SCHWING Technologies GmbHLiquidiert

47506 Neukirchen-Vluyn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 6096
Vorher
Schwing Fluid Technik GmbH
Eingetragen
24.7.2002
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Steinen, Beton und sonstigen mineralischen Stoffen
Gegenstand
Die Planung und die Herstellung von und der Handel mit Maschinen und Geräten, einschließlich der Übernahme von Vertretungen, und die Einbringung von technischen Dienstleistungen, insbesondere für die chemische-, kunststoff- sowie die metallverarbeitende Industrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Thomas Schwing
seit 4.5.2006
Geschäftsführer
Ewald Schwing
seit 27.10.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
325.200 €
88.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCHWING Technologies GmbH

Neukirchen-Vluyn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

SCHWING Technologies GmbH, Neukirchen-Vluyn

AKTIVA

31.12.2022
31.12.2021
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.576.389,21 1.246.246,42
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 27.678,00 23.093,00
II. Sachanlagen 1.548.711,21 1.223.153,42
B. UMLAUFVERMÖGEN 5.027.977,05 4.812.848,01
I. Vorräte 2.180.056,70 1.753.750,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.741.067,42 1.780.268,13
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.106.852,93 1.278.829,58
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 84.974,02 90.534,80
6.689.340,28 6.149.629,23

PASSIVA

31.12.2022
31.12.2021
A. EIGENKAPITAL 3.128.409,30 3.000.373,17
I. Gezeichnetes Kapital 368.150,00 368.150,00
II. Gewinnrücklagen 12.514,38 12.514,38
III. Gewinnvortrag 1.619.708,79 1.036.437,04
IV. Jahresüberschuss 1.128.036,13 1.583.271,75
B. RÜCKSTELLUNGEN 315.951,00 621.231,00
C. VERBINDLICHKEITEN 3.244.979,98 2.528.025,06
6.689.340,28 6.149.629,23

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
2021
1. Rohergebnis 9.756.446,43 10.104.120,10
2. Personalaufwand -4.928.486,99 -4.769.413,44
a) Löhne und Gehälter -4.110.247,69 -3.973.698,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -818.239,30 -795.715,42
3. Abschreibungen -294.254,61 -247.233,00
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -294.254,61 -247.233,00
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.833.211,72 -2.712.134,04
5. Betriebsergebnis 1.700.493,11 2.375.339,62
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.093,80 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -13.013,00 -11.982,12
8. Finanzergebnis -8.919,20 -11.982,12
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -555.693,68 -772.298,00
10. Ergebnis nach Steuern 1.135.880,23 1.591.059,50
11. Sonstige Steuern -7.844,10 -7.787,75
12. Jahresüberschuss 1.128.036,13 1.583.271,75

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

SCHWING Technologies GmbH, Neukirchen-Vluyn

I. Allgemeine Angaben

Die SCHWING Technologies GmbH hat ihren Sitz in Neukirchen-Vluyn. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Kleve unter HRB 6096 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 der SCHWING Technologies GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG, unter teilweiser Inanspruchnahme von größenabhängigen Erleicherungen, aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die nachstehend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gem. § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Das abnutzbare Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern sind angemessen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der bezogenen Waren erfolgte zu den durchschnittlichen Einstandswerten bzw. Anschaffungskosten, sofern keine Abschläge wegen Mindergängigkeit oder Preisverfall erforderlich waren.

Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Hierbei kamen Material- und Fertigungskosten sowie die Sonderkosten der Fertigung (Einzelkosten) zum Ansatz. Darüber hinaus wurden angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und allgemeine Verwaltungsgemeinkosten in die Herstellungskosten eingerechnet. Zinsaufwendungen wurden nicht einbezogen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch aktivisch abgesetzte Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine gleichfalls aktivisch abgesetzte Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die zu erwartenden Verpflichtungen angemessen zu decken.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Währungspositionen werden grundsätzlich mit dem Devisenkurs zum Zeitpunkt des Transaktionstages der Geschäftsvorfälle erfasst. Zum Abschlussstichtag entstandene Kursverluste aus der Bewertung der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden berücksichtigt. Kursgewinne aus der Bewertung von kurzfristigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag, werden gemäß § 256 a HGB erfasst.

IV. Gliederung des Jahresabschlusses

Zur besseren Einsicht in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wurden die Ausweise in der Gewinn- und Verlustrechnung hinsichtlich folgender Positionen ergänzt:

Die Position "Gesamtleistung" fasst die Umsatzerlöse, die Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse und die aktivierten Eigenleistungen zusammen.

Die zusätzliche Position "Gesamtbetriebsertrag" fasst die Gesamtleistung und die sonstigen betrieblichen Erträge zusammen.

Von dem Gesamtbetriebsertrag wird der Materialaufwand abgesetzt, so dass eine Zwischensumme für das "Rohergebnis" gebildet wird.

Über die gesetzlich vorgeschriebenen Positionen hinaus werden Zwischensummen für das "Betriebsergebnis" und das "Finanzergebnis" gebildet.

V. Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

2. Umlaufvermögen

a. Vorräte

Erhaltene Anzahlungen wurden nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB bis zur Höhe des jeweiligen Einzelauftragswertes wie folgt von den Aktivposten abgesetzt:

31.12.2022
31.12.2021
Fertige Erzeugnisse 95.623,99 12.821,57
Unfertige Erzeugnisse 1.986.356,48 1.553.989,60
Erhaltene Anzahlungen -1.235.280,73 -926.135,40
846.699,74 640.675,77

b. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 2.369,46 (Vorjahr: € 0,00) enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen einen Gesellschafter in Höhe von € 930,99 (Vorjahr: € 930,99) enthalten, der zugleich Organ der Gesellschaft ist.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten - entsprechend dem Vorjahr - keine Positionen mit einer vereinbarten Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuererstattungsansprüche in Höhe von € 247.546,95 (Vorjahr: € 169.715,80).

Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände sind keine größeren Positionen enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstanden sind.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält keine Disagiobeträge.

4. Eigenkapital

Bei den "Gewinnrücklagen" handelt es sich um die gesetzliche Rücklage nach § 150 AktG, welche in Vorjahren - vor dem Formwechsel in die GmbH - gebildet wurde.

5. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

In der Position "Sonstige Rückstellungen" sind Rückstellungen für Urlaubsverpflichtungen und für Verpflichtungen aus Mehrarbeit (T€ 93 / Vorjahr: T€ 85), für Gewährleistungsaufwand (T€ 145 / Vorjahr: T€ 150), für Tantiemen (T€ 49 / Vorjahr: T€ 87), für ausstehende Rechnungen (T€ 0 / Vorjahr: T€ 4) und übrige Rückstellungen (T€ 24 / Vorjahr: T€ 67) enthalten.

6. Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022
bis zu einem Jahr
zwischen einem und fünf Jahren
von mehr als fünf Jahren
Gesamtbetrag 31.12.2021
3.244.979,98 3.006.700,41 182.646,34 55.633,23 2.528.025,06

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt € 286.448,38 sind in voller Höhe durch Grundpfandrechte / Sicherungsübereignungen gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen den üblichen Eigentumsvorbehalten. Die restlichen Verbindlichkeiten sind ungesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 0,00 enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 6.212,67). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entsprechend dem Vorjahr nicht enthalten.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 343.093,13 (Vorjahr: € 144.353,26); Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind entsprechend dem Vorjahr nicht enthalten.

VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Allgemeines

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert.

2. Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 77.

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 10.824,59 (Vorjahr: € 10.926,90).

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge sind für die Beurteilung der Ertragslage der Gesellschaft als unerheblich anzusehen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 68. Im Vorjahr wurde der saldierte Betrag innerhalb des Materialaufwands angegeben.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in Höhe von € 555.626,00 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des laufenden Geschäftsjahres. Steueraufwendungen in Höhe von € 67,68 entfallen auf Vorjahre.

VII. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Angaben beziehen sich als Summe aller Leistungsverpflichtungen (ohne Abzinsung) auf die vertragliche Gesamtlaufzeit.

Fällig 2023
T€
Fällig 2024 - 2027
T€
Fällig nach 2027
T€
Verpflichtungen aus Mietverträgen 349 1.680 1.018
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 343 1.674 1.018
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 14 23 0
Verpflichtungen aus Wartungsverträgen 85 86 0
448 1.789 1.018

2. Arbeitnehmer

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Berichtsjahr durchschnittlich:

Festangestellte (ohne Geschäftsführer) 87
Auszubildende 3
90

3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

4. Nachtragsbericht

Besondere Vorgänge, die sich nach dem Bilanzstichtag ereignet haben und über die zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

5. Organe

Geschäftsführung:

Ewald Schwing, Industriekaufmann, Neukirchen-Vluyn

Thomas Schwing, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Neukirchen-Vluyn

Alfred Schillert, Diplom-Ingenieur (FH), Dorsten

6. Abschlussprüfer

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt für die Abschlussprüferleistungen T€ 20,0.

7. Gewinnverwendung

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 12. Dezember 2023 wurde für das Jahr 2022 ein Betrag in Höhe von € 700.000,00 ausgeschüttet.

Der weitere Gewinnverwendungsvorschlag sieht vor, den verbleibenden Bilanzgewinn des Geschäftsjahres in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Neukirchen-Vluyn, 24. Mai 2024

SCHWING Technologies GmbH

Ewald Schwing

Thomas Schwing

Alfred Schillert

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 27. Mai 2024.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2022
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31. Dez. 2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 506.045,71 23.060,00 0,00 0,00 529.105,71
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.050.291,32 0,00 0,00 0,00 1.050.291,32
Technische Anlagen und Maschinen 2.339.463,27 126.157,73 8.054,57 0,00 2.473.675,57
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.091.897,51 278.866,31 0,00 31.518,22 1.339.245,60
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 56.734,22 196.315,36 -8.054,57 0,00 244.995,01
4.538.386,32 601.339,40 0,00 31.518,22 5.108.207,50
5.044.432,03 624.399,40 0,00 31.518,22 5.637.313,21
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2022
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 482.952,71 18.475,00 0,00 501.427,71
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 869.154,65 5.570,00 0,00 874.724,65
Technische Anlagen und Maschinen 1.686.898,27 122.695,30 0,00 1.809.593,57
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 759.179,98 147.514,31 31.516,22 875.178,07
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.315.232,90 275.779,61 31.516,22 3.559.496,29
3.798.185,61 294.254,61 31.516,22 4.060.924,00
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2022
31. Dez. 2021
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.678,00 23.093,00
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 175.566,67 181.136,67
Technische Anlagen und Maschinen 664.082,00 652.565,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 464.067,53 332.717,53
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 244.995,01 56.734,22
1.548.711,21 1.223.153,42
1.576.389,21 1.246.246,42

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

SCHWING Technologies GmbH, Neukirchen-Vluyn

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Mit über 50 Jahren Erfahrung im internationalen Anlagengeschäft ist die SCHWING Technologies GmbH heute ein weltweit führender Konstrukteur, Hersteller und Betreiber von Hochtemperatursystemen für

die (thermische) Reinigung von Metallteilen und -werkzeugen,

thermo-chemische Gas-Feststoff-Reaktionen in variierbaren Atmosphären bis 1.100 °C und

die besonders effiziente Wärmebehandlung von Metallen.

Das Unternehmen wurde im Jahr 1969 als Ewald Schwing KG gegründet und hat seinen Firmensitz in 47506 Neukirchen-Vluyn. Die Firma ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kleve unter der Registernummer HRB 6096 eingetragen.

Kerngeschäft der SCHWING Technologies GmbH ist die thermische Reinigung (Polymerentfernung). Weltweit ist SCHWING der einzige Hersteller, der über alle fortschrittlichen thermischen Reinigungstechnologien zur Entfernung jeder Art von Polymer und organischer Verunreinigung von metallischen Werkzeugen und Maschinenteilen verfügt. Diese Unabhängigkeit von bestimmten Technologien und mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Konstruktion von Reinigungssystemen versetzen SCHWING in die einzigartige Lage, jeden Reinigungsbedarf mit der jeweils ökonomisch und ökologisch besten Geräte - oder Systemlösung zu bedienen - einschließlich Nachbehandlung und Qualitätsprüfung.

Darüber hinaus bietet SCHWING seinen Kunden aus der Kunststoff- und Faserindustrie seit über 30 Jahren auch Reinigungsdienstleistungen an. So werden zurzeit am Standort in Neukirchen-Vluyn sowie durch mehrere internationale Kooperationspartner weltweit jährlich mehr als 250.000 Werkstücke nach den höchsten Qualitäts- und Umweltstandards gereinigt und wieder in den Produktionsprozess des Kunden integriert. Durch den Einsatz mehrerer Transporter und LKWs kann SCHWING zudem flexibel auf die Kundenbedürfnisse eingehen und eine schnelle, zuverlässige Abholung und Lieferung der zu reinigenden Werkstücke gewährleisten.

Ein weiteres Geschäftsfeld ist die Wirbelschicht Prozesstechnik bis 1.100 °C. Seit 1970 fertigt und liefert SCHWING anwendungsspezifische Wirbelschichtreaktoren zur thermo-chemischen -Umsetzung von pulverförmigen Stoffen mittels durchströmender Reaktionsgase in variierbaren Atmosphären. Modernste Mess- und Regeltechnik gewährleistet dabei die präzise Steuerung und Reproduzierbarkeit der thermo-chemischen Prozesse, bei denen Temperaturen bis zu 1.100°C, Prozessdrücke bis 15 bar und die Verwendung von aggressiven Medien möglich sind.

Darüber hinaus verfügt SCHWING über mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Konstruktion und Herstellung von Hochtemperaturanlagen auf Basis der Wirbelschichttechnologie.

Seit 2016 ist SCHWING nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert, welches seine Verpflichtung zur Einhaltung höchster Qualitätsstandards unterstreicht. Der hohe Qualitätsanspruch wird durch strenge Qualitätskontrollen und -prüfungen aller Unternehmensprozesse sichergestellt. Dabei strebt SCHWING kontinuierliche Verbesserungen an, um den sich wandelnden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden und den Kunden stets erstklassige Produkte und Dienstleistungen sowie anwendungsspezifische Lösungen zu bieten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen - Konjunkturelle Lage 2022

Weltwirtschaftliches Umfeld

Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2022 war weiterhin, wenngleich abgeschwächt, geprägt durch die Folgen der Corona-Pandemie. Hinzu kamen die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Während es in den meisten Ländern angesichts steigender Impfraten zu weniger coronabedingten Einschränkungen kam, ergriff die chinesische Regierung beim Auftreten neuer Varianten und vergleichsweise kleinerer Ausbrüche stets großflächige Maßnahmen zur Eindämmung. Durch diese Lockdowns wurden die Wirtschaftstätigkeit in China, aber auch die globalen Lieferketten weiterhin beeinträchtigt. Der Krieg in der Ukraine brachte zusätzliche Disruptionen mit sich, insbesondere in Europa. Die Preise für Rohstoffe und Landwirtschaftsprodukte stiegen nach der Invasion Russlands stark an, da die Ukraine kriegsbedingt und Russland sanktionsbedingt als Lieferanten ausfielen. Die Verknappung der Erdgaslieferungen aus Russland in die Europäische Union (EU) führte zu einer erhöhten Unsicherheit bezüglich der Versorgungslage und enormen Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen. Hinzu kamen die nach wie vor pandemiebedingt gestörten Wertschöpfungsketten und die damit einhergehenden Preissteigerungen. Zusammen mit Nachholeffekten der privaten Haushalte und Unternehmen, zum Teil noch genährt durch staatliche Konjunkturpakete, führte dies zum starken Anstieg der Inflationsraten. Die Nationalbanken schwenkten angesichts dessen zu Beginn bzw. im Laufe des Jahres 2022 auf den Weg einer restriktiveren Geldpolitik ein, wodurch sich die Kreditkosten im Laufe des Berichtsjahres erhöhten.

In Folge der sich im Jahresverlauf 2022 eintrübenden globalen Wachstumsperspektiven kam es zu wiederholten Abwärtsrevisionen bei den Prognosen führender Institutionen. Trotz massivem Gegenwind zeigte sich die Konjunktur letztlich aber robuster als allgemein erwartet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) nahm Ende Januar 2023 daher eine, wenn auch kleine Aufwärtsrevision vor und schätzte den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2022 zuletzt auf preisbereinigt +3,4 %, nach einem kräftigen Anstieg von +6,2 % im Jahr zuvor. Die globale Inflationsrate lag 2022 bei geschätzt +8,8 %. Der weltweite Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2022 mit geschätzt +5,4 %. Nachdem die Industrieproduktion im Jahr 2021 dynamisch um +7,8 % zugelegt hatte, wuchs sie im Jahr 2022 nur um 3 %. Das Plus in den Entwickelten Volkswirtschaften betrug +2,2 %, die Schwellen- und Entwicklungsländer kamen auf einen Anstieg von +3,8 %.

Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in %

Land/Region 2022 2021
Welt 3,5 6,1
Entwickelte. Volkswirtschaften 2,6 5,6
Euro-Zone 3,4 5,6
Deutschland 1,8 3,2
Frankreich 2,5 6,4
Italien 3,7 7,0
Spanien 5,8 6,4
Vereinigtes Königreich 4,3 7,6
USA 1,9 5,9
Japan 1,0 2,2
Aufstr. Märkte und Entwicklungsländer 4,1 6,9
ASEAN * 5,5 4,0
Brasilien 3,0 5,0
China 3,0 8,5
Indien ** 7,2 9,1
Russland -1,2 5,6

*) Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Vietnam.

**) Fiskaljahr vom 1.4. bis 31.3.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, für 2021: IMF October 2023 Database.

In Europa sind die negativen Auswirkungen des Krieges am stärksten spürbar. Durch die hohen Preissteigerungen trübte sich das Konsumentenvertrauen merklich ein. Dass es dennoch in der Euro-Zone zu höheren BIP-Zuwächsen als in den USA kam, liegt zum einen an pandemiebedingten Basis- und Nachholeffekten im Bereich Tourismus. Zum anderen spielen konjunkturstützende Maßnahmen aus der EU Aufbau- und Resilienzfazilität sowie staatliche Konjunkturprogramme einzelner Mitgliedsstaaten eine Rolle. In den USA verlor der private Konsum im Laufe des Jahres 2022 an Fahrt, und die Bautätigkeit schrumpfte im hohen einstelligen Bereich. Japan zeigt weiter unter den G7-Staaten den schwächsten gesamtwirtschaftlichen Verlauf.

In China war die wirtschaftliche Entwicklung mit einem BIP-Zuwachs von 3 % ausgesprochen schwach. Der Anstieg lag sogar unter dem durchschnittlichen Wachstum aller Entwicklungs- und Schwellenländer in Summe, welches geschätzt +3,9 % betrug. Überdurchschnittlich und weit vor China war der Zuwachs in Indien.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2023, cpb World Trade Monitor, November 2022

Globaler Maschinenbau

In einem gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeld zeigte sich auch die Maschinenindustrie im Jahr 2022 an vielen Standorten widerstandsfähig. Das dritte Quartal brachte vielerorts sogar ein höheres Produktionswachstum als erwartet, da sich die Engpasssituation bei einigen Vorprodukten entspannte. Insbesondere der Mangel an elektronischen Bauteilen ist jedoch für viele Unternehmen weiterhin deutlich spürbar. Das vierte Quartal wiederum war an den großen Maschinenbaustandorten außerhalb der EU-27 von einer Umsatzschwäche geprägt. In der EU spürten die Maschinenbauer zum Jahresende eine verminderte Investitionsgüternachfrage, die Umsätze entwickelten sich aufgrund der angesammelten Auftragsbestände aber weiter solide.

Global betrachtet konnte der Maschinenumsatz im Jahr 2022 preisbereinigt um +2 % gesteigert werden. In Japan sowie der EU-27 fiel der Zuwachs mit real +6 % bzw. +3,5 % höher aus als in den USA und China. China zeigte mit einem preisbereinigten Umsatzrückgang von real 1 % die schlechteste Performance unter den TOP-5-Maschinenbauländern. In den USA war die Entwicklung mit Stagnation auf Vorjahresniveau nur geringfügig besser. Der nominale Zuwachs betrug hier zwar stattliche +12 %, er war jedoch allein durch Preisanpassungen von durchschnittlich +12 % entstanden. Das Phänomen des inflationären Auseinanderklaffens von nominalen und realen Steigerungsraten trifft letztlich auf alle Herstellerländer zu, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. So meldete das chinesische Statistikamt für den dort ansässigen Maschinenbau lediglich eine Preissteigerung von +0,9 % 2022/2021.

Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), Prognosespiegel international, März 2023

Deutsche Konjunktur

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2022 nach noch vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um preisbereinigt +1,8 % höher als im Vorjahr. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Dienstleistungen profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,1 %). Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,9 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren vergleichsweise moderat um +1,0 %. Der Staat gab deutlich mehr Geld aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch wenn weiterhin umfangreich Impfstoffe beschafft und finanziert wurden. Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um -1,7 % ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde 2022 dagegen preisbereinigt +3,3 % mehr investiert als im Vorjahr.

Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt +2,9 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt +6,0 % zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren +1,3 % oder rund 590 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 jedoch nur leicht, die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre konnten nicht ausgeglichen werden.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland hat nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ihr Vorjahresniveau im Jahr 2022 um real +0,5 % übertroffen. Das Produktionswachstum hätte deutlich höher ausfallen können, wenn nicht hartnäckig gestörte Lieferketten, ein sich intensivierender Fachkräftemangel und Schwierigkeiten bei der Energieversorgung die Produktion so stark und nachhaltig unter Druck gesetzt hätten. Allerdings blieb der von nicht wenigen erwartete Einbruch der Maschinenproduktion aus. Mehr noch: Im letzten Quartal des Jahres gelang eine regelrechte Aufholjagd: Die Produktion legte um +2,1 % zu, und so wurde die bereits im April aufgestellte VDMA-Prognose 2022 von +1 % erreicht. In Folge der deutlich anziehenden Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +10,5 % zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 237 Mrd. Euro, für den Umsatz stehen 244 Mrd. Euro in den Büchern.

Der Auftragseingang startete mit deutlich zweistelligen realen Plusraten ins Jahr, verlor im Jahresverlauf aber zunehmend an Dynamik. Starke Produktionsbehinderungen und die nur allmählich abflauende Nachfrage führten zu Rekordauftragsbeständen, denn Stornierungen blieben abgesehen von dem Ausbuchen von Aufträgen aus Russland und Bereinigungen zum Jahresende eher die Ausnahme. Im Maschinenbaudurchschnitt lag die Auftragsreichweite zeitweise über einem Jahr - ein Rekordwert. Im weiteren Jahresverlauf zeigten sich erste Entspannungsanzeichen bei den Lieferketten, insbesondere bei Metallen und Kunststoffen. Die Versorgung mit Elektronikteilen blieb aber herausfordernd. Im Dezember 2022 waren noch 74 % der Unternehmen durch Störungen in vorgelagerten Lieferketten beeinträchtigt. Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Vielmehr verhinderte der Fachkräftemangel so manche Fertigstellung von Maschinen, Maschinenteilen und -komponenten. Viele Unternehmen möchten angesichts des hohen Auftragsbestands einstellen. Die Personalsuche gestaltet sich jedoch schwierig. Nicht nur Fachkräfte sind knapp, sondern Arbeitskräfte insgesamt.

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hat sich trotz andauernder Corona-Pandemie und steigender Energie- und Rohstoffpreise im Geschäftsjahr 2022 zufriedenstellend entwickelt. SCHWING musste nur einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr verzeichnen (-5,1 %). Aufgrund höherer Material- und Personalaufwendungen führt dies auch zu einem geringeren, aber dennoch positiven Betriebsergebnis sowie Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr.

Der Vergleich der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Berichtsjahres mit der des Vorjahres ergibt sich aus den nachfolgenden, teils tabellarischen Ausführungen.

Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
Veränderung
%
Betriebsergebnis 1.700 2.375 -675 -28,4
Finanzergebnis -9 -12 3 25,0
Steuerergebnis -563 -780 217 27,8
Jahresergebnis 1.128 1.583 -455 -28,7

Das Betriebsergebnis hat sich prozentual um 28,4 % verschlechtert. Dies ist insbesondere auf die leicht rückläufigen Umsatzerlöse sowie gleichzeitig steigende Material- und Personalaufwendungen zurückzuführen. Auch die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Das Finanzergebnis hat sich aufgrund rückläufiger Zinsaufwendungen und steigender Zinserträge, trotz steigender Aufwendungen für Avalprovisionen im Vergleich zum Vorjahr, um 25 % verbessert.

Das Steuerergebnis ist entsprechend dem Betriebsergebnis gesunken.

Finanzlage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 8,8 % gestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 46,8 % (Vorjahr 48,8 %).

Es wurden keine Bankenlinien zum Ende des Geschäftsjahres in Anspruch genommen.

Das Finanzmanagement von SCHWING ist so ausgerichtet, dass Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist beglichen sowie Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt werden. Sofern in den Zahlungsbedingungen vereinbart, wurden durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisiert.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 26,5 % gestiegen. Dies ist insbesondere auf Investitionen im Bereich Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zurückzuführen. Umfangreiche Investitionen im Lohnbetrieb erfolgen laufend, um auch dort immer eine aktuelle Anlagentechnik nutzen sowie interessierten Kunden präsentieren zu können. Datensicherheit nimmt immer mehr Bedeutung an, daher wurden umfangreiche Investitionen in die Serverlandschaft getätigt.

Auch das Umlaufvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 4,5 %, trotz eines geringeren Forderungsbestandes, gestiegen. Der Vorratsbestand ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen (24,3 %). Sowohl der Bestand an fertigen und halbfertigen Erzeugnissen als auch der Lagerbestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Fertigungsmaterialien ist höher als im Vorjahr. Um die Lieferfähigkeit und eine Preissicherung gewährleisten zu können, wird der Lagerbestand laufend an den Bedarf sowie aktuelle Marktbedingungen wie z. B. Lieferzeiten und Preisschwankungen angepasst.

Die sonstigen Vermögensgegenstände liegen mit 334 T€ deutlich über dem Vorjahr (67,4 %). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Steuerforderungen.

Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag 1.107 T€ und sind somit 13,4 % niedriger als im Vorjahr.

Die Geschäftsentwicklung beurteilt SCHWING als gut, auch wenn das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig ist. Trotz der anhaltend schweren Marktbedingungen infolge der Corona-Pandemie und steigender Energie- und Rohstoffpreise blickt das Unternehmen auf einen zufriedenstellenden Geschäftsverlauf zurück und startete mit einem hohen Auftragsbestand in das Jahr 2023.

Es haben sich im Geschäftsjahre 2022 keine bestandsgefährdenden Risiken gezeigt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Auch in absehbarer Zukunft sind für SCHWING keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Einsatz des ERP-Systems mit angebundenem Finanzbuchhaltungs- und Kostenrechnungssystem bietet einen Gesamtüberblick auf alle Unternehmensdaten sowie die Ermittlung verschiedener Unternehmenskennzahlen. Der Fokus bei der Ermittlung der Unternehmenskennzahlen liegt auf den Umsätzen, dem Auftragseingang, der Betriebsleistung sowie dem Betriebsergebnis. Die nachfolgende Tabelle stellt die Umsatzerlöse, den Auftragseingang, die Betriebsleistung sowie das Betriebsergebnis 2021 und 2022 gegenüber:

Leistungsindikatoren Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
Veränderung
%
Umsatzerlöse 13.547 14.267 -720 -5,7
Auftragseingang 15.003 16.664 -1.661 -10,0
Betriebsleistung 14.182 14.005 177 0,6
Betriebsergebnis 1.700 2.375 -675 -28,4

III. Forschung und Entwicklung

SCHWING investiert stetig in die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung vorhandener Anlagentechnologien, um kunden- sowie marktorientierte Lösungen anbieten zu können. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der Entwicklung von Reinigungslösungen, die vollständig ohne fossile Brennstoffe auskommen. Durch den Einsatz elektrischer Technologien und Evaluierung von Wärmerückgewinnung sollen Reinigungslösungen in gleicher Qualität wie mit den vorhandenen Technologien geboten sowie dabei ökonomische und ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt werden.

Ein weiteres umfangreiches Entwicklungsprojekt befasst sich mit der Erschließung neuer Marktzweige. Zielstellung ist die Entwicklung eines neuartigen, breit verwendbaren Desinfektionssystems basierend auf einem Vakuumprozess. Die neue Gerätetechnologie, erlaubt es erstmalig Gegenstände wie Masken und andere persönliche Schutzausrüstung (PSA), die bisher nur für den Einmalgebrauch vorgesehen waren, effizient und sicher aufzubereiten, so dass sie ohne jede Gefahr für Trägerin oder Träger mehrfach verwendet werden können. Eine erfolgreiche Entwicklung könnte SCHWING die Erschließung ganz neuer Märkte im Gesundheitswesen, in der Altenpflege, im Katastrophenschutz, bei Pandemien und anderen Infektionswellen ermöglichen.

IV. Prognosebericht

1. Konjunktur und Branche 2023

Deutsche Konjunktur

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) blickt optimistischer auf die deutsche Konjunktur im Jahr 2023 als noch vor wenigen Monaten. Das Institut rechnet für 2023 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,5 %, nachdem es Mitte Dezember 2022 noch von +0,3 % ausgegangen war. Die konjunkturellen Aussichten haben sich zuletzt etwas aufgehellt, und die deutsche Wirtschaft kämpft sich aus der Energiekrise. Gleichwohl bleibt die Aufwärtsdynamik verhalten. Die zuletzt deutlich rückläufigen Gaspreise stimulieren die Konjunktur zwar etwas. Sie entlasten aber vor allem den Staatshaushalt, der nun mit weniger Subventionen im Rahmen der Energiepreisbremsen einspringen muss. Der Preisanstieg hält sich hartnäckig und betrifft die gesamte Breite des Warenspektrums. Durch die hohen Preise sind die realen Lohnkosten so niedrig wie lange nicht mehr, während die Einnahmen der öffentlichen Haushalte sprudeln. Das IfW Kiel rechnet in diesem Jahr mit einer Inflation von +5,4 %. Wichtig sei ein entschlossenes Gegensteuern der Geldpolitik.

Quelle: Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel)

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Der Maschinenbau in Deutschland steuert 2023 auf ein herausforderndes Jahr zu. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von -2 %. Diese Prognose ist weiterhin mit einer hohen Unsicherheit behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Noch immer tobt in der Ukraine ein Krieg mitten in Europa, der festgefahren scheint. Und mit Blick auf den nächsten Winter stellt sich die Frage, ob die Energieversorgung in den Unternehmen sichergestellt werden kann. Noch haben viele Unternehmen ein solides Auftragspolster, dieses wird im Jahresverlauf aber teilweise schmelzen. Sich weiter entspannende Lieferketten und die Zurückhaltung bei den Bestellungen infolge der zahlreichen Unsicherheiten sind dafür maßgeblich verantwortlich. Sorgen bereitet insbesondere der Fachkräftemangel. Viele Unternehmen möchten Personal einstellen, finden jedoch keine oder nur zu wenige Leute. Insgesamt schauen laut VDMA-Blitzumfrage trotz aller Widrigkeiten knapp die Hälfte der Unternehmen optimistisch auf das Jahr 2023, 38 % der Befragten zeigen aber auch eine gemischte Stimmungslage. Lediglich 14 % der Unternehmen sind pessimistisch gestimmt.

Quelle: VDMA (Originaltext)

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2023 und 2024

SCHWING konnte trotz der konjunkturell schwierigen Lage im Jahr 2022 mit ca. 15 Mio. € einen Auftragseingang verzeichnen und ging mit einem sehr hohen Auftragsbestand in das Jahr 2023 (ca. 9 Mio. €). Die weltweit noch sehr angespannte Konjunkturlage im Jahr 2023, insbesondere in China und in der chemischen Faserindustrie, haben allerdings im Vergleich zum Jahr 2022 zu einem spürbaren Rückgang des Auftragseingangs um ca. 18,5 % in 2023 (ca. 12 Mio. € in 2023) geführt. Durch den Abbau des hohen Auftragsbestands ist es im Jahr 2023 allerdings im Vergleich zu 2022 zu einem Umsatzwachstum auf ca. 14 Mio. € (10 %) gekommen, was sich auch positiv auf die Ertragslage ausgewirkt hat. Gleichzeitig ist der Auftragsbestand bis zum Ende des Jahres 2023 im Vergleich zum Vorjahreswert um ca. 30 % (ca. 6 Mio. € in 2023) gesunken, und lag damit aber immer noch in der Mitte der Jahresendwerte von 2020 und 2021.

Das Betriebsergebnis des Jahres 2023 wird im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig sein.

Es wurden auch im Jahr 2023 zukunftsorientierte Investitionen im Anlagevermögen des Unternehmens getätigt. Ebenso sind durch ein neu gebautes, angemietetes Verwaltungsgebäude im letzten Quartal 2023 weitere räumliche Kapazitäten geschaffen worden. Durch die direkte Angrenzung zur Fertigungshalle sollen Synergieeffekte durch kurze Wege und bessere Kontroll- und Austauschmöglichkeiten entstehen.

Im Frühjahr 2023 hat SCHWING ein Review der Geschäftsprozesse mit ihrem ERP-Anbieter ams.Solution AG durchgeführt, um die Geschäftsprozesse sowie die Nutzung des ERP-Systems nochmals auf den Prüfstand zu stellen sowie entsprechende Optimierungen zu realisieren und die Nutzung an aktuelle Entwicklungen anzupassen. Durch breitere Nutzung der Software-Tools erwartet SCHWING weitere Synergie-Effekte und Effizienzsteigerungen. Gleichzeitig wurden sowohl das ERP-System (ams.erp) als auch das Finanzbuchhaltungssystem (ams.finance) im Rahmen eines Releasewechsels auf den neuesten Stand upgedatet. Im Rahmen des Releasewechsels ams.finance ist gleichzeitig die Anbindung an das bereits vorhandene und genutzte Dokumentenmanagementsystem erfolgt.

Für das Jahr 2024 erwartet SCHWING weiterhin schwierige Marktverhältnisse und stagnierende Investitionstätigkeiten im Kundenfeld. Demzufolge rechnet das Unternehmen in 2024 mit einem leichten Umsatzrückgang gegenüber dem Jahr 2023, der sich auch im Betriebsergebnis widerspiegeln wird sowie mit einem sinkenden Auftragseingangsvolumen im Vergleich zum Jahr 2023.

V. Chancen- und Risikobericht

Um Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung frühzeitig erkennen zu können, soll die Nutzung der vorhandenen Softwaretools weiter optimiert sowie die Datenqualität verbessert werden, um gleichzeitig auch die Controlling-Möglichkeiten und -Tools weiter auszubauen. Des Weiteren werden die Unternehmensprozesse und Umweltaspekte durch die integrierten Qualitätsmanagementsysteme DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 14001:2015 laufend im Rahmen interner Audits und den Zertifizierer VQZ Bonn GmbH überwacht.

Durch die anhaltend schwierige gesamtwirtschaftliche Lage in Folge der Corona-Pandemie, des Krieges in der Ukraine, durch Materialknappheit und hohe Energie- und Rohstoffkosten erwartet SCHWING für die Jahre 2023 und 2024 eine rückläufige Investitionstätigkeit seitens der Kunden und damit auch einen geringeren Auftragseingang im Vergleich zum Jahr 2022. Wichtige Märkte in Asien, insbesondere in China sind teilweise eingebrochen und werden sich nach aktuellen Prognosen erst langsam im Laufe des Jahres 2024 wieder erholen. Da diese wirtschaftlichen Einflüsse insbesondere die Bereiche der Lohndienstleistung und des Aftersales kaum beeinflussen, ist jedoch durch einen konstanten Cashflow die Zahlungsfähigkeit jederzeit sichergestellt.

Auch der demografische Wandel, insbesondere das Ausscheiden langjähriger, erfahrener Mitarbeiter stellt eine Herausforderung für SCHWING dar. Bislang war es noch immer möglich durch vorausschauende Planung, diese ausscheidenden Stellen nachzubesetzen und einen entsprechenden Wissenstransfer zu ermöglichen. Unterstützend wird dabei auch das firmeneigene Wiki als Wissensplattform eingesetzt. Eine weitere Maßnahme ist die Weiterbeschäftigung auf Basis einer geringfügigen Beschäftigung, um das Expertenwissen der älteren Generation weiter nutzen zu können. Dennoch merkt auch SCHWING, dass aufgrund des Fachkräftemangels und sich verändernder Werte und Erwartungen der nachrückenden Generationen die Neugewinnung und Bindung entsprechender Fach- und Arbeitskräfte das Unternehmen vor neue Herausforderungen stellt. Um dem entgegenzuwirken, setzt SCHWING auf geeignete Employer Branding Strategien wie z. B. die Nutzung aktueller Social-Media-Kanäle, eine offene Unternehmenskultur, ein familiäres betriebliches Umfeld, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Mitarbeiter-Benefits.

Um Forderungsausfällen aus Lieferungen und Leistungen entgegenzuwirken, werden Aufträge, besonders im Ausland, vielfach nur durch Zahlungen per Vorkasse oder Abschlagszahlungen über die Projektlaufzeit abgewickelt sowie ein angemessenes Forderungsmanagement betrieben.

Im Jahr 2023 hat SCHWING die Erweiterung der Photovoltaikanlage umgesetzt, um nachhaltig die Energiekosten und Emissionen zu senken und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Gleichzeitig sind Lademöglichkeiten für Elektro- und Hybridfahrzeuge geschaffen sowie der Fuhrpark durch ein elektrisch betriebenes Fahrzeug erweitert worden.

Im Übrigen wird auf die Ausführungen zu III. Forschung und Entwicklung verwiesen.

Die Bewertung der bekannten Chancen und Risiken mittels unseres Risikomanagementsystems führt zu folgendem Ergebnis: Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

 

Neukirchen-Vluyn, 24. Mai 2024

SCHWING Technologies GmbH

gez. Alfred Schillert

gez. Ewald Schwing

gez. Thomas Schwing

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form unter Inanspruchnahme der größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 327 HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SCHWING Technologies GmbH, Neukirchen-Vluyn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SCHWING Technologies GmbH, Neukirchen-Vluyn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SCHWING Technologies GmbH, Neukirchen-Vluyn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Duisburg, 27. Mai 2024

Moore Rhein-Ruhr GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Bw. (FH) Frank Honig, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Volksw. Katharina Berger, Wirtschaftsprüferin

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