Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 5716
Eingetragen
15.5.1975
Branche
Herstellung von hydraulischen und pneumatischen Komponenten und SystemenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb hydraulischer und pneumatischer Komponenten für Maschinen-, Werkzeugund Zubehörteile sowie alle verwandten Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Mussler
seit 15.1.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Marco Thomas Barth
seit 7.10.2022
Geschäftsführer
Kathrin Mönig
seit 20.7.2017
Prokura
Katrin Hanna Merkle
seit 8.5.2015
Geschäftsführer
Renata Subasic
seit 26.7.2006
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (7)

NameAnteil
85.00%
M***** M*****
2.50%
N*** M*****
2.50%

Gesellschafter
Beta

7 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 7 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Christen Johannes Merkle
Bruckmühlenstr. 14, 79235 Vogtsburg
850.000 €
85.00%
M***** M*****
25.000 €
2.50%
N*** M*****
25.000 €
2.50%
A*** M*****
25.000 €
2.50%
T** M*****
25.000 €
2.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AHP Merkle GmbH

Gottenheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

AHP MERKLE GMBH, GOTTENHEIM

A. Grundlagen des Unternehmens

Die AHP Merkle GmbH (kurz: AHP) entwickelt, konstruiert und fertigt seit dem 01.04.1973 hochwertige Hydraulikzylinder für den Werkzeug- und Formenbau, den allgemeinen Maschinenbau, Sondermaschinenbau, für Automotive, Hydroforming, den Entgrat-Werkzeugbau und andere Anwendungsbereiche.

59,4 % der hergestellten Produkte sind Blockzylinder - diese in den unterschiedlichsten Ausführungen und Varianten. Unser Hauptabsatzmarkt ist noch immer der des Werkzeug- und Formenbaus. Hier gehören wir zu den führenden Anbietern bei den Blockzylindern. *

48 % (Vorjahr 43%) der Kunden sind in Deutschland, 52 % (Vorjahr 57%) der Kunden im Ausland: 29 % Umsätze EU, 23% Drittland-Umsätze. Herausragend hierbei ist China mit einem Umsatzanteil von 16,5 % (Vorjahr 18%).

Wir haben eine Tochtergesellschaft in Hongkong. Des Weiteren ist die AHP Merkle-Gruppe mit Niederlassungen in Suzhou/China, Italien und Portugal vertreten. Diese bieten ausschließlich technische Beratung, Vertrieb und Service an. Daneben gibt es internationale Handelspartner. Alle Produkte produzieren wir ausschließlich an unserem Standort in Gottenheim/Deutschland.

Die Marke AHP Merkle ist eine bekannte und anerkannte Marke, die für hohe Qualität steht. *

AHP Merkle GmbH feierte am 01. April 2023 den 50. Jahrestag der Firmengründung.

B. Wirtschaftsbericht

B. I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Angaben des statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 15. Januar 2024 "belasten die Folgen der globalen Krisen die Deutsche Wirtschaft: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2022 ist geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", so Dr. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023" in Wiesbaden.

"Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus.

Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Neben der Abschaltung der drei letzten deutschen Atomkraftwerke zum 15. April 2023 sank auch die Energieproduktion aus Braun- und Steinkohle. Dagegen wuchs die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich. Zudem wurde vermehrt Strom im Ausland eingekauft. Die bisher vorliegenden Außenhandelsdaten zeigen einen Anstieg der preisbereinigten Stromimporte im zweistelligen Prozentbereich bei gleichzeitig niedrigeren Stromexporten. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls, wenn gleich deutlich weniger, im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte."

* 1) https: // www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf?__blob=publicationFile :~:text=Die%20Folgen%20der%20globalen%20Krisen,3%20%25%20gegen%C3%BCber%20dem%20Vorjahr%20gesunken.

Die gesamtwirtschaftliche Lage hat sich auch für AHP im Jahr 2023 als schwierig erwiesen. Anders als in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes oben erwähnt, hat sich gerade der Teil der Kunden, welcher in die Automobilindustrie liefert, für unser Unternehmen schwierig erwiesen. Einige unserer Kunden im Formen- und Werkzeugbau produzieren für die Automobilindustrie. Neben vielen anderen Bereichen, wie zum Beispiel Weiße Ware oder Haushaltswaren. Aus dem Bereich der Automobilzulieferer kamen 2023 zu wenige Aufträge bei unseren Kunden an. Das liegt an der allgemeinen Unsicherheit, die aufgrund des hohen Drucks, Elektromobilität zu forcieren und dem Schwächeln der großen deutschen Automobilisten. Das I. Quartal 2023 lag hinsichtlich der Umsatzerlöse innerhalb der Planungen - danach blieben die Umsatzerlöse teilweise deutlich unter unseren Planungen. Den ab Oktober 2022 erhobenen temporären Zuschlag für gestiegene Energiekosten in Höhe von 3,9% haben wir zum 01. Juli 2023 aufgrund verbesserter Rahmenbedingungen auslaufen lassen und sind auf das Preisniveau von 2022 zurückgegangen.

Der Auftragseingang bewegte sich 2023 auf dem Niveau des Vorjahres. Mal etwas darüber, mal darunter. Ab KW 43 nahm er jedoch stetig zu und liegt zum Jahresende deutlich über dem Vorjahr.

Die äußerst positive Entwicklung bei den Auftragseingängen ist gegenläufig der allgemeinen Entwicklung am Markt und ist allein unseren neuen Produkten geschuldet, die mehr und mehr nachgefragt werden.

Was uns zu der Erkenntnis führt, dass das Jahr 2023 für AHP wirtschaftlich ein schwieriges Jahr war. Aber, es war gleichzeitig ein Jahr, in dem wir die schon während der Corona-Pandemie begonnene Transformation erfolgreich abschließen konnten: Die Entwicklung der neuen Produkte, auf die wir uns in den vergangenen Jahren und speziell 2023 konzentriert haben, ist abgeschlossen. Und sie konnten auch schon teilweise erfolgreich am Markt eingeführt werden.

Deshalb sind wir grundsätzlich sehr zufrieden mit dem Jahr 2023. Denn AHP ist ein großer Schritt in Richtung Zukunft gegangen.

B. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Das Jahr 2023 startete nicht nur bei den Umsätzen, sondern auch beim operativen Ergebnis (wie auch in den beiden Vorjahren schon) über unseren Erwartungen. Wir konnten im I. Quartal 2023 viele Umsätze generieren. Leider wurde es im Jahresverlauf weniger. Auch das deckt sich mit den Erfahrungen der beiden Vorjahre.

Hatten wir 2022 einen Umsatz von 30.015 T€ erzielt, so konnten wir 2023 lediglich einen Gesamtumsatz von 28.622 T€ erzielen. Das ist ein Rückgang im Vergleich zu 2022 um 1.393 T€ oder 4,64 %.

Die Umsätze stiegen im Vergleich zu 2022 im Inland um 798 T€ (plus 6 %), die Umsätze im Ausland reduzierten sich um 2.235 T€ (minus 12,98 %). Der Anteil des Inlandsumsatzes am Gesamtumsatz beträgt 2023 48,35 % (2022: 43%).

Im Ausland stellt sich die Situation unterschiedlich (schlecht) dar. Bei all unseren Auslands-Gesellschaften (China, Portugal/Spanien und Italien) mussten wir mit Umsatzrückgängen klarkommen. Allerdings war der Rückgang unterschiedlich. Italien hat sich im Laufe des Jahres 2023 deutlich stabilisiert und konnte so das Umsatzminus auf - 1,85 % begrenzen, China lieferte uns ein Umsatzminus von - 9,71 %. Portugal - in den Vorjahren auf der Überholspur - hat deutliche Bremsspuren hingelegt: Ein Minus von - 31,73% ist heftig. Dies kam völlig unerwartet und unvorhersehbar, war Portugal doch in und seit der Corona-Pandemie ein Krisengewinner. Das hat sich zwischenzeitlich korrigiert.

Die Umsatz-Zahlen sehen wie folgt aus:

China + Hongkong: 4.794 T€ (Vorjahr: 5.102 T€): minus 9,71 %

AHP Merkle Ibérica: 1.210 T€ (Vorjahr: 1.773 T€): minus 31,73 %

AHP Merkle Italia: 1.928 T€ (Vorjahr: 1.964 T€): minus 1,85 %

Die Kundenstruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert: Der Kunde mit dem höchsten Umsatz 2023 hatte einen Umsatzanteil von 1,80 % (Vorjahr: 0,99 %). Der Kunde auf Platz 2 einen Umsatzanteil von 1,64 % (Vorjahr 0,93 %), der Kunde auf Platz 3 einen Umsatzanteil von 1,15 %. Alle weiteren Kunden haben einen Anteil am Umsatz von unter einem Prozent (Kunden auf Platz 4: 0,93%). Das bedeutet, dass 2023 mit Ausnahme von 3 Kunden alle Kunden anteilig unter einem Prozent des Gesamtumsatzes lagen. Dies bekräftigt wieder einmal unsere hohe Kundenunabhängigkeit und breite Kundenstreuung.

Im Jahr 2023 wurde von AHP in Gottenheim ein Kundenstamm mit 2.050 aktiven Kunden betreut (Vorjahr: 2.104). Aktive Kunden sind Kunden, die im Berichtsjahr Umsätze getätigt haben.

Bei dieser Berechnung haben wir - wie in den Vorjahren auch - alle Handelsvertretungen sowie unsere Niederlassungen in China, Portugal und Italien sowie einen für uns bedeutenden Kunden (Händler) ausgenommen. Diese "Kunden" betreuen selbst einen eigenen, umfangreichen Kundenstamm. Insgesamt gehen wir von einem Kundenstamm von ca. 7.500 - 8.000 aktiven Kunden aus *.

Schön zu sehen ist, dass wir über die Jahre hinweg stetig neue Kunden dazugewinnen konnten. Im Jahr 2023 waren es 413 Neukunden. Seit 2010 insgesamt 5.877, durchschnittlich 420 Neukunden pro Jahr.

B. II.1. Ertragslage

Die Ertragslage 2023 ist zum wiederholten Male unbefriedigend und leider konnte 2023 noch keine Trendwende einleiten und somit wieder kein positives Ergebnis erzielen. Rückläufige Auslandsumsätze sowie Investitionen in die neuen Produkte und deutlich gestiegene Aufwendungen der Zinsausgaben haben zu dem negativen Ergebnis geführt.

Wie bereits erwähnt sank der Umsatz im Zeitraum 01.01.2023 bis 31.12.2023 auf 28.622 T€ (Vorjahr: 30.015 T€). Das ist ein Rückgang um 1.393 T€ oder 4,64 %.

Das I. Quartal 2023 war gut und wir wähnten uns auf einem guten Weg hin zur alten Stärke. Leider hat sich das über den Jahresverlauf nicht bestätigt und der Aufschwung blieb aus.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 247 T€ im Vorjahr auf 491 T€ gestiegen.

Der Materialaufwand ist von 8.495 T€ im Vorjahr auf 8.503 T€ im Jahr 2023 aufgrund der fortschreitend schwierigeren Lage am Beschaffungsmarkt, teilweise stark steigenden Preisen leicht angestiegen.

Die Mitarbeiterzahl hat sich im Geschäftsjahr 2023 verringert. Mitarbeitende, die aufgrund von Fluktuation (Renteneintritte oder Kündigungen) ausgeschieden sind, konnten oder wollten wir nicht adäquat ersetzen. Entweder aufgrund der Auftragslage oder weil wir sie am Arbeitsmarkt nicht finden konnten.

Sonderzahlungen im Juli und November wurden 2023 nicht bezahlt. Jedoch wurde in 3 Raten die Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1.500 € (bei Vollzeitbeschäftigten) bezahlt.

Der Personalaufwand 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr von 13.326 T€ auf 12.464 T€ gesunken.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betrugen 2023 532 T€.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 8.352 T€ im Vorjahr auf 8.311 T€ im Jahr 2023 leicht gesunken.

Durch das Verbuchen von Latenten Steuern verbessert sich das Jahresergebnis um 221 T€.

Aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr geringeren Ergebnisses vor Steuern weisen wir einen negativen Betrag bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag inklusiver latenter Steuern von 273 T€ aus (Im Vorjahr betrugen die zu zahlenden Steuern 173 T€).

Nach Berücksichtigung dieser Steuern weisen wir einen Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von 993 T€ (Vorjahr 100 T€ Jahresüberschuss) aus.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Jahr 2023 211 Mitarbeiter. Im Vorjahr waren es 223 Mitarbeiter. Die Zahl der Vollzeit-Beschäftigten ist von 195 MA 2022 auf 183 MA 2023 gesunken, die der Teilzeit-Beschäftigten ist mit 28 MA (Vorjahr: 28 MA) gleichgeblieben.

B.II.2. Vermögens- und Finanzlage

Vermögenslage

Auf der Aktivseite sind insbesondere die Finanzanlagen von 1.958 T€ im Vorjahr auf 1.347 T€ gesunken. Es wurden, zur Verbesserung der Liquidität, Wertpapiere verkauft.

Die Vorräte sind trotz leicht verbesserten Situationen am Beschaffungsmarkt und trotz weiterer, neuer Produkte von 11.129 T€ (Vorjahr) auf 11.020 T€ (vor Anzahlungen) leicht gesunken. Aufgrund von höheren Werten bei den Unfertigen Erzeugnissen hat sich der Warenbestand in der Summe nicht so reduziert, wie wir das angestrebt haben.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bewegen sich mit 994 T€ auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr (854 T€). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Stichtag 1.461 T€ (Vorjahr: 1.642 T€). In Summe belaufen sich diese Forderungen auf 2.456 T€ (Vorjahr: 2.496 T€).

Auf der Passivseite haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 4.858 T€ im Vorjahr auf 5.255 T€ erhöht.

Insgesamt hat sich die Bilanzsumme von 18.332 T€ im Vorjahr auf 17.460 T€ verringert. Aus dem Bilanzgewinn 2022 wurden im Jahr 2023 350 T€ ausgeschüttet. Diese Ausschüttungen erfolgten im Zusammenhang mit der schenkweisen Übertragung der Geschäftsanteile der Gründergeneration (Renate und Gerhard Merkle) auf Christen Merkle. Mit dem Tod von Renate Merkle (am 29.09.2023) entfällt ab 2024 diese zwingend durchzuführende Ausschüttung gem. Nießbrauchvereinbarung.

Das Eigenkapital hat sich auf 6.400 T€ (VJ 7.743 T€) verringert. Die Eigenkapitalquote beträgt 36,7 %. Bei der Betrachtung des Eigenkapitals weisen wir auf zusätzliche 1,0 Mio. Euro von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (MBG) hin, die uns langfristig zur Verfügung steht (Ausweis unter den sonstigen Verbindlichkeiten). Bezieht man diesen MBG-Anteil mit ein, beträgt die Eigenkapitalquote: 42,2 %.

Finanzlage 2023

Die Bankschulden haben sich 2023 auf 5.255 T€ (VJ 4.858 T€) erhöht. Dies kommt im Wesentlichen durch die höhere Inanspruchnahme bei den Kontokorrentkrediten.

Am Bilanzstichtag lag der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten mit 91 T€ um 39 T€ unter dem Vorjahr.

Das Gezeichnete Kapital beträgt unverändert 1.000 TEUR.

Seit dem 17. Dezember 2021 arbeiten wir mit der Targo Factoring zusammen. Somit können wir über einen wesentlichen Teil unserer Kundenforderungen innerhalb kürzester Zeit verfügen. Dies unterstützt die Liquidität des Unternehmens positiv.

C. Risikobericht

Grundsätzlich sehen wir die möglichen Risiken als immer noch überschaubar und eher gering. Im Einzelnen identifizieren wir folgende wesentliche Risiken:

Äußere Einflüsse aufgrund politisch veränderter Rahmenbedingungen (siehe Ukraine-Krieg und die Folgen). Hier könnten uns künftig mögliche Sanktionen gegenüber China ziemlich hart treffen, auch wenn wir der Auffassung sind, dass Deutschland/die EU es sich nicht leisten kann, gegenüber China ähnlich hart aufzutreten, wie dies gegenüber Russland aktuell gemacht wird.

Liquiditätsengpässe aufgrund verzögerter Zahlungseingänge (betrifft eher die verbundenen Unternehmen, da diese nicht über Factoring abgerechnet werden können und Kundenforderungen, welche die Targo Factoring nicht aufkauft)

Insolvenzen bei einzelnen Kunden (auch hier sind die hieraus zu erwartenden Folgen aufgrund der breiten Kundenstreuung, der Allianz Trade-Warenkreditversicherung und des Factorings eher gering)

Umsatzeinbußen und Ergebniseinbrüche in einzelnen Ländern, aufgrund sich verändernden Lieferketten oder verändertem Kundenverhalten

Zinsänderungen (im Kurzfrist-Bereich)

Nach wie vor (wenngleich sich leicht reduzierende) Probleme beim Beschaffen von Einkaufsteilen (trotz hoher Lagerhaltung bei AHP), speziell im Bereich Sensoren und anderer elektronischer Bauteile

Preissteigerungen beim Wareneinkauf

Nach wie vor unsichere Entwicklung bei den Energiepreisen

Hoher Krankenstand

Veränderte Arbeitsmoral bei den Mitarbeitenden

Alle identifizierten wesentlichen Risiken können in starker Ausprägung für die Gesellschaft bestandsgefährdend sein. Wir stufen die Eintrittswahrscheinlichkeit aufgrund der getroffenen Maßnahmen als "gering" bis "eher gering" ein.

Dem Risiko des Ausfalls von Kundenforderungen beugen wir durch verschiedene Sicherungsmaßnahmen (Factoring, Versicherung über Allianz Trade, Abfragen über Creditreform und ggf. Einräumen von Vorkasse-Zahlungsbedingungen bei kritischen Kunden) vor. Bei unseren neuen Produkten, welche ein hohes Auftragsvolumen generieren, arbeiten wir mit Anzahlungen, um das Risiko zu minimieren. Die Belastung durch den Ausfall von Kundenforderungen lag in den letzten Jahren regelmäßig unter 0,1 % der Umsatzerlöse.

Grundsätzlich werden alle Lieferantenrechnungen einmal wöchentlich und teilweise unter Nutzung der Skontofristen (soweit diese vereinbart wurden) bezahlt, so dass überfällige Rechnungen und Mahnungen so gut wie immer vermieden werden.

Lohn- und Gehaltszahlungen erfolgen unverändert regelmäßig zum Monatsende.

Die Liquidität ist nach wie vor ausreichend, wenngleich je nach Situation die Lage teilweise etwas angespannter, aber nicht kritisch ist.

Trotz der dargestellten Risiken, die in einigen Teilbereichen denkbar oder vorstellbar sind, ist insgesamt festzustellen, dass keine den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken und keine einschneidenden Entwicklungsbeeinträchtigungen erkennbar sind.

D. Chancen- und Prognosebericht

D.I. Chancenbericht

Die am Markt eingeführten Produkte, speziell aber auch die in den letzten Jahren neu entwickelten Produkte, das seit Jahren hervorragende Image des Unternehmens, das qualifizierte Personal, sowie die nach wie vor optimalen Rahmenbedingungen am Produktionsstandort Gottenheim sind alles Chancen für das Unternehmen *.

Die Zusammenarbeit mit den Hausbanken, der Unicredit Freiburg, der Oberbank Freiburg und der Deutschen Bank Freiburg funktioniert unverändert gut. Erstmals haben wir am 12. Dezember 2023 ein gemeinsames Treffen mit allen Hausbanken veranstaltet, um alle Partner gleich und umfassend über unsere Lage und besonders über die Aussicht für 2024 zu informieren. Alle Banken stehen unverändert positiv hinter AHP und zu den von ihnen eingeräumten Kontokorrent-Linien.

Daneben ist das Vertrauen der Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern und Mitarbeiter*innen in das Unternehmen und in die Geschäftsleitung unverändert hoch.

Unser vielfältiges Schulungsprogramm schafft ein positives, kompetentes Image und ist nach wie vor sehr gefragt.

Die neuen Produkte, in welche wir in den letzten Jahren viel investiert haben, konnten alle an der Hausmesse anlässlich unseres Firmenjubiläums Ende März 2023 und im Nachgang mittels PR-Artikel und auf unserer Internetseite einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Erfreulich ist, dass es uns bei den wichtigen Produkten E-AHP und E-AHP lite gelungen ist, ein großes Interesse am Markt zu wecken. Diese Produkte erlauben uns, in neue, bislang von uns nicht bediente Märkte vorzustoßen. Das schafft uns in der Zukunft eine größere Unabhängigkeit von den bisherigen Märkten. Die seit Jahren zu beobachtenden rückläufigen Entwicklungen im Werkzeug- und Formenbau, Hauptgrund für die fehlenden Umsätze 2023, können so künftig (mehr als) ausgeglichen werden.

Aktuell (Stand 26.02.24) haben wir offene Projekte (ausschließlich unserer neuen Produkte) von 10.627 T€. Diese Projekte sind noch nicht im aktuellen Auftragsbestand enthalten. Hier dokumentieren wir ein großes Potential für künftige Auftragseingänge, die 2024 zu erwarten sind.

D.II. Prognosebericht

Ertragslage 2024

Wir erwarten, dass die Umsatzerlöse bei AHP Merkle 2024 deutlich über dem Niveau von 2023 liegen werden. Bei den Planzahlen haben wir uns für 2024 etwas vorgenommen. Wir planen mit einem Umsatz 2024 von 33 Mio. €. Aufgrund der vielen offenen Projekte, dem hervorragenden Auftragsbestand und den sich abzeichnenden Bestellungen halten wir diese Zahl zwar für sehr ambitioniert - aber realistisch.

Der Umsatz im Zeitraum vom 01. Januar bis 01. März 2024 beträgt 5.118 T€ und liegt somit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (5.324 T€) um 206 T€ oder 3,86 % niedriger.

Das hat leider einen ärgerlichen Grund: Wir haben seit Januar 2024 einen unglaublich hohen Krankenstand zu verkraften. Allein im Januar 2024 war die Kranken-Quote 60% höher als im Vorjahr. Dies führt dazu, dass wir einen hohen Auftragsrückstand haben. Rückstand bedeutet, dass die Aufträge bereits hätten ausgeliefert werden sollen - da der Liefertermin bereits überschritten ist.

Diese Situation hat sich noch nicht komplett gelöst - aber leicht verbessert. Deshalb ist der Umsatzvergleich aktuell nicht repräsentativ. Wir gehen davon aus, dass spätestens Ende April 2024 der Rückstand abgebaut sein wird.

Der Auftragseingang entwickelt sich seit Ende 2023 sehr positiv. Wie von uns bereits angekündigt und erwartet, gehen aktuell viele Bestellungen ein. Wir denken, dass wir uns hier gegenläufig zur momentanen Lage bewegen. Grund hierfür sind Bestellungen unserer neuen Produkte, die mehr und mehr Abnehmer finden und die wirkliche "Game-Changer" sind. Und immer mehr Kunden erkennen dies. Dabei helfen die bereits verbauten Produkte. Diese machen "Gratis-Werbung" für uns *.

Hier die graphische Darstellung des Auftragsbestands der Jahre 2022, 2023 und 2024 - Der Auftragsbestand zum 04. März 2024 beträgt 5.771 T€:

Es ist erkennbar, dass sich der Auftragsbestand deutlich über dem Niveau der Vorjahre bewegt. Und es ist zu erwarten, dass sich der Auftragsbestand auf hohem, wenngleich nicht ganz so hohen Niveau halten wird.

Aus heutiger Sicht planen wir für 2024 konservativ mit einem positiven Ergebnis vor Steuern von etwa 503 T€.

E. Sonstige Angaben **

Wir konnten 2023 in unsere Zukunft investieren. Nach erfolgreich geänderter Organisationsstruktur, welche nach wie vor gut funktioniert, zwei weiteren Geschäftsführern ab Juli 2022 waren 2023 die Produkte an der Reihe.

Und hier können wir von einer echten Transformation berichten: Diese neuen Produkte sind nicht nur echte "Game-Changer" für unsere Kunden, haben nicht nur einen positiven Effekt auf die CO 2 -Bilanz, sondern sie ermöglichen die Erschließung neuer Märkte. Noch immer stellen wir verwundert fest, dass viele unterschiedlichen Branchen Interesse an diesen Produkten zeigen.

Deshalb ist festzustellen, dass AHP es geschafft hat, diese Produkte erfolgreich im Markt einzuführen. Nun stehen wir vor der Aufgabe, die komplett anderen Abläufe erfordernden neuen Produkte bei AHP intern final zu implementieren. Wenn uns dies 2024 ebenfalls gelingt, haben wir einen großen Schritt in eine erfolgreiche Zukunft geschafft. Hier arbeiten wir hart daran, dass dies gelingt.

Die bereits mehrfach erwähnte neue Organisationsstruktur ist etabliert. Da wir agil arbeiten, wird diese Arbeit jedoch nie zu Ende sein. Agil sein bedeutet, dass man sich permanent damit beschäftigt und die Abläufe an die sich fortlaufend ändernden Rahmenbedingungen anpasst.

Das Geschäftsleitungs-Team funktioniert und harmoniert hervorragend. In der bewährten Konstellation trifft man sich weiterhin im 14-tägigen Turnus zu regelmäßigen Besprechungen, um aktuelle Entwicklungen aktiv zu begleiten und so mögliche (Fehl-)Entwicklungen oder Probleme schnell zu entdecken und darauf zu reagieren. 2 bis 3-Mal jährlich trifft sich das Geschäftsleitungs-Team zu 2-tägigen Strategie-Meetings außerhalb des Unternehmens (einmal im Jahr auch mit allen Verantwortlichen der AHP-Partner-Unternehmen aus Italien, Portugal und China), um gemeinsam am System zu arbeiten.

2023 reduzierte AHP die wöchentliche Arbeitszeit auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Diese Maßnahme kommt bei den Mitarbeitenden hervorragend an. Die Produktivität ist nicht gesunken. Der Krankenstand schon (Leider gilt das nicht für die ersten Wochen in 2024 - dies hat jedoch mit einer extremen Krankheitswelle zu tun). Auch sind wir bei Bewerbern wieder attraktiver, da diese die 36-Stunden-Woche in Verbindung mit unseren vielen Benefits als anziehend empfinden. Der Fachkräftemangel ist jedoch auch bei uns angekommen. Hierdurch kann etwas gegengesteuert werden.

Die Möglichkeit für Homeoffice bleibt weiterhin - wo vom Arbeitsablauf möglich - bestehen. Es besteht eine Präsenzpflicht von 2 Arbeitstagen pro Arbeitswoche.

Kundenschulungen wurden 2023 erfolgreich durchgeführt. Im In- und Ausland. Zahlreiche Kundenbesuche waren möglich. Messen finden weiterhin statt - wider Erwarten sind diese nach wie vor wichtig. Dies hat die Corona-Pandemie deutlich gezeigt. Auch 2024 werden wir eine ganze Reihe von Messen im In- und Ausland als Aussteller besuchen.

 

Gottenheim, 01. März 2024

* Nicht prüfbare Aussage

** lageberichtsfremde nicht geprüfte Aussagen

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AHP MERKLE GMBH, GOTTENHEIM

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 3.100.288,51 4.024.789,86
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 374.298,46 571.704,29
II. Sachanlagen 1.378.544,09 1.494.991,05
III. Finanzanlagen 1.347.445,96 1.958.094,52
B. UMLAUFVERMÖGEN 13.955.027,31 14.064.857,37
I. Vorräte 10.855.242,49 11.129.148,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.008.533,12 2.805.518,31
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 91.251,70 130.190,60
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 404.646,58 242.065,00
17.459.962,40 18.331.712,23

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 6.399.690,42 7.743.169,37
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 1.093.352,05 1.093.352,05
III. Gewinnrücklagen 1.000.000,00 1.000.000,00
IV. Bilanzgewinn 3.306.338,37 4.649.817,32
B. RÜCKSTELLUNGEN 963.361,21 1.225.909,36
C. VERBINDLICHKEITEN 9.098.974,82 8.205.238,50
- davon aus Steuern: EUR 168.538,02 (Vorjahr: EUR 170.281,03)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 472,41 (Vorjahr: EUR 401,91)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 61.814,95 0,00
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 936.121,00 1.157.395,00
17.459.962,40 18.331.712,23

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 20.574.109,65 22.695.564,95
2. Personalaufwand -12.463.830,58 -13.325.952,68
a) Löhne und Gehälter -10.119.162,42 -10.725.995,24
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.344.668,16 -2.599.957,44
- davon für Altersversorgung: EUR 38.807,34 (Vorjahr: EUR 210.409,16)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -532.041,73 -516.663,10
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -8.310.525,23 -8.351.959,93
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 16.730,81 (Vorjahr: EUR 12.039,51)
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 66.439,20
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 66.439,20)
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 39.357,55 27.600,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 27.600,00 (Vorjahr: EUR 27.600,00)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 40.220,72 15.563,63
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -495.541,41 -269.191,72
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 11.577,00 (Vorjahr: EUR 30.702,00)
9. erstattete Steuern vom Einkommen und Ertrag / Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 272.625,67 -172.671,08
- davon Ertrag aus latenten Steuern: EUR 221.274,00 (Vorjahr: EUR 42.616,00)
10. Ergebnis nach Steuern -875.625,36 168.729,27
11. sonstige Steuern -97.853,59 -15.409,67
12. aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -20.000,00 -53.349,94
13. Jahresfehlbetrag/-überschuss -993.478,95 99.969,66
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.299.817,32 4.549.847,66
15. Bilanzgewinn 3.306.338,37 4.649.817,32

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

AHP MERKLE GMBH, GOTTENHEIM

Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter HRB 5716

I. Aufstellungs-/Gliederungsvorschriften

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 - 256a und 264 - 288 HGB) aufgestellt.

Die Gesellschaft unterliegt den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Von den Erleichterungsvorschriften der §§ 276, 286 und 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Soweit Vermögensgegenstände des Anlagevermögens abnutzbar sind, werden sie nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig um lineare Abschreibungen in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden analog § 6 Abs. 2 EStG im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet und, falls geboten, gekürzt um Abschreibungen zur Berücksichtigung von Wertminderungen. Wertpapiere des Anlagevermögens werden auf den niedrigeren Stichtagskurs abgeschrieben, soweit es sich um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung handelt. Bei Fortfall der ursprünglichen Wertberichtigungsgründe werden Zuschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte sind grundsätzlich auf der Basis von Anschaffungskosten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten aktiviert, die neben Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten umfassen.

Forderungen werden mit ihren Nennwerten angesetzt. Das Einzelrisiko wurde durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Als verbundene Unternehmen werden, wie im Vorjahr entsprechend einer weiten Auslegung, Unternehmen ausgewiesen, die im Besitz einer natürlichen Person als oberster Gesellschafter der AHP Merkle GmbH gehalten werden.

Sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nominalwerten ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Die Dotierung erfolgte mit dem aufgrund vernünftiger kaufmännischer Beurteilung vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzins abgezinst.

Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen der Fremdwährungsumrechnung:

Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung haben eine Durchlaufzeit von bis zu einem Jahr. Gemäß § 256a HGB werden diese mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag ausgewiesen.

III. Angaben zur Bilanz

1. Aktiva

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände:

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht zur Aktivierung der Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in den Vorjahren Gebrauch gemacht.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände beträgt zwischen 60 und 72 Monaten. Die Absetzung für Abnutzung erfolgt nach der linearen Methode.

Anteilsbesitz:

AHP Merkle China Ltd., Hongkong

Anteile: 63 %
Kapital (31.12.2022): 742.769
HKD (86.089,90 €)
Ergebnis letztes Geschäftsjahr (2022): 147.026
HKD (17.040,90 €)

AHP Merkle Hydraulic Ltd., Hongkong

Anteile: 100 %
Kapital: 10.000,00
HKD (1.215,58 €)

Ein Jahresabschluss für die Gesellschaft liegt noch nicht vor.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem nachfolgenden Anlagespiegel zu entnehmen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr solche aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr in Höhe von 0,00 € (Vj. 0,00 €) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, wie im Vorjahr, keine Forderungen gegen Gesellschafter.

2. Passiva

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach der "Projected Unit Credit-Method" errechnet. Es wurden die Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH angewendet. Bei der Bewertung wurde der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,82% p.a. angesetzt. Gehaltsanpassungen sind mit 0% p.a., Rentenanpassungen mit 0% p.a., zzgl. einem Teuerungsausgleich von 0% p.a., der alle drei Jahre erfolgt, angesetzt. Die Fluktuationsrate wurde mit 0% p.a. bei der Bewertung zugrunde gelegt. Bei Anwendung eines Zinssatzes für den Durchschnitt der vergangenen 7 Jahre hätte die Pensionsrückstellung einen um 27.695,00 € höheren Rückstellungsbedarf ergeben.

In Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB ist dieser Unterschiedsbetrag als ausschüttungsgesperrt zu sehen.

Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen, welche dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, mit den dazugehörigen Pensionsrückstellungen wie folgt verrechnet:

Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände, der dem Deckungskapital und den Anschaffungskosten entspricht: 900.703,00 €
(Anschaffungskosten 920.033,27 €)
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden: 1.548.416,00 €
Verrechnete Aufwendungen: 27.677,00 €
Verrechnete Erträge: 16.100,00 €

Analog IDW RH FAB 1.021 wurden die korrespondierenden Rückdeckungsversicherungsansprüche in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags der kongruenten Leistungskomponenten angesetzt.

Auf die Erläuterung der sonstigen Rückstellungen wird nach § 327 Nr. 2 i.V.m. § 285 Nr. 12 HGB verzichtet.

Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten:

Gesamt
T€
bis zu 1 Jahr
T€
>1 bis 5 Jahre
T€
>5 Jahre
T€
gegenüber Kreditinstituten 5.255 5.060 195 0
übrige Verbindlichkeiten 3.872 2.362 1.510 0
9.127 7.422 1.705 0
Vorjahr 8.205 5.721 2.484 0

Sicherheiten in Form von Verpfändungen von Kontokorrentkonten (5.531,00 €) und Wertpapieren (556.230,38 €) sowie Sicherungsübereignungen (833.333,31 €) wurden abgegeben.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten mit 97.558,57 € (Vj. 115.556,66 €) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Die folgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und - schulden vor Saldierung für einzelne Bilanzpositionen:

Stand 01.01.2023 Veränderung Stand 31.12.2023
Aktive latente Steuern 10.969,00 201.525,00 212.494,00
Passive latente Steuern 1.168.364,00 19.749,00 - 1.148.615,00

Die Steuerquote beträgt 28,075%. Die latenten Steuern wurden miteinander saldiert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen innerhalb eines Jahres:

Mietverträge 1.334 T€
Leasingverträge 887 T€

Ein Großteil dieser Verträge hat eine Restlaufzeit größer als ein Jahr.

Darüber hinaus bestehen offene Einkaufskontrakte für Standardprodukte mit Restlaufzeiten kleiner als 1 Jahr mit einem Volumen für 2024 von 2.058 T€. Mit diesen Rahmenverträgen werden mehr als 90% der eingekauften Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe abgedeckt.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung einer Pensionsrückstellung in Höhe von 250.024 € enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Ausschüttungssperre

Der Unterschiedsbetrag aus der Anpassung des Zinssatzes bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 27.695,00 € ist ausschüttungsgesperrt (§ 253 Abs. 6 HGB).

Es besteht außerdem eine Ausschüttungssperre aufgrund von aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 29.515,08 € (Vorjahr 90.756,83 €).

Die Ausschüttungssperre beträgt somit insgesamt 57.210,08 € .

2. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter während des Geschäftsjahres betrug 211 (Vorjahr: 223), davon waren durchschnittlich 4 (Vorjahr: 2) Geschäftsführer, 19 (Vorjahr: 19) zu ihrer Ausbildung beschäftigt. Damit ergibt sich eine Arbeitnehmerzahl i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB von 188 (Vorjahr: 202).

3. Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:

Herr Christen Merkle, Kaufmann, March-Hugstetten

Frau Katrin Merkle, kaufmännische Angestellte, March-Hugstetten

Herr Marco Barth,Bachelor of Engineering - Maschinenbau, Freiburg im Breisgau

Herr Sebastian Schweizer, Feinwerkmechanikermeister (HWK), March.

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft allein. Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Gesamtbezüge der aktiven Geschäftsführer beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 884.774,17 €.

4. Haftungsverhältnisse:

Bürgschaften für fremde Verbindlichkeiten i.H.v. 3.600 T€ (Vj. 3.600 T€)

Diese Bürgschaften bestehen zugunsten verbundenen Unternehmen.

Wir schätzen das Risiko der Inanspruchnahme, wegen der Bonität des Schuldners, als niedrig ein.

5. Angaben über Geschäfte mit nahe stehenden Personen:

Bürgschaften zugunsten der Gesellschaft i.H.v. 2.550 T€ (Vj. 1.800 T€)

6. Ergebnisverwendung:

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die zu berichten gewesen wäre, haben sich nicht ereignet.

 

Gottenheim, den 01.03.2024

AHP Merkle GmbH

Die Geschäftsführung

Christen Merkle, Geschäftsführer

Katrin Merkle, Geschäftsführerin

Marco Barth, Geschäftsführer

Sebastian Schweizer, Geschäftsführer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 5. August 2024

Ergebnisverwendung:

Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Gottenheim, den 5. August 2024

Christen Merkle

Manuel Merkle

Anna Merkle

Nils Merkle Ida Merkle

Paula Merkle

Tim Merkle

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 324.116,81 0,00 0,00 0,00 324.116,81
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.474.364,52 13.837,51 0,00 0,00 2.488.202,03
geleistete Anzahlungen 35.000,00 5.700,00 -35.000,00 0,00 5.700,00
2.833.481,33 19.537,51 -35.000,00 0,00 2.818.018,84
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 256.137,17 8.880,28 0,00 0,00 265.017,45
technische Anlagen und Maschinen 954.253,78 41.967,45 -28.029,76 0,00 968.191,47
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.749.081,62 200.479,41 -49.255,61 0,00 4.900.305,42
5.959.472,57 251.327,14 -77.285,37 0,00 6.133.514,34
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 660.000,00 1.215,58 0,00 0,00 661.215,58
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 690.000,00 0,00 0,00 0,00 690.000,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.168.094,52 204.863,08 -816.727,22 0,00 556.230,38
2.518.094,52 206.078,66 -816.727,22 0,00 1.907.445,96
11.311.048,42 476.943,31 -929.012,59 0,00 10.858.979,14
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 233.359,98 61.241,75 0,00 294.601,73
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.028.417,06 120.701,59 0,00 2.149.118,65
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.261.777,04 181.943,34 0,00 2.443.720,38
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 58.695,67 26.007,71 0,00 84.703,38
technische Anlagen und Maschinen 836.438,94 29.428,49 -15.099,00 850.768,43
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.569.346,91 294.662,19 -44.510,66 3.819.498,44
4.464.481,52 350.098,39 -59.609,66 4.754.970,25
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 560.000,00 0,00 0,00 560.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
560.000,00 0,00 0,00 560.000,00
7.286.258,56 532.041,73 -59.609,66 7.758.690,63
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 29.515,08 90.756,83
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 339.083,38 445.947,46
geleistete Anzahlungen 5.700,00 35.000,00
374.298,46 571.704,29
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 180.314,07 197.441,50
technische Anlagen und Maschinen 117.423,04 117.814,84
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.080.806,98 1.179.734,71
1.378.544,09 1.494.991,05
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 101.215,58 100.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 690.000,00 690.000,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 556.230,38 1.168.094,52
1.347.445,96 1.958.094,52
3.100.288,51 4.024.789,86

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AHP Merkle GmbH, Gottenheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AHP Merkle GmbH, Gottenheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AHP Merkle GmbH, Gottenheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Grünwald b. München, den 25. März 2024

LKC Grünwald GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Malte Thalemann, Wirtschaftsprüfer

Thomas Eder, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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