Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 22709
Eingetragen
19.11.2001
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Entwicklung/Herstellung, Vertrieb, Design und Wartung von Geräten für die (i) Herstellung von Halbleiter-Wafern sowie der entsprechenden Ersatzteile, Software, Prozessen; (ii) Systeme für die Flat-Panel-Display- und Multi-Chip-Modul-Industrie und (iii) Lithographiesysteme, insbesondere für die Halbleiterindustrie; Aufstellung, Wartung sowie Reparatur solcher Systeme und Geräte, einschließlich des Verkaufs von Ersatzteilen und Zubehör hierfür.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
To-Anh Tran Nguyen
seit 8.1.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Bernhard Schneider
seit 15.4.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Applied Materials Netherlands B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Applied Materials Netherlands B.V.
Netherlands
180.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Applied Materials GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

1. Geschäftliche Grundlagen

Die Applied Materials-Gruppe ist in den Bereichen Systembusiness für die Halbleiterindustrie, Solar, Display und Serviceleistungen tätig. Die Applied Materials GmbH erbringt in diesem Rahmen überwiegend Serviceleistungen als Kommissionär für Rechnung der Applied Materials Netherlands B.V., Hoofddorp/Niederlande. Daneben führt die Gesellschaft Vertriebstätigkeiten für den Geschäftsbereich Systembusiness an regionale Kunden aus und unterhält Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich Display.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung der Branche und der Applied Materials-Gruppe

Die Applied Materials Gruppe (Konzern der Applied Materials Inc., Santa Clara, California, USA) kann in einem vor allem durch die weltweiten Spannungen und Unsicherheiten auf Grund des Russland-Ukraine-Krieges und des Nahost- Konfliktes bestimmten Umfeld trotzdem auf ein Rekord Geschäftsjahr 2022/2023 zurückblicken. Die Berichtsperiode schließt mit einem Gruppenumsatz von USD 26,52 Mrd., welcher um USD 0,73 Mrd. über dem Vorjahreswert liegt.

Unsicherheiten auf Grund der weltweiten politischen Spannungen sowie der hohen Inflation führten zu Zurückhaltung der Endkunden im Bereich Unterhaltungs- und Verbraucherelektronik Consumer electronics), was wiederum zu Zurückhaltung der Kunden der Applied Materials Gruppe bei der Anschaffung neuer Produktionsmaschinen zur Halbleiterherstellung in den Bereichen Foundry/Logic und NAND/DRAM Speicher (Memory) führt. Die Nachfragerückgänge in diesen Bereichen konnten aber durch die hohe Nachfrage im Bereich ICAPS (Internet of things, Kommunikation, Halbleiter für Automotive, Hochleistungshalbleiter und Sensorik) mehr als kompensiert werden.

Des Weiteren wird das Geschäft der Applied Materials Gruppe auch von geopolitischen Entwicklungen beeinflusst. Im Hinblick auf das globale Handelsumfeld waren die Änderungen der Exportkontrollregeln in den USA im Oktober 2023 in erster Linie auf die Angleichung an andere Länder ausgerichtet. Die Regeln sind komplex und umfassen ein breites Spektrum an Maschinen und Dienstleistungen zur Halbleiterherstellung. Applied Materials arbeitet mit den US-Behörden zusammen, um bestimmte Details zu klären. Derzeit sehen wir keine wesentlichen zusätzlichen Auswirkungen auf die Applied Materials Gruppe.

Im Geschäftsjahr 2022/23 konnte die Applied Materials Gruppe Umsätze und Gewinn vor Steuern in zwei der drei Geschäftsbereiche steigern.

Der Konzernumsatz lag mit USD 26,52 Mrd. um 3 % über dem Niveau des vorangegangenen Geschäftsjahres (2021/22: USD 25,79 Mrd.). Der Gewinn nach Steuern beläuft sich für das Geschäftsjahr 2022/2023 auf USD 6,9 Mrd. (i. Vj. USD 6,5 Mrd.), was einer Steigerung von 6,2 % gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Entsprechend den gestiegenen Umsätzen erhöhte sich ebenfalls der Gewinn vor Steuern auf Konzernebene von USD 7,6 Mrd. auf USD 7,7 Mrd.. Auf Grund von gesunkenen Kosten der Lieferketten konnte die Bruttomarge gegenüber dem Vorjahr um 0,2 % auf nunmehr 46,7 % gesteigert werden. Der Betriebsaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um USD 0,5 Mrd.. Die Steigerung des Betriebsaufwands entfiel hauptsächlich auf die Forschung und Entwicklungskosten, die zur Generierung künftigen Wachstums anfielen.

Im Rahmen der positiven Umsatzentwicklung des Geschäftsjahres 2022/23 konnten die Geschäftsbereiche Systemgeschäft (Semiconductor Systems - SSG) und Serviceleistungen (Applied Global Services - AGS) neue Rekordumsätze und -ergebnisse erzielen. Wie in den Vorjahren war der Bereich Systemgeschäft mit einem Umsatz von USD 19,7 Mrd. (im Vorjahr USD 18,8 Mrd.) in der abgelaufenen Berichtsperiode wiederum der umsatz- und ergebnisstärkste Geschäftsbereich der Applied Materials Gruppe. Der Geschäftsbereich Serviceleistungen schloss mit Umsätzen von USD 5,7 Mrd. und damit um USD 0,16 Mrd. über dem Niveau des Vorjahres. Der Bereich Display and Adjacent Markets musste Umsatzeinbußen von USD 0,46 Mrd. hinnehmen und erzielte Umsatzerlöse in Höhe von USD 0,87 Mrd..

Die Applied Materials Gruppe geht für das erste Fiskalquartal 2024 von Umsatzerlösen in Höhe von USD 6,47 Mrd. um etwa USD 0,25 Mrd. niedriger gegenüber dem Vorquartal, aus. Der Gewinn pro Aktie wird bei USD 1,90 erwartet. Für das gesamte Geschäftsjahr 2024 wird mit einer Erholung der Endkundennachfrage in den Bereichen Unterhaltungs- und Verbraucherelektronik (Consumer electronics) und Künstliche Intelligenz (Artificial intelligence) gerechnet, woraus sich ein steigender Bedarf in den Bereichen Leading-edge foundry Logic und Speicher (Memory) ergibt, wo die Kunden durch Einführung neuester Technologien und damit verbunden mit Investitionen in Produktionsanlagen der neuesten Generation, ihre Position am Markt behaupten und verbessern wollen. Im Bereich ICAPS (Internet of things, Kommunikation, Halbleiter für Automotive, Hochleistungshalbleiter und Sensorik) wird mit einem Rückgang der Nachfrage gerechnet. Insgesamt rechnet die Applied Materials Gruppe bei der Gesamtnachfrage für Maschinen zur Halbleiterproduktion für 2024 mit einem Anstieg.

2.2 Geschäftsverlauf der Applied Materials GmbH

Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Ge­schäfts­jah­res, wobei Umsatzerlöse und Jahresergebnis die für die interne Steuerung der Gesellschaft verwendeten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Steuerungsrelevante nicht-finanzielle Leistungs­indika­toren werden durch die Applied Materials GmbH nicht verfolgt.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2022/2023 wird im Abschnitt 3.1.dargestellt.

2.2.1 Umsatzentwicklung

Die Applied Materials GmbH kann im Berichtsjahr einen Anstieg der Umsatzerlöse um 15 % auf TEUR 65.675 (im Vorjahr TEUR 56.938) verzeichnen.

Neben der Erhöhung der Umsätze aus der Weiterbelastung von Kostenbestandteilen, die sich von TEUR 40.577 auf TEUR 48.543 im GJ 2022/23 erhöhten und wie bereits in den Vorjahren die größte Umsatzposition der Gesellschaft darstellen, konnten im Bereich Erlöse aus Provisionen ebenfalls Steigerungen verzeichnet werden. Der Anstieg in dieser Position ist vor allem in den Provisionen für Ersatzteilverkäufe, Wartungs- und Reparaturarbeiten zu sehen. Diese stiegen von TEUR 3.276 im Vorjahr auf TEUR 3.564 für das GJ 2022/23. Die Provisionen für Systemverkäufe stiegen im Vergleich zum Vorjahr nur leicht von TEUR 9.525 um TEUR 13 auf TEUR 9.538. Wie im Vorjahr bildete die Position Provisionen aus Systemverkäufen auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die zweitgrößte Umsatzposition der Gesellschaft.

Die Position Forschungs- und Entwicklungserlöse schloss mit Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 4.030 leicht über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 3.560).

2.2.2 Investitionen

Das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2022/2023 betrug TEUR 1.110 (im Vorjahr TEUR 330). Dieses ist auf Investitionen im Bereich technische Anlagen und Maschinen (TEUR 990, im Vorjahr TEUR 4) und Anschaffungen von Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 120, im Vorjahr TEUR 126) zurückzuführen.

Es gab im laufenden Geschäftsjahr keine Zugänge bei den Finanzanlagen (im Vorjahr Erwerb eines Tochterunternehmens i. H. v. TEUR 200).

2.2.3 Personal- und Sozialbereich

Die seit 1996 bestehende Betriebsvereinbarung, die insbesondere die Zuschläge für Arbeit zu bestimmten Zeiten für Schichtarbeit und Rufbereitschaft regelt, ist unverändert geblieben.

Die Neufassung der Gesamtbetriebsvereinbarung vom 1. November 2014 über den Umgang mit Zeitkonten und Überstunden, die insbesondere die Mehrarbeit sowie Zuschläge für die Arbeit an Samstagen, Sonn- und Feiertagen regelt, ist unverändert geblieben. Es besteht nach wie vor die Möglichkeit, ein Arbeitszeitkonto mit einer Obergrenze von plus 150 Stunden und einer Untergrenze von minus 150 Stunden zu führen, um die Arbeitszeit flexibler gestalten zu können.

Die Pensionspläne sind sowohl in Bezug auf die unternehmensfinanzierte Rente als auch die mitarbeiterfinanzierte Rente weiterhin gültig. Für Mitarbeiter, die nach dem 31. Oktober 2008 eingetreten sind, ist ein Pensionsplan eingeführt worden, der den bisherigen Pensionsplan ablöste.

Im laufenden Geschäftsjahr 2022/2023 erhöhte sich der Personalbestand gegenüber dem Vorjahr auf eine durchschnittliche Mitarbeiteranzahl von 373 Mitarbeitern (im Vorjahr 330). Dies ist vor allem auf die steigende Nachfrage im Servicegeschäft durch unsere regionalen Kunden zurückzuführen.

Für das Berichtsjahr 2023/24 erwarten wir - auf Jahresbasis - einen Personalbestand auf dem Niveau des abgelaufenen Ge­schäfts­jah­res.

2.3 Darstellung der Lage

2.3.1 Darstellung der Vermögens- und Finanzlage

Wesentliche Veränderungen der Bilanzposten gegenüber dem Vorjahr ergeben sich wie folgt:

Die Restbuchwerte des Anlagevermögens erhöhten sich um TEUR 723 auf TEUR 2.136. Dies ist vor allem auf die Neuanschaffungen bei den technischen Anlagen und Maschinen zurückzuführen (TEUR 990), die die planmäßigen Abschreibungen überstiegen. Die Anschaffungen von Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 120 fielen im Vergleich zum Vorjahr ähnlich an (im Vorjahr TEUR 126) und wurden aus dem operativen Cashflow finanziert. Bei den Finanzanlagen gab es im GJ 2022/2023 keine Zugänge. Die Beteiligung an einem Tochterunternehmen wird mit TEUR 200 unverändert zum Vorjahr weitergeführt.

Es gab keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Das Umlaufvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.492 auf TEUR 43.841 gestiegen.

Der Anstieg innerhalb der Position begründet sich im Wesentlichen mit dem Zuwachs bei den Sonstigen Vermögensgegenständen. Diese stiegen um TEUR 3.724 auf TEUR 4.209 (im Vorjahr TEUR 485). Der Zuwachs lag im Wesentlichen an den Vorauszahlungen für Ertragssteuern (TEUR 2.786), welche zum Abschlussstichtag die tatsächlichen Aufwendungen deutlich überstiegen.

Ein leichter Rückgang in Höhe von TEUR 232 auf TEUR 39.631 ist bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zu verzeichnen, welche in der laufenden Berichtsperiode die größte Einzelposition innerhalb des Umlaufsvermögens darstellten. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte zurückzuführen. Diese werden im Auftrag und auf Rechnung der Applied Materials Europe B.V. gestellt und werden auf Basis des gültigen Commissionaire Agreements vom 01. Dezember 2008 aufgrund des Risikoübergangs und der Abtretung, dem Prinzipal, der Applied Materials Europe B.V. zugerechnet.

Unter den übrigen sonstigen Vermögensgegenständen werden im übrigen lnsolvenzsicherungsbeträge aus Altersteilzeitverpflichtungen als Forderung in Höhe von TEUR 567 (im Vorjahr. TEUR 0) ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen gegenüber der Applied Materials Europe B.V., Hoofddorp/Niederlande, in Höhe von insgesamt TEUR 39.631 (im Vorjahr TEUR 39.794), die sich aus Forderungen aus dem Cash Pooling/Darlehen in Höhe von TEUR 12.214 (im Vorjahr TEUR 23.339), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Kommissionärsgeschäft (TEUR 25.632, im Vorjahr TEUR 26.097) sowie Forderungen aus sonstigen Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.785 (im Vorjahr TEUR 0) zusammensetzen. Verbindlichkeiten aus sonstigen Lieferungen und Leistungen gegenüber der Applied Materials Europe B.V (im Vorjahr TEUR 9.642) oder anderen verbundenen Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Es werden im GJ 2022/2023 keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Schwesterunternehmen ausgewiesen (im Vorjahr TEUR 69)

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte bestehen aufgrund des geänderten Bilanzansatzes seit dem GJ 2020/21 zum Stichtag keine mehr.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die Gesellschaft bedient sich ausschließlich aus internen Finanzierungsquellen und ist in das Cash Pooling der Applied Materials Europe B.V., Hoofddorp/Niederlande, integriert. Überschüssige finanzielle Mittel werden an die Applied Materials Europe B.V. abgeführt, benötigte finanzielle Mittel werden über das Cash Pooling angefordert. Die Verzinsung der Verrechnungskonten erfolgte zum Einmonats-LIBOR.

Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag deutlich von 36 % auf 66 % verbessert. Dies begründet sich aus der Erhöhung des Eigenkapitals aufgrund des im laufenden Geschäftsjahr erwirtschafteten Jahresüberschusses i. H. v. TEUR 15.455 und einer damit einhergehenden gleichzeitigen Erhöhung der Bilanzsumme.

Gewinnausschüttungen sind keine erfolgt.

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.229 auf TEUR 46.058 erhöht.

Diese spiegelt sich passivisch insbesondere im um die in Höhe des Jahresüberschusses von TEUR 15.455 gestiegenen Eigenkapitals wider.

Wie im Vorjahr ergibt sich auch im laufenden Geschäftsjahr eine auszuweisende Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Saldierung mit dem Planvermögen in Höhe von TEUR 394 (im Vorjahr TEUR 13.545). Der Rückgang in dieser Position in Höhe von TEUR 13.151 wirkt sich gegenläufig auf die passivische Bilanzsumme aus. Diese Entwicklung resultiert zum einen aus einer positiven Wertentwicklung des Planvermögens gegenüber dem Vorjahr. Zum anderen wurde zur besseren Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in diesem Geschäftsjahr erstmalig in Übereinstimmung mit dem IDW-Rechnungslegungshinweis zur "Handelsrechtlichen Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" (IDW RH FAB 1.021) ein gleicher Wertansatz auf Aktiv- und Passivseite für kongruent rückgedeckte Anteile dieser Zusagen gewählt. Bei der Bewertung wurde der faktorbasierte Modell angewandt. Der Effekt aus der Erstanwendung dieser Vorgehensweise beläuft sich auf TEUR 11.100 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Aktivisch spiegelt sich der Anstieg in den Steuererstattungsansprüchen aus Ertragssteuern wider wie auch im Anlagevermögen durch die im Geschäftsjahr 2022/2023 höheren Investitionen im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen.

Der Posten Rückstellungen hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich vermindert von im Vorjahr TEUR 23.566 auf TEUR 11.181 im GJ 2022/2023. Die Ursache für den starken Rückgang ist im Wesentlichen auf die Verminderung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zurückzuführen. Während im Vorjahr hier nach Verrechnung mit diesbezüglichem Planvermögen eine Passivposition in Höhe von TEUR 13.545 auszuweisen war, reduzierte sich der passivische Ausweis dieses Rückstellungspostens. Ursächlich hierfür sind insbesondere die Erstanwendung des IDW-Rechnungslegungshinweises, welche eine Auflösung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe TEUR 11.100 nach sich zog wie auch die positive Wertentwicklung des vorhandenen Planvermögens in Höhe von TEUR 3.348 während des Ge­schäfts­jah­res. Insgesamt sind daher im Posten Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Verrechnung mit dem Planvermögen in Summe eine Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 217 sowie die nicht verpfändeten Rückdeckungsversicherungen aus dem Freiwilligen Versorgungsplan in Höhe von TEUR 177 auszuweisen. Die Sterbegeldrückstellung, die im Vorjahr in Höhe von TEUR 32 unter dieser Position ausgewiesen wurde, wurde im laufenden Geschäftsjahr in den Posten "Sonstige Rückstellungen" umgegliedert (TEUR 31).

Im Bereich der sonstigen Rückstellungen, die von TEUR 8.956 auf TEUR 10.788 anstiegen, waren neben der Umgliederung der Sterbegeldrückstellung Rückstellungen für Mitarbeiterboni, Überstunden und Reisekosten, Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen von Dritten ursächlich für den Anstieg.

Die Restrukturierungsrückstellung in Höhe von TEUR 459 aus dem Vorjahr kam im Geschäftsjahr 2022/2023 durch Inanspruchnahme zur Auflösung.

Steuerrückstellungen waren im laufenden Geschäftsjahr aufgrund der hohen Vorauszahlungen keine auszuweisen (im Vorjahr TEUR 1.065).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit TEUR 373 stichtagsbedingt leicht über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 241).

Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen insgesamt um TEUR 1.005 auf TEUR 4.080. Im Wesentlichen ist dies auf eine Erhöhung der Umsatzsteuerverbindlichkeiten (um TEUR 772) zurückzuführen.

2.3.2 Entwicklung der Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind mit TEUR 65.675 um TEUR 8.737 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 56.938) gestiegen und lagen damit deutlich über den für das Geschäftsjahr 2022/2023 erwarteten Wert. Die Erlöse aus weiterbelasteten Kostenbestandteilen waren wie bereits im Vorjahr mit einem Anstieg von TEUR 7.966 die größte Position unter den Umsatzerlösen. Bei den Erlösen aus Systemprovisionen konnten nur minimale Zugewinne verbucht werden (Erhöhung um TEUR 13 auf TEUR 9.538), was aber dennoch auf die während des Ge­schäfts­jah­res stabile Investitionstätigkeit der Kunden in Halbleiteranlagen, insbesondere bei den regionalen Kunden zurückzuführen ist. Die Provisionen für Ersatzteilverkäufe, Wartungs- und Reparaturarbeiten haben sich im GJ 2022/2023 positiv entwickelt und verzeichnen einen Anstieg um TEUR 287.

Unter den Umsatzerlösen werden in Höhe von TEUR 4.030 Forschungs- und Entwicklungserlöse ausgewiesen. Die Forschungs- und Entwicklungserlöse betreffen Weiterbelastungen an die Applied Materials South East Asia Pte. Ltd., Singapore, für die Entwicklungsabteilung der Business Group YTG, Feldkirchen, in den Bereichen Elektronik, Konstruktion, Software und Systemtechnik. Diese Gruppe entwickelt und optimiert Komponenten zur Elektronenstrahlerzeugung, zur Fokussierung und Positionierung mit dazugehöriger Steuerungselektronik und Soft­ware zum Einsatz in einem Elektronenstrahl-Test- und -Inspektionssystem für LCD- und OLED-Displays. Einige der in den Systemen verwendeten mechatronischen Komponenten, welche für den Transport, die Positionierung bzw. Kontaktierung der auf dünnen Glasplatten gefertigten Displays benötigt werden, stammen ebenso aus dieser Entwicklungsabteilung. In den letzten Jahren wurden insbesondere die Schnelligkeit und Genauigkeit der Elektronenstrahlerzeugung weiter verbessert, was den Test von noch höher auflösenden Displays erlaubt. Zudem wurden neue Systemvarianten für unterschiedliche Glasplattengrößen sowie ein neuer Gerätetyp zur Inspektion von Displaygläsern mittels Elektronenstrahltechnik und "fokussiertem Ionenstrahl" im Markt platziert. Für den Bereich Forschung und Entwicklung sind derzeit 18 Mitarbeiter tätig.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit ausgewiesenen TEUR 12.704 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 6.471) erheblich angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 11.100 aufgrund der Erstanwendung des IDW-Rechnungslegungshinweises zur "Handelsrechtlichen Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" (IDW RH FAB 1.021) in diesem Geschäftsjahr zurückzuführen.

Gegenläufig ist das Ergebnis aus realisierten Kursgewinnen resultierend aus der Entwicklung des Wechselkurses des EUR zum USD, die gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.821 niedriger ausfielen. Dabei belaufen sich die Erträge aus realisierten Kursgewinnen auf TEUR 1.250 (im Vorjahr TEUR 6.415). Unrealisierte Kursgewinne werden mit TEUR 344 (im Vorjahr TEUR 0) ausgewiesen.

Der Personalaufwand ist um TEUR 4.285 auf TEUR 46.077 (im Vorjahr TEUR 41.792) gestiegen. Der Zugang resultiert im Wesentlichen aus gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Aufwendungen für Gehälter und Gehaltsnebenkosten aufgrund des gestiegenen Personalbestands. Gegenläufig entwickelten sich die Aufwendungen für die Altersvorsorge. Diese sanken um TEUR 1.624 auf TEUR 1.523 (im Vorjahr TEUR 3.147).

Der deutliche Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf TEUR 18.656 (im Vorjahr TEUR 11.765) ist im Wesentlichen auf die in Höhe von TEUR 2.255 gestiegenen Kursverluste resultierend aus der Entwicklung des Wechselkurses des EUR zum USD zurückzuführen. Die realisierten Kursverluste belaufen sich im Geschäftsjahr 2022/2023 auf TEUR 3.990 (im Vorjahr TEUR 1.190). Die unrealisierten Kursverluste betragen im laufenden Geschäftsjahr TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 545).

Auch die Aufwendungen für Reise- und Bewirtungskosten stiegen um TEUR 1.855 und bewegen sich im Geschäftsjahr 2022/2023 wieder auf dem Niveau wie vor der COVID-19 Pandemie. Ein weiterer Anstieg spiegelt sich in den Kosten für Leihpersonal (Anstieg in Höhe von TEUR 704) wider, der sich im erhöhten Personalbedarf begründet.

Aufwendungen für das firmeninterne Aktienprogramm erhöhten sich im laufenden Geschäftsjahr um TEUR 703 auf TEUR 1.025 (im Vorjahr TEUR 322), Kraftfahrzeugaufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2022/2023 auf TEUR 2,778, was einem Anstieg von TEUR 621 entspricht (im Vorjahr TEUR 2.157).

Das Finanzergebnis, bestehend aus sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sowie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen, ist mit TEUR 2.322 ist in diesem Jahr positiv und damit deutlich über dem Verlust des Vorjahres (TEUR 11.726). Neben den regulären Zinsaufwendungen (TEUR 2.056) aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurden in diesem Geschäftsjahr einmalige Zinsertragskomponenten aufgrund des wieder steigenden Abzinsungsfaktors für Pensionsrückstellungen verbucht (TEUR 606). Diese wie auch die enthaltenen Erträge aus dem Planvermögen (TEUR 3.308) konnten den Zinsaufwandseffekt mehr als kompensieren.

Die Zinserträge umfassen außerdem Zinserträge aus verbundenen Unternehmen (TEUR 460, im Vorjahr TEUR 90).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 129 betreffen in Höhe von EUR 431 den laufenden Ertragssteueraufwand für das Geschäftsjahr. In Höhe von TEUR 302 ist in der Position ein Steuerertrag früherer Geschäftsjahre enthalten.

Das Geschäftsjahr 2022/2023 schließt mit einem Jah­res­über­schuss in Höhe von TEUR 15.455 (im Vorjahr Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 5.336) ab und lag durch den Sondereffekt aus der Erstanwendung des IDW RH FAB 1.021 über dem prognostizierten Ergebnis für das Geschäftsjahr.

2.3.3 Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist im Berichtsjahr insgesamt geordnet. Sie wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 wesentlich durch die Erstanwendung des IDW-Rechnungslegungshinweis zur "Handelsrechtlichen Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" (IDW RH FAB 1.021) beeinflusst und stellt für das laufende Geschäftsjahr einen Ertrag von außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung dar,
Die Geschäftsführung schätzt den Geschäftsverlauf des Jahres 2022/2023 insgesamt als zufriedenstellend ein.

3. Prognose-, Chancen- und Risiko­bericht

3.1. Prognosebericht

Das Geschäftsjahr 2022/2023 schloss mit einem Jah­res­über­schuss i. H. v. TEUR 15.455.

Das Jahresergebnis wurde im Wesentlichen positiv beeinflusst durch die Auflösung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen durch Erstanwendung des IDW-Rechnungslegungshinweises für rückgedeckte Direktzusagen wie auch die positive Wertentwicklung des vorhandenen Planvermögens. Die sukzessiv wieder ansteigenden Abzinsungssätze bei den Pensionsverpflichtungen und damit einhergehende Zinsanpassungseffekte wirken sich in dieser Berichtsperiode ebenfalls positiv auf das Ergebnis aus.

Positiv zu bewerten sind die gestiegenen Umsatzerlöse, die mit TEUR 65.675 weit über den Erwartungen der Gesellschaft lagen. Dies ist vor allem auf einen Anstieg aus der Weiterbelastung von Kostenbestandteilen zurückzuführen, welche im laufenden Geschäftsjahr um TEUR 7.638 höher als geplant ausfielen. Die Gesellschaft geht für das kommende Geschäftsjahr 2023/24 von einem insgesamt positiven Verlauf der Geschäftstätigkeit aus.

Umsatzseitig erwarten wir mit TEUR 64.105 ein Niveau leicht unter dem des Vorjahres. Dies ist insbesondere auf einen Rückgang des Geschäftes mit Neuanlagen für Halbleiterkunden und damit verbundenen niedrigeren Umsatzprovisionen für Systemerlöse zurückzuführen. Die Erträge aus Weiterbelastungen von Kostenbestandteilen bleiben zum Vorjahr stabil. Die Provisionen für Ersatzteilverkäufe, Wartungs- und Reparaturleistungen steigen leicht an.

Beim Ergebnis aus dem operativen Geschäft gehen wir von einem zu erwartenden Gewinn von TEUR 6.195 aus. Der in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter ansteigende HGB-Rechnungszins für Pensionsverpflichtungen wirkt sich entlastend auf den Verpflichtungswert aus. Weiterhin wird eine positive Entwicklung des zur Absicherung der Pensionsverpflichtungen dienenden Planvermögens erwartet, welche voraussichtlich über der des laufenden Ge­schäfts­jah­res liegen wird und aufgrund der schwankenden Wertpapiermärkte nur eine Annahme sein kann. Aus einer Prognose über die zukünftige Entwicklung der Pensionsverpflichtung lassen sich für das Geschäftsjahr 2023/24 nur geringe erwartete Zinsaufwendungen i. H. v. TEUR 691 absehen. In Abhängigkeit von der Entwicklung des Planvermögens kann sich für die Gesellschaft ein finanzielles Risiko ergeben. Um entsprechende Maßnahmen zeitnah treffen zu können, wird die Entwicklung des Planvermögens regelmäßig überprüft und beurteilt.

Insgesamt gehen wir von einem leicht negativen Finanzergebnis aus, wohingegen für das Jahresergebnis insgesamt ein Jah­res­über­schuss von TEUR 10.559 erwartet wird. Dies ist vor allem auf die Annahme einer positiven Entwicklung des Planvermögens und der geringen Zinsbelastung für die Pensionsrückstellung zurückzuführen.

3.2. Marktrisiken und -chancen

Die Geschäftsaussichten für die Gesellschaft werden als sehr gut eingeschätzt. Die Halbleiterindustrie wird mittlerweile in Europa als "systemkritisch" eingestuft und entsprechend sind neue Investitionen entweder gestartet oder für die kommenden Jahre angekündigt.

Insbesondere die Automobilindustrie wird vermehrt Halbleiterbausteine einsetzten und braucht eine verlässliche Infrastruktur und gesicherte Versorgung.

Des Weiteren sind signifikante Investitionen in die Silicon Karbid Technologie Entwicklung sowie Produktion auf den Weg gebracht um wiederum dir Elektrifizierung der Automobileindustrie aber auch die Wind-, und Solarenergie mit Hochleistungsbausteinen zu versorgen.

Auf Grund der geopolitischen Situation war die Nachfrage nach Halbleitern im zweiten Halbjahr 2023 verringert, was eine Reduzierung der Auslastung der Fabriken zur Folge hatte.

Dies wird nach unseren Einschätzungen auch im ersten Halbjahr 2024 bestand haben, aber durch eine deutliche Belebung im zweiten Halbjahr abgelöst werden. Langfristig sind zweistellige Wachstumsraten zu erwarten.

Unserer Serviceprodukte und die speziellen Kenntnisse unserer Mitarbeiter sind weiterhin stark nachgefragt und unsere Serviceverträge garantieren eine stabile Auslastung unserer Mitarbeiter. Wir arbeiten an der ständigen Verbesserung unseres Serviceangebotes und im speziellen an Software und Sensor gestützte Wartungsindikationen, die zu einer "vorbeugenden Wartung" ohne Risko für die Produktion der Wafer führt.

Dies wird ein Alleistellungsmerkmal unseres Kundenservices sein und das Wartungsgeschäft nicht nur sichern, sondern weiter beleben.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erfolgt zum großen Teil in USD. Aus den laufenden Transaktionen mit verbundenen Unternehmen können sich Währungsrisiken ergeben, da keine Kurssicherung stattfindet und daher je nach Entwicklung des USD/EUR Wechselkurses erhebliche Kursgewinne und/oder Kursverluste entstehen können, die sich auf die Ertragslage auswirken können. Das Risiko wird aufgrund der monatlichen Barverrechnung (cash settlement) der Salden mit verbundenen Unternehmen als gering eingeschätzt.

Diese Risiken werden gemildert dadurch, dass die Applied Materials GmbH aufgrund ihrer Stellung im Konzern überwiegend als Kommissionär im weniger volatilen Servicebereich tätig ist.

Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft baut auf einem vernetzten Informationssystem auf. Daher sind Vorkehrungen getroffen worden, um das Risiko einer Betriebsunterbrechung infolge von Störungen in der EDV-Infrastruktur zu begrenzen und wird damit als gering eingeschätzt.

3.3 Risikomanagement der Applied Materials GmbH

Um den Anforderungen der Marktverhältnisse gerecht zu werden, bedarf es eines Risikomanagementsystems, welches die Vorhersage und Erkennung der aus dem Markt entstehenden Risiken schnell und zeitnah ermöglicht. Durch die direkte Verbindung zwischen der Finanzbuchhaltung und dem Management Reporting Tool (CO-PA) in SAP ist unsere Controlling Abteilung in der Lage, schnell auf Abweichungen zu reagieren, sie zu analysieren und im Rahmen der teilweise täglichen Berichterstattung an das operative Management für Korrekturmaßnahmen weiterzuleiten.

Als weitere Instrumente, die der Früherkennung und dem Umgang mit wesentlichen Risiken für das Unternehmen dienen, sind zu nennen:

monatlicher "Executive Report" zur Beurteilung der Marktsituation

"Desaster Recovery Plan" zum Abfangen von wesentlichen Störungen im EDV-Bereich

Business Continuity Plan, der den Ablauf der Geschäftstätigkeit im Falle von Katastrophen (Feuer etc.) sowie nunmehr auch im Fall von Pandemien sicherstellt

interne Fragenkataloge, die helfen, Schwachstellen zu identifizieren und zu analysieren

 

Dresden,

Applied Materials GmbH

Bernhard Schneider, Geschäftsführer

Thomas Haas, Geschäftsführer

Samuel K. Lee, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Oktober 2023

A k t i v a


31.10.2023 31.10.2022

EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Software
0,00
1.358,00
II. Sachanlagen



1. Technische Anlagen und Maschinen 1.565.914,00
838.111,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und



Geschäftsausstattung 370.229,00 1.936.143,00 373.868,00 1.211.979,00
III. Finanzanlagen



Anteile an verbundenen Unternehmen
199.728,71
199.728,71


2.135.871,71
1.413.065,71
B. Umlaufvermögen



I. Forderungen und sonstige Vermögens-



gegenstände



1. Forderungen gegen verbundene



Unternehmen 39.631.376,99
39.863.242,93
2. Sonstige Vermögensgegenstände 4.209.236,96 43.840.613,95 485.403,15 40.348.646,08
II. Kassenbestand und Guthaben bei



Kreditinstituten
220,46
161,46


43.840.834,41
40.348.807,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten
81.053,96
66.458,04
D. Aktiver Unterschiedsbetrag



aus der Vermögensverrechnung
0,00
0,00


46.057.760,08
41.828.331,29



P a s s i v a


31.10.2023 31.10.2022

EUR EUR
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 180.000,00 180.000,00
II. Kapitalrücklage 766.937,82 766.937,82
III. Gewinnrücklagen

Andere Gewinnrücklagen 2.916.033,09 2.916.033,09
IV. Gewinnvortrag 11.077.826,37 16.413.488,17
V. Jahresüberschuss (i. Vj. Jahresfehlbetrag) 15.455.119,62 -5.335.661,80

30.395.916,90 14.940.797,28
B. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche

Verpflichtungen 393.796,05 13.545.039,59
2. Steuerrückstellungen 0,00 1.064.882,63
3. Sonstige Rückstellungen 10.787.510,90 8.956.377,12

11.181.306,95 23.566.299,34
C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.485,73 5.006,93
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 372.857,11 240.830,52
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.080.193,39 3.075.397,22
- davon aus Steuern EUR 3.281.301,84

(i. Vj. EUR 2.480.725,54) -

- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 125.053,08

(i. Vj. EUR 113.802,54) - 4.480.536,23 3.321.234,67

46.057.760,08 41.828.331,29

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023


2022/2023 2021/2022

EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse
65.674.576,01
56.937.778,10
2. Sonstige betriebliche Erträge
12.703.579,84
6.471.103,51
3. Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 39.029.259,51
34.101.611,55
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für



Altersversorgung und für Unterstützung 7.047.790,67 46.077.050,18 7.690.499,75 41.792.111,30
- davon für Altersversorgung EUR 1.522.968,94



(i. Vj. EUR 3.146.743,46) -



4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-



stände des Anlagevermögens und Sachanlagen
382.980,24
376.903,22
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
18.656.458,77
11.765.229,71
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
2.348.097,95
96.927,71
- davon aus verbundenen Unternehmen



EUR 460.314,95 (i. Vj. EUR 89.621,21) -



7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
25.712,00
11.823.161,25
8. Ergebnis vor Steuern
15.584.052,61
-2.251.596,16
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
128.932,99
3.084.065,64
10. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss
(i. Vj. Jahresfehlbetrag)

15.455.119,62
-5.335.661,80

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Oktober 2023 erfolgte nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des HGB und des GmbH-Gesetzes. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Buchenstraße 16b, 01097 Dresden, und ist unter der Firma Applied Materials GmbH unter der Registernummer HRB 22709 im Handelsregister Abteilung B beim Amtsgericht Dresden eingetragen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Währungsumrechnung

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beinhalten Softwarelizenzen, welche zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet werden. Planmäßige Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (Technischen Anlagen und Maschinen ein bis 19 Jahre; Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwei bis 14 Jahre). Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 251,00 bis EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt. Die Abschreibung des Sammelpostens erfolgt linear über fünf Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 299 erforderlich. Diese beziehen sich in voller Höhe auf Forderungen, die vor dem 31. Oktober 2008, d. h. vor Einführung des Kommissionär Modells mit der Applied Materials Europe B.V., Hoofddorp, Niederlande, entstanden sind.

Mit dem neuen Geschäftsmodell wird das Risiko für Forderungsausfälle von der Applied Materials Europe B.V. getragen.

Die flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert bewertet.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach versicherungs-mathematischen Grundsätzen unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit Vollanpassung 2010 nach der projizierten Einmalbeitragsmethode (Project-Unit-Credit-Methode) in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren und unter Berücksichtigung der erstmaligen Anwendung des IDW-Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 bilanziert. Dabei wird für die Bewertung der rückgedeckten Pensionszusagen ein faktorbasiertes Verfahren angewendet.

Der Erfüllungsbetrag ist entsprechend dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre gemäß den durch die Deutsche Bundesbank ermittelten und bekanntgegebenen Abzinsungssätzen abgezinst (1,81 %). Unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinses der letzten sieben Geschäftsjahre (1,69 %) hätte sich ein um TEUR 1.838 (i. Vj. TEUR 8.956) höherer Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 109.007 (i. Vj. TEUR 125.915) ergeben.

Die erwartete Dynamik der anrechenbaren Bezüge wurde in Höhe von 2,70 %, die Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung mit 3,00 % und die erwartete Anpassung der laufenden Renten um 2,30 % berücksichtigt.

Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtung wurde das Renteneintrittsalter in der Regel für die bei der Applied Materials GmbH beschäftigten Mitarbeiter mit 63 Jahren und für ausgeschiedene Mitarbeiter mit 60 Jahren angenommen.

Bei den Verpflichtungen aus dem freiwilligen Versorgungsplan handelt es sich um rückdeckungsakzessorische Versorgungszusagen, deren Höhe sich nach dem beizulegenden Zeitwert (Marktpreis) einer Rückdeckungsversicherung bestimmt. Die Versorgungszusage ist bilanziell wie eine wertpapiergebundene Versorgungszusage zu behandeln. Der beizulegende Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruches übersteigt den Barwert des Erfüllungsbetrages der garantierten Mindestleistungen. Daher wird die Pensionsverpflichtung nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert (Aktivwert) des Rückdeckungsversicherungsanspruchs angesetzt. Die Rückdeckungsversicherungen, die verpfändet wurden und damit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, sind mit der dazugehörigen Pensionsverpflichtung verrechnet worden.

Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind die Pensionsverpflichtungen sowie die Verpflichtungen aus dem freiwilligen Versorgungsplan mit vorhandenem Deckungsvermögen (Planvermögen) saldiert worden. Da der Wert der Pensionsverpflichtung den beizulegenden Zeitwert des Planvermögens der Pensionsverpflichtungen übersteigt, wird der verbleibende Wert gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB unter der Position Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen. Rückdeckungsversicherungen, die nicht verpfändet wurden, sind als sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen.

Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung im Geschäftsjahr 2022/2023 sind mit dem Zinsertrag aus dem Deckungsvermögen (Planvermögen) und dem Effekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes verrechnet worden. Der Saldo wird unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" (im Vorjahr "Zinsen und ähnliche Aufwendungen") ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Es liegen keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr vor mit Ausnahme der Rückstellungen für Altersteilzeit mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren. Unter den sonstigen Rückstellungen ist außerdem die Rückstellung für die Verpflichtung zur Zahlung von Sterbegeld bilanziert. Diese wurde unter der Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der projizierten Einmalbeitragsmethode (Project-Unit-Credit-Methode) in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren bilanziert. Der Rechnungszins wurde mit 1,69 % berücksichtigt, die Einkommensdynamik mit 2,70 %.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren künftigen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung und mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Die Gesellschaft gehört über ihren Alleingesellschafter, die Applied Materials Netherlands B.V., Hoofddorp, Niederlande, zur Applied Materials-Gruppe. Als verbundene Unternehmen werden die Applied Materials, Inc., Santa Clara, California, USA, als oberste Konzernspitze sowie alle zu ihr im Verhältnis als verbundene Unternehmen zu klassifizierenden Gesellschaften angesehen.

2.2 Währungsumrechnung

Im Geschäftsjahr 2002/2003 wurde die Währung für konzerninterne Transaktionen einheitlich auf US-Dollar umgestellt. Seitdem werden sämtliche Fremdwährungsbeträge zum konzerninternen Monats-US-Dollarkurs bewertet.

Die in den Forderungen und Verbindlichkeiten enthaltenen Fremdwährungsbeträge sind zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten.

Fremdwährungsbeträge, die in den Aufwendungen und Erträgen enthalten sind, wurden mit den Devisenkassamittelkursen des Monats des jeweiligen Geschäftsvorfalls umgerechnet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023 ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde die Picosun Europe GmbH (Sitz: Buchenstraße 16b, 01097 Dresden) zu 100% erworben. Die Anteile an der Picosun Europe GmbH sind unter den Finanzanlagen in Höhe von TEUR 200 unverändert ausgewiesen.

3.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Auf Basis des gültigen Commissionaire-Agreements vom 1. Dezember 2008 werden die Forderungen gegenüber Dritten aufgrund des Risikoübergangs und der Abtretung, dem Prinzipal, der Applied Materials Europe B.V. zugerechnet und daher in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag bestehen darüber hinaus keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte.

3.3 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen gegen die Applied Materials Europe B.V., Hoofddorp, Niederlande, in Höhe von TEUR 39.631 (i. Vj. TEUR 39.794). Diese setzen sich zusammen aus Forderungen aus Cash Pooling/Darlehen TEUR 12.214, (i. Vj. TEUR 23.339) sowie aus Lieferungen und Leistungen aus dem Kommissionärsgeschäft TEUR 25.632 (i. Vj. TEUR 26.097) sowie Forderungen aus sonstigen Lieferungen und Leistungen TEUR 1.785 (i. Vj. TEUR 0).

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den verbundenen Unternehmen werden verrechnet (Netting-Verfahren). Seit dem GJ 2018/19 erfolgt monatlich eine Barverrechnung der Salden (cash Settlement).

Im GJ 2022/2023 gab es keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (i. Vj. TEUR 9.642), sodass kein Netting stattfand.

Weiterhin bestanden im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Schwesterunternehmen, bei denen ebenfalls eine Barverrechnung erfolgt. Die Forderungen aus diesen Lieferungen und Leistungen betragen im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 0 (i. Vj. TEUR 69).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3.4 Sonstige Vermögensgegenstände

Dieser Posten betrifft im Wesentlichen Forderungen aus Gewerbe- und Körperschaftssteuer in Höhe von TEUR 2.786 (i. Vj. TEUR 0), Forderungen aus der Insolvenzversicherung für Altersteilzeitverpflichtungen (TEUR 567, i.V. TEUR 0), sowie aus Forderungen aus der gezahlten Sicherheitsleistung für den Firmenwagenpool in Höhe von TEUR 300 (i. Vj. TEUR 300). Darüber hinaus sind nicht verpfändetes Rückdeckungsversicherungskapital aus dem freiwilligen Versorgungsplan in Höhe von TEUR 177 (i. Vj. TEUR 158) sowie debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 352 (i. Vj. TEUR 6) enthalten.

Von den Forderungen aus der Insolvenzversicherung für Altersteilzeitverpflichtungen sind TEUR 67 mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr. Alle übrigen Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3.5 Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt EUR 180.000,00.

Im Berichtsjahr erfolgte keine Gewinnausschüttung.

3.6 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Zum 1. November 1999 wurde ein Pensionsplan bei der Gesellschaft in Kraft gesetzt, der die alte, seit dem 1. November 1984 bestehende Versorgungsregelung ablöste. Wesentliche Kennzeichen der neuen Versorgungsordnung sind die Umstellung des Pensionierungsalters von 65 auf 60 Jahre sowie die Tatsache, dass die von der Gesellschaft gewährten Versorgungsleistungen auf Alters-, vorzeitige Alters-, Invaliden- und Familienrente künftig nicht mehr von den anrechenbaren Bezügen der letzten drei Dienstjahre abhängen, sondern beitragsorientiert aus den anrechenbaren Bezügen des jeweiligen Jahres als Rentenbausteine ermittelt werden.

Mit Wirkung zum 1. Mai 2000 wurde für die Mitarbeiter der Gesellschaft ein freiwilliger Versorgungsplan eingeführt, demzufolge die Mitarbeiter jährlich durch einen Verzicht auf regelmäßige und nicht regelmäßig gezahlte Teile ihrer Vergütung eine Zusatzversorgung begründen können. Die Höhe der Versorgungsleistungen ergibt sich als Summe von Rentenbausteinen. Die Verpflichtungen aus diesen Versorgungszusagen an die Mitarbeiter werden als arbeitnehmerfinanzierte Pensionsverpflichtungen ausgewiesen.

Für Mitarbeiter, die nach dem 31. Oktober 2008 eingetreten sind, wurde zum 1. November 2008 ein neuer und für alle Konzerngesellschaften in Deutschland einheitlicher Pensionsplan bei der Gesellschaft in Kraft gesetzt, der sowohl die seit dem 1. November 1999 bestehende arbeitgeberfinanzierte Versorgungsregelung als auch den seit dem 1. Mai 2000 bestehenden mitarbeiterfinanzierten Versorgungsplan ablöst. Wesentliche Kennzeichen des neuen Pensionsplans sind die Umstellung des Pensionierungsalters von bisher 60 Jahren auf die individuelle Altersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung, die Einführung einer befristeten Invalidenrente sowie die Tatsache, dass nunmehr auf einen vollständig beitragsorientierten Pensionsplan umgestellt wurde. Im mitarbeiterfinanzierten Teil des Pensionsplans ist die Möglichkeit eines Arbeitgeberzusatzbeitrages eingeführt worden. Der neue Pensionsplan enthält eine Festverzinsung von 3,5 % p. a. der Beitragsguthaben.

Von den Pensionsrückstellungen entfallen TEUR 6.611 auf in Vorjahren ausgeschiedene Geschäftsführer.

Durch ein im Geschäftsjahr 2009/2010 gegründetes Treuhandmodell CTA (Contractual Trust Arrangement) werden die an den Treuhänder Applied Materials Pensionstreuhand e. V., Alzenau, übertragenen Pensionen verwaltet und dessen Vermögen ausschließlich zum Zweck der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen verwendet. Der Treuhänder ist über einen Treuhandvertrag an die Gesellschaft gebunden.


31.10.2023

TEUR
Pensionsplan
Pensionsverpflichtung -107.168
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 106.951
Nettowert der Verpflichtung aus dem Pensionsplan -217
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 100.435

31.10.2023

TEUR
Freiwilliger Versorgungsplan
Erfüllungsbetrag der Verpflichtung aus dem freiwilligen Versorgungsplan -6.079
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 5.902
Nettowert der Verpflichtung aus dem freiwilligen Versorgungsplan -177
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 5.902


Das Planvermögen zur Deckung der Pensionsverpflichtungen besteht aus an den Applied Materials Pensionstreuhand e. V., Alzenau, übertragenem Pensionsvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungskapital, Bankguthaben und Wertpapieren.

Das Planvermögen zur Deckung der Verpflichtungen aus dem freiwilligen Versorgungsplan besteht ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen.

Das Rückdeckungsversicherungskapital wurde zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrages zuzüglich eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen. Die Wertpapiere sind zum Börsenpreis am 31. Oktober 2023 bewertet, die Bankguthaben wurden zum Nennwert bewertet.

Da es sich bei dem freiwilligen Versorgungsplan um eine wertpapiergebundene Deckungszusage handelt, sind die Beträge aus der Marktbewertung der mit der Verpflichtung saldierten Wertpapiere nicht ausschüttungsgesperrt. In Höhe des Nettowertes der Verpflichtungen aus dem freiwilligen Versorgungsplan, die nicht verrechnet wurden, bestehen sonstige Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen, die sich aufgrund ausstehender Verpfändung nicht als Deckungsvermögen qualifizieren.

3.7 Sonstige Rückstellungen

Dieser Posten enthält im Wesentlichen Rückstellungen für Mitarbeitergewinnbeteiligungen (TEUR 2.221, i.Vj. TEUR 2.035), Mitarbeiterboni (TEUR 2.090, i.Vj. TEUR 1.790), ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 1.563, i.Vj. TEUR 1.231), Überstundenvergütungen (TEUR 1.037, i.Vj. TEUR 808), 13. Monatsgehalt (TEUR 814, i.Vj. TEUR 736), noch ausstehenden Urlaub (TEUR 668, i.Vj. TEUR 717), Verkaufsprovisionen (TEUR 840, i.Vj. TEUR 672), eine Rückstellung für Altersteilzeit (TEUR 764, i.Vj. TEUR 229), ausstehende Reisekostenabrechnungen (TEUR 640, i.Vj. TEUR 173), Berufsgenossenschaftsbeiträge und Schwerbehindertenabgabe (TEUR 119, i.Vj. TEUR 106) sowie für Sterbegeld (TEUR 31; i.Vj. TEUR 32). Der Vorjahresausweis der Rückstellung für Sterbegeld erfolgte unter dem Posten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" und wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 in den Posten "Sonstige Rückstellungen" umgegliedert.

3.8 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Zum Stichtag bestehen keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

3.9 Restlaufzeiten und Besicherung

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr ausschließlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

3.10 Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis einer Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Die Gesellschaft hat die Berechnung künftiger Steuerbe- und -entlastungen auf der Basis ihrer individuellen Steuersätze und Steuerbemessungsgrundlagen im Zeitpunkt des voraussichtlichen Abbaus der temporären Differenzen vorgenommen. Dabei kam der unternehmensindividuelle Steuersatz von 30,82 % (i.Vj. 30,68 %) zur Anwendung. Der angewandte Steuersatz umfasst die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag (15,83 %, i. Vj. 15,83 %) sowie die Gewerbesteuer (14,99 %, i.Vj. 14,85 %). Aufgrund des sich ergebenden Überhangs von latenten Steueransprüchen (aktive latente Steuern) hat die Gesellschaft auf eine Bilanzierung der latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Den aktiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen unter anderem im Bereich der Pensionsrückstellung und des freiwilligen Versorgungsplans stehen dabei passive latente Steuern dem Planvermögen gegenüber.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:


2022/2023 2022/2021

TEUR TEUR
Weiterbelastung von Kostenbestandteilen 48.543 40.577
Provisionen für Systemverkäufe 9.538 9.525
Forschungs- und Entwicklungserlöse 4.030 3.560
Provisionen für Ersatzteilverkäufe, Wartungs- und Reparaturleistungen sowie Factory Software 3.564 3.276

65.675 56.938


Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich mit ausländischen verbundenen Unternehmen erwirtschaftet. Im Wesentlichen sind dies die Applied Materials Netherlands B.V., Hoofddorp, Niederlande und die Applied Materials South East Asia Pte. Ltd., Singapore.

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

Dieser Posten betrifft im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen insbesondere für Rückstellungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Durch die Erstanwendung des IDW-Rechnungslegungshinweises zur "Handelsrechtlichen Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" (IDW RH FAB 1.021) ergibt sich ein Ertrag in Höhe von TEUR 11.100. Dieses stellt einen Ertrag von außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung dar, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr wesentlich beeinflusst hat.

Weiterhin werden Erträge aus realisierten Kursgewinnen (TEUR 1.250; i. Vj. TEUR 6.415), sowie unrealisierte Kursgewinne (TEUR 344, i. Vj. TEUR 0) ausgewiesen.

4.3 Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Löhne, Gehälter sowie soziale Abgaben. Daneben sind Aufwendungen für den betrieblichen Pensionsplan in Form einer Direktzusage in Höhe von TEUR 1.523 (i. Vj. TEUR 3.147) im Geschäftsjahr 2022/2023 enthalten.

4.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus:


2022/2023 2021/2022

TEUR TEUR
realisierte Kursverluste 3.990 1.190
Reise- und Bewirtungsaufwendungen 3.706 1.851
Leihpersonal 2.881 2.177
Kraftfahrzeugaufwendungen 2.778 2.157
firmeneigenes Aktienprogramm 1.025 322
Büromiete und Reinigung 900 815
Marketing- und Werbungskosten 475 271
Bürobedarf 397 221
Mitarbeiterentsendung und -integration 369 495
Mitarbeiterschulungen 355 183
Beratungsleistungen 354 438
Gebühren für Telekommunikation 298 248
Energiekosten 244 250
Reparatur und Instandhaltung 139 166
Fertigungs- und Entwicklungskosten 240 71
Lager- und Frachtkosten 66 52
unrealisierte Kursverluste 0 545
Übrige 439 313

18.656 11.765


Der Posten beinhaltet weiterhin periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 88 (i. Vj. TEUR 8) aus Korrekturen von Rückstellungen für frühere Geschäftsjahre.

4.5 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge und Aufwendungen


2022/2023 2021/2022

TEUR TEUR
Pensionsplan

Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen 2.056 2.108
Effekte aus der Zinsänderung -606 3.819
Ertrag/Aufwand aus dem Deckungsvermögen (Planvermögen) -3.308 5.891
Zinskomponente aus der Regelzuführung (Ertrag, i. Vj. Aufwand) -1.858 11.818

2022/2023 2021/2022

TEUR TEUR
Freiwilliger Versorgungsplan

Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung 106 119
Aufwand aus dem Deckungsvermögen 62 -150
Zinskomponente aus der Regelzuführung (Aufwand, i. Vj. Ertrag) 168 -31


Der Zinsaufwand aus den Pensionsverpflichtungen wird mit dem Effekt aus der Zinsänderung und den Zinsen aus dem Deckungsvermögen verrechnet. Der Saldo wird unter dem Posten "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge"" (i. Vj. "Zinsen und ähnliche Aufwendungen") ausgewiesen.

Die Zinserträge umfassen außerdem Zinserträge aus verbundenen Unternehmen (TEUR 460, i. Vj. TEUR 90).

4.6 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand im Geschäftsjahr 2022/2023 in Höhe von TEUR 129 (i. Vj. TEUR 3.084) entfällt mit TEUR 80 (i. Vj. TEUR 1.582) auf die Körperschaftsteuer sowie mit TEUR 49 (i. Vj. TEUR 1.502) auf die Gewerbesteuer. In Höhe von TEUR 431 ist laufender Ertragssteueraufwand und in Höhe von TEUR 302 ein Steuerertrag früherer Geschäftsjahre enthalten.

5. Sonstige Angaben

5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Oktober 2023 bestanden folgende, nicht aus der Bilanz ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen:



davon gegenüber
verbundenen
Unternehmen

TEUR TEUR
Fällig 2023/2024 1.526 120
Fällig 2024/2025-2027/2028 1.695 182

3.221 302


Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 1. Mai 2000 einen freiwilligen Versorgungsplan eingeführt. Zur Sicherung aller Ansprüche aus der Versorgung räumt die Gesellschaft den betreffenden Mitarbeitern jeweils ein Pfandrecht gemäß §§ 1273 ff. BGB ein. Das Pfandrecht der Versorgungsberechtigten geht zu deren Lebzeiten einem Pfandrecht für deren Ehegatten im Range vor; es erfasst alle Rechte und Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag einschließlich des Anspruchs auf Zahlung des Rückkaufwertes und des Anspruchs auf Überschussanteile.

5.2 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr 2022/2023 beschäftigten Arbeitnehmer betrug 373 (i. Vj. 330). Sie verteilten sich im Geschäftsjahr auf die einzelnen Standorte wie folgt:

Arbeitnehmer
Dresden 303
Feldkirchen 70

373


Zum Stichtag wurden dabei durchschnittlich 311 männliche und 62 weibliche Mitarbeiter beschäftigt.

5.3 Geschäftsführer

Die Geschäftsführung wurde während des Geschäftsjahres 2022/2023 von folgenden Personen wahrgenommen: 

Bernhard Schneider, Operationeller und Vertriebsgeschäftsführer, Rottach-Egern

Thomas Michael Kurt Haas, kaufmännischer Geschäftsführer, Vaterstetten

Samuel K. Lee, Rechtsanwalt (Gesellschaftsrecht), Santa Clara, USA


Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt.

Die Gesamtbezüge der im Geschäftsjahr 2022/2023 tätigen Geschäftsführer betrugen im Berichtsjahr TEUR 654 (i. Vj. TEUR 829). In Vorjahren ausgeschiedene Mitglieder der Geschäftsführung erhielten im Geschäftsjahr 2022/2023 Bezüge in Höhe von TEUR 1.019 (i. Vj. TEUR 1.319).

5.4 Mutterunternehmen

Mit Wirkung vom 24. September 2012 wurde die Applied Materials Netherlands B.V., Hoofddorp, Niederlande, neue alleinige Gesellschafterin der Applied Materials GmbH. Diese erstellt selbst keinen Konzernabschluss. Oberste Konzernspitze ist die Applied Materials, Inc., Santa Clara, California, USA, deren Konzernabschluss unter folgender Adresse erhältlich ist:

Applied Materials, Inc.
3050 Bowers Avenue Santa Clara, CA 95-054-3299/USA
5.5 Abschlussprüferhonorare

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden für Abschlussprüfungen der Applied Materials GmbH keine Kosten als Aufwand erfasst, da diese zentral innerhalb des Konzerns übernommen wurden.

Für das Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird auf den Konzernabschluss der Applied Materials, Inc. verwiesen.

5.6 Ausschüttungssperre

Entsprechend § 268 Abs. 8 HGB stehen bestimmte Beträge der frei verfügbaren Rücklagen und eines Gewinnvortrags nicht zur Ausschüttung zur Verfügung ("Ausschüttungssperre"). In Höhe des Betrages von TEUR 6.515 um den der Zeitwert des Deckungsvermögens (TEUR 106.951) die Anschaffungskosten (TEUR 100.435) übersteigt, besteht eine Ausschüttungssperre.

Im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ist nach § 253 Abs. 6 HGB der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln. In Höhe des Betrages, um den der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung bei Annahme eines siebenjährigen Zinssatzes den Erfüllungsbetrag bei Annahme eines zehnjährigen Zinssatzes übersteigt, besteht eine Ausschüttungssperre. Die Ausschüttungssperre hierfür liegt bei TEUR 1.838 (i. Vj. TEUR 8.956) im Geschäftsjahr 2022/2023.

5.7 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt dem Alleingesellschafter vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 15.455 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

5.8 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Dresden,

Applied Materials GmbH

Bernhard Schneider, Geschäftsführer

Thomas Haas, Geschäftsführer

Samuel K. Lee, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023


Anschaffungs- und Herstellungskosten

Vortrag

Stand

1.11.2022 Zugänge Abgänge 31.10.2023

EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Software 2.138.775,69 0,00 12.319,96 2.126.455,73
II. Sachanlagen



1. Technische Anlagen und Maschinen 3.012.391,47 989.820,37 32.742,56 3.969.469,28
2. Andere Anlagen, Betriebs- und



Geschäftsausstattung 2.160.131,46 120.126,87 140.970,84 2.139.287,49

5.172.522,93 1.109.947,24 173.713,40 6.108.756,77
III. Finanzanlagen



Anteile an verbundenen Unternehmen 199.728,71 0,00 0,00 199.728,71

7.511.027,33 1.109.947,24 186.033,36 8.434.941,21

Abschreibungen

Vortrag

Stand

1.11.2022 Zugänge Abgänge 31.10.2023

EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Software 2.137.417,69 1.358,00 12.319,96 2.126.455,73
II. Sachanlagen



1. Technische Anlagen und Maschinen 2.174.280,47 259.859,37 30.584,56 2.403.555,28
2. Andere Anlagen, Betriebs- und



Geschäftsausstattung 1.786.263,46 121.762,87 138.967,84 1.769.058,49

3.960.543,93 381.622,24 169.552,40 4.172.613,77
III. Finanzanlagen



Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00

6.097.961,62 382.980,24 181.872,36 6.299.069,50

Buchwerte

31.10.2023 31.10.2022

EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Software 0,00 1.358,00
II. Sachanlagen

1. Technische Anlagen und Maschinen 1.565.914,00 838.111,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung 370.229,00 373.868,00

1.936.143,00 1.211.979,00
III. Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen 199.728,71 199.728,71

2.135.871,71 1.413.065,71

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die Applied Materials GmbH, Dresden
Prü­fungs­ur­teile

Wir haben den Jahresabschluss der Applied Materials GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Applied Materials GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prü­fung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prü­fung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prü­fungs­ur­teile

Wir haben unsere Prü­fung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprü­fer (IDW) festgestellten deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Ab­schluss­prü­fung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Ver­ant­wortung des Abschlussprü­fers für die Prü­fung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prü­fungs­ur­teile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprü­fers für die Prü­fung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prü­fung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prü­fungs­ur­teile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprü­fer (IDW) festgestellten deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Ab­schluss­prü­fung‌ durchgeführte Prü­fung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prü­fung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prü­fungs­ur­teile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prü­fung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prü­fung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prü­fungs­ur­teil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unan­gemessen sind, unser jeweiliges Prü­fungs­ur­teil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzes­entsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prü­fungs­ur­teil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prü­fung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prü­fung feststellen.

 

Leipzig, den 2. Oktober 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lauer, Wirtschaftsprüfer

Conrad, Wirtschaftsprüferin

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