Postbank Finanzberatung AG

Lubahnstraße 2, 31789 Hameln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 200614
Vorher
Bundeshöhenzug 57. V V AG
Eingetragen
19.1.2006
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und Anstrichmitteln
Gegenstand
Organisation und Koordinierung eines Vertriebes selbständiger Handelsvertreter, die Produkte und Dienstleistungen der Deutsche Bank Aktiengesellschaft, der BHW Bausparkasse Aktiengesellschaft, sonstiger Unternehmen der Deutsche Bank-Gruppe und deren Kooperationspartner vermitteln und Beratungsdienstleistungen im Bereich der Vermögensanlage erbringen, sowie die Vermittlung nicht bankbezogener Produkte und Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karin Schwartz
seit 12.3.2024
Prokura
Vorstandsmitglied
Ina Freymann
seit 17.7.2023
Vorstandsmitglied
Prokura
Frank Weigmann
seit 8.8.2019
Prokura
Lars Peinemann
seit 8.8.2019
Prokura
Vorstandsmitglied
Florian Schüler
seit 7.1.2019
Vorstandsmitglied
Henry Buchholz
seit 27.4.2018
Prokura
Florian Elsner
seit 21.7.2017
Prokura
Uwe Kleinert
seit 23.10.2006
Prokura
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Postbank Finanzberatung AG

Hameln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Geschäftstätigkeit, wichtige Produkte und Dienstleistungen

Die Postbank Finanzberatung AG (nachfolgend PB Finanzberatung genannt) gehört zu den großen bankgestützten mobilen Finanzvertrieben in Deutschland. Sie hat sich auf die Kernkompetenzen rund um das Thema "4 Wände" konzentriert. Die Angebotspalette umfasst Beratungsdienstleistungen zu Bausparen und Baufinanzierungen und darüber hinaus auch zu Versicherungen, Girokonten, Privatkrediten sowie - über das Tochterunternehmen Postbank Immobilien GmbH - auch die Vermittlung von Immobilienkäufen und -verkäufen im Kundenauftrag.

Steuerungssystem der Postbank Finanzberatung

Die Steuerung innerhalb der PB Finanzberatung basiert auf einem integrierten, konsistenten und konzerneinheitlichen Steuerungssystem. Es verbindet Zielsetzung, Planung, operative Steuerung, Erfolgsmessung und Vergütung miteinander. Ziel dieses Steuerungsansatzes ist die Optimierung des Vertriebs, der im Konzernkreis angebotenen Produkte sowie die Optimierung von Rentabilität.

Wesentliche Steuerungsgröße für eine Vertriebsgesellschaft ist der Absatz der Produkte, wobei in der PB Finanzberatung der Vermittlung von Baufinanzierungen und dem Bausparneugeschäft besondere Bedeutung beigemessen wird. Als weiteres Steuerungselement steht ein stringentes Kostenmanagement, besonders das Verhältnis des Verwaltungsaufwands zu den Nettoerträgen (Cost-/ Income-Ratio) im Fokus der Gesellschaft. Im weiteren Verlauf werden daher als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren Kennziffern zum Neugeschäftsvolumen Baufinanzierungen und Bausparen sowie die Cost- / Income-Ratio (CIR) dargestellt. Bei der Ermittlung der CIR werden die Verwaltungskosten (Personalaufwand und Sachkosten) ins Verhältnis zum Nettoprovisionsüberschuss und der übrigen Erträge inkl. Beteiligungsergebnis gesetzt.

Wirtschaftsbericht

Die Weltwirtschaft

Wirtschaftswachstum (in %) 1 2023 2 2022 3 Haupttreiber
Weltwirtschaft 3,1 3,4 Im Jahr 2023 büßte die Weltwirtschaft leicht an Dynamik ein. Obwohl die Inflation ihren Höhepunkt erreicht hat, setzte das hohe Preisniveau die Nachfrage der privaten Haushalte weiterhin unter Druck. Auch die straffere Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation dämpfte die Entwicklung der Weltwirtschaft.
Industrieländer 1,6 2,6 In den Industrieländern zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen. Während sich die US-Wirtschaft Ende 2023 als widerstandsfähig erwies, verzeichnete die Wirtschaft der Eurozone bereits einen deutlichen Abschwung. Die Zentralbanken behielten die Höchstzinssätze bei und signalisierten ihre Absicht, bei der Geldpolitik auch künftig einen datenorientierten Ansatz zu verfolgen. Die Inflationsraten gingen weiter zurück, lagen zum Jahresende jedoch nach wie vor über den Zielwerten der Zentralbanken.
Eurozone 0,5 3,4 Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone schwächte sich in der zweiten Jahreshälfte 2023 ab. Der private Konsum wurde weiterhin durch den Kaufkraftverlust beeinträchtigt, auch wenn sich die Inflation deutlich abschwächte. Der Arbeitsmarkt war stabil, da Unternehmen an ihren Mitarbeitern festhielten. Die EZB beließ ihren Leitzins im vierten Quartal 2023 unverändert.
Davon: Deutschland -0,3 1,8 Die deutsche Wirtschaft schwächte sich bis zum Jahresende 2023 weiter ab, während sie zuvor mehr oder weniger stagnierte. Der private Konsum blieb schwach, obwohl die Auswirkungen der Inflation nachgelassen hatten. Der Arbeitsmarkt erwies sich weiterhin als robust, und das Lohnwachstum konnte den Kaufkraftverlust bereits teilweise ausgleichen.

1 Jährliches reales BIP-Wachstum (in % im Vergleich zum Vorjahr). Quellen: Nationale Behörden, sofern nicht anders angegeben.
Quelle : Deutsche Bank Research
3 Einige Wirtschaftsdaten für 2022 wurden von den Statistikämtern aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie überarbeitet. Daher können diese Daten von den zuvor veröffentlichten abweichen.

Umfeld Bankenbranche

31.12.2023
Wachstum im Jahresvergleich (in %) Kredite an Unternehmen Kredite an Haushalte Einlagen von Unternehmen Einlagen von Haushalten Haupttreiber
Eurozone -0,1 0,2 -0,5 1,2 Nach dem zuvor beobachteten Aufschwung kam das Kredit- und Einlagengeschäft mit Unternehmen und Haushalten aufgrund von deutlich höheren Zinssätzen im Wesentlichen zu einem Stillstand, wodurch die Volumen im Jahresverlauf weitgehend unverändert blieben. Die Einlagen von Unternehmen waren etwas schwankungsanfälliger als andere Kategorien.
Davon: Deutschland 1,0 0,7 1,4 2,2 Das Geschäft mit Immobilienfinanzierungen ging deutlich zurück und verzeichnete das schwächste Ergebnis seit 2012. Dennoch konnten trotz der starken Zinserhöhungen nach wie vor weitestgehend positive Werte verzeichnet werden. Diese Entwicklung führte auch zu einem Rückgang der Kreditvergabe an Haushalte. Gleichermaßen fiel das Wachstum der Kredite an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften auf einen langjährigen Tiefstand, wodurch die Volumen im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert blieben. Auch die ausstehenden Einlagen des Privatsektors stagnierten im Berichtsjahr größtenteils.

Deutscher Immobilienmarkt 2023 sowie Neugeschäft Bausparen und Baufinanzierung

Die weiterhin herausfordernden makroökonomischen Bedingungen wirkten sich auch 2023 auf den deutschen Immobilienmarkt aus. Im Berichtsjahr sank das BIP um 0,3 %. Die im ersten Halbjahr noch erhöhte Inflation (hauptsächlich getrieben durch Lieferengpässe sowie die lockere Geld- und Fiskalpolitik) ging im zweiten Halbjahr wieder zurück. Im Jahresdurchschnitt 2023 betrug die Inflationsrate 6,0 %.

Nach den Zinsschritten der EZB im Jahr 2022 folgten auch 2023 weitere Leitzinserhöhungen. Hatte der Zinssatz für das Hauptrefinanzierungsgeschäft zum Jahresende 2022 noch bei 2,5 % gelegen, wurde er im Laufe des Berichtsjahres mit insgesamt vier Zinserhöhungen auf 4,5 % erhöht. Dies wirkte sich auch auf die Immobilienfinanzierungszinssätze aus.

Bezahlbarer Wohnraum stellt in Deutschland nach wie vor eine massive soziale Herausforderung dar. Die Bundesregierung konnte ihr Ziel von 400.000 neu gebauten Wohnungen auch im zurückliegenden Jahr nicht erreichen. Eine Prognose vom Verband "Die Wohnungswirtschaft Deutschland" erwartet für 2023 etwa 242.000 fertiggestellte Wohnungen. Dies bedeutet sogar einen weiteren Rückgang im Vergleich zu 2022 mit 295.300 fertiggestellten Wohnungen.

Das Zinsumfeld wirkte sich 2023 wie bereits im Vorjahr positiv auf das Bausparneugeschäft der Branche aus. Bausparen als Zinssicherungsinstrument gewinnt weiter an Relevanz. Der Verband der privaten Bausparkassen erwartet für 2023 ein Plus von ca. 15 % bei der Bausparsumme und der Anzahl neuer Verträge. Auch bei den Landesbausparkassen war 2023 ein Wachstum des Bausparneugeschäfts von 7,7 % zu verzeichnen. Trotz der positiven Entwicklung verlor das Wachstum im Vergleich zu 2022 etwas an Tempo.

Das Neugeschäft der Kreditinstitute bei Baufinanzierungen wurde dagegen durch das steigende Zinsniveau im Berichtsjahr weiter belastet. Der durchschnittliche Zinssatz für Wohndarlehen lag im November 2023 bei 3,9 %. Die Zinserschwinglichkeit von Wohneigentum lag gemäß DB Research auf einem ähnlich hohen Niveau wie 2022. Die Hauspreise fielen 2023 laut dem Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) hingegen um rund 6 %. Hieraus ergab sich ein weiter rückläufiges Baufinanzierungsneugeschäft. Der Rückgang fiel jedoch nicht so gravierend aus wie im Vorjahr. Insgesamt wurden von Januar bis November 2023 private Wohnungsbaukredite im Volumen von rund 149 Mrd € vergeben gegenüber rund 244 Mrd € im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Geschäftsverlauf der Postbank Finanzberatung AG

Die PB Finanzberatung im Geschäftsjahr 2023

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Folgen des Ukraine-Konflikts, der Entwicklung der Energiepreise, der gestiegenen Inflationsraten und nicht zuletzt der erhöhten Zinssätze war das Geschäftsjahr 2023 der PB Finanzberatung mit erheblichen Unsicherheiten und wirtschaftlich schlechten Rahmenbedingungen behaftet.

Diese gestiegenen Unsicherheiten haben zu einer deutlich geringeren Nachfrage nach Immobilien und somit auch nach Finanzierungslösungen geführt. Dies hatte zur Folge, dass sich die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 180,9 Mio. € um 27,4 % gegenüber dem Vorjahr verminderten (Vorjahr 249,2 Mio. €).

Das vermittelte Neugeschäft für Baufinanzierungen wird mit rd. 2,3 Mrd. € im Berichtsjahr nach einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr (2022: 4,3 Mrd. €) um 46,5 % niedriger ausgewiesen. Dabei wirkt sich die starke Unsicherheit am Markt aufgrund der gestiegenen Zinsen sowie Inflationsraten unmittelbar auf die Nachfrage nach Baufinanzierungen aus. Das Ratenkreditvolumen wird mit rd. 171 Mio. € im Berichtsjahr nach einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr (2022: 315 Mio. €) um 45,7 % niedriger ausgewiesen.

Das Brutto-Absatzvolumen im Produktfeld Bausparen wird mit rd. 4,3 Mrd. € im Berichtsjahr nach einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr (2022: 5,4 Mrd. €) um 20,3 % niedriger ausgewiesen.

Im Versicherungsgeschäft erfolgte zum 01.01.2023 ein Produktgeber-Wechsel zur Zürich Beteiligungs- Aktiengesellschaft. Das Versicherungsgeschäft entwickelte sich im klassischen Lebensversicherungsgeschäft mit rd. 131,3 Mio. € im Berichtsjahr rückläufig. Das baufinanzierungsunterlegte Gruppenversicherungsgeschäft wird mit 344,0 Mio. € im Berichtsjahr nach einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr (2022: 414,1 Mio. €) um 16,9 % niedriger ausgewiesen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PB

Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg zum Ende des Geschäftsjahres 2023 um 9,8 Mio. € auf 197,8 Mio. € (Vorjahr 187,9 Mio. €). Dies entspricht einem Anstieg von 5,2% und ist insbesondere auf höhere Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Konzernverbundes zurückzuführen.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich zum 31. Dezember 2023 um 10,0 Mio. € auf 192,9 Mio. € gegenüber 182,9 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der technischen Umstellung der bilanziellen Abbildung der konzerninternen Abrechnungsprozesse und war von temporärer Natur. Die Guthaben bei Kreditinstituten verminderten sich mit einem Jahresendsaldo von 113,6 Mio. € um 8,6 % gegenüber dem Vorjahresniveau von 124,3 Mio. €.

Auf der Passivseite der Bilanz verminderten sich die Rückstellungen zum Ende des Geschäftsjahres 2023 um rund 24,0 Mio. € auf 60,5 Mio. €. Ursächlich hierfür waren Wertzuwächse im CTA-Vermögen zur Ausfinanzierung der Pensionsverpflichtungen.

In den sonstigen Rückstellungen reduzierte sich der Ausweis um 9,8 Mio. € im Wesentlichen aufgrund planmäßiger Inanspruchnahmen von Rückstellungen des Projekts JUMP! sowie durch Rückstellungsverbräuchen von Vorruhestands- und anderen Personalrückstellungen.

Korrespondierend zu den Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen stichtagsbedingt an.

Finanz- und Liquiditätslage

Das bilanzielle Eigenkapital der PB Finanzberatung belief sich zum 31. Dezember 2023 wie im Vorjahr auf 85,8 Mio. €. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 43,4 % (Vorjahr: 45,7 %).

Die Liquidität der PB Finanzberatung war im Berichtsjahr stets gewährleistet. Die Gesellschaft verfügte am Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von 113,6 Mio. € (Vorjahr 124,3 Mio. €).

Ertragslage

Die PB Finanzberatung schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Ergebnis vor Gewinnabführung/Verlustübernahme von 20,9 Mio. € (Vorjahr: -9,8 Mio. €). Während im Vorjahr noch Bewertungs- und Zinseffekte der Pensionsverpflichtungen infolge der gestiegenen Inflationserwartungen zu einem negativen Ergebnis führten, ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 aus einer normalisierten Inflationserwartung entsprechende Entlastungen.

Die Cost-/ Income-Ratio (CIR) betrug 84,1 % nach 52,8 % im Vorjahr. Nachfolgend wird die Entwicklung einzelner Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung näher erläutert.

Umsatzerlöse

Die Umsätze umfassen die Umsätze aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit und sämtliche Umsätze aus der Vermittlung von Produkten sowie aus Erbringung von Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse gingen um 27,4 % zurück auf 180,9 Mio. € (Vorjahr 249,2 Mio. €).

Umsatzerlöse 2023 2022
Mio. € % Mio. € %
Bausparen 69,4 38,4 77,0 30,9
Darlehensgeschäft 71,1 39,3 117,7 47,2
Versicherungsgeschäft 9,3 5,1 22,0 8,8
Übrige Produkte/Sonstige Provisionen 7,5 4,2 7,8 3,1
Kostenerstattungen/ Servicepauschalen 23,6 13,0 24,7 9,9
Summe Umsatzerlöse 180,9 100,0 249,2 100,0

Die Entwicklung korrespondiert im Wesentlichen mit der Neugeschäftsentwicklung. Während im Baufinanzierungsgeschäft branchenweit erhebliche Rückgänge aufgrund der Unsicherheiten durch die Kostensteigerungen sowie dem im Vergleich mit den Vorjahren deutlich höheren Zinsniveau zu verzeichnen waren, zeigte sich auch im Bausparen eine Kundenzurückhaltung, da sich der Vertrieb in der Vergangenheit stark auf Verträge mit konkreter Finanzierungsabsicht bezog. Auch im Versicherungsgeschäft konnten die Erträge nach einem Wechsel des Produktgebers zum Jahresbeginn 2023 noch nicht wieder an das Vorjahr anknüpfen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 9,4 Mio. € gegenüber 2,1 Mio. € im Vorjahr beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung aus Rückstellungen.

Materialaufwand/ Provisionsaufwand

Der Aufwand für bezogene Leistungen (Provisionsaufwand) verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 23,4 % von 172,7 Mio. € auf 132,4 Mio. € im Geschäftsjahr 2023. Die Veränderung korrespondiert mit der Entwicklung der Umsatzerlöse aus Vermittlungstätigkeit. Die Provisionsauszahlungsquote (pay-out-Ratio) betrug im Berichtsjahr 84,1 % (Vorjahr: 76,9 %).

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen inklusive Sozialabgaben und Löhnen und Gehälter entwickelten sich im Berichtsjahr deutlich von 37,3 Mio. € im Vorjahr auf 12,6 Mio. €. Ursächlich für den starken Rückgang waren insbesondere erheblich geringere Aufwendungen für Altersversorgung und soziale Abgaben, die sich im Berichtsjahr signifikant von 22,3 Mio. € auf einen Ertrag von 1,6 Mio. € verminderten. Die Löhne verminderten sich hingegen moderat um 5,0 % auf 14,2 Mio. € (Vorjahr: 15,0 Mio. €).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr insgesamt 39,7 Mio. € nach 29,3 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Konzernverrechnungen zurückzuführen.

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

In 2023 wurden vom Tochterunternehmen PB Immobilien GmbH gemäß Ergebnisabführungsvertrag insgesamt 4,0 Mio. € nach 9,2 Mio. € im Vorjahr vereinnahmt.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis hat sich im Berichtsjahr mit +11,6 Mio. € gegenüber -30,8 Mio. € im Vorjahr deutlich verbessert. Die Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus Zinseffekten für Pensionsrückstellungen und die Bewertung des Planvermögens, die im Zinsergebnis ausgewiesen werden. Während im Vorjahr noch aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus und der gestiegenen Inflationserwartungen Aufwendungen entstanden waren, wurden im Berichtsjahr infolge der wieder gesunkenen Inflationserwartungen gegenläufige Erträge verzeichnet.

Jahresergebnis

Die dargestellte Entwicklung der Ertragslage führt zu einem Ergebnis vor Steuern und Gewinnabführung in Höhe von 21,1 Mio. €; im Vorjahr belief sich der Vergleichswert auf -9,8 Mio €.

Gemäß Gewinnabführungsvertrag mit BHW GfW wird das Ergebnis vollständig an die GfW abgeführt (Vorjahr: vollständig übernommen).

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt war die Prognose des Vorjahres zur Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aufgrund der Folgen des Ukraine-Konflikts, der Entwicklung der Energiepreise, der gestiegenen Inflationsraten und nicht zuletzt der erhöhten Zinssätze erneut mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

Vor diesem Hintergrund wurde im Vorjahr für den bedeutsamen Leistungsindikator "Neugeschäft Baufinanzierung" bereits ein deutlicher Rückgang prognostiziert, der nicht vollumfänglich durch Baufinanzierungen im Kontext energetische Sanierungen zu kompensieren war. Insgesamt blieb die Neugeschäftsentwicklung spürbar hinter den Erwartungen zurück.

Für den bedeutsamen Leistungsindikator "Neugeschäft Bausparen" wurde im Vorjahr mit einer großen Nachfrage und damit verbunden mit einer bedeutsamen Steigerung der Vertriebsleistung gerechnet. Während in der Branche auch Zuwächse im Bausparneugeschäft erzielt wurden, konnte die Gesellschaft nicht an dem Branchentrend teilhaben. Vielmehr waren im Vertrieb überwiegend Verträge mit konkreter Finanzierungsabsicht angeboten worden, so dass sich der Absatz nicht vollständig von der schwachen Entwicklung im Baufinanzierungsgeschäft abkoppeln ließ. Folglich wurde die Prognose im Vorjahr deutlich verfehlt.

Darüber hinaus wurden eine stabile Vermögens- und Finanzlage mit einer jederzeit gegebenen Liquidität sowie eine stabile Ergebnisentwicklung bei annähernd gleichbleibender Cost-/ Income-Ratio prognostiziert. Da die Liquidität im Berichtsjahr jederzeit in ausreichendem Maß vorhanden war und auch die Vermögens- und Finanzlage weiterhin geordnet sind, wurden die diesbezüglichen Prognosen voll erfüllt. Die Ergebnisentwicklung entwickelte sich mit einem Ergebnis vor Steuern und Gewinnabführung mit +21,1 Mio. € gegenüber -9,8 Mio. € im Vorjahr hingegen deutlich besser als erwartet. Allerdings wurde das Ergebnis auch durch die Zins- und Bewertungseffekte in der Altersvorsorge positiv beeinflusst, was in der Höhe nicht vorherzusehen war.

Risikobericht

Risikoorganisation und Zielsetzung

In Ausübung der Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der PB Finanzberatung bedient sich der Vorstand einerseits der internen Abteilungen sowie andererseits der ausgelagerten Risikomanagement-Funktionen innerhalb des DB AG Konzerns.

Das Risikomanagement wird in Abhängigkeit von den Risikoarten durch unterschiedliche Verantwortungsbereiche abgedeckt. Für die Steuerung der operationellen Risiken ist die PB Finanzberatung in das operationelle Risikomanagement der DB AG eingebunden. Hierfür wurden ein Operational-Risk- Komitee (ORK) eingerichtet und verantwortliche Operational-Risk-Manager (ORM+ und ORM) benannt.

Die Bewertung von Ausfall-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken erfolgt durch den Bereich Risikocontrolling. Die weiteren Risikofelder, insbesondere das Management operationeller Risiken, werden zentral durch die Abteilung Providersteuerung und Compliance koordiniert.

Die Verantwortung für das operative Management der Einzelrisiken liegt in den dafür zuständigen Geschäftsbereichen.

Darüber hinaus nimmt die Konzern-Revision eine prozessunabhängige Überwachungsfunktion wahr. Sie führt im Auftrag des Vorstands der PB Finanzberatung Prüfungen in sämtlichen Unternehmensbereichen durch. Neben der Ordnungsmäßigkeit und der Funktionssicherheit der Prozesse und Systeme beurteilt sie insbesondere die Wirksamkeit und die Angemessenheit des internen Kontrollsystems sowie des Risikomanagements im Allgemeinen. Die unabhängige Interne Revision der DB AG gewährleistet einheitliche Standards für die Risikobewertung für alle wesentlichen Risikoarten. Sie berichtet direkt an den Vorstand der PB Finanzberatung.

Ziel ist es, ein Risikofrüherkennungssystem zum Aufzeigen potenzieller Risikofelder zur Verfügung zu stellen sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems zu gewährleisten. Folgende Risikoarten sind grundsätzlich zu unterscheiden:

Ausfallrisiken

Marktpreisrisiken

Liquiditätsrisiken

Operationelle Risiken (inkl. Rechtsrisiken)

sonstige Risiken

Weitere Risikoarten sind nicht erkennbar bzw. von untergeordneter Bedeutung.

Adressausfall- und Marktpreisrisiken

Adressausfallrisiken und Marktpreisrisiken haben bei der PB Finanzberatung keine wesentliche Relevanz. Die Liquidität aus erwirtschafteten Einnahmeüberschüssen wird kurzfristig als Tages- und/ oder Termingeld im DB AG Konzern angelegt, so dass keine nennenswerten Marktpreis-/Zinsänderungsrisiken bestehen. Die Gesellschaft vergibt zudem keine Kredite, sondern leistet lediglich Provisionsvorauszahlungen an ihre Vermittler. Das Risiko, dass Vorauszahlungen nicht zurückgezahlt werden können, wird laufend analysiert. Im Geschäftsjahr 2023 waren keine Wertberichtigungen erforderlich.

Die Liquiditätsanlagen in Form von Tages- und Termingeldern sowie auf Konten in laufender Rechnung bei Instituten der DB AG Gruppe werden angesichts der konzerninternen Anlage vom Grundsatz her als nur gering risikobehaftet eingeschätzt. Währungsrisiken aus Liquiditätsanlagen bestehen für die PB Finanzberatung nicht.

Liquiditätsrisiken

Die Gewährleistung, den Zahlungsverpflichtungen insgesamt zeitgerecht und in vollem Umfang nachkommen zu können, obliegt den Teams innerhalb des Finanzmanagements. Sie wird instrumentell unterstützt durch eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung, in der alle zukünftigen Liquiditätsströme (Bruttobetrachtung) aus dem gesamten Wert- und Betriebsbereich der PB Finanzberatung AG zusammengeführt werden.

Im Rahmen des Liquiditätsmanagements erfolgt monatlich eine Analyse und Berichterstattung der Liquiditätssituation an den Vorstand der PB Finanzberatung. Bei Bedarf werden Maßnahmen zur Gewährleistung einer ausreichenden Liquidität durchgeführt.

Operationelle Risiken

Die PB Finanzberatung ist kein Produktgeber, sondern vielmehr Organisationsgesellschaft für selbstständige Finanzdienstleister im haupt- und nebenberuflichen Vermittlerstatus nach Handelsgesetzbuch (HGB).

Die Hauptrisikoart der PB Finanzberatung sind die operationellen Risiken. Unter operationellem Risiko ist die Gefahr von Verlusten zu verstehen, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge externer Ereignisse eintreten können. Bezogen auf das Geschäftsmodell der PB Finanzberatung sind mögliche "Falschberatungen" durch die zuzurechnenden Handelsvertreter zentrale operationelle Risiken. Insbesondere in den letzten Jahren sind zusätzlich die sich aus der Medienberichterstattung ergebenden negativen Auswirkungen auf die Reputation hinzugekommen.

Im Hinblick auf die Identifizierung, die Bewertung sowie das Management operationeller Risiken bestehen organisatorische Rahmenwerke in Form eines Risikohandbuchs für alle Einheiten im Unternehmen.

Die Methoden und Instrumente zum Monitoring des operationellen Risikos sind so konzipiert, dass sie zugleich die Aufnahme und die Analyse bereits entstandener Verluste mit Hilfe einer Schadendatenbank sowie die prospektive Betrachtung möglicher Risiken mittels Risikoindikatoren ermöglichen.

Zur Abwendung möglicher Risiken aus dem eigentlichen Beratungsprozess sind in der Gesellschaft in allen Vermittlerverträgen u.a. die Vorschriften nach Abgabenordnung und dem Gesetz zur Verhinderung von Geldwäsche Bestandteil des Vertrages und werden laufend überprüft.

Vor dem Abschluss eines Vermittlervertrages werden aktuelle Legitimationspapiere verlangt, die einen einwandfreien Leumund bescheinigen müssen. Hierzu zählen zum Beispiel das polizeiliche Führungszeugnis, ggfs. ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister sowie Schufa- und ggfs. AVAD-Auskünfte. Jeder Vermittler wird in seinem Vertrag auf unerlaubte Sachverhalte hingewiesen, deren Zuwiderhandlung Sanktionen inklusive der möglichen Regressansprüche auslöst. Hierzu zählen unter anderem das Verbot der Annahme von Bargeld und Schecks sowie die verbindliche Zusage von Zuteilungsterminen im Bauspargeschäft.

Zur Vermeidung von unerlaubten Handlungen nach den Vorschriften des Geldwäschegesetzes werden zum Beispiel anhand von Stichproben die Abschlussanträge bezüglich der ordnungsgemäß durchgeführten Legitimationsprüfung kontrolliert. Die Durchführung von Erst- und Nachschulungen inklusive der Dokumentationen ist nachzuweisen.

Ferner ist die Einweisung in die Vorschriften des Geldwäschegesetztes obligatorisch und erfolgt PCgestützt mit anschließender Dokumentation der Durchführung und des Ergebnisses. Die Einhaltung der Vorschriften wird regelmäßig überprüft und dokumentiert.

Die Berater der PB Finanzberatung werden eingehend geschult, um Falschberatungen zu vermeiden. Für jeden Berater wurde eine Beraterhaftpflichtversicherung abgeschlossen. Rechtsstreitigkeiten, die über diesen Schutz hinausgehen und von der PB Finanzberatung getragen werden müssen, bewegen sich auf Vorjahresniveau. Zur Minimierung der Risiken aus Rechtsstreitigkeiten erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit den Rechtsabteilungen der BHW Bausparkasse AG und der DB AG. Die jeweilige Rechtsabteilung bindet im Bedarfsfall spezialisierte Fachanwälte ein. Darüber hinaus werden für alle bekannten Rechtsrisiken Rückstellungen gebildet.

Sonstige Risiken

Nennenswert im Bereich sonstiger Risiken sind IT-Risiken. So sind für die im Einsatz befindlichen und dokumentierten IT-Anwendungen auch entsprechende Notfallpläne beschrieben und vereinbart.

Das Stornorisiko aus Provisionsvorschüssen wird durch vertraglich vereinbarte Qualitätsstandards minimiert, deren Einhaltung regelmäßig überprüft wird. Bei erkennbar hohem Stornorisiko greifen Restriktionen bei der laufenden Bevorschussung. Gleiches gilt auch nach dem Ausscheiden eines Vermittlers. Zum Bilanzstichtag waren keine außergewöhnlichen Risiken erkennbar.

Weitere wesentliche Risiken im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Ertragslage bestehen lediglich im Falle eines schweren Rezessionsszenarios mit der inländischen Arbeitslosenquote als Hauptrisikotreiber.

Zusammenfassung der Risikosituation

Angesichts der bestehenden vertraglichen Regelungen sehen wir für die Finanzberatung keine Risiken, einen wichtigen Produktgeber zu verlieren.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass besondere Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung oder den Bestand des Unternehmens derzeit nicht erkennbar oder zu erwarten sind.

Prognose- und Chancenbericht

Die Weltwirtschaft

Ausblick für die Weltwirtschaft

Wirtschaftswachstum (in %) 1 2024 2 2023 Haupttreiber
Weltwirtschaft Das globale Wirtschaftswachstum wird sich 2024 voraussichtlich verlangsamen. Die verzögerten Effekte aus der Straffung der Geldpolitik dürften mindestens bis zur Jahresmitte 2024 die wirtschaftliche Entwicklung in den Industrieländern beeinträchtigen. Insbesondere die Schwellenländer sollten einen positiven Beitrag für das globale Wachstum leisten. Dank der schwächeren Weltwirtschaft wird der Inflationsdruck wahrscheinlich weiter nachlassen.
BIP 2,9 3,1
Inflation 5,1 6,9
Davon:
Industrieländer In den Industrieländern sollte sich das Wachstum aufgrund eines stockenden BIP-Wachstums in den USA und in der Eurozone abschwächen. Ein spürbarer Rückgang der Inflation müsste das Realeinkommen der Haushalte erhöhen und damit den wirtschaftlichen Abschwung begrenzen. Vor dem Hintergrund rückläufiger Inflationsraten dürften die Zentralbanken ab Jahresmitte 2024 die Senkung ihrer Leitzinsen einleiten.
BIP 1,2 1,6
Inflation 2,4 4,7
Eurozone Das BIP-Wachstum in der Eurozone wird voraussichtlich bis zur Jahresmitte stagnieren. Danach sollte der private Konsum eine stärkeine Unterstützung für die Wirtschaft darstellen, wenn die Inflation weiter signifikant zurückgeht. Die EZB wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2024 die Senkung des Leitzinses einleiten. Die Inflation könnte bis zur Jahresmitte die Zielmarke von 2 % erreichen.
BIP 0,2 0,5
Inflation 2,2 5,4
Davon: Deutschland Das deutsche BIP dürfte im Jahr 2024 erneut zurückgehen. Die Fiskalpolitik wird nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vermutlich gestrafft. Sollten steigende Löhne und eine schwächere Inflation den privaten Konsum stützen, dürfte die Wirtschaft im Sommer erneut an Fahrt aufnehmen. Die Abschwächung der Weltwirtschaft, insbesondere der US-Wirtschaft, wird den Aufschwung voraussichtlich dämpfen, und die weiterhin straffe Geldpolitik wird eine zusätzliche Herausforderung darstellen.
BIP -0,2 -0,3
Inflation 2,6 6,0

1 Jährliches reales BIP-Wachstum (in % im Vergleich zum Vorjahr). Quellen: Nationale Behörden, sofern nicht anders angegeben.
2 Quelle: Deutsche Bank Research

Es gibt eine Reihe von Risiken für unseren globalen Wirtschaftsausblick. Die geopolitischen Risiken im Zusammenhang mit den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten sind nach wie vor hoch. Die strategische Rivalität zwischen den USA und China könnte sich möglicherweise noch verschärfen. Die mögliche Zunahme der Abhängigkeiten zwischen Krisenherden könnte die Auswirkungen auf die Märkte verstärken. Im Jahr 2024 finden wichtige Wahlen in vielen Teilen der Welt, darunter den USA und der EU, statt, und die damit zusammenhängenden Nachrichten könnten durchaus das Potenzial haben, die Märkte zumindest kurzfristig zu beeinflussen.

Die Bankenbranche

Die globale Bankenbranche wird 2024 möglicherweise größeren Herausforderungen gegenüberstehen als im Vorjahr, als das operative Umfeld relativ günstig war. Die Zinssätze dürften in den großen Volkswirtschaften ihren Höhepunkt erreicht haben und könnten ab dem Frühjahr sinken. Dies könnte mittelfristig Druck auf die Nettozinsmargen ausüben und eine kurzfristige Entlastung durch niedrigere Refinanzierungskosten mit sich bringen. Die Qualität von Vermögenswerten könnte sich gegenüber ihrem aktuellen Niveau leicht verschlechtern, wenn sich deutlich höhere Zinssätze stärker

im Privatsektor bemerkbar machen und in finanziellen Schwierigkeiten befindliche Kreditnehmer zunehmenden Refinanzierungsrisiken ausgesetzt sind, vor allem an den Märkten für Gewerbeimmobilien. Gleichzeitig kann sich durch eine gedämpfte Realwirtschaft in den Industrieländern die Kreditnachfrage bei Unternehmen und Haushalten weiter abschwächen, bis sie sich im Jahresverlauf stabilisiert, und die Kreditvolumen könnten sich leicht reduzieren. Die Kapitalmärkte könnten nach zwei Jahren mit gedämpften Aktivitäten einen zyklischen Aufschwung erleben.

Europäische Banken könnten weiterhin von den deutlich höheren Zinssätzen profitieren, wenngleich die damit verbundenen negativen Effekte zunehmen werden. Aufgrund der erheblichen Unsicherheiten in Bezug auf das Tempo und das Ausmaß des Inflationsrückgangs wird auch hinsichtlich des Zeitpunkts und des Umfangs der ersten EZB-seitigen Zinssenkungen von wechselnden Annahmen ausgegangen. Gleichermaßen könnten angesichts der bevorstehenden Neuwahlen von Europäischer Kommission und Europäischem Parlament sowie der Entwicklungen in einzelnen EU-Mitgliedstaaten und des drohenden Voranschreitens der geopolitischen Fragmentierung die Unsicherheiten in Bezug auf die Fiskal- und Wirtschaftspolitik zunehmen. Allerdings sollte die Bankenbranche weiterhin aus einer Position der Stärke heraus agieren, da die Erträge trotz eines langsameren Wachstums weiterhin hoch sind und sich die Profitabilität nah bei dem aktuellen Rekordniveau halten dürfte. Die Kapitalquoten könnten sich leicht erhöhen, während die spezifischen Auswirkungen der Umsetzung der Basel-III-/Basel-IV-Anforderungen in der EU deutlich werden sollten. Gleichwohl werden sich zusätzliche Verbesserungen von Profitabilität und Kapital wohl schwerer umsetzen lassen.

Im Jahr 2024 werden die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten ihren Fokus darauf legen, so viele ausstehende Rechtsakte wie möglich abzuschließen, da im Juni 2024 die Wahlen des Europäischen Parlaments anstehen und im Oktober 2024 eine neue Europäische Kommission ernannt wird. Zu den ausstehenden Themen zählen der Rechtsakt zur Börsennotierung, die Kleinanlegerstrategie (Retail Investment Strategy), der digitale Euro, Open Finance, die Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit, eine Revision des Rahmenwerks für Zahlungsdienste, eine Revision des European Markets Infrastructure Framework (EMIR 3.0), die Verordnung zu Referenzwerten und schließlich die Verlängerung der Ausnahme für Referenzwerte aus Drittstaaten in der EU-Verordnung zu Referenzwerten bis Dezember 2025.

Entwicklung des Immobilienmarkts einschließlich Bausparen und Baufinanzierung

Der Immobilienmarkt wird aktuell durch die schwächelnde Wirtschaftskonjunktur belastet. Nach einer leichten Rezession im Jahr 2023 mit einem BIP-Rückgang um 0,3 % erwartet DB Research auch für das Jahr 2024 einen BIP-Rückgang, und zwar um 0,2 %. Ab dem Frühjahr könnte eine leichte Erholung der Wirtschaft erwartet werden. Die weiterhin herausfordernde geopolitische Lage sowie die Geld- und Fiskalpolitik dürften 2024 weiter für Gegenwind für die deutsche Wirtschaft sorgen. Die erwartbaren Steigerungen der Tariflöhne dürften sich dagegen positiv auf den Konsum und die Sparquote auswirken.

Einen bedeutenden Einflussfaktor für den Immobilienmarkt stellt das Zinsniveau dar. Im Berichtsjahr setzte sich der Leitzinsanstieg auf zuletzt 4,5 % fort. Aufgrund der niedrigeren Inflation im Euroraum gab es zuletzt eine Zinspause. Für 2024 sind Zinssenkungen seitens der EZB erwartbar, ggf. auch schon für das Frühjahr. Ende 2023 haben sich die Bauzinsen leicht nach unten entwickelt und lagen nach Auswertungen des Finanzvertriebsunternehmens Dr. Klein zuletzt zwischen 3,69 % und 4,23 % - je nach Laufzeit.

Die Herbstumfrage vom Verband der privaten Bausparkassen ergab, dass 42 % der Befragten mit dem Motiv "Wohneigentum" sparen. Ein weiterer Beleg für den ausgeprägten Wunsch der Deutschen nach den eigenen vier Wänden. Dieses Wunschziel bleibt auch zukünftig bestehen, kollidiert aber in zunehmendem Maß mit der Frage der Bezahlbarkeit bzw. der finanziellen Machbarkeit für viele Haushalte. Ein höheres Zinsniveau als in den letzten Jahren, höhere Preise für Baumaterialien, hohe Energiekosten und der bestehende Wohnraummangel, der die hohen Immobilienpreise stabilisiert, sind dafür ausschlaggebend.

Die Folge: In einigen Ballungszentren und Großstädten ist der Wohneigentumserwerb nur noch für Top-Verdiener möglich. Die Mietkosten einschließlich der Energiekosten sowie steigende Lebenshaltungskosten lassen den Spielraum für das Ansparen von Eigenkapital zusammenschmelzen, sodass die Kreditvergabe problematisch werden könnte. Umso dringender erforderlich ist der Beitrag der Bausparkassen dazu, breiten Bevölkerungskreisen das eigene Zuhause zu ermöglichen. Das Ansparen sowie die staatlichen Unterstützungen, insbesondere die Verbesserungen bei der Arbeitnehmersparzulage, fördern den Eigenkapitalaufbau und damit den Weg zu günstigeren Finanzierungskonditionen sowie Darlehenszusagen. Neben den weiterhin beliebten Metropolstädten präferieren immer mehr Bau- oder Kaufwillige, vor allem Familien, auch Lagen in den Randgebieten der Städte mit niedrigeren Grundstücks- und Immobilienpreisen.

Aufgrund der Haushaltskrise der Bundesregierung stoppten das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) und die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) die Förderprogramme für Bauen und Wohnen kurzfristig im Dezember 2023. Seit dem Jahresbeginn 2024 bietet die KfW im Rahmen des Gebäudeenergiegesetzes Zuschüsse für den Heizungstausch an. Das BAFA fördert Einzelmaßnahmen wie z. B. Dämmungsmaßnahmen. Wegen der haushaltspolitisch weiterhin angespannten Lage bleibt abzuwarten, ob es noch zusätzliche Förderprogramme im Jahr 2024 geben wird.

Die Wohnungsmarktsituation bleibt weiter angespannt. In Deutschland wird nicht in ausreichendem Umfang gebaut. Die für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen zuständige Ministerin Klara Geywitz wird voraussichtlich auch im Jahr 2024 das Ziel, 400.000 neue Wohnungen pro Jahr zu bauen, verfehlen. Der Fachkräftemangel in der Baubranche, die in Deutschland im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hohen Baustandards sowie die Bürokratie sind neben den gestiegenen Baukosten und höheren Zinsen als gravierende Hemmnisse einzustufen. Eine Prognose vom Verband "Die Wohnungswirtschaft Deutschland" erwartet für 2023 etwa 242.000 fertiggestellte Wohnungen. 2024 könnte die Zahl der Baufertigstellungen auf 214.000 sinken.

Die Immobilienpreise sind 2023 in Deutschland um etwa 10 % gesunken. DB Research geht davon aus, dass die Preisrückgänge weitestgehend abgeschlossen sind und für 2024 eine Stabilisierung zu erwarten ist. Für den Wert bzw. den Verkaufspreis einer Immobilie ist ihr energetischer Zustand von wachsender Bedeutung. Die Mietpreise dagegen stiegen 2023 in Metropolen um ca. 5,5 %, in Deutschland insgesamt um etwa 2 %. Bei Neuvermietungen erwartet DB Research auch für 2024 eine weitere Preissteigerung um etwa 5 %. Die in Deutschland bestehende Wohnraumknappheit wird weiter anhalten.

Forderungen bzw. Anliegen der Bausparbranche an die Politik werden gemeinsam mit dem Verband der Privaten Bausparkassen formuliert. Zu den aktuellen Themen gehören die Attraktivitätssteigerung von Neubauprojekten, die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren, die Senkung der Baunebenkosten, das Mietkaufmodell sowie mögliche finanzielle Förderungen für Neubauten.

Zum Jahresbeginn 2024 wurden die Einkommensgrenzen bei der Arbeitnehmersparzulage auf 40.000 € zu versteuerndes Jahreseinkommen für Alleinstehende und 80.000 € für Verheiratete angehoben. Dies kann in der Branche auch zukünftig dazu genutzt werden, die erweiterten Zielgruppenpotenziale für das Bausparen mit Förderungen zu aktivieren und die Eigenkapitalausstattung der Kunden zu verbessern. Weitere Neugeschäftspotenziale könnten sich hieraus ergeben.

Aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland werden altersgerechte Umbauten in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen. Hierfür bietet die Bausparbranche mit sogenannten Blankodarlehen (Konstantmodelle - Kombination aus Bausparvertrag und Annuitätendarlehen) bis zu 50.000 € ohne grundpfandrechtliche Besicherung eine ideale Finanzierungsform an.

Die zukünftige Nachfrageentwicklung im Bereich der Finanzierung von energetischen Sanierungen wird als überaus positiv bewertet. In Anbetracht eines hohen Umweltbewusstseins in breiten Bevölkerungskreisen wird von einem hohen Bedarf in diesem Segment ausgegangen, zumal - insbesondere seit Beginn des Ukraine-Kriegs - Bestrebungen in Richtung Energieautarkie einschließlich der Abkehr von fossilen Brennträgern als dringend erforderlich eingestuft werden. Auch die Diskussionen um die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes im Jahr 2023 dürften mittelfristig zu einer höheren Nachfrage nach energetischen Sanierungen (z. B. in der Wärmeversorgung) führen.

Angesichts der anhaltend hohen Zinsen (im Vergleich zur Niedrigzinsperiode) hat der Zinssicherungsgedanke auch 2024 Konjunktur mit der Folge einer weiteren Stärkung des Bauspargeschäfts. Seit 2022 wird in den Medien von einer Renaissance bzw. einem Revival der Branche gesprochen. Der positive Trend im Neugeschäft wird sich für die Bausparkassen auch im Jahr 2024 fortsetzen.

Der Baufinanzierungsmarkt steht weiter unter Druck. Dies ist vor allem auf die im Vergleich zu der lange dagewesenen Niedrigzinsphase nun höheren Zinsen zurückzuführen. Da die Baufinanzierungszinsen zuletzt stabil blieben bzw. sich sogar leicht reduzierten und eine Marktgewöhnung an die Zinsverhältnisse stattfand, kann für 2024 ein sich stabilisierendes Neugeschäft im Gesamtmarkt erwartet werden.

Geschäftliche Entwicklung der PB Finanzberatung

Das Wettbewerbs- und Zinsumfeld, die gestiegenen Inflationsraten sowie die weiterhin weltweit bestehenden Unsicherheiten erfordern auch weiterhin konsequentes Handeln. Es zeigen sich deutliche Veränderungen in der Nachfrage von Baufinanzierungen hin zu Finanzierungen im Kontext energetischer Sanierungsmaßnahmen. Durch die attraktiven Bauspartarife ist weiterhin ein deutlicher Trend zur Zinsabsicherung über Bausparen festzustellen. Ein ähnlicher Trend wird auch im Bereich Privatkredite erwartet, da hier ebenfalls eine erhöhte Nachfrage nach kleineren Krediten für geplante Sanierungsmaßnahmen erwartet wird. Aufgrund der gestiegenen, gesetzlichen Anforderungen und die Erwartung der Verbraucher an die Qualifikation der Beraterinnen und Berater stellt die laufende Qualifizierung einen großen Schwerpunkt dar. Hier wurden bereits umfangreiche Anpassungen in den angebotenen Schulungskonzepten vorgenommen, so dass die unterschiedlichen Beratergruppen passgenau bedient werden können.

Der mobile Vertrieb wird sich weiter auf seine traditionellen Stärken - Baufinanzierung, Privatkredite, Bausparen sowie Versicherungen/Vorsorge - konzentrieren und letzteres weiter ausbauen. Ein wesentliches Risiko liegt auch in Zukunft im harten Wettbewerb um qualifizierte Beraterinnen und Berater. Dies stellt angesichts der Tatsache, dass der Beraterbestand und deren Produktivität die wesentlichen Hebel für die Erfüllung der Neugeschäftsziele sind, insofern ein Risiko für die geplante Geschäftsentwicklung dar. Gleichzeitig bieten die Gewinnung und die Qualifizierung von Beratern auch Chancen, sich von den Wettbewerbern abzuheben und in der Folge über die Planung hinaus weitere nachhaltige Neugeschäftserfolge zu erzielen. Durch das Vergütungssystem für die HGB-Partner der PB Finanzberatung wird diese gewünschte Entwicklung weiter unterstützt.

Darüber hinaus beeinflussen die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die Wettbewerbsintensität, aber vor allem die Unsicherheiten hinsichtlich der Inflationsentwicklung die Ergebnisentwicklung der Finanzberatung. Bei einer Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage mit deutlichen Auswirkungen auf die privaten Haushalte könnte es außerdem zu rückläufigen Neugeschäftsentwicklungen kommen.

Einfluss nehmen wird auch die zu erwartende Entwicklung am Zinsmarkt. Bei fallenden Zinsen gehen wir von einer positiven Entwicklung in der Immobiliennachfrage aus und damit verbunden auch in der Nachfrage nach Finanzierung sowie Bausparen. Die sich entwickelnden Unsicherheiten am Arbeitsmarkt führen allerdings zu steigenden Risikokosten, die wiederum den Absatz im Privatkreditbereich negativ beeinflussen werden.

Für das Neugeschäft "Baufinanzierung", "Bausparen", "Versicherungen/Vorsorge", sowie "Ratenkredit" rechnen wir in 2024 mit einer Steigerung der Vertriebsleistung gegenüber dem Vorjahr. Dies geht einher mit einer stabilen Vermögens- und Finanzlage und einer jederzeit gegebenen Liquidität. Unter Berücksichtigung der Einmaleffekte in 2023 erwarten wir für 2024 einen leicht positiven Gewinn bei gleichbleibender Cost-/ Income-Ratio.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 10.636,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 150.000,00 225.000,00
150.000,00 235.636,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.172.994,53 1.317.400,53
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.510.092,23 3.510.092,23
4.833.086,76 5.063.128,76
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.962.753,10 25.782.133,99
davon: - mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 57.832.662,26 30.448.589,76
davon: - mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
- aus Lieferungen und Leistungen 53.038.465,80 30.448.589,76
3. Sonstige Vermögensgegenstände 514.942,94 2.338.243,36
davon: - mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
79.310.358,30 58.568.967,11
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (3) 113.577.805,02 124.310.874,22
davon: - bei verbundenen Unternehmen 113.568.219,99 124.301.289,19
192.888.163,32 182.879.841,33
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 31.371,24 0,00
197.752.621,32 187.942.970,09

Passiva

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital (4)
I. Gezeichnetes Kapital 71.710,00 71.710,00
II. Kapitalrücklage 41.130.170,04 41.130.170,04
III. Gewinnrücklage 29.321.146,71 29.321.146,71
1. gesetzliche Rücklage 7.171,00 7.171,00
2. andere Gewinnrücklagen 29.313.975,71 29.313.975,71
IV. Gewinn-/ Verlustvortrag (-) 15.293.209,65 15.293.209,65
V. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag (-) 0,00 0,00
85.816.236,40 85.816.236,40
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (5) 17.012.405,37 31.116.435,76
2. Steuerrückstellungen (6) 24,00 138.675,22
3. Sonstige Rückstellungen (7) 43.488.959,84 53.279.244,81
60.501.389,21 84.534.355,79
C. Verbindlichkeiten (8)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.251.326,08 14.706.975,37
davon - mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 13.251.326,08 14.706.975,37
- mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 37.506.083,04 2.639.857,35
davon - mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 37.506.083,04 2.639.857,35
- mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00
- gegenüber Kreditinstituten 14.124.599,08 689.650,18
3. Sonstige Verbindlichkeiten 677.586,59 245.545,18
davor - mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 677.586,59 245.545,18
- mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 0,00
- aus Steuern 400.343,99 208.242,04
- aus sozialer Sicherheit 4.136,00 14.027,15
51.434.995,71 17.592.377,90
197.752.621,32 187.942.970,09

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anhang 2023 2022
1. Umsatzerlöse (9) 180.894.171,97 249.236.803,89
davon: Provisionserlöse 157.337.001,09 224.509.645,20
Andere Umsatzerlöse 23.557.170,88 24.727.158,69
2. Sonstige betriebliche Erträge (10) 9.432.987,57 2.142.588,34
190.327.159,54 251.379.392,23
3. Materialaufwand
a) Provisionsaufwendungen (11) 132.387.992,12 172.748.258,82
4. Personalaufwand (12)
a) Löhne und Gehälter 14.212.942,16 14.960.644,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.620.758,25 22.312.524,72
davon für Altersversorgung -376.382,99 20.125.107,81
12.592.183,91 37.273.169,43
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 237.737,65 257.024,14
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (13) 39.676.230,39 29.306.223,53
davon Aufwendungen nach § 67, 1 u. 2 EGHGB 1.232.540,00 1.232.540,00
7. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 4.044.196,46 9.210.142,44
davon aus verbundenen Unternehmen 4.044.196,46 9.210.142,44
8. Zinsen und ähnliche Erträge (14) 11.609.896,87 33.238,76
davon aus verbundenen Unternehmen 750.000,00 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (14) 293,94 30.870.194,29
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
10. Ergebnis vor Steuern 21.086.814,86 -9.832.096,78
Außerordentliche Aufwendungen
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag (15) 155.012,15 -25.000,12
12. Ergebnis nach Steuern 20.939.029,91 -9.795.480,46
13. Sonstige Steuern -7.227,20 -11.616,20
14. Erträge Verlustübernahme/ Aufwand Ergebnisabführung -20.939.029,91 9.795.480,46
15. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag (-) (16) 0,00 0,00
Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0,00
Einstellung in Gewinn-/ Verlustvortrag 0,00 0,00
Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 0,00
Entnahmen aus Gewinnrücklagen 0,00 0,00
Einstellungen in Gewinnrücklagen (-) 0,00 0,00
Bilanzgewinn/ Bilanzverlust (-) 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zur Gliederung des Jahresabschlusses sowie zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Postbank Finanzberatung AG (nachfolgend PB Finanzberatung genannt) für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und den Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG) erstellt worden. Die PB Finanzberatung ist gemäß § 267 (3 und 4) HGB eine große Kapitalgesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Hameln, Lubahnstraße 2 und ist unter der Nummer HRB 200614 im Handelsregister B des Amtsgerichts Hannover eingetragen.

Die Darstellung der Bilanz erfolgt auf Grundlage der Gliederung des § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Darstellung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 (2) HGB gewählt. In Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden einige zusätzliche "Davon-Vermerke" gemäß BilRUG zur Erhöhung der Transparenz eingefügt. Nicht belegte Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht aufgeführt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Durch die grundsätzliche Angabe der Beträge und Werte in Mio. € mit einer Nachkommastelle kann es zu Rundungsunterschieden in den Additionen der Einzelaufstellungen kommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme des Grundsatzes der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Bestimmungen. Sie haben sich gegenüber denen des Vorjahres nicht geändert. Atypische Zinserträge aus den Guthaben bei Kreditinstituten werden in den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Anlagevermögen

Vermögensgegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden ab dem Jahr der Anschaffung gemäß § 7 Abs. 1 EStG pro rata temporis abgeschrieben. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten von 250 € bis 1.000 € werden auf einem Sammelkonto gebucht und über fünf Jahre abgeschrieben. Bei Anschaffungskosten bis zu einer Höhe von 250 € erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Erfassung.

Die im Jahr 2018 aktivierten Anschaffungskosten des Firmenwerts für die von Postbank Filialvertrieb AG übernommene BFS-Organisation werden über einen Zeitraum von acht Jahren abgeschrieben. Die angesetzte Nutzungsdauer entspricht der durchschnittlichen Tätigkeitsdauer der Mitarbeiter in der Organisation.

Finanzanlagen

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt gemäß § 253 (3) HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Grundsätzen zu Anschaffungskosten oder zum dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag.

Forderungen und sonstige Vermögensstände

Forderungen sind mit dem jeweiligen Nennwert aktiviert. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Börsen- bzw. Marktpreisen bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch die Bildung von Wertberichtigungen/ Abschreibungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert ausgewiesen.

Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen sowie Jubiläumszusagen sind nach den Vorschriften des § 253 Abs. 1 HGB bewertet. Als Bewertungsmethode wird die projizierte Einmalprämienmethode (Project Unit Credit Method) auf Grundlage der versicherungsmathematischen Grundsätze mit einem Rechnungszinsfuß im 10-Jahresduchschnitt von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %), angewendet. Für die Pensionsverpflichtungen wird eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung folgender Parameter: Rententrend 2,91 % (Vorjahr: 3,02 %), Gehaltstrend 2,44 % (Vorjahr: 2,64%), Heubeck-Richttafeln 2018 G "modifiziert". Die Gesellschaft ihre Pensionsverpflichtungen mittels eines Contractual Trust Arrangements (CTA) vollständig ausfinanziert. Die Versorgungsansprüche und -anwartschaften der Mitarbeiter werden daher mit dem im Rahmen der Ausfinanzierung geleisteten Planvermögen, welches von der Deutschen Treuinvest e.V., Frankfurt am Main, in Form von Fondsanteilen verwaltet wird, saldiert. Weiterhin wurden Anteile an Spezialfonds bzw. Publikumsfonds erworben. Die Bewertung der Fondsanteile erfolgt mit den Börsenkursen des Bilanzstichtags. Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden einheitlich nach dem Ausweiswahlrecht im Zinsergebnis erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung der Rückstellung vorgenommen. Der sich hieraus ergebende Zinseffekt wird im Zinsergebnis ausgewiesen.

Zum 1. Januar 2010, dem Zeitpunkt der Umsetzung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG), ergab sich aufgrund der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen eine Unterdeckung in Höhe von 18.488 T€. Dieser wird mit mindestens 1/15 bis spätestens zum 31. Dezember 2024 zugeführt. Unter Ausübung dieses Wahlrechts wird der zum 31. Dezember 2023 verbleibende Unterschiedsbetrag in Höhe von 1.233 T€ im nächsten Jahr zugeführt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Aktivseite der Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt:

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.23 Zugänge Abgänge 31.12.23
T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Firmenwert 600,0 0,0 0,0 600,0
Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an 58,6 0,0 58,6
658,6 0,0 0,0 658,6
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.380,7 6,8 0,0 6.387,5
darin: GWG gemäß § 6 Abs. 2a EStG 255,0 0,9 0,0 255,8
6.380,7 6,8 0,0 6.387,5
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.610,1 0,0 0,0 3.610,1
10.649,4 6,8 0,0 10.656,2
Abschreibungen
01.01.23 Zugänge Abgänge 31.12.23
T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Firmenwert 375,0 75,0 0,0 450,0
Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an 48,0 10,6 0,0 58,6
423,0 85,6 0,0 508,6
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.113,5 100,9 0,0 5.214,5
darin: GWG gemäß § 6 Abs. 2a EStG 174,4 51,2 0,0 225,6
5.063,3 100,9 0,0 5.214,5
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0
5.586,2 186,6 0,0 5.723,1
Buchwerte Buchwerte
31.12.23 31.12.22
T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Firmenwert 150,0 225,0
Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an 0,0 10,6
150,0 235,6
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.173,0 1.317,4
darin: GWG gemäß § 6 Abs. 2a EStG 30,2 80,5
1.173,0 1.317,4
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.610,1 3.510,1
4.933,1 5.063,1

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
Mio. € Mio. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21,0 25,8
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 57,8 30,4
Sonstige Vermögensgegenstände 0,5 2,3
Summe 79,3 58,5

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Zahlungen von Produktprovidern für die Vermittlung von Versicherungs- und Darlehensgeschäft.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Provisionserträgen und Leistungsverrechnungen gegenüber der BHW Bausparkasse AG in Höhe von 47,0 Mio. €, gegen die Postbank Immobilien GmbH in Höhe von 6,6 Mio. € davon 4,0 Mio. € aus EAV; im Vorjahr betraf der Posten im Wesentlichen Forderungen gegen die BHW Gesellschaft für Wohnungswirtschaft mbH in Höhe von 9,8 Mio. € aus Erträgen aus Verlustübernahme sowie gegenüber der PB Immobilien in Höhe von 9,2 Mio. € aus Gewinnabführung.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen Außendienstmitarbeiter.

(3) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 113,6 Mio. € (Vorjahr 124,3 Mio. €) entfallen auf Kontokorrentkonten bei der Postbank und anderen Partnerbanken.

Passivseite der Bilanz

(4) Eigenkapital

31.12.2023 31.12.2022
Mio. € Mio. €
Gezeichnetes Kapital 0,072 0,072
Kapitalrücklage 41,130 41,130
Gewinnrücklagen
- Gesetzliche Rücklagen 0,007 0,007
- Andere Gewinnrücklagen 29,314 29,314
Gewinn-/ Verlustvortrag 15,293 15,293
Eigenkapital 85,816 85,816

Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 71.710 nennwertlose Stückaktien und voll eingezahlt. Der rechnerische Nominalwert je Stückaktie beträgt ein Euro. Das Kapital wird zu 72,1% von der BHW Gesellschaft für Wohnungswirtschaft mbH, zu 23,3% von der Deutsche Bank AG und zu 4,6%von der BHW Holding GmbH gehalten.

Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der BHW Gesellschaft für Wohnungswirtschaft (Organträger) und der Postbank Finanzberatung (Organgesellschaft). Das Jahresergebnis wird periodengleich in voller Höhe an den Organträger abgeführt. Darüber hinaus wurde der Immobilien GmbH wurde am 01. August 2013 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

(5) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 17,0 Mio. € (Vorjahr 31,1 Mio €) resultiert aus der Saldierung der Versorgungsansprüche und -anwartschaften mit dem im Rahmen der Ausfinanzierung geleisteten Planvermögen (§246 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB).

31.12.2023 31.12.2022
Mio. € Mio. €
Beizulegender Zeitwert Deckungsvermögen 180,6 171,5
Erfüllungsbetrag Pensionsverpflichtung 198,9 205,1
Unterdeckung Pensionsverpflichtung gemäß BilMoG 1,2 2,4
Über- /Unterdeckung (-) Deckungsvermögen -17,0 -31,1
Anschaffungskosten Deckungsvermögen 01.01. 202,8 204,1
Dotierung/ Kapitalrückzahlung -1,9 -1,3
Anschaffungskosten Deckungsvermögen 31.12. 200,9 202,8
Verrechnetes Ergebnis
Zinsertrag / Zinsaufwand Pensionsverpflichtung -1,9 -3,4
Bewertungsergebnis Deckungsvermögen 12,7 -27,0
Summe 10,8 -30,4

(6) Steuerrückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
Mio. € Mio. €
Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 0,0 0,0
Gewerbesteuer 0 0,1
Summe 0,0 0,1

(7) Sonstige Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
Mio. € Mio. €
Provisions- und Prämienansprüche sowie Erfolgsgarantien 35,0 43,3
Vorruhestand und Abfindungen 4,2 5,1
Bonus- und Abschlussgratifikationen 2,0 1,9
Rechtsrisiken 0,7 0,3
Ausstehende Rechnungen 0 0,8
Mietremanenzen/ Immobilienmaßnahmen 0,5 0,8
Sonstiges 1,1 1,1
Summe 43,5 53,3

(8) Verbindlichkeiten

31.12.2023 31.12.2022
Mio. € Mio. €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13,3 14,7
Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 37,5 2,6
Sonstige Verbindlichkeiten 0,7 0,2
Summe 51,4 17,5

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen hauptsächlich aus Provisionsauszahlungsverpflichtungen gegenüber dem akquisitorischen Außendienst.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der BHW- GfW mbH in Höhe von 20,9 Mio. €.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

III. Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Umsatzerlöse

2023 2022
Mio. € Mio. €
a) Umsatzerlöse aus Vermittlungstätigkeit nach Produkten
Bausparen 69,4 77,0
Darlehensgeschäft 71,1 117,7
Versicherungsprodukte 9,3 22,0
Wertpapiergeschäft 0,0 0,2
Sonstige Provisionserlöse 7,5 7,6
Summe Provisionserträge 157,3 224,5
b) Andere Umsatzerlöse
Kostenerstattungen 21,7 22,6
Nutzungs- und Servicepauschalen 1,9 2,1
Summe 180,9 249,2

(10)Sonstige betriebliche Erträge

2023 2022
Mio. € Mio. €
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 9,1 1,7
Sonstige Erträge 0,3 0,4
Summe 9,4 2,1

(11) Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen

2023 2022
Provisionsaufwand für: Mio. € Mio. €
Bausparen 42,2 48,6
Darlehensgeschäft 45,5 79,3
Versicherungsprodukte 4,5 5,4
Andere Bankprodukte 0,0 0,2
Potenzialvergütung und Kundenbestandsboni 13,0 16,0
Zielerreichungs- und Erfolgsprämien 11,1 11,8
Ausgleichsansprüche HGB-Vertreter 7,4 1,7
Sonstige Provisionen 8,6 9,7
Summe 132,4 172,7

(12) Personalaufwand

Der Verminderung im Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr um 24,7 Mio. € ist hauptsächlich auf geringere Aufwendungen für Altersvorsorgen zurückzuführen.

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023 2022
Mio. € Mio. €
Gebäudekosten 18,7 14,9
IT Kosten 5,4 8,5
Kosten der Werbung 0,8 1,4
Aufwendungen für Ausbildung und Schulung 1,3 0,0
Prozessrisiken und Schadenersatzleistungen 0,4 0,0
Aufwendungen aus Konzernverrechnungen 10,5 2,0
1/15 Unterschiedsbetrag PensR gem. BilMoG 1,2 1,2
Sonstige Aufwendungen 1,3 1,3
Summe 39,7 29,3

(14) Zinsen und ähnliche Erträge/ Aufwendungen

2023 2022
Mio. € Mio. €
Zinserträge aus Abzinsung Rückstellung 0 0,0
Bewertung Planvermögen CTA und Zinsergebnis Pensionsverpflichtung 10,8 0,0
Zinsertrag aus Geldanlage 0,8 0
Summe Zinserträge 11,6 0,0
Bewertung Planvermögen CTA und Zinsergebnis Pensionsverpflichtung 0 -30,4
Zinsaufwand aus Tages-/ Termingeldern 0 -0,3
Sonst. Zinsaufwand aus Aufzinsung gem. § 277 (5) HGB 0,0 -0,1
Summe Zinsaufwand 0,0 -30,9

(15) Steuern

2023 2022
Mio. € Mio. €
Steuern vom Einkommen und Ertrag Vorjahre 0,1 0,0
Latente Steuern auf temporäre Differenzen 0,0 0,0
Summe 0,1 0,0

Im Dezember 2021 veröffentlichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) globale Regeln zur Bekämpfung von Gewinnverkürzung und - verlagerung im Rahmen des Säule 2 - Rahmenwerks. Die globalen Mindestbesteuerungsregeln oder die Regeln der zweiten Säule gelten für die Deutsche Bank AG als oberste Muttergesellschaft ab 2024. Im Dezember 2023 trat § 274 Abs. 3 HGB n.F. in Kraft, um eine obligatorische Ausnahme für die Bilanzierung latenter Steuern einzuführen, die sich aus der Umsetzung der Säule-2-Modellvorschriften ergeben. Diese Regelung sowie damit zusammenhängende Vorschriften zu Angaben im Anhang gemäß § 285 Nr. 30a HGB sind auf Jahresabschlüsse für Geschäftsjahre, die nach dem 28. Dezember 2023 enden, anzuwenden.

Die Deutsche Bank AG hat als oberste Muttergesellschaft umfassende Folgenabschätzungen auf der Grundlage der neuesten verfügbaren und historischen Länderberichterstattungsdaten durchgeführt. Auf der Grundlage dieser Folgenabschätzungen wird erwartet, dass für die Gesellschaft keine wesentlichen Beträge anfallen werden.

(16) Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Das Jahresergebnis 2023 vor Gewinnabführung beträgt 20,9 Mio. € (Vorjahr -9,8 Mio. €). Aufgrund des in 2020 mit der BHW Gesellschaft für Wohnungswirtschaft mbH als Organträgerin vereinbarten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird der Gewinn (Vorjahr Verlust) in voller Höhe periodengleich an die Organträgerin abgeführt (Vorjahr ausgeglichen). Der Jahresüberschuss beläuft sich folglich auf Null €.

C. Sonstige Angaben

I. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von 13,5 Mio. € sonstige finanzielle Verpflichtungen. Dabei handelt sich um langfristige Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Darüber hinaus ist die Postbank Finanzberatung AG eines der Trägerunternehmen der Pensionskasse der BHW Bausparkasse und hat sich in der Patronatserklärung verpflichtet, die nach Satzung und Geschäftsplan erforderlichen Zuwendungen, Beiträge und Kostenerstattungen an die Pensionskasse zu leisten. Über die Leistung von laufenden Zuwendungen und Beiträgen hinaus wird das Risiko einer weiteren Inanspruchnahme vor dem Hintergrund der finanziellen Ausstattung der Pensionskasse der BHW Bausparkasse AG sowie der erwarteten Bedarfe derzeit als gering eingeschätzt.-

II. Ausschüttungssperre

Liegt der Zeitwert des Deckungsvermögens über dessen Anschaffungskosten, so kann dies nach § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB ggf. zu einer Ausschüttungssperre nicht realisierter Gewinne führen. Dieser beläuft sich auf 0,7 Mio. € (Vj. 0,0 Mio. €). Ebenso besteht gemäß § 253 (6) HGB eine Ausschüttungssperre des Abstockungsgewinns aus Umstellung des Rechnungszinsfußes von durchschnittlich 7 Jahre in durchschnittlich 10 Jahre für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen (2,8 Mio. €/ Vj. 13,3 Mio.€).

III. Konzernzugehörigkeit

Konzernabschlussaufstellendes Mutterunternehmen ist die Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main. Der Abschluss der PB Finanzberatung wird zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main einbezogen. Die PB Finanzberatung AG stellt keinen Konzernabschluss auf.

Die Konzernabschlüsse werden zwecks Bekanntmachung dem Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht.

IV. Personalbestand

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug:

2023 2022
Vollzeitkräfte 132 133
Männlich 53 53
Weiblich 79 80
Teilzeitkräfte 55 58
Männlich 1 1
Weiblich 54 57
Auszubildende 0 0
Gesamt 187 191

V. Vorstandsvergütung

Die Vorstände der Postbank Finanzberatung AG haben im Jahr 2023 insgesamt 1.114,5 T€ an Bezügen erhalten. Davon betragen 677,0 T€ die laufenden Bezüge und 437,5 T € variable und sonstige Vergütungen. In den Bezügen ist keine aktienbasierte Komponente enthalten.

In der PB Finanzberatung bestehen Pensionsverpflichtungen für aktive und ehemalige Vorstände bzw. deren Hinterbliebenen in Höhe von 4.981 T€.

VI. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die entsprechende Angabe im Konzernabschluss der Deutsche Bank AG diese Beträge miteinschließt.

VII. Aufsichtsratvergütung

Es wurde keine Vergütung an den Aufsichtsrat gezahlt.

VIII. Anteilsbesitz

Anteil am Kapital Stammkapital 2023 Gewinnabführung 2023
% T€ T€
Postbank Immobilien GmbH, Hameln 100 512 4.044

Zwischen Postbank Immobilien GmbH und Postbank Finanzberatung AG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Das Ergebnis der PB Immobilien wird periodengleich in der PB Finanzberatung gebucht.

IX. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses am 25. März 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentlichen Einfluss auf die derzeitige und künftige Entwicklung der Postbank Finanzberatung AG haben.

D. Namen der Organmitglieder

Vorstand

Mitglieder des Vorstands sind: Geschäftsbereich
Renato Favro, Köln, Sprecher Vertrieb Bis 30.11.2023
Mathias Lüdtke-Handjery, Berlin, Sprecher Vertrieb Ab 01.12.2023
Ina Freymann, Bad Münder Finanzen Ab 01.06.2023
Bernd Diestelhorst, Bad Münder COO
Florian Schüler, Bonn PB Immobilien

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates sind:

Philipp Gossow, Vorsitzender Leiter Vertrieb Privatkundenbank Deutschland, Deutsche Bank AG Bis 31.10.2023
Dr. Dominik Hennen, Vorsitzender Leiter Produktmanagement Immobilie Privatkundenbank Deutschland, Deutsche Bank AG Ab 01.11.2023
Eva Grunwald Leiterin Produktmanagement Immobilien Privatkundenbank Deutschland, Deutsche Bank AG bis 31.03.2023
Manuel Beermann Leiter Kunden- und Produktmanagement Privatkundenbank Deutschland, Deutsche Bank AG Ab 19.05.2023
Jennifer Hörl Leiterin Competence Center Retail, CRM - Privatkunden Deutschland, Deutsche Bank AG

 

Hameln, den 25. März 2024

Der Vorstand

Mathias Lüdtke-Handjery

Ina Freymann

Bernd Diestelhorst

Florian Schüler

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Postbank Finanzberatung AG, Hameln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Postbank Finanzberatung AG, Hameln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Postbank Finanzberatung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Bericht des Aufsichtsrats

der Postbank Finanzberatung AG

Der Aufsichtsrat hat während des gesamten Berichtszeitraums die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft beratend begleitet sowie zeitnah und kontinuierlich überwacht. Maßstab für diese Überwachung waren die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung des Vorstands. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung sind, unmittelbar eingebunden.

Im Geschäftsjahr 2023 fanden zwei Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Der Aufsichtsrat hat sich regelmäßig vom Vorstand über die Lage und Strategie der Gesellschaft, die Geschäfts- und Ertragsentwicklung, die Planung, die Risikolage sowie über das Risikomanagement unterrichten lassen. Zu den entsprechenden Vorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat - soweit nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich - nach gründlicher eigener Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Darüber hinaus hat der Vorstand mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats in regelmäßigen Arbeitsgesprächen Themen und Fragen von wesentlicher Bedeutung eingehend beraten.

Die ordentliche Hauptversammlung vom 21. August 2023 hat die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt. Der Abschlussprüfer hat die Buchführung, den nach den Regeln des Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie den Lagebericht geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig übermittelt und sind in der Sitzung des Aufsichtsrats am 28. Mai 2024 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich besprochen worden. Der Abschlussprüfer hat über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft abgegeben sowie für ergänzende Auskünfte zur Verfügung gestanden.

Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis der Abschlussprüfung zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat durchgeführten eigenen Prüfung von Jahresabschluss und Lagebericht sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Postbank Finanzberatung AG gebilligt. Damit ist dieser festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmt in seiner Einschätzung der Lage der Gesellschaft mit der des Vorstands in dessen Lagebericht überein.

Frau Ina Freymann wurde in der Aufsichtsratssitzung am 31. Mai 2023 mit Wirkung ab 1. Juni 2023 für die Dauer von drei Jahren zum Mitglied des Vorstands bestellt.

Herr Renato Favro hat sein Mandat als Mitglied des Vorstands und als dessen Sprecher mit Wirkung zum Ablauf des 30. November 2023 niedergelegt. In seiner Sitzung am 27. November 2023 hat der Aufsichtsrat der Postbank Finanzberatung AG Herrn Mathias Lüdtke-Handjery mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2023 für die Dauer von drei Jahren zum Mitglied des Vorstands der Postbank Finanzberatung AG bestellt und ihn zu dessen Sprecher ernannt.

Frau Eva Grunwald, die von einer außerordentlichen Hauptversammlung am 20. Dezember 2022 mit Wirkung zum 1. Januar 2023 als Nachfolgerin von Herrn Achim Kuhn in den Aufsichtsrat gewählt wurde, hat ihr Mandat als Aufsichtsratsmitglied mit Wirkung zum Ablauf des 31. März 2023 niedergelegt. Eine außerordentliche Hauptversammlung am 19. Mai 2023 hat - mit Wirkung vom selben Tag - Herrn Manuel Beermann als Mitglied des Aufsichtsrats der Postbank Finanzberatung AG für den Rest der Amtszeit von Frau Eva Grunwald gewählt.

Herr Philipp Gossow hat sein Mandat als von den Anteilseignern gewähltes Aufsichtsratsmitglied mit Wirkung zum Ablauf des 31. Oktober 2023 niedergelegt. Eine außerordentliche Hauptversammlung am 27. Oktober 2023 hat Herrn Dr. Dominik Hennen als Mitglied des Aufsichtsrats der Postbank Finanzberatung AG mit Wirkung ab dem 1. November 2023 für den Rest der Amtszeit von Herrn Gossow gewählt. Am 3. November 2023 wurde Herr Dr. Dominik Hennen vom Aufsichtsrat für den Rest der Amtszeit des Herrn Gossow zum Vorsitzenden gewählt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Arbeitnehmervertretungen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie HGB-Partnerinnen und HGB-Partnern für ihre Arbeit im Berichtsjahr.

 

Hameln, den 28. Mai 2024

Für den Aufsichtsrat

Dr. Dominik Hennen, Vorsitzender

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