FLACHGLAS Sachsen GmbHLiquidiert

04668 Grimma, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 5608
Eingetragen
7.5.2002
Branche
Großhandel mit FlachglasHerstellung, Veredlung und Bearbeitung von sonstigem Glas einschließlich technischen GlaswarenHerstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus Glas
Gegenstand
Vertrieb, Be- und Verarbeitung von Glas und mit Glas verwandten Erzeugnissen sowie der Vertrieb von baulichen Anlagen, die im wesentlichen aus Glas hergestellt sind.

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Ernst Witte
seit 18.2.2009
Geschäftsführer
Gabriele Jetter
seit 7.5.2002
Geschäftsführer

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

FLACHGLAS Sachsen GmbH

Grimma

Jahresabschluss zum 31. März 2008

Lagebericht

A. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Geschäftstätigkeit und Entwicklung der Branche

Die Geschäftstätigkeit der FLACHGLAS Sachsen GmbH ist auf die Be- und Verarbeitung sowie den Vertrieb von Flachglasprodukten gerichtet. Der Hauptabsatzmarkt für die Erzeugnisse der Gesellschaft liegt in Deutschland, wobei sich der Kundenkreis sortimentsbedingt im Wesentlichen aus Unternehmen der Baubranche zusammensetzt.

Während sich im Jahr 2006 in der deutschen Bauwirtschaft ein konjunktureller Aufschwung abgezeichnet hatte, war bereits im Geschäftsjahr 2007/08 ein deutlicher Rückgang im Wohnungsneubau zu verzeichnen. Nur noch 182.000 genehmigte Wohnungen bedeuten ein Minus von über 26 % gegenüber dem Vorjahr. Die Vorzieheffekte aus der Abschaffung der Eigenheimzulage und der Mehrwertsteuererhöhung im Jahr 2006 wirkten sich 2007 negativ auf die Nachfrageentwicklung aus. Der Nichtwohnungsbau ist daher gegenwärtig die Stütze der Baubranche.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die FLACHGLAS Sachsen GmbH spürte den allgemeinen Abwärtstrend im Fenstermarkt. So musste ein Mengenrückgang in der Isolierglasproduktion von 21,1 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2006/07 hingenommen werden. Der Umsatzrückgang betrug demgegenüber nur 5,7 % zum Vorjahr, was aus dem bedeutenden Anstieg höherwertiger Erzeugnisse, insbesondere für den Industriebau, resultiert.

Unter unserer Homepage-Adresse www.flachglas-sachsen.de informieren wir unsere Kunden ständig über unsere Produkte und Neuerungen.

3. Produktion

An unseren Anlagen konnten wir durchgängig im 2-Schicht-System produzieren. Es wurde eine Effektivitätssteigerung von 2 % gegenüber dem Vorjahr erreicht.

Die Maschinenausfallzeiten wurden durch kontinuierliche und vorbeugende Instandhaltungen weiter gesenkt.

Die FLACHGLAS Sachsen GmbH arbeitet nach dem ift-Produktpass Mehrscheiben-Isolierglas nach EN 1279-5:2005-08. Unsere Produkte tragen die CE-Kennzeichen.

4. Beschaffung

Beschaffungsengpässe traten im Geschäftsjahr nicht auf. Durch hohe Einkaufskosten im Basisglasbereich und bei anderen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ist das Verhältnis von Materialaufwand zu Umsatzerlösen mit ca. 59 % (Vorjahr 60 %) weiterhin auf einem hohen Niveau. Einen negativen Einfluss auf die Beschaffungspreise haben die ständig steigenden Energiekostenzuschläge der Glasindustrie, die sich an der Entwicklung der Rohölpreise (IPE Brent Index der Londoner Börse) orientieren.

5. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Gesellschaftsrechtliche Veränderungen erfolgten im Geschäftsjahr 2007/2008 nicht.

Größere Investitionen wurden nicht getätigt. Das Hauptaugenmerk wurde auf die Umsetzung einer effektiven und rationellen Arbeitsweise mit der vorhandenen Technik gerichtet.

B. Darstellung der Lage

1. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage ist gegenüber dem Vorjahr durch eine relativ konstante Bilanzsumme von T€ 4.020 (Vorjahr T€ 4.016) gekennzeichnet. Da die Rationalisierungsinvestitionen zum 31. Dezember 2003 abgeschlossen und seitdem nur geringfügige Investitionen getätigt worden, hat sich das Anlagevermögen gegenüber dem Vorjahr um T€ 318 verringert. Auf der anderen Seite erhöhte sich das Umlaufvermögen um T€ 322, insbesondere verursacht durch den Anstieg der Flüssigen Mittel um T€ 486, während der Vorratsbestand sich um T€ 151 verringerte.

Auf der Passivseite der Bilanz hat sich im Wesentlichen das Eigenkapital um T€ 212 erhöht. Die hohe Eigenkapitalquote liegt mit 45,5 % noch über dem Vorjahresvergleichswert von 40,3 %. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich demgegenüber um T€ 239 vermindert, was vor allem auf die Tilgung von T€ 250 des Investitionsdarlehens zurückzuführen ist. Die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten sind am Bilanzstichtag vollständig durch Flüssige Mittel gedeckt.

Die Gesellschaft verfügte auch im Geschäftsjahr über eine geordnete und gesicherte Liquiditätslage. Die Flüssigen Mittel haben sich dabei stichtagsbedingt auf T€ 2.630 erhöht. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im gesamten Geschäftsjahr gewährleistet. Mit allen Hauptlieferanten sind Zahlungen durch Lastschrifteinzug vereinbart.

2. Ertragslage

Die Ertragslage hat sich gegenüber dem Vorjahr trotz des Umsatzrückganges und der anhaltend hohen Kosten im Einkauf zufriedenstellend entwickelt. So konnte der Erlösrückgang durch die Verminderung der Aufwendungen weitgehend kompensiert und ein im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändertes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von T€ 339 ausgewiesen werden.

Unter Berücksichtigung annähernd unveränderter Steueraufwendungen ergibt sich für das Geschäftsjahr 2007/08 ein um T€ 4 verbesserter Jahresüberschuss von T€ 212.

Das positive Ergebnis resultiert vor allem aus optimierten Produktionsabläufen, einem gestiegenen Anteil höherwertiger Produkte an der abgesetzten Erzeugnismenge und der Beibehaltung einer hohen Effektivität und Erzeugnisqualität.

3. Ausblick sowie Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Wesentliche Risiken sehen wir in der dramatischen Energiekostenentwicklung, die sich bereits in den letzten Geschäftsjahren durch den stetigen Anstieg der Rohöl- und Energiepreise im Energiekostenzuschlag sowie den Strom- und Treibstoffkosten ausgewirkt hat. Hinzu kommen die ständigen Preiserhöhungen der Zulieferer, vor allem der Glasindustrie, die bei dem bestehenden Marktumfeld nur teilweise an unsere Kunden weitergegeben werden können.

Auf dem Gebiet der Garantieverpflichtungen werden weiterhin Risiken, auch im Zusammenhang mit den seit Juli 2002 gültigen Allgemeinen Einkaufs- und Lieferbedingungen, gesehen. Für alle erkennbaren Risiken wurden entsprechende Rückstellungen gebildet.

Dem gegenüber ergeben sich aus der dargestellten Energiekostenentwicklung auch Chancen für die künftige Entwicklung der Gesellschaft. Steigende Energiekosten machen eine energetische Gebäudesanierung immer interessanter. Viele Auftraggeber nehmen aufgeschobene Reparaturmaßnahmen und Bauprojekte wieder auf den Markt. Die Bundesregierung hat ein Gebäudesanierungsförderprogramm beschlossen, welches alle Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden vorsieht. Die neue Energiesparverordnung mit Gültigkeit ab 2009 liegt zur Beschlussfassung durch die Bundesregierung vor. Das bedeutet konkret, dass ab 2009 nur noch Hochwärmedämmgläser, wie 3-fach-Isolierverglasungen mit warmer Kante, zum Einsatz kommen.

Da etwa ein Drittel aller Heiz-Wärme-Verluste auf das Konto veralteter Verglasungen gehen, bestehen unsere Marktchancen in einer weiteren Erhöhung des Absatzes an modernen Isolierverglasungen. Innovative Glasprodukte sorgen für eine effektive Einsparung von Energie und verringern den CO 2-Ausstoß. Die Einführung des Energiepasses ist ein wichtiges Werkzeug zur Stimulierung der Modernisierung. Die Zahl der Wohngebäude aus den 50er und 60er Jahren, die dringend saniert werden müssen, ist hoch. Unsere Aufgabe besteht darin, unsere Kunden beim Marketing in diese Richtung zu unterstützen. Außerdem führen wir unsere, in diesem Geschäftsjahr begonnene Aktion "Energiesparen mit Glas" im Privatkundenbereich weiter.

Insgesamt sehen wir perspektivisch gute Chancen, mit unseren Produkten am Markt zu bestehen und wettbewerbsfähig zu sein. Die Voraussetzungen haben wir mit unserer Rationalisierungsinvestition in neue Technik und EDV-Systeme für die Zukunft geschaffen. Im Juli 2007 haben wir die Rezertifizierung ISO 9001-2000 erfolgreich bestanden. In diesem Sommer werden wir uns im Rahmen eines Überwachungsaudits den neuen Aufgaben stellen.

Für das Geschäftsjahr 2008/09 erwarten wir einen guten Geschäftsverlauf und die Erreichung eines positiven Jahresergebnisses.

Wichtigstes Ziel für uns ist, durch besonderen Service und Leistungskraft sowie Qualität und fachgerechte Beratung unserer Produkte die Kundenwünsche optimal zu erfüllen. Mit einem straffen Marktbearbeitungs- und Kostenmanagement werden wir den wirtschaftlichen Risikopotentialen entgegenwirken und unsere Chancen als leistungsstarker Isolierglasproduzent am Markt nutzen.

 

Grimma, den 15. Mai 2008

Jetter, Geschäftsführerin

Bilanz zum 31. März 2008

Aktiva

  31.03.2008
31.03.2007
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software 9.943,00 24.000,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.540,42 7.229,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 279.397,11 550.034,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.839,29 64.499,77
  317.776,82 621.763,40
  327.719,82 645.763,40
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 288.965,24 424.976,95
2. Unfertige Erzeugnisse 0,00 10.862,12
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 4.206,41
  288.965,24 440.045,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 518.265,00 542.955,13
2. Sonstige Vermögensgegenstände 223.428,36 220.015,38
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 154.020,00; 31.03.2007 € 134.761,48)    
  741.693,36 762.970,51
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.629.780,66 2.143.813,09
  3.660.439,26 3.346.829,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.771,00 23.785,00
  4.019.930,08 4.016.377,48

Passiva

   
  31.03.2008
31.03.2007
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.022.583,76 1.022.583,76
II. Gewinnvortrag 596.787,66 389.277,09
III. Jahresüberschuss 211.743,05 207.510,57
  1.831.114,47 1.619.371,42
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 21.369,10 45.520,96
C. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 298.297,00 216.583,00
2. Steuerrückstellungen 214.285,00 134.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.192.255,00 1.299.655,00
  1.704.837,00 1.650.238,00
D. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Investitionsdarlehen 250.000,00 500.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 61.050,46 76.579,78
3. Sonstige Verbindlichkeiten 151.559,05 124.667,32
(davon aus Steuern € 70.786,32; 31.03.2007 € 49.377,08)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 4.976,13; 31.03.2007 € 654,22)    
  462.609,51 701.247,10
  4.019.930,08 4.016.377,48

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2007 bis 31. März 2008

  01.04.2007 bis 31.03.2008
01.04.2006 bis 31.03.2007
1. Umsatzerlöse 7.938.088,69 8.421.324,46
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -15.068,53 10.856,71
3. Sonstige betriebliche Erträge 402.990,39 343.172,22
  8.326.010,55 8.775.353,39
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.666.233,44 5.049.286,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.534,08 5.033,12
  4.671.767,52 5.054.319,34
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 1.540.725,36 1.567.982,31
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 375.689,88 317.014,13
(davon für Altersversorgung € 98.041,59; Vj. € 37.601,59)    
  1.916.415,24 1.884.996,44
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 324.100,49 335.689,36
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.145.154,09 1.176.100,25
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 84.012,30 49.599,12
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.005,88 33.468,96
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 338.579,63 340.378,16
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 121.251,36 125.877,33
12. Sonstige Steuern 5.585,22 6.990,26
13. Jahresüberschuss 211.743,05 207.510,57

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  01.04.2007
Zugänge
Abgänge
31.03.2008
I. Immaterielle Vermögens-
gegenstände
       
Software 110.485,20 1.095,00 0,00 111.580,20
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grund- stücken 103.912,43 0,00 33.067,53 70.844,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.512.306,83 0,00 0,00 2.512.306,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
1.180.067,51 4.961,91 9.934,15 1.175.095,27
  3.796.286,77 4.961,91 43.001,68 3.758.247,00
  3.906.771,97 6.056,91 43.001,68 3.869.827,20
  Abschreibungen
  01.04.2007
Zugänge
Abgänge
31.03.2008
I. Immaterielle Vermögens-
gegenstände
       
Software 86.485,20 15.152,00 0,00 101.637,20
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grund- stücken 96.683,01 689,00 33.067,53 64.304,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.962.272,62 270.637,10 0,00 2.232.909,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
1.115.567,74 37.622,39 9.934,15 1.143.255,98
  3.174.523,37 308.948,49 43.001,68 3.440.470,18
  3.261.008,57 324.100,49 43.001,68 3.542.107,38
  Buchwerte
  31.03.2008
31.03.2007
I. Immaterielle Vermögens-
gegenstände
   
Software 9.943,00 24.000,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grund- stücken 6.540,42 7.229,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 279.397,11 550.034,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
31.839,29 64.499,77
  317.776,82 621.763,40
  327.719,82 645.763,40

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der FLACHGLAS Sachsen GmbH, Grimma, zum 31. März 2008 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für Kapitalgesellschaften unter Beachtung der Regelungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt, wobei freiwillig die Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB angewendet wurden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der Änderung des Rechnungszinssatzes bei der Ermittlung von Rückstellungen für Pensionen unverändert beibehalten.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und - soweit erforderlich - außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden pro rata temporis nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 410,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel ausgewiesen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Wertmindernde Faktoren aus der Lagerdauer und der Verwertbarkeit finden durch angemessene Abschläge Berücksichtigung.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wird zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen aktivierungspflichtige Einzelkosten sowie aktivierungsfähige Gemeinkosten, wobei Kosten der allgemeinen Verwaltung nicht einbezogen werden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bilanziert. Dem Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen.

Erhaltene Zuschüsse für Investitionen in das Anlagevermögen werden grundsätzlich in den Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen eingestellt und über die Nutzungsdauer der begünstigten Vermögensgegenstände aufgelöst.

Für alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren bilanzierungsfähigen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sind nach vernünftiger kaufmännischer Vorsicht angemessene Rückstellungen gebildet worden. Die Pensionsrückstellung ist auf Grundlage einer entsprechenden Versorgungszusage und der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck, Köln, unter Berücksichtigung eines Rechnungszinssatzes von 4,5% p.a. (Vorjahr 6% p.a.) gebildet. Durch den Wechsel des Rechnungszinssatzes wird die Pensionsverpflichtung am Bilanzstichtag um T€ 59 höher ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind der Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung (T€ 151) sowie Forderungen aus einem Mitarbeiterdarlehen (T€ 3) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Das Gezeichnete Kapital in Höhe von T€ 1.023 (TDM 2.000; Umrechnung: DM 1,95583 = € 1,00) entspricht der Handelsregistereintragung.

Bei den Sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Garantieverpflichtungen (T€ 430), Rückzahlungsverpflichtungen aus erhaltenen Investitionszuschüssen (T€ 209), Personalverpflichtungen (T€ 196), Rechtsstreitigkeiten (T€ 108) Zinsverpflichtungen (T€ 99), Umsatzprämien (T€ 63), Archivierungskosten (T€ 36) und ausstehende Rechnungen (T€ 34).

Die Verbindlichkeiten aus Investitionsdarlehen (T€ 250) haben analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sie sind durch Sicherungsübereignung der Fertigungsanlage, für die die Darlehen gewährt wurden, besichert.

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich in Deutschland erzielt.

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt T€ 1.590.

Die Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

    T€
Miete für Gebäude vom 1. April 2008 bis zum 31. März 2009 336
  ab 1. April 2009 1.176
    1.512
Leasing Fahrzeuge vom 1. April 2008 bis zum 31. März 2009 60
  ab 1. April 2009 9
    69
Leasing Telefonanlage vom 1. April 2008 bis zum 31. März 2009 2
  ab 1. April 2009 7
    9
    1.590

Anzahl der Beschäftigten

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 53 (Vorjahr 51) Personen, davon 38 (Vorjahr 37) gewerbliche Arbeitnehmer und 15 (Vorjahr 14) Angestellte. Darüber hinaus befand sich durchschnittlich eine Person (Vorjahr eine Person) in einem Ausbildungsverhältnis (Azubis).

Geschäftsführung

Geschäftsführerin ist Frau Gabriele Jetter, Grimma.

Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Grimma, den 15. Mai 2008

Jetter, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FLACHGLAS Sachsen GmbH, Grimma, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2007 bis 31. März 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführerin der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführerin sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Dresden, den 5. Juni 2008

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Ralf Wenzlawski, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thomas Preissner, Wirtschaftsprüfer

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