FiNet Finanz GmbH
Selbe AdresseVermittlung von Krediten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
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Siegfried Kunath seit 30.12.2025 | Prokura |
Oliver Pomrehn seit 30.12.2025 | Prokura |
Markus Neudecker seit 9.2.2021 | Vorstandsmitglied |
Lambert Stegemann seit 8.8.2011 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
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| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FiNet Financial Services Network AktiengesellschaftMarburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Rahmenbedingungen und Geschäftsentwicklung Im Berichtsjahr 2023 führte ein nach wie vor krisengeprägtes Umfeld zu einer stagnierenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Zwar konnte sich die deutsche Wirtschaft trotz der hohen Energiekosten und angesichts zunehmender Nachteile im globalen Wettbewerb noch behaupten. Der private Konsum verzeichnete jedoch infolge der hohen Inflation und dem damit einhergehenden Kaufkraftentzug deutliche Einbußen. Die wegen der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bestehende Verunsicherung belastete das Vertriebsklima der gesamten Branche. Der Geschäftsverlauf der FiNet AG entwickelte sich ungeachtet dieser negativen Einflüsse im Berichtsjahr positiv. Der Umsatz aus der Vermittlung von Versicherungen, Darlehen und Bausparverträgen erreichte den Wert von 19,92 Mio. € (Vorjahr: 19,43 Mio. €). Die Gesamtleistung verbesserte sich auf den Wert von 20,69 Mio. € (Vorjahr: 20,19 Mio. €). Das Geschäftsergebnis vor Steuern wurde auf 557 T€ gesteigert (Vorjahr: 534 T€). 1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die wirtschaftliche Entwicklung wurde im Berichtsjahr vor allem von den Folgen der anhaltend hohen Inflation und einer restriktiven Geldpolitik dominiert. Zwar hatte die Inflation schon im Herbst 2022 ihren Höhepunkt erreicht und entwickelte sich seitdem rückläufig. Dieser Rückgang vollzog sich aber sehr langsam, die Inflationswerte im Jahresverlauf 2023 lagen weiterhin sehr deutlich über dem Zielwert der Zentralbanken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg der Verbraucherpreisindex um immer noch beachtliche 5,9 Prozent (Vorjahr: 8,7 Prozent). Sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die US-amerikanische Notenbank (Fed) erhöhten ihre Leitzinsen im Jahresverlauf daher mehrfach, um die unverändert starke Preissteigerung zu bekämpfen. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland stagnierte im Berichtsjahr. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging nach Berechnungen von Destatis im Jahresverlauf um 0,3 Prozent zurück. Insbesondere das verarbeitende Gewerbe litt unter einer schwachen Auslandsnachfrage und hohen Kosten. Kapitalintensive Branchen wie etwa das Baugewerbe wurden durch die stark gestiegenen Zinsen zusätzlich belastet. Trotz der schwachen Konjunktur zeigte sich der deutsche Arbeitsmarkt 2023 überraschend stabil, was vielfach auf den zunehmenden Fachkräftemangel zurückgeführt wurde. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit war 2023 eine Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent) zu verzeichnen. Die Löhne stiegen im Berichtsjahr erneut und deutlich. Nach Angaben des "Arbeitskreises Steuerschätzungen" der Bundesregierung erhöhten sich die Bruttolöhne und -gehälter um 6,6 Prozent (Vorjahr: 6,0 Prozent). Angesichts der hohen Inflation führte die Erhöhung jedoch nicht zu nennenswerten realen Einkommenszuwächse. In der Folge entwickelte sich denn auch der private Konsum in Deutschland rückläufig. Insgesamt war das gesamtwirtschaftliche Umfeld 2023 erneut sehr volatil und herausfordernd, was sich auf die Finanzbranche im Allgemeinen als Belastung auswirkte. 1.2. Entwicklung der Kapitalmärkte Weltweit setzten die Notenbanken ihre 2022 begonnene restriktive Geldpolitik fort. Die EZB erhöhte 2023 ihren Leitzins in mehreren Schritten auf den Wert von 4,5 Prozent, auf dem sie ihn ab September konstant hielt. Die amerikanische Fed beendete die Zinserhöhungen im Juli auf einem Niveau von 5,5 Prozent. Aufgrund des starken Zinsanstieges im ersten Quartal kam es im Jahresverlauf 2023 bereits früh zu ersten Verwerfungen. Insbesondere sorgten im März eine Bankenkrise in den USA sowie eine notgedrungene Großbankenfusion in der Schweiz für Unruhe am Kapitalmarkt. Die Bankenkrise wurde durch umfassende Maßnahmen der amerikanischen Regulierungsbehörden zügig eingedämmt. An den Anleihemärkten entwickelte sich das Zinsniveau auf Jahressicht zwar rückläufig. Unterjährig war bis in den Herbst hinein jedoch ein deutlicher Zinsanstieg zu beobachten gewesen. Die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen verringerte sich um 0,5 Prozentpunkte und lag zum Jahresende 2023 bei 2,0 Prozent. Die Risikoaufschläge (Spreads) von Pfandbriefen, Unternehmens- und Bankenanleihen notierten zum Jahresende niedriger. Die weltweiten Aktienmärkte erholten sich 2023 von den starken Verlusten des Vorjahres. Der deutsche Aktienindex DAX, der neben der Marktentwicklung auch die Dividendenzahlungen berücksichtigt (Performanceindex), legte bis zum Jahresende um 20,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und notierte bei 16.752 Punkten. Der für den Euroraum maßgebliche Aktienindex Euro Stoxx 50 (Preisindex) stieg im Jahresverlauf um insgesamt 19,2 Prozent und notierte zum Jahresende bei 4.521 Punkten. 1.3. Entwicklung der Versicherungswirtschaft Die deutsche Versicherungswirtschaft konnte sich im Berichtsjahr trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds behaupten. Die Versicherer verbuchten über alle Sparten hinweg ein leichtes Beitragsplus von 0,6 Prozent auf 224,7 Mrd. €. Bei der Entwicklung ihrer Provisionserlöse verzeichnete die FiNet AG 2023 erneut ein höheres Plus als der Marktdurchschnitt. Die Umsätze aus der Vermittlung von Versicherungen, Bausparverträgen und Finanzierungen verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent auf 19,92 Mio. € (Vorjahr: 19,43 Mio. €). Das Neugeschäft in den Sparten Kranken-, Lebens- und Sachversicherungen konnte gesteigert werden. Lediglich das Neugeschäft der Sparte Finanzierung und Bausparen entwickelte sich auf geringem Niveau in Summe rückläufig, obwohl die Erlöse Bausparen von 10 T€ auf 55 T€ zulegen konnten. Entwicklung des Marktsegments Lebensversicherung Das Geschäft der deutschen Lebensversicherer, Pensionskassen und Pensionsfonds entwickelte sich im Berichtsjahr infolge der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage sowie vor allem wegen der schwachen Entwicklung der realen Löhne und der damit einhergehenden Konsumzurückhaltung erneut rückläufig. Nach vorläufigen Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gingen die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung um 5,2 Prozent auf 92,0 Mrd. € zurück. Die laufenden Beiträge beim Neugeschäft in der Lebensversicherung stagnierten nach GDV-Angaben auf dem Niveau von 2022. Die Einmalbeiträge gingen hingegen sehr deutlich um 13,1 Prozent zurück. Die FiNet AG konnte sich 2023 dem nach GDV-Angaben rückläufigen Markttrend entziehen und ihr Neugeschäft der Sparte Lebensversicherung leicht steigern. Die Abschlussvergütungen für die Vermittlung von Lebens- und Rentenversicherungen stiegen auf den Wert von 6,80 Mio. € (Vorjahr: 6,41 Mio. €). Die Bestandspflegevergütungen für laufende Lebens- und Rentenversicherungsverträge erreichten den Wert von 1,65 Mio. € (Vorjahr: 1,97 Mio. €). Entwicklung des Marktsegments Krankenversicherung Die privaten Krankenversicherer konnten nach vorläufigen Angaben des GDV im Berichtsjahr ihre Beitragseinnahmen um 2,3 Prozent auf 48,2 Milliarden Euro steigern. 42,6 Mrd. € (plus 1,3 Prozent) entfallen auf die Krankenversicherung sowie 5,6 Mrd. € (plus 10,3 Prozent) auf die Private Pflegepflichtversicherung (PPV). Die auffällige Beitragsentwicklung der PPV ist erneut vor allem auf Beitragsanpassungen infolge von starken Leistungsausweitungen durch die gesetzlichen Pflegereformen zurückzuführen. Die Gesamtzahl der privaten Krankenversicherungsverträge stieg um 2,3 Prozent auf jetzt 38,69 Millionen (2022: 37,81). Die Anzahl der PKV-Vollversicherten konnte mit 0,03 Prozent allerdings kaum verbessert werden (2022: minus 0,16 Prozent). In der Zusatzversicherung wuchs die Zahl der Verträge hingegen um 2,5 Prozent (2023: 2,1 Prozent). Die betrieblichen Krankenversicherungen verzeichneten mit einem Plus von 33,2 Prozent bei den versicherten Unternehmen ein besonders starkes Wachstum. Die Zahl der Beschäftigten, die von einer bKV profitieren, stieg um 11,6 Prozent auf 1,97 Millionen (2022: 1,77 Millionen). Vor dem Hintergrund des unverändert herausfordernden Umfelds für das PKV-Neugeschäft entwickelten sich die Umsätze aus der Vermittlung von Krankenversicherungen bei der FiNet AG im Berichtsjahr sehr erfreulich: Der Neugeschäftsumsatz der Sparte Krankenversicherung konnte um 4,8 Prozent auf 2,44 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr: 2,33 Mio. €). Die vereinnahmten Bestandspflegevergütungen für Krankenversicherungsverträge erreichten mit 1,78 Mio. € annähernd den Vorjahreswert (Vorjahr: 1,79 Mio. €). Entwicklung des Marktsegments Kompositversicherungen In der Schaden- und Unfallversicherung war das Berichtsjahr geprägt von nachgelagerten Anpassungen an Schadensaufwendungen wie zum Beispiel Baukosten oder gestiegene Preise für Autoreparaturen, die zu einem Beitragswachstum von 6,7 Prozent auf 84,5 Mrd. € führten. Der Schadenaufwand legte mit 12,7 Prozent allerdings deutlich stärker als die Beitragseinnahmen zu. Nach GDV-Schätzungen standen im Berichtsjahr jedem eingenommenen Euro Ausgaben von 1,10 Euro gegenüber. Die FiNet AG konnte 2023 in der Sparte Kompositversicherungen die gute Leistung des Vorjahres weiter ausbauen und ihre Umsatzerlöse um 5,5 Prozent auf 7,02 Mio. € (Vorjahr: 6,66 Mio. €) steigern. Abriebeffekte bei Bestands- und Neugeschäftsprämien im preissensitiven Privatkundengeschäft konnten erneut vor allem durch Bestandsübertragungen von Kompositversicherungen, die ursprünglich nicht über die FiNet AG abgeschlossen worden waren, sowie durch den weiteren Ausbau des gewerblichen Sachversicherungsgeschäfts überkompensiert werden. 2. Darstellung der Lage der Gesellschaft 2.1. Vermögenslage Das Gesamtvermögen der FiNet AG liegt im Berichtsjahr mit 6,41 Mio. € über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 6,19 Mio. €). Das Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag 1,48 Mio.€ (Vorjahr: 0,955 Mio. €). Der Zuwachs um 488 T€ resultiert im Wesentlichen aus der Entwicklung der Sachanlagen und der Beteiligungswerte im Berichtsjahr: Die Wertansätze für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sind durch planmäßige Abschreibungen um 24 T€ zurückgegangen (Berichtsjahr: 65 T€; Vorjahr: 89 T€). Der Beteiligungswert an verbundenen Unternehmen ist aufgrund des Erwerbs eines Versicherungsmaklerbetriebs im Berichtsjahr auf den Wert von Mio. 1,42 € gestiegen (Vorjahr: 0,905 Mio. €). Das Umlaufvermögen liegt mit 4,87 Mio. € um 261 T€ unter dem Wert des Vorjahres (Vorjahr: 5,13 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen um 102 TEUR (Berichtsjahr: 2,52 Mio. €; Vorjahr: 2,62 Mio. €), jene gegen verbundene Unternehmen um 275 T€ zurück (Berichtsjahr: 512 T €; Vorjahr: 790 T€). Um 39 T€ gesunkenen Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten (Berichtsjahr: 1,20 Mio. €; Vorjahr: 1,24 Mio. €) steht eine Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände um 158 T€ gegenüber (Berichtsjahr: 637 T€; Vorjahr: 479 T€). Das bilanzielle Eigenkapital steigt im Berichtszeitraum um 16 T€ auf den Wert von 1,79 Mio. € an (Vorjahr: 1,58 Mio. €). Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 466 T€ (Vorjahr: 451 T€) abgeschlossen. Der Bilanzgewinn steigt unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr gezahlten Dividende in Höhe von 256 T€ (Vorjahr: 256 T€) auf 981 T€ (Vorjahr: 770 T€). Die Eigenkapitalquote beträgt im Berichtsjahr 27,9 Prozent (Vorjahr: 25,5 Prozent). Die Rückstellungen sind zum Bilanzstichtag um 11,5 Prozent auf 1,02 Mio. € zurückgegangen (Vorjahr: 1,15 Mio. €). Unverändert entfällt der größte Teil der Rückstellungen auf zum Bilanzstichtag noch nicht abgerechnete Courtageansprüche von FiNet-Partnern. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 4,1 Prozent auf 2,41 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 2,31 Mio. €). Die Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr um 4 Prozent auf 3,60 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 3,46 Mio. €). Davon entfallen 2,41 Mio. € (Vorjahr: 2,31 Mio. €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, bei denen es sich um zum Bilanzstichtag bereits abgerechnete, aber noch nicht ausgezahlte Courtageansprüche von FiNet-Partnern sowie um Sicherungseinbehalte handelt. Die Summe der vereinnahmten Sicherheitseinbehalte für an Vermittler diskontiert ausgezahlte Courtagen ist mit 1,85 Mio. € gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert (Vorjahr: 1,88 Mio. €). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 40 T€ auf den Wert von 692 T€ gesunken (Vorjahr: 731 T€). Unverändert bestanden zum Bilanzstichtag gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Gesellschaftern Verbindlichkeiten in nur geringem Umfang (Berichtsjahr: 49 T€; Vorjahr: 6 T€). 2.2. Ertragslage Die Ertragslage der FiNet AG entwickelte sich 2023 ungeachtet des fortgesetzt schwierigen Marktumfelds sehr gut. 2.2.1 Entwicklung der Erlöse Die FiNet AG konnte im Berichtsjahr mit Gesamterlösen in Höhe von 20,69 Mio. € den Vorjahreswert leicht übertreffen (Vorjahr: 20,19 Mio. €). Die Provisionserlöse stiegen um 2,5 Prozent auf 19,92 Mio. € (Vorjahr: 19,43 Mio. €). Die Verbreiterung der Erlösbasis in den vergangenen Jahren zahlte sich erneut aus, bis auf die Sparte Finanzierung und Bausparen konnten in allen Sparten Zuwächse erwirtschaftet werden. Auch die sonstigen Erlöse konnten leicht auf 775 T€ gesteigert werden (Vorjahr: 764 T€). Innerhalb der Provisionserlöse leistete im Berichtsjahr erneut die Sparte Sachversicherungen mit einem Anteil von 35,3 Prozent (Vorjahr: 34,3 Prozent) den größten Beitrag zur Gesamtleistung. Der Anteil der Sparte Lebensversicherung betrug vor dem Hintergrund der erfolgreichen Diversifizierung des Vermittlungsgeschäfts im Berichtsjahr 34,1 Prozent (Vorjahr: 33,0 Prozent). Bestandspflegevergütungen für Lebens- und Krankenversicherungsverträge erreichten einen Anteil von 17,2 Prozent (Vorjahr: 19,3 Prozent). 12,2 Prozent der Provisionserlöse entfielen auf das Neugeschäft der Sparte Krankenversicherungen (Vorjahr: 12,0 Prozent). Die Sparte Bausparen und Finanzierung machte 0,9 Prozent der Provisionserlöse aus (Vorjahr: 1,2 Prozent). Auf Overhead-Courtagen entfielen unverändert rund 0,3 Prozent der Provisionserlöse. 2.2.2 Entwicklung der Aufwendungen Die Aufwendungen für bezogene Leistungen aus dem Provisionsgeschäft beinhalten vor allem die Courtageweitergaben an die mit FiNet zusammenarbeitenden Vermittler. Sie stellen naturgemäß den größten Posten bei den Aufwendungen dar. Der Entwicklung der im Berichtsjahr gestiegenen Provisionserlöse folgend lagen die Provisionsaufwendungen mit 16,33 Mio. € rund 2,6 Prozent über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 15,90 Mio. €). Das Provisionsergebnis erreichte mit 3,59 Mio. € wieder das Vorjahresniveau (Vorjahr: 3,53 Mio. €). Der Rohertrag (definiert als Saldo von Umsatzerlösen und Materialaufwand) stieg um 2,4 Prozent auf 4,10 Mio. € (Vorjahr: 4,00 Mio. €). Die Verwaltungskosten (definiert als Summe der Personalaufwendungen, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen) sanken im Berichtsjahr um lediglich 0,5 Prozent auf 4,02 Mio. € (Vorjahr: 4,04 Mio. €). Der Personalaufwand erhöhte sich bei nahezu unveränderter Mitarbeiteranzahl vor allem infolge von Gehaltsanpassungen um 5,7 Prozent auf 2,51 Mio. € (Vorjahr: 2,38 Mio. €). Die Abschreibungen gingen planmäßig auf 40 T€ (Vorjahr: 75 T€) zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 1,47 Mio. € in etwa auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 1,59 Mio. €). 2.2.3 Entwicklung des Geschäftsergebnisses Das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der FiNet AG ohne Berücksichtigung von Zinsen, Steuern, Abschreibungen und sonstigen Finanzierungsaufwendungen (EBITDA) steigt leicht auf nunmehr 229 T€ an (Vorjahr: 225 T€). Das EBIT übertrifft mit 170 T€ den Vorjahreswert um 13,3 Prozent (Vorjahr: 150 T€). Das Finanzergebnis konnte vor allem aufgrund von gegenüber dem Vorjahr höheren Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaften um 76 T€ auf 357 T€ gesteigert werden (Vorjahr 281 T€). Das Jahresergebnis nach Steuern verbesserte sich um 15 T€ auf 466 T€ (Vorjahr: 451 T€). 2.3 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Trotz der im zurückliegenden Geschäftsjahr schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte das Jahresergebnis 2023 erneut gesteigert werden. Die FiNet AG hat damit im Berichtsjahr einmal mehr die Stärke, Stabilität und Widerstandskraft ihres Geschäftsmodells unter Beweis gestellt. Wir blicken daher zufrieden zurück auf 2023 und optimistisch in die Zukunft. 2.4. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr von der FiNet AG beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lag im Berichtsjahr bei 34,00 (Vorjahr: 33,25). Die Personalaufwendungen stiegen im Berichtsjahr um 136 T€ auf 2,51 Mio. € an. Vor dem Hintergrund der im Berichtsjahr unverändert hohen Inflationsrate wurde die durch den Steuergesetzgeber neu geschaffene Möglichkeit genutzt, den Beschäftigten steuer- und abgabenfrei einmalig einen Betrag von bis zu 3.000 Euro zu gewähren ("Inflationsausgleichsprämie") und auf diese Weise Inflationseffekte abzumildern. Die Rahmenbedingungen der Mitarbeitergewinnung an den Standorten Marburg und Göttingen entsprechen den Bedingungen des bundesdeutschen Arbeitsmarktes. 3. Ausblick Die Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der relevanten Rahmenbedingungen sowie der voraussichtlichen Umsatz- und Geschäftsentwicklung der FiNet AG mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen unter Berücksichtigung der heute zur Verfügung stehenden Erkenntnisse über Branchenaussichten, Trends und Rahmenbedingungen sowie deren wesentlichen Einflussfaktoren. Diese Aussichten, Trends und Rahmenbedingungen können sich naturgemäß im Zeitablauf verändern, ohne dass dies bereits jetzt vorhersehbar ist. Insgesamt können daher die tatsächliche Entwicklung der FiNet AG und deren Ergebnisse von den Prognosen abweichen. 3.1. Gesamtwirtschaftliche Prognose Aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen und politischen Belastungen agieren die Unternehmen wie auch die privaten Haushalte in Deutschland 2024 weiter unter hoher Unsicherheit. Die führenden Wirtschaftsinstitute erwarten für das laufende Jahr, dass sich das globale Wachstum erneut abschwächen wird, bei gleichzeitig weiter rückläufigen Inflationsraten. In Deutschland geht die zähe konjunkturelle Schwächephase zudem mit schwindenden Wachstumskräften der Wirtschaft einher. Auch wenn in Deutschland ab dem Frühjahr eine konjunkturelle Erholung einsetzen dürfte, wird deren Dynamik insgesamt wohl nicht allzu groß ausfallen. In ihrem Frühjahresgutachten prognostizieren die fünf Wirtschaftsforschungsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose für 2024 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,1 Prozent in Deutschland und von 0,7 Prozent im Euroraum. Im laufenden Jahr avanciere der private Konsum zur wichtigsten Triebkraft für die Konjunktur, 2025 dann vermehrt auch das Auslandsgeschäft. Bei der Inflationsrate wird 2024 in Deutschland mit einem Rückgang auf den Wert von 2,3 Prozent gerechnet. Von der Geldpolitik der EZB gehen nach Einschätzung der Institute zunächst weiterhin dämpfende Effekte aus, die Finanzpolitik dürfte sich im laufenden Jahr kontraktiv und im kommenden nahezu neutral wirken. 3.2. Prognose für die Versicherungswirtschaft Ein Großteil der Versicherungsnachfrage in Deutschland entfällt auf die privaten Haushalte. Sofern die realen Einkommen 2024 weiter anziehen und die Inflation weiterhin abnimmt, dürfte sich deren objektive Lage und subjektive Stimmung im laufenden Jahr verbessern. Wir gehen daher für 2024 tendenziell von einer Aufhellung des schwierigen Geschäftsklimas aus. Entwicklung des Marktsegments Lebensversicherungen Hinsichtlich der Entwicklung des Altersvorsorge-Marktes und dabei vor allem der Lebensversicherungen rechnet der GDV für 2024 mit besseren Rahmenbedingungen als im Vorjahr. Eine gewisse Gewöhnung an das neue Inflationsumfeld dürfte dazu beitragen, dass die Kunden wieder stärker bereit sind, langfristige Verträge einzugehen. Die gestiegenen Zinsen dürften die Ertragskraft, die höheren Überschussbeteiligungen die Attraktivität der Lebensversicherungsprodukte erhöhen. Konkret rechnet der GDV für die Lebensversicherungen mit einer leicht positiven Entwicklung der Bruttoeinnahmen von bis zu 1,1 Prozent. Wir teilen die Annahmen der beschriebenen GDV-Prognose und gehen für 2024 in der Sparte Lebensversicherung 2024 von einem weiterhin leichten Anstieg des Neugeschäfts aus. Bei der Entwicklung unserer LV-Bestände gehen wir von einem Anhalten des Vorjahrestrends und einer damit voraussichtlich erneut stabilen Entwickelung aus. Entwicklung des Marktsegments Krankenversicherungen Der GDV rechnet damit, dass auch 2024 ein positiver Wechselsaldo von der GKV in die PKV den Bestand in der PKV und damit deren Beitragseinnahmen ansteigen lassen wird. Angesichts des sich weiter verschärfenden Finanzdefizits der GKV dürfte außerdem die Diskussion um weitere Beitragssprünge oder Leistungskürzungen der GKV aktuell bleiben. Voraussichtlich wird auch der starke Trend zu privaten Zusatzversicherungen anhalten. Insgesamt geht der GDV für 2024 von einem Beitragsplus in der PKV von 4,0 bis 5,5 Prozent aus. Vor dem Hintergrund der sich in Deutschland voraussichtlich weiter abschwächenden konjunkturellen Lage und nicht zuletzt auch wegen des zum Jahresende hin zu erwartenden Beginn des Bundestagswahlkampfs ist nach unserer Einschätzung von weiterhin gedämpften Geschäftsaussichten für das Neugeschäft der Sparte Krankenversicherung auszugehen. In den vergangenen Jahren haben sich jedenfalls politische Grundsatzdiskussionen in Wahlkämpfen selten belebend auf das PKV-Vertriebsklima ausgewirkt. Im Unterschied zum GDV erwarten wir für das laufende Jahr daher eher eine branchenweite Stagnation des Neugeschäfts in dieser Sparte, auch bei unseren Vermittlern. Entwicklung des Marktsegments Kompositversicherungen In der Schaden- und Unfallversicherung ist auch für das laufende Jahr mit zwei gegenläufigen Effekten zu rechnen: Auf der einen Seite wird sich die Inflation auch weiterhin bei Versicherungssummen und Beiträgen niederschlagen. Auf der anderen Seite dürften der starke Wettbewerb und die schwierige finanzielle Situation vieler Haushalte die Beitragsentwicklung dämpfen. Vor diesem Hintergrund prognostiziert der GDV im Bereich Schaden- und Unfallversicherung für 2024 ein erneutes Beitragswachstum zwischen 5,8 Prozent und 8,4 Prozent. Wir halten diese GDV-Prognose dem Grunde nach für realistisch, nehmen aber aufgrund unseres im Marktvergleich höheren Privatkundenanteils in der Sparte Kompositversicherungen für unsere eigene Geschäftsprognose ein Wachstum leicht unterhalb dieser Größenordnung an. 3.4. Prognose für die sonstigen Rahmenbedingungen Auf Basis des Abschlussberichts der "Fokusgruppe private Altersvorsorge" will die Bundesregierung 2024 einen Gesetzesentwurf zur Reform der staatlichen Förderung der Altersvorsorge vorlegen. Außerdem wird für 2024 ein Gesetzesentwurf zur im Koalitionsvertrag vereinbarten und von der Bundesregierung medial bereits angekündigten Aktienrente erwartet. Unabhängig von konkreter gesetzgeberischer Maßnahme zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung und der möglichen Neuausrichtung der geförderten Altersvorsorge ist davon auszugehen, dass eine ergänzende private Altersvorsorge für die Bürger in Deutschland unerlässlich bleiben wird. Der bereits im Lagebericht des Vorjahrs erwähnte Entwurf der EU-Kleinanlegerstrategie enthält kein generelles Provisionsverbot. Ob der zugehörige gesetzgeberische Prozess in Europa noch vor den im Sommer 2024 anstehenden Wahlen zum EU-Parlament abgeschlossen werden kann, ist unklar. Für Finanzprodukte ist in den nächsten Jahren dessen ungeachtet weiterhin zu erwarten, dass Politik und Regulierer weiter daran arbeiten werden, die Kosten dieser Produkte für Kunden vergleichbarer zu machen. In der Folge wird sich mutmaßlich die Sensibilität der Kunden für Kosten und Beratungsqualität weiter erhöhen. Auch die Beratung gegen Honorar dürfte ein Thema für die Politik bleiben. Der Druck insbesondere auf die Vertriebskosten dürfte daher mittelfristig weiter steigen. Ohnehin befindet sich der gesamte Markt für Finanzdienstleistungen mitten in einer Konsolidierungsphase. Dies gilt auch und gerade für die Versicherungsbranche: Zwischen dem 1. Januar 2023 und dem 1. Januar 2024 ist die Anzahl der Eintragungen von Versicherungsvermittlern im DIHK-Vermittlerregister um 7.053 Vermittler bzw. 3,7 Prozent auf 183.655 Vermittler gesunken. Dieser Rückgang fällt noch deutlicher ins Gewicht, wenn man ihn mit der Entwicklung des Vorjahres vergleicht. 2022 war die Anzahl der Registrierungen gemäß § 34d GewO "nur" um 2.081 gesunken, was einem Minus von 1,1 Prozent entsprach. Angesichts der erwarteten Veränderungen der allgemeinen Rahmenbedingungen für die Branche wird das Tempo der Marktkonsolidierung im laufenden Geschäftsjahr und auch in den Folgejahren weiter zunehmen. Aufgrund von verschärften Regulierungsvorschriften wird der Druck vor allem auf kleinere Anbieter steigen, so dass sich die Anzahl der Marktteilnehmer weiter verringern wird. Vor allem wegen der breiten Diversifizierung unseres Geschäftsmodells und der qualitätsorientierten Geschäftsmodelle der mit uns zusammenarbeitenden Vermittler sehen wir uns in dieser Konsolidierungsphase nach wie vor gut aufgestellt. Die Wettbewerbssituation der FiNet AG bewerten wir, insbesondere vor dem Hintergrund unserer Geschäftsentwicklung im zurückliegenden Geschäftsjahr, auch 2024 als unverändert sehr gut. 3.5. Prognose für die Geschäftsentwicklung Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir wie beschrieben mit einer Stagnation der deutschen Wirtschaft und gehen von einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld aus, das außerdem sehr stark von Unsicherheiten geprägt sein dürfte. Auf Jahresbasis gehen wir für 2024 von nur leicht steigenden Neugeschäftsumsätzen in den Sparten Lebens- und Krankenversicherung und von einer stabilen Entwicklung der Bestandspflegevergütungen aus. Bei unseren Kompositumsätzen rechnen wir mit stärkeren Zuwächsen im Trend des Vorjahrs. In unserer Sparte Finanzierung und Bausparen werden wahrscheinlich weiter hohe Baufinanzierungszinsen und die unverändert sehr schwierigen Aussichten für die Bauwirtschaft zu nur leicht steigenden Spartenerlösen führen. Unter den genannten Prämissen erwarten wir für 2024 insgesamt, dass die FiNet AG die Gesamtleistung des Vorjahres erneut erreichen wird. 3.6. Prognose für die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage Vor dem Hintergrund unserer Umsatzerwartung gehen wir für das laufende Geschäftsjahr von einem leicht über dem Niveau des Vorjahres liegenden Rohergebnis aus. Aufgrund erwarteter Steigerungen der Sach- und Personalkosten im branchenüblichen Rahmen rechnen wir insgesamt mit einem im Vorjahresvergleich niedrigeren Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit. Aufgrund der unverändert guten Geschäftsaussichten unserer Tochtergesellschaften gehen wir von einem im Trend weiterhin leicht steigenden Beteiligungsergebnis aus, das einen wesentlichen Beitrag zum Geschäftsergebnis der FiNet AG leisten wird. 3.7. Chancen und Risiken Für den aufgestellten Geschäftsplan lassen sich nachfolgende Chancen und Risiken erkennen: Chancen Das Partnerwachstum und damit einhergehende Umsatzsteigerungen können höher als geplant ausfallen aufgrund des inzwischen höheren Bekanntheitsgrades der FiNet, wegen des umfassenden Dienstleistungsangebotes sowie aufgrund zusätzlicher Marketingkampagnen zur Partnergewinnung. Insbesondere können digitale Angebote wie unsere App "FiNSurance" oder unser Vermittlerportal "my.FiNet", die wir im Zusammenhang mit der besonderen Unterstützung für FiNet-angebundene Vermittler im Vorjahr verstärkt beworben haben, zusätzliche Aufmerksamkeit für die von FiNet angebotenen Dienstleistungen mit sich bringen. Durch wirksame Maßnahmen zur Partnerbindung und Partnerentwicklung kann es zu einer stärkeren Erhöhung der Umsatzerlöse pro Berater kommen als erwartet. Erzielte Umsatzsteigerungen können stärker als in erwartetem Maße zu Verbesserungen in den Einkaufskonditionen und zu größeren Margeneffekten als kalkuliert führen. Die Vermarktung von Dienstleistungen ohne Vermittlungsbezug in unserer Gesellschaft FiNet Service GmbH kann zusätzlich zum Geschäftserfolg der FiNet AG beitragen. Schließlich kann sich unsere vorsichtige Umsatzprognose bzw. vor allem die Annahme der sich weiter eintrübenden Konjunkturdynamik als zu pessimistisch erweisen. Außerdem kann es, wenn im laufenden Jahr wider Erwarten doch konkrete Reformen bei der privaten oder betrieblichen Altersvorsorge beschlossen werden sollten, zu Vorzieheffekten bzw. einem "Jahresendgeschäft" kommen. Risiken Das Partner- und Umsatzwachstum kann hinter unseren Erwartungen zurückbleiben. Die Marge kann aufgrund von Preisdruck und der Notwendigkeit, höhere Courtagesätze an die Vermittler weiterzugeben, sinken. Infolge des Preisdrucks oder bei Absatzschwierigkeiten der Vermittler, z. B. wegen einer sich weiter beschleunigenden Preisentwicklung, können die Umsatzerlöse pro Berater und infolgedessen die Roherlöse bei der FiNet AG sinken. Politische Diskussionen zur gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung, zur steuerlichen Förderung kapitalgedeckter Altersvorsorgeprodukte oder zur Beitragsentwicklung und Zukunft von privaten Krankenversicherern könnten das Neugeschäft der Lebens- und Krankenversicherung zusätzlich negativ beeinflussen, wenn Kunden dadurch Vertrauen in diese Produkte oder die Versicherungsbranche insgesamt verlieren. Die Vertriebsvergütung in der Sparte Lebensversicherung könnte etwa auf Druck der BaFin oder im Zusammenhang mit der faktisch unvermeidlichen Revision der "Riester-Rente" oder aufgrund von neuen EU-Vorgaben zu unseren Lasten neu geregelt werden. Nicht zuletzt kann sich eine mögliche weitere Verschlechterung des konjunkturellen Umfelds negativ auf die Umsatzentwicklung der FiNet AG auswirken. 3.8. Spezieller Risikobericht Ziel des Finanz- und Risikomanagements der FiNet AG ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die FiNet AG eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird die Finanzlage während des Geschäftsjahres kontinuierlich beobachtet. Die Liquiditätslage der FiNet AG ist sehr gut, Engpässe werden keine erwartet. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die FiNet AG über ein Debitorenmanagement mit einem adäquaten Mahnwesen. Zu den bei der FiNet AG eingesetzten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben. 3.9. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Geschäftsjahre während der Corona-Pandemie wie auch die beiden darauffolgenden Krisenjahre waren für die Strategie und die wirtschaftliche Lage der FiNet AG ein unfreiwilliger Stresstest. Wandlungsfähigkeit, Digitalisierung sowie Stabilität im Geschäftsmodell haben sich gerade in diesen besonderen, schwierigen Geschäftsjahren als unsere Erfolgsfaktoren bestätigt. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 ist mit weiterhin herausfordernden Marktbedingungen und einem hohen Maß an Unsicherheiten zu rechnen. In diesem Marktumfeld werden wir von der zukunftsgerichteten Aufstellung der FiNet AG, die wir in den vergangenen Jahren vorangetrieben haben, profitieren. Aufgrund der diversifizierten Aufstellung unseres Geschäftsmodells verfügen wir über eine sehr stabile Ertragsbasis. Insgesamt gehen wir für das laufende Geschäftsjahr davon aus, die gute wirtschaftliche Basis der FiNet AG weiter und nachhaltig ausbauen zu können. Insgesamt rechnen wir daher für 2024 mit einem Geschäftsergebnis auf Vorjahresniveau. Die FiNet AG wird nach unserer Prognose auch im laufenden Geschäftsjahr stets in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Der Start in das laufende Geschäftsjahr hat unsere Planungen bisher im Wesentlichen bestätigt. 3.10 Dividendenvorschlag Das gute Geschäftsergebnis 2023, die unverändert sehr solide finanzielle Situation und der abgesehen von aktuellen Unwägbarkeiten grundsätzlich sehr positive Geschäftsausblick sind eine gute Basis, um auch 2024 erneut eine Dividende auszuzahlen. Unsere Aktionäre wollen wir angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen und im Rahmen unserer Dividendenpolitik eine attraktive und verlässliche Dividende ausschütten. Gleichzeitig wollen wir einen Teil des Gewinns zur Thesaurierung verwenden, um das Geschäftsmodell weiter zu stärken. Wir streben daher unverändert eine Ausschüttungsquote von 50 bis 75 Prozent des Jahresüberschusses an. Einen konkreten Dividendenvorschlag werden Vorstand und Aufsichtsrat im Vorfeld der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2023 beschließen. 4. Sonstige Angaben 4.1. Forschung und Entwicklung Die FiNet AG führt im branchenüblichen Umfang Unterstützungsleistungen bei Softwareentwicklungen externer Anbieter aus, um im Unternehmen eingesetzte sowie Vermittlern zur Verfügung gestellte Standardsoftwareprodukte den spezifischen Kundenwünschen und Marktgegebenheiten unserer Branche anzupassen. Im Übrigen betreiben wir als Dienstleistungsunternehmen keine eigene Forschung und Entwicklung. 4.2. Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält eine Zweigniederlassung in Göttingen. 5. Dank an Belegschaft und Geschäftspartner Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausdrücklich für ihr Engagement in diesem erneut von Herausforderungen geprägten Geschäftsjahr. Sie alle haben mit hohem persönlichem Engagement sichergestellt, dass sich unsere Kundinnen und Kunden auch in diesen schwierigen Zeiten auf "ihre" FiNet AG verlassen konnten. Allen Kunden und Geschäftspartnern danken wir herzlich für das Vertrauen und für die erneut sehr guten gemeinsamen Geschäfte im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Marburg, den 10. Mai 2024 Markus Neudecker, Vorstand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bei der Aufstellung des Anhangs wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 250,00 EUR wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Dies entspricht auch handelsrechtlich deren planmäßiger Nutzungsdauer. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken und unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Der Bestand an liquiden Mitteln ist zum Nominalwert bewertet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet anteilig auf die Geschäftsjahre 2024 ff. entfallende Aufwendungen, die bereits vor dem 31.12.2023 gezahlt wurden. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden mit dem nach der vernünftigen kaufmännischen Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensEinzelheiten zum Anlagevermögen, insbesondere hinsichtlich der Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten, der Abschreibungen und der Buchwerte sind dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.
Forderungsspiegel
Ein Teilbetrag der flüssigen Mittel in Höhe von 83.727,43 EUR (Vj.: 83.727,43 EUR) dient als Stornoreserve zur Absicherung von Forderungen der Geschäftspartner aus Provisions- und Courtagestorni und ist insoweit nicht frei verfügbar. Angaben zum Grundkapital Das Grundkapital beträgt 784.692,00 EUR und ist in 784.692,00 Aktien zum Nennwert von je 1,00 EUR eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Namen der Aktionäre. Angaben über den Bestand, den Erwerb und die Veräußerung eigener Aktien Die Gesellschaft hält zum Abschlussstichtag eigene Anteile im Nennwert von 54.000,00 EUR (entspricht 54.000 Aktien im Nennbetrag von je 1,00 EUR und einem Anteil von 6,88 % am Grundkapital). Angaben über das genehmigte Kapital Durch die Hauptversammlung vom 27.06.2019 wurde unter entsprechender Änderung der Satzung die Einrichtung eines genehmigten Kapitals i.H.v. 390.000,00 EUR mit dem Ausübungszeitraum bis zum 31.12.2023 beschlossen (Genehmigtes Kapital 2019/I). Der Vorstand ist ermächtigt bis zur Höhe der nachfolgend genannten Beträge mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen: • bis zu insgesamt 50.000,00 EUR, sofern die neuen Aktien an Arbeitnehmer der FiNet AG ausgegeben werden, • bis zu insgesamt 50.000,00 EUR, sofern die neuen Aktien ausgegeben werden, um neue Vermittler als Partner an FiNet AG zu beteiligen, • bis zu insgesammt 390.000,00 EUR, sofern die neuen Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Beteiligungen ausgegeben werden. Bis zum 31.12.2023 wurde das genehmigte Kapital (Genehmigtes Kapital 2019/I) nicht für Kapitalerhöhungsmaßnahmen beansprucht. Entwicklung der Kapitalrücklagen Die Kapitalrücklage hat sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:
Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei der Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 770.541,61 EUR einbezogen. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:
Angaben und Erläuterungen zu Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 55.185,38 EUR (Vj: 106.844,03 EUR) aus Steuern. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Zum 31. Dezember 2023 sind keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB zu vermerken. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Gesellschaft gegenüber Ihrer Tochtergesellschaft FiNet Finanz GmbH eine umfassende Patronatserklärung abgegeben hat, wonach die Gesellschaft bei Bedarf für Zahlungsverpflichtungen der Tochtergesellschaft einstehen wird. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen An sonstige finanziellen Verpflichtung von Bedeutung sind zu nennen:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Allgemeines Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Im Geschäftsjahr sind keine Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung angefallen. Im Geschäftsjahr sind keine Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung angefallen. Die Zinserträge beinhalten Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 436,73 EUR (Vj. 561,94 EUR). Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 34,00 Arbeitnehmer beschäftigt. Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Als Vorstandsmitglied war im Geschäftsjahr 2023 unverändert folgende Person bestellt: • Dipl. Volkswirt Markus Neudecker, Versicherungs- und Finanzmakler Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2023 aus folgenden Mitgliedern: • Alexander Kirschweng, Versicherungs- und Finanzmakler, Trier (Vorsitzender) • Christian Wolsfeld, Versicherungs- und Finanzmakler, Bonn (Stellvertreter) • Joachim Schön, Versicherungs- und Finanzmakler, Hamburg Gesamtbezüge für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und des Aufsichtsrates Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2.046,92 EUR. Hinsichtlich der Angabeverpflichtung betreffend die Gesamtbezüge des Vorstandes wird im Geschäftsjahr 2023 von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 981.101,34 EUR wie folgt zu verwenden: Es wird beabsichtigt auch für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende auszuschütten. Einen konkreten Dividendenvorschlag werden Vorstand und Aufsichtsrat dennoch erst im Vorfeld der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2023 beschließen. Ergebnisverwendung Der Jahresabschluss wurde nach Ergebnisverwendung aufgestellt. Unterschrift der Geschäftsführung
Marburg, 10.05.2024 gez. Markus Neudecker Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2023der FiNet Financial Services Network AG1. ÜBERWACHUNGSAUFGABEN DES AUFSICHTSRATES Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung der Financial Services Network AG ("FiNet" oder "Gesellschaft") kontinuierlich beraten und überwacht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen der Unternehmensplanung, die strategische Entwicklung der FiNet, das laufende Geschäft, die wirtschaftliche Lage sowie über das Risikomanagement informiert. 1.1 Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 insgesamt sieben Sitzungen abgehalten. a) In seiner Sitzung am 15. Mai 2023 hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, dass der alleinige Vorstand der FiNet, Herr Markus Neudecker, in der ordentlichen Hauptversammlung der Tochtergesellschaft FiNet Asset Management AG ("FAM") zum Geschäftsjahr 2022 seine Entlastung als Vorstand der FAM beschließt. b) In seiner Sitzung am 01. Juni 2023 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebricht des Vorstands für das Geschäftsjahr 2022 gebilligt. c) In seiner Sitzung am 20. Juli 2023 hat der Aufsichtsrat den Plan des Vorstands der FiNet gebilligt, die Rechtsform der FAM nach den §§ 190ff, 238ff UmwG von einer Aktiengesellschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umzuwandeln. Dem alleinigen Vorstand der FiNet, Herr Markus Neudecker, wurde gestattet, sich zum Geschäftsführer der FiNet Asset Management GmbH zu bestellen. d) In den Sitzungen am 20. Juli, 14. September und 01. Dezember 2023 hat der Aufsichtsrat Berichte des Vorstands eingehend diskutiert. e) In den Sitzungen am 14. und 18. September 2023 hat sich der Aufsichtsrat mit der Bestellung des alleinigen Vorstands der FiNet, Herrn Markus Neudecker, zum Geschäftsführer der Robl Verwaltungs GmbH beschäftigt und zur Eintragung von dessen Bestellung durch das zuständige Registergericht erforderliche Beschlüsse gefasst. f) In seiner Sitzung am 12. Dezember 2023 hat der Aufsichtsrat die Bestellung von Herrn Markus Neudecker zum alleinvertretungsberechtigen Vorstand der FiNet ab dem 01. Januar 2024 für die Dauer von fünf Jahren, mithin bis zum 31. Dezember 2028, beschlossen. Die bis zum 31. Juli 2024 erfolgte Bestellung von Herrn Markus Neudecker war vorzeitig und einvernehmlich zum 31. Dezember 2023 aufgehoben worden. An den Sitzungen haben jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder persönlich teilgenommen bzw. waren via Videokonferenz zugeschaltet. 1.2 Besondere Schwerpunkte der Beratung und der Aufsichtsratstätigkeit im Jahr 2023 waren: (i) Begleitung des Vorstands bei der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft sowie bei der Beurteilung und Überwachung der Chancen- und Risikolage der Gesellschaft. (ii) Rechtsformwechsel der FiNet Asset Management AG von einer Aktiengesellschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. (iii) Verlängerung der Bestellung von Herrn Markus Neudecker als alleinvertretungsberechtigter Vorstand der FiNet ab dem 1. Januar 2024 für die Dauer von fünf Jahren. 1.3 Zwischen den Sitzungsterminen informierte der Vorstand die Mitglieder des Aufsichtsrates fortlaufend über den Geschäftsverlauf und über Sonderthemen. Darüber hinaus erörterte der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Vorstand in regelmäßigen Abstimmungsgesprächen ausführlich Fragen der geschäftspolitischen Ausrichtung, wichtige Einzelvorgänge sowie aktuell anstehende Entscheidungen. 2. PRÜFUNG UND BILLIGUNG DES JAHRESABSCHLUSSES 2023 2.1 Der Jahresabschluss und der Lagebericht zum 31. Dezember 2023 wurden vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht zum 31. Dezember 2023 nach handelsrechtlichen Grundsätzen geprüft und am 10. Mai 2024 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. 2.2 Die Abschlussprüfer erläuterten dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 25. Juni 2024 den Jahresabschluss und die Prüfungsberichte einschließlich der wesentlichen Prüfungsergebnisse. 2.3 Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis der Abschlussprüfer zustimmend Kenntnis genommen und festgestellt, dass auch seinerseits keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht in seiner Sitzung vom 25. Juni 2024. Der Jahresabschluss 2023 wurde damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt. 2.4 Der Aufsichtsrat hat auch den Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung geprüft. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns schloss sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 25. Juni 2024 an.
Marburg, den 25. Juni 2024 Alexander Kirschweng, Vorsitzender des Aufsichtsrates sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FiNet Financial Services Network AG, Marburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FiNet Financial Services Network AG, Marburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FiNet Financial Services Network AG, Marburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 10. Mai 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Dr. Martin Hartauer, Wirtschaftsprüfer Jürgen Krieg, Wirtschaftsprüfer |
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