BTE Stelcon Deutschland GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bastiaan Anneveldt seit 19.1.2026 | Prokura |
Michael Sauer seit 30.7.2025 | Prokura |
Dirk-Uwe Spengler seit 19.10.2016 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BTE Stelcon GmbHGermersheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell Die BTE Stelcon GmbH ist ein Unternehmen der niederländischen BTE-Gruppe. Die Gesellschaft ist im deutschen Markt und im angrenzenden Ausland ein bedeutender Produzent von speziellen Betonfertigteilen. Diese hochwertigen Fertigteile stellen Systemlösungen dar, die den neuesten Anforderungen gerecht werden müssen, und sind in zunehmendem Maße zulassungspflichtig. Diese Produkte werden von uns konzipiert, weiterentwickelt, vertrieben, produziert, eingebaut und finden vorrangig für Flächenbefestigungen sowie im Umwelt- und Verkehrsbereich Anwendung. 1.2. Forschung und Entwicklung Seit 2015 sind wir als Unternehmen Stelcon an einigen Forschungs-Verbundprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beteiligt. Im Jahr 2021 wurde ein neues Forschungs-Verbundprojekt gestartet. Dieses Projekt untersucht effiziente Fertigungsprozesse für eine elektrifizierte Straße und ist auf 3 Jahre ausgelegt. Ein weiterer Fokus liegt auf der Entwicklung neuer Betonqualitäten für eine nachhaltige und ökologische Bauweise. Zurzeit befinden wir uns in der Erprobungsphase für ein CO 2 -reduziertes Bindemittel. Erste Zwischenergebnisse geben die Hoffnung, dass sich diese Entwicklung auf einem guten Weg befindet. Die dargestellte Forschung und Entwicklung erfolgt grundsätzlich nicht für eigene Zwecke. Folglich werden auch keine Entwicklungskosten aktiviert, da die Gesellschaft grundsätzlich Kostenerstattungen erhält. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaft Gemäß dem Statistischen Bundesamt (Quelle: www.destatis.de) ist die deutsche Wirtschaft in 2023 um 0,3 % gewachsen. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld im Jahr 2023 ins Stocken. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. 2.2. Baukonjunktur Gemäß dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. (Quelle: www.bauindustrie.de) schließt das deutsche Bauhauptgewerbe das Baujahr 2023 mit einem preisbereinigten Umsatzminus von 3,3 % ab. Der Wohnungsbau konnte gemäß dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. (Quelle: www.zdb.de) durch den hohen Auftragsbestand zu Beginn des Jahres 2023 noch eine Fertigstellung von 271.000 Wohnungen vermelden. Das Ziel der Bundesregierung mit 400.000 Wohnung pro Jahr rückt in weite Ferne, wenn nicht sofort umgesteuert wird. Im Wirtschaftsbau zeigt sich eine zweigeteilte Entwicklung. Der Wirtschaftshochbau wird durch die Zinsentwicklung und die Energiepreise deutlich eingebremst. Die Nachfrage bleibt insgesamt schwach gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand und seine Reichweite haben zudem gegen- über dem Vorjahr abgenommen. Im Wirtschaftstiefbau hat es hingegen deutliche Impulse gegeben. Hier kommen Projekte der Mobilitätswende und der Energiewende an den Markt. Auch die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Die Kommunen, als anteilsstärkster öffentlicher Auftraggeber, sehen in den kommenden Jahren einen starken Anstieg ihrer laufenden Sach- und Personalaufwendungen sowie Sozialausgaben, der nicht durch den Anstieg der prognostizierten Steuereinnahmen gedeckt ist, sodass die Investitionen nicht ausgeweitet werden. Die Investitionen des Bundes in die Infrastruktur erreichen im laufenden Jahr nicht die eigenen Zielvorgaben. 2023 erreichte der öffentliche Hochbau einem Umsatz von gut 9 Mrd. Euro, real ein Plus von knapp 4 %. Der öffentliche Tiefbau erreichte einem Umsatz von 35 Mrd. Euro, real ein Rückgang um gut knapp 3 %. Damit erreichte der öffentliche Bau 2023 insgesamt rund 44 Mrd. Euro, real ein Rückgang um 2 %. 2.3. Geschäftsverlauf Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist unser Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 % gestiegen. Die Betriebsleistung betrug TEUR 19.230 Diese Entwicklung setzt die bereits im Vorjahr sehr gute Umsatzentwicklung fort. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der eingeschlagene Weg im Bereich der Flächenbefestigungen, Erhöhung der Marktdurchdringung mit der Umsatzgruppe GROUND konsequent weitergeführt, wobei in der Absatzentwicklung in den Umsatzgruppen GROUND BASIC und ESTICON noch Steigerungspotenzial liegt. In der Umsatzgruppe Kleinflächenplatten ist der Umsatzrückgang auf die fehlende Kundenorder zurückzuführen. In der Umsatzgruppe Parkdach ist die Kundenorder durch eine Investitionszurückhaltung gesunken. Im Bereich Bahnsysteme wurde die Umsatzziele übertroffen. Die Umsatzgruppe CROSS ist durch einen ordentlichen Absatz von + 30,7 % an CROSS PRO gekennzeichnet, was durch ein Großprojekt mit einem Absatzanteil von ca. 20 % hervorgerufen wurde. Die Umsatzgruppe RAIL verbucht einen Umsatzrückgang von 32,0 %, was auf fehlende Projekte in der Teilegruppe RAIL PROTECT zurückzuführen ist. Insgesamt bleibt jedoch festzuhalten, dass der Bedarf an industriellen Betonfertigteilen weiterhin groß ist, was wir am weiterhin hohen Auftragsbestand für das kommende Jahr festmachen. Im Gesamtjahr zeigt sich, dass der verstärkte Fokus auf die Bereiche Großflächenplatten und Bahnsysteme zu den gewünschten Umsatzzielen führte und wir durch die konsequente Fortführung unserer Preis- und Kostenstrategie das erwartete Jahresergebnis erreichen konnten. 2.4. Gesamtlage des Unternehmens 2.4.1. Ertragslage Ein bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator für die Gesellschaft sind die Umsatzerlöse ohne Fracht. In den Umsätzen sind Frachterlöse in Höhe von TEUR 1.838 enthalten (Vorjahr: TEUR 1.827). Die Umsatzerlöse ohne Frachterlöse sind somit mit TEUR 16.772 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 16.587) nahezu gleichgeblieben. Der Planumsatz (ohne Frachterlöse) von TEUR 16.421 wurde somit leicht übertroffen. Die Rohertragsmarge (= Umsatzerlöse und Bestandsveränderung abzgl. Materialaufwand / Betriebsleistung) ist von 50,0 % auf 47,7 % leicht zurückgegangen. Dabei haben sich hauptsächlich eingetretenen Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite ausgewirkt, welche erst zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden können. Unsere Belegschaft lag im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 88 (Vorjahr: 80) Mitarbeitern (ohne Fremdpersonal). Der Anstieg ist auf die erhöhten Anteile von lohnintensiven Produkten im gewerblichen Bereich zurückzuführen. Der damit verbundene Anstieg der Löhne und Gehälter wurde durch die geringeren Aufwendungen für Altersversorgung überkompensiert, so dass der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen ist. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 517 auf TEUR 4.020 resultiert im Wesentlichen aus einer Verringerung der Aufwendungen für Frachten. Ein weiterer bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator für die Gesellschaft ist das Ergebnis vor Ertragsteuern, welches deutlich um TEUR 354 auf TEUR 573 (Vorjahr: TEUR 219) gestiegen ist. Auch hier führen wir die Ursache für diese Entwicklung auf die konsequente Fortführung unserer Preis- und Kostenstrategie, die wir im Jahr 2022 begonnen haben, zurück. 2.4.2. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme und Bilanzstruktur sind weitgehend unverändert. Die Investitionen in Sachanlagen der BTE Stelcon GmbH beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 620 und betrafen im Wesentlichen die Sanierung diverser technischer Anlagen an den Standorten Germersheim und Pirna sowie die Anschaffung verschiedener Maschinen und Werkzeuge. Die Finanzanlagen sind aufgrund einer Teilrückzahlung der Ausleihung an den Gesellschafter um TEUR 100 auf TEUR 400 gesunken. Innerhalb der Vorräte haben sich die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mengen- preisbedingt reduziert. Gleichzeitig wurde der Bestand der fertigen Erzeugnisse aufgebaut. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des geringen Factoringvolumens gegenüber dem Vorjahresstichtag angestiegen. Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss 2023 erhöht und beträgt 70,7 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 66,3 %) und deckt das Anlagevermögen zu 254,4 % (Vorjahr: 252,4 %). Die Rückstellungen für Pensionen beinhalten lediglich Altverpflichtungen und haben sich durch die Auszahlungen und der Verminderung des Bestands reduziert. Die sonstigen Rückstellungen haben sich insbesondere aufgrund geringerer personalbezogener Rückstellungen vermindert. Die Summe der Verbindlichkeiten hat sich um TEUR 284 auf TEUR 874 deutlich reduziert (Vorjahr: TEUR 1.158). Begründet liegt dieser Rückgang in stichtagsbedingt geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie geringeren erhaltenen Anzahlungen nach der Fertigstellung der korrespondierenden Aufträge. Die liquiden Mittel haben im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 442 abgenommen und liegen bei TEUR 906. Dies steht insbesondere im Zusammenhang mit dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognose Der aus dem Vorjahr bekannte Auftragsüberhang wurde in den ersten Wochen und Monaten des Geschäftsjahres 2024 abgerufen und bescherte der BTE Stelcon GmbH ein gutes Halbjahresergebnis. Die geplanten Reparaturen wurden vorfristig abgeschlossen, so dass die freiwerdenden Produktionskapazitäten zum Bestandsaufbau genutzt werden konnten. Der Auftragseingang sowohl im öffentlichen Bereich als auch in der Industrie verläuft seit Beginn des zweiten Halbjahres 2024 aufgrund der allgemein angespannten Haushaltslage und der wirtschaftlichen Gesamtsituation sehr zurückhaltend. Bauprojekte werden zurückgestellt. Das Ergebnis vor Steuern zum dritten Quartal liegt durch die vorgenannten Umstände mit TEUR 297 um TEUR 107 unter Plan. Für das Geschäftsjahr 2024 wird aktuell mit einem Umsatz ohne Frachtkosten von rd. Mio. EUR 17,2 und einem Ergebnis vor Ertragsteuern von rd. Mio. EUR 0,5 geplant. Das anstehende Ausschreibungsvolumen zeigt uns einen ordentlichen Bedarf an unseren Produkten, so dass wir unser gestecktes Umsatzziel erreichen werden. 3.2. Risikobericht Die BTE Stelcon GmbH verfügt über ein internes Kontrollsystem. Es bündelt alle Informationen, die auch im Sinne eines Frühwarnsystems für das Unternehmen wichtig sind, so zum Beispiel das Vertriebs- und Controlling-System mit permanenten und individuellen Auswertungsmöglichkeiten. Zur Vermeidung möglicher rechtlicher Risiken stützen sich unsere Entscheidungen und Geschäfte auf eine umfassende rechtliche Beratung. Hinsichtlich der Risiken aus schwebenden Geschäften einschließlich Produkthaftpflicht, außergerichtlichen Rechtsstreitigkeiten und außergerichtlich geltend gemachten Forderungen wurden ausreichend Rückstellungen gebildet. Produktionsrisiken und produktionsbedingte Absatzrisiken sind nicht erkennbar. Produkt- und Umweltrisiken werden durch Maßnahmen zur Qualitätssicherung und zum Umweltschutz vermindert. Die gleichmäßig hohe Qualität unserer zertifizierten Produkte wird durch unser Qualitätsmanagementsystem mit umfangreichen Qualitätskontrollen sichergestellt. Stellvertretend dafür steht die Lieferanteneinstufung bei der Deutschen Bahn, wo wir wieder die höchstmögliche Einstufung, Q1 Lieferant, erreicht haben. Wettbewerbsrisiken begegnen wir durch eine kontinuierliche Beobachtung des Marktes. Eventuelle Ausfallrisiken bei Forderungen werden durch eine Warenkreditversicherung abgesichert, Liquiditätsrisiken wird durch den Einsatz von Factoring entgegengewirkt. Finanzierungsrisiken werden durch eine Eigenkapitalquote von 70,7 % minimiert. Zudem besteht eine derzeit nicht in Anspruch genommene Kreditlinie von bis zu Mio. EUR 2,0. Risiken aus der Verfügbarkeit von Rohstoffen sowie der Preisentwicklung auf dem Beschaffungsmarkt sehen wir aufgrund der aktuellen Marktsituation derzeit nicht bzw. haben durch gezielte Sachinvestitionen in Maschinen und Anlagen entgegengewirkt. Auf den eingetretenen Fachkräftemangel haben wir mit dem Abschluss von Werkverträgen im gewerblichen Bereich sowie mit dem Ausbau unserer Ausbildungskapazitäten reagiert, sodass wir derzeit kein Engpassrisiko erkennen. 3.3. Chancenbericht Auch 2024 werden wir weiter konsequent an unseren Prozessen arbeiten, um sich aufzeigende Potenziale weiter zu heben. Stellvertretend hierfür sollen Maßnahmen wie
genannt sein. Hieraus werden grundsätzlich Chancen zur Steigerung des Umsatzes und des Ergebnisses erwartet.
Germersheim, den 6. Dezember 2024 Dirk-Uwe Spengler, Geschäftsführer Amtsgericht Landau (HRB 11798)Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Germersheim und ist unter der Handelsregisternummer HRB 11798 in das Handelsregister beim Amtsgericht Landau eingetragen. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanz wurde nach den Gliederungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt, die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungsmethoden Die Bilanzierung der Vermögens- und Schuldposten erfolgt nach den Vorschriften des HGB, des GmbH-Gesetzes sowie den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung. Diese wurden unverändert zum Vorjahr angewendet. Bewertungsmethoden Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgte unter Beachtung der geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung. Diese wurden unverändert zum Vorjahr angewendet. Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Planmäßige lineare Abschreibungen wurden wie folgt vorgenommen:
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Geschäftsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgte nach dem Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgte nach dem Niederstwertprinzip zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert. In die Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen worden. Bestandsrisiken, die sich aus Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden durch Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Auf die Bildung einer Pauschalwertberichtigung wurde aufgrund des Verkaufs der Forderungen im Rahmen eines echten Factorings verzichtet. Zudem sind alle verkauften Forderungen durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen; sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages passiviert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Pensionsrückstellungen wurden nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected-Unit-Credit-Methode (PuC-Methode) bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" der Heubeck Richttafeln GmbH verwendet. Die Rückstellungen wurden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde: Rechnungszinssatz 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) p.a., Gehaltstrend 0,0 % (Vorjahr: 0,0 %) p.a., Fluktuation 5,0 % (Vorjahr: 5,0 %) p.a. und Rententrend 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) p.a. Aufgrund des Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurden im Geschäftsjahr EUR 36.882 (1/15 des zum 1. Januar 2010 ermittelten Unterschiedsbetrages) zu den Pensionsrückstellungen zugeführt. Somit sind Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 74) nicht in der Bilanz enthalten. Die Ermittlung erfolgte entsprechend § 253 Abs. 2 HGB mit einem Diskontierungszinssatz, der dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre entspricht. Unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) würden die Pensionsrückstellungen mit TEUR 1.783 (Vorjahr: TEUR 2.098) bewertet. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 69) ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Die Jubiläumsrückstellungen wurden nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected-Unit-Credit-Methode (PuC-Methode) bewertet. Es wurde ein Rechnungszinssatz von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) p.a., ein Anwartschaftstrend von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) p.a., ein Gehaltstrend von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) p.a. und eine Fluktuation von 4,0 % (Vorjahr: 4,0 %) p.a. verwendet. Effekte aus der Veränderung der Bewertungsparameter werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Eine sich ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich wie im Vorjahr insgesamt eine nicht bilanzierte aktive latente Steuer. Erläuterungen zur Bilanz Die Zusammensetzung sowie die Bewegungen des Anlagevermögens im Sinne des § 268 Abs. 2 HGB sind dem Anlagengitter zu entnehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 633, Vorjahr: TEUR 638) resultieren, wie im Vorjahr, aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. In den Sonstigen Vermögensgegenständen ist der Aktivwert aus einer Rückdeckungsversicherung für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 241 (Vorjahr: TEUR 228) enthalten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, mit Ausnahme des Aktivwertes aus einer Rückdeckungsversicherung für Pensionsverpflichtungen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sonstige Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 122), Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 102) sowie für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 98) und für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 20). Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Hinsichtlich der Angabe zu latenten Steuern sowie zur Bewertung der temporären Differenzen und der Verlustvorträge wird die Erleichterung gemäß § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Zum Stichtag wurden Forderungen in Höhe von TEUR 450 (Vorjahr: TEUR 731) an ein Factoring- Unternehmen veräußert (nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte). Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoringgesellschaft über. Das Unternehmen behält jedoch zwecks Kundenpflege das Debitorenmanagement inne. Im Rahmen der Sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 647 (Vorjahr: TEUR 506) ergeben sich aufgrund von bestehenden Miet- und Leasingverträgen Verpflichtungen von TEUR 196 für das Jahr 2024, TEUR 415 für die Jahre 2025 bis 2028 und TEUR 36 für die Jahre ab 2028. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Der überwiegende Teil der Umsatzerlöse wird in Deutschland erbracht. Daneben ist die Gesellschaft im europäischen Ausland und zu einem geringen Teil in Drittländern tätig. Die Gesellschaft ist ausschließlich im Bausegment tätig. In den Umsätzen sind Frachterlöse in Höhe von TEUR 1.838 enthalten (Vorjahr: TEUR 1.827). In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 52) aus der Auflösung von Rückstellungen und TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 58) aus verrechneten sonstigen Sachbezügen enthalten. Übrige periodenfremde Erträge sind in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 54) enthalten. Ereignisse nach dem Stichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sind nicht eingetreten. Sonstige Angaben Die Gesellschaft ist ein 40%iges Tochterunternehmen der BTE Stelcon Deutschland GmbH, Germersheim. 60 % der Anteile werden von der Gesellschaft selbst gehalten und werden offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Die BTE Stelcon Deutschland GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der BTE Duitsland B.V., Dodewaard, Niederlande, die wiederum ein 100%iges Tochterunternehmen der BTE Holding B.V., Dodewaard, Niederlande, ist. Die BTE Holding B.V. ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist beim Register KvK Tiel (Kamer van Koophandel) unter der Registernummer KvK 37068276 erhältlich. Gesetzlicher Vertreter der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr war als hauptberuflicher Geschäftsführer Herr Dirk-Uwe Spengler. Hinsichtlich der Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung wurde von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 88 (Vorjahr: 80) Mitarbeiter, davon 25 technische und kaufmännische Angestellte (Vorjahr: 33) und 63 gewerbliche (Vorjahr: 47) Arbeitnehmer, beschäftigt, wobei durchschnittlich drei gewerbliche Arbeitnehmer langzeitkrank waren. Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 15. Dezember 2023 wurde der Jahresüberschuss 2022 von EUR 158.253,26 auf neue Rechnung vorgetragen. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 413.356,54 auf neue Rechnung vorzutragen.
Germersheim, den 6. Dezember 2024 Dirk-Uwe Spengler, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BTE Stelcon GmbH, Germersheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BTE Stelcon GmbH, Germersheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BTE Stelcon GmbH, Germersheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 12. Dezember 2024 Deloitte
GmbH
Steffen Schmidt, Wirtschaftsprüfer Michael Harst, Wirtschaftsprüfer |
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