SABO-Armaturen Service GmbH

An der Höhe 21, 51674 Wiehl, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 38456
Eingetragen
1.12.1969
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Turbinen
Gegenstand
Gegenstand, des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Armaturen jeder Art, sowie die Regeneration, Instandsetzung, Grunderneuerung und Neuentwicklung von Armaturen; außerdem die Beratung auf dem Gebiet der Herstellung und Anwendung von Armaturen. Die Gesellschaft darf sich an anderen Unternehmungen im In- und Ausland beteiligen, insbesondere darf die Gesellschaft sich an anderen Gesellschaften als persönlich haftende Gesellschafterin beteiligen. Sie darf Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Fatih Irdem
seit 13.11.2024
Geschäftsführer
James Karsten Dieg
seit 27.2.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
James Karsten DiegVerwaltungsgesellschaft DIEG UG (haftungsbeschränkt)
50.00%
Fatih IrdemVerwaltungsgesellschaft IRDEM UG (haftungsbeschränkt)
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SABO-Armaturen Service GmbH

Wiehl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 7. August 2024.

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.9.2023 30.9.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 11.918,89 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 566.056,66 578.250,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 588.519,81 580.663,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 499.734,23 427.284,15
4. Geleistete Anzahlungen 73.665,00 1.727.975,70 0,00 1.586.198,25
1.739.894,59 1.586.198,25
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 453.901,43 482.879,90
2. Unfertige Leistungen 653.848,12 359.850,24
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 119.492,47 1.227.242,02 156.434,33 999.164,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.058.342,00 2.085.350,49
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.130.078,72 319.952,75
3. Sonstige Vermögensgegenstände 75.317,19 3.263.737,91 97.931,93 2.503.235,17
III. Guthaben bei Kreditinstituten 275.169,01 21.979,20
4.766.148,94 3.524.378,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 173.964,04 134.540,78
6.680.007,57 5.245.117,87

Passiva

30.9.2023 30.9.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (DM 8.000.000,00) 4.090.335,05 4.090.335,05
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 13.631,00 13.631,00
III. Verlustvortrag -2.130.607,63 -2.534.858,50
IV. Jahresüberschuss 1.680.291,51 404.250,87
3.653.649,93 1.973.358,42
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 93.504,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.530.065,62 1.992.892,92
2.623.569,62 1.992.892,92
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 118.611,99 233.806,39
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 161.992,12 845.635,39
3. Sonstige Verbindlichkeiten 122.183,91 199.424,75
- davon aus Steuern EUR 121.923,95 (i. Vj. EUR 180.302,32) -
402.788,02 1.278.866,53
6.680.007,57 5.245.117,87

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

1.10.2022 - 30.9.2023 1.10.2021 - 30.9.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 21.010.273,38 15.679.942,64
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 293.997,88 58.809,96
3. Sonstige betriebliche Erträge 267.603,98 378.558,83
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.834.317,18 -2.045.230,56
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.519.331,08 -7.353.648,26 -2.911.486,87 -4.956.717,43
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.401.062,76 -6.545.442,51
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.467.272,13 -8.868.334,89 -1.233.408,16 -7.778.850,67
- davon für Altersversorgung EUR 11.611,23 (i. Vj. EUR 11.718,57) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -139.207,57 -140.411,11
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.329.935,92 -2.757.433,94
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.340,62 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -28.531,68 -4.819,59
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -93.504,00 0,00
11. Ergebnis nach Steuern 1.760.053,54 479.078,69
12. Sonstige Steuern -79.762,03 -74.827,82
13. Jahresüberschuss 1.680.291,51 404.250,87

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

1. Allgemeine Angaben

Die SABO-Armaturen Service GmbH (nachfolgend kurz SABO oder Gesellschaft genannt) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Sempell GmbH, Korschenbroich.

Sie ist beim Amtsgericht Köln unter HRB 38456 registriert.

Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Emerson Electric Co, St. Louis, Missouri/USA.

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober eines Jahres und endet am 30. September des Folgejahres.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Abschluss der SABO-Armaturen Service GmbH für das Geschäftsjahr 2022/2023 wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzugeben sind, sind im Wesentlichen im Anhang aufgeführt. Der Anhang ist in TEUR dargestellt, so dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungsgrundsätze und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer oder gegebenenfalls zusätzlich erforderlicher außerplanmäßiger Abschreibungen. Geringwertige Anlagegüter im Einzelwert bis zu EUR 1.000,00 sind von untergeordneter Bedeutung und werden handelsrechtlich im Jahr der Anschaffung zu 100% abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betrieblichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Diese beträgt:

Jahre
Entgeltlich erworbene Software 3 bis 6
Bauten (inkl. Außenanlagen) 8 bis 25
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 20

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten (gewogener Durchschnitt) abzüglich notwendiger Bewertungsabschläge bewertet.

Die unfertigen Leistungen sowie die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei bei den fertigen Erzeugnissen notwendige Bewertungsabschläge angesetzt werden.

Die den unfertigen Leistungen zu Grunde liegenden, noch nicht abgerechneten Servicestunden sind mit einem durchschnittlichen Stundensatz (getrennt für eigenes Personal und fremdes Personal), der auf Basis der im laufenden Geschäftsjahr erbrachten Serviceleistungen ermittelt wurde, bilanziert.

Die Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse beinhalten neben den direkten zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Abschreibungen, jedoch keine Verwaltungskosten und keine Fremdkapitalzinsen.

Die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten (gewogener Durchschnitt) abzüglich notwendiger Bewertungsabschläge angesetzt.

Bei der Bewertung des Vorratsvermögens wurde das Niederstwertprinzip beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Erkennbaren Risiken und dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Abwertungen auf Forderungen angemessen Rechnung getragen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Auszahlungen, die vor dem Bilanzstichtag geleistet wurden, soweit diese Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Das noch auf Deutsche Mark lautende gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und dem Handelsregistereintrag.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen für Jubiläen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen, wobei die Rückstellung nach der projizierten Einmalbetragsmethode ("Projected-Unit-Credit-Methode") ermittelt wurde. Als Rechnungszinssatz wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,66% (Vorjahr: 1,40%). Es wurden Kostensteigerungen von 3,25% p.a. (Vorjahr: 3,00% p.a.) berücksichtigt. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschaftsentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Den Jubiläumsverpflichtungen liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde.

Bei der Bewertung der langfristigen Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden Kostensteigerungen von 3,25% p.a. (Vorjahr: 3,00% p.a.) sowie ein Rechnungszinssatz von 1,66% (Vorjahr: 1,40%) berücksichtigt. Bei der Bewertung der Aufstockungszahlungen wurde die sog. FIFO- Methode angewandt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Einbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Rechnungsdatum umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird von dem in § 274 Abs. 1 S. 2 HGB eingeräumten Wahlrecht kein Gebrauch gemacht und auf einen Bilanzansatz (aktive latente Steuern) verzichtet. Im Geschäftsjahr 2022/2023 ergab sich insgesamt ein nicht bilanzierter Aktivüberhang.

Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums bzw. im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.130 (Vorjahr: TEUR 320) resultieren mit TEUR 911 (Vorjahr Verbindlichkeit: TEUR 312) aus Cash Pooling und mit TEUR 219 (Vorjahr: TEUR 320) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen keine (Vorjahr: TEUR 2) auf die Gesellschafterin.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital lautet nach wie vor auf DM und beträgt unverändert TDM 8.000 (TEUR 4.090).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 2.530, Vorjahr: TEUR 1.993) betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 1.090, Vorjahr: TEUR 1.073), ausstehende Rechnungen (TEUR 1.012, Vorjahr: TEUR 682) sowie Verpflichtungen aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (TEUR 314, Vorjahr: TEUR 160).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 162 (Vorjahr: TEUR 846) resultieren mit TEUR 162 (Vorjahr: TEUR 534) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie nur im Vorjahr mit TEUR 312 aus Cash-Pooling (Berichtsjahr: TEUR 911 Forderung aus Cash Pooling).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 0,4 (Vorjahr: TEUR 160) auf die Gesellschafterin und betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 21.010 (Vorjahr: TEUR 15.680) resultieren überwiegend aus Serviceleistungen und wurden zu 96% mit Firmen außerhalb des Konzernverbunds erzielt. Sie teilen sich regional wie folgt auf:

1.10.2022 - 30.9.2023 1.10.2021 - 30.9.2022
TEUR % TEUR %
Inland 11.268 53,6 7.562 48,2
Ausland 9.742 46,4 8.118 51,8
21.010 100,0 15.680 100,0

Die Auslandsumsätze entfallen, wie im Vorjahr, fast ausschließlich auf den europäischen Raum und hier insbesondere (mit insgesamt 87% im Berichtsjahr) auf die Niederlande.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 268; Vorjahr: TEUR 379) enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 220). Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 2) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 3.330; Vorjahr: TEUR 2.757) bestehen im Wesentlichen aus Aufwandsentschädigungen (Auslösungen, Übernachtungskosten, Fahrgelder) für Service- Personal in Höhe von TEUR 1.395 (Vorjahr: TEUR 1.154), Konzern-Umlagen und -Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 385 (Vorjahr: TEUR 376), Mieten in Höhe von TEUR 384 (Vorjahr: TEUR 246), Fremdpersonalkosten in Höhe von TEUR 273 (Vorjahr: TEUR 155), IT-Bedarf und Bürokosten in Höhe von TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 192), Fahrzeugkosten in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 135) sowie Reparatur- und Instandhaltungskosten in Höhe von TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 135). Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 4) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten, bis auf eine Forderungsabschreibung in Höhe von TEUR 6, wie im Vorjahr keine periodenfremden Aufwendungen.

Zinsaufwand

Der Zinsaufwand beinhaltet TEUR 1,5 (Vorjahr: TEUR 1,5) aus der Aufzinsung.

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag 30. September 2023 bestehen, wie im Vorjahr, keinerlei Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Personenkraftwagen mit Laufzeiten bis 2029 in Höhe von insgesamt TEUR 172 sowie für Büromaschinen mit Laufzeiten bis 2025 in Höhe von TEUR 9.

Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus Service-Verträgen gegenüber verschiedenen Gesellschaften des Emerson-Konzerns (verbundene Unternehmen). Die Laufzeit der Verträge beträgt grundsätzlich ein Jahr, die Vergütung ist variabel. Der Aufwand im Berichtsjahr betrug TEUR 385. Für das folgende Berichtsjahr ist vermutlich von einer vergleichbaren, oder aufgrund von Kostensteigerungen eher höheren Aufwandshöhe auszugehen, eine Konkretisierung ist aufgrund der variablen Vergütungen aber nicht möglich.

Personal

Im Geschäftsjahr ergab sich folgender durchschnittlicher Personalstand:

1.10.2022 - 30.9.2023 1.10.2021 - 30.9.2022
Angestellte 24 24
Gewerbliche Arbeitnehmer 75 74
Durchschnittliche Mitarbeiter (§ 267 Abs. 5 HGB) 99 98
Geschäftsführer 1 1
Auszubildende 3 3
Gesamtpersonal 103 102

Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren bzw. sind aktuell bestellt:

Herr James Dieg, Bornheim

Herr Regis Peccoux, Francheville, Frankreich

Herr James Dieg übt seine Tätigkeit als Geschäftsführer hauptberuflich aus.

Herr Regis Peccoux übt neben seiner Funktion als Geschäftsführer die Funktion des "Vice President / General Manager Flow Controls Europe" im EMERSON-Konzern aus.

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Emerson Electric Co, St. Louis, Missouri/USA, die den größten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreis darstellt, einbezogen.

Der Konzernabschluss der Emerson Electric Co, St. Louis, Missouri/USA, ist am oben genannten Sitz erhältlich und wird bei der SEC in Washington unter der Register-Nr. CIK 000 003 2604 offengelegt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Auswirkung auf den Jahresabschluss nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den erzielten Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.680.291,51 mit dem Verlustvortrag von EUR -2.130.607,63 zu verrechnen.

 

Wiehl, den 12. Juli 2024

Die Geschäftsführung

James Dieg

Regis Peccoux

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Anschaffungskosten
1.10.2022 Zugänge Abgänge 30.9.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 300.529,94 12.620,00 0,00 313.149,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.736.811,03 0,00 0,00 2.736.811,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.697.269,73 42.182,12 18.671,17 5.720.780,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.698.030,94 164.436,79 5.272,85 2.857.194,88
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 73.665,00 0,00 73.665,00
11.132.111,70 280.283,91 23.944,02 11.388.451,59
11.432.641,64 292.903,91 23.944,02 11.701.601,53
Kumulierte Abschreibungen
1.10.2022 Zugänge Abgänge 30.9.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 300.529,94 701,11 0,00 301.231,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.158.560,23 12.194,14 0,00 2.170.754,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.116.606,43 34.325,61 18.671,17 5.132.260,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.270.746,79 91.986,71 5.272,85 2.357.460,65
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9.545.913,45 138.506,46 23.944,02 9.660.475,89
9.846.443,39 139.207,57 23.944,02 9.961.706,94
Buchwert
30.9.2023 30.9.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 11.918,89 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 566.056,66 578.250,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 588.519,81 580.663,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 499.734,23 427.284,15
4. Geleistete Anzahlungen 73.665,00 0,00
1.727.975,70 1.586.198,25
1.739.894,59 1.586.198,25

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

Geschäftstätigkeit

Die Geschäftstätigkeit der SABO-Armaturen Service GmbH, Wiehl-Marienhagen, (kurz: "SABO") betrifft die Reparatur und Instandsetzung von Industriearmaturen in Kernkraftwerken, konventionell betriebenen Kraftwerken und in der chemischen und petrochemischen Industrie, jeweils sowohl im Inland als auch im Ausland. Die Arbeitsausführung erfolgt vor Ort in der Anlage der Kunden oder im eigenen Betrieb in Marienhagen. Der Handel mit Dichtungen und Armaturen rundet das Dienstleistungs- und Produktpaket zusätzlich ab.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung

Gemäß ifo Konjunkturprognose Herbst 2023 kühlt die Konjunktur in Deutschland weiter ab. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich in den vergangenen Monaten spürbar eingetrübt. Nahezu kein Wirtschaftsbereich blieb davon verschont. Anders als noch im Sommer erwartet, dürfte daher die Erholung in der zweiten Jahreshälfte ausbleiben und sich die konjunkturelle Abkühlung fortsetzen. Im vierten Quartal 2023 dürfte die Wirtschaftsleistung um 0,2% im Vergleich zum Vorquartal sinken. Erst gegen Jahresende sei wieder mit einem leichten Anstieg um 0,3% zu rechnen, bevor dann im kommenden Jahr 2024 gesamtwirtschaftlich eine Erholung einsetzt. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,4% im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen. In den kommenden beiden Jahren wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,4% und 1,2% zulegen. Die konjunkturelle Schwäche wird den Beschäftigungsaufbau weitgehend zum Erliegen bringen und die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen lassen. Die Arbeitslosenquote wird im Jahr 2023 und im Jahr 2024 mit durchschnittlich 5,6% um 0,3 Prozentpunkte höher liegen als noch im Jahr 2022. Erst im Jahr 2025 dürfte die Quote wieder auf 5,3% zurückgehen. Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen von durchschnittlich 6,0% im Jahr 2023 auf 2,6% im Jahr 2024 und 1,9% im Jahr 2025. (Quelle: ifo Schnelldienst digital, Ausgabe 4/2023 vom 7. September 2023: ifo Konjunkturprognose Herbst 2023)

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Oktober 2023 festgestellt, dass angesichts vieler Krisen frühere Wachstumsraten außer Reichweite liegen. Dennoch komme die Weltwirtschaft im Jahr 2023 moderat voran - nicht aber die deutsche Konjunktur. Für Deutschland erwartet der IWF im Jahr 2023 eine noch tiefere Rezession als bei seiner letzten Prognose im Sommer. Für 2023 sei mit einer um 0,5% geringeren Wirtschaftsleistung zu rechnen, teilte der IWF auf seiner Jahrestagung mit der Weltbank in Marrakesch mit. Im Juli hatte die Organisation noch ein Minus von 0,3% vorausgesagt. Im Jahr 2024 soll die deutsche Wirtschaft hingegen wieder um 0,9% wachsen. Das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im Juli 2023 angenommen. Als Gründe nennt der Fonds die Schwäche zinsempfindlicher Sektoren, geringere Nachfrage durch Handelspartner und folglich eine Schwäche der Industrieproduktion. Auch die Bundesregierung rechnet im Jahr 2023 mit einer leichten Rezession. Erwartet wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,4% gegenüber dem Vorjahr, hieß es Anfang Oktober aus Regierungskreisen. 2022 war die deutsche Wirtschaft noch um 1,8% gewachsen. Für die Weltwirtschaft sind die IWF-Ökonomen zwar zuversichtlicher, sehen aber nach der Corona-Pandemie und dem Angriff auf die Ukraine ein historisch schwaches Wachstum. "Die Weltwirtschaft humpelt vor sich hin, sie sprintet nicht", mahnte IWF-Chefvolkswirt Pierre-Olivier Gourinchas. Die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft für das Jahr 2023 liegt wie im Juli bei 3,0%. Für das Jahr 2024 korrigierte der Fonds die Schätzung leicht von 3,0% auf 2,9% nach unten. Im Jahr 2022 war die globale Wirtschaft noch um 3,5% gewachsen. Rückblickend betrachtet sei die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft mit Blick auf die diversen Krisen bemerkenswert, so der IWF. (Quelle: www.tagesschau.de, "IWF sieht Deutschland noch tiefer in der Rezession", Stand 11. Oktober 2023)

Gemäß VDMA (Pressemitteilung vom 01.12.2023) lag die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen aus Nordrhein-Westfalen im Dreimonatszeitraum August bis Oktober 2023 um 31% unter dem Vorjahreswert. Die Nachfrage aus dem Inland sank um 15% und die Bestellungen aus dem Ausland sanken um 37%. Die Aufträge aus der Eurozone blieben um 9% und aus der Nicht-Eurozone um 45% hinter den Vorjahreswerten zurück. Das Neugeschäft aus dem Nicht-Euroraum sei weiterhin durch die globalen Unsicherheiten geprägt, wohingegen das Großanlagengeschäft aus dem Euroraum das Bestellgeschehen im Oktober beflügelt habe. Die vielen Unsicherheiten im Markt wirkten sich nach wie vor negativ auf das Investitionsgeschehen aus. Grundsätzlich profitierten die Unternehmen von ihren Auftragsbeständen. Gemäß VDMA-Jahrespressekonferenz (Pressemitteilung vom 12.12.2023) wartet der Maschinen- und Anlagenbau auf die Trendwende. Die globale Konjunkturflaute hinterlässt im Maschinenbau ihre Spuren. Für 2023 hebt der VDMA die Prognose zwar an, für 2024 wird aber ein reales Produktionsminus von 4% erwartet. Eine industriefreundliche Standortpolitik sei zwingend geboten.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Mit TEUR 21.010 lagen die Umsatzerlöse des Berichtsjahres 34% (TEUR 5.330) über den Umsatzerlösen des Vorjahres (TEUR 15.680) und über den Plan-Umsatzerlösen von knapp Mio. EUR 19 für das Berichtsjahr, was sich entsprechend positiv auf das Jahresergebnis (erwirtschaftet wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.680) ausgewirkt hat. Der Inlandsanteil am Gesamtumsatz erhöhte sich dabei von gut 48% auf knapp 54%. Vom Auslandsanteil entfallen 87% auf die Niederlande und 10% auf Österreich.

Der Auftragsbestand der SABO lag zum Ende des Berichtsjahres (30. September 2023) mit TEUR 4.035 um TEUR 3.089 unter dem Vorjahresstichtagswert von TEUR 7.124. Demnach betrug der Auftragseingang im Berichtsjahr TEUR 17.922 (Vorjahr: TEUR 17.430). Der Auftragsbestand zum 30. September 2022 war allerdings besonders hoch gewesen, i. W. in Folge einer im Vorjahr nicht mehr möglich gewesenen Umsatzrealisierung aufgrund der Verschiebung eines Anlagenstillstands seitens eines Großkunden von September 2022 auf Januar 2023. Das SABO-Service-Team konnte daher erst im Berichtsjahr die ursprünglich für September 2022 geplanten Service-Arbeiten in der Anlage ausführen.

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Anlagevermögen in Höhe von insgesamt TEUR 293 getätigt gegenüber TEUR 168 im Vorjahr. Die Investitionsausgaben des Berichtsjahres entfallen mit TEUR 42 auf Technische Anlagen und Maschinen, mit TEUR 164 auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, mit TEUR 74 auf geleistete Anzahlungen und mit TEUR 13 auf erworbene Software.

Darüber hinaus wurden TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 135) für die Instandhaltung von Grundstücken, Gebäuden, Maschinen und Betriebsausstattungen aufgewendet.

Ertragslage

Die für die SABO wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die aus der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet werden, sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis (Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag). Daneben ist der Auftragseingang von zentraler Bedeutung. Die Umsatzerlöse betrugen TEUR 21.010, der Jahresüberschuss TEUR 1.680. Der Auftragseingang blieb mit TEUR 17.922 zwar hinter den Umsatzerlösen zurück, die jedoch positiv beeinflusst waren durch die Verschiebung eines Anlagenstillstands seitens eines Großkunden vom Vorjahr auf das Berichtsjahr (vgl. auch oben im Abschnitt Umsatz- und Auftragsentwicklung).

Im Berichtsjahr weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.680 aus (Vorjahr: TEUR 404). Die folgenden Komponenten haben die Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022/2023 beeinflusst:

Die Umsatzerlöse stiegen - wie bereits erwähnt - im Berichtsjahr von TEUR 15.680 um 34,0% auf TEUR 21.010.

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Umsatzerlöse einschl. Bestandsveränderung) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 31,5% auf 34,5%. Hauptursache sind die um TEUR 1.608 oder 55,2% auf TEUR 4.519 gestiegenen bezogenen Leistungen; die darin mit TEUR 3.351 (Vorjahr: TEUR 1.684) enthaltenen Fremdlöhne entsprechen im Berichtsjahr 15,9% (Vorjahr: 10,7%) der Umsatzerlöse.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von TEUR 379 auf TEUR 268. Dies liegt im Wesentlichen an niedrigeren Erträgen aus Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 108; Vorjahr: TEUR 220).

Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr um 14,0% von TEUR 7.779 auf TEUR 8.868. Hauptursachen sind die um TEUR 856 oder 13,1% gestiegenen Personalentgelte (auf die höhere Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen waren) sowie der erstmals im Berichtsjahr bezahlte Inflationsausgleich (TEUR 131).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 20,8% von TEUR 2.757 auf TEUR 3.330. Zu weiteren Details wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr von TEUR 5.245 um 27,4% (plus TEUR 1.435) auf nunmehr TEUR 6.680.

Die Veränderung auf der Aktivseite ist vor allem bedingt durch den Anstieg der Unfertigen Leistungen um TEUR 294 auf TEUR 654, den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 810 auf TEUR 1.130 und stichtagsbedingt durch den Anstieg des Guthabens bei Kreditinstituten um TEUR 253 auf TEUR 275.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Berichtsstichtag TEUR 911 Forderungen aus Cash Pooling enthalten, wohingegen zum Vorjahresstichtag eine Verbindlichkeit aus Cash Pooling in Höhe von TEUR 312 vorlag.

Auf der Passivseite haben im Wesentlichen der Anstieg des Eigenkapitals um TEUR 1.680 (plus 85,1%), der Anstieg der Sonstigen Rückstellungen um TEUR 537 (plus 27,0%) sowie gegenläufig der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 684 (minus 80,8%) die Entwicklung der Bilanzsumme herbeigeführt.

Der Anstieg der Sonstigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen mit TEUR 330 (plus 48,4%) aus ausstehenden Rechnungen und mit TEUR 154 (plus 96,2%) aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen waren zum Vorjahresberichtsstichtag TEUR 312 Verbindlichkeiten aus Cash Pooling enthalten, wohingegen zum Berichtsjahresstichtag eine Forderung aus Cash Pooling in Höhe von TEUR 911 vorliegt.

Bedingt durch den Jahresüberschuss erhöhte sich das Eigenkapital um TEUR 1.680 auf TEUR 3.654.

Durch das höhere Eigenkapital bei gestiegener Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 37,6% (30.09.2022) auf nun 54,7% (30.09.2023).

Die Eigenkapitalrentabilität (Jahresüberschuss/-fehlbetrag dividiert durch Eigenkapital vor Jahres- überschuss/-fehlbetrag) beträgt aufgrund des Jahresgewinns für das Berichtsjahr plus 85,1% (Vorjahr: plus 25,8%).

Finanzlage

Die Gesellschaft ist in das konzerninterne Cash-Pooling-System des EMERSON-Konzerns integriert, wodurch sie jederzeit in der Lage war, ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Zusätzlich besitzt sie seit Mai 2017 eine eigene Avalkreditlinie bei einer deutschen Bank (Agreement 1. Mai 2017: TEUR 20; Amendment 30. August 2017: Erhöhung auf TEUR 200).

Im Berichtsjahr wurde ein Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von plus TEUR 1.769 (Vorjahr: plus TEUR 1.401) erzielt. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Mittelabflüsse für Netto-Investitionen in Höhe von TEUR 293 (Vorjahr: TEUR 168) hat sich der aus liquiden Mitteln und Cash-Pool-Forderungen (Vorjahr: Cash-Pool-Verbindlichkeiten) bestehende Finanzmittelfonds von minus TEUR 290 um insgesamt TEUR 1.477 auf TEUR 1.187 verbessert.

Gesamtaussage

Umsatz und Ergebnis der SABO-Armaturen Service GmbH haben sich im Berichtsjahr 2022/2023 gut entwickelt. Mit Umsatzerlösen in Höhe von insgesamt TEUR 21.010 (gegenüber einem Planwert von knapp 19 Millionen Euro) wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.680 (gegenüber einem Planwert von gut 1 Million Euro) erwirtschaftet. Im Berichtsjahr wurde ein Auftragseingang in Höhe von insgesamt TEUR 17.922 (gegenüber einem Planwert von 19 Millionen Euro) erzielt. Der Auftragsbestand zum 30. September 2023 beträgt TEUR 4.035 (vgl. auch oben im Abschnitt Umsatz- und Auftragsentwicklung). Die Geschäftsführung sieht für die Gesellschaft ein realistisches Potential, generell in Zukunft regelmäßig wieder positive gute Ergebnisse zu erwirtschaften, nachdem dies nun in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren erfolgreich gelungen ist. Die Hebel dazu liegen in der Verstärkung der Zusammenarbeit mit den EMERSON-Vertriebsorganisationen, im Aufbau und Ausbau neuer Geschäftsfelder (wie Regelventilüberholung, Reparaturen von Gulde Armaturen sowie von Yarway-Luftkühlern), in Preiskorrekturen sowie in Prozess- und Ablaufoptimierungen. Dies wird auch durch verstärkte Vertriebstätigkeiten in der chemischen Industrie im DACH-Markt unterstützt.

Risikomanagement SABO ist den branchenüblichen Risiken ausgesetzt, welche sich insbesondere aus den unterschiedlichen Revisionszyklen und den damit verbundenen Schwankungen im Armaturen-Servicegeschäft ergeben. Die finanzielle Entwicklung wird durch Planungsrechnungen und Budgetprozesse anhand von Soll-Ist-Abweichungen analysiert und beobachtet.

Das monatliche detaillierte Berichtswesen an den EMERSON-Konzern stellt zudem sicher, dass eventuell sich abzeichnende Risiken in der Finanz- und Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft zeitnah identifiziert werden. Analysiert werden dabei insbesondere Umsatz- und Auftragseingangsentwicklungen. Da sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite die Abrechnung in Euro erfolgt, bestehen mit Ausnahme von in USD in Rechnung gestellten Konzernumlagen keine Währungsrisiken.

Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Risiken (vom schwächsten zum höchsten Risiko):

Aufgrund der Kundenstruktur der Gesellschaft sind Liquiditätsrisiken bzw. Risiken im Zusammenhang mit Forderungsausfällen als gering einzustufen.

Der am 24. Februar 2022 in Europa zwischen Russland und der Ukraine ausgebrochene Krieg birgt ein schwer einschätzbares globales Risiko, in Bezug auf mögliche Unterbrechungen bestehender Lieferketten, weiter steigende Energie- und Rohstoffpreise, Probleme oder Lieferstopps auf den Beschaffungs- oder den Absatzmärkten, u. a. auch in Folge zerstörter Lieferwege (Zugschienen, Straßen, Seeweg). Auch der Angriff der Terrororganisation Hamas in Israel und der infolgedessen seit dem 7. Oktober 2023 nunmehr geführte Krieg im Nahen Osten ist in Bezug auf mögliche globale Auswirkungen nicht einschätzbar. Das Risiko für die Gesellschaft aus den Kriegsfolgen wird momentan als mittleres Risiko eingeschätzt.

SABO hat nach wie vor die Herausforderung, sich kapazitätsseitig auf saisonale Schwankungen einzustellen, was die Geschäftsführung als ein mittleres Risiko ansieht. Die Gesellschaft arbeitet mit einem festen eigenen, qualifizierten Service-Personalstamm und überbrückt die periodisch wiederkehrenden Spitzenzeiten innerhalb eines Jahres durch die zusätzliche Beschäftigung von Service- Fremdpersonal im Rahmen von Arbeitnehmerüberlassungen (AÜG).

Die Chancen (von den größeren zu den kleineren Chancen):

Andererseits liegt aber gerade in diesen personalintensiven, anfallenden Groß-Revisions-Projekten (in Raffinerien sowie in der chemischen und der petrochemischen Industrie) die Zukunft der SABO - und so sieht die Geschäftsführung auf diesem Feld die großen Chancen der Gesellschaft. Gemäß Meinung und Aussage der SABO-Geschäftsführung gibt es am Markt kaum andere Service-Unternehmen, die bei solchen Kundenanforderungen mithalten könnten.

Eine andere große Chance für SABO wird in der vom Konzern schon teilweise umgesetzten und weiterhin angestrebten Strategie gesehen, das Servicegeschäft verstärkt voranzutreiben und zielorientiert Marktanteile auszubauen, was auch durch die im Vorjahr erfolgte Zusammenlegung der Vertriebsorganisationen unterstützt wird. Hierbei übernimmt die Gesellschaft eine führende Rolle, weil das Know-how und die Expertise der Gesellschaft innerhalb des Konzerns (It. Aussage und Überzeugung der SABO-Geschäftsführung) ein Alleinstellungsmerkmal darstellen und nur wenige Schwestergesellschaften über eine vergleichbare Präsenz am Service-Markt verfügen. Dies sollte zu einer dauerhaften Stabilisierung des Unternehmens beitragen.

Die SABO wird sich auch in Zukunft mit ihren wirtschaftlichen Tätigkeiten auf die BeNeLux-Region (Belgien, Niederlande, Luxemburg) sowie die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) konzentrieren und hat dadurch eine breitere geographische Streuung, wodurch Risiken minimiert werden und Chancen entstehen. Die Wahrnehmung dieser mittleren Chancen wird durch die verstärkte Zusammenarbeit mit den EMERSON-Vertriebsorganisationen unterstützt.

Die jüngste, größere Chance für SABO besteht darin, dass sich das Unternehmen zukünftig nicht mehr nur mit der Reparatur von Armaturen, sondern zusätzlich mit deren Ersatz und dem Verkauf von Armaturen und Ersatzteilen befassen wird. In diesem Zusammenhang will sich die SABO mit ihrem qualifizierten Personal grundsätzlich auf die höherwertigen Montage-Arbeiten konzentrieren, während sie die leichteren Tätigkeiten über Untervergaben an andere Firmen beauftragen möchte.

Nach Aussage der Geschäftsführung wird SABO im eigenen Portfolio die Reparatur von Regelventilen (markenunabhängig) als Geschäftsfeld ausbauen, was durch den verstärkten Fokus auf die chemische Industrie, im Wesentlichen im DACH-Markt, vorangetrieben wird.

Eine ursprünglich kleinere, inzwischen aber allmählich größer gewordene Chance für SABO liegt in der vor ein paar Jahren begonnenen Ersatzteilfertigung (Gulde-Ersatzteile und Yarway-Luftkühler), die die Gesellschaft in die Lage versetzt, die Auslastung der betriebseigenen Werkstatt in den Wintermonaten zu erhöhen und dadurch gleichzeitig auslastungsbedingten Schwankungen aus dem zyklischen Revisionsgeschäft entgegenzuwirken. Diese Produkte werden weiterhin aktiv vermarktet. In diesem Bereich werden von der Geschäftsführung auch für die Zukunft weiterhin Potentiale gesehen.

Voraussichtliche Entwicklung und Ausblick

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Verschlankung der Organisation sollen auch in den Folgejahren fokussiert werden, da Ergebnisverbesserung und Kostenreduzierung weiterhin Hauptziele der Gesellschaft darstellen.

Die Symbiose von Serviceaktivitäten innerhalb des Konzerns soll noch weiter vorangetrieben werden, wodurch eine langfristige Erhöhung des Auftragsvolumens zu prognostizieren ist. Seit dem Ende April 2017 vollzogenen Konzernwechsel zu EMERSON nimmt die Gesellschaft eine partizipierende Rolle innerhalb dieses Konzerns ein, da der Marktanteil von EMERSON im Armaturengeschäft deutlich höher als im vorherigen Konzern liegt und somit verstärkte Symbiose-Effekte weiterhin zu erwarten sind. Die führende technische Position des EMERSON-Konzerns im Bereich "Automation Solutions" eröffnet der SABO neue Möglichkeiten, ihre Service-Dienstleistungen am Markt anzubieten.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 plant die Geschäftsführung Umsatzerlöse in Höhe von gut Mio. EUR 20 bei einem Auftragseingang in Höhe von gut Mio. EUR 20 sowie einem positiven Jahresergebnis auf Vorjahresniveau.

 

Wiehl, den 12. Juli 2024

Die Geschäftsführung

James Dieg

Regis Peccoux

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SABO-Armaturen Service GmbH, Wiehl

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SABO-Armaturen Service GmbH, Wiehl, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SABO-Armaturen Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, den 12. Juli 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kis, Wirtschaftsprüfer

Hubert, Wirtschaftsprüfer

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