Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 23847
Eingetragen
9.11.2007
Branche
Herstellung von Batterien und AkkumulatorenErbringung von LogistikdienstleistungenGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Gegenstand
Produktion, die Logistik und der Vertrieb von Industriebatterien, Ladegeräten, Gleichstromanlagen, Starterbatterien sowie Service- und Reparaturdienstleistungen und alle dem Unternehmenszweck dienenden sonstigen Hilfsgeschäfte, vornehmlich aus dem Bereich Batterien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lampros Bisalas
seit 24.2.2025
Geschäftsführer
Julien Robert Villot
seit 30.8.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Sunlight Group Energy Storage Systems Industrial and Commercial Societe AnonymeGRC
60.00%
40.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Triathlon Holding GmbH
Germany
30.000 €
60.00%
Jungheinrich Aktiengesellschaft
Germany
20.000 €
40.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cebalog GmbH

Pyrbaum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

Grundlagen des unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Gesellschaft beschäftigt sich mit der Produktion und dem Vertrieb von Industriebatterien. Unsere individuellen, auf Kundenwunsch gefertigten Produkte, liefern wir just in time an den Endkunden. Schwerpunkt unserer Aktivitäten ist das Erstausrüstergeschäft.

Die Produkte werden mit Schwerpunkt in Deutschland produziert und nahezu weltweit vertrieben.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft ist auf diesem Gebiet nicht tätig.

Jedoch unterstützt die Gesellschaft die Lieferanten von Lade- und Batteriekomponenten beratend bei der Forschung und Entwicklung.

II. WirtschaftsberichT

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft blickte mit großen Sorgen auf die Wintermonate, in denen die aktuelle Energiekrise wie ein Damoklesschwert über den Aussichten der Unternehmen hing. Doch schon während des vierten Quartals und damit noch vor dem meteorologischen und kalendarischen Winterbeginn wurden die Stimmen immer leiser, die die düstersten Szenarien für das deutsche Bruttoinlandsprodukt skizziert hatten.

So registrierte das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) bereits im November - ausgehend von dem bis dato weiterhin niedrigen Niveau der Wirtschaftsleistung - erste Aufwärtsimpulse. Zuvor stürzte der Index vor allem im dritten Quartal und zu Beginn des vierten Quartals infolge der Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Energieversorgung und -sicherheit deutlich unter die 100-Punkte-Marke ab. Insbesondere ab dem zweiten Halbjahr zeigten sich also die nachgelagerten tatsächlichen Auswirkungen infolge des Ausbruchs des Ukraine-Kriegs auf die deutsche Wirtschaft in einem deutlichen Ausmaß. [1]

Dass sich diese Entwicklung über die Jahreswende hinaus nicht fortsetzt, ist vor allem den positiven Impulsen im Bereich der Preise für Energie zu verdanken. Konsequente und auf europäischer Ebene mitunter auch konzertierte politische Aktionen zur Sicherstellung der Energieversorgung der jeweiligen Industrien hat die Zuversicht von Wirtschaftsvertretern deutlich ansteigen lassen. Gut gefüllte Gasspeicher und eine stabile Gasversorgung sorgen dafür, dass sich die Unternehmen auf die Produktion konzentrieren können. Der ifo Geschäftsklimaindex bildete die Erkenntnisse des DIW-Konjunkturbarometers leicht verzögert ab. Er stieg erst im Dezember wieder auf 88,6 Punkte an, nach 86,4 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im November. Zuvor war der Indikator sechsmal in Folge gefallen. Neben der Bewertung der aktuellen Situation der Unternehmen hellte sich gemäß der Umfrage auch ihr Ausblick auf. [2]

Vor allem das Verarbeitende Gewerbe verspürte einen positiven Schub im letzten Monat des Jahres. Das Geschäftsklima hat sich in nahezu allen Branchen der Industrie verbessert. Dabei sticht der Erwartungsindikator hervor. Dieser verbesserte sich vergleichsweise stark. Aber auch mit der aktuellen Geschäftsentwicklung waren die Unternehmen zufriedener. Trotz rückläufigem Auftragsbestand nahm die Unsicherheit ab. Der Dienstleistungssektor konnte den Aufwind aus dem vierten Quartal auch im Schlussmonat bestätigen. Entscheidend war die gestiegene Zuversicht hinsichtlich des ersten Halbjahres 2023.

"Wir dürfen deutlich weniger pessimistisch in das neue Jahr blicken als noch im Spätsommer erwartet", sagt DIW-Konjunkturexperte Guido Baldi. "Für allzu großen Optimismus ist es dennoch zu früh. Dafür sind insbesondere die globalen Risiken weiterhin hoch - nicht nur hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Krieges in der Ukraine." [3]

Als Belastung werde dabei auch die abgekühlte Weltwirtschaft gesehen. Dramatische Auswirkungen der abrupten Lockerung bzw. sogar Aufhebung der Zero-Covid-Strategie in China auf die Lieferfähigkeit der chinesischen Volkswirtschaft lassen sich aktuell nicht erkennen.

Vielmehr zeigt sich derzeit die Nachfrage aus dem Inland als leichter Stimmungsdämpfer. Als Herausforderung gilt hier unverändert die sich auf einem hohen Stand eingeschwungene Inflation. Die geldpolitischen Gegenmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) werden wohl dazu beitragen, dass sich die Konjunktur nicht in dem Maße entfalten kann, wie es unter anderen Umständen möglich wäre. Und dennoch: Auch hier deutet sich eine Entspannung an und die Realität wird die pessimistischen Prognosen wohl deutlich verfehlen.

Das IfW Kiel erwartet im Jahr 2023 eine Inflation von 5,4 %, gegenüber zuletzt erwarteten 8,7 %. Die deutsche Industrie sitzt weiterhin auf einem gut gepolsterten Auftragsbestand. Der Trend der Industrieproduktion zeigt dabei nach oben. [4]

Durch die anhaltend hohe Inflation konnte ein Gegensteuern der Notenbanken ab dem 2. Halbjahr 2022 wahrgenommen werden. In Zwischenstufen erfolgte z. B. durch die EZB die Anhebung des Referenzzinssatzes auf 1,526 % (1-Monats-EURIBOR) zum 31.12.2022. [5] Für das Jahr 2023 konnten weitere Erhöhungen auf nunmehr 2,928 % (zum 03.04.2023) verzeichnet werden. [6] Die Anhebungen der globalen Leitzinssätze führen zu einer signifikanten Verteuerung der Finanzierungskosten und zu negativen Auswirkungen auf die Ertragslage. Offen bleiben in diesem Zusammenhang die Auswirkungen auf das Investitionsniveau und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.

So rechnet das IfW für 2023 mit einem moderaten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 %, nachdem sich die Befürchtungen aus dem vergangenen Herbst noch in einer damaligen Schätzung eines BIP-Rückgangs um 0,7 % zeigten. Der Blick in die fernere Zukunft lässt die IfW-Forscher im Jahr 2024 ein BIP von 1,3 % erwarten. Als robust erweist sich in dieser Gemengelage der Arbeitsmarkt, der dem trüben Zustand der Wirtschaft trotzt - auch weil die Unternehmen weiterhin stark auf Fachkräfte angewiesen sind und diese entsprechend suchen. [7]

2. Geschäftsverlauf

Trotz Verschlechterung des Geschäftsklimas aufgrund der Auswirkungen der Ukrainekrise konnte der Absatz unserer Produkte weiter ausgebaut werden. Das erzielte Umsatzvolumen konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert werden.

Wachstumstreiber war das Segment der Blei-Säure Batterien, insbesondere im Bereich der Erstausrüstung konnten starke Zuwachsraten verzeichnet werden. Analog den Vorperioden stellten die aufgetretenen Verzögerungen bei der Abnahme von Fertigerzeugnissen eine zu lösende Aufgabe dar, da auf Kundenseite - z. B. bedingt durch fehlende Elektronikkomponenten - Flurförderzeuge nicht wie geplant produziert werden konnten. Dies führte zu Verzögerungen in den Abrufen der Batteriesysteme. Ein enges Monitoring der Kennzahlen hat es ermöglicht, dass in unmittelbaren Dialogen mit Kunden auf offene Abrufe reagiert werden konnte. Aufgrund unserer Einschätzung zur Beschaffungssituation rechnen wir mit einer weiter anhaltenden Verbesserung im 1. Quartal 2023. Weitere Kommentare können dem Abschnitt zur Beschaffung entnommen werden.

Die cebalog GmbH kann daher abermals auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken.

Auftragseingang:

Der Auftragseingang entwickelte sich vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Berichtsperiode positiv.

Umsatz / EBIT:

Gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 ist im Jahr 2022 ein Umsatzanstieg von rund 16,0 % zu verzeichnen. Es wurde ein EBIT von T€ 5.196 erwirtschaftet.

Im Kerngeschäft "Herstellung und Vertrieb von Transaktionsbatterien" wurden unsere Erwartungen voll und ganz erfüllt. Auch die Geschäftsbereiche Service und Aufbereitung konnten ebenfalls positive Ergebnisbeiträge liefern.

Im Geschäftsjahr 2022 konnten wir bestehende Kundenverbindungen verstärken. Die Gesellschaft ist hauptsächlich auf dem inländischen Markt tätig.

Beschaffung:

Vorrangig erfolgt die Beschaffung nach Vorgaben der Fertigung. Die Planung und Disposition werden mittels eines EDV-Systems vorgenommen.

Auf Grund von vorgegebenen Mindestbeständen und der Produktzyklen wird das notwendige Material beschafft.

Ausschlaggebend bei der Beschaffung von Material ist nicht nur der Preis, sondern auch die Qualität, welches fallbezogen unter Berücksichtigung von Umweltaspekten ausgewählt wird. Die Gewährleistung der Lieferfähigkeit und damit verbundenen Kundenzufriedenheit nimmt bei uns höchste Priorität ein. Eine elementare Rolle stellt das strategische Lieferantenmanagement dar.

Unser Ziel ist es, unsere Beschaffungskosten zu senken und die Qualität der Belieferung kontinuierlich zu verbessern, die Versorgung unserer Produktion jederzeit zu gewährleisten und Beschaffungsrisiken zu vermeiden und zu beseitigen sowie schnell zusätzliche Lieferpotenziale zu erschließen.

Wie in den Jahren zuvor, haben wir kontinuierlich an einer wettbewerbsfähigen Erweiterung unserer Lieferantenbasis auf den Beschaffungsmärkten gearbeitet. Damit sichern wir uns dauerhaft wettbewerbsfähige Material- und Servicekosten, kontinuierliche Verbesserung von Qualität und Service bei Lieferungen und Leistungen und eine ausreichende Versorgungssicherheit.

Im Geschäftsjahr 2022 waren wir weiterhin, jedoch im weiteren Verlauf des Jahres zunehmend weniger von weltweiten Störungen der Lieferketten und den Auswirkungen der unterjährig erheblich gestiegenen Energiepreise betroffen. Die im Jahr 2021 bestehenden erheblichen Lieferprobleme haben sich im Jahr 2022 sukzessive entspannt. Durch das Abkühlen der Weltwirtschaft konnten sich Staus auf den Handelsrouten wieder leicht auflösen, was Verbesserungen in den Lieferketten nach sich zog. Die Materialverfügbarkeit hat sich in der Folge ebenfalls etwas entspannt.

Die Lagerbestände bei den Roh-Hilfs-Betriebsstoffen wurden mit Blick auf die Erfahrungen in den vergangenen Jahren auf einem hohen Niveau gehalten, um die Materialversorgung der Produktion und die Lieferfähigkeit zu gewährleisten.

Aufgrund der Entwicklungen im Rahmen der Ukrainekrise konnte im 1. Quartal 2022 eine starke Verunsicherung wahrgenommen werden. Dank des Lieferantenmanagements, sowie entsprechender Sicherheitsbestände konnten Lieferengpässe nahezu vollumfänglich vermieden werden. Die Situation hat sich im weiteren Jahresverlauf weiter entspannt. Dennoch bleibt der Fokus in der Beschaffung weiterhin auf eine langfristige Absicherung mit kritischen Materialien und Rohstoffen gerichtet.

Wie die gesamte europäische Industrie waren wir im Jahr 2022 in erheblichem Maße vom Anstieg der Energiekosten betroffen. Verdeutlicht hat sich dies in den Kostenanstiegen in den Kraftstoffen, den Kosten für Elektrizität und Gas. Ebenso führte die Verteuerung der Energie zu einem Anstieg der Preise für Vorprodukte und Dienstleistungen, wie z.B. Frachtkosten. Auch konnten durch die enge Zusammenarbeit mit Energiemarktspezialisten alternative Beschaffungsmodelle implementiert werden, welche eine Flexibilisierung des Energiebezuges und so die Realisierung von Einsparpotenzialen ermöglicht haben. Durch die retrospektive Betrachtung des Energiemarktes und unsere Beschaffungsstrategie im Zeitraum Q4/2022 und Q1/2023 kann festgestellt werden, dass eine signifikante Kostendämpfung erzielt werden konnte.

Personal- und Sozialbereich:

Für Schlüsselpositionen wurden gezielt Fachkräfte gesucht. Den anhaltenden Fachkräfteengpass auf dem Arbeitsmarkt konnten wir durch breite Personalmarketingmaßnahmen entgegenwirken.

Die Beschäftigtenzahl (ohne Auszubildende) lag im Jahresdurchschnitt des Berichtsjahres bei 106 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Im Bereich von Schulungsmaßnahmen konnten unsere Mitarbeiter weiterhin regelmäßig bzw. im Rahmen von Projekten sowohl intern als auch extern teilnehmen.

Die Bereitschaft zu individueller Weiterbildung von Mitarbeitern wird vom Unternehmen nach Kräften unterstützt.

Unsere Belegschaft zeigte bei diesem Geschäftsverlauf eine sehr hohe Einsatzbereitschaft und unterstütze die getroffenen Entscheidungen mit allen Kräften.

Vorjahresprognose:

Im Bereich der Umsatz- und Rohertragsentwicklung haben wir unsere gemäß den Unsicherheiten infolge der noch nicht überwundenen Corona-Pandemie und der Preisentwicklung auf den Beschaffungsmärkten zum Ende des vergangenen Jahres eher konservativen Planungen deutlich übertroffen. Bei der Kostenplanung des abgelaufenen Geschäftsjahrs haben sich die Prognosen ebenfalls mehrheitlich bestätigt.

Der geplante Gewinn vor Steuern konnte gegenüber der Planung übertroffen werden. Qualitativ zeigt sich die Umsatzrendite über dem Vorjahresniveau. Die Investitionsanregungen konnten vollständig umgesetzt werden.

Damit sind die in der Vorperiode prognostizierten Aussagen eingetreten. Insgesamt war damit ein guter Geschäftsverlauf zu verzeichnen.

3. Lage

a) Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2022 haben wir - insbesondere in Hinblick auf die unterjährig erheblichen Auswirkungen und vor allem durch den Ukraine-Krieg aufgetretenen Unsicherheiten - erfolgreich abgeschlossen.

Bei einem Rohertrag in Höhe von T€ 15.026 erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 4.717. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Rohertrag absolut um T€ 3.203. Die Rohertragsmarge stieg ebenfalls leicht an.

Hauptergebnisquelle war nach wie vor das Geschäft mit Bleibatterien.

Der Personalaufwand erhöhte sich um T€ 568 auf T€ 4.589. Die sonstigen betriebliche Aufwendungen erhöhten sich um 22,6 % auf T€ 5.126. Das EBIT beträgt im Geschäftsjahr 2022 T€ 5.196. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von rund T€ 1.715 dar.

Nach Steuern ergab sich im Geschäftsjahr 2022 ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 3.410.

Wechselkurse hatten keinen nennenswerten Einfluss auf die Ertragslage.

b) Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft kann als stabil bezeichnet werden. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr T€ 3.226, der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug T€ 151 und der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug T€ 482. Dies führte zu einer negativen Veränderung des Finanzmittelbestandes in Höhe von T€ 3.859.

Die Gesellschaft schließt am Ende der Periode mit einem negativen Finanzmittelbestand in Höhe von T€ 3.613.

Wesentliche Einflussfaktoren auf den Cashflow des laufenden Geschäftsbetriebs stellte zum einen die Erhöhung des Warenbestandes und zum anderen die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar. Positiv wirkte sich die Verringerung der Forderungen aus Lieferungen aus.

Hierdurch konnten im Geschäftsjahr 2022 die negativen Einflüsse auf die Lieferketten und die daraus möglicherweise resultierenden Lieferunterbrechungen im Rahmen der Unsicherheiten über die Warenverfügbarkeit vollumfänglich vermieden werden. Bei unseren Kunden wurde dies sehr positiv wahrgenommen und führte zu einer Steigerung der Kundenzufriedenheit.

Erläuterung der Kapitalstruktur anhand der externen und internen Finanzierungsquellen:

Die Gesellschaft verfügt über eigene Kreditlinien in Höhe von bis zu T€ 5.000. Zum Stichtag bestanden kurzfristige Bankverbindlichkeiten in Höhe von T€ 3.613.

Rückstellungen in Höhe von T€ 3.963 beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Steuern, Gewährleistungen und Personal.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 11.149 entsprechen rund 37,2 % der Bilanzsumme.

Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Das Vorratsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag T€ 27.934. Auf Grund der Energiekrise und der anhaltenden Lieferkettenstörungen war die Beschaffung der Rohstoffe nennenswert schwieriger. Aus diesem Grund wurde der Warenbestand gegenüber dem Vorjahr vorsorglich erhöht. Die Gesellschaft, ist aber immer noch der Meinung, dass der Warenbestand hoch genug ist, um eine höchstmögliche Lieferfähigkeit zu gewährleisten.

Das Guthaben bei Banken beliefen sich zum Stichtag auf T€ 0.

Investitionsanalyse:

Die Gesellschaft führte im Geschäftsjahr 2022 Investitionen in Höhe von T€ 155 durch. Im Wesentlichen entfielen davon T€ 51 auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, T€ 45 auf sonstige Transportmittel sowie T€ 37 auf geleistete Anzahlungen für die Ausstattung eines Pausenraums.

Liquiditätsanalyse:

Mit Blick auf den Forderungsbestand, den Bestand an Verbindlichkeiten sowie die offenen Kreditlinien kann die Liquidität zu jedem Zeitpunkt als gut bezeichnet werden. Die Gesellschaft war stets in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen.

Außerbilanzielle Verpflichtungen:

Außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen u.a. durch die Anmietung von Anlagegütern im Wege von Leasing-Geschäften.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug zum Stichtag € 30,0 Mio.

Wesentliche Vermögenspositionen sind:

Anlagevermögen € 0,6 Mio.
Vorräte € 27,9 Mio.
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen € 1,4 Mio.

Im Geschäftsjahr 2022 ist die Anlageintensität (Anlagevermögen zu Gesamtvermögen) weiterhin zu vernachlässigen. Der Anteil des Vorratsbestandes (Vorräte zu Gesamtvermögen) stieg auf 93,2 % Punkte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (davon € 1,2 Mio. den Forderungen gegen verbundene Unternehmen zugehörig) machen ca. 4,4 % des Gesamtvermögens aus.

Das ausgewiesene Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31.12.2022 beträgt T€ 8.450. Die Eigenkapitalquote beträgt 28,2 %.

Wir bewerten unsere Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten aufgrund unserer Erfahrungen als stabil.

d) Gesamtaussage

Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage wie auch die im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Ertragslage entsprechen trotz der vielfältigen Herausforderungen aufgrund der geopolitischen und globalen konjunkturellen Entwicklungen den Erwartungen der Geschäftsleitung und zeigen erneut eine gezielte Steuerung der verfügbaren Ressourcen zur Erzielung des realisierten Ergebnisses.

Geschäftsverlauf und Lage haben sich sehr günstig entwickelt.

4. Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen Umsatz, Rohertrag, EBITDA, EBIT und Eigenmittelquote heran.

Der Umsatz (+16 %) konnte trotz der Unsicherheiten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 gesteigert werden. Der Rohertrag stieg um 27,1 %. Das EBITDA beträgt T€ 5.372 nach T€ 3.667 im Vorjahr. Das EBIT erhöhte sich um T€ 1.715 auf T€ 5.196.

Die Eigenkapitalquote liegt nun bei 28,2 % nach 25,3 % im Vorjahr. Der Verschuldungsgrad beträgt 254,8 % im Vergleich zu 296,0 % im Vorjahr.

b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden im Unternehmen z.B. Gesundheitsquote oder Mitarbeiterfluktuation im Personalbereich herangezogen. Die Mitarbeiterfluktuation ist nach wie vor auf zu vernachlässigendem Niveau. Positiv hervorzuheben sind unsere flexiblen Arbeitszeitregelungen.

Weiterhin werden im Rahmen der ISO-Zertifizierung Kennzahlen wie Produktionsmengen, Kundenzufriedenheit und Reklamationsquoten zur Steuerung des Geschäftsbetriebs herangezogen. Erfreuliche Entwicklung weist beispielsweise die Reklamationsquote auf, welche das dritte Mal in Folge verbessert werden konnte.

III. Prognosebericht

Während sich die Störungen der globalen Lieferketten zunehmend aufzulösen scheinen, gehen auch im Jahr 2023 große Unsicherheiten vom Krieg in der Ukraine, den daraus resultierenden Handelskonflikten und weiteren globalpolitischen Spannungen aus. Das hohe Inflationsniveau wird im ersten Halbjahr gemäß den Wirtschaftsforschungsinstituten zunächst noch anhalten, sich dann aber etwas entspannen. Die Dynamik bei den Preissteigerungen von Energie und Kraftstoffen hat zwar abgenommen, bleibt jedoch weiterhin auf einem verhältnismäßig hohen Niveau.

Der Internationale Währungsfonds ("IWF") hat im Januar 2023 seine aktualisierte Prognose für die Weltwirtschaft im Jahr 2023 veröffentlicht. Demnach erwarten die Ökonomen für das laufende Jahr einen Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung. Zwar hätten sich die Aussichten seit der Aufstellung der ersten Prognose im World Economic Outlook im Oktober 2022 verbessert, sodass die Erwartung für das globale Wachstum um 0,2 Prozentpunkte angehoben worden sei. Doch auch im aktuellen Jahr wirkten hohe Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation und die unmittelbaren Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine die internationale Wertschöpfung und den Handel. Nicht nur der IWF sieht die Spitze des Inflationsniveaus bewältigt. Im globalen Maßstab werde die Inflation von voraussichtlich 8,8 Prozent im Jahr 2022 auf 6,6 Prozent im Jahr 2023 zurückgehen. [8]

Der IWF erwartet für die entwickelten Volkswirtschaften ein Wachstum von 1,2 % (2022: 2,7 %; 2021: 5,4 %) und für die Schwellenländer kumuliert ein Wachstum von 4,0 % (2022: 3,9 %; 2021: 6,7 %). Der IWF geht im Einzelnen davon aus, dass die Entwicklung der Wirtschaft in den USA 2,0 % im Jahr 2022 betrug und 1,4 % im Jahr 2023 betragen wird, in den EURO-Staaten 3,5 % im Jahr 2022 und 0,7 % in 2023, in Deutschland 1,9 % in 2022 und 0,1 % in 2023 sowie in China 3,0 % in 2022 betrug und 5,2 % in 2023 betragen wird. [9]

Deutlich positiver bewertet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung die Perspektiven der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023. Das Expertengremium erwartet eine positive Entwicklung des BIP mit einem Wachstum um 3,6 %. Erhöhte Energiepreise sind in dieser Prognose bereits unterstellt. Dennoch wird das hohe Risiko durch die Abhängigkeit von der Aufrechterhaltung russischer Gaslieferungen betont. Kommt es zu einer dauerhaften Unterbrechung, sei eine geringere Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten möglich. [10]

Offen bleiben in diesem Zusammenhang unseres Erachtens die Auswirkungen der geänderten Leitzinspolitik der Notenbanken. Durch die signifikanten Erhöhungen der Leitzinsen können negative Auswirkungen auf das gesamtwirtschaftliche Nachfrageniveau zu erwarten sein. [11]

Die Branche bietet weiterhin ein sehr gutes Wachstumspotenzial (Trend zu umweltfreundlichen Antrieben und Energiequellen). Auf dieser Basis wollen wir den erreichten hohen Marktanteil bei unseren Kunden halten und ggf. weiter ausbauen. Für das Jahr 2022 wurde für den gesamten Lithium-Ionen-Batteriemarkt ein ungebremst steiles Wachstum prognostiziert. Der Branchenverband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI registrierte im Berichtsjahr ein Produktionsplus von rund vier Prozent und sprach von einem "starken Jahr für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie". Während die nominalen Erlöse um zwölf Prozent auf einen Rekordwert gestiegen seien, hätte der Bereich Batterien maßgeblich zu diesem Wachstum beigetragen. Die Produktgruppe zählt zu den Bereichen mit den höchsten Zuwächsen. Hier stiegen die Erlöse um rund 14 % an. Gemäß der Studie "Battery Monitor 2022", die gemeinsam von der RWTH Aachen und der Beratungsgesellschaft Roland Berger erstellt worden ist, beläuft sich die Nachfrage nach Lithium-Batterien für "Commercial Vehicles" im Jahr 2022 auf rund 38 GWh. Das gesamte globale Nachfragevolumen, d.h. auch für Pkw sowie Stationär Speicher, beläuft sich demnach im Jahr 2022 auf 657 GWh (nach 254 GWh im Jahr 2020). Das Marktforschungsunternehmen BloombergNEF sieht in den steigenden Kosten für die in den Batterien verwendeten Rohmaterialien keinen Grund, um die prognostizierte dynamische Entwicklung des Batteriemarktes anzupassen. So würden einige der Faktoren, die die Teuerung im Bereich der Rohmaterialien für Batterien befeuern, auch zu Preisspiralen bei Benzin und Diesel führen.

Beschleuniger dieses Markttrends dürften weiterhin die politischen Entwicklungen im nationalen Bereich, sowie auf EU-Ebene bilden. Durch die jüngst beschlossenen Gesetzesvorlagen, welche ein Aus für Verbrennungsmotoren, bzw. eine CO 2 -Neutralität vorsehen, dürfte sich dieser Trend nachhaltig fortsetzen. Insbesondere durch die technologischen Anforderungen im Rahmen der Elektromobilität, der verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energien und die Herstellung von Versorgungssicherheit dürfte ein signifikanter Anstieg in der Nachfrage nach Batterietechnologien verzeichnen zu sein. [12]

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Unsere Prognosen beziehen sich auf einen Zeitraum von einem Jahr.

Auf Basis des guten Jahresstarts im Jahr 2023 in Bezug auf die Umsatzentwicklung und insbesondere mit Blick auf die aktuelle Auftragslage deutet sich zwar an, dass das erreichte Umsatzniveau des Vorjahres gehalten und gesteigert werden kann. Doch insbesondere die Ertragsentwicklung ist aufgrund der beschriebenen Herausforderungen mit Unsicherheiten behaftet.

Darüber hinaus sind zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen weiteren Belastungen bekannt oder abschätzbar. Im Jahresverlauf können jedoch weitere Einschränkungen für die Geschäftsentwicklung auftreten.

Im Bereich der Umsatzerlöse erwarten wir eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Die Auftragsbestände liegen über Vorjahresniveau.

In den Bereichen Gesundheitsquote und Mitarbeiterfluktuation planen wir keine nennenswerten Änderungen.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen können.

Insgesamt erwarten wir eine weiterhin positive Entwicklung des Konzerns.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

Mögliche Veränderungen im Nachfrageverhalten unserer Kunden würden größere Anpassungen in der Produktion nach sich ziehen.

Aufgrund der geringen Fertigungstiefe und des vorhandenen Knowhows wäre eine solche Entwicklung aber grundsätzlich beherrschbar. In diesem Falle müssten Teile der Produktion mit einem überschaubaren Investitionsaufwand neu organisiert werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir kurzfristig jedoch eher gering.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Effizienz, Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die entsprechende Umsetzung erfolgt in Fortbildungsmaßnahmen und dem Controlling von innerhalb der Gesellschaft festgelegten Qualitätsstandards.

Die Einführung unserer neuen Produkte beinhaltet stets auch ein technologisches Risiko. Dieses wollen wir durch besonders intensive Endkontrollen und Einzeltests minimieren.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Die Einkaufsstrategie ist stets darauf ausgerichtet, direkte Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu vermeiden. Ein weiterer Bestandteil der Strategie beinhaltet langjährige und nachhaltige Beziehungen mit Schlüssellieferanten. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen in unseren eigenen Geschäftsräumen um.

b) Ertragsorientierte Risiken

Da unsere Produkte und die Logistik eng auf unsere Kunden, bei denen es sich um Tochtergesellschaften unserer Gesellschafter handelt, zugeschnitten sind, besteht eine starke Abhängigkeit von den Kunden. Mit Blick auf das breite Gesamtkundenportfolio sind die Risiken auf der Abnahmeseite aus unserer Sicht jedoch überschaubar.

Die weiterhin bestehende Ungewissheit hinsichtlich der Entwicklung des Ukraine-Kriegs, der globalen Inflation und insbesondere in unseren Zielmärkten sowie der Sicherstellung der Energiebelieferung erschwert eine genaue Prognose der Geschäftsentwicklung des Konzerns für das Jahr 2023.

Die Auswirkungen des Ukrainekrieges sind derzeit kaum abschätzbar. Sie hängen zu wesentlichen Teilen von der Dauer des Konflikts ab. Die bisherigen Auswirkungen mit den drastisch gestiegenen Energiekosten und der einhergehenden Inflation wurden zunächst als so signifikant eingestuft, dass in den Erwartungen der Wirtschaftsforscher für Deutschland eine Rezession angenommen worden ist. Diese Prognose konnte inzwischen abgeschwächt bzw. widerrufen werden. In jedem Fall hätte eine Verschlechterung des bislang prognostizierten leichten Wachstums negative Auswirkungen auf die Auftragslage der Gesellschaft.

Ertragsorientierte Risiken sehen wir in steigenden Rohstoffpreisen wie Stahl, Aluminium und Blei, aber auch in erhöhten Energiepreisen wie Gas und Strom, die einen starken Effekt auf die Produktion von Gütern und Dienstleistungen haben. Gleiches gilt für das Personalkostenniveau, Welches aufgrund der zu verzeichnenden Inflation tendenziell steigen wird.

Durch die anhaltend hohe Inflation konnte ein Gegensteuern der Notenbanken ab dem 2. Halbjahr 2022 wahrgenommen werden [13]. In Zwischenstufen erfolgte z.B. durch die EZB die Anhebung des Referenzzinssatzes auf 1,526 % (1-Monats-EURIBOR) zum 31.12.2022. Für das Jahr 2023 konnten weitere Erhöhungen auf nunmehr 2,928 % (zum 01.04.2023) verzeichnet werden. Die Anhebungen der globalen Leitzinssätze führen zu einer signifikanten Verteuerung der Finanzierungskosten und zu negativen Auswirkungen auf die Ertragslage. Offen bleiben in diesem Zusammenhang die Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquiditätslage ist mit Blick auf die eingeräumte Kreditlinie und die Zahlungsmoral unserer Kunden als gut zu bezeichnen.

Da unsere geschäftlichen Transaktionen derzeit fast ausschließlich auf Eurobasis abgewickelt werden, sind Währungsrisiken zu vernachlässigen. Für Realgütergeschäfte in Fremdwährungen werden bei relevanter Größenordnung entsprechende Absicherungsmaßnahmen getroffen.

Wie im Abschnitt zu den ertragsorientierten Risiken beschrieben, ist aufgrund der geänderten Leitzinspolitik mit stark steigenden Finanzierungskosten zu rechnen, welche negative Auswirkungen auf die Ertragskraft, sowie gesamtwirtschaftliche Nachfrage haben kann.

Nach aktuellem Stand können Einschätzungen zur wirtschaftlichen Entwicklung nur in begrenztem Maße gegeben werden (siehe Kapitel Prognosebericht). Höchste Priorität nimmt weiterhin die Sicherung der Liquidität ein.

Aufgrund der weiterhin stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

d) Personenbezogene Risiken

Um erfolgreich zu sein, muss die Gesellschaft Führungskräfte, Facharbeiter und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen halten und dauerhaft motivieren. Der Wettbewerb um Facharbeiter kann intensiv sein, es besteht somit das Risiko, dass die Gesellschaft offene Stellen nicht adäquat oder nicht schnell genug besetzen kann, besonders im Hinblick auf den aktuellen Arbeitsmarkt in Deutschland. Die Aufbauorganisation der Unternehmensgruppe beinhaltet zudem Vertretungsregelungen, welche eine Risikodiversifizierung gewährleistet.

e) Informationstechnologie- und Informationssicherheitsrisiken

Informationen sind wertvolle und schützenswerte Güter für die Gesellschaft

Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung wird ein Großteil der Informationen mit IT-Systemen erzeugt, verarbeitet und gespeichert. Die Sicherheit von Informationen und IT-Systemen bedingen sich daher gegenseitig.

Die Gesellschaft hat technische und organisatorische Maßnahmen implementiert, die das Risiko von unbefugtem Zugriff, ungewollter Veränderung oder Löschung verhindern sollen.

Aufgrund der Komplexität der heutigen IT-Landschaften und der sich immer weiter verdichtenden Bedrohungslage können wir eine Kompromittierung von Informationswerten und damit deren unzulässige Veröffentlichung oder Manipulation nicht gänzlich ausschließen. Es wird jedoch kontinuierlich am Aufbau von IT-Sicherheitsmaßnahmen, sowie deren Überprüfung (z.B. mittels Penetration-Tests) gearbeitet.

f) Rechtliche Risiken

Die Gesellschaft kann im Zusammenhang mit der Durchsetzung oder Abwehr von Ansprüchen Dritter einem Rechtsrisiko ausgesetzt sein. In solchen Fällen können Kosten für externe rechtliche Unterstützung sowie für das Führen der Verfahren vor ordentlichen Gerichten oder Schiedsgerichten entstehen.

Weitere laufende oder drohende Gerichts- oder Schiedsgerichtsverfahren sind derzeit nicht bekannt.

2. Chancenbericht

Als Chance sehen wir die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden, durch die das Abnahmepotenzial in den Folgejahren evtl. noch gesteigert werden kann - belegt durch diverse Zusatzgeschäfte und Anfragen in der Vergangenheit.

Die technischen Voraussetzungen in unserem Haus ermöglichen es uns, die Betriebsabläufe auch künftig effizient zu gestalten und Kosten einzusparen.

Die Finanzierung von weiterem Wachstum wird neben der Bereitstellung von auskömmlichen Kreditlinien seitens der finanzierenden Kreditinstitute durch die Möglichkeit der zusätzlichen Nutzung von Projektlinien auf der Abnehmerseite garantiert.

Durch eine optimale Lagerhaltung können wir unsere Erträge positiv beeinflussen und unsere Liquidität aktiv gestalten.

Trotz der zuletzt stattgefundenen Verteuerung von Produkten mit der Folge einer leicht abgekühlten Investitionsdynamik besteht unseres Erachtens aufgrund der grundsätzlich intakten Markttrends in der Batteriespeichertechnologie eine reelle Chance, von der aktuellen Entwicklung profitieren zu können und so nachhaltiges Wachstum zu generieren.

Zudem bieten sich uns durch die u.a. im Zuge der durch den Ukraine-Krieg verschärften Energiekrise weitere Chancen, von dem Fokus auf die Nutzung effizienter Energiesysteme und erneuerbarer Energien zu profitieren und unsere Geschäftskapazitäten zu erweitern. Der Konzern antizipiert diese Entwicklungen selbstverständlich laufend und ist u.a. in der Lage, die eigene Produktentwicklung entsprechend neu eingetretener Rahmenbedingungen anzupassen, sofern dies aussichtsreich erscheint.

Beschleuniger dürften weiterhin die politischen Entwicklungen im nationalen Bereich, sowie auf EU-Ebene bilden. Durch die jüngst beschlossenen Gesetzesvorlagen, welche ein Aus für Verbrennungsmotoren, bzw. eine CO 2 -Neutralität vorsehen, dürfte sich dieser Trend nachhaltig fortsetzen. Insbesondere durch die technologischen Anforderungen im Rahmen der Elektromobilität, der verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energien und die Herstellung von Versorgungssicherheit dürfte ein signifikanter Anstieg in der Nachfrage nach Batterietechnologien verzeichnen zu sein.

3. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem teilweise schwierigen Wettbewerbsumfeld, potenziellen Versorgungsengpässen, volatilen Rohstoffpreisen und einem stagnierenden Preisniveau in einigen Produktgruppen.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und unserer Aufstellung im Markt sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken allerdings gut gerüstet.

Die Einschätzungen zur Entwicklung der Corona-Pandemie, des Inflations- und Zinsniveaus, der Lieferkettenstörungen und des Ukraine-Konflikts wurden im Prognose- sowie Chancen- und Risikobericht erläutert.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle, rechtliche und sonstige Risiken jeglicher Art. Grundsätzlich wird beim Management der Finanzpositionen eine konservative Risikopolitik verfolgt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, wird über Rückstellungen/Wertberichtigungen entsprechende Vorsorge getroffen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken und zur Optimierung der Zahlungsströme wird ein adäquates Debitorenmanagement genutzt.

Rohstoff-, Zins-, und Währungsrisiken werden bei Bedarf mittels derivativer Instrumente abgesichert.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft über Lieferantenkredite und Mittel aus den zur Verfügung stehenden Kreditlinien der Banken sowie der Finanzierung durch die Gesellschafter.

Den Risiken von Lieferengpässen - insbesondere im Rahmen der Entwicklung der Corona-Pandemie - begegnen wir durch eine sehr enge Kooperation mit unseren Hauptlieferanten sowie mit einer großen Lagerhaltung.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zum Bilanzstichtag sind keine Zweigniederlassungen zu verzeichnen.

 

Seligenporten, den 23. Juni 2023

Martin Hartmann, Geschäftsführer

Grundlagen des unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Gesellschaft beschäftigt sich mit der Produktion und dem Vertrieb von Industriebatterien. Unsere individuellen, auf Kundenwunsch gefertigten Produkte, liefern wir just in time an den Endkunden. Schwerpunkt unserer Aktivitäten ist das Erstausrüstergeschäft.

Die Produkte werden mit Schwerpunkt in Deutschland produziert und nahezu weltweit vertrieben.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft ist auf diesem Gebiet nicht tätig.

Jedoch unterstützt die Gesellschaft die Lieferanten von Lade- und Batteriekomponenten beratend bei der Forschung und Entwicklung.

II. WirtschaftsberichT

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft blickte mit großen Sorgen auf die Wintermonate, in denen die aktuelle Energiekrise wie ein Damoklesschwert über den Aussichten der Unternehmen hing. Doch schon während des vierten Quartals und damit noch vor dem meteorologischen und kalendarischen Winterbeginn wurden die Stimmen immer leiser, die die düstersten Szenarien für das deutsche Bruttoinlandsprodukt skizziert hatten.

So registrierte das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) bereits im November - ausgehend von dem bis dato weiterhin niedrigen Niveau der Wirtschaftsleistung - erste Aufwärtsimpulse. Zuvor stürzte der Index vor allem im dritten Quartal und zu Beginn des vierten Quartals infolge der Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Energieversorgung und -sicherheit deutlich unter die 100-Punkte-Marke ab. Insbesondere ab dem zweiten Halbjahr zeigten sich also die nachgelagerten tatsächlichen Auswirkungen infolge des Ausbruchs des Ukraine-Kriegs auf die deutsche Wirtschaft in einem deutlichen Ausmaß. [14]

Dass sich diese Entwicklung über die Jahreswende hinaus nicht fortsetzt, ist vor allem den positiven Impulsen im Bereich der Preise für Energie zu verdanken. Konsequente und auf europäischer Ebene mitunter auch konzertierte politische Aktionen zur Sicherstellung der Energieversorgung der jeweiligen Industrien hat die Zuversicht von Wirtschaftsvertretern deutlich ansteigen lassen. Gut gefüllte Gasspeicher und eine stabile Gasversorgung sorgen dafür, dass sich die Unternehmen auf die Produktion konzentrieren können. Der ifo Geschäftsklimaindex bildete die Erkenntnisse des DIW-Konjunkturbarometers leicht verzögert ab. Er stieg erst im Dezember wieder auf 88,6 Punkte an, nach 86,4 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im November. Zuvor war der Indikator sechsmal in Folge gefallen. Neben der Bewertung der aktuellen Situation der Unternehmen hellte sich gemäß der Umfrage auch ihr Ausblick auf. [15]

Vor allem das Verarbeitende Gewerbe verspürte einen positiven Schub im letzten Monat des Jahres. Das Geschäftsklima hat sich in nahezu allen Branchen der Industrie verbessert. Dabei sticht der Erwartungsindikator hervor. Dieser verbesserte sich vergleichsweise stark. Aber auch mit der aktuellen Geschäftsentwicklung waren die Unternehmen zufriedener. Trotz rückläufigem Auftragsbestand nahm die Unsicherheit ab. Der Dienstleistungssektor konnte den Aufwind aus dem vierten Quartal auch im Schlussmonat bestätigen. Entscheidend war die gestiegene Zuversicht hinsichtlich des ersten Halbjahres 2023.

"Wir dürfen deutlich weniger pessimistisch in das neue Jahr blicken als noch im Spätsommer erwartet", sagt DIW-Konjunkturexperte Guido Baldi. "Für allzu großen Optimismus ist es dennoch zu früh. Dafür sind insbesondere die globalen Risiken weiterhin hoch - nicht nur hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Krieges in der Ukraine." [16]

Als Belastung werde dabei auch die abgekühlte Weltwirtschaft gesehen. Dramatische Auswirkungen der abrupten Lockerung bzw. sogar Aufhebung der Zero-Covid-Strategie in China auf die Lieferfähigkeit der chinesischen Volkswirtschaft lassen sich aktuell nicht erkennen.

Vielmehr zeigt sich derzeit die Nachfrage aus dem Inland als leichter Stimmungsdämpfer. Als Herausforderung gilt hier unverändert die sich auf einem hohen Stand eingeschwungene Inflation. Die geldpolitischen Gegenmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) werden wohl dazu beitragen, dass sich die Konjunktur nicht in dem Maße entfalten kann, wie es unter anderen Umständen möglich wäre. Und dennoch: Auch hier deutet sich eine Entspannung an und die Realität wird die pessimistischen Prognosen wohl deutlich verfehlen.

Das IfW Kiel erwartet im Jahr 2023 eine Inflation von 5,4 %, gegenüber zuletzt erwarteten 8,7 %. Die deutsche Industrie sitzt weiterhin auf einem gut gepolsterten Auftragsbestand. Der Trend der Industrieproduktion zeigt dabei nach oben. [17]

Durch die anhaltend hohe Inflation konnte ein Gegensteuern der Notenbanken ab dem 2. Halbjahr 2022 wahrgenommen werden. In Zwischenstufen erfolgte z. B. durch die EZB die Anhebung des Referenzzinssatzes auf 1,526 % (1-Monats-EURIBOR) zum 31.12.2022. [18] Für das Jahr 2023 konnten weitere Erhöhungen auf nunmehr 2,928 % (zum 03.04.2023) verzeichnet werden. [19] Die Anhebungen der globalen Leitzinssätze führen zu einer signifikanten Verteuerung der Finanzierungskosten und zu negativen Auswirkungen auf die Ertragslage. Offen bleiben in diesem Zusammenhang die Auswirkungen auf das Investitionsniveau und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.

So rechnet das IfW für 2023 mit einem moderaten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 %, nachdem sich die Befürchtungen aus dem vergangenen Herbst noch in einer damaligen Schätzung eines BIP-Rückgangs um 0,7 % zeigten. Der Blick in die fernere Zukunft lässt die IfW-Forscher im Jahr 2024 ein BIP von 1,3 % erwarten. Als robust erweist sich in dieser Gemengelage der Arbeitsmarkt, der dem trüben Zustand der Wirtschaft trotzt - auch weil die Unternehmen weiterhin stark auf Fachkräfte angewiesen sind und diese entsprechend suchen. [20]

2. Geschäftsverlauf

Trotz Verschlechterung des Geschäftsklimas aufgrund der Auswirkungen der Ukrainekrise konnte der Absatz unserer Produkte weiter ausgebaut werden. Das erzielte Umsatzvolumen konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert werden.

Wachstumstreiber war das Segment der Blei-Säure Batterien, insbesondere im Bereich der Erstausrüstung konnten starke Zuwachsraten verzeichnet werden. Analog den Vorperioden stellten die aufgetretenen Verzögerungen bei der Abnahme von Fertigerzeugnissen eine zu lösende Aufgabe dar, da auf Kundenseite - z. B. bedingt durch fehlende Elektronikkomponenten - Flurförderzeuge nicht wie geplant produziert werden konnten. Dies führte zu Verzögerungen in den Abrufen der Batteriesysteme. Ein enges Monitoring der Kennzahlen hat es ermöglicht, dass in unmittelbaren Dialogen mit Kunden auf offene Abrufe reagiert werden konnte. Aufgrund unserer Einschätzung zur Beschaffungssituation rechnen wir mit einer weiter anhaltenden Verbesserung im 1. Quartal 2023. Weitere Kommentare können dem Abschnitt zur Beschaffung entnommen werden.

Die cebalog GmbH kann daher abermals auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken.

Auftragseingang:

Der Auftragseingang entwickelte sich vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Berichtsperiode positiv.

Umsatz / EBIT:

Gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 ist im Jahr 2022 ein Umsatzanstieg von rund 16,0 % zu verzeichnen. Es wurde ein EBIT von T€ 5.196 erwirtschaftet.

Im Kerngeschäft "Herstellung und Vertrieb von Transaktionsbatterien" wurden unsere Erwartungen voll und ganz erfüllt. Auch die Geschäftsbereiche Service und Aufbereitung konnten ebenfalls positive Ergebnisbeiträge liefern.

Im Geschäftsjahr 2022 konnten wir bestehende Kundenverbindungen verstärken. Die Gesellschaft ist hauptsächlich auf dem inländischen Markt tätig.

Beschaffung:

Vorrangig erfolgt die Beschaffung nach Vorgaben der Fertigung. Die Planung und Disposition werden mittels eines EDV-Systems vorgenommen.

Auf Grund von vorgegebenen Mindestbeständen und der Produktzyklen wird das notwendige Material beschafft.

Ausschlaggebend bei der Beschaffung von Material ist nicht nur der Preis, sondern auch die Qualität, welches fallbezogen unter Berücksichtigung von Umweltaspekten ausgewählt wird. Die Gewährleistung der Lieferfähigkeit und damit verbundenen Kundenzufriedenheit nimmt bei uns höchste Priorität ein. Eine elementare Rolle stellt das strategische Lieferantenmanagement dar.

Unser Ziel ist es, unsere Beschaffungskosten zu senken und die Qualität der Belieferung kontinuierlich zu verbessern, die Versorgung unserer Produktion jederzeit zu gewährleisten und Beschaffungsrisiken zu vermeiden und zu beseitigen sowie schnell zusätzliche Lieferpotenziale zu erschließen.

Wie in den Jahren zuvor, haben wir kontinuierlich an einer wettbewerbsfähigen Erweiterung unserer Lieferantenbasis auf den Beschaffungsmärkten gearbeitet. Damit sichern wir uns dauerhaft wettbewerbsfähige Material- und Servicekosten, kontinuierliche Verbesserung von Qualität und Service bei Lieferungen und Leistungen und eine ausreichende Versorgungssicherheit.

Im Geschäftsjahr 2022 waren wir weiterhin, jedoch im weiteren Verlauf des Jahres zunehmend weniger von weltweiten Störungen der Lieferketten und den Auswirkungen der unterjährig erheblich gestiegenen Energiepreise betroffen. Die im Jahr 2021 bestehenden erheblichen Lieferprobleme haben sich im Jahr 2022 sukzessive entspannt. Durch das Abkühlen der Weltwirtschaft konnten sich Staus auf den Handelsrouten wieder leicht auflösen, was Verbesserungen in den Lieferketten nach sich zog. Die Materialverfügbarkeit hat sich in der Folge ebenfalls etwas entspannt.

Die Lagerbestände bei den Roh-Hilfs-Betriebsstoffen wurden mit Blick auf die Erfahrungen in den vergangenen Jahren auf einem hohen Niveau gehalten, um die Materialversorgung der Produktion und die Lieferfähigkeit zu gewährleisten.

Aufgrund der Entwicklungen im Rahmen der Ukrainekrise konnte im 1. Quartal 2022 eine starke Verunsicherung wahrgenommen werden. Dank des Lieferantenmanagements, sowie entsprechender Sicherheitsbestände konnten Lieferengpässe nahezu vollumfänglich vermieden werden. Die Situation hat sich im weiteren Jahresverlauf weiter entspannt. Dennoch bleibt der Fokus in der Beschaffung weiterhin auf eine langfristige Absicherung mit kritischen Materialien und Rohstoffen gerichtet.

Wie die gesamte europäische Industrie waren wir im Jahr 2022 in erheblichem Maße vom Anstieg der Energiekosten betroffen. Verdeutlicht hat sich dies in den Kostenanstiegen in den Kraftstoffen, den Kosten für Elektrizität und Gas. Ebenso führte die Verteuerung der Energie zu einem Anstieg der Preise für Vorprodukte und Dienstleistungen, wie z.B. Frachtkosten. Auch konnten durch die enge Zusammenarbeit mit Energiemarktspezialisten alternative Beschaffungsmodelle implementiert werden, welche eine Flexibilisierung des Energiebezuges und so die Realisierung von Einsparpotenzialen ermöglicht haben. Durch die retrospektive Betrachtung des Energiemarktes und unsere Beschaffungsstrategie im Zeitraum Q4/2022 und Q1/2023 kann festgestellt werden, dass eine signifikante Kostendämpfung erzielt werden konnte.

Personal- und Sozialbereich:

Für Schlüsselpositionen wurden gezielt Fachkräfte gesucht. Den anhaltenden Fachkräfteengpass auf dem Arbeitsmarkt konnten wir durch breite Personalmarketingmaßnahmen entgegenwirken.

Die Beschäftigtenzahl (ohne Auszubildende) lag im Jahresdurchschnitt des Berichtsjahres bei 106 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Im Bereich von Schulungsmaßnahmen konnten unsere Mitarbeiter weiterhin regelmäßig bzw. im Rahmen von Projekten sowohl intern als auch extern teilnehmen.

Die Bereitschaft zu individueller Weiterbildung von Mitarbeitern wird vom Unternehmen nach Kräften unterstützt.

Unsere Belegschaft zeigte bei diesem Geschäftsverlauf eine sehr hohe Einsatzbereitschaft und unterstütze die getroffenen Entscheidungen mit allen Kräften.

Vorjahresprognose:

Im Bereich der Umsatz- und Rohertragsentwicklung haben wir unsere gemäß den Unsicherheiten infolge der noch nicht überwundenen Corona-Pandemie und der Preisentwicklung auf den Beschaffungsmärkten zum Ende des vergangenen Jahres eher konservativen Planungen deutlich übertroffen. Bei der Kostenplanung des abgelaufenen Geschäftsjahrs haben sich die Prognosen ebenfalls mehrheitlich bestätigt.

Der geplante Gewinn vor Steuern konnte gegenüber der Planung übertroffen werden. Qualitativ zeigt sich die Umsatzrendite über dem Vorjahresniveau. Die Investitionsanregungen konnten vollständig umgesetzt werden.

Damit sind die in der Vorperiode prognostizierten Aussagen eingetreten. Insgesamt war damit ein guter Geschäftsverlauf zu verzeichnen.

3. Lage

a) Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2022 haben wir - insbesondere in Hinblick auf die unterjährig erheblichen Auswirkungen und vor allem durch den Ukraine-Krieg aufgetretenen Unsicherheiten - erfolgreich abgeschlossen.

Bei einem Rohertrag in Höhe von T€ 15.026 erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 4.717. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Rohertrag absolut um T€ 3.203. Die Rohertragsmarge stieg ebenfalls leicht an.

Hauptergebnisquelle war nach wie vor das Geschäft mit Bleibatterien.

Der Personalaufwand erhöhte sich um T€ 568 auf T€ 4.589. Die sonstigen betriebliche Aufwendungen erhöhten sich um 22,6 % auf T€ 5.126. Das EBIT beträgt im Geschäftsjahr 2022 T€ 5.196. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von rund T€ 1.715 dar.

Nach Steuern ergab sich im Geschäftsjahr 2022 ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 3.410.

Wechselkurse hatten keinen nennenswerten Einfluss auf die Ertragslage.

b) Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft kann als stabil bezeichnet werden. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr T€ 3.226, der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug T€ 151 und der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug T€ 482. Dies führte zu einer negativen Veränderung des Finanzmittelbestandes in Höhe von T€ 3.859.

Die Gesellschaft schließt am Ende der Periode mit einem negativen Finanzmittelbestand in Höhe von T€ 3.613.

Wesentliche Einflussfaktoren auf den Cashflow des laufenden Geschäftsbetriebs stellte zum einen die Erhöhung des Warenbestandes und zum anderen die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar. Positiv wirkte sich die Verringerung der Forderungen aus Lieferungen aus.

Hierdurch konnten im Geschäftsjahr 2022 die negativen Einflüsse auf die Lieferketten und die daraus möglicherweise resultierenden Lieferunterbrechungen im Rahmen der Unsicherheiten über die Warenverfügbarkeit vollumfänglich vermieden werden. Bei unseren Kunden wurde dies sehr positiv wahrgenommen und führte zu einer Steigerung der Kundenzufriedenheit.

Erläuterung der Kapitalstruktur anhand der externen und internen Finanzierungs- quellen:

Die Gesellschaft verfügt über eigene Kreditlinien in Höhe von bis zu T€ 5.000. Zum Stichtag bestanden kurzfristige Bankverbindlichkeiten in Höhe von T€ 3.613.

Rückstellungen in Höhe von T€ 3.963 beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Steuern, Gewährleistungen und Personal.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 11.149 entsprechen rund 37,2 % der Bilanzsumme.

Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Das Vorratsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag T€ 27.934. Auf Grund der Energiekrise und der anhaltenden Lieferkettenstörungen war die Beschaffung der Rohstoffe nennenswert schwieriger. Aus diesem Grund wurde der Warenbestand gegenüber dem Vorjahr vorsorglich erhöht. Die Gesellschaft, ist aber immer noch der Meinung, dass der Warenbestand hoch genug ist, um eine höchstmögliche Lieferfähigkeit zu gewährleisten.

Das Guthaben bei Banken beliefen sich zum Stichtag auf T€ 0.

Investitionsanalyse:

Die Gesellschaft führte im Geschäftsjahr 2022 Investitionen in Höhe von T€ 155 durch. Im Wesentlichen entfielen davon T€ 51 auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, T€ 45 auf sonstige Transportmittel sowie T€ 37 auf geleistete Anzahlungen für die Ausstattung eines Pausenraums.

Liquiditätsanalyse:

Mit Blick auf den Forderungsbestand, den Bestand an Verbindlichkeiten sowie die offenen Kreditlinien kann die Liquidität zu jedem Zeitpunkt als gut bezeichnet werden. Die Gesellschaft war stets in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen.

Außerbilanzielle Verpflichtungen:

Außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen u.a. durch die Anmietung von Anlagegütern im Wege von Leasing-Geschäften.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug zum Stichtag € 30,0 Mio.

Wesentliche Vermögenspositionen sind:

Anlagevermögen € 0,6 Mio.
Vorräte € 27,9 Mio.
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen € 1,4 Mio.

Im Geschäftsjahr 2022 ist die Anlageintensität (Anlagevermögen zu Gesamtvermögen) weiterhin zu vernachlässigen. Der Anteil des Vorratsbestandes (Vorräte zu Gesamtvermögen) stieg auf 93,2 % Punkte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (davon € 1,2 Mio. den Forderungen gegen verbundene Unternehmen zugehörig) machen ca. 4,4 % des Gesamtvermögens aus.

Das ausgewiesene Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31.12.2022 beträgt T€ 8.450. Die Eigenkapitalquote beträgt 28,2 %.

Wir bewerten unsere Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten aufgrund unserer Erfahrungen als stabil.

d) Gesamtaussage

Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage wie auch die im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Ertragslage entsprechen trotz der vielfältigen Herausforderungen aufgrund der geopolitischen und globalen konjunkturellen Entwicklungen den Erwartungen der Geschäftsleitung und zeigen erneut eine gezielte Steuerung der verfügbaren Ressourcen zur Erzielung des realisierten Ergebnisses.

Geschäftsverlauf und Lage haben sich sehr günstig entwickelt.

4. Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen Umsatz, Rohertrag, EBITDA, EBIT und Eigenmittelquote heran.

Der Umsatz (+16 %) konnte trotz der Unsicherheiten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 gesteigert werden. Der Rohertrag stieg um 27,1 %. Das EBITDA beträgt T€ 5.372 nach T€ 3.667 im Vorjahr. Das EBIT erhöhte sich um T€ 1.715 auf T€ 5.196.

Die Eigenkapitalquote liegt nun bei 28,2 % nach 25,3 % im Vorjahr. Der Verschuldungsgrad beträgt 254,8 % im Vergleich zu 296,0 % im Vorjahr.

b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden im Unternehmen z.B. Gesundheitsquote oder Mitarbeiterfluktuation im Personalbereich herangezogen. Die Mitarbeiterfluktuation ist nach wie vor auf zu vernachlässigendem Niveau. Positiv hervorzuheben sind unsere flexiblen Arbeitszeitregelungen.

Weiterhin werden im Rahmen der ISO-Zertifizierung Kennzahlen wie Produktionsmengen, Kundenzufriedenheit und Reklamationsquoten zur Steuerung des Geschäftsbetriebs herangezogen. Erfreuliche Entwicklung weist beispielsweise die Reklamationsquote auf, welche das dritte Mal in Folge verbessert werden konnte.

III. Prognosebericht

Während sich die Störungen der globalen Lieferketten zunehmend aufzulösen scheinen, gehen auch im Jahr 2023 große Unsicherheiten vom Krieg in der Ukraine, den daraus resultierenden Handelskonflikten und weiteren globalpolitischen Spannungen aus. Das hohe Inflationsniveau wird im ersten Halbjahr gemäß den Wirtschaftsforschungsinstituten zunächst noch anhalten, sich dann aber etwas entspannen. Die Dynamik bei den Preissteigerungen von Energie und Kraftstoffen hat zwar abgenommen, bleibt jedoch weiterhin auf einem verhältnismäßig hohen Niveau.

Der Internationale Währungsfonds ("IWF") hat im Januar 2023 seine aktualisierte Prognose für die Weltwirtschaft im Jahr 2023 veröffentlicht. Demnach erwarten die Ökonomen für das laufende Jahr einen Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung. Zwar hätten sich die Aussichten seit der Aufstellung der ersten Prognose im World Economic Outlook im Oktober 2022 verbessert, sodass die Erwartung für das globale Wachstum um 0,2 Prozentpunkte angehoben worden sei. Doch auch im aktuellen Jahr wirkten hohe Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation und die unmittelbaren Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine die internationale Wertschöpfung und den Handel. Nicht nur der IWF sieht die Spitze des Inflationsniveaus bewältigt. Im globalen Maßstab werde die Inflation von voraussichtlich 8,8 Prozent im Jahr 2022 auf 6,6 Prozent im Jahr 2023 zurückgehen. [21]

Der IWF erwartet für die entwickelten Volkswirtschaften ein Wachstum von 1,2 % (2022: 2,7 %; 2021: 5,4 %) und für die Schwellenländer kumuliert ein Wachstum von 4,0 % (2022: 3,9 %; 2021: 6,7 %). Der IWF geht im Einzelnen davon aus, dass die Entwicklung der Wirtschaft in den USA 2,0 % im Jahr 2022 betrug und 1,4 % im Jahr 2023 betragen wird, in den EURO-Staaten 3,5 % im Jahr 2022 und 0,7 % in 2023, in Deutschland 1,9 % in 2022 und 0,1 % in 2023 sowie in China 3,0 % in 2022 betrug und 5,2 % in 2023 betragen wird. [22]

Deutlich positiver bewertet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung die Perspektiven der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023. Das Expertengremium erwartet eine positive Entwicklung des BIP mit einem Wachstum um 3,6 %. Erhöhte Energiepreise sind in dieser Prognose bereits unterstellt. Dennoch wird das hohe Risiko durch die Abhängigkeit von der Aufrechterhaltung russischer Gaslieferungen betont. Kommt es zu einer dauerhaften Unterbrechung, sei eine geringere Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten möglich. [23]

Offen bleiben in diesem Zusammenhang unseres Erachtens die Auswirkungen der geänderten Leitzinspolitik der Notenbanken. Durch die signifikanten Erhöhungen der Leitzinsen können negative Auswirkungen auf das gesamtwirtschaftliche Nachfrageniveau zu erwarten sein. [24]

Die Branche bietet weiterhin ein sehr gutes Wachstumspotenzial (Trend zu umweltfreundlichen Antrieben und Energiequellen). Auf dieser Basis wollen wir den erreichten hohen Marktanteil bei unseren Kunden halten und ggf. weiter ausbauen. Für das Jahr 2022 wurde für den gesamten Lithium-Ionen-Batteriemarkt ein ungebremst steiles Wachstum prognostiziert. Der Branchenverband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI registrierte im Berichtsjahr ein Produktionsplus von rund vier Prozent und sprach von einem "starken Jahr für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie". Während die nominalen Erlöse um zwölf Prozent auf einen Rekordwert gestiegen seien, hätte der Bereich Batterien maßgeblich zu diesem Wachstum beigetragen. Die Produktgruppe zählt zu den Bereichen mit den höchsten Zuwächsen. Hier stiegen die Erlöse um rund 14 % an. Gemäß der Studie "Battery Monitor 2022", die gemeinsam von der RWTH Aachen und der Beratungsgesellschaft Roland Berger erstellt worden ist, beläuft sich die Nachfrage nach Lithium-Batterien für "Commercial Vehicles" im Jahr 2022 auf rund 38 GWh. Das gesamte globale Nachfragevolumen, d.h. auch für Pkw sowie Stationär Speicher, beläuft sich demnach im Jahr 2022 auf 657 GWh (nach 254 GWh im Jahr 2020). Das Marktforschungsunternehmen BloombergNEF sieht in den steigenden Kosten für die in den Batterien verwendeten Rohmaterialien keinen Grund, um die prognostizierte dynamische Entwicklung des Batteriemarktes anzupassen. So würden einige der Faktoren, die die Teuerung im Bereich der Rohmaterialien für Batterien befeuern, auch zu Preisspiralen bei Benzin und Diesel führen.

Beschleuniger dieses Markttrends dürften weiterhin die politischen Entwicklungen im nationalen Bereich, sowie auf EU-Ebene bilden. Durch die jüngst beschlossenen Gesetzesvorlagen, welche ein Aus für Verbrennungsmotoren, bzw. eine CO 2 -Neutralität vorsehen, dürfte sich dieser Trend nachhaltig fortsetzen. Insbesondere durch die technologischen Anforderungen im Rahmen der Elektromobilität, der verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energien und die Herstellung von Versorgungssicherheit dürfte ein signifikanter Anstieg in der Nachfrage nach Batterietechnologien verzeichnen zu sein. [25]

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Unsere Prognosen beziehen sich auf einen Zeitraum von einem Jahr.

Auf Basis des guten Jahresstarts im Jahr 2023 in Bezug auf die Umsatzentwicklung und insbesondere mit Blick auf die aktuelle Auftragslage deutet sich zwar an, dass das erreichte Umsatzniveau des Vorjahres gehalten und gesteigert werden kann. Doch insbesondere die Ertragsentwicklung ist aufgrund der beschriebenen Herausforderungen mit Unsicherheiten behaftet.

Darüber hinaus sind zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen weiteren Belastungen bekannt oder abschätzbar. Im Jahresverlauf können jedoch weitere Einschränkungen für die Geschäftsentwicklung auftreten.

Im Bereich der Umsatzerlöse erwarten wir eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Die Auftragsbestände liegen über Vorjahresniveau.

In den Bereichen Gesundheitsquote und Mitarbeiterfluktuation planen wir keine nennenswerten Änderungen.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen können.

Insgesamt erwarten wir eine weiterhin positive Entwicklung des Konzerns.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

Mögliche Veränderungen im Nachfrageverhalten unserer Kunden würden größere Anpassungen in der Produktion nach sich ziehen.

Aufgrund der geringen Fertigungstiefe und des vorhandenen Knowhows wäre eine solche Entwicklung aber grundsätzlich beherrschbar. In diesem Falle müssten Teile der Produktion mit einem überschaubaren Investitionsaufwand neu organisiert werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir kurzfristig jedoch eher gering.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Effizienz, Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die entsprechende Umsetzung erfolgt in Fortbildungsmaßnahmen und dem Controlling von innerhalb der Gesellschaft festgelegten Qualitätsstandards.

Die Einführung unserer neuen Produkte beinhaltet stets auch ein technologisches Risiko. Dieses wollen wir durch besonders intensive Endkontrollen und Einzeltests minimieren.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Die Einkaufsstrategie ist stets darauf ausgerichtet, direkte Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu vermeiden. Ein weiterer Bestandteil der Strategie beinhaltet langjährige und nachhaltige Beziehungen mit Schlüssellieferanten. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen in unseren eigenen Geschäftsräumen um.

b) Ertragsorientierte Risiken

Da unsere Produkte und die Logistik eng auf unsere Kunden, bei denen es sich um Tochtergesellschaften unserer Gesellschafter handelt, zugeschnitten sind, besteht eine starke Abhängigkeit von den Kunden. Mit Blick auf das breite Gesamtkundenportfolio sind die Risiken auf der Abnahmeseite aus unserer Sicht jedoch überschaubar.

Die weiterhin bestehende Ungewissheit hinsichtlich der Entwicklung des Ukraine-Kriegs, der globalen Inflation und insbesondere in unseren Zielmärkten sowie der Sicherstellung der Energiebelieferung erschwert eine genaue Prognose der Geschäftsentwicklung des Konzerns für das Jahr 2023.

Die Auswirkungen des Ukrainekrieges sind derzeit kaum abschätzbar. Sie hängen zu wesentlichen Teilen von der Dauer des Konflikts ab. Die bisherigen Auswirkungen mit den drastisch gestiegenen Energiekosten und der einhergehenden Inflation wurden zunächst als so signifikant eingestuft, dass in den Erwartungen der Wirtschaftsforscher für Deutschland eine Rezession angenommen worden ist. Diese Prognose konnte inzwischen abgeschwächt bzw. widerrufen werden. In jedem Fall hätte eine Verschlechterung des bislang prognostizierten leichten Wachstums negative Auswirkungen auf die Auftragslage der Gesellschaft.

Ertragsorientierte Risiken sehen wir in steigenden Rohstoffpreisen wie Stahl, Aluminium und Blei, aber auch in erhöhten Energiepreisen wie Gas und Strom, die einen starken Effekt auf die Produktion von Gütern und Dienstleistungen haben. Gleiches gilt für das Personalkostenniveau, Welches aufgrund der zu verzeichnenden Inflation tendenziell steigen wird.

Durch die anhaltend hohe Inflation konnte ein Gegensteuern der Notenbanken ab dem 2. Halbjahr 2022 wahrgenommen werden [26]. In Zwischenstufen erfolgte z.B. durch die EZB die Anhebung des Referenzzinssatzes auf 1,526 % (1-Monats-EURIBOR) zum 31.12.2022. Für das Jahr 2023 konnten weitere Erhöhungen auf nunmehr 2,928 % (zum 01.04.2023) verzeichnet werden. Die Anhebungen der globalen Leitzinssätze führen zu einer signifikanten Verteuerung der Finanzierungskosten und zu negativen Auswirkungen auf die Ertragslage. Offen bleiben in diesem Zusammenhang die Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquiditätslage ist mit Blick auf die eingeräumte Kreditlinie und die Zahlungsmoral unserer Kunden als gut zu bezeichnen.

Da unsere geschäftlichen Transaktionen derzeit fast ausschließlich auf Eurobasis abgewickelt werden, sind Währungsrisiken zu vernachlässigen. Für Realgütergeschäfte in Fremdwährungen werden bei relevanter Größenordnung entsprechende Absicherungsmaßnahmen getroffen.

Wie im Abschnitt zu den ertragsorientierten Risiken beschrieben, ist aufgrund der geänderten Leitzinspolitik mit stark steigenden Finanzierungskosten zu rechnen, welche negative Auswirkungen auf die Ertragskraft, sowie gesamtwirtschaftliche Nachfrage haben kann.

Nach aktuellem Stand können Einschätzungen zur wirtschaftlichen Entwicklung nur in begrenztem Maße gegeben werden (siehe Kapitel Prognosebericht). Höchste Priorität nimmt weiterhin die Sicherung der Liquidität ein.

Aufgrund der weiterhin stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

d) Personenbezogene Risiken

Um erfolgreich zu sein, muss die Gesellschaft Führungskräfte, Facharbeiter und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen halten und dauerhaft motivieren. Der Wettbewerb um Facharbeiter kann intensiv sein, es besteht somit das Risiko, dass die Gesellschaft offene Stellen nicht adäquat oder nicht schnell genug besetzen kann, besonders im Hinblick auf den aktuellen Arbeitsmarkt in Deutschland. Die Aufbauorganisation der Unternehmensgruppe beinhaltet zudem Vertretungsregelungen, welche eine Risikodiversifizierung gewährleistet.

e) Informationstechnologie- und Informationssicherheitsrisiken

Informationen sind wertvolle und schützenswerte Güter für die Gesellschaft

Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung wird ein Großteil der Informationen mit IT-Systemen erzeugt, verarbeitet und gespeichert. Die Sicherheit von Informationen und IT-Systemen bedingen sich daher gegenseitig.

Die Gesellschaft hat technische und organisatorische Maßnahmen implementiert, die das Risiko von unbefugtem Zugriff, ungewollter Veränderung oder Löschung verhindern sollen.

Aufgrund der Komplexität der heutigen IT-Landschaften und der sich immer weiter verdichtenden Bedrohungslage können wir eine Kompromittierung von Informationswerten und damit deren unzulässige Veröffentlichung oder Manipulation nicht gänzlich ausschließen. Es wird jedoch kontinuierlich am Aufbau von IT-Sicherheitsmaßnahmen, sowie deren Überprüfung (z.B. mittels Penetration-Tests) gearbeitet.

f) Rechtliche Risiken

Die Gesellschaft kann im Zusammenhang mit der Durchsetzung oder Abwehr von Ansprüchen Dritter einem Rechtsrisiko ausgesetzt sein. In solchen Fällen können Kosten für externe rechtliche Unterstützung sowie für das Führen der Verfahren vor ordentlichen Gerichten oder Schiedsgerichten entstehen.

Weitere laufende oder drohende Gerichts- oder Schiedsgerichtsverfahren sind derzeit nicht bekannt.

2. Chancenbericht

Als Chance sehen wir die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden, durch die das Abnahmepotenzial in den Folgejahren evtl. noch gesteigert werden kann - belegt durch diverse Zusatzgeschäfte und Anfragen in der Vergangenheit.

Die technischen Voraussetzungen in unserem Haus ermöglichen es uns, die Betriebsabläufe auch künftig effizient zu gestalten und Kosten einzusparen.

Die Finanzierung von weiterem Wachstum wird neben der Bereitstellung von auskömmlichen Kreditlinien seitens der finanzierenden Kreditinstitute durch die Möglichkeit der zusätzlichen Nutzung von Projektlinien auf der Abnehmerseite garantiert.

Durch eine optimale Lagerhaltung können wir unsere Erträge positiv beeinflussen und unsere Liquidität aktiv gestalten.

Trotz der zuletzt stattgefundenen Verteuerung von Produkten mit der Folge einer leicht abgekühlten Investitionsdynamik besteht unseres Erachtens aufgrund der grundsätzlich intakten Markttrends in der Batteriespeichertechnologie eine reelle Chance, von der aktuellen Entwicklung profitieren zu können und so nachhaltiges Wachstum zu generieren.

Zudem bieten sich uns durch die u.a. im Zuge der durch den Ukraine-Krieg verschärften Energiekrise weitere Chancen, von dem Fokus auf die Nutzung effizienter Energiesysteme und erneuerbarer Energien zu profitieren und unsere Geschäftskapazitäten zu erweitern. Der Konzern antizipiert diese Entwicklungen selbstverständlich laufend und ist u.a. in der Lage, die eigene Produktentwicklung entsprechend neu eingetretener Rahmenbedingungen anzupassen, sofern dies aussichtsreich erscheint.

Beschleuniger dürften weiterhin die politischen Entwicklungen im nationalen Bereich, sowie auf EU-Ebene bilden. Durch die jüngst beschlossenen Gesetzesvorlagen, welche ein Aus für Verbrennungsmotoren, bzw. eine CO 2 -Neutralität vorsehen, dürfte sich dieser Trend nachhaltig fortsetzen. Insbesondere durch die technologischen Anforderungen im Rahmen der Elektromobilität, der verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energien und die Herstellung von Versorgungssicherheit dürfte ein signifikanter Anstieg in der Nachfrage nach Batterietechnologien verzeichnen zu sein.

3. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem teilweise schwierigen Wettbewerbsumfeld, potenziellen Versorgungsengpässen, volatilen Rohstoffpreisen und einem stagnierenden Preisniveau in einigen Produktgruppen.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und unserer Aufstellung im Markt sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken allerdings gut gerüstet.

Die Einschätzungen zur Entwicklung der Corona-Pandemie, des Inflations- und Zinsniveaus, der Lieferkettenstörungen und des Ukraine-Konflikts wurden im Prognose- sowie Chancen- und Risikobericht erläutert.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle, rechtliche und sonstige Risiken jeglicher Art. Grundsätzlich wird beim Management der Finanzpositionen eine konservative Risikopolitik verfolgt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, wird über Rückstellungen/Wertberichtigungen entsprechende Vorsorge getroffen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken und zur Optimierung der Zahlungsströme wird ein adäquates Debitorenmanagement genutzt.

Rohstoff-, Zins-, und Währungsrisiken werden bei Bedarf mittels derivativer Instrumente abgesichert.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft über Lieferantenkredite und Mittel aus den zur Verfügung stehenden Kreditlinien der Banken sowie der Finanzierung durch die Gesellschafter.

Den Risiken von Lieferengpässen - insbesondere im Rahmen der Entwicklung der Corona-Pandemie - begegnen wir durch eine sehr enge Kooperation mit unseren Hauptlieferanten sowie mit einer großen Lagerhaltung.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zum Bilanzstichtag sind keine Zweigniederlassungen zu verzeichnen.

 

Seligenporten, den 23. Juni 2023

Martin Hartmann, Geschäftsführer

Grundlagen des unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Gesellschaft beschäftigt sich mit der Produktion und dem Vertrieb von Industriebatterien. Unsere individuellen, auf Kundenwunsch gefertigten Produkte, liefern wir just in time an den Endkunden. Schwerpunkt unserer Aktivitäten ist das Erstausrüstergeschäft.

Die Produkte werden mit Schwerpunkt in Deutschland produziert und nahezu weltweit vertrieben.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft ist auf diesem Gebiet nicht tätig.

Jedoch unterstützt die Gesellschaft die Lieferanten von Lade- und Batteriekomponenten beratend bei der Forschung und Entwicklung.

II. WirtschaftsberichT

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft blickte mit großen Sorgen auf die Wintermonate, in denen die aktuelle Energiekrise wie ein Damoklesschwert über den Aussichten der Unternehmen hing. Doch schon während des vierten Quartals und damit noch vor dem meteorologischen und kalendarischen Winterbeginn wurden die Stimmen immer leiser, die die düstersten Szenarien für das deutsche Bruttoinlandsprodukt skizziert hatten.

So registrierte das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) bereits im November - ausgehend von dem bis dato weiterhin niedrigen Niveau der Wirtschaftsleistung - erste Aufwärtsimpulse. Zuvor stürzte der Index vor allem im dritten Quartal und zu Beginn des vierten Quartals infolge der Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Energieversorgung und -sicherheit deutlich unter die 100-Punkte-Marke ab. Insbesondere ab dem zweiten Halbjahr zeigten sich also die nachgelagerten tatsächlichen Auswirkungen infolge des Ausbruchs des Ukraine-Kriegs auf die deutsche Wirtschaft in einem deutlichen Ausmaß. [27]

Dass sich diese Entwicklung über die Jahreswende hinaus nicht fortsetzt, ist vor allem den positiven Impulsen im Bereich der Preise für Energie zu verdanken. Konsequente und auf europäischer Ebene mitunter auch konzertierte politische Aktionen zur Sicherstellung der Energieversorgung der jeweiligen Industrien hat die Zuversicht von Wirtschaftsvertretern deutlich ansteigen lassen. Gut gefüllte Gasspeicher und eine stabile Gasversorgung sorgen dafür, dass sich die Unternehmen auf die Produktion konzentrieren können. Der ifo Geschäftsklimaindex bildete die Erkenntnisse des DIW-Konjunkturbarometers leicht verzögert ab. Er stieg erst im Dezember wieder auf 88,6 Punkte an, nach 86,4 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im November. Zuvor war der Indikator sechsmal in Folge gefallen. Neben der Bewertung der aktuellen Situation der Unternehmen hellte sich gemäß der Umfrage auch ihr Ausblick auf. [28]

Vor allem das Verarbeitende Gewerbe verspürte einen positiven Schub im letzten Monat des Jahres. Das Geschäftsklima hat sich in nahezu allen Branchen der Industrie verbessert. Dabei sticht der Erwartungsindikator hervor. Dieser verbesserte sich vergleichsweise stark. Aber auch mit der aktuellen Geschäftsentwicklung waren die Unternehmen zufriedener. Trotz rückläufigem Auftragsbestand nahm die Unsicherheit ab. Der Dienstleistungssektor konnte den Aufwind aus dem vierten Quartal auch im Schlussmonat bestätigen. Entscheidend war die gestiegene Zuversicht hinsichtlich des ersten Halbjahres 2023.

"Wir dürfen deutlich weniger pessimistisch in das neue Jahr blicken als noch im Spätsommer erwartet", sagt DIW-Konjunkturexperte Guido Baldi. "Für allzu großen Optimismus ist es dennoch zu früh. Dafür sind insbesondere die globalen Risiken weiterhin hoch - nicht nur hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Krieges in der Ukraine." [29]

Als Belastung werde dabei auch die abgekühlte Weltwirtschaft gesehen. Dramatische Auswirkungen der abrupten Lockerung bzw. sogar Aufhebung der Zero-Covid-Strategie in China auf die Lieferfähigkeit der chinesischen Volkswirtschaft lassen sich aktuell nicht erkennen.

Vielmehr zeigt sich derzeit die Nachfrage aus dem Inland als leichter Stimmungsdämpfer. Als Herausforderung gilt hier unverändert die sich auf einem hohen Stand eingeschwungene Inflation. Die geldpolitischen Gegenmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) werden wohl dazu beitragen, dass sich die Konjunktur nicht in dem Maße entfalten kann, wie es unter anderen Umständen möglich wäre. Und dennoch: Auch hier deutet sich eine Entspannung an und die Realität wird die pessimistischen Prognosen wohl deutlich verfehlen.

Das IfW Kiel erwartet im Jahr 2023 eine Inflation von 5,4 %, gegenüber zuletzt erwarteten 8,7 %. Die deutsche Industrie sitzt weiterhin auf einem gut gepolsterten Auftragsbestand. Der Trend der Industrieproduktion zeigt dabei nach oben. [30]

Durch die anhaltend hohe Inflation konnte ein Gegensteuern der Notenbanken ab dem 2. Halbjahr 2022 wahrgenommen werden. In Zwischenstufen erfolgte z. B. durch die EZB die Anhebung des Referenzzinssatzes auf 1,526 % (1-Monats-EURIBOR) zum 31.12.2022. [31] Für das Jahr 2023 konnten weitere Erhöhungen auf nunmehr 2,928 % (zum 03.04.2023) verzeichnet werden. [32] Die Anhebungen der globalen Leitzinssätze führen zu einer signifikanten Verteuerung der Finanzierungskosten und zu negativen Auswirkungen auf die Ertragslage. Offen bleiben in diesem Zusammenhang die Auswirkungen auf das Investitionsniveau und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.

So rechnet das IfW für 2023 mit einem moderaten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 %, nachdem sich die Befürchtungen aus dem vergangenen Herbst noch in einer damaligen Schätzung eines BIP-Rückgangs um 0,7 % zeigten. Der Blick in die fernere Zukunft lässt die IfW-Forscher im Jahr 2024 ein BIP von 1,3 % erwarten. Als robust erweist sich in dieser Gemengelage der Arbeitsmarkt, der dem trüben Zustand der Wirtschaft trotzt - auch weil die Unternehmen weiterhin stark auf Fachkräfte angewiesen sind und diese entsprechend suchen. [33]

2. Geschäftsverlauf

Trotz Verschlechterung des Geschäftsklimas aufgrund der Auswirkungen der Ukrainekrise konnte der Absatz unserer Produkte weiter ausgebaut werden. Das erzielte Umsatzvolumen konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert werden.

Wachstumstreiber war das Segment der Blei-Säure Batterien, insbesondere im Bereich der Erstausrüstung konnten starke Zuwachsraten verzeichnet werden. Analog den Vorperioden stellten die aufgetretenen Verzögerungen bei der Abnahme von Fertigerzeugnissen eine zu lösende Aufgabe dar, da auf Kundenseite - z. B. bedingt durch fehlende Elektronikkomponenten - Flurförderzeuge nicht wie geplant produziert werden konnten. Dies führte zu Verzögerungen in den Abrufen der Batteriesysteme. Ein enges Monitoring der Kennzahlen hat es ermöglicht, dass in unmittelbaren Dialogen mit Kunden auf offene Abrufe reagiert werden konnte. Aufgrund unserer Einschätzung zur Beschaffungssituation rechnen wir mit einer weiter anhaltenden Verbesserung im 1. Quartal 2023. Weitere Kommentare können dem Abschnitt zur Beschaffung entnommen werden.

Die cebalog GmbH kann daher abermals auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken.

Auftragseingang:

Der Auftragseingang entwickelte sich vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Berichtsperiode positiv.

Umsatz / EBIT:

Gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 ist im Jahr 2022 ein Umsatzanstieg von rund 16,0 % zu verzeichnen. Es wurde ein EBIT von T€ 5.196 erwirtschaftet.

Im Kerngeschäft "Herstellung und Vertrieb von Transaktionsbatterien" wurden unsere Erwartungen voll und ganz erfüllt. Auch die Geschäftsbereiche Service und Aufbereitung konnten ebenfalls positive Ergebnisbeiträge liefern.

Im Geschäftsjahr 2022 konnten wir bestehende Kundenverbindungen verstärken. Die Gesellschaft ist hauptsächlich auf dem inländischen Markt tätig.

Beschaffung:

Vorrangig erfolgt die Beschaffung nach Vorgaben der Fertigung. Die Planung und Disposition werden mittels eines EDV-Systems vorgenommen.

Auf Grund von vorgegebenen Mindestbeständen und der Produktzyklen wird das notwendige Material beschafft.

Ausschlaggebend bei der Beschaffung von Material ist nicht nur der Preis, sondern auch die Qualität, welches fallbezogen unter Berücksichtigung von Umweltaspekten ausgewählt wird. Die Gewährleistung der Lieferfähigkeit und damit verbundenen Kundenzufriedenheit nimmt bei uns höchste Priorität ein. Eine elementare Rolle stellt das strategische Lieferantenmanagement dar.

Unser Ziel ist es, unsere Beschaffungskosten zu senken und die Qualität der Belieferung kontinuierlich zu verbessern, die Versorgung unserer Produktion jederzeit zu gewährleisten und Beschaffungsrisiken zu vermeiden und zu beseitigen sowie schnell zusätzliche Lieferpotenziale zu erschließen.

Wie in den Jahren zuvor, haben wir kontinuierlich an einer wettbewerbsfähigen Erweiterung unserer Lieferantenbasis auf den Beschaffungsmärkten gearbeitet. Damit sichern wir uns dauerhaft wettbewerbsfähige Material- und Servicekosten, kontinuierliche Verbesserung von Qualität und Service bei Lieferungen und Leistungen und eine ausreichende Versorgungssicherheit.

Im Geschäftsjahr 2022 waren wir weiterhin, jedoch im weiteren Verlauf des Jahres zunehmend weniger von weltweiten Störungen der Lieferketten und den Auswirkungen der unterjährig erheblich gestiegenen Energiepreise betroffen. Die im Jahr 2021 bestehenden erheblichen Lieferprobleme haben sich im Jahr 2022 sukzessive entspannt. Durch das Abkühlen der Weltwirtschaft konnten sich Staus auf den Handelsrouten wieder leicht auflösen, was Verbesserungen in den Lieferketten nach sich zog. Die Materialverfügbarkeit hat sich in der Folge ebenfalls etwas entspannt.

Die Lagerbestände bei den Roh-Hilfs-Betriebsstoffen wurden mit Blick auf die Erfahrungen in den vergangenen Jahren auf einem hohen Niveau gehalten, um die Materialversorgung der Produktion und die Lieferfähigkeit zu gewährleisten.

Aufgrund der Entwicklungen im Rahmen der Ukrainekrise konnte im 1. Quartal 2022 eine starke Verunsicherung wahrgenommen werden. Dank des Lieferantenmanagements, sowie entsprechender Sicherheitsbestände konnten Lieferengpässe nahezu vollumfänglich vermieden werden. Die Situation hat sich im weiteren Jahresverlauf weiter entspannt. Dennoch bleibt der Fokus in der Beschaffung weiterhin auf eine langfristige Absicherung mit kritischen Materialien und Rohstoffen gerichtet.

Wie die gesamte europäische Industrie waren wir im Jahr 2022 in erheblichem Maße vom Anstieg der Energiekosten betroffen. Verdeutlicht hat sich dies in den Kostenanstiegen in den Kraftstoffen, den Kosten für Elektrizität und Gas. Ebenso führte die Verteuerung der Energie zu einem Anstieg der Preise für Vorprodukte und Dienstleistungen, wie z.B. Frachtkosten. Auch konnten durch die enge Zusammenarbeit mit Energiemarktspezialisten alternative Beschaffungsmodelle implementiert werden, welche eine Flexibilisierung des Energiebezuges und so die Realisierung von Einsparpotenzialen ermöglicht haben. Durch die retrospektive Betrachtung des Energiemarktes und unsere Beschaffungsstrategie im Zeitraum Q4/2022 und Q1/2023 kann festgestellt werden, dass eine signifikante Kostendämpfung erzielt werden konnte.

Personal- und Sozialbereich:

Für Schlüsselpositionen wurden gezielt Fachkräfte gesucht. Den anhaltenden Fachkräfteengpass auf dem Arbeitsmarkt konnten wir durch breite Personalmarketingmaßnahmen entgegenwirken.

Die Beschäftigtenzahl (ohne Auszubildende) lag im Jahresdurchschnitt des Berichtsjahres bei 106 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Im Bereich von Schulungsmaßnahmen konnten unsere Mitarbeiter weiterhin regelmäßig bzw. im Rahmen von Projekten sowohl intern als auch extern teilnehmen.

Die Bereitschaft zu individueller Weiterbildung von Mitarbeitern wird vom Unternehmen nach Kräften unterstützt.

Unsere Belegschaft zeigte bei diesem Geschäftsverlauf eine sehr hohe Einsatzbereitschaft und unterstütze die getroffenen Entscheidungen mit allen Kräften.

Vorjahresprognose:

Im Bereich der Umsatz- und Rohertragsentwicklung haben wir unsere gemäß den Unsicherheiten infolge der noch nicht überwundenen Corona-Pandemie und der Preisentwicklung auf den Beschaffungsmärkten zum Ende des vergangenen Jahres eher konservativen Planungen deutlich übertroffen. Bei der Kostenplanung des abgelaufenen Geschäftsjahrs haben sich die Prognosen ebenfalls mehrheitlich bestätigt.

Der geplante Gewinn vor Steuern konnte gegenüber der Planung übertroffen werden. Qualitativ zeigt sich die Umsatzrendite über dem Vorjahresniveau. Die Investitionsanregungen konnten vollständig umgesetzt werden.

Damit sind die in der Vorperiode prognostizierten Aussagen eingetreten. Insgesamt war damit ein guter Geschäftsverlauf zu verzeichnen.

3. Lage

a) Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2022 haben wir - insbesondere in Hinblick auf die unterjährig erheblichen Auswirkungen und vor allem durch den Ukraine-Krieg aufgetretenen Unsicherheiten - erfolgreich abgeschlossen.

Bei einem Rohertrag in Höhe von T€ 15.026 erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 4.717. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Rohertrag absolut um T€ 3.203. Die Rohertragsmarge stieg ebenfalls leicht an.

Hauptergebnisquelle war nach wie vor das Geschäft mit Bleibatterien.

Der Personalaufwand erhöhte sich um T€ 568 auf T€ 4.589. Die sonstigen betriebliche Aufwendungen erhöhten sich um 22,6 % auf T€ 5.126. Das EBIT beträgt im Geschäftsjahr 2022 T€ 5.196. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von rund T€ 1.715 dar.

Nach Steuern ergab sich im Geschäftsjahr 2022 ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 3.410.

Wechselkurse hatten keinen nennenswerten Einfluss auf die Ertragslage.

b) Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft kann als stabil bezeichnet werden. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr T€ 3.226, der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug T€ 151 und der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug T€ 482. Dies führte zu einer negativen Veränderung des Finanzmittelbestandes in Höhe von T€ 3.859.

Die Gesellschaft schließt am Ende der Periode mit einem negativen Finanzmittelbestand in Höhe von T€ 3.613.

Wesentliche Einflussfaktoren auf den Cashflow des laufenden Geschäftsbetriebs stellte zum einen die Erhöhung des Warenbestandes und zum anderen die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar. Positiv wirkte sich die Verringerung der Forderungen aus Lieferungen aus.

Hierdurch konnten im Geschäftsjahr 2022 die negativen Einflüsse auf die Lieferketten und die daraus möglicherweise resultierenden Lieferunterbrechungen im Rahmen der Unsicherheiten über die Warenverfügbarkeit vollumfänglich vermieden werden. Bei unseren Kunden wurde dies sehr positiv wahrgenommen und führte zu einer Steigerung der Kundenzufriedenheit.

Erläuterung der Kapitalstruktur anhand der externen und internen Finanzierungs- quellen:

Die Gesellschaft verfügt über eigene Kreditlinien in Höhe von bis zu T€ 5.000. Zum Stichtag bestanden kurzfristige Bankverbindlichkeiten in Höhe von T€ 3.613.

Rückstellungen in Höhe von T€ 3.963 beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Steuern, Gewährleistungen und Personal.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 11.149 entsprechen rund 37,2 % der Bilanzsumme.

Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Das Vorratsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag T€ 27.934. Auf Grund der Energiekrise und der anhaltenden Lieferkettenstörungen war die Beschaffung der Rohstoffe nennenswert schwieriger. Aus diesem Grund wurde der Warenbestand gegenüber dem Vorjahr vorsorglich erhöht. Die Gesellschaft, ist aber immer noch der Meinung, dass der Warenbestand hoch genug ist, um eine höchstmögliche Lieferfähigkeit zu gewährleisten.

Das Guthaben bei Banken beliefen sich zum Stichtag auf T€ 0.

Investitionsanalyse:

Die Gesellschaft führte im Geschäftsjahr 2022 Investitionen in Höhe von T€ 155 durch. Im Wesentlichen entfielen davon T€ 51 auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, T€ 45 auf sonstige Transportmittel sowie T€ 37 auf geleistete Anzahlungen für die Ausstattung eines Pausenraums.

Liquiditätsanalyse:

Mit Blick auf den Forderungsbestand, den Bestand an Verbindlichkeiten sowie die offenen Kreditlinien kann die Liquidität zu jedem Zeitpunkt als gut bezeichnet werden. Die Gesellschaft war stets in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen.

Außerbilanzielle Verpflichtungen:

Außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen u.a. durch die Anmietung von Anlagegütern im Wege von Leasing-Geschäften.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug zum Stichtag € 30,0 Mio.

Wesentliche Vermögenspositionen sind:

Anlagevermögen € 0,6 Mio.
Vorräte € 27,9 Mio.
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen € 1,4 Mio.

Im Geschäftsjahr 2022 ist die Anlageintensität (Anlagevermögen zu Gesamtvermögen) weiterhin zu vernachlässigen. Der Anteil des Vorratsbestandes (Vorräte zu Gesamtvermögen) stieg auf 93,2 % Punkte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (davon € 1,2 Mio. den Forderungen gegen verbundene Unternehmen zugehörig) machen ca. 4,4 % des Gesamtvermögens aus.

Das ausgewiesene Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31.12.2022 beträgt T€ 8.450. Die Eigenkapitalquote beträgt 28,2 %.

Wir bewerten unsere Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten aufgrund unserer Erfahrungen als stabil.

d) Gesamtaussage

Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage wie auch die im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Ertragslage entsprechen trotz der vielfältigen Herausforderungen aufgrund der geopolitischen und globalen konjunkturellen Entwicklungen den Erwartungen der Geschäftsleitung und zeigen erneut eine gezielte Steuerung der verfügbaren Ressourcen zur Erzielung des realisierten Ergebnisses.

Geschäftsverlauf und Lage haben sich sehr günstig entwickelt.

4. Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen Umsatz, Rohertrag, EBITDA, EBIT und Eigenmittelquote heran.

Der Umsatz (+16 %) konnte trotz der Unsicherheiten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 gesteigert werden. Der Rohertrag stieg um 27,1 %. Das EBITDA beträgt T€ 5.372 nach T€ 3.667 im Vorjahr. Das EBIT erhöhte sich um T€ 1.715 auf T€ 5.196.

Die Eigenkapitalquote liegt nun bei 28,2 % nach 25,3 % im Vorjahr. Der Verschuldungsgrad beträgt 254,8 % im Vergleich zu 296,0 % im Vorjahr.

b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden im Unternehmen z.B. Gesundheitsquote oder Mitarbeiterfluktuation im Personalbereich herangezogen. Die Mitarbeiterfluktuation ist nach wie vor auf zu vernachlässigendem Niveau. Positiv hervorzuheben sind unsere flexiblen Arbeitszeitregelungen.

Weiterhin werden im Rahmen der ISO-Zertifizierung Kennzahlen wie Produktionsmengen, Kundenzufriedenheit und Reklamationsquoten zur Steuerung des Geschäftsbetriebs herangezogen. Erfreuliche Entwicklung weist beispielsweise die Reklamationsquote auf, welche das dritte Mal in Folge verbessert werden konnte.

III. Prognosebericht

Während sich die Störungen der globalen Lieferketten zunehmend aufzulösen scheinen, gehen auch im Jahr 2023 große Unsicherheiten vom Krieg in der Ukraine, den daraus resultierenden Handelskonflikten und weiteren globalpolitischen Spannungen aus. Das hohe Inflationsniveau wird im ersten Halbjahr gemäß den Wirtschaftsforschungsinstituten zunächst noch anhalten, sich dann aber etwas entspannen. Die Dynamik bei den Preissteigerungen von Energie und Kraftstoffen hat zwar abgenommen, bleibt jedoch weiterhin auf einem verhältnismäßig hohen Niveau.

Der Internationale Währungsfonds ("IWF") hat im Januar 2023 seine aktualisierte Prognose für die Weltwirtschaft im Jahr 2023 veröffentlicht. Demnach erwarten die Ökonomen für das laufende Jahr einen Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung. Zwar hätten sich die Aussichten seit der Aufstellung der ersten Prognose im World Economic Outlook im Oktober 2022 verbessert, sodass die Erwartung für das globale Wachstum um 0,2 Prozentpunkte angehoben worden sei. Doch auch im aktuellen Jahr wirkten hohe Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation und die unmittelbaren Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine die internationale Wertschöpfung und den Handel. Nicht nur der IWF sieht die Spitze des Inflationsniveaus bewältigt. Im globalen Maßstab werde die Inflation von voraussichtlich 8,8 Prozent im Jahr 2022 auf 6,6 Prozent im Jahr 2023 zurückgehen. [34]

Der IWF erwartet für die entwickelten Volkswirtschaften ein Wachstum von 1,2 % (2022: 2,7 %; 2021: 5,4 %) und für die Schwellenländer kumuliert ein Wachstum von 4,0 % (2022: 3,9 %; 2021: 6,7 %). Der IWF geht im Einzelnen davon aus, dass die Entwicklung der Wirtschaft in den USA 2,0 % im Jahr 2022 betrug und 1,4 % im Jahr 2023 betragen wird, in den EURO-Staaten 3,5 % im Jahr 2022 und 0,7 % in 2023, in Deutschland 1,9 % in 2022 und 0,1 % in 2023 sowie in China 3,0 % in 2022 betrug und 5,2 % in 2023 betragen wird. [35]

Deutlich positiver bewertet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung die Perspektiven der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023. Das Expertengremium erwartet eine positive Entwicklung des BIP mit einem Wachstum um 3,6 %. Erhöhte Energiepreise sind in dieser Prognose bereits unterstellt. Dennoch wird das hohe Risiko durch die Abhängigkeit von der Aufrechterhaltung russischer Gaslieferungen betont. Kommt es zu einer dauerhaften Unterbrechung, sei eine geringere Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten möglich. [36]

Offen bleiben in diesem Zusammenhang unseres Erachtens die Auswirkungen der geänderten Leitzinspolitik der Notenbanken. Durch die signifikanten Erhöhungen der Leitzinsen können negative Auswirkungen auf das gesamtwirtschaftliche Nachfrageniveau zu erwarten sein. [37]

Die Branche bietet weiterhin ein sehr gutes Wachstumspotenzial (Trend zu umweltfreundlichen Antrieben und Energiequellen). Auf dieser Basis wollen wir den erreichten hohen Marktanteil bei unseren Kunden halten und ggf. weiter ausbauen. Für das Jahr 2022 wurde für den gesamten Lithium-Ionen-Batteriemarkt ein ungebremst steiles Wachstum prognostiziert. Der Branchenverband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI registrierte im Berichtsjahr ein Produktionsplus von rund vier Prozent und sprach von einem "starken Jahr für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie". Während die nominalen Erlöse um zwölf Prozent auf einen Rekordwert gestiegen seien, hätte der Bereich Batterien maßgeblich zu diesem Wachstum beigetragen. Die Produktgruppe zählt zu den Bereichen mit den höchsten Zuwächsen. Hier stiegen die Erlöse um rund 14 % an. Gemäß der Studie "Battery Monitor 2022", die gemeinsam von der RWTH Aachen und der Beratungsgesellschaft Roland Berger erstellt worden ist, beläuft sich die Nachfrage nach Lithium-Batterien für "Commercial Vehicles" im Jahr 2022 auf rund 38 GWh. Das gesamte globale Nachfragevolumen, d.h. auch für Pkw sowie Stationär Speicher, beläuft sich demnach im Jahr 2022 auf 657 GWh (nach 254 GWh im Jahr 2020). Das Marktforschungsunternehmen BloombergNEF sieht in den steigenden Kosten für die in den Batterien verwendeten Rohmaterialien keinen Grund, um die prognostizierte dynamische Entwicklung des Batteriemarktes anzupassen. So würden einige der Faktoren, die die Teuerung im Bereich der Rohmaterialien für Batterien befeuern, auch zu Preisspiralen bei Benzin und Diesel führen.

Beschleuniger dieses Markttrends dürften weiterhin die politischen Entwicklungen im nationalen Bereich, sowie auf EU-Ebene bilden. Durch die jüngst beschlossenen Gesetzesvorlagen, welche ein Aus für Verbrennungsmotoren, bzw. eine CO 2 -Neutralität vorsehen, dürfte sich dieser Trend nachhaltig fortsetzen. Insbesondere durch die technologischen Anforderungen im Rahmen der Elektromobilität, der verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energien und die Herstellung von Versorgungssicherheit dürfte ein signifikanter Anstieg in der Nachfrage nach Batterietechnologien verzeichnen zu sein. [38]

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Unsere Prognosen beziehen sich auf einen Zeitraum von einem Jahr.

Auf Basis des guten Jahresstarts im Jahr 2023 in Bezug auf die Umsatzentwicklung und insbesondere mit Blick auf die aktuelle Auftragslage deutet sich zwar an, dass das erreichte Umsatzniveau des Vorjahres gehalten und gesteigert werden kann. Doch insbesondere die Ertragsentwicklung ist aufgrund der beschriebenen Herausforderungen mit Unsicherheiten behaftet.

Darüber hinaus sind zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen weiteren Belastungen bekannt oder abschätzbar. Im Jahresverlauf können jedoch weitere Einschränkungen für die Geschäftsentwicklung auftreten.

Im Bereich der Umsatzerlöse erwarten wir eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Die Auftragsbestände liegen über Vorjahresniveau.

In den Bereichen Gesundheitsquote und Mitarbeiterfluktuation planen wir keine nennenswerten Änderungen.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen können.

Insgesamt erwarten wir eine weiterhin positive Entwicklung des Konzerns.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

Mögliche Veränderungen im Nachfrageverhalten unserer Kunden würden größere Anpassungen in der Produktion nach sich ziehen.

Aufgrund der geringen Fertigungstiefe und des vorhandenen Knowhows wäre eine solche Entwicklung aber grundsätzlich beherrschbar. In diesem Falle müssten Teile der Produktion mit einem überschaubaren Investitionsaufwand neu organisiert werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir kurzfristig jedoch eher gering.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Effizienz, Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die entsprechende Umsetzung erfolgt in Fortbildungsmaßnahmen und dem Controlling von innerhalb der Gesellschaft festgelegten Qualitätsstandards.

Die Einführung unserer neuen Produkte beinhaltet stets auch ein technologisches Risiko. Dieses wollen wir durch besonders intensive Endkontrollen und Einzeltests minimieren.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Die Einkaufsstrategie ist stets darauf ausgerichtet, direkte Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu vermeiden. Ein weiterer Bestandteil der Strategie beinhaltet langjährige und nachhaltige Beziehungen mit Schlüssellieferanten. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen in unseren eigenen Geschäftsräumen um.

b) Ertragsorientierte Risiken

Da unsere Produkte und die Logistik eng auf unsere Kunden, bei denen es sich um Tochtergesellschaften unserer Gesellschafter handelt, zugeschnitten sind, besteht eine starke Abhängigkeit von den Kunden. Mit Blick auf das breite Gesamtkundenportfolio sind die Risiken auf der Abnahmeseite aus unserer Sicht jedoch überschaubar.

Die weiterhin bestehende Ungewissheit hinsichtlich der Entwicklung des Ukraine-Kriegs, der globalen Inflation und insbesondere in unseren Zielmärkten sowie der Sicherstellung der Energiebelieferung erschwert eine genaue Prognose der Geschäftsentwicklung des Konzerns für das Jahr 2023.

Die Auswirkungen des Ukrainekrieges sind derzeit kaum abschätzbar. Sie hängen zu wesentlichen Teilen von der Dauer des Konflikts ab. Die bisherigen Auswirkungen mit den drastisch gestiegenen Energiekosten und der einhergehenden Inflation wurden zunächst als so signifikant eingestuft, dass in den Erwartungen der Wirtschaftsforscher für Deutschland eine Rezession angenommen worden ist. Diese Prognose konnte inzwischen abgeschwächt bzw. widerrufen werden. In jedem Fall hätte eine Verschlechterung des bislang prognostizierten leichten Wachstums negative Auswirkungen auf die Auftragslage der Gesellschaft.

Ertragsorientierte Risiken sehen wir in steigenden Rohstoffpreisen wie Stahl, Aluminium und Blei, aber auch in erhöhten Energiepreisen wie Gas und Strom, die einen starken Effekt auf die Produktion von Gütern und Dienstleistungen haben. Gleiches gilt für das Personalkostenniveau, Welches aufgrund der zu verzeichnenden Inflation tendenziell steigen wird.

Durch die anhaltend hohe Inflation konnte ein Gegensteuern der Notenbanken ab dem 2. Halbjahr 2022 wahrgenommen werden[39]. In Zwischenstufen erfolgte z.B. durch die EZB die Anhebung des Referenzzinssatzes auf 1,526 % (1-Monats-EURIBOR) zum 31.12.2022. Für das Jahr 2023 konnten weitere Erhöhungen auf nunmehr 2,928 % (zum 01.04.2023) verzeichnet werden. Die Anhebungen der globalen Leitzinssätze führen zu einer signifikanten Verteuerung der Finanzierungskosten und zu negativen Auswirkungen auf die Ertragslage. Offen bleiben in diesem Zusammenhang die Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquiditätslage ist mit Blick auf die eingeräumte Kreditlinie und die Zahlungsmoral unserer Kunden als gut zu bezeichnen.

Da unsere geschäftlichen Transaktionen derzeit fast ausschließlich auf Eurobasis abgewickelt werden, sind Währungsrisiken zu vernachlässigen. Für Realgütergeschäfte in Fremdwährungen werden bei relevanter Größenordnung entsprechende Absicherungsmaßnahmen getroffen.

Wie im Abschnitt zu den ertragsorientierten Risiken beschrieben, ist aufgrund der geänderten Leitzinspolitik mit stark steigenden Finanzierungskosten zu rechnen, welche negative Auswirkungen auf die Ertragskraft, sowie gesamtwirtschaftliche Nachfrage haben kann.

Nach aktuellem Stand können Einschätzungen zur wirtschaftlichen Entwicklung nur in begrenztem Maße gegeben werden (siehe Kapitel Prognosebericht). Höchste Priorität nimmt weiterhin die Sicherung der Liquidität ein.

Aufgrund der weiterhin stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

d) Personenbezogene Risiken

Um erfolgreich zu sein, muss die Gesellschaft Führungskräfte, Facharbeiter und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen halten und dauerhaft motivieren. Der Wettbewerb um Facharbeiter kann intensiv sein, es besteht somit das Risiko, dass die Gesellschaft offene Stellen nicht adäquat oder nicht schnell genug besetzen kann, besonders im Hinblick auf den aktuellen Arbeitsmarkt in Deutschland. Die Aufbauorganisation der Unternehmensgruppe beinhaltet zudem Vertretungsregelungen, welche eine Risikodiversifizierung gewährleistet.

e) Informationstechnologie- und Informationssicherheitsrisiken

Informationen sind wertvolle und schützenswerte Güter für die Gesellschaft

Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung wird ein Großteil der Informationen mit IT-Systemen erzeugt, verarbeitet und gespeichert. Die Sicherheit von Informationen und IT-Systemen bedingen sich daher gegenseitig.

Die Gesellschaft hat technische und organisatorische Maßnahmen implementiert, die das Risiko von unbefugtem Zugriff, ungewollter Veränderung oder Löschung verhindern sollen.

Aufgrund der Komplexität der heutigen IT-Landschaften und der sich immer weiter verdichtenden Bedrohungslage können wir eine Kompromittierung von Informationswerten und damit deren unzulässige Veröffentlichung oder Manipulation nicht gänzlich ausschließen. Es wird jedoch kontinuierlich am Aufbau von IT-Sicherheitsmaßnahmen, sowie deren Überprüfung (z.B. mittels Penetration-Tests) gearbeitet.

f) Rechtliche Risiken

Die Gesellschaft kann im Zusammenhang mit der Durchsetzung oder Abwehr von Ansprüchen Dritter einem Rechtsrisiko ausgesetzt sein. In solchen Fällen können Kosten für externe rechtliche Unterstützung sowie für das Führen der Verfahren vor ordentlichen Gerichten oder Schiedsgerichten entstehen.

Weitere laufende oder drohende Gerichts- oder Schiedsgerichtsverfahren sind derzeit nicht bekannt.

2. Chancenbericht

Als Chance sehen wir die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden, durch die das Abnahmepotenzial in den Folgejahren evtl. noch gesteigert werden kann - belegt durch diverse Zusatzgeschäfte und Anfragen in der Vergangenheit.

Die technischen Voraussetzungen in unserem Haus ermöglichen es uns, die Betriebsabläufe auch künftig effizient zu gestalten und Kosten einzusparen.

Die Finanzierung von weiterem Wachstum wird neben der Bereitstellung von auskömmlichen Kreditlinien seitens der finanzierenden Kreditinstitute durch die Möglichkeit der zusätzlichen Nutzung von Projektlinien auf der Abnehmerseite garantiert.

Durch eine optimale Lagerhaltung können wir unsere Erträge positiv beeinflussen und unsere Liquidität aktiv gestalten.

Trotz der zuletzt stattgefundenen Verteuerung von Produkten mit der Folge einer leicht abgekühlten Investitionsdynamik besteht unseres Erachtens aufgrund der grundsätzlich intakten Markttrends in der Batteriespeichertechnologie eine reelle Chance, von der aktuellen Entwicklung profitieren zu können und so nachhaltiges Wachstum zu generieren.

Zudem bieten sich uns durch die u.a. im Zuge der durch den Ukraine-Krieg verschärften Energiekrise weitere Chancen, von dem Fokus auf die Nutzung effizienter Energiesysteme und erneuerbarer Energien zu profitieren und unsere Geschäftskapazitäten zu erweitern. Der Konzern antizipiert diese Entwicklungen selbstverständlich laufend und ist u.a. in der Lage, die eigene Produktentwicklung entsprechend neu eingetretener Rahmenbedingungen anzupassen, sofern dies aussichtsreich erscheint.

Beschleuniger dürften weiterhin die politischen Entwicklungen im nationalen Bereich, sowie auf EU-Ebene bilden. Durch die jüngst beschlossenen Gesetzesvorlagen, welche ein Aus für Verbrennungsmotoren, bzw. eine CO 2 -Neutralität vorsehen, dürfte sich dieser Trend nachhaltig fortsetzen. Insbesondere durch die technologischen Anforderungen im Rahmen der Elektromobilität, der verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energien und die Herstellung von Versorgungssicherheit dürfte ein signifikanter Anstieg in der Nachfrage nach Batterietechnologien verzeichnen zu sein.

3. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem teilweise schwierigen Wettbewerbsumfeld, potenziellen Versorgungsengpässen, volatilen Rohstoffpreisen und einem stagnierenden Preisniveau in einigen Produktgruppen.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und unserer Aufstellung im Markt sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken allerdings gut gerüstet.

Die Einschätzungen zur Entwicklung der Corona-Pandemie, des Inflations- und Zinsniveaus, der Lieferkettenstörungen und des Ukraine-Konflikts wurden im Prognose- sowie Chancen- und Risikobericht erläutert.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle, rechtliche und sonstige Risiken jeglicher Art. Grundsätzlich wird beim Management der Finanzpositionen eine konservative Risikopolitik verfolgt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, wird über Rückstellungen/Wertberichtigungen entsprechende Vorsorge getroffen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken und zur Optimierung der Zahlungsströme wird ein adäquates Debitorenmanagement genutzt.

Rohstoff-, Zins-, und Währungsrisiken werden bei Bedarf mittels derivativer Instrumente abgesichert.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft über Lieferantenkredite und Mittel aus den zur Verfügung stehenden Kreditlinien der Banken sowie der Finanzierung durch die Gesellschafter.

Den Risiken von Lieferengpässen - insbesondere im Rahmen der Entwicklung der Corona-Pandemie - begegnen wir durch eine sehr enge Kooperation mit unseren Hauptlieferanten sowie mit einer großen Lagerhaltung.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zum Bilanzstichtag sind keine Zweigniederlassungen zu verzeichnen.

 

Seligenporten, den 23. Juni 2023

Martin Hartmann, Geschäftsführer

[1] https://www.diw.de/de/diw_01.c.860585.de/diw-konjunkturbarometer_november__aussichten_trotz_leichter_erholung_weiterhin_trueb.html

[2] https://www.diw.de/de/diw_01.c.862284.de/diw-konjunkturbarometer_dezember__konjunkturaussichten_hellen_sich_etwas_auf.html

[3] ebd.

[4] https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/medieninformationen/2022/winterprognose-ifw-kiel-wirtschaft-im-naechsten-jahr-mit-kleinem-plus-und-grossen-risiken/

[5] https://www.euribor-rates.eu/de/euribor-werte-pro-jahr/2022/

[6] https://www.euribor-rates.eu/de/euribor-werte-pro-jahr/2023/

[7] https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/medieninformationen/2022/winterprognose-ifw-kiel-wirtschaft-im-naechsten-jahr-mit-kleinem-plus-und-grossen-risiken/

[8] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/03/12-die-lage-der-weltwirtschaft.html

[9] ebd.

[10] ebd.

[11] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/03/12-die-lage-der-weltwirtschaft.html

[12] https://www.rolandberger.com/en/Insights/Publications/Battery-Monitor-2022-Technology-and-sustainability-in-the-battery-market.html

[13] Vgl. https://www.euribor-rates.eu/de/euribor-grafik/

[14] https://www.diw.de/de/diw_01.c.860585.de/diw-konjunkturbarometer_november__aussichten_trotz_leichter_erholung_weiterhin_trueb.html

[15] https://www.diw.de/de/diw_01.c.862284.de/diw-konjunkturbarometer_dezember__konjunkturaussichten_hellen_sich_etwas_auf.html

[16] ebd.

[17] https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/medieninformationen/2022/winterprognose-ifw-kiel-wirtschaft-im-naechsten-jahr-mit-kleinem-plus-und-grossen-risiken/

[18] https://www.euribor-rates.eu/de/euribor-werte-pro-jahr/2022/

[19] https://www.euribor-rates.eu/de/euribor-werte-pro-jahr/2023/

[20] https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/medieninformationen/2022/winterprognose-ifw-kiel-wirtschaft-im-naechsten-jahr-mit-kleinem-plus-und-grossen-risiken/

[21] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/03/12-die-lage-der-weltwirtschaft.html

[22] ebd.

[23] ebd.

[24] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/03/12-die-lage-der-weltwirtschaft.html

[25] https://www.rolandberger.com/en/Insights/Publications/Battery-Monitor-2022-Technology-and-sustainability-in-the-battery-market.html

[26] Vgl. https://www.euribor-rates.eu/de/euribor-grafik/

[27] https://www.diw.de/de/diw_01.c.860585.de/diw-konjunkturbarometer_november__aussichten_trotz_leichter_erholung_weiterhin_trueb.html

[28] https://www.diw.de/de/diw_01.c.862284.de/diw-konjunkturbarometer_dezember__konjunkturaussichten_hellen_sich_etwas_auf.html

[29] ebd.

[30] https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/medieninformationen/2022/winterprognose-ifw-kiel-wirtschaft-im-naechsten-jahr-mit-kleinem-plus-und-grossen-risiken/

[31] https://www.euribor-rates.eu/de/euribor-werte-pro-jahr/2022/

[32] https://www.euribor-rates.eu/de/euribor-werte-pro-jahr/2023/

[33] https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/medieninformationen/2022/winterprognose-ifw-kiel-wirtschaft-im-naechsten-jahr-mit-kleinem-plus-und-grossen-risiken/

[34] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/03/12-die-lage-der-weltwirtschaft.html

[35] ebd.

[36] ebd.

[37] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/03/12-die-lage-der-weltwirtschaft.html

[38] https://www.rolandberger.com/en/Insights/Publications/Battery-Monitor-2022-Technology-and-sustainability-in-the-battery-market.html

[39] Vgl. https://www.euribor-rates.eu/de/euribor-grafik/

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 648.498,53 669.237,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.204,00 27.908,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.204,00 27.908,00
II. Sachanlagen 631.294,53 641.329,00
1. technische Anlagen und Maschinen 201.770,00 100.550,79
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 379.584,29 407.776,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 49.940,24 133.002,21
B. Umlaufvermögen 29.316.864,86 19.286.660,55
I. Vorräte 27.934.471,00 16.705.398,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 24.074.440,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 3.860.031,00 16.494.624,00
3. geleistete Anzahlungen 210.774,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.382.336,82 2.311.552,28
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 177.535,77 672.354,05
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.175.177,34 1.559.730,19
3. sonstige Vermögensgegenstände 29.623,71 79.468,04
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 57,04 269.710,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.221,65 4.585,51
Summe Aktiva 29.980.585,04 19.960.483,06

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 8.450.012,82 5.040.489,92
I. gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 4.990.489,92 2.648.277,52
III. Jahresüberschuss 3.409.522,90 2.342.212,40
B. Rückstellungen 3.963.244,05 2.421.758,78
1. Steuerrückstellungen 1.471.906,05 681.098,78
2. sonstige Rückstellungen 2.491.338,00 1.740.660,00
C. Verbindlichkeiten 17.567.328,17 12.498.234,36
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.613.417,24 24.462,21
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.148.965,76 10.538.154,68
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.339.432,82 1.252.548,10
4. sonstige Verbindlichkeiten 465.512,35 683.069,37
Summe Passiva 29.980.585,04 19.960.483,06

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 15.087.390,47 11.869.096,55
2. Personalaufwand 4.589.049,22 4.021.466,73
a) Löhne und Gehälter 3.940.327,43 3.466.766,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 648.721,79 554.700,55
3. Abschreibungen 176.125,88 186.666,67
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 176.125,88 186.666,67
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.126.434,85 4.180.537,91
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.995,69 106,69
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 481.498,88 239.161,35
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.307.146,43 898.897,18
8. Ergebnis nach Steuern 3.410.130,90 2.342.473,40
9. sonstige Steuern 608,00 261,00
Jahresüberschuss 3.409.522,90 2.342.212,40

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der cebalog GmbH, Seligenporten wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ausweis und Gliederung erfolgten entsprechend den gesetzlichen Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft weist nach § 267 Abs. 2 HGB die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf.

Sitz der Gesellschaft ist Seligenporten. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Nürnberg unter HRB 23847 geführt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt

Darstellungsstetigkeit

Im Berichtszeitraum wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung keine Ausweisveränderungen vorgenommen.

Vergleichbarkeit

Die Zahlen des Berichtszeitraums sind unmittelbar mit den Vorjahresbeträgen vergleichbar.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des 3. Buches des HGB erstellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a, 276-277 HGB erstellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

2. Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt.

Es wurde wie folgt bewertet:

Anlagevermögen

Die Immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibung (Nutzungsdauern zwischen ein und drei Jahren) angesetzt. Soweit möglich, erfolgt die Abschreibung nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen (Nutzungsdauern zwischen ein und fünfzehn Jahren), angesetzt. Soweit möglich, erfolgt die Abschreibung nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Umlaufvermögen

Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Herstellungskosten für fertige Erzeugnisse wurde mit Materialeinzel-, Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten und einen Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit veranlasst durch die Fertigung, angesetzt.

Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigung berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nominalwerten, und ggf. Barwerten angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen und Ausgaben, die Erträge und Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages dotiert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, ihrer Restlaufzeit entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagespiegel im Anhang verwiesen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von € 1.170.902,84 aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und 4.274,50 aus sonstigen Vermögensgegenständen, davon gegenüber Gesellschafter 4.274,50.

3. Eigenkapital, Gewinnvortrag und Jahresüberschuss

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 3.409.522,90 auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe von € 2.491.338,00 gebildet. Diese betreffen:

Gewährleistungskosten 1.057.390,00
Jahresabschlusskosten 11.000,00
Sonstige Rückstellungen 1.422.948,00
2.491.338,00

5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

Gesamtbetrag 31.12.2022
bis zu einem Jahr
ein bis fünf Jahre
mehr als fünf Jahre
durch Pfandrechte o.ä. gesichert
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.613.417,24 3.605.439,25 7.977,99 0,00 3.613.417,24
(Vorjahr) (24.462,21) (7.977,99) (16.484,22) (0,00) (24.462,21)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.148.865,76 11.148.865,76 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (10.538.154,68) (10.538.154,68) (0,00) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.339.432,82 2.339.432,82 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.252.548,10) (1.252.548,10) (0,00) (0,00) (0,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 465.612,35 465.612,35 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (683.069,37) (683.069,37) (0,00) (0,00) (0,00)
Gesamtbetrag Verbindlichkeiten 17.567.328,17 17.559.350,18 7.977,99 0,00 3.613.417,24
(Vorjahr) (12.498.234,36) (12.481.750,14) (16.484,22) (0,00) (24.462,21)

Verbindlichkeiten haben am Bilanzstichtag in Höhe von € 17.567.328,17 bestanden:

- davon aus Steuern 430.614,86
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.840,68

Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen haben in Höhe von € 2.339.432,82 bestanden, davon gegenüber Gesellschaftern € 2.175.596,07.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von € 454.416,75 aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von € 1.885.016,07 aus sonstigen Verbindlichkeiten, davon gegenüber Gesellschaftern € 1.885.016,07.

Die Bankverbindlichkeiten sind in voller Höhe mit einer Forderungszession sowie Sicherungsübereignung des Warenbestandes besichert.

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert.

D. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung und Vertretung

Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer war im Berichtszeitraum Herr Martin Hartmann.

Herr Martin Hartmann ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Von der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

2. Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 106 , davon 24 Teilzeitkräfte.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus mehrjährigen Miet- und Leasingverträgen. Die jährliche Verpflichtung aus diesen Verträgen beträgt T€ 1.050.

 

Seligenporten, den 23. Juni 2023

Martin Hartmann, Geschäftsführer

- Entwicklung der Anschaffungswerte -
Bilanzposten Anfangsbestand 01.01.2022 Zugänge lfd. Abgänge lfd. Umbuchung lfd. Endstand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.499 9.333 81.832
2. geleistete Anzahlungen
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 72.499 9.333 81.832
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. technischen Anlage und Maschinen 529.256 529.256
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 881.277 96.114 -6.750 970.641
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.940 49.940
Summe Sachanlagen 1.410.533 146.054 -6.750 1.549.837
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
Summe Finanzanlagen
Summe Anlagevermögen 1.483.032 155.387 -6.750 1.631.670
- Entwicklung der Abschreibungen -
Bilanzposten Anfangsbestand 01.01.2022 Zugänge lfd. Abgänge lfd. Umbuchung lfd. Endstand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -44.591 -20.037 -64.628
2. geleistete Anzahlungen
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände -44.591 -20.037 -64.628
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. technischen Anlage und Maschinen -297.242 -30.244 -327.486
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -471.962 -125.845 6.750 -591.057
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Summe Sachanlagen -769.204 -156.089 6.750 -918.543
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
Summe Finanzanlagen
Summe Anlagevermögen -813.795 -176.126 6.750 -983.171
- Entwicklung der Buchwerte -
Bilanzposten (Stand:) Buchwert 01.01.2022 (Stand:) Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.908 17.204
2. geleistete Anzahlungen
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 27.908 17.204
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. technischen Anlage und Maschinen 232.014 201.770
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 409.315 379.584
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.940
Summe Sachanlagen 641.329 631.295
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
Summe Finanzanlagen
Summe Anlagevermögen 669.237 648.499

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Cebalog GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cebalog GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cebalog GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 23. Juni 2023

LHS GmbH
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