ProTech Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marco Mülich seit 13.8.2025 | Prokura |
Siripong Gräf-Sternagel seit 7.2.2025 | Prokura |
Hendrik Springmann seit 21.6.2023 | Prokura |
Bernd Dr.-Ing. Genenger seit 21.6.2023 | Geschäftsführer |
Anthony Dipl.-Ing. (TH) Blumberg seit 26.1.2021 | Prokura |
Alexandre M. Eng. MBA Stehlin seit 26.1.2021 | Prokura |
Harald Bechmann seit 7.2.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Buss-SMS-Canzler GmbHButzbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023A Grundlagen des UnternehmensI GeschäftsmodellBuss-SMS-Canzler hat 2019 sein 100-jähriges Jubiläum feiern dürfen, gegründet wurde das Unternehmen im März 1919, die Eintragung ins Handelsregister folgte im April 1919. Buss-SMS-Canzler zählt international zu den führenden Anbietern von Verfahren zur thermischen Trennung schwer handhabbarer Stoffgemische. Der besondere Kundennutzen ergibt sich dabei aus der jahrzehntelangen Erfahrung, der weltweiten Präsenz und der großen technologischen Bandbreite, über die das Unternehmen verfügt. Wir entwickeln und fertigen Maschinen und Anlagen für Verdampfungs-, Trocknungs- und Hochviskostechnik. Weltweit arbeiten wir für renommierte Unternehmen der Kunststoff-, Faser-, Polymer-, Spezialitäten-, Agro-, Öl-/Fett-, Petro-, Fein-, Grundstoff-, Biochemie und Lebensmittelindustrie; ebenso für Unternehmen der pharmazeutischen Chemie sowie der Umwelt- und Energiewirtschaft. Im Dialog führen wir als Planer und Ausführender durch alle Projektphasen: von der verfahrenstechnischen Auslegung über Versuche, Engineering, Konstruktion, Fertigung und Dokumentation bis zu Montage, Inbetriebnahme und After-Sales-Service. Das Ziel von Buss-SMS-Canzler ist es dabei, stets ökonomische Lösungen für die verfahrenstechnischen Fragestellungen unserer Kunden zu finden, wobei wir unsere kontinuierlichen Verfahrenstechnologien zum Verdampfen, Trocknen, Reagieren, Mischen, Entgasen, Entmonomerisieren von Produkten wie Flüssigkeiten, Slurries, Polymerlösungen und -schmelzen, Rückständen, Schlämmen, Pulvern, Filterkuchen und Granulaten individuell angepasst zum Einsatz bringen. Es entstehen kundenspezifische Prozesslösungen in Form maßgeschneiderter Ausrüstungen und Anlagen. Die Hauptelemente der Buss-SMS-Canzler Strategie sind:
Buss-SMS-Canzler gliedert sich in die sechs Bereiche "Engineering Apparatebau", "Produktion Apparatebau", "Vertrieb & Marketing", "Verfahrenstechnik Verdampfung & Anlagenplanung", "Verfahrenstechnik Trocknung/Hochviskos & Versuchsbetrieb" sowie "Finanzen & Verwaltung". Um den anspruchsvollen technischen Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden, sind häufig umfangreiche Versuche mit Produkt notwendig. Hierfür verfügt Buss-SMS-Canzler über ein modernes Technikum mit einer großen Zahl verschiedener Labor- und Pilotanlagen in Pratteln, Schweiz. Die Produktion am Standort Butzbach ist optimal ausgerüstet für den Bau unserer verfahrenstechnischen Kernkomponenten, die als überwiegende Schweißkonstruktion mit hohen Toleranzanforderungen eine besondere Fertigungskompetenz verlangen, insbesondere, da ein sehr großer Bereich aus Sicht der verarbeiteten Werkstoffe und der Bauteilgrößen/-gewichte abzudecken ist. Ingenieurtechnisch verfügen wir über Kernkompetenzen in den Bereichen Apparate- und Maschinenkonstruktion, Schweißtechnik, Verfahrenstechnik und Anlagenplanung. Die Kombination dieser Kompetenzen führt zu wirtschaftlichen und konkurrenzfähigen technologischen Lösungen. Um unsere Technologieführerschaft auch zukünftig sicherzustellen, wurde in 2017 eine Zweigniederlassung in Erlangen gegründet, welche sich schwerpunktmäßig mit numerischen Berechnungen auf Basis von CFD-Simulationen und FEM-Untersuchungen beschäftigt. Um als mittelgroßes Unternehmen der Anforderung einer weltweiten Präsenz gerecht werden zu können, wird der eigene Vertrieb durch ein Netz von lokal in den wichtigen Ländern verankerten Handelsvertretern sowie Kooperationspartnern für bestimmte Schwerpunktanwendungen unterstützt. In diesem Sinne wurde zur Intensivierung unserer Aktivitäten in Japan im November 2016 ein eigenes Vertriebsbüro in Osaka gegründet. Fertigung, Beschaffung, Lager, Qualitätssicherung sowie das Finanzwesen und die Verwaltung befinden sich alle an unserem Hauptsitz in Butzbach, Deutschland. Die Bereiche Vertrieb & Marketing sowie Verfahrenstechnik befinden sich je nach Produktgruppe an unserem Hauptsitz oder in unseren Zweigniederlassungen in Pratteln (Schweiz) und Düren, während die Konstruktion am Hauptsitz Butzbach und in der Zweigniederlassung Düren aktiv ist. Nachfolgend die durchschnittliche Mitarbeiterzahl in 2023:
Der durchschnittliche Jahresumsatz der Buss-SMS-Canzler GmbH lag in den Jahren 2018 - 2023 bei rund 56,9 Mio. EUR. Dabei verteilt sich der Umsatz in diesem Zeitraum global zu 30% auf Europa, zu 65% auf Asien und zu 5% auf den Rest der Welt. Damit decken wir gleichermaßen die traditionellen Industriestaaten und die Schwellenländer mit hohen Wachstumsraten ab. Beides ist gleichermaßen wichtig, da große Investitionsprojekte zunehmend in den Wachstumsmärkten der Welt realisiert werden, gleichzeitig jedoch Prozessentwicklungen und Anlagen für neue Produkte bzw. für neue Herstellverfahren regelmäßig in den etablierten Industriestaaten umgesetzt werden. Im Mai 2019 wurde entschieden, die Produktgruppe Membrantechnik aufzugeben, weil es sich um ein limitiertes Marktvolumen ohne großes Wachstumspotential handelt und wir weder das Know-how für die Fertigung der Kernkomponenten noch deren Fertigung in unseren Händen haben, womit wir gegenüber den Konkurrenten über eine reduzierte Wettbewerbsfähigkeit verfügen. II EntwicklungFür die Jahre 2018 - 2024 ergibt sich das folgende Bild für die Entwicklungskosten. Von diesen Kosten wurde ein Teil der Abschreibungen über Zuschüsse erstattet:
Das Ziel dieser in den vergangenen 6 Jahren durchgeführten erheblichen Entwicklungsanstrengungen ist eine Verbreiterung der Technologie- und Anwendungsbasis von Buss-SMS-Canzler. Der Schwerpunkt von Buss-SMS-Canzler liegt traditionell quer durch die Produktbereiche Verdampfung, Trocknung und Hochviskos bei der Dünnschichttechnik mit all ihren Anpassungen an die speziellen Bedürfnisse der jeweiligen Anwendungen durch unterschiedliche Rotoren, horizontale oder vertikale Bauweise, konische oder zylindrische Körper, unterschiedliche Speise-, Brüden- und Austragssysteme und selbstverständlich eine große Bandbreite von Betriebsbedingungen, immer jedoch charakterisiert durch einen kleinen Hold-up, kurze Verweilzeiten und enge Verweilzeitverteilungen. In diesem Segment erfolgt anwendungsbezogen eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Die Reasil- und Reacom-Technologien ergänzen bzw. verbreitern dieses Programm hin zu längeren Verweilzeiten bei weiterhin enger Verweilzeitverteilung und einer gleichzeitig gezielten Selbstreinigung. Die CFT-Technologie erlaubt mittels einer mechanisch erzeugten Wirbelschicht bei längeren Verweilzeiten die Trocknung klebriger, krustenbildender Produkte und ergänzt bzw. verbreitert damit das Programm weiter. Organisatorisch gibt es keine eigene F & E-Abteilung innerhalb des Unternehmens, da sich die Aktivitäten über einen sehr breiten Technologiebereich (Verdampfungs-, Trocknungs-, Hochviskos-, Misch-, Reaktionstechnik) mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Verfahrenstechnik, Chemie, Apparate-/Maschinentechnik) erstrecken. Entsprechend werden die Projektteams fallweise gebildet. Initiator für Entwicklungsprojekte ist häufig der Vertrieb, was so auch gewünscht ist, da die Bemühungen einen konkreten bzw. erwarteten Marktbedarf als Hintergrund brauchen. Als zentraler Baustein unserer Entwicklungsanstrengungen hat sich inzwischen unsere zunehmende Kompetenz im Bereich numerischer Berechnungsverfahren wie CFD (Computational-Fluid-Dynamics), FEM (Finite-Elemente-Methode) oder DEM (Diskrete-Elemente-Methode) bestätigt. Regelmäßig unterstützt werden unsere Entwicklungsaktivitäten auch durch die Zusammenarbeit mit Hochschulen oder anderen Unternehmen mit besonderen, im Einzelfall erforderlichen Qualifikationen, über die wir selbst nicht verfügen. So wurde in 2021 der Konsortialvertrag zu einem von der EU geförderten Projekt zur Entwicklung eines industriellen Verfahrens zum thermo-chemischen Recycling von Klärschlamm unterzeichnet. Im Kern geht es um die Rückgewinnung von Phosphor, beteiligt sind 17 Parteien aus der gesamten EU, Universitäten, NGOs, mittelständische Unternehmen sowie große Industrieunternehmen. Als ein Ergebnis der Entwicklungsanstrengungen wurden seit 2018 auch 5 Patente angemeldet. Da wir sehr viel anwendungsorientierte Entwicklung im Zusammenhang mit Kundenprojekten durchführen, sind in diesem Kontext auch die realisierten Versuche für Kunden in Labor und Technikum zu berücksichtigen. Technikums- und Versuchskosten gegen Versuchserlöse von 2018-2024:
In 2023 sehen wir Technikums- und Versuchskosten in Höhe von 2,1 Mio. EUR bei einem gleichzeitig eher niedrigen Kostendeckungsgrad von 30%. Der in 2023 mit 30% deutlich unter dem mehrjährigen Mittel von 42% liegende Kostendeckungsgrad wurde ganz wesentlich durch zwei Kundenversuche verursacht, die in der Durchführung einigen Zusatzaufwand erforderten, der nicht an die Kunden weitergegeben werden konnte. Die in 2023 mit 2,1 Mio. EUR und 0,6 Mio. EUR eher im unteren Bereich liegenden Technikums- und Versuchskosten sowie Versuchserlöse haben ihre Ursache darin, dass einige in 2023 durchgeführten Kundenversuche nicht mehr in 2023 abgerechnet werden konnten. Die Abrechnung von Kundenversuchen verzögert sich in manchen Fällen, weil noch Ergebnisse von Analysen der Proben abzuwarten sind und deshalb der Versuchsbericht nicht abgeschlossen werden kann. Für 2024 werden Kosten und Erlöse in etwa auf dem Niveau des Sechsjahresmittel 2018 bis 2023 erwartet. Addiert man die Entwicklungskosten zur Technikums- und Versuchskostenunterdeckung und setzt diese ins Verhältnis zum Umsatz, kommt man zu einer Entwicklungsquote der Buss-SMS-Canzler, die mit der Entwicklungsquote der Branche verglichen werden kann:
Die jährlichen Entwicklungsquoten schwanken, da sowohl die Summe aus Entwicklungskosten und Technikums-/Versuchskostenunterdeckung, wie auch die Umsätze schwanken, sodass vor allem der Sechsjahresmittelwert aussagekräftig ist. Im Mittel lag die Entwicklungsquote von 2018 - 2023 bei 3,6% und damit in etwa auf der mittleren Entwicklungsquote des gesamten VDMA zwischen 2018 und 2022 in Höhe von 3,8%. Das Jahr 2023 liegt mit einer Entwicklungsquote von 3,1% ebenso leicht unter dem mehrjährigen Mittelwert wie das Jahr 2024, wo sie mit 2,7% erwartet wird. III NachhaltigkeitDie Tatsache, dass Buss-SMS-Canzler im April 2019 sein 100-jähriges Bestehen feiern konnte, weist darauf hin, dass nachhaltige Unternehmensentwicklung implizit Bestandteil der Unternehmenspolitik seit seiner Gründung in 1919 war und ist. Auch in Zukunft soll der mittel- und langfristige Erfolg des Unternehmens unter ausgewogener Berücksichtigung wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Aspekte sichergestellt werden. Über die wirtschaftlichen Aspekte wird in vorliegendem Lagebericht bereits in den anderen Abschnitten berichtet. Um die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens im Bereich Ökologie auch formal in angemessener Form zu dokumentieren, wurde im Jahr 2017 ein Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO14001 eingeführt und in 2018 durch den TÜV zertifiziert. Es bildet zusammen mit dem bereits seit 1997 bestehenden Qualitätsmanagementsystem des Unternehmens nach DIN EN ISO 9001 das integrierte Managementsystem des Unternehmens. Aktuell wird die Ergänzung dieses Systems um ein Informationssicherheitsmanagementsystem nach DIN EN ISO 27001 geprüft. Ergänzend hat das Unternehmen im März 2019 einen Code of Conduct verabschiedet, um gegenüber den Geschäftspartnern zentrale Prinzipien des Handelns von Buss-SMS-Canzler zu bestätigen bzw. zu unterstreichen. Mit dem Unternehmensziel der Compliance wird eine nachhaltige Unternehmensentwicklung im ökologischen Sinne auch sehr stark durch den Gesetzgeber gefordert. Als Beispiel sei hier die EU-Chemikalienverordnung REACH angeführt, die zu einer grundlegenden Überprüfung aller im Unternehmen eingesetzter Stoffe und zur Einführung geeigneter Prozesse zur Sicherstellung der Einhaltung der Vorgaben geführt hat. Dass sich ökologische und ökonomische Aspekte nicht ausschließen, sondern sich gegenseitig ergänzen können, zeigt die nachhaltige Ressourcennutzung bei Buss-SMS-Canzler. So deckt sich die Optimierung des Verbrauchs an Betriebsmitteln und eingesetzten Wertstoffen im ökonomischen Sinne weitgehend mit der Ressourcenschonung im ökologischen Sinne. Ein Beispiel hierfür sind die zuletzt realisierten Projekte zur Optimierung bei den eingesetzten Schweißverfahren sowie in der zerspanenden Fertigung. So wurde in der zerspanenden Fertigung in neue leistungsfähigere Werkzeugmaschinen investiert, in der Schweißtechnik wurde in Verfahren zur Reduzierung von Schweißzeit, Schweißgutmenge und Energieverbrauch investiert. Beide Projekte werden im Rahmen eines Investitionsförderprogramms zur Reduzierung von CO 2 -Emmissionen in gewerblichen Unternehmen durch das Land Hessen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Als Hersteller von Investitionsgütern, die ihren Einsatz in verfahrenstechnischen Prozessen der verschiedensten Art finden, geht die Bedeutung der Nachhaltigkeit weit über die Grenzen des Unternehmens hinaus. Durch optimales Design trenntechnischer Verfahrensstufen für die verschiedensten Anwendungen und Kunden weltweit beeinflusst das Unternehmen die Nachhaltigkeit der Produktionsprozesse unserer Kunden durch möglichst niedrigen Energieverbrauch, Rückführung von Stoffströmen und hohe Produktreinheiten. Auch hier gehen Ökonomie und Ökologie Hand in Hand. Darüber hinaus wird ein bedeutender Teil der von Buss-SMS-Canzler gebauten Apparate und Anlagen entweder in der Abwasserreinigung oder in Produktionsverfahren eingesetzt, die mit nachwachsenden Rohstoffen arbeiten - beides Gebiete mit einem hohen Nachhaltigkeitscharakter. In den Jahren 2018 - 2023 wurden 22% des Umsatzes im Bereich Abwasserreinigung/ Recycling erzielt und 16% des Umsatzes wurden für Anwendungen auf Basis nachwachsender Rohstoffe eingesetzt, wobei es sich hier im Wesentlichen um Pflanzenöl aus Soja, Sonnenblume, Raps und Palme, Fischöl, fermentativ mittels Stärke/Zucker und Bakterien oder Algen erzeugte Stoffe, Cellulose aus Holz und Fettsäuren bzw. Harze aus Tallöl handelt. Die sozialen Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung sind traditionell von großer Bedeutung für das Unternehmen. Als Anbieter von individuellen und anspruchsvollen technologischen Lösungen für die Aufgabenstellungen der Kunden ist Buss-SMS-Canzler auf hochqualifizierte und hochmotivierte Beschäftigte in allen Bereichen angewiesen. Diese zentrale Erfolgsbasis für das Unternehmen kann nur erhalten werden, wenn die Mitarbeiter zufrieden sind. Ein Element der Sicherstellung der Erhaltung der Zufriedenheit ist die Mitgliedschaft im Verband der Metall- und Elektrounternehmen Hessen. Über die Tarifbindung sind die hohen Standards des Metall- und Elektrotarifs Bestandteil der Unternehmensregeln. In diesem Kontext sind auch alle Vorgaben zur Gewährleistung eines hohen Sicherheitsstandards auf Reisen zu unseren Kunden sowie auf deren Baustellen zu sehen. Gleiches gilt für die fortlaufenden Bemühungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen an allen Arbeitsplätzen, insbesondere natürlich in der Produktion. Beispielhaft können hier die Maßnahmen zur weiteren Minimierung von Stäuben mit Chrom-VI-Oxid- und Nickelverbindungen in der Hallenluft genannt werden. Um die Nachhaltigkeit im Denken und Handeln des Unternehmens weiter zu stärken, wurde 2019 entschieden, die bisher im Unternehmen verteilte Verantwortung für Arbeitssicherheit und Umwelt in einer eigenen, neu geschaffenen Vollzeit-Stabsstelle zusammenzuführen. B WirtschaftsberichtI Darstellung des Geschäftsverlaufs1. Branchenbezogene EntwicklungAls Unternehmen des Apparate- und Anlagenbaus gehört Buss-SMS-Canzler zum Verband der Metall- und Elektrounternehmen und ist Mitglied im VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer). Nichtsdestotrotz ist der für die Entwicklung des Geschäftserfolges von Buss-SMS-Canzler relevante Industriebereich traditionell die internationale chemische Industrie. Gleichermaßen wichtig wurde über die vergangenen Jahre die stark wachsende Industrie zur Verarbeitung von Ölsaaten, Fisch, Getreide und anderen nachwachsenden Rohstoffen zu Treibstoffen, Nahrungsergänzungsmitteln oder chemischen Grundstoffen sowie die Recyclingwirtschaft und die Pharmaindustrie. Vergleicht man die für Buss-SMS-Canzler relevante Fachgruppe, die Verfahrenstechnischen Maschinen und Apparate mit dem Durchschnitt über alle Fachgruppen über einen Zeitraum von 6 Jahren, so ergibt sich das folgende Bild (Quelle: VDMA Auftragseingang im Maschinenbau Nr. 2/18, Nr. 2/19, Nr. 2/20, Nr. 2/21, Nr. 2/22, Nr. 1/23, Nr. 1/24):
Vergleicht man die Entwicklung in unserer Fachgruppe "Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate" mit der von Buss-SMS-Canzler selbst, so ergibt sich ebenso wenig ein einheitliches Bild, wie beim Vergleich der Fachgruppe mit dem Gesamtverband. Damit bestätigt sich die Abhängigkeit der Investitionsgüter erzeugenden Industrie von ihren jeweiligen Abnehmerbranchen mit deren individueller wirtschaftlichen Entwicklung. 2. Umsatz, Auftragseingang und
Auftragsbestand
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| Budget | Auftragsbestand per 31.12.22 für Umsatz in 2023 | Ist | Total | Abweichung | ||
| Book & Bill | Betrag | % | ||||
| Verdampfung | 43.500 | 34.030 | 1.020 | 35.050 | -8.450 | -19,4 |
| Trocknung | 9.000 | 3.851 | 1.023 | 4.874 | -4.126 | -45,8 |
| Hochviskos | 6.500 | 11.168 | 25 | 11.193 | +4.693 | +72,2 |
| Sonderkomponenten | 4.000 | 3.725 | 0 | 3.725 | -275 | -6,9 |
| Service/Ersatzteile | 8.000 | 2.528 | 6.934 | 9.462 | +1.462 | +18,3 |
| Total Kerngeschäft | 71.000 | 55.302 | 9.002 | 64.304 | -6.696 | -9,4 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 197 | 242 | +45 | +22,8 | ||
| Total | 71.197 | 55.302 | 9.002 | 64.546 | -6.651 | -9,3 |
Der sehr hohe budgetierte Umsatz von 71 Mio. EUR im Kerngeschäft resultierte im Wesentlichen aus einem sehr hohen Auftragsbestand per 31.12.22 für Faktura in 2023 von 63,6 Mio. EUR und einem dadurch sehr geringen Book & Bill-Budget von 7,4 Mio. EUR.
Im Jahresverlauf 2023 waren zwei Aufträge im Wert von 5,1 Mio. EUR und 1,9 Mio. EUR längere Zeit wegen nicht geleisteter Zahlungen des Kunden gestoppt und fielen in Folge aus der Faktura 2023 heraus.
Bei zwei Anlagenaufträgen im Wert von 3,2 Mio. EUR und 1,6 MIo. EUR gab es Verzögerungen auf der Baustelle vor Ort und bei einem weiteren Anlagenauftrag im Wert von 1,1 Mio. EUR gab es Verzögerungen bei Implementierung und Abnahme der Steuerung - alle drei Aufträge haben sich hinsichtlich Faktura nach 2024 verschoben.
Ferner gab es noch kleinere Korrekturen bei anderen Aufträgen in Höhe von zusammen 0,3 Mio. EUR im Sinne einer Minderung des ursprünglichen Bestandwertes.
Im Gegenzug konnte ein Auftrag im Wert von 5 Mio. EUR vorgezogen ausgeliefert und so statt in 2024 in 2023 fakturiert werden.
Ausgehend von einem Auftragsbestand für Faktura 2023 per 31.12.22 in Höhe von 63,6 Mio. EUR ergab sich durch die oben genannten Ereignisse per Saldo eine Reduzierung um 7,9 Mio. EUR auf 55,3 Mio. EUR.
Das erzielte Book & Bill von 9 Mio. EUR liegt höher als die gemäß Budget erwarteten 7,4 Mio. EUR, jedoch niedriger als das Mittel der Jahre 2018 - 2023 in Höhe von 13 Mio. EUR.
Die seit Inkrafttreten des BilRUG in 2016 zusätzlich als Umsatz auszuweisenden Erlöse (insb. Mieterlöse) sind von untergeordneter Bedeutung.
Auf Basis des Auftragsbestandes per 31.12.23 mit Fakturierung in 2024 und der Projektbewertung bzw. Bestelleingangserwartung für 2024 wurde das Umsatzbudget 2024 im Vergleich zum Ist 2023 wie folgt festgelegt (Werte in TEUR):
| Auftragsbestand per 31.12.23 für Umsatz in 2024 | Budget 2024 | Ist 2023 | Abweichung Book & Bill 2024 zu 2023 | |||
| Book & Bill | Umsatz | Book & Bill | Umsatz | |||
| Verdampfung | 33.721 | 2.279 | 36.000 | 1.020 | 35.050 | +1.259 |
| Trocknung | 11.452 | 548 | 12.000 | 1.023 | 4.874 | -475 |
| Hochviskos | 2.680 | 1.320 | 4.000 | 25 | 11.193 | +1.295 |
| Sonderkomponenten | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.725 | +0 |
| Service/Ersatzteile | 5.971 | 6.029 | 12.000 | 6.934 | 9.462 | -905 |
| Total Kerngeschäft | 53.824 | 10.176 | 64.000 | 9.002 | 64.304 | +1.174 |
Im Rahmen der Budgetierung für 2024 wurde im November 2023 das Faktura-Budget für 2024 in Höhe von 64 Mio. EUR auf Basis eines fakturafähigen Bestellbestands per 31.12.23 in Höhe von 54 Mio. EUR und eines Book & Bill 2024 in Höhe von 10 Mio. EUR geplant. Das Book & Bill Budget 2024 in Höhe von 10,2 Mio. EUR liegt deutlich unter dem mittleren Book & Bill der Jahre 2018 bis 2023 in Höhe von 13,0 Mio. EUR und darf damit als sehr realistisch gelten.
Im Vergleich 2018 - 2023 sowie Budget 2024 zeigt sich die folgende Umsatzentwicklung:
In der Entwicklung der Produktgruppen Verdampfung, Trocknung und Hochviskos zeigt sich doch eine teils erhebliche Schwankungsbreite, die ihre wesentliche Ursache in einzelnen Großaufträgen hat.
Im Vergleich 2018 - 2023 und Budget 2024 zeigt sich bezüglich der Deckung des Umsatzes durch Faktura fähigen Auftragsbestand per Vorjahresende die folgende Entwicklung:
An den Zahlen der Jahre 2018 bis 2023 zeigt sich eine Schwankungsbreite für das Book & Bill zwischen 9,0 und 16,0 Mio. EUR, so dass die für 2024 angesetzten 10,2 Mio. EUR eher am unteren Ende liegen.
Einige Veränderungen zeigen sich bei einem Vergleich des Umsatzes der Jahre 2018 bis 2023 mit 2023 bei einer Verteilung nach Endabnehmerländern und Anwendungsgebieten. Es wurden alle Aufträge >150 TEUR berücksichtigt.
Vergleicht man die drei relevanten Kontinente, ergibt sich das folgende Bild:
| 2018 - 2023 | 2023 | |
| Europa | 30% | 25% |
| Asien/Naher/Mittlerer Osten | 65% | 72% |
| Amerika + Rest der Welt | 5% | 3% |
| 100% | 100% |
Einem Rückgang um 2% in Amerika und 5% in Europa steht eine Zunahme von 7% in Asien gegenüber.
Vergleicht man die Segmente, ergibt sich das folgende Bild:
| 2018 - 2023 | 2023 | |
| Chemische Industrie | 37% | 16% |
| Polymere/Fasern | 29% | 63% |
| Pharma/Nahrungsmittel | 6% | 7% |
| Abwasserreinigung/Recycling | 22% | 5% |
| Öl-/Fettverarbeitende Industrie | 6% | 9% |
| 100% | 100% |
Wesentlich abgenommen hat um 21% die Chemische Industrie und das Segment Abwasserreinigung/Recycling um 17%, während die Öl-/Fettverarbeitende Industrie um 3% und Polymere/Fasern um 34% zugenommen haben.
Insgesamt gilt, dass die Betrachtung eines Einzeljahres deutlich weniger Aussagekraft hat als die des Sechsjahreszeitraums, da größere Einzelaufträge einen maßgeblichen Einfluss auf die Umsatzzusammensetzung eines Einzeljahres haben.
Der Auftragseingang 2023 lag mit 44,8 Mio. EUR deutlich unter dem Budget von 60,0 Mio. EUR.
Analysiert man den Auftragseingang pro Produktgruppe im Geschäftsjahr 2023, so ergibt sich das folgende Bild (Werte in TEUR):
| Budget | Ist | Abweichung | ||
| Betrag | % | |||
| Verdampfung | 29.000 | 23.480 | -5.520 | -19,0 |
| Trocknung | 15.000 | 5.798 | -9.202 | -61,3 |
| Hochviskos | 7.000 | 2.705 | -4.295 | -61,4 |
| Sonderkomponenten | 1.000 | 0 | -1.000 | -100,0 |
| Service/Ersatzteile | 8.000 | 12.861 | +4.861 | +60,8 |
| Total | 60.000 | 44.844 | -15.156 | -25,3 |
Während die Produktgruppen Verdampfung, Trocknung und Hochviskos um 5,5 Mio. EUR, 9,2 Mio. EUR und 4,3 Mio. EUR deutlich unter Budget liegen, übertrifft Service/Ersatzteile die Erwartungen deutlich und liegt um 4,8 Mio. EUR über Budget.
Die deutliche Unterschreitung des Zielwertes in den Produktgruppen Verdampfung, Trocknung und Hochviskos ist dabei nicht zurückzuführen auf eine erhöhte Verlustquote, sondern auf eine deutlich reduzierte Investitionsbereitschaft bei unseren wichtigsten Kunden.
Im Vergleich 2018 - 2023 sowie Budget 2024 zeigt sich die folgende Entwicklung im Auftragseingang:
Der sehr hohe Auftragseingang in 2022 in Höhe von 79,1 Mio. EUR hatte seine Ursache in einer hohen Anzahl an Aufträgen größer 1 Mio. EUR. Die 15 größten Aufträge alleine summierten sich auf 56,5 Mio. EUR oder 72% des Bestelleingangs.
In 2023 sehen wir einen deutlichen Einbruch, der keinesfalls in diesem Ausmaß erwartet wurde. Verschiedene negative Einflüsse weltweit, wie Unsicherheiten wegen anstehender Wahlen, eine zunehmende Anzahl von Kriegen und Konflikten, hohe Inflationsraten, zurückgehendes Wirtschaftswachstum usw. führen dazu, dass Investitionsprojekte zurückhaltender realisiert werden.
In 2024 gehen wir von einer allmählichen Erholung der Weltkonjunktur und einer wieder zunehmenden Investitionsbereitschaft aus, so dass zusammen mit dem vorhandenen Projektvorrat ein Budget von 60 Mio. EUR gerechtfertigt scheint.
Der Auftragsbestand per 31.12.2023 liegt mit 53,8 Mio. EUR um 2,5 Mio. EUR unter dem Sechsjahresmittel.
Im Vergleich 2018 - 2023 sowie Budget 2024 zeigt sich die folgende Entwicklung des Auftragsbestandes jeweils per 31.12.:
Der Auftragsbestand per 31.12.2023 in Höhe von 53,8 Mio. EUR ist vollständig zur Auslieferung und Faktura in 2024 geplant.
Der Vergleich Budget/Ist für die Bereiche, die unmittelbar in die Abwicklung von Kundenaufträgen eingebunden sind, zeigt für 2023 das folgende Bild:
| Fertigung * | Konstruktion/ Berechnung incl. Auftragsleitung | Verfahrenstechnik inkl. Technikum | Gesamt ** | |
| geleistete Stunden für Kundenaufträge inkl. Versuche | ||||
| • Budget Jan - Dez 2023 | 79.721 | 28.327 | 44.571 | 167.195 |
| • Ist Jan - Dez 2023 | 76.603 | 23.696 | 42.881 | 155.110 |
| • Abweichung Budget/Ist | -3.118 | -4.631 | -1.690 | -12.085 |
| geleistete Stunden gesamt | ||||
| • Budget Jan - Dez 2023 | 125.104 | 50.085 | 96.161 | 424.222 |
| • Ist Jan - Dez 2023 | 121.927 | 51.525 | 93.338 | 408.674 |
| • Abweichung Budget/Ist | -3.177 | +1.440 | -2.823 | -15.548 |
* Qualitätskontrolle, Auszubildende,
Außenmontage nicht eingeschlossen
** Qualitätskontrolle, Auszubildende,
Außenmontage eingeschlossen
Über das Gesamtjahr betrachtet wurden 12.085 Auftragsstunden und 15.548 Gesamtstunden weniger als budgetiert geleistet. Ursächlich sind hierfür primär unbesetzte, aber budgetierte Stellen und eine ungewöhnlich hohe Krankenquote.
Die noch zu leistenden Stunden im Auftragsbestand per 31.12.23 stellen sich im Vergleich zu den Vorjahren wie folgt dar:
| Fertigung * | Konstruktion/ Berechnung incl. Auftragsleitung | Verfahrenstechnik incl. Technikum | Gesamt * | |
| > Total per 31.12.2018 | 73.200 | 15.240 | 14.009 | 102.449 |
| > Total per 31.12.2019 | 79.109 | 14.335 | 19.939 | 119.568 |
| > Total per 31.12.2020 | 48.459 | 6.798 | 18.480 | 78.049 |
| > Total per 31.12.2021 | 58.593 | 7.750 | 25.894 | 102.018 |
| > Total per 31.12.2022 | 63.395 | 11.457 | 32.479 | 114.306 |
| > Total per 31.12.2023 | 50.895 | 7.495 | 17.656 | 80.503 |
* Qualitätskontrolle, Auszubildende,
Außenmontage nicht eingeschlossen
Der in 2023 um 15,2 Mio. EUR unter Budget liegende Auftragseingang führt zu einer deutlichen Abnahme im Vorrat an Auftragsstunden.
Im Vergleich 2018 - 2023 sowie Budget 2024 zeigt sich in den unmittelbar mit der Auftragsabwicklung befassten Bereichen die folgende Entwicklung der geleisteten Auftragsstunden:
Für das Budget 2024 mit geplanten 152.032 zu leistenden Auftragsstunden haben wir im Auftragsbestand per 31.12.23 bereits eine prognostizierte Deckung von 80.503 Stunden oder 53%. Im Vorjahr lag die prognostizierte Deckung per 31.12.22 bei 67,9%.
Im Vergleich 2018 - 2023 sowie Budget 2024 zeigt sich die Entwicklung der Auftragsstundenquote wie folgt:
Mit nur 37% Auftragsstundenquote zeigt 2024 den Tiefstwert in der betrachteten Periode.
Buss-SMS-Canzler verfügt mit seiner hohen Summe an flüssigen Mitteln über eine solide Finanzbasis. Erfreulich ist, dass die mittel- und längerfristige Unternehmensfinanzierung durch Eigenkapital und Pensionsrückstellungen sichergestellt ist, während die laufenden Aufträge durch erhaltene Anzahlungen finanziert werden. Das Unternehmen kann sich also bei normalem Geschäftsverlauf ohne Fremdkapital im Sinne kurz- oder langfristiger Darlehen finanzieren.
Es bestehen Avalkreditlinien in Höhe von insgesamt 32,4 Mio. EUR bei verschiedenen Banken. Die Absicherung erfolgt anteilig durch abgetretene Grundschulden sowie durch verpfändete liquide Mittel.
Das Unternehmen fakturiert i.d.R. in Euro. Verträge in Fremdwährungen werden meist ab einem Gegenwert von 100 TEUR über Devisentermingeschäfte abgesichert. Ein Währungskursrisiko besteht somit nur dann, wenn der Auftrag nicht fortgeführt bzw. die Zahlung des Kunden ausfallen würde. Bei Verkäufen in CHF erfolgt keine Währungskurssicherung, da aufgrund der Gehaltszahlungen und anderer Kosten der Zweigniederlassung in Pratteln ein regelmäßiger Bedarf an CHF vorhanden ist. Auf eine Kursabsicherung der CHF-Ausgabenseite wird ebenfalls verzichtet.
Ein Teil der flüssigen Mittel dient der Besicherung der Avallinien und ist als Tages- und Festgeld angelegt, die Laufzeit liegt unter einem Jahr.
Das seit 2017 deutlich gewachsene Geschäftsvolumen erfordert in allen Bereichen einen Personalaufbau, der ergänzt wird durch den Einsatz von Leihkräften, wo dies möglich ist.
Geplant war zum 31.12.23 eine Mitarbeiterzahl von 290, der tatsächliche Bestand zeigt sich bei 264. Offene Stellen sind zunehmend schwierig zu besetzen, sodass hier in 2024 weiter an einer qualifizierten Besetzung gearbeitet werden muss. Der Zielwert für den 31.12.24 liegt mit 276 etwas über dem Niveau des Vorjahres.
In dem Sechsjahreszeitraum von 2018 bis 2023 ist ein deutliches Wachstum im kaufmännischen Bereich sowie in Verfahrenstechnik/Anlagenplanung/Versuchsbetrieb und in der Produktion festzustellen.
In den Jahren 2018 - 2023 wurden folgende Aufwendungen für Umweltschutz getätigt:
| 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |
| TEUR | 374 | 437 | 376 | 343 | 241 | 257 |
Darüber hinaus wurden in 2023 Umweltinvestitionen in Höhe von 16 TEUR getätigt.
Umsatz und Ergebnis 2023 zeigen sich im Vergleich zum Budget wie folgt:
| Ist | Budget | Abweichung | ||
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| Umsatz | 64.546 | 71.197 | -6.651 | -9 |
| EBIT | -112 | 2.659 | -2.771 | -104 |
| Finanzergebnis | -328 | -490 | +162 | +33 |
| Jahresergebnis vor Ertragsteuern | -440 | 2.169 | -2.609 | -120 |
| Jahresergebnis | -328 | 1.551 | -1.879 | -121 |
Eine Bewertung der maßgeblichen Ergebniseinflüsse zeigt das folgende Bild:
| Ergebnis vor Steuern Budget * | + |
2.169
TEUR |
| > Geringere Wertschöpfung aus Umsatz | - | 3.143 TEUR |
| Budget 71.197 TEUR mit 48,9% = 34.838 TEUR | ||
| Ist 64.546 TEUR mit 49,1% = 31.695 TEUR | ||
| > Veränderung verlustfreie Bewertung von Kundenaufträgen | + | 41 TEUR |
| > Höhere Wertschöpfung durch Zunahme Ware in Arbeit | + | 96 TEUR |
| Budget Zunahme 576 TEUR | ||
| Ist Zunahme 672 TEUR | ||
| > Ergebniswirksame Effekte aus Auflösung/Neubildung Garantie- und Auftragsrückstellungen | - | 527 TEUR |
| > Geringere Personalkosten | ||
| (inkl. G+V-wirksame Belastungen Pensionswerk) | + | 526 TEUR |
| Budget 24.901 TEUR / Ist 24.375 TEUR | ||
| > Geringere Sachkosten | + | 507 TEUR |
| Budget 9.457 TEUR / Ist 8.950 TEUR | ||
| > Höhere aktivierte Eigenleistungen | + | 175 TEUR |
| Budget 913 TEUR / Ist 1.088 TEUR | ||
| > Höhere sonstige Erlöse | + | 166 TEUR |
| Budget 520 TEUR / Ist 686 TEUR | ||
| Erhöhte sonstige Aufwendungen | - | 451 TEUR |
| Budget 200 TEUR / Ist 651 TEUR | ||
| > Finanzergebnis (ohne Pensionsaufwand) | + | 1 TEUR |
| Budget - 120 TEUR / Ist -119 TEUR | ||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | - | 440 TEUR |
| Ertragsteuern | + | 112 TEUR |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | - | 328 TEUR |
* Rundungsbedingte Abweichungen sind nicht
auszuschließen.
Betrachtet man die Gewinn- und Verlustrechnung der Jahre 2018 bis 2023 sowie Budget 2024 im Vergleich, so zeigt sich, dass die Ertragslage von Buss-SMS-Canzler wesentlich durch einige nicht direkt geschäftsabhängige Faktoren beeinflusst wurde und wird:
| Ist 2018 | Ist 2019 | Ist 2020 | Ist 2021 | Ist 2022 | Ist 2023 | |
| Umsatzerlöse | 44.740 | 65.238 | 56.171 | 50.237 | 61.518 | 64.546 |
| Auftragsbezogene Leistungen Dritter | -18.814 | -28.668 | -25.378 | -19.869 | -25.949 | -30.137 |
| Sonstiger HK-Aufwand | -16.059 | -16.817 | -18.522 | -17.853 | -19.976 | -20.847 |
| Neubildung von Auftragsrückstellungen im HK-Bereich | -1.102 | -1.753 | -985 | -2.322 | -1.898 | -1.881 |
| Herstellkosten gesamt | -35.975 | -47.238 | -44.885 | -40.044 | -47.823 | -52.865 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 8.765 | 18.000 | 11.286 | 10.193 | 13.695 | 11.681 |
| Neubildung von Auftragsrückstellungen Vertriebsbereich | -11 | 0 | -25 | -11 | -7 | -19 |
| Verwaltung/Vertrieb/sonst.betriebl. Aufwand/sonst.Steuern | -8.404 | -9.317 | -8.810 | -8.568 | -11.439 | -12.527 |
| Erfolgswirksame Auflösungen von Auftragsrückstellungen | 546 | 544 | 344 | 260 | 965 | 256 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 581 | 397 | 251 | 613 | 232 | 497 |
| EBIT | 1.477 | 9.624 | 3.046 | 2.487 | 3.446 | -112 |
| Pensionskosten / Zinsen | -1.373 | -1.487 | -1.306 | -1.381 | -714 | -209 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -49 | -79 | -69 | -95 | -102 | -119 |
| Finanzergebnis | -1.422 | -1.566 | -1.375 | -1.476 | -816 | -328 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 55 | 8.058 | 1.671 | 1.011 | 2.630 | -440 |
| Ertragsteuern | -22 | -2.303 | -481 | -289 | -740 | 112 |
| Jahresergebnis | 33 | 5.755 | 1.190 | 722 | 1.890 | -328 |
| Budget 2024 | |
| Umsatzerlöse | 64.196 |
| Auftragsbezogene Leistungen Dritter | -25.892 |
| Sonstiger HK-Aufwand | -23.572 |
| Neubildung von Auftragsrückstellungen im HK-Bereich | 0 |
| Herstellkosten gesamt | -49.464 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 14.732 |
| Neubildung von Auftragsrückstellungen Vertriebsbereich | 0 |
| Verwaltung/Vertrieb/sonst.betriebl. Aufwand/sonst.Steuern | -11.416 |
| Erfolgswirksame Auflösungen von Auftragsrückstellungen | 0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 350 |
| EBIT | 3.666 |
| Pensionskosten / Zinsen | -237 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -10 |
| Finanzergebnis | -247 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 3.419 |
| Ertragsteuern | -974 |
| Jahresergebnis | 2.445 |
Es zeigt sich im Sechsjahresmittel vor allem die erhebliche Ergebnisbelastung durch Zinsaufwand für die Pensionsverpflichtungen.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden bei Umsatzerlösen in Höhe von 64.546 TEUR ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von 11.681 TEUR und ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 328 TEUR erzielt. Für das Folgejahr 2024 wird mit einem Umsatzbudget in Höhe von 64.196 TEUR und einem Jahresüberschuss in Höhe von 2.445 TEUR geplant.
Eine Hauptursache für den großen Unterschied im Jahresergebnis bei vergleichbarem Umsatz liegt in der im Umsatz enthaltenen Wertschöpfung. Der entsprechende Anteil liegt in 2023 mit 49,1% verglichen zum für 2024 budgetierten Wert von 58,5% deutlich tiefer. Ursächlich ist die unterschiedliche Auftragsstruktur, je höher der Anteil an Anlagenaufträgen mit ihrem durch erhöhten Zukauf erhöhtem Fremdleistungsanteil, desto geringer der Wertschöpfungsanteil im Umsatz.
Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 677 TEUR (1,8%) vermindert.
Der Verminderung der flüssigen Mittel um 2.870 TEUR sowie der Kundenforderung um 1.411 TEUR stehen ein um 844 TEUR erhöhtes Anlagevermögen und ein um 2.169 TEUR höher ausgewiesenes Vorratsvermögen gegenüber.
Beim Anlagevermögen übersteigen wie auch in den Vorjahren die Anlagenzugänge (2.872 TEUR) die Abschreibungen (1.985 TEUR) und die Buchwertabgänge (43 TEUR).
Der Saldo aus Vorräten (18.199 TEUR) und erhaltenen Anzahlungen (16.030 TEUR) wird mit 2.169 TEUR auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Im Vorjahr ergab sich noch ein Überhang der erhaltenen Anzahlungen gegenüber den Vorräten, dessen Saldo mit 1.012 TEUR auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen wurde.
Die Eigenkapitalquote hat sich in Folge des negativen Jahresergebnis in Höhe von 328 TEUR von 26,8% auf 26,4% vermindert.
Die Gesellschaft finanziert sich unverändert in wesentlichem Umfang aus den Pensionsrückstellungen in Höhe von 18.608 TEUR (50,4%).
Die sonstigen Rückstellungen haben sich leicht vermindert und setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
| Auftragsrückstellungen | 930 | 1.494 |
| Gewährleistung | 790 | 870 |
| Personal | 1.169 | 1.416 |
| Übrige | 497 | 456 |
| Summe | 3.386 | 4.236 |
Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich bei einem Cash-Flow von +2.041 TEUR ein Mittelzufluss aus Geschäftstätigkeit von +2 TEUR sowie ein Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von -2.872 TEUR. Im Saldo sind die liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr um 2.870 TEUR auf 4.464 TEUR gesunken.
Im Vergleich 2018 - 2023 zeigt sich die folgende Entwicklung der Kapitalflussrechnung jeweils zum 31.12.:
|
2018
TEUR |
2019
TEUR |
2020
TEUR |
2021
TEUR |
2022
TEUR |
2023
TEUR |
|
| Liquide Mittel zu Beginn des Jahres | +10.171 | +10.558 | +13.730 | +12.402 | +8.326 | +7.334 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus Geschäftstätigkeit | +2.464 | +5.261 | +3.723 | +1.312 | +3.655 | +2 |
| Davon Cash-Flow aus Jahresüberschuss, Abschreibungen, langfr. Rückstellungen | +1.998 | +7.924 | +3.114 | +3.192 | +4.710 | +2.041 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit | -2.077 | -2.089 | -2.551 | -3.788 | -4.647 | -2.872 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit | 0 | 0 | -2.500 | -1.600 | 0 | 0 |
| Liquide Mittel am Ende des Jahres | +10.558 | +13.730 | +12.402 | +8.326 | +7.334 | +4.464 |
Die Investitionen 2023 lagen mit 2.872 TEUR deutlich unterhalb des Budgets von 4.304 TEUR.
Die Abweichung verteilt sich wie folgt auf die betrachteten Segmente:
| 2023 Budget | 2023 Ist | Abweichung | 2024 Budget | |
| Infrastruktur | 55 | 192 | +137 | 254 |
| Entwicklung | 536 | 603 | +67 | 365 |
| Technikum | 209 | 180 | -29 | 255 |
| Fertigung | 2.000 | 467 | -1.533 | 1.358 |
| EDV | 1.504 | 1.430 | -74 | 385 |
| Total | 4.304 | 2.872 | -1.432 | 2.617 |
Wesentliche Ursache für die große Abweichung zwischen Budget und Ist sind Verzögerungen bei einzelnen Projekten in der Fertigung. Zudem wurden und werden zwei große Projekte wegen technischer Umsetzbarkeit sowie der Änderungen der wirtschaftlichen Randbedingungen nicht realisiert. Die auf den Hallendächern geplante Solaranlage kann derzeit wegen der unzureichenden Tragfähigkeit des Dachs nicht installiert werden. Sobald leichtere Solarmodule verfügbar sind, wird diese Investition erneut geprüft. Das zweite Projekt betrifft die Heizung der Produktionshallen. Zu Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine waren die Gaspreise kurzfristig so stark gestiegen, dass ein Ersatz der vorhandenen Hallenheizung sich bei diesen Preisen in vertretbarer Zeit amortisiert hätte. Aufgrund der wieder deutlich gefallenen Gaspreise wurde und wird die vorhandene Hallenheizung in absehbarer Zeit nicht ersetzt. Beide Projekte zusammen waren mit Investitionen in Höhe von insgesamt 665 TEUR in 2023 eingeplant, wurden in 2023 nicht realisiert und sind aus den genannten Gründen auch in 2024 nicht vorgesehen.
Die größten Einzelinvestitionen in 2023:
| • ERP-System/Anteil 2023 | 1.285 TEUR |
| • Entwicklungsprojekt Reduzierung Stromaufnahme von Klärschlammtrocknern | 127 TEUR |
| • Entwicklungsprojekt Flashphos/Anteil 2023 | 104 TEUR |
| • Entwicklungsprojekt Horicell | 90 TEUR |
| • Entwicklungsprojekt Berechnung Verweilzeit Techn./Industrie-KWV | 62 TEUR |
| • WLAN für Butzbach, Düren, Erlangen | 59 TEUR |
| • Schreiber ATEX Memograph Technikum | 49 TEUR |
| • Behälterdrehvorrichtung Fertigung | 49 TEUR |
| • 5 t-Stapler Fertigung | 48 TEUR |
| • Messgerät zur Bestimmung der Leimphase in Klärschlamm | 46 TEUR |
| • Total Großprojekte: | 1.919 TEUR |
Im Vergleich 2018 - 2023 sowie Budget 2024 zeigt sich die folgende Entwicklung bei den Investitionen:
Wie die Zuordnung der Investitionen in den Jahren ab 2021 zeigt, gab es außerordentlichen Investitionsbedarf in Fertigung und IT. Während der Umfang in der IT ab 2024 bereits wieder auf ein normales Maß reduziert ist, gibt es in der Fertigung noch einige Projekte, die sich von 2023 nach 2024 verschoben haben und dazu führen, dass einem moderaten Wert in 2023 nochmals ein erhöhter Bedarf in 2024 gegenübersteht.
Die für 2024 budgetierten Investitionen sind begründet in folgenden größeren Einzelprojekten:
| • Wechselbrückenfahrzeug plus Wechselbrücken | 320 TEUR |
| • Generalüberholung Krananlagen Halle 3 und 4 | 300 TEUR |
| • Erneuerung Dächer Halle 8 und Halle 4 Turm | 117 TEUR |
| • Erneuerung Heizungen Technikum | 100 TEUR |
| • Erneuerung Kantine | 90 TEUR |
| • Erneuerung Absaugung Polierhalle | 90 TEUR |
| • Neues Zeiterfassungssystem | 86 TEUR |
| • Verlängerung Plattenfeld Kopfdrehbank | 72 TEUR |
| • Umbau Antrieb D-Trockner Technikum | 54 TEUR |
| • Pflasterarbeiten Abstellplatz Spannscheiben | 52 TEUR |
| Total Großprojekte: | 1.281 TEUR |
Betrachtet man die Jahre 2018 - 2023 im Total, so zeigt sich nochmals deutlich, dass das Unternehmen in allen 5 Schwerpunktgebieten erhebliche Investitionen leistet und damit eine gesunde strukturelle Basis für die Zukunft schafft:
| • Infrastruktur/Allgemein | 1.359 TEUR |
| • Entwicklung/Neue Technologien | 4.153 TEUR |
| • Pilotanlagen/Technikum | 1.881 TEUR |
| • Fertigung | 5.065 TEUR |
| • EDV (Soft-/Hardware) | 5.572 TEUR |
| Total | 18.030 TEUR |
Bei den Abschreibungen ergibt sich aufgrund der Investitionen im Vergleich 2018-2023 sowie Budget 2024 die folgende Entwicklung:
Die seit 2021 deutlich steigende Tendenz bei den Abschreibungen hat ihre Ursache in den vor allem 2021 und 2022 deutlich erhöhten Investitionen.
Das Budget 2024 und die Planung 2025 zeigen sich im Vergleich zu 2023 wie folgt:
|
Budget 2023
TEUR |
Ist 2023
TEUR |
Budget 2024
TEUR |
Planung 2025
TEUR |
|
| Bestelleingang 1) | 60.000 | 44.844 | 60.000 | 60.000 |
| Umsatz 2) | 71.197 | 64.546 | 64.197 | 58.197 |
| Betriebserfolg (EBIT) | 2.659 | -112 | 3.666 | 1.800 - 3.300 |
| Unternehmenserfolg vor Ertragsteuern | 2.169 | -440 | 3.419 | 1.500 - 3.000 |
| Jahresüberschuss | 1.551 | -328 | 2.445 | 1.073 -2.145 |
1) ohne Mieterlöse
2) inkl. Mieterlöse
Die weltweite konjunkturelle Schwäche, insbesondere auch in unserem wichtigsten Lieferland China führt dazu, dass die bereits im vergangenen Jahr erkennbare zunehmende Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen vorerst anhält.
Allerdings erkennen wir erste Anzeichen einer Belebung, da eine ganze Reihe von seit einiger Zeit ruhenden Projekten wieder Fahrt aufnimmt und auch die Anzahl neuer Projekte/Anlagen allmählich wieder zunimmt.
Wir gehen deshalb vorsichtig realistisch davon aus, dass wir in 2024 unser Bestelleingangsbudget von 60 Mio. EUR nicht erreichen und erwarten stattdessen einen Bestelleingang von etwa 50 Mio. EUR. Für 2025 halten wir einen Planwert von 60 Mio. EUR für realistisch.
Die schwache Entwicklung im Bestelleingang 2023 und 2024 führt zusammen mit Verzögerungen in der Abwicklung einiger Aufträge dazu, dass wir für den Umsatz 2024 davon ausgehen mit 58 Mio. EUR um 6 Mio. EUR unter dem Budget von 64 Mio. EUR zu bleiben.
Aufgrund des unter Plan liegenden Bestelleingangswerts von 50 Mio. EUR für 2024, gehen wir dann auch für 2025 von einem Umsatz in Höhe von etwa 58 Mio. EUR aus.
Mit der erwarteteten Erholung im Bestelleingang 2025 sehen wir dann ab 2026 auch wieder Umsätze von 60 Mio. EUR und darüber.
Auf der Kostenseite wird den vorübergehend etwas niedrigeren Umsätzen durch gezielte Einsparmaßnahmen Rechnung getragen, u.a. werden eine Reihe offener und frei werdender Stellen zunächst nicht neu besetzt. Unter Berücksichtigung des sich abzeichnenden Maßnahmenpakets auf der Kostenseite, erwarten wir durch den in 2024 um 6 Mio. EUR unter Budget erwarteten Umsatz eine Ergebnisreduzierung gegenüber Budget von 0,5 - 1,0 Mio. EUR, weil wir weiter von der geplanten Stundenleistung und einer entsprechenden Erhöhung der Ware in Arbeit im Bestand ausgehen.
Aktuell gibt es mehrere Risiken, die für das Unternehmen von fundamentaler Bedeutung sind:
a) Der Krieg Russlands gegen die Ukraine seit dem 24. Februar 2022
b) Die hohe Abhängigkeit von China
c) Die hohe Inflation mit steigenden Material-, Energie- und Arbeitskosten
d) Die demografischen Bedingungen in Deutschland und der Arbeitsmarkt
e) Weitere Nachfolgend jeweils eine kurze Bewertung:
a) Der Krieg Russlands gegen die Ukraine seit dem 24. Februar 2022
Russland hat vor inzwischen mehr als zwei Jahren ohne jeden ernstzunehmenden Grund die Ukraine angegriffen und bekämpft sein Nachbarland nun mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln - ohne jede Rücksicht auf die Zivilbevölkerung und die Infrastruktur. Immer weiter steigende Zahlen von Toten, Verletzten und Flüchtenden sind die unmittelbare Folge. Die ukrainische Wirtschaft ist ganz erheblich beeinträchtigt und insbesondere in den umkämpften Gebieten im Osten und Süden des Landes weitgehend zerstört.
Die darüberhinausgehenden Folgen weltweit sind erheblich.
Unser Unternehmen ist unmittelbar von den Ereignissen betroffen:
> Eines unserer größten Projekte mit erwarteter Vergabe an uns in 2023 war ein 12 Mio. EUR Projekt zur Lieferung von drei speziellen Dünnschichtverdampfersystemen nach Russland über einen südkoreanischen Anlagenbauer.
Dieser hatte den Gesamtauftrag für zentrale Anlagenteile in 2021 erhalten und die finalen Klärungsgespräche mit uns bereits begonnen. Die Verhandlungen wurden mit Kriegsbeginn zunächst unterbrochen, dann aber wieder fortgesetzt. Mit der letzten Stufe der Sanktionsverschärfungen der EU im Februar 2023 mussten wir von einer Realisierung des Projektes Abstand nehmen.
> Die Sanktionsverschärfungen der EU im Februar 2023 führten dazu, dass wir die Arbeit an allen Projekten für den russischen Markt eingestellt haben.
Neben dem vorher bereits erwähnten Projekt sind hiervon auch Projekte in der Abwasserreinigung und in der Lebensmittelindustrie betroffen.
> Die große Bedeutung von Russland als Energie- und Rohstofflieferant, insbesondere für die EU und ganz besonders für Deutschland bis zum Kriegsbeginn und die dann relativ rasch, in mehreren Stufen verschärften Sanktionsmaßnahmen haben ganz erhebliche Auswirkungen auf die Grundstoffindustrie durch erhöhte und instabile Energie- und Rohstoffpreise.
Folge für unser Unternehmen sind höhere Kosten beim eingesetzten Material und zunehmende Unsicherheit bei unseren Kunden hinsichtlich der Investitionsentscheidungen für neue Produktionsanlagen.
b) Die hohe Abhängigkeit von China
Die aktuellen Probleme im Zusammenhang mit dem Russland-Krieg zeigen die Gefahr bei übergroßen Abhängigkeiten von einem Land.
Für Deutschland als Ganzes ist eine sehr große Abhängigkeit von Russland bei Energie und Rohstoffen bis 2023 und von China beim Handel und ebenfalls bei Rohstoffen auch aktuell zu konstatieren.
Unser Unternehmen ist dabei ein nicht untypischer Vertreter des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus, der über viele Jahre vom Wachstum Chinas profitiert hat. Unsere Umsätze in den Jahren 2018 bis 2023 gingen zu 45% nach China.
Aktuell bestehen hier keine erkennbaren Probleme, allerdings gibt es doch einen grundsätzlichen Dissens mit den westlich orientierten Demokratien, insbesondere bei den Menschenrechten und bei der Politik gegenüber den Nachbarländern im Allgemeinen und Taiwan im Besonderen.
Sollte es hier zukünftig eine Eskalation geben, in deren Folge Wirtschaftssanktionen ausgesprochen werden, die den Handel einschränken, dann wäre unser Unternehmen je nach Ausgestaltung der Sanktionen ggf. erheblich betroffen.
Der Krieg Russlands in der Ukraine erhöht nun diese Gefahr noch, da China bisher eine klare Positionierung dazu vermieden hat, deutliche Verurteilungen des Vorgehens Russlands gibt es genauso wenig wie Wirtschaftssanktionen, ohne jedoch Russland offen zu unterstützen.
Sollte China hier seine Wirtschaftsinteressen doch hintanstellen und offener für Russland eintreten, so könnte es die bereits erwähnte Eskalation sehr rasch geben.
c) Die hohe Inflation mit steigenden Material-, Energie- und Arbeitskosten
Lagen die Inflationsraten in Deutschland im 1. Halbjahr 2021 noch bei maximal 2,5% im Mai, so sind die Werte im 2. Halbjahr 2021 bereits deutlich auf ein Maximum von 5,3% im Dezember gestiegen.
Bedingt durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine und die damit verbundenen Konsequenzen für die Versorgung mit und die Preise von Energie, Rohstoffen und Nahrungsmitteln haben sich für 2022 weltweit, insbesondere aber in der EU und in Deutschland mit 9,2% und 6,9%, deutlich erhöhte Inflationsraten eingestellt.
In 2023 sind die Inflationsraten in der EU und in Deutschland auf 3,4% und 5,9% zurückgegangen, liegen damit aber immer noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau.
Eine weltweite Phase der Rezession mit geringem Wirtschaftswachstum ist die Konsequenz mit der unmittelbaren Folge zurückgehender Investitionen.
Als weitere unmittelbare Folge für unser Unternehmen kommt zu den erhöhten Energie- und Materialpreisen ein erhöhter Lohndruck, beides zusammen führt zu einem Zwang nach Verkaufspreiserhöhungen, deren Durchsetzung im internationalen Wettbewerb, auch unter Berücksichtigung des Wechselkurses, insbesondere bei japanischen und bei US-Konkurrenten, anspruchsvoll ist.
d) Die demografischen Bedingungen in Deutschland und der Arbeitsmarkt:
In den vergangenen Jahren zeigen sich zunehmende Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen.
Dieser Effekt trifft unser Unternehmen von zwei Seiten, weil wir zuletzt einerseits gewachsen sind, mit in der Folge erhöhtem Personalbedarf, andererseits aber auch verstärkt altersbedingte Abgänge durch die zur Verrentung anstehenden geburtsstarken Jahrgänge von 1955 bis 1965 sehen.
Besonders auffallend ist, dass die Besetzungsschwierigkeiten inzwischen unabhängig vom Anforderungsprofil bestehen, gleich ob technisch oder kaufmännisch, ob mit Berufsausbildung oder Studium.
Für viele Stellenausschreibungen gibt es trotz professioneller Unterstützung durch Personalberater kaum noch Bewerbungen. Besorgniserregend sind insbesondere die kaum noch vorhandenen Bewerber für eine Ausbildungsstelle.
Je nach Umsatzentwicklung kann sich die Personalverfügbarkeit mittelfristig zu einem wachstumsbegrenzenden Faktor entwickeln.
e) Weitere
Zu beobachten ist eine weltweit äußerst komplexe politische und damit auch wirtschaftliche Gesamtlage, die kaum eine belastbare Prognose zulässt.
China und Russland arbeiten zunehmend enger zusammen und bilden beinahe schon eine Interessengemeinschaft gegen die westlichen Industrieländer, insbesondere gegen die USA.
Der sogenannte globale Süden mit den vielen Ländern Südamerikas, Afrikas und Südostasiens tritt zunehmend selbstbewusster und dabei häufiger gegen die westlichen Industrieländer auf.
Das seit vielen Jahrzehnten ungelöste Problem rund um Israel und die Palästinenser eskaliert mit dem aktuellen Krieg im Gazastreifen und macht alle Bemühungen zu einer Normalisierung des Umgangs zwischen Israel und den arabischen bzw. den mehrheitlich muslimischen Ländern zunichte.
Die USA verschieben wegen des bereits laufenden Wahlkampfes eine ganze Reihe wichtiger Entscheidungen nach 2025.
Das Internet unterstützt wohl eher extreme Ansichten und damit letztlich auch eine Polarisierung in der Politik - extreme Positionen werden salonfähig, Kompromisse werden nicht mehr geachtet.
Nicht wirklich zu beurteilen ist, ob die allgemeine Tendenz hin zu einer Beruhigung geht, oder ob sich die Probleme eher zuspitzen.
Als Chance sind hingegen interne Maßnahmen zu werten, mit denen die Unternehmensleitung die Ertragslage verbessern will und auf veränderte äußere Rahmenbedingungen reagiert:
| ― |
hohe Investitionen zur optimalen Ressourcennutzung und Effizienzerhöhung in der Fertigung |
| ― |
hohe Investitionen in die IT-Sicherheit und in verschiedene Digitalisierungsprojekte zur Effizienzsteigerung |
| ― |
die Entwicklung neuer Technologien bzw. Weiterentwicklung bereits vorhandener Technologien |
| ― |
die Weiterentwicklung von Organisation und Mitarbeitern |
| ― |
die Erschließung von Anwendungen auf Basis nachwachsender Rohstoffe |
| ― |
der Ausbau der Aktivitäten in der zentralen Anwendung der Abwasserreinigung |
| ― |
der intensive Kontakt zu den Entwicklungsbereichen der chemischen Industrie |
| ― |
die Entwicklung bzw. Herausarbeitung von Schwerpunktanwendungen, Schwerpunktmärkten und Schwerpunktkunden |
| ― |
die Erhöhung bzw. Erhaltung der Attraktivität unserer Technologien bzw. Anwendungen durch Design- und Einkaufsoptimierung |
| ― |
die Kontrolle vertraglicher Risiken |
| ― |
Aufbau, Pflege und Weiterentwicklung anspruchsvoller Nischenanwendungen bzw. -technologien mit verbessertem Ertragspotential |
Davon abgesehen wird die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens durch ein monatliches standardisiertes Berichtswesen laufend überwacht, um ggf. auch kurzfristig mit geeigneten Maßnahmen reagieren zu können.
Es bestehen Zweigniederlassungen in Pratteln, Schweiz sowie Düren und Erlangen, Deutschland.
Per 31.12.23 sind in den Zweigniederlassungen Pratteln 32, in Düren 18 und in Erlangen 2 Mitarbeiter beschäftigt, die alle den Unternehmensbereichen Vertrieb & Marketing sowie Verfahrenstechnik Verdampfung & Anlagenplanung sowie Verfahrenstechnik Trocknung/ Hochviskos & Versuchsbetrieb und in Düren auch der Konstruktion zuzuordnen sind. Die Zweigniederlassung Pratteln beherbergt zentral für das Gesamtunternehmen Technikum und Labor.
Ihren Ursprung haben die beiden erstgenannten Zweigniederlassungen in der Übernahme der Aktivitäten in der Thermischen Verfahrenstechnik von der Buss AG, Pratteln, in 1997 und von der Canzler GmbH, Düren, in 2003.
Im November 2016 wurde mit der Buss-SMS-Canzler K.K., Osaka eine japanische Tochtergesellschaft ausschließlich zu Vertriebszwecken gegründet. Die Gesellschaft hat einen Mitarbeiter.
In der seit Januar 2018 bestehenden Zweigniederlassung in Erlangen sind unsere Spezialisten für numerische Berechnungen zu Hause.
Butzbach, den 15. Mai 2024
Harald Bechmann, Geschäftsführung
Dr.-Ing. Bernd Genenger, Geschäftsführung
Aktiva
|
31.12.2023
TEUR |
31.12.2022
TEUR |
Anh. Nr. | |
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 1 | ||
| 1. selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände | 1.360 | 1.135 | |
| 2. selbsterstellte imm. Vermögensg. in Entwicklung | 288 | 302 | |
| 3. gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte | 4.200 | 478 | |
| 4. geleistete Anzahlungen und im Bau befindliche immaterielle Vermögensgegenstände | 12 | 2.661 | |
| 5.860 | 4.576 | ||
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke und Bauten | 1.505 | 1.615 | |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 3.418 | 3.444 | |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.926 | 4.777 | |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 211 | 664 | |
| 10.060 | 10.500 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 60 | 60 | |
| 15.980 | 15.136 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | 2 | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 5.221 | 5.785 | |
| 2. unfertige Erzeugnisse | 12.685 | 10.699 | |
| 3. fertige Erzeugnisse | 3 | 3 | |
| 4. ./. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte | -16.030 | -17.759 | |
| 5. geleistete Anzahlungen | 290 | 1.272 | |
| 2.169 | 0 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 3 | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.283 | 10.694 | |
| 2. sonstige Vermögensgegenstände | 2.866 | 1.974 | |
| 12.149 | 12.668 | ||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 4.464 | 7.334 | 4 |
| 18.782 | 20.002 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 574 | 461 | |
| D. Aktive latente Steuern | 1.581 | 1.995 | 5 |
| 36.917 | 37.594 | ||
|
Passiva |
|||
|
31.12.2023
TEUR |
31.12.2022
TEUR |
Anh. Nr. | |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 3.000 | 3.000 | 6 |
| II. Gewinnrücklage | 380 | 380 | |
| III. Bilanzgewinn | 6.354 | 6.682 | 7 |
| 9.734 | 10.062 | ||
| B. Rückstellungen | 8 | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 18.608 | 18.224 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 46 | 59 | |
| 3. sonstige Rückstellungen | 3.386 | 4.236 | |
| 22.040 | 22.519 | ||
| C. Verbindlichkeiten | 9 | ||
| 1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 0 | 1.012 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.519 | 3.071 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen | 30 | 21 | |
| 4. sonstige Verbindlichkeiten | 1.594 | 909 | |
| - davon aus Steuern TEUR 218 (i.V. TEUR 240) | |||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheiten TEUR 51 (i.V. TEUR 50) | |||
| 5.143 | 5.013 | ||
| 36.917 | 37.594 |
Butzbach, den 15. Mai 2024
|
2023
TEUR |
2022
TEUR |
Anh. Nr. | |
| 1. Umsatzerlöse | 64.546 | 61.518 | 11 |
| 2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | 52.865 | 47.823 | |
| 3. Bruttoergebnis vom Umsatz | 11.681 | 13.695 | |
| 4. Vertriebskosten | 9.414 | 8.398 | |
| 5. allgemeine Verwaltungskosten | 2.493 | 2.150 | |
| 6. sonstige betriebliche Erträge | 753 | 1.197 | 14 |
| 7. sonstige betriebliche Aufwendungen | 607 | 866 | 15 |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 11 | 24 | |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 339 | 840 | 16 |
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -112 | 740 | 17 |
| 11. Ergebnis nach Steuern | -296 | 1.922 | |
| 12. Sonstige Steuern | 32 | 32 | |
| 13. Jahresergebnis | -328 | 1.890 | |
| 14. Gewinnvortrag aus den Vorjahren | 6.682 | 4.792 | |
| 15. Bilanzgewinn | 6.354 | 6.682 |
Butzbach, den 15. Mai 2024
|
2023
TEUR |
2022
TEUR |
|
| Jahresüberschuss | -328 | 1.890 |
| Abschreibungen Anlagevermögen(+) | 1.985 | 1.855 |
| Zuführung (+) / Auflösung (-) von langfristigen Rückstellungen (Pensionsrückstellungen) | 384 | 965 |
| Cash flow | 2.041 | 4.710 |
| Verluste (+) aus Anlageabgängen | 43 | 47 |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte | -2.169 | 0 |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen sowie anderer Posten des Umlaufvermögens | 406 | -2.119 |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der aktiven latenten Steuern | 414 | -77 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und anderer kurzfristiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen | -733 | 1.094 |
| Mittelzufluss / -abfluss aus Geschäftstätigkeit (a) | 2 | 3.655 |
| Investitionen in das Anlagevermögen | -2.872 | -4.647 |
| Mittelzufluss / -abfluss aus Investitionstätigkeit (b) | -2.872 | -4.647 |
| Mittelzufluss / -abfluss aus Finanzierungstätigkeit (c) | 0 | 0 |
| Veränderung der liquiden Mittel (Summe a - c) | -2.870 | -992 |
| Liquide Mittel zu Beginn des Jahres | 7.334 | 8.326 |
| Liquide Mittel am Ende des Jahres | 4.464 | 7.334 |
Butzbach, den 15. Mai 2024
Die Buss-SMS-Canzler GmbH mit Sitz in Butzbach ist unter HRB 2753 im Handelsregister des Amtsgerichts Friedberg (Hessen) eingetragen.
Alleiniger Gesellschafter ist die ProTech Holding GmbH, Butzbach, welche sich mehrheitlich im Besitz von Beteiligungsgesellschaften befindet. Diese werden von Teilen des aktuellen und ehemaligen Managements der Gesellschaft gehalten.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. Handelsgesetzbuch aufgestellt worden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfordert bei verschiedenen Positionen Schätzungen und Annahmen, die Auswirkungen auf die zum jeweiligen Bilanzstichtag ausgewiesenen Vermögensgegenstände, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie die Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum haben. Die tatsächlichen Beträge können von den Schätzungen abweichen.
Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Verwaltungskosten werden nicht berücksichtigt. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800 EUR nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang dargestellt.
Das Aktivierungswahlrecht hinsichtlich der Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände wird in Anspruch genommen. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkten Personalkosten der mit der Entwicklung beschäftigten Mitarbeiter auch anteilige Entwicklungsgemeinkosten, insbesondere Abschreibungen.
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit Herstellungskosten bewertet. Bei den unfertigen Erzeugnissen werden Bewertungsabschläge vorgenommen, sofern die erwarteten Herstellkosten die Erlöse übersteigen.
Die Herstellungskosten beinhalten neben den Materialeinzelkosten und den Fertigungslöhnen auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten, insbesondere Abschreibungen des Anlagevermögens. Verwaltungskosten wurden nicht berücksichtigt.
Für Bestände mit eingeschränkter Verwendbarkeit oder ungängige Artikel wurden Wertberichtigungen gebildet.
Erhaltene Anzahlungen auf das Vorratsvermögen sind mit dem Nominalwert bilanziert und werden, soweit möglich, auf der Aktivseite von den Vorräten offen abgesetzt. Für eventuell verbleibende Anzahlungsbeträge erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten.
Die Wertansätze erfolgten grundsätzlich zu Nominalwerten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um erforderliche Einzelwertberichtigungen und eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf den um die einzelwertberichtigten Forderungen gekürzten Forderungsbetrag vermindert. Währungsforderungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet.
Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend und angemessen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Rückstellungen sind, soweit wesentlich, abgezinst.
Für die in Deutschland tätigen Mitarbeiter werden für Neueintritte bis Januar 2004 Versorgungsleistungen in Form einer Direktzusage gewährt. Beginnend mit dem Jahr 2004 erfährt die prozentuale Erhöhung der Ruhegelder nur für solche Jahre einen Steigerungsbetrag, in denen der testierte Jahresabschluss des jeweiligen Vorjahres ein handelsbilanzielles Unternehmensergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von mindestens 500 TEUR ausweist. Die Pensionsrückstellungen werden unter Anwendung der Projected Unit Credit Methode i.S.d. IAS 19 auf der Grundlage der Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck passiviert. Der Rechnungszinssatz beträgt gemäß § 253 Abs. 2 HGB 1,83% (Vorjahr: 1,78%) für Restlaufzeiten von 15 Jahren (10-Jahres-Durchschnitt). Der Berechnung wurde ein Gehaltstrend von 2,0% p.a. (Vorjahr: 2,0%) zugrunde gelegt, wobei der Karrieretrend in Höhe von 0,1% p.a. (Vorjahr: 0,1%) durch einen Zuschlag auf die Regelgehaltserhöhung berücksichtigt wurde. Der zukünftigen Rentenentwicklung wird durch die Berücksichtigung eines Rententrends in Höhe von 2,0% (Vorjahr: 2,0%) Rechnung getragen.
Der einer Ausschüttungssperre unterliegende Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 189 TEUR.
Zum Bilanzstichtag bestehen an Versorgungsberechtigte verpfändete Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 1.214 TEUR, die in voller Höhe mit den zugehörigen Pensionsrückstellungen saldiert wurden.
Die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung IDW RS HFA 3 in Verbindung mit § 253 HGB ermittelt. Als Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck, ein Gehaltstrend von 2,0% sowie ein Zinssatz von 0,89% verwendet.
Die Ermittlung der Rückstellungen für die Pauschalgewährleistungen erfolgt auf der Grundlage des durchschnittlichen Garantieaufwands der vergangenen drei Jahre in Relation zum garantiepflichtigen Umsatz in Höhe von 0,85% (i.V. 0,52%). Dabei bleiben die Umsätze solcher Aufträge unberücksichtigt, für die bereits Rückstellungen für Einzelgewährleistungen gebildet wurden.
Die Ermittlung der Rückstellung für die Pauschalauftragskosten erfolgt auf der Grundlage der durchschnittlichen Auftragskosten der vergangenen drei Jahre in Relation zum Umsatz in Höhe von 0,15% (i.V. 0,16%).
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag. Währungsverbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet.
Die Gesellschaft bilanziert aktivische und passivische latente Steuern auf temporäre Unterschiede zwischen der Handels- und der Steuerbilanz, die sich in den folgenden Jahren ausgleichen. Für die Bewertung der zukünftigen gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Auswirkungen (Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlages sowie der Gewerbesteuer) liegt für inländische Einkünfte ein Steuersatz von 29,0% (i.V. 29,0%) zu Grunde. Für Einkünfte der Schweizer Betriebstätte beträgt der Steuersatz unverändert 24%. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit hinreichender Sicherheit zu erwarten ist. Von dem Wahlrecht der Saldierung aktivischer und passivischer latenter Steuern wurde Gebrauch gemacht.
Die Entwicklung des Anlagevermögens mit Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist insgesamt im Anlagespiegel dargestellt (s.u.).
Im September 2023 wurde auf ein neues ERP-System umgestellt. Die Anschaffungskosten betragen inklusive der bereits in Vorjahren angefallen Kosten 3.734 TEUR und werden über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.
Um Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften abzusichern, wurden Grundschuldbriefe in Höhe von 3.068 TEUR übereignet und eine Buchgrundschuld in Höhe von 511 TEUR eingetragen. Eine darüber hinaus gehende Besicherung erfolgt mit liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 400.
Unter den Finanzanlagen wird die in 2016 gegründete, 100%ige Tochtergesellschaft Buss-SMS-Canzler K.K., Osaka/Japan ausgewiesen. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4, das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 63.
Die vorgenommenen Bewertungsabschläge verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Vorratsposten:
|
Brutto-Inventurwert
TEUR |
Bewertungs-Abschlag
TEUR |
Bilanzwert
TEUR |
|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.343 | 1.122 | 5.221 |
| Unfertige Erzeugnisse | 12.823 | 138 | 12.685 |
| Fertige Erzeugnisse | 20 | 17 | 3 |
| ./. Erhaltene Anzahlungen | -16.030 | 0 | -16.030 |
| Geleistete Anzahlungen | 290 | 0 | 290 |
| 3.446 | 1.277 | 2.169 |
Die im Vorratsvermögen enthaltenen unfertigen Erzeugnisse umfassen im Wesentlichen Bestände für angearbeitete Aufträge. Die fertigen Erzeugnisse beinhalten auf Lager gefertigte Baugruppen und Ersatzteile.
Folgende Bewertungsabschläge wurden auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen:
|
31.12.2023
TEUR |
31.12.2022
TEUR |
|
| Brutto | 9.370 | 10.800 |
| ./. Einzelwertberichtigung | -0 | -0 |
| ./. Pauschalwertberichtigung | -87 | -106 |
| Bilanzwert | 9.283 | 10.694 |
|
31.12.2023
TEUR |
31.12.2022
TEUR |
|
| Kassenbestand | 1 | 1 |
| Postfinance, Basel/Schweiz | 40 | 625 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 4.423 | 6.708 |
| 4.464 | 7.334 |
Das Guthaben bei Kreditinstituten besteht aus Kontokorrentkonten und Festgeldern.
Der aktivisch ausgewiesene Betrag für latente Steuern beträgt insgesamt 1.581 TEUR. Dieser resultiert in erster Linie aus auf dem über die Erfolgsrechnung gebuchten Saldo aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 2.692 TEUR aus der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und Altersteilzeit sowie passiven latenten Steuern aus Bewertungsunterschieden bei den selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen (478 TEUR) sowie Computerhardware und Software (1.311 TEUR). 678 TEUR der aktiven latenten Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen. Auf Basis der Unternehmensplanung ist davon auszugehen, dass die steuerlichen Verlustvorträge in den folgenden fünf Geschäftsjahren vollständig in Anspruch genommen werden können.
|
Angaben
in TEUR |
Gezeichnetes Kapital | Gewinnrücklage | Bilanzgewinn | Gesamt |
| 1. Januar 2023 | 3.000 | 380 | 6.682 | 10.062 |
| Jahresergebnis | 0 | 0 | -328 | -328 |
| 31. Dezember 2023 | 3.000 | 380 | 6.354 | 9.734 |
Das Eigenkapital beinhaltet mit 1.648 TEUR aus der Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände, mit 1.581 TEUR aus der Aktivierung von latenten Steuern und mit 189 TEUR aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen, diejenigen Gewinne, die der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB unterliegen.
In den Pensionsrückstellungen sind 314 TEUR (i.V. 338 TEUR) für ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene enthalten.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere ausstehenden Aufwand für bereits abgerechnete Aufträge, Gewährleistungsrückstellungen, Personalrückstellungen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.
Zum 31. Dezember 2023 haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Es besteht ein Bestellobligo für Anlageinvestitionen in Höhe von 148 TEUR (i.V. 252 TEUR).
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Leasing- und Mietverträgen betragen 3.448 TEUR (i.V. 3.562 TEUR).
Für den Bestellbestand zum 31.12.2023 bestehen 982 TEUR (i.V. 2.918 TEUR) an Provisionsansprüchen, die erst dann als Aufwand gebucht werden, wenn der Ertrag aus dem vermittelten Geschäft realisiert wird.
| vom 01.01. - 31.12.2023 | vom 01.01.- 31.12.2022 | |||
| TEUR | % | TEUR | % | |
| Verdampfung | 35.050 | 54 | 31.421 | 51 |
| Trocknung | 4.874 | 8 | 14.421 | 24 |
| Hochviskos | 11.193 | 17 | 4.002 | 7 |
| Service/Ersatzteile | 9.462 | 15 | 11.206 | 18 |
| Sonderkomponenten | 3.725 | 6 | 275 | 0 |
| Übrige Umsatzerlöse | 242 | 0 | 193 | 0 |
| 64.546 | 100 | 61.518 | 100 | |
Die Umsätze wurden zu rund 16 % im Inland und zu rund 84 % im Ausland erzielt.
|
vom 01.01. - 31.12.2023
TEUR |
vom 01.01. - 31.12.2022
TEUR |
|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffe | 27.139 | 23.953 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 3.828 | 3.159 |
| 30.967 | 27.112 |
|
vom 01.01. - 31.12.2023
TEUR |
vom 01.01. - 31.12.2022
TEUR |
|
| Löhne und Gehälter | 19.287 | 18.228 |
| Soziale Abgaben | 3.141 | 2.912 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 1.434 | 1.488 |
| 23.862 | 22.628 |
Als Bezüge an ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene wurden 37 TEUR (i.V. 37 TEUR) gezahlt.
| 298 | Auflösung von Rückstellungen/Wertberichtigungen |
| 152 | Versicherungsentschädigungen |
| 97 | Kursgewinne |
| 80 | Schadenersatz |
| 54 | Erlöse Kfz-Nutzung |
| 72 | übrige, davon 21 TEUR periodenfremd |
(i.V. 866 TEUR) beinhalten mit 500 TEUR im Wesentlichen Entwicklungskosten.
Die Zinsaufwendungen betreffen mit 209 TEUR überwiegend Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen.
| - Latente Steuern Deutschland | +118 TEUR |
| - Latente Steuern Schweiz | +8 TEUR |
| - Ertragsteuern Deutschland | +0 TEUR |
| - Ausländische Ertragsteuern | -14 TEUR |
| Ertragsteuer Total | +112 TEUR |
Geschäftsführer sind Herr Dipl. Ing. (FH) Harald Georg Bechmann, Bad Nauheim und Herr Dr.-Ing. Bernd Genenger, Dormitz (seit 21. Juni 2023). Von der Erleichterungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 55 TEUR und betrifft ausschließlich Prüfungsleistungen.
Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Im Durchschnitt beschäftigte Mitarbeiter an den jeweiligen Standorten:
| vom 01.01. - 31.12.2023 | vom 01.01. - 31.12.2022 | |
| Butzbach ohne Auszubildende | 206 | 194 |
| Butzbach Auszubildende / Duales Studium | 8 | 10 |
| Düren | 19 | 20 |
| Erlangen | 2 | 2 |
| Pratteln (Schweiz) | 32 | 30 |
| 267 | 256 |
Butzbach, den 15. Mai 2024
Harald Bechmann, Geschäftsführung
Dr.-Ing. Bernd Genenger, Geschäftsführung
| Anschaffungs-/Herstellkosten | |||||
|
Stand am 01.01.23
TEUR |
Zugänge
TEUR |
Umbuchungen
TEUR |
Abgänge
TEUR |
Stand am 31.12.23
TEUR |
|
| Anlagevermögen | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände | 1.875 | 254 | 165 | 0 | 2.294 |
| Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Entwicklung | 302 | 151 | -165 | 0 | 288 |
| Gewerbliche Schutzrechte | 4.511 | 1.292 | 2.661 | 0 | 8.464 |
| Geleistete Anzahlungen und im Bau bef.immaterielle Vermögensgegenstände | 2.661 | 12 | -2.661 | 0 | 12 |
| Summe immat. VG: | 9.349 | 1.709 | 0 | 0 | 11.058 |
| II. Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 6.928 | 0 | 0 | 0 | 6.928 |
| Tech. Anlagen und Maschinen | 7.399 | 147 | 195 | 0 | 7.741 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 17.249 | 847 | 384 | 262 | 18.218 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 664 | 169 | -579 | 43 | 211 |
| Summe Sachanlagen | 32.240 | 1.163 | 0 | 305 | 33.098 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 60 | 0 | 0 | 0 | 60 |
| Summe Finanzanlagen | 60 | 0 | 0 | 0 | 60 |
| Summe Anlagevermögen | 41.649 | 2.872 | 0 | 305 | 44.216 |
| Abschreibung | Buchwert | |||||
|
Stand am 01.01.23
TEUR |
Zugänge
TEUR |
Abgänge
TEUR |
Stand am 31.12.23
TEUR |
31.12.2023
TEUR |
31.12.2022
TEUR |
|
| Anlagevermögen | ||||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände | 740 | 194 | 0 | 934 | 1.360 | 1.135 |
| Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Entwicklung | 0 | 0 | 0 | 0 | 288 | 302 |
| Gewerbliche Schutzrechte | 4.033 | 231 | 0 | 4.264 | 4.200 | 478 |
| Geleistete Anzahlungen und im Bau bef.immaterielle Vermögensgegenstände | 0 | 0 | 0 | 0 | 12 | 2.661 |
| Summe immat. VG: | 4.773 | 425 | 0 | 5.198 | 5.860 | 4.576 |
| II. Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 5.313 | 110 | 0 | 5.423 | 1.505 | 1.615 |
| Tech. Anlagen und Maschinen | 3.955 | 368 | 0 | 4.323 | 3.418 | 3.444 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 12.472 | 1.082 | 262 | 13.292 | 4.926 | 4.777 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 211 | 664 |
| Summe Sachanlagen | 21.740 | 1.560 | 262 | 23.038 | 10.060 | 10.500 |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 60 | 60 |
| Summe Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 60 | 60 |
| Summe Anlagevermögen | 26.513 | 1.985 | 262 | 28.236 | 15.980 | 15.136 |
An die Buss-SMS-Canzler GmbH, Butzbach
Ich habe den Jahresabschluss der Buss-SMS-Canzler GmbH, Butzbach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und der Kapitalflussrechnung sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Buss-SMS-Canzler GmbH, Butzbach, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und |
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ermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß§ 322 III 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen aus Handlungen oder Irrtümer resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus
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identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei dolosen Handlungen höher als bei Irrtümern, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
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beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
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beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
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führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während unserer Prüfung feststelle.
Frankfurt am Main, den 2. Juli 2024
Matzenbach
& Rudolph Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am
Main
Rudolph, Wirtschaftsprüfer
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