Novoplast Schlauchtechnik GmbH
In den Langen Stücken 6, 38820 Halberstadt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Oye seit 27.11.2024 | Geschäftsführer |
Christian Horstkötter seit 2.10.2017 | Geschäftsführer |
Mark Becks seit 9.11.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 0.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Novoplast Schlauchtechnik GmbHHalberstadtBILANZEN ZUM 31. DEZEMBER 2006 UND 2005AKTIVA
GEWINN-
UND VERLUSTRECHNUNGEN
|
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| 2006 | 2005 | |
| EUR | EUR | |
| 1. Rohergebnis | 4.562.476,66 | 3.988.754,94 |
| 2. Personalaufwand: | ||
| a) Löhne und Gehälter | -1.390.746,52 | -1.245.480,10 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | -326.776,98 | -305.765,49 |
| - davon für Altersversorgung EUR 23.205,00 (Vorjahr: EUR 24.053,00) | ||
| 3. Abschreibungen: | ||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -457.198,98 | -449.877,92 |
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.093.589,55 | -914.944,26 |
| 5.
Ertäge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
0,00 | 130,00 |
| 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 115,52 | 45,81 |
| 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -104.573,75 | -151.045,93 |
| - davon an verbundene Unternehmen: EUR 8.301,33 (Vorjahr: EUR 37.383,31) | ||
| 8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 1.189.706,40 | 921.817,05 |
| 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -464.270,43 | -349.245,44 |
| 10. Sonstige Steuern | -3.458,84 | -4.932,56 |
| 11. Jahresüberschuss | 721.977,13 | 567.639,05 |
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2006
I. ALLGEMEINE ANGABEN
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2006 der NOVOPLAST SCHLAUCHTECHNIK GMBH, Halberstadt, wird nach den gesetzlichen Vorschriften des HGB und GmbHG aufgestellt. Steuerliche Vorschriften werden, soweit Ihnen nicht handelsrechtliche Bestimmungen entgegenstehen, ebenfalls angewandt.
Die Gesellschaft erfüllt per 31. Dezember 2006 die Größenkriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 HGB angewandt.
Die allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze i. S. des § 252 HGB (Bilanzzusammenhang, Going Concern, Einzelbewertung, Vorsichtsprinzip, Realisationsprinzip, Stetigkeitsgebot) wurden vollständig beachtet.
Es ist beabsichtigt, für die Aufstellung des Anhangs und die Offenlegung des Jahresabschlusses von den Erleichterungsvorschriften gem. §§ 286, 288, 327 HGB Gebrauch zu machen.
II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Das Anlagevermögen wird zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter gem. § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe abgeschrieben.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Abzug von Anschaffungskostenminderungen. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Die Fertigerzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Teile der Gemeinkosten bilanziert.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden mit Nennwerten angesetzt.
Uneinbringliche Posten bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden einzelwertberichtigt.
Forderungen in Fremdwährungen, falls vorhanden, werden mit dem Transaktionskurs oder mit dem niedrigeren Stichtagskurs bewertet.
Sonstige Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste werden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.
Die Verbindlichkeiten werden mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, falls vorhanden, werden mit dem Transaktionskurs oder dem höheren Stichtagskurs bewertet.
Steuerliche Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte werden auch in die Handelsbilanz übernommen, soweit nach Handelsrecht kein zwingend davon abweichender Bilanzierungs- und Bewertungsansatz erforderlich ist. Insbesondere wurden in den vergangenen Jahren Sonderabschreibungen nach § 4 FördG direkt von den Anschaffungskosten in Abzug gebracht. Darüber hinaus wurden die für vergangene Geschäftsjahre beantragten und gewährten Investitionszuschüsse aktivisch von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt. Gewährte Investitionszulagen wurden erfolgswirksam vereinnahmt.
III. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ
1. Anlagevermögen
Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagespiegel verwiesen.
2. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 1.837 (Vorjahr: T€ 1.887) innerhalb eines Jahres fällig und T€ 943 (Vorjahr: T€ 194) haben eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Die übrigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch Grundschulden von insgesamt T€ 2.769 am Betriebsgrundstück und durch Sicherungsübereignung der Maschinen und technischen Anlagen sowie einer Globalzession der Kundenforderungen. Darüber hinaus besteht eine Patronatserklärung der Muttergesellschaft für eine eingeräumte Kontokorrentkreditlinie von T€ 250.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Rahmen der im allgemeinen Geschäftsverkehr üblichen Sicherheiten besichert.
IV. SONSTIGE ANGABEN
1. Anzahl der Arbeitnehmer
Im Jahresdurchschnitt wurden durchschnittlich 57 Mitarbeiter (Vorjahr: 56) beschäftigt.
2. Haftungsverhältnisse
Eventualverbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln sowie aus der Übernahme von Bürgschaften, aus Gewährleistungsverträgen oder aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen nicht.
3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesellschaft hat mehrere Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Die zukünftigen jährlichen Miet- und Leasingverpflichtungen aus diesen Verträgen belaufen sich auf T€ 58.
4. Mutterunternehmen und Konzernabschluss
Zum Bilanzstichtag ist die Masterflex AG, Gelsenkirchen, alleinige Anteilseignerin. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen i.S.v. § 271 Abs. 2 HGB zur Masterflex AG und ihren mittelbaren und unmittelbaren Mehrheitsbeteiligungen. Die Masterflex AG stellt einen Konzernabschluss nach IFRS auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird.
5. Geschäftsführung
Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:
Herr Ole Stein, Kaufmann, Halberstadt
Herr Detlef Herzog, Kaufmann, Gelsenkirchen
Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird unter Anwendung der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Halberstadt, den 16. Januar 2007
Ole Stein, Geschäftsführer
Detlef Herzog, Geschäftsführer
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2006
| ANSCHAFFUNGSKOSTEN | |||||
| 01. janv. 2006 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | 31. dec. 2006 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE: | 82.415,16 | 11.233,50 | 0,00 | 0,00 | 93.648,66 |
| II. SACHANLAGEN: | |||||
| 1. Grundstücke und Gebäude | 1.468.248,77 | 49.609,59 | 168.577,26 | 0,00 | 1.686.435,62 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.841.002,68 | 97.829,10 | 0,00 | 0,00 | 3.938.831,78 |
| 3. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 600.313,49 | 113.830,39 | 0,00 | -25.315,51 | 688.828,37 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 168.577,26 | 0,00 | -168.577,26 | 0,00 | 0,00 |
| 6.078.142,20 | 261.269,08 | 0,00 | -25.315,51 | 6.314.095,77 | |
| 6.160.557,36 | 272.502,58 | 0,00 | -25.315,51 | 6.407.744,43 | |
| AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN | ||||
| 01. janv. 2006 | Zugänge | Abgänge | 31. dec. 2006 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE: | 41.368,16 | 6.955,50 | 0,00 | 48.323,66 |
| II. SACHANLAGEN: | ||||
| 1. Grundstücke und Gebäude | 623.753,64 | 39.958,85 | 0,00 | 663.712,49 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.961.876,68 | 346.107,10 | 0,00 | 2.307.983,78 |
| 3. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 387.149,44 | 64.177,53 | -17.427,60 | 433.899,37 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2.972.779,76 | 450.243,48 | -17.427,60 | 3.405.595,64 | |
| 3.014.147,92 | 457.198,98 | -17.427,60 | 3.453.919,30 | |
| NETTOBUCHWERTE | ||
| 2006 | 2005 | |
| EUR | EUR | |
| I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE: | 45.325,00 | 41.047,00 |
| II. SACHANLAGEN: | ||
| 1. Grundstücke und Gebäude | 1.022.723,13 | 844.495,13 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.630.848,00 | 1.879.126,00 |
| 3. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 254.929,00 | 213.164,05 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 168.577,26 |
| 2.908.500,13 | 3.105.362,44 | |
| 2.953.825,13 | 3.146.409,44 | |
Die Abschreibungen auf Sachanlagen beinhalten 'Geringwertige Wirtschaftsgüter' i. S. § 6 Abs. 2 EStG von € 14.909,99 (Vorjahr: € 24.322,87).
Lagebericht 2006
I. Geschäftsentwicklung und Unternehmensstrategie
Die Novoplast Schlauchtechnik GmbH sieht Ihre Kernkompetenzen in der Extrusion von Schläuchen und Profilen, aber auch in der Weiterverarbeitung von Extrusionsprodukten zu Zwischenprodukten.
Ziel ist es somit auf der Basis der machbaren Produkte eine Vielzahl von Anwendungen und Kunden zu bedienen. Diese Strategie einer möglichst breiten Diversifikation in Produkte, Märkte und Kunden, ist in den letzten Jahren erfolgreich betrieben worden und soll auch weiterhin Kern der Unternehmensstrategie sein.
Um dieses zu erreichen nutzen wir vielfältige Möglichkeiten. Durch unsere Kooperation mit der Masterflex AG, dessen 100%ige Tochter die Novoplast Schlauchtechnik GmbH ist, haben wir Zugriff zu Kunden der Masterflex AG und können diesen das Novoplast Schlauchprogramm vorstellen. Des Weiteren werden eigene Aktivitäten, wie Messen, Mailing, Direktkontakte etc. genutzt, um eine festere Marktpositionierung zu erzielen.
Neben den eigenen Aktivitäten ist die Umsatz- und Ertragsentwicklung im Jahr 2006 auch durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung begründet. Nach einer Steigerung des BIP im Jahre 2005 von 1,1 % erreichte das Wachstum 2006 einen Wert von 2,5 %. Dazu haben insbesondere auch solche Branchen wie der Maschinenbau beigetragen, die von der Novoplast direkt oder indirekt beliefert werden.
Gerade im Bereich Maschinenbau hat es im letzten Jahr eine verstärkte Nachfrage zu weiterbearbeiteten Produkten und Systemen gegeben. So konnten wir ein deutliches Umsatzwachstum im Bereich von thermofixierten Schläuchen ausweisen. Hierbei werden Schläuche durch thermische Behandlung in 2D oder 3D Konturen gebracht, die an die Einbausituation in der Maschine angepasst sind. Auch die Lieferung kompletter Systeme, d.h. Schläuche, die schon mit Steckern und Konnektoren versehen sind, hat sich deutlich ausgeweitet.
Der Bereich Automobilindustrie zeichnete sich auch durch steigende Umsätze aus. Die größte Dynamik konnten wir bei Rundmaterial feststellen, welches zur Herstellung von Gummi-Klimaschläuchen verwendet wird. Durch die Zusammenlegung der Produktionen der Conti-Tech und der Phoenix Automotive konnten wir den gesamten Bedarf der vorherigen Produktion der Conti-Tech hinzu gewinnen. Als weitere Hauptprodukte sind hier Kabelschutzschläuche, Schläuche für Kupplungsleitungen und Schläuche für Schiebedachsysteme zu nennen.
Neben den beiden großen Marktsegmenten Maschinenbau und Automobilindustrie werden unsere Schläuche in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt. Exemplarisch folgende Beispiele:
- Riefenschläuche für die Blechentfettung bei Walzwerken,
- PA-Schläuche für die Feuerdetektion in Gebäuden,
- Schläuche zur Versteifung von Abfahrtsski durch namhaften Skihersteller.
Neben den genannten Marktsegmenten bedienen wir auch den Bereich Medizintechnik. Auch hier verfolgen wir eine analoge Strategie, d.h. wir verstehen uns als Kompetenzpartner Extrusion für die medizinische Industrie und streben nicht an, am Markt mit sterilen Endprodukten präsent zu sein. Hauptprodukte sind hier Schläuche für die Infusionstechnik, die Kardiologie und Katheter aller Art.
Neben den medizinischen Anwendungen fertigen wir unter Reinraumbedingungen auch Schläuche für die Mikroelektronik, welche als medienführende Leitungen eingesetzt werden.
Die strategische Ausrichtung erfordert deutliche Anstrengungen im Bereich Forschung & Entwicklung. So wurden im Jahr 2006 ca. 200 neue Produkte gemustert. Hierbei handelt es sich sowohl um komplette Neuentwicklungen, als auch um Modifikationen bestehender Produkte. Die F&E Aktivitäten beschränken sich bei Novoplast aber im Wesentlichen auf die anwendungstechnische Entwicklung, d.h. es werden Kundenbedürfnisse in Produkte umgesetzt.
Weitergehende Forschungsprojekte werden in Kooperation mit externen Partnern umgesetzt. So findet z.B. die Entwicklung von Kunststoffcompounds zu Erzielung definierter Eigenschaften in einem Netzwerk medizintechnischer Unternehmen der Region statt.
Als Beispiele für die Entwicklungen 2006 seien genannt:
- Universalschlauch für Scheibenwaschanlagen,
- Lichtgeschützter Infusionsschlauch zur Durchleitung von lichtempfindlichen Medikamenten,
- 3-lagiger Schlauch für die Infusionstechnik mit einer PVCfreien Innenschicht,
- hochtemperaturfestes Polyurethanprofil als Abstreifprofil,
- u.v.a.
Durch die beschriebenen Maßnahmen ist es erneut gelungen, ein Wachstum größer der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu realisieren.
So konnte der Umsatz um knapp 18 % auf 7.784 TEUR gesteigert werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg dabei um 23,8 % auf 1.141 TEUR und das Nettoergebnis um 22,3 % auf 694 TEUR.
Die Umsatzrendite konnte von 8,6 % im Vorjahr auf 8,9 % gesteigert werden.
Die Auslandsaktivitäten der Novoplast Schlauchtechnik GmbH sind ebenfalls intensiviert worden. So haben wir in diesem Jahr erstmals auf der WIN -Messe in Istanbul ausgestellt. Daraus resultierte eine Kooperationsvereinbarung mit einem türkischen Partner, der unsere Produkte nun in der Türkei und den angrenzenden Ländern vertreibt.
Die Exportquote konnte so bei den Auftragseingängen auf 30 % gesteigert werden.
II. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
1. Ertragslage
Umsatzsteigerungen wurden vornehmlich aus der bestehenden Kundschaft generiert. Es wurden mit 489 Kunden Umsätze getätigt die auch im Jahre 2005 bereits Kunden waren. Hinzu kamen 220 Neukunden im Jahre 2006, so dass Novoplast über 709 aktive Kunden verfügt.
Neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung trugen aber auch Entwicklungen der Vorjahre zu dieser Steigerung bei. So konnte der Umsatz bei dem Kunden für Kupplungsleitungen von ca. 8 TEUR im Jahr 2005 auf 290 TEUR im Jahr 2006 gesteigert werden.
Die Auslastung der Maschinen konnte weiter gesteigert werden, und zwar erhöhte sich die reine Produktionszeit um 5,4% gegenüber dem Vorjahr. Trotz des Ausbaus der Fertigungskapazitäten im Bereich der thermofixierten Teile mit dem notwenigen Ausbau der personellen Ressourcen sorgte die gestiegene Maschinenauslastung dafür, dass die Personalkosten unterproportional gegenüber dem Umsatz stiegen. So standen einem Umsatzwachstum von ca. 18% Personalkostensteigerungen von 11,3% gegenüber.
Die aufgezeigte Entwicklung soll aber nicht über die teilweise schwierigen Bedingungen auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten hinwegtäuschen.
Neben einem neuen deutschen Wettbewerber zeichnet sich vor allem aus dem Ausland ein weiterer deutlicher Preisdruck ab. In der Regel sind hier die Standardprodukte betroffen, die leichter austauschbar sind. Auch wenn unsere Zielsetzung die kundenspezifischen Produkte sind, so machen auch Standardprodukte einen großen Anteil an unserem Gesamtumsatz aus.
Bei den Rohstoffen ist nach den Turbulenzen der Vorjahre eine Beruhigung der Preissituation eingetreten. Dieses betrifft aber vor allem die deutlichen Preissprünge. Wir haben es aber weiterhin mit steigenden Preisen zu tun. Die Energiekosten konnten durch langfristige Verträge stabil gehalten werden und stiegen nur proportional zum Verbrauch.
2. Finanzlage
| 2006 | 2005 | ||
| T€ | T€ | T€ | |
| Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme | 722 | 568 | |
| + / - Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 457 | 450 | |
| + / - Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen | 0 | 0 | |
| + / - Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 0 | 0 | |
| = Cash-Flow nach DVFA/SG | 1.179 | 1.018 | |
| - / + Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | -2 | |
| + / - Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen | -40 | 10 | |
| - / +
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus
Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Aktiva |
-40 | -80 | |
| + / -
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Passiva |
-40 | 38 | |
| -120 | -34 | ||
| = Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 1.059 | 984 | |
|
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
des
Anlagevermögens |
9 | 7 | |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -273 | -349 | |
| = Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -264 | -342 | |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 0 | 0 | |
| - Auszahlungen an Unternehmenseigner | 0 | 0 | |
| - Auszahlungen an Gesellschafter einschl. Tilgung Gesellschafterdarlehen | -445 | -406 | |
| + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten | 700 | 0 | |
| - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten | -749 | -271 | |
| = Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | -494 | -677 | |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | 301 | -35 | |
| + / - Wechselkurs-, konzernkreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelbestands | 0 | 0 | |
| + Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahrs | 186 | 186 | 221 |
| = Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahrs | 487 | 186 |
Anhand der Kapitalflussrechnung kann man erkennen, dass der positive Cash-Flow im Wesentlichen wie folgt verwendet wurde:
- Rückführung von Fremdkapital an verbundene Unternehmen
- Planmäßige Rückführung von Fremdkapital an Kreditinstitute
- Vollständige Finanzierung der Investitionen in das Anlagevermögen
Zusätzlich konnte der Finanzmittelbestand deutlich um ca. 300 TEUR erhöht werden.
Es zeigt sich, dass die Finanzkraft ausreicht um den Forderungen der Kapitalgeber jederzeit gerecht zu werden und erforderliche Investitionen zu tätigen. Eine negative Änderung der Finanzlage ist derzeit nicht erkennbar.
Entsprechend den Rückführungen der Fremdkapitalmittel belaufen sich die gesamten langfristigen Verbindlichkeiten auf 1.837 TEUR.
Dadurch konnten die Aufwendungen für Zinsen im Geschäftsjahr 2006 um 46 TEUR reduziert werden.
Konditionsänderungen der Darlehen ergaben sich im Jahr 2006 nicht. Aufgrund der positiven Liquiditätsstände wurde im Geschäftsjahr 2006 die Kontokorrentlinie nicht in Anspruch genommen.
3. Vermögenslage
Die Vermögenslage des Unternehmens stellt sich wie folgt dar:
Die Verminderung des Anlagevermögens resultiert aus der Differenz der Abschreibungen gegenüber den Neu- und Ersatzinvestitionen. Als Hauptinvestitionen sind hier ein neuer Extruder; ein Durchmesser-Mess- und Regelsystem, ein Granulattrockner sowie Software enthalten.
Die Veränderungen im Umlaufvermögen sind durch gegenläufige Effekte begründet. So reduzierten sich die Vorräte, die Forderungen und die liquiden Mittel erhöhten sich jedoch soweit, dass das Umlaufvermögen um 338 TEUR höher als im Vorjahr ausfällt.
Durch den erneuten Gewinnvortrag des Jahresergebnisses konnte eine deutliche Steigerung des Eigenkapitals erzielt werden. Die Eigenkapitalquote wurde von 42 % im Jahr 2005 auf 54 % im Jahr 2006 erhöht.
Durch die Tilgungen von Darlehensverbindlichkeiten und geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnte das kurzfristige Fremdkapital deutlich von 1.024 TEUR im Jahr 2005 auf 496 TEUR im Jahr 2006 gesenkt werden. Der Verschuldungsgrad konnte somit weiter gesenkt werden.
Nachtragsbericht
Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten bzw. erkennbar, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Liquiditätslage der Gesellschaft haben.
Risikobericht
Ergänzend zu den Ausführungen zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens bestehen auch für die Novoplast Schlauchtechnik Chancen und Risiken.
Im Geschäftsjahr 2006 wurde ein Risikomanagementsystem eingeführt, welches die Abläufe beschreibt. Es wurde ein Risikoinventar erstellt, welches die identifizierten wesentlichen Risiken aufführt.
Die Hauptrisiken wurden wie folgt identifiziert:
- Wettbewerb
- Preisverfall
- Kundenabgänge
- Verlust von margenstarken Produkten
- Großkundenabhängigkeit
- Preiserhöhungen bei Einkaufsartikeln
- Beschaffungsengpässe
- Qualitätsschwankungen
- Produktionsstillstand / Maschinenausfall, auch durch Katastrophen
- EDV-Ausfall / Datenverlust
- Mitarbeiter und Knowhow Verlust
- Forderungsausfälle
- Politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Für die identifizierten Risiken ist ein Kontrollsystem etabliert. Dieses wird vornehmlich über ein EDVgestütztes Controlling durchgeführt und daraus entsprechende Maßnahmen abgeleitet.
Im Geschäftsjahr 2006 wurden keine Risiken identifiziert, die zu einer Gefährdung des Unternehmens führen können.
Wir sind uns jedoch bewusst, dass jedes unternehmerische Handeln mit Risiken verbunden ist, jedoch auch Chancen bietet.
Durch den steigenden Bekanntheitsgrad von Novoplast und Referenzen vom Markt steigen die Chancen Umsatz und Ertrag weiter zu steigern. Gleiches gilt für die aus der Vielzahl von Musterungen und Neuprojekten resultierenden Marktchancen.
Prognosebericht
Die Prognosen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind auch für das Jahr 2007 positiv. So rechnen die führenden Institute mit einem Wachstum des BIP um 1,6 % - 2,2 %. Die Bundesregierung rechnet mit einem Wachstum um 2,4 %.
Wie bereits in den Vorjahren rechnet die Geschäftsführung mit einem deutlich höheren Wachstum. Entsprechend dem erstellten Businessplan rechnen wir für das Jahr 2007 mit einem Umsatzwachstum von ca. 10 % und einem überproportionalem Ergebniszuwachs.
Grundlage dieser Planung sind Mengenplanungen unserer Bestandskunden, für die teilweise auch schon Rahmenverträge vorliegen. Zusätzlich dazu haben wir die Volumina von aktuellen Projekten mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit gewichtet und diese zur Planung herangezogen.
Um die geplanten Umsätze zu realisieren sind Investitionen in Gebäude und Maschinen notwendig. Diese Investitionen sind in der Planungsrechnung mit einbezogen.
Halberstadt, im Januar 2007
Ole Stein, Geschäftsführer
Detlef Herzog, Geschäftsführer
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
"Wir haben den Jahresabschlussbestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhangunter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Novoplast Schlauchtechnik, Halberstadt,für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar."
Lohne, den 9. Mai 2007
MBT
Wirtschaftstreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Heinrich
Taphorn, Wirtschaftsprüfer
Kerstin Nietfeld-Yasar, Wirtschaftsprüferin
Steuerberater
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Aktuelle Insolvenzverfahren
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