HOESCH Metallurgie GmbH
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Reiner, Dipl.-Ing. und Dipl.-Wirtschafts-Ing. Dr. Bauer seit 10.6.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HOESCH Metallurgie GmbHDürenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Bilanz zum 31.12.2022 Gewinn- und Verlustrechnung 2022 Anhang zum 31.12.2022 Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2022 Anlagenspiegel zum 31.12.2022 Lagebericht Bilanz zum 31.12.2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.2022 bis 31.12.2022
ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2022Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft wurde mit notariellem Vertrag vom 07.04.1979 gegründet. Sie hat ihren Sitz in Düren und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Düren unter der Nummer HRB 721 eingetragen. Zum Bilanzstichtag weist sie die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 1.840.650,77 und ist in voller Höhe eingezahlt. Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss der HOESCH Metallurgie GmbH wird auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften werden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht ausgewiesen. Die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird angewendet. Die mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz vom 25.05.2009 (BilMoG) verbundenen Wahlrechte werden wie folgt ausgeübt:
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2022 planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet. Die Absetzung für Abnutzung der Gebäude wird gemäß § 7 Abs. 5 Nr. 1 EStG vorgenommen. Beim übrigen Sachanlagevermögen werden die planmäßigen Abschreibungen in der Regel nach der linearen Methode pro rata temporis vorgenommen. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich die in den amtlichen AfA-Tabellen der Finanzverwaltung festgesetzten Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Bei beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens (Geringwertige Wirtschaftsgüter) werden im Jahr der Anschaffung einheitlich die Bewertungsvereinfachungen des § 6 Abs. 2 oder 2a EStG angewendet. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Hierbei wird das Bewertungsvereinfachungsverfahren gemäß § 240 Abs. 4 angewendet. Bei einer Bewertung des Warenbestandes auf Grundlage des letzten vor dem Abschlussstichtag bekannten Marktpreis ergibt sich ein positiver Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 209.238,31. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen werden zum Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet. Fremdwährungskonten werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Bilanzstichtag bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind und mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet werden. Auf in fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, bei denen das Währungsrisiko durch Devisentermingeschäfte abgesichert wurde, sind mit dem Terminkurs bewertet. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Geschäftsjahr 2022 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Dort sind auch die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres in einer der Gliederung des Anlagevermögens entsprechenden Aufgliederung angegeben. Innerhalb der Bilanz wird unter der Position Sachanlagen ein Festwert für Werkzeuge und Ersatzteile in Höhe von EUR 14.100,00 ausgewiesen. Für Pressenwerkzeuge ist gleichfalls ein Festwert in Höhe von EUR 114.600,00 enthalten. Unter den Finanzanlagen wird ein Anteil von 100 % an den Gesellschaftsanteilen der GRAL GmbH, Neuss ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag weist die GRAL GmbH ein Eigenkapital in Höhe von EUR 64.009,92 und einen Jahresüberschuß von EUR 20.938,03 aus. Ebenso wird ein Anteil von 100 % an den Gesellschaftsanteilen der HOESCH Granules GmbH, Neuss ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag weist die HOESCH Granules GmbH ein Eigenkapital von EUR 2.639.119,74 und einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 0,00 aus. Ferner wird in den Finanzanlagen ein Anteil von 100 % an den Gesellschaftsanteilen der HOESCH Metals and Alloys GmbH, Düren ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag weist die HOESCH Metals and Alloys GmbH ein Eigenkapital in Höhe von EUR 2.838.579,33 und einen Jahresüberschuss von EUR 0,00 aus. Zusätzlich wird ein Anteil von 100 % an den Gesellschaftsanteilen der HOESCH Metallurgie Langfang Co. Ltd., Langfang ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag weist die Hoesch Metallurgie Langfang Co. Ltd. ein Eigenkapital in Höhe EUR 6.206.835,51 und einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 861.848,41 aus. An den Gesellschaftsanteilen der HOESCH Metallurgie India Private Limited wird ein Anteil von 100% ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von EUR 67.931,22 und einen Jahresüberschuß in Höhe von EUR 17.334,16 aus. Die HOESCH Metallurgie GmbH hält zusätzlich 100% der Gesellschaftsanteile der HOESCH Metallurgie (HK) Limited mit Sitz in Hongkong. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von EUR 1.798.033,12 und einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 835.504,21 aus. Am 23.08.2022 erfolgte die Gründung der HOESCH Mexico mit Sitz in Mexico City. Die HOESCH Metallurgie GmbH hält 100% der Geschäftsanteile. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von -3.733,86 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -4.147,37 aus. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt grundsätzlich mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten und unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten und unter Beachtung des Niederstwertprinzips. In die Herstellungskosten werden gemäß § 255 Abs. 2 HGB die Einzelkosten, einschließlich der notwendigen Materialgemeinkosten, die notwendigen Fertigungsgemeinkosten und der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Zugekaufte Fertigwaren werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die neuen Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Gemäß § 253 Abs.2 Satz 1 HGB wurde bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene Marktzinssatz der letzten zehn Jahre in Höhe von 1,78% angesetzt. Die Rückstellung mit einem Abzinsungssatz von 1,78% (10-Jahres-Durchschnitt) beträgt EUR 2.862.441,00. Mit einem Abzinsungssatz von 1,44% (7-Jahres-Durchschnitt) ergibt sich eine Rückstellung von EUR 2.957.427,00. Daraus resultiert ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB, der einer Ausschüttungssperre unterliegt, in Höhe von EUR 94.986,00. Fluktuationsraten bzw. erwartete Steigerungen in der Anwartschaftsphase wurden keine berücksichtigt. Bei der laufenden Rente wurde eine Anpassung von 2% p.a. berücksichtigt. Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher Rückstellungsbetrag in Höhe von 590.292,00 EUR. Von der Übergangsregelung wurde Gebrauch gemacht und von diesem Betrag jährlich ein fünfzehntel (39.353,00 EUR) den Pensionsrückstellungen zugeführt. Der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Erstanwendung zum 31.12.2022 in Höhe von 78.703,00 EUR wird innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraumes den Pensionsrückstellungen zugeführt. Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Ansprüche aus einer ausgezahlten Rückdeckungsversicherung (811.944,85 EUR) gesichert. Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie wurden deshalb gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Auf frühere Mitglieder der Geschäftsführung entfallen 241.567,00 EUR der Pensionsrückstellungen zum 31.12.2022. Steuerrückstellungen wurden gebildet für Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag. Die sonstigen Rückstellungen betreffen offene Urlaubsansprüche, Berufsgenossenschaftsbeiträge, ausstehende Rechnungen und Abschluss- und Prüfungskosten. Im Juli 2021 wurde die bisherige Konsortialfinanzierung der deutschen HOESCH-Gruppe im Rahmen einer Neufinanzierung der Commerzbank abgelöst. Die Neufinanzierung besteht u.a. aus einer Borrowing-Base-Finanzierung. Die Konzernmutter erhielt zusätzlich ein Festzinsdarlehen. Die HOESCH Metals und Alloys GmbH haftet zusammen mit der HOESCH Metallurgie GmbH und der HOESCH Granules GmbH gesamtschuldnerisch für den gesamten Kreditrahmen der Borrowing-Base-Finanzierung sowie für das Festzinsdarlehen Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 514.874,56 (Vorjahr: EUR 803.155,80) sowie Verbindlichkeiten i.S. der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 1.405,65 (Vorjahr EUR 2.025,88) ausgewiesen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres und des Vorjahres sind Aufwendungen aus der Anwendung des Artikels 67 Absatz 1 EGHGB von jeweils EUR 39.353,00 enthalten. Im Posten Sonstige betriebliche Erträge sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 179.150,92 (Vorjahr: EUR 81.390,55) enthalten. Im Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 251.752,67 (Vorjahr: EUR 106.925,74) enthalten. Sonstige Pflichtangaben Die Gesellschaft beschäftigt durchschnittlich:
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag:
Bei der Commerzbank waren per 31.12.2022 für die Absicherung von Ex- und Importgeschäften Devisentermingeschäfte in folgender Höhe abgeschlossen:
Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich um Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB, die als Portfolio-Hedges abgeschlossen werden. Sämtliche Devisentermingeschäfte haben Laufzeiten von weniger als einem Jahr und werden in Abhängigkeit von den Warengeschäften abgeschlossen, so dass mit einer nahezu 100%igen Inanspruchnahme zu rechnen ist. Die betreffenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus den Warengeschäften werden deshalb bereits mit den gesicherten Devisenkursen eingebucht. Die HOESCH Metallurgie GmbH, die Metals and Alloys GmbH und die HOESCH Granules GmbH haften gegenüber der Commerzbank AG gesamtschuldnerisch für Ansprüche der Commerzbank AG aus dem gemeinsamen Vertrag über einen Borrowing-Base-Kreditrahmen und dem Vertrag über ein Festzinsdarlehen der HOESCH Metallurgie GmbH. Zum Bilanzstichtag 2022 bestand aus Sicht der Gesellschaft kein Risiko aus dieser Gesamtschuld in Anspruch genommen zu werden. Die HOESCH Metallurgie GmbH als herrschendes Unternehmen hat am 25.11.2008 Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit den Tochtergesellschaften HOESCH Metals and Alloys GmbH sowie HOESCH Granules GmbH abgeschlossen. Diese wurden am 25.11. bzw. 30.12.2008 in die Handelsregister der Tochtergesellschaften eingetragen. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt 55.000,00 EUR und entfällt in Höhe von 49.500,00 EUR auf Abschlussprüfungsleistungen sowie in Höhe von 5.500,00 EUR auf Steuerberatungsleistungen. Die latenten Steuern ergeben sich aus den folgenden Positionen:
Der Betrag unterliegt gemäß § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre. Die latenten Steuersalden haben sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt entwickelt:
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2022 auf neue Rechnung vorzutragen. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch:
Düren, den 31. Juli 2023 Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing Reiner Bauer, CEO (Chief Executive Officer) Dipl.-Ing. Dipl.-Betr. Wirt (FH) Michael Wolf, COO (Chief Operating Officer) Verbindlichkeitenspiegel 2022
Entwicklung des Anlagevermögens 01.01.2022 bis 31.12.2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1. Geschäftstätigkeit HOESCH Metallurgie GmbH produziert und vertreibt Legierungszusätze und Schmelzpräparate, sonstige Hilfsstoffe, technische Anlagen und Dienstleistungen zur Behandlung von flüssigem Metall für Gießereien. Der Vertriebsschwerpunkt liegt dabei auf der Aluminiumindustrie. Die HOESCH Metallurgie GmbH arbeitet in einem internationalen sowie heterogenen Wettbewerbsumfeld. 2. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft In Folge der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung war das Jahr 2022 für die HOESCH Metallurgie GmbH geprägt durch die Nachlaufeffekte aus dem - aus Rohstoffsicht - turbulenten Jahr 2021 und den Auswirkungen des Russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Aufgrund der Internationalisierung des Kundenstamms und durch eine diversifizierte Kundenbasis mit ihren verschiedenen Abnehmerbranchen konnte die HOESCH Metallurgie GmbH an der gesamtwirtschaftlichen Erholung spürbar partizipieren. Für 2023 sieht die IWF-Frühjahresprognose eine neuerliche Verflachung des Weltwirtschaftswachstums bedingt durch den Fortgang des Russischen Angriffskriegs in der Ukraine und die anhaltend hohe Inflation voraus. Als weitere Belastung für die konjunkturelle Entwicklung hat sich die Leitzinspolitik vieler Zentralbanken herausgestellt, wo nach Jahren der Null-Zins-Politik Unternehmensinvestitionen und die Bauwirtschaft belastet werden. Global wird nur noch von einem Wachstum der Wirtschaftsleistung um 2,8% ausgegangen, nachdem in 2022 das Wachstum noch 3,4% betragen hat. Für die westlichen Industriestaaten wird aufgrund der Inflationsentwicklung mit einem verminderten Wachstumsfaktor der Volkswirtschaften um 1,3% gerechnet - für den EURO Raum sogar nur 0,8%. Für die HOESCH Metallurgie ist dabei speziell die Entwicklung in den Hauptabnehmerländern in Zentraleuropa, Nordamerika und im Mittleren Osten von besonderer Bedeutung. Auch für diese Länder wird mit einer konjunkturellen Erholung gerechnet. Das zum Jahreswechsel 2022/2023 gut gefüllte Auftragsbuch zeugt von einer realwirtschaftlichen Bestätigung der im Frühjahr 2023 publizierten Prognosen. Viele wesentliche Kundensegmente konnten in 2022 von der konjunkturellen Erholung profitieren. Speziell Leichtmetallverarbeiter profitierten von dem starken Wachstum im Bereich Elektromobilität. Die Entwicklung der HOESCH Metallurgie GmbH verlief im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut. B. Ertragslage 1. Darstellung der Geschäftsergebnisse Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr mit einem Plus von 34,9% im zweiten Jahr in Folge stark an. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren die Marktpreise für die verarbeiteten und gehandelten Metalle. Bei Betrachtung der einzelnen Geschäftsfelder war die Entwicklung durchgängig positiv. Den größten Volumenzuwachs erzielte dabei mit 20,0 Mio. € der Bereich Metallhandel (plus 157,1%) - dicht gefolgt vom Bereich Legierungszusätze (plus 17,7 Mio. €). Beide Bereiche profitierten dabei von der genannten Entwicklung der Metallpreise. Im Bereich Spezialchemie war der Umsatzzuwachs von 2,6 Mio. € dagegen rein mengenbedingt. Die Materialeinsatzquote verringerte sich zum Vorjahr gegen dem langjährigen Trend um 8,1 Prozentpunkte, so dass das Rohergebnis deutlich überproportional zum Umsatz wuchs. Mit 32.444 T€ überragte es um 17.657 T€ den Vorjahreswert, was einer Steigerung von 119,4% entspricht. Die Steigerungen stammten dabei insbesondere aus den beiden Hauptgeschäftsfeldern Legierungszusätze (plus 13.9 Mio. €) und Metallhandel (plus 3,0 Mio. €). Dies unterstreicht eindrücklich die starke Position der HOESCH Metallurgie im Metallmarkt, dass man den Preistrend ertragssteigernd nutzen konnte. Während die Rohertragsquoten im Bereich Metallhandel und Spezialchemie auf dem Niveau des Vorjahres nicht ganz gehalten werden konnten, konnte man die Rohüberschussquote bei den Legierungszusätzen - zusätzlich zur Umsatzsteigerung - mehr als verdoppeln.
Die Personalausgaben - bestehend aus Löhnen, Gehältern und Sozialabgaben - gingen gegenläufig zur Umsatzentwicklung mit einem Minus von 1,7% leicht zurück, was von der Änderung variabler Gehaltsbestandteile ausgelöst wurde. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entwickelten sich ebenfalls unterproportional zur Umsatzentwicklung und nahmen lediglich um 5,0% zu (plus 499 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge waren im Jahresvergleich stark rückläufig und verminderten sich um 73,7% bzw. 708 T€ ab. Dies geht auf einen Einmaleffekt im Geschäftsjahr 2021 zurück. Insgesamt führt die positive Entwicklung zu einem EBITDA von 16,9 Mio. €, welches das EBITDA aus dem Geschäftsjahr 2021 um 16,5 Mio. € übertrifft. Die Aufwendungen aus Abschreibungen liegen um 1,8% über dem Wert des Vorjahres (plus 6 T€). Unter Einschluss der vorher genannten Ergebniseinflüsse führt dies im EBIT zu einer Verbesserung gegenüber 2021 um 16,5 Mio. €. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Wir sind unverändert mit ganzer Kraft am Markt aktiv und arbeiten an der Festigung und dem Ausbau unserer weltweiten Kundenbeziehungen in bestehenden und neuen Märkten. Für das abgelaufene Geschäftsjahr zeigte sich aufgrund mehrerer Faktoren ein heterogenes Bild. Generell konnte die Versandtonnage nahezu auf dem Niveau des sehr erfolgreichen Vorjahres gehalten werden (minus 7,6%). Bei genauerer Betrachtung wirkten jedoch unterschiedliche Faktoren auf die Entwicklung einzelner Produktbereiche ein. Bei den Legierungszusätzen kam es zu einem deutlichen Absatzrückgang gegenüber dem hohem Vorjahreswert (minus 25,8%). Hierbei spielte es auch eine wichtige Rolle, dass aufgrund teilweiser künstlicher Verknappung von Rohstoffen die Menge des Vorjahres nicht erreicht werden konnte, was sich in geringeren Angebotsmengen niederschlug. Einzelne Märkte waren zudem früher von wirtschaftlichen Auswirkungen des Russischen Angriffskrieges und der Chip-Krise in der Automobilindustrie betroffen, so dass beispielsweise in Nordamerika die Absatzverluste mit am stärksten ausfielen (USA minus 30,1%, Canada minus 37,6% und Mexiko minus 72%). Der russische Markt fiel spätestens zum zweiten Halbjahr aufgrund bestehender Sanktionen als Absatzmarkt für die pulvermetallurgischen Produkte weg (minus 68,6%). Aufgrund der hohen Metallpreise 2021/2022 kam es insgesamt in diesem Produktionsbereich zu einem deutlichen preisbedingten Umsatzwachstum (plus 18,5%). In der Summe wurde erstmals ein neunstelliger Umsatz i.H.v. 113,7 Mio. € erzielt. Im Segment des Metallhandels - dem zweitgrößten Umsatzträger - konnten im Geschäftsjahr 2022 dagegen Absatzsteigerungen realisiert werden. So stieg die gesamte Handelsmenge von 2.413 mt im Jahr 2021 auf 5.864 mt in 2022 (plus 143,0%). Die Zuwächse im Metallhandel kamen mehrheitlich durch hohe Verkaufsmengen an internationale Kunden zustande und wurden durch eine Konzentration internationaler Handelsgeschäfte unter der HOESCH Metallurgie GmbH unterstützt. Letztgenannte Entwicklung fand speziell seit dem zweiten Halbjahr 2021 statt. Für diese Produktgruppe war der gleiche Preistrend gültig, wie zuvor bei den Legierungszusätzen geschildert. Da die Kontraktstruktur allerdings generell kürzer ist, fällt der Preiseffekt für 2022 nicht in gleichem Maße an. Ausdruck dafür ist die Tatsache, dass der Umsatz in gleichen Zeitraum nur leicht überproportional zur Absatzentwicklung zunimmt (plus 157,1%). Einen ebenfalls großen Absatzzuwachs konnte der Bereich Spezialchemie im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnen. Blieb dieser Bereich in 2021 noch hinter der Entwicklung der übrigen Bereiche zurück, erzielte er im Geschäftsjahr 2022 einen Absatzzuwachs von 2.409 mt gegenüber dem Vergleichsjahr. Dies entspricht einer Steigerung von 76,5%. Dominiert wird die Entwicklung durch die Zurückgewinnung eines deutschen Einzelkunden, der für 1.943 mt des erzielten Absatzerfolges steht. Da das dort abgesetzte Produkt einen niedrigeren Verkaufserlös als die übrigen Produkte aus dem Produktsegment aufweist, bleibt die Umsatzentwicklung hinter der Absatzentwicklung zurück (plus 58,6%). Der Umsatz im Bereich des HOESCH Metallurgical Service (HMS) erholte sich konjunkturbedingt ebenfalls weiter gegenüber dem Niveau der beiden Vorjahre. Die Erholung war dabei sowohl im Handel mit Neugeräten als auch bei den Beratungsdienstleistungen spürbar. So kam es zu einem Umsatzwachstum von 16,6%. Insgesamt ist die Absatzsituation bei den Hauptproduktgruppen geprägt durch eine unverändert hohe Wettbewerbsintensität. Speziell der Bereich Legierungszusätze sieht sich einem erneut eingesetzten harten Preiswettbewerb ausgesetzt, der nur durch die Sondersituation in 2021 wegen der explosiven Preisentwicklung vieler Industriemetalle unterbrochen war. Hier hatte sich der Markt für einen kurzen Zeitraum von einem Käufer- zu einem Verkäufermarkt gewandelt, was für entsprechende Renditen genutzt werden konnte. Die Mehrzahl der Erlöse aus dieser Marktphase wurden in 2022 realisiert. Bei geographischer Betrachtung wurden die größten Absatzrückgänge in den USA und Kanada realisiert. Aber auch in vielen westlichen Industriestaaten kam es zur teilweisen Halbierung der zuvor erzielten Absatzmengen. Dagegen konnten die Mengen in einer Reihe von Ländern auch teils beträchtlich gesteigert werden. Die beiden herausragendsten Entwicklungen fanden dabei in Deutschland und Mexiko statt. Die Entwicklung in Deutschland geht auf den genannten Absatzerfolg bei einem großen Einzelkunden im Bereich Spezialchemie zurück. Bei Mexiko geht der Erfolg auf die Bündelung verschiedener Vertriebsanstrengungen zur Marktdurchdringung zurück, an deren Ende in 2022 auch die Gründung einer dortigen Tochtergesellschaft stand. 3. Personal- und Sozialbereich Der ausgewiesene Personalaufwand verminderte sich gegenüber dem Vorjahr (minus 89 T€). Ausschlaggebend für diese Entwicklung war die Verfahrensänderung bei der Festlegung variabler Gehaltsbestandteile. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Ausgaben für sonstige betriebliche Aufwendungen stiegen 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 499 T € unterproportional zur Umsatzentwicklung an (plus 5,0%). Die betragsmäßig größten Kostenzuwächse entfielen auf Vertriebsprovisionen (plus 273 T€). Diese sind speziell durch die Bündelung von Geschäftsaktivitäten und der damit verbundenen Umsatzentwicklung in Mexiko in größerem Umfang angefallen. Neben der Entwicklung bei den Vertriebsprovisionen kam es zu einer Reihe von Kostensteigerungen mit dem Abklingen der pandemiebedingten Einschränkungen. So stiegen die Kosten für erstmalig im größeren Maßstab wieder stattfindende Messeauftritte um 127 T€ an. Im gleichen Zusammenhang kam es zu einer Steigerung bei den Reisekosten (plus 77 T€). Auf die generelle Umsatzsteigerung gehen Kostensprünge bei den Aufwendungen aus Kursdifferenzen (plus 145 T€), Bankspesen (plus 58 T€) und Versicherungen (plus 29 T€) zurück. Weitere Ausgabensteigerungen entfielen auf Beratungskosten (plus 117 T€), Leasing (plus 20 T€), Ausgangsfrachten (plus 34 T€) und Lagerkosten (plus 36 T€). Dem gegenüber kam es zu Kosteneinsparungen, die im Wesentlichen auf die reduzierte Eigenproduktion in 2022 zurückgehen. Hierunter sind Kosten für Fremdpersonal (minus 268 T€), Reparaturen (minus 52 T€), Wartung (minus 24 T€), Strom (minus 28 T€), Verpackungsmaterial (minus 21 T€) und Entsorgung (minus 15 T€) einzuordnen. Unsere Abschreibungen nahmen in 2022 erstmalig nach jahrelangem kontinuierlichem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 6 T€ in erwartetem Umfang wieder zu, da es in 2022 zu einer moderaten Erhöhung des Anlagevermögens gekommen ist. Wir prüfen hier kontinuierlich die Möglichkeit, Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen über Leasing zu finanzieren. Insgesamt beliefen sich die Abschreibungen auf 341 T€ im abgelaufenen Geschäftsjahr, was einer Steigerung gegenüber 2021 um 1,8% entspricht. C. Finanzlage 1. Kapitalstruktur Die Bilanzsumme stieg per 31. Dezember 2022 gegenüber dem Vorjahresabschluss mit einem Prozentsatz von 9,1% nochmals an. Hintergrund ist die hohe Ertragskraft der Tochtergesellschaften, welche sich in einer deutlichen Steigerung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen niederschlugen. Hier werden die jährlichen Ergebnisabführungen zum Bilanzstichtag verbucht und führen bei diesem Bilanzwert zu einer Veränderung im Verhältnis zum Vorjahr um 119,5% (plus 9,4 Mio. €). Die Forderungen und Vorräte liegen zum Geschäftsjahresende 2022 bereits wieder unter dem Niveau zum vorherigen Bilanzstichtag, da sich sowohl Auftragsvorlauf als auch Umsatz in den letzten Geschäftsmonaten preisbedingt gegenüber dem Spitzenwert zum Bilanzstichtag 2021 wieder vermindert haben. Das bilanzielle Eigenkapital stieg um 75,0% auf den historischen Spitzenwert von 34,0 Mio. € an. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich entsprechend um 23,3 Prozentpunkte auf 61,9%. Der Finanzierungsanteil Bankverbindlichkeiten ging durch die hohe Ertragskraft in der Gruppe, welche sich in der äußerst positiven Entwicklung der Eigenkapitalsituation niederschlug und zur Innenfinanzierung genutzt werden konnte, stark zurück auf nur noch 2,4% (Vorjahr 24,9%). Dies entspricht gemessen am Volumen der Fremdkapitalfinanzierung einem Rückgang um 89,6%. Aufgrund des Rückgangs beim Vorratsvermögens verminderten sich ebenfalls die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (minus 38,1%). Der Rückgang bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geht auf das niedrigere Metallpreisniveau zurück, was den durchschnittlichen Beschaffungswert aus der chinesischen Produktionsgesellschaft gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt verminderte. Die Anteile der beiden zuletzt genannten Positionen an der Bilanzsumme veränderten sich entsprechend auf 5,5% bzw. 7,8%. Die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich ebenfalls gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt und lagen bei 2,1 Mio. € (minus 40,5%). 2. Finanzmanagement Wichtigstes Ziel unseres Finanzmanagements war und ist es, die Finanzkraft der HOESCH Metallurgie GmbH langfristig zu sichern. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufgabe, den Finanzbedarf des operativen Geschäfts in ausreichender Form zu decken. Die Zahlungsfähigkeit unserer Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2022 jederzeit gegeben. Durch die zunächst erfolgte Neustrukturierung der Passivseite zur Mitte des Geschäftsjahres 2021 wurde die Finanzierungsbasis des Unternehmens so aufgestellt, dass die positive Entwicklung 2021/2022 ermöglicht wurde. Zuletzt wurde Mitte 2022 die Finanzierungsbasis aus den beiden wesentlichen Finanzierungssträngen nochmals favorabel für das Unternehmen angepasst, was die Umsatz- und Ertragsentwicklung in 2022 abgesichert hat und das Unternehmen für die Zukunft noch flexibler im operativen Geschäft machen wird. Liquiditätsengpässe erwarten wir daher im Rahmen mehrjähriger Planungen nicht. Durch die neue Finanzierungsstruktur kommt der Forderungsabsicherung durch die Warenkreditversicherung eine gesteigerte Bedeutung zu. Hier hat sich der Anbieterwechsel in 2021 als äußerst positiv erwiesen. Mit den verbesserten Absicherungslimiten wurde eine wesentliche Voraussetzung für die Neustrukturierung der Passivseite über 2021 hinaus geschaffen. Aufgrund der für beide Seiten erfolgreichen Zusammenarbeit wurde der Vertrag bis zum Ende Q1 2025 bereits vorzeitig in 2022 verlängert. Zur Einhaltung der kreditvertraglich festgesetzten Kennzahlvorgaben ist das enge Monitoring des Umlaufvermögens von besonderer Bedeutung. Dazu werden unsere Debitoren mit einem effizienten Mahnwesen überwacht. Das Vorratsvermögen wird kontinuierlich auf die Optimierung der Kapitalbindung hin untersucht. D. Vermögenslage 1. Vermögensstruktur Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen erhöhten sich durch eine leicht gesteigerte Investitionstätigkeit um 15,1% gegenüber dem Vorjahr. Die Finanzanlagen blieben gegenüber dem Vorjahr konstant und beliefen sich auf 6,9 Mio. €. Beim Vorratsvermögen kam es zu einem spürbaren Rückgang zum Vorjahreswert (minus 19,5%). Hintergrund ist der geringere Auftragsvorlauf im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt. Der Rückgang betrug 19,4 Mio. € (minus 33,3%). In geringerem Umfang im Verhältnis zu den Vorräten nahmen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in der Bilanz ab (minus 10,6%). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wiesen dagegen - wie bereits beschrieben - einen deutlichen Zuwachs auf (plus 119,5%), da der Anspruch aus der Ergebnisabführung der HOESCH Metals and Alloys GmbH an die HOESCH Metallurgie GmbH einen neuen Höchstwert erreichte. Dadurch, dass die operativen Ergebnisse der beiden deutschen Unternehmenstöchter auf sehr hohem Niveau ausfielen, kommt es zu einer entsprechend deutlichen Steigerung dieser Bilanzposition. Der Kassenbestand wies zum Bilanzstichtag einen Wert von 342 T€ auf und liegt leicht über dem Vorjahreswert (plus 179 T€). Durch die Rückgänge bei den Vorräten vermindert sich deren Anteil am Vermögen der Gesellschaft auf 28,7%. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, als weitere wesentliche Positionen, bildeten im Vergleich zum Vorjahr 55,6% der Aktiva und kompensieren damit den Vorratsabbau. Damit kam es zwischen den Vorräten und Forderungen zu einer Verschiebung von jeweils ca. 10% bezogen auf den Vermögensanteil. Die Anteile des Sachanlagevermögens blieben aufgrund der absolut gestiegenen Bilanzsumme, bei gleichzeitig leicht gestiegenem Anlagevermögen, nahezu unverändert. Unsere Debitoren bestehen aus einer Vielzahl von Kundenbeziehungen. Wir versichern unseren Forderungsbestand grundsätzlich über einen Kreditversicherer, um das Ausfallrisiko zu minimieren. Im Geschäftsjahr 2022 kam es nur zu einem sehr niedrigwertigen Forderungsausfall. Weitere Wertberichtigungen mussten entsprechend nicht vorgenommen werden. Dies führt zu einer unverändert sehr niedrigen Quote bei den Wertberichtigungen von Forderungen. 2. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Im Juli 2021 konnte eine Umfinanzierung der Unternehmensgruppe erfolgreich realisiert werden. Wir konnten bestehende konsortiale Strukturen auflösen und eine Vereinfachung, Ausweitung der Kreditlinien und eine Kostenoptimierung realisieren. Im Juni 2022 wurde auf Basis der erfolgreichen Einführung der neuen Finanzierungsform die maximal möglichen Kreditlinien nochmals erweitert, so dass die Unternehmensgruppe bestmöglich auf Marktpreisschwankungen auf der Finanzierungsseite vorbereitet ist. Die Anlagenintensität ist in 2022 marginal auf 2,3% unseres Gesamtvermögens erhöht. In 2023 wird sich die absolute Höhe unseres Sachanlagevermögens ansteigend entwickeln. Geplante technische Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen bei den EDV-Systemen werden zu einer moderaten Erhöhung des Anlagevermögens führen. Durch die Nutzung günstiger Leasingmöglichkeiten wird weiter versucht, die Kapitalbindung im Sachanlagevermögen nicht sprunghaft ansteigen zu lassen. Unternehmensneugründungen innerhalb des Konzerns fanden in Mexiko und Singapur statt und verfolgen den Zweck, den regionalen Absatzmarkt in eigenem Namen ohne Vertretergeschäft bedienen zu können. Wir haben nach unseren bisherigen Erkenntnissen keinen zusätzlichen Kapitalbedarf. Im Rahmen unserer bestehenden kreditvertraglichen Konditionen bemühten wir uns erfolgreich um eine weitere Ausweitung der Kreditlinien, um bei entsprechender Marktdynamik im aktuellen Geschäftsmodell stets handlungsfähig zu bleiben. 3. Gesellschaftsrechtliche Struktur Wir sind ein Inhabergeführtes Unternehmen mit Kontinuität und langfristig stabiler Gesellschafterstruktur. E. Chancen- und Risikobericht 1. Interne Organisation und Entscheidungsfindung Wesentliche Entscheidungen der HOESCH Metallurgie GmbH werden von der Geschäftsführung getroffen. Mehrere Organisationsebenen bestehen in unserer Gesellschaft nicht. 2. Chancen und wirtschaftliche Gefährdungspotentiale Aufgrund der stetigen Rohstoffzuflüsse sind wir in der Lage, kurzfristige Preisauftriebe bei unseren Hauptrohstoffen für Sondergeschäfte zu nutzen. Durch die breite Versorgungsbasis der HOESCH Metallurgie und der HOESCH Metals and Alloys nutzen wir auf der Einkaufsseite Synergien, um favorable Preisentwicklungen in möglichst großem Umfang ertragsseitig zu realisieren. Die Verbesserung in der Unternehmensfinanzierung hat dazu beigetragen, dass die Gesellschaft auch bei hoher Preisvolatilität vieler Basisrohstoffe den Bezug kontinuierlich fortsetzen kann. Damit hat sich das Risiko von mangelnder Materialverfügbarkeit bei Stockungen in den weltweiten Logistikketten deutlich reduziert. Mit der Gründung der zwei neuen Auslandsgesellschaften bekommt man auf den Wachstumsmärkten Mexiko und Süd-Ost-Asien eine neue Repräsentanz, um im eigenen Namen vor Ort Geschäfte abschließen zu können. Durch die Einbindung in das Versicherungsnetz der HOESCH Metallurgie GmbH realisiert man gleichzeitig eine höhere Absicherung der Warenströme bei einer gleichzeitigen höheren Transparenz auf der Kundenseite. Durch den Ausbau neuer Handelsaktivitäten konnte die Umsatz- und Ertragsseite der Gesellschaft verbreitert werden. Die hohe einseitige Abhängigkeit von der Ertragskraft aus der Eigenfertigung von Legierungszusätzen und Schmelzpräparten wurde weiter vermindert. Die auch politisch getriebene immer höhere Recyclingquote führt zur Bildung von neuen Metallverarbeitern in Europa. Die damit steigende Produktion von Sekundärmetallen wird voraussichtlich zu einer weiteren spürbaren Produktionssteigerung in Europa - einem wichtigen Markt der HOESCH Metallurgie GmbH - führen. Dem steht entgegen, dass immer mehr Primärerzeuger ihre Standorte in Europa dauerhaft schließen und in Weltregionen mit Zugang zu günstiger Energie verlagern. Die Strompreisentwicklung nach Beginn des Russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat hier seit Sommer letzten Jahres die generelle Entwicklung nochmals beschleunigt. Der Trend zur Elektromobilität führt zu gesteigertem Aluminiumeinsatz im Leichtbau. Damit steigt auch die Nachfrage nach den gehandelten Legierungsmetallen für diesen wichtigen Industriezweig weltweit. Gleichzeitig erwarten wir durch diesen einsetzenden Technologiewandel eine gegenläufige Entwicklung bei kleineren und mittleren Gießereien, deren Produktionsschwerpunkt auf Bauteilen für Verbrennungsmotoren liegt. Insolvenzen und das Ausscheiden von Marktteilnehmern sind hier absehbar und haben in Einzelfällen bereits begonnen. Allerdings nehmen Gießereien nur einen geringen Anteil des Gesamtabsatzes der HOESCH Metallurgie GmbH ein. Aufwandssteigerungen erwarten wir bei Personalkosten, Zinsaufwendungen, Energie- und Beratungskosten. Uns sind derzeit keine weiteren Ausfall-, Liquiditätsrisiken oder Zahlungsstromschwankungen bekannt. Aufgrund der Dynamik internationaler Metallpreise und nicht-vertragskonformer Vorlieferanten bekommt ein effizientes Risikomanagement eine weiter wachsende Bedeutung. Technologierisiken oder Risikokonzentrationen sind uns ebenfalls nicht bekannt. Kreditrisiken gegenüber Vertragspartnern werden systematisch bei Vertragsabschluss geprüft. Durch ein zentrales Liquiditätsmanagement wird gewährleistet, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts, der laufenden und geplanten Investitionen sowie für den planmäßigen Kapitaldienst zeitgerecht zur Verfügung stehen. Währungs- oder sonstige finanzielle Risiken sehen wir nicht, da die Gesellschaft in ausreichendem Rahmen Risiken aus Wechselkursschwankungen über Sicherungsgeschäfte entgegenwirken kann. Auf der Rohstoffbeschaffungsseite werden Rohstoffswaps zur Absicherung variabler Preisbestandteile für LME Metalle platziert. Qualitative und quantitative Risiken auf der Beschaffungs- und auf der Absatzseite werden durch eine systematische operative Marktbeobachtung und Marktanalyse periodisch erfasst. Im Rahmen eines Frühwarnsystems werden strategiekonforme Sicherungsmaßnahmen entwickelt und in der Folge operativ umgesetzt. 3. Rechtliche Risiken Rechtliche Risiken sind nach aktuellem Stand nicht bekannt. Mögliche sonstige finanzielle Risiken sind in ausreichendem Maße mit den im Jahresabschluss gebildeten Rückstellungen abgedeckt. F. Prognosebericht 1. Voraussichtliche Entwicklung Wir haben aufgrund von Nachlaufeffekten aus dem Ausnahmejahr 2022 mit einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2023 geplant. Dieses wird dabei nicht an die Umsätze und Erträge aus dem Geschäftsjahr 2022 heranreichen können. Das geplante Niveau liegt aber deutlich über dem Niveau der letzten drei Geschäftsjahre. Bei unserem Umsatz gingen wir für das Geschäftsjahr 2023 planerisch von einem Rückgang von 9,5% aus. Bei Betrachtung der einzelnen Produktsegmente liegt der geplante Rückgang für die Legierungszusätze bei 12,7%, bei den Schmelzpräparaten bei 4,2% und beim Metallhandel bei 6,4%. Im letztgenannten Bereich wird auch gleichzeitig der einzige Absatzzuwachs geplant, der eine Volumenzunahme von 8,0% (plus 471 mt) umfassen soll. Das Geschäftsjahr 2023 war bislang geprägt von Nachlaufeffekten aus dem Ausnahmejahr 2022, was im Vergleich zu den Jahren vor 2022 zu einer überdurchschnittlichen Ertragsstärke im bisherigen Jahresverlauf geführt hat. Daher konnte YTD Juli 2023 bislang ein über dem Planwert liegender Ertrag erzielt werden. Die Zinspolitik der Zentralbanken zur Eindämmung der Inflation in Folge des Russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verbunden mit einer verstärkten Unsicherheit in der Wirtschaft hat zu einer spürbaren konjunkturellen Abkühlung geführt. Der Nachfrageeinbruch ist seit Ende des ersten Quartals 2023 in einem rückläufigen Auftragseingang ersichtlich. Nach dem Auslaufen der letzten hochpreisigen Kundenaufträge aus den Vorjahren rechnen wir aktuell für das zweite Halbjahr mit einem deutlichen Umsatz- und Ertragsrückgang im Vergleich zur ersten Jahreshälfte. Durch unsere variable Kostenbasis sind wir allerdings in der Lage, nachteilige Geschäftsentwicklungen temporär abfedern zu können. Allenfalls bisher nicht zu prognostizierende Sondereinflüsse infolge von Pandemien und des Krieges in der Ukraine, die die Konjunkturerholung stören und zu einer tieferen und länger andauernden Rezession führen würden oder im allgemeinen Unternehmerrisiko liegen, könnten unsere Ertragslage schmälern. Insgesamt gehen wir von einem deutlich verringerten Ergebnis in 2023 aus - stellt man das Ausnahmejahr 2022 als Vergleichswert auf. Im Vergleich zu den Jahren zuvor rechnen wir mit einem überdurchschnittlich erfolgreichem Jahr 2023. Die Gefahr von Vermögensverlusten sehen wir derzeit nicht. Unsere wirtschaftliche Flexibilität und unser nachhaltiges Kostenmanagement begründen unsere finanzwirtschaftliche Stabilität. 2. Vorjahresprognosen Unsere Einschätzungen im Lagebericht des Vorjahres haben sich auf der Umsatz- und Ertragsseite als realistisch erwiesen. Einzig die Entwicklung von Umsatz und Ertragskraft im Metallhandel ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Auf Planabweichungen wurde stets angemessen reagiert. So werden die Zuverlässigkeit des unternehmensinternen Planungssystems sowie die zu Grunde gelegten Daten und Annahmen kontinuierlich verbessert. 3. Geschäftspolitik Als Familienunternehmen steht eine Unternehmensstrategie mit einer langfristigen Marktdurchdringung im Vordergrund allen unternehmerischen Handelns. In 2023 soll der Umsatzanteil des Metallhandels weiter ausgebaut werden. Wesentliche Änderungen hinsichtlich der Erschließung neuer Absatzmärkte, Verwendung neuer Produktions- oder Absatzverfahren sind kurzfristig nicht zu erwarten. Kontinuierlich werden wir Maßnahmen in diesen Bereichen jedoch fortsetzen. Weiterhin streben wir eine sich verstetigende Umsatzentwicklung und eine noch stärkere Internationalisierung des Geschäftes an. 4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Die Vermögens- und Finanzlage unserer Gesellschaft stellt sich in den ersten sieben Monaten des Geschäftsjahres 2023 gegenüber dem Ausnahmejahr 2022 zwar schlechter, aber insgesamt sehr zufriedenstellend dar. Bei den Absatzmengen mussten Einbußen bei den Legierungszusätzen (minus 19%) und der Spezialchemie (minus 6%) verzeichnet werden. Hier ist spätestens nach dem ersten Quartal die deutliche konjunkturelle Eintrübung zu spüren gewesen. Bei den Geschäften im Metallhandel konnte die Absatzmenge hingegen nochmals deutlich gesteigert werden (plus 35%), was auch auf die generelle Produktausweitung zurückgeht. Bei einer Betrachtung der Umsatzentwicklung wird die Absatzentwicklung für die metallischen Produkte noch durch den preislichen Abschwung vieler Industriemetalle überlagert. Diese Preiskorrekturen gegenüber den Höchstständen aus den Jahren 2021/2022 führen dazu, dass bei den Legierungszusätzen die Umsätze um 40% unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums liegen. Im Metallhandel überkompensiert der Preiseffekt die gesamte Absatzausweitung, so dass der Umsatz um 3% unter dem Vorjahr liegt. In den Bereich Spezialchemie (plus 3%) und HOESCH Metallurgical Service (plus 17%) konnte hingegen der Umsatz gesteigert werden. Der Rohertrag verschlechterte sich im Vorjahresvergleich um 8,9 Mio. € (minus 43,9%) - auch hier geht die Entwicklung allein auf die Unternehmensbereiche Legierungszusätze und Metallhandel zurück, welche mit 8,6 Mio. € bzw. 0,6 Mio. € deutliche Ertragseinbußen verzeichnen mussten. Dem um insgesamt 8,9 Mio. € verschlechterten Rohergebnis stehen niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen (minus 26%) und Personalaufwendungen (minus 14%) gegenüber. Aufgrund der unterproportionalen Kostenreduktion in Bezug auf die Rohertragsentwicklung führt dies im Vorjahresvergleich zu einer Verschlechterung im EBIT von 6,9 Mio. € (minus 69%). Aufgrund der verschuldungsbedingt höheren Fremdkapitalaufnahme und einem höheren Zinsniveau nahmen die Kosten für Zinsen um 101 T€ zum Vergleichszeitraum zu. Das EBT verschlechtert sich daher um 7,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Für das zweite Halbjahr rechnen wir zum jetzigen Zeitpunkt mit einer deutlichen Abflachung der Umsatz- und Ertragssituation. Wir rechnen mit einer sich erneut verstärkenden Wettbewerbsintensität in den nächsten Jahren aufgrund einer weiter steigenden Konzentration auf der Kundenseite und preisaggressiven Wettbewerbern. Der deutlich gestiegene Finanzbedarf hatte den Anbieterkreis nur kurzfristig schrumpfen lassen. Neben der Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung in einzelnen Absatzmärkten erwarten wir auch einen fortgesetzten Verdrängungswettbewerb im Bereich der Hauptumsatzträger Legierungszusätze und Schmelzpräparate. Durch die stabilen Finanzstrukturen, die Ausweitung der Kreditlinien und nochmals verbesserten Konditionen in den Finanzierungsverträgen sowie durch unsere starke Eigenkapitalbasis sind wir für die nächsten Geschäftsjahre operativ und kapitalseitig sehr gut aufgestellt.
Düren, den 31 Juli 2023 Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing Reiner Bauer, CEO (Chief Executive Officer) Dipl.-Ing.Dipl.-Betr. Wirt (FH) Michael Wolf, COO (Chief Operating Officer) E. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und SchlussbemerkungNach dem abschließenden Ergebnis meiner Prüfung habe ich dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 der HOESCH Metallurgie GmbH, Düren, unter dem Datum vom 25. September 2023 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird: An die HOESCH Metallurgie GmbH, Düren "Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der HOESCH Metallurgie GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der HOESCH Metallurgie GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle." Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatte ich in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450 n. F.). Die Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf meiner vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor meiner erneuten Stellungnahme, sofern hierbei mein Bestätigungsvermerk zitiert oder auf meine Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.
Düren, den 25. September 2023 Dipl.-Kfm. Axel Utecht, Wirtschaftsprüfer |
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