Taurus Technopark GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nicolas Dr. Busch seit 10.12.2025 | Geschäftsführer |
Nicole Dr. Schneider-Deeg seit 18.10.2023 | Prokura |
Keve Zombor Dr. Kovács seit 18.10.2023 | Prokura |
Thomas Steinheber seit 18.10.2023 | Prokura |
Markus Dr. Anlauf seit 18.10.2023 | Prokura |
Matthias Häring seit 18.10.2023 | Geschäftsführer |
Stephan Dr. Dangelmayer seit 18.10.2023 | Prokura |
Birgit Monika Dr. König seit 14.2.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Allianz Digital Health GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Mitglieder der GeschäftsführungDr. Birgit KönigGeschäftsführerin Matthias HäringGeschäftsführer, seit 01. Oktober 2023 LAGEBERICHTAllgemeine Rahmenbedingungen-Gesamtwirtschaftliche EntwicklungResiliente WeltwirtschaftDie Eurozone verzeichnete 2023 nur einen mageren Zuwachs von 0,5 Prozent. Zugleich verharrte die Inflation im Jahresdurchschnitt bei über 5,0 Prozent. Zum Jahresende stand aber bereits wieder eine 2 vor dem Komma. Die Wachstumsschwäche ging vor allem auf die Entwicklung in Deutschland zurück: Hier schrumpfte die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent, da die Industrie weiterhin unter den Folgen des Energiepreisschocks litt. Zudem beeinträchtigten hohe Preise und Zinsen die Bautätigkeit. Die Inflation dagegen blieb mit jahresdurchschnittlich 5,9 Prozent hoch. Damit war Deutschland die einzige unter den führenden Wirtschaftsnationen, in der sich die am Anfang des Jahres 2023 aufgekommenen Rezessionsängste bewahrheiteten. Weltweit verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum dagegen nur leicht auf 2,7 Prozent und blieb damit nur geringfügig unter dem Durchschnitt der Zeit vor COVID-19. Dies lag an erster Stelle an der überraschenden Resilienz der US-Wirtschaft: Die angekündigte Rezession fand nicht statt. Dafür waren hauptsächlich die US-Verbraucher verantwortlich, die sich dank eines robusten Arbeitsmarktes und Sparrücklagen aus COVID-19-Zeiten ungebrochen konsumfreudig zeigten. Da sich zudem viele Unternehmen die vormals niedrigen Zinsen langfristig gesichert hatten, machte sich die Zinswende auch in den Unternehmensbilanzen noch nicht richtig bemerkbar. Insgesamt konnte die US-Wirtschaft ein relativ starkes Wachstum von 2,5 Prozent verzeichnen, während gleichzeitig die Inflation auf 4,1 Prozent (Jahresdurchschnitt) kräftig zurückging. Zinswende abgeschlossenAuf den Finanzmärkten blieb die Zinswende das beherrschende Thema. Dabei rückte zunehmend die Frage nach dem Ende des Erhöhungszyklus in den Fokus. Tatsächlich vollzogen die amerikanische Zentralbank (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB) im Juli beziehungsweise September ihre vorerst letzten Zinsschritte. Im Jahr 2023 stiegen damit die Leitzinsen in den USA um 100 Basispunkte auf 5,5 Prozent und im Euroraum um 200 Basispunkte auf 4,0 Prozent (Einlagenzinssatz). Dem Anstieg der Leitzinsen folgten die Renditen der Staatsanleihen nicht. Die Renditen deutscher Staatsanleihen fielen um 53 Basispunkte auf 2,0 Prozent zum Jahresende 2023, zugleich verharrten die US-Staatsanleihen nahezu unverändert bei 3,9 Prozent. Darin spiegelten sich die Erwartungen wider, dass die Zinswende abgeschlossen ist und die nächsten Zinsschritte wieder nach unten gehen werden. Optimismus an den AktienmärktenTrotz der grundsätzlich restriktiven Ausrichtung der Geldpolitik verzeichneten die Aktienmärkte kräftige Kursgewinne. Das Ende der Zinserhöhungen und die Erwartung zukünftiger Zinssenkungen führte zu großem Optimismus an den Börsen. So stiegen US-Aktien (S&P 500) um 24,2 Prozent und selbst deutsche Aktien (DAX) erzielten, trotz schrumpfender Wirtschaft, ein Plus von 20,3 Prozent. Die deutschen Sparer zeigten sich von dieser Entwicklung jedoch weitgehend unbeeindruckt. In den ersten drei Quartalen 2023 erwarben sie Aktien im Volumen von nur 1,6 Milliarden Euro. In Anleihen dagegen flossen im selben Zeitraum 65 Milliarden Euro. Erwerbstätigkeit steigt weiterIm Gegensatz zur Wirtschaftsleistung stieg die Zahl der Erwerbstätigen auch im Jahr 2023, mit durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen lag sie 0,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Dabei spielten Zuwanderung und eine steigende Erwerbsbeteiligung die entscheidenden Rollen. Gleichzeitig blieb der Arbeitskräftemangel aufgrund demographischer Verschiebungen ein zentrales Thema. Dank hoher Lohnabschlüsse und Inflationsausgleichzahlungen stiegen die Durchschnittslöhne um 6,1 Prozent. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte legte daher insgesamt um 5,9 Prozent, exakt so stark wie die Inflation, zu. Nach zwei Jahren der realen Kaufkraftverluste mussten die Haushalte 2023 keine weiteren Einbußen hinnehmen. Verändertes SparverhaltenIm Jahr 2023 normalisierte sich die Sparneigung. Nach dem die Sparquote während der COVID-19-Pandemie auf 16,5 Prozent hochgeschnellt war, lag sie im letzten Jahr bei 11,3 Prozent, dies entspricht in etwa dem Niveau der Zeit vor COVID-19. Der Konsum litt weiterhin unter der hohen Inflation. Preisbereinigt gingen die Konsumausgaben der privaten Haushalte um 1,1 Prozent zurück; dies betraf nicht zuletzt Nahrungsmittel, deren Preise weiter kräftig stiegen. Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland profitierte vom Höhenflug der Aktienmärkte. Ende September 2023 betrug das Geldvermögen 7,5 Billionen Euro und lag damit um 3,1 Prozent über dem Jahresendwert des Jahres 2022. Wenig überraschend gingen die Sparleistungen im Jahr 2023 zurück: In den ersten neun Monaten fielen die frischen Spargelder von 226 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf 191 Milliarden Euro. Gleichzeitig hat die Rückkehr der Zinsen das Sparverhalten deutlich verändert. Zinsprodukte sind wieder die Favoriten der Anleger. Das zeigt sich nicht nur bei Anleihen, sondern auch bei Termineinlagen, die in den ersten drei Quartalen 2023 mit 138 Milliarden Euro dotiert wurden; aus Sichteinlagen dagegen flossen Gelder in Höhe von 103 Milliarden Euro ab. Versicherungsprodukte taten sich in diesem Umfeld schwer. Ihr Anteil an den frischen Spargeldern betrug nur noch 18,3 Prozent. Die Allianz Digital Health GmbHDie Allianz Digital Health GmbH mit Sitz in München ist eine 100-prozentige Tochter der Allianz SE, München. Die Allianz Digital Health GmbH entwickelt und betreibt cloud-basierte Software für Krankenversicherungseinheiten der Allianz weltweit, insbesondere in den Bereichen Risikokalkulation und medizinische Risikoprüfung. Sie ist zudem mit Governance-Aufgaben der Allianz SE betraut, so beispielsweise mit der Erstellung und Überprüfung von Unternehmensstandards für das Krankenversicherungsgeschäft und der Umsetzung eines Allianz einheitlichen Datenmodells über alle Krankenversicherungseinheiten hinweg. Die Allianz Digital Health GmbH verfolgt das Ziel, alle Allianz Krankenversicherungseinheiten zu befähigen, ihr Geschäft auf höchstem technischen Niveau zu betreiben, um so als Vorreiter in den verschiedenen Märkten die Bedürfnisse ihrer Kunden noch besser bedienen zu können. Die Allianz Digital Health GmbH hat mit der Allianz SE einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. In diesem verpflichtet sich die Allianz Digital Health GmbH, jegliche Gewinne an die Allianz SE abzuführen, sowie die Allianz SE wiederum, sämtliche Verluste der Allianz Digital Health GmbH auszugleichen. GeschäftsverlaufUmsatzerlöse in Höhe 5.521 (6.303) Tausend Euro stellen die größte Ergebnisquelle für die Allianz Digital Health GmbH dar. Dabei machen Dienstleistungen gegenüber der Allianz SE und verschiedenen Allianz Krankenversicherungsgesellschaften, die die Allianz Digital Health GmbH im Rahmen ihres von der Allianz SE erteilten Mandats zu Führungs- und Steuerungsfunktionen für das globale Krankenversicherungsgeschäft der Allianz Gruppe erbringt, den größten Anteil aus. Zur Erstellung und zum Unterhalt von Software hatte die Gesellschaft im Geschäftsjahr Aufwände in Höhe von 4.001 (3.876) Tausend Euro, im Wesentlichen aus der Beauftragung externer Dienstleister im Softwareentwicklungsbereich und für die Bereitstellung von Infrastruktur. Die Personalkosten beliefen sich auf 8.256 (8.195) Tausend Euro. Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen betrug 143 (-35) Tausend Euro. Das Zinsergebnis setzt sich im Wesentlichen aus Zinserträgen gegenüber verbundenen Unternehmen, die aus der Cash-Pool Forderung gegenüber der Allianz SE resultieren, sowie aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen zusammen. -JahresüberschussDas Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf -10.468 (-7.273) Tausend Euro. Darin enthalten sind Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 3.639 Tausend Euro. Nach Verrechnung mit den Konzernumlagen im Rahmen der bestehenden steuerlichen Organschaften ergibt sich ein Steuerergebnis von 0 (0) Tausend Euro. Bei den sonstigen Steuern ergibt sich ein Ertrag von 126 (57) Tausend Euro. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der der Allianz SE erhält die Gesellschaft einen Ertrag aus Verlustübernahme in Höhe 10.342 (7.216) Tausend Euro. -Gesamtaussage zum GeschäftsverlaufMit der Mandatierung durch die Allianz SE zur Übernahme der Führungs- und Steuerungsfunktion für das Krankenversicherungsgeschäft weltweit zum 1. Januar 2023 hat die Allianz Digital Health GmbH nicht nur bei annähernd gleicher Personalausstattung weitere Verantwortung übernommen, sondern zugleich auch die Basis geschaffen, Allianz Gesellschaften nicht nur mit Software, sondern auch mit praktischem Rat zu unterstützen. Die erhöhte Nachfrage zeigt sich in den gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Einnahmen aus Lizenzen und aus Beratungsleistungen. Die Allianz Digital Health GmbH hat auch in diesem Jahr die Anzahl der Kooperationen mit Allianz Gesellschaften weiter ausgebaut und vertieft. Die Allianz Digital Health GmbH blickt optimistisch in die Zukunft und sieht sich für die Herausforderungen des Jahres 2024 gut gerüstet. VermögenslageDie Bilanzsumme der Allianz Digital Health GmbH beträgt zum Bilanzstichtag 29.913 (28.818) Tausend Euro. Dabei wird die Aktivseite im Wesentlichen durch Immaterielle Vermögensgegenstände bestimmt, die sich im Geschäftsjahr auf 14.554 (18.193) Tausend Euro belaufen. Die Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen beträgt 15.049 (7.903) Tausend Euro und resultiert im Wesentlichen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Allianz SE. Auf der Passivseite führt das Eigenkapital 25.966 (25.966) Tausend Euro zu einer Eigenkapitalquote in Höhe von 87 (90) Prozent in Bezug auf die Bilanzsumme. Die Sonstigen Rückstellungen belaufen sich insgesamt auf 3.284 (2.146) Tausend Euro. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterZur Unterstützung des Erfolges der strategischen Schwerpunkte hat sich die Allianz Digital Health GmbH zu einer Unternehmenskultur verpflichtet, die auf den vier "People Attributes" beruht, die das Verhalten in den Unternehmen der Allianz weltweit beschreiben:
Neben den "People Attributes" wird in der Allianz Digital Health GmbH ein besonderer Fokus auf individuelle Führungsfähigkeiten gelegt. Diese Führungsfähigkeiten ergänzen und konkretisieren die "People Attributes". Exzellent qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnt und hält die Gesellschaft durch ein attraktives Arbeitsumfeld, und durch die gezielte Förderung von Können und Wissen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Gesellschaft stellt jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin dazu ein persönliches Trainingsbudget zur Verfügung. Die Allianz Digital Health GmbH setzt sich für eine konsequente und nachhaltige Förderung von Frauen in Führungspositionen ein. Equal Pay und Gender Equality haben in der Organisation einen besonders hohen Stellenwert. Auch im Jahre 2023 arbeitete der überwiegende Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter drei oder mehr Tage pro Woche von zu Hause aus. Die Gesellschaft hat durch das Angebot, Mitarbeiteraktien der Allianz SE zu vergünstigten Konditionen zu erwerben, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch 2023 am Unternehmenserfolg beteiligt. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft umfangreiche Vorteile durch zusätzliche Versicherungsleistungen und Zuschüsse zu Gesundheit und Mobilität an. -Anzahl der BeschäftigtenDie Entwicklung der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist in der folgenden Tabelle dargestellt: Zahlen und Fakten
1_Jahresdurchschnitt, einschließlich ruhender Arbeitsverhältnisse Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter betragen im Berichtsjahr 7.144 (7.012) Tausend Euro. Die Summe aus sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung beläuft sich auf 1.112 (1.183) Tausend Euro. Darin sind neben der betrieblichen Altersversorgung auch die Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Sozialversicherung enthalten. Chancen- und Risikobericht-Risikomanagement-s-ystemDie Risikomanagementfunktion der Allianz Digital Health GmbH wird von einer organisatorischen Einheit innerhalb der Allianz SE wahrgenommen. Die Allianz Digital Health GmbH verfügt zudem über ein eigenes Risikomanagementsystem zur effizienten Identifikation und Behandlung interner Risiken. Das Risikocontrolling überwacht die Risiken systematisch mit qualitativen und quantitativen Risikoanalysen und -bewertungen. Die systematische Identifikation und Steuerung aller relevanten Risiken und die Angemessenheit der Prozesse im Risikomanagement werden ebenfalls durch eine organisatorische Einheit innerhalb der Allianz SE sichergestellt. Der Internen Revision als Teil von Group Audit obliegt die primäre Revisionsverantwortung für die Allianz Digital Health GmbH. Die unabhängige Interne Revision prüft regelmäßig themenbezogen die internen Prozesse und gewährleistet als prozessunabhängige Kontrollinstanz die Einhaltung der internen Kontrollsysteme und überprüft die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Entsprechende Feststellungen werden der Geschäftsleitung der Allianz Digital Health GmbH unmittelbar zur Kenntnis gebracht. -ChancenChancen werden in der zunehmenden Ausrichtung der Allianz Gesellschaften weltweit auf das Krankengeschäft gesehen, was die Nachfrage nach Software und Beratung durch die Allianz Digital Health GmbH erhöht. Die Krankenversicherung ist ein Wachstumsbereich, die Software der Allianz Digital Health GmbH kann dieses Wachstum unterstützen. Insgesamt plant die ADH 2024 mit einem Umsatzwachstum i.H.v. 15 Prozent. -Risiken-LiquiditätsrisikenDas Risiko, dass durch zukünftige Verluste die Fortführung des Geschäftsbetriebs gefährdet ist, wird als sehr gering eingestuft, da der bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Allianz SE auch weiterhin einen Ausgleich der Verluste gewährleistet. Die damit verbundene Versorgung mit Liquidität stellt die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicher. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ist mit einer Frist von sechs Monaten zum jeweiligen Ende des Kalenderjahres kündbar, erstmals zum 31. Dezember 2024. Das Risiko der Kündigung wird jedoch als gering eingestuft. -Operationelles RisikoDie Risikosituation der Allianz Digital Health GmbH ist im Wesentlichen durch operationelle Risiken im Bereich der IT-Entwicklung gekennzeichnet. Unter dem Begriff "operationelle Risiken" versteht man die potentiellen Verluste, die infolge der Unzulänglichkeiten oder des Versagens von internen Prozessen, zum Beispiel einem unbeabsichtigtem Verlust von personenbezogenen Daten, oder infolge externer Ereignisse, zum Beispiel einem Hacker-Angriff, eintreten. Operationelle Risiken werden durch technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen eingedämmt. Hierzu zählen zum Beispiel kontinuierliche Qualitätskontrollen und verpflichtende Schulungen, insbesondere im Bereich der IT-Sicherheit und des Datenschutzes. -Abhängigkeit von Allianz- G-esellscha-f-tenEin weiteres Risiko der Allianz Digital Health GmbH ist die Abhängigkeit von Allianz Gesellschaften als Kunde. Die Ertragslage ist erheblich von der Nachfrage nach Software und Beratungsprojekten abhängig, wobei nur ca. 10 Prozent der Kosten (externe Dienstleister) kurzfristig abgebaut werden können. Sollte es zu einer strategischen Neuorientierung der Allianz kommen und beispielsweise der Fokus auf technische Exzellenz aufgegeben oder gar das Krankenversicherungsgeschäft weltweit eingestellt werden, könnten Kosten nicht schnell genug abgebaut werden. Das Risiko wird als sehr gering eingestuft. -IT-RisikoDie Allianz Digital Health GmbH arbeitet in der Kostenbuchung und bei Gehaltszahlungen vollumfänglich in den Systemen der Allianz in Deutschland und erreicht so einen einheitlich hohen Standard bei Daten-, Prozess- und Qualitätssicherung. Die Vertraulichkeit von gespeicherten Daten und Informationen wird durch Firewall-Systeme gewährleistet, die den externen Zugriff auf das IT-Netz unterbinden. Alle intern genutzten Softwareapplikationen werden vor dem Einsatz aufwändig durch IT-Sicherheits- und Datenschutzverantwortliche geprüft, um einen hohen Standard bei der Datenverarbeitung zu gewährleisten. -Gesamteinschätzung der RisikolageRisikokontrollprozesse stellen sicher, dass mögliche Risiken aus dem operativen Geschäftsbetrieb frühzeitig identifiziert und adäquate Maßnahmen zur Risikominimierung ergriffen werden. Dazu zählen beispielsweise das Vier-Augen-Prinzip sowie klar definierte Zugriffsberechtigungen für Systeme und Daten. Derzeit und auch in absehbarer Zukunft bestehen keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Prognosebericht-Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Jahr 2024 dürfte nach Einschätzung von Allianz Research wieder ein Jahr der Zinswende werden, diesmal allerdings in die entgegengesetzte Richtung. Spätestens im zweiten Halbjahr werden die führenden Zentralbanken beginnen, die Leitzinsen zu senken. Dies spiegelt zum einen die Erwartung wider, dass die Inflation weitgehend unter Kontrolle ist. Sowohl in den USA (2,3 Prozent) als auch in der Eurozone (2,5 Prozent) wird die jahresdurchschnittliche Inflation wahrscheinlich in Schlagdistanz zu den Inflationszielen liegen. Zum anderen ist es eine Reaktion auf die fortgesetzte Nachfrageschwäche, die sich aus mehreren Quellen speist: die verzögerte Wirkung der Zinsanhebungen auf Investitionen, die nachlassende fiskalpolitische Unterstützung und die aufgezehrten Sparrücklagen. Insgesamt rechnen wir daher für 2024 mit einem Rückgang des Wirtschaftswachstums, das weltweit um 0,3 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent fallen dürfte; für die USA erwarten wir einen Rückgang auf 1,4 Prozent (minus 1 Prozentpunkt). Lediglich die Eurozone dürfte mit einer Rate von 0,8 Prozent in etwa das Vorjahresniveau erreichen, da für Deutschland eine Rückkehr zu positivem Wachstum unterstellt wird (0,5 Prozent). Auf den Finanzmärkten wird angesichts der weiterhin herrschenden Unsicherheit über Zeitpunkt und Ausmaß der nächsten Zinsschritte die Volatilität hoch bleiben. Da die erwarteten Zinssenkungen in vielen Marktpreisen bereits vorweggenommen wurden, sind Enttäuschungen und entsprechende Marktreaktionen nicht auszuschließen. Insgesamt dürften sich Aktien und Anleihen eher seitwärts bewegen. Die Aussichten für das Jahr 2024 stehen unter einem besonderen Vorbehalt. 2024 ist ein Superwahljahr: in Ländern, die 60 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung ausmachen, von Indien über die EU bis hin zu den USA, werden die Bürger zu den Wahlurnen gerufen. Die Ergebnisse werden beträchtlichen Einfluss auf die wirtschaftliche und geopolitische Konstellation haben. In erster Linie gilt das natürlich für die US-Wahlen im November, die mit einer möglichen Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus enden könnten. Die damit verbundene politische Unsicherheit fördert Attentismus bei Unternehmen und Haushalten. Zudem drohen auch steigende politische und soziale Spannungen, als Folge einer zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung in einem schwachen Wirtschaftsumfeld. -Prognose für die Geschäftsentwicklung der -Allianz Digital Health GmbHFür das Jahr 2024 sieht die Allianz Digital Health GmbH vier Schwerpunktthemen:
Nach erfolgreicher Cloud-Migration und erster Implementierung von eigener Software in großen Landesgesellschaften plant die Allianz Digital Health GmbH 2024 deutlich geringere Aufwände für die Softwareentwicklung. Gleichzeitig werden die Aufwände für Führungs- und Steuerungsaufgaben insbesondere im Bereich der weltweiten Produktzulassungen und der Datenharmonisierung geringfügig weiter steigen. Demgegenüber wird die erhöhte Nachfrage nach Tools der Allianz Digital Health GmbH zu deutlich höheren Lizenzeinnahmen führen, so dass insgesamt ein moderat weniger negatives Ergebnis erwartet wird als im Vorjahr. -Nichtfinanzielle ZieleDie Allianz Digital Health GmbH hat sich klare Ziele im Bereich der Nachhaltigkeit gesetzt, die im Einklang mit den Umweltzielen der Allianz Gruppe stehen. Darunter fällt zum Beispiel die Reduktion der CO 2 -Emissionen des Anlageportfolios auf Netto-Null bis zum Jahr 2050, der Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien, die Steigerung des Umsatzwachstums von umweltfreundlichen Produktion und die Entwicklung eines Fahrplans zur Reduktion der Treibhausgasemissionen. Vorbehalt bei Zukunftsaussagen Soweit wir in diesem Geschäftsbericht Prognosen oder Erwartungen äußern oder die Zukunft betreffende Aussagen machen, können diese Aussagen mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen können sich Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der anschließenden Integration von Unternehmen und aus Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem aus dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel durch Naturkatastrophen), der Entwicklung von Schadenkosten, Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -tendenzen und, insbesondere im Kapitalanlagebereich, aus dem Ausfall von Kreditnehmern und sonstigen Schuldnern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte (zum Beispiel Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu aktualisieren. Angaben zum Entgelttransparenzgesetz-Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß § 21 Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) 1Für uns ist es selbstverständlich, die Vielfalt im Unternehmen zu fördern und entsprechende Maßnahmen und Prozesse für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Führungskräfte anzubieten. Dazu gehören im Rahmen von Vereinbarkeit von Beruf und Familie flexible Arbeitszeiten sowie eine Offenheit gegenüber "Elternzeit" und der Option auf befristete Teilzeit. Wir vergüten sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht Teil der Geschäftsführung sind, außer- und in der Regel übertariflich anhand eines festgelegten Stufensystems, welches unsere fünf Kernwerte sowie die individuellen Stärken und Fähigkeiten jeder Mitarbeiterin und jedes Mitarbeiters berücksichtigt. Dieses Stufensystem ist unabhängig vom Geschlecht. Durch diese Vergütungssystematiken ist das Gebot des gleichen Entgelts für Frauen und Männer abgebildet. JAHRESABSCHLUSS
1 _Der Entgeltbericht ist nicht Bestandteil des
Lageberichtes.
-Bilanz- zum 31. Dezember -2023Tsd € AKTIVA
-Gewinn- und Verlustrechnung -vom 1. Januar bis 31. Dezember -2023-Tsd €
ANHANG-Angaben gemäß -
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 31.12.2022 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand 31.12.2023 | |
| A. Anlagevermögen | |||||
| A. I Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1 Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 18.193 | - | - | - | 18.193 |
| Summe A.I | 18.193 | - | - | - | 18.193 |
| A. II Sachanlagen | |||||
| 1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 484 | - | - | - | 484 |
| 2 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 421 | 3 | - | -4 | 420 |
| Summe A.II | 905 | 3 | - | -4 | 904 |
| Insgesamt | 19.098 | 3 | - | -4 | 19.097 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 31.12.2022 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand 31.12.2023 | |
| A. Anlagevermögen | |||||
| A. I Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1 Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | - | 3.639 | - | - | 3.639 |
| Summe A.I | - | 3.639 | - | - | 3.639 |
| A. II Sachanlagen | |||||
| 1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 337 | 110 | - | - | 447 |
| 2 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 202 | 47 | - | -3 | 246 |
| Summe A.II | 539 | 157 | - | -3 | 693 |
| Insgesamt | 539 | 3.796 | - | -3 | 4.332 |
| Bilanzwert | ||
| Stand 31.12.2022 | Stand 31.12.2023 | |
| A. Anlagevermögen | ||
| A. I Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1 Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 18.193 | 14.554 |
| Summe A.I | 18.193 | 14.554 |
| A. II Sachanlagen | ||
| 1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 147 | 37 |
| 2 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 219 | 174 |
| Summe A.II | 366 | 211 |
| Insgesamt | 18.559 | 14.765 |
Tsd €
| Stand 31.12.2023 | Davon Restlaufzeit über 1 Jahr | Stand 31.12.2022 | Davon Restlaufzeit über 1 Jahr | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 23 | - | - | - |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 15.049 | 2.401 | 7.903 | - |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 66 | - | 2.354 | 1.868 |
| Insgesamt | 15.138 | 2.401 | 10.257 | 1.868 |
In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 15.138 (10.257) Tausend Euro sind Forderungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 14.598 (7.567) Tausend Euro aus dem Cash Pool enthalten.
Das gezeichnete Kapital der Allianz Digital Health GmbH beträgt am 31. Dezember 2023 unverändert 25 Tausend Euro und wird zu 100 Prozent von der Allianz SE, München gehalten. Die Allianz Digital Health GmbH gehört zum Allianz Konzern unter der Führung der Allianz SE, München.
Tsd €
| Stand 31. Dezember | 2022 | Einstellung | Entnahme | 2023 |
| Kapitalrücklage | 25.941 | - | - | 25.941 |
Aus der Zeitbewertung des Deckungsvermögens zu Personalrückstellungen ergeben sich im Geschäftsjahr 2023 unrealisierte Gewinne in Höhe von 34 (17) Tausend Euro. Dieser Betrag ist gemäß § 268 Absatz 8 HGB abführungsgesperrt. Es ergibt sich außerdem ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB in Höhe von 12 (71) Tausend Euro und gemäß § 268 Absatz 8 Satz 1 HGB in Höhe von 14.554 (0) Tausend Euro. Beide Beträge sind in vollem Umfang durch frei zur Verfügung stehende Eigenkapitalbestandteile gedeckt.
Die Allianz Digital Health GmbH hat Pensionszusagen erteilt, für die Pensionsrückstellungen gebildet werden. Ein Teil der Pensionszusagen ist im Rahmen eines "Contractual Trust Arrangements" (Methusalem Trust e. V.) abgesichert. Dieses Treuhandvermögen stellt saldierungspflichtiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert zugrunde gelegt wird. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis der Projected-Unit-Credit-Methode (diese bezeichnet ein Anwartschaftsbarwertverfahren bezogen auf den erdienten Teil) ermittelt beziehungsweise als Barwert der erworbenen Anwartschaft ausgewiesen. Sofern es sich um wertpapiergebundene Pensionszusagen handelt, wird der Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände angesetzt.
%
| Rechnungsannahmen | 2023 | 2022 |
| Diskontierungszinssatz (Zehnjähriger Durchschnittszins) | 1,83 | 1,79 |
| Diskontierungszinssatz (Siebenjähriger Durchschnittszins) | 1,76 | 1,45 |
| Rententrend )* | 2,00 | 2,00 |
| Gehaltstrend inklusive durchschnittlichen Karrieretrends | 3,25 | 3,25 |
)* Wegen der hohen Inflation wurde wie im Vorjahr ein erhöhter Rententrend für den Zeitraum 2022 bis 2024 von 5,5 Prozent pro Jahr verwendet.
Abweichend hiervon wird bei einem Teil der Pensionszusagen die garantierte Rentendynamik von 1 Prozent pro Jahr zugrunde gelegt.
Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Heubeck-Richttafeln RT2018G verwendet, die bezüglich der Sterblichkeit, Invalidisierung und Fluktuation an die unternehmensspezifischen Verhältnisse angepasst wurden. Im Vorjahr wurden unternehmensspezifisch angepasste Heubeck-Richttafeln RT2005G zugrunde gelegt.
Als Pensionierungsalter wird die vertraglich oder gesetzlich frühestmöglich vorgesehene Altersgrenze angesetzt.
Tsd €
| Stand 31. Dezember | 2023 | 2022 |
| Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände | 4.353 | 4.065 |
| Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände | 4.387 | 4.082 |
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 4.481 | 4.212 |
| Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB | - | - |
| Pensionsrückstellung | 94 | 130 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | - | - |
Der mit dem siebenjährigen Durchschnittszins zum 31. Dezember 2023 ermittelte Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt 4.493 Tausend Euro. Somit ist ein Betrag von 12 Tausend Euro gemäß § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.
Die Allianz Digital Health GmbH bildet Pensionsrückstellungen in Höhe von 94 (130) Tausend Euro, die sich nach der Saldierung der Verpflichtungen aus Pensionszusagen mit dem beizulegenden Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände ergeben.
Die Sonstigen Rückstellungen belaufen sich insgesamt auf 3.284 (2.146) Tausend Euro. Die wesentlichen Rückstellungen sind in folgender Tabelle aufgeführt:
Tsd €
| Stand 31. Dezember | 2023 | 2022 |
| Allgemeine Kostenrückstellung | 777 | 99 |
| Bonus | 490 | 480 |
| Allianz Equity Incentives | 1.901 | 1.531 |
| Urlaubsverpflichtungen | 51 | - |
| Mitarbeiterjubiläen | 37 | 36 |
| Sonstige | 28 | - |
| Insgesamt | 3.284 | 2.146 |
Tsd €
| Stand 31.12.2023 | bis 1 Jahr | über 1 Jahr bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Stand 31.12.2022 | |
| Verbundene Unternehmen | 463 | 463 | - | - | 463 |
| davon gegenüber Gesellschafter 463 (463) Tsd € | - | - | - | - | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 106 | 106 | - | - | 113 |
| davon aus Steuern 106 (113) Tsd € | - | - | - | - | |
| Insgesamt | 569 | 569 | - | - | 576 |
In den Umsatzerlösen zeigen wir gemäß § 277 Absatz 1 HGB die Erlöse aus dem Verkauf unserer Dienstleistungen. Eine Aufgliederung hierzu ist in der nachfolgenden Darstellung enthalten.
Tsd €
| 2023 | 2022 | |
| Dienstleistungen | 5.507 | 6.266 |
| Kostenerstattungen | 14 | 37 |
| Insgesamt | 5.521 | 6.303 |
Die Sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres belaufen sich auf 74 (173) Tausend Euro.
Der Materialaufwand enthält Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 4.001 (3.872) Tausend Euro, welche die Allianz Digital Health GmbH zur Erbringung von Dienstleistungen aufwendet.
Tsd €
| 2023 | 2022 | |
| Löhne und Gehälter | 7.144 | 7.012 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 1.112 | 1.183 |
| davon Altersversorgung | 344 | 3 |
| Insgesamt | 8.256 | 8.195 |
Tsd €
| 2023 | 2022 | |
| Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 3.796 | 162 |
| davon außerplanmäßig | - | - |
| Insgesamt | 3.796 | 162 |
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 153 (1.481) Tausend Euro.
Der Zinsertrag gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus der Cash-Pool Forderung gegenüber der Allianz SE.
Aus der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden nach § 246 Absatz 2 HGB ergibt sich eine Saldierung folgender Erträge und Aufwendungen:
Tsd €
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2023 | Sonstige Verpflichtungen 2023 | |
| Ertrag aus dem beizulegenden Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände | 80 | - |
| Rechnerische Verzinsung des Erfüllungsbetrages der verrechneten Schulden | -75 | - |
| Effekt aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes für den Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 7 | - |
| Nettobetrag der verrechneten Erträge und Aufwendungen | 12 | - |
Der Steueraufwand in Höhe von 0 (0) Tausend Euro ergibt sich im Rahmen der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft.
Aus der Umsatzsteuerjahreserklärung resultiert ein Ertrag in Höhe von 126 (57) Tausend Euro.
Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wird ein Verlust in Höhe von 10.342 (7.216) Tausend Euro von der Allianz SE ausgeglichen.
Haftungsverhältnisse bestehen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Grundlage der betrieblichen Altersversorgung für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der deutschen Allianz Gesellschaften, die bis zum 31. Dezember 2014 eingetreten sind, ist in der Regel die Mitgliedschaft in der Allianz Versorgungskasse VVaG (AVK), die als rechtlich selbstständige und regulierte Pensionskasse der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterliegt. Die Leistungen der AVK werden nach dem Einmalbeitragssystem über Zuwendungen der Trägergesellschaften an die Kasse durch Gehaltsumwandlung und Arbeitgeberbeiträge finanziert.
Zu den Trägergesellschaften gehören neben der Allianz SE, der Allianz Versicherungs-AG und der Allianz Lebensversicherungs-AG unter anderem auch die Allianz Digital Health GmbH.
Die Allianz Digital Health GmbH ist verpflichtet, anteilige Verwaltungskosten der AVK zu tragen und entsprechend den Rechtsgrundlagen gegebenenfalls Zuschüsse zu leisten.
Außerdem leisten die Trägergesellschaften für bis zum 31. Dezember 2014 eingetretene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Zuwendungen an den Allianz Pensionsverein e. V. (APV).
Weil die Anpassungsverpflichtung nach §16 BetrAVG Absatz 2 im Alttarif des APV nicht rückgedeckt ist, ist zum 31. Dezember 2023 das Deckungsvermögen des APV geringer, als die Versorgungsverpflichtungen. Der Fehlbetrag zum 31. Dezember 2023 beträgt 156 (147) Tausend Euro.
Die Allianz Digital Health GmbH macht von dem Wahlrecht nach Artikel 28 Absatz 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch, hierfür keine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten zu bilden, da die gesetzlich vorgeschriebene Anpassung der Renten an den Verbraucherpreisindex durch zusätzliche Beiträge an den APV finanziert wird.
Sowohl die AVK als auch der APV wurden für Neueintritte ab dem 1. Januar 2015 geschlossen.
Für Neueintritte ab dem 1. Januar 2015 wurde die betriebliche Altersversorgung einheitlich neu geregelt. Die Allianz Digital Health GmbH leistet für diese einen monatlichen Beitrag in eine Direktversicherung bei der Allianz Lebensversicherungs-AG, welcher im Rahmen der Entgeltumwandlung finanziert wird. Außerdem wird monatlich ein Arbeitgeberbeitrag im Rahmen einer Direktzusage gewährt.
Die Allianz SE haftet durch Schuldbeitritt gesamtschuldnerisch für einen Teil der Pensionszusagen der Allianz Digital Health GmbH. Diese erstattet die Kosten; die Allianz SE hat die Erfüllung übernommen. Daher werden diese Pensionsverpflichtungen bei der Allianz SE und nicht bei der Allianz Digital Health GmbH bilanziert.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 erstatten die Gesellschaften für ihre Angestellten lediglich noch die Dienstzeitaufwände. Für die Risiken aus Zins, Inflation und Biometrie erfolgt keine Erstattung mehr.
Die gesamtschuldnerische Haftung der Allianz Digital Health GmbH aus diesen Pensionszusagen sowie die diesen Haftungsverbindlichkeiten gegenüberstehenden Rückgriffsforderungen an die Allianz SE betragen:
Tsd €
| Stand 31. Dezember | 2023 | 2022 |
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 12 | 11 |
| Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB | - | - |
| Gesamtschuldnerische Haftung bzw. Rückgriffsforderungen gegenüber der Allianz SE | 12 | 11 |
Die Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Mietverhältnissen belaufen sich auf 1.217 Tausend Euro, davon 0 Tausend Euro gegenüber verbundenen Unternehmen.
Unter Anwendung der Regelungen in § 286 Absatz 4 HGB unterbleiben die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführer.
Die Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2023 für den Beirat betragen 0 (0) Tausend Euro.
Die Mitglieder der Geschäftsführung und des Beirates sind auf den Seiten 2 beziehungsweise 30 genannt. Diese Seiten sind Bestandteil des Anhangs.
Die Zahlen in der folgenden Tabelle beziehen sich auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Geschäftsführungsmitglieder, Auszubildende, Praktikantinnen und Praktikanten, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Elternzeit, im Bundesfreiwilligendienst, in der passiven Altersteilzeit oder im Vorruhestand. Weitere Details zu den Beschäftigten sind auf Seite 9 angegeben. Diese Seite wird als Teil des Anhangs im Sinne des § 285 Nummer 7 HGB gewertet.
| Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter | 2023 | 2022 |
| Im Innendienst | 49 | 53 |
| Vollzeitmitarbeiter/-innen | 45 | 50 |
| Teilzeitmitarbeiter/-innen | 4 | 3 |
Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Allianz Digital Health GmbH von besonderer Bedeutung gewesen wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahres bis zur Geschäftsführungssitzung, in welcher der Jahresabschluss aufgestellt wurde, nicht eingetreten.
Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nummer 17 HGB für Leistungen an die Allianz Digital Health GmbH sind im Konzernabschluss der Allianz SE, München, enthalten.
Der Allianz Konzern fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Pillar Two Modellregelungen (Mindeststeuer). Die Pillar Two Gesetzgebung wurde in Deutschland, dem Steuerrechtsgebiet, in dem die Allianz SE als Konzernmuttergesellschaft ihren Sitz hat, beschlossen und tritt ab dem 1. Januar 2024 in Kraft. Da die Pillar Two Gesetzgebung zum Berichtszeitpunkt noch nicht in Kraft war, unterliegt die Allianz SE dahingehend keiner Steuerbelastung. Für die Allianz Digital Health GmbH wird sich aus der Pillar Two Gesetzgebung keine zusätzliche Steuerbelastung ergeben, da eine etwaige Mindeststeuer von der Allianz SE zu zahlen ist und eine Ablastung einer etwaigen Mindesteuer an Konzerngesellschaften gesetzlich nicht vorgesehen ist.
Die Allianz Digital Health GmbH gehört zum Allianz Konzern unter Führung der Allianz SE, München. Die Allianz Digital Health GmbH wird in den Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten sowie für den kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt.
Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE werden im März in ihrem Geschäftsbericht veröffentlicht und sodann an die das Unternehmensregister führende Stelle zur Einstellung im Unternehmensregister übermittelt. Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE können im Unternehmensregister eingesehen oder bei unserer Gesellschaft angefordert werden. Außerdem werden sie auf der Internetseite der Allianz SE verfügbar gemacht.
Die Allianz Digital Health GmbH hat mit der Allianz SE einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen.
München, 06. Februar 2024
Allianz Digital Health GmbH
Die Geschäftsführung
Dr. Birgit König
Matthias Häring
Vorsitzender des Beirates
Mitglied des Vorstands der Allianz SE, München
Mitglied des Vorstands der Allianz Asia Pazific, Singapur
Mitglied des Vorstands der Allianz Sigorta A.S., Istanbul
An die Allianz Digital Health GmbH, München
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Allianz Digital Health GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Allianz Digital Health GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft.
In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vergleichsangaben
Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2022 und für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sind nicht geprüft.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.
Die sonstigen Informationen umfassen zudem alle übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus
• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 8. Mai 2024
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Mathias Röcker, Wirtschaftsprüfer
Sandra Stiller, Wirtschaftsprüferin
Der Jahresabschluss wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 6. August 2024 festgestellt.
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