FuPro GmbH + Co KG

72290 Loßburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRA 737342
Eingetragen
30.11.2020

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FuPro GmbH + Co KG

Loßburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Stand am 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 213.301,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.007.235,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.718.646,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.208.444,22
4. Geleistete Anzahlungen 305.702,61
21.240.029,03
III. Finanzanlagen
Ansprüche aus Versicherungen 1.664.663,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.120.965,84
2. Unfertige Erzeugnisse 9.050.546,38
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.211.996,77
4. Geleistete Anzahlungen 244.597,50
30.628.106,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.601.724,08
2. Sonstige Vermögensgegenstände 569.971,36
4.171.695,44
III. Flüssige Mittel 3.977.750,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 330.225,10
D. Aktive latente Steuern 37.254,07
62.263.025,51

Passiva

Stand am 31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile
Kommanditisten 1.000.000,00
II. Rücklagen 33.027.517,12
34.027.517,12
B. Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung 4.920.707,52
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 958.363,12
2. Steuerrückstellungen 209.806,42
3. Sonstige Rückstellungen 4.539.014,42
5.707.183,96
D. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 199.157,03
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.748.578,33
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 14.096.763,33
4. Sonstige Verbindlichkeiten 562.968,27
17.607.466,96
E. Rechnungsabgrenzungsposten 149,95
62.263.025,51

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022
EUR
1. Umsatzerlöse 62.234.972,69
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.347.371,38
3. Sonstige betriebliche Erträge 6.780.365,34
72.362.709,41
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 31.394.170,15
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.614.674,44
33.008.844,59
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 22.261.811,16
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 4.544.372,36
26.806.183,52
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.531.098,96
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.107.462,22
-2.090.879,88
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7,31
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 121.471,79
-121.464,48
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,63
11. Ergebnis nach Steuern -2.212.343,73
12. Sonstige Steuern 109.823,74
13. Konzernjahresfehlbetrag -2.322.167,47
14. Verrechnung mit Rücklagen 2.322.167,47
15. Konzernbilanzgewinn 0,00

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Vorbemerkung

Der Konzernabschluss der FuPro GmbH + Co KG, Loßburg (Amtsgericht Stuttgart, HRA 737342), zum 31. Dezember 2022 wurde nach den geltenden Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die FuPro GmbH + Co KG, Loßburg, ist gemäß §§ 290 ff. HGB zum 31. Dezember 2022 erstmals zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet, da in den Vorjahren die Befreiung nach § 293 HGB in Anspruch genommen werden konnte.

Vorjahreszahlen werden nicht angegeben, da in der Vergangenheit kein Konzernabschluss aufgestellt wurden musste.

B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

Die Konzernmuttergesellschaft ist die FuPro GmbH + Co KG, Loßburg (kurz: FuPro).

Neben der Konzernmutter gehören sechs Inlandstochtergesellschaften sowie eine Tochtergesellschaft in Bulgarien dem Konsolidierungskreis an.

C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung

Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde.

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Mutterunternehmens bzw. des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022.

Die Kapitalkonsolidierung der vollkonsolidierten Unternehmen erfolgte nach der angelsächsischen Methode (Erwerbsmethode), die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert.

Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Hierbei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 und Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgte im Rahmen der erstmaligen Erstellung des Konzernabschlusses gemäß § 301 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Zeitpunkt der Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss zum 1. Januar 2022 (Erstkonsolidierungszeitpunkt).

Aus der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2022 ergab sich im Rahmen der Kapitalkonsolidierung ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 8.698. Dieser hat aufgrund der erwarteten (negativen) Ertragsentwicklung der betroffenen Tochtergesellschaften Fremdkapitalcharakter und wurde im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 3.777 erfolgswirksam aufgelöst.

Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 31. Dezember 2022 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis.

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung der konzerninternen Schuldverhältnisse im Jahresabschluss der einbezogenen Unternehmen wurden erfolgswirksam eliminiert.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen voll konsolidiert.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Anlageverkäufen sowie in Vorratsbeständen aus konzerninternen Lieferungen wurden, soweit vorhanden, eliminiert.

Die Abgrenzung von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert ausgewiesen.

Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanz der ausländischen Gesellschaft werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet.

D. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaft wurde der nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellte Jahresabschluss der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen und inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. zehn Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen einem und 21 Jahren. Erworbene geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen des Anlage- und Umlaufvermögens sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Die Ansprüche aus Versicherungen werden aus Gründen der Klarheit in einem separaten Posten innerhalb der Finanzanlagen ausgewiesenen und mit ihrem Rücknahmewert angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten zum Bilanzstichtag, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei die Bewertung auf Standardkosten basiert. Die Herstellungskosten enthalten Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Sonderkosten der Fertigung. Für Lager- und Verwertungsrisiken wurden Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 0,5 % gebildet.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) mittels der sogenannten "Projected Unit Credit-Methode" (PUC-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 1,7 % bei den Renten ausgegangen. Die Bewertung berücksichtigt eine unternehmensspezifische Fluktuationsrate von 0 %. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt.

Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre und beträgt zum Abschlussstichtag von 1,78 %.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 53 (Unterschiedsbetrag).

Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes werden im Personalaufwand gezeigt.

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgt nach dem zeitratierlichen Anwartschaftsbarwertverfahren. Der Barwert der Verpflichtung wurde unter Ansatz eines Rechnungszinssatzes von 1,44 % und einer unternehmensspezifischen Fluktuation von 9,0 % ermittelt.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes werden in den korrespondierenden Aufwandsposten gezeigt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive latente Steuern umfassen auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvortragsmöglichkeiten, sofern mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist. Aktive latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 HGB wurden nicht aktiviert. Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden mit latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen verrechnet und zusammengefasst ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Konzernabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

I. Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. In der Spalte "Stand am 1.1.2022" sind vor allem Zugänge aus erstmaliger Aufstellung des Konzernabschlusses enthalten. Aus Vereinfachungsgründen wird der Bruttoansatz gewählt und die ursprünglichen Anschaffungs-/Herstellungskosten sowie kumulierten Abschreibungen ausgewiesen.

2. Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

3. Latente Steuern

Im Falle eines Überhangs aktiver latenter Steuern auf Ebene der einbezogenen, an konzerneinheitliche Bilanzierungsvorschriften angepassten Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf die Aktivierung verzichtet. Des Weiteren werden latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen angesetzt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt entsprechend den gesetzlichen Vorschriften des § 274 und § 306 HGB.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt im Konzern auf Basis der landesspezifischen Ertragsteuersätze. Für einbezogene inländische Personenhandelsgesellschaften kommt ein Gewerbesteuersatz von 11,9 % bzw. 13,3 % zur Anwendung.

Im Geschäftsjahr ergaben sich aktive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 37.

1.1.2022 Veränderung 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern 34 3 37
Passive latente Steuern 0 0 0
Saldierte latente Steuern 34 3 37

4. Rücklagen

Der Posten enthält neben Rücklagen der Muttergesellschaft (TEUR 25.485) die thesaurierten Ergebnisse der Tochterunternehmen, die Effekte aus Konsolidierungsmaßnahmen sowie die aufgrund gesellschaftsrechtlicher Vorschriften auf Ebene des Mutterunternehmens mit den Rücklagen verrechneten Verluste (TEUR 7.543). Der Verlust des Mutterunternehmens wird im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses mit den Rücklagen verrechnet.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 2.011), sonstige Rückstellungen (TEUR 1.127), Gewährleistungen (TEUR 833) und Jahresabschlusskosten (TEUR 280).

6. Verbindlichkeiten

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen in Höhe von TEUR 14.097 Verbindlichkeiten aus Darlehensgewährung sowie Zinsen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 332
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 49
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 182
563

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen

2022
TEUR
Elektronik 23.723
Motoren 37.055
Übrige 1.457
62.235

Aufteilung nach geographischen Märkten

2022
TEUR
Inland 48.383
Europa 10.426
Übrige 3.426
62.235

2. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 398 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 66 enthalten. Darin sind keine unrealisierte Erträge enthalten.

Im Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 1.926 verbucht, die aus der finalen Abwicklung der Übernahme der AMKmotion GmbH + Co KG, Kirchheim unter Teck, durch die FuPro GmbH + Co KG, Loßburg, von der Zhongding Europe GmbH, Lohr am Main, resultieren. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2022 der im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2022 entstandene passive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 3.777 erfolgswirksam aufgelöst.

3. Personalaufwand

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 118 enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 24 ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 178. Darin sind keine unrealisierte Aufwendungen enthalten.

5. Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 24 Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

6. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen latenten Steuerertrag in Höhe von TEUR 3.

F. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Nachfolgend sind die Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden und an welchen die Gesellschaft direkt und indirekt beteiligt ist, aufgeführt.

Name Beteiligungsquote %
FuPro Verwaltungs GmbH, Loßburg 100
InnovatiQ GmbH + Co KG, Feldkirchen 100
InnovatiQ Verwaltungs GmbH, Feldkirchen 100
AMKmotion Elektroanlagen und Gerätebau GmbH + Co KG, Weida 100
AMK Drives and Controls EOOD, Gabrovo/Bulgarien 100
AMKmotion GmbH + Co KG, Kirchheim unter Teck 100
AMKmotion Verwaltungs GmbH, Kirchheim unter Teck 100

2. Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift § 264b HGB

Die FuPro GmbH + Co KG, Loßburg, sowie die InnovatiQ GmbH + Co KG, Feldkirchen, nehmen die Erleichterungsvorschriften des § 264b HGB hinsichtlich der Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch.

Die AMKmotion GmbH + Co KG, Kirchheim unter Teck, nimmt die Erleichterungsvorschriften des § 264b HGB hinsichtlich der Erstellung eines Lageberichts und der Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch.

Die AMKmotion Elektroanlagen und Gerätebau GmbH + Co KG, Weida, nimmt die Erleichterungsvorschriften des § 264b HGB hinsichtlich der Erstellung eines Anhangs und der Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch.

3. Personal

Die durchschnittliche Zahl der im Konzern während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2022
Anzahl
Angestellte 226
Gewerbliche Arbeitnehmer 305
Teilzeit- und Aushilfskräfte 19
550

Die Teilzeit- und Aushilfskräfte wurden in Höhe von 50 % miteinbezogen.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 509.

5. Ergänzende Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds beinhaltet Kassenbestände und Bankguthaben in Höhe von TEUR 3.978.

Der Posten sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus der erfolgswirksamen Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags (TEUR 3.777) sowie Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.064).

6. Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel

Der Differenzbetrag zwischen dem Konzernjahresergebnis des laufenden Jahres und dem Jahresergebnis der Muttergesellschaft wird in die Rücklagen eingestellt oder entnommen. Mehrergebnisse werden rücklagenerhöhend und Minderergebnisse werden rücklagenreduzierend berücksichtigt. Im Geschäftsjahr wurde der Konzernjahresfehlbetrag der FuPro GmbH + Co KG in Höhe von TEUR 2.322 mit den Rücklagen verrechnet.

Von dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen TEUR 0 für Ausschüttungen an die Gesellschafter zur Verfügung.

7. Organe des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung erfolgt durch die persönlich haftende Gesellschafterin der Muttergesellschaft der FuPro Verwaltungs GmbH, Loßburg, vertreten durch ihre Geschäftsführerinnen und den Geschäftsführer:

 

Michael Hehl (Sprecher der Geschäftsführung/Geschäftsführer Werksentwicklung der ARBURG GmbH + Co KG, Loßburg), Loßburg

 

Juliane Hehl Geschäftsführerin Marketing der ARBURG GmbH + Co KG, Loßburg), Loßburg

 

Renate Keinath (Geschäftsführerin Personal- und Sozialwesen der ARBURG GmbH + Co KG, Loßburg), Balingen

Die Geschäftsführerinnen und der Geschäftsführer haben keine Bezüge von einer Gesellschaft des Konzerns erhalten.

8. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 152.

9. Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2022 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

 

Loßburg, 19. Dezember 2023

FuPro GmbH + Co KG

vertreten durch

FuPro Verwaltungs GmbH

Geschäftsführung

Michael Hehl

Juliane Hehl

Renate Keinath

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 715.558,30 155.092,75 -13.271,22 3.726,00 853.653,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.675.554,11 2.775.959,12 1.595.805,54 23.065,00 18.024.253,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.362.846,89 284.514,99 68.772,78 3.846,06 11.712.288,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.863.131,20 1.747.443,72 89.157,47 342.898,42 7.356.833,97
4. Geleistete Anzahlungen 1.621.066,62 425.100,56 -1.740.464,57 0,00 305.702,61
32.522.598,82 5.233.018,39 13.271,22 369.809,48 37.399.078,95
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 250,00 0,00 0,00 250,00 0,00
2. Ansprüche aus Versicherungen 1.563.959,00 138.925,00 0,00 38.221,00 1.664.663,00
1.564.209,00 138.925,00 0,00 38.471,00 1.664.663,00
34.802.366,12 5.527.036,14 0,00 412.006,48 39.917.395,78
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 565.746,61 75.306,82 0,00 701,00 640.352,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.456.109,97 583.972,92 0,00 23.065,00 3.017.017,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.310.967,17 656.736,66 28.443,78 2.505,33 8.993.642,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.263.148,87 1.215.082,56 -28.443,78 301.397,90 4.148.389,75
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
14.030.226,01 2.455.792,14 0,00 326.968,23 16.159.049,92
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ansprüche aus Versicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
14.595.972,62 2.531.098,96 0,00 327.669,23 16.799.402,35
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 1.1.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 213.301,40 149.811,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.007.235,88 11.219.444,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.718.646,32 3.051.879,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.208.444,22 2.599.982,33
4. Geleistete Anzahlungen 305.702,61 1.621.066,62
21.240.029,03 18.492.372,81
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 0,00 250,00
2. Ansprüche aus Versicherungen 1.664.663,00 1.563.959,00
1.664.663,00 1.564.209,00
23.117.993,43 20.206.393,50

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
TEUR
Konzernjahresfehlbetrag -2.322
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.531
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -146
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -2.438
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -10.769
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.533
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -18
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -17.695
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -155
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 103
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.233
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -139
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.424
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 6.000
+ Einzahlungen aus Darlehensgewährung der Gesellschafter des Mutterunternehmens 14.000
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 20.000
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -3.119
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 7.097
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.978
Finanzmittelfonds
Flüssige Mittel 3.978
3.978

Konzerneigenkapitalspiegel im Geschäftsjahr 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens/Konzerneigenkapital
Kapitalanteile Rücklagen Konzernjahresfehlbetrag der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Konzernbilanzgewinn Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 1.1.2022 1.000.000,00 29.349.684,59 0,00 0,00 30.349.684,59
Einstellung in Rücklagen 0,00 6.000.000,00 0,00 0,00 6.000.000,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 -2.322.167,47 -2.322.167,47 -2.322.167,47
Verrechnung mit Rücklagen 0,00 -2.322.167,47 2.322.167,47 2.322.167,47 0,00
Stand am 31.12.2022 1.000.000,00 33.027.517,12 0,00 0,00 34.027.517,12

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Der Bericht stellt die Geschäftsentwicklung des Jahres 2022 der in die FuPro-Gruppe und damit der in den Konzernkreis der FuPro GmbH + Co KG, Loßburg, einbezogenen Unternehmen dar. Weiterhin wird ein Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023 gegeben.

Grundlagen des Konzerns und allgemeine Hinweise zum Gesamtverständnis

Die FuPro-Gruppe setzt sich aus den beiden Sparten "AMKmotion" sowie "InnovatiQ" zusammen; die Sparte AMKmotion spielt dabei eine dominierende Rolle. Sie ging aus der 2021 übernommenen Sparte "Drives & Automation" der AMK Arnold Müller GmbH + Co KG mit Sitz in Kirchheim unter Teck hervor.

Das seit der Übernahme unter AMKmotion GmbH + Co KG firmierende Unternehmen bietet Lösungen im Bereich elektrischer Antriebs-, Steuerungs- und industrieller Automatisierungstechnik an. Die Produktpalette umfasst insbesondere Servomotoren, intelligente Servoumrichter und SPS-Steuerungen. Als Entwickler und Hersteller von elektrischen Antriebssystemen versteht sich die AMKmotion als langfristiger Partner für den industriellen Maschinen- und Anlagenbau. Mit einem Umsatzanteil von über 75 % stellt Deutschland den mit Abstand wichtigsten Absatzmarkt dar. Die AMKmotion GmbH + Co KG bringt zwei weitere Tochtergesellschaften - davon eine im Inland und eine in Bulgarien ansässig - in die FuPro-Gruppe ein.

Weiteres Tätigkeitsfeld in der FuPro-Gruppe bildet die im Jahr 2020 übernommene InnovatiQ GmbH + Co KG, Feldkirchen. Das vormals unter German Rep Rap GmbH firmierende Unternehmen ist im Bereich der additiven Fertigung tätig. Sie entwickelt, produziert und verkauft 3D-Drucker mit Zubehör für den industriellen Einsatz. Darüber hinaus erbringt sie Dienstleistungen im Zusammenhang mit diesen Druckern. Zu den Zielbranchen der InnovatiQ zählen Prototypenbau, Medizintechnik, Automobilindustrie sowie Flugzeugbau. Wichtigster Absatzmarkt mit einem Umsatzanteil von über 70 % in 2022 stellt auch hier Deutschland dar.

Der Konzernabschluss der FuPro GmbH + Co KG wird erstmalig für das Jahr 2022 aufgestellt. In den Konzernabschluss werden als Mutterunternehmen die FuPro GmbH + Co KG, die AMKmotion Gruppe und die InnovatiQ einbezogen sowie die zugehörigen Verwaltungsgesellschaften. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Abschnitt "Sonstige Angaben" des Konzernanhangs aufgeführt.

Die AMKmotion als Entwickler und Hersteller von elektrischen Antriebssystemen versteht sich als langfristiger Partner für den industriellen Maschinen- und Anlagenbau. Der Anspruch des Unternehmens ist, seinen Kunden durch die Integration von individuellen und nachhaltigen Lösungen zur Technologieführerschaft zu verhelfen.

Auch bei InnovatiQ spielt die Erforschung und Entwicklung neuartiger Verfahren und Methoden im Bereich der additiven Fertigung eine wichtige Rolle. Als Erfinder des Liquid Additive Manufacturing (LAM), bei welchem flüssiges Silikon verarbeitet werden kann, und mit tiefgreifender Expertise im Filament-3D-Druck, ist es das Bestreben von InnovatiQ, seinen Kunden im industriellen 3D-Druck die Flexibilität zu bieten, die diese benötigen.

Entsprechend hohen Stellenwert hat der Bereich Forschung- und Entwicklung in den Unternehmen der FuPro-Gruppe.

Zur Steuerung des FuPro-Konzerns werden hauptsächlich die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Konzernjahresergebnis herangezogen.

Wirtschaftsbericht

Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2022 war unter anderem geprägt durch die Folgen der Corona-Pandemie sowie die Auswirkungen des Russland-Ukraine Konflikts.

Während im ersten Quartal 2022 noch die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich spürbar waren, traten ab dem zweiten Quartal 2022 die Folgen des im Februar begonnen russischen Angriffskriegs auf die Ukraine in den Vordergrund. Die Kriegshandlungen in der Ukraine, drastisch steigende Energiepreise und pandemiebedingt gestörte Wertschöpfungsketten führten zu einem im Vergleich zu 2021 verlangsamten Wachstum der Weltwirtschaft.

Der Maschinenbau, als Hauptabsatzmarkt der FuPro-Gruppe, zeigte sich nach Veröffentlichungen des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) in den relevanten Segmenten mit einem Umsatzwachstum von 9 % in 2022 stabil.

Das Geschäftsjahr 2022 war auch bei der FuPro-Gruppe betroffen von Lieferschwierigkeiten und wegen mangelnder Verfügbarkeit von Teilen verursachte Preissteigerungen. Die Sicherstellung der Lieferfähigkeit und der Vermeidung von Produktionsstillständen bei den Kunden waren und sind oberstes Ziel. In 2022 konnte das trotz aller Widrigkeiten erreicht werden. Ein dafür notwendiger Anstieg der Lagerbestände musste in Kauf genommen werden. Im Jahr 2023 hat sich die Liefersituation entspannt, die Lagerbestände bleiben zunächst weiterhin auf hohem Niveau.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Konzernumsatz beläuft sich auf EUR 62,2 Mio., hiervon entfallen rund 60 % auf den Tätigkeitsbereich Motoren und weitere 38 % auf Elektronikkomponenten, während die verbleibenden 2 % übrigen Tätigkeitsbereichen zuzuordnen sind. 78 % der Konzernumsätze wurden im Inland realisiert, während weitere 17 % auf das europäische Ausland entfallen und die verbleibenden 5 % in Märkten außerhalb Europas erzielt wurden. Auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Lage konnte kein positives Konzernergebnis realisiert werden.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Ertrag in Höhe von EUR 1,9 Mio. enthalten, der aus der Abwicklung der im Kaufvertrag mit der AMK Holding geregelten Ausgleichzahlungen zurückzuführen ist. Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen EUR 3,8 Mio. aus der Auflösung des im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2022 entstandenen passiven Unterschiedsbetrags enthalten.

Die Materialaufwendungen in Höhe von EUR 33,0 Mio. waren im Berichtsjahr von stark gestiegener Beschaffungskosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für Energie geprägt. Ein weiterer kostenseitiger Schwerpunkt waren die Personalaufwendungen in Höhe von EUR 26,8 Mio., welche Löhne und Gehälter sowie gesetzliche Sozialaufwendungen der beschäftigten Arbeitnehmer beinhalten. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen belaufen sich im Jahr 2022 auf insgesamt EUR 2,5 Mio. und betreffen hauptsächlich Abschreibungen auf Gebäude sowie Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 12,1 Mio. sind insbesondere Aufwendungen für Mieten und Pachten in Höhe von EUR 0,4 Mio., EDV-Aufwendungen in Höhe von EUR 1,9 Mio., Vertriebsaufwendungen in Höhe von EUR 1,5 Mio., Aufwendungen für Instandhaltung und Reinigung in Höhe von EUR 1,2 Mio., des Weiteren Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 2,0 Mio., und sonstige übrige Aufwendungen in Höhe von EUR 4,7 Mio. enthalten. Letztere beinhalten wiederum EUR 0,8 Mio. an Entwicklungsaufwendungen und EUR 2,2 Mio. an Aufwendungen für Leiharbeiter und Fremdarbeiten.

Insgesamt wurde aufgrund der beschriebenen Herausforderungen in 2022 ein Konzernjahresfehlbetrag von EUR 2,3 Mio. erzielt.

Die Vermögensseite des Konzerns setzt sich zusammen aus Anlagevermögen mit EUR 23,1 Mio., Vorratsvermögen mit EUR 30,6 Mio., Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit EUR 4,2 Mio. sowie liquiden Mitteln in Höhe von EUR 4,0 Mio. Zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit wurden die Vorräte unterjährig deutlich erhöht.

Demgegenüber weist die Passivseite ein Eigenkapital in Höhe von EUR 34,0 Mio. aus, Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung mit EUR 4,9 Mio., Rückstellungen mit EUR 5,7 Mio. und Verbindlichkeiten in Höhen von EUR 17,6 Mio. In den Verbindlichkeiten sind Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 14,0 Mio. enthalten.

Im Geschäftsjahr 2022 sind die liquiden Mittel um EUR 3,1 Mio. auf EUR 4,0 Mio. gesunken. Dabei betrug der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit EUR -17,7 Mio., während aus der Investitionstätigkeit ein Cashflow in Höhe von EUR -5,4 Mio. resultierte. Durch Eigenkapitalzuführungen und Einzahlungen der Gesellschafter des Mutterunternehmens betrug der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit EUR 20,0 Mio.

Deutlicher Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag im Jahr 2022 in der Instandsetzung, Erweiterung und Sanierung der betrieblich genutzten Grundstücke und Gebäude in Kirchheim sowie die entsprechende Modernisierung der Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Chancen- und Risikobericht

Am Absatzmarkt bestand und besteht noch immer eine hohe Abhängigkeit von einem einzigen Kunden. Neben der Abhängigkeit von diesem Kunden wird darin allerdings vor allem die Chance gesehen, mit dem Kunden mitzuwachsen und von dessen Stärke zu profitieren.

Risiken bestehen insbesondere in der nach wie vor hohen Inflation und einer damit einhergehenden Verteuerung der Fertigungsmaterialien sowie deutlich steigenden Löhnen und Gehältern. Hinzu kommen Risiken aus Lieferengpässen und -verzögerungen bei unseren Lieferanten.

Die politischen Spannungen mit Russland in Folge des Russland-Ukraine-Konflikts sowie zwischen den USA und China stellen nach wie vor ein gesamtwirtschaftliches Risiko dar, welches großen Einfluss auf die Entwicklung des Absatzmarktes hat und eine Prognose erschwert.

Neben der Neubesetzung auf Geschäftsführungsebene im Teilkonzern AMK motion im Geschäftsjahr 2021 wurden zahlreiche weitere Stellen sowohl auf Leitungsebene als auch in den Organisationseinheiten im Vorjahr neu besetzt, um eine erfolgreiche Weiterentwicklung der FuPro-Gruppe zu ermöglichen.

Hinsichtlich des erheblichen Finanzierungsbedarfs der Unternehmen innerhalb der FuPro-Gruppe besteht eine Abhängigkeit von den Gesellschaftern der FuPro-Gruppe. Durch das weitere Bestreben der Gesellschafter, die Gruppe zu innovativen und zukunftsorientierten Unternehmen auszubauen, ist die Finanzierung weiterhin gesichert.

Das bedeutendste Risiko liegt nach unserer Einschätzung neben der Bewältigung der Beschaffungsengpässe darin, dass Kunden neben dem Hauptkunden nicht das notwendige Vertrauen für eine langjährige Partnerschaft zurückgewinnen. Chancen werden vor allem darin gesehen organisatorische und prozessuale Verbesserungen umzusetzen und dadurch die Ertrags- und Innovationskraft der Unternehmen mittel- und langfristig zu steigern.

Ausblick

Zur Umsetzung der nachhaltigen Wachstumsstrategie der FuPro ist ein kontinuierlicher Ausbau von Bestands- und Neukunden notwendig. Die dazu benötigten Investitionen in Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, IT-Systeme und Mitarbeiter muss in den nächsten Jahren erfolgen, was einen erhöhten Bedarf an liquiden Mitteln bedeutet und das Ergebnis entsprechend belasten wird.

Die erhöhten Beschaffungskosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die hohen Energiepreise und die anhaltende allgemeine Inflation werden auch in 2023 ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld darstellen. Die durch die Corona-Pandemie bereits verschärfte Situation bei Seltenen Erden und darauf basierender Vorprodukte hat sich durch den Ukraine-Krieg weiter verschärft. Preise gehen deutlich nach oben. Auch Elektronikkomponenten jeglicher Art sind von enormen Preissteigerungen sowie Lieferengpässen in einem nie dagewesenen Ausmaß betroffen. Diesem Umstand muss durch eine höhere Lagerhaltung sowie längerfristige Beschaffungen und auch Preisanpassungen auf Kundenseite begegnet werden. Die zu erwartenden Steigerungen im Bereich der Personalkosten verschärfen die Lage.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir einen leicht rückläufigen Konzernumsatz und ein Konzernjahresfehlbetrag deutlich unter Vorjahresniveau.

Im Vergleich zu 2022 gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von deutlich geringeren Umsätzen sowie weiterhin einem deutlichen Konzernjahresfehlbetrag aus, wobei dieser durch die Finanzierungszusage der Gesellschafter gedeckt ist.

Den Mitarbeitern der FuPro-Gruppe danken wir für die gute Arbeit, die im Unternehmen geleistet wird, und wünschen weiterhin viel Erfolg.

 

Loßburg, 19. Dezember 2023

FuPro GmbH + Co KG

vertreten durch

FuPro Verwaltungs GmbH

Geschäftsführung

Michael Hehl

Juliane Hehl

Renate Keinath

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FuPro GmbH + Co KG, Loßburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der FuPro GmbH + Co KG, Loßburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FuPro GmbH + Co KG, Loßburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Komplementärin für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Komplementärin sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Komplementärin verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter der Komplementärin dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter der Komplementärin verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Komplementärin verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern der Komplementäre angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern der Komplementärin dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern der Komplementärin angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern der Komplementärin dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern der Komplementärin zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 20. Dezember 2023

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Christoph Brauchle, Wirtschaftsprüfer

Thomas Epple, Wirtschaftsprüfer

Angabe gemäß § 328 HGB

Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der FuPro GmbH + Co KG, Loßburg, für das Geschäftsjahr 2022 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 20. Dezember 2023 gebilligt worden.

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