ENERPARC Solar Invest 37 GmbH

Kirchenpauerstraße 26, 20457 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 121492
Eingetragen
18.1.2012
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBauträger für andere Gebäude und Bauwerke
Gegenstand
der Erwerb und die Verwaltung von eigenen Beteiligungen sowie der Bau und/oder Betrieb energietechnischer Anlagen oder die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an Gesellschaften, die derartige Anlagen betreiben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Koeppen
seit 18.1.2012
Geschäftsführer
Frank Müllejans
seit 18.1.2012
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
ENERPARC AG
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ENERPARC AG

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der ENERPARC AG, Hamburg

I. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1. Unternehmensstruktur, Steuerung und Strategie

Die ENERPARC Gruppe ist ein weltweit agierender Anbieter von Photovoltaiksystemen. Von seinem Unternehmenssitz in Hamburg steuert der Konzern zentral seine operative Tätigkeit in den Bereichen Planung und Konzeption, Finanzen, Personal, Einkauf sowie internationale Logistik. Hier erfolgt ebenso die Koordination der Unternehmensstrategie und Geschäftsentwicklung. Der ENERPARC Konzern hält zum 31. Dezember 2022 jeweils alle Anteile an 222 Tochter- und 68 Enkelunternehmen, welche wiederum 88 Töchter- und 7 Enkelunternehmen haben, die im Konzernabschluss der ENERPARC vollkonsolidiert werden.

Die ENERPARC Gruppe entwickelt, plant, baut und betreibt - über Tochter- und Schwestergesellschaften - Photovoltaik-Großkraftwerke. In kleinerem Umfang werden Solarkomponenten gehandelt. Das Segment Kraftwerke umfasst alle notwendigen Planungsleistungen, die Projektsteuerung bis hin zur schlüsselfertigen Errichtung von Photovoltaikanlagen in der Multimegawattgröße.

Des Weiteren betreibt der Konzern in einem Tochterunternehmen die Vermarktung des selbst er zeugten Stroms aus eigenen Solaranlagen.

Die Sunnic Lighthouse GmbH (im Folgenden: "Sunnic") vermarktete hierbei im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als 8.197 GWh (Vorjahr 7.877 GWh) aus der ENERPARC AG Gruppe sowie fremdbezogenen Strom sowohl an den europäischen Strombörsen als auch an industrielle Endkunden.

Ferner wurde mit der Gründung eines Forschungs- und Innovationsteams sichergestellt, den sich ständig ändernden Anforderungen an Solarparks Rechnung zu tragen (Batterieprojekte, Agri-PV, netzoptimierte Lösungen, Hybridlösungen mit Windanlagen). Ziel des ENERPARC Konzerns ist es, weiterhin Technologieführer im Markt zu sein und seine Führungsposition auszubauen.

Strategisch verfolgt der ENERPARC Konzern das Ziel, seine Position als ein in Deutschland und Europa unabhängiger und führender Konzern im Bereich der Entwicklung, des Baus und des Betriebs solarer Großkraftwerke sowie dem Energiehandel aus erneuerbaren Energien weiter zu festigen und kontinuierlich auszubauen. Hierbei sind die maßgeblichen Ziele des Konzerns das nachhaltige Wachstum und die Steigerung des Unternehmenswertes.

Durch die weitere Expansion in ausgewählte europäische Zielmärkte und die stetig ansteigende Nachfrage nach großen Solarportfolien ist die ENERPARC auch dazu übergegangen, Solarprojekte bis zur Baureife zu entwickeln und diese dann gem. der Größenkriterien von Kunden zu clustern, um sie dann diesen als baureife Großprojekte zu verkaufen. Dieser Geschäftszweig wird als zusätzliche Liquiditätsquelle zur Finanzierung der Gesamtstrategie weiter ausgebaut.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden 44 Solarparks in einer Größenordnung von etwa 315 MW sowohl für eigene Tochter- als auch Schwestergesellschaften geplant und realisiert. Für Schwestergesellschaften im Inland wurden 8 Solarparks in einer Gesamtgröße von ca. 57 MW errichtet, während für eigene Tochterunternehmen im Inland weitere 25 Solarparks in einer Größe von etwa 215 MW gebaut wurden. Weitere 11 Solarparks wurden für eigene Tochterunternehmen in Spanien in einer Größe von 42 MW gebaut. Somit konnte das konzerneigene Portfolio auf insgesamt 201 (Vorjahr 188 Gesellschaften) aktive Betriebsgesellschaften mit einer Gesamtleistung von 2.053 MW (Vorjahr 1.796 MW) ausgebaut werden. In bereits bestehende Betriebsgesellschaften wurden wie in den Vorjahren weitere ertragreiche Parks als selbstständige Wirtschaftsgüter errichtet oder geliefert. Hier wurden in 2022 14 Solarparks in 8 bereits bestehenden Tochtergesellschaften gebaut. Insgesamt verfügt die ENERPARC Gruppe nun über 373 Solarparks in 309 Tochter- und Enkelgesellschaften.

Im europäischen Ausland mit den Schwerpunkten in Spanien, Frankreich, Portugal und den Niederlanden wurden in 11 Tochtergesellschaften der ENERPARC weitere Solarparks gebaut bzw. In weiteren 29 die Projektentwicklung vorangetrieben. Die gesamten Dienstleistungen, wie Konzeption, Planung und Projektsteuerung, wurden über Serviceverträge als Dienstleistung bei der ENERPARC eingekauft.

Die Strategie im Handelsgeschäft umfasst zum einen die optimale Vermarktung der durch das Eigenportfolio generierten Strommenge und zum anderen die Diversifikation über mehrere Energieerzeugungsformen, um die Abhängigkeit von solaren Einstrahlungen zu reduzieren.

Gerade in Zeiten volatiler Strompreise, hat es sich als strategisch wichtig erwiesen, einen eigenen Direktvermarkter innerhalb der ENERPARC Gruppe zu haben, um somit schnell auf sich ändernde Bedingungen zu reagieren und vorteilhafte Marktsituationen abschöpfen zu können.

Insgesamt deckt die ENERPARC Gruppe somit die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung, Errichtung, dem Betrieb, der Wartung (ganzheitliches Solarparkmanagement) und dem Stromhandel ab.

Die Strategie einer integrierten Wertschöpfungskette hat sich als eine sehr robuste Strategie herausgestellt, da Ertragsschwankungen in einzelnen Segmenten dadurch ausgeglichen werden können, da sich die Nachfrage insgesamt nach dem Produkt "grüne Kilowattstunde" weltweit enorm erhöht hat.

Zentraler Fokus der Konzernstrategie wird das Segment Kraftwerksbau bleiben. Der Zubau eigener Solarparks in Tochtergesellschaften wird auch zukünftig schwerpunktmäßig vorangetrieben. Die Fokussierung auf margenstarke Auslandsprojekte im Rahmen einer geographischen Diversifikationsstrategie wird weiterverfolgt. In der Strategie des Konzerns wird die Konzeption, die Planung und der Kraftwerksbau weiter für Tochter- und Schwestergesellschaften ausgebaut.

Zusätzlich wird der Konzern opportunistisch Möglichkeiten überprüfen, Projektportfolien, die strategisch weniger geeignet sind, ins konzerneigene Parkportfolio aufgenommen zu werden, gewinnbringend am Kapitalmarkt zu verkaufen. Des Weiteren soll durch die sonstige Direktvermarktung das gestiegene Strompreisniveau ausgenutzt werden.

2. Gesamtwirtschaftliche Lage, Branchen- und Wettbewerbssituation

Das Wirtschaftsjahr 2022 war geprägt durch den andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Infolge des Krieges und der damit einhergehenden Unsicherheit sowie Knappheit von Öl und Gas stiegen die Rohstoff- und Energiepreise sowie die Inflationsraten massiv an. Im Juli leitete die EZB die Zinswende ein, indem sie den Leitzins anhob, um den hohen Inflationsraten entgegenzuwirken. Zuletzt erhöhte sie den Leitzins für den Hauptrefinanzierungssatz im Juli 2023 auf 4,25 %. Hinzu kamen Lieferengpässe, u. a. hervorgerufen durch die Null-Covid-Politik Chinas. Nachlassende Konjunkturen in China und weiteren fortgeschrittenen Volkswirtschaften sorgten für eine Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums im Vergleich zum Vorjahr. Der IWF rechnet für das Jahr 2023 mit einem Anstieg der Weltwirtschaft in Höhe von 3,0 %. Für Deutschland geht das IFO Institut in seiner aktuellen Sommerprognose vom Juni 2023 davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in 2023 um 0,4 % schrumpft.

a. Gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland

Trotz Inflation, der Invasion Russlands in der Ukraine, zeitweise hoher Corona Inzidenzen und Lieferproblemen verzeichnete die deutsche Wirtschaft ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Gemäß des Statistischen Bundesamts stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 % an. Somit verlangsamte sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Die Folgen des russischen Angriffskriegs in Form von hohen Energiepreisen, weiterhin verschärfte Material- und Lieferengpässe prägten die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland. Die Inflationsrate befand sich mit durchschnittlich 7,9 % auf einem historisch hohen Niveau. Von dem Wegfall nahezu aller Corona-Maßnahmen im Verlauf des Jahres 2022 profitierten indes einige Dienstleistungsbereiche wie die Kreativ- und Unterhaltungsbranche als auch das Gastgewerbe. Die Baubranche hingegen litt unter Material- und Fachkräftemangel sowie gestiegenen Baukosten, sodass sie im Wirtschaftsjahr 2022 einen Rückgang verzeichnete.

Der Arbeitsmarkt erwies sich zum Dezember des Berichtsjahres als weiterhin robust mit einer sehr hohen Erwerbstätigkeit und einer Arbeitslosenquote von 5,4 % (Vorjahr 4,8 %).

b. Branchensituation

Entwicklung des PV-Marktes (weltweit)

Die politischen Rahmenbedingungen in der europäischen Union verbessern sich seit Jahren zu Gunsten der Erneuerbaren Energien, um das ausgeschriebene Ziel - Klimaneutralität bis 2050 - zu erreichen. Dieser Trend setzte sich trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage in 2022 fort. Der europäische Photovoltaikmarkt wuchs laut Solarpower Europe im Jahr 2022 um 47 % im Vergleich zum Vorjahr. In Summe lag die neu installierte Leistung in den EU-Staaten bei 41,4 GW. Deutschland führt den europäischen PV-Markt an, gefolgt von Spanien und Polen. Erstmals erreichten 10 europäische Länder jeweils einen Zubauwert von mehr als 1 GW.

Im Jahr 2022 betrug die neu installierte Photovoltaikleistung in Deutschland rund 7,9 GW und war geringfügig höher als der von der Bundesregierung vorgegebene Zielzubauwert in Höhe von 7 GW. Die neu installierte Leistung entspricht dem zweitstärksten Zubauwert nach 2011.

Weltweit gab es in 2022 einen globalen Rekordzubau in Höhe von 191 GW an Photovoltaik.

Ausschreibungsverfahren

2022 wurden in 3 Ausschreibungsrunden für Freiflächensolaranlagen weitere ca. 3.124 MW ausgeschrieben. Zusätzlich wurden 2022 in 2 technologieübergreifenden Ausschreibungsrunden 794 MW ausgeschrieben. In beiden Runden der Innovationsausschreibung erhielten ausschließlich Solaranlagen mit Speicher den Zuschlag. Die ENERPARC konnte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen dieser Ausschreibungen etwa 273 MW an Zuschlägen sichern, wobei die gesicherten Tarife durchschnittlich in der oberen Hälfte der tariflichen Zuteilung lagen.

Infolge der Corona-Pandemie wurde die ehemals harte Fristigkeit für Zuschläge, die bis Ende 2022 eingeholt wurden, von 24 Monaten auf nunmehr 32 Monate nach Zuschlagsveröffentlichung verlängert, wovon das komplette Zubauvolumen profitiert.

Dies gibt der ENERPARC AG die Möglichkeit, über diese Zeitschiene die Projekte in technischer Hinsicht sowie über nachverhandelte bessere Einkaufsbedingungen weiter zu optimieren.

Die durchschnittliche Vergütung tendierte in den letzten drei Ausschreibungsrunden 2022 stabil um 5,5 Cent/kWh im Median. Damit scheint eine weitere Reduzierung der durchschnittlichen Vergütung, die man in den vorigen Ausschreibungsrunden beobachten konnte, erst einmal gestoppt. Die zusätzlichen Ausschreibungsvolumina, die durch die Sonderausschreibungen und die technologieübergreifenden Ausschreibungen angeboten werden, werden wohl eine weitere Entspannung des Wettbewerbs um Zuschläge im Ausschreibungsverfahren bewirken, sodass sich der Trend zu leicht höheren Vergütungen fortsetzen wird.

Die Bundesnetzagentur hat nach § 15 der Innovationsausschreibung (InnAusV) am 1. Oktober 2021 die Anforderungen für besondere Solaranlagen festgelegt, die erfüllt werden müssen. Zum Gebotstermin 1. April 2022 vergibt die Bundesnetzagentur unter anderem Gebote für Anlagenkombinationen mit besonderen Solaranlagen. Als besondere Solaranlagen gelten Solaranlagen, deren Installationsort sich

• auf Gewässern,

• auf Ackerflächen bei gleichzeitigem Nutzpflanzenanbau auf der Fläche beziehungsweise

• auf landwirtschaftlich genutzten Flächen (Anbau von Dauer- oder mehrjährigen Kulturen sowie

• auf Parkplatzflächen befindet.

Die ENERPARC nimmt regelmäßig an den Innovationsausschreibungen teil, da aufgrund der langjährigen Erfahrung im PV-Bereich diese Expertise auch in technologieübergreifende Projekte, wie zum Beispiel Speichertechnologie oder PV auf Gewässern, einsetzen lässt.

Direktvermarktung

Die Tochtergesellschaften der ENERPARC AG, welche Photovoltaik-Großkraftwerke betreiben, vermarkten ihren Strom im Wege der Direktvermarktung bzw. der sonstigen Direktvermarktung über die ebenfalls 100 %ige Tochtergesellschaft "Sunnic GmbH".

Der Begriff Direktvermarktung bezeichnet den Verkauf von Strom aus erneuerbaren Energien an Großabnehmer oder den Handel an einer Strombörse (z. B. ECC in Luxemburg oder EEX in Leipzig). Betreiber von Solarparks können bei diesem Modell den selbst erzeugten Strom im sogenannten Marktprämienmodell in die Direktvermarktung geben.

Finanzielle Unterschiede zwischen dem EEG-Tarif und dem an der Strombörse erzielten Marktpreis gleicht die sog. Marktprämie aus, auf die ein Erzeuger dann Anspruch hat. Somit entstehen dem Anlagenbetreiber keine finanziellen Nachteile gegenüber der klassischen EEG-Vergütung, wenn er sich für das Marktprämienmodell entscheidet. Darüber hinaus kann er noch zusätzlich an dem Handelsgewinn partizipieren, wenn er seinen erzeugten Strom über dem Durchschnittspreis aller an der Strombörse vermarkteten Solarenergie an der Strombörse veräußern kann.

Auch die regionale Direktvermarktung ist eine weitere Möglichkeit der Direktvermarktung über das Marktprämienmodell. Dabei wird der photovoltaisch erzeugte Strom nicht über eine Strombörse vermarktet, sondern direkt einem industriellen Abnehmer verkauft.

Sonstige Direktvermarktung

Die sonstige Direktvermarktung, bei der Anlagenbetreiber ihren Strom ohne Inanspruchnahme einer Förderung durch das EEG durch einen Direktvermarkter an der Börse oder einen anderen Abnehmer im Rahmen eines anlagenbezogenen Vermarktungsvertrages (sogenannte PPA-Verträge) verkaufen lassen können, ist durch den rasanten Anstieg der Strombörsenpreise seit Mitte 2021 in Abhängigkeit des EEG-Tarifs des jeweiligen Solarparks sehr attraktiv für Anlagenbetreiber und Direktvermarkter geworden.

Diesen Effekt konnte die Sunnic im Berichtsjahr sehr stark nutzen und die einzelnen Tochter- und Schwestergesellschaften der Muttergesellschaft aus der EEG-Vergütung in die sonstige Direktvermarktung ummelden, was zu einem erheblichen Ergebnisanstieg führte. Eine Vielzahl von Tochterunternehmen sind mit der ENERPARC AG wirtschaftlich über einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag verbunden, so dass das Mehrergebnis der Tochtergesellschaften aus der Stromvermarktung direkt der ENERPARC AG zugutekommt.

Wechselmöglichkeiten zwischen den Vermarktungsformen

Ein wesentlicher Vorteil des EEG's im Vergleich zu staatlichen Förderungen anderer Länder ist, dass das EEG der Betreibergesellschaft erlaubt, monatlich zwischen der für 20 Jahre gesicherten Vermarktungsform Marktprämienmodell und der sonstigen Direktvermarktung zu wechseln. Ferner besteht die Möglichkeit mittel- oder langfristig gesicherte anlagenbezogene Vermarktungsverträge abzuschließen. Durch diese mittel- und langfristigen Verträge sichern sich die Anlagenbetreiber einen, von Börsenpreisen unabhängigen festen Tarif, der über der klassischen EEG-Vergütung liegt.

Während bis Mitte 2021 die Strombörsenpreise regelmäßig unter der EEG-Vergütung lagen, sind diese seither deutlich über der EEG-Vergütung. Daher besteht seitdem die Möglichkeit, Risiken und Chancen aus der Vermarktung über EEG-Niveau zwischen Direktvermarkter und Anlagenbetreiber aufzuteilen und den Mehrerlös aus dieser Vermarktung außerhalb des Marktprämienmodells aufzuteilen.

Zusätzlich fungiert die Sunnic auch als Inhouse Offtaker und sogenannter "Bridge PPA" Anbieter. Hier übernimmt die Sunnic die Vermarktung und den Verkauf der Strommengen der PVA ab der Inbetriebnahme bis mit einem externen Offtaker ein langfristiger PPA abgeschlossen werden kann.

Die Sunnic befasst sich seit ihrer Gründung intensiv mit den verschiedenen Handels- und Vermarktungsformen des selbst erzeugten Stroms außerhalb der EEG-Vergütung und hat in 2021 verstärkt Solaranlagen außerhalb des EEG's in der "sonstigen Direktvermarktung" vermarktet. Hierfür hat Sunnic Mitte des Jahres 2021 auch ein eigenständiges Team aufgebaut.

Regulierung durch Redispatch

Schließlich waren die von der Sunnic vermarkteten Portfolien, insbesondere die Windportfolien, unterjährig insgesamt stark von Redispatch Maßnahmen betroffen, also Abschaltungen von Energieversorgern zur Netzstabilisierung, welche das Ergebnis belastet haben.

Auch die Ermittlung und Abrechnung der Redispatch Mengen gestaltete sich sehr schwierig aufgrund der mangelhaften Datenlage und der nach wie vor von den Übertragungsnetzbetreibern noch nicht bzw. unvollständig umgesetzten Verordnung im Zuge der sogenannten "Redispatch 2.0" Regulierung.

Durch den neu eingeführten bilanziellen Ausgleich im Rahmen des Redispatch 2.0 werden dem bilanzkreisverantwortlichen Direktvermarkter erstmals reduzierte Einspeisemengen physisch bzw. in der noch geltenden Übergangslösung finanziell kompensiert. Die bürokratischen und prozessualen Hürden des neuen Prozesses produzieren jedoch erheblichen Aufwand und Unsicherheit. Da die Mehrzahl der Netzbetreiber die notwendige IT-Infrastruktur bislang nur äußerst unzureichend implementiert hat, ergeben sich zunehmend ernsthafte Zweifel an einer ordnungsgemäßen Durchführung des Zielprozesses. Vor allem durch den Verzug der durch die BNetzA vorgesehenen, massentauglichen Abwicklungsprozesse im Rahmen des Redispatch seitens der Netzbetreiber, fallen erhebliche personelle Mehraufwände bei allen Bilanzkreisverantwortlichen an.

Entwicklung des PV-Marktes und Windparkmarktes weltweit und seine Auswirkungen auf die Direktvermarktung

Vor allem der massive Ausbau des PV-Volumens sowie die Öffnung der Flächenkulisse und das übergeordnete Interesse am Zubau der erneuerbaren Energien und den damit einhergehend schnelleren Genehmigungsprozessen bergen solide Wachstumschancen für die Solarbranche und damit auch die Stromhändler.

Der Ausbau Erneuerbarer Energien hat sich im Jahr 2022 mit wachsender Dynamik fortgesetzt. Weltweit befinden sich die Energiemärkte im Wandel, konventionelle Energiequellen und fossile Energieträger werden zunehmend durch den Ausbau und die Nutzung regenerativer Energiequellen ergänzt oder ersetzt. Trotz enormer gesamtwirtschaftlicher Belastungen durch die COVID-19 Pandemie und den Ukrainekrieg hat sich der Wandel von konventionellen zu erneuerbaren Energieträgern auch im Jahr 2022 fortgesetzt und wird sich in 2023 ebenso darstellen.

Strompreisbremsengesetz/Überschuss-Erlösabschöpfung

Bedingt durch den Ukrainekrieg hatte sich die Situation an den Energiemärkten in Deutschland und Europa im Laufe des Jahres 2022 immer weiter verschärft. Bereits Mitte des Jahres 2022 hatte die Bundesregierung die EEG-Umlage abgeschafft, um schon frühzeitig Entlastungsmaßnahmen zum Anstieg der Strompreise durchzuführen.

Durch die sehr hohen Strompreise im Berichtsjahr wurde eine Übererlösabschöpfung der bei den Erzeugern entstandenen Gewinne in der breiten Öffentlichkeit diskutiert. Im Raum standen hier mehrere Modelle, die über mehrere Wochen und Monate parlamentarisch debattiert wurden.

Am 28. Dezember 2022 wurde das Gesetz zur Einführung einer Strompreisbremse (Strompreisbremsengesetz) öffentlich bekannt gegeben. Ziel ist, private und industrielle Stromverbraucher ab Januar 2023 zu entlasten. Die für diese Entlastungsmaßnahmen erforderlichen Mittel sollen ab Dezember 2022 zu einem erheblichen Teil durch die sogenannte Überschusserlösabschöpfung von Stromerzeugern, die von den hohen Strompreisen profitiert haben, bereitgestellt werden.

Da der Dezember im Gesamtjahresverlauf nur einen kleinen einstelligen Prozentanteil der Gesamtproduktion ausmacht, hatte die Erlösabschöpfung im Berichtsjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf die Erlöse der ENERPARC AG.

Aufgrund der sinkenden Strompreise in 2023 und der mit der Übererlösabschöpfung verbundenen Bürokratie hat die Bundesregierung beschlossen, diese zum 30. Juni 2023 auslaufen zu lassen.

c. Wettbewerbssituation

ENERPARC AG (Entwicklung, Bau und Betrieb von Solarkraftwerken)

Der heimische PV-Markt im Segment des Großanlagenbaus (Anlagen > 100 kWp) wurde auch im Berichtsjahr weitgehend über die von der Bundesnetzagentur festgelegten Ausschreibungsverfahren geregelt.

In diesem nationalen Kernmarkt der ENERPARC AG trifft die Gesellschaft innerhalb der einzelnen Ausschreibungsrunden zunehmend auf einen aktiven Wettbewerb. Trotzdem gelingt es der ENERPARC AG nach wie vor regelmäßig, einen ausgewogenen Anteil des ausgeschriebenen Volumens je Ausschreibung tariflich zu sichern.

Zum 31. Dezember 2022 hat die Gesellschaft etwa 207 MW tarifgesichert, die in den nächsten 24 bis 32 Monaten bzw. 30 Monaten bei Kombianlagen gebaut werden.

Grund hierfür ist, dass ENERPARC AG sich auf die einzelnen Ausschreibungsrunden intensiv mit eigenen Projektentwicklungen vorbereitet. So werden bei den einzelnen Projekten geeignete Standorte genau analysiert, um Netzeinspeisepunkte anlagennah zu identifizieren, Trassen werden weitgehend vermieden oder rechtzeitig gesichert und kostengünstig errichtet sowie Grundstücke nur mit geringen Kosten erworben bzw. gepachtet. Aufgrund des großen Bestandsportfolios in Deutschland und der damit bereits vorhandenen Infrastruktur in Form von Umspannwerken, Trassen und gesicherten Netzeinspeisepunkten verfolgt die ENERPARC AG zunehmend die Strategie, Erweiterungen an bereits bestehenden Solarparks in eigenen Projekten zuzubauen, um hier durch bereits vorhandene Infrastruktur Kostenvorteile zu nutzen.

Auch die Entwicklung und der standardmäßige Einsatz eines einheitlichen Modulgestells konnten die Herstellkosten deutlich senken. Diese Kostenoptimierungen erlaubten es der Gesellschaft, Projekte mit branchenüblichen Margen zu bauen.

Neben dem Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur gewinnen bilaterale langfristige Stromlieferverträge zwischen Anlagebetreiber und Stromabnehmer weiterhin an Bedeutung. Hier spürt die Gesellschaft eine deutliche Zunahme des Interesses von Stromabnehmern an langfristigen Stromabnahmeverträgen. Diese sog. Power Purchase Agreements (PPA) haben den Vorteil, dass die Solaranlagen nicht an die regulativen Vorgaben des Energie Einspeisegesetzes gebunden sind. So können zukünftig auch größere Anlagen jenseits von 20 MW wirtschaftlich betrieben und hier Skaleneffekte für den Erbauer genutzt werden. Durch das eigene Energiehandelshaus Sunnic und dem eigenen Origination-Team, welches sich stark auf das Themenfeld PPA fokussiert, verfügt die ENERPARC AG über eine sehr hohe Markttransparenz der europäischen Energiepreise sowie über ein europaweites Netzwerk an potenziellen Stromabnehmern im Bereich der industriellen Produktion und der Energiebranche. Dies ermöglicht es der ENERPARC, den Bedarf an PPAs für die kommende Pipeline frühzeitig am Markt zu platzieren und hierbei über einen strukturierten Ausschreibungsprozess vorteilhafte Marktkonditionen zu erlangen.

Weiterhin verfügt die Sunnic über die Möglichkeit kundengerechte PPAs zu strukturieren. Diese reichen von Formaten wie "pay as produced", "pay as forecasted" zu "monthly baseload" Strukturen. Zudem können PPAs mit verschiedenen Laufzeiten, insbesondere short-term (1-3 Jahre), midterm (3-9 Jahre) und longterm (10-30 Jahre) angeboten werden.

Grundsätzlich nutzt ENERPARC AG beim Einkauf von Modulen ihre Marktstellung im nationalen sowie internationalen Vergleich und bündelt Modulkontingente, um hier Preisrabattierungen durchzusetzen, die vielen national agierenden Wettbewerbern versagt bleiben. Ein weltweites und bereits seit langen Jahren bestehendes Netzwerk zu den größten Modullieferanten ermöglicht es, den Bedarf an zukünftigen Modulkontingenten zu sichern, was in Zeiten von ständig steigender Nachfrage und Rohstoffknappheit einen Wettbewerbsvorteil darstellt.

Aufgrund der Größe der ENERPARC AG, können erhebliche Kostensenkungspotentiale generiert werden, die es der Gesellschaft erlauben, innerhalb des Ausschreibungsverfahrens die Tarife wettbewerbsfähig anzubieten.

Als zusätzlicher Eckpfeiler der Unternehmensstrategie wird die Internationalisierung weiter konsequent ausgebaut, um andere lukrative Märkte neben dem deutschen Heimatmarkt zu erschließen. Sowohl für europäische wie auch außereuropäische Projekte fungiert die ENERPARC AG als Dienstleister und Projektentwickler im Zusammenhang der Machbarkeit, Konzeption, Konstruktion oder Beschaffung.

Dies erlaubt es der ENERPARC AG, auch in noch wenig erschlossenen PV-Märkten aktiv zu werden und dort gleichsam eine marktvorbereitende oder erschließende Rolle einzunehmen.

Sunnic Lighthouse GmbH (Energiehandel):

Die Wettbewerbssituation der Direktvermarkter von Solar- und Windenergie ist geprägt durch eine zunehmende Anzahl von Konkurrenten, sowohl aus dem traditionellen Umfeld der Großkonzerne als auch durch spezialisierte Wettbewerber, die sich ausschließlich auf die Direktvermarktung von erneuerbarem Strom konzentrieren.

In den letzten Jahren gab es einen zunehmenden und intensiven Wettbewerb der Anbieter, was einerseits eine starke Konsolidierung des Marktumfeldes in Gang gesetzt hat und andererseits die Margen weiterhin erheblich unter Druck setzte. Seit Beginn des Marktprämienmodells haben immer mehr Betreiber von Solar-, Wind- oder Biomasseanlagen ihren Strom über das Marktprämienmodell vermarktet. Aufgrund der generell stark gestiegenen Vermarktungskosten hat der Preiswettbewerb unter den Direktvermarktern nachgelassen.

Wie sich die Marktanteile der einzelnen Direktvermarkter vor dem Hintergrund der aktuellen Strompreisentwicklung und dem möglichen Wechsel in die sonstige Direktvermarktung entwickeln werden, ist derzeit nicht voraussehbar. Gleichwohl wird das Marktvolumen für Direktvermarkter noch wesentlich steigen. Dies zum einen aufgrund des massiven Ausbaus erneuerbarer Energien. Zum anderen werden die freien Märkte nach dem Auslaufen der EEG-Förderungen der einzige Handelsplatz von Grünstrom sein.

Welche Präferenzen künftig ausschlaggebend für die Auswahl eines Direktvermarkters sein werden, wird sich im Laufe der nächsten Jahre zeigen. Sunnic hat sich in diesem Umfeld als ein Spezialist gerade für PV-Anlagen positioniert, der ebenfalls als Betreiber aktiv ist und auch als Dienstleister für andere Direktvermarkter auftritt. Darüber hinaus ist die Sunnic im Markt dafür bekannt, dass sie flexibel auf spezielle Kundenwünsche eingehen und diese dann auch schnell umsetzen kann.

Als weiteres Umsatzpotential für die Sunnic entwickelt sich zunehmend der Abschluss von mittel und längerfristigen PPA-Verträgen (Power-Purchase-Agreements) einerseits für bestehende EEG-Projekte, aber auch für Neuprojekte.

3. Wesentliche Geschäftsentwicklungen und -vorfälle des Jahres 2022

Erwerb von Auslandsgesellschaften in Spanien, Portugal, Frankreich und den Niederlanden

Zu Ende des Berichtsjahres hat die ENERPARC AG alle Anteile an der Enerparc Energia Solar mit Sitz in Madrid, sowie alle Anteile an MKM International GmbH mit Sitz in Hamburg (57 Tochtergesellschaften) erworben.

Die Enerparc Energia Solar S.L. verfügt über 47 Tochter- und Enkelgesellschaften, welche zum Großteil Projekte mit entwickelten Solarparks (Anzahl: 44) sowie auch über bereits gebauten Solarparks verfügt, die allesamt ihren Sitz in Spanien haben. Die Enerparc Energia Solar S.L. selbst beschäftigte zum Bilanzstichtag 28 Mitarbeiter, die mit in den Konsolidierungskreis aufgenommen werden.

Die MKM International GmbH ist die Holding der Landesgesellschaften in den Niederlanden, Portugal und Frankreich. Insgesamt verfügt sie über 19 Tochter- und Enkelgesellschaften, welche ebenfalls Projekte entwickeln, und bereits fertig gebaute und angeschlossene Solarparks halten. Weder die MKM International GmbH noch deren Tochter- und Enkelgesellschaften beschäftigen Mitarbeiter.

Die Anteile an den Gesellschaften wurden bis dato von den Hauptaktionären der ENERPARC AG privat bzw. von ihren jeweiligen Beteiligungsgesellschaften gehalten. Durch den Verkauf an die ENERPARC AG können auch deren Finanzierungslinien uneingeschränkt genutzt werden, was den ausländischen Entwicklungs- und Bautätigkeiten zugutekommt.

Um dem Drittvergleich standzuhalten, wurde die Transaktion von Ernst & Young begleitet. Diese haben ein entsprechendes umfangreiches Gutachten zur Bewertung erstellt.

Dabei wurden die Einheiten in 4 Bewertungscluster aufgeteilt:

• Selbstentwickelte Projekte (DCF-approach with development factor)

• Angekaufte und noch nicht fertig entwickelte Projekte (SPA approach)

• Fertiggebaute und angeschlossene Projekte (DCF-approach)

• Holding-Gesellschaften (net book value)

Restrukturierung eines konzerneigenen Portfolios mit einem Volumen von 315 MW - Transaktion "Queen"

Im Berichtsjahr konnte die ENERPARC AG die bereits in 2021 angestoßene Refinanzierungstransaktion "Queen" erfolgreich abschließen. Hierbei wurde ein Portfolio aus 36 Gesellschaften mit insgesamt 61 Solarparks von der ENERPARC AG in die für diese Transaktion neu gegründete Tochtergesellschaft ENERPARC Solar Service Holding 2 GmbH eingebracht.

Im Zuge des Transfers wurden die Altdarlehen der Bestandsgesellschaften von neuen Darlehen eines Bankenkonsortiums abgelöst. Das Gesamtvolumen der Transaktion beläuft sich auf rd. 257 Mio. EUR.

Durch die Transaktion wurden 2 fundamentale Ziele der ENERPARC AG verfolgt:

1. Vermeidung weiterer Zinsanschlussrisiken und Durchfinanzierung der Investition bis zum Ende der Rückzahlung der Investitionsdarlehen somit derisking der Marktpreisrisiken des Portfolios

2. Aufvalutierung der Darlehen aufgrund der wesentlich niedrigeren Kapitalkosten und damit einhergehend Generierung von neuem Kapital, welches für die Investition in neue Solarparks innerhalb der ENERPARC AG genutzt wird.

4. Geschäftsentwicklung 2022

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Highlights

• Umsatzerlöse von 2.066,2 Mio. EUR
• Ergebnis vor Steuern von 63,7 Mio. EUR
• Ergebnis nach Steuern von 46,3 TEUR
• Konzern-Eigenkapital von 112,6 Mio. EUR

a. Ertragslage

Zur besseren Übersicht wurde der Umsatz der letzten drei Geschäftsjahre in einzelne Segmente aufgeteilt. Er gliedert sich wie folgt:

Segment 2022
Mio. EUR
2021
Mio. EUR
2020
Mio. EUR
Kraftwerksbau 80,9 71,6 55,7
Einspeisevergütung 168,2 116,9 113,5
Energiehandel 1.796,5 867,7 241,6
Übrige 20,6 10,9 8,6
Gesamt 2.066,2 1.067,1 419,4

Der ENERPARC Konzern konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 93,6 % auf 2.066,2 Mio. EUR (Vorjahr 1.067,1 Mio. EUR) steigern.

Betrachtet man die einzelnen Geschäftssegmente, so erhöhen sich die Umsatzerlöse im Segment Kraftwerksbau um 9,3 Mio. EUR auf 80,9 Mio. EUR (Vorjahr 71,6 Mio. EUR). Im Segment Einspeisevergütung konnten weitere konzerneigene Parks ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden, was zu einem Umsatzanstieg um 51,3 Mio. EUR auf 168,2 Mio. EUR (Vorjahr 116,9 Mio. EUR) führte. Zusätzlich tragen zu der Umsatzerhöhung die höhere Sonneneinstrahlung sowie die höheren Marktpreise der Bestandsparks bei.

Im Segment Energiehandel werden die Bereiche Direktvermarktung, Börsengeschäft und Endkundengeschäft zusammengefasst. In dem Umsatz des Energiehandels sind deutlich die gestiegenen Marktpreise sowie die Umstellung der Direktvermarktung auf die sonstige Direktvermarktung zu erkennen. Das Segment stieg um 928,8 Mio. EUR auf 1.796,5 Mio. EUR (Vorjahr 867,7 Mio. EUR). Die Direktvermarktung der von Anlagenbetreibern erneuerbarer Energien (2022: 49,1 % Solarenergie, 50,9 % Wind; 2021: 47,8 % Solar, 52,2 % Wind) eingespeisten Strommengen dominiert das Segment Energiehandel mit Umsatzerlösen in Höhe von 1.374 Mio. EUR (Vorjahr 838 Mio. EUR).

Im Segment Übrige Umsatzerlöse werden vor allem O&M, Handels- und Pachterlöse abgebildet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren wesentlich aus der Auflösung von Rückstellungen, die zur Fertigstellung von Solarparks im Vorjahr gebildet und im Folgejahr aufgelöst wurden. Der Ausweis änderte sich geringfügig um 0,8 Mio. EUR auf 4,0 Mio. EUR (Vorjahr 3,2 Mio. EUR).

Der Materialaufwand setzt sich vor allem aus den für die Erstellung einer Solaranlage notwendigen Materialkosten sowie aus Strombezugskosten als Aufwendungen für bezogene Leistungen zusammen.

Die Steigerung des Materialaufwandes um 869,3 Mio. EUR auf 1.823,0 Mio. EUR (Vorjahr 953,7 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Strombezugskosten infolge eines gestiegenen Handelsvolumens. Typisch für den Energiehandel sind hohe Handelsvolumina, denen nahezu in gleicher Höhe Einkaufsmengen gegenüberstehen, die branchenüblich zu geringen Margen führen.

Der Rohertrag ergibt sich aus der Differenz zwischen Umsatzerlösen/Bestandsveränderungen bzw. aktivierten Eigenleistungen und des Materialaufwandes. Der Konzern erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rohertrag von 245,5 Mio. EUR (Vorjahr 136,4 Mio. EUR), was einer Steigerung von 79,9 % entspricht. Grund für die massive Steigerung der Rohertragsmarge sind im Wesentlichen die im Berichtsjahr auf Rekordniveau befindlichen Strompreise, welche weit über dem EEG-Tarif des Großteils des Portfolios lagen.

Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 9,9 Mio. EUR auf 35,1 Mio. EUR (Vorjahr 25,2 Mio. EUR). Grund hierfür ist die Strategie des Konzerns, sich auf das zukünftige Wachstum frühzeitig vorzubereiten. Zu diesem Zweck wurden weitere Spezialisten im Bereich Projektentwicklung, Operation & Maintenance und in diversen Verwaltungsbereichen eingestellt, die im Zuge von knappen Personalressourcen zu marktüblichen Gehältern eingestellt wurden. Ebenso wurden Gehälter marktüblich angepasst. Ein weiterer wichtiger Grund für den deutlichen Personalkostenanstieg war das gute Jahresergebnis in der ENERPARC AG, was sich auch in der Bonusincentivierung der Mitarbeiter widerspiegelt. Der Personalstamm erhöhte sich von durchschnittlich 216 Mitarbeitern in 2021 auf durchschnittlich 271 Mitarbeiter in 2022.

Die Abschreibungen des Anlagevermögens erhöhten sich planmäßig um 14,0 Mio. EUR auf 78,1 Mio. EUR (Vorjahr 64,1 Mio. EUR) als Folge des konzerneigenen Zubaus an Solarparks, welche im Berichtsjahr fertiggestellt wurden.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Wesentlichen Verwaltungs-, Vertriebs- und Betriebsaufwendungen zusammengefasst. Insgesamt erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 19,4 Mio. EUR auf 45,1 Mio. EUR (Vorjahr 25,7 Mio. EUR).

Die Zunahme der betrieblichen Aufwendungen beruht wesentlich auf einer Steigerung innerhalb der Verwaltungs- (+7,8 Mio. EUR) und Betriebsaufwendungen (+ 9,8 Mio. EUR); darin enthalten sind die übrigen Betriebsaufwendungen (Nichtnutzung von EEG-Tarif-Zuschlägen) (8,4 Mio. EUR) als Folge des weiteren Ausbaus des Geschäftsbetriebes sowie Rechts- und Beratungskosten i. H. v. 3,6 Mio. EUR aufgrund der Konzernumstrukturierung, dem Refinanzierungsprojekt und Vertriebskosten aus dem Verkauf von Projektrechten.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge erhöhten sich um 5,7 Mio. EUR auf 8,6 Mio. EUR (Vorjahr 2,9 Mio. EUR). Hier werden insbesondere die Zinserträge der ENERPARC erfasst für Darlehen, die sie Schwestergesellschaften im Rahmen der Geschäftsbesorgung zur Realisierung eines eigenen Solarparks zur Verfügung stellt, bis diese im Rahmen einer eigenen Bankfinanzierung des Solarparks das Darlehen an die AG zurückzahlen. In 2022 wurden zusätzlich Erträge aus der Auflösung mehrerer Makro-Zinssicherungsgeschäften in Höhe von 3,6 Mio. EUR erwirtschaftet.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erhöhten sich um 7,6 Mio. EUR auf 36,0 Mio. EUR (Vorjahr 28,4 Mio. EUR) aufgrund der Zunahme weiterer fremdfinanzierter Solarparks, aus Vorfälligkeitsentschädigungen im Zuge der Refinanzierungstransaktion "Queen" sowie der Ausweitung und verstärkten Nutzung der Aval- und Bürgschaftslinien, welche zur Finanzierung des Umsatzwachstums verwendet werden.

Nach Berücksichtigung der Steuern ergibt sich ein Konzernergebnis von 46,2 Mio. EUR (Vorjahr 9,4 TEUR).

b. Finanzlage

Cashflow Entwicklung 2022

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist infolge der weiteren Kreditaufnahme im Rahmen der Ausdehnung der Geschäftstätigkeit sowie aus Anzahlungen für Verkaufstransaktionen mit 127,5 Mio. EUR deutlich positiv.

Die weitere Ausdehnung der Geschäftstätigkeit ist auch maßgeblich für den negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit (- 218,6 Mio. EUR). Der Cashflow aus operativer Tätigkeit ist insbesondere infolge eines guten Sonnenjahres 2022 sowie hoher erzielter Verkaufspreise für Strom und den hieraus resultierenden Cash-Zuflüssen mit 220,8 Mio. EUR stark positiv.

Im Übrigen verweisen wir auf die diesem Konzernabschluss beigefügte Kapitalflussrechnung.

Ziele des Finanzmanagements

Maßgebliches finanzpolitisches Ziel ist es, über ausreichende Finanzreserven zu verfügen, um die Zahlungsfähigkeit der ENERPARC jederzeit sicherzustellen. Dafür sorgt ein zentrales Treasury mithilfe von Finanz- und Liquiditätsplanungen.

Die Überwachung, Planung und Steuerung der Liquidität liegt in der Verantwortung des Vorstands.

Finanzanalyse

Corporate-finanzierende Banken der Gesellschaft haben im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der weiterhin guten Geschäftslage der ENERPARC AG ihr bestehendes Finanzierungsengagement um weitere 30 Mio. EUR erhöht. Gleichzeitig wurden im Rahmen der Refinanzierungstransaktion "Queen" bestehende Bankverbindlichkeiten in Höhe von 24 Mio. EUR zurückgeführt. Dies führt zu einem Bestand an Finanzierungslinien bei Banken von mehr als 311 Mio. Euro. Weitere 305 Mio. EUR werden von international agierenden Versicherungskonzernen für die Bedienung von Avalen und Bürgschaften zur Verfügung gestellt.

Weiterhin wird aktiv von gewährten Skonti der Lieferanten und Dienstleister Gebrauch gemacht.

c. Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zum Vorjahr von 1.649,7 Mio. EUR um 419,2 Mio. EUR auf 2.068,9 Mio. EUR erhöht. Ursächlich dafür ist der weitere Portfolioausbau an konzerneigenen Solarparks.

Das Anlagevermögen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände ist aufgrund der Aktivierung eines Geschäftswertes von 51,0 Mio. EUR durch den Erwerb aller Anteile an der Enerparc Energia Solar sowie an der MKM International GmbH auf 53,4 Mio. EUR (Vorjahr 2,5 Mio. EUR) angestiegen. Der Geschäftswert wurde durch die Abzinsung der zukünftigen Cash-Überschüsse der in den Portfolien befindlichen Parks ermittelt. Diese Cash-Überschüsse sind weitestgehend durch PPA's und staatliche Tarife gesichert und insofern mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit versehen.

Die Sachanlagen erhöhten sich durch die Weiterführung der Konzernstrategie. So stiegen die Sachanlagen durch den Zubau von Solaranlagen ins konzerneigene Portfolio um 312,7 Mio. EUR auf 1.476,3 Mio. EUR (Vorjahr 1.163,6 Mio. EUR). Innerhalb der Sachanlagen wurden in Höhe von 45,1 Mio. EUR weitere Grundstücke dazu erworben. Technische Anlagen, unter denen fertig gestellte Solarparks ausgewiesen werden, stiegen um 194,5 Mio. EUR auf 1.201,1 Mio. EUR (Vorjahr 1.006,6 Mio. EUR). Anlagen im Bau legten um 71,8 Mio. EUR auf 123,2 Mio. EUR (Vorjahr 51,4 Mio. EUR) zu. Die hier zum Jahreswechsel erfassten im Bau befindlichen Solarparks wurden planmäßig in den ersten Monaten des Folgejahres fertiggestellt und übergeben.

Das Umlaufvermögen umfasst Vorräte, Forderungen aus dem originären Geschäftsbetrieb sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen, übrige Aktiva und flüssige Mittel.

Die Vorräte erhöhen sich um 5,0 Mio. EUR auf 76,4 Mio. EUR (Vorjahr 71,4 Mio. EUR). Die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sind um 2,1 Mio. EUR gestiegen, da die meisten Komponenten bereits auf den zu bauenden Anlagen verarbeitet wurde und nicht im Lager liegen. Des Weiteren resultiert der Anstieg aus kumuliert 3,3 Mio. EUR erhaltenen (+10,9 Mio. EUR) bzw. geleisteten Anzahlungen (- 7,6 Mio. EUR).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um 56,5 Mio. EUR auf 228,0 Mio. EUR (Vorjahr 284,5 Mio. EUR).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 29,2 Mio. EUR auf 136,7 Mio. EUR (Vorjahr 165,9 Mio. EUR). Dies beruht im Wesentlichen auf einer Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Bereich Energiehandel (34,2 Mio. EUR).

Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich ebenfalls um 37,1 Mio. EUR auf 84,2 Mio. EUR (Vorjahr 121,3 Mio. EUR). Unter dieser Bilanzposition werden im Wesentlichen Forderungen gegen sonstige Gesellschaften und Steuererstattungsansprüche zusammengefasst. Die Forderungen gegen sonstige Gesellschaften (aus Darlehensbeziehungen und aus Lieferungen und Leistungen) verringerten sich um 52,8 Mio. EUR auf 50,6 Mio. EUR (Vorjahr 103,4 Mio. EUR) Dies ist hauptsächlich geprägt durch den Zugang der Forderungen gegen die MKM Gruppe zum Konsolidierungskreis in Höhe von 57,4 Mio. EUR.

Die Steuererstattungsansprüche und Übrige erhöhten sich innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände um 7,2 Mio. EUR auf 18,6 Mio. EUR (Vorjahr 11,4 Mio. EUR). Ferner werden in den sonstigen Vermögensgegenständen Sicherheiten ausgewiesen, die im Rahmen ausländischer Projektentwicklungen zu hinterlegen sind (2,3 Mio. EUR).

Die flüssigen Mittel erhöhten sich deutlich um 75,7 Mio. EUR auf 179,0 Mio. EUR (Vorjahr 101,9 Mio. EUR).

Insgesamt erhöhte sich das Umlaufvermögen um 55,1 Mio. EUR auf 538,6 Mio. EUR (Vorjahr 483,5 Mio. EUR).

Innerhalb der Konzern-Bilanzstruktur wird die Aktivseite vor allem durch die im Sachanlagevermögen ausgewiesenen Solarparks und Grundstücke dominiert, die 74,0 % der Bilanzsumme ausmachen.

Korrespondierend hierzu wird die Passivseite spiegelbildlich durch langfristiges Fremdkapital dominiert, welches seinerseits mit 1.306,4 Mio. EUR (Vorjahr 1.117,6 Mio. EUR) 63,1 % der Bilanzsumme ausmacht.

Der Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten ist das Ergebnis der weiteren expansiven Investitionstätigkeit in neue Solaranlagen.

Das kurzfristige Fremdkapital bezeichnet Verbindlichkeiten, deren Laufzeit bis zu einem Jahr beträgt.

Die 19,9 Mio. EUR Anleihe ergeben sich aus den Mezzanin-Finanzierungen, welche bei der Ventaja Solar 4, S.L. (13,9 Mio. EUR) und der MKM Solar Invest SAS (6,0 Mio. EUR) für die Finanzierung von PV-Anlagen aufgenommen wurden. Aufgrund der Erweiterung des Konsolidierungskreises mit der MKM International GmbH werden diese nun in dem Konzern ausgewiesen.

Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden neben den langfristigen Verbindlichkeiten auch kurzfristige ausgewiesen. Während die langfristigen Bankverbindlichkeiten wegen der hohen Investitionstätigkeit stark zunahmen, verzeichnete der kurzfristige Bereich insbesondere durch beginnende Tilgungen auf Corporate und SPV-Ebene ebenso Zunahmen. Die langfristigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 1.211,0 Mio. EUR (Vorjahr 1.044,2 Mio. EUR) und die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten auf 248,9 Mio. EUR (Vorjahr 194,8 Mio. EUR).

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen durch Kunden erhöhten sich um 6,0 Mio. EUR auf 8,2 Mio. EUR (Vorjahr 2,2 Mio. EUR), welche bereits getätigte Anzahlungen auf PV-Anlagen und/oder Projektrechten darstellen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbedingt um 24,6 Mio. EUR auf 209,4 Mio. EUR (Vorjahr 234,0 Mio. EUR).

In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen im Voraus vereinnahmte Zahlungen für Pachten und Dienstleistungen von Schwestergesellschaften ausgewiesen. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten verringern sich um 10,4 Mio. EUR auf 27,5 Mio. EUR (Vorjahr 37,9 Mio. EUR). Hauptsächlich resultiert die Reduzierung aus dem Kauf und somit der Umgliederung der MKM International (7,1 Mio. EUR).

Die passiven latenten Steuern erhöhten sich um 6,9 Mio. EUR auf 36,9 Mio. EUR (Vorjahr 30,0 Mio. EUR). Details siehe Anhang.

Betrachtet man nun das Verhältnis von Konzern-Umlaufvermögen (509,9 Mio. EUR) zu kurzfristigem Konzern-Fremdkapital (649,7 Mio. EUR), so hat sich das Konzern-working-capital im Vergleich zum Vorjahr von -4,0 Mio. EUR auf - 139,8 Mio. EUR vermindert. Als kurzfristiges Fremdkapital werden alle im Folgejahr abfließenden Verbindlichkeiten (558,6 Mio. EUR) sowie die kurzfristig fälligen Rückstellungen (91,1 Mio. EUR) ausgewiesen.

Folgende wesentliche Sachverhalte wirken working-capital-mindernd:

a) Bei der ENERPARC AG begann der Tilgungszeitraum von Investitionsdarlehen

b) Aufgrund des Erwerbs von zwei Unternehmen gegen Jahresende ergaben sich folgende Auswirkungen

a. Anstieg des kurzfristigen Fremdkapitals um den Anteil, den diese Gesellschaften innerhalb des nächsten Geschäftsjahres für Tilgungen der fremdfinanzierten Projekte aufbringen müssen.

b. Zum Bilanzstichtag werden Projekte, welche sich im Bau befinden im Anlagevermögen ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis noch innerhalb der Vorräte.

Das Eigenkapital ist um rd. 70 % gestiegen aufgrund des Rekord-Jahresüberschusses i. H. v. 46,2 Mio. EUR (Vorjahr TEUR 9). Die Eigenkapitalquote stieg somit auf 5,4 % (Vorjahr 4,0 %).

5. Mitarbeiter

Der ENERPRARC Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2022 insgesamt 245 Mitarbeiter in Vollzeit (Vorjahr 216). Der Mitarbeiterstamm wurde im Berichtsjahr im Jahresmittel um weitere 29 Personen ausgebaut. Die ENERPARC AG wurde unterstützt von 26 studentischen Hilfskräften, Praktikanten und Werkstudenten, die ihre Bachelor- oder Masterarbeit an unternehmensrelevanten Themen anfertigen.

Zusätzlich bedient sich die Gesellschaft diverser Dienstleister, um in Form von Zeitarbeitskräften Planungsspitzen aufzufangen. Ebenso werden auf den Bauprojekten in einigen Fällen erfahrene Bauleiter eingesetzt, die ihre Dienste der Gesellschaft freiberuflich zur Verfügung stellen.

Wegen des zunehmenden branchenübergreifenden Wettbewerbs im Bereich Fach- und Führungskräfte fokussiert sich das Unternehmen auf die Rekrutierung, Bindung und Entwicklung von geeigneten Mitarbeitern. ENERPARC AG soll dabei als erfolgreiche Arbeitgebermarke weiter gestärkt werden. Instrumente der Mitarbeiterbindung sind neben individuellen Weiterbildungsmöglichkeiten, flexiblen Arbeitszeitmodellen, Gesundheitsförderung und Teamevents diverse Anreizprogramme. Diese sollen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Identifizierung mit der Marke ENERPARC AG dienen und die Bindung zum Unternehmen fördern. Dazu bedienen wir uns als Instrumentarium neben der fixen Entlohnung auch einer variablen Komponente, die sich direkt am Erfolg des Unternehmens ausrichtet.

Ebenso legt die ENERPARC AG größten Wert auf interne wie externe Sicherheitsstandards in Bezug auf ihre Mitarbeiter. So wird im Bereich Arbeitssicherheit auf der Baustelle wie in der Verwaltung eng mit einem externen Dienstleister zusammengearbeitet. Weitergehende Fortbildungen in diesem Bereich und ein Quartals-Arbeitssicherheitstreffen, an dem auch immer der Betriebsarzt teilnimmt, unterstützen den Fokus auf die Sicherheit der Mitarbeiter bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten. Es erfolgt eine jährliche Mitarbeiterunterweisung aller Mitarbeiter durch eine externe Sicherheitsfachkraft.

Ferner wurde im Berichtszeitraum ein HSE-Team (Health-, Safety and Environmental) gegründet, welches aus 4 Mitarbeitern besteht, die sich um sämtliche Belange der Mitarbeiter rund um das Thema Sicherheit am Arbeitsplatz und auf der Baustelle kümmern. Weiterhin ist die Einführung von diversen Softwarelösungen als präventive Maßnahmen geplant, um Arbeits- und "Beinah-Arbeitsunfälle" zu dokumentieren.

Ein im Herbst 2022 an die Sunnic verkaufter Solarpark, welcher in der ENERPARC Solar Invest 160 GmbH strukturiert ist, wurde im Frühjahr 2023 wieder seitens der ENERPARC Solar Invest 176 GmbH zurückerworben. Hintergrund dieser Rückabwicklung war die Optimierung der Zuschlagsverteilung bei der ENERPARC Solar Invest 176 GmbH. Aufgrund von Bauverzögerungen hatte diese noch ein signifikantes Zuschlagsvolumen übrig, welches durch den Zukauf und der anschließenden Verschmelzung mit der ENERPARC Solar Invest 160 GmbH, verwendet werden konnte. Der Wiedereinkaufspreis des Solarparks war um 600 TEUR niedriger als dessen Verkaufspreis im Herbst 2022. Dies ist auf veränderten Inflationsraten und Strompreiskurven zurückzuführen.

II. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Die ENERPARC pflegt ein aktives Risikomanagement, um sich ergebende Risiken frühzeitig zu erkennen und zu analysieren. Die Pflege des Risikomanagements ist darauf ausgerichtet, den Fortbestand des Unternehmens nachhaltig zu sichern. Auf Basis des internen Rechnungswesens werden die Auswirkungen der einzelnen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens fortlaufend analysiert und bewertet. Um finanzielle Auswirkungen eines möglichen Schadens zu minimieren, wurden - soweit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar - Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe dieser Versicherungen werden laufend überprüft. Die ENERPARC verfügt über eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur, in der bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen zentral gesteuert werden.

Die im Unternehmen eingesetzte Hard- und Software sowie Dateien sind durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen im EDV-Bereich gegen Zugriffe Unbefugter geschützt, was durch externe Dienstleister in unregelmäßigen Abständen ohne Ankündigung überprüft wird.

Ein adäquates Richtlinienwesen (z. B. Bilanzierungsrichtlinien, Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien) ist eingerichtet und wird laufend aktualisiert. Bei rechnungsrelevanten Prozessen wird grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip angewendet.

1. Politische Rahmenbedingungen

Chancen:

Durch die Festschreibung der Klimaziele auf der UN-Klimakonferenz im Dezember 2015 steht fest, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien sich weltweit auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen wird. Der Markt für erneuerbare Energien entwickelt sich zu einem bedeutenden Wachstumsmarkt mit Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich, der zudem von konjunkturellen Schwankungen weitgehend unabhängig ist.

Aufgrund der Ampel-Koalition im Bundestag und dem damit einhergehend gebildeten Koalitionsvertrag ist ein weiterhin massiver Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland über die nächsten Jahre hinweg gesichert. Hierzu sollen die Ausschreibungsmengen massiv ausgeweitet werden, sodass die Zubauzahlen für erneuerbare Energien insgesamt von derzeit 5 GW auf 22 GW pro Jahr steigen sollen. Dies führt zum einen zu einer - über Jahre hinweg - sehr hohen Planungssicherheit im Kernmarkt Deutschland aber auch im europäischen Ausland. Hinzu wurde der Ausbau der erneuerbaren Energien als ein Vorhaben mit "herausragendem öffentlichen Interesse" definiert. Dies hat zur Folge, dass die Genehmigungsverfahren für Solarparks wesentlich verschlankt und damit beschleunigt werden.

Ein hierzu wesentlicher Schritt ist die deutliche Vereinfachung des Baugenehmigungsprozesses bei Anlagen auf sog. privilegierten Flächen. Als privilegierte Flächen werden die Flächen, die 200m am Rande der Autobahn und der Bahngleise entlangführen, sowie benachteiligte Ackerflächen bezeichnet. Diese Flächen müssen nicht mehr durch das zeitaufwendige und komplizierte B-Planverfahren gehen. Dadurch ergibt sich eine signifikante Beschleunigung des Entwicklungszeitraums dieser Solarparks, was zu einem deutlich erhöhten Zubau innerhalb der Bundesrepublik führen wird. Die Pipeline der ENERPARC AG hat somit kurzfristig einen signifikanten Zuwachs der Pipeline erfahren, da nach Gesetzeserlass umgehend Flächen im Bereich der Bahn/Autobahn sowie benachteiligte Flächen gesichert wurden, sowie die entsprechenden Netzanfragen umgehend gestellt wurden. Als Zielflächen wurden vor allem Flächen in der Nähe von bereits bestehenden Solarparks und Infrastruktur gesichert, da die ENERPARC AG hier über bereits vorhandene Einspeiseinfrastruktur verfügt.

Hier zeigt sich die Belastbarkeit der strategischen Ausrichtung der ENERPARC, gezielt auf den wichtigsten Kernmarkt Deutschland zu setzen und diesen mit eigenen Projektentwicklungen und zusätzlichen Zukäufen wirtschaftlich interessanter Projekte zu bearbeiten. Auch die Verfünffachung der Projektgröße von 20 MW auf 100 MW ab 2023 bei EEG-Projekten unterstützt sehr stark die eigene Strategie, direkt im ersten Schritt der Projektentwicklung für weitere Solarparks ausreichend große Flächenkulissen und technische Dimensionen wie z. B. Größe der Umspannwerke oder Trassenquerschnitte vorzuhalten, die dann im Anschluss zu extrem kostengünstigen Erweiterungen bereits bestehender Solaranlagen führen. Ferner führt die "Konzessionsabgabe" an die Gemeinden zu einer höheren Akzeptanz. Diese Abgabe von 0,2 Cent pro kWh wird von dem Anlagenbesitzer ab Beginn der Einspeisung direkt an die Gemeinde gezahlt.

Zu diesem gehören:

• Überragendes öffentliches Interesse für Erneuerbare Energien

• Erhöhung Ausbaukorridor PV auf 22 GW pro Jahr (derzeit bei rund 5 GW / Jahr)

• Aufnahme von Agri PV, Moor PV und Floating PV in die Flächenkulisse und Bonus für Agri PV und Moor PV über 2 Kanäle: EEG-Förderfähigkeit und Zuschüsse aus der gemeinsamen Agrarpolitik der EU

Vor allem der massive Ausbau des PV-Volumens sowie die Öffnung der Flächenkulisse und das übergeordnete Interesse am Zubau der erneuerbaren Energien und den damit einhergehend schnelleren Genehmigungsprozessen bergen enorme Chancen für die ENERPARC, ihr derzeitiges Wachstum dauerhaft in der Zukunft fortzuführen.

Risiken:

Ein massiver Zubau bedeutet aber auch einen erhöhten Wettbewerb um Netzeinspeisepunkte, Flächen und kritischer Komponenten wie Umspannwerke, Trafostationen, Solarmodule und Wechselrichter. Hier profitiert die ENERPARC AG von ihren langjährigen Vertragsbeziehungen mit diversen Lieferanten und Projektentwicklern.

Zudem kann es bei den Gemeinden durch die beschleunigten Genehmigungsverfahren und den damit einhergehenden erhöhten Anfragen zu längeren Bearbeitungszeiten kommen, da diese das Wachstum unter Umständen personell nicht abbilden können. Das Gleiche gilt auch für die Netzbetreiber, die mit einer Vielzahl von Netzanfragen fertig werden müssen, was auch hier zu längeren Wartezeiten bei der Netzanfrage sowie auch beim Netzanschluss führen kann.

Umso wichtiger ist ein aktives Management der Einkaufs-, Genehmigungs- und Inbetriebnahmeprozesse, in welchem die verschiedenen Fachabteilungen in regelmäßigen Abständen Abstimmungen mit den Gemeinden, Netzbetreibern und Lieferanten abhalten, um einen reibungslosen Verlauf der Prozesse zu bewerkstelligen. Es zahlt sich die jahrelange Erfahrung und das Bestehen von etablierten Schnittstellen zu den verschiedenen externen Parteien aus.

2. Branchenrisiken

a. Beschaffung:

Durch die weltweite Erholung der Weltwirtschaft kam es zu einer erhöhten Nachfrage nach Rohstoffen wie z. B. Aluminium, Silizium oder Stahl, was zu einer Verknappung bei den Hauptkomponenten von Solarparks geführt hat. Die globale "Chip-Krise" führt zu einem Wettbewerb mit Branchen wie der Telekommunikations- oder Automobilindustrie, was die Produktionskapazitäten der Komponentenhersteller unter Druck setzt.

Diese ganzen Faktoren haben zur Folge, dass es nach Jahren der Preissenkungen wieder zu Preiserhöhungen bei Komponenten wie Umspannwerken und der Unterkonstruktion gekommen ist. Hinzu kommen verlängerte Lieferzeiten. Vor allem bei kritischen Komponenten wie Umspannwerken sind die Lieferzeiten mittlerweile bei über 12 Monaten, was zur Folge hat, dass die Abstimmung zwischen Projektentwicklung und Einkaufsabteilung noch enger erfolgen muss, um eine Belieferung "Just-in-Time" zu bewerkstelligen.

Aufgrund stark sinkender Siliziumpreise in Q4 2022 sind die Preise für Solarmodule im ersten Halbjahr 2023 signifikant um über 30 % gesunken und nähern sich wieder dem Allzeittief aus dem Jahr 2021. Trotz stark steigender globaler Nachfrage, ist derzeit nicht mit einem Anstieg der Solarmodule zu rechnen.

Da die Komponenten flexibel auf verschiedene Projekte in verschiedenen Ländern verbaut werden können, profitiert hier ENERPARC AG von seinem Portfolio-Ansatz und kann damit das Genehmigungsrisiko auf mehrere Projekte in mehreren Ländern mitigieren.

Ferner wurden mit Hauptlieferanten für Gestelle, Wechselrichter und Solarmodule Rahmenlieferverträge abgeschlossen, um den Preis und die Verfügbarkeit der Komponenten zu sichern (siehe auch Risikomitigierung der Inflation).

b. Inflation:

Das Berichtsjahr war geprägt von einem starken Anstieg der Inflation. Die Inflation in Deutschland betrug im Berichtsjahr 7,9 % (Vorjahr 3,1 %). Als Gründe für den Anstieg der Inflation werden laut EZB vor Allem die durch die Ukraine Krise entstandenen hohen Energiepreise, die Knappheit an diversen Gütern im Lebensmittelsektor.

Zwar ist laut EZB die Inflationsrate im 2. Quartal 2023 wieder leicht auf 6,2 % gesunken, allerdings ist kurzfristig noch immer mit einer Inflationsrate von deutlich über der Zielmarke von 2,0 % zu rechnen. Eine Annäherung der Inflationsrate auf das zwischen den Euro Ländern vereinbarte 2 % Ziel wird erst wieder in 2024 erwartet.

Die steigende Inflation macht sich bei der ENERPARC AG vor allem in der Komponentenbeschaffung und bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bemerkbar. Wie auch bei der Beschaffung, wurde das Risiko der Inflation durch den Abschluss von Rahmenverträgen bei der Komponentenbeschaffung weitestgehend mitigieren.

c. Zinsen:

Nachdem am 14. April 2022 der EZB Rat noch verkündet hatte, den Leitzins noch bei 0,0 % zu belassen, wurde dieser bereits im Juli 2022 auf 0,5 % angehoben und somit die Zinswende durch die EZB eingeleitet. Die Zinswende soll vor allem die ansteigende Inflation abdämpfen. Seit Juli 2022 hat die EZB insgesamt in sieben Zinsschritten den Hauptrefinanzierungssatz auf 3,75 % angehoben.

Die Anhebung des Leitzinses bedeutet für die ENERPARC AG den Einsatz von mehr Eigenkapital für die Realisierung der Solarprojekte. Dem neuen Zinsumfeld begegnet die ENERPARC AG auf diversen Ebenen. Es wurde zum einen eine signifikante Handelslinie für Zinsderivate eingerichtet, um handlungsfähig zu sein, Zinsanstiege der Zukunft durch den Einkauf von Zinsderivaten abzufedern.

Ferner wurde die Strategie insoweit angepasst, dass das Verhältnis zwischen zu verkaufendem Portfolio und Zubau für die eigene Kraftwerkssparte auf ein gleichverteiltes Niveau angepasst wurde.

d. Strompreise/Energiesituation:

Chancen:

Das Berichtsjahr war ebenfalls geprägt durch stark steigende Energiepreise. Bereits die Abschaltung von 3 AKW's zu Ende 2021 führten zu einer Angebotsverknappung und damit einhergehenden Preiserhöhungen am Strommarkt. Durch den Angriff Russlands auf die Ukraine und den damit folgenden Sanktionen gerieten die Energiemärkte in Europa zunehmend unter Druck.

Mit Russland als größtem Gaslieferanten der Bundesrepublik stellte dieser Umstand die Bundesregierung vor der Herausforderung, zum einen die Versorgungssicherheit für Industrie und Bevölkerung zu gewährleisten und zum anderen nicht den Angriffskrieg gegenüber der Ukraine zu finanzieren.

Im Laufe des Berichtsjahres wurde die Versorgung der Bundesrepublik mit russischem Gas von anfangs 55 % des Gesamtverbrauchs auf nahezu 0 % herabgesenkt. Dieser drastische Schwenk in der Energiebeschaffung führte zu einem signifikanten Anstieg der Strompreise am Spotmarkt in Deutschland. Der Durchschnitt des MW-Solars stieg infolgedessen im Berichtszeitraum auf 22,3 Cent/kWh (VJ 7,5 Cent /kWh).

Risiken:

Die Risiken für Anlagen, die mit einem EEG-Tarif versehen sind, beschränken sich auf das Ausfallrisiko der Sunnic, die im Falle einer Vermarktung an der Börse die Bezahlung der Stromlieferung seitens der SPV's schuldet. Hierbei handelt es sich allerdings um einen sehr kurzfristigen Zeithorizont, da die Sunnic die Stromlieferungen monatlich abrechnet.

Ferner führen hohe Strompreise bei der Sunnic auch zu höheren Risiken im Intradayhandel, da das Ausgleichen der Vortagesprognose mit dem Zukauf von Mengen zu höheren Börsenpreisen erfolgen muss.

Nichtsdestotrotz sind hohe Strompreise aus Konzernsicht eine viel stärkere Chance als ein Risiko.

3. Endkundengeschäfte Stromhandel

Im Bereich des Endkundengeschäfts musste die Sunnic stark gestiegene Strombeschaffungskosten auf sich nehmen. Dies wurde überwiegend durch unterjährige Erhöhung der Preise im Endkundensegment kompensiert.

Im Bereich Endkundengeschäft werden mit den jeweiligen Kunden Jahresverträge abgeschlossen, die einen festen Strombezugspreis beinhalten. Hier entsteht der Sunnic die Verpflichtung, immer in ausreichendem Maße Strom zum Weiterverkauf an die Endkunden bereitzustellen. Auch unterliegt der Strombezugspreis üblichen Handelsschwankungen, die zeitweilig über dem vertraglich geregelten Stromverkaufspreis liegen können. Die Sunnic begegnet diesem Risiko, in dem sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten von unterschiedlichen Anbietern unterschiedliche Mengen zur Absicherung einkauft.

4. Risiko fehlerhafter Prognosen im Stromhandel

Bei der Stromvermarktung können fehlerhafte Prognosen zu Fehlmengen führen, die nicht äquivalent im Day-After-Handel ausgeglichen werden können. Sollte es daher für die falsch prognostizierten Zeitintervalle zur Bereitstellung von Ausgleichsenergiemengen durch den Netzbetreiber kommen, so kann diese Ausgleichsenergie zu hohen finanziellen Verpflichtungen führen, deren Höhe nicht unmittelbar festgestellt werden kann. Aus diesem Grunde bedient sich die Sunnic für diesen Fall mehrerer unabhängiger Prognosedienstleister, um aus den bereitgestellten Daten und der eigenen Erfahrung die tagfolgende Prognose möglichst realistisch abzubilden.

Der Übernahme des Prognoserisikos wird in der Direktvermarktung dadurch Rechnung getragen, indem vom Anlagenbetreiber ein möglichst ausreichend hoher Anteil der sog. Managementprämie der Sunnic vergütet wird. Auch im Bereich der sonstigen Direktvermarktung ist Sunnic immer bestrebt, eine auskömmliche Risikoprämie zu vereinbaren.

Durch die langjährige Handelserfahrung und den Einsatz von (teils selbst entwickelten) Tools kann die Sunnic die Dimensionen der Ausgleichsenergie der laufenden Periode schätzen und somit Ausgleichsenergierisiken mitigeren oder hier sogar Positionen aufbauen, mit denen Erträge erwirtschaftet werden.

5. Arbitragegeschäfte und Long Term Trading

Im Bereich Stromhandel durchgeführte Arbitragegeschäfte können ebenfalls Verluste verursachen. Dieses Risiko wird bewusst eingegangen, und nimmt, wenngleich nachrangig vom übrigen Handelsvolumen, an Bedeutung zu. Begrenzte spekulative Positionsnahmen sind auch vor dem Hintergrund wichtig, dass die Stromvermarktung ohne staatlich gelenkte Förderung auskommen muss und damit prinzipiell der Vermarktungserfolg vollständig davon abhängig ist, den Strom zum lukrativsten Zeitpunkt zu vermarkten. Die Geschäfte werden in gegenseitiger Abstimmung nach dem Vier-Augen-Prinzip in limitiertem Umfang eingegangen.

In 2022 hat die Sunnic damit begonnen, neben dem Trading Desk für die kurzfristige Direktvermarktung auch ein Long Term Trading Desk aufzubauen.

Dieser Bereich ist für den Abschluss langfristiger Absicherungsgeschäfte zuständig sowie die Generierung von zusätzlichen Erträgen aus marktbedingten Preisschwankungen.

Über dieses Desk werden auch die aus den PPA's und der förderungsfreien Vermarktung stammenden Herkunftsnachweise vermarktet.

6. Unternehmenswachstum

Durch die starke Expansion der geschäftlichen Aktivitäten werden auch zunehmend höhere Anforderungen an die Organisation und interne Struktur des Unternehmens gestellt. Ein gewisses Risiko kann sich dadurch ergeben, dass die Anpassung der Organisationsstrukturen nicht mit dem operativen Wachstum Schritt halten kann. Dabei sind vorübergehende organisatorische Risiken durch den verzögerten Ausbau angemessener Verwaltungsressourcen nicht gänzlich auszuschließen.

Die ENERPARC begegnet diesem Risiko unter anderem, indem sie bei der Personalrekrutierung ihren Schwerpunkt auf Mitarbeiter legt, die bereits über langjährige Erfahrung verfügen, die sie in die wachsende Organisationsstruktur einbringen. Ebenso ermöglichen flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege ein Höchstmaß an unternehmerischer Transparenz, um schnellstmöglich auf Strukturschwächen in der Ablauforganisation reagieren zu können.

Des Weiteren setzt die Gesellschaft digitale Hilfsmittel und Tools im Bereich des ERP-Systems ein, um Prozesse effektiver zu gestalten und in Teilen zu automatisieren. Diese Tools werden zusätzlich durch externe Dienstleister betreut und nach unseren Belangen optimiert.

Das stetige Wachstum durch den Zubau weiterer Solarparks im eigenen Portfolio erfordert einen stetigen Ausbau von Personal im technischen und kommerziellen Management sowie im Rechnungswesen. Um hier weiter möglichst kostengünstig und effizient das Wachstum gestalten zu können, hat die Gesellschaft sich entschieden, immer wiederkehrende Unternehmensabläufe zu standardisieren und digitalisieren.

7. Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiko

Das starke Wachstum der Gruppe wird in hohem Maße von der Finanzierungsfähigkeit der Warenströme beeinflusst. Hier ist der Zugang zu bankfinanzierter Liquidität äußerst wichtig. Die durch Banken bereit gestellten Avallinien sollten in einem ausgewogenen Verhältnis zum angestrebten Umsatzwachstum stehen. Werden nicht in proportionaler Form zum Projektvolumen nachhaltig Finanzierungsmittel bereitgestellt oder durch die Innenfinanzierung der Gesellschaft generiert, könnte die fehlende Liquidität negative Auswirkungen auf das mögliche Wachstum und die Geschäftstätigkeit der ENERPARC haben.

Zu diesem Zweck wird der Finanzierungsrahmen mit Banken ständig überprüft. Im Berichtsjahr beläuft sich der Finanzrahmen auf etwa 311 Mio. EUR, um angepassten Zahlungsmodalitäten der Lieferanten begegnen und gleichzeitig eine hohe finanzielle Flexibilität für sich ändernde Umstände vorhalten zu können.

Insgesamt verteilt sich das Finanzierungsrisiko auf eine höhere Anzahl von Projekten, so dass eine mögliche Verzögerung in der Projektfinanzierung oder Auszahlung eines Projektes durch andere Projekte kompensiert werden kann.

Ferner sorgen die sicheren und stetigen Cash-Flows aus den Solarparks für eine solide und planbare Liquiditätslage der Gesamtgruppe, mit der ein wesentlicher Teil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen der ENERPARC AG finanziert werden können.

8. Cyber-Kriminalität

Aktuell ist weltweit eine starke Zunahme von Bedrohungen der IT- und Cybersicherheit sowie ein höheres Maß an Professionalität in der Cyberkriminalität zu verzeichnen. Diese stellen ein Sicherheitsrisiko für die Durchführung der Bauprojekte, Systeme und Netzwerke sowie für die Vertraulichkeit, die Verfügbarkeit und die Integrität von Daten der ENERPARC AG Gruppe dar.

Im Zuge wachsender Bedrohung durch Cyber-Kriminalität setzt die ENERPARC AG eine Vielzahl physischer und virtueller Schutzmaßnahmen neuester Technologien ein, um seine Nutzerinnen und Nutzer, die IT-Infrastruktur und weitere genutzte (Online-)Services zu schützen und gegen Kompromittierung und unbefugten Zugriff abzusichern.

Ein großes Risiko stellt durch E-Mail eingehende Schadsoftware dar, deren Bedrohung mit hocheffektiven AV-Schutzmaßnahmen und monatlichen "Awareness"-IT-Sicherheitsschulungen für die Belegschaft begegnet wird. Handlungsempfehlungen des BSI werden kurzfristig umgesetzt und eine Ausweitung der Schutzmaßnahmen, insbesondere moderne KI & Machine Learning-gestützte Technologien in die IT-Systeme implementiert, um den Schutzgrad weiter zu verstärken und Risiken zu minimieren. Die regelmäßigen Fortbildungen der IT-Belegschaft bilden auch zukünftig weiterhin die Grundlage für den Betrieb einer effektiven IT-Sicherheitsarchitektur.

9. Personal

Eine wesentliche Aufgabe ist weiterhin, den Personalbereich und die damit verbundenen Unternehmensprozesse aufzubauen, zu digitalisieren und zu professionalisieren.

Dem Risiko, kompetente Stelleninhaber zu verlieren, begegnet die Gruppe, indem sie sich als modernen und attraktiven Arbeitgeber positioniert. Dabei dienen sowohl kurzfristige als auch langfristige Incentivierungen, die sich direkt am Erfolg und an der Wertsteigerung des Unternehmens orientieren als auch nicht monetäre Faktoren, wie die Förderung und Entwicklung von Nachwuchs-Führungskräften, flexible Arbeitszeitmodelle, Schulungen und Weiterbildung und nicht zuletzt ein attraktiver Arbeitsplatz als Bindung der Mitarbeiter an die ENERPARC.

Im Oktober 2022 wurde nach 5 Jahren Bauzeit das neue Bürogebäude der ENERPARC fertiggestellt. Die neuen Büroräumlichkeiten bieten Platz für mehr als 350 Mitarbeiter, die sich in einem hochmodernen und kommunikationsfördernden Umfeld entfalten können. Die Architektur des gesamten Gebäudes wurde so ausgelegt, dass die Laufwege zwischen eng verzahnten Abteilungen minimiert wurde, um auch eine räumliche Nähe zu kreieren. Ferner wurde im Mai 2023 auch das hauseigene Mitarbeiterrestaurant mit rund 100 Sitzplätzen eröffnet, in welchem hochwertige und seitens der ENERPARC subventionierte Speisen und Getränke angeboten werden, um das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu fördern.

Bei der Mitarbeiterbindung spielt der Einflussfaktor durch die direkte Führungskraft eine wesentliche Rolle. Die Führungskräfte sind vielfältigen Herausforderungen wie hoher Dynamik und schnellem Wachstum des Unternehmens bei gleichzeitigem Fachkräftemangel und differenzierten Erwartungen der verschiedenen Generationen an ihr Arbeitsumfeld ausgesetzt. Um diesem Spannungsfeld gerecht zu werden, werden für die Führungskräfte der ENERPARC Leadership-Entwicklungsprogramme durchgeführt. Dabei werden die Kompetenzen (soziale, methodische, strategische und Change-Management) der Führungskräfte stärker herausgebildet und sie in ihrer persönlichen Entwicklung und in ihrer Führungsrolle gecoacht.

Auch im Jahr 2022 wurde in verschiedenen Bereichen durch Teamleiter eine weitere Hierarchie-Ebene im Unternehmen etabliert. Dadurch erhalten zum einen Nachwuchs-Führungskräfte eine Entwicklungsperspektive und werden stärker an das Unternehmen gebunden. Andererseits führt eine Teamleiter-Ebene zur Entlastung des Leadership-Teams im operativen Bereich. Die neuen Teamleiter erhielten in Vorbereitung ihrer Rolle ein entsprechendes Training.

Weiterhin wird dem Risiko, Schlüsselpersonen zu verlieren, damit begegnet, Führungskräften virtuelle Aktien zu gewähren, die dividendenberechtigt sind, und ebenso an der Wertsteigerung des Unternehmens zu partizipieren.

Generell lässt sich jedoch sagen, dass die ENERPARC aufgrund ihrer Stellung im Markt, der Attraktivität des Marktes, vor allem bei jungen Menschen, sowie der flachen Hierarchien eine überdurchschnittlich hohe Anziehungskraft auf potenzielle Bewerber ausübt.

10. Gewährleistungs- und Abwicklungsrisiken

Die ENERPARC AG gibt im Rahmen ihrer Tätigkeit als Generalunternehmer weitreichende Garantien auf die verbauten Komponenten. Auf die Herstellung eines Solarparks gibt die Gesellschaft die übliche zweijährige Gewährleistungsverpflichtung.

Zu diesem Zweck bildet die Gesellschaft in angemessenem Umfang Rückstellungen. ENERPARC vergibt gegenüber ihren Kunden Garantien möglichst nur in dem Umfang, wie sie sie selbst von ihren Lieferanten erhält. Auf der Komponentenseite arbeitet die ENERPARC ausschließlich mit etablierten und weltweit operierenden Konzernen zusammen, so dass auch von einer Werthaltigkeit der Garantien ausgegangen werden kann.

Für den Verkauf der Projektrechte im Rahmen der Transaktion OASIS wurden im Anteilsverkaufsvertrag (Shared Purchase Agreement) der zugrundeliegenden Zweckgesellschaften marktübliche Garantien (sog. Fundamental warranties") an die Käufer abgegeben. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Garantien, die die Richtigkeit der Angaben innerhalb des Datenraums in Bezug auf die Transaktion bestätigen.

III. Prognosebericht

1. EPC-Segment:

Aufgrund des großen Wachstums der europäischen Märkte wird ein starkes Wachstum in dem Segment EPC Bau erwartet. Hier ist im Markt großer Bedarf an erfahrenen EPC-Anbietern wie ENERPARC entstanden, die Großprojekte schlüsselfertig und finanzierungsgerecht liefern können.

In 2023 erhöht sich zum einen das Ausschreibungsvolumen inklusive Innovationsausschreibungen auf knapp 7 GW. Und der Höchstwert, der als anzulegender Wert beantragt werden kann, wird auf 7,37 Cent/kWh erhöht. Ferner wurde die gesetzliche Maximalleistung für sog. privilegierte Flächen von 20 MW auf 100 MW vergrößert. Auch im Jahr 2023 wird die Gesellschaft aus ihrer selbst entwickelten deutschen Projektpipeline von weiteren ca. 10.000 MW weitere geeignete Projekte im Rahmen der Ausschreibungsverfahren zu unterschiedlichen Tarifen anbieten.

In 2024 werden aufgrund der durch die privilegierten Flächen vergrößerten Pipeline sehr viele Projekte baureif, womit mit einem steigenden Umsatz in 2024 gerechnet wird. Es wird erwartet, dass bei den baureif verkauften Projekten ENERPARC auch häufig die Rolle des schlüsselfertigen EPC übernehmen wird, insbesondere in den beiden Märkten Deutschland und Spanien, sodass dieser Bereich in 2024 und darüber hinaus weiter stark wachsen wird.

Aufgrund des großen Wachstums der europäischen Märkte wird ein starkes Wachstum in den Segmenten Entwicklung und EPC-Bau erwartet. Hier ist im Markt eine weiterhin hohe Nachfrage nach fertig entwickelten Projekten sowie ein sehr großer Bedarf an erfahrenen EPC-Anbietern wie ENERPARC zu verzeichnen, die Großprojekte schlüsselfertig und finanzierungsgerecht liefern können.

2. Projektentwicklung:

Aufgrund der langfristigen Strategie zum Ausbau der erneuerbaren Energien der Bundesregierung wurden die Entwicklungstätigkeiten auf die gesamte Bundesrepublik ausgeweitet. Hierbei wurden Standorte in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen zu den ohnehin bereits bestehenden Standorten in Sachsen und Schleswig-Holstein hinzugefügt. Ganz klares Ziel soll hierbei ein massiver Ausbau der bereits bestehenden Pipeline sein.

Ferner werden einige Projekte aus abgeschlossenen Transaktionen Baureife erreichen und somit an den Käufer der Projekte übergeben. Hieraus wird ein deutlich positiver Effekt für die Rohertragsmarge in 2023 erwartet.

3. Solarstromproduktion:

Zum Datum der Berichtserstellung liegt die Solarstromproduktion des Bestandsportfolios leicht unter der Prognose. Da zudem die Strompreise im Jahr 2023 wieder gefallen sind, rechnen wir mit einem deutlich geringeren Ergebnisbeitrag unserer Solarparkgesellschaften im Vergleich zum extrem guten Jahr 2022. Im Vergleich zu den Jahren vor 2022 sind die erwarteten Ergebnisbeiträge jedoch deutlich höher.

4. Energiehandel:

Die Strompreise sind zwar stark gefallen im H1 2023, aber immer noch deutlich höher als in den Jahren zuvor. Bedingt durch diese nach wie vor hohen Preise, deren wesentliches Absinken zumindest kurzfristig nicht zu erwarten ist, wird die Tochtergesellschaft sunnic erneut hohe Umsatzerlöse erzielen. Im Vergleich zu 2022 werden diese aber deutlich geringer ausfallen, aufgrund eines stark verkleinerten Direktvermarktungsportfolios und der im Jahresvergleich stark gesunkenen Strompreise.

Sunnic erwartet einen positiven Ergebnisbeitrag aus weiteren mit Marktteilnehmern eingegangenen Direktvermarktungskooperationen, die im Jahr 2023 erstmals voll zur Geltung kommen werden. Insgesamt erwartet sunnic somit aufgrund der nach wie vor hohen Marktpreise und den sich daraus ergebenden Marktchancen, insbesondere durch höhere Vergütungen in der sonstigen Direktvermarktung, eine deutliche Margensteigerung.

5. Gesamtbetrachtung:

Der Vorstand erwartet insgesamt deutliche Umsatzsteigerungen insbesondere in den Bereichen Kraftwerksbau und Projektentwicklung im Vergleich zu 2022. Es wird ein niedrigeres Ergebnis aus dem Betrieb der Solaranlagen erwartet infolge sich wieder normalisierender Börsenstrompreise und einer bis dato geringeren Einstrahlung im Vergleich zum Berichtsjahr. Im Bereich Stromhandel will der Konzern von den zwar geringeren, aber nach wie vor hohen Börsenstrompreisen und den sich daraus ergebenden Marktchancen, eine Margen- und Gewinnsteigerung erzielen. Insgesamt wird bei deutlich geringeren Umsätzen mit einem gegenüber dem Vorjahr leicht geringeren Jahresergebnis gerechnet.

 

Hamburg, 8. September 2023

ENERPARC AG

Vorstand

gez. Christoph Koeppen

gez. Frank Müllejans

gez. Stefan Müller

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

ENERPARC AG, HAMBURG

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.530.258.712,70 1.166.231.421,91
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 53.448.204,39 2.541.511,82
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.488.323,59 2.541.511,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 50.959.880,80 0,00
II. Sachanlagen 1.476.259.268,54 1.163.587.392,65
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 149.226.872,90 104.100.267,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.201.136.718,77 1.006.617.924,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.696.528,61 1.478.645,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 123.199.148,26 51.390.555,29
III. Finanzanlagen 551.239,77 102.517,44
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 124.325,62 0,00
2. Beteiligungen 5.017,44 5.017,44
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 158.400,00 97.500,00
4. Sonstige Ausleihungen 263.496,71 0,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 509.896.381,73 458.174.241,90
I. Vorräte 76.419.704,62 71.447.215,56
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 31.116.637,16 28.985.350,14
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 26.908.321,74 27.147.397,16
3. Fertige Erzeugnisse/Leistungen und Waren 8.155.349,59 8.378.352,00
4. Geleistete Anzahlungen 20.729.432,79 9.841.039,94
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -10.490.036,66 -2.904.923,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 228.009.400,29 284.512.469,14
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 136.732.278,86 165.975.449,35
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.824.417,81 0,00
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 4.267.933,37 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 84.184.770,25 118.537.019,79
III. Wertpapiere 26.479.587,99 342.645,72
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.750.535,24 0,00
2. Anteile an assozierten Unternehmen 10.386.407,03 0,00
3. Sonstige Wertpapiere 342.645,72 342.645,72
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 178.987.688,83 101.871.911,48
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 28.731.844,26 25.333.400,84
2.068.886.938,69 1.649.739.064,65

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. EIGENKAPITAL 112.649.798,86 66.166.569,66
I. Ausgegebenes Kapital 688.249,00 688.249,00
1. Gezeichnetes Kapital 704.750,00 704.750,00
2. Nennwert Eigene Anteile -16.501,00 -16.501,00
II. Gewinnrücklagen 111.632.296,03 65.478.320,66
III. Konzern-Bilanzgewinn 0,00 0,00
1. Konzern-Jahresüberschuss 46.153.975,37 9.387,58
2. Einstellungen in Gewinnrücklagen -46.153.975,37 -9.387,58
IV. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 329.253,83 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 102.413.464,73 38.519.695,32
1. Steuerrückstellungen 9.964.749,82 4.784.048,26
2. Sonstige Rückstellungen 92.448.714,91 33.735.647,06
C. VERBINDLICHKEITEN 1.789.427.990,82 1.477.156.648,23
1. Anleihen 19.886.090,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.459.963.226,42 1.239.012.674,73
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.195.794,45 2.188.845,53
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 209.377.455,02 233.984.495,33
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.751.556,14 0,00
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 10.149.817,38 1.183.260,00
7. Sonstige Verbindlichkeiten 72.104.051,41 787.372,64
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 27.505.287,92 37.908.969,27
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 36.890.396,36 29.987.182,17
2.068.886.938,69 1.649.739.064,65

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Umsatzerlöse 2.066.198.575,38 1.067.064.977,97
2. Verminderung (i. V. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen -462.077,83 17.932.411,30
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.708.862,54 5.122.631,99
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.957.537,96 3.178.517,44
5. Materialaufwand 1.822.992.404,00 953.724.321,63
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 25.577.370,45 52.678.932,85
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.797.415.033,55 901.045.388,78
6. Personalaufwand 35.113.544,42 25.224.949,11
a) Löhne und Gehälter 31.835.871,87 22.587.711,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.277.672,55 2.637.237,61
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 78.113.180,89 64.125.400,10
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 45.086.114,23 25.700.232,74
9. Erträge aus Beteiligungen 975,00 975,00
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 9.571,69 8.903,90
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.578.104,72 2.937.744,52
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 35.987.173,29 28.357.826,97
13. Ergebnis vor Steuern 63.699.132,63 -886.568,43
14. Steuern (i. V. Erstattete Steuern) vom Einkommen und vom Ertrag 17.316.041,44 -1.106.723,36
15. Ergebnis nach Steuern 46.383.091,19 220.154,93
16. Sonstige Steuern 229.115,82 210.767,35
17. Konzern-Jahresüberschuss 46.153.975,37 9.387,58
18. Gutschrift auf Gewinnrücklagen -46.153.975,37 -9.387,58
19. Konzern-Bilanzgewinn 0,00 0,00

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

der ENERPARC AG, Hamburg

A. Allgemeine Angaben

Die ENERPARC AG mit Sitz in Hamburg (Amtsgericht Hamburg HRB 112789) ist Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB und ist aufgrund der Überschreitung der Größenmerkmale gemäß § 293 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB und des AktG erstellt.

B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 29. Dezember 2022 (= Erlangung Beherrschung) hat die ENERPARC AG alle Anteile an der Enerparc Energia Solar S.L. mit Sitz in Madrid, sowie alle Anteile an MKM International GmbH mit Sitz in Hamburg erworben. Die Enerparc Energia Solar S.L. verfügt über 47 Tochter- und Enkelgesellschaften, welche zum Großteil Projekte mit entwickelten Solarparks (Anzahl: 44) sowie auch über bereits gebaute Solarparks verfügt, die allesamt ihren Sitz in Spanien haben. Die MKM International GmbH ist die Holding der Landesgesellschaften in den Niederlanden, Portugal und Frankreich. Insgesamt verfügt sie über 19 Tochter- und Enkelgesellschaften, welche ebenfalls entwickeln und bereits fertig gebaute und angeschlossene Solarparks halten.

Aus dem Erwerb ergaben sich im Wesentlichen die folgenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss: Goodwill (EUR 51,0 Mio.), Anlagevermögen (i. W. Solarparks EUR 136,1 Mio.), Flüssige Mittel (EUR 35,1 Mio.), Fremdanteile (EUR 0,3 Mio.), Anleiheverbindlichkeiten (EUR 19,9 Mio.) sowie Bankschulden (EUR 107,5 Mio.). Die finale Kaufpreisallokation ist noch nicht erfolgt, so dass der über den Buchwert gezahlte Mehrpreis vollumfänglich als Goodwill ausgewiesen wird. Auswirkungen auf die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung 2022 haben sich nicht ergeben, da Beherrschung erst gegen Jahresende erlangt wurde.

Darüber hinaus hat die ENERPARC AG im abgelaufenen Geschäftsjahr 32 neue Tochtergesellschaften gegründet. Die im Jahr 2021 gegründete ENERPARC Solar Service 2 GmbH, Monheim am Rhein, dient als Zwischenholding und hält seit Beginn des Geschäftsjahres 2022 Beteiligungen an 36 Solarparkgesellschaften.

In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die ENERPARC AG, Hamburg, sowie 353 in- und ausländische Tochter- und Enkelunternehmen einbezogen. Die Tochtergesellschaften der ENERPARC Gruppe stehen unter der einheitlichen Leitung der Konzernobergesellschaft ENERPARC AG.

Hinsichtlich der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verweisen wir auf die diesem Konzernanhang als Anlage beigefügte Aufstellung des Anteilsbesitzes.

C. Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungsstichtag

Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Die Einzelabschlüsse sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen schließen ihr Geschäftsjahr zum 31. Dezember ab.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der angelsächsischen Methode (Erwerbsmethode), die zwischen Erst- und Folgekonsolidierung differenziert.

Für Erstkonsolidierungen bzw. Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 (Neufälle) wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitpunkt der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 31. Dezember 2022 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis.

Schuldenkonsolidierung

Die Schuldenkonsolidierung entspricht den handelsrechtlichen Konsolidierungsgrundsätzen gemäß § 303 Abs. 1 HGB. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen der ENERPARC Gruppe werden eliminiert.

Zwischenergebniseliminierung

Zwischenergebnisse aus Wertansätzen des Anlage- und Umlaufvermögens, die ganz oder teilweise auf Lieferungen und Leistungen zwischen einbezogenen Unternehmen beruhen, werden grundsätzlich gemäß § 304 Abs. 1 HGB im Konzernabschluss der ENERPARC Gruppe eliminiert.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung entspricht den handelsrechtlichen Konsolidierungsvorschriften gemäß § 305 Abs. 1 HGB. Die Erlöse in den Umsatzerlösen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den im Konzernabschluss der ENERPARC Gruppe einbezogenen Unternehmen gleichen sich mit den auf sie entfallenen Aufwendungen aus.

Latente Steuern

Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive latente Steuern umfassen auch latente Steuern aus steuerlichen Verlustvortragsmöglichkeiten. Aufgrund des Passivüberhangs der latenten Steuern erfolgt dies unabhängig davon, ob mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist. Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert ausgewiesen.

Funktionale Währung

Die funktionale Währung des Konzerns ist Euro. Alle Konzerngesellschaften bilanzieren in Euro.

Im Übrigen wurde der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden beachtet.

D. Rechnungslegungsgrundsätze

Grundsätzliches

Bei der Bilanzierung, Bewertung und Konsolidierung sind die einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und die ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes angewandt worden.

Die Einzelabschlüsse werden nach den deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Sie werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, wobei die vom Mutterunternehmen angewandten Ansatz- und Bewertungsregeln auch von den Tochtergesellschaften beachtet werden.

Die Wahl der Bilanzierungsmethoden erfolgt nach dem Prinzip der Stetigkeit. Die für die Aufstellung des Konzernabschlusses der Gesellschaft maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind mit Ausnahme der nachfolgend dargestellten Änderungen unverändert zum Vorjahr: Im Geschäftsjahr 2022 wurde der Ausweis von Erlösen und Aufwendungen resultierend aus Vereinbarungen für das Positions- bzw. Bilanzkreismanagement für EEG-Anlagen saldiert, um die vereinbarte Differenzmengenvergütung auszuweisen. Insoweit wurden Umsätze und Aufwendungen i. H. v. 395 Mio. EUR saldiert. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst: (Erlöse/Aufwendungen: 81,8 Mio. EUR).

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens; bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Bilanzierung und Bewertung

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzel- und Gemeinkosten. Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Auf die Zugänge im Laufe des Geschäftsjahres werden die Abschreibungen "pro rata temporis" vorgenommen.

Die EDV-Software wird nach der linearen Methode über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Bei dem beweglichen Sachanlagevermögen werden die Einbauten in gemieteten Räumen über den Zeitraum der Mietvertragsdauer sowie die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und zehn Jahren linear abgeschrieben. Bei den unter den technischen Anlagen ausgewiesenen Solarparks wird eine Nutzungsdauer von zwanzig Jahren zugrunde gelegt.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, gem. § 253 Abs. 5 HGB zugeschrieben.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Dabei umfassen die Herstellungskosten Einzel- und Gemeinkosten.

Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips, die fertigen und unfertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten auf Basis von Einzel- und Gemeinkosten ermittelt. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bewertet. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Bereits erhaltene Anzahlungen von den Kunden, die im Zusammenhang mit den unfertigen Erzeugnissen stehen, werden in Ausübung des Wahlrechts des § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Ausfallrisiken bei Forderungen werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Wertpapiere werden mit den Anschaffungskosten und bei vorübergehender bzw. dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert der Wertpapiere des Umlaufvermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung gem. § 253 Abs. 5 HGB zugeschrieben.

Der Posten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wird zum Nominalwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die zu Aufwendungen in kommenden Perioden führen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt, soweit diese nicht von den Vorräten offen absetzbar sind.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Erträge für spätere Geschäftsjahre betreffen.

Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive latente Steuern umfassen auch latente Steuern aus steuerlichen Verlustvortragsmöglichkeiten, sofern mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist. Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert ausgewiesen.

Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB gegliedert.

E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

I. Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagengitter, das integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist.

Fremdkapitalzinsen sind in Höhe TEUR 447 (i. V. TEUR 160) als Anlagen im Bau aktiviert. Vom Wahlrecht nach § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB wurde insofern Gebrauch gemacht.

2. Vorräte

Die ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe resultieren im Wesentlichen aus Solarmodulen und Baustoffen sowie aus unfertigen Erzeugnissen/unfertigen Leistungen aus nicht abgeschlossenen Bauvorhaben von Solarparks. Die fertigen Erzeugnisse umfassen noch nicht ausgelieferte Umspannwerke.

Die erhaltenen Anzahlungen werden in Höhe von TEUR 10.490 (i. V. TEUR 2.905) in Ausübung des Wahlrechts des § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt und sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die ausgewiesenen Forderungen resultieren im Wesentlichen aus Solarparkverkäufen und Stromhandel. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Wesentliche Einzelwertberichtigungen oder Forderungsausfälle fielen im Geschäftsjahr 2022 nicht an.

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände resultieren im Wesentlichen aus Vergabe von Darlehen gegenüber nahestehenden Gesellschaften. Es wurden keine Laufzeiten in den Darlehensverträgen vereinbart, daher wird von einer Laufzeit unter 4 Jahren ausgegangen. Alle übrigen sonstigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, davon im Wesentlichen Forderungen aus Sicherheiten sowie Steuerforderungen.

5. Wertpapiere

Die Wertpapiere bestehen aus einem Fondsvermögen, welches als Kapitaldienstreserve dient und nicht zur freien Verfügung steht.

6. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Die Position enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

Von den liquiden Mitteln sind TEUR 21 verpfändet und stehen demzufolge nicht zur freien Verfügung des Konzerns.

7. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Innerhalb der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Voraus bezahlte Posten in Höhe von TEUR 28.732 (i. V. TEUR 25.333) ausgewiesen. Hier handelt es sich hauptsächlich um abgegrenzte Pachten und Zinsen.

8. Eigenkapital

Das Grundkapital der ENERPARC AG beträgt unverändert zum Vorjahr EUR 704.750,00. Es ist eingeteilt in 704.750 (i. V. 704.750) auf den Namen lautende Stückaktien im Nennbetrag von je EUR 1,00. Es ist zum Stichtag voll erbracht. Die Namensaktien sind vinkuliert.

Die Gesellschaft hat im Jahr 2014 von der durch die Hauptversammlung vom 15. Oktober 2013 erteilten Genehmigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. So wurden 16.501 Aktien (2,34 % des Grundkapitals) durch die Gesellschaft von Aktionären zurück erworben.

In Übereinstimmung mit der Satzung hat der Vorstand einen Betrag von EUR 77.970,46 des handelsrechtlichen Jahresergebnisses in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der Konzernjahresüberschuss 2022 wurde vollumfänglich in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Durch die Erweiterung des Konzernkreises sind nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital in Höhe von EUR 329.253,83 ausgewiesen.

Hinsichtlich der Zusammensetzung und der Entwicklung der einzelnen Positionen des Eigenkapitals im Geschäftsjahr und im Vorjahr wird auf die beigefügte Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

9. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen folgende Positionen.

31.12.2022
TEUR
Vorjahr
TEUR
Projektrückstellungen 50.741 12.481
Rückbauverpflichtungen 10.518 8.020
Personalbereich 4.368 2.869
Ausstehende Rechnungen 24.896 9.169
Wechselrichtergarantien 877 510
Jahresabschlusskosten 546 366
Drohverlust 225
Gewährleistung 235 280
Archivierung 43 40
92.449 33.735

10. Verbindlichkeiten

Gesamt
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
EUR
Anleihe 19.886.090,00 58.987,00 1.155.661,00 18.671.442,00
(im Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.459.963.226,42 248.944.646,23 497.421.329,58 713.597.250,61
(im Vorjahr) (1.239.012.674,73) (194.801.550,38) (429.948.877,48) (614.262.246,87)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.195.794,45 8.195.794,45
(im Vorjahr) (2.188.845,53) (2.188.845,53)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen Leistungen 209.377.455,02 209.377.455,02
(im Vorjahr) (233.984.495,33) (233.984.495,33)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.751.556,14 9.751.556,14
(im Vorjahr) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 10.149.817,38 10.149.817,38
(im Vorjahr) (1.183.260,00) (1.183.260,70)
Sonstige Verbindlichkeiten 72.104.051,41 72.104.051,41
(im Vorjahr) (787.372,64) (787.372,64)
1.789.427.990,82 558.582.307,63 498.576.990,58 732.268.692,61
(im Vorjahr) (1.477.156.648,23) (432.945.523,88) (429.948.877,48) (614.262.246,87)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind bis auf einen Betrag i. H. v. TEUR 113.355 durch Abtretungen von Ansprüchen aus Verträgen im Zusammenhang mit der Errichtung, der Versicherung und der Einspeisevergütungen der Solarparks besichert.

Innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten werden TEUR 5.864 Verbindlichkeiten aus Steuern (i. V. TEUR 7.312) sowie TEUR 37 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (i. V. TEUR 0) ausgewiesen.

Weiterhin wurden von Erwerbern für die Projektierung von Solarparks Zahlungen von 50 Mio. EUR als Sicherheit geleistet. Demzufolge stiegen die sonstigen Verbindlichkeiten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum vorigen Geschäftsjahr deutlich an.

Die Anleihen über 19,9 Mio. EUR sind durch Anteils- (Ventaja Solar 4 S.L., sowie MKM SI SAS), sowie durch Bankkontenverpfändung gesichert. Weitere Sicherheiten werden durch Garantien der Emittenten gegeben.

11. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Innerhalb der passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Voraus erhaltene Posten in Höhe von TEUR 27.505 (i. V. TEUR 37.909) ausgewiesen. Hier handelt es sich hauptsächlich um abgegrenzte Pachteinnahmen und Wartungsdienstleistungen.

12. Passive latente Steuern

Latente Steuern werden für Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den steuerlichen Wertansätzen insbesondere aus der unterschiedlichen Bewertung von Solarparks, Kursgewinnen, Gewährleistungs-, Rückbaukosten- und Urlaubsrückstellungen sowie auf steuerliche Verlustvortragsmöglichkeiten angesetzt. Des Weiteren wurden latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen entsprechend § 306 HGB gebildet.

Für die Steuerabgrenzung werden die bei der Auflösung der zeitlich begrenzten Bilanzierungs- und Bewertungsdifferenzen sowie der Konsolidierungsmaßnahmen erwarteten, künftigen Steuersätze angewendet. Der auf die Bewertungsunterschiede der im Inland ansässigen Konzerngesellschaften anzuwendende Gewerbesteuersatz wurde unter Berücksichtigung der in den hebeberechtigten Gemeinden jeweils geltenden Hebesätze berechnet. Die Hebesätze sind in einer Spanne von 250 % bis 470 %. Im Durchschnitt ergibt sich ein Hebesatz von 435,83 %. Die Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag wurde mit 15,825 % angesetzt.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der MKM International GmbH sowie der Enerparc Energia Solar S.L. ergaben sich für die Ausland ansässigen Konzerngesellschaften temporäre Unterschiede zwischen den Ansätzen in den Einzelabschlüssen und dem Konzernabschluss. Auf die daraus resultierenden Bewertungsunterschiede wurde ein Steuersatz in Höhe von 25 % angewendet.

Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

Stand 1.1.2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Stand 31.12.2022
TEUR
Aktive latente Steuern -6.364 -1.317 -7.681
Passive latente Steuern 36.351 8.220 44.571
Saldierte Steuerlatenzen 29.987 6.903 36.890

II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Bereiche:

2022
TEUR
2021
TEUR
Veränderung
TEUR
Errichtung Solarparks 64.256 70.069 -5.813
Projektrechte Solarparks 16.652 1.513 15.139
O+M 4.552 4.084 468
Handel mit Solarmodulen 12.764 3.929 8.835
Einspeisevergütung 168.158 116.902 51.256
Energiehandel 1.796.568 867.657 928.911
Übrige 3.249 2.911 338
2.066.199 1.067.065 999.134

Die Umsatzerlöse wurden mit 58,2 % in Ausland und mit 41,8 % in Deutschland erzielt. Der Auslandsanteil resultiert ganz überwiegend aus dem Verkauf der Strommengen an ausländischen Strombörsen.

Der starke Anstieg der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus dem starken Anstieg der Strom- und Spotmarktpreise im Jahr 2022. Im Übrigen verweisen wir dazu auf die Ausführungen im Konzernlagebericht.

2. Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von TEUR 1.679 (i. V. TEUR 292) enthalten, von denen TEUR 748 (i. V. TEUR 205) nicht realisierte Kursgewinne darstellen. Periodenfremde Erträge sind in Höhe von TEUR 1.466 (i. V. TEUR 1.926) enthalten, davon betreffen TEUR 1.445 (i. V. TEUR 1.890) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste in Höhe von TEUR 865 (i. V. TEUR 73), von denen TEUR 0 (i. V. TEUR 0) nicht realisierte Kursverluste darstellen. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 1.999 (i. V. TEUR 366) enthalten.

3. Personalaufwand

Innerhalb des Personalaufwands werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 38 (i. V. TEUR 33) ausgewiesen. Auf die Angabe nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB wird mit Hinweis auf § 314 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Innerhalb dieser Position werden tatsächliche Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 10.413 (davon periodenfremd TEUR 0) und ein latenter Steueraufwand in Höhe von TEUR 6.903 ausgewiesen. Insgesamt ergibt sich ein Ertragsteueraufwand von TEUR 17.316.

F. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Konzernobergesellschaft ermittelt den Cashflow aus der operativen Tätigkeit nach der indirekten Methode, nach der der Gewinn oder Verlust der Periode um die Auswirkungen der nicht zahlungswirksamen Transaktionen, um Abgrenzungen der Mittel Zu- oder Abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit in der Vergangenheit oder Zukunft und um Ertrags- oder Aufwandsposten in Verbindung mit dem Cashflow aus Investitions- oder Finanzierungstätigkeit angepasst wird.

Definition des Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung entspricht der Position "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks". Er umfasst an beiden Stichtagen Kassenbestände und täglich fällige Einlagen bei Kreditinstituten.

G. Angaben zum Eigenkapitalspiegel

Die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem beigefügten Konzerneigenkapitalspiegel.

H. Sonstige Angaben

1. Offenlegungserleichterungen

Für folgende Gesellschaften werden Offenlegungserleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB (Kapitalgesellschaften) bzw. nach § 264b HGB (für Personengesellschaften) in Anspruch genommen:

ENERPARC Solar Invest 21 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 22 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 23 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 24 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 25 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 26 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 31 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 37 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 38 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 41 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 49 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 50 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 51 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 64 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 69 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 72 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 73 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 74 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 77 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 78 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 82 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 84 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 85 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 87 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 89 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 91 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 92 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 93 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 94 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 95 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 96 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 97 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 98 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 99 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 100 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 101 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 102 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 103 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 104 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 105 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 106 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 107 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 108 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 109 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 110 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 111 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 112 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 113 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 114 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 115 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 116 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 117 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 118 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 119 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 120 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 121 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 122 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 123 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 124 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 125 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 126 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 127 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 128 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 129 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 130 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 131 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 132 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 133 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 134 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 135 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 136 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 137 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 138 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 139 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 140 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 141 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 142 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 143 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 145 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 146 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 147 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 148 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 149 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 150 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 151 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 152 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 153 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 154 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 155 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 156 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 157 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 158 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 159 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 161 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 162 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 163 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 164 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 165 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 166 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 167 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 168 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 169 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 170 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 171 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 172 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 173 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 174 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 175 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 176 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 177 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 178 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 179 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 180 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 181 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 182 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 183 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 184 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 185 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 186 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 187 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 188 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 189 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 190 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 191 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 192 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 193 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 194 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 195 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 196 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 197 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 198 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 199 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 200 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 201 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 202 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 203 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 204 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 205 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 206 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 207 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 208 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 209 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 210 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 211 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 212 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 213 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 214 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 215 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 216 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 217 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 218 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 219 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 220 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 221 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 222 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 223 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 224 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 225 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 226 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 227 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 228 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 229 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 230 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 231 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 232 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 233 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 234 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 235 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 236 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 237 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 238 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 239 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 240 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 241 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 242 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 243 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 244 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 245 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 246 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 247 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 248 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 249 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 250 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 251 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 252 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 253 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 254 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 255 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 256 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 257 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 258 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 259 GmbH, Hamburg

ENERPARC Solar Invest 260 GmbH, Hamburg

Enerparc Real Estate GmbH, Hamburg

Enerparc Real Estate Solar Invest 1 GmbH, Hamburg

Enerparc Real Estate Solar Invest 2 GmbH, Hamburg

Enerparc Real Estate Solar Invest 3 GmbH, Hamburg

Sunnic Lighthouse Solar Invest 3 GmbH, Hamburg

Enerparc Office Real Estate GmbH, Hamburg

2. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag wurden von verschiedenen Kreditinstituten zugunsten der ENERPARC AG Bankavale und Akkreditive in Höhe von TEUR 383.594 (i. V. TEUR 277.016) gewährt. Zur Sicherheit für diese Avale, für Schwestergesellschaften im Ausland und für unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wegen LC-Verbindlichkeiten ausgewiesene Verbindlichkeiten wurden Bankguthaben i. H. v. TEUR 880 (i. V. TEUR 5.597) hinterlegt.

Die ENERPARC AG hat zugunsten der MKM Asset Management 3 GmbH eine Rangrücktrittserklärung abgegeben.

Zur Absicherung von Strom-Handelskontrakten, die die Sunnic Lighthouse GmbH mit verschiedenen Stromlieferanten abschließt, hat die ENERPARC AG Bürgschaftserklärungen über insgesamt TEUR 91.423 (i. V. TEUR 34.926) abgegeben.

Zur Absicherung von langfristigen Grundstückspachtverträgen mit konzernfremden Verpächtern haben die Solarparkgesellschaften Bankbürgschaften in Höhe von insgesamt TEUR 2.238 (i. V. TEUR 2.338) abgegeben.

Die Grundstücksgesellschaften des Konzerns haben für Schwestergesellschaften auf ihren Grundstücken Grundschulden in Höhe von insgesamt TEUR 13.842 (i. V. TEUR 13.842) bestellt.

Weitere Garantien hat die ENERPARC AG für im Ausland abgeschlossene Projekte verschiedener Schwestergesellschaften in Höhe von TEUR 108.959 (i. V. TEUR 87.808) abgegeben. Im Wesentlichen zur Absicherung von Rückbau-, Pacht- und Netzanschlussverpflichtungen sowie der Absicherung von Darlehensverpflichtungen.

Die ENERPARC AG hat eine Bürgschaft zur Sicherung der Darlehensverpflichtung der LSSI Leadership Holding GmbH & Co. KG i. H. v. TEUR 500 (i.V. TEUR 500), der Enerparc Portfolio 1 GmbH & Co. KG i. H. v. TEUR 3.154 und der pvwerk Solar Invest 3 GmbH i. H. v TEUR 150 ausgegeben.

Auf Basis der Unternehmensplanung wurden für die angeführten, zu Nominalwerten angesetzten, Eventualschulden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung des Konzerns nicht gerechnet wird, da die ENERPARC AG für all diese Gesellschaften die Geschäftsplanung durchführt.

3. Personal

Der Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 271 (i. V. 216) Mitarbeiter.

4. Bewertungseinheiten

Verschiedene Konzerngesellschaften haben Darlehensverträge von insgesamt EUR 468,0 Mio. mit einer Laufzeit bis längstens zum 30. Dezember 2042 abgeschlossen.

Von diesen Darlehen sind zum 31. Dezember 2022 insgesamt EUR 468,0 Mio. nominal (Valuta EUR 410,6 Mio.) variabel verzinslich. Um dem Risiko von Marktzinsschwankungen zu begegnen, wurde der variable Zinssatz der Darlehen durch Zins-Swap Vereinbarungen auf einen Festzinssatz in einer Spannweite von 1,07 % bis 2,42 %. gesichert. Bei weiteren Darlehen in einem Umfang von EUR 195,1 Mio. nominal (Valuta EUR 166,3 Mio.) laufen im Jahr 10 nach Darlehensabschluss die Zinssicherungen aus. Für diese Darlehen wurden sogenannte Forward-Swaps abgeschlossen, in einer Spannweite von 0,70 % bis 3,45 %.

Die von der Muttergesellschaft abgeschlossenen sogenannten MAKRO Hedges zur Absicherung des Zinsanschlussrisikos einiger Tochtergesellschaften wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr komplett geschlossen.

Risiken bestehen in der Änderung des Marktzinssatzes und der daraus resultierenden Veränderung der Ausgleichszahlungen bzw. des Marktwertes der Zinssicherungsvereinbarungen. Diese werden aber grundsätzlich durch die gegenläufigen Entwicklungen bei den abgesicherten Grundgeschäften aufgefangen. Die Höhe der Zinssicherungsvereinbarungen entspricht der Darlehensvaluta. Die Buchwerte der Darlehen betrugen am 31. Dezember 2022 insgesamt EUR 410,6 Mio.

Im Rahmen der Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente wurden die auf Basis der Marktverhältnisse zum Stichtag zu erwartenden Zahlungsströme mit einem Marktzinssatz diskontiert. Der Marktwert zum Jahresultimo 2022 beträgt EUR 24,3 Mio. (i. V. EUR - 6,1 Mio.). Es wurden Bewertungseinheiten entsprechend den Kriterien des § 254 HGB gebildet, so dass eventuelle negative Marktwerte aus der Zinssicherungsvereinbarungen nicht zu einer Rückstellungsbildung führen.

Weiterhin hat die Muttergesellschaft zur Absicherung von Wechselkursrisiken für Forderungen gegen eine ausländische Schwestergesellschaft in US-Dollar über ein Devisentermingeschäft in Höhe von 5.896 Tausend US-Dollar abgeschlossen. Das Grund- und Sicherungsgeschäft ist per 31. Dezember 2022 währungs-, fristen- und betragskongruent.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Konzern bestehen in Höhe von TEUR 133.013. Diese resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Verpflichtungen für Grundstückspachtverträge der Solarparkgesellschaften (TEUR 9.123) und Materialbestellungen (TEUR 121.421) sowie aus Büromieten für die Zentrale in Hamburg, Leasingverpflichtungen und Wechselrichter-Herstellergarantien.

6. Organe des Mutterunternehmens

Vorstände sind:

Herr Christoph Koeppen, Dipl.-Ingenieur, Hamburg (CEO)

Herr Frank Müllejans, Dipl.-Kaufmann, Frechen (CFO)

Herr Stefan Müller, Dipl.-Ingenieur, Hamburg (COO)

Die Gesellschaft macht hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Aufsichtsratsmitglieder sind:

Dr. Andreas Tietmann, Geschäftsführer der Bryholm Kunststofftechnik GmbH, Vorsitzender

Dr. Thomas Koeppen, Rechtsanwalt und Inhaber der Rechtsanwaltskanzlei kpn legal, stellv. Vorsitzender

Helmut Müller, Rentner (ausgeschieden 27. September 2022)

Kathrin Manzoni, Project Coordinator Leadership Advisory bei der Egon Zehnder International GmbH (seit 27. September 2022)

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betragen im Geschäftsjahr TEUR 35.

7. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gem. § 314 Nr. 13 HGB

Nahestehende Unternehmen sind die Tochterunternehmen und die weiteren Unternehmen der Gesellschafter (Schwesterunternehmen); nahestehende Personen sind die Geschäftsleitung, die Prokuristen und sonstige leitende Angestellte sowie deren Familienangehörige, außerdem die Mitglieder des Aufsichtsrats.

Die ENERPARC AG hat mit 5 Schwesterunternehmen Verträge mit einer Laufzeit von 21 Jahren abgeschlossen und sich zum einen verpflichtet, die kaufmännische und technische Betriebsführung der Solarparks zu übernehmen und zum anderen verpflichtet, die in den Solarparks verbauten Wechselrichter zu erneuern. Sicherheiten waren durch die ENERPARC AG nicht zu stellen. Die für diese Geschäfte vereinbarte Vergütung in Höhe von insgesamt EUR 22,4 Mio. hatten die Schwestergesellschaften in voller Höhe vorab in den Geschäftsjahren 2020 (i. H. v. TEUR 14.776) und 2021 (i. H. v. TEUR 7.693) gezahlt. Im Jahr 2022 wurden keine weiteren Verträge dieser Art geschlossen. Zwei der Gesellschaften stellen durch den Kauf von zwei Holdinggesellschaften (s.o.) mittlerweile Enkelgesellschaften (verbundene Unternehmen) dar.

Mit diesen Unternehmen bzw. Personengruppen wurden im Übrigen nur Geschäfte im Rahmen marktüblicher Konditionen getätigt.

8. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers

Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen des gesetzlichen Abschlussprüfers betrugen für das Geschäftsjahr 2022 insgesamt TEUR 407 (davon TEUR 334 für den Konzernabschluss). Für andere Bestätigungsleistungen wurden TEUR 16 abgerechnet.

9. Nachtragsbericht

Die deutsche Industrie befürchtet aktuell, dass im weiteren Verlauf des Jahres 2023 nach wie vor Lieferengpässe, große Unsicherheiten beim Import von Rohstoffen sowie weitere Preisanstiege (insbesondere bei Rohmetallen und Erdölprodukten) aufgrund des militärischen Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine bestehen werden. Zwar haben sich die Rohstoffpreise nach dem rasanten Anstieg im vergangenen Jahr wieder stabilisiert, sie liegen zum Teil nach wie vor deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Ebenso ist die weitere Strompreisentwicklung nicht exakt vorhersehbar.

Die ENERPARC AG kann daher negative Auswirkungen auf die VFE-Lage im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der zuvor genannten Risiken nicht ausschließen. Wir verweisen hierzu auf die entsprechenden Ausführungen im Abschnitt II. Risiko- und Chancenbericht.

Im ersten Quartal 2023 wurde erfolgreich die Finanzierung eines 69 MW Solar-Portfolios in Deutschland abgeschlossen. Das Portfolio umfasst 5 Solarparks, welche allesamt in den neuen Bundesländern liegen. Die Finanzierung des Portfolios erfolgte erstmals durch einen Debt Funds und nicht durch konventionelle Bankdarlehen. Diese Form der Finanzierung erlaubt es, vorerst auf den Abschluss eines langfristigen Stromliefervertrages zu verzichten und den Strom für einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren am Spotmarkt zu vermarkten. Hierdurch verschafft sich die ENERPARC AG Vorteile in den Verhandlungen mit potentiellen Abnehmern des Stromliefervertrages, da dieser für die Zwischenfinanzierung des Baus nicht mehr benötigt wird.

Im März 2023 konnte die ENERPARC AG wieder erfolgreich am Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur teilnehmen und sich 10 Zuschläge mit einem Gesamtvolumen von 95 MW sichern. Ein Großteil dieser Zuschläge entfällt auf Projekte, deren alte Zuschläge im Berichtsjahr 2022 ausgelaufen und von den neuen, deutlich höheren Zuschlägen ersetzt worden sind.

Ferner konnten in der Innovationsausschreibung vom Mai 2023 zwei Zuschläge mit einem Gesamtvolumen von rund 21 MW gesichert werden. Hierbei handelt es sich um sehr attraktive Tarife, die als Voraussetzung einen Einsatz einer mit einer PV-Anlage verbundenen Batterie vorsehen. Durch die Sunnic und deren viertelstündlichen Handelsaktivitäten im Spotmarkt ist gewährleistet, dass die Batterie optimal eingesetzt wird, um für die PV-Anlage beste Performance zu erzielen. Das Ziel soll hierbei sein, die Batterie zu Zeiten von niedrigen Preisen zu befüllen und während Hochpreisphasen zu entleeren.

Innovationsausschreibungen zeichnen sich generell dadurch aus, dass die Attraktivität der Tarife deutlich über den Tarifen für die Ausschreibung der Freiflächenanlagen liegen. Hier bringen Development, Innovation, Engineering, EPC und O&M ihre langjährige Erfahrung im PV-Bereich ein und gehen Hand in Hand, um einen optimalen Implementierungsprozess für den Einsatz neuer Technologien zu gewährleisten.

Im Januar 2023 erfolgte das erste Teilclosing der Transaktion OASIS. Hierbei handelt es sich um die Übertragung der ersten beiden australischen Projekte an den Kunden mit einem Volumen von rund 20 MW. Die Übertragung des letzten australischen Projektes mit einer Größe von rund 180 MW ist im Juli 2023 erfolgt.

Ertragsmäßig hat dieser Vorgang keinen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis der ENERPARC AG. Allerdings fließen durch die Transaktion an die australische Schwestergesellschaft herausgegebene Darlehen vollständig zurück an die ENERPARC AG. Die Darlehen wurden marktüblich verzinst.

Vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 bis zur Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses 2022 haben sich über die hier aufgeführten Sachverhalte hinaus keine wesentlichen Veränderungen ergeben.

10. Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

In Übereinstimmung mit der Satzung hat der Vorstand 0,1 % des Jahresüberschusses in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Somit werden vom Jahresüberschuss der ENERPARC AG in Höhe von EUR 85.477.970,46 insgesamt EUR 77.970,46 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 88.500.000,00 verbleibt ein Bilanzgewinn von EUR 173.900.000,00. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn 2022 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, 8. September 2023

ENERPARC AG

Vorstand

gez. Christoph Koeppen

gez. Frank Müllejans

gez. Stefan Müller

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der ENERPARC AG, Hamburg

im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.271.653,68 366.165,79 0,00 0,00 5.637.819,47
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 50.959.880,80 0,00 0,00 50.959.880,80
5.271.653,68 51.326.046,59 0,00 0,00 56.597.700,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 104.170.810,95 16.293.784,89 50.377,00 29.113.406,46 149.527.625,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.372.881.590,30 235.017.619,32 4.100,00 31.118.800,70 1.639.013.910,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.468.428,26 2.036.823,08 268.543,35 74.646,02 5.311.354,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51.390.555,29 137.120.634,73 260,26 -60.306.853,18 128.204.076,58
1.531.911.384,80 390.468.862,02 323.280,61 0,00 1.922.056.966,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 124.325,62 0,00 0,00 124.325,62
2. Beteiligungen 5.017,44 0,00 0,00 0,00 5.017,44
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 97.500,00 60.900,00 0,00 0,00 158.400,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 263.496,71 0,00 0,00 263.496,71
102.517,44 448.722,33 0,00 0,00 551.239,77
1.537.285.555,92 442.243.630,94 323.280,61 0,00 1.979.205.906,25
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.730.141,86 419.354,02 0,00 3.149.495,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
2.730.141,86 419.354,02 0,00 3.149.495,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 70.543,74 230.208,66 0,00 300.752,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 366.263.665,55 71.617.316,00 3.790,00 437.877.191,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.989.782,86 841.373,89 216.331,35 2.614.825,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.004.928,32 0,00 5.004.928,32
368.323.992,15 77.693.826,87 220.121,35 445.797.697,67
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
371.054.134,01 78.113.180,89 220.121,35 448.947.193,55
Buchwerte
Stand am 31.12.2022
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.488.323,59 2.541.511,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 50.959.880,80 0,00
53.448.204,39 2.541.511,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 149.226.872,90 104.100.267,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.201.136.718,77 1.006.617.924,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.696.528,61 1.478.645,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 123.199.148,26 51.390.555,29
1.476.259.268,54 1.163.587.392,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 124.325,62 0,00
2. Beteiligungen 5.017,44 5.017,44
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 158.400,00 97.500,00
4. Sonstige Ausleihungen 263.496,71 0,00
551.239,77 102.517,44
1.530.258.712,70 1.166.231.421,91

Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB zum 31. Dezember 2022

Nr. Tochter 1 Tochter 2 Tochter 3 Tochter 4 Anteil
%
Sitz der Gesellschaft
EAG direkte Bet.
Enerparc AG
1 E-Office Real Estate 100,00% Hamburg
EORES GmbH 100,00% Hamburg
2 Enerparc Service GmbH 100,00% Hamburg
3 Enerparc Solar Service Holding GmbH 100,00% Monheim am Rhein
4 Enerparc Solar Service Holding 2 GmbH 100,00% Monheim am Rhein
Enerparc Solar Invest 18 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 30 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 36 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 39 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 40 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 42 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solarpark Litten GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Kubschütz)
Enerparc Solarpark Litten 2 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Kubschütz)
Enerparc Solar Invest 45 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 47 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 48 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 52 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 53 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 54 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 55 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 56 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 57 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 58 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 59 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 60 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 61 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 62 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 63 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 65 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Bernburg/Saale)
Enerparc Solar Invest 67 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 68 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 70 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 71 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 75 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 79 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 80 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 81 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 83 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 86 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 88 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
Enerparc Solar Invest 90 GmbH 100,00% Monheim am Rhein (ehem. Hamburg)
5 ENERPARC Beteiligungs GmbH 100,00% Monheim am Rhein
6 ENERPARC Solar Invest 3 GmbH 100,00% Monheim am Rhein
7 ENERPARC Solar Invest 4 GmbH 100,00% Monheim am Rhein
8 ENERPARC Solar Invest 5 GmbH 100,00% Monheim am Rhein
9 ENERPARC Solar Invest 6 GmbH 100,00% Monheim am Rhein
10 ENERPARC Solar Invest 7 GmbH 100,00% Monheim am Rhein
11 ENERPARC Solar Invest 8 GmbH 100,00% Monheim am Rhein
12 ERE GmbH 100,00% Hamburg
ERE SI 1 GmbH 100,00% Hamburg
ERE SI 2 GmbH 100,00% Hamburg
ERE SI 3 GmbH 100,00% Hamburg
13 EPP GmbH 100,00% Hamburg
EPP SI 1 100,00% Hamburg
EPP SI 2 100,00% Hamburg
14 Sunnic GmbH 100,00% Hamburg
Sunnic 1 GmbH 100,00% Hamburg
Sunnic 2 GmbH 100,00% Hamburg
15 Sunnic 3 GmbH 100,00% Hamburg
Sunnic 4 GmbH 100,00% Hamburg
Sunnic 5 GmbH 100,00% Hamburg
Sunnic 6 GmbH 100,00% Hamburg
Sunnic 7 GmbH 100,00% Hamburg
Sunnic 8 GmbH 100,00% Hamburg
Sunnic 9 GmbH 100,00% Hamburg
Sunnic 10 GmbH 100,00% Hamburg
Sunnic 11 GmbH 100,00% Hamburg
Sunnic 12 GmbH 100,00% Hamburg
Sunnic 13 GmbH 100,00% Hamburg
Sunnic 14 GmbH 100,00% Hamburg
Sunnic 15 GmbH (ehem. ESI 144) 100,00% Hamburg
Sunnic 16 GmbH (ehem. ESI 160) 100,00% Hamburg
16 Enerparc Solar Invest 10 GmbH 100,00% Hamburg
17 Enerparc Solar Invest 11 GmbH 100,00% Monheim am Rhein
18 Enerparc Solar Invest 12 GmbH 100,00% Werneuchen
19 Enerparc Solar Invest 13 GmbH 100,00% Monheim am Rhein
20 Enerparc Solar Invest 15 GmbH 100,00% Monheim am Rhein
Infrastrukturgesellschaft 9,10% Frankfurt am Main
21 Enerparc Solar Invest 16 GmbH 100,00% Monheim am Rhein
22 Enerparc Solar Invest 17 GmbH 100,00% Monheim am Rhein
23 Enerparc Solar Invest 19 GmbH 100,00% Hamburg
24 Enerparc Solar Invest 20 GmbH 100,00% Hamburg
25 Enerparc Solar Invest 21 GmbH 100,00% Hamburg
26 Enerparc Solar Invest 22 GmbH 100,00% Hamburg
27 Enerparc Solar Invest 23 GmbH 100,00% Hamburg
28 Enerparc Solar Invest 24 GmbH 100,00% Hamburg
29 Enerparc Solar Invest 25 GmbH 100,00% Hamburg
30 Enerparc Solar Invest 26 GmbH 100,00% Hamburg
31 Enerparc Solar Invest 27 GmbH 100,00% Hamburg
32 Enerparc Solar Invest 28 GmbH 100,00% Hamburg
33 Enerparc Solar Invest 29 GmbH 100,00% Hamburg
34 Enerparc Solar Invest 31 GmbH 100,00% Hamburg
35 Enerparc Solar Invest 37 GmbH 100,00% Hamburg
36 Enerparc Solar Invest 38 GmbH 100,00% Hamburg
37 Enerparc Solar Invest 41 GmbH 100,00% Hamburg
38 Enerparc Solar Invest 49 GmbH 100,00% Hamburg
39 Enerparc Solar Invest 50 GmbH 100,00% Hamburg
40 Enerparc Solar Invest 51 GmbH 100,00% Hamburg
41 Enerparc Solar Invest 64 GmbH 100,00% Hamburg
42 Enerparc Solar Invest 69 GmbH 100,00% Hamburg
43 Enerparc Solar Invest 72 GmbH 100,00% Hamburg
44 Enerparc Solar Invest 73 GmbH 100,00% Hamburg
45 Enerparc Solar Invest 74 GmbH 100,00% Hamburg
46 Enerparc Solar Invest 77 GmbH 100,00% Hamburg
47 Enerparc Solar Invest 78 GmbH 100,00% Hamburg
48 Enerparc Solar Invest 82 GmbH 100,00% Hamburg
49 Enerparc Solar Invest 84 GmbH 100,00% Hamburg
50 Enerparc Solar Invest 85 GmbH 100,00% Hamburg
51 Enerparc Solar Invest 87 GmbH 100,00% Hamburg
52 Enerparc Solar Invest 89 GmbH 100,00% Hamburg
53 Enerparc Solar Invest 91 GmbH 100,00% Hamburg
54 Enerparc Solar Invest 92 GmbH 100,00% Hamburg
55 Enerparc Solar Invest 93 GmbH 100,00% Hamburg
56 Enerparc Solar Invest 94 GmbH 100,00% Hamburg
57 Enerparc Solar Invest 95 GmbH 100,00% Hamburg
58 Enerparc Solar Invest 96 GmbH 100,00% Hamburg
59 Enerparc Solar Invest 97 GmbH 100,00% Hamburg
60 Enerparc Solar Invest 98 GmbH 100,00% Hamburg
61 Enerparc Solar Invest 99 GmbH 100,00% Hamburg
62 Enerparc Solar Invest 100 GmbH 100,00% Hamburg
63 Enerparc Solar Invest 101 GmbH 100,00% Hamburg
64 Enerparc Solar Invest 102 GmbH 100,00% Hamburg
65 Enerparc Solar Invest 103 GmbH 100,00% Hamburg
66 Enerparc Solar Invest 104 GmbH 100,00% Hamburg
67 Enerparc Solar Invest 105 GmbH 100,00% Hamburg
68 Enerparc Solar Invest 106 GmbH 100,00% Hamburg
69 Enerparc Solar Invest 107 GmbH 100,00% Hamburg
70 Enerparc Solar Invest 108 GmbH 100,00% Hamburg
71 Enerparc Solar Invest 109 GmbH 100,00% Hamburg
72 Enerparc Solar Invest 110 GmbH 100,00% Hamburg
73 Enerparc Solar Invest 111 GmbH 100,00% Hamburg
74 Enerparc Solar Invest 112 GmbH 100,00% Hamburg
75 Enerparc Solar Invest 113 GmbH 100,00% Hamburg
76 Enerparc Solar Invest 114 GmbH 100,00% Hamburg
77 Enerparc Solar Invest 115 GmbH 100,00% Hamburg
78 Enerparc Solar Invest 116 GmbH 100,00% Hamburg
79 Enerparc Solar Invest 117 GmbH 100,00% Hamburg
80 Enerparc Solar Invest 118 GmbH 100,00% Hamburg
81 Enerparc Solar Invest 119 GmbH 100,00% Hamburg
82 Enerparc Solar Invest 120 GmbH 100,00% Hamburg
83 Enerparc Solar Invest 121 GmbH 100,00% Hamburg
84 Enerparc Solar Invest 122 GmbH 100,00% Hamburg
85 Enerparc Solar Invest 123 GmbH 100,00% Hamburg
86 Enerparc Solar Invest 124 GmbH 100,00% Hamburg
87 Enerparc Solar Invest 125 GmbH 100,00% Hamburg
88 Enerparc Solar Invest 126 GmbH 100,00% Hamburg
89 Enerparc Solar Invest 127 GmbH 100,00% Hamburg
90 Enerparc Solar Invest 128 GmbH 100,00% Hamburg
91 Enerparc Solar Invest 129 GmbH 100,00% Hamburg
92 Enerparc Solar Invest 130 GmbH 100,00% Hamburg
93 Enerparc Solar Invest 131 GmbH 100,00% Hamburg
94 Enerparc Solar Invest 132 GmbH 100,00% Hamburg
95 Enerparc Solar Invest 133 GmbH 100,00% Hamburg
96 Enerparc Solar Invest 134 GmbH 100,00% Hamburg
97 Enerparc Solar Invest 135 GmbH 100,00% Hamburg
98 Enerparc Solar Invest 136 GmbH 100,00% Hamburg
99 Enerparc Solar Invest 137 GmbH 100,00% Hamburg
100 Enerparc Solar Invest 138 GmbH 100,00% Hamburg
101 Enerparc Solar Invest 139 GmbH 100,00% Hamburg
102 Enerparc Solar Invest 140 GmbH 100,00% Hamburg
103 Enerparc Solar Invest 141 GmbH 100,00% Hamburg
104 Enerparc Solar Invest 142 GmbH 100,00% Hamburg
105 Enerparc Solar Invest 143 GmbH 100,00% Hamburg
106 Enerparc Solar Invest 145 GmbH 100,00% Hamburg
107 Enerparc Solar Invest 146 GmbH 100,00% Hamburg
108 Enerparc Solar Invest 147 GmbH 100,00% Hamburg
109 Enerparc Solar Invest 148 GmbH 100,00% Hamburg
110 Enerparc Solar Invest 149 GmbH 100,00% Hamburg
111 Enerparc Solar Invest 150 GmbH 100,00% Hamburg
112 Enerparc Solar Invest 151 GmbH 100,00% Hamburg
113 Enerparc Solar Invest 152 GmbH 100,00% Hamburg
114 Enerparc Solar Invest 153 GmbH 100,00% Hamburg
115 Enerparc Solar Invest 154 GmbH 100,00% Hamburg
116 Enerparc Solar Invest 155 GmbH 100,00% Hamburg
117 Enerparc Solar Invest 156 GmbH 100,00% Hamburg
118 Enerparc Solar Invest 157 GmbH 100,00% Hamburg
119 Enerparc Solar Invest 158 GmbH 100,00% Hamburg
120 Enerparc Solar Invest 159 GmbH 100,00% Hamburg
121 Enerparc Solar Invest 161 GmbH 100,00% Hamburg
122 Enerparc Solar Invest 162 GmbH 100,00% Hamburg
123 Enerparc Solar Invest 163 GmbH 100,00% Hamburg
124 Enerparc Solar Invest 164 GmbH 100,00% Hamburg
125 Enerparc Solar Invest 165 GmbH 100,00% Hamburg
126 Enerparc Solar Invest 166 GmbH 100,00% Hamburg
127 Enerparc Solar Invest 167 GmbH 100,00% Hamburg
128 Enerparc Solar Invest 168 GmbH 100,00% Hamburg
129 Enerparc Solar Invest 169 GmbH 100,00% Hamburg
130 Enerparc Solar Invest 170 GmbH 100,00% Hamburg
131 Enerparc Solar Invest 171 GmbH 100,00% Hamburg
132 Enerparc Solar Invest 172 GmbH 100,00% Hamburg
133 Enerparc Solar Invest 173 GmbH 100,00% Hamburg
134 Enerparc Solar Invest 174 GmbH 100,00% Hamburg
135 Enerparc Solar Invest 175 GmbH 100,00% Hamburg
136 Enerparc Solar Invest 176 GmbH 100,00% Hamburg
137 Enerparc Solar Invest 177 GmbH 100,00% Hamburg
138 Enerparc Solar Invest 178 GmbH 100,00% Hamburg
139 Enerparc Solar Invest 179 GmbH 100,00% Hamburg
140 Enerparc Solar Invest 180 GmbH 100,00% Hamburg
141 Enerparc Solar Invest 181 GmbH 100,00% Hamburg
142 Enerparc Solar Invest 182 GmbH 100,00% Hamburg
143 Enerparc Solar Invest 183 GmbH 100,00% Hamburg
144 Enerparc Solar Invest 184 GmbH 100,00% Hamburg
145 Enerparc Solar Invest 185 GmbH 100,00% Hamburg
146 Enerparc Solar Invest 186 GmbH 100,00% Hamburg
147 Enerparc Solar Invest 187 GmbH 100,00% Hamburg
148 Enerparc Solar Invest 188 GmbH 100,00% Hamburg
149 Enerparc Solar Invest 189 GmbH 100,00% Hamburg
150 Enerparc Solar Invest 190 GmbH 100,00% Hamburg
151 Enerparc Solar Invest 191 GmbH 100,00% Hamburg
152 Enerparc Solar Invest 192 GmbH 100,00% Hamburg
153 Enerparc Solar Invest 193 GmbH 100,00% Hamburg
154 Enerparc Solar Invest 194 GmbH 100,00% Hamburg
Solarpark Dähre GmbH & Co. KG 49,00% Hamburg
Solarpark Dähre Verwaltungs GmbH 49,00% Hamburg
Solarpark Diesdorf GmbH & Co. KG 49,00% Hamburg
Solarpark Diesdorf Verwaltungs GmbH 49,00% Hamburg
155 Enerparc Solar Invest 195 GmbH 100,00% Hamburg
156 Enerparc Solar Invest 196 GmbH 100,00% Hamburg
157 Enerparc Solar Invest 197 GmbH 100,00% Hamburg
158 Enerparc Solar Invest 198 GmbH 100,00% Hamburg
159 Enerparc Solar Invest 199 GmbH 100,00% Hamburg
160 Enerparc Solar Invest 200 GmbH 100,00% Hamburg
161 Enerparc Solar Invest 201 GmbH 100,00% Hamburg
162 Enerparc Solar Invest 202 GmbH 100,00% Hamburg
163 Enerparc Solar Invest 203 GmbH 100,00% Hamburg
164 Enerparc Solar Invest 204 GmbH 100,00% Hamburg
165 Enerparc Solar Invest 205 GmbH 100,00% Hamburg
166 Enerparc Solar Invest 206 GmbH 100,00% Hamburg
167 Enerparc Solar Invest 207 GmbH 100,00% Hamburg
168 Enerparc Solar Invest 208 GmbH 100,00% Hamburg
169 Enerparc Solar Invest 209 GmbH 100,00% Hamburg
170 Enerparc Solar Invest 210 GmbH 100,00% Hamburg
171 Enerparc Solar Invest 211 GmbH 100,00% Hamburg
172 Enerparc Solar Invest 212 GmbH 100,00% Hamburg
173 Enerparc Solar Invest 213 GmbH 100,00% Hamburg
174 Enerparc Solar Invest 214 GmbH 100,00% Hamburg
175 Enerparc Solar Invest 215 GmbH 100,00% Hamburg
176 Enerparc Solar Invest 216 GmbH 100,00% Hamburg
177 Enerparc Solar Invest 217 GmbH 100,00% Hamburg
178 Enerparc Solar Invest 218 GmbH 100,00% Hamburg
179 Enerparc Solar Invest 219 GmbH 100,00% Hamburg
180 Enerparc Solar Invest 220 GmbH 100,00% Hamburg
181 Enerparc Solar Invest 221 GmbH 100,00% Hamburg
182 Enerparc Solar Invest 222 GmbH 100,00% Hamburg
183 Enerparc Solar Invest 223 GmbH 100,00% Hamburg
184 Enerparc Solar Invest 224 GmbH 100,00% Hamburg
185 Enerparc Solar Invest 225 GmbH 100,00% Hamburg
186 Enerparc Solar Invest 226 GmbH 100,00% Hamburg
187 Enerparc Solar Invest 227 GmbH 100,00% Hamburg
188 Enerparc Solar Invest 228 GmbH 100,00% Hamburg
189 Enerparc Solar Invest 229 GmbH 100,00% Hamburg
190 Enerparc Solar Invest 230 GmbH 100,00% Hamburg
191 Enerparc Solar Invest 231 GmbH 100,00% Hamburg
192 Enerparc Solar Invest 232 GmbH 100,00% Hamburg
193 Enerparc Solar Invest 233 GmbH 100,00% Hamburg
194 Enerparc Solar Invest 234 GmbH 100,00% Hamburg
195 Enerparc Solar Invest 235 GmbH 100,00% Hamburg
196 Enerparc Solar Invest 236 GmbH 100,00% Hamburg
197 Enerparc Solar Invest 237 GmbH 100,00% Hamburg
198 Enerparc Solar Invest 238 GmbH 100,00% Hamburg
199 Enerparc Solar Invest 239 GmbH 100,00% Hamburg
200 Enerparc Solar Invest 240 GmbH 100,00% Hamburg
201 Enerparc Solar Invest 241 GmbH 100,00% Hamburg
202 Enerparc Solar Invest 242 GmbH 100,00% Hamburg
203 Enerparc Solar Invest 243 GmbH 100,00% Hamburg
204 Enerparc Solar Invest 244 GmbH 100,00% Hamburg
205 Enerparc Solar Invest 245 GmbH 100,00% Hamburg
206 Enerparc Solar Invest 246 GmbH 100,00% Hamburg
207 Enerparc Solar Invest 247 GmbH 100,00% Hamburg
208 Enerparc Solar Invest 248 GmbH 100,00% Hamburg
209 Enerparc Solar Invest 249 GmbH 100,00% Hamburg
210 Enerparc Solar Invest 250 GmbH 100,00% Hamburg
Ceconat Menorca S.L. 100,00% Madrid
211 Enerparc Solar Invest 251 GmbH 100,00% Hamburg
212 Enerparc Solar Invest 252 GmbH 100,00% Hamburg
213 Enerparc Solar Invest 253 GmbH 100,00% Hamburg
214 Enerparc Solar Invest 254 GmbH 100,00% Hamburg
215 Enerparc Solar Invest 255 GmbH 100,00% Hamburg
216 Enerparc Solar Invest 256 GmbH 100,00% Hamburg
217 Enerparc Solar Invest 257 GmbH 100,00% Hamburg
218 Enerparc Solar Invest 258 GmbH 100,00% Hamburg
219 Enerparc Solar Invest 259 GmbH 100,00% Hamburg
220 Enerparc Solar Invest 260 GmbH 100,00% Hamburg
221 MKM International GmbH 100,00% Hamburg
MKM Netherlands GmbH 100,00% Hamburg
BE Lacustris B.V 100,00% Utrecht
Zonnepark Schampsteeg B.V 100,00% Utrecht
MKM Solar Invest, Unipessoal LDA 100,00% Lissabon
MKM Solar Invest SAS 100,00% Paris
Pays de Montmedy Solaire 1 SARL 100,00% Paris
Pays de Montmedy Solaire 2 SARL 100,00% Paris
Pays de Montmedy Solaire 3 SARL 100,00% Paris
Pays de Montmedy Solaire 4 SARL 100,00% Paris
Pays de Montmedy Solaire 5 SARL 100,00% Paris
MKM Solar Invest 2 SARL 100,00% Paris
Bourganeuf Solaire SARL 100,00% Paris
Nicole Solaire SARL 100,00% Paris
Gensac Solaire SARL 100,00% Paris
Ventaja Solar 4, S.L 100,00% Madrid
Olivares Fotovoltaico, S.L. 100,00% Madrid
Helechal Fotovoltaico, S.L. 100,00% Madrid
Sangonera Fotovoltaico, S.L 100,00% Madrid
Ventaja Solar 5, S.L. 100,00% Madrid
Good Wind Entertainment, S.L. 100,00% Madrid
Sol de Petra 2017, S.L 100,00% Madrid
Sol Den San Joan 2017, S.L. 100,00% Madrid
Sun Awip 2020, S.L. 100,00% Madrid
Terbio Fotovoltaico, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 2, S.L. 86,22% Madrid
Ventaja Solar 3, S.L. 85,42% Madrid
222 Enerparc Energia Solar S.L. 100,00% Madrid
EPES Immobiliaria, S.L. 100,00% Madrid
Holmio Fotovoltaico, S.L. 100,00% Madrid
Erbio Fotovoltaico, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 1, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar Desarrollo, S.L. 100,00% Madrid
Acamar Fotovoltaico, S.L. 100,00% Madrid
Antares Energia, S.L. 100,00% Madrid
Avior Fotovoltaico, S.L. 100,00% Madrid
Capital Energy Parque Eolico Yepes 100,00% Madrid
Caycon Energy, S.L. 100,00% Madrid
La Morena Energy, S.L. 100,00% Madrid
Parque Eolico La Vibora, S.L. 100,00% Madrid
Paulonia Soleada 2017, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 7, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 8, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 9, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 10, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 11, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 12, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 13, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 14, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 15, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 16, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 17, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 21, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 22, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 23, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 24, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 25, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 26, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 31, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 32, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 33, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 34, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 35, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 36, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 40, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 41, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 42, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 43, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 44, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 45, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 46, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 47, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 48, S.L. 100,00% Madrid
Ventaja Solar 49, S.L. 100,00% Madrid
Xeatingo Solar 2, S.L. 100,00% Madrid
Arena Power Solar 29 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Solar 30 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Solar 32 S.L. 40,00% Sevilla
Savanna Power Solar 7 S.L. 40,00% Sevilla
Lemon Tree Power Solar 3 S.L. 40,00% Sevilla
Lemon Tree Power Solar 1 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Solar 8 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Solar 2 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 05 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 06 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 07 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 08 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 09 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 10 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 01 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 02 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 03 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 04 S.L. 40,00% Sevilla
Lemon Tree Power Ren 1 S.L. 40,00% Sevilla
Lemon Tree Power Ren 2 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 16 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 17 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 18 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 19 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 30 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 20 S.L. 40,00% Sevilla
Lemon Tree Power Ren 3 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 22 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 24 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 26 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 28 S.L. 40,00% Sevilla
Arena Power Ren 21 S.L. 40,00% Sevilla

1) aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der ENERPARC AG, Hamburg, ist das Jahresergebnis EUR 0,00

2) aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der ENERPARC Real Estate GmbH, Hamburg, ist das Jahresergebnis EUR 0,00

3) aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der Sunnic Lighthouse GmbH, Hamburg, ist das Jahresergebnis EUR 0,00

4) aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der ENERPARC power plants GmbH, Hamburg, ist das Jahresergebnis EUR 0,00

5) aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der ENERPARC Solar Service Holding 2 GmbH, Monheim am Rhein, ist das Jahresergebnis EUR 0,00

6) Ergebnis nach Local GAAP per 31.12.2022

7) keine Zahlen vorhanden, keine Einbeziehung (Weiterveräußerungsabsicht)

8) keine Einbeziehung

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

der ENERPARC AG, Hamburg

2022
TEUR
2021
TEUR
Konzernjahresergebnis 46.154 9
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 78.113 64.125
+/- Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen 2.675 1.973
+ Im Voraus vereinnahmte Leistungsentgelte von Schwestergesellschaften 1.240 11.697
+/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 55.739 -2.875
-/+ Gewinn/Verlust aus Anlagenabgängen -33 4
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.812 -198.622
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.416 147.231
+ Zinsaufwendungen 35.987 28.358
- Zinserträge -8.588 -2.947
+/- Zunahme/Abnahme latente Steuern 7.426 -4.619
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 9.890 3.512
-/+ Ertragsteuerzahlungen -6.213 -5.153
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 220.786 42.693
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 136 24
+ Einzahlung aus Tilgung Ausleihung 0 50
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -255.889 -216.339
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -366 -685
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -185 -15
-/+ Auszahlungen für den Erwerb von Konzernunternehmen abzüglich erhaltener Zahlungsmittel (EUR 35,1 Mio.) * 29.091 0
+ Zinseinzahlungen 8.588 2.947
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -218.625 -214.018
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 421.948 282.701
- Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -272.198 -75.762
+/- Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.706 -1.111
- Zinsauszahlungen -35.987 -28.358
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 127.469 177.470
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 129.630 6.145
+ Veränderung Konsolidierungskreis -52.514 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 101.872 95.727
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 178.988 101.872

* Die überwiegende Kaufpreiszahlung erfolgte im Jahr 2023.

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022

der ENERPARC AG, Hamburg

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital
TEUR
Gewinnrücklagen
TEUR
Konzern-Bilanzgewinn
TEUR
EK der nicht beherrschenden Anteile
TEUR
Summe
TEUR
Stand 1.1.2022 vor Ergebnisverwendung 688 65.478 0 0 66.166
Änderungen des Konsolidierungskreises 329 329
Konzerngesamtergebnis 2022 46.154 46.154
Ergebnisverwendung 2022 46.154 -46.154 0
Stand 31.12.2022 688 111.632 0 329 112.649

für das Geschäftsjahr 2021

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital
TEUR
Gewinnrücklagen
TEUR
Konzern-Bilanzgewinn
TEUR
EK der nicht beherrschenden Anteile
TEUR
Summe
TEUR
Stand 1.1.2021 vor Ergebnisverwendung 688 65.469 0 0 66.157
Konzerngesamtergebnis 2021 9 9
Ergebnisverwendung 2021 9 -9 0
Stand 31.12.2021 688 65.478 0 0 66.166

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Konzernabschlussprüfers

An die ENERPARC AG, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ENERPARC AG, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ENERPARC AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 11. September 2023

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dr. Werner Holzmayer, Wirtschaftsprüfer

gez. Werner Metzen, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2022

Der Aufsichtsrat der ENERPARC AG nahm die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2022 wahr.

Er ließ sich während des Berichtszeitraumes in 4 Sitzungen und durch Vorlage von Berichten umfassend über den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaft und grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik berichten.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der ENERPARC AG überwacht und die Entscheidungen getroffen, die ihm nach Gesetz und Satzung übertragen sind.

Der Jahresabschluss- und Konzernabschluss sowie der Lagebericht und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 sind von der zum Abschlussprüfer bestellten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft worden. Im Ergebnis der Prüfungen wurde sowohl für den Einzel- als auch für den Konzernabschluss ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat stimmt den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers zu.

Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss und Konzernabschluss sowie den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss 2022 und genehmigt den Konzernabschluss 2022. Damit ist der Jahresabschluss 2022 festgestellt und der Konzernabschluss 2022 gebilligt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand der ENERPARC AG für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht allen Beteiligten seine Anerkennung für die erfolgreiche Tätigkeit aus.

 

Hamburg, den 18.09.2023

gez. Dr. Andreas Tietmann, Aufsichtsratsvorsitzender

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

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