Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 175205
Vorher
GfA exdata Computersysteme Holding GmbH
Eingetragen
17.2.1998
Branche
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Vertrieb von Computern und Computersystemen sowie Erbringung von Datenservice jeglicher Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ute Neuner
seit 9.2.2023
Prokura
Geschäftsführer
Sheri Anne Robinson
seit 3.5.2022
Geschäftsführer
Prokura
Monica Suarez
seit 8.12.2020
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kalamazoo Computer Group International B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
DCS European Holdings B.V.
Netherlands
104.300 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cardis Reynolds GmbH

Murnau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 8.314.045,51 7.803.778,84
2. Sonstige betriebliche Erträge 108.214,41 143.101,03
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Ware -1.111.593,82 -1.212.702,20
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.792.284,14 -3.967.255,75
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -887.278,50 -639.145,01
- davon für Altersversorgung EUR 153.732,00 (Vj. EUR 0,00)
-4.679.562,64 -4.606.400,76
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -51.999,92 -45.420,85
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.380.755,73 -1.242.227,42
- davon aus Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj. EUR 126,80)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 191.325,79 95.396,57
- davon von verbundenen Unternehmen EUR 188.168,00 (Vj. EUR 86.832,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -25.099,13 -63.206,77
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 25.099,13 (Vj. EUR 56.665,00)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen auf Wertpapiere des UV -5.500.000,00 0,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -223.986,61 -80.753,62
11. Ergebnis nach Steuern -4.359.412,14 791.564,82
12. Jahresfehlbetrag/-überschuss -4.359.412,14 791.564,82

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.698,68 13.003,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.689,14 27.397,40
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 117.074,31 114.871,95
142.763,45 142.269,35
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 11.000.000,00 11.000.000,00
11.155.462,13 11.155.272,50
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Unfertige Erzeugnisse 42.380,07 81.444,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 224.511,79 88.661,44
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 5.500.000,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 41.434,34 87.761,94
265.946,13 5.676.423,38
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.408.747,57 1.377.670,57
2.717.073,77 7.135.538,48
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 13.935.203,59 18.330.057,02

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 53.327,74 53.327,74
II. Gewinnvortrag 15.479.860,97 14.688.296,15
III. Jahresfehlbetrag/-überschuss -4.359.412,14 791.564,82
11.173.776,57 15.533.188,71
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.994.976,00 1.940.335,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 106.927,51
3. Sonstige Rückstellungen 585.288,63 598.672,27
2.580.264,63 2.645.934,78
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 618,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 100.341,80 75.008,99
3. Verb. gegenüber verb. Unternehmen 13.841,84 12.221,49
4. Sonstige Verbindlichkeiten 65.975,51 62.081,81
- davon aus Steuern EUR 59.287,21 (Vj. EUR. 59.836,94)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 403,82 (Vj. EUR 38,84)
180.159,15 149.930,29
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.003,24 1.003,24
13.935.203,59 18.330.057,02

Anhang für 2023

I. Allgemeine Erläuterungen

Die Gesellschaft ist mit der Firma CARDIS Reynolds GmbH mit Sitz in Murnau im Handelsregister unter der Nummer 175205 beim Amtsgericht München eingetragen.

Der Jahresabschluss der CARDIS Reynolds GmbH, Murnau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Gemäß § 267 Abs. 1 HGB gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt.

Neuzugänge werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000 wurden im Jahr des Zugangs zusammengefasst und werden auf fünf Jahre abgeschrieben.

Bei gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten (EDV-Software) wird eine Abschreibungsdauer von drei Jahren zu Grunde gelegt.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der übrigen Sachanlagen beträgt drei bis vierzehn Jahre und befindet sich in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen werden zum Nennwert angesetzt.

Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Kreditrisiko erfolgt ein pauschaler Abschlag.

Die flüssigen Mittel wurden zum Nominalwert bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet, soweit Ausgaben Aufwand künftiger Geschäftsjahre darstellen.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwert. Der Rechnungszins gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %), der Rententrend wurde mit 2,25 % berücksichtigt. Für die Barwertermittlung kommt überdies die sog. Projected-Unit-Credit-Methode auf Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zur Anwendung.

Für die Berechnung des Durchschnittszinssatzes nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB verwendet die Gesellschaft zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 den durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich aus dieser Anwendung ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 16.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag nach diesem Stichtag darstellen.

Latente Steuern werden auf Basis des Temporary Konzepts gebildet. Ein Passivposten für latente Steuern wird gebildet, wenn sich zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen ergeben, die sich in Zukunft voraussichtlich abbauen, und sich daraus eine Steuerbelastung ergibt. Ergeben sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen Steuerentlastungen, so erfolgt eine Berücksichtigung maximal bis zur Höhe passiver latenter Steuern aus anderen Bewertungsdifferenzen. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 29,125 % zugrunde.

Geschäftsvorfälle, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden auf Basis des Kurses zum Transaktionszeitpunkt in Euro umgerechnet. Die Bewertung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag erfolgte in Übereinstimmung mit § 256a HGB unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Ansätze für lang- und kurzfristige Forderungen- und Verbindlichkeiten. Die kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag in Höhe von TEUR 23 enthalten, welcher eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahre aufweist.

Aufgrund eines Darlehensverzichts wurde im Geschäftsjahr eine Forderung in Höhe von TEUR 5.500 erfolgswirksam ausgebucht.

Die restlichen Forderungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern (TEUR 480) aufgrund unterschiedlicher Wertansätze in Handels- und Steuerbilanz sowie steuerlichen Verlustvorträge wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt DM 104.300 (EUR 53.327,74).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen in einer Gesamthöhe von TEUR 497 (Vorjahr: TEUR 513).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sicherheiten bestehen keine.

IV. Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen TEUR 420.

Gesellschaftsorgane/Geschäftsführer

Philipp Salm-Reifferscheidt, operativer Geschäftsführer, Planegg

Norman Thomas Barras Jr., CEO der Reynolds & Reynolds Company, Houston, USA

Sheri Anne Robinson, CFO der Reynolds & Reynolds Company, Magnolia, USA

Christopher Brian Walsh, President der Reynolds & Reynolds Company, Dayton, USA

Von der Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 77 Mitarbeiter, davon Vollzeit 61 und 16 Teilzeit (Enthalten sind ein Geschäftsführer und 9 Auszubildende). Die Zugehörigkeit nach Gruppen gliedert sich wie folgt:

2023 2022
Vollzeitbeschäftigte 61 62
Teilzeitbeschäftigte 16 15
Davon im Mutterschaftsurlaub befindliche Arbeitnehmerinnen 0 1

Konzernangaben

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die UCS Holding Inc. mit Sitz in Delaware (USA). Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird von der UCS Systems Ltd. mit Sitz in Birmingham, UK, aufgestellt. Beide Konzernabschlüsse sind am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 11.120.448,83 bestehend aus dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 15.479.860,97 und dem Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von EUR -4.359.412,14 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der CARDIS Reynolds GmbH haben.

 

Murnau, den 26. Juni 2024

Norman Thomas Barras Jr.

Christopher Brian Walsh

Sheri Anne Robinson

Philipp Salm-Reifferscheidt

Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023

I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die CARDIS Reynolds GmbH, ansässig in Murnau am Staffelsee, ist seit fast vier Jahrzehnten erfolgreich in der Entwicklung und Implementierung von Automotive IT-Solutions tätig. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 77 Mitarbeiter beschäftigt. Zu unseren Kunden zählen vornehmlich BMW- sowie Renault-Händler und -Werkstätten mit knapp 10.000 Usern. Unsere Kunden arbeiten primär mit unseren Produkten FORMEL 1 evolution und EuroPlus.

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

2. Forschung und Entwicklung

Die Migration von FORMEL 1 Classic zu FORMEL 1 evolution ist abgeschlossen. Darüber hinaus wurde auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der zentralen Auftragsabwicklung (Service und Teilegeschäft) unseres Dealer Management Systems (DMS) FORMEL 1 evolution fokussiert. Auch die IDEA-Ausgabe zur Vereinfachung der Betriebsprüfung wurde entwickelt. Parallel werden relevante Herstelleranforderungen geprüft und bei Bedarf umgesetzt. Die Optimierung unserer Schnittstellen, insbesondere auch zur Anbindung externer Systeme und Dienstleister, wird bearbeitet.

Nach erfolgreicher Basis-Zertifizierung durch die Hyundai Motors Deutschland GmbH wird die Erweiterung der Hyundai-Funktionalitäten aus der Premium-Zertifizierung parallel evaluiert. Damit soll unseren Kunden das Arbeiten mit dem Hersteller Hyundai erleichtert und die Anforderungen an die Digitalisierung erfüllt werden. Potential für Wachstum bei unseren Kunden und damit bei uns selbst wird neben Hyundai auch in der Marke Kia gesehen, weshalb auch hier die Schnittstellenanforderungen für die Zertifizierung geprüft und für 2024 angestrebt werden.

Ein wichtiger Pfeiler hierfür ist weiterhin die Investition in personelle Maßnahmen der Bereiche Produktmanagement, Systemprogrammierung sowie Entwicklung - insbesondere im Bereich der Auszubildenden.

Eine Aktivierung der geleisteten Aufwendungen in diesem Zusammenhang wurde nicht vorgenommen.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Autohandel steckt in einer schwierigen Phase. Wenig Nachfrage nach Neufahrzeugen seitens der Privatkunden, ein wachsendes Angebot an teuer eingekauften Gebrauchtwagen und eine spürbare Zurückhaltung der Endverbraucher prägten das Jahr 2023. Die Einstellung der Förderung von E-Autos für Gewerbekunden im August verschärfte die Lage zusätzlich. Gewerbliche Neuzulassungen machen zwei Drittel aller Neuzulassungen aus und sind entscheidend, da sie nach kurzer Zeit als attraktive Gebrauchtwagen auf den Markt kommen. Allerdings bleiben immer mehr Fahrzeuge zu lange beim Händler und verursachen Kosten. Die Aussichten für 2024 sind eher pessimistisch, da E-Autos kaum gefragt sind und mit hohem Aufwand verkauft werden müssen. Die Politik wird von vielen Händlern kritisiert, da sie ausschließlich auf Elektromobilität setzt. Insgesamt eine herausfordernde Zeit für den Handel, der die Mobilität in Deutschland sicherstellen muss.

Zulassungen in Deutschland 1 2022 2023
BMW / MINI 249.86 279.09
4 8
Renault / DACIA 140.25 136.89
1 7
Total 390.11 415.99
5 5

Erlösseitig wurde im Jahr 2023 das angestrebte Umsatzziel von 2.273 TEUR (ohne Wartungserlöse) mit 2.303 TEUR leicht übertroffen. Somit wurde im Vergleich zum Vorjahr mit 2.277 TEUR wieder eine leichte Steigerung erreicht. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 betrug 324 TEUR.

Diese signifikante Abnahme des Auftragsbestandes resultiert aus der starken Zurückhaltung des Handels in Neuinvestitionen. Auslöser hierfür ist primär die Umstrukturierung des BMW Vertriebssystems und der unsicheren Vertragslage einzelner Autohäuser. Das bestehende Vertragshändler-System soll schrittweise abgeschafft werden und im Rahmen des TNR (The New Retail) durch ein Agenturgeschäft ersetzt werden. MINI soll ab Oktober 2024 starten, während BMW voraussichtlich im Jahr 2026 folgt. Die Hauptmotivation für diese Veränderung liegt in dem Wunsch, geringere Rabatte beim Verkauf von Neuwagen durchzusetzen und direkten Kontakt zu den Endkunden zu erhalten. Die Fahrzeugrechnung wird künftig im Namen der BMW Group ausgestellt, was zu geringeren Umsätzen bei den Autohäusern führt. Gleichzeitig entfällt die Notwendigkeit, Lagerwagen auf eigene Kosten vorzuhalten, was die Liquidität verbessern soll. Die Händler agieren dann als Vermittler zwischen Hersteller und Endkunde. Es bleibt jedoch die Frage, ob der Neuwagen-Verkauf für die Autohäuser unter den neuen Bedingungen weiterhin auskömmlich ist. Dies wird essenziell von den Vertragsverhandlungen abhängen, die im Oktober 2023 ihren Abschluss finden sollten.

Der Vertrieb von Neufahrzeugen im Agenturgeschäft wird vermutlich zu einer weiteren Konsolidierung der BMW-Händler zu großen Autohandelsgruppen führen. Durch den hohen Marktanteil von FORMEL 1 evolution im BMW-Handel (ca. 65 % der Standorte, ausgenommen Niederlassungen) ist davon auszugehen, dass die derzeitigen User erhalten bleiben oder sogar weiter ansteigen, was einen positiven Ausblick auf die Wartungserlöse ergibt.

2. Gesamtaussage

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die CARDIS Reynolds GmbH wieder eine starke wirtschaftliche Leistung verzeichnen und alle gesteckten Ziele erreichen, teilweise sogar mit Übererfüllung. Das Betriebsergebnis belief sich auf 1.198 TEUR und lag damit 43 % über dem Vorjahreswert.

Basierend auf unserer aktuellen Markteinschätzung gehen wir davon aus, dass die CARDIS Reynolds GmbH im Geschäftsjahr 2024 eine konstante Umsatz- und Ertragssituation verzeichnen wird. Erste Anzeichen der vorab angesprochenen Konsolidierung lassen sich bereits wahrnehmen.

Unser Unternehmen weist unverändert eine sehr solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist beständig.

Das Wartungsgeschäft bleibt weiterhin unsere wesentliche Erlösquelle und beläuft sich im Jahr 2023 auf rund 72 % des Gesamtumsatzes. Die Leistung des Wartungsgeschäfts wird maßgeblich durch die Gewinnung neuer Kunden, aber auch durch Insolvenzen oder Kundenabwanderungen zu Wettbewerbern beeinflusst.

Als führender Anbieter von DMS-Systemen in Deutschland konnten wir unseren Marktanteil erfolgreich halten. Dabei haben wir 38 neue Standorte hinzugewonnen, während wir lediglich 16 Standorte an Mitbewerber abgeben mussten. Zusätzlich verloren wir 41 Standorte aufgrund von Umständen wie fehlender Nachfolgeregelung und/oder Alter der Inhaber. Diese betrafen jedoch hauptsächlich sehr kleine Händler. Forderungsverluste sind daraus nicht entstanden.

Unser vorrangiges Ziel ist es, unsere Kunden in dem sich abzeichnenden Konsolidierungsmarkt zu unterstützen und ihnen zeitgemäße, flexible Lösungen anzubieten.

Insgesamt ist unsere wirtschaftliche Lage als sehr wertbeständig einzustufen.

3. Lage

a) Ertragslage

Grundsätzlich unterscheiden wir in der Organisation zwischen Wartungserlösen bzw. Bestandskunden und dem Neukundengeschäft. Die Umsatzerlöse sind insgesamt von 7.804 TEUR (2022) auf 8.314 TEUR (2023) gestiegen, wobei der Großteil der Umsatzerlöse aus den Wartungserlösen resultiert. Diese sind in Höhe von 6.006 TEUR im Vergleich zum Vorjahr mit 5.527 TEUR gestiegen.

Der Erlös im Neugeschäft konnte wie erhofft wieder leicht gesteigert werden und übertraf die budgetieren Ziele von 2.273 TEUR mit 2.308 TEUR um 30 TEUR.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte eine deutliche Reduktion des Materialaufwands verzeichnet werden, insbesondere im New Business Bereich, wo der Materialaufwand von im Vorjahr 27,9 % auf 20,2 % gesenkt wurde. Diese positive Entwicklung ist hauptsächlich auf die Verringerung des Anteils an Hardware- und Drittanbieter-Software-Umsätzen zurückzuführen, die hohe Drittkosten verursachen. Stattdessen hat sich der Umsatzmix zugunsten eigener Softwarelösungen und Serviceangebote verschoben. Der Materialaufwand bei Bestandskunden blieb hingegen nahezu unverändert. Die Personalkosten haben sich im Vergleich zu den Vorjahren kontinuierlich auf dem gleichen Niveau gehalten. Die Zinsaufwandskomponente für Pensionsrückstellungen hat sich mit 25 TEUR im Vergleich zum Vorjahr um erhebliche 43,8% reduziert.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 43 % gestiegen. Das Jahresergebnis ist von TEUR 792 auf TEUR -4.359 gesunken. Dies resultiert aus der Ausbuchung der Darlehensforderung gegenüber Reynolds and Reynolds Limited. Bereinigt um diesen Vorgang würde sich ein Jahresüberschuss von 1.141 TEUR ergeben.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement des Unternehmens ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu erhalten. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 0,9% der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Ersatzinvestitionen erfolgten kontinuierlich aus Eigenmitteln.

Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Die Liquidität ist im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederholt gestiegen. Im Jahr 2021 wurden 9.000 TEUR an liquiden Mitteln in Wertpapiere investiert, deren Betrag im Jahr 2022 um weitere 2.000 TEUR erhöht wurde. Diese Investitionen wurden dem Finanzanlagevermögen zugeordnet.

Eine wesentliche Entscheidung im abgelaufenen Geschäftsjahr betraf einen Darlehensverzicht in Höhe von TEUR 5.500 gegenüber unserer britischen Tochtergesellschaft. Diese Entscheidung wurde von der Muttergesellschaft The Reynolds and Reynolds Company of Ohio, USA, getroffen.

Neben Deutschland haben auch Frankreich und die Niederlande auf ihre Forderungen verzichtet.

Alle betroffenen Gesellschaften, einschließlich der deutschen, französischen und niederländischen Länderorganisationen, sind hundertprozentige Tochtergesellschaften von The Reynolds and Reynolds Company of Ohio, USA.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Das Sachanlagevermögen ist durch planmäßige Abschreibungen bei moderaten Investitionen von 142 TEUR auf 143 TEUR gestiegen.

Das Umlaufvermögen ist weitgehend geprägt durch liquide Mittel.

Durch die positive Ertragslage bzw. Erzielung positiver Cashflows verbesserte die Gesellschaft ihre finanzielle Position erneut.

Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresfehlbetrag um -4.359 TEUR auf 11.174 TEUR verringert.

Daneben bestimmen die Rückstellungen die Passivseite (2.578 TEUR), die etwa zu 77 % auf Pensionsrückstellungen entfallen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter und Brutto-Umsatzrendite heran.

Bei den Mitarbeitern sind 1 Geschäftsführer und 9 Auszubildende mitgezählt. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.

Der durchschnittliche Umsatz pro Angestellten (ausgenommen Geschäftsführer und Auszubildende) beläuft sich auf 124 TEUR. Die Brutto-Umsatzrendite liegt bei 16,41 %.

5. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Es erfolgt keine Steuerung nach nicht finanziellen Leistungsindikatoren.

III. PROGNOSEBERICHT

Der deutsche Pkw-Markt wird im laufenden Jahr voraussichtlich schrumpfen. Der Branchenverband VDA rechnet mit 2,8 Millionen Neuzulassungen, was einem Minus von einem Prozent entspricht. Die Neuzulassungen von Elektroautos sollen um 14 Prozent auf 451.000 Fahrzeuge sinken, während die Zahl der Plug-in-Hybride um fünf Prozent auf 185.000 steigen soll. Die Inlandsproduktion wird aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Schwäche bei 4,1 Mio. Fahrzeugen verharren. Die Auslandsproduktion deutscher Marken könnte um vier Prozent auf 10,6 Mio. Pkw zulegen. Der Export wird voraussichtlich um ein Prozent auf 3,1 Mio. Pkw steigen. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller erwartet mit 2,85 Mio. Neuzulassungen ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe geht von rund 2,65 Millionen Neuzulassungen aus. Die unterschiedlichen Prognosen spiegeln die Unsicherheit im Markt wider.

Um das positive Wachstum unseres Unternehmens zu fördern, werden wir kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Erweiterung von FORMEL 1 evolution arbeiten. Dies beinhaltet die Festlegung und Umsetzung von gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die Implementierung von Funktionen, die sowohl für die Hersteller BMW und Renault als auch für unsere bestehenden Kunden von entscheidender Bedeutung sind. Gleichzeitig werden wir auch die Anforderungen und Schnittstellen für potenzielle zukünftige Hersteller im Blick behalten. Die Gewinnung neuer Kunden bleibt ebenfalls ein zentraler Fokus, basierend auf unseren bisherigen Erfolgen.

Es sind keine wesentlichen Veränderungen in unserer Geschäftspolitik geplant. Dank langfristig vereinbarter Wartungsverträge können wir für das Jahr 2024 einen stabilen Geschäftsverlauf erwarten, einschließlich eines konstanten Umsatzes pro Mitarbeiter und einer unveränderten Brutto-Umsatzrendite. Unsere Position als einer der führenden Anbieter von IT-Lösungen für BMW- und Renault-Händler bleibt für das Geschäftsjahr 2024 weiterhin solide und gesichert.

IV. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1. Risikobericht

Das Risikomanagement beinhaltet regelmäßige Auswertungen von Unternehmensdaten, die für die Bewertung der finanziellen Situation und Leistungsfähigkeit unerlässlich sind. Monatliche Berichte werden erstellt, um Kennzahlen wie Umsatzerlöse, Margen und detaillierte Kostenanalysen zu verfolgen.

Zusätzlich werden Indikatoren wie Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterfeedback berücksichtigt. Aktuell gibt es keine erkennbaren Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Chancen und Risiken, die nicht in den monatlichen Prognosen oder im Budget berücksichtigt sind, werden in den Standardberichten der Fachbereiche behandelt. In den etablierten Management-Meetings, an denen das europäische Management beteiligt ist, werden Chancen und Risiken regelmäßig diskutiert. Dies trägt wesentlich zur ganzheitlichen Unternehmenssteuerung und der laufenden Unternehmensplanung bei.

Um unsere Systeme kontinuierlich zu erweitern und attraktive Lösungen für unsere Kunden anzubieten, arbeiten wir eng mit ihnen zusammen, um ständig an neuen Add-On-Produkten zu arbeiten. Dies schafft auch zukünftige Chancen für Neugeschäft.

Ertragsorientierte Risiken

Obwohl Experten mit mehr Unternehmensinsolvenzen gerechnet haben, da viele Betriebe die Folgen der Pandemie nicht auffangen könnten, war in unserem Kundenkreis kein Insolvenzfall zu verzeichnen. Lediglich 5,9% unseres Gesamtforderungsvolumens aus Lieferungen und Leistungen mussten aufgrund von Zahlungsverzögerungen, die älter als 30 Tage waren, wertberichtigt werden. Darüber hinaus werden wir unseren Marktanteil bei den großen Autohausgruppen beibehalten und mittelfristig weiter ausbauen.

Bei allen größeren Projekten führen wir vor Vertragsabschluss eine gründliche Bonitätsprüfung unserer Kunden durch und setzen erfahrene Projektmanager ein, um eine reibungslose Auftragsabwicklung zu gewährleisten. Zudem legen wir großen Wert auf die transparente Darstellung des aktuellen Auftragsstands, um sicherzustellen, dass die Zahlungen entsprechend dem Fortschritt der Aufträge geplant werden und somit das Risiko von Zahlungsausfällen minimiert wird.

Des Weiteren beziehen wir bereits in unserer Bilanz zurückgestellte Risiken in spezifische standardisierte Analysen und Berichte ein, um eine umfassende Betrachtung der Risikosituation zu gewährleisten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der soliden Liquiditäts- und Eigenkapitalposition unseres Unternehmens sind derzeit keinerlei Anzeichen für Liquiditätsrisiken erkennbar. Unsere Gesellschaft wird ausschließlich durch Eigenkapital finanziert. Währungsrisiken sind ausgeschlossen. Die gegenwärtige Liquiditätssituation erweist sich als äußerst zufriedenstellend und es sind keinerlei Engpässe zu erwarten.

2. Chancenbericht

BMW-Autohäusern, die das DMS INCADEA einsetzen, werden durch Qualifizierungs- und Zertifizierungsmaßnahmen der BMW Group alternative Anbieter von Dealer Management Systemen (DMS) aufgezeigt. Da unser DMS FORMEL 1 evolution erfolgreich im deutschen Markt etabliert ist, streben wir in den kommenden Jahren an, weitere BMW-Händler von den Vorteilen des Einsatzes von FORMEL 1 evolution zu überzeugen. Die erfolgreiche BMW-PKW-Zertifizierung und die Zertifizierung von FORMEL 1 evolution für BMW-Motorrad haben die erforderlichen Voraussetzungen hierfür geschaffen.

Die BMW-CARDIS-Entwicklungspartnerschaft für die neu etablierten RIS (Retail Integration System) API mit der BMW Group, die auch 2024 fortgeführt wird, unterstreicht die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Hersteller.

Auch daher sind wir überzeugt, dass unsere Lösungen für effiziente Prozesse eine hohe Systemqualität bieten und dass viele unserer Komponenten auch in Bezug auf Ressourceneffizienz Maßstäbe setzen. Wir erkennen auch Chancen in unseren Entwicklungsinitiativen, bei denen wir technologisch an der Bewältigung der wichtigsten zukünftigen Herausforderungen mitarbeiten.

Ein leistungsstarkes, stabiles und markenübergreifendes Dealer Management System ist ein wichtiger Erfolgsfaktor im Fahrzeughandel. Mit unserer langjährigen Erfahrung und der hohen Qualität unserer Produkte sind wir in der Lage, dies dem Markt anzubieten. Wir werden uns weiterhin in unserem Wettbewerbsumfeld behaupten, indem wir Zuverlässigkeit, Innovationen und individuelle Kundenbetreuung bieten.

3. Gesamtaussage

Die Fahrzeugknappheit, die durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg im vergangenen Jahr verursacht wurde, ist überwunden. Im Verlauf des Jahres 2023 hat sich der Gebrauchtwagenmarkt wieder in einen stabilen Zustand versetzt.

Zwar ist das Preisniveau im Vergleich zum Vorjahr nach wie vor hoch, seit Ende des ersten Quartals sind jedoch Preisrückgänge bei den Gebrauchtwagen zu verzeichnen.

Die Trendumkehr ist vor allem auf die verbesserte Neuwagenverfügbarkeit, das steigende Angebot an Gebrauchtfahrzeugen und die verhaltene Nachfrage der Verbraucher zurückzuführen. In Kombination drücken sie die Preise entsprechend.

Das Kfz-Servicegeschäft bewegt sich auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Die durchschnittliche Werkstattauslastung lag bei rund 85 %. Gründe hierfür sind nach wie vor das hohe Durchschnittsalter und der insgesamt wachsende Fahrzeugbestand.

Die Ertragslage des Handels stellt sich im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr schlechter dar. Der Deckungsbeitrag III hat sich sowohl im Neu- als auch im Gebrauchtwagengeschäft verschlechtert, während er sich im Teile- und Servicegeschäft gegenüber dem Vorjahr verbessert hat. Im Fahrzeugbereich ist der Rückgang auf eine Normalisierung der Marktsituation zurückzuführen. Aufgrund der rückläufigen Deckungsbeiträge III bei gleichzeitig höheren indirekten Kosten hat sich die Umsatzrendite auf durchschnittlich 2,2 % im Jahr 2023 reduziert.

Die stabile wirtschaftliche Basis des Unternehmens wird durch verschiedene Faktoren im Jahr 2023 belegt, insbesondere durch die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Die Geschäftsentwicklung entspricht den Erwartungen und Zielen der Gesellschaft für das Jahr 2023. Diese Beurteilung berücksichtigt auch Erkenntnisse, die nach Ende des Berichtszeitraums gewonnen wurden.

V. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Das Unternehmen hat verschiedene Finanzinstrumente in seinem Portfolio, darunter Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Kundenstamm des Unternehmens ist solvent und besitzt eine starke Bonität. Forderungsausfälle sind äußerst selten. Zudem ist bedeutungsvoll, dass eine langjährige Zusammenarbeit mit den meisten Kunden besteht. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen.

Das Finanz- und Risikomanagement des Unternehmens zielt darauf ab, den Unternehmenserfolg vor finanziellen Risiken jeglicher Art zu schützen. Bei der Verwaltung der Finanzpositionen wird eine konservative Risikopolitik verfolgt. Um das Liquiditätsrisiko abzusichern, wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen umfassenden Überblick über die geplanten Geldzuflüsse und -abflüsse bietet.

Wenn bei finanziellen Vermögenswerten Anzeichen für Ausfallrisiken oder Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Das Unternehmen verfügt über ein angemessenes Debitorenmanagement, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu minimieren. Dies trägt zur Reduzierung potenzieller Ausfallrisiken bei.

 

Murnau, den 26. Juni 2024

Norman Thomas Barras Jr.

Sheri Anne Robinson

Christopher Brian Walsh

Philipp Salm-Reifferscheidt

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Cardis Reynolds GmbH, Murnau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cardis Reynolds GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cardis Reynolds GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 24. Juni 2024

INTARIA AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

Christian Roller, Wirtschaftsprüfer

Kristin Güra, Wirtschaftsprüferin

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