Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 24972
Eingetragen
25.11.2004
Branche
Betrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für DritteErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
der Betrieb eines Rechenzentrums sowie die Entwicklung und Erbringung von EDV-Dienstleistungen, insbesondere an die Unternehmen des weltweiten Ernst & Young Global Verbundes.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Dr. Albrecht
seit 12.8.2025
Geschäftsführer
Mathias Matthies
seit 9.3.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
EYGI Holding LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

EYGI Holding Limited
United Kingdom
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GFIS GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Niederschrift über die Beschlussfassung Record of the resolution
bei der GFIS GmbH mit dem Sitz in Stuttgart of GFIS GmbH with its registered office in Stuttgart
Unter Verzicht auf die Einhaltung sämtlicher Formen und Fristen fasst die Alleingesellschafterin der GFIS GmbH mit dem Sitz in Stuttgart ("GmbH") folgende Waiving all requirements regarding form or deadlines, the sole shareholder of GFIS GmbH with its registered office in Stuttgart ("GmbH") passes the following
Beschlüsse: Resolutions:
1. Feststellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2023 1. Ratification of the financial statements as of 30 June 2023
Der Jahresabschluss der GmbH zum 30. Juni 2023 in der von der Geschäftsführung aufgestellten und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der zum Abschlussprüfer gewählten BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, versehenen Fassung mit einer Bilanzsumme von TEUR 82.315 und einem Jahresüberschuss von TEUR 1.032 sowie einem Gewinnvortrag von TEUR 10.454 wird hiermit festgestellt. The financial statements of GmbH as of 30 June 2023 as prepared by management and on which an unqualified audit opinion has been issued by the appointed auditor, BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt/Main, with total assets of EUR 82,315 k and annual profit for the year of EUR 1,032 k as well as a profit carried forward of EUR 10,454 k are hereby ratified.
2. Ergebnisverwendung 2. Appropriation of profits
Der Bilanzgewinn der GmbH von TEUR 11.486 (Jahresüberschuss von TEUR 1.032 zuzüglich Gewinnvortrag von TEUR 10.454) wird als Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022/2023 an die Alleingesellschafterin The retained earnings of the GmbH of EUR 11,486 k (annual profit for the year of EUR 1,032 k plus profit carried forward of EUR 10,454 k) will be distributed to the sole shareholder as a dividend for the past financial
ausgeschüttet. Die Auszahlung der Dividende erfolgt am 1. Februar 2024. year 2022/2023. The dividend will be paid on February 1st, 2024.
3. Entlastung der Geschäftsführer 3. Exoneration of management
Den Geschäftsführern wird für das Geschäftsjahr, welches am 30. Juni 2023 endete, Entlastung erteilt. Management is exonerated for the fiscal year ended on 30 June 2023.
4. Wahl des Abschlussprüfers 4. Election of auditor
Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, gewählt. BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt/Main, is elected auditor for the fiscal year 2023/2024.
Diese Niederschrift ist in englischer und deutscher Sprache abgefasst. Im Falle von Abweichungen ist der deutsche Text maßgebend. This record in writing is made in English and German. In case of discrepancies, the German text shall prevail.

 

11th -January 2024

EYGI Holding Limited

MR ALISDAIR MANN, DIRECTOR

Bilanz zum 30.06.2023

AKTIVA

30.06.2023 30.06.2022
TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 517 64
517 64
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 51.569 34.160
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 324 0
51.893 34.160
52.410 34.224
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.857 5.051
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.368 1.279
6.225 6.330
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 14.281 11.085
20.506 17.415
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.399 4.062
82.315 55.701

PASSIVA

30.06.2023 30.06.2022
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25 25
II. Gewinnvortrag 10.454 9.560
III. Jahresüberschuss 1.032 895
11.511 10.480
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 9 0
2. Sonstige Rückstellungen 41 39
50 39
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.267 4.424
2. Sonstige Verbindlichkeiten 58.487 40.758
70.754 45.182
82.315 55.701

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 35.494 31.161
2. Sonstige betriebliche Erträge 860 391
davon Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 775 (Vj. TEUR 49)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -15.796 -13.459
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -16.900 -14.823
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung TEUR -227 (Vj. TEUR -86)
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.963 -1.786
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -663 -589
7. Ergebnis nach Steuern 1.032 895
8. Jahresüberschuss 1.032 895

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss ist gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Beträge im Jahresabschluss sind jeweils auf tausend Euro (TEUR) gerundet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma GFIS GmbH, Stuttgart mit Sitz in Stuttgart im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 24972 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (Softwarelizenzen) sind zu Anschaffungskosten, jeweils vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauer (in der Regel zwischen drei und fünf Jahren), bewertet. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, jährlich um planmäßige Abschreibungen (Zugänge zeitanteilig) vermindert.

Die wesentlichen Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens sind die folgenden:

Netzwerkserver und Speichermodule 4 bis 5 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 10 Jahre

Bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 bis 1.000,00 Euro werden entsprechend den steuerlichen Regelungen in einem Sammelposten erfasst, der pauschal mit 20 Prozent p. a. abgeschrieben wird.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist, unter Angabe der auf das Geschäftsjahr entfallenden Abschreibungen, im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, aktiviert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Ein Wahlrecht oder eine Pflicht zum Ansatz latenter Steuern hat sich nicht ergeben, da weder zeitliche Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen noch körperschaft- oder gewerbesteuerliche Verlustvorträge vorhanden sind.

Erläuterungen zur Bilanz

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuererstattungsansprüche sowie debitorische Kreditoren.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen. Zum Bilanzstichtag bestanden keine sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten weist die Gesellschaft zum Abschlussstichtag folgende zwei Darlehen der EY Global Finance Inc., Delaware (USA) aus:

Zinssatz Laufzeit bis Buchwert 01.07.22 Aufnahme 2023
TEUR TEUR
Nr. 1 Euribor 3m+2,00 % Juni 25 5.000 27.000
Nr. 2 4,75 % Januar 26 35.000
40.000 27.000
Tilgung 2023 Buchwert 30.06.23 Originärer Betrag
TEUR TEUR TEUR
Nr. 1 32.000 50.000
Nr. 2 9.000 26.000 35.000
9.000 58.000 85.000

Der Gesamtbetrag der sonstigen Verbindlichkeiten (zum Abschlussstichtag) mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt 45.487 TEUR (Vorjahr: 14.758 TEUR) und derjenige der sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 13.000 TEUR (Vorjahr: 26.000 TEUR); davon entfallen, wie auch im Vorjahr, keine auf sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Das zum Geschäftsjahresbeginn bestehende Darlehen Nr. 1 wurde mit der EY Global Finance Inc., Delaware (USA) zum 25. April 2023 vertraglich angepasst. Dabei wurde das Darlehen weiterhin als revolvierendes Darlehen mit einer Gesamtsumme von 50.000 TEUR und unverändertem Zinssatz ausgestaltet. Die Laufzeit des Vertrages endet am 15. Juni 2025.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden nahezu ausschließlich durch IT-Dienstleistungen für andere im Ausland ansässige Unternehmen der globalen EY-Organisation erzielt. Da die Leistungsverrechnung anhand der Cost-plus-Methode erfolgt, korreliert der Umsatzanstieg mit dem Anstieg der Aufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Wechselkursumrechnungsdifferenzen und periodenfremde Gewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 85 TEUR (Vorjahr: 334 TEUR).

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Mieten (einschl. Nebenkosten) sowie um IT- und Kommunikationskosten. Im Vorjahr enthielt der Posten periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 31 TEUR.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten ausschließlich Zinsaufwendungen für die von der EY Global Finance Inc., Delaware (USA) in Anspruch genommenen Darlehen (siehe Erläuterungen zur Bilanz).

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen Wartungs- und Leasingverträge sowie Beschaffungsverträge für Anlagegüter. Die künftigen Verpflichtungen sind wie folgt fällig:

TEUR
bis 1 Jahr 6.881
1 bis 5 Jahre 3.651
mehr als 5 Jahre 0

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für Abschlussprüfungsleistungen (Prüfung des Jahresabschlusses) für das Geschäftsjahr voraussichtlich zu beanspruchende Honorar (einschließlich Auslagenersatz) beträgt 34 TEUR.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen insbesondere mit der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart sowie mit Unternehmen der globalen EY-Organisation. Sämtliche Geschäfte mit diesen Unternehmen werden auf der Basis marktüblicher Konditionen (Cost-plus-Methode) abgewickelt.

Haftungsverhältnisse

Risiken aus weiteren, nicht bereits in der Bilanz enthaltenen Geschäften sind nicht bekannt.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinnvortrag in Höhe von 10.454 TEUR und den Jahresüberschuss in Höhe von 1.032 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Ende des Geschäftsjahres eingetreten sind und sich auf die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft auswirken könnten, haben sich nicht ergeben.

Konzernverhältnisse

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die EYGI B. V., Rotterdam (Niederlande). Der Konzernabschluss ist am Sitz der EYGI B. V. in Rotterdam (Niederlande) erhältlich.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

1.

Markus Baum, Eschborn (seit 01. September 2022)

Europe Finance Transformation Lead

2.

Mathias Matthies, Hamburg (seit 01. September 2022)

Group CFO Controlling

3.

Dr. Oliver Graf, Eschborn (bis 31. August 2022)

Group CFO Controlling

4.

Julie Linn Teigland, Mannheim (bis 31. August 2022)

Area Managing Partner - Europe, Middle East, India and Africa (EMEIA)

 

Stuttgart, 29. September 2023

Markus Baum

Mathias Matthies

Entwicklung des Anlagevermögens 2022/2023

Anschaffungskosten
01.07.2022 Zugänge Abgänge 30.06.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 3.457 523 3.980
3.457 523 3.980
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 129.947 33.135 20.847 142.235
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 324 324
129.947 33.459 20.847 142.559
Summe Anlagevermögen 133.404 33.982 20.847 146.539
Kumulierte Abschreibungen
01.07.2022 Zugänge Abgänge 30.06.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 3.393 70 3.463
3.393 70 3.463
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 95.787 15.726 20.847 90.666
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
95.787 15.726 20.847 90.666
Summe Anlagevermögen 99.180 15.796 20.847 94.129
Buchwerte
30.06.2023 30.06.2022
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 517 64
517 64
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 51.569 34.160
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 324
51.893 34.160
Summe Anlagevermögen 52.410 34.224

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die GFIS GmbH, Stuttgart wurde am 29. Oktober 2004 gegründet. Die Gesellschaft verfügt heute über Rechenzentren an den Standorten Frankfurt am Main und Rüsselsheim, wobei das Rechenzentrum in Rüsselsheim als Back-up-Rechenzentrum dient.

Die Geschäftstätigkeit der GFIS GmbH erstreckt sich überwiegend auf die Bereitstellung der technischen Infrastruktur ihrer Rechenzentren, die durch einen externen Dienstleister betreut werden. Aufwendungen werden grundsätzlich mit einem 5-prozentigen Gewinnaufschlag an die Unternehmen der globalen EY-Organisation weiterbelastet. Die Weiterbelastungen sind wesentlicher Bestandteil der Umsatzerlöse.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die deutsche Wirtschaft hatte im Jahr 2022 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes trotz der gesamtwirtschaftlichen Lage, die durch die Folgen des Ukraine- Kriegs und den extremen Energiepreiserhöhungen geprägt war, ein Bruttoinlandsprodukt (BIP), das um 1,8 Prozent höher war als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 1,9 Prozent. Getrieben ist das Wachstum insbesondere durch Dienstleistungsbereiche, die von Nachholeffekten, durch die Aufhebung der COVID-19- Schutzmaßnahmen profitierten. Andere Bereiche hingegen, wie z.B. der Handel, Verkehr und Gastgewerbe konnten nicht zum Wachstum beitragen. 1

Im ersten Quartal 2023 wiederum legte die Bruttowertschöpfung gegenüber dem Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,9 Prozent zu. 2 Die hohe Inflation belastet die konjunkturelle Dynamik im Jahr 2023. Die drastisch steigenden Energie- und Nahrungsmittelpreise führen zu massiven Kaufkraftverlusten der privaten Haushalte. Der Preisdruck lässt seit dem Jahreswechsel schrittweise nach, jedoch müssen private Haushalte dennoch ihre Ausgaben einschränken. Der staatliche Verbrauch verringerte sich ebenfalls, was durch die rückläufigen, COVID-19 bedingten Ausgaben begründet ist.

1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 24. Februar 2023 - Nr. 070/23.
2 Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Schlaglichter der Wirtschaftspolitik, Juli 2023.

Während die Arbeitnehmerentgelte um 6,3 Prozent wuchsen, nahmen die Unternehmens- und Vermögenseinkommen ebenfalls um 9,9 Prozent zu. Neben dem Rückgang der Kurzarbeit dürften dazu auch die Zahlung von Inflationsausgleichsprämien beigetragen haben. Gleichzeitig erhöhte sich die Arbeitslosigkeit im ersten Quartal leicht auf 2,6 Mio. Personen. Obwohl die Brutto- bzw. Nettolöhne- und -gehälter gestiegen sind, reicht dieser Effekt nicht aus, um die Inflation zu kompensieren und es setzt sich ein Reallohnverlust bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durch. 3

Im Zweiten Halbjahr des laufenden Jahres wird die Wirtschaftsleistung voraussichtlich stagnieren, mit der Jahreswende wird mit einer Erholung für die Jahre 2024 und 2025 und mit Zuwächsen des BIP um 1,3 bzw. 1,5 Prozent gerechnet. 4

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2022/2023 haben sich die Umsatzerlöse (finanzieller Leistungsindikator) um 4.333 TEUR (13,9 Prozent) auf 35.494 TEUR erhöht. Somit wird die Umsatzprognose des Vorjahres übertroffen. Gleiches gilt auch für den Jahresüberschuss, welcher um 15,3 Prozent auf 1.032 TEUR (Vorjahr: 895 TEUR) ansteigt. Wesentlicher Grund für den Anstieg sind Investitionen in Hardware und IT-Infrastruktur, wodurch die Umsätze aus Weiterbelastung deutlich erhöht werden konnten. Ursache hierfür war im Wesentlichen ein internes Projekt zur Umstrukturierung.

Das Investitionsvolumen (finanzieller Leistungsindikator) liegt mit 33.982 TEUR über dem Budget (Plan FY2023: 24.000 TEUR). Im Zuge eines internen Projektes zur Umstrukturierung wurden mehr Investitionen getätigt als ursprünglich geplant.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Der Anstieg der Umsatzerlöse von 31.161 TEUR um 4.333 TEUR auf 35.494 TEUR entfällt auf vermehrte Aufwandsweiterbelastungen.

3 Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Schlaglichter der Wirtschaftspolitik, Juli 2023.

4 IfW Kiel, Kieler Konjunkturberichte, Deutsche Wirtschaft im Sommer 2023, Nr. 107 (2023|Q3).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 391 TEUR um 469 TEUR auf 860 TEUR gestiegen, davon entfallen 85 TEUR auf Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen (Vorjahr: TEUR 334) sowie 767 TEUR (Vorjahr: TEUR 56) auf Währungsgewinne. Die Entwicklung der Währungsgewinne ist im Wesentlichen auf Kursschwankungen in der zweiten Jahreshälfte zurückzuführen. Durch größere Transaktionen in diesem Zeitraum kam es zu entsprechenden Währungsgewinnen.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen erhöhten sich von 13.459 TEUR um 2.337 TEUR auf 15.796 TEUR. Der Anstieg ergibt sich aus Investitionen in weitere Server.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen zum Bilanzstichtag von 14.823 TEUR um 2.077 TEUR auf 16.900 TEUR. Hier werden im Wesentlichen Mieten und Mietnebenkosten sowie IT- und Telekommunikationskosten für den Betrieb der Rechenzentren ausgewiesen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf im Geschäftsjahr gestiegende Energiekosten zurückzuführen.

Der Zinsaufwand im Berichtsjahr ist von 1.786 TEUR um 177 TEUR auf 1.963 TEUR gestiegen. Im Geschäftsjahr wurde die Inanspruchname eines revolvierenden Darlehns zur Finanzierung der getätigten Investitionen ausgeweitet, was folglich höhere Zinsbelastungen verursachte.

Das Ergebnis vor Steuern lag bei 1.695 TEUR (Vorjahr: 1.484 TEUR) und hat sich damit analog den Umsatzerlösen entwickelt. Die Umsatzrendite vor Ertragsteuern beträgt unverändert 4,8 Prozent.

Für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich Aufwendungen in Höhe von 663 TEUR ergeben (Vorjahr: 589 TEUR). Der Jahresüberschuss beträgt 1.032 TEUR (Vorjahr: 895 TEUR).

Finanzlage

Der Cashflow der GFIS GmbH ist durch antizyklische Zahlungsflüsse geprägt: Investitionen in mittel- bis langfristig zu nutzende Anlagegüter erfordern eine hohe Liquidität. Hingegen erfolgen die Zahlungsrückflüsse kongruent zum GuV-Aufwand und somit im Wesentlichen über die jeweilige Abschreibungsdauer der Anlagegüter. Mittels Darlehen aus der globalen EY-Organisation wird die Finanzierung sichergestellt. Zur Steuerung der Liquidität werden regelmäßig Cashflow-Forecasts erstellt.

Der Bestand an Finanzmitteln ist von 11.085 TEUR um 3.196 TEUR auf 14.281 TEUR gestiegen und liegt somit über dem Vorjahresniveau.

Aufgrund der Möglichkeit der Aufnahme weiterer Darlehen bei der EY Global Finance Inc., Delaware (USA) und durch die vertragliche Anpassung des revolvierenden Darlehns ist die Finanzierung zukünftiger Investitionen sichergestellt.

Im Einzelnen stellt sich unsere Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022/2023 wie folgt dar:

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei 21.327 TEUR (Vorjahr: 14.865 TEUR).

Aus unserer Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von 33.897 TEUR (Vorjahr: 13.667 TEUR). Wesentlicher Treiber hierbei waren Auszahlungen für Investitionen in unser Sachanlagevermögen, in diesem Jahr in Höhe von 33.458 TEUR.

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr 15.766 TEUR (Vorjahr: 21 TEUR). Ursächlich hierfür sind Einzahlungen aus der Aufnahme weiterer Darlehnsbeträge verrechnet mit zahlungswirksamen Zinsen von 2.234 TEUR.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr von 55.701 TEUR um 26.614 TEUR auf 82.315 TEUR gestiegen. Die Vermögensstruktur besteht zu 63,7 Prozent aus längerfristig gebundenem Anlagevermögen und zu 36,3 Prozent aus kurzfristig gebundenen Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens sowie aus aktiven Rechnungsabgrenzungsposten. Die Kapitalstruktur besteht zu 29,8 Prozent aus Eigenkapital sowie mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten und zu 70,2 Prozent aus kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Das langfristig gebundene Vermögen wird durch die Darlehen und das zur Verfügung stehende Eigenkapital gedeckt.

Das Anlagevermögen ist von 34.224 TEUR um 18.186 TEUR auf 52.410 TEUR gestiegen. Im Geschäftsjahr haben die Investitionen die Abschreibungen übertroffen. Im Zuge eines internen Projektes zur Umstrukturierung wurden mehr Investitionen getätigt als ursprünglich geplant.

Im Umlaufvermögen weisen wir Forderungen aus Leistungen in Höhe von 4.857 TEUR (Vorjahr: 5.051 TEUR) aus. Der Rückgang ergibt sich aus dem Zahlungsverhalten der Kunden. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuerforderungen sowie debitorische Kreditoren und haben sich um 89 TEUR auf 1.368 TEUR erhöht.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist von 4.062 TEUR um 5.337 TEUR auf 9.399 TEUR gestiegen. Inhaltlich weisen wir hier hauptsächlich Auszahlungen für Wartungsverträge aus, die über den Bilanzstichtag hinausgehende Laufzeiten haben.

Aufgrund des Jahresüberschusses hat sich das Eigenkapital von 10.480 TEUR um 1.032 TEUR auf 11.512 TEUR erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt im Berichtsjahr somit bei 14,0 Prozent (Vorjahr: 18,8 Prozent).

Bei den Verbindlichkeiten insgesamt gibt es einen Anstieg um 25.572 TEUR, von 45.182 TEUR auf 70.754 TEUR. Ursächlich ist hier die Aufnahme weiterer Darlehnsbeträge bei der EY Global Finance Inc., sowie höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit den Investitionen in das Anlagevermögen.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Insgesamt beurteilt die Gesellschaft den Geschäftsverlauf als zufriedenstellend.

Risikobericht

Ausfall- und Preisänderungsrisiken ist die GFIS GmbH nicht ausgesetzt, da alle anfallenden Aufwendungen mit Aufschlag weitergegeben werden.

Mit der EY Global Finance Inc. hat die Gesellschaft einen Darlehensgeber, der sich zum Teil wiederum über die Nutzer der Rechenzentren der GFIS GmbH refinanzieren kann. Im neuen Geschäftsjahr wurden das Darlehen mit der EY Global Finance Inc., Delaware (USA) vertraglich angepasst und somit die Finanzierung gesichert. Dabei wurde das Darlehen weiterhin als revolvierendes Darlehen mit einer Gesamtsumme von TEUR 50.000 und unverändertem Zinssatz ausgestaltet. Die Laufzeit des Vertrages endet am 15. Juni 2025.

Das Risiko einer Aufkündigung der Darlehen seitens des Darlehensgebers und daraus möglicherweise resultierender Schwierigkeiten, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, ist aufgrund der teilweisen Deckungsgleichheit von Kreditgebern der EY Global Finance Inc. und Nutzern der Rechenzentren der GFIS GmbH als gering einzuschätzen.

Davon abgesehen hält sich die GFIS GmbH über die Geschäftsentwicklung ihrer Darlehensgeberin fortlaufend informiert, sodass etwaige Finanzierungsrisiken frühzeitig erkannt werden können.

Etwaige Risiken durch Beschädigung und damit Ausfall des Rechenzentrums in Frankfurt am Main haben wir durch das Back-up-Zentrum in Rüsselsheim auf ein Minimum reduziert.

Cyberrisiken

Der Umgang mit den umfangreichen, komplexen Risiken aus Angriffen auf die Cybersicherheit ist Teil der Geschäftstätigkeit vieler Unternehmen. Jede Systemumgebung kann Ziel einer Cyberattacke werden. EY unternimmt umfassende Schritte zur Absicherung der IT-Infrastruktur und zum Schutz der Kundendaten. Der EY-Ansatz zur Cybersicherheit umfasst insbesondere die Implementierung umfangreicher Technologien und Prozesse, die zur globalen Steuerung und Minimierung von Cybersicherheitsrisiken erforderlich sind. Die Einhaltung unserer Informationssicherheitsrichtlinien werden für alle globalen Technologieprodukte, Leistungen und Rechenzentren von EY durch umfangreiche Maßnahmen sichergestellt. Diese beinhalten ISO/IEC-27001:2013-Compliance-Prüfungen durch unabhängige Dritte zur Zertifizierung des Informationssicherheitsmanagementsystems und der externen cloudbasierten "EY Client Technology"-Plattform nach ISO/IEC 27017:2015. Weiterführend bescheinigen jährliche "SOC 2 Typ II" Prüfreports durch unabhängige Dritte die Einhaltung der Kontrollen und Maßnahmen für die Sicherheit, Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit der Daten in unseren globalen Rechenzentren und für die von EY genutzte cloudbasierte Client-Technology-Plattform.

Chancenbericht

Die Rechenzentren der GFIS GmbH werden ausschließlich für die Unternehmen der globalen EY-Organisation betrieben. Durch die Entscheidung, die weltweiten IT- Dienstleistungen der globalen EY-Organisation unter anderem am Standort Deutschland zu konzentrieren, ist die Geschäftsgrundlage der GFIS GmbH derzeit gesichert.

Im Rahmen der Vereinbarung zur Kostenübernahme und dem damit einhergehenden garantierten Gewinnaufschlag kann die Gesellschaft durch weitere Investitionen in die Rechenzentren profitieren.

Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation

Bestandsgefährdende Risiken sind für die GFIS GmbH nach unserer Einschätzung derzeit nicht erkennbar.

Prognosebericht

In den kommenden Geschäftsjahren wird sich der Anteil der externen IT-Dienstleistungen, d.h. insbesondere Cloud-Speicherung, weiter erhöhen. Die GFIS GmbH wird ihr Geschäftsmodell auch weiterhin an diese Entwicklungen anpassen.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 haben wir ein Investitionsbudget (finanzieller Leistungsindikator) in Höhe von 9.636 TEUR geplant, vor allem für Investitionen in Hardware und IT-Infrastruktur.

Wir erwarten daher aufgrund der im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhten Investitionen, als auch der neuen Investitionen und der daraus resultierenden Abschreibungsaufwendungen für das laufende Geschäftsjahr einen Zugang bei Umsatz (finanzieller Leistungsindikator) und Ergebnis von ca. 6 Prozent. Die Kostenerhöhung wirkt sich analog auf Umsatzerlöse und Ergebnis aus.

 

29. September 2023

Die Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GFIS GmbH, Stuttgart

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der GFIS GmbH, Stuttgart - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GFIS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESAB- SCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfrut am Main, 6. Oktober 2023

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