit von zuhause und unterwegs zu erledigen, sofern die Art der Tätigkeit dies grundsätzlich zulässt. Daneben ermöglichen die gleitende Arbeitszeit, Teilzeit mit Rückkehrgarantie und das Lebensarbeitszeitkonto, den Arbeitsalltag flexibel zu gestalten und sorgen für eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Mitarbeiterzufriedenheit.Das Niveau des Engagement-Index - unserem Maß für die Mitarbeiterzufriedenheit, ermittelt aus der konzernweiten (ohne T-Mobile US) Mitarbeiterbefragung 2017 - lag bei hohen 4,1 (auf einer Skala von 1,0 bis 5,0). Zusätzlich holen wir regelmäßig mit Pulsbefragungen die Rückmeldungen unserer Beschäftigten ein. An der Pulsbefragung im November 2018 beteiligten sich 72% der Mitarbeiter, 70% von ihnen gaben an, mit unserem Unternehmen zufrieden zu sein. Wir arbeiten mit unterschiedlichen Initiativen weiter daran, die Unternehmenskultur zu verbessern und die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen. In der nächsten Mitarbeiterbefragung 2019 erwarten wir weiterhin eine hohe Zufriedenheit unserer Mitarbeiter. Mitarbeiterzufriedenheit (Engagement-Index) a
a Engagement-Index per zuletzt in den Jahren
2017 und 2015 durchgeführter Mitarbeiterbefragung.
Mitarbeitergesundheit. Ziel unseres Gesundheitsmanagements ist es, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Beschäftigten zu erhalten. Gesetzliche Vorgaben zum Arbeits- und Gesundheitsschutz stellen für uns dabei nur Minimalanforderungen dar. → Weitere Informationen zum Thema Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit finden Sie im Kapitel "Corporate Responsibility und nichtfinanzielle Erklärung". Darüber hinaus fördern wir mit einer entsprechenden Unternehmenskultur die Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter im Umgang mit ihrer Gesundheit. Eine wichtige Rolle spielen dabei unsere Führungskräfte. Zahlreiche Auszeichnungen honorieren unser Engagement in diesem Bereich. → 3 GESUNDHEIT UND WOHLERGEHEN MITARBEITER 3. ARBEITEN IM DIGITALEN ZEITALTERWas bedeutet der Wandel der Arbeitswelt für unsere Mitarbeiter? Aus den vielzähligen Möglichkeiten erwachsen Aufgaben für unsere Personalarbeit, die in Maßnahmen entlang der Themen "Menschen", "Orte" und "Technologien" münden: Menschen.Digitalisierung beschleunigt die Transformation von Unternehmensorganisation und -kultur. Dabei ist die Transformation allein nicht das Ziel, sondern Ausdruck des stetigen Bedarfs an Anpassung und Flexibilisierung von Arbeitsformen und Betriebsstrukturen. Durch die Automatisierung transaktionaler und repetitiver Tätigkeiten ergeben sich neue Optionen der "menschlichen" Wertschöpfung sowie mit sozialen Medien und Plattformen neue Möglichkeiten der hierarchieübergreifenden Zusammenarbeit. Dem Thema Agilität haben wir im Berichtsjahr einen Rahmen gegeben. Mit dem Projekt "All About Agile" bündeln wir nun alle Aktivitäten des Konzerns rund um das agile Arbeiten, unterstützen Bereiche auf dem Weg zur Agilität und bieten Möglichkeiten zum Austausch. So wurden sechs Dimensionen der Agilität definiert und entlang dieser Handlungsempfehlungen, sog. "How-To"-Guides entwickelt, die Mitarbeitern und Führungskräften als umfassende Orientierungshilfe in der digitalen Transformation dienen. Ein Erfolg setzt sich fort: Mit dem dritten "Magenta MOOC" (Massive Open Online Course) unter dem Motto "Tap into Design Thinking" haben 4.746 Mitarbeiter konzernweit intensiv in Projekten ihre Design Thinking-Fähigkeiten unter Beweis stellen können. → 4 HOCHWERTIGE BILDUNG MITARBEITER Orte.Auch der Ort, an dem wir in Zukunft unsere Arbeit erledigen, wird sich ändern. Um flexible Arbeitsweisen, eine vertrauensbasierte Führungskultur und mobiles Arbeiten zu etablieren, bietet unser Programm "Future Work" moderne, offene Bürowelten und gemeinsame Arbeitsbereiche. Die Event-Reihe "Neues Arbeiten" wurde 2018 weiter etabliert, um Mitarbeiter untereinander besser zu vernetzen und das Teamgefühl sowie die Zusammenarbeit an unseren Standorten zu stärken. Technologien.Digitalisierung zeichnet sich im Arbeitsalltag auch dadurch aus, dass vieles einfacher werden kann. Mit dem im Jahr 2018 abgeschlossenen Rollout moderner, cloudbasierter Lösungen startet das Programm "Digital@Work" mit einem breiten Trainingsangebot. So konnten wir das Ziel, mehr als 7.500 Mitarbeiter mit digitalen Zusammenarbeitssystemen zu trainieren, bereits Ende 2018 erfüllen. Auch unsere "Mitarbeiter" App wurde 2018 weiterentwickelt und bietet kontinuierlich mehr Services an, die den Anteil von papierbasierten Prozessen und aufwendigen Formularen deutlich reduziert. Die mobile Lösungen erleichtern nicht nur die alltägliche Arbeit, sondern fördern das moderne und flexible Arbeiten. Virtuelle Zusammenarbeit zu fördern ist eine Voraussetzung für Höchstleistungen. Für die bereichs- und länderübergreifende Zusammenarbeit stehen den meisten Mitarbeitern weltweit außerdem folgende Lösungen zur Verfügung: Video- und Webkonferenzdienste, Live-Übertragungen und Chat-Dienste sowie ein Wissensaustausch über sichere Datenräume. 4. KOMPETENZ-MANAGEMENT UND INNOVATIVE QUALIFIZIERUNGSANGEBOTE→ 4 HOCHWERTIGE BILDUNG MITARBEITER Skills-up!Für unseren Geschäftserfolg sind unsere Mitarbeiter und ihre Kompetenzen ein wichtiger Faktor. Um Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung zu sichern, vereinbaren wir mit unserem Sozialpartner - nach bereits erfolgreich absolvierter Pilotierung in vier Geschäftseinheiten - ein strategisches Kompetenz-Management im Konzern zu implementieren. Neben einer qualitativen Personalplanung auf Basis überarbeiteter Aufgabenbeschreibungen und Kompetenzprofile sowie der Identifikation von Umqualifizierungsmöglichkeiten geht es darum, Kompetenzlücken der Mitarbeiter rechtzeitig zu erkennen und individuell passende Qualifizierungsmaßnahmen abzuleiten. 80/20-Modell.Das 80/20-Modell ist eine weitere innovative Maßnahme, um die Mitarbeitermotivation zu steigern und gleichermaßen die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit zu verbessern. Dadurch erhalten Mitarbeiter den Freiraum, freiwillig und in Absprache mit der disziplinarischen Führungskraft, bis zu 20% ihrer Arbeitszeit für konzernweite Projekte zu verwenden. Einerseits können so Kompetenzlücken geschlossen werden, andererseits haben Mitarbeiter die Chance, ihre Skills unabhängig von ihrer Abteilungszugehörigkeit einzusetzen. Diese Flexibilisierung dient nicht nur dem gesamten Unternehmenserfolg, sondern schafft auch eine neue, zukunftsweisende Arbeitsform, in der die Kompetenzen der Mitarbeiter wertgeschätzt und die Führungskräfte thematisch unterstützt werden. Wesentliche HR-Auszeichnungen 2018
ENTWICKLUNG DES PERSONALBESTANDSDer Personalbestand in unserem Konzern sank im Vergleich zum Vorjahresende um 0,8%. Dabei war die Entwicklung innerhalb unserer Segmente unterschiedlich: So verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter in unserem operativen Segment Deutschland um 3,4%. Gründe dafür waren Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, ein reduzierter Einstellungsverlauf in operativen Bereichen und die Inanspruchnahme sozialverträglicher Instrumente zum Personalumbau. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in unserem operativen Segment USA stieg zum 31. Dezember 2018 um 2,1 % gegenüber dem Vorjahresende. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf zusätzliches Personal im Kundenservice, Back Office und Bereich Netze zurückzuführen, dem jedoch ein Rückgang der Beschäftigtenzahlen im Bereich Kundenakquisition gegenüberstand. In unserem operativen Segment Europa wuchs die Mitarbeiterzahl verglichen mit dem Vorjahresende um 1,5%. Dazu beigetragen haben v.a. unsere Landesgesellschaften in Österreich durch die Übernahme der Mitarbeiter der UPC Austria und in Kroatien u. a. durch den Ausbau des Services. Die Mitarbeiterzahl in unserem operativen Segment Systemgeschäft sank gegenüber dem Jahresende 2017 um 1,2%, im Wesentlichen bedingt durch Restrukturierungsmaßnahmen. Im operativen Segment Group Development ist die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Jahresende 2017 leicht gestiegen. Der Personalbestand im Segment Group Headquarters & Group Services sank im Vergleich zum Jahresende 2017 um 3,9%. Der Rückgang der Mitarbeiterzahl durch den weiteren Personalumbau bei Vivento wurde teilweise durch die Zunahme von Personal im Bereich Technologie und Innovation kompensiert. MITARBEITERSTATISTIKEntwicklung des Personalbestands
a Seit dem 1. Januar 2017 berichten wir
über das operative Segment Group Development sowie
innerhalb des Segments Group Headquarters & Group
Services über den Vorstandsbereich Technologie und
Innovation. Die Vorjahresvergleichswerte wurden
entsprechend rückwirkend angepasst. Weitere
Informationen hierzu finden Sie im Kapitel
"Konzernstruktur", sowie in Angabe 35
"Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang.
Personalaufwandin Mrd. €
a Aufwendungen für Personalmaßnahmen.
PROGNOSE 1GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES KONZERNSAuch im Jahr 2018 setzten wir unseren Wachstumskurs erfolgreich fort. Schon heute differenzieren wir uns durch die besten und modernsten Netze. Diese Technologieführerschaft wollen wir weiter ausbauen. Zusätzlich werden wir uns auch in den kommenden Jahren - im Einklang mit den Erwartungen unserer Kunden - auf konvergente Angebote fokussieren. Dies geht Hand in Hand mit unserer Strategie "Leading European Telco" - mit dem Ziel, der führende Telekommunikationsanbieter in Europa zu sein. Damit verbunden sind unsere finanziellen Ziele bis 2021: So wollen wir, wie auf unserem Kapitalmarkttag im Mai 2018 kommuniziert, zwischen 2017 und 2021 pro Jahr die folgenden durchschnittlichen Wachstumsraten (CAGR) erreichen:
Für 2019 erwarten wir nachfolgende Zuwächse gegenüber dem Vorjahr - dabei gehen wir von einem vergleichbaren Konsolidierungskreis und konstanten Wechselkursen aus:
Seit dem 1. Januar 2019 kommt erstmalig der Rechnungslegungsstandard IFRS 16 "Leases" verpflichtend zur Anwendung. Dieser wird in Zukunft insbesondere Auswirkungen auf das EBITDA sowie den Free Cashflow haben. Die Planung für die kommenden Jahre - und damit auch die in diesem Kapitel abgegebenen Prognoseaussagen - beruhen bereits auf diesem neuen Rechnungslegungsstandard. Allerdings beruhen die Angaben für das Geschäftsjahr 2018 noch auf den Vorschriften des Rechnungslegungsstandards IAS 17. Um eine annähernde Vergleichbarkeit zwischen den Angaben für das Geschäftsjahr 2018 sowie den Prognoseaussagen ab 2019 zu ermöglichen, beruhen die Pro-forma-Angaben und Prognoseaussagen bezüglich EBITDA und Free Cashflow auf Basis der neu eingeführten "after leases"-Kennzahlen. → Weitere Informationen zu den neuen Leistungsindikatoren finden Sie im Kapitel "Konzernsteuerung" und zu den Rechnungslegungsstandards im Kapitel "Grundlagen und Methoden" im Konzern-Anhang. KONJUNKTURERWARTUNGENIn seiner Konjunkturprognose von Januar 2019 geht der Internationale Währungsfonds (IWF) davon aus, dass die Weltwirtschaft 2019 um 3,5% und 2020 um 3,6% wachsen wird. Wir erwarten für unsere Kernmärkte eine Abschwächung des Wachstums, aber gleichwohl eine stabile konjunkturelle Entwicklung. Die Volkswirtschaften in Deutschland, den USA und den Ländern unseres operativen Segments Europa zeigen positive Wachstumsraten, begünstigt durch die gute Entwicklung des privaten Konsums und der Investitionen. Davon profitieren auch die Arbeitsmärkte. Prognose für die Entwicklung des BIP und der Arbeitslosenquote in unseren Kernmärkten für 2019 und 2020in %
Quellen: Consensus Economics, Europäische Kommission, BMWi, HSBC; Stand Januar 2019. MARKTERWARTUNGENDEUTSCHLANDDer deutsche Markt für Telekommunikationsdienste ist 2018 mit einem Plus von 0,3% leicht gewachsen. Für 2019 wird wiederum ein leichter Anstieg um 0,4% erwartet (Quelle: EITO, European Information Technology Observatory). Die Negativtendenzen aus regulatorischen Effekten und dem Rückgang in der klassischen Festnetz-Telefonie werden durch die wachsende Nachfrage nach mobilem Datenvolumen und nach schnellerer Konnektivität im Privat- und Geschäftskundenbereich kompensiert. So wird im deutschen Mobilfunk-Markt nach einem leichten Anstieg der Umsätze im Jahr 2018 mit einer Fortsetzung dieses Trends im Jahr 2019 gerechnet (Quelle: EITO). Für den weiter gefassten ICT-Markt, der neben der Telekommunikation auch IT-Dienste miteinschließt, prognostiziert EITO für 2019 ein Plus von 1,7%. Dieses Plus beruht in erster Linie auf dem Wachstum des IT-Markts, der im Jahr 2018 bei 2,5% lag und v. a. auf die hohe Nachfrage in zwei Bereichen zurückzuführen ist: Dienstleistungen für Geschäftskunden (z. B. Outsourcing, Projektgeschäft, Beratung) und Software-gestützte Dienstleistungen (Virtualisierung und Cloud-Geschäft, z. B. in Form von Software as a Service, Platform as a Service oder Infrastructure as a Service). Für unsere Positionierung im Wettbewerb spielen im Privatkundenbereich innovative, integrierte Produkte sowie attraktive Zusatzdienste wie TV- und Musik-Optionen eine immer größere Rolle. Bei den Geschäftskunden werden Cloud Services, Security-Anwendungen sowie Lösungen für Industrie 4.0 zunehmend wichtiger. Zudem differenzieren wir uns von anderen Anbietern durch die verfügbaren Bandbreiten im Down- und Upload, das in den Tarifen enthaltene mobile Datenvolumen sowie Tarifinnovationen. Der Mobilfunk-Markt in Deutschland wird von drei Anbietern mit eigener Netzinfrastruktur geprägt, die mit der 4G/LTE-Technologie - und künftig auch mit 5G - einen Großteil der Bevölkerung mit mobilem Hochgeschwindigkeits-Internet versorgen. Im Unterschied dazu ist der Markt für Festnetz-Breitband durch eine Vielzahl von Akteuren mit unterschiedlichen Infrastrukturen gekennzeichnet - vom überregionalen Anbieter bis hin zum regionalen Versorger. Wir gehen davon aus, dass der Wettbewerb von Seiten der Kabelnetzbetreiber intensiv bleibt und die Zahl der Anbieter mit eigenem DSL oder Glasfasernetz zunehmen wird. USADie starke Dynamik der US-amerikanischen Wirtschaft im Jahr 2018 hatte Auswirkungen auf den ICT-Markt der USA: Die Gesamtausgaben sind im Berichtsjahr um 5,0% gestiegen (Quelle: EITO). Der Großteil des Wachstums ist auf höhere Ausgaben in den Bereichen Software-, IT- und Business Services sowie Telekommunikations-Hardware zurückzuführen. Insbesondere bei der TK-Hardware waren erhebliche Ausgaben für Smartphones und mobile Telekommunikationsausrüstung zu verzeichnen. Für das Jahr 2019 wird aufgrund eines geringeren Wachstums der Umsätze mit IT-Systemen mit einem leicht niedrigeren Anstieg der Branchenumsätze gerechnet (+3,7%). Das Wachstum im Telekommunikationssegment bleibt stabil, wobei die Umsätze im Markt 2018 um 2,6% gestiegen sind. Die Prognose für 2019 geht von einem weiteren Anstieg um 2,5% aus. Der US-amerikanische Mobilfunk-Markt ist weiterhin v. a. von intensivem Wettbewerb zwischen den großen Mobilfunk-Anbietern gekennzeichnet. Dies hat zu einem relativ starken Preiswettbewerb geführt und somit auch den ARPU belastet. Nach Erkenntnissen von Analysys Mason ist der durchschnittliche Umsatz je Kunde in der Branche (ohne IoT) 2018 um 0,5% gesunken und wird 2019 voraussichtlich um 1,1% sinken. Unlängst ergriffene Maßnahmen der Mobilfunk-Anbieter, z. B. die Abschaffung von Überschreitungsentgelten, die Einführung von Flatrate-Tarifen und die Möglichkeit der Ratenzahlung für Endgeräte, haben zum Rückgang des ARPU geführt (Quelle: Federal Communications Commission). Ungeachtet dessen geht Analysys Mason aufgrund der steigenden Zahl von Mobilfunk-Anschlüssen, der zunehmenden Datennutzung und dem zu erwartenden rasanten Anstieg bei IoT-Verbindungen von einem Wachstum der Mobilfunk-Umsätze aus. Die monatliche Datennutzung je Mobilfunk-Anschluss stieg 2018 auf durchschnittlich 5,9 GB je Kunde und Monat. Dies stellt gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um rund 58% dar. Es wird erwartet, dass die monatliche Datennutzung 2019 durchschnittlich 8,8 GB je Kunde und Monat betragen wird - ein Anstieg um 48%. Führende Branchenverbände wie die GSMA gehen davon aus, dass die USA bei der Einführung und Verbreitung von 5G weltweit eine führende Rolle spielen werden. Nach Schätzungen der GSMA werden 2025 etwa die Hälfte aller Mobilfunk-Verbindungen über 5G-Netze übertragen. T-Mobile US strebt eine landesweite 5G-Abdeckung bis 2020 an, wobei das im April 2017 erworbene 600 MHz-Spektrum zum Einsatz kommen soll. EUROPAFür die traditionellen Kommunikationsmärkte im operativen Segment Europa erwarten wir auch in den kommenden beiden Jahren sowohl für den Mobilfunk, als auch für das Festnetz (inklusive klassischen TV-Diensten), eine insgesamt stabile Entwicklung. Die weiter anhaltenden Rückgänge bei den Sprachdiensten können in beiden Teilmärkten durch Datendienste sowie im Festnetz durch klassische TV-Dienste (ohne OTT) ausgeglichen werden. Für 2019 und 2020 rechnet Analysys Mason dabei innerhalb des Festnetz-Geschäfts in den Breitband- und TV-Märkten mit einem jährlichen Wachstum von je 2%, während die Sprachdienste weiter an Bedeutung verlieren und um ca. 7% bzw. 6% pro Jahr schrumpfen dürften. In den Mobilfunk-Märkten werden die Datendienste voraussichtlich um 7% im Jahr 2019 und 5% im Jahr 2020 zulegen. Wesentlicher Treiber dieses Wachstums ist v. a. die Nutzung mobiler Videodienste. Analysys Mason erwartet ein Wachstum des gesamten mobilen Datenvolumens in den Ländern des operativen Segments Europa von 46% im Jahr 2019 und weiteren 36% im Folgejahr. In nahezu allen Märkten unseres operativen Segments Europa sehen wir bereits vorbereitende Investitionen in 5G-Netze. Dies wird die Versorgung weiter Teile der Bevölkerung mit mobilem, schnellem Internet weiter verbessern. Die Bedeutung klassischer Sprachdienste hingegen nimmt auch im Mobilfunk weiter ab: Analysten prognostizieren hier einen Umsatzrückgang von ca. 6% pro Jahr. Die Nachfrage nach konvergenten Angeboten aus Festnetz- und Mobilfunk-Diensten (FMC) ist auch in den Märkten unseres operativen Segments Europa ungebrochen. Wir erwarten hier ein Wachstum der konvergenten Haushalte von mehr als 20% in den nächsten beiden Jahren. Damit wären im Jahr 2019 über 30% und im Jahr 2020 knapp 40% aller Breitband-Anschlüsse im Privatkundenmarkt Teil eines FMC-Angebots. Laut Oxford Economics soll das reale BIP auch 2019 in all unseren Ländern zwischen 2 und 4% pro Jahr wachsen. Diese positiven konjunkturellen Rahmenbedingungen werden sich insbesondere auf die IT-Märkte in unserem operativen Segment Europa auswirken. Für die Länder Zentral- und Osteuropas prognostiziert EITO für 2019 ein Wachstum von über 2%. SYSTEMGESCHÄFTDas Wachstum im ICT-Markt wird in den kommenden Jahren weiter auf hohem Niveau bleiben. Dabei wird der Markt durch andauernden Kostendruck und scharfen Wettbewerb geprägt sein. Gleichzeitig erwarten wir, dass im Zuge der Digitalisierung auch die Nachfrage nach Lösungen aus den Bereichen Cloud Services, Big Data, intelligente Netzdienstleistungen wie Industrie 4.0, Internet der Dinge, M2M sowie Mobilisierung von Geschäftsprozessen, aber auch ICT-Sicherheit (Cyber Security) wachsen wird. Nach unserer Einschätzung werden sich die ICT-Märkte in den beiden wesentlichen Marktsegmenten unterschiedlich entwickeln:
GROUP DEVELOPMENTDie Entwicklung unseres operativen Segments Group Development wird v. a. durch unsere Gesellschaften T-Mobile Netherlands und Deutsche Funkturm (DFMG) geprägt.
ERWARTUNGEN DES KONZERNSErwartungen bis 2020.Für die nächsten beiden Jahre erwarten wir ein weiter anhaltendes, profitables Wachstum. Umsatz und bereinigtes EBITDA after leases (EBITDA AL) sollen 2019 auf Konzernebene steigen: eine gute Basis, um unsere finanziellen Ambitionen bis 2021 - kommuniziert auf unserem Kapitalmarkttag im Mai 2018 - zu erreichen. Für unsere finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir 2019 und 2020 folgende Entwicklungen:
In beiden Prognosejahren tragen alle operativen Segmente zum Konzernwachstum bei.
Mit unserem Daueremissionsprogramm (Debt Issuance-Programm) sind wir in der Lage, Emissionen mit einer kurzen Vorlaufzeit an den internationalen Kapitalmärkten zu platzieren. Über unser Commercial Paper-Programm können wir darüber hinaus kurzfristige Papiere am Geldmarkt emittieren. In unserer Finanzstrategie ist weiterhin eine Liquiditätsreserve vorgesehen, die zu jeder Zeit mindestens die Fälligkeiten der kommenden 24 Monate deckt. In den Jahren 2019 und 2020 werden Rückzahlungen von Anleihen und Darlehen im Volumen von 4,8 Mrd. € bzw. 4,6 Mrd. € fällig. Um unsere Fälligkeiten zu refinanzieren und die Liquiditätsreserve aufrechtzuerhalten, planen wir die Neuemission von Anleihen in verschiedenen Währungen. Ein erfolgreicher Zusammenschluss von T-Mobile US und Sprint würde dazu führen, dass konzerninterne Darlehen im Volumen von 8 Mrd. US-$ vorzeitig von T-Mobile US an die Deutsche Telekom AG zurückgezahlt werden und würde den Refinanzierungsbedarf signifikant beeinflussen. Die genaue Umsetzung von Finanzierungstransaktionen hängt somit einerseits von der Genehmigung des Zusammenschlusses zwischen T-Mobile US und Sprint und andererseits von den Entwicklungen an den internationalen Finanzmärkten ab. Einen Teil unseres Liquiditätsbedarfs wollen wir außerdem durch die Emission von Commercial Paper abdecken. Auch in Zukunft wollen wir durch passende Kooperationen oder angemessene Akquisitionen in unseren Märkten Größenvorteile und Synergien nutzen. Nicht geplant ist hingegen die Expansion in Schwellenländer (Emerging Markets). Unsere bestehenden Kooperationen und Beteiligungen werden wir kontinuierlich unter strategischen Gesichtspunkten und mit Blick auf die Unternehmenswertmaximierung prüfen. Die Erwartungen bis 2020, auf Ebene unseres Konzerns und unserer operativen Segmente, sind in den nachfolgenden Tabellen für unsere finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dargestellt und gelten unter der Annahme einer vergleichbaren Konsolidierungsstruktur und konstanter Wechselkurse. Dabei beruhen die Prognoseaussagen bereits auf dem seit dem 1. Januar 2019 zur Anwendung kommenden Rechnungslegungsstandard IFRS 16 und wir prognostizieren für EBITDA, bereinigtes EBITDA sowie Free Cashflow die neu eingeführten "after leases"-Kennzahlen. Die Pro-forma-Angaben für 2018 stellen für EBITDA, bereinigtes EBITDA sowie Free Cashflow eine approximative Überführung zu den "after leases"-Kennzahlen dar, um somit eine annähernde Vergleichbarkeit mit den Prognoseaussagen zu ermöglichen. Sollte es zu einer Verschlechterung der Konjunktur oder zu unvorhergesehenen staatlichen bzw. regulatorischen Eingriffen kommen, könnte sich dies auf die dargestellten Erwartungen entsprechend auswirken. Alle Trendaussagen beziehen sich auf das jeweilige Vorjahr. Bei der Intensität und der Richtung unserer Prognosen nutzen wir folgendes Bewertungsraster: starker Rückgang, Rückgang, leichter Rückgang, stabiler Verlauf, leichter Anstieg, Anstieg, starker Anstieg. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Werte "Pro-forma 2018" stellen eine approximative Überführung zu den ab 2019 im Rahmen der Steuerung verwendeten "after leases"-Kennzahlen dar, um eine annähernde Überleitung für EBITDA, bereinigtes EBITDA sowie Free Cashflow zu ermöglichen. Die "Erwartungen 2019" sowie "Erwartungen 2020" erfolgen auf Basis der derzeit gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), d. h. unter Berücksichtigung von IFRS 16 "Leases". Weitere Informationen zu den Rechnungslegungsstandards finden Sie im Kapitel "Grundlagen und Methoden" im Konzern-Anhang.
a Berücksichtigung von Änderungen in
der Organisationsstruktur sowie wesentlicher
Konsolidierungskreisveränderungen bis zum Tag der
Aufstellung des Konzernabschlusses und des
zusammengefassten Lageberichts (u. a. die Akquisition der
UPC Austria in Österreich oder die Akquisition der
Tele2 Netherlands in den Niederlanden).
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren→ Weitere Erläuterungen zur Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren unserer operativen Segmente finden Sie im Abschnitt "Erwartungen der operativen Segmente" in diesem Kapitel.
a Berücksichtigung von Änderungen in
der Organisationsstruktur sowie wesentlicher
Konsolidierungskreisveränderungen bis zum Tag der
Aufstellung des Konzernabschlusses und des
zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Kundenbindung/-zufriedenheit - gemessen mit dem Leistungsindikator TRI * M-Index - wollen wir 2019 und 2020 jeweils leicht verbessern. Aufgrund des bereits hohen Niveaus des Engagement-Index von 4,1 - auf einer Skala von 1,0 bis 5,0 - als Resultat der Mitarbeiterbefragung 2017 sowie der Ergebnisse der im Jahr 2018 durchgeführten Pulsbefragungen erwarten wir, dass die hohe Zustimmung unserer Mitarbeiter zu unserem Unternehmen in der nächsten Mitarbeiterbefragung einen stabilen Verlauf aufweisen wird. Die nächste Mitarbeiterbefragung findet 2019 statt. Im Rahmen unserer Planung haben wir die Wechselkurse wie in nachfolgender Tabelle angenommen. Wechselkurse
In der folgenden Tabelle haben wir die von uns durchgeführten Modellierungen und Szenario-Analysen möglicher wesentlicher externer Einflussfaktoren zusammengefasst: Mögliche Einflussfaktoren auf das Ergebnis
√ positiv
Erwartungen der Deutschen Telekom AG.Die Geschäftsentwicklung der Deutschen Telekom AG als Konzernmuttergesellschaft spiegelt sich insbesondere in den Leistungsbeziehungen zu unseren Tochtergesellschaften und den Ergebnissen aus den inländischen Organschaftsverhältnissen der Töchter sowie sonstigen Beteiligungserträgen wider. Somit prägen v.a. die Chancen und Herausforderungen unserer Töchter und deren operative Ergebnisse die zukünftige Entwicklung der Ergebnisse der Deutschen Telekom AG. Neben den Konzernerwartungen beeinflussen entsprechend die auf den folgenden Seiten beschriebenen Erwartungen der operativen Segmente zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung, wie z. B. starker Wettbewerbsdruck, regulatorische Entscheidungen, Markt- und Konjunkturerwartungen, die zukünftige Entwicklung des Jahresüberschusses der Deutschen Telekom AG. Für das Geschäftsjahr 2018 werden wir eine Dividende von 0,70 € je dividendenberechtigte Aktie vorschlagen, welche als Basis für die zukünftige Dividendenhöhe dienen wird. Die Dividendenhöhe für die Geschäftsjahre ab 2019 soll das relative Wachstum des bereinigten Ergebnisses je Aktie reflektieren. Ausgehend von den beschriebenen Erwartungen bei den operativen Segmenten und der sich daraus ergebenden Effekte geht die Deutsche Telekom AG, unter Berücksichtigung der vorhandenen Gewinnrücklage und vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen, für die Geschäftsjahre 2019 bis 2021 von einer Dividendenausschüttung von mindestens 0,50 € je dividendenberechtigte Aktie aus. ERWARTUNGEN DER OPERATIVEN SEGMENTEDEUTSCHLANDNach wie vor arbeiten wir im operativen Segment Deutschland an unserem umfassenden Transformationsprogramm und verfolgen das Ziel, unsere Marktposition als führender integrierter Telekommunikationsanbieter in Deutschland durch innovative und wettbewerbsfähige Angebote weiter auszubauen. Die IP-Migration wollen wir in Deutschland bis Ende 2019 weitestgehend abschließen und den Infrastrukturausbau unserer leistungsfähigen Netze fortsetzen. Verstärkt werden wir die Komplexität unserer Produkte und Prozesse durch Automatisierung und Digitalisierungsinitiativen reduzieren und auf eine höhere Ende-zu-Ende-Verantwortung setzen, um mit dem besten Service das beste Kundenerlebnis zu bieten. Im Festnetz wollen wir mit Glasfaser-basierten Produkten unsere Kunden begeistern. Den Weg dafür ebnen wir mit unserer integrierten Netzstrategie: Wir bauen ein IP-basiertes Netz mit hohen Übertragungsbandbreiten, um unseren Kunden stets wettbewerbsfähige Highspeed-Anschlüsse anzubieten, z. B. indem wir intensiv unseren FTTH-Netzausbau fortsetzen. Zusätzlich investieren wir massiv, um auch im ländlichen Raum eine höhere Abdeckung und noch höhere Geschwindigkeiten zu bieten. Dazu setzen wir auch in Zukunft auf unseren Hybrid-Router, der Bandbreiten von Festnetz und Mobilfunk kombiniert und damit deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten ermöglicht. Zudem streben wir weitere Kooperationen an, um noch mehr Kunden mit hochbitratigen Internet-Anschlüssen auszustatten - hiermit setzen wir Maßstäbe für eine nachhaltige Breitband-Infrastruktur. Als erster Anbieter in Deutschland hatten wir 2014 mit "MagentaEINS" ein umfassendes und konvergentes Festnetz-/ Mobilfunk-Angebot (FMC) auf den Markt gebracht. Unsere Erfolgsgeschichte geht weiter - wir erweitern laufend unsere Produktfamilie und werten sie auf, z. B. durch die Neueinführung des Mobilfunk-Tarifs MagentaMobil XL im Jahr 2018, der Kunden eine unlimitierte Surf-Flatrate in Deutschland bietet. Wir legen bei unseren Angeboten ein besonderes Augenmerk auf eine stets hohe Qualität, eine einfache Tarifstruktur und die innovative Weiterentwicklung unseres bestehenden Leistungs-Portfolios. Mit unserer Mehrmarkenstrategie im Mobilfunk sprechen wir zudem das gesamte Kundenspektrum an - vom Discount Shopper bis hin zum Premiumkunden - und mit dem Programm "Magenta Business" erreichen wir erfolgreich die Geschäftskunden. Am Wachstum im TV-Markt wollen wir überproportional partizipieren und uns dabei auf Entertainment- und unsere exklusiven Streaming-Angebote konzentrieren (z. B. Exklusivserien wie "Handsmaid Tale" und "Cardinal" bei MagentaTV sowie mehr als 100 Staffeln aus dem FOX+ Serienkatalog). Mit der Einführung von MagentaTV im Jahr 2018 bieten wir ein einzigartiges Fernseherlebnis für unsere Kunden. Dafür investieren wir in unsere IPTV-Plattform und gewinnen neue Kunden durch attraktive Inhalte und Services. Wir wollen auch in den kommenden Jahren die Marktführerschaft gemessen am Umsatz sichern und unseren Vorsprung durch steigende Service-Umsätze ausbauen. Wir reagieren auf den stetig anwachsenden Bedarf unserer Kunden an Bandbreite und investieren weiterhin umfassend in breitbandige Netze, innovative Produkte und erstklassigen Kundenservice. In unserem Breitband-Geschäft verzeichnen wir ein kontinuierliches Umsatzwachstum bei einer gleichzeitig ansteigenden Kundenzufriedenheit - diesen Wachstumskurs wollen wir auch im Jahr 2019 fortsetzen. Zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit werden wir die Weiterentwicklung der Mobile Services (z. B. " Magenta Apps") vorantreiben und einen nahtlosen Service über alle Kanäle (z. B. Web, Hotline, Shop) hinweg sicherstellen. In unserem operativen Segment Deutschland erwarten wir 2019 ein leichtes Umsatzwachstum trotz gegenläufig hoher Regulierungseffekte in unserem Kerngeschäft sowie eines harten Wettbewerbs. Werttreiber sind die zunehmenden Breitband- und TV-Umsätze, die steigende Zahl der IP-Angebote sowie das Umsatzwachstum in unserem Geschäftskundenbereich, u.a. durch den positiven Trend im IT- und Cloud-Geschäft. Unser Glasfaser-Angebot wollen wir weiter ausbauen, u. a. durch Geschäftsmodelle mit Vorleistungsprodukten wie dem Kontingentmodell sowie durch weitere Kooperationen. Wir erwarten weiterhin, dass unsere Wachstumsinitiativen in Deutschland den mengenbedingten Umsatzrückgang im klassischen Festnetz-Geschäft kompensieren und wir die Marktführerschaft im Mobilfunk und Festnetz weiter ausbauen. Dank unserer hervorragenden Netzqualität und dem fortschreitenden Glasfaser-Ausbau erwarten wir eine höhere Nachfrage nach Mobilfunk- und Breitband-Produkten sowie ein Wachstum bei Breitband-, TV-, IP-, Highspeed- und Hybrid-Anschlüssen. Mit unserer Mittelstandsinitiative 2.0 werden wir gestützt durch die Digitalisierung das ICT-Lösungsgeschäft für unsere Geschäftskunden vorantreiben und verstärkt Umsätze aus dem IT- und Cloud-Umfeld sowie dem M2M/IoT-Geschäft erzielen. Im Bereich Wholesale dürften sich - dank der ungebrochen hohen Nachfrage nach unserem Kontingentmodell - die Absatzmengen weiter sehr positiv entwickeln. Für die beiden nächsten Jahre gehen wir in unserem operativen Segment Deutschland von einem Ergebnisanstieg im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr aus. Im Jahr 2019 erwarten wir ein bereinigtes EBITDA AL in Höhe von ca. 8,7 Mrd. €. Haupttreiber sind das profitable Umsatzwachstum bei einer gleichzeitigen Reduktion der indirekten Kosten, die im Wesentlichen durch Digitalisierungs- und Automatisierungsmaßnahmen erzielt werden sollen. Für 2019 und 2020 prognostizieren wir eine leichte Verbesserung der bereinigten EBITDA AL-Marge von rund 40%. Unsere Weichen stehen weiterhin auf Innovation und Wachstum: Während wir die Investitionen in neue Technologien in Zukunft stets mit hoher Kraft vorantreiben, reduzieren wir jene in Alttechnologien. So soll unser Investitionsschwerpunkt in den kommenden Jahren auf unserer Netzinfrastruktur und unserem Mobilfunknetz (z. B. FTTH, Supervectoring, MIMO, 5G) liegen. Gleichzeitig wollen wir unser Glasfasernetz weiter ausbauen und Lücken im Netz der ländlichen Gebiete schließen. Ein Fokus dabei sind Gewerbegebiete, entsprechend treiben wir den FTTH-Ausbau voran. Wir wollen diesen Ausbau effizient fortsetzen und nehmen an Förderprogrammen teil. Unsere Investitionen (Cash Capex) werden im Jahr 2019 stabil und im Jahr 2020 leicht rückläufig erwartet. USAAuch 2019 wird T-Mobile US ihr im Rahmen der "Un-carrier"-Initiativen gegebenes Wertversprechen, auf dem US-amerikanischen Markt das werthaltigste Kundenerlebnis zu bieten, weiter einlösen. Einer der Eckpfeiler dieses Werteversprechens ist die Schaffung echten Mehrwerts für die Kunden in allen Segmenten. Dazu sollen die aus Kundensicht bestehenden Verbesserungspotenziale realisiert sowie hervorragende 4G/ LTE-Dienste angeboten und das 5G-Netz weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus zielen die "Un-carrier"-Initiativen darauf ab, neue Kunden zu gewinnen und diese an T-Mobile US zu binden. Um das werthaltigste Kundenerlebnis im Mobilfunk zu schaffen, werden den Kunden zu dem von ihnen gewünschten Zeitpunkt genau die Endgeräte angeboten, die sie benötigen. Weiterhin sind die zur Verfügung stehenden Tarife einfach, preisgünstig und sehen keine unnötigen Einschränkungen vor. Die nachfolgend dargelegten Erwartungen berücksichtigen nicht die Auswirkungen aus dem geplanten Zusammenschluss mit Sprint. T-Mobile US geht für 2019 und 2020 bei den eigenen Postpaid-Kunden von einem anhaltenden Zuwachs aus, während bei den eigenen Prepaid-Kunden für 2019 ein leichter Anstieg und für 2020 eine stabile Entwicklung der Kundenbasis erwartet wird. Wettbewerbsdruck und unvorhergesehene Veränderungen in der US-amerikanischen Mobilfunk-Branche könnten sich jedoch erheblich auf die Erwartungen auswirken, eigene Postpaid- und Prepaid-Kunden zu gewinnen und zu binden. T-Mobile US geht für 2019 von einem Anstieg des Gesamtumsatzes in lokaler Währung aus, der sich aufgrund der Dynamik des anhaltenden Zuwachses bei den eigenen Postpaid-Kunden 2020 weiter fortsetzen wird. Beim bereinigten EBITDA AL erwartet T-Mobile US einen nachhaltigen Anstieg - in lokaler Währung - in den Jahren 2019 und 2020. Vor dem Hintergrund des starken Kundenzuwachses im vergangenen Jahr wird das Umsatzwachstum voraussichtlich über dem Anstieg der Aufwendungen liegen, da T-Mobile US von verbesserten Skaleneffekten profitieren kann. Weitere Netzinvestitionen werden jedoch voraussichtlich das bereinigte EBITDA AL beeinflussen. Wettbewerbsdruck könnte sich ebenfalls deutlich auf die zu erwartenden Umsatzerlöse und das bereinigte EBITDA AL in lokaler Währung auswirken. Wechselkursschwankungen könnten Umsatz und bereinigtes EBITDA AL auf Euro-Basis in den Jahren 2019 und 2020 deutlich beeinflussen. Ohne Berücksichtigung der Aufwendungen für Spektrum geht T-Mobile US für 2019 im Zuge des Ausbaus des 5G-Netzes von einem Anstieg des Cash Capex in lokaler Währung aus. EUROPAUnser Anspruch ist es, auch für die kommenden Jahre der führende Telekommunikationsanbieter in Europa zu sein. Auf unserem Weg dahin haben wir unser operatives Segment Europa entsprechend positioniert: Wir wollen in den nächsten beiden Jahren der führende Anbieter von konvergenten Produktangeboten und Dienstleistungen basierend auf Festnetz und Mobilfunk (FMC) werden. Und wir wollen die Digitalisierung maßgeblich gestalten, indem wir durch ein integriertes IP-Netz aus unterschiedlichen Technologien intelligente Lösungen für die Haushalte, unsere Geschäftskunden sowie die Kommunen anbieten. Das Segment Europa zeichnet sich durch ein starkes Unternehmens-Portfolio aus. Davon sind die meisten unserer Landesgesellschaften bereits integriert und besitzen zusammen mit ihrem hohen Markenerkennungswert eine bedeutende Relevanz für ihre jeweiligen Heimatmärkte. Die Gesellschaften, die überwiegend noch im Mobilfunk-Geschäft tätig sind, wollen wir konsequent zu integrierten Unternehmen weiterentwickeln. So haben wir z. B. zum 31. Juli 2018 den Erwerb der UPC Austria vollzogen, um unsere Landesgesellschaft in Österreich zu einem starken integrierten Telekommunikationsanbieter auszubauen. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr mit Orange einen Vertrag abgeschlossen, der es uns erlaubt, zukünftig in Polen - durch Nutzung des Glasfasernetzes von Orange - umfassende konvergente Dienste anzubieten. Ergänzend dazu hat T-Mobile Polska eine weitere Wholesale-FTTH-Vereinbarung mit dem Netzbetreiber Nexera getroffen. Unsere Gesellschaft in der Tschechischen Republik hat bereits im Jahr 2018 mit dem Aufbau eines eigenen Glasfasernetzes begonnen, das wir nun die kommenden Jahre zügig ausbauen werden - auch mit Unterstützung von Partnerschaften. OTE hat am 15. Januar 2019 eine Vereinbarung über den Verkauf ihrer gesamten Beteiligung an der Telekom Albania Sh.A. (Telekom Albania) an das bulgarische Unternehmen Albania Telecom Invest AD für einen Gesamtwert von 50 Mio. € getroffen. Die Transaktion unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen, einschließlich der Genehmigung durch die zuständigen lokalen Behörden und der Finanzierung, und wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen sein. Wir wollen für unsere Kunden das beste Kundenerlebnis schaffen. Mit unserem konvergenten Produkt-Portfolio "MagentaOne" und "MagentaOne Business" verfügen wir über starke Angebote, mit denen wir das Geschehen auf den europäischen Märkten erfolgreich mitgestalten können. Führend bei den konvergenten Angeboten zu sein bedeutet für uns auch, dass wir über zusätzliches Leistungsspektrum die Abwanderungsquote (churn rate) verringern, um eine stabile Kundenbasis zu schaffen und damit über Stabilität die Werthaltigkeit auf den Märkten unseres Segments positiv beeinflussen zu können. Gerade auch die Haushalte wollen wir mit einem nahtlosen Zugang zu unseren innovativen Diensten begeistern - mit SmartHome, der intelligenten Wohnform der Zukunft. Kunden erhalten eine Komplettlösung, um verschiedenste Geräte und Einrichtungen wie Heizung, Licht oder Rauch- und Bewegungsmelder zu Hause oder unterwegs per App zu steuern. Dabei werden verschiedene Funktionen und Hersteller integriert - eine modulare Erweiterung ist möglich. SmartHome bieten wir unseren Kunden bereits in drei unserer Landesgesellschaften an. So basiert z. B. SmartHome unserer Landesgesellschaft in Österreich auf der Qivicon SmartHome-Plattform. Das Thema Sicherheit steht hierbei besonders im Fokus, indem wir ein Security-Paket für SmartHome-Anwendungen anbieten. Wir sind davon überzeugt, dass wir so bis 2021 den Anteil der Haushalte insgesamt in Europa auf über 50% steigern können. Dadurch erwarten wir auch einen Anstieg bei den FMC-Umsätzen von jährlich rund 25% bis 2021. Ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg von FMC ist das TV-Ge-schäft. Wir legen besonderen Wert auf das nahtlose Erlebnis von TV- und Entertainment-Angeboten, insbesondere auf qualitativ hochwertige und exklusive Inhalte. Auch zukünftig werden wir über den exklusiven Erwerb von Rechten für Sportübertragungen wie z. B. der Champions League oder Lizenzen von TV-Spielfilmen/-Serien verhandeln. Darüber hinaus fokussieren wir uns auf das Angebot von qualitativ hochwertigen Inhalten auf lokaler Ebene. Außerdem kooperieren wir mit sog. "OTT-Playern" wie Netflix und erweitern sukzessive unser Angebot von OTT-Diensten über alle Bildschirme. Nach wie vor werden wir uns an der Produktion von eigenen Inhalten oder Kanälen beteiligen, wie z. B. in Griechenland mit dem "OTE History channel" oder "Tuki TV" in der Slowakei. Insgesamt rechnen wir damit, dass wir unsere Umsätze im TV-Geschäft in den kommenden beiden Jahren weiter steigern können. Einen weiteren Schritt hin zum besten Kundenerlebnis wollen wir durch einen perfekten Kundenservice erreichen. Hierbei leistet die Digitalisierung einen wesentlichen Beitrag: So haben wir im Berichtsjahr z. B. im Privatkundenbereich eine Service-App ("OneApp") eingeführt. Dadurch können wir die Interaktion mit dem Kunden mehrheitlich digitalisieren, um individueller und effizienter auf die Kundenbedürfnisse einzugehen und Produkte und innovative Dienstleistungen schneller am Markt zu platzieren. Bereits in fünf Landesgesellschaften ist sie erfolgreich auf dem Markt etabliert und hat bereits 2,3 Millionen Nutzer gewinnen können. Zum Ende des ersten Halbjahres 2019 soll der Rollout in allen Ländern unseres Segments abgeschlossen sein. Bis 2021 planen wir, eine Penetrationsrate von über 50% erzielen zu können. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Kunden den deutlich verbesserten Service honorieren werden. Bis 2021 wollen wir Platz 1 oder 2 bezüglich der Kundenzufriedenheit erzielen, basierend auf dem empirisch erhobenen TRI * M-Index (Kundenbefragung). Der Breitband-Ausbau wird auch in den kommenden Jahren ein klarer Schwerpunkt bleiben. Mit unserer hochmodernen Netzinfrastruktur begleiten wir die Digitalisierung und setzen auf die Technologieführerschaft: So planen wir, uns an weiteren Spektrumauktionen zu beteiligen. Unsere Investitionen im Mobilfunk haben im Moment zwei Schwerpunkte: den Ausbau der LTE-Reichweite und die Implementierung weiterer LTE-Frequenz-Layer zur Steigerung der Netzkapazität. Mithilfe der LTE-Advanced-Technologie werden höhere Übertragungsgeschwindigkeiten von 300 MBit/s und deutlich darüber hinaus ermöglicht. 2018 haben wir in den Ländern unseres operativen Segments Europa im Durchschnitt bereits 97% der Bevölkerung mit LTE versorgt und sind damit auf Kurs: Schließlich wollen wir bis 2021 in unserem europäischen Footprint eine Netzabdeckung von 99% erreichen. Mit 5G rückt der nächste Mobilfunk-Standard in greifbare Nähe: Wir planen ab 2019 mit ersten Pilotprojekten zu beginnen; in Abhängigkeit der Spektrumauktionen wird 5G sukzessive kommerziell gestartet. In acht Landesgesellschaften haben wir schmalbandigen Funk (NarrowBand-IoT) als 5G-Technologie erfolgreich gestartet. Mit unserer integrierten Netzstrategie wollen wir den Glasfaser-Ausbau weiter vorantreiben. In Ungarn, Rumänien, der Slowakei, Kroatien, Mazedonien und Montenegro investieren wir bereits seit mehreren Jahren in den FTTH-Ausbau und wollen dies in Kombination mit Vectoring auch weiterhin tun. 2018 sind wir mit dem FTTH-Ausbau zusätzlich in der Tschechischen Republik und Griechenland gestartet; in Griechenland hatten wir bislang ein Glasfasernetz bis hin zu den Kabelverzweigern über die Vectoring-Technologie. Ziel ist es, bis 2021 jährlich nun auch rund 0,75 Millionen neue Haushalte mit Glasfaser auszustatten. Insgesamt wollen wir in den vier großen integrierten Landesgesellschaften (Ungarn, Griechenland, Kroatien und der Slowakei) bis 2021 30% aller Haushalte mit Glasfaser ausgebaut haben. Für unsere Geschäftskunden werden wir auch in den kommenden beiden Jahren spürbar an der Infrastruktur arbeiten, um weiterhin die beste Vernetzung versprechen zu können und damit bevorzugter Partner für den Mittelstand sowie für unsere Groß- und Industriekunden zu bleiben. Durch die passenden Cloud-/ICT-Lösungen schaffen wir ein noch besseres Alles-aus-einer-Hand-Erlebnis, maßgeschneidert für jedes Geschäftsmodell. Damit wollen wir 2021 einen Umsatz in Höhe von 500 Mio. € mit konvergenten Lösungen im Mittelstand (FMCC-Geschäft, +10% pro Jahr) sowie 1,3 Mrd. € bei den Großkunden (ICT-Geschäft, +7% pro Jahr) erreichen. Die Digitalisierung und das digitale Erlebnis bleiben unser Schlüssel zum Erfolg in den europäischen Städten und Kommunen sowie bei allen Kundenkontakten - vom Informieren über den Online-Einkauf bis hin zum Self Service. In unserem operativen Segment Europa rechnen wir damit, in den nächsten beiden Jahren mehr Kunden zu gewinnen, hauptsächlich dank der guten Entwicklung unserer Konvergenzmarke "MagentaOne". Folglich gehen wir davon aus, dass 2019 und 2020 die Anzahl der TV- und Breitband-Kunden steigen wird. Die Anzahl der Mobilfunk-Kunden wird auf vergleichbarer Basis 2019 gegenüber 2018 leicht ansteigend erwartet. Für das Jahr 2020 gehen wir von einem weiteren Anstieg der Mobilfunk-Kunden aus. Wir erwarten, dass Mobilfunk die Sprachtelefonie im Festnetz-Geschäft immer mehr ersetzt, sodass wir 2019 und 2020 eine stabile Entwicklung der Festnetz-Anschlüsse prognostizieren. Änderungen in der Gesetzgebung, z. B. im Hinblick auf Steuern und Abgaben, staatliche Sparprogramme sowie Entscheidungen von Regulierungsbehörden können unsere Umsätze und Ergebnisse in den kommenden beiden Jahren negativ beeinflussen. Auch Wechselkursänderungen können Einfluss auf unsere Ergebnisse auf Euro-Basis haben. Diese Annahmen und Parameter zugrunde gelegt, erwarten wir für unser operatives Segment Europa 2019 - auf vergleichbarer Basis, d. h. die Pro-forma-Zahlen für 2018 zugrunde gelegt (u. a. die Berücksichtigung der UPC Austria Akquisition für volle zwölf Monate) - einen leichten Anstieg der Umsätze; dabei gelten konstante Wechselkurse sowie bestimmte Annahmen zur Regulierung, zu neuen Marktteilnehmern, zu Spektrumauktionen und eine unveränderte Organisationsstruktur. 2020 wird der Umsatz dann erneut leicht wachsen. Die hohe Wettbewerbsintensität auf den Märkten unseres operativen Segments bringt möglicherweise Margenverluste mit sich. Um dafür gewappnet zu sein, wollen wir unsere Produktivität erhöhen und die Vorteile der Digitalisierung nutzen - u.a. bei der Automatisierung von Prozessen - mit dem Ziel, Kostensenkungspotenziale zu realisieren. Wir gehen davon aus, dass das bereinigte EBITDA AL 2019 über dem Vorjahresniveau liegen und rund 4,0 Mrd. € betragen wird, 2020 dürfte es weiter leicht ansteigen. Um unsere Technologieführerschaft auszubauen, investieren wir weiter in unsere integrierten Netze und wollen unsere Investitionen in den nächsten Jahren auf hohem Niveau halten. Der Cash Capex wird sich 2019 jedoch gegenüber dem Vorjahr reduzieren. Im Jahr 2020 gehen wir von einer stabilen Entwicklung aus. SYSTEMGESCHÄFTBestandteil unserer Konzernstrategie ist der Anspruch, führender Partner bei Geschäftskunden-Produktivität zu sein. Sichere und zuverlässige ICT-Lösungen treiben die durchgängige Digitalisierung unserer Geschäftskunden im Netz der Dinge voran. Unsere horizontalen Plattformen und vertikalen Lösungen ermöglichen den kontinuierlichen Betrieb der klassischen Systeme sowie die Transformation in digitale Geschäftsanwendungen und deren Betrieb nach spezifischen Anforderungen. Partnerprodukte und -dienstleistungen sind integraler Bestandteil unseres Angebots, mit dem wir unseren Kunden herstellerunabhängige "Managed Services" anbieten. Im Rahmen der Anfang 2018 eingeleiteten Transformation unseres Systemgeschäfts haben wir unsere Organisation und Abläufe neu ausgerichtet, eine neue Strategie für unser Portfolio entwickelt und drei Angebotscluster geschaffen. Insgesamt zehn Portfolio-Einheiten und eine Emerging Business Unit verantworten zukünftig sowohl unser klassisches IT- und Telekommunikationsgeschäft sowie unsere Wachstumsfelder:
Nach einem starken Anstieg beim Auftragseingang 2018 forcieren wir weiterhin den Ausbau des Wachstumsgeschäfts bei gleichzeitiger Stabilisierung des TK-Kern- und klassischen IT-Geschäfts mit dem Ziel, bis 2022 eine bedeutende Verschiebung im Umsatzmix in Richtung Wachstumsthemen zu erreichen. Wir gehören zur Spitzengruppe der Anbieter auf dem europäischen IT-Markt. Dabei ist unsere kontinuierlich sehr hohe Kundenzufriedenheit zentraler Baustein, um uns dauerhaft auf dem europäischen Markt zu etablieren und auch im Bereich Digitalisierung eine führende Rolle einzunehmen. Insgesamt prognostizieren wir für das operative Segment Systemgeschäft 2019 einen Anstieg im Auftragseingang sowie einen stabilen Verlauf beim Umsatz. Das bereinigte EBITDA AL dürfte bei etwa 0,5 Mrd. € liegen. Nach hohen Investitionen in den Wachstumsbereichen im Berichtsjahr erwarten wir beim Cash Capex einen starken Rückgang. Für 2020 rechnen wir gegenüber dem Vorjahr mit einem stabilen Verlauf beim Auftragseingang, einem leichten Plus beim Umsatz, einem Anstieg des bereinigten EBITDA AL und einem stabilen Cash Capex. GROUP DEVELOPMENTFür 2019 erwarten wir für unser operatives Segment Group Development einen Anstieg des Umsatzes. Im Jahr 2020 dürfte der Umsatz weiter zulegen. Das bereinigte EBITDA AL wird 2019 voraussichtlich ansteigen und bei rund 1,0 Mrd. € liegen; für 2020 gehen wir von einem Anstieg des bereinigten EBITDA AL aus. Der schwierigen Wettbewerbssituation in den Niederlanden begegnen wir nach wie vor mit unserer Strategie, die nach der Stabilisierung des EBITDA im Jahr 2018 auch 2019 greifen soll. Hauptbestandteile dieser Strategie sind die Repositionierung der Kernmarke "T-Mobile", der Ausbau des Angebotsspektrums durch die T-Mobile Thuis (Festnetz) und ein effizientes Kosten-Management. Zudem wurde am 2. Januar 2019 der Erwerb von Tele2 Netherlands durch T-Mobile Netherlands vollzogen, nachdem die Zustimmung der EU-Kommission am 27. November 2018 ohne Auflagen erteilt wurde. Dies setzt einen wichtigen Baustein im Rahmen unserer langfristig ausgerichteten Strategie. Durch den Zusammenschluss wird auf dem niederländischen Markt ein nachhaltiger Anbieter von konvergenten Angeboten aus Festnetz und Mobilfunk entstehen, der dem FMC-Duopol KPN und VodafoneZiggo besser die Stirn bieten kann. Die Wertbeiträge aus dem Erwerb in den Niederlanden sind in unserem Ausblick enthalten. Die weiterhin hohen Netzinvestitionen werden in den kommenden Jahren dabei helfen, die Strategie der T-Mobile Netherlands abzusichern. Bei der DFMG rechnen wir für 2019 und 2020 mit stark wachsenden Investitionen, zurückzuführen ist dies in erster Linie auf den weiteren Ausbau von Mobilfunk-Standorten in Deutschland. GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICESIn den Group Headquarters und Group Services werden wir auch in den kommenden beiden Jahren unsere fortwirkenden Effizienzmaßnahmen im Fokus behalten, indem wir unsere Strukturen, v.a. bei den Group Services, weiter optimieren und uns auch künftig darauf konzentrieren, unsere Kostensenkungsmaßnahmen umzusetzen - schwerpunktmäßig durch die optimierte Reallokation personeller Ressourcen und die Aufwertung unseres Immobilien-Portfolios durch innovative Flächen- und Arbeitsplatzkonzepte. Durch die Kostensenkungen können wir einerseits zu einer Ergebnisverbesserung in unserem Bereich beitragen, andererseits werden wir in die Lage versetzt, unsere Leistungen kostengünstiger den operativen Segmenten anzubieten. Unser Vorstandsbereich Technologie und Innovation wird auch 2019 und 2020 verstärkt in die Technologie-Entwicklung in Deutschland sowie die Ausweitung zentraler Produktionsplattformen im Rahmen des Pan-IP-Programms investieren. Hieraus erwarten wir einerseits eine Senkung der Gesamtkosten und Investitionen, getrieben durch die IT-Betriebskosten, sowie durch die fortschreitende Standardisierung der IT-Infrastruktur und -Plattformen. Andererseits wird im Bereich Pan-IP der Aufbau der zentralen Produktionsplattformen zu steigenden Kosten und Investitionen führen. Insgesamt erwarten wir, dass sich das Kostenniveau in den kommenden zwei Jahren positiv entwickeln wird. RISIKO- UND CHANCEN-MANAGEMENT→ 16 FRIEDEN, GERECHTIGKEIT UND STARKE INSTITUTIONEN FINANZEN
EINSCHÄTZUNG DES VORSTANDS ZUR GESAMTRISIKO- UND CHANCENSITUATIONDie Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokategorien bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2018 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Unsere wesentlichen Herausforderungen sind insbesondere die regulatorischen Rahmenbedingungen, der intensive Wettbewerb und der starke Preisverfall im Telekommunikationsgeschäft. Aus heutiger Sicht sieht der Vorstand der Deutschen Telekom den Bestand des Konzerns nicht gefährdet. Für die Deutsche Telekom AG und die wesentlichen Konzernunternehmen bestehen weder zum Bilanz-Stichtag noch zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestandsgefährdende Risiken. Wir sind davon überzeugt, dass wir auch in Zukunft Herausforderungen meistern und Chancen nutzen können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken eingehen zu müssen. Insgesamt streben wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken an. Unser Ziel dabei ist es, durch die Analyse und das Ergreifen neuer Marktchancen den Mehrwert für unser Unternehmen und unsere Aktionäre zu steigern. RISIKO- UND CHANCEN-MANAGEMENT-SYSTEMAls einer der weltweit führenden Anbieter von Telekommunikation und Informationstechnologie sind wir zahlreichen Unsicherheiten und Veränderungen ausgesetzt. Um in diesem anhaltend volatilen Umfeld erfolgreich zu agieren, müssen wir mögliche Entwicklungen frühzeitig antizipieren sowie daraus resultierende Risiken systematisch erfassen, bewerten und steuern. Ebenso wichtig ist es für uns, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Ein funktionsfähiges Risiko- und Chancen-Management-System ist für uns daher zentrales Element einer wertorientierten Unternehmensführung. Ein solches Risiko- und Chancen-Management-System ist dabei nicht nur aus betriebswirtschaftlicher Sicht notwendig, sondern auch aufgrund von Vorschriften und gesetzlichen Regelungen, insbesondere des § 91 Abs. 2 Aktiengesetz (AktG). Gemäß § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG überwacht der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risiko-Management-Systems. Unser konzernweites Risiko- und Chancen-Management-System erfasst strategische, operative, finanzielle und Reputationsrisiken sowie die entsprechenden Chancen unserer vollkonsolidierten Unternehmen. Ziel ist es, diese Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und gemäß dem angestrebten Risikoprofil zu steuern. Wir orientieren uns an einem etablierten Regelprozess (siehe nachfolgende Grafik). Nach der Identifikation von Risiken und Chancen erfolgen die weitergehende Analyse bzw. Bewertung, wobei die Auswirkungen von Risiken und Chancen nicht miteinander verrechnet werden. Im Anschluss wird über die konkrete Handhabung entschieden, etwa um Risiken zu vermindern oder Chancen zu ergreifen. Der jeweilige Risikoeigner implementiert, überwacht und bewertet die damit verbundenen Maßnahmen. Alle Schritte werden immer wieder durchlaufen und den aktuellen Entwicklungen und Entscheidungen angepasst. Das Risiko- und Chancen-Management-System
Unser Risiko- und Chancen-Management-System orientiert sich an dem weltweit gültigen Risiko-Management-Standard der Internationalen Organisation für Normung (ISO). Die Norm ISO 31 000 "Risk management - Principies and guidelines" gilt als Leitfaden für ein international anerkanntes Risiko-Management-System. Unsere interne Revision prüft in regelmäßigen Abständen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit unseres Risiko-Management-Systems. Der Abschlussprüfer prüft im Rahmen des gesetzlichen Prüfungsauftrags für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gemäß § 317 Abs. 4 HGB, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, unternehmensgefährdende Risiken und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Unser System entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikofrüherkennungssystem und steht im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex. Darüber hinaus gibt unser Konzern-Controlling eine Reihe von konzernweiten Leitfäden bzw. Verfahren vor: für die Planung/ Budgetierung, die betriebswirtschaftliche Steuerung sowie das Reporting von Investitionen und Projekten. Diese Leitfäden bzw. Verfahren gewährleisten sowohl die erforderliche Transparenz im Investitionsprozess als auch die Durchgängigkeit von Investitionsplanungen und -entscheidungen in unserem Konzern und in unseren operativen Segmenten. Außerdem unterstützen sie die Entscheidungsfindung von Vorstand und dem Vorstandsausschuss "Asset Committee". Im Rahmen dieses Prozesses werden auch strategische Risiken und Chancen systematisch identifiziert. ORGANISATION DES RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENTSUnser Bereich Group Risk Governance (vormals Group Risk Management) gibt Methoden für das konzernweit eingesetzte Risiko- und Chancen-Management-System und das dazugehörige Berichtswesen, v.a. dem Konzernrisikobericht, vor. Unsere operativen Segmente Deutschland, USA, Europa, Systemgeschäft und Group Development sowie das Segment Group Headquarters & Group Services sind über ihr jeweiliges Risiko- und Chancen-Management an das zentrale Risiko- und Chancen-Management des Konzerns angebunden. Der Konzernrisikobericht, welcher im Wesentlichen die Inhalte unserer Segmente aggregiert, wird vierteljährlich vom Vorstand beschlossen und dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom vorgelegt. In den operativen Segmenten und im Segment Group Headquarters & Group Services sind die jeweiligen Risikoverantwortlichen dafür zuständig, die Risiken zu identifizieren, zu bewerten und fortlaufend zu monitoren. Mögliche Chancen werden durch das Management im jährlichen Planungsprozess berücksichtigt und im operativen Geschäftsverlauf kontinuierlich weiterentwickelt. RISIKOIDENTIFIKATION UND -REPORTINGJedes operative Segment erstellt nach den Vorgaben des zentralen Risiko-Managements und gemäß seinen spezifischen Wesentlichkeitsgrenzen pro Quartal einen Risikobericht. Darin werden Risiken unter Berücksichtigung ihrer Ausmaße im Hinblick auf ihre Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie ihre Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet, Handlungsbedarfe identifiziert und Maßnahmen aufgezeigt bzw. initiiert. Dabei fließen auch qualitative Faktoren mit ein, die für unsere strategische Positionierung und Reputation bedeutend werden könnten und die das Gesamtrisiko mitbestimmen. Für die Beurteilung der Risiken haben wir einen Zeitraum von zwei Jahren zugrunde gelegt. Dieser Zeitraum entspricht auch unserem Prognosezeitraum. Der Konzern-Risikobericht, in dem die wesentlichen Risiken dargestellt sind, wird auf Basis dieser Informationen für den Vorstand erstellt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat. Auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich in seinen Sitzungen mit diesem Bericht. Treten - neben dem turnusmäßigen Reporting der wesentlichen Risiken - unerwartete Risiken auf, so werden diese unmittelbar gemeldet. CHANCENIDENTIFIKATION UND -BEWERTUNG INNERHALB DES JÄHRLICHEN PLANUNGSPROZESSESDas systematische Management von Risiken ist die eine Seite, die langfristige Sicherung des Unternehmenserfolgs durch ein ganzheitliches Chancen-Management die andere. Für unseren jährlichen Planungsprozess ist es deshalb essentiell, Chancen zu identifizieren sowie diese strategisch und finanziell zu bewerten - und sie dadurch zum Bestandteil unserer Prognoseaussagen für die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zu machen. Das kurzfristige Ergebnis-Monitoring und der mittelfristige Planungsprozess helfen unseren operativen Segmenten und unserer Konzernzentrale dabei, das ganze Jahr über die Chancen in unserem Geschäft zu erkennen und zu nutzen. Während das kurzfristige Ergebnis-Monitoring auf Chancen abzielt, die v.a. das laufende Geschäftsjahr betreffen, stehen im mittelfristigen Planungsprozess Chancen im Fokus, die für unseren Konzern strategisch wichtig sind. Dabei unterscheiden wir zwei Arten von Chancen:
Unseren Planungsprozess gestalten wir laufend effizienter, um mehr Freiräume zu schaffen. So versetzen wir unsere Organisation in die Lage, Chancen zu erkennen, zu nutzen und neues Geschäft zu generieren. Die Vorplanungen unserer operativen Segmente münden in eine konzentrierte Planungsphase. In dieser Phase diskutieren Vorstände, Business Leader, leitende Angestellte und Experten aus allen Geschäftsbereichen intensiv über die strategische und finanzielle Ausrichtung unseres Konzerns und unserer operativen Segmente. Schließlich fügen sie all dies zu einem Gesamtbild zusammen. Wichtig ist bei diesem Prozess, Chancen aus Innovation zu identifizieren und diese strategisch sowie finanziell zu bewerten. Als Ergebnisse dieser "Denkrunden" werden Chancen verworfen und zur Überarbeitung in die jeweiligen Arbeitsgruppen zurückgegeben oder angenommen und in die Organisation überführt. RISIKOBEWERTUNG UND RISIKOBEGRENZUNG BEWERTUNGSMETHODIKFür die Bewertung der Risiken werden die Ausprägungen "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Risikoausmaß" herangezogen. Dabei gelten folgende Beurteilungsmaßstäbe:
Durch die Einschätzung nach den Ausprägungen "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Risikoausmaß" kategorisieren wir die Risiken gemäß der folgenden Grafik in "geringe", "mittlere" und "hohe" Risiken. Ab dem Geschäftsjahr 2019 werden Risiken und Chancen im Hinblick auf die Beurteilung des Risikoausmaßes nicht mehr mittels des Leistungsindikators EBITDA, sondern mittels der Kennzahl EBITDA AL (after leases) bewertet. → Weitere Informationen zu den neuen Leistungsindikatoren finden Sie im Kapitel "Konzernsteuerung". Risikobedeutung
Wir berichten grundsätzlich die als "hoch" und "mittel" klassifizierten Risiken. Ausnahmen sind möglich - etwa bei Risiken aus den Vorjahren, die wir aufgrund der Berichtsstetigkeit aufführen, auch wenn sie im Betrachtungszeitraum als "gering" eingestuft werden. Zu beachten ist dabei: Risiken mit einem derzeit niedrig eingeschätzten Ausmaß können sich in Zukunft stärker auswirken als Risiken mit einem aktuell höher eingeschätzten Ausmaß. Grund dafür können Unsicherheitsfaktoren sein, die wir heute nicht einschätzen können und die außerhalb unseres Einflusses liegen. Solche Unsicherheitsfaktoren können zudem zur Folge haben, dass Risiken, die uns gegenwärtig noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir aktuell als unwesentlich erachten, unsere Geschäftsaktivitäten zukünftig beeinflussen. MAßNAHMEN ZUR RISIKOBEGRENZUNGKonzernversicherungsmanagement.Soweit es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, deckt ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm versicherbare Risiken ab. Dabei fungiert die DeTeAssekuranz - ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom AG - als Versicherungsmakler für das Konzernversicherungsmanagement im Segment Group Headquarters & Group Services: Die Gesellschaft entwickelt und implementiert Lösungen für die betrieblichen Risiken unseres Konzerns mittels Versicherungs- und versicherungsähnlichen Instrumenten und platziert diese in den nationalen und internationalen Versicherungsmärkten. Der Abschluss von Versicherungen ist für unseren Risikotransfer nach außen wesentlich. Voraussetzung für die Deckung von Risiken in unseren Konzernversicherungsprogrammen ist, dass ein Risikotransfer aus Bilanzschutzgründen des Konzerns erforderlich ist: Dazu muss das mögliche Risikoausmaß entweder eine "konzernrelevante" Größe erreicht haben oder eine Risikobündelung und -steuerung auf Konzernebene notwendig sein, um das Konzerninteresse zu wahren (opportune Gründe/ Kostenoptimierung/Risikoreduzierung). Business Continuity Management (BCM).Als Teil des operativen Sicherheits- und Risiko-Managements hilft das BCM dabei, Geschäftsprozesse vor den Auswirkungen schädigender Ereignisse und Unterbrechungen zu schützen. Durch stetige Analyse, Bewertung und Handhabe relevanter Risiken für Menschen, Technik, Infrastruktur sowie Liefer- und Leistungsbeziehungen und Informationen stellt das BCM die Kontinuität der Geschäftsprozesse sicher. Ziel ist es, potenzielle Bedrohungen frühzeitig zu erkennen sowie die Auswirkungen und Dauer einer Unterbrechung der kritischen Geschäftsprozesse auf ein akzeptables Mindestmaß zu reduzieren. Dabei gewährleistet die Fähigkeit zu einer wirksamen Antwort auf Bedrohungen eine entsprechende Widerstandsfähigkeit der Organisation. → 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR STRUKTUR Hierzu identifiziert das BCM kritische und schutzwürdige Geschäftsprozesse einschließlich unterstützender Prozesse, Prozessschritte und Vermögenswerte (Menschen, Technik, Infrastruktur und Informationen sowie Liefer- und Leistungsbeziehungen). Zudem definiert es entsprechende Schutzmaßnahmen. Insbesondere untersucht das Sicherheits-Management in Abstimmung mit den jeweiligen Fachabteilungen und Prozessverantwortlichen die möglichen Folgen äußerer und innerer Bedrohungen mit einem ursächlichen Sicherheitsbezug, wie z. B. Naturkatastrophen, Vandalismus oder Sabotage. Sind Schadensausmaße und Schadenseintrittswahrscheinlichkeit bewertet, können vorbeugende Maßnahmen implementiert und Notfallpläne entwickelt werden. Die Risikoverantwortlichen leiten weitere Maßnahmen zur Risikobegrenzung ein und setzen diese um. Je nach Risikoart steht dazu eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verfügung. Im Folgenden beschreiben wir exemplarisch einige dieser Maßnahmen:
RISIKEN UND CHANCENIm Folgenden stellen wir alle wesentlichen Konzern-Risiken und -Chancen dar, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und/oder die Reputation der Deutschen Telekom sowie über die Ergebnisse der Tochtergesellschaften die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom AG beeinflussen könnten. Dabei beschreiben wir die Risiken überwiegend vor den ergriffenen Maßnahmen zur Risikobegrenzung (Bruttobetrachtung). Sind Nettorisiken identifiziert, sind diese als solche gekennzeichnet. Lassen sich Risiken und Chancen eindeutig einem operativen Segment zuordnen, ist dies nachfolgend entsprechend dargestellt. Um die Auswirkungen der Risiken besser und verständlicher zu erläutern, haben wir die einzelbewerteten Risiken den folgenden Kategorien zugeordnet: Unternehmensrisiken
↑ verbessert
RISIKEN UND CHANCEN AUS BRANCHE, WETTBEWERB UND STRATEGIERisiken und Chancen aus dem konjunkturellen Umfeld. Als international tätiges Unternehmen operieren wir in einer Vielzahl von Ländern und mit unterschiedlichen Währungen. Ein größerer konjunktureller Einbruch könnte zu einer verminderten Kaufkraft unserer Kunden führen und unseren Zugang zu den Kapitalmärkten beeinträchtigen. Wechselkursschwankungen können sich auf unser Ergebnis auswirken. Trotz der insgesamt positiven wirtschaftlichen Entwicklung im vergangenen Jahr haben die konjunkturellen Unwägbarkeiten weltweit zugenommen. Führende Institute und Organisationen haben ihre Wachstumsprognosen nach unten korrigiert und rechnen mit einem nachlassenden Wachstum der Weltwirtschaft. Hauptrisiken für die künftige wirtschaftliche Entwicklung sind insbesondere:
Diesen Risiken stehen Chancen gegenüber, insbesondere aus dem unverändert robusten Wachstum in den USA und in den meisten Ländern unseres operativen Segments Europa. In den USA gibt es keine Anzeichen für eine Rezession im Jahr 2019. Wir rechnen lediglich mit einer bloßen Wachstumsverlangsamung aufgrund des nachlassenden Fiskalimpulses. In Europa wird sich die wirtschaftliche Dynamik ebenfalls abschwächen. Die unverändert stabile Binnenkonjunktur in Europa dürfte die nachlassende Exportnachfrage zumindest teilweise ausgleichen. Entsprechend erwarten wir hier lediglich eine Wachstumsverlangsamung; der Aufschwung dürfte sich fortsetzen und die Arbeitslosigkeit weiter sinken. Das gilt umso mehr, als die Binnennachfrage und die Investitionstätigkeit im Euroraum von der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) stimuliert wird. Risiken aus Markt und Umfeld.Zu den wesentlichen Marktrisiken, denen wir ausgesetzt sind, zählen sinkende Preisniveaus bei Sprach- und Datendiensten im Festnetz und im Mobilfunk. Ursachen dafür sind neben regulierungsbedingten Preissenkungen in erster Linie der anhaltend starke Wettbewerb in der Telekommunikationsbranche. Mit anhaltendem Wettbewerbsdruck ist insbesondere im Festnetz-Bereich in Deutschland und Europa zu rechnen. Im Breitband-Markt bestätigt sich der Trend, dass v. a. in Deutschland die Marktanteile regionaler Netzbetreiber überproportional steigen und diese ihre Marktabdeckung durch Ausbau ihrer eigenen Infrastruktur erhöhen. Zunehmend erfolgt dies mit Glasfaser-Infrastruktur. Dadurch erhöhen sie ihre Kundenzahlen und vertiefen ihre eigene Wertschöpfung. Im Neukundengeschäft besteht weiterhin starker Preiswettbewerb mit hohen Anfangsrabatten. Die Risikobedeutung des Risikoclusters Markt und Umfeld Deutschland hat sich mit dem von Vodafone Deutschland Anfang Mai 2018 angekündigten Erwerb der Unitymedia von Liberty Global von "gering" auf "mittel" verändert. Durch die beabsichtigte Übernahme würde Vodafone einen sehr hohen Marktanteil im leitungsgebundenen TV-Markt erreichen und den Wohnungswirtschafts-Markt dominieren. Umsätze im Retail- und Wholesale-Bereich könnten gefährdet sein. Anhaltenden Preisdruck erwarten wir auch in der mobilen Sprachtelefonie und bei mobilen Datendiensten. Dies könnte sich negativ auf unsere Service-Umsätze im Mobilfunk auswirken. Hauptgründe für den Preisdruck sind u.a. datenzentrierte, preisaggressive Angebote. Anbieter ohne eigene Infrastruktur (MVNOs) vermarkten diese Angebote u. a. über das Internet. Dabei besteht weiterhin das Risiko von unvorhergesehenen preisaggressiven Maßnahmen kleinerer Wettbewerber. Technologische Neuerungen, wie die Verwendung reiner e-SIMs in Smartphones, könnten den Preisdruck durch erhöhte Wechselbereitschaft der Kunden erhöhen. Ein weiteres Wettbewerbsrisiko liegt darin, dass wir sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk verstärkt Konkurrenten gegenüberstehen, die nicht zur Telekommunikationsbranche im engeren Sinne zählen, aber vermehrt in die klassischen Telekommunikationsmärkte eindringen: Dies gilt v. a. für große Unternehmen aus der Internet- und Unterhaltungselektronikbranche. Für uns besteht daraus das Risiko, Wertschöpfungsanteile und Margen dadurch zu verlieren, dass wir den direkten Kundenkontakt zunehmend an Wettbewerber verlieren. T-Mobile US hat im Mobilfunk-Bereich zahlreiche Wettbewerber, von denen einige über größere Ressourcen verfügen und die vorrangig mit Service- und Endgeräteangeboten, günstigen Preisen, guter Netzabdeckung, -geschwindigkeit und -qualität sowie Kundenservice um Kunden werben. Die Marktsättigung in den USA wird weiterhin dazu führen, dass sich das Kundenwachstum im Mobilfunk-Bereich im Vergleich zu früheren Wachstumsraten nur moderat, wenn nicht gar rückläufig entwickelt. Letzteres hätte einen noch intensiveren Wettbewerb um Kunden zur Folge. T-Mobile US geht davon aus, dass der steigende Bedarf an Datendiensten seitens ihrer Kunden eine höhere Nachfrage nach Netzkapazität nach sich ziehen wird. Die Geschäftsstrategie sowie die Finanz- und Ertragslage der T-Mobile US können darüber hinaus durch die Knappheit und Kosten zusätzlichen Spektrums und die Vorschriften zur Nutzung von Spektrum belastet werden. Durch die Verschmelzung verschiedener Branchenbereiche wie Kabel, TK- und Content-Services sowie Satellitenfernsehen sieht sich T-Mobile US in einem scharfen und zunehmenden Wettbewerb mit anderen Diensteanbietern. Gemeinschaftsunternehmen, Fusionen, Akquisitionen und strategische Allianzen im Mobilfunk-Sektor haben zu immer stärkeren Wettbewerbern geführt, die um eine begrenzte Anzahl an Kunden konkurrieren, und es ist von einer Fortsetzung dieses Trends auszugehen. Der Zusammenschluss von T-Mobile US mit Sprint ist von Genehmigungen verschiedener US-Regierungsbehörden abhängig, die zusätzliche Bedingungen stellen, den Zusammenschluss verschieben oder auch ablehnen können. Obwohl wir davon überzeugt sind, dass der Zusammenschluss zu Synergien und weiteren Vorteilen führen wird, können wir nicht ausschließen, dass diese geringer ausfallen oder nicht im erwarteten Zeitraum entstehen werden. Sollte der Zusammenschluss nicht genehmigt werden, bestünde das inkrementelle Risiko für die Deutsche Telekom vornehmlich darin, dass die erwarteten positiven Effekte, d. h. die Synergien und weiteren Vorteile für unser US-Geschäft, nicht eintreten würden. Unser operatives Segment Systemgeschäft steht ebenfalls vor Herausforderungen. So belasten ein beständig starker Wettbewerb sowie der anhaltende Preisrückgang das klassische ICT-Geschäft. Darüber hinaus führt der technische Wandel hin zu Cloud-Lösungen und Digitalisierung im IT-Geschäft zum Markteintritt neuer, kapitalstarker Wettbewerber. Im Telekommunikationsgeschäft ermöglicht die Einführung der IP-Technologie Preisreduzierungen, was ein Risiko von Umsatzrückgängen und Margenverfall bei T-Systems mit sich bringt. Chancen aus dem Markt und Umfeld.Der Telekommunikations- und IT-Markt ist ein sehr dynamischer, hart umkämpfter Markt. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen unser Handeln und wirken sich auf unsere Unternehmenskennzahlen aus. Grundsätzlich gehen wir von den Entwicklungen aus, wie wir sie im Abschnitt "Markterwartungen" beschrieben haben. → siehe Kapitel "Prognose". Nachfolgend führen wir Risiken und Chancen auf, von denen wir uns Marktwachstum versprechen und die eine wesentliche Bedeutung für unsere zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Risiken aus Innovationen (Substitution).Die Innovationszyklen werden immer kürzer. Dies stellt den Telekommunikationssektor vor die Herausforderung, neue Produkte und Dienstleistungen in immer kürzeren Zeitabständen hervorbringen zu müssen. Neue Technologien verdrängen bestehende Technologien, Produkte und Services teilweise oder manchmal sogar vollständig. Dies kann sowohl im Sprach- als auch im Datenverkehr zu geringeren Preisen und Umsätzen führen. Diese Substitutionsrisiken könnten unseren Umsatz und unser Ergebnis beeinflussen, v.a. in unseren operativen Segmenten Europa und USA. Dem Ausmaß der Substitutionsrisiken begegnen wir u.a. mit Bündeltarifen: So bieten wir Neu- und Bestandskunden integrierte Lösungen aus unserem Produkt-Portfolio an. Chancen aus Innovationen.Neben den beschriebenen Risiken eröffnen die immer kürzer werdenden Innovationszyklen die Möglichkeit, die Digitalisierung unserer Gesellschaft voranzutreiben und unseren Privat- und Geschäftskunden innovativste Produkte bzw. Lösungen anzubieten. Daher sind unsere Aktivitäten rund um Innovation und Produktentwicklung entscheidend, wenn es darum geht, Chancen zu erkennen, zu nutzen und sie im zunehmenden Wettbewerb zu etablieren. Um dies sicherzustellen und der wachsenden Konvergenz von Netzwerk und IT Rechnung zu tragen, haben wir in unserem Vorstandsbereich Technologie und Innovation alle relevanten Funktionen unter einer gemeinsamen Leitung zusammengeführt, um eine engere Integration der Bereiche Innovation, Netz und IT zu ermöglichen. → Weitere Informationen zu unserer Innovationsarbeit finden Sie im Kapitel "Innovation und Produktentwicklung". Risiken aus strategischer Transformation und Integration.Wir befinden uns in einem stetigen Prozess strategischer Anpassungen und Kostensenkungsinitiativen. Können wir diese Vorhaben nicht wie geplant umsetzen, sind wir bestimmten Risiken ausgesetzt. So könnte der Nutzen der Maßnahmen geringer sein als ursprünglich abgeschätzt, sie wirken sich später aus als angenommen oder ihre Wirkung könnte ganz ausbleiben. Jeder dieser Faktoren - allein oder in Kombination - könnte sich negativ auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Mobilfunk-Standards 5G und damit zusammenhängenden anstehenden Auktionen von Spektrum sowie deren Vergabebedingungen, regulatorischen Anforderungen sowie der begrenzten Anzahl von Telekommunikationshardwareanbietern hat sich die Bedeutung des Risikoclusters von "mittel" auf "hoch" verändert. Chancen aus strategischer Transformation und Integration.Die IP-Transformation (All IP) bietet eine Vielzahl von Chancen: Es entsteht ein logisches Netz, das eine Sprache spricht und technisch weitgehend unabhängig von den übertragenen Diensten funktioniert. Dies ermöglicht Effizienzsteigerungen, indem z. B. die Komplexität bei Wartung und Betrieb reduziert wird, dienstspezifische Altplattformen abgeschaltet werden sowie durch Energieeinsparungen. → 13 MASSNAHMEN ZUM KLIMASCHUTZ STRUKTUR Zudem schafft All IP-Wachstumspotenziale: kurz- und mittelfristig durch ein verbessertes Kundenerlebnis vorhandener Dienste (z. B. bessere Sprachqualität, mehr Customer Self Service, flexiblere Konfigurationsmöglichkeiten), mittel- und langfristig als eine unverzichtbare Basis für neue Konvergenzprodukte, für das "Internet der Dinge" und für das beschleunigte Einführen neuer Angebote (time-to-market). Nicht zuletzt fungiert das All IP-Netz als Fundament für die Virtualisierung von Funktionen und Diensten auf Basis einer Network Infrastructure Cloud und einer gemeinsamen, länderübergreifenden Produktion (Pan-Net). Auch hier ergeben sich Chancen für Effizienzsteigerungen und für Wachstum. "Einmal entwickeln und betreiben, aber in verschiedenen Ländern anbieten" eröffnet neben Synergiepotenzialen die Chance, zukünftige Dienste schneller und kostengünstiger bereitzustellen. 5G wird die nächste Mobilfunk-Generation von Telekommunikationsnetzen. Wir engagieren uns hier nicht nur in vielen Gremien und Foren, sondern arbeiten zusammen mit Forschung und Industrie intensiv an der Entwicklung dieses zukünftigen Standards, der eine Reihe von Herausforderungen an Telekommunikationsnetze adressieren wird: unmittelbare technische Bedarfe wie eine deutliche Erhöhung von Kapazität, Bandbreite, Verfügbarkeit und geringere Latenzen. → 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR BEZIEHUNGEN Hinzu kommen fundamentale Herausforderungen wie z. B. umfangreiche M2M-Kommunikation im Internet der Dinge und der wachsende Bedarf an Zuverlässigkeit, Sicherheit und garantierte Ressourcenzuteilung in industriellen Anwendungsszenarien. Damit bietet 5G nicht nur die unmittelbare Chance, bei bestehenden Geschäftsmodellen stark steigende Anforderungen zukünftig kosteneffizient bewältigen zu können, sondern auch Chancen für weitere Geschäftsmodelle, indem man Netzfähigkeiten (z.B. Netzzugang, Lokalisierung, Sicherheit, Identität, Speicherort, Datenzwischenspeicherung, Echtzeitverarbeitung) an entsprechende Partner vermarktet. Bereits heute arbeiten wir an der Realisierung von ersten Anwendungsfällen wie Campus Networks und Mobile Edge Computing, bei denen die Datenverarbeitung dezentral - am Rand des Netzes - erfolgt. 5G und Edge Computing bilden so gemeinsam mit anderen Technologien wie dem Narrow-Band Internet of Things (NB-IoT) oder Künstlicher Intelligenz (KI) die Basis für die weitere Digitalisierung der Gesellschaft. → 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR FINANZEN Daneben treiben wir die Transformation unserer IT mit agiler Entwicklung weiter voran. Durch diesen Ansatz können neue Möglichkeiten effizienter IT-Produktion ausgeschöpft werden, sowohl durch eine modularere Bereitstellung von Komponenten als auch mit einer beschleunigten Entwicklung. Zudem eröffnet agile Entwicklung die Chance, Big Bang-Risiken bei der Ablieferung mächtiger Software Releases zu verringern. RISIKEN UND CHANCEN AUS REGULIERUNGIm Folgenden beschreiben wir die wesentlichen regulatorischen Risiken und Chancen, die aus heutiger Sicht unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und unsere Reputation beeinflussen könnten. Regulatorische Risiken ergeben sich aus telekommunikationsspezifischen, gesetzlichen Regelungen auf europäischer und nationaler Ebene sowie daraus abgeleiteten Regelungs- und Eingriffsbefugnissen nationaler Regulierungsbehörden, die unsere Produkt- und Preisgestaltungsmöglichkeiten einschränken. Regulatorische Chancen können durch Deregulierung entstehen. Regulatorische Eingriffe durch Regulierungsbehörden, die für uns nur bedingt vorherzusehen sind, können den bestehenden Preis- und Wettbewerbsdruck zusätzlich erhöhen. Zu befürchten ist, dass die Regulierung in Deutschland und in anderen europäischen Ländern die Entwicklung unseres Umsatzes und Ergebnisses auch mittel- bis langfristig negativ beeinflusst. Eingriffsfelder nationaler RegulierungsbehördenNationale Regulierungsbehörden haben umfassende Eingriffsbefugnisse auf Basis von europäischen und nationalen Verordnungen und Gesetzen. Auf europäischer Ebene ist die im Jahr 2015 verabschiedete EU-Verordnung zum Telekommunikationsbinnenmarkt hervorzuheben. Sie beinhaltet Regelungen zu International Roaming, Netzneutralität und Informationspflichten. Diese Regelungen schränken unsere Produktgestaltungsmöglichkeiten in erster Linie für Endkundenangebote ein. Leitlinien zur Umsetzung der Verordnung wurden durch das Gremium der Europäischen Regulierungsbehörden (GEREK) veröffentlicht. Risiken ergeben sich aus der Interpretation der Verordnung und der Leitlinien durch die jeweiligen nationalen Regulierungsbehörden. In Deutschland etwa hat die BNetzA gesetzlich festgelegte umfassende Möglichkeiten, Produktanpassungen zur Durchsetzung der Verordnung anzuordnen oder bei Feststellung eines Verstoßes Bußgelder zu erheben. Unsere deutschen und internationalen Gesellschaften unterliegen weiterhin einer umfassenden Regulierung von Vorleistungsangeboten, die uns verpflichtet, unser Netz und unsere Dienste auch Wettbewerbern als Vorleistungen zur Verfügung zu stellen. Die entsprechenden Angebotskonditionen und Preise werden in Regulierungsverfahren von der nationalen Regulierungsbehörde regelmäßig geprüft oder festgesetzt. Wichtigste regulierte Vorleistungsprodukte sind Teilnehmeranschlussleitung, Bitstrom-Produkte, Mietleitungen, Terminierungsentgelte sowie damit verbundene Leistungen. Darüber hinaus gelten europäische und nationale verbraucherschutzrechtliche Regelungen. So ist zum 1. Juni 2017 in Deutschland die sog. "Transparenzverordnung" in Kraft getreten. Diese zielt in erster Linie auf mehr Transparenz und höhere Kostenkontrolle für Verbraucher bei Telekommunikationsdiensten ab. In diesem Zusammenhang hat die BNetzA ein Mess-System eingeführt, mit dem Verbraucher die verfügbaren Bandbreiten ihrer Festnetz- und Mobilfunk-Anschlüsse messen können. Neben den Vorgaben des Telekommunikationsrechts unterliegen unsere Medienangebote auch besonderen Regeln des europäischen und nationalen Medienrechts; hierzu gehören im weiteren Sinne das Urheberrecht, Regelungen zur Verantwortlichkeit für Inhalte, Vorgaben zur Sicherstellung des Jugendmedienschutzes oder solche zur Gestaltung der Inhalte und Benutzeroberflächen von Medien-Verteilplattformen. Der Telekom Deutschland dürfte, bei unveränderter Gesellschafterposition von Bund und KfW sowie Fortbestand der Rechtslage bzw. der bisherigen Auffassung der Medienaufsichtsbehörden, eine Zulassung zur Veranstaltung von Rundfunkprogrammen nicht erteilt werden. Änderungen in der Regulierungspolitik und GesetzgebungDeregulierungsschritt für Endkundenprodukte in Deutschland. Die BNetzA hatte den Entwurf für eine neue Marktanalyse für die Endkundenmärkte bei der EU-Kommission notifiziert, in der sie plante, die zusätzliche Endkundenregulierung für Bündelangebote aufzuheben. Für Telefonanschlüsse ohne Breitband im Bündel sollte die Endkundenregulierung weiter gelten. Nun hat die BNetzA am 13. Juli 2018 die Notifizierung der Marktanalyse zurückgezogen. Eine konkrete Aussage dazu, welchen Inhalt die finale Marktanalyse haben wird, kann derzeit jedoch noch nicht getroffen werden. Die Regulierung von Vorleistungsprodukten bleibt dadurch unverändert. Änderung des Telekommunikationsgesetzes nach Bundesverfassungsgerichts-Beschluss.Gemäß einer am 7. Dezember 2018 in Kraft getretenen Gesetzesänderung kann es der Deutschen Telekom zukünftig möglich sein, im Fall einer erfolgreichen Klage gegen einen Entgeltbeschluss der BNetzA auch rückwirkend höhere Entgelte zumindest bei großen Wettbewerbern einzufordern. Bislang war dies nur unter sehr restriktiven Umständen möglich. Die Gesetzesänderung war aufgrund eines Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts notwendig geworden, der die bisherige Regelung als verfassungswidrig eingestuft hatte. EU-Rechtsrahmen für Telekommunikation.Anfang Juni 2018 wurde eine politische Einigung zwischen Europäischem Parlament und Rat zum sog. "Europäischen Kodex für Elektronische Kommunikation" erzielt, der die zentralen EU-Regelungen für den Telekommunikationssektor reformiert, v.a. die Preis- und Zugangsregulierung, die Frequenzpolitik, sektorspezifische Verbraucherschutzregeln und die Vorschriften zu Universaldiensten. Die neuen Regeln sind am 20. Dezember 2018 in Kraft getreten. Danach werden die Vorschriften in nationales Recht umgesetzt, wofür die Mitgliedstaaten 24 Monate Zeit haben werden. Einzelne Regelungen treten vorzeitig in Kraft, insbesondere die Preisregulierung der Endkundentarife für Gespräche und SMS in das EU-Ausland, die als Teil einer direkt anwendbaren EU-Verordnung zum 15. Mai 2019 wirksam wird. Für sog. "Netze mit sehr hoher Kapazität" sieht die Einigung im Fall gemeinsamer Investitionen mit Wettbewerbern in Form von offenen Ko-Investment-Modellen die Möglichkeit einer geringeren Regulierung und langfristig stabiler Regulierungsbedingungen vor. Ko-Investment-Modelle umfassen neben Miteigentum und Ko-Finanzierung auch langfristige Vereinbarungen über die Nutzung des Netzes auf Zugangsbasis, die bestimmte Voraussetzungen mit Blick auf die Sicherung des Wettbewerbs erfüllen. Von der Regelung könnten insbesondere Glasfasernetze bis zum Gebäude (FTTB/FTTH) profitieren. Der neue Rechtsrahmen gibt Regulierungsbehörden zugleich neue Kompetenzen, die Zugangsverpflichtungen zu allen Netzen unabhängig von beträchtlicher Marktmacht aufzuerlegen (sog. "symmetrische Regulierung"). Im Bereich der Frequenzpolitik erzielt der neue EU-Rechtsrahmen in einzelnen Bereichen mehr Harmonisierung und erhöht damit die Rechtssicherheit bei der Vergabe von Mobilfunk-Frequenzen, etwa indem er eine Mindestlaufzeit für Lizenzen von 15 Jahren mit einer Verlängerung von weiteren 5 Jahren vorsieht. Beim Verbraucherschutz stehen bis auf wenige Ausnahmen vollständig harmonisierte Verpflichtungen auf EU-Ebene, die eine zusätzliche, nationale Regulierung ausschließen, verschärften Verpflichtungen in einzelnen Bereichen gegenüber. Hierbei werden Transparenzpflichten stark ausgeweitet und es gibt strengere Vorgaben bei Regelungen zu Vertragslaufzeiten und zum Anbieterwechsel. Der Universaldienst wird umfassend geändert - aus dem Verpflichtungsumfang fallen viele Dienste heraus, die kaum mehr genutzt werden. Daneben soll der Universaldienstanschluss künftig breitbandig sein, um Dienste wie Videotelefonie als Grundversorgung zu ermöglichen. Auch werden wie oben dargelegt zum 15. Mai 2019 Tarife für Auslandsgespräche und SMS innerhalb der EU begrenzt (auf 19 Cent/Minute sowie 9 Cent/ SMS (netto) für 5 Jahre). Die Novelle des europäischen Rechtsrahmens für Telekommunikation ist eingebettet in ein Gesamtpaket neuer EU-Gesetzgebungen zum digitalen (Telekommunikations-)Binnenmarkt: Es sieht Anpassungen der Regelungen für Mediendienste vor - in erster Linie wegen der wachsenden Bedeutung von Internet-Angeboten -, die neben die bislang im Fokus stehenden Fernsehdienste treten (z. B. im Urheberrecht, Jugendmedienschutz, Haftung von Internet-Service-Providern (v.a. Hosting) für Inhalte Dritter). Auch national werden etwa zum deutschen Rundfunkstaatsvertrag konkrete Anpassungen an Digitalisierung und Konvergenz der Medien diskutiert. SpektrumvergabeRisiken könnten dadurch erwachsen, dass folgende Sachverhalte unseren geplanten Spektrumerwerb gefährden könnten: unpassende Auktionsregeln und Frequenznutzungsauflagen, überzogene Startpreisforderungen sowie unverhältnismäßig hohe, jährliche Frequenzgebühren. Als Chance sehen wir in erster Linie die Möglichkeit, dass sich Mobilfunknetz-Betreiber über die Frequenzvergaben mit ausreichendem und bezüglich ihrer Lage optimalem Spektrum ausstatten können. Somit wären wir für weiteres Wachstum und Innovationen gerüstet. Bei den anstehenden Vergaben geht es hauptsächlich um die Auktion von zusätzlichen Frequenzen in den Bereichen 0,7 GHz, 1,5 GHz und 3,4 GHz bzw. 3,8 GHz sowie 24 GHz und darüber. Außerdem müssen Frequenzen, insbesondere im 2,1 GHz-Bereich, erneuert werden, die in einigen Ländern zwischen 2019 und 2021 auslaufen. Vergaben werden derzeit in Deutschland, Kroatien, Mazedonien, Österreich und den USA vorbereitet. → Weitere Informationen zu laufenden und 2018 abgeschlossenen Frequenzvergaben finden Sie im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld". OPERATIVE RISIKEN UND CHANCENPersonal Deutschland und Systemgeschäft. Auch 2018 konnten wir den Personalumbau in unserem Konzern sozialverträglich gestalten und umsetzen, v. a. über Abfindungen, Altersteilzeit, Engagierten Ruhestand und interne Umqualifizierungsmaßnahmen sowie die von Telekom Placement Services angebotenen Beschäftigungsperspektiven für Beamte im öffentlichen Dienst. Diesen Umbau setzen wir im kommenden Jahr fort. Falls sich die Maßnahmen nicht oder nicht wie geplant realisieren lassen (z. B. durch geringeres Interesse an den Abfindungen), könnte sich dies negativ auf unsere Finanzziele auswirken. Um dem Risiko entgegenzuwirken, dass durch die Abbauinstrumente Leistungsträger den Konzern verlassen, nutzen wir das Mitigationsinstrument der beiderseitigen Freiwilligkeit in jedem Einzelfall. Auch das Rückkehrrecht von Beamten zur Deutschen Telekom birgt Risiken: Werden Konzerneinheiten, in denen Beamte beschäftigt sind, veräußert, ist es grundsätzlich möglich, dass diese weiterhin bei der veräußerten Konzerneinheit arbeiten. Dem muss der Beamte selbst zustimmen bzw. den Antrag dazu stellen. Allerdings besteht das Risiko, dass Beamte, z. B. nach dem Ende der Beurlaubung, von einer veräußerten Einheit zu uns zurückkehren, ohne dass es ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten gibt. Ein solches externes Rückkehrrecht von außerhalb unseres Konzerns besteht derzeit für 1.497 Beamte (Stand: 31. Dezember 2018). Risiken aus IT-/NT-Netzbetrieb.→ 9 INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR FINANZEN Wir verfügen über immer leistungsfähigere Informations-/Netztechnik-(IT-/NT-)Infrastruktur, die wir beständig ausbauen und modernisieren, um das beste Kundenerlebnis sicherzustellen und unsere Technologieführerschaft zu festigen. Ausfälle der aktuellen und zukünftigen technischen Infrastruktur können nicht vollständig ausgeschlossen werden und könnten im Einzelfall einen Umsatzausfall oder Kostensteigerungen nach sich ziehen; schließlich bilden unsere IT-/NT-Ressourcen und -Strukturen die wesentliche organisatorische und technische Plattform für unsere Geschäftstätigkeit. Die zunehmende Konvergenz von IT/NT birgt Risiken; um diesen gesamthaft zu begegnen, sind unsere Netz-, Innovations- und IT-Aufgaben im Vorstandsressort Technologie und Innovation gebündelt. Es können Risiken entstehen, die alle IT-/NT-Systeme und -Produkte mit Internet-Anbindung betreffen. So könnten Störungen zwischen neu entwickelten und bereits bestehenden IT-/NT-Systemen zu Unterbrechungen bei Geschäftsprozessen, Produkten und Services führen, wie z. B. bei Smartphones und "MagentaTV". Um Ausfallrisiken, z. B. ausgelöst durch Naturkatastrophen oder Feuer, zu vermeiden, nutzen wir technische Frühwarnsysteme und Dopplungen von IT-/NT-Systemen. Das Computer Emergency Response Team (CERT) von T-Systems befasst sich mit der Sicherheit der Server unserer Großkunden. Beim Cloud Computing lagern alle Daten und Anwendungen in Rechenzentren. Unsere Rechenzentren sind sicherheitszertifiziert und erfüllen die strengen Datenschutzbestimmungen sowie die Regularien der EU. So sind alle Daten von Unternehmen und Privatpersonen vor fremdem Zugriff geschützt. Ständige Pflege und automatische Updates halten die Sicherheitsvorkehrungen stets auf dem aktuellsten Stand. Auf Basis eines konzernweit standardisierten Business Continuity Managements setzen wir zudem organisatorische und technische Maßnahmen ein, um Schäden zu verhindern bzw. deren Auswirkungen zu mindern. Versicherbare Risiken decken wir zudem im Rahmen unseres Versicherungsprogramms ab. Chancen aus IT-/NT-Netzbetrieb.Die Nutzung großer Datenmengen (Big Data) aus unseren Netzen kann aufgrund der höheren Transparenz Entscheidungsprozesse verbessern und beschleunigen. Möglich wird dies, weil von einer hypothesengestützten zu einer faktenbasierten Entscheidungsfindung übergegangen wird und z. B. Korrelationen erkannt werden können. Unser operatives Segment Systemgeschäft besetzt innovative Geschäftsfelder im Umfeld der Digitalisierung von Geschäftsprozessen wie das Internet der Dinge und Cyber Security. Diese Geschäftsfelder könnten sich schneller als angenommen entwickeln. Als Vorreiter der Digitalisierung haben wir die Chance, mit verschiedenen Projekten im Gesundheitswesen und im Bereich Mobility Solutions die Marktentwicklung mitzugestalten und nicht nur an ihr teilzuhaben. In der Hochlaufphase dieser neuen, auf Maschinenkommunikation (M2M) und Big Data basierenden Geschäftsmodelle, ist unser partnerbasierter Ansatz sehr Erfolg versprechend, um unsere Kernkompetenzen in puncto Datenkommunikation, Cloud Computing und Cyber Security in verschiedenen Projekten einzubringen. Zudem verfügen wir über erste Referenzen in Marktbereichen des Internet der Dinge, wie z. B. Predictive Maintenance. → 12 NACHHALTIGE/R KONSUM UND PRODUKTION FINANZEN Als bisheriger Technologie- und Entwicklungspartner befinden wir uns in einer guten Wettbewerbsposition, was das Mautgeschäft in Europa betrifft. In den europäischen Mautprojekten in Belgien und Österreich sowie durch die angestrebte Vermarktung eines europaweiten Mautsystems (Toll4Europe) wurden wertvolle Referenzen erworben, die uns helfen, uns vom Wettbewerb zu differenzieren. Risiken aus der bestehenden IT-Architektur in den USA.Für die Bereitstellung und Unterstützung von Services stützt sich T-Mobile US auf eigene Systeme und Netze sowie die Systeme und Netze anderer Anbieter und Zulieferer. Die Geschäftstätigkeiten von T-Mobile US - wie auch die Tätigkeiten der meisten Einzelhändler und Mobilfunk-Unternehmen - umfassen den Empfang, die Speicherung und Übertragung vertraulicher Kundendaten, einschließlich sensibler personenbezogener Daten sowie Zahlungsdaten, vertrauliche Informationen über Mitarbeiter und Zulieferer sowie andere sensible Daten über T-Mobile US wie Geschäftspläne, Transaktionen und geistiges Eigentum. Cyber-Angriffe wie Denial of Service und andere böswillige Angriffe können die internen Systeme, Netze und Anwendungen von T-Mobile US zum Erliegen bringen, die Fähigkeit des Unternehmens zur Erbringung seiner Dienste beeinträchtigen und das Geschäft auf andere Weise negativ beeinflussen. → 16 FRIEDEN, GERECHTIGKEIT UND STARKE INSTITUTIONEN STRUKTUR Zukunftsfähigkeit der IT-Architektur in den USA.Zur Sicherung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in der Branche mithilfe neuer und neu entstehender Technologien muss sich T-Mobile US auf zukünftige technologische Veränderungen einstellen, laufend in das eigene Netz investieren, die vorhandenen Angebote stetig erweitern und neue Angebote einführen, um den sich verändernden Anforderungen bestehender und potenzieller Kunden gerecht zu werden. Sollte T-Mobile US nicht in der Lage sein, die technologischen Entwicklungen zeitnah für sich zu nutzen, könnte dies zu einem Rückgang der Nachfrage nach ihren Leistungen oder zu Schwierigkeiten bei der Umsetzung oder Weiterentwicklung ihrer Geschäftsstrategie führen. T-Mobile US führt derzeit ein auf der Plattform eines Drittanbieters basierendes Kundenabrechnungssystem ein. Die Implementierung des Abrechnungssystems könnte zu größeren System- oder Betriebsunterbrechungen führen bzw. könnte T-Mobile US es nicht rechtzeitig fertigstellen und in Betrieb nehmen. Chancen aus der IT-Architektur in den USA.T-Mobile US muss ihren Kunden zuverlässige und vertrauenswürdige Service- und Informationssicherheit bieten, um ihren Erfolg wahren zu können. T-Mobile US investiert in erheblichem Umfang in die IT-Infrastruktur und das Mobilfunknetz. Sollte dies zu einer wesentlichen Verbesserung der Prozesse führen, könnten die erzielten Einsparungen höher sein als ursprünglich angenommen. Einkauf.Die Deutsche Telekom arbeitet mit unterschiedlichen Lieferanten für technische (Informations- und Kommunikationstechnologie) und nicht-technische Produkte und Dienstleistungen zusammen. Zu den Produkten und Dienstleistungen mit latent höherem Risiko zählen u.a. Soft- und Hardware, Netztechnik-Komponenten und alle Produkte und Dienstleistungen, die direkt dem Endkunden bereitgestellt werden. Lieferrisiken lassen sich nicht grundsätzlich ausschließen. So können sich z. B. Lieferengpässe, Preiserhöhungen, veränderte wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen oder Produktstrategien der Lieferanten negativ auf unsere Geschäftsprozesse und unser Ergebnis auswirken. Aus Abhängigkeiten von einzelnen Zulieferern bzw. dem Ausfall von einzelnen Lieferanten können zusätzlich Risiken erwachsen, dies gilt insbesondere für chinesische Telekommunikationslieferanten. Diesen begegnen wir mit organisatorischen, vertraglichen und einkaufsstrategischen Maßnahmen. Datenschutz und Datensicherheit.→ 16 FRIEDEN, GERECHTIGKEIT UND STARKE INSTITUTIONEN STRUKTUR Seit 25. Mai 2018 kommt die Datenschutzgrundverordnung zur Anwendung, mit der in der EU höhere Datenschutzanforderungen eingeführt wurden. Für unseren Konzern brachte das keine grundsätzlichen Änderungen mit sich, da z. B. neue Verfahren wie das Privacy Impact Assessment zur Bewertung und Dokumentation von Risiken bei Datenverarbeitungen bei uns längst gang und gäbe sind. Dennoch haben wir die Einführung der neuen Datenschutzgrundverordnung zum Anlass genommen, den Datenschutz bei uns nochmals grundsätzlich im Rahmen eines Projekts unter die Lupe zu nehmen. Das Projekt unterteilte sich in drei Phasen: In der ersten Phase 2016 wurde der rechtliche Rahmen präzisiert und in den Binding Interpretations für unseren Konzern festgeschrieben. Die zweite Phase fand 2017 statt, in der in allen europäischen Konzerngesellschaften Umsetzungsprojekte eingerichtet und die IT-Systeme und -Prozesse in Bezug auf die Datenschutzgrundverordnung überprüft wurden. 2018 wurden in der dritten Phase Readiness Checks zur Kontrolle durchgeführt. In dieser Phase wurden alle betroffenen Gesellschaften des Konzerns befragt, ob sie alle relevanten Anforderungen umgesetzt haben. Begleitend gab es bei 28 Gesellschaften zusätzlich Stichprobenkontrollen auf Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung. So setzen wir den Datenschutz in unserem Konzern zukünftig einheitlich anhand gemeinsamer Vorgaben und Prozesse um, was zu mehr Effizienz führt, den Datenschutz in konzernübergreifenden Projekten fördert sowie die internationale Zusammenarbeit verbessert. Die Datenschutzgrundverordnung ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem echten europäischen Binnenmarkt, in dem für alle Teilnehmer die gleichen Regeln gelten. Die verabschiedeten Regeln sichern ein hohes Datenschutzniveau in Europa und ermöglichen gleichzeitig neue digitale Geschäftsmodelle. Damit ist die Grundforderung nach einem Level Playing Field für alle Marktteilnehmer in der EU erfüllt. Das neue Datenschutzrecht schließt zudem eine große Regulierungslücke in Bezug auf Dienstleister außerhalb der EU. Die Datenschutzgrundverordnung gilt zukünftig auch für nicht europäische Marktteilnehmer (z. B. Google, Facebook oder Apple), die sich mit ihren Angeboten an Kunden in der EU richten und verbessert so die Wettbewerbssituation. Leider wurden auch Chancen vergeben: So ist es bedauerlich, dass Daten von Telekommunikationsanbietern bis zur Überarbeitung der e-Privacy-Richtlinie weiterhin einer gesonderten, schärferen Regelung unterliegen. Damit bleibt der Wettbewerbsnachteil für Telekommunikationsanbieter in Europa in Teilbereichen bestehen, was sich nach den bisher bekannten geplanten Neuregelungen auch nur partiell verbessern wird. Aufgrund der gegenüber der Datenschutzgrundverordnung deutlich restriktiveren Möglichkeiten der Datenverarbeitung für Telekommunikationsanbieter werden demnach Big Data-Anwendungen im Telekommunikationsbereich auch in Zukunft kein vergleichbares Potential entfalten können. Denn die Weiterverarbeitung von Metadaten ist nach dem derzeitigen Entwurf der geplanten e-Privacy-Verordnung, die die e-Privacy-Richtlinie ersetzen soll, nur nach vorheriger Einwilligung des Kunden möglich. Nicht im Entwurf der e-Privacy-Verordnung vorgesehen sind Möglichkeiten der Weiterverarbeitung zu kompatiblen Zwecken unter Verwendung von Pseudonymen. Insbesondere Big Data-Anwendungen sind aber für belastbare Ergebnisse auf eine große Datengrundlage angewiesen. Hier stoßen rein einwilligungsbasierte Lösungen an ihre Grenzen. Damit entfallen verschiedene Dienstleistungsmodelle, die dem Verbraucher nützlich sein können, die aber mit anonymen Daten nicht umsetzbar sind: Dies können Angebote zur Parkplatzsuche, Services zur Unfallvermeidung, bedarfsgerechte TV-Programmgestaltung oder Telemonitoring-Dienste im Gesundheitsbereich sein. Allerdings weisen die unter der österreichischen Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018 im Ministerrat eingebrachten Vorschläge zur stärkeren Angleichung der e-Privacy-Verordnung an die Datenschutzgrundverordnung in die richtige Richtung. Insbesondere der Vorschlag zur Aufnahme der Weiterverarbeitung für kompatible Zwecke unter Verwendung von Pseudonymen in die e-Privacy-Verordnung wäre ein wichtiger Schritt hin zu einer innovationsfreundlichen Regulierung unter gleichzeitiger Beibehaltung eines hohen Datenschutzniveaus. Wichtig ist daher, dass dieser ausgewogene Ansatz auch 2019 im weiteren Gesetzgebungsvorhaben weiterverfolgt wird. Den nach wie vor großen Herausforderungen in der IT-Sicherheit begegnen wir mit präventiven Maßnahmen wie integrierter Sicherheit in Geschäftsprozessen und Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheits-Awareness der Mitarbeiter sowie mit zunehmendem Fokus auf Analyse der Bedrohungen und Cyberrisiken. Hier setzt unser Frühwarnsystem an: Es erkennt neue Quellen und Formen von Cyber-Angriffen, analysiert das Verhalten der Angreifer unter strenger Wahrung des Datenschutzes und identifiziert so neue Trends im Sicherheitsbereich. Neben den sog. "Honeypot-Systemen", die Schwächen in IT-Systemen simulieren, umfasst unser Frühwarnsystem Melde- und Analyse-Tools für Spam-Mails, Viren und Trojaner. Die Informationen, die wir aus all diesen Systemen gewinnen, tauschen wir mit öffentlichen und privaten Stellen aus, um neue Angriffsmuster zu erkennen und neue Schutzsysteme zu entwickeln. Cyber-Kriminalität und Industriespionage nehmen zu. Diesen Risiken begegnen wir mit umfangreichen Sicherheitskonzepten. Um mehr Transparenz zu schaffen und so den Bedrohungen besser entgegenwirken zu können, setzen wir verstärkt auf Partnerschaften, z. B. mit öffentlichen und privaten Organisationen. Mit dem "Security by Design"-Prinzip haben wir Sicherheit als festen Bestandteil in unseren Entwicklungsprozess für neue Produkte und Informationssysteme etabliert. Zusätzlich führen wir intensive und obligatorische digitale Sicherheitstests durch. → 17 PARTNERSCHAFTEN ZUR ERREICHUNG DER ZIELE BEZIEHUNGEN Wir streben weiterhin an, durch IT-Sicherheitslösungen unser Wachstum zu beschleunigen. Dazu haben wir Sicherheitsabteilungen unter dem Dach von T-Systems zusammengefasst. Mit diesem Ende-zu-Ende-Sicherheits-Portfolio wollen wir Marktanteile gewinnen und im Zuge der Megatrends Internet der Dinge und Industrie 4.0 mit neuen Sicherheitskonzepten punkten. Außerdem bauen wir unser Partner-Ökosystem im Bereich der Cyber-Sicherheit sukzessive weiter aus. → Weitere Informationen zu der Gestaltung dieses strategischen Handlungsfelds finden Sie im Kapitel "Konzernstrategie". → Zum Überblick über das Magenta Security Portfolio sowie aktuelle Informationen und Veranstaltungshinweise, wie u.a. zum jährlichen Fachkongress "Magenta Security" der Deutschen Telekom, informieren wir über https://security.telekom.com. Auf unserer Internet-Seite www.telekom.com/de/verantwortung/datenschutz-und-datensicherheit berichten wir fortlaufend über aktuelle Entwicklungen in puncto Datenschutz und Datensicherheit. RISIKEN UND CHANCEN AUS MARKE, KOMMUNIKATION UND REPUTATIONNegative mediale Berichterstattung.Eine unvorhersehbare negative mediale Berichterstattung über unsere Produkte und Dienstleistungen oder unsere unternehmerische Tätigkeit und Verantwortung kann einen großen Einfluss auf die Reputation unseres Unternehmens und unser M arken-Image haben. Durch soziale Netzwerke kann es zu einer noch schnelleren und weiteren Verbreitung solcher Informationen und Meinungen kommen. Letztlich kann sich eine negative Berichterstattung auf unseren Umsatz und unseren Markenwert auswirken. Um dies zu vermeiden, sind wir in einem ständigen intensiven und konstruktiven Dialog v.a. mit unseren Kunden, den Medien und der Finanzwelt. Höchste Priorität hat für uns, die Interessen aller Stakeholder möglichst ausgewogen zu berücksichtigen und somit unserem Ruf gerecht zu werden, ein verlässlicher Partner zu sein. Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen.Zu einem umfassenden Risiko- und Chancen-Management gehört für uns auch, Chancen und Risiken zu berücksichtigen, die aus ökologischen oder sozialen Aspekten resultieren bzw. aus der Führung unseres Unternehmens. Dazu binden wir alle relevanten Stakeholder aktiv und systematisch in den Prozess ein, um aktuelle und potenzielle Risiken und Chancen zu ermitteln. Zudem engagieren wir uns in verschiedenen Arbeitsgruppen und Gremien. Das kontinuierliche Monitoring von ökologischen, sozialen und Governance-Themen geht einher mit der systematischen Ermittlung der Positionen unserer Stakeholder zu diesen Themen. Wichtige Tools dabei sind: unsere ganzjährige offene Online-Befragung für alle Stakeholder, unser zweimonatlicher NGO-Report, der die Presseveröffentlichungen der für uns relevanten NGOs systematisch auswertet, unsere Mitarbeit in Arbeitsgruppen und Gremien zahlreicher nationaler und internationaler Unternehmens- und Sozialverbände, wie z. B. GeSI, BDI, Bitkom, Econsense und BAGSO, von uns organisierte Stakeholder-Dialogformate sowie unsere verschiedenen Publikationen, wie Pressespiegel und Newsletter. Zudem integrieren wir die wichtigsten Nachhaltigkeitsrisiken in die interne Compliance-Bewertung. Dadurch erfassen wir die dazugehörige Positionierung und Maßnahmenentwicklung in den verschiedenen Geschäftsbereichen. → 17 PARTNERSCHAFTEN ZUR ERREICHUNG DER ZIELE BEZIEHUNGEN → Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie im Kapitel "Corporate Responsibility und nichtfinanzielle Erklärung". Folgende Themen haben wir als die Wesentlichen unseres Nachhaltigkeitsmanagements identifiziert:
RECHTSVERFAHRENWesentliche laufende RechtsverfahrenDie Deutsche Telekom ist Partei in gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten. Von besonderer Bedeutung sind aus unserer Sicht die nachfolgend aufgeführten Verfahren. Sofern in äußerst seltenen Fällen geforderte Angaben zur Bedeutung einzelner Rechts- und Kartellverfahren nicht gemacht werden, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass diese Angaben das Ergebnis des jeweiligen Verfahrens ernsthaft beeinträchtigen können. Prospekthaftungsverfahren (dritter Börsengang - DT3).Hierbei handelt es sich um ursprünglich ca. 2.600 laufende Klagen von ca. 16.000 angeblichen Käufern von T-Aktien, die auf der Grundlage des Prospektes vom 26. Mai 2000 verkauft wurden. Die Kläger behaupten, dass einzelne Angaben in diesem Prospekt unrichtig oder unvollständig seien. Der Streitwert beläuft sich auf insgesamt ca. 80 Mio. € zuzüglich Zinsen. Die Klagen richten sich zum Teil auch gegen die KfW und/oder die Bundesrepublik Deutschland sowie teilweise auch gegen emissionsbegleitende Banken. Das Landgericht (LG) Frankfurt am Main hatte Vorlagebeschlüsse nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zum Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main erlassen und die Ausgangsverfahren ausgesetzt. Am 16. Mai 2012 hatte das OLG Frankfurt am Main festgestellt, dass der Börsenprospekt der Deutschen Telekom AG keinen wesentlichen Fehler enthält. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte in seiner Entscheidung vom 21. Oktober 2014 diese Entscheidung teilweise aufgehoben, einen Fehler im Börsenprospekt festgestellt und das Verfahren an das OLG Frankfurt am Main zurückverwiesen. Am 30. November 2016 stellte das OLG Frankfurt am Main in einem Musterentscheid fest, dass aus dem vom BGH festgestellten Fehler eine grundsätzliche Haftung der Deutschen Telekom AG resultieren könne; Einzelheiten seien aber in den Ausgangsverfahren zu klären. Sowohl die Deutsche Telekom AG als auch einzelne Musterkläger haben gegen diese Entscheidung Rechtsbeschwerde beim BGH eingelegt. Wir sind weiterhin der Auffassung, dass überwiegende Gründe gegen eine Schadensersatzpflicht der Deutschen Telekom AG sprechen. Im Konzern-Anhang wurde eine in angemessener Höhe gebildete Eventualverbindlichkeit angegeben. Im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG wurde bilanzielle Risikovorsorge in angemessener Höhe gebildet. Klagen von Telefonbuchpartnerverlagen.Mehrere Verlage, die gemeinsam mit der damaligen DeTeMedien GmbH (heute Deutsche Tele Medien GmbH), einer ehemals 100-prozentigen Tochter der Deutschen Telekom AG, in gemeinsamen Gesellschaften jeweils Teilnehmerverzeichnisse herausgeben und verlegen, reichten Ende 2013 Klagen gegen die DeTeMedien GmbH und/ oder die Deutsche Telekom AG ein. Die Kläger fordern von der Deutschen Tele Medien GmbH und teilweise von der Deutschen Telekom AG als Gesamtschuldnerin neben der Deutschen Tele Medien GmbH Schadensersatz oder Rückzahlung. Die Kläger stützen ihre Forderungen auf vermeintlich überhöhte Kosten für die Überlassung von Teilnehmerdaten in den gemeinsamen Gesellschaften. Die bezifferten Forderungen der ursprünglich 81 Kläger betrugen Ende 2014 insgesamt rund 470 Mio. € zuzüglich Zinsen. Nachdem im Oktober 2015 mit einem Großteil der Verlage eine Vereinbarung über die Beilegung der Streitigkeiten geschlossen wurde und andere Klagen zwischenzeitlich rechtskräftig abgewiesen wurden, sind derzeit noch zwölf Verfahren mit einer verbleibenden Klagesumme von ca. 89 Mio. € zuzüglich Zinsen rechtshängig. In zehn Verfahren hatten die Kläger Revision beim BGH eingelegt, nachdem die Klagen in der Berufungsinstanz zurückgewiesen wurden. In einem dieser Verfahren hat der BGH die Revision mit Urteil vom 29. Januar 2019 zurückgewiesen. Drei Klagen sind erstinstanzlich ruhend gestellt. Fünf Verlage, deren Zivilklagen noch rechtshängig sind, verfolgen ihre Ansprüche seit Juni 2016 parallel durch verwaltungsgerichtliche Klagen gegen die BNetzA. Drei dieser Klagen wurden rechtskräftig abgewiesen. Klagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen.Im Jahr 2012 verklagte die Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH (heute Vodafone Kabel Deutschland GmbH (VKDG)) die Telekom Deutschland GmbH und forderte eine Reduzierung des jährlichen Entgelts für die Nutzungsrechte an Kabelkanalkapazitäten für die Zukunft sowie die teilweise Rückzahlung von in diesem Zusammenhang seit 2004 geleisteten Zahlungen. Die VKDG bezifferte ihre Ansprüche zuletzt mit ca. 624 Mio. € nebst ca. 9 Mio. € für vermeintlich erlangten Zinsnutzen, jeweils zuzüglich Zinsen. Ansprüche vor 2009 werden von der VKDG mittlerweile nicht mehr geltend gemacht. Nachdem bereits das LG Frankfurt am Main der Klage im Jahr 2013 nicht stattgegeben hatte, wies auch das OLG Frankfurt am Main die Berufung im Dezember 2014 ab. Mit Urteil vom 24. Januar 2017 hob der BGH das Berufungsurteil auf und verwies das Verfahren zur weiteren Verhandlung an das OLG Frankfurt am Main zurück. Mit Urteil vom 20. Dezember 2018 wies das OLG Frankfurt am Main daraufhin die Berufung erneut zurück und ließ die Revision nicht zu. In einem ähnlich gelagerten Verfahren erhoben die Unitymedia Hessen GmbH & Co. KG, die Unitymedia NRW GmbH und die Kabel BW GmbH im Januar 2013 Klage gegen die Telekom Deutschland GmbH und fordern Unterlassung, mehr als ein jeweils genau beziffertes Entgelt für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen von den Klägern zu verlangen. Die Kläger fordern zudem Rückzahlung in Höhe von derzeit ca. 570 Mio. € zuzüglich Zinsen. Die Klage wurde am 11. Oktober 2016 vom LG Köln erstinstanzlich abgewiesen. Die Berufung gegen diese Entscheidung wurde mit Urteil vom 14. März 2018 durch das OLG Düsseldorf zurückgewiesen. In beiden Verfahren haben die Klägerinnen gegen die Nichtzulassung der Revision Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH eingelegt. Die finanziellen Auswirkungen beider Verfahren können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden. Schadensersatzklage in Malaysia trotz eines früheren, anderslautenden rechtskräftigen Schiedsurteils.Die Celcom Malaysia Berhad (Celcom) und die Technology Resources Industries Berhad klagen vor den staatlichen Gerichten in Kuala Lumpur, Malaysia, gegen insgesamt elf Beklagte, darunter auch die DeTeAsia Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG. Die Kläger verlangen Schadensersatz und Entschädigung in Höhe von 232 Mio. US-$ zuzüglich Zinsen. Diesen Betrag hatte die DeTeAsia Holding GmbH im Jahr 2005 aufgrund eines rechtskräftig zu ihren Gunsten ergangenen Schiedsurteils gegen die Celcom vollstreckt. Das erstinstanzliche Hauptverfahren hat im Januar 2018 begonnen. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden. Patente und Lizenzen.Wie viele andere große Telekommunikations- und Internet-Anbieter sieht sich die Deutsche Telekom einer wachsenden Zahl von Streitfällen "zum Recht am geistigen Eigentum" ausgesetzt. Für uns besteht das Risiko der Zahlung von Lizenzgebühren und/oder Schadensersatz; zudem sind wir dem Risiko einer Verurteilung zur Unterlassung ausgesetzt, z. B. für den Vertrieb eines Produkts oder für die Nutzung einer Technik. Die Deutsche Telekom beabsichtigt im Übrigen, sich in jedem dieser Verfahren entschieden zu verteidigen bzw. ihre Ansprüche zu verfolgen. Abgeschlossene VerfahrenSchiedsverfahren Toll Collect.Im Schiedsverfahrenskomplex Toll Collect haben die Daimler Financial Services AG, die Deutsche Telekom AG und die Bundesrepublik Deutschland am 16. Mai 2018 eine Einigung zur Beendigung der Mautschiedsverfahren erzielt. Der Vergleich wurde Anfang Juli 2018 notariell beurkundet und vom Schiedsgericht bestätigt. Die Mautschiedsverfahren sind damit abgeschlossen. In dem vereinbarten Vergleich mit einem Gesamtvolumen von rund 3,2 Mrd. € sind bereits an die Bundesrepublik Deutschland erbrachte Leistungen einbezogen. Von der Daimler Financial Services AG und der Deutsche Telekom AG sind abschließende Zahlungen in Höhe von jeweils 550 Mio. € zu leisten. Die Zahlungen werden bis 2020 in drei Tranchen beglichen, wovon die erste bereits 2018 gezahlt wurde. KARTELLVERFAHRENWie alle Unternehmen unterliegt auch unser Konzern den Vorschriften des Kartellrechts. Vor diesem Hintergrund haben wir gerade in den letzten Jahren unsere Compliance-Maßnahmen auch in diesem Bereich ausgebaut. Dennoch sieht sich die Deutsche Telekom bzw. ihre Beteiligungsgesellschaften von Zeit zu Zeit wettbewerbsrechtlichen Verfahren oder sich daraus ergebenden zivilrechtlichen Folgeklagen ausgesetzt. Im Folgenden beschreiben wir wesentliche Kartellverfahren und daraus resultierende Schadensersatzklagen. Schadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge einer Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission.Die Europäische Kommission hat am 15. Oktober 2014 entschieden, dass Slovak Telekom ihre Marktmacht auf dem slowakischen Breitband-Markt missbraucht habe, und im Zuge dessen Bußgelder gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom verhängt. Im Anschluss an die Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission haben Wettbewerber Klage vor dem Zivilgericht in Bratislava gegen Slovak Telekom erhoben. Mit diesen Klagen begehren sie die Erstattung eines angeblichen Schadens, der sich aus dem von der Europäischen Kommission festgestellten Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung durch die Slovak Telekom ergeben haben soll. Derzeit sind drei Klagen in Höhe von insgesamt 215 Mio. € zuzüglich Zinsen anhängig. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden. Die Bußgelder der Europäischen Kommission wurden bereits im Januar 2015 beglichen. Slovak Telekom und Deutsche Telekom haben die Entscheidung der Europäischen Kommission am 29. Dezember 2014 vor dem Gericht der Europäischen Union angefochten. Am 13. Dezember 2018 hat das Gericht die Entscheidung der Europäischen Kommission teilweise für nichtig erklärt und die verhängten Bußgelder um insgesamt 13 Mio. € reduziert. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig und können sowohl von der Europäischen Kommission als auch von Slovak Telekom und Deutscher Telekom bei dem Europäischen Gerichtshof angefochten werden. FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKENLiquiditäts-, Ausfall-, Währungs- und ZinsrisikenUnser Konzern unterliegt im Hinblick auf seine Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und seine geplanten Transaktionen v.a. Liquiditäts- und Ausfallrisiken sowie dem Risiko der Veränderung von Währungskursen und Zinssätzen. Diese Risiken wollen wir begrenzen. Dazu setzen wir je nach Einschätzung der Risiken ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente ein. Grundsätzlich werden nur zahlungswirksame Risiken besichert. Daher werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung und niemals zu spekulativen Zwecken eingesetzt. Die Beurteilung der im Folgenden beschriebenen Risikofelder Liquiditäts-, Ausfall-, Währungs- und Zinsrisiken erfolgt in der Nettobetrachtung nach Umsetzung der Risikobegrenzungsmaßnahmen.a → Zur Beurteilung siehe Tabelle, "Unternehmensrisiken". Liquiditätsrisiken.Um die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns und der Deutschen Telekom AG jederzeit sicherzustellen, halten wir im Rahmen unseres Liquiditätsmanagements eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vor, die zu jedem Zeitpunkt die fälligen Bonds und langfristigen Darlehen für mindestens die nächsten 24 Monate abdecken soll. In der mittel- bis langfristigen Finanzierung nutzen wir hauptsächlich Anleihen in unterschiedlichen Währungen und Rechtsrahmen. In der Regel werden diese Instrumente über die Deutsche Telekom International Finance B.V. emittiert und als interne Kredite im Konzern weitergereicht. Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung der Liquiditätsreserve im Verhältnis zu den Fälligkeiten. Zum Ende des Jahres 2018 und auch in den Quartalen zuvor wurde die Anforderung an die Liquiditätsreserve, mindestens die Fälligkeiten der nächsten 24 Monate abzudecken, eindeutig erfüllt. Neben den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten standen der Deutschen Telekom am 31. Dezember 2018 standardisierte bilaterale Kreditlinien mit 22 Banken mit einem aggregierten Gesamtvolumen von 12,9 Mrd. € zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2018 waren diese Banklinien in Höhe von 0,6 Mrd. € in Anspruch genommen. Gemäß den Kreditverträgen sind die Konditionen abhängig von unserem Rating. Die bilateralen Kreditverträge haben eine ursprüngliche Laufzeit von 36 Monaten und können jeweils nach zwölf Monaten um weitere zwölf Monate auf 36 Monate verlängert werden. Unser Zugang zu den internationalen Fremdkapitalmärkten ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Entwicklung Liquiditätsreserve, Fälligkeiten 2017/2018in Mrd. €
Ausfallrisiken.Bei unserem operativen Geschäft und bei bestimmten Finanzierungsaktivitäten sind wir einem Ausfallrisiko ausgesetzt, d. h. dem Risiko, dass die Gegenpartei ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllt. Um das Ausfallrisiko auf ein Minimum zu begrenzen, schließen wir im Finanzierungsbereich Geschäfte grundsätzlich nur mit Kontrahenten ab, deren Kredit-Rating mindestens BBB+/Baa1 ist; damit verbunden ist ein laufendes Bonitäts-Management-System. Darüber hinaus haben wir für unsere derivativen Geschäfte Collateral-Verträge abgeschlossen. Diese stellen sicher, dass wir - auf täglicher Basis - in Höhe der Forderungssalden gegenüber unseren Kontraktbanken Ausgleichszahlungen erhalten und umgekehrt, im Falle von Verbindlichkeitssalden, Ausgleichszahlungen leisten. Für den Insolvenzfall legen die Collateral-Verträge fest, dass sämtliche bestehende Kontrakte gegeneinander aufgerechnet werden und letztlich nur eine Forderung bzw. Verbindlichkeit in Höhe des Saldos verbleibt. Bereichsbezogen, also dezentral, überwachen wir kontinuierlich im operativen Geschäft die Außenstände. Einer gesonderten Bonitätsüberwachung unterliegt unser Geschäft mit Großkunden, insbesondere mit internationalen Carriern. Währungsrisiken.Die Währungskursrisiken resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungsschwankungen werden gesichert, soweit sie zahlungswirksam sind. Grundsätzlich ungesichert bleiben jedoch Fremdwährungsrisiken, die den Cashflow unseres Konzerns nicht beeinflussen, z. B. die Risiken, die aus der Umrechnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung resultieren. Zinsrisiken.Unsere Zinsrisiken resultieren v.a. aus verzinslichen Verbindlichkeiten, in erster Linie in der Eurozone und in den USA. Die Zinsrisiken steuern wir im Rahmen unseres Zins-Managements. Hierbei wird der maximale Anteil der Bruttofinanzverbindlichkeiten mit variabler Verzinsung beschlossen. Die Zusammensetzung des Verbindlichkeiten-Portfolios (Verhältnis von fix/variabel und durchschnittlicher Zinsbindung) wird sowohl über die Begebung originärer Finanzinstrumente sowie bei Bedarf zusätzlich durch den Einsatz von derivativen Instrumenten gesteuert. Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden regelmäßig unterrichtet. → Weitere Informationen hierzu finden Sie in Angabe 40 "Finanzinstrumente und RisikoManagement" im Konzern-Anhang. SteuerrisikenIn zahlreichen Ländern unterliegen wir den jeweils geltenden steuerlichen Rechtsvorschriften. Risiken können sich ergeben aus Änderungen der lokalen Steuergesetze bzw. der Rechtsprechung und unterschiedlicher Auslegung von existierenden Vorschriften. Sie können sich sowohl auf unsere Steueraufwendungen und -erträge als auch auf unsere Steuerforderungen und -verbindlichkeiten auswirken. Sonstige finanzwirtschaftliche RisikenIm Folgenden beschreiben wir die sonstigen finanzwirtschaftlichen Risiken, die für uns aktuell unwesentlich bzw. nach heutigem Kenntnisstand nicht einschätzbar sind. Rating-Risiko.Zum 31. Dezember 2018 bewertete die Rating-Agentur Moody's die Deutsche Telekom AG mit Baa1 und negativem Ausblick, Standard & Poor's mit BBB+ und Ausblick "CreditWatch negative", während Fitch das derzeitige Rating BBB+ und stabilem Ausblick bestätigt hat. Ein niedrigeres Rating hätte höhere Zinsen bei einem Teil der von uns emittierten Anleihen zur Folge. Die Anpassung des Ausblicks von stabil auf negativ bei Moody's bzw. auf "CreditWatch negative" bei Standard & Poor's erfolgte mit Ankündigung des vereinbarten Zusammenschlusses von T-Mobile US und Sprint. Aktienverkäufe des Bundes bzw. der KfW Bankengruppe.Zum 31. Dezember 2018 hielt der Bund zusammen mit der KfW Bankengruppe rund 31,9% an der Deutschen Telekom AG. Es ist nicht auszuschließen, dass der Bund seine Privatisierungspolitik fortführt und sich von weiteren Beteiligungen kapitalmarktgerecht und unter Einbeziehung der KfW Bankengruppe trennt. Für uns besteht das Risiko, dass die Veräußerung von Anteilen durch den Bund oder die KfW Bankengruppe in größerem Umfang bzw. durch entsprechende Spekulationen am Markt den Kurs der T-Aktie negativ beeinflusst. Unsere CR-Strategie kommt der langfristigen Wertentwicklung unseres Unternehmens zugute. Dies trägt entsprechend positiv dazu bei, Geschäftsrisiken zu reduzieren. Langfristig orientierte Investoren honorieren diesen Ansatz. Auf den Kapitalmärkten spiegelt sich dies u. a. in dem Anteil der T-Aktien wider, welche von Investoren gehalten werden, die bei ihren Investment-Entscheidungen zumindest teilweise Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen. Zum 30. September 2018 waren rund 18% der T-Aktien im Besitz von solchen SRI-Investoren (Socially Responsible Investment) und 3% wurden von Investoren gehalten, die ihre Fonds vorrangig unter SRI-Gesichtspunkten managen. → 8 MENSCHENWÜRDIGE ARBEIT UND WIRTSCHAFTSWACHSTUM FINANZEN Werthaltigkeit des Vermögens der Deutschen Telekom AG.Der Wert des Vermögens der Deutschen Telekom AG und ihrer Tochterunternehmen wird regelmäßig überprüft. Flankierend zu den regelmäßigen jährlichen Bewertungen sind in bestimmten Fällen zusätzliche Werthaltigkeitstests durchzuführen, z. B. dann, wenn infolge von Änderungen im Wirtschafts-, Regulierungs-, Geschäfts- oder Politikumfeld zu vermuten ist, dass sich der Wert von Goodwill, immateriellen Vermögenswerten, Gegenständen des Sachanlagevermögens, Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen oder sonstigen finanziellen Vermögenswerten vermindert haben könnte. → Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Grundlagen und Methoden - Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten" im Konzern-Anhang. Ergebnis solcher Werthaltigkeitstests können entsprechende Wertminderungen sein, die aber nicht zu Auszahlungen führen. Unser Ergebnis kann hierdurch in erheblichem Umfang gemindert werden; dies könnte den Kurs der T-Aktie belasten. SONSTIGE ANGABENBESONDERE EREIGNISSE NACH SCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRESBezüglich eingetretener Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres verweisen wir auf Angabe 45 "Ereignisse nach der Berichtsperiode" im Konzernabschluss, sowie die Angaben im Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG zum 31. Dezember 2018. RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLLSYSTEMDas interne Kontrollsystem (IKS) der Deutschen Telekom AG ist in Anlehnung an das international anerkannte Rahmenwerk für interne Kontrollsysteme des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO Internal Control - Integrated Framework, COSO I, in der Fassung vom 14. Mai 2013) aufgebaut. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG überwacht die Wirksamkeit des IKS - wie es § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG fordert. Der Umfang und die Ausgestaltung des IKS liegen dabei im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Die interne Revision ist dafür zuständig, die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS im Konzern und bei der Deutschen Telekom AG unabhängig zu prüfen. Um dies tun zu können, hat die interne Revision umfassende Informations-, Prüf- und Einsichtsrechte. Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Es wird kontinuierlich weiterentwickelt und zielt auf Folgendes ab: Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom soll nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt werden, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den nach § 315e Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden, handelsrechtlichen Vorschriften. Zudem verfolgt das rechnungslegungsbezogene IKS auch das Ziel, dass der Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG sowie der zusammengefasste Lagebericht nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt werden. Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig davon, wie es konkret ausgestaltet ist, keine absolute Sicherheit gibt, ob es seine Ziele erreicht. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es somit nur eine relative, aber keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Unser Bereich Group Accounting steuert die Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichtserstellung. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden kontinuierlich dahingehend analysiert, ob und wie weit sie relevant sind und wie sie sich auf die Rechnungslegung auswirken. Relevante Anforderungen werden z. B. in der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie festgehalten, kommuniziert und sind zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Basis für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen wie z. B. die Intercompany-Richtlinie, standardisierte Meldeformate, IT-Systeme sowie IT-unterstützte Reporting- und Konsolidierungsprozesse den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Wenn nötig, setzen wir auch externe Dienstleister ein, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Group Accounting stellt sicher, dass diese Anforderungen konzernweit einheitlich eingehalten werden. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Die Deutsche Telekom AG und die Konzerngesellschaften sind dafür verantwortlich, dass sie die konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren einhalten. Die Konzerngesellschaften stellen den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher; Group Accounting unterstützt und überwacht sie dabei. Die Durchführung der operativen Rechnungswesenprozesse wird mit weiter zunehmender Tendenz national und international durch Shared Service Center erbracht. Durch eine Harmonisierung der Prozesse steigen die Effizienz und die Qualität der Prozesse und damit auch die Zuverlässigkeit des internen Kontrollsystems. Das IKS sichert dabei sowohl die interne Prozessqualität der Shared Service Center als auch die Schnittstellen zu den Konzerngesellschaften durch geeignete Kontrollen und durch einen internen Zertifizierungsprozess ab. Eingebettet in den Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte interne Kontrollen. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen; dazu gehören:
Konzernweit haben wir ein standardisiertes Verfahren implementiert, um die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen IKS zu überwachen. Dieses Verfahren orientiert sich konsequent an den Risiken einer möglichen Fehlberichterstattung im Konzernabschluss: Zu Jahresbeginn werden unter Risikoaspekten Abschlusspositionen und rechnungslegungsbezogene Prozessschritte ausgewählt, die im Laufe des Jahres auf Wirksamkeit überprüft werden. Soweit Kontrollschwächen festgestellt werden, erfolgen eine Analyse und Bewertung insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht. Wesentliche Kontrollschwächen, deren Maßnahmenpläne zur Abarbeitung und der laufende Arbeitsfortschritt werden an den Vorstand bzw. zusätzlich an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG berichtet. Um die hohe Qualität dieses rechnungslegungsbezogenen IKS zu sichern, ist die interne Revision über alle Stufen des Verfahrens hinweg eng mit einbezogen. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄß §§ 289f, 315d HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. → Die Erklärung ist auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) im Bereich Investor Relations unter der Rubrik "Management & Corporate Governance" zugänglich. RECHTLICHE KONZERNSTRUKTURDie Deutsche Telekom AG, Bonn, ist das Mutterunternehmen des Deutsche Telekom Konzerns. Ihre Aktien werden neben Frankfurt am Main auch an anderen Börsen gehandelt. → Hinsichtlich der Angaben zur Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals sowie der direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital gemäß § 289a Abs. 1 HGB bzw. § 315a HGB verweisen wir auf Angabe 18 "Eigenkapital" im Konzern-Anhang, sowie die Angaben im Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG zum 31. Dezember 2018. EIGENKAPITALJede Aktie gewährt eine Stimme.Eingeschränkt sind diese Stimmrechte jedoch bei den eigenen Anteilen (per 31. Dezember 2018: insgesamt rund 19 Mio. Stück). Eigene Aktien.Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 24. Mai 2021 Aktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1.179.302.878,72 € mit folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals der Gesellschaft. Ferner sind die Voraussetzungen des § 71 Abs. 2 Sätze 2 und 3 AktG zu beachten. Der Erwerb darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom AG im Sinn von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom AG oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom AG durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse. Er kann stattdessen auch mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kauf- oder Aktientauschangebots erfolgen, bei dem, vorbehaltlich eines zugelassenen Ausschlusses des Andienungsrechts, der Gleichbehandlungsgrundsatz ebenfalls zu wahren ist. Die Aktien können zu einem oder mehreren Zwecken, die in der unter Tagesordnungspunkt 6 der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 beschlossenen Ermächtigung vorgesehen sind, verwendet werden. Die Aktien können auch für Zwecke, bei denen ein Bezugsrechtsausschluss vorgesehen ist, verwendet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, die Aktien über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern oder einzuziehen. Die Aktien können auch dazu genutzt werden, sie aufgrund einer entsprechenden Entscheidung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Rechten von Mitgliedern des Vorstands auf Übertragung von Aktien der Deutschen Telekom AG zu verwenden, die der Aufsichtsrat diesen im Rahmen der Regelung der Vorstandsvergütung eingeräumt hat. Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 25. Mai 2016 ermächtigt, den Erwerb der eigenen Anteile auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten durchzuführen. Hinsichtlich der Angaben zu den eigenen Anteilen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG verweisen wir auf Angabe 9 im Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG zum 31. Dezember 2018 sowie auf Angabe 18 "Eigenkapital" im Konzern-Anhang. Aufgrund der vorstehend beschriebenen Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 und entsprechender Ermächtigungen durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 und vom 24. Mai 2012 wurden im Juni 2011 110 Tsd. Aktien, im September 2011 206 Tsd. Aktien und im Januar 2013 268 Tsd. Aktien erworben. Das Gesamterwerbsvolumen betrug in den Geschäftsjahren 2011 und 2013 insgesamt 2.762 Tsd. € bzw. 2.394 Tsd. € (ohne Nebenkosten). Die Anzahl der eigenen Anteile erhöhte sich daraus um 316 Tsd. Stück bzw. 268 Tsd. Stück. Im September und Oktober 2015 wurden darüber hinaus 90 Tsd. Aktien bzw. 860 Tsd. Aktien mit einem Gesamterwerbsvolumen von 14.787 Tsd. € (ohne Nebenkosten) erworben; dies erhöhte die Anzahl der eigenen Anteile um 950 Tsd. Stück. Im Berichtsjahr wurden keine eigenen Anteile erworben. Im Rahmen des Share Matching Plans erfolgten in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 jeweils in Höhe von 2 Tsd. Stück unentgeltliche Übertragungen von eigenen Aktien in Depots von berechtigten Teilnehmern. Weitere unentgeltliche Übertragungen von eigenen Aktien wurden im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 90 Tsd. Stück vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2015 sind weitere eigene Aktien in Höhe von 140 Tsd. Stück übertragen worden. Im Geschäftsjahr 2016 wurden 232 Tsd. Stück eigene Aktien übertragen. 300 Tsd. Stück eigene Aktien wurden im Geschäftsjahr 2017 übertragen. Sofern eigene Aktien in Depots von Beschäftigten der Deutschen Telekom AG übertragen werden, erfolgt die Übertragung unentgeltlich. Bei Übertragungen eigener Aktien in Depots von Beschäftigten anderer Konzernunternehmen erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2016 eine Weiterberechnung zu Zeitwerten an die jeweiligen Konzernunternehmen. In allen Monaten des Berichtsjahres wurden insgesamt 312 Tsd. Stück eigene Aktien entnommen und in Depots von berechtigten Teilnehmern des Share Matching Plans übertragen. Auf die im Berichtsjahr aufgrund der Übertragungen erfolgten Abgänge an eigenen Anteilen entfiel zum 31. Dezember 2018 insgesamt ein Anteil am Grundkapital von weniger als 0,01 % bzw. ein Betrag des Grundkapitals von 798 Tsd. €. Der Veräußerungserlös aus Übertragungen eigener Aktien beträgt 3.036 Tsd. €. Im Berichtsjahr wurden 81 Tsd. Stück eigene Aktien mit einem Zeitwert von 1.157 Tsd. € an andere Konzernunternehmen weiterberechnet. Aus Übertragungen eigener Aktien resultiert eine Erhöhung der Gewinnrücklagen um 2.162 Tsd. € sowie eine Erhöhung der Kapitalrücklage um 20 Tsd. €. Im Zuge des Erwerbs der VoiceStream Wireless Corp., Bellevue, und der Powertel, Inc., Bellevue, im Jahr 2001 gab die Deutsche Telekom AG neue Aktien aus genehmigtem Kapital an einen Treuhänder aus, u.a. zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Im Geschäftsjahr 2013 sind diese Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte vollständig ausgelaufen. Damit bestand keine weitere Verpflichtung des Treuhänders zur Erfüllung der Ansprüche gemäß dem Zweck der Hinterlegung. Das Treuhandverhältnis wurde Anfang des Jahres 2016 beendet, und die hinterlegten Aktien wurden unentgeltlich auf ein Depot der Deutschen Telekom AG überführt. Die 18.517 Tsd. Stück vormals hinterlegte Aktien sind nach § 272 Abs. 1a HGB als eigene Anteile bilanziert. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital der Deutschen Telekom AG von 0,4% bzw. einem Betrag am Grundkapital in Höhe von 48 Mio. €. Die unentgeltlich erworbenen eigenen Anteile können aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 für die gleichen Zwecke wie die entgeltlich erworbenen eigenen Aktien verwendet werden. Genehmigtes Kapital und bedingtes Kapital.Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 3.600.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 1.406.250.000 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen. Diese Ermächtigung kann vollständig oder ein- oder mehrmals in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist zudem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen, um neue Aktien im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, oder anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft, auszugeben. Jedoch darf der auf neue Aktien, für die das Bezugsrecht aufgrund dieser Ermächtigungen ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals zusammen mit dem anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt oder auf den sich Wandlungs- und/oder Optionsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die nach Beginn des 31. Mai 2017 unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben bzw. veräußert worden sind, 20% des Grundkapitals nicht überschreiten; maßgeblich ist entweder das zum 31. Mai 2017, das zum Zeitpunkt der Eintragung der Ermächtigung oder das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandene Grundkapital, wobei auf denjenigen der drei genannten Zeitpunkte abzustellen ist, zu dem der Grundkapitalbetrag am geringsten ist. Als Bezugsrechtsausschluss ist es auch anzusehen, wenn die Ausgabe bzw. Veräußerung in entsprechender oder sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt. Der Vorstand ist darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2017). Das Genehmigte Kapital 2017 wurde am 11. Juli 2017 ins Handelsregister eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2018 um bis zu 1.200.000.000 €, eingeteilt in bis zu 468.750.000 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2018). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie 1. die Inhaber bzw. Gläubiger von Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/ oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit Options- oder Wandlungsrechten, die von der Deutschen Telekom AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 17. Mai 2018 bis zum 16. Mai 2023 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder 2. die aus von der Deutschen Telekom AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 17. Mai 2018 bis zum 16. Mai 2023 ausgegebenen oder garantierten Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/ oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) Verpflichteten ihre Options- bzw. Wandlungspflicht erfüllen (einschließlich des Falls, dass die Deutsche Telekom AG in Ausübung eines Tilgungswahlrechts bei Endfälligkeit ganz oder teilweise an Stelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Deutschen Telekom AG gewährt) und nicht andere Erfüllungsformen eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Options- bzw. Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, § 5 Abs. 3 der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals und nach Ablauf sämtlicher Options- bzw. Wandlungsfristen zu ändern. WESENTLICHE VEREINBARUNGEN UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS (CHANGE OF CONTROL)Die wesentlichen Vereinbarungen der Deutschen Telekom AG, die eine Klausel für den Fall einer Übernahme (Change of Control) der Deutschen Telekom AG enthalten, betreffen hauptsächlich bilaterale Kreditfazilitäten sowie mehrere Darlehensverträge. Im Übernahmefall haben die jeweiligen Kreditgeber das Recht, die Fazilität zu kündigen und ggf. fällig zu stellen bzw. die Rückzahlung der Darlehen zu verlangen. Dabei wird eine Übernahme angenommen, wenn ein Dritter die Kontrolle über die Deutsche Telekom AG erlangt; dies kann auch eine gemeinschaftlich handelnde Gruppe sein. Am 2. November 2016 hat die Deutsche Telekom AG eine Änderungsvereinbarung zu der Gesellschaftervereinbarung vom 14. Mai 2008 mit dem griechischen Staat betreffend die griechische Hellenic Telecommunications Organization S.A., Athen, Griechenland (OTE) abgeschlossen. Gemäß dieser Vereinbarung wird dem griechischen Staat unter bestimmten Bedingungen das Recht eingeräumt, alle OTE-Anteile von der Deutsche Telekom AG zu erwerben, sobald eine (oder mehrere) Person(en), ausgenommen die Bundesrepublik Deutschland, direkt oder indirekt 35% der Stimmrechte an der Deutsche Telekom AG erwirbt (erwerben). Im Rahmen der Gründung des Einkaufs-Joint Ventures BuyIn in Belgien haben die Deutsche Telekom AG und Orange S.A. (ehemals France Télécom S.A.)/Atlas Services Belgium S.A. (eine Tochter der Orange S.A.) im Master Agreement vereinbart, dass, falls die Deutsche Telekom oder Orange unter den beherrschenden Einfluss eines Dritten gelangt bzw. ein nicht vollständig zum Orange Konzern gehörender Dritter Anteile an Atlas Services Belgium S.A. erwirbt, der jeweils andere Vertragspartner (Orange und Atlas Services Belgium nur gemeinschaftlich) das Master Agreement mit sofortiger Wirkung kündigen kann. KONSOLIDIERUNGSKREISVERÄNDERUNGENIm Konzernabschluss der Deutschen Telekom werden 61 inländische und 213 ausländische Tochterunternehmen vollkonsolidiert (31. Dezember 2017: 60 und 186). Zusätzlich werden 9 assoziierte Unternehmen (31. Dezember 2017: 9) und 6 Gemeinschaftsunternehmen (31. Dezember 2017: 7) nach der Equity-Methode einbezogen. → Die wesentlichen Tochterunternehmen der Deutschen Telekom AG finden Sie im Kapitel "Grundlagen und Methoden - Wesentliche Tochterunternehmen" im Konzern-Anhang. UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSET-Mobile Austria hatte im Dezember 2017 eine Vereinbarung über den Erwerb des führenden Kabelanbieters in Österreich, UPC Austria, geschlossen. Die Transaktion wurde am 31. Juli 2018, nachdem die Zustimmung der EU-Kommission am 9. Juli 2018 erteilt wurde, vollzogen. Seit dem Erwerbszeitpunkt wird die UPC Austria-Gruppe vollkonsolidiert in unseren Konzernabschluss einbezogen. → Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2018", bzw. im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Anhang. VERGÜTUNGSBERICHTDer Vergütungsbericht erläutert das der Vorstandsvergütung zugrunde liegende Vergütungssystem sowie die Höhe der individuellen Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Innerhalb des Vergütungsberichts sind die Anforderungen des Handelsgesetzbuchs unter Berücksichtigung der Regelungen des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 17 (DRS 17), die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und der International Financial Reporting Standards (IFRS) berücksichtigt worden. Veränderungen im Vorstand und Vertragsverlängerungen.Seit 1. Januar 2018 hat Dr. Dirk Wössner die Verantwortung für das Vorstandsressort Deutschland übernommen, welches bis zum 31. Dezember 2017 von Niek Jan van Damme verantwortet wurde. Ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde Adel Al-Saleh als neues Vorstandsmitglied für das Ressort T-Systems bestellt, welches bis zum 31. Dezember 2017 von Reinhard Clemens verantwortet wurde. Seit 1. Januar 2019 ist der bisherige Personalvorstand Dr. Christian P. Illek neuer Finanzvorstand, der das Ressort von Thomas Dannenfeldt übernommen hat, dessen Mandat am 31. Dezember 2018 ausgelaufen ist. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 21. Februar 2018 das Mandat des Vorstandsvorsitzenden Timotheus Höttges ab dem 1. Januar 2019 um fünf Jahre verlängert. Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2019 hat der Aufsichtsrat mit Beschluss vom 13. Juli 2018 Birgit Bohle als Arbeitsdirektorin und Personalvorständin für die Dauer von drei Jahren zum Vorstandsmitglied bestellt. Ebenfalls zum 1. Januar 2019 übernimmt Thorsten Langheim das neu geschaffene Ressort "USA und Unternehmensentwicklung". Seine Vorstandsbestellung wurde vom Aufsichtsrat in der Sitzung am 4. September 2018 für eine Dauer von drei Jahren beschlossen. VERGÜTUNG DES VORSTANDSGrundlagen der Vorstandsvergütung.Der Aufsichtsrat hat am 24. Februar 2010 ein neues System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschlossen. Umgesetzt wurden dabei die seit dem 5. August 2009 geltenden Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Die Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG vom 3. Mai 2010 billigte dieses System. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Die Mitglieder des Vorstands haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge einen Anspruch auf ein jährliches festes Jahresgehalt, eine jährliche variable Erfolgsvergütung (Variable I), eine langfristig ausgelegte variable Vergütungskomponente (Variable II) sowie Anspruch auf Nebenleistungen und auf Anwartschaften aus einer betrieblichen Pensionszusage. Der Aufsichtsrat legt die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand fest. Diese Struktur und die Angemessenheit der Vergütung überprüft er regelmäßig. Es ist sichergestellt, dass die Vorstandsvergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist und die variablen Vergütungsbestandteile eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Nebentätigkeiten sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Die Übernahme von Management- und Aufsichtsratsfunktionen in Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich unentgeltlich. Vergütung des Vorstands
Erfolgsunabhängige VergütungsbestandteileGrundvergütungDas feste Jahresgehalt ist bei allen Vorstandsmitgliedern gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen festgelegt und wird monatlich ausbezahlt. Bei einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit, die durch Krankheit, Unfall oder aus einem anderen nicht durch das jeweilige Vorstandsmitglied zu vertretenden Grund eintritt, wird die feste Grundvergütung weitergewährt. Die Fortzahlung der Vergütung endet spätestens nach einer ununterbrochenen Abwesenheit von sechs Monaten bzw. maximal nach einem Zeitraum von bis zu drei Monaten nach dem Ende des Monats, in dem eine dauernde Arbeitsunfähigkeit des Vorstandsmitglieds festgestellt worden ist. NebenleistungenIn markt- und konzernüblicher Weise gewährt die Gesellschaft allen Mitgliedern des Vorstands aus ihren Vorstandsverträgen weitere Leistungen, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden, so v. a. die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs sowie die Gewährung von Unfallversicherungs- und Haftpflichtschutz und Leistungen im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung. VersorgungszusagenNeuzusage.Seit dem Jahr 2009 wird für alle Vorstandsmitglieder eine Zusage auf betriebliche Altersversorgung in Form einer beitragsbasierten Zusage erteilt. In dieser Zusageform erhält das Vorstandsmitglied bei Eintritt des Versorgungsfalls ein Einmalkapital. Für jedes abgeleistete Dienstjahr wird dem Vorstandsmitglied ein Beitrag auf einem Versorgungskonto gutgeschrieben, welches mit einer marktüblichen Verzinsung hinterlegt ist. Die Zuführung des jährlichen Beitrags erfolgt nicht liquiditätswirksam. Der Liquiditätsabfluss entsteht erst mit Eintritt des Versorgungsfalls. Der Versorgungsfall tritt grundsätzlich mit dem vollendeten 62. Lebensjahr ein. Für vor dem 31. Dezember 2011 abgeschlossene Versorgungsvereinbarungen besteht die Möglichkeit, ein vorgezogenes Ruhegeld ab dem vollendeten 60. Lebensjahr gegen entsprechende versicherungsmathematische Abschläge zu beziehen. Die Höhe des jährlich bereitzustellenden Beitrags wird individualisiert und entkoppelt von anderen Vergütungsbestandteilen vorgenommen. Bei der exakten Festlegung des Beitrags erfolgt eine Orientierung an Unternehmen gleicher Größenordnung, die einen angemessenen Vergleichsmaßstab darstellen und die ebenfalls eine beitragsbasierte Versorgungszusage anbieten. Die Beiträge für Thomas Dannenfeldt, Srini Gopalan, Dr. Christian P. Illek, Dr. Thomas Kremer, Claudia Nemat und Dr. Dirk Wössner betragen jeweils 250.000 € pro abgeleistetem Dienstjahr. Altzusage.Als einziges Vorstandsmitglied hat Herr Höttges als dienstältestes Vorstandsmitglied noch eine sogenannte Altzusage auf betriebliche Altersversorgung. Die betriebliche Altersversorgung steht in einem direkten Verhältnis zum individuellen Jahresgehalt. Die Vorstandsmitglieder erhalten im Versorgungsfall pro abgeleistetem Dienstjahr einen festgelegten Prozentsatz des letzten festen Jahresgehalts vor Eintritt des Versorgungsfalls als betriebliche Altersversorgung. Die Zusageform besteht in einem lebenslangen Ruhegeld ab Vollendung des 62. Lebensjahres bzw. einem vorgezogenen Ruhegeld mit Vollendung des 60. Lebensjahres. Für den Fall des vorgezogenen Ruhegelds werden entsprechende versicherungsmathematische Abschläge durchgeführt. Die Höhe des betrieblichen Ruhegelds berechnet sich durch Multiplikation eines Basisprozentsatzes von 5% mit der Anzahl der in Jahren abgeleisteten Vorstandsdienstzeiten. Nach zehn Jahren Dienstzeit ist somit das maximale Versorgungsniveau von 50% der letzten fixen Jahresvergütung erreicht. Anlässlich der Wiederbestellung von Herrn Höttges und der Anpassung seiner Grundvergütung hat der Aufsichtsrat entschieden, dass die bis zum 31. Dezember 2018 erdiente Versorgungsanwartschaft jährlich um 2,4% dynamisiert wird und dafür die bis zum 31. Dezember gültige Grundvergütung, die relevante Bemessungsgrundlage darstellt. Künftige Vergütungserhöhungen führen somit zu keiner weiteren Erhöhung der Ruhegeldzahlungen. Im Versorgungsfall werden die zu leistenden Versorgungszahlungen jährlich dynamisiert. Dabei beträgt der verwendete Steigerungsprozentsatz 1 %. Darüber hinaus enthalten die Versorgungsvereinbarungen Regelungen zur Hinterbliebenenversorgung in Form von Witwen- und Waisenrentenansprüchen. Dabei kann der Anspruch auf Witwenrenten in speziell geregelten Sonderfällen ausgeschlossen sein. Anrechnungstatbestände sind in den Versorgungszusagen marktüblich geregelt. Im Fall einer dauernden Arbeitsunfähigkeit (Invalidität) erwirbt der Berechtigte ebenfalls Anspruch auf das Versorgungsguthaben. Pension Substitute.Mit Adel Al-Saleh ist aufgrund seiner US-amerikanischen Staatsbürgerschaft an Stelle einer Versorgungszusage eine Regelung im Sinne eines "pension substitute" vereinbart worden. Die hieraus für jedes vollständig abgeleistete Dienstjahr resultierende jährliche Zahlung in Höhe von 250.000 € wird innerhalb der Tabellen unter den Nebenleistungen ausgewiesen. Bei der Festsetzung der Höhe hat sich der Aufsichtsrat an der Höhe der Beträge für die Vorstandsmitglieder orientiert, die eine beitragsorientierte Versorgungszusage (Neuzusage) erhalten haben. In der folgenden Tabelle sind der Dienstzeitaufwand und die Defined Benefit Obligation für jedes Vorstandsmitglied mit einer Versorgungszusage dargestellt: in €
Erfolgsabhängige VergütungsbestandteileDie variable Vergütung der Mitglieder des Vorstands unterteilt sich im Wesentlichen in die Variablen I und II. Die Variable I enthält sowohl kurzfristige als auch langfristig angelegte Komponenten, die in der Realisierung des Budgets in konkreten Zielgrößen sowie der Umsetzung der Strategie und dem Handeln im Einklang mit dem Konzernleitbild bestehen. An den Auszahlungsbetrag der Variable I ist eine Investitionsverpflichtung in Aktien der Deutschen Telekom AG gekoppelt, welches mittels des bestehenden Share Matching Plans nach vier Jahren zu einem zusätzlichen Aktienzufluss führt. Die Variable II ist ausschließlich langfristig orientiert. So ist sichergestellt, dass im Rahmen der variablen Vergütung eine Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung erfolgt und eine überwiegend langfristige Anreizwirkung besteht. Die variablen Vergütungsbestandteile enthalten eindeutige betragsmäßige Höchstgrenzen und auch die Vergütungshöhe insgesamt wurde betragsmäßig begrenzt. Vervollständigt wird die erfolgsabhängige Vergütung von der Möglichkeit des Aufsichtsrats eine außerordentliche Erfolgsvergütung festzusetzen. Bei einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit, die durch Krankheit, Unfall oder aus einem anderen nicht durch das jeweilige Vorstandsmitglied zu vertretenden Grund eintritt, werden variable Vergütungsansprüche bei einer ununterbrochenen krankheitsbedingten Abwesenheit von größer einem Monat anteilsmäßig entsprechend der ununterbrochenen Abwesenheit gekürzt. Variable I
Die jährliche variable Vergütung der Vorstandsmitglieder bestimmt sich nach dem Grad der Erreichung der vom Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG zu Beginn des Geschäftsjahres jedem Mitglied des Vorstands erteilten Zielvorgabe. Die Zielvorgabe setzt sich dabei aus Konzernzielen (50%) für die jeweils unbereinigten, um zielerelevante Sachverhalte angepassten Werte für Umsatz, EBITDA und Free Cashflow sowie Individualzielen der einzelnen Vorstandsmitglieder zusammen. Die Individualziele bestehen aus den auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg ausgerichteten Zielen zur Umsetzung der Strategie im verantworteten Ressort (30%) sowie dem Handeln im Einklang mit dem Konzernleitbild (Value Adherence), welches ein Indikator für die Einhaltung der Werteorientierung darstellt, in Höhe von 20%. Die Zielvereinbarung und Zielerreichung für das jeweilige Geschäftsjahr werden vom Aufsichtsratsplenum festgelegt. Eine Übererfüllung der Zielvorgaben ist auf 150% des Zusagebetrags begrenzt. Darüber hinausgehende Zielerreichungsgrade bleiben unberücksichtigt. Zur Sicherstellung der langfristigen Anreizwirkung und der Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ist ein Betrag von einem Drittel der jährlich durch das Aufsichtsratsplenum festgesetzten Variablen in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren; diese sind über einen Zeitraum von mindestens vier Jahren vom jeweiligen Vorstandsmitglied zu halten. Share Matching PlanAktiendeferral und Share Matching Plan
Im Geschäftsjahr 2018 sind die Vorstandsmitglieder, wie bereits vorab beschrieben, vertraglich dazu verpflichtet, ein Drittel der Variablen I in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren. Der Aufsichtsrat hat den Vorstandsmitgliedern angeboten, das verpflichtende Eigeninvestment im Jahr 2018 auf bis zu 50% der ausbezahlten Variable I auszuweiten. Die Deutsche Telekom AG wird für jede im Rahmen des oben beschriebenen Eigeninvestments des Vorstands erworbene Aktie nach Ablauf der vierjährigen Haltefrist eine zusätzliche Aktie gewähren (Share Matching Plan), sofern die Vorstandsbestellung noch andauert. In Anwendung der Vorschriften DRS 17 und IFRS 2 sind neben dem Gesamtaufwand aus aktienbasierter Vergütung aus Matching Shares im Geschäftsjahr 2018 und dem beizulegenden Zeitwert der Matching Shares zum Zeitpunkt der Gewährung auch die Anzahl der bestehenden Anrechte auf Matching Shares und deren Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr darzustellen. Der in der Tabelle dargestellte beizulegende Zeitwert der Matching Shares zum Zeitpunkt der Gewährung stellt keinen Gehaltszufluss des Jahres 2018 für Vorstandsmitglieder dar. Es handelt sich hierbei um einen ermittelten kalkulatorischen Wert der Matching Shares-Anrechte, der nach einschlägigen Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelt wurde. Der beizulegende Zeitwert entspricht dabei dem Aktienkurs zum Zeitpunkt der Gewährung abzüglich eines erwarteten Dividendenabschlags. Die folgende Tabelle basiert dabei auf einer erwarteten Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2018 und damit einer geschätzten Höhe des vom jeweiligen Vorstand zu leistenden Eigeninvestments, welches Anrechte auf Matching Shares begründet. Die für das Geschäftsjahr 2018 finale Anzahl von Anrechten auf Matching Shares kann gegenüber den hier verwendeten geschätzten Werten höher oder niedriger ausfallen. Der in den Geschäftsjahren 2017 und 2018 gemäß IFRS 2 zu erfassende Gesamtaufwand aus aktienbasierter Vergütung für Anrechte auf Matching Shares der Jahre 2013 bis 2018 ist in den letzten beiden Spalten der Tabelle enthalten.
Bis zum 31. Dezember 2018 hat die Deutsche Telekom insgesamt 565.596 Stück Aktien für Zwecke der Ausgabe von Matching Shares an Vorstandsmitglieder im Rahmen des Share Matching Plans erworben. 2018 wurden erneut Matching Shares an einzelne Vorstandsmitglieder übertragen. Die Gesamtsumme der im Jahr 2018 an Vorstandsmitglieder übertragenen Aktien beträgt 69.488 Stück (2017: 118.495 Stück). Variable II
Variable II.Die ausschließlich langfristig angelegte Variable II wird an der Erfüllung von vier gleich gewichteten Erfolgsparametern (Return On Capital Employed (ROCE), Earnings per Share (EPS), Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit) gemessen. Alle vier Parameter werden dabei über den Gesamtkonzern erhoben. Jeder Parameter beeinflusst ein Viertel des Auslobungsbetrags. Eine Übererfüllung der Zielvorgaben ist auf 150% des Auslobungsbetrags begrenzt. Der Bemessungszeitraum beträgt vier Jahre. Die Messung erfolgt über die durchschnittliche Zielerreichung der vier zum Zeitpunkt der Zusage geplanten Jahre. Der Auslobungsbetrag wird entkoppelt von anderen Vergütungsbestandteilen und individuell pro Vorstandsmitglied festgelegt. Außerordentliche Erfolgsvergütung.Der Aufsichtsrat kann zudem nach seinem pflichtgemäßen Ermessen außerordentliche Leistungen einzelner oder aller Vorstandsmitglieder in Form einer besonderen Erfolgstantieme vergüten. Regelungen für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit.In Vorstandsverträgen, die seit dem Geschäftsjahr 2009 abgeschlossen worden sind, ist für den Fall der vorzeitigen Beendigung ohne wichtigen Grund eine Ausgleichszahlung vorgesehen, deren Höhe entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex auf maximal zwei Jahresvergütungen begrenzt ist (Abfindungs-Cap) und die nicht höher als die Vergütung für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags sein darf. Die Vorstandsverträge der Deutschen Telekom AG enthalten keine Zusagen für Leistungen aus Anlass der Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels. Die Verträge der Vorstandsmitglieder sehen grundsätzlich ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vor. Den Mitgliedern des Vorstands ist es danach vertraglich untersagt, während der Dauer von einem Jahr nach Ausscheiden Leistungen an oder für einen Wettbewerber zu erbringen. Hierfür erhalten sie als Karenzentschädigung entweder eine Zahlung in Höhe von 50% des letzten festen Jahresgehalts und 50% der letzten Variablen I auf Basis einer Zielerreichung von 100% oder 100% des letzten festen Jahresgehalts. Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2018.Unter Zugrundelegung der rechtlichen und sonstigen Vorgaben werden im Folgenden die Bezüge der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 mit insgesamt 24,6 Mio. € (2017: 21,3 Mio. €) ausgewiesen. Diese beinhalten für Vorstandsmitglieder das feste Jahresgehalt sowie sonstige Nebenleistungen, geldwerte Vorteile und Sachbezüge, die kurzfristige variable Vergütung (Variable I), vollständig erdiente Tranchen der langfristigen variablen Vergütung (Variable II) und den beizulegenden Zeitwert der Matching Shares. Dieser wurde auf Basis der zum Zeitpunkt der Gewährung geschätzten Höhe der Variablen I und einer daraus resultierenden Anzahl von Anrechten auf Matching Shares berechnet. Gesamtbezüge.Die Vergütung des Vorstands ergibt sich im Einzelnen aus der nachfolgenden Tabelle:
a In den sonstigen Nebenleistungen von Adel
Al-Saleh ist ein einmaliger Sign-On-Bonus in Höhe von
800.000 € enthalten sowie eine jährlich zu
zahlende "pension substitute" in Höhe von 250.000
€, die anstelle einer deutschen Versorgungszusage
erteilt wurde (siehe Ausführungen zu
Versorgungszusagen).
Für die in der Spalte "Langfristige variable Erfolgsvergütung (Variable II)" ausgewiesenen Beträge wurde den berechtigten Vorstandsmitgliedern im Geschäftsjahr 2015 eine entsprechende Zusage erteilt. Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine oder ihre Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. Frühere Mitglieder des Vorstands.Für Leistungen und Ansprüche früherer und während des Geschäftsjahres ausgeschiedener Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene sind 8,1 Mio. € (2017: 11,3 Mio. €) als Gesamtbezüge enthalten. Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen wurden für diesen Personenkreis sowie deren Hinterbliebene 198,6 Mio. € (31. Dezember 2017: 195,4 Mio. €) als Rückstellungen (Bewertung nach IAS 19) passiviert. Sonstiges.Die Gesellschaft hat keine Vorschüsse und Kredite an Vorstandsmitglieder bzw. ehemalige Vorstandsmitglieder gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. Tabellendarstellung gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance KodexDie folgenden Darstellungen erfolgen anhand der vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Mustertabellen 1 und 2, die den Gesamtbetrag der für das Berichtsjahr gewährten sowie der zugeflossenen Vergütungsbestandteile abbilden. Gewährte Zuwendungen für das Berichtsjahr
a In den sonstigen Nebenleistungen von Adel
Al-Saleh ist ein einmaliger Sign-On-Bonus in Höhe von
800.000 € enthalten sowie eine jährlich zu
zahlende "pension substitute" in Höhe von 250.000
€, die anstelle einer deutschen Versorgungszusage
erteilt wurde (siehe Ausführungen zu
Versorgungszusagen).
Zugeflossene Zuwendungen für das BerichtsjahrIn Abweichung zu der bereits dargestellten Gewährungstabelle werden in dieser Tabelle nicht die Zielwerte für die kurz- und langfristigen variablen Vergütungsbestandteile ausgewiesen, sondern die tatsächlich für das Jahr 2018 zufließenden Werte. Eine weitere Abweichung gegenüber der Gewährungstabelle besteht hinsichtlich der Darstellung des Matching Shares Plans. Die in dieser Tabelle ausgewiesenen Werte für den Share Matching Plan stellen die Höhe des nach deutschem Steuerrecht relevanten Zuflusswerts zum Zeitpunkt der Übertragung von Matching Shares dar, während in der Gewährungstabelle zuvor die beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Gewährung Gegenstand des Vergütungsausweises sind.
a In den sonstigen Nebenleistungen von Adel
Al-Saleh ist ein einmaliger Sign-On-Bonus in Höhe von
800.000 € enthalten sowie eine jährlich zu
zahlende "pension substitute" in Höhe von 250.000
€, die anstelle einer deutschen Versorgungszusage
erteilt wurde (siehe Ausführungen zu
Versorgungszusagen).
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSDie Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 13 der Satzung der Deutschen Telekom AG geregelt. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten nach dem Vergütungssystem, welches für das Geschäftsjahr 2018 gilt, eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 70.000,00 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält zusätzlich 70.000,00 €, der stellvertretende Vorsitzende 35.000,00 €. Für die Tätigkeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats zusätzlich (a) der Vorsitzende des Prüfungsausschusses 80.000,00 €, jedes andere Mitglied des Prüfungsausschusses 40.000,00 €, (b) der Vorsitzende des Präsidialausschusses 70.000,00 €, jedes andere Mitglied des Präsidialausschusses 30.000,00 €, (c) der Vorsitzende des Nominierungsausschusses 25.000,00 €, jedes andere Mitglied des Nominierungsausschusses 12.500,00 €, (d) der Vorsitzende eines anderen Ausschusses 40.000,00 €, jedes andere Mitglied eines Ausschusses 25.000,00 €. Der Vorsitz und die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss bleiben unberücksichtigt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilgenommen haben, ein Sitzungsgeld von 1.000,00 €. Die auf die Vergütung und Auslagen zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für 2018 beträgt 2.888.833,37 € (zuzüglich Umsatzsteuer). Die Gesellschaft hat keine Vorschüsse und Kredite an Aufsichtsratsmitglieder bzw. ehemalige Aufsichtsratsmitglieder gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. Die Aufsichtsratsvergütung 2018 verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt: in €
a Neben der Vergütung für ihre
Tätigkeit im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG
erhielt Frau Nicole Koch für das Geschäftsjahr
2018 eine weitere Vergütung in Höhe von 4.500,00
€ (inkl. Sitzungsgeld) (Aufsichtsratsmandat bei der
Deutsche Telekom Privatkunden-Vertrieb GmbH).
ANTEILSBESITZ VON MITGLIEDERN DES VORSTANDS UND AUFSICHTSRATSVon Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG wurden im Jahr 2018 Käufe und Übertragungen im Rahmen des Share Matching Plans von 364.036 (2017: 270.755) sowie Verkäufe von 0 (2017: 9.531) Aktien gemeldet. Der direkte oder indirekte Besitz der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern übersteigt insgesamt nicht 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. KONZERNABSCHLUSSKONZERN-BILANZAKTIVA in Mio. €
PASSIVA in Mio. €
Seit dem 1. Januar 2018 kommen die neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers" und IFRS 9 "Financial Instruments" zur Anwendung. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen" im Konzern-Anhang. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGin Mio. €
Seit dem 1. Januar 2018 kommen die neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers" und IFRS 9 "Financial Instruments" zur Anwendung. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen" im Konzern-Anhang. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGin Mio. €
a Für die gemäß IAS 1 neu
auszuweisenden Posten des IFRS 9 nimmt die Deutsche Telekom
das Wahlrecht in Anspruch, auf die Angabe von
Vorjahresvergleichszahlen zu verzichten.
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGin Mio. €
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGin Mio. €
KONZERN-ANHANGGRUNDLAGEN UND METHODENALLGEMEINE ANGABENDer Deutsche Telekom Konzern (nachfolgend "Deutsche Telekom" oder "Konzern" genannt) ist eines der weltweit führenden Dienstleistungsunternehmen der Telekommunikations- und Informationstechnologiebranche. Die Deutsche Telekom bietet Kunden Produkte und Services rund um das vernetzte Leben und Arbeiten an. Dabei berichtet die Deutsche Telekom die operativen Segmente Deutschland, USA, Europa, Systemgeschäft, Group Development sowie das Segment Group Headquarters & Group Services. Die Gesellschaft wurde am 2. Januar 1995 unter der Firma Deutsche Telekom AG in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn (HRB 6794) eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Bonn, Deutschland. Die Anschrift lautet: Deutsche Telekom AG, Friedrich-Ebert-Allee 140, 53113 Bonn. Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht. Diese Entsprechenserklärung kann auch über die Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) unter dem Pfad Investor Relations/Management & Corporate Governance/ Berichte und Erklärungen/Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG eingesehen werden. Die Aktien der Deutschen Telekom AG werden neben Frankfurt am Main auch an anderen Börsen gehandelt. Der von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG sowie der Konzernabschluss der Deutschen Telekom werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Geschäftsbericht kann bei der Deuschen Telekom AG, Bonn, Investor Relations, angefordert bzw. auf der InternetSeite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) unter dem Pfad Investor Relations/Publikationen/Finanzergebnisse eingesehen werden. Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2018 wurde am 12. Februar 2019 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. GRUNDLAGEN DER BILANZIERUNGDer Konzernabschluss der Deutschen Telekom wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315e Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Im Folgenden wird einheitlich der Begriff IFRS verwendet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. In der Konzern-Bilanz werden Vergleichszahlen für einen Abschluss-Stichtag angegeben. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung werden Vergleichszahlen für zwei Vorjahre angegeben. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Konzern-Anhang, sofern geboten, detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Dabei werden die im Geschäftsjahr angefallenen Kosten nach Kostenarten unterteilt und die in den Vorräten sowie die in den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen aktivierten Kosten gesondert als Bestandsveränderungen bzw. aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Abschlüsse der Deutschen Telekom AG und ihrer Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen ERSTMALS IM GESCHÄFTSJAHR ANZUWENDENDE STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGENDie Deutsche Telekom hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des lASB im Geschäftsjahr 2018 erstmals angewandt:
Im Juli 2014 hat der IASB IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht. Die Anwendungspflicht gilt für ab dem 1. Januar 2018 beginnende Berichtsperioden. Der Standard führt neue Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Finanzinstrumente ein und ersetzt insbesondere IAS 39. Die Neuregelungen und die damit verbundenen Änderungen der Bilanzierungsgrundsätze der Deutschen Telekom umfassen im Wesentlichen folgende für die Deutsche Telekom relevante Sachverhalte:
Die Deutsche Telekom wendet das Wahlrecht zur vereinfachten Erstanwendung an. Der kumulierte Effekt aus der Umstellung wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Vergleichszahlen der Vorjahresperioden werden nicht angepasst, sondern stattdessen die Veränderungen von Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung der laufenden Periode erläutert. Aus der Umstellung auf IFRS 9 ergeben sich zum 1. Januar 2018 im Wesentlichen folgende in den Gewinnrücklagen unter Einbeziehung der dazugehörigen auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Komponenten kumulierte Anpassungseffekte vor Berücksichtigung latenter Steuern: in Mio. €
Weitere Informationen zur erstmaligen Anwendung von IFRS 9 finden Sie in Angabe 40 "Finanzinstrumente und Risiko-Management". Im Mai 2014 hat der IASB IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers" veröffentlicht. Die Anwendungspflicht gilt für ab dem 1. Januar 2018 beginnende Berichtsperioden. Der Standard sieht ein einheitliches prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell für die Erlösermittlung und -erfassung vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Er ersetzt insbesondere IAS 18 und IAS 11 und hat wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom. Insbesondere betreffen die Neuregelungen und die damit verbundenen Änderungen der Bilanzierungsgrundsätze der Deutschen Telekom - abhängig vom konkreten Geschäftsmodell - die folgenden Sachverhalte:
Die Deutsche Telekom macht bezüglich IFRS 15 von den folgenden Bilanzierungswahlrechten Gebrauch:
Insgesamt stellen sich die zum 1. Januar 2018 durch IFRS 15 auf Bilanzposten vorgenommenen Anpassungen wie folgt dar a :
a In der vorstehenden Übersicht sind
ausschließlich die von den Änderungen aus der
Erstanwendung von IFRS 15 betroffenen Bilanzposten
enthalten.
Die Neubewertungseffekte resultieren im Wesentlichen aus dem erstmaligen Ansatz von
Unter Berücksichtigung latenter Steuern von insgesamt 0,6 Mrd. € (netto) sowie weiterer kleinerer Effekte ergibt sich aus der Umstellung zum 1. Januar 2018 ein in den Gewinnrücklagen unter Einbeziehung der dazugehörigen auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Komponenten zu erfassender erhöhender kumulierter Effekt von insgesamt 1,8 Mrd. €. Die Reklassifizierungen betreffen im Wesentlichen folgende Sachverhalte:
Aufgrund der zuvor beschriebenen Neubewertungen erhöhten sich die Buchwerte der nach IAS 36 einem Werthaltigkeitstest zu unterziehenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zum Zeitpunkt der Erstanwendung von IFRS 15 am 1. Januar 2018. Die Buchwerterhöhung führte bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rumänien im operativen Segment Europa sowie bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Niederlande im operativen Segment Group Development dazu, dass der jeweilige Buchwert entsprechend über dem jeweiligen erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten lag. Infolgedessen war eine erfolgsneutrale Wertminderung der dort erfassten Geschäfts- und Firmenwerte zum 1. Januar 2018 in Höhe von insgesamt 0,1 Mrd. € vorzunehmen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Angabe 6 "Immaterielle Vermögenswerte" und Angabe 7 "Sachanlagen". Vergleichsangaben für die von der Erstanwendung des IFRS 15 betroffenen AbschlusspostenIn den nachfolgenden Übersichten sind relevante Abschlussposten zum 31. Dezember 2018 nach IFRS 15 sowie nach bisheriger Bilanzierung gemäß IAS 18/IAS 11 und den dazugehörigen Interpretationen enthalten: in Mio. €
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wären nach IAS 18/IAS 11 bilanzierte Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung enthalten, welche nach IFRS 15 in den Vertragsvermögenswerten ausgewiesen werden. Aus der Umstellung auf IFRS 15 resultieren der erstmalige Ansatz und die Fortschreibung von Vertragsvermögenswerten. Ebenfalls resultieren aus der Umstellung auf IFRS 15 der erstmalige Ansatz und die Fortschreibung von aktivierten Vertragskosten. In den übrigen Schulden wären nach IAS 18/IAS 11 abgegrenzte Umsatzerlöse enthalten, welche nach IFRS 15 als Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen bzw. mit Vertragsvermögenswerten saldiert werden. Die Wertunterschiede beim Ansatz der aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus den IFRS 15 Neubewertungseffekten im Zusammenhang mit der Erstanwendung und deren Fortschreibung im Geschäftsjahr 2018. in Mio. €
Ohne Berücksichtigung von IFRS 15 lägen die Umsatzerlöse bei 75,6 Mrd. € und wären damit 0,1 Mrd. € niedriger ausgefallen. Effekte auf die Umsatzentwicklung resultieren im Wesentlichen aus der umsatzwirksamen Fortschreibung der aktivierten Vertragsvermögenswerte und passivierten Vertragsverbindlichkeiten über die (verbleibende) Vertragsdauer im Geschäftsjahr 2018. Hierin enthalten sind auch im indirekten Vertriebskanal in Provisionszahlungen an Dritthändler enthaltene Kostenerstattungen für durch den Händler gewährte Endgerätesubventionen, die nicht mehr als Aufwand, sondern nunmehr als Minderung der Service-Umsätze über die Vertragslaufzeit erfasst werden. Umsatzerhöhende Effekte waren in anderen Geschäftsmodellen aufgrund der Aktivierung und erfolgswirksamen Fortschreibung der Aufwendungen für Vertriebsprovisionen (Vertragskosten) als Materialaufwand zu verzeichnen; diese wurden bisher umsatzmindernd erfasst. Die Material- und Personalaufwendungen lägen ohne Berücksichtigung von IFRS 15 bei 38,5 Mrd. € bzw. 16,5 Mrd. € und wären damit insgesamt 0,4 Mrd. € höher ausgefallen. Dieser Effekt resultiert aus der Aktivierung von Aufwendungen für Vertriebsprovisionen, die nach IAS 18/ IAS 11 sofort aufwandswirksam im Materialaufwand (Händlerprovisionen) bzw. Personalaufwand (Mitarbeiterprovisionen) erfasst worden wären. Er wurde nur teilweise durch die aufwandswirksame Fortschreibung aktivierter Aufwendungen für Vertriebsprovisionen kompensiert. VERÖFFENTLICHTE, ABER NOCH NICHT ANZUWENDENDE STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN
Im Januar 2016 hat der IASB IFRS 16 "Leases" veröffentlicht. Dieser ist erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die ab dem 1. Januar 2019 beginnen. IFRS 16 hat wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Deutschen Telekom, insbesondere die Bilanzsumme, die Ertragslage, den operativen Cashflow sowie die Darstellung der Vermögens- und Finanzlage. Die Deutsche Telekom ist als Leasing-Nehmer insbesondere bei der Anmietung von Mobilfunk-Standorten (Grund und Boden, Plätze an Mobilfunk-Masten bzw. Dachflächen), Netzwerk-Infrastruktur sowie bei Gebäudeanmietung für administrative oder technische Zwecke von der Neuregelung betroffen. Die Deutsche Telekom wird den neuen Leasing-Standard nicht vollständig retrospektiv anwenden, sondern die Erleichterungsvorschrift für Leasing-Nehmer nutzen ("modifizierte retrospektive Methode"). Zahlungsverpflichtungen aus bisherigen Operating Leasing-Verhältnissen werden mit Übergang auf IFRS 16 mit dem entsprechenden Grenzfremdkapitalzinssatz abgezinst und als Leasing-Verbindlichkeit passiviert. Die Nutzungsrechte werden zum 1. Januar 2019 in Höhe der Leasing-Verbindlichkeit angesetzt, berichtigt um den Betrag der vorausgezahlten bzw. passivisch abgegrenzten Leasing-Zahlungen. Aufgrund wesentlicher bestehender Salden von Verbindlichkeiten aus Staffelmietverträgen (Straight-line leases) nach IAS 17, welche nach IFRS 16 von den Nutzungsrechten abzuziehen sind, werden die Nutzungsrechte zum 1. Januar 2019 nach IFRS 16 mit einem signifikant niedrigeren Buchwert als die korrespondierende Leasing-Verbindlichkeit angesetzt (siehe Angabe 16 "Übrige Schulden"). Diese Verbindlichkeit beruht im Wesentlichen auf Leasing-Verhältnissen für Mobilfunk-Standorte der T-Mobile US. Im Übergangszeitpunkt am 1. Januar 2019 werden zunächst die den Verbindlichkeiten zugrunde liegenden Laufzeiten an die gemäß IFRS 16 bestimmten Laufzeiten angepasst. Diese Anpassung wird eigenkapitalerhöhend vorgenommen. Der verbleibende Abgrenzungsposten wird wie vorstehend beschrieben nutzungsrechtsmindernd verrechnet. In der Kapitalflussrechnung reduziert der Tilgungsanteil der LeasingZahlungen aus bisherigen Operating Leasing-Verhältnissen künftig den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit und nicht mehr den Cashflow aus Geschäftstätigkeit. Lediglich die Zinszahlungen verbleiben weiterhin im Cashflow aus Geschäftstätigkeit. In Summe steigt dieser an. Die Gesamtauswirkungen des IFRS 16 wurden im Rahmen eines konzernübergreifenden Projekts zur Implementierung des IFRS 16 bestimmt. Basierend auf der aktuellen Einschätzung des Managements erwartet die Deutsche Telekom zum 1. Januar 2019 die folgenden wesentlichen Auswirkungen aus der Umstellung, wobei für die formulierten Erwartungen zu den Bilanzposten jeweils mögliche Abweichungen von +/-5 Prozentpunkten zu berücksichtigen sind:
Wesentliche Wahlrechte und Erleichterungsmöglichkeiten werden wie folgt ausgeübt:
Darüber hinaus werden zum Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 16 wesentliche Wahlrechte und Erleichterungsmöglichkeiten wie folgt in Anspruch genommen:
Die neue Definition eines Leasing-Verhältnisses hat für die Deutsche Telekom als Leasing-Geber insgesamt keine wesentlichen Auswirkungen. Gleichwohl wird sich die Anzahl der identifizierten Leasing-Verhältnisse ändern. Die Neudefinition betrifft nicht die Verträge zur Überlassung von Servern oder ähnlichen Hardware-Geräten an Kunden im Rahmen von Daten- bzw. Netzwerk-Lösungen sowie Verträge über Endgeräte und SmartHome-Netzwerk-Lösungen an Kunden. Diese werden auch weiterhin als Leasing-Verhältnis definiert. Vielmehr ist eine Reduzierung bei Verträgen zur Überlassung von Modems/Routern der aktuellen Gerätegeneration an Privatkunden im Bereich Festnetz-Massenmarkt zu erwarten. Im Zusammenhang mit der Erbringung von Leistungen in Rechenzentren wird die Vermietung von Flächen, z. B. gesonderte Räume für die Aufstellung eigener Hardware des Kunden, als Leasing-Komponente identifiziert. Darüber hinaus werden künftig die Vermietung von Teilnehmeranschlussleitungen und von Flächen an Wholesale-Festnetz-Kunden (z.B. Kollokationsflächen) als Leasing-Verhältnis eingestuft. Bezüglich der hier enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen Telekom hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln, wird auf den "Haftungsausschluss" am Ende dieses Berichts verwiesen. ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN UND ÄNDERUNGEN DER BERICHTSSTRUKTURDie Deutsche Telekom hat außer den erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Standards, Interpretationen und Änderungen keine wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen. Seit dem 1. Januar 2018 wird die Vivento Customer Services GmbH, Anbieter von Call Center-Dienstleistungen, dem operativen Segment Deutschland zugeordnet; zuvor war sie in das Segment Group Headquarters & Group Services integriert. Die Vorjahresvergleichswerte wurden in der Segmentberichterstattung entsprechend rückwirkend angepasst. ANSATZ UND BEWERTUNGDie wesentlichen Aktiv- und Passivposten der Konzern-Bilanz werden wie nachfolgend dargestellt bewertet:
Die nachstehend dargestellten wesentlichen Regelungen zum Ansatz und zur Bewertung sind einheitlich für alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Rechnungslegungsperioden angewendet worden. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE (OHNE GOODWILL)Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer, einschließlich der UMTS- und LTE-Lizenzen, werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und grundsätzlich linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Derartige Vermögenswerte sind im Wert gemindert, wenn der erzielbare Betrag - der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert - niedriger ist als der Buchwert. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer (Mobilfunk-Lizenzen der Federal Communications Commission in den USA (FCC-Lizenzen)) werden zu Anschaffungskosten bewertet. Obwohl die FCC-Lizenzen grundsätzlich für eine vertraglich definierte Zeit vergeben werden, werden sie regelmäßig zu vernachlässigbaren Kosten erneuert. Daneben liegen keine sonstigen rechtlichen, regulatorischen, vertraglichen, wettbewerbsbedingten, wirtschaftlichen oder anderen Faktoren vor, die die Nutzungsdauer der Lizenzen beschränken. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte unter der Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen maximal bis auf den Wert zugeschrieben, der sich ergeben hätte, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderungen erfasst worden wären. Immaterielle Vermögenswerte können auch im Rahmen eines Frequenz- oder Spektrumtauschs erworben werden. Die Anschaffungskosten eines in einer solchen Tauschtransaktion erworbenen immateriellen Vermögenswerts werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn das Tauschgeschäft wirtschaftliche Substanz hat und die beizulegenden Zeitwerte des erhaltenen sowie des hingegebenen Vermögenswerts verlässlich bewertbar sind. Wenn der Tauschvorgang keine wirtschaftliche Substanz hat oder der beizulegende Zeitwert keines der beiden Vermögenswerte zuverlässig bestimmt werden kann, wird der Buchwert des aufgegebenen Vermögenswerts als beizulegender Zeitwert des erhaltenen Vermögenswerts verwendet. Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden der immateriellen Vermögenswerte werden mindestens an jedem Abschluss-Stichtag überprüft; wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen abweichen, werden die entsprechenden Änderungen gemäß IAS 8 als Änderungen von Schätzungen erfasst. Die planmäßige Abschreibung von Mobilfunk-Lizenzen beginnt, sobald das zugehörige Netz betriebsbereit ist. Die Nutzungsdauern von Mobilfunk-Lizenzen werden auf der Grundlage verschiedener Faktoren festgelegt, u.a. der Laufzeit der von der jeweiligen nationalen Regulierungsbehörde gewährten Lizenzen, der Verfügbarkeit und der erwarteten Kosten für die Erneuerung der Lizenzen sowie der Entwicklung künftiger Technologien. Die Nutzungsdauern wesentlicher Mobilfunk-Lizenzen der Deutschen Telekom betragen:
Bei selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten werden die Ausgaben für die Entwicklungsphase aktiviert, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, und planmäßig über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Forschungsausgaben werden im Entstehungszeitpunkt als Aufwand erfasst. Unter Entwicklung ist hierbei die Anwendung von Forschungsergebnissen oder von anderem Wissen auf einen Plan oder Entwurf für die Produktion von neuen oder beträchtlich verbesserten Materialien, Vorrichtungen, Produkten, Verfahren, Systemen oder Dienstleistungen zu verstehen. Die Entwicklung findet dabei vor Aufnahme der kommerziellen Produktion oder Nutzung statt. Zu den Entwicklungsaktivitäten gehören u.a. der Entwurf, die Konstruktion und das Testen von Prototypen und Modellen vor der Aufnahme der eigentlichen Produktion oder Nutzung unter Verwendung neuer Technologien. Die Entwicklungsphase gilt als abgeschlossen, sobald die IT-Abteilung formell dokumentiert, dass der aktivierte Vermögenswert zur Nutzung bereitsteht und in der Art und Weise einsatzfähig ist, wie es durch das Management beabsichtigt ist. Die von der Deutschen Telekom erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 57,7Mio. € (2017: 57,7 Mio. €). GOODWILLDer Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf Basis des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Goodwill zugeordnet ist, auf eine etwaige Wertminderung untersucht. Der Werthaltigkeitstest wird regelmäßig am Ende eines jeden Geschäftsjahres durchgeführt und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. SACHANLAGENSachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und ggf. Wertminderungen, bewertet. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögenswerte. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig abgeschrieben. Die Restbuchwerte, die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden der Vermögenswerte werden mindestens an jedem Abschluss-Stichtag überprüft; wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen abweichen, werden die entsprechenden Änderungen gemäß IAS 8 als Änderungen von Schätzungen bilanziert. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie produktions- bzw. leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis und den direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert zu dem Standort und in den erforderlichen, vom Management beabsichtigten betriebsbereiten Zustand zu bringen, auch die geschätzten Kosten für den Abbruch und das Abräumen des Gegenstands und die Wiederherstellung des Standorts, an dem er sich befindet. Besteht ein Vermögenswert des Sachanlagevermögens aus mehreren Bestandteilen mit unterschiedlichen Nutzungsdauern, werden die einzelnen wesentlichen Bestandteile über ihre individuellen Nutzungsdauern abgeschrieben. Wartungs- und Reparaturkosten werden im Entstehungszeitpunkt als Aufwand erfasst. Öffentliche Investitionszuschüsse mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten derjenigen Vermögenswerte, für die der Zuschuss gewährt wurde. Ein Vermögenswert des Sachanlagevermögens wird ausgebucht, sofern der Vermögenswert abgeht oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen aus seiner Nutzung oder seinem Abgang zu erwarten ist. Der Gewinn oder Verlust aus dem Abgang einer Sachanlage ist die Differenz zwischen dem Netto-Veräußerungserlös und dem Buchwert des Gegenstands und wird im Zeitpunkt der Ausbuchung in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Nutzungsdauern der wesentlichen Anlagenklassen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Mietereinbauten werden entweder über ihre jeweilige Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit eines etwaigen Leasing-Verhältnisses abgeschrieben. FREMDKAPITALKOSTENFremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Deutsche Telekom definiert qualifizierte Vermögenswerte als Bauprojekte oder andere Vermögenswerte, für die notwendigerweise mindestens zwölf Monate erforderlich sind, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Fremdkapitalkosten für Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und für Vorräte, die regelmäßig in großen Mengen hergestellt oder produziert werden, werden nicht aktiviert. WERTMINDERUNGEN VON IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN (INKLUSIVE GOODWILL) UND VON VERMÖGENSWERTEN DES SACHANLAGEVERMÖGENSWertminderungen werden durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag ermittelt. Können einzelnen Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten zu untersuchen. An jedem Abschluss-Stichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert möglicherweise wertgemindert ist. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, ist der erzielbare Betrag des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu bestimmen. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer (Goodwill und FCC-Lizenzen) wird darüber hinaus regelmäßig ein jährlicher Werthaltigkeitstest durchgeführt. Im Rahmen der Überprüfung auf Wertminderung wird der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Goodwill jeder einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die voraussichtlich von den Synergien aus dem Zusammenschluss profitiert. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Goodwill zugewiesen wurde, deren erzielbaren Betrag, ist der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnete Goodwill in Höhe des Differenzbetrags im Wert zu mindern. Wertminderungen des Goodwill dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Goodwill, ist die darüber hinausgehende Wertminderung anteilig auf die der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu verteilen. Die beizulegenden Zeitwerte bzw. Nutzungswerte (sofern bestimmbar) der einzelnen Vermögenswerte sind dabei als Wertuntergrenze zu berücksichtigen. Sofern die Voraussetzungen für in früheren Perioden erfasste Wertminderungen nicht mehr bestehen, sind die betreffenden Vermögenswerte (mit Ausnahme eines Goodwill) erfolgswirksam zuzuschreiben. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird durch den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts bestimmt. Der erzielbare Betrag wird in der Regel unter Anwendung des Discounted Cashflow (DCF)-Verfahrens ermittelt, soweit nicht eine Bewertung aufgrund eines Marktpreises maßgeblich ist. Diesen DCF-Berechnungen liegen Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen für zehn Jahre beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Cashflows, die über den 10-Jahres-Zeitraum hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Berechnung des erzielbaren Betrags durch das Management beruht, wird auf die Erläuterungen zu "Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten" im weiteren Verlauf dieses Kapitels verwiesen. VORRÄTEVorräte werden zunächst mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und in den Folgeperioden mit dem niedrigeren Wert aus Netto-Veräußerungswert und Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen alle Kosten des Erwerbs und der Herstellung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der Durchschnittskostenmethode ermittelt. Der Netto-Veräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Einzelveräußerungspreis abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUßERUNGSGRUPPENZur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als solche klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen klassifiziert. Diese Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Wertminderungen werden für diese Vermögenswerte erfasst, sofern der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten unterhalb des Buchwerts liegt. Im Fall einer späteren Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ist die zuvor erfasste Wertminderung rückgängig zu machen. Die Zuschreibung ist auf die zuvor für die betreffenden Vermögenswerte erfassten Wertminderungen begrenzt. Sind die Voraussetzungen zur Klassifizierung von Vermögenswerten als zur Veräußerung gehalten nicht mehr erfüllt, sind die Vermögenswerte nicht mehr als zur Veräußerung gehalten auszuweisen. Die Vermögenswerte sind zu bewerten mit dem niedrigeren Wert aus dem Buchwert, der sich ergeben hätte, wenn der Vermögenswert nicht als zur Veräußerung gehalten klassifiziert worden wäre, und dem erzielbaren Betrag zum Zeitpunkt, zu dem die Voraussetzungen zur Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten nicht mehr erfüllt sind. LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMERDie Deutsche Telekom unterhält in verschiedenen Ländern leistungsorientierte Altersversorgungspläne (Defined Benefit Pension Plans) auf Grundlage der ruhegehaltsfähigen Vergütung der Mitarbeiter und ihrer Dienstzeiten. Diese Pläne werden teilweise über externe Pensionsfonds sowie durch Einbringung in ein Contractual Trust Agreement (CTA) finanziert. Die Pensionsrückstellungen werden nach dem für leistungsorientierte Altersversorgungspläne vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) bewertet. Dabei werden sowohl die am Abschluss-Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt. Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Verpflichtungen wird grundsätzlich auf Basis der Renditen für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen des jeweiligen Währungsraums ermittelt. Die Erträge aus dem Planvermögen und Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Der Dienstzeitaufwand wird als betrieblicher Aufwand klassifiziert. Ein aufgrund einer Änderung des Pensionsplans nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort in der Periode der Änderung erfasst. Gewinne und Verluste aufgrund von Anpassungen und Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen werden in der Periode, in der sie entstehen, sofort in voller Höhe erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Einige Konzerngesellschaften gewähren ihren Mitarbeitern beitragsorientierte Zusagen (Defined Contribution Plans) aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen, wobei die Zahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger geleistet werden. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht der Arbeitgeber über die Entrichtung von Beitragszahlungen an einen externen Versorgungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Höhe der künftigen Pensionsleistungen richtet sich ausschließlich nach der Höhe der Beiträge, die der Arbeitgeber (und ggf. auch dessen Arbeitnehmer) an den externen Versorgungsträger gezahlt hat, einschließlich der Erträge aus der Anlage dieser Beiträge. Die zu zahlenden Beträge werden aufwandswirksam erfasst, wenn die Verpflichtung zur Zahlung der Beträge entsteht, und als Bestandteil der betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Im Rahmen der Altersversorgung für Beamte hatte die Deutsche Telekom zusammen mit der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG bis zum 31. Dezember 2012 eine gemeinsame Versorgungskasse, den Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e. V., Bonn (BPS-PT), unterhalten. Diese Versorgungskasse diente der Erbringung von Versorgungs- und Beihilfeleistungen an im Ruhestand befindliche Beamte und deren Hinterbliebene, denen aus einem Beamtenverhältnis Versorgungsleistungen zustehen. Mit dem Gesetz zur Neuordnung der Postbeamtenversorgungskasse (PVKNeuG) wurden zum 1. Januar 2013 die Aufgaben des BPS-PT im Rahmen der Postbeamtenversorgung (organisiert in der Postbeamtenversorgungskasse) auf die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost (BAnstPT), Bonn, übertragen. Die Höhe der Zahlungsverpflichtungen der Deutschen Telekom AG an die Postbeamtenversorgungskasse ist in § 16 Postpersonalrechtsgesetz geregelt. Die Deutsche Telekom AG ist danach gesetzlich verpflichtet, seit dem Jahr 2000 einen jährlichen Beitrag in Höhe von 33% der Bruttobezüge der aktiven und der fiktiven Bruttobezüge der ruhegehaltsfähig beurlaubten Beamten an die Unterstützungskasse zu leisten. Weitere Verpflichtungen im Rahmen der Altersversorgung für Beamte bestehen für die Deutsche Telekom nicht. Entsprechend können die Zahlungsverpflichtungen als beitragsorientierte Versorgungspläne angesehen werden. Die Deutsche Telekom AG und ihre inländischen Tochterunternehmen haben in der Vergangenheit Altersteilzeitvereinbarungen mit variierenden Konditionen und Vertragsbedingungen vereinbart, überwiegend nach dem sog. "Blockmodell". In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und getrennt voneinander bilanziert werden: Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktiv- bzw. Arbeitsphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge). Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Leistung von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Aufstockungsbeträge haben regelmäßig einen hybriden Charakter, d. h., obwohl einerseits der Vereinbarung häufig eine Kompensationsfunktion für eine frühere Beendigung des Arbeitsverhältnisses zugemessen wird, steht die spätere Auszahlung andererseits unter dem Vorbehalt der künftigen Erbringung von Arbeitsleistungen. Unabhängig vom Abfindungscharakter müssen Aufstockungsbeträge aufgrund der Abhängigkeit von zukünftigen Arbeitsleistungen ratierlich über den Erdienungszeitraum erfasst werden. Der Erdienungszeitraum für Aufstockungsbeträge bei Anwendung des Blockmodells beginnt mit dem Erwerb des Anspruchs des Arbeitnehmers auf Teilnahme am Altersteilzeitprogramm und endet mit Eintritt in die Freistellungsphase. Verpflichtungen aufgrund der Gewährung von Leistungen aus Anlass der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen werden angesetzt, wenn die Deutsche Telekom keine realistische Möglichkeit besitzt, sich der Gewährung der entsprechenden Leistungen zu entziehen. Abfindungen für Angestellte und Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Regelung zum vorzeitigen Ruhestand im Inland werden überwiegend in Form von Angeboten an die Arbeitnehmer zum freiwilligen Ausscheiden aus dem Unternehmen gewährt. Solche Verpflichtungen werden grundsätzlich erst angesetzt, sobald ein Arbeitnehmer ein entsprechendes Angebot des Unternehmens angenommen hat, es sei denn, dass das Unternehmen sein Angebot bereits zu einem früheren Zeitpunkt aufgrund rechtlicher oder anderer Beschränkungen nicht mehr zurückziehen kann. Verpflichtungen infolge der alleinigen Entscheidung des Unternehmens zum Abbau von Arbeitsplätzen werden angesetzt, sobald das Unternehmen einen detaillierten formalen Plan zur Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen bekannt gegeben hat. Werden Leistungen aus Anlass der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen i.S.d. IAS 37 gewährt, wird eine Verpflichtung nach IAS 19 zugleich mit dem Ansatz einer Restrukturierungsrückstellung angesetzt. Sind die Leistungen mehr als zwölf Monate nach dem Abschluss-Stichtag fällig, so wird der erwartete Erfüllungsbetrag auf den Abschluss-Stichtag abgezinst. Sofern der Zeitpunkt oder der Betrag der Auszahlung zum Abschluss-Stichtag noch ungewiss ist, werden die Verpflichtungen unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENSonstige Rückstellungen werden für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten angesetzt, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind. Für solche Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet, soweit diese auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen, wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen und diese Abflüsse zuverlässig ermittelt werden können. Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken und Unsicherheiten zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Der Erfüllungsbetrag wird auf der Basis einer bestmöglichen Schätzung bestimmt, wobei je nach Charakteristik der Verpflichtung geeignete Schätzverfahren und Informationsquellen genutzt werden. Bei einer Vielzahl ähnlicher Verpflichtungen wird die Gruppe der Verpflichtungen als Ganzes betrachtet. Als Schätzverfahren wird auf die Erwartungswertmethode zurückgegriffen. Bei Vorliegen von Bandbreiten möglicher Ereignisse mit gleicher Eintrittswahrscheinlichkeit wird der Mittelwert angesetzt. Einzelne Verpflichtungen (z. B. Rechts- und Prozessrisiken) werden regelmäßig mit dem wahrscheinlichsten Ergebnis bewertet, soweit nicht aufgrund besonderer Wahrscheinlichkeitsverteilungen andere Schätzungen zu einer angemesseneren Bewertung führen. Bei der Bewertung von Rückstellungen werden Erfahrungswerte aus der Vergangenheit, aktuelle Kosten- und Preisinformationen sowie Einschätzungen bzw. Gutachten von Sachverständigen und Experten genutzt. Soweit zur Bestimmung des Erfüllungsbetrags Erfahrungswerte oder aktuelle Kosten- und Preisinformationen herangezogen werden, werden diese Werte auf den voraussichtlichen Erfüllungszeitpunkt fortgeschrieben. Zu diesem Zweck wird auf geeignete Preisentwicklungsindikatoren (z. B. Baupreisindizes oder Inflationsraten) zurückgegriffen. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Zur Abzinsung werden Marktzinssätze vor Steuern verwendet, die Laufzeit und Risiko (soweit nicht bereits bei Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt) der Verpflichtung widerspiegeln. Erstattungsansprüche werden nicht mit Rückstellungen saldiert, sondern getrennt aktiviert, sobald ihre Realisation so gut wie sicher ist. Rückstellungen für Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnliche Verpflichtungen, die als Folge des Erwerbs von Sachanlagen entstehen, werden erfolgsneutral als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten des korrespondierenden Vermögenswerts angesetzt. Spätere Änderungen der Schätzungen der Höhe oder des zeitlichen Anfalls von Auszahlungen oder Änderungen des Zinssatzes zur Bewertung dieser Verpflichtungen werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst und führen zu nachträglichen Erhöhungen oder Minderungen des Buchwerts der betroffenen Sachanlage. Dies führt somit auch zu veränderten künftig zu erfassenden planmäßigen Abschreibungen des Vermögenswerts und damit im Ergebnis zu einer erfolgswirksamen Erfassung der Schätzungsänderungen über die Restnutzungsdauer. Für den Fall, dass eine Minderung der Rückstellung den Buchwert des korrespondierenden Vermögenswerts überschreitet, ist der übersteigende Betrag unmittelbar erfolgswirksam als Ertrag zu erfassen. FINANZINSTRUMENTEFinanzinstrumente werden angesetzt, sobald die Deutsche Telekom Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang allerdings der Erfüllungstag relevant, d. h. der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch die Deutsche Telekom geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Übertragene finanzielle Vermögenswerte werden vollständig ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen übergehen, oder wenn sie teilweise übergehen (Risikoteilung) und der Erwerber sowohl die rechtliche als auch die tatsächliche Fähigkeit hat, die Vermögenswerte weiter zu veräußern. Hat der Erwerber im Fall der Risikoteilung keine Möglichkeit zur Weiterveräußerung, werden die Vermögenswerte im Umfang des zurückbehaltenen Maximalrisikos weiterbilanziert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die Verpflichtung rechtlich entfallen ist oder die Vertragsbedingungen nicht unwesentlich modifiziert wurden. Finanzielle Vermögenswerte umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen, gehaltene Eigenkapitalinstrumente sowie derivative finanzielle Vermögenswerte; sie werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen sowie zusätzlich bei Schuldinstrumenten die künftig zu erwartenden Wertminderungen. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Für die Bewertung von gehaltenen Schuldinstrumenten ist von Bedeutung, welches Geschäftsmodell für sie jeweils gilt, und ob sie die Charakteristika eines gewöhnlichen Darlehens aufweisen, d. h., ob ihre Zahlungsströme ausschließlich aus Zins und Tilgung bestehen. Weisen sie diese Charakteristika auf, und sollen sie gemäß Geschäftsmodell nicht verkauft, sondern bis zur Fälligkeit gehalten werden, sind sie zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. Zielt das Geschäftsmodell darauf ab, solche Instrumente teils zu verkaufen und teils zu halten, werden sie zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet. In allen anderen Fällen sind finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Für separate Portfolios gleichartiger Schuldinstrumente können unterschiedliche Geschäftsmodelle gelten, z. B. wenn für bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Factoring-Transaktionen existieren. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten, sie haben bei Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen werden bei Zugang mit dem Transaktionspreis angesetzt, soweit sie keine signifikante Finanzierungskomponente beinhalten. Instrumente mit signifikanter Finanzierungskomponente werden bei Zugang zum Fair Value angesetzt. Gehaltene Eigenkapitalinstrumente umfassen strategische Beteiligungen. Die Deutsche Telekom hat das Wahlrecht ausgeübt, diese grundsätzlich über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung zu bewerten. Grund hierfür ist, dass bei strategischen Beteiligungen nicht die kurzfristige Gewinnmaximierung im Vordergrund steht. Erwerb und Veräußerung von strategischen Beteiligungen basieren auf geschäftspolitischen Überlegungen. Dividenden werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst, soweit sie keine Kapitalrückzahlung darstellen. Derivative finanzielle Vermögenswerte, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden sind, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In der Konzern-Kapitalflussrechnung erfasst die Deutsche Telekom die Zahlungsströme aus Zinsen und erhaltenen Dividenden als Ein- bzw. Auszahlungen im Cashflow aus Geschäftstätigkeit. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, Bestandteil des Buchwerts. Ist bei Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten das vereinbarte Zahlungsziel länger als zu diesem Zeitpunkt auf dem betreffenden Beschaffungsmarkt branchenüblich, so wird diese Verbindlichkeit nicht in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, sondern in den sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten innerhalb der finanziellen Verbindlichkeiten. In der Kapitalflussrechnung wird eine solche Finanzierungsvereinbarung als zahlungsunwirksame Transaktion abgebildet und die betreffende Tilgung der finanziellen Verbindlichkeit im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Dies gilt unabhängig davon, ob der Lieferant seine Forderung verkauft oder nicht. Weitere Informationen zu den Auswirkungen auf die Konzern-Kapitalflussrechnung finden Sie in Angabe 34 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung". Derivative finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden sind, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei Finanzinstrumenten hat die Deutsche Telekom von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu designieren (At Fair Value through Profit or Loss), bisher keinen Gebrauch gemacht. Schuldinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, werden bei ihrer erstmaligen Erfassung unter Berücksichtigung der künftig erwarteten Wertminderungen bewertet. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit und ohne signifikante Finanzierungskomponente, Vertragsvermögenswerte und Leasing-Vermögenswerte wird der Wertminderungsbedarf stets auf Basis der über die gesamte Laufzeit erwarteten Verluste ermittelt. Für alle anderen Instrumente werden die Wertminderungen nur dann auf Basis der über die gesamte Laufzeit erwarteten Verluste ermittelt, wenn sich das Kreditrisiko seit erstmaligem Ansatz wesentlich erhöht hat. Andernfalls werden die Wertminderungen lediglich auf Basis der erwarteten Verluste ermittelt, die aus einem innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschluss-Stichtag auftretenden Verlustereignis resultieren würden. In diesem Fall werden also Verlustereignisse nicht berücksichtigt, die später als zwölf Monate nach dem Abschluss-Stichtag auftreten können. Bei der Ermittlung des künftig zu erwartenden Wertminderungsbedarfs wird grundsätzlich auf historische Ausfallwahrscheinlichkeiten abgestellt, die um für das Kreditrisiko relevante Zukunftsparameter ergänzt werden. Für Schuldinstrumente, die auf einem aktiven Markt gehandelt werden, wird zur Bestimmung der künftig erwarteten Kreditverluste auf öffentlich zugängliche Marktdaten zurückgegriffen. Die Wertminderungen tragen den künftig erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam auf Wertminderungen untersucht und wertberichtigt. Die Cashflows werden auf Basis des gewichteten Durchschnitts der ursprünglichen Effektivzinssätze der im jeweiligen Portfolio enthaltenen finanziellen Vermögenswerte abgezinst. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Aufgrund unterschiedlicher operativer Segmente sowie unterschiedlicher regionaler Rahmenbedingungen obliegt diese Beurteilung den einzelnen Portfolio-Verantwortlichen. Die Deutsche Telekom setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken ein. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen relevant. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Dieser Wert kann positiv oder negativ sein. Liegen keine Marktwerte vor, müssen die beizulegenden Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet werden. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom bei Übertragung des Finanzinstruments zum Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde bzw. zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschluss-Stichtag relevanten Wechselkurse und Zinssätze der Vertragspartner berechnet. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden derivativen Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem Dirty Price (Full Fair Value) unterschieden. Im Unterschied zum Clean Price umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten Stückzinsen. Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Dirty Price. Von finanziellen Verbindlichkeiten und sonstigen nichtfinanziellen Verträgen, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind eingebettete Derivate abzuspalten, wenn diese vom übrigen Instrument abweichende wirtschaftliche Merkmale und Risiken aufweisen. Die Derivate sind dann separat zu bilanzieren und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Eine Abspaltung von in finanziellen Vermögenswerten eingebetteten Derivaten kommt jedoch nicht in Betracht. Vielmehr ist in solchen Fällen das Gesamtinstrument zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte - erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutrale Erfassung im Eigenkapital - ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IFRS 9 eingebunden ist. Liegt keine Sicherungsbeziehung vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting), wird der Absicherungszusammenhang als solcher bilanziert. Die Deutsche Telekom wendet Vorschriften zum Hedge Accounting zur Sicherung von Bilanzposten und künftigen Zahlungsströmen an. Dies mindert Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Nach Art des abgesicherten Grundgeschäfts ist zwischen Fair Value Hedge, Cashflow Hedge und Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation zu unterscheiden. Sicherungsbeziehungen werden ausschließlich nach den Regeln des IFRS 9 abgebildet. Die Deutsche Telekom hat das Wahlrecht ausgeübt, Währungsbasis-Spreads (Cross Currency Basis Spreads) nicht als Teil der jeweiligen Sicherungsbeziehung zu designieren, sondern als Kosten der Absicherung gesondert im Eigenkapital zu erfassen. Zur Absicherung des Währungsrisikos einer bilanzunwirksamen festen Verpflichtung nutzt die Deutsche Telekom das Wahlrecht und bilanziert sie nicht als Fair Value Hedge, sondern als Cashflow Hedge. Bei Fair Value Hedges erfolgt die Amortisation der kumulierten Buchwertanpassungen des gesicherten Grundgeschäfts ab dem Zeitpunkt der Auflösung der Sicherungsbeziehung. IFRS 9 stellt strenge Anforderungen an die Anwendung von Hedge Accounting. Diese werden von der Deutschen Telekom wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch das Ziel sowie die Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählen sowohl die konkrete Zuordnung der Sicherungsinstrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten oder (fest vereinbarten/erwarteten) künftigen Transaktionen als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit (Effektivität) der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsbeziehungen werden fortlaufend auf ihre Wirksamkeit hin überwacht. Sind die Voraussetzungen für die Anwendung von Hedge Accounting nicht mehr erfüllt, wird die Sicherungsbeziehung umgehend aufgelöst. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet die Deutsche Telekom kein Hedge Accounting gemäß IFRS 9 an, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten gezeigt werden. ERFOLGSUNSICHERHEITEN (EVENTUALSCHULDEN UND -FORDERUNGEN)Erfolgsunsicherheiten (Eventualschulden und -forderungen) sind mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig unter Kontrolle der Deutschen Telekom stehen. Eventualschulden sind auch gegenwärtige Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, bei denen der Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, unwahrscheinlich ist oder bei denen der Umfang der Verpflichtung nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann. Eventualschulden werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommen wurden. Nicht im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommene Eventualschulden werden nicht angesetzt. Eventualforderungen werden nicht angesetzt. Ist die Realisation von Erträgen jedoch so gut wie sicher, ist der betreffende Vermögenswert nicht mehr als Eventualforderung anzusehen und wird als Vermögenswert angesetzt. Sofern ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen nicht unwahrscheinlich ist, werden im Konzern-Anhang Angaben zu Eventualschulden gemacht. Gleiches gilt für Eventualforderungen, sofern der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist. LEASINGDas wirtschaftliche Eigentum an Leasing-Gegenständen wird demjenigen Vertragspartner in einem Leasing-Verhältnis zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Leasing-Gegenstand verbunden sind. Trägt der Leasing-Geber die wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), wird der Leasing-Gegenstand vom Leasing-Geber in der Bilanz angesetzt. Die Bewertung des Leasing-Gegenstands richtet sich nach den für den Leasing-Gegenstand einschlägigen Bilanzierungsvorschriften. Die Leasing-Raten werden vom Leasing-Geber erfolgswirksam vereinnahmt. Der Leasing-Nehmer in einem Operating Lease erfasst die während des Zeitraums des Leasing-Verhältnisses zu leistenden Leasing-Raten erfolgswirksam. Vertraglich festgelegte künftige Veränderungen der Leasing-Raten während der Laufzeit werden über die gesamte nur einmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses festgelegte Vertragslaufzeit gleichmäßig im Aufwand erfasst (Straight-line leases). Im Fall von Verlängerungsoptionen wird zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasing-Verhältnisses zunächst die hinreichend sichere Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt. Ändert sich im Verlauf des Leasing-Verhältnisses die ursprüngliche Einschätzung der Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen, so ist eine entsprechende Schätzungsänderung für die Ermittlung der künftigen Verpflichtungen aus Operating Leasing-Geschäften vorzunehmen. Trägt der Leasing-Nehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am Leasing-Gegenstand verbunden sind (Finance Lease), so hat der Leasing-Nehmer den Leasing-Gegenstand in der Bilanz anzusetzen. Der Leasing-Gegenstand wird im Zugangszeitpunkt mit seinem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindest-Leasing-Zahlungen bewertet und über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Abschreibung wird erfolgswirksam erfasst. Der Leasing-Nehmer setzt im Zugangszeitpunkt zugleich eine Leasing-Verbindlichkeit an, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasing-Gegenstands entspricht. Die Leasing-Verbindlichkeit wird in den Folgeperioden nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben. Der Leasing-Geber in einem Finance Lease setzt eine Forderung in Höhe des Netto-Investitionswerts aus dem Leasing-Verhältnis an. Die Leasing-Erträge werden in Tilgungen der Leasing-Forderung und Finanzerträge aufgeteilt. Die Forderung aus dem Leasing-Verhältnis wird nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben. Wenn eine Sale-and-Leaseback-Transaktion zu einem Finance Lease führt, wird ein etwaiger Überschuss der Verkaufserlöse über den Buchwert abgegrenzt und über die Laufzeit des Leasing-Verhältnisses erfolgswirksam erfasst. AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGSPROGRAMMEAktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden im Zeitpunkt der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung wird über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst und mit der Kapitalrücklage verrechnet. Der beizulegende Zeitwert wird bei aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente u.a. anhand von anerkannten Bewertungsverfahren ermittelt, z. B. dem Black-Scholes-Modell oder dem Monte-Carlo-Modell. Bei aktienbasierten Vergütungstransaktionen, die eine Erfüllung in bar vorsehen, sind die erworbenen Güter oder Dienstleistungen und die entstandene Schuld mit dem beizulegenden Zeitwert der Schuld zu erfassen. Bis zur Begleichung der Schuld ist der beizulegende Zeitwert der Schuld zu jedem Abschluss-Stichtag und am Erfüllungstag neu zu bestimmen und sind alle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam zu erfassen. UMSATZERLÖSE, VERTRAGSVERMÖGENSWERTE UND VERTRAGSVERBINDLICHKEITEN/-KOSTENDie Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Deutschen Telekom resultieren. Die gewöhnliche Geschäftstätigkeit beschränkt sich dabei nicht nur auf das Kerngeschäft, sondern umfasst auch sonstige wiederkehrende Lieferungen und Leistungen. Gewinne aus dem Verkauf von Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten werden dagegen nicht als Erlös, sondern als sonstiger betrieblicher Ertrag gezeigt. Sämtliche Nebenerlöse, die im Zusammenhang mit Lieferungen und Leistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens anfallen, werden ebenfalls unter den Erlösen ausgewiesen. Hierzu zählen z. B. Mahngebühren, Vertragsstrafen oder Verzugszinsen. Zinserträge aus der Aufzinsung von langfristigen Kundenforderungen und Vertragsvermögenswerten werden ebenfalls als Nebenerlöse im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens betrachtet, soweit die zugrunde liegenden Forderungen bzw. Vertragsvermögenswerte zur Erfassung von Erlösen geführt haben. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden abgeführte Steuern ausgewiesen. Sie werden entsprechend der Leistungserbringung erfasst, sofern die Einbringlichkeit der Gegenleistung wahrscheinlich ist. Bei Dienstleistungsverträgen mit einer stetigen Leistungserbringung wird das vertraglich gesicherte Gesamtentgelt - unabhängig von dem Zahlungsplan - linear über die Mindestvertragslaufzeit als Umsatz erfasst. Ein Vertragsvermögenswert (Contract Asset) ist anzusetzen, sofern die Deutsche Telekom aufgrund der Erfüllung einer vertraglichen Leistungsverpflichtung Erlöse erfasst hat, bevor der Kunde eine Zahlung geleistet hat bzw. bevor - unabhängig von der Fälligkeit - die Voraussetzungen für eine Rechnungstellung und damit den Ansatz einer Forderung vorliegen. Eine Vertragsverbindlichkeit (Contract Liability) ist anzusetzen, sofern der Kunde eine Zahlung geleistet hat bzw. eine Forderung gegenüber dem Kunden fällig wird, bevor die Deutsche Telekom eine vertragliche Leistungsverpflichtung erfüllt und damit Erlöse erfasst hat. Vertragsverbindlichkeiten sind innerhalb eines Kundenvertrags mit Vertragsforderungen zu saldieren. Mehrkomponentenvereinbarungen, welche die Lieferung bzw. Erbringung von mehreren Produkten bzw. Dienstleistungen enthalten, sind in eigenständig abgrenzbare Leistungsverpflichtungen zu trennen, wobei für jede Leistungsverpflichtung ein gesonderter Erlösbeitrag zu bestimmen und mit Erfüllung der Verpflichtung gegenüber dem Kunden als Erlös zu erfassen ist. Dies betrifft bei der Deutschen Telekom insbesondere die Kombination aus dem Verkauf oder der Vermietung eines mobilen Endgeräts oder einer sonstigen Telekommunikationseinrichtung in Verbindung mit dem Abschluss eines Mobilfunk- oder Festnetz-Vertrags. Der Gesamttransaktionspreis des kombinierten Vertrags wird auf der Grundlage der anteiligen - ggf. zu schätzenden - Einzelveräußerungspreise auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufgeteilt, d. h., der Einzelveräußerungspreis jeder separaten Komponente wird ins Verhältnis zur Summe der Einzelveräußerungspreise der vertraglichen Leistungsverpflichtungen gesetzt. Dies bedeutet, dass der zu realisierende Umsatz für (häufig vorab gelieferte) Produkte, z. B. Mobilfunk-Endgeräte, die in Kombination mit einem langfristigen Service-Vertrag zu einem subventionierten Preis verkauft werden, über dem in Rechnung gestellten bzw. vereinnahmten Betrag liegt. In der Bilanz führt dies zum Ansatz eines Vertragsvermögenswerts, d. h. einer rechtlich noch nicht entstandenen Forderung aus dem Kundenvertrag. Der Vertragsvermögenswert wird über die verbleibende Mindestvertragsdauer aufgelöst und mindert - verglichen mit den in Rechnung gestellten Beträgen - die Umsatzerlöse der übrigen Leistungsverpflichtungen (hier: Mobilfunk-Service). Im Vergleich zu den Beträgen laut Rechnungsstellung führt dies zu einer Erhöhung der Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren zulasten der Umsätze aus der Erbringung von Dienstleistungen. Bereitstellungsentgelte und andere vorab geleistete Einmalzahlungen des Kunden, die keine Gegenleistung für eine separate Leistungsverpflichtung darstellen, werden als Vertragsverbindlichkeit abgegrenzt und über die Mindestvertragslaufzeit bzw. in Ausnahmefällen (z. B. bei jederzeit kündbaren Verträgen) über eine erwartete Vertragsdauer umsatzwirksam erfasst. Dies betrifft auch Entgelte für Installations- und Einrichtungstätigkeiten, sofern sie nicht einen eigenständigen Wert für den Kunden haben. In Abgrenzung zu Werbeangeboten sind Optionen zum kostenlosen oder vergünstigten Erwerb zusätzlicher Güter oder Dienstleistungen separate Leistungsverpflichtungen (Wesentliche Rechte), für die bis zur Einlösung oder des Verfalls der Option ein Teil des Umsatzes als Vertragsverbindlichkeit abzugrenzen ist, sofern der Preisnachlass auf künftige Käufe ein impliziter Vergütungsbestandteil des gegenwärtigen Vertrags und darüber hinaus signifikant ist. Maßstab für die Signifikanz ist, ob die Entscheidung des (durchschnittlichen) Kunden für den Abschluss des gegenwärtigen Vertrags durch den Anspruch auf den künftigen Preisnachlass voraussichtlich wesentlich beeinflusst wurde. Angebote für Mengenrabatte für den Erwerb zusätzlicher Kernprodukte eines Unternehmens (z. B. ein angebotener Rabatt auf einen zusätzlichen Festnetz-Vertrag für Mobilfunk-Kunden) werden von der Deutschen Telekom als nicht zu berücksichtigende Werbeangebote qualifiziert. Langfristige Kundenforderungen (z. B. aus Ratenverkäufen von Endgeräten), Vertragsvermögenswerte (z. B. aus dem subventionierten Verkauf eines Endgerätes im Zusammenhang mit dem Abschluss eines langfristigen Kundenvertrags) oder Vertragsverbindlichkeiten (z. B. aus einer Vorauszahlung des Kunden) sind zum Barwert anzusetzen, sofern die Finanzierungskomponente bezogen auf den gesamten Vertragswert (d. h. einschließlich derjenigen Leistungsverpflichtungen, die keine Finanzierungskomponente enthalten) signifikant ist. Der Abzinsungssatz spiegelt auch das Ausfallrisiko des Kunden wider. Die Deutsche Telekom nimmt das Wahlrecht in Anspruch, eine signifikante Finanzierungskomponente nicht zu berücksichtigen, wenn die Zeitspanne zwischen der Lieferung eines Gutes oder der Erbringung einer Dienstleistung und der Zahlung durch den Kunden maximal ein Jahr beträgt. Zahlungen an Kunden einschließlich Gutschriften oder nachträgliche Preisnachlässe werden grundsätzlich als Erlösminderung erfasst, es sei denn, die Zahlung ist eine Gegenleistung für eine eigenständig abgrenzbare, angemessen bewertbare Lieferung oder Leistung des Kunden. Brutto- vs. Nettoausweis: In Fällen, in denen ein Unternehmen sich in einer intermediären Position zwischen einem anderen Lieferanten/Anbieter (z. B. Hersteller, Großhändler) und einem Endkunden befindet, ist zu beurteilen, ob das Unternehmen das betreffende Produkt bzw. die vom Kunden gewünschte Dienstleistung als Prinzipal selbst liefert bzw. erbringt oder das Unternehmen lediglich als Agent für den Lieferanten tätig wird. Von dem Ergebnis hängt ab, ob das Unternehmen Erlöse auf Bruttobasis (als Prinzipal) oder auf Nettobasis nach Abzug der Kosten gegenüber dem Lieferanten (als Agent) erfassen kann. Für die Deutsche Telekom stellt sich die Frage insbesondere bei digitalen Dienstleistungen (z. B. Streaming-Dienste, Cloud-basierte Software as a Service), die von Dritten bezogen und als Teil des Produkt-Portfolios der Deutschen Telekom an Endkunden verkauft werden. Zusammenfassend sieht sich die Deutsche Telekom im Falle von Rechten an Gütern oder Leistungen eines Dritten bei Erfüllung aller folgenden Voraussetzungen in einer Prinzipalstellung gegenüber dem Endkunden und weist damit Bruttoerlöse aus:
Vertragskosten umfassen Kosten der Vertragsanbahnung (im Wesentlichen Vertriebsprovisionen an Mitarbeiter und Dritthändler im direkten und indirekten Vertriebskanal) sowie Vertragserfüllungskosten. Diese sind zu aktivieren, wenn davon auszugehen ist, dass die Kosten durch künftige Erlöse aus dem Vertrag kompensiert werden. Kosten der Vertragsanbahnung sind zusätzliche Kosten, die ohne den Vertragsabschluss nicht angefallen wären. Vertragserfüllungskosten sind nach Vertragsbeginn anfallende, direkt zurechenbare Kosten, die der Vertragserfüllung dienen, dieser jedoch zeitlich vorgelagert sind und nicht unter einem anderen Standard zu aktivieren sind. Die Deutsche Telekom macht von dem Wahlrecht Gebrauch, Vertragskosten, deren Abschreibungszeitraum nicht mehr als ein Jahr betragen würde, grundsätzlich sofort als Aufwand zu erfassen. Die aktivierten Vertragskosten werden grundsätzlich linear über die geschätzte Kundenbindungsdauer aufwandswirksam erfasst. Die Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung der Deutschen Telekom nicht unter den planmäßigen Abschreibungen, sondern - abhängig vom Vertriebskanal - als Materialaufwand oder Personalaufwand ausgewiesen. Im indirekten Vertriebskanal vermitteln Dritthändler häufig Service-Verträge im Namen und für Rechnung der Deutschen Telekom (als Agent) in Verbindung mit dem Verkauf von subventionierten Endgeräten im eigenen Namen und für eigene Rechnung (als Prinzipal). Der Händler erhält in diesen Fällen eine Provision in einer Höhe, die ihn explizit oder implizit für die gewährte Endgerätesubvention entschädigt. Der Kunde bezahlt letztlich - wie auch beim Mehrkomponentengeschäft im direkten Vertriebskanal - die Endgerätesubvention, indem er für den Service-Vertrag einen Preis zahlt, der über dem Einzelveräußerungspreis liegt. Die Deutsche Telekom sieht hierin ein implizites Versprechen gegenüber dem Kunden, bei Abschluss dieses Service-Vertrags ein Endgerät zu einem rabattierten Preis erwerben zu können. Der einzige Unterschied zum Service-Verkauf im direkten Vertrieb besteht darin, dass nicht die Deutsche Telekom den Rabatt im Rahmen eines Mehrkomponentengeschäfts gewährt, sondern ein Dritthändler, der von der Deutschen Telekom dafür mittels der Provision für die Vermittlung des Service-Vertrags kompensiert wird. Da es sich dem wirtschaftlichen Gehalt nach um indirekte Zahlungen der Deutschen Telekom an Kunden handelt, wird der Teil der Provisionszahlungen, der auf die (impliziten) Kostenerstattungen an den Händler entfällt, nicht als Vertragskosten, sondern als Vertragsvermögenswert aktiviert und damit über die Vertragslaufzeit nicht als Aufwand, sondern als Minderung der Service-Umsätze erfasst. Damit wird sichergestellt, dass die Höhe der Service-Umsätze gegenüber Endkunden für identische Tarife nicht von der Art des Vertriebskanals abhängt. Im Einzelnen gestaltet sich die Umsatzrealisierung der Deutschen Telekom wie folgt: Das Mobilfunk- und Festnetz-Geschäft der operativen Segmente Deutschland, USA, Europa und Group Development umfasst Mobilfunk-Dienste, schmal- und breitbandige Zugänge zum Festnetz sowie Internet, Fernsehen via Internet, Verbindungs- und Roaming-Entgelte, die anderen Mobilfunk-Betreibern in Rechnung gestellt werden (Wholesale-Geschäft), sowie den Verkauf oder die Vermietung mobiler Endgeräte, anderer Telekommunikationseinrichtungen und Zubehör. Umsätze aus der Nutzung von Sprach-/Datenkommunikation sowie Fernsehen via Internet wird mit Erbringung der vereinbarten Dienstleistung realisiert. Die erbrachten Dienstleistungen beziehen sich dabei entweder auf die Nutzung durch den Kunden (z. B. Telefonminuten), den Zeitablauf (z. B. monatliche "Flatrate-Tarife") oder andere vereinbarte Tarifmodelle. Der Umsatz und die mit dem Verkauf von Telekommunikationseinrichtungen und Zubehör verbundenen Aufwendungen werden erfasst, sobald die Produkte geliefert werden und soweit keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens bestehen, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Umsätze aus Vermietungen von mobilen Endgeräten und Telekommunikationseinrichtungen, die wirtschaftlich nicht als Verkauf anzusehen sind, werden monatlich mit Entstehung des Anspruchs auf die Entgelte realisiert. Werbeumsätze werden in der Periode erfasst, in der die Werbung gezeigt wird. Inzahlungnahmerechte für gebrauchte Geräte, die Kunden bereits bei Vertragsschluss unter der Bedingung einer neuen Kauftransaktion (einschließlich der Verlängerung eines bestehenden Service-Vertrags) gewährt werden, stellen keine Rückkaufvereinbarungen dar, sondern sind im Falle eines den Zeitwert des Geräts übersteigenden Rückkaufpreises als separate Leistungsverpflichtungen zu bilanzieren, für die bis zur Einlösung bzw. des Verfalls ein Teil der vertraglichen Erlöse abzugrenzen ist. Insbesondere im Mobilfunk-Geschäft weichen die Zeitpunkte der Zahlungen für mobile Endgeräte, die im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Dienstleistungsvertrags verkauft werden, von dem Zeitpunkt der Lieferung und damit der Umsatzerfassung ab. Im Falle einer signifikanten Finanzierungskomponente ist der Umsatz zum Barwert anzusetzen. Während im operativen Segment Deutschland und zum Teil auch im operativen Segment Europa der Verkauf von subventionierten Endgeräten im Zusammenhang mit dem Abschluss von Service-Verträgen im Privatkundengeschäft weiterhin üblich ist, werden in den operativen Segmenten USA und zum Teil Europa Endgeräte nicht oder nur in geringem Umfang rabattiert verkauft, sondern dem Kunden stattdessen Ratenzahlungs- oder Leasing-Modelle angeboten. Sowohl im Subventionsmodell als auch im Ratenzahlungsmodell ist damit zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung ein Vermögenswert anzusetzen, der in der Regel über einen Service-Vertragszeitraum von 24 Monaten durch Zahlungen des Kunden aufgelöst wird. Der einzige Unterschied besteht darin, dass es sich im Subventionsmodell um einen Vertragsvermögenswert handelt, der durch den Teil der monatlichen Rechnungsstellung getilgt wird, der die allokierten monatlichen Service-Umsätze übersteigt. Im Ratenzahlungsmodell handelt es sich dagegen um eine rechtlich bereits entstandene Kundenforderung, die - separat von der monatlichen Rechnungsstellung für Telekommunikationsleistungen - entsprechend eines Ratenzahlungsplans beglichen wird. Das operative Segment Systemgeschäft umfasst u.a. IT-Dienstleistungen und Netzwerk-Dienstleistungen für Großkunden inklusive IT-Outsourcing-Leistungen sowie den Verkauf von Hardware inklusive Desktop Services. Erlöse aus Dienstleistungsverträgen werden entsprechend der Leistungserbringung, d. h. grundsätzlich anteilig über die Vertragslaufzeit, erfasst. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeit- und Materialaufwand abgerechnete Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden und dem Anfallen direkter Kosten zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hardware bzw. aus Miet- und Leasing-Geschäften, die wirtschaftlich als Verkauf anzusehen sind, werden realisiert, sobald das Produkt an den Kunden versandt wurde und soweit es keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens gibt, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Sämtliche Kosten aus diesen Verpflichtungen werden bei der Realisierung des entsprechenden Umsatzerlöses erfasst. Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen und Dienstleistungsverträgen (oder Komponenten von Dienstleistungsverträgen), bei denen ein Werk geschuldet wird (z. B. IT-Entwicklungen), werden nach Maßgabe des Leistungsfortschritts realisiert ("Percentage-of-Completion"-Methode). Der Leistungsfortschritt bzw. Fertigstellungsgrad wird in der Regel durch das Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten bestimmt ("Cost to Cost"-Methode). Insbesondere bei komplexen Outsourcing-Verträgen mit Großkunden ist in vielen Fällen eine verlässliche Schätzung der gesamten Auftragskosten und damit des Fertigstellungsgrads nicht möglich, sodass Umsatzerlöse nur in Höhe der als Aufwand angefallenen Auftragskosten zu erfassen sind. Ein anteiliger Gewinn wird damit erst bei vollständiger Fertigstellung realisiert ("Zero Profit"-Methode). Umsatzerlöse aus Miet- und Leasing-Geschäften, die wirtschaftlich nicht als Verkauf anzusehen sind, werden linear über den Mietzeitraum erfasst. ERTRAGSTEUERNDie Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch die latenten Steuern. Tatsächliche und latente Steueransprüche und Steuerschulden sind grundsätzlich anzusetzen, wenn sie wahrscheinlich sind. Die Bewertung folgt den Steuervorschriften, die am Abschluss-Stichtag gültig oder angekündigt sind, sofern die Ankündigung die Wirkung einer tatsächlichen Inkraftsetzung hat. Werden tatsächliche und latente Steuern angesetzt, sind sie als Ertrag oder Aufwand zu erfassen, sofern sie nicht aus einem Geschäftsvorfall resultieren, der außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst wird bzw. im Zusammenhang mit einem Unternehmenszusammenschluss steht. In der Bilanz sind grundsätzlich tatsächliche Steueransprüche mit tatsächlichen Steuerschulden und latente Steueransprüche mit latenten Steuerschulden zu saldieren, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steueransprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht, beabsichtigt ist diese durchzuführen und sich die Steueransprüche und Steuerschulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Tatsächliche Steueransprüche und Steuerschulden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Zahlung oder Erstattung gegenüber der Steuerbehörde zu erwarten ist. Diese umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen/Ansprüche aus Vorjahren. Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten in der Konzern-Bilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften angesetzt. Abweichend von diesem Grundsatz werden keine latenten Steuern auf temporäre Differenzen angesetzt, wenn diese aus dem erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Schulden resultieren, dadurch weder das IFRS-Ergebnis (vor Ertragsteuern) noch das steuerrechtliche Ergebnis beeinflusst wird und es sich nicht um Unternehmenszusammenschlüsse handelt. Darüber hinaus werden keine passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen gebildet, die im Zusammenhang mit der erstmaligen Bilanzierung eines Geschäfts- oder Firmenwerts stehen. Passive latente Steuern im Zusammenhang mit temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen werden grundsätzlich gebildet, es sei denn, die Deutsche Telekom ist in der Lage, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenz zu steuern, und die temporären Differenzen werden sich in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht umkehren. ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGSUNSICHERHEITENDie Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen abhängig. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die nachstehend aufgeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zugrunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der Auswirkungen, die diese Schätzungen, Annahmen und Unsicherheiten auf den Konzernabschluss haben könnten. Die Bewertung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt verbunden, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden. Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte zu schätzen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden sowie der Nutzungsdauern der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements. Die Bewertung von durch Tauschtransaktionen erworbenen immateriellen Vermögenswerten basiert auf der Beurteilung des Managements, ob ein Tauschgeschäft wirtschaftliche Substanz hat. Diese beruht auf einer Analyse, in welchem Umfang sich die künftigen Cashflows (Risiko, Zeitpunkt und Betrag) infolge der Transaktion voraussichtlich ändern. Für diese Analyse sowie die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten werden Informationen von externen Gutachtern eingeholt. Im Rahmen der Ermittlung der Wertminderung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten werden auch Schätzungen vorgenommen, die sich u.a. auf Ursache, Zeitpunkt und Höhe der Wertminderung beziehen. Eine Wertminderung beruht auf einer Vielzahl von Faktoren. Grundsätzlich werden Änderungen der gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen, Erwartungen bezüglich des Wachstums der Telekommunikationsbranche, Erhöhungen der Kapitalkosten, Änderungen der künftigen Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln, technologische Veralterung, die Einstellung von Dienstleistungen, aktuelle Wiederbeschaffungskosten, in vergleichbaren Transaktionen gezahlte Kaufpreise und sonstige das Umfeld betreffende Änderungen, die auf eine Wertminderung hindeuten, berücksichtigt. Die Identifizierung von Anhaltspunkten, die auf eine Wertminderung hindeuten, die Schätzung von künftigen Cashflows sowie die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten (oder von Gruppen von Vermögenswerten) sind mit wesentlichen Einschätzungen verbunden, die das Management hinsichtlich der Identifizierung und Überprüfung von Anzeichen für eine Wertminderung, der erwarteten Cashflows, der zutreffenden Abzinsungssätze, der jeweiligen Nutzungsdauern sowie der Restwerte zu treffen hat. Insbesondere geht die Schätzung der den beizulegenden Zeitwerten zugrunde liegenden Cashflows aus dem Mobilfunk-Geschäft von anhaltenden Investitionen in unsere Netzinfrastruktur aus, die notwendig sind, um durch das Angebot neuer Datenprodukte und -dienste ein Erlöswachstum zu generieren. Hierzu liegen nur in begrenztem Umfang historische Informationen über die Kundennachfrage vor. Wenn die Nachfrage nach diesen Produkten und Diensten sich nicht so entwickelt wie erwartet, würde dies die Erlöse und Cashflows reduzieren und möglicherweise zu Wertminderungsaufwendungen führen. Darüber hinaus fließen weitere Planungsunsicherheiten in die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte ein, die die Risiken der makroökonomischen Entwicklung widerspiegeln. Dies könnte sich negativ auf die künftige Ertragslage auswirken. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist mit Schätzungen durch das Management verbunden. Zu den verwendeten Methoden zur Berechnung des erzielbaren Betrags zählen Methoden auf der Grundlage von Discounted Cashflows und Methoden, die als Basis Marktpreise heranziehen. Den Bewertungen auf der Grundlage von Discounted Cashflows liegen Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider und wird gewählt, um einen für die Berechnung der ewigen Rente nötigen stabilen Geschäftsausblick des Unternehmens zu erhalten. Dieser wird erst bei dem gewählten Planungshorizont, insbesondere aufgrund der teilweise langen Investitionszyklen in der Telekommunikationsbranche sowie der langfristig geplanten und erwarteten Investitionen zum Erwerb und zur Verlängerung von Frequenznutzungsrechten, erreicht. Cashflows, die über die interne Mittelfristplanung hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Berechnung des erzielbaren Betrags beruht, gehören folgende im Wesentlichen intern ermittelte Annahmen, die auf vergangenen Erfahrungen aufbauen, um aktuelle interne Erwartungen erweitert und von externen Marktdaten und -einschätzungen untermauert werden: Umsatzentwicklung, Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten, Kündigungsraten, Investitionen, Marktanteile sowie Wachstumsraten. Diskontierungszinssätze werden auf Basis externer vom Markt abgeleiteter Größen bestimmt, unter Berücksichtigung der mit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. Künftige Veränderungen der vorgenannten Annahmen können dabei einen wesentlichen Einfluss auf die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben. Das Management bildet Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, um erwarteten Verlusten Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen. In jeder Steuerjurisdiktion, in der die Deutsche Telekom tätig ist, muss das Management bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Dies kommt u.a. bei der Entscheidung über den Ansatz aktiver latenter Steuern zum Tragen, da es wahrscheinlich sein muss, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar ist, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen, Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind - neben der Schätzung der zukünftigen Ergebnisse - weitere Faktoren heranzuziehen, wie z. B. Ertragslage der Vergangenheit, Verlässlichkeit der Planungen sowie Steuerplanungsstrategien. Der für die Wahrscheinlichkeitsbeurteilung betrachtete Planungszeitraum bestimmt sich nach den Umständen bei der jeweiligen Konzerngesellschaft und beträgt im Regelfall zwischen fünf und zehn Jahren. Die Pensionsverpflichtungen für Leistungen an nicht beamtete Arbeitnehmer sind grundsätzlich durch leistungsorientierte Pläne gedeckt. Die Aufwendungen für Altersversorgung für nicht beamtete Arbeitnehmer werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Verfahren ermittelt, die auf Annahmen hinsichtlich des Rechnungszinses, der erwarteten Gehalts- und Rententrends und der Lebenserwartung beruhen. Falls Änderungen der Annahmen in Bezug auf die genannten Parameter erforderlich sind, könnte dies wesentliche Auswirkungen auf die künftige Höhe der Aufwendungen für Altersversorgung haben. Gemäß dem Gesetz zur Reorganisation der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost ist die Deutsche Telekom verpflichtet, ihren Anteil an der Deckungslücke zwischen den Einnahmen der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) und ihren Leistungen auszugleichen. Die PBeaKK erbringt für ihre Mitglieder (aktive oder frühere Beamte der Deutschen Telekom AG, der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG) und deren Angehörige Leistungen in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen. Die PBeaKK wurde mit Inkrafttreten der Postreform II in ihrem Bestand geschlossen. Die von der PBeaKK vereinnahmten Versicherungsbeiträge dürfen die von alternativen Anbietern privater Krankenversicherung berechneten Versicherungsbeiträge für vergleichbare Leistungen nicht überschreiten. Daher wird die sich ändernde Altersstruktur der Mitglieder in der PBeaKK nicht in den Versicherungsbeiträgen berücksichtigt. In Höhe des nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechneten Barwerts des Anteils der Deutschen Telekom an den künftigen Deckungslücken werden Rückstellungen gebildet. Dabei werden Abzinsungssätze verwendet sowie Annahmen bezüglich der Lebenserwartungen und Prognosen hinsichtlich der Beiträge und der künftigen Steigerungen der Gesundheitskosten in Deutschland vorgenommen. Da die Berechnung dieser Rückstellungen mit langfristigen Prognosen über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren verbunden ist, kann sich der Barwert der Verbindlichkeit schon bei geringfügigen Schwankungen der der Berechnung zugrunde liegenden Annahmen erheblich ändern. Der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen und Eventualschulden im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder anderen ausstehenden Ansprüchen aus Vergleichs-, Vermittlungs-, Schiedsgerichts- oder staatlichen Verfahren sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch die Deutsche Telekom verbunden. So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat oder eine Verbindlichkeit entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung auf der Einschätzung des jeweiligen Sachverhalts. Ferner werden Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet, sofern ein Verlust wahrscheinlich ist und dieser Verlust verlässlich geschätzt werden kann. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste ggf. von den ursprünglichen Schätzungen und damit von dem Rückstellungsbetrag abweichen. Zudem ist die Ermittlung von Rückstellungen für Steuern und Rechtsrisiken mit erheblichen Schätzungen verbunden. Diese Schätzungen können sich aufgrund neuer Informationen ändern. Bei der Einholung neuer Informationen nutzt die Deutsche Telekom hauptsächlich die Dienste interner Experten sowie die Dienste externer Berater wie z. B. Versicherungsmathematiker oder Rechtsberater. Änderungen der Schätzungen dieser drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften können sich erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken. ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN: UMSATZREALISIERUNG, VERTRAGSVERMÖGENSWERTE UND VERTRAGSVERBINDLICHKEITEN/-KOSTENBei Mehrkomponentenvereinbarungen ist die Bestimmung der Einzelveräußerungspreise von einzelnen Produkten bzw. Dienstleistungen komplex, da bestimmte Komponenten preissensibel sind und daher in einem von Wettbewerb geprägten Marktumfeld Schwankungen unterliegen. Darüber hinaus liegen in vielen Fällen keine beobachtbaren Einzelveräußerungspreise für eigene Produkte vor. Der Rückgriff auf Marktpreise von ähnlichen Produkten ist aufgrund der in der Regel nicht vollständig gegebenen Vergleichbarkeit ebenso mit Unsicherheiten behaftet wie eine Schätzung mittels eines Kosten-plus-Marge-Ansatzes. Änderungen der Schätzungen der Einzelveräußerungspreise können die Aufteilung des Transaktionspreises für das gesamte Mehrkomponentengeschäft auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen erheblich beeinflussen und sich daher sowohl auf die Vermögenslage, d. h. auf die Höhe des Ansatzes von Vertragsvermögenswerten und Vertragsverbindlichkeiten, als auch auf die gegenwärtige und auf die künftige Ertragslage auswirken. Vorab geleistete Einmalzahlungen des Kunden bei jederzeit kündbaren Verträgen sind über eine erwartete Vertragsdauer zu erfassen, deren Zeitraum davon abhängt, über welchen Zeittraum aus kommerzieller Sicht faktisch von einer monatlichen Vertragsverlängerung bzw. Nichtkündigung des Kunden auszugehen ist. Vertragskosten werden abgegrenzt und grundsätzlich über die erwartete Dauer der Kundenbeziehung verteilt. Die Schätzung der erwarteten durchschnittlichen Kundenbindungsdauer basiert auf der historischen Kunden-Fluktuationsrate, die jedoch Schwankungen unterliegt und insbesondere im Falle der Einführung neuer Produkte nur eine begrenzte Aussagekraft bezüglich des künftigen Kundenverhaltens hat. Bei einer Änderung der Schätzungen durch das Management können sich wesentliche Unterschiede in Betrag und Zeitpunkt der Aufwendungen für nachfolgende Perioden ergeben. Die Signifikanz von wesentlichen Rechten ist eine Einschätzung, die sowohl auf quantitativen als auch auf qualitativen Faktoren beruht. Damit handelt es sich letztlich um eine - wenn auch durch quantitative Tatsachen unterstützte - Ermessensentscheidung. Abhängig von der Entscheidung, ob ein abzugrenzendes wesentliches Recht des Kunden vorliegt oder nicht, können sich wesentliche Unterschiede in Betrag und Zeitpunkt der Umsätze für die aktuelle sowie die nachfolgenden Perioden ergeben. Brutto- vs. Nettoausweis: Die Beurteilung, ob die Deutsche Telekom Erlöse als Prinzipal brutto oder als Agent netto nach Abzug der Kosten, d. h. nur in Höhe der verbleibenden Marge zeigt, erfordert eine Analyse sowohl der rechtlichen Form als auch der wirtschaftlichen Substanz von Verträgen. Nach Abwägung aller relevanten Fakten und Umstände des Einzelfalls ist die Entscheidung auch bei Anwendung eines konzerneinheitlichen Prüfungsschemas in vielen Fällen mit einem gewissen Ermessen verbunden. Abhängig von der Schlussfolgerung können sich wesentliche Unterschiede hinsichtlich der Höhe der Umsätze und der Aufwendungen für die aktuelle sowie die nachfolgenden Perioden ergeben. Das Betriebsergebnis ist davon jedoch nicht betroffen. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZETOCHTERUNTERNEHMENTochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt von der Deutschen Telekom beherrscht werden. Beherrschung (Control) besteht dann und nur dann, wenn ein Investor über die Entscheidungsmacht verfügt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder ihm Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und er infolge der Entscheidungsmacht in der Lage ist, die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Die Existenz und Auswirkung von substanziellen potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, einschließlich von anderen Konzernunternehmen gehaltener potenzieller Stimmrechte, werden bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen beherrscht wird, berücksichtigt. In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochterunternehmen einbezogen, es sei denn, die Kosten der Aufbereitung des für eine Einbeziehung im Wege der Vollkonsolidierung erforderlichen Berichtswesens überwiegen den Nutzen des entsprechenden Berichtswesens, was v.a. bei Tochterunternehmen der Fall ist, die aus Sicht eines operativen Segments oder des Konzerns nach folgender Beurteilung unwesentlich sind: Die Summe aller nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen darf nicht mehr als 1 % des Gesamtkonzernwerts der Bilanzsumme, des Umsatzes, des Jahresergebnisses und der Eventualforderungen, -verbindlichkeiten sowie der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausmachen. Sollte die Grenze von 1 % überschritten werden, prüft die Deutsche Telekom unter Berücksichtigung von langfristiger Beteiligungsentwicklung und Konsolidierungseffekten, welche Unternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. Neben den quantitativen Kriterien werden auch qualitative Kriterien zur Beurteilung der Wesentlichkeit eines Unternehmens für den Konsolidierungskreis herangezogen. So dürfen sich durch eine unterlassene Einbeziehung weder wesentliche Veränderungen des Segment- oder des Konzern-Jahresergebnisses ergeben noch weitere wesentliche Trends unberücksichtigt bleiben. Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden und unter IAS 39 als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen wurden, werden ab dem Geschäftsjahr 2018 unter den übrigen Vermögenswerten ausgewiesen und wurden zum 1. Januar 2018 mit einem Buchwert von 177 Mio. € umgegliedert. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Sofern erforderlich, werden Bilanzierungsgrundsätze von Tochterunternehmen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze der Deutschen Telekom angepasst. Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Mit Verlust des beherrschenden Einflusses wird in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ein Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Tochterunternehmens erfasst in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen (i) dem Erlös aus der Veräußerung des Tochterunternehmens, dem beizulegenden Zeitwert zurückbehaltener Anteile, dem Buchwert der nicht beherrschenden Anteile sowie der kumulierten auf das Tochterunternehmen entfallenden Beträge des sonstigen Konzernergebnisses und (ii) dem Buchwert des abgehenden Nettovermögens des Tochterunternehmens. GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN, GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMENGemeinsame Vereinbarungen, bei der zwei oder mehr Parteien gemeinschaftliche Führung über eine Aktivität ausüben, sind entweder als gemeinschaftliche Tätigkeiten oder als Gemeinschaftsunternehmen zu klassifizieren. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit ist dadurch gekennzeichnet, dass die an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien (gemeinschaftlich Tätige) Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten oder Verpflichtungen für deren Schulden haben. Ein gemeinschaftlich Tätiger erfasst seine ihm zuzurechnenden Vermögenswerte, Schulden, Erlöse und Aufwendungen sowie seinen Anteil an den gemeinschaftlichen Vermögenswerten, Schulden, Erlösen und Aufwendungen. Bei einem Gemeinschaftsunternehmen besitzen die an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien (Partnerunternehmen) hingegen Rechte am Nettovermögen der Gesellschaft. Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die die Deutsche Telekom maßgeblichen Einfluss ausübt und die weder Tochterunternehmen noch Gemeinschaftsunternehmen sind. Assoziierte Unternehmen werden ebenso wie die Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden beim Erwerb zu Anschaffungskosten angesetzt. Im Beteiligungsbuchwert enthalten ist ggf. ein Goodwill als positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem auf die Deutsche Telekom entfallenden Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Netto-Vermögenswerte des erworbenen Unternehmens. Sofern erforderlich, werden Bilanzierungsgrundsätze von Beteiligungsunternehmen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze der Deutschen Telekom angepasst. Die Werthaltigkeit des Equity-Buchwerts der Beteiligung wird untersucht, sofern Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sofern der Buchwert der Beteiligung ihren erzielbaren Betrag übersteigt, ist in Höhe der Differenz ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Der erzielbare Betrag wird durch den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert der Beteiligung bestimmt. Mit Verlust des maßgeblichen Einflusses wird ein Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Beteiligungsunternehmens erfasst in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen (i) dem Erlös aus der Veräußerung der Anteile, dem beizulegenden Zeitwert zurückbehaltener Anteile sowie der kumulierten auf das Beteiligungsunternehmen entfallenden Beträge des sonstigen Konzernergebnisses und (ii) dem Buchwert der abgehenden Beteiligung. Die Wesentlichkeitsbeurteilung für gemeinschaftlich geführte und assoziierte Unternehmen wird grundsätzlich nach dem gleichen Verfahren wie bei Tochterunternehmen vorgenommen, beschränkt sich jedoch auf die Kriterien Jahresergebnis, Eventualforderungen und -verbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen. UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSEEin Unternehmenszusammenschluss liegt vor, wenn die Deutsche Telekom die Beherrschung über ein anderes Unternehmen erlangt. Sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse sind nach der Erwerbsmethode abzubilden. Die Anschaffungskosten eines erworbenen Tochterunternehmens bemessen sich nach dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung, d. h. der Summe aus hingegebenen Vermögenswerten, übernommenen Schulden und ausgegebenen Eigenkapitalinstrumenten. Anschaffungsnebenkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst. Die Anschaffungskosten werden auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe der Deutschen Telekom - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Der Wertansatz eines etwaigen Goodwill wird bestimmt durch den Überschuss der Summe aus den Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Wert der Anteile anderer Gesellschafter (nicht beherrschende Anteile) und dem beizulegenden Zeitwert der bereits vor dem Erwerbsstichtag von der Deutschen Telekom gehaltenen Eigenkapitalanteile (sukzessiver Erwerb) über den beizulegenden Zeitwert der erworbenen Netto-Vermögenswerte. Ein Differenzbetrag aus der Neubewertung von bereits von der Deutschen Telekom gehaltenen Anteilen ist erfolgswirksam zu erfassen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss besteht ein Wahlrecht in Bezug auf die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile. Diese können entweder direkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt werden (d. h. mit dem Anteil anderer Gesellschafter am Gesamtunternehmenswert des erworbenen Unternehmens) oder mit dem auf andere Gesellschafter entfallenden Anteil am beizulegenden Zeitwert des erworbenen Nettovermögens. Dies führt im Ergebnis dazu, dass im ersten Fall die Minderheitsgesellschafter auch an dem aus dem Unternehmenszusammenschluss resultierenden Goodwill beteiligt werden, während im zweiten Fall der Anteil der anderen Gesellschafter auf die neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden beschränkt bleibt und der Goodwill nur in Höhe des auf die Deutsche Telekom entfallenden Anteils angesetzt wird. Transaktionen über den weiteren Kauf oder Verkauf von Eigenkapitalanteilen mit anderen Gesellschaftern, die den beherrschenden Einfluss der Deutschen Telekom nicht berühren, führen zu keiner Veränderung des Goodwill. Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen oder erhaltenen Gegenleistung (d. h. dem Kaufpreis der Anteile) und dem auf die betreffenden nicht beherrschenden Anteile entfallenden Buchwert des Eigenkapitals ist mit dem Konzerneigenkapital erfolgsneutral in der Kapitalrücklage zu verrechnen bzw. erhöht diese. VERÄNDERUNG DES KONSOLIDIERUNGSKREISES UND SONSTIGE TRANSAKTIONENIm Geschäftsjahr 2018 wurden von der Deutschen Telekom die nachfolgend beschriebenen Transaktionen durchgeführt, die Auswirkung auf den Konsolidierungskreis hatten bzw. haben werden. Weitere - hier nicht dargestellte - Veränderungen im Konsolidierungskreis hatten keine wesentliche Bedeutung für den Konzernabschluss der Deutschen Telekom. Erwerb Layer3 TV, Inc.Die durch T-Mobile US am 9. November 2017 unterzeichnete Vereinbarung zum Erwerb von 100% der Anteile an dem Online-TV-Anbieter Layer3 TV, Inc. wurde am 22. Januar 2018 vollzogen. T-Mobile US erwartet durch die Akquisition eine weitere Stärkung ihrer TV- und Videoangebote. Seit dem Erwerbszeitpunkt wird Layer3 TV als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die zum Erwerbszeitpunkt übertragene Gegenleistung in Form einer Barzahlung beträgt 0,3 Mrd. €. Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden entfallen im Wesentlichen auf einen identifizierbaren immateriellen Vermögenswert im Zusammenhang mit der von Layer3 TV entwickelten Technologie in Höhe von 0,1 Mrd. €. Dieser wird planmäßig über die erwartete Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Für den Unterschiedsbetrag zwischen der übertragenen Gegenleistung und dem Saldo der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt wurde ein Goodwill in Höhe von 0,2 Mrd. € angesetzt. Der Posten beruht im Wesentlichen auf der Branchenexpertise des übernommenen Management-Teams sowie weiteren identifizierten nicht separierbaren immateriellen Vermögenswerten. Dieser Goodwill wird nach lokalem Steuerrecht nicht angesetzt und ist somit steuerlich nicht abzugsfähig. Erwerb UPC Austria GmbHT-Mobile Austria hatte am 22. Dezember 2017 eine Vereinbarung zur Übernahme von 100% der Anteile an der UPC Austria GmbH einschließlich deren Tochtergesellschaften unter Berücksichtigung von Anteilen anderer Gesellschafter geschlossen. Die Transaktion wurde am 31. Juli 2018 vollzogen, nachdem die Zustimmung der EU-Kommission am 9. Juli 2018 erteilt wurde. UPC Austria ist mit mehr als 1.000 Mitarbeitern ein führender Anbieter von Kommunikation und Entertainment in der österreichischen Telekommunikationsindustrie. Das Unternehmen ermöglicht mit einer Hochleistungsinfrastruktur aus Koax- und Glasfaserkabeln über einer halben Million Privat- und Geschäftskunden einen schnellen und einfachen Zugang zur digitalen Welt. Durch den Erwerb der UPC Austria soll T-Mobile Austria als ein führender Breitband-Anbieter auf dem österreichischen Markt etabliert werden. Seit dem Erwerbszeitpunkt 31. Juli 2018 wird UPC Austria als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kaufpreisallokation und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden der UPC Austria-Gruppe zum 31. Juli 2018 wurden zum 31. Dezember 2018 abgeschlossen. Die zum Erwerbszeitpunkt übertragene Gegenleistung in Form einer Barzahlung beträgt - unter Berücksichtigung der Anpassungen des Netto-Umlaufvermögens und der Nettoverschuldung gemäß entsprechender Vereinbarungen im Kaufvertrag in Höhe von insgesamt minus 0,1 Mrd. € - 1,8 Mrd. €. Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden der UPC Austria-Gruppe sind in der folgenden Tabelle dargestellt: Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktin Mio. €AKTIVA
Der erworbene Goodwill in Höhe von 553 Mio. €, der in der Konzern-Bilanz der Deutschen Telekom anzusetzen ist, berechnet sich wie folgt: Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktin Mio. €
Die Kaufoption für die Minderheitenanteile der UPC Telekabel Wien stellt im Wesentlichen einen bestehenden Zugriff auf den Nutzen aus den Anteilen (present access to the benefits of the shares) dar. Daher werden die Minderheitenanteile im Zuge des Unternehmenszusammenschlusses so dargestellt, als wären sie bereits erworben worden. Die übernommenen Schulden umfassen dementsprechend auch die mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten gegenüber dem Minderheitsaktionär. Der Goodwill wird durch Synergien bestimmt, die im Hinblick auf das zukünftige Geschäftspotenzial durch den Auftritt als integrierter Telekommunikationsanbieter in Österreich durch die Akquisition entstehen. Er wird nach lokalem Steuerrecht nicht angesetzt und ist somit steuerlich nicht abzugsfähig. Latente Steuern auf den Goodwill sind im Rahmen der Kaufpreisallokation nicht entstanden und werden auch in Zukunft nicht entstehen. Die Bewertung des Kundenstamms erfolgte anhand der Multi-Period Excess Earnings-Methode. Bei dieser Methode wird der beizulegende Zeitwert des Kundenstamms durch die Ermittlung des Barwerts der Ergebnisse nach Steuern, welche den bestehenden Kunden zugerechnet werden können, berechnet. Die Abschreibung des Kundenstamms wird über die Restnutzungsdauer von 5 bis 12 Jahren vorgenommen. Die Buchwerte der erworbenen Forderungen entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Die Bruttobeträge der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 14 Mio. €. Wesentliche Eventualverbindlichkeiten wurden nicht identifiziert. Zwischen T-Mobile Austria und dem Verkäufer wurde zudem ein Übergangsdienstleistungsvertrag abgeschlossen. Dieser sieht die Fortführung und Bereitstellung bestimmter Dienstleistungen durch den Verkäufer sowie das Management der Prozesse der Trennung vom Verkäufer und des Übergangs in die T-Mobile Austria Organisation vor. Zu zahlen sind in diesem Zusammenhang fixe bzw. nutzungsbasierte Entgelte. Der Vertrag ist zum Übertragungsstichtag 31. Juli 2018 in Kraft getreten und endet an dem Tag, an dem die letzte Service-Periode ausläuft. Die Service-Perioden reichen bis zu 4 Jahren. Die bezogenen Leistungen werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst und als Materialaufwand und sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen. Bis zum 31. Dezember 2018 entstanden keine wesentlichen transaktionsbezogenen Kosten. Der Konzernumsatz der Deutschen Telekom erhöhte sich in der Berichtsperiode aufgrund des Erwerbs der UPC Austria um 149 Mio. €. Hätte sich der Unternehmenszusammenschluss bereits am 1. Januar 2018 ereignet, wäre der Umsatz des Konzerns um 360 Mio. € höher ausgefallen. Im Konzernergebnis der Deutschen Telekom ist im Berichtsjahr ein Ergebnis vor Steuern der UPC Austria-Gruppe in Höhe von 37 Mio. € enthalten. Hätte sich der Unternehmenszusammenschluss bereits am 1. Januar 2018 ereignet, wäre der Überschuss des Konzerns vor Steuern um 72 Mio. € höher ausgefallen. Die vorstehenden Angaben sind vor Berücksichtigung der Folgeeffekte aus der Kaufpreisallokation. Toll CollectIm Schiedsverfahrenskomplex Toll Collect haben die Daimler Financial Services AG, die Deutsche Telekom AG und die Bundesrepublik Deutschland am 16. Mai 2018 eine Einigung zur Beendigung der Mautschiedsverfahren erzielt. Der Vergleich wurde Anfang Juli 2018 notariell beurkundet und vom Schiedsgericht bestätigt. Die Mautschiedsverfahren sind damit abgeschlossen. In dem vereinbarten Vergleich mit einem Gesamtvolumen von rund 3,2 Mrd. € sind bereits an die Bundesrepublik Deutschland erbrachte Leistungen einbezogen. Von der Daimler Financial Services AG und der Deutsche Telekom AG sind abschließende Zahlungen in Höhe von jeweils 550 Mio. € zu leisten. Diese Zahlungen werden bis 2020 in drei Tranchen für die Toll Collect GbR gegenüber der Bundesrepublik Deutschland beglichen, wovon die erste Tranche bereits im Berichtsjahr gezahlt wurde. Die Bundesrepublik Deutschland hat wie angekündigt ihre Kaufoption ausgeübt und mit Ablauf des Betreibervertrags am 31. August 2018 zum 1. September 2018 100% der Gesellschaftsanteile an der Betreibergesellschaft Toll Collect GmbH übernommen. Das Konsortium Toll Collect GbR, bestehend aus den Konsortialmitgliedern Deutsche Telekom AG, Daimler Financial Services AG und Compagnie Financière et Industrielle des Autoroutes S.A. (Cofiroute), besteht auch nach Erwerb der Toll Collect GmbH durch die Bundesrepublik Deutschland mit unveränderten Beteiligungsverhältnissen fort. Die bereits während der Laufzeit des Betreibervertrags gegenüber Dritten bis zu einem Höchstbetrag von 100 Mio. € gestellten Bankgarantien sind mit dem Ende ihrer Laufzeit am 15. Oktober 2018 ausgelaufen. Die betreibervertragliche Kapitalintakthalteverpflichtung der vorgenannten Konsortialmitglieder bestand bis zum Übergang der Toll Collect GmbH auf die Bundesrepublik Deutschland und wurde zum 31. August 2018 durch eine garantierte Eigenkapitalausstattung der Toll Collect GmbH in Höhe von mindestens 50 Mio. €, bezogen auf den Zeitpunkt des Übergangs, ersetzt. VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISESDer Konsolidierungskreis veränderte sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt:
Folgende Transaktionen werden in Zukunft den Konsolidierungskreis der Deutschen Telekom ändern: Erwerb Tele2 Netherlands Holding N. V.Am 15. Dezember 2017 hat die Deutsche Telekom mit der Tele2 Group eine Vereinbarung über den Erwerb von 100% der Anteile an dem Telekommunikationsanbieter Tele2 Netherlands Holding N.V. durch die T-Mobile Netherlands Holding B.V. geschlossen. Durch den Erwerb entsteht auf dem niederländischen Markt ein starker und nachhaltig ausgerichteter Anbieter von konvergenten Angeboten aus Festnetz und Mobilfunk. Als Kaufpreis erhält die Tele2 Group eine 25,0-prozentige Beteiligung an T-Mobile Netherlands sowie eine Barkomponente in Höhe von 190 Mio. € unter Berücksichtigung etwaiger nachträglicher Kaufpreisanpassungen. Nach der durch die EU-Kommission am 27. November 2018 ohne Auflagen erteilten Zustimmung, wurde die Transaktion am 2. Januar 2019 vollzogen. Von diesem Zeitpunkt an wird Tele2 Netherlands als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Aufgrund der zeitlichen Nähe des Vollzugs der Transaktion zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses können zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Angaben zu den erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden der Tele2 Netherlands Holding N.V. sowie dem aus der Transaktion resultierenden Goodwill gemacht werden. Vereinbarter Zusammenschluss von T-Mobile US und SprintT-Mobile US und Sprint Corp. haben gemeinsam mit ihren Mehrheitsaktionären Deutsche Telekom AG und Softbank K.K. am 29. April 2018 eine verbindliche Vereinbarung abgeschlossen, um die beiden Gesellschaften zu einem Unternehmen zusammen zu führen. Es ist vorgesehen, dass T-Mobile US alle Sprint-Anteile übernimmt. Für jeweils 9,75 Sprint-Anteile erhalten deren Aktionäre im Gegenzug eine neue Aktie der T-Mobile US ohne bare Zuzahlung. Nach Abschluss der Transaktion hält die Deutsche Telekom rund 42% der T-Mobile US Aktien, Softbank rund 27% und freie Aktionäre rund 31 %. Aufgrund einer Stimmrechtsvereinbarung mit Softbank und des Umstands, dass die Deutsche Telekom das Recht hat, die Mehrheit der Mitglieder im Board of Directors zu benennen, wird T-Mobile US künftig weiterhin als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Für die dann größere T-Mobile US werden als Folge des Zusammenschlusses Kosten- und Investitionssynergien im Barwert von rund 43 Mrd. US-$ (nach Integrationskosten) erwartet. Die Integrationskosten werden mit rund 15 Mrd. US-$ geplant. Die Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt notwendiger behördlicher Genehmigungen sowie weiterer Vollzugsbedingungen. SONSTIGE TRANSAKTIONEN OHNE AUSWIRKUNGEN AUF DEN KONSOLIDIERUNGSKREISAktienrückkauf-Programm T-Mobile USIm Rahmen des im Dezember 2017 begonnenen Aktienrückkauf-Programms erwarb T-Mobile US im ersten Halbjahr 2018 eigene Stammaktien in einem Volumen von 1,1 Mrd. US-$ (0,9 Mrd. €). Zusammen mit den bis dahin zurückgekauften Stammaktien beläuft sich das Gesamtvolumen zurückgekaufter Aktien auf 1,5 Mrd. US-$ (1,3 Mrd. €). Daneben erwarb die Deutsche Telekom im ersten Quartal 2018 Aktien der T-Mobile US am Kapitalmarkt im Wert von 0,2 Mrd. US-$ (0,2 Mrd. €). Damit hält die Deutsche Telekom rund 63% der Anteile an der Gesellschaft. Am 27. April 2018 hat das Board of Directors von T-Mobile US die Aufstockung des Aktienrückkauf-Programms auf insgesamt bis zu 9,0 Mrd. US-$ beschlossen. Es umfasst das bereits ausgeführte Rückkaufvolumen in Höhe von 1,5 Mrd. US-$ sowie den Erwerb zusätzlicher Stammaktien der T-Mobile US bis zur Höhe von 7,5 Mrd. US-$ bis Ende 2020. Die Genehmigung des zusätzlichen Rückkaufs gilt vorbehaltlich einer Aufhebung der Vereinbarung über den Zusammenschluss mit Sprint. OTE AnteilserwerbIm März 2018 hat die Deutsche Telekom ein Vorkaufsrecht gegenüber der griechischen Privatisierungsbehörde Hellenic Republic Asset Development Fund (HRADF) für eine 5-prozentige Beteiligung an ihrer griechischen Tochtergesellschaft OTE ausgeübt. Die Transaktion wurde durch den Erwerb von weiteren Aktien für 0,3 Mrd. € im Mai 2018 vollzogen. Damit hält die Deutsche Telekom 45% der Anteile an der Gesellschaft. WESENTLICHE TOCHTERUNTERNEHMENDie wesentlichen Tochterunternehmen des Konzerns sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
a Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss.
Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzern-Anhangs ist, wird mit dem Konzernabschluss im Bundesanzeiger offengelegt. Sie kann bei der Deutschen Telekom AG, Bonn, Investor Relations, angefordert bzw. auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) unter Investor Relations eingesehen werden. Des Weiteren enthält die Aufstellung des Anteilsbesitzes auch eine abschließende Aufzählung aller Tochterunternehmen, die von Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. von der Offenlegungserleichterung gemäß § 264b HGB Gebrauch machen. In der folgenden Tabelle werden für wesentliche Tochterunternehmen die nicht beherrschenden Anteile dargestellt:
a Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss.
Die Deutsche Telekom hält zum Abschluss-Stichtag 45% und eine Stimme der Anteile an der OTE-Gruppe (vgl. die Angabe im Kapitel "Grundlagen und Methoden" im Abschnitt "Sonstige Transaktionen ohne Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis".). Aufgrund von Gesellschaftervereinbarungen zwischen der Deutschen Telekom und der Hellenischen Republik besitzt die Deutsche Telekom die Kontrolle über 50% zuzüglich zweier stimmberechtigter Aktien und übt damit die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik der OTE-Gruppe aus. Die Gesellschaften der OTE-Gruppe sind somit als Tochterunternehmen voll zu konsolidieren. Zusammenfassende Finanzinformationen zu Tochterunternehmen, für die wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen: in Mio. €
a Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss.
in Mio. €
a Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss.
STRUKTURIERTE UNTERNEHMENDie Deutsche Telekom wickelt Factoring-Transaktionen mittels strukturierter Unternehmen ab (siehe Angabe 40 "Finanzinstrumente und Risiko-Management".). Die Deutsche Telekom konsolidiert seit 2014 bzw. 2018 vier bzw. sechs strukturierte Leasing-Objektgesellschaften jeweils für Immobilien sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung an zwei Standorten zum Betrieb von Rechenzentren in Deutschland. Die Rechenzentren wurden unter Führung einer externen Leasing-Gesellschaft errichtet und werden von der T-Systems International GmbH betrieben. Die Deutsche Telekom ist über die vertraglichen Verpflichtungen zur Leistung von Leasing-Zahlungen an die Leasing-Objektgesellschaften hinaus nicht verpflichtet, diese Objektgesellschaften finanziell zu unterstützen. Die Gesellschaften T-Mobile USA Tower LLC und T-Mobile West Tower LLC, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind ebenfalls strukturierte Unternehmen (siehe Angabe 9 "Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen".). GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITENDie Deutsche Telekom hat im Jahr 2011 aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung der T-Mobile Polska S.A. in Polen das polnische Mobilfunknetz zur Planung, Errichtung und zum Betrieb mit einem Partner zwecks Erzielung von Einspareffekten zusammengelegt. Die zugehörigen Vermögenswerte werden von der Deutschen Telekom mit dem wirtschaftlich zuzurechnenden Anteil in Höhe von 50% in der Konzern-Bilanz angesetzt. WÄHRUNGSUMRECHNUNGTransaktionen in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Am Abschluss-Stichtag werden monetäre Posten zum Stichtagskurs umgerechnet, nicht monetäre Posten werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Die Vermögenswerte und Schulden der Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden von der jeweiligen Landeswährung in Euro mit den am Abschluss-Stichtag geltenden Mittelkursen umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden wie die entsprechenden Jahresergebnisse zu monatlichen Durchschnittskursen des Berichtszeitraums umgerechnet. Die Differenzen, die durch die Anwendung beider Kurse entstehen, werden erfolgsneutral erfasst. Die Wechselkurse wichtiger Währungen entwickelten sich wie folgt: in €
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ1 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben eine ursprüngliche Laufzeit von bis zu drei Monaten und umfassen überwiegend Festgeldanlagen bei Kreditinstituten. Daneben sind hier in geringem Umfang Kassenbestände sowie Schecks enthalten. Zur Sicherung etwaiger Ausfallrisiken aus derivativen Transaktionen hat die Deutsche Telekom auf Basis von Collateral-Verträgen Barsicherheiten in Höhe von 404 Mio. € (31. Dezember 2017: 569 Mio. €) erhalten. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich um 0,4 Mrd. € auf 3,7 Mrd. €. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Angabe 34 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung". Zum 31. Dezember 2018 hat die Deutsche Telekom 12,3 Mio. € (31. Dezember 2017: 16 Mio. €) als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen, die von Tochterunternehmen in Mazedonien gehalten werden. Diese unterliegen Devisenverkehrskontrollen und anderen gesetzlichen Einschränkungen. Die Verfügbarkeit über diese Bestände durch das Mutterunternehmen und andere Konzernunternehmen ist daher eingeschränkt. 2 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGENin Mio. €
Vom Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sind 8.300 Mio. € (31. Dezember 2017: 8.125 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich v.a. durch den jeweils erhöhten Forderungsbestand in den operativen Segmenten USA und Deutschland. Im operativen Segment USA wirkte das erhöhte Forderungsvolumen für auf Ratenzahlungen verkaufte Endgeräte und die gestiegene Kundenbasis erhöhend. Ebenso trugen Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro zu diesem Anstieg bei. Gegenläufig wirkten v.a. Reklassifizierungs- und Neubewertungseffekte aus der verpflichtenden Erstanwendung der Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und IFRS 15. So wurden u. a. bis 2017 nach IAS 11 bilanzierte Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung in Höhe von 0,2 Mrd. € zum 1. Januar 2018 in die Vertragsvermögenswerte reklassifiziert. Informationen zu Wertberichtigungen, Bonitäten und Ausbuchungen von Forderungen sowie zu im Berichtsjahr neu abgeschlossenen bzw. erweiterten Factoring-Vereinbarungen finden Sie in Angabe 40 "Finanzinstrumente und Risiko-Management". 3 VERTRAGSVERMÖGENSWERTEAus der Umstellung auf IFRS 15 resultierte zum 1. Januar 2018 ein erfolgsneutral erfasster Neubewertungseffekt aus dem erstmaligen Ansatz von Vertragsvermögenswerten in Höhe von 1,6 Mrd. €. Diese hätten nach IFRS 15 zu einer früheren Erfassung von Umsätzen, insbesondere aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren, geführt. Weiterhin wurden im Rahmen der Umstellung bilanzierte Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung in Höhe von 0,2 Mrd. € aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen in die Vertragsvermögenswerte reklassifiziert. Weitere Informationen zu den neuen Rechnungslegungsstandards finden Sie im Abschnitt "Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen". Vom Gesamtbetrag der Vertragsvermögenswerte zum 31. Dezember 2018 in Höhe von insgesamt 1,8 Mrd. € entfielen 0,2 Mrd. € auf Vertragsvermögenswerte im Zusammenhang mit langfristiger Auftragsfertigung. Im Berichtsjahr erhöhten sich die Vertragsvermögenswerte um 44 Mio. € aufgrund der im September 2018 erfolgten Umstellung des Geschäftsmodells in Polen von einem nicht rabattierten Endgeräteverkauf auf ein subventioniertes Endgerätegeschäft. Informationen zu Wertberichtigungen von Vertragsvermögenswerten finden Sie in Angabe 40 "Finanzinstrumente und Risiko-Management". 4 VORRÄTEin Mio. €
Der Buchwert der Vorräte reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2017 um 0,2 Mrd. € auf 1,8 Mrd. €, v. a. aufgrund des Bestandsabbaus von Endgeräten (v.a. höherpreisige Smartphone-Modelle) im operativen Segment USA - gegenläufig wirkten Währungskurseffekte, v.a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. 2018 wurden Wertminderungen auf den Netto-Veräußerungswert in Höhe von 42 Mio. € (2017: 27 Mio. €, 2016: 46 Mio. €) vorgenommen. Diese wurden erfolgswirksam erfasst. Der Buchwert der Vorräte, der während der Periode als Aufwand erfasst wurde, beträgt 14.373 Mio. € (2017: 13.358 Mio. €, 2016: 13.295 Mio. €). Die fertigen Erzeugnisse und Handelswaren enthalten Produkte zum Verkauf für Endkunden (z. B. Endgeräte und Zubehör), die nicht selbst hergestellt wurden, sowie noch nicht abgerechnete, jedoch fertiggestellte Leistungen, v. a. gegenüber Geschäftskunden. 5 ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUßERUNGSGRUPPEN SOWIE SCHULDEN IN DIREKTEM ZUSAMMENHANG MIT ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENEN LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTEN UND VERÄUßERUNGSGRUPPENZum 31. Dezember 2018 sind in den kurzfristigen Vermögenswerten der Konzern-Bilanz 0,1 Mrd. € (31. Dezember 2017: 0,2 Mrd. €) als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen ausgewiesen. In den kurzfristigen Schulden der Konzern-Bilanz sind keine wesentlichen Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen ausgewiesen (31. Dezember 2017: 0,0 Mrd. €). in Mio. €
In der Berichtsperiode wurden Immobilien im Segment Group Headquarters & Group Services veräußert. Darüber hinaus hat OTE am 15. Januar 2019 eine Vereinbarung über den Verkauf ihrer Beteiligung an der Telekom Albania an das bulgarische Unternehmen Albania Telecom Invest AD für einen Kaufpreis in Höhe von 50 Mio. € geschlossen. Die für die Vereinbarung notwendigen Gremienbeschlüsse der Deutschen Telekom erfolgten im November 2018. Die Vermögenswerte und Schulden der im operativen Segment Europa erfassten Telekom Albania werden infolgedessen zum 31. Dezember 2018 in den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen sowie Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen ausgewiesen. Aus der entsprechend erforderlichen Neubewertung dieser Vermögenswerte mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert, dem eine Level 3-Bewertung auf Basis des Kaufvertrags zugrunde liegt, abzüglich Veräußerungskosten, resultierte zum Zeitpunkt der Umgliederung eine Wertminderung von Teilen der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Albanien zugehörigen immateriellen Vermögenswerte sowie der Sachanlagen in Höhe von insgesamt 35 Mio. €. Diese wurde in den Abschreibungen erfasst. Darüber hinaus wurden zum 31. Dezember 2018 die zur Veräußerung gehaltenen Immobilien der Deutschen Telekom AG in Höhe von 21 Mio. € (31. Dezember 2017: 48 Mio. €) nach IFRS 5 nicht mehr mit ihren Buchwerten, sondern mit den beizulegenden Zeitwerten abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Diese Immobilien betreffen Standorte, die als nicht mehr betriebsnotwendig bzw. aufgrund des technologischen Fortschritts in absehbarer Zeit als nicht mehr betriebsnotwendig erachtet werden. Die beizulegenden Zeitwerte werden durch externe Gutachter ermittelt. Die Bewertung wird regelmäßig nach dem Ertragswertverfahren unter Berücksichtigung örtlicher Markteinschätzungen und objektindividueller Gegebenheiten vorgenommen, wobei auch nicht am Markt beobachtbare Eingangsparameter einfließen (Level 3). Die voraussichtlichen Verkaufskosten (derzeit regelmäßig rund 10% des beizulegenden Zeitwerts) werden abgezogen. Die Immobilien wurden in Höhe von 10,7 Mio. € (2017: 27,7 Mio. €) auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten abgewertet. Der Aufwand wurde in den Abschreibungen erfasst. Im Berichtsjahr wurden keine Zuschreibungen der Buchwerte der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen vorgenommen. Im Vorjahr waren sie nicht wesentlich. 6 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Im Geschäftsjahr 2018 erhöhten sich die immateriellen Vermögenswerte um 2,1 Mrd. € auf 65,0 Mrd. €. Zugänge von insgesamt 4,0 Mrd. € erhöhten den Buchwert. Diese entfallen im Wesentlichen auf Investitionen in den operativen Segmenten USA, Europa und Deutschland sowie dem Segment Group Headquarters & Group Services. Weiterhin wirkten Konsolidierungskreiseffekte in Höhe von 1,5 Mrd. € buchwerterhöhend. Aus dem Erwerb der UPC Austria resultierte zum Erwerbszeitpunkt ein identifizierbarer immaterieller Vermögenswert im Zusammenhang mit dem Kundenstamm der UPC Austria in Höhe von 0,5 Mrd. € sowie ein Goodwill in Höhe von 0,6 Mrd. €. Darüber hinaus wurde zum Erwerbszeitpunkt der Layer3 TV ein identifizierbarer immaterieller Vermögenswert im Zusammenhang mit der von Layer3 TV entwickelten Technologie in Höhe von 0,1 Mrd. € sowie ein Goodwill in Höhe von 0,2 Mrd. € angesetzt. Weitere Informationen zu den Unternehmenstransaktionen finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen". Positive Währungskurseffekte, v.a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten mit 1,7 Mrd. € buchwerterhöhend. Planmäßige Abschreibungen verminderten den Buchwert in Höhe von 4,3 Mrd. €, während die Wertminderungen in Höhe von 0,7 Mrd. € reduzierend wirkten. Im Geschäftsjahr 2017 wirkte die teilweise Wertaufholung in Höhe von 1,7 Mrd. € vor Berücksichtigung latenter Steuern bei von T-Mobile US in der Vergangenheit erworbenen FCC-Lizenzen buchwerterhöhend auf die immateriellen Vermögenswerte. Diese FCC-Lizenzen wurden im Rahmen eines anlassbezogenen Impairment-Tests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA zum 30. September 2012 wertgemindert. Da die Wertminderung der FCC-Lizenzen insgesamt dem Bestand der PCS-Lizenzen zugeordnet war - aufgrund der Feststellung, dass die AWS-Lizenzen unter ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst waren - ist es nur dieser Bestand an PCS-Lizenzen unter allen FCC-Lizenzen, der der Wertaufholung unterliegt. In den Folgeperioden war regelmäßig zu prüfen, ob die Wertminderungsgründe weiterhin - ganz oder teilweise - bestanden. Der Wert der - seit Mai 2013 börsennotierten - zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA hat sich in den letzten Jahren durch den Anstieg des Aktienkurses der T-Mobile US, Inc. deutlich erhöht und lag über ihrem Buchwert. Die maximal mögliche Wertaufholung wird jedoch durch den niedrigeren Betrag einerseits aus dem erzielbaren Betrag der wertgeminderten Spektrumlizenzen, ermittelt aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten, und andererseits aus deren Anschaffungskosten begrenzt. Da der erzielbare Betrag der wertgeminderten FCC-Lizenzen in den vergangenen Geschäftsjahren unter deren Buchwert lag, waren die Voraussetzungen für eine Wertaufholung nicht erfüllt. Im dritten Quartal 2017 wurde durch die Ergebnisse der im Jahr 2017 abgeschlossenen 600 MHz-Spektrumauktion der Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) eine positive Wertentwicklung der bis dahin wertgeminderten Lizenzen indiziert. Daraufhin wurde mittels eines Discounted Cashflow-Verfahrens (Greenfield-Methode) eine Neubewertung vorgenommen. Die Wertermittlung entspricht Level 3 der "Fair Value-Hierarchie" gemäß IFRS 13. Bei der Greenfield-Methode wird von einem hypothetischen Cashflow-Szenario zum Aufbau eines Geschäftsbetriebs für eine Gesellschaft ausgegangen, die zu Anfang nur einen einzigen Vermögenswert besitzt - in diesem Fall FCC-Lizenzen. Für die Greenfield-Methode muss ermittelt werden, wie viel Zeit und Investitionen erforderlich wären, um angesichts der aktuellen Marktbedingungen das Geschäft wachsen zu lassen. Die prognostizierten Zahlungsströme bilden die erforderlichen Ressourcen für den Ausbau des Geschäftsbetriebs und die Kundengewinnung sowie die sich letztlich aus diesen Aktivitäten ergebenden Renditen ab. Diesem Ansatz liegt die Theorie zugrunde, dass durch das Entstehen theoretischer Anlaufkosten und Investitionen, die die Schaffung aller anderen Vermögenswerte abbilden, der Wert der Lizenzen isoliert wird. Die zur Neugründung des Geschäfts erforderlichen Aufwendungen und Investitionen wären höher als die Aufwendungen und Investitionen, die einem bereits etablierten Unternehmen entstehen würden. Darüber hinaus bedingt die für die Neugründung erforderliche Zeitdauer (Anlaufperiode) die Höhe der Investitionen (d. h. zur Verkürzung der Anlaufperiode wären höhere Investitionen erforderlich). Somit sind wesentliche Eingangsparameter für die Greenfield-Methode:
Anschließend wurde der auf diese Weise ermittelte Gesamtwert des Lizenz-Portfolios von 53 Mrd. US-$ auf die Spektrumarten (PCS, AWS, 700 MHz und 600 MHz) nach einem relativen Marktpreismodell basierend auf Auktionsdaten allokiert. Für die bis dahin wertgeminderten FCC-Lizenzen wurde 2017 ein erzielbarer Betrag in Höhe von 13,6 Mrd. € ermittelt. Unter Berücksichtigung des damaligen Buchwerts von 11,9 Mrd. € ergab sich im dritten Quartal 2017 eine teilweise Wertaufholung in Höhe von 1,7 Mrd. € für das operative Segment USA, die innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge erfasst wurde. Im Geschäftsjahr 2018 gab es keine Anzeichen für eine weitere Wertaufholung der Lizenzen. Im Geschäftsjahr 2018 haben sich unterschiedliche Einflüsse auf die Entwicklungen der Buchwerte des Goodwill zahlungsmittelgenerierender Einheiten ergeben: Erstanwendung von IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers".Die Erstanwendung des IFRS 15 zum 1. Januar 2018 wirkte in Höhe von 0,1 Mrd. € buchwertmindernd auf die in den immateriellen Vermögenswerten erfassten Goodwills. Der neue Rechnungslegungsstandard schreibt u. a. erstmalig die Aktivierung von Vertragsvermögenswerten vor. Weitere Informationen zu den Anforderungen und Effekten der Erstanwendung finden Sie im Abschnitt "Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen". Damit einhergehend erhöhten sich in einem ersten Schritt die Buchwerte der nach IAS 36 einem Werthaltigkeitstest zu unterziehenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zum Zeitpunkt der Erstanwendung von IFRS 15. Die Buchwerterhöhung führte bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rumänien im operativen Segment Europa sowie bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Niederlande im operativen Segment Group Development dazu, dass der jeweilige Buchwert entsprechend über dem jeweiligen erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten lag. Infolgedessen waren in einem zweiten Schritt Wertminderungen der dort erfassten Goodwill zum 1. Januar 2018 vorzunehmen. Die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rumänien lagen bei 701 Mio. € und für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Niederlande bei 2.482 Mio. €. Damit lagen die erzielbaren Beträge für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Rumänien bei 10 Mio. € und für die Niederlande bei 68 Mio. € unter dem Buchwert. Die entsprechenden Wertminderungen der jeweiligen Goodwill wurden erfolgsneutral durch Minderung der Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2018 erfasst. Unternehmenstransaktionen UPC Austria und Layer3 TV.Aus den Erwerben der UPC Austria und der Layer3 TV wurde zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt ein Goodwill in Höhe von 0,6 Mrd. € bzw. 0,2 Mrd. € angesetzt. Weitere Informationen zu den Unternehmenstransaktionen finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen". USA.Der Anstieg des Goodwill um 240 Mio. € im Vergleich zum 31. Dezember 2017 resultiert im Wesentlichen aus im Rahmen des Erwerbs von Layer3 TV angesetzten Goodwill sowie aus Währungskurseffekten aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Systemgeschäft.Seit dem 1. Januar 2018 wurden im operativen Segment Systemgeschäft die beiden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Market Unit und Telekom Security sowie ihre jeweiligen Goodwill infolge geänderter Steuerungslogik in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft zusammengefasst. Europa.Mit der von OTE am 15. Januar 2019 getroffenen Vereinbarung über den Verkauf ihrer Beteiligung an der Telekom Albania an das bulgarische Unternehmen Albania Telecom Invest AD für einen Kaufpreis in Höhe von 50 Mio. € wurden die der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Albanien zugeordneten Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen bzw. in die Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen umgegliedert. Aus der für diesen Vorgang nötigen Neubewertung dieser Vermögenswerte mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten erfolgte im Geschäftsjahr 2018 zum Zeitpunkt der Umgliederung die Wertminderung von Teilen der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Albanien zugehörigen immateriellen Vermögenswerte sowie der Sachanlagen in Höhe von insgesamt 35 Mio. €. Angaben zu den jährlichen Werthaltigkeitstests.Die Deutsche Telekom führte zum 31. Dezember 2018 ihre jährlichen Werthaltigkeitstests für die den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordneten Goodwills und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer (insbesondere FCC-Lizenzen in den USA) durch. Auf Basis der zum Abschluss-Stichtag vorliegenden Erkenntnisse und Erwartungen der künftigen Entwicklung des Markt- und Wettbewerbsumfelds ergaben sich zum 31. Dezember 2018 im operativen Segment Europa bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Polen und Rumänien anteilige Wertminderungsbedarfe der Goodwills in Höhe von insgesamt 639 Mio. € Die Wertminderungen der Goodwills bei diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten waren v.a. auf verschärften Wettbewerb und eine insgesamt schwierige Marktlage zurückzuführen. Für Polen konkretisiert sich dies in der Erwartung von reduzierten Umsatz- und Ertragsentwicklungen, insbesondere aus dem Endgeräteverkauf und beim Festnetz-Geschäft sowie erhöhtem Investitionsbedarf aufgrund technologischer Entwicklung und Anforderungen. In Rumänien entfalten die vorgenommenen Maßnahmen beim Umbau der Unternehmensorganisation und der Anpassung des Geschäfts an die sich wandelnden Kundenwünsche noch nicht die vorgesehene Wirkung, was sich in unter den Erwartungen liegenden Umsätzen und gesunkener Ertragskraft insbesondere im Festnetz-Geschäft widerspiegelt. Der Werthaltigkeitstest zum 31. Dezember 2017 führte zu einem Wertminderungsbedarf bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Polen, Rumänien und Albanien in Höhe von insgesamt 829 Mio. € im operativen Segment Europa. Zusätzlich wurde bei der zahlungsmittegenerierenden Einheit Market Unit im operativen Segment Systemgeschäft zum 30. September 2017 ein unterjähriger Werthaltigkeitstest durchgeführt, der durch einen unerwarteten Rückgang des Auftragseingangs ausgelöst wurde und zu einer Wertminderung in Höhe von 1.242 Mio. € führte. Die für den Werthaltigkeitstest zu ermittelnden erzielbaren Beträge wurden überwiegend auf Basis der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten bestimmt. Diese Werte wurden - mit Ausnahme der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA - mittels eines Barwertverfahrens berechnet. Die wesentlichen Parameter sind der Tabelle "Sensitivitätsanalyse der Wertminderungen" zu entnehmen. Die erzielbaren Beträge (vor Abzug der Netto-Finanzverbindlichkeiten) für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten betrugen zum 31. Dezember 2018 bei Polen 2.294 Mio. € (31. Dezember 2017: 2.932 Mio. €) und bei Rumänien 744 Mio. € (31. Dezember 2017: 701 Mio. €). Die Werte wurden im Einklang mit IFRS 13 mithilfe von Level 3-Eingangsparametern (nicht beobachtbare Eingangsparameter) berechnet. Bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Niederlande, Kroatien, Montenegro und Mazedonien wurde der erzielbare Betrag anhand des Nutzungswerts berechnet. Im Fall der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA war der Marktpreis eines aktiven und liquiden Markts (Börsenkurs) der T-Mobile US Grundlage für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten. Den Bewertungen aller anderen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen Prognosen mit einem zehnjährigen Prognosezeitraum zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider und wird gewählt, um einen für die Berechnung der ewigen Rente nötigen stabilen Geschäftsausblick des Unternehmens zu erhalten. Dieser wird erst bei diesem Planungshorizont insbesondere aufgrund der teilweise langen Investitionszyklen in der Telekommunikationsbranche sowie der langfristig geplanten und erwarteten Investitionen zum Erwerb und zur Verlängerung von Frequenznutzungsrechten erreicht. Cashflows, die über die interne Mittelfristplanung hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Diese Wachstumsraten werden dabei für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit einzeln festgelegt. Die angesetzten Wachstumsraten orientieren sich am langfristigen realen Wachstum und an der langfristigen Inflationserwartung der Länder, in denen die jeweilige Einheit ihre Geschäftstätigkeit ausübt. Zur Erzielung der für den Zeitraum der ewigen Rente angesetzten nachhaltigen Wachstumsraten werden zusätzliche, für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit spezifisch abgeleitete, nachhaltige Investitionen berücksichtigt. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des erzielbaren Betrags beruht, gehören folgende im Wesentlichen intern ermittelten Annahmen, die auf vergangenen Erfahrungen aufbauen, um aktuelle interne Erwartungen erweitert und von externen Marktdaten und -einschätzungen untermauert werden: Umsatzentwicklung, Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten, Kündigungsraten, Investitionen, Marktanteile sowie Wachstumsraten. Diskontierungszinssätze werden auf Basis externer vom Markt abgeleiteter Größen bestimmt, unter Berücksichtigung der mit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Markt- und Länderrisiken. Sollten sich künftig wesentliche Veränderungen in den oben aufgeführten Annahmen ergeben, so würde dies Einfluss auf die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben. Mögliche Veränderungen dieser Annahmen können sich durch künftige Entwicklungen der makroökonomischen Lage, den anhaltend harten Wettbewerb sowie weitere mögliche Änderungen in der Gesetzgebung (z. B. im Zuge von staatlichen Sparprogrammen) und regulatorische Eingriffe negativ auswirken. Die nachfolgenden Tabellen geben eine Übersicht über die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Bewertung, die Einordnung der den erzielbaren Beträgen zugeordneten Eingangsparameter (Level) nach IFRS 13 sowie die Sensitivitätsberechnungen für den Wertminderungsbedarf infolge einer Änderung der wesentlichen Parameter Diskontierungszinssatz, Netto-Zahlungsstrom und Wachstumsrate. Enthalten sind die wesentlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen Goodwill zugeordnet ist.
a Diskontierungszinssatz einheitlich nach
Steuern. Der Diskontierungszinssatz vor Steuern für
die Berechnung des Nutzungswerts beträgt für
Kroatien 8,49% (2017: 8,59%), Übrige 9,25% bis 9,36%
(2017: 9,27% bis 9,34%) und Niederlande 5,96%.
Sensitivitätsanalyse der Wertminderungenin Mio. € a
Innerhalb der Sensitivitätsanalyse der Wertminderungen werden die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten aufgeführt, bei denen die Sensitivitätsanalyse zu einer Wertminderung oder einer Änderung der Wertminderung führt. Die Sensitivitätsanalyse wurde für alle wesentlichen Einflussfaktoren isoliert vorgenommen, d. h. eine Änderung der Wertminderung wird bei einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit nur durch die Reduktion oder Erhöhung des jeweiligen Einflussfaktors bedingt. Zum Abschluss-Stichtag hat sich die Deutsche Telekom in Höhe von 0,5 Mrd. € (31. Dezember 2017: 0,5 Mrd. €) vertraglich zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten verpflichtet. Der wesentliche Anteil entfällt auf von T-Mobile US eingegangenen Verpflichtungen. 7 SACHANLAGENin Mio. €
Im Geschäftsjahr 2018 erhöhten sich die Sachanlagen um 3,8 Mrd. € auf 50,6 Mrd. €. Zugänge von 11,3 Mrd. €, in erster Linie in den operativen Segmenten USA und Deutschland, erhöhten den Buchwert. Hierin enthalten sind insbesondere Investitionen im Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung der T-Mobile US sowie für den Breitband- und Glasfaser-Ausbau, die IP-Transformation und die Mobilfunk-Infrastruktur im operativen Segment Deutschland. Hierin enthalten sind auch 0,9 Mrd. € aus der Aktivierung höherpreisiger Mobilfunk-Endgeräte im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell "JUMP! On Demand" bei T-Mobile US, bei dem Kunden das Endgerät nicht kaufen, sondern mieten. Konsolidierungskreiseffekte in Höhe von 1,4 Mrd. €, insbesondere aus dem Erwerb der UPC Austria im operativen Segment Europa, der Erweiterung des Rechenzentrums Biere (im Jahr 2018 konsolidierte strukturierte Leasing-Objektgesellschaften) im operativen Segment Systemgeschäft und Layer3 TV im operativen Segment USA, erhöhten den Buchwert. Weitere Informationen zu den Unternehmenstransaktionen finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen". Positive Währungskurseffekte, v.a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten in Höhe von 0,6 Mrd. € buchwerterhöhend. Abschreibungen in Höhe von 8,8 Mrd. € sowie Abgänge in Höhe von 0,6 Mrd. €, von denen 0,3 Mrd. € auf durch Kunden zurückgegebene Endgeräte im Rahmen von "JUMP! On Demand" entfielen, reduzierten den Buchwert. Weitere Informationen zu den Abschreibungen und Wertminderungen finden Sie in Angabe 26 "Abschreibungen", sowie Angabe 6 "Immaterielle Vermögenswerte". Mit der von OTE am 15. Januar 2019 getroffenen Vereinbarung über den Verkauf ihrer Beteiligung an der Telekom Albania an das bulgarische Unternehmen Albania Telecom Invest AD für einen Kaufpreis in Höhe von 50 Mio. € wurden die der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Albanien zugeordneten Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen bzw. in die Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen umgegliedert. Aus der für diesen Vorgang nötigen Neubewertung dieser Vermögenswerte mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten erfolgte im Geschäftsjahr 2018 zum Zeitpunkt der Umgliederung die Wertminderung von Teilen der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Albanien zugehörigen immateriellen Vermögenswerte sowie der Sachanlagen in Höhe von insgesamt 35 Mio. €. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Angabe 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sowie Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen". Im Vorjahr wurde zum 31. Dezember 2017 bei einem anlassbezogenen Werthaltigkeitstest der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rumänien-Festnetz im operativen Segment Europa ein möglicher Wertminderungsbedarf der Vermögenswerte geprüft. Anlass für diesen Werthaltigkeitstest war die Zusammenlegung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Festnetz und Mobilfunk in Rumänien. Zum 31. Dezember 2017 war der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rumänien-Festnetz kein Goodwill zugeordnet. Der Bewertung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rumänien-Festnetz zum 31. Dezember 2017 lagen Prognosen mit einem zehnjährigen Prognosezeitraum zugrunde, die auf dem vom Management genehmigten Finanzplan beruhten und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider und wird gewählt, um einen für die Berechnung der ewigen Rente nötigen stabilen Geschäftsausblick der Unternehmen zu erhalten. Dieser wird erst bei diesem Planungshorizont insbesondere aufgrund der teilweise langen Investitionszyklen in der Telekommunikationsbranche sowie der langfristig geplanten und erwarteten Investitionen zum Erwerb und zur Verlängerung von Frequenznutzungsrechten erreicht. Cashflows, die über die interne Mittelfristplanung hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Diese Wachstumsraten werden dabei für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit einzeln festgelegt. Die angesetzte Wachstumsrate für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Rumänien-Festnetz betrug 2,0% und orientierte sich am langfristigen realen Wachstum und an der langfristigen Inflationserwartung. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des erzielbaren Betrags beruht, gehören folgende im Wesentlichen intern ermittelte Annahmen, die auf vergangenen Erfahrungen aufbauen, um aktuelle interne Erwartungen erweitert und von externen Marktdaten und -einschätzungen untermauert werden: Umsatzentwicklung, Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten, Kündigungsraten, Investitionen, Marktanteile sowie Wachstumsraten. Diskontierungszinssätze werden auf Basis externer vom Markt abgeleiteter Größen bestimmt, unter Berücksichtigung der mit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Markt- und Länderrisiken. Der Diskontierungszinssatz für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Rumänien-Festnetz betrug 7,76%. Der intern ermittelte erzielbare Betrag, der in Einklang mit IFRS 13 mithilfe von Level 3-Eingangsparametern (nicht beobachtbare Eingangsparameter) berechnet wurde, betrug zum 31. Dezember 2017 (vor Abzug der Netto-Finanzverbindlichkeiten) 334 Mio. € für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Rumänien-Festnetz. Der sich hieraus ergebende Wertminderungsbedarf betrug 2017 für Rumänien-Festnetz 121 Mio. € und war grundsätzlich auf die langfristigen Vermögenswerte zu verteilen. Aufgrund der bestehenden Wertuntergrenzen (beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten der jeweiligen Vermögenswerte) wurde der erzielbare Betrag mittels eines externen Gutachtens überprüft. Auf Basis der sich aus diesem Gutachten ableitbaren erzielbaren Beträge für die langfristigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rumänien-Festnetz wurde im Ergebnis keine Wertminderung erfasst. Im Vorjahr wurde aufgrund des durchgeführten jährlichen Werthaltigkeitstests für die den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordneten Goodwill für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Albanien ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 45 Mio. € ermittelt. Dieser Wertminderungsbedarf war auf den vorhandenen Goodwill in Höhe von 8 Mio. € (siehe Angabe 6 "Immaterielle Vermögenswerte".) und grundsätzlich auf die langfristigen Vermögenswerte zu verteilen. Aufgrund der zu berücksichtigenden Wertuntergrenzen wurden die erzielbaren Beträge (beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten) der jeweiligen Vermögenswerte mittels eines externen Gutachtens überprüft. Auf Basis der sich aus diesem Gutachten ableitbaren erzielbaren Beträge der langfristigen Vermögenswerte wurden die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens in Höhe von 37 Mio. € wertgemindert. Hiervon entfielen 22 Mio. € auf Anteile anderer Gesellschafter. Die Wertminderung betraf überwiegend technische Infrastruktur. Die Deutsche Telekom hat sich zum Abschluss-Stichtag in Höhe von 3,8 Mrd. € (31. Dezember 2017: 2,8 Mrd. €) vertraglich zum Erwerb von Sachanlagen verpflichtet. Zum 31. Dezember 2018 wurden Rückbauverpflichtungen in Höhe von 0,2 Mrd. € (31. Dezember 2017: 0,3 Mrd. €) aktiviert, die v.a. aus Rückbauverpflichtungen der T-Mobile US resultieren. 8 AKTIVIERTE VERTRAGSKOSTENAus der Umstellung auf IFRS 15 resultierten zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral erfasste Neubewertungs- und Reklassifizierungseffekte aus dem erstmaligen Ansatz von aktivierten Vertragskosten in Höhe von insgesamt 1,2 Mrd. €. Diese hätten in Vorperioden nach IFRS 15 zu einer späteren Erfassung von Vertriebsaufwendungen geführt. Zum 31. Dezember 2018 hat sich der Buchwert auf 1,7 Mrd. € fortentwickelt. Weitere Informationen zu den neuen Rechnungslegungsstandards finden Sie im Abschnitt "Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen". in Mio. €
Die im Buchwert zum Jahresende 2018 enthaltenen Kosten der Vertragsanbahnung beinhalten im Wesentlichen Vertriebsprovisionen an Dritthändler im direkten und indirekten Vertriebskanal sowie an Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2018 wurden aktivierte Vertragskosten in Höhe von 976 Mio. € abgeschrieben. Der Anstieg der aktivierten Vertragskosten im Vergleich zum erstmaligen Ansatz zum 1. Januar 2018 um 0,6 Mrd. € ergibt sich insbesondere aus einem höheren Bestand an aktivierten Kosten der Vertragsanbahnung aus dem Geschäft mit Vertragskunden im operativen Segment USA zum Ende des Geschäftsjahres. 9 BETEILIGUNGEN AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMENZu wesentlichen Beteiligungen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, veröffentlicht die Deutsche Telekom nachfolgende Informationen:
a Indirekte Beteiligung über Hrvatski
Telekom d.d., Kroatien (Anteil Deutsche Telekom AG:
51,14%).
Beschreibung der Art der Tätigkeiten der gemeinschaftlichen Vereinbarung oder des assoziierten UnternehmensDie Hrvatske telekomunikacije d. d. (HT Mostar d. d.) erbringt Telekommunikationsdienstleistungen im Mobilfunk- und Festnetz-Bereich in Bosnien und Herzegowina. Die Ströer SE & Co. KGaA ist ein führendes digitales Multichannel-Medienhaus und bietet werbungtreibenden Kunden individualisierte und voll integrierte Premium-Kommunikationslösungen an. Die Deutsche Telekom hält 11,42% (2017: 11,60%) der Anteile an der Ströer SE & Co. KGaA. Zusätzlich ist die Deutsche Telekom mit zwei von insgesamt sechs Sitzen im Aufsichtsrat der Ströer SE & Co. KGaA vertreten. Durch die Vertretung mit einem Drittel aller Sitze im Aufsichtsrat hat die Deutsche Telekom einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der Ströer SE & Co. KGaA. Dies hat zur Folge, dass die Deutsche Telekom die Beteiligung als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezieht. T-Mobile USA Tower LLC und T-Mobile West Tower LLC sind strukturierte Unternehmen, die T-Mobile US zum Zweck der Einbringung von Funkturm-Standorten gemäß dem 2012 zwischen T-Mobile US und Crown Castle International Corp., Houston, USA, unterzeichneten Rahmenvertrag über die Vermietung und Nutzung von Funkturm-Standorten gegründet hat und an denen die Gesellschaft jeweils 100% der Anteile hält. Das alleinige Recht, diese Funkturm-Standorte zu nutzen und weiterzuvermieten, wurde auf Crown Castle übertragen. T-Mobile US betreibt ihre Mobilfunk-Einrichtungen weiterhin über diese Funktürme und mietet zu diesem Zweck die erforderliche Kapazität wieder von Crown Castle zurück. Bisher ungenutzte Infrastruktur kann damit von Crown Castle an Dritte vermietet werden. Im Gegenzug erhalten die Eigentümer des Grund und Bodens, auf dem die Funktürme stehen, keine Mietzahlungen mehr von T-Mobile US für diese Funktürme, die in die zwei assoziierten Unternehmen und die veräußerten Unternehmen eingebracht wurden. Beide Unternehmen wurden zum Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion 2012 entkonsolidiert, da Crown Castle die Funktürme unabhängig betreibt, Umsätze aus der Vermietung der Standorte für durchschnittlich 27 Jahre generiert und die für eine Konsolidierung relevanten Finanz- und Geschäftsaktivitäten beider Unternehmen bestimmt. Es ist zu erwarten, dass Crown Castle durch die Vermietung der Funktürme ausreichend Gewinne und Cashflows generieren kann, um seinen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen zu können. Daher hat die Deutsche Telekom nur einen maßgeblichen Einfluss und bezieht diese Gesellschaften als assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss ein. T-Mobile US ist unter bestimmten Bedingungen weiterhin für den Verzug seitens Crown Castle bei den Mietzahlungen an die Eigentümer des Grund und Bodens, auf dem die Funktürme stehen, haftbar. Die Vereinbarung sieht für die Deutsche Telekom einen äußerst niedrigen maximalen Garantiebetrag vor, denn im Fall des Eintretens des Garantiefalls könnte T-Mobile US die weitere Nutzung der betreffenden Funkturm-Standorte selbst übernehmen oder alternativ die mit den Eigentümern des Grund und Bodens bestehenden Verträge kurzfristig kündigen. Mit Vollzug der Transaktion hat T-Mobile US eine unwesentliche Barreserve bei den Unternehmen geschaffen, die ausreicht, um die nicht von Crown Castle zu tragenden laufenden Verwaltungsaufwendungen zu finanzieren. Neben der Garantie und der Zahlung der Verwaltungsaufwendungen gibt es für T-Mobile US keine weiteren Finanzierungsverpflichtungen. Die folgenden Tabellen zeigen zusammenfassende Finanzinformationen zu den wesentlichen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf die Anteile, welche der Deutschen Telekom AG zurechenbar sind, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100% dar. Zusammenfassende Finanzinformationen wesentlicher nach der Equity-Methode einbezogener Unternehmenin Mio. €
in Mio. €
Überleitungsrechnung auf den Buchwert, der in die Konzern-Bilanz einbezogen wurdein Mio. €
a Aufgrund zum Aufstellungszeitpunkt der
Deutschen Telekom nicht öffentlich verfügbarer
Finanzinformationen der Ströer SE & Co. KGaA zum
31. Dezember 2018 wurden die zusammenfassenden
Finanzinformationen sowie die Überleitungsrechnung auf
den Buchwert, der in die Konzern-Bilanz der Deutschen
Telekom einbezogen wurde, auf Grundlage der
Quartalsmitteilung der Ströer SE & Co. KGaA zum
30. September 2018 ermittelt. Die hieraus resultierenden
Effekte für die Fortschreibung des Buchwerts zum 31.
Dezember 2018 wurden geschätzt und sind in den
sonstigen Überleitungseffekten enthalten. Darüber
hinaus ist im Überschuss/(Fehlbetrag) der anteilige
Überschuss/(Fehlbetrag) des vierten Quartals des
Vorjahres enthalten.
in Mio. €
Die Deutsche Telekom hat im Berichtsjahr sowie im Vorjahr keine Verluste im Zusammenhang mit Beteiligungen an nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen nicht erfasst. Zusammenfassende aggregierte Finanzinformationen nicht wesentlicher nach der Equity-Methode einbezogener UnternehmenDie Werte beziehen sich auf die der Deutschen Telekom zustehenden Anteile. in Mio. €
10 SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEin Mio. €
Die kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich insgesamt um 4,6 Mrd. €. Dies ist insbesondere auf die zum 23. März 2018 vorgenommene Dotierung des 12-prozentigen Anteils an BT zum damaligen Wert von 3,1 Mrd. € als Planvermögen in den Deutsche Telekom Trust e. V., die Treuhandeinrichtung des Konzerns, zurückzuführen. Die Anteile an BT dienen seitdem zur Besicherung der Pensionsansprüche. Die seit dem 1. Januar 2018 bis zum Zeitpunkt der Dotierung erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasste Wertminderung der börsengehandelten Anteile an BT reduzierten den Buchwert um 0,7 Mrd. €. Daneben reduzierten u.a. negative Bewertungseffekte aus der Stichtags-Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten den Buchwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte. Informationen zu Wertberichtigungen und Bonitäten der ausgereichten Darlehen und Forderungen finden Sie in Angabe 40 "Finanzinstrumente und Risiko-Management". Forderungen in Höhe von 498 Mio. € (31. Dezember 2017: 504 Mio. €) wurden im Rahmen von Collateral-Verträgen zur Sicherung etwaiger Ausfallrisiken aus derivativen Transaktionen eingesetzt. 11 ÜBRIGE VERMÖGENSWERTEIn den übrigen Vermögenswerten werden im Wesentlichen Miet- und Leasing-Vorauszahlungen und weitere aktivische Rechnungsabgrenzungen in Höhe von insgesamt 1,8 Mrd. € (31. Dezember 2017: 2,0 Mrd. €) ausgewiesen. 12 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITENin Mio. €
Die kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Mrd. € auf insgesamt 62,3 Mrd. €. 2018 hat T-Mobile US bei institutionellen Investoren festverzinsliche US-Dollar-Anleihen über 2,5 Mrd. US-$ (2,0 Mrd. €) platziert: eine 8-jährige Anleihe mit einem Volumen von 1,0 Mrd. US-$ sowie eine 10-jährige Anleihe mit einem Volumen von 1,5 Mrd. US-$. Darüber hinaus wurden von der Deutsche Telekom International Finance B. V. Euro-Anleihen im Gesamtvolumen von 3,4 Mrd. €, US-Dollar-Anleihen im Gesamtvolumen von 1,75 Mrd. US-$ (1,5 Mrd. €) sowie GBP-Anleihen im Gesamtvolumen von 0,3 Mrd. GBP (0,3 Mrd. €) emittiert. Des Weiteren wurde von OTE PLC eine 4-jährige festverzinsliche Euro-Anleihe mit einem Volumen von 0,4 Mrd. € emittiert. Gegenläufig wirkte im Berichtsjahr die vorzeitige Rückzahlung durch T-Mobile US von Senior Notes (Schuldverschreibungen) in Höhe von 1,0 Mrd. US-$ (0,8 Mrd. €) mit einem Zinssatz von 6,125%, 1,75 Mrd. US-$ (1,4 Mrd. €) mit einem Zinssatz von 6,625% und 0,6 Mrd. US-$ (0,5 Mrd. €) mit einem Zinssatz von 6,836%. Des Weiteren wurden im Berichtsjahr im Konzern Euro-Anleihen in Höhe von insgesamt 1,1 Mrd. € sowie US-Dollar-Anleihen in Höhe von 0,85 Mrd. US-$ (0,7 Mrd. €) zurückgezahlt. Ebenfalls den Buchwert der finanziellen Verbindlichkeiten reduzierend wirkte die Veränderung von Commercial Paper in Höhe von 0,6 Mrd. € (netto). Der Anstieg von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vergleich zum Jahresende 2017 um insgesamt 0,7 Mrd. € beruht im Wesentlichen auf der positiven Veränderung des Saldos der kurzfristigen Geldaufnahmen in Höhe von 0,6 Mrd. € (netto) im Berichtsjahr sowie auf dem im Januar 2018 durch die Europäische Investitionsbank ausgereichten Darlehen in Höhe von 0,2 Mrd. € mit einer Laufzeit von 7 Jahren. Der im Schiedsverfahrenskomplex Toll Collect vereinbarte Vergleich zur Beendigung der Mautschiedsverfahren erhöhte die finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,6 Mrd. €. Gegenläufig wirkte die im Berichtsjahr geleistete Zahlung der ersten Tranche in Höhe von 0,2 Mrd. €. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen". Ein Anstieg des Buchwerts der finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahresstichtag um insgesamt rund 0,6 Mrd. € steht im Zusammenhang mit Währungskurseffekten im operativen Segment USA. Aus der erstmaligen Erfassung und Bewertung von Zinssicherungsgeschäften (Forward-Payer-Swaps) im Gesamtvolumen von 9,6 Mrd. US-$ im operativen Segment USA ergab sich ein erfolgsneutral erfasster Bewertungsverlust in Höhe von 0,4 Mrd. €. Bei der Deutschen Telekom ist ein fortlaufendes Liquiditäts-Management implementiert. Damit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns und der Deutschen Telekom AG jederzeit sichergestellt werden können, hält die Deutsche Telekom eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vor. Diese Liquiditätsreserve soll zu jedem Zeitpunkt die Kapitalmarktfälligkeiten der nächsten 24 Monate abdecken. Neben den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten standen der Deutschen Telekom am 31. Dezember 2018 standardisierte bilaterale Kreditlinien von 22 Banken mit einem aggregierten Gesamtvolumen von 12,9 Mrd. € zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2018 waren diese Banklinien in Höhe von 0,6 Mrd. € in Anspruch genommen. Im Vorjahr waren diese Banklinien in Höhe von 0,2 Mrd. € Anspruch genommen. Die Konditionen sind gemäß den Kreditverträgen abhängig vom Rating der Deutschen Telekom. Die bilateralen Kreditverträge haben eine ursprüngliche Laufzeit von 36 Monaten und können jeweils nach zwölf Monaten um weitere zwölf Monate auf wiederum 36 Monate verlängert werden. Der Zugang zu den internationalen Fremdkapitalmärkten ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Aus den folgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit positivem und negativem beizulegenden Zeitwert der Deutschen Telekom ersichtlich: in Mio. €
in Mio. €
a Weitere Informationen hierzu finden Sie in
Angabe 40 "Finanzinstrumente und Risiko-Management".
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2018 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht einbezogen. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2018 festgelegten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet. Gemäß § 2 Abs. 4 PostUmwG trägt der Bund die Gewährleistung für die Erfüllung der Verbindlichkeiten, die am 1. Januar 1995 bereits bestanden. Diese beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf nominal 1,8 Mrd. € (31. Dezember 2017: 1,7 Mrd. €). 13 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITENin Mio. €
Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten sind 10.699 Mio. € (31. Dezember 2017: 10.971 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr von 11,0 Mrd. € auf 10,7 Mrd. €. Einem geringeren Bestand an Verbindlichkeiten im operativen Segment USA standen leicht höhere Verbindlichkeiten im operativen Segment Deutschland gegenüber. Erhöhend wirkten sich Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro aus. 14 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENLEISTUNGSORIENTIERTE VERSORGUNGSZUSAGEN (LEISTUNGSZUSAGEN)Der wesentliche Anteil der Pensionsverpflichtungen im Konzern beruht auf unmittelbaren und mittelbaren Zusagen in Deutschland, Griechenland und der Schweiz. Die Versorgungsverpflichtungen der Deutschen Telekom setzen sich wie folgt zusammen: in Mio. €
Die Pensionsrückstellungen werden in der Konzern-Bilanz unter den langfristigen Schulden ausgewiesen. Der Vermögenswert aus Pensionsverpflichtungen ist in der Konzern-Bilanz unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten erfasst. Der Rückgang der Pensionsrückstellungen gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen durch die am 23. März 2018 vollzogene Übertragung des 12-prozentigen Anteils an BT als Planvermögen in den Deutsche Telekom Trust e.V. (CTA) zurückzuführen. Herleitung der Pensionsrückstellungen:in Mio. €
in Mio. €
Die wesentlichen Annahmen für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen sind der Rechnungszins, der Gehaltstrend, der Rententrend sowie die Langlebigkeit. Die nachfolgende Tabelle enthält die Annahmen, die jeweils für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember des Jahres zugrunde gelegt wurden. Für die Ermittlung des Pensionsaufwands eines Geschäftsjahres wurden jeweils die Annahmen zum 31. Dezember des Vorjahres verwendet. Nachfolgende Angaben für die Pläne in der Schweiz beziehen sich auf die T-Systems Schweiz AG und die T-Systems Data Migration Consulting AG. Annahmen für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember des Jahres:in %
a Der Rechnungszins bezieht sich auf den Plan
Staff Retirement Indemnities (siehe Planbeschreibung.).
in Jahren
a Die Duration bezieht sich auf den Plan Staff
Retirement Indemnities. Die Regelungen des am 22. März
2018 geschlossenen Tarifvertrags hatten eine Reduzierung
der Duration zur Folge (siehe Planbeschreibung.).
Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurden im Wesentlichen die folgenden biometrischen Rechnungsgrundlagen verwendet: Inland: Heubeck 2018G, Schweiz: BVG 2015 Generational, Griechenland (OTE S.A.): EVK2000. Aufgrund der Beobachtung steigender Lebenserwartung sowie einer sinkenden Wahrscheinlichkeit der Invalidität in Deutschland sind die Richttafeln von Heubeck im Jahr 2018 überarbeitet worden. Dies führt zu Verlusten in Höhe von 66 Mio. € bzw. 0,6% der deutschen Verpflichtungen. Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen wurden zum 31. Dezember 2018 die oben genannten Zinssätze zugrunde gelegt. Diese Zinssätze wurden in Übereinstimmung mit der mittleren gewichteten Laufzeit (Duration) der jeweiligen Verpflichtungen gewählt. In der Eurozone basiert die Ermittlung des Rechnungszinses auf der Rendite von qualitativ hochwertigen europäischen Unternehmensanleihen mit AA-Rating, für die eine Zinsstrukturkurve auf Basis von Spot Rates gebildet wird. Die zugrunde liegende Methode wird routinemäßig überprüft und ggf. verfeinert (z. B. Weiterentwicklung der Bond-Märkte, Automatisierung der Verfügbarkeit entsprechender Daten hinsichtlich Quantität und Qualität). Die letzte Verfeinerung wurde im Oktober 2018 vorgenommen und führte lediglich zu einer unwesentlichen Änderung des Rechnungszinses. Um die Ermittlung des Rechnungszinses in der Schweiz ebenfalls näherungsweise an diese Systematik anzugleichen, wurde mit Wirkung zum 31. August 2015 eine Verfeinerung der bisherigen Methodik vorgenommen. Anstelle der bislang verwendeten Swap-Renditen (für Bonds mit AAA-Rating) bilden anschließend Schweizer Staatsanleihen (Government Bonds) die Basis für die Ableitung der Zinsstrukturkurve. Da die aus den Government Bonds abgeleitete Zinsstrukturkurve für Zwecke der Rechnungslegung ein zu geringes Ausfallrisiko repräsentiert, wird eine weitere Anpassung in Form eines Risikozuschlags (Credit Spread) auf Basis qualitativ hochwertiger Schweizer Unternehmensanleihen vorgenommen. Dieser Risikozuschlag, welcher bislang für alle Durationen als konstant angesetzt wurde, wurde ab August 2015 getrennt für drei Laufzeitintervalle ermittelt und zur Zinsfestlegung herangezogen. Mit einer weiteren Verfeinerung im Mai 2016 werden nun Risikozuschläge für alle Laufzeiten kalkuliert und Rechnungszinsen entsprechend der Eurozone auf Basis von Spot Rates ermittelt. Entwicklung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen im Berichtsjahr:in Mio. €
Unter Berücksichtigung ausgegliederter Vermögenswerte sind die Versorgungsverpflichtungen vollständig ausgewiesen. Verteilung der Verpflichtungen der wesentlichen Pläne der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2018 und zum 31. Dezember 2017:in Mio. €
Die nachfolgenden Auswertungen bezüglich der Altersstruktur und der Sensitivitätsanalyse sowie die Planbeschreibungen und deren Risiken beziehen sich auf die wesentlichen Pensionsverpflichtungen (Inland, Schweiz und Griechenland (OTE S.A.)). Altersstruktur:Für die wesentlichen Pläne bei der Deutschen Telekom liegt die folgende statusabhängige Altersstruktur vor. Altersstruktur der Planteilnehmer für wesentliche Pensionspläne bei der Deutschen Telekom a
a Für Griechenland (OTE S.A.) ist nur der
Plan Staff Retirement Indemnities enthalten.
Sensitivitätsanalyse für die Pensionsverpflichtungen:In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen von möglichen Veränderungen der als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Bewertungsannahmen auf den zum Stichtag 31. Dezember 2018 berechneten Barwert der Pensionsverpflichtungen dargestellt. Eine Veränderung der Bewertungsannahmen um die dargestellten Änderungen hätte zum 31. Dezember 2018 bei sonst unveränderten Annahmen nachfolgende Auswirkungen auf den Barwert der Pensionsverpflichtung. in Mio. €
in Mio. €
Die Sensitivitätsanalyse wurde für den Rechnungszins, Bezügetrend und Rententrend jeweils isoliert vorgenommen. Hierzu wurden sowohl für den Anstieg als auch den Rückgang der Annahme weitere versicherungsmathematische Bewertungen durchgeführt. Die angesetzten Variationsbreiten der Bewertungsannahmen wurden so gewählt, dass sich die jeweilige Annahme innerhalb eines Jahres mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 bis 90% nicht außerhalb der Bandbreite bewegt, dabei wird ein abnehmender Rententrend üblicherweise auf 0% begrenzt. Bei der Lebenserwartung der Planberechtigten ist nicht davon auszugehen, dass sie sich innerhalb eines Jahres wesentlich ändern wird. Aus Risikogesichtspunkten wurde dennoch zusätzlich die Wirkung einer Änderung der Lebenserwartung auf die Verpflichtungen ermittelt. Hierzu wurden Bewertungen unter der Annahme durchgeführt, dass die Lebenserwartung der Planberechtigten im 65. Lebensjahr mittels Altersverschiebung um ein Jahr erhöht bzw. reduziert wäre. Für die anderen Planberechtigten wurde die Altersverschiebung analog angesetzt. Bei einer Variation des Bewertungsendalters oder der Fluktuation würden sich insbesondere im Inland nur unwesentliche Effekte ergeben. Global Pension Policy und Planbeschreibungen:Mithilfe der konzernweiten Global Pension Policy steuert die Deutsche Telekom ihre Pensionszusagen. Sie stellt weltweit sicher, dass bezüglich der Gewährung von Leistungen der betrieblichen Altersversorgung und deren Management konzernweite Mindeststandards eingehalten, Pläne harmonisiert sowie finanzielle und andere Risiken für das Kerngeschäft vermieden bzw. verringert werden. Weiterhin stellt sie Leitlinien zur Durchführung und Steuerung von Pensionszusagen zur Verfügung und definiert Anforderungen an die Einführung, Anpassung oder Schließung entsprechender Pläne. Die Regelungen und Vorgaben dieser Konzern-Richtlinie berücksichtigen die nationalen Unterschiede im Bereich der staatlichen oder anderen verpflichtenden Zusagen beim Arbeits-, Steuer- und Sozialrecht sowie der gewöhnlichen Geschäftspraktiken in Bezug auf Pensionszusagen. Zur Risikobegrenzung wurden im Konzern endgehaltsabhängige Leistungszusagen bereits weitgehend durch beitragsbasierte Zusagen abgelöst. In Deutschland wird zur weiteren Deckung der Pensionsverpflichtungen zudem ein konzerninternes CTA (Deutsche Telekom Trust e.V.) verwendet. Ein CTA ist eine rechtlich ausgestaltete Treuhandvereinbarung zur Kapitaldeckung unmittelbarer Versorgungszusagen mit separiertem und ausgegliedertem Vermögen sowie zum erweiterten Insolvenzschutz für diese Verpflichtungen. Zum Ende des Jahres 2018 wurden sämtliche über die Unterstützungskasse Deutsche Telekom Betriebsrenten-Service e.V. (DTBS) abgewickelten bestehenden Verpflichtungen (laufende Renten) in die Direktzusagen und den Telekom Pensionsfonds (TPF) übertragen. Im TPF wurde für diese Verpflichtungen ein neues Vermögenssegment eingerichtet. Das Planvermögen aus dem DTBS wurde teilweise auf das CTA bzw. als Startdotierung auf das neue Vermögenssegment des TPF übertragen. Zur Erhöhung der Ausfinanzierungsquote der inländischen Verpflichtungen im Deutsche Telekom Konzern wurden Beteiligungen an BT als Planvermögen auf den Deutsche Telekom Trust e.V. übertragen. Im Inland bestehen für einen Großteil der Mitarbeiter Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen. Im Rahmen einer Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung wurde bereits im Jahr 1997 für aktive Mitarbeiter flächendeckend der Kapitalkontenplan eingeführt. Zudem wurden in den Folgejahren durch Unternehmenskäufe erworbene Zusagen ebenfalls auf den Kapitalkontenplan überführt. Hierbei handelt es sich um eine arbeitgeberfinanzierte, beitragsbasierte Leistungszusage. Die jährlich gewährten, gehaltsabhängigen Beiträge werden im jeweiligen Jahr der Bereitstellung mit altersabhängigen Zinsfaktoren bis Alter 60 vorab verzinst und in eine garantierte Versicherungssumme umgerechnet. Die Vorabverzinsung beträgt derzeit 3,50% p.a. (Richtzins Kapitalkontenplan). Die Deutsche Telekom hat im Rahmen der tarifvertraglichen Regelungen im Geschäftsjahr 2016 die Verzinsung der künftigen Beiträge innerhalb der betrieblichen Altersversorgung im Inland mittels Planänderung als nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand von 3,75% p. a. auf derzeit 3,50% p.a. reduziert. Die Möglichkeit zur Änderung des Richtzinses dient dazu, eine kapitalmarktnahe Verzinsung der Beiträge zum Kapitalkonto zu erreichen. Der Zeitraum für die Bereitstellung von Beiträgen ist zunächst auf zehn künftige Beitragsjahre begrenzt und verlängert sich ohne Kündigung jeweils automatisch um ein weiteres Jahr. Die im Laufe der aktiven Dienstzeit angesammelten Versicherungssummen werden im Versorgungsfall primär in Form von Einmalkapital ausbezahlt. Daher besteht für diese Zusagen lediglich ein geringes Langlebigkeitsrisiko. Aufgrund der Auszahlungsrichtlinien und der Planstruktur des Kapitalkontenplans ist dieser für den Arbeitgeber planbar und die Bezügedynamik betreffend frei von akuten Schwankungen und Risiken. Darüber hinaus bestehen in Deutschland verschiedene geschlossene Altzusagen, die in der Regel Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen in Form lebenslänglicher Renten vorsehen. Die vorherrschenden Zusagen bilden hierbei die Gesamtversorgung der Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) mit einer Anrechnung der gesetzlichen Rente. Im Wesentlichen werden hiervon nur noch ausgeschiedene Mitarbeiter und Leistungsempfänger begünstigt, bei denen die Leistungen betragsmäßig feststehen. Das Gesamtversorgungssystem der VAP wirkt somit nur für den im Jahr 1997 bereits bestehenden Rentnerbestand und für den damals unverfallbar ausgeschiedenen Anwärterbestand nach. Sofern Leistungszusagen im Inland Rente gewähren, ist die Rentenanpassung für diese Renten bis auf wenige unwesentliche Ausnahmen in den bestehenden Versorgungsregelungen in prozentualer Höhe fest definiert. Daher hat eine Änderung des allgemeinen Rententrends im Inland nur einen unwesentlichen Effekt auf den Barwert der Verpflichtungen. Da eine Veränderung der Lebenserwartung hauptsächlich Auswirkungen auf die Verpflichtungen aus den Altbeständen mit Rentenzusagen hat und seit 1997 Zusagen in Form von Kapital gewährt werden, ist in den Folgejahren mit einer abnehmenden Bedeutung des Risikos aus der Veränderung der Lebenserwartung für den Konzern zu rechnen. Zur langfristigen Deckung der Pensionsverpflichtungen hat die Deutsche Telekom Vermögen in ein unternehmenseigenes CTA, eine unternehmenseigene Unterstützungskasse (bis 2018) sowie in einen unternehmenseigenen Pensionsfonds (ab 2018) ausgelagert. Im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung besteht in der Schweiz für die T-Systems Schweiz AG ein beitragsbasierter, durch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge finanzierter Leistungsplan. Dieser wird über die rechtlich selbstständige T-Systems-Pensionskasse abgewickelt. Nach einer Umstrukturierung der Schweizer Gesellschaften und Harmonisierung der Pensionskassenzusagen zum 1. Januar 2014 ist seither auch die T-Systems Data Migration Consulting AG an die Pensionskasse der T-Systems Schweiz AG angeschlossen. Wie in der Schweiz üblich gewähren beide Gesellschaften höhere Leistungen als gesetzlich gefordert. Im Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) sind Mindestvorschriften für das zu versichernde Gehalt, altersabhängige Beiträge sowie ein Mindestverrentungsfaktor für den obligatorischen Teil des Altersguthabens festgelegt. Zudem legt der Schweizer Bundesrat jedes Jahr eine Mindestverzinsung für das obligatorische Altersguthaben fest (2018: 1,00%, 2019: 1,00%). Der Pensionskasse steht der Stiftungsrat vor. Dieser stellt den täglichen Betrieb der Pensionskasse sicher und entscheidet über grundlegende Aspekte wie die Höhe und die Struktur der Pensionsleistungen und die Vermögensanlage-Strategie. Der Stiftungsrat setzt sich paritätisch aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Laut Angaben der Pensionskasse liegt die bisherige durchschnittliche jährliche Verzinsung der Altersguthaben bei ca. 1,25%. Aufgrund der bestehenden Mindestverzinsung der obligatorischen Altersguthaben besteht für die Pläne in der Schweiz bei einer möglichen Unterfinanzierung der Pensionskasse ein Nachdotierungsrisiko. Die Pensionskasse bietet die Wahlmöglichkeit einer lebenslangen Rente anstelle einer Einmalzahlung für Versicherte. In diesem Fall bestehen Langlebigkeits- und Investitionsrisiken, da zum Zeitpunkt der Verrentung Annahmen bezüglich der Lebenserwartung bzw. der Vermögensrendite einfließen. Die Pensionskasse der T-Systems Schweiz AG hatte 2016 die Reduzierung der Umwandlungssätze ab 2017 bekannt gegeben, was zu einer Reduzierung der künftigen jährlichen Altersrenten und folglich zu geringeren Pensionsrückstellungen im Jahr 2016 führte (nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von Planänderungen). Ab dem 1. Januar 2018 hat sich die T-Systems Schweiz zur Anwendung der Risk Sharing-Methodologie entschieden. Hierbei wird die Bewertung der Verpflichtungen dahingehend geändert, dass eine Beteiligung der Mitarbeiter an der Finanzierung eines möglichen Defizits bei der Bewertung der Arbeitgeberverpflichtung berücksichtigt werden kann. Die prinzipielle Möglichkeit der Beteiligung der Mitarbeiter an der Finanzierung des Defizits ist durch Art. 28 des Vorsorgereglements abgedeckt. In Griechenland (OTE S.A.) werden bei vorzeitiger Kündigung durch den Arbeitgeber - sowie in reduzierter Höhe bei Eintritt in den Ruhestand - obligatorische Abfertigungsleistungen (Staff Retirement Indemnities) fällig. Diese werden in Form von Kapital ausbezahlt und können in Abhängigkeit von der Dienstzeit des Arbeitnehmers ein Vielfaches des letzten Monatseinkommens (mit Höchstbegrenzung) betragen. Aufgrund einer Gesetzesänderung im Jahr 2012 wurden Kapitalzahlungen auf maximal zwölf Monatsgehälter beschränkt. Ergänzend leistet die Firma einen freiwilligen Aufstockungsbetrag. Im Rahmen gesetzlicher Änderungen wurde im Jahr 2017 die Mindestanforderung von 35 Dienstjahren als Anspruchsvoraussetzung für vorzeitige Altersleistungen gestrichen. Durch den am 22. März 2018 abgeschlossenen Tarifvertrag werden Mitarbeiter anhand ihres Eintrittsdatums einer von drei Altersversorgungszusagen zugeordnet (100% der gesetzlichen Leistungen zuzüglich 9 oder 7 Monatseinkommen bzw. zuzüglich 40% der gesetzlichen Leistungen). Darüber hinaus bestehen bei der OTE S.A. Verpflichtungen zur Leistung einer Kapitalzahlung an Kinder von Beschäftigten bei Erreichen des Alters von 25 Lebensjahren (Youth Accounts). Im November 2011 wurde die frühere endgehaltsabhängige Leistungszusage auf eine beitragsbasierte Leistungszusage umgestellt, die sich aus Beiträgen des Arbeitnehmers und davon abhängenden, begrenzten Ergänzungsbeträgen (Matching-Beiträge) des Arbeitgebers finanziert. Die Versorgungsleistungen der beiden Pläne Staff Retirement Indemnities und Youth Accounts werden in Kapitalform ausgezahlt. Daher besteht kein Langlebigkeitsrisiko. Entwicklung der ausgegliederten Vermögenswerte im Berichtsjahr:in Mio. €
In den Arbeitgeberbeiträgen an externe Versorgungsträger sind im Jahr 2018 Anteile an der BT enthalten, die in das konzerneigene CTA dotiert wurden sowie gegenläufig eine Erstattung des CTA an die Deutsche Telekom für geleistete Versorgungszahlungen durch den Arbeitgeber. 2018 wurden im Inland erstmalig Pensionszahlungen anteilig aus dem CTA geleistet. Zusammensetzung ausgegliederter Vermögenswerte nach Anlagekategorien:in Mio. €
in Mio. €
Die Ausrichtung der Anlagepolitik und die Risikosteuerung werden direkt auf die Risiko- und Entwicklungscharakteristika der Versorgungsverpflichtungen abgestimmt. Auf Basis einer systematischen integrierten Asset Liability Management-Analyse werden mögliche Ergebnisse von Kapitalanlage-Portfolios, die eine Vielzahl von Anlageklassen umfassen können, den stochastisch simulierten Entwicklungen der Pensionsverpflichtungen gegenübergestellt und so die relative Entwicklung der Planvermögen zu den Pensionsverpflichtungen explizit betrachtet. Die Kapitalanlage-Strategie ist wesentlich durch die Zielsetzung geprägt, dass durch den systematischen Aufbau und das professionelle Management eines geeigneten Portfolios für das Planvermögen künftige Verpflichtungen aus gegebenen Pensionszusagen zeitgerecht und vollständig erfüllt werden können. Sie zielt auf ein breit diversifiziertes Anlage-Portfolio ab, das über entsprechende Risikofaktoren und Diversifikation ein zur Gesamtzielsetzung passendes Risikoprofil generiert. Das Management der Kapitalanlagen zur aktiven Steuerung von Risiken unterliegt einem fortlaufenden Monitoring. Eine kosteneffiziente Umsetzung des Kapitalanlage-Managements wird durch ein professionelles Portfolio-Management unter Einbezug von externen Dienstleistern vorgenommen. Die ausgegliederten Vermögenswerte enthalten zum Abschluss-Stichtag 3.043 Tsd. € in Aktien (31. Dezember 2017: 3.349 Tsd. € in Aktien), die von der Deutschen Telekom AG ausgegeben worden sind und Anleihen in Höhe von 1.960 Tsd. € der Deutschen Telekom International Finance B. V. Entwicklung der Auswirkung aus der Vermögensobergrenze:in Mio. €
Die Pensionsaufwendungen für die jeweilige Periode setzen sich wie folgt zusammen und sind in den jeweils angegebenen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ausgewiesen: in Mio. €
Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung beinhaltet folgende Beträge:in Mio. €
Erwartete Zahlungen in Zusammenhang mit Pensionsleistungen:in Mio. €
Unmittelbar durch den Arbeitgeber gezahlte Versorgungsleistungen, für die grundsätzlich das im Rahmen eines CTA angesammelte Vermögen herangezogen werden kann, lässt sich ein Arbeitgeber üblicherweise zeitnah aus dem CTA-Vermögen erstatten. In den vergangenen Jahren hat die Deutsche Telekom auf solche Erstattungen verzichtet, um einem verstärkten Vermögensaufbau innerhalb des CTA in den ersten Jahren nicht entgegenzuwirken. 2018 hat die Deutsche Telekom erstmals Versorgungszahlungen aus Mitteln des CTA-Vermögens geleistet und sich durch den Arbeitgeber geleistete Zahlungen aus dem CTA-Vermögen erstatten lassen. Für 2019 plant die Deutsche Telekom im Inland keine Dotierung in ausgegliederte Vermögenswerte. Im Ausland beabsichtigt die Deutsche Telekom für 2019 eine Dotierung in Höhe von mindestens 11 Mio. €. Beträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre der Pensionsverpflichtungen, der ausgegliederten Vermögenswerte, das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen und erfahrungsbedingte Anpassungen:in Mio. €
in %
BEITRAGSORIENTIERTE VERSORGUNGSZUSAGEN (BEITRAGSZUSAGEN)Die Zahlungen des Arbeitgeberanteils in Deutschland zur gesetzlichen deutschen Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr 2018 0,4 Mrd. € (2017: 0,3 Mrd. €, 2016: 0,3 Mrd. €). Im Jahr 2018 wurden aus laufenden Beitragszahlungen konzernweit für zusätzliche beitragsorientierte Versorgungszusagen 120 Mio. € (2017: 131 Mio. €, 2016: 109 Mio. €) in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. PENSIONSREGELUNGEN FÜR BEAMTE DER DEUTSCHEN TELEKOMIm Geschäftsjahr 2018 wurden 441 Mio. € (2017: 458 Mio. €, 2016: 516 Mio. €) als Aufwand für den jährlichen Beitrag in Höhe von grundsätzlich 33% der Bruttobezüge der aktiven und der fiktiven Bruttobezüge der ruhegehaltsfähig beurlaubten Beamten an die Postbeamtenversorgungskasse erfasst. Der Barwert der künftigen Zahlungsverpflichtungen beträgt zum Abschluss-Stichtag 2,5 Mrd. € (31. Dezember 2017: 3,1 Mrd. €, 31. Dezember 2016: 3,6 Mrd. €) und wird in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen (siehe Angabe 38 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen"). 15 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENin Mio. €
Die Deutsche Telekom unterliegt bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen Zinssatzschwankungen, sodass die Auswirkung einer möglichen Zinssatzänderung auf die wesentlichen langfristigen Rückstellungen simuliert wurde. Die sonstigen, nicht personalbezogenen Rückstellungen werden mit laufzeitadäquaten und währungsraumspezifischen Zinssätzen diskontiert. Die Deutsche Telekom ermittelt hierfür Zinssätze, die Laufzeiten bis zu 30 Jahren abdecken. Die Zinsen reichen im Jahr 2018 im Euro-Währungsraum von 0,06% bis 3,08% (2017: von 0,00% bis 3,08%) sowie im US-Dollar-Währungsraum von 3,87% bis 6,21 % (2017: von 2,42% bis 4,96%). Bei einer Erhöhung des Rechnungszinses um 50 Basispunkte bei sonst unveränderten Annahmen wäre der Barwert der wesentlichen langfristigen sonstigen Rückstellungen um 102,7 Mio. € (31. Dezember 2017: 103,1 Mio. €) niedriger gewesen. Eine Verringerung des Rechnungszinses um 50 Basispunkte würde bei sonst unveränderten Annahmen zu einer Erhöhung des Barwerts der wesentlichen langfristigen sonstigen Rückstellungen um 107,3 Mio. € (31. Dezember 2017: 111,6 Mio. €) führen. Die Rückstellungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen sowie die übrigen Personalrückstellungen umfassen Rückstellungen für den Personalumbau. Im Geschäftsjahr 2018 haben sich diese Rückstellungen wie folgt entwickelt: in Mio. €
Die übrigen Personalrückstellungen umfassen u.a. Rückstellungen für Entgeltabgrenzungen, Beihilfen und Jubiläumszuwendungen. Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen enthalten die geschätzten Kosten für den Abbruch und das Abräumen eines Vermögenswerts und die Wiederherstellung des Standorts, an dem dieser sich befindet. Die geschätzten Kosten sind Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten des betreffenden Vermögenswerts. Die Rückstellungen für Prozessrisiken betreffen im Wesentlichen mögliche Inanspruchnahmen aus anhängigen Klagen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Angabe 36 "Eventualverbindlichkeiten und -forderungen". Die Rückstellungen für Vertriebs- und Einkaufsunterstützungen werden für Händlerprovisionen, Werbekostenzuschüsse und Rückvergütungen gebildet. Die übrigen sonstigen Rückstellungen enthalten eine Vielzahl dem Betrag nach geringer Einzelsachverhalte. Unter anderem sind hier Rückstellungen im Zusammenhang mit belastenden Verträgen aus schwebenden Geschäften, Unternehmensverkäufen und Standortschließungen überwiegend aus früheren Geschäftsjahren sowie Rückstellungen für Gewährleistungen und Altlasten (Umweltschutzrückstellungen) enthalten. 16 ÜBRIGE SCHULDENin Mio. €
Die Verbindlichkeiten aus der Regelung für den vorzeitigen Ruhestand für Beamte bestehen gegenüber der Postbeamtenversorgungskasse und resultieren aus Zahlungsverpflichtungen aus bereits unterzeichneten Verträgen. Die Verpflichtungen sind in bis zu sieben der Zurruhesetzung folgenden Jahresraten zu zahlen. Der Anstieg bei den Verbindlichkeiten aus Straight-line leases resultiert im Wesentlichen aus Währungseffekten aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. 17 VERTRAGSVERBINDLICHKEITENAus der Umstellung auf IFRS 15 resultierte zum 1. Januar 2018 ein erfolgsneutral erfasster Neubewertungseffekt aus dem erstmaligen Ansatz von Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 0,6 Mrd. €, die nach IFRS 15 zu einer späteren Erfassung von Umsätzen geführt hätten. Darüber hinaus wurden zum 1. Januar 2018 im Zusammenhang mit IFRS 15 Reklassifizierungen in Höhe von insgesamt 1,9 Mrd. € in die Vertragsverbindlichkeiten vorgenommen. Im Wesentlichen resultieren diese aus den noch zum 31. Dezember 2017 unter den übrigen Schulden enthaltenen abgegrenzten Umsatzerlösen. Der Buchwert der kurz- und langfristigen Vertragsverbindlichkeiten entwickelte sich bis zum Ende des Geschäftsjahres 2018 auf 2,3 Mrd. € fort. Weitere Informationen zu den neuen Rechnungslegungsstandards finden Sie im Abschnitt "Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen". Vom Gesamtbetrag der Vertragsverbindlichkeiten sind 1.720 Mio. € (1. Januar 2018: 1.911 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. Im Berichtszeitraum konnten Umsätze aus Vertragsverbindlichkeiten, die zu Beginn des Geschäftsjahres 2018 noch nicht erfüllt waren, in Höhe von 1.619 Mio. € realisiert werden. Zudem reduzierten sich die Vertragsverbindlichkeiten um 20 Mio. € aufgrund einer Rückerstattung von bereits gezahlten Bereitstellungsentgelten. 18 EIGENKAPITALGEZEICHNETES KAPITALZum 31. Dezember 2018 beträgt das Grundkapital der Deutschen Telekom 12.189 Mio. €. Das Grundkapital ist in 4.761.458.596 nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt.
Eigene Aktien.Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 24. Mai 2021 Aktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1.179.302.878,72 € mit folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals der Gesellschaft. Ferner sind die Voraussetzungen des § 71 Abs. 2 Sätze 2 und 3 AktG zu beachten. Der Erwerb darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom AG im Sinn von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom AG oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom AG durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse. Er kann stattdessen auch mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kauf- oder Aktientauschangebots erfolgen, bei dem, vorbehaltlich eines zugelassenen Ausschlusses des Andienungsrechts, der Gleichbehandlungsgrundsatz ebenfalls zu wahren ist. Die Aktien können zu einem oder mehreren Zwecken, die in der unter Tagesordnungspunkt 6 der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 beschlossenen Ermächtigung vorgesehen sind, verwendet werden. Die Aktien können auch für Zwecke, bei denen ein Bezugsrechtsausschluss vorgesehen ist, verwendet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, die Aktien über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern oder einzuziehen. Die Aktien können auch dazu genutzt werden, sie aufgrund einer entsprechenden Entscheidung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Rechten von Mitgliedern des Vorstands auf Übertragung von Aktien der Deutschen Telekom AG zu verwenden, die der Aufsichtsrat diesen im Rahmen der Regelung der Vorstandsvergütung eingeräumt hat. Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 25. Mai 2016 ermächtigt, den Erwerb der eigenen Anteile auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten durchzuführen. Aufgrund der vorstehend beschriebenen Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 und entsprechender Ermächtigungen durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 und vom 24. Mai 2012 wurden im Juni 2011 110 Tsd. Aktien, im September 2011 206 Tsd. Aktien und im Januar 2013 268 Tsd. Aktien erworben. Das Gesamterwerbsvolumen betrug in den Geschäftsjahren 2011 und 2013 insgesamt 2.762 Tsd. € bzw. 2.394 Tsd. € (ohne Nebenkosten). Die Anzahl der eigenen Anteile erhöhte sich daraus um 316 Tsd. Stück bzw. 268 Tsd. Stück. Im September und Oktober 2015 wurden darüber hinaus 90 Tsd. Aktien bzw. 860 Tsd. Aktien mit einem Gesamterwerbsvolumen von 14.787 Tsd. € (ohne Nebenkosten) erworben; dies erhöhte die Anzahl der eigenen Anteile um 950 Tsd. Stück. Im Berichtsjahr wurden keine eigenen Anteile erworben. Im Rahmen des Share Matching Plans erfolgten in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 jeweils in Höhe von 2 Tsd. Stück unentgeltliche Übertragungen von eigenen Aktien in Depots von berechtigten Teilnehmern. Weitere unentgeltliche Übertragungen von eigenen Aktien wurden im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 90 Tsd. Stück vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2015 sind weitere eigene Aktien in Höhe von 140 Tsd. Stück übertragen worden. Im Geschäftsjahr 2016 wurden 232 Tsd. Stück eigene Aktien übertragen. 300 Tsd. Stück eigene Aktien wurden im Geschäftsjahr 2017 übertragen. Sofern eigene Aktien in Depots von Beschäftigten der Deutschen Telekom AG übertragen werden, erfolgt die Übertragung unentgeltlich. Bei Übertragungen eigener Aktien in Depots von Beschäftigten anderer Konzernunternehmen erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2016 eine Weiterberechnung zu Zeitwerten an die jeweiligen Konzernunternehmen. In allen Monaten des Berichtsjahres wurden insgesamt 312 Tsd. Stück eigene Aktien entnommen und in Depots von berechtigten Teilnehmern des Share Matching Plans übertragen. Auf die im Berichtsjahr aufgrund der Übertragungen erfolgten Abgänge an eigenen Anteilen entfiel zum 31. Dezember 2018 insgesamt ein Anteil am Grundkapital von weniger als 0,01 % bzw. ein Betrag des Grundkapitals von 798 Tsd. €. Der Veräußerungserlös aus Übertragungen eigener Aktien beträgt 3.036 Tsd. €. Im Berichtsjahr wurden 81 Tsd. Stück eigene Aktien mit einem Zeitwert von 1.157 Tsd. € an andere Konzernunternehmen weiterberechnet. Aus Übertragungen eigener Aktien resultiert eine Erhöhung der Gewinnrücklagen um 2.162 Tsd. € sowie eine Erhöhung der Kapitalrücklage um 20 Tsd. €. Im Zuge des Erwerbs der VoiceStream Wireless Corp., Bellevue, und der Powertel, Inc., Bellevue, im Jahr 2001 gab die Deutsche Telekom AG neue Aktien aus genehmigtem Kapital an einen Treuhänder aus, u.a. zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Im Geschäftsjahr 2013 sind diese Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte vollständig ausgelaufen. Damit bestand keine weitere Verpflichtung des Treuhänders zur Erfüllung der Ansprüche gemäß dem Zweck der Hinterlegung. Das Treuhandverhältnis wurde Anfang des Jahres 2016 beendet und die hinterlegten Aktien wurden unentgeltlich auf ein Depot der Deutschen Telekom AG überführt. Die 18.517 Tsd. Stück vormals hinterlegte Aktien sind nach § 272 Abs. 1a HGB als eigene Anteile bilanziert. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital der Deutschen Telekom AG von 0,4% bzw. einem Betrag am Grundkapital in Höhe von 48 Mio. €. Die unentgeltlich erworbenen eigenen Anteile können aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 für die gleichen Zwecke wie die entgeltlich erworbenen eigenen Aktien verwendet werden. Stimmrechte. Jede Aktie gewährt eine Stimme.Eingeschränkt sind diese Stimmrechte jedoch bei den eigenen Anteilen (per 31. Dezember 2018: insgesamt rund 19 Mio. Stück). Genehmigtes Kapital und bedingtes Kapital.Das genehmigte Kapital und das bedingte Kapital zum 31. Dezember 2018 setzen sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:
TRANSAKTIONEN MIT EIGENTÜMERNDer bei den Transaktionen mit Eigentümern ausgewiesene Gesamtbetrag von minus 1.389 Mio. € entfällt mit minus 625 Mio. € auf den Anteil des Eigenkapitals der Eigentümer der Muttergesellschaft sowie mit minus 764 Mio. € auf den Anteil anderer Gesellschafter. Diese Beträge resultieren zum einen aus dem im Dezember 2017 begonnenen Aktienrückkauf-Programm der T-Mobile US mit dem im ersten Halbjahr 2018 eigene Stammaktien in einem Volumen von 1,1 Mrd. US-$ (0,9 Mrd. €) erworben wurden. Damit hält die Deutsche Telekom rund 63% der Anteile. Zum anderen hat die Deutsche Telekom im März 2018 ein Vorkaufsrecht gegenüber der griechischen Privatisierungsbehörde Hellenic Republic Asset Development Fund (HRADF) für eine 5-prozentige Beteiligung an ihrer griechischen Tochtergesellschaft OTE ausgeübt. Die Transaktion wurde durch den Erwerb von weiteren Aktien für 0,3 Mrd. € im Mai 2018 vollzogen. Damit hält die Deutsche Telekom 45% der Anteile an der Gesellschaft. Die Effekte für das Berichtsjahr und das Vorjahr sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2018 ausgewiesen. in Mio. €
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen". NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE: KUMULIERTES SONSTIGES KONZERNERGEBNISIm kumulierten sonstigen Konzernergebnis der nicht beherrschenden Anteile sind im Wesentlichen Effekte aus der Neubewertung im Rahmen des Erwerbs der OTE-Gruppe (Sukzessiverwerb) in Höhe von 0,4 Mrd. € (31. Dezember 2017: 0,5 Mrd. €), 0,0 Mrd. € (31. Dezember 2017: -0,5 Mrd. €) aus der Währungsumrechnung sowie erfolgsneutral erfasste Bewertungsverluste im Zusammenhang mit Zinssicherungsgeschäften im operativen Segment USA enthalten. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGWeitere Informationen zu den Sondereinflüssen finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns" im zusammengefassten Lagebericht. 19 UMSATZERLÖSEDie Umsätze gliedern sich in die folgenden Erlösarten: in Mio. €
a In den Umsatzerlösen aus dem Verkauf von
Gütern und Handelswaren sind in der Berichtsperiode
nach der Effektivzinsmethode berechnete Zinserträge in
Höhe von 0,3 Mrd. € enthalten. Diese resultieren
im Wesentlichen aus Zinsabgrenzungen auf Forderungen im
Zusammenhang mit auf Ratenzahlung verkauften
Endgeräten im operativen Segment USA.
Die Gesamthöhe des Transaktionspreises, der den zum Ende der Berichtsperiode nicht oder teilweise noch nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet wird (im Folgenden: ausstehender Transaktionspreis), beläuft sich auf 18.323 Mio. €. Der Anteil des ausstehenden Transaktionspreises, der auf zum Ende der Berichtsperiode nicht oder teilweise noch nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen entfällt, wird in der Regel über die Restlaufzeit der abgeschlossenen Service-Verträge umsatzwirksam erfasst. Da Service-Verträge - sofern sie nicht jederzeit kündbar sind - in den meisten Fällen eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten haben, kann bei einem annähernd gleichbleibenden Geschäftsverlauf im Massengeschäft unterstellt werden, dass die durchschnittliche Restlaufzeit ca. 12 Monate beträgt. Die Angaben beziehen sich nur auf Transaktionen im Anwendungsbereich von IFRS 15, d. h., sie umfassen nicht die Anteile des Transaktionspreises, die Leistungsverpflichtungen außerhalb des Anwendungsbereichs des Standards zugeordnet wurden, z. B. Leasing-Verhältnisse. Die Deutsche Telekom macht grundsätzlich von den Erleichterungsvorschriften des IFRS 15 Gebrauch, wonach ausstehende Leistungsverpflichtungen im Rahmen von Verträgen mit einer erwarteten ursprünglichen Laufzeit von maximal einem Jahr und Erlöse, die entsprechend der Rechnungsstellung erfasst werden, von der Angabepflicht ausgenommen sind. Einzelne Tochterunternehmen weichen von diesem Grundsatz ab und haben diese Erleichterungsvorschriften für gleichartige Verträge nicht in Anspruch genommen. Weitere Informationen zur Entwicklung der Umsatzerlöse finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns" im zusammengefassten Lagebericht. DIENSTLEISTUNGSKONZESSIONSVEREINBARUNGENSatellic NV, Machelen, Belgien, ist ein vollkonsolidiertes Tochterunternehmen der Deutschen Telekom und hat am 25. Juli 2014 mit der in Belgien für die Mauterhebung zuständigen Behörde Viapass eine vertragliche Vereinbarung über Errichtung, Betrieb und Finanzierung eines elektronischen Mauterhebungssystems abgeschlossen. Das System wurde durch Viapass am 30. März 2016 abgenommen, sodass die Errichtungsphase am 31. März 2016 vollendet wurde. Die anschließende Betriebsphase umfasst zwölf Jahre zuzüglich dreimal ein Jahr Verlängerungsmöglichkeit durch Viapass. Satellic hat keinen Anspruch auf die Mauteinnahmen, sondern erhält vertraglich vereinbarte Entgelte für die Errichtung und den Betrieb des Systems. Viapass kann die Vereinbarung bei Zahlung einer angemessenen Kompensation mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten beenden. Bei regulärer oder vorzeitiger Beendigung der Vereinbarung hat Satellic die Pflicht, auf Anforderung wesentliche, noch nicht in das Eigentum der Viapass übergegangene Vermögenswerte zum Betrieb des Mautsystems an Viapass zu übergeben; die Software-Plattform zur Mauterhebung würde in diesem Fall jedoch nicht auf Viapass übergehen. Die Vereinbarung wurde als Dienstleistungskonzessionsvereinbarung i.S.d. IFRIC 12 eingestuft. Seit dem Beginn der Betriebsphase am 1. April 2016 werden die gesonderten Entgelte für Betriebs- und Instandhaltungsleistungen in den jeweiligen Perioden als Umsatzerlöse erfasst. Diese betrugen im Berichtsjahr 67 Mio. € (2017: 75 Mio. €, 2016: 68 Mio. €). 20 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEin Mio. €
2017 enthielten die Erträge aus der Zuschreibung langfristiger Vermögenswerte im Wesentlichen die im dritten Quartal 2017 erfasste teilweise Wertaufholung des Buchwerts von Spektrumlizenzen bei T-Mobile US in Höhe von 1,7 Mrd. € vor Berücksichtigung latenter Steuern (siehe Angabe 6 "Immaterielle Vermögenswerte".). Die Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten resultieren im Wesentlichen aus dem Abgang von Immobilien, die zuvor als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen klassifiziert waren. Aus von T-Mobile US im Jahr 2017 mit Telekommunikationsunternehmen vollzogenen Tauschtransaktionen über Mobilfunk-Lizenzen wurden insgesamt Erträge in Höhe von 0,2 Mrd. € erfasst. Die Erträge aus Versicherungsentschädigungen resultieren im Wesentlichen aus Entschädigungszahlungen, die T-Mobile US für durch Hurrikans entstandene Schäden erhalten hat. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich im Vorjahresvergleich um 0,9 Mrd. €. 2017 waren im Wesentlichen Erträge aus der Entkonsolidierung der Strato AG in Höhe von 0,5 Mrd. €, Erträge aus einer erhaltenen Zahlung infolge einer Vergleichsvereinbarung mit BT im Juli 2017 in Höhe von 0,2 Mrd. € sowie Erträge aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode einbezogenen Anteilen aufgrund des Verkaufs der restlichen Anteile an der Scout24 AG in Höhe von 0,2 Mrd. € enthalten. 21 BESTANDSVERÄNDERUNGENIn den Bestandsveränderungen sind sowohl die mengen- als auch die wertmäßigen Bestandsmehrungen und -minderungen der fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Handelswaren berücksichtigt. Die Bestandsveränderungen sind im Berichtsjahr und in den Vorjahren nicht wesentlich. 22 AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGENDie aktivierten Eigenleistungen des Berichtsjahres beliefen sich auf 2,4 Mrd. € (2017: 2,3 Mrd. €, 2016: 2,1 Mrd. €) und betreffen im Wesentlichen Investitionen in den Netzausbau sowie die Entwicklung von Plattformen für Mobilfunk-Standorte. 23 MATERIALAUFWANDin Mio. €
24 DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER BESCHÄFTIGTEN UND PERSONALAUFWAND
Der durchschnittliche Personalbestand blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Im Inland verringerte er sich um 2,9%. Hierzu trugen insbesondere Personalumbaumaßnahmen im operativen Segment Deutschland sowie im inländischen Bereich des Segments Group Headquarters & Group Services bei. Im Ausland stieg die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 2,5%. So erhöhten sich sowohl in den operativen Segmenten USA und Europa (v. a. durch die Erstkonsolidierung von UPC Austria) als auch die dem Ausland zugeordneten Mitarbeiterbestände des Segments Group Headquarters & Group Services leicht. Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,0%. Dies ist auf Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Vorruhestand für Beamte und auf die Anhebung der Gehälter infolge der vereinbarten Tarifabschlüsse im Jahr 2018 zurückzuführen. Die wesentlichen Tarifverträge wurden am 12. April 2018 zwischen der Deutschen Telekom und den Gewerkschaftsvertretern vereinbart, diese gelten rückwirkend zum 1. Februar 2018 und haben eine Laufzeit von 26 Monaten. Dem entgegen wirkten geringere Mitarbeiterzahlen im Inland reduzierend auf den Personalaufwand. 25 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENin Mio. €
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen eine Vielzahl von geringwertigen Einzelsachverhalten, darunter sind übrige Verwaltungsaufwendungen und Gebühren in Höhe von insgesamt 181 Mio. € (2017: 217 Mio. €, 2016: 189 Mio. €) enthalten. 26 ABSCHREIBUNGENDie Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen: in Mio. €
Folgende Tabelle zeigt die im Gesamtbetrag der Abschreibungen enthaltenen Wertminderungen: in Mio. €
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Mrd. €. Der Rückgang resultiert insbesondere aus den 2017 erfassten Wertminderungen auf Goodwill im operativen Segment Systemgeschäft in Höhe von 1,2 Mrd.€ sowie im operativen Segment Europa in den Landesgesellschaften in Polen, Rumänien und Albanien in Höhe von insgesamt 0,8 Mrd. €. 2018 erfasste Wertminderungen auf Goodwill im operativen Segment Europa in den Landesgesellschaften Polen und Rumänien beliefen sich auf insgesamt 0,6 Mrd. €. Im Zusammenhang mit dem im Januar 2019 vereinbarten Verkauf der Anteile an der Telekom Albania wurden im Berichtsjahr Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 35 Mio. € erfasst. Die planmäßigen Abschreibungen lagen um 0,7 Mrd. € über Vorjahresniveau. Dies resultierte insbesondere aus den operativen Segmenten USA und Deutschland sowie aus dem Segment Group Headquarters & Group Services. Weitere Informationen finden Sie in Angabe 6 "Immaterielle Vermögenswerte", sowie Angabe 7 "Sachanlagen". 27 ZINSERGEBNISin Mio. €
Die Verbesserung des Zinsergebnisses gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die seit 2017 verstärkt konzerninterne Finanzierung von T-Mobile US sowie anhaltend günstige Refinanzierungskonditionen zurückzuführen. Belastet wurde das Zinsergebnis durch an Kreditgeber geleistete sowie noch zu leistende Ausgleichszahlungen (sog. "Consent Fee") in Höhe von insgesamt 0,1 Mrd. € für die voraussichtliche Anhebung der zulässigen Höhe von besicherten Finanzierungsinstrumenten bei T-Mobile US als Folge des vereinbarten Zusammenschlusses mit Sprint. Im Geschäftsjahr 2018 wurden 290 Mio. € (2017: 176 Mio. €, 2016: 164 Mio. €) als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Der Anstieg des Postens um 114 Mio. € beruht im Wesentlichen auf Investitionen im operativen Segment USA. Als Zinssatz lag der Berechnung ein konzernweit anzuwendender Zinssatz von 3,9% zu Jahresbeginn bis 3,5% zum Jahresende zugrunde (2017: 4,4 bis 3,9%). Im Geschäftsjahr 2018 wurden 3,6 Mrd. € (2017: 4,0 Mrd. €, 2016: 3,6 Mrd. €) an Zinszahlungen (inklusive aktivierter Zinsen) geleistet. Abgegrenzte Zinszahlungen aus derivativen Finanzinstrumenten (Zins-Swaps), die als Sicherungsinstrumente in einem Fair Value Hedge gemäß IFRS 9 designiert wurden, werden pro Swap-Kontrakt saldiert und entsprechend dem Nettobetrag entweder als Zinsertrag oder -aufwand erfasst. Das Zinsergebnis wird den Bewertungskategorien anhand des Grundgeschäfts zugeordnet. Im Berichtsjahr wurden ausschließlich finanzielle Verbindlichkeiten gesichert. 28 ERGEBNIS AUS AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMENin Mio. €
Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mrd. € verschlechtert. Dies ist v.a. auf den im Schiedsverfahrenskomplex Toll Collect vereinbarten Vergleich zur Beendigung der Mautschiedsverfahren zurückzuführen, welcher sich in Höhe von 0,6 Mrd. € belastend auswirkte. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen". Positiv wirkte dagegen die Gewinnausschüttung der Toll Collect GmbH, die in Höhe von 0,1 Mrd. € auf die Deutsche Telekom entfällt. Im Vorjahr war die erfasste Wertaufholung auf den Buchwert der Ströer SE & Co. KGaA in Höhe von 50 Mio. € enthalten. 29 SONSTIGES FINANZERGEBNISin Mio. €
Im sonstigen Finanzergebnis werden sämtliche Ergebniskomponenten, einschließlich der Zinserträge und -aufwendungen von Finanzinstrumenten, die seit dem 1. Januar 2018 nach IFRS 9 als zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewertet (in den Vorjahren - nach IAS 39 als zu Handelszwecken gehalten) eingestuft sind, ausgewiesen. Das sonstige Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Mrd. € auf minus 0,5 Mrd. € verbessert. 2017 war hier v.a. die erfolgswirksam erfasste Wertminderung des Anteils an BT in Höhe von insgesamt umgerechnet 1,5 Mrd. € enthalten. Der Anteil an BT wurde im März 2018 als Planvermögen in den Deutsche Telekom Trust e.V. zur Besicherung der bestehenden Pensionsverpflichtungen dotiert. Bis dahin eingetretene Wertentwicklungen der Beteiligung wurden im Zusammenhang mit der Umstellung auf IFRS 9 seit dem 1. Januar 2018 nicht mehr erfolgswirksam im sonstigen Finanzergebnis, sondern erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Angabe 40 "Finanzinstrumente und Risiko-Management". Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten war im Berichtsjahr in Höhe von 0,4 Mrd. € belastet; im Wesentlichen durch negative Effekte aus der Bewertung von Derivaten - insbesondere bei T-Mobile US. Davon entfielen auf Ergebniseffekte aus Währungsumrechnungen inklusive Ergebniseffekten aus Derivaten, die als Sicherungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accounting im Währungsbereich eingesetzt sind, 57 Mio. € (2017: -198 Mio. €, 2016: 45 Mio. €) und auf Ergebniseffekte aus sonstigen Derivaten sowie Beteiligungsbewertungen -409 Mio. € (2017: -2.072 Mio. €, 2016: -2.181 Mio. €). Im Vorjahr beinhaltete das Beteiligungsergebnis die von der ehemaligen Beteiligung BT erhaltenen Dividendenerträge in Höhe von rund 0,2 Mrd. €. 30 ERTRAGSTEUERNERTRAGSTEUERN IN DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGIm Geschäftsjahr 2018 entstand ein Steueraufwand in Höhe von 1,8 Mrd. €. Hieraus resultierte eine effektive Steuerquote von 35%. Ursache für diese vergleichsweise hohe Steuerbelastung waren insbesondere Wertminderungen von Goodwill im operativen Segment Europa, die steuerlich nicht zu berücksichtigen waren. Im Vorjahr entstand ein Steuerertrag in Höhe von 0,6 Mrd. €. Dieser Steuerertrag war im Wesentlichen auf einen hohen latenten Steuerertrag aus der Absenkung des US-Bundessteuersatzes von 35% auf 21 % zurückzuführen. Die Ertragsteuern teilen sich auf das In- und Ausland wie folgt auf:in Mio. €
Der zusammengefasste Ertragsteuersatz für das Jahr 2018 beträgt bei der Deutschen Telekom 31,4% (2017: 31,4%, 2016: 31,1 %). Er setzt sich aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,0% und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5% auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbesteuer mit einem Durchschnittshebesatz von 445% (2017: 445%, 2016: 436%) zusammen. Ableitung Effektivsteuersatz. Die Ertragsteuern im Berichtsjahr in Höhe von -1.824 Mio. € (als Aufwand), 2017: 558 Mio. € (als Ertrag), 2016: -1.443 Mio. € (als Aufwand) leiten sich wie folgt von einem erwarteten Ertragsteueraufwand/(-ertrag) ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens (zusammengefasster Ertragsteuersatz) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte: in Mio. €
Tatsächliche Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie tatsächlichen Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen in Mio. €
Latente Steuern in der Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt: in Mio. €
ERTRAGSTEUERN IN DER KONZERN-BILANZTatsächliche Ertragsteuern in der Konzern-Bilanz:in Mio. €
Latente Steuern in der Konzern-Bilanz:in Mio. €
Entwicklung der latenten Steuern:in Mio. €
Entwicklung der latenten Steuern auf Verlustvorträge:in Mio. €
Die latenten Steuern entfallen auf folgende wesentliche Bilanzposten, Verlustvorträge und Steuergutschriften:in Mio. €
Die Verlustvorträge betragen:in Mio. €
Die Verlustvorträge und temporären Differenzen, auf die keine latenten Steuern gebildet wurden, betragen:in Mio. €
Daneben werden keine latenten Steuern für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 20 Mio. € (31. Dezember 2017: 19 Mio. €) und gewerbesteuerliche Ansprüche aus temporären Differenzen in Höhe von 7 Mio. € (31. Dezember 2017: 5 Mio. €) angesetzt. Weiterhin wurden - getrennt von den körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen - keine latenten Steuern in Höhe eines Betrags von 164 Mio. € (31. Dezember 2017: 522 Mio. €) für sonstige ausländische ertragsteuerliche Verlustvorträge und - getrennt von den gewerbesteuerlichen Ansprüchen aus temporären Differenzen - keine latenten Steuern in Höhe eines Betrags von 0 Mio. € (31. Dezember 2017: 6 Mio. €) für sonstige ausländische ertragsteuerliche Ansprüche angesetzt. Auf die oben genannten steuerlichen Verlustvorträge und temporären Differenzen wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Aus der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bislang keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, entstand im Berichtsjahr ein positiver Effekt in Höhe von 31 Mio. € (2017: 25 Mio. €, 2016: 28 Mio. €). Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften wurden in Höhe von 840 Mio. € (31. Dezember 2017: 558 Mio. €) keine latenten Steuerschulden angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden. Im Rahmen von Unternehmenskäufen 2013 im operativen Segment USA und 2014 im operativen Segment Europa nicht angesetzte aktive latente Steuern wurden 2018 in Höhe von 20 Mio. € (31. Dezember 2017: 0 Mio. €) wertaufgeholt, da die zukünftige Nutzung aufgrund aktueller Ergebnisprognosen als wahrscheinlich angesehen wird. Angaben zu steuerlichen Auswirkungen auf das sonstige Ergebnis:in Mio. €
31 ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) DER NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILEin Mio. €
32 ERGEBNIS JE AKTIEDas unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich gemäß IAS 33 wie folgt:
Der Berechnung des Ergebnisses je Aktie (unverwässert/verwässert) liegt die zeitlich gewichtete Summe aller ausstehenden Stammaktien zugrunde. Zudem wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Stammaktien unter Abzug der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der von der Deutschen Telekom AG gehaltenen eigenen Aktien berechnet. Verwässernde Aktien liegen derzeit nicht vor. 33 DIVIDENDE JE AKTIEFür das Geschäftsjahr 2018 schlägt der Vorstand eine Dividende in Höhe von 0,70 € je dividendenberechtigte Stückaktie vor. Unter Zugrundelegung dieses Ausschüttungsvolumens entfällt auf die am 12. Februar 2019 dividendenberechtigten Stückaktien eine Dividendensumme von 3.320 Mio. €. Die endgültige Dividendensumme hängt von der Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns am Tag der Hauptversammlung ab. Für das Geschäftsjahr 2017 wurde im Jahr 2018 eine Dividende in Höhe von 0,65 € je dividendenberechtigte Stückaktie ausgeschüttet. SONSTIGE ANGABEN34 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEITGegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 0,8 Mrd. € auf 17,9 Mrd. €. Die positive Geschäftsentwicklung des operativen Segments USA wird durch Effekte aus der Währungsumrechnung belastet. Im Berichtsjahr wurden Factoring-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschlossen. Diese wirkten sich jedoch im Berichtsjahr nur unwesentlich auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit aus. Im Vorjahr wirkte der Effekt aus Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 0,3 Mrd. € entlastend. Ebenfalls negativ wirkten gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mrd. € höhere Zahlungen für Ertragsteuern. Im Vorjahr waren um 0,1 Mrd. € höhere Dividendenzahlungen der BT in Höhe von insgesamt 0,2 Mrd. € enthalten, denen im Berichtsjahr v. a. die Gewinnausschüttung der Toll Collect GmbH in Höhe von 0,1 Mrd. € gegenüberstand. Im Vorjahresvergleich um 0,8 Mrd. € geringere Netto-Zinszahlungen, im Wesentlichen aufgrund der seit 2017 verstärkt konzerninternen Finanzierung von T-Mobile US sowie anhaltend günstiger Refinanzierungskonditionen, wirkten positiv auf die Entwicklung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit. Die Deutsche Telekom konzentriert sich im Rahmen ihrer Working Capital-Maßnahmen auf Verbesserungen im Bereich Verbindlichkeiten sowie im Bereich des Forderungs- und Vorräte-Managements. Diese werden jedoch nicht im Rahmen des aktiven Liquiditäts-Managements genutzt. Der negative Effekt auf die Veränderung des aktiven Working Capital ist auf die Anschaffung von Mobilfunk-Endgeräten im Rahmen des Endgeräte-Mietmodells "JUMP! On Demand" zurückzuführen sowie die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen infolge der gestiegenen Kundenbasis in den USA, hier im Wesentlichen aus Verträgen über Endgerätefinanzierung (EIP). Daneben wirkte eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Segment Deutschland ebenfalls negativ auf das Working Capital. Positiv auf das Working Capital wirkte hingegen der Abbau von Vorratsbeständen in den USA für Ende 2017 neu eingeführte Endgerätemodelle. Weitere Informationen zu den Bestandteilen des aktiven Working Capital finden Sie in Angabe 2 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" und Angabe 4 "Vorräte". Vermindernd auf das passive Working Capital wirkte im Wesentlichen der Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, insbesondere in den USA. Weitere Informationen finden Sie in Angabe 13 "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten". Cashflow aus Investitionstätigkeitin Mio. €
a Betrifft in Höhe von 2,0 Mrd. € eine
im ersten Halbjahr 2016 hinterlegte Barsicherheit für
die im April 2017 abgeschlossene Spektrumauktion in den
USA.
Der Cash Capex verminderte sich um 7,0 Mrd. € auf 12,5 Mrd. €. Im Berichtsjahr wurden Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von insgesamt 0,3 Mrd. € erworben, denen im Vorjahr erworbene Mobilfunk-Lizenzen von insgesamt 7,4 Mrd. € gegenüberstanden. Diese betrafen in beiden Jahren fast ausschließlich das operative Segment USA. Der Cash Capex, ohne Berücksichtigung der Investitionen in Spektrum, erhöhte sich im operativen Segment Europa aufgrund von Netzwerk-Modernisierung/Erweiterung gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mrd. €. Dagegen reduzierte sich dieser im operativen Segment USA, v. a. bedingt durch Effekte aus der Währungsumrechnung um 0,2 Mrd. €. Bereinigt um Effekte aus der Währungsumrechnung liegt der Cash Capex ohne Berücksichtigung der Investitionen in Mobilfunk-Lizenzen noch deutlicher über dem Niveau des Vorjahres. Im Geschäftsjahr 2018 wurden 3,6 Mrd.€ (2017: 4,0 Mrd. €, 2016: 3,6 Mrd. €) Zinszahlungen (inklusive aktivierter Zinsen) geleistet. Die aktivierten Zinsen wurden im Cashflow aus Investitionstätigkeit innerhalb des Cash Capex zusammen mit den ihnen zugehörigen Vermögenswerten ausgewiesen. Cashflow aus Finanzierungstätigkeitin Mio. €
NICHT ZAHLUNGSWIRKSAME TRANSAKTIONEN IN DER KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Deutsche Telekom hat im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von insgesamt 0,2 Mrd. € Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich im Wesentlichen durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden (2017: 0,3 Mrd. €). In der Bilanz werden diese in der Folge unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Bei Zahlung erfolgt der Ausweis im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Die Deutsche Telekom hat 2018 in Höhe von insgesamt 1,0 Mrd. € Netzwerk-Ausstattung, v. a. im operativen Segment USA angemietet (2017: 1,0 Mrd. €), die als Finanzierungs-Leasing-Verhältnis abgebildet wird. In der Bilanz wird dies in der Folge ebenfalls unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die künftigen Tilgungen der Verbindlichkeiten werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Gegenleistung für den Erwerb von Medienübertragungsrechten wird von der Deutschen Telekom entsprechend der Vertragsgestaltung bei Vertragsabschluss oder verteilt über die Vertragslaufzeit gezahlt. Für erworbene Medienübertragungsrechte wurden im Geschäftsjahr 2018 finanzielle Verbindlichkeiten für zukünftige Gegenleistungen in Höhe von 0,3 Mrd. € passiviert (2017: 0,4 Mrd. €). Bei Zahlung erfolgt der Ausweis im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Im operativen Segment USA wurden im Berichtsjahr Mobilfunk-Endgeräte in Höhe von 0,9 Mrd. € (2017: 1,0 Mrd. €) in den Sachanlagen aktiviert. Diese stehen im Zusammenhang mit dem Endgeräte-Mietmodell "JUMP! On Demand" bei T-Mobile US, bei dem Kunden das Endgerät nicht kaufen, sondern mieten. Die Auszahlungen werden im Cashflow aus Geschäftstätigkeit gezeigt. Im Zuge der Übertragung der Beteiligung an der BT Group in den Deutsche Telekom Trust e.V. im ersten Quartal 2018 wurden zur Erhöhung der externen Kapitaldeckung 3,0 Mrd. € zahlungsunwirksam in das Planvermögen überführt und mindern damit die in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsrückstellungen. Die Buchwerte der im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, getrennt nach zahlungswirksamen und zahlungsunwirksamen Buchwertänderungen, entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
Die Summe der im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesenen zahlungswirksamen Buchwertänderungen in Höhe von 1,5 Mrd. € weicht vom Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 3,3 Mrd. € insbesondere aufgrund der zahlungswirksamen Erfüllung der Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG sowie aufgrund des von T-Mobile US im Dezember 2017 begonnenen Aktienrückkauf-Programms ab. Die sonstigen zahlungsunwirksamen Buchwertänderungen beruhen im Wesentlichen auf Zugängen bei den finanziellen Verbindlichkeiten im Rahmen der Aktivierung von angemieteter Netzwerk-Ausstattung in Höhe von 1,0 Mrd. € sowie von Medienübertragungsrechten in Höhe von 0,3 Mrd. €. Ebenfalls enthalten sind Zugänge in Höhe von 0,2 Mrd. € bei den finanziellen Verbindlichkeiten aufgrund gewählter Finanzierungsformen, bei denen die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden. Weitere Informationen finden Sie im Absatz "Nicht zahlungswirksame Transaktionen in der Konzern-Kapitalflussrechnung". 35 SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie Deutsche Telekom berichtet über fünf operative Segmente sowie das Segment Group Headquarters & Group Services. Drei operative Segmente werden regional voneinander abgegrenzt (Deutschland, USA, Europa), eins nach Kunden und Produkten (Systemgeschäft) und ein weiteres nach Aufgaben (Group Development). Bei drei operativen Segmenten folgt die Aufteilung der Geschäftstätigkeit einer Kunden- und Produktzuordnung (Deutschland, Systemgeschäft, USA), während ein operatives Segment eine regionale Aufteilung der Geschäftstätigkeiten vornimmt (Europa) und ein operatives Segment sich nach Beteiligungen aufteilt (Group Development). Das operative Segment Deutschland umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunk-Geschäfts für Privat- und Geschäftskunden in Deutschland. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Wholesale-Geschäft, in dessen Rahmen Telekommunikationsvorleistungen für Carrier und andere operative Segmente im Konzern erbracht werden. Das operative Segment USA beinhaltet sämtliche Mobilfunk-Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt. Das operative Segment Europa umfasst sämtliche Festnetz- und Mobilfunk-Aktivitäten der Landesgesellschaften in Griechenland, Rumänien, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Kroatien, der Slowakei, Österreich, Albanien, Mazedonien und Montenegro. Neben dem Privatkundengeschäft bieten die meisten Landesgesellschaften auch ICT-Lösungen für Geschäftskunden an. Am 1. Januar 2017 wurde zum einen die Steuerung über die Landesgesellschaft in den Niederlanden an das operative Segment Group Development übertragen. Zum anderen verantwortet das zum 1. Januar2017 neu gegründete Vorstandsressort Technologie und Innovation (zugehörig zum Segment Group Headquarters & Group Services) nun die Bereiche GNF (Global Network Factory), Group Technology sowie die Gesellschaften der Pan-Net. Im Rahmen des internationalen Wholesale-Geschäfts vertreibt das zum operativen Segment Europa gehörende Deutsche Telekom Global Carrier (TGC) Telekommunikationsvorleistungen sowohl an die operativen Segmente als auch an Dritte. Das operative Segment Systemgeschäft bietet Geschäftskunden ein konvergentes Produkt- und Lösungs-Portfolio. Mit Angeboten aus den Geschäftsfeldern Festnetz und Mobilfunk, IT-Infrastruktur, Digitalisierung und Sicherheit sowie globalen Partnerschaften werden Kunden in digitale Geschäftsmodelle begleitet. Seit 1. Januar 2017 berichtet die Deutsche Telekom über das operative Segment Group Development: Es umfasst die Einheiten T-Mobile Netherlands (zuvor im operativen Segment Europa), Deutsche Funkturm (DFMG, zuvor im operativen Segment Deutschland), Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP), die Beteiligung Ströer SE & Co. KGaA sowie die im März 2017 veräußerte Strato AG und die im Juni 2017 veräußerte Beteiligung an der Scout24 AG (alle zuvor im Segment Group Headquarters & Group Services). Darüber hinaus umfasste es bis zur am 23. März 2018 vollzogenen Übertragung als Planvermögen in den Deutsche Telekom Trust e.V. den 12-prozentigen Anteil an BT. Ebenso bei Group Development angesiedelt sind die Konzernfunktionen Mergers & Acquisitions sowie Strategisches Portfolio-Management. Das Segment Group Headquarters & Group Services umfasst alle Konzerneinheiten, die nicht direkt einem der operativen Segmente zugeordnet sind. Seit dem 1. Januar 2017 berichtet das Segment auch über den Vorstandsbereich Technologie und Innovation; hier sind übergreifende Netz-, Innovations- und IT-Aufgaben der operativen Segmente Deutschland, Europa und Systemgeschäft zusammengefasst. Group Services erbringt seine Leistungen als Dienstleister für den Konzern; dazu zählen neben den typischen Dienstleistungen wie Finanzbuchhaltung, Personal-Service und operativem Einkauf auch Vermittlungsdienstleistungen des Personaldienstleisters Vivento. Die Vivento Customer Services GmbH, Anbieter von Call Center Dienstleistungen, wurde zum 1. Januar 2018 in das operative Segment Deutschland integriert. Darüber hinaus gibt es die Bereiche Group Supply Services (GSUS) für das Immobilien-Management und den strategischen Einkauf sowie Mobility-Solutions als Komplettanbieter von Fuhrpark-Management und Mobilitätsleistungen. Die Vorjahresvergleichswerte wurden in der Segmentberichterstattung entsprechend rückwirkend angepasst. Die dargestellten Geschäftssegmente werden regelmäßig vom Vorstand der Deutschen Telekom auf deren Ressourcenallokation und Ertragskraft überprüft. Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung der Deutschen Telekom liegen im Wesentlichen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Deutsche Telekom beurteilt die Leistung der Segmente u.a. anhand des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT). Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet. Leistungen der Deutsche Telekom IT werden grundsätzlich ohne Gewinnmarge verrechnet; ab 1. Januar 2016 neu beauftragte Entwicklungsleistungen werden nicht verrechnet, jedoch der internen Steuerungslogik folgend auf Ebene des Segments aktiviert. Segmentvermögen und -schulden umfassen sämtliche Vermögenswerte und Schulden, die in den durch die Segmente erstellten und in den Konzernabschluss einbezogenen Bilanzen angesetzt werden. Die Segmentinvestitionen enthalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Soweit nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen einem Segment direkt zurechenbar sind, werden deren Anteile am Periodenergebnis und deren Buchwerte dort angegeben. Alle in den folgenden Tabellen ausgewiesenen Steuerungsgrößen werden vollständig aus der Sicht der Segmente dargestellt. Die Eliminierungen konzerninterner Verflechtungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitungszeile zusammengefasst angegeben. Im Folgenden werden die von der Deutschen Telekom zur Beurteilung der Leistung der operativen Segmente herangezogenen Steuerungsgrößen und darüber hinausgehende segmentbezogene Größen dargestellt: in Mio. €
a Segment Group Headquarters & Group
Services: Von Aktionären der Deutschen Telekom AG
wurde für einen Teil der ihnen zustehenden Dividende
von der für das Geschäftsjahr 2016 gewährten
Möglichkeit zur Erfüllung des Dividendenanspruchs
durch Umwandlung in Aktien der Deutschen Telekom AG
Gebrauch gemacht und die Dividende insoweit nicht
zahlungswirksam in Form von Aktien geleistet (siehe Angabe
18 "Eigenkapital".).
Informationen über geografische Gebiete.Langfristige Vermögenswerte und die Außenumsätze des Konzerns werden nach Regionen aufgeteilt dargestellt: Inland, Europa (ohne Deutschland), Nordamerika und übrige Länder. Die Region Nordamerika setzt sich aus den USA und Kanada zusammen. Die Region Europa (ohne Deutschland) umfasst das gesamte Gebiet der Europäischen Union (ohne Deutschland) sowie die sonstigen Staaten Europas. In der Region übrige Länder sind alle Staaten erfasst, die weder Deutschland, Europa (ohne Deutschland) noch Nordamerika zugehörig sind. Die Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte zu den Regionen wird nach dem Standort des betreffenden Vermögens vorgenommen. Die langfristigen Vermögenswerte umfassen immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen sowie übrige langfristige Vermögenswerte. Die Zuordnung der Außenumsätze orientiert sich am Standort der jeweiligen Kunden. in Mio. €
Informationen über Produkte und Dienstleistungen.Die Umsatzerlöse mit externen Kunden für die Gruppen vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen entwickelten sich wie folgt: in Mio. €
36 EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND -FORDERUNGENDie Deutsche Telekom ist im Rahmen ihrer allgemeinen Geschäftstätigkeit an verschiedenen gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten, deren Ergebnisse oft nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden können, beteiligt. Zum Abschluss-Stichtag bestehen im Konzern Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 0,5 Mrd. € (31. Dezember 2017: 0,4 Mrd. €) und Eventualforderungen in Höhe von 0,0 Mrd. € (31. Dezember 2017: 0,1 Mrd. €), die auf Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse und Einschätzungen die Voraussetzungen zum Ansatz in der Bilanz nicht erfüllen. Die Rechtsberatungskosten und die voraussichtlichen Kosten aufgrund negativer Verfahrensergebnisse wurden als Rückstellungen für Prozessrisiken berücksichtigt. Die Deutsche Telekom geht nicht davon aus, dass weitere potenzielle Kosten aus Rechtsberatung und aufgrund von Verfahrensergebnissen wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben werden. In der oben aufgeführten Summe der Eventualverbindlichkeiten sind neben Einzelfällen, die allein betrachtet keine wesentlichen Auswirkungen haben, folgende Sachverhalte enthalten, wobei deren Reihenfolge keine Wertigkeit der Eintrittswahrscheinlichkeit oder des potenziellen Schadensausmaßes impliziert. Für den Fall, dass in äußerst seltenen Fällen gemäß IAS 37 geforderte Angaben nicht gemacht werden, kommt die Deutsche Telekom zu dem Schluss, dass diese Angaben das Ergebnis des jeweiligen Verfahrens ernsthaft beeinträchtigen können. EVENTUALVERBINDLICHKEITENProspekthaftungsverfahren (dritter Börsengang - DT3).Hierbei handelt es sich um ursprünglich ca. 2.600 laufende Klagen von ca. 16.000 angeblichen Käufern von T-Aktien, die auf der Grundlage des Prospektes vom 26. Mai 2000 verkauft wurden. Die Kläger behaupten, dass einzelne Angaben in diesem Prospekt unrichtig oder unvollständig seien. Der Streitwert beläuft sich auf insgesamt ca. 80 Mio. € zuzüglich Zinsen. Die Klagen richten sich zum Teil auch gegen die KfW und/oder die Bundesrepublik Deutschland sowie teilweise auch gegen emissionsbegleitende Banken. Das Landgericht (LG) Frankfurt am Main hatte Vorlagebeschlüsse nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zum Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main erlassen und die Ausgangsverfahren ausgesetzt. Am 16. Mai 2012 hatte das OLG Frankfurt am Main festgestellt, dass der Börsenprospekt der Deutschen Telekom AG keinen wesentlichen Fehler enthält. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte in seiner Entscheidung vom 21. Oktober 2014 diese Entscheidung teilweise aufgehoben, einen Fehler im Börsenprospekt festgestellt und das Verfahren an das OLG Frankfurt am Main zurückverwiesen. Am 30. November 2016 stellte das OLG Frankfurt am Main in einem Musterentscheid fest, dass aus dem vom BGH festgestellten Fehler eine grundsätzliche Haftung der Deutschen Telekom AG resultieren könne; Einzelheiten seien aber in den Ausgangsverfahren zu klären. Sowohl die Deutsche Telekom AG als auch einzelne Musterkläger haben gegen diese Entscheidung Rechtsbeschwerde beim BGH eingelegt. Wir sind weiterhin der Auffassung, dass überwiegende Gründe gegen eine Schadensersatzpflicht der Deutschen Telekom AG sprechen. Klagen von Telefonbuchpartnerverlagen.Mehrere Verlage, die ge meinsam mit der damaligen DeTeMedien GmbH (heute Deutsche TeleMedien GmbH), einer ehemals 100-prozentigen Tochter der DeutschenTelekomAG, in gemeinsamen Gesellschaften jeweils Teilnehmerverzeichnisse herausgeben und verlegen, reichten Ende 2013 Klagen gegen die DeTeMedien GmbH und/oder die Deutsche Telekom AG ein. Die Kläger fordern von der Deutschen Tele Medien GmbH und teilweise von der Deutschen Telekom AG als Gesamtschuldnerin neben der Deutschen Tele Medien GmbH Schadensersatz oder Rückzahlung. Die Kläger stützen ihre Forderungen auf vermeintlich überhöhte Kosten für die Überlassung von Teilnehmerdaten in den gemeinsamen Gesellschaften. Die bezifferten Forderungen der ursprünglich 81 Kläger betrugen Ende 2014 insgesamt rund 470 Mio. € zuzüglich Zinsen. Nachdem im Oktober 2015 mit einem Großteil der Verlage eine Vereinbarung über die Beilegung der Streitigkeiten geschlossen wurde und andere Klagen zwischenzeitlich rechtskräftig abgewiesen wurden, sind derzeit noch zwölf Verfahren mit einer verbleibenden Klagesumme von ca. 89 Mio. € zuzüglich Zinsen rechtshängig. In zehn Verfahren hatten die Kläger Revision beim BGH eingelegt, nachdem die Klagen in der Berufungsinstanz zurückgewiesen wurden. In einem dieser Verfahren hat der BGH die Revision mit Urteil 29. Januar 2019 zurückgewiesen. Drei Klagen sind erstinstanzlich ruhend gestellt. Fünf Verlage, deren Zivilklagen noch rechtshängig sind, verfolgen ihre Ansprüche seit Juni 2016 parallel durch verwaltungsgerichtliche Klagen gegen die BNetzA. Drei dieser Klagen wurden rechtskräftig abgewiesen. Die folgenden Sachverhalte erfüllen ebenfalls auf Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse und Einschätzungen nicht die Voraussetzungen zum Ansatz in der Bilanz. Da aufgrund der bestehenden und im Folgenden beschriebenen Unsicherheiten die Höhe der jeweiligen Eventualverbindlichkeiten bzw. die Gruppe von Eventualverbindlichkeiten nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden können, sind diese in der zuvor genannten Summe der Eventualverbindlichkeiten nicht enthalten. Klagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen.Im Jahr 2012 verklagte die Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH (heute Vodafone Kabel Deutschland GmbH (VKDG)) die Telekom Deutschland GmbH und forderte eine Reduzierung des jährlichen Entgelts für die Nutzungsrechte an Kabelkanalkapazitäten für die Zukunft sowie die teilweise Rückzahlung von in diesem Zusammenhang seit 2004 geleisteten Zahlungen. Die VKDG bezifferte ihre Ansprüche zuletzt mit ca. 624 Mio. € nebst ca. 9 Mio. € für vermeintlich erlangten Zinsnutzen, jeweils zuzüglich Zinsen. Ansprüche vor 2009 werden von der VKDG mittlerweile nicht mehr geltend gemacht. Nachdem bereits das LG Frankfurt am Main der Klage im Jahr 2013 nicht stattgegeben hatte, wies auch das OLG Frankfurt am Main die Berufung im Dezember 2014 ab. Mit Urteil vom 24. Januar 2017 hob der BGH das Berufungsurteil auf und verwies das Verfahren zur weiteren Verhandlung an das OLG Frankfurt am Main zurück. Mit Urteil vom 20. Dezember 2018 wies das OLG Frankfurt am Main daraufhin die Berufung erneut zurück und ließ die Revision nicht zu. In einem ähnlich gelagerten Verfahren erhoben die Unitymedia Hessen GmbH & Co. KG, die Unitymedia NRW GmbH und die Kabel BW GmbH im Januar 2013 Klage gegen die Telekom Deutschland GmbH und fordern Unterlassung, mehr als ein jeweils genau beziffertes Entgelt für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen von den Klägern zu verlangen. Die Kläger fordern zudem Rückzahlung in Höhe von derzeit ca. 570 Mio. € zuzüglich Zinsen. Die Klage wurde am 11. Oktober2016 vom LG Köln erstinstanzlich abgewiesen. Die Berufung gegen diese Entscheidung wurde mit Urteil vom 14. März 2018 durch das OLG Düsseldorf zurückgewiesen. In beiden Verfahren haben die Klägerinnen gegen die Nichtzulassung der Revision Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH eingelegt. Schadensersatzklage in Malaysia trotz einem früheren, anderslautenden rechtskräftigen Schiedsurteil.Die Celcom Malaysia Berhad (Celcom) und die Technology Resources Industries Berhad klagen vor den staatlichen Gerichten in Kuala Lumpur, Malaysia, gegen insgesamt elf Beklagte, darunter auch die DeTeAsia Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG. Die Kläger verlangen Schadensersatz und Entschädigung in Höhe von 232 Mio. US-$ zuzüglich Zinsen. Diesen Betrag hatte die DeTeAsia Holding GmbH im Jahr 2005 aufgrund eines rechtskräftig zu ihren Gunsten ergangenen Schiedsurteils gegen die Celcom vollstreckt. Das erstinstanzliche Hauptverfahren hat im Januar 2018 begonnen. Kostenerstattung für Sprint.Im Zusammenhang mit dem vereinbarten Zusammenschluss von T-Mobile US und Sprint ist T-Mobile US unter Umständen verpflichtet, 67% der von Sprint im Vorfeld an Kreditgeber entrichteten Ausgleichszahlungen (sog. "Consent Fee") und weitere Bankgebühren in Höhe von insgesamt 161 Mio. US-$ zu erstatten, falls der Zusammenschluss nicht zustande kommt. Schiedsverfahren Toll Collect.Im Schiedsverfahrenskomplex Toll Collect haben die Daimler Financial Services AG, die Deutsche Telekom AG und die Bundesrepublik Deutschland am 16. Mai 2018 eine Einigung zur Beendigung der Mautschiedsverfahren erzielt. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen". Patente und Lizenzen.Wie viele andere große Telekommunikations- und Internet-Anbieter sieht sich die Deutsche Telekom einer wachsenden Zahl von Streitfällen "zum Recht am geistigen Eigentum" ausgesetzt. Für die Deutsche Telekom besteht das Risiko der Zahlung von Lizenzgebühren und/oder Schadensersatz; zudem ist die Deutsche Telekom dem Risiko einer Verurteilung zur Unterlassung ausgesetzt, z. B. für den Vertrieb eines Produkts oder für die Nutzung einer Technik. Kartell- und Verbraucherschutzverfahren.Die Deutsche Telekom bzw. ihre Beteiligungsgesellschaften sieht sich in den einzelnen Ländern wettbewerbsrechtlichen Verfahren oder sich daraus ergebenden zivilrechtlichen Folgeklagen ausgesetzt. Diese haben für sich alleine betrachtet keine wesentlichen Auswirkungen. Die Deutsche Telekom hält die Vorwürfe bzw. Schadensersatzforderungen jeweils für unbegründet. Die Verfahrensausgänge sind zurzeit nicht bestimmbar. Schadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge der Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission.Die Europäische Kommission hat am 15. Oktober 2014 entschieden, dass Slovak Telekom ihre Marktmacht auf dem slowakischen Breitband-Markt missbraucht habe, und im Zuge dessen Bußgelder gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom verhängt. Im Anschluss an die Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission haben Wettbewerber Klage vor dem Zivilgericht in Bratislava gegen Slovak Telekom erhoben. Mit diesen Klagen begehren sie die Erstattung eines angeblichen Schadens, der sich aus dem von der Europäischen Kommission festgestellten Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung durch die Slovak Telekom ergeben haben soll. Derzeit sind drei Klagen in Höhe von insgesamt 215 Mio. € zuzüglich Zinsen anhängig. Die Bußgelder der Europäischen Kommission wurden bereits im Januar 2015 beglichen. Slovak Telekom und Deutsche Telekom haben die Entscheidung der Europäischen Kommission am 29. Dezember 2014 vor dem Gericht der Europäischen Union angefochten. Am 13. Dezember 2018 hat das Gericht die Entscheidung der Europäischen Kommission teilweise für nichtig erklärt und die verhängten Bußgelder um insgesamt 13 Mio. € reduziert. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig und können sowohl von der Europäischen Kommission als auch von Slovak Telekom und der Deutschen Telekom bei dem Europäischen Gerichtshof angefochten werden. Steuerrisiken.Die Deutsche Telekom unterliegt in zahlreichen Ländern den jeweils geltenden steuerlichen Rechtsvorschriften. Risiken können sich ergeben aus Änderungen der lokalen Steuergesetze bzw. der Rechtsprechung und unterschiedlicher Auslegung von existierenden Vorschriften. Sie können sich in der Folge sowohl auf die Steueraufwendungen und -erträge als auch auf die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten der Deutschen Telekom auswirken. 37 LEASING-VERHÄLTNISSEDIE DEUTSCHE TELEKOM ALS LEASING-NEHMERFinanzierungs-Leasing-Verhältnisse.Sofern die Deutsche Telekom als Leasing-Nehmer die wesentlichen Chancen und Risiken aus einem Leasing-Verhältnis trägt, setzt sie die Leasing-Gegenstände in der Bilanz im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindest-Leasing-Zahlungen an. Die im Rahmen von Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen in der Bilanz angesetzten Leasing-Gegenstände betreffen überwiegend langfristige Miet-/Pachtverträge für Bürogebäude und technische Festnetz- und Mobilfunk-Anlagen. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit beträgt dabei 13 Jahre. Die Verträge enthalten Verlängerungs- und Kaufoptionen. Die zum Abschluss-Stichtag bestehenden Netto-Buchwerte der im Rahmen eines Finanzierungs-Leasings aktivierten Leasing-Gegenstände können der folgenden Darstellung entnommen werden: in Mio. €
Der Anstieg bei den technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von 0,2 Mrd. € ist im Wesentlichen auf neue Finanzierungs-Leasing-Verhältnisse für Netzwerk-Ausrüstung bei T-Mobile US zurückzuführen. Die Deutsche Telekom setzt im Zugangszeitpunkt des Leasing-Gegenstands zugleich eine Leasing-Verbindlichkeit an, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasing-Gegenstands entspricht. In den Folgeperioden mindern - unter Anwendung der Effektivzinsmethode - die an die jeweiligen Leasing-Geber zu zahlenden Leasing-Raten in Höhe des Tilgungsanteils die Leasing-Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte:
Operating Leasing-Verhältnisse.Das wirtschaftliche Eigentum an Leasing-Geschäften verbleibt beim Leasing-Geber, wenn dieser die mit dem Leasing-Gegenstand verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Der Leasing-Geber setzt den Leasing-Gegenstand in seiner Bilanz an. Die Deutsche Telekom erfasst während des Zeitraums des Operating Leasing-Verhältnisses gezahlte Leasing-Raten erfolgswirksam. Die Verpflichtungen der Deutschen Telekom aus Operating Leasing-Verhältnissen betreffen überwiegend langfristige Miet-/Pachtverträge für Mobilfunk-Standorte, Netzinfrastruktur und Immobilien. Einige Verträge enthalten Verlängerungsoptionen und Staffelmieten. Diese betreffen im Wesentlichen Leasing-Verträge für Mobilfunk-Standorte in den USA. Die erfolgswirksam erfassten Aufwendungen aus Operating Leasing-Verhältnissen betrugen im Geschäftsjahr 2018 3,9 Mrd. € (2017: 3,9 Mrd. €, 2016: 3,9 Mrd. €). Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte für künftige als hinreichend sicher eingeschätzte Verpflichtungen aus Operating Leasing-Verhältnissen: in Mio. €
Der Anstieg der erwarteten künftigen Mindest-Leasing-Zahlungen aus Operating Leasing-Verhältnissen zum 31. Dezember 2018 resultiert im Wesentlichen aus neu angemieteten Mobilfunk-Standorten sowie Währungskurseffekten im operativen Segment USA. Bei T-Mobile US wurde im Jahr 2018 Anpassungsbedarf bei den Angaben zu den Verpflichtungen aus Operating Leasing-Verhältnissen zum 31. Dezember 2017 festgestellt. Bestimmte automatische Vertragsverlängerungen für Immobilien (im Wesentlichen Mobilfunk-Standorte) wurden nicht vollständig erfasst. In der Folge wurden die Leasing-Verpflichtungen um 0,2 Mrd. € zu niedrig angegeben. Die Angaben bezüglich der Verpflichtungen aus Operating Leasing-Verhältnissen wurden daher zum 31. Dezember 2018 für die Vergleichsperiode rückwirkend angepasst. DIE DEUTSCHE TELEKOM ALS LEASING-GEBERFinanzierungs-Leasing-Verhältnisse.Die Deutsche Telekom ist Leasing-Geber im Rahmen von Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Vermietung von Routern und anderer Hardware, die den Kunden der Deutschen Telekom für Daten- und Telefon-Netzwerk-Lösungen bereitgestellt werden. Die Deutsche Telekom setzt eine Forderung in Höhe des Netto-Investitionswerts aus dem Leasing-Verhältnis an. Die von den jeweiligen Leasing-Nehmern gezahlten Leasing-Raten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Die Forderung aus dem Leasing-Verhältnis wird vermindert um die erhaltenen Tilgungsanteile fortgeschrieben. Der Zinsanteil der Zahlungen wird als Finanzertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ableitung des Netto-Investitionswerts aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen kann der folgenden Tabelle entnommen werden: in Mio. €
Die Bruttoinvestition und der Barwert der ausstehenden Mindest-Leasing-Zahlungen sind in folgender Tabelle dargestellt: in Mio. €
Operating Leasing-Verhältnisse. Ist die Deutsche Telekom Leasing-Geber im Rahmen von Operating Leasing-Verhältnissen, setzt sie die überlassenen Vermögenswerte weiterhin in ihrer Bilanz an. Die erhaltenen Leasing-Raten werden erfolgswirksam erfasst. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Vermietung von Mobilfunk-Standorten, Gebäudeflächen und Endgeräten. Die Verträge haben eine Vertragslaufzeit von durchschnittlich 10 Jahren. Die künftigen Mindest-Leasing-Zahlungen aus unkündbaren Operating Leasing-Verhältnissen können der folgenden Tabelle entnommen werden: in Mio. €
Die Verringerung der zukünftigen Mindest-Leasing-Zahlungen resultiert im Wesentlichen aus einem Rückgang der erwarteten Leasing-Raten aus der Vermietung von Mobilfunk-Endgeräten bei T-Mobile US. 2018 wurden Mobilfunk-Endgeräte verstärkt im Rahmen von Teilzahlungsplänen verkauft. 38 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENDie folgende Tabelle gibt einen Überblick über die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Deutschen Telekom: in Mio. €
Die Verpflichtungen aus der Übernahme von Gesellschaftsanteilen resultieren im Wesentlichen aus dem vereinbarten Zusammenschluss von T-Mobile US und Sprint in Höhe von 26,5 Mrd. US-$ (22,9 Mrd. €). Weiterhin ergibt sich aus dem Erwerb der Tele2 Netherlands Holding N.V. für die zu entrichtende Barkomponente eine Verpflichtung in Höhe von 190 Mio. €. Weitere Informationen zu vereinbarten Unternehmenstransaktionen finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen". 39 ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNGSHARE MATCHING PLANSeit dem Geschäftsjahr 2011 sind bestimmte Führungskräfte vertraglich dazu verpflichtet worden, mindestens 10 bis maximal 33,3% des ausgezahlten variablen kurzfristigen Gehaltsbestandteils, der sich nach dem Grad der Zielerreichung der für das Geschäftsjahr fixierten Zielvorgabe jeder Person bestimmt (Variable I), in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren. Die Deutsche Telekom AG wird für jede im Rahmen des oben beschriebenen Eigeninvestments der entsprechenden Person erworbene Aktie eine zusätzliche Aktie gewähren (Share Matching Plan). Nach Ablauf einer vierjährigen Haltefrist werden diese dem Planberechtigten zugeteilt. Seit dem Geschäftsjahr 2015 wurde Führungskräften, soweit sie nicht bereits vertraglich zur Teilnahme verpflichtet wurden, eine Teilnahme am Share Matching Plan auf freiwilliger Basis angeboten. Zur Teilnahme investieren die Führungskräfte mindestens 10 bis maximal 33,3% des ausgezahlten variablen kurzfristigen Gehaltsbestandteils, der sich nach dem Grad der Zielerreichung der für das Geschäftsjahr fixierten Zielvorgabe jeder Person bestimmt (Variable I), in Aktien der Deutschen Telekom AG. Die Deutsche Telekom AG wird für jede im Rahmen des oben beschriebenen Eigeninvestments der entsprechenden Person erworbene Aktie zusätzliche Aktien gewähren (Share Matching Plan). Die Teilnahme am Share Matching Plan und die Anzahl der zusätzlich gewährten Aktien sind abhängig von der individuellen Performance der Führungskraft. Nach Ablauf einer vierjährigen Haltefrist werden die zusätzlichen Aktien dem Planberechtigten zugeteilt. Das Angebot an die Führungskräfte zur freiwilligen Teilnahme am Share Matching Plan erfolgt nur in den Jahren, in denen das Free Cashflow-Ziel des Vorjahres erreicht wurde. Die einzelnen Share Matching-Pläne werden jeweils am Tag der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert erstmals erfasst. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird der Aktienkurs der Deutschen Telekom AG um die erwarteten Dividendenansprüche gekürzt, da bis zur Zuteilung der Matching Shares keine Dividendenansprüche bestehen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden insgesamt 0,7 Mio. Stück (2017: 0,5 Mio. Stück) Matching Shares zu einem durchschnittlich gewichteten beizulegenden Zeitwert von 10,64 € (2017: 14,05 €) den Planberechtigten gewährt. Der Aufwand ist zeitanteilig bis zum Ende der Dienstzeitperiode gegen die Kapitalrücklage zu erfassen und beträgt insgesamt für alle Tranchen zum 31. Dezember 2018 6,1 Mio. € (31. Dezember 2017: 5,1 Mio. €). Im Berichtsjahr wurden Übertragungen von Aktien an die Planteilnehmer im Wert von insgesamt 2,6 Mio. € (2017: 5,5 Mio. €) rücklagenmindernd berücksichtigt. Die bis zum 31. Dezember 2018 erfasste Kapitalrücklage für den Share Matching Plan beträgt 14,6 Mio. € (31. Dezember 2017: 11,1 Mio. €). Zum Vergütungssystem der Mitglieder des Vorstands, die ebenfalls am Share Matching Plan beteiligt sind, verweisen wir auf den "Vergütungsbericht" im zusammengefassten Lagebericht. LONG TERM INCENTIVE PLANIm Geschäftsjahr 2015 wurde den Führungskräften erstmals, soweit nicht bereits eine vertragliche Zusage vorlag, die Teilnahme an einem Long Term Incentive Plan angeboten. Die teilnehmenden Führungskräfte erhalten zu Planbeginn ein virtuelles Aktienpaket. Die Anzahl der virtuellen Aktien ist abhängig von der Management-Gruppen-Einordnung des Teilnehmers, der individuellen Performance und dem Jahreszielgehalt. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren beträgt der Wert des virtuellen Aktienpakets zu Planbeginn zwischen 10% und 43% des Jahreszielgehalts. Während der vierjährigen Planlaufzeit ändert sich der Wert der virtuellen Aktien analog den Veränderungen des Börsenkurses der Aktie der Deutschen Telekom AG. Die Anzahl der virtuellen Aktien verändert sich durch die Zielerreichung von vier gleich gewichteten Kennzahlen (Return on Capital Employed, bereinigte Earnings Per Share, Mitarbeiterzufriedenheit und Kundenzufriedenheit), die am Ende eines jeden Jahres festgestellt werden. Darüber hinaus erhält jeder Berechtigte während der Planlaufzeit eine Dividende. Diese wird in virtuelle Aktien reinvestiert und erhöht den Bestand an virtuellen Aktien bei jedem Planteilnehmer. Am Ende der vierjährigen Planlaufzeit werden die Ergebnisse der vier Jahresscheiben summiert und die virtuellen Aktien auf Basis eines in einer Referenzperiode ermittelten Aktienkurses umgerechnet und als Barbetrag ausgezahlt. Der Long Term Incentive Plan wurde am Tag der Gewährung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Plans ist das Produkt aus Anzahl der virtuellen Aktien multipliziert mit dem Aktienkurs der Deutschen Telekom AG diskontiert auf den Abschluss-Stichtag. Im Geschäftsjahr 2018 wurden insgesamt 3,46 Mio. Stück (2017: 3,17 Mio. Stück) virtuelle Aktien zu einem gewichteten durchschnittlichen beizulegenden Zeitwert von 15,03 € (2017: 16,15 €) gewährt. Bis zum Ende der Dienstzeitperiode ist der Plan zu jedem Abschluss-Stichtag neu zu bewerten und zeitanteilig als Aufwand zu erfassen. Der Aufwand für den Long Term Incentive Plan beträgt insgesamt für alle Tranchen zum 31. Dezember 2018 62 Mio. € (31. Dezember 2017: 42 Mio. €). Die Rückstellung beträgt zum 31. Dezember 2018 151 Mio. € (31. Dezember 2017: 89 Mio. €). ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG BEI T-MOBILE USMit Datum vom 18. Juni 2018 wurde der 2013 aufgelegte Omnibus Incentive Plan der T-Mobile US angepasst und eine Erhöhung um 18,5 Mio. Aktien genehmigt. Daneben führte der Erwerb von Layer3 TV und bestimmte Vorgängerpläne zu einer Neuregistrierung von insgesamt 19,3 Mio. Aktien. Im Rahmen des Omnibus Incentive Plans kann die Gesellschaft Aktienoptionen, Stock Appreciation Rights, Restricted Stock, Restricted Stock Units (RSUs) und Leistungsprämien an Mitarbeiter, Berater sowie Direktoren ohne Mitarbeiterstatus ausgeben. Zum 31. Dezember 2018 waren 12 Mio. Aktien (31. Dezember 2017: 15 Mio. Aktien) der T-Mobile US für die zukünftige Ausgabe im Rahmen dieses Plans verfügbar. T-Mobile US begibt RSUs an berechtigte Mitarbeiter und bestimmte Direktoren ohne Mitarbeiterstatus und Performance-Based Restricted Stock Units (PRSUs) an berechtigte Top-Führungskräfte der Gesellschaft. RSUs berechtigen den Planteilnehmer, am Ende eines Erdienungszeitraums von bis zu 3 Jahren Aktien der T-Mobile US zu erhalten. Leistungsabhängige PRSUs berechtigen den Planteilnehmer, am Ende eines Erdienungszeitraums von bis zu 3 Jahren Aktien der T-Mobile US zu erhalten, wenn ein bestimmtes Leistungsziel erreicht wurde. Ein Teil der 2018 ausgegebenen PRSUs beziehen sich auf den vereinbarten Zusammenschluss von T-Mobile US und Sprint. Die Zahl der letztlich zu erhaltenen Aktien ist abhängig von einer vorher festgelegten Performance der Gesellschaft im Vergleich zu einem definierten Leistungsziel. Aus den RSU/PRSU-Plänen resultieren die folgenden Aktienentwicklungen der T-Mobile US: Time-based Restricted Stock Units und Restricted Stock Awards (RSU)
Performance-based Restricted Stock Units (PRSU)
Das Programm wird zum beizulegenden Zeitwert am Tag der Gewährung bewertet, und die Kosten werden gemäß einem Erdienungsplan stufenweise über die jeweilige Dienstzeit als Aufwand erfasst, abzüglich der zu erwartenden verfallenden Aktien. Der beizulegende Zeitwert der Aktienzuteilungen für die RSUs basiert auf dem Schlusskurs der Aktie der T-Mobile US am Tag der Gewährung. Der beizulegende Zeitwert der Aktienzuteilungen für die PRSUs wurde mittels des Monte Carlo-Modells ermittelt. Der Aufwand für die aktienbasierte Vergütung betrug zum 31. Dezember 2018 440 Mio. € (31. Dezember 2017: 330 Mio. €). Vor dem Zusammenschluss hatte MetroPCS eine Reihe von Aktienoptionsplänen ausgegeben (Predecessor Plans). Im Zuge des Erwerbs von MetroPCS wurden die Pläne geändert. Nach der Verabschiedung des Omnibus Incentive Plans 2013 der T-Mobile US durch die Anteilseigner dürfen keine neuen Zuteilungen im Rahmen des Predecessor Plans erfolgen. Aus diesem Plan resultierten die folgenden Entwicklungen der Optionsrechte auf Aktien an der T-Mobile US:
Im Geschäftsjahr 2018 erzeugten die Ausübungen Einzahlungen in Höhe von 3 Mio. € (3 Mio. US-$) (2017: 18 Mio. € (21 Mio. US-$)). 40 FINANZINSTRUMENTE UND RISIKO-MANAGEMENTZu weiteren Angaben bezüglich Finanzinstrumenten vergleiche insbesondere Angabe 2 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen", Angabe 10 "Sonstige finanzielle Vermögenswerte", Angabe 12 "Finanzielle Verbindlichkeiten", Angabe 27 "Zinsergebnis" und Angabe 29 "Sonstiges Finanzergebnis". Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorienin Mio. €
Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorienin Mio. €
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von 1,7 Mrd. € (31. Dezember 2017: 1,6 Mrd. €) enthalten, die eine Laufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Der beizulegende Zeitwert entspricht im Wesentlichen dem Buchwert. Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorienin Mio. €
a Zu Einzelheiten wird auf die Aufstellung
derivater Finanzinstrumente in diesem Abschnitt verwiesen.
Die Bestände der finanziellen Vermögenswerte nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 werden wie folgt auf die Bewertungskategorien des IFRS 9 übergeleitet: Überleitung der finanziellen Vermögenswerte von IAS 39 auf IFRS 9in Mio. €
a Unter IAS 39 existierender Buchwert, der von
einer IAS 39 Kategorie in eine neue IFRS 9 Kategorie
umklassifiziert werden muss.
Wesentliche Bewegungen zwischen den bisherigen Bewertungskategorien des IAS 39 und den neu anzuwendenden Bewertungskategorien des IFRS 9 betreffen Portfolien von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die aufgrund einer Factoring-Vereinbarung für einen Verkauf vorgesehen sind. Die Forderungen wurden bislang in der Kategorie "Kredite und Forderungen" (Loans and Receivables) zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und werden nunmehr in Abhängigkeit vom zugrunde liegenden Geschäftsmodell zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung (At Fair Value through Other Comprehensive Income with Recycling to Profit or Loss) oder zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam (At Fair Value through Profit or Loss) bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Buchwert von 150 Mio. € wurden in die Vertragsvermögenswerte (Contract Assets) gemäß IFRS 15 umgegliedert. Daneben hat die Deutsche Telekom gehaltene Eigenkapitalinstrumente der bisherigen Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (Available-for-Sale Financial Assets) nach IFRS 9 grundsätzlich der Kategorie "Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung" (At Fair Value through Other Comprehensive Income without Recycling to Profit or Loss) zugeordnet. Fremdkapitalinstrumente der bisherigen Kategorien "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (Available-for-Sale Financial Assets), "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" (Held-to-Maturity Investments) und "Kredite und Forderungen" (Loans and Receivables) werden nach IFRS 9 in Abhängigkeit vom verfolgten Geschäftsmodell und den Zahlungsstromcharakteristika des jeweiligen Instruments den neuen Kategorien "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" (At Amortized Cost), "Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung" (At Fair Value through Other Comprehensive Income with Recycling to Profit or Loss) oder "Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam" (At Fair Value through Profit or Loss) zugeordnet. Aus der Zuordnung von finanziellen Verbindlichkeiten zu den Bewertungskategorien des IFRS 9 ergeben sich keine Änderungen. Die Bezeichnungen der Bewertungskategorien wurden auf den Wortlaut des neuen Standards aktualisiert. Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden und unter IAS 39 als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen wurden, werden ab dem Geschäftsjahr 2018 unter den übrigen Vermögenswerten ausgewiesen und zum 1. Januar 2018 mit einem Buchwert von 177 Mio. € umgegliedert. In der nachfolgenden Tabelle sind die Klassen finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach IFRS 9 mit ihren jeweiligen bisherigen und neuen Bewertungskategorien sowie Buchwerten dargestellt: Klassen Finanzinstrumente nach IFRS 9
Die Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte nach IAS 39 werden wie folgt auf die Anforderungen des IFRS 9 übergeleitet: Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswertein Mio. €
Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, deren beizulegende Zeitwerte jedoch angegeben werden.Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist die Verwendung von aktuellen, für das betreffende Finanzinstrument an liquiden Märkten beobachtbaren Bewertungsfaktoren (Eingangsparameter) zu maximieren und die Verwendung anderer Eingangsparameter (z. B. historische Preise, Preise für ähnliche Instrumente, Preise auf nicht liquiden Märkten) zu minimieren. Für diese Zwecke ist eine Bewertungshierarchie mit drei Bewertungsstufen (Levels) definiert. Sind für das betreffende Finanzinstrument am Abschluss-Stichtag notierte Preise auf liquiden Märkten verfügbar, werden diese unangepasst für die Bewertung verwendet (Level 1-Bewertung). Andere Eingangsparameter sind dann für die Bewertung irrelevant. Ein Beispiel sind aktiv gehandelte börsennotierte Aktien und Anleihen. Sind für das betreffende Finanzinstrument am Abschluss-Stichtag zwar keine notierten Preise auf liquiden Märkten verfügbar, kann es jedoch mittels anderer am Abschluss-Stichtag am Markt beobachtbarer Eingangsparameter bewertet werden, liegt eine Level 2-Bewertung vor. Voraussetzung hierfür ist, dass die beobachtbaren Eingangsparameter nicht wesentlich angepasst und keine nicht beobachtbaren Eingangsparameter verwendet werden müssen. Ein Beispiel für Level 2-Bewertungen sind besicherte Zins-Swaps, Devisentermingeschäfte und Zins-/Währungs-Swaps, die anhand aktueller Zinssätze bzw. Fremdwährungskurse bewertet werden können. Sofern die Voraussetzungen für eine Level 1-Bewertung oder eine Level 2-Bewer-tung nicht erfüllt sind, liegt eine Level 3-Bewertung vor. In solchen Fällen müssen beobachtbare Eingangsparameter wesentlich angepasst bzw. nicht beobachtbare Eingangsparameter verwendet werden. in Mio. €
Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werdenin Mio. €
Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werdenin Mio. €
Von den zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumenten der sonstigen finanziellen Vermögenswerte bilden die Instrumente der verschiedenen Levels jeweils eigene Klassen von Finanzinstrumenten. Die beizulegenden Zeitwerte des Gesamtbestands an Eigenkapitalinstrumenten in Level 1 entsprechen jeweils den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag. Der Gesamtbestand an Instrumenten in Level 1 enthielt im Vorjahr mit einem Buchwert von umgerechnet rund 3,7 Mrd. € eine strategische Beteiligung von 12% an BT. Im Berichtsjahr wurde die Beteiligung als Planvermögen dotiert. Börsennotierte Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten werden Level 1 oder Level 2 in Abhängigkeit von der Marktliquidität des jeweiligen Instruments zugeordnet. Folglich sind die in EUR oder USD denominierten Emissionen mit relativ großem Emissionsvolumen grundsätzlich als Level 1 qualifiziert, die übrigen grundsätzlich als Level 2. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 1 zugeordneten Instrumente entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 2 zugeordneten Instrumente werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen, sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt. Da für die im Bestand befindlichen Level 2 zugeordneten derivativen Finanzinstrumente mangels Marktnotierung keine Marktpreise vorliegen, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wobei ausschließlich beobachtbare Input-Parameter in die Bewertung einfließen. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom bei Übertragung des Finanzinstruments zum Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei finden zum Abschluss-Stichtag relevante Zinssätze der Vertragspartner Anwendung. Als Wechselkurse werden die am Abschluss-Stichtag geltenden Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden derivativen Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem Dirty Price unterschieden. Im Unterschied zum Clean Price umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten Stückzinsen. Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Full Fair Value bzw. dem Dirty Price. Die zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumente beinhalten eine Vielzahl von Investments in strategische, nicht-börsennotierte Einzelpositionen. Die Deutsche Telekom erachtet die gewählte Bewertung über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung für angemessen, da für die Beteiligungen keine kurzfristigen Gewinnerzielungsabsichten bestehen. Im Zeitpunkt der Veräußerung eines Investments wird der gesamte kumulierte Gewinn oder Verlust in die Gewinnrücklagen reklassifiziert. Erwerbe und Veräußerungen basieren auf geschäftspolitischen Investitionsentscheidungen. Außerdem wurde im Berichtsjahr die Beteiligung von 12 % an BT als Planvermögen dotiert und zu diesem Zeitpunkt ausgebucht. Der beizulegende Zeitwert bei Ausbuchung wurde mit umgerechnet rund 3,1 Mrd. € erfasst. Der Buchwert bei erstmaliger Erfassung im Jahr 2016 belief sich auf umgerechnet rund 7,4 Mrd. €. Aufgrund der in Vorjahren nach IAS 39 erfolgswirksam erfassten Wertminderungen betrug zum 31. Dezember 2017 das kumulierte sonstige Ergebnis 0 €, der Buchwert umgerechnet rund 3,7 Mrd. €. Der im Berichtsjahr bis zur Dotierung eingetretene Wertrückgang in Höhe von umgerechnet rund 0,7 Mrd. € wurde im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Dotierung in die Gewinnrücklagen reklassifiziert. Investments in Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnisin Mio. €
Entwicklung der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeitenin Mio. €
Entwicklung der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeitenin Mio. €
Bei den Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumenten der sonstigen finanziellen Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von 354 Mio. € um Beteiligungen, deren Bewertung auf Basis der besten verfügbaren Informationen zum Abschluss-Stichtag vollzogen wird. Die größte Relevanz misst die Deutsche Telekom dabei grundsätzlich Transaktionen über Anteile an den betreffenden Beteiligungsunternehmen bei. Außerdem werden Transaktionen über Anteile an vergleichbaren Unternehmen betrachtet. Für die Entscheidung, welche Informationen letztlich für die Bewertung verwendet werden, ist sowohl die zeitliche Nähe der jeweiligen Transaktion zum Abschluss-Stichtag relevant als auch die Frage, ob die Transaktion zu marktüblichen Konditionen vollzogen wurde. Außerdem ist hierbei der Grad der Ähnlichkeit zwischen Bewertungsobjekt und vergleichbarem Unternehmen zu berücksichtigen. Nach Einschätzung der Deutschen Telekom sind die beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen zum Abschluss-Stichtag hinreichend zuverlässig bestimmbar. Zur Entwicklung der Buchwerte im Berichtsjahr siehe vorstehende Tabelle. Am Abschluss-Stichtag waren Beteiligungen mit einem Buchwert von 34 Mio. € zur Veräußerung gehalten, für die übrigen bestand keine Verkaufsabsicht. Bei Beteiligungen mit einem Buchwert von 252 Mio. € fanden in hinreichender zeitlicher Nähe zum Abschluss-Stichtag Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen zu marktüblichen Konditionen statt, weshalb die dort vereinbarten Anteilspreise unangepasst für die Bewertung zum 31. Dezember 2018 heranzuziehen waren. Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 78 Mio. € entspricht nach Analyse der operativen Entwicklung (insbesondere Umsatzerlöse, EBIT und Liquidität) der bisherige Buchwert dem aktuellen beizulegenden Zeitwert. Aufgrund besserer Vergleichbarkeit sind frühere marktübliche Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen neueren Transaktionen über Anteile gleichartiger Unternehmen vorzuziehen. Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 24 Mio. €, bei denen die letzten marktüblichen Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen schon weiter in der Vergangenheit liegen, repräsentiert eine Bewertung auf Basis von in größerer zeitlicher Nähe vollzogenen marktüblichen Transaktionen über Anteile gleichartiger Unternehmen den beizulegenden Zeitwert am zuverlässigsten. Hierbei wurden Multiples auf die Bezugsgröße erwartete Umsatzerlöse (Bandbreite von 3,2 bis 11,2) angewendet. Entsprechend den individuellen Gegebenheiten wurde bei den Multiples das 25%-Quantil, der Median oder das 75%-Quantil verwendet. Wären für die Multiples und für die erwarteten Umsatzerlöse andere Werte verwendet worden, hätten sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Weiterhin sind mit einem Buchwert von 4 Mio. € nicht wesentliche Einzeltitel enthalten, deren Wertschwankungen von untergeordneter Bedeutung sind. Zur Entwicklung der Buchwerte im Berichtsjahr wird auf die entsprechende Tabelle "Entwicklung der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten" verwiesen. Bei den Level 3 zugeordneten Derivaten ohne Hedge-Beziehung der derivativen finanziellen Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 99 Mio. € um in von T-Mobile US emittierte Anleihen eingebettete Optionen. Die durch T-Mobile US jederzeit ausübbaren Optionen ermöglichen die vorzeitige Tilgung der Anleihen zu festgelegten Ausübungspreisen. Für die Anleihen als Gesamtinstrumente sind zwar regelmäßig und auch am Abschluss-Stichtag beobachtbare Marktpreise verfügbar, nicht jedoch für die darin eingebetteten Optionen. Diese Kündigungsrechte werden mithilfe eines Optionspreismodells bewertet. Dabei werden historische Zinsvolatilitäten von Anleihen der T-Mobile US und vergleichbarer Emittenten verwendet, da sie zum Abschluss-Stichtag einen zuverlässigeren Schätzwert als aktuelle Marktvolatilitäten darstellen. Der zum aktuellen Abschluss-Stichtag für die Zinsvolatilität verwendete absolute Wert lag bei 1,1 bis 2,0%. Die ebenfalls nicht beobachtbare Spread-Kurve wurde auf Basis aktueller Marktpreise von Anleihen der T-Mobile US und Schuldinstrumenten vergleichbarer Emittenten ermittelt. Die zum aktuellen Abschluss-Stichtag verwendeten Spreads lagen für die Restlaufzeiten der Anleihen zwischen 3,6 und 4,2% und im kürzerfristigen Bereich zwischen 1,6 und 3,4%. Für den ebenso nicht beobachtbaren Eingangsparameter Mean Reversion wurden 10% verwendet. Die verwendeten Werte stellen nach unserer Einschätzung den jeweils besten Schätzwert dar. Wären für die Zinsvolatilität, die Spread-Kurve und für die Mean Reversion andere Werte verwendet worden, hätten sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Im Berichtsjahr wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen Optionen im Rahmen der Level 3-Bewertung im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Aufwand) von in Euro umgerechnet 108 Mio. € für unrealisierte Verluste erfasst. Im Berichtsjahr wurden mehrere Optionen ausgeübt und die betreffenden Anleihen vorzeitig gekündigt. Im Zeitpunkt der Kündigung wurden die Optionen mit ihrem gesamten Buchwert von in Euro umgerechnet 118 Mio. € aufwandswirksam ausgebucht. Die im Berichtsjahr erfolgswirksam erfassten Wertänderungen waren im Wesentlichen auf Bewegungen der bewertungsrelevanten Zinssätze und historischen absoluten Zinsvolatilitäten zurückzuführen. Zur Entwicklung der Buchwerte im Berichtsjahr wird auf die entsprechende Tabelle "Entwicklung der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten" verwiesen. Aufgrund ihrer Eigenart bilden diese Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Sensitivitäten a der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten in Abhängigkeit der nicht beobachtbaren Eingangsparameterin Mio. €
a Veränderung des betreffenden
Eingangsparameters unter der Annahme, dass alle
übrigen Eingangsparameter unverändert sind.
Bei den Level 3 zugeordneten Derivaten ohne Hedge-Beziehung der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 52 Mio. € um Stromtermingeschäfte (Energy Forward Agreements), die in von der T-Mobile US abgeschlossene Verträge eingebettet sind. Dies gilt entsprechend für derivative finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 12 Mio. €. Diese Verträge bestehen aus jeweils zwei Komponenten, dem Energy Forward Agreement und dem Erwerb von Renewable Energy Credits durch T-Mobile US. Die Verträge wurden in den Jahren 2017 und 2018 mit Energieproduzenten geschlossen und haben Laufzeiten von 12 bis 20 Jahren ab jeweiligem kommerziellem Produktionsbeginn. Für ein Energy Forward Agreement war kommerzieller Produktionsbeginn Ende 2017, für die übrigen wird er zwischen 2019 und 2020 erwartet. Der jeweilige Erfüllungszeitraum der separat als Derivate bilanzierten Energy Forward Agreements startet ebenfalls bei kommerziellem Produktionsbeginn. Unter den Energy Forward Agreements erhält T-Mobile US während des Erfüllungszeitraums variable Beträge basierend auf der tatsächlichen Produktionsmenge des Energieproduzenten und dann aktuellen Energiepreisen und bezahlt feste Beträge je produzierter Energieeinheit. Die Energy Forward Agreements werden mangels beobachtbarer Marktpreise mittels Bewertungsmodellen bewertet. Der Wert der Derivate wird wesentlich beeinflusst von der zukünftigen Produktionsmenge des Energieproduzenten, die T-Mobile US zum Abschluss-Stichtag mit 2.207 Gigawattstunden pro Jahr veranschlagt hat. Der Wert der Derivate wird außerdem wesentlich beeinflusst von den zukünftigen Energiepreisen, die für den Zeitraum jenseits von fünf Jahren nicht beobachtbar sind. Des Weiteren wird der Wert der Derivate wesentlich beeinflusst von den ebenfalls nicht beobachtbaren zukünftigen Preisen für Renewable Energy Credits. Für den nicht beobachtbaren Zeitraum hat T-Mobile US on-peak-Energiepreise (Energiepreise für Zeiten relativ hoher Energienachfrage) zwischen in Euro umgerechnet 25,75 €/MWh und 40,34 €/MWh und off-peak-Energiepreise (Energiepreise für Zeiten relativ niedriger Energienachfrage) zwischen in Euro umgerechnet 16,63 €/MWh und 28,90 €/MWh verwendet. Für das on-peak/off-peak-Verhältnis wurde ein Wert von durchschnittlich 52% verwendet. Die verwendeten Werte stellen nach unserer Einschätzung den jeweils besten Schätzwert dar. Wären für die zukünftigen Energiepreise, für die zukünftige Energieproduktionsmenge und für die zukünftigen Preise der Renewable Energy Credits andere Werte verwendet worden, hätten sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der vorstehenden Tabelle dargestellt. Aufgrund ihrer Eigenart bilden die Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Aus der Level 3-Bewertung wurde im Berichtsjahr im sonstigen betrieblichen Ergebnis ein Nettoergebnis (Ertrag) von in Euro umgerechnet 7 Mio. € für unrealisierte Gewinne der Derivate erfasst. Zur Entwicklung der Buchwerte im Berichtsjahr wird auf die entsprechende Tabelle "Entwicklung der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten" verwiesen. Die Wertänderungen im Berichtsjahr sind im Wesentlichen auf Veränderungen der beobachtbaren und der nicht beobachtbaren Energiepreise sowie auf Zinseffekte zurückzuführen. Ein Vertrag, dessen beizulegender Zeitwert zu Beginn des Berichtsjahres noch negativ war, weist mittlerweile einen aus Sicht der Deutschen Telekom positiven beizulegenden Zeitwert auf, weshalb er als finanzieller Vermögenswert auszuweisen ist. Nach Einschätzung der T-Mobile US wurden die Verträge zu aktuellen Marktkonditionen geschlossen, und bei der Bewertung wurden die am besten geeigneten Werte für die nicht beobachtbaren Eingangsparameter verwendet. Der Transaktionspreis bei Vertragsschluss betrug jeweils Null. Weil nicht beobachtbare Eingangsparameter wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Derivate haben, wurde im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung der sich bei der Bewertung jeweils ergebende Betrag nicht bilanziert. Vielmehr werden diese Beträge über den Zeitraum der kommerziellen Energieproduktion linear ertragswirksam amortisiert (in Euro umgerechnet jährlich insgesamt 11 Mio. €). Diese Amortisation modifiziert den Effekt aus der periodischen Bewertung der Derivate mit dem jeweiligen Bewertungsmodell und aktualisierten Bewertungsparametern. Alle Beträge aus der Derivatebewertung werden je Vertrag sowohl in der Bilanz (derivative finanzielle Vermögenswerte bzw. derivative finanzielle Verbindlichkeiten) als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstige betriebliche Aufwendungen bzw. sonstige betriebliche Erträge) saldiert. Der noch in der Gewinn- und Verlustrechnung zu amortisierende Betrag hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt: Energy Forward Agreement: Entwicklung der noch nicht amortisierten Beträge der Bewertung bei erstmaliger Erfassungin Mio. €
Für die in Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis oder zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Ausgereichten Darlehen und sonstigen Forderungen stellt das Kreditrisiko der jeweiligen Gegenpartei den wesentlichen Einflussfaktor bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dar. Wären zum Abschluss-Stichtag um 1 % höhere (niedrigere) Ausfallraten anzusetzen gewesen, so wären bei unveränderten Bezugsgrößen die beizulegenden Zeitwerte der Instrumente um 1 % niedriger (höher) gewesen. In den Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten sind derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 10 Mio. € enthalten, die aus einer in der Vorperiode Dritten gewährten Option zum Kauf von Anteilen an einem assoziierten Unternehmen der Deutschen Telekom resultieren. Die Option wurde im Zuge eines Verkaufs von Anteilen an diesem assoziierten Unternehmen gewährt, und es sind keine wesentlichen Wertschwankungen zu erwarten. Aufgrund seiner Eigenart bildet dieses Instrument eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Nettoergebnisse nach Bewertungskategorienin Mio. €
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorienin Mio. €
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis, die Dividenden im sonstigen Finanzergebnis (Beteiligungsergebnis) ausgewiesen (siehe Angabe 27 "Zinsergebnis" und Angabe 29 "Sonstiges Finanzergebnis".). Die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses werden im sonstigen Finanzergebnis erfasst. Davon ausgenommen sind die der Bewertungskategorie Schuldinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten und Schuldinstrumente bewertet zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis zuzuordnenden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe Angabe 2 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen"), die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. In das Ergebnis aus der Folgebewertung der Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie At Fair Value through Profit or Loss zugeordnet sind (Verluste in Höhe von netto 382 Mio. €), gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein. Die Gewinne aus der Währungsumrechnung von den der Bewertungskategorie Schuldinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten zugeordneten finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 1.059 Mio. € resultieren überwiegend aus der konzerninternen Weiterleitung von Darlehen, welche die Finanzierungsgesellschaft der Deutschen Telekom, die Deutsche Telekom International Finance B.V., in Fremdwährung am Kapitalmarkt aufnimmt. Diesen stehen entsprechende Währungskursverluste aus den Kapitalmarktverbindlichkeiten gegenüber (963 Mio. €). Hierin enthalten sind Währungsgewinne aus Derivaten, die die Deutsche Telekom im Rahmen des Hedge Accountings als Sicherungsinstrumente im Währungsbereich eingesetzt hat (143 Mio. €; 2017: Währungsverluste von 544 Mio. €). Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (Aufwendungen in Höhe von 1.820 Mio. €) schließt im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Anleihen und aus sonstigen (verbrieften) Finanzverbindlichkeiten ein. Ferner werden darunter auch Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung und Zinserträge aus der Abzinsung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen subsumiert. Nicht enthalten sind jedoch die Zinsaufwendungen und Zinserträge aus Zinsderivaten, welche die Deutsche Telekom im Berichtsjahr im Rahmen von Fair Value Hedges als Sicherungsinstrumente zur Absicherung des Zeitwertrisikos finanzieller Verbindlichkeiten eingesetzt hat (siehe Angabe 27 "Zinsergebnis"). Grundsätze des Risiko-Managements.Die Deutsche Telekom unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse, der Zinssätze und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risiko-Managements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente (Sicherungsgeschäfte) eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h., für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Ausfallrisikos werden die Sicherungsinstrumente grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten mit einem Kredit-Rating von mindestens BBB+/Baa1 abgeschlossen. Zudem wird über Collateral-Vereinbarungen grundsätzlich mit allen Kernbanken das Ausfallrisiko für derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert minimiert. Abhängig vom Rating, von der Kursentwicklung und vom Credit Default Swap-Level des Kontrahenten werden darüber hinaus die Limits für Geldanlagen festgelegt und täglich überwacht. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risiko-Management obliegen der Konzern-Treasury. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risikoausmaßes informiert wird. Treasury betrachtet das effektive Management des Marktrisikos als eine seiner Hauptaufgaben. Die wesentlichen Risiken liegen hierbei im Währungs- und Zinsbereich. Währungsrisiken.Die Währungskursrisiken der Deutschen Telekom resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns beeinflussen. Fremdwährungsrisiken, welche die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen (d. h. die Risiken, die aus der Umrechnung des Abschlusses der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung resultieren), bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Unter Umständen kann die Deutsche Telekom jedoch auch dieses Fremdwährungsrisiko besichern. Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich resultieren u.a. aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen. Die Deutsche Telekom sichert diese Risiken. Falls die Risikoposition 100 Mio. € übersteigt, obliegt die Sicherungsstrategie einer speziellen Entscheidung des Vorstands. Liegt die Risikoposition unter 100 Mio. €, führt die Konzern-Treasury die Währungssicherung selbstständig durch. Zum Abschluss-Stichtag unterlag die Deutsche Telekom keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich. Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Group Treasury sichert diese Risiken vollständig. Zur Umwandlung von auf fremde Währung lautenden finanziellen Verpflichtungen und konzerninternen Darlehen in die funktionalen Währungen der Konzernunternehmen werden Zins-/Währungs-Swaps und Devisenderivate eingesetzt. Zum Abschluss-Stichtag bestehen die auf ausländische Währungen lautenden Verbindlichkeiten, für die Währungsrisiken gesichert sind, in erster Linie aus Anleihen in Australischen Dollar, Britischen Pfund, Hongkong Dollar, Japanischen Yen, Norwegischen Kronen und US-Dollar. Die Deutsche Telekom war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschluss-Stichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt. Im operativen Bereich wickeln die Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Auszahlungen außerhalb der jeweiligen funktionalen Währung führen zu Fremdwährungsrisiken im Konzern. Diese betreffen im Wesentlichen Zahlungen für die Beschaffung von Netztechnik und Mobilfunk-Geräten sowie Zahlungen an internationale Telekommunikationsgesellschaften für die Bereitstellung von Anschlussleistungen. Zur Sicherung setzt die Deutsche Telekom in der Regel Devisenderivate ein. Die Deutsche Telekom war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschluss-Stichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Neben Währungsrisiken unterliegt die Deutsche Telekom Zinsänderungsrisiken und Preisrisiken von Beteiligungen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschluss-Stichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschluss-Stichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen die Deutsche Telekom Finanzinstrumente kontrahiert hat. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente (flüssige Mittel, Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, verzinsliche Schulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen, unverzinsliche Verbindlichkeiten) sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Währungskursänderungen haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital. Im Bestand befindliche unverzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Eigenkapitalinstrumente sind nicht monetär und demnach mit keinem Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 verbunden. Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls entweder direkt in funktionaler Währung erfasst oder mittels Derivateeinsatz in die funktionale Währung überführt. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen. Bei zur Absicherung von Währungsrisiken designierten Fair Value Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind auch diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden. Bei zur Absicherung von Währungsrisiken designierten Net Investment Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsinstrument vollständig in derselben Periode im Eigenkapital aus. Demzufolge sind auch diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden. Zins-/Währungs-Swaps sind stets originären Grundgeschäften zugeordnet, sodass auch aus diesen Instrumenten keine Währungswirkungen entstehen. Die Deutsche Telekom ist demnach nur Währungsrisiken aus bestimmten Devisenderivaten ausgesetzt. Dabei handelt es sich zum einen um Devisenderivate, die in eine wirksame Cashflow Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IFRS 9 eingebunden sind. Kursänderungen der diesen Geschäften zugrunde liegenden Währungen haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklagen im Eigenkapital und auf den beizulegenden Zeitwert dieser Sicherungsinstrumente. Zum anderen handelt es sich um die Devisenderivate, welche weder in eine Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 noch in eine Sicherungsbeziehung mit bereits bilanzierten Grundgeschäften (Natural Hedge) eingebunden sind. Diese Derivate dienen der Sicherung von Planpositionen. Kursänderungen der solchen Finanzinstrumenten zugrunde liegenden Währungen wirken sich auf das sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten an den beizulegenden Zeitwert) aus. Wenn der Euro zum 31. Dezember 2018 gegenüber sämtlichen Währungen um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die Sicherungsrücklagen im Eigenkapital und die beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente vor Steuern um 14 Mio. € höher (niedriger) (31. Dezember 2017: 80 Mio. € höher (niedriger)) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 14 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aus den Währungssensitivitäten EUR/USD: 23 Mio. € und EUR/ GBP: -9 Mio. €. Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2018 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären das sonstige Finanzergebnis und die beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente vor Steuern um 40 Mio. € niedriger (höher) (31. Dezember 2017: 90 Mio. € höher (niedriger)) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von -40 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aus den Währungssensitivitäten EUR/HRK: -14 Mio. €, EUR/USD: -13 Mio. €, EUR/HUF -8 Mio. € und EUR/INR: -4 Mio. €. Zinsrisiken.Die Deutsche Telekom unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Euro-Zone und in den USA. Die Zinsrisiken werden im Rahmen des Zins-Managements gesteuert. Hierbei wird der maximale Anteil der Brutto-Finanzverbindlichkeiten mit variabler Verzinsung beschlossen. Die Zusammensetzung des Verbindlichkeiten-Portfolios (Verhältnis von fix/variabel und durchschnittlicher Zinsbindung) wird sowohl über die Begebung originärer Finanzinstrumente sowie bei Bedarf zusätzlich durch den Einsatz von derivativen Instrumenten gesteuert. Vorstand und der Aufsichtsrat werden regelmäßig unterrichtet. Unter Einbeziehung der derivativen Sicherungsinstrumente waren 2018 durchschnittlich 37% (2017: 37%) der auf Euro lautenden Brutto-Finanzverbindlichkeiten festverzinslich. Im US-Dollar hat sich - im Vergleich zu 2017 - der Fixanteil von etwa 100% auf durchschnittlich 83% reduziert. Im Verlauf des Berichtsjahres gab es keine wesentlichen Schwankungen. Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken designierten Fair Value Hedges gleichen sich die zinsbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind zinsbedingte Marktbewertungsänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft weitgehend ergebnisneutral und unterliegen deshalb keinen Zinsänderungsrisiken. Marktzinssatzänderungen betreffen bei Zinsderivaten in Fair Value Hedges jedoch die Höhe der Zinszahlungen, wirken sich damit auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein. Marktzinssatzänderungen bei Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Außerdem wirken sich Marktzinssatzänderungen auf den Buchwert von zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Ausgereichten Darlehen und sonstigen Forderungen aus. Diese Wertänderungen werden jedoch nicht gesteuert. Marktzinssatzänderungen bei Zinsderivaten (Zins-Swaps, Zins-/ Währungs-Swaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Währungsderivate unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken und haben daher keinen Einfluss auf die Zinssensitivitäten. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2018 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 23 Mio. € (31. Dezember 2017: 134 Mio. €) geringer gewesen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2018 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 70 Mio. € (31. Dezember 2017: 209 Mio. €) höher gewesen. In dieser Simulation sind die Effekte aus den vorstehend dargestellten Level 3 zugeordneten Finanzinstrumenten enthalten. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 70 Mio. € bzw. -23 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aus den potenziellen Effekten aus Zinsderivaten von 16 Mio. € bzw. 30 Mio. € und originären variabel verzinslichen Finanzschulden von 45 Mio. € bzw. -45 Mio. €. Die potenziellen Effekte aus Zinsderivaten werden teilweise kompensiert durch gegenläufige Wertentwicklungen bei nicht derivativen Finanzinstrumenten, die jedoch aufgrund der Rechnungslegungsvorschriften nicht abgebildet werden. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2018 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wären die Sicherungs- und Bewertungsrücklagen im Eigenkapital vor Steuern um 673 Mio. € höher (672 Mio. € geringer) (31. Dezember 2017: 32 Mio. € geringer (höher)) gewesen. Sonstige Preisrisiken.IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage. Außer den vorstehend dargestellten wertbildenden Faktoren der Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente existieren zum Abschluss-Stichtag keine wesentlichen sonstigen Preisrisiken. Im Vorjahr bestanden neben den aus Level 3 resultierenden Preisrisiken noch Level 1 zugeordnete Eigenkapitalinstrumente. Wenn der Kurs dieser Instrumente zum 31. Dezember 2017 um 10 % niedriger (höher) gewesen wäre, wären das sonstige Ergebnis und der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalinstrumente vor Steuern um 366 Mio. € niedriger (höher) gewesen. Die Deutsche Telekom ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Finanzierungsbereich werden Geschäfte grundsätzlich nur mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von mindestens BBB+/Baa1 abgeschlossen, verbunden mit einem laufenden Bonitäts-Management-System. Im operativen Geschäft werden die Außenstände bereichsbezogen, also dezentral fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und auf Portfolio-Ebene ermittelten Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das Geschäft mit Großkunden, insbesondere internationalen Carriern, unterliegt einer gesonderten Bonitätsüberwachung. Gemessen an dem gesamten Risikoausmaß aus dem Ausfallrisiko sind die Forderungen gegenüber diesen Kontrahenten jedoch nicht so groß, dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden. Die nachfolgende Tabelle gibt das maximale Kreditrisiko finanzieller Vermögenswerte je Klasse unter Berücksichtigung von gehaltenen Sicherheiten und anderen Kreditbesicherungen an (Netto-Kreditrisiko). in Mio. €
Die Wertberichtigungen von zu fortgeführten Anschaffungskosten oder beizulegendem Zeitwert über das sonstige Ergebnis bewerteten finanziellen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt: in Mio. €
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder beizulegendem Zeitwert über das sonstige Ergebnis bewerteten finanziellen Vermögenswerte weisen die nachfolgend dargestellten Bonitäten auf: in Mio. €
In der folgenden Tabelle sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Erträge aus dem Eingang von ausgebuchten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt: in Mio. €
in Mio. €
in Mio. €
Saldierungen werden v.a. für Forderungen und Verbindlichkeiten bei der Deutschen Telekom AG sowie der Telekom Deutschland GmbH für die Durchleitung von internationalen Telefongesprächen im Festnetz und bei Roaming-Gebühren im Mobilfunknetz vorgenommen. Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen werden im Insolvenzfall sämtliche mit dem betreffenden Kontrahenten bestehenden Derivate mit positivem bzw. negativem beizulegenden Zeitwert aufgerechnet und es verbleibt lediglich in Höhe des Saldos eine Forderung bzw. Verbindlichkeit. Die Salden werden im Regelfall bankarbeitstäglich neu berechnet und ausgeglichen. Von Kontrahenten, mit denen die Netto-Derivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils positiv ist, erhielt die Deutsche Telekom entsprechend den in Angabe 1 "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente", genannten Collateral-Verträgen frei verfügbare Barmittel, die das Ausfallrisiko weiter reduzierten. An Kontrahenten, mit denen die Netto-Derivateposition, d.h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils negativ war, stellte die Deutsche Telekom im Rahmen von Collateral-Verträgen Barsicherheiten. Die Salden werden im Regelfall bankarbeitstäglich neu berechnet und ausgeglichen. Den gezahlten Barsicherheiten (Collaterals) (siehe Angabe 10 "Sonstige finanzielle Vermögenswerte") stehen am Abschluss-Stichtag in Höhe von 285 Mio. € entsprechende negative Netto-Derivatepositionen gegenüber, weshalb sie in dieser Höhe zum Abschluss-Stichtag keinen Ausfallrisiken unterlagen. Die gezahlten Collaterals sind unter den Ausgereichten Darlehen und sonstigen Forderungen innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Aufgrund ihrer engen Verbindung zu den entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten bilden die gezahlten Collaterals eine eigene Klasse von finanziellen Vermögenswerten. Ebenso bilden die unter den sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten innerhalb der finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen erhaltenen Collaterals aufgrund ihrer engen Verbindung zu den entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten eine eigene Klasse von finanziellen Verbindlichkeiten. Für von T-Mobile US abgeschlossenen Zins-Swaps mit einem Nominalbetrag von in Euro umgerechnet 8,4 Mrd. € werden vereinbarungsgemäß keine Barsicherheiten gestellt. Die beizulegenden Zeitwerte zum Abschluss-Stichtag waren aus Sicht der T-Mobile US jeweils negativ (Gesamtbetrag in Euro umgerechnet -391 Mio. €). Bei von T-Mobile US emittierten Anleihen hat gemäß Anleihebedingungen T-Mobile US das Recht, die Anleihen zu bestimmten Konditionen vorzeitig zu kündigen. Diese Kündigungsrechte stellen eingebettete Derivate dar und werden gesondert als derivative finanzielle Vermögenswerte in der Konzern-Bilanz angesetzt. Da sie keinem Ausfallrisiko unterliegen, bilden sie eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Darüber hinaus existieren keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten mindernden Vereinbarungen. Das maximale Ausfallrisiko der übrigen finanziellen Vermögenswerte entspricht somit deren Buchwert. Liquiditätsrisiken.Siehe Angabe 12 "Finanzielle Verbindlichkeiten". SicherungsmaßnahmenFair Value Hedges. Zur Sicherung des Zeitwertrisikos festverzinslicher Verbindlichkeiten setzt die Deutsche Telekom im Wesentlichen Zins-Swaps und Forward Zins-Swaps ("Zahle variabel - Empfange fix") in EUR, GBP und USD ein. Als Grundgeschäfte wurden festverzinsliche EUR-, GBP- und USD-Anleihen designiert. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen des Euribor-, der GBP-LIBOR- bzw. USD-LIBOR-Swap-Rate ergeben, werden durch die Wertänderungen dieser Swaps ausgeglichen. Darüber hinaus sind Zins-/ Währungs-Swaps (EUR/AUD), (EUR/GBP), (EUR/HKD), (EUR/NOK) und (EUR/USD) als Fair Value Hedges designiert, die zur Sicherung des Zins- und des Währungsrisikos fest verzinsliche Fremdwährungsanleihen in variabel verzinsliche EUR-Anleihen umwandeln. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der AUD-LIBOR-, GBP-LIBOR-, HKD-HIBOR-, NOK-OIBOR- und der USD-LIBOR-Swap-Rate sowie des AUD-, GBP-, HKD-, NOK- und des USD-Wechselkurses ergeben, werden durch die Wertänderungen der Zins-/Währungs-Swaps ausgeglichen. Mit den Fair Value Hedges wird also das Ziel verfolgt, fest verzinsliche Anleihen in variabel verzinsliche Finanzschulden zu transformieren und damit den beizulegenden Zeitwert (Zinsrisiko bzw. Währungsrisiko) dieser finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. Cashflow Hedges - Zinsänderungsrisiken.Zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos bestehender und künftiger Verbindlichkeiten setzt die Deutsche Telekom im Wesentlichen Payer-Zins-Swaps und Forward Payer-Zins-Swaps ("Zahle fix - Empfange variabel") ein. Die während des Sicherungszeitraums zu leistenden Zinszahlungen stellen die gesicherten Grundgeschäfte dar und werden auch in diesem Zeitraum erfolgswirksam. Die Zahlungsstromänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der USD-LIBOR-Rate ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderungen der Zins-Swaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die variabel verzinslichen Anleihen in festverzinsliche Finanzschulden zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. Cashflow Hedges - Währungsrisiken.Zur Sicherung nicht in funktionaler Währung denominierter Zahlungsströme hat die Deutsche Telekom Devisenderivate und Zins-/Währungs-Swaps ("Zahle fix - Empfange fix") abgeschlossen. Die während des Sicherungszeitraums zu leistenden Fremdwährungszahlungen stellen die gesicherten Grundgeschäfte dar und werden auch in diesem Zeitraum erfolgswirksam. Die Laufzeiten der Sicherungsbeziehungen enden in den Jahren 2018 bis 2033. Bei rollierenden Cashflow Hedges von Währungsrisiken werden kurzfristige Devisentermingeschäfte abgeschlossen, die jeweils durch entsprechende Anschlussgeschäfte prolongiert werden. Die Wirksamkeit der Fair Value- und Cashflow Hedges wird zu jedem Abschluss-Stichtag prospektiv anhand der wesentlichen Vertragsmerkmale überprüft und retrospektiv mit einem Effektivitätstest in Form einer statistischen Regressionsrechnung berechnet, rollierende Währungssicherungen mittels Dollar-Offset-Test. Zum Abschluss-Stichtag waren alle designierten Sicherungsbeziehungen hinreichend effektiv. Absicherung einer Nettoinvestition. Aus den bereits in Vorperioden dedesignierten Absicherungen der Nettoinvestition in T-Mobile US gegen Schwankungen des US-Dollar-Kassakurses haben sich 2018 keinerlei Effekte ergeben. Die im kumulierten sonstigen Ergebnis erfassten Beträge würden im Falle eines Abgangs der T-Mobile US reklassifiziert. Aus der nachfolgenden Tabelle sind die Konditionen der am Abschluss-Stichtag in bestehenden Sicherungsbeziehungen designierten derivativen Finanzinstrumente ersichtlich: Absicherung des Zins-, Währungs- und Zins-WährungsrisikosBeträge in Mio. €
Die Nominalbeträge und Buchwerte der in bestehenden Sicherungsbeziehungen designierten derivativen Finanzinstrumente ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle: Angaben zu Sicherungsinstrumenten ain Mio.
Die durch Sicherungsmaßnahmen abgesicherten Grundgeschäfte ergeben sich wie folgt: Angaben zu den gesicherten Grundgeschäften ain Mio. €
a Beträge beinhalten die Anteile anderer
Gesellschafter.
Die Ergebnisse aus designierten Sicherungsbeziehungen sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Ergebnis aus Sicherungsmaßnahmen in der Berichtsperiodein Mio. €
a Negative Beträge stellen Gewinne in der
Gewinn- und Verlustrechnung dar.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Ineffektivitäten resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Abzinsung der gesicherten Grundgeschäfte (festverzinslich) und der designierten Sicherungsinstrumente (fest- und variabel verzinslich). Darüber hinaus ergeben sich bei den Zins-Währungssicherungen Effekte aus Währungsbasis-Spreads (Cross Currency Basis Spreads), die in den Sicherungsinstrumenten enthalten sind, jedoch nicht in den Grundgeschäften. Es ist auch für die Zukunft nicht zu erwarten, dass sich der relative Umfang der Ineffektivitäten wesentlich erhöht. Darüber hinaus bestehen keine weiteren potenziellen Quellen der Ineffektivität. Das kumulierte sonstige Konzernergebnis aus Sicherungsbeziehungen hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt: Überleitung des kumulierten sonstigen Konzernergebnisses aus Sicherungsbeziehungen ain Mio. €
a Beträge beinhalten die Anteile anderer
Gesellschafter.
Derivative Finanzinstrumente.In der folgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der verschiedenen derivativen Finanzinstrumente dargestellt. Dabei wird unterschieden, ob diese in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IFRS 9 (Fair Value Hedge, Cashflow Hedge, Net Investment Hedge) eingebunden sind oder nicht. Sonstige Derivate können zudem eingebettet, d. h. Bestandteil eines zusammengesetzten Instruments, welches einen nicht derivativen Basisvertrag enthält, sein. In der nachfolgenden Übersicht sind auch derivative finanzielle Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen enthalten. in Mio. €
ÜBERTRAGUNGEN VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTENFactoring-Transaktionen mit Übertragung im Wesentlichen aller Chancen und RisikenDie Deutsche Telekom ist Vertragspartner mehrerer Factoring-Vereinbarungen zum revolvierenden Verkauf von kurzfristig fälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, wobei sie im Einzelfall frei entscheiden kann, ob und in welchem Umfang das revolvierende Nominalvolumen ausgenutzt wird. Darüber hinausgehende Verkäufe sind im Einzelfall zu vereinbaren. Die für die jeweilige Risikobeurteilung relevanten Risiken aus den verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko (Ausfallrisiko) sowie das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Soweit das Kreditrisiko alleine im Wesentlichen alle mit den Forderungen verbundenen Chancen und Risiken darstellt, wird es gegen Zahlung eines fixen Kaufpreisabschlages vollständig auf den Forderungskäufer übertragen und das Spätzahlungsrisiko weiterhin in voller Höhe von der Deutschen Telekom getragen. Stellen beide Risikoarten zusammen die wesentlichen mit den Forderungen verbundenen Chancen und Risiken dar, werden sie gegen Zahlung eines fixen Kaufpreisabschlags vollständig auf den Forderungskäufer übertragen. Ausfälle bestimmter Debitoren werden bis zu einem Höchstbetrag von einer Kreditversicherung erstattet und das Ausfallrisiko dadurch gemindert. Die zum Abschluss-Stichtag verkauften Forderungen wurden vollständig ausgebucht. Im Ausbuchungszeitpunkt werden der feste Kaufpreisabschlag sowie der beizulegende Zeitwert des erwarteten Verlusts aus den zurückbehaltenen Risiken aufwandswirksam erfasst. Der in den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesene erwartete Verlust aus den zurückbehaltenen Risiken repräsentiert das gesamte anhaltende Engagement der Deutschen Telekom. Das Forderungs-Management für die verkauften Forderungen wird gegen Entgelt weiterhin von der Deutschen Telekom durchgeführt. Für die Angaben zum anhaltenden Engagement aus den veräußerten Forderungen wird auf die Tabelle "Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten" verwiesen. Factoring-Transaktionen mit Aufteilung der wesentlichen Chancen und Risiken sowie Übertragung der VerfügungsmachtWeiterhin bestehen revolvierende Factoring-Transaktionen, gemäß denen Banken zum Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus bereits fälligen Entgelten als auch über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren zahlbaren Entgelten aus Endgeräteverkäufen verpflichtet sind. Die Deutsche Telekom kann im Einzelfall frei entscheiden, ob und in welchem Umfang das revolvierende Nominalvolumen ausgenutzt wird. Darüber hinausgehende Verkäufe sind im Einzelfall zu vereinbaren. Der Kaufpreis wird bei diesen Vereinbarungen bis zu einer vertraglich vereinbarten Höhe sofort bei Verkauf ausbezahlt, darüber hinausgehende Kaufpreisanteile erst, soweit der Bestand an verkauften Forderungen wieder entsprechend absinkt. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko (Ausfallrisiko) sowie das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Die Deutsche Telekom trägt aus den verschiedenen Tranchen kreditrisikobedingte Ausfälle jeweils bis zu einer bestimmten Höhe; die übrigen kreditrisikobedingten Ausfälle übernehmen die Banken. Es besteht eine Kreditversicherung, die Ausfälle bestimmter Debitoren bis zu einem Höchstbetrag erstattet und auf diese Weise das Verlustrisiko mindert. Das Spätzahlungsrisiko wird überwiegend von der Deutschen Telekom getragen. Aufgrund der Aufteilung der wesentlichen Risiken zwischen Deutscher Telekom und Banken wurden so gut wie alle mit den verkauften Forderungen verbundenen Risiken und Chancen weder übertragen noch zurück behalten. Die Verfügungsgewalt über die verkauften Forderungen ging auf die Banken über, da sie über die tatsächliche Fähigkeit zum Weiterverkauf der Forderungen verfügen. Die Banken haben das Recht, sämtliche überfälligen Forderungen an die Deutsche Telekom zurückzuverkaufen, wobei bei einem Teil der Transaktionen der Kaufpreis dem Nominalbetrag entspricht und im auf den Rückkauf folgenden Monat zu zahlen ist. In anderen Transaktionen entspricht der Kaufpreis den tatsächlich erzielten Inkasso- bzw. Veräußerungserlösen und ist zahlbar im Monat nachdem die Deutsche Telekom diese Inkasso- bzw. Veräußerungserlöse vereinnahmt hat. Solche Rückkäufe haben keinerlei Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle, und zwar auch nicht im Fall des Rückkaufs zum Nominalbetrag, da solche Ausfälle der Bank entsprechend der vereinbarten Risikoteilung zurückbelastet würden. Alle verkauften Forderungen wurden ausgebucht. Im Ausbuchungszeitpunkt wird der beizulegende Zeitwert der erwarteten Verluste aufwandswirksam in den finanziellen Verbindlichkeiten erfasst. Für die Angaben zum anhaltenden Engagement aus den veräußerten Forderungen wird auf die Tabelle "Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten" verwiesen. verwiesen. Eine Transaktion ist im Berichtsjahr planmäßig ausgelaufen. Factoring-Transaktionen mit Aufteilung der wesentlichen Chancen und Risiken, bei denen die Verfügungsmacht bei der Deutschen Telekom verbleibtDarüber hinaus bestehen mehrere Factoring-Vereinbarungen, gemäß denen die Deutsche Telekom auf revolvierender Basis Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Privat- und Geschäftskunden aus bereits fälligen Entgelten als auch über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren zahlbaren Entgelten aus Endgeräteverkäufen veräußert. In zwei Transaktionen verkaufen Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom Forderungen an strukturierte Einheiten (Structured Entities), die wiederum auch Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom sind und die ausschließlich für diese Factoring-Vereinbarungen gegründet wurden. Die erforderlichen Finanzmittel werden diesen strukturierten Einheiten im Rahmen der allgemeinen Konzernfinanzierung der Deutschen Telekom zur Verfügung gestellt. Außer den aus dem Kauf und Verkauf der jeweiligen Forderungen gemäß Factoring-Vereinbarungen resultierenden besitzen diese strukturierten Einheiten keine anderen Vermögenswerte und Schulden. Sie verkaufen die Forderungen jeweils an eine zweite strukturierte Einheit weiter. Die Deutsche Telekom konsolidiert die beiden zweiten strukturierten Einheiten nicht, da sie nicht die Möglichkeit hat, deren relevante Aktivitäten zu steuern. In der einen Transaktion veräußert die zweite strukturierte Einheit anteilig die Rechte an den Forderungen (Ownership Interests) an zwei Banken und eine dritte strukturierte Einheit weiter. Die Deutsche Telekom konsolidiert auch diese dritte strukturierte Einheit nicht, da sie ebenfalls nicht die Möglichkeit hat, deren relevante Aktivitäten zu steuern. Die von der Deutschen Telekom nicht konsolidierten strukturierten Einheiten werden von den konzernexternen Forderungserwerbern finanziert. In der anderen Transaktion überträgt die zweite strukturierte Einheit die rechtliche Gläubigerstellung an den Forderungen an eine Bank, die diese rechtliche Gläubigerstellung zu Gunsten der an den Forderungen wirtschaftlich berechtigten Investoren wahrnimmt (Administrative Agent). Diese Investoren sind eine Bank sowie zwei weitere strukturierte Einheiten. Die Deutsche Telekom konsolidiert diese beiden weiteren strukturierten Einheiten nicht, da sie ebenfalls nicht die Möglichkeit hat, deren relevante Aktivitäten zu steuern. Die beiden weiteren strukturierten Einheiten werden durch die Emission von Schuldscheindarlehen an konzernexterne Dritte oder alternativ mittels einer von einer Bank gestellten Kreditlinie finanziert. In einer dritten Transaktion werden Forderungen direkt an eine strukturierte Einheit verkauft. Diese strukturierte Einheit hält die Forderungen und allokiert die aus ihnen resultierenden Chancen und Risiken mittels vertraglicher Vereinbarungen auf die Deutsche Telekom und eine Bank. Sie wird durch die Emission von Schuldscheindarlehen an konzernexterne Dritte oder alternativ mittels einer von einer Bank gestellten Kreditlinie finanziert. Die strukturierte Einheit wird mangels Möglichkeit der Steuerung der relevanten Aktivitäten nicht von der Deutschen Telekom konsolidiert. Die zu veräußernden Forderungen werden aus den jeweiligen Portfolien entweder in einem automatisierten Prozess unter Beachtung der im Forderungskaufvertrag festgelegten Ankaufskriterien oder durch die Entscheidung der jeweiligen strukturierten Einheit unter Beachtung eines obligatorischen Mindestvolumens ausgewählt. Die Erhöhung des vertraglichen Maximalvolumens gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Möglichkeit in einer Transaktion - bei ansonsten unveränderten Konditionen - weitere Kreditklassen zu veräußern. Die Veräußerung der Forderungen erfolgt täglich und wird monatlich abgerechnet. Die Kaufpreise werden bis zu einem bestimmten Betrag sofort bei Verkauf ausbezahlt, darüber hinausgehende Kaufpreisanteile erst, soweit der Bestand an verkauften Forderungen im jeweiligen Portfolio wieder entsprechend absinkt bzw. sich die Forderungscharakteristika ändern. In allen Transaktionen ist die Deutsche Telekom verpflichtet, betagte Forderungen sowie Forderungen, bei denen eine Wertberichtigung unmittelbar bevorsteht, zum Nominalbetrag zurückzukaufen. Solche Rückkäufe hätten keinerlei Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle, da diese den Käufern entsprechend der vereinbarten Risikoteilung zurückbelastet würden. Die aus den Rückkäufen resultierenden Zahlungsmittelabflüsse fallen in der Regel im auf den Rückkauf folgenden Monat an. Keine der strukturierten Einheiten hat andere Geschäftsaktivitäten als den Kauf oder Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder anderen Investments. Unter keiner Transaktion ist die Deutsche Telekom anderen Risiken ausgesetzt als dem in dem jeweiligen Vertrag vereinbarten, aus den verkauften Forderungen resultierenden Kreditrisiko und Spätzahlungsrisiko. In weiteren Transaktionen werden Forderungen ohne die Einbindung strukturierter Einheiten direkt an konzernexterne Erwerber verkauft. Soweit in einzelnen Portfolien mehr Forderungen angekauft werden, wird der Kaufpreis gestundet, bis das maximale Programmvolumen wieder entsprechend absinkt. Die Deutsche Telekom kann in allen Transaktionen frei entscheiden, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden. In einzelnen Portfolien werden Forderungen, bei denen eine Wertminderung unmittelbar bevorsteht, an die Deutsche Telekom zurückverkauft, wobei der Kaufpreis den tatsächlich erzielten Inkasso- bzw. Veräußerungserlösen entspricht und zu zahlen ist, nachdem die Deutsche Telekom diese Inkasso- bzw. Veräußerungserlöse vereinnahmt hat. Solche Rückkäufe hätten weder Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle noch auf die Liquiditätslage der Deutschen Telekom. In einem Portfolio besteht eine Kreditversicherung, die Ausfälle bestimmter Debitoren bis zu einem bestimmten Höchstbetrag erstattet und auf diese Weise das Verlustrisiko mindert. Die Beurteilung der aus den verkauften Forderungen resultierenden Risiken basiert auf dem Kreditrisiko (Ausfallrisiko) und dem Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Die Deutsche Telekom trägt in den einzelnen Transaktionen bestimmte Anteile am Kreditrisiko. Die übrigen kreditrisikobedingten Ausfälle übernehmen die jeweiligen Käufer. Das Spätzahlungsrisiko wird in allen Transaktionen weiterhin in voller Höhe von der Deutschen Telekom getragen. So gut wie alle mit den verkauften Forderungen verbundenen Chancen und Risiken wurden weder übertragen noch behalten (Aufteilung der wesentlichen Chancen und Risiken zwischen Deutscher Telekom und den Käufern). Die Deutsche Telekom führt für die verkauften Forderungen weiterhin das Forderungs-Management (Servicing) durch. Unter den Factoring-Vereinbarungen, bei denen strukturierte Einheiten eingeschaltet sind, haben die Käufer das Recht, das Servicing ohne besondere Gründe auf Dritte zu übertragen. Obwohl die Deutsche Telekom nicht berechtigt ist, über die verkauften Forderungen in anderer Weise zu verfügen als in ihrer Rolle als Servicer, behält die Deutsche Telekom die Verfügungsmacht über die verkauften Forderungen, da die Käufer und die strukturierten Einheiten nicht über die tatsächliche Fähigkeit zum Weiterverkauf der erworbenen Forderungen verfügen. Im Zeitpunkt des Forderungsverkaufs wird der beizulegende Zeitwert der erwarteten Verluste aufwandswirksam erfasst. Erwartete künftige Auszahlungen sind als Bestandteil der verbundenen Verbindlichkeit ausgewiesen. In den Transaktionen mit strukturierten Einheiten werden bestimmte Kaufpreisbestandteile zunächst einbehalten und, in Abhängigkeit von der Höhe der tatsächlichen Forderungsausfälle, erst später an die Deutsche Telekom ausbezahlt. Soweit die spätere Vereinnahmung solcher Kaufpreisbestandteile erwartet wird, werden sie in Höhe ihres beizulegenden Zeitwerts aktiviert. Die Deutsche Telekom bilanziert die verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin in Höhe ihres anhaltenden Engagements, d.h. in Höhe des Maximalbetrags, mit dem sie weiterhin für das den verkauften Forderungen innewohnende Kreditrisiko und Spätzahlungsrisiko haftet, und passiviert eine korrespondierende, als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesene verbundene Verbindlichkeit. Die Forderungen und die verbundene Verbindlichkeit werden nachfolgend in dem Umfang ausgebucht, in dem sich das anhaltende Engagement der Deutschen Telekom reduziert (insbesondere bei erfolgter Zahlung durch den Kunden). Der Buchwert der Forderungen wird nachfolgend aufwandswirksam reduziert in dem Umfang, wie die aus dem Kreditrisiko und dem Spätzahlungsrisiko resultierenden, von der Deutschen Telekom zu tragenden tatsächlichen Verluste die anfänglich erwarteten übersteigen. Übertragungen von finanziellen VermögenswertenBeträge in Mio. €
41 KAPITAL-MANAGEMENTAngaben zum Kapital-Management. Vorrangiges Ziel des Kapital-Managements bzw. der Finanzstrategie der Deutschen Telekom ist es, einen Ausgleich der unterschiedlichen Erwartungen der nachfolgenden vier Interessengruppen sicherzustellen:
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Konzernsteuerung" im zusammengefassten Lagebericht. Eine wichtige Kennzahl der Kapitalmarkt-Kommunikation gegenüber Investoren, Analysten und Rating-Agenturen ist die relative Verschuldung, die das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum bereinigten EBITDA darstellt. Zum 31. Dezember 2018 ergibt sich hieraus ein Wert von 2,4x (31. Dezember 2017: 2,3x). Der Zielkorridor für die relative Verschuldung hat sich durch die erstmalige verpflichtende Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 zum 1. Januar 2019 von bisher 2,00 bis 2,50x auf 2,25 bis 2,75x verschoben. Die Kenngröße Netto-Finanzverbindlichkeiten ist nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften nach den International Financial Reporting Standards und kann in der Definition und Berechnung dieser Größe bei anderen Unternehmen abweichend sein. Eine weitere wesentliche Kenngröße ist die Eigenkapitalquote, das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, jeweils gemäß Konzern-Bilanz. Zum 31. Dezember 2018 beträgt die Eigenkapitalquote 29,9% (31. Dezember 2017: 30,0%). Der Zielkorridor liegt unverändert zwischen 25 und 35%. Darüber hinaus hält die Deutsche Telekom eine Liquiditätsreserve, welche die Fälligkeiten der nächsten 24 Monate deckt. Herleitung der Netto-Finanzverbindlichkeitenin Mio. €
42 BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENBundesrepublik Deutschland und andere nahestehende Unternehmen.Die Bundesrepublik Deutschland (Bund) ist direkt und indirekt (über die KfW Bankengruppe) mit insgesamt rund 31,9% (31. Dezember 2017: 31,9%) an der Deutschen Telekom AG beteiligt. Dies führte in früheren Jahren aufgrund der Hauptversammlungspräsenzen bei der Deutschen Telekom AG zu einer Hauptversammlungsmehrheit des Bundes und begründete damit ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Deutschen Telekom. Aufgrund gestiegener Hauptversammlungspräsenzen verfügte der Bund seit 2016 nicht mehr über eine Mehrheit der Stimmen in den Hauptversammlungen der Deutschen Telekom AG. Es ist deshalb nicht mehr von einem Beherrschungsverhältnis, sondern lediglich von einem maßgeblichen Einfluss des Bundes auf die Deutsche Telekom auszugehen. Daher gelten der Bund und die von ihm beherrschten und gemeinschaftlich beherrschten Unternehmen, nicht aber die Unternehmen, bei denen der Bund maßgeblichen Einfluss ausüben kann, als nahestehende Unternehmen der Deutschen Telekom. Im Geschäftsverkehr agiert die Deutsche Telekom jeweils unmittelbar gegenüber diesen Unternehmen, sowie gegenüber Behörden und sonstigen staatlichen Stellen als unabhängige Partei. Die Deutsche Telekom nimmt an Frequenzauktionen der Bundesnetzagentur teil. Erwerbe über Lizenzen an Mobilfunk-Spektren können Ausbauverpflichtungen zur Folge haben. Der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation (Bundesanstalt) sind per Gesetz bestimmte Aufgaben übertragen worden, die unternehmensübergreifende Angelegenheiten der Deutschen Telekom AG sowie der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG betreffen. Die Bundesanstalt führt u.a. die Postbeamtenkrankenkasse, das Erholungswerk, die Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) und das Betreuungswerk für die Deutsche Telekom AG, die Deutsche Post AG und die Deutsche Postbank AG. Die Koordinations- und Verwaltungsaufgaben werden auf der Grundlage von Geschäftsbesorgungsverträgen wahrgenommen. Im Rahmen der Altersversorgung für Beamte hatte die Deutsche Telekom AG zusammen mit der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG bis zum Berichtsjahr 2012 eine gemeinsame Versorgungskasse, den Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e.V., Bonn (BPS-PT), unterhalten. Mit dem Gesetz zur Neuordnung der Postbeamtenversorgungskasse (PVKNeuG) wurden zum 1. Januar 2013 die Aufgaben des BPS-PT im Rahmen der Postbeamtenversorgung (organisiert in der Postbeamtenversorgungskasse) auf die bereits bestehende Bundesanstalt übertragen. Die Aufgaben der Postbeamtenversorgung werden damit durch die Postbeamtenversorgungskasse als Bestandteil der Bundesanstalt wahrgenommen. Diese gemeinsame Postbeamtenversorgungskasse ist arbeitsteilig tätig und übernimmt dazu für den Bund treuhänderisch die Finanzverwaltung im Rahmen der Altersversorgung. Für das Geschäftsjahr 2018 wurden von der Deutschen Telekom Zahlungen in Höhe von 123 Mio. € (2017: 94 Mio. €, 2016: 84 Mio. €) geleistet. Zahlungen wurden zudem nach den Vorschriften des PVKNeuG an die Postbeamtenversorgungskasse geleistet (siehe Angabe 14 "Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen".). Der Bund und die von ihm beherrschten und gemeinschaftlich beherrschten Unternehmen sind Kunden bzw. Lieferanten der Deutschen Telekom und haben somit gegenseitige Vertragsbeziehungen mit der Deutschen Telekom. Deutsche Telekom Trust e.V.Zur Besicherung der Pensionsansprüche wurde am 23. März 2018 der 12-prozentige Anteil an BT im Wert von 3,1 Mrd. € als Planvermögen in den Deutsche Telekom Trust e. V., die Treuhandeinrichtung des Konzerns, dotiert. Gemeinschaftsunternehmen.Die Gesellschafter des bis zum 31. August 2018 nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmens Toll Collect GmbH haben im März 2018 eine Gewinnausschüttung beschlossen, die in Höhe von 0,1 Mrd. € auf die Deutsche Telekom entfällt. Im Schiedsverfahrenskomplex Toll Collect haben die Daimler Financial Services AG, die Deutsche Telekom AG und die Bundesrepublik Deutschland am 16. Mai 2018 eine Einigung zur Beendigung der Mautschiedsverfahren erzielt. Die Bundesrepublik Deutschland hat wie angekündigt ihre Kaufoption ausgeübt und mit Ablauf des Betreibervertrags am 31. August 2018 zum 1. September 2018 100% der Gesellschaftsanteile an der Betreibergesellschaft Toll Collect GmbH übernommen. Das Konsortium Toll Collect GbR, bestehend aus den Konsortialmitgliedern Deutsche Telekom AG, Daimler Financial Services AG und Compagnie Financière et Industrielle des Autoroutes S.A. (Cofiroute), besteht auch nach Erwerb der Toll Collect GmbH durch die Bundesrepublik Deutschland mit unveränderten Beteiligungsverhältnissen fort. Die bereits während der Laufzeit des Betreibervertrags gegenüber Dritten bis zu einem Höchstbetrag von 100 Mio. € gestellten Bankgarantien sind mit dem Ende ihrer Laufzeit am 15. Oktober 2018 ausgelaufen. Die betreibervertragliche Kapitalintakthalteverpflichtung der vorgenannten Konsortialmitglieder bestand bis zum Übergang der Toll Collect GmbH auf die Bundesrepublik Deutschland und wurde zum 31. August 2018 durch eine garantierte Eigenkapitalausstattung der Toll Collect GmbH in Höhe von mindestens 50 Mio. €, bezogen auf den Zeitpunkt des Übergangs, ersetzt. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen". Gegenüber Toll Collect resultieren Umsatzerlöse in Höhe von 67 Mio. € (2017: 57 Mio. €, 2016: 52 Mio. €) insbesondere aus Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsdienstleistungen sowie Beratungsleistungen. Weiterhin bestanden zum 31. Dezember 2018 Forderungen in Höhe von 0 Mio. € (31. Dezember 2017: 15 Mio. €) und Verbindlichkeiten in Höhe von 350 Mio. € (31. Dezember 2017: 1 Mio. €). Darüber hinaus existieren keine wesentlichen Umsätze, Forderungen oder Verbindlichkeiten mit bzw. gegenüber Gemeinschaftsunternehmen. Natürliche nahestehende Personen.Im Berichtsjahr betrugen die für kurzfristig fällige Leistungen erfassten Aufwendungen an Vorstand und Aufsichtsrat 17,7 Mio. € (2017: 17,1 Mio. €) und die anderen langfristig fälligen Leistungen 5,2 Mio. € (2017: 5,3 Mio. €). Für die Vorstandsversorgung wurde Dienstzeitaufwand in Höhe von 2,8 Mio. € erfasst (2017: 3,6 Mio. €). Darüber hinaus sind Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen des Vorstands in Höhe von 1,5 Mio. € (2017: 1,3 Mio. €) angefallen. Für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses wurden 0,0 Mio. € (2017: 4,3 Mio. €) gezahlt und als Aufwand erfasst. Zum 31. Dezember 2018 hat die Deutsche Telekom Rückstellungen für die Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung aus kurzfristig fälligen Leistungen von 10,2 Mio. € (2017: 7,2 Mio. €) und aus anderen langfristig fälligen Leistungen von 11,3 Mio. € (2017: 12,4 Mio. €) passiviert. Darüber hinaus beläuft sich der Barwert der Pensionsverpflichtung (DBO) aus der Vorstandsversorgung auf 23,9 Mio. € (2017: 29,1 Mio. €). Der Gesamtaufwand für die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat beträgt im Berichtsjahr 30,4 Mio. € (2017: 32,7 Mio. €). Weitere Informationen finden Sie im "Vergütungsbericht" im zusammengefassten Lagebericht und in Angabe 43 "Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat". Den Arbeitnehmern, die in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG gewählt wurden, steht weiterhin ein reguläres Gehalt im Rahmen ihres Arbeitsvertrags zu. Die Höhe des Gehalts entspricht einer angemessenen Vergütung für die entsprechende Funktion bzw. Tätigkeit im Unternehmen. Daneben haben keine wesentlichen Transaktionen mit natürlichen nahestehenden Personen stattgefunden. Die Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. Vorständen von anderen Unternehmen oder sind Gesellschafter anderer Unternehmen, mit denen die Deutsche Telekom AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen werden zu Bedingungen ausgeführt, wie sie auch unter fremden Dritten üblich sind. 43 VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATVERGÜTUNG DES VORSTANDSDie Darstellung des Systems der Vorstandsvergütung sowie die Pflichtangaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Sätze 5-8 HGB sind Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2018Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 betragen insgesamt 24,6 Mio. € (2017: 21,3 Mio. €). Darin enthalten sind insgesamt 212.687 Stück Anrechte auf Matching Shares mit einem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung von 2,3 Mio. € (2017: 1,6 Mio. €). Frühere Mitglieder des VorstandsFür Leistungen und Ansprüche früherer und während des Geschäftsjahres ausgeschiedener Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene sind 8,1 Mio. € (2017: 11,3 Mio. €) als Gesamtbezüge enthalten. Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen wurden für diesen Personenkreis sowie deren Hinterbliebene 198,6 Mio. € (2017: 195,4 Mio. €) als Rückstellungen (Bewertung nach IAS 19) passiviert. SonstigesDie Gesellschaft hat keine Vorschüsse und Kredite an Vorstandsmitglieder bzw. ehemalige Vorstandsmitglieder gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSDie Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Angabe der individuellen Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats sind Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für 2018 beträgt 2.887.833,37 € (zuzüglich Umsatzsteuer) und setzt sich zusammen aus festen jährlichen Vergütungen und Sitzungsgeldern. Die Gesellschaft hat keine Vorschüsse und Kredite an Aufsichtsratsmitglieder bzw. ehemalige Aufsichtsratsmitglieder gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. 44 ERKLÄRUNG GEMÄß § 161 AktG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEXVorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG haben die nach § 161 des AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom AG zugänglich gemacht. Der vollständige Wortlaut der Entsprechenserklärung ist über die Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) im Bereich Investor Relations unter der Rubrik "Management & Corporate Governance" zugänglich. 45 EREIGNISSE NACH DER BERICHTSPERIODEErwerb der Tele2 Netherlands Holding N.V.Der Erwerb des Telekommunikationsanbieters Tele2 Netherlands Holding N.V. durch die T-Mobile Netherlands Holding B.V. wurde am 2. Januar 2019 vollzogen, nachdem die Zustimmung der EU-Kommission am 27. November 2018 ohne Auflagen erteilt wurde. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt "Veränderungen des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen". OTE vereinbart Verkauf von Telekom Albania.OTE hat am 15. Januar 2019 eine Vereinbarung über den Verkauf ihrer Beteiligung an der Telekom Albania an das bulgarische Unternehmen Albania Telecom Invest AD für einen Kaufpreis in Höhe von 50 Mio. € getroffen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt notwendiger behördlicher Genehmigungen und weiterer Vollzugsbedingungen und wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen. Klagen von Telefonbuchpartnerverlagen.Informationen zum BGH-Urteil vom 29. Januar 2019 finden Sie in Angabe 36 "Eventualverbindlichkeiten und -forderungen". 46 HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS GEMÄß § 314 HGBPricewaterhouseCoopers Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, ein Mitglied der deutschen Wirtschaftsprüferkammer in Berlin, ist seit Börsennotierung der Deutschen Telekom AG in 1996 Abschlussprüfer der Gesellschaft. Nach einem PwC-internen Wechsel im Jahr 2015 ist Herr Thomas Tandetzki der verantwortliche rechtsunterzeichnende Wirtschaftsprüfer bei PwC. Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr 2018 als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt: PricewaterhouseCoopers Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Wirtschaftsprüfungsgesellschaftin Mio. €
Unter den Honoraren für Abschlussprüfungsleistungen werden insbesondere Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen, Entgelte für die prüferische Durchsicht der Zwischenabschlüsse, die prüferische Begleitung im Zusammenhang mit der Umsetzung von neuen Rechnungslegungsvorschriften, Prüfung von Informationssystemen und Prozessen sowie Honorare für weitere Prüfungsleistungen ausgewiesen. Die unter den anderen Bestätigungsleistungen ausgewiesenen Honorare betreffen insbesondere Leistungen im Zusammenhang mit regulatorischen Anforderungen der Bundesnetzagentur und mit Comfort Lettern. Die sonstigen Leistungen umfassen überwiegend fachliche Leistungen im Zusammenhang mit strategischen Projekten. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Deutschen Telekom AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bonn, den 12. Februar 2019 Deutsche Telekom AG Der Vorstand Timotheus Höttges Adel Al-Saleh Birgit Bohle Srini Gopalan Dr. Christian P. Illek Dr. Thomas Kremer Thorsten Langheim Claudia Nemat Dr. Dirk Wössner BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Deutsche Telekom Aktiengesellschaft, BonnVERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Deutsche Telekom Aktiengesellschaft, Bonn, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzern-Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Deutsche Telekom Aktiengesellschaft, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Konzernabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung: 1 | Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte 2 | Angemessenheit des Ausweises der Umsatzerlöse und der Auswirkungen der Erstanwendung des IFRS 15 Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: 1 | Sachverhalt und Problemstellung 2 | Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse 3 | Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1 | Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte1 | In dem Konzernabschluss der Deutsche Telekom Aktiengesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte" Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von € 12,3 Mrd. (8,4% der Konzernbilanzsumme) ausgewiesen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal im Geschäftsjahr oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest (Impairment Test) unterzogen. Im Rahmen des Impairment Tests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (nachfolgend zusammengefasst "Einheit" oder "Einheiten"), inklusive des jeweils zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts, dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Grundlage dieser Bewertungen ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der Einheit, der der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen ist. Die Feststellung der Werthaltigkeit der Einheit "USA" erfolgt auf Basis der Börsennotierung der T-Mobile US, Inc. Den übrigen Bewertungen liegen die Planungsrechnungen der einzelnen Einheiten zugrunde, die auf den von den gesetzlichen Vertretern genehmigten Finanzplänen beruhen. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Einheit. Als Ergebnis der Impairment Tests für die Einheiten "Polen" und "Rumänien" (beide Segment Europa) kam es im Geschäftsjahr 2018 zu Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte von insgesamt € 0,6 Mrd. Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig. Die Bewertungen sind daher mit Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2 | Wir haben beurteilt, ob die den Bewertungen zugrundeliegenden künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und die verwendeten Diskontierungszinssätze insgesamt eine sachgerechte Grundlage für die Impairment Tests der einzelnen Einheiten bilden. Bei unserer Einschätzung haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspeziflschen Markterwartungen sowie umfangreiche Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gestützt. Dabei haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung von Kosten für Konzernfunktionen bei den Impairment Tests der jeweiligen Einheiten beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes teilweise wesentliche Wertauswirkungen haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter gewürdigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Ferner haben wir ergänzend eigene Sensitivitätsanalysen für die Einheiten mit geringer Überdeckung (Buchwert im Vergleich zum Barwert) durchgeführt, um ein mögliches Wertminderungsrisiko bei einer für möglich gehaltenen Änderung einer wesentlichen Annahme der Bewertung einschätzen zu können. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen sind aus unserer Sicht zur Überprüfung der Werthaltigkeit sachgerecht abgeleitet worden. 3 | Die Angaben der Gesellschaft zum Werthaltigkeitstest der Geschäfts- oder Firmenwerte sind in den Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Abschnitt "Ansatz und Bewertung" des Kapitels "Grundlagen und Methoden" sowie in Abschnitt "6 - Immaterielle Vermögenswerte" des Konzern-Anhangs enthalten. 2 | Angemessenheit des Ausweises der Umsatzerlöse und der Auswirkungen der Erstanwendung des IFRS 151 | In dem Konzernabschluss der Deutsche Telekom Aktiengesellschaft werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse von € 75,7 Mrd. ausgewiesen. Dieser betragsmäßig bedeutsame Posten unterliegt angesichts der Komplexität der für die zutreffende Erfassung und Abgrenzung erforderlichen Systeme, dem Einfluss fortwährender Änderungen der Geschäfts-, Preis- und Tarifmodelle (u.a. Tarifstrukturen, Kundenrabatte, Incentives) und dem Vorhandensein von Mehrkomponentenverträgen einem besonderen Risiko. Darüber hinaus ergaben sich im Geschäftsjahr 2018 aus der Erstanwendung des neuen Rechnungslegungsstandards zur Umsatzrealisierung, "International Financial Reporting Standard 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden" (IFRS 15), wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss und die im Konzern eingerichteten Systeme und Prozesse zur Erlöserfassung bzw. Erlösabgrenzung. Die Deutsche Telekom Aktiengesellschaft hat das Wahlrecht zur vereinfachten Erstanwendung ausgeübt und den kumulierten Effekt aus der Umstellung im Einklang mit den Übergangsvorschriften zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der eigenkapitalerhöhende Effekt (nach Berücksichtigung latenter Steuern) in der Konzern-Bilanz der Deutsche Telekom Aktiengesellschaft beträgt zum 1. Januar 2018 € 1,8 Mrd. und resultiert im Wesentlichen aus dem erstmaligen Ansatz von Vertragsvermögenswerten, aktivierten Vertragskosten und Vertragsverbindlichkeiten. Die Erstanwendung von IFRS 15 erforderte die konzernweite Anpassung bzw. Implementierung von Systemen und Prozessen hinsichtlich der neuen Regeln zur Erlösrealisierung und Erlösabgrenzung sowie eine neue Beurteilung bestehender Verträge im gesamten Konzern. Zudem bedingt IFRS 15 für bestimmte Bereiche - wie zum Beispiel die Bestimmung des Transaktionspreises und dessen Aufteilung auf die in einem Mehrkomponentenvertrag identifizierten Leistungsverpflichtungen auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise - Schätzungen und Ermessensentscheidungen, deren Angemessenheit im Rahmen unserer Prüfung zu beurteilen war. Die Erstanwendung von IFRS 15 führte darüber hinaus zu einer deutlichen Ausweitung von Angabepflichten. Die zutreffende Erlöserfassung und Erlösabgrenzung unter konzernweiter Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 ist als komplex zu betrachten. Vor diesem Hintergrund war die Bilanzierung der Umsatzerlöse im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2 | Unter Berücksichtigung der Kenntnis, dass aufgrund der Komplexität und der vorzunehmenden Einschätzungen und Annahmen ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung besteht, haben wir im Rahmen unserer Prüfung zunächst die vom Konzern eingerichteten und an IFRS 15 angepassten Prozesse und Kontrollen einschließlich der zum Einsatz kommenden IT-Systeme zur Erfassung von Umsatzerlösen beurteilt. Dabei haben wir insbesondere das Umfeld der IT-Systeme zur Fakturierung und Bewertung sowie anderer relevanter Systeme zur Unterstützung der Bilanzierung der Umsatzerlöse sowie der Fakturierungs- und Bewertungssysteme bis hin zur Erfassung im Hauptbuch beurteilt. Darüber hinaus haben wir bei unserer Prüfung die Auswirkungen aus der Erstanwendung des IFRS 15 beurteilt. Dabei haben wir unter anderem die im Rahmen des konzernweiten Projekts zur Implementierung des neuen Standards ermittelten Auswirkungen nachvollzogen sowie die Ausgestaltung der eingerichteten Prozesse zur Abbildung der Transaktionen in Einklang mit IFRS 15 und die entwickelten IT-Systeme zur Unterstützung der Umsetzung der neuen Vorgaben beurteilt. Unsere Prüfung hat sich auch auf die durchgeführten Systemänderungen sowie auf die hierfür implementierten Kontrollen erstreckt. Zudem haben wir die Angemessenheit des Verfahrens zur Ermittlung der Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 beurteilt. Hierbei haben wir auch Kundenverträge durchgesehen, die Bestimmung des Transaktionspreises und dessen Aufteilung auf die in einem Mehrkomponentenvertrag identifizierten Leistungsverpflichtungen auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise nachvollzogen und gewürdigt, ob diese Leistungen über einen bestimmten Zeitraum oder zu einem bestimmten Zeitpunkt erbracht wurden. Dabei haben wir im Zusammenhang mit den Angabepflichten aus der Erstanwendung des IFRS 15 unter anderem die Angemessenheit der angewendeten Verfahren einschließlich der innerhalb des Konzerns durchgeführten Betroffenheitsanalysen beurteilt und die getroffenen Schätzungen bzw. Ermessensentscheidungen der gesetzlichen Vertreter zur Erlösrealisierung und Erlösabgrenzung gewürdigt. Durch Anweisungen zur Erstanwendung von IFRS 15 an die Teilbereichsprüfer haben wir konzernweit sichergestellt mit konsistenten Prüfungshandlungen auf die Komplexität der Implementierung zu reagieren. Weiterhin haben wir die bilanziellen Konsequenzen neuer Geschäfts- und Preismodelle gewürdigt und in Stichproben Kundenrechnungen und die zugehörigen Verträge sowie Zahlungseingänge überprüft. Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten Systeme und Prozesse sowie die eingerichteten Kontrollen angemessen sind und dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um die sachgerechte Bilanzierung der Umsatzerlöse unter erstmaliger Anwendung des IFRS 15 zu gewährleisten. 3 | Die Angaben der Gesellschaft zu den Umsatzerlösen im Konzernabschluss der Deutsche Telekom Aktiengesellschaft sind in den Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Abschnitten "Ansatz und Bewertung" und "Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten" des Kapitels "Grundlagen und Methoden" und in Abschnitt "19 - Umsatzerlöse" des Kapitels "Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung" des Konzern-Anhangs enthalten. Die Angaben zu den Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 15 werden im Abschnitt "Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen" im Kapitel "Grundlagen und Methoden" des Konzern-Anhangs dargestellt. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 17. Mai 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 1. Oktober 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seitdem die Gesellschaft im Geschäftsjahr 1996 erstmals die Anforderungen als Unternehmen von öffentlichem Interesse im Sinne des § 319a Abs. 1 Satz 1 HGB erfüllte als Konzernabschlussprüfer der Deutsche Telekom Aktiengesellschaft, Bonn, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFERDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Thomas Tandetzki.
Frankfurt am Main, den 12. Februar 2019 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Peter Bartels, Wirtschaftsprüfer Thomas Tandetzki, Wirtschaftsprüfer Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. §313 Abs. 2 HGB zum Konzernabschluss der Deutsche Telekom AG zum 31. Dezember 2018
1.) Die Gesellschaft hat von den Erleichterungen
nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB Gebrauch
gemacht und es besteht bei Anwendung des § 264 Abs. 3
HGB eine Verlustübernahme nach § 302 AktG.
Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns gemäß § 170 Abs. 2 des Aktiengesetzes:Der Vorstand will der am 28. März 2019 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft folgenden Vorschlag für die Verwendung des im Geschäftsjahr 2018 erzielten Bilanzgewinns machen:
Die Dividendensumme und der auf neue Rechnung vorzutragende Restbetrag in vorstehendem Beschlussvorschlag zur Gewinnverwendung basieren auf dem am 12. Februar 2019 dividendenberechtigten Grundkapital in Höhe von € 12.140.883.504,64, eingeteilt in 4.742.532.619 Stückaktien. Die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien kann sich bis zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns ändern. In diesem Fall wird von Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Beschlussvorschlag zur Gewinnverwendung unterbreitet, der unverändert eine Ausschüttung von € 0,70 je dividendenberechtigter Stückaktie vorsieht. Die Anpassung erfolgt dabei wie folgt: Sofern sich die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien und damit die Dividendensumme vermindert, erhöht sich der auf neue Rechnung vorzutragende Betrag entsprechend. Sofern sich die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien und damit die Dividendensumme erhöht, vermindert sich der auf neue Rechnung vorzutragende Betrag entsprechend. Bei Annahme des Beschlussvorschlags gilt für die Auszahlung der Dividende Folgendes: Da die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 in vollem Umfang aus dem steuerlichen Einlagekonto im Sinn des § 27 des Körperschaftsteuergesetzes (nicht in das Nennkapital geleistete Einlagen) geleistet wird, erfolgt die Auszahlung ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag. Bei inländischen Aktionären unterliegt die Dividende nicht der Besteuerung. Eine Steuererstattungs- oder Steueranrechnungsmöglichkeit ist mit der Dividende nicht verbunden. Die Ausschüttung mindert nach Auffassung der deutschen Finanzverwaltung die steuerlichen Anschaffungskosten der Aktien.
Bonn, den 12. Februar 2019 Deutsche Telekom AG Der Vorstand Timotheus Höttges Adel Al-Saleh Birgit Bohle Srini Gopalan Dr. Christian P. Illek Dr. Thomas Kremer Thorsten Langheim Claudia Nemat Dr. Dirk Wössner Erläuternder Bericht zu den Angaben nach § 289a Abs. 1 sowie § 315a Abs. 1 des Handelsgesetzbuchs (HGB)1. ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS.Zum 31. Dezember 2018 beträgt das Grundkapital der Deutschen Telekom AG 12.189.334.005,76 €. Das Grundkapital ist in 4.761.458.596 nennwertlose, auf den Namen lautenden Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. 2. BESCHRÄNKUNGEN, DIE STIMMRECHTE ODER DIE ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN BETREFFEN.Zum 31. Dezember 2018 beträgt der Bestand an eigenen Anteilen 18.973.107 Stück. Aus eigenen Anteilen stehen der Deutschen Telekom AG keine Stimmrechte zu. 3. DIREKTE ODER INDIREKTE BETEILIGUNGEN AM KAPITAL, DIE 10 % DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITEN.Die Aktien der Deutschen Telekom AG werden unter anderem an den Börsen in Frankfurt am Main gehandelt. Sie befanden sich am 31. Dezember 2018 zu 68,1 % im Streubesitz (31. Dezember 2017: 68,1 %), zu 14,5 % im Besitz der Bundesrepublik Deutschland (Bund) (31. Dezember 2017: 14,5 %) sowie zu 17,4 % im Besitz der KfW Bankengruppe (31. Dezember 2017: 17,4 %). Die dem Bund zuzurechnende Beteiligung betrug somit 31,9 % (31. Dezember 2017: 31,9 %). Dies führte in früheren Jahren aufgrund der Hauptversammlungspräsenzen bei der Deutschen Telekom AG zu einer Hauptversammlungsmehrheit des Bundes und begründete damit ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Deutschen Telekom. Aufgrund gestiegener Hauptversammlungspräsenzen verfügte der Bund seit 2016 nicht mehr über eine Mehrheit der Stimmen in den Hauptversammlungen der Deutschen Telekom AG. Im Geschäftsjahr 2018 ist deshalb nicht mehr von einem Beherrschungsverhältnis, sondern lediglich von einem maßgeblichen Einfluss des Bundes gegenüber der Deutschen Telekom auszugehen. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind dem Vorstand nicht bekannt. 4. INHABER VON AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN.Aktien der Gesellschaft mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. 5. ART DER STIMMRECHTSKONTROLLE, WENN ARBEITNEHMER AM KAPITAL BETEILIGT SIND UND IHRE KONTROLLRECHTE NICHT UNMITTELBAR AUSÜBEN.Eine mittelbare Stimmrechtskontrolle im Sinne von § 289a Abs. 1 Nr. 5 und § 315a Abs. 1 Nr. 5 HGB durch am Kapital beteiligte Arbeitnehmer findet nicht statt. 6. GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER MITGLIEDER DES VORSTANDS UND ÜBER DIE ÄNDERUNG DER SATZUNG.Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt auf Grundlage der §§ 84, 85 AktG und des § 31 des Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG). Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist grundsätzlich eine Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen im Aufsichtsrat erforderlich. Kommt auf diese Weise keine Bestellung zustande, so gilt ein besonderes, in den Absätzen 3 und 4 des § 31 MitbestG beschriebenes Bestellungsverfahren. Für den Widerruf einer Vorstandsbestellung gelten diese Regeln entsprechend. Ein Widerruf der Bestellung durch den Aufsichtsrat kann erfolgen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern. Es liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Aufsichtsrats, ob darüber hinaus weitere Vorstandsmitglieder bestellt werden. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, so hat gemäß § 85 Abs. 1 AktG auf Antrag eines Beteiligten in dringenden Fällen eine gerichtliche Bestellung zu erfolgen. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 179, 133 AktG und § 18 der Satzung. Gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG und § 21 der Satzung ist der Aufsichtsrat allerdings ermächtigt, die Satzung auch ohne Beschluss der Hauptversammlung an neue gesetzliche Vorschriften anzupassen, die für die Gesellschaft verbindlich werden, und Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. § 18 Abs. 2 der Satzung sieht entsprechend § 179 Abs. 2 Satz 2 AktG vor, dass - soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen - ein satzungsändernder Hauptversammlungsbeschluss grundsätzlich mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst wird. Eine größere Kapitalmehrheit in Höhe von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals sieht das Gesetz an mehreren Stellen vor, zum Beispiel bei der Änderung des Gegenstands des Unternehmens (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG), bestimmten Kapitalmaßnahmen und dem Ausschluss von Bezugsrechten. 7. BEFUGNISSE DES VORSTANDS, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN.Genehmigtes Kapital und bedingtes Kapital.Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 3.600.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 1.406.250.000 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen. Diese Ermächtigung kann vollständig oder ein- oder mehrmals in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist zudem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen, um neue Aktien im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, oder anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft, auszugeben. Jedoch darf der auf neue Aktien, für die das Bezugsrecht aufgrund dieser Ermächtigungen ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals zusammen mit dem anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt oder auf den sich Wandlungs- und/oder Optionsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die nach Beginn des 31. Mai 2017 unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben bzw. veräußert worden sind, 20 % des Grundkapitals nicht überschreiten; maßgeblich ist entweder das zum 31. Mai 2017, das zum Zeitpunkt der Eintragung der Ermächtigung oder das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandene Grundkapital, wobei auf denjenigen der drei genannten Zeitpunkte abzustellen ist, zu dem der Grundkapitalbetrag am geringsten ist. Als Bezugsrechtsausschluss ist es auch anzusehen, wenn die Ausgabe bzw. Veräußerung in entsprechender oder sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt. Der Vorstand ist darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2017). Das Genehmigte Kapital 2017 wurde am 11. Juli 2017 ins Handelsregister eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2018 um bis zu 1.200.000.000 €, eingeteilt in bis zu 468.750.000 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2018). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie 1. die Inhaber bzw. Gläubiger von Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit Options- oder Wandlungsrechten, die von der Deutschen Telekom AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 17. Mai 2018 bis zum 16. Mai 2023 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder 2. die aus von der Deutschen Telekom AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 17. Mai 2018 bis zum 16. Mai 2023 ausgegebenen oder garantierten Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) Verpflichteten ihre Options- bzw. Wandlungspflicht erfüllen (einschließlich des Falls, dass die Deutsche Telekom AG in Ausübung eines Tilgungswahlrechts bei Endfälligkeit ganz oder teilweise an Stelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Deutschen Telekom AG gewährt) und nicht andere Erfüllungsformen eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Options- bzw. Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, § 5 Abs. 3 der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals und nach Ablauf sämtlicher Options- bzw. Wandlungsfristen zu ändern. Eigene Aktien.Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 24. Mai 2021 Aktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1.179.302.878,72 € mit folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Ferner sind die Voraussetzungen des § 71 Abs. 2 Sätze 2 und 3 AktG zu beachten. Der Erwerb darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom AG im Sinn von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom AG oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom AG durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse. Er kann stattdessen auch mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kauf- oder Aktientauschangebots erfolgen, bei dem, vorbehaltlich eines zugelassenen Ausschlusses des Andienungsrechts, der Gleichbehandlungsgrundsatz ebenfalls zu wahren ist. Die Aktien können zu einem oder mehreren Zwecken, die in der unter Tagesordnungspunkt 6 der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 beschlossenen Ermächtigung vorgesehen sind, verwendet werden. Die Aktien können auch für Zwecke, bei denen ein Bezugsrechtsausschluss vorgesehen ist, verwendet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, die Aktien über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern oder einzuziehen. Die Aktien können auch dazu genutzt werden, sie aufgrund einer entsprechenden Entscheidung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Rechten von Mitgliedern des Vorstands auf Übertragung von Aktien der Deutschen Telekom AG zu verwenden, die der Aufsichtsrat diesen im Rahmen der Regelung der Vorstandsvergütung eingeräumt hat. Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 25. Mai 2016 ermächtigt, den Erwerb der eigenen Anteile auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten durchzuführen. Aufgrund der vorstehend beschriebenen Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 und entsprechender Ermächtigungen durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 und vom 24. Mai 2012 wurden im Juni 2011 110 Tsd. Aktien, im September 2011 206 Tsd. Aktien und im Januar 2013 268 Tsd. Aktien erworben. Das Gesamterwerbsvolumen betrug in den Geschäftsjahren 2011 und 2013 insgesamt 2.762 Tsd. € bzw. 2.394 Tsd. € (ohne Nebenkosten). Die Anzahl der eigenen Anteile erhöhte sich daraus um 316 Tsd. Stück bzw. 268 Tsd. Stück. Im September und Oktober 2015 wurden darüber hinaus 90 Tsd. Aktien bzw. 860 Tsd. Aktien mit einem Gesamterwerbsvolumen von 14.787 Tsd. € (ohne Nebenkosten) erworben; dies erhöhte die Anzahl der eigenen Anteile um 950 Tsd. Stück. Im Berichtsjahr wurden keine eigenen Anteile erworben.Im Rahmen des Share Matching Plans erfolgten in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 jeweils in Höhe von 2 Tsd. Stück unentgeltliche Übertragungen von eigenen Aktien in Depots von berechtigten Teilnehmern. Weitere unentgeltliche Übertragungen von eigenen Aktien wurden im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 90 Tsd. Stück vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2015 sind weitere eigene Aktien in Höhe von 140 Tsd. Stück übertragen worden. Im Geschäftsjahr 2016 wurden 232 Tsd. Stück eigene Aktien übertragen. 300 Tsd. Stück eigene Aktien wurden im Geschäftsjahr 2017 übertragen. Sofern eigene Aktien in Depots von Beschäftigten der Deutschen Telekom AG übertragen werden, erfolgt die Übertragung unentgeltlich. Bei Übertragungen eigener Aktien in Depots von Beschäftigten anderer Konzernunternehmen erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2016 eine Weiterberechnung zu Zeitwerten an die jeweiligen Konzernunternehmen. In allen Monaten des Berichtsjahres wurden insgesamt 312 Tsd. Stück eigene Aktien entnommen und in Depots von berechtigten Teilnehmern des Share Matching Plans übertragen. Auf die im Berichtsjahr aufgrund der Übertragungen erfolgten Abgänge an eigenen Anteilen entfiel zum 31. Dezember 2018 insgesamt ein Anteil am Grundkapital von weniger als 0,01 % bzw. ein Betrag des Grundkapitals von 798 Tsd. €. Der Veräußerungserlös aus Übertragungen eigener Aktien beträgt 3.036 Tsd. €. Im Berichtsjahr wurden 81 Tsd. Stück eigene Aktien mit einem Zeitwert von 1.157 Tsd. € an andere Konzernunternehmen weiterberechnet. Aus Übertragungen eigener Aktien resultiert eine Erhöhung der Gewinnrücklagen um 2.162 Tsd. € sowie eine Erhöhung der Kapitalrücklage um 20 Tsd. €. Im Zuge des Erwerbs der VoiceStream Wireless Corp., Bellevue, und der Powertel, Inc., Bellevue, im Jahr 2001 gab die Deutsche Telekom AG neue Aktien aus genehmigtem Kapital an einen Treuhänder aus, u. a. zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Im Geschäftsjahr 2013 sind diese Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte vollständig ausgelaufen. Damit bestand keine weitere Verpflichtung des Treuhänders zur Erfüllung der Ansprüche gemäß dem Zweck der Hinterlegung. Das Treuhandverhältnis wurde Anfang des Jahres 2016 beendet, und die hinterlegten Aktien wurden unentgeltlich auf ein Depot der Deutschen Telekom AG überführt. Die 18.517 Tsd. Stück vormals hinterlegte Aktien sind nach § 272 Abs. 1a HGB als eigene Anteile bilanziert. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital der Deutschen Telekom AG von 0,4 % bzw. einem Betrag am Grundkapital in Höhe von 48 Mio. €. Die unentgeltlich erworbenen eigenen Anteile können aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 für die gleichen Zwecke wie die entgeltlich erworbenen eigenen Aktien verwendet werden. 8. WESENTLICHE VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN.Die wesentlichen Vereinbarungen der Deutschen Telekom AG, die eine Klausel für den Fall einer Übernahme (Change of Control) der Deutschen Telekom AG enthalten, betreffen hauptsächlich bilaterale Kreditfazilitäten sowie mehrere Darlehensverträge. Im Übernahmefall haben die jeweiligen Kreditgeber das Recht, die Fazilität zu kündigen und ggf. fällig zu stellen bzw. die Rückzahlung der Darlehen zu verlangen. Dabei wird eine Übernahme angenommen, wenn ein Dritter die Kontrolle über die Deutsche Telekom AG erlangt; dies kann auch eine gemeinschaftlich handelnde Gruppe sein. Am 2. November 2016 hat die Deutsche Telekom AG eine Änderungsvereinbarung zu der Gesellschaftervereinbarung vom 14. Mai 2008 mit dem griechischen Staat betreffend die griechische Hellenic Telecommunications Organization S.A., Athen, Griechenland (OTE) abgeschlossen, der der "Hellenic Republic Asset Development Fund" (HRADF) als Vertragspartei beigetreten ist. Gemäß dieser Vereinbarung wird dem griechischen Staat gemeinsam mit dem HRADF unter bestimmten Bedingungen das Recht eingeräumt, alle OTE-Anteile von der Deutsche Telekom AG zu erwerben, sobald eine (oder mehrere) Person(en), ausgenommen die Bundesrepublik Deutschland, direkt oder indirekt, 35 % der Stimmrechte an der Deutsche Telekom AG erwirbt (erwerben). Im Rahmen der Gründung des Einkaufs-Joint Ventures Buyln in Belgien haben die Deutsche Telekom AG und France Télécom S.A./Atlas Services Belgium S.A. (eine Tochter der France Télécom S.A.) im Master Agreement vereinbart, dass, falls die Deutsche Telekom oder France Télécom unter den beherrschenden Einfluss eines Dritten gelangt bzw. ein nicht vollständig zum France Télécom Konzern gehörender Dritter Anteile an Atlas Services Belgium S.A. erwirbt, der jeweils andere Vertragspartner (France Télécom und Atlas Services Belgium nur gemeinschaftlich) das Master Agreement mit sofortiger Wirkung kündigen kann. 9. ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS GETROFFEN SIND.Entschädigungsvereinbarungen im Sinne von § 289a Abs. 1 Nr. 9 und § 315a Abs. 1 Nr. 9 HGB für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen nicht.
Bonn, den 12. Februar 2019 Deutsche Telekom AG Der Vorstand Timotheus Höttges Adel Al-Saleh Birgit Bohle Srini Gopalan Dr. Christian P. Illek Dr. Thomas Kremer Thorsten Langheim Claudia Nemat Dr. Dirk Wössner BERICHT DES AUFSICHTSRATS AN DIE HAUPTVERSAMMLUNG 2019Das Geschäftsjahr 2018 war geprägt von der konsequenten Umsetzung der Konzernstrategie sowie der fortlaufenden Transformation des Konzerns in Zeiten der Digitalisierung und des technologischen Wandels. Kennzeichnend waren die gute Geschäftsentwicklung auf dem deutschen Heimatmarkt und in Europa sowie die erneut sehr gute Entwicklung in den USA. Trotz des insgesamt positiven makroökonomischen Umfelds in Europa und den USA steht die Deutsche Telekom weiterhin unter hohem Wettbewerbs- und Regulierungsdruck. Der Konzern hat das herausfordernde Umfeld in der Telekommunikationsbranche gut gemeistert. Das Geschäftsjahr 2018 wurde mit starken Ergebnissen erfolgreich abgeschlossen. Der Konzern befindet sich auf Wachstumskurs. Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte durch den Vorstand in Erfüllung seiner Beratungs- und Überwachungsfunktion intensiv begleitet. AUFSICHTSRATSTÄTIGKEIT IM GESCHÄFTSJAHR 2018Wir haben die Geschäftsführung des Vorstands und die Konzernleitung durch den Vorstand kontinuierlich überwacht. Maßstab für diese Überwachung waren die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung und Konzernleitung. Wesentliche Grundlage für die Erfüllung der gesetzlichen Überwachungsaufgabe waren die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands. Der Vorstand berichtete uns regelmäßig und zeitnah über die Unternehmensstrategie, die Planung, die Geschäftsentwicklung des Konzerns und seiner Segmente, die Risikosituation, das Risiko-Management, die Compliance, die Innovationsschwerpunkte und etwaige Abweichungen der Geschäftsentwicklung von der ursprünglichen Planung sowie über wichtige Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und wesentlicher Beteiligungen der Gesellschaft. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten zeitnah und vollständig nachgekommen. Die Berichte des Vorstands wurden sowohl hinsichtlich ihrer Gegenstände als auch hinsichtlich ihres Umfangs den vom Gesetz, von guter Corporate Governance und von uns gestellten Anforderungen gerecht. Zusätzlich zu den Berichten ließen wir uns vom Vorstand ergänzende Informationen und Auskünfte geben. Die vom Vorstand erteilten Berichte und sonstigen Informationen haben wir auf ihre Plausibilität hin überprüft, kritisch gewürdigt und hinterfragt. Die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat beinhalten einen Katalog von Geschäften und Maßnahmen, zu deren Vornahme der Vorstand der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf. Die Geschäfte und Maßnahmen, die uns der Vorstand gemäß diesem Katalog im Geschäftsjahr 2018 zur Zustimmung vorgelegt hat, haben wir mit dem Vorstand diskutiert und eingehend geprüft. Wir haben den vorgelegten Geschäften und Maßnahmen jeweils zugestimmt. Durch die hohe Frequenz der Plenums- und Ausschusssitzungen stehen wir in engem Austausch mit dem Vorstand. Auch zwischen den Sitzungen berichtet der Vorstand über Einzelfragen schriftlich oder in Gesprächen. Zudem tauscht sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Vorstandsvorsitzenden in regelmäßig stattfindenden Terminen aus und erörtert aktuelle Geschäftsvorfälle, Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikosituation, des Risiko-Managements und der Compliance des Unternehmens sowie sonstige wichtige Ereignisse. Im Geschäftsjahr 2018 fanden sechs Aufsichtsratssitzungen, eine eintägige Klausurtagung sowie 28 Sitzungen der Ausschüsse des Aufsichtsrats statt. Insgesamt lag die Teilnahmequote bei rund 95%. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats hat an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, denen es angehört, teilgenommen. Über zwischen den Sitzungen zu entscheidende Sachverhalte haben wir im Umlaufverfahren Beschluss gefasst. In der Sitzung am 21. Februar 2018 befassten wir uns in Anwesenheit des Abschlussprüfers mit dem Jahresabschluss der Gesellschaft und dem Konzernabschluss 2017 sowie dem Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Deutschen Telekom AG zusammengefasst ist (zusammengefasster Lagebericht), einschließlich der in dem zusammengefassten Lagebericht als eigener Abschnitt enthaltenen zusammengefassten nichtfinanziellen (Konzern-)Erklärung. Mit der Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses 2017 folgten wir der Empfehlung des Prüfungsausschusses. Entsprechendes gilt für die Prüfung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung. Wir stimmten dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns zu. Wir beschlossen die Wiederbestellung von Herrn Timotheus Höttges zum Vorstandsvorsitzenden und die Zuweisung des Finanzressorts an Herrn Dr. Christian P. Illek zum 1. Januar 2019, eine geringfügige Anpassung des Vorstandsvergütungssystems im Hinblick auf die kurzfristige variable Vergütung, den Erwerb von Anteilen an OTE sowie die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2018 und befassten uns mit der aktuellen Situation bei T-Systems. Der Vorstand berichtete ausführlich zur aktuellen Situation und zu den wesentlichen finanziellen und operativen Kennzahlen des Unternehmens und seiner Segmente. In unserer Sitzung am 29. April 2018 haben wir nach ausführlichem Bericht des Vorstands und intensiver Diskussion über den geplanten Zusammenschluss von T-Mobile US mit dem Mobilfunk-Anbieter Sprint Beschluss gefasst. In der Sitzung vor der Hauptversammlung am 16. Mai 2018 hat uns der Vorstand ausführlich über die aktuelle Situation und die finanziellen sowie operativen Kennzahlen des Unternehmens und seiner Segmente im ersten Quartal 2018 berichtet. Der Vorstand hat uns über die Kernbotschaften des im Mai 2018 stattgefundenen Kapitalmarkttags informiert. Ferner haben wir der Umwandlung der DTSE GmbH in eine SE zugestimmt. In der Sitzung am 13. Juli 2018 haben wir Frau Birgit Bohle für die Zeit vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 als neues Vorstandsmitglied für das Ressort Personal und als Arbeitsdirektorin bestellt. In der Sitzung am 4. September 2018 hat uns der Vorstand über die aktuelle Situation und die finanziellen sowie operativen Kennzahlen des Unternehmens und seiner Segmente im zweiten Quartal 2018 informiert. Des Weiteren haben wir uns intensiv mit dem Vorstandsvergütungssystem beschäftigt. Darüber hinaus haben wir beschlossen, zum 1. Januar 2019 ein neues Vorstandsressort USA und Unternehmensentwicklung einzurichten. Wir haben für das neu gegründete Ressort Herrn Thorsten Langheim für die Zeit vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 zum Mitglied des Vorstands bestellt. In der am Folgetag durchgeführten Klausurtagung des Aufsichtsrats mit dem Vorstand haben wir uns mit der Strategie des Unternehmens befasst. Wir haben den Stand der Strategie und deren Umsetzung erörtert und über einzelne strategische Schwerpunktthemen beraten. In unserer Sitzung am 19. Dezember 2018 haben wir zu verschiedenen Vorstandsvergütungsthemen, wie z. B. zur Zielerreichung der variablen Vergütung, Beschluss gefasst. Der Vorstand hat uns über die aktuelle Situation und die finanziellen sowie operativen Kennzahlen des Unternehmens und seiner Segmente im dritten Quartal 2018 berichtet. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Beschlussfassung über das Budget und den Jahresfinanzierungsplan für das Geschäftsjahr 2019. Darüber hinaus haben wir die Mittelfristplanung 2019 bis 2022 zur Kenntnis genommen und uns mit dem Risikobericht des Konzerns befasst. Des Weiteren haben wir Beschluss zum Erwerb weiteren Spektrums in den USA und zu verschiedenen Umstrukturierungsmaßnahmen innerhalb des Konzerns in Deutschland gefasst. In unseren Plenumssitzungen und insbesondere im Prüfungsausschuss haben wir überdies den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig überwacht. Dabei haben wir u. a. darauf geachtet, dass der Vorstand durch die konzernweit eingerichtete Compliance-Organisation für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Regelungen und Richtlinien sorgt. Wir haben uns zudem regelmäßig vom Vorstand über das von diesem eingerichtete konzernweite Risiko-Management-System berichten lassen. Wir sind aufgrund dieser Prüfungen und der Prüfberichte des Abschlussprüfers zu der Einschätzung gelangt, dass das interne Compliance-System sowie das interne Kontroll- und Risiko-Management-System wirksam sind. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat zusätzlich außerhalb der Sitzungen im Rahmen von Informationsveranstaltungen über aktuelle Themen und Neuerungen informiert. ORGANISATION DER AUFSICHTSRATSARBEITZur Steigerung der Effizienz und unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen unserer Arbeit haben wir die im Folgenden aufgeführten Ausschüsse gebildet, die mit Ausnahme des Nominierungsausschusses jeweils paritätisch besetzt sind. Hinsichtlich der Ausschussbesetzung streben wir regelmäßige Wechsel unter den Aufsichtsratsmitgliedern an. Zudem ist es unser Ziel, dass die Vorsitzfunktion in den Ausschüssen möglichst von unterschiedlichen Personen wahrgenommen wird. Über den Inhalt und die Ergebnisse der Ausschusssitzungen wurde im Plenum durch die jeweiligen Ausschussvorsitzenden regelmäßig berichtet. AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATSPräsidialausschussProf. Dr. Ulrich Lehner (Vorsitzender) Josef Bednarski Dr. Rolf Bösinger (seit 28. Juni 2018) Johannes Geismann (bis 17. Mai 2018) Lothar Schröder FinanzausschussDr. Ulrich Schröder (Vorsitzender bis 6. Februar 2018) Monika Brandl (bis 30. Juni 2018) Dr. Günther Bräunig (seit 29. März 2018) Klaus-Dieter Hanas (bis 20. November 2018) Nicole Koch (seit 1. Juli 2018) Dagmar P. Kollmann Frank Sauerland (seit 28. November 2018) Michael Sommer (bis 20. November 2018) Karl-Heinz Streibich (Vorsitzender seit 29. März 2018) Karin Topel (seit 28. November 2018) PrüfungsausschussDagmar P. Kollmann (Vorsitzende) Josef Bednarski Dr. Rolf Bösinger (seit 28. Juni 2018) Johannes Geismann (bis 17. Mai 2018) Prof. Dr. Michael Kaschke Petra Steffi Kreusel Sibylle Spoo (seit 1. Januar 2018) PersonalausschussLothar Schröder (Vorsitzender) Josef Bednarski Prof. Dr. Ulrich Lehner Margret Suckale NominierungsausschussProf. Dr. Ulrich Lehner (Vorsitzender) Dr. Rolf Bösinger (seit 28. Juni 2018) Johannes Geismann (bis 17. Mai 2018) Dagmar P. Kollmann VermittlungsausschussProf. Dr. Ulrich Lehner (Vorsitzender) Josef Bednarski Dr. Rolf Bösinger (seit 28. Juni 2018) Johannes Geismann (bis 17. Mai 2018) Lothar Schröder Technologie- und InnovationsausschussLothar Schröder (Vorsitzender) Sari Baldauf (bis 17. Mai 2018) Monika Brandl (vom 1. Januar bis 30. Juni 2018) Odysseus D. Chatzidis (seit 1. Juli 2018) Lars Hinrichs Nicole Seelemann-Wandtke (seit 28. November 2018) Michael Sommer (bis 20. November 2018) Karl-Heinz Streibich Margret Suckale (seit 28. Juni 2018) Sonderausschuss USAProf. Dr. Ulrich Lehner (Vorsitzender) Dr. Günther Bräunig (seit 29. März 2018) Johannes Geismann (bis 17. Mai 2018) Constantin Greve (seit 28. November 2018) Dr. Helga Jung (seit 28. Juni 2018) Lothar Schröder Dr. Ulrich Schröder (bis 6. Februar 2018) Michael Sommer (bis 20. November 2018) Sibylle Spoo Sonderausschuss Frequenzerwerb Deutschland (seit 1. Januar 2019)Prof. Dr. Ulrich Lehner (Vorsitzender) Josef Bednarski Lothar Schröder Karl-Heinz Streibich Der Präsidialausschuss tagte im Jahr 2018 elfmal, davon einmal gemeinsam mit dem Finanzausschuss. Der Ausschuss hat sich schwerpunktmäßig damit beschäftigt, die Beschlussempfehlungen für das Plenum im Hinblick auf sämtliche Entscheidungen zu Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten vorzubereiten. Unter anderem hat der Ausschuss turnusgemäß das Vergütungssystem und die Angemessenheit der Vergütung des Vorstands überprüft. Die Nachfolgeplanung des Vorstands war ebenfalls Gegenstand der Beratung. In der gemeinsamen Sitzung mit dem Finanzausschuss hat sich der Präsidialausschuss insbesondere mit dem Budget 2019 und der Mittelfristplanung für 2019 bis 2022 befasst. Der Finanzausschuss tagte dreimal, davon einmal gemeinsam mit dem Präsidialausschuss. Gegenstand der Sitzungen waren die Investitionsplanung und -schwerpunkte. Des Weiteren wurden allgemeine Themen wie Zins- und Devisen-Management und ein Spektrums-Review behandelt. In der gemeinsamen Sitzung mit dem Präsidialausschuss hat der Finanzausschuss insbesondere den Jahresfinanzierungsplan 2019 erörtert. Der Prüfungsausschuss kam 2018 zu fünf Sitzungen zusammen. Der Abschlussprüfer nahm an allen Sitzungen teil. Der Ausschuss behandelte die Themen, für welche das deutsche Recht und der Deutsche Corporate Governance Kodex Zuständigkeiten für den Prüfungsausschuss vorsehen. Zu diesen Themen gehören insbesondere die Überwachung der Rechnungslegung und des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risiko-Management- und des internen Revisionssystems, der Compliance und des Datenschutzes. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit der Abschlussprüfung, hier insbesondere mit der Auswahl und der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, und den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung. Nach intensiver Befassung hat uns der Prüfungsausschuss eine Empfehlung für unseren Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers in der ordentlichen Hauptversammlung 2018 unterbreitet. Der Prüfungsausschuss hat sich darüber hinaus regelmäßig mit den Quartalsberichten zur Geschäftsentwicklung befasst. Außerdem beschloss der Prüfungsausschuss die Ausschreibung für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung sowie weitere Prüfungsleistungen ab dem Geschäftsjahr 2021. Ferner hat der Prüfungsausschuss die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, mit der Prüfung der im zusammengefassten Lagebericht enthaltenen zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung zur Erlangung begrenzter Sicherheit (Limited Assurance) beauftragt. Der Prüfungsausschuss hat im Geschäftsjahr 2018 erneut eine Sondersitzung zu grundsätzlichen Konzernthemen abgehalten. Hier hat sich der Ausschuss insbesondere mit der Funktionsfähigkeit des Berichtswesens, der Weiterentwicklung der Berichtsstruktur, der Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems und des Compliance-Management-Systems sowie neuen gesetzlichen Anforderungen an den Prüfungsausschuss und aktuellen Rechtsentwicklungen auf nationaler und europäischer Ebene befasst. Zudem hat sich der Prüfungsausschuss in dieser Sitzung mit dem Thema Datenschutz und Datensicherheit beschäftigt und sich zu neuen Anforderungen und Entwicklungen in den Bereichen des deutschen und des EU-Rechts, den Bilanzierungsstandards sowie dem Ressort Unternehmensentwicklung und dem Thema "Prozessanalyse-Werkzeuge" informiert und beraten. Darüber hinaus hat sich der Prüfungsausschuss außerhalb der Sitzungen im Rahmen von Workshops zusätzlich vertiefend mit den Bedingungen für die Ausgestaltung des Ausschreibungs- und Auswahlverfahrens des Abschlussprüfers, der Implementierung neuer internationaler Rechnungslegungsstandards der Digitalisierung der Abschlussprüfung sowie dem Risiko-Management-System befasst. Frau Dagmar P. Kollmann, Vorsitzende des Prüfungsausschusses, verfügt über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung und hat besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen bzw. internen Kontrollverfahren. Sie ist unabhängig und kein ehemaliges Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind, ebenso wie die Mitglieder des Aufsichtsratsplenums, in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut, in dem die Deutsche Telekom AG tätig ist. Der Personalausschuss tagte im Jahr 2018 zweimal und hat sich in Vorbereitung der Beschlussfassung des Aufsichtsrats zum Budget 2019 insbesondere mit der Personalbestands- und -bedarfsplanung befasst. Zudem behandelte der Ausschuss u. a. die Themen qualitative Personalplanung, Fähigkeits- und Nachfolge-Management, Frauenquote, Personalorganisation und informierte sich über die Ergebnisse der Pulsbefragungen 2018 zur Mitarbeiterzufriedenheit. Der Nominierungsausschuss kam im Jahr 2018 dreimal zusammen und befasste sich in seinen Sitzungen mit der Nachfolgeplanung im Aufsichtsrat. Der gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG zu bildende Vermittlungsausschuss tagte 2018 nicht. Der Technologie- und Innovationsausschuss kam 2018 zu drei Sitzungen zusammen und behandelte ein sehr breites Themenspektrum aus unterschiedlichen Bereichen: u.a. hat der Ausschuss über die Themen Trends und Strategieansätze, 5G, Sprachsteuerung, die Transformation des Vorstandsbereichs Technologie und Innovation, die TV-Strategie in Europa und Innovationsideen aus Organen und Mitbestimmungsstrukturen beraten. Der Ausschuss begleitet und fördert Innovationen sowie technische Entwicklungen auf Infrastruktur- und Produktebene; er unterstützt den Vorstand beratend bei der Erschließung neuer Wachstumsfelder. Der Sonderausschuss USA tagte 2018 einmal und behandelte insbesondere den geplanten Zusammenschluss von T-Mobile US mit dem Mobilfunk-Anbieter Sprint. Der Sonderausschuss Frequenzerwerb Deutschland besteht seit dem 1. Januar 2019. Der Ausschuss wird vom Vorstand über die jeweils aktuelle Situation im anstehenden 5G-Auktionsverfahren informiert und berät ihn hierzu. INTERESSENKONFLIKTEHerr Johannes Geismann war Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG und zugleich Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen. Auch Herr Dr. Rolf Bösinger als neues Mitglied des Aufsichtsrats ist zugleich Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen. Herr Dr. Ulrich Schröder war Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG und zugleich Vorsitzender des Vorstands der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Auch Herr Dr. Günther Bräunig als neues Mitglied des Aufsichtsrats ist zugleich Vorsitzender des Vorstands der KfW. Uns ist bekannt, dass die Deutsche Telekom AG zuzeiten Rechtsstreitigkeiten führt, an denen die Bundesrepublik Deutschland auf der Gegenseite beteiligt ist. Bei keinem der genannten Aufsichtsratsmitglieder ist tatsächlich ein zu behandelnder Interessenkonflikt aufgetreten. Bei Bedarf stimmen sich die Aufsichtsratsmitglieder mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden über die Behandlung eines ggf. auftretenden Interessenkonflikts ab. Herr Michael Sommer ist Mitglied des Aufsichtsrats der ZDF Enterprises GmbH. Diese Gesellschaft ist u.a. für Programmvertrieb, Koproduktionen und Vermarktung von Online-Rechten zuständig. Herr Sommer hat dem Aufsichtsrat deshalb einen potenziellen Interessenkonflikt offengelegt. Es war vereinbart, dass er an Beratungen und Abstimmungen im Aufsichtsrat, die die Themen TV und Online-Rechte betreffen, nicht teilnimmt. Ein zu behandelnder Interessenkonflikt ist bis zum Ausscheiden von Herrn Sommer aus dem Aufsichtsrat nicht aufgetreten. CORPORATE GOVERNANCEAufsichtsrat und Vorstand handeln in dem Bewusstsein, dass eine gute Corporate Governance eine wichtige Basis für den Erfolg des Unternehmens ist. Dabei ist der Deutsche Corporate Governance Kodex in den Statuten der Gesellschaft reflektiert. Vorstand und Aufsichtsrat haben zuletzt am 30. Dezember 2018 die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. → Die Corporate Governance des Unternehmens wird über diesen Bericht hinaus gesondert im Geschäftsbericht dargestellt, Seite 14 ff. PERSONALIA VORSTAND→ Profile aller Vorstandsmitglieder unter: www.telekom.com/de/investor-relations/management-und-corporate-governance/Vorstand In der Sitzung am 21. Februar 2018 haben wir die Wiederbestellung von Herrn Timotheus Höttges für die Zeit vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2023 beschlossen. Herr Thomas Dannenfeldt hat uns gegenüber erklärt, aus persönlichen Gründen nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Wir haben daraufhin beschlossen, Herrn Dr. Christian P. Illek mit Wirkung zum 1. Januar 2019 das Ressort Finanzen zuzuweisen. In unserer Sitzung am 13. Juli 2018 haben wir Frau Birgit Bohle für die Zeit vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 zum Mitglied des Vorstands für das Ressort Personal und zur Arbeitsdirektorin bestellt. Am 4. September 2018 haben wir beschlossen, zum 1. Januar 2019 ein neues Vorstandsressort USA und Unternehmensentwicklung einzurichten. Wir haben für das neu gegründete Ressort Herrn Thorsten Langheim für die Zeit vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 zum Mitglied des Vorstands bestellt. PERSONALIA AUFSICHTSRAT→ Profile aller Aufsichtsratsmitglieder unter: www.telekom.com/de/investor-relations/management-und-corporate-governance/aufsichtsrat Anteilseignervertreter:Herr Dr. Ulrich Schröder hat sein Aufsichtsratsmandat zum 6. Februar 2018 niedergelegt. Ihm folgte Herr Dr. Günther Bräunig zum 21. März 2018, der durch das Amtsgericht Bonn befristet bis zum Ablauf der nächsten Hauptversammlung in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG bestellt wurde. Mit Beschluss der Hauptversammlung am 17. Mai 2018 wurde Herr Dr. Günther Bräunig für eine weitere Amtszeit bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2023 in den Aufsichtsrat gewählt. Frau Margret Suckale wurde durch die Hauptversammlung am 17. Mai 2018 bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2023 in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG gewählt, nachdem sie durch das Amtsgericht Bonn befristet bis zum Ablauf der nächsten Hauptversammlung bestellt und Herrn Dr. Wulf H. Bernotat zum 28. September 2017 in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG gefolgt war. Frau Sari Baldauf ist mit Ablauf der Hauptversammlung am 17. Mai 2018 aus dem Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG ausgeschieden. Herr Harald Krüger wurde an ihrer Stelle durch die Hauptversammlung am 17. Mai 2018 bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2023 in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Prof. Dr. Ulrich Lehner wurde auf der Hauptversammlung am 17. Mai 2018 für eine weitere Amtszeit bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2022 zum Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG gewählt. Dabei wurde im Hinblick auf die Länge der Amtszeit der vom Aufsichtsrat festgelegten Altersgrenze Rechnung getragen. Der Aufsichtsrat hat Herrn Prof. Dr. Ulrich Lehner im Anschluss an die Hauptversammlung erneut zu seinem Vorsitzenden gewählt. Herr Johannes Geismann hat sein Aufsichtsratsmandat zum Ablauf der Hauptversammlung am 17. Mai 2018 niedergelegt. Ihm folgte Herr Dr. Rolf Bösinger zum 1. Juni 2018, der durch das Amtsgericht Bonn befristet bis zum Ablauf der nächsten Hauptversammlung 2019 in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG bestellt wurde. Arbeitnehmervertreter:Herr Hans-Jürgen Kallmeier hat sein Aufsichtsratsmandat im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG mit Ablauf des 31. Dezember 2017 niedergelegt. Ihm folgte Herr Odysseus D. Chatzidis zum 3. Januar 2018, der durch das Amtsgericht Bonn in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG bestellt wurde. Die Vertreter der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG Herr Josef Bednarski, Frau Monika Brandl, Herr Klaus-Dieter Hanas, Frau Petra Steffi Kreusel, Herr Lothar Schröder, Herr Michael Sommer und Frau Sibylle Spoo, deren Amtszeit jeweils zum Ablauf der Hauptversammlung am 17. Mai 2018 endete, wurden zum selben Zeitpunkt gerichtlich bestellt. Frau Monika Brandl hat ihr Aufsichtsratsmandat im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG mit Ablauf des 30. Juni 2018 niedergelegt. Ihr folgte Frau Nicole Seelemann-Wandtke zum 5. Juli 2018, die durch das Amtsgericht Bonn in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG bestellt wurde. In der Delegiertenversammlung am 20. November 2018 wurden die Arbeitnehmervertreter Herr Josef Bednarski, Herr Odysseus D. Chatzidis, Frau Nicole Koch, Frau Petra Steffi Kreusel, Herr Lothar Schröder, Frau Nicole Seelemann-Wandtke, Frau Sibylle Spoo und Frau Karin Topel erneut sowie Herr Constantin Greve und Herr Frank Sauerland erstmals in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Klaus-Dieter Hanas und Herr Michael Sommer haben nicht wieder kandidiert und sind am 20. November 2018 aus dem Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG ausgeschieden. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei allen ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre engagierte Unterstützung. JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNG 2018Der Vorstand hat uns den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Deutschen Telekom AG zusammengefasst (zusammengefasster Lagebericht) und in dem die nichtfinanzielle (Konzern-) Erklärung als gesonderter Abschnitt enthalten ist sowie seinen Gewinnverwendungsvorschlag fristgerecht vorgelegt. Die von der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2018 auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und entsprechend dem Wahlvorschlag des gesamten Aufsichtsrats zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer (Abschlussprüfer) bestellte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 und den zusammengefassten Lagebericht sowie den nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden, handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 sowie den zusammengefassten Lagebericht geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Ebenso hat der Abschlussprüfer für die im zusammengefassten Lagebericht enthaltene zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung einen uneingeschränkten Vermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat vor der Beschlussfassung des Prüfungsausschusses über dessen Empfehlung an den Aufsichtsrat betreffend den Wahlvorschlag an die Hauptversammlung erklärt, dass keine geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder anderweitigen Beziehungen zwischen dem Prüfer und seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können. Im Rahmen dieser Erklärung wurde auch angegeben, in welchem Umfang im vorausgegangenen Geschäftsjahr Nichtprüfungsleistungen für das Unternehmen erbracht wurden bzw. für das folgende Jahr vertraglich vereinbart waren. In diesem Rahmen wurde vom Prüfungsausschuss geprüft und bestätigt, dass die erforderliche Unabhängigkeit gegeben ist. Über das Ergebnis der Prüfung wurden wir vor unserer Beschlussfassung zum Wahlvorschlag an die Hauptversammlung informiert. Der Abschlussprüfer hat dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat zudem in den Bilanzsitzungen am 19. bzw. 20. Februar 2019 bestätigt, dass keine Umstände vorliegen, die seine Befangenheit besorgen lassen. Er hat in diesem Zusammenhang auch über zusätzlich zu den Abschlussprüfungsleistungen erbrachte Leistungen informiert. Der Prüfungsausschuss hat uns in der Sitzung am 20. Februar 2019 über seine Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung der erbrachten Nichtprüfungsleistungen und seine Einschätzung berichtet, dass der Abschlussprüfer nach wie vor die erforderliche Unabhängigkeit besitzt. Der Abschlussprüfer hat uns seinen Bericht über Art und Umfang sowie über das Ergebnis seiner Prüfungen (Prüfungsbericht) vorgelegt. Die genannten Abschlussunterlagen (einschließlich der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung), der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig übermittelt. Wir haben die Vorlagen des Vorstands und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend geprüft. Vorbereitend hatte sich der Prüfungsausschuss zuvor eingehend mit den vorgenannten Unterlagen befasst und diese intensiv geprüft. In seiner Sitzung am 19. Februar 2019 ließ sich der Prüfungsausschuss den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht (einschließlich der darin enthaltenen zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung) und den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns eingehend vom Vorstand erläutern. Ferner wurden Fragen der Ausschussmitglieder beantwortet. Der an der Sitzung ebenfalls teilnehmende Abschlussprüfer hat darüber hinaus über seine Prüfung, insbesondere seine, im Einvernehmen mit dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat, festgelegten Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung, berichtet sowie seinen Prüfungsbericht erläutert. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems auf Konzernebene, des Risiko-Management-Systems sowie des Rechnungslegungsprozesses sind seitens des Abschlussprüfers nicht festgestellt worden. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben den Prüfungsbericht und den Bestätigungsvermerk zur Kenntnis genommen, kritisch gewürdigt und diese ebenso wie die Prüfung selbst mit dem Abschlussprüfer diskutiert, was die Befragung zu Art und Umfang der Prüfung sowie zum Prüfungsergebnis einschloss. Dabei konnte sich der Prüfungsausschuss von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfung und des Prüfungsberichts überzeugen. Er gelangte insbesondere zu der Überzeugung, dass der Prüfungsbericht - wie auch die vom Abschlussprüfer durchgeführte Prüfung selbst - den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Der Prüfungsausschuss teilt die Einschätzung des Abschlussprüfers, dass das interne Kontroll- und das Risiko-Management-System auf Konzernebene, insbesondere auch bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, keine wesentlichen Schwächen aufweist. Entsprechendes gilt für die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung. Der Prüfungsausschuss hat uns empfohlen, dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zuzustimmen und, da nach seiner Beurteilung keine Einwendungen gegen die Vorlagen des Vorstands zu erheben sind, den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zu billigen sowie gegen den zusammengefassten Lagebericht, einschließlich der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung, keine Einwendungen zu erheben und sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns anzuschließen. Wir haben die abschließende Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht, einschließlich der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung und des Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns in der Aufsichtsratssitzung am 20. Februar 2019 unter Berücksichtigung des Berichts und der Empfehlungen des Prüfungsausschusses sowie des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers vorgenommen. Der Vorstand nahm an dieser Sitzung teil, erläuterte seine Vorlagen und beantwortete unsere Fragen. Der Abschlussprüfer nahm an dieser Sitzung ebenfalls teil und berichtete über seine Prüfung und die wesentlichen Prüfungsergebnisse, erläuterte seinen Prüfungsbericht und beantwortete unsere Fragen, insbesondere zu Art und Umfang der Prüfung sowie zu den Prüfungsergebnissen. Hierdurch und auf der Grundlage des vom Prüfungsausschuss erstatteten Berichts konnten wir uns von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfung und des Prüfungsberichts überzeugen. Der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgend, haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Entsprechendes gilt für die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht, einschließlich der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung, und des Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sind keine Einwendungen zu erheben; das betrifft auch die Erklärung zur Unternehmensführung, und zwar auch soweit sie nicht vom Abschlussprüfer zu prüfen ist. Der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgend, haben wir den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Mit der Billigung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat ist dieser festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmt in seiner Einschätzung der Lage von Gesellschaft und Konzern mit der des Vorstands in dessen zusammengefasstem Lagebericht, einschließlich der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung überein und hat diese Berichte, der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgend, ebenfalls gebilligt. Bereits im Zuge der Befassung mit der Budget- und Mittelfristplanung haben wir uns am 19. Dezember 2018 intensiv mit der Finanz- und Investitionsplanung, insbesondere mit der Entwicklung der operativen Erträge, des Free Cashflows und der Bilanzrelationen befasst. Als Ergebnis der in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 19. Februar 2019 und in der Aufsichtsratssitzung am 20. Februar 2019 durchgeführten Prüfung des Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns, die eine Erörterung mit dem Abschlussprüfer in beiden Gremien einschloss, haben wir - der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgend - dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zugestimmt und schließen uns dem Vorschlag an. Der Vorschlag beinhaltet eine Ausschüttungssumme in Höhe von rund 3.320 Mio. € und einen Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von 3.711 Mio. €. Der Vorstand hat uns in unserer Sitzung am 4. September 2018 darüber informiert, dass die Deutsche Telekom AG mangels rechtlicher Notwendigkeit keinen Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2018 erstellen wird. Dies haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen. Auch für nachfolgende Geschäftsjahre ist kein solcher Bericht geplant, soweit sich keine relevanten Umstände oder rechtlichen Vorgaben ändern. Wir danken den Mitgliedern des Vorstands, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den betrieblichen Gremien für ihr großes Engagement im Geschäftsjahr 2018.
Bonn, den 20. Februar 2019 Der Aufsichtsrat Prof. Dr. Ulrich Lehner, Vorsitzender |
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