Boehm Group GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steffi Tolksdörfer seit 20.6.2023 | Prokura |
Andree Behling seit 20.10.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 35.00% | |
F***** N***** | 6.94% |
A***** N***** | 3.40% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Boehm Systems Engineering GmbHZella-MehlisJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Boehm Systems Engineering GmbH hat ihren Sitz in Zella-Mehlis und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Jena (Reg. Nr. HRB 518077). Der vorliegende Jahresabschluss der Boehm Systems Engineering GmbH zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind, soweit nicht anders angegeben, gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert angewendet worden. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig linear über eine Nutzungsdauer i.S.d. § 253 Abs. 3 S. 3-4 HGB abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen sind in die Herstellungskosten des Anlagevermögens sowie in die der Vorräte nicht einbezogen worden. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer stellen wir auf die betrieblichen Erfahrungen ab, die sich weitgehend mit den Angaben in den amtlichen AfA-Tabellen decken. Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Des Weiteren wird aus Vereinfachungsgründen im Jahr des Zugangs ein Abgang unterstellt. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten EUR 800,00, aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, ist im Jahr des Zugangs ein Sammelposten gebildet worden. Der Sammelposten wird im Geschäftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Preisen der letzten Eingangsrechnungen bzw. mit den niedrigeren Durchschnittspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten bzw. auf Basis voraussichtlich erzielbarer Verkaufspreise abzüglich eines Abschlags für noch anfallende Herstellungskosten, Vertriebskosten und Verwaltungskosten, wenn dieser Wert niedriger ist. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anzusetzende Material- und Fertigungsgemeinkosten. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit ergeben, sind in ausreichendem Umfang vorgenommen worden; insgesamt sind die Vorräte verlustfrei bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Kasse, Bank und Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Soweit uns bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei der Bilanzaufstellung bereits Risiken bekannt wurden, haben wir diese durch ausreichende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Im Übrigen wurde zur Abgeltung weiterer Risiken eine angemessene Pauschalwertberichtigung gebildet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt worden. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildeten notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Tageskurs des Geschäftsvorfalles und ggf. mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. 3. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der in der Bilanz des Berichtsjahres erfassten Anlagegegenstände ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Die unter den antizipativen Posten ausgewiesenen Beträge enthalten im Wesentlichen Leasingsonderzahlungen. Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
Ausschüttungsgesperrte Beträge bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit TEUR 288 Rückstellungen für Brandschutzmaßnahmen, mit TEUR 227 Urlaub und Überstunden, mit TEUR 150 ausstehende Rechnungen und mit TEUR 60 Garantierückstellungen. Die übrigen Rückstellungen gliedern sich insbesondere auf in die Rückstellungen für Kundenboni und Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten. Verbindlichkeitenspiegel
Weiterhin bestehen für die Verbindlichkeiten unsererseits nur im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstandene Sicherheiten. Die Boehm Systems Engineering GmbH hat als Kreditnehmer mit der UniCredit Bank AG einen Vertrag über eine Rahmenkreditlinie in Höhe von insgesamt EUR 1,5 Mio. abgeschlossen. Die Kreditlinie wurde unter der gesamtschuldnerischen Mithaftung unserer Muttergesellschaft, der Boehm Group GmbH, Zella-Mehlis, gewährt. Zum Bilanzstichtag beträgt die Inanspruchnahme der Kreditlinie TEUR 0. Die Boehm Systems Engineering GmbH hat als Kreditnehmer mit der UniCredit Bank AG Verträge über Darlehen mit einer Laufzeit über 10 Jahre abgeschlossen. Die Darlehen sind zweckgebunden. Zum 31. Dezember 2023 wurden Darlehen in Höhe von TEUR 966 in Anspruch genommen. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen beinhalten vollumfänglich Verbindlichkeiten aus den Verrechnungskonten unserer Schwestergesellschaften Boehm Dryrun GmbH (Zella-Mehlis) sowie der Böhm Fertigungstechnik Slowakei. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter umfassen in voller Höhe das Verrechnungskonto unserer Muttergesellschaft, Boehm Group GmbH, Zella-Mehlis. Die Betriebsimmobilien sind gemietet, wobei der Mietvertrag bis mindestens 2031 läuft. Die Gesamtbelastung über die Laufzeit beträgt TEUR 2.980. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen für Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 284. Die Restlaufzeit der finanziellen sonstigen Verpflichtungen beläuft sich längstens auf 57 Monate. Neben der Bilanzneutralität beim Leasing und den damit verbundenen Rating-Vorteilen steht als Vorteil insbesondere die Kostenkongruenz (Liquiditätsvorteile) bzw. der sog. "pay-as-you-earn-Gedanke" im Vordergrund der Leasingentscheidung. Rahmenverträge werden nur im geringem Umfang benutzt. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag haben in voller Höhe das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belastet. Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Sonstige Angaben Während des Geschäftsjahres 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:
Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren
Die Angabe gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a HGB über die Höhe der gewährten Bezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Boehm Group GmbH, Zella-Mehlis, einbezogen, die einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß § 290 ff. HGB aufstellt. 6. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Zella-Mehlis, den 30. April 2024 Boehm Systems Engineering GmbH - Geschäftsführung - gez. Andree Behling, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Wir - die Boehm Systems Engineering GmbH - mit Sitz im südthüringischen Zella-Mehlis sind Systemlieferant im Maschinen- und Anlagenbau. Unsere Kernkompetenzen sind elektrische und mechanische Montage, CNC-Bearbeitung, Blechbearbeitung, Stahlbau und Schaltschrankbau. Die Umsätze werden im Wesentlichen mit Maschinenbaukunden in Deutschland abgewickelt, die insbesondere in den Bereichen Pharma, Verpackung, Halbleiter, 3D-Druck und Werkzeugmaschinen weltweit tätig sind. Alle notwendigen Organisationsbereiche wie Einkauf, Vertrieb, Fertigung, Montage und Verwaltung sind am Standort Zella-Mehlis angesiedelt. I. Darstellung des Geschäftsverlaufs i. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Der private Konsum nahm ab, was vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein dürfte. Besonders betroffen davon waren die Konsum- und Baukonjunktur. Auch die Industriekonjunktur kam nicht in Schwung. Die angebotsseitigen Engpässe, die die Produktion im Vorjahr noch spürbar bremsten, verloren zunehmend an Bedeutung. Die ursprünglich für die zweite Jahreshälfte angekündigte Erholung der Wirtschaft blieb aus. i. Entwicklung der Branche Der Maschinenbau gehört zu den wichtigsten Industriezweigen in Deutschland. 2023 war ein schwieriges Jahr mit einem durchwachsenen Ergebnis. Viele Kundenbranchen des Maschinen- und Anlagenbaus stehen unter großem Transformationsdruck. Eine weltweit schwache Nachfrage nach Maschinen, höhere Zinsen und steigende Kosten stellen eine herausfordernde Situation dar. Die noch zu Beginn des Jahres 2023 verhaltene Wachstumserwartung hat sich im Laufe der letzten zwölf Monate ins Negative gedreht. Für die gesamte Branche wurde ein Umsatzrückgang von ca. 3 % für 2023 prognostiziert, wobei nicht alle Branchen gleichermaßen betroffen sind. i. Umsatz- und Auftragsentwicklung der Boehm Systems Engineering GmbH in 2023 Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Boehm Systems Engineering GmbH den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 15,9 % steigern und somit den im Lagebericht 2022 prognostizierten Umsatz erreichen. Das Umsatzvolumen beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 24.367 (Vorjahr TEUR 21.028). Im Geschäftsjahr 2023 haben wir weiter konsequent daran gearbeitet Prozesse und Kostenstrukturen zu verbessern und die Fertigungskapazitäten für kürzere Durchlaufzeiten zu optimieren, um ein gesundes Wachstum zu generieren. Durch hohe Flexibilität, Qualität sowie ein Preis-/Leistungsverhältnis nach Maß konnten wir das Bestandskundengeschäft weiter ausbauen und neue Kunden dazu gewinnen. Wir kultivieren unsere Kundenbeziehungen und etablieren wirtschaftliche, zuverlässige sowie nachhaltige Prozesse zu unseren Partnern in der Lieferkette. Ein wesentlicher Qualitätsgedanke dabei ist die Kundenzufriedenheit. Ausdruck dieser Politik ist die Erfüllung der Anforderungen und Festlegungen des Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001. iv. Personal- und Sozial-Bereich Bei der Boehm Systems Engineering GmbH waren zum Bilanzstichtag (Anzahl Voll- und Teilzeit, ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt:
Zum Bilanzstichtag haben wir 17 Auszubildende (davon 16 im gewerblichen Bereich) beschäftigt. Die Qualifizierung und Weiterbildung unserer Arbeitnehmer und Führungskräfte sowie die betriebliche Ausbildung am Standort nehmen einen hohen Stellenwert ein, und helfen uns, dem allgemeinen Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Auftragsspitzen und Engpässe decken wir mit Mitarbeitern von Personaldienstleistern ab. Zum 31.12.2023 waren 11 Leiharbeiter beschäftigt. II. Darstellung der Lage i. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Boehm Systems Engineering GmbH beläuft sich zum 31.12.2023 auf TEUR 6.271 (VJ TEUR 4.765), die ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.636 (VJ TEUR 775) beinhaltet. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 26,1 % (VJ 16,3 %). Unter Berücksichtigung der Gesellschafterverbindlichkeiten ergibt sich zum Stichtag eine Eigenmittelquote von 31,6 % (VJ 18,2 %). Die Aktivseite ist geprägt durch das Anlagevermögen (35,7 %, VJ 35,4 %), dass im Wesentlichen die Technischen Anlagen und Maschinen enthält. Auf die Vorräte (unter Berücksichtigung geleisteter und erhaltener Anzahlungen) entfallen 28,4 % (VJ 36,2 %) der Bilanzsumme. Die verbleibenden Positionen entfallen insbesondere auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Die Passivseite der Bilanz enthält Rückstellungen i. H. v. 29,2 % (VJ 27,8 %), davon Steuerrückstellungen 13,3 % (VJ 6,9 %), Verbindlichkeiten im Verbundbereich und gegenüber Gesellschaftern 8,0 % (VJ 9,0 %) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einem Anteil von 3,4 % (VJ 6,9 %) und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 15,4 % (VJ 7,3 %) an der Bilanzsumme. Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen insbesondere auf Verbindlichkeiten gegenüber Personal und Verbindlichkeiten aus Sale-and-Mietkauf-back-Verträgen des mobilen Sachanlagevermögens. i. Finanzlage Der Finanzmittelbestand der Boehm Systems Engineering GmbH beträgt am Bilanzstichtag TEUR 381 (VJ TEUR 605). Im Laufe des Wirtschaftsjahres standen dem Unternehmen ein wahlweise in bar oder für Bürgschaften ausnutzbarer Finanzierungsrahmen in Höhe von TEUR 1.500 sowie Versicherungsavale in Höhe von TEUR 3.150 zur Verfügung, wovon zum Stichtag TEUR 1.766 (VJ TEUR 2.109) in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an ein Factoring-Unternehmen verkauft. Unseren Zahlungsverpflichtungen konnten wir jederzeit nachkommen. i. Ertragslage Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich im Berichtjahr 2023 bei einer Gesamtleistung von TEUR 24.244 (VJ TEUR 20.880) auf TEUR 1.655 (VJ TEUR 926). Die prognostizierte Ergebnisverbesserung wurde vollständig erreicht. Der Verteuerung der Produktionskosten in Folge der Energiekrise und der steigenden Inflation konnte durch Effizienzsteigerung entgegengewirkt werden. Trotz der gestiegenen Materialkosten lag die Materialquote im Geschäftsjahr bei 52,4 % (VJ 58,4 %) und damit unter dem Vorjahresniveau. Die weiteren sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen insbesondere auf Mieten für die Gewerbeimmobilien, Leasing, Wartung und Instandhaltung. Der Personalaufwand beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 6.176 (VJ TEUR 5.260) bzw. 25,5 % (VJ 25,2 %). Hier verweisen wir auf die Verschmelzung mit der Boehm Metal Construction GmbH und dem damit verbundenen Personalaufbau. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen im Jahr 2023 TEUR 503 (VJ TEUR 285). Die Boehm Systems Engineering GmbH erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.152 (VJ TEUR 641). i. Finanzielle Leistungsindikatoren Der vereinfachte Cash-flow stellt sich im Geschäftsjahr wie folgt dar:
Zur Unternehmenssteuerung werden u. A. monatliche Auswertungen der Gewinn und Verlustrechnung, Bilanz und Liquiditätsrechnung herangezogen. Ein weiteres Instrument der Unternehmenssteuerung ist die kontinuierliche Nachkalkulation aller abgeschlossenen Aufträge, um daraus unmittelbar Schlussfolgerungen für Folgeaufträge zu ziehen. Außerdem erfolgt eine wöchentliche Überwachung von Auftragseingang und Auftragsbestand. Wir arbeiten stetig an einer Weiterentwicklung unseres Auswertungs- und Kennzahlentools um insbesondere Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen zu können bzw. zu vermeiden. III. Prognosebericht Ende 2023 hat der VDMA seine Prognose wegen der anhaltenden Flaute der globalen Konjunktur im Maschinen- und Anlagenbau für 2024 auf minus 4 % gesenkt. Viel wird davon abhängen, wie sich die Inflation und die Finanzmärkte entwickeln. Allgemein wird hier eine leichte Entspannung erwartet. Allerdings birgt die geopolitische Lage mit den Kriegen in der Ukraine, zwischen Israel und der Hamas sowie vielen weiteren Konflikten auf der Welt eine große Unsicherheit in Bezug auf Rohstoffpreise und Lieferketten. Welchen Umfang diese negativen wirtschaftlichen Entwicklungen im Jahresverlauf auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung unseres Unternehmens haben werden, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen. Im Augenblick beurteilen wir die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens unter den aktuellen Bedingungen positiv. Mit der Abarbeitung von vorhandenen Aufträgen sind wir bis Mitte des Jahres voll ausgelastet, die Montage bereits bis Ende des Jahres. In wöchentlichen "KVP"-Runden arbeiten wir an der Optimierung der Organisationsstrukturen, den Prozessen und Abläufen im Unternehmen. Im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wird die "5S-Methode" fest in die Unternehmenskultur verankert und in den Arbeitsalltag der Mitarbeiter integriert. Durch diese Maßnahmen und die Erweiterung unseres Leistungsspektrums um Konstruktion, E/A Check, Inbetriebnahme sowie Service beim Kunden erwarten wir bei gleichbleibendem Umsatz nochmals eine spürbare Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Vorjahr. IV. Chancen- und Risikobericht Nachfolgend werden die Risiken, die eine wesentliche Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Boehm Systems Engineering GmbH haben könnten, beschrieben. i. Ertragswirtschaftliche Risiken Wir gehen davon aus, dass sich die Preise bei Energie, Rohstoffen, Kauf- und Normteilen nicht weiter erhöhen werden. Die Beschaffung erfolgt auftragsbezogen und zeitnah. Lieferengpässen - insbesondere bei Elektrokomponenten - begegnen wir mit Rahmenverträgen sowohl auf Lieferanten- als auch auf Kundenseite. Für Strom- und Gaslieferungen konnten wir für das Jahr 2024 Lieferverträge unter den Kosten für 2023 abschließen. i. Branchenspezifische Risiken Sollte die geringe Investitionsbereitschaft der Unternehmen wegen der hohen Inflation, der hohen Zinsen und der allgemeinen Unsicherheit weiter andauern, kann das die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Leistungen negativ beeinflussen. Hieraus können für uns Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Durch ein breites Spektrum an Leistungen und Branchen, das unsere Kunden wiederrum abbilden, versuchen wir das Risiko zu minimieren. Bei der Neukundenakquise richten wir unser Augenmerk auf Wachstumsbranchen, wie z. Bsp. Wasserstofftechnologie, Medizintechnik, Kreislaufwirtschaft oder Umwelttechnik, wo wir bereits aussichtsreiche Gespräche mit Unternehmen führen konnten. Finanzwirtschaftliche Risiken Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verträge über Kredit- und Avallinien. Den Forderungsausfall versuchen wir durch Anzahlungen, einem engen Forderungsmanagement und Factoring zu minimieren. Forderungen sind im Rahmen des Factoring Verfahrens gegen Ausfall versichert. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Ziele, wenn vereinbart mit Skonto, bedient. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Anzahlungen durch Kunden, Lieferantenkredite sowie über eine Kreditlinie. Dem Liquiditätsrisiko begegnet die Gesellschaft durch die wöchentlich rollierend fortlaufende Erstellung eines Liquiditätsplans, der einen Überblick über die Ein- und Auszahlungen verschafft. i. Chancen der künftigen Entwicklung Die weiterhin zu beobachtende Tendenz im deutschen Maschinen- und Anlagenbau zur Konzentration auf die Tätigkeiten mit der höchsten Wertschöpfung führt zu einem weiter steigenden Umfang an Auftragsfertigung und damit Umsatzpotential für unser Unternehmen. Der direkte Kundenkontakt bildet dabei die Basis für gute Kundenkenntnis. Gleichermaßen sind die Weiterentwicklung von Maschinen und der Service bis hin zur internen Zusammenarbeit, essenzielle Fundamente für den direkten Kundenkontakt. Wir wollen für unsere Kunden nicht nur Dienstleister, sondern auch strategischer Partner sein. i. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir vor allem bei möglichen wirtschaftlichen Störungen in unseren Beschaffungs- und Absatzmärkten. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Zella-Mehlis, den 30. April 2024 gez. Andree Behling, Geschäftsführer Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss der Boehm Systems Engineering GmbH zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023. In der vorliegenden Offenlegungsversion wurden die Erleichterungsvorschriften nach den §§ 276, 288 und 327 HGB in Anspruch genommen. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Boehm Systems Engineering GmbH, Zella-Mehlis Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Boehm Systems Engineering GmbH, Zella-Mehlis, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Boehm Systems Engineering GmbH, Zella-Mehlis, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Porta Westfalica, den 2. Mai 2024 AUDITAS
GmbH
gez. ppa. W. Winkelmann, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 21.10.2024. |
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