Scafom-rux Deutschland Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mark Stuiver seit 17.3.2023 | Prokura |
Jochen Gebauer seit 4.1.2023 | Prokura |
Marco Hiby seit 4.1.2023 | Geschäftsführer |
Etienne Terlitzki seit 4.1.2023 | Prokura |
Karsten Wette seit 4.1.2023 | Prokura |
Stephan Winterhoff seit 30.8.2022 | Prokura |
Volker Rux seit 30.8.2022 | Geschäftsführer |
Stefan Kahlhöfer seit 30.8.2022 | Prokura |
Richardus Petrus Arnoldus Maria Brinkmann seit 30.8.2022 | Geschäftsführer |
Sascha Börding seit 30.8.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Elwy Invest BVBA | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Scafom-rux GmbHHagenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. DEZEMBER 2023(Vorjahr zum Vergleich)AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023(Vorjahr zum Vergleich)
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Scafom-rux GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§242 ff. und 264ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine "große Kapitalgesellschaft". Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Hagen. Sie wird unter der Nummer HRB 12460 bei dem Amtsgericht Hagen geführt. Davon-Vermerke werden der Übersichtlichkeit halber in der GuV gemacht. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti aktiviert und, soweit abnutzbar, planmäßig abgeschrieben. Planmäßige Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250 Euro werden direkt als Aufwand erfasst. Bewegliche und selbständig nutzbare Anlagengüter, deren Anschaffungskosten nicht mehr als 800 Euro betragen, werden als geringwertige Wirtschaftsgüter aktiviert und im Jahr der Anschaffung zu 100% abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert zum Abschlussstichtag beizulegen war. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % des Nettoforderungsbestandes gebildet. Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen decken alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Verbindlichkeiten, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, angemessen und ausreichend ab. Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage 3A). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.807,3 TEUR (Vorjahr 3.642,9 TEUR) sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.810,6 TEUR (Vorjahr 743,1 TEUR) sind innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Kautionen in Höhe von 0,1 TEUR (Vorjahr 0,1 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten, Bonusvereinbarungen, Altersteilzeit, fehlende Eingangsrechnungen, Rechts- und Beratungskosten und Abschluss- und Prüfungskosten. Die Altersteilzeitrückstellungen wurden unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ohne Fluktuation, einer Dynamik der anrechenbaren Bezüge von 3,00 % und eines Zinssatzes von 1,05 % bewertet. Die Gliederung der Restlaufzeit nach Fristen ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023 (2022 in Klammern).
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse:
Der Tätigkeitsbereich der Gesellschaft betrifft vornehmlich die Entwicklung und den Vertrieb von Gerüstmaterial. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von 955 TEUR (Vorjahr 696, TEUR) sind Zinsaufwendungen für die Aufzinsung von ATZ-Rückstellungen in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr 1 TEUR) enthalten. Die Erträge aus Verlustübernahme betreffen verbundene Unternehmen. V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse: Die Gesellschaft ist als Schuldner in einen Kreditvertrag mit der KBC-Bank einbezogen. Der Kreditvertrag bezieht sich auf Verbindlichkeiten der Scafom- Unternehmensgruppe. Die Gesellschaft haftet bis zu einem Betrag von 28.503 TEUR. Folgende Sicherheiten wurden gestellt: Grundschuld, Sicherungsübereignung von Inventar, Sicherungsabtretung von Forderungen und Sicherungsverpfändung von Bankkonten. Auf Grund der wirtschaftlichen Situation der Scafom-Gruppe ist mit einer Inanspruchnahme aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen nicht zu rechnen. Als außerbilanzielle Geschäfte werden ausschließlich Leasing- und Mietgeschäfte abgeschlossen. Dies belässt das Investitionsrisiko beim Vertragspartner. Die finanziellen Verpflichtungen aus diesen Verträgen betragen am Stichtag 4.019 TEUR (Vorjahr 4.161 TEUR). Die Restlaufzeit der finanziellen Verpflichtungen ergibt sich wie folgt: Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: 1.164 TEUR (Vorjahr 1.100 TEUR) Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre: 2.155 TEUR (Vorjahr 2.106 TEUR) Restlaufzeit über 5 Jahre: 700 TEUR (Vorjahr 955 TEUR) Im Jahr 2023 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag für eine Laufzeit von fünf Jahren zwischen der Scafom-rux Deutschland Holding GmbH, Hagen als Organträger und der Scafom-rux GmbH als Organgesellschaft vereinbart. Der Vertrag wurde am 07.09.2023 im Handelsregister eingetragen. 2. Konzernzugehörigkeit Die Scafom-rux Deutschland Holding GmbH wird in den Konzernabschluss der Scafom Holding B.V. - Budel, Niederlande - einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis erstellt. Dieser wird im Handelsregister Eindhoven bekannt gemacht. 3. Arbeitnehmerzahl Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB im Jahr 2023 betrug 85 (Vorjahr 80), davon 29 Arbeiter (Vorjahr 30) und 56 Angestellte (Vorjahr 50). 4. Honorare der Abschlussprüfer Auf die Angabe zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese in den Konzernabschluss der Scafom Holding B.V. - Budel, Niederlande - einfließt. 5. Gesellschaftsorgane Zu alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführern sind bestellt:
In der Gesellschaft sind keine Geschäftsführerbezüge angefallen. 6. Nachtragsbericht Ereignisse nach dem Abschlussstichtag mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben sich nicht ergeben.
Hagen, 30.04.2024 Scafom-rux GmbH gez. Volker Rux, Geschäftsführer gez. Marco Hiby, Geschäftsführer gez. Richardus Petrus Arnoldus Maria Brinkmann, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023 Scafom-rux GmbH, Hagen
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231) Grundlagen des Unternehmens: Die Scafom-rux GmbH ist ein Unternehmen der Scafom-rux Gruppe, die weltweit Gerüst- und Schalungssysteme herstellt, vertreibt und vermietet. Der Hauptsitz der Scafom-rux GmbH ist Hagen in Westfalen. An diesem Standort erfolgt auch Forschungs- und Entwicklungsarbeit für Gerüstsysteme. Von dort werden diese Gerüstsysteme international vertrieben. Des Weiteren werden einige Gerüstprodukte über eine Schwestergesellschaft, die Scafom-rux rental GmbH, vermietet. Es besteht eine oft langjährige Beziehung zu den Systemkunden des Hauses, die mehrheitlich aus der Gerüstbaubranche stammen. Darüber hinaus zählen zahlreiche weitere Unternehmen aus den Branchen der Maler, Dachdecker, Bauunternehmer, Werft-, Event- und Off-Shore-Industrie zu den Kunden der Scafomrux-Gesellschaften. Die einzelnen Umsatzvolumina dieser Kunden variieren von Kleinstaufträgen bis hin zu industriellen Großaufträgen. Die Diversifikations-Strategie hinsichtlich des Branchenfächers und der Kundengrößen dienen der effektiven Risikostreuung. 2) Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Geschäftsverlauf: Der Start in das Geschäftsjahr 2023 war, wie im Vorjahr, bedingt durch Krisen und deutliche Kostensteigerungen verhalten optimistisch. Im Laufe des ersten Quartals haben wir unverkennbar gespürt, dass sich die wirtschaftliche Lage im Hochbau, die einen Rückgang im Auftragseingang von 1/2022 auf 1/2023 von 26,7% verzeichnete, auch auf unser Geschäft niederschlug. Der Wohnungsbau notierte den größten Rückgang mit 36,3%. Infolgedessen verlief unser Geschäft 2023 im Fassadengerüstbereich entsprechend. Der Industriebau verzeichnete im Verlauf QI/2022 zu QI/2023 einen Rückgang von 18,9%. Diesen Rückgang konnten wir durch neu erteilte Gerüstzulassungen des DiBT und zusätzlicher Vertriebsaktivitäten verhindern und gegen den Trend leicht um 0,7% in diesem Segment wachsen. Die Entwicklungen im Bauhauptgewerbe haben sich danach nicht mehr in diesem Tempo verschlechtert. Die Entwicklung von QIII/ 2022 zu QIII/ 2023 belaufen sich im Auftragseingang nach Volumen wie folgt. Insgesamt konnte der Hochbau im dritten Quartal eine leichte Belebung des Auftragseingangs von 0,3% aufweisen. Zwar nahm der Wohnungsbau nochmals um weitere 10,5% ab, der Nichtwohnungsbau hingegen verbuchte ein Plus von 8,2%. Auf diese Zahlen werden wir in unserem Ausblick nochmals zurückkommen. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verursachte einerseits eine reduzierte Nachfragetätigkeit, gleichzeitig reduzierten sich u.a. aber auch die Energie- und Frachtpreise und entspannten somit den beschaffungsseitigen Preisdruck deutlich. Eine große Marketing-Maßnahme gegen den wirtschaftlichen Trend war unser Hagener Gerüstforum mit annähernd 4000 Besuchern. Auf dieser Veranstaltung konnte gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern ausgedehnt die Zeit nach dem wirtschaftlichen Abschwung geplant werden. Neue Einzelbauteile sowie ganz neue Gerüstsysteme entsprechend den neuesten gesetzlichen Vorgaben wurden von allen Teilnehmern technisch und kaufmännisch für die Zukunft bewertet. Auf diesem Weg wurde die in unserer Branche so wichtige Kunden-Lieferantenbeziehung erneuert, befestigt und vertrauensvoll weitergeführt. b) Ertragslage: Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 20,9% gesunken. Einen Teil des Umsatzrückgangs konnten wir durch bessere Bezugspreise kompensieren, so dass der Rohertrag um 2,2% beziehungsweise um 277 TEUR gestiegen ist. Aufgrund gestiegener sonstiger betrieblicher Erträge ist der Rohertrag um 4,8% gestiegen. Der Absatz ist ggü. dem Vorjahr entsprechend gesunken, er blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der Personalaufwand ist durch einen leichten Personalanstieg sowie einer Entgelterhöhung um 5,5% angestiegen. Einen Teil hiervon macht die Inflationsausgleichsprämie aus, die wir in 2023 zum Teil gezahlt haben. Hiervon werden wir auch 2024 weiter im Rahmen der steuerlichen Möglichkeiten Gebrauch machen. Bedingt durch die unsichere Ausgangslage für die wirtschaftliche Entwicklung haben wir ferner die sämtliche Funktionsbereiche geprüft und bei Bedarf Anpassungen im Personal vorgenommen, um uns für die Zukunft gefestigt aufzustellen. Für die Maßnahmen sind Kosten in Höhe von 232 TEUR angefallen. Die generellen Anstiege sowie die anderen Personalkosten konnten zum Teil durch ertragsabhängige Gehaltsbestandteile kompensiert werden, so dass der Anstieg sich auf 352 TEUR beschränkt. Mit unserer Ausbildungspolitik sowie den aktuellen Doppelbesetzungen von strategisch wichtigen Positionen, bei denen wir in den nächsten 12-24 Monaten altersbedingte Abgänge erwarten, sind wir für die Zukunft gut gewappnet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 900 TEUR gestiegen. Die Kostensteigerungen lassen sich in mehrere Hauptbereiche aufteilen. Zum einen sind die Kosten für technische Dienstleistungen wie Neuzulassungen, Prüfungen etc. weiter angestiegen, was gleichbedeutend mit wesentlichen Investitionen in die Zukunft unserer Gerüstsysteme ist. Ein zweiter Bereich sind die Mietkosten für unsere Standorte im Jahr 2023, die sich zum Teil aus erstmals ganzjährigen Kosten, Kostensteigerungen aufgrund gestiegener Lebenshaltungsindexe sowie kurzfristiger Kapazitätserweiterungen ergaben. In dem letztgenannten Bereich haben wir im Verlauf von 2023 weiter unsere Bestandspolitik optimiert, so dass wir von jährlichen Einsparungen von 120 bis 200 TEUR ausgehen können. Bedingt durch Kosten für die Lager, die beantragten Zulassungen, das erstmalige Forum nach der Coronazeit, die Umstrukturierungskosten sowie die Kompensation der gestiegenen Kosten für unsere Mitarbeiter und des gesunkenen Umsatzes ist ein EBITDA-Rückgang von 617 TEUR die Konsequenz. Im Verhältnis zum gesunkenen Umsatz von 13.462 TEUR ist der EBITDA Rückgang unterproportional. Das Zinsergebnis ist weiter rückläufig. Wir sind hauptsächlich durch Gruppendarlehen finanziert und somit von der Entwicklung der Zinssätze in der Gruppe abhängig. Diese sind im Geschäftsverlauf analog zur allgemeinen Zinsentwicklung gestiegen. Mit der Scafom-rux Deutschland Holding GmbH wurde ein Ergebnisabführungsvertrag vereinbart. So ist insgesamt ein Verlust vor Ergebnisabführung in Höhe von 715 TEUR entstanden, der aufgrund des mit der Scafom-rux Deutschland Holding GmbH abgeschlossenen EAVs von dieser übernommen wurde. c) Vermögenslage: Das Vermögen der Gesellschaft besteht hauptsächlich aus Vorräten (20.528 TEUR, Vorjahr 23.041 TEUR) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten (1.807 TEUR, Vorjahr 3.643 TEUR) sowie Grundstücke/Gebäude (3.724 TEUR, Vorjahr 3.633). Diese drei Positionen, die auch bis auf die Grundstücke und Gebäude im Wesentlichen durch den Geschäftsverlauf beeinflusst werden, machen 91,9% des Gesamtvermögens aus. Durch die gesunkenen Einstandspreise konnte der Bestandswert reduziert werden. Bedingt durch den reduzierten Umsatz sind die Forderungen analog zurückgegangen. Weitere wesentliche Positionen sind liquide Mittel (169 TEUR, Vorjahr 710 TEUR), die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (1.811 TEUR, Vorjahr 743 TEUR) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (316 TEUR, Vorjahr 395 TEUR). Diese Positionen machen weitere 8,1% des Gesamtvermögens aus. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind weiter angestiegen. In dem Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch eine Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von 7.000 TEUR durch den Gesellschafter erhöht. Somit beträgt das Eigenkapital 12.437 TEUR und die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 43,8%. d) Finanzlage: Wie oben erwähnt, weist die Gesellschaft eine sehr gute Eigenkapitalquote auf. Das langfristige Kapital deckt das langfristige Vermögen. Der Deckungsgrad beträgt 343,1%. Die Finanzierung des Vermögens ist gegeben. Die tägliche Liquidität der Gesellschaft war über das gruppeninterne Cash-Pool System verfügbar. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, fällige Verpflichtungen termingerecht sowie unter Ausnutzung von Skonto zu bedienen. Die Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen wurden aufgrund der Erhöhung der Kapitalrücklage zu geführten Finanzmittel getilgt. e) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage: Der Umsatz im Jahr 2023 hat sich nicht wie erwartet und prognostiziert entwickelt. Die Ergebnisentwicklung hat sich für die Scafom-rux GmbH nicht wie erwartet dargestellt. Die Entwicklung war gemessen an den eigenen Erwartungen nicht positiv, im Branchenvergleich beurteilen wir die Entwicklung neutral. 3) Prognosebericht Für das Jahr 2024 wird mit einem Absatz und preisbereinigten Umsatz gerechnet, der sich leicht über dem Niveau des Berichtsjahres befindet. Das Niveau der Auftragseingange in der Baubranche ist immer noch auf einem niedrigen Stand. Allerdings konnten schon leichte Anstiege im Auftragseingang im Bauhauptgewerbe gegenüber den letzten Quartalen aus 2023 in Höhe von 0,3% verzeichnet werden, speziell im Nichtwohnungsbereich / Industriebau in Höhe von 8,2%. Im Wohnungsbereich scheinen sich die Zahlen auf Vorjahresniveau zu bewegen, die Zahlen weisen laut Statistik einen Wert von 93,6 jeweils in Q IV/ 2022 sowie Q III/ 2023 aus. Die Entwicklung der Auftragseingänge führt leicht zeitverzögert zu positiven Konsequenzen in der Nachfrage nach unseren Produkten. Die Zahlen entstammen dem Bericht der Deutschen Bundesbank vom 25.01.2024 zu saisonbereinigten Wirtschaftszahlen. Die Trend-Konjunktur-Komponente Berliner Verfahren zeigt ebenfalls einen leichten Anstieg im Auftragsgang, nachdem der Tiefpunkt der Trendlinie im ersten Halbjahr 2023 erreicht worden war. Auch wenn der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr noch negativ ist, zeigt sich aus den gewonnenen Daten eine Trendumkehr beziehungsweise zumindest eine Stabilisierung mit leicht positiver Entwicklung. Entgegen dem Trend im Auftragseingang sind die Geschäftserwartungen und Beurteilungen der Geschäftslage gem. IFO-Geschäftsklimaindex negativ. Wir haben weitere Zulassungen für unsere Gerüstsysteme beantragt und erwarten die ersten beiden finalen Zulassungssätze (Super-RS / Framescaff 1,09) zum Saisonbeginn im zweiten Quartal 2024, so dass rechtzeitig zur Saison Marketing- und Vertriebsaktionen möglich werden. In der Planung für 2024 haben wir angenommen, dass wir in diesem Bereich zusätzlichen Umsatz generieren können, während der bisherige Fassadengerüstbereich maximal das Niveau von 2023 erreichen wird. Wie bereits geschildert haben wir auch unsere Kostenpositionen im Personalbereich geprüft, entsprechend reduziert und flexibilisiert, um auf die geänderte wirtschaftliche Lage reagieren zu können. Auf der Beschaffungsseite sind wir durch die aktuelle Bevorratung und die Preissituationen bei unseren Lieferanten gut aufgestellt und erkennen hier keine Risiken. Wir erwarten eine deutlich verbesserte Ertragssituation und eine Verdoppelung des EBITDA-Ergebnisses. Voraussetzung für die erwartete Entwicklung ist, dass sich die kriegerischen Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten nicht ausdehnen und es zu keiner Energiekrise im Laufe der nächsten Monate kommt. 4) Chancen- und Risikobericht: a) Chancen und Risiken Es besteht ein konjunkturelles Risiko. Die Aussichten der Wirtschaftsinstitute sind unklar und führen derzeit zu keiner konstanten Aussage. Wir haben den Rückgang der Wirtschaftslage bereits eingearbeitet und gehen von einer Stabilisierung der Umsätze auf dem niedrigen Vorjahresniveau in den bisherigen Marktbereichen aus. Wir erwarten nach Erteilung der Zulassung Zuwachs bei Super-RS sowie einen weiteren Aufwärtstrend in den modularen Gerüstsystemen durch eine Intensivierung unserer Vertriebsbemühungen, auch unter Mithilfe der Scafom-rux-Gruppe, die im Industriesektor weltweit stark vertreten ist. Die Abwehrmaßnahmen sehen vor, auf der Finanzierungsseite flexibel zu sein und die Kostenstrukturen so weit wie machbar flexibel zu halten. Durch eine Verbesserung der Lieferfähigkeit, durch angepasste Bestände und ein verstärktes Sourcing in neuen Regionen werden diese Risiken aktiv angegangen. Für Preisschwankungen haben wir entsprechende Vorkehrungen getroffen. Trotz der aktuellen Lage im Wohnungsbau gehen wir bedingt durch die sich verschärfende Wohnungsnot davon aus, dass weiter gebaut wird und der Not entgegengewirkt wird. Weiterhin herrscht ein eklatanter Sanierungsstau in den Bereichen Haus und Infrastruktur vor, von dem wir bei der Beseitigung profitieren können. Unsere bereits geschilderten guten Beziehungen zur Kundschaft sichern die Chancen für eine andauernde, zufriedenstellende Ausgangslage des Geschäfts. Weitere Chancen für Wachstum sind unvermindert im Export erkennbar. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist durch die Energiekrise, wirtschaftliche Krisen und den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten von nennenswerten Schwankungen geprägt, so dass Prognosen für das kommende Geschäftsjahr schwierig einzuschätzen sind. b) Gesamtaussage zu Chancen und Risiken Nach aktuellen Informationen und heutigem Ermessen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Die Gesellschaft ist Mitglied in der weltweit operierenden Scafom-rux Gruppe, die in den letzten Jahren deutlich mit einer verbesserten Ertrags- und Finanzlage gewachsen ist. Die Chancen für eine positive und prosperierende Entwicklung der Scafom-rux GmbH werden deutlich höher eingeschätzt als die bestehenden und erwähnten Risiken.
Hagen, den 30. April 2024 gez. Volker Rux, Geschäftsführer gez. Marco Hiby, Geschäftsführer gez. Richardus Petrus Arnoldus Maria Brinkmann, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Scafom-rux GmbH, Hagen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Scafom-rux GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Scafom-rux GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 30. April 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
gez. Alexander Karthaus, Wirtschaftsprüfer gez. Jens Esser, Wirtschaftsprüfer HRB 12460Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 13. Juni 2024 festgestellt. |
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