inetz GmbH
Chemnitz
Jahres- und Tätigkeitsabschluss
nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum
31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
1 Grundlagen der Gesellschaft
1.1 Geschäftsmodell
Die inetz GmbH (im Folgenden "inetz" genannt) ist
Verteilernetzbetreiber im Sinne des
Energiewirtschaftsgesetzes. Das Stromverteilernetz ist
innerhalb des Stadtgebietes von Chemnitz und in Amtsberg
gelegen. Das Erdgasverteilernetz erstreckt sich zudem
über die Landkreise Mittelsachsen, Zwickau sowie den
Vogtland- und Erzgebirgskreis und versorgt 145 Kommunen.
inetz ist in seinem Erdgas- und Stromverteilernetz
grundzuständiger Messstellenbetreiber für
Messeinrichtungen für Gas und Elektrizität sowie
für moderne Messeinrichtungen und intelligente
Messsysteme. Darüber hinaus betreibt inetz das
Trinkwasser- und Fernwärmenetz in der Stadt Chemnitz
und bietet weitere Dienstleistungen für
Infrastrukturen, wie z. B. für Abwasser und
Stadtbeleuchtung, an. Das Unternehmen ist eine 100%ige
Tochtergesellschaft der eins energie in sachsen GmbH &
Co. KG (im Folgenden "eins" genannt). Die durch inetz
betriebenen Verteilernetze wurden von eins gepachtet.
1.2 Forschung und Entwicklung
Themen im Bereich Forschung und Entwicklung, wie zum
Beispiel im Zusammenhang mit der langfristigen
Netzausbaustrategie und der Energieeffizienz, werden
innerhalb der Netzgesellschaft und auch gemeinsam mit
externen Partnern bearbeitet. Zu diesen Partnern
gehören unter anderem Hochschulen, Ingenieurbüros
und Beratungsunternehmen.
2 Wirtschaftsbericht
2.1 Energiewirtschaftliche
Rahmenbedingungen
2.1.1 Energiepolitik und
Regulierung
Die Energiepolitik und die energiewirtschaftliche
Gesetzgebung im Jahr 2023 waren auf nationaler Ebene durch
drei große Gesetzesvorhaben geprägt.
Die Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes
(GEG) wurde nach etlichen Überarbeitungen
schließlich im September 2023 vom Bundestag
verabschiedet und trat zum 1. Januar 2024 in Kraft. Die
GEG-Novelle schreibt für neu in Gebäude
eingebaute Heizungsanlagen vor, dass diese künftig mit
mindestens 65 % erneuerbaren Energien betrieben werden
müssen. Zugleich werden bestimmte technische
Lösungen definiert, mit deren Umsetzung diese Auflage
als erfüllt angesehen wird. Dabei gelten für
Bestandsgebäude sowie für jede der
tatsächlich realisierten technologischen Lösungen
wiederum vielfältige Übergangs- und
Ausnahmeregelungen.
Anders als noch in den ersten Entwürfen des
GEG-Änderungsgesetzes ist das in Kraft getretene
Gesetz grundsätzlich technologieoffen und bietet
für die Gasinfrastruktur gewisse Bestands- und auch
Entwicklungsperspektiven (Biomethan, blauer und grüner
Wasserstoff).
Eng verbunden mit dem GEG-Änderungsgesetz ist
das Gesetz für die Wärmeplanung und zur
Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG), das ebenfalls
am 1. Januar 2024 in Kraft trat. Das Gesetz verpflichtet
die Länder, für Großstädte bis Ende
Juni 2026, für kleinere Städte und Gemeinden mit
weniger als 100 000 Einwohnern bis Ende Juni 2028
Wärmepläne zu erstellen. Die Länder
können diese Pflicht auf Rechtsträger innerhalb
ihres Hoheitsgebiets übertragen - dies werden in den
meisten Fällen die Kommunen sein. Für die
Wärmenetze gelten neue Vorgaben in Hinblick auf den
anteiligen Einsatz von Erneuerbaren Energien. Bis 2030
sollen bestehende Wärmenetze zu 30 % aus Erneuerbaren
Energie oder unvermeidbarer Abwärme oder einer
Kombination hieraus betrieben werden. Bis zum Jahr 2040
soll der Anteil mindestens 80 % betragen, bis Ende 2044 100
%. Es bestehen diverse Ausnahmeregelungen. Darüber
hinaus muss jeder Betreiber eines Wärmenetzes, das
nicht bereits vollständig dekar-bonisiert ist, bis zum
Ablauf des 31. Dezember 2026 für sein Wärmenetz
einen Wärmenetzausbau- und -dekarbonisierungsfahrplan
erstellen.
Als drittes maßgebliches nationales
Gesetzesprojekt in 2023 ist das Gesetz zur Anpassung des
Energiewirtschaftsrechts an unionsrechtliche Vorgaben und
zur Änderung weiterer energierechtlicher Vorschriften
(EnWG-Novelle 2023) zu nennen, welches am 29. Dezember 2023
in Kraft getreten ist. Mit der EnWG-Novelle werden
unionsrechtliche Vorgaben durch weitreichende Neuregelungen
des Regulierungsrechts umgesetzt. Bisher gültige
Verordnungen werden künftig durch generelle
Festlegungsbefugnisse der Bundesnetzagentur ersetzt.
Dadurch wird die Unabhängigkeit der
Regulierungsbehörde vom Gesetzgeber gestärkt. Die
Netzzugangsverordnungen Strom und Gas treten am 31.
Dezember 2025 außer Kraft, die
Netzentgeltverordnungen und die
Anreizregulierungsverordnung jeweils zum Ende der vierten
Regulierungsperiode (Gas 2027 / Strom 2028). Ein weiterer
wichtiger Punkt der EnWG-Novelle 2023 ist die Schaffung der
gesetzlichen Grundlagen für die Entwicklung eines
Wasserstoff-Kernnetzes bis 2032, das die erste Stufe der
Entwicklung eines Wasserstoffnetzes für die
Beschleunigung des Wasserstoffhochlaufs in Deutschland
darstellen soll.
In Deutschland dauert die energiepolitische
Kontroverse hinsichtlich des bestmöglichen
Transformationspfades des Energiesystems hin zur
Klimaneutralität weiter an. Damit einher geht die
Diskussion um die Rolle, die das Strom- und das Gasnetz
dabei spielen sollen. Im Geschäftsjahr wurde bei inetz
und in Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft eins das
Projekt "Transformation 2045" mit dem Ziel der Erstellung
eines strategischen Transformationsplanes bis 2045
initiiert. Hinsichtlich der Energienetze erfolgte im Jahr
2023 zunächst eine umfängliche Bestandsanalyse
für sämtliche Betriebsmittel, die Grundlage
für eine integrierte Netztransformationsstrategie
darstellt.
Im Bereich der Einspeisung führten politische
Rahmenbedingungen, zuletzt die Änderungen am Gesetz
zum Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Ankündigung
von weiteren Prozessvereinfachungen hinsichtlich des
Anschlusses von Anlagen zur Einspeisung erneuerbarer
Energie ("Balkonkraftwerke"), zu einer sprunghaft
gestiegenen Anzahl von Anschlussbegehren. Wir gehen davon
aus, dass auch zukünftig mit einer hohen Nachfrage zu
rechnen ist. Neben personeller Verstärkung erfolgen
kontinuierliche Prozessoptimierungen und IT-Anpassungen.
Auf dem Gebiet der Regulierung spielten neben den
Anträgen zum Regulierungskontosaldo und für den
Kapitalkostenaufschlag, die Datenerhebung für den
generellen sektoralen Produktivitätsfaktor Strom eine
wesentliche Rolle. Zur Kostenprüfung Strom fanden im
Geschäftsjahr umfangreiche Anhörungen statt.
Ebenfalls waren die Effizienzvergleichsverfahren Gas und
Strom im Geschäftsjahr Thema. Dennoch waren die
Erlösobergrenzen zu Beginn der vierten
Regulierungsperiode (Gas 2023/Strom 2024) noch nicht
beschieden. So sind der Effizienzwert Strom sowie die
Produktivitätsfaktoren in beiden Medien noch offen.
Die Beschwerde zur Festlegung der
Erlösobergrenzen Gas für die dritte
Regulierungsperiode wurde mit Teilerfolgen vorangetrieben.
Der BGH hat in einem Parallelverfahren den
Effizienzvergleich Gas in Teilen als rechtswidrig
eingestuft. Welche Auswirkungen dies auf die Effizienzwerte
der dritten und vierten Regulierungsperiode von inetz haben
wird, kann aktuell noch nicht eingeschätzt werden.
Aufgrund der sich seit Anfang 2022 erheblich
geänderten Kapitalmarktverhältnisse sind die von
der Bundesnetzagentur für die vierte
Regulierungsperiode festgelegten Eigenkapitalzinssätze
deutlich zu gering. Die Gesellschaft hat aus diesem Grund
im Geschäftsjahr einen Antrag auf Neufestlegung der
Eigenkapitalzinssätze nach § 29 Abs. 2 EnWG
gestellt.
Am 27. Mai 2023 trat das Gesetz zum Neustart der
Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) in Kraft. Damit
einher ging eine Novellierung des
Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG). Eine
Markterklärung des Bundesamtes für Sicherheit in
der Informationstechnik (BSI) ist damit nicht mehr
notwendig und der Rollout moderner und intelligenter
Messsysteme kann mit zertifizierten Geräten sofort
starten. Neben diesem sogenannten agilen Rollout beginnt ab
1. Januar 2025 bzw. 2028 der Pflichtrollout intelligenter
Messsysteme für verschiedene Einbaufallgruppen. Die
pro Einbaufallgruppe festgelegten Preisobergrenzen werden
zu festen Bestandteilen künftig auf Anschlussnutzer
und - neu - Netzbetreiber aufgeteilt.
2.1.2 Marktumfeld
Im Netzgebiet waren zum Bilanzstichtag 287 Strom- und
289 Erdgaslieferanten tätig (Vorjahr: 290 Strom- und
304 Erdgaslieferanten).
Außerdem sind im Netzgebiet derzeit 34 dritte
Messstellenbetreiber in den Sparten Strom und Erdgas aktiv,
welche insgesamt 849 Messstellen betreiben (Vorjahr: 32
dritte Messstellenbetreiber mit 735 Messstellen).
2.2 Geschäftsverlauf
Die finanziellen Leistungsindikatoren der
Gesellschaft sind das Jahresergebnis vor
Ergebnisabführung und die Umsatzerlöse.
Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die
Gesellschaft einen Verlust vor Ergebnisabführung in
Höhe von -17,3 Mio. EUR. Das Jahresergebnis liegt
damit um 4,0 Mio. EUR unter dem Planwert. Diese Abweichung
resultiert im Wesentlichen aus geringeren Margen im Bereich
Stromverteilung sowie aus höheren
Personalaufwendungen. Die deutliche Erhöhung der
Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr ist
insbesondere auf den preisbedingten Anstieg der Erlöse
für Mehr- und Mindermengen Erdgas
zurückzuführen. Dem stehen entsprechend
höhere Aufwendungen gegenüber. Der Rückgang
des Jahresergebnisses im Vergleich zum Vorjahr ist vor
allem durch den Anstieg der Aufwendungen für die
Verlustenergiebeschaffung in Folge der Energiekrise
bedingt. Aufgrund dessen erfolgte die marktseitige
Beschaffung der Verlustenergiemengen Strom ab 2024
entsprechend der Referenzpreissystematik der BNetzA.
Etwaige Differenzen zwischen Ist-Kosten und
ansatzfähigen Kosten werden über das
Regulierungskonto gemäß § 5 ARegV in
späteren Jahren ausgeglichen.
Kennzahlen
in Mio. EUR
|
IST 2022 |
IST 2023 |
Veränderung
absolut |
PLAN 2023 |
| Umsatzerlöse |
267 |
336 |
+69 |
252 |
| Rohergebnis |
64 |
56 |
-8 |
57 |
| Jahresergebnis vor
Ergebnisabführung |
-2 |
-17 |
-15 |
-13 |
| Investitionen |
2 |
4 |
+2 |
11 |
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung
der Gesellschaft bestehen nicht.
2.2.1 Schwerpunkte der
Unternehmensentwicklung
Im Geschäftsjahr 2023 lag der Schwerpunkt der
unternehmerischen Weiterentwicklung in der Fokussierung auf
die Kernkompetenzen von inetz sowie auf der Optimierung und
weiteren Digitalisierung von Prozessen.
Zahlreiche Projekte wurden im Geschäftsjahr 2023
in der Konzeptions- bzw. in der Umsetzungsphase
vorangetrieben. Dazu gehören das Projekt
Transformation 2045, die Untersuchung der
Wasserstofftauglichkeit des Gasnetzes, die praktische
Einführung eines neuen
Betriebsmittelinformationssystems sowie die Umsetzung des
Wärmeversorgungskonzeptes für die Stadt Chemnitz
(Festlegung weiterer Fernwärme-Ausbaugebiete).
Ende März 2023 fand ein Audit für die
Zertifizierung zum Informationssicherheitsmanagementsystem
(ISMS) nach dem IT-Sicherheitskatalog der Bundesnetzagentur
statt und wurde bestanden. Außerdem wurde ein Audit
zur Überprüfung eines Systems zur
IT-Angriffserkennung durchgeführt und ebenfalls
bestanden.
Weiterhin hat inetz im Jahr 2018 ein Personalkonzept
erstellt, in dem auch die Themen Personalentwicklung und
künftiger Personalbedarf betrachtet werden. Dieses
Personalkonzept war auch im Jahr 2023 die Grundlage
für die Personalarbeit.
2.2.2 Geschäftsverlauf
Stromverteilung
Im Geschäftsjahr 2023 hat inetz 721,9 GWh
(Vorjahr: 798,5 GWh) an Letztverbraucher verteilt. Zum
Bilanzstichtag waren 170.762 Entnahmestellen von
Letztverbrauchern an das Netz angeschlossen (Vorjahr:
170.859), davon 977 mit registrierender Leistungsmessung
(Vorjahr: 964).
Die Netzhöchstlast lag am 18. Januar 2023 bei
162 MW (Vorjahr: 175 MW). Aus Netzentgelten inklusive
Abgaben und Umlagen wurden insgesamt 70,0 Mio. EUR
(Vorjahr: 64,6 Mio. EUR) erlöst.
Zum Bilanzstichtag waren 3.432 einspeisende
EEG-Anlagen im Netz registriert (Vorjahr: 1.750), davon
3.421 Photovoltaik-, 5 Windkraft-, 3 Biomasse-, 2
Deponiegasanlagen und 1 Wasserkraftanlage. Weiterhin sind
101 KWK-G-Anlagen am Netz angeschlossen (Vorjahr: 93). Der
größte Zuwachs erfolgte bei den PV-Anlagen.
Im Berichtsjahr 2023 sind keine den stabilen
Netzbetrieb gefährdenden Netzzustände
aufgetreten. Das Störgeschehen im Jahr 2023 bewegte
sich in Anzahl und Auswirkung auf dem niedrigen
Durchschnittsniveau der vergangenen 5 Jahre.
Wie bereits in den Vorjahren hat es keine
Anpassungsaufrufe nach § 14 EEG für das
Versorgungsgebiet von inetz gegeben.
Im Mittelspannungsbereich lagen die Prioritäten,
wie bereits im Vorjahr, beim Ersatz von Massekabeln und
störauffälligen PE-Kabeln. Weiter wurden
Minderquerschnitte im Mittelspannungsnetz durch
Standardkabel getauscht, so dass zusätzliche
Leistungen für Ladeinfrastruktur und Wärmepumpen
aufgenommen werden können. Das Programm wird auch in
den Folgejahren entsprechend fortgeführt.
Im Niederspannungsbereich lag der Schwerpunkt auf der
kontinuierlichen Ablösung von Freileitungsnetzen durch
Erdkabel. Die Auswahl dafür erfolgte nach definierten
Kriterien mit dem Ziel, die Versorgungssicherheit weiterhin
zu gewährleisten, den Instandhaltungsaufwand zu
minimieren und die Netze leistungsfähiger und damit
zukunftssicher für die Herausforderungen der
Energiewende zu machen. Die Anzahl der Trafostationen im
Netzgebiet muss sich aufgrund der Leistungserhöhungen
durch Ladeinfrastruktur, Wärmepumpen sowie
EEG-Einspeisung im Niederspannungsnetz weiter erhöhen.
Auf Grund von Änderungen im EnWG § 14d sind
Verteilnetzbetreiber mit mehr als 100.000 Kunden
verpflichtet, ein Regionalszenario für die
Stützjahre 2028, 2033 und 2045 zu erstellen. Dieses
beinhaltet Last- und Einspeiseprognosen für neue
Technologien wie beispielweise Wärmepumpen,
Ladeinfrastruktur, PV-Anlagen und Windkraftanlagen. Das
Regionalszenario wurde in 2023 zusammen mit den anderen
Verteilnetzbetreibern der 50-Hertz-Regelzone erstellt und
veröffentlicht. Darauf aufbauend erfolgt in 2024 die
Erstellung des individuellen Netzausbauplanes.
Weiterhin kam es im November 2023 zur Verabschiedung
des neuen § 14a EnWG. Dieser Paragraph beschreibt den
Umgang mit steuerbaren Verbrauchseinrichtungen und deren
Anschluss an das Niederspannungsnetz. Dazu wurde im Jahr
2023 mit ersten Analysen zur technischen Umsetzung sowie zu
den notwendigen internen Prozessen begonnen.
Im 110-kV-Stadtnetz gab es im Jahr 2023 keine
wesentlichen Netzveränderungen. Der Schwerpunkt der
Arbeiten lag in der Instandhaltung bestehender Anlagen.
Im Jahr 2023 wurden insgesamt rund 17,0 Mio. EUR in
die Erneuerung und Erweiterung des Stromnetzes investiert
(Vorjahr: 11,3 Mio. EUR).
Die Ausschreibung von Verlustenergie, zum Ausgleich
physikalisch bedingter Netzverluste, erfolgt nach den
Vorgaben der Bundesnetzagentur (siehe Beschluss
BK6-08-006). Im Jahr 2022 wurde der Zuschlag für die
Verlustenergiebeschaffung für das Jahr 2023 erteilt.
Der Beschaffungspreis für die Verlustenergie 2023
bildete sich im Zeitraum 1. April 2022 bis 30. November
2022. Im Jahr 2023 erfolgte die Beschaffung der
Verlustenergie für das Jahr 2024 (Beschaffungszeitraum
1. November 2022 bis 30. Juni 2023). Weiterhin wurde im
Jahr 2023 die Verlustenergie für das Jahr 2025
ausgeschrieben und zum Teil beschafft (Beschaffungszeitraum
1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024). Die Verlustenergie
für 2023 und 2024 wurden aufgrund der angespannten
Marktsituation zu einem deutlich höheren Preis als in
der Vergangenheit beschafft. Aufgrund dessen erfolgte die
marktseitige Beschaffung der Verlustenergiemengen Strom ab
2024 entsprechend der Referenzpreissystematik der BNetzA.
Etwaige Differenzen zwischen Ist-Kosten und
ansatzfähigen Kosten werden über das
Regulierungskonto gemäß § 5 ARegV in
späteren Jahren ausgeglichen. Für den Ausgleich
der nicht ansetzfähigen Kosten des Jahres 2023 wird
inetz im Jahr 2024 einen Antrag auf nicht zumutbare
Härte nach § 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 ARegV stellen.
2.2.3 Geschäftsverlauf
Erdgasverteilung
Im Geschäftsjahr 2023 hat inetz 8.251 GWh
(Vorjahr: 8.862 GWh) an Letztverbraucher verteilt. Zum
Bilanzstichtag waren 159.451 Entnahmestellen von
Letztverbrauchern an das Netz angeschlossen (Vorjahr:
160.731), davon 476 mit registrierender Leistungsmessung
(Vorjahr: 470).
Die Netzhöchstlast aller Ausspeisungen lag bei
2.947 MW am 8. Februar 2023 (Vorjahr: 2.879 MW am 15.
Dezember 2022). Aus Netzentgelten inklusive Abgaben wurden
insgesamt 104,9 Mio. EUR erlöst (Vorjahr: 91,2 Mio.
EUR).
Der stabile Netzbetrieb in der Erdgasverteilung war
im Geschäftsjahr 2023 gewährleistet.
Die Anzahl der Ereignismeldungen im Bereich Gas
bewegte sich auf dem Niveau der vorangegangenen Jahre.
Wie in den vergangenen Jahren lag das Hauptaugenmerk
bei den Erneuerungsinvestitionen auf dem Ersatz
störanfälliger Leitungsabschnitte. Weiterhin
wurden wesentliche Erneuerungsinvestitionen im Rahmen von
koordinierten Baumaßnahmen mit
Straßenbaulastträgern, sowie in Chemnitz
gemeinsam mit anderen Medien realisiert. Aufgrund der
politischen und gesamtwirtschaftlichen Situation sanken die
Gesamtinvestitionen und speziell das Neukundengeschäft
auf ein niedriges Niveau und neue Netzanschlüsse an
vorhandenen Gasleitungen sowie Netzerweiterungen wurden nur
noch in geringem Umfang realisiert.
Für den Bereich der Erdgas-Druckregelanlagen
wurden im Geschäftsjahr die bereits im Jahr 2016
begonnene Erneuerung und der Umbau von Regelanlagen
aufgrund altersbedingten Instandhaltungsbedarfs
fortgesetzt. Dies wird in den kommenden Jahren
fortgeführt. Eine Optimierung der Gasdruckregelanlagen
in markanten Versorgungsgebieten hat hohe Priorität.
Die Gesamtinvestitionen in Netze und Anlagen der
Erdgasverteilung beliefen sich im Jahr 2023 auf 20,8 Mio.
EUR (Vorjahr: 31,5 Mio. EUR).
2.2.4 Geschäftsverlauf
Fernwärme
Im Geschäftsjahr 2023 hat inetz 704 GWh
(Vorjahr: 739 GWh) über 3.209 Entnahmestellen von
Letztverbrauchern (Vorjahr: 3.155) verteilt.
Die Versorgung der Fernwärmekunden im Netzgebiet
verlief im Geschäftsjahr 2023 ohne besondere
Vorkommnisse. Die Nachfrage nach Neuanschlüssen an das
Fernwärmenetz hielt nach dem deutlichen Anstieg im
Vorjahr weiter an. Vor allem in den Quartieren Sonnenberg
Nord, Lutherviertel Nord und Brühl Nord wurden
Erschließungsmaßnahmen intensiv
weitergeführt bzw. neu begonnen.
Weiterhin wurden Maßnahmen zur Erhöhung
der Versorgungssicherheit und Energieeffizienz fortgesetzt.
Wie auch in den Vorjahren wurden bei einzelnen
Trassenabschnitten die Nennweiten im Zuge von
Netzerneuerungen angepasst und vor allem die Anlagentechnik
in den Gebäuden auf den Stand der Technik gehoben.
Auch Maßnahmen zur Temperaturabsenkung im
Fernwärmenetz wurden weitergeführt. Hier sind
neben umfassenden Anpassungen der Versorgungsparameter im
Zuge der Energieeinsparvorgaben der Bundesregierung auch
die Zusammenlegung mehrerer Warmwassernetze zu nennen.
Für die Fortführung der Digitalisierung der
Wärmeversorgung wurde in Geschäftsjahr 2023 eine
umfassende Betrachtung begonnen. Ziel ist es, die
vorhandene Technik der Anlagen der Fernwärmeversorgung
zu analysieren, um sie anschließend zu
standardisieren und zu optimieren.
Die Gesamtinvestitionen in Anlagen und Leitungen des
Fernwärmenetzes betrugen im Geschäftsjahr 2023
21,5 Mio. EUR (Vorjahr: 14,9 Mio. EUR).
2.2.5 Geschäftsverlauf
Fernkälte
Im Stadtgebiet von Chemnitz wird ein 5,5 km langes
Fernkältenetz mit 26 Entnahmestellen von
Letztverbrauchern und einer Anschlussleistung von 13,8 MW
betrieben. Damit hat sich gegenüber dem Vorjahr keine
Änderung ergeben.
Die Gesamtinvestitionen in Anlagen und Leitungen des
Fernkältenetzes betrugen im Jahr 2023 0,002 Mio. EUR
(Vorjahr: 0,1 Mio. EUR).
2.2.6 Geschäftsverlauf
Trinkwasser
Im Geschäftsjahr 2023 hat inetz 10,0 Mio.
m³ Trinkwasser (Vorjahr: 10,0 Mio. m³) über
33.932 Entnahmestellen von Letztverbrauchern (Vorjahr:
33.808) verteilt.
Die Gesamtlänge des Trinkwassernetzes betrug zum
Bilanzstichtag 1.533 km (Vorjahr: 1.528 km) bei einem
Hausanschlussanteil von 36 %.
Die Versorgungssicherheit und -qualität der
Chemnitzer Trinkwasserversorgung wurde auf gleichbleibend
hohem Niveau des Vorjahres gesichert und fortgeführt.
Dazu wurden u. a. umfangreiche Netzspülungen
durchgeführt, um die Trinkwasserqualität
nachhaltig zu sichern (ca. 70 km Netzspülungen - im
Vorjahr ca. 175 km Netzspülungen).
Die Anzahl der Rohrschäden belief sich im Jahr
2023 auf ca. 435 Stück und ist damit im Vergleich zum
Vorjahr annähernd gleichgeblieben (469 Stück).
Vor allem verdeckte Rohrschäden sind jedoch
schwer zu erkennen. Deshalb wird seit Ende 2019 ein
digitales Früherkennungssystem genutzt. Es
überwacht die Geräusche im Netz permanent 24
Stunden am Tag. Insgesamt wurden dafür bisher 953
Datenlogger installiert. Damit werden die Zeiten, in denen
Wasser unkontrolliert ausströmt, deutlich
verkürzt.
Mit über 50 Bauvorhaben repräsentieren
Leistungen des Stadtumbaus sowie umfangreiche koordinierte
Netzerneuerungen mit dem Tiefbauamt und dem
Entsorgungsbetrieb der Stadt Chemnitz Schwerpunkte des
Baugeschehens. Im Jahr 2023 konnten weitere 1,1 km
großdimensionierte Leitungen erneuert und an das
Zielnetz angepasst werden. Im Zuge von Koordinierung wurden
ca. 11 km Versorgungsleitung mit geringer Restnutzungsdauer
ersetzt.
Wichtig war weiterhin der Austausch von Leitungen mit
einer hohen spezifischen Schadensrate ohne
Koordinierungspartner. Ca. 2 km wurden erneuert, um
Netzverluste und Reparaturkosten weiter zu senken. Solche
Abschnitte werden anhand des Störungsgeschehens
fortlaufend analysiert und priorisiert abgearbeitet.
Im Zuge der Netzerweiterung wurden 17
Erschließungen von kleinen bis mittleren
Eigenheimstandorten umgesetzt bzw. begonnen und ca. 100
Einzelneuanschlüsse über das Stadtgebiet verteilt
errichtet.
Die Gesamtinvestitionen beliefen sich im Jahr 2023
auf 11,8 Mio. EUR (Vorjahr: 11,1 Mio. EUR).
2.2.7 Geschäftsverlauf
Messstellenbetrieb (MSB)
Im Geschäftsjahr 2023 betreute inetz im eigenen
Netzgebiet 368.350 Messstellen der Sparten Gas,
Trinkwasser, Fernwärme/Fernkälte und Strom
(Vorjahr: 370.064).
Der Einbau von intelligenten Messsystemen wurde nach
den Anforderungen des BSI für dieses
Geschäftsjahr weiter vorangetrieben.
2.2.8 Dienstleistungen für
Abwasser, Stadtbeleuchtung und Nahkälte sowie
Betriebsführungen
Im Bereich Abwasser werden rd. 972 km Kanalnetz sowie
273 abwassertechnische Anlagen und rd. 380 Einleitstellen
im Auftrag des Entsorgungsbetriebes der Stadt Chemnitz
betrieben (Vorjahr: 974 km, 275 Anlagen), davon 597 km im
Mischwassersystem, 208 km im Schmutzwassersystem und 167 km
im Regenwassersystem. Es wurden davon 78,4 km des
Kanalnetzes im Rahmen der Erst- bzw.
Wiederholungsprüfung auf den Zustand untersucht
(Vorjahr 90 km).
Im Jahr 2023 wurden 341 Störungsmeldungen
registriert (Vorjahr: 291), davon 27 meldepflichtige
Ereignisse an die Untere Wasserbehörde (Vorjahr: 10).
Neben den allgemeinen Betriebsaufgaben erfolgt durch
inetz auch die Abwicklung der Investitionsmaßnahmen
im Kanalnetz für den Entsorgungsbetrieb der Stadt
Chemnitz.
Für die Stadtbeleuchtung im Stadtgebiet Chemnitz
wurden im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 24.561
elektrische Lichtpunkte und 315 Gaslichtpunkte betrieben
(Vorjahr: 24.549 und 320). Entsprechend dem
Modernisierungskonzept für die Stadtbeleuchtung von
Chemnitz, wurden 1.144 Beleuchtungsanlagen mit LED-Technik
ausgestattet und damit eine gesamte Umrüstrate von
33,4 % erreicht.
Weiterhin wurde im Geschäftsjahr 2023 in
Zusammenarbeit mit der Stadt Chemnitz und dem Landesamt
für Denkmalschutz ein teilweiser Ersatz der
vorhandenen Gasbeleuchtung abgestimmt. Von den ehemals 320
Gasleuchten wurden 121 Stück aus dem Denkmalbescheid
befreit und werden in den nächsten 3 Jahren sukzessive
ausgetauscht.
Für die oben genannten Dienstleistungen in den
Bereichen Abwasser, Stadtbeleuchtung und Nahkälte
wurde ein Gesamtbauvolumen von 29,5 Mio. EUR umgesetzt
(Vorjahr: 28,9 Mio. EUR).
Weitere Leistungen mit einem Umsatzvolumen in
Höhe von 15,7 Mio. EUR werden im Rahmen von
Betriebsführungen erbracht (Vorjahr: 14,2 Mio. EUR).
2.2.9 Mitarbeiter
inetz beschäftigte zum Bilanzstichtag 486
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (ohne
Geschäftsführung, Vorjahr: 479 Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen).
Die durchschnittliche Unternehmenszugehörigkeit
bei inetz liegt zum 31. Dezember 2023 bei etwa 21,7 Jahren
(Vorjahr: 22,9 Jahre).
Im Jahr 2023 wurden bei inetz 31 externe Besetzungen
von freien bzw. frei gewordenen Stellen vorgenommen.
Darüber hinaus wurden 8 Jungfacharbeiter und
Jungfacharbeiterinnen und 7 Auszubildende in ein
Anstellungsverhältnis übernommen.
3 Ertragslage
Nach § 3 Nr. 38 EnWG sind bei einem "vertikal
integrierten" Energieversorgungsunternehmen
gemäß § 6b Abs. 3 EnWG für die
Tätigkeitsbereiche jeweils getrennte Konten in der
internen Rechnungslegung zu führen und
Tätigkeitsabschlüsse zu erstellen und diese im
Bundesanzeiger zu veröffentlichen. Mit den
Tätigkeitsabschlüssen erfüllt inetz die
Berichtspflicht nach § 3 Nr. 38 EnWG gemäß
§ 6b Abs. 3 EnWG. So führt inetz in der internen
Rechnungslegung jeweils getrennte Konten für die
Tätigkeitsbereiche Gasverteilung und
Elektrizitätsverteilung, für Tätigkeiten
innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors sowie
für andere Tätigkeiten außerhalb des
Elektrizitäts- und Gassektors. Nach Maßgabe der
für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des
Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (§§ 264
ff. HGB), wurde für die jeweiligen
Tätigkeitsbereiche eine Gewinn- und Verlustrechnung
und eine Bilanz aufgestellt.
inetz hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem
negativen Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in
Höhe von -17,3 Mio. EUR (Vorjahr: -1,7 Mio. EUR)
abgeschlossen. Die Umsatzerlöse in Höhe von 336,5
Mio. EUR (Vorjahr: 267,2 Mio. EUR) setzen sich
schwerpunktmäßig aus den Erlösen aus
Netzentgelten Strom in Höhe von 70,0 Mio. EUR
(Vorjahr: 64,6 Mio. EUR), Netzentgelten Gas in Höhe
von 104,9 Mio. EUR (Vorjahr: 91,2 Mio. EUR) und
Erlösen aus der konzerninternen Netznutzung
Trinkwasser, Fernwärme und Fernkälte (nicht
regulierte Medien) sowie Betriebsführungen in
Höhe von 69,5 Mio. EUR (Vorjahr: 71,1 Mio. EUR)
zusammen. Weitere Erlöse betreffen im Wesentlichen die
Weitergabe aufgenommenen EEG-Stroms an
Übertragungsnetzbetreiber im Wert von 19,7 Mio. EUR
(Vorjahr: 6,6 Mio. EUR) sowie die Abrechnung der Mehr- und
Mindermengen Strom und Erdgas in Höhe von 66,7 Mio.
EUR (Vorjahr: 23,3 Mio. EUR).
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe
von 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR) betreffen vor
allem den KWK-Bonus und periodenfremde Erträge.
Der Materialaufwand in Höhe von 287,8 Mio. EUR
(Vorjahr: 204,9 Mio. EUR) beinhaltet Zahlungen von
Netzentgelten an vorgelagerte Netzbetreiber, die
Vergütung vermiedener Netzentgelte an dezentrale
Einspeiser sowie gesetzliche Umlagen (54,9 Mio. EUR, davon
entfallen 28,7 Mio. EUR auf die Elektrizitäts- und
26,2 Mio. EUR auf die Gasverteilung; Vorjahr: 43,7 Mio.
EUR) und Vergütungen für Betriebsführungs-,
Störungsbeseitigungs- und Instandhaltungsleistungen
(24,8 Mio. EUR, davon entfallen 4,9 Mio. EUR auf die
Elektrizitäts- und 8,8 Mio. EUR auf die Gasverteilung;
Vorjahr: 21,7 Mio. EUR). Darüber hinaus sind
Pachtzahlungen für die Strom-, Gas-, Trinkwasser-,
Fernwärme- und Fernkälteverteilernetze in
Höhe von 87,2 Mio. EUR (darunter entfallen 17,0 Mio.
EUR auf die Elektrizitäts- und 46,0 Mio. EUR auf die
Gasverteilung; Vorjahr: 87,8 Mio. EUR) und Vergütungen
für Einspeisungen von Strom aus Anlagen nach dem
Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz und dem
Erneuerbare-Energien-Gesetz (23,7 Mio. EUR; Vorjahr: 6,8
Mio. EUR) enthalten. Des Weiteren beinhaltet der
Materialaufwand die Aufwendungen für die Mehr- und
Mindermengenabrechnung in Höhe von 69,0 Mio. EUR
(Vorjahr: 26,1 Mio. EUR) sowie die Weitergabe eingenommener
Konzessionsabgaben in Höhe von 9,7 Mio. EUR (Vorjahr:
9,5 Mio. EUR).
Der Personalaufwand beläuft sich auf 37,2 Mio.
EUR (Vorjahr: 33,6 Mio. EUR) bei durchschnittlich 492
Mitarbeitern (inkl. Geschäftsführung).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe
von 33,9 Mio. EUR (davon entfallen 11,1 Mio. EUR auf die
Elektrizitäts- und 14,4 Mio. EUR auf die
Gasverteilung; Vorjahr: 30,3 Mio. EUR) betreffen mit 17,4
Mio. EUR vor allem die Vergütung verschiedener
nichttechnischer Dienstleistungen, wie z. B. die Abrechnung
der Netznutzung (davon entfallen 5,9 Mio. EUR auf die
Elektrizitäts- und 7,3 Mio. EUR auf die Gasverteilung;
Vorjahr: 17,4 Mio. EUR).
Das Jahresergebnis 2023 setzt sich aus einem Verlust
in Höhe von 11,7 Mio. EUR in der Stromverteilung,
einem Verlust in Höhe von 5,5 Mio. EUR in der
Gasverteilung sowie einem Verlust aus sonstigen
Tätigkeiten in Höhe von 0,1 Mio. EUR zusammen.
Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit dem
Mutterunternehmen eins, aufgrund dessen das Ergebnis von
insgesamt -17,3 Mio. EUR (Vorjahr: -1,7 Mio. EUR) durch
eine Verlustübernahme ausgeglichen wird.
4 Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme erhöhte sich im
Geschäftsjahr 2023 um 11,9 Mio. EUR auf 46,9 Mio. EUR.
Ursache hierfür ist im Wesentlichen ein Anstieg der
Forderungen um 10,9 Mio. EUR. Demgegenüber ist auf der
Passivseite der Bilanz eine Erhöhung der
Verbindlichkeiten um 8,0 Mio. EUR sowie ein Anstieg der
Rückstellungen um 4,1 Mio. EUR zu verzeichnen.
inetz verfügt über eine ausgeglichene
Zahlungsbilanz. Die Liquidität war im
Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert. Zum Ausgleich
unterjähriger Liquiditätsspitzen beteiligt sich
die Gesellschaft an einem Cash-Pooling-Verfahren mit der
Muttergesellschaft.
Der Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit beträgt -4,9 Mio. EUR
(Vorjahr: -1,9 Mio. EUR). Der Cashflow aus der
Investitionstätigkeit liegt bei -3,8 Mio. EUR
(Vorjahr: -1,5 Mio. EUR). Der Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit in Höhe von 7,5 Mio. EUR
(Vorjahr: 5,1 Mio. EUR) resultiert aus der
Vorabverlustübernahme für 2023 sowie aus dem
Ausgleich der Verlustübernahme für 2022 durch die
Muttergesellschaft gemäß
Ergebnisabführungsvertrag.
5 Prognose-, Chancen- und
Risikobericht
5.1 Prognosebericht
Zur Erfüllung der Aufgaben, die für
Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreiber aus der im
Jahr 2021 erfolgten Novellierung des Klimaschutzgesetzes
resultieren, wurde bei inetz in Zusammenarbeit mit der
Muttergesellschaft eins das Projekt "Transformation 2045"
initiiert. Ziel des Projektes ist es dabei insbesondere
einen sparten- und
wertschöpfungsstufenübergreifenden strategischen
Transformationsplan bis zum Ende des Jahres 2024 zu
erarbeiten, um die Investitionstätigkeiten an die
geänderten Rahmenbedingungen anzupassen. Hinsichtlich
der Energienetze (Gas, Strom und Wärme) erfolgte im
Jahr 2023 zunächst eine umfängliche
Bestandsanalyse für sämtliche Betriebsmittel aus
den unterschiedlichen Informationssystemen. Darauf
aufbauend besteht die Aufgabe darin, eine integrierte
Netztransformationsstrategie für alle Netztechnologien
zu erarbeiten. Es ist geplant, dass die integrierte
Netztransformationsstrategie mit Abschluss des
übergeordneten Projektes Ende des Jahres 2024
vorliegen wird.
In enger Verbindung mit dem Projekt "Transformation
2045" stehen die zu erwartenden Aufgaben für inetz in
Verbindung mit den Zuarbeiten an die Kommunen zur
Erstellung der kommunalen Wärmeplanung (KWP). Aus
diesem Grund wurden die konzeptionellen Vorarbeiten in
Vorbereitung auf die Umsetzung der KWP innerhalb des
Projektes "Transformation 2045" angesiedelt.
Gemeinsam mit dem DBI (Deutsches Brennstoffinstitut)
wurde die Wasserstofftauglichkeit der Betriebsmittel des
Erdgasnetzes untersucht. Im Ergebnis ist festzustellen,
dass ein Großteil des Gasverteilnetzes bereits heute
für Wasserstoff geeignet ist - insbesondere die
wertwichtigen Komponenten, wie die Rohrleitungen. Es sind
punktuell technische Anpassungsmaßnahmen am Netz
vorzunehmen, deren Kostenaufwand überschaubar ist.
Die aufgrund des EuGH Urteils vom 2. September 2021
im Dezember 2023 erfolgte Novellierung des
Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und die sich daraus
ergebenden Änderungen im Regulierungsrahmen werden im
Geschäftsjahr 2024 eine wesentliche Rolle in der
Regulierung spielen.
Die Bundesnetzagentur hat diesbezüglich am 18.
Januar 2024 im Rahmen einer Pressekonferenz ihr
Eckpunktepapier zu Nachfolgeregelungen für ARegV,
StromNEV und GasNEV vorgestellt. Damit beginnt die
Branchendiskussion zur Neugestaltung der
Regulierungssystematik. Dieser Prozess wird in den
kommenden Jahren großen Einfluss auf die Gesellschaft
haben.
Außerdem wird sich inetz auf die
Kostenprüfung Gas für die fünfte
Regulierungsperiode vorbereiten.
Der regulierte Messstellenbetrieb Strom wird
gemäß § 29 Abs. 3 MsbG bis spätestens
zum Jahr 2032 umfänglich durch den "intelligenten
Messstellenbetrieb" von modernen Messeinrichtungen und
intelligenten Messsystemen abgelöst. Die neuen
Anforderungen, die aus der Novellierung des
Messstellenbetriebsgesetzes resultieren, werden in den
kommenden Geschäftsjahren entsprechend umgesetzt.
Entsprechend dem bestätigten Wirtschaftsplan
für das Geschäftsjahr 2024 wird bei geplanten
Umsatzerlösen in Höhe von 293,7 Mio. EUR ein
Verlust vor Ergebnisabführung in Höhe von 6,4
Mio. EUR erwartet.
5.2 Chancen- und Risikobericht
Die Nutzung unternehmerischer Chancen geht mit
Risiken einher. inetz versteht unter Risiken die Gefahr,
dass Ereignisse das Unternehmen daran hindern, definierte
Ziele zu erreichen.
Um Entwicklungen, die den Fortbestand des
Unternehmens gefährden, aber auch Chancen früh zu
erkennen, hat inetz auch im Geschäftsjahr 2023 die
wirtschaftlichen und marktseitigen Entwicklungen analysiert
und dokumentiert.
Risiken sind in folgenden Risikofeldern zu
beobachten:
5.3 Leistungswirtschaftliche
Risiken
Versorgungsausfälle der Strom- und
Erdgasversorgung sowie der Fernwärme- und
Trinkwasserversorgung, verursacht durch eine Vielzahl an
möglichen technischen Störungen, sind wesentliche
Risiken eines Netzbetreibers.
Die weitere Entwicklung der operativen Reduzierung
der Erdgasausspeisemengen im Jahr 2023 ist fortlaufend im
Risikomanagement zu beobachten und zu bewerten.
Des Weiteren ist auf die langfristige Bindung
kompetenter Lieferanten und Dienstleistungspartner mit
entsprechenden Kapazitäten und die hierzu notwendige
interne Personalkapazität zu achten. Einflüsse,
Auflagen und Forderungen aus gesetzlichen Regelungen von
Kommunen und Behörden sind zu berücksichtigen und
teilweise nicht vorhersehbar.
inetz betreibt ein zertifiziertes
Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS). Zum Schutz
vor Informationssicherheitsvorfällen setzt inetz die
gesetzlichen Vorgaben zur Informationssicherheit konsequent
um und trifft gemeinsam mit seinen IT-Dienstleistern
umfangreiche Maßnahmen zur Vorsorge, Erkennung und
Abwehr von Cyberangriffen.
5.4 Markt- und Regulierungsrisiken
Mit der Novelle des EnWG im Jahr 2023 und dem mit der
umfänglichen Festlegungskompetenz der
Bundesnetzagentur einhergehenden Wechsel des
Regulierungssystems sind Risiken für die Gesellschaft
verbunden.
Weiterhin bergen noch offene Verfahren
(Effizienzvergleich Strom, Regulierungskontosalden) gewisse
Risiken.
Die mit dem gesamten Transformationsprozess der
deutschen Energiewirtschaft verbundenen Unsicherheiten
stellen ebenfalls Risiken für die Gesellschaft dar.
5.5 Rechtliche Risiken
Rechtliche Risiken bestehen durch die sich
häufig ändernde Gesetzgebung des Bundes mit
Auswirkungen auf alle Geschäftsfelder der inetz,
insbesondere auf den Netzbereich Gas im Rahmen der
Gesetzgebung zur Wärmeplanung. Weitere rechtliche
Risiken bestehen im Regulierungsbereich vor allem bei der
Entwicklung der Netzentgelte bedingt durch noch offene
Beschlüsse und Beschwerdeverfahren. Gleiches gilt
für zukünftige Festlegungen der
Bundesnetzagentur, die aufgrund des EuGH Urteils vom 2.
November 2021 zum deutschen Regulierungsrahmen
gegebenenfalls künftig nur noch eingeschränkt
gerichtlich überprüfbar sein könnten.
5.6 Personalrisiken
Wie aktuell auch in anderen Wirtschaftszweigen,
stellt die demografische Entwicklung für
Verteilernetzbetreiber insbesondere in technischen,
zunehmend aber auch in kaufmännischen Bereichen
aufgrund des hohen Spezialisierungsgrades ein Risiko dar.
Diesem Trend wird langfristig nur mit geeigneten
Personalentwicklungsmaßnahmen, welche Bestandteil
eines ganzheitlichen Personalkonzepts sind, zu begegnen
sein. Hierzu gehören Partnerschaften mit Hochschulen,
die Betreuung von Praktikant*innen und Studierenden sowie
die Fortführung der Ausbildung von Facharbeiter*innen
zur Sicherung des eigenen Nachwuchsbedarfes.
In diesem Zusammenhang hat inetz im Jahr 2018 ein
Personalkonzept erstellt, in dem auch die Themen
Personalentwicklung und künftiger Personalbedarf
betrachtet werden. Eine der ersten Maßnahmen war die
Entscheidung, die Anzahl der Ausbildungsplätze
für die Facharbeiterausbildung in den kommenden Jahren
zu erhöhen. Darüber hinaus hat eine im Jahr 2019
abgeschlossene Betriebsvereinbarung ein
Altersübergangsprogramm einschließlich des
notwendigen Wissenstransfers zum Inhalt. Die Umsetzung
dieses Personalkonzeptes wurde auch im Jahr 2023
fortgesetzt. Eine Betriebsvereinbarung für die
Fortführung des Altersübergangsprogramms befindet
sich in Vorbereitung.
5.7 Gesamtrisiko
Im Ergebnis lässt sich feststellen, dass die
beschriebenen Risiken unter Berücksichtigung der zur
Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Vermeidung,
Reduzierung und Kontrolle beherrscht werden können. Es
wurden insgesamt keine den Fortbestand des Unternehmens
gefährdenden Risiken identifiziert.
5.8 Chancen
Auf europäischer Ebene gab es beim sogenannten
Gasmarktpaket eine erfreuliche Entwicklung. Nachdem die
EU-Kommission noch Anfang des Jahres 2023 bei der
Novellierung von Gasmarktrichtlinie und Gasmarktverordnung
eine verpflichtende Entflechtung zwischen Erdgas- und
H2-Netzen durchsetzen wollte, kam es im Verlauf des Jahres
zu einem Umschwung. Die Unterhändler von
Europäischem Parlament, Rat der EU und EU-Kommission
verständigten sich im Dezember 2023 auf einen Text zur
Neufassung der Gasbinnenmarkt-Verordnung. Danach wird es
den deutschen Gasverteilnetzbetreibern künftig
grundsätzlich möglich sein, ihre Gasverteilnetze
in Wasserstoffnetze zu überführen und diese so
zumindest teilweise weiterzubetreiben. Beide Texte des
"EU-H2-/Gaspakets" müssen noch formell bestätigt
werden.
Im regulierten Umfeld existieren Chancen durch
erfolgreich geführte Beschwerdeverfahren sowie durch
die optimale Ausgestaltung der Investitions- und
Instandhaltungsplanung.
Aktuell führt inetz Beschwerden u. a. gegen die
Festlegung der Erlösobergrenzen Gas für die
dritte Regulierungsperiode sowie die Festlegung der
Eigenkapitalzinssätze für die vierte
Regulierungsperiode, die bei Erfolg zu einer Erhöhung
der bisher zugestandenen Erlöse führen
könnten. inetz hat einen Antrag auf Neufestlegung der
Eigenkapitalzinssätze für die vierte
Regulierungsperiode gestellt.
Gemeinsam mit eins wurden im Jahr 2023 die
formulierten strategischen Initiativen weiter untersetzt
und für die Folgejahre weitere strategische Themen
diskutiert. In der Umsetzung dieser Strategie, der damit
verbundenen Optimierung von Prozessen und der
Erschließung neuer Geschäftsfelder werden
weitere Chancen gesehen. Der Strategieprozess wird im Jahr
2024 fortgesetzt.
Ein wesentlicher Baustein dieses Strategieprozesses
ist das im Dezember 2022 gestartete Projekt "Transformation
2045".
Zusammenfassend betrachtet haben sich die Chancen und
Risiken gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 nicht
wesentlich verändert.
Chemnitz, den 23. Februar
2024
inetz GmbH
| Holger Frey |
Jörg Scheibe |
| Die
Geschäftsführung |
|
Bilanz zum 31. Dezember 2023
Aktiva
|
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Anhang |
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
(1) |
|
|
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
|
940.192,14 |
1.062.936,11 |
| 2. Geleistete
Anzahlungen |
|
1.178.383,21 |
1.021.972,94 |
|
|
2.118.575,35 |
2.084.909,05 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
|
4.540.422,18 |
4.857.772,49 |
| 2. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
|
3.453.462,00 |
3.340.611,87 |
| 3. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
|
3.558.176,86 |
1.594.344,90 |
|
|
11.552.061,04 |
9.792.729,26 |
|
|
13.670.636,39 |
11.877.638,31 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
| I. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände |
(2) |
|
|
| 1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
|
13.832.889,53 |
10.581.966,62 |
| 2. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
|
16.118.710,01 |
8.455.198,32 |
| 3. Sonstige
Vermögensgegenstände |
|
2.199.218,94 |
1.831.919,97 |
|
|
32.150.818,48 |
20.869.084,91 |
| II. Kassenbestand,
Guthaben bei Kreditinstituten |
|
1.033.245,33 |
2.242.662,54 |
|
|
33.184.063,81 |
23.111.747,45 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
(3) |
91.526,67 |
51.953,24 |
|
|
46.946.226,87 |
35.041.339,00 |
Passiva
|
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Anhang |
EUR |
EUR |
| A. Eigenkapital |
(4) |
|
|
| I. Gezeichnetes
Kapital |
|
100.000,00 |
100.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
|
13.623.603,34 |
13.623.603,34 |
| III.
Jahresüberschuss |
|
0,00 |
0,00 |
|
|
13.723.603,34 |
13.723.603,34 |
| B.
Bauzuschüsse |
|
1.103.489,10 |
1.298.274,22 |
| C.
Rückstellungen |
(5) |
|
|
| 1. Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen |
|
4.677.530,33 |
4.425.735,95 |
| 2. Sonstige
Rückstellungen |
|
14.280.605,92 |
10.448.407,15 |
|
|
18.958.136,25 |
14.874.143,10 |
| D.
Verbindlichkeiten |
(6) |
|
|
| 1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
|
9.998.358,31 |
2.502.894,21 |
| 2. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
|
224.166,40 |
471.169,20 |
| 3. Sonstige
Verbindlichkeiten |
|
2.936.710,56 |
2.170.124,92 |
| davon aus Steuern 214,00
EUR (Vj. 185 TEUR) |
|
|
|
|
|
13.159.235,27 |
5.144.188,33 |
| E.
Rechnungsabgrenzungsposten |
(7) |
1.762,91 |
1.130,01 |
|
|
46.946.226,87 |
35.041.339,00 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
2023
|
|
Anhang |
2023 |
2022 |
|
|
|
EUR |
EUR |
| 1. |
Umsatzerlöse |
(8) |
336.476.892,10 |
267.153.145,67 |
| 2. |
Andere aktivierte
Eigenleistungen |
|
74.852,64 |
26.089,66 |
| 3. |
Sonstige betriebliche
Erträge |
(9) |
6.745.415,48 |
1.749.685,81 |
| 4. |
Materialaufwand |
(10) |
|
|
|
a) Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren |
|
114.006.953,38 |
44.315.375,13 |
|
b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen |
|
173.761.102,51 |
160.541.889,68 |
|
|
|
287.768.055,89 |
204.857.264,81 |
| 5. |
Personalaufwand |
(11) |
|
|
|
a) Löhne und
Gehälter |
|
30.888.742,99 |
27.311.610,79 |
|
b) Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung |
|
6.277.352,27 |
6.246.568,46 |
|
davon für
Altersversorgung 433.020,31 EUR (Vj. 688 TEUR) |
|
|
|
|
|
|
37.166.095,26 |
33.558.179,25 |
| 6. |
Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
(12) |
2.010.566,43 |
1.886.209,99 |
| 7. |
Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
(13) |
33.884.250,10 |
30.253.347,45 |
| 8. |
Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
|
572.439,29 |
174.980,78 |
| 9. |
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen |
(14) |
261.765,98 |
231.248,69 |
|
davon aus der Aufzinsung
232.816,39 EUR (Vj. 231 TEUR) |
|
|
|
| 10. |
Ergebnis nach
Steuern |
|
-17.221.134,15 |
-1.682.348,27 |
| 11. |
Sonstige Steuern |
(15) |
112.977,69 |
29.538,70 |
| 12. |
Erträge aus
Verlustübernahme |
(16) |
17.334.111,84 |
1.711.886,97 |
| 13. |
Jahresüberschuss |
|
0,00 |
0,00 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
A. Vorbemerkungen
Die inetz GmbH hat ihren Sitz in der Straße der
Nationen 140 in 09113 Chemnitz. Die Gesellschaft ist beim
Amtsgericht Chemnitz unter der Handelsregisternummer HRB
23228 geführt.
Der vorliegende Jahresabschluss der inetz GmbH,
Chemnitz, zum 31. Dezember 2023 umfasst das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
und wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB in
der Fassung des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den
ergänzenden Vorschriften des GmbHG und des EnWG sowie
den ergänzenden Bestimmungen des
Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten die
Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte
nach dem Gesamtkostenverfahren.
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter
der Annahme der Unternehmensfortführung.
B. Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten
trägt allen erkennbaren Risiken nach den
Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer
Beurteilung Rechnung.
Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu
Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen
bewertet.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert. Die
Herstellungskosten werden mit Einzel- und
Gemeinkostenzuschlägen bewertet. Den Abschreibungen
liegen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern
zugrunde.
| Bilanzpositionen |
Nutzungsdauern
Jahre |
Abschreibungssätze
in Prozent |
Abschreibungsmethode |
| Immaterielle
Vermögensgegenstände |
3-10 |
10,0-33,3 |
linear |
| Außenanlagen |
10-20 |
5,0-10,0 |
linear |
| Gebäude und
Bauten |
25-50 |
2,0-4,0 |
linear |
| Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
3-13 |
7,7-33,3 |
linear |
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem
Anschaffungswert über 250,00 EUR und nicht mehr als
800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.
Erkennbare Risiken sind durch angemessene Einzel- und
Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.
Das allgemeine Forderungsausfallrisiko wird durch
eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf den
um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten
Nettoforderungsbestand berücksichtigt.
Die von Kunden gezahlten Bauzuschüsse für
Netz- und Leitungsanschlüsse wurden bis 2011
passiviert und werden mit 5 % zugunsten der
Umsatzerlöse aufgelöst.
Durch die Änderung der Pachtverträge und
die daraus resultierende Bilanzierung der BKZ werden die
Bauzuschüsse und Anschlusskostenerstattungen
(nachfolgend "BKZ") seit 2012 ausschließlich beim
Verpächter passiviert. Die Gesellschaft leitet die
vereinnahmten BKZ unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen
Betrachtungsweise unmittelbar und direkt an den
Verpächter (Netzeigentümer) als zu den Strom-,
Gas-, Wärme und Trinkwassernetzverteilungsanlagen
gehörige Finanzierungsbeiträge weiter. Bei inetz
haben die BKZ den Charakter eines durchlaufenden Postens.
Der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 31.
Dezember 2023 liegen versicherungsmathematische Gutachten
zugrunde. Es kam die Anwartschaftsbarwertmethode sowie das
Teilwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G
von Prof. Dr. Klaus Heubeck zur Anwendung. Für die
Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche
Marktzinssatz der letzten zehn Jahre bei einer restlichen
Laufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,83 %
gemäß den monatlichen Abzinsungssätzen
gemäß § 253 Abs. 2 HGB verwendet. In
Abhängigkeit von der Ausgestaltung der
zugrundeliegenden Vereinbarung wurden erwartete
Einkommenssteigerungen mit einem dynamischen
Anpassungsfaktor von 0 % bzw. 1 %, erwartete
Rentensteigerungen von 0 % bis 1 % sowie eine niedrige
Standardfluktuation berücksichtigt.
Die ausschließlich der Erfüllung der
Pensionsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller
übrigen Gläubiger entzogenen
Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S.
d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem
beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen
verrechnet.
Der Bewertung der Vorruhestandsverpflichtungen zum
31. Dezember 2023 liegen ebenfalls
versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Auch hier
kam die Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der
Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zur
Anwendung. Für die Abzinsung wurde pauschal der
durchschnittliche Marktzinssatz bei einer Restlaufzeit von
3,7 Jahren in Höhe von 0,96 % gemäß den
monatlichen Abzinsungssätzen gemäß §
253 Abs. 2 HGB verwendet. Zukünftige
"Vorruhestands-Geldsteigerungen" lt. Gutachten wurden in
Höhe von 2,7 % berücksichtigt.
Der Bewertung der Rückstellungen für
Altersübergangsverpflichtungen liegt ein
versicherungsmathematisches Gutachten zum 31. Dezember 2023
zugrunde. Es kam die Anwartschaftsbarwertmethode unter
Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus
Heubeck zur Anwendung. Für die Abzinsung wurde
pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer
Restlaufzeit von 2,31 Jahren in Höhe von 1,03 %
gemäß den monatlichen Abzinsungssätzen
gemäß § 253 Abs. 2 HGB verwendet.
Zukünftige Steigerungen der Bezüge lt. Gutachten
wurden in Höhe von 2,7 % berücksichtigt.
Die Rückstellungen für Jubiläen wurden
nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Anwendung
versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der
Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt.
Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 4,5 % p.a.
sowie die jährlichen Steigerungen der
Beitragsbemessungsgrenze mit 2,7 % berücksichtigt.
Rückstellungen für Jubiläen wurden nach
§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre
abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von
15 Jahren ergibt (1,75 % p.a.).
Die sonstigen Rückstellungen
berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und
drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie
sind in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit
einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden nach
§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte mit dem
Erfüllungsbetrag.
C. Erläuterungen zur Bilanz
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem
beigefügten Anlagenspiegel zu ersehen.
2. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
|
31.12.2023 |
|
31.12.2022 |
|
|
Insgesamt |
Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr |
Insgesamt |
Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| 1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
13.832.889,53 |
0,00 |
10.581.966,62 |
0,00 |
| 2. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
16.118.710,01 |
0,00 |
8.455.198,32 |
0,00 |
| davon gegen
Gesellschafter |
16.118.710,01 |
0,00 |
8.455.198,32 |
0,00 |
| 3. Sonstige
Vermögensgegenstände |
2.199.218,94 |
0,00 |
1.831.919,97 |
0,00 |
|
32.150.818,48 |
0,00 |
20.869.084,91 |
0,00 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
enthalten Forderungen aus nicht abgelesener Netznutzung in
Höhe von 23.021 TEUR (Vorjahr 21.135 TEUR), die mit
den erhaltenen Abschlägen in Höhe von 19.455 TEUR
(Vorjahr 17.200 TEUR) saldiert werden.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
betreffen Forderungen aus nicht abgelesener Netznutzung in
Höhe von 34.224 TEUR (Vorjahr 33.404 TEUR), die mit
den erhaltenen Abschlägen in Höhe von 27.574 TEUR
(Vorjahr 27.650 TEUR) saldiert werden. Zum anderen
betreffen diese Forderungen die Verlustübernahme 2023
in Höhe von 7.334 TEUR (Vorjahr Verbindlichkeit 2.488
TEUR) sowie den Abrechnungssaldo aus dem gegenseitigen
Leistungs-, Zahlungs- und Verrechnungsverkehr in Höhe
von 2.135 TEUR (Vorjahr 5.190 TEUR Verbindlichkeiten).
Die sonstigen Vermögensgegenstände
enthalten im Wesentlichen noch nicht abziehbare Vorsteuer
in Höhe von 242 TEUR (Vorjahr 309 TEUR), Umsatzsteuer
aus Kundenguthaben 118 TEUR (Vorjahr 70 TEUR), Forderungen
aus Umsatzsteuervoranmeldungen in Höhe von 1.626 TEUR
(Vorjahr 1.067 TEUR), debitorische Kreditoren in Höhe
von 171 TEUR (Vorjahr 345 TEUR) sowie Forderungen aus
Energie- und Stromsteuer in Höhe von 38 TEUR (Vorjahr
39 TEUR).
3. Aktiver
Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe
von 92 TEUR (Vorjahr 52 TEUR) beinhaltet geleistete
Zahlungen, die Aufwendungen für zukünftige
Zeiträume betreffen.
4. Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) in Höhe
von 100.000 EUR wird per 31. Dezember 2023 zu 100 % von der
eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, Chemnitz,
gehalten.
5. Rückstellungen
Die Pensionsrückstellungen sind zum Stichtag in
Höhe von 4.678 TEUR (Vorjahr 4.426 TEUR) im
Jahresabschluss erfasst. Die Rückstellungen für
Pensionen sind entsprechend versicherungsmathematischer
Gutachten der Aon Hewitt GmbH, München, und der
Uhlmann & Ludewig GmbH Dienstleistungen zur
Altersversorgung, Bremen, bemessen. Die Rückstellung
für Pensionen resultiert in dieser Höhe aus der
Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von
Altersversorgungsverpflichtungen mit
Vermögensgegenständen, die ausschließlich
der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung
dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger
entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246
Abs. 2 Satz 2 HGB).
Der Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte
beträgt 8.673 TEUR (Vorjahr 8.520 TEUR), der
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden
beträgt 13.350 TEUR (Vorjahr 12.946 TEUR). Die
Anschaffungskosten der verrechneten
Vermögensgegenstände betragen 7.687 TEUR (7.687
TEUR).
Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der
Pensionsverpflichtungen beträgt 227 TEUR (Vorjahr 224
TEUR). Der Zinsaufwand wurde mit Zinserträgen des
Deckungsvermögens in Höhe von 153 TEUR (Vorjahr
137 TEUR) verrechnet. Darüber hinaus wird der
reguläre Zuführungsbetrag zu den
Pensionsrückstellungen sowie der Effekt aus der
Zinsänderung im Personalaufwand ausgewiesen.
Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253
Abs. 6 HGB zum 31. Dezember 2023 beträgt 146.664,00
EUR (Vorjahr 649.588,00 EUR).
In den sonstigen Rückstellungen sind
insbesondere Rückstellungen für ausstehende
Rechnungen von 7.911 TEUR (Vorjahr 4.646 TEUR),
Abrechnungsverpflichtungen von 863 TEUR (Vorjahr 817 TEUR),
Rückstellung für Prozesskosten von 249 TEUR
(Vorjahr 216 TEUR) und den Personalbereich von 4.169 TEUR
(Vorjahr 4.635 TEUR) enthalten, wobei davon die auf Basis
von versicherungsmathematischen Gutachten gebildeten
Rückstellungen für Vorruhestand und
Altersübergang 1.676 TEUR (Vorjahr 2.498 TEUR)
betragen.
6. Verbindlichkeiten
|
31.12.2023 |
|
|
31.12.2022 |
|
|
|
Gesamtbetrag |
Restlaufzeit bis zu 1
Jahr |
Restlaufzeit von mehr
als 1 Jahr |
Gesamtbetrag |
Restlaufzeit bis zu 1
Jahr |
Restlaufzeit von mehr
als 1 Jahr |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
9.998 |
9.998 |
0 |
2.503 |
2.503 |
0 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
224 |
224 |
0 |
471 |
471 |
0 |
| davon
Gesellschafter |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
2.937 |
2.937 |
0 |
2.170 |
2.170 |
0 |
| davon aus Steuern |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
13.159 |
13.159 |
0 |
5.144 |
5.144 |
0 |
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von
über fünf Jahren sind, wie im Vorjahr, nicht
enthalten.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
enthalten insbesondere Rechnungen aus zu zahlender
Netznutzung, Strombezug und sonstigen bezogenen Leistungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen beinhalten vor allem Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von 224 TEUR
(Vorjahr 471 TEUR) und im Übrigen sonstige
Verbindlichkeiten.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im
Wesentlichen Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitoren
in Höhe von 2.929 TEUR (Vorjahr 2.159 TEUR) sowie
EEG-Umlage in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr 5 TEUR).
7. Passiver
Rechnungsabgrenzungsposten
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe
von 2 TEUR (Vorjahr 1 TEUR) beinhaltet erhaltene Zahlungen,
die Einnahmen für zukünftige Zeiträume
betreffen.
D. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
8. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
| Netznutzung Gas |
103.968.680,74 |
93.597.426,03 |
| Netznutzung Strom |
72.260.491,82 |
66.684.606,45 |
| Netznutzung Wärme,
Kälte und Trinkwasser |
43.775.465,00 |
47.813.752,00 |
| Mehr-/ Mindermengen/
Ausgleichsenergie |
68.138.671,35 |
27.285.365,82 |
| Dienstleistungen
Muttergesellschaft |
21.191.882,69 |
19.364.287,07 |
| Regenerative
Energie |
19.748.485,41 |
6.582.990,57 |
|
Betriebsführung |
4.511.707,76 |
3.885.269,92 |
| Sonstige Lieferungen und
Leistungen |
2.881.507,33 |
1.939.447,81 |
|
336.476.892,10 |
267.153.145,67 |
Die Umsatzerlöse enthalten periodenfremde
Mehrerlöse in Höhe von 1.654 TEUR (Vorjahr
Mindererlöse 121 TEUR).
Die Umsatzerlöse aus Netznutzung Gas und Strom
enthalten Umlagen, Abgaben und Veränderungen aus dem
Regulierungskonto.
9. Sonstige betriebliche
Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
periodenfremde Erträge in Höhe von 1.571 TEUR
(Vorjahr 779 TEUR), resultierend aus der Auflösung von
Rückstellungen in Höhe von 144 TEUR (Vorjahr 139
TEUR), aus Zuschüssen für frühere
Geschäftsjahre in Höhe von 1.390 TEUR (Vorjahr
596 TEUR), im Wesentlichen für den
Wärmenetzausbau und sonstige periodenfremde
Erträge in Höhe von 33 TEUR (Vorjahr 45 TEUR).
10. Materialaufwand
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe betreffen insbesondere die
Einspeisevergütungen für EEG-Anlagen, die
Beschaffung von Verlustenergie sowie die Mehr- und
Mindermengenabrechnungen.
Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen
handelt es sich um Leistungen wie Wartung, Instandhaltung,
Störungsbeseitigung und Zählerwesen für die
gepachteten Netze.
Weiterhin werden die Pacht für die Netzanlagen
Strom, Gas, Wasser, Fernwärme und Fernkälte,
vorgelagerte Netzkosten für Strom und Gas und die
Weitergabe eingenommener Konzessionsabgaben in dieser
Position ausgewiesen.
11. Personalaufwand
Die Gehälter beinhalten die an die
Beschäftigten des Unternehmens gezahlten
Bruttobeträge sowie die Veränderung von
Personalrückstellungen. Die sozialen Abgaben sind die
gesetzlichen Pflichtabgaben des Arbeitgebers.
12. Abschreibungen
Hierzu wird auf die Anlagenübersicht und die
Erläuterungen zur Bilanz verwiesen.
13. Sonstige betriebliche
Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten
periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 1.394 TEUR
(Vorjahr 610 TEUR) - resultierend aus Verlusten aus dem
Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in
Höhe von 1 TEUR (Vorjahr 4 TEUR) und Zuschüssen
zum Ausbau des Wärmenetzes in Höhe von 1.390 TEUR
(Vorjahr 596 TEUR). Darüber hinaus sind in den
sonstigen betrieblichen Aufwendungen vertragliche
Vergütungen für Dienstleistungsverträge,
EDV-Kosten, Wertberichtigungen und Ausbuchungen
uneinbringlicher Forderungen, Mieten und Pachten,
Versicherungen, Beratungskosten etc. enthalten.
14. Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
Die Zinsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsen
aus der Aufzinsung von Personalrückstellungen wie
Pensionen, Sterbegeld, Jubiläen und Vorruhestand in
Höhe von 233 TEUR (Vorjahr 231 TEUR). Diese sind mit
Erträgen aus der Aufzinsung des Deckungsvermögens
von 153 TEUR (Vorjahr 137 TEUR) saldiert.
15. Sonstige Steuern
Es werden die Stromsteuer und die Energiesteuer auf
den Betriebsverbrauch, die Grund- und Kraftfahrzeugsteuer
sowie übrige andere sonstige Steuern ausgewiesen.
16. Erträge aus
Verlustübernahme bzw. aufgrund eines
Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne
Entsprechend einer vertraglichen Regelung
verpflichtet sich die inetz GmbH, Chemnitz,
rückwirkend ab dem 1. Januar 2007 den gesamten nach
den handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Gewinn an
die eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, Chemnitz,
abzuführen. Im Gegenzug ist die eins energie in
sachsen GmbH & Co. KG, Chemnitz, verpflichtet,
Fehlbeträge auszugleichen. Die inetz GmbH ist in den
ertragsteuerlichen Organkreis der eins energie in sachsen
GmbH & Co. KG einbezogen und bilanziert daher als
Organgesellschaft keine latenten Steuern. Die Vorgaben des
Mindeststeuergesetzes sind erfüllt. Organgesellschaft
und Organträger erzielen ausschließlich in
Deutschland ein zu versteuerndes Einkommen.
17. Nachtragsbericht
Es sind nach dem Abschlussstichtag keine
Vorgänge eingetreten, die für die Gesellschaft
eine besondere Bedeutung i.S.d. § 285 Nr. 33 HGB
haben.
E. Angaben nach § 6b Abs. 2
EnWG
Geschäfte größeren Umfangs im Sinne
von § 6b Abs. 2 EnWG sind im Geschäftsjahr 2023
mit der eins energie in sachsen GmbH & Co. KG
getätigt worden und betreffen:
| ― |
Leistungen in Höhe von
insgesamt 179,3 Mio. EUR aus Netznutzung und
sonstigen Lieferungen und Leistungen
|
| ― |
Empfangene Leistungen in
Höhe von insgesamt 205,3 Mio. EUR aus bezogenen
Dienstleistungen und Pachtentgelten.
|
F. Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse
Zum Bilanzstichtag bestehen keine angabepflichtigen
Haftungsverhältnisse gemäß § 251
i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB.
Außerbilanzielle
Geschäfte
Außerbilanzielle Geschäfte
gemäß § 285 Nr. 3 HGB wurden mit Ausnahme
des Pachtvertrages im Geschäftsjahr 2023 nicht
getätigt. Aufgrund der Regelungen des
Energiewirtschaftsgesetzes zur Entflechtung von vertikal
integrierten Unternehmen wurde der Pachtvertrag über
den gesamten Betrieb des Gas- und Stromverteilnetzes im
Direktionsbezirk Chemnitz geschlossen.
Da die eins energie in sachsen GmbH & Co. KG auch
Eigentümerin des Wasser- und
Wärmeversorgungsnetzes in Chemnitz ist, wurde zur
möglichst weitgehenden Vereinheitlichung der Prozesse
auch ein Pachtvertrag zum Betrieb des Wasser- und
Wärmeversorgungsnetzes geschlossen. Risiken auf die
Vermögens- und Ertragslage ergeben sich keine.
Vorteile sind die Vermeidung von Investitions- und
Restwertrisiken.
Sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus
Pacht-, Liefer-, Miet-, Leasing- und
Dienstleistungsverträgen in Höhe von 162,6 Mio.
EUR, wovon 132,6 Mio. EUR verbundene Unternehmen betreffen.
Durchschnittliche Zahl der
Arbeitnehmer
Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich
490 Arbeitnehmer (davon gewerblich: 204) - ohne
Geschäftsführer (Vorjahr 476 Arbeitnehmer - ohne
Geschäftsführer) beschäftigt.
Abschlussprüferhonorar
In Anwendung des § 285 Nr. 17 HGB wird auf die
Angabe des Abschlussprüferhonorars verzichtet, da eine
entsprechende Angabe im Konzernanhang für das
Geschäftsjahr 2023 der eins energie in sachsen GmbH
& Co. KG enthalten sein wird.
Organmitglieder
Zum Geschäftsführer sind bestellt:
| ― |
Herr Jörg Scheibe,
Dipl.-Ing., Dresden
|
| ― |
Herr Holger Frey, Ing.,
Chemnitz.
|
Die Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben
gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
Konzern- und
Beteiligungsverhältnisse
Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft
der eins energie in sachsen GmbH & Co. KG.
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der
eins energie in sachsen GmbH & Co. KG einbezogen. Die
eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, Chemnitz, ist
das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für
den kleinsten und größten Kreis der zu
konsolidierenden Unternehmen aufstellt (befreiender
Konzernabschluss).
Der Konzernabschluss der Muttergesellschaft wird im
Unternehmensregister veröffentlicht.
Chemnitz, den 23. Februar
2024
inetz GmbH
| Holger Frey |
Jörg Scheibe |
| Die
Geschäftsführung |
|
Entwicklung
des Anlagevermögens 2023
| Bilanzpositionen |
Anschaffungs-/Herstellungskosten |
|
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchung |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE |
|
|
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
5.417.343,71 |
311.159,61 |
0,00 |
38.808,00 |
5.767.311,32 |
| 2. Geleistete
Anzahlungen |
1.021.972,94 |
195.218,27 |
0,00 |
-38.808,00 |
1.178.383,21 |
|
6.439.316,65 |
506.377,88 |
0,00 |
0,00 |
6.945.694,53 |
| II. SACHANLAGEN |
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
27.181.560,04 |
0,00 |
483,31 |
0,00 |
27.181.076,73 |
| 2. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
15.561.400,34 |
1.334.223,98 |
187.624,64 |
0,00 |
16.707.999,68 |
| 3. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
1.594.344,90 |
1.963.831,96 |
0,00 |
0,00 |
3.558.176,86 |
|
44.337.305,28 |
3.298.055,94 |
188.107,95 |
0,00 |
47.447.253,27 |
|
50.776.621,93 |
3.804.433,82 |
188.107,95 |
0,00 |
54.392.947,80 |
| Bilanzpositionen |
Abschreibungen |
|
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchung |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE |
|
|
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
4.354.407,60 |
472.711,58 |
0,00 |
0,00 |
4.827.119,18 |
| 2. Geleistete
Anzahlungen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
4.354.407,60 |
472.711,58 |
0,00 |
0,00 |
4.827.119,18 |
| II. SACHANLAGEN |
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
22.323.787,55 |
316.867,00 |
0,00 |
0,00 |
22.640.654,55 |
| 2. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
12.220.788,47 |
1.220.987,85 |
187.238,64 |
0,00 |
13.254.537,68 |
| 3. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
34.544.576,02 |
1.537.854,85 |
187.238,64 |
0,00 |
35.895.192,23 |
|
38.898.983,62 |
2.010.566,43 |
187.238,64 |
0,00 |
40.722.311,41 |
| Bilanzpositionen |
Buchwerte |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| I. IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE |
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
940.192,14 |
1.062.936,11 |
| 2. Geleistete
Anzahlungen |
1.178.383,21 |
1.021.972,94 |
|
2.118.575,35 |
2.084.909,05 |
| II. SACHANLAGEN |
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
4.540.422,18 |
4.857.772,49 |
| 2. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
3.453.462,00 |
3.340.611,87 |
| 3. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
3.558.176,86 |
1.594.344,90 |
|
11.552.061,04 |
9.792.729,26 |
|
13.670.636,39 |
11.877.638,31 |
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die inetz GmbH, Chemnitz
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES
JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der inetz GmbH,
Chemnitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023
und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der inetz
GmbH, Chemnitz, für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Gesellschaft.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE
RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Vermerk über die Prüfung der
Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b
Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG
Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre
Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und
§ 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter
Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis
zum 31. Dezember 2022 eingehalten hat. Darüber hinaus
haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die
Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung
sowie Messstellenbetrieb nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG
sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus
der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage
beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden
für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse
- geprüft.
| ― |
Nach unserer Beurteilung wurden
die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis
5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur
Führung getrennter Konten in allen wesentlichen
Belangen eingehalten.
|
| ― |
Nach unserer Beurteilung
aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnisse entsprechen die beigefügten
Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen
Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b
Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs.
4 Satz 2 MsbG.
|
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der
Pflichten zur Führung getrennter Konten und der
Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit
§ 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW
Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b
Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021))
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die
Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards:
Anforderungen an die Qualitätssicherung in der
Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur
Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b
Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3
Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur
Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter
sind auch verantwortlich für die Aufstellung der
Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen
Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG
und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie
als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur
Führung getrennter Konten einzuhalten.
Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für
die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im
Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
für den Jahresabschluss und den Lagebericht"
hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen
Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige
Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Tätigkeit zu vermitteln braucht.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen,
| ― |
ob die gesetzlichen Vertreter
ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis
5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur
Führung getrennter Konten in allen wesentlichen
Belangen eingehalten haben und
|
| ― |
ob die
Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen
Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b
Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs.
4 Satz 2 MsbG entsprechen.
|
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in
den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere
Prüfungsurteile zur Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und
§ 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach
§ 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs.
4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst
die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den
Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4
EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und
nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der
Stetigkeit beachtet wurde.
Unsere Verantwortung für die Prüfung der
Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen
Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den
jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der
sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Leipzig, den 25. März
2024
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Thomas Drüppel |
Oliver Schrader |
|
Wirtschaftsprüfer |
Wirtschaftsprüfer |
Beschlussfassung über die
Ergebnisverwendung
Entfällt aufgrund des
Ergebnisabführungsvertrages vom 18. Dezember 2007.
Bilanz zum 31. Dezember 2023
Elektrizitätsverteilung
AKTIVA
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutz rechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
191.166,53 |
237.563,37 |
| 2. Geleistete
Anzahlungen |
257.077,95 |
198.190,51 |
|
448.244,48 |
435.753,88 |
| II. Sachanlagen |
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
987.666,73 |
1.037.014,23 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
0,00 |
0,00 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
791.030,73 |
821.582,85 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
463.169,15 |
252.861,74 |
|
2.241.866,61 |
2.111.458,82 |
|
2.690.111,09 |
2.547.212,70 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
| I. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
| 1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
5.049.568,43 |
5.254.963,89 |
| 2. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
1.404.049,00 |
6.994.333,80 |
| 3. Sonstige
Vermögensgegenstände |
803.079,90 |
807.869,84 |
|
7.256.697,33 |
13.057.167,53 |
| II. Kassenbestand,
Guthaben bei Kreditinstituten |
76.040,25 |
1.053.797,70 |
|
7.332.737,58 |
14.110.965,23 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
26.541,66 |
17.923,40 |
|
10.049.390,33 |
16.676.101,33 |
PASSIVA
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A. Eigenkapital |
258.733,13 |
8.264.740,10 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
| 1. Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen |
871.705,70 |
818.055,14 |
| 2. Sonstige
Rückstellungen |
7.949.810,80 |
5.175.815,57 |
|
8.821.516,50 |
5.993.870,71 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
636.730,87 |
1.794.458,64 |
| 2. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
46.857,35 |
155.617,52 |
| 3. Sonstige
Verbindlichkeiten davon aus Steuern 7,80 EUR (Vj.
185,00 EUR) |
284.847,32 |
467.110,44 |
|
968.435,54 |
2.417.186,60 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
705,16 |
303,92 |
|
10.049.390,33 |
16.676.101,33 |
Gewinn- und Verlustrechnung des
Tätigkeitsbereiches Elektrizitätsverteilung
für das Geschäftsjahr 2023
|
|
2023 |
2022 |
|
|
EUR |
EUR |
| 1. |
Umsatzerlöse |
|
102.007.242,04 |
83.896.474,75 |
| 2. |
Sonstige betriebliche
Erträge |
|
5.448.532,26 |
1.137.534,19 |
| 3. |
Materialaufwand |
|
|
|
|
a) Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren |
42.665.120,73 |
|
17.735.466,39 |
|
b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen |
57.517.214,80 |
|
52.832.934,82 |
|
|
|
100.182.335,53 |
70.568.401,21 |
| 4. |
Personalaufwand |
|
|
|
|
a) Löhne und
Gehälter |
6.274.080,62 |
|
5.456.889,16 |
|
b) Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung |
1.263.925,96 |
|
1.233.622,49 |
|
davon für
Altersversorgung 81.376,20 EUR (Vj. 130 TEUR) |
|
|
|
|
|
|
7.538.006,58 |
6.690.511,65 |
| 5. |
Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
401.560,36 |
356.790,12 |
| 6. |
Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
|
11.118.670,89 |
10.015.346,09 |
| 7. |
Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
|
117.412,29 |
35.514,21 |
|
davon aus verbundenen
Unternehmen 81.459,69 EUR (Vj. 5 TEUR) |
|
|
|
|
davon aus der Auf- bzw.
Abzinsung 34.915,01 EUR (Vj. 0 TEUR) |
|
|
|
| 8. |
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen |
|
52.353,17 |
46.203,49 |
|
davon an verbundene
Unternehmen EUR 4.765,50 (Vj. TEUR 0) |
|
|
|
|
davon aus der Aufzinsung
47.587,67 (Vj. 0 TEUR) |
|
|
|
| 9. |
Ergebnis nach
Steuern |
|
-11.719.739,94 |
-2.607.729,41 |
| 10. |
Sonstige Steuern |
|
21.386,70 |
5.171,12 |
| 11. |
Jahresergebnis |
|
-11.741.126,64 |
-2.612.900,53 |
Erläuterungen für das
Geschäftsjahr 2023 für den Tätigkeitsbereich
Elektrizitätsverteilung
Im Geschäftsjahr 2023 wurden gemäß
§ 6b Abs. 3 Nr. 2 und 4 EnWG
Tätigkeitsabschlüsse für folgende
Tätigkeitsbereiche erstellt:
| ― |
Elektrizitätsverteilung
|
| ― |
Gasverteilung
|
| ― |
grundzuständiger
Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen
und intelligente Messsysteme (gemäß §
3 Abs. 4 MsbG).
|
Die einzelnen Tätigkeitsabschlüsse sind
nach den maßgeblichen Vorschriften des EnWG, des
Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt und
im Folgenden erläutert.
Bezüglich der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden wird auf den Anhang des
Jahresabschlusses der inetz GmbH verwiesen.
Die teilweise Schlüsselung von Jahreswerten
führt aus rechentechnischen Gründen zu minimalen
Rundungsdifferenzen. Zudem führen etwaige
Konsolidierungen dazu, dass diese Werte in dem einzelnen
Tätigkeitsabschluss nicht ausgewiesen werden.
Erläuterungen zur Bilanz
Allgemeine Erläuterungen -
Berechnungsschritte
Die Bilanzerstellung für die einzelnen
Tätigkeitsbereiche wird stufenleiterförmig nach
den folgenden Berechnungsschritten durchgeführt:
1. Primärzuordnung
Eine direkte Zuordnung zu den einzelnen
Tätigkeiten wird bei den Posten vorgenommen, die
aufgrund des jeweiligen Bilanzkontos oder eines direkten
Sachbezuges bzw. des jeweiligen Geschäftsbereiches in
den Buchungen eindeutig zuordenbar sind.
2. Erste Verrechnungsstufe
In der ersten Verrechnungsstufe wird ein
Geschäftsbereich, der alle Tätigkeitsbereiche
betrifft, nach Verrechnungsschlüsseln auf die
Tätigkeitsbereiche je Bilanzkonto, teilweise
belegweise, aufgeteilt.
3. Zweite Verrechnungsstufe
Verschiedene Bilanzpositionen werden, insbesondere
wenn kein tätigkeitsbezogener Werttreiber angesetzt
werden kann, mit einem vereinfachten Schlüssel sowie
nach dem Umsatz Netznutzung und der Tätigkeitsanalyse
den Tätigkeiten zugeordnet.
4. Aufteilung des Kassenbestands,
Guthabens bei Kreditinstituten
Die Position Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten wird, soweit diese nicht wie im Punkt 1
beschrieben direkt zugeordnet werden kann, aufgrund des
prozentualen Verhältnisses der Summe aus den
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
und den sonstigen Verbindlichkeiten der einzelnen
Tätigkeiten zum Gesamtunternehmen aufgeteilt.
5. Aufteilung des Eigenkapitals
Das Eigenkapital ergibt sich aus den zugeordneten
Aktiv- und Passivposten.
AKTIVA
A. Anlagevermögen
Das Anlagevermögen ist anhand der
Berechnungsschritte 1 und 2 dargestellt. Es handelt sich im
Wesentlichen um Wirtschaftsgüter der Bereiche
Fahrzeuge, Datenverarbeitung und Immobilien.
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert
bilanziert. Etwaige Einzelwertberichtigungen und
Pauschalwertberichtigungen wurden direkt oder mittels
GuV-Schlüssel zugeordnet.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
betreffen im Wesentlichen Forderungen für Netznutzung
und Verbrauchsabgrenzung Strom. Diese wurden nach den
Berechnungsschritten 1 bis 3 zugeordnet.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
resultieren im Wesentlichen aus der Forderung
bezüglich Netznutzung Strom gegenüber eins
energie in sachsen GmbH & Co. KG. Eine Aufteilung
erfolgte überwiegend nach den Berechnungsschritten 1
und 2.
Forderungen mit einer Restlaufzeit von über
einem Jahr sind wie im Vorjahr nicht enthalten.
II. Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten
Die Position Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten wurde vollständig im
Berechnungsschritt 4 anhand des Verhältnisses der
Verbindlichkeiten aufgeteilt.
C. Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet
geleistete Zahlungen, die Aufwendungen für
zukünftige Zeiträume betreffen. Diese wurden
sowohl geschlüsselt als auch direkt zugeordnet.
PASSIVA
A. Eigenkapital
Das Eigenkapital wird als letzter Berechnungsschritt
(siehe 5. in den allg. Ausführungen) aus der Zuordnung
von Aktiv- und Passivposten ermittelt.
B. Rückstellungen
Die Aufteilung der sonstigen Rückstellungen
erfolgte nach den Berechnungsschritten 1 bis 3. Diese
beinhalten schwerpunktmäßig die
personalbezogenen Rückstellungen sowie
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und
für Mehr- und Mindermengen.
C. Verbindlichkeiten
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Gesamtbetrag |
Restlaufzeit |
Gesamtbetrag |
Restlaufzeit |
|
|
bis zu 1 Jahr |
von mehr als 1
Jahr |
|
bis zu 1 Jahr |
von mehr als 1
Jahr |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
637 |
637 |
0 |
1.794 |
1.794 |
0 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
47 |
47 |
0 |
156 |
156 |
0 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
285 |
285 |
0 |
467 |
467 |
0 |
| davon aus Steuern |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
968 |
968 |
0 |
2.417 |
2.417 |
0 |
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von
über fünf Jahren sind wie im Vorjahr nicht
enthalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen betreffen im Wesentlichen Lieferungen und
Leistungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen und die sonstigen Verbindlichkeiten
wurden nach den Berechnungsschritten 1 bis 3 den
Tätigkeiten zugeordnet.
Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnungen für die
Tätigkeitsbereiche leiten sich aus der
Kostenstellen-/Profitcenterrechnung des handelsrechtlichen
Jahresabschlusses ab.
Ein großer Teil der Aufwendungen und
Erträge wurde den Tätigkeiten direkt zugeordnet.
Aufwendungen der Personalkostenstellen wurden im
ersten Schritt direkt bzw. mittels verursachungsgerechter
Schlüssel, wie z.B. Tätigkeitsanalysen, den
Leistungsempfängern zugeordnet.
Die Umlage der verbleibenden Aufwendungen und
Erträge von den Kostenstellen auf die
Tätigkeitsbereiche erfolgt im SAP mit einem
Verrechnungsschema in Umlagezyklen mit mehreren Segmenten.
Der Umlageschlüssel je Segment wird in Form einer
statistischen Kennzahl jährlich neu bestimmt und im
SAP jahresbezogen hinterlegt.
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse aus Netznutzung (inkl. Mehr-
und Mindermengenabrechnung) sowie die Erstattung für
regenerative Energien sind direkt zugeordnet. Die sonstigen
Umsatzerlöse sind zum Teil direkt und zum Teil mittels
Schlüsselung zugeordnet.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden
sowohl geschlüsselt als auch direkt zugeordnet.
Materialaufwand
Die Materialaufwendungen beinhalten
Netznutzungsentgelte für vorgelagerte Netze,
Vergütungen für regenerative Energien,
Beschaffungen für Verlustenergien, Aufwendungen
für vermiedene Netznutzung, die Weiterverrechnung der
eingenommenen Konzessionsabgabe an Konzessionsinhaber, die
Pflichtumlagen nach KWKG/EnWG/StromNEV und Aufwendungen
für Wartung, Reparatur und Instandhaltung der Netze
sowie die Pachtzahlungen für das Stromnetz.
Personalaufwand
Die Personalaufwendungen sind über direkte
Zuordnungen sowie aufgrund der Schlüsselung (auf Basis
einer Tätigkeitsanalyse) den Aktivitäten
zugeordnet.
Abschreibungen
Die Abschreibungen sind über direkte Zuordnungen
sowie aufgrund der Schlüsselung (auf Basis einer
Tätigkeitsanalyse) den Aktivitäten zugeordnet.
Bei den Abschreibungen handelt es sich im Wesentlichen um
Wirtschaftsgüter der Bereiche Fahrzeuge und
Datenverarbeitung.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die darin enthaltenen Dienstleistungen von eins
energie in sachsen GmbH & Co. KG sind sowohl
geschlüsselt als auch direkt zugeordnet. Darüber
hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen die
EDV-Aufwendungen, Versicherungen, Beratungsaufwendungen,
Schulungen, Fahrzeuge, Aufwendungen für Immobilien
etc. enthalten. Diese wurden teilweise anhand von
Schlüsseln aus der Tätigkeitsanalyse als auch
direkt zugeordnet.
Zinsergebnis
Die Zinsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsen
aus der Aufzinsung von Personalrückstellungen.
Sonstige Steuern
Hierunter werden Aufwendungen für Steuern des
Betriebsverbrauches, Grundsteuer sowie Kraftfahrzeugsteuer
ausgewiesen.
Bilanz zum 31. Dezember 2023
Gasverteilung
AKTIVA
|
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
|
EUR |
EUR |
| A. |
Anlagevermögen |
|
|
| I. |
Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
| 1. |
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
189.021,13 |
267.651,82 |
| 2. |
Geleistete
Anzahlungen |
648.550,19 |
545.444,57 |
|
|
837.571,32 |
813.096,39 |
| II. |
Sachanlagen |
|
|
| 1. |
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
2.134.463,72 |
2.327.301,84 |
| 2. |
Technische Anlagen und
Maschinen |
0,00 |
0,00 |
| 3. |
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
1.402.248,56 |
1.476.892,33 |
| 4. |
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau |
2.026.456,37 |
805.479,80 |
|
|
5.563.168,65 |
4.609.673,97 |
|
|
6.400.739,97 |
5.422.770,36 |
| B. |
Umlaufvermögen |
|
|
| I. |
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
| 1. |
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
7.606.446,72 |
4.699.387,09 |
| 2. |
Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
5.012.481,10 |
2.845.784,39 |
| 3. |
Sonstige
Vermögensgegenstände |
898.413,25 |
631.125,04 |
|
|
13.517.341,07 |
8.176.296,52 |
| II. |
Kassenbestand, Guthaben
bei Kreditinstituten |
230.905,59 |
977.180,95 |
|
|
13.748.246,66 |
9.153.477,47 |
| C. |
Rechnungsabgrenzungsposten |
26.817,95 |
7.814,39 |
|
|
20.175.804,58 |
14.584.062,22 |
PASSIVA
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A. Eigenkapital |
10.677.170,35 |
6.504.080,97 |
| B.
Bauzuschüsse |
1.103.489,10 |
1.298.274,22 |
| C.
Rückstellungen |
|
|
| 1. Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen |
1.780.717,33 |
1.691.452,03 |
| 2. Sonstige
Rückstellungen |
3.672.948,55 |
2.848.605,94 |
|
5.453.665,88 |
4.540.057,97 |
| D.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
203.776,62 |
334.791,96 |
| 2. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
86.447,75 |
204.625,26 |
| 3. Sonstige
Verbindlichkeiten |
2.650.549,72 |
1.702.026,92 |
| davon aus Steuern 2,80
EUR (Vj. 0,00 EUR) |
|
|
|
2.940.774,09 |
2.241.444,14 |
| E.
Rechnungsabgrenzungsposten |
705,16 |
204,92 |
|
20.175.804,58 |
14.584.062,22 |
Gewinn- und Verlustrechnung des
Tätigkeitsbereiches Gasverteilung für das
Geschäftsjahr 2023
|
|
2023 |
2022 |
|
|
EUR |
EUR |
| 1. |
Umsatzerlöse |
|
168.317.275,00 |
116.533.606,18 |
| 2. |
Sonstige betriebliche
Erträge |
|
1.050.907,57 |
439.455,90 |
| 3. |
Materialaufwand |
|
|
|
|
a) Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren |
63.107.065,92 |
|
19.898.008,71 |
|
b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen |
82.794.066,28 |
|
74.951.333,88 |
|
|
|
145.901.132,20 |
94.849.342,59 |
| 4. |
Personalaufwand |
|
|
|
|
a) Löhne und
Gehälter |
11.337.518,24 |
|
10.551.793,69 |
|
b) Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung |
2.373.214,01 |
|
2.465.850,06 |
|
davon für
Altersversorgung 189.688,00 EUR (Vj. 301 TEUR) |
|
|
|
|
|
|
13.710.732,25 |
13.017.643,75 |
| 5. |
Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
873.366,04 |
918.713,84 |
| 6. |
Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
|
14.442.917,31 |
12.591.055,15 |
| 7. |
Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
|
222.187,91 |
71.365,70 |
|
davon aus verbundenen
Unternehmen 154.510,38 EUR (Vj. 10 TEUR) |
|
|
|
|
davon aus der Auf- bzw.
Abzinsung 66.479,31 EUR (Vj. 1 TEUR) |
|
|
|
| 8. |
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen |
|
104.876,98 |
93.725,09 |
|
davon an verbundene
Unternehmen EUR 9.039,07 (Vj. TEUR 0) |
|
|
|
|
davon aus der Aufzinsung
90.262,91 EUR (Vj. 0 TEUR) |
|
|
|
| 9. |
Ergebnis nach
Steuern |
|
-5.442.654,30 |
-4.426.052,64 |
| 10. |
Sonstige Steuern |
|
48.021,51 |
14.795,86 |
| 11. |
Jahresergebnis |
|
-5.490.675,81 |
-4.440.848,50 |
Erläuterungen für das
Geschäftsjahr 2023 für den Tätigkeitsbereich
Gasverteilung
Im Geschäftsjahr 2023 wurden gemäß
§ 6b Absatz 3 Nr. 2 und 4 EnWG
Tätigkeitsabschlüsse für folgende
Tätigkeitsbereiche erstellt:
| ― |
Elektrizitätsverteilung
|
| ― |
Gasverteilung
|
| ― |
grundzuständiger
Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen
und intelligente Messsysteme (gemäß §
3 Abs. 4 MsbG).
|
Die einzelnen Tätigkeitsabschlüsse sind
nach den maßgeblichen Vorschriften des EnWG, des
Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt und
im Folgenden erläutert.
Bezüglich der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden wird auf den Anhang des
Jahresabschlusses der inetz GmbH verwiesen.
Die teilweise Schlüsselung von Jahreswerten
führt aus rechentechnischen Gründen zu minimalen
Rundungsdifferenzen. Zudem führen etwaige
Konsolidierungen dazu, dass diese Werte in dem einzelnen
Tätigkeitsabschluss nicht ausgewiesen werden.
Erläuterungen zur Bilanz
Allgemeine Erläuterungen -
Berechnungsschritte
Die Bilanzerstellung für die einzelnen
Tätigkeitsbereiche wird stufenleiterförmig nach
den folgenden Berechnungsschritten durchgeführt:
1. Primärzuordnung
Eine direkte Zuordnung zu den einzelnen
Tätigkeiten wird bei den Posten vorgenommen, die
aufgrund des jeweiligen Bilanzkontos oder eines direkten
Sachbezuges bzw. des jeweiligen Geschäftsbereiches in
den Buchungen eindeutig zuordenbar sind.
2. Erste Verrechnungsstufe
In der ersten Verrechnungsstufe wird ein
Geschäftsbereich, der alle Tätigkeitsbereiche
betrifft, nach Verrechnungsschlüsseln auf die
Tätigkeitsbereiche je Bilanzkonto, teilweise
belegweise, aufgeteilt.
3. Zweite Verrechnungsstufe
Verschiedene Bilanzpositionen werden, insbesondere
wenn kein tätigkeitsbezogener Werttreiber angesetzt
werden kann, mit einem vereinfachten Schlüssel sowie
nach dem Umsatz Netznutzung und der Tätigkeitsanalyse
den Tätigkeiten zugeordnet.
4. Aufteilung des Kassenbestands,
Guthabens bei Kreditinstituten
Die Position Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten wird, soweit diese nicht wie im Punkt 1
beschrieben direkt zugeordnet werden kann, aufgrund des
prozentualen Verhältnisses der Summe aus den
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
und den sonstigen Verbindlichkeiten der einzelnen
Tätigkeiten zum Gesamtunternehmen aufgeteilt.
5. Aufteilung des Eigenkapitals
Das Eigenkapital ergibt sich aus den zugeordneten
Aktiv- und Passivposten.
AKTIVA
A. Anlagevermögen
Das Anlagevermögen ist anhand der
Berechnungsschritte 1 und 2 dargestellt. Es handelt sich im
Wesentlichen um Wirtschaftsgüter der Bereiche
Fahrzeuge, Datenverarbeitung und Immobilien.
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert
bilanziert. Etwaige Einzelwertberichtigungen und
Pauschalwertberichtigungen wurden direkt oder mittels
GuV-Schlüssel zugeordnet.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
betreffen im Wesentlichen Forderungen für Netznutzung
und Verbrauchsabgrenzung Gas. Diese wurden nach den
Berechnungsschritten 1 bis 3 zugeordnet.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
resultieren im Wesentlichen aus Forderungen für
Netznutzung gegenüber eins energie in sachsen GmbH
& Co. KG. Eine Aufteilung erfolgte überwiegend
nach den Berechnungsschritten 1 und 2.
Forderungen mit einer Restlaufzeit von über
einem Jahr sind wie im Vorjahr nicht enthalten.
II. Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten
Die Position Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten wurde vollständig im
Berechnungsschritt 4 anhand des Verhältnisses der
Verbindlichkeiten aufgeteilt.
C. Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet
geleistete Zahlungen, die Aufwendungen für
zukünftige Zeiträume betreffen. Diese wurden
sowohl geschlüsselt als auch direkt zugeordnet.
PASSIVA
A. Eigenkapital
Das Eigenkapital wird als letzter Berechnungsschritt
(siehe 5. in den allg. Ausführungen) aus der Zuordnung
von Aktiv- und Passivposten ermittelt.
B. Bauzuschüsse
Die Bauzuschüsse sind direkt zugeordnet.
C. Rückstellungen
Die Aufteilung der sonstigen Rückstellungen
erfolgte nach den Berechnungsschritten 1 bis 3. Diese
beinhalten schwerpunktmäßig die
personalbezogenen Rückstellungen sowie
Rückstellungen für das Regulierungskonto.
D. Verbindlichkeiten
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Gesamtbetrag |
Restlaufzeit |
Gesamtbetrag |
Restlaufzeit |
|
|
bis zu 1 Jahr |
von mehr als 1
Jahr |
|
bis zu 1 Jahr |
von mehr als 1
Jahr |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
204 |
204 |
0 |
335 |
335 |
0 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
86 |
86 |
0 |
205 |
205 |
0 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
2.651 |
2.651 |
0 |
1.702 |
1.702 |
0 |
| davon aus Steuern |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
2.941 |
2.941 |
0 |
2.241 |
2.241 |
0 |
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von
über fünf Jahren sind wie im Vorjahr nicht
enthalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen betreffen im Wesentlichen Lieferungen und
Leistungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen und die sonstigen Verbindlichkeiten
wurden nach den Berechnungsschritten 1 bis 3 den
Tätigkeiten zugeordnet.
Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnungen für die
Tätigkeitsbereiche leiten sich aus der
Kostenstellen-/Profitcenterrechnung des handelsrechtlichen
Jahresabschlusses ab.
Ein großer Teil der Aufwendungen und
Erträge wurde den Tätigkeiten direkt zugeordnet.
Aufwendungen der Personalkostenstellen wurden im
ersten Schritt direkt bzw. mittels verursachungsgerechter
Schlüssel, wie z.B. Tätigkeitsanalysen, den
Leistungsempfängern zugeordnet.
Die Umlage der verbleibenden Aufwendungen und
Erträge von den Kostenstellen auf die
Tätigkeitsbereiche erfolgt im SAP mit einem
Verrechnungsschema in Umlagezyklen mit mehreren Segmenten.
Der Umlageschlüssel je Segment wird in Form einer
statistischen Kennzahl jährlich neu bestimmt und im
SAP jahresbezogen hinterlegt.
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse aus Netznutzung (inkl. Mehr-
und Mindermengenabrechnung) wurden direkt zugeordnet. Die
sonstigen Umsatzerlöse sind zum Teil direkt und zum
Teil mittels Schlüsselung zugeordnet.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden
sowohl geschlüsselt als auch direkt zugeordnet.
Materialaufwand
Die Materialaufwendungen beinhalten
Netznutzungsentgelte für vorgelagerte Netze,
Aufwendungen für Gasbezug, die Weiterverrechnung der
eingenommenen Konzessionsabgabe an Konzessionsinhaber und
Aufwendungen für Wartung, Reparatur und Instandhaltung
der Netze sowie die Pachtzahlung für das Gasnetz.
Personalaufwand
Die Personalaufwendungen sind über direkte
Zuordnungen sowie aufgrund der Schlüsselung (auf Basis
einer Tätigkeitsanalyse) den Aktivitäten
zugeordnet.
Abschreibungen
Die Abschreibungen sind über direkte Zuordnungen
sowie aufgrund der Schlüsselung (auf Basis einer
Tätigkeitsanalyse) den Aktivitäten zugeordnet.
Bei den Abschreibungen handelt es sich im Wesentlichen um
Wirtschaftsgüter der Bereiche Fahrzeuge und
Datenverarbeitung.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die darin enthaltenen Dienstleistungen von eins
energie in sachsen GmbH & Co. KG sind sowohl
geschlüsselt als auch direkt zugeordnet. Darüber
hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen die
EDV-Aufwendungen, Versicherungen, Beratungsaufwendungen,
Schulungen, Fahrzeuge, Aufwendungen für Immobilien
etc. enthalten. Diese wurden teilweise anhand von
Schlüsseln aus der Tätigkeitsanalyse als auch
direkt zugeordnet.
Zinsergebnis
Die Zinsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsen
aus der Aufzinsung von Personalrückstellungen.
Sonstige Steuern
Hierunter werden Aufwendungen für Steuern des
Betriebsverbrauches, Grundsteuer sowie Kraftfahrzeugsteuer
ausgewiesen.
Bilanz zum 31. Dezember 2023
grundzuständiger
Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und
intelligente Messsysteme
AKTIVA
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
6.500,43 |
7.613,33 |
| 2. Geleistete
Anzahlungen |
635,99 |
402,01 |
|
7.136,42 |
8.015,34 |
| II. Sachanlagen |
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
17.231,61 |
11.891,03 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
0,00 |
0,00 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
25.380,70 |
12.647,45 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
24.111,86 |
8.470,17 |
|
66.724,17 |
33.008,65 |
|
73.860,59 |
41.023,99 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
| I. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
| 1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
140.069,75 |
70.954,14 |
| 2. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
409.604,78 |
417.886,66 |
| 3. Sonstige
Vermögensgegenstände |
6.557,99 |
4.834,04 |
|
556.232,52 |
493.674,84 |
| II. Kassenbestand,
Guthaben bei Kreditinstituten |
1.361,38 |
3.833,35 |
|
557.593,90 |
497.508,19 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
1.407,18 |
728,41 |
|
632.861,67 |
539.260,59 |
PASSIVA
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A. Eigenkapital |
481.905,87 |
439.555,06 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
| 1. Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen |
22.569,36 |
18.048,86 |
| 2. Sonstige
Rückstellungen |
111.048,08 |
72.863,79 |
|
133.617,44 |
90.912,65 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
14.848,62 |
5.719,51 |
| 2. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
2.379,62 |
3.042,38 |
| 3. Sonstige
Verbindlichkeiten |
110,12 |
30,99 |
| davon aus Steuern 0,00
EUR (Vj. 0,00 EUR) |
|
|
|
17.338,36 |
8.792,88 |
|
632.861,67 |
539.260,59 |
Gewinn- und Verlustrechnung der
Tätigkeit grundzuständiger Messstellenbetrieb
für moderne Messeinrichtungen und intelligente
Messsysteme für das Geschäftsjahr 2023
|
|
2023 |
2022 |
|
|
EUR |
EUR |
| 1. |
Umsatzerlöse |
|
1.621.953,92 |
1.145.431,37 |
| 2. |
Sonstige betriebliche
Erträge |
|
5.623,56 |
3.131,45 |
| 3. |
Materialaufwand |
|
|
|
|
a) Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren |
43.598,83 |
|
36.938,67 |
|
b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen |
828.814,73 |
|
706.684,64 |
|
|
|
872.413,56 |
743.623,31 |
| 4. |
Personalaufwand |
|
|
|
|
a) Löhne und
Gehälter |
327.001,88 |
|
183.826,63 |
|
b) Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung |
67.826,98 |
|
43.232,86 |
|
davon für
Altersversorgung 5.849,58 EUR (Vj. 5 TEUR) |
|
|
|
| 5. |
Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
394.828,86
13.919,87 |
227.059,49
6.957,80 |
| 6. |
Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
|
348.767,27 |
230.176,48 |
| 7. |
Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
|
6.053,31 |
1.160,43 |
|
davon aus verbundenen
Unternehmen 4.224,43 EUR (Vj. 0 TEUR) |
|
|
|
|
davon aus der Auf- bzw.
Abzinsung 1.819,58 EUR (Vj. 0 TEUR) |
|
|
|
| 8. |
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen |
|
2.715,02 |
1.549,37 |
|
davon an verbundene
Unternehmen EUR 247,13 (Vj. TEUR 0) |
|
|
|
|
davon aus der Aufzinsung
2.467,85 EUR (Vj. 0 TEUR) |
|
|
|
| 9. |
Ergebnis nach
Steuern |
|
986,21 |
-59.643,20 |
| 10. |
Sonstige Steuern |
|
1.351,84 |
302,93 |
| 11. |
Jahresergebnis |
|
-365,63 |
-59.946,13 |
Erläuterungen für das
Geschäftsjahr 2023 für die Tätigkeit
grundzuständiger Messstellenbetrieb für moderne
Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme
Im Geschäftsjahr 2023 wurden gemäß
§ 6b Abs. 3 Nr. 2 und 4 EnWG
Tätigkeitsabschlüsse für folgende
Tätigkeitsbereiche erstellt:
| ― |
Elektrizitätsverteilung
|
| ― |
Gasverteilung
|
| ― |
grundzuständiger
Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen
und intelligente Messsysteme (gemäß §
3 Abs. 4 MsbG).
|
Die einzelnen Tätigkeitsabschlüsse sind
nach den maßgeblichen Vorschriften des EnWG, des
Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt und
im Folgenden erläutert.
Bezüglich der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden wird auf den Anhang des
Jahresabschlusses der inetz GmbH verwiesen.
Die teilweise Schlüsselung von Jahreswerten
führt aus rechentechnischen Gründen zu minimalen
Rundungsdifferenzen. Zudem führen etwaige
Konsolidierungen dazu, dass diese Werte in dem einzelnen
Tätigkeitsabschluss nicht ausgewiesen werden.
Erläuterungen zur Bilanz
Allgemeine Erläuterungen -
Berechnungsschritte
Die Bilanzerstellung für die einzelnen
Tätigkeitsbereiche wird stufenleiterförmig nach
den folgenden Berechnungsschritten durchgeführt:
1. Primärzuordnung
Eine direkte Zuordnung zu den einzelnen
Tätigkeiten wird bei den Posten vorgenommen, die
aufgrund des jeweiligen Bilanzkontos oder eines direkten
Sachbezuges bzw. des jeweiligen Geschäftsbereiches in
den Buchungen eindeutig zuordenbar sind.
2. Erste Verrechnungsstufe
In der ersten Verrechnungsstufe wird ein
Geschäftsbereich, der alle Tätigkeitsbereiche
betrifft, nach Verrechnungsschlüsseln auf die
Tätigkeitsbereiche je Bilanzkonto, teilweise
belegweise, aufgeteilt.
3. Zweite Verrechnungsstufe
Verschiedene Bilanzpositionen werden, insbesondere
wenn kein tätigkeitsbezogener Werttreiber angesetzt
werden kann, mit einem vereinfachten Schlüssel sowie
nach der Tätigkeitsanalyse den Tätigkeiten
zugeordnet.
4. Aufteilung des Kassenbestands,
Guthabens bei Kreditinstituten
Die Position Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten wird, soweit diese nicht wie im Punkt 1
beschrieben direkt zugeordnet werden kann, aufgrund des
prozentualen Verhältnisses der Summe aus den
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
und den sonstigen Verbindlichkeiten der einzelnen
Tätigkeiten zum Gesamtunternehmen aufgeteilt.
5. Aufteilung des Eigenkapitals
Das Eigenkapital ergibt sich aus den zugeordneten
Aktiv- und Passivposten.
AKTIVA
A. Anlagevermögen
Das Anlagevermögen ist anhand der
Berechnungsschritte 1 und 2 dargestellt. Es handelt sich im
Wesentlichen um Wirtschaftsgüter der Bereiche
Fahrzeuge, Datenverarbeitung und Immobilien.
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert
bilanziert. Etwaige Einzelwertberichtigungen und
Pauschalwertberichtigungen wurden direkt oder mittels
GuV-Schlüssel zugeordnet.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
betreffen im Wesentlichen Forderungen aus der
Verbrauchsabgrenzung.
Die Aufteilung der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände erfolgte nach den
Berechnungsschritten 1 bis 3.
Forderungen mit einer Restlaufzeit von über
einem Jahr sind wie im Vorjahr nicht enthalten.
II. Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten
Die Position Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten wurde vollständig im
Berechnungsschritt 4 anhand des Verhältnisses der
Verbindlichkeiten aufgeteilt.
C. Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet
geleistete Zahlungen, die Aufwendungen für
zukünftige Zeiträume betreffen. Die Aufwendungen
wurden geschlüsselt aufgeteilt.
PASSIVA
A. Eigenkapital
Das Eigenkapital wird als letzter Berechnungsschritt
(siehe 5. in den allg. Ausführungen) aus der Zuordnung
von Aktiv- und Passivposten ermittelt.
B. Rückstellungen
Die Aufteilung der sonstigen Rückstellungen
erfolgte nach den Berechnungsschritten 1 bis 3. Diese
beinhalten schwerpunktmäßig die
personalbezogenen Rückstellungen sowie
Rückstellungen für bestehende
Abrechnungsverpflichtungen.
C. Verbindlichkeiten
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Gesamtbetrag |
Restlaufzeit |
Gesamtbetrag |
Restlaufzeit |
|
|
bis zu 1 Jahr |
von mehr als 1
Jahr |
|
bis zu 1 Jahr |
von mehr als 1
Jahr |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
15 |
15 |
0 |
6 |
6 |
0 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
2 |
2 |
0 |
3 |
3 |
0 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| davon aus Steuern |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
17 |
17 |
0 |
9 |
9 |
0 |
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von
über fünf Jahren sind wie im Vorjahr nicht
enthalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen betreffen im Wesentlichen Lieferungen und
Leistungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen und die sonstigen Verbindlichkeiten
wurden nach den Berechnungsschritten 1 bis 3 den
Tätigkeiten zugeordnet.
Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnungen für die
Tätigkeitsbereiche leiten sich aus der
Kostenstellen-/Profitcenterrechnung des handelsrechtlichen
Jahresabschlusses ab.
Ein großer Teil der Aufwendungen und
Erträge wurde den Tätigkeiten direkt zugeordnet.
Aufwendungen der Personalkostenstellen wurden im
ersten Schritt direkt bzw. mittels verursachungsgerechter
Schlüssel, wie z.B. Tätigkeitsanalysen, den
Leistungsempfängern zugeordnet.
Die Umlage der verbleibenden Aufwendungen und
Erträge von den Kostenstellen auf die
Tätigkeitsbereiche erfolgt im SAP mit einem
Verrechnungsschema in Umlagezyklen mit mehreren Segmenten.
Der Umlageschlüssel je Segment wird in Form einer
statistischen Kennzahl jährlich neu bestimmt und im
SAP jahresbezogen hinterlegt.
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse aus dem Messstellenbetrieb sind
direkt zugeordnet. Die weiteren Umsatzerlöse sind
sowohl direkt zugeordnet als auch geschlüsselt.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden
geschlüsselt zugeordnet.
Materialaufwand
Die darin enthaltenen Pachtzahlungen an eins energie
in sachsen GmbH & Co. KG sind direkt zugeordnet. Die
weiteren Materialaufwendungen wurden sowohl direkt
zugeordnet als auch geschlüsselt.
Personalaufwand
Die Personalaufwendungen sind anhand der
Schlüsselung (auf Basis einer Tätigkeitsanalyse)
sowie über direkte Zuordnungen den Tätigkeiten
zugeordnet.
Abschreibungen
Die Abschreibungen sind aufgrund der
Schlüsselung (auf Basis einer Tätigkeitsanalyse)
den Aktivitäten zugeordnet. Bei den Abschreibungen
handelt es sich im Wesentlichen um Wirtschaftsgüter
der Bereiche Fahrzeuge und Datenverarbeitung.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die darin enthaltenen Dienstleistungen von eins
energie in sachsen GmbH & Co. KG sind sowohl
geschlüsselt als auch direkt zugeordnet. Darüber
hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen die
EDV-Aufwendungen, Versicherungen, Beratungsaufwendungen,
Schulungen, Fahrzeuge, Aufwendungen für Immobilien
etc. enthalten. Diese wurden sowohl anhand von
Schlüsseln aus der Tätigkeitsanalyse als auch
direkt zugeordnet.
Zinsergebnis
Die Zinsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsen
aus der Aufzinsung von Personalrückstellungen.
Sonstige Steuern
Hierunter werden Aufwendungen für Steuern des
Betriebsverbrauches, Grundsteuer sowie Kraftfahrzeugsteuer
ausgewiesen.
|